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	<title>DG HochN-Wiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-06-05T09:17:53Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Abfallmanagement&amp;diff=7645</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Abfallmanagement</title>
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		<updated>2021-03-22T11:31:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: /* Good Practice */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{#set:Has parent page=HOCH-N:Einzelleitfäden}}&lt;br /&gt;
== Betroffener Personenkreis ==&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag richtet sich an alle Hochschulangehörigen gleichermaßen, denn jede und jeder kann zur Abfallvermeidung, zum Recycling und damit zur Minderung der Entsorgungsleistung einen Beitrag leisten. Von besonderer Bedeutung bei der nachhaltigen Entsorgung ist der Personenkreis „Abfallbeauftragte“ (häufig in Personalunion mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit (FaSi)).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz ==&lt;br /&gt;
Abfälle sind alle Stoffe oder Gegenstände, derer sich ein Besitzer entledigt, entledigen will oder muss.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 3 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie können nach der Art und der Einstufung ihrer Gefährlichkeit bezeichnet und unterschieden werden.&amp;lt;ref&amp;gt;AVV § 1&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Abfallverzeichnisverordnung (AVV) gibt dazu branchen- bzw. gruppendefinierte zwei-, vier- und sechsstellige Abfallschlüssel mit Abfallbezeichnung an. Hochschulen als Entsorger müssen einer gesetzlichen Registerpflicht über Menge, Art, Ursprung, Sammlungshäufigkeit, Beförderungs- und Verwertungs- oder Beseitigungsart des Abfalls nachkommen.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 49 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Für gefährliche Abfälle, etwa aus Chemielaboratorien, besteht zudem eine Nachweispflicht vor Beginn der Entsorgung und über deren Durchführung sowie ggf. über den Verbleib entsorgter Abfälle.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 50 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Abfallverursacher*in und Entsorger*in müssen Hochschulen und ihre Angehörigen nach dem Vorsorge und Nachhaltigkeitsprinzip und den rechtlichen Vorgaben des § 6 (1); (2) KrWG einen maßgeblichen Beitrag leisten, Abfälle zu vermeiden, zur Wiederverwendung vorzubereiten sowie zu recyceln. Sollten diese Maßnahmen nicht greifen, ist eine energetische Verwertung sicher zu stellen. Grundsätzlich sollen jeweils die Maßnahmen innerhalb der Rangfolge Vorrang haben, die den Schutz von Mensch und Umwelt am besten gewährleisten. Mit dem Vermeidungsgrundsatz geht die Verpflichtung einher, Erzeugnisse zu beschaffen, die&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 45 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=* langlebig, reparaturfreundlich, wiederverwendbar oder verwertbar sind,&lt;br /&gt;
* im Vergleich zu anderen Erzeugnissen zu weniger oder schadstoffärmeren Abfällen führen und&lt;br /&gt;
* durch Vorbereitung zur Wiederverwendung oder Recycling hergestellt wurden.&amp;lt;/big&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Dabei ist es unerlässlich, dass der mit dem Abfallmanagement betroffene Personenkreis einer Hochschule mit dem Bereich „Beschaffung“ vernetzt wird und interagiert. Denn alles was beschafft wird muss nach einer Nutzungsphase, meist stofflich oder energetisch modifiziert, auch entsorgt werden. Indirekt tragen Hochschulen dadurch nicht nur zur Abfallvermeidung bei, sondern ebenso zur Einsparung von Wasser, Energie und Rohstoffen, die andererseits in die Produktions- und Lieferketten geflossen wären. Durch die Abfallvermeidung und -reduktion profitieren Hochschulen bzw. die mit der Abfallentsorgung betrauten länderspezifischen Behörden von der Minimierung ihrer Entsorgungsaufwendungen und -kosten (z. B. durch Register- und Nachweispflicht und Transport).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Kreislaufwirtschaftsgesetz ist für den Bereich der nicht gefährlichen Abfälle die Gewerbeabfallverordnung relevant, die den Umgang mit gewerblichen Siedlungsabfällen sowie Bau- und Abbruchabfällen regelt. Ziel der Gewerbeabfallverordnung ist die Stärkung der Abfallhierarchie. Diese wird durch den Vorrang der stofflichen gegenüber der energetischen Verwertung von Abfällen und der Einschränkung der gemischten Erfassung verankert. Durch die Umsetzung der Trennpflicht nach Gewerbeabfallverordnung für Papier/Kartonagen, Kunststoffe, Glas, Metalle, Holz, Alttextilien und Bioabfällen können auch Hochschulen einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschulen leisten durch geringe Abfallaufkommen zudem einen gesamtgesellschaftlichen Beitrag zur Verringerung der Luft- und Abwasseremissionen bei den Entsorgungsprozessen. Eine nachhaltige Entsorgung an Hochschulen steht demzufolge im Zusammenhang mit dem Schutz von Mensch und Umwelt, mit einer Lebenszyklusbetrachtung von Stoffen und Gegenständen die zu Abfall werden können, sowie mit ressourcenschonenden und emissionsarmen Herstellungs- und Entsorgungsverfahren von der primären bis zur sekundären Rohstoffgewinnung aus Abfall.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 6 (1), (2)&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachhaltigkeit in der Entsorgung an Hochschulen meint – über die Rechtskonformität hinaus – generell die Minimierung vom Stoff- und Energieeinsatz, sodass nach einer möglichst langen Nutzungsphase so wenig wie möglich Abfälle anfallen bzw. eingesetzte Energie „weggeworfen“ wird. Nachhaltige Entsorgung an Hochschulen fördert zudem die Kreislaufwirtschaft, um Abfälle als neue Ressource (Sekundärstoff) für Produkte und Energie zu betrachten und zu nutzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Lexikon der Nachhaltigkeit (2018)&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Umgang mit gefährlichen Abfällen schützt eine nachhaltiges Abfallmanagement Personal und Studierende durch aktive Risikoerkennung und -minimierung und betreibt dadurch Gesundheits- und Entsorgungsprävention.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Für ein nachhaltiges Abfallmanagement können sich Hochschulen bspw. folgende Ziele setzen und diese in spezifischen Richtlinien zum Abfallmanagement niederlegen:&lt;br /&gt;
* Rechtskonformität,&lt;br /&gt;
* Nutzungsoptimierung (z. B. von Chemikalien und Verbrauchsmaterialien),&lt;br /&gt;
* Vermeidung, Trennung/Recycling von Abfällen und Einsparung von Entsorgungsaufwendungen,&lt;br /&gt;
* Einsatz und Beschaffung von langlebigen und reparaturfreundlichen Produkten und damit verbundenen langen Nutzungszeiten anstelle von häufigen Neuanschaffungen in kurzen Zeitintervallen.&lt;br /&gt;
* Einsatz, Nutzung von Abfallstoffen als Sekundärstoffe (Kreislaufwirtschaft) – nur indirekt beeinflussbar&lt;br /&gt;
* transparente rechtskonforme Entsorgungsprozesse/-dienstleistungen als Grundlage für gesundheitspräventiven Umgang mit Abfällen und gefährlichen Abfällen, wie ätzende Chemikalien,&lt;br /&gt;
* (Stoff-) Substitutionsprüfung und Rückkopplung mit „Beschaffung“,&lt;br /&gt;
* zyklische Bewertung der Funktionalität des Abfallmanagements (z. B. im Rahmen von UMS-Audits)&lt;br /&gt;
* eindeutige Festlegung von Zuständigkeiten in Entsorgungslogistik,&lt;br /&gt;
* Risikoerkennung/-minimierung (z. B. Gefährdungsbeurteilungen, Betriebsanweisungen),&lt;br /&gt;
* formale und non-formale Bildung, Bewusstseinsschaffung und -schärfung betroffener Personen,&lt;br /&gt;
* Vorbild- und Multiplikatorenwirkung und&lt;br /&gt;
* Nachhaltigkeitsberichterstattung zum Abfallmanagement.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* strenge rechtliche Forderungen (Arbeitsschutz, Kreislaufwirtschaft) können individuelles Hochschul-Engagement begrenzen („ist doch schon alles geregelt“)&lt;br /&gt;
* teilweise begrenzte Einflussmöglichkeiten aufgrund länderspezifischer Regelungen (zentralisierte Entsorgung)&lt;br /&gt;
* Forschungs- und Lehrbetrieb mit hohem Bedarf an Chemikalien und Gefahrstoffen&lt;br /&gt;
* zusätzlicher Ressourcenbedarf zur Optimierung bestehender Entsorgungssysteme in Bezug auf Nachhaltigkeit&lt;br /&gt;
* Akzeptanzprobleme der Handelnden, des betroffenen Personenkreises (Bewusstsein – Wissen – Handeln)&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Abfall- und Kostenreduzierungspotenziale in Abhängigkeit studiengangsbezogener Ressourcen/Verbrauchsmittel (MINT vs. Geisteswissenschaften)&lt;br /&gt;
* Vermeidungs- und Einsparpotenziale (z. B. Büromaterial)&lt;br /&gt;
* Optimierung des Chemikalien- und Gefahrstoffmanagements&lt;br /&gt;
* Kommunikation, Sensibilisierung und Zusammenarbeit mit allen Hochschulbereichen und Personen, insbesondere der „Beschaffung“&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste nachhaltiges Abfallmanagement ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_Checkliste_Abfallmanagement_Seite_1.png|mini|links|Checkliste Abfallmanagement|link={{filepath:Checkliste N Abfallmanagement final.pdf}}]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
===RUN – ReUse Notebook und Handy-Sammel-Aktion&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill.&amp;lt;/ref&amp;gt;===&lt;br /&gt;
Ist Ihr Mobile-/Smartphone schon wieder veraltet oder das Notebook schon wieder zu langsam oder defekt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn bei den Angehörigen der Hochschule Zittau/Görlitz ein neues Handy, Mobile-/Smartphone oder Notebook angeschafft werden muss, sind die Beschäftigten und Studierenden dazu aufgerufen, ihre alte Technik an den zentralen Sammelpunkten in den Hochschulbibliotheken Zittau und Görlitz abzugeben. Mit dieser Technikspende wird die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Zittau/Görlitz und der SAPOS gGmbH unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Technikspende unterstützt aber vor allem das Recycling, die Wiederverwertung und -verwendung von Handys, Mobile-/Smartphones und Notebooks, bzw. von wertvollen Bestandteilen wie Edelmetalle und Seltene Erden. Außerdem wird die SAPOS gGmbH direkt unterstützt bei der Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen. Diesen wird durch das Zerlegen der Geräte oder durch Kleinreparaturen eine wichtige Aufgabe und ein eigenverantwortliches Leben in der Gesellschaft ermöglicht. [http://reuse-notebook.com/static/de/startseite/index.html?L=1 Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Terracycle – Stifte-Recycling&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill.&amp;lt;/ref&amp;gt;===&lt;br /&gt;
Kugelschreiber und andere Schreibgeräte gibt es an den Hochschulen überall in hoher Anzahl. Genauso schnell wie man so einen Schreibutensil in der Hand hat, wird es wohl auch wieder weggeworfen. Nicht so an der Hochschule Zittau/Görlitz, die über das „Terracycle“ Stifte-Recycling-Programm Kulis &amp;amp; Co. sammelt und recycelt. Der Gewinn daraus unterstützt die Nichtregierungsorganisation (NGO) [http://www.dapaviva.org „DapaViva“] aus Kolumbien. Diese fördert Umweltbildung der lokalen Bevölkerung des Nebelwaldes, um ihn vor der Urbanisierung zu bewahren. Die Sammelstationen befinden sich in mehreren Gebäuden an zentralen Ort sowie in der Hochschulbibliothek. Zudem wurde mit dem Programm die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Zittau und eine Sammelstation im Zittauer Einwohnermeldeamt realisiert. [https://www.terracycle.com/de-DE/about-terracycle?utm_campaign=admittance&amp;amp;utm_medium=menu&amp;amp;utm_source=www.terracycle.com Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterstützung der Aktion BrillenWeltweit ===&lt;br /&gt;
Sehstärke, persönlicher Stil oder Mode ändern sich und dann muss es eben manchmal eine neue Brille sein. Mit der alten kann man dann aber auch noch drei gute Taten vollbringen: Indem man sie bei einer Sammelstelle von BrillenWeltweit abgibt und so (1) Sehhilfebedürftige mit einer kostenlosen Brille versorgt, (2) die gesellschaftliche Integration von Langzeitarbeitslosen unterstützt und (3) das Müllaufkommen senkt und Ressourcen schont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschule Zittau/Görlitz ist seit 2019 eine Sammelstelle für die Aktion &amp;quot;BrillenWeltweit&amp;quot; des Vereins Deutsches Katholisches Blindenwerk e.V. und konnte bereits mehreren hundert Brillen ein &amp;quot;zweites Leben&amp;quot; bescheren. Die Sammelboxen sind in den Foyers der Hochschulbibliothek aufgestellt und somit öffentlich zugänglich. Regelmäßig wird sowohl hochschulintern als auch extern auf die Aktion hingewiesen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie man seine Hochschule ebenfalls zur Sammelstelle macht zusammen mit weiterführenden Information zur Kampagne und zum Verein, findet man hier: [https://brillenweltweit.de/ Brillen weltweit]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reduzierung von gefährlichen Abfällen an der LMU München am Beispiel von Ethidiumbromid-haltigen Abfällen===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Reduzierung von Ethidiumbromid-haltigen Abfällen mittels Absorption von Ethidiumbromid aus Flüssigkeiten mit Absorber-Beuteln an der LMU München&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An forschungsstarken Hochschulen mit Laborbetrieb, wie es auch an der LMU der Fall ist, werden viele gefährliche Abfälle erzeugt, insbesondere viele unterschiedliche Abfallgemische. Im Umgang damit sind Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, die Entsorgung ist kostenintensiv. So wird Ethidiumbromid (EtBr) in der Molekularbiologie zum Anfärben von Nukleinsäuren bei der Gelelektrophorese verwendet. Ethidiumbromid (3,8-Diamino-5-ethyl-6-phenylphenanthridiniumbromid) ist ein organischer Farbstoff, der aufgrund seiner planaren Struktur leicht in die DNA interkalieren kann, EtBr ist ein starkes Mutagen und toxisch. Nach Gebrauch müssen die Lösungen fachgerecht als gefährlicher Abfall entsorgt werden und dürfen keineswegs in die Umwelt gelangen. Die von vielen Herstellern angebotenen Ethidiumbromid-Ersatzstoffe sind laut den Sicherheitsdatenblättern „noch nicht vollständig geprüfte Stoffe“. Da auch diese Stoffe mit der DNA interagieren, sind hinsichtlich der krebserzeugenden, erbgutverändernden oder fortpflanzungsgefährdenden Wirkungen ähnliche Eigenschaften wie bei Ethidiumbromid zu vermuten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ziel der LMU ist es, die zunehmende Menge von gefährlichen Abfällen zu reduzieren. Decon-Bags stellen eine einfache Methode dar, um Ethidiumbromid aus Lösungen zu entfernen. Die Methode ist zuverlässige, sehr einfach anzuwenden, effizient und geeignet für Ethidiumbromid, Propidiumiodid, PicoGreen® und SYBR® Green. Hierzu werden Absorber-Beutel mit der Ethidiumbromidfärbelösung 24 h gerührt. Der Inhalt der Beutel besteht aus einer speziellen Aktivkohle, die effektiv und sicher Ethidiumbromid adsorbiert. Ein Beutel kann 2,5 mg Ethidiumbromid aufnehmen. Mit einem Beutel können 5 Liter einer typischen Färbelösung nach Sambrook et. al mit einer Ethidiumbromidkonzentration von 0,5 mg/l dekontaminiert werden. Die dekontaminierte Lösung kann als Abwasser entsorgt werden, die benutzten Beutel können als verunreinigte Betriebsmittel bzw. mit gefährlichen Stoffen verunreinigte Aufsaug- und Filtermaterialien (Beispiel AVV-Abfallschlüsselnummer 150202*) entsorgt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn die Behandlung einer derartigen Menge zu aufwändig wäre: Bei 1 Tonne möglichem Ethidiumbromid-haltigem Abfall fallen durch die benutzten Absorber-Beutel nur maximal 2 kg gefährlicher Abfall an. Die LMU spart dabei 85% der Kosten bezogen auf eine 1 Gewichtstonne. Die größte Kostenposition ist da die Beschaffung der Absorber-Beutel. Zudem wird eine größere Menge flüssige gefährliche Abfälle, die mit hohem Energieaufwand entsorgt werden müssen, eine geringe Menge fester gefährlicher Abfälle mit Aktivkohle, die mit deutlich geringerem energetischem Aufwand entsorgt werden können. Hierbei werden also sowohl Kosten gespart, als auch die Umwelt entlastet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einführung einer Gerätebörse an der LMU München ===&lt;br /&gt;
An der LMU fallen regelmäßig funktionstüchtige, jedoch nicht weiter verwendete Geräte an. Dies hat verschiedene Gründe, z. B. sind Geräte zu alt bzw. technisch nicht mehr geeignet für die vorgesehene Nutzung, Forschungsprojekte werden beendet oder der Weggang von Professor*innen oder Mitarbeiter*innen. Bis vor einiger Zeit wurden viele dieser Geräte entsorgt, weil es keine Verwendung mehr für sie gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch gibt es die Grundsätze der Abfallvermeidung, die im § 6 Kreislaufwirtschaftsgesetz als Abfallhierarchie definiert sind. Dort heißt es: „Maßnahmen der Vermeidung und der Abfallbewirtschaftung stehen in folgender Rangfolge &amp;lt;ref&amp;gt;http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/__6.html&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Vermeidung&lt;br /&gt;
# Vorbereitung zur Wiederverwendung&lt;br /&gt;
# Recycling&lt;br /&gt;
# sonstige Verwertung, insbesondere energetische Verwertung und Verfüllung,&lt;br /&gt;
# Beseitigung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelne Mitarbeiter*innen wollten das Prinzip der Abfallvermeidung umsetzen und begannen, Geräte per Email anderen Arbeitsgruppen und Fakultäten anzubieten. (Ein zentrales schwarzes Brett für solche Zwecke gab es an der LMU bis dahin nicht). Der organisatorische Aufwand nahm allerdings hierfür zu, so dass Ideen für eine andere Lösung gesammelt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein dezentraler Abfallbeauftragter brachte den Vorschlag einer zentralen Web-Plattform ein, auf der abzugebende Geräte einfach und schnell angeboten werden können. So erarbeiteten Mitarbeiter*innen der Stabsstelle Arbeitssicherheit und Nachhaltigkeit (AuN), der Referate Internetdienste und Beschaffungsberatung sowie der Stabsstelle Kommunikation und Presse ein Konzept für eine webbasierte Börse. Nach einem Testlauf wurde so die „LMU-Gerätebörse Weitergeben statt Wegwerfen!“, die ausschließlich für dienstliche Zwecke genutzt werden darf, ins Leben gerufen. Sie besteht aus einer Angebotsseite und einer Eingabeseite. Auf der Eingabeseite können alle Mitglieder der LMU mit wenigen Klicks ein Angebot erstellen. Hierzu ist die Eingabe der Kontaktdaten und die Beschreibung des Angebots notwendig. Es können auch Fotos oder Dateien wie Bedienungsanleitungen hochgeladen und somit am Angebot platziert werden. Zusätzlich sind der gefahrlose Zustand eines Objekts sowie die Eigenverantwortlichkeit für die Inventarisierung durch Klick zu bestätigen. Die eingehenden Angebote werden in der für das Portal federführenden Stabsstelle AuN geprüft und freigeschaltet. Für Geräte aus Laborbereichen muss eine Freigabeerklärung eingereicht werden. Auf der Angebotsseite erscheinen alle angebotenen Objekte/Geräte für einen festgelegten Zeitraum. Die LMU-Gerätebörse ist in das LMU-Serviceportal eingebunden. Das Serviceportal ist ein Intranet, das die Dienstleistungen der Zentralen Universitätsverwaltung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität darstellt, die dazugehörigen Kontakte bereitstellt und über universitätsinterne Neuigkeiten informiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Plattform wird rege genutzt, inzwischen werden auch weitere Produktgruppen, wie z. B. originalverpackter Büro- und Laborbedarf oder Büromöbel, angeboten. Mittlerweile wurden über 150 Angebote in das Portal eingestellt. Nicht alle Angebote finden eine weitere Nutzung, doch viele konnten erfolgreich weitergegeben und damit ein Beitrag zur Abfallvermeidung geleistet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die stetige Weiterentwicklung der Börse steht nunmehr im Fokus der Arbeiten. So können Nutzer ein RS Feed abonnieren und somit informiert werden, sobald neue Inserate veröffentlicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Initiatoren zogen nach dem Betrieb des Portals in den ersten 24 Monaten eine positive Bilanz, auch wenn weitere Verbesserungspotenziale identifiziert wurden und der Bekanntheitsgrad weiter erhöht werden soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sind nächste Entwicklungsschritte u. a. folgende:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Die Kenntnis des Angebotes der Gerätebörse muss zielgruppenspezifisch erhöht werden – v. a. bei denjenigen, die für die Auflösung oder Umbau von Büros und Laboren zuständig sind.&lt;br /&gt;
# Die Bekanntheit der Gerätebörse unter den Lehrstuhlinhaber*innen muss erhöht werden.&lt;br /&gt;
# Die Verknüpfung zwischen der an der LMU dezentralen Beschaffung und Weitergabe muss weiterentwickelt werden.&lt;br /&gt;
# Die Möglichkeiten der Erweiterung auf andere Angebotsgruppen wie z. B. Chemikalien und der damit verbundenen rechtliche Anforderungen werden überprüft.&lt;br /&gt;
# Bei Erreichen einer bestimmten Menge könnte eine Filteroption für verschiedene Produktgruppen (Bürobedarf, Büromöbel, Technik, Laborbedarf) eingeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links == &lt;br /&gt;
* Handys für Hummel, Biene und Co. [https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/aktionen-und-projekte/alte-handys-fuer-die-havel/index.html NABU Handy-Recycling]&lt;br /&gt;
* Kostenlose Abgabe von Brillen an Sehhilfebedürftige in der ganzen Welt [https://brillenweltweit.de/#brillenspenden BrillenWeltweit]&lt;br /&gt;
* Abfallvermeidung fängt bei der [[HOCH-N:Nachhaltige Beschaffung|Beschaffung]] an; * [[HOCH-N:Nachhaltige Beschaffung#Good Practice|hier]] finden Sie Tipps und Links für eine nachhaltige Beschaffung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(17.7.2017 I 2644). Abfallverzeichnisverordnung – AVV. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(20.7.2017 I 2808). Kreislaufwirtschaftsgesetz – KrWG. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von https://www.hszg.de/hochschule/struktur-und-organisation/managementsysteme/umweltmanagement/nachhaltiger-campus-good-practice.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lexikon der Nachhaltigkeit (2018). Nachhaltigkeit in der Abfallentsorgung. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von https://www.nachhaltigkeit.info/artikel/nachhaltigkeit_bei_der_abfallentsorgung_1795.htm?sid=qdoap21h0pg877osnn67edt0o0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;[[Einzelnachweise]]&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltige_Besch%C3%A4ftigungsverh%C3%A4ltnisse&amp;diff=7644</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltige_Besch%C3%A4ftigungsverh%C3%A4ltnisse&amp;diff=7644"/>
		<updated>2021-03-22T11:27:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: /* Flexibilisierung der Arbeitszeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{#set:Has parent page=HOCH-N:Einzelleitfäden}}&lt;br /&gt;
== Betroffener Personenkreis  ==&lt;br /&gt;
Die Inhalte des hier dargelegten Themenfeldes richten sich an Personalverantwortliche aller Leitungsebenen, insbesondere der Professuren, Fakultäten oder Fachbereiche, aber auch der hochschulweiten Personalverwaltung sowie entsprechender Stabstellen und Beauftragter (z.B. Diversity oder Gleichstellung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz ==&lt;br /&gt;
In Zeiten wachsender Konkurrenz um gut ausgebildete Beschäftigte kann die Wahl eines Hochschulstandortes entscheidend von guten Beschäftigungsverhältnissen abhängen. So besteht eine wichtige Aufgabe darin, die Attraktivität wissenschaftlicher Beschäftigungsverhält-nisse an den Bedürfnissen und Lebenswelten wissenschaftlicher Beschäftigter auszurichten. Dies umfasst Maßnahmen, die sowohl auf eine generelle Attraktivitätssteigerung des Arbeitgebers Hochschule abzielen sowie auch spezielle Fördermaßnahmen, etwa zur Stärkung familienfreundlicher Beschäftigungsverhältnisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Mögliche Zieldimensionen, die in Verbindung mit attraktiven Beschäftigungsverhältnissen stehen, umfassen folgende Aspekte:&lt;br /&gt;
* Steigerung der Arbeitszufriedenheit und Führungskultur auf Seiten der Arbeitnehmer&lt;br /&gt;
* Höhere Leistungsbereitschaft, Produktivität und Arbeitsmoral&lt;br /&gt;
* Höhere Identifikation und Loyalität (mit der Organisation &amp;amp; der Beschäftigung) / geringere Fluktuation aufgrund von Unzufriedenheit&lt;br /&gt;
* Verbesserung der Work-Life Balance &amp;amp; Reputation (Verantwortungsvoller Arbeitgeber)&lt;br /&gt;
* Stressreduktion &amp;amp; Burnout-Prävention&lt;br /&gt;
* sinkende Wahrscheinlichkeit von psychischen Problemen (Depression; Angstzustände) bei Beschäftigten&lt;br /&gt;
* Verringerung von (absoluten) Abwesenheitszeiten (infolge von Krankheit, Jobwechsel oder Arbeitsunfällen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
Diese Bedingungen für ein Gelingen können im Kontext attraktiver Beschäftigungsverhältnisse erfolgskritisch wirken:&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* geringe Unterstützung auf Arbeitgeberseite: Mangelndes Verständnis, Misstrauen oder Unwissenheit&lt;br /&gt;
* Wechselkosten für die Einführung/Umstellung; Keine Fördermittel&lt;br /&gt;
* keine Verankerung in der Organisationskultur&lt;br /&gt;
* mangelnde Kommunikation: Bereitstellung alleine ist nicht ausreichend&lt;br /&gt;
* unflexible Arbeitsbelastung und -Zeiten&lt;br /&gt;
* verpflichtende Teilnahme an Maßnahmen&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Verankerung in der Organisationskultur und/oder Normen&lt;br /&gt;
* Unterstützung für Beschäftigte durch Führungskräfte&lt;br /&gt;
* Kommunikation und gemeinsame Zielvereinbarungen&lt;br /&gt;
* Freiwilligkeit der Maßnahmen&lt;br /&gt;
* Fort- &amp;amp; Weiterbildungsangebote für interessierte Beschäftigte&lt;br /&gt;
* interne Vernetzung mit Organisationseinheiten und externen Partnern&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste ==&lt;br /&gt;
Es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die die Arbeitnehmerzufriedenheit des wissenschaftlichen Personals beeinflussen. Die folgenden Handlungsempfehlungen können für eine Umsetzung hilfreiche Hinweise liefern. Die Darstellung unterscheidet in strategische (Leitungsebene) und operative (Handlungsebene) Maßnahmen, wobei das Hauptaugenmerk auf operativen Vorhaben liegt, welche unmittelbar an Fakultäten oder Professuren umgesetzt werden können und keiner Freigabe durch übergeordneter Leitungsebenen bedürfen (Die Befristung von Arbeitsverträgen bleibt in dieser  Betrachtung außen vor). Im Folgenden wird exemplarisch ausgeführt, welche Herausforderungen auftreten und wie diese überwunden werden können, um positive Rahmenbedingungen für eine wissenschaftliche Beschäftigung zu erzielen.Hemmnisse für die Arbeitszufriedenheit auf Ebene des wissenschaftlichen Personals (einschl. Promovierende und Habilitierende) gestalten sich dabei vielschichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Checkliste N Beschäftigungsverhältnisse final2.png|mini|links|Checkliste Beschäftigungsverhältnisse|link={{filepath:Checkliste N Beschäftigungsverhältnisse final2.pdf}}]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;Neben der allgemeinen Bedeutsamkeit motivierender Faktoren im Kontext wissenschaftlicher Beschäftigungsverhältnisse sollen im Folgenden Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von wissenschaftlicher Tätigkeit und familiärer Verpflichtungen näher beleuchtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arbeitnehmerorientierte, familienfreundliche Beschäftigung umfasst dabei unterstützende Programme oder Tätigkeiten auf strategischer, operativer und organisations-kultureller Ebene, die dazu dienen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen beruflichen und familiären Aufgaben zu unterstützen.  Dies umfasst Unterstützungsleistungen, wie flexible Arbeit, Pflegeangebote sowie unterstützende Organisations- und Leitungsstrukturen&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Higgins, Duxbury and Lyons, 2008; Kelly et al. 2008&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ein wichtiges Kriterium für die Gestaltung familienfreundlicher Beschäftigungsverhältnisse an Hochschulen ist dabei die Berücksichtigung der demografischen Entwicklung. Künftig müssen dabei Pflegebedarfe Älterer stärker in den Fokus rücken. Eine Flexibilisierung von Arbeits- und Beschäftigungsverhältnissen spielt in diesem Kontext eine entscheidende Rolle. Darunter versteht man die Möglichkeit einer individualisierten Gestaltung von Arbeitsort, -Zeit bzw. Art der Verrichtung&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Hill et al. 2008, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flexibilisierung der Arbeitszeit wird dabei als zukunftsfähiges Modell für die Wahrnehmung wachsender Pflegebedarfe insbesondere im Hinblick auf die Pflege Älterer gesehen. Im Zentrum stehen Arbeitszeitmodelle mit einem angepassten Stundenpensum, welches sich an der persönlichen Situation des Beschäftigten orientiert. Flexible Arbeitszeitgestaltung umfasst Optionen wie Gleitzeit, Jobsharing, Teilzeitarbeit, aber auch Heimarbeit und Elternzeit (für Männer und Frauen) sowie flexible Arbeits(-zeit)pläne&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Grzywacz, Carlson &amp;amp; Shulkin, 2008&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der familienfreundlichen Arbeitsplatzgestaltung gilt es gleichermaßen Anreize für wissenschaftliche Beschäftigte zu setzten, welche über die Pflegeverantwortung von Kindern und/oder Angehörigen hinausgeht. Dies bezieht sich auf Faktoren, die den Arbeits- und Aufgabenkontext einer wissenschaftlichen Beschäftigung betreffen und von der Institution bzw. der ihr zugeordneten Organisationseinheiten aktiv gesteuert und beeinflusst werden können. Kontextfaktoren wie die serielle Befristung bleiben davon unberührt und werden als gesetzte Größe betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flexibilisierung der Arbeitszeit ==&lt;br /&gt;
Die folgende Darstellung zeigt, welche Handlungsfelder im Rahmen einer familienfreundlichen Flexibilisierung von Beschäftigungsverhältnissen bedeutsam sind. Ferner sind diesen Handlungsfeldern konkrete Zielsetzungen zugeordnet, welche schließlich, in Maßnahmen aufgeschlüsselt, zu Zielerreichung beitragen. Wesentliche gesetzliche Rahmenbedingungen wissenschaftlicher Beschäftigungsverhältnisse bilden dabei:&lt;br /&gt;
*  Pflegezeitgesetz&lt;br /&gt;
*  Familienpflegezeitgesetz&lt;br /&gt;
* „Gesetz zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf“&lt;br /&gt;
*  Freistellungsmöglichkeiten nach TV-L&lt;br /&gt;
*  Urlaubsverordnungen der Länder&lt;br /&gt;
*  WissZeitVG&lt;br /&gt;
* Organisationsinterne Regelungen zu Mindestvertragslaufzeiten&lt;br /&gt;
* Organisationsinterne Regelungen zu Teilzeitarbeit, Flexibler Arbeitszeitregelung, Telearbeit und Home-Office&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
Ein Beispiel guter Praxis ist die Beratungsstelle „Familiengerechte Hochschule“ der TU Dresden. Bereits seit dem Jahr 2007 ist die TU Dresden als familiengerechte Hochschule zertifiziert. Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern, werden an der TU Dresden eine ganze Reihe von Unterstützungsangeboten bereitgestellt. Diese Angebote beziehen sich nicht nur auf die Eltern-Kind-Beziehung, sondern auch auf die Unterstützung von Eltern und Lebenspartnern. Unter die familienfreundlichen Angebote fallen zum Beispiel der Ausbau einer entsprechenden Infrastruktur (Eltern-Kind-Arbeitsräume, Spielmöglichkeiten, Wickelräume), die Unterstützung bei der Kinderbetreuung (Kitaplätze, flexible Kinderbetreuung) und der Pflege von Angehörigen (Freistellungsmöglichkeiten) aber auch diverse Beratungs- und Serviceangebote für alle Hochschulangehörigen. Um hochqualifizierte Mitarbeiter*innen zu gewinnen und an die Hochschule zu binden, ist die TU Dresden sehr bestrebt familiengerechte Arbeitsbedingungen zu schaffen. Die Unterstützungsangebote werden kontinuierlich erweitert und die Ziele und Maßnahmen in der Zielvereinbarung zum Audit familiengerechte Hochschule verankert. Nähere Informationen und Erläuterungen finden Sie hier&amp;lt;ref&amp;gt;   https://tu-dresden.de/tu-dresden/chancengleichheit/familienfreundlichkeit &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links ==&lt;br /&gt;
* Effektiv!- Für mehr Familienfreundlichkeit an deutschen Hochschulen&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.familienfreundliche-wissenschaft.org/fileadmin/upload/effektiv/Bro-schuere/cews_p18_Effektiv_Web_barrierefrei.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* BMBF-Familienfreundlichkeit an deutschen Hoch-schulen&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.familienportal.kit.edu/img/BroschuereFamilienfreundlichkeitandeutschenHochschulen.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Erfolgsfaktor Familie&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.erfolgsfaktor-familie.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Audit familiengerechte Hochschule&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.berufundfamilie.de/informationen-fuer/hochschule&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Familie in der Hochschule&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.familie-in-der-hochschule.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Lokale Bündnisse für Familie&amp;lt;ref&amp;gt;https://lokale-buendnisse-fuer-familie.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
Albrecht, G. H. 2003. How Friendly are Family Friendly Policies? Business Ethics Quarterly, 13(2): 177–192.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anderson, D. M., Morgan, B. L., &amp;amp; Wilson, J. B. 2002. Perceptions of Family-Friendly Policies: University Versus Corporate Employees. Journal of Family and Economic Issues, 23(1): 73–92.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bombig, C. 2016. Insecure Work and Well-being: The Experience of Learning Support Officers in the Education Sector. E-Journal of International and Comparative Labour Studies, 5(3). http://ejcls.adapt.it/index.php/ejcls_adapt/article/view/300, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Clark, R. L., &amp;amp; d’Ambrosio, M. B. 2005b. RECRUITMENT, RETENTION, AND RETIREMENT: COMPENSATION AND EMPLOYMENT POLICIES FOR HIGHER EDUCATION. Educational Gerontology, 31(5): 385–403.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Designing and Implementing Family Friendly Policies in Higher Education. http://www.cew.umich.edu/PDFs/designing06.pdf, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feeney, M. K., Bernal, M., &amp;amp; Bowman, L. 2014. Enabling work? Family-friendly policies and academic productivity for men and women scientists. Science and Public Policy, 41(6): 750–764.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferguson, J. C. 1975. Fatty acid and carbohydrate storage in the annual reproductive cyclice of Echinaster. Comparative Biochemistry and Physiology. A, Comparative Physiology, 52(4): 585–590.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferrer, A., &amp;amp; Gagné, L. 2013. Family-friendly benefits? Journal of Management &amp;amp; Organization, 19(06): 721–741.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr, J. L., &amp;amp; Wolfram, C. D. 2012. Work Environment and OPT-out Rates at Motherhood across High-Education Career Paths. ILR Review, 65(4): 928–950.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hollenshead, C. S., Sullivan, B., Smith, G. C., August, L., &amp;amp; Hamilton, S. 2005. Work/family policies in higher education: Survey data and case studies of policy implementation. New Directions for Higher Education, 2005(130): 41–65.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jaoko, J. 2012. An Analysis of Supervisor Support of Policies on Workplace Flexibility. Journal of Social Service Research, 38(4): 541–548.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juhász,  T.  2010. Family-Friendly  Workplaces,  Family-Friendly Organizations. Doctoral Thesis. Győr, Hungary, Széchenyi István University Doctoral School of Regional and Economics Studies, 226, https://rgdi.sze.hu/files/Ertekezesek,%20tezisek/Juhasz%20Timea%20Tezis%20fuzet%20angolul.pdf, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kioko, S. M. 2017. The Effect of Family-Friendly Working Environment on Productivity of the Working Mother. Thesis, United States International University – Africa. http://erepo.usiu.ac.ke:8080/xmlui/handle/11732/3272, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knaflic, T., Nabergoj, A. S., &amp;amp; Pahor, M. 2010. Introdu-cing the Family-Friendly Workplace: An Analysis of its Effects on Organisations. MIC 2010: Social Responsibility, Professional Ethics, and Management; Proceedings of the 11th International Conference, Ankara, 24–27 November 2010 [Selected Papers]: 783–807. University of Primorska, Faculty of Management Koper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mills, D., &amp;amp; Berg, M. L. 2010. Gender, disembodiment and vocation: Exploring the unmentionables of British academic life. Critique of Anthropology, 30(4): 331–353.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Minocha, S., Hristov, D., &amp;amp; Reynolds, M. 2017. From graduate employability to employment: policy and practice in UK higher education: From graduate employability to employment. International Journal of Training and Development, 21(3): 235–248.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Muster, V., &amp;amp; Schrader, U. 2011. Green Work-Life Balance: A New Perspective for Green HRM. Zeitschrift Fuer Personalforschung, (2): 140–156.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nikunen, M. 2012a. Changing university work, freedom, flexibility and family. Studies in Higher Education, 37(6): 713–729.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nikunen, M. 2012b. Changing university work, freedom, flexibility and family. Studies in Higher Education, 37(6): 713–729.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rangel, E. 2004. Policies for Employment and Higher Education in Mexico: an Approach to Human Resource Development as Policy. Advances in Developing Human Resources, 6(3): 374–381.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Snape, E., &amp;amp; Redman, T. 2010. HRM Practices, Organi-zational Citizenship Behaviour, and Performance: A Multi-Level Analysis. Journal of Management Studies. https://doi.org/10.1111/j.1467-6486.2009.00911.x, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soleiman  Ahmady,  Farin  Tatari,  ShahramYazdani,  &amp;amp;  Seyed Ali Hosseini. 2016. A Comprehensive Approach in Recruitment and Employment Policies for Faculty Members&amp;amp;58; A Critical Review. International Journal of Medical Research and Health Sciences, 5(12): 356–364.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Waters, M. A. 2006. Work-family policies in the context of higher education: Useful or symbolic? Asia Pacific Journal of Human Resources, 44(1): 67–82.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wax, A. L. 2004. Family-Friendly Workplace Reform: Prospects for Change. The ANNALS of the American Academy of Political and Social Science, 596(1): 36–61.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welle-Strand, A. 2002. Continuing Higher Education in the Service University. What Are the Possibilities of Lifelong Learning in a Traditional Norwegian University? European Education, 34(1): 70–87.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wright, D. W., &amp;amp; Wysong, E. 1998. Family Friendly Work-place Benefits: Policy Mirage, Organizational Contexts, and Worker Power. Critical Sociology, 24(3): 244–276.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeytinoglu,U., I., B. Cooke, G., &amp;amp; L. Mann, S. 2010. Em-ployer Offered Family Support Programs, Gender and Voluntary and Involuntary Part-Time Work. Relations industrielles, 65(2): 177.Watanabe, M., &amp;amp; Falci, C. 2017. Workplace Faculty Friendships and Work-Family Culture. Innovative Higher Education, 42(2): 113–125.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Abfallmanagement&amp;diff=7643</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Abfallmanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Abfallmanagement&amp;diff=7643"/>
		<updated>2021-03-22T11:10:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: /* Good Practice */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{#set:Has parent page=HOCH-N:Einzelleitfäden}}&lt;br /&gt;
== Betroffener Personenkreis ==&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag richtet sich an alle Hochschulangehörigen gleichermaßen, denn jede und jeder kann zur Abfallvermeidung, zum Recycling und damit zur Minderung der Entsorgungsleistung einen Beitrag leisten. Von besonderer Bedeutung bei der nachhaltigen Entsorgung ist der Personenkreis „Abfallbeauftragte“ (häufig in Personalunion mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit (FaSi)).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz ==&lt;br /&gt;
Abfälle sind alle Stoffe oder Gegenstände, derer sich ein Besitzer entledigt, entledigen will oder muss.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 3 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie können nach der Art und der Einstufung ihrer Gefährlichkeit bezeichnet und unterschieden werden.&amp;lt;ref&amp;gt;AVV § 1&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Abfallverzeichnisverordnung (AVV) gibt dazu branchen- bzw. gruppendefinierte zwei-, vier- und sechsstellige Abfallschlüssel mit Abfallbezeichnung an. Hochschulen als Entsorger müssen einer gesetzlichen Registerpflicht über Menge, Art, Ursprung, Sammlungshäufigkeit, Beförderungs- und Verwertungs- oder Beseitigungsart des Abfalls nachkommen.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 49 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Für gefährliche Abfälle, etwa aus Chemielaboratorien, besteht zudem eine Nachweispflicht vor Beginn der Entsorgung und über deren Durchführung sowie ggf. über den Verbleib entsorgter Abfälle.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 50 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Abfallverursacher*in und Entsorger*in müssen Hochschulen und ihre Angehörigen nach dem Vorsorge und Nachhaltigkeitsprinzip und den rechtlichen Vorgaben des § 6 (1); (2) KrWG einen maßgeblichen Beitrag leisten, Abfälle zu vermeiden, zur Wiederverwendung vorzubereiten sowie zu recyceln. Sollten diese Maßnahmen nicht greifen, ist eine energetische Verwertung sicher zu stellen. Grundsätzlich sollen jeweils die Maßnahmen innerhalb der Rangfolge Vorrang haben, die den Schutz von Mensch und Umwelt am besten gewährleisten. Mit dem Vermeidungsgrundsatz geht die Verpflichtung einher, Erzeugnisse zu beschaffen, die&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 45 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=* langlebig, reparaturfreundlich, wiederverwendbar oder verwertbar sind,&lt;br /&gt;
* im Vergleich zu anderen Erzeugnissen zu weniger oder schadstoffärmeren Abfällen führen und&lt;br /&gt;
* durch Vorbereitung zur Wiederverwendung oder Recycling hergestellt wurden.&amp;lt;/big&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Dabei ist es unerlässlich, dass der mit dem Abfallmanagement betroffene Personenkreis einer Hochschule mit dem Bereich „Beschaffung“ vernetzt wird und interagiert. Denn alles was beschafft wird muss nach einer Nutzungsphase, meist stofflich oder energetisch modifiziert, auch entsorgt werden. Indirekt tragen Hochschulen dadurch nicht nur zur Abfallvermeidung bei, sondern ebenso zur Einsparung von Wasser, Energie und Rohstoffen, die andererseits in die Produktions- und Lieferketten geflossen wären. Durch die Abfallvermeidung und -reduktion profitieren Hochschulen bzw. die mit der Abfallentsorgung betrauten länderspezifischen Behörden von der Minimierung ihrer Entsorgungsaufwendungen und -kosten (z. B. durch Register- und Nachweispflicht und Transport).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Kreislaufwirtschaftsgesetz ist für den Bereich der nicht gefährlichen Abfälle die Gewerbeabfallverordnung relevant, die den Umgang mit gewerblichen Siedlungsabfällen sowie Bau- und Abbruchabfällen regelt. Ziel der Gewerbeabfallverordnung ist die Stärkung der Abfallhierarchie. Diese wird durch den Vorrang der stofflichen gegenüber der energetischen Verwertung von Abfällen und der Einschränkung der gemischten Erfassung verankert. Durch die Umsetzung der Trennpflicht nach Gewerbeabfallverordnung für Papier/Kartonagen, Kunststoffe, Glas, Metalle, Holz, Alttextilien und Bioabfällen können auch Hochschulen einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschulen leisten durch geringe Abfallaufkommen zudem einen gesamtgesellschaftlichen Beitrag zur Verringerung der Luft- und Abwasseremissionen bei den Entsorgungsprozessen. Eine nachhaltige Entsorgung an Hochschulen steht demzufolge im Zusammenhang mit dem Schutz von Mensch und Umwelt, mit einer Lebenszyklusbetrachtung von Stoffen und Gegenständen die zu Abfall werden können, sowie mit ressourcenschonenden und emissionsarmen Herstellungs- und Entsorgungsverfahren von der primären bis zur sekundären Rohstoffgewinnung aus Abfall.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 6 (1), (2)&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachhaltigkeit in der Entsorgung an Hochschulen meint – über die Rechtskonformität hinaus – generell die Minimierung vom Stoff- und Energieeinsatz, sodass nach einer möglichst langen Nutzungsphase so wenig wie möglich Abfälle anfallen bzw. eingesetzte Energie „weggeworfen“ wird. Nachhaltige Entsorgung an Hochschulen fördert zudem die Kreislaufwirtschaft, um Abfälle als neue Ressource (Sekundärstoff) für Produkte und Energie zu betrachten und zu nutzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Lexikon der Nachhaltigkeit (2018)&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Umgang mit gefährlichen Abfällen schützt eine nachhaltiges Abfallmanagement Personal und Studierende durch aktive Risikoerkennung und -minimierung und betreibt dadurch Gesundheits- und Entsorgungsprävention.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Für ein nachhaltiges Abfallmanagement können sich Hochschulen bspw. folgende Ziele setzen und diese in spezifischen Richtlinien zum Abfallmanagement niederlegen:&lt;br /&gt;
* Rechtskonformität,&lt;br /&gt;
* Nutzungsoptimierung (z. B. von Chemikalien und Verbrauchsmaterialien),&lt;br /&gt;
* Vermeidung, Trennung/Recycling von Abfällen und Einsparung von Entsorgungsaufwendungen,&lt;br /&gt;
* Einsatz und Beschaffung von langlebigen und reparaturfreundlichen Produkten und damit verbundenen langen Nutzungszeiten anstelle von häufigen Neuanschaffungen in kurzen Zeitintervallen.&lt;br /&gt;
* Einsatz, Nutzung von Abfallstoffen als Sekundärstoffe (Kreislaufwirtschaft) – nur indirekt beeinflussbar&lt;br /&gt;
* transparente rechtskonforme Entsorgungsprozesse/-dienstleistungen als Grundlage für gesundheitspräventiven Umgang mit Abfällen und gefährlichen Abfällen, wie ätzende Chemikalien,&lt;br /&gt;
* (Stoff-) Substitutionsprüfung und Rückkopplung mit „Beschaffung“,&lt;br /&gt;
* zyklische Bewertung der Funktionalität des Abfallmanagements (z. B. im Rahmen von UMS-Audits)&lt;br /&gt;
* eindeutige Festlegung von Zuständigkeiten in Entsorgungslogistik,&lt;br /&gt;
* Risikoerkennung/-minimierung (z. B. Gefährdungsbeurteilungen, Betriebsanweisungen),&lt;br /&gt;
* formale und non-formale Bildung, Bewusstseinsschaffung und -schärfung betroffener Personen,&lt;br /&gt;
* Vorbild- und Multiplikatorenwirkung und&lt;br /&gt;
* Nachhaltigkeitsberichterstattung zum Abfallmanagement.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* strenge rechtliche Forderungen (Arbeitsschutz, Kreislaufwirtschaft) können individuelles Hochschul-Engagement begrenzen („ist doch schon alles geregelt“)&lt;br /&gt;
* teilweise begrenzte Einflussmöglichkeiten aufgrund länderspezifischer Regelungen (zentralisierte Entsorgung)&lt;br /&gt;
* Forschungs- und Lehrbetrieb mit hohem Bedarf an Chemikalien und Gefahrstoffen&lt;br /&gt;
* zusätzlicher Ressourcenbedarf zur Optimierung bestehender Entsorgungssysteme in Bezug auf Nachhaltigkeit&lt;br /&gt;
* Akzeptanzprobleme der Handelnden, des betroffenen Personenkreises (Bewusstsein – Wissen – Handeln)&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Abfall- und Kostenreduzierungspotenziale in Abhängigkeit studiengangsbezogener Ressourcen/Verbrauchsmittel (MINT vs. Geisteswissenschaften)&lt;br /&gt;
* Vermeidungs- und Einsparpotenziale (z. B. Büromaterial)&lt;br /&gt;
* Optimierung des Chemikalien- und Gefahrstoffmanagements&lt;br /&gt;
* Kommunikation, Sensibilisierung und Zusammenarbeit mit allen Hochschulbereichen und Personen, insbesondere der „Beschaffung“&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste nachhaltiges Abfallmanagement ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_Checkliste_Abfallmanagement_Seite_1.png|mini|links|Checkliste Abfallmanagement|link={{filepath:Checkliste N Abfallmanagement final.pdf}}]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
===RUN – ReUse Notebook und Handy-Sammel-Aktion&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill.&amp;lt;/ref&amp;gt;===&lt;br /&gt;
Ist Ihr Mobile-/Smartphone schon wieder veraltet oder das Notebook schon wieder zu langsam oder defekt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn bei den Angehörigen der Hochschule Zittau/Görlitz ein neues Handy, Mobile-/Smartphone oder Notebook angeschafft werden muss, sind die Beschäftigten und Studierenden dazu aufgerufen, ihre alte Technik an den zentralen Sammelpunkten in den Hochschulbibliotheken Zittau und Görlitz abzugeben. Mit dieser Technikspende wird die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Zittau/Görlitz und der SAPOS gGmbH unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Technikspende unterstützt aber vor allem das Recycling, die Wiederverwertung und -verwendung von Handys, Mobile-/Smartphones und Notebooks, bzw. von wertvollen Bestandteilen wie Edelmetalle und Seltene Erden. Außerdem wird die SAPOS gGmbH direkt unterstützt bei der Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen. Diesen wird durch das Zerlegen der Geräte oder durch Kleinreparaturen eine wichtige Aufgabe und ein eigenverantwortliches Leben in der Gesellschaft ermöglicht. [http://reuse-notebook.com/static/de/startseite/index.html?L=1 Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Terracycle – Stifte-Recycling&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill.&amp;lt;/ref&amp;gt;===&lt;br /&gt;
Kugelschreiber und andere Schreibgeräte gibt es an den Hochschulen überall in hoher Anzahl. Genauso schnell wie man so einen Schreibutensil in der Hand hat, wird es wohl auch wieder weggeworfen. Nicht so an der Hochschule Zittau/Görlitz, die über das „Terracycle“ Stifte-Recycling-Programm Kulis &amp;amp; Co. sammelt und recycelt. Der Gewinn daraus unterstützt die Nichtregierungsorganisation (NGO) [http://www.dapaviva.org „DapaViva“] aus Kolumbien. Diese fördert Umweltbildung der lokalen Bevölkerung des Nebelwaldes, um ihn vor der Urbanisierung zu bewahren. Die Sammelstationen befinden sich in mehreren Gebäuden an zentralen Ort sowie in der Hochschulbibliothek. Zudem wurde mit dem Programm die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Zittau und eine Sammelstation im Zittauer Einwohnermeldeamt realisiert. [https://www.terracycle.com/de-DE/about-terracycle?utm_campaign=admittance&amp;amp;utm_medium=menu&amp;amp;utm_source=www.terracycle.com Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterstützung der Aktion BrillenWeltweit ===&lt;br /&gt;
Sehstärke, persönlicher Stil oder Mode ändern sich und dann muss es eben manchmal eine neue Brille sein. Mit der alten kann man dann aber auch noch drei gute Taten vollbringen: Indem man sie bei einer Sammelstelle von BrillenWeltweit abgibt und so (1) Sehhilfebedürftige mit einer kostenlosen Brille versorgt, (2) die gesellschaftliche Integration von Langzeitarbeitslosen unterstützt und (3) das Müllaufkommen senkt und Ressourcen schont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschule Zittau/Görlitz ist seit 2019 eine Sammelstelle für die Aktion &amp;quot;BrillenWeltweit&amp;quot; des Vereins Deutsches Katholisches Blindenwerk e.V. und konnte bereits mehreren hundert Brillen ein &amp;quot;zweites Leben&amp;quot; bescheren. Die Sammelboxen sind in den Foyers der Hochschulbibliothek aufgestellt und somit öffentlich zugänglich. Regelmäßig wird sowohl hochschulintern als auch extern auf die Aktion hingewiesen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie man seine Hochschule ebenfalls zur Sammelstelle macht zusammen mit weiterführenden Information zur Kampagne und zum Verein, findet man hier: [https://brillenweltweit.de/ Brillen weltweit]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reduzierung von gefährlichen Abfällen an der LMU München am Beispiel von Ethidiumbromid-haltigen Abfällen===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Reduzierung von Ethidiumbromid-haltigen Abfällen mittels Absorption von Ethidiumbromid aus Flüssigkeiten mit Absorber-Beuteln an der LMU München&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An forschungsstarken Hochschulen mit Laborbetrieb, wie es auch an der LMU der Fall ist, werden viele gefährliche Abfälle erzeugt, insbesondere viele unterschiedliche Abfallgemische. Im Umgang damit sind Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, die Entsorgung ist kostenintensiv. So wird Ethidiumbromid (EtBr) in der Molekularbiologie zum Anfärben von Nukleinsäuren bei der Gelelektrophorese verwendet. Ethidiumbromid (3,8-Diamino-5-ethyl-6-phenylphenanthridiniumbromid) ist ein organischer Farbstoff, der aufgrund seiner planaren Struktur leicht in die DNA interkalieren kann, EtBr ist ein starkes Mutagen und toxisch. Nach Gebrauch müssen die Lösungen fachgerecht als gefährlicher Abfall entsorgt werden und dürfen keineswegs in die Umwelt gelangen. Die von vielen Herstellern angebotenen Ethidiumbromid-Ersatzstoffe sind laut den Sicherheitsdatenblättern „noch nicht vollständig geprüfte Stoffe“. Da auch diese Stoffe mit der DNA interagieren, sind hinsichtlich der krebserzeugenden, erbgutverändernden oder fortpflanzungsgefährdenden Wirkungen ähnliche Eigenschaften wie bei Ethidiumbromid zu vermuten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ziel der LMU ist es, die zunehmende Menge von gefährlichen Abfällen zu reduzieren. Decon-Bags stellen eine einfache Methode dar, um Ethidiumbromid aus Lösungen zu entfernen. Die Methode ist zuverlässige, sehr einfach anzuwenden, effizient und geeignet für Ethidiumbromid, Propidiumiodid, PicoGreen® und SYBR® Green. Hierzu werden Absorber-Beutel mit der Ethidiumbromidfärbelösung 24 h gerührt. Der Inhalt der Beutel besteht aus einer speziellen Aktivkohle, die effektiv und sicher Ethidiumbromid adsorbiert. Ein Beutel kann 2,5 mg Ethidiumbromid aufnehmen. Mit einem Beutel können 5 Liter einer typischen Färbelösung nach Sambrook et. al mit einer Ethidiumbromidkonzentration von 0,5 mg/l dekontaminiert werden. Die dekontaminierte Lösung kann als Abwasser entsorgt werden, die benutzten Beutel können als verunreinigte Betriebsmittel bzw. mit gefährlichen Stoffen verunreinigte Aufsaug- und Filtermaterialien (Beispiel AVV-Abfallschlüsselnummer 150202*) entsorgt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn die Behandlung einer derartigen Menge zu aufwändig wäre: Bei 1 Tonne möglichem Ethidiumbromid-haltigem Abfall fallen durch die benutzten Absorber-Beutel nur maximal 2 kg gefährlicher Abfall an. Die LMU spart dabei 85% der Kosten bezogen auf eine 1 Gewichtstonne. Die größte Kostenposition ist da die Beschaffung der Absorber-Beutel. Zudem wird eine größere Menge flüssige gefährliche Abfälle, die mit hohem Energieaufwand entsorgt werden müssen, eine geringe Menge fester gefährlicher Abfälle mit Aktivkohle, die mit deutlich geringerem energetischem Aufwand entsorgt werden können. Hierbei werden also sowohl Kosten gespart, als auch die Umwelt entlastet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einführung einer Gerätebörse an der LMU München ===&lt;br /&gt;
An der LMU fallen regelmäßig funktionstüchtige, jedoch nicht weiter verwendete Geräte an. Dies hat verschiedene Gründe, z. B. sind Geräte zu alt bzw. technisch nicht mehr geeignet für die vorgesehene Nutzung, Forschungsprojekte werden beendet oder der Weggang von Professor*innen oder Mitarbeiter*innen. Bis vor einiger Zeit wurden viele dieser Geräte entsorgt, weil es keine Verwendung mehr für sie gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch gibt es die Grundsätze der Abfallvermeidung, die im § 6 Kreislaufwirtschaftsgesetz als Abfallhierarchie definiert sind. Dort heißt es: „Maßnahmen der Vermeidung und der Abfallbewirtschaftung stehen in folgender Rangfolge &amp;lt;ref&amp;gt;Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(20.7.2017 I 2808). Kreislaufwirtschaftsgesetz – KrWG. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von &amp;lt;nowiki&amp;gt;http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Vermeidung&lt;br /&gt;
# Vorbereitung zur Wiederverwendung&lt;br /&gt;
# Recycling&lt;br /&gt;
# sonstige Verwertung, insbesondere energetische Verwertung und Verfüllung,&lt;br /&gt;
# Beseitigung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelne Mitarbeiter*innen wollten das Prinzip der Abfallvermeidung umsetzen und begannen, Geräte per Email anderen Arbeitsgruppen und Fakultäten anzubieten. (Ein zentrales schwarzes Brett für solche Zwecke gab es an der LMU bis dahin nicht). Der organisatorische Aufwand nahm allerdings hierfür zu, so dass Ideen für eine andere Lösung gesammelt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein dezentraler Abfallbeauftragter brachte den Vorschlag einer zentralen Web-Plattform ein, auf der abzugebende Geräte einfach und schnell angeboten werden können. So erarbeiteten Mitarbeiter*innen der Stabsstelle Arbeitssicherheit und Nachhaltigkeit (AuN), der Referate Internetdienste und Beschaffungsberatung sowie der Stabsstelle Kommunikation und Presse ein Konzept für eine webbasierte Börse. Nach einem Testlauf wurde so die „LMU-Gerätebörse Weitergeben statt Wegwerfen!“, die ausschließlich für dienstliche Zwecke genutzt werden darf, ins Leben gerufen. Sie besteht aus einer Angebotsseite und einer Eingabeseite. Auf der Eingabeseite können alle Mitglieder der LMU mit wenigen Klicks ein Angebot erstellen. Hierzu ist die Eingabe der Kontaktdaten und die Beschreibung des Angebots notwendig. Es können auch Fotos oder Dateien wie Bedienungsanleitungen hochgeladen und somit am Angebot platziert werden. Zusätzlich sind der gefahrlose Zustand eines Objekts sowie die Eigenverantwortlichkeit für die Inventarisierung durch Klick zu bestätigen. Die eingehenden Angebote werden in der für das Portal federführenden Stabsstelle AuN geprüft und freigeschaltet. Für Geräte aus Laborbereichen muss eine Freigabeerklärung eingereicht werden. Auf der Angebotsseite erscheinen alle angebotenen Objekte/Geräte für einen festgelegten Zeitraum. Die LMU-Gerätebörse ist in das LMU-Serviceportal eingebunden. Das Serviceportal ist ein Intranet, das die Dienstleistungen der Zentralen Universitätsverwaltung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität darstellt, die dazugehörigen Kontakte bereitstellt und über universitätsinterne Neuigkeiten informiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Plattform wird rege genutzt, inzwischen werden auch weitere Produktgruppen, wie z. B. originalverpackter Büro- und Laborbedarf oder Büromöbel, angeboten. Mittlerweile wurden über 150 Angebote in das Portal eingestellt. Nicht alle Angebote finden eine weitere Nutzung, doch viele konnten erfolgreich weitergegeben und damit ein Beitrag zur Abfallvermeidung geleistet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die stetige Weiterentwicklung der Börse steht nunmehr im Fokus der Arbeiten. So können Nutzer ein RS Feed abonnieren und somit informiert werden, sobald neue Inserate veröffentlicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Initiatoren zogen nach dem Betrieb des Portals in den ersten 24 Monaten eine positive Bilanz, auch wenn weitere Verbesserungspotenziale identifiziert wurden und der Bekanntheitsgrad weiter erhöht werden soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sind nächste Entwicklungsschritte u. a. folgende:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Die Kenntnis des Angebotes der Gerätebörse muss zielgruppenspezifisch erhöht werden – v. a. bei denjenigen, die für die Auflösung oder Umbau von Büros und Laboren zuständig sind.&lt;br /&gt;
# Die Bekanntheit der Gerätebörse unter den Lehrstuhlinhaber*innen muss erhöht werden.&lt;br /&gt;
# Die Verknüpfung zwischen der an der LMU dezentralen Beschaffung und Weitergabe muss weiterentwickelt werden.&lt;br /&gt;
# Die Möglichkeiten der Erweiterung auf andere Angebotsgruppen wie z. B. Chemikalien und der damit verbundenen rechtliche Anforderungen werden überprüft.&lt;br /&gt;
# Bei Erreichen einer bestimmten Menge könnte eine Filteroption für verschiedene Produktgruppen (Bürobedarf, Büromöbel, Technik, Laborbedarf) eingeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links == &lt;br /&gt;
* Handys für Hummel, Biene und Co. [https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/aktionen-und-projekte/alte-handys-fuer-die-havel/index.html NABU Handy-Recycling]&lt;br /&gt;
* Kostenlose Abgabe von Brillen an Sehhilfebedürftige in der ganzen Welt [https://brillenweltweit.de/#brillenspenden BrillenWeltweit]&lt;br /&gt;
* Abfallvermeidung fängt bei der [[HOCH-N:Nachhaltige Beschaffung|Beschaffung]] an; * [[HOCH-N:Nachhaltige Beschaffung#Good Practice|hier]] finden Sie Tipps und Links für eine nachhaltige Beschaffung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(17.7.2017 I 2644). Abfallverzeichnisverordnung – AVV. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(20.7.2017 I 2808). Kreislaufwirtschaftsgesetz – KrWG. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von https://www.hszg.de/hochschule/struktur-und-organisation/managementsysteme/umweltmanagement/nachhaltiger-campus-good-practice.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lexikon der Nachhaltigkeit (2018). Nachhaltigkeit in der Abfallentsorgung. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von https://www.nachhaltigkeit.info/artikel/nachhaltigkeit_bei_der_abfallentsorgung_1795.htm?sid=qdoap21h0pg877osnn67edt0o0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;[[Einzelnachweise]]&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltige_Kommunikation&amp;diff=7029</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltige Kommunikation</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltige_Kommunikation&amp;diff=7029"/>
		<updated>2021-02-12T17:18:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: /* Case Study - Nutzer*innenverhalten an der HSZG */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{#set:Has parent page=Einzelleitfäden}}&lt;br /&gt;
== Betroffener Personenkreis ==&lt;br /&gt;
Dieser  Beitrag  richtet  sich  an  Hochschulleitungen,  Nachhaltigkeitskoordinatoren  und  Verantwortliche  in den Stellen der Öffentlichkeitsarbeit, die sich mit der Umsetzung einer nachhaltigen Kommunikation an Hochschulen befassen. Zusätzlich müssen Daten durch technische Verwaltungen und administrativ tätige Personenkreise erhoben und bewertet und in geeigneter Form an Angehörige von Hochschulen (intern) und interessierte Kreise (extern) kommuniziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz – allgemein ==&lt;br /&gt;
In den letzten Jahren hat die Umwelt- und Nachhaltigkeitskommunikation für Unternehmen und Organisationen an Bedeutung gewonnen. Auch an Hochschulen ist eine Veränderung zu erkennen. Viele Hochschulen widmen sich den Themen der Nachhaltigkeit und erstellen NH-Berichte, die über ihre NH-Leistung informieren. Dies ist u.a. auf ein öffentliches Interesse und ein staatliches Engagement sowie auf die steigenden Mindestanforderungen durch z. B. EnEV, EEG, usw. zurückzuführen&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. DIN EN ISO 14063:2010&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das hat zur Folge, dass Unternehmen und Organisationen immer häufiger über die ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen ihrer Tätigkeiten, Produkte und Dienstleistungen berichten und darstellen, wie, z. B. schädliche Umweltaspekte reduziert werden&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. DIN EN ISO 14063:2010, S.8 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Hilfe einer nachhaltigen Kommunikationsstrategie können Anspruchsgruppen aktiv einbezogen und nachhaltigkeitsrelevante Themen einer Hochschule gezielt gestreut werden. Im Rahmen eines Kommunikationskonzeptes sind die Schaffung von Bewusstsein und die Sensibilisierung von internen und externen Interessen-kreisen sowie der Einbezug durch partizipative Maßnahmen die Basis eines Transformationsprozesses an Hochschulen. Die Partizipation hat weiterhin die Möglichkeit inter- und transdisziplinäre Inhalte an einer Hochschule zu vermitteln und ist damit handlungsfeldübergreifend einsetzbar.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbesserung, Verstetigung und der Ausbau der Beziehungen zu Anspruchsgruppen, die im engen Zusammenhang  mit  der  Erreichung  der  „Ziele“  einer  Hochschule stehen, sind nur durch eine gezielte und strategisch ausgerichtete NH-Kommunikation zu erreichen. Zusätzlich sind diese Maßnahmen die Basis für Vertrauen, Glaubwürdigkeit und Verständnis und sollten daher stets:&lt;br /&gt;
* aktuell,&lt;br /&gt;
* stimmig und widerspruchsfrei,&lt;br /&gt;
* verständlich und persönlich, sowie&lt;br /&gt;
* fair und (...) fassbar sein&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Renker (2008), S.154&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Grundlage für den Aufbau einer NH-Kommunikation muss sich die Hochschulleitung als oberstes Führungsgremium für den Aufbau und Erhalt verpflichten, Verantwortliche benennen und geeignete Ressourcen zur Verfügung stellen. Zudem müssen die Inhalte einer NH-Kommunikation  in der NH-Politik festgelegt werden. Dabei wird den interessierten Kreisen vermittelt, welche NH-Themen wesentlich sind, wie NH-Aspekte und deren Auswirkungen beeinflusst werden und wie die Hochschule diese Aspekte beeinflussen kann.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Entwicklung einer Strategie wird die Grundlage für die Umsetzung der nachhaltigkeitsbezogenen Kommunikationstätigkeiten gelegt. Dabei müssen Aspekte wie Festlegung von Zielsetzungen und das Identifizieren der interessierten Kreise berücksichtigt werden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das NH-Kommunikationskonzept und das (Umwelt-)Kommunikationskonzept einer Hochschule weisen thematische Schnittstellen auf und sollten aus diesem Grund als integriertes Kommunikationskonzept konzipiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interne Nachhaltigkeitskommunikation ==&lt;br /&gt;
=== Relevanz ===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Verbundprojektes „Hoch&amp;lt;sup&amp;gt;N&amp;lt;/sup&amp;gt;“ werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie Hochschulen Nachhaltigkeitsthemen verbreiten, Informationen streuen und nach außen kommunizieren können. Dazu sind die bestehenden internen und externen Kommunikationswege ein Ansatz um über die Leistungen der Hoch-schule zu berichten.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die interne NH-Kommunikation hat einen hohen Stellenwert, da sich die Angehörigen einer Hochschule mit der eigenen Organisation identifizieren und von einer Hochschulleitung eine transparente und fundierte Informationskultur  erwarten. Die  NH-Kommunikation  bezieht weiterhin Ansichten, Anforderungen und wissenschaftliche Erkenntnisse ein und befasst sich nicht nur mit der Information zur Nachhaltigkeitsleistung der Hochschule, sondern übernimmt eine wichtige Aufgabe eines wechselseitigen Austausches zur Interaktion mit internen Anspruchsgruppen. Durch eine ehrliche, greif-bare und verständliche Interaktion können Angehörige einer Hochschule eine wichtige Rolle als Multiplikatoren nach außen übernehmen um positiv über die Hochschule zu berichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiele für interne Anspruchsgruppen ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Interne Beschäftigte !! Interne Studierende&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  &lt;br /&gt;
* Hochschulleitung&lt;br /&gt;
* Beschäftige der Fakultäten und der Institute&lt;br /&gt;
* externe Dozent*innen&lt;br /&gt;
* Hochschulverwaltung&lt;br /&gt;
* zentrale Einrichtungen&lt;br /&gt;
* Fördervereine der HS&lt;br /&gt;
* Frauen / Männer &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
* Erstsemester / höhere Semester&lt;br /&gt;
* Studierende mit NH-Bezug&lt;br /&gt;
* Studiengänge mit NH-Bezug&lt;br /&gt;
* Bachelor / Master / Diplom&lt;br /&gt;
* KIA / Vollzeit / berufsbegleitend&lt;br /&gt;
* ausländische Studierende&lt;br /&gt;
* Frauen / Männer&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hemmnisse und Treiber ===&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* kein NH-Kommunikationskonzept vorhanden&lt;br /&gt;
* keine belastbaren Informationen (Daten und Maßnahmen ohne Zusammenhang&lt;br /&gt;
* keine Interaktion mit internen Anspruchsgruppen&lt;br /&gt;
* Kommunikation mit internen Anspruchsgruppen beschränkt sich auf Informationen&lt;br /&gt;
* fehlende Angebote zur Motivation und Partizipation&lt;br /&gt;
* mangelnde Akzeptanz für NH-Themen seitens Hochschulleitung und/oder Angehörige&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Verankerung eines NH-Kommunikationskonzeptes&lt;br /&gt;
* Vermittlung von Informationen zur NH-Kommunikation&lt;br /&gt;
* Sensibilisierung der internen Anspruchsgruppen für NH-In-formationen&lt;br /&gt;
* Schaffung von Akzeptanz und Transparenz&lt;br /&gt;
* Angebote zur Interaktion und Partizipation interner Anspruchsgruppen Aufarbeitung und Visualisierung von Daten und Informationen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Externe Nachhaltigkeitskommunikation ==&lt;br /&gt;
=== Relevanz ===&lt;br /&gt;
Die (gelebte) Nachhaltigkeit hat einen entscheidenden Einfluss auf Transparenz, Glaubwürdigkeit und Reputation einer Hochschule. Dabei ist Vertrauen ein Schlüsselfaktor, weil sich externe Anspruchsgruppen nur durch eine ehrliche und kontinuierliche Informationskultur von Maßnahmen für eine Verbesserung der NH-Aspekte überzeugen lassen. Eine weitere Steigerung der Akzeptanz kann durch den aktiven Einbezug und die Interaktion mit externen Anspruchsgruppen erzielt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiele für externe Anspruchsgruppen ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Externe Organisationen !! Externe Personenkreise&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  &lt;br /&gt;
* Partnerhochschulen regional/ überregional&lt;br /&gt;
* Netzwerk mit NH- oder Umweltbezug&lt;br /&gt;
* Unternehmen (Wirtschaft, NGO ́s, etc.)&lt;br /&gt;
* Lieferant*innen &lt;br /&gt;
* Behörden/öffentliche Verwaltung&lt;br /&gt;
* Studierendenwerke (regionale Verwaltungen); regionale Schulen&lt;br /&gt;
* Hochschulnahe regionale Vereine&lt;br /&gt;
* Initiativen und Projekte mit NH-Bezug&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
* Alumni und ehemalige Studierende&lt;br /&gt;
* Zukünftige Studierende regional/ überregional&lt;br /&gt;
* Ehemalige und zukünftige Beschäftigte&lt;br /&gt;
* Anwohner*innen, Nachbar*innen&lt;br /&gt;
* Überregionale Bevölkerung&lt;br /&gt;
* Frauen / Männer&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hemmnisse und Treiber ===&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* kein NH-Kommunikationskonzept vorhanden&lt;br /&gt;
* Informationen und Inhalte sind nicht für Externe relevant&lt;br /&gt;
* Informationen und Inhalte sind nicht für Externe zugänglich&lt;br /&gt;
* kein Konzept zur Interaktion mit Externen&lt;br /&gt;
* mangelndes Engagement auf Leitungsebene für den Einbezug von Externen&lt;br /&gt;
* fehlende Prioritäten in der NH-Berichterstattung (Vorbildfunktion)&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Einbezug von externen Anspruchsgruppen durch einen Stakeholderdialog (Erwartungen an steigende Themenvielfalt&lt;br /&gt;
* NH-Kommunikationskonzept mit Konkreten Inhalten für Externe; Konzept zur zielgruppengerechten Streuung der Informationen&lt;br /&gt;
* Konzept für den Einbezug relevanter Inhalte, Konzepte und Projekte mit NH-Bezug&lt;br /&gt;
* Hochschule als Innovator für Betrieb, Bildung und Forschung und Vorbild für externe Anspruchsgruppen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Eine Hochschule hat die Aufgabe, die Ziele der NH-Kommunikation so zu wählen, dass diese auch erreichbar sind. Dabei sollten Einzelziele mit den Zielen einer Institution übereinstimmen und messbar, realistisch und zeitbezogen sein. Dadurch wird es ermöglicht, Ergebnisse zu bewerten und zu bestimmen und es können konkrete Aussagen getroffen werden, ob Einzelziele erreicht wurden oder weitere Maßnahmen notwendig sind.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Formulierung von Zielen für ein Nachhaltigkeitskommunikationskonzept:&lt;br /&gt;
* Steigerung der Bekanntheit des NH-Kommunikationskonzeptes&lt;br /&gt;
* Umsetzung von gesellschaftlicher Verantwortung,&lt;br /&gt;
* Verbesserung der Nachhaltigkeitsleistung&lt;br /&gt;
* Steigerung der Reputation der Hochschule und der Profilierung innerhalb der Hochschullandschaft&lt;br /&gt;
* gezielte Integration von Anspruchsgruppen• Optimierung von Managementsystemen mit Nachhaltigkeitsbezug&lt;br /&gt;
* Steigerung der Innovationsfähigkeit der Institution,&lt;br /&gt;
* Anbindung an die strategische Ausrichtung der Hochschule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Formulierung von Einzelzielen ist eine operative Aufgabe von Hochschulen und richtet sich nach den Inhalten, die durch die Leitungsebene als relevant eingeschätzt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Checkliste_N_Marketing_Nachhaltigkeitskommunikation_final_Seite_1.png|mini|links|Checkliste Nachhaltigkeitskommunikation|link={{filepath:Checkliste_N_Marketing_Nachhaltigkeitskommunikation_final.pdf}}]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tag der Umwelt (TdU):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
An der Hochschule Zittau/Görlitz wird der Tag der Umwelt jährlich mit wechselnden nachhaltigen und umweltrelevanten Themen organisiert. Die Studierenden können Themenvorschläge einreichen und über relevante und interessante Inhalte abstimmen. Zu der Veranstaltung wird ein Programm aus Referenten mit Gastbeiträgen, Ausstellungen, interaktiven Bereichen zum Mitmachen und Diskussionsrunden zu den Themen-gebieten angeboten. Regionale Vereine und Initiativen können sich mit weiteren Programmpunkte in das Gesamtkonzept einbringen. &lt;br /&gt;
https://www.hszg.de/de/hochschule/managementsysteme/umweltmanagement/mach-mit/tag-der-umwelt-tdu.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gesundheits- und Umwelttage (GUt):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Veranstaltungsreihe wird ebenfalls im jährlichen Turnus an der HSZG durchgeführt und umfasst ein Programm für sieben Tage. Die Themen wechseln jährlich, allerdings werden auch gesundheitsspezifische Inhalte wie Rückenschulen, Rückenscreening und die bewegten Pausen angeboten. Weiterhin gibt es Workshops für Bewegung und richtige Sitzposition am Arbeitsplatz und Lauftreffs. Die Kombination mit dem Hochschulsportfest machen die GUt besonders attraktiv für interne und externe Interessengruppen. Im Rahmen des Hochschul-Firmen-Laufes können regionale Unternehmen und Hochschulangehörige an einer „Lauf-Challenge“ teilnehmen. Ein weiterer Programmpunkt ist die Schrittzähler-Challenge in der die Hochschulmitarbeiter*innen und die Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung aufgerufen sind ein Maximum an Schritten in einer Woche zu erzielen. Durch diese Aktionen können relevante Themenbereiche einer Hochschule intern und extern kommuniziert und eine aktive Partizipation erreicht werden.&lt;br /&gt;
