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	<title>DG HochN-Wiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Hochschulen_und_wissenschaftliche_Bibliotheken_%E2%80%93_(Gem)einsame_Wege_zur_Nachhaltigkeit,_16.03.2026&amp;diff=28662</id>
		<title>Hochschulen und wissenschaftliche Bibliotheken – (Gem)einsame Wege zur Nachhaltigkeit, 16.03.2026</title>
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		<updated>2026-05-31T12:33:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kgaebler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hubs der DG HochN&lt;br /&gt;
|hub_kat=Community Hubs&lt;br /&gt;
|verantw=Kgaebler, D quade&lt;br /&gt;
|titel=Hochschulen und wissenschaftliche Bibliotheken: (Gem)einsame Wege zur Nachhaltigkeit?&lt;br /&gt;
|kurz=Wissenschaftliche Bibliotheken sind zentrale Orte des Campuslebens und tragen entscheidend zur (Nicht-)Nachhaltigkeit des Hochschul- und Wissenschaftssystems bei. Häufig jedoch laufen die Nachhaltigkeitsaktivitäten von Hochschulen und ihren wissenschaftlichen Bibliotheken parallel, sind nicht ausreichend bekannt und oft wenig aufeinander abgestimmt. Isoliert arbeitende Arbeitsgruppen, getrennt entwickelte [[Nachhaltigkeitsstrategien deutscher Hochschulen|Nachhaltigkeitsstrategien]] oder jeweils eigene Netzwerke und Kriterienkataloge sind nur einige der Hemmnisse für komplementäre Maßnahmen und wechselseitiges Lernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Hub wurden zusammen mit Vertreter:innen des Netzwerks Grüne Bibliothek e.V. gemeinsame Herausforderungen und Synergiepotenziale der Nachhaltigkeitsarbeit von wissenschaftlichen Bibliotheken und Hochschulen identifiziert. In zwei Kurzinputs von Michael Czolkoß-Hettwer (Staats- und Universitätsbibliothek Bremen) und Janet Wagner (Universitätsbibliothek der FU Berlin/Arbeitsgruppe GreenFUBib) wurden aktuelle Debatten und Handlungsfelder bibliothekarischer Nachhaltigkeitsarbeit sowie erfolgreiche Praxisbeispiele vorgestellt.&lt;br /&gt;
|datum=2026-03-16T13:30:00.000Z&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit an Hochschulbibliotheken&lt;br /&gt;
|bezug=Nachhaltigkeit, Soziale Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Betrieb&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachhaltigkeit als Thema für wissenschaftliche Bibliotheken: Themen, Netzwerke, Debatten (Dr. Michael Czolkoß-Hettwer) ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Themen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Bibliotheken beschäftigen sich bereits seit etwa den 1980er Jahren (beginnend in den USA) explizit mit dem Thema Nachhaltigkeit, es kann von einem „Green Library Movement“ gesprochen werden (vgl. [https://doi.org/10.5070/G312710757 Antonelli 2008])&lt;br /&gt;
* Bibliotheken orientieren sich heute zumeist an der [https://www.ifla.org/g/environment-sustainability-and-libraries/ifla-green-library-definition/ IFLA-Definition einer „Green Library“], die sieben Bereiche bzw. Handlungsfelder umfasst: Gebäude und Ausstattung, Green-Office-Prinzipien, nachhaltiges Wirtschaften, nachhaltige Bibliotheksdienstleistungen, soziale Nachhaltigkeit, Umweltmanagement sowie Engagement für allgemeine Umweltziele und -programme.&lt;br /&gt;
* Diese Bereiche bibliothekarischer Nachhaltigkeit ähneln den bzw. überlappen mit den hochschulischen Handlungsfeldern, sind aber eben nicht völlig deckungsgleich. Insbesondere aber die Themenfelder Gebäude und Ausstattung oder nachhaltige Dienstleistungen sind nicht bibliotheksspezifisch, sondern betreffen auch Hochschulen.&lt;br /&gt;
* Im Gegensatz zu Hochschulen weisen wissenschaftliche Bibliotheken jedoch einige besondere Charakteristika auf und setzen einige bibliotheksspezifische Nachhaltigkeitsmaßnahmen um, z.B.&lt;br /&gt;
** sind wissenschaftliche Bibliotheken oft große Gebäude, in zentraler Lage auf dem Campus und Zugangsort für sehr viele Nutzendengruppen. Dies birgt in vielfacher Hinsicht Potenzial.&lt;br /&gt;
** ist die Einrichtung einer „Bibliothek der Dinge“ eine beliebte und bei Nutzenden sehr erfolgreiche Maßnahme, die zunehmend nicht nur in öffentlichen, sondern auch in wissenschaftlichen Bibliotheken angeboten wird (Ausleihe bspw. von Werkzeugen, Spielen, technischer Ausstattung)&lt;br /&gt;
* Was sich mit den Handlungsfeldern aus der o.g. IFLA-Definition für Bibliotheken konkret verbinden lässt, zeigt u.a. Emilie Rehbergers [https://doi.org/10.5282/o-bib/5944 Kriterienkatalog] für wisssenschaftliche Bibliotheken; weitere Beispiele für Maßnahmen und aktuelle Themen finden sich zudem [https://doi.org/10.5282/o-bib/6071 hier]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Netzwerke&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [https://netzwerk-gruene-bibliothek.de Netzwerk Grüne Bibliothek] sowie innerhalb dessen das [https://netzwerk-gruene-bibliothek.de/wb-netzwerk/ Netzwerk wissenschaftlicher Bibliotheken]&lt;br /&gt;
* [https://www.ifla.org/units/environment-sustainability-and-libraries/ IFLA ENSULIB] [Die ENSULIB (Environment, Sustainability and Libraries Section) ist eine Sektion des Weltbibliotheksverbands IFLA (International Federation of Library Associations and Institutions), die sich dafür einsetzt, Bibliotheken nachhaltiger zu gestalten]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Debatten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Das Thema Nachhaltigkeit ist an öffentlichen Bibliotheken oft sichtbarer als an wissenschaftlichen, weil Erstere häufig öffentlichkeitswirksame Aktionen, Formate im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) etc. anbieten und als nicht-kommerzielle „Dritte Orte“ von breiten Bevölkerungsgruppen frequentiert werden.&lt;br /&gt;
* Die Institutionalisierung von Nachhaltigkeit an wissenschaftlichen Bibliotheken ist ein vergleichsweise junges Phänomen, vornehmlich seit Fridays for Future 2019. Die aktuelle Beobachtung ist, dass das Thema Nachhaltigkeit gesamtgesellschaftlich an Rückenwind verloren hat und eine Erschöpfung bei den Engagierten und Aktiven nach jahrelangem ehrenamtlichen Engagement eingesetzt hat. Die notwendige Langfristigkeit des Engagements für die Transformation steht einem Mangel an institutioneller und struktureller Unterstützung sowie „Vereinzelung“ von Nachhaltigkeitsthemen und -akteuren gegen. Die oft hierarchische Strukturierung der wissenschaftlichen Bibliotheken als Organisationen erschwert den Wandel. Hinzu kommt ein allgemeiner Sparzwang. Unter diesen Rahmenbedingungen wird Nachhaltigkeit zu einem „nice to have“ statt einem strukturell verankerten Thema im Sinne eines Whole Institution Approachs.&lt;br /&gt;
* Zugleich ist das Interesse am Thema Nachhaltigkeit unter den Bibliotheksbeschäftigten weiterhin groß und an vielen Einrichtungen wurden und werden nachhaltigkeitsbezogene Maßnahmen umgesetzt.&lt;br /&gt;
* Im Bereich Nachhaltigkeit ist der Austausch zwischen öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken enger geworden, nicht zuletzt durch das Netzwerk Grüne Bibliothek. Dies birgt viel Potenzial für die Zukunft.&lt;br /&gt;
* An den wissenschaftlichen Bibliotheken geht der Trend hin zu flacheren, moderneren Organisationsformen (und weg von starren hierarchischen Ebenen): auch das birgt Potenzial für das Nachhaltigkeitsthema, das als Querschnittsaufgabe verankert werden kann.&lt;br /&gt;
* Mittlerweile haben sich einige (große) wissenschaftliche Bibliotheken eigene Nachhaltigkeitsstrategien gegeben. Diese verleihen dem Thema mehr Gewicht und schaffen Verbindlichkeit, z. B. die [https://www.sub.uni-goettingen.de/wir-ueber-uns/nachhaltigkeit/ Staats- und Universitätsbibliothek (SUB) Göttingen]&lt;br /&gt;
* Ein weiteres wichtiges Feld ist die Verankerung von Nachhaltigkeitsthemen in den Ausbildungsinhalten sowie den Curricula der bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Studiengänge. Hier hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan, auch wenn noch Luft nach oben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachhaltigkeitsarbeit an wissenschaftlichen Bibliotheken: Good Practices an der Freien Universität (FU) Berlin: Die AG GreenFUBib (Janet Wagner) ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ausgangslage an der Freien Universität Berlin&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Strategiearbeit an der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin (FUBib), Nachhaltigkeit und Verantwortung wurden als wichtige Werte der FUBib identifiziert, Strategie bis 2025 gültig, Update geplant&lt;br /&gt;
* Umweltleitlinien der FU werden beachtet, diese gibt es seit 2004&lt;br /&gt;
* FUBib ist Teil des Beratungsgremiums des Präsidiums&lt;br /&gt;
* lokale und internationale Vernetzung&lt;br /&gt;
* Beitrag der Bibliotheken zur Klimanotstandserklärung der FU&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Arbeitsgruppe GreenFUBib&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Grüne Bibliotheken und [https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/Innovationsmanagement/Wettbewerb/jury/greenbib/index.html GreenFUBib]&lt;br /&gt;
* Nachhaltigkeit an der [https://www.fu-berlin.de/sites/ub/ueber-uns/dassindwir/nachhaltigkeit/index.html Universitätsbibliothek]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiele guter Praxis an der Universitätsbibliothek der FU Berlin&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auswahl von Beispielen (für weitere siehe die verlinkten Präsentationsfolien):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* nachhaltige Beschaffung ist das neue Normal&lt;br /&gt;
* Re-Use sehr prominent: Möbellager, Fundgrube für Mitarbeitende etc.&lt;br /&gt;
* verpackungsarme Buchbestellungen&lt;br /&gt;
* BNE-Veranstaltung zum ökologischen Lesen: E-Book/Reader, Umgang mit fake news und Informationskompetenz&lt;br /&gt;
