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	<title>DG HochN-Wiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=NE-Zertifikat&amp;diff=28658</id>
		<title>NE-Zertifikat</title>
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		<updated>2026-05-29T10:57:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BG: /* Auflistung und Verlinkung von NE-Zertifikaten */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;NE-Zertifikate (Zertifikate für Nachhaltige Entwicklung), bescheinigen den Besitzenden, dass sie sich im Bereich der [[Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre|nachhaltigen Entwicklung]] ausgebildet haben und je nach Umfang entsprechendes Wissen angeeignet haben, was zu einer nachhaltigen Entwicklung notwendig ist und eventuell sogar Kompetenzen erworben haben, um Nachhaltige Entwicklung in der Gesellschaft voranzutreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NE-Zertifikate sollten nicht mit [[BNE-Zertifikat|BNE-Zertifikaten]] (Zertifikate für die Bildung für nachhaltige Entwicklung) gleich gesetzt werden, welche bescheinigen, dass man sich im Bereich der Ausbildung (Inhaltsvermittlung, didaktische Methoden) für eine nachhaltige Entwicklung ausgebildet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir hier von NE-Zertifikaten sprechen, meinen wir in der Regel, dass Studierende diese Zertifikate erwerben können (im Prinzip könnte es auch NE-Zertifikate für Kinder, Schüler:innen, Auszubildende, Erwachsene, Rentner:innen... geben).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Auflistung und Verlinkung von NE-Zertifikaten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Gegebenheiten an Hochschulen unterschiedlich sein können, ist auch die Einbettung der NE-Zertifikate an Hochschulen unterschiedlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Tabelle soll einen Überblick über die Möglichkeiten für NE-Zertifikate für Studierende an Hochschulen im deutschsprachigen Raum bieten und für detailliertere Informationen auf die entsprechenden Onlinepräsenzen verweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Hochschule/ Anbieter:in&lt;br /&gt;
! Titel&lt;br /&gt;
! Umfang (ECTS)&lt;br /&gt;
! Kurzbeschreibung&lt;br /&gt;
! Internetlink&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Universität Bonn, hochschulübergreifend&lt;br /&gt;
| Zertifikat Nachhaltigkeit&lt;br /&gt;
| 20 ECTS&lt;br /&gt;
| Das Zertifikatsprogramm vermittelt Schlüsselqualifikationen im Bereich Nachhaltigkeit und stellt dabei eine kritische Betrachtung sowie eine praktische Anwendung des erworbenen Wissens in den Fokus. Es setzt sich aus vier Bausteinen zusammen: (1) Grundlagenmodul, (2) Vertiefungsmodul, (3) Praxismodul, (4) Lernportfolio. Studierende können zwischen einem fachwissenschaftlichen und einem lehramtsspezifischen Zweig wählen. Das Lernportfolio begleitet den Lernprozess über das gesamte Zertifikat und dient der Reflexion des Erlernten.&lt;br /&gt;
| [https://www.uni-bonn.de/de/universitaet/ueber-die-uni/nachhaltige-uni/nachhalitigkeitszertifikat Nachhaltigkeitszertifikat Universität Bonn]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hochschule Fulda&lt;br /&gt;
| Nachhaltigkeitszertifikat für Studierende&lt;br /&gt;
| 15 ECTS&lt;br /&gt;
| Das Nachhaltigkeitszertifikat besteht aus einem interdisziplinären Grundlagenmodul und zwei fachspezifischen Vertiefungsmodulen. Es gibt Studierenden die Möglichkeit, Grundlagen und verschiedene Dimensionen der Nachhaltigkeit kennenzulernen, zu lernen, wie diese im Beruf angewendet werden können und auch Impulse für ihr eigenes Privatleben mitzunehmen. Darüber hinaus gibt es tiefere Einblicke in die Nachhaltigkeitsaspekte im eigenen Studienfeld.&lt;br /&gt;
| [https://www.hs-fulda.de/unsere-hochschule/profil/nachhaltigkeit/nachhaltigkeitszertifikat NE-Zertifikat Hochschule Fulda]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Universität Konstanz&lt;br /&gt;
| Nachhaltigkeitszertifikat qualifikation N&lt;br /&gt;
| 12 ECTS&lt;br /&gt;
| Die qualifikation N besteht, entsprechend dem zugrundeliegenden Dreiklang „Lernen. Umsetzen. Vernetzen.“, aus drei Modulen. Modul 1 – Lernen: Teilnahme am eintägigen Einführungsworkshop und an mindestens drei Nachhaltigkeitsseminaren (9 ECTS). Modul 2 – Umsetzen: Planung und Realisierung eines eigenen Nachhaltigkeitsprojekts (3 ECTS). Modul 3 – Vernetzen: Teilnahme an mindestens zwei Netzwerktreffen mit (lokalen) Nachhaltigkeitsakteur*innen.&lt;br /&gt;
| [https://uni.kn/qualifikation-n qualifikation N]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Universität Leipzig&lt;br /&gt;
| Handlungskompetenz für nachhaltige Entwicklung&lt;br /&gt;
| 20 ECTS&lt;br /&gt;
| Das Zertifikat besteht aus drei Modulen: 1. Grundlagenmodul mit Ringvorlesung und zwei Praxisworkshops, 2. Aufbaumodul (interdisziplinärer Besuch eines bestehenden Moduls mit Nachhaltigkeitsbezug), 3. Praxismodul (Durchführung eines Realexperiments in einem Reallabor).&lt;br /&gt;
| [https://www.physes.uni-leipzig.de/studium/bildung-fuer-nachhaltige-entwicklung-bne NE-Zertifikat Uni Leipzig]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Universität Duisburg-Essen&lt;br /&gt;
| Zertifikat „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“&lt;br /&gt;
| 8 ECTS&lt;br /&gt;
| Das Zertifikat „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ setzt sich aus drei Bausteinen zusammen: einem Grundlagenbereich, einem Spezialisierungsbereich sowie dem Projektbereich, in denen je eine Veranstaltung belegt wird. Letzterer kann durch eine zweite Veranstaltung des Spezialisierungsbereichs ersetzt werden. Ziel des Zertifikats ist es, interdisziplinär Kompetenzen zur Gestaltung nachhaltiger Lösungen und Transformationen zu erwerben.&lt;br /&gt;
| [https://www.uni-due.de/zertifikat-bne/index.php ZBNE Uni Duisburg-Essen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Bremer Hochschulen (Universität Bremen, Hochschule Bremen, Hochschule Bremerhaven, Hochschule für Künste Bremen)&lt;br /&gt;
| BRENA (Bremer Zertifikat Nachhaltigkeit)&lt;br /&gt;
| BRENA_start: mind. 9 ECTS; BRENA_plus: mind. 12 ECTS&lt;br /&gt;
| Hochschulübergreifendes, studienbegleitendes Nachhaltigkeitszertifikat (seit WS 25/26), koordiniert durch die Virtuelle Akademie Nachhaltigkeit. Drei Module, zwei Stufen: Modul 1 (3 ECTS) Grundlagen über VAN-Onlinelehrveranstaltungen mit Abschluss per eKlausur; Module 2 und 3 als Wahlbereich mit festem ECTS-Mindestanteil in BRENA_plus. Optional: BRENA_Reflex-Portfolio zur Dokumentation und Reflexion des Lernwegs, ohne Benotung.&lt;br /&gt;
| [https://www.bre-na.de BRENA]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Technische Universität Dortmund&lt;br /&gt;
| studium oecologicum&lt;br /&gt;
| 10 ECTS&lt;br /&gt;
| Wahl von geeigneten Schwerpunkten, um das eigene Studium in einen sozial-ökologischen Kontext einzuordnen und Transformation integrativ zu gestalten; drei Module (jeweils mind. 2 ECTS): ein interdisziplinäres Grundlagenmodul, ein Vertiefungsmodul aus dem eigenen Fachbereich, ein fachfremdes Vertiefungsmodul. Vertiefungsmodule gliedern sich in fünf Fachbereiche: Bildung, Gesellschaft, Naturwissenschaft und Technik, Ökonomie, Raum und Bau.&lt;br /&gt;
| [https://nachhaltigkeit.tu-dortmund.de/studieren/studium-oecologicum/ studium oecologicum TU Dortmund]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Otto von Guericke Universität Magdeburg&lt;br /&gt;
|nao -Nachhaltigkeitszertifikat der OVGU&lt;br /&gt;
|20 ECTS&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|https://www.nao.ovgu.de/&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zentrum Hochschule und Nachhaltigkeit Bayern (BayZeN)&lt;br /&gt;
|Bayernzertifikat&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|https://www.bayzen.de/materialien/bayernzertifikat/&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;H1&amp;gt;Kritik&amp;lt;/H1&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik hinsichtlich der NE-Zertifikate gibt es, da sie die Einbildung fördern können, ein Extraangebot, zur allgemeinen Lehre an Hochschulen, reiche aus, um eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft sicher zu stellen, obwohl das Ziel sein sollte Nachhaltige Entwicklung &amp;quot;build in&amp;quot; in jedem Fach und Bereich der Hochschule bestmöglich zu lehren und fördern (siehe hierzu die verschiedenen Ambitionsniveaus, die im HochN-Leitfaden Lehre S. 51 ff. &amp;lt;ref&amp;gt;https://wiki.dg-hochn.de/images/4/4c/Hoch-n-leitfaden-lehre-2020-neu.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; beschrieben sind).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine aktuelle bildungspolitische Argumentation, warum freiwillige Zertifikatsmodelle allein nicht ausreichen und welche strukturellen Hebel für eine curriculare Verankerung von Nachhaltigkeit relevant sind, findet sich hier: Pijetlovic, Denis; Müller-Christ, Georg (2025): &amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;Pflichtfach Nachhaltigkeit: Ein bildungspolitisches Update&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;. In: &amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;Klimawandel und Bildung. Konzepte, Methoden und Perspektiven transformativer Klimabildung&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, S. 33–52. DOI: 10.26092/elib/4243.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=NE-Zertifikat&amp;diff=28657</id>
		<title>NE-Zertifikat</title>
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		<updated>2026-05-29T10:24:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BG: /* Auflistung und Verlinkung von NE-Zertifikaten */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;NE-Zertifikate (Zertifikate für Nachhaltige Entwicklung), bescheinigen den Besitzenden, dass sie sich im Bereich der [[Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre|nachhaltigen Entwicklung]] ausgebildet haben und je nach Umfang entsprechendes Wissen angeeignet haben, was zu einer nachhaltigen Entwicklung notwendig ist und eventuell sogar Kompetenzen erworben haben, um Nachhaltige Entwicklung in der Gesellschaft voranzutreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NE-Zertifikate sollten nicht mit [[BNE-Zertifikat|BNE-Zertifikaten]] (Zertifikate für die Bildung für nachhaltige Entwicklung) gleich gesetzt werden, welche bescheinigen, dass man sich im Bereich der Ausbildung (Inhaltsvermittlung, didaktische Methoden) für eine nachhaltige Entwicklung ausgebildet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir hier von NE-Zertifikaten sprechen, meinen wir in der Regel, dass Studierende diese Zertifikate erwerben können (im Prinzip könnte es auch NE-Zertifikate für Kinder, Schüler:innen, Auszubildende, Erwachsene, Rentner:innen... geben).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Auflistung und Verlinkung von NE-Zertifikaten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Gegebenheiten an Hochschulen unterschiedlich sein können, ist auch die Einbettung der NE-Zertifikate an Hochschulen unterschiedlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Tabelle soll einen Überblick über die Möglichkeiten für NE-Zertifikate für Studierende an Hochschulen im deutschsprachigen Raum bieten und für detailliertere Informationen auf die entsprechenden Onlinepräsenzen verweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Hochschule/ Anbieter:in&lt;br /&gt;
! Titel&lt;br /&gt;
! Umfang (ECTS)&lt;br /&gt;
! Kurzbeschreibung&lt;br /&gt;
! Internetlink&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Universität Bonn&lt;br /&gt;
| Zertifikat Nachhaltigkeit&lt;br /&gt;
| 20 ECTS&lt;br /&gt;
| Das Zertifikatsprogramm vermittelt Schlüsselqualifikationen im Bereich Nachhaltigkeit und stellt dabei eine kritische Betrachtung sowie eine praktische Anwendung des erworbenen Wissens in den Fokus. Es setzt sich aus vier Bausteinen zusammen: (1) Grundlagenmodul, (2) Vertiefungsmodul, (3) Praxismodul, (4) Lernportfolio. Studierende können zwischen einem fachwissenschaftlichen und einem lehramtsspezifischen Zweig wählen. Das Lernportfolio begleitet den Lernprozess über das gesamte Zertifikat und dient der Reflexion des Erlernten.&lt;br /&gt;
| [https://www.uni-bonn.de/de/universitaet/ueber-die-uni/nachhaltige-uni/nachhalitigkeitszertifikat Nachhaltigkeitszertifikat Universität Bonn]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hochschule Fulda&lt;br /&gt;
| Nachhaltigkeitszertifikat für Studierende&lt;br /&gt;
| 15 ECTS&lt;br /&gt;
| Das Nachhaltigkeitszertifikat besteht aus einem interdisziplinären Grundlagenmodul und zwei fachspezifischen Vertiefungsmodulen. Es gibt Studierenden die Möglichkeit, Grundlagen und verschiedene Dimensionen der Nachhaltigkeit kennenzulernen, zu lernen, wie diese im Beruf angewendet werden können und auch Impulse für ihr eigenes Privatleben mitzunehmen. Darüber hinaus gibt es tiefere Einblicke in die Nachhaltigkeitsaspekte im eigenen Studienfeld.&lt;br /&gt;
| [https://www.hs-fulda.de/unsere-hochschule/profil/nachhaltigkeit/nachhaltigkeitszertifikat NE-Zertifikat Hochschule Fulda]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Universität Konstanz&lt;br /&gt;
| Nachhaltigkeitszertifikat qualifikation N&lt;br /&gt;
| 12 ECTS&lt;br /&gt;
| Die qualifikation N besteht, entsprechend dem zugrundeliegenden Dreiklang „Lernen. Umsetzen. Vernetzen.“, aus drei Modulen. Modul 1 – Lernen: Teilnahme am eintägigen Einführungsworkshop und an mindestens drei Nachhaltigkeitsseminaren (9 ECTS). Modul 2 – Umsetzen: Planung und Realisierung eines eigenen Nachhaltigkeitsprojekts (3 ECTS). Modul 3 – Vernetzen: Teilnahme an mindestens zwei Netzwerktreffen mit (lokalen) Nachhaltigkeitsakteur*innen.&lt;br /&gt;
| [https://uni.kn/qualifikation-n qualifikation N]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Universität Leipzig&lt;br /&gt;
| Handlungskompetenz für nachhaltige Entwicklung&lt;br /&gt;
| 20 ECTS&lt;br /&gt;
| Das Zertifikat besteht aus drei Modulen: 1. Grundlagenmodul mit Ringvorlesung und zwei Praxisworkshops, 2. Aufbaumodul (interdisziplinärer Besuch eines bestehenden Moduls mit Nachhaltigkeitsbezug), 3. Praxismodul (Durchführung eines Realexperiments in einem Reallabor).&lt;br /&gt;
| [https://www.physes.uni-leipzig.de/studium/bildung-fuer-nachhaltige-entwicklung-bne NE-Zertifikat Uni Leipzig]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Universität Duisburg-Essen&lt;br /&gt;
| Zertifikat „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“&lt;br /&gt;
| 8 ECTS&lt;br /&gt;
| Das Zertifikat „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ setzt sich aus drei Bausteinen zusammen: einem Grundlagenbereich, einem Spezialisierungsbereich sowie dem Projektbereich, in denen je eine Veranstaltung belegt wird. Letzterer kann durch eine zweite Veranstaltung des Spezialisierungsbereichs ersetzt werden. Ziel des Zertifikats ist es, interdisziplinär Kompetenzen zur Gestaltung nachhaltiger Lösungen und Transformationen zu erwerben.&lt;br /&gt;
| [https://www.uni-due.de/zertifikat-bne/index.php ZBNE Uni Duisburg-Essen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Bremer Hochschulen (Universität Bremen, Hochschule Bremen, Hochschule Bremerhaven, Hochschule für Künste Bremen)&lt;br /&gt;
| BRENA (Bremer Zertifikat Nachhaltigkeit)&lt;br /&gt;
| BRENA_start: mind. 9 ECTS; BRENA_plus: mind. 12 ECTS&lt;br /&gt;
| Hochschulübergreifendes, studienbegleitendes Nachhaltigkeitszertifikat (seit WS 25/26), koordiniert durch die Virtuelle Akademie Nachhaltigkeit. Drei Module, zwei Stufen: Modul 1 (3 ECTS) Grundlagen über VAN-Onlinelehrveranstaltungen mit Abschluss per eKlausur; Module 2 und 3 als Wahlbereich mit festem ECTS-Mindestanteil in BRENA_plus. Optional: BRENA_Reflex-Portfolio zur Dokumentation und Reflexion des Lernwegs, ohne Benotung.&lt;br /&gt;
| [https://www.bre-na.de BRENA]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Technische Universität Dortmund&lt;br /&gt;
| studium oecologicum&lt;br /&gt;
| 10 ECTS&lt;br /&gt;
| Wahl von geeigneten Schwerpunkten, um das eigene Studium in einen sozial-ökologischen Kontext einzuordnen und Transformation integrativ zu gestalten; drei Module (jeweils mind. 2 ECTS): ein interdisziplinäres Grundlagenmodul, ein Vertiefungsmodul aus dem eigenen Fachbereich, ein fachfremdes Vertiefungsmodul. Vertiefungsmodule gliedern sich in fünf Fachbereiche: Bildung, Gesellschaft, Naturwissenschaft und Technik, Ökonomie, Raum und Bau.&lt;br /&gt;
| [https://nachhaltigkeit.tu-dortmund.de/studieren/studium-oecologicum/ studium oecologicum TU Dortmund]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Otto von Guericke Universität Magdeburg&lt;br /&gt;
|nao -Nachhaltigkeitszertifikat der OVGU&lt;br /&gt;
|20 ECTS&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|https://www.nao.ovgu.de/&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;H1&amp;gt;Kritik&amp;lt;/H1&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik hinsichtlich der NE-Zertifikate gibt es, da sie die Einbildung fördern können, ein Extraangebot, zur allgemeinen Lehre an Hochschulen, reiche aus, um eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft sicher zu stellen, obwohl das Ziel sein sollte Nachhaltige Entwicklung &amp;quot;build in&amp;quot; in jedem Fach und Bereich der Hochschule bestmöglich zu lehren und fördern (siehe hierzu die verschiedenen Ambitionsniveaus, die im HochN-Leitfaden Lehre S. 51 ff. &amp;lt;ref&amp;gt;https://wiki.dg-hochn.de/images/4/4c/Hoch-n-leitfaden-lehre-2020-neu.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; beschrieben sind).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine aktuelle bildungspolitische Argumentation, warum freiwillige Zertifikatsmodelle allein nicht ausreichen und welche strukturellen Hebel für eine curriculare Verankerung von Nachhaltigkeit relevant sind, findet sich hier: Pijetlovic, Denis; Müller-Christ, Georg (2025): &amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;Pflichtfach Nachhaltigkeit: Ein bildungspolitisches Update&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;. In: &amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;Klimawandel und Bildung. Konzepte, Methoden und Perspektiven transformativer Klimabildung&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, S. 33–52. DOI: 10.26092/elib/4243.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Jahres-Hub_DG_HochN_2025&amp;diff=28595</id>
		<title>Jahres-Hub DG HochN 2025</title>
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		<updated>2026-05-22T14:10:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BG: /* Hochschule der Zukunft - Bilder zum Weiterdenken */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hubs der DG HochN&lt;br /&gt;
|hub_kat=Hubs der DG HochN,Community Hubs&lt;br /&gt;
|titel=Jahres-Hub 2025 und Mitgliederversammlung der DG HochN in Dresden&lt;br /&gt;
|kurz=Der Jahreshub der DG HochN mit Mitgliederversammlung fand in Kooperation mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden, der Technischen Universität Dresden und dem Transferverbund der fünf sächsischen HAW Saxony⁵ statt. Das Motto des Jahres-Hub 2025 lautete: „Gemeinsam Transformation gestalten“.&lt;br /&gt;
|datum=2025-06-16T12:00:00.000Z&lt;br /&gt;
|thema=Gemeinsam Transformation gestalten&lt;br /&gt;
|bezug=Nachhaltigkeit&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Programm==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Expander|Montag, 16. Juni 2025|&lt;br /&gt;
12:00 – 13:00   Netzwerken bei gemeinsamen Snacks  (Check-In ab 11:30 Uhr)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13:00 – 13:30   Begrüßung durch die veranstaltenden Institutionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13:30 – 15:30   Nachhaltigkeitsprojekte an fünf Hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15:30 – 16:30   Tee-/Kaffeepause mit freiem Netzwerken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16:30 – 17:00   Impuls 5 Jahre DG HochN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17:00 – 17:15   Aufteilung für die Führungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17:15 – 19:00   Parallele Führungen der Dresdner Institutionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19:30           Abendliches Come together mit Abendessen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21:00           Möglichkeit zum gemeinsamen Spaziergang in der Altstadt&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Expander|Dienstag, 17. Juni 2025|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
08:45 – 09:00   Tee/Kaffee und Einlass in die Mitgliederversammlung (inkl. Feststellung der Stimmberechtigung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
09:00 – 10:30   Mitgliederversammlung der DG HochN*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10:30 – 11:00   Tee-/Kaffeepause und Snacks&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11:00 – 13:00   Hubs der DG HochN (Parallel-Sessions)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13:00 – 13:30   Netzwerken beim gemeinsamen Mittagssnack&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13:30 – 14:30   Hochschule der Zukunft - Bilder zum Weiterdenken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14:30 – 15:15   Wrap-up der Veranstaltung und Einladung für 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15:15 – 15:30   Verabschiedung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;*offen für Interessierte an einer DG HochN-Mitgliedschaft&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Montag, 16. Juni 2025==&lt;br /&gt;
Zu Beginn der Veranstaltung haben nach einer Begrüßung durch Prof. Georg Müller-Christ, Vorstandsvorsitzender der DG HochN, die diesjährigen Gastgeber der HTW Dresden, Prof. Kathrin Harre (Prorektorin Forschung, Lehre und Transfer) und Kanzler Alexander E. Müller, Begrüßungsworte gesprochen. Ebenso die Prorektorin Universitätskultur, TU Dresden, Prof. Roswitha Böhm, an deren Universität wir am Abend zum Come together geladen waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;200&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:2025 06 16-Jahreshub-web-011 Crispin Iven-Mokrin.jpg|alt=Begrüßung durch den Vorstandsvorsitzenden der DG HochN&lt;br /&gt;
Datei:2025 06 16-Jahreshub-web-017 Crispin Iven-Mokrin.jpg|alt=Kanzler und Prorektorin der HTW Dresden sprechen Grußwort&lt;br /&gt;
Datei:2025 06 16-Jahreshub-web-044 Crispin Iven-Mokrin.jpg|alt=Prorektorin der TU Dresden spricht Grußwort|Copyright: Crispin Iven-Mokrin&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachhaltigkeitsprojekte an Hochschulen in Sachsen und Thüringen===&lt;br /&gt;
Am ersten Tag des Jahres-Hubs fanden Vorstellungen von fünf Nachhaltigkeitsprojekten an Hochschulen in Sachsen und Thüringen statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====HTW Dresden | Treibhausgas-Neutralität an Hochschulen: Die Rolle der Lebenszyklusanalyse (LCA) als strategisches Tool====&lt;br /&gt;
Leitung: Dr. Richard Zeumer, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, und Sebastian Leinhos, Klimaschutzmanager&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Hub wurden die Potenziale der Lebenszyklusanalyse (LCA) als strategisches Instrument zur Emissionsreduktion beleuchtet. Hochschulen stehen vor der Herausforderung, ihre Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren und langfristig Klimaneutralität zu erreichen. Doch wo liegen die größten Emissions-Verursacher? Und welche Strategien sind besonders wirksam? Gemeinsam wurde diskutiert, wie Hochschulen die LCA gezielt nutzen können, um fundierte Maßnahmen abzuleiten und den Weg zur THG-Neutralität zu ebnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Nachhaltigkeitsstrategie der TU Dresden – Entstehung mit besonderem Fokus auf das Handlungsfeld Digitalisierung====&lt;br /&gt;
Leitung: Prof. Dr. rer. nat. Stefan Gumhold, Vorsitzender der Kommission Umwelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2023 wurde die Nachhaltigkeitsstrategie der TUD beschlossen. Sie entstand in einem langjährigen Partizipationsprozess unter Beteiligung von Lehrenden, Studierenden und Mitarbeitenden in Technik und Verwaltung. Die sechs Handlungsfelder Governance, Campus und Betrieb, Forschung, Hochschullehre und Bildung für Nachhaltige Entwicklung, Digitalisierung, Dialog und Transfer mit 13 Zielen prägen die Strategie. Sie ist mit 80 Maßnahmen untersetzt, die kontinuierlich ergänzt und weiterentwickelt werden. In der Vorstellung des Entstehungsprozesses und der Handlungsfelder wurde insbesondere auf das Handlungsfeld Digitalisierung eingegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{expander|Dokumentation der Projektvorstellung|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispielhaft einige Aspekte der Nachhaltigkeits- und Digitalisierungsstrategie der TU Dresden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziele der Nachhaltigkeitsstrategie:&lt;br /&gt;
* Fokus auf Klimaneutralität bis 2035 (Scope 3)&lt;br /&gt;
* verantwortungsbewusste Umsetzung der digitalen Transformation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maßnahmen:&lt;br /&gt;
* Erfassung und Abbau bestehender Hürden für papierarme Abwicklung von Prozessen&lt;br /&gt;
* Erfassung von energieintensiver Infrastruktur: dezentrale Serverräume (aus den Fakultäten Informatik und Elektrotechnik)&lt;br /&gt;
* Förderung von Open Source Entwicklung und Nutzung&lt;br /&gt;
* AG Digitalisierung und Nachhaltigkeit - Monitoring des Stromverbrauchs aller Projekte auf dem Hochleistungsrechner ermöglicht Planbarkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Organisation:&lt;br /&gt;
* Kommunikation ist direkt unter dem Rektorat angesiedelt&lt;br /&gt;
* Nachhaltigkeitsstrategie wird in Exzellenzinitiative genannt&lt;br /&gt;
* Drittmittel für Klimaschutzkonzept stehen zur Verfügung&lt;br /&gt;
* Nachhaltigkeitsbotschafter (mit SDG-Bezug), statusübergreifend und in Partnerinstitutionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Digitalisierungsstrategie&lt;br /&gt;
* es bestehen verschiedene Arbeitsgruppen: neue IT-Ordnung, Strategie-Rat&lt;br /&gt;
* Teil des erweiterten Rektorats&lt;br /&gt;
Herausforderung besteht aus dem Zusammenbringen von Nachhaltigkeitsstrategie und Digitalisierungsstrategie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonderheiten der TUD:&lt;br /&gt;
* regionale KI&lt;br /&gt;
* Hochleistungsrechner mit Ökostrom und Power Usage Efficiency&lt;br /&gt;
* Open Source Initiative mit verschiedenen Tools&lt;br /&gt;
* Abwärme über Stromnetz Dresden&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
====Universität Leipzig | Nachhaltigkeit gemeinsam gestalten – Wie gelingt langfristige Partizipation?====&lt;br /&gt;
[[Datei:25-06-16 Präsentation-Studierendenpartizipation.pdf|link=https://wiki.dg-hochn.de/images/4/4e/25-06-16_Präsentation-Studierendenpartizipation.pdf|mini|Präsentation zur Studierendenpartizipation von Manuel Rist]]&lt;br /&gt;
Leitung: Manuel Rist, Nachhaltigkeitsmanager im Prorektorat für Campusentwicklung: Kooperation und Internationalisierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem kurzen Inputvortrag zu den Erfahrungen, Herausforderungen und Best-Practice-Beispielen der Universität Leipzig zur langfristigen Partizipation in Nachhaltigkeitsprozessen wurden weitere Ansätze und Umsetzungsmöglichkeiten diskutiert und erarbeitet.&lt;br /&gt;
Wie können Studierende (und weitere Hochschulangehörige) wirksam in Nachhaltigkeitsprozesse an Hochschulen eingebunden werden? Welche Strukturen fördern Beteiligung, und wie können studentische Forderungen produktiv genutzt werden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{expander|Dokumentation der Projektvorstellung|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Was hat in der Vergangenheit Eurer Hochschule in der studentischen Beteiligung gut funktioniert – und warum?&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;(Erfolgsgeschichten &amp;amp; Gelingensbedingungen)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:25-06-16 Was hat gut als Partizipationsmöglichkeit geklappt?.jpg|alt=gute Partizipationsmöglichkeiten für Studierende|Was hat gut als Partizipationsmöglichkeit geklappt?|mini]]&lt;br /&gt;
* nicht nur punktuelle, sondern umfassende Beteiligung (Entscheidungfähigkeit stärken)&lt;br /&gt;
* Ideen honorieren, Visionen gemeinsam entwickeln&lt;br /&gt;
* gemeinsames Ziel vermitteln: „Wir stehen auf derselben Seite“&lt;br /&gt;
* Welche Stellung haben Studierende (Kultur?)&lt;br /&gt;
* Selbstwirksamkeit&lt;br /&gt;
* in der Lehre: Projektstudium für eine nachhaltige Hochschule&lt;br /&gt;
* studentische Ideenplattform und Fördermöglichkeiten&lt;br /&gt;
* Brandenburg: stud. Vizepräsident:innen&lt;br /&gt;
* SHK-Stelle&lt;br /&gt;
* Welche Einflussmöglichkeiten gibt es? → Möglichkeiten der Beteiligung&lt;br /&gt;
* Vernetzung der Studierenden → Empowerment z. B. durch netzwerkn&lt;br /&gt;
* Engagementstipendien&lt;br /&gt;
* Freiräume schaffen (Zeit, Geld)&lt;br /&gt;
* stud. Engagement ist ehrenamtlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Was wäre aus Eurer Sicht ein konkreter nächster Schritt, um studentische Partizipation an Eurer Hochschule wirksamer zu gestalten?-&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;(Handlungsperspektiven &amp;amp; realistische Ansätze)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:25-06-16 Was wäre ein konkreter nächster Schritt zur Partizipation?.jpg|alt=Nächste Schritte zur Partizipation von Studierenden|Was wäre ein konkreter nächster Schritt zur Partizipation?|mini]]&lt;br /&gt;
* Verankerung in der Lehre&lt;br /&gt;
** Nachhaltigkeitskompetenzen fördern&lt;br /&gt;
** wissenschaftliches Wissen als Basis&lt;br /&gt;
* Möglichkeitenkatalog&lt;br /&gt;
** Austauschformate&lt;br /&gt;
** angeleitete „Spielräume“&lt;br /&gt;
* Erwartungsmanagement ↔ Feedbackkulturen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Was, wenn niemand partizipieren möchte?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:25-06-16 Was, wenn niemand partizipieren möchte?.jpg|mini|alt=Ideen und Umgang wenn Studierende nicht partizipieren möchten|Was, wenn niemand partizipieren möchte?]]&lt;br /&gt;
* Nicht-Beteiligung dokumentieren… und dann weitermachen&lt;br /&gt;
* Partizipation bedeutet mitmachen &#039;&#039;&#039;dürfen&#039;&#039;&#039;, nicht mitmachen &#039;&#039;&#039;müssen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* persönlich/individuell ansprechen&lt;br /&gt;
* Partizipationsangebote nur dort, wo auch Entscheidungsmöglichkeiten bestehen&lt;br /&gt;
* Studierende bei End- Entscheidungen einbeziehen&lt;br /&gt;
* einzelne Studierende als Multiplikator:innen „einsetzen“&lt;br /&gt;
* immer wieder weiter dran bleiben!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wie können Studierende stärker in Entscheidungen einbezogen werden, ohne sie zu überfordern oder zu überlasten?&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;(Balance zwischen Verantwortung &amp;amp; Machbarkeit)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:25-06-16 Wie können Studierende stärker in Entscheidungen einbezogen werden?.jpg|alt=Wie können Studierende stärker in Entscheidungen einbezogen werden?|Wie können Studierende stärker in Entscheidungen einbezogen werden?|mini]]&lt;br /&gt;
* aufsuchende Angebote&lt;br /&gt;
** Informationsstände an Orten, wo Studierende sind&lt;br /&gt;
** Zusammenarbeit mit bestehenden stud. Gruppen&lt;br /&gt;
** „nervige“ Aufgaben abnehmen und an ihre Strukturen anpassen z. B. Plena&lt;br /&gt;
*praktische oder punktuelle Angebote&lt;br /&gt;
** geförderte Projektseminare mit Fachbereichen mit Credits&lt;br /&gt;
*** Beispiel: Materialverwendung im Fachbereich Architektur&lt;br /&gt;
*** durch Gelder und stud. Mitarbeitende unterstützen&lt;br /&gt;
** an echten Strukturen mitarbeiten lassen z. B. über Seminare&lt;br /&gt;
** Green Teams (statusgruppenübergreifend + konkrete Projekte)&lt;br /&gt;
* einzelne Personen konkret ansprechen&lt;br /&gt;
** stud. Mitarbeitende (Anreiz: Geld)&lt;br /&gt;
* Koalition der Willigen&lt;br /&gt;
* Snacks&lt;br /&gt;
* Themen nutzen, die den Alltag betreffen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
====Bauhaus-Universität Weimar | Räume in Transformation Thüringen====&lt;br /&gt;
Leitung: Anton Brokow-Loga und Dr. Ulrike Kuch, Team Nachhaltigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Titel &amp;quot;Räume in Transformation Thüringen&amp;quot; (RiTT) treten Lehrende und Studierende des Institut für Europäische Urbanistik (IfEU) in Dialog mit vielfältigen Praxisakteuren im Thüringer Wald, erarbeiten Analysen und Visionen und präsentieren diese der Öffentlichkeit. Um die Transformationsherausforderungen und -potenziale des Thüringer Waldes auszuloten, konzentriert das Institut in den beiden kommenden Semestern mehrere Planungs-, Studien- und Entwurfsprojekte auf die Region. Die temporäre Eröffnung eines Projektraums in leerstehenden Räumlichkeiten in Suhl führt zu Synergien vor Ort und einer Mitwirkung von lokalen Akteuren und Bevölkerung. Die Teilnehmenden konnten RiTT kennenlernen. Im Anschluss wurde diskutiert, wie die Ergebnisse dieses Projekts in langfristige Handlungsstrategien überführt werden können.&lt;br /&gt;
Weitere Informationen zum Projekt RiTT [https://www.uni-weimar.de/de/architektur-und-urbanistik/institute/ifeu/forschung/forschungsaktivitaeten/ag-soerfritt/ritt/ hier]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{expander|Dokumentation des anschließenden Austausches|&lt;br /&gt;
Im Hub wurden im Anschluss an die Vorstellung des Projekts RiTT über Outreach Strategien zum Transfer und interne Strategien diskutiert und Ideen gesammelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkenntnisse und Diskussionspunkte:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Kontraargument &amp;quot;Freiheit der Lehre&amp;quot; wird weniger häufig genutzt, je mehr mitmachen&lt;br /&gt;
* Vermeidung von Benennung als &amp;quot;Klimathemen&amp;quot; kann Türen öffnen - über andere Anknüpfungspunkte kann Nachhaltigkeit/Klima häufig gut mitgedacht werden (z.B. &amp;quot;Zukunftsfähigkeit&amp;quot; statt &amp;quot;Nachhaltigkeit&amp;quot;)&lt;br /&gt;
* Debattenräume anbieten - es gibt kaum noch Räume für (stadt-)politische Gespräche. Eine Aufgabe von Hochschulen ist es, diese zu schaffen&lt;br /&gt;
* Lehrpersonen brauchen je nach politischer Debatte auch physisch sichere Settings (je nach gesellschaftlichem Klima); Reflexions- und Verarbeitungszeit mitdenken&lt;br /&gt;
[[Datei:DGHochNJahreshub2025 RiTT Diskussion.jpg|300px|thumb|alt=Diskussionspunkte zu internen Strategien und Outreach von Nachhaltigkeit an Hochschulen auf einer Pinnwand festgehalten|Diskussionspunkte zu Transfer und internen Strategien]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interne Strategien:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Förderforen&lt;br /&gt;
* Beiräte&lt;br /&gt;
* interne Legitimation - es braucht partizipative Prozesse &lt;br /&gt;
* Nachhaltigkeit in der Pflichtlehre verankern&lt;br /&gt;
* Netzwerke als Schnittstelle zwischen Hochschule und stadtpolitischem Engagement&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Outreach:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Kommunikation auf Augenhöhe (nicht &amp;quot;missionieren&amp;quot;)&lt;br /&gt;
* Demokratie stärken&lt;br /&gt;
* Beteiligung von Bevölkerung schafft Legitimation&lt;br /&gt;
* Nukleus aufbrechen - Einladung auf den Campus&lt;br /&gt;
* feste Kooperationspartner&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
====TU Chemnitz | Nachhaltigkeitstransformation zwischen Audit und Kulturhauptstadt====&lt;br /&gt;
[[Datei:DG HochN Jahres-Hub 2025 Nachhaltigkeitstransformation.pdf|mini|alt=Präsentationsfolie Startbild Nachhaltigkeitstransformation an TU Chemnitz|Nachhaltigkeitstransformation zwischen Audit und&lt;br /&gt;
Kulturhauptstadt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leitung: Juliane Weidenhagen, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur BWL – Betriebliche Umweltökonomie und Nachhaltigkeit; Simone&lt;br /&gt;
Günther, Projekt TrafoSax&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen eines Inputvortrags wurden das HRK-Audit „Nachhaltigkeit an Hochschulen&amp;quot; an der TU Chemnitz vorgestellt, für welches u. a. die TU&lt;br /&gt;
Chemnitz für die einjährige Pilotphase ausgewählt wurde. Zudem wurden verschiedenste Aktivitäten einer Vielzahl von Akteurinnen und Akteuren der&lt;br /&gt;
TU Chemnitz in Bezug auf die Kulturhauptstadt 2025 präsentiert. Dazu zählten beispielsweise Projekte, welche im Rahmen der Initiative TUCculture 2025 gefördert wurden. Im Anschluss an die Inputvorträge erfolgte eine Fragerunde, sowie ein Austausch zu Fragestellungen im Kontext der vorgestellten Themen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Parallele Führungen der Dresdner Institutionen===&lt;br /&gt;
Die Führungen brachten den Teilnehmenden Orte näher, an denen nachhaltigkeitsbezogene Projekte umgesetzt wurden. Dabei bestand die Wahl zwischen den Themen Nachhaltiges Bauen, Biodiversität und Klimaanpassung, BildungsAcker als Lehr-Lernort, Partizipative Gestaltung eines Campus&#039; und Energieeffizienter Hochleistungsrechner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Nachhaltiges Bauen an Hochschulen: Umsetzung am Beispiel eines neuen Lehr- und Laborgebäudes====&lt;br /&gt;
Leitung: Judith Engel, Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltiges Bauen muss neben ökologischen sowohl ökonomische, soziokulturelle als auch funktionale und Standortmerkmale berücksichtigen. Wie kann das gelingen? Eine geführte Tour durch das neue Lehr- und Laborgebäude der HTW Dresden zeigte, wie ein Neubau vielfältigen Anforderungen unter Einhaltung des Gold-Standards nach dem Bewertungssystem für Nachhaltiges Bauen gerecht werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Biodiversität, Klimaanpassung und Mikroplastik: Nachhaltigkeit in Lehre, Forschung und Organisation der HTW Dresden====&lt;br /&gt;
Leitung: Prof. Dr. habil. Arne Cierjacks, Dekan der Fakultät Landbau/Umwelt/Chemie und Leiter des Biozentra – Transferzentrum für Biodiversität Sachsen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die HTWD führt in verschiedenen Projekten Maßnahmen zur Biodiversität, zur Klimaanpassung und zum Erhalt der Umwelt an der Hochschule durch. Die Führung stellte diese an Beispielen am und um den Campus vor und lud die Teilnehmenden zum gemeinsamen Diskutieren der Erfolge und Herausforderungen bei der nachhaltigen Entwicklung von Hochschulen ein.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;230&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:2025 06 16-Jahreshub-web-179 Crispin Iven-Mokrin.jpg|alt=Teilnehmende bei einer Führung im Labor&lt;br /&gt;
Datei:2025 06 16-Jahreshub-web-207 Crispin Iven-Mokrin.jpg|alt=Teilnehmende bei einer Führung zu Biodiversität auf dem Campus im Grünen|Copyright: Crispin Iven-Mokrin&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Der BildungsAcker der TU Dresden – ein Lehr-Lernort für praxisnahe BNE====&lt;br /&gt;
Leitung: Prof.in Dr.in Nicole Raschke, Geographische Bildung, TU Dresden, Prof.in Dr.in Jana Markert, Ernährungs- und Haushaltswissenschaft/ Berufliche Didaktik, TU Dresden, Matthias Bartusch, Technischer Leiter, Botanischer Garten der TU Dresden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Sommer 2022 gibt es im Botanischen Garten der TU Dresden das interdisziplinäre Projektseminar „BildungAcker“ für angehende Pädagog:innen unterschiedlicher Fächer und Schulformen. Wie auf dieser etwa 60m² großen Fläche Gemüse angebaut und Bildung für Nachhaltige Entwicklung handlungsorientiert vermittelt wird und was das für Schule und Unterricht von morgen bedeutet, davon berichteten die Professorinnen Dr.in Jana Markert und Dr.in Nicole Raschke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Partizipative Gestaltung des Campus&#039; der TU Dresden====&lt;br /&gt;
Leitung: JProf.in Nora Johanna Huxmann, Juniorprof. Pflanzenverwendung in der Landschaftsarchitektur, TU Dresden, Johanna Edelmann, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl Entwerfen und Konstruieren II, TU Dresden, Katrin Matteschk, TextLab, SLUB Dresden, Ulrike Seiler, Koordinatorin Nachhaltiger Campus, Gruppe Umweltschutz, TU Dresden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partizipation ist an der TU Dresden und der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek (SLUB) ein wichtiges Element, um Campusgestaltung zu ermöglichen. Im Rahmen dieser Führung lernten die Teilnehmenden Beteiligte und Projekte kennen, die Mitmachen auf dem Campus ermöglichen. An der SLUB wurde neben den Möglichkeiten des Gärtnerns auch der von Studierenden entwickelte und umgesetzte Fairteiler vorgestellt. Im Anschluss ging es zum Hülße-Garten der TU Dresden, welcher durch Studierende und Engagierte der AG Pflanzen und Pflege gestaltet und gepflegt wird. Außerdem erfuhren die Teilnehmenden, wer die Gießkannenheld:innen der Stadt sind und welche Projekte die AG Biodiversität mit den Hochschulangehörigen umsetzt und plant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Energieeffizienter Hochleistungsrechner der TU Dresden====&lt;br /&gt;
Leitung: Carsten Tiede, Administrator, Professur für Rechnerarchitektur an der Fakultät Informatik, TU Dresden&lt;br /&gt;
Kooperationspartner: Zentrum für Informationsdienste und Hochleistungsrechnen (ZIH), Dr. Daniel Hackenberg, stellv. Direktor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als eines der universitären Rechenzentren Deutschlands bietet das Zentrum für Informationsdienste und Hochleistungsrechnen (ZIH) an der TU Dresden mit seinen Hochleistungsrechnern leistungsfähige Arbeitsplattformen. Dabei werden Verfügbarkeit, Leistungsdichte, Sicherheit und die Energieeffizienz maximiert. Die Abwärme der Hochleistungsrechner kann als Fernwärme flexibel für benachbarte Hochschulgebäude sowie über die Einspeisung ins Fernwärmenetz für Dresdner Haushalte genutzt werden. Im Sommer wird Kühlenergie für die Hochleistungsrechner eingespart und im Winter Heizenergie für umliegende Gebäude. In der Führung lernten die Teilnehmenden das Lehmannzentrum mit den Hochleistungsrechnern kennen und erfuhren, wie eine energieintensive Anlage nachhaltig und ressourceneffizent eingesetzt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;300&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:DGHochNJahreshub FührungHochleistungsrechner1.jpg|alt=Teilnehmende vor Servern des Hochleistungsrechners der TU Dresden&lt;br /&gt;
Datei:DGHochNJahreshub FührungHochleistungsrechner2.jpg|alt=Teilnehmende im Serverraum des Hochleistungsrechners der TU Dresden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dienstag, 17. Juni 2025==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Morgen fand die Mitgliederversammlung der DG HochN statt, die auch offen war für an einer Mitgliedschaft interessierte Hochschulen.&lt;br /&gt;
Im Anschluss fanden vier parallele Hubs statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hub: Wie kann BNE in der Hochschule gelingen? – Wege zur Implementierung, Stärkung und Zusammenarbeit===&lt;br /&gt;
Leitung: Daria Humburg, DG HochN, Alexandra Seifert, TU Dresden, Veronika Beier, HTW Dresden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Implementierung von BNE in die Lehre stellt an vielen Hochschulen sowohl Chancen als auch Herausforderungen dar. In diesem Hub wurde den Fragen nachgegangen, wie dies gelingen kann, welche Möglichkeiten zur Verfügung stehen, wie Akteur:innen und Angebote gestärkt werden können und welche Möglichkeiten der Zusammenarbeit und Vernetzung bestehen. Wo liegen Hürden und welchen Beitrag können die jeweiligen Statusgruppen – von Lehrenden, über Leitung und Verwaltung bis hin zu Studierenden – leisten, um BNE zu einem Teil der Hochschullehre werden zu lassen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hub: Kultur(en) der Nachhaltigkeit an Hochschulen===&lt;br /&gt;
Leitung: Coco Klußmann, Referentin, Hochschulrektorenkonferenz (HRK)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschulrektorenkonferenz hat mit ihrer Empfehlung für eine „Kultur der Nachhaltigkeit“ bereits 2018 ein deutliches Zeichen gesetzt. Das viel zitierte Papier wird derzeit überarbeitet und auf aktuelle Trends hin angepasst. Was gelebte Kultur:en der Nachhaltigkeit an Hochschulen sind, was diese für die praktisch Beteiligten bedeuten und verändern, sind Fragen, die entsprechend der Unterschiedlichkeit der Hochschulen verschieden beantwortet werden. Dennoch gibt es ähnliche Strukturen und darin, was einschränkt und was unterstützt, gibt es oft Ähnlichkeiten. Eine Umsetzung im Whole Institution Approach und ein verstärktes Integrieren von BNE sind sicherlich erstrebenswert, aber (noch) nicht überall gelebte Praxis. Im Hub wurde sich darüber ausgetauscht, was diese gelebte Praxis ausmacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Button&lt;br /&gt;
|ButtonLink=Kultur(en) der Nachhaltigkeit an Hochschulen, 17.06.25&lt;br /&gt;
|ButtonText=Zur ausführlichen Dokumentation des Hubs&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hub: DG HochN goes international – Austausch über aktuelle Strategien===&lt;br /&gt;
Leitung: Prof. Dr. Magdalène Lévy-Tödter, DG HochN, Dr. Vanessa Meinen, Hochschule Rhein-Waal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der internationalen Hochschullandschaft lässt sich eine neue Dynamik in Richtung Kooperation für eine nachhaltige Entwicklung gut beobachten. Neue Akteure, Zielsetzungen, Strategien und Kooperationsformen treten in Erscheinung. Nach einer Vorstellung der Vernetzungsaktivitäten der DG HochN, wurde diskutiert, wie wir gemeinsam von diesen neuen Entwicklungen profitieren können.&lt;br /&gt;
{{Button&lt;br /&gt;
|ButtonLink=DG HochN goes international – Austausch über aktuelle Strategien, 17.06.25&lt;br /&gt;
|ButtonText=Zur ausführlichen Dokumentation des Hubs&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hub: Coaching für Nachhaltigkeitsengagierte an Hochschulen===&lt;br /&gt;
Leitung: Dr. Bror Giesenbauer, DG HochN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Menschen, die in der Hochschule eine Nachhaltigkeitsfunktion haben, sehen sich großen Erwartungen ausgesetzt und fühlen doch zugleich nur wenig Gestaltungsmöglichkeiten für die Bewegung der Hochschule in Richtung Nachhaltigkeit. In dem Hub führte Bror Giesenbauer mit den Beteiligten eine kollegiale Fallberatung durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Button&lt;br /&gt;
|ButtonLink=Coaching für Nachhaltigkeitsengagierte an Hochschulen, 17.06.2025&lt;br /&gt;
|ButtonText=Zur ausführlichen Dokumentation des Hubs&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hochschule der Zukunft - Bilder zum Weiterdenken===&lt;br /&gt;
Im letzten Programmpunkt stellten Eva Schäfer und Bror Giesenbauer die von der DG HochN entwickelten Zukunftsbilder vor und arbeiteten beispielhaft mit der Methode des [[Methoden für die Arbeit mit Zukunftsbildern#Von der Zukunft aus Planen mit ABCD Backcasting|Backcastings]] gemeinsam mit den Teilnehmenden mit den Zukunftsbildern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Zukunftsbilder]] und [[Methoden für die Arbeit mit Zukunftsbildern|Anregungen für die Arbeit mit den Bildern]] finden Sie auch hier im Wiki. &lt;br /&gt;
{{Button&lt;br /&gt;
|ButtonLink=Zukunftsbilder&lt;br /&gt;
|ButtonText=Zu den Zukunftsbildern&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DGHochNJAhreshub ArbeitZukunftsbilder.jpg|400px|alt=Teilnehmende arbeiten in Kleingruppen mit Zukunftsbildern.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DGHochNJahreshub25 Hub Hochschule der Zukunft.JPG|400px|alt=Teilnehmende sitzen im Kreis und diskutieren zu Zukunftsbildern.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vielen Dank an alle Teilnehmenden und das Organisationsteam für den schönen Jahreshub!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DGHochNJahreshub25 Gruppenbild.jpg|x400px|frameless|alt=Gruppenbild aller Teilnehmenden des Jahreshubs auf der Eingangstreppe der HTW Dresden|Vielen Dank an alle Teilnehmenden und Organisation für den schönen Jahreshub]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Zukunftsbilder&amp;diff=28501</id>
		<title>Zukunftsbilder</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Zukunftsbilder&amp;diff=28501"/>
		<updated>2026-05-15T10:06:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BG: /* Einleitung: Wie sieht die Hochschule der Zukunft aus? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Realutopien Hochschule 2045: Ein visionärer und illustrierender Diskussionsimpuls der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;card&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:{{{bg-color|}}}; border-color:{{{border-color|rgba(123 156 177)}}};&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &amp;lt;div style=&amp;quot;word-wrap: break-word; color:{{{text-color|}}};&amp;quot; class=&amp;quot;card-body&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
    &amp;lt;p style=&amp;quot;color:{{{text-color|}}};&amp;quot;class=&amp;quot;card-text&amp;quot;&amp;gt;{{{text|Die Zukunftsbilder stehen hier zum &#039;&#039;&#039;Download&#039;&#039;&#039; zur Verfügung:&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;mw-ui-button&amp;quot; role=&amp;quot;button&amp;quot; aria-disabled=&amp;quot;false&amp;quot; style=&amp;quot;border-radius: 4px; border: 0px 8px 15px; margin-top: auto;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://cloud.dg-hochn.de/s/SBHkMEYqkNp8egk Deutsche Version]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/span&amp;gt; / &amp;lt;span class=&amp;quot;mw-ui-button&amp;quot; role=&amp;quot;button&amp;quot; aria-disabled=&amp;quot;false&amp;quot; style=&amp;quot;border-radius: 4px; border: 0px 8px 15px; margin-top: auto;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://cloud.dg-hochn.de/s/ANgMTZL4eYXWW7Z Englische Version]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Bilder können unter folgender &#039;&#039;&#039;Creative Commons Lizenz&#039;&#039;&#039; verwendet werden: Zusammenfassung der Lizenz: Namensnennung - Nicht-kommerziell (Ausnahmen können genehmigt werden) - Weitergabe unter gleichen Bedingungen ([https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/deed.de CC BY-NC-SA 4.0])&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Methodische Hinweise zur Arbeit mit den Bildern sind [[Methoden für die Arbeit mit Zukunftsbildern|hier im Wiki]] zu finden&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}}&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung: Wie sieht die Hochschule der Zukunft aus? ==&lt;br /&gt;
Diese digitale Version unserer Broschüre lädt Sie dazu ein, sich mutig und offen mit Realutopien auseinanderzusetzen: Bilder und Visionen einer Hochschule, die zwar heute noch nicht existiert, aber bereits greifbar scheint, wenn wir uns dafür öffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (DG HochN) stößt mit diesen Realutopien einen kreativen Prozess an, mit dem Sie selbst Nachhaltige Entwicklung fördern können, indem Sie innovative und zugleich realutopische Bilder ihrer eigenen Hochschule entwerfen. Unsere Prämisse: Vielleicht fehlen uns für die ersten weitreichenden Schritte in Richtung einer nachhaltigen Hochschule innere Bilder dieser Vision?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Möglichkeitsraum für nachhaltige Hochschulen ist groß. Betreten Sie ihn mit uns und füllen ihn mit vielen weiteren Möglichkeiten. Die Bilder stehen Ihnen und der Allgemeinheit unter einer Creative Commons Lizenz zur Verfügung. Für Ihre Arbeit mit den Bildern geben wir hier im Wiki einige Anregungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vier Realutopien: Zukunftsbilder einer Hochschule 2045 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Campus 2045 – Illustration Sommer ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stellen wir uns vor:&#039;&#039;&#039; An Hochschulen werden ausschließlich erneuerbare Energien genutzt, die gesamtbilanziell klimaneutral gewonnen werden. Die Aufenthaltsqualität außerhalb der Gebäude ist hoch und der Campus kann für neue Lehr-, Lern- und Erholungsorte genutzt werden. Ausbau und Um- oder Mehrfachnutzung bestehender Gebäude nehmen mehr Raum ein als Neubauten. Der Campus wird mit der Stadtgesellschaft geteilt und der Austausch aktiv gefördert. Der Umgang mit Hitzeperioden ist routiniert. Alle Menschen kennen ihren eigenen Körper und haben gelernt, sich physisch und mental fit zu halten. Und alle verstehen die Bedeutung menschlicher Aktivitäten und deren Einfluss auf die umgebende Mitwelt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Campus 2045 Illustration Sommer Realutopie.jpg|alternativtext=Campus 2045 Illustration Sommer|gerahmt|&amp;lt;nowiki&amp;gt;Campus 2045 Illustration Sommer | Reinventing Society, loomn &amp;amp; DG HochN (CC BY NC SA 4.0)&amp;lt;/nowiki&amp;gt;]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einige Elemente dieser Realutopie:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Grüne Infrastruktur: große Bäume (vielleicht erhalten Baumwurzeln Raum in ehemaligen Tiefgaragen?) und Grünanlagen, Fassaden- und Dachbegrünung, lebende Baumaterialien&lt;br /&gt;
* Blaue Infrastruktur: Verdunstungsorte wie Wasserflächen und -spiele, Lösch- und Gießwasserteiche&lt;br /&gt;
* Weitere Hitzeschutzelemente: Trinkwasserspender, Sonnensegel, bewegliche nach Sonnenstand ausrichtbare begrünte Räume&lt;br /&gt;
* Unversiegelte belastbare Flächen&lt;br /&gt;
* Erholungs-, Bewegungs- und Naturerlebnisorte&lt;br /&gt;
* ÖPNV- und Fahrradmobilität sowie infrastruktur als Standard; individuelle Kfz-Mobilität als Ausnahme&lt;br /&gt;
* Erneuerbare Energien als Standard&lt;br /&gt;
* Stadt- und Hochschulgesellschaft rücken zusammen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Campus 2045 - Illustration nach Starkregen ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stellen wir uns vor:&#039;&#039;&#039; Hochschulen betreiben neben unermüdlichem Klimaschutz auch aktive Klimaanpassung, indem sie die blau-grüne Infrastruktur auf ihrem Campus fördern. Retentionsflächen minimieren die aus Starkregenereignissen resultierenden Risiken und entlasten nicht nur die städtische Kanalisation, sondern sie dienen auch der Regenwassergewinnung und -speicherung für Dürreperioden. Die bauliche Infrastruktur ist so gestaltet, dass sie durch Überflutung keinen Schaden nimmt. Die Menschen haben wieder gelernt, selbst auf sich und die von ihnen abhängigen Menschen aufzupassen sowie Risiken im Alltag korrekt einzuschätzen und angemessen mit ihnen umzugehen. Die enge Zusammenarbeit mit den Ländern des globalen Südens ist Alltag für gemeinsames Forschen und Lernen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Campus 2045 Illustration nach Starkregen.jpg|alternativtext=Campus 2045 Illustration nach Starkregen|framed|&amp;lt;nowiki&amp;gt;Campus 2045 Illustration nach Starkregen | Reinventing Society,  loomn &amp;amp; DG HochN  (CC BY NC SA 4.0)&amp;lt;/nowiki&amp;gt;]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einige Elemente dieser Realutopie:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Grüne Infrastruktur: Wasser wird zu Bäumen und Pflanzungen geleitet und kann dort langsam versickern&lt;br /&gt;
* Blaue Infrastruktur:&lt;br /&gt;
** Retentionsflächen wie Überschwemmungsbereiche in Wiesen,&lt;br /&gt;
** bei Trockenheit als Hörsäle und Ampitheater nutzbare Regen-Rückhaltebecken,&lt;br /&gt;
** Ausdehnungsflächen für höhere Wasserstände&lt;br /&gt;
* Globaler Süden und globaler Norden rücken zusammen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeinschaftsraum: Hochschule als Begegnungsort für Ko-Kreation ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stellen wir uns vor:&#039;&#039;&#039; An Hochschulen gibt es Gemeinschaftsräume, in denen die starken &amp;quot;Trennwände&amp;quot; zwischen Fächern, zwischen Forschung und Lehre, zwischen Wissenschaft und Verwaltung sowie zwischen Studierenden und Hochschulbeschäftigten wegfallen. Co-Working Möglichkeiten, Nischen für Gruppenarbeit und Austausch sowie generelle Aufenthaltsqualität zählen zu den zentralen Elementen der Raumgestaltung. Eine gute akustische Gestaltung und digitale Infrastruktur ermöglichen dieses zugängliche Miteinander. Grundlagenlehre findet online asynchron statt und die Hochschulräume werden als Begegnungsräume genutzt, in denen im Dialog Neues entstehen kann.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Campus 2045 Illustration Gemeinschaftsraum Realutopie.jpg|alternativtext=Campus 2045 Illustration Gemeinschaftsraum|gerahmt|&amp;lt;nowiki&amp;gt;Campus 2045 Illustration Gemeinschaftsraum | Reinventing Society, loomn &amp;amp; DG HochN  (CC BY NC SA 4.0)&amp;lt;/nowiki&amp;gt;]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einige Elemente dieser Realutopie:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Gemeinsame Räume für alle Statusgruppen&lt;br /&gt;
* Akustische Trennelemente und Begrünung im Raum&lt;br /&gt;
* Barrierefreiheit und Zugänglichkeit, auch zu Informationen&lt;br /&gt;
* Unterschiedliche Nischen für Begegnung und Zusammenarbeit&lt;br /&gt;
* Co-Working Plätze&lt;br /&gt;
* Hologramme&lt;br /&gt;
* 3D-Lab&lt;br /&gt;
* Bibliothek und Nischen für Ruhe&lt;br /&gt;
* Protestbanner gegen &amp;quot;Big Tech&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Repair Café&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Einkaufszentrum zur Hochschule: Ein öffentlicher Wissensraum für Nachhaltigkeit ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stellen wir uns vor:&#039;&#039;&#039; Hochschulen verlassen ihre traditionellen Campusmauern und ziehen ein – mitten in das Herz der Stadt. In leerstehenden Einkaufszentren entstehen offene Wissensräume, in denen Forschen, Lernen und gesellschaftlicher Dialog unmittelbar erlebbar werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier begegnen sich Studierende, Bürger:innen, Unternehmen, Kommunen und Initiativen. Hier wird Wissen nicht nur vermittelt, sondern gemeinsam geschaffen – niedrigschwellig, partizipativ und im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Hochschule 4.0&#039;&#039;&#039; wird zum offenen Bildungsökosystem: flexibel, hybrid, digital unterstützt, international vernetzt und gleichzeitig lokal verwurzelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Third Mission&#039;&#039;&#039; wird gelebter Alltag: Hochschulen öffnen sich für gesellschaftliche Innovation und fördern aktiv die multidimensionale Nachhaltige Entwicklung des gemeinsamen Lebensumfelds und Wirkungsbereichs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)&#039;&#039;&#039; erhält einen konkreten Ort: Menschen aller Herkünfte und Altersgruppen entwickeln hier gemeinsam Zukunftskompetenzen – Kreativität, kritisches Denken, Verantwortungsbewusstsein und die Fähigkeit, nachhaltige Lösungen im eigenen Betätigungsfeld und Wirkungskreis umzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Art der Raumnutzung könnte nicht nur Hochschulen neue Möglichkeiten geben und bestehende Flächen im Sinne von Ressourceneffizienz besser auslasten, sondern auch soziale Innovationen und gesellschaftliches Miteinander für eine stabile demokratische Gesellschaft stärken. In diesen neuen Räumen wird Wissenschaft zu einer gestaltenden Kraft im Alltag. Aus Hochschulen werden Impulsgeberinnen für resiliente, gerechte und lebenswerte Gesellschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Hochschule wird zum öffentlichen Raum für Nachhaltigkeit – und die Stadt zur lebendigen Bildungslandschaft der Zukunft.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Campus 2045 Einkaufszentrum-Umnutzung Realutopie.jpg|alternativtext=Campus 2045 Illustration Einkaufszentrum-Umnutzung |gerahmt|&amp;lt;nowiki&amp;gt;Campus 2045 Illustration Einkaufszentrum-Umnutzung | Reinventing Society, loomn &amp;amp; DG HochN  (CC BY NC SA 4.0)&amp;lt;/nowiki&amp;gt;]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einige Elemente dieser Realutopie haben wir illustriert:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Virtual Reality Lab&lt;br /&gt;
* Living Lab&lt;br /&gt;
* Energy Dashboard&lt;br /&gt;
* Open Space&lt;br /&gt;
* Curriculum Planning&lt;br /&gt;
* Mensa&lt;br /&gt;
* Open Library&lt;br /&gt;
* Co-Learning Space&lt;br /&gt;
* Learning Path Lab&lt;br /&gt;
* Citizen Science Centre&lt;br /&gt;
* 3D-Druck&lt;br /&gt;
* Begrünung und Digitalisierung im Raum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeinsam mit den Bildern arbeiten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Zukunftsbildern möchten wir die Visionsfähigkeit im Hochschulsystem stärken. Wir laden Sie dazu ein, eigene Formate zu entwickeln, um lokal mit relevanten Menschen ins Gespräch zu kommen und Transformationsprozesse anzuregen. Auf [[Methoden für die Arbeit mit Zukunftsbildern|dieser Seite]] geben wir Ihnen Anregungen dafür, wie Sie dabei vorgehen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie die Idee zu den &amp;quot;Realutopien Hochschule 2045&amp;quot; entstand ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inspiration für unser Projekt &amp;quot;Realutopien Hochschule 2045&amp;quot; kam durch den gemeinnützigen Verein Reinventing Society, der 2023 mit seinem Buch &amp;quot;Zukunftsbilder 2045&amp;quot; zu nachhaltigen Städten große Aufmerksamkeit erregte. Die darin entwickelten Realutopien sind kraftvolle Zukunftsbilder, die Hoffnung und Orientierung bieten. Sie haben auch uns bei der DG HochN tief beeindruckt und gaben den Anstoß, ähnliche Zukunftsbilder für Hochschulen zu entwerfen: Wie könnte eine nachhaltige Hochschule im Jahr 2045 konkret aussehen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Seminaren und im Hochschulbetrieb sowie in den Hubs der DG HochN hatten wir zuvor immer wieder beobachtet, dass es selbst engagierten Akteur:innen der Nachhaltigkeit oft schwerfällt, greifbare, konkrete Visionen einer zukunftsfähigen Hochschule zu entwickeln. Abstrakte Begriffe wie Transformation, Klimaschutz oder Nachhaltigkeit sind bekannt – doch wie könnten diese Prinzipien im Hochschulalltag konkret gelebt werden? Unserer Erfahrung nach enden die geäußerten Visionen zu nachhaltigeren Hochschulen häufig nach der Aufzählung von Selbstverständlichkeiten wie entsiegelten Parkflächen, Fahrradständern und Blühwiesen – und je nach Fachdisziplin werden wichtige Aspekte wie das soziale Miteinander häufig ausgeklammert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit Sebastian Vollmar und Lino Zeddies von [https://www.realutopien.de Reinventing Society] haben wir in intensiven Workshops vier Zukunftsbilder erarbeitet, die Sie in dieser Broschüre finden. Dieser kreative Prozess hat uns vor Augen geführt, wie anspruchsvoll es ist, bildhafte Vorstellungen einer erst in Ansätzen sichtbaren Zukunft zu gestalten. Die hier präsentierten Szenarien sind Ausdruck der inneren Vorstellungen und Bildfragmente, die wir als Mitwirkende mitbringen – und zugleich Ergebnis einer sorgfältigen Übersetzung durch die Grafikagentur loomn, mit deren technischer und künstlerischer Unterstützung diese Zukunftsbilder Wirklichkeit auf dem Papier wurden. Zugleich drücken die Bilder auch aus, was gegenwärtig möglich ist: Sie zeigen den Stand des Potenzials der Technik ebenso, wie die für unsere eigenen Ansprüche unbefriedigenden Einschränkungen durch bestehende Architektur-Bilddatenbanken, die leider noch immer von einem sehr spezifischen Menschenbild geprägt sind. Aus diesem Grund finden Sie im DG HochN-Wiki eine Seite zu den Hürden, die unseren Weg säumten und die wir leider nicht alle überwinden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser herzlicher Dank gilt allen, die an diesem Prozess beteiligt waren; für ihre Zeit, ihre Anregungen und ihre Offenheit. Besonders danken wir Sebastian Vollmar für seine inspirierende Begleitung, seine methodische Klarheit und die engagierte Kommunikation mit der Grafikagentur – und für seine Geduld mit unseren eigenen partizipativen Entscheidungsprozessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese vier Realutopien sind ein Anfang und ein Ausgangspunkt für einen hoffentlich lebendigen, fortlaufenden Gestaltungsprozess. Wir laden alle Mitglieder der DG HochN und darüber hinaus alle Interessierten ein, mit eigenen Ideen, Szenarien und Visionen zur Weiterentwicklung dieser Hochschulzukunft beizutragen. Denn je konkreter die Bilder in unserer Vorstellung sind, desto wirkungsvoller können sie als Kompass für nachhaltigsorientierten Wandel dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ordnungsangebote ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unser Gehirn und die Herausforderung von Realutopien ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wie reagiert unser Gehirn auf visionäre Bilder und was bedeutet das für Ihre eigene Vision einer Hochschule 2045?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser Gehirn liebt Sicherheit. Es bevorzugt Bekanntes und fühlt sich am wohlsten, wenn es auf vertraute Muster zurückgreifen kann. Sobald wir aber mit realutopischen Bildern konfrontiert werden – also Visionen, die kreativ und innovativ mögliche Zukünfte zeigen –springt unser Gehirn oft instinktiv in einen &amp;quot;Abwehrmodus&amp;quot;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kritischer Blick:&#039;&#039;&#039; Sofort beginnen wir zu analysieren, was nicht funktionieren kann.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Problemfokussierung:&#039;&#039;&#039; Wir sehen eher die Hindernisse als die Chancen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Realismus-Reflex:&#039;&#039;&#039; Wir sagen uns schnell: &amp;quot;Schön, aber nicht realistisch!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All das ist völlig normal und sogar sinnvoll, weil unser Gehirn uns vor Enttäuschungen oder zu großen Veränderungen schützen möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wie kommen Sie dennoch zu eigenen mutigen Visionen?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Bewusst wahrnehmen:&#039;&#039;&#039; Registrieren Sie Ihre automatische Skepsis, ohne sie sofort ernst zu nehmen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Offene Neugier:&#039;&#039;&#039; Erlauben Sie sich bewusst, das scheinbar Unmögliche einmal ganz ernst zu nehmen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kreativität zulassen:&#039;&#039;&#039; Stellen Sie sich vor, dass Hindernisse überwunden werden können – &amp;quot;Was wäre, wenn es doch möglich wäre?&amp;quot;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Im Dialog entwickeln:&#039;&#039;&#039; Visionen entstehen oft leichter im Austausch mit anderen – nehmen Sie sich Zeit dafür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Visionen entstehen nicht durch realistische Zurückhaltung, sondern durch mutigen Optimismus. Ihr Mut, heute zu denken, was morgen möglich sein könnte, wird die Hochschule von übermorgen gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was genau sind eigentlich Realutopien? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Und wie wirken visionäre Bilder auf unser Denken und Handeln?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Realutopie&amp;quot; ist ein Begriff, der zwei Welten miteinander verbindet: das real Machbare und das visionär Wünschenswerte. Realutopien sind keine Fantastereien, sondern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Visionäre Bilder&#039;&#039;&#039;, die uns eine glaubwürdige Zukunft zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Möglichkeiten&#039;&#039;&#039;, die realisiert werden könnten, wenn wir den Mut haben, heute damit zu beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inspirierende Szenarien&#039;&#039;&#039;, die unsere Kreativität und unseren Mut zu neuen Entscheidungen fördern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Bilder wirken auf besondere Weise in uns:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sie wecken zunächst Irritation, weil sie uns aus der Komfortzone der Gegenwart herauslocken.&lt;br /&gt;
* Sie erzeugen Neugier, indem sie fragen lassen: &amp;quot;Wie könnte es gehen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Sie setzen positive Energie frei, die wir brauchen, um bestehende Strukturen konstruktiv in Frage zu stellen.&lt;br /&gt;
* Sie stärken unsere Fähigkeit, Veränderungen tatsächlich umzusetzen, indem sie attraktive, erstrebenswerte Ziele zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Konfrontation mit Realutopien beginnen Menschen, nicht nur zu hoffen, sondern zu handeln – und genau das ist die größte Kraft dieser Visionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hinweise zur Betrachtung der realutopischen Bilder ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wie Sie die Visionen bewusst auf sich wirken lassen und nutzen können&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Bilder möchten Sie herausfordern und inspirieren. Sie bieten Ihnen keine fertigen Lösungen, sondern Impulse zum eigenen Weiterdenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie die Bilder betrachten, laden wir Sie herzlich ein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Langsam und aufmerksam zu sein:&#039;&#039;&#039; Lassen Sie die Bilder in Ruhe auf sich wirken. Bemerken Sie bewusst Ihre spontanen Gedanken und Gefühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Eigene Reaktionen zu beobachten:&#039;&#039;&#039; Wo spüren Sie Begeisterung oder vielleicht auch Widerstand? Was genau löst Irritation aus?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impulse zu notieren:&#039;&#039;&#039; Schreiben Sie kurze Stichworte zu Ihren Eindrücken auf. Halten Sie fest, was Sie begeistert, was Sie ablehnen oder wo Fragen entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;In den Dialog zu gehen:&#039;&#039;&#039; Teilen Sie Ihre Eindrücke mit Kolleg:innen. Nutzen Sie unterschiedliche Perspektiven, um Ihre Ideen weiterzuentwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Den nächsten Schritt zu überlegen:&#039;&#039;&#039; Fragen Sie sich konkret: &amp;quot;Was würde ich gern aus dieser Vision in meiner Hochschule sehen? Und was könnte mein nächster Schritt dazu sein?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bilder werden wertvoll, wenn sie zu eigenen, persönlichen und gemeinsamen Visionen führen, die Sie aktiv weitergestalten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Digitalisierung und Nachhaltigkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Warum diese Verbindung für Hochschulen zukunftsweisend ist&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den realutopischen Bildern begegnen sich Digitalisierung und Nachhaltigkeit bewusst visionär. Für Hochschulen ist es entscheidend, diese beiden Themen nicht isoliert, sondern vernetzt zu betrachten. Warum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Digitale Technologien als Hebel für Nachhaltigkeit:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Digitalisierung ermöglicht neue Wege der Ressourcenschonung (z. B. durch weniger Mobilität, virtuelle Kooperationen, Effizienzgewinne, flexible Lern- und Arbeitsmodelle).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nachhaltigkeit als ethischer Kompass für Digitalisierung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die nachhaltige Perspektive fordert eine verantwortungsbewusste Nutzung digitaler Technologien (z. B. Umgang mit Energie, Geräte-Produktion und -Entsorgung, Datenschutz und ethische Fragen). Bei der Verbindung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit wird es zudem darum gehen, die Auswirkungen auf das soziale Feld mitzudenken – und bei aller Technologieverliebtheit auch analoge Lösungen in Betracht zu ziehen, um die Resilienz unserer Systeme sicherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Innovative und integrierte Lösungen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Verbindung beider Themen zwingt uns zu systemischem Denken. Das fördert Problemlösungsfähigkeit, Kreativität und gesellschaftliche Verantwortung – Kompetenzen, die zukünftige Generationen dringend benötigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Attraktivität und gesellschaftliche Relevanz der Hochschulen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hochschulen, die Digitalisierung und Nachhaltigkeit verbinden, könnten sich langfristig eine führende Rolle in Forschung, Lehre und gesellschaftlichem Diskurs sichern. Sie setzen Standards, prägen den Diskurs und zeigen attraktive Entwicklungswege auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbindung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit ist damit eine strategische Zukunftsaufgabe. Hochschulen, die sich hier mutig und reflektiert auf den Weg machen, werden wichtige Impulse für die gesellschaftliche Entwicklung des 21. Jahrhunderts geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein Orientierungsangebot für Transformationspfade der Hochschulentwicklung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit unserer Gründung beschäftigt uns in Vorstand und Geschäftsführung der DG HochN die Frage, wie Hochschulen angesichts zahlreicher komplexer Herausforderungen wie Digitalisierung, Internationalisierung oder Klimakrise erfolgreich Schritte im Sinne einer Nachhaltigen Entwicklung gehen können. Mit dem Entwicklungsmodell zur Hochschule 3.0 und 4.0 bieten wir ein theoriegestütztes Konzept dafür an, wie diese Entwicklung aussehen könnte. Es geht nicht darum, etablierte Strukturen einfach zu ersetzen oder zu entwerten, sondern sie zu ergänzen und neu einzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Universität4.0 Giesenbauer 2022 DUZ Special.jpg|gerahmt|Vier Modi von Hochschulen (basierend auf Giesenbauer &amp;amp; Müller-Christ, 2020)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Giesenbauer2020&amp;quot;&amp;gt;Giesenbauer, B. &amp;amp; Müller-Christ, G. (2020). University 4.0: Promoting the Transformation of Higher Education Institutions toward Sustainable Development. &#039;&#039;Sustainability, 12&#039;&#039; (8), 3371. [https://doi.org/10.3390/su12083371 https://doi.org/10.3390/su12083371 &amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;]&amp;lt;/ref&amp;gt;. In Richtung des Modus 4.0 wird Nachhaltige Entwicklung zunehmend als gesamtinstitutionelle Querschnittsaufgabe ernst genommen. (Aus DG HochN, 2022, S. 10)&amp;lt;ref name=&amp;quot;DUZ&amp;quot;&amp;gt;Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen. (2022). &#039;&#039;Gemeinsam Neuland betreten: Hochschulen und Nachhaltige Entwicklung. DUZ Special: 22-11&#039;&#039;. DUZ Verlags- und Medienhaus GmbH. https://www.duz-special.de/de/ausgaben/gemeinsam-neuland-betreten/ &amp;lt;/ref&amp;gt;]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Spiralgrafik Hochschule 4.0 verkuerzt.jpg|alternativtext=|mini|Darstellung der Hochschulentwicklung als additive Spirale: Mit jedem Modus kommt eine neue Facette hinzu und es kann mehr Komplexität bewältigt werden (wodurch das System selbst tendenziell komplexer wird). Gleichzeitig können Subsysteme der Hochschule unterschiedliche Modi abdecken. (basierend auf Giesenbauer, 2021, S. 47&amp;lt;ref name=&amp;quot;Giesenbauer2021&amp;quot;&amp;gt;Giesenbauer, B. (2021). &#039;&#039;Universität 4.0: Komplexität bewältigen und nachhaltige Entwicklung ermöglichen. Entwicklungskorridore systemischer Transformation&#039;&#039; [Dissertation]. Universität Bremen. [http://dx.doi.org/10.26092/elib/1092 http://dx.doi.org/10.26092/elib/1092&amp;gt;]&amp;lt;/ref&amp;gt;)]]&lt;br /&gt;
Das hier dargestellte Entwicklungsmodell liegt den Realutopien Hochschule 2045 teilweise zugrunde oder ergänzt sie konzeptionell. Interessierte können im DG HochN DUZ Special &amp;quot;Gemeinsam Neuland betreten&amp;quot;&amp;lt;ref name=DUZ&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; einen schnellen Überblick zum Modell der Hochschule 4.0 und den dahin führenden Entwicklungsschritten gewinnen. Eine konzeptionelle Herleitung und Einordnung finden Sie bei Giesenbauer &amp;amp; Müller-Christ (2020)&amp;lt;ref name=Giesenbauer2020&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konzepte für eine Hochschule der Zukunft und Realutopien können Hochschulangehörigen dabei helfen, den zunehmend komplexeren und schnell aufeinander folgenden Anforderungen gerecht zu werden – und dabei nicht nur aus Druck und Angst, sondern auch aus Hoffnung und Vorfreude heraus zu handeln. Wenn Hochschulangehörige konkrete Vorstellungen einer wünschenswerten Zukunft entwickeln und darauf hinarbeiten, können Hochschulen in Zeiten der globalen Polykrise zu wirkungskräftigen Change Agents und zu Plattformen für soziale Innovationen werden. Innere Bilder helfen dabei, sich leichter auf Veränderungen wie Öffnungs- und Vernetzungsprozesse sowie auf eine integrativere Hochschulorganisation einzulassen und beispielsweise die Grenzen zwischen Fachdisziplinen und zwischen Hochschulen und Gesellschaft durchlässiger zu gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Zum Weiterlesen====&lt;br /&gt;
{{Literaturhinweis|&lt;br /&gt;
* Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen. (2022). Gemeinsam Neuland betreten: Hochschulen und Nachhaltige Entwicklung. &#039;&#039;DUZ Special: 22-11&#039;&#039;. DUZ Verlags- und Medienhaus GmbH. https://www.duz-special.de/de/ausgaben/gemeinsam-neuland-betreten/&lt;br /&gt;
* Giesenbauer, B. &amp;amp; Müller-Christ, G. (2020). University 4.0: Promoting the Transformation of Higher Education Institutions toward Sustainable Development. &#039;&#039;Sustainability, 12&#039;&#039; (8), 3371. https://doi.org/10.3390/su12083371&lt;br /&gt;
* Giesenbauer, B. (2021). &#039;&#039;Universität 4.0: Komplexität bewältigen und nachhaltige Entwicklung ermöglichen. Entwicklungskorridore systemischer Transformation&#039;&#039; [Dissertation]. Universität Bremen.  http://dx.doi.org/10.26092/elib/1092 &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fazit: Realutopien Hochschule 2045 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stellen wir uns vor:&#039;&#039;&#039; Im Jahr 2045 sind Hochschulen offene Orte geworden: flexibel, nachhaltig, digital, resilient – und mitten in der Gesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Forschung&#039;&#039;&#039; ist offen und verantwortungsvoll. Wissenschaftler:innen arbeiten gemeinsam mit Bürger:innen, Unternehmen und Politik an den großen Fragen unserer Zeit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Lehre&#039;&#039;&#039; ist persönlich und flexibel. Lernende gestalten ihre Wege selbst, unterstützt durch digitale Mentorensysteme, asynchrone Grundlagenveranstaltungen und reale Begegnungen. Bildung für nachhaltige Entwicklung durchzieht alle Studiengänge.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Betrieb&#039;&#039;&#039; ist klimaneutral, ressourcenschonend und digital organisiert. Hochschulen sind Lebensräume, die Gesundheit, Vielfalt und Inklusion aktiv fördern.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Transfer&#039;&#039;&#039; ist ein lebendiger, ko-kreativer Austausch. Hochschulen schaffen öffentliche Wissensräume und ermöglichen Innovationen. Die Transformation von Gesellschaft und Hochschule erfolgt im aktiven Miteinander von hochschulischer und außerhochschulischer Gemeinschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese utopische Raumgestaltung ist in Teilen bereits real: Ähnliche Konzepte werden beispielsweise in skandinavischen Bibliotheken vorgemacht, wie in der Oodi in Helsinki, der Dokk1 in Aarhus oder der Deichman in Oslo. Hochschulen der Zukunft könnten in solchen Settings vor allem die Rolle innehaben, Hüterinnen von Wissen und robusten Methoden zu sein und damit kritische, methodisch geleitete Reflexionsprozesse anzuleiten. Auf diese Weise könnten Hochschulen in der Gesellschaft wirken und Nachhaltige Entwicklung nicht nur beobachten und beschreiben, sondern gemeinsam mit Akteur:innen aus der Gesellschaft voranbringen. Die DG HochN lädt alle Engagierten dazu ein, sich von den Realutopien Hochschule 2045 inspirieren zu lassen und sie weiterzudenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschule der Zukunft ist mehr als ein Lernort. Sie ist ein Motor für Nachhaltige Entwicklung und gesellschaftlichen Wandel. Offen für alle. Gestaltet von allen. Auch von Ihnen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Impressum und Zitationshinweis ===&lt;br /&gt;
Müller-Christ, G., Giesenbauer, B. &amp;amp; Schäfer, E. (2025). &#039;&#039;Realutopien Hochschule 2045&#039;&#039;. Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen e.V. (DG HochN). &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://wiki.dg-hochn.de/wiki/Zukunftsbilder&amp;lt;/nowiki&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Herausgeberin:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen e.V. (DG HochN)&lt;br /&gt;
Koenenkampstr. 32&lt;br /&gt;
28213 Bremen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Service_Learning_BNE_-_Leitfaden&amp;diff=28498</id>
		<title>Service Learning BNE - Leitfaden</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Service_Learning_BNE_-_Leitfaden&amp;diff=28498"/>
		<updated>2026-05-13T14:24:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Senatra_Full_Color_RGB.jpg||450px|alt=Senatra Logo|link=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im vom BMFTR geörderten Projekt [[Senatra – Service Learning und nachhaltige Transformation an Hochschulen|Senatra]] wurde der hochschuldidaktische Leitfaden &amp;quot;Service Learning in der Bildung für  Nachhaltige Entwicklung&amp;quot; entwickelt, der 2026 veröffentlicht wurde&amp;lt;ref name=&amp;quot;Senatra2026&amp;quot;&amp;gt;Hilf, Juliana; Böcher, Michael; Bremer, Ann-Kathrin; Hedemann, Katrin; Rieckmann, Marco &amp;amp; Lindau, Anne-Kathrin. 2026. Service Learning in der Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Ein hochschuldidaktischer Leitfaden. PoWiNE Working Paper – Magdeburger politikwissenschaftliche Beiträge zu Nachhaltigkeit in Forschung und Lehre. Bd. 5 (1/2026). UB Magdeburg. [https://doi.org/10.24352/UB.OVGU-2026-052 https://doi.org/10.24352/UB.OVGU-2026-052]&amp;lt;/ref&amp;gt;.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zielgruppe&#039;&#039;&#039;: Der Leitfaden richtet sich an Lehrende aller Fachrichtungen, insbesondere an diejenigen, die bislang wenig oder keine Erfahrung mit Service Learning haben und nach einer fundierten, praxis-nahen Orientierung für den Einstieg suchen. Angesprochen sind zudem Studiengangsverantwortliche, die Service Learning als Baustein in ihre Curricula integrieren möchten, sowie Mitarbeitende in Transfer-, Nachhaltigkeits-und Hochschuldidaktikstellen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;card&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:{{{bg-color|}}}; border-color:{{{border-color|rgba(123 156 177)}}};&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;word-wrap: break-word; color:{{{text-color|}}};&amp;quot; class=&amp;quot;card-body&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p style=&amp;quot;color:{{{text-color|}}};&amp;quot;class=&amp;quot;card-text&amp;quot;&amp;gt;{{{text|Auf dieser Seite wird der Leitfaden im Überblick dargestellt. Die ausführliche Version steht [https://doi.org/10.24352/UB.OVGU-2026-052 Open Access als PDF zum Download] zur Verfügung.&lt;br /&gt;
}}}&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abstract:&#039;&#039;&#039; Die Hochschullandschaft befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Globale ökologische Krisen, soziale Ungleichheiten und politische Polarisierung machen deutlich, dass Hochschulen nicht nur Orte der Wissensproduktion sind, sondern zentrale Akteurinnen gesellschaftlicher Transformation. Mit der Ausbildung zukünftiger Entscheidungsträger:innen in Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft geht eine Verantwortung einher, die über Forschung und Lehre im engeren Sinne hinausreicht. Hochschulen sind gefordert, ihre Third Mission ernst zu nehmen und sich im Sinne eines Whole Institution Approach als Lern- und Gestaltungsräume nachhaltiger Entwicklung zu verstehen. In der Praxis zeigt sich: Das Bewusstsein für diese Verantwortung ist vielerorts vorhanden. Lehrende, Studiengangsverantwortliche und Studierende engagieren sich zunehmend für partizipative, praxisnahe und reflexive Lehr-Lern-Formate. Selten stößt die Idee, Lehre zukunftsorientiert weiterzuentwickeln, auf grundsätzliche Ablehnung. Gleichzeitig bleiben zentrale Fragen offen und hemmen die Umsetzung: Wo und wie fangen wir an? Wie lassen sich ambitionierte Ziele einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) konkret, realistisch und qualitativ hochwertig in der Hochschullehre umsetzen, ohne bestehende Strukturen vollständig überarbeiten zu müssen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was ist Service Learning? ==&lt;br /&gt;
Service Learning (häufig übersetzt als „Lernen durch Engagement“) ist ein Lehr-Lern-Format, das theoretisch fundiertes, wissenschaftliches Lernen systematisch mit gesellschaftlichem Engagement verknüpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Studierende arbeiten in kleinen Gruppen an realen Projekten mit externen oder hochschulinternen Praxispartner:innen, die an echte Bedarfe und Problemstellungen im Nachhaltigkeitskontext angebunden sind. Kennzeichnend ist, dass alle Beteiligten – Lehrende, Studierende und Praxisakteur:innen – unterschiedliche Wissensformen und Erfahrungen einbringen und in dialogischen Aushandlungsprozessen gemeinsam weiterentwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BoxBlau|text=&#039;&#039;&#039;Kernmerkmal: gegenseitiger Nutzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Service Learning unterscheidet sich von rein ehrenamtlichem Engagement und von klassischen Praxisphasen.&lt;br /&gt;
Lernziele und gesellschaftlicher Mehrwert werden bewusst miteinander verschränkt und durch begleitete Reflexionsphasen abgesichert.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abgrenzung von ähnlichen Formaten (nach Furco 1996)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Service Learning Grafik Furco.png|alt=Grafik Service Learning nach Furco|link=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Abbildung 1: Unterscheidung Service Programme (Furco-Spektrum)&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ Weiterführend: [[Service Learning]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Welche Haltung braucht es? ==&lt;br /&gt;
Service Learning im HBNE-Kontext stellt besondere Anforderungen an die Haltung aller Beteiligten. Das Format bewegt sich in mehreren Spannungsfeldern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* zwischen Wissenschaft und Praxis&lt;br /&gt;
* zwischen Offenheit und Struktur&lt;br /&gt;
* zwischen normativer Zielorientierung und wissenschaftlicher Distanz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Service Learning Grafik Spannungen.png|400px|alt=Grafik Service Learning Achsenkreuzg Spannungen|link=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Abbildung 2: Spannungsverhältnisse im Service Learning (Achsenkreuz mit Offenheit/Struktur und Wissenschaft/Praxis)&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zentrale Haltungselemente für Lehrende:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Transformatives Lernen ermöglichen:&#039;&#039;&#039; Lehrende begleiten Lernprozesse, statt Wissen zu übertragen. Irritation, Reflexion und Auseinandersetzung mit realen Aufgaben sind erwünscht und werden als Lernanlässe interpretiert.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Begegnung auf Augenhöhe:&#039;&#039;&#039; Unterschiedliche Wissensformen und Rationalitäten aller Beteiligten werden anerkannt und als Grundlage produktiver Aushandlungsprozesse verstanden.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Transparente Normativität:&#039;&#039;&#039; Wertorientierungen	(Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit…) werden weder verborgen noch aufgezwungen, sondern transparent gemacht und diskutiert.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wissenschaftliche Qualität wahren:&#039;&#039;&#039; Service Learning reduziert keine akademischen Ansprüche – theoretische Fundierung, analytische Schärfe und kritische Reflexion bleiben zentral.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenstransfer und RIUSL-Modell ==&lt;br /&gt;
