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	<title>DG HochN-Wiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-04-19T19:46:52Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=KlimaPlanReal_-_Nachhaltige_Transformationspfade_zur_Klimaneutralit%C3%A4t_mit_Planungszellen_und_Reallaboren&amp;diff=28055</id>
		<title>KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=KlimaPlanReal_-_Nachhaltige_Transformationspfade_zur_Klimaneutralit%C3%A4t_mit_Planungszellen_und_Reallaboren&amp;diff=28055"/>
		<updated>2026-04-07T15:07:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: Kategorie KlimaPlanReal&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__TOC__{{#set:Has parent page=Transformationspfade für nachhaltige Hochschulen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktuelles Projekt: KlimaPlanReal - intensified ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;KlimaPlanReal geht weiter - jetzt noch intensiver! &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktuelle Infos zum Projekt sind auf unserer [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/ Website] zu finden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dokumentation KlimaPlanReal (Laufzeit 2022 - 2025) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausgangssituation und Forschungsfragen ===&lt;br /&gt;
Bund und Länder haben sich ambitionierte Nachhaltigkeitsziele gesetzt, etwa mit der [[Agenda 2030]] und&lt;br /&gt;
der Klimaneutralität bis 2045. Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts im Frühjahr 2021 hat nicht nur gezeigt, dass diese Klimaziele kurzfristig noch viel ambitionierter sein müssen als bisher gedacht. Sie lenkt auch nachdrücklich den Blick auf die Generationengerechtigkeit beim Klimaschutz. Dies macht es noch wichtiger, Klimaschutzziele frühzeitig auch an den Hochschulen (HS) zu erreichen.&lt;br /&gt;
Im Projekt KlimaPlanReal wurden neue Formen der Initiierung und Unterstützung von Transformationsprozessen an Hochschulen eingesetzt und untersucht. Es gibt bereits vielfältige Empfehlungen und Good Practices, die Klimaneutralität thematisieren (netzwerk n, [[HOCH-N]] Projekt), dennoch vollzieht sich der Wandel nur langsam an den Hochschulen, auch an denen des Projektverbundes aus Sachsen-Anhalt. Bisher scheitern gute Ideen häufig am System, etwa an Systemgrenzen, wie politischen beziehungsweise landesspezifischen Rahmenbedingungen, oder an dadurch verstärkten Konfliktlinien innerhalb der Hochschule und zwischen den Statusgruppen. Es stellt sich die Frage: &#039;&#039;&#039;Durch welche Maßnahmen kann die Motivation aller Hochschulangehörigen so freigesetzt werden, dass sich an Hochschulen selbsttragende Transformationspfade entwickeln können?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Projektansatz und Vorgehen ===&lt;br /&gt;
Mit dem Ansatz des doppelt partizipatorischen Prozesses – erst deliberativ in Form von [[Hochschulklimarat|Hochschulklimaräten]] (Planungszellen), dann mit [[Transferlabor|Transferlaboren]] (Reallaboraktivitäten) hat KlimaPlanReal innovative Grundlagen für die partizipative Gestaltung von Transformationsprozessen zu klimafreundlichen Hochschulen geschaffen. Mit dem [[Hochschulklimarat]] knüpfte KlimaPlanReal an das bestehende Konzept der Planungszelle (Dienel, 1997)&amp;lt;ref&amp;gt;Dienel, C. D. (1997). &#039;&#039;Die Planungszelle: Der Bürger plant seine Umwelt. Eine Alternative zur Establishment-Demokratie.&#039;&#039; Westdeutscher Verlag.&amp;lt;/ref&amp;gt; bzw. [https://buergerrat-klima.de/ Klimabürger*innenräte] an. Neuartig war die Implementierung dessen an der Hochschule, bzw. an vier Hochschulen simultan.Mit den [[Transferlabor|Transferlaboren]] knüpfte KlimaPlanReal an das Konzept der [[Reallabor|Reallabore]] (z. B. Rose et al., 2019; Parodi &amp;amp; Steglich, 2021) an und wendete dieses auf den Hochschulkontext an. In diesem Zusammenhang wurden Akteur*innen aus allen Mitgliedergruppen zusammengebracht, um auf Augenhöhe in Co-Design, Co-Produktion und Co-Evaluation Maßnahmen hin zur klimaneutralen Hochschule umzusetzen, zu reflektieren und damit Transformationsprozesse anzustoßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Projektphasen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Projektablauf KPR bunt.png|zentriert|mini|Projektverlauf KlimaPlanReal]]Das Projekt lief in vier Phasen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &#039;&#039;&#039;Phase 1&#039;&#039;&#039; erfolgte die &#039;&#039;&#039;[[Status quo Analyse klimarelevanter Bereiche einer Hochschule|Status quo Analyse]].&#039;&#039;&#039; Hierbei erarbeiteten die beteiligten Hochschulen den qualitativen und quantitativen Ist-Zustand in den drei identifizierten &#039;&#039;&#039;impactrelevanten Transformationsfeldern&#039;&#039;&#039; (ITF; Nachhaltige Pendel- und Geschäftsmobilität, Regenerativer Campus, Nachhaltige Ernährung und Beschaffung) auf Basis selbst definierter impactrelevanter [https://doi.org/10.5281/ZENODO.14966175 Wirkindikatoren]. Die &#039;&#039;&#039;qualitative Analyse&#039;&#039;&#039; beinhaltete eine Beschreibung und Bewertung bisheriger Klimaschutzmaßnahmen sowie eine &#039;&#039;&#039;Akteur*innenanalyse&#039;&#039;&#039; mit Differenzierung von formellen (laut Arbeitsvertrag) und informellen (freiwillig, zusätzlich) Aktiven sowie die Berücksichtigung von bereits bestehender Kommunikation hinsichtlich Klimaschutzaktivitäten. Die &#039;&#039;&#039;quantitative Analyse&#039;&#039;&#039; beinhaltete die Erfassung der Treibhausgasemissionen nach anerkannten Standards (GHG Protocol) in den ITF.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &#039;&#039;&#039;Phase 2&#039;&#039;&#039; wurden &#039;&#039;&#039;[[Hochschulklimarat|Hochschulklimaräte]]&#039;&#039;&#039; an den beteiligten Hochschulen organisiert und durchgeführt. Ein Hochschulklimarat ist ein zeitlich befristetes deliberatives Partizipationsverfahren (vgl. [https://www.buergerrat.de/ Bürger*innenrat]) zur Erarbeitung von Klimaschutzmaßnahmen für die Hochschule. An den Klimaräten nahmen 28 bis 36 Personen je Hochschule teil. Diese bildeten alle Mitgliedergruppen der Hochschule ab (dabei 50% Studierende) und waren im Idealfall durch ein Losverfahren ausgewählt. Die Hochschulklimaräte waren 1,5-tägige Workshops, die durch eine professionelle, neutrale Prozessmoderation geleitet wurden. Die Maßnahmenempfehlungen wurden anschließend im hochschulspezifischen &#039;&#039;&#039;[https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplan.html KlimaPlan]&#039;&#039;&#039; aufbereitet und der Hochschulleitung überreicht. Aus den Maßnahmen des KlimaPlans wurden anschließend anhand einer &#039;&#039;&#039;[https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplan.html Impact-Bewertung] (z.B. Betrag der Treibhausgasreduktion)&#039;&#039;&#039; durch das jeweilige Projektteam geeignete Pilotmaßnahmen für die [[Transferlabor|Transferlabore]] ausgewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &#039;&#039;&#039;Phase 3 und 4&#039;&#039;&#039; wurde die Umsetzung der ausgewählten Pilotmaßnahmen im Rahmen von zwei aufeinanderfolgenden &#039;&#039;&#039;[[Transferlabor|Transferlaboren]]&#039;&#039;&#039; begonnen bzw. final umgesetzt. Jede Hochschule verfolgte dabei eigene Maßnahmen, entsprechend der Impact-Bewertung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Projektziele und Besonderheiten ===&lt;br /&gt;
Das Besondere am Ansatz von KlimaPlanReal ist der gezielte und systematische Einsatz von partizipatorischen Instrumenten, die den Dialog zwischen den verschiedenen Mitgliedergruppen befördern und somit alle aktiv in den Transformationsprozess einbeziehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschulklimaräte wurden hochschulübergreifend vergleichend erforscht und evaluiert. In einer empirischen Mehrwellenerhebung ging das Projekt KlimaPlanReal insbesondere der Frage nach, inwieweit partizipatorische Prozesse an der Hochschule die kollektive Wirksamkeitserwartung der Hochschulmitglieder verändert (hochschulübergreifende Transformationsforschung). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt hat KlimaPlanReal eine hohe Relevanz für die praktische Umsetzung einer Transformation in Richtung Nachhaltigkeit (NHK), weil Transformationswissen (Planungszellen- und Reallaboransatz &amp;amp; Erforschung der Wirkungen) und transformatives Wissen (Umsetzungsprozesse in Reallaboren) zum sozial-ökologischen Wandel generiert werden. Zudem deckt das Projekt generelle Hemmnisse bei der Umsetzung auf, entwickelt praktische Umsetzungs- und Transferhinweise als Blaupausen und identifiziert systemische Barrieren für die Hochschulen im Land Sachsen-Anhalt  sowie Lösungsmöglichkeiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ergebnisse ==&lt;br /&gt;
Alle Aktivitäten aus dem Projekt KlimaPlanReal wurden so aufbereitet, dass weitere Hochschulen sie im Sinne des „Best follower“-Prinzips nutzen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== {{Boxtranhsform|Good Practices}} ===&lt;br /&gt;
In drei Good Practice Guides werden die Methoden der drei Projektphasen von KlimaPlanReal dargestellt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Phase 1: [[Status quo Analyse klimarelevanter Bereiche einer Hochschule|Status quo Analyse]]&lt;br /&gt;
* Phase 2: [[Hochschulklimarat|Hochschulklimarat mit anschließender Impact-Bewertung der Maßnahmenvorschläge]]&lt;br /&gt;
* Phase 3: [[Transferlabor]] zur Umsetzung von Maßnahmen&lt;br /&gt;
* [[KlimaPlanReal: Zusatzmaterial zum Download|Zusatzmaterial]]: Vorlagen zum Download für die Erstellung eines Transferlabor-Konzepts, Transferlabor-Tagebuchs und Tabelle zur Impact-Bewertung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== {{Boxtranhsform|Thematische Blaupausen}} ===&lt;br /&gt;
Die thematischen Blaupausen sind kurze Erfahrungsberichte aus den Transferlaboren. Die konkreten Umsetzungsschritte und Rahmenbedingungen werden dargestellt, um eine Übertragbarkeit auf andere Hochschulen einschätzen und ggf. umsetzen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Blaupause: Flächenentsiegelung|Flächenentsiegelung  und Rückbildung von PKW-Parkplätzen]] (OVGU)&lt;br /&gt;
* [[Blaupause: Klimafreundliche Dienstreisen an Hochschulen|Klimafreundliche Dienstreisen]] (OVGU)&lt;br /&gt;
* [[Blaupause zum Energiesparen|Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen]] (MLU)&lt;br /&gt;
* [[Blaupause für Maßnahmen zu Dienstreisemobilität|Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten]] (MLU)&lt;br /&gt;
* [[Blaupause &amp;quot;Grüner Teller klimabewusst mensen&amp;quot;|Grüner  Teller – lieber klimabewusst mensen gehen?!]] (h2)&lt;br /&gt;
* [[Blaupause „Fahrrad Sharingstation am Hauptbahnhof“|Fahrrad-Sharingstation am Hauptbahnhof]] (HSH)&lt;br /&gt;
* [[Blaupause &amp;quot;Grüner Teller complemented&amp;quot;|Grüner Teller complemented]] (HSH)&lt;br /&gt;
* [[Blaupause &amp;quot;Ressourcenkreisel&amp;quot; - Nachhaltige Beschaffung / Kaskadennutzung|Ressourcenkreisel: Weitergabe/Verleih von Geräten an Studierende und Mitarbeitende]] (HSA)&lt;br /&gt;
* [[Blaupause: Grüner Campus - Förderung der Biodiversität|Maßnahmen im  Handlungsfeld Biodiversität: Mehr artenreiche Blühwiesen und  Flächenpflanzungen sowie Installation von maßnahmenbegleitenden  Strukturelementen]] (HSA)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktivitäten ==&lt;br /&gt;
Hier werden alle Aktivitäten des Verbundprojektes in einer Übersicht zusammengestellt. Sollten Aktivitäten fehlen, dürfen diese gerne eigenständig ergänzt werden. Alternativ schicken Sie eine Mail an {{support}}mit Ihrem Anliegen. Wir ergänzen dann die gewünschte Aktivität.&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Cardheader&lt;br /&gt;
  |header=&#039;&#039;&#039;Projekt-Website&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
  |bg-color=#DABADA&lt;br /&gt;
  |headalign=&lt;br /&gt;
  |content=Mehr zum aktuellen Projektstand unter [https://klimaplanreal.ovgu.de klimaplanreal.ovgu.de]&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Cardheader&lt;br /&gt;
  |bg-color=#DABADA&lt;br /&gt;
  |headalign=&lt;br /&gt;
  |header=&#039;&#039;&#039;KlimaPlanReal im Podcast der DG HochN:&#039;&#039;&#039; Klimaneutralität mit System? Hochschulen im Wandel.&lt;br /&gt;
  |content=Ellen Matthies, Silke Rühmland und Christian Künzel aus dem Projektteam der OVGU erzählen im Podcast &amp;quot;Re: Nachhaltige Hochschulen&amp;quot; von DG HochN über das Projekt KlimaPlanReal. [https://www.podcast.de/episode/693048093/folge-15-klimaplanreal-klimaneutralitaet-mit-system-hochschulen-im-wandel &#039;&#039;&#039;Hier hören.&#039;&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Cardheader&lt;br /&gt;
  |bg-color=#DABADA&lt;br /&gt;
  |headalign=&lt;br /&gt;
  |header=&#039;&#039;&#039;KlimaPlanReal im Podcast der Uni Magdeburg.&#039;&#039;&#039; #1 Weniger Parkplätze und mehr Grünflächen auf dem Campus .  |content= Die Folge bietet einen Einblick in das Geschehen rund um das Projekt KlimaPlanReal. Zu Gast ist Dr. Christian Künzel (Projektkoordination). [https://open.spotify.com/episode/4jsShW4ToOKvXHL9nlQe5i?si=hBTFJyYAQKGGR3sFSwoj4w &#039;&#039;&#039;Auf Spotify anhören.&#039;&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Cardheader&lt;br /&gt;
  |bg-color=#DABADA&lt;br /&gt;
  |headalign=&lt;br /&gt;
  |header=&#039;&#039;&#039;KlimaPläne&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
  |content= Die veröffentlichten KlimaPläne der beteiligten Hochschulen sind [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplan.html hier] zu finden.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Cardheader&lt;br /&gt;
  |bg-color=#DABADA&lt;br /&gt;
  |headalign=&lt;br /&gt;
  |header=&#039;&#039;&#039;Status Quo Berichte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
  |content= Die veröffentlichten Status Quo Berichte der beteiligten Hochschulen sind [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplan.html hier] zu finden.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Publikationen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Literaturhinweis|&lt;br /&gt;
Künzel, C., Rühmland, S., Kastner, K., Simon, C. E., &amp;amp; Matthies, E. (2025). Partizipative und innovative Ansätze zur Förderung der Klimaneutralität an Hochschulen: Das Projekt KlimaPlanReal als Modell für die DACH-Region. In W. Leal Filho (Hrsg.), &#039;&#039;Innovative Ansätze für die Nachhaltigkeitslehre und Forschung in der Hochschulbildung&#039;&#039; (S. 457–474). Springer Berlin Heidelberg. https://doi.org/10.1007/978-3-662-71601-4_26&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Literaturhinweis|&lt;br /&gt;
Künzel, C., &amp;amp; Rühmland, S. (2025). Klimaschutzmaßnahmen effektiv an Hochschulen initiieren und steuern: Ein Praxisbeispiel des Transformationsprojekts KlimaPlanReal. In W. L. Filho &amp;amp; V. Scherenberg (Hrsg.), &#039;&#039;SDG 13: Maßnahmen zum Klimaschutz&#039;&#039; (S. 111–131). Springer Berlin Heidelberg. https://doi.org/10.1007/978-3-662-70588-9_7&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Literaturhinweis|&lt;br /&gt;
Pfitzner, B., Klinner, A., Heilmann, A., &amp;amp; Schaller, P. (2024). &#039;&#039;Die Planungszelle als Instrument nachhaltiger Transformation an Hochschulen – Erkenntnisse aus dem Klimarat der Hochschule Harz: Wissenschaftliche Berichte / Scientific reports&#039;&#039; https://doi.org/10.48446/OPUS-15388|&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Literaturhinweis|&lt;br /&gt;
Künzel, C., Rühmland, S., Kastner, K., Zigann, J., Dullau, S., Pfitzner, B., Klinner, A., Bub, F., Döhle, F., &amp;amp; Hensen, H. (2023). &#039;&#039;Indikatoren für den Klimaimpact an Hochschulen&#039;&#039;. https://doi.org/10.5281/ZENODO.14966175&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auf einen Blick ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fördermaßnahme&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Transformationspfade für nachhaltige Hochschulen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Projekttitel&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren (KlimaPlanReal)&amp;lt;br&amp;gt;(Förderkennzeichen: 01UN2203)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;01.10.2022 – 30.09.2025&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Verbundkoordination&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Magdeburg&amp;lt;br&amp;gt;Dr. Silke Rühmland&amp;lt;br&amp;gt;Tel.: 0391/67 - 57095 (57445)&amp;lt;br&amp;gt;[mailto:klimaplanreal@ovgu.de E-Mail]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Projektpartner&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Hochschule Anhalt, Bernburg&lt;br /&gt;
*Hochschule Harz, Wernigerode&lt;br /&gt;
*Hochschule Magdeburg-Stendal, Magdeburg&lt;br /&gt;
*Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kontakt im DLR Projektträger&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Dr. Ralph Wilhelm, [mailto:ralph.wilhelm@dlr.de E-Mail]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesministerium für Bildung und Forschung (2023): Projektblätter: BMBF-Fördermaßnahme „Transformationspfade für nachhaltige Hochschulen“ https://www.fona.de/medien/pdf/Projektblaetter_TnHs_web.pdf (Zugriff: 01.06.2023)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
[https://www.klimaplanreal.ovgu.de/ KlimaPlanReal – Universität Magdeburg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.h2.de/hochschule/portrait/nachhaltigkeit-und-klimaschutz/projekt-klimaplanreal.html KlimaPlanReal – Hochschule Magdeburg/Stendal]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.hs-anhalt.de/nachhaltigkeit/klimaplanreal.html KlimaPlanReal – Hochschule Anhalt]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/ KlimaPlanReal – Univesität  Halle/Wittenberg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.hs-harz.de/klimaplanreal KlimaPlanReal – Hochschule Harz]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Projekt]][[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KlimaPlanReal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause:_Fl%C3%A4chenentsiegelung&amp;diff=28054</id>
		<title>Blaupause: Flächenentsiegelung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause:_Fl%C3%A4chenentsiegelung&amp;diff=28054"/>
		<updated>2026-04-07T15:06:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: Korrektur Links und Formatierung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Diese Blaupause beschreibt wie im Rahmen des Projektes [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) eine Maßnahme zur Flächenentsiegelung geplant wurde und enthält Hinweise zur Umsetzung. {{Best Practice&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Biodiversität, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Flächenentsiegelung, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Otto-von-Guericke Universität&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maßnahmenbeschreibung ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevante Transformationsfelder:&#039;&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Regenerativer Campus - Fokus Biodiversität &lt;br /&gt;
* Nachhaltige Mobilität - Fokus Pendelmobilität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maßnahme war eine Kombination aus „Flächenentsiegelung“ und „Rückbildung von PKW-Parkplätzen (sukzessiv)“ und hat den Ursprung im [https://zenodo.org/records/14965982 KlimaPlan der OVGU] des vorangegangen partizipativen Schritts des [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/Projektphasen/Hochschulklimarat.html Hochschulklimarats] auf Basis des Whole Institution Approachs sowie der zugehörigen [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplanreal_media/KlimaPl%C3%A4ne/Impact_Bewertung/OVGU+Impact_Bewertung-p-430.pdf Impact-Bewertung der OVGU]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kernziele des Transformationsteams:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Auswahl einer Fläche zur Entsieglung (ideal Parkplatzflächen)&lt;br /&gt;
* Entwicklung von Ideen wie die Fläche aufgewertet werden kann, entweder im Sinne von Aufenthaltsqualität oder Biodiversität&lt;br /&gt;
* Umsetzung der Idee mit dem Dezernat für Technik und Bauplanung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausgangszustand ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Akteursanalyse ===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn eine [[Status quo Analyse klimarelevanter Bereiche einer Hochschule|Status Quo Analyse mit einer Akteur*innenanalyse]] durchgeführt. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert und direkt kontaktiert werden und das so genannte Transformationsteam aufgenommen werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verwaltungsmitarbeiter (Dezernat für Zentrale Dienste)&lt;br /&gt;
* Verwaltungsmitarbeiter (Dezernat Technik und Bauplanung)&lt;br /&gt;
* Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Management Science)&lt;br /&gt;
* Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Logistik und Mobilität)&lt;br /&gt;
* Professor (Mathematik)&lt;br /&gt;
* Professor (Berufs- und Betriebspädagogik)&lt;br /&gt;
* Studentin (Peace and Conflict Studies)&lt;br /&gt;
* Student (Informatik)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umsetzungschritte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erkundungsphase ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Trafoteam-Bildung anhand der Akteur*innenanalyse (zum Teil aus dem [[Hochschulklimarat]])&lt;br /&gt;
* Aufbau der Kommunikationsstrukturen&lt;br /&gt;
* Flächenerkundung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Findungsphase ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Campusbegehung und Identifikation von potenziellen Fläche zum Entsiegeln&lt;br /&gt;
* Auswahl der Fläche und Entwicklung von Nachnutzungsideen&lt;br /&gt;
* Konzepterstellung mit Zeit- und Meilensteinplan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Konkretisierungsphase ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mitarbeiter aus dem Dezernat Technik und Bauplanung hat das TrafoTeam verlassen, daraufhin wurde versucht nach der Ideenentwicklung die Verwaltungs- und Umsetzungsexpert*innen zu konsultieren, statt sie regelmäßig zu den Treffen zu integrieren&lt;br /&gt;
* Feedbackschleife mit der Hochschulleitung zu den Entwürfen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Umsetzungsphase ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Einbindung eines DGNB-zertifizierter Planungsbüros war leider nicht möglich, da sich die Hochschulleitung und das Dezernat für Technik und Bauplanung gegen eine Teilentsieglung aussprachen, ohne dass ein ganzheitliches Konzept für den Campus vorliegt&lt;br /&gt;
* Die Ideen für die Umgestaltung einer Pilotflächen wurde nur in Präsentationen konkretisiert, damit diese zu einem späteren Zeitpunkt in der Campusgestaltung berücksichtigt werden können&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abschlussphase ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Ideen wurden dem Nachhaltigkeitsbüro übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nach Projektende ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Einige Monate nach dem Ende des Transferlabors wurde duch die Hochschulleitung eine Arbeitsgemeinschaft zur Campusentwicklung eingesetzt, unter Federführung des Dezernates für Technik und Bauplanung, mit dem Ziel die Flächen am Hauptscampus zu entsiegeln, PKW-Stellplätze zu reduzieren (bzw. an einem anderen Ort zu zentralisieren) und die Flächen aufzuwerten. Die Leitung des Nachhaltigkeitsbüros konnte zentrale Aspekte des TrafoTeams in die Planungen der Gruppe integieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übetragbarkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hilfreich zu haben ===&lt;br /&gt;
Hilfreich für die Arbeit im TrafoTeam waren konkrete themenbezogene Datenerhebungen, verwaltungstechnische Vorarbeiten sowie die Unterstützung der Leitungsebene. Dabei können folgende Punkte als Orientierungshilfen nützlich sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Erfassung aller versiegelten Flächen auf dem Campus (z.B. GIS-gestützte Kartierung)&lt;br /&gt;
* Identifikation von Flächen mit Entsiegelungspotenzial (z.B. wenig genutzte Parkplätze)&lt;br /&gt;
* Festlegung von Zielgrößen (z.B. X m² bis Jahr Y entsiegeln)&lt;br /&gt;
* Rechtzeitige Einbindung relevanter Akteur*innen (u.a. Facility Management, Studierende, Verwaltung, Nachhaltigkeitsbeauftragte)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konkrete Empfehlungen ===&lt;br /&gt;
Leider kam es an der OVGU nicht zur Entsiegelung der Pilotfläche. Dennoch konnte das Team aus seinen Erfahrungen konkrete Zwischenziele für den Transformationsprozess zur Flächenentsiegelung ableiten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Identifizierung geeigneter Campusflächen zur Umgestaltung&lt;br /&gt;
# Entwurf eines Neugestaltungskonzepts (intern, partizipativ, feedbackbezogen)&lt;br /&gt;
# Klärung der Verantwortlichkeiten in der Verwaltung (Wer kann was beauftragen?)&lt;br /&gt;
# Klärung der finanziellen Mittel für die Umsetzung der Maßnahme&lt;br /&gt;
# Zustimmung zur Umsetzung aus der Verwaltung&lt;br /&gt;
# Entwurf zur Neugestaltung der Flächen (extern, Planungsbüro)&lt;br /&gt;
# Rektorats-/ Senatsbeschluss und Freigabe von Mitteln zur Umgestaltung&lt;br /&gt;
# Ausschreibung der Neugestaltung&lt;br /&gt;
# Auswahl der Firmen für die Neugestaltung und Auftragserteilung&lt;br /&gt;
# Umgestaltung (extern)&lt;br /&gt;
# Erfolg feiern! - Einweihung&lt;br /&gt;
# ggf. Wirkungsevaluation zur Nutzung der Fläche&lt;br /&gt;
# Dokumentation über digitale interne/ externe (soziale) Medien (Newsletter, Websites)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen der OVGU==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen des Transferlabors ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;: Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von zehn Monaten&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;: 10.000 € Projektmittel - Es wurden keine Ausgaben getätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen an der Hochschule ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Standort&#039;&#039;&#039;: Die OVGU hat einen Hauptcampus, einen Humanwissenschaftlichen Campus (Zschokkestraße), den Wissenschaftshafen (Joseph-von-Fraunhofer-Str.) und das Universitätsklinikum (Leipziger Straße). Der Fokus lag auf dem Hauptcampus. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039; (in Vollzeitäquivalenten): rund 12.833 Studierende und über 2.672 Mitarbeitende, davon 195 Professor*innen, 1.528 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen, 949 Nichtwissenschaftliche Mitarbeitende (Stand vom 31.12.2023)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterstützung der Hochschulleitung zur Maßnahmenumsetzung ====&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Rektor und Kanzlerin wurden konsequent neben der Auswahl der Maßnahme vor Beginn des Transferlabors und während der stetigen Transferphase informiert und in Feedbackschleifen einbezogen. Die Kanzlerin war zum Auftakttreffens des TrafoTeam anwesend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz ====&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es sowohl ein Nachhaltigkeitsbüro und eine Senatskommission Klima. Darüber hinaus existiert eine [https://www.nachhaltigkeit.ovgu.de/nachhaltigkeit_media/Governance/NHStrategie/Nachhaltigkeitsstrategie+2018.pdf Nachhaltigkeitsstrategie]  sowie ein [https://www.ovgu.de/Beschluss+zur+Klimaneutralit%C3%A4t-p-140792.html?rewrite_engine=fast Senatsbeschluss zur angestrebten Treibhausgasneutralität der OVGU].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Links, Material, Ansprechpersonen ==&lt;br /&gt;
[https://www.klimaplanreal.ovgu.de/ KlimaPlanReal – Homepage Universität Magdeburg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal im DG HochN Wiki]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betrieb]] [[Kategorie:Biodiversität]] [[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaneutralität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KlimaPlanReal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause:_Fl%C3%A4chenentsiegelung&amp;diff=28052</id>
		<title>Blaupause: Flächenentsiegelung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause:_Fl%C3%A4chenentsiegelung&amp;diff=28052"/>
		<updated>2026-04-07T14:59:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: Korrektur Formatierung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Diese Blaupause beschreibt wie im Rahmen des Projektes [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) eine Maßnahme zur Flächenentsiegelung geplant wurde und enthält Hinweise zur Umsetzung. {{Best Practice&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Biodiversität, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Flächenentsiegelung, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Otto-von-Guericke Universität&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maßnahmenbeschreibung ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevante Transformationsfelder:&#039;&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Regenerativer Campus - Fokus Biodiversität &lt;br /&gt;
* Nachhaltige Mobilität - Fokus Pendelmobilität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maßnahme war eine Kombination aus „Flächenentsiegelung“ und „Rückbildung von PKW-Parkplätzen (sukzessiv)“ und hat den Ursprung im [https://zenodo.org/records/14965982 KlimaPlan der OVGU] des vorangegangen partizipativen Schritts des [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/Projektphasen/Hochschulklimarat.html Hochschulklimarats] auf Basis des Whole Institution Approachs sowie der zugehörigen [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplanreal_media/KlimaPl%C3%A4ne/Impact_Bewertung/OVGU+Impact_Bewertung-p-430.pdf Impact-Bewertung der OVGU]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kernziele des Transformationsteams:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Auswahl einer Fläche zur Entsieglung (ideal Parkplatzflächen)&lt;br /&gt;
* Entwicklung von Ideen wie die Fläche aufgewertet werden kann, entweder im Sinne von Aufenthaltsqualität oder Biodiversität&lt;br /&gt;
* Umsetzung der Idee mit dem Dezernat für Technik und Bauplanung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausgangszustand ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Akteursanalyse ===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn eine Status Quo Analyse mit einer Akteur*innenanalyse durchgeführt. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert und direkt kontaktiert werden und das so genannte Transformationsteam aufgenommen werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verwaltungsmitarbeiter (Dezernat für Zentrale Dienste)&lt;br /&gt;
* Verwaltungsmitarbeiter (Dezernat Technik und Bauplanung)&lt;br /&gt;
* Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Management Science)&lt;br /&gt;
* Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Logistik und Mobilität)&lt;br /&gt;
* Professor (Mathematik)&lt;br /&gt;
* Professor (Berufs- und Betriebspädagogik)&lt;br /&gt;
* Studentin (Peace and Conflict Studies)&lt;br /&gt;
* Student (Informatik)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umsetzungschritte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erkundungsphase ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Trafoteam-Bildung anhand der Akteur*innenanalyse (zum Teil aus dem Hochschulklimarat)&lt;br /&gt;
* Aufbau der Kommunikationsstrukturen&lt;br /&gt;
* Flächenerkundung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Findungsphase ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Campusbegehung und Identifikation von potenziellen Fläche zum Entsiegeln&lt;br /&gt;
* Auswahl der Fläche und Entwicklung von Nachnutzungsideen&lt;br /&gt;
* Konzepterstellung mit Zeit- und Meilensteinplan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Konkretisierungsphase ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mitarbeiter aus dem Dezernat Technik und Bauplanung hat das TrafoTeam verlassen, daraufhin wurde versucht nach der Ideenentwicklung die Verwaltungs- und Umsetzungsexpert*innen zu konsultieren, statt sie regelmäßig zu den Treffen zu integrieren&lt;br /&gt;
* Feedbackschleife mit der Hochschulleitung zu den Entwürfen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Umsetzungsphase ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Einbindung eines DGNB-zertifizierter Planungsbüros war leider nicht möglich, da sich die Hochschulleitung und das Dezernat für Technik und Bauplanung gegen eine Teilentsieglung aussprachen, ohne das ein ganzheitliches Konzept für den Campus vorliegt&lt;br /&gt;
* Die Ideen für die Umgestaltung einer Pilotflächen wurde nur in Präsentationen konkretisiert, damit diese zu einem späteren Zeitpunkt in der Campusgestaltung berücksichtigt werden können&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abschlussphase ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Ideen wurden dem Nachhaltigkeitsbüro übergaben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nach Projektende ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Einige Monate nach dem Ende des Transferlabors wurde duch die Hochschulleitung eine Arbeitsgemeinschaft zur Campusentwicklung eingesetzt, unter Federführung des Dezernates für Technik und Bauplanung, mit dem Ziel die Flächen am Hauptscampus zu entsiegeln, Pkw Stellplätze zu reduzieren (bzw. an einem anderen Ort hin zu zentralisieren) und die Flächen aufzuwerten. Die Leitung des Nachhaltigkeitsbüro konnte zentrale Aspekte des TrafoTeam in die Planungen der Gruppe integieren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übetragbarkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hilfreich zu haben ===&lt;br /&gt;
Hilfreich für die Arbeit im TrafoTeam waren konkrete themenbezogene Datenerhebungen, verwaltungstechnische Vorarbeiten sowie die Unterstützung der Leitungsebene. Dabei können folgende Punkte als Orientierungshilfen nützlich sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Erfassung aller versiegelten Flächen auf dem Campus (z.B. GIS-gestützte Kartierung)&lt;br /&gt;
* Identifikation von Flächen mit Entsiegelungspotenzial (z.B. wenig genutzte Parkplätze)&lt;br /&gt;
* Festlegung von Zielgrößen (z.B. X m² bis Jahr Y entsiegeln)&lt;br /&gt;
* Rechtzeitige Einbindung relevanter Akteur*innen (u.a. Facility Management, Studierende, Verwaltung, Nachhaltigkeitsbeauftragte)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konkrete Empfehlungen ===&lt;br /&gt;
Leider kam es an der OVGU nicht zur Entsiegelung der Pilotfläche. Dennoch konnte das Team aus seinen Erfahrungen konkrete Zwischenziele für den Transformationsprozess zur Flächenentsiegelung ableiten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Identifizierung geeigneter Campusflächen zur Umgestaltung&lt;br /&gt;
# Entwurf eines Neugestaltungskonzepts (intern, partizipativ, feedbackbezogen)&lt;br /&gt;
# Klärung der Verantwortlichkeiten in der Verwaltung (wer kann was beauftragen)&lt;br /&gt;
# Klärung der finanziellen Mittel, für die Umsetzung der Maßnahme&lt;br /&gt;
# Zustimmung zur Umsetzung aus der Verwaltung&lt;br /&gt;
# Entwurf zur Neugestaltung der Flächen (extern, Planungsbüro)&lt;br /&gt;
# Rektorats-/ Senatsbeschluss und Freigabe von Mitteln zur Umgestaltung&lt;br /&gt;
# Ausschreibung der Neugestaltung&lt;br /&gt;
# Auswahl der Firmen für die Neugestaltung und Auftragserteilung&lt;br /&gt;
# Umgestaltung (extern)&lt;br /&gt;
# Erfolg feiern! - Einweihung&lt;br /&gt;
# ggf. Wirkungsevaluation zur Nutzung der Fläche&lt;br /&gt;
# Dokumentation über digitale interne/ externe (soziale) Medien (Newsletter, Websites)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen der OVGU==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen des Transferlabors ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;: Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von zehn Monaten&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;: 10.000 € Projektmittel - Es wurden keien Ausgaben getätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen an der Hochschule ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Standort&#039;&#039;&#039;: Die OVGU hat einen Hauptcampus, einen Humanwissenschaftlichen Campus (Zschokkestraße), den Wissenschaftshafen (Joseph-von-Fraunhofer-Str.) und das Universitätsklinikum (Leipziger Straße). Der Fokus lag auf dem Hauptcampus. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039; (in Vollzeitäquivalente): rund 12.833 Studierende und über 2.672 Mitarbeitende, davon 195 Professor*innen, 1.528 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen, 949 Nichtwissenschaftliche Mitarbeitende (Stand vom 31.12.2023)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterstützung der Hochschulleitung zur Maßnahmenumsetzung ====&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Rektor und Kanzlerin wurden konsequent neben der Auswahl der Maßnahme vor Beginn des Transferlabors und während der stetigen Transferphase informiert und in Feedbackschleifen einbezogen. Die Kanzlerin war zum Auftakttreffens des TrafoTeam anwesend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz ====&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es sowohl ein Nachhaltigkeitsbüro und eine Senatskommission Klima. Darüber hinaus existiert eine [https://www.nachhaltigkeit.ovgu.de/nachhaltigkeit_media/Governance/NHStrategie/Nachhaltigkeitsstrategie+2018.pdf Nachhaltigkeitsstrategie]  sowie ein [https://www.ovgu.de/Beschluss+zur+Klimaneutralit%C3%A4t-p-140792.html?rewrite_engine=fast Senatsbeschluss zur angestrebten Treibhausgasneutralität der OVGU].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[https://www.klimaplanreal.ovgu.de/ KlimaPlanReal – Homepage Universität Magdeburg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal im DG HochN Wiki]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betrieb]] [[Kategorie:Biodiversität]] [[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaneutralität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KlimaPlanReal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_%22Gr%C3%BCner_Teller_complemented%22&amp;diff=28050</id>
		<title>Blaupause &quot;Grüner Teller complemented&quot;</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_%22Gr%C3%BCner_Teller_complemented%22&amp;diff=28050"/>
		<updated>2026-04-07T14:56:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: Korrektur Formatierung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Best Practice&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Transfer, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Ernährung&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Forschungsmanagement, Interessierte Öffentlichkeit, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Hochschule Harz&lt;br /&gt;
|org=KlimaPlanReal&lt;br /&gt;
|adresse=Friedrichstraße 57-59; 38855 Wernigerode&lt;br /&gt;
|url=https://www.hs-harz.de/&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Kurzbeschreibung==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause entstand im Rahmen des zweiten [[Transferlabor|Transferlabors]] (angelehnt an die Methode der [[Reallabor|Reallabore]]) an der [https://www.hs-harz.de/ Hochschule Harz] im Rahmen des Projektes [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]]. Sie dient als Orientierungshilfe für andere Hochschulen, die Sensibilisierungen für eine klimafreundlichere Ernährung erreichen und/oder eine Wirkungsmessung von Klimakennzeichnungen bei Mensagerichten erfassen wollen. Es wurden folgende Sensibilisierungsmaßnahmen durchgeführt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Aktionsstände (zur Einführung der Klimakennzeichnung, an hochschulspezifischen Aktionstagen wie dem Gesundheitstag und den Ökosozialen Hochschultagen), &lt;br /&gt;
* Ernährungsworkshop, &lt;br /&gt;
* Stempelaktion, &lt;br /&gt;
* Kochworkshop, &lt;br /&gt;
* No-Food-Waste-Kampagne und &lt;br /&gt;
* Aufklärungsposts zum Veganuary. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Umsetzung und entsprechendes Material sind in dieser Blaupause zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Themenbereich:&#039;&#039;&#039; Nachhaltige Ernährung und Beschaffung&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Handlungsfeld:&#039;&#039;&#039; Ernährung&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Maßnahmentitel aus dem [https://www.hs-harz.de/dokumente/extern/Forschung/Projektwebseiten/KlimaPlanReal/Unser_Klimaplan_fuer_die_Hochschule_Harz.pdf KlimaPlan]:&#039;&#039;&#039; „Optimierung des Mensaangebots“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte und Maßnahmenbeschreibung ===&lt;br /&gt;
Die Maßnahme „Grüner Teller complemented“ wurde als hochschulübergreifende Kooperation zwischen der Hochschule Magdeburg-Stendal ([https://www.h2.de/home.html h2]), der Hochschule Harz ([https://www.hs-harz.de/ HSH]), der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ([https://www.ovgu.de/ OVGU]) und dem [https://www.studentenwerk-magdeburg.de/ Studentenwerk Magdeburg], welches an den drei genannten Hochschulen die Mensen betreibt, durchgeführt. Sie baut auf der im [https://www.hs-harz.de/dokumente/extern/Forschung/Projektwebseiten/KlimaPlanReal/Unser_Klimaplan_fuer_die_Hochschule_Harz.pdf KlimaPlan] der [https://www.hs-harz.de/ HSH] aufgeführten Maßnahme „Optimierung des Mensaangebotes“ &amp;lt;!-- Verlinken, wenn fertig  --&amp;gt;auf und setzt ein circa ein Jahr zuvor an der Hochschule Magdeburg-Stendal begonnenes Transferlabor mit dem Namen „Grüner Teller – lieber klimabewusst mensen?! fort. Dieses hat die Einführung einer Klimakennzeichnung des Drittanbieters [https://eaternity.org/ Eaternity] für die Mensagerichte initiiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ziele ===&lt;br /&gt;
An der Hochschule Harz wurden folgende Teilmaßnahmen/Ziele umgesetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1.    Aktionen zur Sensibilisierung und Verhaltensänderung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Unterstützung der Klimakennzeichen zu fördern und Verhaltensänderungen hin zu einer klimafreundlichen Ernährung zu stärken, wurden für Hochschulangehörige unterschiedliche Sensibilisierungsmaßnahmen durchgeführt. Entscheidungsträger*innen entwickelten dafür konkrete/individuelle/spezifische Pilotprojekte in ihrem jeweiligen Tätigkeitsbereich, um deren langfristige Integration in evtl. veränderter Form langfristig zu etablieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2.    Analyse und Wirkungsmessung der Kennzeichnung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Nach ihrer Einführung im April 2025 wurden die Verständlichkeit und Wahrnehmung der Klimakennzeichen mit einer Mensaumfrage überprüft, um Optimierungsbedarf aufzudecken und Abänderungen vorzunehmen. &lt;br /&gt;
Bild von Klimakennzeichnung einfügen&amp;lt;!-- Einfügen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausgangszustand ===&lt;br /&gt;
Da das Transferlabor auf den Arbeiten des [[Blaupause &amp;quot;Grüner Teller klimabewusst mensen&amp;quot;|„Grüner Teller – lieber klimabewusst mensen?!“]] aufbaut, ist der Ist-Zustand in der dortigen Blaupause nachzulesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zusammensetzung des Transformationsteams ===&lt;br /&gt;
Zur Umsetzung wurde ein sogenanntes [[Glossar KlimaPlanReal|Transformationteam]] gebildet, das sich aus allen Mitgliedergruppen der Hochschule zusammensetzte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kanzlerin&#039;&#039;&#039; und Verwaltungsratsmitglied des Studentenwerk Magdeburg&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Professorin&#039;&#039;&#039; am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften (Wirtschaftspsychologie)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wissenschaftsunterstützende Mitarbeiterin&#039;&#039;&#039; (Umweltmanagement-Beauftragte und dadurch Organisatorin der Nachhaltigkeitswoche, Food-Sharing-Mitglied Wernigerode, Mitglied der Studentischen Begegnungsstätte)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wissenschaftsunterstützender Mitarbeiter&#039;&#039;&#039; im Dezernat Kommunikation und Marketing&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Leiterin Hochschulgesundheitsmanagement&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wissenschaftliche Mitarbeiterin&#039;&#039;&#039; in der Medieninformatik&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Studentin&#039;&#039;&#039; (Nachhaltiges Management, Studierendenrat-Mitglied)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Studentin&#039;&#039;&#039; (studentische Umweltinitiative act.)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Student&#039;&#039;&#039; (studentische Umweltinitiative act.)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mitarbeiter*in Studentenwerk Magdeburg&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[https://www.h2.de/hochschule/portrait/nachhaltigkeit-und-klimaschutz/projekt-klimaplanreal/kontakt.html Projektmitarbeiterin KlimaPlanReal von der h2]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;In die Lehre&amp;lt;/u&amp;gt; wurde das 2. Ziel „Analyse und Wirkungsmessung der Kennzeichnung“ eingebettet. Die Konzeption der Mensaumfrage erfolgte im Co-Design-Prozess durch das Transformationsteam. Studierende haben anschließend unter der Betreuung eines Transferlaborteam-Mitgliedes (Professorin Wirtschaftspsychologie) die Umfrage durchgeführt und ausgewertet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umsetzungsschritte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erkundungsphase (November 2024 – Januar 2025) ====&lt;br /&gt;
* Absprachen zwecks konkreter Zielsetzung zwischen h2, Studentenwerk Magdeburg und der HSH&lt;br /&gt;
* Zusammenstellung des Transformationsteams&lt;br /&gt;
* Aufbau der Organisations- und Kommunikationsstrukturen im Transformationsteam&lt;br /&gt;
* Brainstorming (mittels World Café) zu unterschiedlichen Sensibilisierungsmöglichkeiten&lt;br /&gt;
* Unterstützung der Aktionswoche vom Studierendenwerk zum [https://veganuary.com/de/ „Veganuary“] durch [https://www.instagram.com/gesundheit_hsharz/ Aufklärungsposts] auf Instagram&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Findungs- und Konkretisierungsphase (Februar – März 2025) ====&lt;br /&gt;
* Clusterung der Ideen zur Sensibilisierung&lt;br /&gt;
* Ausarbeitung der Sensibilisierungsmöglichkeiten&lt;br /&gt;
* Festlegung von Verantwortlichkeiten der einzelnen Maßnahmen&lt;br /&gt;
** Eine Person hat sich zumeist eine spezifische Maßnahme ausgesucht und sich als „Hauptverantwortliche“ um die Planung und Durchführung gekümmert.&lt;br /&gt;
* Aufstellung eines Arbeits- und Zeitplans&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Umsetzungsphase (April – Juli 2025) ====&lt;br /&gt;
* Aktionsstand zur Einführung der Klimakennzeichnung in der Mensa&lt;br /&gt;
* Konzeption, Durchführung und Auswertung der Mensaumfrage&amp;lt;!-- einfügen --&amp;gt; zur Klimakennzeichnung&lt;br /&gt;
* Ernährungsworkshop&amp;lt;!-- einfügen --&amp;gt; mit zwei Terminen zu klimafreundlicher Ernährung&lt;br /&gt;
* Während der [https://www.hs-harz.de/nachhaltigkeit/nh-woche Nachhaltigkeitswoche] :&lt;br /&gt;
** &amp;lt;u&amp;gt;Stempelaktion:&amp;lt;/u&amp;gt; &amp;lt;!-- einfügen --&amp;gt;Mit jedem veganen Gericht sowie bei Teilnahme an Veranstaltungen innerhalb der Nachhaltigkeitswoche konnten Stempel auf einer Karte gesammelt werden. Bei Erreichung von fünf Stempeln gab es die Möglichkeit, an einer Verlosung teilzunehmen.&lt;br /&gt;
** &amp;lt;u&amp;gt;Kochworkshop:&amp;lt;/u&amp;gt;&amp;lt;!-- einfügen --&amp;gt; Es wurden Filmausschnitte zum Thema Ernährung gezeigt und parallel wurde ein ähnliches Gericht zubereitet. Zwischendurch erfolgte Input zu Kultur und Klimaschutz.&lt;br /&gt;
** &amp;lt;u&amp;gt;[https://www.instagram.com/act.hsharz/ No-Food-Waste-Kampagne]:&amp;lt;/u&amp;gt; Die studentische Initiative act. postete auf ihrem Instagramm-Account jeweils eine Story mit Handlungsempfehlungen gegen Lebensmittelverschwendung über zwölf Wochen hinweg.&lt;br /&gt;
* Teilnahme an hochschulspezifischen Aktionstagen (Gesundheitstag bzw. Ökosoziale Hochschultage) zur Aufklärung über die Klimakennzeichnung und klimabewussterer Ernährung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abschlussphase (August – September 2025 ff.) ====&lt;br /&gt;
* Zusammenfassung der Umfrageergebnisse für das Studentenwerk Magdeburg&lt;br /&gt;
* Reflexion innerhalb des Transformationsteams über Optimierungspotential für langfristige Sensibilisierung&lt;br /&gt;
** Die Mensaumfrage soll ein Jahr später wiederholt werden, um die langfristigen Veränderungen zu ermitteln.&lt;br /&gt;
** Das Hochschulgesundheitsmanagement plant einzelne Ernährungsworkshops mit der Thematik „Pflanzliche Proteine“ und [https://www.bzfe.de/klima-und-wandel/essen-im-wandel/planetary-health-diet Planetary Health Diet]. Eine aufeinander aufbauende Ernährungsworkshopreihe hat sich als nicht zielbringend, aufgrund von schwindenden Teilnehmenden, gezeigt.&lt;br /&gt;
** Die Stempelkarte wurde „zeitlos“ (ohne Jahreszahlen etc.) erstellt und wird nächstes Jahr wieder genutzt werden.&lt;br /&gt;
** Die [https://www.instagram.com/act.hsharz/ No-Food-Waste-Kampagne] ist auf Instagram angepinnt und somit jederzeit verfügbar.&lt;br /&gt;
** Der Kochworkshop soll nächstes Jahr in der Nachhaltigkeitswoche wiederholt werden.&lt;br /&gt;
** Ergänzende Maßnahmen zur Langfristigkeit wurden umgesetzt:&lt;br /&gt;
*** Durch Beschaffung von zwei hydroponischen Systemen wurde das Thema klimafreundliche Ernährung mittels Laborversuche langfristig in die Lehre verankert.&lt;br /&gt;
*** Es entsteht eine Unterseite „Essbarer Campus“ auf der Hochschulwebsite.&lt;br /&gt;
*** Eine Zusammenfassung der Mensaumfrage wurde auf der Hochschulwebsite hochgeladen.  &lt;br /&gt;
* Abschlussveranstaltung mit Aktionstag „klimafreundliche Ernährung“ an der [https://www.hs-harz.de/ HSH] mit der [https://www.h2.de/home.html Hochschule Magdeburg-Stendal]&lt;br /&gt;
** Kostenloses Probieren von veganen Cheese Balls (vom Studentenwerk bereitgestellt)&lt;br /&gt;
** Verkauf des [https://www.hs-harz.de/nachhaltigkeit/nachhaltiger-campus hochschuleigenen Honig]&lt;br /&gt;
** Vorstellung der Vereine/Organisationen [https://foodsharing.de/region/wernigerode Food Sharing Wernigerode], [https://www.wernigerode-tourismus.de/nachhaltigkeit-in-wernigerode-und-schierke/fairtradetown-wernigerode Fair Trade Town Wernigerode], [https://sirplus.de/ Sirplus], SoLaWi Vielfeld e.V.&lt;br /&gt;
** Glücksrad mit Fragen zu klimafreundlichem Essen und Spiel zu dem unterschiedlichen Wasserverbrauch von Lebensmittel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dokumentation &amp;amp; Nachbereitung ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispielhafte Erklärung zu klimafreundlicher Ernährung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Umweltbundesamt: &amp;quot;[https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/essen-trinken/klima-umweltfreundliche-ernaehrung#so-ernahren-sie-sich-nachhaltig-und-gesund Klimafreundliche Ernährung: fleischreduziert, vegetarisch oder vegan]&amp;quot;; 2025&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ausführlichere Beschreibung der Umsetzung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Link Blogeintrag&amp;lt;!-- später --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Eigenes erstelltes Material:&#039;&#039;&#039;&amp;lt;!-- einfügen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Veganuary Kampagne&lt;br /&gt;
* Mensaumfrage inkl. Flyer&lt;br /&gt;
* Stempelvorlage&lt;br /&gt;
* No-Food-Waste-Kampagne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rahmenbedingungen ==&lt;br /&gt;
Rahmenbedingungen des Transferlabors&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Laufzeit ====&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von rund 10 Monaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Finanzen ====&lt;br /&gt;
Neben Personalkosten für die Projektmitarbeiterin standen 10.000€ Projektmittel zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rahmenbedingungen an der Hochschule ====&lt;br /&gt;
Standorte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschule Harz hat einen Standort in &amp;lt;u&amp;gt;Wernigerode (circa. 32.000 Einwohner)&amp;lt;/u&amp;gt; und einen weiteren kleineren in &amp;lt;u&amp;gt;Halberstadt (circa 37.000 Einwohner)&amp;lt;/u&amp;gt;. Die beiden Standorte liegen rund 25 km entfernt und die Umgebung ist &#039;&#039;&#039;ländlich geprägt&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschulgröße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stand 2024:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Studierende: 2.839 (Wernigerode: 2.154, Halberstadt: 685)&lt;br /&gt;
* Mitarbeitende: 336 (Wernigerode: 294, Halberstadt: 42)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterstützung der Hochschulleitung zur Maßnahmenumsetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Unterzeichnung des Letter of Intent für den Projektantrag KlimaPlanReal hat die Leitung der Hochschule Harz die aktive Unterstützung zugesichert. Dadurch war die Teilnahme an den Transferlaboren für die Mitarbeitenden Arbeitszeit. Da die Kanzlerin im Transformationsteam war, gab es einen regelmäßigen Austausch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.hs-harz.de/forschung/ausgewaehlte-forschungsprojekte/klimaschutzkonzept Klimaschutzmanagement] (Drittmittelprojekt) für die Berechnung des Treibhausgasminderungspotentials&lt;br /&gt;
* [https://www.hs-harz.de/nachhaltigkeit/umweltmanagementsystem Umweltmanagement] (feste Stelle mit 75% für EMAS-Zertifizierung)  für EMAS-Zertifizierung &amp;amp; langfristige Evaluation innerhalb des Umweltmanagementsystems&lt;br /&gt;
* [https://www.hs-harz.de/hochschule/organisation/verwaltung/dezernate/liegenschaften-bau-technik/mitarbeiter-1-1 Umweltbeauftragte] ist die Projektleitung; stetige Zusammenarbeit&lt;br /&gt;
* [https://www.hs-harz.de/nachhaltigkeit/kommission-nachhaltige-hs-harz Senatskommission Nachhaltige Hochschule Harz] wurde der jeweilige Projektstand in begleitender und beratender Funktion vorgestellt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Durch die Besetzung der Hochschulleitung im Transformationsteam war die direkte Unterstützung sichtbar und ermöglichte ein direktes Feedback.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konkrete Empfehlungen ===&lt;br /&gt;
* Elementar für die vielfältige Umsetzung der Sensibilisierungsmaßnahmen war, dass die mit dem Themengebiet Ernährung betrauten Personen/Positionen (Hochschulgesundheitsmanagement, Umweltbeauftragte etc.) Mitglieder im Transformationsteam waren und somit sowohl ihre bisherigen Erfahrungen, als auch ihre eigenen Ideen in dem jeweiligen Tätigkeitsgebiet einbringen konnten.&lt;br /&gt;
* Das inspirierende und ausprobierfreudige Transferlaborteam war der Nährboden für die produktive Zusammenarbeit. Es empfiehlt sich für eine optimale Vernetzung eine angenehme, (persönliche,) fröhliche und konstruktive Atmosphäre zu schaffen. Die Transferlaborteammitglieder werden somit zu Multiplikator*innen.&lt;br /&gt;
* Eine enge Zusammenarbeit mit dem Studierendenwerk als auch mit anderen Hochschulen, die von dem Studierendenwerk beliefert werden, ist für eine erfolgreiche Umsetzung wichtig. Das Verständnis von unsichtbaren Prozessen erleichtert die Planungen enorm. Beispielsweise war die Hochschule Harz zuvor nicht bei der halbjährlichen „Küchenkommission“ des Studierendenwerks eingeladen, wegen der räumlichen Entfernung. Da die weitere Ausrichtung des Studierendenwerks bei der Küchenkommission besprochen wird und der Bedarf an allen Stellen ersichtlich ist, wird die HSH zukünftig durch eine Ansprechperson vertreten sein.&lt;br /&gt;
* Bei der Berechnung der Klimakennzeichnung von dem externen Anbieter Eaternity wird nicht nur der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; -Fußabdruck, sondern auch der sogenannte „Sättigungsindex/ Daily Food Unit“ miteinberechnet. Es ist schwierig, die Kombination von Treibhausgasausstoß und Abdeckung von Nährstoffwerten, nach einer eigenen Berechnungsmethodik des Anbieters, zu vermitteln. Diese Bewertungssystematik führte teilweise dazu, dass omnivore Gerichte besser bewertet werden als pflanzliche. So kann bei den Endkonsument*innen fälschlicherweise die Botschaft ankommen, tierische Produkte seien besonders klimafreundlich. Da das Aufklärungsmaterial von Eaternity aus unserer Sicht keine detaillierten Informationen beinhaltet, werden eigene Aufklärungskampagnen empfohlen. Bei einer geplanten Zusammenarbeit mit Eaternity sollten diese Hindernisse mitberücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
* Vorhandene Ressourcen und Kooperationen sollten genutzt werden. Es bestand beispielsweise an der Hochschule Harz eine Kooperation zu der Techniker Krankenkasse, die den Ernährungsworkshop zu klimafreundlicher Ernährung durchgeführt hat. Bevor neue Dienstleister akquiriert werden, können vorhandene geeignete Kooperationspartner*innen Pilotprojekte umsetzen, um die Akzeptanz bei der Zielgruppe zu testen.&lt;br /&gt;
* Die Kernaussage aus der Mensaumfrage zu der Bereitschaft an der Teilnahme zu unterschiedlichen Aktionen war: Je niedrigschwelliger und kognitiv anspruchsloser die Maßnahme war, desto höher ist die eingeschätzte Teilnahme. Deswegen empfiehlt es sich besonders, Angebote wie kostenlose Verkostungen von pflanzlichen (Ersatz-)Produkten zu nutzen.&lt;br /&gt;
* Der größte Hebel für Klimaneutralität im Bereich Ernährung ist, das Speiseangebot der Mensa auf pflanzliche und somit klimafreundliche Produkte umzustellen. Dies hängt jedoch von dem jeweiligen Studierendenwerk ab und die Hochschule hat als Institution darauf wenig Einfluss. Durch eine enge Zusammenarbeit kann jedoch sowohl das Verständnis für die Notwendigkeit des Klimaschutzes als auch die Bereitschaft der Konsument*innen, hauptsächlich pflanzliche Gerichte zu kaufen, steigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Links, Material, Ansprechpersonen ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ansprechpersonen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Projektleitung: [https://www.hs-harz.de/aheilmann/zur-person Prof. Dr. Andrea Heilmann] &amp;amp; [https://www.hs-harz.de/pschaller/zur-person Prof. Dr. Philipp Schaller]&lt;br /&gt;
* Projektmitarbeiter*innen: [https://www.hs-harz.de/forschung/ausgewaehlte-forschungsprojekte/innovative-hochschule/unser-team Anja Klinner] &amp;amp; [https://www.hs-harz.de/hochschule/organisation/verwaltung/dezernate/liegenschaften-bau-technik/mitarbeiter-1-1 Heidi Wilhof]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Externe Links&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mögliche App-Unterstützung: [https://www.wasteside.de/ Wasteside]&lt;br /&gt;
* Beratungsangebot für Kantinen aus Sachsen-Anhalt: [https://www.zukunftsspeisen.com/ Zukunftsspeisen]&lt;br /&gt;
* Informationen über den Dienstleiter der Klimakennzeichnung Eaternity: [https://eaternity.notion.site/ Eaternity]&lt;br /&gt;
* Für studentisches Engagement: [https://mensarevolution.de/ Mensarevolution]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weiterführende Informationen und Leitfäden für nachhaltige Gemeinschaftsverpflegung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung: [https://www.jobundfit.de/fileadmin/user_upload/medien/JOB_FIT/Wegweiser_Nachhaltigkeit_in_der_Geminschaftsverpflegung.pdf „Nachhaltigkeit in der Gemeinschaftsverpflegung – Wegweiser für Praktiker*innen, Multiplikator*innen und weitere Akteur*innen rund um die Gemeindschaftsgastronomie und -verpflegung“]; 2025&lt;br /&gt;
* Deutsche Gesellschaft für Hauswirtschaft e.V.: [https://haushalt-wissenschaft.de/wp-content/uploads/2024/04/HUW_06_2024_Pfannes_Nachhaltigkeit_GV.pdf „Nachhaltigkeit &amp;amp; Gemeinschaftsverpflegung: Ein Überblick über digitale, kostenfreie Informationsmaterialien“]; 2024&lt;br /&gt;
* [https://www.bzfe.de/klima-und-wandel/essen-im-wandel/nachhaltige-gemeinschaftsverpflegung Website] von Bundeszentrum für Ernährung zu Nachhaltige Gemeinschaftsverpflegung&lt;br /&gt;
* Umweltbundesamt: [https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/479/publikationen/uba_fb_besser_essen_bf.pdf „Besser essen in Kantinen und Mensen“] – Wegweiser für eine umweltverträgliche und gesundheitsfördernde Gemeinschaftsverpflegung; 2022&lt;br /&gt;
* Nachhaltigkeitsstrategie Hessen: [https://landwirtschaft.hessen.de/sites/landwirtschaft.hessen.de/files/2023-01/nhs_beschaffungsleitfaden_barrierefrei.pdf „Mehr Nachhaltigkeit in der Gemeinschaftsverpflegung“] – Ein Beschaffungs-Leitfaden für Kommunen und öffentliche Einrichtungen; 2022&lt;br /&gt;
* Landeszentrum für Ernährung Baden-Württemberg: [https://www.gesundheitswirtschaft.ihk.de/blueprint/servlet/resource/blob/6558850/8f41ab5625e63270ef9091282cbe9b3b/b2-25-praesentation-gesunde-verpflegung-va15mai-data.pdf „Nachhaltige Verpflegung in Betrieben – mit und ohne Kantine“]; 2025&lt;br /&gt;
* ConPolicy Institut für Verbraucherpolitik: [https://www.verbraucherzentrale.nrw/sites/default/files/2021-08/wege-zu-einer-nachhaltigen-offentlichen-gemeinschaftsverpflegung-in-nrw_executive-summary.pdf „Wege zu einer nachhaltigen öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung in Nordrhein-Westfalen“]; 2021&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__INDEXIEREN__&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betrieb]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KlimaPlanReal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Kategorie:KlimaPlanReal&amp;diff=28049</id>
		<title>Kategorie:KlimaPlanReal</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Kategorie:KlimaPlanReal&amp;diff=28049"/>
		<updated>2026-04-07T14:52:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: Die Seite wurde neu angelegt: „Hier werden alle Seiten angezeigt, die zum Projekt &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Klima&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;neutralität mit &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Plan&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ungszellen und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Real&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;laboren (KlimaPlanReal) gehören.“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Hier werden alle Seiten angezeigt, die zum Projekt &#039;&#039;&#039;Klima&#039;&#039;&#039;neutralität mit &#039;&#039;&#039;Plan&#039;&#039;&#039;ungszellen und &#039;&#039;&#039;Real&#039;&#039;&#039;laboren (KlimaPlanReal) gehören.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause:_Klimafreundliche_Dienstreisen_an_Hochschulen&amp;diff=28048</id>
		<title>Blaupause: Klimafreundliche Dienstreisen an Hochschulen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause:_Klimafreundliche_Dienstreisen_an_Hochschulen&amp;diff=28048"/>
		<updated>2026-04-07T14:51:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: Verlinkungen + Formatierungen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Diese Blaupause beschreibt, wie im Rahmen des Projektes [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) Maßnahmen zu klimafreundlichen Dienstreisen geplant wurden und enthält Hinweise zur Umsetzung.{{Best Practice&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Mobilität&lt;br /&gt;
|keyw=Dienstreisen, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Otto-von-Guericke Universität&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maßnahmenbeschreibung==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld:&#039;&#039;&#039; Nachhaltige Mobilität - Fokus Dienstreisemobilität &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transferlabor „Klimafreundliche Dienstreisen&amp;quot; umfasste ein integriertes Maßnahmenpaket zur systematischen Reduktion der Treibhausgasemissionen bei Dienstreisen an der OVGU. Die Maßnahme orientiert sich an der Maßnahme „Anreize für Bahnfahrten statt Flugreisen“ aus dem [https://zenodo.org/records/14965982 KlimaPlan der OVGU] der zugehörigen [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplanreal_media/KlimaPl%C3%A4ne/Impact_Bewertung/OVGU+Impact_Bewertung-p-430.pdf Impact-Bewertung der OVGU] und dem [https://www.ovgu.de/Universit%C3%A4t/Organisation/Senat/Kommissionen/Senatskommission+Klima/Aktuelles/Beschluss+zur+Klimaneutralit%C3%A4t.html Senatsbeschluss zur angestrebten Treibhausgasneutralität bis 2035]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kernziele des Transformationsteams:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Entwicklung und Verabschiedung einer klimafreundlichen Dienstreiserichtlinie mit klaren Leitlinien für nachhaltige Mobilität&lt;br /&gt;
* Update der Reisekostenabrechnung Software WinTrip zur automatischen Erfassung von Treibhausgasemissionen bei Dienstreisen&lt;br /&gt;
* Entwicklung einer Travel Map, welche die Reisedauer zu relevanten Dienstreisezielen und CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen der Transportmittel anzeigt&lt;br /&gt;
* Impulse für einen Klimafonds an der OVGU zur Finanzierung von Kompensationsmaßnahmen und nachhaltigen Mobilitätsprojekten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für &#039;&#039;&#039;Evaluationszwecke&#039;&#039;&#039; können nach der Umsetzung hierbei die folgenden Wirkungscharakter (anhand der Indikatoren für den Klimaimpact an Hochschulen) genutzt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Reduktion der Treibhausgasemissionen durch klimafreundliche Verkehrsmittelwahl&lt;br /&gt;
* Erhöhung des Anteils nachhaltiger Dienstreisen (Bahn, ÖPNV, digitale Alternativen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung und Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausgangszustand ===&lt;br /&gt;
Die Basis für klimafreundliche Dienstreisen an der OVGU bilden die [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplanreal_media/Downloads/OVGU+_+Status+Quo+Bericht-p-330.pdf Status Quo Analyse], der [https://zenodo.org/records/14965982 KlimaPlan] des Hochschulklimarats sowie der [https://www.ovgu.de/Beschluss+zur+Klimaneutralit%C3%A4t-p-140792.html Senatsbeschluss zur angestrebten Klimaneutralität].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ausgangslage an der OVGU:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Etabliertes digitales Programm zu Beantragung, Genehmigung und Abrechnung von Dienstreisen (WinTrip) &lt;br /&gt;
* Bestehende Reisekostenrichtlinie ohne explizite Nachhaltigkeitskriterien&lt;br /&gt;
* Keine systematische Erfassung der CO₂-Emissionen aus Dienstreisen&lt;br /&gt;
* Hoher Anteil von Flugreisen bei wissenschaftlichen Konferenzen und internationalen Kooperation (siehe [https://www.nachhaltigkeit.ovgu.de/iksk.html Klimaschutzkonzept der OVGU])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Akteur*innenanalyse ===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde eine umfassende [[Status quo Analyse klimarelevanter Bereiche einer Hochschule|Akteur*innenanalyse]] durchgeführt und das Transformationsteam für die Umsetzung dieser Maßnahme transdisziplinär zusammengesetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verwaltung (Reisekostenstelle)&lt;br /&gt;
* Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen (verschiedene Fakultäten)&lt;br /&gt;
* Professor*innen (verschiedene Fakultäten)&lt;br /&gt;
* Leitung Nachhaltigkeitsbüro&lt;br /&gt;
* Mitarbeiter des Klimaschutzmanagements&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einschätzung zur Zusammensetzung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hohe Motivation und Expertise durch eigene Reisen oder Tätigkeit in dem Bereich&lt;br /&gt;
* Teilweise direkter Zugang zu Entscheidungsstrukturen&lt;br /&gt;
* Transdisziplinäre Perspektiven aus Verwaltung, Wissenschaft und Studierendenschaft&lt;br /&gt;
* Gute Vernetzung zu externen Partner*innen und anderen Hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umsetzungsschritte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erkundungsphase (1. Monat) ====&lt;br /&gt;
* Aufbau der Organisations- und Kommunikationsstrukturen im Transformationsteam&lt;br /&gt;
* Analyse der bestehenden Dienstreisepraxis und -richtlinien ([https://www.klimaplanreal.ovgu.de/Projektphasen/2_Transferlabore/OVGU+Magdeburg/Dienstreise+Best+Practice.html Best Practices Cluster])&lt;br /&gt;
* Auswertung aktueller CO₂-Emissionen der Dienstreisen an OVGU&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Findungsphase (1. - 2. Monat) ====&lt;br /&gt;
* [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/Aktuelles/Ergebnisse+VA+Dienstreisen+und+Klimaschutz.html Hochschulöffentliche Partizipationsveranstaltung] unter Einbindung der [https://www.ovgu.de/klimakommission.html Senatskommission Klima] und [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/Dokumentation/2_+Transferlabore/OVGU+Magdeburg/Dienstreise+Best+Practice.html Impulse anderer Hochschulen]&lt;br /&gt;
* Definition konkreter Ziele und Maßnahmen&lt;br /&gt;
* Konzeptentwicklung für die vier Kernbereiche (Richtlinie, WinTrip-Update, Travel Map, Klimafonds) mit Zeit- und Arbeitsplan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Konkretisierungsphase (3. - 9. Monat) ====&lt;br /&gt;
* Richtlinienentwicklung: Erarbeitung einer klimafreundlichen Dienstreiserichtlinie mit klaren Kriterien (z.B. Bahn-vor-Flug-Regel, Kompensationspflicht, digitale Alternativen)&lt;br /&gt;
* WinTrip-Systemupdate: Spezifikation der technischen Anforderungen für CO₂-Tracking und Reporting-Funktionen, Angebotseinholung für die Umsetzung des technisches Updates beim Dienstleister für die Software&lt;br /&gt;
* Travel Map Entwicklung: Festlegung der Inhalte der Travel Map, Erstellung einer Tabelle mit Reisezielen, Kilometerangaben und den Treibhausgasemissionen für den Zug und das Flugzeug; Beauftragung einer Grafiker*in zur Erstellung der Map&lt;br /&gt;
* Klimafonds-Konzept: Entwicklung von Ausgestaltungsmöglichkeiten eines universitären Klimafonds&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Umsetzungsphase (9. - 10. Monat) ====&lt;br /&gt;
* Richtlinienentwicklung: Austausch zur entwickelten Richtlinie mit der Senatskommission Klima und dem Rektorat, Anpassung der Richtlinie – keine Verabschiedung durch Rektorat oder Senat&lt;br /&gt;
* WinTrip-Systemupdate: Prüfung des Angebots des Dienstleisters unter Einbezug des Softwaregremiums (Personalrat, Datenschutz, etc.), Änderungen müssen vorgenommen werden&lt;br /&gt;
* Travel Map: Prüfung der Entwürfe, Feedbackschleifen für kleinere Anpassungen&lt;br /&gt;
* Klimafonds-Konzept: Ausgestaltungsideen wurden in den Maßnahmenkatalog des Klimaschutzkonzeptes integriert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abschluss- und Verstetigungsphase (ab 10. Monat) ====&lt;br /&gt;
* Richtlinienentwicklung: keine Verabschiedung durch Rektorat oder Senat&lt;br /&gt;
* WinTrip-Systemupdate: keine Beauftragung des Updates durch ungeklärte Datenschutzfragen und vakante Stelle in der Reiskostenabteilung&lt;br /&gt;
* [https://www.nachhaltigkeit.ovgu.de/dienstreisen.html Travel Map: online über die Webseite verfügbar,] Postkarten zur Sensibilisierung wurden gedruckt, Tür-zu-Tür-Gespräche sind geplant&lt;br /&gt;
* Klimafonds-Konzept: Ausgestaltungsideen sind im Maßnahmenkatalog des Klimaschutzkonzeptes enthalten, welches durch das Rektorat beschlossen wurde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übertragbarkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Konkrete Empfehlungen ====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Strategische Erfolgsfaktoren:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Frühzeitige Einbindung der Hochschulleitung bspw. zum Auftakt für strategische Legitimation und Ressourcenbereitstellung&lt;br /&gt;
* Nutzung bestehender IT-Infrastruktur (z.B. vorhandene Reisekostensysteme) als Ausgangspunkt&lt;br /&gt;
* Partizipativer Ansatz mit Beteiligung aller Statusgruppen zur Erhöhung der Akzeptanz&lt;br /&gt;
* Benchmark mit anderen Hochschulen zur Identifikation von Best Practices und Vermeidung von Fehlern&lt;br /&gt;
* Change Management und Kommunikation als kontinuierlicher Prozess während der gesamten Umsetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Technische Umsetzung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schrittweise Einführung der vier Komponenten je nach verfügbaren Ressourcen (Modularer Ansatz)&lt;br /&gt;
* Nutzung bestehender Systeme und deren Erweiterung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Aspekte:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Klare Verantwortlichkeiten zwischen IT, Verwaltung, Nachhaltigkeits-/Klimaschutzmanagement und Hochschulleitung definieren&lt;br /&gt;
* Kapazitäten für kontinuierliches Monitoring und Anpassung basierend auf Nutzerfeedback und Wirkungsmessung einplanen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hinweise zur Kommunikation ====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interne Kommunikation:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Transparent über Ziele, Maßnahmen und Fortschritte informieren&lt;br /&gt;
* Erfolge sichtbar machen (z.B. CO₂-Einsparungen, Kosteneffizienz)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Externe Kommunikation:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Austausch mit anderen Hochschulen über Netzwerke (z.B. DGHochN)&lt;br /&gt;
* Veröffentlichung von Erfahrungen und Lessons Learned bzw. Blaupause&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Herausforderungen und Lösungsansätze ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wissenschaftsfreiheit vs. Klimaschutz: Balance zwischen notwendiger internationaler Vernetzung und Klimazielen durch smarte Anreizsysteme statt Verbote&lt;br /&gt;
* Kosten-Nutzen-Abwägung: Langfristige Kosteneinsparungen durch Effizienzgewinne und Imageverbesserung kommunizieren&lt;br /&gt;
* Technische Komplexität: Schrittweise Einführung und kontinuierliche Nutzerunterstützung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erfolgsmessung ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Quantitative Indikatoren: CO₂-Emissionen pro Dienstreise, Anteil nachhaltiger Verkehrsmittel, Kosteneinsparungen&lt;br /&gt;
* Qualitative Indikatoren: Nutzerakzeptanz, Prozesseffizienz, Beitrag zur Klimaneutralitätsziel&lt;br /&gt;
* Monitoring-Zyklen festlegen und Ergebnisse kommunizieren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen der OVGU==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen des Transferlabors ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;: Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von zehn Monaten&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;: 10.000 € Projektmittel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen an der Hochschule ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Standort&#039;&#039;&#039;: Die OVGU hat einen Hauptcampus, einen Humanwissenschaftlichen Campus (Zschokkestraße), den Wissenschaftshafen (Joseph-von-Fraunhofer-Str.) und das Universitätsklinikum (Leipziger Straße).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039; (in Vollzeitäquivalente): rund 12.833 Studierende und über 2.672 Mitarbeitende, davon 195 Professor*innen, 1.528 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen, 949 Nichtwissenschaftliche Mitarbeitende (Stand vom 31.12.2023)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Unterstützung der Hochschulleitung zur Maßnahmenumsetzung =====&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Rektor und Kanzlerin wurden konsequent neben der Auswahl der Maßnahme vor Beginn des Transferlabors und während der stetigen Transferphase informiert und in Feedbackschleifen einbezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz =====&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es sowohl ein Nachhaltigkeitsbüro als auch eine Senatskommission die sich mit dem Themenbereich Klima beschäftigt. Darüber hhinaus sind die [https://www.nachhaltigkeit.ovgu.de/nachhaltigkeit_media/Governance/NHStrategie/Nachhaltigkeitsstrategie+2018.pdf Nachhaltigkeitsstrategie der OVGU] sowie den [https://www.ovgu.de/Beschluss+zur+Klimaneutralit%C3%A4t-p-140792.html?rewrite_engine=fast Senatsbeschluss zur angestrebten Treibhausgasneutralität der OVGU] relevant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Links, Material, Ansprechpersonen ==&lt;br /&gt;
[https://www.klimaplanreal.ovgu.de/ KlimaPlanReal – Homepage Universität Magdeburg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal im DGHochN Wiki]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betrieb]] [[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaneutralität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dienstreisen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KlimaPlanReal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause:_Klimafreundliche_Dienstreisen_an_Hochschulen&amp;diff=28022</id>
		<title>Blaupause: Klimafreundliche Dienstreisen an Hochschulen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause:_Klimafreundliche_Dienstreisen_an_Hochschulen&amp;diff=28022"/>
		<updated>2026-04-07T09:58:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: Kategorie KlimaPlanReal&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Diese Blaupause beschreibt wie im Rahmen des Projektes [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) Maßnahmen zu klimafreundlichen geplant wurden und enthält Hinweise zur Umsetzung.{{Best Practice&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Mobilität&lt;br /&gt;
|keyw=Dienstreisen, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Otto-von-Guericke Universität&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maßnahmenbeschreibung==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld:&#039;&#039;&#039; Nachhaltige Mobilität - Fokus Dienstreisemobilität &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transferlabor „Klimafreundliche Dienstreisen&amp;quot; umfasste ein integriertes Maßnahmenpaket zur systematischen Reduktion der Treibhausgasemissionen bei Dienstreisen an der OVGU. Die Maßnahme orientiert sich an der Maßnahme „Anreize für Bahnfahrten statt Flugreisen“ aus dem  [https://zenodo.org/records/14965982 KlimaPlan der OVGU] der zugehörigen [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplanreal_media/KlimaPl%C3%A4ne/Impact_Bewertung/OVGU+Impact_Bewertung-p-430.pdf Impact-Bewertung der OVGU] und dem [https://www.ovgu.de/Universit%C3%A4t/Organisation/Senat/Kommissionen/Senatskommission+Klima/Aktuelles/Beschluss+zur+Klimaneutralit%C3%A4t.html Senatsbeschluss zur angestrebten Treibhausgasneutralität bis 2035]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kernziele des Transformationsteams:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Entwicklung und Verabschiedung einer klimafreundlichen Dienstreiserichtlinie mit klaren Leitlinien für nachhaltige Mobilität&lt;br /&gt;