* Bibliotheken als Orte des Wellbeing: u.a. gesundheitsorientierte Angebote wie etwa Silent Tischtennis etc.&lt;br /&gt;
* Transport von Büchern auf dem Campus durch E-Mobilität und per Lastenrad&lt;br /&gt;
* Kooperation mit Hochschulsport ist zentral&lt;br /&gt;
* AG GreenFUBib leistet auch Forschungsbeiträge, z.B. zur Biodiversität&lt;br /&gt;
* Pflanzentauschbörse ist sehr populär&lt;br /&gt;
* Digital Cleanup Woche: Die ursprüngliche internationale Initiative für den [https://www.digitalcleanupday.org Digital Cleanup Day], der analog zum bereits länger etablierten [https://www.worldcleanupday.org World Cleanup Day] für die physische Umwelt dazu aufruft, die eigene digitale Umgebung von „Datenmüll“ zu säubern, wurde in diesem Fall auf den Zeitraum einer Woche ausgedehnt.&lt;br /&gt;
* partizipative Entscheidungsfindung über Raumnutzung wird umgesetzt&lt;br /&gt;
* Barrierefreiheit bleibt großes Thema, dabei auch Bedarfe von neurodivergenten Nutzenden zunehmend im Fokus&lt;br /&gt;
* Fundsachen: werden weitergegeben, inkl. Trinkflaschen, die gereinigt und aufbereitet werden&lt;br /&gt;
* Recruiting/Onboarding/Personalentwicklung: auch hier ist Nachhaltigkeit Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Diskussion in Breakoutrooms ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Raum 1: Welche Nachhaltigkeitsthemen sind an Ihrer Einrichtung besonders präsent – und worüber wird in der Community wissenschaftlicher Bibliotheken aus Ihrer Sicht noch zu wenig gesprochen? ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Umsetzung LED-Licht: Organisation und Finanzierung. Bietet einen sehr großen Hebel an Bibliotheken wegen vieler Verkehrsflächen.&lt;br /&gt;
* Gebäudemanagement: Zuständigkeiten sind extrem unterschiedlich, d.h. Austausch mit Hochschule ist unerlässlich. Was kann eine Bibliothek selbst entscheiden und umsetzen und wo braucht es Zustimmung von und Abstimmung mit einem hochschulischen Bau-/Liegenschaftsdezernat o.Ä.?&lt;br /&gt;
* Lesesäle: Können Nutzende dort Fenster öffnen und Heizungen regulieren? Wie kann man da auf das Verhalten einwirken? Beispiel: [https://www.uni-hildesheim.de/fb4/aktuelle-neuigkeit-fachbereich-4/bibliothek-mit-grips-bundesweit-erste-smart-library-soll-35-prozent-energie-einsparen/ Smart Library UB Hildesheim]&lt;br /&gt;
** Grundlegend können hier zwei Ansätze unterschieden werden: Energiesparen über (1) Verhaltensänderungen der Mitarbeitenden und Nutzenden und/oder über (2) technische Maßnahmen (Steuerung etc.). Zu (1) bieten teilweise Energieagenturen Beratung an, die man in Anspruch nehmen kann.&lt;br /&gt;
* Aspekt der sozialen Nachhaltigkeit wichtig (hier Zielkonflikte mit ökologischer Nachhaltigkeit). Lesesäle als Wärme- und Kälteinseln; Möglichkeiten zum Aufladen von digitalen Endgeräten und Internetnutzung (auch für private Zwecke).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Raum 2: Wo könnten Bibliothek und Hochschule in der Nachhaltigkeitsarbeit am meisten voneinander profitieren – und was müsste sich konkret ändern, damit das gelingt? ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bedarf an Good Practice-Sammlung, ggf. mit Ansprechpartnern&lt;br /&gt;
* Frage der Ressourcen: Wie kann man die inspirierenden Beispiele in der eigenen Einrichtung umsetzen, auch wenn es keine große Unterstützung dafür gibt?&lt;br /&gt;
* Welche Governance-Strukturen braucht es? Braucht es wirklich jeweils eigene (und damit separate) Strukturen für Bibliotheken und Hochschulen?&lt;br /&gt;
* Mitgliedschaft von Bibliotheksmitarbeitenden in Gremien und Zukunftsräten der jeweiligen Hochschule wäre wichtig&lt;br /&gt;
* Haben die hochschulischen Gremien und Stabsstellen eigentlich einen Einfluss auf die Hochschulen? Man hat oft keinen richtigen Einblick darin, was die Hochschulen machen.&lt;br /&gt;
* Präsenz der Bibliothek(sinteressen) in der Hochschule ist wichtig, um eigene Themen platzieren zu können.&lt;br /&gt;
* auch kleine Erfolge feiern und nicht „klein“ nennen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Raum 3: Welche strukturellen Voraussetzungen braucht es, damit Nachhaltigkeitsarbeit in Bibliotheken nicht vom Engagement Einzelner abhängt? ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Anerkennung der Nachhaltigkeitsarbeit als Bestandteil des eigenen Jobs ist zentral, sollte nicht dauerhaft auf rein ehrenamtlicher Basis erfolgen&lt;br /&gt;
* Es ist wichtig, Nachhaltigkeitsaktivitäten mit Kommunikationsarbeit zu verbinden – nach dem Motto „Tu Gutes und rede darüber!“&lt;br /&gt;
* Sinnvoll und wichtig ist es, das Thema Nachhaltigkeit auch in die FaMI-Ausbildung (Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste) zu integrieren, Referendare einzubeziehen sowie das Nachhaltigkeitsthema im Onboarding zu verankern.&lt;br /&gt;
* Ein*e Teilnehmende*r berichtet von einer Universitätsbibliothek: Es wurden Strukturen an der Universität geschaffen (Nachhaltigkeitsbüro, Nachhaltigkeitskommission, Green Office etc.), aber nahezu alle Strukturen sind inzwischen nicht mehr existent. Damit gibt es für das Thema Nachhaltigkeit keine Ansprechpartner mehr an der Universität, also auch nicht für die Universitätsbibliothek, wenn sie Maßnahmen umsetzen will. Auch die Webseiten sind nicht mehr existent; all das wurde „klammheimlich eingestampft“, d.h. auch die Nachhaltigkeitsengagierten an der Bibliothek erfuhren im Vorfeld nichts von der Nicht-Weiterführung der Strukturen und sehen sich nun ohne Anlaufstellen für das Nachhaltigkeitsthema bei der Universität. Was es noch gibt, sind sehr niedrigschwellige Aktivitäten, die weder die Universität noch die Bibliothek etwas kosten, z.B. Teilnahme am Stadtradeln.&lt;br /&gt;
* Wenn es unter den aktuellen Bedingungen nicht anders geht, dann ist es trotzdem – oder gerade dann – wichtig, eigene Nachhaltigkeitsakzente und -Aktionen umzusetzen. Vieles kann man als Bibliothek selbst angehen, ohne dass alle Akteure, inklusive Einkauf, Facility Management etc., um Erlaubnis gebeten werden müssen. Jedoch sollte auch kommuniziert werden, dass diese Aktivitäten geschehen, obwohl es gerade keine unterstützenden hochschulischen Strukturen dafür gibt. Neben der positiven Kommunikation über die eigenen Nachhaltigkeitsaktivitäten sollte also auch immer öffentlich gemacht werden, dass die jeweilige Hochschule eigentlich notwendige Strukturen dafür einstampft bzw. bislang noch nicht geschaffen hat.&lt;br /&gt;
* Ggf. ist es leichter in die Umsetzung von Maßnahmen zu kommen, wenn man nicht mehr im Modus des „Wir müssen alle mitnehmen“ agiert und sich nicht mehr mit Einzelüberzeugungsgesprächen bzgl. der Relevanz und Dringlichkeit von Nachhaltigkeit aufhält, sondern einfach ins Tun kommt – egal ob unterstützende Strukturen vorhanden sind oder nicht. Der Appell: Mehr proaktiv tun und nicht auf Strukturen der Hochschule warten!&lt;br /&gt;
* Praxisbeispiel Digital Cleanup: Wie kann man diesen besser innerhalb der eigenen Einrichtung an Mitarbeitende wie Nutzende kommunizieren? Dies könnte z.B. bei Bibliothekseinführungskursen für Nutzende, aber auch beim Onboarding von Mitarbeitenden passieren. So kann etwa darauf hingewiesen werden, dass es schon deutlich ressourcenschonender ist, nicht alles sofort und vollständig herunterzuladen (nicht gleich komplettes E-Book, vielleicht reicht auch erst einmal das Abstract). Dabei nicht zu viel auf einmal wollen, sondern Schritt für Schritt vorgehen, d.h. nicht erwarten, dass sofort alle alles machen, was an digitaler Säuberung sinnvoll bzw. notwendig wäre. Lieber regelmäßige, kleinschrittige Aktionen als einmalige große Events, z.B. wöchentlich eine halbe Stunde gemeinsamen Digital Cleanup etablieren, statt einen Digital Cleanup Day pro Jahr zu veranstalten.&lt;br /&gt;
* Bibliotheken als Orte des Wellbeing: Praxisbeispiel Schlafkissen: Die Bibliotheken in Århus und Oslo haben dies vorgemacht. Kissen für Powernaps mit Kopf auf Tischplatte. Ein Mittel zur Desinfektion der Kissenoberfläche steht direkt am Platz für alle Nutzenden zugänglich. Angebot ist sehr niedrigschwellig und wird an der Universitätsbibliothek der FU Berlin rege genutzt. Das Nachhaltigkeitshandlungsfeld des Wellbeing kann also nicht nur mit der Ermunterung zum Rausgehen und zur Bewegung an der frischen Luft verbunden umgesetzt werden, sondern umfasst auch den Bereich Entspannung und Schlaf.&lt;br /&gt;
* Praxisbeispiel Plauderbänke: Vereinsamung ist ein großes Thema für künftige Maßnahmen an Universitätsbibliothek der FU Berlin. Es sollen sog. Plauderbänke eingerichtet werden. Das Prinzip: Wer Lust auf ein Gespräch hat, setzt sich hin und signalisiert damit seine Bereitschaft für den Austausch mit Anderen. Wer mag, setzt sich dazu und man unterhält sich. Vorbild in struktureller Hinsicht: Großbritannien: Das Land hat eine „Loneliness Strategy“, den Posten des sog. „Minister of Loneliness“ sowie im Gesundheitssystem die Möglichkeit, dass Ärzte soziale Aktivitäten verschreiben können („social prescribing“).&lt;br /&gt;
* Fazit: Infrastrukturen, Wellbeing und Einsamkeit als große Themen. Mehr proaktiv tun, statt darauf zu warten, dass Strukturen von anderen geschaffen werden. Trotzdem darauf hinwirken, dass Strukturen geschaffen bzw. bestehende erhalten und ausgebaut werden (Stellenanteile, AGs und Anlaufstellen, Themensetzung bei Aus- und Weiterbildung etc.) – also das eine tun (selbst aktiv werden), ohne das andere zu lassen (strukturelle Veränderungen einzufordern).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abschließendes Plenum ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Klimabilanzierung von Bibliotheken&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wie bilanziert man Bibliotheken bzgl. Treibhausgasen? Gibt es Erfahrungen damit?&lt;br /&gt;