Service Learning entfaltet sein Potenzial durch die gezielte Gestaltung von Wissenstransferprozessen – nicht als Einbahnstraße von Wissenschaft in die Praxis, sondern bidirektional.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BoxBlau|text=&#039;&#039;&#039;Das RIUSL-Modell (Research – Integration – Utilization in Service Learning)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwickelt basierend auf dem RIU-Modell (Böcher &amp;amp; Krott, 2016).&lt;br /&gt;
Versteht Wissenstransfer als zirkulären, reflexiven Prozess – nicht als linearen Ablauf.&lt;br /&gt;
Erstreckt sich über das gesamte Semester.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Service Learning RIUSL.png|alt=Grafik Service Learning RIUSL Modell|link=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Abbildung 3: RIUSL-Modell – mit Research / Integration / Utilization und Seminar als Integrationsforum&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die drei Phasen des RIUSL-Modells&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Phase&lt;br /&gt;
!Fokus&lt;br /&gt;
!Im Service-Learning-Seminar&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Research&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Wissenschaftliches Wissen bereitstellen und reflektieren&lt;br /&gt;
|Theorieeinheiten: Konzepte, Modelle, Forschungsergebnisse kennenlernen und auf Projekte beziehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Integration&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Wissenschaft, Praxis und Normativität in Dialog bringen&lt;br /&gt;
|Feedbackschleifen, Übersetzungsarbeit, Reflexion, wechselseitige Selektion wissenschaftlicher Konzepte für Praxisprobleme&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Utilization&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Ergebnisse anwenden, übergeben und weiternutzen&lt;br /&gt;
|Konkrete Produkte, Konzepte oder Maßnahmen an Praxispartner:innen übergeben; Wirkung reflektieren&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rollen im Service Learning ==&lt;br /&gt;
Klare Rollenverteilung ist keine organisatorische Nebensache, sondern eine zentrale didaktische Voraussetzung. Das RIUSL-Modell macht deutlich, dass sich Verantwortung für Wissenstransfer auf unterschiedliche Phasen und Akteur:innen verteilt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Überblick der Rollen&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Akteur:in&lt;br /&gt;
!Rolle&lt;br /&gt;
!Kernverantwortlichkeiten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Lehrende&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Rahmung, Moderation, Qualitätssicherung&lt;br /&gt;
|Curriculare Einbettung, Theorieauswahl, Seminarstruktur, Reflexionsinitiierung, Rollendefinition&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Studierende&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Lernende, Mitgestaltende, Wissensübersetzer:innen&lt;br /&gt;
|Theorieauseinandersetzung, eigenständige Projektarbeit, Übersetzung Wissenschaft ↔ Praxis, Selbstreflexion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Praxispartner:innen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Ko-Produzent:innen, Resonanzraum&lt;br /&gt;
|Reale Bedarfe formulieren, Rückmeldung geben, Umsetzbarkeit einschätzen, Ergebnisse weiternutzen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Hochschule / Institution&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Ermöglichung, Verstetigung&lt;br /&gt;
|Curriculare Verankerung, Ressourcen, Koordinationsstellen, Sichtbarkeit, Third-Mission-Anbindung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Service Learning Akteurinnen.png|700px|alt=Grafik Service Learning Akteurinnen|link=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Abbildung 4: Rollenverteilung im Service Learning (KI-unterstützt erstellt)&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur-Szenarien: Theorie und Praxis im Semester ==&lt;br /&gt;
Wie Theorie- und Praxiseinheiten verknüpft werden, prägt Lernprozesse und Wissenstransfer. Der Leitfaden unterscheidet drei typische Szenarien:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Service Learning Grafik Semesterwochen.png||750px|alt=Grafik Service Semesterweochen|link=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Abbildung 5: Drei Struktur-Szenarien. Semesterwochen 1–14 mit Theorie/Praxis-Blöcken&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Szenario&lt;br /&gt;
!Vorteile&lt;br /&gt;
!Nachteile&lt;br /&gt;
!Geeignet wenn...&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1 – Blöcke (erst Theorie, dann Praxis)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Fokussiertes Arbeiten; kein Parallelwechsel&lt;br /&gt;
|Wenig Praxiszeit; kaum Theorie-Praxis-Verknüpfung im Verlauf&lt;br /&gt;
|Projekte klein und klar umrissen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;2 – Parallel (wöchentlicher Wechsel)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Lange Projektlaufzeit; fortlaufender Theoriebezug&lt;br /&gt;
|Kaum zusammenhängende Theoriephasen; fehlende Grundlagenausbildung zu Beginn&lt;br /&gt;
|Kontinuierliche Projektarbeit gewünscht&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;3 – Integriert (empfohlen)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Solide Grundlagen + wiederkehrende Theorie-Praxis-Verknüpfung; flexible Gruppenanwesenheit&lt;br /&gt;
|Anspruchsvollere Planung; Flexibilität bei Inhalten nötig&lt;br /&gt;
|Projekte mit gewisser Komplexität&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Seminarablauf: Die vier Phasen ==&lt;br /&gt;
Ein Service Learning-Semester gliedert sich idealtypisch in vier Phasen, die den vier übergeordneten Leitfadenphasen (Orientierung, Gestaltung, Wirkung, Konkretisierung) entsprechen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Phase&lt;br /&gt;
!RIUSL-Fokus&lt;br /&gt;
!Zentrale Elemente&lt;br /&gt;
!Ziel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1 – Einstieg &amp;amp; Orientierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Research &amp;amp; Rollenklärung&lt;br /&gt;
|Einführung SL &amp;amp; Thema des Seminars; Vorstellung Praxispartner:innen; Erwartungsklärung; Theoretische Grundlagen&lt;br /&gt;
|Gemeinsames Verständnis von Zielen und Verantwortung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;2 – Projektentwicklung &amp;amp; Aushandlung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Integration&lt;br /&gt;
|Projektkonzepte schärfen; Feedback- &amp;amp; Reflexionsformate; Austausch mit Praxispartner:innen; Zielanpassung&lt;br /&gt;
|Übersetzungsarbeit Wissenschaft ↔ Praxis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;3 – Umsetzung &amp;amp; Begleitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Integration &amp;amp; Utilization&lt;br /&gt;
|Eigenständige Projektarbeit; Check-ins &amp;amp; Feedbackrunden; Reflexion von Herausforderungen&lt;br /&gt;
|Selbstwirksamkeit, Kompetenzentwicklung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;4 – Abschluss, Übergabe &amp;amp; Reflexion&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Utilization &amp;amp; Auswertung&lt;br /&gt;
|Abschlusspräsentationen; Übergabe; gemeinsame Reflexion; Seminar-Evaluation; Anerkennung&lt;br /&gt;
|Lernzyklus abschließen; Anschlussperspektiven eröffnen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ Ausführliche Schritt-für-Schritt-Übersicht: [[Beispiel für einen Ablauf eines Service Learning-Seminars zu Nachhaltigkeit auf dem Campus|Ablauf eines Service Learning-Seminars]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Qualität und typische Fallstricke ==&lt;br /&gt;
Service Learning entfaltet seine Wirkung nicht automatisch. Drei Qualitätsdimensionen sind zentral:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;A – Didaktische Gestaltung und curriculare Einbettung:&#039;&#039;&#039; Service Learning muss integraler Bestandteil des Curriculums sein – nicht  als Add-on. Klare Lernziele, systematische Verzahnung von Theorie-Praxis-Reflexion und transparente Leistungsanforderungen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;B – Kooperation, Rollenklärung und Aushandlung:&#039;&#039;&#039; Frühzeitige Abstimmung mit Praxispartner:innen, klar definierte Verantwortlichkeiten, Zusammenarbeit auf Augenhöhe.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;C – Wissenstransfer, Wirkung und Verstetigung:&#039;&#039;&#039; Projekte auf reale Bedarfe ausrichten; klare Übergabeformate; Reflexion über Wirkung; institutionelle Anbindung.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Häufige Fallstricke und Präventionstipps&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Fallstrick&lt;br /&gt;
!Präventionstipp&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Unklare Erwartungen zu Semesterbeginn&lt;br /&gt;
|Zu Semesterstart Rollen, Ziele, Anforderungen und Zeitaufwand explizit klären (z. B. Kooperationsvereinbarung)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Überambitionierte oder vage Projektaufgaben&lt;br /&gt;
|Projekte bereits in der Planungsphase skalieren: Was ist in einem Semester realistisch? Must haves vs. nice to haves?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Theorieinhalte nicht auf Projekte abgestimmt&lt;br /&gt;
|Von den Projekten her denken: typische Fragen und Stolpersteine identifizieren, darauf aufbauend Konzepte auswählen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zu wenig Zeit für Reflexion&lt;br /&gt;
|Feste Reflexionsslots einplanen (Check-ins, Zwischenreflexionen, Abschlussreflexion)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Instrumentalisierende Rollenverständnisse&lt;br /&gt;
|Service Learning klar als Lehr-Lern-Format kommunizieren – kein Praktikum, keine günstige Arbeitskraft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Mangelnde institutionelle Unterstützung&lt;br /&gt;
|Frühzeitig Transfer-/Nachhaltigkeitsstellen einbinden; Service Learning in Modulhandbüchern sichtbar machen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Links und Ressourcen ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Service Learning (Grundlagen):&#039;&#039;&#039; [[Service Learning|wiki.dg-hochn.de/wiki/Service_Learning]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Praxisbeispiele:&#039;&#039;&#039; [[Beispiele für Service Learning-Projekte zu nachhaltiger Transformation auf dem Campus und in der Region|wiki.dg-hochn.de/wiki/Beispiele_für_Service_Learning-Projekte…]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Seminarablauf:&#039;&#039;&#039; [[Beispiel für einen Ablauf eines Service Learning-Seminars zu Nachhaltigkeit auf dem Campus|wiki.dg-hochn.de/wiki/Beispiel_für_einen_Ablauf…]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Podcast:&#039;&#039;&#039; Re: Nachhaltige Hochschulen, [https://open.spotify.com/episode/0BBVPN1z5glkN1yaKSdT48?si=0da63fb66a204160 Folge #10 – Service Learning im Fokus: Neue Wege für Lehre und Nachhaltigkeit]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leitfaden (Open Access)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref name=Senatra2026&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Category:Lehre]] [[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Dokumentation_der_Netzwerkveranstaltung_INNO4BNE_2023&amp;diff=28497</id>
		<title>Dokumentation der Netzwerkveranstaltung INNO4BNE 2023</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Dokumentation_der_Netzwerkveranstaltung_INNO4BNE_2023&amp;diff=28497"/>
		<updated>2026-05-13T12:54:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{#set:Has parent page=Projektseite INNO4BNE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;toclimit-2&amp;quot;&amp;gt;__TOC__&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Bild_f%C3%BCr_Post_INNO4BNE.png|alt=Alternativer Text|link=]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rückblick==&lt;br /&gt;
Vom 19. bis 20. Oktober 2023 lud der Hub &amp;quot;Innovative Lehrformate für BNE&amp;quot; zum Netzwerktreffen in das Betahaus Schanze in Hamburg ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zwei Tage des Netzwerktreffens bestanden aus vielen Möglichkeiten sich miteinander zu vernetzen. Außerdem wurden Leitfäden, Frameworks, Konzepte und Orientierungsbilder an verschiedenen Thementischen erarbeitet. Die Ergebnisse des inhaltlichen Teils des Treffens werden auf dieser Seite festgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Expander|Programm|[[Datei:Programm Netzwerktreffen INNO4BNE aktuell.pdf|links|rahmenlos|600x600px]]&amp;lt;br&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ergebnisse der Thementische==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Cardsimple&lt;br /&gt;
  |bg-color=rgb(221, 174, 131)&lt;br /&gt;
  |text=[[Nachhaltigkeit_und_Zukünfte_(Thementisch_1)|Nachhaltigkeit und Zukünfte (Thementisch 1)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Cardsimple&lt;br /&gt;
  |bg-color=rgb(221, 174, 131)&lt;br /&gt;
  |text=[[How_to_OER%3F_(Tisch_2)|How to OER? (Tisch 2)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Cardsimple&lt;br /&gt;
  |bg-color=rgb(221, 174, 131)&lt;br /&gt;
  |text=[[BNE-Weiterbildungen_als_Rahmen_zum_Entwickeln_von_innovativen_Lehrformaten_für_BNE_(Thementisch_3%2B4)|BNE-Weiterbildungen als Rahmen zum Entwickeln von innovativen Lehrformaten für BNE (Thementisch 3+4)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Cardsimple&lt;br /&gt;
  |bg-color=rgb(221, 174, 131)&lt;br /&gt;
  |text=[[Sieben_Schritte_der_Integration_von_BNE_in_die_Lehre_(Thementisch_5_%2B_6)|Sieben Schritte der Integration von BNE in die Lehre (Thementisch 5 + 6)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Cardsimple&lt;br /&gt;
  |bg-color=rgb(221, 174, 131)&lt;br /&gt;
  |text=[[BNE_Zertifikate_für_Studierende_(Thementisch_7_%2B_8)|BNE Zertifikate für Studierende (Thementisch 7 + 8)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Cardsimple&lt;br /&gt;
  |bg-color=rgb(221, 174, 131)&lt;br /&gt;
  |text=[[BNE_infiltrativ:_Institutionen_und_Verantwortliche_im_Hochschulsystem_adressieren_(Thementisch_9)|BNE infiltrativ: Institutionen und Verantwortliche im Hochschulsystem adressieren (Thementisch 9)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ergebnisse des Open Space==&lt;br /&gt;
{{Cardsimple&lt;br /&gt;
  |bg-color=rgb(221, 174, 131)&lt;br /&gt;
  |text=[[Zukunftsnarrative]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Cardsimple&lt;br /&gt;
  |bg-color=rgb(221, 174, 131)&lt;br /&gt;
  |text=BNE und Kunst&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Cardsimple&lt;br /&gt;
  |bg-color=rgb(221, 174, 131)&lt;br /&gt;
  |text=[[Gemeinsamer Rahmen für BNE-Zertifikate]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Cardsimple&lt;br /&gt;
  |bg-color=rgb(221, 174, 131)&lt;br /&gt;
  |text=[[Weiterbildung für Hochschul-Lehrende &amp;amp; wissenschaftliche Mitarbeitende in zwei Staffeln, mit online Beratung und OER Kurs-Materialien (Open Space INNO4BNE 2023)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fazit==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wortwolke Blitzlicht Netzwerktreffen INNO4BNE.png|x400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Netzwerktreffen bot einen nährreichen Boden, um sich in alten und neuen Arbeitskreisen zusammenzufinden und gemeinsam etwas zu entwickeln. Nach einer längeren Phase des Netzwerkens, in Form eines Speed-Datings, konnten die Teilnehmenden sich an Thementischen zu den oben aufgeführten Themen informieren. Die Challenge jedes Thementisches Betsand darin, ein Poster zu erstellen. Dieses Poster sollte fundamentale Bestandteile der Thematiken und ggf. nächste notwendige und sinnvolle Schritte beinhalten. Zusätzlich konnten sich eigene Themengruppen im Open Space formen. Hier wurden die Thementische sogar aufgegriffen und weitergedacht. In den Dokumentationen werden die Inhalte der Poster und des Open Space verschriftlicht festgehalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sind begeistert, dass das Netzwerktreffen in allen Teilnehmenden nachklingt und viele interessante Impulse mitgegeben hat. Dadurch freuen wir uns noch mehr auf das zweite Netzwerktreffen im Jahr 2024!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eindrücke des Netzwerktreffens in Fotos==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P1020831.JPG |alt=&lt;br /&gt;
Datei:P1020480.JPG |alt=&lt;br /&gt;
Datei:P1020500.JPG |alt=&lt;br /&gt;
Datei:P1020549.JPG |alt=&lt;br /&gt;
Datei:P1020553.JPG |alt=&lt;br /&gt;
Datei:P1020561.JPG |alt=&lt;br /&gt;
Datei:P1020596.JPG |alt=&lt;br /&gt;
Datei:P1020603.JPG |alt=&lt;br /&gt;
Datei:P1020610.JPG |alt=&lt;br /&gt;
Datei:P1020626.JPG |alt=&lt;br /&gt;
Datei:P1020629.JPG |alt=&lt;br /&gt;
Datei:P1020735.JPG |alt=&lt;br /&gt;
Datei:P1020765.JPG |alt=&lt;br /&gt;
Datei:P1020827.JPG |alt=&lt;br /&gt;
Datei:P1020521.JPG |alt=&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Projekt]][[Kategorie:INNO4BNE]][[Kategorie:Lehre]][[Kategorie:Hubs der DG HochN]][[Kategorie:Hub – Innovative Lehrformate für BNE]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Service_Learning_BNE_-_Leitfaden&amp;diff=28441</id>
		<title>Service Learning BNE - Leitfaden</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Service_Learning_BNE_-_Leitfaden&amp;diff=28441"/>
		<updated>2026-05-06T12:39:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BG: /* Struktur-Szenarien: Theorie und Praxis im Semester */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Im vom BMFTR geörderten Projekt [[Senatra – Service Learning und nachhaltige Transformation an Hochschulen|Senatra]] wurde der hochschuldidaktische Leitfaden &amp;quot;Service Learning in der Bildung für  Nachhaltige Entwicklung&amp;quot; entwickelt, der 2026 veröffentlicht wurde&amp;lt;ref name=&amp;quot;Senatra2026&amp;quot;&amp;gt;Hilf, Juliana; Böcher, Michael; Bremer, Ann-Kathrin; Hedemann, Katrin; Rieckmann, Marco &amp;amp; Lindau, Anne-Kathrin. 2026. Service Learning in der Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Ein hochschuldidaktischer Leitfaden. PoWiNE Working Paper – Magdeburger politikwissenschaftliche Beiträge zu Nachhaltigkeit in Forschung und Lehre. Bd. 5 (1/2026). UB Magdeburg. [https://doi.org/10.24352/UB.OVGU-2026-052 https://doi.org/10.24352/UB.OVGU-2026-052]&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zielgruppe&#039;&#039;&#039;: Der Leitfaden richtet sich an Lehrende aller Fachrichtungen, insbesondere an diejenigen, die bislang wenig oder keine Erfahrung mit Service Learning haben und nach einer fundierten, praxis-nahen Orientierung für den Einstieg suchen. Angesprochen sind zudem Studiengangsverantwortliche, die Service Learning als Baustein in ihre Curricula integrieren möchten, sowie Mitarbeitende in Transfer-, Nachhaltigkeits-und Hochschuldidaktikstellen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;card&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:{{{bg-color|}}}; border-color:{{{border-color|rgba(123 156 177)}}};&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;word-wrap: break-word; color:{{{text-color|}}};&amp;quot; class=&amp;quot;card-body&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p style=&amp;quot;color:{{{text-color|}}};&amp;quot;class=&amp;quot;card-text&amp;quot;&amp;gt;{{{text|Auf dieser Seite wird der Leitfaden im Überblick dargestellt. Die ausführliche Version steht [https://doi.org/10.24352/UB.OVGU-2026-052 Open Access als PDF zum Download] zur Verfügung.&lt;br /&gt;
}}}&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abstract:&#039;&#039;&#039; Die Hochschullandschaft befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Globale ökologische Krisen, soziale Ungleichheiten und politische Polarisierung machen deutlich, dass Hochschulen nicht nur Orte der Wissensproduktion sind, sondern zentrale Akteurinnen gesellschaftlicher Transformation. Mit der Ausbildung zukünftiger Entscheidungsträger:innen in Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft geht eine Verantwortung einher, die über Forschung und Lehre im engeren Sinne hinausreicht. Hochschulen sind gefordert, ihre Third Mission ernst zu nehmen und sich im Sinne eines Whole Institution Approach als Lern- und Gestaltungsräume nachhaltiger Entwicklung zu verstehen. In der Praxis zeigt sich: Das Bewusstsein für diese Verantwortung ist vielerorts vorhanden. Lehrende, Studiengangsverantwortliche und Studierende engagieren sich zunehmend für partizipative, praxisnahe und reflexive Lehr-Lern-Formate. Selten stößt die Idee, Lehre zukunftsorientiert weiterzuentwickeln, auf grundsätzliche Ablehnung. Gleichzeitig bleiben zentrale Fragen offen und hemmen die Umsetzung: Wo und wie fangen wir an? Wie lassen sich ambitionierte Ziele einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) konkret, realistisch und qualitativ hochwertig in der Hochschullehre umsetzen, ohne bestehende Strukturen vollständig überarbeiten zu müssen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was ist Service Learning? ==&lt;br /&gt;
Service Learning (häufig übersetzt als „Lernen durch Engagement“) ist ein Lehr-Lern-Format, das theoretisch fundiertes, wissenschaftliches Lernen systematisch mit gesellschaftlichem Engagement verknüpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Studierende arbeiten in kleinen Gruppen an realen Projekten mit externen oder hochschulinternen Praxispartner:innen, die an echte Bedarfe und Problemstellungen im Nachhaltigkeitskontext angebunden sind. Kennzeichnend ist, dass alle Beteiligten – Lehrende, Studierende und Praxisakteur:innen – unterschiedliche Wissensformen und Erfahrungen einbringen und in dialogischen Aushandlungsprozessen gemeinsam weiterentwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BoxBlau|text=&#039;&#039;&#039;Kernmerkmal: gegenseitiger Nutzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Service Learning unterscheidet sich von rein ehrenamtlichem Engagement und von klassischen Praxisphasen.&lt;br /&gt;
Lernziele und gesellschaftlicher Mehrwert werden bewusst miteinander verschränkt und durch begleitete Reflexionsphasen abgesichert.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abgrenzung von ähnlichen Formaten (nach Furco 1996)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Service Learning Grafik Furco.png|alt=Grafik Service Learning nach Furco|link=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Abbildung 1: Unterscheidung Service Programme (Furco-Spektrum)&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ Weiterführend: [[Service Learning]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Welche Haltung braucht es? ==&lt;br /&gt;
Service Learning im HBNE-Kontext stellt besondere Anforderungen an die Haltung aller Beteiligten. Das Format bewegt sich in mehreren Spannungsfeldern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* zwischen Wissenschaft und Praxis&lt;br /&gt;
* zwischen Offenheit und Struktur&lt;br /&gt;
* zwischen normativer Zielorientierung und wissenschaftlicher Distanz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Service Learning Grafik Spannungen.png|400px|alt=Grafik Service Learning Achsenkreuzg Spannungen|link=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Abbildung 2: Spannungsverhältnisse im Service Learning (Achsenkreuz mit Offenheit/Struktur und Wissenschaft/Praxis)&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zentrale Haltungselemente für Lehrende:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Transformatives Lernen ermöglichen:&#039;&#039;&#039; Lehrende begleiten Lernprozesse, statt Wissen zu übertragen. Irritation, Reflexion und Auseinandersetzung mit realen Aufgaben sind erwünscht und werden als Lernanlässe interpretiert.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Begegnung auf Augenhöhe:&#039;&#039;&#039; Unterschiedliche Wissensformen und Rationalitäten aller Beteiligten werden anerkannt und als Grundlage produktiver Aushandlungsprozesse verstanden.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Transparente Normativität:&#039;&#039;&#039; Wertorientierungen	(Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit…) werden weder verborgen noch aufgezwungen, sondern transparent gemacht und diskutiert.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wissenschaftliche Qualität wahren:&#039;&#039;&#039; Service Learning reduziert keine akademischen Ansprüche – theoretische Fundierung, analytische Schärfe und kritische Reflexion bleiben zentral.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenstransfer und RIUSL-Modell ==&lt;br /&gt;
Service Learning entfaltet sein Potenzial durch die gezielte Gestaltung von Wissenstransferprozessen – nicht als Einbahnstraße von Wissenschaft in die Praxis, sondern bidirektional.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BoxBlau|text=&#039;&#039;&#039;Das RIUSL-Modell (Research – Integration – Utilization in Service Learning)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwickelt basierend auf dem RIU-Modell (Böcher &amp;amp; Krott, 2016).&lt;br /&gt;
Versteht Wissenstransfer als zirkulären, reflexiven Prozess – nicht als linearen Ablauf.&lt;br /&gt;
Erstreckt sich über das gesamte Semester.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Service Learning RIUSL.png|alt=Grafik Service Learning RIUSL Modell|link=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Abbildung 3: RIUSL-Modell – mit Research / Integration / Utilization und Seminar als Integrationsforum&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die drei Phasen des RIUSL-Modells&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Phase&lt;br /&gt;
!Fokus&lt;br /&gt;
!Im Service-Learning-Seminar&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Research&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Wissenschaftliches Wissen bereitstellen und reflektieren&lt;br /&gt;
|Theorieeinheiten: Konzepte, Modelle, Forschungsergebnisse kennenlernen und auf Projekte beziehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Integration&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Wissenschaft, Praxis und Normativität in Dialog bringen&lt;br /&gt;
|Feedbackschleifen, Übersetzungsarbeit, Reflexion, wechselseitige Selektion wissenschaftlicher Konzepte für Praxisprobleme&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Utilization&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Ergebnisse anwenden, übergeben und weiternutzen&lt;br /&gt;
|Konkrete Produkte, Konzepte oder Maßnahmen an Praxispartner:innen übergeben; Wirkung reflektieren&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rollen im Service Learning ==&lt;br /&gt;
Klare Rollenverteilung ist keine organisatorische Nebensache, sondern eine zentrale didaktische Voraussetzung. Das RIUSL-Modell macht deutlich, dass sich Verantwortung für Wissenstransfer auf unterschiedliche Phasen und Akteur:innen verteilt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Überblick der Rollen&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Akteur:in&lt;br /&gt;
!Rolle&lt;br /&gt;
!Kernverantwortlichkeiten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Lehrende&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Rahmung, Moderation, Qualitätssicherung&lt;br /&gt;
|Curriculare Einbettung, Theorieauswahl, Seminarstruktur, Reflexionsinitiierung, Rollendefinition&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Studierende&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Lernende, Mitgestaltende, Wissensübersetzer:innen&lt;br /&gt;
|Theorieauseinandersetzung, eigenständige Projektarbeit, Übersetzung Wissenschaft ↔ Praxis, Selbstreflexion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Praxispartner:innen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Ko-Produzent:innen, Resonanzraum&lt;br /&gt;
|Reale Bedarfe formulieren, Rückmeldung geben, Umsetzbarkeit einschätzen, Ergebnisse weiternutzen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Hochschule / Institution&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Ermöglichung, Verstetigung&lt;br /&gt;
|Curriculare Verankerung, Ressourcen, Koordinationsstellen, Sichtbarkeit, Third-Mission-Anbindung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Service Learning Akteurinnen.png|700px|alt=Grafik Service Learning Akteurinnen|link=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Abbildung 4: Rollenverteilung im Service Learning (KI-unterstützt erstellt)&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur-Szenarien: Theorie und Praxis im Semester ==&lt;br /&gt;
Wie Theorie- und Praxiseinheiten verknüpft werden, prägt Lernprozesse und Wissenstransfer. Der Leitfaden unterscheidet drei typische Szenarien:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Service Learning Grafik Semesterwochen.png||750px|alt=Grafik Service Semesterweochen|link=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Abbildung 5: Drei Struktur-Szenarien. Semesterwochen 1–14 mit Theorie/Praxis-Blöcken&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Szenario&lt;br /&gt;
!Vorteile&lt;br /&gt;
!Nachteile&lt;br /&gt;
!Geeignet wenn...&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1 – Blöcke (erst Theorie, dann Praxis)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Fokussiertes Arbeiten; kein Parallelwechsel&lt;br /&gt;
|Wenig Praxiszeit; kaum Theorie-Praxis-Verknüpfung im Verlauf&lt;br /&gt;
|Projekte klein und klar umrissen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;2 – Parallel (wöchentlicher Wechsel)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Lange Projektlaufzeit; fortlaufender Theoriebezug&lt;br /&gt;
|Kaum zusammenhängende Theoriephasen; fehlende Grundlagenausbildung zu Beginn&lt;br /&gt;
|Kontinuierliche Projektarbeit gewünscht&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;3 – Integriert (empfohlen)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Solide Grundlagen + wiederkehrende Theorie-Praxis-Verknüpfung; flexible Gruppenanwesenheit&lt;br /&gt;
|Anspruchsvollere Planung; Flexibilität bei Inhalten nötig&lt;br /&gt;
|Projekte mit gewisser Komplexität&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Seminarablauf: Die vier Phasen ==&lt;br /&gt;
Ein Service Learning-Semester gliedert sich idealtypisch in vier Phasen, die den vier übergeordneten Leitfadenphasen (Orientierung, Gestaltung, Wirkung, Konkretisierung) entsprechen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Phase&lt;br /&gt;
!RIUSL-Fokus&lt;br /&gt;
!Zentrale Elemente&lt;br /&gt;
!Ziel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1 – Einstieg &amp;amp; Orientierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Research &amp;amp; Rollenklärung&lt;br /&gt;
|Einführung SL &amp;amp; Thema des Seminars; Vorstellung Praxispartner:innen; Erwartungsklärung; Theoretische Grundlagen&lt;br /&gt;
|Gemeinsames Verständnis von Zielen und Verantwortung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;2 – Projektentwicklung &amp;amp; Aushandlung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Integration&lt;br /&gt;
|Projektkonzepte schärfen; Feedback- &amp;amp; Reflexionsformate; Austausch mit Praxispartner:innen; Zielanpassung&lt;br /&gt;
|Übersetzungsarbeit Wissenschaft ↔ Praxis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;3 – Umsetzung &amp;amp; Begleitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Integration &amp;amp; Utilization&lt;br /&gt;
|Eigenständige Projektarbeit; Check-ins &amp;amp; Feedbackrunden; Reflexion von Herausforderungen&lt;br /&gt;
|Selbstwirksamkeit, Kompetenzentwicklung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;4 – Abschluss, Übergabe &amp;amp; Reflexion&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Utilization &amp;amp; Auswertung&lt;br /&gt;
|Abschlusspräsentationen; Übergabe; gemeinsame Reflexion; Seminar-Evaluation; Anerkennung&lt;br /&gt;
|Lernzyklus abschließen; Anschlussperspektiven eröffnen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ Ausführliche Schritt-für-Schritt-Übersicht: [[Beispiel für einen Ablauf eines Service Learning-Seminars zu Nachhaltigkeit auf dem Campus|Ablauf eines Service Learning-Seminars]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Qualität und typische Fallstricke ==&lt;br /&gt;
Service Learning entfaltet seine Wirkung nicht automatisch. Drei Qualitätsdimensionen sind zentral:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;A – Didaktische Gestaltung und curriculare Einbettung:&#039;&#039;&#039; Service Learning muss integraler Bestandteil des Curriculums sein – nicht  als Add-on. Klare Lernziele, systematische Verzahnung von Theorie-Praxis-Reflexion und transparente Leistungsanforderungen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;B – Kooperation, Rollenklärung und Aushandlung:&#039;&#039;&#039; Frühzeitige Abstimmung mit Praxispartner:innen, klar definierte Verantwortlichkeiten, Zusammenarbeit auf Augenhöhe.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;C – Wissenstransfer, Wirkung und Verstetigung:&#039;&#039;&#039; Projekte auf reale Bedarfe ausrichten; klare Übergabeformate; Reflexion über Wirkung; institutionelle Anbindung.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Häufige Fallstricke und Präventionstipps&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Fallstrick&lt;br /&gt;
!Präventionstipp&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Unklare Erwartungen zu Semesterbeginn&lt;br /&gt;
|Zu Semesterstart Rollen, Ziele, Anforderungen und Zeitaufwand explizit klären (z. B. Kooperationsvereinbarung)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Überambitionierte oder vage Projektaufgaben&lt;br /&gt;
|Projekte bereits in der Planungsphase skalieren: Was ist in einem Semester realistisch? Must haves vs. nice to haves?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Theorieinhalte nicht auf Projekte abgestimmt&lt;br /&gt;
|Von den Projekten her denken: typische Fragen und Stolpersteine identifizieren, darauf aufbauend Konzepte auswählen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zu wenig Zeit für Reflexion&lt;br /&gt;
|Feste Reflexionsslots einplanen (Check-ins, Zwischenreflexionen, Abschlussreflexion)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Instrumentalisierende Rollenverständnisse&lt;br /&gt;
|Service Learning klar als Lehr-Lern-Format kommunizieren – kein Praktikum, keine günstige Arbeitskraft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Mangelnde institutionelle Unterstützung&lt;br /&gt;
|Frühzeitig Transfer-/Nachhaltigkeitsstellen einbinden; Service Learning in Modulhandbüchern sichtbar machen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Links und Ressourcen ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Service Learning (Grundlagen):&#039;&#039;&#039; [[Service Learning|wiki.dg-hochn.de/wiki/Service_Learning]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Praxisbeispiele:&#039;&#039;&#039; [[Beispiele für Service Learning-Projekte zu nachhaltiger Transformation auf dem Campus und in der Region|wiki.dg-hochn.de/wiki/Beispiele_für_Service_Learning-Projekte…]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Seminarablauf:&#039;&#039;&#039; [[Beispiel für einen Ablauf eines Service Learning-Seminars zu Nachhaltigkeit auf dem Campus|wiki.dg-hochn.de/wiki/Beispiel_für_einen_Ablauf…]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leitfaden (Open Access)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref name=Senatra2026&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Category:Lehre]] [[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Service_Learning_BNE_-_Leitfaden&amp;diff=28440</id>
		<title>Service Learning BNE - Leitfaden</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Service_Learning_BNE_-_Leitfaden&amp;diff=28440"/>
		<updated>2026-05-06T12:18:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Im vom BMFTR geörderten Projekt [[Senatra – Service Learning und nachhaltige Transformation an Hochschulen|Senatra]] wurde der hochschuldidaktische Leitfaden &amp;quot;Service Learning in der Bildung für  Nachhaltige Entwicklung&amp;quot; entwickelt, der 2026 veröffentlicht wurde&amp;lt;ref name=&amp;quot;Senatra2026&amp;quot;&amp;gt;Hilf, Juliana; Böcher, Michael; Bremer, Ann-Kathrin; Hedemann, Katrin; Rieckmann, Marco &amp;amp; Lindau, Anne-Kathrin. 2026. Service Learning in der Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Ein hochschuldidaktischer Leitfaden. PoWiNE Working Paper – Magdeburger politikwissenschaftliche Beiträge zu Nachhaltigkeit in Forschung und Lehre. Bd. 5 (1/2026). UB Magdeburg. [https://doi.org/10.24352/UB.OVGU-2026-052 https://doi.org/10.24352/UB.OVGU-2026-052]&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zielgruppe&#039;&#039;&#039;: Der Leitfaden richtet sich an Lehrende aller Fachrichtungen, insbesondere an diejenigen, die bislang wenig oder keine Erfahrung mit Service Learning haben und nach einer fundierten, praxis-nahen Orientierung für den Einstieg suchen. Angesprochen sind zudem Studiengangsverantwortliche, die Service Learning als Baustein in ihre Curricula integrieren möchten, sowie Mitarbeitende in Transfer-, Nachhaltigkeits-und Hochschuldidaktikstellen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;card&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:{{{bg-color|}}}; border-color:{{{border-color|rgba(123 156 177)}}};&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;word-wrap: break-word; color:{{{text-color|}}};&amp;quot; class=&amp;quot;card-body&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p style=&amp;quot;color:{{{text-color|}}};&amp;quot;class=&amp;quot;card-text&amp;quot;&amp;gt;{{{text|Auf dieser Seite wird der Leitfaden im Überblick dargestellt. Die ausführliche Version steht [https://doi.org/10.24352/UB.OVGU-2026-052 Open Access als PDF zum Download] zur Verfügung.&lt;br /&gt;
}}}&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abstract:&#039;&#039;&#039; Die Hochschullandschaft befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Globale ökologische Krisen, soziale Ungleichheiten und politische Polarisierung machen deutlich, dass Hochschulen nicht nur Orte der Wissensproduktion sind, sondern zentrale Akteurinnen gesellschaftlicher Transformation. Mit der Ausbildung zukünftiger Entscheidungsträger:innen in Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft geht eine Verantwortung einher, die über Forschung und Lehre im engeren Sinne hinausreicht. Hochschulen sind gefordert, ihre Third Mission ernst zu nehmen und sich im Sinne eines Whole Institution Approach als Lern- und Gestaltungsräume nachhaltiger Entwicklung zu verstehen. In der Praxis zeigt sich: Das Bewusstsein für diese Verantwortung ist vielerorts vorhanden. Lehrende, Studiengangsverantwortliche und Studierende engagieren sich zunehmend für partizipative, praxisnahe und reflexive Lehr-Lern-Formate. Selten stößt die Idee, Lehre zukunftsorientiert weiterzuentwickeln, auf grundsätzliche Ablehnung. Gleichzeitig bleiben zentrale Fragen offen und hemmen die Umsetzung: Wo und wie fangen wir an? Wie lassen sich ambitionierte Ziele einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) konkret, realistisch und qualitativ hochwertig in der Hochschullehre umsetzen, ohne bestehende Strukturen vollständig überarbeiten zu müssen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was ist Service Learning? ==&lt;br /&gt;
Service Learning (häufig übersetzt als „Lernen durch Engagement“) ist ein Lehr-Lern-Format, das theoretisch fundiertes, wissenschaftliches Lernen systematisch mit gesellschaftlichem Engagement verknüpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Studierende arbeiten in kleinen Gruppen an realen Projekten mit externen oder hochschulinternen Praxispartner:innen, die an echte Bedarfe und Problemstellungen im Nachhaltigkeitskontext angebunden sind. Kennzeichnend ist, dass alle Beteiligten – Lehrende, Studierende und Praxisakteur:innen – unterschiedliche Wissensformen und Erfahrungen einbringen und in dialogischen Aushandlungsprozessen gemeinsam weiterentwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BoxBlau|text=&#039;&#039;&#039;Kernmerkmal: gegenseitiger Nutzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Service Learning unterscheidet sich von rein ehrenamtlichem Engagement und von klassischen Praxisphasen.&lt;br /&gt;
Lernziele und gesellschaftlicher Mehrwert werden bewusst miteinander verschränkt und durch begleitete Reflexionsphasen abgesichert.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abgrenzung von ähnlichen Formaten (nach Furco 1996)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Service Learning Grafik Furco.png|alt=Grafik Service Learning nach Furco|link=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Abbildung 1: Unterscheidung Service Programme (Furco-Spektrum)&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ Weiterführend: [[Service Learning]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Welche Haltung braucht es? ==&lt;br /&gt;
Service Learning im HBNE-Kontext stellt besondere Anforderungen an die Haltung aller Beteiligten. Das Format bewegt sich in mehreren Spannungsfeldern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* zwischen Wissenschaft und Praxis&lt;br /&gt;
* zwischen Offenheit und Struktur&lt;br /&gt;
* zwischen normativer Zielorientierung und wissenschaftlicher Distanz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Service Learning Grafik Spannungen.png|400px|alt=Grafik Service Learning Achsenkreuzg Spannungen|link=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Abbildung 2: Spannungsverhältnisse im Service Learning (Achsenkreuz mit Offenheit/Struktur und Wissenschaft/Praxis)&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zentrale Haltungselemente für Lehrende:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Transformatives Lernen ermöglichen:&#039;&#039;&#039; Lehrende begleiten Lernprozesse, statt Wissen zu übertragen. Irritation, Reflexion und Auseinandersetzung mit realen Aufgaben sind erwünscht und werden als Lernanlässe interpretiert.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Begegnung auf Augenhöhe:&#039;&#039;&#039; Unterschiedliche Wissensformen und Rationalitäten aller Beteiligten werden anerkannt und als Grundlage produktiver Aushandlungsprozesse verstanden.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Transparente Normativität:&#039;&#039;&#039; Wertorientierungen	(Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit…) werden weder verborgen noch aufgezwungen, sondern transparent gemacht und diskutiert.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wissenschaftliche Qualität wahren:&#039;&#039;&#039; Service Learning reduziert keine akademischen Ansprüche – theoretische Fundierung, analytische Schärfe und kritische Reflexion bleiben zentral.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenstransfer und RIUSL-Modell ==&lt;br /&gt;
Service Learning entfaltet sein Potenzial durch die gezielte Gestaltung von Wissenstransferprozessen – nicht als Einbahnstraße von Wissenschaft in die Praxis, sondern bidirektional.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BoxBlau|text=&#039;&#039;&#039;Das RIUSL-Modell (Research – Integration – Utilization in Service Learning)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwickelt basierend auf dem RIU-Modell (Böcher &amp;amp; Krott, 2016).&lt;br /&gt;
Versteht Wissenstransfer als zirkulären, reflexiven Prozess – nicht als linearen Ablauf.&lt;br /&gt;
Erstreckt sich über das gesamte Semester.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Service Learning RIUSL.png|alt=Grafik Service Learning RIUSL Modell|link=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Abbildung 3: RIUSL-Modell – mit Research / Integration / Utilization und Seminar als Integrationsforum&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die drei Phasen des RIUSL-Modells&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Phase&lt;br /&gt;
!Fokus&lt;br /&gt;
!Im Service-Learning-Seminar&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Research&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Wissenschaftliches Wissen bereitstellen und reflektieren&lt;br /&gt;
|Theorieeinheiten: Konzepte, Modelle, Forschungsergebnisse kennenlernen und auf Projekte beziehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Integration&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Wissenschaft, Praxis und Normativität in Dialog bringen&lt;br /&gt;
|Feedbackschleifen, Übersetzungsarbeit, Reflexion, wechselseitige Selektion wissenschaftlicher Konzepte für Praxisprobleme&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Utilization&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Ergebnisse anwenden, übergeben und weiternutzen&lt;br /&gt;
|Konkrete Produkte, Konzepte oder Maßnahmen an Praxispartner:innen übergeben; Wirkung reflektieren&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rollen im Service Learning ==&lt;br /&gt;
Klare Rollenverteilung ist keine organisatorische Nebensache, sondern eine zentrale didaktische Voraussetzung. Das RIUSL-Modell macht deutlich, dass sich Verantwortung für Wissenstransfer auf unterschiedliche Phasen und Akteur:innen verteilt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Überblick der Rollen&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Akteur:in&lt;br /&gt;
!Rolle&lt;br /&gt;
!Kernverantwortlichkeiten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Lehrende&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Rahmung, Moderation, Qualitätssicherung&lt;br /&gt;
|Curriculare Einbettung, Theorieauswahl, Seminarstruktur, Reflexionsinitiierung, Rollendefinition&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Studierende&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Lernende, Mitgestaltende, Wissensübersetzer:innen&lt;br /&gt;
|Theorieauseinandersetzung, eigenständige Projektarbeit, Übersetzung Wissenschaft ↔ Praxis, Selbstreflexion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Praxispartner:innen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Ko-Produzent:innen, Resonanzraum&lt;br /&gt;
|Reale Bedarfe formulieren, Rückmeldung geben, Umsetzbarkeit einschätzen, Ergebnisse weiternutzen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Hochschule / Institution&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Ermöglichung, Verstetigung&lt;br /&gt;
|Curriculare Verankerung, Ressourcen, Koordinationsstellen, Sichtbarkeit, Third-Mission-Anbindung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Service Learning Akteurinnen.png|700px|alt=Grafik Service Learning Akteurinnen|link=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Abbildung 4: Rollenverteilung im Service Learning (KI-unterstützt erstellt)&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur-Szenarien: Theorie und Praxis im Semester ==&lt;br /&gt;
Wie Theorie- und Praxiseinheiten verknüpft werden, prägt Lernprozesse und Wissenstransfer. Der Leitfaden unterscheidet drei typische Szenarien:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Service Learning Grafik Semesterwochen.png||750px|alt=Grafik Service Semesterweochen|link=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Abbildung 5: Drei Struktur-Szenarien. Semesterwochen 1–14 mit Theorie/Praxis-Blöcken&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Szenario&lt;br /&gt;
!Vorteile&lt;br /&gt;
!Nachteile&lt;br /&gt;
!Geeignet wenn...&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1 – Blöcke (erst Theorie, dann Praxis)&lt;br /&gt;
|Fokussiertes Arbeiten; kein Parallelwechsel&lt;br /&gt;
|Wenig Praxiszeit; kaum Theorie-Praxis-Verknüpfung im Verlauf&lt;br /&gt;
|Projekte klein und klar umrissen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2 – Parallel (wöchentlicher Wechsel)&lt;br /&gt;
|Lange Projektlaufzeit; fortlaufender Theoriebezug&lt;br /&gt;
|Kaum zusammenhängende Theoriephasen; fehlende Grundlagenausbildung zu Beginn&lt;br /&gt;
|Kontinuierliche Projektarbeit gewünscht&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;3 – Integriert (empfohlen)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Solide Grundlagen + wiederkehrende Theorie-Praxis-Verknüpfung; flexible Gruppenanwesenheit&lt;br /&gt;
|Anspruchsvollere Planung; Flexibilität bei Inhalten nötig&lt;br /&gt;
|Projekte mit gewisser Komplexität&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Seminarablauf: Die vier Phasen ==&lt;br /&gt;
Ein Service Learning-Semester gliedert sich idealtypisch in vier Phasen, die den vier übergeordneten Leitfadenphasen (Orientierung, Gestaltung, Wirkung, Konkretisierung) entsprechen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Phase&lt;br /&gt;
!RIUSL-Fokus&lt;br /&gt;
!Zentrale Elemente&lt;br /&gt;
!Ziel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1 – Einstieg &amp;amp; Orientierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Research &amp;amp; Rollenklärung&lt;br /&gt;
|Einführung SL &amp;amp; Thema des Seminars; Vorstellung Praxispartner:innen; Erwartungsklärung; Theoretische Grundlagen&lt;br /&gt;
|Gemeinsames Verständnis von Zielen und Verantwortung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;2 – Projektentwicklung &amp;amp; Aushandlung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Integration&lt;br /&gt;
|Projektkonzepte schärfen; Feedback- &amp;amp; Reflexionsformate; Austausch mit Praxispartner:innen; Zielanpassung&lt;br /&gt;
|Übersetzungsarbeit Wissenschaft ↔ Praxis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;3 – Umsetzung &amp;amp; Begleitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Integration &amp;amp; Utilization&lt;br /&gt;
|Eigenständige Projektarbeit; Check-ins &amp;amp; Feedbackrunden; Reflexion von Herausforderungen&lt;br /&gt;
|Selbstwirksamkeit, Kompetenzentwicklung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;4 – Abschluss, Übergabe &amp;amp; Reflexion&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Utilization &amp;amp; Auswertung&lt;br /&gt;
|Abschlusspräsentationen; Übergabe; gemeinsame Reflexion; Seminar-Evaluation; Anerkennung&lt;br /&gt;
|Lernzyklus abschließen; Anschlussperspektiven eröffnen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ Ausführliche Schritt-für-Schritt-Übersicht: [[Beispiel für einen Ablauf eines Service Learning-Seminars zu Nachhaltigkeit auf dem Campus|Ablauf eines Service Learning-Seminars]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Qualität und typische Fallstricke ==&lt;br /&gt;
Service Learning entfaltet seine Wirkung nicht automatisch. Drei Qualitätsdimensionen sind zentral:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;A – Didaktische Gestaltung und curriculare Einbettung:&#039;&#039;&#039; Service Learning muss integraler Bestandteil des Curriculums sein – nicht  als Add-on. Klare Lernziele, systematische Verzahnung von Theorie-Praxis-Reflexion und transparente Leistungsanforderungen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;B – Kooperation, Rollenklärung und Aushandlung:&#039;&#039;&#039; Frühzeitige Abstimmung mit Praxispartner:innen, klar definierte Verantwortlichkeiten, Zusammenarbeit auf Augenhöhe.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;C – Wissenstransfer, Wirkung und Verstetigung:&#039;&#039;&#039; Projekte auf reale Bedarfe ausrichten; klare Übergabeformate; Reflexion über Wirkung; institutionelle Anbindung.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Häufige Fallstricke und Präventionstipps&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Fallstrick&lt;br /&gt;
!Präventionstipp&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Unklare Erwartungen zu Semesterbeginn&lt;br /&gt;
|Zu Semesterstart Rollen, Ziele, Anforderungen und Zeitaufwand explizit klären (z. B. Kooperationsvereinbarung)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Überambitionierte oder vage Projektaufgaben&lt;br /&gt;
|Projekte bereits in der Planungsphase skalieren: Was ist in einem Semester realistisch? Must haves vs. nice to haves?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Theorieinhalte nicht auf Projekte abgestimmt&lt;br /&gt;
|Von den Projekten her denken: typische Fragen und Stolpersteine identifizieren, darauf aufbauend Konzepte auswählen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zu wenig Zeit für Reflexion&lt;br /&gt;
|Feste Reflexionsslots einplanen (Check-ins, Zwischenreflexionen, Abschlussreflexion)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Instrumentalisierende Rollenverständnisse&lt;br /&gt;
|Service Learning klar als Lehr-Lern-Format kommunizieren – kein Praktikum, keine günstige Arbeitskraft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Mangelnde institutionelle Unterstützung&lt;br /&gt;
|Frühzeitig Transfer-/Nachhaltigkeitsstellen einbinden; Service Learning in Modulhandbüchern sichtbar machen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Links und Ressourcen ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Service Learning (Grundlagen):&#039;&#039;&#039; [[Service Learning|wiki.dg-hochn.de/wiki/Service_Learning]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Praxisbeispiele:&#039;&#039;&#039; [[Beispiele für Service Learning-Projekte zu nachhaltiger Transformation auf dem Campus und in der Region|wiki.dg-hochn.de/wiki/Beispiele_für_Service_Learning-Projekte…]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Seminarablauf:&#039;&#039;&#039; [[Beispiel für einen Ablauf eines Service Learning-Seminars zu Nachhaltigkeit auf dem Campus|wiki.dg-hochn.de/wiki/Beispiel_für_einen_Ablauf…]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leitfaden (Open Access)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref name=Senatra2026&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Category:Lehre]] [[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Senatra_%E2%80%93_Service_Learning_und_nachhaltige_Transformation_an_Hochschulen&amp;diff=28439</id>
		<title>Senatra – Service Learning und nachhaltige Transformation an Hochschulen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Senatra_%E2%80%93_Service_Learning_und_nachhaltige_Transformation_an_Hochschulen&amp;diff=28439"/>
		<updated>2026-05-06T12:11:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__TOC__{{#set:Has parent page=Transformationspfade für nachhaltige Hochschulen}}&lt;br /&gt;
==Ausgangssituation und Forschungsfragen==&lt;br /&gt;
[[Datei:Logo Senatra.png|mini|Logo Senatra]]&lt;br /&gt;
[[Service Learning]] bedeutet „Lernen durch Engagement“ und involviert die Studierenden in aktive, relevante und kollaborative Lernprozesse. Service Learning zeichnet sich dadurch aus, dass die Aktiven etwas für andere tun und eine Unterstützungsleistung (Service) erbringen und dass sie zugleich dabei Lernen und neue Kompetenzen entwickeln (Learning). Service Learning hat an deutschen Hochschulen seit den 2000er-Jahren&lt;br /&gt;
zunehmend an Bedeutung gewonnen, wird seit einigen Jahren auch verstärkt als Methode einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) wahrgenommen und findet im Rahmen der Implementierung von BNE an Hochschulen zunehmend Anwendung. Allerdings sind die möglichen Beiträge von Service Learning für eine gesamtinstitutionelle nachhaltige Transformation von Hochschulen ([[HOCH-N:Whole Institution Approach | Whole Institution Approach]], WIA) bisher kaum untersucht worden. Im Projekt „Senatra - Service Learning und nachhaltige Transformation an Hochschulen“ befassen sich die Verbundpartner mit der übergeordneten Forschungsfrage: „Inwiefern kann der Einsatz von Service Learning in der Hochschullehre zu einer gesamtinstitutionellen nachhaltigen Transformation von Hochschulen beitragen?“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Projektansatz und Vorgehen==&lt;br /&gt;
Um diesem Forschungsdesideratum nachzugehen, werden verschiedene Service Learning-Formate an den beteiligten Hochschulen – in Kooperation mit dem netzwerk n e.V. – im Rahmen einer multiplen transdisziplinären Fallstudie erprobt und wissenschaftlich evaluiert. Im Sinne des Whole Institution Approach sollen dabei zum einen im Kontext von Lehrveranstaltungen Service-Learning-Projekte auf dem Campus der Hochschulen umgesetzt und somit deren nachhaltige Transformation in allen Bereichen hochschulischen Handelns unterstützt werden. So werden die Hochschulen&lt;br /&gt;
selbst zu [[Reallabor | Reallaboren]] Nachhaltiger Entwicklung. Zum anderen soll durch Service-Learning-Projekte mit externen Partnerinnen und Partnern der [[Transfer]] in die Regionen gefördert werden. Insgesamt kann so die Vernetzung zwischen verschiedensten Akteurinnen und Akteuren angeregt werden. Begleitend wird das Verhältnis von Lernzielen und -ergebnissen sowie dem jeweiligen wissenschaftlichen State of the Art und die wechselseitige Integration zwischen Praxiswissen und wissenschaftlichem Wissen untersucht. Mit Peer-Learning-Formaten werden zudem Lehrende und Mitarbeitende der Hochschulen dabei unterstützt, Service Learning-Projekte erfolgreich umzusetzen. Das netzwerk n e.V. wird Maßnahmen entwickeln und&lt;br /&gt;
umsetzen, die dazu beitragen sollen, die studentische Perspektive in den Service Learning-Aktivitäten und in der nachhaltigen Hochschultransformation im gesamten Projekt zu stärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Projektziele und zu erwartende Ergebnisse==&lt;br /&gt;
Insbesondere die aktive Einbindung studentischer Netzwerke und Akteure und Akteurinnen in das Konzipieren und Umsetzen des Service-Learning-Ansatzes sowie im gesamten Forschungsvorhaben stärkt die partizipative und transformative Wirkung der Service-Learning-Formate an den Hochschulen. Des Weiteren zielt das Projekt mit der Entwicklung von Nachhaltigkeitskompetenzen auf das Empowerment von Studierenden&lt;br /&gt;
als aktuelle und zukünftige Change Agents ab. Darüber hinaus sollen die Service-Learning-Projekte Lernprozesse in allen beteiligten Institutionen und Statusgruppen anregen und somit zu einem Kulturwandel in den Hochschulen im Hinblick auf Nachhaltigkeit beitragen. Das Projekt Senatra macht so den Hochschulcampus zum Reallabor Nachhaltiger Entwicklung im Sinne des Whole Institution Approach (WIA) – und das an vier Standorten: Vechta, Bremen, Magdeburg und Eichstätt-Ingolstadt. Darüber hinaus sollen die studentischen Service-Learning-Projekte die ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeit in den Regionen rund um die Hochschulen fördern und die eingebundenen Stakeholder für diese Zukunftsthemen sensibilisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktivitäten ==&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projekts Senatra wurde eine multiple Fallstudie durchgeführt, in der Service Learning-Seminare an drei beteiligten Hochschulen  – der Universität Vechta, der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt – wissenschaftlich begleitet und evaluiert wurden. Von Sommersemester 2023 bis Sommersemester 2025 setzen insgesamt 191 Studierende in den Seminaren 49 Projekte zu verschiedenen Nachhaltigkeitsthemen in Kooperation mit Partnerorganisationen aus der Region (z. B. Vereine, kommunale Einrich­tungen) oder mit hochschulinternen Akteur:innen um. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Veröffentlichungen====&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel in Zeitschriften und Sammelbänden:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Giesenbauer, Bror (2024): Eine sanfte Revolution: Die integrative Hochschule - Transformation für Nachhaltigkeit. In: forum Nachhaltig Wirtschaften (04), S. 70–72.&lt;br /&gt;
*Special Issue der ZEP – Zeitschrift für internationale Bildungsforschung und Entwicklungspädagogik (Ausgabe 4/2024) mit mehreren Beiträgen von Senatra. Open Access unter: https://www.waxmann.com/ausgabeAUG100488&lt;br /&gt;
** Bremer, Ann-Kathrin; Lindau, Anne-Kathrin; Brok, Ulrike (2025): Entwicklung von Nachhaltigkeitskompetenzen bei Studierenden im Service Learning – ein Erhebungsinstrument zur Selbsteinschätzung. In: ZEP – Zeitschrift für internationale Bildungsforschung und Entwicklungspädagogik 47 (4/2024), S. 10–14.&lt;br /&gt;
** Giesenbauer, Bror (2025): Peer Learning für Hochschullehrende: Implementierung nachhaltigkeitsorientierter Lehrformate wie Service Learning durch kollegiale Beratung. In: ZEP – Zeitschrift für internationale Bildungsforschung und Entwicklungspädagogik 47 (4/2024), 20-23.&lt;br /&gt;
** Hilf, Juliana; Böcher, Michael (2025): Herausforderungen der Integration zwischen Wissenschaft und Praxis in der nachhaltigkeitsorientierten Hochschullehre begegnen: Das Beispiel Service Learning. In: ZEP – Zeitschrift für internationale Bildungsforschung und Entwicklungspädagogik 47 (4/2024), S. 15–19.&lt;br /&gt;
** Rieckmann, Marco; Hedemann, Katrin; Reith, Alexandra; Bremer, Ann-Kathrin; Lindau, Anne-Kathrin (2025): Projekt SENATRA – Service Learning und nachhaltige Transformation an Hochschulen. In: ZEP – Zeitschrift für internationale Bildungsforschung und Entwicklungspädagogik 47 (4/2024), S. 28.&lt;br /&gt;
** Rieckmann, Marco; Hilf, Juliana; Bremer, Ann-Kathrin; Hedemann, Katrin; Reith, Alexandra; Lindau, Anne-Kathrin; Böcher, Michael (2025): Bildung für nachhaltige Entwicklung und Service Learning an Hochschulen – Grundlagen, Konzepte und Potenziale. In: ZEP – Zeitschrift für internationale Bildungsforschung und Entwicklungspädagogik 47 (4/2024), S. 4–9.&lt;br /&gt;
* Lindau, Anne‑Kathrin; Bremer, Ann‑Kathrin (2025): Bildung für nachhaltige Entwicklung und Service Learning in der Lehrkräftebildung: Grundlagen, Konzepte und Implikationen. In: Andreas Keil, Annika Hanau &amp;amp; Julian Dietze (Hrsg.), &#039;&#039;Erziehungswissenschaft und Weltgesellschaft: Bd. 16. BNE in der Lehrkräftebildung: Erkenntnisse aus Forschung und Praxis&#039;&#039; (S. 171–183). Waxmann. Open Access unter: https://doi.org/10.31244/9783818850357  &lt;br /&gt;
* Freude, Tara; Schönhaar, Amelie; Stausebach, Ina; Struth, Anna (2025): Räume für Empowerment: Wie netzwerk n studentisches Engagement für Transformation und BNE an Hochschulen stärkt. In: &#039;&#039;Perspektiven auf Lehre. Journal for Higher Education and Academic Development, 4&#039;&#039;(2), S. 12–22. Open Access unter: https://doi.org/10.55310/jfhead.77&lt;br /&gt;
* Rieckmann, Marco; Hilf, Juliana; Bremer, Ann-Kathrin; Reith, Alexandra; Hedemann, Katrin; Lindau, Anne-Kathrin; Böcher, Michael (2026): Service Learning in der Hochschulbildung für nachhaltige Entwicklung: Eine multiple Fallstudie zur Kompetenzentwicklung Studierender. In: Stefan Braun, Sabrina Engelmann, Panagiotis Kitmeridis, Barbara Lämmlein, &amp;amp; Hannah Lutz-Vock (Hrsg.), &#039;&#039;Blickpunkt Hochschuldidaktik: Bd. 143. Zukunftsorientierte Schlüsselkompetenzen lehren: Didaktische Perspektiven aus der Hochschulpraxis&#039;&#039; (S. 131–148). wbv Publikation. Open Access unter: https://www.wbv.de/shop/openaccess-direct/I79325W010 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dissertation:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hilf, Juliana (2025). Service Learning als Methode einer hochschulischen Bildung für nachhaltige Entwicklung – Eine Untersuchung von Gelingensbedingungen und Wissenstransferprozessen. Dissertation, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Universitätsbibliothek Magdeburg. Open Access unter: https://doi.org/10.25673/121967&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Podcast:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hilf, Juliana (2024). Service Learning im Fokus – Neue Wege für Lehre und Nachhaltigkeit. In: Carla Wemken (Gastgeberin), RE: Nachhaltige Hochschulen – Der Podcast, Folge 10. Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen e.V. (DG HochN). Online verfügbar unter: [https://wiki.dg-hochn.de/wiki/RE:_Nachhaltige_Hochschulen_%E2%80%93_Der_Podcast https://wiki.dg-hochn.de/wiki/RE:_Nachhaltige_Hochschulen_%E2%80%93_Der_Podcast.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leitfaden&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hilf, Juliana; Böcher, Michael; Bremer, Ann-Kathrin; Hedemann, Katrin; Rieckmann, Marco &amp;amp; Lindau, Anne-Kathrin. 2026. Service Learning in der Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Ein hochschuldidaktischer Leitfaden. PoWiNE Working Paper – Magdeburger politikwissenschaftliche Beiträge zu Nachhaltigkeit in Forschung und Lehre. Bd. 5 (1/2026). UB Magdeburg. &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://doi.org/10.24352/UB.OVGU-2026-052&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wiki-Beiträge:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [[Service Learning]]&lt;br /&gt;
* [[Beispiel für einen Ablauf eines Service Learning-Seminars zu Nachhaltigkeit auf dem Campus]]&lt;br /&gt;
* [[Beispiele für Service Learning-Projekte zu nachhaltiger Transformation auf dem Campus und in der Region]]&lt;br /&gt;
* Kurzfassung des [[Service Learning BNE - Leitfaden|Service Learning-Leitfadens]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Hub-Liste====&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;border-left: 5px solid rgb(131 28 132); padding: 10px; background-color:;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Peer Learning Circle mit Anleitung, 26.06.2024&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div align=&amp;quot;right&amp;quot;&amp;gt;{{Button&lt;br /&gt;
|ButtonLink=Peer Learning Circle, 26.06.2024&lt;br /&gt;
|ButtonText=zur Dokumentation&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== Transformationspfade-Hubs von Senatra ====&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;border-left: 5px solid rgb(131 28 132); padding: 10px; background-color:;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Innovative Lehrformate für BNE, 02.06.23&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im [[DG-Hub_Veranstaltung_&amp;quot;Innovative_Lehrformate_für_BNE&amp;quot;_02.06.2023|Hub stellte sich das BMFTR-Projekt Senatra]] („Service Learning und nachhaltige Transformation an Hochschulen“) und die Lehrmethode &amp;quot;Service Learning&amp;quot; vor.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div align=&amp;quot;right&amp;quot;&amp;gt;{{Button&lt;br /&gt;
|ButtonLink=DG-Hub Veranstaltung &amp;quot;Innovative Lehrformate für BNE&amp;quot; 02.06.2023&lt;br /&gt;
|ButtonText=zur Dokumentation&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Auf einen Blick==&lt;br /&gt;
[[Datei:Senatra Full Color RGB.jpg|mini]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fördermaßnahme:&#039;&#039;&#039; Transformationspfade für nachhaltige Hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Projekttitel:&#039;&#039;&#039; Service Learning und nachhaltige Transformation an Hochschulen (Senatra) (Förderkennzeichen: 01UN2206)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit:&#039;&#039;&#039; 01.10.2022 – 31.12.2025&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Verbundkoordination:&#039;&#039;&#039; Universität Vechta, Prof. Dr. Marco Rieckmann, Tel.: 04441/15 - 481, [mailto:marco.rieckmann@uni-vechta.de E-Mail]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Projektpartner:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
*netzwerk n e. V.&lt;br /&gt;
*Universität Bremen&lt;br /&gt;
*Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg&lt;br /&gt;
*Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt&lt;br /&gt;
*Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kontakt im DLR Projektträger:&#039;&#039;&#039; Gesa Lehmann [mailto:gesa.lehmann@dlr.de E-Mail]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Projekthomepage:&#039;&#039;&#039; https://senatra-projekt.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesministerium für Bildung und Forschung (2023): Projektblätter: BMBF-Fördermaßnahme „Transformationspfade für nachhaltige Hochschulen“ https://www.fona.de/medien/pdf/Projektblaetter_TnHs_web.pdf (Zugriff: 01.06.2023)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
[https://senatra-projekt.de/ Senatra – Website]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Projekt]][[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Service_Learning_BNE_-_Leitfaden&amp;diff=28438</id>
		<title>Service Learning BNE - Leitfaden</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Service_Learning_BNE_-_Leitfaden&amp;diff=28438"/>
		<updated>2026-05-06T12:10:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Im vom BMFTR geörderten Projekt [[Senatra – Service Learning und nachhaltige Transformation an Hochschulen|Senatra]] wurde der hochschuldidaktische Leitfaden &amp;quot;Service Learning in der Bildung für  Nachhaltige Entwicklung&amp;quot; entwickelt, der 2026 veröffentlicht wurde&amp;lt;ref name=&amp;quot;Senatra2026&amp;quot;&amp;gt;Hilf, Juliana; Böcher, Michael; Bremer, Ann-Kathrin; Hedemann, Katrin; Rieckmann, Marco &amp;amp; Lindau, Anne-Kathrin. 2026. Service Learning in der Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Ein hochschuldidaktischer Leitfaden. PoWiNE Working Paper – Magdeburger politikwissenschaftliche Beiträge zu Nachhaltigkeit in Forschung und Lehre. Bd. 5 (1/2026). UB Magdeburg. [https://doi.org/10.24352/UB.OVGU-2026-052 https://doi.org/10.24352/UB.OVGU-2026-052]&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zielgruppe&#039;&#039;&#039;: Der Leitfaden richtet sich an Lehrende aller Fachrichtungen, insbesondere an diejenigen, die bislang wenig oder keine Erfahrung mit Service Learning haben und nach einer fundierten, praxis-nahen Orientierung für den Einstieg suchen. Angesprochen sind zudem Studiengangsverantwortliche, die Service Learning als Baustein in ihre Curricula integrieren möchten, sowie Mitarbeitende in Transfer-, Nachhaltigkeits-und Hochschuldidaktikstellen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;card&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:{{{bg-color|}}}; border-color:{{{border-color|rgba(123 156 177)}}};&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;word-wrap: break-word; color:{{{text-color|}}};&amp;quot; class=&amp;quot;card-body&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p style=&amp;quot;color:{{{text-color|}}};&amp;quot;class=&amp;quot;card-text&amp;quot;&amp;gt;{{{text|Auf dieser Seite wird der Leitfaden in im Überblick dargestellt. Die ausführliche Version ist [https://doi.org/10.24352/UB.OVGU-2026-052 hier als PDF zum Download] verfügbar.&lt;br /&gt;
}}}&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abstract:&#039;&#039;&#039; Die Hochschullandschaft befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Globale ökologische Krisen, soziale Ungleichheiten und politische Polarisierung machen deutlich, dass Hochschulen nicht nur Orte der Wissensproduktion sind, sondern zentrale Akteurinnen gesellschaftlicher Transformation. Mit der Ausbildung zukünftiger Entscheidungsträger:innen in Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft geht eine Verantwortung einher, die über Forschung und Lehre im engeren Sinne hinausreicht. Hochschulen sind gefordert, ihre Third Mission ernst zu nehmen und sich im Sinne eines Whole Institution Approach als Lern- und Gestaltungsräume nachhaltiger Entwicklung zu verstehen. In der Praxis zeigt sich: Das Bewusstsein für diese Verantwortung ist vielerorts vorhanden. Lehrende, Studiengangsverantwortliche und Studierende engagieren sich zunehmend für partizipative, praxisnahe und reflexive Lehr-Lern-Formate. Selten stößt die Idee, Lehre zukunftsorientiert weiterzuentwickeln, auf grundsätzliche Ablehnung. Gleichzeitig bleiben zentrale Fragen offen und hemmen die Umsetzung: Wo und wie fangen wir an? Wie lassen sich ambitionierte Ziele einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) konkret, realistisch und qualitativ hochwertig in der Hochschullehre umsetzen, ohne bestehende Strukturen vollständig überarbeiten zu müssen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was ist Service Learning? ==&lt;br /&gt;
Service Learning (häufig übersetzt als „Lernen durch Engagement“) ist ein Lehr-Lern-Format, das theoretisch fundiertes, wissenschaftliches Lernen systematisch mit gesellschaftlichem Engagement verknüpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Studierende arbeiten in kleinen Gruppen an realen Projekten mit externen oder hochschulinternen Praxispartner:innen, die an echte Bedarfe und Problemstellungen im Nachhaltigkeitskontext angebunden sind. Kennzeichnend ist, dass alle Beteiligten – Lehrende, Studierende und Praxisakteur:innen – unterschiedliche Wissensformen und Erfahrungen einbringen und in dialogischen Aushandlungsprozessen gemeinsam weiterentwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BoxBlau|text=&#039;&#039;&#039;Kernmerkmal: gegenseitiger Nutzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Service Learning unterscheidet sich von rein ehrenamtlichem Engagement und von klassischen Praxisphasen.&lt;br /&gt;
Lernziele und gesellschaftlicher Mehrwert werden bewusst miteinander verschränkt und durch begleitete Reflexionsphasen abgesichert.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abgrenzung von ähnlichen Formaten (nach Furco 1996)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Service Learning Grafik Furco.png|alt=Grafik Service Learning nach Furco|link=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Abbildung 1: Unterscheidung Service Programme (Furco-Spektrum)&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ Weiterführend: [[Service Learning]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Welche Haltung braucht es? ==&lt;br /&gt;
Service Learning im HBNE-Kontext stellt besondere Anforderungen an die Haltung aller Beteiligten. Das Format bewegt sich in mehreren Spannungsfeldern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* zwischen Wissenschaft und Praxis&lt;br /&gt;
* zwischen Offenheit und Struktur&lt;br /&gt;
* zwischen normativer Zielorientierung und wissenschaftlicher Distanz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Service Learning Grafik Spannungen.png|400px|alt=Grafik Service Learning Achsenkreuzg Spannungen|link=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Abbildung 2: Spannungsverhältnisse im Service Learning (Achsenkreuz mit Offenheit/Struktur und Wissenschaft/Praxis)&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zentrale Haltungselemente für Lehrende:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Transformatives Lernen ermöglichen:&#039;&#039;&#039; Lehrende begleiten Lernprozesse, statt Wissen zu übertragen. Irritation, Reflexion und Auseinandersetzung mit realen Aufgaben sind erwünscht und werden als Lernanlässe interpretiert.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Begegnung auf Augenhöhe:&#039;&#039;&#039; Unterschiedliche Wissensformen und Rationalitäten aller Beteiligten werden anerkannt und als Grundlage produktiver Aushandlungsprozesse verstanden.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Transparente Normativität:&#039;&#039;&#039; Wertorientierungen	(Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit…) werden weder verborgen noch aufgezwungen, sondern transparent gemacht und diskutiert.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wissenschaftliche Qualität wahren:&#039;&#039;&#039; Service Learning reduziert keine akademischen Ansprüche – theoretische Fundierung, analytische Schärfe und kritische Reflexion bleiben zentral.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenstransfer und RIUSL-Modell ==&lt;br /&gt;
Service Learning entfaltet sein Potenzial durch die gezielte Gestaltung von Wissenstransferprozessen – nicht als Einbahnstraße von Wissenschaft in die Praxis, sondern bidirektional.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BoxBlau|text=&#039;&#039;&#039;Das RIUSL-Modell (Research – Integration – Utilization in Service Learning)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwickelt basierend auf dem RIU-Modell (Böcher &amp;amp; Krott, 2016).&lt;br /&gt;
Versteht Wissenstransfer als zirkulären, reflexiven Prozess – nicht als linearen Ablauf.&lt;br /&gt;
Erstreckt sich über das gesamte Semester.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Service Learning RIUSL.png|alt=Grafik Service Learning RIUSL Modell|link=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Abbildung 3: RIUSL-Modell – mit Research / Integration / Utilization und Seminar als Integrationsforum&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die drei Phasen des RIUSL-Modells&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Phase&lt;br /&gt;
!Fokus&lt;br /&gt;
!Im Service-Learning-Seminar&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Research&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Wissenschaftliches Wissen bereitstellen und reflektieren&lt;br /&gt;
|Theorieeinheiten: Konzepte, Modelle, Forschungsergebnisse kennenlernen und auf Projekte beziehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Integration&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Wissenschaft, Praxis und Normativität in Dialog bringen&lt;br /&gt;
|Feedbackschleifen, Übersetzungsarbeit, Reflexion, wechselseitige Selektion wissenschaftlicher Konzepte für Praxisprobleme&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Utilization&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Ergebnisse anwenden, übergeben und weiternutzen&lt;br /&gt;
|Konkrete Produkte, Konzepte oder Maßnahmen an Praxispartner:innen übergeben; Wirkung reflektieren&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rollen im Service Learning ==&lt;br /&gt;
Klare Rollenverteilung ist keine organisatorische Nebensache, sondern eine zentrale didaktische Voraussetzung. Das RIUSL-Modell macht deutlich, dass sich Verantwortung für Wissenstransfer auf unterschiedliche Phasen und Akteur:innen verteilt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Überblick der Rollen&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Akteur:in&lt;br /&gt;
!Rolle&lt;br /&gt;
!Kernverantwortlichkeiten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Lehrende&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Rahmung, Moderation, Qualitätssicherung&lt;br /&gt;
|Curriculare Einbettung, Theorieauswahl, Seminarstruktur, Reflexionsinitiierung, Rollendefinition&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Studierende&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Lernende, Mitgestaltende, Wissensübersetzer:innen&lt;br /&gt;
|Theorieauseinandersetzung, eigenständige Projektarbeit, Übersetzung Wissenschaft ↔ Praxis, Selbstreflexion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Praxispartner:innen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Ko-Produzent:innen, Resonanzraum&lt;br /&gt;
|Reale Bedarfe formulieren, Rückmeldung geben, Umsetzbarkeit einschätzen, Ergebnisse weiternutzen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Hochschule / Institution&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Ermöglichung, Verstetigung&lt;br /&gt;
|Curriculare Verankerung, Ressourcen, Koordinationsstellen, Sichtbarkeit, Third-Mission-Anbindung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Service Learning Akteurinnen.png|700px|alt=Grafik Service Learning Akteurinnen|link=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Abbildung 4: Rollenverteilung im Service Learning (KI-unterstützt erstellt)&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur-Szenarien: Theorie und Praxis im Semester ==&lt;br /&gt;
Wie Theorie- und Praxiseinheiten verknüpft werden, prägt Lernprozesse und Wissenstransfer. Der Leitfaden unterscheidet drei typische Szenarien:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Service Learning Grafik Semesterwochen.png||750px|alt=Grafik Service Semesterweochen|link=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Abbildung 5: Drei Struktur-Szenarien. Semesterwochen 1–14 mit Theorie/Praxis-Blöcken&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Szenario&lt;br /&gt;
!Vorteile&lt;br /&gt;
!Nachteile&lt;br /&gt;
!Geeignet wenn...&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1 – Blöcke (erst Theorie, dann Praxis)&lt;br /&gt;
|Fokussiertes Arbeiten; kein Parallelwechsel&lt;br /&gt;
|Wenig Praxiszeit; kaum Theorie-Praxis-Verknüpfung im Verlauf&lt;br /&gt;
|Projekte klein und klar umrissen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2 – Parallel (wöchentlicher Wechsel)&lt;br /&gt;
|Lange Projektlaufzeit; fortlaufender Theoriebezug&lt;br /&gt;
|Kaum zusammenhängende Theoriephasen; fehlende Grundlagenausbildung zu Beginn&lt;br /&gt;
|Kontinuierliche Projektarbeit gewünscht&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;3 – Integriert (empfohlen)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Solide Grundlagen + wiederkehrende Theorie-Praxis-Verknüpfung; flexible Gruppenanwesenheit&lt;br /&gt;
|Anspruchsvollere Planung; Flexibilität bei Inhalten nötig&lt;br /&gt;
|Projekte mit gewisser Komplexität&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Seminarablauf: Die vier Phasen ==&lt;br /&gt;
Ein Service Learning-Semester gliedert sich idealtypisch in vier Phasen, die den vier übergeordneten Leitfadenphasen (Orientierung, Gestaltung, Wirkung, Konkretisierung) entsprechen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Phase&lt;br /&gt;
!RIUSL-Fokus&lt;br /&gt;
!Zentrale Elemente&lt;br /&gt;
!Ziel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1 – Einstieg &amp;amp; Orientierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Research &amp;amp; Rollenklärung&lt;br /&gt;
|Einführung SL &amp;amp; Thema des Seminars; Vorstellung Praxispartner:innen; Erwartungsklärung; Theoretische Grundlagen&lt;br /&gt;
|Gemeinsames Verständnis von Zielen und Verantwortung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;2 – Projektentwicklung &amp;amp; Aushandlung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Integration&lt;br /&gt;
|Projektkonzepte schärfen; Feedback- &amp;amp; Reflexionsformate; Austausch mit Praxispartner:innen; Zielanpassung&lt;br /&gt;
|Übersetzungsarbeit Wissenschaft ↔ Praxis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;3 – Umsetzung &amp;amp; Begleitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Integration &amp;amp; Utilization&lt;br /&gt;
|Eigenständige Projektarbeit; Check-ins &amp;amp; Feedbackrunden; Reflexion von Herausforderungen&lt;br /&gt;
|Selbstwirksamkeit, Kompetenzentwicklung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;4 – Abschluss, Übergabe &amp;amp; Reflexion&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Utilization &amp;amp; Auswertung&lt;br /&gt;
|Abschlusspräsentationen; Übergabe; gemeinsame Reflexion; Seminar-Evaluation; Anerkennung&lt;br /&gt;
|Lernzyklus abschließen; Anschlussperspektiven eröffnen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ Ausführliche Schritt-für-Schritt-Übersicht: [[Beispiel für einen Ablauf eines Service Learning-Seminars zu Nachhaltigkeit auf dem Campus|Ablauf eines Service Learning-Seminars]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Qualität und typische Fallstricke ==&lt;br /&gt;
Service Learning entfaltet seine Wirkung nicht automatisch. Drei Qualitätsdimensionen sind zentral:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;A – Didaktische Gestaltung und curriculare Einbettung:&#039;&#039;&#039; Service Learning muss integraler Bestandteil des Curriculums sein – nicht  als Add-on. Klare Lernziele, systematische Verzahnung von Theorie-Praxis-Reflexion und transparente Leistungsanforderungen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;B – Kooperation, Rollenklärung und Aushandlung:&#039;&#039;&#039; Frühzeitige Abstimmung mit Praxispartner:innen, klar definierte Verantwortlichkeiten, Zusammenarbeit auf Augenhöhe.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;C – Wissenstransfer, Wirkung und Verstetigung:&#039;&#039;&#039; Projekte auf reale Bedarfe ausrichten; klare Übergabeformate; Reflexion über Wirkung; institutionelle Anbindung.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Häufige Fallstricke und Präventionstipps&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Fallstrick&lt;br /&gt;
!Präventionstipp&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Unklare Erwartungen zu Semesterbeginn&lt;br /&gt;
|Zu Semesterstart Rollen, Ziele, Anforderungen und Zeitaufwand explizit klären (z. B. Kooperationsvereinbarung)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Überambitionierte oder vage Projektaufgaben&lt;br /&gt;
|Projekte bereits in der Planungsphase skalieren: Was ist in einem Semester realistisch? Must haves vs. nice to haves?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Theorieinhalte nicht auf Projekte abgestimmt&lt;br /&gt;
|Von den Projekten her denken: typische Fragen und Stolpersteine identifizieren, darauf aufbauend Konzepte auswählen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zu wenig Zeit für Reflexion&lt;br /&gt;
|Feste Reflexionsslots einplanen (Check-ins, Zwischenreflexionen, Abschlussreflexion)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Instrumentalisierende Rollenverständnisse&lt;br /&gt;
|Service Learning klar als Lehr-Lern-Format kommunizieren – kein Praktikum, keine günstige Arbeitskraft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Mangelnde institutionelle Unterstützung&lt;br /&gt;
|Frühzeitig Transfer-/Nachhaltigkeitsstellen einbinden; Service Learning in Modulhandbüchern sichtbar machen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Links und Ressourcen ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Service Learning (Grundlagen):&#039;&#039;&#039; [[Service Learning|wiki.dg-hochn.de/wiki/Service_Learning]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Praxisbeispiele:&#039;&#039;&#039; [[Beispiele für Service Learning-Projekte zu nachhaltiger Transformation auf dem Campus und in der Region|wiki.dg-hochn.de/wiki/Beispiele_für_Service_Learning-Projekte…]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Seminarablauf:&#039;&#039;&#039; [[Beispiel für einen Ablauf eines Service Learning-Seminars zu Nachhaltigkeit auf dem Campus|wiki.dg-hochn.de/wiki/Beispiel_für_einen_Ablauf…]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leitfaden (Open Access)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref name=Senatra2026&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Category:Lehre]] [[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Service_Learning_BNE_-_Leitfaden&amp;diff=28430</id>
		<title>Service Learning BNE - Leitfaden</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Service_Learning_BNE_-_Leitfaden&amp;diff=28430"/>
		<updated>2026-05-06T09:29:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Im vom BMFTR geörderten Projekt [[Senatra – Service Learning und nachhaltige Transformation an Hochschulen|Senatra]] wurde der hochschuldidaktische Leitfaden &amp;quot;Service Learning in der Bildung für  Nachhaltige Entwicklung&amp;quot; entwickelt, der 2025 veröffentlicht wurde&amp;lt;ref name=&amp;quot;Senatra2025&amp;quot;&amp;gt;Hilf, Juliana; Böcher, Michael; Bremer, Ann-Kathrin; Hedemann, Katrin; Rieckmann, Marco &amp;amp; Lindau, Anne-Kathrin. 2026. Service Learning in der Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Ein hochschuldidaktischer Leitfaden. PoWiNE Working Paper – Magdeburger politikwissenschaftliche Beiträge zu Nachhaltigkeit in Forschung und Lehre. Bd. 5 (1/2026). UB Magdeburg. [https://doi.org/10.24352/UB.OVGU-2026-052 https://doi.org/10.24352/UB.OVGU-2026-052]&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zielgruppe&#039;&#039;&#039;: Der Leitfaden richtet sich an Lehrende aller Fachrichtungen, insbesondere an diejenigen, die bislang wenig oder keine Erfahrung mit Service Learning haben und nach einer fundierten, praxis-nahen Orientierung für den Einstieg suchen. Angesprochen sind zudem Studiengangsverantwortliche, die Service Learning als Baustein in ihre Curricula integrieren möchten, sowie Mitarbeitende in Transfer-, Nachhaltigkeits-und Hochschuldidaktikstellen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;card&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:{{{bg-color|}}}; border-color:{{{border-color|rgba(123 156 177)}}};&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;word-wrap: break-word; color:{{{text-color|}}};&amp;quot; class=&amp;quot;card-body&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p style=&amp;quot;color:{{{text-color|}}};&amp;quot;class=&amp;quot;card-text&amp;quot;&amp;gt;{{{text|Auf dieser Seite wird der Leitfaden in im Überblick dargestellt. Die ausführliche Version ist [https://doi.org/10.24352/UB.OVGU-2026-052 hier als PDF zum Download] verfügbar.&lt;br /&gt;