https://www.hszg.de/hochschule/management-systeme/umweltmanagement/mach-mit/gesund-heits-und-umwelttage-gut.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Case Study - Nutzer*innenverhalten an der HSZG ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links ==&lt;br /&gt;
* DIN EN ISO 14001:2015 (7.4 Kommunikation) – Umweltmanagementsysteme – Anforderungen mit Anleitungen zur Anwendung&lt;br /&gt;
* DIN EN ISO 14063:2006 (5. Strategie der Umweltkommunikation) – Umweltmanagement – Umweltkommunikation – Anleitungen und Beispiele&lt;br /&gt;
* Integrierter Nachhaltigkeitsbericht an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung  Eberswalde: http://www.hnee.de/_obj/D52210FF-0814-4DD0-B920-BDC1CB95522A/outline/HNEE_Be-richt_2014_2015.pdf&lt;br /&gt;
* Mit dem CO2-Rechner des Umweltbundesamtes kann auf einfache Weise eine persönliche CO2-Bilanz erstellt werden. Der Begriff CO2 wird für die Menschen greifbarer, sie werden für eine zukunftsfähige Lebensweise sensibilisiert. http://www.uba.co2-rechner.de/de_DE/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ALBRECHT P. (2006): Nachhaltigkeitsberichterstattung an Hochschulen. Lüneburg, Online im Internet. http://www.leuphana.de/fileadmin/user_upload/For-schungseinrichtungen/infu/files/infu-reihe/33_06.pdf, April 14, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BOSCH, C., HOFMANN, M. &amp;amp; REJZLIK, W. (2005): Betriebliche  Kommunikations-  strategien  für  nachhaltiges  Wirtschaften. Eine empirische Studie. In: Berichte aus Energie- und Umweltforschung. Österreichisches Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, Wien, 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH): Sei ein Becherheld. https://www.duh.de/becherheld/, April 14, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DIN EN ISO 14001:2015 (7.4 Kommunikation) – Umweltmanagementsysteme – Anforderungen mit Anleitungen zur Anwendung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DIN EN ISO 14063:2006 (5. Strategie der Umweltkommunikation) – Umweltmanagement – Umweltkommunikation – Anleitungen und Beispiele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutscher Nachhaltikeits Kodex: Hochschul- DNK. https://www.deutscher-nachhaltigkeitskodex.de/de/dnk/hochschul-dnk.html, April 14, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HS-DNK: Anwendung des hochschulspezifischen Nachhaltigkeitskodex – ein Weg zur Nachhaltigkeitsberichterstattung an Hochschulen. https://www.deutscher-nachhaltigkeitskodex.de/fileadmin/user_upload/dnk/dok/leitfaden/20180509_Deutscher_Nachhaltigkeitskodex_Hochschulen.pdf, April 14, 2020. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leal Filho, W. et al. (2017). Identifying and overcoming obstacles to the implementation of sustainable development at universities. Journal of IntegratIve envIronmental ScIences. Vol 14, No. 1, 93-108. http://www.tandfonline.com/doi/pdf/10.1080,/1943815X.2017.1362007?needAccess=true, April 14, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RENKER, C. (2008): Kommunikationsmanagement – Grundlage für Entscheider. 3. Aufl., München: IFME-Edition, 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GRI: About sustainability reporting.  https://www.globalreporting.org/information/sustainability-reporting/Pages/default.aspx, April 14, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GRUPE, S. (2011): Public Relations – Ein Wegweiser für die PR-Praxis. Berlin – Heidelberg: Springer Verlag, 2011.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Baukastensystem_Nachhaltiger_Campus_(BNC)&amp;diff=7028</id>
		<title>HOCH-N:Baukastensystem Nachhaltiger Campus (BNC)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Baukastensystem_Nachhaltiger_Campus_(BNC)&amp;diff=7028"/>
		<updated>2021-02-12T17:07:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: /* BNC – Gesamtziel */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{#set:Has parent page=Einzelleitfäden}}&lt;br /&gt;
== Ausgangslage und Motivation/Zielstellung ==&lt;br /&gt;
In dem Projekt „Baukastensystem Nachhaltiger Campus“ entwickelte die Hochschule Zittau/Görlitz in Zusammenarbeit mit der TU Dresden, ein handlungsorientiertes und organisationsspezifisches Anwendungskonzept zur Umsetzung von Aufgaben und Herausforderungen des Nachhaltigkeitsmanagements an Einrichtungen Höherer Bildung (EHB). Neben den klassischen Aspekten eines Nachhaltigkeitsmanagements (ökonomisch, sozial, ökologisch) wurde vor allem auf die Vorbild- und Transferfunktion von EHB eingegangen, da diese eine Schlüsselrolle bei der Bewältigung der Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, wie &lt;br /&gt;
* dem demografischen Wandel,&lt;br /&gt;
* dem Klimaschutz und der Energiewende,&lt;br /&gt;
* dem Artenschutz,&lt;br /&gt;
* dem Erhalt der Biodiversität,&lt;br /&gt;
* der Inklusion und Chancengerechtigkeit,&lt;br /&gt;
* der Migration,&lt;br /&gt;
* der Ermöglichung von Lebenslangem Lernen einnehmen und zum „Change Agent“ für die Gesellschaft werden. &lt;br /&gt;
Um diesen Entwicklungen und Anforderungen Rechnung zu tragen, wurde mit dem Instrument Baukastensystem ein modulares, auf Partizipation ausgerichtetes und organisations- und hochschulspezifisches Managementsystem konzipiert, dass mit erfolgreicher Verbreitung und Etablierung bei der strategischen Planung und Umsetzung eines Nachhaltigkeitsmanagements an EHB Unterstützung bietet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besondere Bedeutung erfährt das Projekt durch die derzeitigen Entwicklungen im Rahmen der Aktivitäten des von der Bundesregierung eingesetzten Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) zur Adaption des bereits seit 2011 implementierten Deutschen Nachhaltigkeitskodexes (DNK) für Unternehmen auf Hochschulen. Der DNK gibt einen Rahmen für das Management und die Kommunikation von Nachhaltigkeitsaspekten von Organisationen vor. Aktuell wird der DNK für eine weitere Verwendung an Hochschulen spezifiziert (siehe [[Einzelleitfäden#LeitfadenBerichterstattung|Leitfaden Nachhaltigkeitsberichterstattung]]). Das Instrument Baukastensystem stellt den Rahmen für das erforderliche Nachhaltigkeitsmanagementsystem an EHB dar, woraus Ergebnisse für die Berichterstattung entwickelt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzporträt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Instrument Baukastensystem folgt einer modularen Entwicklung nach Bausteinen und nutzt ein Excel-Tool als Umsetzungshilfe. Hauptaugenmerk wird auf die Zielgruppenaktivierung durch Partizipation in den vier Handlungsfeldern &lt;br /&gt;
* Hochschulmanagement, &lt;br /&gt;
* Bildung &amp;amp; Transfer, &lt;br /&gt;
* Liegenschaften &amp;amp; Betrieb sowie&lt;br /&gt;
* Externe Kooperationen &amp;amp; Partnerschaften gelegt und je nach den individuellen Voraussetzungen/Ausrichtungen der teilnehmenden EHB eine gestufte Übertragung und Anwendung angestrebt (siehe Abbildung 3). Dazu wurde ein speziell für das Instrument Baukastensystem erarbeitetes Kennzahlensystem zur Leistungsmessung und Berichterstattung erstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:AP Betrieb BNC Baukasten.jpg|thumb|500px|links|Abbildung 3: BNC–Schema]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:AP Betrieb BNC Kriterien1.png|700px]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anhand dieser Kriterien wird der Erfolg und die Weiterentwicklung des Systems mit den Schritten „messen,&lt;br /&gt;
steuern und berichten“ dokumentiert und kommuniziert (siehe Abbildung 4).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:AP Betrieb BNC Kriterien.png|thumb|500px|links|Abbildung 4: Kriterien für die Ausgestaltung der Bausteine]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklungsstand des BNC ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:AP Betrieb BNC Abb5.png|thumb|500px|Abbildung 5: Projektfahrplan BNC]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes „BNC II – Konsortialprojekt“ (April 2017 bis Oktober 2018) testen derzeit fünf sächsische Einrichtungen Höherer Bildung aktiv das Instrument BNC, um die Wirksamkeit und Handhabbarkeit des Baukastensystems zu verbessern und so für weitere EHB anwendbar zu gestalten. Dazu zählen die Einrichtungen TU Dresden, TU Freiberg, Universität Leipzig und die Hochschule Zittau/Görlitz. Die Hochschule Mittweida und Berufsakademie Sachsen/ Bautzen befinden sich derzeit im Beobachterstatus. Es besteht weiterhin die Möglichkeit, weitere Konsortialpartner in das Konsortialprojekt einzubinden.&lt;br /&gt;
In der ersten Projektphase testeten die Konsortialpartner die Eingangsprüfung, in der die Bearbeiter auf Basis ihres Interesses und Erfahrung wesentliche nachhaltige Themen für die Einrichtung und die Stakeholder ermitteln. Die Beteiligten erhalten so eine Antwort darauf, welche Themen für ihr BNC relevant sind (Bausteine) und welche nicht prioritär zu behandeln sind (Schnittstellenbausteine). Momentan bearbeiten die Konsortialpartner je nach Ergebnis der Eingangsprüfung und der hochschulspezifischen Ausgangslage ein bis zwei Bausteine (siehe Abbildung 5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umweltmanagementsystem ==&lt;br /&gt;
[[Datei:AP Betrieb BNC Abb6.png|thumb|500px|Abbildung 6: Das „Mach-Mit“-Umweltmanagementsystem, Schema]]&lt;br /&gt;
Die Hochschule Zittau/Görlitz testet das BNC-Konzept im Rahmen des Mach-Mit-Umweltmanagementsystems. Dafür werden vorrangig umweltorientierte Bausteine in das Managementsystem eingeführt und die Funktionalität des Konzeptes überprüft und verbessert. Folgende Bausteine werden im Rahmen des Mach-Mit-Umwelt-managementsystems eingeführt (Abbildung 6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== BNC – Gesamtziel ==&lt;br /&gt;
Wesentliches Ziel des Baukastensystems ist die Sensibilisierung möglichst aller Angehörigen einer EHB (Studierende, Dozierende, Beschäftigte) sowie externer Anspruchsgruppen (Kommune, Verwaltung, Behörden, Kooperationspartner*innen usw.) für die unterschiedlichen Aspekte eines modernen Nachhaltigkeitsmanagements. Das Instrument erfasst, bündelt und vernetzt die vielfältigen Ansätze und Angebote zu nachhaltigkeitsorientierten Fragen in Lehre und Forschung und leistet daher einen wichtigen Beitrag zur Realisierung dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe an Einrichtungen Höherer Bildung. Im Rahmen des Konsortialprojekts wird die Wirksamkeit des Instruments getestet und Anregungen aus der Praxis neu in das BNC eingebunden. Mehrwert ergibt sich aus der Verbreitung und der Weiterentwicklung des Konzepts. Gleichzeitig nimmt die Hochschule Zittau/Görlitz eine beratende Rolle ein und entwickelt daraus ein Beratungs- und Dienstleistungskonzept für die Etablierung des BNC an weiteren EHB.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Synergien mit dem Verbundprojekt HOCH&amp;lt;sup&amp;gt;N&amp;lt;/sup&amp;gt; ==&lt;br /&gt;
Im  Rahmen  der  zweiten  Phase  des  Verbundprojekts  „Nachhaltigkeit an Hochschulen: entwickeln – vernetzen – berichten“ (HOCH&amp;lt;sup&amp;gt;N&amp;lt;/sup&amp;gt;) ist vorgesehen, durch das Arbeitspaket „Betrieb“ zunächst die BNC-Bausteine bzw. HOCH&amp;lt;sup&amp;gt;N&amp;lt;/sup&amp;gt;-Handlungsfelder Abfall, Energie und Beschaffung einer Testphase zu unterziehen. Gleichzeitig stellen die Hochschule Zittau/Görlitz und die Technische Universität Dresden das Baukastensystem Nachhaltiger Campus für die HOCH&amp;lt;sup&amp;gt;N&amp;lt;/sup&amp;gt;-Verbundpartner*innen zur Verfügung, um weitere Handlungsfelder aus anderen Arbeitspaketen zu testen und gleichzeitig die Robustheit und Anwendbarkeit des BNC auch außerhalb des sächsischen Konsortiums weiter zu entwickeln. Eine umfängliche Beratung und Unterstützung bei der Realisierung einzelner Bausteine/Handlungsfelder aus dem HOCH&amp;lt;sup&amp;gt;N&amp;lt;/sup&amp;gt; kann hingegen durch das AP Betrieb ressourcenbedingt nicht zugesagt werden und wäre Gegenstand bilateraler Absprachen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltige_Beschaffung&amp;diff=7027</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltige Beschaffung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltige_Beschaffung&amp;diff=7027"/>
		<updated>2021-02-12T16:30:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: /* Case Study - nachhaltige Beschaffung an der HSZG */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{#set:Has parent page=Einzelleitfäden}}&lt;br /&gt;
== Betroffener Personenkreis ==&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag richtet sich an zentrale und dezentrale Beschaffer*innen, Einkäufer*innen, bspw. Sekretär*innen und Personen, die im Rahmen ihrer Hochschulangehörigkeit und -tätigkeit Produkte, Waren und Dienstleistungen ausschreiben und beschaffen. Angesprochen sind auch Mitarbeiter*innen der akademischen Verwaltung im Zuständigkeitsbereich der Mittelvergabe wie etwa Dekanatsrät*innen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz ==&lt;br /&gt;
Bei der Beschaffung von Materialien, Produkten und Dienstleistungen berücksichtigen nachhaltigkeitsorientierte Hochschulen zunehmend umweltbezogene, soziale und ethische Aspekte als wichtige Entscheidungskriterien.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, 2011, S. 6-8 &amp;lt;/ref&amp;gt; Waren und Leistungen sollten demnach die folgenden Eigenschaften aufweisen: umwelt- und sozialverträglich, langlebig, abfallarm, rezykliert und/oder rezyklierbar, aus nachwachsenden Rohstoffen, energieeffizient, klimaneutral, möglichst regional und/oder biologisch erzeugt und fair gehandelt bzw. transportiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (Hrsg.), 2017, S. 6; 19&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Relevant&#039;&#039;&#039; ist die nachhaltige Beschaffung an Hochschulen durch das damit einhergehende Finanz- und Nachfragevolumen. Eine konsequente Nachfrage von nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen trägt zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen bei und wirkt als Innovationsmotor für ebendiese Güter bzw. Leistungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft (Hrsg.),&lt;br /&gt;
2016, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nachhaltige Beschaffung kann aber auch ein Auslöser für ein gesamtheitliches Umdenken mit dem Ziel des nachhaltigen Campus sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rechtliche Relevanz&#039;&#039;&#039; hat eine nachhaltige Beschaffung und die damit verbundene Einhaltung von Umwelt- und Energieeffizienzkriterien sowie Grenzwerten insbesondere bei energieverbrauchsrelevanten Produkten und Dienstleistungen sowie bei Stoffen und Gemischen, die im Sinne des Chemikalienrechts als gefährlich eingestuft sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 26; 27&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, 18.7.2017 I 2745, VgV,§ 67&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachhaltige Beschaffung an Hochschulen muss nach rechtlicher Relevanz außerdem mit den Forderungen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes, insbesondere § 45 („Pflichten der öffentlichen Hand“) einhergehen und die Langlebigkeit, Reparaturfreundlichkeit und Wiederverwendbarkeit oder Verwertbarkeit von Produkten berücksichtigen. Außerdem fordert eine rechtskonforme Beschaffung Produkte und Dienstleistungen, die im Vergleich zu anderen Erzeugnissen weniger oder schadstoffärmere Abfälle erzeugen.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, 20.7.2017 I 2808, KrWG,&lt;br /&gt;
§ 45&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Vergabeverordnung (VgV) ist darüber hinaus seit 2016 geregelt, dass in den Leistungs- und Funktionsanforderungen umweltbezogene Aspekte als Auftragsgegenstand Berücksichtigung finden sollten. Es ist anzumerken, dass die Umweltkriterien mit dem Auftragsgegenstand in Verbindung stehen und verhältnismäßig zum Auftragswert und Beschaffungsziel sind, wodurch wiederum durch den Kostenaspekt eine Relativierung erfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umweltbezogene Anforderungen&#039;&#039;&#039; dürfen und sollten auch an den Herstellungsprozess sowie den Lebenszyklus (Produktions- und Lieferkette) gestellt werden. Die Anforderungen an Nachhaltigkeit müssen sich dabei nicht in materiellen Eigenschaften vom Auftragsgegenstand niederschlagen und können mit definierten Produktkriterien und -zertifikaten in Verbindung stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2017, S. 19&amp;lt;/ref&amp;gt; Hochschulen sollten daher in Prozessen der Bedarfsermittlung und -planung sowie für Ausschreibungen und Auftragsvergaben Kriterien für eine nachhaltige Beschaffung definieren und diese bspw. in einer internen Beschaffungsrichtlinie festschreiben. Denn vergaberechtlich wird nur geregelt, wie das Verwaltungsverfahren einer Beschaffung ablaufen muss und nicht welche Produkte und Leistungen beschafft werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ökonomisch relevant&#039;&#039;&#039; kann nachhaltige Beschaffung sein, wenn in den Leistungsbeschreibungen und Zuschlagskriterien konkrete Nachhaltigkeitskriterien definiert sind und demzufolge ausschließlich Angebote eingehen, die diese Kriterien erfüllen. Auch wenn daraufhin das kostengünstigste Angebot den Zuschlag erhält, wird der Anspruch an die Nachhaltigkeit erfüllt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (Hrsg.), 2017, S. 16; 91&amp;lt;/ref&amp;gt; Werden dennoch konventionelle mit nachhaltigen Erzeugnissen/Dienstleistungen verglichen, können letztere gegenüber ersteren zunächst teurer sein. Das Mehr an Nachhaltigkeitsleistung kann aber partiell die Mehrkosten rechtfertigen. Höhere Kosten können bei materiellen und technischen Produkten zumeist einmalig bei der Erstanschaffung entstehen. In der Nutzungsphase sind die Verbrauchskosten von nachhaltigen Erzeugnissen oftmals geringer, da sich dann Einsparpotentiale z. B. von Energie, Abfall und Verbrauchsmitteln bemerkbar machen. Durch nachhaltige Beschaffung lassen sich in der Nutzungsphase weitere unmittelbare Preisvorteile erzielen, zum Beispiel durch Recyclingpapiere, Nachfüllpackungen oder wiederaufbereitete Tinten- und Tonerkartuschen.&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=Durch die Langlebigkeit nachhaltiger, hochwertiger Materialien kann zudem die Nutzungsphase verlängert werden, wodurch sich Kosten für kurzfristigere Neuanschaffungen reduzieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 13-14&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Die Vermittlung dieser kausalen Beziehungen ist für die in der Beschaffung handelnden Personen einer Hochschule von außerordentlicher Bedeutung und wurde bzw. wird vielfach unterschätzt und vernachlässigt. Sehr häufig sind die Prämissen der ausschließlichen „Kostengünstigkeit“ und/oder auf Erfahrung basierender Funktionalität und Praktikabilität tief verwurzelt und erschweren eine Neuausrichtung im Sinne der Nachhaltigkeit. Das Ziel der nachhaltigen Beschaffung wird daher nicht zwingend erreicht, indem ein top-down gesteuertes Verfahren etwa durch Modifikation von Beschaffungsrichtlinien oder im Hochschulbetriebssystem etabliert wird. Vielmehr müssen den an der Beschaffung beteiligten Personen im Rahmen eines kommunikativen und kontinuierlichen Austauschprozesses die vorstehend genannten Zusammenhänge argumentativ nachvollziehbar erläutert werden, um dadurch einen Prozess des Umdenkens und der Motivation anzustoßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass nachhaltige Produkte über den Lebenszyklus betrachtet kostengünstiger sein können als konventionelle Varianten, belegt auch eine von der Stadt Berlin veröffentlichte Studie bei 10 von 15 Produktgruppen. Dazu gehörten u. a. Bürobeleuchtung, Computer, Gebäude, Kopier- und Druckpapier, Multifunktionsgeräte und Reinigungsmittel.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (Hrsg.), 2017, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine hohe Relevanz sollten nachhaltig beschaffende Hochschulen laut Bundesministerium des Inneren (BMI) zudem auf folgende Produktgruppen legen, die unter Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien (wie dem Blauen Engel, Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft (FSC)) eingekauft werden können: &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Bundesministerium des Inneren – Beschaffungsamt – Kompetenzstelle für nachhaltige&lt;br /&gt;
Beschaffung, 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bekleidung und Textilien (z. B. Arbeitsbekleidung für technisches Personal) &lt;br /&gt;
* Beleuchtung (z. B. LED-Leuchtmittel im Innen- und Außenbereich) &lt;br /&gt;
* Betriebsmittel (z. B. Schmierstoffe, Lösemittel) &lt;br /&gt;
* Bürobedarf (z. B. Stifte etc.) &lt;br /&gt;
* Büroeinrichtung (z. B. Tische, Stühle, Schränke, Regale) &lt;br /&gt;
* Bürogeräte (z. B. Drucker, Kopierer und Zubehör) &lt;br /&gt;
* Fuhrpark (z. B. Dienst-Kfz) &lt;br /&gt;
* Gartenbaugeräte und -maschinen &lt;br /&gt;
* Gas (z. B. zur Wärmeversorgung) &lt;br /&gt;
* Händetrocknungssysteme &lt;br /&gt;
* Hygiene- und Reinigungsartikel (z. B. Seifen, Toilettenpapiere etc.) &lt;br /&gt;
* Informations- und Rechnertechnik (z. B. Computer, Monitore, Notebooks) &lt;br /&gt;
* Lacke, Farben, Klebstoffe &lt;br /&gt;
* Lebensmittel und Catering (z. B. Kaffee, Tee, Milch, Snacks)&lt;br /&gt;
* Papierprodukte (z. B. Druck-, Kopier-, Pressepapier u. -erzeugnisse) &lt;br /&gt;
* Schädlingsbekämpfung (z. B. Pestizide, Herbizide) &lt;br /&gt;
* Streumittel &lt;br /&gt;
* Strom.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gesundheitlich relevant&#039;&#039;&#039; kann nachhaltige Beschaffung sein, da bspw. durch emissionsarme Drucker und Kopierer das Raumklima verbessert und die Gesundheit von Beschäftigten geschont wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 13-14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sozial und gesellschaftlich relevant&#039;&#039;&#039; ist eine nachhaltige Beschaffung, da gerade Hochschulen eine wichtige Vorbildfunktion für ihre Angehörigen und für die Gesellschaft insgesamt einnehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt; Informierte und beteiligte Studierende, Beschäftigte und externe Partner*innen sind außerdem wichtige Multiplikator*innen innerhalb einer Hochschule und darüber hinaus im privaten, beruflichen und gesamtgesellschaftlichen Leben. Schließlich kann das Image und Eigenmarketing einer Hochschule gestärkt werden, was z. B. Standortvorteile und stabile Studierendenzahlen mit sich bringen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S.13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine nachhaltige Beschaffung unter Berücksichtigung von Lebenszykluskosten von Materialien, Produkten und (Dienst-) Leistungen, kann zusammenfassend mittel- und unmittelbar für die Umweltauswirkungen, Gesundheit und Wirtschaftlichkeit einer Hochschule relevant sein. Wenn Hochschulen ihre nachhaltige Beschaffung steigern und dadurch einen mengenmäßigen Absatz, d. h. die Nachfrage, von nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen erhöhen, könnten dadurch Preise sinken, die bisher wegen geringen Absatzes höher waren als bei stark nachgefragten konventionellen Waren und Leistungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 13-14&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine verstärkte Nachfrage der Hochschulen nach nachhaltigen Erzeugnissen und Dienstleistungen trägt somit dazu bei, mittel- und langfristige Produktions- und Konsumtrends nachhaltig zu ändern.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Europäische Kommission, 2011, S. 38&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Festzuhalten ist aber auch, dass viele Hochschulen bei der Beschaffung eingeschränkte Gestaltungs- und Entscheidungsspielräume haben, da in mehreren Bundesländern die Beschaffung und/oder die Vergabe von Dienstleistungen insbesondere im Bereich Liegenschaften und Gebäudemanagement (teilweise) zentralisiert und die diesbezügliche Hochschulautonomie daher beschränkt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Für eine nachhaltige Beschaffung können sich Hochschulen unter Einbeziehung der handelnden Personen in Abstimmung mit der Leitungsebene beispielsweise folgende Ziele setzen und diese in spezifischen Beschaffungsrichtlinien niederlegen.&lt;br /&gt;
* Beschaffung und Nutzung von&lt;br /&gt;
** langlebigen und reparaturfreundlichen Produkten und damit verbundenen langen Nutzungszeiten anstelle von häufigen Neuanschaffungen in kurzen Zeitintervallen,  &lt;br /&gt;
** Produkten und Dienstleistungen, die umwelt- oder sozialverträglich, abfallarm, recycelt, aus nachwachsenden Rohstoffen, energieeffizient, klimaneutral, fair und/oder regional gehandelt oder biologisch erzeugt sind,  &lt;br /&gt;
** von Produkten die im Vergleich zu anderen Erzeugnissen zu weniger oder schadstoffärmeren Abfällen führen, &lt;br /&gt;
* regionale Wertschöpfung, &lt;br /&gt;
* Analyse und Erfassung der Beschaffungssituation, &lt;br /&gt;
* Steuerung und Verbesserung der Beschaffungssituation, &lt;br /&gt;
* Schulung von Beschaffer*innen, &lt;br /&gt;
* formale und non-formale Bildung, Bewusstseinsschaffung und -schärfung, &lt;br /&gt;
* Vorbild- und Multiplikatorenwirkung und &lt;br /&gt;
* Nachhaltigkeitsberichterstattung zur Beschaffung, &lt;br /&gt;
* Rechtskonformität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
{{Vorlage:TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
*zentrale Beschaffung von Produkten/Dienstleistungen durch länderzentrale Behörden (in Sachsen z. B. SIB)&lt;br /&gt;
*beschränkte Handlungs- und Entscheidungsspielräume der Hochschulen bei interner sowie insbesondere bei zentraler Beschaffung&lt;br /&gt;
*Fokussierung auf Anschaffungskosten anstelle von Lebenszykluskosten&lt;br /&gt;
*zeitlich-personeller Mehraufwand bei nachhaltigkeitsorientierter Beschaffung&lt;br /&gt;
*fehlende oder unzureichende Akzeptanz neuer Kriterien mit Nachhaltigkeitsbezug, Regelungen (interne Beschaffungsrichtlinien) durch betroffenen Personenkreis&lt;br /&gt;
*Unkenntnis im betroffenen Personenkreis&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
*Berücksichtigung rechtlicher Rahmenbedingungen (z.B. § 45 KrWG, VOL, VHB, interne Vergaberichtlinien, EU-Vorgaben)&lt;br /&gt;
*Kosteneinsparung bei langlebigen sowie abfall- und wartungsarmen Erzeugnissen&lt;br /&gt;
*Energieeffizienz bei Beschaffung von energieverbrauchseffizienten Geräten&lt;br /&gt;
*Definition und Integration qualitativer und quantitativer NH-Kriterien in (rechtskonformen) internen Beschaffungsrichtlinien&lt;br /&gt;
*Gestaltung des Beschaffungsprozesses gemeinsam mit betroffenem Personenkreis (einschließlich Fakultäten/Fachbereiche), Lieferanten, Dienstleistern und Behörden&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste nachhaltige Beschaffung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Checkliste_Beschaffung.PNG|mini|links|Checkliste Beschaffung|link={{filepath:Checkliste_N_Beschaffung_final.pdf}}]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Richtlinie zur nachhaltigen Beschaffung an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit dieser Richtlinie hat sich die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) strengen, auf nachhaltige Kriterien ausgerichteten Grundsätzen gestellt. Grundsätzlich gilt, dass zu beschaffende Produkte und Dienstleistungen von der Produktion bis zur Entsorgung unter Berücksichtigung von sozialen, ökologischen und ökonomischen Aspekten hergestellt werden. Darunter berücksichtigt die HNEE zehn Produktgruppen, die mit genauen Produkten untersetzt sind, bspw. Kopierer, Computer und Zubehör, EDV-Verbrauchsmaterialien für Drucker/Multifunktionsgeräten. Mehr Info: http://www.hnee.de/de/Hochschule/Leitung/Amtliche-Mitteilungen-Gesetzestexte/Amtliche-Mitteilungen-Gesetzestexte-K879.htm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Case Study - nachhaltige Beschaffung an der HSZG ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links ==&lt;br /&gt;
* [https://kompass-nachhaltigkeit.de/ Kompass Nachhaltigkeit] - Dieses Webportal bietet umfangreiche Informationen zur nachhaltigen öffentlichen Beschaffung.&lt;br /&gt;
* [http://www.nachhaltige-beschaffung.info/DE/Home/ home_node.html Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung] - Das Internetportal vom Bundesministerium des Innern informiert über Gesetze, Regelungen, Leitfäden, Beispiele, Termine und Schulungen zur nachhaltigen Beschaffung. &lt;br /&gt;
*[https://www.die-nachwachsende-produktwelt.de/ Nachhaltige Produkte finden] - Hier finden Einkäufer*innen Informationen zur nachhaltigen biobasierten Beschaffung zu verschiedensten Produktgruppen und gelistete Produktbeschreibung, Umweltgütezeichen sowie Preisen und Produktlinks. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beschlüsse und Leitlinien zum nachhaltigen Einkauf und umweltorientiertem Verwaltungshandeln&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Leitfaden für eine umweltverträgliche [https://www.hamburg.de/contentblob/12418146/2c01ee26be5da2bd4496ad98d263ce3e/data/d-umweltleitfaden-2019.pdf Beschaffung in Hamburg]&lt;br /&gt;
* [https://www.berlin.de/senuvk/service/gesetzestexte/de/beschaffung/vorschrift.shtml Verwaltungsvorschrift „Beschaffung und Umwelt“ der Stadt Berlin]&lt;br /&gt;
* [https://www.google.com/url?sa=t&amp;amp;rct=j&amp;amp;q=&amp;amp;esrc=s&amp;amp;source=web&amp;amp;cd=&amp;amp;ved=2ahUKEwibyIeb0pXsAhVNqaQKHefwBxcQFjAAegQIBBAC&amp;amp;url=https%3A%2F%2Fwww.epn-hessen.de%2Fwp-content%2Fuploads%2F160811_LF_Buerobedarf_Broschuere_ueberarbeitet.pdf&amp;amp;usg=AOvVaw0wN_eGD43goJ4TjH01ImYi Leitfaden zur nachhaltigen Beschaffung von Bürobedarf in Hessen]&lt;br /&gt;
* [https://www.google.com/url?sa=t&amp;amp;rct=j&amp;amp;q=&amp;amp;esrc=s&amp;amp;source=web&amp;amp;cd=&amp;amp;ved=2ahUKEwja5rvb0pXsAhVIm6QKHaInDMoQFjAEegQIBhAC&amp;amp;url=https%3A%2F%2Fwww.bmwi.de%2FRedaktion%2FDE%2FDownloads%2FA%2Favv-eneff.pdf%3F__blob%3DpublicationFile%26v%3D8&amp;amp;usg=AOvVaw3A429h5ZVS_RLmmduracuj Leitfaden zu Beschaffung energieeffizienter Produkte und Dienstleistungen] &lt;br /&gt;
* [https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Publikationen/Wirtschaft/koinno-innovative-oeffentliche-beschaffung.html Leitfaden innovative öffentliche Beschaffung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leistungsbeschreibungen und Ausschreibungen&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* [https://beschaffung.fnr.de/service/arbeits-und-formulierungshilfen/bedarfsbeschreibung-fuer-ein-buerogebaeude-beispiel/  Bedarfsbeschreibung für ein Bürogebäude]&lt;br /&gt;
* [https://beschaffung.fnr.de/service/arbeits-und-formulierungshilfen/formulierungshilfen-fuer-produkt-ausschreibungen/ Formulierungshilfen für (Produkt-) Ausschreibungen]&lt;br /&gt;
* [https://www.natureplus.org/index.php?id=14 Ausschreibungshilfen von „natureplus“]&lt;br /&gt;
* [https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/umweltfreundliche-beschaffung/empfehlungen-fuer-ihre-ausschreibung Ausschreibungshilfen vom Umweltbundesamt]&lt;br /&gt;
* [https://beschaffung.fnr.de/service/ausschreibungsempfehlungen/ Ausschreibungsempfehlungen von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe]&lt;br /&gt;
* [https://www.das-nachwachsende-buero.de/service/die-broschuere/ Broschüre: das nachwachsende Büro]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schulungsskripte „Umweltfreundliche Beschaffung“ vom Umweltbundesamt (UBA)&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Das UBA hat 2010 erstmalig Schulungsskripte veröffentlicht, die einen praxisnahen Einblick in die umweltfreundliche Beschaffung in 6 Themenbereiche gegliedert anbieten. Die aktuellen und überarbeiten Versionen gibt es seit 2019. Schulungsskripte &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.umweltbundesamt.de/themen/schulungsskripte-fuer-umweltfreundliche-beschaffung&amp;lt;/ref&amp;gt;: &lt;br /&gt;
# Grundlagen der umweltfreundlichen Beschaffung &lt;br /&gt;
# Rechtliche Grundlagen der umweltfreundlichen Beschaffung &lt;br /&gt;
# Einführung in die Verwendung von Produktkriterien aus Umweltzeichen &lt;br /&gt;
# Strategische Marktbeobachtung und -analyse &lt;br /&gt;
# Einführung in die Berechnung von Lebenszykluskosten und deren Nutzung im Beschaffungsprozess&lt;br /&gt;
# Hemmnisanalyse für eine umweltfreundliche Beschaffung mittels Selbstevaluations-Tool&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Berechnung der Lebenszykluskosten – Tool-Picker&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.koinno-bmwi.de/informationen/toolbox/detail/lebenszyklus-tool-picker-1/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit dem [https://www.koinno-bmwi.de/informationen/toolbox/detail/lebenszyklus-tool-picker-1/ Lebenszykluskosten-Tool-Picker] vom Kompetenzzentrum für innovative Beschaffung (KOINNO) steht auch Hochschulen ein Instrument zur Verfügung, das bei der Berechnung von Lebenszykluskosten von Produkten Unterstützung leisten kann. Den Anwender*innen stehen dabei warengruppenspezifische und bedarfsgerechte Möglichkeiten zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umweltzeichen, -siegel und Label:&lt;br /&gt;
* https://label-online.de/ - gibt einen Überblick über eine Vielzahl an Siegeln und Labeln, was sie bedeuten und welche Qualität sie auszeichnen&lt;br /&gt;
* https://www.siegelklarheit.de - unterstützt beim nachhaltigen Einkauf und analysiert die Bereiche Wasser, Boden, Energie, Klima, Chemikalien, Abfall, Luftverschmutzung, Biodiversität, Ökosysteme, Umweltmanagement, Materialeinsatz und Qualität&lt;br /&gt;
* https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/umweltfreundliche-beschaffung/datenbank-umweltkriterien - Das Umweltbundesamt hat u.a. für die Bereiche Bauwesen, Bürogeräte, Büroverbrauchsmaterialien, Fahrzeuge, Gebäude, Lebensmittel und Catering, Möbel, Rechenzentren, Reinigung/Hygiene, Textilien, Entsorgung, Strom- und Wärmeversorgung sowie für &amp;quot;Weiße Ware&amp;quot; Umweltzeichen zusammengestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Spezialgebiet nachhaltige Beschaffung für das Labor&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Ob instrument sharing für euch praktikabel ist, entscheidet ihr selbst von Fall zu Fall: https://iris.science-it.ch/Landing und https://www.clustermarket.com/?utm_source=clustermarket_signature&amp;amp;utm_medium=email&amp;amp;utm_campaign=email_signature .&lt;br /&gt;
* Gebrauchte Geräte wie neu verspricht: https://www.labexchange.com/&lt;br /&gt;
* Tipps für umweltfreundliche Beschaffung fürs Labor: https://www.mt.com/de/de/home/library/know-how/rainin-pipettes/Rainin-LessWaste.html?cmp=als_rainin-lesswaste?cmp=smo_AU_LinkedIn_PIPE_com_AU%202020%20Marketing%20Linkedin%20Life%20Science%20Plastic%20Waste_20200522&lt;br /&gt;
* Umwelt- und hautfreundliche Einmalhandschuhe: https://nitrilgreen.de/&lt;br /&gt;
* Mehrwegbehälter fürs Labor: https://blog.omnilab.de/mehrwegbehaelter-fuer-chemikalien-welche-vorteile-bieten-nachhaltige-verpackungen/ und https://www.itwreagents.com/germany/de/mehrwegbehaelter sowie https://lab.honeywell.com/en/returnable-containers&lt;br /&gt;
* Wiederverwendbare und autoklavierbare Flaschenaufsatzfilter: https://www.fishersci.de/shop/products/nalgene-polysulfone-reusable-bottle-top-filters/p-4524872&lt;br /&gt;
* Wiederverwendbare Dispenser: https://www.socorex.com/de/labor/flaschenaufsatz-dispenser/calibrex/organo-525-flaschenaufsatz-dispenser&lt;br /&gt;
* Umweltfreundliche Verpackungen: https://www.neb-online.de/nachhaltigkeit-und-umweltschutz-bei-neb/&lt;br /&gt;
* Green Solvents, alternative Lösemittel (über die Qualität haben wir keine Erkenntnisse) gibt es hier https://www.merckmillipore.com/DE/de/reagents-chemicals-labware/greener-solvents/2Jyb.qB.4oAAAAFGn2IaIarU,nav und hier https://www.carlroth.com/de/de/performance-materials/green-chemicals/c/web_folder_984832 hier auch https://www.thgeyer-lab.com/fileadmin/user_upload/Labor/de/Downloads-PDFs/Kataloge_Broschueren/180130-1_web_Green_Solvents_Flyer_DE_a4.pdf sowie hier https://www.labsolute-chemsolute.de/de/suche/?q=bioethanol&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(20.7.2017 I 2808). Kreislaufwirtschaftsgesetz – KrWG. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(18.7.2017 I 2745). Vergabeverordnung – VgV. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.gesetze-im-internet.de/vgv_2016/__67.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium des Inneren – Beschaffungsamt – Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung. (2018). Portal für nachhaltige Beschaffung, Produktgruppen. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.nachhaltige-beschaffung.info/DE/Produktgruppen/produktgruppen_node.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium für Arbeit und Soziales. (2011). Die DIN ISO 26000 „Leitfaden zur gesellschaftlichen Verantwortung von Organisationen“ – Ein Überblick –. Abgerufen am 04. Mai 2018 von https://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Publikationen/a395-csr-din-26000.pdf?__blob=publicationFile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Europäische Kommission. (2011). Grünbuch über die Modernisierung der europäischen Politik im Bereich des öffentlichen Auftragswesens. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:52011DC0015&amp;amp;from=DE&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (Hrsg.). (2017). Nachwachsende Rohstoffe im Einkauf, Themenheft III: Büro – Einrichtung, Material, Gestaltung. Abgerufen am 04. Mai 2018 von https://www.fnr.de/fileadmin/beschaffung/pdf/Themenheft_Buero_web__V05.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft (Hrsg.). (2016). fact sheet Nachhaltige Beschaffung in der Nutzungsphase. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.nachhaltig-forschen.de/fileadmin/user_upload/factsheets/LeNa_FactSheet_Nachhaltige_Beschaffung_Nutzung_fin.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umweltbundesamt (Hrsg.). (2016). Rechtliche Grundlagen der umweltfreundlichen öffentlichen Beschaffung / Schulungsskript 2. Abgerufen am 07. 06 2018 von https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/377/publikationen/170123_uba_ratgeber_schulungsskript2_bf_0.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umweltbundesamt (Hrsg.). (2016). Umweltfreundliche Beschaffung, Schulungsskript 1. Abgerufen am 04. Mai 2018 von https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/377/publikationen/170127_uba_ratgeber_schulungsskript1_bf.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Schnittstelle_Nachhaltigkeitsberichterstattung-Governance-Betrieb&amp;diff=7021</id>
		<title>HOCH-N:Schnittstelle Nachhaltigkeitsberichterstattung-Governance-Betrieb</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Schnittstelle_Nachhaltigkeitsberichterstattung-Governance-Betrieb&amp;diff=7021"/>
		<updated>2021-02-11T18:10:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: /* Leitfragen zur Schnittstellenbetrachtung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{#set:Has parent page=Schnittstellen}}&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
=== Leitfragen zur Schnittstellenbetrachtung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Schnittstellengrafik NHB-Gov-B Waben.png|300px|right|Grafik: Schnittstellen der Handlungsfelder Governance, Nachhaltigkeitsberichterstattung und Betrieb]]&lt;br /&gt;
Zwischen den Handlungsfeldern [[Nachhaltigkeitsberichterstattung (NHB) an Hochschulen|Nachhaltigkeitsberichterstattung]] (NH-Berichterstattung; NHB), [[Nachhaltigkeitsgovernance an Hochschulen|Governance]] und [[Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb|Betrieb]] gibt es vielseitige Wechselwirkungen und Synergien. Oft erschweren allerdings deutlich unterschiedliche Herangehensweisen, Perspektiven und Verständnisse die Identifizierung und Nutzung dieser Synergien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sind Mitarbeiter:innen im Hochschulbetrieb üblicherweise auf einer operativen Ebene in die Umsetzung nachhaltiger Entwicklung eingebunden, während Governance-Strukturen vornehmlich der strategischen Planung und Abstimmung dienen und die Nachhaltigkeitsberichterstattung einem neutralen, analytischen Blick auf die hochschulische Nachhaltigkeit verpflichtet ist. Durch diese zwangsläufig unterschiedlichen Logiken, die den Handlungsfeldern zugrundeliegen, geraten Gemeinsamkeiten schon mal außer Acht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betrachtung der drei Handlungsfelder entlang der folgenden Leitfragen richtet daher den Blick auf die Bereiche, die besondere Überschneidungen und Anknüpfungspunkte zur Kooperation untereinander bieten: &lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=&lt;br /&gt;
* Wo und wie zeigen sich Unterschiede in den Sichtweisen auf nachhaltige Hochschulentwicklung?&lt;br /&gt;
* Welche wesentlichen Schnittstellen lassen sich in der Praxis zwischen Betrieb, Governance und Nachhaltigkeitsberichterstattung identifizieren?&lt;br /&gt;
* Wie können sich die Handlungsfelder gegenseitig unterstützen?&amp;lt;/big&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeinsame Anforderungen der Handlungsfelder ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Handlungsfelder Nachhaltigkeitsberichterstattung, Betrieb und Governance stehen in wechselseitigen Abhängigkeiten zueinander. Diese sollten bei ihrer Betrachtung durch ganzheitliches Denken und Handeln berücksichtigt werden. Nicht immer herrscht zwischen den Handlungsfeldern eine klare Trennschärfe von Verantwortlichkeiten, Wirkungen und Systemgrenzen. Für die operative Umsetzung ist es daher wichtig, auf die jeweilige Situation an der Hochschule einzugehen und eventuelle Kommunikationslücken oder gar -barrieren durch eine gute Verzahnung und Aufgabenverteilung zwischen den jeweils verantwortlichen Akteur:innen abzubauen. Die Bereitschaft der jeweils in den Handlungsfeldern verantwortlichen Personen, über den Tellerrand zu blicken und sich bei neuen Kooperationen möglicherweise auf ungewohntes Terrain zu begeben, ist für eine konsequente Umsetzung des [[Whole Institution Approach|Whole-Institution-Approaches]] unerlässlich. Für einen solchen umfassenden Blick auf Nachhaltigkeit an Hochschulen werden bei dieser Analyse Schnittstellen in den Blick genommen, die mögliche praxisrelevante Synergien erkennen lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes {{hn}} wurden folgende Aspekte, die alle drei Handlungsfelder vereinen, als wesentliche Anforderungen zusammengetragen: &lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=&lt;br /&gt;
*Personelle und finanzielle Ressourcen sowie eine klare Verantwortlichkeit und Zuständigkeit für Nachhaltigkeit sind für die Institutionalisierung von hochschulischer Nachhaltigkeit wichtig und in allen Handlungsfeldern unerlässlich. Die Handlungsfelder können sich in diesen Belangen gegenseitig fördern.&lt;br /&gt;
*Die systematische Erweiterung der Beteiligung möglichst vieler Stakeholdergruppen sorgt für eine hohe Akzeptanz der Prozesse, Maßnahmen und eine gemeinsame Ergebnisverantwortung.&lt;br /&gt;
*Die Erhebung des Status Quo - essenzieller Bestandteil der Nachhaltigkeitsberichterstattung - ist unerlässlich zur Identifizierung von Verbesserungspotenzialen im Betrieb und wichtige Grundlage zur Etablierung von Governance-Strukturen, die an der jeweiligen Hochschule förderlich sind.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/big&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Potenziale in den Schnittstellen der Handlungsfelder ===&lt;br /&gt;
In der unten stehenden Tabelle sind einige Potenziale aufgeführt, die aus der integrierten Bearbeitung der drei hochschulischen Handlungsfelder im Nachhaltigkeitsprozess hervorgehen können. Dieser Überblick fasst eine detaillierte Darstellung der Zusammenhänge zwischen zwei Handlungsfeldern zusammen, die jeweils über die Verlinkungen in der linken Spalte der Tabelle angesteuert und nachvollzogen werden kann.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Die Berücksichtigung der... !! ...führt in der Regel zu...&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Schnittstelle Betrieb - Governance]] ||&lt;br /&gt;
*einer besseren hochschulinternen Zusammenarbeit. Eine gute Zusammenarbeit zwischen (Betriebs-)Verantwortlichen und der Hochschulleitung ist erforderlich, Mitarbeiter:innen können wichtige Impulse für den Prozess liefern. Gleichzeitig ist die Kommunikation von Maßnahmen nach innen wesentlich für Akzeptanz und Bewusstsein für Nachhaltigkeit in der gesamten Hochschule.&lt;br /&gt;
*einer verbesserten Legitimierung von Maßnahmen in weiteren Nachhaltigkeitsfeldern. Erfolgreich durchgeführte betriebliche Nachhaltigkeitsmaßnahmen können helfen weitere Maßnahmen zu legitimieren und das Spektrum von hochschulischer Nachhaltigkeit zu erweitern.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Schnittstelle Governance - Nachhaltigkeitsberichterstattung]] ||&lt;br /&gt;
*einer verbesserten Kommunikation von Nachhaltigkeitszielen und -maßnahmen an alle Stakeholdergruppen (inner- und außerhalb der Hochschule). Ein Nachhaltigkeitsbericht kann dazu gezielt als Governance-Tool eingesetzt werden und dadurch mehr Beachtung finden.&lt;br /&gt;
*einer höheren Akzeptanz in der Durchführung von Nachhaltigkeitsaktivitäten an der Hochschule. Nachhaltigkeitsleitlinien und Maßnahmen zur Zielvereinbarung legitimieren die Prozesse und geben einen verbindlichen Charakter. Sie können im Berichterstattungsprozess entwickelt und schließlich im Nachhaltigkeitsbericht festgehalten werden.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[ Schnittstelle Nachhaltigkeitsberichterstattung - Betrieb]] ||&lt;br /&gt;
*einer kontinuierlichen Verbesserung im Betrieb durch Dokumentation der Betriebsaktivitäten wodurch Maßnahmen ergriffen werden können.&lt;br /&gt;
*einer höheren Akzeptanz in der Durchführung von Nachhaltigkeitsaktivitäten im Betrieb. Nachhaltigkeitsleitlinien und Maßnahmen zur Zielvereinbarung legitimieren die Prozesse und geben einen verbindlichen Charakter. Sie können im Berichterstattungsprozess entwickelt und schließlich im Nachhaltigkeitsbericht festgehalten werden.&lt;br /&gt;
*einer Optimierung von Prozessen und Maßnahmen durch Evaluation und Feedback im Rahmen von Nachhaltigkeitsberichterstattung. Dies trägt dazu bei, dass Prozesse und Maßnahmen verbessert und weiterentwickelt und dient als Grundlage für den nachhaltigen Hochschulbetrieb.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betrieb]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nachhaltigkeitsberichterstattung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Governance]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Abfallmanagement&amp;diff=7020</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Abfallmanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Abfallmanagement&amp;diff=7020"/>
		<updated>2021-02-11T18:00:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: /* Weiterführende Informationen und Links */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{#set:Has parent page=Einzelleitfäden}}&lt;br /&gt;
== Betroffener Personenkreis ==&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag richtet sich an alle Hochschulangehörigen gleichermaßen, denn jede und jeder kann zur Abfallvermeidung, zum Recycling und damit zur Minderung der Entsorgungsleistung einen Beitrag leisten. Von besonderer Bedeutung bei der nachhaltigen Entsorgung ist der Personenkreis „Abfallbeauftragte“ (häufig in Personalunion mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit (FaSi)).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz ==&lt;br /&gt;
Abfälle sind alle Stoffe oder Gegenstände, derer sich ein Besitzer entledigt, entledigen will oder muss.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 3 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie können nach der Art und der Einstufung ihrer Gefährlichkeit bezeichnet und unterschieden werden.&amp;lt;ref&amp;gt;AVV § 1&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Abfallverzeichnisverordnung (AVV) gibt dazu branchen- bzw. gruppendefinierte zwei-, vier- und sechsstellige Abfallschlüssel mit Abfallbezeichnung an. Hochschulen als Entsorger müssen einer gesetzlichen Registerpflicht über Menge, Art, Ursprung, Sammlungshäufigkeit, Beförderungs- und Verwertungs- oder Beseitigungsart des Abfalls nachkommen.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 49 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Für gefährliche Abfälle, etwa aus Chemielaboratorien, besteht zudem eine Nachweispflicht vor Beginn der Entsorgung und über deren Durchführung sowie ggf. über den Verbleib entsorgter Abfälle.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 50 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Abfallverursacher*in und Entsorger*in müssen Hochschulen und ihre Angehörigen nach dem Vorsorge und Nachhaltigkeitsprinzip und den rechtlichen Vorgaben des § 6 (1); (2) KrWG einen maßgeblichen Beitrag leisten, Abfälle zu vermeiden, zur Wiederverwendung vorzubereiten sowie zu recyceln. Sollten diese Maßnahmen nicht greifen, ist eine energetische Verwertung sicher zu stellen. Grundsätzlich sollen jeweils die Maßnahmen innerhalb der Rangfolge Vorrang haben, die den Schutz von Mensch und Umwelt am besten gewährleisten. Mit dem Vermeidungsgrundsatz geht die Verpflichtung einher, Erzeugnisse zu beschaffen, die&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 45 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=* langlebig, reparaturfreundlich, wiederverwendbar oder verwertbar sind,&lt;br /&gt;
* im Vergleich zu anderen Erzeugnissen zu weniger oder schadstoffärmeren Abfällen führen und&lt;br /&gt;
* durch Vorbereitung zur Wiederverwendung oder Recycling hergestellt wurden.&amp;lt;/big&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Dabei ist es unerlässlich, dass der mit dem Abfallmanagement betroffene Personenkreis einer Hochschule mit dem Bereich „Beschaffung“ vernetzt wird und interagiert. Denn alles was beschafft wird muss nach einer Nutzungsphase, meist stofflich oder energetisch modifiziert, auch entsorgt werden. Indirekt tragen Hochschulen dadurch nicht nur zur Abfallvermeidung bei, sondern ebenso zur Einsparung von Wasser, Energie und Rohstoffen, die andererseits in die Produktions- und Lieferketten geflossen wären. Durch die Abfallvermeidung und -reduktion profitieren Hochschulen bzw. die mit der Abfallentsorgung betrauten länderspezifischen Behörden von der Minimierung ihrer Entsorgungsaufwendungen und -kosten (z. B. durch Register- und Nachweispflicht und Transport).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Kreislaufwirtschaftsgesetz ist für den Bereich der nicht gefährlichen Abfälle die Gewerbeabfallverordnung relevant, die den Umgang mit gewerblichen Siedlungsabfällen sowie Bau- und Abbruchabfällen regelt. Ziel der Gewerbeabfallverordnung ist die Stärkung der Abfallhierarchie. Diese wird durch den Vorrang der stofflichen gegenüber der energetischen Verwertung von Abfällen und der Einschränkung der gemischten Erfassung verankert. Durch die Umsetzung der Trennpflicht nach Gewerbeabfallverordnung für Papier/Kartonagen, Kunststoffe, Glas, Metalle, Holz, Alttextilien und Bioabfällen können auch Hochschulen einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschulen leisten durch geringe Abfallaufkommen zudem einen gesamtgesellschaftlichen Beitrag zur Verringerung der Luft- und Abwasseremissionen bei den Entsorgungsprozessen. Eine nachhaltige Entsorgung an Hochschulen steht demzufolge im Zusammenhang mit dem Schutz von Mensch und Umwelt, mit einer Lebenszyklusbetrachtung von Stoffen und Gegenständen die zu Abfall werden können, sowie mit ressourcenschonenden und emissionsarmen Herstellungs- und Entsorgungsverfahren von der primären bis zur sekundären Rohstoffgewinnung aus Abfall.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 6 (1), (2)&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachhaltigkeit in der Entsorgung an Hochschulen meint – über die Rechtskonformität hinaus – generell die Minimierung vom Stoff- und Energieeinsatz, sodass nach einer möglichst langen Nutzungsphase so wenig wie möglich Abfälle anfallen bzw. eingesetzte Energie „weggeworfen“ wird. Nachhaltige Entsorgung an Hochschulen fördert zudem die Kreislaufwirtschaft, um Abfälle als neue Ressource (Sekundärstoff) für Produkte und Energie zu betrachten und zu nutzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Lexikon der Nachhaltigkeit (2018)&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Umgang mit gefährlichen Abfällen schützt eine nachhaltiges Abfallmanagement Personal und Studierende durch aktive Risikoerkennung und -minimierung und betreibt dadurch Gesundheits- und Entsorgungsprävention.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Für ein nachhaltiges Abfallmanagement können sich Hochschulen bspw. folgende Ziele setzen und diese in spezifischen Richtlinien zum Abfallmanagement niederlegen:&lt;br /&gt;
* Rechtskonformität,&lt;br /&gt;
* Nutzungsoptimierung (z. B. von Chemikalien und Verbrauchsmaterialien),&lt;br /&gt;
* Vermeidung, Trennung/Recycling von Abfällen und Einsparung von Entsorgungsaufwendungen,&lt;br /&gt;
* Einsatz und Beschaffung von langlebigen und reparaturfreundlichen Produkten und damit verbundenen langen Nutzungszeiten anstelle von häufigen Neuanschaffungen in kurzen Zeitintervallen.&lt;br /&gt;
* Einsatz, Nutzung von Abfallstoffen als Sekundärstoffe (Kreislaufwirtschaft) – nur indirekt beeinflussbar&lt;br /&gt;
* transparente rechtskonforme Entsorgungsprozesse/-dienstleistungen als Grundlage für gesundheitspräventiven Umgang mit Abfällen und gefährlichen Abfällen, wie ätzende Chemikalien,&lt;br /&gt;
* (Stoff-) Substitutionsprüfung und Rückkopplung mit „Beschaffung“,&lt;br /&gt;
* zyklische Bewertung der Funktionalität des Abfallmanagements (z. B. im Rahmen von UMS-Audits)&lt;br /&gt;
* eindeutige Festlegung von Zuständigkeiten in Entsorgungslogistik,&lt;br /&gt;
* Risikoerkennung/-minimierung (z. B. Gefährdungsbeurteilungen, Betriebsanweisungen),&lt;br /&gt;
* formale und non-formale Bildung, Bewusstseinsschaffung und -schärfung betroffener Personen,&lt;br /&gt;
* Vorbild- und Multiplikatorenwirkung und&lt;br /&gt;
* Nachhaltigkeitsberichterstattung zum Abfallmanagement.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* strenge rechtliche Forderungen (Arbeitsschutz, Kreislaufwirtschaft) können individuelles Hochschul-Engagement begrenzen („ist doch schon alles geregelt“)&lt;br /&gt;
* teilweise begrenzte Einflussmöglichkeiten aufgrund länderspezifischer Regelungen (zentralisierte Entsorgung)&lt;br /&gt;
* Forschungs- und Lehrbetrieb mit hohem Bedarf an Chemikalien und Gefahrstoffen&lt;br /&gt;
* zusätzlicher Ressourcenbedarf zur Optimierung bestehender Entsorgungssysteme in Bezug auf Nachhaltigkeit&lt;br /&gt;
* Akzeptanzprobleme der Handelnden, des betroffenen Personenkreises (Bewusstsein – Wissen – Handeln)&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Abfall- und Kostenreduzierungspotenziale in Abhängigkeit studiengangsbezogener Ressourcen/Verbrauchsmittel (MINT vs. Geisteswissenschaften)&lt;br /&gt;
* Vermeidungs- und Einsparpotenziale (z. B. Büromaterial)&lt;br /&gt;
* Optimierung des Chemikalien- und Gefahrstoffmanagements&lt;br /&gt;
* Kommunikation, Sensibilisierung und Zusammenarbeit mit allen Hochschulbereichen und Personen, insbesondere der „Beschaffung“&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste nachhaltiges Abfallmanagement ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_Checkliste_Abfallmanagement_Seite_1.png|mini|links|Checkliste Abfallmanagement|link={{filepath:Checkliste N Abfallmanagement final.pdf}}]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
===RUN – ReUse Notebook und Handy-Sammel-Aktion&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill.&amp;lt;/ref&amp;gt;===&lt;br /&gt;
Ist Ihr Mobile-/Smartphone schon wieder veraltet oder das Notebook schon wieder zu langsam oder defekt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn bei den Angehörigen der Hochschule Zittau/Görlitz ein neues Handy, Mobile-/Smartphone oder Notebook angeschafft werden muss, sind die Beschäftigten und Studierenden dazu aufgerufen, ihre alte Technik an den zentralen Sammelpunkten in den Hochschulbibliotheken Zittau und Görlitz abzugeben. Mit dieser Technikspende wird die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Zittau/Görlitz und der SAPOS gGmbH unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Technikspende unterstützt aber vor allem das Recycling, die Wiederverwertung und -verwendung von Handys, Mobile-/Smartphones und Notebooks, bzw. von wertvollen Bestandteilen wie Edelmetalle und Seltene Erden. Außerdem wird die SAPOS gGmbH direkt unterstützt bei der Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen. Diesen wird durch das Zerlegen der Geräte oder durch Kleinreparaturen eine wichtige Aufgabe und ein eigenverantwortliches Leben in der Gesellschaft ermöglicht. [http://reuse-notebook.com/static/de/startseite/index.html?L=1 Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Terracycle – Stifte-Recycling&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill.&amp;lt;/ref&amp;gt;===&lt;br /&gt;
Kugelschreiber und andere Schreibgeräte gibt es an den Hochschulen überall in hoher Anzahl. Genauso schnell wie man so einen Schreibutensil in der Hand hat, wird es wohl auch wieder weggeworfen. Nicht so an der Hochschule Zittau/Görlitz, die über das „Terracycle“ Stifte-Recycling-Programm Kulis &amp;amp; Co. sammelt und recycelt. Der Gewinn daraus unterstützt die Nichtregierungsorganisation (NGO) [http://www.dapaviva.org „DapaViva“] aus Kolumbien. Diese fördert Umweltbildung der lokalen Bevölkerung des Nebelwaldes, um ihn vor der Urbanisierung zu bewahren. Die Sammelstationen befinden sich in mehreren Gebäuden an zentralen Ort sowie in der Hochschulbibliothek. Zudem wurde mit dem Programm die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Zittau und eine Sammelstation im Zittauer Einwohnermeldeamt realisiert. [https://www.terracycle.com/de-DE/about-terracycle?utm_campaign=admittance&amp;amp;utm_medium=menu&amp;amp;utm_source=www.terracycle.com Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reduzierung von gefährlichen Abfällen an der LMU München am Beispiel von Ethidiumbromid-haltigen Abfällen===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Reduzierung von Ethidiumbromid-haltigen Abfällen mittels Absorption von Ethidiumbromid aus Flüssigkeiten mit Absorber-Beuteln an der LMU München&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An forschungsstarken Hochschulen mit Laborbetrieb, wie es auch an der LMU der Fall ist, werden viele gefährliche Abfälle erzeugt, insbesondere viele unterschiedliche Abfallgemische. Im Umgang damit sind Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, die Entsorgung ist kostenintensiv. So wird Ethidiumbromid (EtBr) in der Molekularbiologie zum Anfärben von Nukleinsäuren bei der Gelelektrophorese verwendet. Ethidiumbromid (3,8-Diamino-5-ethyl-6-phenylphenanthridiniumbromid) ist ein organischer Farbstoff, der aufgrund seiner planaren Struktur leicht in die DNA interkalieren kann, EtBr ist ein starkes Mutagen und toxisch. Nach Gebrauch müssen die Lösungen fachgerecht als gefährlicher Abfall entsorgt werden und dürfen keineswegs in die Umwelt gelangen. Die von vielen Herstellern angebotenen Ethidiumbromid-Ersatzstoffe sind laut den Sicherheitsdatenblättern „noch nicht vollständig geprüfte Stoffe“. Da auch diese Stoffe mit der DNA interagieren, sind hinsichtlich der krebserzeugenden, erbgutverändernden oder fortpflanzungsgefährdenden Wirkungen ähnliche Eigenschaften wie bei Ethidiumbromid zu vermuten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ziel der LMU ist es, die zunehmende Menge von gefährlichen Abfällen zu reduzieren. Decon-Bags stellen eine einfache Methode dar, um Ethidiumbromid aus Lösungen zu entfernen. Die Methode ist zuverlässige, sehr einfach anzuwenden, effizient und geeignet für Ethidiumbromid, Propidiumiodid, PicoGreen® und SYBR® Green. Hierzu werden Absorber-Beutel mit der Ethidiumbromidfärbelösung 24 h gerührt. Der Inhalt der Beutel besteht aus einer speziellen Aktivkohle, die effektiv und sicher Ethidiumbromid adsorbiert. Ein Beutel kann 2,5 mg Ethidiumbromid aufnehmen. Mit einem Beutel können 5 Liter einer typischen Färbelösung nach Sambrook et. al mit einer Ethidiumbromidkonzentration von 0,5 mg/l dekontaminiert werden. Die dekontaminierte Lösung kann als Abwasser entsorgt werden, die benutzten Beutel können als verunreinigte Betriebsmittel bzw. mit gefährlichen Stoffen verunreinigte Aufsaug- und Filtermaterialien (Beispiel AVV-Abfallschlüsselnummer 150202*) entsorgt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn die Behandlung einer derartigen Menge zu aufwändig wäre: Bei 1 Tonne möglichem Ethidiumbromid-haltigem Abfall fallen durch die benutzten Absorber-Beutel nur maximal 2 kg gefährlicher Abfall an. Die LMU spart dabei 85% der Kosten bezogen auf eine 1 Gewichtstonne. Die größte Kostenposition ist da die Beschaffung der Absorber-Beutel. Zudem wird eine größere Menge flüssige gefährliche Abfälle, die mit hohem Energieaufwand entsorgt werden müssen, eine geringe Menge fester gefährlicher Abfälle mit Aktivkohle, die mit deutlich geringerem energetischem Aufwand entsorgt werden können. Hierbei werden also sowohl Kosten gespart, als auch die Umwelt entlastet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; &#039;&#039;&#039;Gerätebörse LMU&#039;&#039;&#039; &amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links == &lt;br /&gt;
* Handys für Hummel, Biene und Co. [https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/aktionen-und-projekte/alte-handys-fuer-die-havel/index.html NABU Handy-Recycling]&lt;br /&gt;
* Kostenlose Abgabe von Brillen an Sehhilfebedürftige in der ganzen Welt [https://brillenweltweit.de/#brillenspenden BrillenWeltweit]&lt;br /&gt;
* Abfallvermeidung fängt im Kapitel [[Nachhaltige Beschaffung|Beschaffung]] an; im Absatz Weiterführende Links sind verschiedene Seiten zusammengetragen über die man umweltfreundliche Produkte beschaffen kann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(17.7.2017 I 2644). Abfallverzeichnisverordnung – AVV. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(20.7.2017 I 2808). Kreislaufwirtschaftsgesetz – KrWG. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von https://www.hszg.de/hochschule/struktur-und-organisation/managementsysteme/umweltmanagement/nachhaltiger-campus-good-practice.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lexikon der Nachhaltigkeit (2018). Nachhaltigkeit in der Abfallentsorgung. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von https://www.nachhaltigkeit.info/artikel/nachhaltigkeit_bei_der_abfallentsorgung_1795.htm?sid=qdoap21h0pg877osnn67edt0o0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Abfallmanagement&amp;diff=7019</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Abfallmanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Abfallmanagement&amp;diff=7019"/>
		<updated>2021-02-11T17:56:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: /* Weiterführende Informationen und Links */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{#set:Has parent page=Einzelleitfäden}}&lt;br /&gt;
== Betroffener Personenkreis ==&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag richtet sich an alle Hochschulangehörigen gleichermaßen, denn jede und jeder kann zur Abfallvermeidung, zum Recycling und damit zur Minderung der Entsorgungsleistung einen Beitrag leisten. Von besonderer Bedeutung bei der nachhaltigen Entsorgung ist der Personenkreis „Abfallbeauftragte“ (häufig in Personalunion mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit (FaSi)).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz ==&lt;br /&gt;
Abfälle sind alle Stoffe oder Gegenstände, derer sich ein Besitzer entledigt, entledigen will oder muss.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 3 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie können nach der Art und der Einstufung ihrer Gefährlichkeit bezeichnet und unterschieden werden.&amp;lt;ref&amp;gt;AVV § 1&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Abfallverzeichnisverordnung (AVV) gibt dazu branchen- bzw. gruppendefinierte zwei-, vier- und sechsstellige Abfallschlüssel mit Abfallbezeichnung an. Hochschulen als Entsorger müssen einer gesetzlichen Registerpflicht über Menge, Art, Ursprung, Sammlungshäufigkeit, Beförderungs- und Verwertungs- oder Beseitigungsart des Abfalls nachkommen.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 49 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Für gefährliche Abfälle, etwa aus Chemielaboratorien, besteht zudem eine Nachweispflicht vor Beginn der Entsorgung und über deren Durchführung sowie ggf. über den Verbleib entsorgter Abfälle.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 50 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Abfallverursacher*in und Entsorger*in müssen Hochschulen und ihre Angehörigen nach dem Vorsorge und Nachhaltigkeitsprinzip und den rechtlichen Vorgaben des § 6 (1); (2) KrWG einen maßgeblichen Beitrag leisten, Abfälle zu vermeiden, zur Wiederverwendung vorzubereiten sowie zu recyceln. Sollten diese Maßnahmen nicht greifen, ist eine energetische Verwertung sicher zu stellen. Grundsätzlich sollen jeweils die Maßnahmen innerhalb der Rangfolge Vorrang haben, die den Schutz von Mensch und Umwelt am besten gewährleisten. Mit dem Vermeidungsgrundsatz geht die Verpflichtung einher, Erzeugnisse zu beschaffen, die&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 45 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=* langlebig, reparaturfreundlich, wiederverwendbar oder verwertbar sind,&lt;br /&gt;
* im Vergleich zu anderen Erzeugnissen zu weniger oder schadstoffärmeren Abfällen führen und&lt;br /&gt;
* durch Vorbereitung zur Wiederverwendung oder Recycling hergestellt wurden.&amp;lt;/big&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Dabei ist es unerlässlich, dass der mit dem Abfallmanagement betroffene Personenkreis einer Hochschule mit dem Bereich „Beschaffung“ vernetzt wird und interagiert. Denn alles was beschafft wird muss nach einer Nutzungsphase, meist stofflich oder energetisch modifiziert, auch entsorgt werden. Indirekt tragen Hochschulen dadurch nicht nur zur Abfallvermeidung bei, sondern ebenso zur Einsparung von Wasser, Energie und Rohstoffen, die andererseits in die Produktions- und Lieferketten geflossen wären. Durch die Abfallvermeidung und -reduktion profitieren Hochschulen bzw. die mit der Abfallentsorgung betrauten länderspezifischen Behörden von der Minimierung ihrer Entsorgungsaufwendungen und -kosten (z. B. durch Register- und Nachweispflicht und Transport).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Kreislaufwirtschaftsgesetz ist für den Bereich der nicht gefährlichen Abfälle die Gewerbeabfallverordnung relevant, die den Umgang mit gewerblichen Siedlungsabfällen sowie Bau- und Abbruchabfällen regelt. Ziel der Gewerbeabfallverordnung ist die Stärkung der Abfallhierarchie. Diese wird durch den Vorrang der stofflichen gegenüber der energetischen Verwertung von Abfällen und der Einschränkung der gemischten Erfassung verankert. Durch die Umsetzung der Trennpflicht nach Gewerbeabfallverordnung für Papier/Kartonagen, Kunststoffe, Glas, Metalle, Holz, Alttextilien und Bioabfällen können auch Hochschulen einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschulen leisten durch geringe Abfallaufkommen zudem einen gesamtgesellschaftlichen Beitrag zur Verringerung der Luft- und Abwasseremissionen bei den Entsorgungsprozessen. Eine nachhaltige Entsorgung an Hochschulen steht demzufolge im Zusammenhang mit dem Schutz von Mensch und Umwelt, mit einer Lebenszyklusbetrachtung von Stoffen und Gegenständen die zu Abfall werden können, sowie mit ressourcenschonenden und emissionsarmen Herstellungs- und Entsorgungsverfahren von der primären bis zur sekundären Rohstoffgewinnung aus Abfall.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 6 (1), (2)&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachhaltigkeit in der Entsorgung an Hochschulen meint – über die Rechtskonformität hinaus – generell die Minimierung vom Stoff- und Energieeinsatz, sodass nach einer möglichst langen Nutzungsphase so wenig wie möglich Abfälle anfallen bzw. eingesetzte Energie „weggeworfen“ wird. Nachhaltige Entsorgung an Hochschulen fördert zudem die Kreislaufwirtschaft, um Abfälle als neue Ressource (Sekundärstoff) für Produkte und Energie zu betrachten und zu nutzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Lexikon der Nachhaltigkeit (2018)&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Umgang mit gefährlichen Abfällen schützt eine nachhaltiges Abfallmanagement Personal und Studierende durch aktive Risikoerkennung und -minimierung und betreibt dadurch Gesundheits- und Entsorgungsprävention.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Für ein nachhaltiges Abfallmanagement können sich Hochschulen bspw. folgende Ziele setzen und diese in spezifischen Richtlinien zum Abfallmanagement niederlegen:&lt;br /&gt;
* Rechtskonformität,&lt;br /&gt;
* Nutzungsoptimierung (z. B. von Chemikalien und Verbrauchsmaterialien),&lt;br /&gt;
* Vermeidung, Trennung/Recycling von Abfällen und Einsparung von Entsorgungsaufwendungen,&lt;br /&gt;
* Einsatz und Beschaffung von langlebigen und reparaturfreundlichen Produkten und damit verbundenen langen Nutzungszeiten anstelle von häufigen Neuanschaffungen in kurzen Zeitintervallen.&lt;br /&gt;
* Einsatz, Nutzung von Abfallstoffen als Sekundärstoffe (Kreislaufwirtschaft) – nur indirekt beeinflussbar&lt;br /&gt;
* transparente rechtskonforme Entsorgungsprozesse/-dienstleistungen als Grundlage für gesundheitspräventiven Umgang mit Abfällen und gefährlichen Abfällen, wie ätzende Chemikalien,&lt;br /&gt;
* (Stoff-) Substitutionsprüfung und Rückkopplung mit „Beschaffung“,&lt;br /&gt;
* zyklische Bewertung der Funktionalität des Abfallmanagements (z. B. im Rahmen von UMS-Audits)&lt;br /&gt;
* eindeutige Festlegung von Zuständigkeiten in Entsorgungslogistik,&lt;br /&gt;
* Risikoerkennung/-minimierung (z. B. Gefährdungsbeurteilungen, Betriebsanweisungen),&lt;br /&gt;
* formale und non-formale Bildung, Bewusstseinsschaffung und -schärfung betroffener Personen,&lt;br /&gt;
* Vorbild- und Multiplikatorenwirkung und&lt;br /&gt;
* Nachhaltigkeitsberichterstattung zum Abfallmanagement.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* strenge rechtliche Forderungen (Arbeitsschutz, Kreislaufwirtschaft) können individuelles Hochschul-Engagement begrenzen („ist doch schon alles geregelt“)&lt;br /&gt;
* teilweise begrenzte Einflussmöglichkeiten aufgrund länderspezifischer Regelungen (zentralisierte Entsorgung)&lt;br /&gt;
* Forschungs- und Lehrbetrieb mit hohem Bedarf an Chemikalien und Gefahrstoffen&lt;br /&gt;
* zusätzlicher Ressourcenbedarf zur Optimierung bestehender Entsorgungssysteme in Bezug auf Nachhaltigkeit&lt;br /&gt;
* Akzeptanzprobleme der Handelnden, des betroffenen Personenkreises (Bewusstsein – Wissen – Handeln)&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Abfall- und Kostenreduzierungspotenziale in Abhängigkeit studiengangsbezogener Ressourcen/Verbrauchsmittel (MINT vs. Geisteswissenschaften)&lt;br /&gt;
* Vermeidungs- und Einsparpotenziale (z. B. Büromaterial)&lt;br /&gt;
* Optimierung des Chemikalien- und Gefahrstoffmanagements&lt;br /&gt;
* Kommunikation, Sensibilisierung und Zusammenarbeit mit allen Hochschulbereichen und Personen, insbesondere der „Beschaffung“&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste nachhaltiges Abfallmanagement ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_Checkliste_Abfallmanagement_Seite_1.png|mini|links|Checkliste Abfallmanagement|link={{filepath:Checkliste N Abfallmanagement final.pdf}}]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
===RUN – ReUse Notebook und Handy-Sammel-Aktion&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill.&amp;lt;/ref&amp;gt;===&lt;br /&gt;
Ist Ihr Mobile-/Smartphone schon wieder veraltet oder das Notebook schon wieder zu langsam oder defekt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn bei den Angehörigen der Hochschule Zittau/Görlitz ein neues Handy, Mobile-/Smartphone oder Notebook angeschafft werden muss, sind die Beschäftigten und Studierenden dazu aufgerufen, ihre alte Technik an den zentralen Sammelpunkten in den Hochschulbibliotheken Zittau und Görlitz abzugeben. Mit dieser Technikspende wird die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Zittau/Görlitz und der SAPOS gGmbH unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Technikspende unterstützt aber vor allem das Recycling, die Wiederverwertung und -verwendung von Handys, Mobile-/Smartphones und Notebooks, bzw. von wertvollen Bestandteilen wie Edelmetalle und Seltene Erden. Außerdem wird die SAPOS gGmbH direkt unterstützt bei der Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen. Diesen wird durch das Zerlegen der Geräte oder durch Kleinreparaturen eine wichtige Aufgabe und ein eigenverantwortliches Leben in der Gesellschaft ermöglicht. [http://reuse-notebook.com/static/de/startseite/index.html?L=1 Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Terracycle – Stifte-Recycling&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill.&amp;lt;/ref&amp;gt;===&lt;br /&gt;
Kugelschreiber und andere Schreibgeräte gibt es an den Hochschulen überall in hoher Anzahl. Genauso schnell wie man so einen Schreibutensil in der Hand hat, wird es wohl auch wieder weggeworfen. Nicht so an der Hochschule Zittau/Görlitz, die über das „Terracycle“ Stifte-Recycling-Programm Kulis &amp;amp; Co. sammelt und recycelt. Der Gewinn daraus unterstützt die Nichtregierungsorganisation (NGO) [http://www.dapaviva.org „DapaViva“] aus Kolumbien. Diese fördert Umweltbildung der lokalen Bevölkerung des Nebelwaldes, um ihn vor der Urbanisierung zu bewahren. Die Sammelstationen befinden sich in mehreren Gebäuden an zentralen Ort sowie in der Hochschulbibliothek. Zudem wurde mit dem Programm die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Zittau und eine Sammelstation im Zittauer Einwohnermeldeamt realisiert. [https://www.terracycle.com/de-DE/about-terracycle?utm_campaign=admittance&amp;amp;utm_medium=menu&amp;amp;utm_source=www.terracycle.com Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reduzierung von gefährlichen Abfällen an der LMU München am Beispiel von Ethidiumbromid-haltigen Abfällen===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Reduzierung von Ethidiumbromid-haltigen Abfällen mittels Absorption von Ethidiumbromid aus Flüssigkeiten mit Absorber-Beuteln an der LMU München&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An forschungsstarken Hochschulen mit Laborbetrieb, wie es auch an der LMU der Fall ist, werden viele gefährliche Abfälle erzeugt, insbesondere viele unterschiedliche Abfallgemische. Im Umgang damit sind Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, die Entsorgung ist kostenintensiv. So wird Ethidiumbromid (EtBr) in der Molekularbiologie zum Anfärben von Nukleinsäuren bei der Gelelektrophorese verwendet. Ethidiumbromid (3,8-Diamino-5-ethyl-6-phenylphenanthridiniumbromid) ist ein organischer Farbstoff, der aufgrund seiner planaren Struktur leicht in die DNA interkalieren kann, EtBr ist ein starkes Mutagen und toxisch. Nach Gebrauch müssen die Lösungen fachgerecht als gefährlicher Abfall entsorgt werden und dürfen keineswegs in die Umwelt gelangen. Die von vielen Herstellern angebotenen Ethidiumbromid-Ersatzstoffe sind laut den Sicherheitsdatenblättern „noch nicht vollständig geprüfte Stoffe“. Da auch diese Stoffe mit der DNA interagieren, sind hinsichtlich der krebserzeugenden, erbgutverändernden oder fortpflanzungsgefährdenden Wirkungen ähnliche Eigenschaften wie bei Ethidiumbromid zu vermuten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ziel der LMU ist es, die zunehmende Menge von gefährlichen Abfällen zu reduzieren. Decon-Bags stellen eine einfache Methode dar, um Ethidiumbromid aus Lösungen zu entfernen. Die Methode ist zuverlässige, sehr einfach anzuwenden, effizient und geeignet für Ethidiumbromid, Propidiumiodid, PicoGreen® und SYBR® Green. Hierzu werden Absorber-Beutel mit der Ethidiumbromidfärbelösung 24 h gerührt. Der Inhalt der Beutel besteht aus einer speziellen Aktivkohle, die effektiv und sicher Ethidiumbromid adsorbiert. Ein Beutel kann 2,5 mg Ethidiumbromid aufnehmen. Mit einem Beutel können 5 Liter einer typischen Färbelösung nach Sambrook et. al mit einer Ethidiumbromidkonzentration von 0,5 mg/l dekontaminiert werden. Die dekontaminierte Lösung kann als Abwasser entsorgt werden, die benutzten Beutel können als verunreinigte Betriebsmittel bzw. mit gefährlichen Stoffen verunreinigte Aufsaug- und Filtermaterialien (Beispiel AVV-Abfallschlüsselnummer 150202*) entsorgt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn die Behandlung einer derartigen Menge zu aufwändig wäre: Bei 1 Tonne möglichem Ethidiumbromid-haltigem Abfall fallen durch die benutzten Absorber-Beutel nur maximal 2 kg gefährlicher Abfall an. Die LMU spart dabei 85% der Kosten bezogen auf eine 1 Gewichtstonne. Die größte Kostenposition ist da die Beschaffung der Absorber-Beutel. Zudem wird eine größere Menge flüssige gefährliche Abfälle, die mit hohem Energieaufwand entsorgt werden müssen, eine geringe Menge fester gefährlicher Abfälle mit Aktivkohle, die mit deutlich geringerem energetischem Aufwand entsorgt werden können. Hierbei werden also sowohl Kosten gespart, als auch die Umwelt entlastet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; &#039;&#039;&#039;Gerätebörse LMU&#039;&#039;&#039; &amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links == &lt;br /&gt;