* Erfahrung aus der Universitätsbibliothek der FU Berlin: Die Bibliothek kann die Bilanzierung als solche nicht als Einzelakteur anstoßen, da abhängig von Liegenschaftsdezernat der Hochschule, aber die Verbrauchszahlen sind einsehbar. Aufgrund der alten Gebäude der Universitätsbibliothek und deren mangelnder Energieeffizienz sind dies jedoch keine Zahlen, die gute Laune machen. Noch besser, da umfassender als Treibhausgasbilanzierung wäre eine [https://germany.econgood.org/tools/gemeinwohl-bilanz/ Gemeinwohlbilanzierung]. Wenn dies als Standard etabliert werden könnte, wäre das ein großer Schritt voran in Richtung Implementierung eines umfassenden Nachhaltigkeitsverständnisses.&lt;br /&gt;
* Artikel zur Treibhausgasbilanzierung: [https://doi.org/10.1515/bfp-2021-0075 Wieviel CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; erzeugt eine Stadtbibliothek?] &lt;br /&gt;
* Zudem gibt es den [https://www.kmk.org/aktuelles/pressearchiv/mitteilung/co2-kulturstandard-weiterentwickelt.html CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Kulturstandard], der Anfang 2026 aktualisiert wurde: Dies ist ein kostenfreies, niedrigschwelliges Instrument, das Kultureinrichtungen befähigt, eine Treibhausgasbilanz zu erstellen, ohne zuvor grundlegende methodische Fragen klären oder eigene Emissionsfaktoren recherchieren zu müssen. Mit der Version 1.1 des CO₂-Kulturstandards wird der 2023 eingeführte bundesweit einheitliche Bilanzierungsrahmen weiterentwickelt. Seine hohe bundesweite Konsistenz und Vergleichbarkeit werden damit weiter gestärkt. Die erhobenen Daten verbleiben bei den nutzenden Einrichtungen. Der weiterentwickelte Standard ist konform zum Greenhouse Gas Protocol Corporate Standard und orientiert sich damit am weltweit anerkannten Rahmen für die Treibhausgasbilanzierung von Organisationen.&lt;br /&gt;
* Hilfe bietet auch die [https://www.greenculture.info Green Culture Anlaufstelle]: bietet Beratung, Vernetzung und Veranstaltungen zur betrieblichen Nachhaltigkeitstransformation von Einrichtungen und Unternehmen der Kunst‑, Kultur‑, Kreativ- und Medienbranche; gefördert durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterführende Informationen ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Netzwerke und Verbände&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [https://netzwerk-gruene-bibliothek.de/ Netzwerk Grüne Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://netzwerk-gruene-bibliothek.de/wb-netzwerk/# Wissenschaftliche Bibliotheken-Netzwerk im Netzwerk Grüne Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://www.bibliotheksverband.de/nachhaltigkeit Deutscher Bibliotheksverband (dbv), Nachhaltigkeit]&lt;br /&gt;
* [https://www.ifla.org/units/environment-sustainability-and-libraries/ IFLA Environment, Sustainability and Libraries Section (ENSULIB)]&lt;br /&gt;
* [https://eblida.org/expert-group/elsia/ EBLIDA – ELSIA]&lt;br /&gt;
* [https://www.libraries4future.org/ Libraries4Future]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiele und Beispielsammlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [https://www.bibliotheksverband.de/biblio2030 dbv Biblio2030 Bibliotheken und ihr Beitrag zur Agenda 2030 der UN]&lt;br /&gt;
* [https://www.sub.uni-goettingen.de/ueber-uns/sub-im-ueberblick/nachhaltigkeit Nachhaltigkeit an der SUB Göttingen]&lt;br /&gt;
* [https://www.dnb.de/DE/Ueber-uns/Nachhaltigkeit/nachhaltigkeit_node.html Nachhaltigkeit an der Deutschen Nationalbibliothek]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Checklisten und Kriterienkataloge&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [https://www.bib-info.de/fileadmin/public/Dokumente_und_Bilder/Komm_OPL/Checklisten/check46.pdf Hauke, P., Kaufmann, A., Schumann, T., &amp;amp; Wagner, J. (2023). Checkliste Grüne Bibliothek: Ökologische, wirtschaftliche und soziale Nachhaltigkeit in der Praxis.] &lt;br /&gt;
* [https://repository.ifla.org/rest/api/core/bitstreams/9b71fdb8-0d95-492a-8236-dab027791382/content Hauke, P., Mocatta, A., &amp;amp; Pun, P. N. I. (Hrsg.). (2026). IFLA Guidelines for Green and Sustainable Libraries.]&lt;br /&gt;
* Rehberger, E. (2023). Nachhaltigkeit in sechs Handlungsfeldern: Ein Kriterienkatalog als praktischer Leitfaden bei der Erarbeitung von Nachhaltigkeitskonzepten für wissenschaftliche Bibliotheken. O-bib, 10(3), 1-16. https://doi.org/10.5282/o-bib/5944&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Slides Nachhaltige Bibliothek Janet Wagner.pdf|mini|Slides Nachhaltige Bibliothek Janet Wagner]]&#039;&#039;&#039;Publikationen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Brandt, S. (2025). Was wirkt? Orientierungshilfen für nachhaltiges Engagement in Bibliotheken. BuB - Forum Bibliothek und Information, 77(7), 334–335. https://doi.org/10.24403/jp.1514429&lt;br /&gt;
* Hauke, P. (2021). Nachhaltigkeit – (k)ein Thema für Bibliotheken?! Bibliothek: Forschung und Praxis, 45(3), 373–393. https://doi.org/10.1515/bfp-2021-0062 &lt;br /&gt;
* [https://bibliotheksportal.de/ueber-bibliotheken/bibliotheken-und-nachhaltigkeit/wissenschaftliche-bibliotheken-als-gruene-lernorte/ Bibliotheksportal (2022). Wissenschaftliche Bibliotheken als grüne Lernorte. Interview mit Janet Wagner.]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Kgaebler</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Hochschulen_und_wissenschaftliche_Bibliotheken_%E2%80%93_(Gem)einsame_Wege_zur_Nachhaltigkeit,_16.03.2026&amp;diff=28661</id>
		<title>Hochschulen und wissenschaftliche Bibliotheken – (Gem)einsame Wege zur Nachhaltigkeit, 16.03.2026</title>
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		<updated>2026-05-31T12:32:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kgaebler: Ergänzung Dokumentation Breakoutrooms und Plenum&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hubs der DG HochN&lt;br /&gt;
|hub_kat=Community Hubs&lt;br /&gt;
|verantw=Kgaebler, D quade&lt;br /&gt;
|titel=Hochschulen und wissenschaftliche Bibliotheken: (Gem)einsame Wege zur Nachhaltigkeit?&lt;br /&gt;
|kurz=Wissenschaftliche Bibliotheken sind zentrale Orte des Campuslebens und tragen entscheidend zur (Nicht-)Nachhaltigkeit des Hochschul- und Wissenschaftssystems bei. Häufig jedoch laufen die Nachhaltigkeitsaktivitäten von Hochschulen und ihren wissenschaftlichen Bibliotheken parallel, sind nicht ausreichend bekannt und oft wenig aufeinander abgestimmt. Isoliert arbeitende Arbeitsgruppen, getrennt entwickelte [[Nachhaltigkeitsstrategien deutscher Hochschulen|Nachhaltigkeitsstrategien]] oder jeweils eigene Netzwerke und Kriterienkataloge sind nur einige der Hemmnisse für komplementäre Maßnahmen und wechselseitiges Lernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Hub wurden zusammen mit Vertreter:innen des Netzwerks Grüne Bibliothek e.V. gemeinsame Herausforderungen und Synergiepotenziale der Nachhaltigkeitsarbeit von wissenschaftlichen Bibliotheken und Hochschulen identifiziert. In zwei Kurzinputs von Michael Czolkoß-Hettwer (Staats- und Universitätsbibliothek Bremen) und Janet Wagner (Universitätsbibliothek der FU Berlin/Arbeitsgruppe GreenFUBib) wurden aktuelle Debatten und Handlungsfelder bibliothekarischer Nachhaltigkeitsarbeit sowie erfolgreiche Praxisbeispiele vorgestellt.&lt;br /&gt;
|datum=2026-03-16T13:30:00.000Z&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit an Hochschulbibliotheken&lt;br /&gt;
|bezug=Nachhaltigkeit, Soziale Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Betrieb&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Input Dr. Michael Czolkoß-Hettwer: Nachhaltigkeit als Thema für wissenschaftliche Bibliotheken: Themen, Netzwerke, Debatten ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Themen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Bibliotheken beschäftigen sich bereits seit etwa den 1980er Jahren (beginnend in den USA) explizit mit dem Thema Nachhaltigkeit, es kann von einem „Green Library Movement“ gesprochen werden (vgl. [https://doi.org/10.5070/G312710757 Antonelli 2008])&lt;br /&gt;
* Bibliotheken orientieren sich heute zumeist an der [https://www.ifla.org/g/environment-sustainability-and-libraries/ifla-green-library-definition/ IFLA-Definition einer „Green Library“], die sieben Bereiche bzw. Handlungsfelder umfasst: Gebäude und Ausstattung, Green-Office-Prinzipien, nachhaltiges Wirtschaften, nachhaltige Bibliotheksdienstleistungen, soziale Nachhaltigkeit, Umweltmanagement sowie Engagement für allgemeine Umweltziele und -programme.&lt;br /&gt;
* Diese Bereiche bibliothekarischer Nachhaltigkeit ähneln den bzw. überlappen mit den hochschulischen Handlungsfeldern, sind aber eben nicht völlig deckungsgleich. Insbesondere aber die Themenfelder Gebäude und Ausstattung oder nachhaltige Dienstleistungen sind nicht bibliotheksspezifisch, sondern betreffen auch Hochschulen.&lt;br /&gt;
* Im Gegensatz zu Hochschulen weisen wissenschaftliche Bibliotheken jedoch einige besondere Charakteristika auf und setzen einige bibliotheksspezifische Nachhaltigkeitsmaßnahmen um, z.B.&lt;br /&gt;
** sind wissenschaftliche Bibliotheken oft große Gebäude, in zentraler Lage auf dem Campus und Zugangsort für sehr viele Nutzendengruppen. Dies birgt in vielfacher Hinsicht Potenzial.&lt;br /&gt;
** ist die Einrichtung einer „Bibliothek der Dinge“ eine beliebte und bei Nutzenden sehr erfolgreiche Maßnahme, die zunehmend nicht nur in öffentlichen, sondern auch in wissenschaftlichen Bibliotheken angeboten wird (Ausleihe bspw. von Werkzeugen, Spielen, technischer Ausstattung)&lt;br /&gt;
* Was sich mit den Handlungsfeldern aus der o.g. IFLA-Definition für Bibliotheken konkret verbinden lässt, zeigt u.a. Emilie Rehbergers [https://doi.org/10.5282/o-bib/5944 Kriterienkatalog] für wisssenschaftliche Bibliotheken; weitere Beispiele für Maßnahmen und aktuelle Themen finden sich zudem [https://doi.org/10.5282/o-bib/6071 hier]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Netzwerke&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [https://netzwerk-gruene-bibliothek.de Netzwerk Grüne Bibliothek] sowie innerhalb dessen das [https://netzwerk-gruene-bibliothek.de/wb-netzwerk/ Netzwerk wissenschaftlicher Bibliotheken]&lt;br /&gt;