}}}&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abstract:&#039;&#039;&#039; Die Hochschullandschaft befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Globale ökologische Krisen, soziale Ungleichheiten und politische Polarisierung machen deutlich, dass Hochschulen nicht nur Orte der Wissensproduktion sind, sondern zentrale Akteurinnen gesellschaftlicher Transformation. Mit der Ausbildung zukünftiger Entscheidungsträger:innen in Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft geht eine Verantwortung einher, die über Forschung und Lehre im engeren Sinne hinausreicht. Hochschulen sind gefordert, ihre Third Mission ernst zu nehmen und sich im Sinne eines Whole Institution Approach als Lern- und Gestaltungsräume nachhaltiger Entwicklung zu verstehen. In der Praxis zeigt sich: Das Bewusstsein für diese Verantwortung ist vielerorts vorhanden. Lehrende, Studiengangsverantwortliche und Studierende engagieren sich zunehmend für partizipative, praxisnahe und reflexive Lehr-Lern-Formate. Selten stößt die Idee, Lehre zukunftsorientiert weiterzuentwickeln, auf grundsätzliche Ablehnung. Gleichzeitig bleiben zentrale Fragen offen und hemmen die Umsetzung: Wo und wie fangen wir an? Wie lassen sich ambitionierte Ziele einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) konkret, realistisch und qualitativ hochwertig in der Hochschullehre umsetzen, ohne bestehende Strukturen vollständig überarbeiten zu müssen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was ist Service Learning? ==&lt;br /&gt;
Service Learning (häufig übersetzt als „Lernen durch Engagement“) ist ein Lehr-Lern-Format, das theoretisch fundiertes, wissenschaftliches Lernen systematisch mit gesellschaftlichem Engagement verknüpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Studierende arbeiten in kleinen Gruppen an realen Projekten mit externen oder hochschulinternen Praxispartner:innen, die an echte Bedarfe und Problemstellungen im Nachhaltigkeitskontext angebunden sind. Kennzeichnend ist, dass alle Beteiligten – Lehrende, Studierende und Praxisakteur:innen – unterschiedliche Wissensformen und Erfahrungen einbringen und in dialogischen Aushandlungsprozessen gemeinsam weiterentwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BoxBlau|text=&#039;&#039;&#039;Kernmerkmal: gegenseitiger Nutzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Service Learning unterscheidet sich von rein ehrenamtlichem Engagement und von klassischen Praxisphasen.&lt;br /&gt;
Lernziele und gesellschaftlicher Mehrwert werden bewusst miteinander verschränkt und durch begleitete Reflexionsphasen abgesichert.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abgrenzung von ähnlichen Formaten (nach Furco 1996)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Service Learning Grafik Furco.png|alt=Grafik Service Learning nach Furco|link=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Abbildung 1: Unterscheidung Service Programme (Furco-Spektrum)&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ Weiterführend: [[Service Learning]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Welche Haltung braucht es? ==&lt;br /&gt;
Service Learning im HBNE-Kontext stellt besondere Anforderungen an die Haltung aller Beteiligten. Das Format bewegt sich in mehreren Spannungsfeldern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* zwischen Wissenschaft und Praxis&lt;br /&gt;
* zwischen Offenheit und Struktur&lt;br /&gt;
* zwischen normativer Zielorientierung und wissenschaftlicher Distanz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Service Learning Grafik Spannungen.png|400px|alt=Grafik Service Learning Achsenkreuzg Spannungen|link=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Abbildung 2: Spannungsverhältnisse im Service Learning (Achsenkreuz mit Offenheit/Struktur und Wissenschaft/Praxis)&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zentrale Haltungselemente für Lehrende:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Transformatives Lernen ermöglichen:&#039;&#039;&#039; Lehrende begleiten Lernprozesse, statt Wissen zu übertragen. Irritation, Reflexion und Auseinandersetzung mit realen Aufgaben sind erwünscht und werden als Lernanlässe interpretiert.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Begegnung auf Augenhöhe:&#039;&#039;&#039; Unterschiedliche Wissensformen und Rationalitäten aller Beteiligten werden anerkannt und als Grundlage produktiver Aushandlungsprozesse verstanden.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Transparente Normativität:&#039;&#039;&#039; Wertorientierungen	(Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit…) werden weder verborgen noch aufgezwungen, sondern transparent gemacht und diskutiert.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wissenschaftliche Qualität wahren:&#039;&#039;&#039; Service Learning reduziert keine akademischen Ansprüche – theoretische Fundierung, analytische Schärfe und kritische Reflexion bleiben zentral.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenstransfer und RIUSL-Modell ==&lt;br /&gt;
Service Learning entfaltet sein Potenzial durch die gezielte Gestaltung von Wissenstransferprozessen – nicht als Einbahnstraße von Wissenschaft in die Praxis, sondern bidirektional.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BoxBlau|text=&#039;&#039;&#039;Das RIUSL-Modell (Research – Integration – Utilization in Service Learning)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwickelt basierend auf dem RIU-Modell (Böcher &amp;amp; Krott, 2016).&lt;br /&gt;
Versteht Wissenstransfer als zirkulären, reflexiven Prozess – nicht als linearen Ablauf.&lt;br /&gt;
Erstreckt sich über das gesamte Semester.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Service Learning RIUSL.png|alt=Grafik Service Learning RIUSL Modell|link=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Abbildung 3: RIUSL-Modell – mit Research / Integration / Utilization und Seminar als Integrationsforum&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die drei Phasen des RIUSL-Modells&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Phase&lt;br /&gt;
!Fokus&lt;br /&gt;
!Im Service-Learning-Seminar&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Research&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Wissenschaftliches Wissen bereitstellen und reflektieren&lt;br /&gt;
|Theorieeinheiten: Konzepte, Modelle, Forschungsergebnisse kennenlernen und auf Projekte beziehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Integration&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Wissenschaft, Praxis und Normativität in Dialog bringen&lt;br /&gt;
|Feedbackschleifen, Übersetzungsarbeit, Reflexion, wechselseitige Selektion wissenschaftlicher Konzepte für Praxisprobleme&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Utilization&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Ergebnisse anwenden, übergeben und weiternutzen&lt;br /&gt;
|Konkrete Produkte, Konzepte oder Maßnahmen an Praxispartner:innen übergeben; Wirkung reflektieren&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rollen im Service Learning ==&lt;br /&gt;
Klare Rollenverteilung ist keine organisatorische Nebensache, sondern eine zentrale didaktische Voraussetzung. Das RIUSL-Modell macht deutlich, dass sich Verantwortung für Wissenstransfer auf unterschiedliche Phasen und Akteur:innen verteilt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Überblick der Rollen&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Akteur:in&lt;br /&gt;
!Rolle&lt;br /&gt;
!Kernverantwortlichkeiten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Lehrende&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Rahmung, Moderation, Qualitätssicherung&lt;br /&gt;
|Curriculare Einbettung, Theorieauswahl, Seminarstruktur, Reflexionsinitiierung, Rollendefinition&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Studierende&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Lernende, Mitgestaltende, Wissensübersetzer:innen&lt;br /&gt;
|Theorieauseinandersetzung, eigenständige Projektarbeit, Übersetzung Wissenschaft ↔ Praxis, Selbstreflexion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Praxispartner:innen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Ko-Produzent:innen, Resonanzraum&lt;br /&gt;
|Reale Bedarfe formulieren, Rückmeldung geben, Umsetzbarkeit einschätzen, Ergebnisse weiternutzen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Hochschule / Institution&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Ermöglichung, Verstetigung&lt;br /&gt;
|Curriculare Verankerung, Ressourcen, Koordinationsstellen, Sichtbarkeit, Third-Mission-Anbindung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Service Learning Akteurinnen.png|700px|alt=Grafik Service Learning Akteurinnen|link=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Abbildung 4: Rollenverteilung im Service Learning (KI-unterstützt erstellt)&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur-Szenarien: Theorie und Praxis im Semester ==&lt;br /&gt;
Wie Theorie- und Praxiseinheiten verknüpft werden, prägt Lernprozesse und Wissenstransfer. Der Leitfaden unterscheidet drei typische Szenarien:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Service Learning Grafik Semesterwochen.png||750px|alt=Grafik Service Semesterweochen|link=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Abbildung 5: Drei Struktur-Szenarien. Semesterwochen 1–14 mit Theorie/Praxis-Blöcken&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Szenario&lt;br /&gt;
!Vorteile&lt;br /&gt;
!Nachteile&lt;br /&gt;
!Geeignet wenn...&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1 – Blöcke (erst Theorie, dann Praxis)&lt;br /&gt;
|Fokussiertes Arbeiten; kein Parallelwechsel&lt;br /&gt;
|Wenig Praxiszeit; kaum Theorie-Praxis-Verknüpfung im Verlauf&lt;br /&gt;
|Projekte klein und klar umrissen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2 – Parallel (wöchentlicher Wechsel)&lt;br /&gt;
|Lange Projektlaufzeit; fortlaufender Theoriebezug&lt;br /&gt;
|Kaum zusammenhängende Theoriephasen; fehlende Grundlagenausbildung zu Beginn&lt;br /&gt;
|Kontinuierliche Projektarbeit gewünscht&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;3 – Integriert (empfohlen)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Solide Grundlagen + wiederkehrende Theorie-Praxis-Verknüpfung; flexible Gruppenanwesenheit&lt;br /&gt;
|Anspruchsvollere Planung; Flexibilität bei Inhalten nötig&lt;br /&gt;
|Projekte mit gewisser Komplexität&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Seminarablauf: Die vier Phasen ==&lt;br /&gt;
Ein Service Learning-Semester gliedert sich idealtypisch in vier Phasen, die den vier übergeordneten Leitfadenphasen (Orientierung, Gestaltung, Wirkung, Konkretisierung) entsprechen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Phase&lt;br /&gt;
!RIUSL-Fokus&lt;br /&gt;
!Zentrale Elemente&lt;br /&gt;
!Ziel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1 – Einstieg &amp;amp; Orientierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Research &amp;amp; Rollenklärung&lt;br /&gt;
|Einführung SL &amp;amp; Thema des Seminars; Vorstellung Praxispartner:innen; Erwartungsklärung; Theoretische Grundlagen&lt;br /&gt;
|Gemeinsames Verständnis von Zielen und Verantwortung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;2 – Projektentwicklung &amp;amp; Aushandlung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Integration&lt;br /&gt;
|Projektkonzepte schärfen; Feedback- &amp;amp; Reflexionsformate; Austausch mit Praxispartner:innen; Zielanpassung&lt;br /&gt;
|Übersetzungsarbeit Wissenschaft ↔ Praxis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;3 – Umsetzung &amp;amp; Begleitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Integration &amp;amp; Utilization&lt;br /&gt;
|Eigenständige Projektarbeit; Check-ins &amp;amp; Feedbackrunden; Reflexion von Herausforderungen&lt;br /&gt;
|Selbstwirksamkeit, Kompetenzentwicklung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;4 – Abschluss, Übergabe &amp;amp; Reflexion&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Utilization &amp;amp; Auswertung&lt;br /&gt;
|Abschlusspräsentationen; Übergabe; gemeinsame Reflexion; Seminar-Evaluation; Anerkennung&lt;br /&gt;
|Lernzyklus abschließen; Anschlussperspektiven eröffnen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ Ausführliche Schritt-für-Schritt-Übersicht: [[Beispiel für einen Ablauf eines Service Learning-Seminars zu Nachhaltigkeit auf dem Campus|Ablauf eines Service Learning-Seminars]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Qualität und typische Fallstricke ==&lt;br /&gt;
Service Learning entfaltet seine Wirkung nicht automatisch. Drei Qualitätsdimensionen sind zentral:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;A – Didaktische Gestaltung und curriculare Einbettung:&#039;&#039;&#039; Service Learning muss integraler Bestandteil des Curriculums sein – nicht  als Add-on. Klare Lernziele, systematische Verzahnung von Theorie-Praxis-Reflexion und transparente Leistungsanforderungen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;B – Kooperation, Rollenklärung und Aushandlung:&#039;&#039;&#039; Frühzeitige Abstimmung mit Praxispartner:innen, klar definierte Verantwortlichkeiten, Zusammenarbeit auf Augenhöhe.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;C – Wissenstransfer, Wirkung und Verstetigung:&#039;&#039;&#039; Projekte auf reale Bedarfe ausrichten; klare Übergabeformate; Reflexion über Wirkung; institutionelle Anbindung.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Häufige Fallstricke und Präventionstipps&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Fallstrick&lt;br /&gt;
!Präventionstipp&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Unklare Erwartungen zu Semesterbeginn&lt;br /&gt;
|Zu Semesterstart Rollen, Ziele, Anforderungen und Zeitaufwand explizit klären (z. B. Kooperationsvereinbarung)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Überambitionierte oder vage Projektaufgaben&lt;br /&gt;
|Projekte bereits in der Planungsphase skalieren: Was ist in einem Semester realistisch? Must haves vs. nice to haves?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Theorieinhalte nicht auf Projekte abgestimmt&lt;br /&gt;
|Von den Projekten her denken: typische Fragen und Stolpersteine identifizieren, darauf aufbauend Konzepte auswählen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zu wenig Zeit für Reflexion&lt;br /&gt;
|Feste Reflexionsslots einplanen (Check-ins, Zwischenreflexionen, Abschlussreflexion)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Instrumentalisierende Rollenverständnisse&lt;br /&gt;
|Service Learning klar als Lehr-Lern-Format kommunizieren – kein Praktikum, keine günstige Arbeitskraft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Mangelnde institutionelle Unterstützung&lt;br /&gt;
|Frühzeitig Transfer-/Nachhaltigkeitsstellen einbinden; Service Learning in Modulhandbüchern sichtbar machen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Links und Ressourcen ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Service Learning (Grundlagen):&#039;&#039;&#039; [[Service Learning|wiki.dg-hochn.de/wiki/Service_Learning]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Praxisbeispiele:&#039;&#039;&#039; [[Beispiele für Service Learning-Projekte zu nachhaltiger Transformation auf dem Campus und in der Region|wiki.dg-hochn.de/wiki/Beispiele_für_Service_Learning-Projekte…]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Seminarablauf:&#039;&#039;&#039; [[Beispiel für einen Ablauf eines Service Learning-Seminars zu Nachhaltigkeit auf dem Campus|wiki.dg-hochn.de/wiki/Beispiel_für_einen_Ablauf…]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leitfaden (Open Access)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref name=Senatra2025&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Category:Lehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Service_Learning_BNE_-_Leitfaden&amp;diff=28429</id>
		<title>Service Learning BNE - Leitfaden</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Service_Learning_BNE_-_Leitfaden&amp;diff=28429"/>
		<updated>2026-05-06T09:17:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Im vom BMFTR geörderten Projekt [[Senatra – Service Learning und nachhaltige Transformation an Hochschulen|Senatra]] wurde der hochschuldidaktische Leitfaden &amp;quot;Service Learning in der Bildung für  Nachhaltige Entwicklung&amp;quot; entwickelt, der 2025 veröffentlicht wurde&amp;lt;ref name=&amp;quot;Senatra2025&amp;quot;&amp;gt;Hilf, Juliana; Böcher, Michael; Bremer, Ann-Kathrin; Hedemann, Katrin; Rieckmann, Marco &amp;amp; Lindau, Anne-Kathrin. 2026. Service Learning in der Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Ein hochschuldidaktischer Leitfaden. PoWiNE Working Paper – Magdeburger politikwissenschaftliche Beiträge zu Nachhaltigkeit in Forschung und Lehre. Bd. 5 (1/2026). UB Magdeburg. [https://doi.org/10.24352/UB.OVGU-2026-052 https://doi.org/10.24352/UB.OVGU-2026-052]&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zielgruppe&#039;&#039;&#039;: Der Leitfaden richtet sich an Lehrende aller Fachrichtungen, insbesondere an diejenigen, die bislang wenig oder keine Erfahrung mit Service Learning haben und nach einer fundierten, praxis-nahen Orientierung für den Einstieg suchen. Angesprochen sind zudem Studiengangsverantwortliche, die Service Learning als Baustein in ihre Curricula integrieren möchten, sowie Mitarbeitende in Transfer-, Nachhaltigkeits-und Hochschuldidaktikstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abstract:&#039;&#039;&#039; Die Hochschullandschaft befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Globale ökologische Krisen, soziale Ungleichheiten und politische Polarisierung machen deutlich, dass Hochschulen nicht nur Orte der Wissensproduktion sind, sondern zentrale Akteurinnen gesellschaftlicher Transformation. Mit der Ausbildung zukünftiger Entscheidungsträger:innen in Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft geht eine Verantwortung einher, die über Forschung und Lehre im engeren Sinne hinausreicht. Hochschulen sind gefordert, ihre Third Mission ernst zu nehmen und sich im Sinne eines Whole Institution Approach als Lern- und Gestaltungsräume nachhaltiger Entwicklung zu verstehen. In der Praxis zeigt sich: Das Bewusstsein für diese Verantwortung ist vielerorts vorhanden. Lehrende, Studiengangsverantwortliche und Studierende engagieren sich zunehmend für partizipative, praxisnahe und reflexive Lehr-Lern-Formate. Selten stößt die Idee, Lehre zukunftsorientiert weiterzuentwickeln, auf grundsätzliche Ablehnung. Gleichzeitig bleiben zentrale Fragen offen und hemmen die Umsetzung: Wo und wie fangen wir an? Wie lassen sich ambitionierte Ziele einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) konkret, realistisch und qualitativ hochwertig in der Hochschullehre umsetzen, ohne bestehende Strukturen vollständig überarbeiten zu müssen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;card&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:{{{bg-color|}}}; border-color:{{{border-color|rgba(123 156 177)}}};&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;word-wrap: break-word; color:{{{text-color|}}};&amp;quot; class=&amp;quot;card-body&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p style=&amp;quot;color:{{{text-color|}}};&amp;quot;class=&amp;quot;card-text&amp;quot;&amp;gt;{{{text|Auf dieser Seite wird der Leitfaden in im Überblick dargestellt. Die ausführliche Version ist [https://doi.org/10.24352/UB.OVGU-2026-052 hier als PDF zum Download] verfügbar.&lt;br /&gt;
}}}&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Was ist Service Learning? ==&lt;br /&gt;
Service Learning (häufig übersetzt als „Lernen durch Engagement“) ist ein Lehr-Lern-Format, das theoretisch fundiertes, wissenschaftliches Lernen systematisch mit gesellschaftlichem Engagement verknüpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Studierende arbeiten in kleinen Gruppen an realen Projekten mit externen oder hochschulinternen Praxispartner:innen, die an echte Bedarfe und Problemstellungen im Nachhaltigkeitskontext angebunden sind. Kennzeichnend ist, dass alle Beteiligten – Lehrende, Studierende und Praxisakteur:innen – unterschiedliche Wissensformen und Erfahrungen einbringen und in dialogischen Aushandlungsprozessen gemeinsam weiterentwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BoxBlau|text=&#039;&#039;&#039;Kernmerkmal: gegenseitiger Nutzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Service Learning unterscheidet sich von rein ehrenamtlichem Engagement und von klassischen Praxisphasen.&lt;br /&gt;
Lernziele und gesellschaftlicher Mehrwert werden bewusst miteinander verschränkt und durch begleitete Reflexionsphasen abgesichert.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abgrenzung von ähnlichen Formaten (nach Furco 1996)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Service Learning Grafik Furco.png|alt=Grafik Service Learning nach Furco|link=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Abbildung 1: Unterscheidung Service Programme (Furco-Spektrum)&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ Weiterführend: [[Service Learning]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Welche Haltung braucht es? ==&lt;br /&gt;
Service Learning im HBNE-Kontext stellt besondere Anforderungen an die Haltung aller Beteiligten. Das Format bewegt sich in mehreren Spannungsfeldern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* zwischen Wissenschaft und Praxis&lt;br /&gt;
* zwischen Offenheit und Struktur&lt;br /&gt;
* zwischen normativer Zielorientierung und wissenschaftlicher Distanz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Service Learning Grafik Spannungen.png|400px|alt=Grafik Service Learning Achsenkreuzg Spannungen|link=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Abbildung 2: Spannungsverhältnisse im Service Learning (Achsenkreuz mit Offenheit/Struktur und Wissenschaft/Praxis)&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zentrale Haltungselemente für Lehrende:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Transformatives Lernen ermöglichen:&#039;&#039;&#039; Lehrende begleiten Lernprozesse, statt Wissen zu übertragen. Irritation, Reflexion und Auseinandersetzung mit realen Aufgaben sind erwünscht und werden als Lernanlässe interpretiert.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Begegnung auf Augenhöhe:&#039;&#039;&#039; Unterschiedliche Wissensformen und Rationalitäten aller Beteiligten werden anerkannt und als Grundlage produktiver Aushandlungsprozesse verstanden.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Transparente Normativität:&#039;&#039;&#039; Wertorientierungen	(Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit…) werden weder verborgen noch aufgezwungen, sondern transparent gemacht und diskutiert.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wissenschaftliche Qualität wahren:&#039;&#039;&#039; Service Learning reduziert keine akademischen Ansprüche – theoretische Fundierung, analytische Schärfe und kritische Reflexion bleiben zentral.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenstransfer und RIUSL-Modell ==&lt;br /&gt;
Service Learning entfaltet sein Potenzial durch die gezielte Gestaltung von Wissenstransferprozessen – nicht als Einbahnstraße von Wissenschaft in die Praxis, sondern bidirektional.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BoxBlau|text=&#039;&#039;&#039;Das RIUSL-Modell (Research – Integration – Utilization in Service Learning)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwickelt basierend auf dem RIU-Modell (Böcher &amp;amp; Krott, 2016).&lt;br /&gt;
Versteht Wissenstransfer als zirkulären, reflexiven Prozess – nicht als linearen Ablauf.&lt;br /&gt;
Erstreckt sich über das gesamte Semester.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Service Learning RIUSL.png|alt=Grafik Service Learning RIUSL Modell|link=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Abbildung 3: RIUSL-Modell – mit Research / Integration / Utilization und Seminar als Integrationsforum&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die drei Phasen des RIUSL-Modells&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Phase&lt;br /&gt;
!Fokus&lt;br /&gt;
!Im Service-Learning-Seminar&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Research&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Wissenschaftliches Wissen bereitstellen und reflektieren&lt;br /&gt;
|Theorieeinheiten: Konzepte, Modelle, Forschungsergebnisse kennenlernen und auf Projekte beziehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Integration&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Wissenschaft, Praxis und Normativität in Dialog bringen&lt;br /&gt;
|Feedbackschleifen, Übersetzungsarbeit, Reflexion, wechselseitige Selektion wissenschaftlicher Konzepte für Praxisprobleme&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Utilization&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Ergebnisse anwenden, übergeben und weiternutzen&lt;br /&gt;
|Konkrete Produkte, Konzepte oder Maßnahmen an Praxispartner:innen übergeben; Wirkung reflektieren&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rollen im Service Learning ==&lt;br /&gt;
Klare Rollenverteilung ist keine organisatorische Nebensache, sondern eine zentrale didaktische Voraussetzung. Das RIUSL-Modell macht deutlich, dass sich Verantwortung für Wissenstransfer auf unterschiedliche Phasen und Akteur:innen verteilt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Überblick der Rollen&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Akteur:in&lt;br /&gt;
!Rolle&lt;br /&gt;
!Kernverantwortlichkeiten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Lehrende&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Rahmung, Moderation, Qualitätssicherung&lt;br /&gt;
|Curriculare Einbettung, Theorieauswahl, Seminarstruktur, Reflexionsinitiierung, Rollendefinition&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Studierende&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Lernende, Mitgestaltende, Wissensübersetzer:innen&lt;br /&gt;
|Theorieauseinandersetzung, eigenständige Projektarbeit, Übersetzung Wissenschaft ↔ Praxis, Selbstreflexion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Praxispartner:innen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Ko-Produzent:innen, Resonanzraum&lt;br /&gt;
|Reale Bedarfe formulieren, Rückmeldung geben, Umsetzbarkeit einschätzen, Ergebnisse weiternutzen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Hochschule / Institution&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Ermöglichung, Verstetigung&lt;br /&gt;
|Curriculare Verankerung, Ressourcen, Koordinationsstellen, Sichtbarkeit, Third-Mission-Anbindung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Service Learning Akteurinnen.png|700px|alt=Grafik Service Learning Akteurinnen|link=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Abbildung 4: Rollenverteilung im Service Learning (KI-unterstützt erstellt)&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur-Szenarien: Theorie und Praxis im Semester ==&lt;br /&gt;
Wie Theorie- und Praxiseinheiten verknüpft werden, prägt Lernprozesse und Wissenstransfer. Der Leitfaden unterscheidet drei typische Szenarien:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Service Learning Grafik Semesterwochen.png||750px|alt=Grafik Service Semesterweochen|link=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Abbildung 5: Drei Struktur-Szenarien. Semesterwochen 1–14 mit Theorie/Praxis-Blöcken&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Szenario&lt;br /&gt;
!Vorteile&lt;br /&gt;
!Nachteile&lt;br /&gt;
!Geeignet wenn...&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1 – Blöcke (erst Theorie, dann Praxis)&lt;br /&gt;
|Fokussiertes Arbeiten; kein Parallelwechsel&lt;br /&gt;
|Wenig Praxiszeit; kaum Theorie-Praxis-Verknüpfung im Verlauf&lt;br /&gt;
|Projekte klein und klar umrissen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2 – Parallel (wöchentlicher Wechsel)&lt;br /&gt;
|Lange Projektlaufzeit; fortlaufender Theoriebezug&lt;br /&gt;
|Kaum zusammenhängende Theoriephasen; fehlende Grundlagenausbildung zu Beginn&lt;br /&gt;
|Kontinuierliche Projektarbeit gewünscht&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;3 – Integriert (empfohlen)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Solide Grundlagen + wiederkehrende Theorie-Praxis-Verknüpfung; flexible Gruppenanwesenheit&lt;br /&gt;
|Anspruchsvollere Planung; Flexibilität bei Inhalten nötig&lt;br /&gt;
|Projekte mit gewisser Komplexität&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Seminarablauf: Die vier Phasen ==&lt;br /&gt;
Ein Service Learning-Semester gliedert sich idealtypisch in vier Phasen, die den vier übergeordneten Leitfadenphasen (Orientierung, Gestaltung, Wirkung, Konkretisierung) entsprechen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Phase&lt;br /&gt;
!RIUSL-Fokus&lt;br /&gt;
!Zentrale Elemente&lt;br /&gt;
!Ziel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1 – Einstieg &amp;amp; Orientierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Research &amp;amp; Rollenklärung&lt;br /&gt;
|Einführung SL &amp;amp; Thema des Seminars; Vorstellung Praxispartner:innen; Erwartungsklärung; Theoretische Grundlagen&lt;br /&gt;
|Gemeinsames Verständnis von Zielen und Verantwortung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;2 – Projektentwicklung &amp;amp; Aushandlung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Integration&lt;br /&gt;
|Projektkonzepte schärfen; Feedback- &amp;amp; Reflexionsformate; Austausch mit Praxispartner:innen; Zielanpassung&lt;br /&gt;
|Übersetzungsarbeit Wissenschaft ↔ Praxis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;3 – Umsetzung &amp;amp; Begleitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Integration &amp;amp; Utilization&lt;br /&gt;
|Eigenständige Projektarbeit; Check-ins &amp;amp; Feedbackrunden; Reflexion von Herausforderungen&lt;br /&gt;
|Selbstwirksamkeit, Kompetenzentwicklung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;4 – Abschluss, Übergabe &amp;amp; Reflexion&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Utilization &amp;amp; Auswertung&lt;br /&gt;
|Abschlusspräsentationen; Übergabe; gemeinsame Reflexion; Seminar-Evaluation; Anerkennung&lt;br /&gt;
|Lernzyklus abschließen; Anschlussperspektiven eröffnen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ Ausführliche Schritt-für-Schritt-Übersicht: [[Beispiel für einen Ablauf eines Service Learning-Seminars zu Nachhaltigkeit auf dem Campus|Ablauf eines Service Learning-Seminars]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Qualität und typische Fallstricke ==&lt;br /&gt;
Service Learning entfaltet seine Wirkung nicht automatisch. Drei Qualitätsdimensionen sind zentral:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;A – Didaktische Gestaltung und curriculare Einbettung:&#039;&#039;&#039; Service Learning muss integraler Bestandteil des Curriculums sein – nicht  als Add-on. Klare Lernziele, systematische Verzahnung von Theorie-Praxis-Reflexion und transparente Leistungsanforderungen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;B – Kooperation, Rollenklärung und Aushandlung:&#039;&#039;&#039; Frühzeitige Abstimmung mit Praxispartner:innen, klar definierte Verantwortlichkeiten, Zusammenarbeit auf Augenhöhe.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;C – Wissenstransfer, Wirkung und Verstetigung:&#039;&#039;&#039; Projekte auf reale Bedarfe ausrichten; klare Übergabeformate; Reflexion über Wirkung; institutionelle Anbindung.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Häufige Fallstricke und Präventionstipps&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Fallstrick&lt;br /&gt;
!Präventionstipp&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Unklare Erwartungen zu Semesterbeginn&lt;br /&gt;
|Zu Semesterstart Rollen, Ziele, Anforderungen und Zeitaufwand explizit klären (z. B. Kooperationsvereinbarung)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Überambitionierte oder vage Projektaufgaben&lt;br /&gt;
|Projekte bereits in der Planungsphase skalieren: Was ist in einem Semester realistisch? Must haves vs. nice to haves?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Theorieinhalte nicht auf Projekte abgestimmt&lt;br /&gt;
|Von den Projekten her denken: typische Fragen und Stolpersteine identifizieren, darauf aufbauend Konzepte auswählen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zu wenig Zeit für Reflexion&lt;br /&gt;
|Feste Reflexionsslots einplanen (Check-ins, Zwischenreflexionen, Abschlussreflexion)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Instrumentalisierende Rollenverständnisse&lt;br /&gt;
|Service Learning klar als Lehr-Lern-Format kommunizieren – kein Praktikum, keine günstige Arbeitskraft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Mangelnde institutionelle Unterstützung&lt;br /&gt;
|Frühzeitig Transfer-/Nachhaltigkeitsstellen einbinden; Service Learning in Modulhandbüchern sichtbar machen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Links und Ressourcen ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Service Learning (Grundlagen):&#039;&#039;&#039; [[Service Learning|wiki.dg-hochn.de/wiki/Service_Learning]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Praxisbeispiele:&#039;&#039;&#039; [[Beispiele für Service Learning-Projekte zu nachhaltiger Transformation auf dem Campus und in der Region|wiki.dg-hochn.de/wiki/Beispiele_für_Service_Learning-Projekte…]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Seminarablauf:&#039;&#039;&#039; [[Beispiel für einen Ablauf eines Service Learning-Seminars zu Nachhaltigkeit auf dem Campus|wiki.dg-hochn.de/wiki/Beispiel_für_einen_Ablauf…]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leitfaden (Open Access)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref name=Senatra2025&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Category:Lehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Netzwerke_zu_Nachhaltigkeit_an_Hochschulen&amp;diff=28260</id>
		<title>Netzwerke zu Nachhaltigkeit an Hochschulen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Netzwerke_zu_Nachhaltigkeit_an_Hochschulen&amp;diff=28260"/>
		<updated>2026-04-23T09:31:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{#set:Has parent page=Netzwerke und Einrichtungen}}&lt;br /&gt;
Diese Seite gibt einen Überblick über Netzwerke zu Nachhaltigkeit an Hochschulen in Deutschland, aufgeteilt nach Bundesländern oder Regionen. Im Wiki gibt es zudem einen Übersicht zu europäischen Netzwerken: [[Networks for Sustainability in Higher Education]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der übergeordneten Seite zu [[Netzwerke und Einrichtungen|Netzwerken und Einrichtungen]] finden Sie zudem Community-Seiten, Nachhaltigkeitsbüros und mehr.&lt;br /&gt;
[[Datei:DG HochN Karte-Nachhaltigkeit-Netzwerke-Landkarte-Stand-April-2026.jpg|alternativtext=Landkarte, welche die Netzwerke zu Nachhaltigkeit an Hochschulen in Deutschland abbildet. |mini|Netzwerke zu Nachhaltigkeit an Hochschulen in Deutschland April 2026]]&lt;br /&gt;
Die [[Medium:Präsentation Hub RegionaleNetzwerke 251015.pdf|Präsentation des digitalen Hubs vom 15.10.2025]] zu regionalen Netzwerken in Deutschland gibt zudem Einblicke in die Ergebnisse (Stand Oktober 2025) zu regionalen Netzwerken in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Netzwerke in Deutschland ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Bundesland - Region&lt;br /&gt;
!Netzwerk (ggf. interner Link)&lt;br /&gt;
!Externer Link&lt;br /&gt;
!Kommentare&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bundesweit&lt;br /&gt;
|[[DG HochN Netzwerk|DG HochN]], Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen e.V.&lt;br /&gt;
|https://www.dg-hochn.de&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Region Ost&lt;br /&gt;
|Netzwerk Nachhaltigkeit und Umwelt an Hochschulen und Forschungseinrichtungen der Region Ost&lt;br /&gt;
|https://www.netzwerk-umwelt.org&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bayern&lt;br /&gt;
|[https://www.bayzen.de/materialien/bayernzertifikat/ BayZeN], Zentrum Hochschule und Nachhaltigkeit Bayern&lt;br /&gt;
|https://www.nachhaltigehochschule.de&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Baden-Württemberg&lt;br /&gt;
|BNE-Hochschulnetzwerk Baden-Württemberg&lt;br /&gt;
|Website befindet sich im Relaunch an der PH Weingarten&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Berlin (Berlin Brandenburg)&lt;br /&gt;
|Vernetzungsrunde Berlin-Brandenburger Hochschulen auf Leitungsebene&lt;br /&gt;
|Bisher kein Link verfügbar &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Brandenburg&lt;br /&gt;
|Arbeitsgemeinschaft Nachhaltigkeit an Brandenburger Hochschulen&lt;br /&gt;
|https://nachhaltigkeit-an-brandenburger-hochschulen.de/&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bremen, Bremerhaven&lt;br /&gt;
|[[BreGoS - Bremen goes Sustainable. Eine Hochschulregion auf dem Weg zur Nachhaltigkeit|BreGoS]], BMBF-Projekt Bremen Goes Sustainable&lt;br /&gt;
|https://www.uni-bremen.de/bregos&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Hamburg&lt;br /&gt;
|HaHoNa &lt;br /&gt;
|https://www.haw-hamburg.de/en/research/research-projects/project/project/show/hahona/&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Forum Hochschule BNE &lt;br /&gt;
|https://www.hamburger-klimaschutzstiftung.de/projekt/forum-hochschule/&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Hessen&lt;br /&gt;
| Netzwerk Nachhaltigkeit Hessischer Hochschulen (NNHH)&lt;br /&gt;
|https://www.thm.de/site/hochschule/profil/nachhaltigkeit/netzwerk.html&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Niedersachsen&lt;br /&gt;
|HochNiNa - Netzwerk Nachhaltigkeit Niedersächsischer Hochschulen&lt;br /&gt;
|https://uol.de/hochnina&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; |Nordrhein-Westfalen&lt;br /&gt;
|Humbold&amp;lt;sup&amp;gt;n&amp;lt;/sup&amp;gt; - Die Nachhaltigkeitsinitiative der Universitäten in NRW&lt;br /&gt;
|https://humboldt-n.nrw/ueber-humboldtn&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Nachhaltigkeitsbüros und Green Offices in NRW|NaKliMa NRW]] - Netzwerk Nachhaltigkeits- und Klimaschutzmanagement an Hochschulen in NRW&lt;br /&gt;
|https://www.listserv.dfn.de/sympa/info/nachhaltigkeit.nrw&lt;br /&gt;
|Austausch auf Arbeitsebene&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Hochschulnetzwerk BNE in der Lehrkräftebildung in NRW&lt;br /&gt;
|https://www.geographie.uni-wuppertal.de/de/bne-hochschulnetzwerk/&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|AK Nachhaltigkeitstransformation – ein Netzwerk im Netzwerk hdw (Hochschuldidaktische Weiterbildung der HAW in NRW)&lt;br /&gt;
|https://www.hdw-nrw.de/arbeitskreise/&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Nachhaltigkeitsallianz für angewandte Wissenschaften  in NRW&lt;br /&gt;
|https://naw.nrw/&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Rheinland-Pfalz&lt;br /&gt;
|LBNE-Netzwerk (= Lehrkräftebildung für nachhaltige Entwicklung)&lt;br /&gt;
|https://bildung.rlp.de/nachhaltigkeit/schwerpunkte/lehrkraefteausbildung&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Sachsen&lt;br /&gt;
|Netzwerk Nachhaltigkeits- und Klimaschutzmanagements an Hochschulen in Sachsen&lt;br /&gt;
|in Arbeit&lt;br /&gt;
|in Gründung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Sachsen-Anhalt&lt;br /&gt;
|AG Nachhaltige Hochschulen Sachsen-Anhalt&lt;br /&gt;
|https://www.nachhaltigkeit.ovgu.de/&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Schleswig-Holstein&lt;br /&gt;
|Netzwerk in SH (noch kein Name) (in Gründung)&lt;br /&gt;
|http://www.bne-in-sh.de&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Thüringen&lt;br /&gt;
|Thüringer Hochschulnetzwerk Nachhaltigkeit&lt;br /&gt;
|in Arbeit, aber bislang noch nicht verfügbar&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Neben den hier aufgeführten Netzwerken finden sich weitere regionale Netzwerke, die primär auf Schule ausgerichtet sind, aber häufiger auch Initiativen zur Lehrkräftebildung umfassen.  Eine Übersicht dazu finden Sie hier: https://ges.engagement-global.de/landeskoordination.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutschsprachige Studierendennetzwerke ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Netzwerk&lt;br /&gt;
!Link&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|netzwerk n&lt;br /&gt;
|https://netzwerk-n.org&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|OIKOS - Students for Sustainable Economics and Management (mit regionalen Gruppen auch in Deutschland, z.B. an der Universität Paderborn&lt;br /&gt;
|https://oikos-international.org, https://www.uni-paderborn.de/universitaet/nachhaltigkeit/oikos)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|sneep - students network for ethics in economics and practice&lt;br /&gt;
|https://www.sneep.info&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Netzwerk]] [[Kategorie:Liste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Fachhochschule_M%C3%BCnster&amp;diff=28232</id>
		<title>Fachhochschule Münster</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Fachhochschule_M%C3%BCnster&amp;diff=28232"/>
		<updated>2026-04-17T09:27:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{NH-Strategien&lt;br /&gt;
|Hochschule=Fachhochschule Münster&lt;br /&gt;
|Website=https://www.fh-muenster.de/de/ueber-uns/nachhaltige-hochschule/nachhaltigkeitsstrategie-asc&lt;br /&gt;
|Datum der Verabschiedung=Academic Scorecard: 28.10.2020 &amp;lt;br&amp;gt;  Klimaschutzkonzept: 25.11.2022&lt;br /&gt;
|Bundesland=Nordrhein-Westfalen&lt;br /&gt;
|Adresse=Hüfferstr. 27, 48149 Münster&lt;br /&gt;
|Anmerkungen=*&#039;&#039;&#039;Nachhaltigkeitsstrategie&#039;&#039;&#039; eingebunden in den &#039;&#039;&#039;Hochschulentwicklungsplan&#039;&#039;&#039; 2021-2025 mit der Academic Scorecard (ASC) als Management-Instrument in den Kernbereichen Bildung, Forschung und Ressourcen (Personal, Infrastruktur und Finanzen, Management)&lt;br /&gt;
*Verabschiedung eines [https://www.fh-muenster.de/hochschule/nachhaltige-hochschule/klimaschutz/klimaschutzkonzept.php Klimaschutzkonzepts] mit umfassendem Maßnahmenkatalog inklusive Zeithorizonten in den Handlungsfeldern Energiemanagement und IT, Mobilität, Ernährung, Beschaffung, Abwasser und Abfall sowie Anpassung an den [https://de.wikipedia.org/wiki/Klimawandel Klimawandel]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Datei:Barcamp_Resilienz_2026.jpg&amp;diff=28137</id>
		<title>Datei:Barcamp Resilienz 2026.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Datei:Barcamp_Resilienz_2026.jpg&amp;diff=28137"/>
		<updated>2026-04-13T14:25:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Netzwerke_zu_Nachhaltigkeit_an_Hochschulen&amp;diff=27973</id>
		<title>Netzwerke zu Nachhaltigkeit an Hochschulen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Netzwerke_zu_Nachhaltigkeit_an_Hochschulen&amp;diff=27973"/>
		<updated>2026-03-27T17:34:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{#set:Has parent page=Netzwerke und Einrichtungen}}&lt;br /&gt;
Diese Seite gibt einen Überblick über Netzwerke zu Nachhaltigkeit an Hochschulen in Deutschland, aufgeteilt nach Bundesländern oder Regionen. IM Wiki gibt es zudem einen Übersicht zu europäischen Netzwerken: [[Networks for Sustainability in Higher Education]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der übergeordneten Seite zu [[Netzwerke und Einrichtungen|Netzwerken und Einrichtungen]] finden Sie zudem Community-Seiten, Nachhaltigkeitsbüros und mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Netzwerke in Deutschland ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Bundesland - Region&lt;br /&gt;
!Netzwerk (ggf. interner Link)&lt;br /&gt;
!Externer Link&lt;br /&gt;
!Kommentare&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bundesweit&lt;br /&gt;
|[[DG HochN Netzwerk|DG HochN]], Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen e.V.&lt;br /&gt;
|https://www.dg-hochn.de&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Region Ost&lt;br /&gt;
|Netzwerk Nachhaltigkeit und Umwelt an Hochschulen und Forschungseinrichtungen der Region Ost&lt;br /&gt;
|https://www.netzwerk-umwelt.org&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bayern&lt;br /&gt;
|[https://www.bayzen.de/materialien/bayernzertifikat/ BayZeN], Zentrum Hochschule und Nachhaltigkeit Bayern&lt;br /&gt;
|https://www.nachhaltigehochschule.de&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Baden-Württemberg&lt;br /&gt;
|BNE-Hochschulnetzwerk Baden-Württemberg&lt;br /&gt;
|Website befindet sich im Relaunch an der PH Weingarten&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Berlin (Berlin Brandenburg)&lt;br /&gt;
|Vernetzungsrunde Berlin-Brandenburger Hochschulen auf Leitungsebene&lt;br /&gt;
|Bisher kein Link verfügbar &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Brandenburg&lt;br /&gt;
|Arbeitsgemeinschaft Nachhaltigkeit an Brandenburger Hochschulen&lt;br /&gt;
|https://nachhaltigkeit-an-brandenburger-hochschulen.de/&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bremen, Bremerhaven&lt;br /&gt;
|[[BreGoS - Bremen goes Sustainable. Eine Hochschulregion auf dem Weg zur Nachhaltigkeit|BreGoS]], BMBF-Projekt Bremen Goes Sustainable&lt;br /&gt;
|https://www.uni-bremen.de/bregos&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Hamburg&lt;br /&gt;
|HaHoNa &lt;br /&gt;
|https://www.haw-hamburg.de/en/research/research-projects/project/project/show/hahona/&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Forum Hochschule BNE &lt;br /&gt;
|https://www.hamburger-klimaschutzstiftung.de/projekt/forum-hochschule/&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Hessen&lt;br /&gt;
| Netzwerk Nachhaltigkeit Hessischer Hochschulen (NNHH)&lt;br /&gt;
|https://www.thm.de/site/hochschule/profil/nachhaltigkeit/netzwerk.html&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Niedersachsen&lt;br /&gt;
|HochNiNa - Netzwerk Nachhaltigkeit Niedersächsischer Hochschulen&lt;br /&gt;
|https://uol.de/hochnina&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; |Nordrhein-Westfalen&lt;br /&gt;
|Humbold&amp;lt;sup&amp;gt;n&amp;lt;/sup&amp;gt; - Die Nachhaltigkeitsinitiative der Universitäten in NRW&lt;br /&gt;
|https://humboldt-n.nrw/ueber-humboldtn&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Nachhaltigkeitsbüros und Green Offices in NRW|NaKliMa NRW]] - Netzwerk Nachhaltigkeits- und Klimaschutzmanagement an Hochschulen in NRW&lt;br /&gt;
|https://www.listserv.dfn.de/sympa/info/nachhaltigkeit.nrw&lt;br /&gt;
|Austausch auf Arbeitsebene&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Hochschulnetzwerk BNE in der Lehrkräftebildung in NRW&lt;br /&gt;
|https://www.geographie.uni-wuppertal.de/de/bne-hochschulnetzwerk/&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|AK Nachhaltigkeitstransformation – ein Netzwerk im Netzwerk hdw (Hochschuldidaktische Weiterbildung der HAW in NRW)&lt;br /&gt;
|https://www.hdw-nrw.de/arbeitskreise/&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Nachhaltigkeitsallianz für angewandte Wissenschaften  in NRW&lt;br /&gt;
|https://naw.nrw/&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Rheinland-Pfalz&lt;br /&gt;
|LBNE-Netzwerk (= Lehrkräftebildung für nachhaltige Entwicklung)&lt;br /&gt;
|https://bildung.rlp.de/nachhaltigkeit/schwerpunkte/lehrkraefteausbildung&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Sachsen&lt;br /&gt;
|Netzwerk Nachhaltigkeits- und Klimaschutzmanagements an Hochschulen in Sachsen&lt;br /&gt;
|in Arbeit&lt;br /&gt;
|in Gründung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Sachsen-Anhalt&lt;br /&gt;
|AG Nachhaltige Hochschulen Sachsen-Anhalt&lt;br /&gt;
|https://www.nachhaltigkeit.ovgu.de/&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Schleswig-Holstein&lt;br /&gt;
|Netzwerk in SH (noch kein Name) (in Gründung)&lt;br /&gt;
|http://www.bne-in-sh.de&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Thüringen&lt;br /&gt;
|Thüringer Hochschulnetzwerk Nachhaltigkeit&lt;br /&gt;
|in Arbeit, aber bislang noch nicht verfügbar&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Neben den hier aufgeführten Netzwerken finden sich weitere regionale Netzwerke, die primär auf Schule ausgerichtet sind, aber häufiger auch Initiativen zur Lehrkräftebildung umfassen.  Eine Übersicht dazu finden Sie hier: https://ges.engagement-global.de/landeskoordination.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutschsprachige Studierendennetzwerke ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Netzwerk&lt;br /&gt;
!Link&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|netzwerk n&lt;br /&gt;
|https://netzwerk-n.org&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|OIKOS - Students for Sustainable Economics and Management (mit regionalen Gruppen auch in Deutschland, z.B. an der Universität Paderborn&lt;br /&gt;
|https://oikos-international.org, https://www.uni-paderborn.de/universitaet/nachhaltigkeit/oikos)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|sneep - students network for ethics in economics and practice&lt;br /&gt;
|https://www.sneep.info&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Netzwerk]] [[Kategorie:Liste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Netzwerke_zu_Nachhaltigkeit_an_Hochschulen&amp;diff=27964</id>
		<title>Netzwerke zu Nachhaltigkeit an Hochschulen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Netzwerke_zu_Nachhaltigkeit_an_Hochschulen&amp;diff=27964"/>
		<updated>2026-03-20T15:33:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BG: NAW.NRW&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{#set:Has parent page=Netzwerke und Einrichtungen}}&lt;br /&gt;
Diese Seite gibt einen Überblick über Netzwerke zu Nachhaltigkeit an Hochschulen in Deutschland, aufgeteilt nach Bundesländern oder Regionen. IM Wiki gibt es zudem einen Übersicht zu europäischen Netzwerken: [[Networks for Sustainability in Higher Education]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der übergeordneten Seite zu [[Netzwerke und Einrichtungen|Netzwerken und Einrichtungen]] finden Sie zudem Community-Seiten, Nachhaltigkeitsbüros und mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Netzwerke in Deutschland ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Bundesland - Region&lt;br /&gt;
!Netzwerk (ggf. interner Link)&lt;br /&gt;
!Externer Link&lt;br /&gt;
!Kommentare&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bundesweit&lt;br /&gt;
|[[DG HochN Netzwerk|DG HochN]], Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen e.V.&lt;br /&gt;
|https://www.dg-hochn.de&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Region Ost&lt;br /&gt;
|Netzwerk Nachhaltigkeit und Umwelt an Hochschulen und Forschungseinrichtungen der Region Ost&lt;br /&gt;
|https://www.netzwerk-umwelt.org&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bayern&lt;br /&gt;
|[https://www.bayzen.de/materialien/bayernzertifikat/ BayZeN], Zentrum Hochschule und Nachhaltigkeit Bayern&lt;br /&gt;
|https://www.nachhaltigehochschule.de&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Baden-Württemberg&lt;br /&gt;
|BNE-Hochschulnetzwerk Baden-Württemberg&lt;br /&gt;
|Website befindet sich im Relaunch an der PH Weingarten&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Berlin (Berlin Brandenburg)&lt;br /&gt;
|Vernetzungsrunde Berlin-Brandenburger Hochschulen auf Leitungsebene&lt;br /&gt;
|Bisher kein Link verfügbar &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Brandenburg&lt;br /&gt;
|Arbeitsgemeinschaft Nachhaltigkeit an Brandenburger Hochschulen&lt;br /&gt;
|https://nachhaltigkeit-an-brandenburger-hochschulen.de/&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bremen, Bremerhaven&lt;br /&gt;
|[[BreGoS - Bremen goes Sustainable. Eine Hochschulregion auf dem Weg zur Nachhaltigkeit|BreGoS]], BMBF-Projekt Bremen Goes Sustainable&lt;br /&gt;
|https://www.uni-bremen.de/bregos&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Hamburg&lt;br /&gt;
|HaHoNa &lt;br /&gt;
|https://www.haw-hamburg.de/en/research/research-projects/project/project/show/hahona/&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Forum Hochschule BNE &lt;br /&gt;
|https://www.hamburger-klimaschutzstiftung.de/projekt/forum-hochschule/&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Hessen&lt;br /&gt;
| Netzwerk Nachhaltigkeit Hessischer Hochschulen (NNHH)&lt;br /&gt;
|https://www.thm.de/site/hochschule/profil/nachhaltigkeit/netzwerk.html&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Niedersachsen&lt;br /&gt;
|HochNiNa - Netzwerk Nachhaltigkeit Niedersächsischer Hochschulen&lt;br /&gt;
|https://uol.de/hochnina&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; |Nordrhein-Westfalen&lt;br /&gt;
|Humbold&amp;lt;sup&amp;gt;n&amp;lt;/sup&amp;gt; - Die Nachhaltigkeitsinitiative der Universitäten in NRW&lt;br /&gt;
|https://humboldt-n.nrw/ueber-humboldtn&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Nachhaltigkeitsbüros und Green Offices in NRW|NaKliMa NRW]] - Netzwerk Nachhaltigkeits- und Klimaschutzmanagement an Hochschulen in NRW&lt;br /&gt;
|https://www.listserv.dfn.de/sympa/info/nachhaltigkeit.nrw&lt;br /&gt;
|Austausch auf Arbeitsebene&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Hochschulnetzwerk BNE in der Lehrkräftebildung in NRW&lt;br /&gt;
|https://www.geographie.uni-wuppertal.de/de/bne-hochschulnetzwerk/&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|AK Nachhaltigkeitstransformation – ein Netzwerk im Netzwerk hdw (Hochschuldidaktische Weiterbildung der HAW in NRW)&lt;br /&gt;
|https://www.hdw-nrw.de/arbeitskreise/&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Nachhaltigkeitsallianz für angewandte Wissenschaften  in NRW&lt;br /&gt;
|https://naw.nrw/&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Rheinland-Pfalz&lt;br /&gt;
|LBNE-Netzwerk (= Lehrkräftebildung für nachhaltige Entwicklung)&lt;br /&gt;
|https://bildung.rlp.de/nachhaltigkeit/schwerpunkte/lehrkraefteausbildung&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Sachsen-Anhalt&lt;br /&gt;
|AG Nachhaltige Hochschulen Sachsen-Anhalt&lt;br /&gt;
|https://www.nachhaltigkeit.ovgu.de/&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Schleswig-Holstein&lt;br /&gt;
|Netzwerk in SH (noch kein Name) (in Gründung)&lt;br /&gt;
|http://www.bne-in-sh.de&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Thüringen&lt;br /&gt;
|Thüringer Hochschulnetzwerk Nachhaltigkeit&lt;br /&gt;
|in Arbeit, aber bislang noch nicht verfügbar&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Neben den hier aufgeführten Netzwerken finden sich weitere regionale Netzwerke, die primär auf Schule ausgerichtet sind, aber häufiger auch Initiativen zur Lehrkräftebildung umfassen.  Eine Übersicht dazu finden Sie hier: https://ges.engagement-global.de/landeskoordination.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutschsprachige Studierendennetzwerke ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Netzwerk&lt;br /&gt;
!Link&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|netzwerk n&lt;br /&gt;
|https://netzwerk-n.org&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|OIKOS - Students for Sustainable Economics and Management (mit regionalen Gruppen auch in Deutschland, z.B. an der Universität Paderborn&lt;br /&gt;
|https://oikos-international.org, https://www.uni-paderborn.de/universitaet/nachhaltigkeit/oikos)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|sneep - students network for ethics in economics and practice&lt;br /&gt;
|https://www.sneep.info&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Netzwerk]] [[Kategorie:Liste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Fachtagung,_Wege_zum_nachhaltigen_Labor,_26.-27.01.26&amp;diff=27852</id>
		<title>Fachtagung, Wege zum nachhaltigen Labor, 26.-27.01.26</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Fachtagung,_Wege_zum_nachhaltigen_Labor,_26.-27.01.26&amp;diff=27852"/>
		<updated>2026-03-02T15:01:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BG: /* Präsentationen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hubs der DG HochN&lt;br /&gt;
|hub_kat=Community Hubs,Hub – Green Labs&lt;br /&gt;
|titel=Wege zum nachhaltigen Labor - Strategien und Beispiele aus der Praxis für Hochschulen und Forschungseinrichtungen&lt;br /&gt;
|kurz=Die Fachtagung &amp;quot;Wege zum nachhaltigen Labor: Strategien und Beispiele aus der Praxis für Hochschulen und Forschungseinrichtungen&amp;quot; am 26. und 27. Januar 2026 in Göttingen widmet sich Ansätzen, Zertifizierungen und Best Practices für eine nachhaltige Gestaltung des Laborbetriebs.&lt;br /&gt;
|datum=2026-01-26T13:00:00.000Z&lt;br /&gt;
|thema=Green Labs&lt;br /&gt;
|bezug=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Betrieb&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Agenda und Informationen==&lt;br /&gt;
Labore zählen zu den ressourcenintensivsten Bereichen in Hochschulen und Forschungseinrichtungen – mit hohem Energie- und Materialverbrauch sowie besonderen Anforderungen an Technik und Infrastruktur. Vor diesem Hintergrund gewinnen Green Lab-Konzepte und -Zertifizierungen zunehmend an Bedeutung, um Nachhaltigkeit systematisch im Wissenschaftsbetrieb zu verankern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fachtagung &amp;quot;Wege zum nachhaltigen Labor: Strategien und Beispiele aus der Praxis für Hochschulen und Forschungseinrichtungen&amp;quot; am 26. und 27. Januar 2026 in Göttingen widmet sich Ansätzen, Zertifizierungen und Best Practices für eine nachhaltige Gestaltung des Laborbetriebs. Neben Impulsvorträgen zu nachhaltigen Praxisbeispielen, LEAF, My Green Lab und alternativen Konzepten bietet die Tagung Raum für Austausch, Vernetzung und gemeinsame Projektideen. Die Tagung richtet sich an Nachhaltigkeits- und Green Lab-Koordinator*innen sowie an Labor- und Arbeitsgruppenleitungen, die nachhaltige Laborkonzepte aktiv mitgestalten möchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable mw-collapsed mw-collapsible&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Programm Tag 1: Montag, 26. Januar 2026&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width: 130px;&amp;quot; | Uhrzeit&lt;br /&gt;
! Programm Montag, 26.01.26&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ab 13.00 Uhr || Eintreffen und Anmeldung Teilnehmer*innen &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 13.30 Uhr || &#039;&#039;&#039;Begrüßung durch die veranstaltenden Institutionen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Prof. Dr. Bernhard Brümmer, Vizepräsident für Forschung und Nachhaltigkeit, Universität Göttingen, Dr. Antje Tepperwien, Leitung Profilbereich &amp;quot;Wissen über Wissen&amp;quot;, VolkswagenStiftung, Dr. Bror Giesenbauer, Geschäftsführer DG HochN und Stefanie Groth, DG HochN &#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 13.50 Uhr || &#039;&#039;&#039;Keynote-Session 1&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Nachhaltiger Laborbetrieb: Relevanz, Potentiale und Best Practices &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dr. Kerstin Hermuth-Kleinschmidt, NIUB – Nachhaltigkeitsberatung&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 14.35 Uhr ||&#039;&#039;&#039; Keynote-Session 2&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
SPARKHub: Open-Access-Zertifizierung und -Plattform für eine nachhaltige Wissenschaft &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dr. Philipp Weber, Sustainability Officer, European Molecular Biology Organization &#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 15.20 Uhr || Networking, offener Austausch | Tee-/Kaffeepause und Snacks &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 16.00 Uhr || &#039;&#039;&#039;Vortrag-Session 1&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Track A: Vergleich von Labornachhaltigkeitsprogrammen und Zertifizierungen: My Green Lab und LEAF, &#039;&#039;Bianca Schell, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Sustainable Labs, Universität Konstanz&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Track B: Green Lab Practices in den Niederlanden – Von lokalen Grassroots-Initiativen zur nationalen Ambition,&#039;&#039; Dr. Thomas Freese, Green Labs Mitbegründer und Nachhaltigkeitsbeauftragter, Fakultät für Natur- und Ingenieurwissenschaften, Synthetische Organische Chemie, Universität Groningen  &#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 16.45 Uhr || Tee-/Kaffee und Snacks &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 17.00 Uhr || &#039;&#039;&#039;Vortrag-Session 2&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Track A: My Green Lab in der Praxis: Umsetzung und Erfahrungen aus einem Biotechnologie-Labor, &#039;&#039;Sven Duda, M.Sc. Biotechnologie, My Green Lab Ambassador  &#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Track B: DFG-Aktivitäten und (Förder-) möglichkeiten für ressourceneffiziente Geräte-Infrastrukturen, &#039;&#039;Dr. Michael Royeck, Programmdirektor Gruppe Wissenschaftliche Geräte und Informationstechnik, DFG &#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 17.45 Uhr || Pause&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 19.00 Uhr || Networking Dinner  und optional Führung im Forum Wissen &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 22.00 Uhr || Ende&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable mw-collapsed mw-collapsible&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Programm Tag 2: Dienstag, 27. Januar 2026&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width: 130px;&amp;quot; | Uhrzeit&lt;br /&gt;
! Programm Dienstag, 27. Januar 2026&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 08.30 Uhr || Eintreffen Teilnehmer*innen &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 09.15 Uhr || Begrüßung und Ausblick &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;DG HochN &#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 9.30 Uhr || &#039;&#039;&#039;Blitzlicht-Session&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*LabHero – Der charitéeigene Weg,&#039;&#039; Marie Lindow, Umwelt- u. Gefahrgutbeauftragte / Nachhaltigkeitsmanagerin, Abteilung Nachhaltigkeitsmanagement, Charité - Universitätsmedizin Berlin &#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Zentrale Organisation des Green-Lab-Prozesses an der TU Berlin,&#039;&#039; Dr. Jörg Romanski, Umweltbeauftragter, Technische Universität Berlin Kerstin Goldau, Umweltbeauftragte, Technische Universität Berlin&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Green Lab-Pilotprojekt und -Portal an der Universität Göttingen, &#039;&#039;Marco Lange, Leiter Green Office, Abteilung Öffentlichkeitsarbeit, Universität Göttingen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Green Lab und EMAS – Synergien, &#039;&#039;Ines Herr, Umweltkoordinatorin, Dezernat Gebäudemanagement, Technische Universität Dresden&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10.05 Uhr || &#039;&#039;&#039;Vortrag-Session 3 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Track A: Reduce, Reuse, Recycle: Verbrauchsmaterialien im Laborbetrieb, &#039;&#039;Dr. Kerstin Hermuth-Kleinschmidt, NIUB – Nachhaltigkeitsberatung Bianca Schell, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Sustainable Labs, Universität Konstanz&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Track B: Implementierung des My Green LabsZertifizierungsprozesses an der Universität Heidelberg, &#039;&#039;Narasimha Sushil, Klimaschutzmanager, Dezernat Planung, Bau und Sicherheit, Universität Heidelberg&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 11.30 Uhr || &#039;&#039;&#039;Workshop-Session &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Workshop A:&lt;br /&gt;
*Aufbau einer Netzwerkstruktur&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines (deutschen/europäischen) Standards&lt;br /&gt;
*Aufbau einer Plattform/Datenbank von Best Practices &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Workshop B:&lt;br /&gt;
*Projektideen und -umsetzungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 12.45 Uhr || &#039;&#039;&#039;Abschluss-Session &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Blitzlicht aus den Gruppen&lt;br /&gt;
*Wrap-Up der Veranstaltung in interaktiven Kleingruppen&lt;br /&gt;
*Abschluss &amp;amp; Verabschiedung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 13.30 Uhr || Netzwerken beim gemeinsamen Mittagssnack &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ende&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Veranstaltungsort==&lt;br /&gt;
Die Veranstaltung findet im Tagungs- und Veranstaltungshaus [https://www.uni-goettingen.de/de/525947.html Alte Mensa, Wilhelmsplatz 3, 37073 Göttingen], statt. Ein Lageplan zur Barrierefreiheit ist [https://lageplan.uni-goettingen.de/?piz=7306&amp;amp;etage=EG hier] zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dokumentation==&lt;br /&gt;
Unter dem nachfolgenden Link finden Sie Handouts zu ausgewählten Vorträgen: https://cloud.dg-hochn.de/s/KcY77YoBd8PWZba&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Präsentationen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Keynotes ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Keynote: Nachhaltiger Laborbetrieb – Dr. Kerstin Hermuth-Kleinschmidt (NIUB Nachhaltigkeitsberatung)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Video 1 Keynote Nachhaltigkeit im Labor Relevanz Potenziale Best practice.mp4]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://wiki.dg-hochn.de/images/9/9f/1_Keynote_Nachhaltigkeit_im_Labor_Relevanz_Potenziale_Best_practice.pdf|Präsentationsfolien: Keynote: Nachhaltiger Laborbetrieb – Dr. Kerstin Hermuth-Kleinschmidt (NIUB Nachhaltigkeitsberatung) PDF]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Keynote: SPARKHub von Philipp Weber (EMBO Sustainability Officer)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Video 2 Keynote SPARKHub.mp4]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://wiki.dg-hochn.de/images/c/c1/2_Keynote_SPARKHub.pdf|Präsentationsfolien: Keynote: SPARKHub von Philipp Weber (EMBO Sustainability Officer) PDF]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vortrag-Session 1 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Track A&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Vortrag-Session 1 Track A My Green Lab und LEAF.pdf|alternativtext=Präsentation: Lab certification programs – advantages, unexpected opportunities, and the risk of greenwashing von Bianca Schell (TU Darmstadt, Universität Konstanz)|thumb|left|link=https://wiki.dg-hochn.de/images/0/01/Vortrag-Session_1_Track_A_My_Green_Lab_und_LEAF.pdf|Folien (PDF): Lab certification programs – advantages, unexpected opportunities, and the risk of greenwashing von Bianca Schell (TU Darmstadt, Universität Konstanz)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Video-Session 1 Track A My Green Lab und LEAF.mp4|alternativtext=Präsentation: Lab certification programs – advantages, unexpected opportunities, and the risk of greenwashing von Bianca Schell (TU Darmstadt, Universität Konstanz) VIDEO|thumb|Präsentation: Lab certification programs – advantages, unexpected opportunities, and the risk of greenwashing von Bianca Schell (TU Darmstadt, Universität Konstanz) VIDEO]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Track B&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Vortrag-Session 1 Track B Green Lab Practices in den Niederlanden.pdf|alternativtext=Präsentation: Green Lab Practices in the Netherlands von Dr. Thomas Freese (university of groningen)|thumb|left|link=https://wiki.dg-hochn.de/images/1/1d/Vortrag-Session_1_Track_B_Green_Lab_Practices_in_den_Niederlanden.pdf|Folien (PDF): Green Lab Practices in the Netherlands von Dr. Thomas Freese (university of groningen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Video-Session 1 Track B Green Lab Practices in den Niederlanden.mp4|alternativtext=Präsentation: Green Lab Practices in the Netherlands von Dr. Thomas Freese (university of groningen) VIDEO|thumb|Präsentation: Green Lab Practices in the Netherlands von Dr. Thomas Freese (university of groningen) VIDEO]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vortrag-Session 2 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Track A&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Vortrag-Session 2 Track A My Green Lab in der Praxis.pdf|alternativtext=Präsentation: My Green Lab in der Praxis von Sven Duda (TU Berlin)|thumb|left|link=https://wiki.dg-hochn.de/images/3/3e/Vortrag-Session_2_Track_A_My_Green_Lab_in_der_Praxis.pdf|Folien (PDF): My Green Lab in der Praxis von Sven Duda (TU Berlin)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Video-Session 2 Track A My Green Lab in der Praxis.mp4|alternativtext=Präsentation: My Green Lab in der Praxis von Sven Duda (TU Berlin) VIDEO|thumb|Präsentation: My Green Lab in der Praxis von Sven Duda (TU Berlin) VIDEO]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vortrag-Session 3 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Track A&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Vortrag-Session 3 Track A Reduce Reuse Recycle Teil 1.pdf|alternativtext=Präsentation: Reduce, Reuse von Dr. Kerstin Hermuth-Kleinschmidt (NIUB Nachhaltigkeitsberatung)|thumb|left|link=https://wiki.dg-hochn.de/images/2/2c/Vortrag-Session_3_Track_A_Reduce_Reuse_Recycle_Teil_1.pdf|Folien (PDF): Reduce, Reuse von Dr. Kerstin Hermuth-Kleinschmidt (NIUB Nachhaltigkeitsberatung)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vortrag-Session 3 Track A Reduce Reuse Recycle Teil 2.pdf|alternativtext=Präsentation: Reduce, Reuse Teil 2 von Bianca Schell (Universität Konstanz)|thumb|left|link=https://wiki.dg-hochn.de/images/4/4c/Vortrag-Session_3_Track_A_Reduce_Reuse_Recycle_Teil_2.pdf|Folien (PDF): Reduce, Reuse Teil 2 von Bianca Schell (Universität Konstanz)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Video-Session 3 Track A Reduce Reuse Recycle.mp4|alternativtext=Präsentation: Reduce, Reuse Teil 1+2 von Dr. Kerstin Hermuth-Kleinschmidt (NIUB Nachhaltigkeitsberatung) und Bianca Schell (Universität Konstanz) VIDEO|thumb|Präsentation: Reduce, Reuse Teil 1+2 von Dr. Kerstin Hermuth-Kleinschmidt (NIUB Nachhaltigkeitsberatung und Bianca Schell (Universität Konstanz) VIDEO]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Track B&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Vortrag-Session 3 Track B My Green Labs Universität Heidelberg.pdf|alternativtext=Präsentation: Implementierung des My Green Lab Zertifizierungsprogramms an der Universität Heidelberg von Narasimha Sushil (Klimaschutzmanager)|thumb|left|link=https://wiki.dg-hochn.de/images/f/fd/Vortrag-Session_3_Track_B_My_Green_Labs_Universit%C3%A4t_Heidelberg.pdf|Folien (PDF): Implementierung des My Green Lab Zertifizierungsprogramms an der Universität Heidelberg von Narasimha Sushil (Klimaschutzmanager)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Video-Session 3 Track B My Green Labs Universität Heidelberg.mp4|alternativtext=Präsentation: Implementierung des My Green Lab Zertifizierungsprogramms an der Universität Heidelberg von Narasimha Sushil (Klimaschutzmanager) VIDEO|thumb|Präsentation: Implementierung des My Green Lab Zertifizierungsprogramms an der Universität Heidelberg von Narasimha Sushil (Klimaschutzmanager) VIDEO]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blitzlicht-Sessions ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Session 1&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Blitzlicht-Session 1 Charité.pdf|alternativtext=Präsentation: „Freezer Challenge“ und „LabHero“ von Marie Lindow &amp;amp; Tide Voigt (GB Bau Infrastruktur und Nachhaltigkeit)|thumb|left|link=https://wiki.dg-hochn.de/images/b/b5/Blitzlicht-Session_1_Charit%C3%A9.pdf|Folien (PDF): „Freezer Challenge“ und „LabHero“ von Marie Lindow &amp;amp; Tide Voigt (GB Bau Infrastruktur und Nachhaltigkeit)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Video Blitzlicht-Session 1 Charité.mp4|alternativtext=Präsentation: „Freezer Challenge“ und „LabHero“ von Marie Lindow &amp;amp; Tide Voigt (GB Bau Infrastruktur und Nachhaltigkeit) VIDEO|thumb|Präsentation: „Freezer Challenge“ und „LabHero“ von Marie Lindow &amp;amp; Tide Voigt (GB Bau Infrastruktur und Nachhaltigkeit) VIDEO]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Session 1&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Blitzlicht-Session 2 TU Berlin.pdf|alternativtext=Präsentation: My Green Lab – dezentrale und zentrale Organisation von Kerstin Goldau &amp;amp; Dr. Jörg Romanski (TU Berlin)|thumb|left|link=https://wiki.dg-hochn.de/images/4/4e/Blitzlicht-Session_2_TU_Berlin.pdf|Folien (PDF): My Green Lab – dezentrale und zentrale Organisation von Kerstin Goldau &amp;amp; Dr. Jörg Romanski (TU Berlin)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Video Blitzlicht-Session 2 TU Berlin.mp4|alternativtext=Präsentation: My Green Lab – dezentrale und zentrale Organisation von Kerstin Goldau &amp;amp; Dr. Jörg Romanski (TU Berlin) VIDEO|thumb|Präsentation: My Green Lab – dezentrale und zentrale Organisation von Kerstin Goldau &amp;amp; Dr. Jörg Romanski (TU Berlin) VIDEO]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Session 3&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Blitzlicht-Session 3 Göttingen.pdf|alternativtext=Präsentation: Green Lab-Pilotprojekt und -Portal an der Universität Göttingen von Marco Lange (Leiter Green Office und Koordinator Nachhaltigkeit)|thumb|left|link=https://wiki.dg-hochn.de/images/e/e7/Blitzlicht-Session_3_G%C3%B6ttingen.pdf|Folien (PDF): Green Lab-Pilotprojekt und -Portal an der Universität Göttingen von Marco Lange (Leiter Green Office und Koordinator Nachhaltigkeit)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Video Blitzlicht-Session 3 Göttingen.mp4|alternativtext=Präsentation: Green Lab-Pilotprojekt und -Portal an der Universität Göttingen von Marco Lange (Leiter Green Office und Koordinator Nachhaltigkeit) VIDEO|thumb|Präsentation: Green Lab-Pilotprojekt und -Portal an der Universität Göttingen von Marco Lange (Leiter Green Office und Koordinator Nachhaltigkeit) VIDEO]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Session 4&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Blitzlicht-Session 4 TU Dresden.pdf|alternativtext=Präsentation: Green Labs und EMAS – Synergien von Dr. Ines Herr (Umweltkoordinatorin, TU Dresden)|thumb|left|link=https://wiki.dg-hochn.de/images/9/9c/Blitzlicht-Session_4_TU_Dresden.pdf|Folien (PDF): Green Labs und EMAS – Synergien von Dr. Ines Herr (Umweltkoordinatorin, TU Dresden)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Video Blitzlicht-Session 4 TU Dresden.mp4|alternativtext=Präsentation: Green Labs und EMAS – Synergien von Dr. Ines Herr (Umweltkoordinatorin, TU Dresden) VIDEO|thumb|Präsentation: Green Labs und EMAS – Synergien von Dr. Ines Herr (Umweltkoordinatorin, TU Dresden) VIDEO]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Digitalisierung&amp;diff=27516</id>
		<title>Digitalisierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Digitalisierung&amp;diff=27516"/>
		<updated>2026-02-16T09:25:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BG: /* Quellen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hinweis|Hier entsteht die Einstiegsseite für das Themenfeld &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;{{PAGENAME}}&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;. Mit &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Themenfeld&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; sind relevante Themen für Nachhaltigkeit an Hochschulen gemeint. Seiten in der Kategorie &#039;&#039;&#039;[[:Kategorie:Themenfeld]]&#039;&#039;&#039; sollen Einstiegs- und Überblickseiten sein, Portale für eine tiefere Auseinandersetzung. Beiträge oder Ideen, Feedback, Wünsche sind erwünscht!}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DISPLAYTITLE:Digitalisierung in der Hochschulbildung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Digitalisierung in der Hochschulbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Digitalisierung verändert die Hochschulbildung tiefgreifend. Sie prägt Lehre, Forschung, Verwaltung und Hochschulentwicklung gleichermaßen. Digitale Technologien schaffen neue Zugänge zu Wissen, fördern den Austausch und ermöglichen orts- und zeitunabhängiges Lernen. Hochschulen entwickeln dadurch neue Formen der Zusammenarbeit und Lehre, die das Lernen individueller und praxisnäher gestalten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Digitale Hochschulbildung ist facettenreich und bezieht sich auf weit mehr als die bloße Einführung technischer Systeme. Es geht um einen Wandel in der Art, wie Wissen vermittelt, erarbeitet und weitergegeben wird. Lehrende, Studierende und Mitarbeitende agieren zunehmend in hybriden Umgebungen, in denen analoge und digitale Elemente miteinander verbunden werden. Hier kann eine Lernkultur geschaffen werden, die auf mehr Eigenverantwortung, Kooperation ud Offenheit baut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wandel in Lehre und Studium ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch digitale Lehr- und Lernformate können Inhalte flexibler gestaltet und besser an die Bedürfnisse Studierender angepasst werden. Lernplattformen, Online-Vorlesungen und interaktive Module ermöglichen, dass Lernprozesse individuell gesteuert werden können. Dies unterstützt eigenständiges Lernen und schafft neue Wege der Wissensvermittlung. Dadurch wandelt sich auch die Rolle der Lehrenden, da sie sich zunehmend davon entfernen, bloße Wissensvermittlung zu übernehmen und mehr darauf fokussieren, eine begleitende Funktion einzunehmen. Digitale Tools bieten sich außerdem immer mehr zur Planung und Vorbereitung von Unterrichtseinheiten und Lehrmaterialien an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Digitale Verwaltung und Hochschulorganisation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Digitalisierung betrifft aber nicht nur die Hochschullehre, sondern ihre Verwaltungsstrukturen. Viele Hochschulen arbeiten daran, Prozesse wie Einschreibung, Prüfungsverwaltung oder Zertifikatsausstellung zu digitalisieren. Mit der Einführung des Onlinezugagsgesetzets (OZG) im Jahr 2017 sollten Bund, Länder und Kommunen dazu verpflichtet werden, bis Ende 2022 insgesamt 575 Verwaltungsdienstleistungen digital bereitzustellen. Hochschulen bieten hierdurch zum Beispiel durch die bundesweite Einführung von &amp;quot;BAföG Digital&amp;quot; im September 2021 die Möglichkeit an, die BAföG-Anträge komplett digital abzuwickeln, wodurch Papierformulare oder Unterschriften auf gedruckten Anträgen nicht mehr nötig sind. Durch die Assistenz eines digitalen Begleiters sollen zudem die Studierenden entlastet werden, die Anträge zu stellen. Nicht alle Hochschulen haben jedoch die Vorgaben des Onlinezugansgesetzes (OZG) vollständig umgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Umstellung auf vollständig digitale Abläufe erfordert Koordination zwischen Hochschulen, Ländern und Bund. Datenschutz, Authentifizierung und rechtliche Vorgaben müssen dabei sorgfältig beachtet werden. Hochschulen entwickeln deshalb gemeinsame Standards und Systeme, um Verwaltungsvorgänge langfristig digital und sicher zu gestalten.&lt;br /&gt;
Ein Beispiel hierfür ist die Digitale Hochschule NRW (DH.NRW), sie ist ein Bündnis aus 42 Hochschulen in Nordhrein-Westfalen und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW. Ziel ist es, eine gemeinsame Digitalisierung zu gestalten, Alleingänge einzelner Hochschulen zu vermeiden und einheitliche Prozesse zu etablieren. Hierfür dient ie DH.NRW als zentrale Anlaufstelle für Hochschulen, stellt ihnen technische Unterstützung zur Verfügung und fördert den Austausch von Best Practices und Erfahrungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Förderung der digitalen Hochschulbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Unterstützung dieses Transformationsprozesses stellt das Bundesministerium für Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gezielte Fördermittel bereit. Ein zentrales Beispiel ist die Einrichtung der Stiftung Innovation in der Hochschullehre (StIL). Sie wurde im Jahr 2020 gegründet.&lt;br /&gt;
In der ersten Förderbekanntmachung „Hochschullehre durch Digitalisierung stärken“ wurden 139 Projekte an staatlichen und privaten Hochschulen unterstützt. Die Förderperiode läuft über drei Jahre und umfasst ein Gesamtvolumen von über 330 Millionen Euro. Die Projekte entwickeln und erproben digitale Lehr- und Lernkonzepte, verbessern Prüfungsformate und fördern den Austausch guter Praxis zwischen Hochschulen. &lt;br /&gt;
Durch diese Förderung hat sich die digitale Lehre an Hochschulen deutlich weiterentwickelt. Studierende profitieren von flexiblen Lernmöglichkeiten, und Lehrende können neue didaktische Konzepte praktisch umsetzen. Die Stiftung bildet damit einen dauerhaften institutionellen Rahmen, um die Digitalisierung der Hochschulbildung nachhaltig zu stärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Datenkompetenzen und Forschung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallel zur Förderung digitaler Lehre unterstützt das BMFTR den Aufbau von Kompetenzen im Umgang mit Forschungs- und Lerndaten. Programme wie die Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) oder Datenkompetenzzentren schaffen Voraussetzungen, um Forschungsergebnisse langfristig nutzbar zu machen. Ziel ist es, den verantwortungsvollen Umgang mit Daten zu stärken und wissenschaftliche Zusammenarbeit zu erleichtern.&lt;br /&gt;
Auch in der Hochschullehre gewinnen datenbasierte Ansätze an Bedeutung. Lernanalysen können Studierenden helfen, ihren Lernfortschritt besser einzuschätzen, und Lehrenden ermöglichen, Lehrmethoden gezielt anzupassen. Grundlage dafür sind transparente Verfahren, freiwillige Teilnahme und die Einhaltung von Datenschutzstandards.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chancen und Perspektiven ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Digitalisierung bietet Hochschulen vielfältige Möglichkeiten. Sie erweitert den Zugang zu Bildung, erleichtert internationale Zusammenarbeit und fördert lebenslanges Lernen. Gleichzeitig erfordert sie Investitionen in Technik, Qualifizierung und rechtssichere Strukturen.&lt;br /&gt;
Hochschulen stehen dabei vor der Aufgabe, digitale Angebote so zu gestalten, dass sie Qualität, Inklusion und Chancengerechtigkeit fördern. Ziel ist eine Hochschullandschaft, in der digitale und analoge Elemente selbstverständlich ineinandergreifen und Studierende, Lehrende und Mitarbeitende gemeinsam an einer zukunftsfähigen Bildung arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Internationaler Kontext digitaler Bildung ==&lt;br /&gt;
Digitalisierung in der Hochschulbildung stärkt nicht nur nationale Strukturen, sondern auch den internationalen Austausch. Digitale Lehr- und Lernformate ermöglichen Kooperationen über Grenzen hinweg, fördern gemeinsame Forschungsprojekte und erleichtern weltweiten Wissensaustausch. Hochschulen können so stärker vernetzt agieren, voneinander lernen und gemeinsame Lösungen für globale Herausforderungen entwickeln.&lt;br /&gt;
Gleichzeitig eröffnet digitale Bildung Studierenden neue Möglichkeiten, internationale Erfahrungen zu sammeln, auch wenn sie ihre Heimat aus familiären, finanziellen oder anderen Gründen nicht verlassen können. Virtuelle Austauschprogramme, internationale Online-Kurse und gemeinsame Lehrveranstaltungen erweitern Horizonte, schaffen kulturelles Verständnis und fördern globale Perspektiven.&lt;br /&gt;
In einer Zeit politischer Spannungen und gesellschaftlicher Unsicherheiten trägt digitale Bildung damit wesentlich zum internationalen Zusammenhalt bei. Sie schafft Räume für Dialog, Verständigung und gemeinsames Lernen und stärkt Bildung als verbindendes Element einer globalen Gemeinschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und weitereführende Informationen ==&lt;br /&gt;
[https://www.bmftr.bund.de/SharedDocs/Publikationen/DE/4/726018_Digitalisierung_der_Hochschulbildung.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=2 BMFTR: Digitalisierung der Hochschulbildung (PDF)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://stiftung-hochschullehre.de/foerderung/hochschullehre-durch-digitalisierung-staerken/ Stiftung Innovation in der Hochshcullehre: Hochschullehre durch Digitalisierung stärken]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[https://www.bmi.bund.de/DE/themen/moderne-verwaltung/verwaltungsmodernisierung/onlinezugangsgesetz/onlinezugangsgesetz-node.html BMI: Das Onlinezugangsgesetz (OZG)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bmftr.bund.de/DE/Forschung/Wissenschaftssystem/Hochschulen/DigitaleHochschulbildung/digitalehochschulbildung_node.html BMFTR: Digitale Hochschulbildung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://hochschulforumdigitalisierung.de/wp-content/uploads/2025/03/HFD_AP_85_Digitalisierung_und_Nachhaltigkeit_an_deutschen_Hochschulen-2.pdf HFD-Arbeitspapier 85 – Digitalisierung und Nachhaltigkeit an deutschen Hochschulen (PDF)]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Digitalisierung&amp;diff=27515</id>
		<title>Digitalisierung</title>
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		<updated>2026-02-16T09:24:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BG: /* Quellen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hinweis|Hier entsteht die Einstiegsseite für das Themenfeld &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;{{PAGENAME}}&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;. Mit &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Themenfeld&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; sind relevante Themen für Nachhaltigkeit an Hochschulen gemeint. Seiten in der Kategorie &#039;&#039;&#039;[[:Kategorie:Themenfeld]]&#039;&#039;&#039; sollen Einstiegs- und Überblickseiten sein, Portale für eine tiefere Auseinandersetzung. Beiträge oder Ideen, Feedback, Wünsche sind erwünscht!}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DISPLAYTITLE:Digitalisierung in der Hochschulbildung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Digitalisierung in der Hochschulbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Digitalisierung verändert die Hochschulbildung tiefgreifend. Sie prägt Lehre, Forschung, Verwaltung und Hochschulentwicklung gleichermaßen. Digitale Technologien schaffen neue Zugänge zu Wissen, fördern den Austausch und ermöglichen orts- und zeitunabhängiges Lernen. Hochschulen entwickeln dadurch neue Formen der Zusammenarbeit und Lehre, die das Lernen individueller und praxisnäher gestalten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Digitale Hochschulbildung ist facettenreich und bezieht sich auf weit mehr als die bloße Einführung technischer Systeme. Es geht um einen Wandel in der Art, wie Wissen vermittelt, erarbeitet und weitergegeben wird. Lehrende, Studierende und Mitarbeitende agieren zunehmend in hybriden Umgebungen, in denen analoge und digitale Elemente miteinander verbunden werden. Hier kann eine Lernkultur geschaffen werden, die auf mehr Eigenverantwortung, Kooperation ud Offenheit baut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wandel in Lehre und Studium ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch digitale Lehr- und Lernformate können Inhalte flexibler gestaltet und besser an die Bedürfnisse Studierender angepasst werden. Lernplattformen, Online-Vorlesungen und interaktive Module ermöglichen, dass Lernprozesse individuell gesteuert werden können. Dies unterstützt eigenständiges Lernen und schafft neue Wege der Wissensvermittlung. Dadurch wandelt sich auch die Rolle der Lehrenden, da sie sich zunehmend davon entfernen, bloße Wissensvermittlung zu übernehmen und mehr darauf fokussieren, eine begleitende Funktion einzunehmen. Digitale Tools bieten sich außerdem immer mehr zur Planung und Vorbereitung von Unterrichtseinheiten und Lehrmaterialien an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Digitale Verwaltung und Hochschulorganisation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Digitalisierung betrifft aber nicht nur die Hochschullehre, sondern ihre Verwaltungsstrukturen. Viele Hochschulen arbeiten daran, Prozesse wie Einschreibung, Prüfungsverwaltung oder Zertifikatsausstellung zu digitalisieren. Mit der Einführung des Onlinezugagsgesetzets (OZG) im Jahr 2017 sollten Bund, Länder und Kommunen dazu verpflichtet werden, bis Ende 2022 insgesamt 575 Verwaltungsdienstleistungen digital bereitzustellen. Hochschulen bieten hierdurch zum Beispiel durch die bundesweite Einführung von &amp;quot;BAföG Digital&amp;quot; im September 2021 die Möglichkeit an, die BAföG-Anträge komplett digital abzuwickeln, wodurch Papierformulare oder Unterschriften auf gedruckten Anträgen nicht mehr nötig sind. Durch die Assistenz eines digitalen Begleiters sollen zudem die Studierenden entlastet werden, die Anträge zu stellen. Nicht alle Hochschulen haben jedoch die Vorgaben des Onlinezugansgesetzes (OZG) vollständig umgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Umstellung auf vollständig digitale Abläufe erfordert Koordination zwischen Hochschulen, Ländern und Bund. Datenschutz, Authentifizierung und rechtliche Vorgaben müssen dabei sorgfältig beachtet werden. Hochschulen entwickeln deshalb gemeinsame Standards und Systeme, um Verwaltungsvorgänge langfristig digital und sicher zu gestalten.&lt;br /&gt;