* Update der Reisekostenabrechnung Software WinTrip zur automatischen Erfassung von Treibhausgasemissionen bei Dienstreisen&lt;br /&gt;
* Entwicklung einer Travel Map, welche die Reisedauer zu relevanten Dienstreisezielen und CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen der Transportmittel anzeigt&lt;br /&gt;
* Impulse für einen Klimafonds an der OVGU zur Finanzierung von Kompensationsmaßnahmen und nachhaltigen Mobilitätsprojekten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für &#039;&#039;&#039;Evaluationszwecke&#039;&#039;&#039; können nach der Umsetzung hierbei die folgenden Wirkungscharakter (anhand der Indikatoren für den Klimaimpact an Hochschulen) genutzt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Reduktion der Treibhausgasemissionen durch klimafreundliche Verkehrsmittelwahl&lt;br /&gt;
* Erhöhung des Anteils nachhaltiger Dienstreisen (Bahn, ÖPNV, digitale Alternativen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung und Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ist-Zustand ===&lt;br /&gt;
Die Basis für klimafreundliche Dienstreisen an der OVGU bilden die [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplanreal_media/Downloads/OVGU+_+Status+Quo+Bericht-p-330.pdf Status Quo Analyse], der [https://zenodo.org/records/14965982 KlimaPlan] des Hochschulklimarats sowie der [https://www.ovgu.de/Beschluss+zur+Klimaneutralit%C3%A4t-p-140792.html Senatsbeschluss zur angestrebten Klimaneutralität].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgangslage an der OVGU:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Etabliertes digitales Programm zu Beantragung, Genehmigung und Abrechnung von Dienstreisen (WinTrip) &lt;br /&gt;
* Bestehende Reisekostenrichtlinie ohne explizite Nachhaltigkeitskriterien&lt;br /&gt;
* Keine systematische Erfassung der CO₂-Emissionen aus Dienstreisen&lt;br /&gt;
* Hoher Anteil von Flugreisen bei wissenschaftlichen Konferenzen und internationaler Kooperation (siehe [https://www.nachhaltigkeit.ovgu.de/iksk.html Klimaschutzkonzept der OVGU])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Akteursanalyse ===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde eine umfassende Akteur*innenanalyse durchgeführt und das Transformationsteam für die Umsetzung dieser Maßnahme interdisziplinär zusammengesetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verwaltung (Reisekostenstelle)&lt;br /&gt;
* Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen (verschiedene Fakultäten)&lt;br /&gt;
* Professor*innen (verschiedene Fakultäten)&lt;br /&gt;
* Leitung Nachhaltigkeitsbüro&lt;br /&gt;
* Mitarbeiter des Klimaschutzmanagements&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einschätzung zur Zusammensetzung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hohe Motivation und Expertise durch eigene Reisen oder Tätigkeit in dem Bereich&lt;br /&gt;
* Teilweise direkter Zugang zu Entscheidungsstrukturen&lt;br /&gt;
* Interdisziplinäre Perspektiven aus Verwaltung, Wissenschaft und Studierendenschaft&lt;br /&gt;
* Gute Vernetzung zu externen Partner*innen und anderen Hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umsetzungsschritte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;Erkundungsphase (1. Monat)&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
* Aufbau der Organisations- und Kommunikationsstrukturen im Transformationsteam&lt;br /&gt;
* Analyse der bestehenden Dienstreisepraxis und -richtlinien ([https://www.klimaplanreal.ovgu.de/Projektphasen/2_Transferlabore/OVGU+Magdeburg/Dienstreise+Best+Practice.html Best Practices Cluster])&lt;br /&gt;
* Auswertung aktueller CO₂-Emissionen der Dienstreisen an OVGU&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;Findungsphase (1.-2. Monat)&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
* Hochschulöffentliche Partizipationsveranstaltung unter Einbindung der Senatskommission Klima und Impulse anderen Hochschulen&lt;br /&gt;
* Definition konkreter Ziele und Maßnahmen&lt;br /&gt;
* Konzeptentwicklung für die vier Kernbereiche (Richtlinie, WinTrip-Update, Travel Map, Klimafonds) mit Zeit und Arbeitsplan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;Konkretisierungsphase (3.-9. Monat)&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
* Richtlinienentwicklung: Erarbeitung einer klimafreundlichen Dienstreiserichtlinie mit klaren Kriterien (z.B. Bahn-vor-Flug-Regel,     Kompensationspflicht, digitale Alternativen)&lt;br /&gt;
* WinTrip-Systemupdate: Spezifikation der technischen Anforderungen für CO₂-Tracking und Reporting-Funktionen, Angebotseinholung für die     Umsetzung des technisches Updates beim Dienstleister für die Software&lt;br /&gt;
* Travel Map Entwicklung: Festlegung der Inhalte der Travel Map, Erstellung einer Tabelle mit Reisezielen, Kilometerangaben und den     Treibhausgasemissionen für den Zug und das Flugzeug; Beauftragung einer Grafiker*in zur Erstellung der Map&lt;br /&gt;
* Klimafonds-Konzept: Entwicklung von Ausgestaltungsmöglichkeiten eines universitären Klimafonds&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;Umsetzungsphase&#039;&#039; (9.-10. Monat) ====&lt;br /&gt;
* Richtlinienentwicklung: Austausch zur entwickelten Richtlinie mit der Senatskommission Klima und dem Rektorat, Anpassung der Richtlinie – keine Verabschiedung durch Rektorat oder Senat  &lt;br /&gt;
* WinTrip-Systemupdate: Prüfung des Angebots des Dienstleisters unter Einbezug des Softwaregremiums (Personalrat, Datenschutz, etc.), Änderungen müssen vorgenommen werden&lt;br /&gt;
* Travel Map: Prüfung der Entwürfe, Feedbackschleifen für kleinere Anpassungen&lt;br /&gt;
* Klimafonds-Konzept: Ausgestaltungsideen wurden in den Maßnahmenkatalog des Klimaschutzkonzeptes integriert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;Abschluss- und Verstetigungsphase&#039;&#039; (ab 10. Monat) ====&lt;br /&gt;
* Richtlinienentwicklung: keine Verabschiedung durch Rektorat oder Senat&lt;br /&gt;
* WinTrip-Systemupdate: keine Beauftragung des Updates durch ungeklärte Datenschutzfragen und vakanter Stelle in der Reiskostenabteilung&lt;br /&gt;
* Travel Map: online über die Webseite verfügbar, Postkarten zur Sensibilisierung wurden gedruckt, Tür-zu-Tür-Gespräche sind geplant&lt;br /&gt;
* Klimafonds-Konzept: Ausgestaltungsideen sind im Maßnahmenkatalog des Klimaschutzkonzeptes enthalten, welches durch das Rektorat beschlossen wurde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übertragbarkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Konkrete Empfehlungen ====&lt;br /&gt;
Strategische Erfolgsfaktoren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Frühzeitige Einbindung der Hochschulleitung bspw. zum Auftakt für strategische Legitimation und Ressourcenbereitstellung&lt;br /&gt;
* Nutzung bestehender IT-Infrastruktur (z.B. vorhandene Reisekostensysteme) als Ausgangspunkt&lt;br /&gt;
* Partizipativer Ansatz mit Beteiligung aller Statusgruppen zur Erhöhung der Akzeptanz&lt;br /&gt;
* Benchmark mit anderen Hochschulen zur Identifikation von Best Practices und Vermeidung von Fehlern&lt;br /&gt;
* Change Management und Kommunikation als kontinuierlicher Prozess während der gesamten Umsetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Umsetzung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schrittweise Einführung der vier Komponenten je nach verfügbaren Ressourcen (Modularer Ansatz)&lt;br /&gt;
* Nutzung bestehender Systeme und deren Erweiterung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Organisatorische Aspekte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Klare Verantwortlichkeiten zwischen IT, Verwaltung, Nachhaltigkeits-/Klimaschutzmanagement     und Hochschulleitung definieren&lt;br /&gt;
* Kapazitäten für kontinuierliches Monitoring und Anpassung basierend auf Nutzerfeedback     und Wirkungsmessung einplanen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hinweise zur Kommunikation ====&lt;br /&gt;
Interne Kommunikation:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Transparent über Ziele, Maßnahmen und Fortschritte informieren&lt;br /&gt;
* Erfolge sichtbar machen (z.B. CO₂-Einsparungen, Kosteneffizienz)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Externe Kommunikation:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Austausch mit anderen Hochschulen über Netzwerke (z.B. DGHochN)&lt;br /&gt;
* Veröffentlichung von Erfahrungen und Lessons Learned bzw. Blaupause&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Herausforderungen und Lösungsansätze ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wissenschaftsfreiheit vs. Klimaschutz: Balance zwischen notwendiger internationaler Vernetzung und Klimazielen durch smarte     Anreizsysteme statt Verbote&lt;br /&gt;
* Kosten-Nutzen-Abwägung: Langfristige Kosteneinsparungen durch Effizienzgewinne und Imageverbesserung kommunizieren&lt;br /&gt;
* Technische Komplexität: Schrittweise Einführung und kontinuierliche Nutzerunterstützung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erfolgsmessung ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Quantitative Indikatoren: CO₂-Emissionen pro Dienstreise, Anteil     nachhaltiger Verkehrsmittel, Kosteneinsparungen&lt;br /&gt;
* Qualitative Indikatoren: Nutzerakzeptanz, Prozesseffizienz, Beitrag zur Klimaneutralitätsziel&lt;br /&gt;
* Monitoring-Zyklen festlegen und Ergebnisse kommunizieren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen der OVGU==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen des Transferlabors ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;: Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von zehn Monaten&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;: 10.000 € Projektmittel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen an der Hochschule ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Standort&#039;&#039;&#039;: Die OVGU hat einen Hauptcampus, einen Humanwissenschaftlichen Campus (Zschokkestraße), den Wissenschaftshafen (Joseph-von-Fraunhofer-Str.) und das Universitätsklinikum (Leipziger Straße).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039; (in Vollzeitäquivalente): rund 12.833 Studierende und über 2.672 Mitarbeitende, davon 195 Professor*innen, 1.528 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen, 949 Nichtwissenschaftliche Mitarbeitende (Stand vom 31.12.2023)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Unterstützung der Hochschulleitung zur Maßnahmenumsetzung =====&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Rektor und Kanzlerin wurden konsequent neben der Auswahl der Maßnahme vor Beginn des Transferlabors und während der stetigen Transferphase informiert und in Feedbackschleifen einbezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz =====&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es sowohl ein Nachhaltigkeitsbüro als auch eine Senatskommission die sich mit dem Themenbereich Klima beschäftigt. Darüber hhinaus sind die [https://www.nachhaltigkeit.ovgu.de/nachhaltigkeit_media/Governance/NHStrategie/Nachhaltigkeitsstrategie+2018.pdf Nachhaltigkeitsstrategie der OVGU]  sowie den [https://www.ovgu.de/Beschluss+zur+Klimaneutralit%C3%A4t-p-140792.html?rewrite_engine=fast Senatsbeschluss zur angestrebten Treibhausgasneutralität der OVGU] relevant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Links, Material, Ansprechpersonen ==&lt;br /&gt;
[https://www.klimaplanreal.ovgu.de/ KlimaPlanReal – Homepage Universität Magdeburg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal im DGHochN Wiki]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betrieb]] [[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaneutralität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dienstreisen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KlimaPlanReal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_%22Gr%C3%BCner_Teller_klimabewusst_mensen%22&amp;diff=28021</id>
		<title>Blaupause &quot;Grüner Teller klimabewusst mensen&quot;</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_%22Gr%C3%BCner_Teller_klimabewusst_mensen%22&amp;diff=28021"/>
		<updated>2026-04-07T09:57:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: Kategorie KlimaPlanReal&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Best Practice&lt;br /&gt;
|beschr=Die Hochschule Magdeburg-Stendal hat im Rahmen des KlimaPlanReal Klima-Kennzeichnungen für Mensa-Gerichte eingeführt.Gemeinsam mit der Hochschule Harz, der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und dem Studentenwerk Magdeburg wurden angebotene Gerichte des Studentenwerks mit Klimakennzeichen (Klima- und Wasserscore) versehen und auf digitalen Speiseplänen, Monitoren und der Website des Studentenwerks veröffentlicht.&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Transfer, Nachhaltigkeitsberichterstattung, Betrieb, Bildung für Nachhaltige Entwicklung, Vernetzung&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Ernährung&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Forschungsmanagement, Interessierte Öffentlichkeit, ProfessorIn, Dozent(in), Dekan(in), Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Forschungsförderer, Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Hochschule Magdeburg-Stendal&lt;br /&gt;
|org=KlimaPlanReal&lt;br /&gt;
|adresse=Breitscheidstr. 2 39114 Magdeburg&lt;br /&gt;
|url=https://www.h2.de/hochschule/portrait/nachhaltigkeit-und-klimaschutz/verbundprojekt-klimaplanreal-intensified.html&lt;br /&gt;
|projekt=Transformationspfade (traNHSform)&lt;br /&gt;
|hubs=DG-Hub - Klimaneutralität und Hochschulen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mehr Transparenz in der Hochschulmensa: Wie lässt sich das umsetzen? ==&lt;br /&gt;
[[Category:Projekt]]&lt;br /&gt;
[[Datei:StuwerkMD Grüner Teller.jpg|zentriert|754x754px|rahmenlos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Good Practice Guide: Transferlabor|Transferlabor]] an der [https://www.h2.de/ Hochschule Magdeburg-Stendal (h²)] im Rahmen des Projekts [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] wurden im Handlungsfeld „Nachhaltige Ernährung und Beschaffung“ Klima-Kennzeichnungen für Mensa-Gerichte eingeführt. Gemeinsam mit der Hochschule Harz ([https://www.hs-harz.de/ HSH]), der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ([https://www.ovgu.de/ OVGU]) und dem [https://www.studentenwerk-magdeburg.de/ Studentenwerk Magdeburg] wurden angebotenen Gerichte des Studentenwerks mit Klimakennzeichen (Klima- und Wasserscore) versehen und auf digitalen Speiseplänen, Monitoren und der Website des Studentenwerks veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kennzeichnungen basieren auf der Bewertung von [https://eaternity.org/ Eaternity]: Der Klimascore zeigt die Klimawirkung eines Gerichts in CO₂-Äquivalenten inkl. einen Sättigungsindex, der Wasserscore gibt den Wasserverbrauch bei der Herstellung an. Flankierende Kommunikationsmaßnahmen (Landingpage, Plakate, Social-Media-Posts, Aktionstage) informierten die Hochschulgemeinschaft. Zudem wurde eine Nutzer:innenbefragung durchgeführt, die Ergebnisse flossen in die Optimierung der externen Kommunikation ein und die Maßnahme wurde auf eine nachhaltige Verstetigung vorbereitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ziel war es, die Nachfrage nach klimafreundlichen Gerichten messbar zu erhöhen, das Bewusstsein für Klima- und Umweltwirkungen von Ernährung zu stärken und langfristig die CO₂-Emissionen der Hochschulverpflegung zu senken.&lt;br /&gt;
[[Datei:Klimakennzeichen.png|zentriert|rahmenlos|748x748px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Checkliste: Leitfragen zur Umsetzbarkeit ===&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
[[Datei:JEMA GER 1722-07.jpg|links|150x150px]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;nolines&amp;quot; showfilename=&amp;quot;yes&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Grüner Teller - Blaupause.pdf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was spricht dafür – was dagegen? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Bewertung von Wirkung und Risiko wurde vorab eine SWOT Analyse durchgeführt.[[Datei:SWOT Grüner Teller.png|zentriert|rahmenlos|631x631px|[[Datei:JEMA GER 1722-07.jpg|mini]]]]&lt;br /&gt;
==Ablauf der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transferlabor teilte sich in zwei Phasen auf. Hier sind die vom Transformationsteam vorab formulierten Ziele und eine Übersicht der Umsetzung dargestellt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;h3&amp;gt;Phase 1 (03/2024 – 03/2025)&amp;lt;/h3&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ul&amp;gt;&lt;br /&gt;
    &amp;lt;li&amp;gt;&lt;br /&gt;
        Einführung einer CO₂-Kennzeichnung für mindestens 80 % der angebotenen Mensagerichte auf digitalen Informationsbildschirmen, der Menüseite des Studentenwerks sowie der Campus-App. &lt;br /&gt;
        ➔ &amp;lt;span style=&amp;quot;color: #27ae60; font-weight: bold;&amp;quot;&amp;gt;Ziel erreicht&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
    &amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
    &amp;lt;li&amp;gt;&lt;br /&gt;
        Implementierung eines Gesundheitskennzeichens, um die gesundheitliche Bewertung der Speisen transparent zu machen. Aufgrund systemischer Grenzen konnte dieses Kennzeichen nicht umgesetzt werden; stattdessen wurde ein Kennzeichen zum Wasserfußabdruck zusätzlich zum CO₂-Kennzeichen eingeführt. ➔ &amp;lt;span style=&amp;quot;color: #e74c3c; font-weight: bold;&amp;quot;&amp;gt;Teilweise umgesetzt / Ziel nicht erreicht&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
    &amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
    &amp;lt;li&amp;gt;&lt;br /&gt;
        Förderung der Nachfrage nach nachhaltigeren Speisen durch transparente Kennzeichnung, mit dem Ziel einer messbaren Absatzsteigerung vegetarischer und veganer Angebote. Vor Beginn der Maßnahme waren etwas 40 % der verkauften Gerichte vegan oder vegetarisch. Im Laufe der ersten Phase stieg der Anteil auf 50 % und nach fünf Monaten Einführung der Kennzeichnung erhöhte sich der Anteil je nach Monat und Semesterzeit auf 55–65 %. ➔ &amp;lt;span style=&amp;quot;color: #27ae60; font-weight: bold;&amp;quot;&amp;gt;Ziel erreicht&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
    &amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ul&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;h3&amp;gt;Phase 2 (04/2025 – 09/2025)&amp;lt;/h3&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ul&amp;gt;&lt;br /&gt;
    &amp;lt;li&amp;gt;&lt;br /&gt;
        Evaluation der eingeführten Kennzeichnungssysteme mit Hilfe einer Umfrage und dem Ziel, die Verständlichkeit, Akzeptanz und Wirkung der Kennzeichen zu prüfen und Optimierungen abzuleiten. ➔ &amp;lt;span style=&amp;quot;color: #27ae60; font-weight: bold;&amp;quot;&amp;gt;Ziel erreicht&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
    &amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
    &amp;lt;li&amp;gt;&lt;br /&gt;
        Weiterentwicklung der Kennzeichnungssysteme, insbesondere Anpassung von Kommunikation und Informationsformaten, um die Nutzer:innenakzeptanz zu erhöhen. ➔ &amp;lt;span style=&amp;quot;color: #27ae60; font-weight: bold;&amp;quot;&amp;gt;Ziel erreicht&amp;lt;/span&amp;gt;, siehe [https://www.studentenwerk-magdeburg.de/mensen-cafeterien/klimabewusst/ Landingpage] des Studentenwerks&lt;br /&gt;
    &amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
    &amp;lt;li&amp;gt;&lt;br /&gt;
        Wirkungsmonitoring und Verstetigung, um den Anteil nachhaltiger gewählter Gerichte weiter zu steigern und die Maßnahme dauerhaft im Mensabetrieb zu etablieren. ➔ &amp;lt;span style=&amp;quot;color: #27ae60; font-weight: bold;&amp;quot;&amp;gt;Ziel erreicht&amp;lt;/span&amp;gt;, siehe Phase 1&lt;br /&gt;
    &amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ul&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;slideshow&amp;quot; caption=&amp;quot;Bilder von h2 Veranstaltung - Fotograf: Matthias Piekacz&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Veranstaltungsbild Grüner Teller.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Standbild Grüner Teller.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Lebensmittelrettung2 Grüner Teller.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Lebensmittelrettung Grüner Teller.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Essen Grüner Teller.jpg&lt;br /&gt;
Datei:CO2 Quiz Grüner Teller.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;mw-collapsible mw-collapsed wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width:100%; margin-bottom: 5px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#eaecf0; text-align:left; padding:10px;&amp;quot; |==== Ist-Zustand (vor Projektbeginn) ====&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:15px; background:#fff;&amp;quot; |&lt;br /&gt;
Das Studentenwerk Magdeburg verfolgte bereits erste Ansätze zur Förderung einer klimagerechten Ernährung in seinen Einrichtungen. Die Analyse des Mensabetriebs zeigte, dass Potenziale in der gezielten Kommunikation klimagerechter Speisen, der transparenten Darstellung von Klima- und Gesundheitswirkungen sowie in der Nutzer:inneninformation insgesamt bestanden. Ein Vergleich mit anderen Studentenwerken deutete darauf hin, dass durch zusätzliche Kommunikationsmaßnahmen die Sichtbarkeit und Akzeptanz klimafreundlicher Gerichte weiter gesteigert werden könnte. Zudem herrschte zu diesem Zeitpunkt eine gewisse Zurückhaltung im Studentenwerk: Die Verantwortlichen äußerten die Sorge, durch eine stärkere pflanzliche Anpassung des Ernährungsangebots wirtschaftliche Einbußen zu riskieren. Das Studentenwerk hatte bereits vorab mit der Idee gespielt, Klimakennzeichen einzuführen, hatte dies jedoch aufgrund der finanziellen Aufwände und personellen Ressourcen zurückgestellt. Vor dem Start des Transferlabors fehlte ein klarer Überblick über Gewinne und Verluste bei vegetarischen und veganen Gerichten im Vergleich zu omnivoren Mahlzeiten. Eine interne Evaluation des Studentenwerks im Zeitraum von Januar bis März 2024 ergab, dass durchschnittlich 40 % der verkauften Gerichte vegan/vegetarischen Ursprungs waren. Dieser Wert bildete eine solide Grundlage für die weitere nachhaltige Transformation des Verpflegungsangebots.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;mw-collapsible mw-collapsed wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width:100%; margin-bottom: 5px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#eaecf0; text-align:left; padding:10px;&amp;quot; |==== Akteursanalyse ====&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:15px; background:#fff;&amp;quot; |&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes wurde zu Beginn eine Akteursanalyse an allen Verbundhochschulen durchgeführt. Dadurch konnten zentrale Akteur:innen identifiziert und kontaktiert werden. In Abbildung 1 werden die für das Transferlabor relevanten Gruppen und Verknüpfungen dargestellt. Die Akquise der Mitglieder für das Transformationsteam erfolgte überwiegend durch direkte Ansprache. Das Team setzte sich aus aktiven Mitgliedern sowie einem Expert:innenbeirat, der bei Bedarf hinzugezogen werden konnte, zusammen. Damit sollte vor allem die Expertise von Statusgruppen wie den Professor:innen einbezogen werden, die jedoch nicht regelmäßig an den Trafotreffen teilnehmen konnten und keine Kapazität für eine aktives Mitwirken hatten. Die aktiven Mitglieder vertraten unterschiedliche Organisations- und Struktureinheiten der Hochschule(n) sowie des Studentenwerks und brachten vielfältige fachliche Perspektiven ein. Sie trafen sich mindestens einmal monatlich im hybriden Plenum sowie zusätzlich in bilateralen Abstimmungen mit der Projektkoordination der h2. Ihre Aufgabe bestand darin, den Projektverlauf kontinuierlich zu begleiten, Maßnahmen operativ umzusetzen und den Wissenstransfer innerhalb der Hochschulen sowie zwischen Hochschule und Studentenwerk sicherzustellen. Das Studentenwerk zeigte frühzeitig Bereitschaft zur aktiven Mitwirkung, als erkennbar wurde, dass das Projektteam personelle und finanzielle Ressourcen bereitstellte und die Umsetzung unterstützte. Ergänzend wurden Mitglieder ausgewählt, die ein intrinsisches Interesse an der Maßnahme hatten, um Engagement und Nachhaltigkeit der Zusammenarbeit sicherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====  &#039;&#039;&#039;Aktive Mitglieder&#039;&#039;&#039; =====&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Hochschulmitarbeitende (Hochschule Magdeburg-Stendal)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
## Mitarbeiterin aus dem strategischen Schnittstellenmanagement im Prorektorat Studium, Lehre und Internationales – fungierte als direkte Verbindung zur Hochschulleitung.&lt;br /&gt;
## Lehrbeauftragte aus dem Studiengang Gesundheitsmanagement – brachte Expertise zu gesunder Ernährung ein und fungierte als Multiplikatorin in die Studierendenschaft.&lt;br /&gt;
## Vertreterin des Sport- und Gesundheitszentrums – weitere Multiplikatorin und Kommunikatorin in Richtung Studierende und Beschäftigte, Expertin gesunde Ernährung.&lt;br /&gt;
## Klimaschutzmanagerin – brachte Expertise in Klimaschutzstrategien und Nachhaltigkeitsfragen ein.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Studentenwerk Magdeburg&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
## Stellvertretender Leiter Mensa – verantwortlich für strategische und operative Entscheidungen zum Verpflegungsangebot und für wirtschaftliche Rahmenbedingungen.&lt;br /&gt;
## Referentin der Geschäftsführung – unterstützte die Koordination und Kommunikation aus Sicht des Studentenwerks.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Projektmitarbeitende aller beteiligten Hochschulen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
## Übernahmen Koordination, operative Umsetzung und den standortübergreifenden Wissenstransfer.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Studierende&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
## Engagierten sich in den Bereichen Klimagerechtigkeit, Datenauswertung und Lebensmittelrettung und wirkten als Multiplikator:innen in die Hochschulöffentlichkeit hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Expert:innenbeirat&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Der Expert:innenbeirat wurde bei Bedarf hinzugezogen und setzte sich aus folgenden Personen und Institutionen zusammen:&lt;br /&gt;
# Professor:innen aus den Bereichen Gesundheitsbildung und Marketing&lt;br /&gt;
# Vertreter:innen aus dem Verwaltungsrat des Studentenwerks&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufgaben des Beirats:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
# Gab Impulse zur Professionalisierung des Gesamtprojekts&lt;br /&gt;
# Beriet in strategischen Fragen zu den zentralen Themen&lt;br /&gt;
# Förderte die Vernetzung in wissenschaftliche und hochschulpolitische Communities&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einschätzung zur Zusammensetzung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Hohe Motivation der beteiligten Akteur:innen&lt;br /&gt;
* Ungleichgewicht in der Mitgliedergruppenverteilung – zu geringer Anteil an Professor:innen&lt;br /&gt;
* Großes, standortübergreifendes Team&lt;br /&gt;
* Interdisziplinarität Team mit umfangreicher Fachexpertise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Transformationsteam Grüner Teller.jpg|zentriert|mini|648x648px|&#039;&#039;&#039;Abbildung 1:&#039;&#039;&#039; Akteursanalyse Transferlabor „Grüner Teller“ (Legende: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig zur Gruppe)]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Umsetzungsschritte ====&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung gestaltet und werden darunter genauer beschrieben.[[Datei:Umsetzungsschritte.jpg|zentriert|mini|560x560px]]&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;mw-collapsible mw-collapsed wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width:100%; margin-bottom: 5px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#eaecf0; text-align:left; padding:10px;&amp;quot; |===== Projektphase 1 =====&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:15px; background:#fff;&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Initialphase&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;&#039;Beginn hochschulübergreifende Kooperation&#039;&#039;&#039; mit OVGU und HSH zur Vorstrukturierung potenzieller Maßnahmen im Bereich Ernährung, basierend auf den bestehenden Klimaplänen und dem integrierten Klimaschutzkonzept. Erste grobe Maßnahmensammlungen wurden erstellt, bereits mit Blick auf eine Kooperation mit dem Studentenwerk Magdeburg.&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;&#039;Interessenabfrage beim Studentenwerk Magdeburg&#039;&#039;&#039; als Kooperationspartner und Mitglied des Transformationsteams – Sammlung erster Ideen, noch ohne konkrete Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufbau- und Erkundungsphase&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;&#039;Einrichtung des Transformationsteams&#039;&#039;&#039; sowie Aufbau der Organisations- und Kommunikationsstrukturen.&lt;br /&gt;
#Klärung von Rollen und Zuständigkeiten&lt;br /&gt;
##&#039;&#039;&#039;Facilitator:&#039;&#039;&#039; Organisation von Terminumfragen, Moderation der Treffen, Dokumentation und Zusammenfassung von Ergebnissen sowie To-Dos.&lt;br /&gt;
##&#039;&#039;&#039;Studentenwerk:&#039;&#039;&#039; Koordination der Abstimmungen mit der Geschäftsführung, Bereitstellung relevanter Informationen (Verkaufszahlen, technische Details der Schnittstellen etc.). &lt;br /&gt;
##&#039;&#039;&#039;Aktive Mitglieder:&#039;&#039;&#039; Mitarbeit in Untergruppen, operative Umsetzung von Maßnahmen, regelmäßige Teilnahme an Treffen und bilateralen Abstimmungen.&lt;br /&gt;
##&#039;&#039;&#039;Expert:innenbeirat:&#039;&#039;&#039; Strategische Beratung, Einbringung von Impulsen für die Maßnahmenentwicklung sowie Vernetzung in wissenschaftliche und hochschulpolitische Communities.&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;&#039;Marktrecherche&#039;&#039;&#039; zu Angeboten und Entwicklungen anderer Hochschulen und Gastronomien, unterstützt durch studentische Hilfskräfte von KlimaPlanReal. &lt;br /&gt;
#&#039;&#039;&#039;Workshop zur Konkretisierung&#039;&#039;&#039; der möglichen Maßnahmen aus der Initialphase. Diskussion von Chancen, Herausforderungen und Rahmenbedingungen; Bewertung der realistischen Umsetzbarkeit; finale Entscheidung zur Einführung der Klima- und Gesundheitskennzeichen wurde getroffen. &lt;br /&gt;
#&#039;&#039;&#039;Durchführung einer Ist-Analyse&#039;&#039;&#039; zum Verkauf veganer und vegetarischer Gerichte, um Projektziel 3 zu verfolgen und mögliche Effekte der Maßnahme auf den Absatz zu evaluieren.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkretisierungsphase&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;&#039;Recherche und Auswahl von Klima-Bewertungsanbietern&#039;&#039;&#039;: Marktanalyse zur Implementierung der Kennzeichnung ergab Eaternity als führenden Anbieter für Großküchen und Hochschulgastronomie. Eaternity bietet eine umfassende Lebenszyklus-Datenbank (LCA) zur Bewertung von CO₂-Emissionen, Wasserverbrauch, Tierwohl und Regenwaldschutz.&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;&#039;Analyse weiterer Schnittstellen&#039;&#039;&#039;: Zusammen mit dem Studentenwerk wurden die notwendigen Dienstleister identifiziert, darunter TL1 (Warenwirtschaftssystem) und Infomax (digitale Anzeige der Gerichte auf Monitoren und der Speiseplan-Webseite). Eaternity stellte sich dem Transformationsteam vor, um die Integration der Bewertungsdaten zu besprechen.&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;&#039;Arbeits- und Meilensteinplan&#039;&#039;&#039;: Entwicklung eines detaillierten Plans mit allen notwendigen Schritten, Zeitrahmen und Zuständigkeiten zur Umsetzung der Kennzeichnung.&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;&#039;Abstimmung mit externen Partnern&#039;&#039;&#039;: Regelmäßige Koordination zwischen den Dienstleistern und den Mitgliedern des Transformationsteams, insbesondere denen aus dem Studentenwerk.&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;&#039;Einbindung relevanter Schlüsselpersonen&#039;&#039;&#039;: Frühzeitige Integration wichtiger Akteure, darunter Küchenchef, Mitarbeitende im Warenwirtschaftssystem und die Geschäftsführung des Studentenwerks, zur Sicherstellung von Unterstützung, Akzeptanz und Verständnis.&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;&#039;Entwicklung von Layouts für die Kennzeichnung&#039;&#039;&#039;: Recherche verschiedener Designoptionen durch studentische Hilfskräfte, Abstimmung mit dem Studentenwerk und Eaternity, finale Layout-Erstellung durch die Projektkoordination.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;&#039;Kontinuierlicher Austausch mit externen Partnern&#039;&#039;&#039;: Die Implementierung erfolgte in aufeinander aufbauenden Schritten – Datenanalyse und Bewertung bestehender Gerichte, Anpassung des Warenwirtschaftssystems, Integration der Kennzeichnungen auf Monitoren und Webseite. Verzögerungen durch unterschiedliche Bearbeitungsgeschwindigkeiten der Dienstleister verlängerten den Prozess.&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;&#039;Koordination vertraglicher und finanzieller Prozesse&#039;&#039;&#039;: Umfangreiche Abstimmungen zwischen Hochschule, Studentenwerk and Dienstleistern zur Einbindung und Finanzierung der Maßnahme.&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;&#039;Informationskampagne zur Einführung der Kennzeichnungen&#039;&#039;&#039;: Entwicklung und Umsetzung von Plakaten, Landingpage, Beiträgen auf Hochschulwebseite, Newsletter und Social-Media-Kanälen. Aktionstag am Campus Magdeburg mit Verkostungen veganer Gerichte, Einbindung lokaler Initiativen, Podiumsdiskussionen, Integration des MWL und Fachvortrag von Eaternity zu den planetaren Grenzen von Ernährung. Ziel: Sensibilisierung der Hochschulangehörigen und Sichtbarmachung der Relevanz der Maßnahme.&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;&#039;Finale Einführung der Kennzeichen Klima und Wasser&#039;&#039;&#039;: Aufgrund von Schnittstellenverzögerungen wurde die Kennzeichnung erst im April 2025 umgesetzt (statt Oktober 2024) und zog sich in die zweite Projektphase.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;background-color: #f4f7f4; border: 1px solid #27ae60; padding: 20px; border-radius: 5px; font-family: Arial, sans-serif; color: #333; line-height: 1.5;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;div style=&amp;quot;color: #27ae60; font-weight: bold; margin-bottom: 10px;&amp;quot;&amp;gt;Wichtige Ergebnisse:&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-bottom: 12px;&amp;quot;&amp;gt;• Die &#039;&#039;&#039;CO₂- und Wasser-Kennzeichen&#039;&#039;&#039; wurden erfolgreich in allen digitalen Speiseplänen, auf Monitoranzeigen in den Mensen sowie auf der Website und in der Campus-App implementiert.&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-bottom: 12px;&amp;quot;&amp;gt;• &#039;&#039;&#039;Ein Monitoring-System&#039;&#039;&#039; wurde innerhalb des Studentenwerks etabliert, um die verkauften Mengen vegan/vegetarischer Gerichte zu erfassen und deren Einfluss auf Absatz, Umsatz und Gewinn des Studentenwerks nachzuvollziehen.&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;• Die erhobenen Daten bildeten die Grundlage für die &#039;&#039;&#039;Auswertung der Nachfrage&#039;&#039;&#039; nach klimafreundlichen Gerichten und die Bewertung der wirtschaftlichen Auswirkungen auf den Mensabetrieb. Der Anteil vegan/vegetarischer Gerichte stieg von &amp;lt;strong style=&amp;quot;color: #27ae60;&amp;quot;&amp;gt;40%&amp;lt;/strong&amp;gt; (vor der Maßnahme) auf &amp;lt;strong style=&amp;quot;color: #27ae60;&amp;quot;&amp;gt;50%&amp;lt;/strong&amp;gt; (während der Maßnahme).&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;mw-collapsible mw-collapsed wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width:100%; margin-bottom: 5px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#eaecf0; text-align:left; padding:10px;&amp;quot; |===== Projektphase 2 =====&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:15px; background:#fff;&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|Konkretisierungsphase&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Definition von Zielvorgaben und Maßnahmen:&#039;&#039;&#039; Aufbauend auf der Implementierung der Kennzeichnung wurden Maßnahmen besprochen, um die Akzeptanz der Kennzeichen weiter zu steigern.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Planung und Durchführung einer Nutzer:innenbefragung:&#039;&#039;&#039; In Kooperation mit dem zweiten Transferlabor der HSH wurde eine standardisierte Befragung konzipiert, die die Verständlichkeit, Wahrnehmung und Akzeptanz der Kennzeichnungen durch die Hochschulangehörigen untersucht. Ziel war es, Rückmeldungen für die Optimierung der Kommunikation und Gestaltung der Kennzeichen zu gewinnen.&lt;br /&gt;
Umsetzungsphase&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Auswertung der Umfrageergebnisse:&#039;&#039;&#039; Die erhobenen Daten wurden systematisch ausgewertet, um Erkenntnisse über Verständlichkeit, Nutzerfreundlichkeit und Wirkung der Kennzeichnungen zu gewinnen. Quantitative Ergebnisse wurden durch qualitative Rückmeldungen ergänzt, um ein umfassendes Bild der Nutzer:innenperspektive zu erhalten und zu schauen, wo ein Bedarf an Änderungen in der Kommunikation vorliegt.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Ableitung von Anpassungen:&#039;&#039;&#039; Auf Basis der Befragungsergebnisse wurde ein Handout erstellt, das konkrete Empfehlungen zur Optimierung der Kommunikation enthält. Dazu gehörten Anpassungen von Texten, Symboliken und Informationskanälen. Die Landingpage des Studentenwerks wurde in Zusammenarbeit mit einer Grafikexpertin überarbeitet, um die neuen Kennzeichen visuell verständlich und ansprechend darzustellen.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Ergänzende Sichtbarkeitsmaßnahmen:&#039;&#039;&#039; Zur Steigerung der Wahrnehmung der Kennzeichnungen wurden zusätzliche Kommunikationsmaßnahmen umgesetzt, z. B. ein Infostand während der Ökosozialen Hochschultage an der OVGU und ein Aktionstag an der HSH. Ziel war es, die Reichweite der Maßnahme zu erhöhen und direktes Feedback von Nutzer:innen einzuholen.&lt;br /&gt;
Abschlussphase&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Abschlussveranstaltung:&#039;&#039;&#039; Zur Würdigung der Projektarbeit und zur Präsentation der Ergebnisse wurde eine Veranstaltung mit dem Studentenwerk organisiert. Dabei wurden die Implementierung, die Evaluationsergebnisse sowie Handlungsempfehlungen vorgestellt.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Übergabe und Dokumentation:&#039;&#039;&#039; Das Projekt wurde formal an das Studentenwerk übergeben. Enthalten waren ein finales Handout mit allen Anpassungsempfehlungen sowie eine Ideensammlung für weiterführende Maßnahmen, die im Transformationsteam diskutiert, aber aufgrund zeitlicher Beschränkungen nicht umgesetzt werden konnten.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Ziel der Verstetigung:&#039;&#039;&#039; Durch die dokumentierten Prozesse, die Integration der Feedbackschleifen und die enge Einbindung des Studentenwerks soll die Maßnahme zur klimafreundlichen Ernährung nachhaltig im Betrieb verankert werden. Gleichzeitig wird angestrebt, die Verkaufszahlen vegetarischer und veganer Gerichte langfristig zu steigern. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;background-color: #f4f7f4; border: 1px solid #27ae60; padding: 20px; border-radius: 5px; font-family: Arial, sans-serif; color: #333; line-height: 1.5;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;div style=&amp;quot;color: #27ae60; font-weight: bold; margin-bottom: 10px;&amp;quot;&amp;gt;Wichtige Ergebnisse:&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-bottom: 12px;&amp;quot;&amp;gt;*&#039;&#039;&#039;Evaluation der Kennzeichen:&#039;&#039;&#039; Die Nutzer:innenbefragung zeigte, dass Layout und Gestaltung der Klima-und Wasserkennzeichen gut verständlich waren, während die Bewertungsskala teilweise unklar wahrgenommen wurde. Diese Erkenntnisse bildeten die Grundlage für die Erstellung ergänzender Informationsmaterialien und Anpassungen in der Kommunikation.&lt;br /&gt;
* 5 Monate &#039;&#039;&#039;nach Einführung&#039;&#039;&#039; der Kennzeichen, &#039;&#039;&#039;stieg der Verkauf&#039;&#039;&#039; von vegan/vegetarischen Gerichten auf &amp;lt;strong style=&amp;quot;color: #27ae60;&amp;quot;&amp;gt;55%&amp;lt;/strong&amp;gt; bis &amp;lt;strong style=&amp;quot;color: #27ae60;&amp;quot;&amp;gt;65%.&amp;lt;/strong&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rahmenbedingungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width:100%; border: 1px solid #a2a9b1; background-color: #f8f9fa; font-size: 95%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #eaecf0; text-align: left; width: 25%; padding: 10px;&amp;quot; | Bereich&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #eaecf0; text-align: left; padding: 10px;&amp;quot; | Details&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align: top; padding: 10px;&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| Das Transferlabor war in zwei Phasen mit einer Gesamtlaufzeit von 19 Monaten unterteilt. Die ursprünglich geplante erste Phase war nicht innerhalb des vorgesehenen Zeitraums (März bis Oktober 2024) von acht Monaten realisierbar. Grund dafür war ein deutlich höherer Abstimmungsbedarf mit allen beteiligten Schnittstellen (Eaternity, Stundentenwerk, externer Dienstleister für die Mensamonitore). Die inhaltlichen Ziele konnten dennoch innerhalb der Gesamtlaufzeit realisiert werden. Abweichungen ergaben sich beim Ziel, neben dem Klimakennzeichen auch ein Gesundheitskennzeichen einzuführen. Aufgrund systemischer Einschränkungen sowie unzureichender Absprachen mit dem externen Partner Eaternity konnte dieses Vorhaben nicht mehr kostenneutral umgesetzt werden. Stattdessen wurde bereits zu Projektbeginn der Wasserscore zur Darstellung des Wasserfußabdrucks integriert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align: top; padding: 10px;&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| Der Finanzbedarf betrug 14.000 Euro für die Etablierung der Schnittstellen für die Kennzeichen und die Finanzierung von dem externen Dienstleister (Eaternity) zur Berechnung des Klima- und Wasserscores für die ersten zwei Jahre.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align: top; padding: 10px;&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Standorte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| [[Datei:Herrenkrug Teller.jpg|mini|342x342px|Fotograf: Matthias Piekacz]]&#039;&#039;&#039;Hauptstandort für das Projekt:&#039;&#039;&#039; Hochschule Magdeburg-Stendal (h2)&lt;br /&gt;
* zwei eigenständige Standorte (Magdeburg und Stendal) mit jeweils einer Mensa&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* zwei Universitätsgelände in Innenstadtlage, davon einer mit Mensa, einer mit Mensa und Cafeteria&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Magdeburg Hochschule Harz (HSH)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* zwei Standorte in Wernigerode (Mensa und Cafeteria) und Halberstadt (Mensa)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align: top; padding: 10px;&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Hochschulgröße der h2&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Studierende (WS 2023/24): ca. 5 300 insgesamt (davon ca. 3 650 in Magdeburg und 1 650 in Stendal)&lt;br /&gt;
* Professor:innen: rund 126&lt;br /&gt;
* Sonstige Beschäftigte: etwa 373 (Verwaltung, wissenschaftliche Hilfskräfte, Labors etc.)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align: top; padding: 10px;&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Unterstützung &amp;amp; Strategie&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| Die Hochschulleitung der h2 unterzeichnete einen Letter of Intent zur aktiven Unterstützung. Die Maßnahme wurde als besonders bedeutsame Impact-Maßnahme priorisiert. Die Rektorin der h2 eröffnete persönlich das Transferlabor.&lt;br /&gt;
__INDEXIEREN__&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betrieb]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es ein drittmittelfinanziertes Klimaschutzmanagement an der h2, mit einem in Umsetzung befindlichem  Klimaschutzkonzept (von 2022).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Weitere Relevante Aspekte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Die Zustimmung des Studentenwerks sowie die aktive Kooperation war maßgebend für dir Umsetzung der Maßnahme.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Datei:CO2 Quiz Grüner Teller.jpg|241x241px|links|mini|Fotograf: Matthias Piekacz|rand]]&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
==== Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.h2.de/hochschule/portrait/nachhaltigkeit-und-klimaschutz/verbundprojekt-klimaplanreal-intensified/verbundprojekt-klimaplanreal.html Webseite] der Hochschule Magdeburg-Stendal - Grüner Teller&lt;br /&gt;
* [https://www.studentenwerk-magdeburg.de/mensen-cafeterien/klimabewusst/ Landingpage] Studentenwerk zu den Kennzeichen&lt;br /&gt;
* Material des externen Kooperationspartners [https://eaternity.org/ Eaternity] zur Bewerbung der Kennzeichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übertragbarkeit - Handlungsempfehlungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;mw-collapsible mw-collapsed wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width:100%; margin-bottom: 5px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#eaecf0; text-align:left; padding:10px;&amp;quot; | A. Kooperation und institutionelle Verankerung [Ausklappen]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:15px; background:#fff;&amp;quot; |&lt;br /&gt;
; Kooperation mit dem Studentenwerk als zentrale Voraussetzung&lt;br /&gt;
: Die enge Zusammenarbeit mit dem Studentenwerk Magdeburg war essenziell für die Umsetzung der Maßnahme, da dieses als Betreiber aller relevanten Mensen an den Standorten eine Schlüsselrolle einnimmt. Ebenso war die Einbindung des Verwaltungsrats der Hochschule(n) sowie der Hochschulleitung der h2 wichtig, um Rückhalt und Legitimation in den hochschulischen Entscheidungsstrukturen zu sichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Sichtbarkeit und Legitimation durch hochschulische Rückendeckung&lt;br /&gt;
: Die Priorisierung der Maßnahme durch die Hochschulleitungen, insbesondere die Eröffnung durch die Rektorin, verlieh dem Projekt hohe Sichtbarkeit und interne Legitimität. Dies erleichterte auch die Zusammenarbeit mit anderen Bereichen (z. B. Nachhaltigkeitsmanagement, Gesundheitsförderung).&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;mw-collapsible mw-collapsed wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width:100%; margin-bottom: 5px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#eaecf0; text-align:left; padding:10px;&amp;quot; | B. Rollen, Ressourcen und Zusammenarbeit im Trafoteam [Ausklappen]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:15px; background:#fff;&amp;quot; |&lt;br /&gt;
; Herausforderungen in hochschulübergreifenden Teams&lt;br /&gt;
: Die Arbeit in einem standortübergreifenden Trafoteam brachte erhebliche logistische Herausforderungen mit sich. Aufgrund unterschiedlicher Verfügbarkeiten und geografischer Distanzen war nur ein monatlicher Sitzungsturnus im Gesamtteam realistisch, jedoch stellenweise nicht ausreichend für eine kontinuierliche Zusammenarbeit. Zwar erwies sich die Aufteilung in kleinere, thematisch fokussierte Untergruppen grundsätzlich als zielführend, doch zeigte sich, dass der lediglich monatliche Austausch in Präsenz die Abstimmung erschwerte und Prozesse verlangsamte.&lt;br /&gt;
: Für zukünftige Projekte erscheint es daher sinnvoller, ein kleineres Kernteam zu etablieren, das sich in kürzeren Abständen und möglichst regelmäßig in Präsenz trifft. Eine klare Aufgabenverteilung innerhalb dieses engeren Kreises würde die Handlungsfähigkeit erhöhen, die Verbindlichkeit der Zusammenarbeit stärken und durch die räumliche Nähe sowohl die Erreichbarkeit als auch den direkten Zugang erleichtern und die Motivation steigern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Klare Rollenverteilung als Erfolgsfaktor&lt;br /&gt;
: Eine präzise definierte Rollenverteilung innerhalb des Teams ist entscheidend, um Co-Design-Prozesse effektiv und effizient zu gestalten. Ohne klare Verantwortlichkeiten besteht die Gefahr von Abstimmungsverlusten und einem unproduktiven Verlauf der Zusammenarbeit.&lt;br /&gt;
: Im vorliegenden Projekt war die Rollenbalance allerdings insofern eingeschränkt, als dass das Studentenwerk als Hauptumsetzungspartner und „Abnehmer“ der Maßnahme über einen deutlich größeren Handlungsspielraum verfügte und maßgeblich die inhaltlichen Prioritäten bestimmte. Dadurch war der Co-Design-Prozess weniger flexibel, als es in einem Realexperiment typischerweise angestrebt wird.&lt;br /&gt;
: Trotzdem bemühte sich das Trafoteam kontinuierlich, sich aktiv einzubringen und die Maßnahme mitzugestalten. Aufgrund begrenzter zeitlicher Ressourcen konnten die Teammitglieder jedoch nur in eingeschränktem Umfang operative Aufgaben übernehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Frühzeitige Einbindung zentraler Schnittstellen&lt;br /&gt;
: Insbesondere auf Seiten des Studentenwerks (z. B. IT, Grafik, Öffentlichkeitsarbeit, Küchenleitung) war eine frühzeitige Einbindung zentral, um technische und organisatorische Prozesse – etwa die Implementierung der Kennzeichnungssysteme – realistisch planen und umsetzen zu können.&lt;br /&gt;
: Verzögerungen traten insbesondere dort auf, wo Abstimmungsprozesse nicht rechtzeitig initiiert oder parallelisiert wurden. Ein wesentlicher Grund hierfür lag in den begrenzten zeitlichen Ressourcen der beteiligten Mitarbeiter:innen des Studentenwerks, die ihre Mitwirkung im Transformationsteam zusätzlich zu ihrem regulären Arbeitsalltag leisten mussten. Dennoch haben sie sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten sehr engagiert und durch flexible Beiträge entscheidend zum Fortschritt des Projekts beigetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Interdisziplinarität als Stärke, aber auch Herausforderung&lt;br /&gt;
: Die Breite der Fachrichtungen (Gesundheit, Nachhaltigkeit, Kommunikation, Statistik, Verwaltung) im Trafoteams ermöglichte vielfältige Perspektiven. Gleichzeitig mussten Zeit für gemeinsamen Wissensaufbau und die Entwicklung einer gemeinsamen Sprache eingeplant werden, um Verständigungsprobleme zu vermeiden.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;mw-collapsible mw-collapsed wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width:100%; margin-bottom: 5px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#eaecf0; text-align:left; padding:10px;&amp;quot; | C. Projektmanagement und Kommunikation [Ausklappen]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:15px; background:#fff;&amp;quot; |&lt;br /&gt;
; Flexibilität im Projektmanagement&lt;br /&gt;
: Die Maßnahme musste mehrfach an veränderte Rahmenbedingungen angepasst werden, z. B. bei der Laufzeit einzelner Projektphasen oder durch längere Rückkopplungsschleifen mit Stakeholdern. Ein agiler Projektansatz mit iterativer Planung und regelmäßigem Review war hilfreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Verlässliche Kommunikation und Dokumentation&lt;br /&gt;
: Da viele Beteiligte nur punktuell involviert waren (z. B. externe Kooperationspartner, Beiratsmitglieder), war eine strukturierte und kontinuierliche Kommunikation entscheidend (durch den/die Facilitator:in). Ein zentrales digitales Ablagesystem und regelmäßige Protokolle unterstützten die Transparenz.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;mw-collapsible mw-collapsed wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width:100%; margin-bottom: 5px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#eaecf0; text-align:left; padding:10px;&amp;quot; | D. Wirkung und Lernerfahrungen [Ausklappen]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding:15px; background:#fff;&amp;quot; |&lt;br /&gt;
; Einbindung fachlicher Expertise&lt;br /&gt;
: Die Beteiligung von Expert:innen an der Schnittstelle von Klimaschutz, Gesundheit und Ernährung war von hoher Bedeutung für die inhaltliche Fundierung der Maßnahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Studierende als Schlüsselakteure&lt;br /&gt;
: Studierende wirkten nicht nur aktiv an der Entwicklung der Maßnahme mit, sondern fungierten auch als wichtige Multiplikator:innen in die Breite der Studentenschaft. Ihre Beteiligung stärkte die Praxisrelevanz und die kommunikative Reichweite der Initiative. Sie haben Recherchearbeiten übernommen, den Zugang zur Studierendenschaft hergestellt, deren Interessen vertreten und ein Meinungsbild eingebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Transformationswirkung auf das Studentenwerk&lt;br /&gt;
: Das Projekt führte zu einer deutlichen Weiterentwicklung innerhalb des Studentenwerks: Das Klimaengagement und die Bereitschaft, pflanzliche Gerichte stärker in den Fokus zu rücken, nahmen spürbar zu. Dies zeigte sich unter anderem durch:&lt;br /&gt;
:* die aktive Mitwirkung des Studentenwerks an Aktionstagen,&lt;br /&gt;
:* die Organisation einer Weiterbildung für Küchenmitarbeitende zum Thema pflanzliche Gerichte,&lt;br /&gt;
:* die kontinuierliche und verlässliche Unterstützung des Transformationsteams.&lt;br /&gt;
: Damit wurde ein nachhaltiger Veränderungsprozess angestoßen, der über die Projektlaufzeit hinaus Wirkung entfalten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Erfahrungen mit externen Partnern (Eaternity)&lt;br /&gt;
: Herausfordernd verlief die Zusammenarbeit mit dem externen Anbieter Eaternity. Die ursprünglich vereinbarte Kennzeichnung erwies sich als problematisch:&lt;br /&gt;
:* Es sollte genügend Zeit für die Kommunikation zur Verfügung stehen, da verschiedenen Stellen innerhalb der Organisation sich miteinander absprechen müssen und damit die Kommunikation unerwartet lang dauern kann. &lt;br /&gt;
:* Die Bewertungssystematik der Gerichte führte zu irritierenden Ergebnissen: Omnivore Gerichte wurden teilweise besser bewertet als pflanzliche. Ursache hierfür war die von Eaternity verwendete Normalisierung an der „Daily Food Unit“ (Sättigungsindex). Zwar führt Eaternity nachvollziehbare Gründe für diese Normalisierung an (LINK), jedoch ist diese Normalisierung den Endkonsument:innen meist nicht bewusst. So kann bei den Endkonsument:innen fälschlicherweise die Botschaft ankommen, tierische Produkte seien besonders klimafreundlich. &lt;br /&gt;
:* Eaternity verwendet eine 5-stufige Skala, bei der die beste Kategorie jedoch sehr breit ist. Dies führt bei der Anwendung in den Mensen des Studentenwerks Magdeburg dazu, dass fast alle Gerichte die beste oder zweitbeste Bewertung erhalten und ist wenig informativ für die Endkonsument:innen. &lt;br /&gt;
:* Flankierende Maßnahmen wie Informationskampagnen waren notwendig, um die Bedeutung der Labels zu erklären. Aktionstage und gezielte Weiterbildungen in Zusammenarbeit mit dem Studentenwerk sind nach unserer Einschätzung wirksam, um eine nachhaltige Veränderung des Konsumverhaltens in den Mensen zu erreichen.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übersicht der Kernempfehlungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width:100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Handlungsfeld !! Kernempfehlungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;A. Kooperation und institutionelle Verankerung&#039;&#039;&#039; || &lt;br /&gt;
* Frühzeitige, enge Zusammenarbeit mit dem Studentenwerk als Schlüsselakteur.&lt;br /&gt;
* Rückhalt und Legitimation durch Hochschulleitung sichern.&lt;br /&gt;
* Übergabestrukturen und institutionelle Verankerung für Verstetigung schaffen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;B. Rollen, Ressourcen und&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zusammenarbeit im Transformationsteam&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Kleine, handlungsfähige Kernteams mit klarer Rollen- und Aufgabenverteilung bilden.&lt;br /&gt;
* Frühzeitige Einbindung zentraler Schnittstellen (IT, Öffentlichkeitsarbeit, Küchenleitung).&lt;br /&gt;
* Interdisziplinarität nutzen, aber Zeit für Wissensaufbau und Verständigung einplanen.&lt;br /&gt;
* Realistische Planung angesichts limitierter Ressourcen der Beteiligten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;C. Projektmanagement und&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
* Agiles Projektmanagement mit flexibler Anpassung und regelmäßigen Reviews.&lt;br /&gt;
* Verlässliche Kommunikation durch zentrale Ablagesysteme und transparente Dokumentation.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;D. Wirkung und Lernerfahrungen&#039;&#039;&#039; || &lt;br /&gt;
* Fachliche Expertise von externen Expert:innen frühzeitig einbinden.&lt;br /&gt;
* Studierende als aktive Mitgestaltende und Multiplikator:innen einbeziehen.&lt;br /&gt;
* Positive Lerneffekte im Studentenwerk verstärken (Aktionstage, Weiterbildung, Rezeptentwicklung).&lt;br /&gt;
* Vorsicht bei externen Partnern: Transparenz und Passung der Bewertungslogiken prüfen.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hinweise zur Kommunikation ==&lt;br /&gt;
* Kommunikation mit Hochschulleitung, Studentenwerk und allen in Abbildung 1 genannten Akteur*innen&lt;br /&gt;
* Aktionstage und einzelne Informationsveranstaltungen&lt;br /&gt;
* Landingpage, Printmedien&lt;br /&gt;
* Handout&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KlimaPlanReal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause:_Gr%C3%BCner_Campus_-_F%C3%B6rderung_der_Biodiversit%C3%A4t&amp;diff=28020</id>
		<title>Blaupause: Grüner Campus - Förderung der Biodiversität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause:_Gr%C3%BCner_Campus_-_F%C3%B6rderung_der_Biodiversit%C3%A4t&amp;diff=28020"/>
		<updated>2026-04-07T09:56:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: Kategorie KlimaPlanReal&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Im Rahmen des Projektes [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] wurden innerhalb des zweiten Transferlabors (vergleiche [[Reallabor]]) an der Hochschule Anhalt, Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt geplant. Es werden Hinweise zur Umsetzung gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Best Practice&lt;br /&gt;
|beschr=Diese Blaupause entstand im KlimaPlanReal Projekt, innerhalb des zweiten Transferlabors an der Hochschule Anhalt, und beschreibt wie Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt geplant wurden und gibt Hinweise zur Umsetzung.&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Ressourcen und Finanzierung, Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Biodiversität, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Biodiversität, Artenschutzmaßnahmen, Blühwiesen, Flächenpflege&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Interessierte Öffentlichkeit, ProfessorIn, Dozent(in), Dekan(in), Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Hochschule Anhalt&lt;br /&gt;
|adresse=Strenzfelder Allee 28, 06406 Bernburg (Saale)&lt;br /&gt;
|url=https://www.hs-anhalt.de/nachhaltigkeit/klimaplanreal.html&lt;br /&gt;
|bild=|datei=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zusammenfassung==&lt;br /&gt;
Im Transferlabor an der Hochschule Anhalt (HSA) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal wurden im Handlungsfeld „Regenerativer Campus: Biodiversität“ artenarme Campuswiesen ökologisch aufgewertet, neophytische, d.h. nicht heimische Gehölze entfernt und durch insektenfreundliche heimische Gehölze ersetzt sowie zusätzliche Artenschutzmaßnahmen für Vögel, Wildbienen und Zauneidechsen umgesetzt. Die Aufwertung artenarmer, intensiv genutzter Scherrasen erfolgte durch die Neuanlage artenreicher Blühwiesen oder durch Aufwertung mit Einzelpflanzungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artenreiche Wiesen fördern langfristig die Artenvielfalt, sind klimaresilienter ([https://doi.org/10.1038/35071062 Reich et al. 2001]) und führen durch eine bessere und tiefere Durchwurzelung zu einer höheren Kohlenstoffbindung im Boden als artenarme Scherrasen ([https://doi.org/10.1016/j.baae.2017.06.002 Weisser et al. 2017]). Außerdem liefern die Maßnahmen einen Beitrag zu größerem Wohlbefinden der Hochschulgemeinschaft ([https://doi.org/10.1016/j.landurbplan.2021.104084 Methorst et al. 2021]), tragen zu einem stärkeren Bewusstsein für das Thema Biodiversität bei und erzielen eine Einsparung von Ressourcen sowie die Reduktion des Treibhausgasausstoßes durch Extensivierung des Pflegeregimes erzielen.&lt;br /&gt;
[[Datei:KlimaPlanReal Blaupause Biodiversitaet HSA.png|mini|Anlage einer Blühwiese (L. Sturm)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:KPR Blaupause Biodiversitaet2 HSA.png|mini|Mitmach-Pflanzaktion an der Hochschule Anhalt (L. Sturm)]]&lt;br /&gt;
== SWOT-Analyse (Strength, Weaknesses, Opportunities, Threats) ==&lt;br /&gt;
Beurteilung der hochschulinternen und -externen Rahmenbedingungen für die Maßnahmenumsetzung.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable mw-collapsible mw-collapsed&amp;quot;&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!Stärken&lt;br /&gt;
!Schwächen&lt;br /&gt;
!Chancen&lt;br /&gt;
!Risiken&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;hochschulintern&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Leichtere Umsetzung, wenn fachliche Expertise und Gerätschaften zur Maßnahmenumsetzung vorhanden sind&lt;br /&gt;
|Es entsteht ein Mehraufwand durch Teilnahme im Transferlabor&lt;br /&gt;
|Integration verschiedener Mitgliedergruppen kann vielfältige Perspektiven ermöglichen;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partizipation kann Zusammenarbeit stärken und Identifikation mit der Hochschule fördern;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Langfristiger Erfolg der Maßnahme kann sichergestellt werden, wenn personelle Kapazitäten ausgebaut und weitere Biodiversitäts- und Klimaschutz-maßnahmen umgesetzt werden können;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wissenszuwachs und Erkenntnisgewinn zur Thematik und dem Prozess&lt;br /&gt;
|Integration vieler Mitgliedergruppen kann Kommunikation und Organisation herausfordernd gestalten;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Ziel)Konflikte innerhalb der Hochschule sind möglich, bspw. bei Nutzungsänderungen der betroffenen Flächen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;hochschulextern&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Wenn bestehende Kooperationen zu externen Dienstleistern bestehen&lt;br /&gt;
|Projektbedingt limitierte zeitliche, finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
|Wenn sich Kooperationen mit Dienstleistern neu auf- oder ausgebaut werden können&lt;br /&gt;
|Es besteht Abhängigkeit von Lieferanten (Saatgut, Gehölze) und Dienstleistern, welche mit der Umsetzung der Maßnahme beauftragt werden;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Maßnahmeerfolg ist abhängig von den Klima- und Witterungsbedingungen (Misserfolge sollten eingeplant werden)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leitfragen zur Umsetzbarkeit ==&lt;br /&gt;
Anhand der Leitfragen soll die Machbarkeit der Umsetzung der einzelnen Teilmaßnahmen eingeschätzt werden – alle Fragestellungen sollten pro Teilmaßnahme positiv beantwortet werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ist die Teilmaßnahme &amp;quot;Artenreiche Blühwiesen (Neuanlage/Flächenpflanzung)&amp;quot; ...?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable mw-collapsible mw-collapsed&amp;quot;&lt;br /&gt;
!&#039;&#039;&#039;... theoretisch möglich?&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
!&#039;&#039;&#039;... praktisch möglich?&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
!... &#039;&#039;&#039;finanziell möglich?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Sind Grünflächen in sonniger bis halbschattiger Lage vorhanden, welche nur geringfügig für Freizeitaktivitäten, Veranstaltungen etc. genutzt werden, und derzeit einer intensiven Pflege (Mahd &amp;gt; 3 Mal pro Jahr) unterliegen? (Optionales Kriterium: Repräsentanz)&lt;br /&gt;
|Sind erforderliche Geräte bzw. Materialien für die Umsetzung vorhanden oder können ausgeliehen werden? Ist alternativ eine Durchführung durch externe Dienstleister möglich?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Flächenvorbereitung:&#039;&#039;&#039; Mähgerät, Fräse&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Neuanlage:&#039;&#039;&#039; ggf. Saatschale und Walze&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Flächenpflanzung:&#039;&#039;&#039; (hochwertige) Unkrautstecher, ggf. Gartenhandschuhe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kann eine ökologische &#039;&#039;&#039;Flächenpflege&#039;&#039;&#039; (1-2 Mahdtermine in 10-15 cm Höhe mit Abtransport des Mahdguts) durch Eigenleistung oder externe Dienstleister langfristig gesichert werden?&lt;br /&gt;
|Stehen ca. 1.800,00 € für die Flächenvorbereitung bei &#039;&#039;&#039;Neuanlage&#039;&#039;&#039; einer 500 m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; großen Blühwiese bzw. mind. 80,00 € bei kleineren Flächen zur Verfügung? (falls keine Eigenleistung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stehen mind. 2.500 €/ha für Saatgut für die &#039;&#039;&#039;Neuanlage&#039;&#039;&#039; einer Blühwiese zur Verfügung (ohne Kosten für Ansaat)?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Können Kosten von ca. 4,00 € pro Wildstaude (je 2/m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;) für die &#039;&#039;&#039;Flächenpflanzung&#039;&#039;&#039; getragen werden (ohne Kosten für Pflanzung)?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Können jährliche Kosten von mind. 0,23 €/m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; für die ökologische &#039;&#039;&#039;Flächenpflege&#039;&#039;&#039; langfristig abgedeckt werden? (falls Umsetzung nicht in Eigenleistung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Hinweis:&amp;lt;/u&amp;gt; Bei wenigen Finanzmitteln kann auch nur eine Umstellung der Flächenpflege in Eigenleistung erfolgen, wodurch Pflanzen und Tiere gefördert werden können.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ist die Teilmaßnahme &amp;quot;Insektenfreundliche Gehölze&amp;quot; ...?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable mw-collapsible mw-collapsed&amp;quot;&lt;br /&gt;
!&#039;&#039;&#039;... theoretisch möglich?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
!&#039;&#039;&#039;... praktisch möglich?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
!... &#039;&#039;&#039;finanziell möglich?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ist ein Bestand von neophytischen Gehölzen (Bsp. Kirschlorbeer, Späte Traubenkirsche, Eschen-Ahorn, Götterbaum, Forsythie, …) existent oder sollen bzw. können ökologisch wertvolle Gehölzstrukturen (&amp;gt; 10 m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;) neu gepflanzt werden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Hinweis:&amp;lt;/u&amp;gt; Die Identifikation neophytischer Pflanzen gelingt ganz einfach per App (z.B. [https://floraincognita.de/ FloraIncognita]).&lt;br /&gt;
|Sind erforderliche Geräte für die Umsetzung vorhanden oder ausleihbar, oder ist alternative die Umsetzung durch externe Dienstleister möglich?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Vorbereitung und Pflege:&#039;&#039;&#039; Mähgerät, Säge, Ast-/ Hecken-schere, Spaten&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Pflanzung:&#039;&#039;&#039; Bodenbohrer, Spaten&lt;br /&gt;
|Stehen ca. 45,00 € pro Gehölz zur Verfügung? (geringere Kosten bei niedrigeren Pflanzqualitäten möglich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind zusätzliche Finanzmittel von ca. 20 € pro Gehölz für die Pflanzung vorhanden? (falls keine Eigenleistung)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ist die Teilmaßnahme &amp;quot;Installation von Nisthilfen für Vögel/Insekten&amp;quot; ...?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable mw-collapsible mw-collapsed&amp;quot;&lt;br /&gt;
!&#039;&#039;&#039;... theoretisch möglich?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
!&#039;&#039;&#039;... praktisch möglich?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
!... &#039;&#039;&#039;finanziell möglich?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Sind hohe Bäume oder Gebäude vorhanden, wo Nisthilfen für Vögel angebracht werden können?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind sonnenexponierte Standorte für die Installation von Nisthilfen für Wildbienen vorhanden? (Optional: in der Nähe von vorhanden oder geplanten Blühflächen)&lt;br /&gt;
|Sind erforderliche Geräte für die Umsetzung vorhanden oder ausleihbar, bzw. ist alternativ die Umsetzung durch externe Dienstleister möglich?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Leiter, Hammer, Bohrer, …&lt;br /&gt;
|Stehen ca. 45,00 € pro Nistkasten zur Verfügung? (ohne Kosten für die Anbringung)&lt;br /&gt;
|}&#039;&#039;&#039;Optional: Ist die Teilmaßnahme &amp;quot;Begleitende Öffentlichkeitsarbeit&amp;quot; ...?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable mw-collapsible mw-collapsed&amp;quot;&lt;br /&gt;
!&#039;&#039;&#039;... theoretisch möglich?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
!&#039;&#039;&#039;... praktisch möglich?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
!... &#039;&#039;&#039;finanziell möglich?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;nowiki&amp;gt;-&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;nowiki&amp;gt;-&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Sind zusätzliche finanzielle Mittel für Öffentlichkeitsarbeit vorhanden?&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Maßnahmenüberblick==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Impaktrelvantes Transformationsfeld ===&lt;br /&gt;
Regenerativer Campus: Biodiversität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maßnahmenbeschreibung ===&lt;br /&gt;
Die Maßnahmen basieren auf Maßnahmevorschlägen aus dem [https://www.hs-anhalt.de/fileadmin/Dateien/Nachhaltigkeit/KlimPlanReal/2023-11-23_Klimaplan_HSA_onlineversion.pdf Klimaplan der HSA] des Hochschulklimarats der HSA. Der Umfang der Maßnahmen wurde im Rahmen des Transferlaborprozesses abgestimmt und umfasste folgende Teilaspekte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Mehr artenreiche Blühwiesen und Flächenpflanzungen“ (Blühwiesen, Sandmagerrasen, mehr insektenfreundliche heimische Gehölze)&lt;br /&gt;
* Maßnahmenbegleitende Strukturelemente (Nisthilfen für Insekten und Vögel, Strukturen für Zauneidechsen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ziele ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Förderung der Biodiversität auf dem Campus&lt;br /&gt;
* Beitrag zu größerem Wohlbefinden der Hochschulgemeinschaft und positive Außenwirkung für die Hochschule&lt;br /&gt;
* Schaffen eines stärkeren Bewusstseins für das Thema Biodiversität&lt;br /&gt;
* Einsparung von Ressourcen und Verringerung des Treibhausgasausstoßes durch Extensivierung des Pflegeregimes ([https://doi.org/10.1002/2688-8319.12243 Marshall et al. 2023])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirkmessung ===&lt;br /&gt;
Es wird direkten Bezug genommen auf zwei [https://zenodo.org/records/14966175 Indikatoren für den Klimaimpact an Hochschulen nach Künzel et al. (2023)]), wobei folgende messbare Zeile angestrebt wurden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;„Anteil naturnaher Fläche (m²)“&#039;&#039;&#039; – Erhöhung des Anteils an naturnaher Campusfläche um mind. 2.500 m² &#039;&#039;[wurde übertroffen]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;„Artenschutzmaßnahmen (qualitativ)“&#039;&#039;&#039; – Installation von 27 zusätzlichen Nisthilfen, Strukturen für Zauneidechsen &#039;&#039;[wurde erreicht]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ist-Zustand ===&lt;br /&gt;
Die Campi der HSA verfügten vor der Maßnahmenumsetzung bereits vereinzelt über artenreiche Blühflächen als auch Nisthilfen für Insekten und Vögel, so dass hier an erste positive Erfahrungen angeknüpft werden konnte. Jedoch existierte weiterhin ein sehr hohes Potenzial an Flächen von geringem ökologischen Wert (größtenteils artenarme intensiv genutzte Scherrasen), welche sich wegen der fehlenden Nutzung für Freizeitaktivitäten und Veranstaltungen sehr gut für eine ökologische Aufwertung eignen würden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für weitere Informationen siehe [https://www.hs-anhalt.de/fileadmin/Dateien/Nachhaltigkeit/KlimPlanReal/KlimaPlanReal_Status_Quo_Bericht_HSA.pdf Status Quo Analyse der HSA].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Akteur*innenanalyse ===&lt;br /&gt;
Die Akteur*innenanalyse während der Erstellung des Status Quo Berichts der HSA war Grundlage für die Auswahl des Transformationsteam. Die Gruppenakquise durch direkte Ansprache erwies sich als erfolgreich. Die 14 Beteiligten repräsentierten unterschiedliche Organisations- und Struktureinheiten der Hochschule in verschiedenen Funktionen und Zuständigkeiten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Leitung der Verwaltung sowie Technische Leitung (u.a. Koordination der Grünflächenpflege) der drei Hochschulstandorten&lt;br /&gt;
* Professor*innen mit Fachwissen aus Landwirtschaft, Ökotrophologie und Landschaftsentwicklung&lt;br /&gt;
* Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen mit Fachwissen aus den Bereichen Vegetations- und Gehölzkunde sowie aus Architektur, Facility Management und Geoinformation&lt;br /&gt;
* Lehrkräfte aus dem Sprachenzentrum&lt;br /&gt;
* Fachpraktische Mitarbeiter*innen mit Expertise zu Geoinformatik, Landschaftsarchitektur und zur Anlage von Blühwiesen&lt;br /&gt;
* Student*in als Vertretung des Studiengangs „Naturschutz und Landschaftsplanung“, des Hochschulklimarates, Studierendenrates und studentischer Naturschutzinitiativen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einschätzung der Zusammensetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ideal, da neben der Verwaltung mit legitimer Zuständigkeit auch ausreichend fachliche, sich ergänzende Expertise vorhanden und gut vernetzte Personen involviert waren (Schlüsselpersonen)&lt;br /&gt;
* Hohe Motivation aller Akteur*innen&lt;br /&gt;
* Große Gruppe – vielfältige Perspektiven&lt;br /&gt;
* Ausgeglichenes Geschlechterverhältnis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt erforderte das relativ große Team einen hohen Organisations- und Koordinationsaufwand, gewährleistete aber auch eine planmäßige Umsetzung und eine langfristige Absicherung der Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umsetzungsschritte ===&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen für einen Zeitraum von zehn Monaten (Dezember bis September) zur erfolgreichen Umsetzung können folgendermaßen definiert werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Erkundungsphase (Dezember – Mitte Januar)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Trafoteam-Bildung anhand Akteur*innenanalyse&lt;br /&gt;
* Aufbau von Organisations- und Kommunikationsstrukturen&lt;br /&gt;
* Standortbegehungen zur Eignungsfeststellung mit Verwaltung und Technischer Leitung&lt;br /&gt;
* Sicherstellung der ökologischen Flächenpflege (Entwicklungs- und Erhaltungspflege)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Findungsphase (Mitte Januar – Mitte Februar)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Definition von Transformationszielen&lt;br /&gt;
* Finale Flächenauswahl – darauf abgestimmt die Recherche und ggf. flächenspezifische, standortangepasste Zusammenstellung von Wildpflanzen-Saatgutmischungen, Auswahl geeigneter Wildpflanzen für Einzelpflanzung sowie von Gehölzen und Nisthilfen (inkl. Mengenberechnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3. Konkretisierungsphase (Mitte Februar – Ende Februar)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Aufstellung eines Arbeits- und Zeitplans&lt;br /&gt;
* Detaillierte Budgetierung und Ressourcenplanung (Material, Pflege, Technik)&lt;br /&gt;
* Beschaffung von Wildpflanzensaatgut, Einzelpflanzen und Gehölzen aus [https://www.bfn.de/gebietseigene-herkuenfte zertifizierter Herkunft] sowie von Nisthilfen, Sand und Steinen &lt;br /&gt;