* Handys für Hummel, Biene und Co. [https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/aktionen-und-projekte/alte-handys-fuer-die-havel/index.html NABU Handy-Recycling]&lt;br /&gt;
* Kostenlose Abgabe von Brillen an Sehhilfebedürftige in der ganzen Welt [https://brillenweltweit.de/#brillenspenden BrillenWeltweit]&lt;br /&gt;
* Abfallvermeidung fängt im Kapitel [[Nachhaltige Beschaffung|Beschaffung]] an&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(17.7.2017 I 2644). Abfallverzeichnisverordnung – AVV. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(20.7.2017 I 2808). Kreislaufwirtschaftsgesetz – KrWG. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von https://www.hszg.de/hochschule/struktur-und-organisation/managementsysteme/umweltmanagement/nachhaltiger-campus-good-practice.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lexikon der Nachhaltigkeit (2018). Nachhaltigkeit in der Abfallentsorgung. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von https://www.nachhaltigkeit.info/artikel/nachhaltigkeit_bei_der_abfallentsorgung_1795.htm?sid=qdoap21h0pg877osnn67edt0o0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltige_Beschaffung&amp;diff=7018</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltige Beschaffung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltige_Beschaffung&amp;diff=7018"/>
		<updated>2021-02-11T17:47:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: /* Weiterführende Informationen und Links */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{#set:Has parent page=Einzelleitfäden}}&lt;br /&gt;
== Betroffener Personenkreis ==&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag richtet sich an zentrale und dezentrale Beschaffer*innen, Einkäufer*innen, bspw. Sekretär*innen und Personen, die im Rahmen ihrer Hochschulangehörigkeit und -tätigkeit Produkte, Waren und Dienstleistungen ausschreiben und beschaffen. Angesprochen sind auch Mitarbeiter*innen der akademischen Verwaltung im Zuständigkeitsbereich der Mittelvergabe wie etwa Dekanatsrät*innen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz ==&lt;br /&gt;
Bei der Beschaffung von Materialien, Produkten und Dienstleistungen berücksichtigen nachhaltigkeitsorientierte Hochschulen zunehmend umweltbezogene, soziale und ethische Aspekte als wichtige Entscheidungskriterien.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, 2011, S. 6-8 &amp;lt;/ref&amp;gt; Waren und Leistungen sollten demnach die folgenden Eigenschaften aufweisen: umwelt- und sozialverträglich, langlebig, abfallarm, rezykliert und/oder rezyklierbar, aus nachwachsenden Rohstoffen, energieeffizient, klimaneutral, möglichst regional und/oder biologisch erzeugt und fair gehandelt bzw. transportiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (Hrsg.), 2017, S. 6; 19&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Relevant&#039;&#039;&#039; ist die nachhaltige Beschaffung an Hochschulen durch das damit einhergehende Finanz- und Nachfragevolumen. Eine konsequente Nachfrage von nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen trägt zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen bei und wirkt als Innovationsmotor für ebendiese Güter bzw. Leistungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft (Hrsg.),&lt;br /&gt;
2016, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nachhaltige Beschaffung kann aber auch ein Auslöser für ein gesamtheitliches Umdenken mit dem Ziel des nachhaltigen Campus sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rechtliche Relevanz&#039;&#039;&#039; hat eine nachhaltige Beschaffung und die damit verbundene Einhaltung von Umwelt- und Energieeffizienzkriterien sowie Grenzwerten insbesondere bei energieverbrauchsrelevanten Produkten und Dienstleistungen sowie bei Stoffen und Gemischen, die im Sinne des Chemikalienrechts als gefährlich eingestuft sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 26; 27&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, 18.7.2017 I 2745, VgV,§ 67&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachhaltige Beschaffung an Hochschulen muss nach rechtlicher Relevanz außerdem mit den Forderungen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes, insbesondere § 45 („Pflichten der öffentlichen Hand“) einhergehen und die Langlebigkeit, Reparaturfreundlichkeit und Wiederverwendbarkeit oder Verwertbarkeit von Produkten berücksichtigen. Außerdem fordert eine rechtskonforme Beschaffung Produkte und Dienstleistungen, die im Vergleich zu anderen Erzeugnissen weniger oder schadstoffärmere Abfälle erzeugen.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, 20.7.2017 I 2808, KrWG,&lt;br /&gt;
§ 45&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Vergabeverordnung (VgV) ist darüber hinaus seit 2016 geregelt, dass in den Leistungs- und Funktionsanforderungen umweltbezogene Aspekte als Auftragsgegenstand Berücksichtigung finden sollten. Es ist anzumerken, dass die Umweltkriterien mit dem Auftragsgegenstand in Verbindung stehen und verhältnismäßig zum Auftragswert und Beschaffungsziel sind, wodurch wiederum durch den Kostenaspekt eine Relativierung erfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umweltbezogene Anforderungen&#039;&#039;&#039; dürfen und sollten auch an den Herstellungsprozess sowie den Lebenszyklus (Produktions- und Lieferkette) gestellt werden. Die Anforderungen an Nachhaltigkeit müssen sich dabei nicht in materiellen Eigenschaften vom Auftragsgegenstand niederschlagen und können mit definierten Produktkriterien und -zertifikaten in Verbindung stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2017, S. 19&amp;lt;/ref&amp;gt; Hochschulen sollten daher in Prozessen der Bedarfsermittlung und -planung sowie für Ausschreibungen und Auftragsvergaben Kriterien für eine nachhaltige Beschaffung definieren und diese bspw. in einer internen Beschaffungsrichtlinie festschreiben. Denn vergaberechtlich wird nur geregelt, wie das Verwaltungsverfahren einer Beschaffung ablaufen muss und nicht welche Produkte und Leistungen beschafft werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ökonomisch relevant&#039;&#039;&#039; kann nachhaltige Beschaffung sein, wenn in den Leistungsbeschreibungen und Zuschlagskriterien konkrete Nachhaltigkeitskriterien definiert sind und demzufolge ausschließlich Angebote eingehen, die diese Kriterien erfüllen. Auch wenn daraufhin das kostengünstigste Angebot den Zuschlag erhält, wird der Anspruch an die Nachhaltigkeit erfüllt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (Hrsg.), 2017, S. 16; 91&amp;lt;/ref&amp;gt; Werden dennoch konventionelle mit nachhaltigen Erzeugnissen/Dienstleistungen verglichen, können letztere gegenüber ersteren zunächst teurer sein. Das Mehr an Nachhaltigkeitsleistung kann aber partiell die Mehrkosten rechtfertigen. Höhere Kosten können bei materiellen und technischen Produkten zumeist einmalig bei der Erstanschaffung entstehen. In der Nutzungsphase sind die Verbrauchskosten von nachhaltigen Erzeugnissen oftmals geringer, da sich dann Einsparpotentiale z. B. von Energie, Abfall und Verbrauchsmitteln bemerkbar machen. Durch nachhaltige Beschaffung lassen sich in der Nutzungsphase weitere unmittelbare Preisvorteile erzielen, zum Beispiel durch Recyclingpapiere, Nachfüllpackungen oder wiederaufbereitete Tinten- und Tonerkartuschen.&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=Durch die Langlebigkeit nachhaltiger, hochwertiger Materialien kann zudem die Nutzungsphase verlängert werden, wodurch sich Kosten für kurzfristigere Neuanschaffungen reduzieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 13-14&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Die Vermittlung dieser kausalen Beziehungen ist für die in der Beschaffung handelnden Personen einer Hochschule von außerordentlicher Bedeutung und wurde bzw. wird vielfach unterschätzt und vernachlässigt. Sehr häufig sind die Prämissen der ausschließlichen „Kostengünstigkeit“ und/oder auf Erfahrung basierender Funktionalität und Praktikabilität tief verwurzelt und erschweren eine Neuausrichtung im Sinne der Nachhaltigkeit. Das Ziel der nachhaltigen Beschaffung wird daher nicht zwingend erreicht, indem ein top-down gesteuertes Verfahren etwa durch Modifikation von Beschaffungsrichtlinien oder im Hochschulbetriebssystem etabliert wird. Vielmehr müssen den an der Beschaffung beteiligten Personen im Rahmen eines kommunikativen und kontinuierlichen Austauschprozesses die vorstehend genannten Zusammenhänge argumentativ nachvollziehbar erläutert werden, um dadurch einen Prozess des Umdenkens und der Motivation anzustoßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass nachhaltige Produkte über den Lebenszyklus betrachtet kostengünstiger sein können als konventionelle Varianten, belegt auch eine von der Stadt Berlin veröffentlichte Studie bei 10 von 15 Produktgruppen. Dazu gehörten u. a. Bürobeleuchtung, Computer, Gebäude, Kopier- und Druckpapier, Multifunktionsgeräte und Reinigungsmittel.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (Hrsg.), 2017, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine hohe Relevanz sollten nachhaltig beschaffende Hochschulen laut Bundesministerium des Inneren (BMI) zudem auf folgende Produktgruppen legen, die unter Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien (wie dem Blauen Engel, Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft (FSC)) eingekauft werden können: &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Bundesministerium des Inneren – Beschaffungsamt – Kompetenzstelle für nachhaltige&lt;br /&gt;
Beschaffung, 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bekleidung und Textilien (z. B. Arbeitsbekleidung für technisches Personal) &lt;br /&gt;
* Beleuchtung (z. B. LED-Leuchtmittel im Innen- und Außenbereich) &lt;br /&gt;
* Betriebsmittel (z. B. Schmierstoffe, Lösemittel) &lt;br /&gt;
* Bürobedarf (z. B. Stifte etc.) &lt;br /&gt;
* Büroeinrichtung (z. B. Tische, Stühle, Schränke, Regale) &lt;br /&gt;
* Bürogeräte (z. B. Drucker, Kopierer und Zubehör) &lt;br /&gt;
* Fuhrpark (z. B. Dienst-Kfz) &lt;br /&gt;
* Gartenbaugeräte und -maschinen &lt;br /&gt;
* Gas (z. B. zur Wärmeversorgung) &lt;br /&gt;
* Händetrocknungssysteme &lt;br /&gt;
* Hygiene- und Reinigungsartikel (z. B. Seifen, Toilettenpapiere etc.) &lt;br /&gt;
* Informations- und Rechnertechnik (z. B. Computer, Monitore, Notebooks) &lt;br /&gt;
* Lacke, Farben, Klebstoffe &lt;br /&gt;
* Lebensmittel und Catering (z. B. Kaffee, Tee, Milch, Snacks)&lt;br /&gt;
* Papierprodukte (z. B. Druck-, Kopier-, Pressepapier u. -erzeugnisse) &lt;br /&gt;
* Schädlingsbekämpfung (z. B. Pestizide, Herbizide) &lt;br /&gt;
* Streumittel &lt;br /&gt;
* Strom.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gesundheitlich relevant&#039;&#039;&#039; kann nachhaltige Beschaffung sein, da bspw. durch emissionsarme Drucker und Kopierer das Raumklima verbessert und die Gesundheit von Beschäftigten geschont wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 13-14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sozial und gesellschaftlich relevant&#039;&#039;&#039; ist eine nachhaltige Beschaffung, da gerade Hochschulen eine wichtige Vorbildfunktion für ihre Angehörigen und für die Gesellschaft insgesamt einnehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt; Informierte und beteiligte Studierende, Beschäftigte und externe Partner*innen sind außerdem wichtige Multiplikator*innen innerhalb einer Hochschule und darüber hinaus im privaten, beruflichen und gesamtgesellschaftlichen Leben. Schließlich kann das Image und Eigenmarketing einer Hochschule gestärkt werden, was z. B. Standortvorteile und stabile Studierendenzahlen mit sich bringen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S.13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine nachhaltige Beschaffung unter Berücksichtigung von Lebenszykluskosten von Materialien, Produkten und (Dienst-) Leistungen, kann zusammenfassend mittel- und unmittelbar für die Umweltauswirkungen, Gesundheit und Wirtschaftlichkeit einer Hochschule relevant sein. Wenn Hochschulen ihre nachhaltige Beschaffung steigern und dadurch einen mengenmäßigen Absatz, d. h. die Nachfrage, von nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen erhöhen, könnten dadurch Preise sinken, die bisher wegen geringen Absatzes höher waren als bei stark nachgefragten konventionellen Waren und Leistungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 13-14&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine verstärkte Nachfrage der Hochschulen nach nachhaltigen Erzeugnissen und Dienstleistungen trägt somit dazu bei, mittel- und langfristige Produktions- und Konsumtrends nachhaltig zu ändern.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Europäische Kommission, 2011, S. 38&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Festzuhalten ist aber auch, dass viele Hochschulen bei der Beschaffung eingeschränkte Gestaltungs- und Entscheidungsspielräume haben, da in mehreren Bundesländern die Beschaffung und/oder die Vergabe von Dienstleistungen insbesondere im Bereich Liegenschaften und Gebäudemanagement (teilweise) zentralisiert und die diesbezügliche Hochschulautonomie daher beschränkt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Für eine nachhaltige Beschaffung können sich Hochschulen unter Einbeziehung der handelnden Personen in Abstimmung mit der Leitungsebene beispielsweise folgende Ziele setzen und diese in spezifischen Beschaffungsrichtlinien niederlegen.&lt;br /&gt;
* Beschaffung und Nutzung von&lt;br /&gt;
** langlebigen und reparaturfreundlichen Produkten und damit verbundenen langen Nutzungszeiten anstelle von häufigen Neuanschaffungen in kurzen Zeitintervallen,  &lt;br /&gt;
** Produkten und Dienstleistungen, die umwelt- oder sozialverträglich, abfallarm, recycelt, aus nachwachsenden Rohstoffen, energieeffizient, klimaneutral, fair und/oder regional gehandelt oder biologisch erzeugt sind,  &lt;br /&gt;
** von Produkten die im Vergleich zu anderen Erzeugnissen zu weniger oder schadstoffärmeren Abfällen führen, &lt;br /&gt;
* regionale Wertschöpfung, &lt;br /&gt;
* Analyse und Erfassung der Beschaffungssituation, &lt;br /&gt;
* Steuerung und Verbesserung der Beschaffungssituation, &lt;br /&gt;
* Schulung von Beschaffer*innen, &lt;br /&gt;
* formale und non-formale Bildung, Bewusstseinsschaffung und -schärfung, &lt;br /&gt;
* Vorbild- und Multiplikatorenwirkung und &lt;br /&gt;
* Nachhaltigkeitsberichterstattung zur Beschaffung, &lt;br /&gt;
* Rechtskonformität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
{{Vorlage:TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
*zentrale Beschaffung von Produkten/Dienstleistungen durch länderzentrale Behörden (in Sachsen z. B. SIB)&lt;br /&gt;
*beschränkte Handlungs- und Entscheidungsspielräume der Hochschulen bei interner sowie insbesondere bei zentraler Beschaffung&lt;br /&gt;
*Fokussierung auf Anschaffungskosten anstelle von Lebenszykluskosten&lt;br /&gt;
*zeitlich-personeller Mehraufwand bei nachhaltigkeitsorientierter Beschaffung&lt;br /&gt;
*fehlende oder unzureichende Akzeptanz neuer Kriterien mit Nachhaltigkeitsbezug, Regelungen (interne Beschaffungsrichtlinien) durch betroffenen Personenkreis&lt;br /&gt;
*Unkenntnis im betroffenen Personenkreis&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
*Berücksichtigung rechtlicher Rahmenbedingungen (z.B. § 45 KrWG, VOL, VHB, interne Vergaberichtlinien, EU-Vorgaben)&lt;br /&gt;
*Kosteneinsparung bei langlebigen sowie abfall- und wartungsarmen Erzeugnissen&lt;br /&gt;
*Energieeffizienz bei Beschaffung von energieverbrauchseffizienten Geräten&lt;br /&gt;
*Definition und Integration qualitativer und quantitativer NH-Kriterien in (rechtskonformen) internen Beschaffungsrichtlinien&lt;br /&gt;
*Gestaltung des Beschaffungsprozesses gemeinsam mit betroffenem Personenkreis (einschließlich Fakultäten/Fachbereiche), Lieferanten, Dienstleistern und Behörden&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste nachhaltige Beschaffung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Checkliste_Beschaffung.PNG|mini|links|Checkliste Beschaffung|link={{filepath:Checkliste_N_Beschaffung_final.pdf}}]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Richtlinie zur nachhaltigen Beschaffung an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit dieser Richtlinie hat sich die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) strengen, auf nachhaltige Kriterien ausgerichteten Grundsätzen gestellt. Grundsätzlich gilt, dass zu beschaffende Produkte und Dienstleistungen von der Produktion bis zur Entsorgung unter Berücksichtigung von sozialen, ökologischen und ökonomischen Aspekten hergestellt werden. Darunter berücksichtigt die HNEE zehn Produktgruppen, die mit genauen Produkten untersetzt sind, bspw. Kopierer, Computer und Zubehör, EDV-Verbrauchsmaterialien für Drucker/Multifunktionsgeräten. Mehr Info: http://www.hnee.de/de/Hochschule/Leitung/Amtliche-Mitteilungen-Gesetzestexte/Amtliche-Mitteilungen-Gesetzestexte-K879.htm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Case Study - nachhaltige Beschaffung an der HSZG ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;in Arbeit&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links ==&lt;br /&gt;
* [https://kompass-nachhaltigkeit.de/ Kompass Nachhaltigkeit] - Dieses Webportal bietet umfangreiche Informationen zur nachhaltigen öffentlichen Beschaffung.&lt;br /&gt;
* [http://www.nachhaltige-beschaffung.info/DE/Home/ home_node.html Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung] - Das Internetportal vom Bundesministerium des Innern informiert über Gesetze, Regelungen, Leitfäden, Beispiele, Termine und Schulungen zur nachhaltigen Beschaffung. &lt;br /&gt;
*[https://www.die-nachwachsende-produktwelt.de/ Nachhaltige Produkte finden] - Hier finden Einkäufer*innen Informationen zur nachhaltigen biobasierten Beschaffung zu verschiedensten Produktgruppen und gelistete Produktbeschreibung, Umweltgütezeichen sowie Preisen und Produktlinks. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beschlüsse und Leitlinien zum nachhaltigen Einkauf und umweltorientiertem Verwaltungshandeln&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Leitfaden für eine umweltverträgliche [https://www.hamburg.de/contentblob/12418146/2c01ee26be5da2bd4496ad98d263ce3e/data/d-umweltleitfaden-2019.pdf Beschaffung in Hamburg]&lt;br /&gt;
* [https://www.berlin.de/senuvk/service/gesetzestexte/de/beschaffung/vorschrift.shtml Verwaltungsvorschrift „Beschaffung und Umwelt“ der Stadt Berlin]&lt;br /&gt;
* [https://www.google.com/url?sa=t&amp;amp;rct=j&amp;amp;q=&amp;amp;esrc=s&amp;amp;source=web&amp;amp;cd=&amp;amp;ved=2ahUKEwibyIeb0pXsAhVNqaQKHefwBxcQFjAAegQIBBAC&amp;amp;url=https%3A%2F%2Fwww.epn-hessen.de%2Fwp-content%2Fuploads%2F160811_LF_Buerobedarf_Broschuere_ueberarbeitet.pdf&amp;amp;usg=AOvVaw0wN_eGD43goJ4TjH01ImYi Leitfaden zur nachhaltigen Beschaffung von Bürobedarf in Hessen]&lt;br /&gt;
* [https://www.google.com/url?sa=t&amp;amp;rct=j&amp;amp;q=&amp;amp;esrc=s&amp;amp;source=web&amp;amp;cd=&amp;amp;ved=2ahUKEwja5rvb0pXsAhVIm6QKHaInDMoQFjAEegQIBhAC&amp;amp;url=https%3A%2F%2Fwww.bmwi.de%2FRedaktion%2FDE%2FDownloads%2FA%2Favv-eneff.pdf%3F__blob%3DpublicationFile%26v%3D8&amp;amp;usg=AOvVaw3A429h5ZVS_RLmmduracuj Leitfaden zu Beschaffung energieeffizienter Produkte und Dienstleistungen] &lt;br /&gt;
* [https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Publikationen/Wirtschaft/koinno-innovative-oeffentliche-beschaffung.html Leitfaden innovative öffentliche Beschaffung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leistungsbeschreibungen und Ausschreibungen&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* [https://beschaffung.fnr.de/service/arbeits-und-formulierungshilfen/bedarfsbeschreibung-fuer-ein-buerogebaeude-beispiel/  Bedarfsbeschreibung für ein Bürogebäude]&lt;br /&gt;
* [https://beschaffung.fnr.de/service/arbeits-und-formulierungshilfen/formulierungshilfen-fuer-produkt-ausschreibungen/ Formulierungshilfen für (Produkt-) Ausschreibungen]&lt;br /&gt;
* [https://www.natureplus.org/index.php?id=14 Ausschreibungshilfen von „natureplus“]&lt;br /&gt;
* [https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/umweltfreundliche-beschaffung/empfehlungen-fuer-ihre-ausschreibung Ausschreibungshilfen vom Umweltbundesamt]&lt;br /&gt;
* [https://beschaffung.fnr.de/service/ausschreibungsempfehlungen/ Ausschreibungsempfehlungen von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe]&lt;br /&gt;
* [https://www.das-nachwachsende-buero.de/service/die-broschuere/ Broschüre: das nachwachsende Büro]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schulungsskripte „Umweltfreundliche Beschaffung“ vom Umweltbundesamt (UBA)&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Das UBA hat 2010 erstmalig Schulungsskripte veröffentlicht, die einen praxisnahen Einblick in die umweltfreundliche Beschaffung in 6 Themenbereiche gegliedert anbieten. Die aktuellen und überarbeiten Versionen gibt es seit 2019. Schulungsskripte &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.umweltbundesamt.de/themen/schulungsskripte-fuer-umweltfreundliche-beschaffung&amp;lt;/ref&amp;gt;: &lt;br /&gt;
# Grundlagen der umweltfreundlichen Beschaffung &lt;br /&gt;
# Rechtliche Grundlagen der umweltfreundlichen Beschaffung &lt;br /&gt;
# Einführung in die Verwendung von Produktkriterien aus Umweltzeichen &lt;br /&gt;
# Strategische Marktbeobachtung und -analyse &lt;br /&gt;
# Einführung in die Berechnung von Lebenszykluskosten und deren Nutzung im Beschaffungsprozess&lt;br /&gt;
# Hemmnisanalyse für eine umweltfreundliche Beschaffung mittels Selbstevaluations-Tool&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Berechnung der Lebenszykluskosten – Tool-Picker&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.koinno-bmwi.de/informationen/toolbox/detail/lebenszyklus-tool-picker-1/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit dem [https://www.koinno-bmwi.de/informationen/toolbox/detail/lebenszyklus-tool-picker-1/ Lebenszykluskosten-Tool-Picker] vom Kompetenzzentrum für innovative Beschaffung (KOINNO) steht auch Hochschulen ein Instrument zur Verfügung, das bei der Berechnung von Lebenszykluskosten von Produkten Unterstützung leisten kann. Den Anwender*innen stehen dabei warengruppenspezifische und bedarfsgerechte Möglichkeiten zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umweltzeichen, -siegel und Label:&lt;br /&gt;
* https://label-online.de/ - gibt einen Überblick über eine Vielzahl an Siegeln und Labeln, was sie bedeuten und welche Qualität sie auszeichnen&lt;br /&gt;
* https://www.siegelklarheit.de - unterstützt beim nachhaltigen Einkauf und analysiert die Bereiche Wasser, Boden, Energie, Klima, Chemikalien, Abfall, Luftverschmutzung, Biodiversität, Ökosysteme, Umweltmanagement, Materialeinsatz und Qualität&lt;br /&gt;
* https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/umweltfreundliche-beschaffung/datenbank-umweltkriterien - Das Umweltbundesamt hat u.a. für die Bereiche Bauwesen, Bürogeräte, Büroverbrauchsmaterialien, Fahrzeuge, Gebäude, Lebensmittel und Catering, Möbel, Rechenzentren, Reinigung/Hygiene, Textilien, Entsorgung, Strom- und Wärmeversorgung sowie für &amp;quot;Weiße Ware&amp;quot; Umweltzeichen zusammengestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Spezialgebiet nachhaltige Beschaffung für das Labor&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Ob instrument sharing für euch praktikabel ist, entscheidet ihr selbst von Fall zu Fall: https://iris.science-it.ch/Landing und https://www.clustermarket.com/?utm_source=clustermarket_signature&amp;amp;utm_medium=email&amp;amp;utm_campaign=email_signature .&lt;br /&gt;
* Gebrauchte Geräte wie neu verspricht: https://www.labexchange.com/&lt;br /&gt;
* Tipps für umweltfreundliche Beschaffung fürs Labor: https://www.mt.com/de/de/home/library/know-how/rainin-pipettes/Rainin-LessWaste.html?cmp=als_rainin-lesswaste?cmp=smo_AU_LinkedIn_PIPE_com_AU%202020%20Marketing%20Linkedin%20Life%20Science%20Plastic%20Waste_20200522&lt;br /&gt;
* Umwelt- und hautfreundliche Einmalhandschuhe: https://nitrilgreen.de/&lt;br /&gt;
* Mehrwegbehälter fürs Labor: https://blog.omnilab.de/mehrwegbehaelter-fuer-chemikalien-welche-vorteile-bieten-nachhaltige-verpackungen/ und https://www.itwreagents.com/germany/de/mehrwegbehaelter sowie https://lab.honeywell.com/en/returnable-containers&lt;br /&gt;
* Wiederverwendbare und autoklavierbare Flaschenaufsatzfilter: https://www.fishersci.de/shop/products/nalgene-polysulfone-reusable-bottle-top-filters/p-4524872&lt;br /&gt;
* Wiederverwendbare Dispenser: https://www.socorex.com/de/labor/flaschenaufsatz-dispenser/calibrex/organo-525-flaschenaufsatz-dispenser&lt;br /&gt;
* Umweltfreundliche Verpackungen: https://www.neb-online.de/nachhaltigkeit-und-umweltschutz-bei-neb/&lt;br /&gt;
* Green Solvents, alternative Lösemittel (über die Qualität haben wir keine Erkenntnisse) gibt es hier https://www.merckmillipore.com/DE/de/reagents-chemicals-labware/greener-solvents/2Jyb.qB.4oAAAAFGn2IaIarU,nav und hier https://www.carlroth.com/de/de/performance-materials/green-chemicals/c/web_folder_984832 hier auch https://www.thgeyer-lab.com/fileadmin/user_upload/Labor/de/Downloads-PDFs/Kataloge_Broschueren/180130-1_web_Green_Solvents_Flyer_DE_a4.pdf sowie hier https://www.labsolute-chemsolute.de/de/suche/?q=bioethanol&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(20.7.2017 I 2808). Kreislaufwirtschaftsgesetz – KrWG. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(18.7.2017 I 2745). Vergabeverordnung – VgV. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.gesetze-im-internet.de/vgv_2016/__67.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium des Inneren – Beschaffungsamt – Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung. (2018). Portal für nachhaltige Beschaffung, Produktgruppen. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.nachhaltige-beschaffung.info/DE/Produktgruppen/produktgruppen_node.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium für Arbeit und Soziales. (2011). Die DIN ISO 26000 „Leitfaden zur gesellschaftlichen Verantwortung von Organisationen“ – Ein Überblick –. Abgerufen am 04. Mai 2018 von https://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Publikationen/a395-csr-din-26000.pdf?__blob=publicationFile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Europäische Kommission. (2011). Grünbuch über die Modernisierung der europäischen Politik im Bereich des öffentlichen Auftragswesens. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:52011DC0015&amp;amp;from=DE&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (Hrsg.). (2017). Nachwachsende Rohstoffe im Einkauf, Themenheft III: Büro – Einrichtung, Material, Gestaltung. Abgerufen am 04. Mai 2018 von https://www.fnr.de/fileadmin/beschaffung/pdf/Themenheft_Buero_web__V05.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft (Hrsg.). (2016). fact sheet Nachhaltige Beschaffung in der Nutzungsphase. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.nachhaltig-forschen.de/fileadmin/user_upload/factsheets/LeNa_FactSheet_Nachhaltige_Beschaffung_Nutzung_fin.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umweltbundesamt (Hrsg.). (2016). Rechtliche Grundlagen der umweltfreundlichen öffentlichen Beschaffung / Schulungsskript 2. Abgerufen am 07. 06 2018 von https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/377/publikationen/170123_uba_ratgeber_schulungsskript2_bf_0.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umweltbundesamt (Hrsg.). (2016). Umweltfreundliche Beschaffung, Schulungsskript 1. Abgerufen am 04. Mai 2018 von https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/377/publikationen/170127_uba_ratgeber_schulungsskript1_bf.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltige_Besch%C3%A4ftigungsverh%C3%A4ltnisse&amp;diff=7017</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltige_Besch%C3%A4ftigungsverh%C3%A4ltnisse&amp;diff=7017"/>
		<updated>2021-02-11T16:57:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: /* Checkliste */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{#set:Has parent page=Einzelleitfäden}}&lt;br /&gt;
== Betroffener Personenkreis  ==&lt;br /&gt;
Die Inhalte des hier dargelegten Themenfeldes richten sich an Personalverantwortliche aller Leitungsebenen, insbesondere der Professuren, Fakultäten oder Fachbereiche, aber auch der hochschulweiten Personalverwaltung sowie entsprechender Stabstellen und Beauftragter (z.B. Diversity oder Gleichstellung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz ==&lt;br /&gt;
In Zeiten wachsender Konkurrenz um gut ausgebildete Beschäftigte kann die Wahl eines Hochschulstandortes entscheidend von guten Beschäftigungsverhältnissen abhängen. So besteht eine wichtige Aufgabe darin, die Attraktivität wissenschaftlicher Beschäftigungsverhält-nisse an den Bedürfnissen und Lebenswelten wissenschaftlicher Beschäftigter auszurichten. Dies umfasst Maßnahmen, die sowohl auf eine generelle Attraktivitätssteigerung des Arbeitgebers Hochschule abzielen sowie auch spezielle Fördermaßnahmen, etwa zur Stärkung familienfreundlicher Beschäftigungsverhältnisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Mögliche Zieldimensionen, die in Verbindung mit attraktiven Beschäftigungsverhältnissen stehen, umfassen folgende Aspekte:&lt;br /&gt;
* Steigerung der Arbeitszufriedenheit und Führungskultur auf Seiten der Arbeitnehmer&lt;br /&gt;
* Höhere Leistungsbereitschaft, Produktivität und Arbeitsmoral&lt;br /&gt;
* Höhere Identifikation und Loyalität (mit der Organisation &amp;amp; der Beschäftigung) / geringere Fluktuation aufgrund von Unzufriedenheit&lt;br /&gt;
* Verbesserung der Work-Life Balance &amp;amp; Reputation (Verantwortungsvoller Arbeitgeber)&lt;br /&gt;
* Stressreduktion &amp;amp; Burnout-Prävention&lt;br /&gt;
* sinkende Wahrscheinlichkeit von psychischen Problemen (Depression; Angstzustände) bei Beschäftigten&lt;br /&gt;
* Verringerung von (absoluten) Abwesenheitszeiten (infolge von Krankheit, Jobwechsel oder Arbeitsunfällen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
Diese Bedingungen für ein Gelingen können im Kontext attraktiver Beschäftigungsverhältnisse erfolgskritisch wirken:&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* geringe Unterstützung auf Arbeitgeberseite: Mangelndes Verständnis, Misstrauen oder Unwissenheit&lt;br /&gt;
* Wechselkosten für die Einführung/Umstellung; Keine Fördermittel&lt;br /&gt;
* keine Verankerung in der Organisationskultur&lt;br /&gt;
* mangelnde Kommunikation: Bereitstellung alleine ist nicht ausreichend&lt;br /&gt;
* unflexible Arbeitsbelastung und -Zeiten&lt;br /&gt;
* verpflichtende Teilnahme an Maßnahmen&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Verankerung in der Organisationskultur und/oder Normen&lt;br /&gt;
* Unterstützung für Beschäftigte durch Führungskräfte&lt;br /&gt;
* Kommunikation und gemeinsame Zielvereinbarungen&lt;br /&gt;
* Freiwilligkeit der Maßnahmen&lt;br /&gt;
* Fort- &amp;amp; Weiterbildungsangebote für interessierte Beschäftigte&lt;br /&gt;
* interne Vernetzung mit Organisationseinheiten und externen Partnern&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste ==&lt;br /&gt;
Es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die die Arbeitnehmerzufriedenheit des wissenschaftlichen Personals beeinflussen. Die folgenden Handlungsempfehlungen können für eine Umsetzung hilfreiche Hinweise liefern. Die Darstellung unterscheidet in strategische (Leitungsebene) und operative (Handlungsebene) Maßnahmen, wobei das Hauptaugenmerk auf operativen Vorhaben liegt, welche unmittelbar an Fakultäten oder Professuren umgesetzt werden können und keiner Freigabe durch übergeordneter Leitungsebenen bedürfen (Die Befristung von Arbeitsverträgen bleibt in dieser  Betrachtung außen vor). Im Folgenden wird exemplarisch ausgeführt, welche Herausforderungen auftreten und wie diese überwunden werden können, um positive Rahmenbedingungen für eine wissenschaftliche Beschäftigung zu erzielen.Hemmnisse für die Arbeitszufriedenheit auf Ebene des wissenschaftlichen Personals (einschl. Promovierende und Habilitierende) gestalten sich dabei vielschichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Checkliste N Beschäftigungsverhältnisse final2.png|mini|links|Checkliste Beschäftigungsverhältnisse|link={{filepath:Checkliste N Beschäftigungsverhältnisse final2.pdf}}]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der allgemeinen Bedeutsamkeit motivieren-der Faktoren im Kontext wissenschaftlicher Beschäftigungsverhältnisse sollen im Folgenden Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von wissenschaftlicher Tätigkeit und familiärer Verpflichtungen näher beleuchtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arbeitnehmerorientierte, familienfreundliche Beschäftigung umfasst dabei unterstützende Programme oder Tätigkeiten auf strategischer, operativer und organisations-kultureller Ebene, die dazu dienen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen beruflichen und familiären Aufgaben  zu  unterstützen.  Dies  umfasst  Unterstützungsleistungen, wie flexible Arbeit, Pflegeangebote sowie unterstützende Organisations- und Leitungs-strukturen&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Higgins, Duxbury and Lyons, 2008; Kelly et al. 2008&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ein wichtiges Kriterium für die Gestaltung familienfreundlicher Beschäftigungsverhältnisse an Hochschulen ist dabei die Berücksichtigung der demografischen Entwicklung. Künftig müssen dabei Pflegebedarfe Älterer stärker in den Fokus rücken. Eine Flexibilisierung von Arbeits- und Beschäftigungsverhältnissen spielt in diesem Kontext eine entscheidende Rolle. Darunter versteht man die Möglichkeit einer individualisierten Gestaltung von Arbeitsort, -Zeit bzw. Art der Verrichtung&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Hill et al. 2008, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flexibilisierung der Arbeitszeit wird dabei als zukunftsfähiges Modell für die Wahrnehmung wachsender Pflegebedarfe insbesondere im Hinblick auf die Pflege Älterer gesehen. Im Zentrum stehen Arbeitszeitmodelle mit einem angepassten Stundenpensum, welches sich an der persönlichen Situation des Beschäftigten orientiert. Flexible Arbeitszeitgestaltung umfasst Optionen wie Gleitzeit, Jobsharing, Teilzeitarbeit, aber auch Heimarbeit und Elternzeit (für Männer und Frauen) sowie flexible Arbeits(-zeit)pläne&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Grzywacz, Carlson &amp;amp; Shulkin, 2008&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der familienfreundlichen Arbeitsplatzgestaltung gilt es gleichermaßen Anreize für wissenschaftliche Beschäftigte zu setzten, welche über die Pflegeverantwortung von Kindern und/oder Angehörigen hinausgeht. Dies bezieht sich auf Faktoren, die den Arbeits- und Aufgabenkontext einer wissenschaftlichen Beschäftigung betreffen und von der Institution bzw. der ihr zugeordneten Organisationseinheiten aktiv gesteuert und beeinflusst werden können. Kontextfaktoren wie die serielle Befristung bleiben davon unberührt und werden als gesetzte Größe betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flexibilisierung der Arbeitszeit ==&lt;br /&gt;
Die folgende Darstellung zeigt, welche Handlungsfelder im Rahmen einer familienfreundlichen Flexibilisierung von Beschäftigungsverhältnissen bedeutsam sind. Ferner sind diesen Handlungsfeldern konkrete Zielsetzungen zugeordnet, welche schließlich, in Maß-nahmen aufgeschlüsselt, zu Zielerreichung beitragen. Wesentliche gesetzliche Rahmenbedingungen wissen-schaftlicher Beschäftigungsverhältnisse bilden dabei:&lt;br /&gt;
*  Pflegezeitgesetz&lt;br /&gt;
*  Familienpflegezeitgesetz&lt;br /&gt;
* „Gesetz  zur  besseren  Vereinbarkeit  von  Familie,  Pflege und Beruf“&lt;br /&gt;
*  Freistellungsmöglichkeiten nach TV-L&lt;br /&gt;
*  Urlaubsverordnungen der Länder&lt;br /&gt;
*  WissZeitVG&lt;br /&gt;
* Organisationsinterne Regelungen zu Mindestvertragslaufzeiten&lt;br /&gt;
* Organisationsinterne  Regelungen  zu  Teilzeitarbeit, Flexibler Arbeitszeitregelung, Telearbeit und Home-Office&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;Checkliste einfügen&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
Ein Beispiel guter Praxis ist die Beratungsstelle „Familiengerechte Hochschule“ der TU Dresden. Bereits seit dem Jahr 2007 ist die TU Dresden als familien-gerechte Hochschule zertifiziert. Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern, werden an der TU Dresden eine ganze Reihe von Unterstützungsangeboten bereitgestellt. Diese Angebote beziehen sich nicht nur auf die Eltern-Kind-Beziehung, sondern auch auf die Unterstützung von Eltern und Lebenspartnern. Unter die familienfreundlichen Angebote fallen zum Beispiel der Ausbau einer entsprechenden Infrastruktur (Eltern-Kind-Arbeitsräume, Spielmöglichkeiten, Wickelräume), die Unterstützung bei der Kinderbetreuung (Kitaplätze, flexible Kinderbetreuung) und der Pflege von Angehörigen (Freistellungsmöglichkeiten) aber auch diverse Beratungs- und Serviceangebote für alle Hochschulangehörigen. Um hochqualifizierte Mitarbeiter*innen zu gewinnen und an die Hochschule zu bin-den, ist die TU Dresden sehr bestrebt familiengerechte Arbeitsbedingungen zu schaffen. Die Unterstützungsangebote werden kontinuierlich erweitert und die Ziele und Maßnahmen in der Zielvereinbarung zum Audit familiengerechte Hochschule verankert. Nähere Informationen und Erläuterungen finden Sie hier&amp;lt;ref&amp;gt;   https://tu-dresden.de/tu-dresden/chancengleichheit/familienfreundlichkeit &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links ==&lt;br /&gt;
* Effektiv!- Für mehr Familienfreundlichkeit an deutschen Hochschulen&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.familienfreundliche-wissenschaft.org/fileadmin/upload/effektiv/Bro-schuere/cews_p18_Effektiv_Web_barrierefrei.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* BMBF-Familienfreundlichkeit an deutschen Hoch-schulen&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.familienportal.kit.edu/img/BroschuereFamilienfreundlichkeitandeutschenHochschulen.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Erfolgsfaktor Familie&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.erfolgsfaktor-familie.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Audit familiengerechte Hochschule&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.berufundfamilie.de/informationen-fuer/hochschule&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Familie in der Hochschule&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.familie-in-der-hochschule.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Lokale Bündnisse für Familie&amp;lt;ref&amp;gt;https://lokale-buendnisse-fuer-familie.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
Albrecht, G. H. 2003. How Friendly are Family Friendly Policies? Business Ethics Quarterly, 13(2): 177–192.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anderson, D. M., Morgan, B. L., &amp;amp; Wilson, J. B. 2002. Perceptions of Family-Friendly Policies: University Versus Corporate Employees. Journal of Family and Economic Issues, 23(1): 73–92.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bombig, C. 2016. Insecure Work and Well-being: The Experience of Learning Support Officers in the Education Sector. E-Journal of International and Comparative Labour Studies, 5(3). http://ejcls.adapt.it/index.php/ejcls_adapt/article/view/300, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Clark, R. L., &amp;amp; d’Ambrosio, M. B. 2005b. RECRUITMENT, RETENTION, AND RETIREMENT: COMPENSATION AND EMPLOYMENT POLICIES FOR HIGHER EDUCATION. Educational Gerontology, 31(5): 385–403.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Designing and Implementing Family Friendly Policies in Higher Education. http://www.cew.umich.edu/PDFs/designing06.pdf, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feeney, M. K., Bernal, M., &amp;amp; Bowman, L. 2014. Enabling work? Family-friendly policies and academic productivity for men and women scientists. Science and Public Policy, 41(6): 750–764.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferguson, J. C. 1975. Fatty acid and carbohydrate storage in the annual reproductive cyclice of Echinaster. Comparative Biochemistry and Physiology. A, Comparative Physiology, 52(4): 585–590.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferrer, A., &amp;amp; Gagné, L. 2013. Family-friendly benefits? Journal of Management &amp;amp; Organization, 19(06): 721–741.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr, J. L., &amp;amp; Wolfram, C. D. 2012. Work Environment and OPT-out Rates at Motherhood across High-Education Career Paths. ILR Review, 65(4): 928–950.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hollenshead, C. S., Sullivan, B., Smith, G. C., August, L., &amp;amp; Hamilton, S. 2005. Work/family policies in higher education: Survey data and case studies of policy implementation. New Directions for Higher Education, 2005(130): 41–65.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jaoko, J. 2012. An Analysis of Supervisor Support of Policies on Workplace Flexibility. Journal of Social Service Research, 38(4): 541–548.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juhász,  T.  2010. Family-Friendly  Workplaces,  Family-Friendly Organizations. Doctoral Thesis. Győr, Hungary, Széchenyi István University Doctoral School of Regional and Economics Studies, 226, https://rgdi.sze.hu/files/Ertekezesek,%20tezisek/Juhasz%20Timea%20Tezis%20fuzet%20angolul.pdf, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kioko, S. M. 2017. The Effect of Family-Friendly Working Environment on Productivity of the Working Mother. Thesis, United States International University – Africa. http://erepo.usiu.ac.ke:8080/xmlui/handle/11732/3272, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knaflic, T., Nabergoj, A. S., &amp;amp; Pahor, M. 2010. Introdu-cing the Family-Friendly Workplace: An Analysis of its Effects on Organisations. MIC 2010: Social Responsibility, Professional Ethics, and Management; Proceedings of the 11th International Conference, Ankara, 24–27 November 2010 [Selected Papers]: 783–807. University of Primorska, Faculty of Management Koper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mills, D., &amp;amp; Berg, M. L. 2010. Gender, disembodiment and vocation: Exploring the unmentionables of British academic life. Critique of Anthropology, 30(4): 331–353.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Minocha, S., Hristov, D., &amp;amp; Reynolds, M. 2017. From graduate employability to employment: policy and practice in UK higher education: From graduate employability to employment. International Journal of Training and Development, 21(3): 235–248.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Muster, V., &amp;amp; Schrader, U. 2011. Green Work-Life Balance: A New Perspective for Green HRM. Zeitschrift Fuer Personalforschung, (2): 140–156.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nikunen, M. 2012a. Changing university work, freedom, flexibility and family. Studies in Higher Education, 37(6): 713–729.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nikunen, M. 2012b. Changing university work, freedom, flexibility and family. Studies in Higher Education, 37(6): 713–729.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rangel, E. 2004. Policies for Employment and Higher Education in Mexico: an Approach to Human Resource Development as Policy. Advances in Developing Human Resources, 6(3): 374–381.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Snape, E., &amp;amp; Redman, T. 2010. HRM Practices, Organi-zational Citizenship Behaviour, and Performance: A Multi-Level Analysis. Journal of Management Studies. https://doi.org/10.1111/j.1467-6486.2009.00911.x, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soleiman  Ahmady,  Farin  Tatari,  ShahramYazdani,  &amp;amp;  Seyed Ali Hosseini. 2016. A Comprehensive Approach in Recruitment and Employment Policies for Faculty Members&amp;amp;58; A Critical Review. International Journal of Medical Research and Health Sciences, 5(12): 356–364.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Waters, M. A. 2006. Work-family policies in the context of higher education: Useful or symbolic? Asia Pacific Journal of Human Resources, 44(1): 67–82.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wax, A. L. 2004. Family-Friendly Workplace Reform: Prospects for Change. The ANNALS of the American Academy of Political and Social Science, 596(1): 36–61.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welle-Strand, A. 2002. Continuing Higher Education in the Service University. What Are the Possibilities of Lifelong Learning in a Traditional Norwegian University? European Education, 34(1): 70–87.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wright, D. W., &amp;amp; Wysong, E. 1998. Family Friendly Work-place Benefits: Policy Mirage, Organizational Contexts, and Worker Power. Critical Sociology, 24(3): 244–276.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeytinoglu,U., I., B. Cooke, G., &amp;amp; L. Mann, S. 2010. Em-ployer Offered Family Support Programs, Gender and Voluntary and Involuntary Part-Time Work. Relations industrielles, 65(2): 177.Watanabe, M., &amp;amp; Falci, C. 2017. Workplace Faculty Friendships and Work-Family Culture. Innovative Higher Education, 42(2): 113–125.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
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		<updated>2021-02-11T16:55:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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		<author><name>AKluttig</name></author>
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		<title>Datei:Checkliste N Beschäftigungsverhältnisse final2.pdf</title>
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		<updated>2021-02-11T16:54:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltige_Besch%C3%A4ftigungsverh%C3%A4ltnisse&amp;diff=7014</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltige_Besch%C3%A4ftigungsverh%C3%A4ltnisse&amp;diff=7014"/>
		<updated>2021-02-11T16:48:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: /* Checkliste */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{#set:Has parent page=Einzelleitfäden}}&lt;br /&gt;
== Betroffener Personenkreis  ==&lt;br /&gt;
Die Inhalte des hier dargelegten Themenfeldes richten sich an Personalverantwortliche aller Leitungsebenen, insbesondere der Professuren, Fakultäten oder Fachbereiche, aber auch der hochschulweiten Personalverwaltung sowie entsprechender Stabstellen und Beauftragter (z.B. Diversity oder Gleichstellung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz ==&lt;br /&gt;
In Zeiten wachsender Konkurrenz um gut ausgebildete Beschäftigte kann die Wahl eines Hochschulstandortes entscheidend von guten Beschäftigungsverhältnissen abhängen. So besteht eine wichtige Aufgabe darin, die Attraktivität wissenschaftlicher Beschäftigungsverhält-nisse an den Bedürfnissen und Lebenswelten wissenschaftlicher Beschäftigter auszurichten. Dies umfasst Maßnahmen, die sowohl auf eine generelle Attraktivitätssteigerung des Arbeitgebers Hochschule abzielen sowie auch spezielle Fördermaßnahmen, etwa zur Stärkung familienfreundlicher Beschäftigungsverhältnisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Mögliche Zieldimensionen, die in Verbindung mit attraktiven Beschäftigungsverhältnissen stehen, umfassen folgende Aspekte:&lt;br /&gt;
* Steigerung der Arbeitszufriedenheit und Führungskultur auf Seiten der Arbeitnehmer&lt;br /&gt;
* Höhere Leistungsbereitschaft, Produktivität und Arbeitsmoral&lt;br /&gt;
* Höhere Identifikation und Loyalität (mit der Organisation &amp;amp; der Beschäftigung) / geringere Fluktuation aufgrund von Unzufriedenheit&lt;br /&gt;
* Verbesserung der Work-Life Balance &amp;amp; Reputation (Verantwortungsvoller Arbeitgeber)&lt;br /&gt;
* Stressreduktion &amp;amp; Burnout-Prävention&lt;br /&gt;
* sinkende Wahrscheinlichkeit von psychischen Problemen (Depression; Angstzustände) bei Beschäftigten&lt;br /&gt;
* Verringerung von (absoluten) Abwesenheitszeiten (infolge von Krankheit, Jobwechsel oder Arbeitsunfällen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
Diese Bedingungen für ein Gelingen können im Kontext attraktiver Beschäftigungsverhältnisse erfolgskritisch wirken:&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* geringe Unterstützung auf Arbeitgeberseite: Mangelndes Verständnis, Misstrauen oder Unwissenheit&lt;br /&gt;
* Wechselkosten für die Einführung/Umstellung; Keine Fördermittel&lt;br /&gt;
* keine Verankerung in der Organisationskultur&lt;br /&gt;
* mangelnde Kommunikation: Bereitstellung alleine ist nicht ausreichend&lt;br /&gt;
* unflexible Arbeitsbelastung und -Zeiten&lt;br /&gt;
* verpflichtende Teilnahme an Maßnahmen&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Verankerung in der Organisationskultur und/oder Normen&lt;br /&gt;
* Unterstützung für Beschäftigte durch Führungskräfte&lt;br /&gt;
* Kommunikation und gemeinsame Zielvereinbarungen&lt;br /&gt;
* Freiwilligkeit der Maßnahmen&lt;br /&gt;
* Fort- &amp;amp; Weiterbildungsangebote für interessierte Beschäftigte&lt;br /&gt;
* interne Vernetzung mit Organisationseinheiten und externen Partnern&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste ==&lt;br /&gt;
Es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die die Arbeitnehmerzufriedenheit des wissenschaftlichen Personals beeinflussen. Die folgenden Handlungsempfehlungen können für eine Umsetzung hilfreiche Hinweise liefern. Die Darstellung unterscheidet in strategische (Leitungsebene) und operative (Handlungsebene) Maßnahmen, wobei das Hauptaugenmerk auf operativen Vorhaben liegt, welche unmittelbar an Fakultäten oder Professuren umgesetzt werden können und keiner Freigabe durch übergeordneter Leitungsebenen bedürfen (Die Befristung von Arbeitsverträgen bleibt in dieser  Betrachtung außen vor). Im Folgenden wird exemplarisch ausgeführt, welche Herausforderungen auftreten und wie diese überwunden werden können, um positive Rahmenbedingungen für eine wissenschaftliche Beschäftigung zu erzielen.Hemmnisse für die Arbeitszufriedenheit auf Ebene des wissenschaftlichen Personals (einschl. Promovierende und Habilitierende) gestalten sich dabei vielschichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Checkliste N Beschäftigungsverhältnisse final.png|mini|links|Checkliste Beschäftigungsverhältnisse|link={{filepath:Checkliste N Beschäftigungsverhältnisse final.pdf}}]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der allgemeinen Bedeutsamkeit motivieren-der Faktoren im Kontext wissenschaftlicher Beschäftigungsverhältnisse sollen im Folgenden Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von wissenschaftlicher Tätigkeit und familiärer Verpflichtungen näher beleuchtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arbeitnehmerorientierte, familienfreundliche Beschäftigung umfasst dabei unterstützende Programme oder Tätigkeiten auf strategischer, operativer und organisations-kultureller Ebene, die dazu dienen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen beruflichen und familiären Aufgaben  zu  unterstützen.  Dies  umfasst  Unterstützungsleistungen, wie flexible Arbeit, Pflegeangebote sowie unterstützende Organisations- und Leitungs-strukturen&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Higgins, Duxbury and Lyons, 2008; Kelly et al. 2008&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ein wichtiges Kriterium für die Gestaltung familienfreundlicher Beschäftigungsverhältnisse an Hochschulen ist dabei die Berücksichtigung der demografischen Entwicklung. Künftig müssen dabei Pflegebedarfe Älterer stärker in den Fokus rücken. Eine Flexibilisierung von Arbeits- und Beschäftigungsverhältnissen spielt in diesem Kontext eine entscheidende Rolle. Darunter versteht man die Möglichkeit einer individualisierten Gestaltung von Arbeitsort, -Zeit bzw. Art der Verrichtung&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Hill et al. 2008, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flexibilisierung der Arbeitszeit wird dabei als zukunftsfähiges Modell für die Wahrnehmung wachsender Pflegebedarfe insbesondere im Hinblick auf die Pflege Älterer gesehen. Im Zentrum stehen Arbeitszeitmodelle mit einem angepassten Stundenpensum, welches sich an der persönlichen Situation des Beschäftigten orientiert. Flexible Arbeitszeitgestaltung umfasst Optionen wie Gleitzeit, Jobsharing, Teilzeitarbeit, aber auch Heimarbeit und Elternzeit (für Männer und Frauen) sowie flexible Arbeits(-zeit)pläne&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Grzywacz, Carlson &amp;amp; Shulkin, 2008&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der familienfreundlichen Arbeitsplatzgestaltung gilt es gleichermaßen Anreize für wissenschaftliche Beschäftigte zu setzten, welche über die Pflegeverantwortung von Kindern und/oder Angehörigen hinausgeht. Dies bezieht sich auf Faktoren, die den Arbeits- und Aufgabenkontext einer wissenschaftlichen Beschäftigung betreffen und von der Institution bzw. der ihr zugeordneten Organisationseinheiten aktiv gesteuert und beeinflusst werden können. Kontextfaktoren wie die serielle Befristung bleiben davon unberührt und werden als gesetzte Größe betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flexibilisierung der Arbeitszeit ==&lt;br /&gt;
Die folgende Darstellung zeigt, welche Handlungsfelder im Rahmen einer familienfreundlichen Flexibilisierung von Beschäftigungsverhältnissen bedeutsam sind. Ferner sind diesen Handlungsfeldern konkrete Zielsetzungen zugeordnet, welche schließlich, in Maß-nahmen aufgeschlüsselt, zu Zielerreichung beitragen. Wesentliche gesetzliche Rahmenbedingungen wissen-schaftlicher Beschäftigungsverhältnisse bilden dabei:&lt;br /&gt;
*  Pflegezeitgesetz&lt;br /&gt;
*  Familienpflegezeitgesetz&lt;br /&gt;
* „Gesetz  zur  besseren  Vereinbarkeit  von  Familie,  Pflege und Beruf“&lt;br /&gt;
*  Freistellungsmöglichkeiten nach TV-L&lt;br /&gt;
*  Urlaubsverordnungen der Länder&lt;br /&gt;
*  WissZeitVG&lt;br /&gt;
* Organisationsinterne Regelungen zu Mindestvertragslaufzeiten&lt;br /&gt;
* Organisationsinterne  Regelungen  zu  Teilzeitarbeit, Flexibler Arbeitszeitregelung, Telearbeit und Home-Office&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;Checkliste einfügen&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
Ein Beispiel guter Praxis ist die Beratungsstelle „Familiengerechte Hochschule“ der TU Dresden. Bereits seit dem Jahr 2007 ist die TU Dresden als familien-gerechte Hochschule zertifiziert. Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern, werden an der TU Dresden eine ganze Reihe von Unterstützungsangeboten bereitgestellt. Diese Angebote beziehen sich nicht nur auf die Eltern-Kind-Beziehung, sondern auch auf die Unterstützung von Eltern und Lebenspartnern. Unter die familienfreundlichen Angebote fallen zum Beispiel der Ausbau einer entsprechenden Infrastruktur (Eltern-Kind-Arbeitsräume, Spielmöglichkeiten, Wickelräume), die Unterstützung bei der Kinderbetreuung (Kitaplätze, flexible Kinderbetreuung) und der Pflege von Angehörigen (Freistellungsmöglichkeiten) aber auch diverse Beratungs- und Serviceangebote für alle Hochschulangehörigen. Um hochqualifizierte Mitarbeiter*innen zu gewinnen und an die Hochschule zu bin-den, ist die TU Dresden sehr bestrebt familiengerechte Arbeitsbedingungen zu schaffen. Die Unterstützungsangebote werden kontinuierlich erweitert und die Ziele und Maßnahmen in der Zielvereinbarung zum Audit familiengerechte Hochschule verankert. Nähere Informationen und Erläuterungen finden Sie hier&amp;lt;ref&amp;gt;   https://tu-dresden.de/tu-dresden/chancengleichheit/familienfreundlichkeit &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links ==&lt;br /&gt;
* Effektiv!- Für mehr Familienfreundlichkeit an deutschen Hochschulen&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.familienfreundliche-wissenschaft.org/fileadmin/upload/effektiv/Bro-schuere/cews_p18_Effektiv_Web_barrierefrei.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* BMBF-Familienfreundlichkeit an deutschen Hoch-schulen&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.familienportal.kit.edu/img/BroschuereFamilienfreundlichkeitandeutschenHochschulen.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Erfolgsfaktor Familie&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.erfolgsfaktor-familie.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Audit familiengerechte Hochschule&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.berufundfamilie.de/informationen-fuer/hochschule&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Familie in der Hochschule&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.familie-in-der-hochschule.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Lokale Bündnisse für Familie&amp;lt;ref&amp;gt;https://lokale-buendnisse-fuer-familie.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
Albrecht, G. H. 2003. How Friendly are Family Friendly Policies? Business Ethics Quarterly, 13(2): 177–192.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Bombig, C. 2016. Insecure Work and Well-being: The Experience of Learning Support Officers in the Education Sector. E-Journal of International and Comparative Labour Studies, 5(3). http://ejcls.adapt.it/index.php/ejcls_adapt/article/view/300, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Clark, R. L., &amp;amp; d’Ambrosio, M. B. 2005b. RECRUITMENT, RETENTION, AND RETIREMENT: COMPENSATION AND EMPLOYMENT POLICIES FOR HIGHER EDUCATION. Educational Gerontology, 31(5): 385–403.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Feeney, M. K., Bernal, M., &amp;amp; Bowman, L. 2014. Enabling work? Family-friendly policies and academic productivity for men and women scientists. Science and Public Policy, 41(6): 750–764.&lt;br /&gt;
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Ferguson, J. C. 1975. Fatty acid and carbohydrate storage in the annual reproductive cyclice of Echinaster. Comparative Biochemistry and Physiology. A, Comparative Physiology, 52(4): 585–590.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferrer, A., &amp;amp; Gagné, L. 2013. Family-friendly benefits? Journal of Management &amp;amp; Organization, 19(06): 721–741.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr, J. L., &amp;amp; Wolfram, C. D. 2012. Work Environment and OPT-out Rates at Motherhood across High-Education Career Paths. ILR Review, 65(4): 928–950.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hollenshead, C. S., Sullivan, B., Smith, G. C., August, L., &amp;amp; Hamilton, S. 2005. Work/family policies in higher education: Survey data and case studies of policy implementation. New Directions for Higher Education, 2005(130): 41–65.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jaoko, J. 2012. An Analysis of Supervisor Support of Policies on Workplace Flexibility. Journal of Social Service Research, 38(4): 541–548.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juhász,  T.  2010. Family-Friendly  Workplaces,  Family-Friendly Organizations. Doctoral Thesis. Győr, Hungary, Széchenyi István University Doctoral School of Regional and Economics Studies, 226, https://rgdi.sze.hu/files/Ertekezesek,%20tezisek/Juhasz%20Timea%20Tezis%20fuzet%20angolul.pdf, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kioko, S. M. 2017. The Effect of Family-Friendly Working Environment on Productivity of the Working Mother. Thesis, United States International University – Africa. http://erepo.usiu.ac.ke:8080/xmlui/handle/11732/3272, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knaflic, T., Nabergoj, A. S., &amp;amp; Pahor, M. 2010. Introdu-cing the Family-Friendly Workplace: An Analysis of its Effects on Organisations. MIC 2010: Social Responsibility, Professional Ethics, and Management; Proceedings of the 11th International Conference, Ankara, 24–27 November 2010 [Selected Papers]: 783–807. University of Primorska, Faculty of Management Koper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mills, D., &amp;amp; Berg, M. L. 2010. Gender, disembodiment and vocation: Exploring the unmentionables of British academic life. Critique of Anthropology, 30(4): 331–353.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Minocha, S., Hristov, D., &amp;amp; Reynolds, M. 2017. From graduate employability to employment: policy and practice in UK higher education: From graduate employability to employment. International Journal of Training and Development, 21(3): 235–248.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Muster, V., &amp;amp; Schrader, U. 2011. Green Work-Life Balance: A New Perspective for Green HRM. Zeitschrift Fuer Personalforschung, (2): 140–156.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nikunen, M. 2012a. Changing university work, freedom, flexibility and family. Studies in Higher Education, 37(6): 713–729.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nikunen, M. 2012b. Changing university work, freedom, flexibility and family. Studies in Higher Education, 37(6): 713–729.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rangel, E. 2004. Policies for Employment and Higher Education in Mexico: an Approach to Human Resource Development as Policy. Advances in Developing Human Resources, 6(3): 374–381.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Snape, E., &amp;amp; Redman, T. 2010. HRM Practices, Organi-zational Citizenship Behaviour, and Performance: A Multi-Level Analysis. Journal of Management Studies. https://doi.org/10.1111/j.1467-6486.2009.00911.x, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soleiman  Ahmady,  Farin  Tatari,  ShahramYazdani,  &amp;amp;  Seyed Ali Hosseini. 2016. A Comprehensive Approach in Recruitment and Employment Policies for Faculty Members&amp;amp;58; A Critical Review. International Journal of Medical Research and Health Sciences, 5(12): 356–364.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Waters, M. A. 2006. Work-family policies in the context of higher education: Useful or symbolic? Asia Pacific Journal of Human Resources, 44(1): 67–82.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wax, A. L. 2004. Family-Friendly Workplace Reform: Prospects for Change. The ANNALS of the American Academy of Political and Social Science, 596(1): 36–61.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welle-Strand, A. 2002. Continuing Higher Education in the Service University. What Are the Possibilities of Lifelong Learning in a Traditional Norwegian University? European Education, 34(1): 70–87.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wright, D. W., &amp;amp; Wysong, E. 1998. Family Friendly Work-place Benefits: Policy Mirage, Organizational Contexts, and Worker Power. Critical Sociology, 24(3): 244–276.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeytinoglu,U., I., B. Cooke, G., &amp;amp; L. Mann, S. 2010. Em-ployer Offered Family Support Programs, Gender and Voluntary and Involuntary Part-Time Work. Relations industrielles, 65(2): 177.Watanabe, M., &amp;amp; Falci, C. 2017. Workplace Faculty Friendships and Work-Family Culture. Innovative Higher Education, 42(2): 113–125.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltige_Besch%C3%A4ftigungsverh%C3%A4ltnisse&amp;diff=7013</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltige_Besch%C3%A4ftigungsverh%C3%A4ltnisse&amp;diff=7013"/>
		<updated>2021-02-11T16:45:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: /* Checkliste */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{#set:Has parent page=Einzelleitfäden}}&lt;br /&gt;
== Betroffener Personenkreis  ==&lt;br /&gt;
Die Inhalte des hier dargelegten Themenfeldes richten sich an Personalverantwortliche aller Leitungsebenen, insbesondere der Professuren, Fakultäten oder Fachbereiche, aber auch der hochschulweiten Personalverwaltung sowie entsprechender Stabstellen und Beauftragter (z.B. Diversity oder Gleichstellung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz ==&lt;br /&gt;
In Zeiten wachsender Konkurrenz um gut ausgebildete Beschäftigte kann die Wahl eines Hochschulstandortes entscheidend von guten Beschäftigungsverhältnissen abhängen. So besteht eine wichtige Aufgabe darin, die Attraktivität wissenschaftlicher Beschäftigungsverhält-nisse an den Bedürfnissen und Lebenswelten wissenschaftlicher Beschäftigter auszurichten. Dies umfasst Maßnahmen, die sowohl auf eine generelle Attraktivitätssteigerung des Arbeitgebers Hochschule abzielen sowie auch spezielle Fördermaßnahmen, etwa zur Stärkung familienfreundlicher Beschäftigungsverhältnisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Mögliche Zieldimensionen, die in Verbindung mit attraktiven Beschäftigungsverhältnissen stehen, umfassen folgende Aspekte:&lt;br /&gt;
* Steigerung der Arbeitszufriedenheit und Führungskultur auf Seiten der Arbeitnehmer&lt;br /&gt;
* Höhere Leistungsbereitschaft, Produktivität und Arbeitsmoral&lt;br /&gt;
* Höhere Identifikation und Loyalität (mit der Organisation &amp;amp; der Beschäftigung) / geringere Fluktuation aufgrund von Unzufriedenheit&lt;br /&gt;
* Verbesserung der Work-Life Balance &amp;amp; Reputation (Verantwortungsvoller Arbeitgeber)&lt;br /&gt;
* Stressreduktion &amp;amp; Burnout-Prävention&lt;br /&gt;
* sinkende Wahrscheinlichkeit von psychischen Problemen (Depression; Angstzustände) bei Beschäftigten&lt;br /&gt;
* Verringerung von (absoluten) Abwesenheitszeiten (infolge von Krankheit, Jobwechsel oder Arbeitsunfällen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
Diese Bedingungen für ein Gelingen können im Kontext attraktiver Beschäftigungsverhältnisse erfolgskritisch wirken:&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* geringe Unterstützung auf Arbeitgeberseite: Mangelndes Verständnis, Misstrauen oder Unwissenheit&lt;br /&gt;
* Wechselkosten für die Einführung/Umstellung; Keine Fördermittel&lt;br /&gt;
* keine Verankerung in der Organisationskultur&lt;br /&gt;
* mangelnde Kommunikation: Bereitstellung alleine ist nicht ausreichend&lt;br /&gt;
* unflexible Arbeitsbelastung und -Zeiten&lt;br /&gt;
* verpflichtende Teilnahme an Maßnahmen&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Verankerung in der Organisationskultur und/oder Normen&lt;br /&gt;
* Unterstützung für Beschäftigte durch Führungskräfte&lt;br /&gt;
* Kommunikation und gemeinsame Zielvereinbarungen&lt;br /&gt;
* Freiwilligkeit der Maßnahmen&lt;br /&gt;
* Fort- &amp;amp; Weiterbildungsangebote für interessierte Beschäftigte&lt;br /&gt;
* interne Vernetzung mit Organisationseinheiten und externen Partnern&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste ==&lt;br /&gt;
Es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die die Arbeitnehmerzufriedenheit des wissenschaftlichen Personals beeinflussen. Die folgenden Handlungsempfehlungen können für eine Umsetzung hilfreiche Hinweise liefern. Die Darstellung unterscheidet in strategische (Leitungsebene) und operative (Handlungsebene) Maßnahmen, wobei das Hauptaugenmerk auf operativen Vorhaben liegt, welche unmittelbar an Fakultäten oder Professuren umgesetzt werden können und keiner Freigabe durch übergeordneter Leitungsebenen bedürfen (Die Befristung von Arbeitsverträgen bleibt in dieser  Betrachtung außen vor). Im Folgenden wird exemplarisch ausgeführt, welche Herausforderungen auftreten und wie diese überwunden werden können, um positive Rahmenbedingungen für eine wissenschaftliche Beschäftigung zu erzielen.Hemmnisse für die Arbeitszufriedenheit auf Ebene des wissenschaftlichen Personals (einschl. Promovierende und Habilitierende) gestalten sich dabei vielschichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Checkliste N Beschäftigungsverhältnisse final.png|mini|links|Checkliste Beschaffung|link={{filepath:Checkliste N Beschäftigungsverhältnisse final.pdf}}]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der allgemeinen Bedeutsamkeit motivieren-der Faktoren im Kontext wissenschaftlicher Beschäftigungsverhältnisse sollen im Folgenden Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von wissenschaftlicher Tätigkeit und familiärer Verpflichtungen näher beleuchtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arbeitnehmerorientierte, familienfreundliche Beschäftigung umfasst dabei unterstützende Programme oder Tätigkeiten auf strategischer, operativer und organisations-kultureller Ebene, die dazu dienen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen beruflichen und familiären Aufgaben  zu  unterstützen.  Dies  umfasst  Unterstützungsleistungen, wie flexible Arbeit, Pflegeangebote sowie unterstützende Organisations- und Leitungs-strukturen&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Higgins, Duxbury and Lyons, 2008; Kelly et al. 2008&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ein wichtiges Kriterium für die Gestaltung familienfreundlicher Beschäftigungsverhältnisse an Hochschulen ist dabei die Berücksichtigung der demografischen Entwicklung. Künftig müssen dabei Pflegebedarfe Älterer stärker in den Fokus rücken. Eine Flexibilisierung von Arbeits- und Beschäftigungsverhältnissen spielt in diesem Kontext eine entscheidende Rolle. Darunter versteht man die Möglichkeit einer individualisierten Gestaltung von Arbeitsort, -Zeit bzw. Art der Verrichtung&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Hill et al. 2008, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flexibilisierung der Arbeitszeit wird dabei als zukunftsfähiges Modell für die Wahrnehmung wachsender Pflegebedarfe insbesondere im Hinblick auf die Pflege Älterer gesehen. Im Zentrum stehen Arbeitszeitmodelle mit einem angepassten Stundenpensum, welches sich an der persönlichen Situation des Beschäftigten orientiert. Flexible Arbeitszeitgestaltung umfasst Optionen wie Gleitzeit, Jobsharing, Teilzeitarbeit, aber auch Heimarbeit und Elternzeit (für Männer und Frauen) sowie flexible Arbeits(-zeit)pläne&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Grzywacz, Carlson &amp;amp; Shulkin, 2008&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der familienfreundlichen Arbeitsplatzgestaltung gilt es gleichermaßen Anreize für wissenschaftliche Beschäftigte zu setzten, welche über die Pflegeverantwortung von Kindern und/oder Angehörigen hinausgeht. Dies bezieht sich auf Faktoren, die den Arbeits- und Aufgabenkontext einer wissenschaftlichen Beschäftigung betreffen und von der Institution bzw. der ihr zugeordneten Organisationseinheiten aktiv gesteuert und beeinflusst werden können. Kontextfaktoren wie die serielle Befristung bleiben davon unberührt und werden als gesetzte Größe betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flexibilisierung der Arbeitszeit ==&lt;br /&gt;
Die folgende Darstellung zeigt, welche Handlungsfelder im Rahmen einer familienfreundlichen Flexibilisierung von Beschäftigungsverhältnissen bedeutsam sind. Ferner sind diesen Handlungsfeldern konkrete Zielsetzungen zugeordnet, welche schließlich, in Maß-nahmen aufgeschlüsselt, zu Zielerreichung beitragen. Wesentliche gesetzliche Rahmenbedingungen wissen-schaftlicher Beschäftigungsverhältnisse bilden dabei:&lt;br /&gt;
*  Pflegezeitgesetz&lt;br /&gt;
*  Familienpflegezeitgesetz&lt;br /&gt;
* „Gesetz  zur  besseren  Vereinbarkeit  von  Familie,  Pflege und Beruf“&lt;br /&gt;
*  Freistellungsmöglichkeiten nach TV-L&lt;br /&gt;
*  Urlaubsverordnungen der Länder&lt;br /&gt;
*  WissZeitVG&lt;br /&gt;
* Organisationsinterne Regelungen zu Mindestvertragslaufzeiten&lt;br /&gt;
* Organisationsinterne  Regelungen  zu  Teilzeitarbeit, Flexibler Arbeitszeitregelung, Telearbeit und Home-Office&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;Checkliste einfügen&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
Ein Beispiel guter Praxis ist die Beratungsstelle „Familiengerechte Hochschule“ der TU Dresden. Bereits seit dem Jahr 2007 ist die TU Dresden als familien-gerechte Hochschule zertifiziert. Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern, werden an der TU Dresden eine ganze Reihe von Unterstützungsangeboten bereitgestellt. Diese Angebote beziehen sich nicht nur auf die Eltern-Kind-Beziehung, sondern auch auf die Unterstützung von Eltern und Lebenspartnern. Unter die familienfreundlichen Angebote fallen zum Beispiel der Ausbau einer entsprechenden Infrastruktur (Eltern-Kind-Arbeitsräume, Spielmöglichkeiten, Wickelräume), die Unterstützung bei der Kinderbetreuung (Kitaplätze, flexible Kinderbetreuung) und der Pflege von Angehörigen (Freistellungsmöglichkeiten) aber auch diverse Beratungs- und Serviceangebote für alle Hochschulangehörigen. Um hochqualifizierte Mitarbeiter*innen zu gewinnen und an die Hochschule zu bin-den, ist die TU Dresden sehr bestrebt familiengerechte Arbeitsbedingungen zu schaffen. Die Unterstützungsangebote werden kontinuierlich erweitert und die Ziele und Maßnahmen in der Zielvereinbarung zum Audit familiengerechte Hochschule verankert. Nähere Informationen und Erläuterungen finden Sie hier&amp;lt;ref&amp;gt;   https://tu-dresden.de/tu-dresden/chancengleichheit/familienfreundlichkeit &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links ==&lt;br /&gt;
* Effektiv!- Für mehr Familienfreundlichkeit an deutschen Hochschulen&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.familienfreundliche-wissenschaft.org/fileadmin/upload/effektiv/Bro-schuere/cews_p18_Effektiv_Web_barrierefrei.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* BMBF-Familienfreundlichkeit an deutschen Hoch-schulen&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.familienportal.kit.edu/img/BroschuereFamilienfreundlichkeitandeutschenHochschulen.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Erfolgsfaktor Familie&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.erfolgsfaktor-familie.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Audit familiengerechte Hochschule&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.berufundfamilie.de/informationen-fuer/hochschule&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Familie in der Hochschule&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.familie-in-der-hochschule.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Lokale Bündnisse für Familie&amp;lt;ref&amp;gt;https://lokale-buendnisse-fuer-familie.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Bombig, C. 2016. Insecure Work and Well-being: The Experience of Learning Support Officers in the Education Sector. E-Journal of International and Comparative Labour Studies, 5(3). http://ejcls.adapt.it/index.php/ejcls_adapt/article/view/300, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