* [https://www.ifla.org/units/environment-sustainability-and-libraries/ IFLA ENSULIB] [Die ENSULIB (Environment, Sustainability and Libraries Section) ist eine Sektion des Weltbibliotheksverbands IFLA (International Federation of Library Associations and Institutions), die sich dafür einsetzt, Bibliotheken nachhaltiger zu gestalten]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Debatten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Das Thema Nachhaltigkeit ist an öffentlichen Bibliotheken oft sichtbarer als an wissenschaftlichen, weil Erstere häufig öffentlichkeitswirksame Aktionen, Formate im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) etc. anbieten und als nicht-kommerzielle „Dritte Orte“ von breiten Bevölkerungsgruppen frequentiert werden.&lt;br /&gt;
* Die Institutionalisierung von Nachhaltigkeit an wissenschaftlichen Bibliotheken ist ein vergleichsweise junges Phänomen, vornehmlich seit Fridays for Future 2019. Die aktuelle Beobachtung ist, dass das Thema Nachhaltigkeit gesamtgesellschaftlich an Rückenwind verloren hat und eine Erschöpfung bei den Engagierten und Aktiven nach jahrelangem ehrenamtlichen Engagement eingesetzt hat. Die notwendige Langfristigkeit des Engagements für die Transformation steht einem Mangel an institutioneller und struktureller Unterstützung sowie „Vereinzelung“ von Nachhaltigkeitsthemen und -akteuren gegen. Die oft hierarchische Strukturierung der wissenschaftlichen Bibliotheken als Organisationen erschwert den Wandel. Hinzu kommt ein allgemeiner Sparzwang. Unter diesen Rahmenbedingungen wird Nachhaltigkeit zu einem „nice to have“ statt einem strukturell verankerten Thema im Sinne eines Whole Institution Approachs.&lt;br /&gt;
* Zugleich ist das Interesse am Thema Nachhaltigkeit unter den Bibliotheksbeschäftigten weiterhin groß und an vielen Einrichtungen wurden und werden nachhaltigkeitsbezogene Maßnahmen umgesetzt.&lt;br /&gt;
* Im Bereich Nachhaltigkeit ist der Austausch zwischen öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken enger geworden, nicht zuletzt durch das Netzwerk Grüne Bibliothek. Dies birgt viel Potenzial für die Zukunft.&lt;br /&gt;
* An den wissenschaftlichen Bibliotheken geht der Trend hin zu flacheren, moderneren Organisationsformen (und weg von starren hierarchischen Ebenen): auch das birgt Potenzial für das Nachhaltigkeitsthema, das als Querschnittsaufgabe verankert werden kann.&lt;br /&gt;
* Mittlerweile haben sich einige (große) wissenschaftliche Bibliotheken eigene Nachhaltigkeitsstrategien gegeben. Diese verleihen dem Thema mehr Gewicht und schaffen Verbindlichkeit, z. B. die [https://www.sub.uni-goettingen.de/wir-ueber-uns/nachhaltigkeit/ Staats- und Universitätsbibliothek (SUB) Göttingen]&lt;br /&gt;
* Ein weiteres wichtiges Feld ist die Verankerung von Nachhaltigkeitsthemen in den Ausbildungsinhalten sowie den Curricula der bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Studiengänge. Hier hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan, auch wenn noch Luft nach oben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Input Janet Wagner: Nachhaltigkeitsarbeit an wissenschaftlichen Bibliotheken: Good Practices an der Freien Universität (FU) Berlin: Die AG GreenFUBib ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ausgangslage an der Freien Universität Berlin&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Strategiearbeit an der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin (FUBib), Nachhaltigkeit und Verantwortung wurden als wichtige Werte der FUBib identifiziert, Strategie bis 2025 gültig, Update geplant&lt;br /&gt;
* Umweltleitlinien der FU werden beachtet, diese gibt es seit 2004&lt;br /&gt;
* FUBib ist Teil des Beratungsgremiums des Präsidiums&lt;br /&gt;
* lokale und internationale Vernetzung&lt;br /&gt;
* Beitrag der Bibliotheken zur Klimanotstandserklärung der FU&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Arbeitsgruppe GreenFUBib&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Grüne Bibliotheken und [https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/Innovationsmanagement/Wettbewerb/jury/greenbib/index.html GreenFUBib]&lt;br /&gt;
* Nachhaltigkeit an der [https://www.fu-berlin.de/sites/ub/ueber-uns/dassindwir/nachhaltigkeit/index.html Universitätsbibliothek]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiele guter Praxis an der Universitätsbibliothek der FU Berlin&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auswahl von Beispielen (für weitere siehe die verlinkten Präsentationsfolien):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* nachhaltige Beschaffung ist das neue Normal&lt;br /&gt;
* Re-Use sehr prominent: Möbellager, Fundgrube für Mitarbeitende etc.&lt;br /&gt;
* verpackungsarme Buchbestellungen&lt;br /&gt;
* BNE-Veranstaltung zum ökologischen Lesen: E-Book/Reader, Umgang mit fake news und Informationskompetenz&lt;br /&gt;
* Bibliotheken als Orte des Wellbeing: u.a. gesundheitsorientierte Angebote wie etwa Silent Tischtennis etc.&lt;br /&gt;
* Transport von Büchern auf dem Campus durch E-Mobilität und per Lastenrad&lt;br /&gt;
* Kooperation mit Hochschulsport ist zentral&lt;br /&gt;
* AG GreenFUBib leistet auch Forschungsbeiträge, z.B. zur Biodiversität&lt;br /&gt;
* Pflanzentauschbörse ist sehr populär&lt;br /&gt;
* Digital Cleanup Woche: Die ursprüngliche internationale Initiative für den [https://www.digitalcleanupday.org Digital Cleanup Day], der analog zum bereits länger etablierten [https://www.worldcleanupday.org World Cleanup Day] für die physische Umwelt dazu aufruft, die eigene digitale Umgebung von „Datenmüll“ zu säubern, wurde in diesem Fall auf den Zeitraum einer Woche ausgedehnt.&lt;br /&gt;
* partizipative Entscheidungsfindung über Raumnutzung wird umgesetzt&lt;br /&gt;
* Barrierefreiheit bleibt großes Thema, dabei auch Bedarfe von neurodivergenten Nutzenden zunehmend im Fokus&lt;br /&gt;
* Fundsachen: werden weitergegeben, inkl. Trinkflaschen, die gereinigt und aufbereitet werden&lt;br /&gt;
* Recruiting/Onboarding/Personalentwicklung: auch hier ist Nachhaltigkeit Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Diskussion in Breakoutrooms ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Raum 1: Welche Nachhaltigkeitsthemen sind an Ihrer Einrichtung besonders präsent – und worüber wird in der Community wissenschaftlicher Bibliotheken aus Ihrer Sicht noch zu wenig gesprochen? ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Umsetzung LED-Licht: Organisation und Finanzierung. Bietet einen sehr großen Hebel an Bibliotheken wegen vieler Verkehrsflächen.&lt;br /&gt;
* Gebäudemanagement: Zuständigkeiten sind extrem unterschiedlich, d.h. Austausch mit Hochschule ist unerlässlich. Was kann eine Bibliothek selbst entscheiden und umsetzen und wo braucht es Zustimmung von und Abstimmung mit einem hochschulischen Bau-/Liegenschaftsdezernat o.Ä.?&lt;br /&gt;
* Lesesäle: Können Nutzende dort Fenster öffnen und Heizungen regulieren? Wie kann man da auf das Verhalten einwirken? Beispiel: [https://www.uni-hildesheim.de/fb4/aktuelle-neuigkeit-fachbereich-4/bibliothek-mit-grips-bundesweit-erste-smart-library-soll-35-prozent-energie-einsparen/ Smart Library UB Hildesheim]&lt;br /&gt;
** Grundlegend können hier zwei Ansätze unterschieden werden: Energiesparen über (1) Verhaltensänderungen der Mitarbeitenden und Nutzenden und/oder über (2) technische Maßnahmen (Steuerung etc.). Zu (1) bieten teilweise Energieagenturen Beratung an, die man in Anspruch nehmen kann.&lt;br /&gt;
* Aspekt der sozialen Nachhaltigkeit wichtig (hier Zielkonflikte mit ökologischer Nachhaltigkeit). Lesesäle als Wärme- und Kälteinseln; Möglichkeiten zum Aufladen von digitalen Endgeräten und Internetnutzung (auch für private Zwecke).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Raum 2: Wo könnten Bibliothek und Hochschule in der Nachhaltigkeitsarbeit am meisten voneinander profitieren – und was müsste sich konkret ändern, damit das gelingt? ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bedarf an Good Practice-Sammlung, ggf. mit Ansprechpartnern&lt;br /&gt;
* Frage der Ressourcen: Wie kann man die inspirierenden Beispiele in der eigenen Einrichtung umsetzen, auch wenn es keine große Unterstützung dafür gibt?&lt;br /&gt;
* Welche Governance-Strukturen braucht es? Braucht es wirklich jeweils eigene (und damit separate) Strukturen für Bibliotheken und Hochschulen?&lt;br /&gt;
* Mitgliedschaft von Bibliotheksmitarbeitenden in Gremien und Zukunftsräten der jeweiligen Hochschule wäre wichtig&lt;br /&gt;
* Haben die hochschulischen Gremien und Stabsstellen eigentlich einen Einfluss auf die Hochschulen? Man hat oft keinen richtigen Einblick darin, was die Hochschulen machen.&lt;br /&gt;
* Präsenz der Bibliothek(sinteressen) in der Hochschule ist wichtig, um eigene Themen platzieren zu können.&lt;br /&gt;
* auch kleine Erfolge feiern und nicht „klein“ nennen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Raum 3: Welche strukturellen Voraussetzungen braucht es, damit Nachhaltigkeitsarbeit in Bibliotheken nicht vom Engagement Einzelner abhängt? ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Anerkennung der Nachhaltigkeitsarbeit als Bestandteil des eigenen Jobs ist zentral, sollte nicht dauerhaft auf rein ehrenamtlicher Basis erfolgen&lt;br /&gt;
* Es ist wichtig, Nachhaltigkeitsaktivitäten mit Kommunikationsarbeit zu verbinden – nach dem Motto „Tu Gutes und rede darüber!“&lt;br /&gt;