** hierbei ist ggf. mit längeren Lieferzeiten rechnen&lt;br /&gt;
** bestenfalls Saatgut für eine Nachsaat innerhalb der nächsten drei Jahre einkalkulieren, um witterungsbedingte Fehlschläge auszugleichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4. Umsetzungsphase (März – September)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Umsetzungsphase umfasst die Umsetzung von Teilmaßnahmen, inkl. Organisation von Maschinen und Materialien.&lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Teilmaßnahme: Neuanlage von Blühwiesen&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Flächenvorbereitung:&lt;br /&gt;
*** Ggf. tiefe Mahd&lt;br /&gt;
*** 2x Fräsen vor der Ansaat (ca. 5 Wochen und 1 Woche vor der Ansaat)&lt;br /&gt;
*** Ziel: ein feinkrümliges Saatbett (Schwarzerde) = ideale Ausgangsbedingungen zu schaffen&lt;br /&gt;
** Durchführung der Ansaat:&lt;br /&gt;
*** Im Spätsommer/Herbst (August), alternativ im Frühjahr (April)&lt;br /&gt;
*** Unter Berücksichtigung der Witterung (14 Tage Bodenfeuchte für Keimung notwenig)&lt;br /&gt;
*** Ansaatstärke ca. 2 g/m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; (Angaben des Herstellers beachten)&lt;br /&gt;
*** Saatgut darf nicht in den Boden eingearbeitet werden, nur oberflächig aufstreuen (Lichtkeimer!)&lt;br /&gt;
*** Dann das Saatgut anwalzen/andrücken, um Bodenkontakt herzustellen&lt;br /&gt;
*** Als Mitmach-Aktion umsetzbar&lt;br /&gt;
** Bewertung des Etablierungserfolgs/Entwicklungspflege:&lt;br /&gt;
*** Bei hohem Biomasseaufwuchs, Aufkommen unerwünschter Arten (Disteln, Melde, …) oder Dominanz von Gräsern ist ein Schröpfschnitt notwendig&lt;br /&gt;
*** Dieser wird zum Schutz der Jungpflanzen in 10-15 cm Höhe durchgeführt&lt;br /&gt;
*** Idealer Zeitraum ist ca. 6-8 Wochen nach der Ansaat im April bzw. im folgenden Frühjahr bei Herbst-Ansaat&lt;br /&gt;
*** Ggf. manuelle Unkrautentfernung&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;Teilmaßnahme: Aufwertung durch Einzelpflanzung&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Flächenvorbereitung: &lt;br /&gt;
*** Mahd mit Abtransport des Mahdguts (ca. 1 Woche vor der Pflanzung)&lt;br /&gt;
** Durchführung der Pflanzung: &lt;br /&gt;
*** Im Spätsommer/Herbst (August), alternativ im Frühjahr (April)&lt;br /&gt;
*** Unter Berücksichtigung der Witterung (ausreichend Regen nach Pflanzung notwendig)&lt;br /&gt;
*** Als Mitmach-Aktion umsetzbar&lt;br /&gt;
** Bewertung des Etablierungserfolgs/Entwicklungspflege: &lt;br /&gt;
*** Bei hohem Biomasseaufwuchs, Aufkommen unerwünschter Arten (Disteln, Melde, …) oder Dominanz von Gräsern ist ein Schröpfschnitt notwendig&lt;br /&gt;
*** Dieser wird zum Schutz der Jungpflanzen in 10-15 cm Höhe durchgeführt&lt;br /&gt;
*** Idealer Zeitraum ist ca. 6-8 Wochen nach der Pflanzung&lt;br /&gt;
*** Ggf. manuelle Unkrautentfernung&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;Teilmaßnahme: Insektenfreundliche Gehölze&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Flächenvorbereitung:&lt;br /&gt;
*** Ggf. Entfernung von neophytischen Gehölzen (nur zwischen Oktober – Ende Februar)&lt;br /&gt;
*** Graben von Pflanzlöchern&lt;br /&gt;
** Durchführung der Pflanzung: &lt;br /&gt;
*** Im späten Herbst oder Frühjahr unter Berücksichtigung der Witterung (ausreichend Regen nach Pflanzung notwendig, kein Frost)&lt;br /&gt;
** Bewertung des Etablierungserfolgs/Entwicklungspflege: &lt;br /&gt;
*** Ggf. bewässern&lt;br /&gt;
*** Vitalität der gepflanzten Gehölze kontrollieren&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;Teilmaßnahme: Installation von Nisthilfen für Vögel und Insekten&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
** als Mitmach-Aktion umsetzbar &lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Teilmaßnahme: Sonderstrukturen&amp;lt;/u&amp;gt; (Sandrasen, Zauneidechsenhabitat, ...)&lt;br /&gt;
** Flächenvorbereitung:&lt;br /&gt;
*** Mahd mit Abtransport des Mahdguts&lt;br /&gt;
*** Ggf. Entfernung von Gehölzen&lt;br /&gt;
** Umsetzung:&lt;br /&gt;
*** Anlage von Sandhaufen, Lesesteinhaufen, Totholz&lt;br /&gt;
*** Ansaat eines Magerrasens/Sandrasen, analog zu Anlage einer Blühwiese&lt;br /&gt;
** Bewertung des Etablierungserfolgs/Entwicklungspflege&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;Begleitende Öffentlichkeitsarbeit&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Campus-Rundgang&lt;br /&gt;
*** Ein Termin á 1 h, Einladung von Mitarbeiter*innen der HSA&lt;br /&gt;
*** Projektvorstellung, Flächenbesichtigung bestehender und neu angelegter Blühwiesen, Wissensvermittlung zur Bedeutung von Regio-Saatgut, Umsetzungsschritten, inkl. ökologischer Flächenpflege, Gemeinsames Entdecken/Kennenlernen von Pflanzen und Tierarten&lt;br /&gt;
** Mitmach-Pflanzaktion &lt;br /&gt;
*** Zwei Termine á 2 h, Einladung der Hochschulgemeinschaft&lt;br /&gt;
*** Projektvorstellung, Wissensvermittlung zum Bezug von Wildpflanzen aus zertifizierter Herkunft, Umsetzungsschritten, inkl. ökologischer Flächenpflege, Kuchenangebot&lt;br /&gt;
** Social-Media Beiträge ([https://www.instagram.com/offenlandinfo/ offenlandinfo instagram], [https://de.linkedin.com/company/offenlandinfo?trk=public_post_feed-actor-name offenlandinfo Linkedin]), Einladung lokaler Medien ([https://www.mz.de/lokal/koethen/projekt-klimaplanreal-pflanzen-wiese-hochschule-anhalt-4114040 Artikel der Mitteldeutschen Zeitung zur Mitmach-Pflanzaktion])&lt;br /&gt;
** Verteilung von zertifiziertem Wildpflanzensaatgut für eine Fläche von 5 m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; über Ersti-Beutel (Geschenk an Studierende im ersten Semester), um Artenvielfalt lokal zu fördern und Bewusstsein für die Thematik zu schaffen (Befüllung von 1000 Saatguttüten)&lt;br /&gt;
** Design, ggf. Druck von Informationsmaterialien:&lt;br /&gt;
*** Schilder für Blühwiesen (A2 Alu-Verbundplatten)&lt;br /&gt;
*** Anschauungsmaterial (laminierte A3 Poster mit Artensteckbriefen, Illustration der Umsetzungsschritte der Anlage einer Blühwiese&lt;br /&gt;
*** Etiketten für Saatguttüten für Ersti-Beutel)&lt;br /&gt;
*** Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Anlage und Pflege einer Wildblumenwiese&lt;br /&gt;
*** Vorlage zur Dokumentation und Monitoring einer Blühwiese&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5. Abschlussphase &amp;amp; Ausblick (ab September)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Einschätzung des Maßnahmenerfolgs&lt;br /&gt;
** Auf Blühwiesen (Neuanlage/Einzelpflanzung) sollten kräftige Jungpflanzen vorhanden sein&lt;br /&gt;
** Gepflanzte Gehölze sollten kräftig und vital sein&lt;br /&gt;
* Organisation/Sicherstellung der langfristigen, ökologischen Flächenpflege durch Technische Leitung/Hausmeister*innen oder externe Dienstleistungsbetriebe&lt;br /&gt;
** i.d.R. 2 Mahdtermine (bis Mitte Juni, dann im Juli-September) mit Abräumen des Mahdguts durch insektenfreundliche Technik&lt;br /&gt;
** Optimal wäre abschnittweises Mähen, einen Flächenanteil von mindestens 30 % für Tiere stehen lassen und erst zum nächsten Mahdtermin mähen &lt;br /&gt;
* Bestenfalls jährliches Monitoring sicherstellen (Qualitätssicherung, Einschätzung zu Anpassung der Flächenpflege, Neuansaat oder Nachpflanzung) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gelingensbedingungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konkrete Empfehlungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Frühzeitige Einbindung relevanter Akteur*innen&#039;&#039;&#039;: Integration von relevantem Fachpersonal und Interessengruppen von Beginn an. Insbesondere sollten auch Schlüsselpersonen mit Einfluss für das Vorhaben gewonnen werden – eine gegenseitige Unterstützung, bspw. die manuelle Mahd einer Fläche durch studentische Hilfskräfte, stärkt die Zusammenarbeit während und über die Projektlaufzeit hinaus. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Einbindung externer Fachexpertise:&#039;&#039;&#039; Während der Konzeption (z. B. Standortauswahl und angepasste Saatgutmischungen) sowie Umsetzung ist die Einbindung fachkundiger lokaler Naturschutzakteur*innen zu empfehlen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Regionales Wildpflanzensaatgut:&#039;&#039;&#039; Es sollte &#039;&#039;ausschließlich&#039;&#039; zertifiziertes heimisches Wildpflanzensaatgut für Blühwiesen verwendet werden, um den Erfolg der Maßnahme und die Förderung der lokalen Artenvielfalt, zu garantieren.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Pflege und Erhalt der Blühwiesen:&#039;&#039;&#039; Um langfristig eine ökologische Wirksamkeit und den Erhalt der aufwändigen Maßnahmen zu gewährleisten muss vor Beginn einer Maßnahmenumsetzung unbedingt die langfristige ökologisch angepasste Pflege sichergestellt werden, am besten in Form einer schriftliche Pflegevereinbarung (Bsp. [https://www.schmetterlingswiesen.de/Uploads/Documents/Musterleistungsverzeichnis&amp;amp;#x20;für&amp;amp;#x20;Kommunen&amp;amp;#x20;zur&amp;amp;#x20;Pflege&amp;amp;#x20;von&amp;amp;#x20;Schmetterlingswiesen.docx Musterleistungsverzeichnis Schmetterlingswiesen in Sachsen]).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Klima und Witterung berücksichtigen, Geduld haben:&#039;&#039;&#039; Klima- und Witterung bedingen den Erfolg der Maßnahme und sollten bei der Planung und Umsetzung berücksichtigt werden. Ob eine Maßnahme erfolgreich war, lässt sich häufig erst nach einigen Jahren wirklich einschätzen – zur Risikostreuung keimen nicht alle Wildpflanzensamen gleichzeitig, sondern über mehrere Jahre verteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Optionale Hinweise ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kommunikation sollte regelmäßig, offen und über mehrere Kanäle organisiert sein, wobei die Nutzung cloudbasierter digitaler Formate (Webex/Zoom, Miro, usw.) zu empfehlen ist&lt;br /&gt;
* Kombination aus Top-down und Bottom-up Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen an der HSA==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen des Transferlabors ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Laufzeit ====&lt;br /&gt;
Das Transferlabor wurde von November 2024 bis September 2025 umgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Finanzen ====&lt;br /&gt;
An der HSA konnten viele Umsetzungsarbeiten in Eigenleistung durch das Transformationsteam mit Unterstützung von Studentischen Hilfskräften erfolgen und teilweise noch an der HSA vorhandene Materialien weitergenutzt werden (z. B. Steine, Totholz). Für die wichtigsten Positionen können folgende Richtwerte angenommen werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Neuanlage einer Blühwiese / Aufwertung durch Einzelpflanzung &lt;br /&gt;
** Die Kosten können je nach Firma oder Eigenleistung stark schwanken&lt;br /&gt;
** Bodenvorbereitung der Flächen: Eigenleistung HSA&lt;br /&gt;
** Entsprechend eines Angebotes einer Garten- und Landschaftsbaufirma (2022): Flächengröße 500 m², zweimal Fräsen im Abstand von vier Wochen: netto ca. 1800,00 EUR&lt;br /&gt;
** Bei kleinen Flächen (&amp;lt; 500 m²) ist die Nutzung eines Einachsers mit Bodenfräse möglich, der bei (Land)Maschinenvertrieben ausleihbar ist. Leihkosten betragen ca. 80,00 EUR/Tag&lt;br /&gt;
** Wildpflanzensaatgutmischungen (gebietseigene, arten- und kräuterreiche Mischungen mit mindestens 35 Arten): ca. 2.500-3.000 EUR/ha&lt;br /&gt;
** Ansaat und Anwalzen: Eigenleistung HSA&lt;br /&gt;
** Einzelpflanzen&lt;br /&gt;
** Die Folgekosten der Pflege sind in den meisten Fällen geringer als eine bisherige häufigere Pflege als Scherrasen. Eine Übersicht zu Pflegekosten gibt das Gartenamt Karlsruhe: zweimal Mähen mit Aufnahme des Mahdguts 0,23 EUR/m², einmal Mähen 0,12 EUR/m²&lt;br /&gt;
* Insektenfreundliche Gehölze&lt;br /&gt;
** Durchschnittlich ca. 45,00 EUR je Gehölz (34 Stück inkl. Pflöcke, Bindematerial, Lieferkosten). Deutliches Sparpotenzial durch geringere Pflanzhöhen oder Qualitäten ist vorhanden&lt;br /&gt;
** Pflanzung und Gießpflege: Eigenleistung HSA&lt;br /&gt;
* Nisthilfen für Vögel und Insekten&lt;br /&gt;
** Ca. 43,00 EUR je Nistkasten (inkl. Lieferung)&lt;br /&gt;
** Installation der Nisthilfen: Eigenleistung HSA&lt;br /&gt;
* Begleitende Öffentlichkeitsarbeit&lt;br /&gt;
** Ca. 22,00 EUR je A2 Schild (Aluminiumverbundplatte, farbig bedruckt)&lt;br /&gt;
** Ca. 49,00 EUR für die Bestellung von 1.000 Saatguttüten, gefüllt mit hochwertigem Regio-Saatgut für je 5 m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; für einen Preis von insgesamt ca. 1.650 EUR, Design und Druck von Etiketten: Eigenleistung HSA&lt;br /&gt;
** Anschauungsmaterial (laminierte A3 Poster): Eigenleistung HSA &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen an der Hochschule ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Drei Standorte:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
** Köthen, Dessau, Bernburg (Saale)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039; (Stand vom 12.06.2025): &lt;br /&gt;
** Insgesamt 7.536 Angehörige, davon 6.355 Studierende und 1.181 Mitarbeitende (150 Professor*innen, 282 Wissenschaftliche Mitarbeitende, 482 Wissenschaftsunterstützendes Personal, 267 Wissenschaftliche Hilfskräfte)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterstützung der Hochschulleitung zur Maßnahmenumsetzung ====&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung des Projektes zugesichert wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vizepräsidentin für Forschung, Transfer und Nachhaltigkeit übernahm die Projektleitung und unterstützte die Arbeit des Transformationsteams aktiv durch ihr hohes Engagement, gute Vernetzung und Vermittlung von Ansprechpartner*innen, insbesondere im Rahmen der Erkundungsphase bei der Auswahl und Abstimmung der konkreten Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leiterin der Verwaltung, die auch Mitglied der Hochschulleitung und einer Arbeitsgruppe zur Nachhaltigkeit ist, unterstützte die Arbeit des Hochschulklimarates und des Transformationsteams auf zweierlei Weise: Sie priorisierte die Maßnahmenumsetzung im Transferlabor bei der Hochschulleitung und nahm an Standortbegehungen zur Flächenauswahl teil, was schließlich die legitime Flächenfreigabe ermöglichte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Unterstützung der Hochschulleitung war zentral für den Erfolg der Maßnahme. Ihre Einbindung ermöglichte eine reibungslose Umsetzung, erleichterte Entscheidungsprozesse und förderte den effizienten Ressourceneinsatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Einrichtung einer [https://www.hs-anhalt.de/hochschule-anhalt/profil/praesidium.html Vizepräsidentschaft für Nachhaltigkeit] (seit 2021)&lt;br /&gt;
* Beteiligung an der [https://www.nachhaltigkeit.ovgu.de/AGNHKLSA.html AG Nachhaltige Hochschulen Sachsen-Anhalt] (seit März 2021)&lt;br /&gt;
* Gründung einer [https://www.hs-anhalt.de/nachhaltigkeit/benchmarking/arbeitsgruppe-nachhaltigkeit.html AG-Nachhaltigkeit an der HSA] (April 2021)&lt;br /&gt;
* Erarbeitung einer [https://www.hs-anhalt.de/fileadmin/Dateien/Praesidium/Nachhaltigkeitsstrategie_der_Hochschule_Anhalt.pdf Nachhaltigkeitsstrategie] zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der UN-Agenda 2030 (Senatsbeschluss im Juli 2022)&lt;br /&gt;
* Beteiligung am Verbundprojekt [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] (Oktober 2022 bis September 2025)&lt;br /&gt;
* Integration von weiteren realisierbaren Maßnahmenvorschlägen aus dem Klimaplan in den [https://www.hs-anhalt.de/fileadmin/Dateien/Nachhaltigkeit/Strategie/Massnahmenplan_hsa.pdf Maßnahmenplan] der Nachhaltigkeitsstrategie&lt;br /&gt;
* Schaffung von Stellen für Energie- und Nachhaltigkeitsmanagement (Februar 2024)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Voraussetzungen an der Hochschule ====&lt;br /&gt;
Günstige Rahmenbedingungen wie fachliche Expertise, technische Voraussetzungen und enge Vernetzung relevanter Akteur*innen förderten eine effiziente Umsetzung wodurch der Mindestumfang übertroffen und der Zeitplan eingehalten werden konnten. Zentrale Erfolgsfaktoren waren zudem die konsequente Unterstützung der Hochschulleitung und die reibungslose Zusammenarbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Links, Material, Ansprechpersonen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hinweise zur Anlage und Pflege von Wildblumenwiesen als [[:Datei:KPR Anleitung Anlage Pflege Bluehwiese.pdf|Kurzversion]], ausführliches [[:Datei:Handout Pflegemanagement KlimaPlanReal Logos.pdf|Handout zur Pflege]], [https://grassworksprojekt.de/wp-content/uploads/2024/09/240624_Grassworks-Broschuere_Web.pdf Broschüre des Grassworks-Projekts] inkl. umfassender Artensteckbriefe, zusätzlich eine [https://wiki.dg-hochn.de/images/b/bd/KPR_HSA_Dokumentation_Erfassungsbogen_Monitoring_Bluehwiese.pdf Vorlage zur Dokumentation und Monitoring einer Blühwiese]&lt;br /&gt;
* [https://www.natur-im-vww.de/wildpflanzen/vww-regiosaaten/ Saatgutauswahl und -beschaffung]&lt;br /&gt;
* [https://www.natur-im-vww.de/wildpflanzen/vww-regiogehoelze/ Gehölzauswahl und -beschaffung]&lt;br /&gt;
* [https://kommbio.de/wp-content/uploads/2025/04/Gruenflaechen-im-Land-Brandenburg.pdf Praxisleitfaden für insektenfreundliche Pflege]&lt;br /&gt;
* [https://www.grassworks.dvl.org/publikationen Leitfaden zur Grünlandrenaturierung]&lt;br /&gt;
* [https://www.lbv.de/ratgeber/lebensraum-garten/nistkaesten/nistkaesten-pflegen-und-reinigen/ Tipps zur Nistkastenpflege]&lt;br /&gt;
* [https://www.wildbienen.de/wbschutz.htm Wildbienenschutzmaßnahmen]&lt;br /&gt;
* Sandarien für [https://www.bund-naturschutz.de/natur-und-landschaft/sandachse-franken/sandgaerten-und-gruenflaechen-auf-sand-anlegen Pflanzen] und [https://www.bund-bawue.de/service/meldungen/detail/news/gartentipp-ein-sandarium-fuer-wildbienen-anlegen/ Wildbienen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ansprechpersonen:&#039;&#039;&#039; [https://www.hs-anhalt.de/hochschule-anhalt/service/personenverzeichnis/person/heiner-hensen.html Heiner Hensen], [https://www.hs-anhalt.de/hochschule-anhalt/service/personenverzeichnis/person/line-sturm.html Line Sturm], [https://www.hs-anhalt.de/hochschule-anhalt/service/personenverzeichnis/person/yannik-wehr.html Yannik Wehr], [https://www.hs-anhalt.de/hochschule-anhalt/service/personenverzeichnis/person/prof-dr-sabine-tischew.html Prof. Dr. Sabine Tischew]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betrieb]] [[Kategorie:Biodiversität]] [[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KlimaPlanReal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_%22Ressourcenkreisel%22_-_Nachhaltige_Beschaffung_/_Kaskadennutzung&amp;diff=28019</id>
		<title>Blaupause &quot;Ressourcenkreisel&quot; - Nachhaltige Beschaffung / Kaskadennutzung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_%22Ressourcenkreisel%22_-_Nachhaltige_Beschaffung_/_Kaskadennutzung&amp;diff=28019"/>
		<updated>2026-04-07T09:56:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: Kategorie KlimaPlanReal&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Best Practice&lt;br /&gt;
|beschr=Die Blaupause entstand im Rahmen des KlimaPlanReal Projektes, innerhalb des ersten Transferlabors an der Hochschule Anhalt, und ist im Handlungsfeld &amp;quot;Nachhaltige Beschaffung&amp;quot; angesiedelt. Der sogenannte &amp;quot;Ressourcenkreisel&amp;quot; ist eine Verleih- und Weitergabeplattform für hochschuleigene Geräte und Materialien, welcher Mehrfachbeschaffungen und Treibhausgasemissionen an der Hochschule reduzieren soll.&lt;br /&gt;
|hfeld=Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Digitalisierung, Ressourcen und Finanzierung, Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Nachhaltige Beschaffung, Kaskadennutzung, Verleih, Weitergabe&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Interessierte Öffentlichkeit, ProfessorIn, Dozent(in), Dekan(in), Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Hochschule Anhalt&lt;br /&gt;
|adresse=Strenzfelder Allee 28, 06406 Bernburg&lt;br /&gt;
|url=https://www.hs-anhalt.de/nachhaltigkeit/klimaplanreal.html&lt;br /&gt;
|projekt=Transformationspfade (traNHSform)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzbeschreibung==&lt;br /&gt;
Die Blaupause entstand im Rahmen des ersten Transferlabors (angelehnt an die Methode der [[Reallabor|Reallabore]]) an der Hochschule Anhalt im Projekt [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] und ist im Handlungsfeld &amp;quot;Nachhaltige Beschaffung&amp;quot; angesiedelt. Der sogenannte &amp;quot;[https://www.hs-anhalt.de/landingsites/nachhaltigkeit/pilotprojekte-zur-nachhaltigkeit-an-der-hochschule-anhalt/ressourcenkreisel.html Ressourcenkreisel]&amp;quot; ist eine Verleih- und Weitergabeplattform für hochschuleigene Geräte und Materialien, welcher Mehrfachbeschaffungen und Treibhausgasemissionen an der Hochschule reduzieren soll.&lt;br /&gt;
==Zusammenfassung==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause für die Maßnahme „Ressourcenkreisel“ umfasst den Themenbereich „Nachhaltige Beschaffung &amp;amp; Ernährung“ und wurde auf der Basis eines Transferlabors an der Hochschule Anhalt (HSA) im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal umgesetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „Ressourcenkreisel“ wird die freiwillige Weitergabe und der Verleih von hochschuleigenen Geräten und Gegenständen an der Hochschule über Fachbereichs- sowie Standortgrenzen hinaus organisiert. Dadurch sollen Mehrfachbeschaffungen und Treibhausgasemissionen, die durch den Lebenszyklus der Geräte (Herstellungsprozess, Transport, Entsorgung etc.) verursacht werden, vermindert werden. Die Verleih- und Weitergabeprozesse konnten an der HSA in ein bestehendes IT-System integriert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==SWOT-Analyse (Strength, Weaknesses, Opportunities, Threats)==&lt;br /&gt;
Beurteilung der Rahmenbedingungen für die Maßnahmenumsetzung.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable mw-collapsible mw-collapsed&amp;quot;&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!Stärken&lt;br /&gt;
!Schwächen&lt;br /&gt;
!Chancen&lt;br /&gt;
!Risiken&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|hochschulintern&lt;br /&gt;
|Wenn fachliche Expertise zur Maßnahmenumsetzung vorhanden ist (anlassbezogene Einbindung möglich)&lt;br /&gt;
|Es entsteht ein Mehraufwand durch die Teilnahme im Transferlabor;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prüfaufwand von Vorschriften und Gesetzen, die der Umsetzung und Lösung im Weg stehen können&lt;br /&gt;
|Integration verschiedener Mitgliedergruppen kann vielfältige Perspektiven ermöglichen und die Maßnahme innerhalb der Hochschule bekannt machen;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umsetzung leicht möglich, wenn der Ausbau von personellen Kapazitäten im Bereich Klimaschutz und Nachhaltigkeit angestoßen wird&lt;br /&gt;
|Integration verschiedener Mitgliedergruppen kann Kommunikation und Organisation herausfordernd gestalten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|hochschulextern&lt;br /&gt;
|Umsetzung leicht möglich, wenn externe Dienstleister bereits mit der Betreuung bzw. digitalen Umsetzung von Verleih- und Weitergabeprozesse vertraut sind&lt;br /&gt;
|Projektbedingt limitierte zeitliche und finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
|Entwicklung von Kooperationen mit beauftragten Dienstleistern&lt;br /&gt;
|Abhängigkeit von externen Dienstleistern&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leitfragen zur Umsetzbarkeit==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable mw-collapsible mw-collapsed&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+Anhand der Leitfragen soll die Machbarkeit der Maßnahmenumsetzung eingeschätzt werden, hierzu sollten möglichst alle Fragestellungen positiv beantwortet werden können.&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Leitfrage&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Voraussetzung vorhanden?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Lassen die formalen und rechtlichen  Rahmenbedingungen an der Hochschule den Verleih oder die Weitergabe von  Geräten und Gegenständen zu, bzw. können diese Regelungen angepasst werden (Unterstützung  durch die Hochschule), insbesondere den Verleih und die Weitergabe von  inventarisierten Objekten betreffend?&lt;br /&gt;
|☐&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Gibt es bereits genutzte Plattformen  an der Hochschule (z. B. Bibliothekssystem, Moodle, anny, …), worin die Organisation von Verleih und Weitergabeprozessen  von Geräten und Gegenständen integriert werden kann?&lt;br /&gt;
|☐&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Können bereits genutzte Plattformen  kostenfrei oder kostengünstig erweitert werden? Können alternativ Kosten von  mind. 1.200 EUR/Jahr für die Nutzung einer externen Plattform getragen  werden?&lt;br /&gt;
|☐&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Kann die Administration der  Plattformen durch vorhandenes Personal gewährleistet werden? Besteht  alternativ die Möglichkeit, dass eine neue Stelle bspw. für  Nachhaltigkeitsmanagement etabliert wird?&lt;br /&gt;
|☐&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maßnahmenüberblick ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Impactrelevantes Transformationsfeld ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Themenbereich:&#039;&#039;&#039; Nachhaltige Beschaffung &amp;amp; Ernährung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Handlungsfeld:&#039;&#039;&#039; Nachhaltige Beschaffung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maßnahmenbeschreibung ===&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme basiert auf Vorschlägen des [https://www.hs-anhalt.de/fileadmin/Dateien/Nachhaltigkeit/KlimPlanReal/2023-11-23_Klimaplan_HSA_onlineversion.pdf Klimaplans der HSA]. Die Maßnahme soll über Fachbereichs- sowie Standortgrenzen hinaus die Weitergabe und den Verleih von bereits vorhandenen Ressourcen an der HSA besser organisieren. Nutzer*innen sind Mitarbeitende und Studierende der HSA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ziele ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Aufbau eines Gerätepools zum Verleih bzw. zur Weitergabe von Geräten und Materialien &lt;br /&gt;
* Vermeidung von Mehrfachbeschaffungen&lt;br /&gt;
* Vermeidung von Treibhausgasemissionen, die durch den Lebenszyklus der Geräte (Herstellungsprozess, Transport, Entsorgung etc.) verursacht werden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirkmessung ===&lt;br /&gt;
Die Maßnahme besitzt einen direkten Bezug zum Wirkindikator „Sharing-Konzepte (qualitativ)“ aus der [https://zenodo.org/records/14966175 Liste der externen Wirkindikatoren nach Künzel et al. (2023)]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umsetzung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ist-Zustand ===&lt;br /&gt;
Zur Förderung des Teilens und der Vermeidung von Mehrfachbeschaffungen war an der HSA vorher lediglich eine Großgeräteliste (Gerätedatenbank) für Mitarbeitende verfügbar. Das Teilen sowie die Weitergabe von Geräten und Gegenständen jeglicher Art (z.B. IT-Geräte, Laborequipment, Raumausstattung, etc.) geschah bisher lediglich nach persönlichen Absprachen. Eine Verleih- oder Tauschplattform war nicht vorhanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für weitere Informationen zum Ausgangszustand siehe [https://www.hs-anhalt.de/fileadmin/Dateien/Nachhaltigkeit/KlimPlanReal/KlimaPlanReal_Status_Quo_Bericht_HSA.pdf Status Quo Analyse der HSA].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Akteur*innen-Analyse ===&lt;br /&gt;
Über die Akteur*innen-Analyse während der Status Quo Analyse konnten zentrale Akteur*innen des Handlungsfeldes Nachhaltige Beschaffung identifiziert und kontaktiert werden. Die Gruppenakquise erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Über den gesamten Prozess wurden sowohl formell zuständige als auch informell zuständige Personen angesprochen. Die Gruppe aus 11 Personen, welche für das Transformationsteam gewonnen wurde, setzte sich wie folgt zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verwaltungsmitarbeitende aus den Bereichen der Zentralen Beschaffung, des IT-Service Centers (IT-Management aller HS Standorte, Umsetzung EDV-Technik) und des Energie- und Nachhaltigkeitsmanagements&lt;br /&gt;
* Mitarbeitende zuständig für IT-Administration Server und Netzwerk&lt;br /&gt;
* Mitarbeiter*in für Energiesysteme mit technischer Expertise aus dem Fachbereich für angewandte Biowissenschaften und Prozesstechnik&lt;br /&gt;
* Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in mit Perspektive des Hochschulklimarats in gleichzeitiger Rolle der Facilitation sowie Wissenschaftler*in mit Lehrtätigkeit zu Geoinformationssystemen aus dem Fachbereich Landwirtschaft, Ökotrophologie und Landschaftsentwicklung; &lt;br /&gt;
* Laboringenieur*in aus dem Fachbereich Elektrotechnik, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen&lt;br /&gt;
* Präsidiumsmitarbeiter*in aus dem Bereich Wissenschaftskommunikation&lt;br /&gt;
* Zwei Studierende aus dem Fachbereich Design&lt;br /&gt;
* Konsultativ beratend: Leiterin der Verwaltung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einschätzung zur Zusammensetzung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ideal, bis auf fehlende Perspektive der Professor*innen (Professor*in, Mitglied im Hochschulklimarat und Mitautor*in des Maßnahmenvorschlags „Energieeffizientes Rechenzentrum“ konnte aus terminlichen Gründen nicht teilnehmen)&lt;br /&gt;
* Ausgeglichenes Geschlechterverhältnis&lt;br /&gt;
* Anlassbezogene und dynamische Zusammensetzung ermöglicht zielorientierte Lösungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umsetzungsschritte ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Erkundungsphase (Februar – März)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bildung des Transformationsteams, Aufbau von Organisations- und Kommunikationsstrukturen &lt;br /&gt;
* Erkundung der Ressourcen und Vorerfahrungen&lt;br /&gt;
* Recherche von Best-Practice-Beispielen anderer Hochschulen&lt;br /&gt;
* Recherche der rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen an der HSA (Inventarisierung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Findungsphase (März – April)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Erarbeitung der Transformationsziele mittels Wirkindikator „Sharing-Konzepte (qualitativ)“: Etablierung von zwei Sharing-Angeboten (Plattformen für Weitergabe und Verleih)&lt;br /&gt;
* Entwicklung eines Transformationskonzeptes (Aufgabenplanung, Verantwortlichkeiten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3. Konkretisierungsphase (Mai – Juni)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Definition von Leistungskriterien für Plattform (Was muss die Plattform können?):&lt;br /&gt;
** Zugänglichkeit nur für Hochschulangehörige&lt;br /&gt;
** Möglichst Integration in bereits genutzte Plattformen&lt;br /&gt;
** Kostengünstiger Unterhalt&lt;br /&gt;
** Wartungsarm&lt;br /&gt;
** Funktionalität&lt;br /&gt;
*** Eingabeformular für Einstellung von Angeboten (Gerätespezifikationen, ggf. Foto, Kontaktinformationen)&lt;br /&gt;
*** Angebot mit Ablauffrist von drei Monaten, inkl. Benachrichtigung bei Fristablauf&lt;br /&gt;
*** Prüfung von Angeboten durch Energie- und Nachhaltigkeitsmanagement&lt;br /&gt;
*** Lesen von Angeboten unter Beachtung von Leserechten je nach Statusgruppe&lt;br /&gt;
*** Direkte Reservierungsanfrage bei Anbietenden – keine Bindung von Kapazitäten der Verwaltung&lt;br /&gt;
*** Vordruck für Leih- bzw. Weitergabeformulare&lt;br /&gt;
*** Ggf. Belegungskalender für Geräte&lt;br /&gt;
*** Ggf. Dokumentation der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; Einsparung&lt;br /&gt;
* Definition von Darstellungskriterien der Plattform: &lt;br /&gt;
** Übersichtlich, modern und optisch ansprechend&lt;br /&gt;
** Einfache, intuitive, benutzerfreundliche Bedienung&lt;br /&gt;
*** Sowohl für Anbietende, Nutzende und Instandhaltende der Plattform, damit diese gerne und dauerhaft genutzt werden kann&lt;br /&gt;
* Recherche und Test von geeigneten Programmen und Plattformen unter Berücksichtigung bereits genutzter Plattformen an der HSA (z.B. Nextcloud, Moodle, Intranet, anny, ggf. auch Bibliothekssoftware)&lt;br /&gt;
* Vorstellung des Konzeptes bei Vertretung der Hochschulleitung und Bitte um Unterstützung und Feedback: Ansprache Kanzler*in/Leiter*in der Verwaltung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4. Umsetzungsphase (Juli – September)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Entscheidung für eine digitale Darstellungsform für Verleih und Weitergabe von Geräten (Transformationsteam und Verwaltung)&lt;br /&gt;
* Programmierung der neuen Verleih- und Weitergabeplattform durch die Drittanbieterfirma anny, die bereits beim Hochschulsport-Buchungssystem mit der HSA kooperiert, sowie Testlauf der Plattform&lt;br /&gt;
* Verstetigung und dauerhafte Zuständigkeiten klären im Weitergabe-/Verleihprozess (an der HSA durch Einbindung der neuen Personalstelle Energie- und Nachhaltigkeitsmanagement)&lt;br /&gt;
* Erarbeitung eines Übergabeprotokolls für den Verleih-/Weitergabe von Geräten und inhaltliche Abstimmung mit Zentraler Beschaffung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5. Abschlussphase (Oktober – Dezember)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Aktivierung der Plattformen und Verlinkungen auf der Nachhaltigkeitsseite der HSA&lt;br /&gt;
* Erstellung und Versand von Informationsmaterialien zur Bewerbung und Nutzung der Plattform (digital per Rundmail an alle Hochschulangehörigen, Bewerbung auf Informationsmonitoren und in Form von Postern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gelingensbedingungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konkrete Empfehlungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Klarheit über Rahmenbedingungen:&#039;&#039;&#039; Welche formalen und rechtlichen Rahmen-bedingungen gelten an der Hochschule, die bei Verleih- oder Weitergabeprozessen beachtet werden müssen, z. B. die Weitergabe von inventarisierten Objekten betreffend? Wir empfehlen, die Prozesse so direkt wie möglich einrichten, damit nicht unnötig Dritte mit einem Verleihprozess belastet werden. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Nutzen evtl. vorhandener Online-Strukturen&#039;&#039;&#039;: Die Nutzung vorhandener Plattformen fördert den Erfolg der Maßnahme, da Personal für Pflege der Plattformen als auch Nutzer*innen mit dem Tool bereits vertraut sind. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Verstetigung und Verantwortlichkeiten&#039;&#039;&#039;: Die Klärung und Festlegung langfristiger Zuständig- und Verantwortlichkeiten ist essentiell für die nachhaltige Wirksamkeit der Maßnahme. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Unterstützung von Entscheidungstragenden:&#039;&#039;&#039; Es ist unerlässlich, dass Entscheidungs-tragende der Hochschule die Maßnahme befürworten oder sich sogar aktiv unterstützend am Prozess beteiligen. Dies gewährleistet meist nicht nur den Zugriff auf notwendige Ressourcen, sondern fördert auch das gemeinsame Engagement und erhöht die Erfolgsaussichten des Vorhabens insgesamt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Öffentlichkeitsarbeit:&#039;&#039;&#039; Es ist sehr wichtig, dass Informationen dazu leicht für das Zielpublikum zugänglich sind und regelmäßig aktiv auf die Plattform aufmerksam gemacht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Optionale Hinweise ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kommunikation sollte regelmäßig, offen und über mehrere Kanäle organisiert sein, wobei die Nutzung cloudbasierter digitaler Formate (Webex/Zoom, Miro, usw.) zu empfehlen ist&lt;br /&gt;
* Kombination aus Top-down und Bottom-up Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rahmenbedingungen an der Hochschule ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen des Transferlabors ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Laufzeit ====&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von elf Monaten (Februar bis Dezember 2024). Für die Maßnahmenumsetzung war diese Zeit angemessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Finanzen ====&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung des Transferlabors waren keine finanziellen Mittel notwendig, da ein bereits an der HSA vorhandenes Online-System der Hochschulbibliothek eines Drittanbieters dafür genutzt werden konnte. Lediglich für die Bewerbung des Ressourcenkreisels wurden Poster gedruckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Kosten für die Einrichtung und den Betrieb des externen Online-Systems sowie unbegrenzten Support betragen ca. 1.200 EUR/Jahr&lt;br /&gt;
* A2 Poster auf Recyclingpapier: ca. 3,60 EUR/Poster (inkl. MwSt. und Lieferung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen an der HSA ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Drei Standorte:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Köthen, Dessau, Bernburg (Saale)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039; (Stand 12.06.2025):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Insgesamt 7.536 Angehörige: 6.355 Studierende, 1.181 Mitarbeitende (150 Professor*innen, 282 Wissenschaftliche Mitarbeitende, 482 wissenschaftsunterstützendes Personal, 267 Wissenschaftliche Hilfskräfte)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterstützung der Hochschulleitung zur Maßnahmenumsetzung ====&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Die Vizepräsidentin für Forschung, Transfer und Nachhaltigkeit übernahm die Projektleitung. Die Leiterin der Verwaltung, welche ebenfalls Teil der Hochschulleitung ist, unterstützte die Arbeit des Hochschulklimarates vor Ort, sowie die Arbeit des Transformationsteams bei der Maßnahmenumsetzung aktiv, u.a. durch Teilnahme an Planungstreffen und Zugriff auf notwendige Ressourcen. Die konsequente Unterstützung und Priorisierung des Vorhabens durch die Hochschulleitung waren zentral für den Erfolg der Maßnahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Einrichtung einer [https://www.hs-anhalt.de/hochschule-anhalt/profil/praesidium.html Vizepräsidentschaft für Nachhaltigkeit] (seit 2021)&lt;br /&gt;
* Beteiligung der HSA an der [https://www.nachhaltigkeit.ovgu.de/AGNHKLSA.html AG Nachhaltige Hochschulen Sachsen-Anhalt] (seit März 2021)&lt;br /&gt;
* Gründung einer [https://www.hs-anhalt.de/nachhaltigkeit/arbeitsgruppe.html AG-Nachhaltigkeit] an der HSA (April 2021)&lt;br /&gt;
* Erarbeitung einer [https://www.hs-anhalt.de/fileadmin/Dateien/Praesidium/Nachhaltigkeitsstrategie_der_Hochschule_Anhalt.pdf Nachhaltigkeitsstrategie] zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der UN-Agenda 2030 (Senatsbeschluss im Juli 2022)&lt;br /&gt;
* Beteiligung am Verbundprojekt [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] (Oktober 2022 bis September 2025) &lt;br /&gt;
* Integration von weiteren realisierbaren Maßnahmenvorschlägen aus dem, während des KlimaPlanReal-Projekts erarbeiteten, [https://www.hs-anhalt.de/fileadmin/Dateien/Nachhaltigkeit/KlimPlanReal/2023-11-23_Klimaplan_HSA_onlineversion.pdf Klimaplans] in den [https://www.hs-anhalt.de/fileadmin/Dateien/Nachhaltigkeit/Strategie/Massnahmenplan_hsa.pdf Maßnahmenplan] zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie der HSA&lt;br /&gt;
* Schaffung und Besetzung einer Stelle für Energie- und Nachhaltigkeitsmanagement (Februar 2024)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Voraussetzungen an der Hochschule ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vorhandene fachliche Expertise der Verwaltungsmitarbeitenden aus der Zentralen Beschaffung&lt;br /&gt;
* Bereits an der HSA vorhandene Online-Plattform der Hochschulbibliothek, welche um die benötigten Ressourcen ergänzt werden konnte&lt;br /&gt;
* Personalstelle für Energie- und Nachhaltigkeitsmanagement, welche die Umsetzung der Maßnahme von Beginn an begleitet hat und den „Ressourcenkreisel“ über Projektlaufzeit hinaus betreut&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Links, Material, Ansprechpersonen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.hs-anhalt.de/landingsites/nachhaltigkeit/pilotprojekte-zur-nachhaltigkeit-an-der-hochschule-anhalt/ressourcenkreisel.html Website zum Transferlabor „Ressourcenkreisel“]&lt;br /&gt;
* [https://www.hs-anhalt.de/fileadmin/Dateien/Nachhaltigkeit/Pilotprojekte/energiesparen/Ressourcenkreisel_A2.pdf Poster] zur Bewerbung des Ressourcenkreisels&lt;br /&gt;
* [https://www.hs-anhalt.de/securedl/sdl-eyJ0eXAiOiJKV1QiLCJhbGciOiJIUzI1NiJ9.eyJpYXQiOjE3NDk4MTU0NjAsImV4cCI6MjA2NTI2MTg2MCwidXNlciI6MCwiZ3JvdXBzIjpbMCwtMV0sImZpbGUiOiJmaWxlYWRtaW4vRGF0ZWllbi9zZWN1cmVkL2ludGVybmVfRm9ybXVsYXJlLzIwMjQtMDctMjRfVUViZXJnYWJlcHJvdG9rb2xsX0xlaWhnZXJhZXRlX0hvY2hzY2h1bGVfQW5oYWx0LnBkZiIsInBhZ2UiOjEyMTEzfQ.T3nunKwbHNNX-RfevGIAbIMCGfcQ6bmeg3oEl0SVQBE/2024-07-24_UEbergabeprotokoll_Leihgeraete_Hochschule_Anhalt.pdf Übergabeprotokoll zum Verleih von Geräten an der HSA]&lt;br /&gt;
* Good Practice Beispiel der Stadt Halle an der Saale: [https://m.stadtbibliothek-halle.de/stadtbibliothek/Anmeldung-Benutzung/Medienangebote/Bibliothek-der-Dinge/ „Bibliothek der Dinge“]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kontaktadresse für Rückfragen:&#039;&#039;&#039; ressourcenkreisel@hs-anhalt.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KlimaPlanReal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_%22Gr%C3%BCner_Teller_complemented%22&amp;diff=28018</id>
		<title>Blaupause &quot;Grüner Teller complemented&quot;</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_%22Gr%C3%BCner_Teller_complemented%22&amp;diff=28018"/>
		<updated>2026-04-07T09:55:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: /* Links, Material, Ansprechpersonen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Best Practice&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Transfer, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Ernährung&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Forschungsmanagement, Interessierte Öffentlichkeit, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Hochschule Harz&lt;br /&gt;
|org=KlimaPlanReal&lt;br /&gt;
|adresse=Friedrichstraße 57-59; 38855 Wernigerode&lt;br /&gt;
|url=https://www.hs-harz.de/&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Kurzbeschreibung==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause entstand im Rahmen des zweiten [[Transferlabor|Transferlabors]] (angelehnt an die Methode der [[Reallabor|Reallabore]]) an der [https://www.hs-harz.de/ Hochschule Harz] im Rahmen des Projektes [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]]. Sie dient als Orientierungshilfe für andere Hochschulen, die Sensibilisierungen für eine klimafreundlichere Ernährung erreichen und/oder eine Wirkungsmessung von Klimakennzeichnungen bei Mensagerichten erfassen wollen. Es wurden folgende Sensibilisierungsmaßnahmen durchgeführt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Aktionsstände (zur Einführung der Klimakennzeichnung, an hochschulspezifischen Aktionstagen wie dem Gesundheitstag und den Ökosozialen Hochschultagen), &lt;br /&gt;
* Ernährungsworkshop, &lt;br /&gt;
* Stempelaktion, &lt;br /&gt;
* Kochworkshop, &lt;br /&gt;
* No-Food-Waste-Kampagne und &lt;br /&gt;
* Aufklärungsposts zum Veganuary. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Umsetzung und entsprechendes Material sind in dieser Blaupause zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
Impactrelevantes Transformationsfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Themenbereich:&#039;&#039;&#039; Nachhaltige Ernährung und Beschaffung&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Handlungsfeld:&#039;&#039;&#039; Ernährung&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Maßnahmentitel aus dem [https://www.hs-harz.de/dokumente/extern/Forschung/Projektwebseiten/KlimaPlanReal/Unser_Klimaplan_fuer_die_Hochschule_Harz.pdf KlimaPlan]:&#039;&#039;&#039; „Optimierung des Mensaangebots“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgeschichte und Maßnahmenbeschreibung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maßnahme „Grüner Teller complemented“ wurde als hochschulübergreifende Kooperation zwischen der Hochschule Magdeburg-Stendal ([https://www.h2.de/home.html h2]), der Hochschule Harz ([https://www.hs-harz.de/ HSH]), der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ([https://www.ovgu.de/ OVGU]) und dem [https://www.studentenwerk-magdeburg.de/ Studentenwerk Magdeburg], welches an den drei genannten Hochschulen die Mensen betreibt, durchgeführt. Sie baut auf der im [https://www.hs-harz.de/dokumente/extern/Forschung/Projektwebseiten/KlimaPlanReal/Unser_Klimaplan_fuer_die_Hochschule_Harz.pdf KlimaPlan] der [https://www.hs-harz.de/ HSH] aufgeführten Maßnahme „Optimierung des Mensaangebotes“ &amp;lt;!-- Verlinken, wenn fertig  --&amp;gt;auf und setzt ein circa ein Jahr zuvor an der Hochschule Magdeburg-Stendal begonnenes Transferlabor mit dem Namen „Grüner Teller – lieber klimabewusst mensen?! fort. Dieses hat die Einführung einer Klimakennzeichnung von dem Drittanbieter [https://eaternity.org/ Eaternity] für die Mensagerichte initiiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Hochschule Harz wurden folgende Teilmaßnahmen/Ziele umgesetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1.    Aktionen zur Sensibilisierung und Verhaltensänderung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Unterstützung der Klimakennzeichen zu fördern und Verhaltensänderungen hin zu einer klimafreundlichen Ernährung zu stärken, wurden für Hochschulangehörige unterschiedliche Sensibilisierungsmaßnahmen durchgeführt. Entscheidungsträger*innen entwickelten dafür konkrete/individuelle/spezifische Pilotprojekte in ihrem jeweiligen Tätigkeitsbereich, um deren langfristige Integration in evtl. veränderter Form langfristig zu etablieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2.    Analyse und Wirkungsmessung der Kennzeichnung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Nach ihrer Einführung im April 2025 wurden die Verständlichkeit und Wahrnehmung der Klimakennzeichen mit einer Mensaumfrage überprüft, um Optimierungsbedarf aufzudecken und Abänderungen vorzunehmen. &lt;br /&gt;
Bild von Klimakennzeichnung einfügen&amp;lt;!-- Einfügen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
Ist-Zustand&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da das Transferlabor auf den Arbeiten des „Grüner Teller – lieber klimabewusst mensen?!“ aufbaut, ist der Ist-Zustand in der dortigen Blaupause nachzulesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammensetzung des Transformationsteams&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Umsetzung wurde ein sogenanntes [[Glossar KlimaPlanReal|Transformationteam]] gebildet, das sich aus allen Mitgliedergruppen der Hochschule zusammensetzte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kanzlerin&#039;&#039;&#039; und Verwaltungsratsmitglied des Studentenwerk Magdeburg&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Professorin&#039;&#039;&#039; am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften (Wirtschaftspsychologie)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wissenschaftsunterstützende Mitarbeiterin&#039;&#039;&#039; (Umweltmanagement-Beauftragte und dadurch Organisatorin der Nachhaltigkeitswoche, Food-Sharing-Mitglied Wernigerode, Mitglied der Studentischen Begegnungsstätte)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wissenschaftsunterstützender Mitarbeiter&#039;&#039;&#039; im Dezernat Kommunikation und Marketing&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Leiterin Hochschulgesundheitsmanagement&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wissenschaftliche Mitarbeiterin&#039;&#039;&#039; in der Medieninformatik&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Studentin&#039;&#039;&#039; (Nachhaltiges Management, Studierendenrat-Mitglied)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Studentin&#039;&#039;&#039; (studentische Umweltinitiative act.)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Student&#039;&#039;&#039; (studentische Umweltinitiative act.)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mitarbeiter*in Studentenwerk Magdeburg&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[https://www.h2.de/hochschule/portrait/nachhaltigkeit-und-klimaschutz/projekt-klimaplanreal/kontakt.html Projektmitarbeiterin KlimaPlanReal von der h2]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;In die Lehre&amp;lt;/u&amp;gt; wurde das 2. Ziel „Analyse und Wirkungsmessung der Kennzeichnung“ eingebettet. Die Konzeption der Mensaumfrage erfolgte im Co-Design-Prozess durch das Transformationsteam. Studierende haben anschließend unter der Betreuung eines Transferlaborteam-Mitgliedes (Professorin Wirtschaftspsychologie) die Umfrage durchgeführt und ausgewertet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umsetzungsschritte ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (November 2024 – Januar 2025)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Absprachen zwecks konkreter Zielsetzung zwischen h2, Studentenwerk Magdeburg und der HSH&lt;br /&gt;
* Zusammenstellung des Transformationsteams&lt;br /&gt;
* Aufbau der Organisations- und Kommunikationsstrukturen im Transformationsteam&lt;br /&gt;
* Brainstorming (mittels World Café) zu unterschiedlichen Sensibilisierungsmöglichkeiten&lt;br /&gt;
* Unterstützung der Aktionswoche vom Studierendenwerk zum [https://veganuary.com/de/ „Veganuary“] durch [https://www.instagram.com/gesundheit_hsharz/ Aufklärungsposts] auf Instagram&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungs- und Konkretisierungsphase (Februar – März 2025)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Clusterung der Ideen zur Sensibilisierung&lt;br /&gt;
* Ausarbeitung der Sensibilisierungsmöglichkeiten&lt;br /&gt;
* Festlegung von Verantwortlichkeiten der einzelnen Maßnahmen&lt;br /&gt;
** Eine Person hat sich zumeist eine spezifische Maßnahme ausgesucht und sich als „Hauptverantwortliche“ um die Planung und Durchführung gekümmert.&lt;br /&gt;
* Aufstellung eines Arbeits- und Zeitplans&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (April – Juli 2025)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Aktionsstand zur Einführung der Klimakennzeichnung in der Mensa&lt;br /&gt;
* Konzeption, Durchführung und Auswertung der Mensaumfrage&amp;lt;!-- einfügen --&amp;gt; zur Klimakennzeichnung&lt;br /&gt;
* Ernährungsworkshop&amp;lt;!-- einfügen --&amp;gt; mit zwei Terminen zu klimafreundlicher Ernährung&lt;br /&gt;
* Während der [https://www.hs-harz.de/nachhaltigkeit/nh-woche Nachhaltigkeitswoche] :&lt;br /&gt;
** &amp;lt;u&amp;gt;Stempelaktion:&amp;lt;/u&amp;gt; &amp;lt;!-- einfügen --&amp;gt;Mit jedem veganen Gericht sowie bei Teilnahme an Veranstaltungen innerhalb der Nachhaltigkeitswoche konnten Stempel auf einer Karte gesammelt werden. Bei Erreichung von fünf Stempeln gab es die Möglichkeit, an einer Verlosung teilzunehmen.&lt;br /&gt;
** &amp;lt;u&amp;gt;Kochworkshop:&amp;lt;/u&amp;gt;&amp;lt;!-- einfügen --&amp;gt; Es wurden Filmausschnitte zum Thema Ernährung gezeigt und parallel wurde ein ähnliches Gericht zubereitet. Zwischendurch erfolgte Input zu Kultur und Klimaschutz.&lt;br /&gt;
** &amp;lt;u&amp;gt;[https://www.instagram.com/act.hsharz/ No-Food-Waste-Kampagne]:&amp;lt;/u&amp;gt; Die studentische Initiative act. postete auf ihrem Instagramm-Account jeweils eine Story mit Handlungsempfehlungen gegen Lebensmittelverschwendung über zwölf Wochen hinweg.&lt;br /&gt;
* Teilnahme an hochschulspezifischen Aktionstagen (Gesundheitstag bzw. Ökosoziale Hochschultage) zur Aufklärung über die Klimakennzeichnung und klimabewussterer Ernährung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschlussphase (August – September 2025 ff.)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zusammenfassung der Umfrageergebnisse für das Studentenwerk Magdeburg&lt;br /&gt;
* Reflexion innerhalb des Transformationsteams über Optimierungspotential für langfristige Sensibilisierung&lt;br /&gt;
** Die Mensaumfrage soll ein Jahr später wiederholt werden, um die langfristigen Veränderungen zu ermitteln.&lt;br /&gt;
** Das Hochschulgesundheitsmanagement plant einzelne Ernährungsworkshops mit der Thematik „Pflanzliche Proteine“ und [https://www.bzfe.de/klima-und-wandel/essen-im-wandel/planetary-health-diet Planetary Health Diet]. Eine aufeinander aufbauende Ernährungsworkshopreihe hat sich als nicht zielbringend, aufgrund von schwindenden Teilnehmenden, gezeigt.&lt;br /&gt;
** Die Stempelkarte wurde „zeitlos“ (ohne Jahreszahlen etc.) erstellt und wird nächstes Jahr wieder genutzt werden.&lt;br /&gt;
** Die [https://www.instagram.com/act.hsharz/ No-Food-Waste-Kampagne] ist auf Instagram angepinnt und somit jederzeit verfügbar.&lt;br /&gt;
** Der Kochworkshop soll nächstes Jahr in der Nachhaltigkeitswoche wiederholt werden.&lt;br /&gt;
** Ergänzende Maßnahmen zur Langfristigkeit wurden umgesetzt:&lt;br /&gt;
*** Durch Beschaffung von zwei hydroponischen Systemen wurde das Thema klimafreundliche Ernährung mittels Laborversuche langfristig in die Lehre verankert.&lt;br /&gt;
*** Es entsteht eine Unterseite „Essbarer Campus“ auf der Hochschulwebsite.&lt;br /&gt;
*** Eine Zusammenfassung der Mensaumfrage wurde auf der Hochschulwebsite hochgeladen.  &lt;br /&gt;
* Abschlussveranstaltung mit Aktionstag „klimafreundliche Ernährung“ an der [https://www.hs-harz.de/ HSH] mit der [https://www.h2.de/home.html Hochschule Magdeburg-Stendal]&lt;br /&gt;
** Kostenloses Probieren von veganen Cheese Balls (vom Studentenwerk bereitgestellt)&lt;br /&gt;
** Verkauf des [https://www.hs-harz.de/nachhaltigkeit/nachhaltiger-campus hochschuleigenen Honig]&lt;br /&gt;
** Vorstellung der Vereine/Organisationen [https://foodsharing.de/region/wernigerode Food Sharing Wernigerode], [https://www.wernigerode-tourismus.de/nachhaltigkeit-in-wernigerode-und-schierke/fairtradetown-wernigerode Fair Trade Town Wernigerode], [https://sirplus.de/ Sirplus], SoLaWi Vielfeld e.V.&lt;br /&gt;
** Glücksrad mit Fragen zu klimafreundlichem Essen und Spiel zu dem unterschiedlichen Wasserverbrauch von Lebensmittel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dokumentation &amp;amp; Nachbereitung ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispielhafte Erklärung zu klimafreundlicher Ernährung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Umweltbundesamt: &amp;quot;[https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/essen-trinken/klima-umweltfreundliche-ernaehrung#so-ernahren-sie-sich-nachhaltig-und-gesund Klimafreundliche Ernährung: fleischreduziert, vegetarisch oder vegan]&amp;quot;; 2025&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ausführlichere Beschreibung der Umsetzung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Link Blogeintrag&amp;lt;!-- später --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Eigenes erstelltes Material:&#039;&#039;&#039;&amp;lt;!-- einfügen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Veganuary Kampagne&lt;br /&gt;
* Mensaumfrage inkl. Flyer&lt;br /&gt;
* Stempelvorlage&lt;br /&gt;
* No-Food-Waste-Kampagne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rahmenbedingungen ==&lt;br /&gt;
Rahmenbedingungen des Transferlabors&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Laufzeit ====&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von rund 10 Monaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Finanzen ====&lt;br /&gt;
Neben Personalkosten für die Projektmitarbeiterin standen 10.000€ Projektmittel zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rahmenbedingungen an der Hochschule ====&lt;br /&gt;
Standorte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschule Harz hat einen Standort in &amp;lt;u&amp;gt;Wernigerode (circa. 32.000 Einwohner)&amp;lt;/u&amp;gt; und einen weiteren kleineren in &amp;lt;u&amp;gt;Halberstadt (circa 37.000 Einwohner)&amp;lt;/u&amp;gt;. Die beiden Standorte liegen rund 25 km entfernt und die Umgebung ist &#039;&#039;&#039;ländlich geprägt&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschulgröße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stand 2024:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Studierende: 2.839 (Wernigerode: 2.154, Halberstadt: 685)&lt;br /&gt;
* Mitarbeitende: 336 (Wernigerode: 294, Halberstadt: 42)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterstützung der Hochschulleitung zur Maßnahmenumsetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Unterzeichnung des Letter of Intent für den Projektantrag KlimaPlanReal hat die Leitung der Hochschule Harz die aktive Unterstützung zugesichert. Dadurch war die Teilnahme an den Transferlaboren für die Mitarbeitenden Arbeitszeit. Da die Kanzlerin im Transformationsteam war, gab es einen regelmäßigen Austausch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.hs-harz.de/forschung/ausgewaehlte-forschungsprojekte/klimaschutzkonzept Klimaschutzmanagement] (Drittmittelprojekt) für die Berechnung des Treibhausgasminderungspotentials&lt;br /&gt;
* [https://www.hs-harz.de/nachhaltigkeit/umweltmanagementsystem Umweltmanagement] (feste Stelle mit 75% für EMAS-Zertifizierung)  für EMAS-Zertifizierung &amp;amp; langfristige Evaluation innerhalb des Umweltmanagementsystems&lt;br /&gt;
* [https://www.hs-harz.de/hochschule/organisation/verwaltung/dezernate/liegenschaften-bau-technik/mitarbeiter-1-1 Umweltbeauftragte] ist die Projektleitung; stetige Zusammenarbeit&lt;br /&gt;
* [https://www.hs-harz.de/nachhaltigkeit/kommission-nachhaltige-hs-harz Senatskommission Nachhaltige Hochschule Harz] wurde der jeweilige Projektstand in begleitender und beratender Funktion vorgestellt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Durch die Besetzung der Hochschulleitung im Transformationsteam war die direkte Unterstützung sichtbar und ermöglichte ein direktes Feedback.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
Konkrete Empfehlungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Elementar für die vielfältige Umsetzung der Sensibilisierungsmaßnahmen war, dass die mit dem Themengebiet Ernährung betrauten Personen/Positionen (Hochschulgesundheitsmanagement, Umweltbeauftragte etc.) Mitglieder im Transformationsteam waren und somit sowohl ihre bisherigen Erfahrungen, als auch ihre eigenen Ideen in dem jeweiligen Tätigkeitsgebiet einbringen konnten.&lt;br /&gt;
* Das inspirierende und ausprobierfreudige Transferlaborteam war der Nährboden für die produktive Zusammenarbeit. Es empfiehlt sich für eine optimale Vernetzung eine angenehme, (persönliche,) fröhliche und konstruktive Atmosphäre zu schaffen. Die Transferlaborteammitglieder werden somit zu Multiplikator*innen.&lt;br /&gt;
* Eine enge Zusammenarbeit mit dem Studierendenwerk als auch mit anderen Hochschulen, die von dem Studierendenwerk beliefert werden, ist für eine erfolgreiche Umsetzung wichtig. Das Verständnis von unsichtbaren Prozessen erleichtert die Planungen enorm. Beispielsweise war die Hochschule Harz zuvor nicht bei der halbjährlichen „Küchenkommission“ des Studierendenwerks eingeladen, wegen der räumlichen Entfernung. Da die weitere Ausrichtung des Studierendenwerks bei der Küchenkommission besprochen wird und der Bedarf an allen Stellen ersichtlich ist, wird die HSH zukünftig durch eine Ansprechperson vertreten sein.&lt;br /&gt;
* Bei der Berechnung der Klimakennzeichnung von dem externen Anbieter Eaternity wird nicht nur der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; -Fußabdruck, sondern auch der sogenannte „Sättigungsindex/ Daily Food Unit“ miteinberechnet. Es ist schwierig, die Kombination von Treibhausgasausstoß und Abdeckung von Nährstoffwerten, nach einer eigenen Berechnungsmethodik des Anbieters, zu vermitteln. Diese Bewertungssystematik führte teilweise dazu, dass omnivore Gerichte besser bewertet werden als pflanzliche. So kann bei den Endkonsument*innen fälschlicherweise die Botschaft ankommen, tierische Produkte seien besonders klimafreundlich. Da das Aufklärungsmaterial von Eaternity aus unserer Sicht keine detaillierten Informationen beinhaltet, werden eigene Aufklärungskampagnen empfohlen. Bei einer geplanten Zusammenarbeit mit Eaternity sollten diese Hindernisse mitberücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
* Vorhandene Ressourcen und Kooperationen sollten genutzt werden. Es bestand beispielsweise an der Hochschule Harz eine Kooperation zu der Techniker Krankenkasse, die den Ernährungsworkshop zu klimafreundlicher Ernährung durchgeführt hat. Bevor neue Dienstleister akquiriert werden, können vorhandene geeignete Kooperationspartner*innen Pilotprojekte umsetzen, um die Akzeptanz bei der Zielgruppe zu testen.&lt;br /&gt;
* Die Kernaussage aus der Mensaumfrage zu der Bereitschaft an der Teilnahme zu unterschiedlichen Aktionen war: Je niedrigschwelliger und kognitiv anspruchsloser die Maßnahme war, desto höher ist die eingeschätzte Teilnahme. Deswegen empfiehlt es sich besonders, Angebote wie kostenlose Verkostungen von pflanzlichen (Ersatz-)Produkten zu nutzen.&lt;br /&gt;
* Der größte Hebel für Klimaneutralität im Bereich Ernährung ist, das Speiseangebot der Mensa auf pflanzliche und somit klimafreundliche Produkte umzustellen. Dies hängt jedoch von dem jeweiligen Studierendenwerk ab und die Hochschule hat als Institution darauf wenig Einfluss. Durch eine enge Zusammenarbeit kann jedoch sowohl das Verständnis für die Notwendigkeit des Klimaschutzes als auch die Bereitschaft der Konsument*innen, hauptsächlich pflanzliche Gerichte zu kaufen, steigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Links, Material, Ansprechpersonen ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ansprechpersonen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Projektleitung: [https://www.hs-harz.de/aheilmann/zur-person Prof. Dr. Andrea Heilmann] &amp;amp; [https://www.hs-harz.de/pschaller/zur-person Prof. Dr. Philipp Schaller]&lt;br /&gt;
* Projektmitarbeiter*innen: [https://www.hs-harz.de/forschung/ausgewaehlte-forschungsprojekte/innovative-hochschule/unser-team Anja Klinner] &amp;amp; [https://www.hs-harz.de/hochschule/organisation/verwaltung/dezernate/liegenschaften-bau-technik/mitarbeiter-1-1 Heidi Wilhof]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Externe Links&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mögliche App-Unterstützung: [https://www.wasteside.de/ Wasteside]&lt;br /&gt;
* Beratungsangebot für Kantinen aus Sachsen-Anhalt: [https://www.zukunftsspeisen.com/ Zukunftsspeisen]&lt;br /&gt;
* Informationen über den Dienstleiter der Klimakennzeichnung Eaternity: [https://eaternity.notion.site/ Eaternity]&lt;br /&gt;
* Für studentisches Engagement: [https://mensarevolution.de/ Mensarevolution]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weiterführende Informationen und Leitfäden für nachhaltige Gemeinschaftsverpflegung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung: [https://www.jobundfit.de/fileadmin/user_upload/medien/JOB_FIT/Wegweiser_Nachhaltigkeit_in_der_Geminschaftsverpflegung.pdf „Nachhaltigkeit in der Gemeinschaftsverpflegung – Wegweiser für Praktiker*innen, Multiplikator*innen und weitere Akteur*innen rund um die Gemeindschaftsgastronomie und -verpflegung“]; 2025&lt;br /&gt;
* Deutsche Gesellschaft für Hauswirtschaft e.V.: [https://haushalt-wissenschaft.de/wp-content/uploads/2024/04/HUW_06_2024_Pfannes_Nachhaltigkeit_GV.pdf „Nachhaltigkeit &amp;amp; Gemeinschaftsverpflegung: Ein Überblick über digitale, kostenfreie Informationsmaterialien“]; 2024&lt;br /&gt;
* [https://www.bzfe.de/klima-und-wandel/essen-im-wandel/nachhaltige-gemeinschaftsverpflegung Website] von Bundeszentrum für Ernährung zu Nachhaltige Gemeinschaftsverpflegung&lt;br /&gt;
* Umweltbundesamt: [https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/479/publikationen/uba_fb_besser_essen_bf.pdf „Besser essen in Kantinen und Mensen“] – Wegweiser für eine umweltverträgliche und gesundheitsfördernde Gemeinschaftsverpflegung; 2022&lt;br /&gt;
* Nachhaltigkeitsstrategie Hessen: [https://landwirtschaft.hessen.de/sites/landwirtschaft.hessen.de/files/2023-01/nhs_beschaffungsleitfaden_barrierefrei.pdf „Mehr Nachhaltigkeit in der Gemeinschaftsverpflegung“] – Ein Beschaffungs-Leitfaden für Kommunen und öffentliche Einrichtungen; 2022&lt;br /&gt;
* Landeszentrum für Ernährung Baden-Württemberg: [https://www.gesundheitswirtschaft.ihk.de/blueprint/servlet/resource/blob/6558850/8f41ab5625e63270ef9091282cbe9b3b/b2-25-praesentation-gesunde-verpflegung-va15mai-data.pdf „Nachhaltige Verpflegung in Betrieben – mit und ohne Kantine“]; 2025&lt;br /&gt;
* ConPolicy Institut für Verbraucherpolitik: [https://www.verbraucherzentrale.nrw/sites/default/files/2021-08/wege-zu-einer-nachhaltigen-offentlichen-gemeinschaftsverpflegung-in-nrw_executive-summary.pdf „Wege zu einer nachhaltigen öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung in Nordrhein-Westfalen“]; 2021&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__INDEXIEREN__&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betrieb]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KlimaPlanReal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_%22Gr%C3%BCner_Teller_complemented%22&amp;diff=28017</id>
		<title>Blaupause &quot;Grüner Teller complemented&quot;</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_%22Gr%C3%BCner_Teller_complemented%22&amp;diff=28017"/>
		<updated>2026-04-07T09:54:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: etwas umsortiert und formatiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Best Practice&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Transfer, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Ernährung&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Forschungsmanagement, Interessierte Öffentlichkeit, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Hochschule Harz&lt;br /&gt;
|org=KlimaPlanReal&lt;br /&gt;
|adresse=Friedrichstraße 57-59; 38855 Wernigerode&lt;br /&gt;
|url=https://www.hs-harz.de/&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Kurzbeschreibung==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause entstand im Rahmen des zweiten [[Transferlabor|Transferlabors]] (angelehnt an die Methode der [[Reallabor|Reallabore]]) an der [https://www.hs-harz.de/ Hochschule Harz] im Rahmen des Projektes [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]]. Sie dient als Orientierungshilfe für andere Hochschulen, die Sensibilisierungen für eine klimafreundlichere Ernährung erreichen und/oder eine Wirkungsmessung von Klimakennzeichnungen bei Mensagerichten erfassen wollen. Es wurden folgende Sensibilisierungsmaßnahmen durchgeführt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Aktionsstände (zur Einführung der Klimakennzeichnung, an hochschulspezifischen Aktionstagen wie dem Gesundheitstag und den Ökosozialen Hochschultagen), &lt;br /&gt;
* Ernährungsworkshop, &lt;br /&gt;
* Stempelaktion, &lt;br /&gt;
* Kochworkshop, &lt;br /&gt;
* No-Food-Waste-Kampagne und &lt;br /&gt;
* Aufklärungsposts zum Veganuary. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Umsetzung und entsprechendes Material sind in dieser Blaupause zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
Impactrelevantes Transformationsfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Themenbereich:&#039;&#039;&#039; Nachhaltige Ernährung und Beschaffung&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Handlungsfeld:&#039;&#039;&#039; Ernährung&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Maßnahmentitel aus dem [https://www.hs-harz.de/dokumente/extern/Forschung/Projektwebseiten/KlimaPlanReal/Unser_Klimaplan_fuer_die_Hochschule_Harz.pdf KlimaPlan]:&#039;&#039;&#039; „Optimierung des Mensaangebots“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgeschichte und Maßnahmenbeschreibung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maßnahme „Grüner Teller complemented“ wurde als hochschulübergreifende Kooperation zwischen der Hochschule Magdeburg-Stendal ([https://www.h2.de/home.html h2]), der Hochschule Harz ([https://www.hs-harz.de/ HSH]), der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ([https://www.ovgu.de/ OVGU]) und dem [https://www.studentenwerk-magdeburg.de/ Studentenwerk Magdeburg], welches an den drei genannten Hochschulen die Mensen betreibt, durchgeführt. Sie baut auf der im [https://www.hs-harz.de/dokumente/extern/Forschung/Projektwebseiten/KlimaPlanReal/Unser_Klimaplan_fuer_die_Hochschule_Harz.pdf KlimaPlan] der [https://www.hs-harz.de/ HSH] aufgeführten Maßnahme „Optimierung des Mensaangebotes“ &amp;lt;!-- Verlinken, wenn fertig  --&amp;gt;auf und setzt ein circa ein Jahr zuvor an der Hochschule Magdeburg-Stendal begonnenes Transferlabor mit dem Namen „Grüner Teller – lieber klimabewusst mensen?! fort. Dieses hat die Einführung einer Klimakennzeichnung von dem Drittanbieter [https://eaternity.org/ Eaternity] für die Mensagerichte initiiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Hochschule Harz wurden folgende Teilmaßnahmen/Ziele umgesetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1.    Aktionen zur Sensibilisierung und Verhaltensänderung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Unterstützung der Klimakennzeichen zu fördern und Verhaltensänderungen hin zu einer klimafreundlichen Ernährung zu stärken, wurden für Hochschulangehörige unterschiedliche Sensibilisierungsmaßnahmen durchgeführt. Entscheidungsträger*innen entwickelten dafür konkrete/individuelle/spezifische Pilotprojekte in ihrem jeweiligen Tätigkeitsbereich, um deren langfristige Integration in evtl. veränderter Form langfristig zu etablieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2.    Analyse und Wirkungsmessung der Kennzeichnung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Nach ihrer Einführung im April 2025 wurden die Verständlichkeit und Wahrnehmung der Klimakennzeichen mit einer Mensaumfrage überprüft, um Optimierungsbedarf aufzudecken und Abänderungen vorzunehmen. &lt;br /&gt;
Bild von Klimakennzeichnung einfügen&amp;lt;!-- Einfügen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
Ist-Zustand&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da das Transferlabor auf den Arbeiten des „Grüner Teller – lieber klimabewusst mensen?!“ aufbaut, ist der Ist-Zustand in der dortigen Blaupause nachzulesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammensetzung des Transformationsteams&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Umsetzung wurde ein sogenanntes [[Glossar KlimaPlanReal|Transformationteam]] gebildet, das sich aus allen Mitgliedergruppen der Hochschule zusammensetzte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kanzlerin&#039;&#039;&#039; und Verwaltungsratsmitglied des Studentenwerk Magdeburg&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Professorin&#039;&#039;&#039; am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften (Wirtschaftspsychologie)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wissenschaftsunterstützende Mitarbeiterin&#039;&#039;&#039; (Umweltmanagement-Beauftragte und dadurch Organisatorin der Nachhaltigkeitswoche, Food-Sharing-Mitglied Wernigerode, Mitglied der Studentischen Begegnungsstätte)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wissenschaftsunterstützender Mitarbeiter&#039;&#039;&#039; im Dezernat Kommunikation und Marketing&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Leiterin Hochschulgesundheitsmanagement&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wissenschaftliche Mitarbeiterin&#039;&#039;&#039; in der Medieninformatik&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Studentin&#039;&#039;&#039; (Nachhaltiges Management, Studierendenrat-Mitglied)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Studentin&#039;&#039;&#039; (studentische Umweltinitiative act.)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Student&#039;&#039;&#039; (studentische Umweltinitiative act.)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mitarbeiter*in Studentenwerk Magdeburg&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[https://www.h2.de/hochschule/portrait/nachhaltigkeit-und-klimaschutz/projekt-klimaplanreal/kontakt.html Projektmitarbeiterin KlimaPlanReal von der h2]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;In die Lehre&amp;lt;/u&amp;gt; wurde das 2. Ziel „Analyse und Wirkungsmessung der Kennzeichnung“ eingebettet. Die Konzeption der Mensaumfrage erfolgte im Co-Design-Prozess durch das Transformationsteam. Studierende haben anschließend unter der Betreuung eines Transferlaborteam-Mitgliedes (Professorin Wirtschaftspsychologie) die Umfrage durchgeführt und ausgewertet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umsetzungsschritte ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (November 2024 – Januar 2025)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Absprachen zwecks konkreter Zielsetzung zwischen h2, Studentenwerk Magdeburg und der HSH&lt;br /&gt;
* Zusammenstellung des Transformationsteams&lt;br /&gt;
* Aufbau der Organisations- und Kommunikationsstrukturen im Transformationsteam&lt;br /&gt;
* Brainstorming (mittels World Café) zu unterschiedlichen Sensibilisierungsmöglichkeiten&lt;br /&gt;
* Unterstützung der Aktionswoche vom Studierendenwerk zum [https://veganuary.com/de/ „Veganuary“] durch [https://www.instagram.com/gesundheit_hsharz/ Aufklärungsposts] auf Instagram&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungs- und Konkretisierungsphase (Februar – März 2025)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Clusterung der Ideen zur Sensibilisierung&lt;br /&gt;
* Ausarbeitung der Sensibilisierungsmöglichkeiten&lt;br /&gt;
* Festlegung von Verantwortlichkeiten der einzelnen Maßnahmen&lt;br /&gt;
** Eine Person hat sich zumeist eine spezifische Maßnahme ausgesucht und sich als „Hauptverantwortliche“ um die Planung und Durchführung gekümmert.&lt;br /&gt;
* Aufstellung eines Arbeits- und Zeitplans&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (April – Juli 2025)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Aktionsstand zur Einführung der Klimakennzeichnung in der Mensa&lt;br /&gt;
* Konzeption, Durchführung und Auswertung der Mensaumfrage&amp;lt;!-- einfügen --&amp;gt; zur Klimakennzeichnung&lt;br /&gt;
* Ernährungsworkshop&amp;lt;!-- einfügen --&amp;gt; mit zwei Terminen zu klimafreundlicher Ernährung&lt;br /&gt;
* Während der [https://www.hs-harz.de/nachhaltigkeit/nh-woche Nachhaltigkeitswoche] :&lt;br /&gt;
** &amp;lt;u&amp;gt;Stempelaktion:&amp;lt;/u&amp;gt; &amp;lt;!-- einfügen --&amp;gt;Mit jedem veganen Gericht sowie bei Teilnahme an Veranstaltungen innerhalb der Nachhaltigkeitswoche konnten Stempel auf einer Karte gesammelt werden. Bei Erreichung von fünf Stempeln gab es die Möglichkeit, an einer Verlosung teilzunehmen.&lt;br /&gt;
** &amp;lt;u&amp;gt;Kochworkshop:&amp;lt;/u&amp;gt;&amp;lt;!-- einfügen --&amp;gt; Es wurden Filmausschnitte zum Thema Ernährung gezeigt und parallel wurde ein ähnliches Gericht zubereitet. Zwischendurch erfolgte Input zu Kultur und Klimaschutz.&lt;br /&gt;
** &amp;lt;u&amp;gt;[https://www.instagram.com/act.hsharz/ No-Food-Waste-Kampagne]:&amp;lt;/u&amp;gt; Die studentische Initiative act. postete auf ihrem Instagramm-Account jeweils eine Story mit Handlungsempfehlungen gegen Lebensmittelverschwendung über zwölf Wochen hinweg.&lt;br /&gt;
* Teilnahme an hochschulspezifischen Aktionstagen (Gesundheitstag bzw. Ökosoziale Hochschultage) zur Aufklärung über die Klimakennzeichnung und klimabewussterer Ernährung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschlussphase (August – September 2025 ff.)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zusammenfassung der Umfrageergebnisse für das Studentenwerk Magdeburg&lt;br /&gt;
* Reflexion innerhalb des Transformationsteams über Optimierungspotential für langfristige Sensibilisierung&lt;br /&gt;
** Die Mensaumfrage soll ein Jahr später wiederholt werden, um die langfristigen Veränderungen zu ermitteln.&lt;br /&gt;
** Das Hochschulgesundheitsmanagement plant einzelne Ernährungsworkshops mit der Thematik „Pflanzliche Proteine“ und [https://www.bzfe.de/klima-und-wandel/essen-im-wandel/planetary-health-diet Planetary Health Diet]. Eine aufeinander aufbauende Ernährungsworkshopreihe hat sich als nicht zielbringend, aufgrund von schwindenden Teilnehmenden, gezeigt.&lt;br /&gt;
** Die Stempelkarte wurde „zeitlos“ (ohne Jahreszahlen etc.) erstellt und wird nächstes Jahr wieder genutzt werden.&lt;br /&gt;
** Die [https://www.instagram.com/act.hsharz/ No-Food-Waste-Kampagne] ist auf Instagram angepinnt und somit jederzeit verfügbar.&lt;br /&gt;
** Der Kochworkshop soll nächstes Jahr in der Nachhaltigkeitswoche wiederholt werden.&lt;br /&gt;
** Ergänzende Maßnahmen zur Langfristigkeit wurden umgesetzt:&lt;br /&gt;
*** Durch Beschaffung von zwei hydroponischen Systemen wurde das Thema klimafreundliche Ernährung mittels Laborversuche langfristig in die Lehre verankert.&lt;br /&gt;
*** Es entsteht eine Unterseite „Essbarer Campus“ auf der Hochschulwebsite.&lt;br /&gt;
*** Eine Zusammenfassung der Mensaumfrage wurde auf der Hochschulwebsite hochgeladen.  &lt;br /&gt;
* Abschlussveranstaltung mit Aktionstag „klimafreundliche Ernährung“ an der [https://www.hs-harz.de/ HSH] mit der [https://www.h2.de/home.html Hochschule Magdeburg-Stendal]&lt;br /&gt;
** Kostenloses Probieren von veganen Cheese Balls (vom Studentenwerk bereitgestellt)&lt;br /&gt;
** Verkauf des [https://www.hs-harz.de/nachhaltigkeit/nachhaltiger-campus hochschuleigenen Honig]&lt;br /&gt;
** Vorstellung der Vereine/Organisationen [https://foodsharing.de/region/wernigerode Food Sharing Wernigerode], [https://www.wernigerode-tourismus.de/nachhaltigkeit-in-wernigerode-und-schierke/fairtradetown-wernigerode Fair Trade Town Wernigerode], [https://sirplus.de/ Sirplus], SoLaWi Vielfeld e.V.&lt;br /&gt;
** Glücksrad mit Fragen zu klimafreundlichem Essen und Spiel zu dem unterschiedlichen Wasserverbrauch von Lebensmittel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dokumentation &amp;amp; Nachbereitung ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispielhafte Erklärung zu klimafreundlicher Ernährung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Umweltbundesamt: &amp;quot;[https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/essen-trinken/klima-umweltfreundliche-ernaehrung#so-ernahren-sie-sich-nachhaltig-und-gesund Klimafreundliche Ernährung: fleischreduziert, vegetarisch oder vegan]&amp;quot;; 2025&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ausführlichere Beschreibung der Umsetzung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Link Blogeintrag&amp;lt;!-- später --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Eigenes erstelltes Material:&#039;&#039;&#039;&amp;lt;!-- einfügen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Veganuary Kampagne&lt;br /&gt;
* Mensaumfrage inkl. Flyer&lt;br /&gt;
* Stempelvorlage&lt;br /&gt;
* No-Food-Waste-Kampagne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rahmenbedingungen ==&lt;br /&gt;
Rahmenbedingungen des Transferlabors&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Laufzeit ====&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von rund 10 Monaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Finanzen ====&lt;br /&gt;
Neben Personalkosten für die Projektmitarbeiterin standen 10.000€ Projektmittel zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rahmenbedingungen an der Hochschule ====&lt;br /&gt;
Standorte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschule Harz hat einen Standort in &amp;lt;u&amp;gt;Wernigerode (circa. 32.000 Einwohner)&amp;lt;/u&amp;gt; und einen weiteren kleineren in &amp;lt;u&amp;gt;Halberstadt (circa 37.000 Einwohner)&amp;lt;/u&amp;gt;. Die beiden Standorte liegen rund 25 km entfernt und die Umgebung ist &#039;&#039;&#039;ländlich geprägt&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschulgröße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stand 2024:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Studierende: 2.839 (Wernigerode: 2.154, Halberstadt: 685)&lt;br /&gt;
* Mitarbeitende: 336 (Wernigerode: 294, Halberstadt: 42)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterstützung der Hochschulleitung zur Maßnahmenumsetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Unterzeichnung des Letter of Intent für den Projektantrag KlimaPlanReal hat die Leitung der Hochschule Harz die aktive Unterstützung zugesichert. Dadurch war die Teilnahme an den Transferlaboren für die Mitarbeitenden Arbeitszeit. Da die Kanzlerin im Transformationsteam war, gab es einen regelmäßigen Austausch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.hs-harz.de/forschung/ausgewaehlte-forschungsprojekte/klimaschutzkonzept Klimaschutzmanagement] (Drittmittelprojekt) für die Berechnung des Treibhausgasminderungspotentials&lt;br /&gt;
* [https://www.hs-harz.de/nachhaltigkeit/umweltmanagementsystem Umweltmanagement] (feste Stelle mit 75% für EMAS-Zertifizierung)  für EMAS-Zertifizierung &amp;amp; langfristige Evaluation innerhalb des Umweltmanagementsystems&lt;br /&gt;