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Clark, R. L., &amp;amp; d’Ambrosio, M. B. 2005b. RECRUITMENT, RETENTION, AND RETIREMENT: COMPENSATION AND EMPLOYMENT POLICIES FOR HIGHER EDUCATION. Educational Gerontology, 31(5): 385–403.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Juhász,  T.  2010. Family-Friendly  Workplaces,  Family-Friendly Organizations. Doctoral Thesis. Győr, Hungary, Széchenyi István University Doctoral School of Regional and Economics Studies, 226, https://rgdi.sze.hu/files/Ertekezesek,%20tezisek/Juhasz%20Timea%20Tezis%20fuzet%20angolul.pdf, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kioko, S. M. 2017. The Effect of Family-Friendly Working Environment on Productivity of the Working Mother. Thesis, United States International University – Africa. http://erepo.usiu.ac.ke:8080/xmlui/handle/11732/3272, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knaflic, T., Nabergoj, A. S., &amp;amp; Pahor, M. 2010. Introdu-cing the Family-Friendly Workplace: An Analysis of its Effects on Organisations. MIC 2010: Social Responsibility, Professional Ethics, and Management; Proceedings of the 11th International Conference, Ankara, 24–27 November 2010 [Selected Papers]: 783–807. University of Primorska, Faculty of Management Koper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mills, D., &amp;amp; Berg, M. L. 2010. Gender, disembodiment and vocation: Exploring the unmentionables of British academic life. Critique of Anthropology, 30(4): 331–353.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Minocha, S., Hristov, D., &amp;amp; Reynolds, M. 2017. From graduate employability to employment: policy and practice in UK higher education: From graduate employability to employment. International Journal of Training and Development, 21(3): 235–248.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Muster, V., &amp;amp; Schrader, U. 2011. Green Work-Life Balance: A New Perspective for Green HRM. Zeitschrift Fuer Personalforschung, (2): 140–156.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nikunen, M. 2012a. Changing university work, freedom, flexibility and family. Studies in Higher Education, 37(6): 713–729.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nikunen, M. 2012b. Changing university work, freedom, flexibility and family. Studies in Higher Education, 37(6): 713–729.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rangel, E. 2004. Policies for Employment and Higher Education in Mexico: an Approach to Human Resource Development as Policy. Advances in Developing Human Resources, 6(3): 374–381.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Snape, E., &amp;amp; Redman, T. 2010. HRM Practices, Organi-zational Citizenship Behaviour, and Performance: A Multi-Level Analysis. Journal of Management Studies. https://doi.org/10.1111/j.1467-6486.2009.00911.x, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soleiman  Ahmady,  Farin  Tatari,  ShahramYazdani,  &amp;amp;  Seyed Ali Hosseini. 2016. A Comprehensive Approach in Recruitment and Employment Policies for Faculty Members&amp;amp;58; A Critical Review. International Journal of Medical Research and Health Sciences, 5(12): 356–364.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Waters, M. A. 2006. Work-family policies in the context of higher education: Useful or symbolic? Asia Pacific Journal of Human Resources, 44(1): 67–82.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wax, A. L. 2004. Family-Friendly Workplace Reform: Prospects for Change. The ANNALS of the American Academy of Political and Social Science, 596(1): 36–61.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welle-Strand, A. 2002. Continuing Higher Education in the Service University. What Are the Possibilities of Lifelong Learning in a Traditional Norwegian University? European Education, 34(1): 70–87.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wright, D. W., &amp;amp; Wysong, E. 1998. Family Friendly Work-place Benefits: Policy Mirage, Organizational Contexts, and Worker Power. Critical Sociology, 24(3): 244–276.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeytinoglu,U., I., B. Cooke, G., &amp;amp; L. Mann, S. 2010. Em-ployer Offered Family Support Programs, Gender and Voluntary and Involuntary Part-Time Work. Relations industrielles, 65(2): 177.Watanabe, M., &amp;amp; Falci, C. 2017. Workplace Faculty Friendships and Work-Family Culture. Innovative Higher Education, 42(2): 113–125.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltige_Besch%C3%A4ftigungsverh%C3%A4ltnisse&amp;diff=7012</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltige_Besch%C3%A4ftigungsverh%C3%A4ltnisse&amp;diff=7012"/>
		<updated>2021-02-11T16:41:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: /* Checkliste */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{#set:Has parent page=Einzelleitfäden}}&lt;br /&gt;
== Betroffener Personenkreis  ==&lt;br /&gt;
Die Inhalte des hier dargelegten Themenfeldes richten sich an Personalverantwortliche aller Leitungsebenen, insbesondere der Professuren, Fakultäten oder Fachbereiche, aber auch der hochschulweiten Personalverwaltung sowie entsprechender Stabstellen und Beauftragter (z.B. Diversity oder Gleichstellung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz ==&lt;br /&gt;
In Zeiten wachsender Konkurrenz um gut ausgebildete Beschäftigte kann die Wahl eines Hochschulstandortes entscheidend von guten Beschäftigungsverhältnissen abhängen. So besteht eine wichtige Aufgabe darin, die Attraktivität wissenschaftlicher Beschäftigungsverhält-nisse an den Bedürfnissen und Lebenswelten wissenschaftlicher Beschäftigter auszurichten. Dies umfasst Maßnahmen, die sowohl auf eine generelle Attraktivitätssteigerung des Arbeitgebers Hochschule abzielen sowie auch spezielle Fördermaßnahmen, etwa zur Stärkung familienfreundlicher Beschäftigungsverhältnisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Mögliche Zieldimensionen, die in Verbindung mit attraktiven Beschäftigungsverhältnissen stehen, umfassen folgende Aspekte:&lt;br /&gt;
* Steigerung der Arbeitszufriedenheit und Führungskultur auf Seiten der Arbeitnehmer&lt;br /&gt;
* Höhere Leistungsbereitschaft, Produktivität und Arbeitsmoral&lt;br /&gt;
* Höhere Identifikation und Loyalität (mit der Organisation &amp;amp; der Beschäftigung) / geringere Fluktuation aufgrund von Unzufriedenheit&lt;br /&gt;
* Verbesserung der Work-Life Balance &amp;amp; Reputation (Verantwortungsvoller Arbeitgeber)&lt;br /&gt;
* Stressreduktion &amp;amp; Burnout-Prävention&lt;br /&gt;
* sinkende Wahrscheinlichkeit von psychischen Problemen (Depression; Angstzustände) bei Beschäftigten&lt;br /&gt;
* Verringerung von (absoluten) Abwesenheitszeiten (infolge von Krankheit, Jobwechsel oder Arbeitsunfällen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
Diese Bedingungen für ein Gelingen können im Kontext attraktiver Beschäftigungsverhältnisse erfolgskritisch wirken:&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* geringe Unterstützung auf Arbeitgeberseite: Mangelndes Verständnis, Misstrauen oder Unwissenheit&lt;br /&gt;
* Wechselkosten für die Einführung/Umstellung; Keine Fördermittel&lt;br /&gt;
* keine Verankerung in der Organisationskultur&lt;br /&gt;
* mangelnde Kommunikation: Bereitstellung alleine ist nicht ausreichend&lt;br /&gt;
* unflexible Arbeitsbelastung und -Zeiten&lt;br /&gt;
* verpflichtende Teilnahme an Maßnahmen&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Verankerung in der Organisationskultur und/oder Normen&lt;br /&gt;
* Unterstützung für Beschäftigte durch Führungskräfte&lt;br /&gt;
* Kommunikation und gemeinsame Zielvereinbarungen&lt;br /&gt;
* Freiwilligkeit der Maßnahmen&lt;br /&gt;
* Fort- &amp;amp; Weiterbildungsangebote für interessierte Beschäftigte&lt;br /&gt;
* interne Vernetzung mit Organisationseinheiten und externen Partnern&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste ==&lt;br /&gt;
Es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die die Arbeitnehmerzufriedenheit des wissenschaftlichen Personals beeinflussen. Die folgenden Handlungsempfehlungen können für eine Umsetzung hilfreiche Hinweise liefern. Die Darstellung unterscheidet in strategische (Leitungsebene) und operative (Handlungsebene) Maßnahmen, wobei das Hauptaugenmerk auf operativen Vorhaben liegt, welche unmittelbar an Fakultäten oder Professuren umgesetzt werden können und keiner Freigabe durch übergeordneter Leitungsebenen bedürfen (Die Befristung von Arbeitsverträgen bleibt in dieser  Betrachtung außen vor). Im Folgenden wird exemplarisch ausgeführt, welche Herausforderungen auftreten und wie diese überwunden werden können, um positive Rahmenbedingungen für eine wissenschaftliche Beschäftigung zu erzielen.Hemmnisse für die Arbeitszufriedenheit auf Ebene des wissenschaftlichen Personals (einschl. Promovierende und Habilitierende) gestalten sich dabei vielschichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Checkliste N Beschäftigungsverhältnisse final.png|mini|links|Checkliste Beschäftigungsverhältnisse|link={{filepath:Checkliste N Beschäftigungsverhältnisse final.pdf}}]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der allgemeinen Bedeutsamkeit motivieren-der Faktoren im Kontext wissenschaftlicher Beschäftigungsverhältnisse sollen im Folgenden Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von wissenschaftlicher Tätigkeit und familiärer Verpflichtungen näher beleuchtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arbeitnehmerorientierte, familienfreundliche Beschäftigung umfasst dabei unterstützende Programme oder Tätigkeiten auf strategischer, operativer und organisations-kultureller Ebene, die dazu dienen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen beruflichen und familiären Aufgaben  zu  unterstützen.  Dies  umfasst  Unterstützungsleistungen, wie flexible Arbeit, Pflegeangebote sowie unterstützende Organisations- und Leitungs-strukturen&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Higgins, Duxbury and Lyons, 2008; Kelly et al. 2008&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ein wichtiges Kriterium für die Gestaltung familienfreundlicher Beschäftigungsverhältnisse an Hochschulen ist dabei die Berücksichtigung der demografischen Entwicklung. Künftig müssen dabei Pflegebedarfe Älterer stärker in den Fokus rücken. Eine Flexibilisierung von Arbeits- und Beschäftigungsverhältnissen spielt in diesem Kontext eine entscheidende Rolle. Darunter versteht man die Möglichkeit einer individualisierten Gestaltung von Arbeitsort, -Zeit bzw. Art der Verrichtung&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Hill et al. 2008, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flexibilisierung der Arbeitszeit wird dabei als zukunftsfähiges Modell für die Wahrnehmung wachsender Pflegebedarfe insbesondere im Hinblick auf die Pflege Älterer gesehen. Im Zentrum stehen Arbeitszeitmodelle mit einem angepassten Stundenpensum, welches sich an der persönlichen Situation des Beschäftigten orientiert. Flexible Arbeitszeitgestaltung umfasst Optionen wie Gleitzeit, Jobsharing, Teilzeitarbeit, aber auch Heimarbeit und Elternzeit (für Männer und Frauen) sowie flexible Arbeits(-zeit)pläne&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Grzywacz, Carlson &amp;amp; Shulkin, 2008&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der familienfreundlichen Arbeitsplatzgestaltung gilt es gleichermaßen Anreize für wissenschaftliche Beschäftigte zu setzten, welche über die Pflegeverantwortung von Kindern und/oder Angehörigen hinausgeht. Dies bezieht sich auf Faktoren, die den Arbeits- und Aufgabenkontext einer wissenschaftlichen Beschäftigung betreffen und von der Institution bzw. der ihr zugeordneten Organisationseinheiten aktiv gesteuert und beeinflusst werden können. Kontextfaktoren wie die serielle Befristung bleiben davon unberührt und werden als gesetzte Größe betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flexibilisierung der Arbeitszeit ==&lt;br /&gt;
Die folgende Darstellung zeigt, welche Handlungsfelder im Rahmen einer familienfreundlichen Flexibilisierung von Beschäftigungsverhältnissen bedeutsam sind. Ferner sind diesen Handlungsfeldern konkrete Zielsetzungen zugeordnet, welche schließlich, in Maß-nahmen aufgeschlüsselt, zu Zielerreichung beitragen. Wesentliche gesetzliche Rahmenbedingungen wissen-schaftlicher Beschäftigungsverhältnisse bilden dabei:&lt;br /&gt;
*  Pflegezeitgesetz&lt;br /&gt;
*  Familienpflegezeitgesetz&lt;br /&gt;
* „Gesetz  zur  besseren  Vereinbarkeit  von  Familie,  Pflege und Beruf“&lt;br /&gt;
*  Freistellungsmöglichkeiten nach TV-L&lt;br /&gt;
*  Urlaubsverordnungen der Länder&lt;br /&gt;
*  WissZeitVG&lt;br /&gt;
* Organisationsinterne Regelungen zu Mindestvertragslaufzeiten&lt;br /&gt;
* Organisationsinterne  Regelungen  zu  Teilzeitarbeit, Flexibler Arbeitszeitregelung, Telearbeit und Home-Office&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;Checkliste einfügen&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
Ein Beispiel guter Praxis ist die Beratungsstelle „Familiengerechte Hochschule“ der TU Dresden. Bereits seit dem Jahr 2007 ist die TU Dresden als familien-gerechte Hochschule zertifiziert. Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern, werden an der TU Dresden eine ganze Reihe von Unterstützungsangeboten bereitgestellt. Diese Angebote beziehen sich nicht nur auf die Eltern-Kind-Beziehung, sondern auch auf die Unterstützung von Eltern und Lebenspartnern. Unter die familienfreundlichen Angebote fallen zum Beispiel der Ausbau einer entsprechenden Infrastruktur (Eltern-Kind-Arbeitsräume, Spielmöglichkeiten, Wickelräume), die Unterstützung bei der Kinderbetreuung (Kitaplätze, flexible Kinderbetreuung) und der Pflege von Angehörigen (Freistellungsmöglichkeiten) aber auch diverse Beratungs- und Serviceangebote für alle Hochschulangehörigen. Um hochqualifizierte Mitarbeiter*innen zu gewinnen und an die Hochschule zu bin-den, ist die TU Dresden sehr bestrebt familiengerechte Arbeitsbedingungen zu schaffen. Die Unterstützungsangebote werden kontinuierlich erweitert und die Ziele und Maßnahmen in der Zielvereinbarung zum Audit familiengerechte Hochschule verankert. Nähere Informationen und Erläuterungen finden Sie hier&amp;lt;ref&amp;gt;   https://tu-dresden.de/tu-dresden/chancengleichheit/familienfreundlichkeit &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links ==&lt;br /&gt;
* Effektiv!- Für mehr Familienfreundlichkeit an deutschen Hochschulen&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.familienfreundliche-wissenschaft.org/fileadmin/upload/effektiv/Bro-schuere/cews_p18_Effektiv_Web_barrierefrei.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* BMBF-Familienfreundlichkeit an deutschen Hoch-schulen&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.familienportal.kit.edu/img/BroschuereFamilienfreundlichkeitandeutschenHochschulen.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Erfolgsfaktor Familie&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.erfolgsfaktor-familie.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Audit familiengerechte Hochschule&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.berufundfamilie.de/informationen-fuer/hochschule&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Familie in der Hochschule&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.familie-in-der-hochschule.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Lokale Bündnisse für Familie&amp;lt;ref&amp;gt;https://lokale-buendnisse-fuer-familie.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
Albrecht, G. H. 2003. How Friendly are Family Friendly Policies? Business Ethics Quarterly, 13(2): 177–192.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anderson, D. M., Morgan, B. L., &amp;amp; Wilson, J. B. 2002. Perceptions of Family-Friendly Policies: University Versus Corporate Employees. Journal of Family and Economic Issues, 23(1): 73–92.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bombig, C. 2016. Insecure Work and Well-being: The Experience of Learning Support Officers in the Education Sector. E-Journal of International and Comparative Labour Studies, 5(3). http://ejcls.adapt.it/index.php/ejcls_adapt/article/view/300, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Clark, R. L., &amp;amp; d’Ambrosio, M. B. 2005b. RECRUITMENT, RETENTION, AND RETIREMENT: COMPENSATION AND EMPLOYMENT POLICIES FOR HIGHER EDUCATION. Educational Gerontology, 31(5): 385–403.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Designing and Implementing Family Friendly Policies in Higher Education. http://www.cew.umich.edu/PDFs/designing06.pdf, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feeney, M. K., Bernal, M., &amp;amp; Bowman, L. 2014. Enabling work? Family-friendly policies and academic productivity for men and women scientists. Science and Public Policy, 41(6): 750–764.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferguson, J. C. 1975. Fatty acid and carbohydrate storage in the annual reproductive cyclice of Echinaster. Comparative Biochemistry and Physiology. A, Comparative Physiology, 52(4): 585–590.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferrer, A., &amp;amp; Gagné, L. 2013. Family-friendly benefits? Journal of Management &amp;amp; Organization, 19(06): 721–741.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr, J. L., &amp;amp; Wolfram, C. D. 2012. Work Environment and OPT-out Rates at Motherhood across High-Education Career Paths. ILR Review, 65(4): 928–950.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hollenshead, C. S., Sullivan, B., Smith, G. C., August, L., &amp;amp; Hamilton, S. 2005. Work/family policies in higher education: Survey data and case studies of policy implementation. New Directions for Higher Education, 2005(130): 41–65.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jaoko, J. 2012. An Analysis of Supervisor Support of Policies on Workplace Flexibility. Journal of Social Service Research, 38(4): 541–548.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juhász,  T.  2010. Family-Friendly  Workplaces,  Family-Friendly Organizations. Doctoral Thesis. Győr, Hungary, Széchenyi István University Doctoral School of Regional and Economics Studies, 226, https://rgdi.sze.hu/files/Ertekezesek,%20tezisek/Juhasz%20Timea%20Tezis%20fuzet%20angolul.pdf, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kioko, S. M. 2017. The Effect of Family-Friendly Working Environment on Productivity of the Working Mother. Thesis, United States International University – Africa. http://erepo.usiu.ac.ke:8080/xmlui/handle/11732/3272, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knaflic, T., Nabergoj, A. S., &amp;amp; Pahor, M. 2010. Introdu-cing the Family-Friendly Workplace: An Analysis of its Effects on Organisations. MIC 2010: Social Responsibility, Professional Ethics, and Management; Proceedings of the 11th International Conference, Ankara, 24–27 November 2010 [Selected Papers]: 783–807. University of Primorska, Faculty of Management Koper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mills, D., &amp;amp; Berg, M. L. 2010. Gender, disembodiment and vocation: Exploring the unmentionables of British academic life. Critique of Anthropology, 30(4): 331–353.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Minocha, S., Hristov, D., &amp;amp; Reynolds, M. 2017. From graduate employability to employment: policy and practice in UK higher education: From graduate employability to employment. International Journal of Training and Development, 21(3): 235–248.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Muster, V., &amp;amp; Schrader, U. 2011. Green Work-Life Balance: A New Perspective for Green HRM. Zeitschrift Fuer Personalforschung, (2): 140–156.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nikunen, M. 2012a. Changing university work, freedom, flexibility and family. Studies in Higher Education, 37(6): 713–729.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nikunen, M. 2012b. Changing university work, freedom, flexibility and family. Studies in Higher Education, 37(6): 713–729.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rangel, E. 2004. Policies for Employment and Higher Education in Mexico: an Approach to Human Resource Development as Policy. Advances in Developing Human Resources, 6(3): 374–381.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Snape, E., &amp;amp; Redman, T. 2010. HRM Practices, Organi-zational Citizenship Behaviour, and Performance: A Multi-Level Analysis. Journal of Management Studies. https://doi.org/10.1111/j.1467-6486.2009.00911.x, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soleiman  Ahmady,  Farin  Tatari,  ShahramYazdani,  &amp;amp;  Seyed Ali Hosseini. 2016. A Comprehensive Approach in Recruitment and Employment Policies for Faculty Members&amp;amp;58; A Critical Review. International Journal of Medical Research and Health Sciences, 5(12): 356–364.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Waters, M. A. 2006. Work-family policies in the context of higher education: Useful or symbolic? Asia Pacific Journal of Human Resources, 44(1): 67–82.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wax, A. L. 2004. Family-Friendly Workplace Reform: Prospects for Change. The ANNALS of the American Academy of Political and Social Science, 596(1): 36–61.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welle-Strand, A. 2002. Continuing Higher Education in the Service University. What Are the Possibilities of Lifelong Learning in a Traditional Norwegian University? European Education, 34(1): 70–87.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wright, D. W., &amp;amp; Wysong, E. 1998. Family Friendly Work-place Benefits: Policy Mirage, Organizational Contexts, and Worker Power. Critical Sociology, 24(3): 244–276.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeytinoglu,U., I., B. Cooke, G., &amp;amp; L. Mann, S. 2010. Em-ployer Offered Family Support Programs, Gender and Voluntary and Involuntary Part-Time Work. Relations industrielles, 65(2): 177.Watanabe, M., &amp;amp; Falci, C. 2017. Workplace Faculty Friendships and Work-Family Culture. Innovative Higher Education, 42(2): 113–125.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiger_Forschungsbetrieb&amp;diff=5542</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiger Forschungsbetrieb</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiger_Forschungsbetrieb&amp;diff=5542"/>
		<updated>2020-10-25T18:00:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: /* Checkliste */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Betroffener Personenkreis ==&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag richtet sich an Nutzer und Beschäftigte im Laborbetrieb. Ferner sind Beschaffungsverantwortliche für Ge- und Verbrauchsgüter in Laboratorien und Versuchseinrichtungen sowie Werkstätten und Anlagenverantwortliche in hervorgehobener Rolle angesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz ==&lt;br /&gt;
Forschung  und  Lehre  sind  primäre  Aufgaben  einer  Hochschule. Neben den Inhalten einer nachhaltigen Forschung, die im Sinne eines Gesamtleitfadens bedeutsam sind (aber im Rahmen eines anderen Arbeitspakets behandelt werden, siehe [[Einzelleitfäden|die Leitfäden Forschung sowie Transfer]]), wird an dieser Stelle das Augenmerk auf forschungsunterstützende Betriebsprozesse gelenkt. Diese, den allgemeinen betrieblichen Prozessen zuzuordnenden Funktionen, umfassen die Bereitstellung von Ressourcen zur Erbringung und Gewährleistung der Forschungstätigkeit an Hochschulen sowie die Erfüllung rechtlicher und weiterer Forderungen für einen sicheren Betrieb. Der Forschungsbetrieb beinhaltet somit unterstützende Funktionen im Rahmen hochschulspezifischer Leistungserbringung.Im Gegensatz zum Lehrbetrieb liegt der Betrachtungsschwerpunkt des Forschungsbetriebes auf ressourcenintensiven  Einrichtungen  wie  Laboratorien  und  Versuchseinrichtungen (zum Beispiel Hochspannungslabore der Elektrotechnik) oder Werkstätten. Eine Sen-sibilisierung für einen möglichst ressourcenschonenden und emissionsarmen Forschungsbetrieb (ohne dem Freiheitspostulat entgegen zu stehen) ist nicht einfach. Sie bedarf als kommunikative Herausforderung in besonderem Maße einen offenen Austausch für Potentiale und neue Wege sowie ein gegenseitiges Verständnis zwischen Forschenden und Ressourcen-verantwortlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Der nachhaltige Forschungsbetrieb zielt darauf ab, Verbräuche und Emissionen sowie (gefährliche) Abfälle zu reduzieren, um negative Umweltauswirkungen zu vermeiden. Im Folgenden werden Bedingungen dargestellt, die für das Gelingen eines nachhaltigen Forschungsbetriebs bedeutsam sind. Diese erfolgskritischen Faktoren sind verschiedenen Handlungsfeldern zugeordnet. Anhand verschiedener Bausteine werden diese weiter konkretisiert und entlang bestimmter Maßnahmen aus-geführt. Die hier zusammengetragenen Hinweise behandeln schwerpunktmäßig organisationale und leitungsbezogene Aspekte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* fehlendes Interesse und Engagement&lt;br /&gt;
* große Disparitäten zwischen Laborgebäuden sowie Werkstätten und Anlagen&lt;br /&gt;
* fehlende Priorisierung von Nachhaltigkeit&lt;br /&gt;
* fehlende Erfassung von Emissionen und Verbräuchen&lt;br /&gt;
* Bürokratische Strukturen und Prozesse&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Festlegung von Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten&lt;br /&gt;
* Anwendung eines Code of Ethics&lt;br /&gt;
* Haltung zu moralisch belasteten Gütern formulieren (z. B. Rüstungsgütern)&lt;br /&gt;
* ethische Reflexion der Forschungsergebnisse&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste ==&lt;br /&gt;
Anhand des Betriebs von Laboren wird exemplarisch aufgezeigt, an welcher Stelle Potentiale zur Optimierung bestehen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Checkliste_N_Forschungsbetrieb_final.png|mini|links|Checkliste Forschungsbetrieb|link={{filepath:Checkliste_N_Forschungsbetrieb_final.pdf}}]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
Ein gelungenes Beispiel für die erfolgreiche Umsetzung eines nachhaltigen Forschungsbetriebs liefert die Harvard University mit ihrem „Green Labs Programme“&amp;lt;ref&amp;gt;https://green.harvard.edu/programs/green-labs&amp;lt;/ref&amp;gt;. Gemeinsam mit Forschenden, Mitarbeitenden, Fakultäten und Liegenschaftsverantwortlichen wurden anhand des Green Labs-Leitfadens Strukturen für einen nachhaltigen Laborbetrieb entwickelt und umgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links ==&lt;br /&gt;
* „Forschung für Nachhaltige Entwicklung – FONA3“/ Schwerpunktthema: Vorsorgeforschung&amp;lt;ref&amp;gt;  https://www.fona.de/medien/pdf/pdf_8rch1v/bmbf_fona3_2016_deutsch_barrierefrei.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* „Zukunftsfähige Hochschulen gestalten-Beispiele des Gelingens aus Lehre, Governance, Betrieb und Forschung“: Schwerpunktthema Nachhaltiger Hochschulbetrieb bzw. Schwerpunktthema Forschung&amp;lt;ref&amp;gt;https://netzwerk-n.org/wp-content/uploads/2018/08/ONLINE_Print_Version_GoodPracticeSammlung2018_netzwerkn_OnlineVersion-1.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* “GoGreenGuide- A Guide for iGEM Teams and Sustainable Scientific Bench Work”7&lt;br /&gt;
* Pennsilvania University- Green Labs&amp;lt;ref&amp;gt; http://2017.igem.org/wiki/images/6/60/T--TU_Dresden--GoGreenGuide.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Pennsilvania University- Green Lab&amp;lt;ref&amp;gt;     https://www.sustainability.upenn.edu/sites/default/files/Green%20Labs%20@%20Penn_0.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Harvard University- green Labs Guide&amp;lt;ref&amp;gt;  https://green.harvard.edu/sites/green.harvard.edu/files/GreenLabsGuide.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Harvard University- green Labs Guide&amp;lt;ref&amp;gt;   https://www.strath.ac.uk/media/ps/estatesmanagement/sustainability/labs/S-Labs-Good_Practice_Guide_120917.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ávila, L. V., Leal Filho, W., Brandli, L., Macgregor, C. J., Molthan-Hill, P., et al. 2017. Barriers to innovation and sustainability at universities around the world. Journal of Cleaner Production, 164: 1268–1278.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barnard, Z., &amp;amp; Van der Merwe, D. 2016. Innovative management for organizational sustainability in higher education. (L. de Sousa and Alex Tubawene Kanyimba, Ed.) International Journal of Sustainability in Higher Education, 17(2): 208–227.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bilodeau, L., Podger, J., &amp;amp; Abd-El-Aziz, A. 2014. Advancing campus and community sustainability: strategic alliances in action. International Journal of Sustaina-bility in Higher Education, 15(2): 157–168.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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Zarębska, J., &amp;amp; Michalska, M. 2016b. Ecological innova-tions as a chance for sustainable development – directions  and  obstacles  in  their  implementation. Management,  20(2).  https://doi.org/10.1515/man-ment-2015-0050.&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Datei:Checkliste_N_Forschungsbetrieb_final.pdf&amp;diff=5541</id>
		<title>Datei:Checkliste N Forschungsbetrieb final.pdf</title>
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		<updated>2020-10-25T17:58:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
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		<title>Datei:Checkliste N Forschungsbetrieb final.png</title>
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		<updated>2020-10-25T17:58:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
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		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Controlling</title>
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		<updated>2020-10-25T17:57:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: /* Maßnahmen und Implementierung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Betroffener Personenkreis==&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag richtet sich an Steuerungsverantwortliche an Hochschulen sowie operativ Tätige, die mit betrieblichen Kennzahlen arbeiten. Ferner richten sich die hier ausgeführten Hinweise an Nutzer und Betreiber hochschulischer Einrichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz==&lt;br /&gt;
Das kennzahlengestützte Controlling spielt im Rahmen eines nachhaltigen Betriebs von Hochschulen eine hervorgehobene Rolle. Durch die Erhebung relevanter Messgrößen lassen sich Rückschlüsse auf Optimierungspotentiale ziehen und relevante Prozesse steuern. Hierbei zeigt sich gleichermaßen eine ausgesprochene Schnittstellenfunktion, welche insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeitsberichterstattung eine gewichtige Funktion besitzt und die Perspektive des Hochschulbetriebes holistisch im institutionellen Kontext einbettet. Insbesondere auf Leitungsebene ist die Implementierung und (Erfolgs-)Kontrolle einer nachhaltigen Entwicklung im Rahmen betrieblicher Prozesse eine wichtige Steuerungsfunktion.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
== Ziele==&lt;br /&gt;
Die Kennzahlendarstellung im Bereich Controlling zielt darauf ab ein umfassendes Bild der relevanten Prozesse des Hochschulbetriebes zu zeichnen. Kern der Abbildung ist es Prozesse darzustellen, die wesentlich für den Betrieb von Hochschulen sind. Die Leserinnen und Leser sollen einen Überblick über die wichtigsten Messgrößen erhalten, wobei sich diese bei reduzierter Komplexität auf die wesentlichen Prozesse eines hochschulischen Betriebs beschränken: &lt;br /&gt;
* Beschaffung &lt;br /&gt;
* Liegenschaftenmanagement &lt;br /&gt;
* Entsorgung &lt;br /&gt;
* Forschungsbetrieb &lt;br /&gt;
* Marketing &lt;br /&gt;
* Mobilität &lt;br /&gt;
* Beschäftigungsverhältnisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemmnisse und Treiber==&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* Kurzfristige Planung&lt;br /&gt;
* Bürokratische Verwaltungsprozesse und unklare Zuständigkeiten&lt;br /&gt;
* Mangelnde Sensibilität für Nachhaltigkeit auf Leitungsebene&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Unterstützung auf der Leitungsebene&lt;br /&gt;
* Verfügbarkeit von Ressourcen zur Erfassung von Emissionen und Verbräuchen&lt;br /&gt;
* Verankerung Nachhaltiger Entwicklung in der Strategie&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maßnahmen und Implementierung ==&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden konkrete Handlungsfelder auf den Wertschöpfungsstufen definiert, welche für den hochschulischen Kontext besonders relevant sind. Ferner werden den Handlungsfeldern grundlegende Kennzahlen zugeordnet. Bei den hier aufgeführten Messgrößen sind eine möglichst reduzierte Komplexität sowie einfache Umsetzbarkeit maßgebliche Kriterien. Ferner ermöglichen die hier genannten Größen eine unmittelbare Anknüpfbarkeit an Kennzahlensysteme, wie den Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) oder auch die Global Reporting Initiative Guidelines (GRI G4).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Checkliste_N_Controlling_final_Seite_1.png|mini|links|Checkliste Controlling|link={{filepath:Checkliste_N_Controlling_final.pdf}}]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice==&lt;br /&gt;
Ein gelungenes Beispiel für die Umsetzung eines Nachhaltigkeitsorientierten Controllings an Hochschulen bietet die Sustainability Balanced Scorecard der Leuphana Universität Lüneburg, welche es erlaubt Nachhaltigkeitsprozesse an Hochschulen umfassend abzubilden. Dies ermöglicht es nicht zuletzt die Nachhaltigkeitsleistung an Hochschulen sichtbar (kontrollierbar) und schließlich steuerbar zu machen. Nähere Informationen und weiterführende Erläuterungen finden Sie hier&amp;lt;ref&amp;gt;http://www2.leuphana.de/umanagement/csm/content/nama/downloads/download_publikationen/10-8downloadversion.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links==&lt;br /&gt;
* Baukastensystem Nachhaltiger Campus (BNC)&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.hszg.de/hochschule/managementsysteme/umweltmanagement/baukastensystem-nachhaltiger-campus.html&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
* GRI G4&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.globalreporting.org/Pages/default.aspx&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
* Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK) sowie der spezifische Hochschul-DNK&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.deutscher-nachhaltigkeitskodex.de/fileadmin/user_upload/dnk/dok/160530_HS-DNK_Beta-Version_dt.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
* Die Sustainability Balanced Scorecard: Wertorientiertes Nachhaltigkeitsmanagement mit der Balanced Scorecard&amp;lt;ref&amp;gt;http://www2.leuphana.de/umanagement/csm/content/nama/downloads/download_publikationen/10-8downloadversion.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
	</entry>
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		<title>Datei:Checkliste N Controlling final.pdf</title>
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		<updated>2020-10-25T17:55:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Datei:Checkliste_N_Controlling_final_Seite_1.png&amp;diff=5537</id>
		<title>Datei:Checkliste N Controlling final Seite 1.png</title>
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		<updated>2020-10-25T17:55:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltige_Kommunikation&amp;diff=5536</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltige Kommunikation</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltige_Kommunikation&amp;diff=5536"/>
		<updated>2020-10-25T17:53:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: /* Checkliste */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Betroffener Personenkreis ==&lt;br /&gt;
Dieser  Beitrag  richtet  sich  an  Hochschulleitungen,  Nachhaltigkeitskoordinatoren  und  Verantwortliche  in den Stellen der Öffentlichkeitsarbeit, die sich mit der Umsetzung einer nachhaltigen Kommunikation an Hochschulen befassen. Zusätzlich müssen Daten durch technische Verwaltungen und administrativ tätige Personenkreise erhoben und bewertet und in geeigneter Form an Angehörige von Hochschulen (intern) und interessierte Kreise (extern) kommuniziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz – allgemein ==&lt;br /&gt;
In den letzten Jahren hat die Umwelt- und Nachhaltigkeitskommunikation für Unternehmen und Organisationen an Bedeutung gewonnen. Auch an Hochschulen ist eine Veränderung zu erkennen. Viele Hochschulen widmen sich den Themen der Nachhaltigkeit und erstellen NH-Berichte, die über ihre NH-Leistung informieren. Dies ist u.a. auf ein öffentliches Interesse und ein staatliches Engagement sowie auf die steigenden Mindestanforderungen durch z. B. EnEV, EEG, usw. zurückzuführen&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. DIN EN ISO 14063:2010&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das hat zur Folge, dass Unternehmen und Organisationen immer häufiger über die ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen ihrer Tätigkeiten, Produkte und Dienstleistungen berichten und darstellen, wie, z. B. schädliche Umweltaspekte reduziert werden&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. DIN EN ISO 14063:2010, S.8 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Hilfe einer nachhaltigen Kommunikationsstrategie können Anspruchsgruppen aktiv einbezogen und nachhaltigkeitsrelevante Themen einer Hochschule gezielt gestreut werden. Im Rahmen eines Kommunikationskonzeptes sind die Schaffung von Bewusstsein und die Sensibilisierung von internen und externen Interessen-kreisen sowie der Einbezug durch partizipative Maßnahmen die Basis eines Transformationsprozesses an Hochschulen. Die Partizipation hat weiterhin die Möglichkeit inter- und transdisziplinäre Inhalte an einer Hochschule zu vermitteln und ist damit handlungsfeldübergreifend einsetzbar.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbesserung, Verstetigung und der Ausbau der Beziehungen zu Anspruchsgruppen, die im engen Zusammenhang  mit  der  Erreichung  der  „Ziele“  einer  Hochschule stehen, sind nur durch eine gezielte und strategisch ausgerichtete NH-Kommunikation zu erreichen. Zusätzlich sind diese Maßnahmen die Basis für Vertrauen, Glaubwürdigkeit und Verständnis und sollten daher stets:&lt;br /&gt;
* aktuell,&lt;br /&gt;
* stimmig und widerspruchsfrei,&lt;br /&gt;
* verständlich und persönlich, sowie&lt;br /&gt;
* fair und (...) fassbar sein&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Renker (2008), S.154&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Grundlage für den Aufbau einer NH-Kommunikation muss sich die Hochschulleitung als oberstes Führungsgremium für den Aufbau und Erhalt verpflichten, Verantwortliche benennen und geeignete Ressourcen zur Verfügung stellen. Zudem müssen die Inhalte einer NH-Kommunikation  in der NH-Politik festgelegt werden. Dabei wird den interessierten Kreisen vermittelt, welche NH-Themen wesentlich sind, wie NH-Aspekte und deren Auswirkungen beeinflusst werden und wie die Hochschule diese Aspekte beeinflussen kann.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Entwicklung einer Strategie wird die Grundlage für die Umsetzung der nachhaltigkeitsbezogenen Kommunikationstätigkeiten gelegt. Dabei müssen Aspekte wie Festlegung von Zielsetzungen und das Identifizieren der interessierten Kreise berücksichtigt werden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das NH-Kommunikationskonzept und das (Umwelt-)Kommunikationskonzept einer Hochschule weisen thematische Schnittstellen auf und sollten aus diesem Grund als integriertes Kommunikationskonzept konzipiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interne Nachhaltigkeitskommunikation ==&lt;br /&gt;
=== Relevanz ===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Verbundprojektes „Hoch&amp;lt;sup&amp;gt;N&amp;lt;/sup&amp;gt;“ werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie Hochschulen Nachhaltigkeitsthemen verbreiten, Informationen streuen und nach außen kommunizieren können. Dazu sind die bestehenden internen und externen Kommunikationswege ein Ansatz um über die Leistungen der Hoch-schule zu berichten.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die interne NH-Kommunikation hat einen hohen Stellenwert, da sich die Angehörigen einer Hochschule mit der eigenen Organisation identifizieren und von einer Hochschulleitung eine transparente und fundierte Informationskultur  erwarten. Die  NH-Kommunikation  bezieht weiterhin Ansichten, Anforderungen und wissenschaftliche Erkenntnisse ein und befasst sich nicht nur mit der Information zur Nachhaltigkeitsleistung der Hochschule, sondern übernimmt eine wichtige Aufgabe eines wechselseitigen Austausches zur Interaktion mit internen Anspruchsgruppen. Durch eine ehrliche, greif-bare und verständliche Interaktion können Angehörige einer Hochschule eine wichtige Rolle als Multiplikatoren nach außen übernehmen um positiv über die Hochschule zu berichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiele für interne Anspruchsgruppen ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Interne Beschäftigte !! Interne Studierende&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  &lt;br /&gt;
* Hochschulleitung&lt;br /&gt;
* Beschäftige der Fakultäten und der Institute&lt;br /&gt;
* externe Dozent*innen&lt;br /&gt;
* Hochschulverwaltung&lt;br /&gt;
* zentrale Einrichtungen&lt;br /&gt;
* Fördervereine der HS&lt;br /&gt;
* Frauen / Männer &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
* Erstsemester / höhere Semester&lt;br /&gt;
* Studierende mit NH-Bezug&lt;br /&gt;
* Studiengänge mit NH-Bezug&lt;br /&gt;
* Bachelor / Master / Diplom&lt;br /&gt;
* KIA / Vollzeit / berufsbegleitend&lt;br /&gt;
* ausländische Studierende&lt;br /&gt;
* Frauen / Männer&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hemmnisse und Treiber ===&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* kein NH-Kommunikationskonzept vorhanden&lt;br /&gt;
* keine belastbaren Informationen (Daten und Maßnahmen ohne Zusammenhang&lt;br /&gt;
* keine Interaktion mit internen Anspruchsgruppen&lt;br /&gt;
* Kommunikation mit internen Anspruchsgruppen beschränkt sich auf Informationen&lt;br /&gt;
* fehlende Angebote zur Motivation und Partizipation&lt;br /&gt;
* mangelnde Akzeptanz für NH-Themen seitens Hochschulleitung und/oder Angehörige&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Verankerung eines NH-Kommunikationskonzeptes&lt;br /&gt;
* Vermittlung von Informationen zur NH-Kommunikation&lt;br /&gt;
* Sensibilisierung der internen Anspruchsgruppen für NH-In-formationen&lt;br /&gt;
* Schaffung von Akzeptanz und Transparenz&lt;br /&gt;
* Angebote zur Interaktion und Partizipation interner Anspruchsgruppen Aufarbeitung und Visualisierung von Daten und Informationen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Externe Nachhaltigkeitskommunikation ==&lt;br /&gt;
=== Relevanz ===&lt;br /&gt;
Die (gelebte) Nachhaltigkeit hat einen entscheidenden Einfluss auf Transparenz, Glaubwürdigkeit und Reputation einer Hochschule. Dabei ist Vertrauen ein Schlüsselfaktor, weil sich externe Anspruchsgruppen nur durch eine ehrliche und kontinuierliche Informationskultur von Maßnahmen für eine Verbesserung der NH-Aspekte überzeugen lassen. Eine weitere Steigerung der Akzeptanz kann durch den aktiven Einbezug und die Interaktion mit externen Anspruchsgruppen erzielt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiele für externe Anspruchsgruppen ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Externe Organisationen !! Externe Personenkreise&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  &lt;br /&gt;
* Partnerhochschulen regional/ überregional&lt;br /&gt;
* Netzwerk mit NH- oder Umweltbezug&lt;br /&gt;
* Unternehmen (Wirtschaft, NGO ́s, etc.)&lt;br /&gt;
* Lieferant*innen &lt;br /&gt;
* Behörden/öffentliche Verwaltung&lt;br /&gt;
* Studierendenwerke (regionale Verwaltungen); regionale Schulen&lt;br /&gt;
* Hochschulnahe regionale Vereine&lt;br /&gt;
* Initiativen und Projekte mit NH-Bezug&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
* Alumni und ehemalige Studierende&lt;br /&gt;
* Zukünftige Studierende regional/ überregional&lt;br /&gt;
* Ehemalige und zukünftige Beschäftigte&lt;br /&gt;
* Anwohner*innen, Nachbar*innen&lt;br /&gt;
* Überregionale Bevölkerung&lt;br /&gt;
* Frauen / Männer&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hemmnisse und Treiber ===&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* kein NH-Kommunikationskonzept vorhanden&lt;br /&gt;
* Informationen und Inhalte sind nicht für Externe relevant&lt;br /&gt;
* Informationen und Inhalte sind nicht für Externe zugänglich&lt;br /&gt;
* kein Konzept zur Interaktion mit Externen&lt;br /&gt;
* mangelndes Engagement auf Leitungsebene für den Einbezug von Externen&lt;br /&gt;
* fehlende Prioritäten in der NH-Berichterstattung (Vorbildfunktion)&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Einbezug von externen Anspruchsgruppen durch einen Stakeholderdialog (Erwartungen an steigende Themenvielfalt&lt;br /&gt;
* NH-Kommunikationskonzept mit Konkreten Inhalten für Externe; Konzept zur zielgruppengerechten Streuung der Informationen&lt;br /&gt;
* Konzept für den Einbezug relevanter Inhalte, Konzepte und Projekte mit NH-Bezug&lt;br /&gt;
* Hochschule als Innovator für Betrieb, Bildung und Forschung und Vorbild für externe Anspruchsgruppen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Eine Hochschule hat die Aufgabe, die Ziele der NH-Kommunikation so zu wählen, dass diese auch erreichbar sind. Dabei sollten Einzelziele mit den Zielen einer Institution übereinstimmen und messbar, realistisch und zeitbezogen sein. Dadurch wird es ermöglicht, Ergebnisse zu bewerten und zu bestimmen und es können konkrete Aussagen getroffen werden, ob Einzelziele erreicht wurden oder weitere Maßnahmen notwendig sind.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Formulierung von Zielen für ein Nachhaltigkeitskommunikationskonzept:&lt;br /&gt;
* Steigerung der Bekanntheit des NH-Kommunikationskonzeptes&lt;br /&gt;
* Umsetzung von gesellschaftlicher Verantwortung,&lt;br /&gt;
* Verbesserung der Nachhaltigkeitsleistung&lt;br /&gt;
* Steigerung der Reputation der Hochschule und der Profilierung innerhalb der Hochschullandschaft&lt;br /&gt;
* gezielte Integration von Anspruchsgruppen• Optimierung von Managementsystemen mit Nachhaltigkeitsbezug&lt;br /&gt;
* Steigerung der Innovationsfähigkeit der Institution,&lt;br /&gt;
* Anbindung an die strategische Ausrichtung der Hochschule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Formulierung von Einzelzielen ist eine operative Aufgabe von Hochschulen und richtet sich nach den Inhalten, die durch die Leitungsebene als relevant eingeschätzt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Checkliste_N_Marketing_Nachhaltigkeitskommunikation_final_Seite_1.png|mini|links|Checkliste Nachhaltigkeitskommunikation|link={{filepath:Checkliste_N_Marketing_Nachhaltigkeitskommunikation_final.pdf}}]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tag der Umwelt (TdU):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
An der Hochschule Zittau/Görlitz wird der Tag der Umwelt jährlich mit wechselnden nachhaltigen und umweltrelevanten Themen organisiert. Die Studierenden können Themenvorschläge einreichen und über relevante und interessante Inhalte abstimmen. Zu der Veranstaltung wird ein Programm aus Referenten mit Gastbeiträgen, Ausstellungen, interaktiven Bereichen zum Mitmachen und Diskussionsrunden zu den Themen-gebieten angeboten. Regionale Vereine und Initiativen können sich mit weiteren Programmpunkte in das Gesamtkonzept einbringen. &lt;br /&gt;
https://www.hszg.de/de/hochschule/managementsysteme/umweltmanagement/mach-mit/tag-der-umwelt-tdu.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gesundheits- und Umwelttage (GUt):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Veranstaltungsreihe wird ebenfalls im jährlichen Turnus an der HSZG durchgeführt und umfasst ein Programm für sieben Tage. Die Themen wechseln jährlich, allerdings werden auch gesundheitsspezifische Inhalte wie Rückenschulen, Rückenscreening und die bewegten Pausen angeboten. Weiterhin gibt es Workshops für Bewegung und richtige Sitzposition am Arbeitsplatz und Lauftreffs. Die Kombination mit dem Hochschulsportfest machen die GUt besonders attraktiv für interne und externe Interessengruppen. Im Rahmen des Hochschul-Firmen-Laufes können regionale Unternehmen und Hochschulangehörige an einer „Lauf-Challenge“ teilnehmen. Ein weiterer Programmpunkt ist die Schrittzähler-Challenge in der die Hochschulmitarbeiter*innen und die Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung aufgerufen sind ein Maximum an Schritten in einer Woche zu erzielen. Durch diese Aktionen können relevante Themenbereiche einer Hochschule intern und extern kommuniziert und eine aktive Partizipation erreicht werden.&lt;br /&gt;
https://www.hszg.de/hochschule/management-systeme/umweltmanagement/mach-mit/gesund-heits-und-umwelttage-gut.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Case Study - Nutzer*innenverhalten an der HSZG ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; Bearbeitung AB, Prof. BD / einfügen UB &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links ==&lt;br /&gt;
* DIN EN ISO 14001:2015 (7.4 Kommunikation) – Umweltmanagementsysteme – Anforderungen mit Anleitungen zur Anwendung&lt;br /&gt;
* DIN EN ISO 14063:2006 (5. Strategie der Umweltkommunikation) – Umweltmanagement – Umweltkommunikation – Anleitungen und Beispiele&lt;br /&gt;
* Integrierter Nachhaltigkeitsbericht an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung  Eberswalde: http://www.hnee.de/_obj/D52210FF-0814-4DD0-B920-BDC1CB95522A/outline/HNEE_Be-richt_2014_2015.pdf&lt;br /&gt;
* Mit dem CO2-Rechner des Umweltbundesamtes kann auf einfache Weise eine persönliche CO2-Bilanz erstellt werden. Der Begriff CO2 wird für die Menschen greifbarer, sie werden für eine zukunftsfähige Lebensweise sensibilisiert. http://www.uba.co2-rechner.de/de_DE/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ALBRECHT P. (2006): Nachhaltigkeitsberichterstattung an Hochschulen. Lüneburg, Online im Internet. http://www.leuphana.de/fileadmin/user_upload/For-schungseinrichtungen/infu/files/infu-reihe/33_06.pdf, April 14, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BOSCH, C., HOFMANN, M. &amp;amp; REJZLIK, W. (2005): Betriebliche  Kommunikations-  strategien  für  nachhaltiges  Wirtschaften. Eine empirische Studie. In: Berichte aus Energie- und Umweltforschung. Österreichisches Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, Wien, 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH): Sei ein Becherheld. https://www.duh.de/becherheld/, April 14, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DIN EN ISO 14001:2015 (7.4 Kommunikation) – Umweltmanagementsysteme – Anforderungen mit Anleitungen zur Anwendung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DIN EN ISO 14063:2006 (5. Strategie der Umweltkommunikation) – Umweltmanagement – Umweltkommunikation – Anleitungen und Beispiele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutscher Nachhaltikeits Kodex: Hochschul- DNK. https://www.deutscher-nachhaltigkeitskodex.de/de/dnk/hochschul-dnk.html, April 14, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HS-DNK: Anwendung des hochschulspezifischen Nachhaltigkeitskodex – ein Weg zur Nachhaltigkeitsberichterstattung an Hochschulen. https://www.deutscher-nachhaltigkeitskodex.de/fileadmin/user_upload/dnk/dok/leitfaden/20180509_Deutscher_Nachhaltigkeitskodex_Hochschulen.pdf, April 14, 2020. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leal Filho, W. et al. (2017). Identifying and overcoming obstacles to the implementation of sustainable development at universities. Journal of IntegratIve envIronmental ScIences. Vol 14, No. 1, 93-108. http://www.tandfonline.com/doi/pdf/10.1080,/1943815X.2017.1362007?needAccess=true, April 14, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RENKER, C. (2008): Kommunikationsmanagement – Grundlage für Entscheider. 3. Aufl., München: IFME-Edition, 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GRI: About sustainability reporting.  https://www.globalreporting.org/information/sustainability-reporting/Pages/default.aspx, April 14, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GRUPE, S. (2011): Public Relations – Ein Wegweiser für die PR-Praxis. Berlin – Heidelberg: Springer Verlag, 2011.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Datei:Checkliste_N_Marketing_Nachhaltigkeitskommunikation_final.pdf&amp;diff=5535</id>
		<title>Datei:Checkliste N Marketing Nachhaltigkeitskommunikation final.pdf</title>
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		<updated>2020-10-25T17:50:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
	</entry>
	<entry>
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		<title>Datei:Checkliste N Marketing Nachhaltigkeitskommunikation final Seite 1.png</title>
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		<updated>2020-10-25T17:50:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltige_Mobilit%C3%A4t&amp;diff=5533</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltige Mobilität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltige_Mobilit%C3%A4t&amp;diff=5533"/>
		<updated>2020-10-25T17:47:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: /* Arbeitswege - Checkliste */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Betroffener Personenkreis ==&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag richtet sich an Planungs- und Umsetzungsverantwortliche, die sich mit Mobilitätsfragen an der Hochschule auseinandersetzen. Der vorliegende Abschnitt adressiert dabei sowohl Beschäftigte im Verantwortungsbereich Mobilität, wie etwa Fuhrparkmanager, aber auch administrativ Tätige, welche sich mit der Bilanzierung und Planung auseinandersetzen. Nicht zuletzt richtet sich dieser Beitrag an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, sowie Mitarbeiter*innen in Technik und Verwaltung, wie auch insgesamt alle Hochschulangehörigen, welche für die Nutzung nachhaltiger Mobilitätslösungen sensibilisiert werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz – allgemein ==&lt;br /&gt;
Die internen Transporte der Hochschule durch ihren Fuhrpark sowie die Mobilität der Studierenden und Beschäftigten sowohl im Rahmen der Erfüllung ihrer Dienst- und Studienaufgaben als auch auf dem Arbeitsweg können für erhebliche Anteile der Umweltlasten einer Hochschule verantwortlich sein. Je nach Größe, Struktur und Lage der Hochschule bzw. des Campus können hierbei erhebliche Unterschiede bei den auftretenden Umweltlasten und deren Verteilung auf die einzelnen Segmente auftreten. Dies führt zur Notwendigkeit, diese Umweltbelastungen mit vergleichbaren Abgrenzungen zu bilanzieren und gegebenenfalls Maßnahmen zu deren Reduzierung festzulegen und umzusetzen. Prinzipiell kann man dabei unterscheiden in die Umweltlasten aus dem Betrieb des Fuhrparkes, aus den Dienstreisen der Beschäftigten und ggf. auch Studierenden und den Arbeitswegen der Beschäftigten und Studierenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fuhrpark == &lt;br /&gt;
=== Fuhrpark - Relevanz ===&lt;br /&gt;
Der Fuhrpark einer Hochschule erfüllt meist allgemeine Ver- und Entsorgungsaufgaben, übernimmt Personentransporte und steht für dienstliche Fahrten der Hochschulverwaltung zur Verfügung. Beispiele dafür sind:&lt;br /&gt;
* Abtransport von Reststoffen (z. B. Schrott)&lt;br /&gt;
* Anlieferung von Verbrauchsmaterialien (z. B. Gasflaschen)&lt;br /&gt;
* Transportaufgaben in Forschungsprojekten (z. B.&lt;br /&gt;
* Bauteile zu Projektpartnern)&lt;br /&gt;
* Personentransport bei Exkursionen&lt;br /&gt;
* Abholen von Gästen&lt;br /&gt;
* Dienstfahrten der Verwaltung&lt;br /&gt;
Je nach Struktur der Hochschule kann der Fuhrpark auch für Dienstfahrten aller Beschäftigten eingesetzt werden. Die Emissionen des Fuhrparks zählen nach der Systematik des Greenhouse Gas Protocol zu Scope 1, den direkten Emissionen. In diesem Bereich hat die Hochschulverwaltung durch den direkten Zugriff auf Betrieb und Flotteninvestitionen den unmittelbarsten Einfluss auf die Umwelteffekte der Mobilität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fuhrpark – Ziele ===&lt;br /&gt;
Die Emissionen, die aus den Aktivitäten des Fuhrparks resultieren, lassen sich aus den Daten zu Fahrleistungen und Verbräuchen des Fuhrparkes bestimmen, die in jedem Fuhrpark verfügbar sein sollten. Im Beispielfall der TU Dresden ergaben die Berechnungen jedoch, dass der Fuhrpark nur für ca. 1 % der verkehrlichen CO2-Äquivalent-Emissionen der TU Dresden verantwortlich war. Die anderen 99 % resultierten aus Dienstreisen und Arbeitswegen der Beschäftigten und Studierenden. Dennoch kann eine nachhaltige Ausrichtung des Betriebes und der Flottenentwicklung des Fuhrparkes einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Gesamtbilanz der Hochschule leisten. Zielführend ist hierzu eine Analyse der Umweltbelastungen aus dem Betrieb des Fuhrparkes und eine Prognose der Entwicklung für den Fall unveränderten Handelns. Darauf aufbauend können Zielstellungen für die weitere Fuhrparkentwicklung erarbeitet werden und mit Finanzaufwänden hinterlegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fuhrpark - Hemmnisse und Treiber ===&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* Mangelnde Ressourcen (Personal und finanzielle Mittel)&lt;br /&gt;
* unzureichende Systematik der Erfassung von Emissionen und Verbräuche&lt;br /&gt;
* Mangel an Akzeptanz und Wissen zu alternativen Antriebe&lt;br /&gt;
* Fehlende Priorisierung von Nachhaltigkeit&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Verankerung von Nachhaltigkeitszielen in der Strategie&lt;br /&gt;
* Verfügbarkeit von Ressourcen zur Umsetzung neuer Technologien (z. B. Ladeinfrastruktur)&lt;br /&gt;
* Akzeptanz und Transparenz&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fuhrpark - Checkliste ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Checkliste_N_Fuhrpark_final.png|mini|links|Checkliste Fuhrpark|link={{filepath:Checkliste_N_Fuhrpark_final.pdf}}]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dienstreisen ==&lt;br /&gt;
=== Dienstreisen - Relevanz ===&lt;br /&gt;
Für Hochschulen haben Dienstreisen einen hohen Stellenwert. Die Vernetzung im Rahmen von Konferenzen und Fachtagungen, der gegenseitige Austausch von Vortragsrednern oder das Arbeitstreffen im Rahmen von Forschungsprojekten mit nationalen und internationalen Partnern sind substantieller Bestandteil der Aktivitäten von Hochschulen. Während also ansonsten bei Maßnahmen im Verkehrsbereich oft eine Reduzierung der Verkehrsleistungen angestrebt wird, stellt sich im Hochschulbereich die Frage, ob die Reduktion der Verkehrsleistung der Beschäftigten ein Ziel sein kann, oder ob eine hohe Mobilität der Beschäftigten gerade ein Qualitätsmerkmal einer gut vernetzten Hochschule ist. Als alternative Möglichkeit werden hier oft moderne Kommunikationstechnologien für Webkonferenzen oder virtuelle Meetings genannt, die zweifellos in Zukunft noch verstärkter zum Einsatz kommen werden. Andererseits muss festgestellt werden, dass gerade diese Kommunikationstechnologien die Globalisierung von Wissenschaft und Lehre vorantreiben und somit bei dynamischer Betrachtung zum langfristigen Anwachsen der Verkehrsleistungen beitragen. Virtuelle Meetings machen eine Projektzusammenarbeit zwischen räumlich weit entfernten Hochschulen möglich, die komplette Bearbeitung von Projekten ohne persönliche Treffen zum Projektbeginn und -abschluss ist dabei eher selten. Eine einzelne Flugreise in die USA kann aber in ihrer Klimawirkung diejenige von regelmäßigen Fahrten zu innerdeutschen Zielen um ein Vielfaches übertreffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dienstreisen - Ziele ===&lt;br /&gt;
Für die Auswertung der Dienstreisen muss an der TU Dresden auf die elektronischen Daten der Reisekostenstelle zurückgegriffen werden. Die Analyse der durchgeführten Dienstreisen im Jahre 2016 ergab, dass von den ca. 19.000 abgerechneten Dienstreisen 44 % mit dem Pkw, 28 % mit der Bahn, 23 % mit dem Flugzeug, 3 % mit dem ÖPNV, 2 % mit dem Fernbus und 0,3 % mit dem Fahrrad durchgeführt wurden. Markant ist dabei, dass im Rahmen der 23 % Flugreisen 71 % der Personenkilometer zurückgelegt wurden und 84 % der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Äquivalentemissionen freigesetzt wurden. Insgesamt sind die Dienstreisen Ursache für 44 % der mobilitätsbedingten CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Äquivalent-Emissionen der TU Dresden, wobei allein die dienstlichen Flugreisen für 37 % der mobilitätsbedingten CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Äquivalent-Emissionen der TU Dresden verantwortlich sind. Die Dienstreisen erzeugen also einen erheblichen Anteil der Umweltbelastungen aus den Aktivitäten einer Hochschule. Bei der Suche nach Ansätzen zur Reduzierung dieser Umweltlasten stößt man wie bereits erwähnt auf das Problem, dass ein internationaler Austausch zu den Aufgaben und Qualitätsmerkmalen einer Hochschule gehört. Natürlich kann die Sinnhaftigkeit einzelner Flugreisen hinterfragt werden, die letztliche Entscheidungshoheit liegt aber bei den Mitarbeitenden und kann kaum eingeschränkt werden. Im Fokus der Zielsetzung sollte deshalb die Entwicklung eines entsprechenden Bewusstseins bei den Akteuren und eine möglichst umweltschonende Abwicklung des unvermeidbaren Verkehrs stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachhaltige Ausrichtung von Dienstreisen - Hemmnisse und Treiber ===&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* Bürokratische Verwaltungsprozesse&lt;br /&gt;
* Entscheidungshoheit in Eigenverantwortung der Mitarbeitenden&lt;br /&gt;
* Unzureichendes Wissen über die Umweltwirkungen der Verkehrsmittel&lt;br /&gt;
* Mangelnde Erfassungs- und Bewertungsansätze&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Vermittlung von Wissen über die Umweltwirkungen der Verkehrsmittel&lt;br /&gt;
* Vermittlung von Wissen über mögliche Alternativen &lt;br /&gt;
* Berücksichtigung der Dienstreisen in der Nachhaltigkeitsbilanzierung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dienstreisen - Checkliste ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Checkliste_N_Dienstreisen_final.png|mini|links|Checkliste Dienstreisen|link={{filepath:Checkliste_N_Dienstreisen_final.pdf}}]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dienstreisen - Good Practice ===&lt;br /&gt;
Ein Beispiel, wie Dienstreisen und damit verbundene Emissionen gänzlich vermieden oder zumindest signifikant reduziert werden können, bietet die Nutzung digitaler Konferenzformate, wie sie im Rahmen von HOCHN (u. a. Arbeitspaket Betrieb) bereits erfolgreich erprobt und etabliert wurden. Mit einem Kurzleitfaden für virtuelle Veranstaltungen existiert bereits ein praktikabler Ansatz, der eine niederschwellige Durchführung entsprechender Übertragungsformate aufzeigt. Nähere Informationen und weiterführende Hilfestellungen finden Sie auf den Seiten des HOCH&amp;lt;sup&amp;gt;N&amp;lt;/sup&amp;gt; Verbunds sowie auf der [https://www.hochn.uni-hamburg.de/ HOCH&amp;lt;sup&amp;gt;N&amp;lt;/sup&amp;gt; Webseite].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeitswege ==&lt;br /&gt;
=== Arbeitswege - Relevanz ===&lt;br /&gt;
CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Bilanzen für Hochschulen treffen ihre Abgrenzungen oft so, dass die vorgelagerten Scope 3-Emissionen des Berufsverkehrs nicht einbezogen werden. Dies kann man damit begründen, dass die Verkehrsmittelwahl der Studierenden und Beschäftigten deren Privatangelegenheit ist und nicht von der Hochschule zu verantworten sind. Auf der anderen Seite kann die Hochschule durch die Ausgestaltung der Rahmenbedingungen einen erheblichen Einfluss auf die Art des Berufsverkehrs ausüben und somit positive Umwelteffekte erzielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitswege – Ziele ===&lt;br /&gt;
Eine Analyse des Berufsverkehrs an der TU Dresden hat erhebliche Unterschiede im Verkehrsverhalten der Studierenden und der Beschäftigten ergeben.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Studierende:&#039;&#039;&#039; Für die Besonderheiten der studentischen Mobilität sind zum einen soziodemografische Merkmale von Bedeutung. Studierende sind jünger, haben ein geringeres verfügbares Einkommen und dementsprechend auch eine geringere Pkw-Verfügbarkeit als durchschnittliche Werktätige. Außerdem wird die studentische Mobilität von standörtlichen und infrastrukturellen Faktoren der Hochschule beeinflusst. Die Stadtgröße, die Lage einer Hochschule, die standortspezifische Wohnortverteilung und das Angebot des ÖV sind von großer Bedeutung für die Verkehrsmittelwahl der Studierenden. Einen ebenfalls erheblichen Einfluss können auch von der Hochschule gesetzte Randbedingungen haben. So führt das für alle verbindliche Semesterticket in Dresden dazu, dass die Studierenden ihre Wege zur Hochschule zu etwa 60 % mit dem ÖV und nur zu 4 % mit dem MIV zurücklegen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beschäftigte:&#039;&#039;&#039; Selbstverständlich unterscheidet sich das Verkehrsverhalten der Hochschulbeschäftigten von dem der Studierenden. Dies ist bedingt durch Unterschiede in soziodemografischen Daten, Wohnortverteilung, Pkw-Verfügbarkeit und Nichtvorhandensein eines Semestertickets. Gezeigt hat die Analyse der Berufswege der Hochschulbeschäftigten in Dresden aber auch, dass sich deren Verkehrsverhalten deutlich vom Verkehrsverhalten der Grundgesamtheit der Werktätigen innerhalb der Stadt unterscheidet. Dies ist bedingt durch Unterschiede in der Altersverteilung, der Wohnortverteilung und der verkehrlichen Anbindung der Hochschule im Vergleich zu anderen Arbeitsplätzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesen Randbedingungen resultiert die Notwendigkeit, die Festlegung von Zielen und Maßnahmen im Mobilitätsbereich auf eine Analyse des konkreten Verkehrsverhaltens von Studierenden und Beschäftigten am Hochschulstandort zu gründen. Dies kann nicht auf der Grundlage allgemeiner Mobilitätskennziffern erfolgen, sondern nur auf der Grundlage lokaler Erhebungen. Als Ziele können dann Modal Split-Werte oder Emissionswerte definiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitswege - Hemmnisse und Treiber ===&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* unklare Zuständigkeiten auf Verwaltungsebene (Immobilien, Personal, Finanzierung)&lt;br /&gt;
* mangelnde Zusammenarbeit mit beteiligten Institutionen (Stadtverwaltung, Verkehrsbetriebe, Immobilienmanagement)&lt;br /&gt;
* unzureichendes Wissen über die Umweltwirkungen der Verkehrsmittel&lt;br /&gt;
* mangelnde Bewertungsansätze&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Berücksichtigung der Arbeitswege in der Nachhaltigkeitsbilanzierung&lt;br /&gt;
* Vermittlung von Wissen über die Umweltwirkungen der Verkehrsmittel&lt;br /&gt;
* Vermittlung von Wissen über mögliche Alternativen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitswege - Checkliste ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Checkliste_N_Arbeitswege_final_Seite_1.png|mini|links|Checkliste Arbeitswege|link={{filepath:Checkliste_N_Arbeitswege_final.pdf}}]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitswege - Good Practice ===&lt;br /&gt;
Als Good Practice-Beispiel für die Arbeitswege der Studierenden kann hier die TU Dresden genannt werden. Im Rahmen einer Online-Umfrage durch den Lehrstuhl für Verkehrsökologie im Jahre 2014 wurde ein Modal Split von 4 % motorisiertem Individualverkehr, 59 % ÖV, 22 % Radverkehr und 15 % Fußverkehr ermittelt. Bedingt ist dieses Ergebnis durch das verbindliche Semesterticket für alle Studierenden, welches über den Semesterbeitrag finanziert wird, die zentrale Lage des Campus der TU Dresden und das sehr gute Angebot an Bussen und Bahnen der Dresdner Verkehrsbetriebe. Ergänzt wird das Angebot durch die weitgehend kostenfreie Nutzungsmöglichkeit des Bikesharings ebenfalls über das Semesterticket. Auch bezüglich der Arbeitswege der Beschäftigten erreicht die TU Dresden mit 28 % MIV, 28 % ÖV, 35 % Radverkehr und 9 % Fußverkehr sehr gute Werte. Der verhältnismäßig geringe MIV-Anteil ist dabei u. a. durch die mangelnde Stellplatzverfügbarkeit auf dem Campus begründet. Da das für die Beschäftigten angebotene Jobticket aufgrund mangelnder Attraktivität wenig genutzt wird, wird vor allem auf den Radverkehr ausgewichen. Daraus ergibt sich Handlungsbedarf bezüglich der Radverkehrsinfrastruktur, welcher derzeit (August 2018) im Rahmen eines Masterplanes Campusgestaltung analysiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links ==&lt;br /&gt;
* Umweltbundesamt, Vergleich der durchschnittlichen Emissionen einzelner Verkehrsmittel im Personenverkehr&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.umweltbundesamt.de/bild/vergleich-der-durchschnittlichen-emissionen-0&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Mobilitätsumfrage des Umweltbundesamtes 2013&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/mobilitaetsumfrage-des-umweltbundesamtes-2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Travel Demand Management&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.witpress.com/Secure/elibrary/papers/UT14/UT14006FU1.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Betriebliches Mobilitätsmanagement Modellprojekt Bonn&amp;lt;ref&amp;gt;https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/s00548-014-0310-8.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* BMVI, Förderrichtlinie „Betriebliches Mobilitätsmanagement“&amp;lt;ref&amp;gt;https://mobil-gewinnt.de/neu-forderrichtlinie&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
* Betriebliches Mobilitätsmanagement der Universität Kassel&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.uni-kassel.de/themen/fileadmin/datas/themen/effizient-mobil/Bilder/&lt;br /&gt;
Dena_Studie_2010_PGN.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umweltbundesamt 2018, Vergleich der durchschnittlichen Emissionen einzelner Verkehrsmittel im Personenverkehr: https://www.umweltbundesamt.de/bild/vergleich-der-durchschnittlichen-emissionen-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umweltbundesamt 2014, Mobilitätsumfrage des Umweltbundesamtes 2013 https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/mbilitaetsumfrage-des-umweltbundesamtes-2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Valta, Victoria, Mobilitätsmanagement an Universitäten, Masterarbeit Universität Graz, November 2016: http://nachhaltigeuniversitaeten.at/wp-content/uploads/2017/04/Masterarbeit-Valta-V.-Mobilit%C3%A4tsmanagement-an-Universit%C3%A4ten_endg%C3%BCltig-14022017.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A. Khan, M. Mohammadzadeh &amp;amp; A. Syam, A travel plan as a tool for modifying university  staff and students’ travel behaviour towards sustainable practices, WIT Transactions on The Built Environment, Vol 138, 2014 https://www.witpress.com/Secure/elibrary/papers/UT14/UT14006FU1.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
F. Guntermann, H. Monheim, C. Wiegandt. S. Wörmer: Betriebliches Mobilitätsmanagement - Eine Chance für die Bonner Verkehrsentwicklung, Online publiziert: 21. Februar 2014 Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2014 https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/s00548014-0310-8.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BMVI 2018, Bekanntmachung Förderrichtlinie „Betriebliches Mobilitätsmanagement“ https://mobil-gewinnt.de/neu-forderrichtlinie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsgruppe Nord, Betriebliches Mobilitätsmanagement der Universität Kassel, Kassel 2010 https://www.uni-kassel.de/themen/fileadmin/datas/themen/effizient-mobil/Bilder/Dena_Studie_2010_PGN.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
S. Bauer, Mobilitätsmanagement zur Verbesserung einer nachhaltigen Erreichbarkeit von Universitäten März 2009, 214 Seiten https://tu-dresden.de/bu/umwelt/lfre/studium/pruefungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K.-F. Baumeister, Radfahren auf dem TU-Campus – Ist-Analyse der Radverkehrsinfrastruktur und Ableitung von Handlungsempfehlungen für die Verwaltung. Diplomarbeit an der Professur für Verkehrsökologie, TU Dresden (2016). In: Becker, U. / Becker, T. (Hrsg.) Verkehrsökologische Schriftenreihe (2/2016). ISSN 2367315X. https://tu-dresden.de/bu/verkehr/ivs/voeko/studium/verkehrsoekologische-schriftenreihe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
U. Reutter, Befragung zum Mobilitätsverhalten der Studierenden an der TU Kaiserslautern, Kaiserslautern 2013 https://www.bauing.uni-kl.de/fileadmin/imove/dateien/Projektberichte/2013-07-29_Auswertung_Mobilitaetsverhalten_Studierende_TU_KL.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
N. Waag, Wie mobil sind Studierende? Auswertung einer Befragung zum Verkehrsverhalten von Studierenden an der TU Dresden, Diplomarbeit 2014 https://forschungsinfo.tu-dresden.de/detail/abschlussarbeit/34517&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
N. Neumann, Studentisches Mobilitätsverhalten im Sommersemester 2014 – Auswertung einer Online Erhebungen, Bachelorarbeit, 2015 https://www.orchid.inf.tu-dresden.de/teaching/theses/list/index.php?fis_type=abschlussarbeit&amp;amp;fis_id=37489&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landeshauptstadt Dresden, Stadtplanungsamt, Abteilung Verkehrsentwicklungsplanung, Ergebnisse des SrV 2013 für Dresden und das Umland, Zusammenstellung wesentlicher Fakten, Dresden 2014 https://www.dresden.de/media/pdf/stadtplanung/verkehr/SrV_Faktenband.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BMVBS 2010, Mobilität in Deutschland 2008 Tabellenband http://www.mobilitaet-in-deutschland.de/pdf/MiD2008_Tabellenband.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
World Resources Institute and World Business Council for Sustainable Development, The Greenhouse Gas Protocol, A Corporate Accounting and Reporting Standard, March 2004 https://ghgprotocol.org/sites/default/files/standards/ghg-protocol-revised.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Datei:Checkliste_N_Arbeitswege_final.pdf&amp;diff=5532</id>
		<title>Datei:Checkliste N Arbeitswege final.pdf</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Datei:Checkliste_N_Arbeitswege_final.pdf&amp;diff=5532"/>
		<updated>2020-10-25T17:45:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Datei:Checkliste_N_Arbeitswege_final_Seite_1.png&amp;diff=5531</id>
		<title>Datei:Checkliste N Arbeitswege final Seite 1.png</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Datei:Checkliste_N_Arbeitswege_final_Seite_1.png&amp;diff=5531"/>
		<updated>2020-10-25T17:45:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltige_Mobilit%C3%A4t&amp;diff=5530</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltige Mobilität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltige_Mobilit%C3%A4t&amp;diff=5530"/>
		<updated>2020-10-25T17:44:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: /* Fuhrpark - Checkliste */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Betroffener Personenkreis ==&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag richtet sich an Planungs- und Umsetzungsverantwortliche, die sich mit Mobilitätsfragen an der Hochschule auseinandersetzen. Der vorliegende Abschnitt adressiert dabei sowohl Beschäftigte im Verantwortungsbereich Mobilität, wie etwa Fuhrparkmanager, aber auch administrativ Tätige, welche sich mit der Bilanzierung und Planung auseinandersetzen. Nicht zuletzt richtet sich dieser Beitrag an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, sowie Mitarbeiter*innen in Technik und Verwaltung, wie auch insgesamt alle Hochschulangehörigen, welche für die Nutzung nachhaltiger Mobilitätslösungen sensibilisiert werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz – allgemein ==&lt;br /&gt;