Ein Beispiel hierfür ist die Digitale Hochschule NRW (DH.NRW), sie ist ein Bündnis aus 42 Hochschulen in Nordhrein-Westfalen und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW. Ziel ist es, eine gemeinsame Digitalisierung zu gestalten, Alleingänge einzelner Hochschulen zu vermeiden und einheitliche Prozesse zu etablieren. Hierfür dient ie DH.NRW als zentrale Anlaufstelle für Hochschulen, stellt ihnen technische Unterstützung zur Verfügung und fördert den Austausch von Best Practices und Erfahrungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Förderung der digitalen Hochschulbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Unterstützung dieses Transformationsprozesses stellt das Bundesministerium für Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gezielte Fördermittel bereit. Ein zentrales Beispiel ist die Einrichtung der Stiftung Innovation in der Hochschullehre (StIL). Sie wurde im Jahr 2020 gegründet.&lt;br /&gt;
In der ersten Förderbekanntmachung „Hochschullehre durch Digitalisierung stärken“ wurden 139 Projekte an staatlichen und privaten Hochschulen unterstützt. Die Förderperiode läuft über drei Jahre und umfasst ein Gesamtvolumen von über 330 Millionen Euro. Die Projekte entwickeln und erproben digitale Lehr- und Lernkonzepte, verbessern Prüfungsformate und fördern den Austausch guter Praxis zwischen Hochschulen. &lt;br /&gt;
Durch diese Förderung hat sich die digitale Lehre an Hochschulen deutlich weiterentwickelt. Studierende profitieren von flexiblen Lernmöglichkeiten, und Lehrende können neue didaktische Konzepte praktisch umsetzen. Die Stiftung bildet damit einen dauerhaften institutionellen Rahmen, um die Digitalisierung der Hochschulbildung nachhaltig zu stärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Datenkompetenzen und Forschung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallel zur Förderung digitaler Lehre unterstützt das BMFTR den Aufbau von Kompetenzen im Umgang mit Forschungs- und Lerndaten. Programme wie die Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) oder Datenkompetenzzentren schaffen Voraussetzungen, um Forschungsergebnisse langfristig nutzbar zu machen. Ziel ist es, den verantwortungsvollen Umgang mit Daten zu stärken und wissenschaftliche Zusammenarbeit zu erleichtern.&lt;br /&gt;
Auch in der Hochschullehre gewinnen datenbasierte Ansätze an Bedeutung. Lernanalysen können Studierenden helfen, ihren Lernfortschritt besser einzuschätzen, und Lehrenden ermöglichen, Lehrmethoden gezielt anzupassen. Grundlage dafür sind transparente Verfahren, freiwillige Teilnahme und die Einhaltung von Datenschutzstandards.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chancen und Perspektiven ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Digitalisierung bietet Hochschulen vielfältige Möglichkeiten. Sie erweitert den Zugang zu Bildung, erleichtert internationale Zusammenarbeit und fördert lebenslanges Lernen. Gleichzeitig erfordert sie Investitionen in Technik, Qualifizierung und rechtssichere Strukturen.&lt;br /&gt;
Hochschulen stehen dabei vor der Aufgabe, digitale Angebote so zu gestalten, dass sie Qualität, Inklusion und Chancengerechtigkeit fördern. Ziel ist eine Hochschullandschaft, in der digitale und analoge Elemente selbstverständlich ineinandergreifen und Studierende, Lehrende und Mitarbeitende gemeinsam an einer zukunftsfähigen Bildung arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Internationaler Kontext digitaler Bildung ==&lt;br /&gt;
Digitalisierung in der Hochschulbildung stärkt nicht nur nationale Strukturen, sondern auch den internationalen Austausch. Digitale Lehr- und Lernformate ermöglichen Kooperationen über Grenzen hinweg, fördern gemeinsame Forschungsprojekte und erleichtern weltweiten Wissensaustausch. Hochschulen können so stärker vernetzt agieren, voneinander lernen und gemeinsame Lösungen für globale Herausforderungen entwickeln.&lt;br /&gt;
Gleichzeitig eröffnet digitale Bildung Studierenden neue Möglichkeiten, internationale Erfahrungen zu sammeln, auch wenn sie ihre Heimat aus familiären, finanziellen oder anderen Gründen nicht verlassen können. Virtuelle Austauschprogramme, internationale Online-Kurse und gemeinsame Lehrveranstaltungen erweitern Horizonte, schaffen kulturelles Verständnis und fördern globale Perspektiven.&lt;br /&gt;
In einer Zeit politischer Spannungen und gesellschaftlicher Unsicherheiten trägt digitale Bildung damit wesentlich zum internationalen Zusammenhalt bei. Sie schafft Räume für Dialog, Verständigung und gemeinsames Lernen und stärkt Bildung als verbindendes Element einer globalen Gemeinschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
[https://www.bmftr.bund.de/SharedDocs/Publikationen/DE/4/726018_Digitalisierung_der_Hochschulbildung.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=2 BMFTR: Digitalisierung der Hochschulbildung (PDF)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://stiftung-hochschullehre.de/foerderung/hochschullehre-durch-digitalisierung-staerken/ Stiftung Innovation in der Hochshcullehre: Hochschullehre durch Digitalisierung stärken]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[https://www.bmi.bund.de/DE/themen/moderne-verwaltung/verwaltungsmodernisierung/onlinezugangsgesetz/onlinezugangsgesetz-node.html BMI: Das Onlinezugangsgesetz (OZG)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bmftr.bund.de/DE/Forschung/Wissenschaftssystem/Hochschulen/DigitaleHochschulbildung/digitalehochschulbildung_node.html BMFTR: Digitale Hochschulbildung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://hochschulforumdigitalisierung.de/wp-content/uploads/2025/03/HFD_AP_85_Digitalisierung_und_Nachhaltigkeit_an_deutschen_Hochschulen-2.pdf HFD-Arbeitspapier 85 – Digitalisierung und Nachhaltigkeit an deutschen Hochschulen (PDF)]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Zukunftsbilder&amp;diff=27417</id>
		<title>Zukunftsbilder</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Zukunftsbilder&amp;diff=27417"/>
		<updated>2026-02-10T12:03:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BG: /* Ein Orientierungsangebot für Transformationspfade der Hochschulentwicklung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Realutopien Hochschule 2045: Ein visionärer und illustrierender Diskussionsimpuls der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;card&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:{{{bg-color|}}}; border-color:{{{border-color|rgba(123 156 177)}}};&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &amp;lt;div style=&amp;quot;word-wrap: break-word; color:{{{text-color|}}};&amp;quot; class=&amp;quot;card-body&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
    &amp;lt;p style=&amp;quot;color:{{{text-color|}}};&amp;quot;class=&amp;quot;card-text&amp;quot;&amp;gt;{{{text|Die Zukunftsbilder stehen hier zum &#039;&#039;&#039;Download&#039;&#039;&#039; zur Verfügung:&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;mw-ui-button&amp;quot; role=&amp;quot;button&amp;quot; aria-disabled=&amp;quot;false&amp;quot; style=&amp;quot;border-radius: 4px; border: 0px 8px 15px; margin-top: auto;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://cloud.dg-hochn.de/s/SBHkMEYqkNp8egk Deutsche Version]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/span&amp;gt; / &amp;lt;span class=&amp;quot;mw-ui-button&amp;quot; role=&amp;quot;button&amp;quot; aria-disabled=&amp;quot;false&amp;quot; style=&amp;quot;border-radius: 4px; border: 0px 8px 15px; margin-top: auto;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://cloud.dg-hochn.de/s/ANgMTZL4eYXWW7Z Englische Version]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Bilder können unter folgender &#039;&#039;&#039;Creative Commons Lizenz&#039;&#039;&#039; verwendet werden: Zusammenfassung der Lizenz: Namensnennung - Nicht-kommerziell (Ausnahmen können genehmigt werden) - Weitergabe unter gleichen Bedingungen ([https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/deed.de CC BY-NC-SA 4.0])&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Methodische Hinweise zur Arbeit mit den Bildern sind [[Methoden für die Arbeit mit Zukunftsbildern|hier im Wiki]] zu finden&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}}&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung: Wie sieht die Hochschule der Zukunft aus? ==&lt;br /&gt;
Diese digitale Version unserer Broschüre lädt Sie dazu ein, sich mutig und offen mit Realutopien auseinanderzusetzen: Bilder und Visionen einer Hochschule, die zwar heute noch nicht existiert, aber bereits greifbar scheint, wenn wir uns dafür öffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (DG HochN) stößt mit dieser Realutopien einen kreativen Prozess an, mit dem Sie selbst Nachhaltige Entwicklung fördern können, indem Sie innovative und zugleich realutopische Bilder ihrer eigenen Hochschule entwerfen. Unsere Prämisse: Vielleicht fehlen uns für die ersten weitreichenden Schritte in Richtung einer nachhaltigen Hochschule innere Bilder dieser Vision?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Möglichkeitsraum für nachhaltige Hochschulen ist groß. Betreten Sie ihn mit uns und füllen ihn mit vielen weiteren Möglichkeiten. Die Bilder stehen Ihnen und der Allgemeinheit unter einer Creative Commons Lizenz zur Verfügung. Für Ihre Arbeit mit den Bildern geben wir hier im Wiki einige Anregungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vier Realutopien: Zukunftsbilder einer Hochschule 2045 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Campus 2045 – Illustration Sommer ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stellen wir uns vor:&#039;&#039;&#039; An Hochschulen werden ausschließlich erneuerbare Energien genutzt, die gesamtbilanziell klimaneutral gewonnen werden. Die Aufenthaltsqualität außerhalb der Gebäude ist hoch und der Campus kann für neue Lehr-, Lern- und Erholungsorte genutzt werden. Ausbau und Um- oder Mehrfachnutzung bestehender Gebäude nehmen mehr Raum ein als Neubauten. Der Campus wird mit der Stadtgesellschaft geteilt und der Austausch aktiv gefördert. Der Umgang mit Hitzeperioden ist routiniert. Alle Menschen kennen ihren eigenen Körper und haben gelernt, sich physisch und mental fit zu halten. Und alle verstehen die Bedeutung menschlicher Aktivitäten und deren Einfluss auf die umgebende Mitwelt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Campus 2045 Illustration Sommer Realutopie.jpg|alternativtext=Campus 2045 Illustration Sommer|gerahmt|&amp;lt;nowiki&amp;gt;Campus 2045 Illustration Sommer | Reinventing Society, loomn &amp;amp; DG HochN (CC BY NC SA 4.0)&amp;lt;/nowiki&amp;gt;]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einige Elemente dieser Realutopie:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Grüne Infrastruktur: große Bäume (vielleicht erhalten Baumwurzeln Raum in ehemaligen Tiefgaragen?) und Grünanlagen, Fassaden- und Dachbegrünung, lebende Baumaterialien&lt;br /&gt;
* Blaue Infrastruktur: Verdunstungsorte wie Wasserflächen und -spiele, Lösch- und Gießwasserteiche&lt;br /&gt;
* Weitere Hitzeschutzelemente: Trinkwasserspender, Sonnensegel, bewegliche nach Sonnenstand ausrichtbare begrünte Räume&lt;br /&gt;
* Unversiegelte belastbare Flächen&lt;br /&gt;
* Erholungs-, Bewegungs- und Naturerlebnisorte&lt;br /&gt;
* ÖPNV- und Fahrradmobilität sowie infrastruktur als Standard; individuelle Kfz-Mobilität als Ausnahme&lt;br /&gt;
* Erneuerbare Energien als Standard&lt;br /&gt;
* Stadt- und Hochschulgesellschaft rücken zusammen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Campus 2045 - Illustration nach Starkregen ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stellen wir uns vor:&#039;&#039;&#039; Hochschulen betreiben neben unermüdlichem Klimaschutz auch aktive Klimaanpassung, indem sie die blau-grüne Infrastruktur auf ihrem Campus fördern. Retentionsflächen minimieren die aus Starkregenereignissen resultierenden Risiken und entlasten nicht nur die städtische Kanalisation, sondern sie dienen auch der Regenwassergewinnung und -speicherung für Dürreperioden. Die bauliche Infrastruktur ist so gestaltet, dass sie durch Überflutung keinen Schaden nimmt. Die Menschen haben wieder gelernt, selbst auf sich und die von ihnen abhängigen Menschen aufzupassen sowie Risiken im Alltag korrekt einzuschätzen und angemessen mit ihnen umzugehen. Die enge Zusammenarbeit mit den Ländern des globalen Südens ist Alltag für gemeinsames Forschen und Lernen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Campus 2045 Illustration nach Starkregen.jpg|alternativtext=Campus 2045 Illustration nach Starkregen|framed|&amp;lt;nowiki&amp;gt;Campus 2045 Illustration nach Starkregen | Reinventing Society,  loomn &amp;amp; DG HochN  (CC BY NC SA 4.0)&amp;lt;/nowiki&amp;gt;]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einige Elemente dieser Realutopie:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Grüne Infrastruktur: Wasser wird zu Bäumen und Pflanzungen geleitet und kann dort langsam versickern&lt;br /&gt;
* Blaue Infrastruktur:&lt;br /&gt;
** Retentionsflächen wie Überschwemmungsbereiche in Wiesen,&lt;br /&gt;
** bei Trockenheit als Hörsäle und Ampitheater nutzbare Regen-Rückhaltebecken,&lt;br /&gt;
** Ausdehnungsflächen für höhere Wasserstände&lt;br /&gt;
* Globaler Süden und globaler Norden rücken zusammen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeinschaftsraum: Hochschule als Begegnungsort für Ko-Kreation ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stellen wir uns vor:&#039;&#039;&#039; An Hochschulen gibt es Gemeinschaftsräume, in denen die starken &amp;quot;Trennwände&amp;quot; zwischen Fächern, zwischen Forschung und Lehre, zwischen Wissenschaft und Verwaltung sowie zwischen Studierenden und Hochschulbeschäftigten wegfallen. Co-Working Möglichkeiten, Nischen für Gruppenarbeit und Austausch sowie generelle Aufenthaltsqualität zählen zu den zentralen Elementen der Raumgestaltung. Eine gute akustische Gestaltung und digitale Infrastruktur ermöglichen dieses zugängliche Miteinander. Grundlagenlehre findet online asynchron statt und die Hochschulräume werden als Begegnungsräume genutzt, in denen im Dialog Neues entstehen kann.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Campus 2045 Illustration Gemeinschaftsraum Realutopie.jpg|alternativtext=Campus 2045 Illustration Gemeinschaftsraum|gerahmt|&amp;lt;nowiki&amp;gt;Campus 2045 Illustration Gemeinschaftsraum | Reinventing Society, loomn &amp;amp; DG HochN  (CC BY NC SA 4.0)&amp;lt;/nowiki&amp;gt;]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einige Elemente dieser Realutopie:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Gemeinsame Räume für alle Statusgruppen&lt;br /&gt;
* Akustische Trennelemente und Begrünung im Raum&lt;br /&gt;
* Barrierefreiheit und Zugänglichkeit, auch zu Informationen&lt;br /&gt;
* Unterschiedliche Nischen für Begegnung und Zusammenarbeit&lt;br /&gt;
* Co-Working Plätze&lt;br /&gt;
* Hologramme&lt;br /&gt;
* 3D-Lab&lt;br /&gt;
* Bibliothek und Nischen für Ruhe&lt;br /&gt;
* Protestbanner gegen &amp;quot;Big Tech&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Repair Café&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Einkaufszentrum zur Hochschule: Ein öffentlicher Wissensraum für Nachhaltigkeit ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stellen wir uns vor:&#039;&#039;&#039; Hochschulen verlassen ihre traditionellen Campusmauern und ziehen ein – mitten in das Herz der Stadt. In leerstehenden Einkaufszentren entstehen offene Wissensräume, in denen Forschen, Lernen und gesellschaftlicher Dialog unmittelbar erlebbar werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier begegnen sich Studierende, Bürger:innen, Unternehmen, Kommunen und Initiativen. Hier wird Wissen nicht nur vermittelt, sondern gemeinsam geschaffen – niedrigschwellig, partizipativ und im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Hochschule 4.0&#039;&#039;&#039; wird zum offenen Bildungsökosystem: flexibel, hybrid, digital unterstützt, international vernetzt und gleichzeitig lokal verwurzelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Third Mission&#039;&#039;&#039; wird gelebter Alltag: Hochschulen öffnen sich für gesellschaftliche Innovation und fördern aktiv die multidimensionale Nachhaltige Entwicklung des gemeinsamen Lebensumfelds und Wirkungsbereichs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)&#039;&#039;&#039; erhält einen konkreten Ort: Menschen aller Herkünfte und Altersgruppen entwickeln hier gemeinsam Zukunftskompetenzen – Kreativität, kritisches Denken, Verantwortungsbewusstsein und die Fähigkeit, nachhaltige Lösungen im eigenen Betätigungsfeld und Wirkungskreis umzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Art der Raumnutzung könnte nicht nur Hochschulen neue Möglichkeiten geben und bestehende Flächen im Sinne von Ressourceneffizienz besser auslasten, sondern auch soziale Innovationen und gesellschaftliches Miteinander für eine stabile demokratische Gesellschaft stärken. In diesen neuen Räumen wird Wissenschaft zu einer gestaltenden Kraft im Alltag. Aus Hochschulen werden Impulsgeberinnen für resiliente, gerechte und lebenswerte Gesellschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Hochschule wird zum öffentlichen Raum für Nachhaltigkeit – und die Stadt zur lebendigen Bildungslandschaft der Zukunft.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Campus 2045 Einkaufszentrum-Umnutzung Realutopie.jpg|alternativtext=Campus 2045 Illustration Einkaufszentrum-Umnutzung |gerahmt|&amp;lt;nowiki&amp;gt;Campus 2045 Illustration Einkaufszentrum-Umnutzung | Reinventing Society, loomn &amp;amp; DG HochN  (CC BY NC SA 4.0)&amp;lt;/nowiki&amp;gt;]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einige Elemente dieser Realutopie haben wir illustriert:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Virtual Reality Lab&lt;br /&gt;
* Living Lab&lt;br /&gt;
* Energy Dashboard&lt;br /&gt;
* Open Space&lt;br /&gt;
* Curriculum Planning&lt;br /&gt;
* Mensa&lt;br /&gt;
* Open Library&lt;br /&gt;
* Co-Learning Space&lt;br /&gt;
* Learning Path Lab&lt;br /&gt;
* Citizen Science Centre&lt;br /&gt;
* 3D-Druck&lt;br /&gt;
* Begrünung und Digitalisierung im Raum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeinsam mit den Bildern arbeiten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Zukunftsbildern möchten wir die Visionsfähigkeit im Hochschulsystem stärken. Wir laden Sie dazu ein, eigene Formate zu entwickeln, um lokal mit relevanten Menschen ins Gespräch zu kommen und Transformationsprozesse anzuregen. Auf [[Methoden für die Arbeit mit Zukunftsbildern|dieser Seite]] geben wir Ihnen Anregungen dafür, wie Sie dabei vorgehen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie die Idee zu den &amp;quot;Realutopien Hochschule 2045&amp;quot; entstand ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inspiration für unser Projekt &amp;quot;Realutopien Hochschule 2045&amp;quot; kam durch den gemeinnützigen Verein Reinventing Society, der 2023 mit seinem Buch &amp;quot;Zukunftsbilder 2045&amp;quot; zu nachhaltigen Städten große Aufmerksamkeit erregte. Die darin entwickelten Realutopien sind kraftvolle Zukunftsbilder, die Hoffnung und Orientierung bieten. Sie haben auch uns bei der DG HochN tief beeindruckt und gaben den Anstoß, ähnliche Zukunftsbilder für Hochschulen zu entwerfen: Wie könnte eine nachhaltige Hochschule im Jahr 2045 konkret aussehen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Seminaren und im Hochschulbetrieb sowie in den Hubs der DG HochN hatten wir zuvor immer wieder beobachtet, dass es selbst engagierten Akteur:innen der Nachhaltigkeit oft schwerfällt, greifbare, konkrete Visionen einer zukunftsfähigen Hochschule zu entwickeln. Abstrakte Begriffe wie Transformation, Klimaschutz oder Nachhaltigkeit sind bekannt – doch wie könnten diese Prinzipien im Hochschulalltag konkret gelebt werden? Unserer Erfahrung nach enden die geäußerten Visionen zu nachhaltigeren Hochschulen häufig nach der Aufzählung von Selbstverständlichkeiten wie entsiegelten Parkflächen, Fahrradständern und Blühwiesen – und je nach Fachdisziplin werden wichtige Aspekte wie das soziale Miteinander häufig ausgeklammert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit Sebastian Vollmar und Lino Zeddies von [https://www.realutopien.de Reinventing Society] haben wir in intensiven Workshops vier Zukunftsbilder erarbeitet, die Sie in dieser Broschüre finden. Dieser kreative Prozess hat uns vor Augen geführt, wie anspruchsvoll es ist, bildhafte Vorstellungen einer erst in Ansätzen sichtbaren Zukunft zu gestalten. Die hier präsentierten Szenarien sind Ausdruck der inneren Vorstellungen und Bildfragmente, die wir als Mitwirkende mitbringen – und zugleich Ergebnis einer sorgfältigen Übersetzung durch die Grafikagentur loomn, mit deren technischer und künstlerischer Unterstützung diese Zukunftsbilder Wirklichkeit auf dem Papier wurden. Zugleich drücken die Bilder auch aus, was gegenwärtig möglich ist: Sie zeigen den Stand des Potenzials der Technik ebenso, wie die für unsere eigenen Ansprüche unbefriedigenden Einschränkungen durch bestehende Architektur-Bilddatenbanken, die leider noch immer von einem sehr spezifischen Menschenbild geprägt sind. Aus diesem Grund finden Sie im DG HochN-Wiki eine Seite zu den Hürden, die unseren Weg säumten und die wir leider nicht alle überwinden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser herzlicher Dank gilt allen, die an diesem Prozess beteiligt waren; für ihre Zeit, ihre Anregungen und ihre Offenheit. Besonders danken wir Sebastian Vollmar für seine inspirierende Begleitung, seine methodische Klarheit und die engagierte Kommunikation mit der Grafikagentur – und für seine Geduld mit unseren eigenen partizipativen Entscheidungsprozessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese vier Realutopien sind ein Anfang und ein Ausgangspunkt für einen hoffentlich lebendigen, fortlaufenden Gestaltungsprozess. Wir laden alle Mitglieder der DG HochN und darüber hinaus alle Interessierten ein, mit eigenen Ideen, Szenarien und Visionen zur Weiterentwicklung dieser Hochschulzukunft beizutragen. Denn je konkreter die Bilder in unserer Vorstellung sind, desto wirkungsvoller können sie als Kompass für nachhaltigsorientierten Wandel dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ordnungsangebote ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unser Gehirn und die Herausforderung von Realutopien ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wie reagiert unser Gehirn auf visionäre Bilder und was bedeutet das für Ihre eigene Vision einer Hochschule 2045?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser Gehirn liebt Sicherheit. Es bevorzugt Bekanntes und fühlt sich am wohlsten, wenn es auf vertraute Muster zurückgreifen kann. Sobald wir aber mit realutopischen Bildern konfrontiert werden – also Visionen, die kreativ und innovativ mögliche Zukünfte zeigen –springt unser Gehirn oft instinktiv in einen &amp;quot;Abwehrmodus&amp;quot;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kritischer Blick:&#039;&#039;&#039; Sofort beginnen wir zu analysieren, was nicht funktionieren kann.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Problemfokussierung:&#039;&#039;&#039; Wir sehen eher die Hindernisse als die Chancen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Realismus-Reflex:&#039;&#039;&#039; Wir sagen uns schnell: &amp;quot;Schön, aber nicht realistisch!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All das ist völlig normal und sogar sinnvoll, weil unser Gehirn uns vor Enttäuschungen oder zu großen Veränderungen schützen möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wie kommen Sie dennoch zu eigenen mutigen Visionen?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Bewusst wahrnehmen:&#039;&#039;&#039; Registrieren Sie Ihre automatische Skepsis, ohne sie sofort ernst zu nehmen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Offene Neugier:&#039;&#039;&#039; Erlauben Sie sich bewusst, das scheinbar Unmögliche einmal ganz ernst zu nehmen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kreativität zulassen:&#039;&#039;&#039; Stellen Sie sich vor, dass Hindernisse überwunden werden können – &amp;quot;Was wäre, wenn es doch möglich wäre?&amp;quot;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Im Dialog entwickeln:&#039;&#039;&#039; Visionen entstehen oft leichter im Austausch mit anderen – nehmen Sie sich Zeit dafür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Visionen entstehen nicht durch realistische Zurückhaltung, sondern durch mutigen Optimismus. Ihr Mut, heute zu denken, was morgen möglich sein könnte, wird die Hochschule von übermorgen gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was genau sind eigentlich Realutopien? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Und wie wirken visionäre Bilder auf unser Denken und Handeln?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Realutopie&amp;quot; ist ein Begriff, der zwei Welten miteinander verbindet: das real Machbare und das visionär Wünschenswerte. Realutopien sind keine Fantastereien, sondern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Visionäre Bilder&#039;&#039;&#039;, die uns eine glaubwürdige Zukunft zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Möglichkeiten&#039;&#039;&#039;, die realisiert werden könnten, wenn wir den Mut haben, heute damit zu beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inspirierende Szenarien&#039;&#039;&#039;, die unsere Kreativität und unseren Mut zu neuen Entscheidungen fördern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Bilder wirken auf besondere Weise in uns:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sie wecken zunächst Irritation, weil sie uns aus der Komfortzone der Gegenwart herauslocken.&lt;br /&gt;
* Sie erzeugen Neugier, indem sie fragen lassen: &amp;quot;Wie könnte es gehen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Sie setzen positive Energie frei, die wir brauchen, um bestehende Strukturen konstruktiv in Frage zu stellen.&lt;br /&gt;
* Sie stärken unsere Fähigkeit, Veränderungen tatsächlich umzusetzen, indem sie attraktive, erstrebenswerte Ziele zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Konfrontation mit Realutopien beginnen Menschen, nicht nur zu hoffen, sondern zu handeln – und genau das ist die größte Kraft dieser Visionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hinweise zur Betrachtung der realutopischen Bilder ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wie Sie die Visionen bewusst auf sich wirken lassen und nutzen können&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Bilder möchten Sie herausfordern und inspirieren. Sie bieten Ihnen keine fertigen Lösungen, sondern Impulse zum eigenen Weiterdenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie die Bilder betrachten, laden wir Sie herzlich ein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Langsam und aufmerksam zu sein:&#039;&#039;&#039; Lassen Sie die Bilder in Ruhe auf sich wirken. Bemerken Sie bewusst Ihre spontanen Gedanken und Gefühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Eigene Reaktionen zu beobachten:&#039;&#039;&#039; Wo spüren Sie Begeisterung oder vielleicht auch Widerstand? Was genau löst Irritation aus?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impulse zu notieren:&#039;&#039;&#039; Schreiben Sie kurze Stichworte zu Ihren Eindrücken auf. Halten Sie fest, was Sie begeistert, was Sie ablehnen oder wo Fragen entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;In den Dialog zu gehen:&#039;&#039;&#039; Teilen Sie Ihre Eindrücke mit Kolleg:innen. Nutzen Sie unterschiedliche Perspektiven, um Ihre Ideen weiterzuentwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Den nächsten Schritt zu überlegen:&#039;&#039;&#039; Fragen Sie sich konkret: &amp;quot;Was würde ich gern aus dieser Vision in meiner Hochschule sehen? Und was könnte mein nächster Schritt dazu sein?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bilder werden wertvoll, wenn sie zu eigenen, persönlichen und gemeinsamen Visionen führen, die Sie aktiv weitergestalten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Digitalisierung und Nachhaltigkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Warum diese Verbindung für Hochschulen zukunftsweisend ist&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den realutopischen Bildern begegnen sich Digitalisierung und Nachhaltigkeit bewusst visionär. Für Hochschulen ist es entscheidend, diese beiden Themen nicht isoliert, sondern vernetzt zu betrachten. Warum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Digitale Technologien als Hebel für Nachhaltigkeit:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Digitalisierung ermöglicht neue Wege der Ressourcenschonung (z. B. durch weniger Mobilität, virtuelle Kooperationen, Effizienzgewinne, flexible Lern- und Arbeitsmodelle).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nachhaltigkeit als ethischer Kompass für Digitalisierung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die nachhaltige Perspektive fordert eine verantwortungsbewusste Nutzung digitaler Technologien (z. B. Umgang mit Energie, Geräte-Produktion und -Entsorgung, Datenschutz und ethische Fragen). Bei der Verbindung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit wird es zudem darum gehen, die Auswirkungen auf das soziale Feld mitzudenken – und bei aller Technologieverliebtheit auch analoge Lösungen in Betracht zu ziehen, um die Resilienz unserer Systeme sicherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Innovative und integrierte Lösungen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Verbindung beider Themen zwingt uns zu systemischem Denken. Das fördert Problemlösungsfähigkeit, Kreativität und gesellschaftliche Verantwortung – Kompetenzen, die zukünftige Generationen dringend benötigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Attraktivität und gesellschaftliche Relevanz der Hochschulen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hochschulen, die Digitalisierung und Nachhaltigkeit verbinden, könnten sich langfristig eine führende Rolle in Forschung, Lehre und gesellschaftlichem Diskurs sichern. Sie setzen Standards, prägen den Diskurs und zeigen attraktive Entwicklungswege auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbindung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit ist damit eine strategische Zukunftsaufgabe. Hochschulen, die sich hier mutig und reflektiert auf den Weg machen, werden wichtige Impulse für die gesellschaftliche Entwicklung des 21. Jahrhunderts geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein Orientierungsangebot für Transformationspfade der Hochschulentwicklung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit unserer Gründung beschäftigt uns in Vorstand und Geschäftsführung der DG HochN die Frage, wie Hochschulen angesichts zahlreicher komplexer Herausforderungen wie Digitalisierung, Internationalisierung oder Klimakrise erfolgreich Schritte im Sinne einer Nachhaltigen Entwicklung gehen können. Mit dem Entwicklungsmodell zur Hochschule 3.0 und 4.0 bieten wir ein theoriegestütztes Konzept dafür an, wie diese Entwicklung aussehen könnte. Es geht nicht darum, etablierte Strukturen einfach zu ersetzen oder zu entwerten, sondern sie zu ergänzen und neu einzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Universität4.0 Giesenbauer 2022 DUZ Special.jpg|gerahmt|Vier Modi von Hochschulen (basierend auf Giesenbauer &amp;amp; Müller-Christ, 2020)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Giesenbauer2020&amp;quot;&amp;gt;Giesenbauer, B. &amp;amp; Müller-Christ, G. (2020). University 4.0: Promoting the Transformation of Higher Education Institutions toward Sustainable Development. &#039;&#039;Sustainability, 12&#039;&#039; (8), 3371. [https://doi.org/10.3390/su12083371 https://doi.org/10.3390/su12083371 &amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;]&amp;lt;/ref&amp;gt;. In Richtung des Modus 4.0 wird Nachhaltige Entwicklung zunehmend als gesamtinstitutionelle Querschnittsaufgabe ernst genommen. (Aus DG HochN, 2022, S. 10)&amp;lt;ref name=&amp;quot;DUZ&amp;quot;&amp;gt;Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen. (2022). &#039;&#039;Gemeinsam Neuland betreten: Hochschulen und Nachhaltige Entwicklung. DUZ Special: 22-11&#039;&#039;. DUZ Verlags- und Medienhaus GmbH. https://www.duz-special.de/de/ausgaben/gemeinsam-neuland-betreten/ &amp;lt;/ref&amp;gt;]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Spiralgrafik Hochschule 4.0 verkuerzt.jpg|alternativtext=|mini|Darstellung der Hochschulentwicklung als additive Spirale: Mit jedem Modus kommt eine neue Facette hinzu und es kann mehr Komplexität bewältigt werden (wodurch das System selbst tendenziell komplexer wird). Gleichzeitig können Subsysteme der Hochschule unterschiedliche Modi abdecken. (basierend auf Giesenbauer, 2021, S. 47&amp;lt;ref name=&amp;quot;Giesenbauer2021&amp;quot;&amp;gt;Giesenbauer, B. (2021). &#039;&#039;Universität 4.0: Komplexität bewältigen und nachhaltige Entwicklung ermöglichen. Entwicklungskorridore systemischer Transformation&#039;&#039; [Dissertation]. Universität Bremen. [http://dx.doi.org/10.26092/elib/1092 http://dx.doi.org/10.26092/elib/1092&amp;gt;]&amp;lt;/ref&amp;gt;)]]&lt;br /&gt;
Das hier dargestellte Entwicklungsmodell liegt den Realutopien Hochschule 2045 teilweise zugrunde oder ergänzt sie konzeptionell. Interessierte können im DG HochN DUZ Special &amp;quot;Gemeinsam Neuland betreten&amp;quot;&amp;lt;ref name=DUZ&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; einen schnellen Überblick zum Modell der Hochschule 4.0 und den dahin führenden Entwicklungsschritten gewinnen. Eine konzeptionelle Herleitung und Einordnung finden Sie bei Giesenbauer &amp;amp; Müller-Christ (2020)&amp;lt;ref name=Giesenbauer2020&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konzepte für eine Hochschule der Zukunft und Realutopien können Hochschulangehörigen dabei helfen, den zunehmend komplexeren und schnell aufeinander folgenden Anforderungen gerecht zu werden – und dabei nicht nur aus Druck und Angst, sondern auch aus Hoffnung und Vorfreude heraus zu handeln. Wenn Hochschulangehörige konkrete Vorstellungen einer wünschenswerten Zukunft entwickeln und darauf hinarbeiten, können Hochschulen in Zeiten der globalen Polykrise zu wirkungskräftigen Change Agents und zu Plattformen für soziale Innovationen werden. Innere Bilder helfen dabei, sich leichter auf Veränderungen wie Öffnungs- und Vernetzungsprozesse sowie auf eine integrativere Hochschulorganisation einzulassen und beispielsweise die Grenzen zwischen Fachdisziplinen und zwischen Hochschulen und Gesellschaft durchlässiger zu gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Zum Weiterlesen====&lt;br /&gt;
{{Literaturhinweis|&lt;br /&gt;
* Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen. (2022). Gemeinsam Neuland betreten: Hochschulen und Nachhaltige Entwicklung. &#039;&#039;DUZ Special: 22-11&#039;&#039;. DUZ Verlags- und Medienhaus GmbH. https://www.duz-special.de/de/ausgaben/gemeinsam-neuland-betreten/&lt;br /&gt;
* Giesenbauer, B. &amp;amp; Müller-Christ, G. (2020). University 4.0: Promoting the Transformation of Higher Education Institutions toward Sustainable Development. &#039;&#039;Sustainability, 12&#039;&#039; (8), 3371. https://doi.org/10.3390/su12083371&lt;br /&gt;
* Giesenbauer, B. (2021). &#039;&#039;Universität 4.0: Komplexität bewältigen und nachhaltige Entwicklung ermöglichen. Entwicklungskorridore systemischer Transformation&#039;&#039; [Dissertation]. Universität Bremen.  http://dx.doi.org/10.26092/elib/1092 &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fazit: Realutopien Hochschule 2045 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stellen wir uns vor:&#039;&#039;&#039; Im Jahr 2045 sind Hochschulen offene Orte geworden: flexibel, nachhaltig, digital, resilient – und mitten in der Gesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Forschung&#039;&#039;&#039; ist offen und verantwortungsvoll. Wissenschaftler:innen arbeiten gemeinsam mit Bürger:innen, Unternehmen und Politik an den großen Fragen unserer Zeit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Lehre&#039;&#039;&#039; ist persönlich und flexibel. Lernende gestalten ihre Wege selbst, unterstützt durch digitale Mentorensysteme, asynchrone Grundlagenveranstaltungen und reale Begegnungen. Bildung für nachhaltige Entwicklung durchzieht alle Studiengänge.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Betrieb&#039;&#039;&#039; ist klimaneutral, ressourcenschonend und digital organisiert. Hochschulen sind Lebensräume, die Gesundheit, Vielfalt und Inklusion aktiv fördern.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Transfer&#039;&#039;&#039; ist ein lebendiger, ko-kreativer Austausch. Hochschulen schaffen öffentliche Wissensräume und ermöglichen Innovationen. Die Transformation von Gesellschaft und Hochschule erfolgt im aktiven Miteinander von hochschulischer und außerhochschulischer Gemeinschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese utopische Raumgestaltung ist in Teilen bereits real: Ähnliche Konzepte werden beispielsweise in skandinavischen Bibliotheken vorgemacht, wie in der Oodi in Helsinki, der Dokk1 in Aarhus oder der Deichman in Oslo. Hochschulen der Zukunft könnten in solchen Settings vor allem die Rolle innehaben, Hüterinnen von Wissen und robusten Methoden zu sein und damit kritische, methodisch geleitete Reflexionsprozesse anzuleiten. Auf diese Weise könnten Hochschulen in der Gesellschaft wirken und Nachhaltige Entwicklung nicht nur beobachten und beschreiben, sondern gemeinsam mit Akteur:innen aus der Gesellschaft voranbringen. Die DG HochN lädt alle Engagierten dazu ein, sich von den Realutopien Hochschule 2045 inspirieren zu lassen und sie weiterzudenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschule der Zukunft ist mehr als ein Lernort. Sie ist ein Motor für Nachhaltige Entwicklung und gesellschaftlichen Wandel. Offen für alle. Gestaltet von allen. Auch von Ihnen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Impressum und Zitationshinweis ===&lt;br /&gt;
Müller-Christ, G., Giesenbauer, B. &amp;amp; Schäfer, E. (2025). &#039;&#039;Realutopien Hochschule 2045&#039;&#039;. Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen e.V. (DG HochN). &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://wiki.dg-hochn.de/wiki/Zukunftsbilder&amp;lt;/nowiki&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Herausgeberin:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen e.V. (DG HochN)&lt;br /&gt;
Koenenkampstr. 32&lt;br /&gt;
28213 Bremen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Zukunftsbilder&amp;diff=27368</id>
		<title>Zukunftsbilder</title>
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		<updated>2026-02-04T09:44:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BG: /* Impressum und Zitationshinweis */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Realutopien Hochschule 2045: Ein visionärer und illustrierender Diskussionsimpuls der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;card&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:{{{bg-color|}}}; border-color:{{{border-color|rgba(123 156 177)}}};&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &amp;lt;div style=&amp;quot;word-wrap: break-word; color:{{{text-color|}}};&amp;quot; class=&amp;quot;card-body&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
    &amp;lt;p style=&amp;quot;color:{{{text-color|}}};&amp;quot;class=&amp;quot;card-text&amp;quot;&amp;gt;{{{text|Die Zukunftsbilder stehen hier zum &#039;&#039;&#039;Download&#039;&#039;&#039; zur Verfügung:&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;mw-ui-button&amp;quot; role=&amp;quot;button&amp;quot; aria-disabled=&amp;quot;false&amp;quot; style=&amp;quot;border-radius: 4px; border: 0px 8px 15px; margin-top: auto;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://cloud.dg-hochn.de/s/SBHkMEYqkNp8egk Deutsche Version]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/span&amp;gt; / &amp;lt;span class=&amp;quot;mw-ui-button&amp;quot; role=&amp;quot;button&amp;quot; aria-disabled=&amp;quot;false&amp;quot; style=&amp;quot;border-radius: 4px; border: 0px 8px 15px; margin-top: auto;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://cloud.dg-hochn.de/s/ANgMTZL4eYXWW7Z Englische Version]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Bilder können unter folgender &#039;&#039;&#039;Creative Commons Lizenz&#039;&#039;&#039; verwendet werden: Zusammenfassung der Lizenz: Namensnennung - Nicht-kommerziell (Ausnahmen können genehmigt werden) - Weitergabe unter gleichen Bedingungen ([https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/deed.de CC BY-NC-SA 4.0])&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Methodische Hinweise zur Arbeit mit den Bildern sind [[Methoden für die Arbeit mit Zukunftsbildern|hier im Wiki]] zu finden&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}}&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung: Wie sieht die Hochschule der Zukunft aus? ==&lt;br /&gt;
Diese digitale Version unserer Broschüre lädt Sie dazu ein, sich mutig und offen mit Realutopien auseinanderzusetzen: Bilder und Visionen einer Hochschule, die zwar heute noch nicht existiert, aber bereits greifbar scheint, wenn wir uns dafür öffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (DG HochN) stößt mit dieser Realutopien einen kreativen Prozess an, mit dem Sie selbst Nachhaltige Entwicklung fördern können, indem Sie innovative und zugleich realutopische Bilder ihrer eigenen Hochschule entwerfen. Unsere Prämisse: Vielleicht fehlen uns für die ersten weitreichenden Schritte in Richtung einer nachhaltigen Hochschule innere Bilder dieser Vision?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Möglichkeitsraum für nachhaltige Hochschulen ist groß. Betreten Sie ihn mit uns und füllen ihn mit vielen weiteren Möglichkeiten. Die Bilder stehen Ihnen und der Allgemeinheit unter einer Creative Commons Lizenz zur Verfügung. Für Ihre Arbeit mit den Bildern geben wir hier im Wiki einige Anregungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vier Realutopien: Zukunftsbilder einer Hochschule 2045 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Campus 2045 – Illustration Sommer ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stellen wir uns vor:&#039;&#039;&#039; An Hochschulen werden ausschließlich erneuerbare Energien genutzt, die gesamtbilanziell klimaneutral gewonnen werden. Die Aufenthaltsqualität außerhalb der Gebäude ist hoch und der Campus kann für neue Lehr-, Lern- und Erholungsorte genutzt werden. Ausbau und Um- oder Mehrfachnutzung bestehender Gebäude nehmen mehr Raum ein als Neubauten. Der Campus wird mit der Stadtgesellschaft geteilt und der Austausch aktiv gefördert. Der Umgang mit Hitzeperioden ist routiniert. Alle Menschen kennen ihren eigenen Körper und haben gelernt, sich physisch und mental fit zu halten. Und alle verstehen die Bedeutung menschlicher Aktivitäten und deren Einfluss auf die umgebende Mitwelt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Campus 2045 Illustration Sommer Realutopie.jpg|alternativtext=Campus 2045 Illustration Sommer|gerahmt|&amp;lt;nowiki&amp;gt;Campus 2045 Illustration Sommer | Reinventing Society, loomn &amp;amp; DG HochN (CC BY NC SA 4.0)&amp;lt;/nowiki&amp;gt;]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einige Elemente dieser Realutopie:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Grüne Infrastruktur: große Bäume (vielleicht erhalten Baumwurzeln Raum in ehemaligen Tiefgaragen?) und Grünanlagen, Fassaden- und Dachbegrünung, lebende Baumaterialien&lt;br /&gt;
* Blaue Infrastruktur: Verdunstungsorte wie Wasserflächen und -spiele, Lösch- und Gießwasserteiche&lt;br /&gt;
* Weitere Hitzeschutzelemente: Trinkwasserspender, Sonnensegel, bewegliche nach Sonnenstand ausrichtbare begrünte Räume&lt;br /&gt;
* Unversiegelte belastbare Flächen&lt;br /&gt;
* Erholungs-, Bewegungs- und Naturerlebnisorte&lt;br /&gt;
* ÖPNV- und Fahrradmobilität sowie infrastruktur als Standard; individuelle Kfz-Mobilität als Ausnahme&lt;br /&gt;
* Erneuerbare Energien als Standard&lt;br /&gt;
* Stadt- und Hochschulgesellschaft rücken zusammen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Campus 2045 - Illustration nach Starkregen ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stellen wir uns vor:&#039;&#039;&#039; Hochschulen betreiben neben unermüdlichem Klimaschutz auch aktive Klimaanpassung, indem sie die blau-grüne Infrastruktur auf ihrem Campus fördern. Retentionsflächen minimieren die aus Starkregenereignissen resultierenden Risiken und entlasten nicht nur die städtische Kanalisation, sondern sie dienen auch der Regenwassergewinnung und -speicherung für Dürreperioden. Die bauliche Infrastruktur ist so gestaltet, dass sie durch Überflutung keinen Schaden nimmt. Die Menschen haben wieder gelernt, selbst auf sich und die von ihnen abhängigen Menschen aufzupassen sowie Risiken im Alltag korrekt einzuschätzen und angemessen mit ihnen umzugehen. Die enge Zusammenarbeit mit den Ländern des globalen Südens ist Alltag für gemeinsames Forschen und Lernen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Campus 2045 Illustration nach Starkregen.jpg|alternativtext=Campus 2045 Illustration nach Starkregen|framed|&amp;lt;nowiki&amp;gt;Campus 2045 Illustration nach Starkregen | Reinventing Society,  loomn &amp;amp; DG HochN  (CC BY NC SA 4.0)&amp;lt;/nowiki&amp;gt;]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einige Elemente dieser Realutopie:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Grüne Infrastruktur: Wasser wird zu Bäumen und Pflanzungen geleitet und kann dort langsam versickern&lt;br /&gt;
* Blaue Infrastruktur:&lt;br /&gt;
** Retentionsflächen wie Überschwemmungsbereiche in Wiesen,&lt;br /&gt;
** bei Trockenheit als Hörsäle und Ampitheater nutzbare Regen-Rückhaltebecken,&lt;br /&gt;
** Ausdehnungsflächen für höhere Wasserstände&lt;br /&gt;
* Globaler Süden und globaler Norden rücken zusammen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeinschaftsraum: Hochschule als Begegnungsort für Ko-Kreation ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stellen wir uns vor:&#039;&#039;&#039; An Hochschulen gibt es Gemeinschaftsräume, in denen die starken &amp;quot;Trennwände&amp;quot; zwischen Fächern, zwischen Forschung und Lehre, zwischen Wissenschaft und Verwaltung sowie zwischen Studierenden und Hochschulbeschäftigten wegfallen. Co-Working Möglichkeiten, Nischen für Gruppenarbeit und Austausch sowie generelle Aufenthaltsqualität zählen zu den zentralen Elementen der Raumgestaltung. Eine gute akustische Gestaltung und digitale Infrastruktur ermöglichen dieses zugängliche Miteinander. Grundlagenlehre findet online asynchron statt und die Hochschulräume werden als Begegnungsräume genutzt, in denen im Dialog Neues entstehen kann.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Campus 2045 Illustration Gemeinschaftsraum Realutopie.jpg|alternativtext=Campus 2045 Illustration Gemeinschaftsraum|gerahmt|&amp;lt;nowiki&amp;gt;Campus 2045 Illustration Gemeinschaftsraum | Reinventing Society, loomn &amp;amp; DG HochN  (CC BY NC SA 4.0)&amp;lt;/nowiki&amp;gt;]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einige Elemente dieser Realutopie:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Gemeinsame Räume für alle Statusgruppen&lt;br /&gt;
* Akustische Trennelemente und Begrünung im Raum&lt;br /&gt;
* Barrierefreiheit und Zugänglichkeit, auch zu Informationen&lt;br /&gt;
* Unterschiedliche Nischen für Begegnung und Zusammenarbeit&lt;br /&gt;
* Co-Working Plätze&lt;br /&gt;
* Hologramme&lt;br /&gt;
* 3D-Lab&lt;br /&gt;
* Bibliothek und Nischen für Ruhe&lt;br /&gt;
* Protestbanner gegen &amp;quot;Big Tech&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Repair Café&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Einkaufszentrum zur Hochschule: Ein öffentlicher Wissensraum für Nachhaltigkeit ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stellen wir uns vor:&#039;&#039;&#039; Hochschulen verlassen ihre traditionellen Campusmauern und ziehen ein – mitten in das Herz der Stadt. In leerstehenden Einkaufszentren entstehen offene Wissensräume, in denen Forschen, Lernen und gesellschaftlicher Dialog unmittelbar erlebbar werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier begegnen sich Studierende, Bürger:innen, Unternehmen, Kommunen und Initiativen. Hier wird Wissen nicht nur vermittelt, sondern gemeinsam geschaffen – niedrigschwellig, partizipativ und im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Hochschule 4.0&#039;&#039;&#039; wird zum offenen Bildungsökosystem: flexibel, hybrid, digital unterstützt, international vernetzt und gleichzeitig lokal verwurzelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Third Mission&#039;&#039;&#039; wird gelebter Alltag: Hochschulen öffnen sich für gesellschaftliche Innovation und fördern aktiv die multidimensionale Nachhaltige Entwicklung des gemeinsamen Lebensumfelds und Wirkungsbereichs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)&#039;&#039;&#039; erhält einen konkreten Ort: Menschen aller Herkünfte und Altersgruppen entwickeln hier gemeinsam Zukunftskompetenzen – Kreativität, kritisches Denken, Verantwortungsbewusstsein und die Fähigkeit, nachhaltige Lösungen im eigenen Betätigungsfeld und Wirkungskreis umzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Art der Raumnutzung könnte nicht nur Hochschulen neue Möglichkeiten geben und bestehende Flächen im Sinne von Ressourceneffizienz besser auslasten, sondern auch soziale Innovationen und gesellschaftliches Miteinander für eine stabile demokratische Gesellschaft stärken. In diesen neuen Räumen wird Wissenschaft zu einer gestaltenden Kraft im Alltag. Aus Hochschulen werden Impulsgeberinnen für resiliente, gerechte und lebenswerte Gesellschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Hochschule wird zum öffentlichen Raum für Nachhaltigkeit – und die Stadt zur lebendigen Bildungslandschaft der Zukunft.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Campus 2045 Einkaufszentrum-Umnutzung Realutopie.jpg|alternativtext=Campus 2045 Illustration Einkaufszentrum-Umnutzung |gerahmt|&amp;lt;nowiki&amp;gt;Campus 2045 Illustration Einkaufszentrum-Umnutzung | Reinventing Society, loomn &amp;amp; DG HochN  (CC BY NC SA 4.0)&amp;lt;/nowiki&amp;gt;]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einige Elemente dieser Realutopie haben wir illustriert:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Virtual Reality Lab&lt;br /&gt;
* Living Lab&lt;br /&gt;
* Energy Dashboard&lt;br /&gt;
* Open Space&lt;br /&gt;
* Curriculum Planning&lt;br /&gt;
* Mensa&lt;br /&gt;
* Open Library&lt;br /&gt;
* Co-Learning Space&lt;br /&gt;
* Learning Path Lab&lt;br /&gt;
* Citizen Science Centre&lt;br /&gt;
* 3D-Druck&lt;br /&gt;
* Begrünung und Digitalisierung im Raum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeinsam mit den Bildern arbeiten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Zukunftsbildern möchten wir die Visionsfähigkeit im Hochschulsystem stärken. Wir laden Sie dazu ein, eigene Formate zu entwickeln, um lokal mit relevanten Menschen ins Gespräch zu kommen und Transformationsprozesse anzuregen. Auf [[Methoden für die Arbeit mit Zukunftsbildern|dieser Seite]] geben wir Ihnen Anregungen dafür, wie Sie dabei vorgehen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wie die Idee zu den &amp;quot;Realutopien Hochschule 2045&amp;quot; entstand ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inspiration für unser Projekt &amp;quot;Realutopien Hochschule 2045&amp;quot; kam durch den gemeinnützigen Verein Reinventing Society, der 2023 mit seinem Buch &amp;quot;Zukunftsbilder 2045&amp;quot; zu nachhaltigen Städten große Aufmerksamkeit erregte. Die darin entwickelten Realutopien sind kraftvolle Zukunftsbilder, die Hoffnung und Orientierung bieten. Sie haben auch uns bei der DG HochN tief beeindruckt und gaben den Anstoß, ähnliche Zukunftsbilder für Hochschulen zu entwerfen: Wie könnte eine nachhaltige Hochschule im Jahr 2045 konkret aussehen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Seminaren und im Hochschulbetrieb sowie in den Hubs der DG HochN hatten wir zuvor immer wieder beobachtet, dass es selbst engagierten Akteur:innen der Nachhaltigkeit oft schwerfällt, greifbare, konkrete Visionen einer zukunftsfähigen Hochschule zu entwickeln. Abstrakte Begriffe wie Transformation, Klimaschutz oder Nachhaltigkeit sind bekannt – doch wie könnten diese Prinzipien im Hochschulalltag konkret gelebt werden? Unserer Erfahrung nach enden die geäußerten Visionen zu nachhaltigeren Hochschulen häufig nach der Aufzählung von Selbstverständlichkeiten wie entsiegelten Parkflächen, Fahrradständern und Blühwiesen – und je nach Fachdisziplin werden wichtige Aspekte wie das soziale Miteinander häufig ausgeklammert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit Sebastian Vollmar und Lino Zeddies von [https://www.realutopien.de Reinventing Society] haben wir in intensiven Workshops vier Zukunftsbilder erarbeitet, die Sie in dieser Broschüre finden. Dieser kreative Prozess hat uns vor Augen geführt, wie anspruchsvoll es ist, bildhafte Vorstellungen einer erst in Ansätzen sichtbaren Zukunft zu gestalten. Die hier präsentierten Szenarien sind Ausdruck der inneren Vorstellungen und Bildfragmente, die wir als Mitwirkende mitbringen – und zugleich Ergebnis einer sorgfältigen Übersetzung durch die Grafikagentur loomn, mit deren technischer und künstlerischer Unterstützung diese Zukunftsbilder Wirklichkeit auf dem Papier wurden. Zugleich drücken die Bilder auch aus, was gegenwärtig möglich ist: Sie zeigen den Stand des Potenzials der Technik ebenso, wie die für unsere eigenen Ansprüche unbefriedigenden Einschränkungen durch bestehende Architektur-Bilddatenbanken, die leider noch immer von einem sehr spezifischen Menschenbild geprägt sind. Aus diesem Grund finden Sie im DG HochN-Wiki eine Seite zu den Hürden, die unseren Weg säumten und die wir leider nicht alle überwinden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser herzlicher Dank gilt allen, die an diesem Prozess beteiligt waren; für ihre Zeit, ihre Anregungen und ihre Offenheit. Besonders danken wir Sebastian Vollmar für seine inspirierende Begleitung, seine methodische Klarheit und die engagierte Kommunikation mit der Grafikagentur – und für seine Geduld mit unseren eigenen partizipativen Entscheidungsprozessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese vier Realutopien sind ein Anfang und ein Ausgangspunkt für einen hoffentlich lebendigen, fortlaufenden Gestaltungsprozess. Wir laden alle Mitglieder der DG HochN und darüber hinaus alle Interessierten ein, mit eigenen Ideen, Szenarien und Visionen zur Weiterentwicklung dieser Hochschulzukunft beizutragen. Denn je konkreter die Bilder in unserer Vorstellung sind, desto wirkungsvoller können sie als Kompass für nachhaltigsorientierten Wandel dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ordnungsangebote ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unser Gehirn und die Herausforderung von Realutopien ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wie reagiert unser Gehirn auf visionäre Bilder und was bedeutet das für Ihre eigene Vision einer Hochschule 2045?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser Gehirn liebt Sicherheit. Es bevorzugt Bekanntes und fühlt sich am wohlsten, wenn es auf vertraute Muster zurückgreifen kann. Sobald wir aber mit realutopischen Bildern konfrontiert werden – also Visionen, die kreativ und innovativ mögliche Zukünfte zeigen –springt unser Gehirn oft instinktiv in einen &amp;quot;Abwehrmodus&amp;quot;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kritischer Blick:&#039;&#039;&#039; Sofort beginnen wir zu analysieren, was nicht funktionieren kann.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Problemfokussierung:&#039;&#039;&#039; Wir sehen eher die Hindernisse als die Chancen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Realismus-Reflex:&#039;&#039;&#039; Wir sagen uns schnell: &amp;quot;Schön, aber nicht realistisch!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All das ist völlig normal und sogar sinnvoll, weil unser Gehirn uns vor Enttäuschungen oder zu großen Veränderungen schützen möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wie kommen Sie dennoch zu eigenen mutigen Visionen?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Bewusst wahrnehmen:&#039;&#039;&#039; Registrieren Sie Ihre automatische Skepsis, ohne sie sofort ernst zu nehmen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Offene Neugier:&#039;&#039;&#039; Erlauben Sie sich bewusst, das scheinbar Unmögliche einmal ganz ernst zu nehmen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kreativität zulassen:&#039;&#039;&#039; Stellen Sie sich vor, dass Hindernisse überwunden werden können – &amp;quot;Was wäre, wenn es doch möglich wäre?&amp;quot;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Im Dialog entwickeln:&#039;&#039;&#039; Visionen entstehen oft leichter im Austausch mit anderen – nehmen Sie sich Zeit dafür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Visionen entstehen nicht durch realistische Zurückhaltung, sondern durch mutigen Optimismus. Ihr Mut, heute zu denken, was morgen möglich sein könnte, wird die Hochschule von übermorgen gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was genau sind eigentlich Realutopien? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Und wie wirken visionäre Bilder auf unser Denken und Handeln?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Realutopie&amp;quot; ist ein Begriff, der zwei Welten miteinander verbindet: das real Machbare und das visionär Wünschenswerte. Realutopien sind keine Fantastereien, sondern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Visionäre Bilder&#039;&#039;&#039;, die uns eine glaubwürdige Zukunft zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Möglichkeiten&#039;&#039;&#039;, die realisiert werden könnten, wenn wir den Mut haben, heute damit zu beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inspirierende Szenarien&#039;&#039;&#039;, die unsere Kreativität und unseren Mut zu neuen Entscheidungen fördern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Bilder wirken auf besondere Weise in uns:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sie wecken zunächst Irritation, weil sie uns aus der Komfortzone der Gegenwart herauslocken.&lt;br /&gt;
* Sie erzeugen Neugier, indem sie fragen lassen: &amp;quot;Wie könnte es gehen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Sie setzen positive Energie frei, die wir brauchen, um bestehende Strukturen konstruktiv in Frage zu stellen.&lt;br /&gt;
* Sie stärken unsere Fähigkeit, Veränderungen tatsächlich umzusetzen, indem sie attraktive, erstrebenswerte Ziele zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Konfrontation mit Realutopien beginnen Menschen, nicht nur zu hoffen, sondern zu handeln – und genau das ist die größte Kraft dieser Visionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hinweise zur Betrachtung der realutopischen Bilder ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wie Sie die Visionen bewusst auf sich wirken lassen und nutzen können&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Bilder möchten Sie herausfordern und inspirieren. Sie bieten Ihnen keine fertigen Lösungen, sondern Impulse zum eigenen Weiterdenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie die Bilder betrachten, laden wir Sie herzlich ein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Langsam und aufmerksam zu sein:&#039;&#039;&#039; Lassen Sie die Bilder in Ruhe auf sich wirken. Bemerken Sie bewusst Ihre spontanen Gedanken und Gefühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Eigene Reaktionen zu beobachten:&#039;&#039;&#039; Wo spüren Sie Begeisterung oder vielleicht auch Widerstand? Was genau löst Irritation aus?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impulse zu notieren:&#039;&#039;&#039; Schreiben Sie kurze Stichworte zu Ihren Eindrücken auf. Halten Sie fest, was Sie begeistert, was Sie ablehnen oder wo Fragen entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;In den Dialog zu gehen:&#039;&#039;&#039; Teilen Sie Ihre Eindrücke mit Kolleg:innen. Nutzen Sie unterschiedliche Perspektiven, um Ihre Ideen weiterzuentwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Den nächsten Schritt zu überlegen:&#039;&#039;&#039; Fragen Sie sich konkret: &amp;quot;Was würde ich gern aus dieser Vision in meiner Hochschule sehen? Und was könnte mein nächster Schritt dazu sein?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bilder werden wertvoll, wenn sie zu eigenen, persönlichen und gemeinsamen Visionen führen, die Sie aktiv weitergestalten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Digitalisierung und Nachhaltigkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Warum diese Verbindung für Hochschulen zukunftsweisend ist&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den realutopischen Bildern begegnen sich Digitalisierung und Nachhaltigkeit bewusst visionär. Für Hochschulen ist es entscheidend, diese beiden Themen nicht isoliert, sondern vernetzt zu betrachten. Warum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Digitale Technologien als Hebel für Nachhaltigkeit:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Digitalisierung ermöglicht neue Wege der Ressourcenschonung (z. B. durch weniger Mobilität, virtuelle Kooperationen, Effizienzgewinne, flexible Lern- und Arbeitsmodelle).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nachhaltigkeit als ethischer Kompass für Digitalisierung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die nachhaltige Perspektive fordert eine verantwortungsbewusste Nutzung digitaler Technologien (z. B. Umgang mit Energie, Geräte-Produktion und -Entsorgung, Datenschutz und ethische Fragen). Bei der Verbindung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit wird es zudem darum gehen, die Auswirkungen auf das soziale Feld mitzudenken – und bei aller Technologieverliebtheit auch analoge Lösungen in Betracht zu ziehen, um die Resilienz unserer Systeme sicherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Innovative und integrierte Lösungen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Verbindung beider Themen zwingt uns zu systemischem Denken. Das fördert Problemlösungsfähigkeit, Kreativität und gesellschaftliche Verantwortung – Kompetenzen, die zukünftige Generationen dringend benötigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Attraktivität und gesellschaftliche Relevanz der Hochschulen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Hochschulen, die Digitalisierung und Nachhaltigkeit verbinden, könnten sich langfristig eine führende Rolle in Forschung, Lehre und gesellschaftlichem Diskurs sichern. Sie setzen Standards, prägen den Diskurs und zeigen attraktive Entwicklungswege auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbindung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit ist damit eine strategische Zukunftsaufgabe. Hochschulen, die sich hier mutig und reflektiert auf den Weg machen, werden wichtige Impulse für die gesellschaftliche Entwicklung des 21. Jahrhunderts geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein Orientierungsangebot für Transformationspfade der Hochschulentwicklung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit unserer Gründung beschäftigt uns in Vorstand und Geschäftsführung der DG HochN die Frage, wie Hochschulen angesichts zahlreicher komplexer Herausforderungen wie Digitalisierung, Internationalisierung oder Klimakrise erfolgreich Schritte im Sinne einer Nachhaltigen Entwicklung gehen können. Mit dem Entwicklungsmodell zur Hochschule 3.0 und 4.0 bieten wir ein theoriegestütztes Konzept dafür an, wie diese Entwicklung aussehen könnte. Es geht nicht darum, etablierte Strukturen einfach zu ersetzen oder zu entwerten, sondern sie zu ergänzen und neu einzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Universität4.0 Giesenbauer 2022 DUZ Special.jpg|gerahmt|Vier Modi von Hochschulen (basierend auf Giesenbauer &amp;amp; Müller-Christ, 2020)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Giesenbauer2020&amp;quot;&amp;gt;Giesenbauer, B. &amp;amp; Müller-Christ, G. (2020). University 4.0: Promoting the Transformation of Higher Education Institutions toward Sustainable Development. &#039;&#039;Sustainability, 12&#039;&#039; (8), 3371. [https://doi.org/10.3390/su12083371 https://doi.org/10.3390/su12083371 &amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;]&amp;lt;/ref&amp;gt;. In Richtung des Modus 4.0 wird Nachhaltige Entwicklung zunehmend als gesamtinstitutionelle Querschnittsaufgabe ernst genommen. (Aus DG HochN, 2022, S. 10)&amp;lt;ref name=&amp;quot;DUZ&amp;quot;&amp;gt;Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen. (2022). &#039;&#039;Gemeinsam Neuland betreten: Hochschulen und Nachhaltige Entwicklung. DUZ Special: 22-11&#039;&#039;. DUZ Verlags- und Medienhaus GmbH. https://www.duz-special.de/de/ausgaben/gemeinsam-neuland-betreten/ &amp;lt;/ref&amp;gt;]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Spiralgrafik Hochschule 4.0 verkuerzt.jpg|alternativtext=|mini|Darstellung der Hochschulentwicklung als additive Spirale: Mit jedem Modus kommt eine neue Facette hinzu und es kann mehr Komplexität bewältigt werden (wodurch das System selbst tendenziell komplexer wird). Gleichzeitig können Subsysteme der Hochschule unterschiedliche Modi abdecken. (basierend auf Giesenbauer, 2021, S. 47 ]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Giesenbauer2021&amp;quot;&amp;gt;Giesenbauer, B. (2021). &#039;&#039;Universität 4.0: Komplexität bewältigen und nachhaltige Entwicklung ermöglichen. Entwicklungskorridore systemischer Transformation&#039;&#039; [Dissertation]. Universität Bremen. [http://dx.doi.org/10.26092/elib/1092 http://dx.doi.org/10.26092/elib/1092 &amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Das hier dargestellte Entwicklungsmodell liegt den Realutopien Hochschule 2045 teilweise zugrunde oder ergänzt sie konzeptionell. Interessierte können im DG HochN DUZ Special &amp;quot;Gemeinsam Neuland betreten&amp;quot;&amp;lt;ref name=DUZ&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; einen schnellen Überblick zum Modell der Hochschule 4.0 und den dahin führenden Entwicklungsschritten gewinnen. Eine konzeptionelle Herleitung und Einordnung finden Sie bei Giesenbauer &amp;amp; Müller-Christ (2020)&amp;lt;ref name=Giesenbauer2020&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konzepte für eine Hochschule der Zukunft und Realutopien können Hochschulangehörigen dabei helfen, den zunehmend komplexeren und schnell aufeinander folgenden Anforderungen gerecht zu werden – und dabei nicht nur aus Druck und Angst, sondern auch aus Hoffnung und Vorfreude heraus zu handeln. Wenn Hochschulangehörige konkrete Vorstellungen einer wünschenswerten Zukunft entwickeln und darauf hinarbeiten, können Hochschulen in Zeiten der globalen Polykrise zu wirkungskräftigen Change Agents und zu Plattformen für soziale Innovationen werden. Innere Bilder helfen dabei, sich leichter auf Veränderungen wie Öffnungs- und Vernetzungsprozesse sowie auf eine integrativere Hochschulorganisation einzulassen und beispielsweise die Grenzen zwischen Fachdisziplinen und zwischen Hochschulen und Gesellschaft durchlässiger zu gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Zum Weiterlesen====&lt;br /&gt;
{{Literaturhinweis|&lt;br /&gt;
* Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen. (2022). Gemeinsam Neuland betreten: Hochschulen und Nachhaltige Entwicklung. &#039;&#039;DUZ Special: 22-11&#039;&#039;. DUZ Verlags- und Medienhaus GmbH. https://www.duz-special.de/de/ausgaben/gemeinsam-neuland-betreten/&lt;br /&gt;
* Giesenbauer, B. &amp;amp; Müller-Christ, G. (2020). University 4.0: Promoting the Transformation of Higher Education Institutions toward Sustainable Development. &#039;&#039;Sustainability, 12&#039;&#039; (8), 3371. https://doi.org/10.3390/su12083371&lt;br /&gt;
* Giesenbauer, B. (2021). &#039;&#039;Universität 4.0: Komplexität bewältigen und nachhaltige Entwicklung ermöglichen. Entwicklungskorridore systemischer Transformation&#039;&#039; [Dissertation]. Universität Bremen.  http://dx.doi.org/10.26092/elib/1092 &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fazit: Realutopien Hochschule 2045 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stellen wir uns vor:&#039;&#039;&#039; Im Jahr 2045 sind Hochschulen offene Orte geworden: flexibel, nachhaltig, digital, resilient – und mitten in der Gesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Forschung&#039;&#039;&#039; ist offen und verantwortungsvoll. Wissenschaftler:innen arbeiten gemeinsam mit Bürger:innen, Unternehmen und Politik an den großen Fragen unserer Zeit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Lehre&#039;&#039;&#039; ist persönlich und flexibel. Lernende gestalten ihre Wege selbst, unterstützt durch digitale Mentorensysteme, asynchrone Grundlagenveranstaltungen und reale Begegnungen. Bildung für nachhaltige Entwicklung durchzieht alle Studiengänge.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Betrieb&#039;&#039;&#039; ist klimaneutral, ressourcenschonend und digital organisiert. Hochschulen sind Lebensräume, die Gesundheit, Vielfalt und Inklusion aktiv fördern.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Transfer&#039;&#039;&#039; ist ein lebendiger, ko-kreativer Austausch. Hochschulen schaffen öffentliche Wissensräume und ermöglichen Innovationen. Die Transformation von Gesellschaft und Hochschule erfolgt im aktiven Miteinander von hochschulischer und außerhochschulischer Gemeinschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese utopische Raumgestaltung ist in Teilen bereits real: Ähnliche Konzepte werden beispielsweise in skandinavischen Bibliotheken vorgemacht, wie in der Oodi in Helsinki, der Dokk1 in Aarhus oder der Deichman in Oslo. Hochschulen der Zukunft könnten in solchen Settings vor allem die Rolle innehaben, Hüterinnen von Wissen und robusten Methoden zu sein und damit kritische, methodisch geleitete Reflexionsprozesse anzuleiten. Auf diese Weise könnten Hochschulen in der Gesellschaft wirken und Nachhaltige Entwicklung nicht nur beobachten und beschreiben, sondern gemeinsam mit Akteur:innen aus der Gesellschaft voranbringen. Die DG HochN lädt alle Engagierten dazu ein, sich von den Realutopien Hochschule 2045 inspirieren zu lassen und sie weiterzudenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschule der Zukunft ist mehr als ein Lernort. Sie ist ein Motor für Nachhaltige Entwicklung und gesellschaftlichen Wandel. Offen für alle. Gestaltet von allen. Auch von Ihnen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Impressum und Zitationshinweis ===&lt;br /&gt;
Müller-Christ, G., Giesenbauer, B. &amp;amp; Schäfer, E. (2025). &#039;&#039;Realutopien Hochschule 2045&#039;&#039;. Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen e.V. (DG HochN). &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://wiki.dg-hochn.de/wiki/Zukunftsbilder&amp;lt;/nowiki&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Herausgeberin:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen e.V. (DG HochN)&lt;br /&gt;
Koenenkampstr. 32&lt;br /&gt;
28213 Bremen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Fachtagung,_Wege_zum_nachhaltigen_Labor,_26.-27.01.26&amp;diff=27305</id>
		<title>Fachtagung, Wege zum nachhaltigen Labor, 26.-27.01.26</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Fachtagung,_Wege_zum_nachhaltigen_Labor,_26.-27.01.26&amp;diff=27305"/>
		<updated>2026-01-22T11:25:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BG: /* Dokumentation */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hubs der DG HochN&lt;br /&gt;
|hub_kat=Community Hubs,Hub – Green Labs&lt;br /&gt;
|titel=Wege zum nachhaltigen Labor - Strategien und Beispiele aus der Praxis für Hochschulen und Forschungseinrichtungen&lt;br /&gt;
|kurz=Die Fachtagung &amp;quot;Wege zum nachhaltigen Labor: Strategien und Beispiele aus der Praxis für Hochschulen und Forschungseinrichtungen&amp;quot; am 26. und 27. Januar 2026 in Göttingen widmet sich Ansätzen, Zertifizierungen und Best Practices für eine nachhaltige Gestaltung des Laborbetriebs.&lt;br /&gt;
|datum=2026-01-26T13:00:00.000Z&lt;br /&gt;
|thema=Green Labs&lt;br /&gt;
|bezug=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Betrieb&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Agenda und Informationen==&lt;br /&gt;
Labore zählen zu den ressourcenintensivsten Bereichen in Hochschulen und Forschungseinrichtungen – mit hohem Energie- und Materialverbrauch sowie besonderen Anforderungen an Technik und Infrastruktur. Vor diesem Hintergrund gewinnen Green Lab-Konzepte und -Zertifizierungen zunehmend an Bedeutung, um Nachhaltigkeit systematisch im Wissenschaftsbetrieb zu verankern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fachtagung &amp;quot;Wege zum nachhaltigen Labor: Strategien und Beispiele aus der Praxis für Hochschulen und Forschungseinrichtungen&amp;quot; am 26. und 27. Januar 2026 in Göttingen widmet sich Ansätzen, Zertifizierungen und Best Practices für eine nachhaltige Gestaltung des Laborbetriebs. Neben Impulsvorträgen zu nachhaltigen Praxisbeispielen, LEAF, My Green Lab und alternativen Konzepten bietet die Tagung Raum für Austausch, Vernetzung und gemeinsame Projektideen. Die Tagung richtet sich an Nachhaltigkeits- und Green Lab-Koordinator*innen sowie an Labor- und Arbeitsgruppenleitungen, die nachhaltige Laborkonzepte aktiv mitgestalten möchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable mw-collapsible&amp;quot; &amp;lt;!-- später mw-collapsed einfügen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|+ Programm Tag 1: Montag, 26. Januar 2026&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width: 130px;&amp;quot; | Uhrzeit&lt;br /&gt;
! Programm Montag, 26.01.26&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ab 13.00 Uhr || Eintreffen und Anmeldung Teilnehmer*innen &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 13.30 Uhr || &#039;&#039;&#039;Begrüßung durch die veranstaltenden Institutionen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Prof. Dr. Bernhard Brümmer, Vizepräsident für Forschung und Nachhaltigkeit, Universität Göttingen, Dr. Antje Tepperwien, Leitung Profilbereich &amp;quot;Wissen über Wissen&amp;quot;, VolkswagenStiftung, Dr. Bror Giesenbauer, Geschäftsführer DG HochN und Stefanie Groth, DG HochN &#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 13.50 Uhr || &#039;&#039;&#039;Keynote-Session 1&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Nachhaltiger Laborbetrieb: Relevanz, Potentiale und Best Practices &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dr. Kerstin Hermuth-Kleinschmidt, NIUB – Nachhaltigkeitsberatung&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 14.35 Uhr ||&#039;&#039;&#039; Keynote-Session 2&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
SPARKHub: Open-Access-Zertifizierung und -Plattform für eine nachhaltige Wissenschaft &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dr. Philipp Weber, Sustainability Officer, European Molecular Biology Organization &#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 15.20 Uhr || Networking, offener Austausch | Tee-/Kaffeepause und Snacks &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 16.00 Uhr || &#039;&#039;&#039;Vortrag-Session 1&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Track A: Vergleich von Labornachhaltigkeitsprogrammen und Zertifizierungen: My Green Lab und LEAF, &#039;&#039;Bianca Schell, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Sustainable Labs, Universität Konstanz&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Track B: Green Lab Practices in den Niederlanden – Von lokalen Grassroots-Initiativen zur nationalen Ambition,&#039;&#039; Dr. Thomas Freese, Green Labs Mitbegründer und Nachhaltigkeitsbeauftragter, Fakultät für Natur- und Ingenieurwissenschaften, Synthetische Organische Chemie, Universität Groningen  &#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 16.45 Uhr || Tee-/Kaffee und Snacks &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 17.00 Uhr || &#039;&#039;&#039;Vortrag-Session 2&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Track A: My Green Lab in der Praxis: Umsetzung und Erfahrungen aus einem Biotechnologie-Labor, &#039;&#039;Sven Duda, M.Sc. Biotechnologie, My Green Lab Ambassador  &#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Track B: DFG-Aktivitäten und (Förder-) möglichkeiten für ressourceneffiziente Geräte-Infrastrukturen, &#039;&#039;Dr. Michael Royeck, Programmdirektor Gruppe Wissenschaftliche Geräte und Informationstechnik, DFG &#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 17.45 Uhr || Pause&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 19.00 Uhr || Networking Dinner  und optional Führung im Forum Wissen &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 22.00 Uhr || Ende&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable mw-collapsed mw-collapsible&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Programm Tag 2: Dienstag, 27. Januar 2026&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width: 130px;&amp;quot; | Uhrzeit&lt;br /&gt;
! Programm Dienstag, 27. Januar 2026&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 08.30 Uhr || Eintreffen Teilnehmer*innen &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 09.15 Uhr || Begrüßung und Ausblick &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;DG HochN &#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 9.30 Uhr || &#039;&#039;&#039;Blitzlicht-Session&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*LabHero – Der charitéeigene Weg,&#039;&#039; Marie Lindow, Umwelt- u. Gefahrgutbeauftragte / Nachhaltigkeitsmanagerin, Abteilung Nachhaltigkeitsmanagement, Charité - Universitätsmedizin Berlin &#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Zentrale Organisation des Green-Lab-Prozesses an der TU Berlin,&#039;&#039; Dr. Jörg Romanski, Umweltbeauftragter, Technische Universität Berlin Kerstin Goldau, Umweltbeauftragte, Technische Universität Berlin&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Green Lab-Pilotprojekt und -Portal an der Universität Göttingen, &#039;&#039;Marco Lange, Leiter Green Office, Abteilung Öffentlichkeitsarbeit, Universität Göttingen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Green Lab und EMAS – Synergien, &#039;&#039;Ines Herr, Umweltkoordinatorin, Dezernat Gebäudemanagement, Technische Universität Dresden&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10.05 Uhr || &#039;&#039;&#039;Vortrag-Session 3 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Track A: Reduce, Reuse, Recycle: Verbrauchsmaterialien im Laborbetrieb, &#039;&#039;Dr. Kerstin Hermuth-Kleinschmidt, NIUB – Nachhaltigkeitsberatung Bianca Schell, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Sustainable Labs, Universität Konstanz&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Track B: Implementierung des My Green LabsZertifizierungsprozesses an der Universität Heidelberg, &#039;&#039;Narasimha Sushil, Klimaschutzmanager, Dezernat Planung, Bau und Sicherheit, Universität Heidelberg&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 11.30 Uhr || &#039;&#039;&#039;Workshop-Session &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Workshop A:&lt;br /&gt;
*Aufbau einer Netzwerkstruktur&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines (deutschen/europäischen) Standards&lt;br /&gt;
*Aufbau einer Plattform/Datenbank von Best Practices &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Workshop B:&lt;br /&gt;
*Projektideen und -umsetzungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 12.45 Uhr || &#039;&#039;&#039;Abschluss-Session &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Blitzlicht aus den Gruppen&lt;br /&gt;
*Wrap-Up der Veranstaltung in interaktiven Kleingruppen&lt;br /&gt;
*Abschluss &amp;amp; Verabschiedung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 13.30 Uhr || Netzwerken beim gemeinsamen Mittagssnack &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ende&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Veranstaltungsort==&lt;br /&gt;
Die Veranstaltung findet im Tagungs- und Veranstaltungshaus [https://www.uni-goettingen.de/de/525947.html Alte Mensa, Wilhelmsplatz 3, 37073 Göttingen], statt. Ein Lageplan zur Barrierefreiheit ist [https://lageplan.uni-goettingen.de/?piz=7306&amp;amp;etage=EG hier] zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dokumentation==&lt;br /&gt;
Unter dem nachfolgenden Link finden Sie Handouts zu ausgewählten Vorträgen: https://cloud.dg-hochn.de/s/KcY77YoBd8PWZba&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dokumentation der Veranstaltung erfolgt hier im Anschluss.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Benutzer:BG&amp;diff=27249</id>
		<title>Benutzer:BG</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Benutzer:BG&amp;diff=27249"/>
		<updated>2026-01-19T08:37:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BG: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Wiki user |ak_titel=Dr. |v_name=Bror |n_name=Giesenbauer |email=giesenbauer@uni-bremen.de |rolle=Admin, Wiki Benutzer(in), DG HochN Vereinsmitglied, BNE |hs=DG HochN |projekt=Senatra – Service Learning und nachhaltige Transformation an Hochschulen |adresse=Koenenkampstr. 32, 28213 Bremen, Deutschland }} {{Wiki user about |WikiUserBNE={{WikiUserBNE |bneforschung=Peer Learning Formate, Service Learning }} }}“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Wiki user&lt;br /&gt;
|ak_titel=Dr.&lt;br /&gt;
|v_name=Bror&lt;br /&gt;
|n_name=Giesenbauer&lt;br /&gt;
|email=giesenbauer@uni-bremen.de&lt;br /&gt;
|rolle=Admin, Wiki Benutzer(in), DG HochN Vereinsmitglied, BNE&lt;br /&gt;
|hs=DG HochN&lt;br /&gt;
|projekt=Senatra – Service Learning und nachhaltige Transformation an Hochschulen&lt;br /&gt;
|adresse=Koenenkampstr. 32, 28213 Bremen, Deutschland&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Wiki user about&lt;br /&gt;
|WikiUserBNE={{WikiUserBNE&lt;br /&gt;
|bneforschung=Peer Learning Formate, Service Learning&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Fachtagung,_Wege_zum_nachhaltigen_Labor,_26.-27.01.26&amp;diff=27186</id>
		<title>Fachtagung, Wege zum nachhaltigen Labor, 26.-27.01.26</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Fachtagung,_Wege_zum_nachhaltigen_Labor,_26.-27.01.26&amp;diff=27186"/>
		<updated>2026-01-14T11:20:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BG: /* Agenda und Informationen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hubs der DG HochN&lt;br /&gt;
|hub_kat=Community Hubs,Hub – Green Labs&lt;br /&gt;
|titel=Wege zum nachhaltigen Labor - Strategien und Beispiele aus der Praxis für Hochschulen und Forschungseinrichtungen&lt;br /&gt;
|kurz=Die Fachtagung &amp;quot;Wege zum nachhaltigen Labor: Strategien und Beispiele aus der Praxis für Hochschulen und Forschungseinrichtungen&amp;quot; am 26. und 27. Januar 2026 in Göttingen widmet sich Ansätzen, Zertifizierungen und Best Practices für eine nachhaltige Gestaltung des Laborbetriebs.&lt;br /&gt;
|datum=2026-01-26T13:00:00.000Z&lt;br /&gt;
|thema=Green Labs&lt;br /&gt;
|bezug=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Betrieb&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Agenda und Informationen==&lt;br /&gt;
Labore zählen zu den ressourcenintensivsten Bereichen in Hochschulen und Forschungseinrichtungen – mit hohem Energie- und Materialverbrauch sowie besonderen Anforderungen an Technik und Infrastruktur. Vor diesem Hintergrund gewinnen Green Lab-Konzepte und -Zertifizierungen zunehmend an Bedeutung, um Nachhaltigkeit systematisch im Wissenschaftsbetrieb zu verankern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fachtagung &amp;quot;Wege zum nachhaltigen Labor: Strategien und Beispiele aus der Praxis für Hochschulen und Forschungseinrichtungen&amp;quot; am 26. und 27. Januar 2026 in Göttingen widmet sich Ansätzen, Zertifizierungen und Best Practices für eine nachhaltige Gestaltung des Laborbetriebs. Neben Impulsvorträgen zu nachhaltigen Praxisbeispielen, LEAF, My Green Lab und alternativen Konzepten bietet die Tagung Raum für Austausch, Vernetzung und gemeinsame Projektideen. Die Tagung richtet sich an Nachhaltigkeits- und Green Lab-Koordinator*innen sowie an Labor- und Arbeitsgruppenleitungen, die nachhaltige Laborkonzepte aktiv mitgestalten möchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable mw-collapsible&amp;quot; &amp;lt;!-- später mw-collapsed einfügen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|+ Programm Tag 1: Montag, 26. Januar 2026&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width: 130px;&amp;quot; | Uhrzeit&lt;br /&gt;
! Programm Montag, 26.01.26&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ab 13.00 Uhr || Eintreffen und Anmeldung Teilnehmer*innen &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 13.30 Uhr || &#039;&#039;&#039;Begrüßung durch die veranstaltenden Institutionen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Prof. Dr. Bernhard Brümmer, Vizepräsident für Forschung und Nachhaltigkeit, Universität Göttingen, Dr. Antje Tepperwien, Leitung Profilbereich &amp;quot;Wissen über Wissen&amp;quot;, VolkswagenStiftung, Dr. Bror Giesenbauer, Geschäftsführer DG HochN und Stefanie Groth, DG HochN &#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 13.50 Uhr || &#039;&#039;&#039;Keynote-Session 1&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Nachhaltiger Laborbetrieb: Relevanz, Potentiale und Best Practices &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dr. Kerstin Hermuth-Kleinschmidt, NIUB – Nachhaltigkeitsberatung&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 14.35 Uhr ||&#039;&#039;&#039; Keynote-Session 2&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
SPARKHub: Open-Access-Zertifizierung und -Plattform für eine nachhaltige Wissenschaft &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dr. Philipp Weber, Sustainability Officer, European Molecular Biology Organization &#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 15.20 Uhr || Networking, offener Austausch | Tee-/Kaffeepause und Snacks &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 16.00 Uhr || &#039;&#039;&#039;Vortrag-Session 1&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Track A: Vergleich von Labornachhaltigkeitsprogrammen und Zertifizierungen: My Green Lab und LEAF, &#039;&#039;Bianca Schell, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Sustainable Labs, Universität Konstanz&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Track B: Green Lab Practices in den Niederlanden – Von lokalen Grassroots-Initiativen zur nationalen Ambition,&#039;&#039; Dr. Thomas Freese, Green Labs Mitbegründer und Nachhaltigkeitsbeauftragter, Fakultät für Natur- und Ingenieurwissenschaften, Synthetische Organische Chemie, Universität Groningen  &#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 16.45 Uhr || Tee-/Kaffee und Snacks &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 16.00 Uhr || &#039;&#039;&#039;Vortrag-Session 2&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Track A: My Green Lab in der Praxis: Umsetzung und Erfahrungen aus einem Biotechnologie-Labor, &#039;&#039;Sven Duda, M.Sc. Biotechnologie, My Green Lab Ambassador  &#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Track B: DFG-Aktivitäten und (Förder-) möglichkeiten für ressourceneffiziente Geräte-Infrastrukturen, &#039;&#039;Dr. Michael Royeck, Programmdirektor Gruppe Wissenschaftliche Geräte und Informationstechnik, DFG &#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 17:45 Uhr || Pause&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 19:00 Uhr || Networking Dinner  und optional Führung im Forum Wissen &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 22:00 Uhr || Ende&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable mw-collapsed mw-collapsible&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Programm Tag 2: Dienstag, 27. Januar 2026&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width: 130px;&amp;quot; | Uhrzeit&lt;br /&gt;