* [https://www.hs-harz.de/hochschule/organisation/verwaltung/dezernate/liegenschaften-bau-technik/mitarbeiter-1-1 Umweltbeauftragte] ist die Projektleitung; stetige Zusammenarbeit&lt;br /&gt;
* [https://www.hs-harz.de/nachhaltigkeit/kommission-nachhaltige-hs-harz Senatskommission Nachhaltige Hochschule Harz] wurde der jeweilige Projektstand in begleitender und beratender Funktion vorgestellt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Durch die Besetzung der Hochschulleitung im Transformationsteam war die direkte Unterstützung sichtbar und ermöglichte ein direktes Feedback.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
Konkrete Empfehlungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Elementar für die vielfältige Umsetzung der Sensibilisierungsmaßnahmen war, dass die mit dem Themengebiet Ernährung betrauten Personen/Positionen (Hochschulgesundheitsmanagement, Umweltbeauftragte etc.) Mitglieder im Transformationsteam waren und somit sowohl ihre bisherigen Erfahrungen, als auch ihre eigenen Ideen in dem jeweiligen Tätigkeitsgebiet einbringen konnten.&lt;br /&gt;
* Das inspirierende und ausprobierfreudige Transferlaborteam war der Nährboden für die produktive Zusammenarbeit. Es empfiehlt sich für eine optimale Vernetzung eine angenehme, (persönliche,) fröhliche und konstruktive Atmosphäre zu schaffen. Die Transferlaborteammitglieder werden somit zu Multiplikator*innen.&lt;br /&gt;
* Eine enge Zusammenarbeit mit dem Studierendenwerk als auch mit anderen Hochschulen, die von dem Studierendenwerk beliefert werden, ist für eine erfolgreiche Umsetzung wichtig. Das Verständnis von unsichtbaren Prozessen erleichtert die Planungen enorm. Beispielsweise war die Hochschule Harz zuvor nicht bei der halbjährlichen „Küchenkommission“ des Studierendenwerks eingeladen, wegen der räumlichen Entfernung. Da die weitere Ausrichtung des Studierendenwerks bei der Küchenkommission besprochen wird und der Bedarf an allen Stellen ersichtlich ist, wird die HSH zukünftig durch eine Ansprechperson vertreten sein.&lt;br /&gt;
* Bei der Berechnung der Klimakennzeichnung von dem externen Anbieter Eaternity wird nicht nur der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; -Fußabdruck, sondern auch der sogenannte „Sättigungsindex/ Daily Food Unit“ miteinberechnet. Es ist schwierig, die Kombination von Treibhausgasausstoß und Abdeckung von Nährstoffwerten, nach einer eigenen Berechnungsmethodik des Anbieters, zu vermitteln. Diese Bewertungssystematik führte teilweise dazu, dass omnivore Gerichte besser bewertet werden als pflanzliche. So kann bei den Endkonsument*innen fälschlicherweise die Botschaft ankommen, tierische Produkte seien besonders klimafreundlich. Da das Aufklärungsmaterial von Eaternity aus unserer Sicht keine detaillierten Informationen beinhaltet, werden eigene Aufklärungskampagnen empfohlen. Bei einer geplanten Zusammenarbeit mit Eaternity sollten diese Hindernisse mitberücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
* Vorhandene Ressourcen und Kooperationen sollten genutzt werden. Es bestand beispielsweise an der Hochschule Harz eine Kooperation zu der Techniker Krankenkasse, die den Ernährungsworkshop zu klimafreundlicher Ernährung durchgeführt hat. Bevor neue Dienstleister akquiriert werden, können vorhandene geeignete Kooperationspartner*innen Pilotprojekte umsetzen, um die Akzeptanz bei der Zielgruppe zu testen.&lt;br /&gt;
* Die Kernaussage aus der Mensaumfrage zu der Bereitschaft an der Teilnahme zu unterschiedlichen Aktionen war: Je niedrigschwelliger und kognitiv anspruchsloser die Maßnahme war, desto höher ist die eingeschätzte Teilnahme. Deswegen empfiehlt es sich besonders, Angebote wie kostenlose Verkostungen von pflanzlichen (Ersatz-)Produkten zu nutzen.&lt;br /&gt;
* Der größte Hebel für Klimaneutralität im Bereich Ernährung ist, das Speiseangebot der Mensa auf pflanzliche und somit klimafreundliche Produkte umzustellen. Dies hängt jedoch von dem jeweiligen Studierendenwerk ab und die Hochschule hat als Institution darauf wenig Einfluss. Durch eine enge Zusammenarbeit kann jedoch sowohl das Verständnis für die Notwendigkeit des Klimaschutzes als auch die Bereitschaft der Konsument*innen, hauptsächlich pflanzliche Gerichte zu kaufen, steigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Links, Material, Ansprechpersonen ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ansprechpersonen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Projektleitung: [https://www.hs-harz.de/aheilmann/zur-person Prof. Dr. Andrea Heilmann] &amp;amp; [https://www.hs-harz.de/pschaller/zur-person Prof. Dr. Philipp Schaller]&lt;br /&gt;
* Projektmitarbeiter*innen: [https://www.hs-harz.de/forschung/ausgewaehlte-forschungsprojekte/innovative-hochschule/unser-team Anja Klinner] &amp;amp; [https://www.hs-harz.de/hochschule/organisation/verwaltung/dezernate/liegenschaften-bau-technik/mitarbeiter-1-1 Heidi Wilhof]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Externe Links&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mögliche App-Unterstützung: [https://www.wasteside.de/ Wasteside]&lt;br /&gt;
* Beratungsangebot für Kantinen aus Sachsen-Anhalt: [https://www.zukunftsspeisen.com/ Zukunftsspeisen]&lt;br /&gt;
* Informationen über den Dienstleiter der Klimakennzeichnung Eaternity: [https://eaternity.notion.site/ Eaternity]&lt;br /&gt;
* Für studentisches Engagement: [https://mensarevolution.de/ Mensarevolution]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weiterführende Informationen und Leitfäden für nachhaltige Gemeinschaftsverpflegung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung: [https://www.jobundfit.de/fileadmin/user_upload/medien/JOB_FIT/Wegweiser_Nachhaltigkeit_in_der_Geminschaftsverpflegung.pdf „Nachhaltigkeit in der Gemeinschaftsverpflegung – Wegweiser für Praktiker*innen, Multiplikator*innen und weitere Akteur*innen rund um die Gemeindschaftsgastronomie und -verpflegung“]; 2025&lt;br /&gt;
* Deutsche Gesellschaft für Hauswirtschaft e.V.: [https://haushalt-wissenschaft.de/wp-content/uploads/2024/04/HUW_06_2024_Pfannes_Nachhaltigkeit_GV.pdf „Nachhaltigkeit &amp;amp; Gemeinschaftsverpflegung: Ein Überblick über digitale, kostenfreie Informationsmaterialien“]; 2024&lt;br /&gt;
* [https://www.bzfe.de/klima-und-wandel/essen-im-wandel/nachhaltige-gemeinschaftsverpflegung Website] von Bundeszentrum für Ernährung zu Nachhaltige Gemeinschaftsverpflegung&lt;br /&gt;
* Umweltbundesamt: [https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/479/publikationen/uba_fb_besser_essen_bf.pdf „Besser essen in Kantinen und Mensen“] – Wegweiser für eine umweltverträgliche und gesundheitsfördernde Gemeinschaftsverpflegung; 2022&lt;br /&gt;
* Nachhaltigkeitsstrategie Hessen: [https://landwirtschaft.hessen.de/sites/landwirtschaft.hessen.de/files/2023-01/nhs_beschaffungsleitfaden_barrierefrei.pdf „Mehr Nachhaltigkeit in der Gemeinschaftsverpflegung“] – Ein Beschaffungs-Leitfaden für Kommunen und öffentliche Einrichtungen; 2022&lt;br /&gt;
* Landeszentrum für Ernährung Baden-Württemberg: [https://www.gesundheitswirtschaft.ihk.de/blueprint/servlet/resource/blob/6558850/8f41ab5625e63270ef9091282cbe9b3b/b2-25-praesentation-gesunde-verpflegung-va15mai-data.pdf „Nachhaltige Verpflegung in Betrieben – mit und ohne Kantine“]; 2025&lt;br /&gt;
* ConPolicy Institut für Verbraucherpolitik: [https://www.verbraucherzentrale.nrw/sites/default/files/2021-08/wege-zu-einer-nachhaltigen-offentlichen-gemeinschaftsverpflegung-in-nrw_executive-summary.pdf „Wege zu einer nachhaltigen öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung in Nordrhein-Westfalen“]; 2021&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__INDEXIEREN__&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betrieb]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=28016</id>
		<title>Blaupause zum Energiesparen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=28016"/>
		<updated>2026-04-07T09:50:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: Links Material nach unten verschoben&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Best Practice&lt;br /&gt;
|beschr=Die Blaupause entstand im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal, innerhalb des ersten Transferlabors an der MLU, und ist im Handlungsfeld &amp;quot;Regenerativer Campus: Energie&amp;quot; angesiedelt. &lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Betrieb, Energie&lt;br /&gt;
|keyw=Energie, Energiesparen, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
|org=KlimaPlanReal&lt;br /&gt;
|adresse=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg &amp;lt;br&amp;gt; Universitätsplatz 10 &amp;lt;br&amp;gt; 06108 Halle&lt;br /&gt;
|url=https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/&lt;br /&gt;
|projekt=Transformationspfade (traNHSform)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines [[Transferlabor|Transferlabors]] (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regenerativer Campus: Energie, Abfall und Wasser – Fokus Energie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“. Diese orientiert sich an der Maßnahme 19 aus dem [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/hochschulklimarat/klimaplan_mlu/ KlimaPlan der MLU]. Folgende Ziele wurden im TrafoTeam formuliert und erfolgreich umgesetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring und zur Visualisierung des Energieverbrauchs (Strom, Wärme, Kälte) einzelner Bereiche in einem Zielgebäude&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen zum Thema Energiesparen&lt;br /&gt;
*Verständliche Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ausgangslage===&lt;br /&gt;
Für die „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ wurden Daten zum Energieverbrauch sowohl der Universität insgesamt (siehe [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/3343046_3385459/3385459_3503977/ Status Quo Analyse der MLU]) als auch der einzelnen Gebäudekomplexe ausgewertet. Dies erfolgte in Kooperation mit dem Energiemanagement. Das ermöglichte eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und half bei der Auswahl eines Pilotgebäudes. Kernindikatoren waren dabei der Strom- und Wärmeverbrauch (in MWh) sowie die Treibhausgasbilanz des jeweiligen Gebäudes. Für das Analysieren des Energie-Einsparpotentials waren im konkreten Fall der MLU die Daten zu den Einsparungen während der Prüfungen von Maßnahmen in Bezug auf die Verordnungen zur Sicherung der Energieversorgung über kurz- und mittelfristige Maßnahmen (EnSiKuMaV) von Vorteil. Der Energiemanager konnte diese auf Gebäudeebene zur Verfügung stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Akteur*innenanalyse===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse an der MLU durchgeführt, die auch den Bereich &#039;&#039;Energie&#039;&#039; umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert und kontaktiert werden. In Abbildung 1 wurden die für das Transferlabor relevanten Akteur*innen dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden formell zuständige Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem [[Hochschulklimarat]]) angesprochen. Das &#039;&#039;&#039;TrafoTeam&#039;&#039;&#039; setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren vier Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Bauangelegenheiten - Projektingenieur Hochschulbau&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Technisches Gebäudemanagement - Energiemanager&lt;br /&gt;
*Student (Mathematik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
*Student (Informatik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere (Schlüssel)personen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Im Projekt wurde ein Ideenwettbewerb durchgeführt, der von einer zusammengestellten Jury begleitet wurde. Mitglieder der Jury zur Bewertung der Einreichungen im Ideenwettbewerb wurden aufgrund ihres Bezugs zum Pilotgebäude oder ihrer fachlichen Expertise (z.B. technisch-bauliche Kenntnisse) ausgewählt. Außerdem sollte die Jury eine gewisse Repräsentativität ausstrahlen und verschiedene Mitgliedergruppen vertreten.&lt;br /&gt;
*Mitglieder waren: der Abteilungsleiter Bau und Liegenschaften, die Dekane der im Pilotgebäude vertretenen Fakultäten sowie ein Vertreter des TrafoTeams&lt;br /&gt;
*Ansprechpersonen im Pilotgebäude: Direktor und stellvertretende Direktoren, Sekretariat, Leiter*innen der wissenschaftlichen Arbeitsgruppen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einschätzung zur Zusammensetzung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*hohe Motivation der einzelnen Akteur*innen &lt;br /&gt;
*Unausgewogenes Geschlechterverhältnis (mehr männliche Personen)&lt;br /&gt;
*Fachexpertise aus den Bereichen Kommunikationswissenschaft oder Umweltpsychologie fehlte&lt;br /&gt;
*Zu kleine Gruppe, um Untergruppen für verschiedenen Aufgaben zu bilden&lt;br /&gt;
*Alle hier berichteten Aktivitäten wurden vom TrafoTeam gemeinsam getragen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innensanalyse Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ .png|mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 1: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; - - Auch außerhalb des Projekts zugeordnet)]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Umsetzungsschritte===&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“.png||mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 2: Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“|alternativtext=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen (Details zu Transformationsteams können dem [[Transferlabor|Good-Practice Guide zu Transferlaboren]] entnommen werden)&lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen des Energiemanagers mit ähnlichen Prozessen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Entscheidung im TrafoTeam für ein Zielgebäude unter Beachtung der Indikatoren Energieverbrauch und Energieeinsparpotential. Das Pilotgebäude ist ein Neubau aus dem Jahr 2017 mit moderner Ausstattung inklusive einer relativ hohen Dichte an Messpunkten für Energieverbrauch; 5.400 m² Nutzfläche; 3 Fakultäten vertreten; etwa 250 Mitarbeitende; etwa 65% der Räume sind Labore&lt;br /&gt;
*Konkretisierung der Energiesparziele (2% Einsparung pro Jahr im Zielgebäude, entsprechend dem EnEfG)&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Definition von (Teil)zielen; Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Vorbereitung rund um das Pilotgebäude&#039;&#039;: Identifikation relevanter Zielgruppen sowie Ermittlung von Arbeitsgruppenleitungen und Ansprechpersonen aus den verschiedenen Fakultäten&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Einbindung der Führungsebene:&#039;&#039; Abstimmungsgespräch mit den Direktoren des Pilotgebäudes zur Unterstützung des Vorhabens. Die Teilnahme der Ansprechperson für das Energiemanagement zur Klärung technischer Fragen wird empfohlen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Organisation von &amp;lt;u&amp;gt;Kampagnenmaterial&amp;lt;/u&amp;gt;&#039; und Öffentlichkeitsarbeit:&#039;&#039; Es wurden in Abstimmung mit einer Professorin der Kommunikationswissenschaften geeignete Kommunikationsmittel rund um energiesparendes Verhalten in den Büros, Laboren, etc. des Gebäudes entwickelt. Dabei wurde sowohl Strom als auch Wärme adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring des Strom-, Kälte- und Wärmeverbrauchs auf Gesamtgebäudeebene:&lt;br /&gt;
**Ziel war eine Sensibilisierung für den Energieverbrauch im Gebäude und so letztendlich ein energieeffizientes und energiesparendes Verhalten der Nutzer*innen, wobei ein Effekt durch die Visualisierung erwartet wurde.  &lt;br /&gt;
**Visualisierung des Energieverbrauchs: Der Energieverbrauch im Pilotgebäude wurde über einen öffentlich sichtbaren Monitor im Eingangsbereich transparent gemacht. Dargestellt werden die Daten auf einem Dashboard mit einer Energiemanagement-Software. Die visuelle Aufbereitung der Daten und die Installation des Monitors übernahmen der Energiemanager und das IT-Servicezentrum.&lt;br /&gt;
**Dargestellte Kennzahlen (in Form von Balkendiagrammen):&lt;br /&gt;
***Aktueller Stromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch vor einem Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Energieverbrauch der Kältemaschinen im aktuellen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Stromverbrauch des aktuellen und des vergangenen Jahres in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Wärmeverbrauch im aktuellen und vergangenen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen für die Mitarbeitenden des Pilotgebäudes zum Thema Energiesparen (weitere Informationen unter [[##Dokumentation_und_Nacharbeiten|Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten]])&lt;br /&gt;
**[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/sensibilisierungs-workshop/ Workshops für Mitarbeitende in Laboren.]  Ziel: Der Workshop bot eine Möglichkeit, Methoden zum Energiesparen in Laboren zu erlernen (z.B. shut the sash); Die drei Workshops hatten einen Umfang von jeweils 2 Stunden und es nahmen jeweils zwischen 8 und 18 Personen teil; Material: Präsentationsfolien im Nachgang zur Verfügung gestellt; Leitung des Workshops übernahm eine Referentin für Nachhaltigkeit im Labor (s. Abbildung 1): Empfehlung von Kolleginnen aus der Universität; Kontaktaufnahme per Mail und Telefon; Honorarbasis&lt;br /&gt;
**[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ideenwettbewerb/ Ideenwettbewerb]: Ziel war es die Mitarbeiter*innen-Perspektiven in den Gesamtprozess einzubeziehen, deren Wissen zu ihrem persönlichen Arbeitsplatz zu nutzen sowie ihnen das Transferlabor näher zu bringen; Dauer: etwa 4 Wochen zur Einreichung von Ideen, anschließend etwa 4 Wochen zur Bewertung und Auswahl; Resonanz: 13 Maßnahmen wurden eingereicht. Für die Bewertung legte die Jury festgelegte Kriterien an, um sicherzustellen, dass die ausgewählten Ideen sowohl praktikabel als auch wirkungsvoll sind: Einsparungspotential, Verstetigungspotential, Kosten, Auswirkungen, Hürden für die Umsetzung (&amp;lt;u&amp;gt;s. &#039;&#039;Bewertungsmatrix&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;)&lt;br /&gt;
**Haustürgespräche (Gesprächsangebote vor Ort im Pilotgebäude) mit Nutzer*innen des Gebäudes; Ziel: auf das Transferlabor aufmerksam machen, Raum für Fragen und Kritik bieten; Ort: in den Pausenräumen; vorherige Ankündigung per E-Mail über den Hausverteiler&lt;br /&gt;
*Auswahl der Gewinner*innen des Ideenwettbewerbs durch Jury (&amp;lt;u&amp;gt;s. &#039;&#039;Dokumente Bewertung Jurymitglied; Gesamtbewertung Jury&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;); Beiträge des Ideenwettbewerbs wurden HS-öffentlich zur Verfügung gestellt&lt;br /&gt;
*Begleitung der Maßnahmenumsetzung der bestplatzierten Ideen aus dem Wettbewerb durch das TrafoTeam: Anpassung der Thermostate im Pilotgebäude (Austausch mit regulierbaren Thermostaten) und Tipps zur energiesparenden Nutzung von Ultratiefkühlgeräten (auf Projekt-Website und in jährlichen Belehrungen zum Arbeitsschutz); Kommunikation zur umgesetzten Idee aus dem Wettbewerb mittels Rundmail über den Hausverteiler und auf der Projekt-Website&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum zur Anpassung von Thermostaten, wobei der Umsetzungszeitraum hier außerhalb des Transferlaborzeitraums liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschlussphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Ziele (unter [[Blaupause zum Energiesparen#Beschreibung der Maßnahme|Beschreibung der Maßnahme]]) konnten alle erreicht werden. Das konkrete Ziel der Einsparung von 2% Energie wird vom Energiemanager nach Ablauf eines Jahres geprüft. &lt;br /&gt;
*Abschlussveranstaltung im Pilotgebäude mit Vorstellung der Kampagnenergebnisse durch das TrafoTeam: PowerPoint Präsentation und anschließende Diskussion; Eingeladen waren die Jury des Ideenwettbewerbs, Mitarbeitende und Direktoren des Pilotgebäudes&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe des Monitorings an den Energiemanager zur dauerhaften Implementierung und Nutzung: Verantwortung für technischen Support (z.B. regelmäßige Softwareupdates) und Auswertung der Daten hinsichtlich möglicher Einsparungen und der Erfüllung des 2%-Ziels&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
===Rahmenbedingungen des Transferlabors===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von neun Monaten. Für eine solide Maßnahmenumsetzung inklusive Verstetigung wäre mehr Zeit notwendig gewesen. Die Empfehlung ist, mindestens 12 Monate einzuplanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung wurden etwa 2.300 € verausgabt. Ursprünglich waren mehr Mittel für technische Anpassungen im Pilotgebäude einkalkuliert. Für den zur Verfügung stehenden zeitlichen und finanziellen Rahmen konnten keine umsetzbaren Anpassungen identifiziert und installiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2.300 € setzten sich aus folgenden Posten zusammen:&lt;br /&gt;
1.500 € Honorar der Referentin für drei Workshops zu Nachhaltigkeit im Labor&lt;br /&gt;
700 € Digital Signage (Visualisierung des Energieverbrauchs): Monitor (40 Zoll), Steuerung (Minicomputer + SD-Karte), Wandhalterung, Montage&lt;br /&gt;
100 € Druckkosten für Informationsmaterial &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für weitere technische Anpassung müsste beispielsweise einkalkuliert werden:&lt;br /&gt;
2.000 € Umbau Thermostate im Zielgebäude in 62 Büroräumen (Material- und Montagekosten der Sanitärfirma)&lt;br /&gt;
===Rahmenbedingungen der Hochschule===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Standorte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Hauptstandort Halle (Saale) gibt es 4 Campi: Universitätsplatz, Steintor-Campus, Franckeschen Stiftungen, Weinberg-Campus mit Campus Heide-Süd. Das Pilotgebäude befand sich am Weinbergcampus. Auf dem Weinberg Campus leben, studieren und arbeiten etwa 15.000 Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität setzt sich aus folgenden HS-Angehörigen zusammen:&lt;br /&gt;
*ca. 19.943 Studierende&lt;br /&gt;
*über 4.027 Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**288 Professor*innen&lt;br /&gt;
**1.478 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen&lt;br /&gt;
**1.091 Wissenschaftsunterstützende Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**1.170 Wissenschaftliche Hilfskräfte (Stand vom 31.12.2023).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unterstützung der Hochschulleitung zur Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung der MLU unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Die Rektorin übernahm die Projektleitung und stellte Mitarbeitende, etwa für die Teilnahme am TrafoTeam, frei. Dieser Umstand unterstützte bei der Argumentation für die Umsetzung der Maßnahme. Mit der Hochschulleitung fand ein regelmäßiger Austausch statt, zudem konnten die Maßnahmen in Kommissionen der Hochschulleitung vorgestellt und diskutiert werden. Dies ermöglichte es, die Maßnahmen im Kontext aktueller Ausrichtungen der Hochschule einzuordnen, Parallelstrukturen zu vermeiden oder Synergien zu knüpfen. Als Hinweis für die Planung weiterer Projekte lässt sich festhalten, dass die zeitlichen Kapazitäten möglicher Leitungspersonen berücksichtigt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es keine*n Nachhaltigkeitsbeauftragten oder eine andere Art der Institutionalisierung in Bezug auf Nachhaltigkeit. Diese mangelnde Institutionalisierung von Nachhaltigkeit gestaltete sich als Herausforderung, gerade in der Verstetigung von Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tätigkeitsbereich des Energiemanagers ist aber für den Bereiche des Klimaschutzes wichtig, z.B. aufgrund des Gesetzes zur Steigerung der Energieeffizienz in Deutschland (EnEfG) oder Energie- (ISO50001) bzw. Umweltmanagementsysteme (ISO140001).&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Weitere Relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Unterstützung durch den Leiter der Abteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement war wesentlich, um die Maßnahme erfolgreich umzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
===Konkrete Empfehlungen===&lt;br /&gt;
*Allgemeine Hinweise zu hemmenden/ fördernden Aspekte im Transferlabor &#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;finden Sie hier&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Einbindung des Energiemanagers war besonders wichtig für die Konkretisierung, Planung sowie Umsetzung der Maßnahme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hinweise zur Kommunikation===&lt;br /&gt;
*Bei der Ansprache von Personen im Pilotgebäude muss darauf geachtet werden Mitarbeitende nicht als „Schuldige“ zu adressieren und Auswahl des Gebäudes rücksichtsvoll zu kommunizieren.&lt;br /&gt;
*Institute mit einem hohen Energieverbrauch können sich schnell an den Pranger gestellt fühlen, stattdessen sollte deren (Transformations-) Potential herausgestellt werden (Perspektiven aufzeigen, Informationen geben, Fortschritte wertschätzen)&lt;br /&gt;
*&amp;quot;Zeigefinger&amp;quot; auf energieintensivste Liegenschaften wie das Pilotgebäude eher kontraproduktiv, moralische Ansprache mit Verweis auf Klimakrise erzeugte vereinzelt bei Mitarbeiter*innen im Zielgebäude Aversion und kollidierte mit der vorhandenen Resignation und Frustration&lt;br /&gt;
*Empfehlenswert ist die Begleitung des Vorhabens mit einer öffentlichkeitswirksamen Kampagne. Hierbei sollten möglichst alle Kommunikationskanäle der Hochschule berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
*Zur verständlichen Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten war eine Kombination aus Top-down und Bottom-up Maßnahmen zielführend (Workshops, Informationsveranstaltungen, Ideenwettbewerb – Details siehe oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Links, Material, Ansprechpersonen ==&lt;br /&gt;
*[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ Website zum Transferlabor Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen]&lt;br /&gt;
*[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ideenwettbewerb/ Website Ideenwettbewerb]&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Poster zu Projektinfo, Ideenwettbewerb und Workshop&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Ideensammlung&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[https://echo-energie.de Echokampagne] bieten Leitfaden, Checkliste und Infomaterial zum Energiesparen in Zielgebäuden, die genutzt wurden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KlimaPlanReal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_%E2%80%9EFahrrad_Sharingstation_am_Hauptbahnhof%E2%80%9C&amp;diff=28015</id>
		<title>Blaupause „Fahrrad Sharingstation am Hauptbahnhof“</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_%E2%80%9EFahrrad_Sharingstation_am_Hauptbahnhof%E2%80%9C&amp;diff=28015"/>
		<updated>2026-04-07T09:48:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: Hinzufügen Abschhnitt für weiterführende Infos&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Best Practice&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Transfer, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Mobilität, Betrieb&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Hochschule Harz&lt;br /&gt;
|org=KlimaPlanReal&lt;br /&gt;
|adresse=Friedrichstraße 57-59 &amp;lt;br&amp;gt; 38855 Wernigerode&lt;br /&gt;
|url=https://www.hs-harz.de/&lt;br /&gt;
|projekt=Transformationspfade (traNHSform)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Blaupause entstand im Rahmen des zweiten [[Good Practice Guide: Transferlabor|Transferlabors]] (angelehnt an die Methode der [[Reallabor|Reallabore]])  an der [https://www.hs-harz.de/ Hochschule Harz] im Rahmen des Projektes [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]]. Das Ziel lag darin, eine Infrastruktur für ein &amp;lt;u&amp;gt;hochschulinternes Fahrrad-Sharing&amp;lt;/u&amp;gt; als Prototyp zwischen dem Campus und dem Hauptbahnhof zu errichten. Es wurde ein Software-Prototyp entwickelt sowie geeignete Fahrräder und digitale Schlösser zur Erprobung beschafft. Allerdings entschied sich die Hochschule aufgrund der Komplexität, nicht als Betreiber in Frage zu kommen. In der vorliegenden Blaupause sind die gewonnenen Erfahrungen zusammengetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Impactrelevantes Transformationsfeld ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Themenbereich: Nachhaltige Pendel- und Geschäftsmobilität&lt;br /&gt;
* Handlungsfeld: Pendelmobilität&lt;br /&gt;
* Maßnahmentitel aus [https://www.hs-harz.de/dokumente/extern/Forschung/Projektwebseiten/KlimaPlanReal/Unser_Klimaplan_fuer_die_Hochschule_Harz.pdf KlimaPlan]: „Fahrradausleih- oder Sharingstation am Hauptbahnhof“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Maßnahmenbeschreibung ====&lt;br /&gt;
Die vom Hochschulklimarat im [https://www.hs-harz.de/dokumente/extern/Forschung/Projektwebseiten/KlimaPlanReal/Unser_Klimaplan_fuer_die_Hochschule_Harz.pdf KlimaPlan] vorgeschlagene Maßnahme „Fahrradausleih- oder Sharingstation am Hauptbahnhof“ soll eine Erleichterung des Pendelns zwischen dem Bahnhof und dem jeweiligen Hochschulstandort durch die Einrichtung von Fahrrad-Sharing-Stationen bewirken. Diese Maßnahme soll die Attraktivität des Pendelns ohne motorisierten Individualverkehr steigern und wurde so mit dem größten prognostizierten Effekt auf die Senkung der Treibhausgasemissionen der Hochschule Harz bewertet. Zudem werden durch die Umsetzung &amp;lt;u&amp;gt;positive gesundheitliche Effekte&amp;lt;/u&amp;gt; und eine &amp;lt;u&amp;gt;hohe Sichtbarkeit erwartet&amp;lt;/u&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Vorrecherchen wurde ersichtlich, dass Anbieter externer Fahrrad-Sharing-Systeme nicht interessiert daran waren, an den Hochschulstandorten in einer Pilotphase das Nutzungsverhalten zu testen. Daher wurde sich für eine &amp;lt;u&amp;gt;hochschulinterne Eigenentwicklung&amp;lt;/u&amp;gt; entschieden.&lt;br /&gt;
Das Transformationsteam hatte sich das Ziel gesetzt, prototypisch eine &#039;&#039;&#039;Infrastruktur für ein Fahrrad-Sharing-System,&#039;&#039;&#039; bestehend aus Software und Leihfahrrädern, zu schaffen.&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ist-Zusand ====&lt;br /&gt;
Es sind keine vollständigen Mobilitätsdaten für die [https://www.hs-harz.de/ Hochschule Harz] vorhanden. Daten aus der Studierendenbefragung liegen zu folgenden Schwerpunkten vor: genutztes Transportmittel (zu Fuß, Fahrrad/Roller, PKW, ÖPNV) zur Hochschule, die Entfernung zur Hochschule und Frequenz der Nutzung des Semestertickets. Das Semesterticket inkludiert entsprechend der Umfrageergebnisse einer Studierendenbefragung an der [https://www.hs-harz.de/ Hochschule Harz] lediglich das Streckennetz der [https://hvb-harz.de/ Harzer Verkehrsbetriebe GmbH] und nicht das D-Ticket.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zusammensetzung des Transformationsteams ====&lt;br /&gt;
Zur Umsetzung wurde ein sogenanntes [[Glossar KlimaPlanReal|Transformationteam]] gebildet, das sich aus allen Mitgliedergruppen der Hochschule zusammensetzte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Dezernentin&#039;&#039;&#039; Liegenschaften/Bau/Technik&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Professor&#039;&#039;&#039; am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Professor&#039;&#039;&#039; am Fachbereich Verwaltungswissenschaften&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Studierendenrat Mitglied&#039;&#039;&#039; (Student Fachbereich Wirtschaftswissenschaften)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wissenschaftlicher Mitarbeiter&#039;&#039;&#039; am Fachbereich Automatisierung und Informatik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich haben drei Studierendenprojekte gemeinsam mit einzelnen Transformationsteammitgliedern Aufgaben übernommen und wurden dabei von diese/r betreut. Dadurch fand eine enge und aktive &amp;lt;u&amp;gt;Einbindung der Lehre&amp;lt;/u&amp;gt; statt. Des Weiteren wurden zwei wissenschaftliche Hilfskräfte für die Erstellung der Softwarelösung eingestellt, da diese mit größerem zeitlichem Aufwand verbunden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Umsetzungsschritte ====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (November 2023 – Januar 2024):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grobe Voranalyse/Recherche: Durch Absagen von bekannten, externen Fahrrad Sharing Anbietern wurde sich entschieden, eine hochschulinterne Lösung zu entwickeln&lt;br /&gt;
* Zusammenstellung des Transformationsteams&lt;br /&gt;
* Einführung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen im Transformationsteam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungsphase (Januar – März 2024):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zielfestlegung mit „Testlauf innerhalb der Projektzeit für Evaluation zu starten“ &amp;amp; Zielgruppe: Hochschulangehörige&lt;br /&gt;
* Positive Gespräche mit den wichtigsten internen und externen Stakeholdern (Rektorat und beteiligte Städte), die Unterstützung in Form von Kommunikationsaufnahme und Fahrradabstellplätzen an Bahnhöfen zusicherten&lt;br /&gt;
* Kontaktaufnahme zu einem Hersteller von digitalen Schlössern für die Programmierung&lt;br /&gt;
* Kontaktaufnahme mit Lehrenden vor dem Semester zu Einbindungsmöglichkeiten der Maßnahmenumsetzung in die Lehre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkretisierungsphase (März – April 2024)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Absprache und Zuteilung der Fahrradabstellplätze (am Bahnhof Wernigerode und Halberstadt; an der Hochschule Harz)&lt;br /&gt;
* Festlegung eines Zeit- und Arbeitsplans mit Verantwortlichkeiten&lt;br /&gt;
* Arbeitspakete für Studierendengruppen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (April – Juni 2024):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Beschaffung der ersten fünf Schlösser für die Softwareentwicklung&lt;br /&gt;
* Erhalt von acht gebrauchten Fahrrädern vom Ordnungsamt, die in einem desaströsen Zustand waren – daher Entscheidung gegen eine Benutzung&lt;br /&gt;
* Abschluss einer Marktanalyse zu der Mobilitätslandschaft zwischen dem Bahnhof und der Hochschule Harz&lt;br /&gt;
* Keine positive Rückmeldung von den Fahrradläden zwecks Wartung und Service&lt;br /&gt;
* Hochschulinterne Entwicklung einer rudimentären Software mit einigen Sicherheitslücken für einen Prototypen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschluss- und Übergangsphase (Juli 2024 – Oktober 2025)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Beurteilung zum Ende der Laufzeit des Transferlabors:&lt;br /&gt;
* Einige Arbeitspakete (u.a. die rechtlichen Perspektive (u.a. Unfallschutz in Form von AGB)) konnten nicht abschließend geklärt werden.&lt;br /&gt;
* Die Komplexität der Umsetzung einer Fahrrad-Sharing-Station stellte sich als wesentlich höher als angenommen heraus.&lt;br /&gt;
* Entscheidung für eine Verstetigung/Weiterführung trotz Transferlaborende mit Studierendenprojekten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fortführung der Maßnahme nach Ende der Laufzeit des Transferlabors (September 2024 – September 2025 ff.)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weiterführung durch zwei Studierendenprojekte für jeweils ein Jahr in den Bereichen&lt;br /&gt;
* Softwareentwicklung&lt;br /&gt;
* Eruierung möglicher Betreibermodelle (Hochschule oder Externe, z.B. Fahrradanbieter)&lt;br /&gt;
* Leistungsausschreibung für Fahrräder, Schlösser, Servicevertrag&lt;br /&gt;
* Beschaffung von neun neuen Fahrrädern und sieben Schlössern&lt;br /&gt;
* Beschreibung der Maßnahme der Fahrrad-Sharing-Station auf der Hochschulwebsite, was dazu führte, dass ein Fahrrad-Sharing-Anbieter Kontakt aufnahm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Laufzeit ====&lt;br /&gt;
Die Maßnahme war ursprünglich auf zehn Monate angesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings wurde die Maßnahme der Fahrrad-Sharing-Station anschließend von einem weiterführenden Team betreut und nach knapp zwei Jahren ist die Software bereit zum Testen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Finanzen ====&lt;br /&gt;
Neben Personalkosten für die Projektmitarbeiterin sind folgende Ausgaben getätigt worden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Neun neue Fahrräder:  6.900€&lt;br /&gt;
* Servicevertrag: 1.200€&lt;br /&gt;
* Digitale Fahrradschlösser: 1.800€&lt;br /&gt;
* Einsteckketten: 400€&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rahmenbedingungen an der Hochschule ====&lt;br /&gt;
Standorte &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschule Harz hat einen Standort in &amp;lt;u&amp;gt;Wernigerode (circa. 32.000 Einwohner)&amp;lt;/u&amp;gt; und einen weiteren kleineren in &amp;lt;u&amp;gt;Halberstadt (circa 37.000 Einwohner)&amp;lt;/u&amp;gt;. Die beiden Standorte liegen rund 25 km entfernt und die Umgebung ist &#039;&#039;&#039;ländlich geprägt&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschulgröße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stand 2024:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Studierende: 2.839 (Wernigerode: 2.154, Halberstadt: 685)&lt;br /&gt;
* Mitarbeitende: 336 (Wernigerode: 294, Halberstadt: 42)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterstützung der Hochschulleitung zur Maßnahmenumsetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Unterzeichnung des Letter of Intent für den Projektantrag KlimaPlanReal hat die Leitung der Hochschule Harz die aktive Unterstützung zugesichert. Dadurch war die Teilnahme an den Transferlaboren für die Mitarbeitenden Arbeitszeit. Zum Anfang der Maßnahmenauswahl für das Transferlabor wurde mit dem Rektor, der Kanzlerin und einem Prorektor die Vorgehensweise der Maßnahmenumsetzung besprochen. Die Hochschulleitung nahm daraufhin Kontakt zur Stadt auf und zeigte somit ihre aktive Unterstützung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.hs-harz.de/forschung/ausgewaehlte-forschungsprojekte/klimaschutzkonzept Klimaschutzmanagement] (Drittmittelprojekt) für die Berechnung des Treibhausgasminderungspotentials&lt;br /&gt;
* [https://www.hs-harz.de/nachhaltigkeit/umweltmanagementsystem Umweltmanagement] (feste Stelle mit 75% für EMAS-Zertifizierung) konnte die vorhandenen Mobilitätsdaten bereit stellen &amp;amp; langfristige Evaluation innerhalb des Umweltmanagementsystems&lt;br /&gt;
* [https://www.hs-harz.de/hochschule/organisation/verwaltung/dezernate/liegenschaften-bau-technik/mitarbeiter-1-1 Umweltbeauftragte] ist die Projektleitung; stetige Zusammenarbeit&lt;br /&gt;
* [https://www.hs-harz.de/nachhaltigkeit/kommission-nachhaltige-hs-harz Senatskommission Nachhaltige Hochschule Harz] wurde der jeweilige Projektstand in begleitender und beratender Funktion vorgestellt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zeitaufwand für Entwicklung der Software und der rechtlichen Aspekte (u.a. Unfallschutz in Form von AGB) war sehr viel größer, als zu Beginn eingeschätzt wurde&lt;br /&gt;
* Der Prozess der Kontaktaufnahme zu den Fahrradläden gestaltete sich schwieriger als angenommen.&lt;br /&gt;
* Der Hauptbahnhof ist circa 3 km von dem Campus in Wernigerode entfernt und es gibt eine optimierungsbedürftige Taktung beim Wechsel von Bahn zu Bus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Allgemeine Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nutzergruppen abklären durch Analyse der Mobilitätsdaten der Hochschule&lt;br /&gt;
** Welche Personen bzw. Statusgruppen wollen wann, wofür und wie lange ein Fahrrad nutzen? Gibt es relevante Unterschiede zwischen den Mitgliedergruppen?&lt;br /&gt;
** Ist es (aufgrund von Höhenmeter etc.) notwendig, ein E-Bike anzustreben oder ist ein normales Fahrrad ausreichend?&lt;br /&gt;
** Ist möglicherweise eine kleine Ausleihstation für den individuellen und nicht täglichen Gebrauch durch den Studierendenrat, die Poststelle etc. anstelle eines aufwendig geschaffenen und digital gestützten Systems ausreichend?&lt;br /&gt;
* Relevante Stakeholder einbinden&lt;br /&gt;
** Falls es in der Stadt einen Anbieter für Fahrrad-Sharing-Systeme gibt, diesen bezüglich Stationserweiterungen kontaktieren&lt;br /&gt;
** Kontakt zu dem jeweiligen Verkehrsunternehmen aufnehmen, damit das zusätzliche Fahrrad-Sharing-System als bereichernde Ergänzung und nicht als Konkurrenz zum ÖPNV angesehen wird&lt;br /&gt;
** Unterstützung der Hochschulleitung einholen&lt;br /&gt;
** Holistisch denken: Stadt, Tourismusgesellschaften und andere größere, interessierte Akteure zu einer Beteiligung an der Fahrrad-Sharing-Station befragen&lt;br /&gt;
* Finanzielle Mittel prüfen&lt;br /&gt;
** Eine Kostenabschätzung machen&lt;br /&gt;
** Möglichkeiten für Sponsoring (z.B. Werbung für Kooperationspartner auf dem Fahrrad) zur Senkung der Kosten prüfen&lt;br /&gt;
* Anbieter für Fahrrad-Sharing-Systeme anfragen&lt;br /&gt;
** Diese Option sollte umfassend geprüft werden (auch unter Einbeziehung weiterer möglicher Nutzergruppen außerhalb der Hochschule).&lt;br /&gt;
* Hochschulinterne Fahrrad-Sharing-Station sollte unter Berücksichtigung nur dann durch die Hochschule eingeführt werden, wenn keine externen Betreiber zur Verfügung stehen. Eine hochschulinterne Umsetzung erfordert einen sehr hohen zeitlichen Aufwand mit detaillierten Arbeitspaketen und Zuständigkeiten: Folgende Fachgebiete sollten dafür im Transformationsteam vorhanden sein:&lt;br /&gt;
** IT für die Software-Entwicklung für die Fahrradschlösser&lt;br /&gt;
** Der Quellcode inkl. Dokumentation ist hier zu finden.&amp;lt;!-- Ergänzen! --&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Recht: zur rechtlichen Abklärung zwecks AGB, Unfallschutz etc.&lt;br /&gt;
** Verwaltung: für die Planung des Betreibermodells&lt;br /&gt;
** Fachbereich Liegenschaften/Bau für die Abstellplätze der Fahrräder&lt;br /&gt;
* Eine zentrale, durchgehende Koordinierungsstelle&lt;br /&gt;
* Für Motivation der Trafoteammitglieder sorgen&lt;br /&gt;
** Möglichst instrinsische Motivation erzeugen bzw. direkt entsprechende Personen ins Team holen, damit auch außerhalb der Trafoteamtreffen trotz hoher Arbeitsbelastung weitergewirkt wird&lt;br /&gt;
** Gruppenmotivation hochhalten&lt;br /&gt;
* Gemeinsame Cloudplattform etablieren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Links, Material, Ansprechpersonen ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ansprechpersonen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Projektleitung: [https://www.hs-harz.de/aheilmann/zur-person Prof. Dr. Andrea Heilmann] &amp;amp; [https://www.hs-harz.de/pschaller/zur-person Prof. Dr. Philipp Schaller]&lt;br /&gt;
* Projektmitarbeiter*innen: [https://www.hs-harz.de/forschung/ausgewaehlte-forschungsprojekte/innovative-hochschule/unser-team Anja Klinner] &amp;amp; [https://www.hs-harz.de/hochschule/organisation/verwaltung/dezernate/liegenschaften-bau-technik/mitarbeiter-1-1 Heidi Wilhof]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dokumentation &amp;amp; Nachbearbeiten:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [https://www.hs-harz.de/klimaplanreal Webseite KlimaPlanReal Hochschule Harz]&lt;br /&gt;
* &amp;lt;!-- Nachschauen wie pdf´s ergänzt werden können --&amp;gt;Ausschreibungstext Fahrradausleihstation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auswahl an unterschiedlichste Anbieter von Bike Sharing:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.donkey.bike/de Donkey Republic] &lt;br /&gt;
* [https://www.nextbike.net/campusbike/ CAMPUSbike]  von nextbike&lt;br /&gt;
* [https://swapfiets.de/ Swapfiets] &lt;br /&gt;
* [https://www.bahn.de/service/mobile/call-a-bike Call a bike]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weiterführende Literatur bzw. Übersicht an Bike Sharing Anbieter:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Agora Verkehrswende: &amp;quot;[https://www.agora-verkehrswende.de/fileadmin/Projekte/2018/Stationslose_Bikesharing_Systeme/Agora_Verkehrswende_Bikesharing_WEB.pdf Bikesharing im Wandel - Handlungsempfehlungen für deutsche Städte und Gemeinden zum Umgang mit stationslosen Systemen]&amp;quot;, 2018&lt;br /&gt;
* [https://bikesharemap.com/#/6/10.6956/49.7658/ Bikesharemap]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__INDEXIEREN__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KlimaPlanReal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_%E2%80%9EFahrrad_Sharingstation_am_Hauptbahnhof%E2%80%9C&amp;diff=28014</id>
		<title>Blaupause „Fahrrad Sharingstation am Hauptbahnhof“</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_%E2%80%9EFahrrad_Sharingstation_am_Hauptbahnhof%E2%80%9C&amp;diff=28014"/>
		<updated>2026-04-07T09:46:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: Ansprechpersonen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Best Practice&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Transfer, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Mobilität, Betrieb&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Hochschule Harz&lt;br /&gt;
|org=KlimaPlanReal&lt;br /&gt;
|adresse=Friedrichstraße 57-59 &amp;lt;br&amp;gt; 38855 Wernigerode&lt;br /&gt;
|url=https://www.hs-harz.de/&lt;br /&gt;
|projekt=Transformationspfade (traNHSform)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Blaupause entstand im Rahmen des zweiten [[Good Practice Guide: Transferlabor|Transferlabors]] (angelehnt an die Methode der [[Reallabor|Reallabore]])  an der [https://www.hs-harz.de/ Hochschule Harz] im Rahmen des Projektes [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]]. Das Ziel lag darin, eine Infrastruktur für ein &amp;lt;u&amp;gt;hochschulinternes Fahrrad-Sharing&amp;lt;/u&amp;gt; als Prototyp zwischen dem Campus und dem Hauptbahnhof zu errichten. Es wurde ein Software-Prototyp entwickelt sowie geeignete Fahrräder und digitale Schlösser zur Erprobung beschafft. Allerdings entschied sich die Hochschule aufgrund der Komplexität, nicht als Betreiber in Frage zu kommen. In der vorliegenden Blaupause sind die gewonnenen Erfahrungen zusammengetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Impactrelevantes Transformationsfeld ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Themenbereich: Nachhaltige Pendel- und Geschäftsmobilität&lt;br /&gt;
* Handlungsfeld: Pendelmobilität&lt;br /&gt;
* Maßnahmentitel aus [https://www.hs-harz.de/dokumente/extern/Forschung/Projektwebseiten/KlimaPlanReal/Unser_Klimaplan_fuer_die_Hochschule_Harz.pdf KlimaPlan]: „Fahrradausleih- oder Sharingstation am Hauptbahnhof“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Maßnahmenbeschreibung ====&lt;br /&gt;
Die vom Hochschulklimarat im [https://www.hs-harz.de/dokumente/extern/Forschung/Projektwebseiten/KlimaPlanReal/Unser_Klimaplan_fuer_die_Hochschule_Harz.pdf KlimaPlan] vorgeschlagene Maßnahme „Fahrradausleih- oder Sharingstation am Hauptbahnhof“ soll eine Erleichterung des Pendelns zwischen dem Bahnhof und dem jeweiligen Hochschulstandort durch die Einrichtung von Fahrrad-Sharing-Stationen bewirken. Diese Maßnahme soll die Attraktivität des Pendelns ohne motorisierten Individualverkehr steigern und wurde so mit dem größten prognostizierten Effekt auf die Senkung der Treibhausgasemissionen der Hochschule Harz bewertet. Zudem werden durch die Umsetzung &amp;lt;u&amp;gt;positive gesundheitliche Effekte&amp;lt;/u&amp;gt; und eine &amp;lt;u&amp;gt;hohe Sichtbarkeit erwartet&amp;lt;/u&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Vorrecherchen wurde ersichtlich, dass Anbieter externer Fahrrad-Sharing-Systeme nicht interessiert daran waren, an den Hochschulstandorten in einer Pilotphase das Nutzungsverhalten zu testen. Daher wurde sich für eine &amp;lt;u&amp;gt;hochschulinterne Eigenentwicklung&amp;lt;/u&amp;gt; entschieden.&lt;br /&gt;
Das Transformationsteam hatte sich das Ziel gesetzt, prototypisch eine &#039;&#039;&#039;Infrastruktur für ein Fahrrad-Sharing-System,&#039;&#039;&#039; bestehend aus Software und Leihfahrrädern, zu schaffen.&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ist-Zusand ====&lt;br /&gt;
Es sind keine vollständigen Mobilitätsdaten für die [https://www.hs-harz.de/ Hochschule Harz] vorhanden. Daten aus der Studierendenbefragung liegen zu folgenden Schwerpunkten vor: genutztes Transportmittel (zu Fuß, Fahrrad/Roller, PKW, ÖPNV) zur Hochschule, die Entfernung zur Hochschule und Frequenz der Nutzung des Semestertickets. Das Semesterticket inkludiert entsprechend der Umfrageergebnisse einer Studierendenbefragung an der [https://www.hs-harz.de/ Hochschule Harz] lediglich das Streckennetz der [https://hvb-harz.de/ Harzer Verkehrsbetriebe GmbH] und nicht das D-Ticket.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zusammensetzung des Transformationsteams ====&lt;br /&gt;
Zur Umsetzung wurde ein sogenanntes [[Glossar KlimaPlanReal|Transformationteam]] gebildet, das sich aus allen Mitgliedergruppen der Hochschule zusammensetzte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Dezernentin&#039;&#039;&#039; Liegenschaften/Bau/Technik&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Professor&#039;&#039;&#039; am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Professor&#039;&#039;&#039; am Fachbereich Verwaltungswissenschaften&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Studierendenrat Mitglied&#039;&#039;&#039; (Student Fachbereich Wirtschaftswissenschaften)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wissenschaftlicher Mitarbeiter&#039;&#039;&#039; am Fachbereich Automatisierung und Informatik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich haben drei Studierendenprojekte gemeinsam mit einzelnen Transformationsteammitgliedern Aufgaben übernommen und wurden dabei von diese/r betreut. Dadurch fand eine enge und aktive &amp;lt;u&amp;gt;Einbindung der Lehre&amp;lt;/u&amp;gt; statt. Des Weiteren wurden zwei wissenschaftliche Hilfskräfte für die Erstellung der Softwarelösung eingestellt, da diese mit größerem zeitlichem Aufwand verbunden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Umsetzungsschritte ====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (November 2023 – Januar 2024):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grobe Voranalyse/Recherche: Durch Absagen von bekannten, externen Fahrrad Sharing Anbietern wurde sich entschieden, eine hochschulinterne Lösung zu entwickeln&lt;br /&gt;
* Zusammenstellung des Transformationsteams&lt;br /&gt;
* Einführung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen im Transformationsteam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungsphase (Januar – März 2024):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zielfestlegung mit „Testlauf innerhalb der Projektzeit für Evaluation zu starten“ &amp;amp; Zielgruppe: Hochschulangehörige&lt;br /&gt;
* Positive Gespräche mit den wichtigsten internen und externen Stakeholdern (Rektorat und beteiligte Städte), die Unterstützung in Form von Kommunikationsaufnahme und Fahrradabstellplätzen an Bahnhöfen zusicherten&lt;br /&gt;
* Kontaktaufnahme zu einem Hersteller von digitalen Schlössern für die Programmierung&lt;br /&gt;
* Kontaktaufnahme mit Lehrenden vor dem Semester zu Einbindungsmöglichkeiten der Maßnahmenumsetzung in die Lehre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkretisierungsphase (März – April 2024)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Absprache und Zuteilung der Fahrradabstellplätze (am Bahnhof Wernigerode und Halberstadt; an der Hochschule Harz)&lt;br /&gt;
* Festlegung eines Zeit- und Arbeitsplans mit Verantwortlichkeiten&lt;br /&gt;
* Arbeitspakete für Studierendengruppen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (April – Juni 2024):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Beschaffung der ersten fünf Schlösser für die Softwareentwicklung&lt;br /&gt;
* Erhalt von acht gebrauchten Fahrrädern vom Ordnungsamt, die in einem desaströsen Zustand waren – daher Entscheidung gegen eine Benutzung&lt;br /&gt;
* Abschluss einer Marktanalyse zu der Mobilitätslandschaft zwischen dem Bahnhof und der Hochschule Harz&lt;br /&gt;
* Keine positive Rückmeldung von den Fahrradläden zwecks Wartung und Service&lt;br /&gt;
* Hochschulinterne Entwicklung einer rudimentären Software mit einigen Sicherheitslücken für einen Prototypen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschluss- und Übergangsphase (Juli 2024 – Oktober 2025)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Beurteilung zum Ende der Laufzeit des Transferlabors:&lt;br /&gt;
* Einige Arbeitspakete (u.a. die rechtlichen Perspektive (u.a. Unfallschutz in Form von AGB)) konnten nicht abschließend geklärt werden.&lt;br /&gt;
* Die Komplexität der Umsetzung einer Fahrrad-Sharing-Station stellte sich als wesentlich höher als angenommen heraus.&lt;br /&gt;
* Entscheidung für eine Verstetigung/Weiterführung trotz Transferlaborende mit Studierendenprojekten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fortführung der Maßnahme nach Ende der Laufzeit des Transferlabors (September 2024 – September 2025 ff.)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weiterführung durch zwei Studierendenprojekte für jeweils ein Jahr in den Bereichen&lt;br /&gt;
* Softwareentwicklung&lt;br /&gt;
* Eruierung möglicher Betreibermodelle (Hochschule oder Externe, z.B. Fahrradanbieter)&lt;br /&gt;
* Leistungsausschreibung für Fahrräder, Schlösser, Servicevertrag&lt;br /&gt;
* Beschaffung von neun neuen Fahrrädern und sieben Schlössern&lt;br /&gt;
* Beschreibung der Maßnahme der Fahrrad-Sharing-Station auf der Hochschulwebsite, was dazu führte, dass ein Fahrrad-Sharing-Anbieter Kontakt aufnahm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dokumentation &amp;amp; Nachbearbeiten ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.hs-harz.de/klimaplanreal Webseite KlimaPlanReal Hochschule Harz]&lt;br /&gt;
* &amp;lt;!-- Nachschauen wie pdf´s ergänzt werden können --&amp;gt;Ausschreibungstext Fahrradausleihstation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auswahl an unterschiedlichste Anbieter von Bike Sharing:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.donkey.bike/de Donkey Republic] &lt;br /&gt;
* [https://www.nextbike.net/campusbike/ CAMPUSbike]  von nextbike&lt;br /&gt;
* [https://swapfiets.de/ Swapfiets] &lt;br /&gt;
* [https://www.bahn.de/service/mobile/call-a-bike Call a bike]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterführende Literatur bzw. Übersicht an Bike Sharing Anbieter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Agora Verkehrswende: &amp;quot;[https://www.agora-verkehrswende.de/fileadmin/Projekte/2018/Stationslose_Bikesharing_Systeme/Agora_Verkehrswende_Bikesharing_WEB.pdf Bikesharing im Wandel - Handlungsempfehlungen für deutsche Städte und Gemeinden zum Umgang mit stationslosen Systemen]&amp;quot;, 2018&lt;br /&gt;
* [https://bikesharemap.com/#/6/10.6956/49.7658/ Bikesharemap]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Laufzeit ====&lt;br /&gt;
Die Maßnahme war ursprünglich auf zehn Monate angesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings wurde die Maßnahme der Fahrrad-Sharing-Station anschließend von einem weiterführenden Team betreut und nach knapp zwei Jahren ist die Software bereit zum Testen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Finanzen ====&lt;br /&gt;
Neben Personalkosten für die Projektmitarbeiterin sind folgende Ausgaben getätigt worden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Neun neue Fahrräder:  6.900€&lt;br /&gt;
* Servicevertrag: 1.200€&lt;br /&gt;
* Digitale Fahrradschlösser: 1.800€&lt;br /&gt;
* Einsteckketten: 400€&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rahmenbedingungen an der Hochschule ====&lt;br /&gt;
Standorte &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschule Harz hat einen Standort in &amp;lt;u&amp;gt;Wernigerode (circa. 32.000 Einwohner)&amp;lt;/u&amp;gt; und einen weiteren kleineren in &amp;lt;u&amp;gt;Halberstadt (circa 37.000 Einwohner)&amp;lt;/u&amp;gt;. Die beiden Standorte liegen rund 25 km entfernt und die Umgebung ist &#039;&#039;&#039;ländlich geprägt&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschulgröße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stand 2024:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Studierende: 2.839 (Wernigerode: 2.154, Halberstadt: 685)&lt;br /&gt;
* Mitarbeitende: 336 (Wernigerode: 294, Halberstadt: 42)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterstützung der Hochschulleitung zur Maßnahmenumsetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Unterzeichnung des Letter of Intent für den Projektantrag KlimaPlanReal hat die Leitung der Hochschule Harz die aktive Unterstützung zugesichert. Dadurch war die Teilnahme an den Transferlaboren für die Mitarbeitenden Arbeitszeit. Zum Anfang der Maßnahmenauswahl für das Transferlabor wurde mit dem Rektor, der Kanzlerin und einem Prorektor die Vorgehensweise der Maßnahmenumsetzung besprochen. Die Hochschulleitung nahm daraufhin Kontakt zur Stadt auf und zeigte somit ihre aktive Unterstützung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.hs-harz.de/forschung/ausgewaehlte-forschungsprojekte/klimaschutzkonzept Klimaschutzmanagement] (Drittmittelprojekt) für die Berechnung des Treibhausgasminderungspotentials&lt;br /&gt;
* [https://www.hs-harz.de/nachhaltigkeit/umweltmanagementsystem Umweltmanagement] (feste Stelle mit 75% für EMAS-Zertifizierung) konnte die vorhandenen Mobilitätsdaten bereit stellen &amp;amp; langfristige Evaluation innerhalb des Umweltmanagementsystems&lt;br /&gt;
* [https://www.hs-harz.de/hochschule/organisation/verwaltung/dezernate/liegenschaften-bau-technik/mitarbeiter-1-1 Umweltbeauftragte] ist die Projektleitung; stetige Zusammenarbeit&lt;br /&gt;
* [https://www.hs-harz.de/nachhaltigkeit/kommission-nachhaltige-hs-harz Senatskommission Nachhaltige Hochschule Harz] wurde der jeweilige Projektstand in begleitender und beratender Funktion vorgestellt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zeitaufwand für Entwicklung der Software und der rechtlichen Aspekte (u.a. Unfallschutz in Form von AGB) war sehr viel größer, als zu Beginn eingeschätzt wurde&lt;br /&gt;
* Der Prozess der Kontaktaufnahme zu den Fahrradläden gestaltete sich schwieriger als angenommen.&lt;br /&gt;
* Der Hauptbahnhof ist circa 3 km von dem Campus in Wernigerode entfernt und es gibt eine optimierungsbedürftige Taktung beim Wechsel von Bahn zu Bus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Allgemeine Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nutzergruppen abklären durch Analyse der Mobilitätsdaten der Hochschule&lt;br /&gt;
** Welche Personen bzw. Statusgruppen wollen wann, wofür und wie lange ein Fahrrad nutzen? Gibt es relevante Unterschiede zwischen den Mitgliedergruppen?&lt;br /&gt;
** Ist es (aufgrund von Höhenmeter etc.) notwendig, ein E-Bike anzustreben oder ist ein normales Fahrrad ausreichend?&lt;br /&gt;
** Ist möglicherweise eine kleine Ausleihstation für den individuellen und nicht täglichen Gebrauch durch den Studierendenrat, die Poststelle etc. anstelle eines aufwendig geschaffenen und digital gestützten Systems ausreichend?&lt;br /&gt;
* Relevante Stakeholder einbinden&lt;br /&gt;
** Falls es in der Stadt einen Anbieter für Fahrrad-Sharing-Systeme gibt, diesen bezüglich Stationserweiterungen kontaktieren&lt;br /&gt;
** Kontakt zu dem jeweiligen Verkehrsunternehmen aufnehmen, damit das zusätzliche Fahrrad-Sharing-System als bereichernde Ergänzung und nicht als Konkurrenz zum ÖPNV angesehen wird&lt;br /&gt;
** Unterstützung der Hochschulleitung einholen&lt;br /&gt;
** Holistisch denken: Stadt, Tourismusgesellschaften und andere größere, interessierte Akteure zu einer Beteiligung an der Fahrrad-Sharing-Station befragen&lt;br /&gt;
* Finanzielle Mittel prüfen&lt;br /&gt;
** Eine Kostenabschätzung machen&lt;br /&gt;
** Möglichkeiten für Sponsoring (z.B. Werbung für Kooperationspartner auf dem Fahrrad) zur Senkung der Kosten prüfen&lt;br /&gt;
* Anbieter für Fahrrad-Sharing-Systeme anfragen&lt;br /&gt;
** Diese Option sollte umfassend geprüft werden (auch unter Einbeziehung weiterer möglicher Nutzergruppen außerhalb der Hochschule).&lt;br /&gt;
* Hochschulinterne Fahrrad-Sharing-Station sollte unter Berücksichtigung nur dann durch die Hochschule eingeführt werden, wenn keine externen Betreiber zur Verfügung stehen. Eine hochschulinterne Umsetzung erfordert einen sehr hohen zeitlichen Aufwand mit detaillierten Arbeitspaketen und Zuständigkeiten: Folgende Fachgebiete sollten dafür im Transformationsteam vorhanden sein:&lt;br /&gt;
** IT für die Software-Entwicklung für die Fahrradschlösser&lt;br /&gt;
** Der Quellcode inkl. Dokumentation ist hier zu finden.&amp;lt;!-- Ergänzen! --&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Recht: zur rechtlichen Abklärung zwecks AGB, Unfallschutz etc.&lt;br /&gt;
** Verwaltung: für die Planung des Betreibermodells&lt;br /&gt;
** Fachbereich Liegenschaften/Bau für die Abstellplätze der Fahrräder&lt;br /&gt;
* Eine zentrale, durchgehende Koordinierungsstelle&lt;br /&gt;
* Für Motivation der Trafoteammitglieder sorgen&lt;br /&gt;
** Möglichst instrinsische Motivation erzeugen bzw. direkt entsprechende Personen ins Team holen, damit auch außerhalb der Trafoteamtreffen trotz hoher Arbeitsbelastung weitergewirkt wird&lt;br /&gt;
** Gruppenmotivation hochhalten&lt;br /&gt;
* Gemeinsame Cloudplattform etablieren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Links, Material, Ansprechpersonen ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ansprechpersonen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Projektleitung: [https://www.hs-harz.de/aheilmann/zur-person Prof. Dr. Andrea Heilmann] &amp;amp; [https://www.hs-harz.de/pschaller/zur-person Prof. Dr. Philipp Schaller]&lt;br /&gt;
* Projektmitarbeiter*innen: [https://www.hs-harz.de/forschung/ausgewaehlte-forschungsprojekte/innovative-hochschule/unser-team Anja Klinner] &amp;amp; [https://www.hs-harz.de/hochschule/organisation/verwaltung/dezernate/liegenschaften-bau-technik/mitarbeiter-1-1 Heidi Wilhof]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__INDEXIEREN__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KlimaPlanReal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Hochschulklimarat&amp;diff=28013</id>
		<title>Hochschulklimarat</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Hochschulklimarat&amp;diff=28013"/>
		<updated>2026-04-07T09:45:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: /* Einzelnachweise */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Good Practice: Hochschulklimarat}}&lt;br /&gt;
{{Best Practice&lt;br /&gt;
|beschr=Der vorliegende Good Practice Guide stellt das Konzept des Hochschulklimarats (HKR) vor, welches im Projekt KlimaPlanReal entwickelt und angewandt wurde. Ein Hochschulklimarat ist ein zeitlich befristetes deliberatives Partizipationsverfahren (vgl. Bürger*innenrat) zur Erarbeitung von Klimaschutzmaßnahmen für eine Hochschule unter Beteiligung aller Mitgliedergruppen. Der Guide beinhaltet die Erfahrungen mit der Anwendung dieses Verfahrens an vier Hochschulen und leitet Empfehlungen für eine Adaption an anderen Hochschulen ab. Zusätzlich wird dargestellt, wie die im HKR erarbeiteten Maßnahmenvorschläge anschließend anhand ihres Impacts zur Treibhausgasreduktion und weiterer Kriterien bewertet wurden, um anschließend Pilotmaßnahmen im Rahmen von Transferlaboren umzusetzen.&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Governance, Betrieb, Vernetzung&lt;br /&gt;
|thema=Politik, Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Partizipative Forschung, Beteiligung&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Forschungsmanagement, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Otto-von-Guericke Universität Magdeburg, Hochschule Magdeburg-Stendal, Hochschule Harz, Hochschule Anhalt, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
|org=Umweltpsychologie, KlimaPlanReal&lt;br /&gt;
|url=https://www.klimaplanreal.ovgu.de/Projektphasen.html&lt;br /&gt;
|projekt=Transformationspfade (traNHSform)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Zusammenfassung==&lt;br /&gt;
Der vorliegende Good Practice Guide stellt das Konzept des Hochschulklimarats (HKR) vor, welches im Projekt KlimaPlanReal entwickelt und angewandt wurde. Ein Hochschulklimarat ist ein zeitlich befristetes deliberatives Partizipationsverfahren (vgl. Bürger*innenrat) zur Erarbeitung von Klimaschutzmaßnahmen für eine Hochschule unter Beteiligung aller Mitgliedergruppen. Der Guide beinhaltet die Erfahrungen mit der Anwendung dieses Verfahrens an vier Hochschulen und leitet Empfehlungen für eine Adaption an anderen Hochschulen ab. Zusätzlich wird dargestellt, wie die im HKR erarbeiteten Maßnahmenvorschläge anschließend anhand ihres Impacts zur Treibhausgasreduktion und weiterer Kriterien bewertet wurden, um anschließend Pilotmaßnahmen im Rahmen von Transferlaboren umzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schnell-Überblick / Checkliste ===&lt;br /&gt;
==== Vorbereitung ====&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Realistische Zeitplanung&#039;&#039;&#039; (ca. 6 Monate Vorbereitung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Informationsbereitstellung zum HKR (Webseite, Newsletter, etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Gewinnung von Teilnehmenden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Auswahl per Zufallsverfahren unter Berücksichtigung soziodemografischer Merkmale (Hochschul-Mitgliedergruppe, Gender, etc.)&lt;br /&gt;
** Initialkontaktierung eines größeren Personenkreises (mindestens 5- bis 20-fach)&lt;br /&gt;
** Persönliche Ansprache bevorzugen&lt;br /&gt;
** Sicherstellung der Freistellung von Mitarbeitenden und Anerkennung der Leistung von Studierenden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Einbindung von Expert*innen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Auswahl u.a. basierend auf einer [[Status quo Analyse klimarelevanter Bereiche einer Hochschule#Akteur*innenanalyse|Akteur*innenanalyse]] (frühzeitige Kontaktaufnahme)&lt;br /&gt;
** Einbindung durch Impulsvorträge (Fachexpert*innen)&lt;br /&gt;
** Einbindung durch Beratungen in den Diskussionsphasen (Umsetzungsexpert*innen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Durchführung durch externe Prozessbegleitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Beauftragung eines neutralen, erfahrenen externen Anbieters zur Moderation&lt;br /&gt;
** Moderationskonzept, Zeitplan und Räumlichkeiten mit Prozessbegleitung klären&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Transparente Abstimmung der Planung mit der Hochschulleitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Unterstützung der Hochschulleitung sichern (z.B. Schirmherrschaft; Begrüßung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ablauf des Hochschulklimarats ====&lt;br /&gt;
In diesem Guide werden zwei Varianten dargestellt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ein &#039;&#039;&#039;zweitägiger Ablauf&#039;&#039;&#039; (Tag 1: Input; Tag 2: Erarbeitung und Priorisierung von Maßnahmen, unterstützt durch Expert*innen). Dies entspricht dem tatsächlichen Ablauf im Projekt KlimaPlanReal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ein &#039;&#039;&#039;viertägiger Ablauf&#039;&#039;&#039; (Tag 1: Input, Tag 2: Erarbeitung von Maßnahmen, Tag 3: Überarbeitung von Maßnahmen, unterstützt durch Expert*innen, Tag 4: Priorisierung von Maßnahmen). Dies ist der Ablauf, welcher auf Basis der Projekterfahrungen im Folgeprojekt KlimaPlanReal-intensified angestrebt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nachbereitung ====&lt;br /&gt;
* Transparenz über den weiteren Prozess in der Hochschulöffentlichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verschriftlichung als KlimaPlan / Gutachten, dabei Konsultation mit den HKR-Teilnehmenden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Abschluss mit der offiziellen Überreichung der KlimaPläne an die Leitung / legitimierte Gremien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Integrierte Bewertung und Auswahl von Pilotmaßnahmen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Auswahlkriterien umfassen CO₂-Einsparungen, Umsetzungsdauer, Umsetzungskosten,   Wartungskosten, HKR-Priorisierung, Parallelprozesse und Zusatznutzen&lt;br /&gt;
** Auswahlkriterien und -prozess transparent machen&lt;br /&gt;
** Rückkopplung mit der Hochschulleitung vor der Umsetzung einer Maßnahme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maßnahmen umsetzen, z. B. in Transferlaboren ([[Good Practice Guide: Transferlabor]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundideeen ==&lt;br /&gt;
Klimabürger*innenräte und auch der Hochschulklimarat (HKR) folgen der Idee der Planungszelle. Planungszellen nach Dienel (1997) bieten einen Rahmen, um deliberative Prozesse gezielt zu initiieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Die Planungszelle ist eine Gruppe von Bürgern, die nach einem Zufallsverfahren ausgewählt und für begrenzte Zeit von ihren arbeitstäglichen Verpflichtungen vergütet freigestellt worden sind, um, assistiert von Prozessbegleitern, Lösungen für vorgegebene, lösbare Planungsprobleme zu erarbeiten.“ (Dienel, 1997, S. 74)&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Dienel, C. D. (1997). &#039;&#039;Die Planungszelle: Der Bürger plant seine Umwelt. Eine Alternative zur Establishment-Demokratie.&#039;&#039; Westdeutscher Verlag.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zentraler Aspekt der Planungszelle ist ein &#039;&#039;&#039;formalisierter Gruppenprozess&#039;&#039;&#039;, der ermöglicht, dass die Gruppe zu einer gemeinsam erarbeiteten Entscheidung gelangen kann. Dazu ist es nötig, dass Teilnehmende kontinuierlich an den Terminen teilnehmen. Diese Teilnahme ist &#039;&#039;&#039;befristet&#039;&#039;&#039;, um einerseits den Teilnehmenden einen &#039;&#039;&#039;Perspektivwechsel&#039;&#039;&#039; in die Rolle als Planer*in zu ermöglichen und andererseits eine Entfremdung oder die Entwicklung von Eigeninteressen (wie es bei Berufsplaner*innen vorkommen kann) zu verhindern (Matthies &amp;amp; Blöbaum, 2008).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Matthies, E., &amp;amp; Blöbaum, A. (2008). Partizipative Verfahren und Mediation. In E. D. Lantermann &amp;amp; V. Linneweber (Hrsg.), &#039;&#039;Umweltpsychologie (Band 1: Grundlagen, Paradigmen und Methoden der Umweltpsychologie, S. 811–837).&#039;&#039; Hogrefe.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Beteiligten werden unter Berücksichtigung von soziodemografischen Merkmalen per &#039;&#039;&#039;Zufall&#039;&#039;&#039; ausgewählt und für den Zeitraum des Planungsverfahrens in unterschiedlicher Form &#039;&#039;&#039;entschädigt&#039;&#039;&#039;. Dadurch soll eine möglichst gute &#039;&#039;&#039;Repräsentation&#039;&#039;&#039; der betroffenen Personengruppen abgebildet werden (Matthies &amp;amp; Blöbaum, 2008) &amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;und die erarbeiteten Ergebnisse &#039;&#039;&#039;demokratisch legitimiert&#039;&#039;&#039; werden (Bürgerrat Klima, 2021).&amp;lt;ref&amp;gt;Bürgerrat Klima. (2021). &#039;&#039;Unsere Empfehlungen für die deutsche Klimapolitik&#039;&#039; [Gutachten]. &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://buergerrat-klima.de/downloadPdf/41&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um der diversen Zusammensetzung der Gesamtgruppe gerecht zu werden, muss durch die Bereitstellung von gezielt &#039;&#039;&#039;aufbereiteten Hintergrundinformationen&#039;&#039;&#039; eine vergleichbare Informiertheit aller sichergestellt werden. Zudem muss die aktive Beteiligung aller und ein konstruktiver, wertschätzender Umgang miteinander durch eine &#039;&#039;&#039;professionelle, unabhängige Prozessbegleitung&#039;&#039;&#039; und die Organisation der Planungszelle sichergestellt werden (Matthies &amp;amp; Blöbaum, 2008).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Es werden &#039;&#039;&#039;Expert*innen&#039;&#039;&#039; in den Prozess miteingebunden, die einen Überblick zum Thema geben und mehrere Standpunkte darstellen, um einer einseitigen Beeinflussung von Entscheidungen entgegenzuwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ergebnisse einer Planungszelle werden anschließend in einem Gutachten (im Projekt [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplan.html KlimaPlan] genannt) mit entsprechenden Reflexionen und Empfehlungen festgehalten.&lt;br /&gt;
== Vorbereitung eines Hochschulklimarats ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gewinnung von Teilnehmenden ===&lt;br /&gt;
Entsprechend der Idee der Planungszelle sollen die Teilnehmenden nach dem Zufallsprinzip unter Berücksichtigung von soziodemografischen Merkmalen ausgewählt werden, um eine möglichst repräsentative Gruppe zu erhalten und viele Perspektiven einbeziehen zu können&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Empfehlungen =====&lt;br /&gt;
* Bereits vor der Auswahl von Teilnehmenden sind über eine Webseite und andere Informationskanäle Informationen zum Ziel und Ablauf des HKR transparent zu machen.&lt;br /&gt;
* Bei der Zufallsauswahl aus den drei &#039;&#039;&#039;Mitgliedergruppen der Mitarbeitenden&#039;&#039;&#039; (Wissenschaftliche Mitarbeitende, wissenschaftsunterstützende Mitarbeitende, Professor*innen) kann die Personalabteilung unterstützen, indem Mailadressen oder ähnliches, ggf. auch Informationen zu soziodemografischen Merkmalen, zur Verfügung gestellt werden&lt;br /&gt;
* Bei der Zufallsauswahl von &#039;&#039;&#039;Studierenden&#039;&#039;&#039; kann ggf. die Studierendenverwaltung/ -sekretariat unterstützen, dies muss aber datenschutzrechtlich geprüft werden. Ein frühzeitiger Kontakt zur datenschutzbeauftragten Person ist sinnvoll.&lt;br /&gt;
* Die &#039;&#039;&#039;persönliche Ansprache&#039;&#039;&#039; (z. B. „Sehr geehrtes Mitglied der Hochschule, […] Sie sind nach dem Zufallsprinzip ausgelost worden, um […] mitzuwirken“) ist gegenüber der generischen Ansprache (z. B. „Sehr geehrte Studierende, […] Sie sind eingeladen, sich für das Auswahlverfahren zur Teilnahme am Hochschulklimarat […] anzumelden.“) zu bevorzugen. Hierbei sind höhere Rücklaufquoten und eine geringere Selbstselektion zu verzeichnen.&lt;br /&gt;
* Es sind initial deutlich &#039;&#039;&#039;mehr Personen zu kontaktieren&#039;&#039;&#039;, als für den HKR gebraucht werden. Da die Antwortrate auch von der Art der Ansprache und der Mitgliedergruppe abhängt, ist es schwierig, hier eine konkrete Zahl zu nennen. Basierend auf den Erfahrungen im Projekt KlimaPlanReal bewegt sich dies zwischen fünfmal so vielen Personen wie benötigt (bei Mitarbeitenden mit persönlicher Ansprache) bis vierzigmal so vielen Personen wie benötigt (bei Studierenden mit generischer Ansprache)&lt;br /&gt;
* Eine &#039;&#039;&#039;Freistellung der Mitarbeitenden&#039;&#039;&#039; für die Teilnahme, sowie eine &#039;&#039;&#039;Anerkennung der Leistung der Studierenden&#039;&#039;&#039; (z. B. durch Credits) ist im Vorfeld mit der Hochschulleitung bzw. Vorgesetzten (gerade bei Drittmittelbeschäftigten) zu klären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Teilnehmenden-Gewinnung im Projekt KlimaPlanReal ====&lt;br /&gt;
* Die Soll-Größe eines HKRs betrug 36 Personen&lt;br /&gt;
** 18 Studierende&lt;br /&gt;
** 18 Mitarbeitende, darunter&lt;br /&gt;
*** 6 Professor*innen&lt;br /&gt;
*** 6 wissenschaftliche Mitarbeitende,&lt;br /&gt;
*** 6 wissenschaftsunterstützende Mitarbeitende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ein paritätisches Geschlechterverhältnis innerhalb der Mitgliedergruppen wurde darüber hinaus angestrebt.&lt;br /&gt;
* An einer Hochschule wurde zudem die anteilige Repräsentation der verschiedenen Fachbereiche berücksichtigt.&lt;br /&gt;
* Im Projekt KlimaPlanReal wählten wir ein &#039;&#039;&#039;zweiwelliges Einladungs-Vorgehen&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
** Zunächst wurde ein größerer Personenkreis (mittels Zufallsauswahl oder Grundgesamtheit, s. u.) kontaktiert und eingeladen, am Hochschulklimarat teilzunehmen. Um sich zu registrieren, mussten die Eingeladenen zunächst an einer &#039;&#039;&#039;Befragung&#039;&#039;&#039; teilnehmen. In der Befragung gaben etwa 64% der Eingeladenen ihre Bereitschaft zur Teilnahme am HKR an.&lt;br /&gt;
** Aus diesem verkleinerten Pool der Interessent*innen wurden dann mittels Zufallsauswahl unter Berücksichtigung der Quoten für Mitgliedergruppe und Geschlecht (und ggf. Fachbereich) die Personen ausgewählt, die final für die Teilnahme eingeladen wurden.&lt;br /&gt;
** Gleichzeitig bildete die Befragung die Grundlage für die Prä-Post-Evaluation des HKRs.&lt;br /&gt;
** Sobald eine eingeladene Person die Termine nicht einrichten konnte, wurde aus dem Pool der Interessent*innen neu gezogen, bis alle Plätze für den Hochschulklimarat entsprechend der Mitgliedergruppe und des Geschlechterverhältnisses besetzt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Praktische Herausforderungen und Erfahrungen =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kleine Grundgesamtheit:&#039;&#039;&#039; Insbesondere an kleineren HS waren manche Mitgliedergruppen (z. B. weibliche Professor*innen) schnell „erschöpfend“ kontaktiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Zufallsauswahl:&#039;&#039;&#039; Datenschutzbestimmungen stellten eine Hürde für die Zufallsauswahl dar. &lt;br /&gt;
** In den Mitgliedergruppen der &#039;&#039;&#039;Mitarbeitenden&#039;&#039;&#039; war an drei von vier beteiligten Hochschulen eine Zufallsauswahl umsetzbar. Bei einer Hochschule wurden stattdessen alle Mitarbeitenden kontaktiert.&lt;br /&gt;
** Die Zufallsauswahl von &#039;&#039;&#039;Studierenden&#039;&#039;&#039; war nur an einer der vier beteiligten Hochschulen möglich. Bei den anderen drei Hochschulen wurde die Gesamtheit der Studierenden kontaktiert. Dies erfolgte über Mailverteiler und weitere Kanäle (Social Media, Poster, StudIP, direkte Ansprache).&lt;br /&gt;
** Mögliche &#039;&#039;&#039;„unkontrollierbare“ Aspekte&#039;&#039;&#039; waren auch, inwiefern kontaktierte Personen ihre Einladung selbstständig an Kolleg*innen weitergegeben haben oder inwiefern mit den jeweiligen Projektteams vor Ort außerhalb des Rekrutierungsvorgangs Kontakt aufgenommen wurde und ein Wille zur Teilnahme kundgetan wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Rücklaufquote&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Die Rücklaufquote für die Teilnahme an der initialen Befragung (an deren Ende die Eingeladenen sich für den HKR registrieren konnten, s. o.) war nach &#039;&#039;&#039;Zufallsauswahl mit persönlicher Ansprache&#039;&#039;&#039; (10,5% bei Studierenden einer HS bis 54,2% beim wissenschaftsunterstützenden Personal einer HS) deutlich höher als in den Fällen, wo die Grundgesamtheit mit generischer Ansprache kontaktiert wurde (0,4% bei Studierenden einer HS bis 17,5% bei den Professor*innen einer HS).&lt;br /&gt;
** Die Rücklaufquote war insbesondere bei den &#039;&#039;&#039;Studierenden&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;gering&#039;&#039;&#039; (ca. 0,5 % bei Kontaktierung der Grundgesamtheit mit generischer Ansprache, ca. 10% bei persönlicher Ansprache).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Folgende Lösungen zur &#039;&#039;&#039;Freistellung der Mitarbeitenden&#039;&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;&#039;Anerkennung der Leistung der Studierenden&#039;&#039;&#039; wurden genutzt:&lt;br /&gt;
** Für Studierende:&lt;br /&gt;
*** Möglichkeit zum Erhalt eines Teilnehmendenzertifikat&lt;br /&gt;
*** Anrechnung mit einem ECTS für das Nachhaltigkeitszertifikat&lt;br /&gt;
*** Anrechnung mit ECTS im Rahmen der Allgemeinen Schlüsselqualifikationen (ASQ), nach Erstellung einer zusätzlichen Ausarbeitung&lt;br /&gt;
*** Anrechnung in Form eines „Projektwochenscheins“ (1SWS) als Teil eines Projektmoduls, für das ECTS erworben werden können&lt;br /&gt;
** Für Mitarbeitende: Freistellung bzw. Anerkennung als Arbeitszeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Insgesamt nahm der &#039;&#039;&#039;Prozess&#039;&#039;&#039; der Teilnehmenden-Gewinnung wesentlich &#039;&#039;&#039;mehr Zeit&#039;&#039;&#039; in Anspruch, als ursprünglich eingeplant wurde und musste trotz des Anspruches der Vergleichbarkeit und Standardisierung auf jede Hochschule auf Grund von individuellen Rahmenbedingungen angepasst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bei der Veranstaltung wurden &#039;&#039;&#039;Namensschilder&#039;&#039;&#039; ohne Angabe der Mitgliedergruppenzugehörigkeit verwendet. Dies ist zu empfehlen, um eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe zu erleichtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterstützung durch Fach- und Umsetzungsexpert*innen ===&lt;br /&gt;
Expert*innen wurden in den Hochschulklimaräten im Projekt KlimaPlanReal an mehreren Stellen einbezogen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Teilnehmenden wurden durch &#039;&#039;&#039;Impulsvorträge von [[Glossar KlimaPlanReal|Fachexpert*innen]]&#039;&#039;&#039; am ersten Tag (siehe [[#Tatsächlicher Ablauf im Projekt KlimaPlanReal|Ablauf HKR]]) auf den gleichen Wissensstand gebracht, um mit einer gemeinsamen Informationsgrundlage an Empfehlungen arbeiten zu können.&lt;br /&gt;