Die internen Transporte der Hochschule durch ihren Fuhrpark sowie die Mobilität der Studierenden und Beschäftigten sowohl im Rahmen der Erfüllung ihrer Dienst- und Studienaufgaben als auch auf dem Arbeitsweg können für erhebliche Anteile der Umweltlasten einer Hochschule verantwortlich sein. Je nach Größe, Struktur und Lage der Hochschule bzw. des Campus können hierbei erhebliche Unterschiede bei den auftretenden Umweltlasten und deren Verteilung auf die einzelnen Segmente auftreten. Dies führt zur Notwendigkeit, diese Umweltbelastungen mit vergleichbaren Abgrenzungen zu bilanzieren und gegebenenfalls Maßnahmen zu deren Reduzierung festzulegen und umzusetzen. Prinzipiell kann man dabei unterscheiden in die Umweltlasten aus dem Betrieb des Fuhrparkes, aus den Dienstreisen der Beschäftigten und ggf. auch Studierenden und den Arbeitswegen der Beschäftigten und Studierenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fuhrpark == &lt;br /&gt;
=== Fuhrpark - Relevanz ===&lt;br /&gt;
Der Fuhrpark einer Hochschule erfüllt meist allgemeine Ver- und Entsorgungsaufgaben, übernimmt Personentransporte und steht für dienstliche Fahrten der Hochschulverwaltung zur Verfügung. Beispiele dafür sind:&lt;br /&gt;
* Abtransport von Reststoffen (z. B. Schrott)&lt;br /&gt;
* Anlieferung von Verbrauchsmaterialien (z. B. Gasflaschen)&lt;br /&gt;
* Transportaufgaben in Forschungsprojekten (z. B.&lt;br /&gt;
* Bauteile zu Projektpartnern)&lt;br /&gt;
* Personentransport bei Exkursionen&lt;br /&gt;
* Abholen von Gästen&lt;br /&gt;
* Dienstfahrten der Verwaltung&lt;br /&gt;
Je nach Struktur der Hochschule kann der Fuhrpark auch für Dienstfahrten aller Beschäftigten eingesetzt werden. Die Emissionen des Fuhrparks zählen nach der Systematik des Greenhouse Gas Protocol zu Scope 1, den direkten Emissionen. In diesem Bereich hat die Hochschulverwaltung durch den direkten Zugriff auf Betrieb und Flotteninvestitionen den unmittelbarsten Einfluss auf die Umwelteffekte der Mobilität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fuhrpark – Ziele ===&lt;br /&gt;
Die Emissionen, die aus den Aktivitäten des Fuhrparks resultieren, lassen sich aus den Daten zu Fahrleistungen und Verbräuchen des Fuhrparkes bestimmen, die in jedem Fuhrpark verfügbar sein sollten. Im Beispielfall der TU Dresden ergaben die Berechnungen jedoch, dass der Fuhrpark nur für ca. 1 % der verkehrlichen CO2-Äquivalent-Emissionen der TU Dresden verantwortlich war. Die anderen 99 % resultierten aus Dienstreisen und Arbeitswegen der Beschäftigten und Studierenden. Dennoch kann eine nachhaltige Ausrichtung des Betriebes und der Flottenentwicklung des Fuhrparkes einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Gesamtbilanz der Hochschule leisten. Zielführend ist hierzu eine Analyse der Umweltbelastungen aus dem Betrieb des Fuhrparkes und eine Prognose der Entwicklung für den Fall unveränderten Handelns. Darauf aufbauend können Zielstellungen für die weitere Fuhrparkentwicklung erarbeitet werden und mit Finanzaufwänden hinterlegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fuhrpark - Hemmnisse und Treiber ===&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* Mangelnde Ressourcen (Personal und finanzielle Mittel)&lt;br /&gt;
* unzureichende Systematik der Erfassung von Emissionen und Verbräuche&lt;br /&gt;
* Mangel an Akzeptanz und Wissen zu alternativen Antriebe&lt;br /&gt;
* Fehlende Priorisierung von Nachhaltigkeit&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Verankerung von Nachhaltigkeitszielen in der Strategie&lt;br /&gt;
* Verfügbarkeit von Ressourcen zur Umsetzung neuer Technologien (z. B. Ladeinfrastruktur)&lt;br /&gt;
* Akzeptanz und Transparenz&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fuhrpark - Checkliste ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Checkliste_N_Fuhrpark_final.png|mini|links|Checkliste Fuhrpark|link={{filepath:Checkliste_N_Fuhrpark_final.pdf}}]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dienstreisen ==&lt;br /&gt;
=== Dienstreisen - Relevanz ===&lt;br /&gt;
Für Hochschulen haben Dienstreisen einen hohen Stellenwert. Die Vernetzung im Rahmen von Konferenzen und Fachtagungen, der gegenseitige Austausch von Vortragsrednern oder das Arbeitstreffen im Rahmen von Forschungsprojekten mit nationalen und internationalen Partnern sind substantieller Bestandteil der Aktivitäten von Hochschulen. Während also ansonsten bei Maßnahmen im Verkehrsbereich oft eine Reduzierung der Verkehrsleistungen angestrebt wird, stellt sich im Hochschulbereich die Frage, ob die Reduktion der Verkehrsleistung der Beschäftigten ein Ziel sein kann, oder ob eine hohe Mobilität der Beschäftigten gerade ein Qualitätsmerkmal einer gut vernetzten Hochschule ist. Als alternative Möglichkeit werden hier oft moderne Kommunikationstechnologien für Webkonferenzen oder virtuelle Meetings genannt, die zweifellos in Zukunft noch verstärkter zum Einsatz kommen werden. Andererseits muss festgestellt werden, dass gerade diese Kommunikationstechnologien die Globalisierung von Wissenschaft und Lehre vorantreiben und somit bei dynamischer Betrachtung zum langfristigen Anwachsen der Verkehrsleistungen beitragen. Virtuelle Meetings machen eine Projektzusammenarbeit zwischen räumlich weit entfernten Hochschulen möglich, die komplette Bearbeitung von Projekten ohne persönliche Treffen zum Projektbeginn und -abschluss ist dabei eher selten. Eine einzelne Flugreise in die USA kann aber in ihrer Klimawirkung diejenige von regelmäßigen Fahrten zu innerdeutschen Zielen um ein Vielfaches übertreffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dienstreisen - Ziele ===&lt;br /&gt;
Für die Auswertung der Dienstreisen muss an der TU Dresden auf die elektronischen Daten der Reisekostenstelle zurückgegriffen werden. Die Analyse der durchgeführten Dienstreisen im Jahre 2016 ergab, dass von den ca. 19.000 abgerechneten Dienstreisen 44 % mit dem Pkw, 28 % mit der Bahn, 23 % mit dem Flugzeug, 3 % mit dem ÖPNV, 2 % mit dem Fernbus und 0,3 % mit dem Fahrrad durchgeführt wurden. Markant ist dabei, dass im Rahmen der 23 % Flugreisen 71 % der Personenkilometer zurückgelegt wurden und 84 % der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Äquivalentemissionen freigesetzt wurden. Insgesamt sind die Dienstreisen Ursache für 44 % der mobilitätsbedingten CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Äquivalent-Emissionen der TU Dresden, wobei allein die dienstlichen Flugreisen für 37 % der mobilitätsbedingten CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Äquivalent-Emissionen der TU Dresden verantwortlich sind. Die Dienstreisen erzeugen also einen erheblichen Anteil der Umweltbelastungen aus den Aktivitäten einer Hochschule. Bei der Suche nach Ansätzen zur Reduzierung dieser Umweltlasten stößt man wie bereits erwähnt auf das Problem, dass ein internationaler Austausch zu den Aufgaben und Qualitätsmerkmalen einer Hochschule gehört. Natürlich kann die Sinnhaftigkeit einzelner Flugreisen hinterfragt werden, die letztliche Entscheidungshoheit liegt aber bei den Mitarbeitenden und kann kaum eingeschränkt werden. Im Fokus der Zielsetzung sollte deshalb die Entwicklung eines entsprechenden Bewusstseins bei den Akteuren und eine möglichst umweltschonende Abwicklung des unvermeidbaren Verkehrs stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachhaltige Ausrichtung von Dienstreisen - Hemmnisse und Treiber ===&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* Bürokratische Verwaltungsprozesse&lt;br /&gt;
* Entscheidungshoheit in Eigenverantwortung der Mitarbeitenden&lt;br /&gt;
* Unzureichendes Wissen über die Umweltwirkungen der Verkehrsmittel&lt;br /&gt;
* Mangelnde Erfassungs- und Bewertungsansätze&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Vermittlung von Wissen über die Umweltwirkungen der Verkehrsmittel&lt;br /&gt;
* Vermittlung von Wissen über mögliche Alternativen &lt;br /&gt;
* Berücksichtigung der Dienstreisen in der Nachhaltigkeitsbilanzierung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dienstreisen - Checkliste ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Checkliste_N_Dienstreisen_final.png|mini|links|Checkliste Dienstreisen|link={{filepath:Checkliste_N_Dienstreisen_final.pdf}}]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dienstreisen - Good Practice ===&lt;br /&gt;
Ein Beispiel, wie Dienstreisen und damit verbundene Emissionen gänzlich vermieden oder zumindest signifikant reduziert werden können, bietet die Nutzung digitaler Konferenzformate, wie sie im Rahmen von HOCHN (u. a. Arbeitspaket Betrieb) bereits erfolgreich erprobt und etabliert wurden. Mit einem Kurzleitfaden für virtuelle Veranstaltungen existiert bereits ein praktikabler Ansatz, der eine niederschwellige Durchführung entsprechender Übertragungsformate aufzeigt. Nähere Informationen und weiterführende Hilfestellungen finden Sie auf den Seiten des HOCH&amp;lt;sup&amp;gt;N&amp;lt;/sup&amp;gt; Verbunds sowie auf der [https://www.hochn.uni-hamburg.de/ HOCH&amp;lt;sup&amp;gt;N&amp;lt;/sup&amp;gt; Webseite].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeitswege ==&lt;br /&gt;
=== Arbeitswege - Relevanz ===&lt;br /&gt;
CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Bilanzen für Hochschulen treffen ihre Abgrenzungen oft so, dass die vorgelagerten Scope 3-Emissionen des Berufsverkehrs nicht einbezogen werden. Dies kann man damit begründen, dass die Verkehrsmittelwahl der Studierenden und Beschäftigten deren Privatangelegenheit ist und nicht von der Hochschule zu verantworten sind. Auf der anderen Seite kann die Hochschule durch die Ausgestaltung der Rahmenbedingungen einen erheblichen Einfluss auf die Art des Berufsverkehrs ausüben und somit positive Umwelteffekte erzielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitswege – Ziele ===&lt;br /&gt;
Eine Analyse des Berufsverkehrs an der TU Dresden hat erhebliche Unterschiede im Verkehrsverhalten der Studierenden und der Beschäftigten ergeben.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Studierende:&#039;&#039;&#039; Für die Besonderheiten der studentischen Mobilität sind zum einen soziodemografische Merkmale von Bedeutung. Studierende sind jünger, haben ein geringeres verfügbares Einkommen und dementsprechend auch eine geringere Pkw-Verfügbarkeit als durchschnittliche Werktätige. Außerdem wird die studentische Mobilität von standörtlichen und infrastrukturellen Faktoren der Hochschule beeinflusst. Die Stadtgröße, die Lage einer Hochschule, die standortspezifische Wohnortverteilung und das Angebot des ÖV sind von großer Bedeutung für die Verkehrsmittelwahl der Studierenden. Einen ebenfalls erheblichen Einfluss können auch von der Hochschule gesetzte Randbedingungen haben. So führt das für alle verbindliche Semesterticket in Dresden dazu, dass die Studierenden ihre Wege zur Hochschule zu etwa 60 % mit dem ÖV und nur zu 4 % mit dem MIV zurücklegen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beschäftigte:&#039;&#039;&#039; Selbstverständlich unterscheidet sich das Verkehrsverhalten der Hochschulbeschäftigten von dem der Studierenden. Dies ist bedingt durch Unterschiede in soziodemografischen Daten, Wohnortverteilung, Pkw-Verfügbarkeit und Nichtvorhandensein eines Semestertickets. Gezeigt hat die Analyse der Berufswege der Hochschulbeschäftigten in Dresden aber auch, dass sich deren Verkehrsverhalten deutlich vom Verkehrsverhalten der Grundgesamtheit der Werktätigen innerhalb der Stadt unterscheidet. Dies ist bedingt durch Unterschiede in der Altersverteilung, der Wohnortverteilung und der verkehrlichen Anbindung der Hochschule im Vergleich zu anderen Arbeitsplätzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesen Randbedingungen resultiert die Notwendigkeit, die Festlegung von Zielen und Maßnahmen im Mobilitätsbereich auf eine Analyse des konkreten Verkehrsverhaltens von Studierenden und Beschäftigten am Hochschulstandort zu gründen. Dies kann nicht auf der Grundlage allgemeiner Mobilitätskennziffern erfolgen, sondern nur auf der Grundlage lokaler Erhebungen. Als Ziele können dann Modal Split-Werte oder Emissionswerte definiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitswege - Hemmnisse und Treiber ===&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* unklare Zuständigkeiten auf Verwaltungsebene (Immobilien, Personal, Finanzierung)&lt;br /&gt;
* mangelnde Zusammenarbeit mit beteiligten Institutionen (Stadtverwaltung, Verkehrsbetriebe, Immobilienmanagement)&lt;br /&gt;
* unzureichendes Wissen über die Umweltwirkungen der Verkehrsmittel&lt;br /&gt;
* mangelnde Bewertungsansätze&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Berücksichtigung der Arbeitswege in der Nachhaltigkeitsbilanzierung&lt;br /&gt;
* Vermittlung von Wissen über die Umweltwirkungen der Verkehrsmittel&lt;br /&gt;
* Vermittlung von Wissen über mögliche Alternativen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitswege - Checkliste ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;Checkliste einfügen&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitswege - Good Practice ===&lt;br /&gt;
Als Good Practice-Beispiel für die Arbeitswege der Studierenden kann hier die TU Dresden genannt werden. Im Rahmen einer Online-Umfrage durch den Lehrstuhl für Verkehrsökologie im Jahre 2014 wurde ein Modal Split von 4 % motorisiertem Individualverkehr, 59 % ÖV, 22 % Radverkehr und 15 % Fußverkehr ermittelt. Bedingt ist dieses Ergebnis durch das verbindliche Semesterticket für alle Studierenden, welches über den Semesterbeitrag finanziert wird, die zentrale Lage des Campus der TU Dresden und das sehr gute Angebot an Bussen und Bahnen der Dresdner Verkehrsbetriebe. Ergänzt wird das Angebot durch die weitgehend kostenfreie Nutzungsmöglichkeit des Bikesharings ebenfalls über das Semesterticket. Auch bezüglich der Arbeitswege der Beschäftigten erreicht die TU Dresden mit 28 % MIV, 28 % ÖV, 35 % Radverkehr und 9 % Fußverkehr sehr gute Werte. Der verhältnismäßig geringe MIV-Anteil ist dabei u. a. durch die mangelnde Stellplatzverfügbarkeit auf dem Campus begründet. Da das für die Beschäftigten angebotene Jobticket aufgrund mangelnder Attraktivität wenig genutzt wird, wird vor allem auf den Radverkehr ausgewichen. Daraus ergibt sich Handlungsbedarf bezüglich der Radverkehrsinfrastruktur, welcher derzeit (August 2018) im Rahmen eines Masterplanes Campusgestaltung analysiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links ==&lt;br /&gt;
* Umweltbundesamt, Vergleich der durchschnittlichen Emissionen einzelner Verkehrsmittel im Personenverkehr&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.umweltbundesamt.de/bild/vergleich-der-durchschnittlichen-emissionen-0&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Mobilitätsumfrage des Umweltbundesamtes 2013&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/mobilitaetsumfrage-des-umweltbundesamtes-2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Travel Demand Management&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.witpress.com/Secure/elibrary/papers/UT14/UT14006FU1.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Betriebliches Mobilitätsmanagement Modellprojekt Bonn&amp;lt;ref&amp;gt;https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/s00548-014-0310-8.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* BMVI, Förderrichtlinie „Betriebliches Mobilitätsmanagement“&amp;lt;ref&amp;gt;https://mobil-gewinnt.de/neu-forderrichtlinie&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
* Betriebliches Mobilitätsmanagement der Universität Kassel&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.uni-kassel.de/themen/fileadmin/datas/themen/effizient-mobil/Bilder/&lt;br /&gt;
Dena_Studie_2010_PGN.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umweltbundesamt 2018, Vergleich der durchschnittlichen Emissionen einzelner Verkehrsmittel im Personenverkehr: https://www.umweltbundesamt.de/bild/vergleich-der-durchschnittlichen-emissionen-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umweltbundesamt 2014, Mobilitätsumfrage des Umweltbundesamtes 2013 https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/mbilitaetsumfrage-des-umweltbundesamtes-2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Valta, Victoria, Mobilitätsmanagement an Universitäten, Masterarbeit Universität Graz, November 2016: http://nachhaltigeuniversitaeten.at/wp-content/uploads/2017/04/Masterarbeit-Valta-V.-Mobilit%C3%A4tsmanagement-an-Universit%C3%A4ten_endg%C3%BCltig-14022017.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A. Khan, M. Mohammadzadeh &amp;amp; A. Syam, A travel plan as a tool for modifying university  staff and students’ travel behaviour towards sustainable practices, WIT Transactions on The Built Environment, Vol 138, 2014 https://www.witpress.com/Secure/elibrary/papers/UT14/UT14006FU1.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
F. Guntermann, H. Monheim, C. Wiegandt. S. Wörmer: Betriebliches Mobilitätsmanagement - Eine Chance für die Bonner Verkehrsentwicklung, Online publiziert: 21. Februar 2014 Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2014 https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/s00548014-0310-8.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BMVI 2018, Bekanntmachung Förderrichtlinie „Betriebliches Mobilitätsmanagement“ https://mobil-gewinnt.de/neu-forderrichtlinie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsgruppe Nord, Betriebliches Mobilitätsmanagement der Universität Kassel, Kassel 2010 https://www.uni-kassel.de/themen/fileadmin/datas/themen/effizient-mobil/Bilder/Dena_Studie_2010_PGN.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
S. Bauer, Mobilitätsmanagement zur Verbesserung einer nachhaltigen Erreichbarkeit von Universitäten März 2009, 214 Seiten https://tu-dresden.de/bu/umwelt/lfre/studium/pruefungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K.-F. Baumeister, Radfahren auf dem TU-Campus – Ist-Analyse der Radverkehrsinfrastruktur und Ableitung von Handlungsempfehlungen für die Verwaltung. Diplomarbeit an der Professur für Verkehrsökologie, TU Dresden (2016). In: Becker, U. / Becker, T. (Hrsg.) Verkehrsökologische Schriftenreihe (2/2016). ISSN 2367315X. https://tu-dresden.de/bu/verkehr/ivs/voeko/studium/verkehrsoekologische-schriftenreihe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
U. Reutter, Befragung zum Mobilitätsverhalten der Studierenden an der TU Kaiserslautern, Kaiserslautern 2013 https://www.bauing.uni-kl.de/fileadmin/imove/dateien/Projektberichte/2013-07-29_Auswertung_Mobilitaetsverhalten_Studierende_TU_KL.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
N. Waag, Wie mobil sind Studierende? Auswertung einer Befragung zum Verkehrsverhalten von Studierenden an der TU Dresden, Diplomarbeit 2014 https://forschungsinfo.tu-dresden.de/detail/abschlussarbeit/34517&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
N. Neumann, Studentisches Mobilitätsverhalten im Sommersemester 2014 – Auswertung einer Online Erhebungen, Bachelorarbeit, 2015 https://www.orchid.inf.tu-dresden.de/teaching/theses/list/index.php?fis_type=abschlussarbeit&amp;amp;fis_id=37489&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landeshauptstadt Dresden, Stadtplanungsamt, Abteilung Verkehrsentwicklungsplanung, Ergebnisse des SrV 2013 für Dresden und das Umland, Zusammenstellung wesentlicher Fakten, Dresden 2014 https://www.dresden.de/media/pdf/stadtplanung/verkehr/SrV_Faktenband.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BMVBS 2010, Mobilität in Deutschland 2008 Tabellenband http://www.mobilitaet-in-deutschland.de/pdf/MiD2008_Tabellenband.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
World Resources Institute and World Business Council for Sustainable Development, The Greenhouse Gas Protocol, A Corporate Accounting and Reporting Standard, March 2004 https://ghgprotocol.org/sites/default/files/standards/ghg-protocol-revised.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Datei:Checkliste_N_Fuhrpark_final.png&amp;diff=5529</id>
		<title>Datei:Checkliste N Fuhrpark final.png</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Datei:Checkliste_N_Fuhrpark_final.png&amp;diff=5529"/>
		<updated>2020-10-25T17:41:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Datei:Checkliste_N_Fuhrpark_final.pdf&amp;diff=5528</id>
		<title>Datei:Checkliste N Fuhrpark final.pdf</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Datei:Checkliste_N_Fuhrpark_final.pdf&amp;diff=5528"/>
		<updated>2020-10-25T17:40:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltige_Mobilit%C3%A4t&amp;diff=5527</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltige Mobilität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltige_Mobilit%C3%A4t&amp;diff=5527"/>
		<updated>2020-10-25T17:39:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: /* Dienstreisen - Checkliste */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Betroffener Personenkreis ==&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag richtet sich an Planungs- und Umsetzungsverantwortliche, die sich mit Mobilitätsfragen an der Hochschule auseinandersetzen. Der vorliegende Abschnitt adressiert dabei sowohl Beschäftigte im Verantwortungsbereich Mobilität, wie etwa Fuhrparkmanager, aber auch administrativ Tätige, welche sich mit der Bilanzierung und Planung auseinandersetzen. Nicht zuletzt richtet sich dieser Beitrag an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, sowie Mitarbeiter*innen in Technik und Verwaltung, wie auch insgesamt alle Hochschulangehörigen, welche für die Nutzung nachhaltiger Mobilitätslösungen sensibilisiert werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz – allgemein ==&lt;br /&gt;
Die internen Transporte der Hochschule durch ihren Fuhrpark sowie die Mobilität der Studierenden und Beschäftigten sowohl im Rahmen der Erfüllung ihrer Dienst- und Studienaufgaben als auch auf dem Arbeitsweg können für erhebliche Anteile der Umweltlasten einer Hochschule verantwortlich sein. Je nach Größe, Struktur und Lage der Hochschule bzw. des Campus können hierbei erhebliche Unterschiede bei den auftretenden Umweltlasten und deren Verteilung auf die einzelnen Segmente auftreten. Dies führt zur Notwendigkeit, diese Umweltbelastungen mit vergleichbaren Abgrenzungen zu bilanzieren und gegebenenfalls Maßnahmen zu deren Reduzierung festzulegen und umzusetzen. Prinzipiell kann man dabei unterscheiden in die Umweltlasten aus dem Betrieb des Fuhrparkes, aus den Dienstreisen der Beschäftigten und ggf. auch Studierenden und den Arbeitswegen der Beschäftigten und Studierenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fuhrpark == &lt;br /&gt;
=== Fuhrpark - Relevanz ===&lt;br /&gt;
Der Fuhrpark einer Hochschule erfüllt meist allgemeine Ver- und Entsorgungsaufgaben, übernimmt Personentransporte und steht für dienstliche Fahrten der Hochschulverwaltung zur Verfügung. Beispiele dafür sind:&lt;br /&gt;
* Abtransport von Reststoffen (z. B. Schrott)&lt;br /&gt;
* Anlieferung von Verbrauchsmaterialien (z. B. Gasflaschen)&lt;br /&gt;
* Transportaufgaben in Forschungsprojekten (z. B.&lt;br /&gt;
* Bauteile zu Projektpartnern)&lt;br /&gt;
* Personentransport bei Exkursionen&lt;br /&gt;
* Abholen von Gästen&lt;br /&gt;
* Dienstfahrten der Verwaltung&lt;br /&gt;
Je nach Struktur der Hochschule kann der Fuhrpark auch für Dienstfahrten aller Beschäftigten eingesetzt werden. Die Emissionen des Fuhrparks zählen nach der Systematik des Greenhouse Gas Protocol zu Scope 1, den direkten Emissionen. In diesem Bereich hat die Hochschulverwaltung durch den direkten Zugriff auf Betrieb und Flotteninvestitionen den unmittelbarsten Einfluss auf die Umwelteffekte der Mobilität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fuhrpark – Ziele ===&lt;br /&gt;
Die Emissionen, die aus den Aktivitäten des Fuhrparks resultieren, lassen sich aus den Daten zu Fahrleistungen und Verbräuchen des Fuhrparkes bestimmen, die in jedem Fuhrpark verfügbar sein sollten. Im Beispielfall der TU Dresden ergaben die Berechnungen jedoch, dass der Fuhrpark nur für ca. 1 % der verkehrlichen CO2-Äquivalent-Emissionen der TU Dresden verantwortlich war. Die anderen 99 % resultierten aus Dienstreisen und Arbeitswegen der Beschäftigten und Studierenden. Dennoch kann eine nachhaltige Ausrichtung des Betriebes und der Flottenentwicklung des Fuhrparkes einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Gesamtbilanz der Hochschule leisten. Zielführend ist hierzu eine Analyse der Umweltbelastungen aus dem Betrieb des Fuhrparkes und eine Prognose der Entwicklung für den Fall unveränderten Handelns. Darauf aufbauend können Zielstellungen für die weitere Fuhrparkentwicklung erarbeitet werden und mit Finanzaufwänden hinterlegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fuhrpark - Hemmnisse und Treiber ===&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* Mangelnde Ressourcen (Personal und finanzielle Mittel)&lt;br /&gt;
* unzureichende Systematik der Erfassung von Emissionen und Verbräuche&lt;br /&gt;
* Mangel an Akzeptanz und Wissen zu alternativen Antriebe&lt;br /&gt;
* Fehlende Priorisierung von Nachhaltigkeit&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Verankerung von Nachhaltigkeitszielen in der Strategie&lt;br /&gt;
* Verfügbarkeit von Ressourcen zur Umsetzung neuer Technologien (z. B. Ladeinfrastruktur)&lt;br /&gt;
* Akzeptanz und Transparenz&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fuhrpark - Checkliste ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;Checkliste einfügen&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dienstreisen ==&lt;br /&gt;
=== Dienstreisen - Relevanz ===&lt;br /&gt;
Für Hochschulen haben Dienstreisen einen hohen Stellenwert. Die Vernetzung im Rahmen von Konferenzen und Fachtagungen, der gegenseitige Austausch von Vortragsrednern oder das Arbeitstreffen im Rahmen von Forschungsprojekten mit nationalen und internationalen Partnern sind substantieller Bestandteil der Aktivitäten von Hochschulen. Während also ansonsten bei Maßnahmen im Verkehrsbereich oft eine Reduzierung der Verkehrsleistungen angestrebt wird, stellt sich im Hochschulbereich die Frage, ob die Reduktion der Verkehrsleistung der Beschäftigten ein Ziel sein kann, oder ob eine hohe Mobilität der Beschäftigten gerade ein Qualitätsmerkmal einer gut vernetzten Hochschule ist. Als alternative Möglichkeit werden hier oft moderne Kommunikationstechnologien für Webkonferenzen oder virtuelle Meetings genannt, die zweifellos in Zukunft noch verstärkter zum Einsatz kommen werden. Andererseits muss festgestellt werden, dass gerade diese Kommunikationstechnologien die Globalisierung von Wissenschaft und Lehre vorantreiben und somit bei dynamischer Betrachtung zum langfristigen Anwachsen der Verkehrsleistungen beitragen. Virtuelle Meetings machen eine Projektzusammenarbeit zwischen räumlich weit entfernten Hochschulen möglich, die komplette Bearbeitung von Projekten ohne persönliche Treffen zum Projektbeginn und -abschluss ist dabei eher selten. Eine einzelne Flugreise in die USA kann aber in ihrer Klimawirkung diejenige von regelmäßigen Fahrten zu innerdeutschen Zielen um ein Vielfaches übertreffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dienstreisen - Ziele ===&lt;br /&gt;
Für die Auswertung der Dienstreisen muss an der TU Dresden auf die elektronischen Daten der Reisekostenstelle zurückgegriffen werden. Die Analyse der durchgeführten Dienstreisen im Jahre 2016 ergab, dass von den ca. 19.000 abgerechneten Dienstreisen 44 % mit dem Pkw, 28 % mit der Bahn, 23 % mit dem Flugzeug, 3 % mit dem ÖPNV, 2 % mit dem Fernbus und 0,3 % mit dem Fahrrad durchgeführt wurden. Markant ist dabei, dass im Rahmen der 23 % Flugreisen 71 % der Personenkilometer zurückgelegt wurden und 84 % der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Äquivalentemissionen freigesetzt wurden. Insgesamt sind die Dienstreisen Ursache für 44 % der mobilitätsbedingten CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Äquivalent-Emissionen der TU Dresden, wobei allein die dienstlichen Flugreisen für 37 % der mobilitätsbedingten CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Äquivalent-Emissionen der TU Dresden verantwortlich sind. Die Dienstreisen erzeugen also einen erheblichen Anteil der Umweltbelastungen aus den Aktivitäten einer Hochschule. Bei der Suche nach Ansätzen zur Reduzierung dieser Umweltlasten stößt man wie bereits erwähnt auf das Problem, dass ein internationaler Austausch zu den Aufgaben und Qualitätsmerkmalen einer Hochschule gehört. Natürlich kann die Sinnhaftigkeit einzelner Flugreisen hinterfragt werden, die letztliche Entscheidungshoheit liegt aber bei den Mitarbeitenden und kann kaum eingeschränkt werden. Im Fokus der Zielsetzung sollte deshalb die Entwicklung eines entsprechenden Bewusstseins bei den Akteuren und eine möglichst umweltschonende Abwicklung des unvermeidbaren Verkehrs stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachhaltige Ausrichtung von Dienstreisen - Hemmnisse und Treiber ===&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* Bürokratische Verwaltungsprozesse&lt;br /&gt;
* Entscheidungshoheit in Eigenverantwortung der Mitarbeitenden&lt;br /&gt;
* Unzureichendes Wissen über die Umweltwirkungen der Verkehrsmittel&lt;br /&gt;
* Mangelnde Erfassungs- und Bewertungsansätze&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Vermittlung von Wissen über die Umweltwirkungen der Verkehrsmittel&lt;br /&gt;
* Vermittlung von Wissen über mögliche Alternativen &lt;br /&gt;
* Berücksichtigung der Dienstreisen in der Nachhaltigkeitsbilanzierung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dienstreisen - Checkliste ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Checkliste_N_Dienstreisen_final.png|mini|links|Checkliste Dienstreisen|link={{filepath:Checkliste_N_Dienstreisen_final.pdf}}]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dienstreisen - Good Practice ===&lt;br /&gt;
Ein Beispiel, wie Dienstreisen und damit verbundene Emissionen gänzlich vermieden oder zumindest signifikant reduziert werden können, bietet die Nutzung digitaler Konferenzformate, wie sie im Rahmen von HOCHN (u. a. Arbeitspaket Betrieb) bereits erfolgreich erprobt und etabliert wurden. Mit einem Kurzleitfaden für virtuelle Veranstaltungen existiert bereits ein praktikabler Ansatz, der eine niederschwellige Durchführung entsprechender Übertragungsformate aufzeigt. Nähere Informationen und weiterführende Hilfestellungen finden Sie auf den Seiten des HOCH&amp;lt;sup&amp;gt;N&amp;lt;/sup&amp;gt; Verbunds sowie auf der [https://www.hochn.uni-hamburg.de/ HOCH&amp;lt;sup&amp;gt;N&amp;lt;/sup&amp;gt; Webseite].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeitswege ==&lt;br /&gt;
=== Arbeitswege - Relevanz ===&lt;br /&gt;
CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Bilanzen für Hochschulen treffen ihre Abgrenzungen oft so, dass die vorgelagerten Scope 3-Emissionen des Berufsverkehrs nicht einbezogen werden. Dies kann man damit begründen, dass die Verkehrsmittelwahl der Studierenden und Beschäftigten deren Privatangelegenheit ist und nicht von der Hochschule zu verantworten sind. Auf der anderen Seite kann die Hochschule durch die Ausgestaltung der Rahmenbedingungen einen erheblichen Einfluss auf die Art des Berufsverkehrs ausüben und somit positive Umwelteffekte erzielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitswege – Ziele ===&lt;br /&gt;
Eine Analyse des Berufsverkehrs an der TU Dresden hat erhebliche Unterschiede im Verkehrsverhalten der Studierenden und der Beschäftigten ergeben.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Studierende:&#039;&#039;&#039; Für die Besonderheiten der studentischen Mobilität sind zum einen soziodemografische Merkmale von Bedeutung. Studierende sind jünger, haben ein geringeres verfügbares Einkommen und dementsprechend auch eine geringere Pkw-Verfügbarkeit als durchschnittliche Werktätige. Außerdem wird die studentische Mobilität von standörtlichen und infrastrukturellen Faktoren der Hochschule beeinflusst. Die Stadtgröße, die Lage einer Hochschule, die standortspezifische Wohnortverteilung und das Angebot des ÖV sind von großer Bedeutung für die Verkehrsmittelwahl der Studierenden. Einen ebenfalls erheblichen Einfluss können auch von der Hochschule gesetzte Randbedingungen haben. So führt das für alle verbindliche Semesterticket in Dresden dazu, dass die Studierenden ihre Wege zur Hochschule zu etwa 60 % mit dem ÖV und nur zu 4 % mit dem MIV zurücklegen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beschäftigte:&#039;&#039;&#039; Selbstverständlich unterscheidet sich das Verkehrsverhalten der Hochschulbeschäftigten von dem der Studierenden. Dies ist bedingt durch Unterschiede in soziodemografischen Daten, Wohnortverteilung, Pkw-Verfügbarkeit und Nichtvorhandensein eines Semestertickets. Gezeigt hat die Analyse der Berufswege der Hochschulbeschäftigten in Dresden aber auch, dass sich deren Verkehrsverhalten deutlich vom Verkehrsverhalten der Grundgesamtheit der Werktätigen innerhalb der Stadt unterscheidet. Dies ist bedingt durch Unterschiede in der Altersverteilung, der Wohnortverteilung und der verkehrlichen Anbindung der Hochschule im Vergleich zu anderen Arbeitsplätzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesen Randbedingungen resultiert die Notwendigkeit, die Festlegung von Zielen und Maßnahmen im Mobilitätsbereich auf eine Analyse des konkreten Verkehrsverhaltens von Studierenden und Beschäftigten am Hochschulstandort zu gründen. Dies kann nicht auf der Grundlage allgemeiner Mobilitätskennziffern erfolgen, sondern nur auf der Grundlage lokaler Erhebungen. Als Ziele können dann Modal Split-Werte oder Emissionswerte definiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitswege - Hemmnisse und Treiber ===&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* unklare Zuständigkeiten auf Verwaltungsebene (Immobilien, Personal, Finanzierung)&lt;br /&gt;
* mangelnde Zusammenarbeit mit beteiligten Institutionen (Stadtverwaltung, Verkehrsbetriebe, Immobilienmanagement)&lt;br /&gt;
* unzureichendes Wissen über die Umweltwirkungen der Verkehrsmittel&lt;br /&gt;
* mangelnde Bewertungsansätze&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Berücksichtigung der Arbeitswege in der Nachhaltigkeitsbilanzierung&lt;br /&gt;
* Vermittlung von Wissen über die Umweltwirkungen der Verkehrsmittel&lt;br /&gt;
* Vermittlung von Wissen über mögliche Alternativen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitswege - Checkliste ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;Checkliste einfügen&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitswege - Good Practice ===&lt;br /&gt;
Als Good Practice-Beispiel für die Arbeitswege der Studierenden kann hier die TU Dresden genannt werden. Im Rahmen einer Online-Umfrage durch den Lehrstuhl für Verkehrsökologie im Jahre 2014 wurde ein Modal Split von 4 % motorisiertem Individualverkehr, 59 % ÖV, 22 % Radverkehr und 15 % Fußverkehr ermittelt. Bedingt ist dieses Ergebnis durch das verbindliche Semesterticket für alle Studierenden, welches über den Semesterbeitrag finanziert wird, die zentrale Lage des Campus der TU Dresden und das sehr gute Angebot an Bussen und Bahnen der Dresdner Verkehrsbetriebe. Ergänzt wird das Angebot durch die weitgehend kostenfreie Nutzungsmöglichkeit des Bikesharings ebenfalls über das Semesterticket. Auch bezüglich der Arbeitswege der Beschäftigten erreicht die TU Dresden mit 28 % MIV, 28 % ÖV, 35 % Radverkehr und 9 % Fußverkehr sehr gute Werte. Der verhältnismäßig geringe MIV-Anteil ist dabei u. a. durch die mangelnde Stellplatzverfügbarkeit auf dem Campus begründet. Da das für die Beschäftigten angebotene Jobticket aufgrund mangelnder Attraktivität wenig genutzt wird, wird vor allem auf den Radverkehr ausgewichen. Daraus ergibt sich Handlungsbedarf bezüglich der Radverkehrsinfrastruktur, welcher derzeit (August 2018) im Rahmen eines Masterplanes Campusgestaltung analysiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links ==&lt;br /&gt;
* Umweltbundesamt, Vergleich der durchschnittlichen Emissionen einzelner Verkehrsmittel im Personenverkehr&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.umweltbundesamt.de/bild/vergleich-der-durchschnittlichen-emissionen-0&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Mobilitätsumfrage des Umweltbundesamtes 2013&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/mobilitaetsumfrage-des-umweltbundesamtes-2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Travel Demand Management&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.witpress.com/Secure/elibrary/papers/UT14/UT14006FU1.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Betriebliches Mobilitätsmanagement Modellprojekt Bonn&amp;lt;ref&amp;gt;https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/s00548-014-0310-8.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* BMVI, Förderrichtlinie „Betriebliches Mobilitätsmanagement“&amp;lt;ref&amp;gt;https://mobil-gewinnt.de/neu-forderrichtlinie&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
* Betriebliches Mobilitätsmanagement der Universität Kassel&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.uni-kassel.de/themen/fileadmin/datas/themen/effizient-mobil/Bilder/&lt;br /&gt;
Dena_Studie_2010_PGN.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umweltbundesamt 2018, Vergleich der durchschnittlichen Emissionen einzelner Verkehrsmittel im Personenverkehr: https://www.umweltbundesamt.de/bild/vergleich-der-durchschnittlichen-emissionen-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umweltbundesamt 2014, Mobilitätsumfrage des Umweltbundesamtes 2013 https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/mbilitaetsumfrage-des-umweltbundesamtes-2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Valta, Victoria, Mobilitätsmanagement an Universitäten, Masterarbeit Universität Graz, November 2016: http://nachhaltigeuniversitaeten.at/wp-content/uploads/2017/04/Masterarbeit-Valta-V.-Mobilit%C3%A4tsmanagement-an-Universit%C3%A4ten_endg%C3%BCltig-14022017.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A. Khan, M. Mohammadzadeh &amp;amp; A. Syam, A travel plan as a tool for modifying university  staff and students’ travel behaviour towards sustainable practices, WIT Transactions on The Built Environment, Vol 138, 2014 https://www.witpress.com/Secure/elibrary/papers/UT14/UT14006FU1.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
F. Guntermann, H. Monheim, C. Wiegandt. S. Wörmer: Betriebliches Mobilitätsmanagement - Eine Chance für die Bonner Verkehrsentwicklung, Online publiziert: 21. Februar 2014 Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2014 https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/s00548014-0310-8.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BMVI 2018, Bekanntmachung Förderrichtlinie „Betriebliches Mobilitätsmanagement“ https://mobil-gewinnt.de/neu-forderrichtlinie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsgruppe Nord, Betriebliches Mobilitätsmanagement der Universität Kassel, Kassel 2010 https://www.uni-kassel.de/themen/fileadmin/datas/themen/effizient-mobil/Bilder/Dena_Studie_2010_PGN.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
S. Bauer, Mobilitätsmanagement zur Verbesserung einer nachhaltigen Erreichbarkeit von Universitäten März 2009, 214 Seiten https://tu-dresden.de/bu/umwelt/lfre/studium/pruefungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K.-F. Baumeister, Radfahren auf dem TU-Campus – Ist-Analyse der Radverkehrsinfrastruktur und Ableitung von Handlungsempfehlungen für die Verwaltung. Diplomarbeit an der Professur für Verkehrsökologie, TU Dresden (2016). In: Becker, U. / Becker, T. (Hrsg.) Verkehrsökologische Schriftenreihe (2/2016). ISSN 2367315X. https://tu-dresden.de/bu/verkehr/ivs/voeko/studium/verkehrsoekologische-schriftenreihe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
U. Reutter, Befragung zum Mobilitätsverhalten der Studierenden an der TU Kaiserslautern, Kaiserslautern 2013 https://www.bauing.uni-kl.de/fileadmin/imove/dateien/Projektberichte/2013-07-29_Auswertung_Mobilitaetsverhalten_Studierende_TU_KL.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
N. Waag, Wie mobil sind Studierende? Auswertung einer Befragung zum Verkehrsverhalten von Studierenden an der TU Dresden, Diplomarbeit 2014 https://forschungsinfo.tu-dresden.de/detail/abschlussarbeit/34517&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
N. Neumann, Studentisches Mobilitätsverhalten im Sommersemester 2014 – Auswertung einer Online Erhebungen, Bachelorarbeit, 2015 https://www.orchid.inf.tu-dresden.de/teaching/theses/list/index.php?fis_type=abschlussarbeit&amp;amp;fis_id=37489&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landeshauptstadt Dresden, Stadtplanungsamt, Abteilung Verkehrsentwicklungsplanung, Ergebnisse des SrV 2013 für Dresden und das Umland, Zusammenstellung wesentlicher Fakten, Dresden 2014 https://www.dresden.de/media/pdf/stadtplanung/verkehr/SrV_Faktenband.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BMVBS 2010, Mobilität in Deutschland 2008 Tabellenband http://www.mobilitaet-in-deutschland.de/pdf/MiD2008_Tabellenband.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
World Resources Institute and World Business Council for Sustainable Development, The Greenhouse Gas Protocol, A Corporate Accounting and Reporting Standard, March 2004 https://ghgprotocol.org/sites/default/files/standards/ghg-protocol-revised.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltige_Mobilit%C3%A4t&amp;diff=5526</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltige Mobilität</title>
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		<updated>2020-10-25T17:34:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: /* Dienstreisen - Checkliste */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Betroffener Personenkreis ==&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag richtet sich an Planungs- und Umsetzungsverantwortliche, die sich mit Mobilitätsfragen an der Hochschule auseinandersetzen. Der vorliegende Abschnitt adressiert dabei sowohl Beschäftigte im Verantwortungsbereich Mobilität, wie etwa Fuhrparkmanager, aber auch administrativ Tätige, welche sich mit der Bilanzierung und Planung auseinandersetzen. Nicht zuletzt richtet sich dieser Beitrag an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, sowie Mitarbeiter*innen in Technik und Verwaltung, wie auch insgesamt alle Hochschulangehörigen, welche für die Nutzung nachhaltiger Mobilitätslösungen sensibilisiert werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz – allgemein ==&lt;br /&gt;
Die internen Transporte der Hochschule durch ihren Fuhrpark sowie die Mobilität der Studierenden und Beschäftigten sowohl im Rahmen der Erfüllung ihrer Dienst- und Studienaufgaben als auch auf dem Arbeitsweg können für erhebliche Anteile der Umweltlasten einer Hochschule verantwortlich sein. Je nach Größe, Struktur und Lage der Hochschule bzw. des Campus können hierbei erhebliche Unterschiede bei den auftretenden Umweltlasten und deren Verteilung auf die einzelnen Segmente auftreten. Dies führt zur Notwendigkeit, diese Umweltbelastungen mit vergleichbaren Abgrenzungen zu bilanzieren und gegebenenfalls Maßnahmen zu deren Reduzierung festzulegen und umzusetzen. Prinzipiell kann man dabei unterscheiden in die Umweltlasten aus dem Betrieb des Fuhrparkes, aus den Dienstreisen der Beschäftigten und ggf. auch Studierenden und den Arbeitswegen der Beschäftigten und Studierenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fuhrpark == &lt;br /&gt;
=== Fuhrpark - Relevanz ===&lt;br /&gt;
Der Fuhrpark einer Hochschule erfüllt meist allgemeine Ver- und Entsorgungsaufgaben, übernimmt Personentransporte und steht für dienstliche Fahrten der Hochschulverwaltung zur Verfügung. Beispiele dafür sind:&lt;br /&gt;
* Abtransport von Reststoffen (z. B. Schrott)&lt;br /&gt;
* Anlieferung von Verbrauchsmaterialien (z. B. Gasflaschen)&lt;br /&gt;
* Transportaufgaben in Forschungsprojekten (z. B.&lt;br /&gt;
* Bauteile zu Projektpartnern)&lt;br /&gt;
* Personentransport bei Exkursionen&lt;br /&gt;
* Abholen von Gästen&lt;br /&gt;
* Dienstfahrten der Verwaltung&lt;br /&gt;
Je nach Struktur der Hochschule kann der Fuhrpark auch für Dienstfahrten aller Beschäftigten eingesetzt werden. Die Emissionen des Fuhrparks zählen nach der Systematik des Greenhouse Gas Protocol zu Scope 1, den direkten Emissionen. In diesem Bereich hat die Hochschulverwaltung durch den direkten Zugriff auf Betrieb und Flotteninvestitionen den unmittelbarsten Einfluss auf die Umwelteffekte der Mobilität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fuhrpark – Ziele ===&lt;br /&gt;
Die Emissionen, die aus den Aktivitäten des Fuhrparks resultieren, lassen sich aus den Daten zu Fahrleistungen und Verbräuchen des Fuhrparkes bestimmen, die in jedem Fuhrpark verfügbar sein sollten. Im Beispielfall der TU Dresden ergaben die Berechnungen jedoch, dass der Fuhrpark nur für ca. 1 % der verkehrlichen CO2-Äquivalent-Emissionen der TU Dresden verantwortlich war. Die anderen 99 % resultierten aus Dienstreisen und Arbeitswegen der Beschäftigten und Studierenden. Dennoch kann eine nachhaltige Ausrichtung des Betriebes und der Flottenentwicklung des Fuhrparkes einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Gesamtbilanz der Hochschule leisten. Zielführend ist hierzu eine Analyse der Umweltbelastungen aus dem Betrieb des Fuhrparkes und eine Prognose der Entwicklung für den Fall unveränderten Handelns. Darauf aufbauend können Zielstellungen für die weitere Fuhrparkentwicklung erarbeitet werden und mit Finanzaufwänden hinterlegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fuhrpark - Hemmnisse und Treiber ===&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* Mangelnde Ressourcen (Personal und finanzielle Mittel)&lt;br /&gt;
* unzureichende Systematik der Erfassung von Emissionen und Verbräuche&lt;br /&gt;
* Mangel an Akzeptanz und Wissen zu alternativen Antriebe&lt;br /&gt;
* Fehlende Priorisierung von Nachhaltigkeit&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Verankerung von Nachhaltigkeitszielen in der Strategie&lt;br /&gt;
* Verfügbarkeit von Ressourcen zur Umsetzung neuer Technologien (z. B. Ladeinfrastruktur)&lt;br /&gt;
* Akzeptanz und Transparenz&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fuhrpark - Checkliste ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;Checkliste einfügen&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dienstreisen ==&lt;br /&gt;
=== Dienstreisen - Relevanz ===&lt;br /&gt;
Für Hochschulen haben Dienstreisen einen hohen Stellenwert. Die Vernetzung im Rahmen von Konferenzen und Fachtagungen, der gegenseitige Austausch von Vortragsrednern oder das Arbeitstreffen im Rahmen von Forschungsprojekten mit nationalen und internationalen Partnern sind substantieller Bestandteil der Aktivitäten von Hochschulen. Während also ansonsten bei Maßnahmen im Verkehrsbereich oft eine Reduzierung der Verkehrsleistungen angestrebt wird, stellt sich im Hochschulbereich die Frage, ob die Reduktion der Verkehrsleistung der Beschäftigten ein Ziel sein kann, oder ob eine hohe Mobilität der Beschäftigten gerade ein Qualitätsmerkmal einer gut vernetzten Hochschule ist. Als alternative Möglichkeit werden hier oft moderne Kommunikationstechnologien für Webkonferenzen oder virtuelle Meetings genannt, die zweifellos in Zukunft noch verstärkter zum Einsatz kommen werden. Andererseits muss festgestellt werden, dass gerade diese Kommunikationstechnologien die Globalisierung von Wissenschaft und Lehre vorantreiben und somit bei dynamischer Betrachtung zum langfristigen Anwachsen der Verkehrsleistungen beitragen. Virtuelle Meetings machen eine Projektzusammenarbeit zwischen räumlich weit entfernten Hochschulen möglich, die komplette Bearbeitung von Projekten ohne persönliche Treffen zum Projektbeginn und -abschluss ist dabei eher selten. Eine einzelne Flugreise in die USA kann aber in ihrer Klimawirkung diejenige von regelmäßigen Fahrten zu innerdeutschen Zielen um ein Vielfaches übertreffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dienstreisen - Ziele ===&lt;br /&gt;
Für die Auswertung der Dienstreisen muss an der TU Dresden auf die elektronischen Daten der Reisekostenstelle zurückgegriffen werden. Die Analyse der durchgeführten Dienstreisen im Jahre 2016 ergab, dass von den ca. 19.000 abgerechneten Dienstreisen 44 % mit dem Pkw, 28 % mit der Bahn, 23 % mit dem Flugzeug, 3 % mit dem ÖPNV, 2 % mit dem Fernbus und 0,3 % mit dem Fahrrad durchgeführt wurden. Markant ist dabei, dass im Rahmen der 23 % Flugreisen 71 % der Personenkilometer zurückgelegt wurden und 84 % der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Äquivalentemissionen freigesetzt wurden. Insgesamt sind die Dienstreisen Ursache für 44 % der mobilitätsbedingten CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Äquivalent-Emissionen der TU Dresden, wobei allein die dienstlichen Flugreisen für 37 % der mobilitätsbedingten CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Äquivalent-Emissionen der TU Dresden verantwortlich sind. Die Dienstreisen erzeugen also einen erheblichen Anteil der Umweltbelastungen aus den Aktivitäten einer Hochschule. Bei der Suche nach Ansätzen zur Reduzierung dieser Umweltlasten stößt man wie bereits erwähnt auf das Problem, dass ein internationaler Austausch zu den Aufgaben und Qualitätsmerkmalen einer Hochschule gehört. Natürlich kann die Sinnhaftigkeit einzelner Flugreisen hinterfragt werden, die letztliche Entscheidungshoheit liegt aber bei den Mitarbeitenden und kann kaum eingeschränkt werden. Im Fokus der Zielsetzung sollte deshalb die Entwicklung eines entsprechenden Bewusstseins bei den Akteuren und eine möglichst umweltschonende Abwicklung des unvermeidbaren Verkehrs stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachhaltige Ausrichtung von Dienstreisen - Hemmnisse und Treiber ===&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* Bürokratische Verwaltungsprozesse&lt;br /&gt;
* Entscheidungshoheit in Eigenverantwortung der Mitarbeitenden&lt;br /&gt;
* Unzureichendes Wissen über die Umweltwirkungen der Verkehrsmittel&lt;br /&gt;
* Mangelnde Erfassungs- und Bewertungsansätze&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Vermittlung von Wissen über die Umweltwirkungen der Verkehrsmittel&lt;br /&gt;
* Vermittlung von Wissen über mögliche Alternativen &lt;br /&gt;
* Berücksichtigung der Dienstreisen in der Nachhaltigkeitsbilanzierung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dienstreisen - Checkliste ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Checkliste N Dienstreisen_final.PNG|mini|links|Checkliste Dienstreisen|link={{filepath:Checkliste N Dienstreisen_final.pdf}}]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dienstreisen - Good Practice ===&lt;br /&gt;
Ein Beispiel, wie Dienstreisen und damit verbundene Emissionen gänzlich vermieden oder zumindest signifikant reduziert werden können, bietet die Nutzung digitaler Konferenzformate, wie sie im Rahmen von HOCHN (u. a. Arbeitspaket Betrieb) bereits erfolgreich erprobt und etabliert wurden. Mit einem Kurzleitfaden für virtuelle Veranstaltungen existiert bereits ein praktikabler Ansatz, der eine niederschwellige Durchführung entsprechender Übertragungsformate aufzeigt. Nähere Informationen und weiterführende Hilfestellungen finden Sie auf den Seiten des HOCH&amp;lt;sup&amp;gt;N&amp;lt;/sup&amp;gt; Verbunds sowie auf der [https://www.hochn.uni-hamburg.de/ HOCH&amp;lt;sup&amp;gt;N&amp;lt;/sup&amp;gt; Webseite].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeitswege ==&lt;br /&gt;
=== Arbeitswege - Relevanz ===&lt;br /&gt;
CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Bilanzen für Hochschulen treffen ihre Abgrenzungen oft so, dass die vorgelagerten Scope 3-Emissionen des Berufsverkehrs nicht einbezogen werden. Dies kann man damit begründen, dass die Verkehrsmittelwahl der Studierenden und Beschäftigten deren Privatangelegenheit ist und nicht von der Hochschule zu verantworten sind. Auf der anderen Seite kann die Hochschule durch die Ausgestaltung der Rahmenbedingungen einen erheblichen Einfluss auf die Art des Berufsverkehrs ausüben und somit positive Umwelteffekte erzielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitswege – Ziele ===&lt;br /&gt;
Eine Analyse des Berufsverkehrs an der TU Dresden hat erhebliche Unterschiede im Verkehrsverhalten der Studierenden und der Beschäftigten ergeben.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Studierende:&#039;&#039;&#039; Für die Besonderheiten der studentischen Mobilität sind zum einen soziodemografische Merkmale von Bedeutung. Studierende sind jünger, haben ein geringeres verfügbares Einkommen und dementsprechend auch eine geringere Pkw-Verfügbarkeit als durchschnittliche Werktätige. Außerdem wird die studentische Mobilität von standörtlichen und infrastrukturellen Faktoren der Hochschule beeinflusst. Die Stadtgröße, die Lage einer Hochschule, die standortspezifische Wohnortverteilung und das Angebot des ÖV sind von großer Bedeutung für die Verkehrsmittelwahl der Studierenden. Einen ebenfalls erheblichen Einfluss können auch von der Hochschule gesetzte Randbedingungen haben. So führt das für alle verbindliche Semesterticket in Dresden dazu, dass die Studierenden ihre Wege zur Hochschule zu etwa 60 % mit dem ÖV und nur zu 4 % mit dem MIV zurücklegen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beschäftigte:&#039;&#039;&#039; Selbstverständlich unterscheidet sich das Verkehrsverhalten der Hochschulbeschäftigten von dem der Studierenden. Dies ist bedingt durch Unterschiede in soziodemografischen Daten, Wohnortverteilung, Pkw-Verfügbarkeit und Nichtvorhandensein eines Semestertickets. Gezeigt hat die Analyse der Berufswege der Hochschulbeschäftigten in Dresden aber auch, dass sich deren Verkehrsverhalten deutlich vom Verkehrsverhalten der Grundgesamtheit der Werktätigen innerhalb der Stadt unterscheidet. Dies ist bedingt durch Unterschiede in der Altersverteilung, der Wohnortverteilung und der verkehrlichen Anbindung der Hochschule im Vergleich zu anderen Arbeitsplätzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesen Randbedingungen resultiert die Notwendigkeit, die Festlegung von Zielen und Maßnahmen im Mobilitätsbereich auf eine Analyse des konkreten Verkehrsverhaltens von Studierenden und Beschäftigten am Hochschulstandort zu gründen. Dies kann nicht auf der Grundlage allgemeiner Mobilitätskennziffern erfolgen, sondern nur auf der Grundlage lokaler Erhebungen. Als Ziele können dann Modal Split-Werte oder Emissionswerte definiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitswege - Hemmnisse und Treiber ===&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* unklare Zuständigkeiten auf Verwaltungsebene (Immobilien, Personal, Finanzierung)&lt;br /&gt;
* mangelnde Zusammenarbeit mit beteiligten Institutionen (Stadtverwaltung, Verkehrsbetriebe, Immobilienmanagement)&lt;br /&gt;
* unzureichendes Wissen über die Umweltwirkungen der Verkehrsmittel&lt;br /&gt;
* mangelnde Bewertungsansätze&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Berücksichtigung der Arbeitswege in der Nachhaltigkeitsbilanzierung&lt;br /&gt;
* Vermittlung von Wissen über die Umweltwirkungen der Verkehrsmittel&lt;br /&gt;
* Vermittlung von Wissen über mögliche Alternativen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitswege - Checkliste ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;Checkliste einfügen&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitswege - Good Practice ===&lt;br /&gt;
Als Good Practice-Beispiel für die Arbeitswege der Studierenden kann hier die TU Dresden genannt werden. Im Rahmen einer Online-Umfrage durch den Lehrstuhl für Verkehrsökologie im Jahre 2014 wurde ein Modal Split von 4 % motorisiertem Individualverkehr, 59 % ÖV, 22 % Radverkehr und 15 % Fußverkehr ermittelt. Bedingt ist dieses Ergebnis durch das verbindliche Semesterticket für alle Studierenden, welches über den Semesterbeitrag finanziert wird, die zentrale Lage des Campus der TU Dresden und das sehr gute Angebot an Bussen und Bahnen der Dresdner Verkehrsbetriebe. Ergänzt wird das Angebot durch die weitgehend kostenfreie Nutzungsmöglichkeit des Bikesharings ebenfalls über das Semesterticket. Auch bezüglich der Arbeitswege der Beschäftigten erreicht die TU Dresden mit 28 % MIV, 28 % ÖV, 35 % Radverkehr und 9 % Fußverkehr sehr gute Werte. Der verhältnismäßig geringe MIV-Anteil ist dabei u. a. durch die mangelnde Stellplatzverfügbarkeit auf dem Campus begründet. Da das für die Beschäftigten angebotene Jobticket aufgrund mangelnder Attraktivität wenig genutzt wird, wird vor allem auf den Radverkehr ausgewichen. Daraus ergibt sich Handlungsbedarf bezüglich der Radverkehrsinfrastruktur, welcher derzeit (August 2018) im Rahmen eines Masterplanes Campusgestaltung analysiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links ==&lt;br /&gt;
* Umweltbundesamt, Vergleich der durchschnittlichen Emissionen einzelner Verkehrsmittel im Personenverkehr&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.umweltbundesamt.de/bild/vergleich-der-durchschnittlichen-emissionen-0&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Mobilitätsumfrage des Umweltbundesamtes 2013&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/mobilitaetsumfrage-des-umweltbundesamtes-2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Travel Demand Management&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.witpress.com/Secure/elibrary/papers/UT14/UT14006FU1.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Betriebliches Mobilitätsmanagement Modellprojekt Bonn&amp;lt;ref&amp;gt;https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/s00548-014-0310-8.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* BMVI, Förderrichtlinie „Betriebliches Mobilitätsmanagement“&amp;lt;ref&amp;gt;https://mobil-gewinnt.de/neu-forderrichtlinie&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
* Betriebliches Mobilitätsmanagement der Universität Kassel&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.uni-kassel.de/themen/fileadmin/datas/themen/effizient-mobil/Bilder/&lt;br /&gt;
Dena_Studie_2010_PGN.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umweltbundesamt 2018, Vergleich der durchschnittlichen Emissionen einzelner Verkehrsmittel im Personenverkehr: https://www.umweltbundesamt.de/bild/vergleich-der-durchschnittlichen-emissionen-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umweltbundesamt 2014, Mobilitätsumfrage des Umweltbundesamtes 2013 https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/mbilitaetsumfrage-des-umweltbundesamtes-2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Valta, Victoria, Mobilitätsmanagement an Universitäten, Masterarbeit Universität Graz, November 2016: http://nachhaltigeuniversitaeten.at/wp-content/uploads/2017/04/Masterarbeit-Valta-V.-Mobilit%C3%A4tsmanagement-an-Universit%C3%A4ten_endg%C3%BCltig-14022017.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A. Khan, M. Mohammadzadeh &amp;amp; A. Syam, A travel plan as a tool for modifying university  staff and students’ travel behaviour towards sustainable practices, WIT Transactions on The Built Environment, Vol 138, 2014 https://www.witpress.com/Secure/elibrary/papers/UT14/UT14006FU1.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
F. Guntermann, H. Monheim, C. Wiegandt. S. Wörmer: Betriebliches Mobilitätsmanagement - Eine Chance für die Bonner Verkehrsentwicklung, Online publiziert: 21. Februar 2014 Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2014 https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/s00548014-0310-8.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BMVI 2018, Bekanntmachung Förderrichtlinie „Betriebliches Mobilitätsmanagement“ https://mobil-gewinnt.de/neu-forderrichtlinie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsgruppe Nord, Betriebliches Mobilitätsmanagement der Universität Kassel, Kassel 2010 https://www.uni-kassel.de/themen/fileadmin/datas/themen/effizient-mobil/Bilder/Dena_Studie_2010_PGN.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
S. Bauer, Mobilitätsmanagement zur Verbesserung einer nachhaltigen Erreichbarkeit von Universitäten März 2009, 214 Seiten https://tu-dresden.de/bu/umwelt/lfre/studium/pruefungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K.-F. Baumeister, Radfahren auf dem TU-Campus – Ist-Analyse der Radverkehrsinfrastruktur und Ableitung von Handlungsempfehlungen für die Verwaltung. Diplomarbeit an der Professur für Verkehrsökologie, TU Dresden (2016). In: Becker, U. / Becker, T. (Hrsg.) Verkehrsökologische Schriftenreihe (2/2016). ISSN 2367315X. https://tu-dresden.de/bu/verkehr/ivs/voeko/studium/verkehrsoekologische-schriftenreihe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
U. Reutter, Befragung zum Mobilitätsverhalten der Studierenden an der TU Kaiserslautern, Kaiserslautern 2013 https://www.bauing.uni-kl.de/fileadmin/imove/dateien/Projektberichte/2013-07-29_Auswertung_Mobilitaetsverhalten_Studierende_TU_KL.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
N. Waag, Wie mobil sind Studierende? Auswertung einer Befragung zum Verkehrsverhalten von Studierenden an der TU Dresden, Diplomarbeit 2014 https://forschungsinfo.tu-dresden.de/detail/abschlussarbeit/34517&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
N. Neumann, Studentisches Mobilitätsverhalten im Sommersemester 2014 – Auswertung einer Online Erhebungen, Bachelorarbeit, 2015 https://www.orchid.inf.tu-dresden.de/teaching/theses/list/index.php?fis_type=abschlussarbeit&amp;amp;fis_id=37489&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landeshauptstadt Dresden, Stadtplanungsamt, Abteilung Verkehrsentwicklungsplanung, Ergebnisse des SrV 2013 für Dresden und das Umland, Zusammenstellung wesentlicher Fakten, Dresden 2014 https://www.dresden.de/media/pdf/stadtplanung/verkehr/SrV_Faktenband.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BMVBS 2010, Mobilität in Deutschland 2008 Tabellenband http://www.mobilitaet-in-deutschland.de/pdf/MiD2008_Tabellenband.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
World Resources Institute and World Business Council for Sustainable Development, The Greenhouse Gas Protocol, A Corporate Accounting and Reporting Standard, March 2004 https://ghgprotocol.org/sites/default/files/standards/ghg-protocol-revised.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltige_Besch%C3%A4ftigungsverh%C3%A4ltnisse&amp;diff=5525</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltige_Besch%C3%A4ftigungsverh%C3%A4ltnisse&amp;diff=5525"/>
		<updated>2020-10-25T17:29:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: /* Checkliste */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Betroffener Personenkreis  ==&lt;br /&gt;
Die Inhalte des hier dargelegten Themenfeldes richten sich an Personalverantwortliche aller Leitungsebenen, insbesondere der Professuren, Fakultäten oder Fachbereiche, aber auch der hochschulweiten Personalverwaltung sowie entsprechender Stabstellen und Beauftragter (z.B. Diversity oder Gleichstellung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz ==&lt;br /&gt;
In Zeiten wachsender Konkurrenz um gut ausgebildete Beschäftigte kann die Wahl eines Hochschulstandortes entscheidend von guten Beschäftigungsverhältnissen abhängen. So besteht eine wichtige Aufgabe darin, die Attraktivität wissenschaftlicher Beschäftigungsverhält-nisse an den Bedürfnissen und Lebenswelten wissenschaftlicher Beschäftigter auszurichten. Dies umfasst Maßnahmen, die sowohl auf eine generelle Attraktivitätssteigerung des Arbeitgebers Hochschule abzielen sowie auch spezielle Fördermaßnahmen, etwa zur Stärkung familienfreundlicher Beschäftigungsverhältnisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Mögliche Zieldimensionen, die in Verbindung mit attraktiven Beschäftigungsverhältnissen stehen, umfassen folgende Aspekte:&lt;br /&gt;
* Steigerung der Arbeitszufriedenheit und Führungskultur auf Seiten der Arbeitnehmer&lt;br /&gt;
* Höhere Leistungsbereitschaft, Produktivität und Arbeitsmoral&lt;br /&gt;
* Höhere Identifikation und Loyalität (mit der Organisation &amp;amp; der Beschäftigung) / geringere Fluktuation aufgrund von Unzufriedenheit&lt;br /&gt;
* Verbesserung der Work-Life Balance &amp;amp; Reputation (Verantwortungsvoller Arbeitgeber)&lt;br /&gt;
* Stressreduktion &amp;amp; Burnout-Prävention&lt;br /&gt;
* sinkende Wahrscheinlichkeit von psychischen Problemen (Depression; Angstzustände) bei Beschäftigten&lt;br /&gt;
* Verringerung von (absoluten) Abwesenheitszeiten (infolge von Krankheit, Jobwechsel oder Arbeitsunfällen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
Diese Bedingungen für ein Gelingen können im Kontext attraktiver Beschäftigungsverhältnisse erfolgskritisch wirken:&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* geringe Unterstützung auf Arbeitgeberseite: Mangelndes Verständnis, Misstrauen oder Unwissenheit&lt;br /&gt;
* Wechselkosten für die Einführung/Umstellung; Keine Fördermittel&lt;br /&gt;
* keine Verankerung in der Organisationskultur&lt;br /&gt;
* mangelnde Kommunikation: Bereitstellung alleine ist nicht ausreichend&lt;br /&gt;
* unflexible Arbeitsbelastung und -Zeiten&lt;br /&gt;
* verpflichtende Teilnahme an Maßnahmen&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Verankerung in der Organisationskultur und/oder Normen&lt;br /&gt;
* Unterstützung für Beschäftigte durch Führungskräfte&lt;br /&gt;
* Kommunikation und gemeinsame Zielvereinbarungen&lt;br /&gt;
* Freiwilligkeit der Maßnahmen&lt;br /&gt;
* Fort- &amp;amp; Weiterbildungsangebote für interessierte Beschäftigte&lt;br /&gt;
* interne Vernetzung mit Organisationseinheiten und externen Partnern&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste ==&lt;br /&gt;
Es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die die Arbeitnehmerzufriedenheit des wissenschaftlichen Personals beeinflussen. Die folgenden Handlungsempfehlungen können für eine Umsetzung hilfreiche Hinweise liefern. Die Darstellung unterscheidet in strategische (Leitungsebene) und operative (Handlungsebene) Maßnahmen, wobei das Hauptaugenmerk auf operativen Vorhaben liegt, welche unmittelbar an Fakultäten oder Professuren umgesetzt werden können und keiner Freigabe durch übergeordneter Leitungsebenen bedürfen (Die Befristung von Arbeitsverträgen bleibt in dieser  Betrachtung außen vor). Im Folgenden wird exemplarisch ausgeführt, welche Herausforderungen auftreten und wie diese überwunden werden können, um positive Rahmenbedingungen für eine wissenschaftliche Beschäftigung zu erzielen.Hemmnisse für die Arbeitszufriedenheit auf Ebene des wissenschaftlichen Personals (einschl. Promovierende und Habilitierende) gestalten sich dabei vielschichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Checkliste N Beschäftigungsverhältnisse_final.png|mini|links|Checkliste Beschäftigungsverhältnisse|link={{filepath:Checkliste N Beschäftigungsverhältnisse_final.pdf}}]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der allgemeinen Bedeutsamkeit motivieren-der Faktoren im Kontext wissenschaftlicher Beschäftigungsverhältnisse sollen im Folgenden Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von wissenschaftlicher Tätigkeit und familiärer Verpflichtungen näher beleuchtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arbeitnehmerorientierte, familienfreundliche Beschäftigung umfasst dabei unterstützende Programme oder Tätigkeiten auf strategischer, operativer und organisations-kultureller Ebene, die dazu dienen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen beruflichen und familiären Aufgaben  zu  unterstützen.  Dies  umfasst  Unterstützungsleistungen, wie flexible Arbeit, Pflegeangebote sowie unterstützende Organisations- und Leitungs-strukturen&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Higgins, Duxbury and Lyons, 2008; Kelly et al. 2008&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ein wichtiges Kriterium für die Gestaltung familienfreundlicher Beschäftigungsverhältnisse an Hochschulen ist dabei die Berücksichtigung der demografischen Entwicklung. Künftig müssen dabei Pflegebedarfe Älterer stärker in den Fokus rücken. Eine Flexibilisierung von Arbeits- und Beschäftigungsverhältnissen spielt in diesem Kontext eine entscheidende Rolle. Darunter versteht man die Möglichkeit einer individualisierten Gestaltung von Arbeitsort, -Zeit bzw. Art der Verrichtung&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Hill et al. 2008, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flexibilisierung der Arbeitszeit wird dabei als zukunftsfähiges Modell für die Wahrnehmung wachsender Pflegebedarfe insbesondere im Hinblick auf die Pflege Älterer gesehen. Im Zentrum stehen Arbeitszeitmodelle mit einem angepassten Stundenpensum, welches sich an der persönlichen Situation des Beschäftigten orientiert. Flexible Arbeitszeitgestaltung umfasst Optionen wie Gleitzeit, Jobsharing, Teilzeitarbeit, aber auch Heimarbeit und Elternzeit (für Männer und Frauen) sowie flexible Arbeits(-zeit)pläne&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Grzywacz, Carlson &amp;amp; Shulkin, 2008&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der familienfreundlichen Arbeitsplatzgestaltung gilt es gleichermaßen Anreize für wissenschaftliche Beschäftigte zu setzten, welche über die Pflegeverantwortung von Kindern und/oder Angehörigen hinausgeht. Dies bezieht sich auf Faktoren, die den Arbeits- und Aufgabenkontext einer wissenschaftlichen Beschäftigung betreffen und von der Institution bzw. der ihr zugeordneten Organisationseinheiten aktiv gesteuert und beeinflusst werden können. Kontextfaktoren wie die serielle Befristung bleiben davon unberührt und werden als gesetzte Größe betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flexibilisierung der Arbeitszeit ==&lt;br /&gt;
Die folgende Darstellung zeigt, welche Handlungsfelder im Rahmen einer familienfreundlichen Flexibilisierung von Beschäftigungsverhältnissen bedeutsam sind. Ferner sind diesen Handlungsfeldern konkrete Zielsetzungen zugeordnet, welche schließlich, in Maß-nahmen aufgeschlüsselt, zu Zielerreichung beitragen. Wesentliche gesetzliche Rahmenbedingungen wissen-schaftlicher Beschäftigungsverhältnisse bilden dabei:&lt;br /&gt;
*  Pflegezeitgesetz&lt;br /&gt;
*  Familienpflegezeitgesetz&lt;br /&gt;
* „Gesetz  zur  besseren  Vereinbarkeit  von  Familie,  Pflege und Beruf“&lt;br /&gt;
*  Freistellungsmöglichkeiten nach TV-L&lt;br /&gt;
*  Urlaubsverordnungen der Länder&lt;br /&gt;
*  WissZeitVG&lt;br /&gt;
* Organisationsinterne Regelungen zu Mindestvertragslaufzeiten&lt;br /&gt;
* Organisationsinterne  Regelungen  zu  Teilzeitarbeit, Flexibler Arbeitszeitregelung, Telearbeit und Home-Office&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;Checkliste einfügen&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
Ein Beispiel guter Praxis ist die Beratungsstelle „Familiengerechte Hochschule“ der TU Dresden. Bereits seit dem Jahr 2007 ist die TU Dresden als familien-gerechte Hochschule zertifiziert. Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern, werden an der TU Dresden eine ganze Reihe von Unterstützungsangeboten bereitgestellt. Diese Angebote beziehen sich nicht nur auf die Eltern-Kind-Beziehung, sondern auch auf die Unterstützung von Eltern und Lebenspartnern. Unter die familienfreundlichen Angebote fallen zum Beispiel der Ausbau einer entsprechenden Infrastruktur (Eltern-Kind-Arbeitsräume, Spielmöglichkeiten, Wickelräume), die Unterstützung bei der Kinderbetreuung (Kitaplätze, flexible Kinderbetreuung) und der Pflege von Angehörigen (Freistellungsmöglichkeiten) aber auch diverse Beratungs- und Serviceangebote für alle Hochschulangehörigen. Um hochqualifizierte Mitarbeiter*innen zu gewinnen und an die Hochschule zu bin-den, ist die TU Dresden sehr bestrebt familiengerechte Arbeitsbedingungen zu schaffen. Die Unterstützungsangebote werden kontinuierlich erweitert und die Ziele und Maßnahmen in der Zielvereinbarung zum Audit familiengerechte Hochschule verankert. Nähere Informationen und Erläuterungen finden Sie hier&amp;lt;ref&amp;gt;   https://tu-dresden.de/tu-dresden/chancengleichheit/familienfreundlichkeit &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links ==&lt;br /&gt;
* Effektiv!- Für mehr Familienfreundlichkeit an deutschen Hochschulen&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.familienfreundliche-wissenschaft.org/fileadmin/upload/effektiv/Bro-schuere/cews_p18_Effektiv_Web_barrierefrei.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* BMBF-Familienfreundlichkeit an deutschen Hoch-schulen&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.familienportal.kit.edu/img/BroschuereFamilienfreundlichkeitandeutschenHochschulen.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Erfolgsfaktor Familie&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.erfolgsfaktor-familie.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Audit familiengerechte Hochschule&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.berufundfamilie.de/informationen-fuer/hochschule&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Familie in der Hochschule&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.familie-in-der-hochschule.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Lokale Bündnisse für Familie&amp;lt;ref&amp;gt;https://lokale-buendnisse-fuer-familie.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