* Sinnvoll und wichtig ist es, das Thema Nachhaltigkeit auch in die FaMI-Ausbildung (Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste) zu integrieren, Referendare einzubeziehen sowie das Nachhaltigkeitsthema im Onboarding zu verankern.&lt;br /&gt;
* Ein*e Teilnehmende*r berichtet von einer Universitätsbibliothek: Es wurden Strukturen an der Universität geschaffen (Nachhaltigkeitsbüro, Nachhaltigkeitskommission, Green Office etc.), aber nahezu alle Strukturen sind inzwischen nicht mehr existent. Damit gibt es für das Thema Nachhaltigkeit keine Ansprechpartner mehr an der Universität, also auch nicht für die Universitätsbibliothek, wenn sie Maßnahmen umsetzen will. Auch die Webseiten sind nicht mehr existent; all das wurde „klammheimlich eingestampft“, d.h. auch die Nachhaltigkeitsengagierten an der Bibliothek erfuhren im Vorfeld nichts von der Nicht-Weiterführung der Strukturen und sehen sich nun ohne Anlaufstellen für das Nachhaltigkeitsthema bei der Universität. Was es noch gibt, sind sehr niedrigschwellige Aktivitäten, die weder die Universität noch die Bibliothek etwas kosten, z.B. Teilnahme am Stadtradeln.&lt;br /&gt;
* Wenn es unter den aktuellen Bedingungen nicht anders geht, dann ist es trotzdem – oder gerade dann – wichtig, eigene Nachhaltigkeitsakzente und -Aktionen umzusetzen. Vieles kann man als Bibliothek selbst angehen, ohne dass alle Akteure, inklusive Einkauf, Facility Management etc., um Erlaubnis gebeten werden müssen. Jedoch sollte auch kommuniziert werden, dass diese Aktivitäten geschehen, obwohl es gerade keine unterstützenden hochschulischen Strukturen dafür gibt. Neben der positiven Kommunikation über die eigenen Nachhaltigkeitsaktivitäten sollte also auch immer öffentlich gemacht werden, dass die jeweilige Hochschule eigentlich notwendige Strukturen dafür einstampft bzw. bislang noch nicht geschaffen hat.&lt;br /&gt;
* Ggf. ist es leichter in die Umsetzung von Maßnahmen zu kommen, wenn man nicht mehr im Modus des „Wir müssen alle mitnehmen“ agiert und sich nicht mehr mit Einzelüberzeugungsgesprächen bzgl. der Relevanz und Dringlichkeit von Nachhaltigkeit aufhält, sondern einfach ins Tun kommt – egal ob unterstützende Strukturen vorhanden sind oder nicht. Der Appell: Mehr proaktiv tun und nicht auf Strukturen der Hochschule warten!&lt;br /&gt;
* Praxisbeispiel Digital Cleanup: Wie kann man diesen besser innerhalb der eigenen Einrichtung an Mitarbeitende wie Nutzende kommunizieren? Dies könnte z.B. bei Bibliothekseinführungskursen für Nutzende, aber auch beim Onboarding von Mitarbeitenden passieren. So kann etwa darauf hingewiesen werden, dass es schon deutlich ressourcenschonender ist, nicht alles sofort und vollständig herunterzuladen (nicht gleich komplettes E-Book, vielleicht reicht auch erst einmal das Abstract). Dabei nicht zu viel auf einmal wollen, sondern Schritt für Schritt vorgehen, d.h. nicht erwarten, dass sofort alle alles machen, was an digitaler Säuberung sinnvoll bzw. notwendig wäre. Lieber regelmäßige, kleinschrittige Aktionen als einmalige große Events, z.B. wöchentlich eine halbe Stunde gemeinsamen Digital Cleanup etablieren, statt einen Digital Cleanup Day pro Jahr zu veranstalten.&lt;br /&gt;
* Bibliotheken als Orte des Wellbeing: Praxisbeispiel Schlafkissen: Die Bibliotheken in Århus und Oslo haben dies vorgemacht. Kissen für Powernaps mit Kopf auf Tischplatte. Ein Mittel zur Desinfektion der Kissenoberfläche steht direkt am Platz für alle Nutzenden zugänglich. Angebot ist sehr niedrigschwellig und wird an der Universitätsbibliothek der FU Berlin rege genutzt. Das Nachhaltigkeitshandlungsfeld des Wellbeing kann also nicht nur mit der Ermunterung zum Rausgehen und zur Bewegung an der frischen Luft verbunden umgesetzt werden, sondern umfasst auch den Bereich Entspannung und Schlaf.&lt;br /&gt;
* Praxisbeispiel Plauderbänke: Vereinsamung ist ein großes Thema für künftige Maßnahmen an Universitätsbibliothek der FU Berlin. Es sollen sog. Plauderbänke eingerichtet werden. Das Prinzip: Wer Lust auf ein Gespräch hat, setzt sich hin und signalisiert damit seine Bereitschaft für den Austausch mit Anderen. Wer mag, setzt sich dazu und man unterhält sich. Vorbild in struktureller Hinsicht: Großbritannien: Das Land hat eine „Loneliness Strategy“, den Posten des sog. „Minister of Loneliness“ sowie im Gesundheitssystem die Möglichkeit, dass Ärzte soziale Aktivitäten verschreiben können („social prescribing“).&lt;br /&gt;
* Fazit: Infrastrukturen, Wellbeing und Einsamkeit als große Themen. Mehr proaktiv tun, statt darauf zu warten, dass Strukturen von anderen geschaffen werden. Trotzdem darauf hinwirken, dass Strukturen geschaffen bzw. bestehende erhalten und ausgebaut werden (Stellenanteile, AGs und Anlaufstellen, Themensetzung bei Aus- und Weiterbildung etc.) – also das eine tun (selbst aktiv werden), ohne das andere zu lassen (strukturelle Veränderungen einzufordern).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abschließendes Plenum ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Klimabilanzierung von Bibliotheken&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wie bilanziert man Bibliotheken bzgl. Treibhausgasen? Gibt es Erfahrungen damit?&lt;br /&gt;
* Erfahrung aus der Universitätsbibliothek der FU Berlin: Die Bibliothek kann die Bilanzierung als solche nicht als Einzelakteur anstoßen, da abhängig von Liegenschaftsdezernat der Hochschule, aber die Verbrauchszahlen sind einsehbar. Aufgrund der alten Gebäude der Universitätsbibliothek und deren mangelnder Energieeffizienz sind dies jedoch keine Zahlen, die gute Laune machen. Noch besser, da umfassender als Treibhausgasbilanzierung wäre eine [https://germany.econgood.org/tools/gemeinwohl-bilanz/ Gemeinwohlbilanzierung]. Wenn dies als Standard etabliert werden könnte, wäre das ein großer Schritt voran in Richtung Implementierung eines umfassenden Nachhaltigkeitsverständnisses.&lt;br /&gt;
* Artikel zur Treibhausgasbilanzierung: [https://doi.org/10.1515/bfp-2021-0075 Wieviel CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; erzeugt eine Stadtbibliothek?] &lt;br /&gt;
* Zudem gibt es den [https://www.kmk.org/aktuelles/pressearchiv/mitteilung/co2-kulturstandard-weiterentwickelt.html CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Kulturstandard], der Anfang 2026 aktualisiert wurde: Dies ist ein kostenfreies, niedrigschwelliges Instrument, das Kultureinrichtungen befähigt, eine Treibhausgasbilanz zu erstellen, ohne zuvor grundlegende methodische Fragen klären oder eigene Emissionsfaktoren recherchieren zu müssen. Mit der Version 1.1 des CO₂-Kulturstandards wird der 2023 eingeführte bundesweit einheitliche Bilanzierungsrahmen weiterentwickelt. Seine hohe bundesweite Konsistenz und Vergleichbarkeit werden damit weiter gestärkt. Die erhobenen Daten verbleiben bei den nutzenden Einrichtungen. Der weiterentwickelte Standard ist konform zum Greenhouse Gas Protocol Corporate Standard und orientiert sich damit am weltweit anerkannten Rahmen für die Treibhausgasbilanzierung von Organisationen.&lt;br /&gt;
* Hilfe bietet auch die [https://www.greenculture.info Green Culture Anlaufstelle]: bietet Beratung, Vernetzung und Veranstaltungen zur betrieblichen Nachhaltigkeitstransformation von Einrichtungen und Unternehmen der Kunst‑, Kultur‑, Kreativ- und Medienbranche; gefördert durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterführende Informationen ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Netzwerke und Verbände&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [https://netzwerk-gruene-bibliothek.de/ Netzwerk Grüne Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://netzwerk-gruene-bibliothek.de/wb-netzwerk/# Wissenschaftliche Bibliotheken-Netzwerk im Netzwerk Grüne Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://www.bibliotheksverband.de/nachhaltigkeit Deutscher Bibliotheksverband (dbv), Nachhaltigkeit]&lt;br /&gt;
* [https://www.ifla.org/units/environment-sustainability-and-libraries/ IFLA Environment, Sustainability and Libraries Section (ENSULIB)]&lt;br /&gt;
* [https://eblida.org/expert-group/elsia/ EBLIDA – ELSIA]&lt;br /&gt;
* [https://www.libraries4future.org/ Libraries4Future]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiele und Beispielsammlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [https://www.bibliotheksverband.de/biblio2030 dbv Biblio2030 Bibliotheken und ihr Beitrag zur Agenda 2030 der UN]&lt;br /&gt;
* [https://www.sub.uni-goettingen.de/ueber-uns/sub-im-ueberblick/nachhaltigkeit Nachhaltigkeit an der SUB Göttingen]&lt;br /&gt;
* [https://www.dnb.de/DE/Ueber-uns/Nachhaltigkeit/nachhaltigkeit_node.html Nachhaltigkeit an der Deutschen Nationalbibliothek]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Checklisten und Kriterienkataloge&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [https://www.bib-info.de/fileadmin/public/Dokumente_und_Bilder/Komm_OPL/Checklisten/check46.pdf Hauke, P., Kaufmann, A., Schumann, T., &amp;amp; Wagner, J. (2023). Checkliste Grüne Bibliothek: Ökologische, wirtschaftliche und soziale Nachhaltigkeit in der Praxis.] &lt;br /&gt;
* [https://repository.ifla.org/rest/api/core/bitstreams/9b71fdb8-0d95-492a-8236-dab027791382/content Hauke, P., Mocatta, A., &amp;amp; Pun, P. N. I. (Hrsg.). (2026). IFLA Guidelines for Green and Sustainable Libraries.]&lt;br /&gt;
* Rehberger, E. (2023). Nachhaltigkeit in sechs Handlungsfeldern: Ein Kriterienkatalog als praktischer Leitfaden bei der Erarbeitung von Nachhaltigkeitskonzepten für wissenschaftliche Bibliotheken. O-bib, 10(3), 1-16. https://doi.org/10.5282/o-bib/5944&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Slides Nachhaltige Bibliothek Janet Wagner.pdf|mini|Slides Nachhaltige Bibliothek Janet Wagner]]&#039;&#039;&#039;Publikationen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Brandt, S. (2025). Was wirkt? Orientierungshilfen für nachhaltiges Engagement in Bibliotheken. BuB - Forum Bibliothek und Information, 77(7), 334–335. https://doi.org/10.24403/jp.1514429&lt;br /&gt;