* Am zweiten Tag (siehe [[#Tatsächlicher Ablauf im Projekt KlimaPlanReal|Ablauf HKR]]) standen &#039;&#039;&#039;Fachexpert*innen sowie lokale [[Glossar KlimaPlanReal|Umsetzungsexpert*innen]]&#039;&#039;&#039; den Teilnehmenden &#039;&#039;&#039;beratend&#039;&#039;&#039; zur Verfügung.&lt;br /&gt;
*  Die einbezogenen Expert*innen hatten &#039;&#039;&#039;kein Stimm- oder Einflussrecht&#039;&#039;&#039; auf die entwickelten Maßnahmen. Ihnen kam dennoch aufgrund ihres Wissens zur Komplexität oder Machbarkeit von Maßnahmen eine &#039;&#039;&#039;Schlüsselrolle&#039;&#039;&#039; zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Akquise von Expert*innen ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundlage für die Auswahl von Expert*innen bildete die &#039;&#039;&#039;[[Status quo Analyse klimarelevanter Bereiche einer Hochschule#Akteur*innenanalyse|Akteur*innenanalyse]]&#039;&#039;&#039;. Für jedes der drei [[#Tatsächlicher Ablauf im Projekt KlimaPlanReal|impactrelevanten Transformationsfelder]] wurde an jeder Projekthochschule eine Übersicht den hochschulinternen Expert*innen erstellt.&lt;br /&gt;
* Erweitert wurde diese Liste um &#039;&#039;&#039;„externe“ Expert*innen&#039;&#039;&#039;, die nicht an den Projekthochschulen selbst tätig sind, sondern in den entsprechenden Themengebieten Expertise haben und diese an eine heteroge Gruppe adäquat weitergeben können.&lt;br /&gt;
* Die Akquise erfolgte überwiegend (video-)&#039;&#039;&#039;telefonisch&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Mit den Expert*innen sollte bereits frühzeitig (mindestens vier Wochen Vorlaufzeit) Kontakt aufgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beauftragung eines externen Anbieters für die Durchführung ===&lt;br /&gt;
Die Unterstützung der Teilnehmenden durch &#039;&#039;&#039;professionelle Prozessbegleiter*innen&#039;&#039;&#039; ist für das Verfahren der Planungszelle konstitutiv (Matthies &amp;amp; Blöbaum, 2008)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;. Für einen externen Anbieter spricht nicht nur dessen Erfahrung und Expertise, sondern vor allem dessen Neutralität gegenüber hochschulpolitischen Prozessen und die Vermeidung von Interessenskonflikten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Projekt KlimaPlanReal war ein weiteres Ziel, die vier Hochschulklimaräte über die Hochschulen hinweg möglichst vergleichbar zu halten. Dazu wurde für alle HKR ein externes Unternehmen mit Erfahrung in der Durchführung von partizipativen Verfahren beauftragt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhalt der &#039;&#039;&#039;Leistungsbeschreibung&#039;&#039;&#039; war:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Konzepterstellung in Absprache mit dem Auftraggeber zur Durchführung der HKRs&lt;br /&gt;
* Schulung von ca. zehn wissenschaftlichen Hilfskräfte u. Mitarbeitenden in (Co-)Moderationstechniken, um diese zu befähigen, die Kleingruppen in den Arbeitsphasen in Zweierteams eigenständig zu moderieren.&lt;br /&gt;
* Durchführung und Dokumentation der vier HKRs&lt;br /&gt;
* Feedback zu, von den Hochschulen, erstellten KlimaPlänen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Kosten&#039;&#039;&#039; für den externen Anbieter beliefen sich auf ca. 50.000€.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Projekt KlimaPlanReal lag die Konzipierung der HKR hauptsächlich beim Projektteam und die Moderation beim externen Anbieter, um die praktische Durchführung eines Hochschulklimarats bei gleichzeitiger Vergleichbarkeit zwischen den vier Standorten und die begleitende Transformationsforschung zu ermöglichen. Diese Trennung ist in der Praxis jedoch eher unüblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Empfehlungen =====&lt;br /&gt;
* Im Rahmen der Angebotsplanung ist frühzeitig mit der Erstellung einer Leistungsbeschreibung zu beginnen und gegebenenfalls ein Richtpreisangebot einzuholen, um das Finanzvolumen abzuschätzen und die passende Vergabeart zu bestimmen. Die Vorgaben der jeweiligen Institution und gegebenenfalls des Fördermittelgebers sind zu berücksichtigen. Eine frühzeitige Klärung des geeigneten Vergabeverfahrens und der einzuhaltenden Fristen sind unerlässlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Hinweise zur Planung eines Hochschulklimarats ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Dauer von Prozessen nicht unterschätzen:&#039;&#039;&#039; Im Projekt KlimaPlanReal hatten wir etwa zwei bis drei Monate Zeit zur Feinplanung mit dem Moderationsteam, der Gewinnung von Expert*innen und Teilnehmenden. Hier wäre eine Zeitspanne von ca. sechs Monaten angemessener.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Parallelprozesse kennen und Konflikte vermeiden:&#039;&#039;&#039; Die Planung und die Konsequenzen eines Hochschulklimarats sollten vor dessen Initiierung mit der Hochschulleitung transparent besprochen werden. Interferenzen mit parallel laufenden Prozessen bzw. Doppelstrukturen sollten vermieden werden, bestenfalls ergeben sich Synergien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ablauf eines Hochschulklimarats ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Idealtypischer Ablauf ===&lt;br /&gt;
Auf Grundlage unserer Erfahrungen im Projekt KlimaPlanReal (siehe [[#Tatsächlicher Ablauf im Projekt KlimaPlanReal|Tatsächlicher Ablauf]] empfehlen wir den folgenden, viertägigen Ablauf. Diesen werden wir im Projekt [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/Projektabschnitte/HKR+an+der+Burg+Halle.html KlimaPlanReal – intensified] selbst umsetzen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Grafik.png|mini|zentriert|Abbildung 1: Angepasster Ablauf für einen viertägigen Hochschulklimarat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tatsächlicher Ablauf im Projekt KlimaPlanReal ===&lt;br /&gt;
Tatsächlich wurde bei KlimaPlanReal ein zweitägiger Ablauf umgesetzt, welcher nun dargestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das umfassende Thema Klimaneutralität greifbarer zu machen, wurden vorab durch das KlimaPlanReal-Projektteam auf Basis einer universitätsvergleichenden Studie (Helmers et al., 2023) &#039;&#039;drei impactrelevante Transformationsfelder&#039;&#039; ausgemacht, die sich jeweils in &#039;&#039;zwei Handlungsfelder&#039;&#039; unterteilten.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmers, E., Chang, C. C., &amp;amp; Dauwels, J. (2021). Carbon footprinting of universities worldwide: Part I—objective comparison by standardized metrics. &#039;&#039;Environmental Sciences Europe, 33&#039;&#039;(1), 30. &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://doi.org/10.1186/s12302-021-00454-6&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 [[Datei:Abbildung 2.png|mini|zentriert|Abbildung 2: Die drei impactrelevanten Transformationsfelder und deren Handlungsfelder]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschulklimaräte kamen an jeweils &#039;&#039;&#039;zwei Terminen&#039;&#039;&#039; zusammen. Während es an &#039;&#039;&#039;Tag 1&#039;&#039;&#039; vor allem darum ging, den Teilnehmenden Informationen zu vermitteln, nahmen diese an &#039;&#039;&#039;Tag 2&#039;&#039;&#039; eine aktive Rolle ein. Das Ziel dieser Sitzung war die &#039;&#039;&#039;Erarbeitung von Maßnahmen&#039;&#039;&#039; zu den Handlungsfeldern, unter Einbeziehung hochschulinterner Expert*innen. Für jedes Handlungsfeld sollten ca. fünf bis zehn Maßnahmen entwickelt und durch die Teilnehmenden priorisiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Moderation der Hochschulklimarats-Sitzungen erfolgte durch einen [[#Beauftragung eines externen Anbieters für die Durchführung|externen Anbieter]]. Der Ablauf ist in Abbildung 3a (Tag 1) und 3b (Tag 2) schematisch dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die während der HKR erarbeiteten Maßnahmen wurden durch die KlimaPlanReal-Projektteams jeweils in einem hochschulspezifischen &#039;&#039;&#039;[https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplan.html KlimaPlan]&#039;&#039;&#039; verschriftlicht (analog zu einem Bürger*innengutachten), und den Mitgliedern des HKR anschließend noch einmal zur Konsultation per Mail gesendet. Die KlimaPläne wurden an die entsprechenden &#039;&#039;&#039;Hochschulleitungen hochschulöffentlich übergeben&#039;&#039;&#039;. Dies fand im Rahmen von Senatssitzungen, der Ringvorlesung Nachhaltigkeit oder als eigenständiger Termin statt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Abbildung 3a.png|mini||zentriert|Abbildung 3a: Hochschulklimarat Ablauf Tag 1]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Abbildung 3b.png|mini||zentriert|Abbildung 3b: Hochschulklimarat Ablauf Tag 2]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Details und Praxis-Hinweise ====&lt;br /&gt;
===== Backcasting =====&lt;br /&gt;
* Angelehnt an die &#039;&#039;&#039;Kreativitätsmethode „Backcasting“&#039;&#039;&#039; wurde ein Zukunftsbild für die Hochschule erarbeitet. Übergeordnetes Ziel dabei war die Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
* Der Impuls für das Backcasting lautete: &#039;&#039;Heute ist der TT.MM.2030 [2035 /2040]. Sie befinden sich auf dem Weg zur [Hochschule]. Eigentlich ist alles wie immer. Ihnen fällt ein, dass genau vor 7 [12 / 17] Jahren der Hochschulklimarat stattgefunden hat. Und Sie treffen zufällig auf andere Mitglieder/Teilnehmende von damals! Das ist doch eine gute Möglichkeit zu schauen, was sich in den vergangenen Jahren geändert hat.“&#039;&#039; Das Jahr wurde entsprechend des Zieljahrs, welche die Hochschule für ihre Klimaneutralität formuliert hatte, angepasst.&lt;br /&gt;
* Das Backcasting fand in Kleingruppen statt und bildete den Auftakt für die Maßnahmenerarbeitung. Die Vision einer klimaneutralen Hochschule in den jeweiligen Themenbereichen wurde durch die nächsten Gruppen ergänzt und vervollständigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zeitrahmen: ca. 2 Stunden&lt;br /&gt;
* Empfehlenswert als kreative Einstiegsmethode&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Kleingruppenarbeit =====&lt;br /&gt;
* Basierend auf den Zukunftsvisionen der Teilnehmenden wurden dann &#039;&#039;&#039;erste [[Glossar KlimaPlanReal|Maßnahmensteckbriefe]]&#039;&#039;&#039; ausgearbeitet.&lt;br /&gt;
* In den zweiten und dritten Runden wechselten die Mitglieder die [[#Tatsächlicher Ablauf im Projekt KlimaPlanReal|impactrelevanten Transformationsfelder]] und die Gruppe, sodass jede Person in &#039;&#039;&#039;wechselnden Gruppenkonstellationen&#039;&#039;&#039; an jedem der drei [[#Tatsächlicher Ablauf im Projekt KlimaPlanReal|Transformationsfelder]] mitgearbeitet hat. Die zweite und dritte Runde brachten sowohl Erweiterungen der bisherigen Maßnahmen als auch neue Maßnahmen hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Empfehlung zur Gruppeneinteilung:&#039;&#039;&#039; Es sollte erwogen werden, längere Bearbeitungszeiten innerhalb derselben Gruppe einzuplanen. Dies würde mehr Raum für vertiefte Diskussionen und Auseinandersetzung mit den Maßnahmenvorschlägen schaffen und verhindern, dass Gruppen auseinandergerissen werden. Gleichzeitig ist abzuwägen, ob der Vorteil „frischer Perspektiven“ durch wechselnde Gruppen wichtiger ist als eine tiefere inhaltliche Auseinandersetzung.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Empfehlung zur Gruppenarbeit:&#039;&#039;&#039; Es sollte sichergestellt werden, dass Maßnahmen von allen Gruppenmitgliedern gemeinsam erarbeitet und diskutiert werden, um die Beteiligung aller zu fördern und ein ausgewogenes Ergebnis zu erzielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Einbezug von Expert*innen =====&lt;br /&gt;
* Den Teilnehmenden standen in allen drei Gruppenarbeitsphasen &#039;&#039;&#039;[[Glossar KlimaPlanReal|Fachexpert*innen]]&#039;&#039;&#039; zum telefonischen Kontakt zur Verfügung.  In der zweiten und dritten Gruppenarbeitsphase standen für die drei [[#Tatsächlicher Ablauf im Projekt KlimaPlanReal|impactrelevanten Transformationsfelder]] &#039;&#039;&#039;[[Glossar KlimaPlanReal|Umsetzungsexpert*innen]]&#039;&#039;&#039; aus der jeweiligen Hochschule für Fragen zur Verfügung (teils telefonisch, teils vor Ort).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Für Rückmeldungen zur Sinnhaftigkeit und Realisierbarkeit von Maßnahmenvorschlägen ist der Einbezug von Expert*innen wichtig.&lt;br /&gt;
* Der Einbezug von Umsetzungs-Expert*innen war in diesem Projekt aufgrund der nötigen Zusammenarbeit in den später startenden [[Good Practice Guide: Transferlabor|Transferlaboren]] sinnvoll.&lt;br /&gt;
* Wir empfehlen die Einbindung von Expert*innen in Präsenz, da die Möglichkeit zur telefonischen Konsultation von den Mitgliedern des HKRs nicht genutzt wurde.&lt;br /&gt;
* Die Moderation des HKR sollte darauf achten, dass Expert*innen den Prozess unterstützen, ohne zu viel Redezeit einzunehmen, ohne ihre persönlichen Interessen in den Vordergrund zu stellen, und ohne dass die Diskussion persönlicher Interessen der Teilnehmenden mit den Expert*innen die Arbeit an den Maßnahmen in den Hintergrund drängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Priorisierung der Maßnahmenvorschläge =====&lt;br /&gt;
* Die durch die Kleingruppen entwickelten Maßnahmensteckbriefe wurden auf Pinnwänden ausgestellt und es fand ein sogenannter &#039;&#039;&#039;Gallery-Walk&#039;&#039;&#039; statt, um sich einen letzten Überblick über alle Maßnahmen zu verschaffen.&lt;br /&gt;
* Mit der Frage: „Welche Maßnahme sollte aus Ihrer Sicht sofort umgesetzt werden?“ konnten die Teilnehmenden in jedem der drei [[#Tatsächlicher Ablauf im Projekt KlimaPlanReal|Transformationsfelder]] (Mobilität, Regenerativer Campus, Ernährung &amp;amp; Beschaffung) zwei Maßnahmen mithilfe von &#039;&#039;&#039;zwei Klebepunkten&#039;&#039;&#039; priorisieren. Insgesamt hatte jede Person somit eine Stimme pro Handlungsfeld (z.B. 1 Punkt für Maßnahmen in Bezug auf Geschäftsmobilität), um jeweils die aus ihrer Sicht dringlichste Maßnahme auszuwählen. Es wurde nicht eingegriffen, wenn innerhalb eines Transformationsfeldes auch zwei Stimmen für ein Handlungsfeld verwendet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Für die Priorisierung sollte auf die Lesbarkeit und Verständlichkeit der Maßnahmensteckbriefe geachtet werden&lt;br /&gt;
* Es sollte genug Zeit eingeräumt werden, um sich vor der Priorisierungsentscheidung mit den Maßnahmenvorschlägen auseinanderzusetzen.&lt;br /&gt;
* Es sollte eindeutig sein, nach welchem Kriterium (wichtig vs. dringend) priorisiert wird. Geeignet als Priorisierungsfrage wäre z. B. „Welche Maßnahme ist Ihnen besonders wichtig?“ Optional kann mit einer zweiten Farbe bewertet werden: „Welche Maßnahme könnte sofort umgesetzt werden?“&lt;br /&gt;
* Es sollte vorab geklärt werden, wie mit Maßnahmenvorschlägen umgegangen wird, die mit 0 Punkten priorisiert werden (Aufnahme in den KlimaPlan /das Gutachten?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Abschluss =====&lt;br /&gt;
* Der Hochschulklimarat endete mit einer Zusammenfassung der priorisierten Maßnahmen, einem Ausblick, wie es mit den erarbeiteten Maßnahmen weitergeht und dem Dank an die Teilnehmenden durch das Moderations- und Projektteam. Nach der Verabschiedung hatten Teilnehmende noch Zeit zum gegenseitigen Austausch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Zeitwohlstand =====&lt;br /&gt;
* Insgesamt wurden die bisherigen anderthalbtägigen HKRs als zu kurz empfunden. Teilnehmende benötigten mehr Zeit für die Erarbeitung und Diskussion von Maßnahmenvorschlägen in den Kleingruppen, die Konsolidierung von Ideen und Priorisierungsentscheidungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Dokumentation: Vom Maßnahmensteckbrief zum KlimaPlan =====&lt;br /&gt;
* In den Kleingruppen wurden &#039;&#039;&#039;Maßnahmensteckbriefe&#039;&#039;&#039; anhand einer Vorlage (Abb. 4) erarbeitet.&lt;br /&gt;
* Die oft stichpunktartigen Maßnahmensteckbriefe wurden nach dem HKR von den Moderator*innen und Co-Moderator*innen ausformuliert.&lt;br /&gt;
* Im Nachgang recherchierten die Projektmitarbeitenden Unklarheiten, falsche Annahmen oder Angaben, um diese für den &#039;&#039;&#039;KlimaPlan&#039;&#039;&#039; zu korrigieren. Die Maßnahmen wurden dabei nicht kuratiert, sondern lediglich redaktionell bearbeitet. Entsprechend handelt sich nicht immer um rechtlich oder tatsächlich umsetzbare Maßnahmen.&lt;br /&gt;
* Anschließend wurde den Mitgliedern des HKR der KlimaPlan mit den ausformulierten Maßnahmen per Mail zur Konsultation vorgelegt, mit der Möglichkeit, Rückmeldungen zu geben und Fehler zu korrigieren. In der anschließenden Überarbeitung erfolgten keine inhaltlichen Änderungen der Maßnahmen mehr, sondern lediglich Fehlerkorrekturen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Um im weiteren Transformationsprozess gut auf den Maßnahmen im KlimaPlan aufbauen zu können, sollte die Moderation darauf achten, dass im Steckbrief &#039;&#039;&#039;SMARTe Ziele&#039;&#039;&#039; formuliert werden (&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039;pezifisch, &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;essbar, &#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039;ttraktiv, &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;ealistisch und &#039;&#039;&#039;T&#039;&#039;&#039;erminiert). Ggf. kann die Steckbrief-Vorlage angepasst werden, um dies zu unterstützen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Abbildung 4.png|mini||zentriert|Abbildung 4: Vorlage Maßnahmensteckbrief]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Öffentlichkeitsarbeit und strukturelle Verankerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bereits vor der Auswahl von Teilnehmenden sind über eine Webseite und andere Informationskanäle (z. B.  Social Media, Newsletter, Rundmail der Hochschulleitung, Personalversammlung / Personalrat) Informationen zum Ziel und Ablauf des HKR transparent zu machen. Auch während und nach dem Hochschulklimarat sollten entsprechende Kanäle genutzt werden, um die Hochschulöffentlichkeit über Prozesse und Ergebnisse zu informieren.&lt;br /&gt;
* Die &#039;&#039;&#039;Unterstützung der Hochschulleitung&#039;&#039;&#039; für den Hochschulklimarat ist essenziell für den langfristigen Erfolg.&lt;br /&gt;
* Idealerweise gibt es &#039;&#039;&#039;vorab&#039;&#039;&#039; ein &#039;&#039;&#039;Commitment&#039;&#039;&#039; aus dem Senat / der HS-Leitung / legitimierten Gremien der Hochschule, inwieweit die erarbeiteten Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden bzw. bei Planungen Berücksichtigung finden.&lt;br /&gt;
* Den Teilnehmenden des Hochschulklimarats sollte &#039;&#039;&#039;transparent&#039;&#039;&#039; gemacht werden, inwiefern die Gruppe legitimiert ist, Maßnahmen zu entwickeln und wie es im Anschluss an den HKR mit den erarbeiteten Maßnahmen weitergeht.&lt;br /&gt;
* Essenziell für das Vertrauen in das Verfahren ist es, dass von etwaigen Zusagen später im Prozess nicht abgewichen wird. Unverbindlichkeit kann zu Frustration und Misstrauen führen.&lt;br /&gt;
* Eine &#039;&#039;&#039;offizielle Begrüßung&#039;&#039;&#039; des/der Rektor*in oder Präsident*in der Hochschule kann dazu beitragen, dem Verfahren Legitimität zu verleihen und zeigt Wertschätzung gegenüber den Teilnehmenden.&lt;br /&gt;
* Auch im &#039;&#039;&#039;Nachgang&#039;&#039;&#039; des HKRs sind eine gute Kommunikation, Transparenz und Erwartungsmanagement entscheidend für die Wahrnehmung der Teilnehmenden. Die &#039;&#039;&#039;Nachbetreuung&#039;&#039;&#039; der Teilnehmenden sollte im weiteren Verlauf nicht vernachlässigt werden. Im Fall von KlimaPlanReal erfolgte dies zum Beispiel durch:&lt;br /&gt;
** Einbezug der Teilnehmenden des HKR bei der feierlichen Übergabe der KlimaPläne an die Hochschulleitungen.&lt;br /&gt;
** Möglichkeit für die Teilnehmenden des HKR, im [[Good Practice Guide: Transferlabor|Transferlabor]] selbst an der Maßnahmenumsetzung mitzuwirken.&lt;br /&gt;
** Information an die Teilnehmenden des HKR, wie die Umsetzung im ersten Transferlabor erfolgt ist.&lt;br /&gt;
** Transparente Darstellung der integrierten Bewertung auf der Projektwebsite&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Integrierte Bewertung und Auswahl von Pilotmaßnahmen ==&lt;br /&gt;
Die integrierte Bewertung war ein zentrales Instrument im KlimaPlanReal-Prozess, um die vom Hochschulklimarat vorgeschlagenen Klimaschutzmaßnahmen systematisch, objektiv und transparent zu bewerten und daraus Pilotmaßnahmen für die Umsetzung in den Transferlaboren auszuwählen. Ziel war es, die Wirksamkeit, Umsetzbarkeit und Relevanz der Maßnahmen sicherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zielsetzung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vergleichbarkeit und Nachvollziehbarkeit der Maßnahmenbewertung&lt;br /&gt;
* Auswahl von Maßnahmen anhand von definierten     Kriterien, unter Berücksichtigung quantitativer (z. B. Kosten,     CO₂-Einsparung, Umsetzbarkeit) und qualitativer (z. B. Sichtbarkeit,     Akzeptanz, Innovationspotenzial) Indikatoren.&lt;br /&gt;
* Sicherstellung,     dass alle Mitgliedergruppen (Studierende, wissenschaftliches und     wissenschaftsunterstützendes Personal und Professor*innen) durch die     ausgewählten Maßnahmen angesprochen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Praxisbeispiel KlimaPlanReal:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kriterien und Bewertungsmaßstäbe zur Auswahl von geeigneten Maßnahmen für die Transferlabore wurden mit dem Projektbeirat erarbeitet und hochschulübergreifend abgestimmt. Die Bewertungen sind in den Dokumenten [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplan.html Impact-Bewertung] von jeder Hochschule dokumentiert und auf der Projektwebsite veröffentlicht. Die Bewertung erfolgte in der Regel durch die Projektmitarbeitenden von KlimaPlanReal, zum Teil nach Rücksprache mit Fachexpert*innen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schritte der integrierten Bewertung ===&lt;br /&gt;
Die Bewertung der Maßnahmen erfolgte in fünf Schritten. Die ersten drei Schritte enthalten die Pflichtkriterien. Schritt vier und fünf beinhalten optionale Kriterien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Im ersten Schritt der Bewertung wurden die &#039;&#039;&#039;Kosten&#039;&#039;&#039; sowie die &#039;&#039;&#039;Umsetzungsdauer&#039;&#039;&#039; der einzelnen Maßnahmen geschätzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Umsetzungsdauer:&#039;&#039;&#039; Enthält eine grobe Schätzung über die Umsetzungsdauer der Maßnahme. Die Einschätzung erfolgt in Monaten (M) + qualitative Beschreibung.&lt;br /&gt;
** Für die Transferlabore wurde eine maximale Umsetzungsdauer von 10 Monaten als Kriterium gesetzt, da dies der Laufzeit des Arbeitspaketes der Transferlabore entsprach.&lt;br /&gt;
** Berücksichtigung von Vorlaufzeiten (z. B. für Beschaffung oder Genehmigungen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Umsetzungskosten:&#039;&#039;&#039; Enthält eine grobe Schätzung, teilweise auch Beispielrechnungen, über die Umsetzungskosten. Einschätzung der initialen Kosten in Euro.&lt;br /&gt;
** Im KlimaPlanReal-Projekt wurde ein Maximalbudget von 10.000 € pro Pilotmaßnahme für die Transferlabore festgelegt. Maßnahmen, die diesen Rahmen überschritten, wurden für die Pilotierung ausgeschlossen oder angepasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Anschließend wurden die Maßnahmen nach ihrem erwarteten &#039;&#039;&#039;Potenzial für Treibhausgaseinsparungen&#039;&#039;&#039; geordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Einsparungspotenzial Treibhausgasemissionen&#039;&#039;&#039;: Enthält eine grobe Schätzung, teilweise auch Beispielrechnungen, über das (jährliche und kumulierte) Einsparungspotenzial von Treibhausgasemissionen. Die Einschätzung erfolgte nach Möglichkeit in Tonnen CO2-äquivalenter Emissionen und ggf. einer qualitative Einordnung.&lt;br /&gt;
** Das Minderungspotenzial wurde auf Basis von Verbrauchsdaten, Erfahrungswerten und wissenschaftlichen Annahmen berechnet.&lt;br /&gt;
** Maßnahmen mit hohem Einsparpotenzial wurden bevorzugt, sofern sie realistisch umsetzbar waren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Nachfolgend wurde die &#039;&#039;&#039;Priorisierung&#039;&#039;&#039; der Teilnehmenden &#039;&#039;&#039;des Hochschulklimarats&#039;&#039;&#039; berücksichtigt ([[#Priorisierung der Maßnahmenvorschläge|siehe oben]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Weitere &#039;&#039;&#039;optionale Kriterien&#039;&#039;&#039; wurden     betrachtet wie bspw. Sichtbarkeit, Wartungskosten, Zusatznutzen und Stand     der Bearbeitung (ähnlicher Maßnahmen) an der Hochschule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wartungskosten:&#039;&#039;&#039; Enthält eine grobe Schätzung über die jährlich zu erwartenden Kosten zur Aufrechterhaltung der Wirkung dieser Maßnahme.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Bereits an der HS in Bearbeitung&#039;&#039;&#039;: Meint, ob es bereits Prozesse, Projekte oder ähnliches gibt, in denen diese Maßnahme oder Teile von ihr bereits mitgedacht werden (können). Einschätzung über „ja / nein“ sowie die qualitative Beschreibung.o  Maßnahmen, die bereits durch die Hochschulleitung oder an anderer Stelle aktiv oder zukünftig - ggf. mit größerem Finanzvolumen – verfolgt werden, wurden als Transferlabor-Maßnahmen ausgeschlossen, um Parallelstrukturen zu vermeiden.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Sichtbarkeit:&#039;&#039;&#039; Umfasst die Anzahl der Mitgliedergruppen (0-5), die von der Maßnahme betroffen sind bzw. mit ihr in Berührung kommen: Studierende, wissenschaftliche Mitarbeitende, wissenschaftsunterstützendes Personal, Professor*innen., Externe/Besucher*innen. Maßnahmen, die möglichst viele Mitgliedergruppen ansprechen, werden bevorzugt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Klimaanpassung:&#039;&#039;&#039; Umfasst, inwieweit durch diese Maßnahme die Folgen des Klimawandels abgemildert bzw. reduziert werden. Eine Einschätzung erfolgte über eine qualitative Beschreibung.&lt;br /&gt;
*  &#039;&#039;&#039;Biodiversitätsfördernd:&#039;&#039;&#039; Umfasst, inwieweit durch die Maßnahme, die Erhöhung der Artenvielfalt sowie die Vielfalt an Lebensräumen und deren Habitatqualität erfolgt. Einschätzung über „ja/nein“ sowie eine qualitative Beschreibung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Anhand der finalen Bewertungen und Begründungen pro Themenfeld wurden möglichst eine &#039;&#039;&#039;Top-Maßnahme&#039;&#039;&#039; bestimmt. Ggf. wurden hierfür mehrere kleine oder Themenfeld-übergreifende Maßnahmen zusammengelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend wurden unter diesen Top-Maßnahmen - nach &#039;&#039;&#039;Rücksprache mit der Hochschulleitung&#039;&#039;&#039; - pro Hochschule zwei der Maßnahmen für die beiden [[Transferlabor|Transferlabore]] ausgewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Praktische Erfahrungen, Hindernisse und Empfehlungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Beispiele ====&lt;br /&gt;
* erfolgte [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplan.html Impactbewertungen] im Projekt KlimaPlanReal&lt;br /&gt;
* [[KlimaPlanReal: Zusatzmaterial zum Download|Excel-Tabelle, um selber eine Impact-Bewertung durchzuführen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Praktische Erfahrungen aus KlimaPlanReal ====&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Vielfalt der Maßnahmen:&#039;&#039;&#039; Die Berücksichtigung sowohl technischer als auch verhaltensbezogener und struktureller Maßnahmen führte zu einer breiten Palette an potenziellen Maßnahmen, die unterschiedliche Handlungsfelder und Zielgruppen adressierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Ressourcenorientierung:&#039;&#039;&#039; Die Begrenzung auf 10.000 € Budget und 10 Monate Umsetzungszeit pro Maßnahme erwies sich als knapp bemessen und sollte verlängert werden. Die begrenzten Ressourcen führten dazu, dass vielversprechende Maßnahmen mit einem höheren THG-Minderungspotenzial (z.B. größere bauliche Veränderungen mit langen Planungshorizonten) oftmals ausgeschlossen werden mussten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Häufige Hindernisse bei der Bewertung von Maßnahmen ====&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Hindernis&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Beispiel aus der Praxis&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Empfehlung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Unterschiedliche Vorstellungen über  Prioritäten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Hochschulleitung,  Projektteam, Fachexpert*innen bewerten Kriterien als unterschiedlich wichtig,  z.B. Klimawirkung wichtiger als Sichtbarkeit oder Akzeptanz&lt;br /&gt;
|Gemeinsame  Festlegung der Gewichtung der Kriterien zu Beginn des Prozesses kann die  Akzeptanz und Nachvollziehbarkeit erhöhen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Transparenz der Auswahlkriterien&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Frühzeitige  Bereitstellung umfassender Information zum Auswahlprozess.&lt;br /&gt;
|Veröffentlichung  der integrierten Bewertung und der Auswahlkriterien auf einer Webseite sowie  anderen relevanten Plattformen (z.B. auch Vorstellung im Rahmen einer  Veranstaltung), um die Akzeptanz und Nachvollziehbarkeit zu erhöhen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Unvollständige oder unsichere Datenlage&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Bei  einigen Maßnahmen war das CO₂-Einsparpotenzial und andere Kriterien schwer  quantifizierbar&lt;br /&gt;
|Nutzung  von Bandbreiten/Schätzungen und transparente Kennzeichnung von Unsicherheiten  sowie das Heranziehen qualitativer Kriterien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Zeitdruck bei der Bewertung und Auswahl&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|zu  enger Zeitplan der Hochschulklimarat-Sitzungen für eine adäquate  Priorisierung&lt;br /&gt;
|mehr  Zeit für die Priorisierung einplanen, ggf. zusätzliche Treffen oder digitale  Abstimmungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Zielkonflikte zwischen Maßnahmen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Maßnahmen  mit hoher Klimawirkung, aber geringer Akzeptanz oder umgekehrt&lt;br /&gt;
|Offene  Diskussion, ggf. Kombination oder Anpassung der Maßnahmen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Umsetzungshürden nach Auswahl&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Genehmigungen, technische oder  organisatorische Probleme&lt;br /&gt;
|Realistische Machbarkeitsprüfung bereits im  Bewertungsprozess, Unterstützung durch Expert*innen, gerade in Bezug auf die  zeitlichen Dimensionen aufgrund von Formalien[RS1] &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
Blöbaum, A., &amp;amp; Baasch, S. (2017). Partizipation im Umweltkontext: Einführung in das Schwerpunktthema. &#039;&#039;Umweltpsychologie, 21&#039;&#039;(2), 5–10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgerrat Klima. (2021). &#039;&#039;Unsere Empfehlungen für die deutsche Klimapolitik&#039;&#039; [Gutachten]. https://buergerrat-klima.de/downloadPdf/41&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Helmers, E., Chang, C. C., &amp;amp; Dauwels, J. (2021). Carbon footprinting of universities worldwide: Part I—objective comparison by standardized metrics. &#039;&#039;Environmental Sciences Europe, 33&#039;&#039;(1), 30. https://doi.org/10.1186/s12302-021-00454-6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Matthies, E., &amp;amp; Blöbaum, A. (2008). Partizipative Verfahren und Mediation. In E. D. Lantermann &amp;amp; V. Linneweber (Hrsg.), &#039;&#039;Umweltpsychologie (Band 1: Grundlagen, Paradigmen und Methoden der Umweltpsychologie, S. 811–837).&#039;&#039; Hogrefe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dienel, C. D. (1997). &#039;&#039;Die Planungszelle: Der Bürger plant seine Umwelt. Eine Alternative zur Establishment-Demokratie.&#039;&#039; Westdeutscher Verlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Links, Material, Ansprechpersonen==&lt;br /&gt;
===Ansprechperson KlimaPlanreal===&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Clara Simon&lt;br /&gt;
Otto-von-Guericke Universität Magdeburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
clara.simon[at]ovgu.de&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===KlimaPläne der beteiligten Hochschulen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hochschulklimarat an der Hochschule Anhalt, Tischew, S., Hensen, H., Dullau, S., Rühmland, S., Kastner, K., Schmid, C., Tesch, J., Herth, L., Hütte, A., Icard, M., Löchtefeld, S., Wahlmann, M., &amp;amp; Stietz, J. (2023). &#039;&#039;Unser Klimaplan für die Hochschule Anhalt: Mit Maßnahmenvorschlägen von 28 teilnehmenden Mitgliedern der Hochschule Anhalt am Hochschulklimarat als Beitrag zur Erreichung der Treibhausgasreduktion.&#039;&#039; https://www.hs-anhalt.de/nachhaltigkeit/klimaplanreal.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heilmann, A., Schaller, P., Pfitzner, B., Klinner, A., Schmid, C., Kastner, K., Matthies, E., Bokowski, J., Nimführ, C., &amp;amp; Palme, H. (2023). &#039;&#039;Unser Klimaplan für die Hochschule Harz: Ideen von 28 Mitgliedern der Hochschule Harz zur Erreichung der Treibhausgasneutralität&#039;&#039; (Harzer Hochschultexte Nr. 15). Hochschule Harz. https://doi.org/10.25673/116333&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Stabsstelle Vielfalt und Chancengleichheit. (2023). &#039;&#039;Unser Klimaplan für die Uni Halle: Maßnahmenempfehlungen von 36 Mitgliedern der MLU zur Treibhausgasreduktion der Universität.&#039;&#039; https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/hochschulklimarat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rühmland, S., Künzel, C., Matthies, E., Kastner, K., Schmid, C., &amp;amp; Herth, L. (2023). &#039;&#039;KlimaPlan für die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.&#039;&#039; Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.14965982&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===weiterführendes / interessantes Material===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krenzer, S., &amp;amp; Socher, S. (2024). Kommunale Bürgerräte organisieren. Handbuch für den Weg von der ersten Idee bis zur Verwendung der Empfehlungen (Mehr Demokratie e. V., IDPF Wuppertal, Bergische Universität Wuppertal, &amp;amp; RIFS Potsdam, Hrsg.). https://www.buergerrat.de/fileadmin/downloads/handbuch-kommunale-buergerraete.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
__INHALTSVERZEICHNIS_ERZWINGEN__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
__INDEXIEREN__&lt;br /&gt;
__KEIN_NEUER_ABSCHNITTSLINK__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Governance]] [[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KlimaPlanReal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=28012</id>
		<title>Blaupause für Maßnahmen zu Dienstreisemobilität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=28012"/>
		<updated>2026-04-07T09:45:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: Kategorie KlimaPlanReal&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Best Practice&lt;br /&gt;
|beschr=Die Blaupause entstand im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal, innerhalb des zweiten Transferlabors an der MLU, und ist im Handlungsfeld &amp;quot;Nachhaltige Dienstreisemobilität&amp;quot; angesiedelt. &lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Mobilität, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Dienstreisen, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
|org=KlimaPlanReal&lt;br /&gt;
|adresse=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg &amp;lt;br&amp;gt; Universitätsplatz 10 &amp;lt;br&amp;gt; 06108 Halle&lt;br /&gt;
|url=https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_2/&lt;br /&gt;
|projekt=Transformationspfade (traNHSform)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines [[Transferlabor|Transferlabors]] (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltige Mobilität – Nachhaltige Dienstreisemobilität &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“. Sie orientiert sich an der Maßnahme 11 aus dem [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/hochschulklimarat/klimaplan_mlu/ KlimaPlan der MLU]. Ziel dieser Maßnahme ist es, dass Treibhausgase, die im Kontext von Dienstreisen an der MLU entstehen, reduziert bzw. eingespart werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um eine quantitative Wirkung der Maßnahme feststellen zu können, bedarf es statistischer Daten der Treibhausgasemissionen vor und nach der Maßnahme. Diese wiederum können aus Daten zu Dienstreisen ermittelt werden, die sich aus Angaben über getätigte Dienstreisen an der MLU (Start- und Zielort, zurückgelegte Strecke und jeweilige genutzte Verkehrsmittel) ergeben. Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung lagen erste Daten vor, die jedoch keine valide quantitative Datenbasis und Aussagen erlaubten (siehe Ausgangslage). Deswegen wurden qualitative Zielstellungen priorisiert, die insbesondere die Ziele der Sensibilisierung zur Thematik, Kommunikation und Information verfolgten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Maßnahme werden unmittelbar Mitarbeitende der MLU adressiert, die administrativ in der Planung und Organisation von Dienstreisen für andere Beschäftigte tätig sind (u.a. Sekretariate) und die eigenständig Dienstreisen im Rahmen ihrer Beschäftigung und Tätigkeiten an der MLU (Wissenschaft, Verwaltung etc.) planen, organisieren und durchführen. Mittelbar sollen alle Beschäftigten der MLU zum Thema nachhaltige Dienstreisen sensibilisiert werden. Mit der Maßnahme wird ein gesamtuniversitärer Prozess angeregt und das Individualverhalten der Beschäftigten adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Ziele wurden im Transformationsteam verfolgt: &lt;br /&gt;
*Förderung der Reduktion von Treibhausgasemissionen durch Vermeidung von Flugreisen und Individualverkehr&lt;br /&gt;
*Förderung von Bahnreisen bzw. öffentlichen Nah- und Fernverkehr im Allgemeinen&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für die nachhaltige Gestaltung von Dienstreisen ins-besondere in Bezug auf die Wahl des Verkehrsmittels&lt;br /&gt;
*Erarbeitung einer Entscheidungshilfe für nachhaltigere Dienstreisen an der MLU&lt;br /&gt;
*Integration der erarbeiteten Handlungsempfehlungen in das digitale Buchungssystem des Ver-tragsreisebüros der MLU auf der Website der Abteilung für Reisekosten&lt;br /&gt;
*Nachhaltigkeit wird als Querschnittsthema bei der Beantragung, Bearbeitung und Umsetzung von Dienstreisen berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausgangslage ===&lt;br /&gt;
Für die Maßnahme „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“ sind statistische Daten hilfreich, die Dienstreisen mit Start- und Zielort, mögliche Zwischenstopps und die jeweiligen genutzten Verkehrsmittel aller Beschäftigten der Organisation detailliert erfassen. Daraus können die reisebezogenen Treibhausgasemissionen berechnet werden. Das schafft eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und ermöglicht eine Messbarkeit der Wirksamkeit. Es zeigt auch, wo Handlungsschwerpunkte liegen können, sodass bedarfsgerechte Maßnahmen abgeleitet werden können. In der [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/3343046_3385459/3385459_3503977/ Status Quo Analyse der MLU] war eine Bilanzierung der Dienstreisen noch nicht möglich. Die vorhandene Verwaltungssoftware, mit welcher Dienstreisen in der Abteilung Reisekosten abgerechnet werden, ermöglicht keine automatische und detaillierte Erfassung der einzelnen Reisewege und gewählten Verkehrsmittel. Möglich wurde dies durch eine zusätzliche händische Eintragung durch die Mitarbeitenden der Abteilung, welche seit Mitte des Projektes erfolgt. Dadurch hat sich die Datengrundlage grundsätzlich verbessert, sie ermöglicht jedoch keine validen, statistisch abgesicherten Aussagen über das Reiseverhalten der Beschäftigten. Im Bereich der Dienstreisebeantragung und -abrechnung erfolgt an der MLU aktuell eine Digitalisierung, in welche das Projektteam einbezogen werden konnte. Ziel ist es, die vorhandene Verwaltungssoftware so auszugestalten, dass eine detaillierte Erfassung der Dienstreisen und daraus abgeleitet die Erfassung der Emissionen ermöglicht wird. Diese können mit Hilfe von CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rechnern, die wiederum in die Verwaltungssoftware ggfs. integriert werden können, berechnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Akteur*innenanalyse ===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse (Abbildung 1) durchgeführt, die auch den Bereich Mobilität umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert, kontaktiert und in den Prozess involviert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden sowohl strukturell für das Thema Dienstreisen zuständige Personen, als auch interessierte Personen (z.B. aus dem [[Hochschulklimarat]]) angesprochen. Das TrafoTeam setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren sechs Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus dem International Office&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus der Personalabteilung, Bereich Personalentwicklung&lt;br /&gt;
*Doktorandin (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Doktorand (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einschätzung zur Zusammensetzung:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
*Hohe Motivation aller Beteiligten&lt;br /&gt;
*verschiedene Akteur*innen von Einrichtungen und Abteilungen&lt;br /&gt;
*verschiedene Angehörige der MLU (Verwaltung, Wissenschaft, Wissenschaftsunterstützend, Studierende)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem festen Transformationsteam wurden über individuelle Konsultationen bilateral weitere Akteur*innen beratend in den Prozess einbezogen. Dies ermöglichte es, alle Mitgliedergruppen der MLU, trotz begrenzter zeitlicher Ressourcen, punktuell in den Prozess zu involvieren. Zentral war die Zusammenarbeit mit der Abteilung Reisekosten, die sich im weiteren Verlauf intensivierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innenanalyse Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png||mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 1: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; --- Auch außerhalb des Projekts zugeordnet]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umsetzungsschritte ===&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png|mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 2: Zeitplan des Transferlabors „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen. &lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen der TrafoTeam-Mitglieder: an der Universität bestehende Bedarfe, Rahmenbedingungen und gesetzlichen Vorgaben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
*Die Zielgruppen wurden für alle Maßnahmen akquiriert und Ansprechpersonen ausfindig gemacht: u.a. Dienstreisende und Assistenzen; Abteilung Reisekosten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konsultations- und Beratungsgespräche führen: Um diverse Perspektiven in die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe für nachhaltige Dienstreisen einfließen zu lassen, wurden Gespräche mit unterschiedlichen Mitgliedergruppe der MLU geführt: u.a. mit Sekretär*innen, Wissenschaftler*innen und Professor*innen. &lt;br /&gt;
*Vernetzung und strukturelle Verankerung mit anderen Querschnittsthemen wie Familiengerechtigkeit, um die Handlungsempfehlungen lebensphasenorientiert an den Bedarfen der verschiedenen Mitgliedergruppen der MLU auszurichten&lt;br /&gt;
*Formulieren der [https://wcms.itz.uni-halle.de/download.php?down=70957&amp;amp;elem=3632423 Handlungsempfehlungen „Nachhaltigere Dienstreisen für alle Beschäftigten der MLU“] und Diskussion im TrafoTeam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (3-6 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Abstimmung des Dokuments mit ausgewählten Abteilungen und Gremien, z.B. dem Personalrat oder der Abteilung Personal. Die Abstimmung des Entwurfes diente der internen Prüfung, inwiefern die ausgearbeiteten Empfehlungen universitätsinternen Regelungen entspricht, widerspricht und um Ergänzungen aus den jeweiligen Fachexpertisen aufnehmen zu können. Dadurch erfolgt auch eine erste Kommunikation des Entwurfs, die die Basis für eine spätere Umsetzung der Handlungsempfehlungen in der Breite der Universität legt. Der Abstimmungsprozess sollte von Beginn an aufgrund eines möglichen höheren und nicht vorhersehbaren zeitlichen Umfangs mit eingeplant werden.&lt;br /&gt;
*Ableitung einer „Entscheidungshilfe“ aus den Handlungsempfehlungen, welche bei der Integration von Nachhaltigkeitsdimensionen im Kontext von Dienstreisen unterstützen soll. Diese wurde mit Hilfe von erstellten Illustrationen graphisch aufbereitet, sodass sie einen niedrigschwelligen Zugang für alle MLU Reisenden bietet und die Akzeptanz der Empfehlungen sowie eine mögliche Verhaltensveränderung befördert. &lt;br /&gt;
*Einbindung der Führungsebene: Es erfolgte die Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat sowie eine Diskussion in einer Rektoratskommission. Die Handlungsempfehlungen wurden daraufhin angepasst und als „Aspekte zu nachhaltigeren Dienstreisen an der MLU“ auf eine im Rektorat vorgestellte und beschlossene zusätzliche [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_2/dienstreisen_nachhaltig/ Website] eingestellt. &lt;br /&gt;
*Breite Öffentlichkeitsarbeit: Erstellung von Aktions- und Werbe-/Geschenkmaterial (u.a. Klimawaage, Reisetagebuch inkl. Klimaplan und Entscheidungshilfe, nachhaltige Reise-Thermobecher, A4 und A3 Plakate Entscheidungshilfe) und Verwendung bei öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen, Abschlussgesprächen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschlussphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat. Es ist zu empfehlen, die Dokumente durch das Rektorat bestätigen zu lassen. Dies versieht beide Dokumente mit einer höheren Legitimation. &lt;br /&gt;
*Zielgruppenspezifische Kommunikation/ Ansprache unter Berücksichtigung der Herausforderungen des ständigen Aktualisierungsbedarfes, universitärer Diskontinuität und Heterogenität &lt;br /&gt;
**Frühzeitige Einbindung der zuständigen Abteilungen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit zur Abstimmung möglicher Kommunikationsinhalte und -wege (Social media, Newsletter u.a.)&lt;br /&gt;
**Kommunikation der Empfehlungen und Entscheidungshilfe über dezentrale Kommunikationswege in die Fakultäten hinein über u.a. Dekanate, Fakultätsreferent*innen&lt;br /&gt;
**Gestaltung einer [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_2/dienstreisen_nachhaltig/ Website zum Transferlabor &amp;quot;Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten&amp;quot;], die mit der Website der Abteilung Reisekosten sowie dem Buchungstool des Vertragsreisebüros verknüpft ist.&lt;br /&gt;
*Etablierung von Handlungsempfehlungen:&lt;br /&gt;
**Die Abteilung Reisekosten nimmt die Handlungsempfehlungen in ihren Informationsmaterialien auf und veröffentlicht diese auf ihrer [https://haushalt.verwaltung.uni-halle.de/reisekosten/2683742_3540682/ Website].&lt;br /&gt;
**Das Vertragsreisebüro der MLU, das eine Website zur Planung und Buchung von Dienstreisen anbietet, integriert die Handlungsempfehlungen und die Entscheidungshilfe. Prüfung, inwiefern das Buchungstool bereits ein automatisches CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Tracking beinhaltet und auf welcher Berechnungsgrundlage dieses erfolgt.&lt;br /&gt;
*Die Abteilung Reisekosten und das Vertragsreisebüro integrieren in eine vorhandene Liste von Hotels, mit denen die MLU kooperiert, einen Nachweis über deren Nachhaltigkeit.&lt;br /&gt;
*Prüfung, inwiefern das Buchungstool des Vertragsreisebüros bereits Hotels mit Nachhaltigkeitszertifikat beinhaltet und Erarbeitung, welche Inhalte und Anforderungen diese Zertifikate beinhalten.&lt;br /&gt;
*Durchführung eines digitalen Workshops zum Thema „Nachhaltige Dienstreisen an der MLU“ mit einer externen Expertin im Themenbereich. Der digitale Workshop im Umfang von 2h bot eine Möglichkeit, Methoden für nachhaltigere Dienstreisen (u.a. Wahl des Verkehrsmittels) zu erlernen. Er richtete sich an Beschäftigte der MLU, die für sich oder andere Dienstreisen planen, organisieren und umsetzen. Resonanz: 11 Teilnehmende; Die Planung des Workshops umfasste einen größeren zeitlichen Umfang, um den Workshop bedarfsgerechte im Kontext der Rahmenbedingungen der MLU zu planen. &lt;br /&gt;
*Dieses Weiterbildungsangebot wird in den Weiterbildungskatalog als festes Angebot übernommen und von der Abteilung Personalentwicklung nach Projekt regelmäßig durchgeführt.&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Aktionsmaterial für die weitere Sensibilisierung der Angehörigen der MLU in Rahmen von Workshops oder öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen. &lt;br /&gt;
*Die Ziele des Transformationsteams konnten teilweise erreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dokumentation und Nacharbeiten ===&lt;br /&gt;
Die Dokumentation des Transferlaborprozesses erfolgte durch die Erstellung eines [[KlimaPlanReal: Zusatzmaterial zum Download|Transferlabortagebuches]], mittels Ergebnisprotokolle der einzelnen Transferlabortreffen des Transformationsteams sowie Gesprächsprotokolle der zusätzlich bilateral geführten Konsultationen und Gespräche. Um eine nachhaltige Fortsetzung der begonnenen Maßnahme zu ermöglichen, wurden die jeweiligen Prozesse in ihrem Bearbeitungsstand dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Blaupause: Klimafreundliche Dienstreisen an Hochschulen|Transferlabor der OVGU zu Nachhaltigkeit bei Dienstreisen]]&lt;br /&gt;
* Weitere [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/Projektphasen/2_+Transferlabore/OVGU+Magdeburg/Dienstreise+Best+Practice.html Best Practice Beispiele für Nachhaltigkeit bei Dienstreisen an Hochschulen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen des Transferlabors ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von neun Monaten. Für eine solide Maßnahmenumsetzung inklusive Verstetigung ist mehr Zeit notwendig. Die Empfehlung ist, mindestens 12 Monate einzuplanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung des Transferlabors standen 10.000 € zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sensibilisierung und Öffentlichkeitsarbeit: Diese können je nach Anbieter*in variieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Graphische Aufbereitung/Layout, Druck der Entscheidungshilfe: ca. 2.500 €&lt;br /&gt;
* Erstellung von Aktions- und Werbe-/Geschenkmaterial: ca. 4.000 €&lt;br /&gt;
** Klimawaage&lt;br /&gt;
** Reisetagebuch&lt;br /&gt;
** nachhaltige Reise-Thermobecher&lt;br /&gt;
* Intensive Erarbeitung und Durchführung Workshop „Nachhaltige Dienstreisen“: 2.200 €&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen der Hochschule ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Standorte&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Hauptstandort Halle (Saale) gibt es vier Campi: Universitätsplatz, Steintor-Campus, Franckeschen Stiftungen, Weinberg-Campus mit Campus Heide-Süd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität setzt sich aus folgenden HS-Angehörigen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ca. 19.943 Studierende&lt;br /&gt;
* über 4.027 Mitarbeitende&lt;br /&gt;
** 288 Professor*innen&lt;br /&gt;
** 1.478 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen&lt;br /&gt;
** 1.091 Wissenschaftsunterstützende Mitarbeitende&lt;br /&gt;
** 1.170 Wissenschaftliche Hilfskräfte (&#039;&#039;Stand vom 31.12.2023&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unterstützung der Hochschulleitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung der MLU unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Die Rektorin übernahm die Projektleitung und stellte Mitarbeitende, etwa für die Teilnahme am Transferlabor, frei. Dieser Umstand unterstützte bei der Argumentation für die Umsetzung der Maßnahme. Bei der Planung des Projekts sollten die zeitlichen Kapazitäten möglicher Leitungspersonen berücksichtigt werden. Mit der Hochschulleitung fand ein regelmäßiger Austausch statt, zudem konnten die Maßnahmen in Kommissionen der Hochschulleitung vorgestellt und diskutiert werden. Dies ermöglichte es, die Maßnahmen im Kontext aktueller Ausrichtungen der Hochschule einzuordnen, Parallelstrukturen zu vermeiden oder Synergien zu knüpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es keine*n Nachhaltigkeitsbeauftragten oder eine andere Art der Institutionalisierung in Bezug auf Nachhaltigkeit. Diese fehlende Institutionalisierung gestaltete sich als Herausforderung, gerade in der Verstetigung von Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Entwicklung der Handlungsempfehlungen konnte der Prozess der Digitalisierung, welcher an der Universität umgesetzt wird, um das Thema Nachhaltigkeit angereichert werden. Konkret wird die Beantragung und Abrechnung von Dienstreisen digitalisiert. Es ermöglicht den Einbezug von nachhaltigkeitsrelevanten Daten von Beginn an. Hierfür erfolgte eine enge Zusammenarbeit mit der Abteilung Reisekosten. Die Digitalisierung beinhaltete die Umstellung der Verwaltungssoftware auf QIS RKA. Das ermöglicht technisch grundsätzlich die Abfrage klimarelevanter Daten bei der Beantragung und Abrechnung von Dienstreisen sowie die Verknüpfung mit CO2-Rechnern. Für die praktische Umsetzung bedarf es der Abstimmung mit der zuständigen Abteilung (Finanzen) sowie der zentralen Einrichtung der MLU, die diesen Prozess technisch begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konkrete Empfehlungen ===&lt;br /&gt;
Für eine Übertragbarkeit können folgende konkrete Empfehlungen gegeben werden:&lt;br /&gt;
*Die Einbindung der Abteilung Reisekosten war besonders wichtig für die Konkretisierung, der Planung sowie der Umsetzung der Maßnahme. Dies sollte von Beginn an erfolgen, um eine nachhaltige Beachtung von Nachhaltigkeit bei Dienstreisen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
*Individuelle lebensphasenbezogene Bedarfe, wie Sorgeverantwortung, müssen bei der Entwicklung von Handlungsempfehlungen Beachtung finden. &lt;br /&gt;
*Einfache, praxisnahe Tools – z. B. Entscheidungshilfen – müssen bereitgestellt werden, um die Planung nachhaltiger Dienstreisen zu erleichtern.&lt;br /&gt;
*Da die Wirkfähigkeit von Handlungsempfehlungen auf der Ebene der freiwilligen Umsetzung der Hinweise verbleibt, ist zu empfehlen: &lt;br /&gt;
*Die Handlungsempfehlungen durch einen Rektoratsbeschluss in ihrer Legitimation zu stützen oder&lt;br /&gt;
*aus den Empfehlungen gemeinsam mit relevanten Akteur*innen Richtlinien für Dienstreisen zu entwickeln, in denen Nachhaltigkeit als Querschnittsthema integriert ist und die verpflichtend für alle Beschäftigten einer Hochschule gelten&lt;br /&gt;
*Tools für die eigenständige Planung und Umsetzung nachhaltigerer Dienstreisen müssen bereitgestellt werden, um die Niedrigschwelligkeit zu gewährleisten (z.B. THG-Rechner, Smart Travel Tool)&lt;br /&gt;
*Unterstützer*innen und Multiplikator*innen des Vorhabens aus unterschiedlichen Mitgliedergruppen akquirieren&lt;br /&gt;
*Nach Möglichkeit Maßnahmen an vorhandene Strukturen der Universität zum Themas Nachhaltigkeit anbinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hinweise zur Kommunikation ===&lt;br /&gt;
*Verständnis für unterschiedliche Lebensrealitäten und Karrierestufen deutlich machen&lt;br /&gt;
*Bei Sorge vonseiten der Hochschulleitung Selbstverständlichkeiten zu benennen, mit Value-Action-Gap argumentieren&lt;br /&gt;
*Vorteile des Reisens mit der Bahn hervorheben: Arbeiten tlw. möglich, keine zusätzliche Zeit für Sicherheitskontrollen, etc.&lt;br /&gt;
*Kommunikation über verschiedene Kommunikationskanäle universitätsweit nutzen (bspw. der Newsletter der MLU, die Website des Nachhaltigkeitsbüros bzw. des Projektes sowie der Abteilung Reisekosten für die Information und Aufklärung über die Handlungsempfehlungen und den Entscheidungsbaum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KlimaPlanReal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=28011</id>
		<title>Blaupause zum Energiesparen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=28011"/>
		<updated>2026-04-07T09:44:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: Kategorie KlimaPlanReal&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Best Practice&lt;br /&gt;
|beschr=Die Blaupause entstand im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal, innerhalb des ersten Transferlabors an der MLU, und ist im Handlungsfeld &amp;quot;Regenerativer Campus: Energie&amp;quot; angesiedelt. &lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Betrieb, Energie&lt;br /&gt;
|keyw=Energie, Energiesparen, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
|org=KlimaPlanReal&lt;br /&gt;
|adresse=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg &amp;lt;br&amp;gt; Universitätsplatz 10 &amp;lt;br&amp;gt; 06108 Halle&lt;br /&gt;
|url=https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/&lt;br /&gt;
|projekt=Transformationspfade (traNHSform)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines [[Transferlabor|Transferlabors]] (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regenerativer Campus: Energie, Abfall und Wasser – Fokus Energie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“. Diese orientiert sich an der Maßnahme 19 aus dem [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/hochschulklimarat/klimaplan_mlu/ KlimaPlan der MLU]. Folgende Ziele wurden im TrafoTeam formuliert und erfolgreich umgesetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring und zur Visualisierung des Energieverbrauchs (Strom, Wärme, Kälte) einzelner Bereiche in einem Zielgebäude&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen zum Thema Energiesparen&lt;br /&gt;
*Verständliche Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ausgangslage===&lt;br /&gt;
Für die „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ wurden Daten zum Energieverbrauch sowohl der Universität insgesamt (siehe [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/3343046_3385459/3385459_3503977/ Status Quo Analyse der MLU]) als auch der einzelnen Gebäudekomplexe ausgewertet. Dies erfolgte in Kooperation mit dem Energiemanagement. Das ermöglichte eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und half bei der Auswahl eines Pilotgebäudes. Kernindikatoren waren dabei der Strom- und Wärmeverbrauch (in MWh) sowie die Treibhausgasbilanz des jeweiligen Gebäudes. Für das Analysieren des Energie-Einsparpotentials waren im konkreten Fall der MLU die Daten zu den Einsparungen während der Prüfungen von Maßnahmen in Bezug auf die Verordnungen zur Sicherung der Energieversorgung über kurz- und mittelfristige Maßnahmen (EnSiKuMaV) von Vorteil. Der Energiemanager konnte diese auf Gebäudeebene zur Verfügung stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Akteur*innenanalyse===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse an der MLU durchgeführt, die auch den Bereich &#039;&#039;Energie&#039;&#039; umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert und kontaktiert werden. In Abbildung 1 wurden die für das Transferlabor relevanten Akteur*innen dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden formell zuständige Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem [[Hochschulklimarat]]) angesprochen. Das &#039;&#039;&#039;TrafoTeam&#039;&#039;&#039; setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren vier Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Bauangelegenheiten - Projektingenieur Hochschulbau&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Technisches Gebäudemanagement - Energiemanager&lt;br /&gt;
*Student (Mathematik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
*Student (Informatik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere (Schlüssel)personen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Im Projekt wurde ein Ideenwettbewerb durchgeführt, der von einer zusammengestellten Jury begleitet wurde. Mitglieder der Jury zur Bewertung der Einreichungen im Ideenwettbewerb wurden aufgrund ihres Bezugs zum Pilotgebäude oder ihrer fachlichen Expertise (z.B. technisch-bauliche Kenntnisse) ausgewählt. Außerdem sollte die Jury eine gewisse Repräsentativität ausstrahlen und verschiedene Mitgliedergruppen vertreten.&lt;br /&gt;
*Mitglieder waren: der Abteilungsleiter Bau und Liegenschaften, die Dekane der im Pilotgebäude vertretenen Fakultäten sowie ein Vertreter des TrafoTeams&lt;br /&gt;
*Ansprechpersonen im Pilotgebäude: Direktor und stellvertretende Direktoren, Sekretariat, Leiter*innen der wissenschaftlichen Arbeitsgruppen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einschätzung zur Zusammensetzung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*hohe Motivation der einzelnen Akteur*innen &lt;br /&gt;
*Unausgewogenes Geschlechterverhältnis (mehr männliche Personen)&lt;br /&gt;
*Fachexpertise aus den Bereichen Kommunikationswissenschaft oder Umweltpsychologie fehlte&lt;br /&gt;
*Zu kleine Gruppe, um Untergruppen für verschiedenen Aufgaben zu bilden&lt;br /&gt;
*Alle hier berichteten Aktivitäten wurden vom TrafoTeam gemeinsam getragen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innensanalyse Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ .png|mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 1: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; - - Auch außerhalb des Projekts zugeordnet)]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Umsetzungsschritte===&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“.png||mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 2: Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“|alternativtext=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen (Details zu Transformationsteams können dem [[Transferlabor|Good-Practice Guide zu Transferlaboren]] entnommen werden)&lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen des Energiemanagers mit ähnlichen Prozessen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Entscheidung im TrafoTeam für ein Zielgebäude unter Beachtung der Indikatoren Energieverbrauch und Energieeinsparpotential. Das Pilotgebäude ist ein Neubau aus dem Jahr 2017 mit moderner Ausstattung inklusive einer relativ hohen Dichte an Messpunkten für Energieverbrauch; 5.400 m² Nutzfläche; 3 Fakultäten vertreten; etwa 250 Mitarbeitende; etwa 65% der Räume sind Labore&lt;br /&gt;
*Konkretisierung der Energiesparziele (2% Einsparung pro Jahr im Zielgebäude, entsprechend dem EnEfG)&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Definition von (Teil)zielen; Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Vorbereitung rund um das Pilotgebäude&#039;&#039;: Identifikation relevanter Zielgruppen sowie Ermittlung von Arbeitsgruppenleitungen und Ansprechpersonen aus den verschiedenen Fakultäten&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Einbindung der Führungsebene:&#039;&#039; Abstimmungsgespräch mit den Direktoren des Pilotgebäudes zur Unterstützung des Vorhabens. Die Teilnahme der Ansprechperson für das Energiemanagement zur Klärung technischer Fragen wird empfohlen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Organisation von &amp;lt;u&amp;gt;Kampagnenmaterial&amp;lt;/u&amp;gt;&#039; und Öffentlichkeitsarbeit:&#039;&#039; Es wurden in Abstimmung mit einer Professorin der Kommunikationswissenschaften geeignete Kommunikationsmittel rund um energiesparendes Verhalten in den Büros, Laboren, etc. des Gebäudes entwickelt. Dabei wurde sowohl Strom als auch Wärme adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring des Strom-, Kälte- und Wärmeverbrauchs auf Gesamtgebäudeebene:&lt;br /&gt;
**Ziel war eine Sensibilisierung für den Energieverbrauch im Gebäude und so letztendlich ein energieeffizientes und energiesparendes Verhalten der Nutzer*innen, wobei ein Effekt durch die Visualisierung erwartet wurde.  &lt;br /&gt;
**Visualisierung des Energieverbrauchs: Der Energieverbrauch im Pilotgebäude wurde über einen öffentlich sichtbaren Monitor im Eingangsbereich transparent gemacht. Dargestellt werden die Daten auf einem Dashboard mit einer Energiemanagement-Software. Die visuelle Aufbereitung der Daten und die Installation des Monitors übernahmen der Energiemanager und das IT-Servicezentrum.&lt;br /&gt;
**Dargestellte Kennzahlen (in Form von Balkendiagrammen):&lt;br /&gt;
***Aktueller Stromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch vor einem Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Energieverbrauch der Kältemaschinen im aktuellen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Stromverbrauch des aktuellen und des vergangenen Jahres in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Wärmeverbrauch im aktuellen und vergangenen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen für die Mitarbeitenden des Pilotgebäudes zum Thema Energiesparen (weitere Informationen unter [[##Dokumentation_und_Nacharbeiten|Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten]])&lt;br /&gt;
**[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/sensibilisierungs-workshop/ Workshops für Mitarbeitende in Laboren.]  Ziel: Der Workshop bot eine Möglichkeit, Methoden zum Energiesparen in Laboren zu erlernen (z.B. shut the sash); Die drei Workshops hatten einen Umfang von jeweils 2 Stunden und es nahmen jeweils zwischen 8 und 18 Personen teil; Material: Präsentationsfolien im Nachgang zur Verfügung gestellt; Leitung des Workshops übernahm eine Referentin für Nachhaltigkeit im Labor (s. Abbildung 1): Empfehlung von Kolleginnen aus der Universität; Kontaktaufnahme per Mail und Telefon; Honorarbasis&lt;br /&gt;
**[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ideenwettbewerb/ Ideenwettbewerb]: Ziel war es die Mitarbeiter*innen-Perspektiven in den Gesamtprozess einzubeziehen, deren Wissen zu ihrem persönlichen Arbeitsplatz zu nutzen sowie ihnen das Transferlabor näher zu bringen; Dauer: etwa 4 Wochen zur Einreichung von Ideen, anschließend etwa 4 Wochen zur Bewertung und Auswahl; Resonanz: 13 Maßnahmen wurden eingereicht. Für die Bewertung legte die Jury festgelegte Kriterien an, um sicherzustellen, dass die ausgewählten Ideen sowohl praktikabel als auch wirkungsvoll sind: Einsparungspotential, Verstetigungspotential, Kosten, Auswirkungen, Hürden für die Umsetzung (&amp;lt;u&amp;gt;s. &#039;&#039;Bewertungsmatrix&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;)&lt;br /&gt;
**Haustürgespräche (Gesprächsangebote vor Ort im Pilotgebäude) mit Nutzer*innen des Gebäudes; Ziel: auf das Transferlabor aufmerksam machen, Raum für Fragen und Kritik bieten; Ort: in den Pausenräumen; vorherige Ankündigung per E-Mail über den Hausverteiler&lt;br /&gt;
*Auswahl der Gewinner*innen des Ideenwettbewerbs durch Jury (&amp;lt;u&amp;gt;s. &#039;&#039;Dokumente Bewertung Jurymitglied; Gesamtbewertung Jury&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;); Beiträge des Ideenwettbewerbs wurden HS-öffentlich zur Verfügung gestellt&lt;br /&gt;
*Begleitung der Maßnahmenumsetzung der bestplatzierten Ideen aus dem Wettbewerb durch das TrafoTeam: Anpassung der Thermostate im Pilotgebäude (Austausch mit regulierbaren Thermostaten) und Tipps zur energiesparenden Nutzung von Ultratiefkühlgeräten (auf Projekt-Website und in jährlichen Belehrungen zum Arbeitsschutz); Kommunikation zur umgesetzten Idee aus dem Wettbewerb mittels Rundmail über den Hausverteiler und auf der Projekt-Website&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum zur Anpassung von Thermostaten, wobei der Umsetzungszeitraum hier außerhalb des Transferlaborzeitraums liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschlussphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Ziele (unter [[Blaupause zum Energiesparen#Beschreibung der Maßnahme|Beschreibung der Maßnahme]]) konnten alle erreicht werden. Das konkrete Ziel der Einsparung von 2% Energie wird vom Energiemanager nach Ablauf eines Jahres geprüft. &lt;br /&gt;
*Abschlussveranstaltung im Pilotgebäude mit Vorstellung der Kampagnenergebnisse durch das TrafoTeam: PowerPoint Präsentation und anschließende Diskussion; Eingeladen waren die Jury des Ideenwettbewerbs, Mitarbeitende und Direktoren des Pilotgebäudes&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe des Monitorings an den Energiemanager zur dauerhaften Implementierung und Nutzung: Verantwortung für technischen Support (z.B. regelmäßige Softwareupdates) und Auswertung der Daten hinsichtlich möglicher Einsparungen und der Erfüllung des 2%-Ziels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dokumentation und Nacharbeiten===&lt;br /&gt;
*[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ Website zum Transferlabor Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen]&lt;br /&gt;
*[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ideenwettbewerb/ Website Ideenwettbewerb]&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Poster zu Projektinfo, Ideenwettbewerb und Workshop&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Ideensammlung&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[https://echo-energie.de Echokampagne] bieten Leitfaden, Checkliste und Infomaterial zum Energiesparen in Zielgebäuden, die genutzt wurden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
===Rahmenbedingungen des Transferlabors===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von neun Monaten. Für eine solide Maßnahmenumsetzung inklusive Verstetigung wäre mehr Zeit notwendig gewesen. Die Empfehlung ist, mindestens 12 Monate einzuplanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung wurden etwa 2.300 € verausgabt. Ursprünglich waren mehr Mittel für technische Anpassungen im Pilotgebäude einkalkuliert. Für den zur Verfügung stehenden zeitlichen und finanziellen Rahmen konnten keine umsetzbaren Anpassungen identifiziert und installiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2.300 € setzten sich aus folgenden Posten zusammen:&lt;br /&gt;
1.500 € Honorar der Referentin für drei Workshops zu Nachhaltigkeit im Labor&lt;br /&gt;
700 € Digital Signage (Visualisierung des Energieverbrauchs): Monitor (40 Zoll), Steuerung (Minicomputer + SD-Karte), Wandhalterung, Montage&lt;br /&gt;
100 € Druckkosten für Informationsmaterial &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für weitere technische Anpassung müsste beispielsweise einkalkuliert werden:&lt;br /&gt;
2.000 € Umbau Thermostate im Zielgebäude in 62 Büroräumen (Material- und Montagekosten der Sanitärfirma).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rahmenbedingungen der Hochschule===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Standorte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Hauptstandort Halle (Saale) gibt es 4 Campi: Universitätsplatz, Steintor-Campus, Franckeschen Stiftungen, Weinberg-Campus mit Campus Heide-Süd. Das Pilotgebäude befand sich am Weinbergcampus. Auf dem Weinberg Campus leben, studieren und arbeiten etwa 15.000 Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität setzt sich aus folgenden HS-Angehörigen zusammen:&lt;br /&gt;
*ca. 19.943 Studierende&lt;br /&gt;
*über 4.027 Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**288 Professor*innen&lt;br /&gt;
**1.478 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen&lt;br /&gt;
**1.091 Wissenschaftsunterstützende Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**1.170 Wissenschaftliche Hilfskräfte (Stand vom 31.12.2023).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unterstützung der Hochschulleitung zur Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung der MLU unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Die Rektorin übernahm die Projektleitung und stellte Mitarbeitende, etwa für die Teilnahme am TrafoTeam, frei. Dieser Umstand unterstützte bei der Argumentation für die Umsetzung der Maßnahme. Mit der Hochschulleitung fand ein regelmäßiger Austausch statt, zudem konnten die Maßnahmen in Kommissionen der Hochschulleitung vorgestellt und diskutiert werden. Dies ermöglichte es, die Maßnahmen im Kontext aktueller Ausrichtungen der Hochschule einzuordnen, Parallelstrukturen zu vermeiden oder Synergien zu knüpfen. Als Hinweis für die Planung weiterer Projekte lässt sich festhalten, dass die zeitlichen Kapazitäten möglicher Leitungspersonen berücksichtigt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es keine*n Nachhaltigkeitsbeauftragten oder eine andere Art der Institutionalisierung in Bezug auf Nachhaltigkeit. Diese mangelnde Institutionalisierung von Nachhaltigkeit gestaltete sich als Herausforderung, gerade in der Verstetigung von Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tätigkeitsbereich des Energiemanagers ist aber für den Bereiche des Klimaschutzes wichtig, z.B. aufgrund des Gesetzes zur Steigerung der Energieeffizienz in Deutschland (EnEfG) oder Energie- (ISO50001) bzw. Umweltmanagementsysteme (ISO140001).&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Weitere Relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Unterstützung durch den Leiter der Abteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement war wesentlich, um die Maßnahme erfolgreich umzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
===Konkrete Empfehlungen===&lt;br /&gt;
*Allgemeine Hinweise zu hemmenden/ fördernden Aspekte im Transferlabor &#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;finden Sie hier&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Einbindung des Energiemanagers war besonders wichtig für die Konkretisierung, Planung sowie Umsetzung der Maßnahme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hinweise zur Kommunikation===&lt;br /&gt;
*Bei der Ansprache von Personen im Pilotgebäude muss darauf geachtet werden Mitarbeitende nicht als „Schuldige“ zu adressieren und Auswahl des Gebäudes rücksichtsvoll zu kommunizieren.&lt;br /&gt;
*Institute mit einem hohen Energieverbrauch können sich schnell an den Pranger gestellt fühlen, stattdessen sollte deren (Transformations-) Potential herausgestellt werden (Perspektiven aufzeigen, Informationen geben, Fortschritte wertschätzen)&lt;br /&gt;
*&amp;quot;Zeigefinger&amp;quot; auf energieintensivste Liegenschaften wie das Pilotgebäude eher kontraproduktiv, moralische Ansprache mit Verweis auf Klimakrise erzeugte vereinzelt bei Mitarbeiter*innen im Zielgebäude Aversion und kollidierte mit der vorhandenen Resignation und Frustration&lt;br /&gt;
*Empfehlenswert ist die Begleitung des Vorhabens mit einer öffentlichkeitswirksamen Kampagne. Hierbei sollten möglichst alle Kommunikationskanäle der Hochschule berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
*Zur verständlichen Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten war eine Kombination aus Top-down und Bottom-up Maßnahmen zielführend (Workshops, Informationsveranstaltungen, Ideenwettbewerb – Details siehe oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KlimaPlanReal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Transferlabor&amp;diff=28010</id>
		<title>Transferlabor</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Transferlabor&amp;diff=28010"/>
		<updated>2026-04-07T09:43:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Good Practice: Transferlabor}}&lt;br /&gt;
{{Best Practice&lt;br /&gt;
|beschr=Der vorliegende Good Practice Guide stellt das Konzept des Transferlabors (TFL) vor, welches im Projekt KlimaPlanReal entwickelt und angewandt wurde. Aufbauend auf der Idee von Reallaboren/Realexperimenten dienen Transferlabore dazu, partizipativ und mitgliedergruppenübergreifend Maßnahmen zur nachhaltigen Transformation von Hochschulen umzusetzen.&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Transfer, Governance, Betrieb, Vernetzung&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Green Office, Klimaneutralität, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Transferlabor, Partizipative Forschung, Beteiligung&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Forschungsmanagement, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|hochsch=Otto-von-Guericke Universität Magdeburg, Hochschule Magdeburg-Stendal, Hochschule Harz, Hochschule Anhalt, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
|org=Umweltpsychologie, KlimaPlanReal&lt;br /&gt;
|url=https://www.klimaplanreal.ovgu.de/Projektphasen.html&lt;br /&gt;
|projekt=Transformationspfade (traNHSform)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Was verstehen wir unter einem Transferlabor?==&lt;br /&gt;