Albrecht, G. H. 2003. How Friendly are Family Friendly Policies? Business Ethics Quarterly, 13(2): 177–192.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anderson, D. M., Morgan, B. L., &amp;amp; Wilson, J. B. 2002. Perceptions of Family-Friendly Policies: University Versus Corporate Employees. Journal of Family and Economic Issues, 23(1): 73–92.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bombig, C. 2016. Insecure Work and Well-being: The Experience of Learning Support Officers in the Education Sector. E-Journal of International and Comparative Labour Studies, 5(3). http://ejcls.adapt.it/index.php/ejcls_adapt/article/view/300, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Clark, R. L., &amp;amp; d’Ambrosio, M. B. 2005b. RECRUITMENT, RETENTION, AND RETIREMENT: COMPENSATION AND EMPLOYMENT POLICIES FOR HIGHER EDUCATION. Educational Gerontology, 31(5): 385–403.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Designing and Implementing Family Friendly Policies in Higher Education. http://www.cew.umich.edu/PDFs/designing06.pdf, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feeney, M. K., Bernal, M., &amp;amp; Bowman, L. 2014. Enabling work? Family-friendly policies and academic productivity for men and women scientists. Science and Public Policy, 41(6): 750–764.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferguson, J. C. 1975. Fatty acid and carbohydrate storage in the annual reproductive cyclice of Echinaster. Comparative Biochemistry and Physiology. A, Comparative Physiology, 52(4): 585–590.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferrer, A., &amp;amp; Gagné, L. 2013. Family-friendly benefits? Journal of Management &amp;amp; Organization, 19(06): 721–741.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr, J. L., &amp;amp; Wolfram, C. D. 2012. Work Environment and OPT-out Rates at Motherhood across High-Education Career Paths. ILR Review, 65(4): 928–950.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hollenshead, C. S., Sullivan, B., Smith, G. C., August, L., &amp;amp; Hamilton, S. 2005. Work/family policies in higher education: Survey data and case studies of policy implementation. New Directions for Higher Education, 2005(130): 41–65.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jaoko, J. 2012. An Analysis of Supervisor Support of Policies on Workplace Flexibility. Journal of Social Service Research, 38(4): 541–548.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juhász,  T.  2010. Family-Friendly  Workplaces,  Family-Friendly Organizations. Doctoral Thesis. Győr, Hungary, Széchenyi István University Doctoral School of Regional and Economics Studies, 226, https://rgdi.sze.hu/files/Ertekezesek,%20tezisek/Juhasz%20Timea%20Tezis%20fuzet%20angolul.pdf, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kioko, S. M. 2017. The Effect of Family-Friendly Working Environment on Productivity of the Working Mother. Thesis, United States International University – Africa. http://erepo.usiu.ac.ke:8080/xmlui/handle/11732/3272, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knaflic, T., Nabergoj, A. S., &amp;amp; Pahor, M. 2010. Introdu-cing the Family-Friendly Workplace: An Analysis of its Effects on Organisations. MIC 2010: Social Responsibility, Professional Ethics, and Management; Proceedings of the 11th International Conference, Ankara, 24–27 November 2010 [Selected Papers]: 783–807. University of Primorska, Faculty of Management Koper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mills, D., &amp;amp; Berg, M. L. 2010. Gender, disembodiment and vocation: Exploring the unmentionables of British academic life. Critique of Anthropology, 30(4): 331–353.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Minocha, S., Hristov, D., &amp;amp; Reynolds, M. 2017. From graduate employability to employment: policy and practice in UK higher education: From graduate employability to employment. International Journal of Training and Development, 21(3): 235–248.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Muster, V., &amp;amp; Schrader, U. 2011. Green Work-Life Balance: A New Perspective for Green HRM. Zeitschrift Fuer Personalforschung, (2): 140–156.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nikunen, M. 2012a. Changing university work, freedom, flexibility and family. Studies in Higher Education, 37(6): 713–729.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nikunen, M. 2012b. Changing university work, freedom, flexibility and family. Studies in Higher Education, 37(6): 713–729.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rangel, E. 2004. Policies for Employment and Higher Education in Mexico: an Approach to Human Resource Development as Policy. Advances in Developing Human Resources, 6(3): 374–381.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Snape, E., &amp;amp; Redman, T. 2010. HRM Practices, Organi-zational Citizenship Behaviour, and Performance: A Multi-Level Analysis. Journal of Management Studies. https://doi.org/10.1111/j.1467-6486.2009.00911.x, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soleiman  Ahmady,  Farin  Tatari,  ShahramYazdani,  &amp;amp;  Seyed Ali Hosseini. 2016. A Comprehensive Approach in Recruitment and Employment Policies for Faculty Members&amp;amp;58; A Critical Review. International Journal of Medical Research and Health Sciences, 5(12): 356–364.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Waters, M. A. 2006. Work-family policies in the context of higher education: Useful or symbolic? Asia Pacific Journal of Human Resources, 44(1): 67–82.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wax, A. L. 2004. Family-Friendly Workplace Reform: Prospects for Change. The ANNALS of the American Academy of Political and Social Science, 596(1): 36–61.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welle-Strand, A. 2002. Continuing Higher Education in the Service University. What Are the Possibilities of Lifelong Learning in a Traditional Norwegian University? European Education, 34(1): 70–87.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wright, D. W., &amp;amp; Wysong, E. 1998. Family Friendly Work-place Benefits: Policy Mirage, Organizational Contexts, and Worker Power. Critical Sociology, 24(3): 244–276.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeytinoglu,U., I., B. Cooke, G., &amp;amp; L. Mann, S. 2010. Em-ployer Offered Family Support Programs, Gender and Voluntary and Involuntary Part-Time Work. Relations industrielles, 65(2): 177.Watanabe, M., &amp;amp; Falci, C. 2017. Workplace Faculty Friendships and Work-Family Culture. Innovative Higher Education, 42(2): 113–125.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Datei:Checkliste_N_Dienstreisen_final.png&amp;diff=5522</id>
		<title>Datei:Checkliste N Dienstreisen final.png</title>
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		<updated>2020-10-25T17:14:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Datei:Checkliste_N_Dienstreisen_final.pdf&amp;diff=5521</id>
		<title>Datei:Checkliste N Dienstreisen final.pdf</title>
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		<updated>2020-10-25T17:14:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Veranstaltungsmanagement&amp;diff=5156</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement</title>
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		<updated>2020-10-08T11:39:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: /* Checkliste */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Betroffener Personenkreis ==&lt;br /&gt;
Die hier ausgeführten Hinweise für die Planung und Durchführung sowie Nachbereitung von Veranstaltungen richten sich sowohl an Planungsverantwortliche an Lehrstühlen, Fachbereichen oder Fakultäten, können aber auch im Rahmen des hochschulweiten Veranstaltungsmanagement integriert und angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz ==&lt;br /&gt;
Nachhaltiges  Veranstaltungsmanagement  an  Hochschulen  zielt  darauf  ab  verantwortungsvolles  Handeln in ökonomischer, ökologischer und sozialer Hinsicht bei der Planung und Durchführung verschiedener Veranstaltungsformate, wie Konferenzen, Messen oder Meetings (im Folgenden auch als Event bezeichnet) in proaktiver Weise zu planen, durchzuführen und nachzubereiten. Eine konsequente Umsetzung anhand einer Checkliste (siehe Kapitel Implementierung) oder hochschulübergreifender Vorgaben fördert ein fachübergreifendes Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung. Die Umsetzung nachhaltiger Events als „Whole Institution Approach“ dient gleichermaßen einer Vernetzung der Handlungsfelder Forschung, Lehre und Betrieb und ermöglicht den Transfer (Multiplikatorwirkung) des Nachhaltigkeitsgedankens im Sinne von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement umfasst u.a. folgende Zieldimensionen:&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ökonomie: Ausgleich höherer Kosten durch Reputationsgewinne einer erfolgreichen Veranstaltung. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ökologie: geringe Ökologische Auswirkungen, Schonung von Ressourcen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Soziales: Mehrwert generieren durch regionale und globale Verantwortung.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeit bezeichnet im Eventbereich ein breites Feld, das sich über die folgenden Handlungsfelder erstreckt und teils widersprüchliche Bedürfnisse abwägen bzw. berücksichtigen muss: &lt;br /&gt;
* Abfallmanagement (z. B. Abfallvermeidung, -verminderung, Mülltrennung, Mehrweg)&lt;br /&gt;
* Beschaffung von Produkten/Dienstleistungen (z. B. Nachhaltigkeitssiegel,  regionaler Bezug)&lt;br /&gt;
* Catering (z. B. saisonal, regional, klimafreundlich)&lt;br /&gt;
* Energie und Klima (z. B. Energieverbrauch, CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; Kompensation)&lt;br /&gt;
* Mobilität (z. B. Wegeplanung, Barrierefreiheit)&lt;br /&gt;
* Kommunikation (z. B. digitale Informationsbereitstellung, barrierefreie Darstellung)&lt;br /&gt;
* Soziale Aspekte (z. B. faire Entlohnung der Mitarbeitenden, Gesundheitsaspekte z. B. Pausen/Bewegungsangebote, Berücksichtigung von Bedürfnissen der Beteiligten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
Für eine Umsetzung konkreter Maßnahmen ist es notwendig, verschiedene Treiber und Hemmnisse eines nachhaltigen Veranstaltungsmanagements im Kontext von Hochschulen zu kennen:&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* geringe Anwendbarkeit von Normen/Zertifizierungen auf kleine Veranstaltungen&lt;br /&gt;
* keine einheitliche Definition von Nachhaltigkeit&lt;br /&gt;
* Systemgrenzen&lt;br /&gt;
* rechtliche Mindestanforderungen, wenig freiwilliges Engagement&lt;br /&gt;
* Organisationale Rahmenbedingungen: z. B. keine Mülltrennung vor Ort vorgesehen&lt;br /&gt;
* Kosten-Nutzen für Zertifizierungen im Vgl. zum Veranstaltungszweck&lt;br /&gt;
* häufig keine zentrale Planung &amp;amp; Organisation von Veranstaltungen&lt;br /&gt;
* (Subjektivität der) Gewichtung einzelner Nachhaltigkeitsaspekte&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Priorisierung einzelner Nachhaltigkeitsaspekte bei Events&lt;br /&gt;
* Verankerung von Nachhaltigkeit in den Event-Grundsätzen&lt;br /&gt;
* Vergegenwärtigen von Zielen, Zielgruppen &amp;amp; Schwerpunkten&lt;br /&gt;
* Kommunikation individueller Verantwortung an die Teilnehmer*innen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste ==&lt;br /&gt;
Anhand der dargestellten Treiber und Hemmnisse lassen sich konkrete Handlungsempfehlungen entwickeln, die für die Umsetzung nachhaltiger Veranstaltungsformate im Rahmen hochschulischer Institutionen bedeutsam sind. Diese untergliedern sich nach verschiedenen Handlungsfeldern:&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild Checkliste Veranstaltungen Seite 1.png|mini|links|Checkliste Veranstaltungsmanagement|link={{filepath:Checkliste N Veranstaltungen final.pdf}}]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
Ein Beispiel gelebter Nachhaltigkeitspraxis bietet der Handlungsleitfanden für nachhaltige Veranstaltungen der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE). In diesem im Checklistenformat gehaltenen Kurzleitfaden  schreibt  die  Hochschule  wesentliche  Kriterien fest, die bei der Planung und Durchführung von Veranstaltungen zu berücksichtigen sind. Nähere Informationen und weiterführende Erläuterungen finden Sie hier.&amp;lt;ref&amp;gt;  https://www.hnee.de/_obj/66AB7959-8B9A-4E4A-A02F-D13CD0CC89DA/inline/Checkliste-fuer-die-Organisation-nachhaltiger-Veranstaltungen_27.7.2017_2018CM.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links ==&lt;br /&gt;
* Leitfaden für die umweltgerechte Organisation von Veranstaltungen (Umweltbundesamt)&amp;lt;ref&amp;gt;   https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/377/publikationen/leit-faden_nachhaltige_organisation_von_veranstaltungen_2017_05_18_web.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Regionalnetzwerk „Sustainable Meetings Berlin&amp;lt;ref&amp;gt;   https://convention.visitberlin.de/de/sustainable-meetings-berl&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* GRI Sector Supplement EOSS&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.globalreporting.org/Documents/ResourceArchives/GRI-G4-Event-Organizers-Sector-Disclosures.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ETH Zürich – Nachhaltige Veranstaltungen&amp;lt;ref&amp;gt;  https://www.ethz.ch/content/dam/ethz/associates/services/Service/sicherheit-ge-sundheit-umwelt/files/umwelt/de/2018-06_Leitfaden%20nachhaltige%20Veranstal-tungen_ETH.PDF&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ETH Zürich – Nachhaltiges Catering&amp;lt;ref&amp;gt;  https://www.ethz.ch/content/dam/ethz/associates/services/Service/sicherheit-ge-sundheit-umwelt/files/umwelt/de/2018-06_Leitfaden%20nachhaltige%20Veranstal-tungen_ETH.PDF&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Universität Basel- Nachhaltige Hochschulevents&amp;lt;ref&amp;gt;  https://www.unibas.ch/de/Universitaet/Administration-Services/Bereich-Rektorin/Hochschulentwicklung/Nachhaltigkeit/Campus/Nachhaltige-Events.htm&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Lokale Agenda 21- Nachhaltige Events&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bcsd.de/media/leitfaden_nachhaltige_events.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ISO 20121: Sustainable Event Management&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
2018-06_Leitfaden nachhaltige Veranstaltungen_ETH.pdf. n.d.. https://www.ethz.ch/content/dam/ethz/asso-ciates/services/Service/sicherheit-gesundheit-umwelt/files/umwelt/de/2018-06_Leitfaden%20nachhaltige%20Veranstaltungen_ETH.PDF, April 10, 2020&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ahmad,  N.  L.,  Edura  Wan  Rashid,  W.,  Razak,  Z.,  Yusof,  ahmad nizam, &amp;amp; Syahieda Mat Shah, N. 2013. Green Event Management and Initiatives for Sustainable Business Growth. International Journal of Trade, Economics and Finance, 331–335.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berchin, I. I., Sima, M., de Lima, M. A., Biesel, S., dos Santos, L. P., et al. 2018. The importance of international conferences on sustainable development as higher education institutions’ strategies to promote sustainability: A case study in Brazil. Journal of Cleaner Production, 171: 756–772.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Boggia, A., Massei, G., Paolotti, L., Rocchi, L., &amp;amp; Schiavi, F. 2018. A model for measuring the environmental sustainability of events. Journal of Environmental Management, 206: 836–845.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
EHS-Sustainable Event Guide-v5-web.pdf.  https://www.concordia.ca/content/dam/concordia/offices/dean-students/docs/EHS-Sustainable%20Event%20Guide-v5-web.pdf, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Blick in die Praxis des Corporate Eventmanagements: Das Gleiche in Grün“ aber wie? 2011. BA Beschaffung Aktuell, (8): 28.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein_Ansatz_zur_Messung_der_Nachhaltigkeit_von_Events.pdf.  http://www2.leuphana.de/umanagement/csm/content/nama/downloads/download_publikationen/Wall_Behr_Ein_Ansatz_zur_Messung_der_Nachhaltig-keit_von_Events.pdf, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
emas_leitfaden_umweltmanagementsystem.pdf. https://www.bmu.de/fileadmin/bmu-import/files/pdfs/allgemein/application/pdf/emas_leitfaden_um-weltmanagementsystem.pdf, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
EventsGuide Macquare University. https://www.mq.edu.au/__data/assets/pdf_file/0019/21727/EventsGuide_On-line.pdf, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gallagher, A., &amp;amp; Pike, K. 2011. Sustainable Management for Maritime Events and Festivals. Journal of Coastal Research, 61: 158–165.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GreenChampions_Leitfaden_070928.pdf. http://www.3fde-sign.de/downloads/3f_fuer_DOSB_GreenChampions_Aus-zug.pdf, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
green_events_leitfaden.pdf. http://www.ecology.at/files/fuwa_green_events_leitfaden.pdf, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GreenMeeting_Salzburg.pdf. http://nachhaltigeuniver-sitaeten.at/wp-content/uploads/2014/06/GreenMee-ting_Salzburg.pdf, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guide to Green Events Harvard.pdf. https://green.har-vard.edu/sites/green.harvard.edu/files/Guide%20to%20Green%20Events.pdf, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
guide_sustainable_event FAU.pdf.  https://www.fau.edu/fauclub/files/guide_sustainable_event.pdf, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Han, J. H., Nelson, C. M., &amp;amp; Kim, C. 2015. Pro-environmental behavior in sport event tourism: roles of event attendees and destinations. Tourism Geographies, 17(5): 719–737.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Henderson, S. 2011. The development of competitive advantage through sustainable event management. Worldwide Hospitality and Tourism Themes, 3(3): 245–257.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Holzbaur, U. 2016. Events nachhaltig gestalten: Grundlagen und Leitfaden für die Konzeption und Umsetzung von Nachhaltigen Events. Gabler Verlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ISO 20121:2012 – Event sustainability management systems – Requirements with guidance for use. https://www.iso.org/standard/54552.html, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Koukiasa, M. 2011. Sustainable facilities management within event venues. Worldwide Hospitality and Tourism Themes, 3(3): 217–228.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kraft,  T.  1975.  Behaviour  therapy  and  personality  change. The International Journal of Social Psychiatry, 21(2): 111–116.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leitfaden für nachhaltige Hochschulevents. https://www.unibas.ch/de/Universitaet/Administration-Ser-vices/Bereich-Rektorin/Hochschulentwicklung/Nach-haltigkeit/Campus/Nachhaltige-Events.html, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leitfaden Nachhaltiges Catering_UZH_ETH.pdf. https://www.ethz.ch/content/dam/ethz/main/eth-zurich/nach-haltigkeit/infomaterial/ETH%20Sustainability/Leitfa-den%20Nachhaltiges%20Catering_UZH_ETH_April%202017.pdf, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
leitfaden_nachhaltige_events.pdf. https://www.bcsd.de/media/leitfaden_nachhaltige_events.pdf, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
leitfaden_nachhaltige_organisation_von_veranstaltungen.pdf. https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/377/publikationen/leit-faden_nachhaltige_organisation_von_veranstaltun-gen_2017_05_18_web.pdf, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leja, K. 2015. Positive management of the university. Journal of Positive Management, Vol. 6: 59–71.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MU-Sustainable-Events-Guide.pdf. https://www.mo-nash.edu/__data/assets/pdf_file/0008/238994/MU-Sustainable-Events-Guide.pdf, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oblasser, C., &amp;amp; Riediger, M. 2015. Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement mit Strategie. Sternenfels: Verl. Wissenschaft &amp;amp; Praxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reid, S. 2011. Event stakeholder management: developing sustainable rural event practices. International Journal of Event and Festival Management, 2(1): 20–36.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Robertson, M., Junek, O., &amp;amp; Lockstone-Binney, L. 2012. Is This for Real? Authentic Learning for the Challenging Events Environment. Journal of Teaching in Travel &amp;amp; Tourism, 12: 225–241.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Scrucca, F., Severi, C., Galvan, N., &amp;amp; Brunori, A. 2016. A new method to assess the sustainability performance of events: Application to the 2014 World Orienteering Championship. Environmental Impact Assessment Review, 56: 1–11.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sustainable-Event-Guide NC State.pdf. https://sustainability.ncsu.edu/sustaindev/wp-content/uploads/old-uploads/2014/07/Sustainable-Event-Guide.pdf, April 10, 2020. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umweltfreundliches tagen“ so geht das: Was Green Meeting Label wirklich taugen. 2011. BA Beschaffung Aktuell, (8): 30.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Workshop 4: Nachhaltige Veranstaltungsorganisation. https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/10_dokumente/Forum_N/2014-04-01_Forum-N---WORK-SHOP4_HUCKESTEIN.pdf, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
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		<updated>2020-10-08T11:36:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
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		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Abfallmanagement</title>
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		<updated>2020-10-08T11:35:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: /* Checkliste nachhaltiges Abfallmanagement */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Betroffener Personenkreis ==&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag richtet sich an alle Hochschulangehörigen gleichermaßen, denn jede und jeder kann zur Abfallvermeidung, zum Recycling und damit zur Minderung der Entsorgungsleistung einen Beitrag leisten. Von besonderer Bedeutung bei der nachhaltigen Entsorgung ist der Personenkreis „Abfallbeauftragte“ (häufig in Personalunion mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit (FaSi)).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz ==&lt;br /&gt;
Abfälle sind alle Stoffe oder Gegenstände, derer sich ein Besitzer entledigt, entledigen will oder muss.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 3 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie können nach der Art und der Einstufung ihrer Gefährlichkeit bezeichnet und unterschieden werden.&amp;lt;ref&amp;gt;AVV § 1&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Abfallverzeichnisverordnung (AVV) gibt dazu branchen- bzw. gruppendefinierte zwei-, vier- und sechsstellige Abfallschlüssel mit Abfallbezeichnung an. Hochschulen als Entsorger müssen einer gesetzlichen Registerpflicht über Menge, Art, Ursprung, Sammlungshäufigkeit, Beförderungs- und Verwertungs- oder Beseitigungsart des Abfalls nachkommen.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 49 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Für gefährliche Abfälle, etwa aus Chemielaboratorien, besteht zudem eine Nachweispflicht vor Beginn der Entsorgung und über deren Durchführung sowie ggf. über den Verbleib entsorgter Abfälle.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 50 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Abfallverursacher*in und Entsorger*in müssen Hochschulen und ihre Angehörigen nach dem Vorsorge und Nachhaltigkeitsprinzip und den rechtlichen Vorgaben des § 6 (1); (2) KrWG einen maßgeblichen Beitrag leisten, Abfälle zu vermeiden, zur Wiederverwendung vorzubereiten sowie zu recyceln. Sollten diese Maßnahmen nicht greifen, ist eine energetische Verwertung sicher zu stellen. Grundsätzlich sollen jeweils die Maßnahmen innerhalb der Rangfolge Vorrang haben, die den Schutz von Mensch und Umwelt am besten gewährleisten. Mit dem Vermeidungsgrundsatz geht die Verpflichtung einher, Erzeugnisse zu beschaffen, die&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 45 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=* langlebig, reparaturfreundlich, wiederverwendbar oder verwertbar sind,&lt;br /&gt;
* im Vergleich zu anderen Erzeugnissen zu weniger oder schadstoffärmeren Abfällen führen und&lt;br /&gt;
* durch Vorbereitung zur Wiederverwendung oder Recycling hergestellt wurden.&amp;lt;/big&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Neben dem Kreislaufwirtschaftsgesetz ist für den Bereich der nicht gefährlichen Abfälle die Gewerbeabfallverordnung relevant, die den Umgang mit gewerblichen Siedlungsabfällen sowie Bau- und Abbruchabfällen regelt. Ziel der Gewerbeabfallverordnung ist die Stärkung der Abfallhierarchie. Diese wird durch den Vorrang der stofflichen gegenüber der energetischen Verwertung von Abfällen und der Einschränkung der gemischten Erfassung verankert. Durch die Umsetzung der Trennpflicht nach Gewerbeabfallverordnung für Papier/Kartonagen, Kunststoffe, Glas, Metalle, Holz, Alttextilien und Bioabfällen können auch Hochschulen einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ist es unerlässlich, dass der mit dem Abfallmanagement betroffene Personenkreis einer Hochschule mit dem Bereich „Beschaffung“ vernetzt wird und interagiert. Denn alles was beschafft wird muss nach einer Nutzungsphase, meist stofflich oder energetisch modifiziert, auch entsorgt werden. Indirekt tragen Hochschulen dadurch nicht nur zur Abfallvermeidung bei, sondern ebenso zur Einsparung von Wasser, Energie und Rohstoffen, die andererseits in die Produktions- und Lieferketten geflossen wären. Durch die Abfallvermeidung und -reduktion profitieren Hochschulen bzw. die mit der Abfallentsorgung betrauten länderspezifischen Behörden von der Minimierung ihrer Entsorgungsaufwendungen und -kosten (z.B. durch Register- und Nachweispflicht und Transport).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschulen leisten durch geringe Abfallaufkommen zudem einen gesamtgesellschaftlichen Beitrag zur Verringerung der Luft- und Abwasseremissionen bei den Entsorgungsprozessen. Eine nachhaltige Entsorgung an Hochschulen steht demzufolge im Zusammenhang mit dem Schutz von Mensch und Umwelt, mit einer Lebenszyklusbetrachtung von Stoffen und Gegenständen die zu Abfall werden können, sowie mit ressourcenschonenden und emissionsarmen Herstellungs- und Entsorgungsverfahren von der primären bis zur sekundären Rohstoffgewinnung aus Abfall.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 6 (1), (2)&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachhaltigkeit in der Entsorgung an Hochschulen meint – über die Rechtskonformität hinaus – generell die Minimierung vom Stoff- und Energieeinsatz, sodass nach einer möglichst langen Nutzungsphase so wenig wie möglich Abfälle anfallen bzw. eingesetzte Energie „weggeworfen“ wird. Nachhaltige Entsorgung an Hochschulen fördert zudem die Kreislaufwirtschaft, um Abfälle als neue Ressource (Sekundärstoff) für Produkte und Energie zu betrachten und zu nutzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Lexikon der Nachhaltigkeit (2018)&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Umgang mit gefährlichen Abfällen schützt eine nachhaltiges Abfallmanagement Personal und Studierende durch aktive Risikoerkennung und -minimierung und betreibt dadurch Gesundheits- und Entsorgungsprävention.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Für ein nachhaltiges Abfallmanagement können sich Hochschulen bspw. folgende Ziele setzen und diese in spezifischen Richtlinien zum Abfallmanagement niederlegen:&lt;br /&gt;
* Rechtskonformität,&lt;br /&gt;
* Nutzungsoptimierung (z. B. von Chemikalien und Verbrauchsmaterialien),&lt;br /&gt;
* Vermeidung, Trennung/Recycling von Abfällen und Einsparung von Entsorgungsaufwendungen,&lt;br /&gt;
* Einsatz und Beschaffung von langlebigen und reparaturfreundlichen Produkten und damit verbundenen langen Nutzungszeiten anstelle von häufigen Neuanschaffungen in kurzen Zeitintervallen.&lt;br /&gt;
* Einsatz, Nutzung von Abfallstoffen als Sekundärstoffe (Kreislaufwirtschaft) – nur indirekt beeinflussbar&lt;br /&gt;
* transparente rechtskonforme Entsorgungsprozesse/-dienstleistungen als Grundlage für gesundheitspräventiven Umgang mit Abfällen und gefährlichen Abfällen, wie ätzende Chemikalien,&lt;br /&gt;
* (Stoff-) Substitutionsprüfung und Rückkopplung mit „Beschaffung“,&lt;br /&gt;
* zyklische Bewertung der Funktionalität des Abfallmanagements (z. B. im Rahmen von UMS-Audits)&lt;br /&gt;
* eindeutige Festlegung von Zuständigkeiten in Entsorgungslogistik,&lt;br /&gt;
* Risikoerkennung/-minimierung (z. B. Gefährdungsbeurteilungen, Betriebsanweisungen),&lt;br /&gt;
* formale und non-formale Bildung, Bewusstseinsschaffung und -schärfung betroffener Personen,&lt;br /&gt;
* Vorbild- und Multiplikatorenwirkung und&lt;br /&gt;
* Nachhaltigkeitsberichterstattung zum Abfallmanagement.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* strenge rechtliche Forderungen (Arbeitsschutz, Kreislaufwirtschaft) können individuelles Hochschul-Engagement begrenzen („ist doch schon alles geregelt“)&lt;br /&gt;
* teilweise begrenzte Einflussmöglichkeiten aufgrund länderspezifischer Regelungen (zentralisierte Entsorgung)&lt;br /&gt;
* Forschungs- und Lehrbetrieb mit hohem Bedarf an Chemikalien und Gefahrstoffen&lt;br /&gt;
* zusätzlicher Ressourcenbedarf zur Optimierung bestehender Entsorgungssysteme in Bezug auf Nachhaltigkeit&lt;br /&gt;
* Akzeptanzprobleme der Handelnden, des betroffenen Personenkreises (Bewusstsein – Wissen – Handeln)&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Identifizierung studiengangsbezogener Ressourcen/Verbrauchsmittel zur Ableitung von Abfall- und Kostenreduzierungspotenzialen (MINT vs. Geisteswissenschaften)&lt;br /&gt;
* Identifizierung von Vermeidungs- und Einsparpotenzialen (z. B. Büromaterial)&lt;br /&gt;
* Optimierung des Chemikalien- und Gefahrstoffmanagements&lt;br /&gt;
* Kommunikation, Sensibilisierung und Zusammenarbeit mit allen Hochschulbereichen und Personen, insbesondere der „Beschaffung“&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste nachhaltiges Abfallmanagement ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_Checkliste_Abfallmanagement_Seite_1.png|mini|links|Checkliste Abfallmanagement|link={{filepath:Checkliste N Abfallmanagement final.pdf}}]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
===„RUN – ReUse Notebook“ und „Handy-Sammel-Aktion“&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill.&amp;lt;/ref&amp;gt;===&lt;br /&gt;
Ist Ihr Mobile-/Smartphone schon wieder veraltet oder das Notebook schon wieder zu langsam oder defekt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn bei den Angehörigen der Hochschule Zittau/Görlitz ein neues Handy, Mobile-/Smartphone oder Notebook angeschafft werden muss, sind die Beschäftigten und Studierenden dazu aufgerufen, ihre alte Technik an den zentralen Sammelpunkten in den Hochschulbibliotheken Zittau und Görlitz abzugeben. Mit dieser Technikspende wird die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Zittau/Görlitz und der SAPOS gGmbH unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Technikspende unterstützt aber vor allem das Recycling, die Wiederverwertung und -verwendung von Handys, Mobile-/Smartphones und Notebooks, bzw. von wertvollen Bestandteilen wie Edelmetalle und Seltene Erden. Außerdem wird die SAPOS gGmbH direkt unterstützt bei der Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen. Diesen wird durch das Zerlegen der Geräte oder durch Kleinreparaturen eine wichtige Aufgabe und ein eigenverantwortliches Leben in der Gesellschaft ermöglicht. [http://reuse-notebook.com/static/de/startseite/index.html?L=1 Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===„Terracycle – Stifte-Recycling“&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill.&amp;lt;/ref&amp;gt;===&lt;br /&gt;
Kugelschreiber und andere Schreibgeräte gibt es an den Hochschulen überall in hoher Anzahl. Genauso schnell wie man so einen Schreibutensil in der Hand hat, wird es wohl auch wieder weggeworfen. Nicht so an der Hochschule Zittau/Görlitz, die über das „Terracycle“ Stifte-Recycling-Programm Kulis &amp;amp; Co. sammelt und recycelt. Der Gewinn daraus unterstützt die Nichtregierungsorganisation (NGO) [http://www.dapaviva.org „DapaViva“] aus Kolumbien. Diese fördert Umweltbildung der lokalen Bevölkerung des Nebelwaldes, um ihn vor der Urbanisierung zu bewahren. Die Sammelstationen befinden sich in mehreren Gebäuden an zentralen Ort sowie in der Hochschulbibliothek. Zudem wurde mit dem Programm die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Zittau und eine Sammelstation im Zittauer Einwohnermeldeamt realisiert. [https://www.terracycle.com/de-DE/about-terracycle?utm_campaign=admittance&amp;amp;utm_medium=menu&amp;amp;utm_source=www.terracycle.com Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===&amp;quot;Reduzierung von Ethidiumbromid-haltigen Abfällen mittels Absorption von Ethidiumbromid aus Flüssigkeiten mit Absorber-Beuteln an der LMU München&amp;quot;===&lt;br /&gt;
An forschungsstarken Hochschulen mit Laborbetrieb, wie es auch an der LMU der Fall ist, werden viele gefährliche Abfälle erzeugt, insbesondere viele unterschiedliche Abfallgemische. Im Umgang damit sind Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, die Entsorgung ist kostenintensiv. So wird Ethidiumbromid (EtBr) in der Molekularbiologie zum Anfärben von Nukleinsäuren bei der Gelelektrophorese verwendet. Ethidiumbromid (3,8-Diamino-5-ethyl-6-phenylphenanthridiniumbromid) ist ein organischer Farbstoff, der aufgrund seiner planaren Struktur leicht in die DNA interkalieren kann, EtBr ist ein starkes Mutagen und toxisch. Nach Gebrauch müssen die Lösungen fachgerecht als gefährlicher Abfall entsorgt werden und dürfen keineswegs in die Umwelt gelangen. Die von vielen Herstellern angebotenen Ethidiumbromid-Ersatzstoffe sind laut den Sicherheitsdatenblättern „noch nicht vollständig geprüfte Stoffe“. Da auch diese Stoffe mit der DNA interagieren, sind hinsichtlich der krebserzeugenden, erbgutverändernden oder fortpflanzungsgefährdenden Wirkungen ähnliche Eigenschaften wie bei Ethidiumbromid zu vermuten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ziel der LMU ist es, die zunehmende Menge von gefährlichen Abfällen zu reduzieren. Decon-Bags stellen eine einfache Methode dar, um Ethidiumbromid aus Lösungen zu entfernen. Die Methode ist zuverlässige, sehr einfach anzuwenden, effizient und geeignet für Ethidiumbromid, Propidiumiodid, PicoGreen® und SYBR® Green. Hierzu werden Absorber-Beutel mit der Ethidiumbromidfärbelösung 24 h gerührt. Der Inhalt der Beutel besteht aus einer speziellen Aktivkohle, die effektiv und sicher Ethidiumbromid adsorbiert. Ein Beutel kann 2,5 mg Ethidiumbromid aufnehmen. Mit einem Beutel können 5 Liter einer typischen Färbelösung nach Sambrook et. al mit einer Ethidiumbromidkonzentration von 0,5 mg/l dekontaminiert werden. Die dekontaminierte Lösung kann als Abwasser entsorgt werden, die benutzten Beutel können als verunreinigte Betriebsmittel bzw. mit gefährlichen Stoffen verunreinigte Aufsaug- und Filtermaterialien (Beispiel AVV-Abfallschlüsselnummer 150202*) entsorgt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn die Behandlung einer derartigen Menge zu aufwändig wäre: Bei 1 Tonne möglichem Ethidiumbromid-haltigem Abfall fallen durch die benutzten Absorber-Beutel nur maximal 2 kg gefährlicher Abfall an. Die LMU spart dabei 85% der Kosten bezogen auf eine 1 Gewichtstonne. Die größte Kostenposition ist da die Beschaffung der Absorber-Beutel. Zudem wird eine größere Menge flüssige gefährliche Abfälle, die mit hohem Energieaufwand entsorgt werden müssen, eine geringe Menge fester gefährlicher Abfälle mit Aktivkohle, die mit deutlich geringerem energetischem Aufwand entsorgt werden können. Hierbei werden also sowohl Kosten gespart, als auch die Umwelt entlastet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links == &lt;br /&gt;
* Handys für Hummel, Biene und Co. [https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/aktionen-und-projekte/alte-handys-fuer-die-havel/index.html NABU Handy-Recycling]&lt;br /&gt;
* Kostenlose Abgabe von Brillen an Sehhilfebedürftige in der ganzen Welt [https://brillenweltweit.de/#brillenspenden BrillenWeltweit]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(17.7.2017 I 2644). Abfallverzeichnisverordnung – AVV. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(20.7.2017 I 2808). Kreislaufwirtschaftsgesetz – KrWG. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von https://www.hszg.de/hochschule/struktur-und-organisation/managementsysteme/umweltmanagement/nachhaltiger-campus-good-practice.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lexikon der Nachhaltigkeit (2018). Nachhaltigkeit in der Abfallentsorgung. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von https://www.nachhaltigkeit.info/artikel/nachhaltigkeit_bei_der_abfallentsorgung_1795.htm?sid=qdoap21h0pg877osnn67edt0o0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Abfallmanagement&amp;diff=5152</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Abfallmanagement</title>
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		<updated>2020-10-08T11:35:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: /* Checkliste nachhaltiges Abfallmanagement */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Betroffener Personenkreis ==&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag richtet sich an alle Hochschulangehörigen gleichermaßen, denn jede und jeder kann zur Abfallvermeidung, zum Recycling und damit zur Minderung der Entsorgungsleistung einen Beitrag leisten. Von besonderer Bedeutung bei der nachhaltigen Entsorgung ist der Personenkreis „Abfallbeauftragte“ (häufig in Personalunion mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit (FaSi)).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz ==&lt;br /&gt;
Abfälle sind alle Stoffe oder Gegenstände, derer sich ein Besitzer entledigt, entledigen will oder muss.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 3 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie können nach der Art und der Einstufung ihrer Gefährlichkeit bezeichnet und unterschieden werden.&amp;lt;ref&amp;gt;AVV § 1&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Abfallverzeichnisverordnung (AVV) gibt dazu branchen- bzw. gruppendefinierte zwei-, vier- und sechsstellige Abfallschlüssel mit Abfallbezeichnung an. Hochschulen als Entsorger müssen einer gesetzlichen Registerpflicht über Menge, Art, Ursprung, Sammlungshäufigkeit, Beförderungs- und Verwertungs- oder Beseitigungsart des Abfalls nachkommen.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 49 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Für gefährliche Abfälle, etwa aus Chemielaboratorien, besteht zudem eine Nachweispflicht vor Beginn der Entsorgung und über deren Durchführung sowie ggf. über den Verbleib entsorgter Abfälle.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 50 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Abfallverursacher*in und Entsorger*in müssen Hochschulen und ihre Angehörigen nach dem Vorsorge und Nachhaltigkeitsprinzip und den rechtlichen Vorgaben des § 6 (1); (2) KrWG einen maßgeblichen Beitrag leisten, Abfälle zu vermeiden, zur Wiederverwendung vorzubereiten sowie zu recyceln. Sollten diese Maßnahmen nicht greifen, ist eine energetische Verwertung sicher zu stellen. Grundsätzlich sollen jeweils die Maßnahmen innerhalb der Rangfolge Vorrang haben, die den Schutz von Mensch und Umwelt am besten gewährleisten. Mit dem Vermeidungsgrundsatz geht die Verpflichtung einher, Erzeugnisse zu beschaffen, die&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 45 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=* langlebig, reparaturfreundlich, wiederverwendbar oder verwertbar sind,&lt;br /&gt;
* im Vergleich zu anderen Erzeugnissen zu weniger oder schadstoffärmeren Abfällen führen und&lt;br /&gt;
* durch Vorbereitung zur Wiederverwendung oder Recycling hergestellt wurden.&amp;lt;/big&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Neben dem Kreislaufwirtschaftsgesetz ist für den Bereich der nicht gefährlichen Abfälle die Gewerbeabfallverordnung relevant, die den Umgang mit gewerblichen Siedlungsabfällen sowie Bau- und Abbruchabfällen regelt. Ziel der Gewerbeabfallverordnung ist die Stärkung der Abfallhierarchie. Diese wird durch den Vorrang der stofflichen gegenüber der energetischen Verwertung von Abfällen und der Einschränkung der gemischten Erfassung verankert. Durch die Umsetzung der Trennpflicht nach Gewerbeabfallverordnung für Papier/Kartonagen, Kunststoffe, Glas, Metalle, Holz, Alttextilien und Bioabfällen können auch Hochschulen einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ist es unerlässlich, dass der mit dem Abfallmanagement betroffene Personenkreis einer Hochschule mit dem Bereich „Beschaffung“ vernetzt wird und interagiert. Denn alles was beschafft wird muss nach einer Nutzungsphase, meist stofflich oder energetisch modifiziert, auch entsorgt werden. Indirekt tragen Hochschulen dadurch nicht nur zur Abfallvermeidung bei, sondern ebenso zur Einsparung von Wasser, Energie und Rohstoffen, die andererseits in die Produktions- und Lieferketten geflossen wären. Durch die Abfallvermeidung und -reduktion profitieren Hochschulen bzw. die mit der Abfallentsorgung betrauten länderspezifischen Behörden von der Minimierung ihrer Entsorgungsaufwendungen und -kosten (z.B. durch Register- und Nachweispflicht und Transport).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschulen leisten durch geringe Abfallaufkommen zudem einen gesamtgesellschaftlichen Beitrag zur Verringerung der Luft- und Abwasseremissionen bei den Entsorgungsprozessen. Eine nachhaltige Entsorgung an Hochschulen steht demzufolge im Zusammenhang mit dem Schutz von Mensch und Umwelt, mit einer Lebenszyklusbetrachtung von Stoffen und Gegenständen die zu Abfall werden können, sowie mit ressourcenschonenden und emissionsarmen Herstellungs- und Entsorgungsverfahren von der primären bis zur sekundären Rohstoffgewinnung aus Abfall.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 6 (1), (2)&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachhaltigkeit in der Entsorgung an Hochschulen meint – über die Rechtskonformität hinaus – generell die Minimierung vom Stoff- und Energieeinsatz, sodass nach einer möglichst langen Nutzungsphase so wenig wie möglich Abfälle anfallen bzw. eingesetzte Energie „weggeworfen“ wird. Nachhaltige Entsorgung an Hochschulen fördert zudem die Kreislaufwirtschaft, um Abfälle als neue Ressource (Sekundärstoff) für Produkte und Energie zu betrachten und zu nutzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Lexikon der Nachhaltigkeit (2018)&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Umgang mit gefährlichen Abfällen schützt eine nachhaltiges Abfallmanagement Personal und Studierende durch aktive Risikoerkennung und -minimierung und betreibt dadurch Gesundheits- und Entsorgungsprävention.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Für ein nachhaltiges Abfallmanagement können sich Hochschulen bspw. folgende Ziele setzen und diese in spezifischen Richtlinien zum Abfallmanagement niederlegen:&lt;br /&gt;
* Rechtskonformität,&lt;br /&gt;
* Nutzungsoptimierung (z. B. von Chemikalien und Verbrauchsmaterialien),&lt;br /&gt;
* Vermeidung, Trennung/Recycling von Abfällen und Einsparung von Entsorgungsaufwendungen,&lt;br /&gt;
* Einsatz und Beschaffung von langlebigen und reparaturfreundlichen Produkten und damit verbundenen langen Nutzungszeiten anstelle von häufigen Neuanschaffungen in kurzen Zeitintervallen.&lt;br /&gt;
* Einsatz, Nutzung von Abfallstoffen als Sekundärstoffe (Kreislaufwirtschaft) – nur indirekt beeinflussbar&lt;br /&gt;
* transparente rechtskonforme Entsorgungsprozesse/-dienstleistungen als Grundlage für gesundheitspräventiven Umgang mit Abfällen und gefährlichen Abfällen, wie ätzende Chemikalien,&lt;br /&gt;
* (Stoff-) Substitutionsprüfung und Rückkopplung mit „Beschaffung“,&lt;br /&gt;
* zyklische Bewertung der Funktionalität des Abfallmanagements (z. B. im Rahmen von UMS-Audits)&lt;br /&gt;
* eindeutige Festlegung von Zuständigkeiten in Entsorgungslogistik,&lt;br /&gt;
* Risikoerkennung/-minimierung (z. B. Gefährdungsbeurteilungen, Betriebsanweisungen),&lt;br /&gt;
* formale und non-formale Bildung, Bewusstseinsschaffung und -schärfung betroffener Personen,&lt;br /&gt;
* Vorbild- und Multiplikatorenwirkung und&lt;br /&gt;
* Nachhaltigkeitsberichterstattung zum Abfallmanagement.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* strenge rechtliche Forderungen (Arbeitsschutz, Kreislaufwirtschaft) können individuelles Hochschul-Engagement begrenzen („ist doch schon alles geregelt“)&lt;br /&gt;
* teilweise begrenzte Einflussmöglichkeiten aufgrund länderspezifischer Regelungen (zentralisierte Entsorgung)&lt;br /&gt;
* Forschungs- und Lehrbetrieb mit hohem Bedarf an Chemikalien und Gefahrstoffen&lt;br /&gt;
* zusätzlicher Ressourcenbedarf zur Optimierung bestehender Entsorgungssysteme in Bezug auf Nachhaltigkeit&lt;br /&gt;
* Akzeptanzprobleme der Handelnden, des betroffenen Personenkreises (Bewusstsein – Wissen – Handeln)&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Identifizierung studiengangsbezogener Ressourcen/Verbrauchsmittel zur Ableitung von Abfall- und Kostenreduzierungspotenzialen (MINT vs. Geisteswissenschaften)&lt;br /&gt;
* Identifizierung von Vermeidungs- und Einsparpotenzialen (z. B. Büromaterial)&lt;br /&gt;
* Optimierung des Chemikalien- und Gefahrstoffmanagements&lt;br /&gt;
* Kommunikation, Sensibilisierung und Zusammenarbeit mit allen Hochschulbereichen und Personen, insbesondere der „Beschaffung“&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste nachhaltiges Abfallmanagement ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;Checkliste einfügen!&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_Checkliste_Abfallmanagement_Seite_1.png|mini|links|Checkliste Abfallmanagement|link={{filepath:Checkliste N Abfallmanagement final.pdf}}]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
===„RUN – ReUse Notebook“ und „Handy-Sammel-Aktion“&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill.&amp;lt;/ref&amp;gt;===&lt;br /&gt;
Ist Ihr Mobile-/Smartphone schon wieder veraltet oder das Notebook schon wieder zu langsam oder defekt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn bei den Angehörigen der Hochschule Zittau/Görlitz ein neues Handy, Mobile-/Smartphone oder Notebook angeschafft werden muss, sind die Beschäftigten und Studierenden dazu aufgerufen, ihre alte Technik an den zentralen Sammelpunkten in den Hochschulbibliotheken Zittau und Görlitz abzugeben. Mit dieser Technikspende wird die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Zittau/Görlitz und der SAPOS gGmbH unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Technikspende unterstützt aber vor allem das Recycling, die Wiederverwertung und -verwendung von Handys, Mobile-/Smartphones und Notebooks, bzw. von wertvollen Bestandteilen wie Edelmetalle und Seltene Erden. Außerdem wird die SAPOS gGmbH direkt unterstützt bei der Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen. Diesen wird durch das Zerlegen der Geräte oder durch Kleinreparaturen eine wichtige Aufgabe und ein eigenverantwortliches Leben in der Gesellschaft ermöglicht. [http://reuse-notebook.com/static/de/startseite/index.html?L=1 Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===„Terracycle – Stifte-Recycling“&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill.&amp;lt;/ref&amp;gt;===&lt;br /&gt;
Kugelschreiber und andere Schreibgeräte gibt es an den Hochschulen überall in hoher Anzahl. Genauso schnell wie man so einen Schreibutensil in der Hand hat, wird es wohl auch wieder weggeworfen. Nicht so an der Hochschule Zittau/Görlitz, die über das „Terracycle“ Stifte-Recycling-Programm Kulis &amp;amp; Co. sammelt und recycelt. Der Gewinn daraus unterstützt die Nichtregierungsorganisation (NGO) [http://www.dapaviva.org „DapaViva“] aus Kolumbien. Diese fördert Umweltbildung der lokalen Bevölkerung des Nebelwaldes, um ihn vor der Urbanisierung zu bewahren. Die Sammelstationen befinden sich in mehreren Gebäuden an zentralen Ort sowie in der Hochschulbibliothek. Zudem wurde mit dem Programm die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Zittau und eine Sammelstation im Zittauer Einwohnermeldeamt realisiert. [https://www.terracycle.com/de-DE/about-terracycle?utm_campaign=admittance&amp;amp;utm_medium=menu&amp;amp;utm_source=www.terracycle.com Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===&amp;quot;Reduzierung von Ethidiumbromid-haltigen Abfällen mittels Absorption von Ethidiumbromid aus Flüssigkeiten mit Absorber-Beuteln an der LMU München&amp;quot;===&lt;br /&gt;
An forschungsstarken Hochschulen mit Laborbetrieb, wie es auch an der LMU der Fall ist, werden viele gefährliche Abfälle erzeugt, insbesondere viele unterschiedliche Abfallgemische. Im Umgang damit sind Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, die Entsorgung ist kostenintensiv. So wird Ethidiumbromid (EtBr) in der Molekularbiologie zum Anfärben von Nukleinsäuren bei der Gelelektrophorese verwendet. Ethidiumbromid (3,8-Diamino-5-ethyl-6-phenylphenanthridiniumbromid) ist ein organischer Farbstoff, der aufgrund seiner planaren Struktur leicht in die DNA interkalieren kann, EtBr ist ein starkes Mutagen und toxisch. Nach Gebrauch müssen die Lösungen fachgerecht als gefährlicher Abfall entsorgt werden und dürfen keineswegs in die Umwelt gelangen. Die von vielen Herstellern angebotenen Ethidiumbromid-Ersatzstoffe sind laut den Sicherheitsdatenblättern „noch nicht vollständig geprüfte Stoffe“. Da auch diese Stoffe mit der DNA interagieren, sind hinsichtlich der krebserzeugenden, erbgutverändernden oder fortpflanzungsgefährdenden Wirkungen ähnliche Eigenschaften wie bei Ethidiumbromid zu vermuten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ziel der LMU ist es, die zunehmende Menge von gefährlichen Abfällen zu reduzieren. Decon-Bags stellen eine einfache Methode dar, um Ethidiumbromid aus Lösungen zu entfernen. Die Methode ist zuverlässige, sehr einfach anzuwenden, effizient und geeignet für Ethidiumbromid, Propidiumiodid, PicoGreen® und SYBR® Green. Hierzu werden Absorber-Beutel mit der Ethidiumbromidfärbelösung 24 h gerührt. Der Inhalt der Beutel besteht aus einer speziellen Aktivkohle, die effektiv und sicher Ethidiumbromid adsorbiert. Ein Beutel kann 2,5 mg Ethidiumbromid aufnehmen. Mit einem Beutel können 5 Liter einer typischen Färbelösung nach Sambrook et. al mit einer Ethidiumbromidkonzentration von 0,5 mg/l dekontaminiert werden. Die dekontaminierte Lösung kann als Abwasser entsorgt werden, die benutzten Beutel können als verunreinigte Betriebsmittel bzw. mit gefährlichen Stoffen verunreinigte Aufsaug- und Filtermaterialien (Beispiel AVV-Abfallschlüsselnummer 150202*) entsorgt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn die Behandlung einer derartigen Menge zu aufwändig wäre: Bei 1 Tonne möglichem Ethidiumbromid-haltigem Abfall fallen durch die benutzten Absorber-Beutel nur maximal 2 kg gefährlicher Abfall an. Die LMU spart dabei 85% der Kosten bezogen auf eine 1 Gewichtstonne. Die größte Kostenposition ist da die Beschaffung der Absorber-Beutel. Zudem wird eine größere Menge flüssige gefährliche Abfälle, die mit hohem Energieaufwand entsorgt werden müssen, eine geringe Menge fester gefährlicher Abfälle mit Aktivkohle, die mit deutlich geringerem energetischem Aufwand entsorgt werden können. Hierbei werden also sowohl Kosten gespart, als auch die Umwelt entlastet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links == &lt;br /&gt;
* Handys für Hummel, Biene und Co. [https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/aktionen-und-projekte/alte-handys-fuer-die-havel/index.html NABU Handy-Recycling]&lt;br /&gt;
* Kostenlose Abgabe von Brillen an Sehhilfebedürftige in der ganzen Welt [https://brillenweltweit.de/#brillenspenden BrillenWeltweit]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(17.7.2017 I 2644). Abfallverzeichnisverordnung – AVV. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(20.7.2017 I 2808). Kreislaufwirtschaftsgesetz – KrWG. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von https://www.hszg.de/hochschule/struktur-und-organisation/managementsysteme/umweltmanagement/nachhaltiger-campus-good-practice.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lexikon der Nachhaltigkeit (2018). Nachhaltigkeit in der Abfallentsorgung. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von https://www.nachhaltigkeit.info/artikel/nachhaltigkeit_bei_der_abfallentsorgung_1795.htm?sid=qdoap21h0pg877osnn67edt0o0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Datei:Bild_Checkliste_Abfallmanagement_Seite_1.png&amp;diff=5151</id>
		<title>Datei:Bild Checkliste Abfallmanagement Seite 1.png</title>
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		<updated>2020-10-08T11:31:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Datei:Checkliste_N_Abfallmanagement_final.pdf&amp;diff=5150</id>
		<title>Datei:Checkliste N Abfallmanagement final.pdf</title>
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		<updated>2020-10-08T11:30:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltige_Beschaffung&amp;diff=4615</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltige Beschaffung</title>
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		<updated>2020-08-31T09:20:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: /* Checkliste nachhaltige Beschaffung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Betroffener Personenkreis ==&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag des Leitfadens richtet sich an zentrale und dezentrale Beschaffer*innen, Einkäufer*innen, bspw. Sekretär*innen und Personen, die im Rahmen ihrer Hochschulangehörigkeit und -tätigkeit Produkte, Waren und Dienstleistungen ausschreiben und beschaffen. Angesprochen sind auch Mitarbeiter*innen der akademischen Verwaltung im Zuständigkeitsbereich der Mittelvergabe wie etwa Dekanatsrät*innen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz ==&lt;br /&gt;
Bei der Beschaffung von Materialien, Produkten und Dienstleistungen berücksichtigen nachhaltigkeitsorientierte Hochschulen zunehmend umweltbezogene, soziale und ethische Aspekte als wichtige Entscheidungskriterien.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, 2011, S. 6-8 &amp;lt;/ref&amp;gt; Waren und Leistungen sollten demnach die folgenden Eigenschaften aufweisen: umwelt- und sozialverträglich, langlebig, abfallarm, rezykliert und/oder rezyklierbar, aus nachwachsenden Rohstoffen, energieeffizient, klimaneutral, möglichst regional und/oder biologisch erzeugt und fair gehandelt bzw. transportiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (Hrsg.), 2017, S. 6; 19&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Relevant&#039;&#039;&#039; ist die nachhaltige Beschaffung an Hochschulen durch das damit einhergehende Finanz- und Nachfragevolumen. Eine konsequente Nachfrage von nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen trägt zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen bei und wirkt als Innovationsmotor für ebendiese Güter bzw. Leistungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft (Hrsg.),&lt;br /&gt;
2016, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nachhaltige Beschaffung kann aber auch ein Auslöser für ein gesamtheitliches Umdenken mit dem Ziel des nachhaltigen Campus sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rechtliche Relevanz&#039;&#039;&#039; hat eine nachhaltige Beschaffung und die damit verbundene Einhaltung von Umwelt- und Energieeffizienzkriterien sowie Grenzwerten insbesondere bei energieverbrauchsrelevanten Produkten und Dienstleistungen sowie bei Stoffen und Gemischen, die im Sinne des Chemikalienrechts als gefährlich eingestuft sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 26; 27&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, 18.7.2017 I 2745, VgV,§ 67&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachhaltige Beschaffung an Hochschulen muss nach rechtlicher Relevanz außerdem mit den Forderungen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes, insbesondere § 45 („Pflichten der öffentlichen Hand“) einhergehen und die Langlebigkeit, Reparaturfreundlichkeit und Wiederverwendbarkeit oder Verwertbarkeit von Produkten berücksichtigen. Außerdem fordert eine rechtskonforme Beschaffung Produkte und Dienstleistungen, die im Vergleich zu anderen Erzeugnissen weniger oder schadstoffärmere Abfälle erzeugen.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, 20.7.2017 I 2808, KrWG,&lt;br /&gt;
§ 45&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Vergabeverordnung (VgV) ist darüber hinaus seit 2016 geregelt, dass in den Leistungs- und Funktionsanforderungen umweltbezogene Aspekte als Auftragsgegenstand Berücksichtigung finden sollten. Es ist anzumerken, dass die Umweltkriterien mit dem Auftragsgegenstand in Verbindung stehen und verhältnismäßig zum Auftragswert und Beschaffungsziel sind, wodurch wiederum durch den Kostenaspekt eine Relativierung erfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umweltbezogene Anforderungen&#039;&#039;&#039; dürfen und sollten auch an den Herstellungsprozess sowie den Lebenszyklus (Produktions- und Lieferkette) gestellt werden. Die Anforderungen an Nachhaltigkeit müssen sich dabei nicht in materiellen Eigenschaften vom Auftragsgegenstand niederschlagen und können mit definierten Produktkriterien und -zertifikaten in Verbindung stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2017, S. 19&amp;lt;/ref&amp;gt; Hochschulen sollten daher in Prozessen der Bedarfsermittlung und -planung sowie für Ausschreibungen und Auftragsvergaben Kriterien für eine nachhaltige Beschaffung definieren und diese bspw. in einer internen Beschaffungsrichtlinie festschreiben. Denn vergaberechtlich wird nur geregelt, wie das Verwaltungsverfahren einer Beschaffung ablaufen muss und nicht welche Produkte und Leistungen beschafft werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ökonomisch relevant&#039;&#039;&#039; kann nachhaltige Beschaffung sein, wenn in den Leistungsbeschreibungen und Zuschlagskriterien konkrete Nachhaltigkeitskriterien definiert sind und demzufolge ausschließlich Angebote eingehen, die diese Kriterien erfüllen. Auch wenn daraufhin das kostengünstigste Angebot den Zuschlag erhält, wird der Anspruch an die Nachhaltigkeit erfüllt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (Hrsg.), 2017, S. 16; 91&amp;lt;/ref&amp;gt; Werden dennoch konventionelle mit nachhaltigen Erzeugnissen/Dienstleistungen verglichen, können letztere gegenüber ersteren zunächst teurer sein. Das Mehr an Nachhaltigkeitsleistung kann aber partiell die Mehrkosten rechtfertigen. Höhere Kosten können bei materiellen und technischen Produkten zumeist einmalig bei der Erstanschaffung entstehen. In der Nutzungsphase sind die Verbrauchskosten von nachhaltigen Erzeugnissen oftmals geringer, da sich dann Einsparpotentiale z. B. von Energie, Abfall und Verbrauchsmitteln bemerkbar machen. Durch nachhaltige Beschaffung lassen sich in der Nutzungsphase weitere unmittelbare Preisvorteile erzielen, zum Beispiel durch Recyclingpapiere, Nachfüllpackungen oder wiederaufbereitete Tinten- und Tonerkartuschen.&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=Durch die Langlebigkeit nachhaltiger, hochwertiger Materialien kann zudem die Nutzungsphase verlängert werden, wodurch sich Kosten für kurzfristigere Neuanschaffungen reduzieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 13-14&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;}}&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Vermittlung dieser kausalen Beziehungen ist für die in der Beschaffung handelnden Personen einer Hochschule von außerordentlicher Bedeutung und wurde bzw. wird vielfach unterschätzt und vernachlässigt. Sehr häufig sind die Prämissen der ausschließlichen „Kostengünstigkeit“ und/oder auf Erfahrung basierender Funktionalität und Praktikabilität tief verwurzelt und erschweren eine Neuausrichtung im Sinne der Nachhaltigkeit. Das Ziel der nachhaltigen Beschaffung wird daher nicht zwingend erreicht, indem ein top-down gesteuertes Verfahren etwa durch Modifikation von Beschaffungsrichtlinien oder im Hochschulbetriebssystem etabliert wird. Vielmehr müssen den an der Beschaffung beteiligten Personen im Rahmen eines kommunikativen und kontinuierlichen Austauschprozesses die vorstehend genannten Zusammenhänge argumentativ nachvollziehbar erläutert werden, um dadurch einen Prozess des Umdenkens und der Motivation anzustoßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass nachhaltige Produkte über den Lebenszyklus betrachtet kostengünstiger sein können als konventionelle Varianten, belegt auch eine von der Stadt Berlin veröffentlichte Studie bei 10 von 15 Produktgruppen. Dazu gehörten u. a. Bürobeleuchtung, Computer, Gebäude, Kopier- und Druckpapier, Multifunktionsgeräte und Reinigungsmittel.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (Hrsg.), 2017, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine hohe Relevanz sollten nachhaltig beschaffende Hochschulen laut Bundesministerium des Inneren (BMI) zudem auf folgende Produktgruppen legen, die unter Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien (wie dem Blauen Engel, Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft (FSC)) eingekauft werden können:&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Bundesministerium des Inneren – Beschaffungsamt – Kompetenzstelle für nachhaltige&lt;br /&gt;
Beschaffung, 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bekleidung und Textilien (z. B. Arbeitsbekleidung für technisches Personal) &lt;br /&gt;
* Beleuchtung (z. B. LED-Leuchtmittel im Innen- und Außenbereich) &lt;br /&gt;
* Betriebsmittel (z. B. Schmierstoffe, Lösemittel) &lt;br /&gt;
* Bürobedarf (z. B. Stifte etc.) &lt;br /&gt;
* Büroeinrichtung (z. B. Tische, Stühle, Schränke, Regale) &lt;br /&gt;
* Bürogeräte (z. B. Drucker, Kopierer und Zubehör) &lt;br /&gt;
* Fuhrpark (z. B. Dienst-Kfz) &lt;br /&gt;
* Gartenbaugeräte und -maschinen &lt;br /&gt;
* Gas (z. B. zur Wärmeversorgung) &lt;br /&gt;
* Händetrocknungssysteme &lt;br /&gt;
* Hygiene- und Reinigungsartikel (z. B. Seifen, Toilettenpapiere etc.) &lt;br /&gt;
* Informations- und Rechnertechnik (z. B. Computer, Monitore, Notebooks) &lt;br /&gt;
* Lacke, Farben, Klebstoffe &lt;br /&gt;
* Lebensmittel und Catering (z. B. Kaffee, Tee, Milch, Snacks)&lt;br /&gt;
* Papierprodukte (z. B. Druck-, Kopier-, Pressepapier u. -erzeugnisse) &lt;br /&gt;
* Schädlingsbekämpfung (z. B. Pestizide, Herbizide) &lt;br /&gt;
* Streumittel &lt;br /&gt;
* Strom.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gesundheitlich relevant&#039;&#039;&#039; kann nachhaltige Beschaffung sein, da bspw. durch emissionsarme Drucker und Kopierer das Raumklima verbessert und die Gesundheit von Beschäftigten geschont wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 13-14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sozial und gesellschaftlich relevant&#039;&#039;&#039; ist eine nachhaltige Beschaffung, da gerade Hochschulen eine wichtige Vorbildfunktion für ihre Angehörigen und für die Gesellschaft insgesamt einnehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt; Informierte und beteiligte Studierende, Beschäftigte und externe Partner*innen sind außerdem wichtige Multiplikator*innen innerhalb einer Hochschule und darüber hinaus im privaten, beruflichen und gesamtgesellschaftlichen Leben. Schließlich kann das Image und Eigenmarketing einer Hochschule gestärkt werden, was z. B. Standortvorteile und stabile Studierendenzahlen mit sich bringen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S.13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine nachhaltige Beschaffung unter Berücksichtigung von Lebenszykluskosten von Materialien, Produkten und (Dienst-) Leistungen, kann zusammenfassend mittel- und unmittelbar für die Umweltauswirkungen, Gesundheit und Wirtschaftlichkeit einer Hochschule relevant sein. Wenn Hochschulen ihre nachhaltige Beschaffung steigern und dadurch einen mengenmäßigen Absatz, d. h. die Nachfrage, von nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen erhöhen, könnten dadurch Preise sinken, die bisher wegen geringen Absatzes höher waren als bei stark nachgefragten konventionellen Waren und Leistungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 13-14&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine verstärkte Nachfrage der Hochschulen nach nachhaltigen Erzeugnissen und Dienstleistungen trägt somit dazu bei, mittel- und langfristige Produktions- und Konsumtrends nachhaltig zu ändern.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Europäische Kommission, 2011, S. 38&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Festzuhalten ist aber auch, dass viele Hochschulen bei der Beschaffung eingeschränkte Gestaltungs- und Entscheidungsspielräume haben, da in mehreren Bundesländern die Beschaffung und/oder die Vergabe von Dienstleistungen insbesondere im Bereich Liegenschaften und Gebäudemanagement (teilweise) zentralisiert und die diesbezügliche Hochschulautonomie daher beschränkt ist &amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; vgl. auch Anhang: Recherche HIS-Institut - Verlinken &amp;lt;/span&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Für eine nachhaltige Beschaffung können sich Hochschulen unter Einbeziehung der handelnden Personen in Abstimmung mit der Leitungsebene beispielsweise folgende Ziele setzen und diese in spezifischen Beschaffungsrichtlinien niederlegen.&lt;br /&gt;
* Beschaffung und Nutzung von&lt;br /&gt;
** langlebigen und reparaturfreundlichen Produkten und damit verbundenen langen Nutzungszeiten anstelle von häufigen Neuanschaffungen in kurzen Zeitintervallen,  &lt;br /&gt;
** Produkten und Dienstleistungen, die umwelt- oder sozialverträglich, abfallarm, recycelt, aus nachwachsenden Rohstoffen, energieeffizient, klimaneutral, fair und/oder regional gehandelt oder biologisch erzeugt sind,  &lt;br /&gt;
** von Produkten die im Vergleich zu anderen Erzeugnissen zu weniger oder schadstoffärmeren Abfällen führen, &lt;br /&gt;
* regionale Wertschöpfung, &lt;br /&gt;
* Analyse und Erfassung der Beschaffungssituation, &lt;br /&gt;
* Steuerung und Verbesserung der Beschaffungssituation, &lt;br /&gt;
* Schulung von Beschaffer*innen, &lt;br /&gt;
* formale und non-formale Bildung, Bewusstseinsschaffung und -schärfung, &lt;br /&gt;
* Vorbild- und Multiplikatorenwirkung und &lt;br /&gt;
* Nachhaltigkeitsberichterstattung zur Beschaffung, &lt;br /&gt;
* Rechtskonformität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
{{Vorlage:TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
*zentrale Beschaffung von Produkten/Dienstleistungen durch länderzentrale Behörden (in Sachsen z. B. SIB)&lt;br /&gt;
*beschränkte Handlungs- und Entscheidungsspielräume der Hochschulen bei interner sowie insbesondere bei zentraler Beschaffung&lt;br /&gt;
*Fokussierung auf Anschaffungskosten anstelle von Lebenszykluskosten&lt;br /&gt;
*zeitlich-personeller Mehraufwand bei nachhaltigkeitsorientierter Beschaffung&lt;br /&gt;
*fehlende oder unzureichende Akzeptanz neuer Kriterien mit Nachhaltigkeitsbezug, Regelungen (interne Beschaffungsrichtlinien) durch betroffenen Personenkreis&lt;br /&gt;
*Unkenntnis im betroffenen Personenkreis&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
*Berücksichtigung rechtlicher Rahmenbedingungen (z.B. § 45 KrWG, VOL, VHB, interne Vergaberichtlinien, EU-Vorgaben)&lt;br /&gt;
*Kosteneinsparung bei langlebigen sowie abfall- und wartungsarmen Erzeugnissen&lt;br /&gt;
*Energieeffizienz bei Beschaffung von energieverbrauchseffizienten Geräten&lt;br /&gt;
*Definition und Integration qualitativer und quantitativer NH-Kriterien in (rechtskonformen) internen Beschaffungsrichtlinien&lt;br /&gt;
*Gestaltung des Beschaffungsprozesses gemeinsam mit betroffenem Personenkreis (einschließlich Fakultäten/Fachbereiche), Lieferanten, Dienstleistern und Behörden&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[http://hnwiki.leuphana.de/index.php?title=Datei:Checkliste_nachhaltige_Beschaffung_V3.pdf|Checkliste Nachhaltige Beschaffung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste nachhaltige Beschaffung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Http://hnwiki.leuphana.de/index.php?title=Datei:Checkliste nachhaltige Beschaffung V3.pdf|mini]]&lt;br /&gt;
{{CheckSeg&lt;br /&gt;
|titel=Positionierung und strategische Unterstützung einer nachhaltigen Beschaffung&lt;br /&gt;
|orientierung=strategisch&lt;br /&gt;
|inters1=Governance&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Leitbild&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Strategie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Programme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Ziele&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Formulierung eines hochschuleigenen Verständnisses über nachhaltige Beschaffung&lt;br /&gt;
* Landes- und kommunalrechtliche Vorgaben (z.B. in Hamburg, NRW und Berlin) die die Einhaltung von ökologischen und sozialen Standards einfordern, können eine Argumentationsbasis gegenüber Hochschulleitungen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Formulierung einer internen Beschaffungsrichtlinie mit ausdrücklichen Vorgaben über Produkt- und Zuschlagskriterien sowie Leistungsbeschreibungen, z.B.:&lt;br /&gt;
* Beschaffungsverantwortung der öffentlichen Hand nach §45 KrWG:&lt;br /&gt;
* Langlebigkeit, Reparaturfreundlichkeit und Wiederverwendbarkeit&lt;br /&gt;
* Mindestanteil an nachwachsenden Rohstoffen, Recyclingmaterialien und Biokunststoffen für Produkte und Verpackungen&lt;br /&gt;
* 100% Recyclingpapier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Nachhaltigkeitskriterien mit Hilfe von Siegeln und Labeln festlegen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Formulierung von Ausschlusskriterien (was im Rahmen einer nachhaltigen Beschaffung nicht eingekauft werden darf)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Berücksichtigung von Kriterien einer nachhaltigen Beschaffung bei Bedarfsermittlungen und -planungen sowie Ausschreibungen und Auftragsvergaben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Festlegung von hochschuleigenen Ausschreibungsstandards zur nachhaltigen Beschaffung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CheckSeg&lt;br /&gt;
|titel=Umsetzung der nachhaltigen Beschaffung&lt;br /&gt;
|orientierung=operativ&lt;br /&gt;
|inters1=Partizipation&lt;br /&gt;
|inters2=Kommunikation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Nachhaltige Beschaffung auf allen Ebenen durchsetzen und betroffenen Personenkreis (zentrale und dezentrale Einkäufer*innen, wie Sekretariate, Einzelpersonen und studentische Gremien) informieren, motivieren und schulen&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Überblick und positiver Einfluss auf den nachhaltigen Einkauf durch sensibilisierte finanzverantwortliche Personen, z.B. Dekanatsräte, Beauftragte für nachhaltige Beschaffung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Bestellsoftware, bestenfalls per Hochschul-ERP-Software&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Online-Bestellung bei nachhaltigkeitsspezialisierten Anbietern}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CheckSeg&lt;br /&gt;
|titel=Umsetzung der nachhaltigen Beschaffung&lt;br /&gt;
|orientierung=operativ&lt;br /&gt;
|inters1=Governance&lt;br /&gt;
|inters2=Controlling&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Vermeidung von Mehrfachbeschaffung durch Transparenz und neue Nutzungsmodelle (Technik- &amp;amp; Material-Sharing, Chemical Leasing)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Verknüpfung optimierter Inventarisierungs- mit Beschaffungsdaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CheckSeg&lt;br /&gt;
|titel=Umsetzung der nachhaltigen Beschaffung&lt;br /&gt;
|orientierung=operativ&lt;br /&gt;
|inters1=Öffentlichkeitsarbeit&lt;br /&gt;
|inters2=Veranstaltungsmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Druckaufträge für Print-Medien (Poster, Broschüren etc.) bei umwelt- und nachhaltigkeitsorientierten Druckereien (diese achten bspw. auf Recyclingpapier, Biofarben, Ökostrom, Klimaneutralität und Abfallarmut)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|zur Stärkung regionaler Wertschöpfung regionale Dienstleister beauftragen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Nachhaltigkeitskriterien in der Anfrage-Spezifikation ausweisen (&amp;quot;den Markt verändern&amp;quot;)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CheckSeg&lt;br /&gt;
|titel=Umsetzung der nachhaltigen Beschaffung&lt;br /&gt;
|orientierung=operativ&lt;br /&gt;
|inters1=Forschungsbetrieb&lt;br /&gt;
|inters2=Veranstaltungsmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Beschaffer-Bedarfsträger-Dienstleister-Dialog (in Form von Konferenzen, Workshops und/oder Arbeitsgruppen) sowie Schulungen ermöglichen und initiieren&lt;br /&gt;
* darüber kann ein Austausch von vielen Seiten der Beschaffung ermöglicht werden. Beschaffende und Bedarfsträger*innen können ihre Bedarfe kommunizieren und es gibt einen Information-, Erfahrungs- und Neuentwicklungsaustausch zur Nachhaltigkeit in der Beschaffung&lt;br /&gt;
* Klimaschutz-, Energie-, Qualitäts-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsbeauftragte und -koordinator*innen an einem Erfahrungsaustausch und dem Findungsprozess beteiligen&lt;br /&gt;
* bei solchen Austauschformaten können künftige Ziele für eine nachhaltige Beschaffung, Verantwortlichkeiten, Zeit- und Arbeitspläne, möglicherweise notwendige juristische Beratung und die Berichtspflichten festgelegt werden.&lt;br /&gt;
* Markt- und Produktkenntnis fördert nachhaltige Beschaffung&lt;br /&gt;
* bei der Ausschreibung von Rahmenverträgen auf Nachhaltigkeit achten.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorlage für die Checkliste ist [[Vorlage:CheckSeg|hier]] zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Richtlinie zur nachhaltigen Beschaffung an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit dieser Richtlinie hat sich die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) strengen, auf nachhaltige Kriterien ausgerichteten Grundsätzen gestellt. Grundsätzlich gilt, dass zu beschaffende Produkte und Dienstleistungen von der Produktion bis zur Entsorgung unter Berücksichtigung von sozialen, ökologischen und ökonomischen Aspekten hergestellt werden. Darunter berücksichtigt die HNEE zehn Produktgruppen, die mit genauen Produkten untersetzt sind, bspw. Kopierer, Computer und Zubehör, EDV-Verbrauchsmaterialien für Drucker/Multifunktionsgeräten. Mehr Info: http://www.hnee.de/de/Hochschule/Leitung/Amtliche-Mitteilungen-Gesetzestexte/Amtliche-Mitteilungen-Gesetzestexte-K879.htm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tauschbörse LMU&#039;&#039;&#039; &amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; Ulla u. Jens - Beispiel erarbeiten &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Case Study - nachhaltige Beschaffung an der HSZG ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;in Arbeit&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompass Nachhaltigkeit&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Dieses Webportal bietet umfangreiche Informationen zur nachhaltigen öffentlichen Beschaffung. https://kompass-nachhaltigkeit.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Das Internetportal vom Bundesministerium des Innern informiert über Gesetze, Regelungen, Leitfäden, Beispiele, Termine und Schulungen zur nachhaltigen Beschaffung. http://www.nachhaltige-beschaffung.info/DE/Home/ home_node.html &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nachhaltige Produkte finden&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* Hier finden Einkäufer*innen Informationen zur nachhaltigen biobasierten Beschaffung zu verschiedensten Produktgruppen und gelistete Produktbeschreibung, Umweltgütezeichen sowie Preisen und Produktlinks. https://www.die-nachwachsende-produktwelt.de/&lt;br /&gt;
* https://datenbank.fnr.de/anwendungen/&lt;br /&gt;
* http://www.nachhaltige-beschaffung.info/DE/Produktgruppen/produktgruppen_node.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beschlüsse und Leitlinien zum nachhaltigen Einkauf und umweltorientiertem Verwaltungshandeln&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Leitfaden für eine umweltverträgliche Beschaffung in Hamburg &lt;br /&gt;
* Verwaltungsvorschrift „Beschaffung und Umwelt“ der Stadt Berlin &lt;br /&gt;
* Leitfaden zur nachhaltigen Beschaffung von Bürobedarf in Hessen &lt;br /&gt;
* Leitfaden zu Beschaffung energieeffizienter Produkte und Dienstleistungen &lt;br /&gt;
* Leitfaden „Innovative öffentliche Beschaffung“, 2. Auflage 2017 von BMWi/KOINNO&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;jeweils die PDFs so verknüpfen, dass sie im neuen Browserfenster öffnen - geht das?&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leistungsbeschreibungen und Ausschreibungen&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* Bedarfsbeschreibung für ein Bürogebäude https://beschaffung.fnr.de/service/arbeits-und-formulierungshilfen/bedarfsbeschreibung-fuer-ein-buerogebaeude-beispiel/ &lt;br /&gt;
* Formulierungshilfen für (Produkt-) Ausschreibungen https://beschaffung.fnr.de/service/arbeits-und-formulierungshilfen/formulierungshilfen-fuer-produkt-ausschreibungen/&lt;br /&gt;
* Ausschreibungshilfen von „natureplus“ https://www.natureplus.org/index.php?id=14&lt;br /&gt;
* https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/umweltfreundliche-beschaffung/empfehlungen-fuer-ihre-ausschreibung&lt;br /&gt;
* https://beschaffung.fnr.de/service/ausschreibungsempfehlungen/&lt;br /&gt;
* https://www.das-nachwachsende-buero.de/service/die-broschuere/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schulungsskripte „Umweltfreundliche Beschaffung“ vom Umweltbundesamt (UBA)&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Das UBA hat 2010 erstmalig Schulungsskripte veröffentlicht, die einen praxisnahen Einblick in die umweltfreundliche Beschaffung in 6 Themenbereiche gegliedert anbieten. Die aktuellen und überarbeiten Versionen gibt es seit 2016. Schulungsskripte &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.umweltbundesamt.de/themen/schulungsskripte-fuer-umweltfreundliche-beschaffung&amp;lt;/ref&amp;gt;: &lt;br /&gt;