* Hauke, P. (2021). Nachhaltigkeit – (k)ein Thema für Bibliotheken?! Bibliothek: Forschung und Praxis, 45(3), 373–393. https://doi.org/10.1515/bfp-2021-0062 &lt;br /&gt;
* [https://bibliotheksportal.de/ueber-bibliotheken/bibliotheken-und-nachhaltigkeit/wissenschaftliche-bibliotheken-als-gruene-lernorte/ Bibliotheksportal (2022). Wissenschaftliche Bibliotheken als grüne Lernorte. Interview mit Janet Wagner.]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Kgaebler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Hochschulen_und_wissenschaftliche_Bibliotheken_%E2%80%93_(Gem)einsame_Wege_zur_Nachhaltigkeit,_16.03.2026&amp;diff=28660</id>
		<title>Hochschulen und wissenschaftliche Bibliotheken – (Gem)einsame Wege zur Nachhaltigkeit, 16.03.2026</title>
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		<updated>2026-05-31T12:02:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kgaebler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hubs der DG HochN&lt;br /&gt;
|hub_kat=Community Hubs&lt;br /&gt;
|verantw=Kgaebler, D quade&lt;br /&gt;
|titel=Hochschulen und wissenschaftliche Bibliotheken: (Gem)einsame Wege zur Nachhaltigkeit?&lt;br /&gt;
|kurz=Wissenschaftliche Bibliotheken sind zentrale Orte des Campuslebens und tragen entscheidend zur (Nicht-)Nachhaltigkeit des Hochschul- und Wissenschaftssystems bei. Häufig jedoch laufen die Nachhaltigkeitsaktivitäten von Hochschulen und ihren wissenschaftlichen Bibliotheken parallel, sind nicht ausreichend bekannt und oft wenig aufeinander abgestimmt. Isoliert arbeitende Arbeitsgruppen, getrennt entwickelte [[Nachhaltigkeitsstrategien deutscher Hochschulen|Nachhaltigkeitsstrategien]] oder jeweils eigene Netzwerke und Kriterienkataloge sind nur einige der Hemmnisse für komplementäre Maßnahmen und wechselseitiges Lernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Hub wurden zusammen mit Vertreter:innen des Netzwerks Grüne Bibliothek e.V. gemeinsame Herausforderungen und Synergiepotenziale der Nachhaltigkeitsarbeit von wissenschaftlichen Bibliotheken und Hochschulen identifiziert. In zwei Kurzinputs von Michael Czolkoß-Hettwer (Staats- und Universitätsbibliothek Bremen) und Janet Wagner (Universitätsbibliothek der FU Berlin/Arbeitsgruppe GreenFUBib) wurden aktuelle Debatten und Handlungsfelder bibliothekarischer Nachhaltigkeitsarbeit sowie erfolgreiche Praxisbeispiele vorgestellt.&lt;br /&gt;
|datum=2026-03-16T13:30:00.000Z&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit an Hochschulbibliotheken&lt;br /&gt;
|bezug=Nachhaltigkeit, Soziale Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Betrieb&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Input Dr. Michael Czolkoß-Hettwer: Nachhaltigkeit als Thema für wissenschaftliche Bibliotheken: Themen, Netzwerke, Debatten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Themen ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bibliotheken beschäftigen sich bereits seit etwa den 1980er Jahren (beginnend in den USA) explizit mit dem Thema Nachhaltigkeit, es kann von einem „Green Library Movement“ gesprochen werden (vgl. [https://doi.org/10.5070/G312710757 Antonelli 2008])&lt;br /&gt;
* Bibliotheken orientieren sich heute zumeist an der [https://www.ifla.org/g/environment-sustainability-and-libraries/ifla-green-library-definition/ IFLA-Definition einer „Green Library“], die sieben Bereiche bzw. Handlungsfelder umfasst: Gebäude und Ausstattung, Green-Office-Prinzipien, nachhaltiges Wirtschaften, nachhaltige Bibliotheksdienstleistungen, soziale Nachhaltigkeit, Umweltmanagement sowie Engagement für allgemeine Umweltziele und -programme.&lt;br /&gt;
* Diese Bereiche bibliothekarischer Nachhaltigkeit ähneln den bzw. überlappen mit den hochschulischen Handlungsfeldern, sind aber eben nicht völlig deckungsgleich. Insbesondere aber die Themenfelder Gebäude und Ausstattung oder nachhaltige Dienstleistungen sind nicht bibliotheksspezifisch, sondern betreffen auch Hochschulen.&lt;br /&gt;
* Im Gegensatz zu Hochschulen weisen wissenschaftliche Bibliotheken jedoch einige besondere Charakteristika auf und setzen einige bibliotheksspezifische Nachhaltigkeitsmaßnahmen um, z.B.&lt;br /&gt;
** sind wissenschaftliche Bibliotheken oft große Gebäude, in zentraler Lage auf dem Campus und Zugangsort für sehr viele Nutzendengruppen. Dies birgt in vielfacher Hinsicht Potenzial.&lt;br /&gt;
** ist die Einrichtung einer „Bibliothek der Dinge“ eine beliebte und bei Nutzenden sehr erfolgreiche Maßnahme, die zunehmend nicht nur in öffentlichen, sondern auch in wissenschaftlichen Bibliotheken angeboten wird (Ausleihe bspw. von Werkzeugen, Spielen, technischer Ausstattung)&lt;br /&gt;
* Was sich mit den Handlungsfeldern aus der o.g. IFLA-Definition für Bibliotheken konkret verbinden lässt, zeigt u.a. Emilie Rehbergers [https://doi.org/10.5282/o-bib/5944 Kriterienkatalog] für wisssenschaftliche Bibliotheken; weitere Beispiele für Maßnahmen und aktuelle Themen finden sich zudem [https://doi.org/10.5282/o-bib/6071 hier]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Netzwerke ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://netzwerk-gruene-bibliothek.de Netzwerk Grüne Bibliothek] sowie innerhalb dessen das [https://netzwerk-gruene-bibliothek.de/wb-netzwerk/ Netzwerk wissenschaftlicher Bibliotheken]&lt;br /&gt;
* [https://www.ifla.org/units/environment-sustainability-and-libraries/ IFLA ENSULIB] [Die ENSULIB (Environment, Sustainability and Libraries Section) ist eine Sektion des Weltbibliotheksverbands IFLA (International Federation of Library Associations and Institutions), die sich dafür einsetzt, Bibliotheken nachhaltiger zu gestalten]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Debatten ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das Thema Nachhaltigkeit ist an öffentlichen Bibliotheken oft sichtbarer als an wissenschaftlichen, weil Erstere häufig öffentlichkeitswirksame Aktionen, Formate im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) etc. anbieten und als nicht-kommerzielle „Dritte Orte“ von breiten Bevölkerungsgruppen frequentiert werden.&lt;br /&gt;
* Die Institutionalisierung von Nachhaltigkeit an wissenschaftlichen Bibliotheken ist ein vergleichsweise junges Phänomen, vornehmlich seit Fridays for Future 2019. Die aktuelle Beobachtung ist, dass das Thema Nachhaltigkeit gesamtgesellschaftlich an Rückenwind verloren hat und eine Erschöpfung bei den Engagierten und Aktiven nach jahrelangem ehrenamtlichen Engagement eingesetzt hat. Die notwendige Langfristigkeit des Engagements für die Transformation steht einem Mangel an institutioneller und struktureller Unterstützung sowie „Vereinzelung“ von Nachhaltigkeitsthemen und -akteuren gegen. Die oft hierarchische Strukturierung der wissenschaftlichen Bibliotheken als Organisationen erschwert den Wandel. Hinzu kommt ein allgemeiner Sparzwang. Unter diesen Rahmenbedingungen wird Nachhaltigkeit zu einem „nice to have“ statt einem strukturell verankerten Thema im Sinne eines Whole Institution Approachs.&lt;br /&gt;
* Zugleich ist das Interesse am Thema Nachhaltigkeit unter den Bibliotheksbeschäftigten weiterhin groß und an vielen Einrichtungen wurden und werden nachhaltigkeitsbezogene Maßnahmen umgesetzt.&lt;br /&gt;
* Im Bereich Nachhaltigkeit ist der Austausch zwischen öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken enger geworden, nicht zuletzt durch das Netzwerk Grüne Bibliothek. Dies birgt viel Potenzial für die Zukunft.&lt;br /&gt;
* An den wissenschaftlichen Bibliotheken geht der Trend hin zu flacheren, moderneren Organisationsformen (und weg von starren hierarchischen Ebenen): auch das birgt Potenzial für das Nachhaltigkeitsthema, das als Querschnittsaufgabe verankert werden kann.&lt;br /&gt;
* Mittlerweile haben sich einige (große) wissenschaftliche Bibliotheken eigene Nachhaltigkeitsstrategien gegeben. Diese verleihen dem Thema mehr Gewicht und schaffen Verbindlichkeit, z. B. die [https://www.sub.uni-goettingen.de/wir-ueber-uns/nachhaltigkeit/ Staats- und Universitätsbibliothek (SUB) Göttingen]&lt;br /&gt;
* Ein weiteres wichtiges Feld ist die Verankerung von Nachhaltigkeitsthemen in den Ausbildungsinhalten sowie den Curricula der bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Studiengänge. Hier hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan, auch wenn noch Luft nach oben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Input Janet Wagner: Nachhaltigkeitsarbeit an wissenschaftlichen Bibliotheken: Good Practices an der Freien Universität (FU) Berlin: Die AG GreenFUBib ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ausgangslage an der Freien Universität Berlin ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Strategiearbeit an der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin (FUBib), Nachhaltigkeit und Verantwortung wurden als wichtige Werte der FUBib identifiziert, Strategie bis 2025 gültig, Update geplant&lt;br /&gt;
* Umweltleitlinien der FU werden beachtet, diese gibt es seit 2004&lt;br /&gt;
* FUBib ist Teil des Beratungsgremiums des Präsidiums&lt;br /&gt;
* lokale und internationale Vernetzung&lt;br /&gt;
* Beitrag der Bibliotheken zur Klimanotstandserklärung der FU&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Arbeitsgruppe GreenFUBib ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grüne Bibliotheken und [https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/Innovationsmanagement/Wettbewerb/jury/greenbib/index.html GreenFUBib]&lt;br /&gt;
* Nachhaltigkeit an der [https://www.fu-berlin.de/sites/ub/ueber-uns/dassindwir/nachhaltigkeit/index.html Universitätsbibliothek]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Beispiele guter Praxis an der Universitätsbibliothek der FU Berlin ====&lt;br /&gt;