Unter einem [[Glossar KlimaPlanReal|Transferlabor]] (TFL) verstehen wir einen temporären, strukturierten Raum für Zusammenarbeit, in dem konkrete Maßnahmen zur nachhaltigen Transformation von Hochschulen – insbesondere in Richtung Klimaneutralität – gemeinsam mit wissenschaftlichen und praktischen Akteur*innen entwickelt, getestet und reflektiert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir orientieren uns dabei am Konzept der &#039;&#039;&#039;[[Reallabor|Reallabore]]&#039;&#039;&#039; (vgl. Parodi &amp;amp; Steglich, 2021; Rose et al., 2019).&amp;lt;ref&amp;gt;Parodi, O., &amp;amp; Steglich, A. (2021). Reallabor. In T. Schmohl &amp;amp; T. Philipp (Hrsg.), &#039;&#039;Handbuch Transdisziplinäre Didaktik&#039;&#039; (S. 255–266). transcript Verlag. &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://doi.org/10.1515/9783839455654-024&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Rose, M., Wanner, M., &amp;amp; Hilger, A. (2019). Das Reallabor als Forschungsprozess und -infrastruktur für nachhaltige Entwicklung. &#039;&#039;Wuppertal Paper&#039;&#039;, &#039;&#039;2. aktualisierte und erweiterte Auflage&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;Nach der Definition von Parodi et al. (2024)&amp;lt;ref&amp;gt;Parodi, O., Ober, S., Lang, D. J., &amp;amp; Albiez, M. (2024). Reallabor versus Realexperiment: Was macht den Unterschied? &#039;&#039;GAIA - Ecological Perspectives for Science and Society&#039;&#039;, &#039;&#039;33&#039;&#039;(2), 216–221. &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://doi.org/10.14512/gaia.33.2.4&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; sind die einzelnen Transferlabore im Projekt KlimaPlanReal jedoch eher als &#039;&#039;&#039;Realexperimente&#039;&#039;&#039; zu verstehen, da sie zeitlich begrenzt sind&amp;lt;ref&amp;gt;Parodi, O., Ober, S., Lang, D. J., &amp;amp; Albiez, M. (2024). Reallabor versus Realexperiment: Was macht den Unterschied? &#039;&#039;GAIA - Ecological Perspectives for Science and Society&#039;&#039;, &#039;&#039;33&#039;&#039;(2), 216–221. &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://doi.org/10.14512/gaia.33.2.4&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;. Außerdem bewegen wir uns stets im Kontext von Hochschulen – statt einer Einbindung der gesamten Zivilgesellschaft findet eine Einbindung der Hochschulgemeinschaft bzw. der verschiedenen Mitgliedergruppen statt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Projekt KlimaPlanReal waren Transferlabore Teil eines &#039;&#039;&#039;doppelt partizipatorischen Prozesses&#039;&#039;&#039; (vgl. Abb. 1): Im ersten Schritt wurden mittels [[Hochschulklimarat|Hochschulklimaräten]] (erste partizipative Phase: Methode Planungszelle / Bürger*innenrat) sogenannte [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplan.html KlimaPläne] erstellt, die der Hochschule verschiedene Maßnahmen zur Erreichung der Klimaneutralität vorschlagen. Diese Maßnahmenvorschläge wurden vom KlimaPlanReal-Team integriert bewertet (u. a. nach Treibhausgasreduktionspotenzial, Umsetzungskosten, etc.) und priorisiert ([[Hochschulklimarat#Integrierte_Bewertung_und_Auswahl_von_Pilotmaßnahmen|integrierte Bewertung]]). Anschließend wurden ein bis zwei Maßnahmenvorschläge zur Umsetzung im Transferlabor (zweite partizipative Phase: Methode angelehnt an Reallabore) ausgewählt. Transferlabore können jedoch auch unabhängig von einem Hochschulklimarat initiiert werden. Im Fall der [https://www.h2.de/home.html Hochschule Magdeburg Stendal (h2)] war die Basis für das Transferlabor das [https://www.h2.de/hochschule/portrait/nachhaltigkeit-und-klimaschutz/klimaschutzmanagement.html Integrierte Klimaschutzkonzept].[[Datei:Zeitlicher Verlauf.png|mini|zentriert|Abbildung 1: zeitlicher Verlauf des Projekts KlimaPlanReal]]Im Transferlabor wurden Prinzipien des Co-Designs, der Co-Produktion und Co-Evalutation (Rose et al., 2019)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; angewandt, um die Empfehlungen der KlimaPläne gemeinsam zu konkretisieren, zu erproben bzw. umzusetzen und zu reflektieren. Dafür wurden &#039;&#039;&#039;Transformationsteams (Trafoteams)&#039;&#039;&#039; gebildet&#039;&#039;&#039;.&#039;&#039;&#039; Diese setzten sich zusammen aus [[Glossar KlimaPlanReal|Umsetzungsexpert*innen]] (häufig aus der Verwaltung), [[Glossar KlimaPlanReal|Fachexpert*innen]] (z.B. wissenschaftlichen Mitarbeitenden, Professor*innen) sowie weiteren engagierten bzw. betroffenen Personen (Studierende, weitere Mitarbeitende, ggf. externe Partner*innen). Teil der Gruppe war zudem der oder die lokale KlimaPlanReal-Projektmitarbeiter*in, welche*r unter anderem Aufgaben der Koordination („Facilitator“, s. u.) übernahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Überblick über die verschiedenen Transferlabore in KlimaPlanReal ===&lt;br /&gt;
Im Projekt KlimaPlanReal fanden an fünf Hochschulen Transferlabore statt. Die Themen orientieren sich dabei an den drei impactrelevanten Transformationsfeldern, welche bereits für die [[Status quo Analyse klimarelevanter Bereiche einer Hochschule|Status Quo Analyse]] als auch für die [[Hochschulklimarat|Hochschulklimaräte]] Orientierung boten (Abb. 2). Details zu den Transferlaboren aus dem Projekt finden sich in den verlinkten Blaupausen (Tab. 1)&lt;br /&gt;
[[Datei:Abbildung 2.png|mini|zentriert|Abbildung 2: Die drei ITFs und deren Handlungsfelder]]&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ id=&amp;quot;Ü-id&amp;quot; | Tabelle 1. Übersicht über die in den Transferlaboren in KlimaPlanReal bearbeiteten Handlungsfelder und Maßnahmen&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Hochschule&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Transferlabor 1&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Transferlabor 2&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;[https://www.klimaplanreal.ovgu.de/Dokumentation+KPR.html Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU)]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|[[Blaupause: Flächenentsiegelung|Flächenentsiegelung  und Rückbildung von PKW-Parkplätzen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[Biodiversität,  Pendelmobilität]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|[[Blaupause: Klimafreundliche Dienstreisen an Hochschulen|Klimafreundliche Dienstreisen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[Geschäftsmobilität]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/ Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU)]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|[[Blaupause zum Energiesparen|Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[Energie]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|[[Blaupause für Maßnahmen zu Dienstreisemobilität|Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[Geschäftsmobilität]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;[https://www.hs-harz.de/klimaplanreal?gad_source=1&amp;amp;gad_campaignid=22173202704&amp;amp;gclid=CjwKCAiA8vXIBhAtEiwAf3B-gxfjSGiVF09MFj_9dN_AGO2tkmLYLYC0B50Vvtr_B1A15jffVSLPMBoCsQgQAvD_BwE Hochschule Harz (HSH)]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|[[Blaupause „Fahrrad Sharingstation am Hauptbahnhof“|Fahrrad-Sharingstation am Hauptbahnhof]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[Pendelmobilität]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|[[Blaupause &amp;quot;Grüner Teller complemented&amp;quot;|Grüner Teller complemented]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[Ernährung]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;[https://www.hs-anhalt.de/nachhaltigkeit/klimaplanreal.html Hochschule Anhalt (HSA)]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|[[Blaupause &amp;quot;Ressourcenkreisel&amp;quot; - Nachhaltige Beschaffung / Kaskadennutzung|Ressourcenkreisel  (Weitergabe/Verleih von Geräten an Studierende und Mitarbeitende)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[Beschaffung]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|[[Blaupause: Grüner Campus - Förderung der Biodiversität|Maßnahmen im  Handlungsfeld Biodiversität: Mehr artenreiche Blühwiesen und  Flächenpflanzungen sowie Installation von maßnahmenbegleitenden  Strukturelementen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[Biodiversität]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;[https://www.h2.de/hochschule/portrait/nachhaltigkeit-und-klimaschutz/projekt-klimaplanreal-intensified.html Hochschule Magdeburg-Stendal (h2)]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|[[Blaupause &amp;quot;Grüner Teller klimabewusst mensen&amp;quot;|Grüner  Teller – lieber klimabewusst mensen gehen?!]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[Ernährung]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|[[Blaupause &amp;quot;Grüner Teller klimabewusst mensen&amp;quot;|Fortsetzung Grüner Teller]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[Ernährung]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Methode Transferlabor ==&lt;br /&gt;
Im Transferlabor arbeitete das Trafoteam zeitlich begrenzt zusammen, um die ausgewählten Maßnahmen zu konkretisieren (Co-Design), umzusetzen (Co-Produktion) und zu reflektieren (Co-Evaluation) und dabei System-, Ziel- und Transformationswissen abzuleiten, Kapazitäten aufzubauen und Transformationsprozesse an der Hochschule anzustoßen (vgl. Rose et al., 2017).&amp;lt;ref&amp;gt;Rose, M., Schleicher, K., &amp;amp; Maibaum, K. (2017). Transforming Well-Being in Wuppertal—Conditions and Constraints. &#039;&#039;Sustainability&#039;&#039;, &#039;&#039;9&#039;&#039;(12), 2375. &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://doi.org/10.3390/su9122375&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies ist im zyklischen Konzept für Reallabore nach Rose et al. (2019, Abb. 3) grafisch dargestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt; [[Datei:Zyklisches Konzept .png|mini|zentriert|Abbildung 3: Zyklisches Konzept für Reallabore im Co-Prinzip (Rose et al., 2019)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schritt 1 - Co-Design ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bildung und Aufrechterhaltung eines transdisziplinären Trafoteams ====&lt;br /&gt;
Zunächst akquirierten die KlimaPlanReal-Projektmitarbeitenden Personen für die Mitarbeit im Transferlabor.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Empfehlungen =====&lt;br /&gt;
* Gezielte, persönliche Akquise auf Basis einer fundierten [[Status_quo_Analyse_klimarelevanter_Bereiche_einer_Hochschule#Akteur*innenanalyse|Akteur*innenanalyse]].&lt;br /&gt;
* Zusammensetzung des Kernteams:&lt;br /&gt;
** 5 - 8 Personen (inkl. Facilitator)&lt;br /&gt;
** Mitgliedergruppenübergreifend (Studierende, Professor*innen, wissenschaftliches und wissenschaftsunterstützendes Personal, insb. aus der Verwaltung).&lt;br /&gt;
** inter- und transdisziplinär&lt;br /&gt;
** Umsetzungsexpert*innen (Verwaltungsperspektive ), formal zuständige Fachabteilungen&lt;br /&gt;
** Fachexpert*innen (thematisch relevante Fachexpertise)&lt;br /&gt;
** Betroffene (Betroffenenperspektive)&lt;br /&gt;
* ggf. ergänzend: Expert*innenbeirat, Studierendenprojekte&lt;br /&gt;
* von Vorteil ist, wenn die Person, die die Akquise durchführt, über ein Netzwerk in der HS verfügt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Erfahrungsbericht KlimaPlanReal – Akquise =====&lt;br /&gt;
Die Ansprache erfolgte überwiegend persönlich mittels Telefonaten. Ergänzend wurden E-Mails eingesetzt. Neben den unter Empfehlungen bereits genannten Prinzipien wurden bei der Akquise außerdem berücksichtigt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Diversität hinsichtlich soziodemografischer Merkmale&lt;br /&gt;
* Mitwirkung am [[Hochschulklimarat]]: Den Personen, die am Hochschulklimarat mitgewirkt haben, wurde die Möglichkeit gegeben, sich im Transferlabor weiter zu engagieren.&lt;br /&gt;
* Einbindung von Personen aller Hochschulstandorte (bei HS mit mehreren Standorten)&lt;br /&gt;
* Intrinsische Motivation und Kapazitäten für die Mitarbeit im Transferlabor&lt;br /&gt;
* Personen in Schnittstellen, Entscheidungsträger*innen (z. B. Kanzler*in, Referent*in Prorektorat)&lt;br /&gt;
* Bei Bedarf nach Einbezug weiterer Perspektiven / Expertise im Verlauf der Maßnahmenkonkretisierung: Akquise zusätzlicher Akteur*innen, Integration dieser ins Team durch erneute Vorstellungsrunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Hürden bei der Akquise:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gründe für die Nicht-Teilnahme von angefragten Akteur*innen waren unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zeitmangel und Überlastung&lt;br /&gt;
* Frustration aus früheren Prozessen&lt;br /&gt;
* Geringe persönliche Motivation&lt;br /&gt;
* Geringe institutionelle Rückendeckung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Sonderfälle:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Expert*innenbeirat:&#039;&#039;&#039; In einem Fall gliederte sich die Teamstruktur in &#039;&#039;&#039;aktive Mitglieder&#039;&#039;&#039;, die spezifische Aufgaben übernahmen und regelmäßig an den Treffen teilnahmen und &#039;&#039;&#039;beratende Expert*innen&#039;&#039;&#039;, welche nicht die Kapazitäten für eine regelmäßige Teilnahme hatten, aber flexibel hinzugezogen wurden. Diese bewusst gewählte Struktur förderte sowohl eine effiziente Arbeitsweise als auch gezielte Fachexpertise (siehe Transferlabor Grüner Teller). &lt;br /&gt;
* In einem Fall wurden &#039;&#039;&#039;Studierendenprojekte&#039;&#039;&#039; als „Auftragnehmer“ einbezogen. Die Trafoteam-Mitglieder fungierten als Entscheidungsinstanz und betreuten jeweils die Zuarbeiten durch die Studierendenprojekte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Arbeitsgrundlage: Das Transformationskonzept ====&lt;br /&gt;
Ausgangspunkt der Arbeit im Transferlabor war die Beschreibung der Maßnahme im KlimaPlan. Diese musste im Trafoteam zunächst konkretisiert und ggf. angepasst werden. Das Ergebnis dieses Konkretisierungsprozesses ist das &#039;&#039;&#039;Transformationskonzept&#039;&#039;&#039;. Es war essenziell &#039;&#039;&#039;als gemeinsame Arbeitsgrundlage und Zieldefinition.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Empfehlungen für die partizipative Erarbeitung eines Transformationskonzeptes =====&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;gemeinsame Zieldefinition zu Beginn&#039;&#039;&#039; im Trafoteam treffen – bspw. mit der [[KlimaPlanReal: Zusatzmaterial zum Download|Konzeptvorlage]]&lt;br /&gt;
* Fokus möglichst auf &#039;&#039;&#039;eine&#039;&#039;&#039;, klar abgrenzbare Maßnahme (siehe auch [[Hochschulklimarat#Integrierte_Bewertung_und_Auswahl_von_Pilotmaßnahmen|Bewertung und Auswahl von Pilotmaßnahmen]]).&lt;br /&gt;
* fachliche Prüfung der vorgeschlagenen Maßnahmen sowie die Ergänzung von nötigem Prozesswissen (z.B. gesetzliche Erfordernisse), um realistische Ziele zu formulieren&lt;br /&gt;
* Zeit für den Konkretisierungsprozess einplanen (ca. 3 Treffen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Erfahrungsbericht KlimaPlanReal – Erarbeitung eines Transformationskonzeptes =====&lt;br /&gt;
* Aufgrund der Maßnahmenbeschreibungen im KlimaPlan waren dem Trafoteam Grenzen bei der Ideengenerierung (vgl. Abb. 1) gesetzt.&lt;br /&gt;
* Das Transformationskonzept wurde im Trafoteam auf Grundlage einer [[KlimaPlanReal: Zusatzmaterial zum Download|Konzeptvorlage]] gemeinsam erarbeitet (&#039;&#039;&#039;Co-Design&#039;&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
* Aufgrund zeitlicher und finanzieller Beschränkungen des Projekts mussten einige Maßnahmenvorschläge aus dem KlimaPlan aussortiert werden. Technische, finanzielle und organisatorische Einschränkungen führten zudem zu reduzierten oder modifizierten Maßnahmen.&lt;br /&gt;
* Pilotprojekte und fokussierte Teilaspekte wurden bevorzugt, wenn sie machbar und wirksam erschienen.&lt;br /&gt;
* Die Zieldefinition bzw. Erstellung des Transformationskonzepts benötigte mindestens drei Trafoteam-Treffen und war ein iterativer Prozess&lt;br /&gt;
* Agilität und Anpassungsfähigkeit waren gefragt, um im Prozess auf neue Herausforderungen und Erkenntnisse zu reagieren. Zeit- und Meilensteinpläne waren demnach tlw. zu starr für die Anforderungen eines Transferlabors. [3]&lt;br /&gt;
=== Schritt 2 – Co-Produktion ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gestaltung der Zusammenarbeit im Transformationsteam ====&lt;br /&gt;
Kern der Transferlabor-Arbeit waren die regelmäßigen Transformationsteam-Treffen, bei denen Absprachen zu den nächsten Schritten und Aufgaben getroffen wurden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Empfehlungen =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Koordination und Moderation durch Facilitator, möglichst im Duo&lt;br /&gt;
* Monatliche Treffen, vorzugsweise in Präsenz&lt;br /&gt;
* Frühzeitige Etablierung von Kommunikationskanälen und digitalen Kollaborationstools&lt;br /&gt;
* Förderung einer hierarchiefreien, kollegialen, transparenten Zusammenarbeit&lt;br /&gt;
* Verteilung von Zuständigkeiten / Aufgaben zwischen den Treffen&lt;br /&gt;
* Individuelle Lösungen bei Kapazitätsengpässen (s. u.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Erfahrungsbericht KlimaPlanReal – Moderation =====&lt;br /&gt;
In allen Transferlaboren übernahmen &#039;&#039;&#039;Facilitator&#039;&#039;&#039; (Projektmitarbeitende und ggf. Projektleitung oder studentische / wissenschaftliche Hilfskräfte, siehe Tabelle 2) die Koordination, inklusive &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Terminorganisation&lt;br /&gt;
* Agenda-Planung&lt;br /&gt;
* Gesprächsleitung / Moderation&lt;br /&gt;
* Protokollführung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders erfolgreich war die Moderation, wenn sie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* von &#039;&#039;&#039;zwei Personen&#039;&#039;&#039; übernommen wurde (Arbeitsteilung Moderation und Protokoll)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;zielorientiert und flexibel&#039;&#039;&#039; war (z. B.Verschiebung von Tagesordnungspunkten bei Zeitmangel)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;aktivierend&#039;&#039;&#039; wirkte, z. B. durch Ermutigung ruhiger Mitglieder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Moderation der Transferlabor-Treffen wurden vielfältige &#039;&#039;&#039;Methoden&#039;&#039;&#039; eingesetzt. Eine umfangreiche Methodensammlung findet sich beispielsweise beim netzwerk n e. V. ([https://netzwerk-n.org/ressourcen/bildungsmaterial/ methode n]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Erfahrungsbericht KlimaPlanReal – Formate und Turnus von Treffen der Trafoteams =====&lt;br /&gt;
Die Treffen fanden &#039;&#039;&#039;meist im monatlichen Rhythmus über einen Zeitraum von zehn Monaten&#039;&#039;&#039; statt. Ein Team traf sich häufiger (alle drei Wochen), andere reduzierten wegen Ferien oder Ressourcenengpässen die Frequenz. Ergänzend fanden bilaterale Absprachen oder Kleingruppentreffen zu einzelnen Aufgaben statt. Im Projekt wurden die folgenden Formate an Treffen genutzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Präsenz-Treffen&#039;&#039;&#039; waren das bevorzugte Format, da sie die Gruppendynamik förderten. Dafür wurden Räumlichkeiten genutzt, die der Gruppengröße entsprechend als angenehm (nicht zu groß oder zu klein) wahrgenommen wurden, und wo eine ruhige und angenehmen Arbeitsatmosphäre geschaffen werden konnte. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Online-Treffen&#039;&#039;&#039; wurden punktuell eingesetzt bei zeitlich drängendem Absprache-Bedarf oder bei Trafoteams, die standortübergreifend zusammenarbeiten, da dies die Koordination erheblich vereinfachte.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Hybride Treffen&#039;&#039;&#039; können sinnvoll sein, wenn standort- oder hochschulübergreifend zusammengearbeitet wird. Sie ermöglichen die Vorteile von Präsenztreffen für die Anwesenden, aber es kann zu technischen und kommunikativen Herausforderungen bei der Einbindung der online zugeschalteten Personen kommen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;BilateraleTreffen&#039;&#039;&#039; zwischen KlimaPlanReal-Projektmitarbeitenden und einzelnen Mitgliedern des Trafoteams wurden ergänzend eingesetzt, insbesondere bei Kapazitätsengpässen oder spezifischen Arbeitsaufgaben im Trafoteam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Erfahrungsbericht KlimaPlanReal – Arbeitsphasen der Trafoteams zwischen den Treffen =====&lt;br /&gt;
* Nutzung digitaler Tools, um dem Trafoteam jederzeit Zugriff zu den relevanten Informationen zu geben, z. B. Online-Pinnwände, digitale Plattformen/Portale für kollaboratives Arbeiten, Clouds. Diese wurden auch in den Meetings unterstützend eingesetzt.&lt;br /&gt;
* Kommunikation über Email-Verteiler&lt;br /&gt;
* Co-Produktion: Zwischen den Treffen arbeiteten die Team-Mitglieder selbstständig an den ihn zugeteilten Aufgaben. Dies funktionierte jedoch nicht in allen Trafoteams gleichermaßen gut (siehe auch [[Transferlabor#Erfahrungsbericht KlimaPlanReal – Zusammenarbeit auf Augenhöhe|Verteilung von Arbeitslasten]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Erfahrungsbericht KlimaPlanReal – Zusammenarbeit auf Augenhöhe =====&lt;br /&gt;
Zentral für die erfolgreiche Anwendung der Prinzipien des Co-Designs, der Co-Produktion und Co-Evaluation ist eine &#039;&#039;&#039;hierarchiefreie, kollegiale Zusammenarbeit im Trafoteam.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Erfolgsfaktoren&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;, die dies ermöglichten, waren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kollegiales „Du“&#039;&#039;&#039; als kulturbildender Einstieg&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Respektvolle Kommunikation&#039;&#039;&#039; mit Raum für alle Stimmen&lt;br /&gt;
* eine &#039;&#039;&#039;aktivierende Moderation&#039;&#039;&#039;, die auch zurückhaltende Personen einband&lt;br /&gt;
* sowie eine &#039;&#039;&#039;frühe Rollenklärung&#039;&#039;&#039;, um Erwartungen transparent zu machen, sowie &#039;&#039;&#039;regelmäßige Vorstellungsrunden&#039;&#039;&#039; bei der Einbindung neuer Akteur*innen, um die Rollen auch für diese transparent zu halten&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Gemeinsames Ziel,&#039;&#039;&#039; das durch die Gruppe zu Beginn definiert wurde (siehe Co-Design)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Strukturierte Entscheidungsfindung:&#039;&#039;&#039; Entscheidungen wurden in den meisten Fällen &#039;&#039;&#039;im Konsens&#039;&#039;&#039; getroffen. Die Facilitator*innen an den verschiedenen Hochschulen setzten unterschiedliche Methoden ein, um zum Konsens zu gelangen (offene Diskussion, konsensierendes Mehrheitsprinzip, Auspunkten). Mitunter wurden Entscheidungen vertagt, wenn noch Informationsbedarf bestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Herausforderungen&#039;&#039;&#039;:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wissenshierarchien und Statusdifferenzen&#039;&#039;&#039;: Zwischen Professor*innen und Studierenden, aber auch zwischen den Projektmitarbeitenden von KlimaPlanReal und den freiwillig Engagierten (unterschiedliche Rollen und projektbezogenes Wissen) oder den Mitgliedern der Verwaltung und den anderen Teammitgliedern (unterschiedliches Umsetzungswissen) bestanden Wissensunterschiede. Teilweise haben Statusdifferenzen die Gruppendynamik beeinflusst.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Strukturelle Entscheidungsasymmetrien&#039;&#039;&#039;: In manchen Fällen lag die letztliche Entscheidungsbefugnis bei externen oder institutionell höhergestellten Akteur*innen – wie etwa dem Studentenwerk im Projekt „Grüner Teller“, das als Betreiber der Mensen im Trafoteam mitwirkte und Entscheidungen vorgeben konnte. Wenn solche Entscheidungstragenden (z. B. Hochschulleitungs- oder Verwaltungsebene) nicht Teil des Trafoteams waren, beeinflusste das zwar nicht direkt die interne Teamdynamik, erschwerte aber die Umsetzung &#039;&#039;&#039;und führte zu längeren Bearbeitungsprozessen, da es zusätzlicher Absprachen bedurfte.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Intransparente Rollendefinition / Rollenerwartungen des Trafoteams:&#039;&#039;&#039; Die Möglichkeit der aktiven Mitgestaltung war für einige Beteiligte herausfordernd, die nicht alltäglich in dieser Weise arbeiteten. Sie wünschten sich teilweise von den KlimaPlanReal-Projektmitarbeitenden die Übernahme einer leitenden Rolle.  &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Verteilung von Arbeitslasten:&#039;&#039;&#039; Die Verteilung der Arbeitslast war eines der &#039;&#039;&#039;zentralen Spannungsfelder&#039;&#039;&#039; in allen Transferlaboren. Dies ergab sich in vielen Fällen naturgemäß aus &#039;&#039;&#039;Kapazitätsengpässen bei freiwillig Engagierten&#039;&#039;&#039;. Mittels Freistellungen konnte dem nur bedingt entgegengewirkt werden &#039;&#039;(„... ich bin zwar freigestellt, aber meine Arbeit muss ich halt trotzdem danach erledigen ... das macht keiner für mich ...“).&#039;&#039; Darüber hinaus ist rechtlich fraglich, inwieweit eine Freistellung für Drittmittelbeschäftigte möglich ist, da diese üblicherweise für ein konkretes Projekt mit klar definierten Aufgaben eingestellt und finanziert werden. Dadurch kam es in vielen Transferlaboren zu einer ungleichen Arbeitslast-Verteilung zwischen den angestellten Projektmitarbeitenden und den freiwillig engagierten Team-Mitgliedern, so dass die Projektmitarbeitenden häufig auch umsetzend tätig wurden (siehe [[Transferlabor#Rollenvielfalt|Rollenvielfalt]]). Auch die &#039;&#039;&#039;Zurückhaltung von Studierenden&#039;&#039;&#039; zu Beginn, teils aus Unsicherheit oder Hierarchiegefühlen, trug in einigen Trafoteams zu einer ungleichen Arbeitslast-Verteilung bei. Dennoch übernahmen Teammitglieder eigenverantwortlich Aufgaben auf Basis ihrer Expertise und Kapazitäten und erledigten diese in der Regel zuverlässig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Lösungsansätze:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Freistellung&#039;&#039;&#039; für Teilnahme am Transferlabor (nicht hinreichend, wenn zu hohe Arbeitsbelastung das Problem ist, rechtlich fraglich bei Drittmittelbeschäftigten)&lt;br /&gt;
* Unterstützung durch als „Dienstleister“ agierende &#039;&#039;&#039;Studierendenprojekte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*  Strukturierung des Teams in &#039;&#039;&#039;Kernteam&#039;&#039;&#039; (aktive Mitglieder), die für die Übernahme von Aufgaben ausreichende Kapazitäten haben, und &#039;&#039;&#039;Expert*innenbeirat&#039;&#039;&#039;, die nur beratend hinzugezogen werden&lt;br /&gt;
* Einstellung von &#039;&#039;&#039;studentischen / wissenschaftlichen Hilfskräften&#039;&#039;&#039; für bestimmte Umsetzungs-Aufgaben&lt;br /&gt;
*  Kooperation mit &#039;&#039;&#039;externen Partner*innen&#039;&#039;&#039; (z. B. Studierendenwerk) mit Eigeninteresse an Projekt-Outcome, welche Kapazitäten einbringen&lt;br /&gt;
* Prüfung der Kapazitäten bei der &#039;&#039;&#039;Personenakquise&#039;&#039;&#039; / Gezielte Akquise von Personen mit ausreichenden Kapazitäten&lt;br /&gt;
* Regelmäßige &#039;&#039;&#039;Abfrage&#039;&#039;&#039; der Kapazitäten und Reaktion darauf&lt;br /&gt;
* gezielte &#039;&#039;&#039;Aufgabenvergabe&#039;&#039;&#039; und klare &#039;&#039;&#039;Fristen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Förderung von &#039;&#039;&#039;Eigenverantwortung und Selbstständigkeit&#039;&#039;&#039; der Team-Mitglieder durch (ggf. wiederholtes) Erklären des Transferlabor-Prinzips&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schritt 3 – Co-Evaluation ===&lt;br /&gt;
Ziel von Transferlaboren ist neben dem Schaffen realweltlicher Veränderungen auch die Generierung von Wissen. Dazu ist eine gute Dokumentation und Reflexion des Geschehens unabdingbar. Die in Tabelle 2 dargestellten Methoden nutzten die KlimaPlanReal-Teams (Tab. 2).&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ id=&amp;quot;Ü-id&amp;quot; | Tabelle 2: Im Projekt KlimaPlanReal genutzte Methoden der Dokumentation und Reflexion&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Methode&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Zweck&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Ressourcen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Verlaufsprotokoll&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* gibt die Redebeiträge einer Diskussion wieder&lt;br /&gt;
* Zwischentöne und emotionale Reaktionen sind nachvollziehbar&lt;br /&gt;
* Grundlage für Ergebnisprotokoll und Reflexion&lt;br /&gt;
|[https://wortwuchs.net/verlaufsprotokoll/ &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://wortwuchs.net&amp;lt;/nowiki&amp;gt; verlaufsprotokoll/]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Ergebnisprotokoll&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* dokumentiert  die Sitzung kurz und bündig&lt;br /&gt;
* hält To Dos mit Verantwortlichkeiten und Fristen fest&lt;br /&gt;
* nützlich, um sich das Besprochene ins Gedächtnis zu rufen&lt;br /&gt;
* nützlich, um die nächsten Schritte und Aufgaben zu überblicken&lt;br /&gt;
|[[KlimaPlanReal: Zusatzmaterial zum Download|Vorlage]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Transferlabor-Tagebuch&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Anfertigung eines Eintrags nach jedem Treffen von Projektmitarbeitenden (vgl. [[Transferlabor#Rollenvielfalt|Rollenvielfalt]])  zur Reflektion&lt;br /&gt;
* Insbesondere bei Forschungsorientierung empfehlenswert&lt;br /&gt;
|[[KlimaPlanReal: Zusatzmaterial zum Download|Vorlage]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Reflexionsbericht&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Abschließende Reflexion des gesamten Transferlabor-Verlaufs&lt;br /&gt;
* Ableitung  von Transformationswissen (z. B. Strategien, Treiber und Hindernisse, Gelingensbedingungen)&lt;br /&gt;
* Insbesondere bei Forschungsorientierung empfehlenswert&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Reflexionsgespräche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Moderiertes Reflexionsgespräch mit dem Trafoteam, um den Prozess, die Projektfortschritte und Zusammenarbeit aus verschiedenen Perspektiven zu reflektieren&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* [[KlimaPlanReal: Zusatzmaterial zum Download|Reflexionsfragen (in Tagebuch-Vorlage)]]&lt;br /&gt;
* 5-Finger-Feedback&lt;br /&gt;
* Blitzlicht&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Befragung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* (Online-)Befragung der Trafoteams zur Reflexion des Prozesses aus verschiedenen Perspektiven, um  u.a. Erwartung, Transparenz,  Zusammenarbeit auf Augenhöhe etc. zu erfassen. Ziel ist es, mögliche  Anpassungen in Leitung und Struktur der Treffen vorzunehmen.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rollenvielfalt ===&lt;br /&gt;
Rose et al. (2019) beschreiben vier Rollen von Forschenden im Reallabor: Reflektierende Forschende, Facilitators, Change Agents und (selbst-)reflexive Forschende.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die Projektmitarbeitenden in KlimaPlanReal übten diese vier Rollen bewusst aus. Die Funktionen, typischen Aufgaben und der Anteil der Rollen im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal können Tabelle 3 entnommen werden. Nicht intendiert, aber immer wieder erforderlich war zudem die Übernahme einer Leitungs-/Managementrolle, die Entscheidungen trifft, das Projekt steuert und außerdem selbst Umsetzungsaufgaben übernimmt.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ id=&amp;quot;Ü-id&amp;quot; | Tabelle 3. Überblick über die Rollen der Projektmitarbeitenden und ihre Funktionen und typischen Aufgaben&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Rolle&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Funktion&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Typische Aufgaben&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Hilfreiche Kompetenzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Anteil am Arbeitsalltag&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Facilitator&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Struktur schaffen, Beteiligung  ermöglichen, Prozesse koordinieren&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Organisation  von Treffen (Terminkoordination, Raumbuchung, Einladung, Technik, Snacks)&lt;br /&gt;
* Agenda-Planung&lt;br /&gt;
* Moderation  (Gesprächsleitung, Aktivierung leiser Stimmen, Zeitmanagement)&lt;br /&gt;
* Strukturelle  Unterstützung&lt;br /&gt;
* Sicherstellung  von Ergebnissen (Protokoll, Dokumentation)&lt;br /&gt;
* Kommunikation  innerhalb des Teams und ggf. Studierendenprojekten unterstützen&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Moderationskompetenz  (z. B. Kenntnisse in partizipativen / Moderations-Methoden / Anleitung von  Gruppen)&lt;br /&gt;
* Beobachtungsgabe  / Analysekompetenz / Gespür für Menschen&lt;br /&gt;
* Offenheit  und Freundlichkeit, Proaktivität, Kommunionsfähigkeit&lt;br /&gt;
* Andere  motivieren können&lt;br /&gt;
* Organisationskompetenz,  Zeitmanagement&lt;br /&gt;
* Zuverlässigkeit&lt;br /&gt;
* Verfügbarkeit&lt;br /&gt;
* Teamfähigkeit&lt;br /&gt;
* Medienkompetenz  (z. B. für hybride Meetings)&lt;br /&gt;
* Fachkompetenz&lt;br /&gt;
* Resilienz&lt;br /&gt;
|Hoch, zentrale Rolle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Change Agent&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Veränderung ermöglichen, Akteur*innen aktivieren, Netzwerke nutzen&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Motivation relevanter Akteur*innen zur Mitarbeit im Trafoteam&lt;br /&gt;
* Förderung interner Teambildung&lt;br /&gt;
* Umsetzung der Maßnahme vorantreiben durch Einbringen von Vorschlägen und Lösungsmöglichkeiten&lt;br /&gt;
* Knüpfen und Pflegen externer Kontakte (z. B. Stadtverwaltung, externe Anbieter, andere Hochschulen)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Vernetzungskompetenz / Hoher  Vernetzungsgrad&lt;br /&gt;
* Intrinsische Motivation&lt;br /&gt;
* Adressatengerechte Kommunikation:  Gemeinsame Ziele in den Vordergrund stellen, Wertschätzung ausdrücken,  Hintergründe, Motivation und Perspektiven der Personen kennen, regelmäßig  informieren&lt;br /&gt;
* Motivationskompetenz: Andere  motivieren und befähigen (z. B. selbst Change Agent zu sein)&lt;br /&gt;
* Resilienz, Frustrationstoleranz&lt;br /&gt;
* Kooperatipons- / Kompromissfähigkeit&lt;br /&gt;
* Fachwissen&lt;br /&gt;
* Innovationsaffinität &lt;br /&gt;
|Mittel bis hoch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Reflektierende Forschende&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Prozesse beobachten, Wissen  generieren, dokumentieren&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Beobachtung  von Gruppenprozessen und Dynamiken&lt;br /&gt;
* Protokollführung  mit analytischem Anspruch&lt;br /&gt;
* Führen  von Transferlabortagebüchern&lt;br /&gt;
* Vorbereitung  wissenschaftlicher Outputs (z. B. Papers, Berichte)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Schriftliche  Ausdrucks- und Dokumentationsfähigkeit – präzises, nachvollziehbares und  analytisches Protokollieren.&lt;br /&gt;
* Reflexions-  und Strukturierungskompetenz&lt;br /&gt;
|Gering bis mittel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Selbstreflexive  Forschende&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|eigene Wirkung und Rolle kritisch reflektieren&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Reflexion über den eigenen Einfluss  auf Gruppenprozesse&lt;br /&gt;
* Auseinandersetzung mit Macht- und  Leitungsfragen (z. B. „Moderation vs. Steuerung“)&lt;br /&gt;
* Formulierung und Reflexion eigener  Werte, Haltungen und Hypothesen&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Selbstreflexionskompetenz –  Fähigkeit, das eigene Verhalten und den Einfluss auf Gruppenprozesse kritisch  zu hinterfragen.&lt;br /&gt;
* Macht- und Rollenbewusstsein –  Sensibilität im Umgang mit Führungs-, Moderations- und Steuerungsfragen.&lt;br /&gt;
* Werte- und Haltungskompetenz –  Klarheit über eigene Prinzipien, Einstellungen und deren Wirkung im  Arbeitskontext&lt;br /&gt;
|Ergänzend, aber bewusst genutzt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Leitung / Management&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|nicht intendierte, aber oft  übernommene Steuerungsrolle&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Faktische  Führungs- und Umsetzungsrolle als Konsequenz mangelnder Eigeninitiative im  Team oder fehlender Ressourcen&lt;br /&gt;
* Spannungsfeld  zur idealtypischen Facilitator-Rolle und den Prinzipien Co-Design,  Co-Produktion und Co-Evaluation&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Flexibilität  und Anpassungsfähigkeit – Fähigkeit, zwischen verschiedenen Rollen (Steuerung  vs. Moderation) je nach Situation zu wechseln und Prioritäten zu setzen.&lt;br /&gt;
* Empathie  – Sensibilität für die Bedürfnisse und Perspektiven anderer, um Kooperation  und partizipative Prozesse zu stärken.&lt;br /&gt;
* Positive  Grundeinstellung / Optimismus – Fähigkeit, Herausforderungen konstruktiv zu  begegnen und eine motivierende Atmosphäre im Team zu fördern.&lt;br /&gt;
|häufig als notwendig empfunden&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
=== Hinweise für die Projekt-Kommunikation ===&lt;br /&gt;
Veränderungsprozesse benötigen offene Kommunikationskanäle, um alle Beteiligten einzubeziehen und die Transparenz von Entscheidungsprozessen zu gewährleisten. Die transparente Kommunikation über Ziele, Fortschritte und Herausforderungen ist unerlässlich, um das Vertrauen und das Engagement der Beteiligten zu fördern. Dies gilt sowohl für interne Kommunikation innerhalb der Hochschule als auch für externe Kommunikation mit der Öffentlichkeit und relevanten Institutionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Transparenz und Erwartungsmanagement&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Außerhalb des TrafoTeams:&#039;&#039;&#039; Kommunikationsabteilung der Hochschule frühzeitig einbinden – idealerweise als feste Ansprechperson im Team. So können Kommunikationskanäle der Hochschule (Website, Social Media, Newsletter) aktiv bespielt werden, um Sichtbarkeit an der HS zu schaffen bzw. zu fördern&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Innerhalb des TrafoTeams:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Die Art der Zusammenarbeit im Transferlabor ist für die Beteiligten teilweise ungewohnt. Die Prinzipien von Co-Design, Co-Produktion und Co-Evaluation, sowie die verschiedenen Rollen und ihre Aufgaben, sollten daher erklärt werden, ggf. auch wiederholt.&lt;br /&gt;
** Die Gestaltungsspielräume, Möglichkeiten und Grenzen des Transferlabors sollten bei der Team-Akquise klar kommuniziert werden. Ein realistisches Erwartungsmanagement ist wichtig für die Wirksamkeitserwartung und Zufriedenheit des Trafoteams.&lt;br /&gt;
** Ereignisse, die einen Einfluss auf das Transferlabor haben (z. B. Verwaltungsentscheidungen) sollten dem Trafoteam transparent und zeitnah kommuniziert werden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wertschätzung und Motivation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anerkennung und Sichtbarkeit der erzielten Ergebnisse stärken das Engagement der Beteiligten und fördern ein positives Gemeinschaftsgefühl.&lt;br /&gt;
* Öffentliche und persönliche Wertschätzung (z. B. durch Danksagungen, Geschenke, namentliche Nennungen) motiviert und würdigt das Engagement.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transformation von Hochschulen mittels Transferlaboren ==&lt;br /&gt;
Das System Hochschule ist oft durch komplexe Entscheidungsstrukturen, hierarchische Organisationslogiken und fragmentierte Verantwortlichkeiten geprägt. Nickel (2012)&amp;lt;ref&amp;gt;Nickel, S. (2012). Engere Kopplung von Wissenschaft und Verwaltung und ihre Folgen für die Ausübung professioneller Rollen in Hochschulen. In &#039;&#039;Hochschule als Organisation&#039;&#039; (S. 279–291). VS Verlag für Sozialwissenschaften. &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://doi.org/10.1007/978-3-531-18770-9_16&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; beschreibt Hochschulen als lose Kopplung verschiedener Subsysteme, Cohen et al. (1972) beschreiben Hochschulen als „organisierte Anarchie“, die durch drei Merkmale charakterisiert sind:&amp;lt;ref&amp;gt;Cohen, M. D., March, J. G., &amp;amp; Olsen, J. P. (1972). A Garbage Can Model of Organizational Choice. &#039;&#039;Administrative Science Quarterly&#039;&#039;, &#039;&#039;17&#039;&#039;(1), 1. &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://doi.org/10.2307/2392088&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  „problematic preferences“: Vielzahl von inkonsistenten und schlecht definierten Präferenzen, lose Ansammlung von Ideen&lt;br /&gt;
* „unclear technology“: Die Prozesse der Organisation werden von ihren Mitgliedern nicht verstanden&lt;br /&gt;
* „fluid participation“: Die Beteiligung an bestimmten (Entscheidungs-) Prozessen variiert von einem Zeitpunkt zum anderen, infolgedessen verändern sich auch Grenzen der Organisation, Zielgruppen und die Entscheidungstragenden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies konnte auch in KlimaPlanReal wiedergefunden werden und es zeigten sich Hindernisse und Treiber für Transformation an Hochschulen, die in Abbildung 3 dargestellt sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachfolgend wird eine Auswahl von Empfehlungen dargestellt, die durch Erfahrungen der Teams im Projekt KlimaPlanReal erarbeitet wurden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Empfehlungen =====&lt;br /&gt;
* Verstetigung / Weiterführung von Anfang an mitdenken, mitplanen und darauf hinarbeiten (auch Aufgabe der Hochschulleitung), ideal ist eine Person, welche die Möglichkeit hat, einen Prozess weiterzuführen&lt;br /&gt;
* Realistisches Erwartungsmanagement im Trafoteam (Frustration vorbeugen), Verständnis für institutionelle Struktur im Trafo-Team aufbauen&lt;br /&gt;
* Frühzeitige Einbindung, regelmäßiger Austausch und Koordination mit der Hochschulleitung (Letter of Intent nicht ausreichend)&lt;br /&gt;
* Frühzeitige Einbindung von Gremien mit Entscheidungsbefugnis und Einbindung von zuständigen Stellen/ Personen in den Planungsprozess&lt;br /&gt;
* Frühzeitige Klärung rechtlicher Rahmenbedingungen (Datenschutzbeauftragte, Vergabestelle, Rechtsstelle, etc.)&lt;br /&gt;
* Akquise von Schlüsselakteur*innen (z. B. Akteur*innen mit Entscheidungsbefugnis) für das Trafoteam – Gemeinsames Interesse herausstellen, Sinnhaftigkeit und Realisierbarkeit darlegen&lt;br /&gt;
* Informiertheit über und Vermeidung von Parallelprozessen&lt;br /&gt;
* Nutzung von Gelegenheitsfenstern (z. B. Personalwechsel, neue gesetzliche Vorgaben)&lt;br /&gt;
* Verankerung des Transferlabors an zentraler Koordinationsstelle (z. B. Nachhaltigkeitsbüro)&lt;br /&gt;
* Einbezug der Hochschulöffentlichkeit (z. B. Hochschulöffentliche Veranstaltungen zur Information mit Möglichkeiten für Beteiligung und Feedback, Personalnewsletter, etc.)&lt;br /&gt;
* Umsetzung von Pilotprojekten mit Skalierungspotenzial&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zusammenfassung .png|mini|zentriert|Abbildung 3. Grafische Zusammenfassung der identifizierten Treiber und Hindernisse auf den Ebenen Hochschule, Projekt, Trafoteam und Netzwerke.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Potenziale und Grenzen von Transferlaboren für die Transformation von Hochschulen ==&lt;br /&gt;
Die Evaluation der fünf Pilothochschulen aus KlimaPlanReal zeigt sowohl das Potenzial als auch die realen Begrenzungen von Transferlaboren auf.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ id=&amp;quot;Ü-id&amp;quot; | Tabelle 4. Potenziale und Grenzen von Transferlaboren für die Transformation von Hochschulen&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Potenziale&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Grenzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Geeignetes  Format für offene, dynamische Fragestellungen:&#039;&#039;&#039; Transferlabore  sind besonders dann geeignet, wenn für eine Maßnahme kein fertiges  Implementierungswissen vorliegt (vgl. Borner &amp;amp; Kraft, 2018)&amp;lt;ref&amp;gt;Borner, J., &amp;amp; Kraft, A. H. (2018). &#039;&#039;Konzeptpapier zum Reallabor-Ansatz.  Arbeitspapier im Rahmen von ENavi&#039;&#039; (S. 1–18) [Konzeptpapier].&amp;lt;/ref&amp;gt; und bzw. oder keine klaren Zuständigkeiten vorhanden sind&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Inter- und transdisziplinäre Zusammenarbeit:&#039;&#039;&#039; Transferlabore eignen sich bei  komplexen Fragestellungen, für die die Integration von unterschiedlichen  Wissensbeständen und Perspektiven aus Wissenschaft, Praxis und  Studierendenschaft hilfreich ist, um ein ganzheitlicheres Verständnis der  Problematik zu schaffen und zu innovativen Lösungen zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Empowerment  von Beteiligten:&#039;&#039;&#039; Die partizipative Gestaltung kann das  Engagement und die Eigenverantwortung der Beteiligten stärken. Außerdem kann  die aktive Einbindung der Beteiligten in den Entwicklungsprozess mehr  Legitimation, Verständnis, Unterstützung und Akzeptanz für die Maßnahmen bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Prozessdynamik  und Flexibilität:&#039;&#039;&#039; Der iterative und adaptive Charakter  von Transferlaboren ermöglicht es, Maßnahmen im Verlauf des Prozesses zu  spezifizieren und flexibel an sich verändernde Rahmenbedingungen anzupassen,  sowie kontinuierlich Feedback der Beteiligten einzubeziehen. Dies erwies sich  gerade bei unklar definierter Ausgangslage als großer Vorteil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wissens-  und Kompetenzzuwachs:&#039;&#039;&#039; Transferlabore fördern  institutionelles Lernen und vertiefen Kompetenzen in partizipativer  Zusammenarbeit. Darüber hinaus können durch systematische Dokumentation  (z. B. Protokolle, Tagebücher, Reflexionsberichte) Erfahrungswerte gesichert  und auf zukünftige Projekte übertragen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Effizienz:&#039;&#039;&#039;  Durch die Einbindung hochschulinterner Expertise und vorhandener Netzwerke  kann ressourcen- und kostenschonend gearbeitet werden. In manchen Fällen  konnten durch den Transferlaboransatz auch formale Bewilligungsprozesse  beschleunigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Anstoß  neuer Prozesse:&#039;&#039;&#039; Transferlabore bringen Themen bzw.  Maßnahmen auf die Agenda, die ohne diesen Rahmen möglicherweise nicht  initiiert worden wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Netzwerke:&#039;&#039;&#039;  Transferlabore fördern neue Verbindungen innerhalb  der Hochschulgemeinschaft und stärken und erweitern dadurch wertvolle interne  Netzwerke. Dieser Austausch kann eine wertvolle Grundlage für weitere  Transformationsprozesse sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Erhöhung  der Sichtbarkeit und Bewusstseinsbildung:&#039;&#039;&#039; Die Zusammenarbeit im  Transferlabor und die damit verbundene Öffentlichkeitsarbeit stärkt auch das  Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Klimaschutz innerhalb der Hochschule und  darüber hinaus.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Begrenzter  Zeithorizont:&#039;&#039;&#039; Die zeitliche Begrenzung stellt eine  zentrale Begrenzung dar. Viele Maßnahmen benötigen mehr Zeit zur Umsetzung  und zur Verstetigung. Eine langfristige Wirkung, etwa durch Übertragung auf  andere Hochschulbereiche, ist in kurzer Projektlaufzeit kaum zu gewährleisten  und kann in einem befristeten Drittmittelprojekt wie KlimaPlanReal lediglich  angestoßen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Komplexität:&#039;&#039;&#039;  Die Bearbeitung komplexer Maßnahmepakete innerhalb  eines kurzen Zeitraums ist kaum umsetzbar. Erfolgversprechend ist vielmehr  die frühzeitige Fokussierung auf eine klar definierte Teilmaßnahme, die der  zeitlichen und personellen Ausstattung entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Dokumentations-  und Forschungsaufwand:&#039;&#039;&#039; Der Ansatz erfordert erhebliche  zusätzliche Zeitressourcen für Dokumentation und Reflexion, die potenziell  von der Umsetzung abgehen. Der wissenschaftliche Anspruch (z. B. durch  Forschungstagebücher, Reflexionsberichte) steht in Konkurrenz zum operativen  Umsetzungstempo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Grenzen  des „Co-Prinzips“.:&#039;&#039;&#039; Das Ideal von Co-Design, Co-Produktion  und Co-Evaluation stößt an reale Grenzen bedingt durch begrenzte personelle  und finanzielle Ressourcen, was die Maßnahmenumsetzung und den langfristigen  Erfolg des Transferlabors beeinträchtigen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Fehlende  Verstetigungsstrukturen:&#039;&#039;&#039; Erkenntnisse und  Synergieeffekte können verpuffen, wenn keine zentrale Koordination oder  Anbindung an strategische Entscheidungsprozesse existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Eingeschränkte  Systemwirksamkeit:&#039;&#039;&#039; Es bleibt offen, inwiefern der hier  dargestellte Ansatz von Transferlaboren langfristige strukturelle und  systemische Veränderungen an großen, komplexen Institutionen wie Hochschulen  bewirken kann. Eine stärkere Anbindung an universitäre Gremien wäre  notwendig, um systemische Wirkung zu entfalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  &#039;&#039;&#039;Formale  und rechtliche Hürden:&#039;&#039;&#039; Transferlabore können bestehende  formale Strukturen nicht aushebeln (z. B. Ausschreibungs- oder Vertragsrecht),  aber beschleunigen.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
Borner, J., &amp;amp; Kraft, A. H. (2018). &#039;&#039;Konzeptpapier zum Reallabor-Ansatz.  Arbeitspapier im Rahmen von ENavi&#039;&#039; (S. 1–18) [Konzeptpapier].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cohen, M. D., March, J. G., &amp;amp; Olsen, J. P. (1972). A Garbage Can Model of Organizational Choice. &#039;&#039;Administrative Science Quarterly&#039;&#039;, &#039;&#039;17&#039;&#039;(1), 1. https://doi.org/10.2307/2392088&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nickel, S. (2012). Engere Kopplung von Wissenschaft und Verwaltung und ihre Folgen für die Ausübung professioneller Rollen in Hochschulen. In &#039;&#039;Hochschule als Organisation&#039;&#039; (S. 279–291). VS Verlag für Sozialwissenschaften. https://doi.org/10.1007/978-3-531-18770-9_16&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parodi, O., Ober, S., Lang, D. J., &amp;amp; Albiez, M. (2024). Reallabor versus Realexperiment: Was macht den Unterschied? &#039;&#039;GAIA - Ecological Perspectives for Science and Society&#039;&#039;, &#039;&#039;33&#039;&#039;(2), 216–221. https://doi.org/10.14512/gaia.33.2.4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parodi, O., &amp;amp; Steglich, A. (2021). Reallabor. In T. Schmohl &amp;amp; T. Philipp (Hrsg.), &#039;&#039;Handbuch Transdisziplinäre Didaktik&#039;&#039; (S. 255–266). transcript Verlag. https://doi.org/10.1515/9783839455654-024&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://netzwerk-n.org/ressourcen/bildungsmaterial/, M., Schleicher, K., &amp;amp; Maibaum, K. (2017). Transforming Well-Being in Wuppertal—Conditions and Constraints. &#039;&#039;Sustainability&#039;&#039;, &#039;&#039;9&#039;&#039;(12), 2375. https://doi.org/10.3390/su9122375&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rose, M., Wanner, M., &amp;amp; Hilger, A. (2019). Das Reallabor als Forschungsprozess und -infrastruktur für nachhaltige Entwicklung. &#039;&#039;Wuppertal Paper&#039;&#039;, &#039;&#039;2. aktualisierte und erweiterte Auflage&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__INDEXIEREN__&lt;br /&gt;
__KEIN_NEUER_ABSCHNITTSLINK__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KlimaPlanReal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Status_quo_Analyse_klimarelevanter_Bereiche_einer_Hochschule&amp;diff=28009</id>
		<title>Status quo Analyse klimarelevanter Bereiche einer Hochschule</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Status_quo_Analyse_klimarelevanter_Bereiche_einer_Hochschule&amp;diff=28009"/>
		<updated>2026-04-07T09:40:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: verschiedene kleinere Korrekturen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Best Practice&lt;br /&gt;
|beschr=Eine Status quo Analyse ist die systematische Erhebung und Bewertung des aktuellen Standes der klimarelevanten Bereiche einer Hochschule.&lt;br /&gt;
|hfeld=Governance&lt;br /&gt;
|thema=Klimaneutralität&lt;br /&gt;
|keyw=Klimaschutz, Akteur*innenanalyse, THG-Bilanz, Wirkindikatorenbetrachtung&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, ProfessorIn, Dozent(in), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|projekt=Transformationspfade (traNHSform)|org=KlimaPlanReal|hochsch=Otto-von-Guericke Universität Magdeburg, Hochschule Magdeburg-Stendal, Hochschule Harz, Hochschule Anhalt, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Erläuterung Status Quo Analyse==&lt;br /&gt;
Eine Status Quo Analyse, wie sie im Rahmen des Projekts [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] durchgeführt wurde, ist die systematische qualitative und quantitative Erhebung sowie Bewertung des aktuellen Stands aller klimarelevanten Bereiche einer Hochschule. Sie kann als fachliche und strategische Grundlage zur Entwicklung und Priorisierung wirksamer Klimaschutzmaßnahmen dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel ist es, Transparenz über die Ausgangssituation zu schaffen, Datenlücken zu identifizieren und konkrete Ansatzpunkte für die Transformation zur Klimaneutralität abzuleiten. Die im Projekt erstellten Status Quo Analysen der beteiligten Hochschulen sind auf der [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/Dokumentation/Status+Quo+Analyse.html Projektwebsite der Otto-von-Guericke-Universität] Magdeburg öffentlich zugänglich&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;KlimaplanReal (2023a). &#039;&#039;Status Quo Bericht OVGU&#039;&#039;. Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplanreal_media/Downloads/OVGU+_+Status+Quo+Bericht-p-330.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Anhalt (2023). &#039;&#039;Status Quo Bericht HSA&#039;&#039;. Hochschule Anhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.hs-anhalt.de/fileadmin/Dateien/Nachhaltigkeit/KlimPlanReal/2023-11-23_KlimaPlanReal_Status_Quo_Bericht_HSA_onlineversion.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;KlimaplanReal (2023b). &#039;&#039;Status Quo Bericht MLU&#039;&#039;. Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplanreal_media/Downloads/Status+Quo+Bericht+MLU.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Methodisches Vorgehen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Akteur*innenanalyse ===&lt;br /&gt;
Die Akteur*innenanalyse dient der systematischen Identifikation und Bewertung aller relevanten Akteur&#039;&#039;*&#039;&#039;innen im Kontext des Klimaschutzes an der Hochschule. Ziel ist es, sowohl interne als auch externe Personen, Gruppen und Institutionen zu erfassen, die Einfluss auf Klimaschutzaktivitäten haben oder von diesen betroffen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei wird zwischen &#039;&#039;&#039;formellen Akteur*innen&#039;&#039;&#039; (mit klarer Zuständigkeit durch die Tätigkeitsbeschreibung einer Stelle, z. B. in der Verwaltung) und &#039;&#039;&#039;informellen Akteur*innen&#039;&#039;&#039; (mit freiwilligem Engagement ohne formelle Zuständigkeit) unterschieden. Ergänzend können weitere Aspekte wie Interessen, Einflussmöglichkeiten, Ressourcen oder Rollen berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine frühzeitige Akteur*innenanalyse hilft, potenzielle Widerstände zu erkennen, Unterstützerinnen einzubinden und zielgerichtete Kommunikations- und Beteiligungsprozesse zu gestalten. Sie bildet zudem die Grundlage für die Erfassung bestehender Klimaschutzmaßnahmen sowie für die Datenerhebung im Rahmen der Treibhausgasbilanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Analyse empfiehlt es sich, &#039;&#039;&#039;zentrale Handlungsfelder&#039;&#039;&#039; zu betrachten, z. B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Regenerativer Campus&#039;&#039;&#039; (Energie, Wasser, Abfall, Biodiversität)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mobilität&#039;&#039;&#039; (Pendelmobilität, Dienstreisen)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Beschaffung&#039;&#039;&#039; und optional &#039;&#039;&#039;Ernährung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schritt 1: Identifikation der Akteur*innen ====&lt;br /&gt;
* Recherche interner Akteur*innen und ihrer Arbeitsbereiche über Hochschulwebseiten und Dokumente (z. B. Hochschulleitung, Verwaltung, Fachbereiche, Studierendenvertretung, Nachhaltigkeitsstrukturen).&lt;br /&gt;
* Identifikation externer Akteur*innen (z. B. Kommunen, Energieversorger, Studierendenwerke, NGOs, Unternehmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schritt 2: Kategorisierung und Datenerhebung ====&lt;br /&gt;
* Durchführung von Interviews oder Befragungen entlang der Handlungsfelder&lt;br /&gt;
* Potenzielle Leitfragen:&lt;br /&gt;
** Gibt es eine formelle Zuständigkeit (laut Arbeitsvertrag) der Person im betrachteten Handlungsfeld?&lt;br /&gt;
** Welche klimaschutzrelevanten Aktivitäten des Mitarbeitenden (formell), wurden und werden bereits umgesetzt (z.B. Beauftragung der Abfallentsorgung)?&lt;br /&gt;
** Hat der Akteur ein informelles Interesse (z.B. Biodiversität) aber keine formelle Zuständigkeit (legitimiert über die Tätigkeitsbrschreibung im Arbeitsvertrag)?&lt;br /&gt;
** Welche informellen Aktivitäten gab es bereits und gibt es aktuell (z.B. Müllsannelaktionen)?&lt;br /&gt;
* Ggf. weitere Aspekte wie Kooperationsbereitschaft, Ressourcen und potenziellen Rollen erheben/ erfragen (z. B. „Initiator*in“, „Entscheider*in“, „Umsetzer*in“)&lt;br /&gt;
* Tools: Hinweise und Vorlagen für Akteur*innenprofile&lt;br /&gt;
** Hinweise zur Akteurseinbindung des Umweltbundesamtes (UBA, 2022)&lt;br /&gt;
** Vorlage: Stakehoder Identification and Analysis (ACU, 2002)&lt;br /&gt;
** Vorlage: Climate Adaptation stakeholder map by Adaption Scotland (2022)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schritt 3: Dokumentation ====&lt;br /&gt;
* Strukturierte Aufbereitung der Ergebnisse in Form einer Tabelle oder Matrix (z. B. nach Akteur*in, Zuständigkeit, Aktivitäten, Rolle, vgl. Abbildung 1)[[Datei:Akteursanalyse OVGU.jpg|mini|zentriert|Abbildung 1: Beispiel Akteur*innenmatrix]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Qualitative Analyse: Klimaschutzmaßnahmen und Governance-Strukturen ===&lt;br /&gt;
Aufbauend auf der Akteur*innenanalyse werden die hochschulspezifischen Rahmenbedingungen, Strategien und Aktivitäten im Bereich Klimaschutz systematisch zusammengetragen, um einen strukturierten Überblick zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mögliche Leitfragen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gibt es eine Nachhaltigkeits-/Klimaschutzstrategie oder vergleichbare Konzepte?&lt;br /&gt;
* Welche Nachhaltigkeits- und Klimaschutzziele verfolgt die Institution?&lt;br /&gt;
* Gibt es ein Nachhaltigkeits-, Klimaschutz- oder Energiemanagement?&lt;br /&gt;
* Welche Maßnahmen wurden bereits umgesetzt oder sind in Planung?&lt;br /&gt;
* Gibt es Maßnahmen, die gescheitert sind? Wenn ja, welche und warum?&lt;br /&gt;
* Welche (Forschungs-)Projekte existieren im Bereich Klimaschutz und wie wirken diese in die Hochschule hinein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine zusätzliche Orientierung bieten die im Projekt [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] entwickelten rund 50 Wirkindikatoren (&#039;&#039;&#039;[https://zenodo.org/records/14966175 Wirkinidkatorenliste]&#039;&#039;&#039;), die eine systematische Einordnung und Bewertung der Aktivitäten in den zentralen Handlungsfeldern Regenerativer Campus, Mobilität sowie Beschaffung und Ernährung ermöglichen&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quantitative Analyse: Erfassung der Treibhausgasemissionen (THG-Bilanz) ===&lt;br /&gt;
Die Erfassung der Treibhausgasemissionen (THG-Bilanz) ist die quantitative Erhebung der Emissionen nach anerkannten Standards (z. B. GHG Protocol oder BISCO) in den impactrelevanten Handlungsfeldern: Nachhaltige Mobilität (Geschäfts- und Pendelmobilität), Regenerativer Campus (Energie &amp;amp; Biodiversität), Nachhaltige Ernährung &amp;amp; Beschaffung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projekts &#039;&#039;KlimaPlanREal&#039;&#039; orientierte sich die THG-Bilanzierung am Standard des &#039;&#039;&#039;Greenhouse Gas Protocol&#039;&#039;&#039; (Greenhouse Gas Protocol, 2015). Für die Status-Quo-Analyse wurden &#039;&#039;&#039;Scope 1 bis Scope 3&#039;&#039;&#039; berücksichtigt, um sowohl direkte als auch indirekte Emissionen abzudecken. Die Berechnung erfolgte unter Verwendung einer Vorgängerversion des &#039;&#039;&#039;[https://www.h2.de/hochschule/portrait/nachhaltigkeit-und-klimaschutz/klimax-tool.html KliMAx-Tools]&#039;&#039;&#039; der Hochschule Magdeburg-Stendal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schritt 1: Datenbeschaffung und -validierung ====&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Auswahl eines geeigneten Tools&#039;&#039;&#039; zur Treibhausgasbilanzierung (z. B.  [https://wiki.dg-hochn.de/images/7/76/Hub_THGBilanzierung_240418_KliMax.pdf KliMax-Tool], [https://www.bayzen.de/materialien/baycalc/ BayCalc]).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Frühzeitige Einbindung relevanter Akteur*innen&#039;&#039;&#039; zur Sicherstellung einer vollständigen Datenbasis, z. B. durch die Einrichtung einer Arbeitsgruppe aus Energie-/Gebäudemanagement, Nachhaltigkeitsverantwortlichen, Hochschul-IT, Fachabteilungen und ggf.     Studierendenvertretung.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Datenbeschaffung und Plausibilitätsprüfung&#039;&#039;&#039;, u. a. durch Abgleich mit Vorjahreswerten und externen Benchmarks (z. B. Vergleichswerte anderer Hochschulen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Lückenanalyse&#039;&#039;&#039;: Systematische Identifikation unvollständiger Daten; Nutzung von Schätzwerten (z. B. durchschnittliche Reisestatistiken) mit Kennzeichnung als „unsichere Daten“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schritt 2: Datenauswertung, Visualisierung und Ergebniskommunikation ====&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;THG-Bilanzierung nach Scope 1–3&#039;&#039;&#039;, zur Erfassung direkter und indirekter Emissionen (z. B. mittels [https://www.h2.de/hochschule/portrait/nachhaltigkeit-und-klimaschutz/klimax-tool.html KliMAx] oder eigener Kalkulationsgrundlagen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Visualisierung der Ergebnisse&#039;&#039;&#039; in Diagrammen und Heatmaps (z. B. „CO₂-Fußabdruck nach Bereich“) zur intuitiven Darstellung.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kommunikation&#039;&#039;&#039;: Transparente Darstellung der Bilanzierungsergebnisse und frühzeitige Einbindung aller relevanten Gruppen zur Unterstützung von Entscheidungsprozessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere quantitative Wirkindikatoren ===&lt;br /&gt;
Nach der Analyse des qualitativen und quantitativen Ist-Zustands, unter anderem anhand der Treibhausgasbilanz, können weitere &#039;&#039;&#039;Wirkindikatoren&#039;&#039;&#039; wertvolle Einblicke in den Klimaschutz an der Hochschule liefern. Die im Projekt erarbeitete [https://zenodo.org/records/14966175 Liste der Wirkindikatoren]  ermöglicht eine &#039;&#039;&#039;objektive Bewertung des Status Quo&#039;&#039;&#039; (Künzel et al., 2023)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;. Sie wurde in einem &#039;&#039;&#039;mehrstufigen Abstimmungsprozess der Verbundhochschulen&#039;&#039;&#039; gemeinsam erarbeitet und die Indikatoren anhand wissenschaftlicher Quellen definiert&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;Künzel, C., Rühmland, S., Kastner, K., Zigann, J., Dullau, S., Pfitzner, B., Klinner, A., Bub, F., Döhle, F., &amp;amp; Hensen, H. (2023). &#039;&#039;Indikatoren für den Klimaimpact an Hochschulen&#039;&#039;. Zenodo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://doi.org/10.5281/zenodo.14966175&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Empfehlungen==&lt;br /&gt;
Auf Basis der Erfahrungen aus dem Projekt &#039;&#039;KlimaPlanReal&#039;&#039; lassen sich folgende Empfehlungen ableiten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Frühzeitige Einbindung relevanter Akteur*innen:&#039;&#039;&#039; Verwaltung, Wissenschaftler&#039;&#039;*&#039;&#039;innen, Studierende und externe Partner*innen sollten von Beginn an beteiligt werden, um die Datenbeschaffung also auch -qualität zu sichern und die Akzeptanz der Ergebnisse zu erhöhen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Klare Verantwortlichkeiten:&#039;&#039;&#039; Zuständigkeiten für Datenerhebung, -auswertung und -validierung sollten eindeutig festgelegt werden, um Missverständnisse zu vermeiden und die Umsetzung effizient zu gestalten.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Standardisierte Methoden und Tools:&#039;&#039;&#039; Die Nutzung etablierter Standards (z. B. GHG Protocol) gewährleistet Vergleichbarkeit und Nachvollziehbarkeit der Analyse.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kombination quantitativer und qualitativer Ansätze:&#039;&#039;&#039; Zahlenbasierte Daten sollten durch qualitative Beschreibungen ergänzt werden, um ein umfassendes Bild von Klimaschutz an der Hochschule zu erhalten.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Transparente Kommunikation:&#039;&#039;&#039; Offene Dokumentation und regelmäßige Updates fördern Vertrauen, Engagement und aktive Mitwirkung aller Beteiligten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KlimaPlanReal]]&lt;br /&gt;
__INDEXIEREN__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause:_Fl%C3%A4chenentsiegelung&amp;diff=27982</id>
		<title>Blaupause: Flächenentsiegelung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause:_Fl%C3%A4chenentsiegelung&amp;diff=27982"/>
		<updated>2026-03-30T16:14:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Diese Blaupause beschreibt wie im Rahmen des Projektes [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) eine Maßnahme zur Flächenentsiegelung geplant wurde und enthält Hinweise zur Umsetzung. {{Best Practice&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Biodiversität, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Flächenentsiegelung, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Otto-von-Guericke Universität&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maßnahmenbeschreibung ==&lt;br /&gt;
Impactrelevante Transformationsfelder: Regenerativer Campus - Fokus Biodiversität sowie Nachhaltige Mobilität - Fokus Pendelmobilität &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maßnahme war eine Kombination aus „Flächenentsiegelung“ und „Rückbildung von PKW-Parkplätzen (sukzessiv)“ und hat den Ursprung im [https://zenodo.org/records/14965982 KlimaPlan der OVGU] des vorangegangen partizipativen Schritts des [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/Projektphasen/Hochschulklimarat.html Hochschulklimarats] auf Basis des Whole Institution Approachs sowie der zugehörigen [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplanreal_media/KlimaPl%C3%A4ne/Impact_Bewertung/OVGU+Impact_Bewertung-p-430.pdf Impact-Bewertung der OVGU]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kernziele des Transformationsteams:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Auswahl einer Fläche zur Entsieglung (ideal Parkplatzflächen)&lt;br /&gt;
* Entwicklung von Ideen wie die Fläche aufgewertet werden kann, entweder im Sinne von Aufenthaltsqualität oder Biodiversität&lt;br /&gt;
* Umsetzung der Idee mit dem Dezernat für Technik und Bauplanung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung und Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ist-Zustand ===&lt;br /&gt;
Die Maßnahme war eine Kombination aus „Flächenentsiegelung“ und „Rückbildung von PKW-Parkplätzen (sukzessiv)“ und hat den Ursprung im [https://zenodo.org/records/14965982 KlimaPlan]  des vorangegangen partizipativen Schritts des [[Hochschulklimarat|Hochschulklimarats]] auf Basis des Whole Institution Approachs sowie der zugehörigen [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplanreal_media/KlimaPl%C3%A4ne/Impact_Bewertung/OVGU+Impact_Bewertung-p-430.pdf Impact-Bewertung] der OVGU.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Akteursanalyse ===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn eine Status Quo Analyse mit einer Akteur*innenanalyse durchgeführt. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert und direkt kontaktiert werden und das so genannte Transformationsteam aufgenommen werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verwaltungsmitarbeiter (Dezernat für Zentrale Dienste)&lt;br /&gt;
* Verwaltungsmitarbeiter (Dezernat Technik und Bauplanung)&lt;br /&gt;
* Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Management Science)&lt;br /&gt;
* Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Logistik und Mobilität)&lt;br /&gt;
* Professor (Mathematik)&lt;br /&gt;
* Professor (Berufs- und Betriebspädagogik)&lt;br /&gt;
* Studentin (Peace and Conflict Studies)&lt;br /&gt;
* Student (Informatik)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umsetzungschritte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erkundungsphase ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Trafoteam-Bildung anhand der Akteur*innenanalyse (zum Teil aus dem Hochschulklimarat)&lt;br /&gt;
* Aufbau der Kommunikationsstrukturen&lt;br /&gt;
* Flächenerkundung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Findungsphase ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Campusbegehung und Identifikation von potenziellen Fläche zum Entsiegeln&lt;br /&gt;
* Auswahl der Fläche und Entwicklung von Nachnutzungsideen&lt;br /&gt;
* Konzepterstellung mit Zeit- und Meilensteinplan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Konkretisierungsphase ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mitarbeiter aus dem Dezernat Technik und Bauplanung hat das TrafoTeam verlassen, daraufhin wurde versucht nach der Ideenentwicklung die Verwaltungs- und Umsetzungsexpert*innen zu konsultieren, statt sie regelmäßig zu den Treffen zu integrieren&lt;br /&gt;
* Feedbackschleife mit der Hochschulleitung zu den Entwürfen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Umsetzungsphase ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Einbindung eines DGNB-zertifizierter Planungsbüros war leider nicht möglich, da sich die Hochschulleitung und das Dezernat für Technik und Bauplanung gegen eine Teilentsieglung aussprachen, ohne das ein ganzheitliches Konzept für den Campus vorliegt&lt;br /&gt;
* Die Ideen für die Umgestaltung einer Pilotflächen wurde nur in Präsentationen konkretisiert, damit diese zu einem späteren Zeitpunkt in der Campusgestaltung berücksichtigt werden können&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abschlussphase ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Ideen wurden dem Nachhaltigkeitsbüro übergaben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nach Projektende ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Einige Monate nach dem Ende des Transferlabors wurde duch die Hochschulleitung eine Arbeitsgemeinschaft zur Campusentwicklung eingesetzt, unter Federführung des Dezernates für Technik und Bauplanung, mit dem Ziel die Flächen am Hauptscampus zu entsiegeln, Pkw Stellplätze zu reduzieren (bzw. an einem anderen Ort hin zu zentralisieren) und die Flächen aufzuwerten. Die Leitung des Nachhaltigkeitsbüro konnte zentrale Aspekte des TrafoTeam in die Planungen der Gruppe integieren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übetragbarkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hilfreich zu haben ===&lt;br /&gt;
Hilfreich für die Arbeit im TrafoTeam waren konkrete themenbezogene Datenerhebungen, verwaltungstechnische Vorarbeiten sowie die Unterstützung der Leitungsebene. Dabei können folgende Punkte als Orientierungshilfen nützlich sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Erfassung aller versiegelten Flächen auf dem Campus (z.B. GIS-gestützte Kartierung)&lt;br /&gt;
* Identifikation von Flächen mit Entsiegelungspotenzial (z.B. wenig genutzte Parkplätze)&lt;br /&gt;
* Festlegung von Zielgrößen (z.B. X m² bis Jahr Y entsiegeln)&lt;br /&gt;
* Rechtzeitige Einbindung relevanter Akteur*innen (u.a. Facility Management, Studierende, Verwaltung, Nachhaltigkeitsbeauftragte)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konkrete Empfehlungen ===&lt;br /&gt;
Leider kam es an der OVGU nicht zur Entsiegelung der Pilotfläche. Dennoch konnte das Team aus seinen Erfahrungen konkrete Zwischenziele für den Transformationsprozess zur Flächenentsiegelung ableiten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Identifizierung geeigneter Campusflächen zur Umgestaltung&lt;br /&gt;
# Entwurf eines Neugestaltungskonzepts (intern, partizipativ, feedbackbezogen)&lt;br /&gt;
# Klärung der Verantwortlichkeiten in der Verwaltung (wer kann was beauftragen)&lt;br /&gt;
# Klärung der finanziellen Mittel, für die Umsetzung der Maßnahme&lt;br /&gt;
# Zustimmung zur Umsetzung aus der Verwaltung&lt;br /&gt;
# Entwurf zur Neugestaltung der Flächen (extern, Planungsbüro)&lt;br /&gt;
# Rektorats-/ Senatsbeschluss und Freigabe von Mitteln zur Umgestaltung&lt;br /&gt;
# Ausschreibung der Neugestaltung&lt;br /&gt;
# Auswahl der Firmen für die Neugestaltung und Auftragserteilung&lt;br /&gt;
# Umgestaltung (extern)&lt;br /&gt;
# Erfolg feiern! - Einweihung&lt;br /&gt;
# ggf. Wirkungsevaluation zur Nutzung der Fläche&lt;br /&gt;
# Dokumentation über digitale interne/ externe (soziale) Medien (Newsletter, Websites)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen der OVGU==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen des Transferlabors ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;: Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von zehn Monaten&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;: 10.000 € Projektmittel - Es wurden keien Ausgaben getätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen an der Hochschule ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Standort&#039;&#039;&#039;: Die OVGU hat einen Hauptcampus, einen Humanwissenschaftlichen Campus (Zschokkestraße), den Wissenschaftshafen (Joseph-von-Fraunhofer-Str.) und das Universitätsklinikum (Leipziger Straße). Der Fokus lag auf dem Hauptcampus. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039; (in Vollzeitäquivalente): rund 12.833 Studierende und über 2.672 Mitarbeitende, davon 195 Professor*innen, 1.528 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen, 949 Nichtwissenschaftliche Mitarbeitende (Stand vom 31.12.2023)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterstützung der Hochschulleitung zur Maßnahmenumsetzung ====&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Rektor und Kanzlerin wurden konsequent neben der Auswahl der Maßnahme vor Beginn des Transferlabors und während der stetigen Transferphase informiert und in Feedbackschleifen einbezogen. Die Kanzlerin war zum Auftakttreffens des TrafoTeam anwesend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz ====&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es sowohl ein Nachhaltigkeitsbüro und eine Senatskommission Klima. Darüber hinaus existiert eine [https://www.nachhaltigkeit.ovgu.de/nachhaltigkeit_media/Governance/NHStrategie/Nachhaltigkeitsstrategie+2018.pdf Nachhaltigkeitsstrategie]  sowie ein [https://www.ovgu.de/Beschluss+zur+Klimaneutralit%C3%A4t-p-140792.html?rewrite_engine=fast Senatsbeschluss zur angestrebten Treibhausgasneutralität der OVGU].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[https://www.klimaplanreal.ovgu.de/ KlimaPlanReal – Homepage Universität Magdeburg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal im DG HochN Wiki]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betrieb]] [[Kategorie:Biodiversität]] [[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaneutralität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KlimaPlanReal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause:_Klimafreundliche_Dienstreisen_an_Hochschulen&amp;diff=27981</id>
		<title>Blaupause: Klimafreundliche Dienstreisen an Hochschulen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause:_Klimafreundliche_Dienstreisen_an_Hochschulen&amp;diff=27981"/>
		<updated>2026-03-30T14:53:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Diese Blaupause beschreibt wie im Rahmen des Projektes [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) Maßnahmen zu klimafreundlichen geplant wurden und enthält Hinweise zur Umsetzung.{{Best Practice&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Mobilität&lt;br /&gt;
|keyw=Dienstreisen, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Otto-von-Guericke Universität&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maßnahmenbeschreibung==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld:&#039;&#039;&#039; Nachhaltige Mobilität - Fokus Dienstreisemobilität &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transferlabor „Klimafreundliche Dienstreisen&amp;quot; umfasste ein integriertes Maßnahmenpaket zur systematischen Reduktion der Treibhausgasemissionen bei Dienstreisen an der OVGU. Die Maßnahme orientiert sich an der Maßnahme „Anreize für Bahnfahrten statt Flugreisen“ aus dem  [https://zenodo.org/records/14965982 KlimaPlan der OVGU] der zugehörigen [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplanreal_media/KlimaPl%C3%A4ne/Impact_Bewertung/OVGU+Impact_Bewertung-p-430.pdf Impact-Bewertung der OVGU] und dem [https://www.ovgu.de/Universit%C3%A4t/Organisation/Senat/Kommissionen/Senatskommission+Klima/Aktuelles/Beschluss+zur+Klimaneutralit%C3%A4t.html Senatsbeschluss zur angestrebten Treibhausgasneutralität bis 2035]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kernziele des Transformationsteams:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Entwicklung und Verabschiedung einer klimafreundlichen Dienstreiserichtlinie mit klaren Leitlinien für nachhaltige Mobilität&lt;br /&gt;
* Update der Reisekostenabrechnung Software WinTrip zur automatischen Erfassung von Treibhausgasemissionen bei Dienstreisen&lt;br /&gt;