# Grundlagen der umweltfreundlichen Beschaffung &lt;br /&gt;
# Rechtliche Grundlagen der umweltfreundlichen Beschaffung &lt;br /&gt;
# Einführung in die Verwendung von Produktkriterien aus Umweltzeichen &lt;br /&gt;
# Strategische Marktbeobachtung und -analyse &lt;br /&gt;
# Einführung in die Berechnung von Lebenszykluskosten und deren Nutzung im Beschaffungsprozess&lt;br /&gt;
# Hemmnisanalyse für eine umweltfreundliche Beschaffung mittels Selbstevaluations-Tool&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Berechnung der Lebenszykluskosten – Tool-Picker&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.koinno-bmwi.de/informationen/toolbox/detail/lebenszyklus-tool-picker-1/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit dem Lebenszykluskosten-Tool-Picker vom Kompetenzzentrum für innovative Beschaffung (KOINNO) steht auch Hochschulen ein Instrument zur Verfügung, das bei der Berechnung von Lebenszykluskosten von Produkten Unterstützung leisten kann. Den Anwender*innen stehen dabei warengruppenspezifische und bedarfsgerechte Möglichkeiten zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umweltzeichen, -siegel und Label:&lt;br /&gt;
* https://label-online.de/ - gibt einen Überblick über eine Vielzahl an Siegeln und Labeln, was sie bedeuten und welche Qualität sie auszeichnen&lt;br /&gt;
* https://www.siegelklarheit.de - unterstützt beim nachhaltigen Einkauf und analysiert die Bereiche Wasser, Boden, Energie, Klima, Chemikalien, Abfall, Luftverschmutzung, Biodiversität, Ökosysteme, Umweltmanagement, Materialeinsatz und Qualität&lt;br /&gt;
* Das Umweltbundesamt hat u.a. für die Bereiche Bauwesen, Bürogeräte, Büroverbrauchsmaterialien, Fahrzeuge, Gebäude, Lebensmittel und Catering, Möbel, Rechenzentren, Reinigung/Hygiene, Textilien, Entsorgung, Strom- und Wärmeversorgung sowie für &amp;quot;Weiße Ware&amp;quot; Umweltzeichen zusammengestellt: https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/umweltfreundliche-beschaffung/datenbank-umweltkriterien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(20.7.2017 I 2808). Kreislaufwirtschaftsgesetz – KrWG. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(18.7.2017 I 2745). Vergabeverordnung – VgV. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.gesetze-im-internet.de/vgv_2016/__67.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium des Inneren – Beschaffungsamt – Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung. (2018). Portal für nachhaltige Beschaffung, Produktgruppen. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.nachhaltige-beschaffung.info/DE/Produktgruppen/produktgruppen_node.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium für Arbeit und Soziales. (2011). Die DIN ISO 26000 „Leitfaden zur gesellschaftlichen Verantwortung von Organisationen“ – Ein Überblick –. Abgerufen am 04. Mai 2018 von https://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Publikationen/a395-csr-din-26000.pdf?__blob=publicationFile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Europäische Kommission. (2011). Grünbuch über die Modernisierung der europäischen Politik im Bereich des öffentlichen Auftragswesens. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:52011DC0015&amp;amp;from=DE&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (Hrsg.). (2017). Nachwachsende Rohstoffe im Einkauf, Themenheft III: Büro – Einrichtung, Material, Gestaltung. Abgerufen am 04. Mai 2018 von https://www.fnr.de/fileadmin/beschaffung/pdf/Themenheft_Buero_web__V05.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft (Hrsg.). (2016). fact sheet Nachhaltige Beschaffung in der Nutzungsphase. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.nachhaltig-forschen.de/fileadmin/user_upload/factsheets/LeNa_FactSheet_Nachhaltige_Beschaffung_Nutzung_fin.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umweltbundesamt (Hrsg.). (2016). Rechtliche Grundlagen der umweltfreundlichen öffentlichen Beschaffung / Schulungsskript 2. Abgerufen am 07. 06 2018 von https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/377/publikationen/170123_uba_ratgeber_schulungsskript2_bf_0.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umweltbundesamt (Hrsg.). (2016). Umweltfreundliche Beschaffung, Schulungsskript 1. Abgerufen am 04. Mai 2018 von https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/377/publikationen/170127_uba_ratgeber_schulungsskript1_bf.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltige_Beschaffung&amp;diff=4614</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltige Beschaffung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltige_Beschaffung&amp;diff=4614"/>
		<updated>2020-08-31T09:16:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: /* Checkliste nachhaltige Beschaffung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Betroffener Personenkreis ==&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag des Leitfadens richtet sich an zentrale und dezentrale Beschaffer*innen, Einkäufer*innen, bspw. Sekretär*innen und Personen, die im Rahmen ihrer Hochschulangehörigkeit und -tätigkeit Produkte, Waren und Dienstleistungen ausschreiben und beschaffen. Angesprochen sind auch Mitarbeiter*innen der akademischen Verwaltung im Zuständigkeitsbereich der Mittelvergabe wie etwa Dekanatsrät*innen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz ==&lt;br /&gt;
Bei der Beschaffung von Materialien, Produkten und Dienstleistungen berücksichtigen nachhaltigkeitsorientierte Hochschulen zunehmend umweltbezogene, soziale und ethische Aspekte als wichtige Entscheidungskriterien.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, 2011, S. 6-8 &amp;lt;/ref&amp;gt; Waren und Leistungen sollten demnach die folgenden Eigenschaften aufweisen: umwelt- und sozialverträglich, langlebig, abfallarm, rezykliert und/oder rezyklierbar, aus nachwachsenden Rohstoffen, energieeffizient, klimaneutral, möglichst regional und/oder biologisch erzeugt und fair gehandelt bzw. transportiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (Hrsg.), 2017, S. 6; 19&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Relevant&#039;&#039;&#039; ist die nachhaltige Beschaffung an Hochschulen durch das damit einhergehende Finanz- und Nachfragevolumen. Eine konsequente Nachfrage von nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen trägt zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen bei und wirkt als Innovationsmotor für ebendiese Güter bzw. Leistungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft (Hrsg.),&lt;br /&gt;
2016, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nachhaltige Beschaffung kann aber auch ein Auslöser für ein gesamtheitliches Umdenken mit dem Ziel des nachhaltigen Campus sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rechtliche Relevanz&#039;&#039;&#039; hat eine nachhaltige Beschaffung und die damit verbundene Einhaltung von Umwelt- und Energieeffizienzkriterien sowie Grenzwerten insbesondere bei energieverbrauchsrelevanten Produkten und Dienstleistungen sowie bei Stoffen und Gemischen, die im Sinne des Chemikalienrechts als gefährlich eingestuft sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 26; 27&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, 18.7.2017 I 2745, VgV,§ 67&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachhaltige Beschaffung an Hochschulen muss nach rechtlicher Relevanz außerdem mit den Forderungen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes, insbesondere § 45 („Pflichten der öffentlichen Hand“) einhergehen und die Langlebigkeit, Reparaturfreundlichkeit und Wiederverwendbarkeit oder Verwertbarkeit von Produkten berücksichtigen. Außerdem fordert eine rechtskonforme Beschaffung Produkte und Dienstleistungen, die im Vergleich zu anderen Erzeugnissen weniger oder schadstoffärmere Abfälle erzeugen.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, 20.7.2017 I 2808, KrWG,&lt;br /&gt;
§ 45&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Vergabeverordnung (VgV) ist darüber hinaus seit 2016 geregelt, dass in den Leistungs- und Funktionsanforderungen umweltbezogene Aspekte als Auftragsgegenstand Berücksichtigung finden sollten. Es ist anzumerken, dass die Umweltkriterien mit dem Auftragsgegenstand in Verbindung stehen und verhältnismäßig zum Auftragswert und Beschaffungsziel sind, wodurch wiederum durch den Kostenaspekt eine Relativierung erfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umweltbezogene Anforderungen&#039;&#039;&#039; dürfen und sollten auch an den Herstellungsprozess sowie den Lebenszyklus (Produktions- und Lieferkette) gestellt werden. Die Anforderungen an Nachhaltigkeit müssen sich dabei nicht in materiellen Eigenschaften vom Auftragsgegenstand niederschlagen und können mit definierten Produktkriterien und -zertifikaten in Verbindung stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2017, S. 19&amp;lt;/ref&amp;gt; Hochschulen sollten daher in Prozessen der Bedarfsermittlung und -planung sowie für Ausschreibungen und Auftragsvergaben Kriterien für eine nachhaltige Beschaffung definieren und diese bspw. in einer internen Beschaffungsrichtlinie festschreiben. Denn vergaberechtlich wird nur geregelt, wie das Verwaltungsverfahren einer Beschaffung ablaufen muss und nicht welche Produkte und Leistungen beschafft werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ökonomisch relevant&#039;&#039;&#039; kann nachhaltige Beschaffung sein, wenn in den Leistungsbeschreibungen und Zuschlagskriterien konkrete Nachhaltigkeitskriterien definiert sind und demzufolge ausschließlich Angebote eingehen, die diese Kriterien erfüllen. Auch wenn daraufhin das kostengünstigste Angebot den Zuschlag erhält, wird der Anspruch an die Nachhaltigkeit erfüllt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (Hrsg.), 2017, S. 16; 91&amp;lt;/ref&amp;gt; Werden dennoch konventionelle mit nachhaltigen Erzeugnissen/Dienstleistungen verglichen, können letztere gegenüber ersteren zunächst teurer sein. Das Mehr an Nachhaltigkeitsleistung kann aber partiell die Mehrkosten rechtfertigen. Höhere Kosten können bei materiellen und technischen Produkten zumeist einmalig bei der Erstanschaffung entstehen. In der Nutzungsphase sind die Verbrauchskosten von nachhaltigen Erzeugnissen oftmals geringer, da sich dann Einsparpotentiale z. B. von Energie, Abfall und Verbrauchsmitteln bemerkbar machen. Durch nachhaltige Beschaffung lassen sich in der Nutzungsphase weitere unmittelbare Preisvorteile erzielen, zum Beispiel durch Recyclingpapiere, Nachfüllpackungen oder wiederaufbereitete Tinten- und Tonerkartuschen.&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=Durch die Langlebigkeit nachhaltiger, hochwertiger Materialien kann zudem die Nutzungsphase verlängert werden, wodurch sich Kosten für kurzfristigere Neuanschaffungen reduzieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 13-14&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;}}&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Vermittlung dieser kausalen Beziehungen ist für die in der Beschaffung handelnden Personen einer Hochschule von außerordentlicher Bedeutung und wurde bzw. wird vielfach unterschätzt und vernachlässigt. Sehr häufig sind die Prämissen der ausschließlichen „Kostengünstigkeit“ und/oder auf Erfahrung basierender Funktionalität und Praktikabilität tief verwurzelt und erschweren eine Neuausrichtung im Sinne der Nachhaltigkeit. Das Ziel der nachhaltigen Beschaffung wird daher nicht zwingend erreicht, indem ein top-down gesteuertes Verfahren etwa durch Modifikation von Beschaffungsrichtlinien oder im Hochschulbetriebssystem etabliert wird. Vielmehr müssen den an der Beschaffung beteiligten Personen im Rahmen eines kommunikativen und kontinuierlichen Austauschprozesses die vorstehend genannten Zusammenhänge argumentativ nachvollziehbar erläutert werden, um dadurch einen Prozess des Umdenkens und der Motivation anzustoßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass nachhaltige Produkte über den Lebenszyklus betrachtet kostengünstiger sein können als konventionelle Varianten, belegt auch eine von der Stadt Berlin veröffentlichte Studie bei 10 von 15 Produktgruppen. Dazu gehörten u. a. Bürobeleuchtung, Computer, Gebäude, Kopier- und Druckpapier, Multifunktionsgeräte und Reinigungsmittel.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (Hrsg.), 2017, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine hohe Relevanz sollten nachhaltig beschaffende Hochschulen laut Bundesministerium des Inneren (BMI) zudem auf folgende Produktgruppen legen, die unter Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien (wie dem Blauen Engel, Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft (FSC)) eingekauft werden können:&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Bundesministerium des Inneren – Beschaffungsamt – Kompetenzstelle für nachhaltige&lt;br /&gt;
Beschaffung, 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bekleidung und Textilien (z. B. Arbeitsbekleidung für technisches Personal) &lt;br /&gt;
* Beleuchtung (z. B. LED-Leuchtmittel im Innen- und Außenbereich) &lt;br /&gt;
* Betriebsmittel (z. B. Schmierstoffe, Lösemittel) &lt;br /&gt;
* Bürobedarf (z. B. Stifte etc.) &lt;br /&gt;
* Büroeinrichtung (z. B. Tische, Stühle, Schränke, Regale) &lt;br /&gt;
* Bürogeräte (z. B. Drucker, Kopierer und Zubehör) &lt;br /&gt;
* Fuhrpark (z. B. Dienst-Kfz) &lt;br /&gt;
* Gartenbaugeräte und -maschinen &lt;br /&gt;
* Gas (z. B. zur Wärmeversorgung) &lt;br /&gt;
* Händetrocknungssysteme &lt;br /&gt;
* Hygiene- und Reinigungsartikel (z. B. Seifen, Toilettenpapiere etc.) &lt;br /&gt;
* Informations- und Rechnertechnik (z. B. Computer, Monitore, Notebooks) &lt;br /&gt;
* Lacke, Farben, Klebstoffe &lt;br /&gt;
* Lebensmittel und Catering (z. B. Kaffee, Tee, Milch, Snacks)&lt;br /&gt;
* Papierprodukte (z. B. Druck-, Kopier-, Pressepapier u. -erzeugnisse) &lt;br /&gt;
* Schädlingsbekämpfung (z. B. Pestizide, Herbizide) &lt;br /&gt;
* Streumittel &lt;br /&gt;
* Strom.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gesundheitlich relevant&#039;&#039;&#039; kann nachhaltige Beschaffung sein, da bspw. durch emissionsarme Drucker und Kopierer das Raumklima verbessert und die Gesundheit von Beschäftigten geschont wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 13-14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sozial und gesellschaftlich relevant&#039;&#039;&#039; ist eine nachhaltige Beschaffung, da gerade Hochschulen eine wichtige Vorbildfunktion für ihre Angehörigen und für die Gesellschaft insgesamt einnehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt; Informierte und beteiligte Studierende, Beschäftigte und externe Partner*innen sind außerdem wichtige Multiplikator*innen innerhalb einer Hochschule und darüber hinaus im privaten, beruflichen und gesamtgesellschaftlichen Leben. Schließlich kann das Image und Eigenmarketing einer Hochschule gestärkt werden, was z. B. Standortvorteile und stabile Studierendenzahlen mit sich bringen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S.13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine nachhaltige Beschaffung unter Berücksichtigung von Lebenszykluskosten von Materialien, Produkten und (Dienst-) Leistungen, kann zusammenfassend mittel- und unmittelbar für die Umweltauswirkungen, Gesundheit und Wirtschaftlichkeit einer Hochschule relevant sein. Wenn Hochschulen ihre nachhaltige Beschaffung steigern und dadurch einen mengenmäßigen Absatz, d. h. die Nachfrage, von nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen erhöhen, könnten dadurch Preise sinken, die bisher wegen geringen Absatzes höher waren als bei stark nachgefragten konventionellen Waren und Leistungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 13-14&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine verstärkte Nachfrage der Hochschulen nach nachhaltigen Erzeugnissen und Dienstleistungen trägt somit dazu bei, mittel- und langfristige Produktions- und Konsumtrends nachhaltig zu ändern.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Europäische Kommission, 2011, S. 38&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Festzuhalten ist aber auch, dass viele Hochschulen bei der Beschaffung eingeschränkte Gestaltungs- und Entscheidungsspielräume haben, da in mehreren Bundesländern die Beschaffung und/oder die Vergabe von Dienstleistungen insbesondere im Bereich Liegenschaften und Gebäudemanagement (teilweise) zentralisiert und die diesbezügliche Hochschulautonomie daher beschränkt ist &amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; vgl. auch Anhang: Recherche HIS-Institut - Verlinken &amp;lt;/span&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Für eine nachhaltige Beschaffung können sich Hochschulen unter Einbeziehung der handelnden Personen in Abstimmung mit der Leitungsebene beispielsweise folgende Ziele setzen und diese in spezifischen Beschaffungsrichtlinien niederlegen.&lt;br /&gt;
* Beschaffung und Nutzung von&lt;br /&gt;
** langlebigen und reparaturfreundlichen Produkten und damit verbundenen langen Nutzungszeiten anstelle von häufigen Neuanschaffungen in kurzen Zeitintervallen,  &lt;br /&gt;
** Produkten und Dienstleistungen, die umwelt- oder sozialverträglich, abfallarm, recycelt, aus nachwachsenden Rohstoffen, energieeffizient, klimaneutral, fair und/oder regional gehandelt oder biologisch erzeugt sind,  &lt;br /&gt;
** von Produkten die im Vergleich zu anderen Erzeugnissen zu weniger oder schadstoffärmeren Abfällen führen, &lt;br /&gt;
* regionale Wertschöpfung, &lt;br /&gt;
* Analyse und Erfassung der Beschaffungssituation, &lt;br /&gt;
* Steuerung und Verbesserung der Beschaffungssituation, &lt;br /&gt;
* Schulung von Beschaffer*innen, &lt;br /&gt;
* formale und non-formale Bildung, Bewusstseinsschaffung und -schärfung, &lt;br /&gt;
* Vorbild- und Multiplikatorenwirkung und &lt;br /&gt;
* Nachhaltigkeitsberichterstattung zur Beschaffung, &lt;br /&gt;
* Rechtskonformität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
{{Vorlage:TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
*zentrale Beschaffung von Produkten/Dienstleistungen durch länderzentrale Behörden (in Sachsen z. B. SIB)&lt;br /&gt;
*beschränkte Handlungs- und Entscheidungsspielräume der Hochschulen bei interner sowie insbesondere bei zentraler Beschaffung&lt;br /&gt;
*Fokussierung auf Anschaffungskosten anstelle von Lebenszykluskosten&lt;br /&gt;
*zeitlich-personeller Mehraufwand bei nachhaltigkeitsorientierter Beschaffung&lt;br /&gt;
*fehlende oder unzureichende Akzeptanz neuer Kriterien mit Nachhaltigkeitsbezug, Regelungen (interne Beschaffungsrichtlinien) durch betroffenen Personenkreis&lt;br /&gt;
*Unkenntnis im betroffenen Personenkreis&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
*Berücksichtigung rechtlicher Rahmenbedingungen (z.B. § 45 KrWG, VOL, VHB, interne Vergaberichtlinien, EU-Vorgaben)&lt;br /&gt;
*Kosteneinsparung bei langlebigen sowie abfall- und wartungsarmen Erzeugnissen&lt;br /&gt;
*Energieeffizienz bei Beschaffung von energieverbrauchseffizienten Geräten&lt;br /&gt;
*Definition und Integration qualitativer und quantitativer NH-Kriterien in (rechtskonformen) internen Beschaffungsrichtlinien&lt;br /&gt;
*Gestaltung des Beschaffungsprozesses gemeinsam mit betroffenem Personenkreis (einschließlich Fakultäten/Fachbereiche), Lieferanten, Dienstleistern und Behörden&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[http://hnwiki.leuphana.de/index.php?title=Datei:Checkliste_nachhaltige_Beschaffung_V3.pdf|Checkliste Nachhaltige Beschaffung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste nachhaltige Beschaffung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Checkliste nachhaltige Beschaffung V3|mini|gerahmt|links|link={{filepath:Checkliste nachhaltige Beschaffung V3.pdf}}]]&lt;br /&gt;
{{CheckSeg&lt;br /&gt;
|titel=Positionierung und strategische Unterstützung einer nachhaltigen Beschaffung&lt;br /&gt;
|orientierung=strategisch&lt;br /&gt;
|inters1=Governance&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Leitbild&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Strategie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Programme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Ziele&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Formulierung eines hochschuleigenen Verständnisses über nachhaltige Beschaffung&lt;br /&gt;
* Landes- und kommunalrechtliche Vorgaben (z.B. in Hamburg, NRW und Berlin) die die Einhaltung von ökologischen und sozialen Standards einfordern, können eine Argumentationsbasis gegenüber Hochschulleitungen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Formulierung einer internen Beschaffungsrichtlinie mit ausdrücklichen Vorgaben über Produkt- und Zuschlagskriterien sowie Leistungsbeschreibungen, z.B.:&lt;br /&gt;
* Beschaffungsverantwortung der öffentlichen Hand nach §45 KrWG:&lt;br /&gt;
* Langlebigkeit, Reparaturfreundlichkeit und Wiederverwendbarkeit&lt;br /&gt;
* Mindestanteil an nachwachsenden Rohstoffen, Recyclingmaterialien und Biokunststoffen für Produkte und Verpackungen&lt;br /&gt;
* 100% Recyclingpapier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Nachhaltigkeitskriterien mit Hilfe von Siegeln und Labeln festlegen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Formulierung von Ausschlusskriterien (was im Rahmen einer nachhaltigen Beschaffung nicht eingekauft werden darf)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Berücksichtigung von Kriterien einer nachhaltigen Beschaffung bei Bedarfsermittlungen und -planungen sowie Ausschreibungen und Auftragsvergaben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Festlegung von hochschuleigenen Ausschreibungsstandards zur nachhaltigen Beschaffung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CheckSeg&lt;br /&gt;
|titel=Umsetzung der nachhaltigen Beschaffung&lt;br /&gt;
|orientierung=operativ&lt;br /&gt;
|inters1=Partizipation&lt;br /&gt;
|inters2=Kommunikation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Nachhaltige Beschaffung auf allen Ebenen durchsetzen und betroffenen Personenkreis (zentrale und dezentrale Einkäufer*innen, wie Sekretariate, Einzelpersonen und studentische Gremien) informieren, motivieren und schulen&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Überblick und positiver Einfluss auf den nachhaltigen Einkauf durch sensibilisierte finanzverantwortliche Personen, z.B. Dekanatsräte, Beauftragte für nachhaltige Beschaffung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Bestellsoftware, bestenfalls per Hochschul-ERP-Software&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Online-Bestellung bei nachhaltigkeitsspezialisierten Anbietern}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CheckSeg&lt;br /&gt;
|titel=Umsetzung der nachhaltigen Beschaffung&lt;br /&gt;
|orientierung=operativ&lt;br /&gt;
|inters1=Governance&lt;br /&gt;
|inters2=Controlling&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Vermeidung von Mehrfachbeschaffung durch Transparenz und neue Nutzungsmodelle (Technik- &amp;amp; Material-Sharing, Chemical Leasing)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Verknüpfung optimierter Inventarisierungs- mit Beschaffungsdaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CheckSeg&lt;br /&gt;
|titel=Umsetzung der nachhaltigen Beschaffung&lt;br /&gt;
|orientierung=operativ&lt;br /&gt;
|inters1=Öffentlichkeitsarbeit&lt;br /&gt;
|inters2=Veranstaltungsmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Druckaufträge für Print-Medien (Poster, Broschüren etc.) bei umwelt- und nachhaltigkeitsorientierten Druckereien (diese achten bspw. auf Recyclingpapier, Biofarben, Ökostrom, Klimaneutralität und Abfallarmut)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|zur Stärkung regionaler Wertschöpfung regionale Dienstleister beauftragen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Nachhaltigkeitskriterien in der Anfrage-Spezifikation ausweisen (&amp;quot;den Markt verändern&amp;quot;)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CheckSeg&lt;br /&gt;
|titel=Umsetzung der nachhaltigen Beschaffung&lt;br /&gt;
|orientierung=operativ&lt;br /&gt;
|inters1=Forschungsbetrieb&lt;br /&gt;
|inters2=Veranstaltungsmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Beschaffer-Bedarfsträger-Dienstleister-Dialog (in Form von Konferenzen, Workshops und/oder Arbeitsgruppen) sowie Schulungen ermöglichen und initiieren&lt;br /&gt;
* darüber kann ein Austausch von vielen Seiten der Beschaffung ermöglicht werden. Beschaffende und Bedarfsträger*innen können ihre Bedarfe kommunizieren und es gibt einen Information-, Erfahrungs- und Neuentwicklungsaustausch zur Nachhaltigkeit in der Beschaffung&lt;br /&gt;
* Klimaschutz-, Energie-, Qualitäts-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsbeauftragte und -koordinator*innen an einem Erfahrungsaustausch und dem Findungsprozess beteiligen&lt;br /&gt;
* bei solchen Austauschformaten können künftige Ziele für eine nachhaltige Beschaffung, Verantwortlichkeiten, Zeit- und Arbeitspläne, möglicherweise notwendige juristische Beratung und die Berichtspflichten festgelegt werden.&lt;br /&gt;
* Markt- und Produktkenntnis fördert nachhaltige Beschaffung&lt;br /&gt;
* bei der Ausschreibung von Rahmenverträgen auf Nachhaltigkeit achten.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorlage für die Checkliste ist [[Vorlage:CheckSeg|hier]] zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Richtlinie zur nachhaltigen Beschaffung an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit dieser Richtlinie hat sich die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) strengen, auf nachhaltige Kriterien ausgerichteten Grundsätzen gestellt. Grundsätzlich gilt, dass zu beschaffende Produkte und Dienstleistungen von der Produktion bis zur Entsorgung unter Berücksichtigung von sozialen, ökologischen und ökonomischen Aspekten hergestellt werden. Darunter berücksichtigt die HNEE zehn Produktgruppen, die mit genauen Produkten untersetzt sind, bspw. Kopierer, Computer und Zubehör, EDV-Verbrauchsmaterialien für Drucker/Multifunktionsgeräten. Mehr Info: http://www.hnee.de/de/Hochschule/Leitung/Amtliche-Mitteilungen-Gesetzestexte/Amtliche-Mitteilungen-Gesetzestexte-K879.htm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tauschbörse LMU&#039;&#039;&#039; &amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; Ulla u. Jens - Beispiel erarbeiten &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Case Study - nachhaltige Beschaffung an der HSZG ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;in Arbeit&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompass Nachhaltigkeit&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Dieses Webportal bietet umfangreiche Informationen zur nachhaltigen öffentlichen Beschaffung. https://kompass-nachhaltigkeit.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Das Internetportal vom Bundesministerium des Innern informiert über Gesetze, Regelungen, Leitfäden, Beispiele, Termine und Schulungen zur nachhaltigen Beschaffung. http://www.nachhaltige-beschaffung.info/DE/Home/ home_node.html &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nachhaltige Produkte finden&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* Hier finden Einkäufer*innen Informationen zur nachhaltigen biobasierten Beschaffung zu verschiedensten Produktgruppen und gelistete Produktbeschreibung, Umweltgütezeichen sowie Preisen und Produktlinks. https://www.die-nachwachsende-produktwelt.de/&lt;br /&gt;
* https://datenbank.fnr.de/anwendungen/&lt;br /&gt;
* http://www.nachhaltige-beschaffung.info/DE/Produktgruppen/produktgruppen_node.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beschlüsse und Leitlinien zum nachhaltigen Einkauf und umweltorientiertem Verwaltungshandeln&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Leitfaden für eine umweltverträgliche Beschaffung in Hamburg &lt;br /&gt;
* Verwaltungsvorschrift „Beschaffung und Umwelt“ der Stadt Berlin &lt;br /&gt;
* Leitfaden zur nachhaltigen Beschaffung von Bürobedarf in Hessen &lt;br /&gt;
* Leitfaden zu Beschaffung energieeffizienter Produkte und Dienstleistungen &lt;br /&gt;
* Leitfaden „Innovative öffentliche Beschaffung“, 2. Auflage 2017 von BMWi/KOINNO&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;jeweils die PDFs so verknüpfen, dass sie im neuen Browserfenster öffnen - geht das?&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leistungsbeschreibungen und Ausschreibungen&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* Bedarfsbeschreibung für ein Bürogebäude https://beschaffung.fnr.de/service/arbeits-und-formulierungshilfen/bedarfsbeschreibung-fuer-ein-buerogebaeude-beispiel/ &lt;br /&gt;
* Formulierungshilfen für (Produkt-) Ausschreibungen https://beschaffung.fnr.de/service/arbeits-und-formulierungshilfen/formulierungshilfen-fuer-produkt-ausschreibungen/&lt;br /&gt;
* Ausschreibungshilfen von „natureplus“ https://www.natureplus.org/index.php?id=14&lt;br /&gt;
* https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/umweltfreundliche-beschaffung/empfehlungen-fuer-ihre-ausschreibung&lt;br /&gt;
* https://beschaffung.fnr.de/service/ausschreibungsempfehlungen/&lt;br /&gt;
* https://www.das-nachwachsende-buero.de/service/die-broschuere/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schulungsskripte „Umweltfreundliche Beschaffung“ vom Umweltbundesamt (UBA)&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Das UBA hat 2010 erstmalig Schulungsskripte veröffentlicht, die einen praxisnahen Einblick in die umweltfreundliche Beschaffung in 6 Themenbereiche gegliedert anbieten. Die aktuellen und überarbeiten Versionen gibt es seit 2016. Schulungsskripte &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.umweltbundesamt.de/themen/schulungsskripte-fuer-umweltfreundliche-beschaffung&amp;lt;/ref&amp;gt;: &lt;br /&gt;
# Grundlagen der umweltfreundlichen Beschaffung &lt;br /&gt;
# Rechtliche Grundlagen der umweltfreundlichen Beschaffung &lt;br /&gt;
# Einführung in die Verwendung von Produktkriterien aus Umweltzeichen &lt;br /&gt;
# Strategische Marktbeobachtung und -analyse &lt;br /&gt;
# Einführung in die Berechnung von Lebenszykluskosten und deren Nutzung im Beschaffungsprozess&lt;br /&gt;
# Hemmnisanalyse für eine umweltfreundliche Beschaffung mittels Selbstevaluations-Tool&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Berechnung der Lebenszykluskosten – Tool-Picker&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.koinno-bmwi.de/informationen/toolbox/detail/lebenszyklus-tool-picker-1/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit dem Lebenszykluskosten-Tool-Picker vom Kompetenzzentrum für innovative Beschaffung (KOINNO) steht auch Hochschulen ein Instrument zur Verfügung, das bei der Berechnung von Lebenszykluskosten von Produkten Unterstützung leisten kann. Den Anwender*innen stehen dabei warengruppenspezifische und bedarfsgerechte Möglichkeiten zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umweltzeichen, -siegel und Label:&lt;br /&gt;
* https://label-online.de/ - gibt einen Überblick über eine Vielzahl an Siegeln und Labeln, was sie bedeuten und welche Qualität sie auszeichnen&lt;br /&gt;
* https://www.siegelklarheit.de - unterstützt beim nachhaltigen Einkauf und analysiert die Bereiche Wasser, Boden, Energie, Klima, Chemikalien, Abfall, Luftverschmutzung, Biodiversität, Ökosysteme, Umweltmanagement, Materialeinsatz und Qualität&lt;br /&gt;
* Das Umweltbundesamt hat u.a. für die Bereiche Bauwesen, Bürogeräte, Büroverbrauchsmaterialien, Fahrzeuge, Gebäude, Lebensmittel und Catering, Möbel, Rechenzentren, Reinigung/Hygiene, Textilien, Entsorgung, Strom- und Wärmeversorgung sowie für &amp;quot;Weiße Ware&amp;quot; Umweltzeichen zusammengestellt: https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/umweltfreundliche-beschaffung/datenbank-umweltkriterien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(20.7.2017 I 2808). Kreislaufwirtschaftsgesetz – KrWG. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(18.7.2017 I 2745). Vergabeverordnung – VgV. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.gesetze-im-internet.de/vgv_2016/__67.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium des Inneren – Beschaffungsamt – Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung. (2018). Portal für nachhaltige Beschaffung, Produktgruppen. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.nachhaltige-beschaffung.info/DE/Produktgruppen/produktgruppen_node.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium für Arbeit und Soziales. (2011). Die DIN ISO 26000 „Leitfaden zur gesellschaftlichen Verantwortung von Organisationen“ – Ein Überblick –. Abgerufen am 04. Mai 2018 von https://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Publikationen/a395-csr-din-26000.pdf?__blob=publicationFile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Europäische Kommission. (2011). Grünbuch über die Modernisierung der europäischen Politik im Bereich des öffentlichen Auftragswesens. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:52011DC0015&amp;amp;from=DE&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (Hrsg.). (2017). Nachwachsende Rohstoffe im Einkauf, Themenheft III: Büro – Einrichtung, Material, Gestaltung. Abgerufen am 04. Mai 2018 von https://www.fnr.de/fileadmin/beschaffung/pdf/Themenheft_Buero_web__V05.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft (Hrsg.). (2016). fact sheet Nachhaltige Beschaffung in der Nutzungsphase. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.nachhaltig-forschen.de/fileadmin/user_upload/factsheets/LeNa_FactSheet_Nachhaltige_Beschaffung_Nutzung_fin.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umweltbundesamt (Hrsg.). (2016). Rechtliche Grundlagen der umweltfreundlichen öffentlichen Beschaffung / Schulungsskript 2. Abgerufen am 07. 06 2018 von https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/377/publikationen/170123_uba_ratgeber_schulungsskript2_bf_0.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umweltbundesamt (Hrsg.). (2016). Umweltfreundliche Beschaffung, Schulungsskript 1. Abgerufen am 04. Mai 2018 von https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/377/publikationen/170127_uba_ratgeber_schulungsskript1_bf.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltige_Beschaffung&amp;diff=4613</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltige Beschaffung</title>
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		<updated>2020-08-31T09:15:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: /* Checkliste nachhaltige Beschaffung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Betroffener Personenkreis ==&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag des Leitfadens richtet sich an zentrale und dezentrale Beschaffer*innen, Einkäufer*innen, bspw. Sekretär*innen und Personen, die im Rahmen ihrer Hochschulangehörigkeit und -tätigkeit Produkte, Waren und Dienstleistungen ausschreiben und beschaffen. Angesprochen sind auch Mitarbeiter*innen der akademischen Verwaltung im Zuständigkeitsbereich der Mittelvergabe wie etwa Dekanatsrät*innen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz ==&lt;br /&gt;
Bei der Beschaffung von Materialien, Produkten und Dienstleistungen berücksichtigen nachhaltigkeitsorientierte Hochschulen zunehmend umweltbezogene, soziale und ethische Aspekte als wichtige Entscheidungskriterien.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, 2011, S. 6-8 &amp;lt;/ref&amp;gt; Waren und Leistungen sollten demnach die folgenden Eigenschaften aufweisen: umwelt- und sozialverträglich, langlebig, abfallarm, rezykliert und/oder rezyklierbar, aus nachwachsenden Rohstoffen, energieeffizient, klimaneutral, möglichst regional und/oder biologisch erzeugt und fair gehandelt bzw. transportiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (Hrsg.), 2017, S. 6; 19&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Relevant&#039;&#039;&#039; ist die nachhaltige Beschaffung an Hochschulen durch das damit einhergehende Finanz- und Nachfragevolumen. Eine konsequente Nachfrage von nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen trägt zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen bei und wirkt als Innovationsmotor für ebendiese Güter bzw. Leistungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft (Hrsg.),&lt;br /&gt;
2016, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nachhaltige Beschaffung kann aber auch ein Auslöser für ein gesamtheitliches Umdenken mit dem Ziel des nachhaltigen Campus sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rechtliche Relevanz&#039;&#039;&#039; hat eine nachhaltige Beschaffung und die damit verbundene Einhaltung von Umwelt- und Energieeffizienzkriterien sowie Grenzwerten insbesondere bei energieverbrauchsrelevanten Produkten und Dienstleistungen sowie bei Stoffen und Gemischen, die im Sinne des Chemikalienrechts als gefährlich eingestuft sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 26; 27&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, 18.7.2017 I 2745, VgV,§ 67&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachhaltige Beschaffung an Hochschulen muss nach rechtlicher Relevanz außerdem mit den Forderungen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes, insbesondere § 45 („Pflichten der öffentlichen Hand“) einhergehen und die Langlebigkeit, Reparaturfreundlichkeit und Wiederverwendbarkeit oder Verwertbarkeit von Produkten berücksichtigen. Außerdem fordert eine rechtskonforme Beschaffung Produkte und Dienstleistungen, die im Vergleich zu anderen Erzeugnissen weniger oder schadstoffärmere Abfälle erzeugen.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, 20.7.2017 I 2808, KrWG,&lt;br /&gt;
§ 45&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Vergabeverordnung (VgV) ist darüber hinaus seit 2016 geregelt, dass in den Leistungs- und Funktionsanforderungen umweltbezogene Aspekte als Auftragsgegenstand Berücksichtigung finden sollten. Es ist anzumerken, dass die Umweltkriterien mit dem Auftragsgegenstand in Verbindung stehen und verhältnismäßig zum Auftragswert und Beschaffungsziel sind, wodurch wiederum durch den Kostenaspekt eine Relativierung erfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umweltbezogene Anforderungen&#039;&#039;&#039; dürfen und sollten auch an den Herstellungsprozess sowie den Lebenszyklus (Produktions- und Lieferkette) gestellt werden. Die Anforderungen an Nachhaltigkeit müssen sich dabei nicht in materiellen Eigenschaften vom Auftragsgegenstand niederschlagen und können mit definierten Produktkriterien und -zertifikaten in Verbindung stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2017, S. 19&amp;lt;/ref&amp;gt; Hochschulen sollten daher in Prozessen der Bedarfsermittlung und -planung sowie für Ausschreibungen und Auftragsvergaben Kriterien für eine nachhaltige Beschaffung definieren und diese bspw. in einer internen Beschaffungsrichtlinie festschreiben. Denn vergaberechtlich wird nur geregelt, wie das Verwaltungsverfahren einer Beschaffung ablaufen muss und nicht welche Produkte und Leistungen beschafft werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ökonomisch relevant&#039;&#039;&#039; kann nachhaltige Beschaffung sein, wenn in den Leistungsbeschreibungen und Zuschlagskriterien konkrete Nachhaltigkeitskriterien definiert sind und demzufolge ausschließlich Angebote eingehen, die diese Kriterien erfüllen. Auch wenn daraufhin das kostengünstigste Angebot den Zuschlag erhält, wird der Anspruch an die Nachhaltigkeit erfüllt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (Hrsg.), 2017, S. 16; 91&amp;lt;/ref&amp;gt; Werden dennoch konventionelle mit nachhaltigen Erzeugnissen/Dienstleistungen verglichen, können letztere gegenüber ersteren zunächst teurer sein. Das Mehr an Nachhaltigkeitsleistung kann aber partiell die Mehrkosten rechtfertigen. Höhere Kosten können bei materiellen und technischen Produkten zumeist einmalig bei der Erstanschaffung entstehen. In der Nutzungsphase sind die Verbrauchskosten von nachhaltigen Erzeugnissen oftmals geringer, da sich dann Einsparpotentiale z. B. von Energie, Abfall und Verbrauchsmitteln bemerkbar machen. Durch nachhaltige Beschaffung lassen sich in der Nutzungsphase weitere unmittelbare Preisvorteile erzielen, zum Beispiel durch Recyclingpapiere, Nachfüllpackungen oder wiederaufbereitete Tinten- und Tonerkartuschen.&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=Durch die Langlebigkeit nachhaltiger, hochwertiger Materialien kann zudem die Nutzungsphase verlängert werden, wodurch sich Kosten für kurzfristigere Neuanschaffungen reduzieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 13-14&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;}}&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Vermittlung dieser kausalen Beziehungen ist für die in der Beschaffung handelnden Personen einer Hochschule von außerordentlicher Bedeutung und wurde bzw. wird vielfach unterschätzt und vernachlässigt. Sehr häufig sind die Prämissen der ausschließlichen „Kostengünstigkeit“ und/oder auf Erfahrung basierender Funktionalität und Praktikabilität tief verwurzelt und erschweren eine Neuausrichtung im Sinne der Nachhaltigkeit. Das Ziel der nachhaltigen Beschaffung wird daher nicht zwingend erreicht, indem ein top-down gesteuertes Verfahren etwa durch Modifikation von Beschaffungsrichtlinien oder im Hochschulbetriebssystem etabliert wird. Vielmehr müssen den an der Beschaffung beteiligten Personen im Rahmen eines kommunikativen und kontinuierlichen Austauschprozesses die vorstehend genannten Zusammenhänge argumentativ nachvollziehbar erläutert werden, um dadurch einen Prozess des Umdenkens und der Motivation anzustoßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass nachhaltige Produkte über den Lebenszyklus betrachtet kostengünstiger sein können als konventionelle Varianten, belegt auch eine von der Stadt Berlin veröffentlichte Studie bei 10 von 15 Produktgruppen. Dazu gehörten u. a. Bürobeleuchtung, Computer, Gebäude, Kopier- und Druckpapier, Multifunktionsgeräte und Reinigungsmittel.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (Hrsg.), 2017, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine hohe Relevanz sollten nachhaltig beschaffende Hochschulen laut Bundesministerium des Inneren (BMI) zudem auf folgende Produktgruppen legen, die unter Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien (wie dem Blauen Engel, Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft (FSC)) eingekauft werden können:&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Bundesministerium des Inneren – Beschaffungsamt – Kompetenzstelle für nachhaltige&lt;br /&gt;
Beschaffung, 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bekleidung und Textilien (z. B. Arbeitsbekleidung für technisches Personal) &lt;br /&gt;
* Beleuchtung (z. B. LED-Leuchtmittel im Innen- und Außenbereich) &lt;br /&gt;
* Betriebsmittel (z. B. Schmierstoffe, Lösemittel) &lt;br /&gt;
* Bürobedarf (z. B. Stifte etc.) &lt;br /&gt;
* Büroeinrichtung (z. B. Tische, Stühle, Schränke, Regale) &lt;br /&gt;
* Bürogeräte (z. B. Drucker, Kopierer und Zubehör) &lt;br /&gt;
* Fuhrpark (z. B. Dienst-Kfz) &lt;br /&gt;
* Gartenbaugeräte und -maschinen &lt;br /&gt;
* Gas (z. B. zur Wärmeversorgung) &lt;br /&gt;
* Händetrocknungssysteme &lt;br /&gt;
* Hygiene- und Reinigungsartikel (z. B. Seifen, Toilettenpapiere etc.) &lt;br /&gt;
* Informations- und Rechnertechnik (z. B. Computer, Monitore, Notebooks) &lt;br /&gt;
* Lacke, Farben, Klebstoffe &lt;br /&gt;
* Lebensmittel und Catering (z. B. Kaffee, Tee, Milch, Snacks)&lt;br /&gt;
* Papierprodukte (z. B. Druck-, Kopier-, Pressepapier u. -erzeugnisse) &lt;br /&gt;
* Schädlingsbekämpfung (z. B. Pestizide, Herbizide) &lt;br /&gt;
* Streumittel &lt;br /&gt;
* Strom.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gesundheitlich relevant&#039;&#039;&#039; kann nachhaltige Beschaffung sein, da bspw. durch emissionsarme Drucker und Kopierer das Raumklima verbessert und die Gesundheit von Beschäftigten geschont wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 13-14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sozial und gesellschaftlich relevant&#039;&#039;&#039; ist eine nachhaltige Beschaffung, da gerade Hochschulen eine wichtige Vorbildfunktion für ihre Angehörigen und für die Gesellschaft insgesamt einnehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt; Informierte und beteiligte Studierende, Beschäftigte und externe Partner*innen sind außerdem wichtige Multiplikator*innen innerhalb einer Hochschule und darüber hinaus im privaten, beruflichen und gesamtgesellschaftlichen Leben. Schließlich kann das Image und Eigenmarketing einer Hochschule gestärkt werden, was z. B. Standortvorteile und stabile Studierendenzahlen mit sich bringen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S.13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine nachhaltige Beschaffung unter Berücksichtigung von Lebenszykluskosten von Materialien, Produkten und (Dienst-) Leistungen, kann zusammenfassend mittel- und unmittelbar für die Umweltauswirkungen, Gesundheit und Wirtschaftlichkeit einer Hochschule relevant sein. Wenn Hochschulen ihre nachhaltige Beschaffung steigern und dadurch einen mengenmäßigen Absatz, d. h. die Nachfrage, von nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen erhöhen, könnten dadurch Preise sinken, die bisher wegen geringen Absatzes höher waren als bei stark nachgefragten konventionellen Waren und Leistungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 13-14&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine verstärkte Nachfrage der Hochschulen nach nachhaltigen Erzeugnissen und Dienstleistungen trägt somit dazu bei, mittel- und langfristige Produktions- und Konsumtrends nachhaltig zu ändern.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Europäische Kommission, 2011, S. 38&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Festzuhalten ist aber auch, dass viele Hochschulen bei der Beschaffung eingeschränkte Gestaltungs- und Entscheidungsspielräume haben, da in mehreren Bundesländern die Beschaffung und/oder die Vergabe von Dienstleistungen insbesondere im Bereich Liegenschaften und Gebäudemanagement (teilweise) zentralisiert und die diesbezügliche Hochschulautonomie daher beschränkt ist &amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; vgl. auch Anhang: Recherche HIS-Institut - Verlinken &amp;lt;/span&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Für eine nachhaltige Beschaffung können sich Hochschulen unter Einbeziehung der handelnden Personen in Abstimmung mit der Leitungsebene beispielsweise folgende Ziele setzen und diese in spezifischen Beschaffungsrichtlinien niederlegen.&lt;br /&gt;
* Beschaffung und Nutzung von&lt;br /&gt;
** langlebigen und reparaturfreundlichen Produkten und damit verbundenen langen Nutzungszeiten anstelle von häufigen Neuanschaffungen in kurzen Zeitintervallen,  &lt;br /&gt;
** Produkten und Dienstleistungen, die umwelt- oder sozialverträglich, abfallarm, recycelt, aus nachwachsenden Rohstoffen, energieeffizient, klimaneutral, fair und/oder regional gehandelt oder biologisch erzeugt sind,  &lt;br /&gt;
** von Produkten die im Vergleich zu anderen Erzeugnissen zu weniger oder schadstoffärmeren Abfällen führen, &lt;br /&gt;
* regionale Wertschöpfung, &lt;br /&gt;
* Analyse und Erfassung der Beschaffungssituation, &lt;br /&gt;
* Steuerung und Verbesserung der Beschaffungssituation, &lt;br /&gt;
* Schulung von Beschaffer*innen, &lt;br /&gt;
* formale und non-formale Bildung, Bewusstseinsschaffung und -schärfung, &lt;br /&gt;
* Vorbild- und Multiplikatorenwirkung und &lt;br /&gt;
* Nachhaltigkeitsberichterstattung zur Beschaffung, &lt;br /&gt;
* Rechtskonformität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
{{Vorlage:TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
*zentrale Beschaffung von Produkten/Dienstleistungen durch länderzentrale Behörden (in Sachsen z. B. SIB)&lt;br /&gt;
*beschränkte Handlungs- und Entscheidungsspielräume der Hochschulen bei interner sowie insbesondere bei zentraler Beschaffung&lt;br /&gt;
*Fokussierung auf Anschaffungskosten anstelle von Lebenszykluskosten&lt;br /&gt;
*zeitlich-personeller Mehraufwand bei nachhaltigkeitsorientierter Beschaffung&lt;br /&gt;
*fehlende oder unzureichende Akzeptanz neuer Kriterien mit Nachhaltigkeitsbezug, Regelungen (interne Beschaffungsrichtlinien) durch betroffenen Personenkreis&lt;br /&gt;
*Unkenntnis im betroffenen Personenkreis&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
*Berücksichtigung rechtlicher Rahmenbedingungen (z.B. § 45 KrWG, VOL, VHB, interne Vergaberichtlinien, EU-Vorgaben)&lt;br /&gt;
*Kosteneinsparung bei langlebigen sowie abfall- und wartungsarmen Erzeugnissen&lt;br /&gt;
*Energieeffizienz bei Beschaffung von energieverbrauchseffizienten Geräten&lt;br /&gt;
*Definition und Integration qualitativer und quantitativer NH-Kriterien in (rechtskonformen) internen Beschaffungsrichtlinien&lt;br /&gt;
*Gestaltung des Beschaffungsprozesses gemeinsam mit betroffenem Personenkreis (einschließlich Fakultäten/Fachbereiche), Lieferanten, Dienstleistern und Behörden&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[http://hnwiki.leuphana.de/index.php?title=Datei:Checkliste_nachhaltige_Beschaffung_V3.pdf|Checkliste Nachhaltige Beschaffung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste nachhaltige Beschaffung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Draft Checkliste nachhaltige Beschaffung V3.pdf|mini|gerahmt|links|link={{filepath:Checkliste nachhaltige Beschaffung.pdf}}]]&lt;br /&gt;
{{CheckSeg&lt;br /&gt;
|titel=Positionierung und strategische Unterstützung einer nachhaltigen Beschaffung&lt;br /&gt;
|orientierung=strategisch&lt;br /&gt;
|inters1=Governance&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Leitbild&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Strategie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Programme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Ziele&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Formulierung eines hochschuleigenen Verständnisses über nachhaltige Beschaffung&lt;br /&gt;
* Landes- und kommunalrechtliche Vorgaben (z.B. in Hamburg, NRW und Berlin) die die Einhaltung von ökologischen und sozialen Standards einfordern, können eine Argumentationsbasis gegenüber Hochschulleitungen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Formulierung einer internen Beschaffungsrichtlinie mit ausdrücklichen Vorgaben über Produkt- und Zuschlagskriterien sowie Leistungsbeschreibungen, z.B.:&lt;br /&gt;
* Beschaffungsverantwortung der öffentlichen Hand nach §45 KrWG:&lt;br /&gt;
* Langlebigkeit, Reparaturfreundlichkeit und Wiederverwendbarkeit&lt;br /&gt;
* Mindestanteil an nachwachsenden Rohstoffen, Recyclingmaterialien und Biokunststoffen für Produkte und Verpackungen&lt;br /&gt;
* 100% Recyclingpapier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Nachhaltigkeitskriterien mit Hilfe von Siegeln und Labeln festlegen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Formulierung von Ausschlusskriterien (was im Rahmen einer nachhaltigen Beschaffung nicht eingekauft werden darf)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Berücksichtigung von Kriterien einer nachhaltigen Beschaffung bei Bedarfsermittlungen und -planungen sowie Ausschreibungen und Auftragsvergaben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Festlegung von hochschuleigenen Ausschreibungsstandards zur nachhaltigen Beschaffung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CheckSeg&lt;br /&gt;
|titel=Umsetzung der nachhaltigen Beschaffung&lt;br /&gt;
|orientierung=operativ&lt;br /&gt;
|inters1=Partizipation&lt;br /&gt;
|inters2=Kommunikation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Nachhaltige Beschaffung auf allen Ebenen durchsetzen und betroffenen Personenkreis (zentrale und dezentrale Einkäufer*innen, wie Sekretariate, Einzelpersonen und studentische Gremien) informieren, motivieren und schulen&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Überblick und positiver Einfluss auf den nachhaltigen Einkauf durch sensibilisierte finanzverantwortliche Personen, z.B. Dekanatsräte, Beauftragte für nachhaltige Beschaffung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Bestellsoftware, bestenfalls per Hochschul-ERP-Software&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Online-Bestellung bei nachhaltigkeitsspezialisierten Anbietern}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CheckSeg&lt;br /&gt;
|titel=Umsetzung der nachhaltigen Beschaffung&lt;br /&gt;
|orientierung=operativ&lt;br /&gt;
|inters1=Governance&lt;br /&gt;
|inters2=Controlling&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Vermeidung von Mehrfachbeschaffung durch Transparenz und neue Nutzungsmodelle (Technik- &amp;amp; Material-Sharing, Chemical Leasing)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Verknüpfung optimierter Inventarisierungs- mit Beschaffungsdaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CheckSeg&lt;br /&gt;
|titel=Umsetzung der nachhaltigen Beschaffung&lt;br /&gt;
|orientierung=operativ&lt;br /&gt;
|inters1=Öffentlichkeitsarbeit&lt;br /&gt;
|inters2=Veranstaltungsmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Druckaufträge für Print-Medien (Poster, Broschüren etc.) bei umwelt- und nachhaltigkeitsorientierten Druckereien (diese achten bspw. auf Recyclingpapier, Biofarben, Ökostrom, Klimaneutralität und Abfallarmut)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|zur Stärkung regionaler Wertschöpfung regionale Dienstleister beauftragen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Nachhaltigkeitskriterien in der Anfrage-Spezifikation ausweisen (&amp;quot;den Markt verändern&amp;quot;)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CheckSeg&lt;br /&gt;
|titel=Umsetzung der nachhaltigen Beschaffung&lt;br /&gt;
|orientierung=operativ&lt;br /&gt;
|inters1=Forschungsbetrieb&lt;br /&gt;
|inters2=Veranstaltungsmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Beschaffer-Bedarfsträger-Dienstleister-Dialog (in Form von Konferenzen, Workshops und/oder Arbeitsgruppen) sowie Schulungen ermöglichen und initiieren&lt;br /&gt;
* darüber kann ein Austausch von vielen Seiten der Beschaffung ermöglicht werden. Beschaffende und Bedarfsträger*innen können ihre Bedarfe kommunizieren und es gibt einen Information-, Erfahrungs- und Neuentwicklungsaustausch zur Nachhaltigkeit in der Beschaffung&lt;br /&gt;
* Klimaschutz-, Energie-, Qualitäts-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsbeauftragte und -koordinator*innen an einem Erfahrungsaustausch und dem Findungsprozess beteiligen&lt;br /&gt;
* bei solchen Austauschformaten können künftige Ziele für eine nachhaltige Beschaffung, Verantwortlichkeiten, Zeit- und Arbeitspläne, möglicherweise notwendige juristische Beratung und die Berichtspflichten festgelegt werden.&lt;br /&gt;
* Markt- und Produktkenntnis fördert nachhaltige Beschaffung&lt;br /&gt;
* bei der Ausschreibung von Rahmenverträgen auf Nachhaltigkeit achten.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorlage für die Checkliste ist [[Vorlage:CheckSeg|hier]] zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Richtlinie zur nachhaltigen Beschaffung an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit dieser Richtlinie hat sich die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) strengen, auf nachhaltige Kriterien ausgerichteten Grundsätzen gestellt. Grundsätzlich gilt, dass zu beschaffende Produkte und Dienstleistungen von der Produktion bis zur Entsorgung unter Berücksichtigung von sozialen, ökologischen und ökonomischen Aspekten hergestellt werden. Darunter berücksichtigt die HNEE zehn Produktgruppen, die mit genauen Produkten untersetzt sind, bspw. Kopierer, Computer und Zubehör, EDV-Verbrauchsmaterialien für Drucker/Multifunktionsgeräten. Mehr Info: http://www.hnee.de/de/Hochschule/Leitung/Amtliche-Mitteilungen-Gesetzestexte/Amtliche-Mitteilungen-Gesetzestexte-K879.htm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tauschbörse LMU&#039;&#039;&#039; &amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; Ulla u. Jens - Beispiel erarbeiten &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Case Study - nachhaltige Beschaffung an der HSZG ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;in Arbeit&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompass Nachhaltigkeit&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Dieses Webportal bietet umfangreiche Informationen zur nachhaltigen öffentlichen Beschaffung. https://kompass-nachhaltigkeit.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Das Internetportal vom Bundesministerium des Innern informiert über Gesetze, Regelungen, Leitfäden, Beispiele, Termine und Schulungen zur nachhaltigen Beschaffung. http://www.nachhaltige-beschaffung.info/DE/Home/ home_node.html &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nachhaltige Produkte finden&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* Hier finden Einkäufer*innen Informationen zur nachhaltigen biobasierten Beschaffung zu verschiedensten Produktgruppen und gelistete Produktbeschreibung, Umweltgütezeichen sowie Preisen und Produktlinks. https://www.die-nachwachsende-produktwelt.de/&lt;br /&gt;
* https://datenbank.fnr.de/anwendungen/&lt;br /&gt;
* http://www.nachhaltige-beschaffung.info/DE/Produktgruppen/produktgruppen_node.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beschlüsse und Leitlinien zum nachhaltigen Einkauf und umweltorientiertem Verwaltungshandeln&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Leitfaden für eine umweltverträgliche Beschaffung in Hamburg &lt;br /&gt;
* Verwaltungsvorschrift „Beschaffung und Umwelt“ der Stadt Berlin &lt;br /&gt;
* Leitfaden zur nachhaltigen Beschaffung von Bürobedarf in Hessen &lt;br /&gt;
* Leitfaden zu Beschaffung energieeffizienter Produkte und Dienstleistungen &lt;br /&gt;
* Leitfaden „Innovative öffentliche Beschaffung“, 2. Auflage 2017 von BMWi/KOINNO&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;jeweils die PDFs so verknüpfen, dass sie im neuen Browserfenster öffnen - geht das?&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leistungsbeschreibungen und Ausschreibungen&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* Bedarfsbeschreibung für ein Bürogebäude https://beschaffung.fnr.de/service/arbeits-und-formulierungshilfen/bedarfsbeschreibung-fuer-ein-buerogebaeude-beispiel/ &lt;br /&gt;
* Formulierungshilfen für (Produkt-) Ausschreibungen https://beschaffung.fnr.de/service/arbeits-und-formulierungshilfen/formulierungshilfen-fuer-produkt-ausschreibungen/&lt;br /&gt;
* Ausschreibungshilfen von „natureplus“ https://www.natureplus.org/index.php?id=14&lt;br /&gt;
* https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/umweltfreundliche-beschaffung/empfehlungen-fuer-ihre-ausschreibung&lt;br /&gt;
* https://beschaffung.fnr.de/service/ausschreibungsempfehlungen/&lt;br /&gt;
* https://www.das-nachwachsende-buero.de/service/die-broschuere/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schulungsskripte „Umweltfreundliche Beschaffung“ vom Umweltbundesamt (UBA)&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Das UBA hat 2010 erstmalig Schulungsskripte veröffentlicht, die einen praxisnahen Einblick in die umweltfreundliche Beschaffung in 6 Themenbereiche gegliedert anbieten. Die aktuellen und überarbeiten Versionen gibt es seit 2016. Schulungsskripte &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.umweltbundesamt.de/themen/schulungsskripte-fuer-umweltfreundliche-beschaffung&amp;lt;/ref&amp;gt;: &lt;br /&gt;
# Grundlagen der umweltfreundlichen Beschaffung &lt;br /&gt;
# Rechtliche Grundlagen der umweltfreundlichen Beschaffung &lt;br /&gt;
# Einführung in die Verwendung von Produktkriterien aus Umweltzeichen &lt;br /&gt;
# Strategische Marktbeobachtung und -analyse &lt;br /&gt;
# Einführung in die Berechnung von Lebenszykluskosten und deren Nutzung im Beschaffungsprozess&lt;br /&gt;
# Hemmnisanalyse für eine umweltfreundliche Beschaffung mittels Selbstevaluations-Tool&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Berechnung der Lebenszykluskosten – Tool-Picker&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.koinno-bmwi.de/informationen/toolbox/detail/lebenszyklus-tool-picker-1/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit dem Lebenszykluskosten-Tool-Picker vom Kompetenzzentrum für innovative Beschaffung (KOINNO) steht auch Hochschulen ein Instrument zur Verfügung, das bei der Berechnung von Lebenszykluskosten von Produkten Unterstützung leisten kann. Den Anwender*innen stehen dabei warengruppenspezifische und bedarfsgerechte Möglichkeiten zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umweltzeichen, -siegel und Label:&lt;br /&gt;
* https://label-online.de/ - gibt einen Überblick über eine Vielzahl an Siegeln und Labeln, was sie bedeuten und welche Qualität sie auszeichnen&lt;br /&gt;
* https://www.siegelklarheit.de - unterstützt beim nachhaltigen Einkauf und analysiert die Bereiche Wasser, Boden, Energie, Klima, Chemikalien, Abfall, Luftverschmutzung, Biodiversität, Ökosysteme, Umweltmanagement, Materialeinsatz und Qualität&lt;br /&gt;
* Das Umweltbundesamt hat u.a. für die Bereiche Bauwesen, Bürogeräte, Büroverbrauchsmaterialien, Fahrzeuge, Gebäude, Lebensmittel und Catering, Möbel, Rechenzentren, Reinigung/Hygiene, Textilien, Entsorgung, Strom- und Wärmeversorgung sowie für &amp;quot;Weiße Ware&amp;quot; Umweltzeichen zusammengestellt: https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/umweltfreundliche-beschaffung/datenbank-umweltkriterien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(20.7.2017 I 2808). Kreislaufwirtschaftsgesetz – KrWG. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(18.7.2017 I 2745). Vergabeverordnung – VgV. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.gesetze-im-internet.de/vgv_2016/__67.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium des Inneren – Beschaffungsamt – Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung. (2018). Portal für nachhaltige Beschaffung, Produktgruppen. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.nachhaltige-beschaffung.info/DE/Produktgruppen/produktgruppen_node.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium für Arbeit und Soziales. (2011). Die DIN ISO 26000 „Leitfaden zur gesellschaftlichen Verantwortung von Organisationen“ – Ein Überblick –. Abgerufen am 04. Mai 2018 von https://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Publikationen/a395-csr-din-26000.pdf?__blob=publicationFile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Europäische Kommission. (2011). Grünbuch über die Modernisierung der europäischen Politik im Bereich des öffentlichen Auftragswesens. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:52011DC0015&amp;amp;from=DE&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (Hrsg.). (2017). Nachwachsende Rohstoffe im Einkauf, Themenheft III: Büro – Einrichtung, Material, Gestaltung. Abgerufen am 04. Mai 2018 von https://www.fnr.de/fileadmin/beschaffung/pdf/Themenheft_Buero_web__V05.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft (Hrsg.). (2016). fact sheet Nachhaltige Beschaffung in der Nutzungsphase. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.nachhaltig-forschen.de/fileadmin/user_upload/factsheets/LeNa_FactSheet_Nachhaltige_Beschaffung_Nutzung_fin.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umweltbundesamt (Hrsg.). (2016). Rechtliche Grundlagen der umweltfreundlichen öffentlichen Beschaffung / Schulungsskript 2. Abgerufen am 07. 06 2018 von https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/377/publikationen/170123_uba_ratgeber_schulungsskript2_bf_0.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umweltbundesamt (Hrsg.). (2016). Umweltfreundliche Beschaffung, Schulungsskript 1. Abgerufen am 04. Mai 2018 von https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/377/publikationen/170127_uba_ratgeber_schulungsskript1_bf.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltige_Beschaffung&amp;diff=4612</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltige Beschaffung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltige_Beschaffung&amp;diff=4612"/>
		<updated>2020-08-31T09:11:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: /* Checkliste nachhaltige Beschaffung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Betroffener Personenkreis ==&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag des Leitfadens richtet sich an zentrale und dezentrale Beschaffer*innen, Einkäufer*innen, bspw. Sekretär*innen und Personen, die im Rahmen ihrer Hochschulangehörigkeit und -tätigkeit Produkte, Waren und Dienstleistungen ausschreiben und beschaffen. Angesprochen sind auch Mitarbeiter*innen der akademischen Verwaltung im Zuständigkeitsbereich der Mittelvergabe wie etwa Dekanatsrät*innen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz ==&lt;br /&gt;
Bei der Beschaffung von Materialien, Produkten und Dienstleistungen berücksichtigen nachhaltigkeitsorientierte Hochschulen zunehmend umweltbezogene, soziale und ethische Aspekte als wichtige Entscheidungskriterien.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, 2011, S. 6-8 &amp;lt;/ref&amp;gt; Waren und Leistungen sollten demnach die folgenden Eigenschaften aufweisen: umwelt- und sozialverträglich, langlebig, abfallarm, rezykliert und/oder rezyklierbar, aus nachwachsenden Rohstoffen, energieeffizient, klimaneutral, möglichst regional und/oder biologisch erzeugt und fair gehandelt bzw. transportiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (Hrsg.), 2017, S. 6; 19&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Relevant&#039;&#039;&#039; ist die nachhaltige Beschaffung an Hochschulen durch das damit einhergehende Finanz- und Nachfragevolumen. Eine konsequente Nachfrage von nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen trägt zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen bei und wirkt als Innovationsmotor für ebendiese Güter bzw. Leistungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft (Hrsg.),&lt;br /&gt;
2016, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nachhaltige Beschaffung kann aber auch ein Auslöser für ein gesamtheitliches Umdenken mit dem Ziel des nachhaltigen Campus sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rechtliche Relevanz&#039;&#039;&#039; hat eine nachhaltige Beschaffung und die damit verbundene Einhaltung von Umwelt- und Energieeffizienzkriterien sowie Grenzwerten insbesondere bei energieverbrauchsrelevanten Produkten und Dienstleistungen sowie bei Stoffen und Gemischen, die im Sinne des Chemikalienrechts als gefährlich eingestuft sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 26; 27&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, 18.7.2017 I 2745, VgV,§ 67&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachhaltige Beschaffung an Hochschulen muss nach rechtlicher Relevanz außerdem mit den Forderungen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes, insbesondere § 45 („Pflichten der öffentlichen Hand“) einhergehen und die Langlebigkeit, Reparaturfreundlichkeit und Wiederverwendbarkeit oder Verwertbarkeit von Produkten berücksichtigen. Außerdem fordert eine rechtskonforme Beschaffung Produkte und Dienstleistungen, die im Vergleich zu anderen Erzeugnissen weniger oder schadstoffärmere Abfälle erzeugen.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, 20.7.2017 I 2808, KrWG,&lt;br /&gt;
§ 45&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Vergabeverordnung (VgV) ist darüber hinaus seit 2016 geregelt, dass in den Leistungs- und Funktionsanforderungen umweltbezogene Aspekte als Auftragsgegenstand Berücksichtigung finden sollten. Es ist anzumerken, dass die Umweltkriterien mit dem Auftragsgegenstand in Verbindung stehen und verhältnismäßig zum Auftragswert und Beschaffungsziel sind, wodurch wiederum durch den Kostenaspekt eine Relativierung erfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umweltbezogene Anforderungen&#039;&#039;&#039; dürfen und sollten auch an den Herstellungsprozess sowie den Lebenszyklus (Produktions- und Lieferkette) gestellt werden. Die Anforderungen an Nachhaltigkeit müssen sich dabei nicht in materiellen Eigenschaften vom Auftragsgegenstand niederschlagen und können mit definierten Produktkriterien und -zertifikaten in Verbindung stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2017, S. 19&amp;lt;/ref&amp;gt; Hochschulen sollten daher in Prozessen der Bedarfsermittlung und -planung sowie für Ausschreibungen und Auftragsvergaben Kriterien für eine nachhaltige Beschaffung definieren und diese bspw. in einer internen Beschaffungsrichtlinie festschreiben. Denn vergaberechtlich wird nur geregelt, wie das Verwaltungsverfahren einer Beschaffung ablaufen muss und nicht welche Produkte und Leistungen beschafft werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ökonomisch relevant&#039;&#039;&#039; kann nachhaltige Beschaffung sein, wenn in den Leistungsbeschreibungen und Zuschlagskriterien konkrete Nachhaltigkeitskriterien definiert sind und demzufolge ausschließlich Angebote eingehen, die diese Kriterien erfüllen. Auch wenn daraufhin das kostengünstigste Angebot den Zuschlag erhält, wird der Anspruch an die Nachhaltigkeit erfüllt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (Hrsg.), 2017, S. 16; 91&amp;lt;/ref&amp;gt; Werden dennoch konventionelle mit nachhaltigen Erzeugnissen/Dienstleistungen verglichen, können letztere gegenüber ersteren zunächst teurer sein. Das Mehr an Nachhaltigkeitsleistung kann aber partiell die Mehrkosten rechtfertigen. Höhere Kosten können bei materiellen und technischen Produkten zumeist einmalig bei der Erstanschaffung entstehen. In der Nutzungsphase sind die Verbrauchskosten von nachhaltigen Erzeugnissen oftmals geringer, da sich dann Einsparpotentiale z. B. von Energie, Abfall und Verbrauchsmitteln bemerkbar machen. Durch nachhaltige Beschaffung lassen sich in der Nutzungsphase weitere unmittelbare Preisvorteile erzielen, zum Beispiel durch Recyclingpapiere, Nachfüllpackungen oder wiederaufbereitete Tinten- und Tonerkartuschen.&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=Durch die Langlebigkeit nachhaltiger, hochwertiger Materialien kann zudem die Nutzungsphase verlängert werden, wodurch sich Kosten für kurzfristigere Neuanschaffungen reduzieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 13-14&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;}}&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Vermittlung dieser kausalen Beziehungen ist für die in der Beschaffung handelnden Personen einer Hochschule von außerordentlicher Bedeutung und wurde bzw. wird vielfach unterschätzt und vernachlässigt. Sehr häufig sind die Prämissen der ausschließlichen „Kostengünstigkeit“ und/oder auf Erfahrung basierender Funktionalität und Praktikabilität tief verwurzelt und erschweren eine Neuausrichtung im Sinne der Nachhaltigkeit. Das Ziel der nachhaltigen Beschaffung wird daher nicht zwingend erreicht, indem ein top-down gesteuertes Verfahren etwa durch Modifikation von Beschaffungsrichtlinien oder im Hochschulbetriebssystem etabliert wird. Vielmehr müssen den an der Beschaffung beteiligten Personen im Rahmen eines kommunikativen und kontinuierlichen Austauschprozesses die vorstehend genannten Zusammenhänge argumentativ nachvollziehbar erläutert werden, um dadurch einen Prozess des Umdenkens und der Motivation anzustoßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass nachhaltige Produkte über den Lebenszyklus betrachtet kostengünstiger sein können als konventionelle Varianten, belegt auch eine von der Stadt Berlin veröffentlichte Studie bei 10 von 15 Produktgruppen. Dazu gehörten u. a. Bürobeleuchtung, Computer, Gebäude, Kopier- und Druckpapier, Multifunktionsgeräte und Reinigungsmittel.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (Hrsg.), 2017, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine hohe Relevanz sollten nachhaltig beschaffende Hochschulen laut Bundesministerium des Inneren (BMI) zudem auf folgende Produktgruppen legen, die unter Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien (wie dem Blauen Engel, Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft (FSC)) eingekauft werden können:&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Bundesministerium des Inneren – Beschaffungsamt – Kompetenzstelle für nachhaltige&lt;br /&gt;
Beschaffung, 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bekleidung und Textilien (z. B. Arbeitsbekleidung für technisches Personal) &lt;br /&gt;
* Beleuchtung (z. B. LED-Leuchtmittel im Innen- und Außenbereich) &lt;br /&gt;
* Betriebsmittel (z. B. Schmierstoffe, Lösemittel) &lt;br /&gt;
* Bürobedarf (z. B. Stifte etc.) &lt;br /&gt;
* Büroeinrichtung (z. B. Tische, Stühle, Schränke, Regale) &lt;br /&gt;
* Bürogeräte (z. B. Drucker, Kopierer und Zubehör) &lt;br /&gt;
* Fuhrpark (z. B. Dienst-Kfz) &lt;br /&gt;
* Gartenbaugeräte und -maschinen &lt;br /&gt;
* Gas (z. B. zur Wärmeversorgung) &lt;br /&gt;
* Händetrocknungssysteme &lt;br /&gt;
* Hygiene- und Reinigungsartikel (z. B. Seifen, Toilettenpapiere etc.) &lt;br /&gt;
* Informations- und Rechnertechnik (z. B. Computer, Monitore, Notebooks) &lt;br /&gt;
* Lacke, Farben, Klebstoffe &lt;br /&gt;
* Lebensmittel und Catering (z. B. Kaffee, Tee, Milch, Snacks)&lt;br /&gt;
* Papierprodukte (z. B. Druck-, Kopier-, Pressepapier u. -erzeugnisse) &lt;br /&gt;
* Schädlingsbekämpfung (z. B. Pestizide, Herbizide) &lt;br /&gt;
* Streumittel &lt;br /&gt;
* Strom.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gesundheitlich relevant&#039;&#039;&#039; kann nachhaltige Beschaffung sein, da bspw. durch emissionsarme Drucker und Kopierer das Raumklima verbessert und die Gesundheit von Beschäftigten geschont wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 13-14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sozial und gesellschaftlich relevant&#039;&#039;&#039; ist eine nachhaltige Beschaffung, da gerade Hochschulen eine wichtige Vorbildfunktion für ihre Angehörigen und für die Gesellschaft insgesamt einnehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt; Informierte und beteiligte Studierende, Beschäftigte und externe Partner*innen sind außerdem wichtige Multiplikator*innen innerhalb einer Hochschule und darüber hinaus im privaten, beruflichen und gesamtgesellschaftlichen Leben. Schließlich kann das Image und Eigenmarketing einer Hochschule gestärkt werden, was z. B. Standortvorteile und stabile Studierendenzahlen mit sich bringen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S.13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine nachhaltige Beschaffung unter Berücksichtigung von Lebenszykluskosten von Materialien, Produkten und (Dienst-) Leistungen, kann zusammenfassend mittel- und unmittelbar für die Umweltauswirkungen, Gesundheit und Wirtschaftlichkeit einer Hochschule relevant sein. Wenn Hochschulen ihre nachhaltige Beschaffung steigern und dadurch einen mengenmäßigen Absatz, d. h. die Nachfrage, von nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen erhöhen, könnten dadurch Preise sinken, die bisher wegen geringen Absatzes höher waren als bei stark nachgefragten konventionellen Waren und Leistungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 13-14&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine verstärkte Nachfrage der Hochschulen nach nachhaltigen Erzeugnissen und Dienstleistungen trägt somit dazu bei, mittel- und langfristige Produktions- und Konsumtrends nachhaltig zu ändern.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Europäische Kommission, 2011, S. 38&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Festzuhalten ist aber auch, dass viele Hochschulen bei der Beschaffung eingeschränkte Gestaltungs- und Entscheidungsspielräume haben, da in mehreren Bundesländern die Beschaffung und/oder die Vergabe von Dienstleistungen insbesondere im Bereich Liegenschaften und Gebäudemanagement (teilweise) zentralisiert und die diesbezügliche Hochschulautonomie daher beschränkt ist &amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; vgl. auch Anhang: Recherche HIS-Institut - Verlinken &amp;lt;/span&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Für eine nachhaltige Beschaffung können sich Hochschulen unter Einbeziehung der handelnden Personen in Abstimmung mit der Leitungsebene beispielsweise folgende Ziele setzen und diese in spezifischen Beschaffungsrichtlinien niederlegen.&lt;br /&gt;
* Beschaffung und Nutzung von&lt;br /&gt;