Auswahl von Beispielen (für weitere siehe die verlinkten Präsentationsfolien):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* nachhaltige Beschaffung ist das neue Normal&lt;br /&gt;
* Re-Use sehr prominent: Möbellager, Fundgrube für Mitarbeitende etc.&lt;br /&gt;
* verpackungsarme Buchbestellungen&lt;br /&gt;
* BNE-Veranstaltung zum ökologischen Lesen: E-Book/Reader, Umgang mit fake news und Informationskompetenz&lt;br /&gt;
* Bibliotheken als Orte des Wellbeing: u.a. gesundheitsorientierte Angebote wie etwa Silent Tischtennis etc.&lt;br /&gt;
* Transport von Büchern auf dem Campus durch E-Mobilität und per Lastenrad&lt;br /&gt;
* Kooperation mit Hochschulsport ist zentral&lt;br /&gt;
* AG GreenFUBib leistet auch Forschungsbeiträge, z.B. zur Biodiversität&lt;br /&gt;
* Pflanzentauschbörse ist sehr populär&lt;br /&gt;
* Digital Cleanup Woche: Die ursprüngliche internationale Initiative für den [https://www.digitalcleanupday.org Digital Cleanup Day], der analog zum bereits länger etablierten [https://www.worldcleanupday.org World Cleanup Day] für die physische Umwelt dazu aufruft, die eigene digitale Umgebung von „Datenmüll“ zu säubern, wurde in diesem Fall auf den Zeitraum einer Woche ausgedehnt.&lt;br /&gt;
* partizipative Entscheidungsfindung über Raumnutzung wird umgesetzt&lt;br /&gt;
* Barrierefreiheit bleibt großes Thema, dabei auch Bedarfe von neurodivergenten Nutzenden zunehmend im Fokus&lt;br /&gt;
* Fundsachen: werden weitergegeben, inkl. Trinkflaschen, die gereinigt und aufbereitet werden&lt;br /&gt;
* Recruiting/Onboarding/Personalentwicklung: auch hier ist Nachhaltigkeit Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterführende Informationen ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Netzwerke und Verbände&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [https://netzwerk-gruene-bibliothek.de/ Netzwerk Grüne Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://netzwerk-gruene-bibliothek.de/wb-netzwerk/# Wissenschaftliche Bibliotheken-Netzwerk im Netzwerk Grüne Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://www.bibliotheksverband.de/nachhaltigkeit Deutscher Bibliotheksverband (dbv), Nachhaltigkeit]&lt;br /&gt;
* [https://www.ifla.org/units/environment-sustainability-and-libraries/ IFLA Environment, Sustainability and Libraries Section (ENSULIB)]&lt;br /&gt;
* [https://eblida.org/expert-group/elsia/ EBLIDA – ELSIA]&lt;br /&gt;
* [https://www.libraries4future.org/ Libraries4Future]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiele und Beispielsammlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [https://www.bibliotheksverband.de/biblio2030 dbv Biblio2030 Bibliotheken und ihr Beitrag zur Agenda 2030 der UN]&lt;br /&gt;
* [https://www.sub.uni-goettingen.de/ueber-uns/sub-im-ueberblick/nachhaltigkeit Nachhaltigkeit an der SUB Göttingen]&lt;br /&gt;
* [https://www.dnb.de/DE/Ueber-uns/Nachhaltigkeit/nachhaltigkeit_node.html Nachhaltigkeit an der Deutschen Nationalbibliothek]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Checklisten und Kriterienkataloge&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [https://www.bib-info.de/fileadmin/public/Dokumente_und_Bilder/Komm_OPL/Checklisten/check46.pdf Hauke, P., Kaufmann, A., Schumann, T., &amp;amp; Wagner, J. (2023). Checkliste Grüne Bibliothek: Ökologische, wirtschaftliche und soziale Nachhaltigkeit in der Praxis.] &lt;br /&gt;
* [https://repository.ifla.org/rest/api/core/bitstreams/9b71fdb8-0d95-492a-8236-dab027791382/content Hauke, P., Mocatta, A., &amp;amp; Pun, P. N. I. (Hrsg.). (2026). IFLA Guidelines for Green and Sustainable Libraries.]&lt;br /&gt;
* Rehberger, E. (2023). Nachhaltigkeit in sechs Handlungsfeldern: Ein Kriterienkatalog als praktischer Leitfaden bei der Erarbeitung von Nachhaltigkeitskonzepten für wissenschaftliche Bibliotheken. O-bib, 10(3), 1-16. https://doi.org/10.5282/o-bib/5944&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Slides Nachhaltige Bibliothek Janet Wagner.pdf|mini|Slides Nachhaltige Bibliothek Janet Wagner]]&#039;&#039;&#039;Publikationen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Brandt, S. (2025). Was wirkt? Orientierungshilfen für nachhaltiges Engagement in Bibliotheken. BuB - Forum Bibliothek und Information, 77(7), 334–335. https://doi.org/10.24403/jp.1514429&lt;br /&gt;
* Hauke, P. (2021). Nachhaltigkeit – (k)ein Thema für Bibliotheken?! Bibliothek: Forschung und Praxis, 45(3), 373–393. https://doi.org/10.1515/bfp-2021-0062 &lt;br /&gt;
* [https://bibliotheksportal.de/ueber-bibliotheken/bibliotheken-und-nachhaltigkeit/wissenschaftliche-bibliotheken-als-gruene-lernorte/ Bibliotheksportal (2022). Wissenschaftliche Bibliotheken als grüne Lernorte. Interview mit Janet Wagner.]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Kgaebler</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Hochschulen_und_wissenschaftliche_Bibliotheken_%E2%80%93_(Gem)einsame_Wege_zur_Nachhaltigkeit,_16.03.2026&amp;diff=28659</id>
		<title>Hochschulen und wissenschaftliche Bibliotheken – (Gem)einsame Wege zur Nachhaltigkeit, 16.03.2026</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Hochschulen_und_wissenschaftliche_Bibliotheken_%E2%80%93_(Gem)einsame_Wege_zur_Nachhaltigkeit,_16.03.2026&amp;diff=28659"/>
		<updated>2026-05-31T12:00:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kgaebler: Ergänzung Dokumentation der Inputvorträge&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hubs der DG HochN&lt;br /&gt;
|hub_kat=Community Hubs&lt;br /&gt;
|verantw=Kgaebler, D quade&lt;br /&gt;
|titel=Hochschulen und wissenschaftliche Bibliotheken: (Gem)einsame Wege zur Nachhaltigkeit?&lt;br /&gt;
|kurz=Wissenschaftliche Bibliotheken sind zentrale Orte des Campuslebens und tragen entscheidend zur (Nicht-)Nachhaltigkeit des Hochschul- und Wissenschaftssystems bei. Häufig jedoch laufen die Nachhaltigkeitsaktivitäten von Hochschulen und ihren wissenschaftlichen Bibliotheken parallel, sind nicht ausreichend bekannt und oft wenig aufeinander abgestimmt. Isoliert arbeitende Arbeitsgruppen, getrennt entwickelte [[Nachhaltigkeitsstrategien deutscher Hochschulen|Nachhaltigkeitsstrategien]] oder jeweils eigene Netzwerke und Kriterienkataloge sind nur einige der Hemmnisse für komplementäre Maßnahmen und wechselseitiges Lernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Hub wurden zusammen mit Vertreter:innen des Netzwerks Grüne Bibliothek e.V. gemeinsame Herausforderungen und Synergiepotenziale der Nachhaltigkeitsarbeit von wissenschaftlichen Bibliotheken und Hochschulen identifiziert. In zwei Kurzinputs von Michael Czolkoß-Hettwer (Staats- und Universitätsbibliothek Bremen) und Janet Wagner (Universitätsbibliothek der FU Berlin/Arbeitsgruppe GreenFUBib) wurden aktuelle Debatten und Handlungsfelder bibliothekarischer Nachhaltigkeitsarbeit sowie erfolgreiche Praxisbeispiele vorgestellt.&lt;br /&gt;
|datum=2026-03-16T13:30:00.000Z&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit an Hochschulbibliotheken&lt;br /&gt;
|bezug=Nachhaltigkeit, Soziale Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Betrieb&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Input Dr. Michael Czolkoß-Hettwer: Nachhaltigkeit als Thema für wissenschaftliche Bibliotheken: Themen, Netzwerke, Debatten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Themen ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bibliotheken beschäftigen sich bereits seit etwa den 1980er Jahren (beginnend in den USA) explizit mit dem Thema Nachhaltigkeit, es kann von einem „Green Library Movement“ gesprochen werden (vgl. [https://doi.org/10.5070/G312710757 Antonelli 2008])&lt;br /&gt;
* Bibliotheken orientieren sich heute zumeist an der [https://www.ifla.org/g/environment-sustainability-and-libraries/ifla-green-library-definition/ IFLA-Definition einer „Green Library“], die sieben Bereiche bzw. Handlungsfelder umfasst: Gebäude und Ausstattung, Green-Office-Prinzipien, nachhaltiges Wirtschaften, nachhaltige Bibliotheksdienstleistungen, soziale Nachhaltigkeit, Umweltmanagement sowie Engagement für allgemeine Umweltziele und -programme.&lt;br /&gt;
* Diese Bereiche bibliothekarischer Nachhaltigkeit ähneln den bzw. überlappen mit den hochschulischen Handlungsfeldern, sind aber eben nicht völlig deckungsgleich. Insbesondere aber die Themenfelder Gebäude und Ausstattung oder nachhaltige Dienstleistungen sind nicht bibliotheksspezifisch, sondern betreffen auch Hochschulen.&lt;br /&gt;
* Im Gegensatz zu Hochschulen weisen wissenschaftliche Bibliotheken jedoch einige besondere Charakteristika auf und setzen einige bibliotheksspezifische Nachhaltigkeitsmaßnahmen um, z.B.&lt;br /&gt;
** sind wissenschaftliche Bibliotheken oft große Gebäude, in zentraler Lage auf dem Campus und Zugangsort für sehr viele Nutzendengruppen. Dies birgt in vielfacher Hinsicht Potenzial.&lt;br /&gt;
** ist die Einrichtung einer „Bibliothek der Dinge“ eine beliebte und bei Nutzenden sehr erfolgreiche Maßnahme, die zunehmend nicht nur in öffentlichen, sondern auch in wissenschaftlichen Bibliotheken angeboten wird (Ausleihe bspw. von Werkzeugen, Spielen, technischer Ausstattung)&lt;br /&gt;
* Was sich mit den Handlungsfeldern aus der o.g. IFLA-Definition für Bibliotheken konkret verbinden lässt, zeigt u.a. Emilie Rehbergers [https://doi.org/10.5282/o-bib/5944 Kriterienkatalog] für wisssenschaftliche Bibliotheken; weitere Beispiele für Maßnahmen und aktuelle Themen finden sich zudem [https://doi.org/10.5282/o-bib/6071 hier]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Netzwerke ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://netzwerk-gruene-bibliothek.de Netzwerk Grüne Bibliothek] sowie innerhalb dessen das [https://netzwerk-gruene-bibliothek.de/wb-netzwerk/ Netzwerk wissenschaftlicher Bibliotheken]&lt;br /&gt;