! Programm Dienstag, 27. Januar 2026&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 08.30 Uhr || Eintreffen Teilnehmer*innen &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 09:15 Uhr || Begrüßung und Ausblick &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;DG HochN &#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 9.30 Uhr || &#039;&#039;&#039;Blitzlicht-Session&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*LabHero – Der charitéeigene Weg,&#039;&#039; Marie Lindow, Umwelt- u. Gefahrgutbeauftragte / Nachhaltigkeitsmanagerin, Abteilung Nachhaltigkeitsmanagement, Charité - Universitätsmedizin Berlin &#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Zentrale Organisation des Green-Lab-Prozesses an der TU Berlin,&#039;&#039; Dr. Jörg Romanski, Umweltbeauftragter, Technische Universität Berlin Kerstin Goldau, Umweltbeauftragte, Technische Universität Berlin&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Green Lab-Pilotprojekt und -Portal an der Universität Göttingen, &#039;&#039;Marco Lange, Leiter Green Office, Abteilung Öffentlichkeitsarbeit, Universität Göttingen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Green Lab und EMAS – Synergien, &#039;&#039;Ines Herr, Umweltkoordinatorin, Dezernat Gebäudemanagement, Technische Universität Dresden&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10.05 Uhr || &#039;&#039;&#039;Vortrag-Session 3 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Track A: Reduce, Reuse, Recycle: Verbrauchsmaterialien im Laborbetrieb, &#039;&#039;Dr. Kerstin Hermuth-Kleinschmidt, NIUB – Nachhaltigkeitsberatung Bianca Schell, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Sustainable Labs, Universität Konstanz&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Track B: Implementierung des My Green LabsZertifizierungsprozesses an der Universität Heidelberg, &#039;&#039;Narasimha Sushil, Klimaschutzmanager, Dezernat Planung, Bau und Sicherheit, Universität Heidelberg&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 11.30 Uhr || &#039;&#039;&#039;Workshop-Session &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Workshop A:&lt;br /&gt;
*Aufbau einer Netzwerkstruktur&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines (deutschen/europäischen) Standards&lt;br /&gt;
*Aufbau einer Plattform/Datenbank von Best Practices &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Workshop B:&lt;br /&gt;
*Projektideen und -umsetzungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 12.45 Uhr || &#039;&#039;&#039;Abschluss-Session &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Blitzlicht aus den Gruppen&lt;br /&gt;
*Wrap-Up der Veranstaltung in interaktiven Kleingruppen&lt;br /&gt;
*Abschluss &amp;amp; Verabschiedung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 13:30 Uhr || Netzwerken beim gemeinsamen Mittagssnack &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ende&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Veranstaltungsort==&lt;br /&gt;
Die Veranstaltung findet im Tagungs- und Veranstaltungshaus [https://www.uni-goettingen.de/de/525947.html Alte Mensa, Wilhelmsplatz 3, 37073 Göttingen], statt. Ein Lageplan zur Barrierefreiheit ist [https://lageplan.uni-goettingen.de/?piz=7306&amp;amp;etage=EG hier] zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dokumentation==&lt;br /&gt;
Die Dokumentation der Veranstaltung erfolgt hier im Anschluss.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Datei:DG_HochN_2025_-_BNE-Empfehlungen.pdf&amp;diff=26612</id>
		<title>Datei:DG HochN 2025 - BNE-Empfehlungen.pdf</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Datei:DG_HochN_2025_-_BNE-Empfehlungen.pdf&amp;diff=26612"/>
		<updated>2025-12-11T09:17:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BG: BG lud eine neue Version von Datei:DG HochN 2025 - BNE-Empfehlungen.pdf hoch&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Empfehlungen für Bildung für Nachhaltige Entwicklung von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen 2025&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=BNE_Empfehlungen&amp;diff=26611</id>
		<title>BNE Empfehlungen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=BNE_Empfehlungen&amp;diff=26611"/>
		<updated>2025-12-11T09:14:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die DG HochN hat 2025 Empfehlungen und ein Konzeptverständnis für [[Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre|Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)]] in der Hochschullehre veröffentlicht, das im Folgenden vorgestellt wird. Weitere Konzeptverständnisse von BNE sind [[Konzeptverständnis von BNE|hier im Wiki]] aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre – Empfehlungen der DG HochN== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DG HochN 2025 - BNE-Empfehlungen.pdf|BNE-Empfehlungen der DG HochN (2025) zum Download (PDF)|mini|link=https://wiki.dg-hochn.de/images/9/93/DG_HochN_2025_-_BNE-Empfehlungen.pdf|alt=BNE-Empfehlungen der DG HochN (PDF)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nachhaltigkeitsziel 4.7 der Vereinten Nationen fordert, dass alle Lernenden das notwendige Wissen und die Fähigkeiten erwerben sollen, um Nachhaltige Entwicklung (NE) durch BNE voranzutreiben. Der Nationale Aktionsplan (NAP, 2017, S. 62) setzt die Verankerung von BNE/Nachhaltigkeit in die Curricula aller Studiengänge als Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns intensiv mit der Frage beschäftigt, was BNE für die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (DG HochN) bedeutet. Dabei wurde deutlich, wie schwierig es ist, alle Facetten und die Dynamik des Themas in wenigen Sätzen zu erfassen. Wir teilen nun unseren Diskussionsstand und unsere Empfehlungen zu diesem Thema. Rückmeldungen sind willkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier vorliegenden Empfehlungen sollen Hochschulen und Lehrende dabei unterstützen, BNE in die Lehre zu integrieren. Für die Umsetzung dieser Ziele ist es wichtig, zunächst das BNE-Verständnis zu klären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===BNE-Verständnis===&lt;br /&gt;
Die DG HochN orientiert sich am BNE-Verständnis der UNESCO. Es operationalisiert wichtige BNE-Merkmale und ist darum gut geeignet, die Analyse und Konzeption von Lernangeboten zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;“&#039;&#039;ESD empowers learners with knowledge, skills, values and attitudes to take informed decisions and make responsible actions for environmental integrity, economic viability and a just society empowering people of all genders, for present and future generations, while respecting cultural diversity. ESD is a lifelong learning process and an integral part of quality education that enhances cognitive, social and emotional and behavioral dimensions of learning. It is holistic and transformational and encompasses learning content and outcomes, pedagogy and the learning environment itself&#039;&#039;” (UNESCO, 2020, S. 8)&amp;lt;ref&amp;gt;Die deutsche Übersetzung der UNESCO (2021, S. 8) lautet:&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;„BNE versetzt Lernende durch die Vermittlung von Wissen, Fähigkeiten, Werten und Haltungen in die Lage, fundierte Entscheidungen zu treffen und verantwortungsbewusst zum Schutz der Umwelt zu handeln sowie für Wirtschaftlichkeit und eine gerechte Gesellschaft einzustehen, die Menschen aller Geschlechteridentitäten sowie heutiger und zukünftiger Generationen stärkt und gleichzeitig ihre kulturelle Vielfalt respektiert. BNE ist ein lebenslanger Lernprozess und integraler Bestandteil einer qualitativ hochwertigen Bildung, welche die kognitiven, sozialen und emotionalen sowie verhaltensbezogenen Dimensionen des Lernens stärkt. Sie ist ganzheitlich und transformativ und umfasst sowohl Lerninhalte als auch Ergebnisse, die pädagogischen Ansätze und Methoden sowie die Lern- und Lehrumgebung selbst.“&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im englischsprachigen Originaltext wird durch das Verb „empower“ die Stärkung und Selbstbestimmung der Lernenden klarer hervorgehoben, was unserem BNE-Verständnis entspricht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesem BNE-Verständnis liegt ein integriertes Nachhaltigkeitsverständnis zugrunde, das sowohl die drei Dimensionen (nicht Säulen!) ökologisch, ökonomisch und sozial als auch die globale und die Generationengerechtigkeit einschließt und das nahe am Nachhaltigkeitsverständnis des Verbundprojektes HochN (Vogt, Lütke-Spatz &amp;amp; Weber, 2024) sowie der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (Bundesregierung, 2025) liegt, wobei die Wechselwirkungen und Zielkonflikte zwischen den Dimensionen zu beachten sind. BNE führt somit Anliegen von Umweltbildung und Globalem Lernen zusammen. Das o.g. BNE-Verständnis macht gleichzeitig deutlich, dass BNE weit über die Vermittlung von Wissen über Nachhaltigkeitsthemen hinausgeht. Eine BNE-orientierte Hochschullehre erfordert vielmehr eine BNE-Didaktik (Bellina et al., 2020), die als Kernelemente u.a. Kompetenzen, Inhalte, Methoden/Medien sowie Evaluationen umfasst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Whole Institution Approach]] (WIA), bei dem sich neben der Lehre auch die anderen Handlungsfelder einer Hochschule, wie Governance, Forschung, Betrieb, Transfer und studentisches Engagement an Nachhaltigkeit orientieren, ist eine geeignete und wirksame Lehr- und Lernumgebung für BNE (Holst et al., 2024). BNE zielt unter anderem darauf ab, Lernende zu befähigen, an der Transformation in Richtung einer nachhaltigen Gesellschaft mitzugestalten (Gestaltungskompetenz; de Haan, 2008; Vare, 2018, Brundiers et al., 2021). Dies ist nicht nur instrumentell im Sinne einer Befähigung zur Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung zu verstehen, sondern dient gleichzeitig der Persönlichkeitsentwicklung der Lernenden und einer Verbesserung der Lehre. Mitgestaltung bedeutet dabei nicht nur individuelles Alltagshandeln, sondern auch politisches Handeln im Sinne der politischen Bildung. Partizipation ist als Ziel und Methode von BNE bei der Hochschullehre und beim WIA ein wesentlicher Aspekt. Hochschullehrkräfte müssen selbst BNE-bezogene Kompetenzen aufbauen und darüber hinaus in der Lage sein, solche Kompetenzen bei den Studierenden zu fördern (z.B. Hemmer et al., 2024).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== FAQ zur Umsetzung von BNE in der Hochschullehre ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Sind Nachhaltigkeit und BNE normativ motiviert?&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nachhaltigkeit ist, wie auch Demokratie, im Kern normativ (Potthast, 2019) und z.B. durch den Grundsatz der Generationengerechtigkeit ethisch begründet, oder, wie im Fall globaler Nachhaltigkeitsziele, das Ergebnis politischer Aushandlungsprozesse und wissenschaftlicher Erkenntnisse. Der Entstehungsprozess von Nachhaltigkeits- und BNE-Inhalten sollte daher transparent gemacht werden. Lehrende sind persönlich nicht zur Neutralität verpflichtet. Kontroverse Sachverhalte sollten aber in der Lehre kontrovers dargestellt werden. Studierende dürfen nicht indoktriniert und zur unreflektierten Normenerfüllung angeleitet werden. BNE umfasst daher eine Förderung von Bewertungskompetenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Kann BNE nur interdisziplinär oder transdisziplinär erfolgen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
BNE kann und soll auch disziplinär erfolgen. Die Klärung der disziplinären Zugänge ist sogar besonders wichtig, um sinnvoll interdisziplinär oder transdisziplinär in Kooperation mit Akteur:innen aus der Praxis an Fragestellungen zu arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Sollen Nachhaltigkeit und BNE in einer Veranstaltung, einem Modul oder in einem Studiengang umgesetzt werden?&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grundsätzlich sind alle Ansätze sinnvoll. Einzelne Nachhaltigkeitsaktionen oder -wochen können Interesse wecken. Module mit z.B. einer Nachhaltigkeitsringvorlesung und (B)NE-Zertifikate sind wichtige Einstiege und bieten den interessierten Studierenden Lehrangebote im Wahl- und Wahlpflichtbereich. Die letztliche Zielsetzung ist, dass BNE in allen Fachstudiengängen (nicht notwendigerweise in allen Modulen) pflichtmäßig integriert werden soll, wobei das Niveau und der Integrationsgrad sehr unterschiedlich ausfallen können. Daneben sind inter- und transdisziplinäre und internationale (z.B. HRK, 2025) Angebote bedeutsam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Was ist für die Integration von BNE wichtig? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Sie erfordert einerseits die entsprechenden Rahmenbedingungen (Leitbild Lehre, Aufnahme in die Curricula, Absprache zwischen Lehrenden, um Doppelungen zu vermeiden) und andererseits eine Fortbildung der Hochschullehrenden (Professor:innen, Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen und Lehrbeauftragte) und Multiplikator:innen (für Lehrentwicklung, Hochschuldidaktik etc.). Nicht zuletzt ist ein Netzwerk als Plattform hilfreich, um z.B. Good Practices auszutauschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Welche Kompetenzen sollen besonders gefördert werden? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Es gibt besondere Kompetenzmodelle für BNE, auch für die Hochschullehre (z.B. Vare, 2018, Brundiers et al.,2021). Eine Übersicht bietet die Plattform [https://netzwerk-lena.org/bne-lehre-konkret/kompetenzen/ BNE Lehre konkret]. Hinzu tritt das [https://publications.jrc.ec.europa.eu/repository/handle/JRC128040 GreenComp], der europäische Kompetenzrahmen für Nachhaltigkeit. Die Modelle haben weitgehende Überschneidungen untereinander. Es gibt aber auch Überschneidungen mit Fachkompetenzen, z.B. bezüglich des systemischen Denkens. Es empfiehlt sich eine bewusste Auswahl der Modelle und der Kompetenzen, die im Rahmen der eigenen Lehre besonders gefördert werden können und sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Wie kann man BNE-bezogene Kompetenzen fördern? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Eine Kompetenzförderung erfolgt durch gezielte Auswahl von geeigneten Inhalten und Methoden sowie Medien. Vorausschauendes, zukunftsorientiertes Denken erfordert inhaltlich einen Prozess, wie z.B. nachhaltige Stadtentwicklung. Methodisch lässt sich hier z.B. mit Szenarien oder Zukünftelaboren arbeiten. Relevant ist die inhaltliche und methodische Entwicklung dieser BNE-bezogenen Kompetenzen entlang fachlicher und allgemeiner akademischer Kompetenzen (Brundiers et al., 2021). Einige Kompetenzen, wie etwa kritisches Denken, werden in einigen Fächern bereits durch gute wissenschaftliche Praxis im Studium gefördert. Gestaltungsbezogene Kompetenzen hingegen bedürfen je nach bisheriger Ausrichtung ggf. neuer, innovativer analoger oder digitaler Lehr-Lernformate und auch Prüfungsformate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Ich behandele in der Lehre bereits Nachhaltigkeitsthemen. Muss ich dabei etwas anders machen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nahezu alle Nachhaltigkeitsthemen sind in den Fächern bereits im Fachcurriculum verankert, wie z.B. Energie im Fach Physik, Klima im Fach Geographie oder Armut im Fach Soziologie. Sie werden allerdings dort häufig einseitig fachspezifisch behandelt. Hier wäre anzustreben, dass möglichst viele Nachhaltigkeitsdimensionen (ökologische, soziale, ökonomisch; globale Gerechtigkeit und Generationengerechtigkeit) thematisiert und geeignete Methoden zur Kompetenzförderung ausgewählt werden. Dabei ist es häufig sinnvoll, sich bei der Thematisierung von Prozessen oder Maßnahmen auch mit Zielkonflikten zwischen den Dimensionen auseinanderzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Meine Lehre umfasst keine Nachhaltigkeitsthemen. Kann ich trotzdem BNE-orientierte Lehre anbieten? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Ja, es gilt die entsprechenden Anknüpfungspunkte zwischen eigenen Fachinhalten und Nachhaltigkeit, also die jeweiligen fachlichen Zugänge, zu finden. Dabei ist zu prüfen, welche Nachhaltigkeitsdimensionen oder -aspekte ich auf meine eigenen Inhalte anwenden kann und mit welchen Methoden ich spezifische Kompetenzen fördern kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Reicht es aus, wenn ich nur auf die Kompetenzförderung achte, ohne inhaltliche Bezüge zur Nachhaltigkeit bzw. Nachhaltigkeitsdimensionen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nein, aufgrund der Überschneidung mit Fachkompetenzen und anderen übergreifenden Kompetenzkonzepten würde man hier von kompetenzorientierter Hochschullehre und nicht von BNE sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Auf welche Hindernisse im Kontext Hochschule kann ich als Lehrende:r stoßen, wenn ich BNE umsetzen will? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die o.g. Ansprüche von NE und BNE geraten nicht selten in Konflikt mit festgelegten Strukturen, Verantwortlichkeiten und Fächergrenzen. Häufig fehlen Anreize, insbesondere bei der Entwicklung akademischer Karrieren. BNE wird als Add-on wahrgenommen, nicht als integrativer Bestandteil und Qualitätsentwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Welche günstigen Bedingungen können mir helfen, BNE umzusetzen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nachhaltigkeit und manchmal auch explizit BNE ist inzwischen in den Hochschulgesetzen der Länder verankert und viele Hochschulen verfolgen eine Nachhaltigkeitsstrategie oder ein Nachhaltigkeitsgesamtkonzept. Auf beides kann man sich berufen und daran anknüpfen. Es gibt eine Reihe von Fördermöglichkeiten für Transformation, auch in der Lehre. BNE-Fortbildungen für Hochschullehrende sind hilfreich (Hemmer et al., 2024). Ebenso die Kooperation mit Studierenden und Kolleg:innen an der eigenen Hochschule und in Netzwerken, insbesondere wenn sich bereits studentische Initiativen für das Thema einsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hilfreiche Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://wiki.dg-hochn.de/images/4/4c/Hoch-n-leitfaden-lehre-2020-neu.pdf &#039;&#039;&#039;HochN Leitfaden für das Handlungsfeld Lehre&#039;&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;DG HochN-Wiki:&#039;&#039;&#039; [[Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre|BNE-Einstieg]], [[Beispielsammlung für innovative Lehrformate (BNE)|INNO4BNE-Seiten]]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;LeNa Plattform&#039;&#039;&#039; [https://netzwerk-lena.org/bne-lehre-konkret/ BNE Lehre Konkret]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;netzwerk n:&#039;&#039;&#039; [https://www.netzwerk-n.org/angebote/good-practice-sammlung/ Good Practice Sammlung]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;AG Nachhaltigkeit an Brandenburger Hochschulen – Fortbildung BNE in der Hochschullehre:&#039;&#039;&#039; [https://nachhaltigkeit-an-brandenburger-hochschulen.de/gute-praxis/materialien/ Praxisbeispiele]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Eichstätt – Fortbildung BNE in der Hochschullehre&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.ku.de/fileadmin/150305/Forschung/FOLE_BNE/Abschlussbericht_FOLE-BNE_Bay_2021-10-27_final.pdf&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;BNE-Zentrum Heidelberg&#039;&#039;&#039; – [https://www.ph-heidelberg.de/hochschule/organisation/wissenschaftliche-einrichtungen/heidelberger-zentrum-bildung-fuer-nachhaltige-entwicklung.html Fortbildung BNE in der Hochschullehre]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;DG Hochn Podcast&#039;&#039;&#039; zu [https://wissenschaftspodcasts.de/podcasts/re-nachhaltige-hochschulen/die-rolle-von-bildung-fuer-nachhaltige-entwicklung-als-werkzeug-auf-dem-transformationspfad_9259558/ BNE in der Hochschule mit Leonie Bellina]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Nationale Aktionsplattform BNE:&#039;&#039;&#039; [https://www.bne-portal.de/bne/de/nationaler-aktionsplan/nationaler-aktionsplan_node.html NAP] und [https://www.bne-portal.de/bne/de/infothek/infothek_node.html Infothek]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[https://sustainicum.at/ Allianz nachhaltiger Universitäten in Österreich]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;UNESCO-Aktivitäten:&#039;&#039;&#039; [https://www.unesco.org/en/unitwin/about UNESCO-Chairs und UNITWIN-Network]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
* Bellina, L., Tegeler, M.K., Müller-Christ, G. &amp;amp; Potthast, T. (2020). &#039;&#039;Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre. BMBF-Projekt Nachhaltigkeit an Hochschulen: entwickeln – vernetzen –berichten (HOCHN)&#039;&#039;. https://wiki.dg-hochn.de/images/4/4c/Hoch-n-leitfaden-lehre-2020-neu.pdf&lt;br /&gt;
* Brundiers, K. et al. (2021). Key competencies in sustainability in higher education—toward an agreed-upon reference framework. &#039;&#039;Sustainability science, 16&#039;&#039;(1), 13-29.&lt;br /&gt;
* Bundesregierung (2025). &#039;&#039;Transformation gemeinsam gerecht gestalten. Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie Weiterentwicklung 2025.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* https://www.bundesregierung.de/rource/blob/975228/2335292/3962877378d74837d4f4c611749b6172/2025-05-13-dns-2025-data.pdf?download=1&lt;br /&gt;
* De Haan, G. (2008). Gestaltungskompetenz als Kompetenzkonzept für Bildung für nachhaltige Entwicklung. In I. Bormann &amp;amp; G. De Haan (Hrsg.), &#039;&#039;Kompetenzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Operationalisierung, Messung, Rahmenbedingungen, Befunde&#039;&#039; (S. 23–43). VS- Verlag.&lt;br /&gt;
* Hemmer, I., Koch, Chr. &amp;amp; Peitz, A. (2024). ESD training for university teachers: which is more effective, the face-to-face or digital format? Results of an intervention study. International Journal of Sustainability in Higher Education, 17(8), 1732-1750. https://doi.org/10.1108/IJSHE-05-2023-0178&lt;br /&gt;
* Holst, J., Grund, J. &amp;amp; Brock, A. (2024). Whole Institution Approach: measurable and highly effective in empowering learners and educators for sustainability. &#039;&#039;Sustainability Science, 19,&#039;&#039; 1359–1376. https://doi.org/10.1007/s11625-024-01506-5&lt;br /&gt;
* HRK (Hochschulrektorenkonferenz) (2025). &#039;&#039;Kulturen der Nachhaltigkeit – Hochschulen als Zukunftswerkstätten der nachhaltigen Entwicklung stärken. Empfehlung der 41. Mitgliederversammlung der HRK am 4.11.2025 in Osnabrück. &#039;&#039;https://www.hrk.de/positionen/beschluss/detail/kulturen-der-nachhaltigkeit-hochschulen-als-zukunftswerkstaetten-der-nachhaltigen-entwicklung-staerk/&lt;br /&gt;
* NAP (Nationale Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung) (Hg.) (2017). &#039;&#039;Nationaler Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung. &#039;&#039;https://www.bne-portal.de/bne/de/nationaler-aktionsplan/nationaler-aktionsplan&lt;br /&gt;
* Potthast, T. (2019). Berufsethos für Lehrerinnen und Lehrer, Ethik in den Wissenschaften und die Frage der Werte-Orientierung – kritische Überlegungen. In C. Colin, M. Drahmann &amp;amp; F. Oser (Hrsg.), &#039;&#039;Ethos: Interdisziplinäre Perspektiven auf den Lehrerinnen- und Lehrerberuf. In Memoriam Martin Drahmann&#039;&#039; (S. 143-151). Waxmann.&lt;br /&gt;
* Potthast, T., Bellina, L., Müller-Christ, G. &amp;amp; Tegeler, M. (2024). Bildung für Nachhaltige Entwicklung an Hochschulen. In M. Rieckmann, B. Giesenbauer, B. Nölting, T. Potthast &amp;amp; C. T. Schmitt (Hrsg.), &#039;&#039;Nachhaltige Entwicklung von Hochschulen: Erkenntnisse und Perspektiven zur gesamtinstitutionellen Transformation&#039;&#039; (S. 37–58). Verlag Barbara Budrich. https://doi.org/10.2307/jj.11786269.5&lt;br /&gt;
* UNESCO (United Nations Educational Scientific and Cultural Organization) (2020). &#039;&#039;ESD for 2030. Education for Sustainable Development: a Roadmap.&#039;&#039; https://unesdoc.unesco.org/ark:/48223/pf0000374802&lt;br /&gt;
* UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization) (2021). &#039;&#039;Bildung für nachhaltige Entwicklung: eine Roadmap.&#039;&#039; https://unesdoc.unesco.org/ark:/48223/pf0000379488&lt;br /&gt;
* Vare, P. (2018).  A Rounder Sense of Purpose: developing and assessing competences for educators of sustainable development. &#039;&#039;Form@re, 18&#039;&#039;(2), 164-173. DOI: 10.13128/formare-23712&lt;br /&gt;
* Vogt, M., Lütke-Spatz, L. &amp;amp; Weber, Ch. (2024). Auf dem Weg zu einem Nachhaltigkeitsverständnis im Kontext von Hochschulen. In M. Rieckmann, B. Giesenbauer, B. Nölting, T. Potthast &amp;amp; C. T. Schmitt (Hrsg.), &#039;&#039;Nachhaltige Entwicklung von Hochschulen: Erkenntnisse und Perspektiven zur gesamtinstitutionellen Transformation&#039;&#039; (S. 17-36). Verlag Barbara Budrich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zitationshinweis und Autor:innen ===&lt;br /&gt;
Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (2025). &#039;&#039;Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre – Empfehlungen der DG HochN.&#039;&#039; DG HochN. https://wiki.dg-hochn.de/wiki/BNE_Empfehlungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Entwicklung dieses Papiers waren beteiligt: Geschäftsführung und Vorstand der DG HochN (Bror Giesenbauer, Ingrid Hemmer (Moderation), Magdalène Lévy-Toedter, Georg Müller-Christ, Remmer Sassen, Eva Schäfer) sowie Klaus Fischer, Daria Humburg, Jennifer Krah und Marina Schmitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fußnoten===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Lehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=BNE_Empfehlungen&amp;diff=25922</id>
		<title>BNE Empfehlungen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=BNE_Empfehlungen&amp;diff=25922"/>
		<updated>2025-11-25T14:02:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BG: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die DG HochN hat 2025 Empfehlungen und ein Konzeptverständnis für [[Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre|Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)]] in der Hochschullehre veröffentlicht, das im Folgenden vorgestellt wird. Weitere Konzeptverständnisse von BNE sind [[Konzeptverständnis von BNE|hier im Wiki]] aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre – Empfehlungen der DG HochN== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DG HochN 2025 - BNE-Empfehlungen.pdf|BNE-Empfehlungen der DG HochN (2025) zum Download (PDF)|mini|link=https://wiki.dg-hochn.de/images/9/93/DG_HochN_2025_-_BNE-Empfehlungen.pdf|alt=BNE-Empfehlungen der DG HochN (PDF)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nachhaltigkeitsziel 4.7 der Vereinten Nationen fordert, dass alle Lernenden das notwendige Wissen und die Fähigkeiten erwerben sollen, um Nachhaltige Entwicklung durch BNE voranzutreiben. Der Nationale Aktionsplan (NAP, 2017, S. 62) setzt die Verankerung von BNE/Nachhaltigkeit in die Curricula aller Studiengänge als Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns intensiv mit der Frage beschäftigt, was BNE für die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (DG HochN) bedeutet. Dabei wurde deutlich, wie schwierig es ist, alle Facetten und die Dynamik des Themas in wenigen Sätzen zu erfassen. Wir teilen nun unseren Diskussionsstand und unsere Empfehlungen zu diesem Thema. Rückmeldungen sind willkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier vorliegenden Empfehlungen sollen Hochschulen und Lehrende dabei unterstützen, BNE in die Lehre zu integrieren. Für die Umsetzung dieser Ziele ist es wichtig, zunächst das BNE-Verständnis zu klären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===BNE-Verständnis===&lt;br /&gt;
Die DG HochN orientiert sich am BNE-Verständnis der UNESCO. Es operationalisiert wichtige BNE-Merkmale und ist darum gut geeignet, die Analyse und Konzeption von Lernangeboten zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;“&#039;&#039;ESD empowers learners with knowledge, skills, values and attitudes to take informed decisions and make responsible actions for environmental integrity, economic viability and a just society empowering people of all genders, for present and future generations, while respecting cultural diversity. ESD is a lifelong learning process and an integral part of quality education that enhances cognitive, social and emotional and behavioural dimensions of learning. It is holistic and transformational and encompasses learning content and outcomes, pedagogy and the learning environment itself&#039;&#039;” (UNESCO, 2020, S. 8)&amp;lt;ref&amp;gt;Die deutsche Übersetzung der UNESCO (2021, S. 8) lautet:&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;„BNE versetzt Lernende durch die Vermittlung von Wissen, Fähigkeiten, Werten und Haltungen in die Lage, fundierte Entscheidungen zu treffen und verantwortungsbewusst zum Schutz der Umwelt zu handeln sowie für Wirtschaftlichkeit und eine gerechte Gesellschaft einzustehen, die Menschen aller Geschlechteridentitäten sowie heutiger und zukünftiger Generationen stärkt und gleichzeitig ihre kulturelle Vielfalt respektiert. BNE ist ein lebenslanger Lernprozess und integraler Bestandteil einer qualitativ hochwertigen Bildung, welche die kognitiven, sozialen und emotionalen sowie verhaltensbezogenen Dimensionen des Lernens stärkt. Sie ist ganzheitlich und transformativ und umfasst sowohl Lerninhalte als auch Ergebnisse, die pädagogischen Ansätze und Methoden sowie die Lern- und Lehrumgebung selbst.“&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im englischsprachigen Originaltext wird durch das Verb „empower“ die Stärkung und Selbstbestimmung der Lernenden klarer hervorgehoben, was unserem BNE-Verständnis entspricht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesem BNE-Verständnis liegt ein integriertes Nachhaltigkeitsverständnis zugrunde, das sowohl die drei Dimensionen (nicht Säulen!) ökologisch, ökonomisch und sozial als auch die globale und die Generationengerechtigkeit einschließt und das nahe am Nachhaltigkeitsverständnis des Verbundprojektes HochN (Vogt, Lütke-Spatz &amp;amp; Weber, 2024) sowie der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (Bundesregierung, 2025) liegt, wobei die Wechselwirkungen und Zielkonflikte zwischen den Dimensionen zu beachten sind. BNE führt somit Anliegen von Umweltbildung und Globalem Lernen zusammen. Das o.g. BNE-Verständnis macht gleichzeitig deutlich, dass BNE weit über die Vermittlung von Wissen über Nachhaltigkeitsthemen hinausgeht. Eine BNE-orientierte Hochschullehre erfordert vielmehr eine BNE-Didaktik (Bellina et al., 2020), die als Kernelemente u.a. Kompetenzen, Inhalte, Methoden/Medien sowie Evaluationen umfasst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Whole Institution Approach]] (WIA), bei dem sich neben der Lehre auch die anderen Handlungsfelder einer Hochschule, wie Governance, Forschung, Betrieb, Transfer und studentisches Engagement an Nachhaltigkeit orientieren, ist eine geeignete und wirksame Lehr- und Lernumgebung für BNE (Holst et al., 2024). BNE zielt unter anderem darauf ab, Lernende zu befähigen, an der Transformation in Richtung einer nachhaltigen Gesellschaft mitzugestalten (Gestaltungskompetenz; de Haan, 2008; Vare, 2018, Brundiers et al., 2021). Dies ist nicht nur instrumentell im Sinne einer Befähigung zur Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung zu verstehen, sondern dient gleichzeitig der Persönlichkeitsentwicklung der Lernenden und einer Verbesserung der Lehre. Mitgestaltung bedeutet dabei nicht nur individuelles Alltagshandeln, sondern auch politisches Handeln im Sinne der politischen Bildung. Partizipation ist als Ziel und Methode von BNE bei der Hochschullehre und beim WIA ein wesentlicher Aspekt. Hochschullehrkräfte müssen selbst BNE-Kompetenzen aufbauen und darüber hinaus in der Lage sein, solche Kompetenzen bei den Studentinnen und Studenten zu fördern (z.B. Hemmer et al., 2024).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== FAQ zur Umsetzung von BNE in der Hochschullehre ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Sind Nachhaltigkeit und BNE normativ motiviert?&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nachhaltigkeit ist, wie auch Demokratie, im Kern normativ (Potthast, 2019) und z.B. durch den Grundsatz der Generationengerechtigkeit ethisch begründet, oder, wie im Fall globaler Nachhaltigkeitsziele, das Ergebnis politischer Aushandlungsprozesse und wissenschaftlicher Erkenntnisse. Der Entstehungsprozess von Nachhaltigkeits- und BNE-Inhalten sollte daher transparent gemacht werden. Lehrende sind persönlich nicht zur Neutralität verpflichtet. Kontroverse Sachverhalte sollten aber in der Lehre kontrovers dargestellt werden. Studierende dürfen nicht indoktriniert und zur unreflektierten Normenerfüllung angeleitet werden. BNE umfasst daher eine Förderung von Bewertungskompetenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Kann BNE nur interdisziplinär oder transdisziplinär erfolgen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
BNE kann und soll auch disziplinär erfolgen. Die Klärung der disziplinären Zugänge ist sogar besonders wichtig, um sinnvoll interdisziplinär oder transdisziplinär in Kooperation mit Akteur:innen aus der Praxis an Fragestellungen zu arbeiten.&lt;br /&gt;
Sollen Nachhaltigkeit und BNE in einer Veranstaltung, einem Modul oder in einem Studiengang umgesetzt werden?&lt;br /&gt;
Grundsätzlich sind alle Ansätze sinnvoll. Einzelne Nachhaltigkeitsaktionen oder -wochen können Interesse wecken. Module mit z.B. einer (B)NE-Ringvorlesung und (B)NE-Zertifikate sind wichtige Einstiege und bieten den interessierten Studierenden Lehrangebote im Wahl- und Wahlpflichtbereich. Die letztliche Zielsetzung ist, dass BNE in allen Fachstudiengängen pflichtmäßig integriert werden soll, wobei das Niveau und der Integrationsgrad sehr unterschiedlich ausfallen können. Daneben sind inter- und transdisziplinäre und internationale (z.B. HRK, 2025) Angebote bedeutsam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Was ist für die Integration von BNE wichtig? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Sie erfordert einerseits die entsprechenden Rahmenbedingungen (Leitbild Lehre, Aufnahme in die Curricula, Absprache zwischen Lehrenden, um Doppelungen zu vermeiden) und andererseits eine Fortbildung der Hochschullehrenden (Professor:innen, Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen und Lehrbeauftragte) und Multiplikator:innen (für Lehrentwicklung, Hochschuldidaktik etc.). Nicht zuletzt ist ein Netzwerk als Plattform hilfreich, um z.B. Good Practices auszutauschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Welche Kompetenzen sollen besonders gefördert werden? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Es gibt besondere Kompetenzmodelle für BNE, auch für die Hochschullehre (z.B. Vare, 2018, Brundiers et al.,2021). Eine Übersicht bietet die Plattform [https://netzwerk-lena.org/bne-lehre-konkret/kompetenzen/ BNE Lehre konkret]. Hinzu tritt das [https://publications.jrc.ec.europa.eu/repository/handle/JRC128040 GreenComp], der europäische Kompetenzrahmen für Nachhaltigkeit. Die Modelle haben weitgehende Überschneidungen untereinander. Es gibt aber auch Überschneidungen mit Fachkompetenzen, z.B. bezüglich des systemischen Denkens. Es empfiehlt sich eine bewusste Auswahl der Modelle und der Kompetenzen, die im Rahmen der eigenen Lehre besonders gefördert werden können und sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Wie kann man BNE-Kompetenzen fördern? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Eine Kompetenzförderung erfolgt durch gezielte Auswahl von geeigneten Inhalten und Methoden sowie Medien. Vorausschauendes, zukunftsorientiertes Denken erfordert inhaltlich einen Prozess, wie z.B. nachhaltige Stadtentwicklung. Methodisch lässt sich hier z.B. mit Szenarien oder Zukünftelaboren arbeiten. Relevant ist die inhaltliche und methodische Entwicklung dieser BNE-Kompetenzen entlang fachlicher und allgemeiner akademischer Kompetenzen (Brundiers et al., 2021). Einige Kompetenzen, wie etwa kritisches Denken, werden in einigen Fächern bereits durch gute wissenschaftliche Praxis im Studium gefördert. Gestaltungsbezogene Kompetenzen hingegen bedürfen je nach bisheriger Ausrichtung ggf. neuer, innovativer analoger oder digitaler Lehr-Lernformate und auch Prüfungsformate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Ich behandele in der Lehre bereits Nachhaltigkeitsthemen. Muss ich dabei etwas anders machen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nahezu alle Nachhaltigkeitsthemen sind in den Fächern bereits im Fachcurriculum verankert, wie z.B. Energie im Fach Physik, Klima im Fach Geographie oder Armut im Fach Soziologie. Sie werden allerdings dort häufig einseitig fachspezifisch behandelt. Hier wäre anzustreben, dass möglichst viele Nachhaltigkeitsdimensionen (ökologische, soziale, ökonomisch; globale Gerechtigkeit und Generationengerechtigkeit) thematisiert und geeignete Methoden zur Kompetenzförderung ausgewählt werden. Dabei ist es häufig sinnvoll, sich bei der Thematisierung von Prozessen oder Maßnahmen auch mit Zielkonflikten zwischen den Dimensionen auseinanderzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Meine Lehre umfasst keine Nachhaltigkeitsthemen. Kann ich trotzdem BNE-orientierte Lehre anbieten? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Ja, es gilt die entsprechenden Anknüpfungspunkte zwischen eigenen Fachinhalten und Nachhaltigkeit, also die jeweiligen fachlichen Zugänge, zu finden. Dabei ist zu prüfen, welche Nachhaltigkeitsdimensionen oder -aspekte ich auf meine eigenen Inhalte anwenden kann und mit welchen Methoden ich spezifische Kompetenzen fördern kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Reicht es aus, wenn ich nur auf die Kompetenzförderung achte, ohne inhaltliche Bezüge zur Nachhaltigkeit bzw. Nachhaltigkeitsdimensionen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nein, aufgrund der Überschneidung mit Fachkompetenzen und anderen übergreifenden Kompetenzkonzepten würde man hier von kompetenzorientierter Hochschullehre und nicht von BNE sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Auf welche Hindernisse im Kontext Hochschule kann ich als Lehrende:r stoßen, wenn ich BNE umsetzen will? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die o.g. Ansprüche von BNE geraten nicht selten in Konflikt mit festgelegten Strukturen, Verantwortlichkeiten und Fächergrenzen. Häufig fehlen Anreize, insbesondere bei der Entwicklung akademischer Karrieren. BNE wird als Add-on wahrgenommen, nicht als integrativer Bestandteil und Qualitätsentwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Welche günstigen Bedingungen können mir helfen, BNE umzusetzen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nachhaltigkeit und manchmal auch explizit BNE ist inzwischen in den Hochschulgesetzen der Länder verankert und viele Hochschulen verfolgen eine Nachhaltigkeitsstrategie oder ein Nachhaltigkeitsgesamtkonzept. Auf beides kann man sich berufen und daran anknüpfen. Es gibt eine Reihe von Fördermöglichkeiten für Transformation, auch in der Lehre. BNE-Fortbildungen für Hochschullehrende sind hilfreich (Hemmer et al., 2024). Ebenso die Kooperation mit Studierenden und Kolleg:innen an der eigenen Hochschule und in Netzwerken, insbesondere wenn sich bereits studentische Initiativen für das Thema einsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hilfreiche Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://wiki.dg-hochn.de/images/4/4c/Hoch-n-leitfaden-lehre-2020-neu.pdf &#039;&#039;&#039;HochN Leitfaden für das Handlungsfeld Lehre&#039;&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;DG HochN-Wiki:&#039;&#039;&#039; [[Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre|BNE-Einstieg]], [[Beispielsammlung für innovative Lehrformate (BNE)|INNO4BNE-Seiten]]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;LeNa Plattform&#039;&#039;&#039; [https://netzwerk-lena.org/bne-lehre-konkret/ BNE Lehre Konkret]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;netzwerk n:&#039;&#039;&#039; [https://www.netzwerk-n.org/angebote/good-practice-sammlung/ Good Practice Sammlung]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;AG Nachhaltigkeit an Brandenburger Hochschulen – Fortbildung BNE in der Hochschullehre:&#039;&#039;&#039; [https://nachhaltigkeit-an-brandenburger-hochschulen.de/gute-praxis/materialien/ Praxisbeispiele]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Eichstätt – Fortbildung BNE in der Hochschullehre&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.ku.de/fileadmin/150305/Forschung/FOLE_BNE/Abschlussbericht_FOLE-BNE_Bay_2021-10-27_final.pdf&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;BNE-Zentrum Heidelberg&#039;&#039;&#039; – [https://www.ph-heidelberg.de/hochschule/organisation/wissenschaftliche-einrichtungen/heidelberger-zentrum-bildung-fuer-nachhaltige-entwicklung.html Fortbildung BNE in der Hochschullehre]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;DG Hochn Podcast&#039;&#039;&#039; zu [https://wissenschaftspodcasts.de/podcasts/re-nachhaltige-hochschulen/die-rolle-von-bildung-fuer-nachhaltige-entwicklung-als-werkzeug-auf-dem-transformationspfad_9259558/ BNE in der Hochschule mit Leonie Bellina]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Nationale Aktionsplattform BNE:&#039;&#039;&#039; [https://www.bne-portal.de/bne/de/nationaler-aktionsplan/nationaler-aktionsplan_node.html NAP] und [https://www.bne-portal.de/bne/de/infothek/infothek_node.html Infothek]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[https://sustainicum.at/ Allianz nachhaltiger Universitäten in Österreich]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;UNESCO-Aktivitäten:&#039;&#039;&#039; [https://www.unesco.org/en/unitwin/about UNESCO-Chairs und UNITWIN-Network]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
* Bellina, L., Tegeler, M.K., Müller-Christ, G. &amp;amp; Potthast, T. (2020). &#039;&#039;Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre. BMBF-Projekt Nachhaltigkeit an Hochschulen: entwickeln – vernetzen –berichten (HOCHN)&#039;&#039;. https://wiki.dg-hochn.de/images/4/4c/Hoch-n-leitfaden-lehre-2020-neu.pdf&lt;br /&gt;
* Brundiers, K. et al. (2021). Key competencies in sustainability in higher education—toward an agreed-upon reference framework. &#039;&#039;Sustainability science, 16&#039;&#039;(1), 13-29.&lt;br /&gt;
* Bundesregierung (2025). &#039;&#039;Transformation gemeinsam gerecht gestalten. Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie Weiterentwicklung 2025.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* https://www.bundesregierung.de/rource/blob/975228/2335292/3962877378d74837d4f4c611749b6172/2025-05-13-dns-2025-data.pdf?download=1&lt;br /&gt;
* De Haan, G. (2008). Gestaltungskompetenz als Kompetenzkonzept für Bildung für nachhaltige Entwicklung. In I. Bormann &amp;amp; G. De Haan (Hrsg.), &#039;&#039;Kompetenzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Operationalisierung, Messung, Rahmenbedingungen, Befunde&#039;&#039; (S. 23–43). VS- Verlag.&lt;br /&gt;
* Hemmer, I., Koch, Chr. &amp;amp; Peitz, A. (2024). ESD training for university teachers: which is more effective, the face-to-face or digital format? Results of an intervention study. International Journal of Sustainability in Higher Education, 17(8), 1732-1750. https://doi.org/10.1108/IJSHE-05-2023-0178&lt;br /&gt;
* Holst, J., Grund, J. &amp;amp; Brock, A. (2024). Whole Institution Approach: measurable and highly effective in empowering learners and educators for sustainability. &#039;&#039;Sustainability Science, 19,&#039;&#039; 1359–1376. https://doi.org/10.1007/s11625-024-01506-5&lt;br /&gt;
* HRK (Hochschulrektorenkonferenz) (2025). &#039;&#039;Kulturen der Nachhaltigkeit – Hochschulen als Zukunftswerkstätten der nachhaltigen Entwicklung stärken. Empfehlung der 41. Mitgliederversammlung der HRK am 4.11.2025 in Osnabrück. &#039;&#039;https://www.hrk.de/positionen/beschluss/detail/kulturen-der-nachhaltigkeit-hochschulen-als-zukunftswerkstaetten-der-nachhaltigen-entwicklung-staerk/&lt;br /&gt;
* NAP (Nationale Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung) (Hg.) (2017). &#039;&#039;Nationaler Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung. &#039;&#039;https://www.bne-portal.de/bne/de/nationaler-aktionsplan/nationaler-aktionsplan&lt;br /&gt;
* Potthast, T. (2019). Berufsethos für Lehrerinnen und Lehrer, Ethik in den Wissenschaften und die Frage der Werte-Orientierung – kritische Überlegungen. In C. Colin, M. Drahmann &amp;amp; F. Oser (Hrsg.), &#039;&#039;Ethos: Interdisziplinäre Perspektiven auf den Lehrerinnen- und Lehrerberuf. In Memoriam Martin Drahmann&#039;&#039; (S. 143-151). Waxmann.&lt;br /&gt;
* Potthast, T., Bellina, L., Müller-Christ, G. &amp;amp; Tegeler, M. (2024). Bildung für Nachhaltige Entwicklung an Hochschulen. In M. Rieckmann, B. Giesenbauer, B. Nölting, T. Potthast &amp;amp; C. T. Schmitt (Hrsg.), &#039;&#039;Nachhaltige Entwicklung von Hochschulen: Erkenntnisse und Perspektiven zur gesamtinstitutionellen Transformation&#039;&#039; (S. 37–58). Verlag Barbara Budrich. https://doi.org/10.2307/jj.11786269.5&lt;br /&gt;
* UNESCO (United Nations Educational Scientific and Cultural Organization) (2020). &#039;&#039;ESD for 2030. Education for Sustainable Development: a Roadmap.&#039;&#039; https://unesdoc.unesco.org/ark:/48223/pf0000374802&lt;br /&gt;
* UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization) (2021). &#039;&#039;Bildung für nachhaltige Entwicklung: eine Roadmap.&#039;&#039; https://unesdoc.unesco.org/ark:/48223/pf0000379488&lt;br /&gt;
* Vare, P. (2018).  A Rounder Sense of Purpose: developing and assessing competences for educators of sustainable development. &#039;&#039;Form@re, 18&#039;&#039;(2), 164-173. DOI: 10.13128/formare-23712&lt;br /&gt;
* Vogt, M., Lütke-Spatz, L. &amp;amp; Weber, Ch. (2024). Auf dem Weg zu einem Nachhaltigkeitsverständnis im Kontext von Hochschulen. In M. Rieckmann, B. Giesenbauer, B. Nölting, T. Potthast &amp;amp; C. T. Schmitt (Hrsg.), &#039;&#039;Nachhaltige Entwicklung von Hochschulen: Erkenntnisse und Perspektiven zur gesamtinstitutionellen Transformation&#039;&#039; (S. 17-36). Verlag Barbara Budrich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zitationshinweis und Autor:innen ===&lt;br /&gt;
Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (2025). &#039;&#039;Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre – Empfehlungen der DG HochN.&#039;&#039; DG HochN. https://wiki.dg-hochn.de/wiki/BNE_Empfehlungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Entwicklung dieses Papiers waren beteiligt: Geschäftsführung und Vorstand der DG HochN (Bror Giesenbauer, Ingrid Hemmer (Moderation), Magdalène Lévy-Toedter, Georg Müller-Christ, Remmer Sassen, Eva Schäfer) sowie Klaus Fischer, Daria Humburg, Jennifer Krah und Marina Schmitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fußnoten===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Lehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=BNE_Empfehlungen&amp;diff=25832</id>
		<title>BNE Empfehlungen</title>
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		<updated>2025-11-20T11:40:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die DG HochN hat 2025 Empfehlungen und ein Konzeptverständnis für [[Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre|Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)]] in der Hochschullehre veröffentlicht, das im Folgenden vorgestellt wird. Weitere Konzeptverständnisse von BNE sind [[Konzeptverständnis von BNE|hier im Wiki]] aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre – Empfehlungen der DG HochN== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DG HochN 2025 - BNE-Empfehlungen.pdf|BNE-Empfehlungen der DG HochN (2025) zum Download (PDF)|mini|link=https://wiki.dg-hochn.de/images/9/93/DG_HochN_2025_-_BNE-Empfehlungen.pdf|alt=BNE-Empfehlungen der DG HochN (PDF)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nachhaltigkeitsziel 4.7 der Vereinten Nationen fordert, dass alle Lernenden das notwendige Wissen und die Fähigkeiten erwerben sollen, um Nachhaltige Entwicklung durch BNE voranzutreiben. Der Nationale Aktionsplan (NAP, 2017, S. 62) setzt die Verankerung von BNE/Nachhaltigkeit in die Curricula aller Studiengänge als Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns intensiv mit der Frage beschäftigt, was BNE für die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (DG HochN) bedeutet. Dabei wurde deutlich, wie schwierig es ist, alle Facetten und die Dynamik des Themas in wenigen Sätzen zu erfassen. Wir teilen nun unseren Diskussionsstand und unsere Empfehlungen zu diesem Thema. Rückmeldungen sind willkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier vorliegenden Empfehlungen sollen Hochschulen und Lehrende dabei unterstützen, BNE in die Lehre zu integrieren. Für die Umsetzung dieser Ziele ist es wichtig, zunächst das BNE-Verständnis zu klären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===BNE-Verständnis===&lt;br /&gt;
Die DG HochN orientiert sich am BNE-Verständnis der UNESCO. Es operationalisiert wichtige BNE-Merkmale und ist darum gut geeignet, die Analyse und Konzeption von Lernangeboten zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;“&#039;&#039;ESD empowers learners with knowledge, skills, values and attitudes to take informed decisions and make responsible actions for environmental integrity, economic viability and a just society empowering people of all genders, for present and future generations, while respecting cultural diversity. ESD is a lifelong learning process and an integral part of quality education that enhances cognitive, social and emotional and behavioural dimensions of learning. It is holistic and transformational and encompasses learning content and outcomes, pedagogy and the learning environment itself&#039;&#039;” (UNESCO, 2020, S. 8)&amp;lt;ref&amp;gt;Die deutsche Übersetzung der UNESCO (2021, S. 8) lautet:&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;„BNE versetzt Lernende durch die Vermittlung von Wissen, Fähigkeiten, Werten und Haltungen in die Lage, fundierte Entscheidungen zu treffen und verantwortungsbewusst zum Schutz der Umwelt zu handeln sowie für Wirtschaftlichkeit und eine gerechte Gesellschaft einzustehen, die Menschen aller Geschlechteridentitäten sowie heutiger und zukünftiger Generationen stärkt und gleichzeitig ihre kulturelle Vielfalt respektiert. BNE ist ein lebenslanger Lernprozess und integraler Bestandteil einer qualitativ hochwertigen Bildung, welche die kognitiven, sozialen und emotionalen sowie verhaltensbezogenen Dimensionen des Lernens stärkt. Sie ist ganzheitlich und transformativ und umfasst sowohl Lerninhalte als auch Ergebnisse, die pädagogischen Ansätze und Methoden sowie die Lern- und Lehrumgebung selbst.“&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im englischsprachigen Originaltext wird durch das Verb „empower“ die Stärkung und Selbstbestimmung der Lernenden klarer hervorgehoben, was unserem BNE-Verständnis entspricht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesem BNE-Verständnis liegt ein integriertes Nachhaltigkeitsverständnis zugrunde, das sowohl die drei Dimensionen (nicht Säulen!) ökologisch, ökonomisch und sozial als auch die globale und die Generationengerechtigkeit einschließt und das nahe am Nachhaltigkeitsverständnis des Verbundprojektes HochN (Vogt, Lütke-Spatz &amp;amp; Weber, 2024) sowie der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (Bundesregierung, 2025) liegt, wobei die Wechselwirkungen und Zielkonflikte zwischen den Dimensionen zu beachten sind. BNE führt somit Anliegen von Umweltbildung und Globalem Lernen zusammen. Das o.g. BNE-Verständnis macht gleichzeitig deutlich, dass BNE weit über die Vermittlung von Wissen über Nachhaltigkeitsthemen hinausgeht. Eine BNE-orientierte Hochschullehre erfordert vielmehr eine BNE-Didaktik (Bellina et al., 2020), die als Kernelemente u.a. Kompetenzen, Inhalte, Methoden/Medien sowie Evaluationen umfasst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Whole Institution Approach]] (WIA), bei dem sich neben der Lehre auch die anderen Handlungsfelder einer Hochschule, wie Governance, Forschung, Betrieb, Transfer und studentisches Engagement an Nachhaltigkeit orientieren, ist eine geeignete und wirksame Lehr- und Lernumgebung für BNE (Holst et al., 2024). BNE zielt unter anderem darauf ab, Lernende zu befähigen, an der Transformation in Richtung einer nachhaltigen Gesellschaft mitzugestalten (Gestaltungskompetenz; de Haan, 2008; Vare, 2018, Brundiers et al., 2021). Dies ist nicht nur instrumentell im Sinne einer Befähigung zur Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung zu verstehen, sondern dient gleichzeitig der Persönlichkeitsentwicklung der Lernenden und einer Verbesserung der Lehre. Mitgestaltung bedeutet dabei nicht nur individuelles Alltagshandeln, sondern auch politisches Handeln im Sinne der politischen Bildung. Partizipation ist als Ziel und Methode von BNE bei der Hochschullehre und beim WIA ein wesentlicher Aspekt. Hochschullehrkräfte müssen selbst BNE-Kompetenzen aufbauen und darüber hinaus in der Lage sein, solche Kompetenzen bei den Studentinnen und Studenten zu fördern (z.B. Hemmer et al., 2024).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== FAQ zur Umsetzung von BNE in der Hochschullehre ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Sind Nachhaltigkeit und BNE normativ motiviert?&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nachhaltigkeit ist, wie auch Demokratie, im Kern normativ (Potthast, 2019) und z.B. durch den Grundsatz der Generationengerechtigkeit ethisch begründet, oder, wie im Fall globaler Nachhaltigkeitsziele, das Ergebnis politischer Aushandlungsprozesse und wissenschaftlicher Erkenntnisse. Der Entstehungsprozess von Nachhaltigkeits- und BNE-Inhalten sollte daher transparent gemacht werden. Lehrende sind persönlich nicht zur Neutralität verpflichtet. Kontroverse Sachverhalte sollten aber in der Lehre kontrovers dargestellt werden. Studierende dürfen nicht indoktriniert und zur unreflektierten Normenerfüllung angeleitet werden. BNE umfasst daher eine Förderung von Bewertungskompetenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Kann BNE nur interdisziplinär oder transdisziplinär erfolgen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
BNE kann und soll auch disziplinär erfolgen. Die Klärung der disziplinären Zugänge ist sogar besonders wichtig, um sinnvoll interdisziplinär oder transdisziplinär in Kooperation mit Akteur:innen aus der Praxis an Fragestellungen zu arbeiten.&lt;br /&gt;
Sollen Nachhaltigkeit und BNE in einer Veranstaltung, einem Modul oder in einem Studiengang umgesetzt werden?&lt;br /&gt;
Grundsätzlich sind alle Ansätze sinnvoll. Einzelne Nachhaltigkeitsaktionen oder -wochen können Interesse wecken. Module mit z.B. einer (B)NE-Ringvorlesung und (B)NE-Zertifikate sind wichtige Einstiege und bieten den interessierten Studierenden Lehrangebote im Wahl- und Wahlpflichtbereich. Die letztliche Zielsetzung ist, dass BNE in allen Fachstudiengängen pflichtmäßig integriert werden soll, wobei das Niveau und der Integrationsgrad sehr unterschiedlich ausfallen können. Daneben sind inter- und transdisziplinäre und internationale (z.B. HRK, 2025) Angebote bedeutsam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Was ist für die Integration von BNE wichtig? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Sie erfordert einerseits die entsprechenden Rahmenbedingungen (Leitbild Lehre, Aufnahme in die Curricula, Absprache zwischen Lehrenden, um Doppelungen zu vermeiden) und andererseits eine Fortbildung der Hochschullehrenden (Professor:innen, Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen und Lehrbeauftragte) und Multiplikator:innen (für Lehrentwicklung, Hochschuldidaktik etc.). Nicht zuletzt ist ein Netzwerk als Plattform hilfreich, um z.B. Good Practices auszutauschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Welche Kompetenzen sollen besonders gefördert werden? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Es gibt besondere Kompetenzmodelle für BNE, auch für die Hochschullehre (z.B. Vare, 2018, Brundiers et al.,2021). Eine Übersicht bietet die Plattform [https://netzwerk-lena.org/bne-lehre-konkret/kompetenzen/ BNE Lehre konkret]. Hinzu tritt das [https://publications.jrc.ec.europa.eu/repository/handle/JRC128040 GreenComp], der europäische Kompetenzrahmen für Nachhaltigkeit. Die Modelle haben weitgehende Überschneidungen untereinander. Es gibt aber auch Überschneidungen mit Fachkompetenzen, z.B. bezüglich des systemischen Denkens. Es empfiehlt sich eine bewusste Auswahl der Modelle und der Kompetenzen, die im Rahmen der eigenen Lehre besonders gefördert werden können und sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Wie kann man BNE-Kompetenzen fördern? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Eine Kompetenzförderung erfolgt durch gezielte Auswahl von geeigneten Inhalten und Methoden sowie Medien. Vorausschauendes, zukunftsorientiertes Denken erfordert inhaltlich einen Prozess, wie z.B. nachhaltige Stadtentwicklung. Methodisch lässt sich hier z.B. mit Szenarien oder Zukünftelaboren arbeiten. Relevant ist die inhaltliche und methodische Entwicklung dieser BNE-Kompetenzen entlang fachlicher und allgemeiner akademischer Kompetenzen (Brundiers et al., 2021). Einige Kompetenzen, wie etwa kritisches Denken, werden in einigen Fächern bereits durch gute wissenschaftliche Praxis im Studium gefördert. Gestaltungsbezogene Kompetenzen hingegen bedürfen je nach bisheriger Ausrichtung ggf. neuer, innovativer analoger oder digitaler Lehr-Lernformate und auch Prüfungsformate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Ich behandele in der Lehre bereits Nachhaltigkeitsthemen. Muss ich dabei etwas anders machen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nahezu alle Nachhaltigkeitsthemen sind in den Fächern bereits im Fachcurriculum verankert, wie z.B. Energie im Fach Physik, Klima im Fach Geographie oder Armut im Fach Soziologie. Sie werden allerdings dort häufig einseitig fachspezifisch behandelt. Hier wäre anzustreben, dass möglichst viele Nachhaltigkeitsdimensionen (ökologische, soziale, ökonomisch; globale Gerechtigkeit und Generationengerechtigkeit) thematisiert und geeignete Methoden zur Kompetenzförderung ausgewählt werden. Dabei ist es häufig sinnvoll, sich bei der Thematisierung von Prozessen oder Maßnahmen auch mit Zielkonflikten zwischen den Dimensionen auseinanderzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Meine Lehre umfasst keine Nachhaltigkeitsthemen. Kann ich trotzdem BNE-orientierte Lehre anbieten? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Ja, es gilt die entsprechenden Anknüpfungspunkte zwischen eigenen Fachinhalten und Nachhaltigkeit, also die jeweiligen fachlichen Zugänge, zu finden. Dabei ist zu prüfen, welche Nachhaltigkeitsdimensionen oder -aspekte ich auf meine eigenen Inhalte anwenden kann und mit welchen Methoden ich spezifische Kompetenzen fördern kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Reicht es aus, wenn ich nur auf die Kompetenzförderung achte, ohne inhaltliche Bezüge zur Nachhaltigkeit bzw. Nachhaltigkeitsdimensionen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nein, aufgrund der Überschneidung mit Fachkompetenzen und anderen übergreifenden Kompetenzkonzepten würde man hier von kompetenzorientierter Hochschullehre und nicht von BNE sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Auf welche Hindernisse im Kontext Hochschule kann ich als Lehrende:r stoßen, wenn ich BNE umsetzen will? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die o.g. Ansprüche von BNE geraten nicht selten in Konflikt mit festgelegten Strukturen, Verantwortlichkeiten und Fächergrenzen. Häufig fehlen Anreize, insbesondere bei der Entwicklung akademischer Karrieren. BNE wird als Add-on wahrgenommen, nicht als integrativer Bestandteil und Qualitätsentwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Welche günstigen Bedingungen können mir helfen, BNE umzusetzen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nachhaltigkeit und manchmal auch explizit BNE ist inzwischen in den Hochschulgesetzen der Länder verankert und viele Hochschulen verfolgen eine Nachhaltigkeitsstrategie oder ein Nachhaltigkeitsgesamtkonzept. Auf beides kann man sich berufen und daran anknüpfen. Es gibt eine Reihe von Fördermöglichkeiten für Transformation, auch in der Lehre. BNE-Fortbildungen für Hochschullehrende sind hilfreich (Hemmer et al., 2024). Ebenso die Kooperation mit Studierenden und Kolleg:innen an der eigenen Hochschule und in Netzwerken, insbesondere wenn sich bereits studentische Initiativen für das Thema einsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hilfreiche Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://wiki.dg-hochn.de/images/4/4c/Hoch-n-leitfaden-lehre-2020-neu.pdf &#039;&#039;&#039;HochN Leitfaden für das Handlungsfeld Lehre&#039;&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;DG HochN-Wiki:&#039;&#039;&#039; [[Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre|BNE-Einstieg]], [[Beispielsammlung für innovative Lehrformate (BNE)|INNO4BNE-Seiten]]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;LeNa Plattform&#039;&#039;&#039; [https://netzwerk-lena.org/bne-lehre-konkret/ BNE Lehre Konkret]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;netzwerk n:&#039;&#039;&#039; [https://www.netzwerk-n.org/angebote/good-practice-sammlung/ Good Practice Sammlung]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;AG Nachhaltigkeit an Brandenburger Hochschulen – Fortbildung BNE in der Hochschullehre:&#039;&#039;&#039; [https://nachhaltigkeit-an-brandenburger-hochschulen.de/gute-praxis/materialien/ Praxisbeispiele]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Eichstätt – Fortbildung BNE in der Hochschullehre&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.ku.de/fileadmin/150305/Forschung/FOLE_BNE/Abschlussbericht_FOLE-BNE_Bay_2021-10-27_final.pdf&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;BNE-Zentrum Heidelberg&#039;&#039;&#039; – [https://www.ph-heidelberg.de/hochschule/organisation/wissenschaftliche-einrichtungen/heidelberger-zentrum-bildung-fuer-nachhaltige-entwicklung.html Fortbildung BNE in der Hochschullehre]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;DG Hochn Podcast&#039;&#039;&#039; zu [https://wissenschaftspodcasts.de/podcasts/re-nachhaltige-hochschulen/die-rolle-von-bildung-fuer-nachhaltige-entwicklung-als-werkzeug-auf-dem-transformationspfad_9259558/ BNE in der Hochschule mit Leonie Bellina]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Nationale Aktionsplattform BNE:&#039;&#039;&#039; [https://www.bne-portal.de/bne/de/nationaler-aktionsplan/nationaler-aktionsplan_node.html NAP] und [https://www.bne-portal.de/bne/de/infothek/infothek_node.html Infothek]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[https://sustainicum.at/ Allianz nachhaltiger Universitäten in Österreich]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;UNESCO-Aktivitäten:&#039;&#039;&#039; [https://www.unesco.org/en/unitwin/about UNESCO-Chairs und UNITWIN-Network]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
* Bellina, L., Tegeler, M.K., Müller-Christ, G. &amp;amp; Potthast, T. (2020). &#039;&#039;Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre. BMBF-Projekt Nachhaltigkeit an Hochschulen: entwickeln – vernetzen –berichten (HOCHN)&#039;&#039;. https://wiki.dg-hochn.de/images/4/4c/Hoch-n-leitfaden-lehre-2020-neu.pdf&lt;br /&gt;
* Brundiers, K. et al. (2021). Key competencies in sustainability in higher education—toward an agreed-upon reference framework. &#039;&#039;Sustainability science, 16&#039;&#039;(1), 13-29.&lt;br /&gt;
* Bundesregierung (2025). &#039;&#039;Transformation gemeinsam gerecht gestalten. Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie Weiterentwicklung 2025.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* https://www.bundesregierung.de/rource/blob/975228/2335292/3962877378d74837d4f4c611749b6172/2025-05-13-dns-2025-data.pdf?download=1&lt;br /&gt;
* De Haan, G. (2008). Gestaltungskompetenz als Kompetenzkonzept für Bildung für nachhaltige Entwicklung. In I. Bormann &amp;amp; G. De Haan (Hg.). &#039;&#039;Kompetenzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Operationalisierung, Messung, Rahmenbedingungen, Befunde&#039;&#039; (S. 23–43). VS- Verlag.&lt;br /&gt;
* Hemmer, I., Koch, Chr. &amp;amp; Peitz, A. (2024). ESD training for university teachers: which is more effective, the face-to-face or digital format? Results of an intervention study. International Journal of Sustainability in Higher Education, 17(8), 1732-1750. https://doi.org/10.1108/IJSHE-05-2023-0178&lt;br /&gt;
* Holst, J., Grund, J. &amp;amp; Brock, A. (2024). Whole Institution Approach: measurable and highly effective in empowering learners and educators for sustainability. &#039;&#039;Sustainability Science, 19,&#039;&#039; 1359–1376. https://doi.org/10.1007/s11625-024-01506-5&lt;br /&gt;
* HRK (Hochschulrektorenkonferenz) (2025). &#039;&#039;Kulturen der Nachhaltigkeit – Hochschulen als Zukunftswerkstätten der nachhaltigen Entwicklung stärken. Empfehlung der 41. Mitgliederversammlung der HRK am 4.11.2025 in Osnabrück. &#039;&#039;https://www.hrk.de/positionen/beschluss/detail/kulturen-der-nachhaltigkeit-hochschulen-als-zukunftswerkstaetten-der-nachhaltigen-entwicklung-staerk/&lt;br /&gt;
* NAP (Nationale Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung) (Hg.) (2017). &#039;&#039;Nationaler Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung. &#039;&#039;https://www.bne-portal.de/bne/de/nationaler-aktionsplan/nationaler-aktionsplan _node.html&lt;br /&gt;
* Potthast, T. (2019). Berufsethos für Lehrerinnen und Lehrer, Ethik in den Wissenschaften und die Frage der Werte-Orientierung – kritische Überlegungen. In C. Colin, M. Drahmann &amp;amp; F. Oser (Hg.), &#039;&#039;Ethos: Interdisziplinäre Perspektiven auf den Lehrerinnen- und Lehrerberuf. In Memoriam Martin Drahmann&#039;&#039; (S. 143-151). Waxmann.&lt;br /&gt;
* Potthast, T., Bellina, L., Müller-Christ, G. &amp;amp; Tegeler, M. (2024). Bildung für Nachhaltige Entwicklung an Hochschulen. In M. Rieckmann, B. Giesenbauer, B. Nölting, T. Potthast &amp;amp; C. T. Schmitt (Hrsg.), &#039;&#039;Schriftenreihe &amp;quot;Ökologie und Erziehungswissenschaft&amp;quot; der Kommission Bildung für nachhaltige Entwicklung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE). Nachhaltige Entwicklung von Hochschulen: Erkenntnisse und Perspektiven zur gesamtinstitutionellen Transformation&#039;&#039; (1st, S. 37–58). Verlag Barbara Budrich. https://doi.org/10.2307/jj.11786269.5&lt;br /&gt;
* UNESCO (United Nations Educational Scientific and Cultural Organization) (2020). &#039;&#039;ESD for 2030. Education for Sustainable Development: a Roadmap.&#039;&#039; https://unesdoc.unesco.org/ark:/48223/pf0000374802&lt;br /&gt;
* UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization) (2021). &#039;&#039;Bildung für nachhaltige Entwicklung: eine Roadmap.&#039;&#039; https://unesdoc.unesco.org/ark:/48223/pf0000379488&lt;br /&gt;
* Vare, P. (2018).  A Rounder Sense of Purpose: developing and assessing competences for educators of sustainable development. In &#039;&#039;Form@re, 18&#039;&#039;(2), 164-173. DOI: 10.13128/formare-23712&lt;br /&gt;
* Vogt, M., Lütke-Spatz, L. &amp;amp; Weber, Ch. (2024). Auf dem Weg zu einem Nachhaltigkeitsverständnis im Kontext von Hochschulen. In M. Rieckmann et al. (Hg.)(2024). &#039;&#039;Nachhaltige Entwicklung von Hochschulen. Erkenntnisse und Perspektiven zur gesamtinstitutionellen Transformation. Schriftenreihen Ökologie und Erziehungswissenschaften der Kommission Bildung für nachhaltige Entwicklung der DGfE &#039;&#039;(S. 17-36). Verlag Barbara Budrich 2024, 17-36.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zitationshinweis und Autor:innen ===&lt;br /&gt;
Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (2025). &#039;&#039;Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre – Empfehlungen der DG HochN.&#039;&#039; DG HochN. https://wiki.dg-hochn.de/wiki/BNE_Empfehlungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Entwicklung dieses Papiers waren beteiligt: Geschäftsführung und Vorstand der DG HochN (Bror Giesenbauer, Ingrid Hemmer (Moderation), Magdalène Lévy-Toedter, Georg Müller-Christ, Remmer Sassen, Eva Schäfer) sowie Klaus Fischer, Daria Humburg, Jennifer Krah und Marina Schmitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fußnoten===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Lehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=BNE_Empfehlungen&amp;diff=25831</id>
		<title>BNE Empfehlungen</title>
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		<updated>2025-11-20T11:31:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BG: /* BNE-Verständnis */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die DG HochN hat 2025 Empfehlungen für [[Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre|Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)]] in der Hochschullehre veröffentlicht, die im Folgenden vorgestellt werden. Weitere Konzeptverständnisse von BNE sind [[Konzeptverständnis von BNE|hier im Wiki]] aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre – Empfehlungen der DG HochN== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DG HochN 2025 - BNE-Empfehlungen.pdf|BNE-Empfehlungen der DG HochN (2025) zum Download (PDF)|mini|link=https://wiki.dg-hochn.de/images/9/93/DG_HochN_2025_-_BNE-Empfehlungen.pdf|alt=BNE-Empfehlungen der DG HochN (PDF)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nachhaltigkeitsziel 4.7 der Vereinten Nationen fordert, dass alle Lernenden das notwendige Wissen und die Fähigkeiten erwerben sollen, um Nachhaltige Entwicklung durch BNE voranzutreiben. Der Nationale Aktionsplan (NAP, 2017, S. 62) setzt die Verankerung von BNE/Nachhaltigkeit in die Curricula aller Studiengänge als Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns intensiv mit der Frage beschäftigt, was BNE für die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (DG HochN) bedeutet. Dabei wurde deutlich, wie schwierig es ist, alle Facetten und die Dynamik des Themas in wenigen Sätzen zu erfassen. Wir teilen nun unseren Diskussionsstand und unsere Empfehlungen zu diesem Thema. Rückmeldungen sind willkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier vorliegenden Empfehlungen sollen Hochschulen und Lehrende dabei unterstützen, BNE in die Lehre zu integrieren. Für die Umsetzung dieser Ziele ist es wichtig, zunächst das BNE-Verständnis zu klären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===BNE-Verständnis===&lt;br /&gt;
Die DG HochN orientiert sich am BNE-Verständnis der UNESCO. Es operationalisiert wichtige BNE-Merkmale und ist darum gut geeignet, die Analyse und Konzeption von Lernangeboten zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;“&#039;&#039;ESD empowers learners with knowledge, skills, values and attitudes to take informed decisions and make responsible actions for environmental integrity, economic viability and a just society empowering people of all genders, for present and future generations, while respecting cultural diversity. ESD is a lifelong learning process and an integral part of quality education that enhances cognitive, social and emotional and behavioural dimensions of learning. It is holistic and transformational and encompasses learning content and outcomes, pedagogy and the learning environment itself&#039;&#039;” (UNESCO, 2020, S. 8)&amp;lt;ref&amp;gt;Die deutsche Übersetzung der UNESCO (2021, S. 8) lautet:&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;„BNE versetzt Lernende durch die Vermittlung von Wissen, Fähigkeiten, Werten und Haltungen in die Lage, fundierte Entscheidungen zu treffen und verantwortungsbewusst zum Schutz der Umwelt zu handeln sowie für Wirtschaftlichkeit und eine gerechte Gesellschaft einzustehen, die Menschen aller Geschlechteridentitäten sowie heutiger und zukünftiger Generationen stärkt und gleichzeitig ihre kulturelle Vielfalt respektiert. BNE ist ein lebenslanger Lernprozess und integraler Bestandteil einer qualitativ hochwertigen Bildung, welche die kognitiven, sozialen und emotionalen sowie verhaltensbezogenen Dimensionen des Lernens stärkt. Sie ist ganzheitlich und transformativ und umfasst sowohl Lerninhalte als auch Ergebnisse, die pädagogischen Ansätze und Methoden sowie die Lern- und Lehrumgebung selbst.“&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im englischsprachigen Originaltext wird durch das Verb „empower“ die Stärkung und Selbstbestimmung der Lernenden klarer hervorgehoben, was unserem BNE-Verständnis entspricht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesem BNE-Verständnis liegt ein integriertes Nachhaltigkeitsverständnis zugrunde, das sowohl die drei Dimensionen (nicht Säulen!) ökologisch, ökonomisch und sozial als auch die globale und die Generationengerechtigkeit einschließt und das nahe am Nachhaltigkeitsverständnis des Verbundprojektes HochN (Vogt, Lütke-Spatz &amp;amp; Weber, 2024) sowie der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (Bundesregierung, 2025) liegt, wobei die Wechselwirkungen und Zielkonflikte zwischen den Dimensionen zu beachten sind. BNE führt somit Anliegen von Umweltbildung und Globalem Lernen zusammen. Das o.g. BNE-Verständnis macht gleichzeitig deutlich, dass BNE weit über die Vermittlung von Wissen über Nachhaltigkeitsthemen hinausgeht. Eine BNE-orientierte Hochschullehre erfordert vielmehr eine BNE-Didaktik (Bellina et al., 2020), die als Kernelemente u.a. Kompetenzen, Inhalte, Methoden/Medien sowie Evaluationen umfasst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Whole Institution Approach]] (WIA), bei dem sich neben der Lehre auch die anderen Handlungsfelder einer Hochschule, wie Governance, Forschung, Betrieb, Transfer und studentisches Engagement an Nachhaltigkeit orientieren, ist eine geeignete und wirksame Lehr- und Lernumgebung für BNE (Holst et al., 2024). BNE zielt unter anderem darauf ab, Lernende zu befähigen, an der Transformation in Richtung einer nachhaltigen Gesellschaft mitzugestalten (Gestaltungskompetenz; de Haan, 2008; Vare, 2018, Brundiers et al., 2021). Dies ist nicht nur instrumentell im Sinne einer Befähigung zur Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung zu verstehen, sondern dient gleichzeitig der Persönlichkeitsentwicklung der Lernenden und einer Verbesserung der Lehre. Mitgestaltung bedeutet dabei nicht nur individuelles Alltagshandeln, sondern auch politisches Handeln im Sinne der politischen Bildung. Partizipation ist als Ziel und Methode von BNE bei der Hochschullehre und beim WIA ein wesentlicher Aspekt. Hochschullehrkräfte müssen selbst BNE-Kompetenzen aufbauen und darüber hinaus in der Lage sein, solche Kompetenzen bei den Studentinnen und Studenten zu fördern (z.B. Hemmer et al., 2024).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== FAQ zur Umsetzung von BNE in der Hochschullehre ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Sind Nachhaltigkeit und BNE normativ motiviert?&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nachhaltigkeit ist, wie auch Demokratie, im Kern normativ (Potthast, 2019) und z.B. durch den Grundsatz der Generationengerechtigkeit ethisch begründet, oder, wie im Fall globaler Nachhaltigkeitsziele, das Ergebnis politischer Aushandlungsprozesse und wissenschaftlicher Erkenntnisse. Der Entstehungsprozess von Nachhaltigkeits- und BNE-Inhalten sollte daher transparent gemacht werden. Lehrende sind persönlich nicht zur Neutralität verpflichtet. Kontroverse Sachverhalte sollten aber in der Lehre kontrovers dargestellt werden. Studierende dürfen nicht indoktriniert und zur unreflektierten Normenerfüllung angeleitet werden. BNE umfasst daher eine Förderung von Bewertungskompetenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Kann BNE nur interdisziplinär oder transdisziplinär erfolgen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
BNE kann und soll auch disziplinär erfolgen. Die Klärung der disziplinären Zugänge ist sogar besonders wichtig, um sinnvoll interdisziplinär oder transdisziplinär in Kooperation mit Akteur:innen aus der Praxis an Fragestellungen zu arbeiten.&lt;br /&gt;
Sollen Nachhaltigkeit und BNE in einer Veranstaltung, einem Modul oder in einem Studiengang umgesetzt werden?&lt;br /&gt;
Grundsätzlich sind alle Ansätze sinnvoll. Einzelne Nachhaltigkeitsaktionen oder -wochen können Interesse wecken. Module mit z.B. einer (B)NE-Ringvorlesung und (B)NE-Zertifikate sind wichtige Einstiege und bieten den interessierten Studierenden Lehrangebote im Wahl- und Wahlpflichtbereich. Die letztliche Zielsetzung ist, dass BNE in allen Fachstudiengängen pflichtmäßig integriert werden soll, wobei das Niveau und der Integrationsgrad sehr unterschiedlich ausfallen können. Daneben sind inter- und transdisziplinäre und internationale (z.B. HRK, 2025) Angebote bedeutsam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Was ist für die Integration von BNE wichtig? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Sie erfordert einerseits die entsprechenden Rahmenbedingungen (Leitbild Lehre, Aufnahme in die Curricula, Absprache zwischen Lehrenden, um Doppelungen zu vermeiden) und andererseits eine Fortbildung der Hochschullehrenden (Professor:innen, Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen und Lehrbeauftragte) und Multiplikator:innen (für Lehrentwicklung, Hochschuldidaktik etc.). Nicht zuletzt ist ein Netzwerk als Plattform hilfreich, um z.B. Good Practices auszutauschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Welche Kompetenzen sollen besonders gefördert werden? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Es gibt besondere Kompetenzmodelle für BNE, auch für die Hochschullehre (z.B. Vare, 2018, Brundiers et al.,2021). Eine Übersicht bietet die Plattform [https://netzwerk-lena.org/bne-lehre-konkret/kompetenzen/ BNE Lehre konkret]. Hinzu tritt das [https://publications.jrc.ec.europa.eu/repository/handle/JRC128040 GreenComp], der europäische Kompetenzrahmen für Nachhaltigkeit. Die Modelle haben weitgehende Überschneidungen untereinander. Es gibt aber auch Überschneidungen mit Fachkompetenzen, z.B. bezüglich des systemischen Denkens. Es empfiehlt sich eine bewusste Auswahl der Modelle und der Kompetenzen, die im Rahmen der eigenen Lehre besonders gefördert werden können und sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Wie kann man BNE-Kompetenzen fördern? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Eine Kompetenzförderung erfolgt durch gezielte Auswahl von geeigneten Inhalten und Methoden sowie Medien. Vorausschauendes, zukunftsorientiertes Denken erfordert inhaltlich einen Prozess, wie z.B. nachhaltige Stadtentwicklung. Methodisch lässt sich hier z.B. mit Szenarien oder Zukünftelaboren arbeiten. Relevant ist die inhaltliche und methodische Entwicklung dieser BNE-Kompetenzen entlang fachlicher und allgemeiner akademischer Kompetenzen (Brundiers et al., 2021). Einige Kompetenzen, wie etwa kritisches Denken, werden in einigen Fächern bereits durch gute wissenschaftliche Praxis im Studium gefördert. Gestaltungsbezogene Kompetenzen hingegen bedürfen je nach bisheriger Ausrichtung ggf. neuer, innovativer analoger oder digitaler Lehr-Lernformate und auch Prüfungsformate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Ich behandele in der Lehre bereits Nachhaltigkeitsthemen. Muss ich dabei etwas anders machen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nahezu alle Nachhaltigkeitsthemen sind in den Fächern bereits im Fachcurriculum verankert, wie z.B. Energie im Fach Physik, Klima im Fach Geographie oder Armut im Fach Soziologie. Sie werden allerdings dort häufig einseitig fachspezifisch behandelt. Hier wäre anzustreben, dass möglichst viele Nachhaltigkeitsdimensionen (ökologische, soziale, ökonomisch; globale Gerechtigkeit und Generationengerechtigkeit) thematisiert und geeignete Methoden zur Kompetenzförderung ausgewählt werden. Dabei ist es häufig sinnvoll, sich bei der Thematisierung von Prozessen oder Maßnahmen auch mit Zielkonflikten zwischen den Dimensionen auseinanderzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Meine Lehre umfasst keine Nachhaltigkeitsthemen. Kann ich trotzdem BNE-orientierte Lehre anbieten? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Ja, es gilt die entsprechenden Anknüpfungspunkte zwischen eigenen Fachinhalten und Nachhaltigkeit, also die jeweiligen fachlichen Zugänge, zu finden. Dabei ist zu prüfen, welche Nachhaltigkeitsdimensionen oder -aspekte ich auf meine eigenen Inhalte anwenden kann und mit welchen Methoden ich spezifische Kompetenzen fördern kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Reicht es aus, wenn ich nur auf die Kompetenzförderung achte, ohne inhaltliche Bezüge zur Nachhaltigkeit bzw. Nachhaltigkeitsdimensionen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nein, aufgrund der Überschneidung mit Fachkompetenzen und anderen übergreifenden Kompetenzkonzepten würde man hier von kompetenzorientierter Hochschullehre und nicht von BNE sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Auf welche Hindernisse im Kontext Hochschule kann ich als Lehrende:r stoßen, wenn ich BNE umsetzen will? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die o.g. Ansprüche von BNE geraten nicht selten in Konflikt mit festgelegten Strukturen, Verantwortlichkeiten und Fächergrenzen. Häufig fehlen Anreize, insbesondere bei der Entwicklung akademischer Karrieren. BNE wird als Add-on wahrgenommen, nicht als integrativer Bestandteil und Qualitätsentwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Welche günstigen Bedingungen können mir helfen, BNE umzusetzen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nachhaltigkeit und manchmal auch explizit BNE ist inzwischen in den Hochschulgesetzen der Länder verankert und viele Hochschulen verfolgen eine Nachhaltigkeitsstrategie oder ein Nachhaltigkeitsgesamtkonzept. Auf beides kann man sich berufen und daran anknüpfen. Es gibt eine Reihe von Fördermöglichkeiten für Transformation, auch in der Lehre. BNE-Fortbildungen für Hochschullehrende sind hilfreich (Hemmer et al., 2024). Ebenso die Kooperation mit Studierenden und Kolleg:innen an der eigenen Hochschule und in Netzwerken, insbesondere wenn sich bereits studentische Initiativen für das Thema einsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hilfreiche Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://wiki.dg-hochn.de/images/4/4c/Hoch-n-leitfaden-lehre-2020-neu.pdf &#039;&#039;&#039;HochN Leitfaden für das Handlungsfeld Lehre&#039;&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;DG HochN-Wiki:&#039;&#039;&#039; [[Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre|BNE-Einstieg]], [[Beispielsammlung für innovative Lehrformate (BNE)|INNO4BNE-Seiten]]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;LeNa Plattform&#039;&#039;&#039; [https://netzwerk-lena.org/bne-lehre-konkret/ BNE Lehre Konkret]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;netzwerk n:&#039;&#039;&#039; [https://www.netzwerk-n.org/angebote/good-practice-sammlung/ Good Practice Sammlung]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;AG Nachhaltigkeit an Brandenburger Hochschulen – Fortbildung BNE in der Hochschullehre:&#039;&#039;&#039; [https://nachhaltigkeit-an-brandenburger-hochschulen.de/gute-praxis/materialien/ Praxisbeispiele]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Eichstätt – Fortbildung BNE in der Hochschullehre&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.ku.de/fileadmin/150305/Forschung/FOLE_BNE/Abschlussbericht_FOLE-BNE_Bay_2021-10-27_final.pdf&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;BNE-Zentrum Heidelberg&#039;&#039;&#039; – [https://www.ph-heidelberg.de/hochschule/organisation/wissenschaftliche-einrichtungen/heidelberger-zentrum-bildung-fuer-nachhaltige-entwicklung.html Fortbildung BNE in der Hochschullehre]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;DG Hochn Podcast&#039;&#039;&#039; zu [https://wissenschaftspodcasts.de/podcasts/re-nachhaltige-hochschulen/die-rolle-von-bildung-fuer-nachhaltige-entwicklung-als-werkzeug-auf-dem-transformationspfad_9259558/ BNE in der Hochschule mit Leonie Bellina]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Nationale Aktionsplattform BNE:&#039;&#039;&#039; [https://www.bne-portal.de/bne/de/nationaler-aktionsplan/nationaler-aktionsplan_node.html NAP] und [https://www.bne-portal.de/bne/de/infothek/infothek_node.html Infothek]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[https://sustainicum.at/ Allianz nachhaltiger Universitäten in Österreich]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;UNESCO-Aktivitäten:&#039;&#039;&#039; [https://www.unesco.org/en/unitwin/about UNESCO-Chairs und UNITWIN-Network]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
* Bellina, L., Tegeler, M.K., Müller-Christ, G. &amp;amp; Potthast, T. (2020). &#039;&#039;Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre. BMBF-Projekt Nachhaltigkeit an Hochschulen: entwickeln – vernetzen –berichten (HOCHN)&#039;&#039;. https://wiki.dg-hochn.de/images/4/4c/Hoch-n-leitfaden-lehre-2020-neu.pdf&lt;br /&gt;
* Brundiers, K. et al. (2021). Key competencies in sustainability in higher education—toward an agreed-upon reference framework. &#039;&#039;Sustainability science, 16&#039;&#039;(1), 13-29.&lt;br /&gt;
* Bundesregierung (2025). &#039;&#039;Transformation gemeinsam gerecht gestalten. Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie Weiterentwicklung 2025.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* https://www.bundesregierung.de/rource/blob/975228/2335292/3962877378d74837d4f4c611749b6172/2025-05-13-dns-2025-data.pdf?download=1&lt;br /&gt;
* De Haan, G. (2008). Gestaltungskompetenz als Kompetenzkonzept für Bildung für nachhaltige Entwicklung. In I. Bormann &amp;amp; G. De Haan (Hg.). &#039;&#039;Kompetenzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Operationalisierung, Messung, Rahmenbedingungen, Befunde&#039;&#039; (S. 23–43). VS- Verlag.&lt;br /&gt;
* Hemmer, I., Koch, Chr. &amp;amp; Peitz, A. (2024). ESD training for university teachers: which is more effective, the face-to-face or digital format? Results of an intervention study. International Journal of Sustainability in Higher Education, 17(8), 1732-1750. https://doi.org/10.1108/IJSHE-05-2023-0178&lt;br /&gt;
* Holst, J., Grund, J. &amp;amp; Brock, A. (2024). Whole Institution Approach: measurable and highly effective in empowering learners and educators for sustainability. &#039;&#039;Sustainability Science, 19,&#039;&#039; 1359–1376. https://doi.org/10.1007/s11625-024-01506-5&lt;br /&gt;
* HRK (Hochschulrektorenkonferenz) (2025). &#039;&#039;Kulturen der Nachhaltigkeit – Hochschulen als Zukunftswerkstätten der nachhaltigen Entwicklung stärken. Empfehlung der 41. Mitgliederversammlung der HRK am 4.11.2025 in Osnabrück. &#039;&#039;https://www.hrk.de/positionen/beschluss/detail/kulturen-der-nachhaltigkeit-hochschulen-als-zukunftswerkstaetten-der-nachhaltigen-entwicklung-staerk/&lt;br /&gt;
* NAP (Nationale Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung) (Hg.) (2017). &#039;&#039;Nationaler Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung. &#039;&#039;https://www.bne-portal.de/bne/de/nationaler-aktionsplan/nationaler-aktionsplan _node.html&lt;br /&gt;
* Potthast, T. (2019). Berufsethos für Lehrerinnen und Lehrer, Ethik in den Wissenschaften und die Frage der Werte-Orientierung – kritische Überlegungen. In C. Colin, M. Drahmann &amp;amp; F. Oser (Hg.), &#039;&#039;Ethos: Interdisziplinäre Perspektiven auf den Lehrerinnen- und Lehrerberuf. In Memoriam Martin Drahmann&#039;&#039; (S. 143-151). Waxmann.&lt;br /&gt;
* Potthast, T., Bellina, L., Müller-Christ, G. &amp;amp; Tegeler, M. (2024). Bildung für Nachhaltige Entwicklung an Hochschulen. In M. Rieckmann, B. Giesenbauer, B. Nölting, T. Potthast &amp;amp; C. T. Schmitt (Hrsg.), &#039;&#039;Schriftenreihe &amp;quot;Ökologie und Erziehungswissenschaft&amp;quot; der Kommission Bildung für nachhaltige Entwicklung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE). Nachhaltige Entwicklung von Hochschulen: Erkenntnisse und Perspektiven zur gesamtinstitutionellen Transformation&#039;&#039; (1st, S. 37–58). Verlag Barbara Budrich. https://doi.org/10.2307/jj.11786269.5&lt;br /&gt;