** langlebigen und reparaturfreundlichen Produkten und damit verbundenen langen Nutzungszeiten anstelle von häufigen Neuanschaffungen in kurzen Zeitintervallen,  &lt;br /&gt;
** Produkten und Dienstleistungen, die umwelt- oder sozialverträglich, abfallarm, recycelt, aus nachwachsenden Rohstoffen, energieeffizient, klimaneutral, fair und/oder regional gehandelt oder biologisch erzeugt sind,  &lt;br /&gt;
** von Produkten die im Vergleich zu anderen Erzeugnissen zu weniger oder schadstoffärmeren Abfällen führen, &lt;br /&gt;
* regionale Wertschöpfung, &lt;br /&gt;
* Analyse und Erfassung der Beschaffungssituation, &lt;br /&gt;
* Steuerung und Verbesserung der Beschaffungssituation, &lt;br /&gt;
* Schulung von Beschaffer*innen, &lt;br /&gt;
* formale und non-formale Bildung, Bewusstseinsschaffung und -schärfung, &lt;br /&gt;
* Vorbild- und Multiplikatorenwirkung und &lt;br /&gt;
* Nachhaltigkeitsberichterstattung zur Beschaffung, &lt;br /&gt;
* Rechtskonformität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
{{Vorlage:TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
*zentrale Beschaffung von Produkten/Dienstleistungen durch länderzentrale Behörden (in Sachsen z. B. SIB)&lt;br /&gt;
*beschränkte Handlungs- und Entscheidungsspielräume der Hochschulen bei interner sowie insbesondere bei zentraler Beschaffung&lt;br /&gt;
*Fokussierung auf Anschaffungskosten anstelle von Lebenszykluskosten&lt;br /&gt;
*zeitlich-personeller Mehraufwand bei nachhaltigkeitsorientierter Beschaffung&lt;br /&gt;
*fehlende oder unzureichende Akzeptanz neuer Kriterien mit Nachhaltigkeitsbezug, Regelungen (interne Beschaffungsrichtlinien) durch betroffenen Personenkreis&lt;br /&gt;
*Unkenntnis im betroffenen Personenkreis&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
*Berücksichtigung rechtlicher Rahmenbedingungen (z.B. § 45 KrWG, VOL, VHB, interne Vergaberichtlinien, EU-Vorgaben)&lt;br /&gt;
*Kosteneinsparung bei langlebigen sowie abfall- und wartungsarmen Erzeugnissen&lt;br /&gt;
*Energieeffizienz bei Beschaffung von energieverbrauchseffizienten Geräten&lt;br /&gt;
*Definition und Integration qualitativer und quantitativer NH-Kriterien in (rechtskonformen) internen Beschaffungsrichtlinien&lt;br /&gt;
*Gestaltung des Beschaffungsprozesses gemeinsam mit betroffenem Personenkreis (einschließlich Fakultäten/Fachbereiche), Lieferanten, Dienstleistern und Behörden&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[http://hnwiki.leuphana.de/index.php?title=Datei:Checkliste_nachhaltige_Beschaffung_V3.pdf|Checkliste Nachhaltige Beschaffung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste nachhaltige Beschaffung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CheckSeg&lt;br /&gt;
|titel=Positionierung und strategische Unterstützung einer nachhaltigen Beschaffung&lt;br /&gt;
|orientierung=strategisch&lt;br /&gt;
|inters1=Governance&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Leitbild&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Strategie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Programme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Ziele&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Formulierung eines hochschuleigenen Verständnisses über nachhaltige Beschaffung&lt;br /&gt;
* Landes- und kommunalrechtliche Vorgaben (z.B. in Hamburg, NRW und Berlin) die die Einhaltung von ökologischen und sozialen Standards einfordern, können eine Argumentationsbasis gegenüber Hochschulleitungen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Formulierung einer internen Beschaffungsrichtlinie mit ausdrücklichen Vorgaben über Produkt- und Zuschlagskriterien sowie Leistungsbeschreibungen, z.B.:&lt;br /&gt;
* Beschaffungsverantwortung der öffentlichen Hand nach §45 KrWG:&lt;br /&gt;
* Langlebigkeit, Reparaturfreundlichkeit und Wiederverwendbarkeit&lt;br /&gt;
* Mindestanteil an nachwachsenden Rohstoffen, Recyclingmaterialien und Biokunststoffen für Produkte und Verpackungen&lt;br /&gt;
* 100% Recyclingpapier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Nachhaltigkeitskriterien mit Hilfe von Siegeln und Labeln festlegen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Formulierung von Ausschlusskriterien (was im Rahmen einer nachhaltigen Beschaffung nicht eingekauft werden darf)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Berücksichtigung von Kriterien einer nachhaltigen Beschaffung bei Bedarfsermittlungen und -planungen sowie Ausschreibungen und Auftragsvergaben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Festlegung von hochschuleigenen Ausschreibungsstandards zur nachhaltigen Beschaffung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CheckSeg&lt;br /&gt;
|titel=Umsetzung der nachhaltigen Beschaffung&lt;br /&gt;
|orientierung=operativ&lt;br /&gt;
|inters1=Partizipation&lt;br /&gt;
|inters2=Kommunikation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Nachhaltige Beschaffung auf allen Ebenen durchsetzen und betroffenen Personenkreis (zentrale und dezentrale Einkäufer*innen, wie Sekretariate, Einzelpersonen und studentische Gremien) informieren, motivieren und schulen&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Überblick und positiver Einfluss auf den nachhaltigen Einkauf durch sensibilisierte finanzverantwortliche Personen, z.B. Dekanatsräte, Beauftragte für nachhaltige Beschaffung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Bestellsoftware, bestenfalls per Hochschul-ERP-Software&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Online-Bestellung bei nachhaltigkeitsspezialisierten Anbietern}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CheckSeg&lt;br /&gt;
|titel=Umsetzung der nachhaltigen Beschaffung&lt;br /&gt;
|orientierung=operativ&lt;br /&gt;
|inters1=Governance&lt;br /&gt;
|inters2=Controlling&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Vermeidung von Mehrfachbeschaffung durch Transparenz und neue Nutzungsmodelle (Technik- &amp;amp; Material-Sharing, Chemical Leasing)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Verknüpfung optimierter Inventarisierungs- mit Beschaffungsdaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CheckSeg&lt;br /&gt;
|titel=Umsetzung der nachhaltigen Beschaffung&lt;br /&gt;
|orientierung=operativ&lt;br /&gt;
|inters1=Öffentlichkeitsarbeit&lt;br /&gt;
|inters2=Veranstaltungsmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Druckaufträge für Print-Medien (Poster, Broschüren etc.) bei umwelt- und nachhaltigkeitsorientierten Druckereien (diese achten bspw. auf Recyclingpapier, Biofarben, Ökostrom, Klimaneutralität und Abfallarmut)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|zur Stärkung regionaler Wertschöpfung regionale Dienstleister beauftragen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Nachhaltigkeitskriterien in der Anfrage-Spezifikation ausweisen (&amp;quot;den Markt verändern&amp;quot;)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CheckSeg&lt;br /&gt;
|titel=Umsetzung der nachhaltigen Beschaffung&lt;br /&gt;
|orientierung=operativ&lt;br /&gt;
|inters1=Forschungsbetrieb&lt;br /&gt;
|inters2=Veranstaltungsmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Beschaffer-Bedarfsträger-Dienstleister-Dialog (in Form von Konferenzen, Workshops und/oder Arbeitsgruppen) sowie Schulungen ermöglichen und initiieren&lt;br /&gt;
* darüber kann ein Austausch von vielen Seiten der Beschaffung ermöglicht werden. Beschaffende und Bedarfsträger*innen können ihre Bedarfe kommunizieren und es gibt einen Information-, Erfahrungs- und Neuentwicklungsaustausch zur Nachhaltigkeit in der Beschaffung&lt;br /&gt;
* Klimaschutz-, Energie-, Qualitäts-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsbeauftragte und -koordinator*innen an einem Erfahrungsaustausch und dem Findungsprozess beteiligen&lt;br /&gt;
* bei solchen Austauschformaten können künftige Ziele für eine nachhaltige Beschaffung, Verantwortlichkeiten, Zeit- und Arbeitspläne, möglicherweise notwendige juristische Beratung und die Berichtspflichten festgelegt werden.&lt;br /&gt;
* Markt- und Produktkenntnis fördert nachhaltige Beschaffung&lt;br /&gt;
* bei der Ausschreibung von Rahmenverträgen auf Nachhaltigkeit achten.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorlage für die Checkliste ist [[Vorlage:CheckSeg|hier]] zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Richtlinie zur nachhaltigen Beschaffung an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit dieser Richtlinie hat sich die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) strengen, auf nachhaltige Kriterien ausgerichteten Grundsätzen gestellt. Grundsätzlich gilt, dass zu beschaffende Produkte und Dienstleistungen von der Produktion bis zur Entsorgung unter Berücksichtigung von sozialen, ökologischen und ökonomischen Aspekten hergestellt werden. Darunter berücksichtigt die HNEE zehn Produktgruppen, die mit genauen Produkten untersetzt sind, bspw. Kopierer, Computer und Zubehör, EDV-Verbrauchsmaterialien für Drucker/Multifunktionsgeräten. Mehr Info: http://www.hnee.de/de/Hochschule/Leitung/Amtliche-Mitteilungen-Gesetzestexte/Amtliche-Mitteilungen-Gesetzestexte-K879.htm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tauschbörse LMU&#039;&#039;&#039; &amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; Ulla u. Jens - Beispiel erarbeiten &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Case Study - nachhaltige Beschaffung an der HSZG ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;in Arbeit&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompass Nachhaltigkeit&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Dieses Webportal bietet umfangreiche Informationen zur nachhaltigen öffentlichen Beschaffung. https://kompass-nachhaltigkeit.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Das Internetportal vom Bundesministerium des Innern informiert über Gesetze, Regelungen, Leitfäden, Beispiele, Termine und Schulungen zur nachhaltigen Beschaffung. http://www.nachhaltige-beschaffung.info/DE/Home/ home_node.html &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nachhaltige Produkte finden&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* Hier finden Einkäufer*innen Informationen zur nachhaltigen biobasierten Beschaffung zu verschiedensten Produktgruppen und gelistete Produktbeschreibung, Umweltgütezeichen sowie Preisen und Produktlinks. https://www.die-nachwachsende-produktwelt.de/&lt;br /&gt;
* https://datenbank.fnr.de/anwendungen/&lt;br /&gt;
* http://www.nachhaltige-beschaffung.info/DE/Produktgruppen/produktgruppen_node.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beschlüsse und Leitlinien zum nachhaltigen Einkauf und umweltorientiertem Verwaltungshandeln&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Leitfaden für eine umweltverträgliche Beschaffung in Hamburg &lt;br /&gt;
* Verwaltungsvorschrift „Beschaffung und Umwelt“ der Stadt Berlin &lt;br /&gt;
* Leitfaden zur nachhaltigen Beschaffung von Bürobedarf in Hessen &lt;br /&gt;
* Leitfaden zu Beschaffung energieeffizienter Produkte und Dienstleistungen &lt;br /&gt;
* Leitfaden „Innovative öffentliche Beschaffung“, 2. Auflage 2017 von BMWi/KOINNO&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;jeweils die PDFs so verknüpfen, dass sie im neuen Browserfenster öffnen - geht das?&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leistungsbeschreibungen und Ausschreibungen&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* Bedarfsbeschreibung für ein Bürogebäude https://beschaffung.fnr.de/service/arbeits-und-formulierungshilfen/bedarfsbeschreibung-fuer-ein-buerogebaeude-beispiel/ &lt;br /&gt;
* Formulierungshilfen für (Produkt-) Ausschreibungen https://beschaffung.fnr.de/service/arbeits-und-formulierungshilfen/formulierungshilfen-fuer-produkt-ausschreibungen/&lt;br /&gt;
* Ausschreibungshilfen von „natureplus“ https://www.natureplus.org/index.php?id=14&lt;br /&gt;
* https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/umweltfreundliche-beschaffung/empfehlungen-fuer-ihre-ausschreibung&lt;br /&gt;
* https://beschaffung.fnr.de/service/ausschreibungsempfehlungen/&lt;br /&gt;
* https://www.das-nachwachsende-buero.de/service/die-broschuere/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schulungsskripte „Umweltfreundliche Beschaffung“ vom Umweltbundesamt (UBA)&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Das UBA hat 2010 erstmalig Schulungsskripte veröffentlicht, die einen praxisnahen Einblick in die umweltfreundliche Beschaffung in 6 Themenbereiche gegliedert anbieten. Die aktuellen und überarbeiten Versionen gibt es seit 2016. Schulungsskripte &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.umweltbundesamt.de/themen/schulungsskripte-fuer-umweltfreundliche-beschaffung&amp;lt;/ref&amp;gt;: &lt;br /&gt;
# Grundlagen der umweltfreundlichen Beschaffung &lt;br /&gt;
# Rechtliche Grundlagen der umweltfreundlichen Beschaffung &lt;br /&gt;
# Einführung in die Verwendung von Produktkriterien aus Umweltzeichen &lt;br /&gt;
# Strategische Marktbeobachtung und -analyse &lt;br /&gt;
# Einführung in die Berechnung von Lebenszykluskosten und deren Nutzung im Beschaffungsprozess&lt;br /&gt;
# Hemmnisanalyse für eine umweltfreundliche Beschaffung mittels Selbstevaluations-Tool&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Berechnung der Lebenszykluskosten – Tool-Picker&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.koinno-bmwi.de/informationen/toolbox/detail/lebenszyklus-tool-picker-1/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit dem Lebenszykluskosten-Tool-Picker vom Kompetenzzentrum für innovative Beschaffung (KOINNO) steht auch Hochschulen ein Instrument zur Verfügung, das bei der Berechnung von Lebenszykluskosten von Produkten Unterstützung leisten kann. Den Anwender*innen stehen dabei warengruppenspezifische und bedarfsgerechte Möglichkeiten zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umweltzeichen, -siegel und Label:&lt;br /&gt;
* https://label-online.de/ - gibt einen Überblick über eine Vielzahl an Siegeln und Labeln, was sie bedeuten und welche Qualität sie auszeichnen&lt;br /&gt;
* https://www.siegelklarheit.de - unterstützt beim nachhaltigen Einkauf und analysiert die Bereiche Wasser, Boden, Energie, Klima, Chemikalien, Abfall, Luftverschmutzung, Biodiversität, Ökosysteme, Umweltmanagement, Materialeinsatz und Qualität&lt;br /&gt;
* Das Umweltbundesamt hat u.a. für die Bereiche Bauwesen, Bürogeräte, Büroverbrauchsmaterialien, Fahrzeuge, Gebäude, Lebensmittel und Catering, Möbel, Rechenzentren, Reinigung/Hygiene, Textilien, Entsorgung, Strom- und Wärmeversorgung sowie für &amp;quot;Weiße Ware&amp;quot; Umweltzeichen zusammengestellt: https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/umweltfreundliche-beschaffung/datenbank-umweltkriterien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(20.7.2017 I 2808). Kreislaufwirtschaftsgesetz – KrWG. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(18.7.2017 I 2745). Vergabeverordnung – VgV. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.gesetze-im-internet.de/vgv_2016/__67.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium des Inneren – Beschaffungsamt – Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung. (2018). Portal für nachhaltige Beschaffung, Produktgruppen. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.nachhaltige-beschaffung.info/DE/Produktgruppen/produktgruppen_node.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium für Arbeit und Soziales. (2011). Die DIN ISO 26000 „Leitfaden zur gesellschaftlichen Verantwortung von Organisationen“ – Ein Überblick –. Abgerufen am 04. Mai 2018 von https://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Publikationen/a395-csr-din-26000.pdf?__blob=publicationFile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Europäische Kommission. (2011). Grünbuch über die Modernisierung der europäischen Politik im Bereich des öffentlichen Auftragswesens. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:52011DC0015&amp;amp;from=DE&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (Hrsg.). (2017). Nachwachsende Rohstoffe im Einkauf, Themenheft III: Büro – Einrichtung, Material, Gestaltung. Abgerufen am 04. Mai 2018 von https://www.fnr.de/fileadmin/beschaffung/pdf/Themenheft_Buero_web__V05.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft (Hrsg.). (2016). fact sheet Nachhaltige Beschaffung in der Nutzungsphase. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.nachhaltig-forschen.de/fileadmin/user_upload/factsheets/LeNa_FactSheet_Nachhaltige_Beschaffung_Nutzung_fin.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umweltbundesamt (Hrsg.). (2016). Rechtliche Grundlagen der umweltfreundlichen öffentlichen Beschaffung / Schulungsskript 2. Abgerufen am 07. 06 2018 von https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/377/publikationen/170123_uba_ratgeber_schulungsskript2_bf_0.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umweltbundesamt (Hrsg.). (2016). Umweltfreundliche Beschaffung, Schulungsskript 1. Abgerufen am 04. Mai 2018 von https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/377/publikationen/170127_uba_ratgeber_schulungsskript1_bf.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Datei:Checkliste_nachhaltige_Beschaffung_V3.pdf&amp;diff=4611</id>
		<title>Datei:Checkliste nachhaltige Beschaffung V3.pdf</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Datei:Checkliste_nachhaltige_Beschaffung_V3.pdf&amp;diff=4611"/>
		<updated>2020-08-31T09:04:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltige_Beschaffung&amp;diff=4172</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltige Beschaffung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltige_Beschaffung&amp;diff=4172"/>
		<updated>2020-08-13T12:18:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: /* Weiterführende Informationen und Links */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Betroffener Personenkreis ==&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag des Leitfadens richtet sich an zentrale und dezentrale Beschaffer*innen, Einkäufer*innen, bspw. Sekretär*innen und Personen, die im Rahmen ihrer Hochschulangehörigkeit und -tätigkeit Produkte, Waren und Dienstleistungen ausschreiben und beschaffen. Angesprochen sind auch Mitarbeiter*innen der akademischen Verwaltung im Zuständigkeitsbereich der Mittelvergabe wie etwa Dekanatsrät*innen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz ==&lt;br /&gt;
Bei der Beschaffung von Materialien, Produkten und Dienstleistungen berücksichtigen nachhaltigkeitsorientierte Hochschulen zunehmend umweltbezogene, soziale und ethische Aspekte als wichtige Entscheidungskriterien.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, 2011, S. 6-8 &amp;lt;/ref&amp;gt; Waren und Leistungen sollten demnach die folgenden Eigenschaften aufweisen: umwelt- und sozialverträglich, langlebig, abfallarm, rezykliert und/oder rezyklierbar, aus nachwachsenden Rohstoffen, energieeffizient, klimaneutral, möglichst regional und/oder biologisch erzeugt und fair gehandelt bzw. transportiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (Hrsg.), 2017, S. 6; 19&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Relevant&#039;&#039;&#039; ist die nachhaltige Beschaffung an Hochschulen durch das damit einhergehende Finanz- und Nachfragevolumen. Eine konsequente Nachfrage von nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen trägt zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen bei und wirkt als Innovationsmotor für ebendiese Güter bzw. Leistungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft (Hrsg.),&lt;br /&gt;
2016, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nachhaltige Beschaffung kann aber auch ein Auslöser für ein gesamtheitliches Umdenken mit dem Ziel des nachhaltigen Campus sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rechtliche Relevanz&#039;&#039;&#039; hat eine nachhaltige Beschaffung und die damit verbundene Einhaltung von Umwelt- und Energieeffizienzkriterien sowie Grenzwerten insbesondere bei energieverbrauchsrelevanten Produkten und Dienstleistungen sowie bei Stoffen und Gemischen, die im Sinne des Chemikalienrechts als gefährlich eingestuft sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 26; 27&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, 18.7.2017 I 2745, VgV,§ 67&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachhaltige Beschaffung an Hochschulen muss nach rechtlicher Relevanz außerdem mit den Forderungen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes, insbesondere § 45 („Pflichten der öffentlichen Hand“) einhergehen und die Langlebigkeit, Reparaturfreundlichkeit und Wiederverwendbarkeit oder Verwertbarkeit von Produkten berücksichtigen. Außerdem fordert eine rechtskonforme Beschaffung Produkte und Dienstleistungen, die im Vergleich zu anderen Erzeugnissen weniger oder schadstoffärmere Abfälle erzeugen.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, 20.7.2017 I 2808, KrWG,&lt;br /&gt;
§ 45&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Vergabeverordnung (VgV) ist darüber hinaus seit 2016 geregelt, dass in den Leistungs- und Funktionsanforderungen umweltbezogene Aspekte als Auftragsgegenstand Berücksichtigung finden sollten. Es ist anzumerken, dass die Umweltkriterien mit dem Auftragsgegenstand in Verbindung stehen und verhältnismäßig zum Auftragswert und Beschaffungsziel sind, wodurch wiederum durch den Kostenaspekt eine Relativierung erfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umweltbezogene Anforderungen&#039;&#039;&#039; dürfen und sollten auch an den Herstellungsprozess sowie den Lebenszyklus (Produktions- und Lieferkette) gestellt werden. Die Anforderungen an Nachhaltigkeit müssen sich dabei nicht in materiellen Eigenschaften vom Auftragsgegenstand niederschlagen und können mit definierten Produktkriterien und -zertifikaten in Verbindung stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2017, S. 19&amp;lt;/ref&amp;gt; Hochschulen sollten daher in Prozessen der Bedarfsermittlung und -planung sowie für Ausschreibungen und Auftragsvergaben Kriterien für eine nachhaltige Beschaffung definieren und diese bspw. in einer internen Beschaffungsrichtlinie festschreiben. Denn vergaberechtlich wird nur geregelt, wie das Verwaltungsverfahren einer Beschaffung ablaufen muss und nicht welche Produkte und Leistungen beschafft werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ökonomisch relevant&#039;&#039;&#039; kann nachhaltige Beschaffung sein, wenn in den Leistungsbeschreibungen und Zuschlagskriterien konkrete Nachhaltigkeitskriterien definiert sind und demzufolge ausschließlich Angebote eingehen, die diese Kriterien erfüllen. Auch wenn daraufhin das kostengünstigste Angebot den Zuschlag erhält, wird der Anspruch an die Nachhaltigkeit erfüllt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (Hrsg.), 2017, S. 16; 91&amp;lt;/ref&amp;gt; Werden dennoch konventionelle mit nachhaltigen Erzeugnissen/Dienstleistungen verglichen, können letztere gegenüber ersteren zunächst teurer sein. Das Mehr an Nachhaltigkeitsleistung kann aber partiell die Mehrkosten rechtfertigen. Höhere Kosten können bei materiellen und technischen Produkten zumeist einmalig bei der Erstanschaffung entstehen. In der Nutzungsphase sind die Verbrauchskosten von nachhaltigen Erzeugnissen oftmals geringer, da sich dann Einsparpotentiale z. B. von Energie, Abfall und Verbrauchsmitteln bemerkbar machen. Durch nachhaltige Beschaffung lassen sich in der Nutzungsphase weitere unmittelbare Preisvorteile erzielen, zum Beispiel durch Recyclingpapiere, Nachfüllpackungen oder wiederaufbereitete Tinten- und Tonerkartuschen.&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=Durch die Langlebigkeit nachhaltiger, hochwertiger Materialien kann zudem die Nutzungsphase verlängert werden, wodurch sich Kosten für kurzfristigere Neuanschaffungen reduzieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 13-14&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;}}&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Vermittlung dieser kausalen Beziehungen ist für die in der Beschaffung handelnden Personen einer Hochschule von außerordentlicher Bedeutung und wurde bzw. wird vielfach unterschätzt und vernachlässigt. Sehr häufig sind die Prämissen der ausschließlichen „Kostengünstigkeit“ und/oder auf Erfahrung basierender Funktionalität und Praktikabilität tief verwurzelt und erschweren eine Neuausrichtung im Sinne der Nachhaltigkeit. Das Ziel der nachhaltigen Beschaffung wird daher nicht zwingend erreicht, indem ein top-down gesteuertes Verfahren etwa durch Modifikation von Beschaffungsrichtlinien oder im Hochschulbetriebssystem etabliert wird. Vielmehr müssen den an der Beschaffung beteiligten Personen im Rahmen eines kommunikativen und kontinuierlichen Austauschprozesses die vorstehend genannten Zusammenhänge argumentativ nachvollziehbar erläutert werden, um dadurch einen Prozess des Umdenkens und der Motivation anzustoßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass nachhaltige Produkte über den Lebenszyklus betrachtet kostengünstiger sein können als konventionelle Varianten, belegt auch eine von der Stadt Berlin veröffentlichte Studie bei 10 von 15 Produktgruppen. Dazu gehörten u. a. Bürobeleuchtung, Computer, Gebäude, Kopier- und Druckpapier, Multifunktionsgeräte und Reinigungsmittel.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (Hrsg.), 2017, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine hohe Relevanz sollten nachhaltig beschaffende Hochschulen laut Bundesministerium des Inneren (BMI) zudem auf folgende Produktgruppen legen, die unter Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien (wie dem Blauen Engel, Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft (FSC)) eingekauft werden können:&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Bundesministerium des Inneren – Beschaffungsamt – Kompetenzstelle für nachhaltige&lt;br /&gt;
Beschaffung, 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bekleidung und Textilien (z. B. Arbeitsbekleidung für technisches Personal) &lt;br /&gt;
* Beleuchtung (z. B. LED-Leuchtmittel im Innen- und Außenbereich) &lt;br /&gt;
* Betriebsmittel (z. B. Schmierstoffe, Lösemittel) &lt;br /&gt;
* Bürobedarf (z. B. Stifte etc.) &lt;br /&gt;
* Büroeinrichtung (z. B. Tische, Stühle, Schränke, Regale) &lt;br /&gt;
* Bürogeräte (z. B. Drucker, Kopierer und Zubehör) &lt;br /&gt;
* Fuhrpark (z. B. Dienst-Kfz) &lt;br /&gt;
* Gartenbaugeräte und -maschinen &lt;br /&gt;
* Gas (z. B. zur Wärmeversorgung) &lt;br /&gt;
* Händetrocknungssysteme &lt;br /&gt;
* Hygiene- und Reinigungsartikel (z. B. Seifen, Toilettenpapiere etc.) &lt;br /&gt;
* Informations- und Rechnertechnik (z. B. Computer, Monitore, Notebooks) &lt;br /&gt;
* Lacke, Farben, Klebstoffe &lt;br /&gt;
* Lebensmittel und Catering (z. B. Kaffee, Tee, Milch, Snacks)&lt;br /&gt;
* Papierprodukte (z. B. Druck-, Kopier-, Pressepapier u. -erzeugnisse) &lt;br /&gt;
* Schädlingsbekämpfung (z. B. Pestizide, Herbizide) &lt;br /&gt;
* Streumittel &lt;br /&gt;
* Strom.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gesundheitlich relevant&#039;&#039;&#039; kann nachhaltige Beschaffung sein, da bspw. durch emissionsarme Drucker und Kopierer das Raumklima verbessert und die Gesundheit von Beschäftigten geschont wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 13-14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sozial und gesellschaftlich relevant&#039;&#039;&#039; ist eine nachhaltige Beschaffung, da gerade Hochschulen eine wichtige Vorbildfunktion für ihre Angehörigen und für die Gesellschaft insgesamt einnehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt; Informierte und beteiligte Studierende, Beschäftigte und externe Partner*innen sind außerdem wichtige Multiplikator*innen innerhalb einer Hochschule und darüber hinaus im privaten, beruflichen und gesamtgesellschaftlichen Leben. Schließlich kann das Image und Eigenmarketing einer Hochschule gestärkt werden, was z. B. Standortvorteile und stabile Studierendenzahlen mit sich bringen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S.13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine nachhaltige Beschaffung unter Berücksichtigung von Lebenszykluskosten von Materialien, Produkten und (Dienst-) Leistungen, kann zusammenfassend mittel- und unmittelbar für die Umweltauswirkungen, Gesundheit und Wirtschaftlichkeit einer Hochschule relevant sein. Wenn Hochschulen ihre nachhaltige Beschaffung steigern und dadurch einen mengenmäßigen Absatz, d. h. die Nachfrage, von nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen erhöhen, könnten dadurch Preise sinken, die bisher wegen geringen Absatzes höher waren als bei stark nachgefragten konventionellen Waren und Leistungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 13-14&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine verstärkte Nachfrage der Hochschulen nach nachhaltigen Erzeugnissen und Dienstleistungen trägt somit dazu bei, mittel- und langfristige Produktions- und Konsumtrends nachhaltig zu ändern.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Europäische Kommission, 2011, S. 38&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Festzuhalten ist aber auch, dass viele Hochschulen bei der Beschaffung eingeschränkte Gestaltungs- und Entscheidungsspielräume haben, da in mehreren Bundesländern die Beschaffung und/oder die Vergabe von Dienstleistungen insbesondere im Bereich Liegenschaften und Gebäudemanagement (teilweise) zentralisiert und die diesbezügliche Hochschulautonomie daher beschränkt ist &amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; vgl. auch Anhang: Recherche HIS-Institut - Verlinken &amp;lt;/span&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Für eine nachhaltige Beschaffung können sich Hochschulen unter Einbeziehung der handelnden Personen in Abstimmung mit der Leitungsebene beispielsweise folgende Ziele setzen und diese in spezifischen Beschaffungsrichtlinien niederlegen.&lt;br /&gt;
* Beschaffung und Nutzung von&lt;br /&gt;
** langlebigen und reparaturfreundlichen Produkten und damit verbundenen langen Nutzungszeiten anstelle von häufigen Neuanschaffungen in kurzen Zeitintervallen,  &lt;br /&gt;
** Produkten und Dienstleistungen, die umwelt- oder sozialverträglich, abfallarm, recycelt, aus nachwachsenden Rohstoffen, energieeffizient, klimaneutral, fair und/oder regional gehandelt oder biologisch erzeugt sind,  &lt;br /&gt;
** von Produkten die im Vergleich zu anderen Erzeugnissen zu weniger oder schadstoffärmeren Abfällen führen, &lt;br /&gt;
* regionale Wertschöpfung, &lt;br /&gt;
* Analyse und Erfassung der Beschaffungssituation, &lt;br /&gt;
* Steuerung und Verbesserung der Beschaffungssituation, &lt;br /&gt;
* Schulung von Beschaffer*innen, &lt;br /&gt;
* formale und non-formale Bildung, Bewusstseinsschaffung und -schärfung, &lt;br /&gt;
* Vorbild- und Multiplikatorenwirkung und &lt;br /&gt;
* Nachhaltigkeitsberichterstattung zur Beschaffung, &lt;br /&gt;
* Rechtskonformität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
{{Vorlage:TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
*zentrale Beschaffung von Produkten/Dienstleistungen durch länderzentrale Behörden (in Sachsen z. B. SIB)&lt;br /&gt;
*beschränkte Handlungs- und Entscheidungsspielräume der Hochschulen bei interner sowie insbesondere bei zentraler Beschaffung&lt;br /&gt;
*Fokussierung auf Anschaffungskosten anstelle von Lebenszykluskosten&lt;br /&gt;
*zeitlich-personeller Mehraufwand bei nachhaltigkeitsorientierter Beschaffung&lt;br /&gt;
*fehlende oder unzureichende Akzeptanz neuer Kriterien mit Nachhaltigkeitsbezug, Regelungen (interne Beschaffungsrichtlinien) durch betroffenen Personenkreis&lt;br /&gt;
*Unkenntnis im betroffenen Personenkreis&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
*Berücksichtigung rechtlicher Rahmenbedingungen (z.B. § 45 KrWG, VOL, VHB, interne Vergaberichtlinien, EU-Vorgaben)&lt;br /&gt;
*Kosteneinsparung bei langlebigen sowie abfall- und wartungsarmen Erzeugnissen&lt;br /&gt;
*Energieeffizienz bei Beschaffung von energieverbrauchseffizienten Geräten&lt;br /&gt;
*Definition und Integration qualitativer und quantitativer NH-Kriterien in (rechtskonformen) internen Beschaffungsrichtlinien&lt;br /&gt;
*Gestaltung des Beschaffungsprozesses gemeinsam mit betroffenem Personenkreis (einschließlich Fakultäten/Fachbereiche), Lieferanten, Dienstleistern und Behörden&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste nachhaltige Beschaffung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CheckSeg&lt;br /&gt;
|titel=Positionierung und strategische Unterstützung einer nachhaltigen Beschaffung&lt;br /&gt;
|orientierung=strategisch&lt;br /&gt;
|inters1=Governance&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Leitbild&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Strategie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Programme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Ziele&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Formulierung eines hochschuleigenen Verständnisses über nachhaltige Beschaffung&lt;br /&gt;
* Landes- und kommunalrechtliche Vorgaben (z.B. in Hamburg, NRW und Berlin) die die Einhaltung von ökologischen und sozialen Standards einfordern, können eine Argumentationsbasis gegenüber Hochschulleitungen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Formulierung einer internen Beschaffungsrichtlinie mit ausdrücklichen Vorgaben über Produkt- und Zuschlagskriterien sowie Leistungsbeschreibungen, z.B.:&lt;br /&gt;
* Beschaffungsverantwortung der öffentlichen Hand nach §45 KrWG:&lt;br /&gt;
* Langlebigkeit, Reparaturfreundlichkeit und Wiederverwendbarkeit&lt;br /&gt;
* Mindestanteil an nachwachsenden Rohstoffen, Recyclingmaterialien und Biokunststoffen für Produkte und Verpackungen&lt;br /&gt;
* 100% Recyclingpapier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Nachhaltigkeitskriterien mit Hilfe von Siegeln und Labeln festlegen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Formulierung von Ausschlusskriterien (was im Rahmen einer nachhaltigen Beschaffung nicht eingekauft werden darf)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Berücksichtigung von Kriterien einer nachhaltigen Beschaffung bei Bedarfsermittlungen und -planungen sowie Ausschreibungen und Auftragsvergaben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Festlegung von hochschuleigenen Ausschreibungsstandards zur nachhaltigen Beschaffung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CheckSeg&lt;br /&gt;
|titel=Umsetzung der nachhaltigen Beschaffung&lt;br /&gt;
|orientierung=operativ&lt;br /&gt;
|inters1=Partizipation&lt;br /&gt;
|inters2=Kommunikation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Nachhaltige Beschaffung auf allen Ebenen durchsetzen und betroffenen Personenkreis (zentrale und dezentrale Einkäufer*innen, wie Sekretariate, Einzelpersonen und studentische Gremien) informieren, motivieren und schulen&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Überblick und positiver Einfluss auf den nachhaltigen Einkauf durch sensibilisierte finanzverantwortliche Personen, z.B. Dekanatsräte, Beauftragte für nachhaltige Beschaffung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Bestellsoftware, bestenfalls per Hochschul-ERP-Software&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Online-Bestellung bei nachhaltigkeitsspezialisierten Anbietern}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CheckSeg&lt;br /&gt;
|titel=Umsetzung der nachhaltigen Beschaffung&lt;br /&gt;
|orientierung=operativ&lt;br /&gt;
|inters1=Governance&lt;br /&gt;
|inters2=Controlling&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Vermeidung von Mehrfachbeschaffung durch Transparenz und neue Nutzungsmodelle (Technik- &amp;amp; Material-Sharing, Chemical Leasing)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Verknüpfung optimierter Inventarisierungs- mit Beschaffungsdaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CheckSeg&lt;br /&gt;
|titel=Umsetzung der nachhaltigen Beschaffung&lt;br /&gt;
|orientierung=operativ&lt;br /&gt;
|inters1=Öffentlichkeitsarbeit&lt;br /&gt;
|inters2=Veranstaltungsmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Druckaufträge für Print-Medien (Poster, Broschüren etc.) bei umwelt- und nachhaltigkeitsorientierten Druckereien (diese achten bspw. auf Recyclingpapier, Biofarben, Ökostrom, Klimaneutralität und Abfallarmut)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|zur Stärkung regionaler Wertschöpfung regionale Dienstleister beauftragen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Nachhaltigkeitskriterien in der Anfrage-Spezifikation ausweisen (&amp;quot;den Markt verändern&amp;quot;)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CheckSeg&lt;br /&gt;
|titel=Umsetzung der nachhaltigen Beschaffung&lt;br /&gt;
|orientierung=operativ&lt;br /&gt;
|inters1=Forschungsbetrieb&lt;br /&gt;
|inters2=Veranstaltungsmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Beschaffer-Bedarfsträger-Dienstleister-Dialog (in Form von Konferenzen, Workshops und/oder Arbeitsgruppen) sowie Schulungen ermöglichen und initiieren&lt;br /&gt;
* darüber kann ein Austausch von vielen Seiten der Beschaffung ermöglicht werden. Beschaffende und Bedarfsträger*innen können ihre Bedarfe kommunizieren und es gibt einen Information-, Erfahrungs- und Neuentwicklungsaustausch zur Nachhaltigkeit in der Beschaffung&lt;br /&gt;
* Klimaschutz-, Energie-, Qualitäts-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsbeauftragte und -koordinator*innen an einem Erfahrungsaustausch und dem Findungsprozess beteiligen&lt;br /&gt;
* bei solchen Austauschformaten können künftige Ziele für eine nachhaltige Beschaffung, Verantwortlichkeiten, Zeit- und Arbeitspläne, möglicherweise notwendige juristische Beratung und die Berichtspflichten festgelegt werden.&lt;br /&gt;
* Markt- und Produktkenntnis fördert nachhaltige Beschaffung&lt;br /&gt;
* bei der Ausschreibung von Rahmenverträgen auf Nachhaltigkeit achten.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorlage für die Checkliste ist [[Vorlage:CheckSeg|hier]] zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Richtlinie zur nachhaltigen Beschaffung an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit dieser Richtlinie hat sich die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) strengen, auf nachhaltige Kriterien ausgerichteten Grundsätzen gestellt. Grundsätzlich gilt, dass zu beschaffende Produkte und Dienstleistungen von der Produktion bis zur Entsorgung unter Berücksichtigung von sozialen, ökologischen und ökonomischen Aspekten hergestellt werden. Darunter berücksichtigt die HNEE zehn Produktgruppen, die mit genauen Produkten untersetzt sind, bspw. Kopierer, Computer und Zubehör, EDV-Verbrauchsmaterialien für Drucker/Multifunktionsgeräten. Mehr Info: http://www.hnee.de/de/Hochschule/Leitung/Amtliche-Mitteilungen-Gesetzestexte/Amtliche-Mitteilungen-Gesetzestexte-K879.htm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tauschbörse LMU&#039;&#039;&#039; &amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; Ulla u. Jens - Beispiel erarbeiten &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Case Study - nachhaltige Beschaffung an der HSZG ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;in Arbeit&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompass Nachhaltigkeit&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Dieses Webportal bietet umfangreiche Informationen zur nachhaltigen öffentlichen Beschaffung. https://kompass-nachhaltigkeit.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Das Internetportal vom Bundesministerium des Innern informiert über Gesetze, Regelungen, Leitfäden, Beispiele, Termine und Schulungen zur nachhaltigen Beschaffung. http://www.nachhaltige-beschaffung.info/DE/Home/ home_node.html &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nachhaltige Produkte finden&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* Hier finden Einkäufer*innen Informationen zur nachhaltigen biobasierten Beschaffung zu verschiedensten Produktgruppen und gelistete Produktbeschreibung, Umweltgütezeichen sowie Preisen und Produktlinks. https://www.die-nachwachsende-produktwelt.de/&lt;br /&gt;
* https://datenbank.fnr.de/anwendungen/&lt;br /&gt;
* http://www.nachhaltige-beschaffung.info/DE/Produktgruppen/produktgruppen_node.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beschlüsse und Leitlinien zum nachhaltigen Einkauf und umweltorientiertem Verwaltungshandeln&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Leitfaden für eine umweltverträgliche Beschaffung in Hamburg &lt;br /&gt;
* Verwaltungsvorschrift „Beschaffung und Umwelt“ der Stadt Berlin &lt;br /&gt;
* Leitfaden zur nachhaltigen Beschaffung von Bürobedarf in Hessen &lt;br /&gt;
* Leitfaden zu Beschaffung energieeffizienter Produkte und Dienstleistungen &lt;br /&gt;
* Leitfaden „Innovative öffentliche Beschaffung“, 2. Auflage 2017 von BMWi/KOINNO&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;jeweils die PDFs so verknüpfen, dass sie im neuen Browserfenster öffnen - geht das?&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leistungsbeschreibungen und Ausschreibungen&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* Bedarfsbeschreibung für ein Bürogebäude https://beschaffung.fnr.de/service/arbeits-und-formulierungshilfen/bedarfsbeschreibung-fuer-ein-buerogebaeude-beispiel/ &lt;br /&gt;
* Formulierungshilfen für (Produkt-) Ausschreibungen https://beschaffung.fnr.de/service/arbeits-und-formulierungshilfen/formulierungshilfen-fuer-produkt-ausschreibungen/&lt;br /&gt;
* Ausschreibungshilfen von „natureplus“ https://www.natureplus.org/index.php?id=14&lt;br /&gt;
* https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/umweltfreundliche-beschaffung/empfehlungen-fuer-ihre-ausschreibung&lt;br /&gt;
* https://beschaffung.fnr.de/service/ausschreibungsempfehlungen/&lt;br /&gt;
* https://www.das-nachwachsende-buero.de/service/die-broschuere/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schulungsskripte „Umweltfreundliche Beschaffung“ vom Umweltbundesamt (UBA)&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Das UBA hat 2010 erstmalig Schulungsskripte veröffentlicht, die einen praxisnahen Einblick in die umweltfreundliche Beschaffung in 6 Themenbereiche gegliedert anbieten. Die aktuellen und überarbeiten Versionen gibt es seit 2016. Schulungsskripte &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.umweltbundesamt.de/themen/schulungsskripte-fuer-umweltfreundliche-beschaffung&amp;lt;/ref&amp;gt;: &lt;br /&gt;
# Grundlagen der umweltfreundlichen Beschaffung &lt;br /&gt;
# Rechtliche Grundlagen der umweltfreundlichen Beschaffung &lt;br /&gt;
# Einführung in die Verwendung von Produktkriterien aus Umweltzeichen &lt;br /&gt;
# Strategische Marktbeobachtung und -analyse &lt;br /&gt;
# Einführung in die Berechnung von Lebenszykluskosten und deren Nutzung im Beschaffungsprozess&lt;br /&gt;
# Hemmnisanalyse für eine umweltfreundliche Beschaffung mittels Selbstevaluations-Tool&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Berechnung der Lebenszykluskosten – Tool-Picker&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.koinno-bmwi.de/informationen/toolbox/detail/lebenszyklus-tool-picker-1/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit dem Lebenszykluskosten-Tool-Picker vom Kompetenzzentrum für innovative Beschaffung (KOINNO) steht auch Hochschulen ein Instrument zur Verfügung, das bei der Berechnung von Lebenszykluskosten von Produkten Unterstützung leisten kann. Den Anwender*innen stehen dabei warengruppenspezifische und bedarfsgerechte Möglichkeiten zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umweltzeichen, -siegel und Label:&lt;br /&gt;
* https://label-online.de/ - gibt einen Überblick über eine Vielzahl an Siegeln und Labeln, was sie bedeuten und welche Qualität sie auszeichnen&lt;br /&gt;
* https://www.siegelklarheit.de - unterstützt beim nachhaltigen Einkauf und analysiert die Bereiche Wasser, Boden, Energie, Klima, Chemikalien, Abfall, Luftverschmutzung, Biodiversität, Ökosysteme, Umweltmanagement, Materialeinsatz und Qualität&lt;br /&gt;
* Das Umweltbundesamt hat u.a. für die Bereiche Bauwesen, Bürogeräte, Büroverbrauchsmaterialien, Fahrzeuge, Gebäude, Lebensmittel und Catering, Möbel, Rechenzentren, Reinigung/Hygiene, Textilien, Entsorgung, Strom- und Wärmeversorgung sowie für &amp;quot;Weiße Ware&amp;quot; Umweltzeichen zusammengestellt: https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/umweltfreundliche-beschaffung/datenbank-umweltkriterien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(20.7.2017 I 2808). Kreislaufwirtschaftsgesetz – KrWG. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(18.7.2017 I 2745). Vergabeverordnung – VgV. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.gesetze-im-internet.de/vgv_2016/__67.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium des Inneren – Beschaffungsamt – Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung. (2018). Portal für nachhaltige Beschaffung, Produktgruppen. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.nachhaltige-beschaffung.info/DE/Produktgruppen/produktgruppen_node.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium für Arbeit und Soziales. (2011). Die DIN ISO 26000 „Leitfaden zur gesellschaftlichen Verantwortung von Organisationen“ – Ein Überblick –. Abgerufen am 04. Mai 2018 von https://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Publikationen/a395-csr-din-26000.pdf?__blob=publicationFile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Europäische Kommission. (2011). Grünbuch über die Modernisierung der europäischen Politik im Bereich des öffentlichen Auftragswesens. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:52011DC0015&amp;amp;from=DE&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (Hrsg.). (2017). Nachwachsende Rohstoffe im Einkauf, Themenheft III: Büro – Einrichtung, Material, Gestaltung. Abgerufen am 04. Mai 2018 von https://www.fnr.de/fileadmin/beschaffung/pdf/Themenheft_Buero_web__V05.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft (Hrsg.). (2016). fact sheet Nachhaltige Beschaffung in der Nutzungsphase. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.nachhaltig-forschen.de/fileadmin/user_upload/factsheets/LeNa_FactSheet_Nachhaltige_Beschaffung_Nutzung_fin.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umweltbundesamt (Hrsg.). (2016). Rechtliche Grundlagen der umweltfreundlichen öffentlichen Beschaffung / Schulungsskript 2. Abgerufen am 07. 06 2018 von https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/377/publikationen/170123_uba_ratgeber_schulungsskript2_bf_0.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umweltbundesamt (Hrsg.). (2016). Umweltfreundliche Beschaffung, Schulungsskript 1. Abgerufen am 04. Mai 2018 von https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/377/publikationen/170127_uba_ratgeber_schulungsskript1_bf.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltige_Beschaffung&amp;diff=4171</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltige Beschaffung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltige_Beschaffung&amp;diff=4171"/>
		<updated>2020-08-13T12:13:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AKluttig: /* Good Practice */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Betroffener Personenkreis ==&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag des Leitfadens richtet sich an zentrale und dezentrale Beschaffer*innen, Einkäufer*innen, bspw. Sekretär*innen und Personen, die im Rahmen ihrer Hochschulangehörigkeit und -tätigkeit Produkte, Waren und Dienstleistungen ausschreiben und beschaffen. Angesprochen sind auch Mitarbeiter*innen der akademischen Verwaltung im Zuständigkeitsbereich der Mittelvergabe wie etwa Dekanatsrät*innen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz ==&lt;br /&gt;
Bei der Beschaffung von Materialien, Produkten und Dienstleistungen berücksichtigen nachhaltigkeitsorientierte Hochschulen zunehmend umweltbezogene, soziale und ethische Aspekte als wichtige Entscheidungskriterien.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, 2011, S. 6-8 &amp;lt;/ref&amp;gt; Waren und Leistungen sollten demnach die folgenden Eigenschaften aufweisen: umwelt- und sozialverträglich, langlebig, abfallarm, rezykliert und/oder rezyklierbar, aus nachwachsenden Rohstoffen, energieeffizient, klimaneutral, möglichst regional und/oder biologisch erzeugt und fair gehandelt bzw. transportiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (Hrsg.), 2017, S. 6; 19&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Relevant&#039;&#039;&#039; ist die nachhaltige Beschaffung an Hochschulen durch das damit einhergehende Finanz- und Nachfragevolumen. Eine konsequente Nachfrage von nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen trägt zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen bei und wirkt als Innovationsmotor für ebendiese Güter bzw. Leistungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft (Hrsg.),&lt;br /&gt;
2016, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nachhaltige Beschaffung kann aber auch ein Auslöser für ein gesamtheitliches Umdenken mit dem Ziel des nachhaltigen Campus sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rechtliche Relevanz&#039;&#039;&#039; hat eine nachhaltige Beschaffung und die damit verbundene Einhaltung von Umwelt- und Energieeffizienzkriterien sowie Grenzwerten insbesondere bei energieverbrauchsrelevanten Produkten und Dienstleistungen sowie bei Stoffen und Gemischen, die im Sinne des Chemikalienrechts als gefährlich eingestuft sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 26; 27&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, 18.7.2017 I 2745, VgV,§ 67&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachhaltige Beschaffung an Hochschulen muss nach rechtlicher Relevanz außerdem mit den Forderungen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes, insbesondere § 45 („Pflichten der öffentlichen Hand“) einhergehen und die Langlebigkeit, Reparaturfreundlichkeit und Wiederverwendbarkeit oder Verwertbarkeit von Produkten berücksichtigen. Außerdem fordert eine rechtskonforme Beschaffung Produkte und Dienstleistungen, die im Vergleich zu anderen Erzeugnissen weniger oder schadstoffärmere Abfälle erzeugen.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, 20.7.2017 I 2808, KrWG,&lt;br /&gt;
§ 45&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Vergabeverordnung (VgV) ist darüber hinaus seit 2016 geregelt, dass in den Leistungs- und Funktionsanforderungen umweltbezogene Aspekte als Auftragsgegenstand Berücksichtigung finden sollten. Es ist anzumerken, dass die Umweltkriterien mit dem Auftragsgegenstand in Verbindung stehen und verhältnismäßig zum Auftragswert und Beschaffungsziel sind, wodurch wiederum durch den Kostenaspekt eine Relativierung erfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umweltbezogene Anforderungen&#039;&#039;&#039; dürfen und sollten auch an den Herstellungsprozess sowie den Lebenszyklus (Produktions- und Lieferkette) gestellt werden. Die Anforderungen an Nachhaltigkeit müssen sich dabei nicht in materiellen Eigenschaften vom Auftragsgegenstand niederschlagen und können mit definierten Produktkriterien und -zertifikaten in Verbindung stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2017, S. 19&amp;lt;/ref&amp;gt; Hochschulen sollten daher in Prozessen der Bedarfsermittlung und -planung sowie für Ausschreibungen und Auftragsvergaben Kriterien für eine nachhaltige Beschaffung definieren und diese bspw. in einer internen Beschaffungsrichtlinie festschreiben. Denn vergaberechtlich wird nur geregelt, wie das Verwaltungsverfahren einer Beschaffung ablaufen muss und nicht welche Produkte und Leistungen beschafft werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ökonomisch relevant&#039;&#039;&#039; kann nachhaltige Beschaffung sein, wenn in den Leistungsbeschreibungen und Zuschlagskriterien konkrete Nachhaltigkeitskriterien definiert sind und demzufolge ausschließlich Angebote eingehen, die diese Kriterien erfüllen. Auch wenn daraufhin das kostengünstigste Angebot den Zuschlag erhält, wird der Anspruch an die Nachhaltigkeit erfüllt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (Hrsg.), 2017, S. 16; 91&amp;lt;/ref&amp;gt; Werden dennoch konventionelle mit nachhaltigen Erzeugnissen/Dienstleistungen verglichen, können letztere gegenüber ersteren zunächst teurer sein. Das Mehr an Nachhaltigkeitsleistung kann aber partiell die Mehrkosten rechtfertigen. Höhere Kosten können bei materiellen und technischen Produkten zumeist einmalig bei der Erstanschaffung entstehen. In der Nutzungsphase sind die Verbrauchskosten von nachhaltigen Erzeugnissen oftmals geringer, da sich dann Einsparpotentiale z. B. von Energie, Abfall und Verbrauchsmitteln bemerkbar machen. Durch nachhaltige Beschaffung lassen sich in der Nutzungsphase weitere unmittelbare Preisvorteile erzielen, zum Beispiel durch Recyclingpapiere, Nachfüllpackungen oder wiederaufbereitete Tinten- und Tonerkartuschen.&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=Durch die Langlebigkeit nachhaltiger, hochwertiger Materialien kann zudem die Nutzungsphase verlängert werden, wodurch sich Kosten für kurzfristigere Neuanschaffungen reduzieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 13-14&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;}}&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Vermittlung dieser kausalen Beziehungen ist für die in der Beschaffung handelnden Personen einer Hochschule von außerordentlicher Bedeutung und wurde bzw. wird vielfach unterschätzt und vernachlässigt. Sehr häufig sind die Prämissen der ausschließlichen „Kostengünstigkeit“ und/oder auf Erfahrung basierender Funktionalität und Praktikabilität tief verwurzelt und erschweren eine Neuausrichtung im Sinne der Nachhaltigkeit. Das Ziel der nachhaltigen Beschaffung wird daher nicht zwingend erreicht, indem ein top-down gesteuertes Verfahren etwa durch Modifikation von Beschaffungsrichtlinien oder im Hochschulbetriebssystem etabliert wird. Vielmehr müssen den an der Beschaffung beteiligten Personen im Rahmen eines kommunikativen und kontinuierlichen Austauschprozesses die vorstehend genannten Zusammenhänge argumentativ nachvollziehbar erläutert werden, um dadurch einen Prozess des Umdenkens und der Motivation anzustoßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass nachhaltige Produkte über den Lebenszyklus betrachtet kostengünstiger sein können als konventionelle Varianten, belegt auch eine von der Stadt Berlin veröffentlichte Studie bei 10 von 15 Produktgruppen. Dazu gehörten u. a. Bürobeleuchtung, Computer, Gebäude, Kopier- und Druckpapier, Multifunktionsgeräte und Reinigungsmittel.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (Hrsg.), 2017, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine hohe Relevanz sollten nachhaltig beschaffende Hochschulen laut Bundesministerium des Inneren (BMI) zudem auf folgende Produktgruppen legen, die unter Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien (wie dem Blauen Engel, Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft (FSC)) eingekauft werden können:&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Bundesministerium des Inneren – Beschaffungsamt – Kompetenzstelle für nachhaltige&lt;br /&gt;
Beschaffung, 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bekleidung und Textilien (z. B. Arbeitsbekleidung für technisches Personal) &lt;br /&gt;
* Beleuchtung (z. B. LED-Leuchtmittel im Innen- und Außenbereich) &lt;br /&gt;
* Betriebsmittel (z. B. Schmierstoffe, Lösemittel) &lt;br /&gt;
* Bürobedarf (z. B. Stifte etc.) &lt;br /&gt;
* Büroeinrichtung (z. B. Tische, Stühle, Schränke, Regale) &lt;br /&gt;
* Bürogeräte (z. B. Drucker, Kopierer und Zubehör) &lt;br /&gt;
* Fuhrpark (z. B. Dienst-Kfz) &lt;br /&gt;
* Gartenbaugeräte und -maschinen &lt;br /&gt;
* Gas (z. B. zur Wärmeversorgung) &lt;br /&gt;
* Händetrocknungssysteme &lt;br /&gt;
* Hygiene- und Reinigungsartikel (z. B. Seifen, Toilettenpapiere etc.) &lt;br /&gt;
* Informations- und Rechnertechnik (z. B. Computer, Monitore, Notebooks) &lt;br /&gt;
* Lacke, Farben, Klebstoffe &lt;br /&gt;
* Lebensmittel und Catering (z. B. Kaffee, Tee, Milch, Snacks)&lt;br /&gt;
* Papierprodukte (z. B. Druck-, Kopier-, Pressepapier u. -erzeugnisse) &lt;br /&gt;
* Schädlingsbekämpfung (z. B. Pestizide, Herbizide) &lt;br /&gt;
* Streumittel &lt;br /&gt;
* Strom.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gesundheitlich relevant&#039;&#039;&#039; kann nachhaltige Beschaffung sein, da bspw. durch emissionsarme Drucker und Kopierer das Raumklima verbessert und die Gesundheit von Beschäftigten geschont wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 13-14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sozial und gesellschaftlich relevant&#039;&#039;&#039; ist eine nachhaltige Beschaffung, da gerade Hochschulen eine wichtige Vorbildfunktion für ihre Angehörigen und für die Gesellschaft insgesamt einnehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt; Informierte und beteiligte Studierende, Beschäftigte und externe Partner*innen sind außerdem wichtige Multiplikator*innen innerhalb einer Hochschule und darüber hinaus im privaten, beruflichen und gesamtgesellschaftlichen Leben. Schließlich kann das Image und Eigenmarketing einer Hochschule gestärkt werden, was z. B. Standortvorteile und stabile Studierendenzahlen mit sich bringen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S.13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine nachhaltige Beschaffung unter Berücksichtigung von Lebenszykluskosten von Materialien, Produkten und (Dienst-) Leistungen, kann zusammenfassend mittel- und unmittelbar für die Umweltauswirkungen, Gesundheit und Wirtschaftlichkeit einer Hochschule relevant sein. Wenn Hochschulen ihre nachhaltige Beschaffung steigern und dadurch einen mengenmäßigen Absatz, d. h. die Nachfrage, von nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen erhöhen, könnten dadurch Preise sinken, die bisher wegen geringen Absatzes höher waren als bei stark nachgefragten konventionellen Waren und Leistungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 13-14&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine verstärkte Nachfrage der Hochschulen nach nachhaltigen Erzeugnissen und Dienstleistungen trägt somit dazu bei, mittel- und langfristige Produktions- und Konsumtrends nachhaltig zu ändern.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Europäische Kommission, 2011, S. 38&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Festzuhalten ist aber auch, dass viele Hochschulen bei der Beschaffung eingeschränkte Gestaltungs- und Entscheidungsspielräume haben, da in mehreren Bundesländern die Beschaffung und/oder die Vergabe von Dienstleistungen insbesondere im Bereich Liegenschaften und Gebäudemanagement (teilweise) zentralisiert und die diesbezügliche Hochschulautonomie daher beschränkt ist &amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; vgl. auch Anhang: Recherche HIS-Institut - Verlinken &amp;lt;/span&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Für eine nachhaltige Beschaffung können sich Hochschulen unter Einbeziehung der handelnden Personen in Abstimmung mit der Leitungsebene beispielsweise folgende Ziele setzen und diese in spezifischen Beschaffungsrichtlinien niederlegen.&lt;br /&gt;
* Beschaffung und Nutzung von&lt;br /&gt;
** langlebigen und reparaturfreundlichen Produkten und damit verbundenen langen Nutzungszeiten anstelle von häufigen Neuanschaffungen in kurzen Zeitintervallen,  &lt;br /&gt;
** Produkten und Dienstleistungen, die umwelt- oder sozialverträglich, abfallarm, recycelt, aus nachwachsenden Rohstoffen, energieeffizient, klimaneutral, fair und/oder regional gehandelt oder biologisch erzeugt sind,  &lt;br /&gt;
** von Produkten die im Vergleich zu anderen Erzeugnissen zu weniger oder schadstoffärmeren Abfällen führen, &lt;br /&gt;
* regionale Wertschöpfung, &lt;br /&gt;
* Analyse und Erfassung der Beschaffungssituation, &lt;br /&gt;
* Steuerung und Verbesserung der Beschaffungssituation, &lt;br /&gt;
* Schulung von Beschaffer*innen, &lt;br /&gt;
* formale und non-formale Bildung, Bewusstseinsschaffung und -schärfung, &lt;br /&gt;
* Vorbild- und Multiplikatorenwirkung und &lt;br /&gt;
* Nachhaltigkeitsberichterstattung zur Beschaffung, &lt;br /&gt;
* Rechtskonformität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
{{Vorlage:TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
*zentrale Beschaffung von Produkten/Dienstleistungen durch länderzentrale Behörden (in Sachsen z. B. SIB)&lt;br /&gt;
*beschränkte Handlungs- und Entscheidungsspielräume der Hochschulen bei interner sowie insbesondere bei zentraler Beschaffung&lt;br /&gt;
*Fokussierung auf Anschaffungskosten anstelle von Lebenszykluskosten&lt;br /&gt;
*zeitlich-personeller Mehraufwand bei nachhaltigkeitsorientierter Beschaffung&lt;br /&gt;
*fehlende oder unzureichende Akzeptanz neuer Kriterien mit Nachhaltigkeitsbezug, Regelungen (interne Beschaffungsrichtlinien) durch betroffenen Personenkreis&lt;br /&gt;
*Unkenntnis im betroffenen Personenkreis&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
*Berücksichtigung rechtlicher Rahmenbedingungen (z.B. § 45 KrWG, VOL, VHB, interne Vergaberichtlinien, EU-Vorgaben)&lt;br /&gt;
*Kosteneinsparung bei langlebigen sowie abfall- und wartungsarmen Erzeugnissen&lt;br /&gt;
*Energieeffizienz bei Beschaffung von energieverbrauchseffizienten Geräten&lt;br /&gt;
*Definition und Integration qualitativer und quantitativer NH-Kriterien in (rechtskonformen) internen Beschaffungsrichtlinien&lt;br /&gt;
*Gestaltung des Beschaffungsprozesses gemeinsam mit betroffenem Personenkreis (einschließlich Fakultäten/Fachbereiche), Lieferanten, Dienstleistern und Behörden&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste nachhaltige Beschaffung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CheckSeg&lt;br /&gt;
|titel=Positionierung und strategische Unterstützung einer nachhaltigen Beschaffung&lt;br /&gt;
|orientierung=strategisch&lt;br /&gt;
|inters1=Governance&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Leitbild&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Strategie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Programme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Ziele&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Formulierung eines hochschuleigenen Verständnisses über nachhaltige Beschaffung&lt;br /&gt;
* Landes- und kommunalrechtliche Vorgaben (z.B. in Hamburg, NRW und Berlin) die die Einhaltung von ökologischen und sozialen Standards einfordern, können eine Argumentationsbasis gegenüber Hochschulleitungen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Formulierung einer internen Beschaffungsrichtlinie mit ausdrücklichen Vorgaben über Produkt- und Zuschlagskriterien sowie Leistungsbeschreibungen, z.B.:&lt;br /&gt;
* Beschaffungsverantwortung der öffentlichen Hand nach §45 KrWG:&lt;br /&gt;
* Langlebigkeit, Reparaturfreundlichkeit und Wiederverwendbarkeit&lt;br /&gt;
* Mindestanteil an nachwachsenden Rohstoffen, Recyclingmaterialien und Biokunststoffen für Produkte und Verpackungen&lt;br /&gt;
* 100% Recyclingpapier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Nachhaltigkeitskriterien mit Hilfe von Siegeln und Labeln festlegen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Formulierung von Ausschlusskriterien (was im Rahmen einer nachhaltigen Beschaffung nicht eingekauft werden darf)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Berücksichtigung von Kriterien einer nachhaltigen Beschaffung bei Bedarfsermittlungen und -planungen sowie Ausschreibungen und Auftragsvergaben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Festlegung von hochschuleigenen Ausschreibungsstandards zur nachhaltigen Beschaffung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CheckSeg&lt;br /&gt;
|titel=Umsetzung der nachhaltigen Beschaffung&lt;br /&gt;
|orientierung=operativ&lt;br /&gt;
|inters1=Partizipation&lt;br /&gt;
|inters2=Kommunikation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Nachhaltige Beschaffung auf allen Ebenen durchsetzen und betroffenen Personenkreis (zentrale und dezentrale Einkäufer*innen, wie Sekretariate, Einzelpersonen und studentische Gremien) informieren, motivieren und schulen&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Überblick und positiver Einfluss auf den nachhaltigen Einkauf durch sensibilisierte finanzverantwortliche Personen, z.B. Dekanatsräte, Beauftragte für nachhaltige Beschaffung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Bestellsoftware, bestenfalls per Hochschul-ERP-Software&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Online-Bestellung bei nachhaltigkeitsspezialisierten Anbietern}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CheckSeg&lt;br /&gt;
|titel=Umsetzung der nachhaltigen Beschaffung&lt;br /&gt;
|orientierung=operativ&lt;br /&gt;
|inters1=Governance&lt;br /&gt;
|inters2=Controlling&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Vermeidung von Mehrfachbeschaffung durch Transparenz und neue Nutzungsmodelle (Technik- &amp;amp; Material-Sharing, Chemical Leasing)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Verknüpfung optimierter Inventarisierungs- mit Beschaffungsdaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CheckSeg&lt;br /&gt;
|titel=Umsetzung der nachhaltigen Beschaffung&lt;br /&gt;
|orientierung=operativ&lt;br /&gt;
|inters1=Öffentlichkeitsarbeit&lt;br /&gt;
|inters2=Veranstaltungsmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Druckaufträge für Print-Medien (Poster, Broschüren etc.) bei umwelt- und nachhaltigkeitsorientierten Druckereien (diese achten bspw. auf Recyclingpapier, Biofarben, Ökostrom, Klimaneutralität und Abfallarmut)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|zur Stärkung regionaler Wertschöpfung regionale Dienstleister beauftragen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Nachhaltigkeitskriterien in der Anfrage-Spezifikation ausweisen (&amp;quot;den Markt verändern&amp;quot;)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{CheckSeg&lt;br /&gt;
|titel=Umsetzung der nachhaltigen Beschaffung&lt;br /&gt;
|orientierung=operativ&lt;br /&gt;
|inters1=Forschungsbetrieb&lt;br /&gt;
|inters2=Veranstaltungsmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Beschaffer-Bedarfsträger-Dienstleister-Dialog (in Form von Konferenzen, Workshops und/oder Arbeitsgruppen) sowie Schulungen ermöglichen und initiieren&lt;br /&gt;
* darüber kann ein Austausch von vielen Seiten der Beschaffung ermöglicht werden. Beschaffende und Bedarfsträger*innen können ihre Bedarfe kommunizieren und es gibt einen Information-, Erfahrungs- und Neuentwicklungsaustausch zur Nachhaltigkeit in der Beschaffung&lt;br /&gt;
* Klimaschutz-, Energie-, Qualitäts-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsbeauftragte und -koordinator*innen an einem Erfahrungsaustausch und dem Findungsprozess beteiligen&lt;br /&gt;
* bei solchen Austauschformaten können künftige Ziele für eine nachhaltige Beschaffung, Verantwortlichkeiten, Zeit- und Arbeitspläne, möglicherweise notwendige juristische Beratung und die Berichtspflichten festgelegt werden.&lt;br /&gt;
* Markt- und Produktkenntnis fördert nachhaltige Beschaffung&lt;br /&gt;
* bei der Ausschreibung von Rahmenverträgen auf Nachhaltigkeit achten.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorlage für die Checkliste ist [[Vorlage:CheckSeg|hier]] zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Richtlinie zur nachhaltigen Beschaffung an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit dieser Richtlinie hat sich die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) strengen, auf nachhaltige Kriterien ausgerichteten Grundsätzen gestellt. Grundsätzlich gilt, dass zu beschaffende Produkte und Dienstleistungen von der Produktion bis zur Entsorgung unter Berücksichtigung von sozialen, ökologischen und ökonomischen Aspekten hergestellt werden. Darunter berücksichtigt die HNEE zehn Produktgruppen, die mit genauen Produkten untersetzt sind, bspw. Kopierer, Computer und Zubehör, EDV-Verbrauchsmaterialien für Drucker/Multifunktionsgeräten. Mehr Info: http://www.hnee.de/de/Hochschule/Leitung/Amtliche-Mitteilungen-Gesetzestexte/Amtliche-Mitteilungen-Gesetzestexte-K879.htm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tauschbörse LMU&#039;&#039;&#039; &amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; Ulla u. Jens - Beispiel erarbeiten &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Case Study - nachhaltige Beschaffung an der HSZG ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;in Arbeit&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompass Nachhaltigkeit&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Dieses Webportal bietet umfangreiche Informationen zur nachhaltigen öffentlichen Beschaffung. https://kompass-nachhaltigkeit.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Das Internetportal vom Bundesministerium des Innern informiert über Gesetze, Regelungen, Leitfäden, Beispiele, Termine und Schulungen zur nachhaltigen Beschaffung. http://www.nachhaltige-beschaffung.info/DE/Home/ home_node.html &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nachhaltige Produkte finden&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* Hier finden Einkäufer*innen Informationen zur nachhaltigen biobasierten Beschaffung zu verschiedensten Produktgruppen und gelistete Produktbeschreibung, Umweltgütezeichen sowie Preisen und Produktlinks. https://www.die-nachwachsende-produktwelt.de/&lt;br /&gt;
* https://datenbank.fnr.de/anwendungen/&lt;br /&gt;
* http://www.nachhaltige-beschaffung.info/DE/Produktgruppen/produktgruppen_node.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beschlüsse und Leitlinien zum nachhaltigen Einkauf und umweltorientiertem Verwaltungshandeln&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Leitfaden für eine umweltverträgliche Beschaffung in Hamburg &lt;br /&gt;
* Verwaltungsvorschrift „Beschaffung und Umwelt“ der Stadt Berlin &lt;br /&gt;
* Leitfaden zur nachhaltigen Beschaffung von Bürobedarf in Hessen &lt;br /&gt;
* Leitfaden zu Beschaffung energieeffizienter Produkte und Dienstleistungen &lt;br /&gt;
* Leitfaden „Innovative öffentliche Beschaffung“, 2. Auflage 2017 von BMWi/KOINNO&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;jeweils die PDFs so verknüpfen, dass sie im neuen Browserfenster öffnen - geht das?&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leistungsbeschreibungen und Ausschreibungen&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* Bedarfsbeschreibung für ein Bürogebäude https://beschaffung.fnr.de/service/arbeits-und-formulierungshilfen/bedarfsbeschreibung-fuer-ein-buerogebaeude-beispiel/ &lt;br /&gt;
* Formulierungshilfen für (Produkt-) Ausschreibungen https://beschaffung.fnr.de/service/arbeits-und-formulierungshilfen/formulierungshilfen-fuer-produkt-ausschreibungen/&lt;br /&gt;
* Ausschreibungshilfen von „natureplus“ https://www.natureplus.org/index.php?id=14&lt;br /&gt;
* https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/umweltfreundliche-beschaffung/empfehlungen-fuer-ihre-ausschreibung&lt;br /&gt;
* https://beschaffung.fnr.de/service/ausschreibungsempfehlungen/&lt;br /&gt;
* https://www.das-nachwachsende-buero.de/service/die-broschuere/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schulungsskripte „Umweltfreundliche Beschaffung“ vom Umweltbundesamt (UBA)&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Das UBA hat 2010 erstmalig Schulungsskripte veröffentlicht, die einen praxisnahen Einblick in die umweltfreundliche Beschaffung in 6 Themenbereiche gegliedert anbieten. Die aktuellen und überarbeiten Versionen gibt es seit 2016. Schulungsskripte &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.umweltbundesamt.de/themen/schulungsskripte-fuer-umweltfreundliche-beschaffung&amp;lt;/ref&amp;gt;: &lt;br /&gt;
# Grundlagen der umweltfreundlichen Beschaffung &lt;br /&gt;
# Rechtliche Grundlagen der umweltfreundlichen Beschaffung &lt;br /&gt;
# Einführung in die Verwendung von Produktkriterien aus Umweltzeichen &lt;br /&gt;
# Strategische Marktbeobachtung und -analyse &lt;br /&gt;
# Einführung in die Berechnung von Lebenszyklus kosten und deren Nutzung im Beschaffungsprozess&lt;br /&gt;
# Hemmnisanalyse für eine umweltfreundliche Beschaffung mittels Selbstevaluations-Tool&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Berechnung der Lebenszykluskosten – Tool-Picker&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.koinno-bmwi.de/informationen/toolbox/detail/lebenszyklus-tool-picker-1/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit dem Lebenszykluskosten-Tool-Picker vom Kompetenzzentrum für innovative Beschaffung (KOINNO) steht auch Hochschulen ein Instrument zur Verfügung, das bei der Berechnung von Lebenszykluskosten von Produkten Unterstützung leisten kann. Den Anwender*innen stehen dabei warengruppenspezifische und bedarfsgerechte Möglichkeiten zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umweltzeichen, -siegel und Label:&lt;br /&gt;
* https://label-online.de/ - gibt einen Überblick über die Vielzahl an Siegeln und Labeln, was sie bedeuten und welche Qualität sie auszeichnen&lt;br /&gt;
* https://www.siegelklarheit.de - unterstützt beim nachhaltigen Einkauf und analysiert die Bereiche Wasser, Boden, Energie, Klima, Chemikalien, Abfall, Luftverschmutzung, Biodiversität, Ökosysteme, Umweltmanagement, Materialeinsatz und Qualität&lt;br /&gt;
* Das Umweltbundesamt hat u.a. für die Bereiche Bauwesen, Bürogeräte, Büroverbrauchmaterialien, Fahrzeuge, Gebäude, Lebensmittel und Catering, Möbel, Rechenzentren, Reinigung/Hygiene, Textilien, Entsorgung, Strom- und Wärmeversorgung sowie für &amp;quot;Weiße Ware&amp;quot; Umweltzeichen zusammengestellt: https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/umweltfreundliche-beschaffung/datenbank-umweltkriterien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(20.7.2017 I 2808). Kreislaufwirtschaftsgesetz – KrWG. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(18.7.2017 I 2745). Vergabeverordnung – VgV. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.gesetze-im-internet.de/vgv_2016/__67.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium des Inneren – Beschaffungsamt – Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung. (2018). Portal für nachhaltige Beschaffung, Produktgruppen. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.nachhaltige-beschaffung.info/DE/Produktgruppen/produktgruppen_node.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium für Arbeit und Soziales. (2011). Die DIN ISO 26000 „Leitfaden zur gesellschaftlichen Verantwortung von Organisationen“ – Ein Überblick –. Abgerufen am 04. Mai 2018 von https://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Publikationen/a395-csr-din-26000.pdf?__blob=publicationFile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Europäische Kommission. (2011). Grünbuch über die Modernisierung der europäischen Politik im Bereich des öffentlichen Auftragswesens. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:52011DC0015&amp;amp;from=DE&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (Hrsg.). (2017). Nachwachsende Rohstoffe im Einkauf, Themenheft III: Büro – Einrichtung, Material, Gestaltung. Abgerufen am 04. Mai 2018 von https://www.fnr.de/fileadmin/beschaffung/pdf/Themenheft_Buero_web__V05.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft (Hrsg.). (2016). fact sheet Nachhaltige Beschaffung in der Nutzungsphase. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.nachhaltig-forschen.de/fileadmin/user_upload/factsheets/LeNa_FactSheet_Nachhaltige_Beschaffung_Nutzung_fin.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umweltbundesamt (Hrsg.). (2016). Rechtliche Grundlagen der umweltfreundlichen öffentlichen Beschaffung / Schulungsskript 2. Abgerufen am 07. 06 2018 von https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/377/publikationen/170123_uba_ratgeber_schulungsskript2_bf_0.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umweltbundesamt (Hrsg.). (2016). Umweltfreundliche Beschaffung, Schulungsskript 1. Abgerufen am 04. Mai 2018 von https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/377/publikationen/170127_uba_ratgeber_schulungsskript1_bf.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AKluttig</name></author>
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