* [https://www.ifla.org/units/environment-sustainability-and-libraries/ IFLA ENSULIB] [Die ENSULIB (Environment, Sustainability and Libraries Section) ist eine Sektion des Weltbibliotheksverbands IFLA (International Federation of Library Associations and Institutions), die sich dafür einsetzt, Bibliotheken nachhaltiger zu gestalten]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Debatten ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das Thema Nachhaltigkeit ist an öffentlichen Bibliotheken oft sichtbarer als an wissenschaftlichen, weil Erstere häufig öffentlichkeitswirksame Aktionen, Formate im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) etc. anbieten und als nicht-kommerzielle „Dritte Orte“ von breiten Bevölkerungsgruppen frequentiert werden.&lt;br /&gt;
* Die Institutionalisierung von Nachhaltigkeit an wissenschaftlichen Bibliotheken ist ein vergleichsweise junges Phänomen, vornehmlich seit Fridays for Future 2019. Die aktuelle Beobachtung ist, dass das Thema Nachhaltigkeit gesamtgesellschaftlich an Rückenwind verloren hat und eine Erschöpfung bei den Engagierten und Aktiven nach jahrelangem ehrenamtlichen Engagement eingesetzt hat. Die notwendige Langfristigkeit des Engagements für die Transformation steht einem Mangel an institutioneller und struktureller Unterstützung sowie „Vereinzelung“ von Nachhaltigkeitsthemen und -akteuren gegen. Die oft hierarchische Strukturierung der wissenschaftlichen Bibliotheken als Organisationen erschwert den Wandel. Hinzu kommt ein allgemeiner Sparzwang. Unter diesen Rahmenbedingungen wird Nachhaltigkeit zu einem „nice to have“ statt einem strukturell verankerten Thema im Sinne eines Whole Institution Approachs.&lt;br /&gt;
* Zugleich ist das Interesse am Thema Nachhaltigkeit unter den Bibliotheksbeschäftigten weiterhin groß und an vielen Einrichtungen wurden und werden nachhaltigkeitsbezogene Maßnahmen umgesetzt.&lt;br /&gt;
* Im Bereich Nachhaltigkeit ist der Austausch zwischen öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken enger geworden, nicht zuletzt durch das Netzwerk Grüne Bibliothek. Dies birgt viel Potenzial für die Zukunft.&lt;br /&gt;
* An den wissenschaftlichen Bibliotheken geht der Trend hin zu flacheren, moderneren Organisationsformen (und weg von starren hierarchischen Ebenen): auch das birgt Potenzial für das Nachhaltigkeitsthema, das als Querschnittsaufgabe verankert werden kann.&lt;br /&gt;
* Mittlerweile haben sich einige (große) wissenschaftliche Bibliotheken eigene Nachhaltigkeitsstrategien gegeben. Diese verleihen dem Thema mehr Gewicht und schaffen Verbindlichkeit, z. B. die [https://www.sub.uni-goettingen.de/wir-ueber-uns/nachhaltigkeit/ Staats- und Universitätsbibliothek (SUB) Göttingen]&lt;br /&gt;
* Ein weiteres wichtiges Feld ist die Verankerung von Nachhaltigkeitsthemen in den Ausbildungsinhalten sowie den Curricula der bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Studiengänge. Hier hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan, auch wenn noch Luft nach oben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Input Janet Wagner: Nachhaltigkeitsarbeit an wissenschaftlichen Bibliotheken: Good Practices an der Freien Universität (FU) Berlin: Die AG GreenFUBib ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;&#039;Ausgangslage an der Freien Universität Berlin&#039;&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Strategiearbeit an der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin (FUBib), Nachhaltigkeit und Verantwortung wurden als wichtige Werte der FUBib identifiziert, Strategie bis 2025 gültig, Update geplant&lt;br /&gt;
* Umweltleitlinien der FU werden beachtet, diese gibt es seit 2004&lt;br /&gt;
* FUBib ist Teil des Beratungsgremiums des Präsidiums&lt;br /&gt;
* lokale und internationale Vernetzung&lt;br /&gt;
* Beitrag der Bibliotheken zur Klimanotstandserklärung der FU&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;&#039;Arbeitsgruppe GreenFUBib&#039;&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grüne Bibliotheken und [https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/Innovationsmanagement/Wettbewerb/jury/greenbib/index.html GreenFUBib]&lt;br /&gt;
* Nachhaltigkeit an der [https://www.fu-berlin.de/sites/ub/ueber-uns/dassindwir/nachhaltigkeit/index.html Universitätsbibliothek]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;&#039;Beispiele guter Praxis an der Universitätsbibliothek der FU Berlin&#039;&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
Auswahl von Beispielen (für weitere siehe die verlinkten Präsentationsfolien):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* nachhaltige Beschaffung ist das neue Normal&lt;br /&gt;
* Re-Use sehr prominent: Möbellager, Fundgrube für Mitarbeitende etc.&lt;br /&gt;
* verpackungsarme Buchbestellungen&lt;br /&gt;
* BNE-Veranstaltung zum ökologischen Lesen: E-Book/Reader, Umgang mit fake news und Informationskompetenz&lt;br /&gt;
* Bibliotheken als Orte des Wellbeing: u.a. gesundheitsorientierte Angebote wie etwa Silent Tischtennis etc.&lt;br /&gt;
* Transport von Büchern auf dem Campus durch E-Mobilität und per Lastenrad&lt;br /&gt;
* Kooperation mit Hochschulsport ist zentral&lt;br /&gt;
* AG GreenFUBib leistet auch Forschungsbeiträge, z.B. zur Biodiversität&lt;br /&gt;
* Pflanzentauschbörse ist sehr populär&lt;br /&gt;
* Digital Cleanup Woche: Die ursprüngliche internationale Initiative für den [https://www.digitalcleanupday.org Digital Cleanup Day], der analog zum bereits länger etablierten [https://www.worldcleanupday.org World Cleanup Day] für die physische Umwelt dazu aufruft, die eigene digitale Umgebung von „Datenmüll“ zu säubern, wurde in diesem Fall auf den Zeitraum einer Woche ausgedehnt.&lt;br /&gt;
* partizipative Entscheidungsfindung über Raumnutzung wird umgesetzt&lt;br /&gt;
* Barrierefreiheit bleibt großes Thema, dabei auch Bedarfe von neurodivergenten Nutzenden zunehmend im Fokus&lt;br /&gt;
* Fundsachen: werden weitergegeben, inkl. Trinkflaschen, die gereinigt und aufbereitet werden&lt;br /&gt;
* Recruiting/Onboarding/Personalentwicklung: auch hier ist Nachhaltigkeit Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterführende Informationen ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Netzwerke und Verbände&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [https://netzwerk-gruene-bibliothek.de/ Netzwerk Grüne Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://netzwerk-gruene-bibliothek.de/wb-netzwerk/# Wissenschaftliche Bibliotheken-Netzwerk im Netzwerk Grüne Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://www.bibliotheksverband.de/nachhaltigkeit Deutscher Bibliotheksverband (dbv), Nachhaltigkeit]&lt;br /&gt;
* [https://www.ifla.org/units/environment-sustainability-and-libraries/ IFLA Environment, Sustainability and Libraries Section (ENSULIB)]&lt;br /&gt;
* [https://eblida.org/expert-group/elsia/ EBLIDA – ELSIA]&lt;br /&gt;
* [https://www.libraries4future.org/ Libraries4Future]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiele und Beispielsammlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [https://www.bibliotheksverband.de/biblio2030 dbv Biblio2030 Bibliotheken und ihr Beitrag zur Agenda 2030 der UN]&lt;br /&gt;
* [https://www.sub.uni-goettingen.de/ueber-uns/sub-im-ueberblick/nachhaltigkeit Nachhaltigkeit an der SUB Göttingen]&lt;br /&gt;
* [https://www.dnb.de/DE/Ueber-uns/Nachhaltigkeit/nachhaltigkeit_node.html Nachhaltigkeit an der Deutschen Nationalbibliothek]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Checklisten und Kriterienkataloge&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [https://www.bib-info.de/fileadmin/public/Dokumente_und_Bilder/Komm_OPL/Checklisten/check46.pdf Hauke, P., Kaufmann, A., Schumann, T., &amp;amp; Wagner, J. (2023). Checkliste Grüne Bibliothek: Ökologische, wirtschaftliche und soziale Nachhaltigkeit in der Praxis.] &lt;br /&gt;
* [https://repository.ifla.org/rest/api/core/bitstreams/9b71fdb8-0d95-492a-8236-dab027791382/content Hauke, P., Mocatta, A., &amp;amp; Pun, P. N. I. (Hrsg.). (2026). IFLA Guidelines for Green and Sustainable Libraries.]&lt;br /&gt;
* Rehberger, E. (2023). Nachhaltigkeit in sechs Handlungsfeldern: Ein Kriterienkatalog als praktischer Leitfaden bei der Erarbeitung von Nachhaltigkeitskonzepten für wissenschaftliche Bibliotheken. O-bib, 10(3), 1-16. https://doi.org/10.5282/o-bib/5944&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Slides Nachhaltige Bibliothek Janet Wagner.pdf|mini|Slides Nachhaltige Bibliothek Janet Wagner]]&#039;&#039;&#039;Publikationen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Brandt, S. (2025). Was wirkt? Orientierungshilfen für nachhaltiges Engagement in Bibliotheken. BuB - Forum Bibliothek und Information, 77(7), 334–335. https://doi.org/10.24403/jp.1514429&lt;br /&gt;
* Hauke, P. (2021). Nachhaltigkeit – (k)ein Thema für Bibliotheken?! Bibliothek: Forschung und Praxis, 45(3), 373–393. https://doi.org/10.1515/bfp-2021-0062 &lt;br /&gt;
* [https://bibliotheksportal.de/ueber-bibliotheken/bibliotheken-und-nachhaltigkeit/wissenschaftliche-bibliotheken-als-gruene-lernorte/ Bibliotheksportal (2022). Wissenschaftliche Bibliotheken als grüne Lernorte. Interview mit Janet Wagner.]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Kgaebler</name></author>
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		<updated>2026-05-20T11:22:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kgaebler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Kgaebler</name></author>
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		<updated>2026-03-31T14:29:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kgaebler: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Kgaebler</name></author>
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