* UNESCO (United Nations Educational Scientific and Cultural Organization) (2020). &#039;&#039;ESD for 2030. Education for Sustainable Development: a Roadmap.&#039;&#039; https://unesdoc.unesco.org/ark:/48223/pf0000374802&lt;br /&gt;
* UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization) (2021). &#039;&#039;Bildung für nachhaltige Entwicklung: eine Roadmap.&#039;&#039; https://unesdoc.unesco.org/ark:/48223/pf0000379488&lt;br /&gt;
* Vare, P. (2018).  A Rounder Sense of Purpose: developing and assessing competences for educators of sustainable development. In &#039;&#039;Form@re, 18&#039;&#039;(2), 164-173. DOI: 10.13128/formare-23712&lt;br /&gt;
* Vogt, M., Lütke-Spatz, L. &amp;amp; Weber, Ch. (2024). Auf dem Weg zu einem Nachhaltigkeitsverständnis im Kontext von Hochschulen. In M. Rieckmann et al. (Hg.)(2024). &#039;&#039;Nachhaltige Entwicklung von Hochschulen. Erkenntnisse und Perspektiven zur gesamtinstitutionellen Transformation. Schriftenreihen Ökologie und Erziehungswissenschaften der Kommission Bildung für nachhaltige Entwicklung der DGfE &#039;&#039;(S. 17-36). Verlag Barbara Budrich 2024, 17-36.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zitationshinweis und Autor:innen ===&lt;br /&gt;
Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (2025). &#039;&#039;Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre – Empfehlungen der DG HochN.&#039;&#039; DG HochN. https://wiki.dg-hochn.de/wiki/BNE_Empfehlungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Entwicklung dieses Papiers waren beteiligt: Geschäftsführung und Vorstand der DG HochN (Bror Giesenbauer, Ingrid Hemmer (Moderation), Magdalène Lévy-Toedter, Georg Müller-Christ, Remmer Sassen, Eva Schäfer) sowie Klaus Fischer, Daria Humburg, Jennifer Krah und Marina Schmitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fußnoten===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Lehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Konzeptverst%C3%A4ndnis_von_BNE&amp;diff=25727</id>
		<title>Konzeptverständnis von BNE</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Konzeptverst%C3%A4ndnis_von_BNE&amp;diff=25727"/>
		<updated>2025-11-19T10:55:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BG: /* Verständnis der DG HochN */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;===Internationales Verständnis von BNE===&lt;br /&gt;
{{BoxINNO|&amp;quot;BNE versetzt Lernende durch die Vermittlung von Wissen, Fähigkeiten, Werten und Haltungen in die Lage, fundierte Entscheidungen zu treffen und verantwortungsbewusst zum Schutz der Umwelt zu handeln sowie für Wirtschaftlichkeit und eine gerechte Gesellschaft einzustehen, die Menschen aller Geschlechteridentitäten sowie heutiger und zukünftiger Generationen stärkt und gleichzeitig ihre kulturelle Vielfalt respektiert.&lt;br /&gt;
BNE ist ein lebenslanger Lernprozess und integraler Bestandteil einer qualitativ hochwertigen Bildung, welche die kognitiven, sozialen und emotionalen sowie verhaltensbezogenen Dimensionen des Lernens stärkt. Sie ist ganzheitlich und transformativ und umfasst sowohl Lerninhalte als auch Ergebnisse, die pädagogischen Ansätze und Methoden sowie die Lern- und Lehrumgebung selbst.&lt;br /&gt;
BNE wird als wichtiger Wegbereiter aller SDGs anerkannt und erreicht ihre Ziele durch die erfolgreiche Transformation der Gesellschaft.&amp;quot;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: UNESCO, Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur und Deutsche UNESCO-Kommission e. V. (DUK) (2021): &#039;&#039;[https://www.unesco.de/sites/default/files/2022-02/DUK_BNE_ESD_Roadmap_DE_barrierefrei_web-final-barrierefrei.pdf Bildung für nachhaltige Entwicklung. Eine Roadmap, S. 8]&#039;&#039;: Zugriffsdatum: 10.05.2023.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===BNE Verständnis Deutschland===&lt;br /&gt;
{{BoxINNO|&amp;quot;Bildung für nachhaltige Entwicklung steht für eine Bildung, die Menschen zu zukunftsfähigem Denken und Handeln befähigt: Wie beeinflussen meine Entscheidungen Menschen nachfolgender Generationen oder in anderen Erdteilen? Welche Auswirkungen hat es beispielsweise, wie ich konsumiere, welche Fortbewegungsmittel ich nutze oder welche und wie viel Energie ich verbrauche? Bildung für nachhaltige Entwicklung ermöglicht es jedem und jeder Einzelnen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen.&amp;quot;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung (2017): [https://www.bmbf.de/bmbf/shareddocs/downloads/files/nationaler_aktionsplan_bildung_fuer_nachhaltige_entwicklung.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=1 &#039;&#039;Nationaler Aktionsplan. Bildung für nachhaltige Entwicklung&#039;&#039;]. Der deutsche Beitrag zum UNESCO-Weltaktionsprogramm, S. 7 - 8: Zugriffsdatum: 10.05.2023.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verständnis der DG HochN===&lt;br /&gt;
[[Datei:DG HochN 2025 - BNE-Empfehlungen.pdf|Empfehlungen der DG HochN (2025) für Bildung für Nachhaltige Entwicklung an Hochschulen zum Download (PDF)|mini|link=https://wiki.dg-hochn.de/images/9/93/DG_HochN_2025_-_BNE-Empfehlungen.pdf|alt=BNE-Empfehlungen der DG HochN (PDF)]]&lt;br /&gt;
*Nachhaltigkeit wird gesamtinstitutionell in den Handlungsfeldern Forschung, Lehre, Betrieb, Governance und Transfer gesehen ([https://www.bne-portal.de/bne/de/einstieg/bildungsbereiche/whole-institution-approach/whole-institution-approach.html &amp;quot;Whole-Institution-Approach&amp;quot;]).&lt;br /&gt;
*Hochschulen tragen, mit der Auffassung der Nachhaltigkeit als verbindliche Leitidee, zur Umsetzung des [https://www.bne-portal.de/bne/de/nationaler-aktionsplan/nationaler-aktionsplan.html &amp;quot;Nationalen Aktionsplans BNE&amp;quot;] bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BoxINNO|Kurzdefinition: &amp;quot;BNE fördert die Fähigkeit zu verantwortungsvollem Handeln im Sinne Nachhaltiger Entwicklung mit der Befähigung zu kritischem Denken jenseits der üblichen Schemata.&amp;quot; Mehr dazu [[HOCH-N:BNE-Verständnis und Themenfelder|hier.]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*HochN Leitfäden zur Verankerung von BNE in der Hochschule vom ehemaligen BMBF-Projekt &amp;quot;HochN&amp;quot;.&lt;br /&gt;
*[[HOCH-N:Einzelleitfäden|Hier]] finden Sie die einzelnen Leitfäden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entwicklungsstränge der BNE==&lt;br /&gt;
Das Konzept der Bildung Nachhaltige Entwicklung (BNE) verläuft in verschiedenen Entwicklungssträngen, die sich in den internationalen und den nationalen Strang unterteilen. Im Folgenden werden wichtige Punkte beider Stränge genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Internationaler Strang===&lt;br /&gt;
Der internationale Entwicklungsstrang der Bildung Nachhaltige Entwicklung (BNE) unterteilt sich wiederum in einen BNE-spezifischen Strang und politische Ereignisse, die zur allgemeinen Verankerung von Nachhaltigkeit, und damit auch BNE, in der Gesellschaft führten. Im Folgenden werden die wichtigsten Dokumente und Ereignisse der Entwicklungsstränge in chronologischer Reihenfolge dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Expander|BNE-spezifischer Strang|*[[https://www.bne-portal.de/bne/de/bundesweit/un_dekade_bne/un-dekade-bne-2005-2014.html UN-Dekade BNE (2005 - 2014)]]&lt;br /&gt;
**Verfolgt die Verankerung von Nachhaltiger Entwicklung (NE) als Leitbild in allen Bildungsbereichen.&lt;br /&gt;
**Der Nationale Aktionsplan BNE wurde zu Beginn der Dekade entwickelt.&lt;br /&gt;
**Die Dekade konnte viele Initiativen, Kommunen sowie Netzwerke anstoßen und weiterführende Programme entwickeln.&lt;br /&gt;
*[[https://www.bne-portal.de/bne/de/nationaler-aktionsplan/das-unesco-weltaktionsprogramm-bne-in-deutschland/das-unesco-weltaktionsprogramm-bne-in-deutschland UNESCO-Weltaktionsprogramm BNE (WAP BNE 2015 - 2019)]]&lt;br /&gt;
**Leitidee: BNE auch nach der UN-Dekade voranbringen - führt die Anliegen der UN-Dekade fort.&lt;br /&gt;
*[[https://www.unesco.de/bildung/bildung-fuer-nachhaltige-entwicklung/unesco-programm-bne-2030 BNE 2030]]&lt;br /&gt;
**Im globalen Rahmenprogramm &amp;quot;Bildung für nachhaltige Entwicklung: die globalen Nachhaltigkeitsziele verwirklichen (BNE 2030)&amp;quot; wurde die Umsetzung von BNE von 2020 bis 2030 festgelegt.&lt;br /&gt;
**In dieser Dekade möchte die UNESCO die [[Agenda 2030]] (siehe unten) mit den 17 globalen Nachhaltigkeitszielen verwirklichen.&lt;br /&gt;
**Im Rahmenprogramm &amp;quot;BNE 2030&amp;quot; wird die Bedeutung der BNE zu jedem einzelnen Nachhaltigkeitsziel (SDG) hervorgehoben.&lt;br /&gt;
**Das Programm ist in einer [[https://www.unesco.de/publikationen?page=4#row-7569 Roadmap]] festgehalten.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Expander|Politischer Strang|*[[https://www.bmuv.de/themen/europa-internationales/internationales/rio-20/un-konferenz-fuer-nachhaltige-entwicklung-rio-20 Konferenz der Vereinten Nationenfür Umwelt und Entwicklung, Rio de Janeiro (1992)]]&lt;br /&gt;
**Das Konzept der Nachhaltigen Entwicklung (NE) wurde als internationales Leitbild anerkannt.&lt;br /&gt;
**Das Leitbild gründet darauf, dass wirtschaftliche Effizienz, soziale Gerechtigkeit und die Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen gleichwertig wichtig sind.&lt;br /&gt;
**Relevante Ergebnisse sind die [[https://www.un.org/depts/german/conf/agenda21/rio.pdf Rio-Deklaration]] und die [[https://www.bmz.de/de/service/lexikon/agenda-21-13996 Agenda 21]] sowie völkerrechtlich verbindliche Konventionen zum Klimaschutz, dem Schutz der Biodiversität und der Bekämpfung von Wüstenbildung.&lt;br /&gt;
***Agenda 21: Ist ein entwicklungs- und umweltpolitisches Aktionsprogramm mit Handlungsempfehlungen für das 21. Jahrhundert, das Nachhaltigkeit als übergreifendes Ziel der Politik definiert.&lt;br /&gt;
*[[https://www.bmz.de/de/service/lexikon/weltgipfel-fuer-nachhaltige-entwicklung-14944 Weltgipfel von Johannesburg (2002)]]&lt;br /&gt;
**Die internationale Gemeinschaft bekennt sich 10 Jahre nach Rio de Janeiro erneut zur Nachhaltigkeit.&lt;br /&gt;
**Die damals geltenden Säulen der Nachhaltigen Entwicklung - Wirtschaft, Soziales, Umwelt - sollten auf lokaler, nationaler, regionaler und globaler Ebene ausgebaut und gefestigt werden.&lt;br /&gt;
**Ein [[https://www.bmuv.de/download/aktionsplan-und-politische-deklaration-des-weltgipfels-fuer-nachhaltige-entwicklung Aktionsplan]] wurde verabschiedet, der die [[https://www.bmz.de/de/service/lexikon/mdg-millenniumsentwicklungsziele-mdgs-14674 Millennium Development Goals (MDGs)]] unterstützte.&lt;br /&gt;
*[[https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/nachhaltigkeitspolitik/nachhaltigkeitsziele-erklaert-232174 Agenda 2030 - Die globalen Ziele für Nachhaltige Entwicklung]]&lt;br /&gt;
**Die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedete 2015 die Sustainable Development Goals (SDGs) in New York, die [https://17ziele.de 17 Nachhaltigkeitsziele] umfassen.&lt;br /&gt;
**Die SDGs stellen eine neue und weltweite Agenda dar, um die Umwelt zu schützen und viele weitere Ziele zu verfolgen. Sie wurden in Anlehnung an die MDGs entwickelt und besitzen eine Laufzeit von 15 Jahren (bis 2030).&lt;br /&gt;
**Gerade der [[https://www.unesco.de/bildung/agenda-bildung-2030/bildung-und-die-sdgs#:~:text=Die%20Sustainable%20Development%20Goals%20(SDGs,Nationen%20in%20New%20York%20verabschiedet. Bildungsaspekt des SDG 4]] (und des Unterziels 4.7, welches sich speziell an die Bildung für Nachhaltige Entwicklung richtet) spielen eine wichtige Rolle, um eine Nachhaltige Entwicklung sicherzustellen. Im [[https://www.unesco.de/bildung/agenda-bildung-2030/unesco-weltbildungsbericht UNESCO-Weiterbildungsbericht]] konnte festgestellt werden, dass echte Fortschritte nur möglich sind, wenn alle Menschen eine hochwertige Bildung erhalten. Insbesondere die Bildung von Kindern und Jugendlichen wird hier hervorgehoben. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nationaler Strang===&lt;br /&gt;
*[[https://www.bne-portal.de/bne/de/nationaler-aktionsplan/nationaler-aktionsplan.html Nationaler Aktionsplan (2017)]]&lt;br /&gt;
**Der Nationale Aktionsplan BNE (NAP BNE) wurde 2015 von der Nationalen Plattform Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) angestoßen und in 2017 verabschiedet&lt;br /&gt;
**Der NAP BNE stellt die Umsetzung des UNESCO-Weltaktionsprogramms BNE in Deutschland sicher.&lt;br /&gt;
**Die Nationale Plattform BNE umfasst [[https://www.bne-portal.de/bne/de/nationaler-aktionsplan/das-unesco-weltaktionsprogramm-bne-in-deutschland/das-unesco-weltaktionsprogramm-bne-in-deutschland sechs Fachforen und zahlreiche Partnernetzwerke]], die als wichtige Impulsgeber*innen für die Umsetzung von BNE und die Vernetzung der Akteur:innen beitragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Bildung_f%C3%BCr_Nachhaltige_Entwicklung_(BNE)_in_der_Hochschullehre&amp;diff=25726</id>
		<title>Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Bildung_f%C3%BCr_Nachhaltige_Entwicklung_(BNE)_in_der_Hochschullehre&amp;diff=25726"/>
		<updated>2025-11-19T10:54:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Einstieg Handlungsfeld |Handlungsfeld=Lehre |Ergänzung=und Nachhaltigkeit}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Was ist Lehre/Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)?===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;border-left: 5px solid rgb(176,188,0); padding: 10px; background-color: rgb(233,234,195);&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:DG HochN 2025 - BNE-Empfehlungen.pdf|Empfehlungen der DG HochN (2025) für Bildung für Nachhaltige Entwicklung an Hochschulen zum Download (PDF)|mini|link=https://wiki.dg-hochn.de/images/9/93/DG_HochN_2025_-_BNE-Empfehlungen.pdf|alt=BNE-Empfehlungen der DG HochN (PDF)]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;HINWEIS:&#039;&#039;&#039; Es gibt verschiedene [[Konzeptverständnis von BNE|Konzeptverständnisse]] von Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE).&lt;br /&gt;
[[BNE Empfehlungen|Empfehlungen der DG HochN]]: Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{:Einstieg in BNE}}&lt;br /&gt;
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===Themenfelder aus dem Handlungsfeld Lehre/BNE===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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{{ZKHCard&lt;br /&gt;
|Titel=Einstieg in BNE&lt;br /&gt;
|Text=Konzeptverständnis, Kompetenzen, 7 Schritte zum Einbau in die Lehre&lt;br /&gt;
|ButtonLink=BNE für Dummies - Wie findet man einen guten Einstieg in das Thema?&lt;br /&gt;
|ButtonText=zum Artikel&lt;br /&gt;
|BG-Color=#fffffff}}&lt;br /&gt;
{{ZKHCard&lt;br /&gt;
|Titel=BNE Forschungsstand&lt;br /&gt;
|Text=Das Team von Prof. Dr. Gerhard de Haan am Institut Futur (Freie Universität Berlin) führt seit 2015 ein bundesweites Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)-Monitoring durch. Eine Auswahl der Erkenntnisse im Bezug zum Hochschulkontext haben wir hier zusammengefasst.&lt;br /&gt;
|ButtonLink=BNE Forschungsstand&lt;br /&gt;
|ButtonText=zum Artikel&lt;br /&gt;
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|Titel=Begriffsdefinition &amp;quot;Innovative Lehrformate&amp;quot;&lt;br /&gt;
|Text=Der Begriff des &amp;quot;Lehrformats&amp;quot; wird oft unterschiedlich verwendet. Mal bezeichnet er eine &amp;quot;Lehrform&amp;quot;, eine &amp;quot;Lehr-Lern-Form&amp;quot; oder ein &amp;quot;Lehr-Lern-Format&amp;quot;. Auf dieser Seite werden die Verwendung des Begriffs &amp;quot;Lehrformat&amp;quot; und die Verwendung des Begriffs &amp;quot;Innovatives Lehrformat&amp;quot; im Kontext des [[DG-Hub_-_Innovative_Lehrformate_für_BNE|Hubs &amp;quot;Innovative Lehrformate für BNE&amp;quot;]] der DG HochN erklärt.&lt;br /&gt;
|ButtonLink=Innovative_Lehrformate_für_BNE&lt;br /&gt;
|ButtonText=zum Artikel&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
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===Projekte===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;card-deck&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{ZKHCard&lt;br /&gt;
|Titel=HOCH-N Leitfäden&lt;br /&gt;
|Text=Im Handlungsfeld Lehre geht es nicht nur darum, Studierende zu nachhaltigkeitsrelevanten Bezügen zu sensibilisieren, sondern auch, wie der Lehr- und Lernprozess nach dem BNE-Modell ganzheitlich strukturiert werden kann. Der HOCHN-Leitfaden „Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre“ eröffnet Zugänge in die Kernelemente von BNE sowie Spannungs-, Handlungs- und Kulturräume.&lt;br /&gt;
Der Leitfaden Lehre richtet sich an alle Akteur*innen, die sich für Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre einsetzen: Lehrende, Studierende, Verantwortliche für Studiengänge und Programmentwicklung, Mitarbeiter*innen der Hochschuldidaktik, und natürlich Verantwortliche aus der Hochschul-Governance, die die Rahmenbedingungen für gute, relevante Lehre schaffen können.&lt;br /&gt;
|ButtonLink=HOCH-N:Einzelleitfäden#Leitfaden_Lehre&lt;br /&gt;
|ButtonText=zum Leitfaden&lt;br /&gt;
|BG-Color=#f9f8f4&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Die folgene Box ist nicht über das Template eingebunden, da sonst die Verlinkung im Button nicht funktioniert. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;card&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:{{{BG-Color|#d0d53d}}}; border: 2px dotted;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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Good Practice Sammlung des netzwerk n&lt;br /&gt;
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&amp;lt;p class=&amp;quot;card-text&amp;quot; style=&amp;quot;font-style: italic; font-size:14px; flex-grow: 1;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Good-Practice-Sammlung des netzwerk n zeigt Beispiele guten Gelingens aus verschiedenen Handlungsfeldern an Hochschulen. Die Beispiele zeigen Anküpfungspunkte für eine sozial-ökologische Transformation in Governance, Lehre, Betrieb, Forschung und Transfer. Durch die einheitliche Aufarbeitung und Beschreibung der Ansätze, Projekte und Strukturen möchten wir Interessierten all jene Informationen direkt an die Hand geben, derer es bedarf, um die Good Practice entsprechend der Gegebenheiten der eigenen Hochschulen anzupassen und zu übertragen.&lt;br /&gt;
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[https://netzwerk-n.org/ressourcen/good-practice zur Good-Practice-Sammlung]&lt;br /&gt;
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{{ZKHCard&lt;br /&gt;
|Titel=INNO4BNE&lt;br /&gt;
|Text=INNO4BNE (Innovative Lehrformate für Bildung Nachhaltige Entwicklung) ist ein von der [https://stiftung-hochschullehre.de Stiftung für Innovation in der Hochschullehre (StIL)] gefördertes Projekt der DG HochN. Das Projekt läuft über einen Zeitraum von 2 Jahren, vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2025, und ist thematisch mit der [[INNO4BNE-Hub|Hub-Gruppe “Innovative Lehrformate für BNE”]] verknüpft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel des Projekts ist es auf innovative Lehrformate als Teil der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) einzugehen. &lt;br /&gt;
|ButtonLink=Projektseite INNO4BNE&lt;br /&gt;
|ButtonText=zum Projekt&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Cardsimple&lt;br /&gt;
  |bg-color=#E7E6E6&lt;br /&gt;
  |text=[[:Kategorie:Lehre|Alle Seiten in der Kategorie Lehre]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Footer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Vorlage:FooterPortalseite}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Kategorien --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlungsfeld]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Whole Institution Approach]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
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		<title>Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre</title>
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		<updated>2025-11-19T10:54:33Z</updated>

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===Was ist Lehre/Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)?===&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;HINWEIS:&#039;&#039;&#039; Es gibt verschiedene [[Konzeptverständnis von BNE|Konzeptverständnisse]] von Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE).&lt;br /&gt;
[[BNE Empfehlungen|Empfehlungen der DG HochN]]: Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{:Einstieg in BNE}}&lt;br /&gt;
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|Text=Das Team von Prof. Dr. Gerhard de Haan am Institut Futur (Freie Universität Berlin) führt seit 2015 ein bundesweites Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)-Monitoring durch. Eine Auswahl der Erkenntnisse im Bezug zum Hochschulkontext haben wir hier zusammengefasst.&lt;br /&gt;
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|Text=Der Begriff des &amp;quot;Lehrformats&amp;quot; wird oft unterschiedlich verwendet. Mal bezeichnet er eine &amp;quot;Lehrform&amp;quot;, eine &amp;quot;Lehr-Lern-Form&amp;quot; oder ein &amp;quot;Lehr-Lern-Format&amp;quot;. Auf dieser Seite werden die Verwendung des Begriffs &amp;quot;Lehrformat&amp;quot; und die Verwendung des Begriffs &amp;quot;Innovatives Lehrformat&amp;quot; im Kontext des [[DG-Hub_-_Innovative_Lehrformate_für_BNE|Hubs &amp;quot;Innovative Lehrformate für BNE&amp;quot;]] der DG HochN erklärt.&lt;br /&gt;
|ButtonLink=Innovative_Lehrformate_für_BNE&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
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|Text=Im Handlungsfeld Lehre geht es nicht nur darum, Studierende zu nachhaltigkeitsrelevanten Bezügen zu sensibilisieren, sondern auch, wie der Lehr- und Lernprozess nach dem BNE-Modell ganzheitlich strukturiert werden kann. Der HOCHN-Leitfaden „Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre“ eröffnet Zugänge in die Kernelemente von BNE sowie Spannungs-, Handlungs- und Kulturräume.&lt;br /&gt;
Der Leitfaden Lehre richtet sich an alle Akteur*innen, die sich für Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre einsetzen: Lehrende, Studierende, Verantwortliche für Studiengänge und Programmentwicklung, Mitarbeiter*innen der Hochschuldidaktik, und natürlich Verantwortliche aus der Hochschul-Governance, die die Rahmenbedingungen für gute, relevante Lehre schaffen können.&lt;br /&gt;
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&amp;lt;!-- Die folgene Box ist nicht über das Template eingebunden, da sonst die Verlinkung im Button nicht funktioniert. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
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Die Good-Practice-Sammlung des netzwerk n zeigt Beispiele guten Gelingens aus verschiedenen Handlungsfeldern an Hochschulen. Die Beispiele zeigen Anküpfungspunkte für eine sozial-ökologische Transformation in Governance, Lehre, Betrieb, Forschung und Transfer. Durch die einheitliche Aufarbeitung und Beschreibung der Ansätze, Projekte und Strukturen möchten wir Interessierten all jene Informationen direkt an die Hand geben, derer es bedarf, um die Good Practice entsprechend der Gegebenheiten der eigenen Hochschulen anzupassen und zu übertragen.&lt;br /&gt;
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|Text=INNO4BNE (Innovative Lehrformate für Bildung Nachhaltige Entwicklung) ist ein von der [https://stiftung-hochschullehre.de Stiftung für Innovation in der Hochschullehre (StIL)] gefördertes Projekt der DG HochN. Das Projekt läuft über einen Zeitraum von 2 Jahren, vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2025, und ist thematisch mit der [[INNO4BNE-Hub|Hub-Gruppe “Innovative Lehrformate für BNE”]] verknüpft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel des Projekts ist es auf innovative Lehrformate als Teil der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) einzugehen. &lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Lehre]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Whole Institution Approach]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
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		<updated>2025-11-19T10:54:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BG: /* Was ist Lehre/Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Einstieg Handlungsfeld |Handlungsfeld=Lehre |Ergänzung=und Nachhaltigkeit}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Was ist Lehre/Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)?===&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;HINWEIS:&#039;&#039;&#039; Es gibt verschiedene [[Konzeptverständnis von BNE|Konzeptverständnisse]] von Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE).&lt;br /&gt;
[[BNE Empfehlungen|Empfehlungen der DG HochN]]: Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{:Einstieg in BNE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Themenfelder aus dem Handlungsfeld Lehre/BNE===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;card-deck&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{ZKHCard&lt;br /&gt;
|Titel=Einstieg in BNE&lt;br /&gt;
|Text=Konzeptverständnis, Kompetenzen, 7 Schritte zum Einbau in die Lehre&lt;br /&gt;
|ButtonLink=BNE für Dummies - Wie findet man einen guten Einstieg in das Thema?&lt;br /&gt;
|ButtonText=zum Artikel&lt;br /&gt;
|BG-Color=#fffffff}}&lt;br /&gt;
{{ZKHCard&lt;br /&gt;
|Titel=BNE Forschungsstand&lt;br /&gt;
|Text=Das Team von Prof. Dr. Gerhard de Haan am Institut Futur (Freie Universität Berlin) führt seit 2015 ein bundesweites Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)-Monitoring durch. Eine Auswahl der Erkenntnisse im Bezug zum Hochschulkontext haben wir hier zusammengefasst.&lt;br /&gt;
|ButtonLink=BNE Forschungsstand&lt;br /&gt;
|ButtonText=zum Artikel&lt;br /&gt;
|BG-Color=#fffffff}}&lt;br /&gt;
{{ZKHCard&lt;br /&gt;
|Titel=Begriffsdefinition &amp;quot;Innovative Lehrformate&amp;quot;&lt;br /&gt;
|Text=Der Begriff des &amp;quot;Lehrformats&amp;quot; wird oft unterschiedlich verwendet. Mal bezeichnet er eine &amp;quot;Lehrform&amp;quot;, eine &amp;quot;Lehr-Lern-Form&amp;quot; oder ein &amp;quot;Lehr-Lern-Format&amp;quot;. Auf dieser Seite werden die Verwendung des Begriffs &amp;quot;Lehrformat&amp;quot; und die Verwendung des Begriffs &amp;quot;Innovatives Lehrformat&amp;quot; im Kontext des [[DG-Hub_-_Innovative_Lehrformate_für_BNE|Hubs &amp;quot;Innovative Lehrformate für BNE&amp;quot;]] der DG HochN erklärt.&lt;br /&gt;
|ButtonLink=Innovative_Lehrformate_für_BNE&lt;br /&gt;
|ButtonText=zum Artikel&lt;br /&gt;
|BG-Color=#fffffff&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Projekte===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;card-deck&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{ZKHCard&lt;br /&gt;
|Titel=HOCH-N Leitfäden&lt;br /&gt;
|Text=Im Handlungsfeld Lehre geht es nicht nur darum, Studierende zu nachhaltigkeitsrelevanten Bezügen zu sensibilisieren, sondern auch, wie der Lehr- und Lernprozess nach dem BNE-Modell ganzheitlich strukturiert werden kann. Der HOCHN-Leitfaden „Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre“ eröffnet Zugänge in die Kernelemente von BNE sowie Spannungs-, Handlungs- und Kulturräume.&lt;br /&gt;
Der Leitfaden Lehre richtet sich an alle Akteur*innen, die sich für Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre einsetzen: Lehrende, Studierende, Verantwortliche für Studiengänge und Programmentwicklung, Mitarbeiter*innen der Hochschuldidaktik, und natürlich Verantwortliche aus der Hochschul-Governance, die die Rahmenbedingungen für gute, relevante Lehre schaffen können.&lt;br /&gt;
|ButtonLink=HOCH-N:Einzelleitfäden#Leitfaden_Lehre&lt;br /&gt;
|ButtonText=zum Leitfaden&lt;br /&gt;
|BG-Color=#f9f8f4&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Die folgene Box ist nicht über das Template eingebunden, da sonst die Verlinkung im Button nicht funktioniert. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;card&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:{{{BG-Color|#d0d53d}}}; border: 2px dotted;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;word-wrap: break-word; display: flex; flex-direction:column;&amp;quot; class=&amp;quot;card-body&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;h5 class=&amp;quot;card-title&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: left; text-decoration: underline; margin-bottom: 0;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Good Practice Sammlung des netzwerk n&lt;br /&gt;
&amp;lt;/h5&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p class=&amp;quot;card-text&amp;quot; style=&amp;quot;font-style: italic; font-size:14px; flex-grow: 1;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Good-Practice-Sammlung des netzwerk n zeigt Beispiele guten Gelingens aus verschiedenen Handlungsfeldern an Hochschulen. Die Beispiele zeigen Anküpfungspunkte für eine sozial-ökologische Transformation in Governance, Lehre, Betrieb, Forschung und Transfer. Durch die einheitliche Aufarbeitung und Beschreibung der Ansätze, Projekte und Strukturen möchten wir Interessierten all jene Informationen direkt an die Hand geben, derer es bedarf, um die Good Practice entsprechend der Gegebenheiten der eigenen Hochschulen anzupassen und zu übertragen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;mw-ui-button&amp;quot; role=&amp;quot;button&amp;quot; aria-disabled=&amp;quot;false&amp;quot; style=&amp;quot;border-radius: 4px; box-shadow: 0px 8px 15px rgba(0, 0, 0, 0.1); border: none; margin-top: auto;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://netzwerk-n.org/ressourcen/good-practice zur Good-Practice-Sammlung]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende dieser Karte --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{ZKHCard&lt;br /&gt;
|Titel=INNO4BNE&lt;br /&gt;
|Text=INNO4BNE (Innovative Lehrformate für Bildung Nachhaltige Entwicklung) ist ein von der [https://stiftung-hochschullehre.de Stiftung für Innovation in der Hochschullehre (StIL)] gefördertes Projekt der DG HochN. Das Projekt läuft über einen Zeitraum von 2 Jahren, vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2025, und ist thematisch mit der [[INNO4BNE-Hub|Hub-Gruppe “Innovative Lehrformate für BNE”]] verknüpft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel des Projekts ist es auf innovative Lehrformate als Teil der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) einzugehen. &lt;br /&gt;
|ButtonLink=Projektseite INNO4BNE&lt;br /&gt;
|ButtonText=zum Projekt&lt;br /&gt;
|BG-Color=#f9f8f4&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Cardsimple&lt;br /&gt;
  |bg-color=#E7E6E6&lt;br /&gt;
  |text=[[:Kategorie:Lehre|Alle Seiten in der Kategorie Lehre]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Footer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Vorlage:FooterPortalseite}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Kategorien --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlungsfeld]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Whole Institution Approach]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=BNE_Empfehlungen&amp;diff=25721</id>
		<title>BNE Empfehlungen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=BNE_Empfehlungen&amp;diff=25721"/>
		<updated>2025-11-19T10:52:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die DG HochN hat 2025 Empfehlungen für [[Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre|Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)]] in der Hochschullehre veröffentlicht, die im Folgenden vorgestellt werden. Weitere Konzeptverständnisse von BNE sind [[Konzeptverständnis von BNE|hier im Wiki]] aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre – Empfehlungen der DG HochN== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DG HochN 2025 - BNE-Empfehlungen.pdf|BNE-Empfehlungen der DG HochN (2025) zum Download (PDF)|mini|link=https://wiki.dg-hochn.de/images/9/93/DG_HochN_2025_-_BNE-Empfehlungen.pdf|alt=BNE-Empfehlungen der DG HochN (PDF)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nachhaltigkeitsziel 4.7 der Vereinten Nationen fordert, dass alle Lernenden das notwendige Wissen und die Fähigkeiten erwerben sollen, um Nachhaltige Entwicklung durch BNE voranzutreiben. Der Nationale Aktionsplan (NAP, 2017, S. 62) setzt die Verankerung von BNE/Nachhaltigkeit in die Curricula aller Studiengänge als Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns intensiv mit der Frage beschäftigt, was BNE für die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (DG HochN) bedeutet. Dabei wurde deutlich, wie schwierig es ist, alle Facetten und die Dynamik des Themas in wenigen Sätzen zu erfassen. Wir teilen nun unseren Diskussionsstand und unsere Empfehlungen zu diesem Thema. Rückmeldungen sind willkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier vorliegenden Empfehlungen sollen Hochschulen und Lehrende dabei unterstützen, BNE in die Lehre zu integrieren. Für die Umsetzung dieser Ziele ist es wichtig, zunächst das BNE-Verständnis zu klären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===BNE-Verständnis===&lt;br /&gt;
Die DG HochN orientiert sich am BNE-Verständnis der UNESCO. Es operationalisiert wichtige BNE-Merkmale und ist darum gut geeignet, die Analyse und Konzeption von Lernangeboten zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;“&#039;&#039;ESD empowers learners with knowledge, skills, values and attitudes to take informed decisions and make responsible actions for environmental integrity, economic viability and a just society empowering people of all genders, for present and future generations, while respecting cultural diversity. ESD is a lifelong learning process and an integral part of quality education that enhances cognitive, social and emotional and behavioural dimensions of learning. It is holistic and transformational and encompasses learning content and outcomes, pedagogy and the learning environment itself&#039;&#039;” (UNESCO, 2020, S. 8)&amp;lt;ref&amp;gt;Die deutsche Übersetzung der UNESCO (2021, S. 8) lautet:&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;„BNE versetzt Lernende durch die Vermittlung von Wissen, Fähigkeiten, Werten und Haltungen in die Lage, fundierte Entscheidungen zu treffen und verantwortungsbewusst zum Schutz der Umwelt zu handeln sowie für Wirtschaftlichkeit und eine gerechte Gesellschaft einzustehen, die Menschen aller Geschlechteridentitäten sowie heutiger und zukünftiger Generationen stärkt und gleichzeitig ihre kulturelle Vielfalt respektiert. BNE ist ein lebenslanger Lernprozess und integraler Bestandteil einer qualitativ hochwertigen Bildung, welche die kognitiven, sozialen und emotionalen sowie verhaltensbezogenen Dimensionen des Lernens stärkt. Sie ist ganzheitlich und transformativ und umfasst sowohl Lerninhalte als auch Ergebnisse, die pädagogischen Ansätze und Methoden sowie die Lern- und Lehrumgebung selbst.“&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im englischsprachigen Originaltext wird durch das Verb „empower“ die Stärkung und Selbstbestimmung der Lernenden klarer hervorgehoben, was unserem BNE-Verständnis entspricht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesem BNE-Verständnis liegt ein integriertes Nachhaltigkeitsverständnis zugrunde, das sowohl die drei Dimensionen (nicht Säulen!) ökologisch, ökonomisch und sozial als auch die globale und die Generationengerechtigkeit einschließt und das nahe am Nachhaltigkeitsverständnis des Verbundprojektes HochN (Vogt, Lütke-Spatz &amp;amp; Weber, 2024) sowie der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (Bundesregierung, 2025) liegt, wobei die Wechselwirkungen und Zielkonflikte zwischen den Dimensionen zu beachten sind. BNE führt somit Anliegen von Umweltbildung und Globalem Lernen zusammen. Das o.g. BNE-Verständnis macht gleichzeitig deutlich, dass BNE weit über die Vermittlung von Wissen über Nachhaltigkeitsthemen hinausgeht. Eine BNE-orientierte Hochschullehre erfordert vielmehr eine BNE-Didaktik (Bellina et al., 2020), die als Kernelemente u.a. Kompetenzen, Inhalte, Methoden/Medien sowie Evaluationen umfasst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Whole Institution Approach (WIA), bei dem sich neben der Lehre auch die anderen Handlungsfelder einer Hochschule, wie Governance, Forschung, Betrieb, Transfer und studentisches Engagement an Nachhaltigkeit orientieren, ist eine geeignete und wirksame Lehr- und Lernumgebung für BNE (Holst et al., 2024). BNE zielt unter anderem darauf ab, Lernende zu befähigen, an der Transformation in Richtung einer nachhaltigen Gesellschaft mitzugestalten (Gestaltungskompetenz; de Haan, 2008; Vare, 2018, Brundiers et al., 2021). Dies ist nicht nur instrumentell im Sinne einer Befähigung zur Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung zu verstehen, sondern dient gleichzeitig der Persönlichkeitsentwicklung der Lernenden und einer Verbesserung der Lehre. Mitgestaltung bedeutet dabei nicht nur individuelles Alltagshandeln, sondern auch politisches Handeln im Sinne der politischen Bildung. Partizipation ist als Ziel und Methode von BNE bei der Hochschullehre und beim WIA ein wesentlicher Aspekt. Hochschullehrkräfte müssen selbst BNE-Kompetenzen aufbauen und darüber hinaus in der Lage sein, solche Kompetenzen bei den Studentinnen und Studenten zu fördern (z.B. Hemmer et al., 2024).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== FAQ zur Umsetzung von BNE in der Hochschullehre ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Sind Nachhaltigkeit und BNE normativ motiviert?&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nachhaltigkeit ist wie auch Demokratie im Kern normativ (Potthast, 2019) und z.B. durch den Grundsatz der Generationengerechtigkeit ethisch begründet, oder, wie im Fall globaler Nachhaltigkeitsziele, das Ergebnis politischer Aushandlungsprozesse und wissenschaftlicher Erkenntnisse. Der Entstehungsprozess von Nachhaltigkeits- und BNE-Inhalten sollte daher transparent gemacht werden. Lehrende sind persönlich nicht zur Neutralität verpflichtet. Kontroverse Sachverhalte sollten aber in der Lehre kontrovers dargestellt werden. Studierende dürfen nicht indoktriniert und zur unreflektierten Normenerfüllung angeleitet werden. BNE umfasst daher eine Förderung von Bewertungskompetenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Kann BNE nur interdisziplinär oder transdisziplinär erfolgen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
BNE kann und soll auch disziplinär erfolgen. Die Klärung der disziplinären Zugänge ist sogar besonders wichtig, um sinnvoll interdisziplinär oder transdisziplinär in Kooperation mit Akteur:innen aus der Praxis an Fragestellungen zu arbeiten.&lt;br /&gt;
Sollen Nachhaltigkeit und BNE in einer Veranstaltung, einem Modul oder in einem Studiengang umgesetzt werden?&lt;br /&gt;
Grundsätzlich sind alle Ansätze sinnvoll. Einzelne Nachhaltigkeitsaktionen oder -wochen können Interesse wecken. Module mit z.B. einer (B)NE-Ringvorlesung und (B)NE-Zertifikate sind wichtige Einstiege und bieten den interessierten Studierenden Lehrangebote im Wahl- und Wahlpflichtbereich. Die letztliche Zielsetzung ist, dass BNE in allen Fachstudiengängen pflichtmäßig integriert werden soll, wobei das Niveau und der Integrationsgrad sehr unterschiedlich ausfallen können. Daneben sind inter- und transdisziplinäre und internationale (z.B. HRK, 2025) Angebote bedeutsam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Was ist für die Integration von BNE wichtig? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Sie erfordert einerseits die entsprechenden Rahmenbedingungen (Leitbild Lehre, Aufnahme in die Curricula, Absprache zwischen Lehrenden, um Doppelungen zu vermeiden) und andererseits eine Fortbildung der Hochschullehrenden (Professor:innen, Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen und Lehrbeauftragte) und Multiplikator:innen (für Lehrentwicklung, Hochschuldidaktik etc.). Nicht zuletzt ist ein Netzwerk als Plattform hilfreich, um z.B. Good Practices auszutauschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Welche Kompetenzen sollen besonders gefördert werden? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Es gibt besondere Kompetenzmodelle für BNE, auch für die Hochschullehre (z.B. Vare, 2018, Brundiers et al.,2021). Eine Übersicht bietet die Plattform [https://netzwerk-lena.org/bne-lehre-konkret/kompetenzen/ BNE Lehre konkret]. Hinzu tritt das [https://publications.jrc.ec.europa.eu/repository/handle/JRC128040 GreenComp], der europäische Kompetenzrahmen für Nachhaltigkeit. Die Modelle haben weitgehende Überschneidungen untereinander. Es gibt aber auch Überschneidungen mit Fachkompetenzen, z.B. bezüglich des systemischen Denkens. Es empfiehlt sich eine bewusste Auswahl der Modelle und der Kompetenzen, die im Rahmen der eigenen Lehre besonders gefördert werden können und sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Wie kann man BNE-Kompetenzen fördern? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Eine Kompetenzförderung erfolgt durch gezielte Auswahl von geeigneten Inhalten und Methoden sowie Medien. Vorausschauendes, zukunftsorientiertes Denken erfordert inhaltlich einen Prozess, wie z.B. nachhaltige Stadtentwicklung. Methodisch lässt sich hier z.B. mit Szenarien oder Zukünftelaboren arbeiten. Relevant ist die inhaltliche und methodische Entwicklung dieser BNE-Kompetenzen entlang fachlicher und allgemeiner akademischer Kompetenzen (Brundiers et al., 2021). Einige Kompetenzen, wie etwa kritisches Denken, werden in einigen Fächern bereits durch gute wissenschaftliche Praxis im Studium gefördert. Gestaltungsbezogene Kompetenzen hingegen bedürfen je nach bisheriger Ausrichtung ggf. neuer, innovativer analoger oder digitaler Lehr-Lernformate und auch Prüfungsformate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Ich behandele in der Lehre bereits Nachhaltigkeitsthemen. Muss ich dabei etwas anders machen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nahezu alle Nachhaltigkeitsthemen sind in den Fächern bereits im Fachcurriculum verankert, wie z.B. Energie im Fach Physik, Klima im Fach Geographie oder Armut im Fach Soziologie. Sie werden allerdings dort häufig einseitig fachspezifisch behandelt. Hier wäre anzustreben, dass möglichst viele Nachhaltigkeitsdimensionen (ökologische, soziale, ökonomisch; globale Gerechtigkeit und Generationengerechtigkeit) thematisiert und geeignete Methoden zur Kompetenzförderung ausgewählt werden. Dabei ist es häufig sinnvoll, sich bei der Thematisierung von Prozessen oder Maßnahmen auch mit Zielkonflikten zwischen den Dimensionen auseinanderzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Meine Lehre umfasst keine Nachhaltigkeitsthemen. Kann ich trotzdem BNE-orientierte Lehre anbieten? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Ja, es gilt die entsprechenden Anknüpfungspunkte zwischen eigenen Fachinhalten und Nachhaltigkeit, also die jeweiligen fachlichen Zugänge, zu finden. Dabei ist zu prüfen, welche Nachhaltigkeitsdimensionen oder -aspekte ich auf meine eigenen Inhalte anwenden kann und mit welchen Methoden ich spezifische Kompetenzen fördern kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Reicht es aus, wenn ich nur auf die Kompetenzförderung achte, ohne inhaltliche Bezüge zur Nachhaltigkeit bzw. Nachhaltigkeitsdimensionen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nein, aufgrund der Überschneidung mit Fachkompetenzen und anderen übergreifenden Kompetenzkonzepten würde man hier von kompetenzorientierter Hochschullehre und nicht von BNE sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Auf welche Hindernisse im Kontext Hochschule kann ich als Lehrende:r stoßen, wenn ich BNE umsetzen will? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die o.g. Ansprüche von BNE geraten nicht selten in Konflikt mit festgelegten Strukturen, Verantwortlichkeiten und Fächergrenzen. Häufig fehlen Anreize, insbesondere bei der Entwicklung akademischer Karrieren. BNE wird als Add-on wahrgenommen, nicht als integrativer Bestandteil und Qualitätsentwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Welche günstigen Bedingungen können mir helfen, BNE umzusetzen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nachhaltigkeit und manchmal auch explizit BNE ist inzwischen in den Hochschulgesetzen der Länder verankert und viele Hochschulen verfolgen eine Nachhaltigkeitsstrategie oder ein Nachhaltigkeitsgesamtkonzept. Auf beides kann man sich berufen und daran anknüpfen. Es gibt eine Reihe von Fördermöglichkeiten für Transformation, auch in der Lehre. BNE-Fortbildungen für Hochschullehrende sind hilfreich (Hemmer et al., 2024). Ebenso die Kooperation mit Studierenden und Kolleg:innen an der eigenen Hochschule und in Netzwerken, insbesondere wenn sich bereits studentische Initiativen für das Thema einsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hilfreiche Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://wiki.dg-hochn.de/images/4/4c/Hoch-n-leitfaden-lehre-2020-neu.pdf &#039;&#039;&#039;HochN Leitfaden für das Handlungsfeld Lehre&#039;&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;DG HochN-Wiki:&#039;&#039;&#039; [[Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre|BNE-Einstieg]], [[Beispielsammlung für innovative Lehrformate (BNE)|INNO4BNE-Seiten]]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;LeNa Plattform&#039;&#039;&#039; [https://netzwerk-lena.org/bne-lehre-konkret/ BNE Lehre Konkret]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;netzwerk n:&#039;&#039;&#039; [https://www.netzwerk-n.org/angebote/good-practice-sammlung/ Good Practice Sammlung]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;AG Nachhaltigkeit an Brandenburger Hochschulen – Fortbildung BNE in der Hochschullehre:&#039;&#039;&#039; [https://nachhaltigkeit-an-brandenburger-hochschulen.de/gute-praxis/materialien/ Praxisbeispiele]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Eichstätt – Fortbildung BNE in der Hochschullehre&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.ku.de/fileadmin/150305/Forschung/FOLE_BNE/Abschlussbericht_FOLE-BNE_Bay_2021-10-27_final.pdf&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;BNE-Zentrum Heidelberg&#039;&#039;&#039; – [https://www.ph-heidelberg.de/hochschule/organisation/wissenschaftliche-einrichtungen/heidelberger-zentrum-bildung-fuer-nachhaltige-entwicklung.html Fortbildung BNE in der Hochschullehre]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;DG Hochn Podcast&#039;&#039;&#039; zu [https://wissenschaftspodcasts.de/podcasts/re-nachhaltige-hochschulen/die-rolle-von-bildung-fuer-nachhaltige-entwicklung-als-werkzeug-auf-dem-transformationspfad_9259558/ BNE in der Hochschule mit Leonie Bellina]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Nationale Aktionsplattform BNE:&#039;&#039;&#039; [https://www.bne-portal.de/bne/de/nationaler-aktionsplan/nationaler-aktionsplan_node.html NAP] und [https://www.bne-portal.de/bne/de/infothek/infothek_node.html Infothek]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[https://sustainicum.at/ Allianz nachhaltiger Universitäten in Österreich]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;UNESCO-Aktivitäten:&#039;&#039;&#039; [https://www.unesco.org/en/unitwin/about UNESCO-Chairs und UNITWIN-Network]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
* Bellina, L., Tegeler, M.K., Müller-Christ, G. &amp;amp; Potthast, T. (2020). &#039;&#039;Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre. BMBF-Projekt Nachhaltigkeit an Hochschulen: entwickeln – vernetzen –berichten (HOCHN)&#039;&#039;. https://wiki.dg-hochn.de/images/4/4c/Hoch-n-leitfaden-lehre-2020-neu.pdf&lt;br /&gt;
* Brundiers, K. et al. (2021). Key competencies in sustainability in higher education—toward an agreed-upon reference framework. &#039;&#039;Sustainability science, 16&#039;&#039;(1), 13-29.&lt;br /&gt;
* Bundesregierung (2025). &#039;&#039;Transformation gemeinsam gerecht gestalten. Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie Weiterentwicklung 2025.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* https://www.bundesregierung.de/rource/blob/975228/2335292/3962877378d74837d4f4c611749b6172/2025-05-13-dns-2025-data.pdf?download=1&lt;br /&gt;
* De Haan, G. (2008). Gestaltungskompetenz als Kompetenzkonzept für Bildung für nachhaltige Entwicklung. In I. Bormann &amp;amp; G. De Haan (Hg.). &#039;&#039;Kompetenzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Operationalisierung, Messung, Rahmenbedingungen, Befunde&#039;&#039; (S. 23–43). VS- Verlag.&lt;br /&gt;
* Hemmer, I., Koch, Chr. &amp;amp; Peitz, A. (2024). ESD training for university teachers: which is more effective, the face-to-face or digital format? Results of an intervention study. International Journal of Sustainability in Higher Education, 17(8), 1732-1750. https://doi.org/10.1108/IJSHE-05-2023-0178&lt;br /&gt;
* Holst, J., Grund, J. &amp;amp; Brock, A. (2024). Whole Institution Approach: measurable and highly effective in empowering learners and educators for sustainability. &#039;&#039;Sustainability Science, 19,&#039;&#039; 1359–1376. https://doi.org/10.1007/s11625-024-01506-5&lt;br /&gt;
* HRK (Hochschulrektorenkonferenz) (2025). &#039;&#039;Kulturen der Nachhaltigkeit – Hochschulen als Zukunftswerkstätten der nachhaltigen Entwicklung stärken. Empfehlung der 41. Mitgliederversammlung der HRK am 4.11.2025 in Osnabrück. &#039;&#039;https://www.hrk.de/positionen/beschluss/detail/kulturen-der-nachhaltigkeit-hochschulen-als-zukunftswerkstaetten-der-nachhaltigen-entwicklung-staerk/&lt;br /&gt;
* NAP (Nationale Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung) (Hg.) (2017). &#039;&#039;Nationaler Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung. &#039;&#039;https://www.bne-portal.de/bne/de/nationaler-aktionsplan/nationaler-aktionsplan _node.html&lt;br /&gt;
* Potthast, T. (2019). Berufsethos für Lehrerinnen und Lehrer, Ethik in den Wissenschaften und die Frage der Werte-Orientierung – kritische Überlegungen. In C. Colin, M. Drahmann &amp;amp; F. Oser (Hg.), &#039;&#039;Ethos: Interdisziplinäre Perspektiven auf den Lehrerinnen- und Lehrerberuf. In Memoriam Martin Drahmann&#039;&#039; (S. 143-151). Waxmann.&lt;br /&gt;
* Potthast, T., Bellina, L., Müller-Christ, G. &amp;amp; Tegeler, M. (2024). Bildung für Nachhaltige Entwicklung an Hochschulen. In M. Rieckmann, B. Giesenbauer, B. Nölting, T. Potthast &amp;amp; C. T. Schmitt (Hrsg.), &#039;&#039;Schriftenreihe &amp;quot;Ökologie und Erziehungswissenschaft&amp;quot; der Kommission Bildung für nachhaltige Entwicklung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE). Nachhaltige Entwicklung von Hochschulen: Erkenntnisse und Perspektiven zur gesamtinstitutionellen Transformation&#039;&#039; (1st, S. 37–58). Verlag Barbara Budrich. https://doi.org/10.2307/jj.11786269.5&lt;br /&gt;
* UNESCO (United Nations Educational Scientific and Cultural Organization) (2020). &#039;&#039;ESD for 2030. Education for Sustainable Development: a Roadmap.&#039;&#039; https://unesdoc.unesco.org/ark:/48223/pf0000374802&lt;br /&gt;
* UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization) (2021). &#039;&#039;Bildung für nachhaltige Entwicklung: eine Roadmap.&#039;&#039; https://unesdoc.unesco.org/ark:/48223/pf0000379488&lt;br /&gt;
* Vare, P. (2018).  A Rounder Sense of Purpose: developing and assessing competences for educators of sustainable development. In &#039;&#039;Form@re, 18&#039;&#039;(2), 164-173. DOI: 10.13128/formare-23712&lt;br /&gt;
* Vogt, M., Lütke-Spatz, L. &amp;amp; Weber, Ch. (2024). Auf dem Weg zu einem Nachhaltigkeitsverständnis im Kontext von Hochschulen. In M. Rieckmann et al. (Hg.)(2024). &#039;&#039;Nachhaltige Entwicklung von Hochschulen. Erkenntnisse und Perspektiven zur gesamtinstitutionellen Transformation. Schriftenreihen Ökologie und Erziehungswissenschaften der Kommission Bildung für nachhaltige Entwicklung der DGfE &#039;&#039;(S. 17-36). Verlag Barbara Budrich 2024, 17-36.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zitationshinweis und Autor:innen ===&lt;br /&gt;
Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (2025). &#039;&#039;Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre – Empfehlungen der DG HochN.&#039;&#039; DG HochN. https://wiki.dg-hochn.de/wiki/BNE_Empfehlungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Entwicklung dieses Papiers waren beteiligt: Geschäftsführung und Vorstand der DG HochN (Bror Giesenbauer, Ingrid Hemmer (Moderation), Magdalène Lévy-Toedter, Georg Müller-Christ, Remmer Sassen, Eva Schäfer) sowie Klaus Fischer, Daria Humburg, Jennifer Krah und Marina Schmitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fußnoten===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Lehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=BNE_Empfehlungen&amp;diff=25718</id>
		<title>BNE Empfehlungen</title>
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		<updated>2025-11-19T10:51:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die DG HochN hat 2025 Empfehlungen für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre veröffentlicht, die im Folgenden vorgestellt werden. Weitere Konzeptverständnisse von BNE sind [[Konzeptverständnis von BNE|hier im Wiki]] aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre – Empfehlungen der DG HochN== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DG HochN 2025 - BNE-Empfehlungen.pdf|BNE-Empfehlungen der DG HochN (2025) zum Download (PDF)|mini|link=https://wiki.dg-hochn.de/images/9/93/DG_HochN_2025_-_BNE-Empfehlungen.pdf|alt=BNE-Empfehlungen der DG HochN (PDF)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nachhaltigkeitsziel 4.7 der Vereinten Nationen fordert, dass alle Lernenden das notwendige Wissen und die Fähigkeiten erwerben sollen, um Nachhaltige Entwicklung durch BNE voranzutreiben. Der Nationale Aktionsplan (NAP, 2017, S. 62) setzt die Verankerung von BNE/Nachhaltigkeit in die Curricula aller Studiengänge als Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns intensiv mit der Frage beschäftigt, was BNE für die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (DG HochN) bedeutet. Dabei wurde deutlich, wie schwierig es ist, alle Facetten und die Dynamik des Themas in wenigen Sätzen zu erfassen. Wir teilen nun unseren Diskussionsstand und unsere Empfehlungen zu diesem Thema. Rückmeldungen sind willkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier vorliegenden Empfehlungen sollen Hochschulen und Lehrende dabei unterstützen, BNE in die Lehre zu integrieren. Für die Umsetzung dieser Ziele ist es wichtig, zunächst das BNE-Verständnis zu klären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===BNE-Verständnis===&lt;br /&gt;
Die DG HochN orientiert sich am BNE-Verständnis der UNESCO. Es operationalisiert wichtige BNE-Merkmale und ist darum gut geeignet, die Analyse und Konzeption von Lernangeboten zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;“&#039;&#039;ESD empowers learners with knowledge, skills, values and attitudes to take informed decisions and make responsible actions for environmental integrity, economic viability and a just society empowering people of all genders, for present and future generations, while respecting cultural diversity. ESD is a lifelong learning process and an integral part of quality education that enhances cognitive, social and emotional and behavioural dimensions of learning. It is holistic and transformational and encompasses learning content and outcomes, pedagogy and the learning environment itself&#039;&#039;” (UNESCO, 2020, S. 8)&amp;lt;ref&amp;gt;Die deutsche Übersetzung der UNESCO (2021, S. 8) lautet:&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;„BNE versetzt Lernende durch die Vermittlung von Wissen, Fähigkeiten, Werten und Haltungen in die Lage, fundierte Entscheidungen zu treffen und verantwortungsbewusst zum Schutz der Umwelt zu handeln sowie für Wirtschaftlichkeit und eine gerechte Gesellschaft einzustehen, die Menschen aller Geschlechteridentitäten sowie heutiger und zukünftiger Generationen stärkt und gleichzeitig ihre kulturelle Vielfalt respektiert. BNE ist ein lebenslanger Lernprozess und integraler Bestandteil einer qualitativ hochwertigen Bildung, welche die kognitiven, sozialen und emotionalen sowie verhaltensbezogenen Dimensionen des Lernens stärkt. Sie ist ganzheitlich und transformativ und umfasst sowohl Lerninhalte als auch Ergebnisse, die pädagogischen Ansätze und Methoden sowie die Lern- und Lehrumgebung selbst.“&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im englischsprachigen Originaltext wird durch das Verb „empower“ die Stärkung und Selbstbestimmung der Lernenden klarer hervorgehoben, was unserem BNE-Verständnis entspricht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesem BNE-Verständnis liegt ein integriertes Nachhaltigkeitsverständnis zugrunde, das sowohl die drei Dimensionen (nicht Säulen!) ökologisch, ökonomisch und sozial als auch die globale und die Generationengerechtigkeit einschließt und das nahe am Nachhaltigkeitsverständnis des Verbundprojektes HochN (Vogt, Lütke-Spatz &amp;amp; Weber, 2024) sowie der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (Bundesregierung, 2025) liegt, wobei die Wechselwirkungen und Zielkonflikte zwischen den Dimensionen zu beachten sind. BNE führt somit Anliegen von Umweltbildung und Globalem Lernen zusammen. Das o.g. BNE-Verständnis macht gleichzeitig deutlich, dass BNE weit über die Vermittlung von Wissen über Nachhaltigkeitsthemen hinausgeht. Eine BNE-orientierte Hochschullehre erfordert vielmehr eine BNE-Didaktik (Bellina et al., 2020), die als Kernelemente u.a. Kompetenzen, Inhalte, Methoden/Medien sowie Evaluationen umfasst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Whole Institution Approach (WIA), bei dem sich neben der Lehre auch die anderen Handlungsfelder einer Hochschule, wie Governance, Forschung, Betrieb, Transfer und studentisches Engagement an Nachhaltigkeit orientieren, ist eine geeignete und wirksame Lehr- und Lernumgebung für BNE (Holst et al., 2024). BNE zielt unter anderem darauf ab, Lernende zu befähigen, an der Transformation in Richtung einer nachhaltigen Gesellschaft mitzugestalten (Gestaltungskompetenz; de Haan, 2008; Vare, 2018, Brundiers et al., 2021). Dies ist nicht nur instrumentell im Sinne einer Befähigung zur Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung zu verstehen, sondern dient gleichzeitig der Persönlichkeitsentwicklung der Lernenden und einer Verbesserung der Lehre. Mitgestaltung bedeutet dabei nicht nur individuelles Alltagshandeln, sondern auch politisches Handeln im Sinne der politischen Bildung. Partizipation ist als Ziel und Methode von BNE bei der Hochschullehre und beim WIA ein wesentlicher Aspekt. Hochschullehrkräfte müssen selbst BNE-Kompetenzen aufbauen und darüber hinaus in der Lage sein, solche Kompetenzen bei den Studentinnen und Studenten zu fördern (z.B. Hemmer et al., 2024).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== FAQ zur Umsetzung von BNE in der Hochschullehre ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Sind Nachhaltigkeit und BNE normativ motiviert?&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nachhaltigkeit ist wie auch Demokratie im Kern normativ (Potthast, 2019) und z.B. durch den Grundsatz der Generationengerechtigkeit ethisch begründet, oder, wie im Fall globaler Nachhaltigkeitsziele, das Ergebnis politischer Aushandlungsprozesse und wissenschaftlicher Erkenntnisse. Der Entstehungsprozess von Nachhaltigkeits- und BNE-Inhalten sollte daher transparent gemacht werden. Lehrende sind persönlich nicht zur Neutralität verpflichtet. Kontroverse Sachverhalte sollten aber in der Lehre kontrovers dargestellt werden. Studierende dürfen nicht indoktriniert und zur unreflektierten Normenerfüllung angeleitet werden. BNE umfasst daher eine Förderung von Bewertungskompetenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Kann BNE nur interdisziplinär oder transdisziplinär erfolgen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
BNE kann und soll auch disziplinär erfolgen. Die Klärung der disziplinären Zugänge ist sogar besonders wichtig, um sinnvoll interdisziplinär oder transdisziplinär in Kooperation mit Akteur:innen aus der Praxis an Fragestellungen zu arbeiten.&lt;br /&gt;
Sollen Nachhaltigkeit und BNE in einer Veranstaltung, einem Modul oder in einem Studiengang umgesetzt werden?&lt;br /&gt;
Grundsätzlich sind alle Ansätze sinnvoll. Einzelne Nachhaltigkeitsaktionen oder -wochen können Interesse wecken. Module mit z.B. einer (B)NE-Ringvorlesung und (B)NE-Zertifikate sind wichtige Einstiege und bieten den interessierten Studierenden Lehrangebote im Wahl- und Wahlpflichtbereich. Die letztliche Zielsetzung ist, dass BNE in allen Fachstudiengängen pflichtmäßig integriert werden soll, wobei das Niveau und der Integrationsgrad sehr unterschiedlich ausfallen können. Daneben sind inter- und transdisziplinäre und internationale (z.B. HRK, 2025) Angebote bedeutsam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Was ist für die Integration von BNE wichtig? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Sie erfordert einerseits die entsprechenden Rahmenbedingungen (Leitbild Lehre, Aufnahme in die Curricula, Absprache zwischen Lehrenden, um Doppelungen zu vermeiden) und andererseits eine Fortbildung der Hochschullehrenden (Professor:innen, Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen und Lehrbeauftragte) und Multiplikator:innen (für Lehrentwicklung, Hochschuldidaktik etc.). Nicht zuletzt ist ein Netzwerk als Plattform hilfreich, um z.B. Good Practices auszutauschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Welche Kompetenzen sollen besonders gefördert werden? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Es gibt besondere Kompetenzmodelle für BNE, auch für die Hochschullehre (z.B. Vare, 2018, Brundiers et al.,2021). Eine Übersicht bietet die Plattform [https://netzwerk-lena.org/bne-lehre-konkret/kompetenzen/ BNE Lehre konkret]. Hinzu tritt das [https://publications.jrc.ec.europa.eu/repository/handle/JRC128040 GreenComp], der europäische Kompetenzrahmen für Nachhaltigkeit. Die Modelle haben weitgehende Überschneidungen untereinander. Es gibt aber auch Überschneidungen mit Fachkompetenzen, z.B. bezüglich des systemischen Denkens. Es empfiehlt sich eine bewusste Auswahl der Modelle und der Kompetenzen, die im Rahmen der eigenen Lehre besonders gefördert werden können und sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Wie kann man BNE-Kompetenzen fördern? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Eine Kompetenzförderung erfolgt durch gezielte Auswahl von geeigneten Inhalten und Methoden sowie Medien. Vorausschauendes, zukunftsorientiertes Denken erfordert inhaltlich einen Prozess, wie z.B. nachhaltige Stadtentwicklung. Methodisch lässt sich hier z.B. mit Szenarien oder Zukünftelaboren arbeiten. Relevant ist die inhaltliche und methodische Entwicklung dieser BNE-Kompetenzen entlang fachlicher und allgemeiner akademischer Kompetenzen (Brundiers et al., 2021). Einige Kompetenzen, wie etwa kritisches Denken, werden in einigen Fächern bereits durch gute wissenschaftliche Praxis im Studium gefördert. Gestaltungsbezogene Kompetenzen hingegen bedürfen je nach bisheriger Ausrichtung ggf. neuer, innovativer analoger oder digitaler Lehr-Lernformate und auch Prüfungsformate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Ich behandele in der Lehre bereits Nachhaltigkeitsthemen. Muss ich dabei etwas anders machen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nahezu alle Nachhaltigkeitsthemen sind in den Fächern bereits im Fachcurriculum verankert, wie z.B. Energie im Fach Physik, Klima im Fach Geographie oder Armut im Fach Soziologie. Sie werden allerdings dort häufig einseitig fachspezifisch behandelt. Hier wäre anzustreben, dass möglichst viele Nachhaltigkeitsdimensionen (ökologische, soziale, ökonomisch; globale Gerechtigkeit und Generationengerechtigkeit) thematisiert und geeignete Methoden zur Kompetenzförderung ausgewählt werden. Dabei ist es häufig sinnvoll, sich bei der Thematisierung von Prozessen oder Maßnahmen auch mit Zielkonflikten zwischen den Dimensionen auseinanderzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Meine Lehre umfasst keine Nachhaltigkeitsthemen. Kann ich trotzdem BNE-orientierte Lehre anbieten? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Ja, es gilt die entsprechenden Anknüpfungspunkte zwischen eigenen Fachinhalten und Nachhaltigkeit, also die jeweiligen fachlichen Zugänge, zu finden. Dabei ist zu prüfen, welche Nachhaltigkeitsdimensionen oder -aspekte ich auf meine eigenen Inhalte anwenden kann und mit welchen Methoden ich spezifische Kompetenzen fördern kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Reicht es aus, wenn ich nur auf die Kompetenzförderung achte, ohne inhaltliche Bezüge zur Nachhaltigkeit bzw. Nachhaltigkeitsdimensionen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nein, aufgrund der Überschneidung mit Fachkompetenzen und anderen übergreifenden Kompetenzkonzepten würde man hier von kompetenzorientierter Hochschullehre und nicht von BNE sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Auf welche Hindernisse im Kontext Hochschule kann ich als Lehrende:r stoßen, wenn ich BNE umsetzen will? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die o.g. Ansprüche von BNE geraten nicht selten in Konflikt mit festgelegten Strukturen, Verantwortlichkeiten und Fächergrenzen. Häufig fehlen Anreize, insbesondere bei der Entwicklung akademischer Karrieren. BNE wird als Add-on wahrgenommen, nicht als integrativer Bestandteil und Qualitätsentwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Welche günstigen Bedingungen können mir helfen, BNE umzusetzen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nachhaltigkeit und manchmal auch explizit BNE ist inzwischen in den Hochschulgesetzen der Länder verankert und viele Hochschulen verfolgen eine Nachhaltigkeitsstrategie oder ein Nachhaltigkeitsgesamtkonzept. Auf beides kann man sich berufen und daran anknüpfen. Es gibt eine Reihe von Fördermöglichkeiten für Transformation, auch in der Lehre. BNE-Fortbildungen für Hochschullehrende sind hilfreich (Hemmer et al., 2024). Ebenso die Kooperation mit Studierenden und Kolleg:innen an der eigenen Hochschule und in Netzwerken, insbesondere wenn sich bereits studentische Initiativen für das Thema einsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hilfreiche Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://wiki.dg-hochn.de/images/4/4c/Hoch-n-leitfaden-lehre-2020-neu.pdf &#039;&#039;&#039;HochN Leitfaden für das Handlungsfeld Lehre&#039;&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;DG HochN-Wiki:&#039;&#039;&#039; [[Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre|BNE-Einstieg]], [[Beispielsammlung für innovative Lehrformate (BNE)|INNO4BNE-Seiten]]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;LeNa Plattform&#039;&#039;&#039; [https://netzwerk-lena.org/bne-lehre-konkret/ BNE Lehre Konkret]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;netzwerk n:&#039;&#039;&#039; [https://www.netzwerk-n.org/angebote/good-practice-sammlung/ Good Practice Sammlung]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;AG Nachhaltigkeit an Brandenburger Hochschulen – Fortbildung BNE in der Hochschullehre:&#039;&#039;&#039; [https://nachhaltigkeit-an-brandenburger-hochschulen.de/gute-praxis/materialien/ Praxisbeispiele]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Eichstätt – Fortbildung BNE in der Hochschullehre&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.ku.de/fileadmin/150305/Forschung/FOLE_BNE/Abschlussbericht_FOLE-BNE_Bay_2021-10-27_final.pdf&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;BNE-Zentrum Heidelberg&#039;&#039;&#039; – [https://www.ph-heidelberg.de/hochschule/organisation/wissenschaftliche-einrichtungen/heidelberger-zentrum-bildung-fuer-nachhaltige-entwicklung.html Fortbildung BNE in der Hochschullehre]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;DG Hochn Podcast&#039;&#039;&#039; zu [https://wissenschaftspodcasts.de/podcasts/re-nachhaltige-hochschulen/die-rolle-von-bildung-fuer-nachhaltige-entwicklung-als-werkzeug-auf-dem-transformationspfad_9259558/ BNE in der Hochschule mit Leonie Bellina]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Nationale Aktionsplattform BNE:&#039;&#039;&#039; [https://www.bne-portal.de/bne/de/nationaler-aktionsplan/nationaler-aktionsplan_node.html NAP] und [https://www.bne-portal.de/bne/de/infothek/infothek_node.html Infothek]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[https://sustainicum.at/ Allianz nachhaltiger Universitäten in Österreich]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;UNESCO-Aktivitäten:&#039;&#039;&#039; [https://www.unesco.org/en/unitwin/about UNESCO-Chairs und UNITWIN-Network]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
* Bellina, L., Tegeler, M.K., Müller-Christ, G. &amp;amp; Potthast, T. (2020). &#039;&#039;Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre. BMBF-Projekt Nachhaltigkeit an Hochschulen: entwickeln – vernetzen –berichten (HOCHN)&#039;&#039;. https://wiki.dg-hochn.de/images/4/4c/Hoch-n-leitfaden-lehre-2020-neu.pdf&lt;br /&gt;
* Brundiers, K. et al. (2021). Key competencies in sustainability in higher education—toward an agreed-upon reference framework. &#039;&#039;Sustainability science, 16&#039;&#039;(1), 13-29.&lt;br /&gt;
* Bundesregierung (2025). &#039;&#039;Transformation gemeinsam gerecht gestalten. Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie Weiterentwicklung 2025.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* https://www.bundesregierung.de/rource/blob/975228/2335292/3962877378d74837d4f4c611749b6172/2025-05-13-dns-2025-data.pdf?download=1&lt;br /&gt;
* De Haan, G. (2008). Gestaltungskompetenz als Kompetenzkonzept für Bildung für nachhaltige Entwicklung. In I. Bormann &amp;amp; G. De Haan (Hg.). &#039;&#039;Kompetenzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Operationalisierung, Messung, Rahmenbedingungen, Befunde&#039;&#039; (S. 23–43). VS- Verlag.&lt;br /&gt;
* Hemmer, I., Koch, Chr. &amp;amp; Peitz, A. (2024). ESD training for university teachers: which is more effective, the face-to-face or digital format? Results of an intervention study. International Journal of Sustainability in Higher Education, 17(8), 1732-1750. https://doi.org/10.1108/IJSHE-05-2023-0178&lt;br /&gt;
* Holst, J., Grund, J. &amp;amp; Brock, A. (2024). Whole Institution Approach: measurable and highly effective in empowering learners and educators for sustainability. &#039;&#039;Sustainability Science, 19,&#039;&#039; 1359–1376. https://doi.org/10.1007/s11625-024-01506-5&lt;br /&gt;
* HRK (Hochschulrektorenkonferenz) (2025). &#039;&#039;Kulturen der Nachhaltigkeit – Hochschulen als Zukunftswerkstätten der nachhaltigen Entwicklung stärken. Empfehlung der 41. Mitgliederversammlung der HRK am 4.11.2025 in Osnabrück. &#039;&#039;https://www.hrk.de/positionen/beschluss/detail/kulturen-der-nachhaltigkeit-hochschulen-als-zukunftswerkstaetten-der-nachhaltigen-entwicklung-staerk/&lt;br /&gt;
* NAP (Nationale Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung) (Hg.) (2017). &#039;&#039;Nationaler Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung. &#039;&#039;https://www.bne-portal.de/bne/de/nationaler-aktionsplan/nationaler-aktionsplan _node.html&lt;br /&gt;
* Potthast, T. (2019). Berufsethos für Lehrerinnen und Lehrer, Ethik in den Wissenschaften und die Frage der Werte-Orientierung – kritische Überlegungen. In C. Colin, M. Drahmann &amp;amp; F. Oser (Hg.), &#039;&#039;Ethos: Interdisziplinäre Perspektiven auf den Lehrerinnen- und Lehrerberuf. In Memoriam Martin Drahmann&#039;&#039; (S. 143-151). Waxmann.&lt;br /&gt;
* Potthast, T., Bellina, L., Müller-Christ, G. &amp;amp; Tegeler, M. (2024). Bildung für Nachhaltige Entwicklung an Hochschulen. In M. Rieckmann, B. Giesenbauer, B. Nölting, T. Potthast &amp;amp; C. T. Schmitt (Hrsg.), &#039;&#039;Schriftenreihe &amp;quot;Ökologie und Erziehungswissenschaft&amp;quot; der Kommission Bildung für nachhaltige Entwicklung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE). Nachhaltige Entwicklung von Hochschulen: Erkenntnisse und Perspektiven zur gesamtinstitutionellen Transformation&#039;&#039; (1st, S. 37–58). Verlag Barbara Budrich. https://doi.org/10.2307/jj.11786269.5&lt;br /&gt;
* UNESCO (United Nations Educational Scientific and Cultural Organization) (2020). &#039;&#039;ESD for 2030. Education for Sustainable Development: a Roadmap.&#039;&#039; https://unesdoc.unesco.org/ark:/48223/pf0000374802&lt;br /&gt;
* UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization) (2021). &#039;&#039;Bildung für nachhaltige Entwicklung: eine Roadmap.&#039;&#039; https://unesdoc.unesco.org/ark:/48223/pf0000379488&lt;br /&gt;
* Vare, P. (2018).  A Rounder Sense of Purpose: developing and assessing competences for educators of sustainable development. In &#039;&#039;Form@re, 18&#039;&#039;(2), 164-173. DOI: 10.13128/formare-23712&lt;br /&gt;
* Vogt, M., Lütke-Spatz, L. &amp;amp; Weber, Ch. (2024). Auf dem Weg zu einem Nachhaltigkeitsverständnis im Kontext von Hochschulen. In M. Rieckmann et al. (Hg.)(2024). &#039;&#039;Nachhaltige Entwicklung von Hochschulen. Erkenntnisse und Perspektiven zur gesamtinstitutionellen Transformation. Schriftenreihen Ökologie und Erziehungswissenschaften der Kommission Bildung für nachhaltige Entwicklung der DGfE &#039;&#039;(S. 17-36). Verlag Barbara Budrich 2024, 17-36.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zitationshinweis und Autor:innen ===&lt;br /&gt;
Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (2025). &#039;&#039;Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre – Empfehlungen der DG HochN.&#039;&#039; DG HochN. https://wiki.dg-hochn.de/wiki/BNE_Empfehlungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Entwicklung dieses Papiers waren beteiligt: Geschäftsführung und Vorstand der DG HochN (Bror Giesenbauer, Ingrid Hemmer (Moderation), Magdalène Lévy-Toedter, Georg Müller-Christ, Remmer Sassen, Eva Schäfer) sowie Klaus Fischer, Daria Humburg, Jennifer Krah und Marina Schmitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fußnoten===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Lehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=BNE_Empfehlungen&amp;diff=25715</id>
		<title>BNE Empfehlungen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=BNE_Empfehlungen&amp;diff=25715"/>
		<updated>2025-11-19T10:48:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die DG HochN hat 2025 Empfehlungen für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre veröffentlicht, die im Folgenden vorgestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre – Empfehlungen der DG HochN== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DG HochN 2025 - BNE-Empfehlungen.pdf|BNE-Empfehlungen der DG HochN (2025) zum Download (PDF)|mini|link=https://wiki.dg-hochn.de/images/9/93/DG_HochN_2025_-_BNE-Empfehlungen.pdf|alt=BNE-Empfehlungen der DG HochN (PDF)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nachhaltigkeitsziel 4.7 der Vereinten Nationen fordert, dass alle Lernenden das notwendige Wissen und die Fähigkeiten erwerben sollen, um Nachhaltige Entwicklung durch BNE voranzutreiben. Der Nationale Aktionsplan (NAP, 2017, S. 62) setzt die Verankerung von BNE/Nachhaltigkeit in die Curricula aller Studiengänge als Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns intensiv mit der Frage beschäftigt, was BNE für die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (DG HochN) bedeutet. Dabei wurde deutlich, wie schwierig es ist, alle Facetten und die Dynamik des Themas in wenigen Sätzen zu erfassen. Wir teilen nun unseren Diskussionsstand und unsere Empfehlungen zu diesem Thema. Rückmeldungen sind willkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier vorliegenden Empfehlungen sollen Hochschulen und Lehrende dabei unterstützen, BNE in die Lehre zu integrieren. Für die Umsetzung dieser Ziele ist es wichtig, zunächst das BNE-Verständnis zu klären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===BNE-Verständnis===&lt;br /&gt;
Die DG HochN orientiert sich am BNE-Verständnis der UNESCO. Es operationalisiert wichtige BNE-Merkmale und ist darum gut geeignet, die Analyse und Konzeption von Lernangeboten zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;“&#039;&#039;ESD empowers learners with knowledge, skills, values and attitudes to take informed decisions and make responsible actions for environmental integrity, economic viability and a just society empowering people of all genders, for present and future generations, while respecting cultural diversity. ESD is a lifelong learning process and an integral part of quality education that enhances cognitive, social and emotional and behavioural dimensions of learning. It is holistic and transformational and encompasses learning content and outcomes, pedagogy and the learning environment itself&#039;&#039;” (UNESCO, 2020, S. 8)&amp;lt;ref&amp;gt;Die deutsche Übersetzung der UNESCO (2021, S. 8) lautet:&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;„BNE versetzt Lernende durch die Vermittlung von Wissen, Fähigkeiten, Werten und Haltungen in die Lage, fundierte Entscheidungen zu treffen und verantwortungsbewusst zum Schutz der Umwelt zu handeln sowie für Wirtschaftlichkeit und eine gerechte Gesellschaft einzustehen, die Menschen aller Geschlechteridentitäten sowie heutiger und zukünftiger Generationen stärkt und gleichzeitig ihre kulturelle Vielfalt respektiert. BNE ist ein lebenslanger Lernprozess und integraler Bestandteil einer qualitativ hochwertigen Bildung, welche die kognitiven, sozialen und emotionalen sowie verhaltensbezogenen Dimensionen des Lernens stärkt. Sie ist ganzheitlich und transformativ und umfasst sowohl Lerninhalte als auch Ergebnisse, die pädagogischen Ansätze und Methoden sowie die Lern- und Lehrumgebung selbst.“&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im englischsprachigen Originaltext wird durch das Verb „empower“ die Stärkung und Selbstbestimmung der Lernenden klarer hervorgehoben, was unserem BNE-Verständnis entspricht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesem BNE-Verständnis liegt ein integriertes Nachhaltigkeitsverständnis zugrunde, das sowohl die drei Dimensionen (nicht Säulen!) ökologisch, ökonomisch und sozial als auch die globale und die Generationengerechtigkeit einschließt und das nahe am Nachhaltigkeitsverständnis des Verbundprojektes HochN (Vogt, Lütke-Spatz &amp;amp; Weber, 2024) sowie der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (Bundesregierung, 2025) liegt, wobei die Wechselwirkungen und Zielkonflikte zwischen den Dimensionen zu beachten sind. BNE führt somit Anliegen von Umweltbildung und Globalem Lernen zusammen. Das o.g. BNE-Verständnis macht gleichzeitig deutlich, dass BNE weit über die Vermittlung von Wissen über Nachhaltigkeitsthemen hinausgeht. Eine BNE-orientierte Hochschullehre erfordert vielmehr eine BNE-Didaktik (Bellina et al., 2020), die als Kernelemente u.a. Kompetenzen, Inhalte, Methoden/Medien sowie Evaluationen umfasst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Whole Institution Approach (WIA), bei dem sich neben der Lehre auch die anderen Handlungsfelder einer Hochschule, wie Governance, Forschung, Betrieb, Transfer und studentisches Engagement an Nachhaltigkeit orientieren, ist eine geeignete und wirksame Lehr- und Lernumgebung für BNE (Holst et al., 2024). BNE zielt unter anderem darauf ab, Lernende zu befähigen, an der Transformation in Richtung einer nachhaltigen Gesellschaft mitzugestalten (Gestaltungskompetenz; de Haan, 2008; Vare, 2018, Brundiers et al., 2021). Dies ist nicht nur instrumentell im Sinne einer Befähigung zur Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung zu verstehen, sondern dient gleichzeitig der Persönlichkeitsentwicklung der Lernenden und einer Verbesserung der Lehre. Mitgestaltung bedeutet dabei nicht nur individuelles Alltagshandeln, sondern auch politisches Handeln im Sinne der politischen Bildung. Partizipation ist als Ziel und Methode von BNE bei der Hochschullehre und beim WIA ein wesentlicher Aspekt. Hochschullehrkräfte müssen selbst BNE-Kompetenzen aufbauen und darüber hinaus in der Lage sein, solche Kompetenzen bei den Studentinnen und Studenten zu fördern (z.B. Hemmer et al., 2024).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== FAQ zur Umsetzung von BNE in der Hochschullehre ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Sind Nachhaltigkeit und BNE normativ motiviert?&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nachhaltigkeit ist wie auch Demokratie im Kern normativ (Potthast, 2019) und z.B. durch den Grundsatz der Generationengerechtigkeit ethisch begründet, oder, wie im Fall globaler Nachhaltigkeitsziele, das Ergebnis politischer Aushandlungsprozesse und wissenschaftlicher Erkenntnisse. Der Entstehungsprozess von Nachhaltigkeits- und BNE-Inhalten sollte daher transparent gemacht werden. Lehrende sind persönlich nicht zur Neutralität verpflichtet. Kontroverse Sachverhalte sollten aber in der Lehre kontrovers dargestellt werden. Studierende dürfen nicht indoktriniert und zur unreflektierten Normenerfüllung angeleitet werden. BNE umfasst daher eine Förderung von Bewertungskompetenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Kann BNE nur interdisziplinär oder transdisziplinär erfolgen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
BNE kann und soll auch disziplinär erfolgen. Die Klärung der disziplinären Zugänge ist sogar besonders wichtig, um sinnvoll interdisziplinär oder transdisziplinär in Kooperation mit Akteur:innen aus der Praxis an Fragestellungen zu arbeiten.&lt;br /&gt;
Sollen Nachhaltigkeit und BNE in einer Veranstaltung, einem Modul oder in einem Studiengang umgesetzt werden?&lt;br /&gt;
Grundsätzlich sind alle Ansätze sinnvoll. Einzelne Nachhaltigkeitsaktionen oder -wochen können Interesse wecken. Module mit z.B. einer (B)NE-Ringvorlesung und (B)NE-Zertifikate sind wichtige Einstiege und bieten den interessierten Studierenden Lehrangebote im Wahl- und Wahlpflichtbereich. Die letztliche Zielsetzung ist, dass BNE in allen Fachstudiengängen pflichtmäßig integriert werden soll, wobei das Niveau und der Integrationsgrad sehr unterschiedlich ausfallen können. Daneben sind inter- und transdisziplinäre und internationale (z.B. HRK, 2025) Angebote bedeutsam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Was ist für die Integration von BNE wichtig? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Sie erfordert einerseits die entsprechenden Rahmenbedingungen (Leitbild Lehre, Aufnahme in die Curricula, Absprache zwischen Lehrenden, um Doppelungen zu vermeiden) und andererseits eine Fortbildung der Hochschullehrenden (Professor:innen, Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen und Lehrbeauftragte) und Multiplikator:innen (für Lehrentwicklung, Hochschuldidaktik etc.). Nicht zuletzt ist ein Netzwerk als Plattform hilfreich, um z.B. Good Practices auszutauschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Welche Kompetenzen sollen besonders gefördert werden? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Es gibt besondere Kompetenzmodelle für BNE, auch für die Hochschullehre (z.B. Vare, 2018, Brundiers et al.,2021). Eine Übersicht bietet die Plattform [https://netzwerk-lena.org/bne-lehre-konkret/kompetenzen/ BNE Lehre konkret]. Hinzu tritt das [https://publications.jrc.ec.europa.eu/repository/handle/JRC128040 GreenComp], der europäische Kompetenzrahmen für Nachhaltigkeit. Die Modelle haben weitgehende Überschneidungen untereinander. Es gibt aber auch Überschneidungen mit Fachkompetenzen, z.B. bezüglich des systemischen Denkens. Es empfiehlt sich eine bewusste Auswahl der Modelle und der Kompetenzen, die im Rahmen der eigenen Lehre besonders gefördert werden können und sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Wie kann man BNE-Kompetenzen fördern? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Eine Kompetenzförderung erfolgt durch gezielte Auswahl von geeigneten Inhalten und Methoden sowie Medien. Vorausschauendes, zukunftsorientiertes Denken erfordert inhaltlich einen Prozess, wie z.B. nachhaltige Stadtentwicklung. Methodisch lässt sich hier z.B. mit Szenarien oder Zukünftelaboren arbeiten. Relevant ist die inhaltliche und methodische Entwicklung dieser BNE-Kompetenzen entlang fachlicher und allgemeiner akademischer Kompetenzen (Brundiers et al., 2021). Einige Kompetenzen, wie etwa kritisches Denken, werden in einigen Fächern bereits durch gute wissenschaftliche Praxis im Studium gefördert. Gestaltungsbezogene Kompetenzen hingegen bedürfen je nach bisheriger Ausrichtung ggf. neuer, innovativer analoger oder digitaler Lehr-Lernformate und auch Prüfungsformate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Ich behandele in der Lehre bereits Nachhaltigkeitsthemen. Muss ich dabei etwas anders machen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nahezu alle Nachhaltigkeitsthemen sind in den Fächern bereits im Fachcurriculum verankert, wie z.B. Energie im Fach Physik, Klima im Fach Geographie oder Armut im Fach Soziologie. Sie werden allerdings dort häufig einseitig fachspezifisch behandelt. Hier wäre anzustreben, dass möglichst viele Nachhaltigkeitsdimensionen (ökologische, soziale, ökonomisch; globale Gerechtigkeit und Generationengerechtigkeit) thematisiert und geeignete Methoden zur Kompetenzförderung ausgewählt werden. Dabei ist es häufig sinnvoll, sich bei der Thematisierung von Prozessen oder Maßnahmen auch mit Zielkonflikten zwischen den Dimensionen auseinanderzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Meine Lehre umfasst keine Nachhaltigkeitsthemen. Kann ich trotzdem BNE-orientierte Lehre anbieten? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Ja, es gilt die entsprechenden Anknüpfungspunkte zwischen eigenen Fachinhalten und Nachhaltigkeit, also die jeweiligen fachlichen Zugänge, zu finden. Dabei ist zu prüfen, welche Nachhaltigkeitsdimensionen oder -aspekte ich auf meine eigenen Inhalte anwenden kann und mit welchen Methoden ich spezifische Kompetenzen fördern kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Reicht es aus, wenn ich nur auf die Kompetenzförderung achte, ohne inhaltliche Bezüge zur Nachhaltigkeit bzw. Nachhaltigkeitsdimensionen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nein, aufgrund der Überschneidung mit Fachkompetenzen und anderen übergreifenden Kompetenzkonzepten würde man hier von kompetenzorientierter Hochschullehre und nicht von BNE sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Auf welche Hindernisse im Kontext Hochschule kann ich als Lehrende:r stoßen, wenn ich BNE umsetzen will? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die o.g. Ansprüche von BNE geraten nicht selten in Konflikt mit festgelegten Strukturen, Verantwortlichkeiten und Fächergrenzen. Häufig fehlen Anreize, insbesondere bei der Entwicklung akademischer Karrieren. BNE wird als Add-on wahrgenommen, nicht als integrativer Bestandteil und Qualitätsentwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Welche günstigen Bedingungen können mir helfen, BNE umzusetzen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nachhaltigkeit und manchmal auch explizit BNE ist inzwischen in den Hochschulgesetzen der Länder verankert und viele Hochschulen verfolgen eine Nachhaltigkeitsstrategie oder ein Nachhaltigkeitsgesamtkonzept. Auf beides kann man sich berufen und daran anknüpfen. Es gibt eine Reihe von Fördermöglichkeiten für Transformation, auch in der Lehre. BNE-Fortbildungen für Hochschullehrende sind hilfreich (Hemmer et al., 2024). Ebenso die Kooperation mit Studierenden und Kolleg:innen an der eigenen Hochschule und in Netzwerken, insbesondere wenn sich bereits studentische Initiativen für das Thema einsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hilfreiche Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://wiki.dg-hochn.de/images/4/4c/Hoch-n-leitfaden-lehre-2020-neu.pdf &#039;&#039;&#039;HochN Leitfaden für das Handlungsfeld Lehre&#039;&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;DG HochN-Wiki:&#039;&#039;&#039; [[Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre|BNE-Einstieg]], [[Beispielsammlung für innovative Lehrformate (BNE)|INNO4BNE-Seiten]]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;LeNa Plattform&#039;&#039;&#039; [https://netzwerk-lena.org/bne-lehre-konkret/ BNE Lehre Konkret]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;netzwerk n:&#039;&#039;&#039; [https://www.netzwerk-n.org/angebote/good-practice-sammlung/ Good Practice Sammlung]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;AG Nachhaltigkeit an Brandenburger Hochschulen – Fortbildung BNE in der Hochschullehre:&#039;&#039;&#039; [https://nachhaltigkeit-an-brandenburger-hochschulen.de/gute-praxis/materialien/ Praxisbeispiele]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Eichstätt – Fortbildung BNE in der Hochschullehre&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.ku.de/fileadmin/150305/Forschung/FOLE_BNE/Abschlussbericht_FOLE-BNE_Bay_2021-10-27_final.pdf&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;BNE-Zentrum Heidelberg&#039;&#039;&#039; – [https://www.ph-heidelberg.de/hochschule/organisation/wissenschaftliche-einrichtungen/heidelberger-zentrum-bildung-fuer-nachhaltige-entwicklung.html Fortbildung BNE in der Hochschullehre]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;DG Hochn Podcast&#039;&#039;&#039; zu [https://wissenschaftspodcasts.de/podcasts/re-nachhaltige-hochschulen/die-rolle-von-bildung-fuer-nachhaltige-entwicklung-als-werkzeug-auf-dem-transformationspfad_9259558/ BNE in der Hochschule mit Leonie Bellina]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Nationale Aktionsplattform BNE:&#039;&#039;&#039; [https://www.bne-portal.de/bne/de/nationaler-aktionsplan/nationaler-aktionsplan_node.html NAP] und [https://www.bne-portal.de/bne/de/infothek/infothek_node.html Infothek]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[https://sustainicum.at/ Allianz nachhaltiger Universitäten in Österreich]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;UNESCO-Aktivitäten:&#039;&#039;&#039; [https://www.unesco.org/en/unitwin/about UNESCO-Chairs und UNITWIN-Network]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