* Entwicklung einer Travel Map, welche die Reisedauer zu relevanten Dienstreisezielen und CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen der Transportmittel anzeigt&lt;br /&gt;
* Impulse für einen Klimafonds an der OVGU zur Finanzierung von Kompensationsmaßnahmen und nachhaltigen Mobilitätsprojekten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für &#039;&#039;&#039;Evaluationszwecke&#039;&#039;&#039; können nach der Umsetzung hierbei die folgenden Wirkungscharakter (anhand der Indikatoren für den Klimaimpact an Hochschulen) genutzt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Reduktion der Treibhausgasemissionen durch klimafreundliche Verkehrsmittelwahl&lt;br /&gt;
* Erhöhung des Anteils nachhaltiger Dienstreisen (Bahn, ÖPNV, digitale Alternativen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung und Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ist-Zustand ===&lt;br /&gt;
Die Basis für klimafreundliche Dienstreisen an der OVGU bilden die [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplanreal_media/Downloads/OVGU+_+Status+Quo+Bericht-p-330.pdf Status Quo Analyse], der [https://zenodo.org/records/14965982 KlimaPlan] des Hochschulklimarats sowie der [https://www.ovgu.de/Beschluss+zur+Klimaneutralit%C3%A4t-p-140792.html Senatsbeschluss zur angestrebten Klimaneutralität].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgangslage an der OVGU:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Etabliertes digitales Programm zu Beantragung, Genehmigung und Abrechnung von Dienstreisen (WinTrip) &lt;br /&gt;
* Bestehende Reisekostenrichtlinie ohne explizite Nachhaltigkeitskriterien&lt;br /&gt;
* Keine systematische Erfassung der CO₂-Emissionen aus Dienstreisen&lt;br /&gt;
* Hoher Anteil von Flugreisen bei wissenschaftlichen Konferenzen und internationaler Kooperation (siehe [https://www.nachhaltigkeit.ovgu.de/iksk.html Klimaschutzkonzept der OVGU])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Akteursanalyse ===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde eine umfassende Akteur*innenanalyse durchgeführt und das Transformationsteam für die Umsetzung dieser Maßnahme interdisziplinär zusammengesetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verwaltung (Reisekostenstelle)&lt;br /&gt;
* Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen (verschiedene Fakultäten)&lt;br /&gt;
* Professor*innen (verschiedene Fakultäten)&lt;br /&gt;
* Leitung Nachhaltigkeitsbüro&lt;br /&gt;
* Mitarbeiter des Klimaschutzmanagements&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einschätzung zur Zusammensetzung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hohe Motivation und Expertise durch eigene Reisen oder Tätigkeit in dem Bereich&lt;br /&gt;
* Teilweise direkter Zugang zu Entscheidungsstrukturen&lt;br /&gt;
* Interdisziplinäre Perspektiven aus Verwaltung, Wissenschaft und Studierendenschaft&lt;br /&gt;
* Gute Vernetzung zu externen Partner*innen und anderen Hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umsetzungsschritte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;Erkundungsphase (1. Monat)&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
* Aufbau der Organisations- und Kommunikationsstrukturen im Transformationsteam&lt;br /&gt;
* Analyse der bestehenden Dienstreisepraxis und -richtlinien ([https://www.klimaplanreal.ovgu.de/Projektphasen/2_Transferlabore/OVGU+Magdeburg/Dienstreise+Best+Practice.html Best Practices Cluster])&lt;br /&gt;
* Auswertung aktueller CO₂-Emissionen der Dienstreisen an OVGU&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;Findungsphase (1.-2. Monat)&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
* Hochschulöffentliche Partizipationsveranstaltung unter Einbindung der Senatskommission Klima und Impulse anderen Hochschulen&lt;br /&gt;
* Definition konkreter Ziele und Maßnahmen&lt;br /&gt;
* Konzeptentwicklung für die vier Kernbereiche (Richtlinie, WinTrip-Update, Travel Map, Klimafonds) mit Zeit und Arbeitsplan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;Konkretisierungsphase (3.-9. Monat)&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
* Richtlinienentwicklung: Erarbeitung einer klimafreundlichen Dienstreiserichtlinie mit klaren Kriterien (z.B. Bahn-vor-Flug-Regel,     Kompensationspflicht, digitale Alternativen)&lt;br /&gt;
* WinTrip-Systemupdate: Spezifikation der technischen Anforderungen für CO₂-Tracking und Reporting-Funktionen, Angebotseinholung für die     Umsetzung des technisches Updates beim Dienstleister für die Software&lt;br /&gt;
* Travel Map Entwicklung: Festlegung der Inhalte der Travel Map, Erstellung einer Tabelle mit Reisezielen, Kilometerangaben und den     Treibhausgasemissionen für den Zug und das Flugzeug; Beauftragung einer Grafiker*in zur Erstellung der Map&lt;br /&gt;
* Klimafonds-Konzept: Entwicklung von Ausgestaltungsmöglichkeiten eines universitären Klimafonds&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;Umsetzungsphase&#039;&#039; (9.-10. Monat) ====&lt;br /&gt;
* Richtlinienentwicklung: Austausch zur entwickelten Richtlinie mit der Senatskommission Klima und dem Rektorat, Anpassung der Richtlinie – keine Verabschiedung durch Rektorat oder Senat  &lt;br /&gt;
* WinTrip-Systemupdate: Prüfung des Angebots des Dienstleisters unter Einbezug des Softwaregremiums (Personalrat, Datenschutz, etc.), Änderungen müssen vorgenommen werden&lt;br /&gt;
* Travel Map: Prüfung der Entwürfe, Feedbackschleifen für kleinere Anpassungen&lt;br /&gt;
* Klimafonds-Konzept: Ausgestaltungsideen wurden in den Maßnahmenkatalog des Klimaschutzkonzeptes integriert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;Abschluss- und Verstetigungsphase&#039;&#039; (ab 10. Monat) ====&lt;br /&gt;
* Richtlinienentwicklung: keine Verabschiedung durch Rektorat oder Senat&lt;br /&gt;
* WinTrip-Systemupdate: keine Beauftragung des Updates durch ungeklärte Datenschutzfragen und vakanter Stelle in der Reiskostenabteilung&lt;br /&gt;
* Travel Map: online über die Webseite verfügbar, Postkarten zur Sensibilisierung wurden gedruckt, Tür-zu-Tür-Gespräche sind geplant&lt;br /&gt;
* Klimafonds-Konzept: Ausgestaltungsideen sind im Maßnahmenkatalog des Klimaschutzkonzeptes enthalten, welches durch das Rektorat beschlossen wurde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übertragbarkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Konkrete Empfehlungen ====&lt;br /&gt;
Strategische Erfolgsfaktoren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Frühzeitige Einbindung der Hochschulleitung bspw. zum Auftakt für strategische Legitimation und Ressourcenbereitstellung&lt;br /&gt;
* Nutzung bestehender IT-Infrastruktur (z.B. vorhandene Reisekostensysteme) als Ausgangspunkt&lt;br /&gt;
* Partizipativer Ansatz mit Beteiligung aller Statusgruppen zur Erhöhung der Akzeptanz&lt;br /&gt;
* Benchmark mit anderen Hochschulen zur Identifikation von Best Practices und Vermeidung von Fehlern&lt;br /&gt;
* Change Management und Kommunikation als kontinuierlicher Prozess während der gesamten Umsetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Umsetzung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schrittweise Einführung der vier Komponenten je nach verfügbaren Ressourcen (Modularer Ansatz)&lt;br /&gt;
* Nutzung bestehender Systeme und deren Erweiterung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Organisatorische Aspekte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Klare Verantwortlichkeiten zwischen IT, Verwaltung, Nachhaltigkeits-/Klimaschutzmanagement     und Hochschulleitung definieren&lt;br /&gt;
* Kapazitäten für kontinuierliches Monitoring und Anpassung basierend auf Nutzerfeedback     und Wirkungsmessung einplanen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hinweise zur Kommunikation ====&lt;br /&gt;
Interne Kommunikation:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Transparent über Ziele, Maßnahmen und Fortschritte informieren&lt;br /&gt;
* Erfolge sichtbar machen (z.B. CO₂-Einsparungen, Kosteneffizienz)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Externe Kommunikation:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Austausch mit anderen Hochschulen über Netzwerke (z.B. DGHochN)&lt;br /&gt;
* Veröffentlichung von Erfahrungen und Lessons Learned bzw. Blaupause&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Herausforderungen und Lösungsansätze ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wissenschaftsfreiheit vs. Klimaschutz: Balance zwischen notwendiger internationaler Vernetzung und Klimazielen durch smarte     Anreizsysteme statt Verbote&lt;br /&gt;
* Kosten-Nutzen-Abwägung: Langfristige Kosteneinsparungen durch Effizienzgewinne und Imageverbesserung kommunizieren&lt;br /&gt;
* Technische Komplexität: Schrittweise Einführung und kontinuierliche Nutzerunterstützung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erfolgsmessung ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Quantitative Indikatoren: CO₂-Emissionen pro Dienstreise, Anteil     nachhaltiger Verkehrsmittel, Kosteneinsparungen&lt;br /&gt;
* Qualitative Indikatoren: Nutzerakzeptanz, Prozesseffizienz, Beitrag zur Klimaneutralitätsziel&lt;br /&gt;
* Monitoring-Zyklen festlegen und Ergebnisse kommunizieren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen der OVGU==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen des Transferlabors ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;: Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von zehn Monaten&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;: 10.000 € Projektmittel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen an der Hochschule ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Standort&#039;&#039;&#039;: Die OVGU hat einen Hauptcampus, einen Humanwissenschaftlichen Campus (Zschokkestraße), den Wissenschaftshafen (Joseph-von-Fraunhofer-Str.) und das Universitätsklinikum (Leipziger Straße).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039; (in Vollzeitäquivalente): rund 12.833 Studierende und über 2.672 Mitarbeitende, davon 195 Professor*innen, 1.528 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen, 949 Nichtwissenschaftliche Mitarbeitende (Stand vom 31.12.2023)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Unterstützung der Hochschulleitung zur Maßnahmenumsetzung =====&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Rektor und Kanzlerin wurden konsequent neben der Auswahl der Maßnahme vor Beginn des Transferlabors und während der stetigen Transferphase informiert und in Feedbackschleifen einbezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz =====&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es sowohl ein Nachhaltigkeitsbüro als auch eine Senatskommission die sich mit dem Themenbereich Klima beschäftigt. Darüber hhinaus sind die [https://www.nachhaltigkeit.ovgu.de/nachhaltigkeit_media/Governance/NHStrategie/Nachhaltigkeitsstrategie+2018.pdf Nachhaltigkeitsstrategie der OVGU]  sowie den [https://www.ovgu.de/Beschluss+zur+Klimaneutralit%C3%A4t-p-140792.html?rewrite_engine=fast Senatsbeschluss zur angestrebten Treibhausgasneutralität der OVGU] relevant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
[https://www.klimaplanreal.ovgu.de/ KlimaPlanReal – Homepage Universität Magdeburg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal im DGHochN Wiki]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betrieb]] [[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaneutralität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dienstreisen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause:_Klimafreundliche_Dienstreisen_an_Hochschulen&amp;diff=27980</id>
		<title>Blaupause: Klimafreundliche Dienstreisen an Hochschulen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause:_Klimafreundliche_Dienstreisen_an_Hochschulen&amp;diff=27980"/>
		<updated>2026-03-30T14:52:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Diese Blaupause beschreibt wie im Rahmen des Projektes [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) Maßnahmen zu klimafreundlichen geplant wurden und enthält Hinweise zur Umsetzung.{{Best Practice&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Mobilität&lt;br /&gt;
|keyw=Dienstreisen, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Otto-von-Guericke Universität&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maßnahmenbeschreibung==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld:&#039;&#039;&#039; Nachhaltige Mobilität - Fokus Dienstreisemobilität &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transferlabor „Klimafreundliche Dienstreisen&amp;quot; umfasste ein integriertes Maßnahmenpaket zur systematischen Reduktion der Treibhausgasemissionen bei Dienstreisen an der OVGU. Die Maßnahme orientiert sich an der Maßnahme „Anreize für Bahnfahrten statt Flugreisen“ aus dem  [https://zenodo.org/records/14965982 KlimaPlan der OVGU] der zugehörigen [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplanreal_media/KlimaPl%C3%A4ne/Impact_Bewertung/OVGU+Impact_Bewertung-p-430.pdf Impact-Bewertung der OVGU] und dem [https://www.ovgu.de/Universit%C3%A4t/Organisation/Senat/Kommissionen/Senatskommission+Klima/Aktuelles/Beschluss+zur+Klimaneutralit%C3%A4t.html Senatsbeschluss zur angestrebten Treibhausgasneutralität bis 2035]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kernziele des Transformationsteams:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Entwicklung und Verabschiedung einer klimafreundlichen Dienstreiserichtlinie mit klaren Leitlinien für nachhaltige Mobilität&lt;br /&gt;
* Update der Reisekostenabrechnung Software WinTrip zur automatischen Erfassung von Treibhausgasemissionen bei Dienstreisen&lt;br /&gt;
* Entwicklung einer Travel Map, welche die Reisedauer zu relevanten Dienstreisezielen und CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen der Transportmittel anzeigt&lt;br /&gt;
* Impulse für einen Klimafonds an der OVGU zur Finanzierung von Kompensationsmaßnahmen und nachhaltigen Mobilitätsprojekten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für &#039;&#039;&#039;Evaluationszwecke&#039;&#039;&#039; können nach der Umsetzung hierbei die folgenden Wirkungscharakter (anhand der Indikatoren für den Klimaimpact an Hochschulen) genutzt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Reduktion der Treibhausgasemissionen durch klimafreundliche Verkehrsmittelwahl&lt;br /&gt;
* Erhöhung des Anteils nachhaltiger Dienstreisen (Bahn, ÖPNV, digitale Alternativen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung und Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ist-Zustand ===&lt;br /&gt;
Die Basis für klimafreundliche Dienstreisen an der OVGU bilden die [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplanreal_media/Downloads/OVGU+_+Status+Quo+Bericht-p-330.pdf Status Quo Analyse], der [https://zenodo.org/records/14965982 KlimaPlan] des Hochschulklimarats sowie der [https://www.ovgu.de/Beschluss+zur+Klimaneutralit%C3%A4t-p-140792.html Senatsbeschluss zur angestrebten Klimaneutralität].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgangslage an der OVGU:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Etabliertes digitales Programm zu Beantragung, Genehmigung und Abrechnung von Dienstreisen (WinTrip) &lt;br /&gt;
* Bestehende Reisekostenrichtlinie ohne explizite Nachhaltigkeitskriterien&lt;br /&gt;
* Keine systematische Erfassung der CO₂-Emissionen aus Dienstreisen&lt;br /&gt;
* Hoher Anteil von Flugreisen bei wissenschaftlichen Konferenzen und internationaler Kooperation (siehe [https://www.nachhaltigkeit.ovgu.de/iksk.html Klimaschutzkonzept der OVGU])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Akteursanalyse ===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde eine umfassende Akteur*innenanalyse durchgeführt und das Transformationsteam für die Umsetzung dieser Maßnahme interdisziplinär zusammengesetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verwaltung (Reisekostenstelle)&lt;br /&gt;
* Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen (verschiedene Fakultäten)&lt;br /&gt;
* Professor*innen (verschiedene Fakultäten)&lt;br /&gt;
* Leitung Nachhaltigkeitsbüro&lt;br /&gt;
* Mitarbeiter des Klimaschutzmanagements&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einschätzung zur Zusammensetzung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hohe Motivation und Expertise durch eigene Reisen oder Tätigkeit in dem Bereich&lt;br /&gt;
* Teilweise direkter Zugang zu Entscheidungsstrukturen&lt;br /&gt;
* Interdisziplinäre Perspektiven aus Verwaltung, Wissenschaft und Studierendenschaft&lt;br /&gt;
* Gute Vernetzung zu externen Partner*innen und anderen Hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umsetzungsschritte ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Erkundungsphase (1. Monat)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Aufbau der Organisations- und Kommunikationsstrukturen im Transformationsteam&lt;br /&gt;
* Analyse der bestehenden Dienstreisepraxis und -richtlinien ([https://www.klimaplanreal.ovgu.de/Projektphasen/2_Transferlabore/OVGU+Magdeburg/Dienstreise+Best+Practice.html Best Practices Cluster])&lt;br /&gt;
* Auswertung aktueller CO₂-Emissionen der Dienstreisen an OVGU&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Findungsphase (1.-2. Monat)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hochschulöffentliche Partizipationsveranstaltung unter Einbindung der Senatskommission Klima und Impulse anderen Hochschulen&lt;br /&gt;
* Definition konkreter Ziele und Maßnahmen&lt;br /&gt;
* Konzeptentwicklung für die vier Kernbereiche (Richtlinie, WinTrip-Update, Travel Map, Klimafonds) mit Zeit und Arbeitsplan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Konkretisierungsphase (3.-9. Monat)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Richtlinienentwicklung: Erarbeitung einer klimafreundlichen Dienstreiserichtlinie mit klaren Kriterien (z.B. Bahn-vor-Flug-Regel,     Kompensationspflicht, digitale Alternativen)&lt;br /&gt;
* WinTrip-Systemupdate: Spezifikation der technischen Anforderungen für CO₂-Tracking und Reporting-Funktionen, Angebotseinholung für die     Umsetzung des technisches Updates beim Dienstleister für die Software&lt;br /&gt;
* Travel Map Entwicklung: Festlegung der Inhalte der Travel Map, Erstellung einer Tabelle mit Reisezielen, Kilometerangaben und den     Treibhausgasemissionen für den Zug und das Flugzeug; Beauftragung einer Grafiker*in zur Erstellung der Map&lt;br /&gt;
* Klimafonds-Konzept: Entwicklung von Ausgestaltungsmöglichkeiten eines universitären Klimafonds&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Umsetzungsphase&#039;&#039; (9.-10. Monat)&#039;&#039;:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Richtlinienentwicklung: Austausch zur entwickelten Richtlinie mit der Senatskommission Klima und dem Rektorat, Anpassung der Richtlinie – keine Verabschiedung durch Rektorat oder Senat  &lt;br /&gt;
* WinTrip-Systemupdate: Prüfung des Angebots des Dienstleisters unter Einbezug des Softwaregremiums (Personalrat, Datenschutz, etc.), Änderungen müssen vorgenommen werden&lt;br /&gt;
* Travel Map: Prüfung der Entwürfe, Feedbackschleifen für kleinere Anpassungen&lt;br /&gt;
* Klimafonds-Konzept: Ausgestaltungsideen wurden in den Maßnahmenkatalog des Klimaschutzkonzeptes integriert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Abschluss- und Verstetigungsphase&#039;&#039; (ab 10. Monat):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Richtlinienentwicklung: keine Verabschiedung durch Rektorat oder Senat&lt;br /&gt;
* WinTrip-Systemupdate: keine Beauftragung des Updates durch ungeklärte Datenschutzfragen und vakanter Stelle in der Reiskostenabteilung&lt;br /&gt;
* Travel Map: online über die Webseite verfügbar, Postkarten zur Sensibilisierung wurden gedruckt, Tür-zu-Tür-Gespräche sind geplant&lt;br /&gt;
* Klimafonds-Konzept: Ausgestaltungsideen sind im Maßnahmenkatalog des Klimaschutzkonzeptes enthalten, welches durch das Rektorat beschlossen wurde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übertragbarkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Konkrete Empfehlungen ====&lt;br /&gt;
Strategische Erfolgsfaktoren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Frühzeitige Einbindung der Hochschulleitung bspw. zum Auftakt für strategische Legitimation und Ressourcenbereitstellung&lt;br /&gt;
* Nutzung bestehender IT-Infrastruktur (z.B. vorhandene Reisekostensysteme) als Ausgangspunkt&lt;br /&gt;
* Partizipativer Ansatz mit Beteiligung aller Statusgruppen zur Erhöhung der Akzeptanz&lt;br /&gt;
* Benchmark mit anderen Hochschulen zur Identifikation von Best Practices und Vermeidung von Fehlern&lt;br /&gt;
* Change Management und Kommunikation als kontinuierlicher Prozess während der gesamten Umsetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Umsetzung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schrittweise Einführung der vier Komponenten je nach verfügbaren Ressourcen (Modularer Ansatz)&lt;br /&gt;
* Nutzung bestehender Systeme und deren Erweiterung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Organisatorische Aspekte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Klare Verantwortlichkeiten zwischen IT, Verwaltung, Nachhaltigkeits-/Klimaschutzmanagement     und Hochschulleitung definieren&lt;br /&gt;
* Kapazitäten für kontinuierliches Monitoring und Anpassung basierend auf Nutzerfeedback     und Wirkungsmessung einplanen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hinweise zur Kommunikation ====&lt;br /&gt;
Interne Kommunikation:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Transparent über Ziele, Maßnahmen und Fortschritte informieren&lt;br /&gt;
* Erfolge sichtbar machen (z.B. CO₂-Einsparungen, Kosteneffizienz)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Externe Kommunikation:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Austausch mit anderen Hochschulen über Netzwerke (z.B. DGHochN)&lt;br /&gt;
* Veröffentlichung von Erfahrungen und Lessons Learned bzw. Blaupause&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Herausforderungen und Lösungsansätze ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wissenschaftsfreiheit vs. Klimaschutz: Balance zwischen notwendiger internationaler Vernetzung und Klimazielen durch smarte     Anreizsysteme statt Verbote&lt;br /&gt;
* Kosten-Nutzen-Abwägung: Langfristige Kosteneinsparungen durch Effizienzgewinne und Imageverbesserung kommunizieren&lt;br /&gt;
* Technische Komplexität: Schrittweise Einführung und kontinuierliche Nutzerunterstützung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erfolgsmessung ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Quantitative Indikatoren: CO₂-Emissionen pro Dienstreise, Anteil     nachhaltiger Verkehrsmittel, Kosteneinsparungen&lt;br /&gt;
* Qualitative Indikatoren: Nutzerakzeptanz, Prozesseffizienz, Beitrag zur Klimaneutralitätsziel&lt;br /&gt;
* Monitoring-Zyklen festlegen und Ergebnisse kommunizieren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen der OVGU==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen des Transferlabors ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;: Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von zehn Monaten&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;: 10.000 € Projektmittel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen an der Hochschule ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Standort&#039;&#039;&#039;: Die OVGU hat einen Hauptcampus, einen Humanwissenschaftlichen Campus (Zschokkestraße), den Wissenschaftshafen (Joseph-von-Fraunhofer-Str.) und das Universitätsklinikum (Leipziger Straße).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039; (in Vollzeitäquivalente): rund 12.833 Studierende und über 2.672 Mitarbeitende, davon 195 Professor*innen, 1.528 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen, 949 Nichtwissenschaftliche Mitarbeitende (Stand vom 31.12.2023)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Unterstützung der Hochschulleitung zur Maßnahmenumsetzung =====&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Rektor und Kanzlerin wurden konsequent neben der Auswahl der Maßnahme vor Beginn des Transferlabors und während der stetigen Transferphase informiert und in Feedbackschleifen einbezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz =====&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es sowohl ein Nachhaltigkeitsbüro als auch eine Senatskommission die sich mit dem Themenbereich Klima beschäftigt. Darüber hhinaus sind die [https://www.nachhaltigkeit.ovgu.de/nachhaltigkeit_media/Governance/NHStrategie/Nachhaltigkeitsstrategie+2018.pdf Nachhaltigkeitsstrategie der OVGU]  sowie den [https://www.ovgu.de/Beschluss+zur+Klimaneutralit%C3%A4t-p-140792.html?rewrite_engine=fast Senatsbeschluss zur angestrebten Treibhausgasneutralität der OVGU] relevant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
[https://www.klimaplanreal.ovgu.de/ KlimaPlanReal – Homepage Universität Magdeburg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal im DGHochN Wiki]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betrieb]] [[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimaneutralität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dienstreisen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Status_quo_Analyse_klimarelevanter_Bereiche_einer_Hochschule&amp;diff=27979</id>
		<title>Status quo Analyse klimarelevanter Bereiche einer Hochschule</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Status_quo_Analyse_klimarelevanter_Bereiche_einer_Hochschule&amp;diff=27979"/>
		<updated>2026-03-30T13:24:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Best Practice&lt;br /&gt;
|beschr=Eine Status quo Analyse ist die systematische Erhebung und Bewertung des aktuellen Standes der klimarelevanten Bereiche einer Hochschule.&lt;br /&gt;
|hfeld=Governance&lt;br /&gt;
|thema=Klimaneutralität&lt;br /&gt;
|keyw=Klimaschutz, Akteur*innenanalyse, THG-Bilanz, Wirkindikatorenbetrachtung&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, ProfessorIn, Dozent(in), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Erläuterung Status Quo Analyse?==&lt;br /&gt;
Eine Status Quo Analyse, wie sie im Rahmen des Projekts [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] durchgeführt wurde, ist die systematische qualitative und quantitative Erhebung sowie Bewertung des aktuellen Stands aller klimarelevanten Bereiche einer Hochschule. Sie kann als fachliche und strategische Grundlage zur Entwicklung und Priorisierung wirksamer Klimaschutzmaßnahmen dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel ist es, Transparenz über die Ausgangssituation zu schaffen, Datenlücken zu identifizieren und konkrete Ansatzpunkte für die Transformation zur Klimaneutralität abzuleiten. Die im Projekt erstellten Status Quo Analysen der beteiligten Hochschulen sind auf der [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/Dokumentation/Status+Quo+Analyse.html Projektwebsite der Otto-von-Guericke-Universität] Magdeburg öffentlich zugänglich&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;KlimaplanReal (2023a). &#039;&#039;Status Quo Bericht OVGU&#039;&#039;. Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplanreal_media/Downloads/OVGU+_+Status+Quo+Bericht-p-330.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Anhalt (2023). &#039;&#039;Status Quo Bericht HSA&#039;&#039;. Hochschule Anhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.hs-anhalt.de/fileadmin/Dateien/Nachhaltigkeit/KlimPlanReal/2023-11-23_KlimaPlanReal_Status_Quo_Bericht_HSA_onlineversion.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;KlimaplanReal (2023b). &#039;&#039;Status Quo Bericht MLU&#039;&#039;. Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplanreal_media/Downloads/Status+Quo+Bericht+MLU.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Methodisches Vorgehen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Akteur*innenanalyse ===&lt;br /&gt;
Die Akteur*innenanalyse dient der systematischen Identifikation und Bewertung aller relevanten Akteur&#039;&#039;*&#039;&#039;innen im Kontext des Klimaschutzes an der Hochschule. Ziel ist es, sowohl interne als auch externe Personen, Gruppen und Institutionen zu erfassen, die Einfluss auf Klimaschutzaktivitäten haben oder von diesen betroffen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei wird zwischen &#039;&#039;&#039;formellen Akteur*innen&#039;&#039;&#039; (mit klarer Zuständigkeit durch die Tätigkeitsbeschreibung einer Stelle, z. B. in der Verwaltung) und &#039;&#039;&#039;informellen Akteur*innen&#039;&#039;&#039; (mit freiwilligem Engagement ohne formelle Zuständigkeit) unterschieden. Ergänzend können weitere Aspekte wie Interessen, Einflussmöglichkeiten, Ressourcen oder Rollen berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine frühzeitige Akteur*innenanalyse hilft, potenzielle Widerstände zu erkennen, Unterstützerinnen einzubinden und zielgerichtete Kommunikations- und Beteiligungsprozesse zu gestalten. Sie bildet zudem die Grundlage für die Erfassung bestehender Klimaschutzmaßnahmen sowie für die Datenerhebung im Rahmen der Treibhausgasbilanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Analyse empfiehlt es sich, &#039;&#039;&#039;zentrale Handlungsfelder&#039;&#039;&#039; zu betrachten, z. B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Regenerativer Campus&#039;&#039;&#039; (Energie, Wasser, Abfall, Biodiversität)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mobilität&#039;&#039;&#039; (Pendelmobilität, Dienstreisen)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Beschaffung&#039;&#039;&#039; und optional &#039;&#039;&#039;Ernährung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schritt 1: Identifikation der Akteur*innen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Recherche interner Akteur*innen und ihrer Arbeitsbereiche über Hochschulwebseiten und Dokumente (z. B. Hochschulleitung, Verwaltung, Fachbereiche, Studierendenvertretung, Nachhaltigkeitsstrukturen).&lt;br /&gt;
* Identifikation externer Akteur*innen (z. B. Kommunen, Energieversorger, Studierendenwerke, NGOs, Unternehmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schritt 2: Kategorisierung und Datenerhebung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Durchführung von Interviews oder Befragungen entlang der Handlungsfelder&lt;br /&gt;
* Potenzielle Leitfragen:&lt;br /&gt;
** Gibt es eine formelle Zuständigkeit (laut Arbeitsvertrag) der Person im betrachteten Handlungsfeld?&lt;br /&gt;
** Welche klimaschutzrelevanten Aktivitäten des Mitarbeitenden (formell), wurden und werden bereits umgesetzt (z.B. Beauftragung der Abfallentsorgung)?&lt;br /&gt;
** Hat der Akteur ein informelles Interesse (z.B. Biodiversität) aber keine formelle Zuständigkeit (legitimiert über die Tätigkeitsbrschreibung im Arbeitsvertrag)?&lt;br /&gt;
** Welche informellen Aktivitäten gab es bereits und gibt es aktuell (z.B. Müllsannelaktionen)?&lt;br /&gt;
* Ggf. weitere Aspekte wie Kooperationsbereitschaft, Ressourcen und potenziellen Rollen erheben/ erfragen (z. B. „&#039;&#039;Initiator*in“, „Entscheider*in&#039;&#039;“, „&#039;&#039;Umsetzer*in&#039;&#039;“)&lt;br /&gt;
* Tools: Hinweise und Vorlagen für Akteur*innenprofile&lt;br /&gt;
** Hinweise zur Akteurseinbindung des Umweltbundesamtes (UBA, 2022)&lt;br /&gt;
** Vorlage: Stakehoder Identification and Analysis (ACU, 2002)&lt;br /&gt;
** Vorlage: Climate Adaptation stakeholder map by Adaption Scotland (2022)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schritt 3: Dokumentation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Strukturierte Aufbereitung der Ergebnisse in Form einer Tabelle oder Matrix (z. B. nach Akteur*in, Zuständigkeit, Aktivitäten, Rolle)[[Datei:Akteursanalyse OVGU.jpg|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Qualitative Analyse: Klimaschutzmaßnahmen und Governance-Strukturen ===&lt;br /&gt;
Aufbauend auf der Akteur*innenanalyse werden die hochschulspezifischen Rahmenbedingungen, Strategien und Aktivitäten im Bereich Klimaschutz systematisch zusammengetragen, um einen strukturierten Überblick zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mögliche Leitfragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gibt es eine Nachhaltigkeits-/Klimaschutzstrategie oder vergleichbare Konzepte?&lt;br /&gt;
* Welche Nachhaltigkeits- und Klimaschutzziele verfolgt die Institution?&lt;br /&gt;
* Gibt es ein Nachhaltigkeits-, Klimaschutz- oder Energiemanagement?&lt;br /&gt;
* Welche Maßnahmen wurden bereits umgesetzt oder sind in Planung?&lt;br /&gt;
* Gibt es Maßnahmen die gescheitert sind? Wenn ja, welche und warum&lt;br /&gt;
* Welche (Forschungs-)Projekte existieren im Bereich Klimaschutz und wie wirken diese in die Hochschule hinein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine zusätzliche Orientierung bieten die im Projekt [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] entwickelten rund 50 Wirkindikatoren (&#039;&#039;&#039;[https://zenodo.org/records/14966175 Wirkinidkatorenliste]&#039;&#039;&#039;), die eine systematische Einordnung und Bewertung der Aktivitäten in den zentralen Handlungsfeldern Regenerativer Campus, Mobilität sowie Beschaffung und Ernährung ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quantitative Analyse: Erfassung der Treibhausgasemissionen (THG-Bilanz) ===&lt;br /&gt;
Die Erfassung der Treibhausgasemissionen (THG-Bilanz) ist die quantitative Erhebung der Emissionen nach anerkannten Standards (z. B. GHG Protocol oder BISCO) in den impactrelevanten Handlungsfeldern: Nachhaltige Mobilität (Geschäfts- und Pendelmobilität), Regenerativer Campus (Energie &amp;amp; Biodiversität), Nachhaltige Ernährung &amp;amp; Beschaffung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projekts &#039;&#039;KlimaPlanREal&#039;&#039; orientierte sich die THG-Bilanzierung am Standard des &#039;&#039;&#039;Greenhouse Gas Protocol&#039;&#039;&#039; (Greenhouse Gas Protocol, 2015). Für die Status-Quo-Analyse wurden &#039;&#039;&#039;Scope 1 bis Scope 3&#039;&#039;&#039; berücksichtigt, um sowohl direkte als auch indirekte Emissionen abzudecken. Die Berechnung erfolgte unter Verwendung einer Vorgängerversion des &#039;&#039;&#039;KliMAx-Tools&#039;&#039;&#039; der Hochschule Magdeburg-Stendal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schritt 1: Datenbeschaffung und -validierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Auswahl eines geeigneten Tools&#039;&#039;&#039; zur Treibhausgasbilanzierung (z. B.  [https://wiki.dg-hochn.de/images/7/76/Hub_THGBilanzierung_240418_KliMax.pdf KliMax-Tool], [https://www.bayzen.de/materialien/baycalc/ BayCalc]).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Frühzeitige Einbindung relevanter Akteur*innen&#039;&#039;&#039; zur Sicherstellung einer vollständigen Datenbasis, z. B. durch die Einrichtung einer Arbeitsgruppe aus Energie-/Gebäudemanagement, Nachhaltigkeitsverantwortlichen, Hochschul-IT, Fachabteilungen und ggf.     Studierendenvertretung.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Datenbeschaffung und Plausibilitätsprüfung&#039;&#039;&#039;, u. a. durch Abgleich mit Vorjahreswerten und externen Benchmarks (z. B. Vergleichswerte anderer Hochschulen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Lückenanalyse&#039;&#039;&#039;: Systematische Identifikation unvollständiger Daten; Nutzung von Schätzwerten (z. B. durchschnittliche Reisestatistiken) mit Kennzeichnung als „unsichere Daten“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schritt 2: Datenauswertung, Visualisierung und Ergebniskommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;THG-Bilanzierung nach Scope 1–3&#039;&#039;&#039;, zur Erfassung direkter und indirekter Emissionen (z. B. mittels KliMAx oder eigener Kalkulationsgrundlagen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Visualisierung der Ergebnisse&#039;&#039;&#039; in Diagrammen und Heatmaps (z. B. „CO₂-Fußabdruck nach Bereich“) zur intuitiven Darstellung.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kommunikation&#039;&#039;&#039;: Transparente Darstellung der Bilanzierungsergebnisse und frühzeitige Einbindung aller relevanten Gruppen zur Unterstützung von Entscheidungsprozessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere quantitative Wirkindikatoren ===&lt;br /&gt;
Nach der Analyse des qualitativen und quantitativen Ist-Zustands, unter anderem anhand der Treibhausgasbilanz, können weitere &#039;&#039;&#039;Wirkindikatoren&#039;&#039;&#039; wertvolle Einblicke in den Klimaschutz an der Hochschule liefern. Die im Projekt erarbeitete [https://zenodo.org/records/14966175 Liste der Wirkindikatoren]  ermöglicht eine &#039;&#039;&#039;objektive Bewertung des Status Quo&#039;&#039;&#039; (Künzel et al., 2023). Sie wurde in einem &#039;&#039;&#039;mehrstufigen Abstimmungsprozess der Verbundhochschulen&#039;&#039;&#039; gemeinsam erarbeitet und die Indikatoren anhand wissenschaftlicher Quellen definiert&amp;lt;ref&amp;gt;Künzel, C., Rühmland, S., Kastner, K., Zigann, J., Dullau, S., Pfitzner, B., Klinner, A., Bub, F., Döhle, F., &amp;amp; Hensen, H. (2023). &#039;&#039;Indikatoren für den Klimaimpact an Hochschulen&#039;&#039;. Zenodo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://doi.org/10.5281/zenodo.14966175&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Empfehlungen==&lt;br /&gt;
Auf Basis der Erfahrungen aus dem Projekt &#039;&#039;KlimaPlanReal&#039;&#039; lassen sich folgende Empfehlungen ableiten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Frühzeitige Einbindung relevanter Akteur*innen:&#039;&#039;&#039; Verwaltung, Wissenschaftler&#039;&#039;innen, Studierende und externe Partner&#039;&#039;innen sollten von Beginn an beteiligt werden, um die Datenbeschaffung also auch -qualität zu sichern und die Akzeptanz der Ergebnisse zu erhöhen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Klare Verantwortlichkeiten:&#039;&#039;&#039; Zuständigkeiten für Datenerhebung, -auswertung und -validierung sollten eindeutig festgelegt werden, um Missverständnisse zu vermeiden und die Umsetzung effizient zu gestalten.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Standardisierte Methoden und Tools:&#039;&#039;&#039; Die Nutzung etablierter Standards (z. B. GHG Protocol) gewährleistet Vergleichbarkeit und Nachvollziehbarkeit der Analyse.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kombination quantitativer und qualitativer Ansätze:&#039;&#039;&#039; Zahlenbasierte Daten sollten durch qualitative Beschreibungen ergänzt werden, um ein umfassendes Bild von Klimaschutz an der Hochschule zu erhalten.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Transparente Kommunikation:&#039;&#039;&#039; Offene Dokumentation und regelmäßige Updates fördern Vertrauen, Engagement und aktive Mitwirkung aller Beteiligten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Status Quo]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KlimaPlanReal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Status_quo_Analyse_klimarelevanter_Bereiche_einer_Hochschule&amp;diff=27978</id>
		<title>Status quo Analyse klimarelevanter Bereiche einer Hochschule</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Status_quo_Analyse_klimarelevanter_Bereiche_einer_Hochschule&amp;diff=27978"/>
		<updated>2026-03-30T13:18:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Best Practice&lt;br /&gt;
|beschr=Eine Status quo Analyse ist die systematische Erhebung und Bewertung des aktuellen Standes der klimarelevanten Bereiche einer Hochschule.&lt;br /&gt;
|hfeld=Governance&lt;br /&gt;
|thema=Klimaneutralität&lt;br /&gt;
|keyw=Klimaschutz, Akteur*innenanalyse, THG-Bilanz, Wirkindikatorenbetrachtung&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, ProfessorIn, Dozent(in), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Erläuterung Status Quo Analyse?==&lt;br /&gt;
Eine Status Quo Analyse, wie sie im Rahmen des Projekts [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] durchgeführt wurde, ist die systematische qualitative und quantitative Erhebung sowie Bewertung des aktuellen Stands aller klimarelevanten Bereiche einer Hochschule. Sie kann als fachliche und strategische Grundlage zur Entwicklung und Priorisierung wirksamer Klimaschutzmaßnahmen dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel ist es, Transparenz über die Ausgangssituation zu schaffen, Datenlücken zu identifizieren und konkrete Ansatzpunkte für die Transformation zur Klimaneutralität abzuleiten. Die im Projekt erstellten Status Quo Analysen der beteiligten Hochschulen sind auf der [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/Dokumentation/Status+Quo+Analyse.html Projektwebsite der Otto-von-Guericke-Universität] Magdeburg öffentlich zugänglich&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;KlimaplanReal (2023a). &#039;&#039;Status Quo Bericht OVGU&#039;&#039;. Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplanreal_media/Downloads/OVGU+_+Status+Quo+Bericht-p-330.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Anhalt (2023). &#039;&#039;Status Quo Bericht HSA&#039;&#039;. Hochschule Anhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.hs-anhalt.de/fileadmin/Dateien/Nachhaltigkeit/KlimPlanReal/2023-11-23_KlimaPlanReal_Status_Quo_Bericht_HSA_onlineversion.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;KlimaplanReal (2023b). &#039;&#039;Status Quo Bericht MLU&#039;&#039;. Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplanreal_media/Downloads/Status+Quo+Bericht+MLU.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Methodisches Vorgehen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Akteur*innenanalyse ===&lt;br /&gt;
Die Akteur*innenanalyse dient der systematischen Identifikation und Bewertung aller relevanten Akteur&#039;&#039;*&#039;&#039;innen im Kontext des Klimaschutzes an der Hochschule. Ziel ist es, sowohl interne als auch externe Personen, Gruppen und Institutionen zu erfassen, die Einfluss auf Klimaschutzaktivitäten haben oder von diesen betroffen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei wird zwischen &#039;&#039;&#039;formellen Akteur*innen&#039;&#039;&#039; (mit klarer Zuständigkeit durch die Tätigkeitsbeschreibung einer Stelle, z. B. in der Verwaltung) und &#039;&#039;&#039;informellen Akteur*innen&#039;&#039;&#039; (mit freiwilligem Engagement ohne formelle Zuständigkeit) unterschieden. Ergänzend können weitere Aspekte wie Interessen, Einflussmöglichkeiten, Ressourcen oder Rollen berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine frühzeitige Akteur*&#039;&#039;innenanalyse hilft, potenzielle Widerstände zu erkennen, Unterstützerinnen&#039;&#039; einzubinden und zielgerichtete Kommunikations- und Beteiligungsprozesse zu gestalten. Sie bildet zudem die Grundlage für die Erfassung bestehender Klimaschutzmaßnahmen sowie für die Datenerhebung im Rahmen der Treibhausgasbilanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Analyse empfiehlt es sich, &#039;&#039;&#039;zentrale Handlungsfelder&#039;&#039;&#039; zu betrachten, z. B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Regenerativer Campus&#039;&#039;&#039; (Energie, Wasser, Abfall, Biodiversität)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mobilität&#039;&#039;&#039; (Pendelmobilität, Dienstreisen)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Beschaffung&#039;&#039;&#039; und optional &#039;&#039;&#039;Ernährung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schritt 1: Identifikation der Akteur*innen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Recherche interner Akteur*innen und ihrer Arbeitsbereiche über Hochschulwebseiten und Dokumente (z. B. Hochschulleitung, Verwaltung, Fachbereiche, Studierendenvertretung, Nachhaltigkeitsstrukturen).&lt;br /&gt;
* Identifikation externer Akteur*innen (z. B. Kommunen, Energieversorger, Studierendenwerke, NGOs, Unternehmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schritt 2: Kategorisierung und Datenerhebung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Durchführung von Interviews oder Befragungen entlang der Handlungsfelder&lt;br /&gt;
* Potenzielle Leitfragen:&lt;br /&gt;
** Gibt es eine formelle Zuständigkeit (laut Arbeitsvertrag) der Person im betrachteten Handlungsfeld?&lt;br /&gt;
** Welche klimaschutzrelevanten Aktivitäten des Mitarbeitenden (formell), wurden und werden bereits umgesetzt (z.B. Beauftragung der Abfallentsorgung)?&lt;br /&gt;
** Hat der Akteur ein informelles Interesse (z.B. Biodiversität) aber keine formelle Zuständigkeit (legitimiert über die Tätigkeitsbrschreibung im Arbeitsvertrag)?&lt;br /&gt;
** Welche informellen Aktivitäten gab es bereits und gibt es aktuell (z.B. Müllsannelaktionen)?&lt;br /&gt;
* Ggf. weitere Aspekte wie Kooperationsbereitschaft, Ressourcen und potenziellen Rollen erheben/ erfragen (z. B. „&#039;&#039;Initiator*in“, „Entscheider*in&#039;&#039;“, „&#039;&#039;Umsetzer*in&#039;&#039;“)&lt;br /&gt;
* Tools: Hinweise und Vorlagen für Akteur*innenprofile&lt;br /&gt;
** Hinweise zur Akteurseinbindung des Umweltbundesamtes (UBA, 2022)&lt;br /&gt;
** Vorlage: Stakehoder Identification and Analysis (ACU, 2002)&lt;br /&gt;
** Vorlage: Climate Adaptation stakeholder map by Adaption Scotland (2022)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schritt 3: Dokumentation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Strukturierte Aufbereitung der Ergebnisse in Form einer Tabelle oder Matrix (z. B. nach Akteur*in, Zuständigkeit, Aktivitäten, Rolle)[[Datei:Akteursanalyse OVGU.jpg|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Qualitative Analyse: Klimaschutzmaßnahmen und Governance-Strukturen ===&lt;br /&gt;
Aufbauend auf der Akteur*innenanalyse werden die hochschulspezifischen Rahmenbedingungen, Strategien und Aktivitäten im Bereich Klimaschutz systematisch zusammengetragen, um einen strukturierten Überblick zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mögliche Leitfragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gibt es eine Nachhaltigkeits-/Klimaschutzstrategie oder vergleichbare Konzepte?&lt;br /&gt;
* Welche Nachhaltigkeits- und Klimaschutzziele verfolgt die Institution?&lt;br /&gt;
* Gibt es ein Nachhaltigkeits-, Klimaschutz- oder Energiemanagement?&lt;br /&gt;
* Welche Maßnahmen wurden bereits umgesetzt oder sind in Planung?&lt;br /&gt;
* Gibt es Maßnahmen die gescheitert sind? Wenn ja, welche und warum&lt;br /&gt;
* Welche (Forschungs-)Projekte existieren im Bereich Klimaschutz und wie wirken diese in die Hochschule hinein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine zusätzliche Orientierung bieten die im Projekt &#039;&#039;KlimaPlanReal&#039;&#039; entwickelten rund 50 Wirkindikatoren (&#039;&#039;&#039;Wirkinidkatorenliste&#039;&#039;&#039;), die eine systematische Einordnung und Bewertung der Aktivitäten in den zentralen Handlungsfeldern Regenerativer Campus, Mobilität sowie Beschaffung und Ernährung ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quantitative Analyse: Erfassung der Treibhausgasemissionen (THG-Bilanz) ===&lt;br /&gt;
Die Erfassung der Treibhausgasemissionen (THG-Bilanz) ist die quantitative Erhebung der Emissionen nach anerkannten Standards (z. B. GHG Protocol oder BISCO) in den impactrelevanten Handlungsfeldern: Nachhaltige Mobilität (Geschäfts- und Pendelmobilität), Regenerativer Campus (Energie &amp;amp; Biodiversität), Nachhaltige Ernährung &amp;amp; Beschaffung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projekts &#039;&#039;KlimaPlanREal&#039;&#039; orientierte sich die THG-Bilanzierung am Standard des &#039;&#039;&#039;Greenhouse Gas Protocol&#039;&#039;&#039; (Greenhouse Gas Protocol, 2015). Für die Status-Quo-Analyse wurden &#039;&#039;&#039;Scope 1 bis Scope 3&#039;&#039;&#039; berücksichtigt, um sowohl direkte als auch indirekte Emissionen abzudecken. Die Berechnung erfolgte unter Verwendung einer Vorgängerversion des &#039;&#039;&#039;KliMAx-Tools&#039;&#039;&#039; der Hochschule Magdeburg-Stendal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schritt 1: Datenbeschaffung und -validierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Auswahl     eines geeigneten Tools&#039;&#039;&#039;     zur Treibhausgasbilanzierung (z. B.  [https://wiki.dg-hochn.de/images/7/76/Hub_THGBilanzierung_240418_KliMax.pdf KliMax-Tool], [https://www.bayzen.de/materialien/baycalc/ BayCalc]).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Frühzeitige     Einbindung relevanter Akteur*innen&#039;&#039;&#039; zur Sicherstellung einer vollständigen Datenbasis, z. B. durch     die Einrichtung einer Arbeitsgruppe aus Energie-/Gebäudemanagement,     Nachhaltigkeitsverantwortlichen, Hochschul-IT, Fachabteilungen und ggf.     Studierendenvertretung.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Datenbeschaffung     und Plausibilitätsprüfung&#039;&#039;&#039;, u. a. durch Abgleich mit Vorjahreswerten und externen     Benchmarks (z. B. Vergleichswerte anderer Hochschulen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Lückenanalyse&#039;&#039;&#039;: Systematische Identifikation     unvollständiger Daten; Nutzung von Schätzwerten (z. B. durchschnittliche     Reisestatistiken) mit Kennzeichnung als „unsichere Daten“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schritt 2: Datenauswertung, Visualisierung und Ergebniskommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;THG-Bilanzierung     nach Scope 1–3&#039;&#039;&#039;, zur     Erfassung direkter und indirekter Emissionen (z. B. mittels KliMAx oder     eigener Kalkulationsgrundlagen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Visualisierung     der Ergebnisse&#039;&#039;&#039; in     Diagrammen und Heatmaps (z. B. „CO₂-Fußabdruck nach Bereich“) zur     intuitiven Darstellung.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kommunikation&#039;&#039;&#039;: Transparente Darstellung der     Bilanzierungsergebnisse und frühzeitige Einbindung aller relevanten     Gruppen zur Unterstützung von Entscheidungsprozessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere quantitative Wirkindikatoren ===&lt;br /&gt;
Nach der Analyse des qualitativen und quantitativen Ist-Zustands, unter anderem anhand der Treibhausgasbilanz, können weitere &#039;&#039;&#039;Wirkindikatoren&#039;&#039;&#039; wertvolle Einblicke in den Klimaschutz an der Hochschule liefern. Die im Projekt erarbeitete [https://zenodo.org/records/14966175 Liste der Wirkindikatoren]  ermöglicht eine &#039;&#039;&#039;objektive Bewertung des Status Quo&#039;&#039;&#039; (Künzel et al., 2023). Sie wurde in einem &#039;&#039;&#039;mehrstufigen Abstimmungsprozess der Verbundhochschulen&#039;&#039;&#039; gemeinsam erarbeitet und die Indikatoren anhand wissenschaftlicher Quellen definiert&amp;lt;ref&amp;gt;Künzel, C., Rühmland, S., Kastner, K., Zigann, J., Dullau, S., Pfitzner, B., Klinner, A., Bub, F., Döhle, F., &amp;amp; Hensen, H. (2023). &#039;&#039;Indikatoren für den Klimaimpact an Hochschulen&#039;&#039;. Zenodo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://doi.org/10.5281/zenodo.14966175&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Empfehlungen==&lt;br /&gt;
Auf Basis der Erfahrungen aus dem Projekt &#039;&#039;KlimaPlanReal&#039;&#039; lassen sich folgende Empfehlungen ableiten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Frühzeitige Einbindung relevanter Akteur*innen:&#039;&#039;&#039; Verwaltung, Wissenschaftler&#039;&#039;innen, Studierende und externe Partner&#039;&#039;innen sollten von Beginn an beteiligt werden, um die Datenbeschaffung also auch -qualität zu sichern und die Akzeptanz der Ergebnisse zu erhöhen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Klare Verantwortlichkeiten:&#039;&#039;&#039; Zuständigkeiten für Datenerhebung, -auswertung und -validierung sollten eindeutig festgelegt werden, um Missverständnisse zu vermeiden und die Umsetzung effizient zu gestalten.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Standardisierte Methoden und Tools:&#039;&#039;&#039; Die Nutzung etablierter Standards (z. B. GHG Protocol) gewährleistet Vergleichbarkeit und Nachvollziehbarkeit der Analyse.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kombination quantitativer und qualitativer Ansätze:&#039;&#039;&#039; Zahlenbasierte Daten sollten durch qualitative Beschreibungen ergänzt werden, um ein umfassendes Bild von Klimaschutz an der Hochschule zu erhalten.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Transparente Kommunikation:&#039;&#039;&#039; Offene Dokumentation und regelmäßige Updates fördern Vertrauen, Engagement und aktive Mitwirkung aller Beteiligten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Datei:Akteursanalyse_OVGU.jpg&amp;diff=27977</id>
		<title>Datei:Akteursanalyse OVGU.jpg</title>
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		<updated>2026-03-30T13:13:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Akteursübersicht_Klimaschutz_OVGU&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Status_quo_Analyse_klimarelevanter_Bereiche_einer_Hochschule&amp;diff=27976</id>
		<title>Status quo Analyse klimarelevanter Bereiche einer Hochschule</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Status_quo_Analyse_klimarelevanter_Bereiche_einer_Hochschule&amp;diff=27976"/>
		<updated>2026-03-30T13:06:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: /* Qualitative Analyse: bisherige Klimaschutzmaßnahmen und Governance-Strukturen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Best Practice&lt;br /&gt;
|beschr=Eine Status quo Analyse ist die systematische Erhebung und Bewertung des aktuellen Standes der klimarelevanten Bereiche einer Hochschule.&lt;br /&gt;
|hfeld=Governance&lt;br /&gt;
|thema=Klimaneutralität&lt;br /&gt;
|keyw=Klimaschutz, Akteur*innenanalyse, THG-Bilanz, Wirkindikatorenbetrachtung&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, ProfessorIn, Dozent(in), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Erläuterung Status Quo Analyse?==&lt;br /&gt;
Eine Status Quo Analyse, wie sie im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal durchgeführt wurde, ist die systematische qualitative und quantitative Erhebung sowie Bewertung des aktuellen Stands aller klimarelevanten Bereiche einer Hochschule. Sie kann als fachliche und strategische Grundlage zur Entwicklung und Priorisierung wirksamer Klimaschutzmaßnahmen dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel ist es, Transparenz über die Ausgangssituation zu schaffen, Datenlücken zu identifizieren und konkrete Ansatzpunkte für die Transformation zur Klimaneutralität abzuleiten. Die im Projekt erstellten Status Quo Analysen der beteiligten Hochschulen sind auf der [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/Dokumentation/Status+Quo+Analyse.html Projektwebsite der Otto-von-Guericke-Universität] Magdeburg öffentlich zugänglich&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;KlimaplanReal (2023a). &#039;&#039;Status Quo Bericht OVGU&#039;&#039;. Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplanreal_media/Downloads/OVGU+_+Status+Quo+Bericht-p-330.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Anhalt (2023). &#039;&#039;Status Quo Bericht HSA&#039;&#039;. Hochschule Anhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.hs-anhalt.de/fileadmin/Dateien/Nachhaltigkeit/KlimPlanReal/2023-11-23_KlimaPlanReal_Status_Quo_Bericht_HSA_onlineversion.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;KlimaplanReal (2023b). &#039;&#039;Status Quo Bericht MLU&#039;&#039;. Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplanreal_media/Downloads/Status+Quo+Bericht+MLU.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Methodisches Vorgehen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Akteur*innenanalyse ===&lt;br /&gt;
Die Akteur*&#039;&#039;innenanalyse dient der systematischen Identifikation und Bewertung aller relevanten Akteur*&#039;&#039;innen im Kontext des Klimaschutzes an der Hochschule. Ziel ist es, sowohl interne als auch externe Personen, Gruppen und Institutionen zu erfassen, die Einfluss auf Klimaschutzaktivitäten haben oder von diesen betroffen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei wird zwischen &#039;&#039;&#039;formellen Akteur*innen&#039;&#039;&#039; (mit klarer Zuständigkeit durch die Tätigkeitsbeschreibung einer Stelle, z. B. in der Verwaltung) und &#039;&#039;&#039;informellen Akteur*innen&#039;&#039;&#039; (mit freiwilligem Engagement ohne formelle Zuständigkeit) unterschieden. Ergänzend können weitere Aspekte wie Interessen, Einflussmöglichkeiten, Ressourcen oder Rollen berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine frühzeitige Akteur*&#039;&#039;innenanalyse hilft, potenzielle Widerstände zu erkennen, Unterstützer&#039;&#039;innen einzubinden und zielgerichtete Kommunikations- und Beteiligungsprozesse zu gestalten. Sie bildet zudem die Grundlage für die Erfassung bestehender Klimaschutzmaßnahmen sowie für die Datenerhebung im Rahmen der Treibhausgasbilanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Analyse empfiehlt es sich, &#039;&#039;&#039;zentrale Handlungsfelder&#039;&#039;&#039; zu betrachten, z. B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Regenerativer Campus&#039;&#039;&#039; (Energie, Wasser, Abfall, Biodiversität)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mobilität&#039;&#039;&#039; (Pendelmobilität, Dienstreisen)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Beschaffung&#039;&#039;&#039; und optional &#039;&#039;&#039;Ernährung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schritt 1: Identifikation der Akteur*innen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Recherche     interner Akteur*innen über Hochschulwebseiten und Dokumente (z. B.     Hochschulleitung, Verwaltung, Fachbereiche, Studierendenvertretung,     Nachhaltigkeitsstrukturen).&lt;br /&gt;
* Identifikation     externer Akteur*innen (z. B. Kommunen, Energieversorger,     Studierendenwerke, NGOs, Unternehmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schritt 2: Kategorisierung und Datenerhebung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Durchführung von Interviews oder Befragungen entlang der Handlungsfelder&lt;br /&gt;
* Potenzielle Leitfragen:&lt;br /&gt;
** Gibt es eine formelle Zuständigkeit der Person im betrachteten Handlungsfeld?&lt;br /&gt;
** Welche klimaschutzrelevanten Aktivitäten, entsprechend der Tätigkeitsbeschreibung des Mitarbeitenden (formell), wurden und werden bereits umgesetzt (z.B. Beauftragung der Abfallentsorgung)?&lt;br /&gt;
** Hat der Akteur ein informelles Interesse (z.B. Biodiversität) aber keine formelle Zuständigkeit?&lt;br /&gt;
** Welche informellen Aktivitäten, also ohne formelle Legitimation gab es bereits und gibt es aktuell (z.B. Bau von Vogelhäusern)?&lt;br /&gt;
* Ggf. weitere Aspekte wie Kooperationsbereitschaft, Ressourcen und potenziellen Rollen erheben/ erfragen (z. B. „&#039;&#039;Initiator*in“, „Entscheider*in&#039;&#039;“, „Umsetzer&#039;&#039;*in&#039;&#039;“;&lt;br /&gt;
* Tools: Hinweise und Vorlagen für Akteur*innenprofile&lt;br /&gt;
** Hinweise zur Akteurseinbindung des Umweltbundesamtes (UBA, 2022)&lt;br /&gt;
** Vorlage: Stakehoder Identification and Analysis (ACU, 2002)&lt;br /&gt;
** Vorlage: Climate Adaptation stakeholder map by Adaption Scotland (2022)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schritt 3: Dokumentation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Strukturierte Aufbereitung der Ergebnisse in Form einer Tabelle oder Matrix (z. B. nach Akteur*in, Zuständigkeit, Aktivitäten, Rolle).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Qualitative Analyse: Klimaschutzmaßnahmen und Governance-Strukturen ===&lt;br /&gt;
Aufbauend auf der Akteur*innenanalyse werden die hochschulspezifischen Rahmenbedingungen, Strategien und Aktivitäten im Bereich Klimaschutz systematisch zusammengetragen, um einen strukturierten Überblick zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mögliche Leitfragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gibt es eine Nachhaltigkeits-/Klimaschutzstrategie oder vergleichbare Konzepte?&lt;br /&gt;
* Welche Nachhaltigkeits- und Klimaschutzziele verfolgt die Institution?&lt;br /&gt;
* Gibt es ein Nachhaltigkeits-, Klimaschutz- oder Energiemanagement?&lt;br /&gt;
* Welche Maßnahmen wurden bereits umgesetzt oder sind in Planung?&lt;br /&gt;
* Gibt es Maßnahmen die gescheitert sind? Wenn ja, welche und warum&lt;br /&gt;
* Welche (Forschungs-)Projekte existieren im Bereich Klimaschutz und wie wirken diese in die Hochschule hinein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine zusätzliche Orientierung bieten die im Projekt &#039;&#039;KlimaPlanReal&#039;&#039; entwickelten rund 50 Wirkindikatoren (&#039;&#039;&#039;Wirkinidkatorenliste&#039;&#039;&#039;), die eine systematische Einordnung und Bewertung der Aktivitäten in den zentralen Handlungsfeldern Regenerativer Campus, Mobilität sowie Beschaffung und Ernährung ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quantitative Analyse: Erfassung der Treibhausgasemissionen (THG-Bilanz) ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorgehensweise im Projekt KlimaPlanReal&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erfassung der Treibhausgasemissionen (THG-Bilanz) ist die quantitative Erhebung der Emissionen nach anerkannten Standards (z. B. GHG Protocol oder BISCO) in den impactrelevanten Handlungsfeldern: Nachhaltige Mobilität (Geschäfts- und Pendelmobilität), Regenerativer Campus (Energie &amp;amp; Biodiversität), Nachhaltige Ernährung &amp;amp; Beschaffung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projekts &#039;&#039;KlimaPlanREal&#039;&#039; orientierte sich die THG-Bilanzierung am Standard des &#039;&#039;&#039;Greenhouse Gas Protocol&#039;&#039;&#039; (Greenhouse Gas Protocol, 2015). Für die Status-Quo-Analyse wurden &#039;&#039;&#039;Scope 1 bis Scope 3&#039;&#039;&#039; berücksichtigt, um sowohl direkte als auch indirekte Emissionen abzudecken. Die Berechnung erfolgte unter Verwendung einer Vorgängerversion des &#039;&#039;&#039;KliMAx-Tools&#039;&#039;&#039; der Hochschule Magdeburg-Stendal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schritt 1: Datenbeschaffung und -validierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Auswahl     eines geeigneten Tools&#039;&#039;&#039;     zur Treibhausgasbilanzierung (z. B.  [https://wiki.dg-hochn.de/images/7/76/Hub_THGBilanzierung_240418_KliMax.pdf KliMax-Tool], [https://www.bayzen.de/materialien/baycalc/ BayCalc]).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Frühzeitige     Einbindung relevanter Akteur*innen&#039;&#039;&#039; zur Sicherstellung einer vollständigen Datenbasis, z. B. durch     die Einrichtung einer Arbeitsgruppe aus Energie-/Gebäudemanagement,     Nachhaltigkeitsverantwortlichen, Hochschul-IT, Fachabteilungen und ggf.     Studierendenvertretung.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Datenbeschaffung     und Plausibilitätsprüfung&#039;&#039;&#039;, u. a. durch Abgleich mit Vorjahreswerten und externen     Benchmarks (z. B. Vergleichswerte anderer Hochschulen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Lückenanalyse&#039;&#039;&#039;: Systematische Identifikation     unvollständiger Daten; Nutzung von Schätzwerten (z. B. durchschnittliche     Reisestatistiken) mit Kennzeichnung als „unsichere Daten“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schritt 2: Datenauswertung, Visualisierung und Ergebniskommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;THG-Bilanzierung     nach Scope 1–3&#039;&#039;&#039;, zur     Erfassung direkter und indirekter Emissionen (z. B. mittels KliMAx oder     eigener Kalkulationsgrundlagen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Visualisierung     der Ergebnisse&#039;&#039;&#039; in     Diagrammen und Heatmaps (z. B. „CO₂-Fußabdruck nach Bereich“) zur     intuitiven Darstellung.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kommunikation&#039;&#039;&#039;: Transparente Darstellung der     Bilanzierungsergebnisse und frühzeitige Einbindung aller relevanten     Gruppen zur Unterstützung von Entscheidungsprozessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere quantitative Wirkindikatoren ===&lt;br /&gt;
Nach der Analyse des qualitativen und quantitativen Ist-Zustands, unter anderem anhand der Treibhausgasbilanz, können weitere &#039;&#039;&#039;Wirkindikatoren&#039;&#039;&#039; wertvolle Einblicke in den Klimaschutz an der Hochschule liefern. Die im Projekt erarbeitete [https://zenodo.org/records/14966175 Liste der Wirkindikatoren]  ermöglicht eine &#039;&#039;&#039;objektive Bewertung des Status Quo&#039;&#039;&#039; (Künzel et al., 2023). Sie wurde in einem &#039;&#039;&#039;mehrstufigen Abstimmungsprozess der Verbundhochschulen&#039;&#039;&#039; gemeinsam erarbeitet und die Indikatoren anhand wissenschaftlicher Quellen definiert&amp;lt;ref&amp;gt;Künzel, C., Rühmland, S., Kastner, K., Zigann, J., Dullau, S., Pfitzner, B., Klinner, A., Bub, F., Döhle, F., &amp;amp; Hensen, H. (2023). &#039;&#039;Indikatoren für den Klimaimpact an Hochschulen&#039;&#039;. Zenodo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://doi.org/10.5281/zenodo.14966175&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Empfehlungen==&lt;br /&gt;
Auf Basis der Erfahrungen aus dem Projekt &#039;&#039;KlimaPlanReal&#039;&#039; lassen sich folgende Empfehlungen ableiten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Frühzeitige Einbindung relevanter Akteur*innen:&#039;&#039;&#039; Verwaltung, Wissenschaftler&#039;&#039;innen, Studierende und externe Partner&#039;&#039;innen sollten von Beginn an beteiligt werden, um die Datenbeschaffung also auch -qualität zu sichern und die Akzeptanz der Ergebnisse zu erhöhen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Klare Verantwortlichkeiten:&#039;&#039;&#039; Zuständigkeiten für Datenerhebung, -auswertung und -validierung sollten eindeutig festgelegt werden, um Missverständnisse zu vermeiden und die Umsetzung effizient zu gestalten.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Standardisierte Methoden und Tools:&#039;&#039;&#039; Die Nutzung etablierter Standards (z. B. GHG Protocol) gewährleistet Vergleichbarkeit und Nachvollziehbarkeit der Analyse.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kombination quantitativer und qualitativer Ansätze:&#039;&#039;&#039; Zahlenbasierte Daten sollten durch qualitative Beschreibungen ergänzt werden, um ein umfassendes Bild von Klimaschutz an der Hochschule zu erhalten.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Transparente Kommunikation:&#039;&#039;&#039; Offene Dokumentation und regelmäßige Updates fördern Vertrauen, Engagement und aktive Mitwirkung aller Beteiligten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Status_quo_Analyse_klimarelevanter_Bereiche_einer_Hochschule&amp;diff=27975</id>
		<title>Status quo Analyse klimarelevanter Bereiche einer Hochschule</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Status_quo_Analyse_klimarelevanter_Bereiche_einer_Hochschule&amp;diff=27975"/>
		<updated>2026-03-30T13:05:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Best Practice&lt;br /&gt;
|beschr=Eine Status quo Analyse ist die systematische Erhebung und Bewertung des aktuellen Standes der klimarelevanten Bereiche einer Hochschule.&lt;br /&gt;
|hfeld=Governance&lt;br /&gt;
|thema=Klimaneutralität&lt;br /&gt;
|keyw=Klimaschutz, Akteur*innenanalyse, THG-Bilanz, Wirkindikatorenbetrachtung&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, ProfessorIn, Dozent(in), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Erläuterung Status Quo Analyse?==&lt;br /&gt;
Eine Status Quo Analyse, wie sie im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal durchgeführt wurde, ist die systematische qualitative und quantitative Erhebung sowie Bewertung des aktuellen Stands aller klimarelevanten Bereiche einer Hochschule. Sie kann als fachliche und strategische Grundlage zur Entwicklung und Priorisierung wirksamer Klimaschutzmaßnahmen dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel ist es, Transparenz über die Ausgangssituation zu schaffen, Datenlücken zu identifizieren und konkrete Ansatzpunkte für die Transformation zur Klimaneutralität abzuleiten. Die im Projekt erstellten Status Quo Analysen der beteiligten Hochschulen sind auf der [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/Dokumentation/Status+Quo+Analyse.html Projektwebsite der Otto-von-Guericke-Universität] Magdeburg öffentlich zugänglich&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;KlimaplanReal (2023a). &#039;&#039;Status Quo Bericht OVGU&#039;&#039;. Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplanreal_media/Downloads/OVGU+_+Status+Quo+Bericht-p-330.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Anhalt (2023). &#039;&#039;Status Quo Bericht HSA&#039;&#039;. Hochschule Anhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.hs-anhalt.de/fileadmin/Dateien/Nachhaltigkeit/KlimPlanReal/2023-11-23_KlimaPlanReal_Status_Quo_Bericht_HSA_onlineversion.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;KlimaplanReal (2023b). &#039;&#039;Status Quo Bericht MLU&#039;&#039;. Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplanreal_media/Downloads/Status+Quo+Bericht+MLU.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Methodisches Vorgehen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Akteur*innenanalyse ===&lt;br /&gt;
Die Akteur*&#039;&#039;innenanalyse dient der systematischen Identifikation und Bewertung aller relevanten Akteur*&#039;&#039;innen im Kontext des Klimaschutzes an der Hochschule. Ziel ist es, sowohl interne als auch externe Personen, Gruppen und Institutionen zu erfassen, die Einfluss auf Klimaschutzaktivitäten haben oder von diesen betroffen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei wird zwischen &#039;&#039;&#039;formellen Akteur*innen&#039;&#039;&#039; (mit klarer Zuständigkeit durch die Tätigkeitsbeschreibung einer Stelle, z. B. in der Verwaltung) und &#039;&#039;&#039;informellen Akteur*innen&#039;&#039;&#039; (mit freiwilligem Engagement ohne formelle Zuständigkeit) unterschieden. Ergänzend können weitere Aspekte wie Interessen, Einflussmöglichkeiten, Ressourcen oder Rollen berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine frühzeitige Akteur*&#039;&#039;innenanalyse hilft, potenzielle Widerstände zu erkennen, Unterstützer&#039;&#039;innen einzubinden und zielgerichtete Kommunikations- und Beteiligungsprozesse zu gestalten. Sie bildet zudem die Grundlage für die Erfassung bestehender Klimaschutzmaßnahmen sowie für die Datenerhebung im Rahmen der Treibhausgasbilanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Analyse empfiehlt es sich, &#039;&#039;&#039;zentrale Handlungsfelder&#039;&#039;&#039; zu betrachten, z. B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Regenerativer Campus&#039;&#039;&#039; (Energie, Wasser, Abfall, Biodiversität)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mobilität&#039;&#039;&#039; (Pendelmobilität, Dienstreisen)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Beschaffung&#039;&#039;&#039; und optional &#039;&#039;&#039;Ernährung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schritt 1: Identifikation der Akteur*innen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Recherche     interner Akteur*innen über Hochschulwebseiten und Dokumente (z. B.     Hochschulleitung, Verwaltung, Fachbereiche, Studierendenvertretung,     Nachhaltigkeitsstrukturen).&lt;br /&gt;
* Identifikation     externer Akteur*innen (z. B. Kommunen, Energieversorger,     Studierendenwerke, NGOs, Unternehmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schritt 2: Kategorisierung und Datenerhebung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Durchführung von Interviews oder Befragungen entlang der Handlungsfelder&lt;br /&gt;
* Potenzielle Leitfragen:&lt;br /&gt;
** Gibt es eine formelle Zuständigkeit der Person im betrachteten Handlungsfeld?&lt;br /&gt;
** Welche klimaschutzrelevanten Aktivitäten, entsprechend der Tätigkeitsbeschreibung des Mitarbeitenden (formell), wurden und werden bereits umgesetzt (z.B. Beauftragung der Abfallentsorgung)?&lt;br /&gt;
** Hat der Akteur ein informelles Interesse (z.B. Biodiversität) aber keine formelle Zuständigkeit?&lt;br /&gt;
** Welche informellen Aktivitäten, also ohne formelle Legitimation gab es bereits und gibt es aktuell (z.B. Bau von Vogelhäusern)?&lt;br /&gt;
* Ggf. weitere Aspekte wie Kooperationsbereitschaft, Ressourcen und potenziellen Rollen erheben/ erfragen (z. B. „&#039;&#039;Initiator*in“, „Entscheider*in&#039;&#039;“, „Umsetzer&#039;&#039;*in&#039;&#039;“;&lt;br /&gt;
* Tools: Hinweise und Vorlagen für Akteur*innenprofile&lt;br /&gt;
** Hinweise zur Akteurseinbindung des Umweltbundesamtes (UBA, 2022)&lt;br /&gt;
** Vorlage: Stakehoder Identification and Analysis (ACU, 2002)&lt;br /&gt;
** Vorlage: Climate Adaptation stakeholder map by Adaption Scotland (2022)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schritt 3: Dokumentation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Strukturierte Aufbereitung der Ergebnisse in Form einer Tabelle oder Matrix (z. B. nach Akteur*in, Zuständigkeit, Aktivitäten, Rolle).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Qualitative Analyse: bisherige Klimaschutzmaßnahmen und Governance-Strukturen ===&lt;br /&gt;
Aufbauend auf der Akteur*innenanalyse werden die hochschulspezifischen Rahmenbedingungen, Strategien und Aktivitäten im Bereich Klimaschutz systematisch zusammengetragen, um einen strukturierten Überblick zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mögliche Leitfragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gibt es eine Nachhaltigkeits-/Klimaschutzstrategie oder vergleichbare Konzepte?&lt;br /&gt;
* Welche Nachhaltigkeits- und Klimaschutzziele verfolgt die Institution?&lt;br /&gt;
* Gibt es ein Nachhaltigkeits-, Klimaschutz- oder Energiemanagement?&lt;br /&gt;
* Welche Maßnahmen wurden bereits umgesetzt oder sind in Planung?&lt;br /&gt;
* Gibt es Maßnahmen die gescheitert sind? Wenn ja, welche und warum&lt;br /&gt;
* Welche (Forschungs-)Projekte existieren im Bereich Klimaschutz und wie wirken diese in die Hochschule hinein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine zusätzliche Orientierung bieten die im Projekt &#039;&#039;KlimaPlanReal&#039;&#039; entwickelten rund 50 Wirkindikatoren (&#039;&#039;&#039;Wirkinidkatorenliste&#039;&#039;&#039;), die eine systematische Einordnung und Bewertung der Aktivitäten in den zentralen Handlungsfeldern Regenerativer Campus, Mobilität sowie Beschaffung und Ernährung ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quantitative Analyse: Erfassung der Treibhausgasemissionen (THG-Bilanz) ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorgehensweise im Projekt KlimaPlanReal&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erfassung der Treibhausgasemissionen (THG-Bilanz) ist die quantitative Erhebung der Emissionen nach anerkannten Standards (z. B. GHG Protocol oder BISCO) in den impactrelevanten Handlungsfeldern: Nachhaltige Mobilität (Geschäfts- und Pendelmobilität), Regenerativer Campus (Energie &amp;amp; Biodiversität), Nachhaltige Ernährung &amp;amp; Beschaffung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projekts &#039;&#039;KlimaPlanREal&#039;&#039; orientierte sich die THG-Bilanzierung am Standard des &#039;&#039;&#039;Greenhouse Gas Protocol&#039;&#039;&#039; (Greenhouse Gas Protocol, 2015). Für die Status-Quo-Analyse wurden &#039;&#039;&#039;Scope 1 bis Scope 3&#039;&#039;&#039; berücksichtigt, um sowohl direkte als auch indirekte Emissionen abzudecken. Die Berechnung erfolgte unter Verwendung einer Vorgängerversion des &#039;&#039;&#039;KliMAx-Tools&#039;&#039;&#039; der Hochschule Magdeburg-Stendal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schritt 1: Datenbeschaffung und -validierung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Auswahl     eines geeigneten Tools&#039;&#039;&#039;     zur Treibhausgasbilanzierung (z. B.  [https://wiki.dg-hochn.de/images/7/76/Hub_THGBilanzierung_240418_KliMax.pdf KliMax-Tool], [https://www.bayzen.de/materialien/baycalc/ BayCalc]).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Frühzeitige     Einbindung relevanter Akteur*innen&#039;&#039;&#039; zur Sicherstellung einer vollständigen Datenbasis, z. B. durch     die Einrichtung einer Arbeitsgruppe aus Energie-/Gebäudemanagement,     Nachhaltigkeitsverantwortlichen, Hochschul-IT, Fachabteilungen und ggf.     Studierendenvertretung.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Datenbeschaffung     und Plausibilitätsprüfung&#039;&#039;&#039;, u. a. durch Abgleich mit Vorjahreswerten und externen     Benchmarks (z. B. Vergleichswerte anderer Hochschulen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Lückenanalyse&#039;&#039;&#039;: Systematische Identifikation     unvollständiger Daten; Nutzung von Schätzwerten (z. B. durchschnittliche     Reisestatistiken) mit Kennzeichnung als „unsichere Daten“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schritt 2: Datenauswertung, Visualisierung und Ergebniskommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;THG-Bilanzierung     nach Scope 1–3&#039;&#039;&#039;, zur     Erfassung direkter und indirekter Emissionen (z. B. mittels KliMAx oder     eigener Kalkulationsgrundlagen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Visualisierung     der Ergebnisse&#039;&#039;&#039; in     Diagrammen und Heatmaps (z. B. „CO₂-Fußabdruck nach Bereich“) zur     intuitiven Darstellung.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kommunikation&#039;&#039;&#039;: Transparente Darstellung der     Bilanzierungsergebnisse und frühzeitige Einbindung aller relevanten     Gruppen zur Unterstützung von Entscheidungsprozessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere quantitative Wirkindikatoren ===&lt;br /&gt;
Nach der Analyse des qualitativen und quantitativen Ist-Zustands, unter anderem anhand der Treibhausgasbilanz, können weitere &#039;&#039;&#039;Wirkindikatoren&#039;&#039;&#039; wertvolle Einblicke in den Klimaschutz an der Hochschule liefern. Die im Projekt erarbeitete [https://zenodo.org/records/14966175 Liste der Wirkindikatoren]  ermöglicht eine &#039;&#039;&#039;objektive Bewertung des Status Quo&#039;&#039;&#039; (Künzel et al., 2023). Sie wurde in einem &#039;&#039;&#039;mehrstufigen Abstimmungsprozess der Verbundhochschulen&#039;&#039;&#039; gemeinsam erarbeitet und die Indikatoren anhand wissenschaftlicher Quellen definiert&amp;lt;ref&amp;gt;Künzel, C., Rühmland, S., Kastner, K., Zigann, J., Dullau, S., Pfitzner, B., Klinner, A., Bub, F., Döhle, F., &amp;amp; Hensen, H. (2023). &#039;&#039;Indikatoren für den Klimaimpact an Hochschulen&#039;&#039;. Zenodo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://doi.org/10.5281/zenodo.14966175&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Empfehlungen==&lt;br /&gt;