* Bellina, L., Tegeler, M.K., Müller-Christ, G. &amp;amp; Potthast, T. (2020). &#039;&#039;Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre. BMBF-Projekt Nachhaltigkeit an Hochschulen: entwickeln – vernetzen –berichten (HOCHN)&#039;&#039;. https://wiki.dg-hochn.de/images/4/4c/Hoch-n-leitfaden-lehre-2020-neu.pdf&lt;br /&gt;
* Brundiers, K. et al. (2021). Key competencies in sustainability in higher education—toward an agreed-upon reference framework. &#039;&#039;Sustainability science, 16&#039;&#039;(1), 13-29.&lt;br /&gt;
* Bundesregierung (2025). &#039;&#039;Transformation gemeinsam gerecht gestalten. Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie Weiterentwicklung 2025.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* https://www.bundesregierung.de/rource/blob/975228/2335292/3962877378d74837d4f4c611749b6172/2025-05-13-dns-2025-data.pdf?download=1&lt;br /&gt;
* De Haan, G. (2008). Gestaltungskompetenz als Kompetenzkonzept für Bildung für nachhaltige Entwicklung. In I. Bormann &amp;amp; G. De Haan (Hg.). &#039;&#039;Kompetenzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Operationalisierung, Messung, Rahmenbedingungen, Befunde&#039;&#039; (S. 23–43). VS- Verlag.&lt;br /&gt;
* Hemmer, I., Koch, Chr. &amp;amp; Peitz, A. (2024). ESD training for university teachers: which is more effective, the face-to-face or digital format? Results of an intervention study. International Journal of Sustainability in Higher Education, 17(8), 1732-1750. https://doi.org/10.1108/IJSHE-05-2023-0178&lt;br /&gt;
* Holst, J., Grund, J. &amp;amp; Brock, A. (2024). Whole Institution Approach: measurable and highly effective in empowering learners and educators for sustainability. &#039;&#039;Sustainability Science, 19,&#039;&#039; 1359–1376. https://doi.org/10.1007/s11625-024-01506-5&lt;br /&gt;
* HRK (Hochschulrektorenkonferenz) (2025). &#039;&#039;Kulturen der Nachhaltigkeit – Hochschulen als Zukunftswerkstätten der nachhaltigen Entwicklung stärken. Empfehlung der 41. Mitgliederversammlung der HRK am 4.11.2025 in Osnabrück. &#039;&#039;https://www.hrk.de/positionen/beschluss/detail/kulturen-der-nachhaltigkeit-hochschulen-als-zukunftswerkstaetten-der-nachhaltigen-entwicklung-staerk/&lt;br /&gt;
* NAP (Nationale Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung) (Hg.) (2017). &#039;&#039;Nationaler Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung. &#039;&#039;https://www.bne-portal.de/bne/de/nationaler-aktionsplan/nationaler-aktionsplan _node.html&lt;br /&gt;
* Potthast, T. (2019). Berufsethos für Lehrerinnen und Lehrer, Ethik in den Wissenschaften und die Frage der Werte-Orientierung – kritische Überlegungen. In C. Colin, M. Drahmann &amp;amp; F. Oser (Hg.), &#039;&#039;Ethos: Interdisziplinäre Perspektiven auf den Lehrerinnen- und Lehrerberuf. In Memoriam Martin Drahmann&#039;&#039; (S. 143-151). Waxmann.&lt;br /&gt;
* Potthast, T., Bellina, L., Müller-Christ, G. &amp;amp; Tegeler, M. (2024). Bildung für Nachhaltige Entwicklung an Hochschulen. In M. Rieckmann, B. Giesenbauer, B. Nölting, T. Potthast &amp;amp; C. T. Schmitt (Hrsg.), &#039;&#039;Schriftenreihe &amp;quot;Ökologie und Erziehungswissenschaft&amp;quot; der Kommission Bildung für nachhaltige Entwicklung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE). Nachhaltige Entwicklung von Hochschulen: Erkenntnisse und Perspektiven zur gesamtinstitutionellen Transformation&#039;&#039; (1st, S. 37–58). Verlag Barbara Budrich. https://doi.org/10.2307/jj.11786269.5&lt;br /&gt;
* UNESCO (United Nations Educational Scientific and Cultural Organization) (2020). &#039;&#039;ESD for 2030. Education for Sustainable Development: a Roadmap.&#039;&#039; https://unesdoc.unesco.org/ark:/48223/pf0000374802&lt;br /&gt;
* UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization) (2021). &#039;&#039;Bildung für nachhaltige Entwicklung: eine Roadmap.&#039;&#039; https://unesdoc.unesco.org/ark:/48223/pf0000379488&lt;br /&gt;
* Vare, P. (2018).  A Rounder Sense of Purpose: developing and assessing competences for educators of sustainable development. In &#039;&#039;Form@re, 18&#039;&#039;(2), 164-173. DOI: 10.13128/formare-23712&lt;br /&gt;
* Vogt, M., Lütke-Spatz, L. &amp;amp; Weber, Ch. (2024). Auf dem Weg zu einem Nachhaltigkeitsverständnis im Kontext von Hochschulen. In M. Rieckmann et al. (Hg.)(2024). &#039;&#039;Nachhaltige Entwicklung von Hochschulen. Erkenntnisse und Perspektiven zur gesamtinstitutionellen Transformation. Schriftenreihen Ökologie und Erziehungswissenschaften der Kommission Bildung für nachhaltige Entwicklung der DGfE &#039;&#039;(S. 17-36). Verlag Barbara Budrich 2024, 17-36.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zitationshinweis und Autor:innen ===&lt;br /&gt;
Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (2025). &#039;&#039;Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre – Empfehlungen der DG HochN.&#039;&#039; DG HochN. https://wiki.dg-hochn.de/wiki/BNE_Empfehlungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Entwicklung dieses Papiers waren beteiligt: Geschäftsführung und Vorstand der DG HochN (Bror Giesenbauer, Ingrid Hemmer (Moderation), Magdalène Lévy-Toedter, Georg Müller-Christ, Remmer Sassen, Eva Schäfer) sowie Klaus Fischer, Daria Humburg, Jennifer Krah und Marina Schmitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fußnoten===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Lehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=BNE_Empfehlungen&amp;diff=25714</id>
		<title>BNE Empfehlungen</title>
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		<updated>2025-11-19T10:47:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BG: /* Hilfreiche Links */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die DG HochN hat 2025 Empfehlungen für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre veröffentlicht, die im folgenden vorgestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre – Empfehlungen der DG HochN== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DG HochN 2025 - BNE-Empfehlungen.pdf|BNE-Empfehlungen der DG HochN (2025) zum Download (PDF)|mini|link=https://wiki.dg-hochn.de/images/9/93/DG_HochN_2025_-_BNE-Empfehlungen.pdf|alt=BNE-Empfehlungen der DG HochN (PDF)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nachhaltigkeitsziel 4.7 der Vereinten Nationen fordert, dass alle Lernenden das notwendige Wissen und die Fähigkeiten erwerben sollen, um Nachhaltige Entwicklung durch BNE voranzutreiben. Der Nationale Aktionsplan (NAP, 2017, S. 62) setzt die Verankerung von BNE/Nachhaltigkeit in die Curricula aller Studiengänge als Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns intensiv mit der Frage beschäftigt, was BNE für die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (DG HochN) bedeutet. Dabei wurde deutlich, wie schwierig es ist, alle Facetten und die Dynamik des Themas in wenigen Sätzen zu erfassen. Wir teilen nun unseren Diskussionsstand und unsere Empfehlungen zu diesem Thema. Rückmeldungen sind willkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier vorliegenden Empfehlungen sollen Hochschulen und Lehrende dabei unterstützen, BNE in die Lehre zu integrieren. Für die Umsetzung dieser Ziele ist es wichtig, zunächst das BNE-Verständnis zu klären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===BNE-Verständnis===&lt;br /&gt;
Die DG HochN orientiert sich am BNE-Verständnis der UNESCO. Es operationalisiert wichtige BNE-Merkmale und ist darum gut geeignet, die Analyse und Konzeption von Lernangeboten zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;“&#039;&#039;ESD empowers learners with knowledge, skills, values and attitudes to take informed decisions and make responsible actions for environmental integrity, economic viability and a just society empowering people of all genders, for present and future generations, while respecting cultural diversity. ESD is a lifelong learning process and an integral part of quality education that enhances cognitive, social and emotional and behavioural dimensions of learning. It is holistic and transformational and encompasses learning content and outcomes, pedagogy and the learning environment itself&#039;&#039;” (UNESCO, 2020, S. 8)&amp;lt;ref&amp;gt;Die deutsche Übersetzung der UNESCO (2021, S. 8) lautet:&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;„BNE versetzt Lernende durch die Vermittlung von Wissen, Fähigkeiten, Werten und Haltungen in die Lage, fundierte Entscheidungen zu treffen und verantwortungsbewusst zum Schutz der Umwelt zu handeln sowie für Wirtschaftlichkeit und eine gerechte Gesellschaft einzustehen, die Menschen aller Geschlechteridentitäten sowie heutiger und zukünftiger Generationen stärkt und gleichzeitig ihre kulturelle Vielfalt respektiert. BNE ist ein lebenslanger Lernprozess und integraler Bestandteil einer qualitativ hochwertigen Bildung, welche die kognitiven, sozialen und emotionalen sowie verhaltensbezogenen Dimensionen des Lernens stärkt. Sie ist ganzheitlich und transformativ und umfasst sowohl Lerninhalte als auch Ergebnisse, die pädagogischen Ansätze und Methoden sowie die Lern- und Lehrumgebung selbst.“&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im englischsprachigen Originaltext wird durch das Verb „empower“ die Stärkung und Selbstbestimmung der Lernenden klarer hervorgehoben, was unserem BNE-Verständnis entspricht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesem BNE-Verständnis liegt ein integriertes Nachhaltigkeitsverständnis zugrunde, das sowohl die drei Dimensionen (nicht Säulen!) ökologisch, ökonomisch und sozial als auch die globale und die Generationengerechtigkeit einschließt und das nahe am Nachhaltigkeitsverständnis des Verbundprojektes HochN (Vogt, Lütke-Spatz &amp;amp; Weber, 2024) sowie der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (Bundesregierung, 2025) liegt, wobei die Wechselwirkungen und Zielkonflikte zwischen den Dimensionen zu beachten sind. BNE führt somit Anliegen von Umweltbildung und Globalem Lernen zusammen. Das o.g. BNE-Verständnis macht gleichzeitig deutlich, dass BNE weit über die Vermittlung von Wissen über Nachhaltigkeitsthemen hinausgeht. Eine BNE-orientierte Hochschullehre erfordert vielmehr eine BNE-Didaktik (Bellina et al., 2020), die als Kernelemente u.a. Kompetenzen, Inhalte, Methoden/Medien sowie Evaluationen umfasst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Whole Institution Approach (WIA), bei dem sich neben der Lehre auch die anderen Handlungsfelder einer Hochschule, wie Governance, Forschung, Betrieb, Transfer und studentisches Engagement an Nachhaltigkeit orientieren, ist eine geeignete und wirksame Lehr- und Lernumgebung für BNE (Holst et al., 2024). BNE zielt unter anderem darauf ab, Lernende zu befähigen, an der Transformation in Richtung einer nachhaltigen Gesellschaft mitzugestalten (Gestaltungskompetenz; de Haan, 2008; Vare, 2018, Brundiers et al., 2021). Dies ist nicht nur instrumentell im Sinne einer Befähigung zur Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung zu verstehen, sondern dient gleichzeitig der Persönlichkeitsentwicklung der Lernenden und einer Verbesserung der Lehre. Mitgestaltung bedeutet dabei nicht nur individuelles Alltagshandeln, sondern auch politisches Handeln im Sinne der politischen Bildung. Partizipation ist als Ziel und Methode von BNE bei der Hochschullehre und beim WIA ein wesentlicher Aspekt. Hochschullehrkräfte müssen selbst BNE-Kompetenzen aufbauen und darüber hinaus in der Lage sein, solche Kompetenzen bei den Studentinnen und Studenten zu fördern (z.B. Hemmer et al., 2024).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== FAQ zur Umsetzung von BNE in der Hochschullehre ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Sind Nachhaltigkeit und BNE normativ motiviert?&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nachhaltigkeit ist wie auch Demokratie im Kern normativ (Potthast, 2019) und z.B. durch den Grundsatz der Generationengerechtigkeit ethisch begründet, oder, wie im Fall globaler Nachhaltigkeitsziele, das Ergebnis politischer Aushandlungsprozesse und wissenschaftlicher Erkenntnisse. Der Entstehungsprozess von Nachhaltigkeits- und BNE-Inhalten sollte daher transparent gemacht werden. Lehrende sind persönlich nicht zur Neutralität verpflichtet. Kontroverse Sachverhalte sollten aber in der Lehre kontrovers dargestellt werden. Studierende dürfen nicht indoktriniert und zur unreflektierten Normenerfüllung angeleitet werden. BNE umfasst daher eine Förderung von Bewertungskompetenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Kann BNE nur interdisziplinär oder transdisziplinär erfolgen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
BNE kann und soll auch disziplinär erfolgen. Die Klärung der disziplinären Zugänge ist sogar besonders wichtig, um sinnvoll interdisziplinär oder transdisziplinär in Kooperation mit Akteur:innen aus der Praxis an Fragestellungen zu arbeiten.&lt;br /&gt;
Sollen Nachhaltigkeit und BNE in einer Veranstaltung, einem Modul oder in einem Studiengang umgesetzt werden?&lt;br /&gt;
Grundsätzlich sind alle Ansätze sinnvoll. Einzelne Nachhaltigkeitsaktionen oder -wochen können Interesse wecken. Module mit z.B. einer (B)NE-Ringvorlesung und (B)NE-Zertifikate sind wichtige Einstiege und bieten den interessierten Studierenden Lehrangebote im Wahl- und Wahlpflichtbereich. Die letztliche Zielsetzung ist, dass BNE in allen Fachstudiengängen pflichtmäßig integriert werden soll, wobei das Niveau und der Integrationsgrad sehr unterschiedlich ausfallen können. Daneben sind inter- und transdisziplinäre und internationale (z.B. HRK, 2025) Angebote bedeutsam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Was ist für die Integration von BNE wichtig? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Sie erfordert einerseits die entsprechenden Rahmenbedingungen (Leitbild Lehre, Aufnahme in die Curricula, Absprache zwischen Lehrenden, um Doppelungen zu vermeiden) und andererseits eine Fortbildung der Hochschullehrenden (Professor:innen, Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen und Lehrbeauftragte) und Multiplikator:innen (für Lehrentwicklung, Hochschuldidaktik etc.). Nicht zuletzt ist ein Netzwerk als Plattform hilfreich, um z.B. Good Practices auszutauschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Welche Kompetenzen sollen besonders gefördert werden? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Es gibt besondere Kompetenzmodelle für BNE, auch für die Hochschullehre (z.B. Vare, 2018, Brundiers et al.,2021). Eine Übersicht bietet die Plattform [https://netzwerk-lena.org/bne-lehre-konkret/kompetenzen/ BNE Lehre konkret]. Hinzu tritt das [https://publications.jrc.ec.europa.eu/repository/handle/JRC128040 GreenComp], der europäische Kompetenzrahmen für Nachhaltigkeit. Die Modelle haben weitgehende Überschneidungen untereinander. Es gibt aber auch Überschneidungen mit Fachkompetenzen, z.B. bezüglich des systemischen Denkens. Es empfiehlt sich eine bewusste Auswahl der Modelle und der Kompetenzen, die im Rahmen der eigenen Lehre besonders gefördert werden können und sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Wie kann man BNE-Kompetenzen fördern? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Eine Kompetenzförderung erfolgt durch gezielte Auswahl von geeigneten Inhalten und Methoden sowie Medien. Vorausschauendes, zukunftsorientiertes Denken erfordert inhaltlich einen Prozess, wie z.B. nachhaltige Stadtentwicklung. Methodisch lässt sich hier z.B. mit Szenarien oder Zukünftelaboren arbeiten. Relevant ist die inhaltliche und methodische Entwicklung dieser BNE-Kompetenzen entlang fachlicher und allgemeiner akademischer Kompetenzen (Brundiers et al., 2021). Einige Kompetenzen, wie etwa kritisches Denken, werden in einigen Fächern bereits durch gute wissenschaftliche Praxis im Studium gefördert. Gestaltungsbezogene Kompetenzen hingegen bedürfen je nach bisheriger Ausrichtung ggf. neuer, innovativer analoger oder digitaler Lehr-Lernformate und auch Prüfungsformate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Ich behandele in der Lehre bereits Nachhaltigkeitsthemen. Muss ich dabei etwas anders machen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nahezu alle Nachhaltigkeitsthemen sind in den Fächern bereits im Fachcurriculum verankert, wie z.B. Energie im Fach Physik, Klima im Fach Geographie oder Armut im Fach Soziologie. Sie werden allerdings dort häufig einseitig fachspezifisch behandelt. Hier wäre anzustreben, dass möglichst viele Nachhaltigkeitsdimensionen (ökologische, soziale, ökonomisch; globale Gerechtigkeit und Generationengerechtigkeit) thematisiert und geeignete Methoden zur Kompetenzförderung ausgewählt werden. Dabei ist es häufig sinnvoll, sich bei der Thematisierung von Prozessen oder Maßnahmen auch mit Zielkonflikten zwischen den Dimensionen auseinanderzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Meine Lehre umfasst keine Nachhaltigkeitsthemen. Kann ich trotzdem BNE-orientierte Lehre anbieten? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Ja, es gilt die entsprechenden Anknüpfungspunkte zwischen eigenen Fachinhalten und Nachhaltigkeit, also die jeweiligen fachlichen Zugänge, zu finden. Dabei ist zu prüfen, welche Nachhaltigkeitsdimensionen oder -aspekte ich auf meine eigenen Inhalte anwenden kann und mit welchen Methoden ich spezifische Kompetenzen fördern kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Reicht es aus, wenn ich nur auf die Kompetenzförderung achte, ohne inhaltliche Bezüge zur Nachhaltigkeit bzw. Nachhaltigkeitsdimensionen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nein, aufgrund der Überschneidung mit Fachkompetenzen und anderen übergreifenden Kompetenzkonzepten würde man hier von kompetenzorientierter Hochschullehre und nicht von BNE sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Auf welche Hindernisse im Kontext Hochschule kann ich als Lehrende:r stoßen, wenn ich BNE umsetzen will? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die o.g. Ansprüche von BNE geraten nicht selten in Konflikt mit festgelegten Strukturen, Verantwortlichkeiten und Fächergrenzen. Häufig fehlen Anreize, insbesondere bei der Entwicklung akademischer Karrieren. BNE wird als Add-on wahrgenommen, nicht als integrativer Bestandteil und Qualitätsentwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Welche günstigen Bedingungen können mir helfen, BNE umzusetzen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nachhaltigkeit und manchmal auch explizit BNE ist inzwischen in den Hochschulgesetzen der Länder verankert und viele Hochschulen verfolgen eine Nachhaltigkeitsstrategie oder ein Nachhaltigkeitsgesamtkonzept. Auf beides kann man sich berufen und daran anknüpfen. Es gibt eine Reihe von Fördermöglichkeiten für Transformation, auch in der Lehre. BNE-Fortbildungen für Hochschullehrende sind hilfreich (Hemmer et al., 2024). Ebenso die Kooperation mit Studierenden und Kolleg:innen an der eigenen Hochschule und in Netzwerken, insbesondere wenn sich bereits studentische Initiativen für das Thema einsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hilfreiche Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://wiki.dg-hochn.de/images/4/4c/Hoch-n-leitfaden-lehre-2020-neu.pdf &#039;&#039;&#039;HochN Leitfaden für das Handlungsfeld Lehre&#039;&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;DG HochN-Wiki:&#039;&#039;&#039; [[Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre|BNE-Einstieg]], [[Beispielsammlung für innovative Lehrformate (BNE)|INNO4BNE-Seiten]]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;LeNa Plattform&#039;&#039;&#039; [https://netzwerk-lena.org/bne-lehre-konkret/ BNE Lehre Konkret]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;netzwerk n:&#039;&#039;&#039; [https://www.netzwerk-n.org/angebote/good-practice-sammlung/ Good Practice Sammlung]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;AG Nachhaltigkeit an Brandenburger Hochschulen – Fortbildung BNE in der Hochschullehre:&#039;&#039;&#039; [https://nachhaltigkeit-an-brandenburger-hochschulen.de/gute-praxis/materialien/ Praxisbeispiele]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Eichstätt – Fortbildung BNE in der Hochschullehre&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.ku.de/fileadmin/150305/Forschung/FOLE_BNE/Abschlussbericht_FOLE-BNE_Bay_2021-10-27_final.pdf&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;BNE-Zentrum Heidelberg&#039;&#039;&#039; – [https://www.ph-heidelberg.de/hochschule/organisation/wissenschaftliche-einrichtungen/heidelberger-zentrum-bildung-fuer-nachhaltige-entwicklung.html Fortbildung BNE in der Hochschullehre]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;DG Hochn Podcast&#039;&#039;&#039; zu [https://wissenschaftspodcasts.de/podcasts/re-nachhaltige-hochschulen/die-rolle-von-bildung-fuer-nachhaltige-entwicklung-als-werkzeug-auf-dem-transformationspfad_9259558/ BNE in der Hochschule mit Leonie Bellina]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Nationale Aktionsplattform BNE:&#039;&#039;&#039; [https://www.bne-portal.de/bne/de/nationaler-aktionsplan/nationaler-aktionsplan_node.html NAP] und [https://www.bne-portal.de/bne/de/infothek/infothek_node.html Infothek]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[https://sustainicum.at/ Allianz nachhaltiger Universitäten in Österreich]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;UNESCO-Aktivitäten:&#039;&#039;&#039; [https://www.unesco.org/en/unitwin/about UNESCO-Chairs und UNITWIN-Network]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
* Bellina, L., Tegeler, M.K., Müller-Christ, G. &amp;amp; Potthast, T. (2020). &#039;&#039;Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre. BMBF-Projekt Nachhaltigkeit an Hochschulen: entwickeln – vernetzen –berichten (HOCHN)&#039;&#039;. https://wiki.dg-hochn.de/images/4/4c/Hoch-n-leitfaden-lehre-2020-neu.pdf&lt;br /&gt;
* Brundiers, K. et al. (2021). Key competencies in sustainability in higher education—toward an agreed-upon reference framework. &#039;&#039;Sustainability science, 16&#039;&#039;(1), 13-29.&lt;br /&gt;
* Bundesregierung (2025). &#039;&#039;Transformation gemeinsam gerecht gestalten. Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie Weiterentwicklung 2025.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* https://www.bundesregierung.de/rource/blob/975228/2335292/3962877378d74837d4f4c611749b6172/2025-05-13-dns-2025-data.pdf?download=1&lt;br /&gt;
* De Haan, G. (2008). Gestaltungskompetenz als Kompetenzkonzept für Bildung für nachhaltige Entwicklung. In I. Bormann &amp;amp; G. De Haan (Hg.). &#039;&#039;Kompetenzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Operationalisierung, Messung, Rahmenbedingungen, Befunde&#039;&#039; (S. 23–43). VS- Verlag.&lt;br /&gt;
* Hemmer, I., Koch, Chr. &amp;amp; Peitz, A. (2024). ESD training for university teachers: which is more effective, the face-to-face or digital format? Results of an intervention study. International Journal of Sustainability in Higher Education, 17(8), 1732-1750. https://doi.org/10.1108/IJSHE-05-2023-0178&lt;br /&gt;
* Holst, J., Grund, J. &amp;amp; Brock, A. (2024). Whole Institution Approach: measurable and highly effective in empowering learners and educators for sustainability. &#039;&#039;Sustainability Science, 19,&#039;&#039; 1359–1376. https://doi.org/10.1007/s11625-024-01506-5&lt;br /&gt;
* HRK (Hochschulrektorenkonferenz) (2025). &#039;&#039;Kulturen der Nachhaltigkeit – Hochschulen als Zukunftswerkstätten der nachhaltigen Entwicklung stärken. Empfehlung der 41. Mitgliederversammlung der HRK am 4.11.2025 in Osnabrück. &#039;&#039;https://www.hrk.de/positionen/beschluss/detail/kulturen-der-nachhaltigkeit-hochschulen-als-zukunftswerkstaetten-der-nachhaltigen-entwicklung-staerk/&lt;br /&gt;
* NAP (Nationale Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung) (Hg.) (2017). &#039;&#039;Nationaler Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung. &#039;&#039;https://www.bne-portal.de/bne/de/nationaler-aktionsplan/nationaler-aktionsplan _node.html&lt;br /&gt;
* Potthast, T. (2019). Berufsethos für Lehrerinnen und Lehrer, Ethik in den Wissenschaften und die Frage der Werte-Orientierung – kritische Überlegungen. In C. Colin, M. Drahmann &amp;amp; F. Oser (Hg.), &#039;&#039;Ethos: Interdisziplinäre Perspektiven auf den Lehrerinnen- und Lehrerberuf. In Memoriam Martin Drahmann&#039;&#039; (S. 143-151). Waxmann.&lt;br /&gt;
* Potthast, T., Bellina, L., Müller-Christ, G. &amp;amp; Tegeler, M. (2024). Bildung für Nachhaltige Entwicklung an Hochschulen. In M. Rieckmann, B. Giesenbauer, B. Nölting, T. Potthast &amp;amp; C. T. Schmitt (Hrsg.), &#039;&#039;Schriftenreihe &amp;quot;Ökologie und Erziehungswissenschaft&amp;quot; der Kommission Bildung für nachhaltige Entwicklung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE). Nachhaltige Entwicklung von Hochschulen: Erkenntnisse und Perspektiven zur gesamtinstitutionellen Transformation&#039;&#039; (1st, S. 37–58). Verlag Barbara Budrich. https://doi.org/10.2307/jj.11786269.5&lt;br /&gt;
* UNESCO (United Nations Educational Scientific and Cultural Organization) (2020). &#039;&#039;ESD for 2030. Education for Sustainable Development: a Roadmap.&#039;&#039; https://unesdoc.unesco.org/ark:/48223/pf0000374802&lt;br /&gt;
* UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization) (2021). &#039;&#039;Bildung für nachhaltige Entwicklung: eine Roadmap.&#039;&#039; https://unesdoc.unesco.org/ark:/48223/pf0000379488&lt;br /&gt;
* Vare, P. (2018).  A Rounder Sense of Purpose: developing and assessing competences for educators of sustainable development. In &#039;&#039;Form@re, 18&#039;&#039;(2), 164-173. DOI: 10.13128/formare-23712&lt;br /&gt;
* Vogt, M., Lütke-Spatz, L. &amp;amp; Weber, Ch. (2024). Auf dem Weg zu einem Nachhaltigkeitsverständnis im Kontext von Hochschulen. In M. Rieckmann et al. (Hg.)(2024). &#039;&#039;Nachhaltige Entwicklung von Hochschulen. Erkenntnisse und Perspektiven zur gesamtinstitutionellen Transformation. Schriftenreihen Ökologie und Erziehungswissenschaften der Kommission Bildung für nachhaltige Entwicklung der DGfE &#039;&#039;(S. 17-36). Verlag Barbara Budrich 2024, 17-36.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zitationshinweis und Autor:innen ===&lt;br /&gt;
Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (2025). &#039;&#039;Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre – Empfehlungen der DG HochN.&#039;&#039; DG HochN. https://wiki.dg-hochn.de/wiki/BNE_Empfehlungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Entwicklung dieses Papiers waren beteiligt: Geschäftsführung und Vorstand der DG HochN (Bror Giesenbauer, Ingrid Hemmer (Moderation), Magdalène Lévy-Toedter, Georg Müller-Christ, Remmer Sassen, Eva Schäfer) sowie Klaus Fischer, Daria Humburg, Jennifer Krah und Marina Schmitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fußnoten===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Lehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=BNE_Empfehlungen&amp;diff=25708</id>
		<title>BNE Empfehlungen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=BNE_Empfehlungen&amp;diff=25708"/>
		<updated>2025-11-19T10:37:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BG: /* BNE-Verständnis */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die DG HochN hat 2025 Empfehlungen für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre veröffentlicht, die im folgenden vorgestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre – Empfehlungen der DG HochN== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DG HochN 2025 - BNE-Empfehlungen.pdf|BNE-Empfehlungen der DG HochN (2025)&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGHochN2025&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (2025). &#039;&#039;Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre – Empfehlungen der DG HochN&#039;&#039;. DG HochN. https://wiki.dg-hochn.de/wiki/BNE_Empfehlungen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt; zum Download (PDF)|mini|link=https://wiki.dg-hochn.de/images/9/93/DG_HochN_2025_-_BNE-Empfehlungen.pdf|alt=BNE-Empfehlungen der DG HochN (PDF)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nachhaltigkeitsziel 4.7 der Vereinten Nationen fordert, dass alle Lernenden das notwendige Wissen und die Fähigkeiten erwerben sollen, um Nachhaltige Entwicklung durch BNE voranzutreiben. Der Nationale Aktionsplan (NAP, 2017, S. 62) setzt die Verankerung von BNE/Nachhaltigkeit in die Curricula aller Studiengänge als Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns intensiv mit der Frage beschäftigt, was BNE für die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (DG HochN) bedeutet. Dabei wurde deutlich, wie schwierig es ist, alle Facetten und die Dynamik des Themas in wenigen Sätzen zu erfassen. Wir teilen nun unseren Diskussionsstand und unsere Empfehlungen zu diesem Thema. Rückmeldungen sind willkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier vorliegenden Empfehlungen sollen Hochschulen und Lehrende dabei unterstützen, BNE in die Lehre zu integrieren. Für die Umsetzung dieser Ziele ist es wichtig, zunächst das BNE-Verständnis zu klären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===BNE-Verständnis===&lt;br /&gt;
Die DG HochN orientiert sich am BNE-Verständnis der UNESCO. Es operationalisiert wichtige BNE-Merkmale und ist darum gut geeignet, die Analyse und Konzeption von Lernangeboten zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;“&#039;&#039;ESD empowers learners with knowledge, skills, values and attitudes to take informed decisions and make responsible actions for environmental integrity, economic viability and a just society empowering people of all genders, for present and future generations, while respecting cultural diversity. ESD is a lifelong learning process and an integral part of quality education that enhances cognitive, social and emotional and behavioural dimensions of learning. It is holistic and transformational and encompasses learning content and outcomes, pedagogy and the learning environment itself&#039;&#039;” (UNESCO, 2020, S. 8)&amp;lt;ref&amp;gt;Die deutsche Übersetzung der UNESCO (2021, S. 8) lautet:&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;„BNE versetzt Lernende durch die Vermittlung von Wissen, Fähigkeiten, Werten und Haltungen in die Lage, fundierte Entscheidungen zu treffen und verantwortungsbewusst zum Schutz der Umwelt zu handeln sowie für Wirtschaftlichkeit und eine gerechte Gesellschaft einzustehen, die Menschen aller Geschlechteridentitäten sowie heutiger und zukünftiger Generationen stärkt und gleichzeitig ihre kulturelle Vielfalt respektiert. BNE ist ein lebenslanger Lernprozess und integraler Bestandteil einer qualitativ hochwertigen Bildung, welche die kognitiven, sozialen und emotionalen sowie verhaltensbezogenen Dimensionen des Lernens stärkt. Sie ist ganzheitlich und transformativ und umfasst sowohl Lerninhalte als auch Ergebnisse, die pädagogischen Ansätze und Methoden sowie die Lern- und Lehrumgebung selbst.“&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im englischsprachigen Originaltext wird durch das Verb „empower“ die Stärkung und Selbstbestimmung der Lernenden klarer hervorgehoben, was unserem BNE-Verständnis entspricht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesem BNE-Verständnis liegt ein integriertes Nachhaltigkeitsverständnis zugrunde, das sowohl die drei Dimensionen (nicht Säulen!) ökologisch, ökonomisch und sozial als auch die globale und die Generationengerechtigkeit einschließt und das nahe am Nachhaltigkeitsverständnis des Verbundprojektes HochN (Vogt, Lütke-Spatz &amp;amp; Weber, 2024) sowie der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (Bundesregierung, 2025) liegt, wobei die Wechselwirkungen und Zielkonflikte zwischen den Dimensionen zu beachten sind. BNE führt somit Anliegen von Umweltbildung und Globalem Lernen zusammen. Das o.g. BNE-Verständnis macht gleichzeitig deutlich, dass BNE weit über die Vermittlung von Wissen über Nachhaltigkeitsthemen hinausgeht. Eine BNE-orientierte Hochschullehre erfordert vielmehr eine BNE-Didaktik (Bellina et al., 2020), die als Kernelemente u.a. Kompetenzen, Inhalte, Methoden/Medien sowie Evaluationen umfasst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Whole Institution Approach (WIA), bei dem sich neben der Lehre auch die anderen Handlungsfelder einer Hochschule, wie Governance, Forschung, Betrieb, Transfer und studentisches Engagement an Nachhaltigkeit orientieren, ist eine geeignete und wirksame Lehr- und Lernumgebung für BNE (Holst et al., 2024). BNE zielt unter anderem darauf ab, Lernende zu befähigen, an der Transformation in Richtung einer nachhaltigen Gesellschaft mitzugestalten (Gestaltungskompetenz; de Haan, 2008; Vare, 2018, Brundiers et al., 2021). Dies ist nicht nur instrumentell im Sinne einer Befähigung zur Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung zu verstehen, sondern dient gleichzeitig der Persönlichkeitsentwicklung der Lernenden und einer Verbesserung der Lehre. Mitgestaltung bedeutet dabei nicht nur individuelles Alltagshandeln, sondern auch politisches Handeln im Sinne der politischen Bildung. Partizipation ist als Ziel und Methode von BNE bei der Hochschullehre und beim WIA ein wesentlicher Aspekt. Hochschullehrkräfte müssen selbst BNE-Kompetenzen aufbauen und darüber hinaus in der Lage sein, solche Kompetenzen bei den Studentinnen und Studenten zu fördern (z.B. Hemmer et al., 2024).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== FAQ zur Umsetzung von BNE in der Hochschullehre ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Sind Nachhaltigkeit und BNE normativ motiviert?&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nachhaltigkeit ist wie auch Demokratie im Kern normativ (Potthast, 2019) und z.B. durch den Grundsatz der Generationengerechtigkeit ethisch begründet, oder, wie im Fall globaler Nachhaltigkeitsziele, das Ergebnis politischer Aushandlungsprozesse und wissenschaftlicher Erkenntnisse. Der Entstehungsprozess von Nachhaltigkeits- und BNE-Inhalten sollte daher transparent gemacht werden. Lehrende sind persönlich nicht zur Neutralität verpflichtet. Kontroverse Sachverhalte sollten aber in der Lehre kontrovers dargestellt werden. Studierende dürfen nicht indoktriniert und zur unreflektierten Normenerfüllung angeleitet werden. BNE umfasst daher eine Förderung von Bewertungskompetenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Kann BNE nur interdisziplinär oder transdisziplinär erfolgen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
BNE kann und soll auch disziplinär erfolgen. Die Klärung der disziplinären Zugänge ist sogar besonders wichtig, um sinnvoll interdisziplinär oder transdisziplinär in Kooperation mit Akteur:innen aus der Praxis an Fragestellungen zu arbeiten.&lt;br /&gt;
Sollen Nachhaltigkeit und BNE in einer Veranstaltung, einem Modul oder in einem Studiengang umgesetzt werden?&lt;br /&gt;
Grundsätzlich sind alle Ansätze sinnvoll. Einzelne Nachhaltigkeitsaktionen oder -wochen können Interesse wecken. Module mit z.B. einer (B)NE-Ringvorlesung und (B)NE-Zertifikate sind wichtige Einstiege und bieten den interessierten Studierenden Lehrangebote im Wahl- und Wahlpflichtbereich. Die letztliche Zielsetzung ist, dass BNE in allen Fachstudiengängen pflichtmäßig integriert werden soll, wobei das Niveau und der Integrationsgrad sehr unterschiedlich ausfallen können. Daneben sind inter- und transdisziplinäre und internationale (z.B. HRK, 2025) Angebote bedeutsam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Was ist für die Integration von BNE wichtig? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Sie erfordert einerseits die entsprechenden Rahmenbedingungen (Leitbild Lehre, Aufnahme in die Curricula, Absprache zwischen Lehrenden, um Doppelungen zu vermeiden) und andererseits eine Fortbildung der Hochschullehrenden (Professor:innen, Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen und Lehrbeauftragte) und Multiplikator:innen (für Lehrentwicklung, Hochschuldidaktik etc.). Nicht zuletzt ist ein Netzwerk als Plattform hilfreich, um z.B. Good Practices auszutauschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Welche Kompetenzen sollen besonders gefördert werden? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Es gibt besondere Kompetenzmodelle für BNE, auch für die Hochschullehre (z.B. Vare, 2018, Brundiers et al.,2021). Eine Übersicht bietet die Plattform BNE Lehre konkret. Hinzu tritt das GreenComp, der europäische Kompetenzrahmen für Nachhaltigkeit. Die Modelle haben weitgehende Überschneidungen untereinander. Es gibt aber auch Überschneidungen mit Fachkompetenzen, z.B. bezüglich des systemischen Denkens. Es empfiehlt sich eine bewusste Auswahl der Modelle und der Kompetenzen, die im Rahmen der eigenen Lehre besonders gefördert werden können und sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Wie kann man BNE-Kompetenzen fördern? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Eine Kompetenzförderung erfolgt durch gezielte Auswahl von geeigneten Inhalten und Methoden sowie Medien. Vorausschauendes, zukunftsorientiertes Denken erfordert inhaltlich einen Prozess, wie z.B. nachhaltige Stadtentwicklung. Methodisch lässt sich hier z.B. mit Szenarien oder Zukünftelaboren arbeiten. Relevant ist die inhaltliche und methodische Entwicklung dieser BNE-Kompetenzen entlang fachlicher und allgemeiner akademischer Kompetenzen (Brundiers et al., 2021). Einige Kompetenzen, wie etwa kritisches Denken, werden in einigen Fächern bereits durch gute wissenschaftliche Praxis im Studium gefördert. Gestaltungsbezogene Kompetenzen hingegen bedürfen je nach bisheriger Ausrichtung ggf. neuer, innovativer analoger oder digitaler Lehr-Lernformate und auch Prüfungsformate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Ich behandele in der Lehre bereits Nachhaltigkeitsthemen. Muss ich dabei etwas anders machen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nahezu alle Nachhaltigkeitsthemen sind in den Fächern bereits im Fachcurriculum verankert, wie z.B. Energie im Fach Physik, Klima im Fach Geographie oder Armut im Fach Soziologie. Sie werden allerdings dort häufig einseitig fachspezifisch behandelt. Hier wäre anzustreben, dass möglichst viele Nachhaltigkeitsdimensionen (ökologische, soziale, ökonomisch; globale Gerechtigkeit und Generationengerechtigkeit) thematisiert und geeignete Methoden zur Kompetenzförderung ausgewählt werden. Dabei ist es häufig sinnvoll, sich bei der Thematisierung von Prozessen oder Maßnahmen auch mit Zielkonflikten zwischen den Dimensionen auseinanderzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Meine Lehre umfasst keine Nachhaltigkeitsthemen. Kann ich trotzdem BNE-orientierte Lehre anbieten? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Ja, es gilt die entsprechenden Anknüpfungspunkte zwischen eigenen Fachinhalten und Nachhaltigkeit, also die jeweiligen fachlichen Zugänge, zu finden. Dabei ist zu prüfen, welche Nachhaltigkeitsdimensionen oder -aspekte ich auf meine eigenen Inhalte anwenden kann und mit welchen Methoden ich spezifische Kompetenzen fördern kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Reicht es aus, wenn ich nur auf die Kompetenzförderung achte, ohne inhaltliche Bezüge zur Nachhaltigkeit bzw. Nachhaltigkeitsdimensionen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nein, aufgrund der Überschneidung mit Fachkompetenzen und anderen übergreifenden Kompetenzkonzepten würde man hier von kompetenzorientierter Hochschullehre und nicht von BNE sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Auf welche Hindernisse im Kontext Hochschule kann ich als Lehrende:r stoßen, wenn ich BNE umsetzen will? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die o.g. Ansprüche von BNE geraten nicht selten in Konflikt mit festgelegten Strukturen, Verantwortlichkeiten und Fächergrenzen. Häufig fehlen Anreize, insbesondere bei der Entwicklung akademischer Karrieren. BNE wird als Add-on wahrgenommen, nicht als integrativer Bestandteil und Qualitätsentwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Welche günstigen Bedingungen können mir helfen, BNE umzusetzen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nachhaltigkeit und manchmal auch explizit BNE ist inzwischen in den Hochschulgesetzen der Länder verankert und viele Hochschulen verfolgen eine Nachhaltigkeitsstrategie oder ein Nachhaltigkeitsgesamtkonzept. Auf beides kann man sich berufen und daran anknüpfen. Es gibt eine Reihe von Fördermöglichkeiten für Transformation, auch in der Lehre. BNE-Fortbildungen für Hochschullehrende sind hilfreich (Hemmer et al., 2024). Ebenso die Kooperation mit Studierenden und Kolleg:innen an der eigenen Hochschule und in Netzwerken, insbesondere wenn sich bereits studentische Initiativen für das Thema einsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hilfreiche Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
* Bellina, L., Tegeler, M.K., Müller-Christ, G. &amp;amp; Potthast, T. (2020). &#039;&#039;Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre. BMBF-Projekt Nachhaltigkeit an Hochschulen: entwickeln – vernetzen –berichten (HOCHN)&#039;&#039;. https://wiki.dg-hochn.de/images/4/4c/Hoch-n-leitfaden-lehre-2020-neu.pdf&lt;br /&gt;
* Brundiers, K. et al. (2021). Key competencies in sustainability in higher education—toward an agreed-upon reference framework. &#039;&#039;Sustainability science, 16&#039;&#039;(1), 13-29.&lt;br /&gt;
* Bundesregierung (2025). &#039;&#039;Transformation gemeinsam gerecht gestalten. Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie Weiterentwicklung 2025.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* https://www.bundesregierung.de/rource/blob/975228/2335292/3962877378d74837d4f4c611749b6172/2025-05-13-dns-2025-data.pdf?download=1&lt;br /&gt;
* De Haan, G. (2008). Gestaltungskompetenz als Kompetenzkonzept für Bildung für nachhaltige Entwicklung. In I. Bormann &amp;amp; G. De Haan (Hg.). &#039;&#039;Kompetenzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Operationalisierung, Messung, Rahmenbedingungen, Befunde&#039;&#039; (S. 23–43). VS- Verlag.&lt;br /&gt;
* Hemmer, I., Koch, Chr. &amp;amp; Peitz, A. (2024). ESD training for university teachers: which is more effective, the face-to-face or digital format? Results of an intervention study. International Journal of Sustainability in Higher Education, 17(8), 1732-1750. https://doi.org/10.1108/IJSHE-05-2023-0178&lt;br /&gt;
* Holst, J., Grund, J. &amp;amp; Brock, A. (2024). Whole Institution Approach: measurable and highly effective in empowering learners and educators for sustainability. &#039;&#039;Sustainability Science, 19,&#039;&#039; 1359–1376. https://doi.org/10.1007/s11625-024-01506-5&lt;br /&gt;
* HRK (Hochschulrektorenkonferenz) (2025). &#039;&#039;Kulturen der Nachhaltigkeit – Hochschulen als Zukunftswerkstätten der nachhaltigen Entwicklung stärken. Empfehlung der 41. Mitgliederversammlung der HRK am 4.11.2025 in Osnabrück. &#039;&#039;https://www.hrk.de/positionen/beschluss/detail/kulturen-der-nachhaltigkeit-hochschulen-als-zukunftswerkstaetten-der-nachhaltigen-entwicklung-staerk/&lt;br /&gt;
* NAP (Nationale Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung) (Hg.) (2017). &#039;&#039;Nationaler Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung. &#039;&#039;https://www.bne-portal.de/bne/de/nationaler-aktionsplan/nationaler-aktionsplan _node.html&lt;br /&gt;
* Potthast, T. (2019). Berufsethos für Lehrerinnen und Lehrer, Ethik in den Wissenschaften und die Frage der Werte-Orientierung – kritische Überlegungen. In C. Colin, M. Drahmann &amp;amp; F. Oser (Hg.), &#039;&#039;Ethos: Interdisziplinäre Perspektiven auf den Lehrerinnen- und Lehrerberuf. In Memoriam Martin Drahmann&#039;&#039; (S. 143-151). Waxmann.&lt;br /&gt;
* Potthast, T., Bellina, L., Müller-Christ, G. &amp;amp; Tegeler, M. (2024). Bildung für Nachhaltige Entwicklung an Hochschulen. In M. Rieckmann, B. Giesenbauer, B. Nölting, T. Potthast &amp;amp; C. T. Schmitt (Hrsg.), &#039;&#039;Schriftenreihe &amp;quot;Ökologie und Erziehungswissenschaft&amp;quot; der Kommission Bildung für nachhaltige Entwicklung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE). Nachhaltige Entwicklung von Hochschulen: Erkenntnisse und Perspektiven zur gesamtinstitutionellen Transformation&#039;&#039; (1st, S. 37–58). Verlag Barbara Budrich. https://doi.org/10.2307/jj.11786269.5&lt;br /&gt;
* UNESCO (United Nations Educational Scientific and Cultural Organization) (2020). &#039;&#039;ESD for 2030. Education for Sustainable Development: a Roadmap.&#039;&#039; https://unesdoc.unesco.org/ark:/48223/pf0000374802&lt;br /&gt;
* UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization) (2021). &#039;&#039;Bildung für nachhaltige Entwicklung: eine Roadmap.&#039;&#039; https://unesdoc.unesco.org/ark:/48223/pf0000379488&lt;br /&gt;
* Vare, P. (2018).  A Rounder Sense of Purpose: developing and assessing competences for educators of sustainable development. In &#039;&#039;Form@re, 18&#039;&#039;(2), 164-173. DOI: 10.13128/formare-23712&lt;br /&gt;
* Vogt, M., Lütke-Spatz, L. &amp;amp; Weber, Ch. (2024). Auf dem Weg zu einem Nachhaltigkeitsverständnis im Kontext von Hochschulen. In M. Rieckmann et al. (Hg.)(2024). &#039;&#039;Nachhaltige Entwicklung von Hochschulen. Erkenntnisse und Perspektiven zur gesamtinstitutionellen Transformation. Schriftenreihen Ökologie und Erziehungswissenschaften der Kommission Bildung für nachhaltige Entwicklung der DGfE &#039;&#039;(S. 17-36). Verlag Barbara Budrich 2024, 17-36.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zitationshinweis und Autor:innen ===&lt;br /&gt;
Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (2025). &#039;&#039;Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre – Empfehlungen der DG HochN.&#039;&#039; DG HochN. https://wiki.dg-hochn.de/wiki/BNE_Empfehlungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Entwicklung dieses Papiers waren beteiligt: Geschäftsführung und Vorstand der DG HochN (Bror Giesenbauer, Ingrid Hemmer (Moderation), Magdalène Lévy-Toedter, Georg Müller-Christ, Remmer Sassen, Eva Schäfer) sowie Klaus Fischer, Daria Humburg, Jennifer Krah und Marina Schmitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fußnoten===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Lehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=BNE_Empfehlungen&amp;diff=25707</id>
		<title>BNE Empfehlungen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=BNE_Empfehlungen&amp;diff=25707"/>
		<updated>2025-11-19T10:36:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BG: /* Zitationshinweis und Autor:innen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die DG HochN hat 2025 Empfehlungen für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre veröffentlicht, die im folgenden vorgestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre – Empfehlungen der DG HochN== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DG HochN 2025 - BNE-Empfehlungen.pdf|BNE-Empfehlungen der DG HochN (2025)&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGHochN2025&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (2025). &#039;&#039;Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre – Empfehlungen der DG HochN&#039;&#039;. DG HochN. https://wiki.dg-hochn.de/wiki/BNE_Empfehlungen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt; zum Download (PDF)|mini|link=https://wiki.dg-hochn.de/images/9/93/DG_HochN_2025_-_BNE-Empfehlungen.pdf|alt=BNE-Empfehlungen der DG HochN (PDF)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nachhaltigkeitsziel 4.7 der Vereinten Nationen fordert, dass alle Lernenden das notwendige Wissen und die Fähigkeiten erwerben sollen, um Nachhaltige Entwicklung durch BNE voranzutreiben. Der Nationale Aktionsplan (NAP, 2017, S. 62) setzt die Verankerung von BNE/Nachhaltigkeit in die Curricula aller Studiengänge als Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns intensiv mit der Frage beschäftigt, was BNE für die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (DG HochN) bedeutet. Dabei wurde deutlich, wie schwierig es ist, alle Facetten und die Dynamik des Themas in wenigen Sätzen zu erfassen. Wir teilen nun unseren Diskussionsstand und unsere Empfehlungen zu diesem Thema. Rückmeldungen sind willkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier vorliegenden Empfehlungen sollen Hochschulen und Lehrende dabei unterstützen, BNE in die Lehre zu integrieren. Für die Umsetzung dieser Ziele ist es wichtig, zunächst das BNE-Verständnis zu klären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===BNE-Verständnis===&lt;br /&gt;
Die DG HochN orientiert sich am BNE-Verständnis der UNESCO. Es operationalisiert wichtige BNE-Merkmale und ist darum gut geeignet, die Analyse und Konzeption von Lernangeboten zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;“ESD empowers learners with knowledge, skills, values and attitudes to take informed decisions and make responsible actions for environmental integrity, economic viability and a just society empowering people of all genders, for present and future generations, while respecting cultural diversity. ESD is a lifelong learning process and an integral part of quality education that enhances cognitive, social and emotional and behavioural dimensions of learning. It is holistic and transformational and encompasses learning content and outcomes, pedagogy and the learning environment itself” (UNESCO, 2020, S. 8)&amp;lt;ref&amp;gt;Die deutsche Übersetzung der UNESCO (2021, S. 8) lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„BNE versetzt Lernende durch die Vermittlung von Wissen, Fähigkeiten, Werten und Haltungen in die Lage, fundierte Entscheidungen zu treffen und verantwortungsbewusst zum Schutz der Umwelt zu handeln sowie für Wirtschaftlichkeit und eine gerechte Gesellschaft einzustehen, die Menschen aller Geschlechteridentitäten sowie heutiger und zukünftiger Generationen stärkt und gleichzeitig ihre kulturelle Vielfalt respektiert. BNE ist ein lebenslanger Lernprozess und integraler Bestandteil einer qualitativ hochwertigen Bildung, welche die kognitiven, sozialen und emotionalen sowie verhaltensbezogenen Dimensionen des Lernens stärkt. Sie ist ganzheitlich und transformativ und umfasst sowohl Lerninhalte als auch Ergebnisse, die pädagogischen Ansätze und Methoden sowie die Lern- und Lehrumgebung selbst.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im englischsprachigen Originaltext wird durch das Verb „empower“ die Stärkung und Selbstbestimmung der Lernenden klarer hervorgehoben, was unserem BNE-Verständnis entspricht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesem BNE-Verständnis liegt ein integriertes Nachhaltigkeitsverständnis zugrunde, das sowohl die drei Dimensionen (nicht Säulen!) ökologisch, ökonomisch und sozial als auch die globale und die Generationengerechtigkeit einschließt und das nahe am Nachhaltigkeitsverständnis des Verbundprojektes HochN (Vogt, Lütke-Spatz &amp;amp; Weber, 2024) sowie der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (Bundesregierung, 2025) liegt, wobei die Wechselwirkungen und Zielkonflikte zwischen den Dimensionen zu beachten sind. BNE führt somit Anliegen von Umweltbildung und Globalem Lernen zusammen. Das o.g. BNE-Verständnis macht gleichzeitig deutlich, dass BNE weit über die Vermittlung von Wissen über Nachhaltigkeitsthemen hinausgeht. Eine BNE-orientierte Hochschullehre erfordert vielmehr eine BNE-Didaktik (Bellina et al., 2020), die als Kernelemente u.a. Kompetenzen, Inhalte, Methoden/Medien sowie Evaluationen umfasst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Whole Institution Approach (WIA), bei dem sich neben der Lehre auch die anderen Handlungsfelder einer Hochschule, wie Governance, Forschung, Betrieb, Transfer und studentisches Engagement an Nachhaltigkeit orientieren, ist eine geeignete und wirksame Lehr- und Lernumgebung für BNE (Holst et al., 2024). BNE zielt unter anderem darauf ab, Lernende zu befähigen, an der Transformation in Richtung einer nachhaltigen Gesellschaft mitzugestalten (Gestaltungskompetenz; de Haan, 2008; Vare, 2018, Brundiers et al., 2021). Dies ist nicht nur instrumentell im Sinne einer Befähigung zur Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung zu verstehen, sondern dient gleichzeitig der Persönlichkeitsentwicklung der Lernenden und einer Verbesserung der Lehre. Mitgestaltung bedeutet dabei nicht nur individuelles Alltagshandeln, sondern auch politisches Handeln im Sinne der politischen Bildung. Partizipation ist als Ziel und Methode von BNE bei der Hochschullehre und beim WIA ein wesentlicher Aspekt. Hochschullehrkräfte müssen selbst BNE-Kompetenzen aufbauen und darüber hinaus in der Lage sein, solche Kompetenzen bei den Studentinnen und Studenten zu fördern (z.B. Hemmer et al., 2024).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== FAQ zur Umsetzung von BNE in der Hochschullehre ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Sind Nachhaltigkeit und BNE normativ motiviert?&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nachhaltigkeit ist wie auch Demokratie im Kern normativ (Potthast, 2019) und z.B. durch den Grundsatz der Generationengerechtigkeit ethisch begründet, oder, wie im Fall globaler Nachhaltigkeitsziele, das Ergebnis politischer Aushandlungsprozesse und wissenschaftlicher Erkenntnisse. Der Entstehungsprozess von Nachhaltigkeits- und BNE-Inhalten sollte daher transparent gemacht werden. Lehrende sind persönlich nicht zur Neutralität verpflichtet. Kontroverse Sachverhalte sollten aber in der Lehre kontrovers dargestellt werden. Studierende dürfen nicht indoktriniert und zur unreflektierten Normenerfüllung angeleitet werden. BNE umfasst daher eine Förderung von Bewertungskompetenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Kann BNE nur interdisziplinär oder transdisziplinär erfolgen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
BNE kann und soll auch disziplinär erfolgen. Die Klärung der disziplinären Zugänge ist sogar besonders wichtig, um sinnvoll interdisziplinär oder transdisziplinär in Kooperation mit Akteur:innen aus der Praxis an Fragestellungen zu arbeiten.&lt;br /&gt;
Sollen Nachhaltigkeit und BNE in einer Veranstaltung, einem Modul oder in einem Studiengang umgesetzt werden?&lt;br /&gt;
Grundsätzlich sind alle Ansätze sinnvoll. Einzelne Nachhaltigkeitsaktionen oder -wochen können Interesse wecken. Module mit z.B. einer (B)NE-Ringvorlesung und (B)NE-Zertifikate sind wichtige Einstiege und bieten den interessierten Studierenden Lehrangebote im Wahl- und Wahlpflichtbereich. Die letztliche Zielsetzung ist, dass BNE in allen Fachstudiengängen pflichtmäßig integriert werden soll, wobei das Niveau und der Integrationsgrad sehr unterschiedlich ausfallen können. Daneben sind inter- und transdisziplinäre und internationale (z.B. HRK, 2025) Angebote bedeutsam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Was ist für die Integration von BNE wichtig? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Sie erfordert einerseits die entsprechenden Rahmenbedingungen (Leitbild Lehre, Aufnahme in die Curricula, Absprache zwischen Lehrenden, um Doppelungen zu vermeiden) und andererseits eine Fortbildung der Hochschullehrenden (Professor:innen, Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen und Lehrbeauftragte) und Multiplikator:innen (für Lehrentwicklung, Hochschuldidaktik etc.). Nicht zuletzt ist ein Netzwerk als Plattform hilfreich, um z.B. Good Practices auszutauschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Welche Kompetenzen sollen besonders gefördert werden? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Es gibt besondere Kompetenzmodelle für BNE, auch für die Hochschullehre (z.B. Vare, 2018, Brundiers et al.,2021). Eine Übersicht bietet die Plattform BNE Lehre konkret. Hinzu tritt das GreenComp, der europäische Kompetenzrahmen für Nachhaltigkeit. Die Modelle haben weitgehende Überschneidungen untereinander. Es gibt aber auch Überschneidungen mit Fachkompetenzen, z.B. bezüglich des systemischen Denkens. Es empfiehlt sich eine bewusste Auswahl der Modelle und der Kompetenzen, die im Rahmen der eigenen Lehre besonders gefördert werden können und sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Wie kann man BNE-Kompetenzen fördern? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Eine Kompetenzförderung erfolgt durch gezielte Auswahl von geeigneten Inhalten und Methoden sowie Medien. Vorausschauendes, zukunftsorientiertes Denken erfordert inhaltlich einen Prozess, wie z.B. nachhaltige Stadtentwicklung. Methodisch lässt sich hier z.B. mit Szenarien oder Zukünftelaboren arbeiten. Relevant ist die inhaltliche und methodische Entwicklung dieser BNE-Kompetenzen entlang fachlicher und allgemeiner akademischer Kompetenzen (Brundiers et al., 2021). Einige Kompetenzen, wie etwa kritisches Denken, werden in einigen Fächern bereits durch gute wissenschaftliche Praxis im Studium gefördert. Gestaltungsbezogene Kompetenzen hingegen bedürfen je nach bisheriger Ausrichtung ggf. neuer, innovativer analoger oder digitaler Lehr-Lernformate und auch Prüfungsformate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Ich behandele in der Lehre bereits Nachhaltigkeitsthemen. Muss ich dabei etwas anders machen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nahezu alle Nachhaltigkeitsthemen sind in den Fächern bereits im Fachcurriculum verankert, wie z.B. Energie im Fach Physik, Klima im Fach Geographie oder Armut im Fach Soziologie. Sie werden allerdings dort häufig einseitig fachspezifisch behandelt. Hier wäre anzustreben, dass möglichst viele Nachhaltigkeitsdimensionen (ökologische, soziale, ökonomisch; globale Gerechtigkeit und Generationengerechtigkeit) thematisiert und geeignete Methoden zur Kompetenzförderung ausgewählt werden. Dabei ist es häufig sinnvoll, sich bei der Thematisierung von Prozessen oder Maßnahmen auch mit Zielkonflikten zwischen den Dimensionen auseinanderzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Meine Lehre umfasst keine Nachhaltigkeitsthemen. Kann ich trotzdem BNE-orientierte Lehre anbieten? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Ja, es gilt die entsprechenden Anknüpfungspunkte zwischen eigenen Fachinhalten und Nachhaltigkeit, also die jeweiligen fachlichen Zugänge, zu finden. Dabei ist zu prüfen, welche Nachhaltigkeitsdimensionen oder -aspekte ich auf meine eigenen Inhalte anwenden kann und mit welchen Methoden ich spezifische Kompetenzen fördern kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Reicht es aus, wenn ich nur auf die Kompetenzförderung achte, ohne inhaltliche Bezüge zur Nachhaltigkeit bzw. Nachhaltigkeitsdimensionen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nein, aufgrund der Überschneidung mit Fachkompetenzen und anderen übergreifenden Kompetenzkonzepten würde man hier von kompetenzorientierter Hochschullehre und nicht von BNE sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Auf welche Hindernisse im Kontext Hochschule kann ich als Lehrende:r stoßen, wenn ich BNE umsetzen will? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die o.g. Ansprüche von BNE geraten nicht selten in Konflikt mit festgelegten Strukturen, Verantwortlichkeiten und Fächergrenzen. Häufig fehlen Anreize, insbesondere bei der Entwicklung akademischer Karrieren. BNE wird als Add-on wahrgenommen, nicht als integrativer Bestandteil und Qualitätsentwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Welche günstigen Bedingungen können mir helfen, BNE umzusetzen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nachhaltigkeit und manchmal auch explizit BNE ist inzwischen in den Hochschulgesetzen der Länder verankert und viele Hochschulen verfolgen eine Nachhaltigkeitsstrategie oder ein Nachhaltigkeitsgesamtkonzept. Auf beides kann man sich berufen und daran anknüpfen. Es gibt eine Reihe von Fördermöglichkeiten für Transformation, auch in der Lehre. BNE-Fortbildungen für Hochschullehrende sind hilfreich (Hemmer et al., 2024). Ebenso die Kooperation mit Studierenden und Kolleg:innen an der eigenen Hochschule und in Netzwerken, insbesondere wenn sich bereits studentische Initiativen für das Thema einsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hilfreiche Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
* Bellina, L., Tegeler, M.K., Müller-Christ, G. &amp;amp; Potthast, T. (2020). &#039;&#039;Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre. BMBF-Projekt Nachhaltigkeit an Hochschulen: entwickeln – vernetzen –berichten (HOCHN)&#039;&#039;. https://wiki.dg-hochn.de/images/4/4c/Hoch-n-leitfaden-lehre-2020-neu.pdf&lt;br /&gt;
* Brundiers, K. et al. (2021). Key competencies in sustainability in higher education—toward an agreed-upon reference framework. &#039;&#039;Sustainability science, 16&#039;&#039;(1), 13-29.&lt;br /&gt;
* Bundesregierung (2025). &#039;&#039;Transformation gemeinsam gerecht gestalten. Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie Weiterentwicklung 2025.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* https://www.bundesregierung.de/rource/blob/975228/2335292/3962877378d74837d4f4c611749b6172/2025-05-13-dns-2025-data.pdf?download=1&lt;br /&gt;
* De Haan, G. (2008). Gestaltungskompetenz als Kompetenzkonzept für Bildung für nachhaltige Entwicklung. In I. Bormann &amp;amp; G. De Haan (Hg.). &#039;&#039;Kompetenzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Operationalisierung, Messung, Rahmenbedingungen, Befunde&#039;&#039; (S. 23–43). VS- Verlag.&lt;br /&gt;
* Hemmer, I., Koch, Chr. &amp;amp; Peitz, A. (2024). ESD training for university teachers: which is more effective, the face-to-face or digital format? Results of an intervention study. International Journal of Sustainability in Higher Education, 17(8), 1732-1750. https://doi.org/10.1108/IJSHE-05-2023-0178&lt;br /&gt;
* Holst, J., Grund, J. &amp;amp; Brock, A. (2024). Whole Institution Approach: measurable and highly effective in empowering learners and educators for sustainability. &#039;&#039;Sustainability Science, 19,&#039;&#039; 1359–1376. https://doi.org/10.1007/s11625-024-01506-5&lt;br /&gt;
* HRK (Hochschulrektorenkonferenz) (2025). &#039;&#039;Kulturen der Nachhaltigkeit – Hochschulen als Zukunftswerkstätten der nachhaltigen Entwicklung stärken. Empfehlung der 41. Mitgliederversammlung der HRK am 4.11.2025 in Osnabrück. &#039;&#039;https://www.hrk.de/positionen/beschluss/detail/kulturen-der-nachhaltigkeit-hochschulen-als-zukunftswerkstaetten-der-nachhaltigen-entwicklung-staerk/&lt;br /&gt;
* NAP (Nationale Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung) (Hg.) (2017). &#039;&#039;Nationaler Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung. &#039;&#039;https://www.bne-portal.de/bne/de/nationaler-aktionsplan/nationaler-aktionsplan _node.html&lt;br /&gt;
* Potthast, T. (2019). Berufsethos für Lehrerinnen und Lehrer, Ethik in den Wissenschaften und die Frage der Werte-Orientierung – kritische Überlegungen. In C. Colin, M. Drahmann &amp;amp; F. Oser (Hg.), &#039;&#039;Ethos: Interdisziplinäre Perspektiven auf den Lehrerinnen- und Lehrerberuf. In Memoriam Martin Drahmann&#039;&#039; (S. 143-151). Waxmann.&lt;br /&gt;
* Potthast, T., Bellina, L., Müller-Christ, G. &amp;amp; Tegeler, M. (2024). Bildung für Nachhaltige Entwicklung an Hochschulen. In M. Rieckmann, B. Giesenbauer, B. Nölting, T. Potthast &amp;amp; C. T. Schmitt (Hrsg.), &#039;&#039;Schriftenreihe &amp;quot;Ökologie und Erziehungswissenschaft&amp;quot; der Kommission Bildung für nachhaltige Entwicklung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE). Nachhaltige Entwicklung von Hochschulen: Erkenntnisse und Perspektiven zur gesamtinstitutionellen Transformation&#039;&#039; (1st, S. 37–58). Verlag Barbara Budrich. https://doi.org/10.2307/jj.11786269.5&lt;br /&gt;
* UNESCO (United Nations Educational Scientific and Cultural Organization) (2020). &#039;&#039;ESD for 2030. Education for Sustainable Development: a Roadmap.&#039;&#039; https://unesdoc.unesco.org/ark:/48223/pf0000374802&lt;br /&gt;
* UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization) (2021). &#039;&#039;Bildung für nachhaltige Entwicklung: eine Roadmap.&#039;&#039; https://unesdoc.unesco.org/ark:/48223/pf0000379488&lt;br /&gt;
* Vare, P. (2018).  A Rounder Sense of Purpose: developing and assessing competences for educators of sustainable development. In &#039;&#039;Form@re, 18&#039;&#039;(2), 164-173. DOI: 10.13128/formare-23712&lt;br /&gt;
* Vogt, M., Lütke-Spatz, L. &amp;amp; Weber, Ch. (2024). Auf dem Weg zu einem Nachhaltigkeitsverständnis im Kontext von Hochschulen. In M. Rieckmann et al. (Hg.)(2024). &#039;&#039;Nachhaltige Entwicklung von Hochschulen. Erkenntnisse und Perspektiven zur gesamtinstitutionellen Transformation. Schriftenreihen Ökologie und Erziehungswissenschaften der Kommission Bildung für nachhaltige Entwicklung der DGfE &#039;&#039;(S. 17-36). Verlag Barbara Budrich 2024, 17-36.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zitationshinweis und Autor:innen ===&lt;br /&gt;
Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (2025). &#039;&#039;Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre – Empfehlungen der DG HochN.&#039;&#039; DG HochN. https://wiki.dg-hochn.de/wiki/BNE_Empfehlungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Entwicklung dieses Papiers waren beteiligt: Geschäftsführung und Vorstand der DG HochN (Bror Giesenbauer, Ingrid Hemmer (Moderation), Magdalène Lévy-Toedter, Georg Müller-Christ, Remmer Sassen, Eva Schäfer) sowie Klaus Fischer, Daria Humburg, Jennifer Krah und Marina Schmitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fußnoten===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Lehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=BNE_Empfehlungen&amp;diff=25706</id>
		<title>BNE Empfehlungen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=BNE_Empfehlungen&amp;diff=25706"/>
		<updated>2025-11-19T10:36:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die DG HochN hat 2025 Empfehlungen für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre veröffentlicht, die im folgenden vorgestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre – Empfehlungen der DG HochN== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DG HochN 2025 - BNE-Empfehlungen.pdf|BNE-Empfehlungen der DG HochN (2025)&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGHochN2025&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (2025). &#039;&#039;Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre – Empfehlungen der DG HochN&#039;&#039;. DG HochN. https://wiki.dg-hochn.de/wiki/BNE_Empfehlungen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt; zum Download (PDF)|mini|link=https://wiki.dg-hochn.de/images/9/93/DG_HochN_2025_-_BNE-Empfehlungen.pdf|alt=BNE-Empfehlungen der DG HochN (PDF)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nachhaltigkeitsziel 4.7 der Vereinten Nationen fordert, dass alle Lernenden das notwendige Wissen und die Fähigkeiten erwerben sollen, um Nachhaltige Entwicklung durch BNE voranzutreiben. Der Nationale Aktionsplan (NAP, 2017, S. 62) setzt die Verankerung von BNE/Nachhaltigkeit in die Curricula aller Studiengänge als Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns intensiv mit der Frage beschäftigt, was BNE für die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (DG HochN) bedeutet. Dabei wurde deutlich, wie schwierig es ist, alle Facetten und die Dynamik des Themas in wenigen Sätzen zu erfassen. Wir teilen nun unseren Diskussionsstand und unsere Empfehlungen zu diesem Thema. Rückmeldungen sind willkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier vorliegenden Empfehlungen sollen Hochschulen und Lehrende dabei unterstützen, BNE in die Lehre zu integrieren. Für die Umsetzung dieser Ziele ist es wichtig, zunächst das BNE-Verständnis zu klären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===BNE-Verständnis===&lt;br /&gt;
Die DG HochN orientiert sich am BNE-Verständnis der UNESCO. Es operationalisiert wichtige BNE-Merkmale und ist darum gut geeignet, die Analyse und Konzeption von Lernangeboten zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;“ESD empowers learners with knowledge, skills, values and attitudes to take informed decisions and make responsible actions for environmental integrity, economic viability and a just society empowering people of all genders, for present and future generations, while respecting cultural diversity. ESD is a lifelong learning process and an integral part of quality education that enhances cognitive, social and emotional and behavioural dimensions of learning. It is holistic and transformational and encompasses learning content and outcomes, pedagogy and the learning environment itself” (UNESCO, 2020, S. 8)&amp;lt;ref&amp;gt;Die deutsche Übersetzung der UNESCO (2021, S. 8) lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„BNE versetzt Lernende durch die Vermittlung von Wissen, Fähigkeiten, Werten und Haltungen in die Lage, fundierte Entscheidungen zu treffen und verantwortungsbewusst zum Schutz der Umwelt zu handeln sowie für Wirtschaftlichkeit und eine gerechte Gesellschaft einzustehen, die Menschen aller Geschlechteridentitäten sowie heutiger und zukünftiger Generationen stärkt und gleichzeitig ihre kulturelle Vielfalt respektiert. BNE ist ein lebenslanger Lernprozess und integraler Bestandteil einer qualitativ hochwertigen Bildung, welche die kognitiven, sozialen und emotionalen sowie verhaltensbezogenen Dimensionen des Lernens stärkt. Sie ist ganzheitlich und transformativ und umfasst sowohl Lerninhalte als auch Ergebnisse, die pädagogischen Ansätze und Methoden sowie die Lern- und Lehrumgebung selbst.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im englischsprachigen Originaltext wird durch das Verb „empower“ die Stärkung und Selbstbestimmung der Lernenden klarer hervorgehoben, was unserem BNE-Verständnis entspricht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesem BNE-Verständnis liegt ein integriertes Nachhaltigkeitsverständnis zugrunde, das sowohl die drei Dimensionen (nicht Säulen!) ökologisch, ökonomisch und sozial als auch die globale und die Generationengerechtigkeit einschließt und das nahe am Nachhaltigkeitsverständnis des Verbundprojektes HochN (Vogt, Lütke-Spatz &amp;amp; Weber, 2024) sowie der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (Bundesregierung, 2025) liegt, wobei die Wechselwirkungen und Zielkonflikte zwischen den Dimensionen zu beachten sind. BNE führt somit Anliegen von Umweltbildung und Globalem Lernen zusammen. Das o.g. BNE-Verständnis macht gleichzeitig deutlich, dass BNE weit über die Vermittlung von Wissen über Nachhaltigkeitsthemen hinausgeht. Eine BNE-orientierte Hochschullehre erfordert vielmehr eine BNE-Didaktik (Bellina et al., 2020), die als Kernelemente u.a. Kompetenzen, Inhalte, Methoden/Medien sowie Evaluationen umfasst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Whole Institution Approach (WIA), bei dem sich neben der Lehre auch die anderen Handlungsfelder einer Hochschule, wie Governance, Forschung, Betrieb, Transfer und studentisches Engagement an Nachhaltigkeit orientieren, ist eine geeignete und wirksame Lehr- und Lernumgebung für BNE (Holst et al., 2024). BNE zielt unter anderem darauf ab, Lernende zu befähigen, an der Transformation in Richtung einer nachhaltigen Gesellschaft mitzugestalten (Gestaltungskompetenz; de Haan, 2008; Vare, 2018, Brundiers et al., 2021). Dies ist nicht nur instrumentell im Sinne einer Befähigung zur Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung zu verstehen, sondern dient gleichzeitig der Persönlichkeitsentwicklung der Lernenden und einer Verbesserung der Lehre. Mitgestaltung bedeutet dabei nicht nur individuelles Alltagshandeln, sondern auch politisches Handeln im Sinne der politischen Bildung. Partizipation ist als Ziel und Methode von BNE bei der Hochschullehre und beim WIA ein wesentlicher Aspekt. Hochschullehrkräfte müssen selbst BNE-Kompetenzen aufbauen und darüber hinaus in der Lage sein, solche Kompetenzen bei den Studentinnen und Studenten zu fördern (z.B. Hemmer et al., 2024).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== FAQ zur Umsetzung von BNE in der Hochschullehre ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Sind Nachhaltigkeit und BNE normativ motiviert?&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nachhaltigkeit ist wie auch Demokratie im Kern normativ (Potthast, 2019) und z.B. durch den Grundsatz der Generationengerechtigkeit ethisch begründet, oder, wie im Fall globaler Nachhaltigkeitsziele, das Ergebnis politischer Aushandlungsprozesse und wissenschaftlicher Erkenntnisse. Der Entstehungsprozess von Nachhaltigkeits- und BNE-Inhalten sollte daher transparent gemacht werden. Lehrende sind persönlich nicht zur Neutralität verpflichtet. Kontroverse Sachverhalte sollten aber in der Lehre kontrovers dargestellt werden. Studierende dürfen nicht indoktriniert und zur unreflektierten Normenerfüllung angeleitet werden. BNE umfasst daher eine Förderung von Bewertungskompetenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Kann BNE nur interdisziplinär oder transdisziplinär erfolgen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
BNE kann und soll auch disziplinär erfolgen. Die Klärung der disziplinären Zugänge ist sogar besonders wichtig, um sinnvoll interdisziplinär oder transdisziplinär in Kooperation mit Akteur:innen aus der Praxis an Fragestellungen zu arbeiten.&lt;br /&gt;
Sollen Nachhaltigkeit und BNE in einer Veranstaltung, einem Modul oder in einem Studiengang umgesetzt werden?&lt;br /&gt;
Grundsätzlich sind alle Ansätze sinnvoll. Einzelne Nachhaltigkeitsaktionen oder -wochen können Interesse wecken. Module mit z.B. einer (B)NE-Ringvorlesung und (B)NE-Zertifikate sind wichtige Einstiege und bieten den interessierten Studierenden Lehrangebote im Wahl- und Wahlpflichtbereich. Die letztliche Zielsetzung ist, dass BNE in allen Fachstudiengängen pflichtmäßig integriert werden soll, wobei das Niveau und der Integrationsgrad sehr unterschiedlich ausfallen können. Daneben sind inter- und transdisziplinäre und internationale (z.B. HRK, 2025) Angebote bedeutsam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Was ist für die Integration von BNE wichtig? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Sie erfordert einerseits die entsprechenden Rahmenbedingungen (Leitbild Lehre, Aufnahme in die Curricula, Absprache zwischen Lehrenden, um Doppelungen zu vermeiden) und andererseits eine Fortbildung der Hochschullehrenden (Professor:innen, Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen und Lehrbeauftragte) und Multiplikator:innen (für Lehrentwicklung, Hochschuldidaktik etc.). Nicht zuletzt ist ein Netzwerk als Plattform hilfreich, um z.B. Good Practices auszutauschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Welche Kompetenzen sollen besonders gefördert werden? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Es gibt besondere Kompetenzmodelle für BNE, auch für die Hochschullehre (z.B. Vare, 2018, Brundiers et al.,2021). Eine Übersicht bietet die Plattform BNE Lehre konkret. Hinzu tritt das GreenComp, der europäische Kompetenzrahmen für Nachhaltigkeit. Die Modelle haben weitgehende Überschneidungen untereinander. Es gibt aber auch Überschneidungen mit Fachkompetenzen, z.B. bezüglich des systemischen Denkens. Es empfiehlt sich eine bewusste Auswahl der Modelle und der Kompetenzen, die im Rahmen der eigenen Lehre besonders gefördert werden können und sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Wie kann man BNE-Kompetenzen fördern? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Eine Kompetenzförderung erfolgt durch gezielte Auswahl von geeigneten Inhalten und Methoden sowie Medien. Vorausschauendes, zukunftsorientiertes Denken erfordert inhaltlich einen Prozess, wie z.B. nachhaltige Stadtentwicklung. Methodisch lässt sich hier z.B. mit Szenarien oder Zukünftelaboren arbeiten. Relevant ist die inhaltliche und methodische Entwicklung dieser BNE-Kompetenzen entlang fachlicher und allgemeiner akademischer Kompetenzen (Brundiers et al., 2021). Einige Kompetenzen, wie etwa kritisches Denken, werden in einigen Fächern bereits durch gute wissenschaftliche Praxis im Studium gefördert. Gestaltungsbezogene Kompetenzen hingegen bedürfen je nach bisheriger Ausrichtung ggf. neuer, innovativer analoger oder digitaler Lehr-Lernformate und auch Prüfungsformate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Ich behandele in der Lehre bereits Nachhaltigkeitsthemen. Muss ich dabei etwas anders machen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nahezu alle Nachhaltigkeitsthemen sind in den Fächern bereits im Fachcurriculum verankert, wie z.B. Energie im Fach Physik, Klima im Fach Geographie oder Armut im Fach Soziologie. Sie werden allerdings dort häufig einseitig fachspezifisch behandelt. Hier wäre anzustreben, dass möglichst viele Nachhaltigkeitsdimensionen (ökologische, soziale, ökonomisch; globale Gerechtigkeit und Generationengerechtigkeit) thematisiert und geeignete Methoden zur Kompetenzförderung ausgewählt werden. Dabei ist es häufig sinnvoll, sich bei der Thematisierung von Prozessen oder Maßnahmen auch mit Zielkonflikten zwischen den Dimensionen auseinanderzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Meine Lehre umfasst keine Nachhaltigkeitsthemen. Kann ich trotzdem BNE-orientierte Lehre anbieten? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Ja, es gilt die entsprechenden Anknüpfungspunkte zwischen eigenen Fachinhalten und Nachhaltigkeit, also die jeweiligen fachlichen Zugänge, zu finden. Dabei ist zu prüfen, welche Nachhaltigkeitsdimensionen oder -aspekte ich auf meine eigenen Inhalte anwenden kann und mit welchen Methoden ich spezifische Kompetenzen fördern kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Reicht es aus, wenn ich nur auf die Kompetenzförderung achte, ohne inhaltliche Bezüge zur Nachhaltigkeit bzw. Nachhaltigkeitsdimensionen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nein, aufgrund der Überschneidung mit Fachkompetenzen und anderen übergreifenden Kompetenzkonzepten würde man hier von kompetenzorientierter Hochschullehre und nicht von BNE sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Auf welche Hindernisse im Kontext Hochschule kann ich als Lehrende:r stoßen, wenn ich BNE umsetzen will? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die o.g. Ansprüche von BNE geraten nicht selten in Konflikt mit festgelegten Strukturen, Verantwortlichkeiten und Fächergrenzen. Häufig fehlen Anreize, insbesondere bei der Entwicklung akademischer Karrieren. BNE wird als Add-on wahrgenommen, nicht als integrativer Bestandteil und Qualitätsentwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Welche günstigen Bedingungen können mir helfen, BNE umzusetzen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nachhaltigkeit und manchmal auch explizit BNE ist inzwischen in den Hochschulgesetzen der Länder verankert und viele Hochschulen verfolgen eine Nachhaltigkeitsstrategie oder ein Nachhaltigkeitsgesamtkonzept. Auf beides kann man sich berufen und daran anknüpfen. Es gibt eine Reihe von Fördermöglichkeiten für Transformation, auch in der Lehre. BNE-Fortbildungen für Hochschullehrende sind hilfreich (Hemmer et al., 2024). Ebenso die Kooperation mit Studierenden und Kolleg:innen an der eigenen Hochschule und in Netzwerken, insbesondere wenn sich bereits studentische Initiativen für das Thema einsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hilfreiche Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
* Bellina, L., Tegeler, M.K., Müller-Christ, G. &amp;amp; Potthast, T. (2020). &#039;&#039;Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre. BMBF-Projekt Nachhaltigkeit an Hochschulen: entwickeln – vernetzen –berichten (HOCHN)&#039;&#039;. https://wiki.dg-hochn.de/images/4/4c/Hoch-n-leitfaden-lehre-2020-neu.pdf&lt;br /&gt;
* Brundiers, K. et al. (2021). Key competencies in sustainability in higher education—toward an agreed-upon reference framework. &#039;&#039;Sustainability science, 16&#039;&#039;(1), 13-29.&lt;br /&gt;
* Bundesregierung (2025). &#039;&#039;Transformation gemeinsam gerecht gestalten. Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie Weiterentwicklung 2025.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* https://www.bundesregierung.de/rource/blob/975228/2335292/3962877378d74837d4f4c611749b6172/2025-05-13-dns-2025-data.pdf?download=1&lt;br /&gt;
* De Haan, G. (2008). Gestaltungskompetenz als Kompetenzkonzept für Bildung für nachhaltige Entwicklung. In I. Bormann &amp;amp; G. De Haan (Hg.). &#039;&#039;Kompetenzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Operationalisierung, Messung, Rahmenbedingungen, Befunde&#039;&#039; (S. 23–43). VS- Verlag.&lt;br /&gt;
* Hemmer, I., Koch, Chr. &amp;amp; Peitz, A. (2024). ESD training for university teachers: which is more effective, the face-to-face or digital format? Results of an intervention study. International Journal of Sustainability in Higher Education, 17(8), 1732-1750. https://doi.org/10.1108/IJSHE-05-2023-0178&lt;br /&gt;
* Holst, J., Grund, J. &amp;amp; Brock, A. (2024). Whole Institution Approach: measurable and highly effective in empowering learners and educators for sustainability. &#039;&#039;Sustainability Science, 19,&#039;&#039; 1359–1376. https://doi.org/10.1007/s11625-024-01506-5&lt;br /&gt;
* HRK (Hochschulrektorenkonferenz) (2025). &#039;&#039;Kulturen der Nachhaltigkeit – Hochschulen als Zukunftswerkstätten der nachhaltigen Entwicklung stärken. Empfehlung der 41. Mitgliederversammlung der HRK am 4.11.2025 in Osnabrück. &#039;&#039;https://www.hrk.de/positionen/beschluss/detail/kulturen-der-nachhaltigkeit-hochschulen-als-zukunftswerkstaetten-der-nachhaltigen-entwicklung-staerk/&lt;br /&gt;
* NAP (Nationale Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung) (Hg.) (2017). &#039;&#039;Nationaler Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung. &#039;&#039;https://www.bne-portal.de/bne/de/nationaler-aktionsplan/nationaler-aktionsplan _node.html&lt;br /&gt;
* Potthast, T. (2019). Berufsethos für Lehrerinnen und Lehrer, Ethik in den Wissenschaften und die Frage der Werte-Orientierung – kritische Überlegungen. In C. Colin, M. Drahmann &amp;amp; F. Oser (Hg.), &#039;&#039;Ethos: Interdisziplinäre Perspektiven auf den Lehrerinnen- und Lehrerberuf. In Memoriam Martin Drahmann&#039;&#039; (S. 143-151). Waxmann.&lt;br /&gt;
* Potthast, T., Bellina, L., Müller-Christ, G. &amp;amp; Tegeler, M. (2024). Bildung für Nachhaltige Entwicklung an Hochschulen. In M. Rieckmann, B. Giesenbauer, B. Nölting, T. Potthast &amp;amp; C. T. Schmitt (Hrsg.), &#039;&#039;Schriftenreihe &amp;quot;Ökologie und Erziehungswissenschaft&amp;quot; der Kommission Bildung für nachhaltige Entwicklung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE). Nachhaltige Entwicklung von Hochschulen: Erkenntnisse und Perspektiven zur gesamtinstitutionellen Transformation&#039;&#039; (1st, S. 37–58). Verlag Barbara Budrich. https://doi.org/10.2307/jj.11786269.5&lt;br /&gt;
* UNESCO (United Nations Educational Scientific and Cultural Organization) (2020). &#039;&#039;ESD for 2030. Education for Sustainable Development: a Roadmap.&#039;&#039; https://unesdoc.unesco.org/ark:/48223/pf0000374802&lt;br /&gt;
* UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization) (2021). &#039;&#039;Bildung für nachhaltige Entwicklung: eine Roadmap.&#039;&#039; https://unesdoc.unesco.org/ark:/48223/pf0000379488&lt;br /&gt;
* Vare, P. (2018).  A Rounder Sense of Purpose: developing and assessing competences for educators of sustainable development. In &#039;&#039;Form@re, 18&#039;&#039;(2), 164-173. DOI: 10.13128/formare-23712&lt;br /&gt;
* Vogt, M., Lütke-Spatz, L. &amp;amp; Weber, Ch. (2024). Auf dem Weg zu einem Nachhaltigkeitsverständnis im Kontext von Hochschulen. In M. Rieckmann et al. (Hg.)(2024). &#039;&#039;Nachhaltige Entwicklung von Hochschulen. Erkenntnisse und Perspektiven zur gesamtinstitutionellen Transformation. Schriftenreihen Ökologie und Erziehungswissenschaften der Kommission Bildung für nachhaltige Entwicklung der DGfE &#039;&#039;(S. 17-36). Verlag Barbara Budrich 2024, 17-36.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zitationshinweis und Autor:innen ===&lt;br /&gt;
Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (2025). &#039;&#039;&#039;Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre – Empfehlungen der DG HochN&#039;&#039;&#039;. DG HochN. https://wiki.dg-hochn.de/wiki/BNE_Empfehlungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Entwicklung dieses Papiers waren beteiligt: Geschäftsführung und Vorstand der DG HochN (Bror Giesenbauer, Ingrid Hemmer (Moderation), Magdalène Lévy-Toedter, Georg Müller-Christ, Remmer Sassen, Eva Schäfer) sowie Klaus Fischer, Daria Humburg, Jennifer Krah und Marina Schmitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fußnoten===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Lehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=BNE_Empfehlungen&amp;diff=25705</id>
		<title>BNE Empfehlungen</title>
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		<updated>2025-11-19T10:27:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre – Empfehlungen der DG HochN== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DG HochN 2025 - BNE-Empfehlungen.pdf|BNE-Empfehlungen der DG HochN (2025)&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGHochN2025&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (2025). &#039;&#039;Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre – Empfehlungen der DG HochN&#039;&#039;. DG HochN. https://wiki.dg-hochn.de/wiki/BNE_Empfehlungen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt; zum Download (PDF)|mini|link=https://wiki.dg-hochn.de/images/9/93/DG_HochN_2025_-_BNE-Empfehlungen.pdf|alt=BNE-Empfehlungen der DG HochN (PDF)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nachhaltigkeitsziel 4.7 der Vereinten Nationen fordert, dass alle Lernenden das notwendige Wissen und die Fähigkeiten erwerben sollen, um Nachhaltige Entwicklung durch BNE voranzutreiben. Der Nationale Aktionsplan (NAP, 2017, S. 62) setzt die Verankerung von BNE/Nachhaltigkeit in die Curricula aller Studiengänge als Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns intensiv mit der Frage beschäftigt, was BNE für die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (DG HochN) bedeutet. Dabei wurde deutlich, wie schwierig es ist, alle Facetten und die Dynamik des Themas in wenigen Sätzen zu erfassen. Wir teilen nun unseren Diskussionsstand und unsere Empfehlungen zu diesem Thema. Rückmeldungen sind willkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier vorliegenden Empfehlungen sollen Hochschulen und Lehrende dabei unterstützen, BNE in die Lehre zu integrieren. Für die Umsetzung dieser Ziele ist es wichtig, zunächst das BNE-Verständnis zu klären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===BNE-Verständnis===&lt;br /&gt;
Die DG HochN orientiert sich am BNE-Verständnis der UNESCO. Es operationalisiert wichtige BNE-Merkmale und ist darum gut geeignet, die Analyse und Konzeption von Lernangeboten zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;“ESD empowers learners with knowledge, skills, values and attitudes to take informed decisions and make responsible actions for environmental integrity, economic viability and a just society empowering people of all genders, for present and future generations, while respecting cultural diversity. ESD is a lifelong learning process and an integral part of quality education that enhances cognitive, social and emotional and behavioural dimensions of learning. It is holistic and transformational and encompasses learning content and outcomes, pedagogy and the learning environment itself” (UNESCO, 2020, S. 8)&amp;lt;ref&amp;gt;Die deutsche Übersetzung der UNESCO (2021, S. 8) lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„BNE versetzt Lernende durch die Vermittlung von Wissen, Fähigkeiten, Werten und Haltungen in die Lage, fundierte Entscheidungen zu treffen und verantwortungsbewusst zum Schutz der Umwelt zu handeln sowie für Wirtschaftlichkeit und eine gerechte Gesellschaft einzustehen, die Menschen aller Geschlechteridentitäten sowie heutiger und zukünftiger Generationen stärkt und gleichzeitig ihre kulturelle Vielfalt respektiert. BNE ist ein lebenslanger Lernprozess und integraler Bestandteil einer qualitativ hochwertigen Bildung, welche die kognitiven, sozialen und emotionalen sowie verhaltensbezogenen Dimensionen des Lernens stärkt. Sie ist ganzheitlich und transformativ und umfasst sowohl Lerninhalte als auch Ergebnisse, die pädagogischen Ansätze und Methoden sowie die Lern- und Lehrumgebung selbst.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im englischsprachigen Originaltext wird durch das Verb „empower“ die Stärkung und Selbstbestimmung der Lernenden klarer hervorgehoben, was unserem BNE-Verständnis entspricht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesem BNE-Verständnis liegt ein integriertes Nachhaltigkeitsverständnis zugrunde, das sowohl die drei Dimensionen (nicht Säulen!) ökologisch, ökonomisch und sozial als auch die globale und die Generationengerechtigkeit einschließt und das nahe am Nachhaltigkeitsverständnis des Verbundprojektes HochN (Vogt, Lütke-Spatz &amp;amp; Weber, 2024) sowie der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (Bundesregierung, 2025) liegt, wobei die Wechselwirkungen und Zielkonflikte zwischen den Dimensionen zu beachten sind. BNE führt somit Anliegen von Umweltbildung und Globalem Lernen zusammen. Das o.g. BNE-Verständnis macht gleichzeitig deutlich, dass BNE weit über die Vermittlung von Wissen über Nachhaltigkeitsthemen hinausgeht. Eine BNE-orientierte Hochschullehre erfordert vielmehr eine BNE-Didaktik (Bellina et al., 2020), die als Kernelemente u.a. Kompetenzen, Inhalte, Methoden/Medien sowie Evaluationen umfasst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Whole Institution Approach (WIA), bei dem sich neben der Lehre auch die anderen Handlungsfelder einer Hochschule, wie Governance, Forschung, Betrieb, Transfer und studentisches Engagement an Nachhaltigkeit orientieren, ist eine geeignete und wirksame Lehr- und Lernumgebung für BNE (Holst et al., 2024). BNE zielt unter anderem darauf ab, Lernende zu befähigen, an der Transformation in Richtung einer nachhaltigen Gesellschaft mitzugestalten (Gestaltungskompetenz; de Haan, 2008; Vare, 2018, Brundiers et al., 2021). Dies ist nicht nur instrumentell im Sinne einer Befähigung zur Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung zu verstehen, sondern dient gleichzeitig der Persönlichkeitsentwicklung der Lernenden und einer Verbesserung der Lehre. Mitgestaltung bedeutet dabei nicht nur individuelles Alltagshandeln, sondern auch politisches Handeln im Sinne der politischen Bildung. Partizipation ist als Ziel und Methode von BNE bei der Hochschullehre und beim WIA ein wesentlicher Aspekt. Hochschullehrkräfte müssen selbst BNE-Kompetenzen aufbauen und darüber hinaus in der Lage sein, solche Kompetenzen bei den Studentinnen und Studenten zu fördern (z.B. Hemmer et al., 2024).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== FAQ zur Umsetzung von BNE in der Hochschullehre ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Sind Nachhaltigkeit und BNE normativ motiviert?&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nachhaltigkeit ist wie auch Demokratie im Kern normativ (Potthast, 2019) und z.B. durch den Grundsatz der Generationengerechtigkeit ethisch begründet, oder, wie im Fall globaler Nachhaltigkeitsziele, das Ergebnis politischer Aushandlungsprozesse und wissenschaftlicher Erkenntnisse. Der Entstehungsprozess von Nachhaltigkeits- und BNE-Inhalten sollte daher transparent gemacht werden. Lehrende sind persönlich nicht zur Neutralität verpflichtet. Kontroverse Sachverhalte sollten aber in der Lehre kontrovers dargestellt werden. Studierende dürfen nicht indoktriniert und zur unreflektierten Normenerfüllung angeleitet werden. BNE umfasst daher eine Förderung von Bewertungskompetenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Kann BNE nur interdisziplinär oder transdisziplinär erfolgen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
BNE kann und soll auch disziplinär erfolgen. Die Klärung der disziplinären Zugänge ist sogar besonders wichtig, um sinnvoll interdisziplinär oder transdisziplinär in Kooperation mit Akteur:innen aus der Praxis an Fragestellungen zu arbeiten.&lt;br /&gt;
Sollen Nachhaltigkeit und BNE in einer Veranstaltung, einem Modul oder in einem Studiengang umgesetzt werden?&lt;br /&gt;
Grundsätzlich sind alle Ansätze sinnvoll. Einzelne Nachhaltigkeitsaktionen oder -wochen können Interesse wecken. Module mit z.B. einer (B)NE-Ringvorlesung und (B)NE-Zertifikate sind wichtige Einstiege und bieten den interessierten Studierenden Lehrangebote im Wahl- und Wahlpflichtbereich. Die letztliche Zielsetzung ist, dass BNE in allen Fachstudiengängen pflichtmäßig integriert werden soll, wobei das Niveau und der Integrationsgrad sehr unterschiedlich ausfallen können. Daneben sind inter- und transdisziplinäre und internationale (z.B. HRK, 2025) Angebote bedeutsam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Was ist für die Integration von BNE wichtig? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Sie erfordert einerseits die entsprechenden Rahmenbedingungen (Leitbild Lehre, Aufnahme in die Curricula, Absprache zwischen Lehrenden, um Doppelungen zu vermeiden) und andererseits eine Fortbildung der Hochschullehrenden (Professor:innen, Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen und Lehrbeauftragte) und Multiplikator:innen (für Lehrentwicklung, Hochschuldidaktik etc.). Nicht zuletzt ist ein Netzwerk als Plattform hilfreich, um z.B. Good Practices auszutauschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Welche Kompetenzen sollen besonders gefördert werden? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Es gibt besondere Kompetenzmodelle für BNE, auch für die Hochschullehre (z.B. Vare, 2018, Brundiers et al.,2021). Eine Übersicht bietet die Plattform BNE Lehre konkret. Hinzu tritt das GreenComp, der europäische Kompetenzrahmen für Nachhaltigkeit. Die Modelle haben weitgehende Überschneidungen untereinander. Es gibt aber auch Überschneidungen mit Fachkompetenzen, z.B. bezüglich des systemischen Denkens. Es empfiehlt sich eine bewusste Auswahl der Modelle und der Kompetenzen, die im Rahmen der eigenen Lehre besonders gefördert werden können und sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Wie kann man BNE-Kompetenzen fördern? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Eine Kompetenzförderung erfolgt durch gezielte Auswahl von geeigneten Inhalten und Methoden sowie Medien. Vorausschauendes, zukunftsorientiertes Denken erfordert inhaltlich einen Prozess, wie z.B. nachhaltige Stadtentwicklung. Methodisch lässt sich hier z.B. mit Szenarien oder Zukünftelaboren arbeiten. Relevant ist die inhaltliche und methodische Entwicklung dieser BNE-Kompetenzen entlang fachlicher und allgemeiner akademischer Kompetenzen (Brundiers et al., 2021). Einige Kompetenzen, wie etwa kritisches Denken, werden in einigen Fächern bereits durch gute wissenschaftliche Praxis im Studium gefördert. Gestaltungsbezogene Kompetenzen hingegen bedürfen je nach bisheriger Ausrichtung ggf. neuer, innovativer analoger oder digitaler Lehr-Lernformate und auch Prüfungsformate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Ich behandele in der Lehre bereits Nachhaltigkeitsthemen. Muss ich dabei etwas anders machen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nahezu alle Nachhaltigkeitsthemen sind in den Fächern bereits im Fachcurriculum verankert, wie z.B. Energie im Fach Physik, Klima im Fach Geographie oder Armut im Fach Soziologie. Sie werden allerdings dort häufig einseitig fachspezifisch behandelt. Hier wäre anzustreben, dass möglichst viele Nachhaltigkeitsdimensionen (ökologische, soziale, ökonomisch; globale Gerechtigkeit und Generationengerechtigkeit) thematisiert und geeignete Methoden zur Kompetenzförderung ausgewählt werden. Dabei ist es häufig sinnvoll, sich bei der Thematisierung von Prozessen oder Maßnahmen auch mit Zielkonflikten zwischen den Dimensionen auseinanderzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Meine Lehre umfasst keine Nachhaltigkeitsthemen. Kann ich trotzdem BNE-orientierte Lehre anbieten? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Ja, es gilt die entsprechenden Anknüpfungspunkte zwischen eigenen Fachinhalten und Nachhaltigkeit, also die jeweiligen fachlichen Zugänge, zu finden. Dabei ist zu prüfen, welche Nachhaltigkeitsdimensionen oder -aspekte ich auf meine eigenen Inhalte anwenden kann und mit welchen Methoden ich spezifische Kompetenzen fördern kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Reicht es aus, wenn ich nur auf die Kompetenzförderung achte, ohne inhaltliche Bezüge zur Nachhaltigkeit bzw. Nachhaltigkeitsdimensionen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nein, aufgrund der Überschneidung mit Fachkompetenzen und anderen übergreifenden Kompetenzkonzepten würde man hier von kompetenzorientierter Hochschullehre und nicht von BNE sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Auf welche Hindernisse im Kontext Hochschule kann ich als Lehrende:r stoßen, wenn ich BNE umsetzen will? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die o.g. Ansprüche von BNE geraten nicht selten in Konflikt mit festgelegten Strukturen, Verantwortlichkeiten und Fächergrenzen. Häufig fehlen Anreize, insbesondere bei der Entwicklung akademischer Karrieren. BNE wird als Add-on wahrgenommen, nicht als integrativer Bestandteil und Qualitätsentwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Welche günstigen Bedingungen können mir helfen, BNE umzusetzen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nachhaltigkeit und manchmal auch explizit BNE ist inzwischen in den Hochschulgesetzen der Länder verankert und viele Hochschulen verfolgen eine Nachhaltigkeitsstrategie oder ein Nachhaltigkeitsgesamtkonzept. Auf beides kann man sich berufen und daran anknüpfen. Es gibt eine Reihe von Fördermöglichkeiten für Transformation, auch in der Lehre. BNE-Fortbildungen für Hochschullehrende sind hilfreich (Hemmer et al., 2024). Ebenso die Kooperation mit Studierenden und Kolleg:innen an der eigenen Hochschule und in Netzwerken, insbesondere wenn sich bereits studentische Initiativen für das Thema einsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hilfreiche Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
* Bellina, L., Tegeler, M.K., Müller-Christ, G. &amp;amp; Potthast, T. (2020). &#039;&#039;Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre. BMBF-Projekt Nachhaltigkeit an Hochschulen: entwickeln – vernetzen –berichten (HOCHN)&#039;&#039;. https://wiki.dg-hochn.de/images/4/4c/Hoch-n-leitfaden-lehre-2020-neu.pdf&lt;br /&gt;
* Brundiers, K. et al. (2021). Key competencies in sustainability in higher education—toward an agreed-upon reference framework. &#039;&#039;Sustainability science, 16&#039;&#039;(1), 13-29.&lt;br /&gt;
* Bundesregierung (2025). &#039;&#039;Transformation gemeinsam gerecht gestalten. Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie Weiterentwicklung 2025.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* https://www.bundesregierung.de/rource/blob/975228/2335292/3962877378d74837d4f4c611749b6172/2025-05-13-dns-2025-data.pdf?download=1&lt;br /&gt;
* De Haan, G. (2008). Gestaltungskompetenz als Kompetenzkonzept für Bildung für nachhaltige Entwicklung. In I. Bormann &amp;amp; G. De Haan (Hg.). &#039;&#039;Kompetenzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Operationalisierung, Messung, Rahmenbedingungen, Befunde&#039;&#039; (S. 23–43). VS- Verlag.&lt;br /&gt;
* Hemmer, I., Koch, Chr. &amp;amp; Peitz, A. (2024). ESD training for university teachers: which is more effective, the face-to-face or digital format? Results of an intervention study. International Journal of Sustainability in Higher Education, 17(8), 1732-1750. https://doi.org/10.1108/IJSHE-05-2023-0178&lt;br /&gt;
* Holst, J., Grund, J. &amp;amp; Brock, A. (2024). Whole Institution Approach: measurable and highly effective in empowering learners and educators for sustainability. &#039;&#039;Sustainability Science, 19,&#039;&#039; 1359–1376. https://doi.org/10.1007/s11625-024-01506-5&lt;br /&gt;
* HRK (Hochschulrektorenkonferenz) (2025). &#039;&#039;Kulturen der Nachhaltigkeit – Hochschulen als Zukunftswerkstätten der nachhaltigen Entwicklung stärken. Empfehlung der 41. Mitgliederversammlung der HRK am 4.11.2025 in Osnabrück. &#039;&#039;https://www.hrk.de/positionen/beschluss/detail/kulturen-der-nachhaltigkeit-hochschulen-als-zukunftswerkstaetten-der-nachhaltigen-entwicklung-staerk/&lt;br /&gt;
* NAP (Nationale Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung) (Hg.) (2017). &#039;&#039;Nationaler Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung. &#039;&#039;https://www.bne-portal.de/bne/de/nationaler-aktionsplan/nationaler-aktionsplan _node.html&lt;br /&gt;
* Potthast, T. (2019). Berufsethos für Lehrerinnen und Lehrer, Ethik in den Wissenschaften und die Frage der Werte-Orientierung – kritische Überlegungen. In C. Colin, M. Drahmann &amp;amp; F. Oser (Hg.), &#039;&#039;Ethos: Interdisziplinäre Perspektiven auf den Lehrerinnen- und Lehrerberuf. In Memoriam Martin Drahmann&#039;&#039; (S. 143-151). Waxmann.&lt;br /&gt;
* Potthast, T., Bellina, L., Müller-Christ, G. &amp;amp; Tegeler, M. (2024). Bildung für Nachhaltige Entwicklung an Hochschulen. In M. Rieckmann, B. Giesenbauer, B. Nölting, T. Potthast &amp;amp; C. T. Schmitt (Hrsg.), &#039;&#039;Schriftenreihe &amp;quot;Ökologie und Erziehungswissenschaft&amp;quot; der Kommission Bildung für nachhaltige Entwicklung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE). Nachhaltige Entwicklung von Hochschulen: Erkenntnisse und Perspektiven zur gesamtinstitutionellen Transformation&#039;&#039; (1st, S. 37–58). Verlag Barbara Budrich. https://doi.org/10.2307/jj.11786269.5&lt;br /&gt;
* UNESCO (United Nations Educational Scientific and Cultural Organization) (2020). &#039;&#039;ESD for 2030. Education for Sustainable Development: a Roadmap.&#039;&#039; https://unesdoc.unesco.org/ark:/48223/pf0000374802&lt;br /&gt;
* UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization) (2021). &#039;&#039;Bildung für nachhaltige Entwicklung: eine Roadmap.&#039;&#039; https://unesdoc.unesco.org/ark:/48223/pf0000379488&lt;br /&gt;
* Vare, P. (2018).  A Rounder Sense of Purpose: developing and assessing competences for educators of sustainable development. In &#039;&#039;Form@re, 18&#039;&#039;(2), 164-173. DOI: 10.13128/formare-23712&lt;br /&gt;
* Vogt, M., Lütke-Spatz, L. &amp;amp; Weber, Ch. (2024). Auf dem Weg zu einem Nachhaltigkeitsverständnis im Kontext von Hochschulen. In M. Rieckmann et al. (Hg.)(2024). &#039;&#039;Nachhaltige Entwicklung von Hochschulen. Erkenntnisse und Perspektiven zur gesamtinstitutionellen Transformation. Schriftenreihen Ökologie und Erziehungswissenschaften der Kommission Bildung für nachhaltige Entwicklung der DGfE &#039;&#039;(S. 17-36). Verlag Barbara Budrich 2024, 17-36.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zitationshinweis und Autor:innen ===&lt;br /&gt;
Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (2025). &#039;&#039;&#039;Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre – Empfehlungen der DG HochN&#039;&#039;&#039;. DG HochN. https://wiki.dg-hochn.de/wiki/BNE_Empfehlungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Entwicklung dieses Papiers waren beteiligt: Geschäftsführung und Vorstand der DG HochN (Bror Giesenbauer, Ingrid Hemmer (Moderation), Magdalène Lévy-Toedter, Georg Müller-Christ, Remmer Sassen, Eva Schäfer) sowie Klaus Fischer, Daria Humburg, Jennifer Krah und Marina Schmitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fußnoten===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Lehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=BNE_Empfehlungen&amp;diff=25704</id>
		<title>BNE Empfehlungen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=BNE_Empfehlungen&amp;diff=25704"/>
		<updated>2025-11-19T10:26:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BG: /* Zitationshinweis und Autor:innen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre – Empfehlungen der DG HochN== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DG HochN 2025 - BNE-Empfehlungen.pdf|BNE-Empfehlungen der DG HochN (2025)&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGHochN2025&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (2025). &#039;&#039;Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre – Empfehlungen der DG HochN&#039;&#039;. DG HochN. https://wiki.dg-hochn.de/wiki/BNE_Empfehlungen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt; zum Download (PDF)|mini|link=https://wiki.dg-hochn.de/images/9/93/DG_HochN_2025_-_BNE-Empfehlungen.pdf|alt=BNE-Empfehlungen der DG HochN (PDF)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nachhaltigkeitsziel 4.7 der Vereinten Nationen fordert, dass alle Lernenden das notwendige Wissen und die Fähigkeiten erwerben sollen, um Nachhaltige Entwicklung durch BNE voranzutreiben. Der Nationale Aktionsplan (NAP, 2017, S. 62) setzt die Verankerung von BNE/Nachhaltigkeit in die Curricula aller Studiengänge als Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns intensiv mit der Frage beschäftigt, was BNE für die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (DG HochN) bedeutet. Dabei wurde deutlich, wie schwierig es ist, alle Facetten und die Dynamik des Themas in wenigen Sätzen zu erfassen. Wir teilen nun unseren Diskussionsstand und unsere Empfehlungen zu diesem Thema. Rückmeldungen sind willkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier vorliegenden Empfehlungen sollen Hochschulen und Lehrende dabei unterstützen, BNE in die Lehre zu integrieren. Für die Umsetzung dieser Ziele ist es wichtig, zunächst das BNE-Verständnis zu klären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===BNE-Verständnis===&lt;br /&gt;
Die DG HochN orientiert sich am BNE-Verständnis der UNESCO. Es operationalisiert wichtige BNE-Merkmale und ist darum gut geeignet, die Analyse und Konzeption von Lernangeboten zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;“ESD empowers learners with knowledge, skills, values and attitudes to take informed decisions and make responsible actions for environmental integrity, economic viability and a just society empowering people of all genders, for present and future generations, while respecting cultural diversity. ESD is a lifelong learning process and an integral part of quality education that enhances cognitive, social and emotional and behavioural dimensions of learning. It is holistic and transformational and encompasses learning content and outcomes, pedagogy and the learning environment itself” (UNESCO, 2020, S. 8)&amp;lt;ref&amp;gt;Die deutsche Übersetzung der UNESCO (2021, S. 8) lautet:&lt;br /&gt;
„BNE versetzt Lernende durch die Vermittlung von Wissen, Fähigkeiten, Werten und Haltungen in die Lage, fundierte Entscheidungen zu treffen und verantwortungsbewusst zum Schutz der Umwelt zu handeln sowie für Wirtschaftlichkeit und eine gerechte Gesellschaft einzustehen, die Menschen aller Geschlechteridentitäten sowie heutiger und zukünftiger Generationen stärkt und gleichzeitig ihre kulturelle Vielfalt respektiert. BNE ist ein lebenslanger Lernprozess und integraler Bestandteil einer qualitativ hochwertigen Bildung, welche die kognitiven, sozialen und emotionalen sowie verhaltensbezogenen Dimensionen des Lernens stärkt. Sie ist ganzheitlich und transformativ und umfasst sowohl Lerninhalte als auch Ergebnisse, die pädagogischen Ansätze und Methoden sowie die Lern- und Lehrumgebung selbst.“&lt;br /&gt;
Im englischsprachigen Originaltext wird durch das Verb „empower“ die Stärkung und Selbstbestimmung der Lernenden klarer hervorgehoben, was unserem BNE-Verständnis entspricht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesem BNE-Verständnis liegt ein integriertes Nachhaltigkeitsverständnis zugrunde, das sowohl die drei Dimensionen (nicht Säulen!) ökologisch, ökonomisch und sozial als auch die globale und die Generationengerechtigkeit einschließt und das nahe am Nachhaltigkeitsverständnis des Verbundprojektes HochN (Vogt, Lütke-Spatz &amp;amp; Weber, 2024) sowie der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (Bundesregierung, 2025) liegt, wobei die Wechselwirkungen und Zielkonflikte zwischen den Dimensionen zu beachten sind. BNE führt somit Anliegen von Umweltbildung und Globalem Lernen zusammen. Das o.g. BNE-Verständnis macht gleichzeitig deutlich, dass BNE weit über die Vermittlung von Wissen über Nachhaltigkeitsthemen hinausgeht. Eine BNE-orientierte Hochschullehre erfordert vielmehr eine BNE-Didaktik (Bellina et al., 2020), die als Kernelemente u.a. Kompetenzen, Inhalte, Methoden/Medien sowie Evaluationen umfasst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Whole Institution Approach (WIA), bei dem sich neben der Lehre auch die anderen Handlungsfelder einer Hochschule, wie Governance, Forschung, Betrieb, Transfer und studentisches Engagement an Nachhaltigkeit orientieren, ist eine geeignete und wirksame Lehr- und Lernumgebung für BNE (Holst et al., 2024). BNE zielt unter anderem darauf ab, Lernende zu befähigen, an der Transformation in Richtung einer nachhaltigen Gesellschaft mitzugestalten (Gestaltungskompetenz; de Haan, 2008; Vare, 2018, Brundiers et al., 2021). Dies ist nicht nur instrumentell im Sinne einer Befähigung zur Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung zu verstehen, sondern dient gleichzeitig der Persönlichkeitsentwicklung der Lernenden und einer Verbesserung der Lehre. Mitgestaltung bedeutet dabei nicht nur individuelles Alltagshandeln, sondern auch politisches Handeln im Sinne der politischen Bildung. Partizipation ist als Ziel und Methode von BNE bei der Hochschullehre und beim WIA ein wesentlicher Aspekt. Hochschullehrkräfte müssen selbst BNE-Kompetenzen aufbauen und darüber hinaus in der Lage sein, solche Kompetenzen bei den Studentinnen und Studenten zu fördern (z.B. Hemmer et al., 2024).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== FAQ zur Umsetzung von BNE in der Hochschullehre ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Sind Nachhaltigkeit und BNE normativ motiviert?&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nachhaltigkeit ist wie auch Demokratie im Kern normativ (Potthast, 2019) und z.B. durch den Grundsatz der Generationengerechtigkeit ethisch begründet, oder, wie im Fall globaler Nachhaltigkeitsziele, das Ergebnis politischer Aushandlungsprozesse und wissenschaftlicher Erkenntnisse. Der Entstehungsprozess von Nachhaltigkeits- und BNE-Inhalten sollte daher transparent gemacht werden. Lehrende sind persönlich nicht zur Neutralität verpflichtet. Kontroverse Sachverhalte sollten aber in der Lehre kontrovers dargestellt werden. Studierende dürfen nicht indoktriniert und zur unreflektierten Normenerfüllung angeleitet werden. BNE umfasst daher eine Förderung von Bewertungskompetenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Kann BNE nur interdisziplinär oder transdisziplinär erfolgen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
BNE kann und soll auch disziplinär erfolgen. Die Klärung der disziplinären Zugänge ist sogar besonders wichtig, um sinnvoll interdisziplinär oder transdisziplinär in Kooperation mit Akteur:innen aus der Praxis an Fragestellungen zu arbeiten.&lt;br /&gt;
Sollen Nachhaltigkeit und BNE in einer Veranstaltung, einem Modul oder in einem Studiengang umgesetzt werden?&lt;br /&gt;
Grundsätzlich sind alle Ansätze sinnvoll. Einzelne Nachhaltigkeitsaktionen oder -wochen können Interesse wecken. Module mit z.B. einer (B)NE-Ringvorlesung und (B)NE-Zertifikate sind wichtige Einstiege und bieten den interessierten Studierenden Lehrangebote im Wahl- und Wahlpflichtbereich. Die letztliche Zielsetzung ist, dass BNE in allen Fachstudiengängen pflichtmäßig integriert werden soll, wobei das Niveau und der Integrationsgrad sehr unterschiedlich ausfallen können. Daneben sind inter- und transdisziplinäre und internationale (z.B. HRK, 2025) Angebote bedeutsam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Was ist für die Integration von BNE wichtig? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Sie erfordert einerseits die entsprechenden Rahmenbedingungen (Leitbild Lehre, Aufnahme in die Curricula, Absprache zwischen Lehrenden, um Doppelungen zu vermeiden) und andererseits eine Fortbildung der Hochschullehrenden (Professor:innen, Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen und Lehrbeauftragte) und Multiplikator:innen (für Lehrentwicklung, Hochschuldidaktik etc.). Nicht zuletzt ist ein Netzwerk als Plattform hilfreich, um z.B. Good Practices auszutauschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Welche Kompetenzen sollen besonders gefördert werden? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Es gibt besondere Kompetenzmodelle für BNE, auch für die Hochschullehre (z.B. Vare, 2018, Brundiers et al.,2021). Eine Übersicht bietet die Plattform BNE Lehre konkret. Hinzu tritt das GreenComp, der europäische Kompetenzrahmen für Nachhaltigkeit. Die Modelle haben weitgehende Überschneidungen untereinander. Es gibt aber auch Überschneidungen mit Fachkompetenzen, z.B. bezüglich des systemischen Denkens. Es empfiehlt sich eine bewusste Auswahl der Modelle und der Kompetenzen, die im Rahmen der eigenen Lehre besonders gefördert werden können und sollen.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Wie kann man BNE-Kompetenzen fördern? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Eine Kompetenzförderung erfolgt durch gezielte Auswahl von geeigneten Inhalten und Methoden sowie Medien. Vorausschauendes, zukunftsorientiertes Denken erfordert inhaltlich einen Prozess, wie z.B. nachhaltige Stadtentwicklung. Methodisch lässt sich hier z.B. mit Szenarien oder Zukünftelaboren arbeiten. Relevant ist die inhaltliche und methodische Entwicklung dieser BNE-Kompetenzen entlang fachlicher und allgemeiner akademischer Kompetenzen (Brundiers et al., 2021). Einige Kompetenzen, wie etwa kritisches Denken, werden in einigen Fächern bereits durch gute wissenschaftliche Praxis im Studium gefördert. Gestaltungsbezogene Kompetenzen hingegen bedürfen je nach bisheriger Ausrichtung ggf. neuer, innovativer analoger oder digitaler Lehr-Lernformate und auch Prüfungsformate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Ich behandele in der Lehre bereits Nachhaltigkeitsthemen. Muss ich dabei etwas anders machen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nahezu alle Nachhaltigkeitsthemen sind in den Fächern bereits im Fachcurriculum verankert, wie z.B. Energie im Fach Physik, Klima im Fach Geographie oder Armut im Fach Soziologie. Sie werden allerdings dort häufig einseitig fachspezifisch behandelt. Hier wäre anzustreben, dass möglichst viele Nachhaltigkeitsdimensionen (ökologische, soziale, ökonomisch; globale Gerechtigkeit und Generationengerechtigkeit) thematisiert und geeignete Methoden zur Kompetenzförderung ausgewählt werden. Dabei ist es häufig sinnvoll, sich bei der Thematisierung von Prozessen oder Maßnahmen auch mit Zielkonflikten zwischen den Dimensionen auseinanderzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Meine Lehre umfasst keine Nachhaltigkeitsthemen. Kann ich trotzdem BNE-orientierte Lehre anbieten? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Ja, es gilt die entsprechenden Anknüpfungspunkte zwischen eigenen Fachinhalten und Nachhaltigkeit, also die jeweiligen fachlichen Zugänge, zu finden. Dabei ist zu prüfen, welche Nachhaltigkeitsdimensionen oder -aspekte ich auf meine eigenen Inhalte anwenden kann und mit welchen Methoden ich spezifische Kompetenzen fördern kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Reicht es aus, wenn ich nur auf die Kompetenzförderung achte, ohne inhaltliche Bezüge zur Nachhaltigkeit bzw. Nachhaltigkeitsdimensionen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nein, aufgrund der Überschneidung mit Fachkompetenzen und anderen übergreifenden Kompetenzkonzepten würde man hier von kompetenzorientierter Hochschullehre und nicht von BNE sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Auf welche Hindernisse im Kontext Hochschule kann ich als Lehrende:r stoßen, wenn ich BNE umsetzen will? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die o.g. Ansprüche von BNE geraten nicht selten in Konflikt mit festgelegten Strukturen, Verantwortlichkeiten und Fächergrenzen. Häufig fehlen Anreize, insbesondere bei der Entwicklung akademischer Karrieren. BNE wird als Add-on wahrgenommen, nicht als integrativer Bestandteil und Qualitätsentwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Welche günstigen Bedingungen können mir helfen, BNE umzusetzen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nachhaltigkeit und manchmal auch explizit BNE ist inzwischen in den Hochschulgesetzen der Länder verankert und viele Hochschulen verfolgen eine Nachhaltigkeitsstrategie oder ein Nachhaltigkeitsgesamtkonzept. Auf beides kann man sich berufen und daran anknüpfen. Es gibt eine Reihe von Fördermöglichkeiten für Transformation, auch in der Lehre. BNE-Fortbildungen für Hochschullehrende sind hilfreich (Hemmer et al., 2024). Ebenso die Kooperation mit Studierenden und Kolleg:innen an der eigenen Hochschule und in Netzwerken, insbesondere wenn sich bereits studentische Initiativen für das Thema einsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hilfreiche Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
* Bellina, L., Tegeler, M.K., Müller-Christ, G. &amp;amp; Potthast, T. (2020). &#039;&#039;Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre. BMBF-Projekt Nachhaltigkeit an Hochschulen: entwickeln – vernetzen –berichten (HOCHN)&#039;&#039;. https://wiki.dg-hochn.de/images/4/4c/Hoch-n-leitfaden-lehre-2020-neu.pdf&lt;br /&gt;
* Brundiers, K. et al. (2021). Key competencies in sustainability in higher education—toward an agreed-upon reference framework. &#039;&#039;Sustainability science, 16&#039;&#039;(1), 13-29.&lt;br /&gt;
* Bundesregierung (2025). &#039;&#039;Transformation gemeinsam gerecht gestalten. Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie Weiterentwicklung 2025.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* https://www.bundesregierung.de/rource/blob/975228/2335292/3962877378d74837d4f4c611749b6172/2025-05-13-dns-2025-data.pdf?download=1&lt;br /&gt;
* De Haan, G. (2008). Gestaltungskompetenz als Kompetenzkonzept für Bildung für nachhaltige Entwicklung. In I. Bormann &amp;amp; G. De Haan (Hg.). &#039;&#039;Kompetenzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Operationalisierung, Messung, Rahmenbedingungen, Befunde&#039;&#039; (S. 23–43). VS- Verlag.&lt;br /&gt;
* Hemmer, I., Koch, Chr. &amp;amp; Peitz, A. (2024). ESD training for university teachers: which is more effective, the face-to-face or digital format? Results of an intervention study. International Journal of Sustainability in Higher Education, 17(8), 1732-1750. https://doi.org/10.1108/IJSHE-05-2023-0178&lt;br /&gt;
* Holst, J., Grund, J. &amp;amp; Brock, A. (2024). Whole Institution Approach: measurable and highly effective in empowering learners and educators for sustainability. &#039;&#039;Sustainability Science, 19,&#039;&#039; 1359–1376. https://doi.org/10.1007/s11625-024-01506-5&lt;br /&gt;
* HRK (Hochschulrektorenkonferenz) (2025). &#039;&#039;Kulturen der Nachhaltigkeit – Hochschulen als Zukunftswerkstätten der nachhaltigen Entwicklung stärken. Empfehlung der 41. Mitgliederversammlung der HRK am 4.11.2025 in Osnabrück. &#039;&#039;https://www.hrk.de/positionen/beschluss/detail/kulturen-der-nachhaltigkeit-hochschulen-als-zukunftswerkstaetten-der-nachhaltigen-entwicklung-staerk/&lt;br /&gt;
* NAP (Nationale Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung) (Hg.) (2017). &#039;&#039;Nationaler Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung. &#039;&#039;https://www.bne-portal.de/bne/de/nationaler-aktionsplan/nationaler-aktionsplan _node.html&lt;br /&gt;
* Potthast, T. (2019). Berufsethos für Lehrerinnen und Lehrer, Ethik in den Wissenschaften und die Frage der Werte-Orientierung – kritische Überlegungen. In C. Colin, M. Drahmann &amp;amp; F. Oser (Hg.), &#039;&#039;Ethos: Interdisziplinäre Perspektiven auf den Lehrerinnen- und Lehrerberuf. In Memoriam Martin Drahmann&#039;&#039; (S. 143-151). Waxmann.&lt;br /&gt;
* Potthast, T., Bellina, L., Müller-Christ, G. &amp;amp; Tegeler, M. (2024). Bildung für Nachhaltige Entwicklung an Hochschulen. In M. Rieckmann, B. Giesenbauer, B. Nölting, T. Potthast &amp;amp; C. T. Schmitt (Hrsg.), &#039;&#039;Schriftenreihe &amp;quot;Ökologie und Erziehungswissenschaft&amp;quot; der Kommission Bildung für nachhaltige Entwicklung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE). Nachhaltige Entwicklung von Hochschulen: Erkenntnisse und Perspektiven zur gesamtinstitutionellen Transformation&#039;&#039; (1st, S. 37–58). Verlag Barbara Budrich. https://doi.org/10.2307/jj.11786269.5&lt;br /&gt;
* UNESCO (United Nations Educational Scientific and Cultural Organization) (2020). &#039;&#039;ESD for 2030. Education for Sustainable Development: a Roadmap.&#039;&#039; https://unesdoc.unesco.org/ark:/48223/pf0000374802&lt;br /&gt;
* UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization) (2021). &#039;&#039;Bildung für nachhaltige Entwicklung: eine Roadmap.&#039;&#039; https://unesdoc.unesco.org/ark:/48223/pf0000379488&lt;br /&gt;
* Vare, P. (2018).  A Rounder Sense of Purpose: developing and assessing competences for educators of sustainable development. In &#039;&#039;Form@re, 18&#039;&#039;(2), 164-173. DOI: 10.13128/formare-23712&lt;br /&gt;
* Vogt, M., Lütke-Spatz, L. &amp;amp; Weber, Ch. (2024). Auf dem Weg zu einem Nachhaltigkeitsverständnis im Kontext von Hochschulen. In M. Rieckmann et al. (Hg.)(2024). &#039;&#039;Nachhaltige Entwicklung von Hochschulen. Erkenntnisse und Perspektiven zur gesamtinstitutionellen Transformation. Schriftenreihen Ökologie und Erziehungswissenschaften der Kommission Bildung für nachhaltige Entwicklung der DGfE &#039;&#039;(S. 17-36). Verlag Barbara Budrich 2024, 17-36.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zitationshinweis und Autor:innen ===&lt;br /&gt;
Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (2025). &#039;&#039;&#039;Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre – Empfehlungen der DG HochN&#039;&#039;&#039;. DG HochN. https://wiki.dg-hochn.de/wiki/BNE_Empfehlungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Entwicklung dieses Papiers waren beteiligt: Geschäftsführung und Vorstand der DG HochN (Bror Giesenbauer, Ingrid Hemmer (Moderation), Magdalène Lévy-Toedter, Georg Müller-Christ, Remmer Sassen, Eva Schäfer) sowie Klaus Fischer, Daria Humburg, Jennifer Krah und Marina Schmitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fußnoten===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Lehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=BNE_Empfehlungen&amp;diff=25703</id>
		<title>BNE Empfehlungen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=BNE_Empfehlungen&amp;diff=25703"/>
		<updated>2025-11-19T10:25:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BG: /* BNE-Verständnis */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre – Empfehlungen der DG HochN== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DG HochN 2025 - BNE-Empfehlungen.pdf|BNE-Empfehlungen der DG HochN (2025)&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGHochN2025&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (2025). &#039;&#039;Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre – Empfehlungen der DG HochN&#039;&#039;. DG HochN. https://wiki.dg-hochn.de/wiki/BNE_Empfehlungen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt; zum Download (PDF)|mini|link=https://wiki.dg-hochn.de/images/9/93/DG_HochN_2025_-_BNE-Empfehlungen.pdf|alt=BNE-Empfehlungen der DG HochN (PDF)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nachhaltigkeitsziel 4.7 der Vereinten Nationen fordert, dass alle Lernenden das notwendige Wissen und die Fähigkeiten erwerben sollen, um Nachhaltige Entwicklung durch BNE voranzutreiben. Der Nationale Aktionsplan (NAP, 2017, S. 62) setzt die Verankerung von BNE/Nachhaltigkeit in die Curricula aller Studiengänge als Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns intensiv mit der Frage beschäftigt, was BNE für die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (DG HochN) bedeutet. Dabei wurde deutlich, wie schwierig es ist, alle Facetten und die Dynamik des Themas in wenigen Sätzen zu erfassen. Wir teilen nun unseren Diskussionsstand und unsere Empfehlungen zu diesem Thema. Rückmeldungen sind willkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier vorliegenden Empfehlungen sollen Hochschulen und Lehrende dabei unterstützen, BNE in die Lehre zu integrieren. Für die Umsetzung dieser Ziele ist es wichtig, zunächst das BNE-Verständnis zu klären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===BNE-Verständnis===&lt;br /&gt;
Die DG HochN orientiert sich am BNE-Verständnis der UNESCO. Es operationalisiert wichtige BNE-Merkmale und ist darum gut geeignet, die Analyse und Konzeption von Lernangeboten zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;“ESD empowers learners with knowledge, skills, values and attitudes to take informed decisions and make responsible actions for environmental integrity, economic viability and a just society empowering people of all genders, for present and future generations, while respecting cultural diversity. ESD is a lifelong learning process and an integral part of quality education that enhances cognitive, social and emotional and behavioural dimensions of learning. It is holistic and transformational and encompasses learning content and outcomes, pedagogy and the learning environment itself” (UNESCO, 2020, S. 8)&amp;lt;ref&amp;gt;Die deutsche Übersetzung der UNESCO (2021, S. 8) lautet:&lt;br /&gt;
„BNE versetzt Lernende durch die Vermittlung von Wissen, Fähigkeiten, Werten und Haltungen in die Lage, fundierte Entscheidungen zu treffen und verantwortungsbewusst zum Schutz der Umwelt zu handeln sowie für Wirtschaftlichkeit und eine gerechte Gesellschaft einzustehen, die Menschen aller Geschlechteridentitäten sowie heutiger und zukünftiger Generationen stärkt und gleichzeitig ihre kulturelle Vielfalt respektiert. BNE ist ein lebenslanger Lernprozess und integraler Bestandteil einer qualitativ hochwertigen Bildung, welche die kognitiven, sozialen und emotionalen sowie verhaltensbezogenen Dimensionen des Lernens stärkt. Sie ist ganzheitlich und transformativ und umfasst sowohl Lerninhalte als auch Ergebnisse, die pädagogischen Ansätze und Methoden sowie die Lern- und Lehrumgebung selbst.“&lt;br /&gt;
Im englischsprachigen Originaltext wird durch das Verb „empower“ die Stärkung und Selbstbestimmung der Lernenden klarer hervorgehoben, was unserem BNE-Verständnis entspricht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesem BNE-Verständnis liegt ein integriertes Nachhaltigkeitsverständnis zugrunde, das sowohl die drei Dimensionen (nicht Säulen!) ökologisch, ökonomisch und sozial als auch die globale und die Generationengerechtigkeit einschließt und das nahe am Nachhaltigkeitsverständnis des Verbundprojektes HochN (Vogt, Lütke-Spatz &amp;amp; Weber, 2024) sowie der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (Bundesregierung, 2025) liegt, wobei die Wechselwirkungen und Zielkonflikte zwischen den Dimensionen zu beachten sind. BNE führt somit Anliegen von Umweltbildung und Globalem Lernen zusammen. Das o.g. BNE-Verständnis macht gleichzeitig deutlich, dass BNE weit über die Vermittlung von Wissen über Nachhaltigkeitsthemen hinausgeht. Eine BNE-orientierte Hochschullehre erfordert vielmehr eine BNE-Didaktik (Bellina et al., 2020), die als Kernelemente u.a. Kompetenzen, Inhalte, Methoden/Medien sowie Evaluationen umfasst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Whole Institution Approach (WIA), bei dem sich neben der Lehre auch die anderen Handlungsfelder einer Hochschule, wie Governance, Forschung, Betrieb, Transfer und studentisches Engagement an Nachhaltigkeit orientieren, ist eine geeignete und wirksame Lehr- und Lernumgebung für BNE (Holst et al., 2024). BNE zielt unter anderem darauf ab, Lernende zu befähigen, an der Transformation in Richtung einer nachhaltigen Gesellschaft mitzugestalten (Gestaltungskompetenz; de Haan, 2008; Vare, 2018, Brundiers et al., 2021). Dies ist nicht nur instrumentell im Sinne einer Befähigung zur Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung zu verstehen, sondern dient gleichzeitig der Persönlichkeitsentwicklung der Lernenden und einer Verbesserung der Lehre. Mitgestaltung bedeutet dabei nicht nur individuelles Alltagshandeln, sondern auch politisches Handeln im Sinne der politischen Bildung. Partizipation ist als Ziel und Methode von BNE bei der Hochschullehre und beim WIA ein wesentlicher Aspekt. Hochschullehrkräfte müssen selbst BNE-Kompetenzen aufbauen und darüber hinaus in der Lage sein, solche Kompetenzen bei den Studentinnen und Studenten zu fördern (z.B. Hemmer et al., 2024).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== FAQ zur Umsetzung von BNE in der Hochschullehre ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Sind Nachhaltigkeit und BNE normativ motiviert?&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nachhaltigkeit ist wie auch Demokratie im Kern normativ (Potthast, 2019) und z.B. durch den Grundsatz der Generationengerechtigkeit ethisch begründet, oder, wie im Fall globaler Nachhaltigkeitsziele, das Ergebnis politischer Aushandlungsprozesse und wissenschaftlicher Erkenntnisse. Der Entstehungsprozess von Nachhaltigkeits- und BNE-Inhalten sollte daher transparent gemacht werden. Lehrende sind persönlich nicht zur Neutralität verpflichtet. Kontroverse Sachverhalte sollten aber in der Lehre kontrovers dargestellt werden. Studierende dürfen nicht indoktriniert und zur unreflektierten Normenerfüllung angeleitet werden. BNE umfasst daher eine Förderung von Bewertungskompetenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Kann BNE nur interdisziplinär oder transdisziplinär erfolgen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
BNE kann und soll auch disziplinär erfolgen. Die Klärung der disziplinären Zugänge ist sogar besonders wichtig, um sinnvoll interdisziplinär oder transdisziplinär in Kooperation mit Akteur:innen aus der Praxis an Fragestellungen zu arbeiten.&lt;br /&gt;
Sollen Nachhaltigkeit und BNE in einer Veranstaltung, einem Modul oder in einem Studiengang umgesetzt werden?&lt;br /&gt;
Grundsätzlich sind alle Ansätze sinnvoll. Einzelne Nachhaltigkeitsaktionen oder -wochen können Interesse wecken. Module mit z.B. einer (B)NE-Ringvorlesung und (B)NE-Zertifikate sind wichtige Einstiege und bieten den interessierten Studierenden Lehrangebote im Wahl- und Wahlpflichtbereich. Die letztliche Zielsetzung ist, dass BNE in allen Fachstudiengängen pflichtmäßig integriert werden soll, wobei das Niveau und der Integrationsgrad sehr unterschiedlich ausfallen können. Daneben sind inter- und transdisziplinäre und internationale (z.B. HRK, 2025) Angebote bedeutsam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Was ist für die Integration von BNE wichtig? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Sie erfordert einerseits die entsprechenden Rahmenbedingungen (Leitbild Lehre, Aufnahme in die Curricula, Absprache zwischen Lehrenden, um Doppelungen zu vermeiden) und andererseits eine Fortbildung der Hochschullehrenden (Professor:innen, Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen und Lehrbeauftragte) und Multiplikator:innen (für Lehrentwicklung, Hochschuldidaktik etc.). Nicht zuletzt ist ein Netzwerk als Plattform hilfreich, um z.B. Good Practices auszutauschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Welche Kompetenzen sollen besonders gefördert werden? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Es gibt besondere Kompetenzmodelle für BNE, auch für die Hochschullehre (z.B. Vare, 2018, Brundiers et al.,2021). Eine Übersicht bietet die Plattform BNE Lehre konkret. Hinzu tritt das GreenComp, der europäische Kompetenzrahmen für Nachhaltigkeit. Die Modelle haben weitgehende Überschneidungen untereinander. Es gibt aber auch Überschneidungen mit Fachkompetenzen, z.B. bezüglich des systemischen Denkens. Es empfiehlt sich eine bewusste Auswahl der Modelle und der Kompetenzen, die im Rahmen der eigenen Lehre besonders gefördert werden können und sollen.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Wie kann man BNE-Kompetenzen fördern? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Eine Kompetenzförderung erfolgt durch gezielte Auswahl von geeigneten Inhalten und Methoden sowie Medien. Vorausschauendes, zukunftsorientiertes Denken erfordert inhaltlich einen Prozess, wie z.B. nachhaltige Stadtentwicklung. Methodisch lässt sich hier z.B. mit Szenarien oder Zukünftelaboren arbeiten. Relevant ist die inhaltliche und methodische Entwicklung dieser BNE-Kompetenzen entlang fachlicher und allgemeiner akademischer Kompetenzen (Brundiers et al., 2021). Einige Kompetenzen, wie etwa kritisches Denken, werden in einigen Fächern bereits durch gute wissenschaftliche Praxis im Studium gefördert. Gestaltungsbezogene Kompetenzen hingegen bedürfen je nach bisheriger Ausrichtung ggf. neuer, innovativer analoger oder digitaler Lehr-Lernformate und auch Prüfungsformate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Ich behandele in der Lehre bereits Nachhaltigkeitsthemen. Muss ich dabei etwas anders machen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nahezu alle Nachhaltigkeitsthemen sind in den Fächern bereits im Fachcurriculum verankert, wie z.B. Energie im Fach Physik, Klima im Fach Geographie oder Armut im Fach Soziologie. Sie werden allerdings dort häufig einseitig fachspezifisch behandelt. Hier wäre anzustreben, dass möglichst viele Nachhaltigkeitsdimensionen (ökologische, soziale, ökonomisch; globale Gerechtigkeit und Generationengerechtigkeit) thematisiert und geeignete Methoden zur Kompetenzförderung ausgewählt werden. Dabei ist es häufig sinnvoll, sich bei der Thematisierung von Prozessen oder Maßnahmen auch mit Zielkonflikten zwischen den Dimensionen auseinanderzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Meine Lehre umfasst keine Nachhaltigkeitsthemen. Kann ich trotzdem BNE-orientierte Lehre anbieten? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Ja, es gilt die entsprechenden Anknüpfungspunkte zwischen eigenen Fachinhalten und Nachhaltigkeit, also die jeweiligen fachlichen Zugänge, zu finden. Dabei ist zu prüfen, welche Nachhaltigkeitsdimensionen oder -aspekte ich auf meine eigenen Inhalte anwenden kann und mit welchen Methoden ich spezifische Kompetenzen fördern kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Reicht es aus, wenn ich nur auf die Kompetenzförderung achte, ohne inhaltliche Bezüge zur Nachhaltigkeit bzw. Nachhaltigkeitsdimensionen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nein, aufgrund der Überschneidung mit Fachkompetenzen und anderen übergreifenden Kompetenzkonzepten würde man hier von kompetenzorientierter Hochschullehre und nicht von BNE sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Auf welche Hindernisse im Kontext Hochschule kann ich als Lehrende:r stoßen, wenn ich BNE umsetzen will? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die o.g. Ansprüche von BNE geraten nicht selten in Konflikt mit festgelegten Strukturen, Verantwortlichkeiten und Fächergrenzen. Häufig fehlen Anreize, insbesondere bei der Entwicklung akademischer Karrieren. BNE wird als Add-on wahrgenommen, nicht als integrativer Bestandteil und Qualitätsentwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Welche günstigen Bedingungen können mir helfen, BNE umzusetzen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nachhaltigkeit und manchmal auch explizit BNE ist inzwischen in den Hochschulgesetzen der Länder verankert und viele Hochschulen verfolgen eine Nachhaltigkeitsstrategie oder ein Nachhaltigkeitsgesamtkonzept. Auf beides kann man sich berufen und daran anknüpfen. Es gibt eine Reihe von Fördermöglichkeiten für Transformation, auch in der Lehre. BNE-Fortbildungen für Hochschullehrende sind hilfreich (Hemmer et al., 2024). Ebenso die Kooperation mit Studierenden und Kolleg:innen an der eigenen Hochschule und in Netzwerken, insbesondere wenn sich bereits studentische Initiativen für das Thema einsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hilfreiche Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
* Bellina, L., Tegeler, M.K., Müller-Christ, G. &amp;amp; Potthast, T. (2020). &#039;&#039;Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre. BMBF-Projekt Nachhaltigkeit an Hochschulen: entwickeln – vernetzen –berichten (HOCHN)&#039;&#039;. https://wiki.dg-hochn.de/images/4/4c/Hoch-n-leitfaden-lehre-2020-neu.pdf&lt;br /&gt;
* Brundiers, K. et al. (2021). Key competencies in sustainability in higher education—toward an agreed-upon reference framework. &#039;&#039;Sustainability science, 16&#039;&#039;(1), 13-29.&lt;br /&gt;
* Bundesregierung (2025). &#039;&#039;Transformation gemeinsam gerecht gestalten. Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie Weiterentwicklung 2025.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* https://www.bundesregierung.de/rource/blob/975228/2335292/3962877378d74837d4f4c611749b6172/2025-05-13-dns-2025-data.pdf?download=1&lt;br /&gt;
* De Haan, G. (2008). Gestaltungskompetenz als Kompetenzkonzept für Bildung für nachhaltige Entwicklung. In I. Bormann &amp;amp; G. De Haan (Hg.). &#039;&#039;Kompetenzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Operationalisierung, Messung, Rahmenbedingungen, Befunde&#039;&#039; (S. 23–43). VS- Verlag.&lt;br /&gt;
* Hemmer, I., Koch, Chr. &amp;amp; Peitz, A. (2024). ESD training for university teachers: which is more effective, the face-to-face or digital format? Results of an intervention study. International Journal of Sustainability in Higher Education, 17(8), 1732-1750. https://doi.org/10.1108/IJSHE-05-2023-0178&lt;br /&gt;
* Holst, J., Grund, J. &amp;amp; Brock, A. (2024). Whole Institution Approach: measurable and highly effective in empowering learners and educators for sustainability. &#039;&#039;Sustainability Science, 19,&#039;&#039; 1359–1376. https://doi.org/10.1007/s11625-024-01506-5&lt;br /&gt;
* HRK (Hochschulrektorenkonferenz) (2025). &#039;&#039;Kulturen der Nachhaltigkeit – Hochschulen als Zukunftswerkstätten der nachhaltigen Entwicklung stärken. Empfehlung der 41. Mitgliederversammlung der HRK am 4.11.2025 in Osnabrück. &#039;&#039;https://www.hrk.de/positionen/beschluss/detail/kulturen-der-nachhaltigkeit-hochschulen-als-zukunftswerkstaetten-der-nachhaltigen-entwicklung-staerk/&lt;br /&gt;
* NAP (Nationale Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung) (Hg.) (2017). &#039;&#039;Nationaler Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung. &#039;&#039;https://www.bne-portal.de/bne/de/nationaler-aktionsplan/nationaler-aktionsplan _node.html&lt;br /&gt;
* Potthast, T. (2019). Berufsethos für Lehrerinnen und Lehrer, Ethik in den Wissenschaften und die Frage der Werte-Orientierung – kritische Überlegungen. In C. Colin, M. Drahmann &amp;amp; F. Oser (Hg.), &#039;&#039;Ethos: Interdisziplinäre Perspektiven auf den Lehrerinnen- und Lehrerberuf. In Memoriam Martin Drahmann&#039;&#039; (S. 143-151). Waxmann.&lt;br /&gt;
* Potthast, T., Bellina, L., Müller-Christ, G. &amp;amp; Tegeler, M. (2024). Bildung für Nachhaltige Entwicklung an Hochschulen. In M. Rieckmann, B. Giesenbauer, B. Nölting, T. Potthast &amp;amp; C. T. Schmitt (Hrsg.), &#039;&#039;Schriftenreihe &amp;quot;Ökologie und Erziehungswissenschaft&amp;quot; der Kommission Bildung für nachhaltige Entwicklung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE). Nachhaltige Entwicklung von Hochschulen: Erkenntnisse und Perspektiven zur gesamtinstitutionellen Transformation&#039;&#039; (1st, S. 37–58). Verlag Barbara Budrich. https://doi.org/10.2307/jj.11786269.5&lt;br /&gt;
* UNESCO (United Nations Educational Scientific and Cultural Organization) (2020). &#039;&#039;ESD for 2030. Education for Sustainable Development: a Roadmap.&#039;&#039; https://unesdoc.unesco.org/ark:/48223/pf0000374802&lt;br /&gt;
* UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization) (2021). &#039;&#039;Bildung für nachhaltige Entwicklung: eine Roadmap.&#039;&#039; https://unesdoc.unesco.org/ark:/48223/pf0000379488&lt;br /&gt;
* Vare, P. (2018).  A Rounder Sense of Purpose: developing and assessing competences for educators of sustainable development. In &#039;&#039;Form@re, 18&#039;&#039;(2), 164-173. DOI: 10.13128/formare-23712&lt;br /&gt;
* Vogt, M., Lütke-Spatz, L. &amp;amp; Weber, Ch. (2024). Auf dem Weg zu einem Nachhaltigkeitsverständnis im Kontext von Hochschulen. In M. Rieckmann et al. (Hg.)(2024). &#039;&#039;Nachhaltige Entwicklung von Hochschulen. Erkenntnisse und Perspektiven zur gesamtinstitutionellen Transformation. Schriftenreihen Ökologie und Erziehungswissenschaften der Kommission Bildung für nachhaltige Entwicklung der DGfE &#039;&#039;(S. 17-36). Verlag Barbara Budrich 2024, 17-36.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zitationshinweis und Autor:innen ===&lt;br /&gt;
Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (2025). &#039;&#039;&#039;Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre – Empfehlungen der DG HochN&#039;&#039;&#039;. DG HochN. https://wiki.dg-hochn.de/wiki/BNE_Empfehlungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Entwicklung dieses Papiers waren beteiligt: Geschäftsführung und Vorstand der DG HochN (Bror Giesenbauer, Ingrid Hemmer (Moderation), Magdalène Lévy-Toedter, Georg Müller-Christ, Remmer Sassen, Eva Schäfer) sowie Klaus Fischer, Daria Humburg, Jennifer Krah und Marina Schmitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Lehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=BNE_Empfehlungen&amp;diff=25702</id>
		<title>BNE Empfehlungen</title>
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		<updated>2025-11-19T10:25:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BG: /* FAQ zur Umsetzung von BNE in der Hochschullehre */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre – Empfehlungen der DG HochN== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DG HochN 2025 - BNE-Empfehlungen.pdf|BNE-Empfehlungen der DG HochN (2025)&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGHochN2025&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (2025). &#039;&#039;Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre – Empfehlungen der DG HochN&#039;&#039;. DG HochN. https://wiki.dg-hochn.de/wiki/BNE_Empfehlungen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt; zum Download (PDF)|mini|link=https://wiki.dg-hochn.de/images/9/93/DG_HochN_2025_-_BNE-Empfehlungen.pdf|alt=BNE-Empfehlungen der DG HochN (PDF)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nachhaltigkeitsziel 4.7 der Vereinten Nationen fordert, dass alle Lernenden das notwendige Wissen und die Fähigkeiten erwerben sollen, um Nachhaltige Entwicklung durch BNE voranzutreiben. Der Nationale Aktionsplan (NAP, 2017, S. 62) setzt die Verankerung von BNE/Nachhaltigkeit in die Curricula aller Studiengänge als Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns intensiv mit der Frage beschäftigt, was BNE für die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (DG HochN) bedeutet. Dabei wurde deutlich, wie schwierig es ist, alle Facetten und die Dynamik des Themas in wenigen Sätzen zu erfassen. Wir teilen nun unseren Diskussionsstand und unsere Empfehlungen zu diesem Thema. Rückmeldungen sind willkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier vorliegenden Empfehlungen sollen Hochschulen und Lehrende dabei unterstützen, BNE in die Lehre zu integrieren. Für die Umsetzung dieser Ziele ist es wichtig, zunächst das BNE-Verständnis zu klären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===BNE-Verständnis===&lt;br /&gt;
Die DG HochN orientiert sich am BNE-Verständnis der UNESCO. Es operationalisiert wichtige BNE-Merkmale und ist darum gut geeignet, die Analyse und Konzeption von Lernangeboten zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;“ESD empowers learners with knowledge, skills, values and attitudes to take informed decisions and make responsible actions for environmental integrity, economic viability and a just society empowering people of all genders, for present and future generations, while respecting cultural diversity. ESD is a lifelong learning process and an integral part of quality education that enhances cognitive, social and emotional and behavioural dimensions of learning. It is holistic and transformational and encompasses learning content and outcomes, pedagogy and the learning environment itself” (UNESCO, 2020, S. 8)&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesem BNE-Verständnis liegt ein integriertes Nachhaltigkeitsverständnis zugrunde, das sowohl die drei Dimensionen (nicht Säulen!) ökologisch, ökonomisch und sozial als auch die globale und die Generationengerechtigkeit einschließt und das nahe am Nachhaltigkeitsverständnis des Verbundprojektes HochN (Vogt, Lütke-Spatz &amp;amp; Weber, 2024) sowie der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (Bundesregierung, 2025) liegt, wobei die Wechselwirkungen und Zielkonflikte zwischen den Dimensionen zu beachten sind. BNE führt somit Anliegen von Umweltbildung und Globalem Lernen zusammen. Das o.g. BNE-Verständnis macht gleichzeitig deutlich, dass BNE weit über die Vermittlung von Wissen über Nachhaltigkeitsthemen hinausgeht. Eine BNE-orientierte Hochschullehre erfordert vielmehr eine BNE-Didaktik (Bellina et al., 2020), die als Kernelemente u.a. Kompetenzen, Inhalte, Methoden/Medien sowie Evaluationen umfasst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Whole Institution Approach (WIA), bei dem sich neben der Lehre auch die anderen Handlungsfelder einer Hochschule, wie Governance, Forschung, Betrieb, Transfer und studentisches Engagement an Nachhaltigkeit orientieren, ist eine geeignete und wirksame Lehr- und Lernumgebung für BNE (Holst et al., 2024). BNE zielt unter anderem darauf ab, Lernende zu befähigen, an der Transformation in Richtung einer nachhaltigen Gesellschaft mitzugestalten (Gestaltungskompetenz; de Haan, 2008; Vare, 2018, Brundiers et al., 2021). Dies ist nicht nur instrumentell im Sinne einer Befähigung zur Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung zu verstehen, sondern dient gleichzeitig der Persönlichkeitsentwicklung der Lernenden und einer Verbesserung der Lehre. Mitgestaltung bedeutet dabei nicht nur individuelles Alltagshandeln, sondern auch politisches Handeln im Sinne der politischen Bildung. Partizipation ist als Ziel und Methode von BNE bei der Hochschullehre und beim WIA ein wesentlicher Aspekt. Hochschullehrkräfte müssen selbst BNE-Kompetenzen aufbauen und darüber hinaus in der Lage sein, solche Kompetenzen bei den Studentinnen und Studenten zu fördern (z.B. Hemmer et al., 2024).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== FAQ zur Umsetzung von BNE in der Hochschullehre ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Sind Nachhaltigkeit und BNE normativ motiviert?&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nachhaltigkeit ist wie auch Demokratie im Kern normativ (Potthast, 2019) und z.B. durch den Grundsatz der Generationengerechtigkeit ethisch begründet, oder, wie im Fall globaler Nachhaltigkeitsziele, das Ergebnis politischer Aushandlungsprozesse und wissenschaftlicher Erkenntnisse. Der Entstehungsprozess von Nachhaltigkeits- und BNE-Inhalten sollte daher transparent gemacht werden. Lehrende sind persönlich nicht zur Neutralität verpflichtet. Kontroverse Sachverhalte sollten aber in der Lehre kontrovers dargestellt werden. Studierende dürfen nicht indoktriniert und zur unreflektierten Normenerfüllung angeleitet werden. BNE umfasst daher eine Förderung von Bewertungskompetenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Kann BNE nur interdisziplinär oder transdisziplinär erfolgen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
BNE kann und soll auch disziplinär erfolgen. Die Klärung der disziplinären Zugänge ist sogar besonders wichtig, um sinnvoll interdisziplinär oder transdisziplinär in Kooperation mit Akteur:innen aus der Praxis an Fragestellungen zu arbeiten.&lt;br /&gt;
Sollen Nachhaltigkeit und BNE in einer Veranstaltung, einem Modul oder in einem Studiengang umgesetzt werden?&lt;br /&gt;
Grundsätzlich sind alle Ansätze sinnvoll. Einzelne Nachhaltigkeitsaktionen oder -wochen können Interesse wecken. Module mit z.B. einer (B)NE-Ringvorlesung und (B)NE-Zertifikate sind wichtige Einstiege und bieten den interessierten Studierenden Lehrangebote im Wahl- und Wahlpflichtbereich. Die letztliche Zielsetzung ist, dass BNE in allen Fachstudiengängen pflichtmäßig integriert werden soll, wobei das Niveau und der Integrationsgrad sehr unterschiedlich ausfallen können. Daneben sind inter- und transdisziplinäre und internationale (z.B. HRK, 2025) Angebote bedeutsam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Was ist für die Integration von BNE wichtig? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Sie erfordert einerseits die entsprechenden Rahmenbedingungen (Leitbild Lehre, Aufnahme in die Curricula, Absprache zwischen Lehrenden, um Doppelungen zu vermeiden) und andererseits eine Fortbildung der Hochschullehrenden (Professor:innen, Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen und Lehrbeauftragte) und Multiplikator:innen (für Lehrentwicklung, Hochschuldidaktik etc.). Nicht zuletzt ist ein Netzwerk als Plattform hilfreich, um z.B. Good Practices auszutauschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Welche Kompetenzen sollen besonders gefördert werden? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Es gibt besondere Kompetenzmodelle für BNE, auch für die Hochschullehre (z.B. Vare, 2018, Brundiers et al.,2021). Eine Übersicht bietet die Plattform BNE Lehre konkret. Hinzu tritt das GreenComp, der europäische Kompetenzrahmen für Nachhaltigkeit. Die Modelle haben weitgehende Überschneidungen untereinander. Es gibt aber auch Überschneidungen mit Fachkompetenzen, z.B. bezüglich des systemischen Denkens. Es empfiehlt sich eine bewusste Auswahl der Modelle und der Kompetenzen, die im Rahmen der eigenen Lehre besonders gefördert werden können und sollen.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Wie kann man BNE-Kompetenzen fördern? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Eine Kompetenzförderung erfolgt durch gezielte Auswahl von geeigneten Inhalten und Methoden sowie Medien. Vorausschauendes, zukunftsorientiertes Denken erfordert inhaltlich einen Prozess, wie z.B. nachhaltige Stadtentwicklung. Methodisch lässt sich hier z.B. mit Szenarien oder Zukünftelaboren arbeiten. Relevant ist die inhaltliche und methodische Entwicklung dieser BNE-Kompetenzen entlang fachlicher und allgemeiner akademischer Kompetenzen (Brundiers et al., 2021). Einige Kompetenzen, wie etwa kritisches Denken, werden in einigen Fächern bereits durch gute wissenschaftliche Praxis im Studium gefördert. Gestaltungsbezogene Kompetenzen hingegen bedürfen je nach bisheriger Ausrichtung ggf. neuer, innovativer analoger oder digitaler Lehr-Lernformate und auch Prüfungsformate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Ich behandele in der Lehre bereits Nachhaltigkeitsthemen. Muss ich dabei etwas anders machen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nahezu alle Nachhaltigkeitsthemen sind in den Fächern bereits im Fachcurriculum verankert, wie z.B. Energie im Fach Physik, Klima im Fach Geographie oder Armut im Fach Soziologie. Sie werden allerdings dort häufig einseitig fachspezifisch behandelt. Hier wäre anzustreben, dass möglichst viele Nachhaltigkeitsdimensionen (ökologische, soziale, ökonomisch; globale Gerechtigkeit und Generationengerechtigkeit) thematisiert und geeignete Methoden zur Kompetenzförderung ausgewählt werden. Dabei ist es häufig sinnvoll, sich bei der Thematisierung von Prozessen oder Maßnahmen auch mit Zielkonflikten zwischen den Dimensionen auseinanderzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Meine Lehre umfasst keine Nachhaltigkeitsthemen. Kann ich trotzdem BNE-orientierte Lehre anbieten? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Ja, es gilt die entsprechenden Anknüpfungspunkte zwischen eigenen Fachinhalten und Nachhaltigkeit, also die jeweiligen fachlichen Zugänge, zu finden. Dabei ist zu prüfen, welche Nachhaltigkeitsdimensionen oder -aspekte ich auf meine eigenen Inhalte anwenden kann und mit welchen Methoden ich spezifische Kompetenzen fördern kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Reicht es aus, wenn ich nur auf die Kompetenzförderung achte, ohne inhaltliche Bezüge zur Nachhaltigkeit bzw. Nachhaltigkeitsdimensionen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nein, aufgrund der Überschneidung mit Fachkompetenzen und anderen übergreifenden Kompetenzkonzepten würde man hier von kompetenzorientierter Hochschullehre und nicht von BNE sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Auf welche Hindernisse im Kontext Hochschule kann ich als Lehrende:r stoßen, wenn ich BNE umsetzen will? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die o.g. Ansprüche von BNE geraten nicht selten in Konflikt mit festgelegten Strukturen, Verantwortlichkeiten und Fächergrenzen. Häufig fehlen Anreize, insbesondere bei der Entwicklung akademischer Karrieren. BNE wird als Add-on wahrgenommen, nicht als integrativer Bestandteil und Qualitätsentwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Welche günstigen Bedingungen können mir helfen, BNE umzusetzen? &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nachhaltigkeit und manchmal auch explizit BNE ist inzwischen in den Hochschulgesetzen der Länder verankert und viele Hochschulen verfolgen eine Nachhaltigkeitsstrategie oder ein Nachhaltigkeitsgesamtkonzept. Auf beides kann man sich berufen und daran anknüpfen. Es gibt eine Reihe von Fördermöglichkeiten für Transformation, auch in der Lehre. BNE-Fortbildungen für Hochschullehrende sind hilfreich (Hemmer et al., 2024). Ebenso die Kooperation mit Studierenden und Kolleg:innen an der eigenen Hochschule und in Netzwerken, insbesondere wenn sich bereits studentische Initiativen für das Thema einsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hilfreiche Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
* Bellina, L., Tegeler, M.K., Müller-Christ, G. &amp;amp; Potthast, T. (2020). &#039;&#039;Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre. BMBF-Projekt Nachhaltigkeit an Hochschulen: entwickeln – vernetzen –berichten (HOCHN)&#039;&#039;. https://wiki.dg-hochn.de/images/4/4c/Hoch-n-leitfaden-lehre-2020-neu.pdf&lt;br /&gt;
* Brundiers, K. et al. (2021). Key competencies in sustainability in higher education—toward an agreed-upon reference framework. &#039;&#039;Sustainability science, 16&#039;&#039;(1), 13-29.&lt;br /&gt;
* Bundesregierung (2025). &#039;&#039;Transformation gemeinsam gerecht gestalten. Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie Weiterentwicklung 2025.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* https://www.bundesregierung.de/rource/blob/975228/2335292/3962877378d74837d4f4c611749b6172/2025-05-13-dns-2025-data.pdf?download=1&lt;br /&gt;
* De Haan, G. (2008). Gestaltungskompetenz als Kompetenzkonzept für Bildung für nachhaltige Entwicklung. In I. Bormann &amp;amp; G. De Haan (Hg.). &#039;&#039;Kompetenzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Operationalisierung, Messung, Rahmenbedingungen, Befunde&#039;&#039; (S. 23–43). VS- Verlag.&lt;br /&gt;
* Hemmer, I., Koch, Chr. &amp;amp; Peitz, A. (2024). ESD training for university teachers: which is more effective, the face-to-face or digital format? Results of an intervention study. International Journal of Sustainability in Higher Education, 17(8), 1732-1750. https://doi.org/10.1108/IJSHE-05-2023-0178&lt;br /&gt;
* Holst, J., Grund, J. &amp;amp; Brock, A. (2024). Whole Institution Approach: measurable and highly effective in empowering learners and educators for sustainability. &#039;&#039;Sustainability Science, 19,&#039;&#039; 1359–1376. https://doi.org/10.1007/s11625-024-01506-5&lt;br /&gt;
* HRK (Hochschulrektorenkonferenz) (2025). &#039;&#039;Kulturen der Nachhaltigkeit – Hochschulen als Zukunftswerkstätten der nachhaltigen Entwicklung stärken. Empfehlung der 41. Mitgliederversammlung der HRK am 4.11.2025 in Osnabrück. &#039;&#039;https://www.hrk.de/positionen/beschluss/detail/kulturen-der-nachhaltigkeit-hochschulen-als-zukunftswerkstaetten-der-nachhaltigen-entwicklung-staerk/&lt;br /&gt;
* NAP (Nationale Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung) (Hg.) (2017). &#039;&#039;Nationaler Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung. &#039;&#039;https://www.bne-portal.de/bne/de/nationaler-aktionsplan/nationaler-aktionsplan _node.html&lt;br /&gt;
* Potthast, T. (2019). Berufsethos für Lehrerinnen und Lehrer, Ethik in den Wissenschaften und die Frage der Werte-Orientierung – kritische Überlegungen. In C. Colin, M. Drahmann &amp;amp; F. Oser (Hg.), &#039;&#039;Ethos: Interdisziplinäre Perspektiven auf den Lehrerinnen- und Lehrerberuf. In Memoriam Martin Drahmann&#039;&#039; (S. 143-151). Waxmann.&lt;br /&gt;
* Potthast, T., Bellina, L., Müller-Christ, G. &amp;amp; Tegeler, M. (2024). Bildung für Nachhaltige Entwicklung an Hochschulen. In M. Rieckmann, B. Giesenbauer, B. Nölting, T. Potthast &amp;amp; C. T. Schmitt (Hrsg.), &#039;&#039;Schriftenreihe &amp;quot;Ökologie und Erziehungswissenschaft&amp;quot; der Kommission Bildung für nachhaltige Entwicklung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE). Nachhaltige Entwicklung von Hochschulen: Erkenntnisse und Perspektiven zur gesamtinstitutionellen Transformation&#039;&#039; (1st, S. 37–58). Verlag Barbara Budrich. https://doi.org/10.2307/jj.11786269.5&lt;br /&gt;
* UNESCO (United Nations Educational Scientific and Cultural Organization) (2020). &#039;&#039;ESD for 2030. Education for Sustainable Development: a Roadmap.&#039;&#039; https://unesdoc.unesco.org/ark:/48223/pf0000374802&lt;br /&gt;
* UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization) (2021). &#039;&#039;Bildung für nachhaltige Entwicklung: eine Roadmap.&#039;&#039; https://unesdoc.unesco.org/ark:/48223/pf0000379488&lt;br /&gt;
* Vare, P. (2018).  A Rounder Sense of Purpose: developing and assessing competences for educators of sustainable development. In &#039;&#039;Form@re, 18&#039;&#039;(2), 164-173. DOI: 10.13128/formare-23712&lt;br /&gt;
* Vogt, M., Lütke-Spatz, L. &amp;amp; Weber, Ch. (2024). Auf dem Weg zu einem Nachhaltigkeitsverständnis im Kontext von Hochschulen. In M. Rieckmann et al. (Hg.)(2024). &#039;&#039;Nachhaltige Entwicklung von Hochschulen. Erkenntnisse und Perspektiven zur gesamtinstitutionellen Transformation. Schriftenreihen Ökologie und Erziehungswissenschaften der Kommission Bildung für nachhaltige Entwicklung der DGfE &#039;&#039;(S. 17-36). Verlag Barbara Budrich 2024, 17-36.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zitationshinweis und Autor:innen ===&lt;br /&gt;
Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (2025). &#039;&#039;&#039;Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre – Empfehlungen der DG HochN&#039;&#039;&#039;. DG HochN. https://wiki.dg-hochn.de/wiki/BNE_Empfehlungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Entwicklung dieses Papiers waren beteiligt: Geschäftsführung und Vorstand der DG HochN (Bror Giesenbauer, Ingrid Hemmer (Moderation), Magdalène Lévy-Toedter, Georg Müller-Christ, Remmer Sassen, Eva Schäfer) sowie Klaus Fischer, Daria Humburg, Jennifer Krah und Marina Schmitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Lehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=BNE_Empfehlungen&amp;diff=25698</id>
		<title>BNE Empfehlungen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=BNE_Empfehlungen&amp;diff=25698"/>
		<updated>2025-11-19T09:29:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BG: /* Empfehlungen der DG HochN zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung an Hochschulen zum Download (2025). */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre – Empfehlungen der DG HochN== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DG HochN 2025 - BNE-Empfehlungen.pdf|BNE-Empfehlungen der DG HochN (2025)&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGHochN2025&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (2025). &#039;&#039;Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre – Empfehlungen der DG HochN&#039;&#039;. DG HochN. https://wiki.dg-hochn.de/wiki/BNE_Empfehlungen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt; zum Download (PDF)|mini|link=https://wiki.dg-hochn.de/images/9/93/DG_HochN_2025_-_BNE-Empfehlungen.pdf|alt=BNE-Empfehlungen der DG HochN (PDF)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nachhaltigkeitsziel 4.7 der Vereinten Nationen fordert, dass alle Lernenden das notwendige Wissen und die Fähigkeiten erwerben sollen, um Nachhaltige Entwicklung durch BNE voranzutreiben. Der Nationale Aktionsplan (NAP, 2017, S. 62) setzt die Verankerung von BNE/Nachhaltigkeit in die Curricula aller Studiengänge als Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns intensiv mit der Frage beschäftigt, was BNE für die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (DG HochN) bedeutet. Dabei wurde deutlich, wie schwierig es ist, alle Facetten und die Dynamik des Themas in wenigen Sätzen zu erfassen. Wir teilen nun unseren Diskussionsstand und unsere Empfehlungen zu diesem Thema. Rückmeldungen sind willkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier vorliegenden Empfehlungen sollen Hochschulen und Lehrende dabei unterstützen, BNE in die Lehre zu integrieren. Für die Umsetzung dieser Ziele ist es wichtig, zunächst das BNE-Verständnis zu klären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===BNE-Verständnis===&lt;br /&gt;
Die DG HochN orientiert sich am BNE-Verständnis der UNESCO. Es operationalisiert wichtige BNE-Merkmale und ist darum gut geeignet, die Analyse und Konzeption von Lernangeboten zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;“ESD empowers learners with knowledge, skills, values and attitudes to take informed decisions and make responsible actions for environmental integrity, economic viability and a just society empowering people of all genders, for present and future generations, while respecting cultural diversity. ESD is a lifelong learning process and an integral part of quality education that enhances cognitive, social and emotional and behavioural dimensions of learning. It is holistic and transformational and encompasses learning content and outcomes, pedagogy and the learning environment itself” (UNESCO, 2020, S. 8)&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesem BNE-Verständnis liegt ein integriertes Nachhaltigkeitsverständnis zugrunde, das sowohl die drei Dimensionen (nicht Säulen!) ökologisch, ökonomisch und sozial als auch die globale und die Generationengerechtigkeit einschließt und das nahe am Nachhaltigkeitsverständnis des Verbundprojektes HochN (Vogt, Lütke-Spatz &amp;amp; Weber, 2024) sowie der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (Bundesregierung, 2025) liegt, wobei die Wechselwirkungen und Zielkonflikte zwischen den Dimensionen zu beachten sind. BNE führt somit Anliegen von Umweltbildung und Globalem Lernen zusammen. Das o.g. BNE-Verständnis macht gleichzeitig deutlich, dass BNE weit über die Vermittlung von Wissen über Nachhaltigkeitsthemen hinausgeht. Eine BNE-orientierte Hochschullehre erfordert vielmehr eine BNE-Didaktik (Bellina et al., 2020), die als Kernelemente u.a. Kompetenzen, Inhalte, Methoden/Medien sowie Evaluationen umfasst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Whole Institution Approach (WIA), bei dem sich neben der Lehre auch die anderen Handlungsfelder einer Hochschule, wie Governance, Forschung, Betrieb, Transfer und studentisches Engagement an Nachhaltigkeit orientieren, ist eine geeignete und wirksame Lehr- und Lernumgebung für BNE (Holst et al., 2024). BNE zielt unter anderem darauf ab, Lernende zu befähigen, an der Transformation in Richtung einer nachhaltigen Gesellschaft mitzugestalten (Gestaltungskompetenz; de Haan, 2008; Vare, 2018, Brundiers et al., 2021). Dies ist nicht nur instrumentell im Sinne einer Befähigung zur Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung zu verstehen, sondern dient gleichzeitig der Persönlichkeitsentwicklung der Lernenden und einer Verbesserung der Lehre. Mitgestaltung bedeutet dabei nicht nur individuelles Alltagshandeln, sondern auch politisches Handeln im Sinne der politischen Bildung. Partizipation ist als Ziel und Methode von BNE bei der Hochschullehre und beim WIA ein wesentlicher Aspekt. Hochschullehrkräfte müssen selbst BNE-Kompetenzen aufbauen und darüber hinaus in der Lage sein, solche Kompetenzen bei den Studentinnen und Studenten zu fördern (z.B. Hemmer et al., 2024).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===FAQ zur Umsetzung von BNE in der Hochschullehre===&lt;br /&gt;
====== Sind Nachhaltigkeit und BNE normativ motiviert? ======&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeit ist wie auch Demokratie im Kern normativ (Potthast, 2019) und z.B. durch den Grundsatz der Generationengerechtigkeit ethisch begründet, oder, wie im Fall globaler Nachhaltigkeitsziele, das Ergebnis politischer Aushandlungsprozesse und wissenschaftlicher Erkenntnisse. Der Entstehungsprozess von Nachhaltigkeits- und BNE-Inhalten sollte daher transparent gemacht werden. Lehrende sind persönlich nicht zur Neutralität verpflichtet. Kontroverse Sachverhalte sollten aber in der Lehre kontrovers dargestellt werden. Studierende dürfen nicht indoktriniert und zur unreflektierten Normenerfüllung angeleitet werden. BNE umfasst daher eine Förderung von Bewertungskompetenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Kann BNE nur interdisziplinär oder transdisziplinär erfolgen? ======&lt;br /&gt;
BNE kann und soll auch disziplinär erfolgen. Die Klärung der disziplinären Zugänge ist sogar besonders wichtig, um sinnvoll interdisziplinär oder transdisziplinär in Kooperation mit Akteur:innen aus der Praxis an Fragestellungen zu arbeiten.&lt;br /&gt;
Sollen Nachhaltigkeit und BNE in einer Veranstaltung, einem Modul oder in einem Studiengang umgesetzt werden?&lt;br /&gt;
Grundsätzlich sind alle Ansätze sinnvoll. Einzelne Nachhaltigkeitsaktionen oder -wochen können Interesse wecken. Module mit z.B. einer (B)NE-Ringvorlesung und (B)NE-Zertifikate sind wichtige Einstiege und bieten den interessierten Studierenden Lehrangebote im Wahl- und Wahlpflichtbereich. Die letztliche Zielsetzung ist, dass BNE in allen Fachstudiengängen pflichtmäßig integriert werden soll, wobei das Niveau und der Integrationsgrad sehr unterschiedlich ausfallen können. Daneben sind inter- und transdisziplinäre und internationale (z.B. HRK, 2025) Angebote bedeutsam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Was ist für die Integration von BNE wichtig? ======&lt;br /&gt;
Sie erfordert einerseits die entsprechenden Rahmenbedingungen (Leitbild Lehre, Aufnahme in die Curricula, Absprache zwischen Lehrenden, um Doppelungen zu vermeiden) und andererseits eine Fortbildung der Hochschullehrenden (Professor:innen, Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen und Lehrbeauftragte) und Multiplikator:innen (für Lehrentwicklung, Hochschuldidaktik etc.). Nicht zuletzt ist ein Netzwerk als Plattform hilfreich, um z.B. Good Practices auszutauschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Welche Kompetenzen sollen besonders gefördert werden? ======&lt;br /&gt;
Es gibt besondere Kompetenzmodelle für BNE, auch für die Hochschullehre (z.B. Vare, 2018, Brundiers et al.,2021). Eine Übersicht bietet die Plattform BNE Lehre konkret. Hinzu tritt das GreenComp, der europäische Kompetenzrahmen für Nachhaltigkeit. Die Modelle haben weitgehende Überschneidungen untereinander. Es gibt aber auch Überschneidungen mit Fachkompetenzen, z.B. bezüglich des systemischen Denkens. Es empfiehlt sich eine bewusste Auswahl der Modelle und der Kompetenzen, die im Rahmen der eigenen Lehre besonders gefördert werden können und sollen.&lt;br /&gt;
====== Wie kann man BNE-Kompetenzen fördern? ======&lt;br /&gt;
Eine Kompetenzförderung erfolgt durch gezielte Auswahl von geeigneten Inhalten und Methoden sowie Medien. Vorausschauendes, zukunftsorientiertes Denken erfordert inhaltlich einen Prozess, wie z.B. nachhaltige Stadtentwicklung. Methodisch lässt sich hier z.B. mit Szenarien oder Zukünftelaboren arbeiten. Relevant ist die inhaltliche und methodische Entwicklung dieser BNE-Kompetenzen entlang fachlicher und allgemeiner akademischer Kompetenzen (Brundiers et al., 2021). Einige Kompetenzen, wie etwa kritisches Denken, werden in einigen Fächern bereits durch gute wissenschaftliche Praxis im Studium gefördert. Gestaltungsbezogene Kompetenzen hingegen bedürfen je nach bisheriger Ausrichtung ggf. neuer, innovativer analoger oder digitaler Lehr-Lernformate und auch Prüfungsformate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Ich behandele in der Lehre bereits Nachhaltigkeitsthemen. Muss ich dabei etwas anders machen? ======&lt;br /&gt;
Nahezu alle Nachhaltigkeitsthemen sind in den Fächern bereits im Fachcurriculum verankert, wie z.B. Energie im Fach Physik, Klima im Fach Geographie oder Armut im Fach Soziologie. Sie werden allerdings dort häufig einseitig fachspezifisch behandelt. Hier wäre anzustreben, dass möglichst viele Nachhaltigkeitsdimensionen (ökologische, soziale, ökonomisch; globale Gerechtigkeit und Generationengerechtigkeit) thematisiert und geeignete Methoden zur Kompetenzförderung ausgewählt werden. Dabei ist es häufig sinnvoll, sich bei der Thematisierung von Prozessen oder Maßnahmen auch mit Zielkonflikten zwischen den Dimensionen auseinanderzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Meine Lehre umfasst keine Nachhaltigkeitsthemen. Kann ich trotzdem BNE-orientierte Lehre anbieten? ======&lt;br /&gt;
Ja, es gilt die entsprechenden Anknüpfungspunkte zwischen eigenen Fachinhalten und Nachhaltigkeit, also die jeweiligen fachlichen Zugänge, zu finden. Dabei ist zu prüfen, welche Nachhaltigkeitsdimensionen oder -aspekte ich auf meine eigenen Inhalte anwenden kann und mit welchen Methoden ich spezifische Kompetenzen fördern kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Reicht es aus, wenn ich nur auf die Kompetenzförderung achte, ohne inhaltliche Bezüge zur Nachhaltigkeit bzw. Nachhaltigkeitsdimensionen? ======&lt;br /&gt;
Nein, aufgrund der Überschneidung mit Fachkompetenzen und anderen übergreifenden Kompetenzkonzepten würde man hier von kompetenzorientierter Hochschullehre und nicht von BNE sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Auf welche Hindernisse im Kontext Hochschule kann ich als Lehrende:r stoßen, wenn ich BNE umsetzen will? ======&lt;br /&gt;
Die o.g. Ansprüche von BNE geraten nicht selten in Konflikt mit festgelegten Strukturen, Verantwortlichkeiten und Fächergrenzen. Häufig fehlen Anreize, insbesondere bei der Entwicklung akademischer Karrieren. BNE wird als Add-on wahrgenommen, nicht als integrativer Bestandteil und Qualitätsentwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== Welche günstigen Bedingungen können mir helfen, BNE umzusetzen? ======&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeit und manchmal auch explizit BNE ist inzwischen in den Hochschulgesetzen der Länder verankert und viele Hochschulen verfolgen eine Nachhaltigkeitsstrategie oder ein Nachhaltigkeitsgesamtkonzept. Auf beides kann man sich berufen und daran anknüpfen. Es gibt eine Reihe von Fördermöglichkeiten für Transformation, auch in der Lehre. BNE-Fortbildungen für Hochschullehrende sind hilfreich (Hemmer et al., 2024). Ebenso die Kooperation mit Studierenden und Kolleg:innen an der eigenen Hochschule und in Netzwerken, insbesondere wenn sich bereits studentische Initiativen für das Thema einsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[1] Die deutsche Übersetzung der UNESCO (2021, S. 8) lautet:&lt;br /&gt;
„BNE versetzt Lernende durch die Vermittlung von Wissen, Fähigkeiten, Werten und Haltungen in die Lage, fundierte Entscheidungen zu treffen und verantwortungsbewusst zum Schutz der Umwelt zu handeln sowie für Wirtschaftlichkeit und eine gerechte Gesellschaft einzustehen, die Menschen aller Geschlechteridentitäten sowie heutiger und zukünftiger Generationen stärkt und gleichzeitig ihre kulturelle Vielfalt respektiert. BNE ist ein lebenslanger Lernprozess und integraler Bestandteil einer qualitativ hochwertigen Bildung, welche die kognitiven, sozialen und emotionalen sowie verhaltensbezogenen Dimensionen des Lernens stärkt. Sie ist ganzheitlich und transformativ und umfasst sowohl Lerninhalte als auch Ergebnisse, die pädagogischen Ansätze und Methoden sowie die Lern- und Lehrumgebung selbst.“&lt;br /&gt;
Im englischsprachigen Originaltext wird durch das Verb „empower“ die Stärkung und Selbstbestimmung der Lernenden klarer hervorgehoben, was unserem BNE-Verständnis entspricht.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Category:Lehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=BNE_Empfehlungen&amp;diff=25697</id>
		<title>BNE Empfehlungen</title>
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		<updated>2025-11-19T09:21:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BG: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Empfehlungen der DG HochN zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung an Hochschulen zum Download (2025). === &lt;br /&gt;
[[Datei:DG HochN 2025 - BNE-Empfehlungen.pdf|BNE-Empfehlungen der DG HochN (2025)&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGHochN2025&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (2025). &#039;&#039;Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre – Empfehlungen der DG HochN&#039;&#039;. DG HochN. https://wiki.dg-hochn.de/wiki/BNE_Empfehlungen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt; (PDF)|mini|link=https://wiki.dg-hochn.de/images/9/93/DG_HochN_2025_-_BNE-Empfehlungen.pdf|alt=BNE-Empfehlungen der DG HochN (PDF)]]&lt;br /&gt;
Das Nachhaltigkeitsziel 4.7 der Vereinten Nationen fordert, dass alle Lernenden das notwendige Wissen und die Fähigkeiten erwerben sollen, um Nachhaltige Entwicklung durch BNE voranzutreiben. Der Nationale Aktionsplan (NAP, 2017, S. 62) setzt die Verankerung von BNE/Nachhaltigkeit in die Curricula aller Studiengänge als Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns intensiv mit der Frage beschäftigt, was BNE für die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (DG HochN) bedeutet. Dabei wurde deutlich, wie schwierig es ist, alle Facetten und die Dynamik des Themas in wenigen Sätzen zu erfassen. Wir teilen nun unseren Diskussionsstand und unsere Empfehlungen zu diesem Thema. Rückmeldungen sind willkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier vorliegenden Empfehlungen sollen Hochschulen und Lehrende dabei unterstützen, BNE in die Lehre zu integrieren. Für die Umsetzung dieser Ziele ist es wichtig, zunächst das BNE-Verständnis zu klären.&lt;br /&gt;
[[Category:Lehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BG</name></author>
	</entry>
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