Auf Basis der Erfahrungen aus dem Projekt &#039;&#039;KlimaPlanReal&#039;&#039; lassen sich folgende Empfehlungen ableiten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Frühzeitige Einbindung relevanter Akteur*innen:&#039;&#039;&#039; Verwaltung, Wissenschaftler&#039;&#039;innen, Studierende und externe Partner&#039;&#039;innen sollten von Beginn an beteiligt werden, um die Datenbeschaffung also auch -qualität zu sichern und die Akzeptanz der Ergebnisse zu erhöhen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Klare Verantwortlichkeiten:&#039;&#039;&#039; Zuständigkeiten für Datenerhebung, -auswertung und -validierung sollten eindeutig festgelegt werden, um Missverständnisse zu vermeiden und die Umsetzung effizient zu gestalten.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Standardisierte Methoden und Tools:&#039;&#039;&#039; Die Nutzung etablierter Standards (z. B. GHG Protocol) gewährleistet Vergleichbarkeit und Nachvollziehbarkeit der Analyse.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kombination quantitativer und qualitativer Ansätze:&#039;&#039;&#039; Zahlenbasierte Daten sollten durch qualitative Beschreibungen ergänzt werden, um ein umfassendes Bild von Klimaschutz an der Hochschule zu erhalten.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Transparente Kommunikation:&#039;&#039;&#039; Offene Dokumentation und regelmäßige Updates fördern Vertrauen, Engagement und aktive Mitwirkung aller Beteiligten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Status_quo_Analyse_klimarelevanter_Bereiche_einer_Hochschule&amp;diff=27974</id>
		<title>Status quo Analyse klimarelevanter Bereiche einer Hochschule</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Status_quo_Analyse_klimarelevanter_Bereiche_einer_Hochschule&amp;diff=27974"/>
		<updated>2026-03-30T12:49:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Best Practice&lt;br /&gt;
|beschr=Eine Status quo Analyse im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal ist die systematische Erhebung und Bewertung des aktuellen Standes aller klimarelevanten Bereiche einer Hochschule.&lt;br /&gt;
|hfeld=Governance&lt;br /&gt;
|thema=Klimaneutralität&lt;br /&gt;
|keyw=Klimaschutz, Akteur*innenanalyse, THG-Bilanz, Wirkindikatorenbetrachtung&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, ProfessorIn, Dozent(in), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Erläuterung Status Quo Analyse?==&lt;br /&gt;
Eine Status Quo Analyse, wie sie im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal durchgeführt wurde, ist die systematische qualitative und quantitative Erhebung sowie Bewertung des aktuellen Stands aller klimarelevanten Bereiche einer Hochschule. Sie kann als fachliche und strategische Grundlage zur Entwicklung und Priorisierung wirksamer Klimaschutzmaßnahmen dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel ist es, Transparenz über die Ausgangssituation zu schaffen, Datenlücken zu identifizieren und konkrete Ansatzpunkte für die Transformation zur Klimaneutralität abzuleiten. Die im Projekt erstellten Status-quo-Analysen der beteiligten Hochschulen sind auf der Projektwebsite der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg öffentlich zugänglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(KlimaplanReal, 2023a).&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;KlimaplanReal (2023a). &#039;&#039;Status Quo Bericht OVGU&#039;&#039;. Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplanreal_media/Downloads/OVGU+_+Status+Quo+Bericht-p-330.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;(für HS vorzugsweise impactrelevante Wirkindikatoren nach Künzel et al., 2023&amp;lt;ref&amp;gt;Künzel, C., Rühmland, S., Kastner, K., Zigann, J., Dullau, S., Pfitzner, B., Klinner, A., Bub, F., Döhle, F., &amp;amp; Hensen, H. (2023). &#039;&#039;Indikatoren für den Klimaimpact an Hochschulen&#039;&#039;. Zenodo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://doi.org/10.5281/zenodo.14966175&amp;lt;/ref&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Methodisches Vorgehen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Akteur*innenanalyse ===&lt;br /&gt;
Die Akteur*&#039;&#039;innenanalyse dient der systematischen Identifikation und Bewertung aller relevanten Akteur*&#039;&#039;innen im Kontext des Klimaschutzes an der Hochschule. Ziel ist es, sowohl interne als auch externe Personen, Gruppen und Institutionen zu erfassen, die Einfluss auf Klimaschutzaktivitäten haben oder von diesen betroffen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei wird zwischen &#039;&#039;&#039;formellen Akteur*innen&#039;&#039;&#039; (mit klarer Zuständigkeit durch die Tätigkeitsbeschreibung einer Stelle, z. B. in der Verwaltung) und &#039;&#039;&#039;informellen Akteur*innen&#039;&#039;&#039; (mit freiwilligem Engagement ohne formelle Zuständigkeit) unterschieden. Ergänzend können weitere Aspekte wie Interessen, Einflussmöglichkeiten, Ressourcen oder Rollen berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine frühzeitige Akteur*&#039;&#039;innenanalyse hilft, potenzielle Widerstände zu erkennen, Unterstützer&#039;&#039;innen einzubinden und zielgerichtete Kommunikations- und Beteiligungsprozesse zu gestalten. Sie bildet zudem die Grundlage für die Erfassung bestehender Klimaschutzmaßnahmen sowie für die Datenerhebung im Rahmen der Treibhausgasbilanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Analyse empfiehlt es sich, &#039;&#039;&#039;zentrale Handlungsfelder&#039;&#039;&#039; zu betrachten, z. B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Regenerativer Campus&#039;&#039;&#039; (Energie, Wasser, Abfall, Biodiversität)&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;&#039;Mobilität&#039;&#039;&#039; (Pendelmobilität, Dienstreisen)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Beschaffung&#039;&#039;&#039; und optional &#039;&#039;&#039;Ernährung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schritt 1: Identifikation der Akteur*innen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Recherche     interner Akteur*innen über Hochschulwebseiten und Dokumente (z. B.     Hochschulleitung, Verwaltung, Fachbereiche, Studierendenvertretung,     Nachhaltigkeitsstrukturen).&lt;br /&gt;
* Identifikation     externer Akteur*innen (z. B. Kommunen, Energieversorger,     Studierendenwerke, NGOs, Unternehmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schritt 2: Kategorisierung und Datenerhebung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Durchführung von Interviews oder Befragungen entlang der Handlungsfelder&lt;br /&gt;
* Potenzielle Leitfragen:&lt;br /&gt;
** Gibt es eine formelle Zuständigkeit der Person im betrachteten Handlungsfeld?&lt;br /&gt;
** Welche klimaschutzrelevanten Aktivitäten, entsprechend der Tätigkeitsbeschreibung des Mitarbeitenden (formell), wurden und werden bereits umgesetzt (z.B. Beauftragung der Abfallentsorgung)?&lt;br /&gt;
** Hat der Akteur ein informelles Interesse (z.B. Biodiversität) aber keine formelle Zuständigkeit?&lt;br /&gt;
** Welche informellen Aktivitäten, also ohne formelle Legitimation gab es bereits und gibt es aktuell (z.B. Bau von Vogelhäusern)?&lt;br /&gt;
* Ggf. weitere Aspekte wie Kooperationsbereitschaft, Ressourcen und potenziellen Rollen erheben/ erfragen (z. B. „&#039;&#039;Initiator*in“, „Entscheider*in&#039;&#039;“, „Umsetzer&#039;&#039;*in&#039;&#039;“;&lt;br /&gt;
* Tools: Hinweise und Vorlagen für Akteur*innenprofile&lt;br /&gt;
** Hinweise zur Akteurseinbindung des Umweltbundesamtes (UBA, 2022)&lt;br /&gt;
** Vorlage: Stakehoder Identification and Analysis (ACU, 2002)&lt;br /&gt;
** Vorlage: Climate Adaptation stakeholder map by Adaption Scotland (2022)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schritt 3: Dokumentation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Strukturierte Aufbereitung der Ergebnisse in Form einer Tabelle oder Matrix (z. B. nach Akteur*in, Zuständigkeit, Aktivitäten, Rolle).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Übrige Forschungsprojekte mit Bezug zu den Themenbereichen wurden tabellarisch aufgeführt.&amp;quot;(Hochschule Anhalt, 2023)&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Anhalt (2023). &#039;&#039;Status Quo Bericht HSA&#039;&#039;. Hochschule Anhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.hs-anhalt.de/fileadmin/Dateien/Nachhaltigkeit/KlimPlanReal/2023-11-23_KlimaPlanReal_Status_Quo_Bericht_HSA_onlineversion.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Qualitative Analyse: bisherige Klimaschutzmaßnahmen und Governance-Strukturen ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorgehensweise im Projekt KlimaPlanReal&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Projekt KlimaPlanReal wurden an den einzelnen Verbundhochschulen umfassende Akteur*innenanalysen durchgeführt, um eine Grundlage für die Maßnahmenentwicklung der Hochschulklimaräte zu bilden. Die Analyse war ein wesentlicher Bestandteil der Status quo Berichte und diente dazu, alle relevanten Personen, Gruppen und Institutionen zu identifizieren, die Einfluss auf die Klimaschutzaktivitäten der Hochschule haben oder von ihnen betroffen sind. Ziel der Analyse war es, sowohl interne als auch externe Akteur*innen der Hochschule zu ermitteln, die für die Entwicklung zukünftiger Klimaschutzmaßnahmen berücksichtigt werden sollten und bei Bedarf konsultiert werden können. Dabei wurde zwischen formellen (mit legitimierter Zuständigkeit) und informellen (ohne konkrete Legitimation) Akteur*innen unterschieden. Zusätzlich wurden auch indirekt mit den Handlungsfeldern verbundene Akteur*innen in die Analyse einbezogen. Durch das Verständnis der Interessen, Einflussmöglichkeiten und Kooperationspotenziale der identifizierten Akteur*innen sollte eine gezielte Einbindung in den Transformationsprozess gewährleistet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Die OVGU hat im Rahmen ihrer Akteur*innenanalyse alle relevanten Statusgruppen und externe Partner systematisch erfasst und ihre Rollen im Klimaschutzprozess bewertet. Die Ergebnisse wurden in einer Power-Interest-Matrix visualisiert und dienten als Basis für die Auswahl der Teilnehmenden am Hochschulklimarat&amp;quot; (KlimaplanReal, 2023a).&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good Practice Empfehlungen&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine systematische Akteur*innenanalyse ermöglicht es, Widerstände frühzeitig zu erkennen, Unterstützer*innen zu gewinnen und gezielte Kommunikations- und Beteiligungsstrategien zu entwickeln. Es ist wichtig sich frühzeitig einen guten Überblick über die wesentlichen Akteur*innen zu verschaffen. Im Folgenden ist beispielhaft eine schrittweise Vorgehensweise dargestellt: &lt;br /&gt;
#Schritt: Identifikation der Akteur*innen&lt;br /&gt;
#*Erfassung aller internen Akteur*innen (z. B. Hochschulleitung, Fachbereiche, Verwaltung, Studierende, Personalrat, Nachhaltigkeitsbüro).&lt;br /&gt;
#*Erfassung aller externen Akteur*innen (z. B. Stadtverwaltung, Energieversorger, Studierendenwerk, NGOs, regionale Unternehmen).&lt;br /&gt;
#Schritt: Kategorisierung und Analyse&lt;br /&gt;
#*Nutzung einer „Power-Interest-Matrix“ zur Einordnung der Akteur*innen nach Einfluss (Power) und Interesse (Interest) am Klimaschutzprozess&lt;br /&gt;
#*Stakeholder-Interviews: Standardisierte Fragenkataloge für Akteur*innengespräche&lt;br /&gt;
#*Bewertung der Kooperationsbereitschaft, Ressourcen und potenziellen Rollen (z. B. „Treiber*in“, „Blockierer*in“, „Multiplikator*in“; Tool: Dokumentationsvorlage für Akteur*innenprofile&lt;br /&gt;
#Schritt: Datenerhebung&lt;br /&gt;
#*Durchführung von Interviews, Workshops oder Online-Umfragen, um Erwartungen, Bedenken und Vorschläge der Akteur*innen zu erfassen.&lt;br /&gt;
#*Dokumentation der Ergebnisse in einer übersichtlichen Tabelle oder Matrix.&lt;br /&gt;
#Schritt: Ableitung von Handlungsempfehlungen&lt;br /&gt;
#*Identifikation von Schlüsselpersonen („Kümmerer*innen“) in den einzelnen Bereichen.&lt;br /&gt;
#*Entwicklung spezifischer Strategien für die Einbindung der wichtigsten Akteur*innen (z. B. regelmäßige Jour Fixe mit der Hochschulleitung, Informationsveranstaltungen für Studierende).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erfassung der Treibhausgasemissionen (THG-Bilanz)===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorgehensweise im Projekt KlimaPlanReal&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine umfassende Treibhausgasbilanzierung ermöglicht es, Emissionsquellen und -senken zu identifizieren und Maßnahmen zur Verringerung von Emissionen oder zur Steigerung von Emissionssenken zu planen. Die THG Bilanzierung im Rahmen des Projektes entsprach dem Standard des Greenhouse Gas Protocol (Greenhouse Gas Protocol, 2015)&amp;lt;ref&amp;gt;Greenhouse Gas Protocol (2015). &#039;&#039;A Corporate Accounting and Reporting Standard (Revised Edition)&#039;&#039;. World Resources Institute &amp;amp; World Business Council for Sustainable Development.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://ghgprotocol.org/corporate-standard&amp;lt;/ref&amp;gt;. Für die Status quo Analyse wurden Scope 1 bis Scope 3 einbezogen. Die Bilanzierung der Treibhausgase (THG) erfolgte mittels einer Vorgängerversion des [https://www.h2.de/hochschule/portrait/nachhaltigkeit-und-klimaschutz/klimax-tool.html Klimaxtools] der Hochschule Magdebug-Stendal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;An der OVGU wurden Energieverbräuche über Gebäudemanagementdaten erhoben, während Mobilitätsdaten durch eine campusweite Umfrage gewonnen wurden. Die MLU ergänzte dies durch vertiefende Interviews mit Fachreferent*innen zur Beschaffungspraxis.&amp;quot; (KlimaPlanReal 2023a&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; &#039;&#039;&amp;amp; b)&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;KlimaplanReal (2023b). &#039;&#039;Status Quo Bericht MLU&#039;&#039;. Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplanreal_media/Downloads/Status+Quo+Bericht+MLU.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good Practice Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Frühzeitige Beteiligung aller relevanten Akteur*innen&#039;&#039;&#039;: z. B. Einrichtung einer Arbeitsgruppe aus Energie-/Gebäudemanagement, Nachhaltigkeitsverantwortlichen, Hochschul-IT, Fachabteilungen, ggf. Studierendenvertretung zur Datenbeschaffung und -Validierung (Plausibilitätsprüfung durch Abgleich mit Vorjahreswerten und externen Benchmarks, z. B. Vergleichswerte anderer Hochschulen).&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Nutzung einer Dokumentationsvorlage&#039;&#039;&#039;: Tabellarische Übersicht mit Feldern für Datenquelle, Verantwortung und Qualitätsbewertung.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Lückenidentifikation&#039;&#039;&#039;: Systematische Darstellung unzureichend vorhandener Daten. Alternative: Nutzung von Schätzwerten (z. B. durchschnittliche Reisestatistiken) und Kennzeichnung als „unsichere Daten“.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;THG-Bilanzierung&#039;&#039;&#039; nach dem Greenhouse Gas Protocol (Scope 1–3) zur Erfassung direkter und indirekter Emissionen (bspw. [https://wiki.dg-hochn.de/images/7/76/Hub_THGBilanzierung_240418_KliMax.pdf KliMax-Tool], oder eigene Kalkulationsgrundlagen)&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Visualisierung&#039;&#039;&#039;: Erstellung von Diagrammen und Heatmaps (z. B. „CO₂-Fußabdruck nach Bereich“) für eine intuitive Kommunikation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Indikatorenbasierte Bewertung===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorgehensweise im Projekt KlimaPlanReal&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anhand von externen Wirkindikatoren können Veränderungen im Zeitverlauf sichtbar gemacht werden. Auch können Wirkindikatoren dazu genutzt werden, einen Vergleich zwischen Hochschulen anzustellen, wobei standortspezifische Besonderheiten zu berücksichtigen sind. Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurden in einem mehrstufigen Prozess der Verbundhochschulen eine gemeinsame [https://zenodo.org/records/14966175 Liste der Wirkindikatoren] abgestimmt und definiert. Die Wirkindikatoren wurden als Teil der Status quo Analyse zur Messung und Bewertung herangezogen und boten die Möglichkeit, Maßnahmen zur Verbesserung der Umweltbilanz zu ergreifen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Darüber hinaus werden weitere nachhaltigkeitsbezogene Wirkindikatoren, wie etwa Versiegelte Fläche (m²) oder Restabfall (m³), erhoben. Klimaneutralität ist eine mehrdimensionale Herausforderung und mit weiteren wichtigen Zielen wie den Erhalt der Biodiversität, Ressourcenschonung sowie intergenerationaler und globaler Gerechtigkeit zusammen zu denken. &amp;quot; (KlimaplanReal, 2023b)&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good Practice Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Indikatorenkatalog&#039;&#039;&#039;: Nutzung der impactrelevanten Wirkindikatoren nach Künzel et al. (2023) für vergleichbare Benchmarks oder eigene Frameworks.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Frühzeitige Beteiligung aller relevanten Akteur*innen&#039;&#039;&#039;: Einrichtung einer Arbeitsgruppe aus Energie-/Gebäudemanagement, Nachhaltigkeitsverantwortlichen, Hochschul-IT, Fachabteilungen, ggf. Studierendenvertretung zur Datenbeschaffung und -Validierung (Plausibilitätsprüfung durch Abgleich mit Vorjahreswerten und externen Benchmarks, z. B. Vergleichswerte anderer Hochschulen).&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Kombinierte Methodik&#039;&#039;&#039;: Nutzung quantitativer (z. B. Energieverbrauchsdaten, Mobilitätsstatistiken) und qualitativer Daten (Interviews, Umfragen, Dokumentenanalysen).&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Nutzung einer Dokumentationsvorlage&#039;&#039;&#039;: Tabellarische Übersicht mit Feldern für Datenquelle, Verantwortung und Qualitätsbewertung.&lt;br /&gt;
==Zusammenfassung &amp;amp; Empfehlungen==&lt;br /&gt;
===Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte===&lt;br /&gt;
Die Status quo Analyse bildet das Fundament für alle weiteren Klimaschutzaktivitäten einer Hochschule. Sie umfasste im Projekt KimaPlanReal:&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Qualitative Analyse bestehender Maßnahmen und Strukturen&#039;&#039;&#039;: Bewertung vorhandener Klimaschutzaktivitäten, Governance- und Kommunikationsstrukturen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Akteur*innenanalyse&#039;&#039;&#039;: Identifikation und Bewertung aller relevanten internen und externen Akteur*innen, ihrer Interessen, Einflussmöglichkeiten und Kooperationspotenziale.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Erhebung und Auswertung der THG-Bilanz&#039;&#039;&#039;: Systematische Erfassung der Emissionen in allen relevanten Bereichen (Energie, Mobilität, Beschaffung, Biodiversität, Abfall).&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Nutzung von Indikatoren und Benchmarks&#039;&#039;&#039;: Vergleich mit anderen Hochschulen und Nutzung von Kennzahlen zur objektiven Bewertung.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Dokumentation und Kommunikation&#039;&#039;&#039;: Transparente Darstellung der Ergebnisse und frühzeitige Einbindung aller relevanten Gruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Empfehlungen für andere Hochschulen==&lt;br /&gt;
Auf Grundlage der im Projekt KlimaPlanReal gemachten Erfahrungen in der Erstellung einer Status quo Analyse können folgende Empfehlungen gegeben werden:&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Frühzeitige Einbindung von Akteur*innen&#039;&#039;&#039;: Es sollte sichergestellt werden, dass alle relevanten Personen und Gruppen von Anfang an eingebunden sind. Dazu gehören Verwaltung, Wissenschaftler*innen, Studierende und relevante externe Partner*innen. Diese Beteiligung erhöht die Datenqualität und fördert die Akzeptanz der Ergebnisse.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Klare Verantwortlichkeiten&#039;&#039;&#039;: Es ist günstig genau festzulegen, wer für welche Datenerhebung, -auswertung und -validierung zuständig ist. Diese Klarheit verhindert Verantwortungsdiffusionen und Missverständnisse und fördert eine effiziente Umsetzung der Status quo Analyse.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Standardisierte Methoden und Tools&#039;&#039;&#039;: Verwenden Sie etablierte Standards (z. B. das GHG Protocol), um die Vergleichbarkeit und Nachvollziehbarkeit der Analyse sicherzustellen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Quantitative und qualitative Ansätze&#039;&#039;&#039;: Kombinieren Sie in der Status quo Analyse zahlenbasierte Daten und qualitative Beschreibungen, um ein umfassendes Bild ihrer aktuellen Situation vermitteln zu können. Weiche Faktoren wie Kommunikationsstrukturen und interpersonelle Dynamiken sind ebenso entscheidend wie harte Zahlen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Transparente Kommunikation&#039;&#039;&#039;: Ein fortlaufender Austausch und offene Dokumentation des Analyseprozesses und der erarbeiteten Ergebnisse schaffen Vertrauen und ermutigen die Akteur*innen zur aktiven Mitwirkung. Regelmäßige Updates zum Bearbeitungsstand halten alle Beteiligten informiert und engagiert.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Flexibilität und Lernbereitschaft&#039;&#039;&#039;: Seien Sie bereit, aus Fehlern und Feedback zu lernen. Die Fähigkeit Prozesse anzupassen und kontinuierlich zu verbessern, ist wesentlich für den Erfolg der Analyse.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Links, Material, Ansprechpersonen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Hochschulklimarat&amp;diff=27914</id>
		<title>Hochschulklimarat</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Hochschulklimarat&amp;diff=27914"/>
		<updated>2026-03-10T13:52:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: /* Beauftragung eines externen Anbieters für die Durchführung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Good Practice: Hochschulklimarat}}&lt;br /&gt;
{{Best Practice&lt;br /&gt;
|beschr=Der vorliegende Good Practice Guide stellt das Konzept des Hochschulklimarats (HKR) vor, welches im Projekt KlimaPlanReal entwickelt und angewandt wurde. Ein Hochschulklimarat ist ein zeitlich befristetes deliberatives Partizipationsverfahren (vgl. Bürger*innenrat) zur Erarbeitung von Klimaschutzmaßnahmen für eine Hochschule unter Beteiligung aller Mitgliedergruppen. Der Guide beinhaltet die Erfahrungen mit der Anwendung dieses Verfahrens an vier Hochschulen und leitet Empfehlungen für eine Adaption an anderen Hochschulen ab. Zusätzlich wird dargestellt, wie die im HKR erarbeiteten Maßnahmenvorschläge anschließend anhand ihres Impacts zur Treibhausgasreduktion und weiterer Kriterien bewertet wurden, um anschließend Pilotmaßnahmen im Rahmen von Transferlaboren umzusetzen.&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Governance, Betrieb, Vernetzung&lt;br /&gt;
|thema=Politik, Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Partizipative Forschung, Beteiligung&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Forschungsmanagement, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Otto-von-Guericke Universität Magdeburg, Hochschule Magdeburg-Stendal, Hochschule Harz, Hochschule Anhalt, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
|org=Umweltpsychologie, KlimaPlanReal&lt;br /&gt;
|url=https://www.klimaplanreal.ovgu.de/Projektphasen.html&lt;br /&gt;
|projekt=Transformationspfade (traNHSform)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Zusammenfassung==&lt;br /&gt;
Der vorliegende Good Practice Guide stellt das Konzept des Hochschulklimarats (HKR) vor, welches im Projekt KlimaPlanReal entwickelt und angewandt wurde. Ein Hochschulklimarat ist ein zeitlich befristetes deliberatives Partizipationsverfahren (vgl. Bürger*innenrat) zur Erarbeitung von Klimaschutzmaßnahmen für eine Hochschule unter Beteiligung aller Mitgliedergruppen. Der Guide beinhaltet die Erfahrungen mit der Anwendung dieses Verfahrens an vier Hochschulen und leitet Empfehlungen für eine Adaption an anderen Hochschulen ab. Zusätzlich wird dargestellt, wie die im HKR erarbeiteten Maßnahmenvorschläge anschließend anhand ihres Impacts zur Treibhausgasreduktion und weiterer Kriterien bewertet wurden, um anschließend Pilotmaßnahmen im Rahmen von Transferlaboren umzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schnell-Überblick / Checkliste ===&lt;br /&gt;
==== Vorbereitung ====&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Realistische Zeitplanung&#039;&#039;&#039; (ca. 6 Monate Vorbereitung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Informationsbereitstellung zum HKR (Webseite, Newsletter, etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Gewinnung von Teilnehmenden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Auswahl per Zufallsverfahren unter Berücksichtigung soziodemografischer Merkmale (Hochschul-Mitgliedergruppe, Gender, etc.)&lt;br /&gt;
** Initialkontaktierung eines größeren Personenkreises (mindestens 5- bis 20-fach)&lt;br /&gt;
** Persönliche Ansprache bevorzugen&lt;br /&gt;
** Sicherstellung der Freistellung von Mitarbeitenden und Anerkennung der Leistung von Studierenden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Einbindung von Expert*innen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Auswahl u.a. basierend auf einer [[Status quo Analyse klimarelevanter Bereiche einer Hochschule#Akteur*innenanalyse|Akteur*innenanalyse]] (frühzeitige Kontaktaufnahme)&lt;br /&gt;
** Einbindung durch Impulsvorträge (Fachexpert*innen)&lt;br /&gt;
** Einbindung durch Beratungen in den Diskussionsphasen (Umsetzungsexpert*innen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Durchführung durch externe Prozessbegleitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Beauftragung eines neutralen, erfahrenen externen Anbieters zur Moderation&lt;br /&gt;
** Moderationskonzept, Zeitplan und Räumlichkeiten mit Prozessbegleitung klären&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Transparente Abstimmung der Planung mit der Hochschulleitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Unterstützung der Hochschulleitung sichern (z.B. Schirmherrschaft; Begrüßung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ablauf des Hochschulklimarats ====&lt;br /&gt;
In diesem Guide werden zwei Varianten dargestellt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ein &#039;&#039;&#039;zweitägiger Ablauf&#039;&#039;&#039; (Tag 1: Input; Tag 2: Erarbeitung und Priorisierung von Maßnahmen, unterstützt durch Expert*innen). Dies entspricht dem tatsächlichen Ablauf im Projekt KlimaPlanReal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ein &#039;&#039;&#039;viertägiger Ablauf&#039;&#039;&#039; (Tag 1: Input, Tag 2: Erarbeitung von Maßnahmen, Tag 3: Überarbeitung von Maßnahmen, unterstützt durch Expert*innen, Tag 4: Priorisierung von Maßnahmen). Dies ist der Ablauf, welcher auf Basis der Projekterfahrungen im Folgeprojekt KlimaPlanReal-intensified angestrebt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nachbereitung ====&lt;br /&gt;
* Transparenz über den weiteren Prozess in der Hochschulöffentlichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verschriftlichung als KlimaPlan / Gutachten, dabei Konsultation mit den HKR-Teilnehmenden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Abschluss mit der offiziellen Überreichung der KlimaPläne an die Leitung / legitimierte Gremien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Integrierte Bewertung und Auswahl von Pilotmaßnahmen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Auswahlkriterien umfassen CO₂-Einsparungen, Umsetzungsdauer, Umsetzungskosten,   Wartungskosten, HKR-Priorisierung, Parallelprozesse und Zusatznutzen&lt;br /&gt;
** Auswahlkriterien und -prozess transparent machen&lt;br /&gt;
** Rückkopplung mit der Hochschulleitung vor der Umsetzung einer Maßnahme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maßnahmen umsetzen, z. B. in Transferlaboren ([[Good Practice Guide: Transferlabor]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundideeen ==&lt;br /&gt;
Klimabürger*innenräte und auch der Hochschulklimarat (HKR) folgen der Idee der Planungszelle. Planungszellen nach Dienel (1997) bieten einen Rahmen, um deliberative Prozesse gezielt zu initiieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Die Planungszelle ist eine Gruppe von Bürgern, die nach einem Zufallsverfahren ausgewählt und für begrenzte Zeit von ihren arbeitstäglichen Verpflichtungen vergütet freigestellt worden sind, um, assistiert von Prozessbegleitern, Lösungen für vorgegebene, lösbare Planungsprobleme zu erarbeiten.“ (Dienel, 1997, S. 74)&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Dienel, C. D. (1997). &#039;&#039;Die Planungszelle: Der Bürger plant seine Umwelt. Eine Alternative zur Establishment-Demokratie.&#039;&#039; Westdeutscher Verlag.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zentraler Aspekt der Planungszelle ist ein &#039;&#039;&#039;formalisierter Gruppenprozess&#039;&#039;&#039;, der ermöglicht, dass die Gruppe zu einer gemeinsam erarbeiteten Entscheidung gelangen kann. Dazu ist es nötig, dass Teilnehmende kontinuierlich an den Terminen teilnehmen. Diese Teilnahme ist &#039;&#039;&#039;befristet&#039;&#039;&#039;, um einerseits den Teilnehmenden einen &#039;&#039;&#039;Perspektivwechsel&#039;&#039;&#039; in die Rolle als Planer*in zu ermöglichen und andererseits eine Entfremdung oder die Entwicklung von Eigeninteressen (wie es bei Berufsplaner*innen vorkommen kann) zu verhindern (Matthies &amp;amp; Blöbaum, 2008).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Matthies, E., &amp;amp; Blöbaum, A. (2008). Partizipative Verfahren und Mediation. In E. D. Lantermann &amp;amp; V. Linneweber (Hrsg.), &#039;&#039;Umweltpsychologie (Band 1: Grundlagen, Paradigmen und Methoden der Umweltpsychologie, S. 811–837).&#039;&#039; Hogrefe.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Beteiligten werden unter Berücksichtigung von soziodemografischen Merkmalen per &#039;&#039;&#039;Zufall&#039;&#039;&#039; ausgewählt und für den Zeitraum des Planungsverfahrens in unterschiedlicher Form &#039;&#039;&#039;entschädigt&#039;&#039;&#039;. Dadurch soll eine möglichst gute &#039;&#039;&#039;Repräsentation&#039;&#039;&#039; der betroffenen Personengruppen abgebildet werden (Matthies &amp;amp; Blöbaum, 2008) &amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;und die erarbeiteten Ergebnisse &#039;&#039;&#039;demokratisch legitimiert&#039;&#039;&#039; werden (Bürgerrat Klima, 2021).&amp;lt;ref&amp;gt;Bürgerrat Klima. (2021). &#039;&#039;Unsere Empfehlungen für die deutsche Klimapolitik&#039;&#039; [Gutachten]. &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://buergerrat-klima.de/downloadPdf/41&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um der diversen Zusammensetzung der Gesamtgruppe gerecht zu werden, muss durch die Bereitstellung von gezielt &#039;&#039;&#039;aufbereiteten Hintergrundinformationen&#039;&#039;&#039; eine vergleichbare Informiertheit aller sichergestellt werden. Zudem muss die aktive Beteiligung aller und ein konstruktiver, wertschätzender Umgang miteinander durch eine &#039;&#039;&#039;professionelle, unabhängige Prozessbegleitung&#039;&#039;&#039; und die Organisation der Planungszelle sichergestellt werden (Matthies &amp;amp; Blöbaum, 2008).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Es werden &#039;&#039;&#039;Expert*innen&#039;&#039;&#039; in den Prozess miteingebunden, die einen Überblick zum Thema geben und mehrere Standpunkte darstellen, um einer einseitigen Beeinflussung von Entscheidungen entgegenzuwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ergebnisse einer Planungszelle werden anschließend in einem Gutachten (im Projekt [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplan.html KlimaPlan] genannt) mit entsprechenden Reflexionen und Empfehlungen festgehalten.&lt;br /&gt;
== Vorbereitung eines Hochschulklimarats ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gewinnung von Teilnehmenden ===&lt;br /&gt;
Entsprechend der Idee der Planungszelle sollen die Teilnehmenden nach dem Zufallsprinzip unter Berücksichtigung von soziodemografischen Merkmalen ausgewählt werden, um eine möglichst repräsentative Gruppe zu erhalten und viele Perspektiven einbeziehen zu können&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Empfehlungen =====&lt;br /&gt;
* Bereits vor der Auswahl von Teilnehmenden sind über eine Webseite und andere Informationskanäle Informationen zum Ziel und Ablauf des HKR transparent zu machen.&lt;br /&gt;
* Bei der Zufallsauswahl aus den drei &#039;&#039;&#039;Mitgliedergruppen der Mitarbeitenden&#039;&#039;&#039; (Wissenschaftliche Mitarbeitende, wissenschaftsunterstützende Mitarbeitende, Professor*innen) kann die Personalabteilung unterstützen, indem Mailadressen oder ähnliches, ggf. auch Informationen zu soziodemografischen Merkmalen, zur Verfügung gestellt werden&lt;br /&gt;
* Bei der Zufallsauswahl von &#039;&#039;&#039;Studierenden&#039;&#039;&#039; kann ggf. die Studierendenverwaltung/ -sekretariat unterstützen, dies muss aber datenschutzrechtlich geprüft werden. Ein frühzeitiger Kontakt zur datenschutzbeauftragten Person ist sinnvoll.&lt;br /&gt;
* Die &#039;&#039;&#039;persönliche Ansprache&#039;&#039;&#039; (z. B. „Sehr geehrtes Mitglied der Hochschule, […] Sie sind nach dem Zufallsprinzip ausgelost worden, um […] mitzuwirken“) ist gegenüber der generischen Ansprache (z. B. „Sehr geehrte Studierende, […] Sie sind eingeladen, sich für das Auswahlverfahren zur Teilnahme am Hochschulklimarat […] anzumelden.“) zu bevorzugen. Hierbei sind höhere Rücklaufquoten und eine geringere Selbstselektion zu verzeichnen.&lt;br /&gt;
* Es sind initial deutlich &#039;&#039;&#039;mehr Personen zu kontaktieren&#039;&#039;&#039;, als für den HKR gebraucht werden. Da die Antwortrate auch von der Art der Ansprache und der Mitgliedergruppe abhängt, ist es schwierig, hier eine konkrete Zahl zu nennen. Basierend auf den Erfahrungen im Projekt KlimaPlanReal bewegt sich dies zwischen fünfmal so vielen Personen wie benötigt (bei Mitarbeitenden mit persönlicher Ansprache) bis vierzigmal so vielen Personen wie benötigt (bei Studierenden mit generischer Ansprache)&lt;br /&gt;
* Eine &#039;&#039;&#039;Freistellung der Mitarbeitenden&#039;&#039;&#039; für die Teilnahme, sowie eine &#039;&#039;&#039;Anerkennung der Leistung der Studierenden&#039;&#039;&#039; (z. B. durch Credits) ist im Vorfeld mit der Hochschulleitung bzw. Vorgesetzten (gerade bei Drittmittelbeschäftigten) zu klären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Teilnehmenden-Gewinnung im Projekt KlimaPlanReal ====&lt;br /&gt;
* Die Soll-Größe eines HKRs betrug 36 Personen&lt;br /&gt;
** 18 Studierende&lt;br /&gt;
** 18 Mitarbeitende, darunter&lt;br /&gt;
*** 6 Professor*innen&lt;br /&gt;
*** 6 wissenschaftliche Mitarbeitende,&lt;br /&gt;
*** 6 wissenschaftsunterstützende Mitarbeitende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ein paritätisches Geschlechterverhältnis innerhalb der Mitgliedergruppen wurde darüber hinaus angestrebt.&lt;br /&gt;
* An einer Hochschule wurde zudem die anteilige Repräsentation der verschiedenen Fachbereiche berücksichtigt.&lt;br /&gt;
* Im Projekt KlimaPlanReal wählten wir ein &#039;&#039;&#039;zweiwelliges Einladungs-Vorgehen&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
** Zunächst wurde ein größerer Personenkreis (mittels Zufallsauswahl oder Grundgesamtheit, s. u.) kontaktiert und eingeladen, am Hochschulklimarat teilzunehmen. Um sich zu registrieren, mussten die Eingeladenen zunächst an einer &#039;&#039;&#039;Befragung&#039;&#039;&#039; teilnehmen. In der Befragung gaben etwa 64% der Eingeladenen ihre Bereitschaft zur Teilnahme am HKR an.&lt;br /&gt;
** Aus diesem verkleinerten Pool der Interessent*innen wurden dann mittels Zufallsauswahl unter Berücksichtigung der Quoten für Mitgliedergruppe und Geschlecht (und ggf. Fachbereich) die Personen ausgewählt, die final für die Teilnahme eingeladen wurden.&lt;br /&gt;
** Gleichzeitig bildete die Befragung die Grundlage für die Prä-Post-Evaluation des HKRs.&lt;br /&gt;
** Sobald eine eingeladene Person die Termine nicht einrichten konnte, wurde aus dem Pool der Interessent*innen neu gezogen, bis alle Plätze für den Hochschulklimarat entsprechend der Mitgliedergruppe und des Geschlechterverhältnisses besetzt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Praktische Herausforderungen und Erfahrungen =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kleine Grundgesamtheit:&#039;&#039;&#039; Insbesondere an kleineren HS waren manche Mitgliedergruppen (z. B. weibliche Professor*innen) schnell „erschöpfend“ kontaktiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Zufallsauswahl:&#039;&#039;&#039; Datenschutzbestimmungen stellten eine Hürde für die Zufallsauswahl dar. &lt;br /&gt;
** In den Mitgliedergruppen der &#039;&#039;&#039;Mitarbeitenden&#039;&#039;&#039; war an drei von vier beteiligten Hochschulen eine Zufallsauswahl umsetzbar. Bei einer Hochschule wurden stattdessen alle Mitarbeitenden kontaktiert.&lt;br /&gt;
** Die Zufallsauswahl von &#039;&#039;&#039;Studierenden&#039;&#039;&#039; war nur an einer der vier beteiligten Hochschulen möglich. Bei den anderen drei Hochschulen wurde die Gesamtheit der Studierenden kontaktiert. Dies erfolgte über Mailverteiler und weitere Kanäle (Social Media, Poster, StudIP, direkte Ansprache).&lt;br /&gt;
** Mögliche &#039;&#039;&#039;„unkontrollierbare“ Aspekte&#039;&#039;&#039; waren auch, inwiefern kontaktierte Personen ihre Einladung selbstständig an Kolleg*innen weitergegeben haben oder inwiefern mit den jeweiligen Projektteams vor Ort außerhalb des Rekrutierungsvorgangs Kontakt aufgenommen wurde und ein Wille zur Teilnahme kundgetan wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Rücklaufquote&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Die Rücklaufquote für die Teilnahme an der initialen Befragung (an deren Ende die Eingeladenen sich für den HKR registrieren konnten, s. o.) war nach &#039;&#039;&#039;Zufallsauswahl mit persönlicher Ansprache&#039;&#039;&#039; (10,5% bei Studierenden einer HS bis 54,2% beim wissenschaftsunterstützenden Personal einer HS) deutlich höher als in den Fällen, wo die Grundgesamtheit mit generischer Ansprache kontaktiert wurde (0,4% bei Studierenden einer HS bis 17,5% bei den Professor*innen einer HS).&lt;br /&gt;
** Die Rücklaufquote war insbesondere bei den &#039;&#039;&#039;Studierenden&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;gering&#039;&#039;&#039; (ca. 0,5 % bei Kontaktierung der Grundgesamtheit mit generischer Ansprache, ca. 10% bei persönlicher Ansprache).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Folgende Lösungen zur &#039;&#039;&#039;Freistellung der Mitarbeitenden&#039;&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;&#039;Anerkennung der Leistung der Studierenden&#039;&#039;&#039; wurden genutzt:&lt;br /&gt;
** Für Studierende:&lt;br /&gt;
*** Möglichkeit zum Erhalt eines Teilnehmendenzertifikat&lt;br /&gt;
*** Anrechnung mit einem ECTS für das Nachhaltigkeitszertifikat&lt;br /&gt;
*** Anrechnung mit ECTS im Rahmen der Allgemeinen Schlüsselqualifikationen (ASQ), nach Erstellung einer zusätzlichen Ausarbeitung&lt;br /&gt;
*** Anrechnung in Form eines „Projektwochenscheins“ (1SWS) als Teil eines Projektmoduls, für das ECTS erworben werden können&lt;br /&gt;
** Für Mitarbeitende: Freistellung bzw. Anerkennung als Arbeitszeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Insgesamt nahm der &#039;&#039;&#039;Prozess&#039;&#039;&#039; der Teilnehmenden-Gewinnung wesentlich &#039;&#039;&#039;mehr Zeit&#039;&#039;&#039; in Anspruch, als ursprünglich eingeplant wurde und musste trotz des Anspruches der Vergleichbarkeit und Standardisierung auf jede Hochschule auf Grund von individuellen Rahmenbedingungen angepasst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bei der Veranstaltung wurden &#039;&#039;&#039;Namensschilder&#039;&#039;&#039; ohne Angabe der Mitgliedergruppenzugehörigkeit verwendet. Dies ist zu empfehlen, um eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe zu erleichtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterstützung durch Fach- und Umsetzungsexpert*innen ===&lt;br /&gt;
Expert*innen wurden in den Hochschulklimaräten im Projekt KlimaPlanReal an mehreren Stellen einbezogen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Teilnehmenden wurden durch &#039;&#039;&#039;Impulsvorträge von [[Glossar KlimaPlanReal|Fachexpert*innen]]&#039;&#039;&#039; am ersten Tag (siehe [[#Tatsächlicher Ablauf im Projekt KlimaPlanReal|Ablauf HKR]]) auf den gleichen Wissensstand gebracht, um mit einer gemeinsamen Informationsgrundlage an Empfehlungen arbeiten zu können.&lt;br /&gt;
* Am zweiten Tag (siehe [[#Tatsächlicher Ablauf im Projekt KlimaPlanReal|Ablauf HKR]]) standen &#039;&#039;&#039;Fachexpert*innen sowie lokale [[Glossar KlimaPlanReal|Umsetzungsexpert*innen]]&#039;&#039;&#039; den Teilnehmenden &#039;&#039;&#039;beratend&#039;&#039;&#039; zur Verfügung.&lt;br /&gt;
*  Die einbezogenen Expert*innen hatten &#039;&#039;&#039;kein Stimm- oder Einflussrecht&#039;&#039;&#039; auf die entwickelten Maßnahmen. Ihnen kam dennoch aufgrund ihres Wissens zur Komplexität oder Machbarkeit von Maßnahmen eine &#039;&#039;&#039;Schlüsselrolle&#039;&#039;&#039; zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Akquise von Expert*innen ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundlage für die Auswahl von Expert*innen bildete die &#039;&#039;&#039;[[Status quo Analyse klimarelevanter Bereiche einer Hochschule#Akteur*innenanalyse|Akteur*innenanalyse]]&#039;&#039;&#039;. Für jedes der drei [[#Tatsächlicher Ablauf im Projekt KlimaPlanReal|impactrelevanten Transformationsfelder]] wurde an jeder Projekthochschule eine Übersicht den hochschulinternen Expert*innen erstellt.&lt;br /&gt;
* Erweitert wurde diese Liste um &#039;&#039;&#039;„externe“ Expert*innen&#039;&#039;&#039;, die nicht an den Projekthochschulen selbst tätig sind, sondern in den entsprechenden Themengebieten Expertise haben und diese an eine heteroge Gruppe adäquat weitergeben können.&lt;br /&gt;
* Die Akquise erfolgte überwiegend (video-)&#039;&#039;&#039;telefonisch&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* Mit den Expert*innen sollte bereits frühzeitig (mindestens vier Wochen Vorlaufzeit) Kontakt aufgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beauftragung eines externen Anbieters für die Durchführung ===&lt;br /&gt;
Die Unterstützung der Teilnehmenden durch &#039;&#039;&#039;professionelle Prozessbegleiter*innen&#039;&#039;&#039; ist für das Verfahren der Planungszelle konstitutiv (Matthies &amp;amp; Blöbaum, 2008)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;. Für einen externen Anbieter spricht nicht nur dessen Erfahrung und Expertise, sondern vor allem dessen Neutralität gegenüber hochschulpolitischen Prozessen und die Vermeidung von Interessenskonflikten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Projekt KlimaPlanReal war ein weiteres Ziel, die vier Hochschulklimaräte über die Hochschulen hinweg möglichst vergleichbar zu halten. Dazu wurde für alle HKR ein externes Unternehmen mit Erfahrung in der Durchführung von partizipativen Verfahren beauftragt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhalt der &#039;&#039;&#039;Leistungsbeschreibung&#039;&#039;&#039; war:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Konzepterstellung in Absprache mit dem Auftraggeber zur Durchführung der HKRs&lt;br /&gt;
* Schulung von ca. zehn wissenschaftlichen Hilfskräfte u. Mitarbeitenden in (Co-)Moderationstechniken, um diese zu befähigen, die Kleingruppen in den Arbeitsphasen in Zweierteams eigenständig zu moderieren.&lt;br /&gt;
* Durchführung und Dokumentation der vier HKRs&lt;br /&gt;
* Feedback zu, von den Hochschulen, erstellten KlimaPlänen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Kosten&#039;&#039;&#039; für den externen Anbieter beliefen sich auf ca. 50.000€.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Projekt KlimaPlanReal lag die Konzipierung der HKR hauptsächlich beim Projektteam und die Moderation beim externen Anbieter, um die praktische Durchführung eines Hochschulklimarats bei gleichzeitiger Vergleichbarkeit zwischen den vier Standorten und die begleitende Transformationsforschung zu ermöglichen. Diese Trennung ist in der Praxis jedoch eher unüblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Empfehlungen =====&lt;br /&gt;
* Im Rahmen der Angebotsplanung ist frühzeitig mit der Erstellung einer Leistungsbeschreibung zu beginnen und gegebenenfalls ein Richtpreisangebot einzuholen, um das Finanzvolumen abzuschätzen und die passende Vergabeart zu bestimmen. Die Vorgaben der jeweiligen Institution und gegebenenfalls des Fördermittelgebers sind zu berücksichtigen. Eine frühzeitige Klärung des geeigneten Vergabeverfahrens und der einzuhaltenden Fristen sind unerlässlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Hinweise zur Planung eines Hochschulklimarats ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Dauer von Prozessen nicht unterschätzen:&#039;&#039;&#039; Im Projekt KlimaPlanReal hatten wir etwa zwei bis drei Monate Zeit zur Feinplanung mit dem Moderationsteam, der Gewinnung von Expert*innen und Teilnehmenden. Hier wäre eine Zeitspanne von ca. sechs Monaten angemessener.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Parallelprozesse kennen und Konflikte vermeiden:&#039;&#039;&#039; Die Planung und die Konsequenzen eines Hochschulklimarats sollten vor dessen Initiierung mit der Hochschulleitung transparent besprochen werden. Interferenzen mit parallel laufenden Prozessen bzw. Doppelstrukturen sollten vermieden werden, bestenfalls ergeben sich Synergien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ablauf eines Hochschulklimarats ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Idealtypischer Ablauf ===&lt;br /&gt;
Auf Grundlage unserer Erfahrungen im Projekt KlimaPlanReal (siehe [[#Tatsächlicher Ablauf im Projekt KlimaPlanReal|Tatsächlicher Ablauf]] empfehlen wir den folgenden, viertägigen Ablauf. Diesen werden wir im Projekt [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/Projektabschnitte/HKR+an+der+Burg+Halle.html KlimaPlanReal – intensified] selbst umsetzen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Grafik.png|mini|zentriert|Abbildung 1: Angepasster Ablauf für einen viertägigen Hochschulklimarat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tatsächlicher Ablauf im Projekt KlimaPlanReal ===&lt;br /&gt;
Tatsächlich wurde bei KlimaPlanReal ein zweitägiger Ablauf umgesetzt, welcher nun dargestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das umfassende Thema Klimaneutralität greifbarer zu machen, wurden vorab durch das KlimaPlanReal-Projektteam auf Basis einer universitätsvergleichenden Studie (Helmers et al., 2023) &#039;&#039;drei impactrelevante Transformationsfelder&#039;&#039; ausgemacht, die sich jeweils in &#039;&#039;zwei Handlungsfelder&#039;&#039; unterteilten.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmers, E., Chang, C. C., &amp;amp; Dauwels, J. (2021). Carbon footprinting of universities worldwide: Part I—objective comparison by standardized metrics. &#039;&#039;Environmental Sciences Europe, 33&#039;&#039;(1), 30. &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://doi.org/10.1186/s12302-021-00454-6&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 [[Datei:Abbildung 2.png|mini|zentriert|Abbildung 2: Die drei impactrelevanten Transformationsfelder und deren Handlungsfelder]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschulklimaräte kamen an jeweils &#039;&#039;&#039;zwei Terminen&#039;&#039;&#039; zusammen. Während es an &#039;&#039;&#039;Tag 1&#039;&#039;&#039; vor allem darum ging, den Teilnehmenden Informationen zu vermitteln, nahmen diese an &#039;&#039;&#039;Tag 2&#039;&#039;&#039; eine aktive Rolle ein. Das Ziel dieser Sitzung war die &#039;&#039;&#039;Erarbeitung von Maßnahmen&#039;&#039;&#039; zu den Handlungsfeldern, unter Einbeziehung hochschulinterner Expert*innen. Für jedes Handlungsfeld sollten ca. fünf bis zehn Maßnahmen entwickelt und durch die Teilnehmenden priorisiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Moderation der Hochschulklimarats-Sitzungen erfolgte durch einen [[#Beauftragung eines externen Anbieters für die Durchführung|externen Anbieter]]. Der Ablauf ist in Abbildung 3a (Tag 1) und 3b (Tag 2) schematisch dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die während der HKR erarbeiteten Maßnahmen wurden durch die KlimaPlanReal-Projektteams jeweils in einem hochschulspezifischen &#039;&#039;&#039;[https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplan.html KlimaPlan]&#039;&#039;&#039; verschriftlicht (analog zu einem Bürger*innengutachten), und den Mitgliedern des HKR anschließend noch einmal zur Konsultation per Mail gesendet. Die KlimaPläne wurden an die entsprechenden &#039;&#039;&#039;Hochschulleitungen hochschulöffentlich übergeben&#039;&#039;&#039;. Dies fand im Rahmen von Senatssitzungen, der Ringvorlesung Nachhaltigkeit oder als eigenständiger Termin statt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Abbildung 3a.png|mini||zentriert|Abbildung 3a: Hochschulklimarat Ablauf Tag 1]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Abbildung 3b.png|mini||zentriert|Abbildung 3b: Hochschulklimarat Ablauf Tag 2]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Details und Praxis-Hinweise ====&lt;br /&gt;
===== Backcasting =====&lt;br /&gt;
* Angelehnt an die &#039;&#039;&#039;Kreativitätsmethode „Backcasting“&#039;&#039;&#039; wurde ein Zukunftsbild für die Hochschule erarbeitet. Übergeordnetes Ziel dabei war die Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
* Der Impuls für das Backcasting lautete: &#039;&#039;Heute ist der TT.MM.2030 [2035 /2040]. Sie befinden sich auf dem Weg zur [Hochschule]. Eigentlich ist alles wie immer. Ihnen fällt ein, dass genau vor 7 [12 / 17] Jahren der Hochschulklimarat stattgefunden hat. Und Sie treffen zufällig auf andere Mitglieder/Teilnehmende von damals! Das ist doch eine gute Möglichkeit zu schauen, was sich in den vergangenen Jahren geändert hat.“&#039;&#039; Das Jahr wurde entsprechend des Zieljahrs, welche die Hochschule für ihre Klimaneutralität formuliert hatte, angepasst.&lt;br /&gt;
* Das Backcasting fand in Kleingruppen statt und bildete den Auftakt für die Maßnahmenerarbeitung. Die Vision einer klimaneutralen Hochschule in den jeweiligen Themenbereichen wurde durch die nächsten Gruppen ergänzt und vervollständigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zeitrahmen: ca. 2 Stunden&lt;br /&gt;
* Empfehlenswert als kreative Einstiegsmethode&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Kleingruppenarbeit =====&lt;br /&gt;
* Basierend auf den Zukunftsvisionen der Teilnehmenden wurden dann &#039;&#039;&#039;erste [[Glossar KlimaPlanReal|Maßnahmensteckbriefe]]&#039;&#039;&#039; ausgearbeitet.&lt;br /&gt;
* In den zweiten und dritten Runden wechselten die Mitglieder die [[#Tatsächlicher Ablauf im Projekt KlimaPlanReal|impactrelevanten Transformationsfelder]] und die Gruppe, sodass jede Person in &#039;&#039;&#039;wechselnden Gruppenkonstellationen&#039;&#039;&#039; an jedem der drei [[#Tatsächlicher Ablauf im Projekt KlimaPlanReal|Transformationsfelder]] mitgearbeitet hat. Die zweite und dritte Runde brachten sowohl Erweiterungen der bisherigen Maßnahmen als auch neue Maßnahmen hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Empfehlung zur Gruppeneinteilung:&#039;&#039;&#039; Es sollte erwogen werden, längere Bearbeitungszeiten innerhalb derselben Gruppe einzuplanen. Dies würde mehr Raum für vertiefte Diskussionen und Auseinandersetzung mit den Maßnahmenvorschlägen schaffen und verhindern, dass Gruppen auseinandergerissen werden. Gleichzeitig ist abzuwägen, ob der Vorteil „frischer Perspektiven“ durch wechselnde Gruppen wichtiger ist als eine tiefere inhaltliche Auseinandersetzung.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Empfehlung zur Gruppenarbeit:&#039;&#039;&#039; Es sollte sichergestellt werden, dass Maßnahmen von allen Gruppenmitgliedern gemeinsam erarbeitet und diskutiert werden, um die Beteiligung aller zu fördern und ein ausgewogenes Ergebnis zu erzielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Einbezug von Expert*innen =====&lt;br /&gt;
* Den Teilnehmenden standen in allen drei Gruppenarbeitsphasen &#039;&#039;&#039;[[Glossar KlimaPlanReal|Fachexpert*innen]]&#039;&#039;&#039; zum telefonischen Kontakt zur Verfügung.  In der zweiten und dritten Gruppenarbeitsphase standen für die drei [[#Tatsächlicher Ablauf im Projekt KlimaPlanReal|impactrelevanten Transformationsfelder]] &#039;&#039;&#039;[[Glossar KlimaPlanReal|Umsetzungsexpert*innen]]&#039;&#039;&#039; aus der jeweiligen Hochschule für Fragen zur Verfügung (teils telefonisch, teils vor Ort).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Für Rückmeldungen zur Sinnhaftigkeit und Realisierbarkeit von Maßnahmenvorschlägen ist der Einbezug von Expert*innen wichtig.&lt;br /&gt;
* Der Einbezug von Umsetzungs-Expert*innen war in diesem Projekt aufgrund der nötigen Zusammenarbeit in den später startenden [[Good Practice Guide: Transferlabor|Transferlaboren]] sinnvoll.&lt;br /&gt;
* Wir empfehlen die Einbindung von Expert*innen in Präsenz, da die Möglichkeit zur telefonischen Konsultation von den Mitgliedern des HKRs nicht genutzt wurde.&lt;br /&gt;
* Die Moderation des HKR sollte darauf achten, dass Expert*innen den Prozess unterstützen, ohne zu viel Redezeit einzunehmen, ohne ihre persönlichen Interessen in den Vordergrund zu stellen, und ohne dass die Diskussion persönlicher Interessen der Teilnehmenden mit den Expert*innen die Arbeit an den Maßnahmen in den Hintergrund drängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Priorisierung der Maßnahmenvorschläge =====&lt;br /&gt;
* Die durch die Kleingruppen entwickelten Maßnahmensteckbriefe wurden auf Pinnwänden ausgestellt und es fand ein sogenannter &#039;&#039;&#039;Gallery-Walk&#039;&#039;&#039; statt, um sich einen letzten Überblick über alle Maßnahmen zu verschaffen.&lt;br /&gt;
* Mit der Frage: „Welche Maßnahme sollte aus Ihrer Sicht sofort umgesetzt werden?“ konnten die Teilnehmenden in jedem der drei [[#Tatsächlicher Ablauf im Projekt KlimaPlanReal|Transformationsfelder]] (Mobilität, Regenerativer Campus, Ernährung &amp;amp; Beschaffung) zwei Maßnahmen mithilfe von &#039;&#039;&#039;zwei Klebepunkten&#039;&#039;&#039; priorisieren. Insgesamt hatte jede Person somit eine Stimme pro Handlungsfeld (z.B. 1 Punkt für Maßnahmen in Bezug auf Geschäftsmobilität), um jeweils die aus ihrer Sicht dringlichste Maßnahme auszuwählen. Es wurde nicht eingegriffen, wenn innerhalb eines Transformationsfeldes auch zwei Stimmen für ein Handlungsfeld verwendet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Für die Priorisierung sollte auf die Lesbarkeit und Verständlichkeit der Maßnahmensteckbriefe geachtet werden&lt;br /&gt;
* Es sollte genug Zeit eingeräumt werden, um sich vor der Priorisierungsentscheidung mit den Maßnahmenvorschlägen auseinanderzusetzen.&lt;br /&gt;
* Es sollte eindeutig sein, nach welchem Kriterium (wichtig vs. dringend) priorisiert wird. Geeignet als Priorisierungsfrage wäre z. B. „Welche Maßnahme ist Ihnen besonders wichtig?“ Optional kann mit einer zweiten Farbe bewertet werden: „Welche Maßnahme könnte sofort umgesetzt werden?“&lt;br /&gt;
* Es sollte vorab geklärt werden, wie mit Maßnahmenvorschlägen umgegangen wird, die mit 0 Punkten priorisiert werden (Aufnahme in den KlimaPlan /das Gutachten?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Abschluss =====&lt;br /&gt;
* Der Hochschulklimarat endete mit einer Zusammenfassung der priorisierten Maßnahmen, einem Ausblick, wie es mit den erarbeiteten Maßnahmen weitergeht und dem Dank an die Teilnehmenden durch das Moderations- und Projektteam. Nach der Verabschiedung hatten Teilnehmende noch Zeit zum gegenseitigen Austausch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Zeitwohlstand =====&lt;br /&gt;
* Insgesamt wurden die bisherigen anderthalbtägigen HKRs als zu kurz empfunden. Teilnehmende benötigten mehr Zeit für die Erarbeitung und Diskussion von Maßnahmenvorschlägen in den Kleingruppen, die Konsolidierung von Ideen und Priorisierungsentscheidungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Dokumentation: Vom Maßnahmensteckbrief zum KlimaPlan =====&lt;br /&gt;
* In den Kleingruppen wurden &#039;&#039;&#039;Maßnahmensteckbriefe&#039;&#039;&#039; anhand einer Vorlage (Abb. 4) erarbeitet.&lt;br /&gt;
* Die oft stichpunktartigen Maßnahmensteckbriefe wurden nach dem HKR von den Moderator*innen und Co-Moderator*innen ausformuliert.&lt;br /&gt;
* Im Nachgang recherchierten die Projektmitarbeitenden Unklarheiten, falsche Annahmen oder Angaben, um diese für den &#039;&#039;&#039;KlimaPlan&#039;&#039;&#039; zu korrigieren. Die Maßnahmen wurden dabei nicht kuratiert, sondern lediglich redaktionell bearbeitet. Entsprechend handelt sich nicht immer um rechtlich oder tatsächlich umsetzbare Maßnahmen.&lt;br /&gt;
* Anschließend wurde den Mitgliedern des HKR der KlimaPlan mit den ausformulierten Maßnahmen per Mail zur Konsultation vorgelegt, mit der Möglichkeit, Rückmeldungen zu geben und Fehler zu korrigieren. In der anschließenden Überarbeitung erfolgten keine inhaltlichen Änderungen der Maßnahmen mehr, sondern lediglich Fehlerkorrekturen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Um im weiteren Transformationsprozess gut auf den Maßnahmen im KlimaPlan aufbauen zu können, sollte die Moderation darauf achten, dass im Steckbrief &#039;&#039;&#039;SMARTe Ziele&#039;&#039;&#039; formuliert werden (&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039;pezifisch, &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;essbar, &#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039;ttraktiv, &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;ealistisch und &#039;&#039;&#039;T&#039;&#039;&#039;erminiert). Ggf. kann die Steckbrief-Vorlage angepasst werden, um dies zu unterstützen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Abbildung 4.png|mini||zentriert|Abbildung 4: Vorlage Maßnahmensteckbrief]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Öffentlichkeitsarbeit und strukturelle Verankerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bereits vor der Auswahl von Teilnehmenden sind über eine Webseite und andere Informationskanäle (z. B.  Social Media, Newsletter, Rundmail der Hochschulleitung, Personalversammlung / Personalrat) Informationen zum Ziel und Ablauf des HKR transparent zu machen. Auch während und nach dem Hochschulklimarat sollten entsprechende Kanäle genutzt werden, um die Hochschulöffentlichkeit über Prozesse und Ergebnisse zu informieren.&lt;br /&gt;
* Die &#039;&#039;&#039;Unterstützung der Hochschulleitung&#039;&#039;&#039; für den Hochschulklimarat ist essenziell für den langfristigen Erfolg.&lt;br /&gt;
* Idealerweise gibt es &#039;&#039;&#039;vorab&#039;&#039;&#039; ein &#039;&#039;&#039;Commitment&#039;&#039;&#039; aus dem Senat / der HS-Leitung / legitimierten Gremien der Hochschule, inwieweit die erarbeiteten Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden bzw. bei Planungen Berücksichtigung finden.&lt;br /&gt;
* Den Teilnehmenden des Hochschulklimarats sollte &#039;&#039;&#039;transparent&#039;&#039;&#039; gemacht werden, inwiefern die Gruppe legitimiert ist, Maßnahmen zu entwickeln und wie es im Anschluss an den HKR mit den erarbeiteten Maßnahmen weitergeht.&lt;br /&gt;
* Essenziell für das Vertrauen in das Verfahren ist es, dass von etwaigen Zusagen später im Prozess nicht abgewichen wird. Unverbindlichkeit kann zu Frustration und Misstrauen führen.&lt;br /&gt;
* Eine &#039;&#039;&#039;offizielle Begrüßung&#039;&#039;&#039; des/der Rektor*in oder Präsident*in der Hochschule kann dazu beitragen, dem Verfahren Legitimität zu verleihen und zeigt Wertschätzung gegenüber den Teilnehmenden.&lt;br /&gt;
* Auch im &#039;&#039;&#039;Nachgang&#039;&#039;&#039; des HKRs sind eine gute Kommunikation, Transparenz und Erwartungsmanagement entscheidend für die Wahrnehmung der Teilnehmenden. Die &#039;&#039;&#039;Nachbetreuung&#039;&#039;&#039; der Teilnehmenden sollte im weiteren Verlauf nicht vernachlässigt werden. Im Fall von KlimaPlanReal erfolgte dies zum Beispiel durch:&lt;br /&gt;
** Einbezug der Teilnehmenden des HKR bei der feierlichen Übergabe der KlimaPläne an die Hochschulleitungen.&lt;br /&gt;
** Möglichkeit für die Teilnehmenden des HKR, im [[Good Practice Guide: Transferlabor|Transferlabor]] selbst an der Maßnahmenumsetzung mitzuwirken.&lt;br /&gt;
** Information an die Teilnehmenden des HKR, wie die Umsetzung im ersten Transferlabor erfolgt ist.&lt;br /&gt;
** Transparente Darstellung der integrierten Bewertung auf der Projektwebsite&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Integrierte Bewertung und Auswahl von Pilotmaßnahmen ==&lt;br /&gt;
Die integrierte Bewertung war ein zentrales Instrument im KlimaPlanReal-Prozess, um die vom Hochschulklimarat vorgeschlagenen Klimaschutzmaßnahmen systematisch, objektiv und transparent zu bewerten und daraus Pilotmaßnahmen für die Umsetzung in den Transferlaboren auszuwählen. Ziel war es, die Wirksamkeit, Umsetzbarkeit und Relevanz der Maßnahmen sicherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zielsetzung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vergleichbarkeit und Nachvollziehbarkeit der Maßnahmenbewertung&lt;br /&gt;
* Auswahl von Maßnahmen anhand von definierten     Kriterien, unter Berücksichtigung quantitativer (z. B. Kosten,     CO₂-Einsparung, Umsetzbarkeit) und qualitativer (z. B. Sichtbarkeit,     Akzeptanz, Innovationspotenzial) Indikatoren.&lt;br /&gt;
* Sicherstellung,     dass alle Mitgliedergruppen (Studierende, wissenschaftliches und     wissenschaftsunterstützendes Personal und Professor*innen) durch die     ausgewählten Maßnahmen angesprochen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Praxisbeispiel KlimaPlanReal:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kriterien und Bewertungsmaßstäbe zur Auswahl von geeigneten Maßnahmen für die Transferlabore wurden mit dem Projektbeirat erarbeitet und hochschulübergreifend abgestimmt. Die Bewertungen sind in den Dokumenten [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplan.html Impact-Bewertung] von jeder Hochschule dokumentiert und auf der Projektwebsite veröffentlicht. Die Bewertung erfolgte in der Regel durch die Projektmitarbeitenden von KlimaPlanReal, zum Teil nach Rücksprache mit Fachexpert*innen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schritte der integrierten Bewertung ===&lt;br /&gt;
Die Bewertung der Maßnahmen erfolgte in fünf Schritten. Die ersten drei Schritte enthalten die Pflichtkriterien. Schritt vier und fünf beinhalten optionale Kriterien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Im ersten Schritt der Bewertung wurden die &#039;&#039;&#039;Kosten&#039;&#039;&#039; sowie die &#039;&#039;&#039;Umsetzungsdauer&#039;&#039;&#039; der einzelnen Maßnahmen geschätzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Umsetzungsdauer:&#039;&#039;&#039; Enthält eine grobe Schätzung über die Umsetzungsdauer der Maßnahme. Die Einschätzung erfolgt in Monaten (M) + qualitative Beschreibung.&lt;br /&gt;
** Für die Transferlabore wurde eine maximale Umsetzungsdauer von 10 Monaten als Kriterium gesetzt, da dies der Laufzeit des Arbeitspaketes der Transferlabore entsprach.&lt;br /&gt;
** Berücksichtigung von Vorlaufzeiten (z. B. für Beschaffung oder Genehmigungen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Umsetzungskosten:&#039;&#039;&#039; Enthält eine grobe Schätzung, teilweise auch Beispielrechnungen, über die Umsetzungskosten. Einschätzung der initialen Kosten in Euro.&lt;br /&gt;
** Im KlimaPlanReal-Projekt wurde ein Maximalbudget von 10.000 € pro Pilotmaßnahme für die Transferlabore festgelegt. Maßnahmen, die diesen Rahmen überschritten, wurden für die Pilotierung ausgeschlossen oder angepasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Anschließend wurden die Maßnahmen nach ihrem erwarteten &#039;&#039;&#039;Potenzial für Treibhausgaseinsparungen&#039;&#039;&#039; geordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Einsparungspotenzial Treibhausgasemissionen&#039;&#039;&#039;: Enthält eine grobe Schätzung, teilweise auch Beispielrechnungen, über das (jährliche und kumulierte) Einsparungspotenzial von Treibhausgasemissionen. Die Einschätzung erfolgte nach Möglichkeit in Tonnen CO2-äquivalenter Emissionen und ggf. einer qualitative Einordnung.&lt;br /&gt;
** Das Minderungspotenzial wurde auf Basis von Verbrauchsdaten, Erfahrungswerten und wissenschaftlichen Annahmen berechnet.&lt;br /&gt;
** Maßnahmen mit hohem Einsparpotenzial wurden bevorzugt, sofern sie realistisch umsetzbar waren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Nachfolgend wurde die &#039;&#039;&#039;Priorisierung&#039;&#039;&#039; der Teilnehmenden &#039;&#039;&#039;des Hochschulklimarats&#039;&#039;&#039; berücksichtigt ([[#Priorisierung der Maßnahmenvorschläge|siehe oben]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Weitere &#039;&#039;&#039;optionale Kriterien&#039;&#039;&#039; wurden     betrachtet wie bspw. Sichtbarkeit, Wartungskosten, Zusatznutzen und Stand     der Bearbeitung (ähnlicher Maßnahmen) an der Hochschule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wartungskosten:&#039;&#039;&#039; Enthält eine grobe Schätzung über die jährlich zu erwartenden Kosten zur Aufrechterhaltung der Wirkung dieser Maßnahme.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Bereits an der HS in Bearbeitung&#039;&#039;&#039;: Meint, ob es bereits Prozesse, Projekte oder ähnliches gibt, in denen diese Maßnahme oder Teile von ihr bereits mitgedacht werden (können). Einschätzung über „ja / nein“ sowie die qualitative Beschreibung.o  Maßnahmen, die bereits durch die Hochschulleitung oder an anderer Stelle aktiv oder zukünftig - ggf. mit größerem Finanzvolumen – verfolgt werden, wurden als Transferlabor-Maßnahmen ausgeschlossen, um Parallelstrukturen zu vermeiden.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Sichtbarkeit:&#039;&#039;&#039; Umfasst die Anzahl der Mitgliedergruppen (0-5), die von der Maßnahme betroffen sind bzw. mit ihr in Berührung kommen: Studierende, wissenschaftliche Mitarbeitende, wissenschaftsunterstützendes Personal, Professor*innen., Externe/Besucher*innen. Maßnahmen, die möglichst viele Mitgliedergruppen ansprechen, werden bevorzugt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Klimaanpassung:&#039;&#039;&#039; Umfasst, inwieweit durch diese Maßnahme die Folgen des Klimawandels abgemildert bzw. reduziert werden. Eine Einschätzung erfolgte über eine qualitative Beschreibung.&lt;br /&gt;
*  &#039;&#039;&#039;Biodiversitätsfördernd:&#039;&#039;&#039; Umfasst, inwieweit durch die Maßnahme, die Erhöhung der Artenvielfalt sowie die Vielfalt an Lebensräumen und deren Habitatqualität erfolgt. Einschätzung über „ja/nein“ sowie eine qualitative Beschreibung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Anhand der finalen Bewertungen und Begründungen pro Themenfeld wurden möglichst eine &#039;&#039;&#039;Top-Maßnahme&#039;&#039;&#039; bestimmt. Ggf. wurden hierfür mehrere kleine oder Themenfeld-übergreifende Maßnahmen zusammengelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend wurden unter diesen Top-Maßnahmen - nach &#039;&#039;&#039;Rücksprache mit der Hochschulleitung&#039;&#039;&#039; - pro Hochschule zwei der Maßnahmen für die beiden [[Transferlabor|Transferlabore]] ausgewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Praktische Erfahrungen, Hindernisse und Empfehlungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Beispiele ====&lt;br /&gt;
* erfolgte [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplan.html Impactbewertungen] im Projekt KlimaPlanReal&lt;br /&gt;
* [[KlimaPlanReal: Zusatzmaterial zum Download|Excel-Tabelle, um selber eine Impact-Bewertung durchzuführen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Praktische Erfahrungen aus KlimaPlanReal ====&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Vielfalt der Maßnahmen:&#039;&#039;&#039; Die Berücksichtigung sowohl technischer als auch verhaltensbezogener und struktureller Maßnahmen führte zu einer breiten Palette an potenziellen Maßnahmen, die unterschiedliche Handlungsfelder und Zielgruppen adressierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Ressourcenorientierung:&#039;&#039;&#039; Die Begrenzung auf 10.000 € Budget und 10 Monate Umsetzungszeit pro Maßnahme erwies sich als knapp bemessen und sollte verlängert werden. Die begrenzten Ressourcen führten dazu, dass vielversprechende Maßnahmen mit einem höheren THG-Minderungspotenzial (z.B. größere bauliche Veränderungen mit langen Planungshorizonten) oftmals ausgeschlossen werden mussten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Häufige Hindernisse bei der Bewertung von Maßnahmen ====&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Hindernis&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Beispiel aus der Praxis&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Empfehlung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Unterschiedliche Vorstellungen über  Prioritäten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Hochschulleitung,  Projektteam, Fachexpert*innen bewerten Kriterien als unterschiedlich wichtig,  z.B. Klimawirkung wichtiger als Sichtbarkeit oder Akzeptanz&lt;br /&gt;
|Gemeinsame  Festlegung der Gewichtung der Kriterien zu Beginn des Prozesses kann die  Akzeptanz und Nachvollziehbarkeit erhöhen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Transparenz der Auswahlkriterien&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Frühzeitige  Bereitstellung umfassender Information zum Auswahlprozess.&lt;br /&gt;
|Veröffentlichung  der integrierten Bewertung und der Auswahlkriterien auf einer Webseite sowie  anderen relevanten Plattformen (z.B. auch Vorstellung im Rahmen einer  Veranstaltung), um die Akzeptanz und Nachvollziehbarkeit zu erhöhen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Unvollständige oder unsichere Datenlage&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Bei  einigen Maßnahmen war das CO₂-Einsparpotenzial und andere Kriterien schwer  quantifizierbar&lt;br /&gt;
|Nutzung  von Bandbreiten/Schätzungen und transparente Kennzeichnung von Unsicherheiten  sowie das Heranziehen qualitativer Kriterien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Zeitdruck bei der Bewertung und Auswahl&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|zu  enger Zeitplan der Hochschulklimarat-Sitzungen für eine adäquate  Priorisierung&lt;br /&gt;
|mehr  Zeit für die Priorisierung einplanen, ggf. zusätzliche Treffen oder digitale  Abstimmungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Zielkonflikte zwischen Maßnahmen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Maßnahmen  mit hoher Klimawirkung, aber geringer Akzeptanz oder umgekehrt&lt;br /&gt;
|Offene  Diskussion, ggf. Kombination oder Anpassung der Maßnahmen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Umsetzungshürden nach Auswahl&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Genehmigungen, technische oder  organisatorische Probleme&lt;br /&gt;
|Realistische Machbarkeitsprüfung bereits im  Bewertungsprozess, Unterstützung durch Expert*innen, gerade in Bezug auf die  zeitlichen Dimensionen aufgrund von Formalien[RS1] &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturverzeichnis ==&lt;br /&gt;
Blöbaum, A., &amp;amp; Baasch, S. (2017). Partizipation im Umweltkontext: Einführung in das Schwerpunktthema. &#039;&#039;Umweltpsychologie, 21&#039;&#039;(2), 5–10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgerrat Klima. (2021). &#039;&#039;Unsere Empfehlungen für die deutsche Klimapolitik&#039;&#039; [Gutachten]. https://buergerrat-klima.de/downloadPdf/41&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Helmers, E., Chang, C. C., &amp;amp; Dauwels, J. (2021). Carbon footprinting of universities worldwide: Part I—objective comparison by standardized metrics. &#039;&#039;Environmental Sciences Europe, 33&#039;&#039;(1), 30. https://doi.org/10.1186/s12302-021-00454-6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Matthies, E., &amp;amp; Blöbaum, A. (2008). Partizipative Verfahren und Mediation. In E. D. Lantermann &amp;amp; V. Linneweber (Hrsg.), &#039;&#039;Umweltpsychologie (Band 1: Grundlagen, Paradigmen und Methoden der Umweltpsychologie, S. 811–837).&#039;&#039; Hogrefe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dienel, C. D. (1997). &#039;&#039;Die Planungszelle: Der Bürger plant seine Umwelt. Eine Alternative zur Establishment-Demokratie.&#039;&#039; Westdeutscher Verlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Links, Material, Ansprechpersonen==&lt;br /&gt;
===Ansprechperson KlimaPlanreal===&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Clara Simon&lt;br /&gt;
Otto-von-Guericke Universität Magdeburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
clara.simon[at]ovgu.de&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===KlimaPläne der beteiligten Hochschulen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hochschulklimarat an der Hochschule Anhalt, Tischew, S., Hensen, H., Dullau, S., Rühmland, S., Kastner, K., Schmid, C., Tesch, J., Herth, L., Hütte, A., Icard, M., Löchtefeld, S., Wahlmann, M., &amp;amp; Stietz, J. (2023). &#039;&#039;Unser Klimaplan für die Hochschule Anhalt: Mit Maßnahmenvorschlägen von 28 teilnehmenden Mitgliedern der Hochschule Anhalt am Hochschulklimarat als Beitrag zur Erreichung der Treibhausgasreduktion.&#039;&#039; https://www.hs-anhalt.de/nachhaltigkeit/klimaplanreal.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heilmann, A., Schaller, P., Pfitzner, B., Klinner, A., Schmid, C., Kastner, K., Matthies, E., Bokowski, J., Nimführ, C., &amp;amp; Palme, H. (2023). &#039;&#039;Unser Klimaplan für die Hochschule Harz: Ideen von 28 Mitgliedern der Hochschule Harz zur Erreichung der Treibhausgasneutralität&#039;&#039; (Harzer Hochschultexte Nr. 15). Hochschule Harz. https://doi.org/10.25673/116333&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Stabsstelle Vielfalt und Chancengleichheit. (2023). &#039;&#039;Unser Klimaplan für die Uni Halle: Maßnahmenempfehlungen von 36 Mitgliedern der MLU zur Treibhausgasreduktion der Universität.&#039;&#039; https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/hochschulklimarat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rühmland, S., Künzel, C., Matthies, E., Kastner, K., Schmid, C., &amp;amp; Herth, L. (2023). &#039;&#039;KlimaPlan für die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.&#039;&#039; Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.14965982&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===weiterführendes / interessantes Material===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krenzer, S., &amp;amp; Socher, S. (2024). Kommunale Bürgerräte organisieren. Handbuch für den Weg von der ersten Idee bis zur Verwendung der Empfehlungen (Mehr Demokratie e. V., IDPF Wuppertal, Bergische Universität Wuppertal, &amp;amp; RIFS Potsdam, Hrsg.). https://www.buergerrat.de/fileadmin/downloads/handbuch-kommunale-buergerraete.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__INHALTSVERZEICHNIS_ERZWINGEN__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
__INDEXIEREN__&lt;br /&gt;
__KEIN_NEUER_ABSCHNITTSLINK__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Governance]] [[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=27904</id>
		<title>Blaupause zum Energiesparen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=27904"/>
		<updated>2026-03-04T14:03:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: /* Übertragbarkeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Best Practice&lt;br /&gt;
|beschr=Die Blaupause entstand im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal, innerhalb des ersten Transferlabors an der MLU, und ist im Handlungsfeld &amp;quot;Regenerativer Campus: Energie&amp;quot; angesiedelt. &lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Betrieb, Energie&lt;br /&gt;
|keyw=Energie, Energiesparen, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
|org=KlimaPlanReal&lt;br /&gt;
|adresse=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg &amp;lt;br&amp;gt; Universitätsplatz 10 &amp;lt;br&amp;gt; 06108 Halle&lt;br /&gt;
|url=https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/&lt;br /&gt;
|projekt=Transformationspfade (traNHSform)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines [[Transferlabor|Transferlabors]] (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regenerativer Campus: Energie, Abfall und Wasser – Fokus Energie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“. Diese orientiert sich an der Maßnahme 19 aus dem [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/hochschulklimarat/klimaplan_mlu/ KlimaPlan der MLU]. Folgende Ziele wurden im TrafoTeam formuliert und erfolgreich umgesetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring und zur Visualisierung des Energieverbrauchs (Strom, Wärme, Kälte) einzelner Bereiche in einem Zielgebäude&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen zum Thema Energiesparen&lt;br /&gt;
*Verständliche Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ausgangslage===&lt;br /&gt;
Für die „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ wurden Daten zum Energieverbrauch sowohl der Universität insgesamt (siehe [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/3343046_3385459/3385459_3503977/ Status Quo Analyse der MLU]) als auch der einzelnen Gebäudekomplexe ausgewertet. Dies erfolgte in Kooperation mit dem Energiemanagement. Das ermöglichte eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und half bei der Auswahl eines Pilotgebäudes. Kernindikatoren waren dabei der Strom- und Wärmeverbrauch (in MWh) sowie die Treibhausgasbilanz des jeweiligen Gebäudes. Für das Analysieren des Energie-Einsparpotentials waren im konkreten Fall der MLU die Daten zu den Einsparungen während der Prüfungen von Maßnahmen in Bezug auf die Verordnungen zur Sicherung der Energieversorgung über kurz- und mittelfristige Maßnahmen (EnSiKuMaV) von Vorteil. Der Energiemanager konnte diese auf Gebäudeebene zur Verfügung stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Akteur*innenanalyse===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse an der MLU durchgeführt, die auch den Bereich &#039;&#039;Energie&#039;&#039; umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert und kontaktiert werden. In Abbildung 1 wurden die für das Transferlabor relevanten Akteur*innen dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden formell zuständige Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem [[Hochschulklimarat]]) angesprochen. Das &#039;&#039;&#039;TrafoTeam&#039;&#039;&#039; setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren vier Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Bauangelegenheiten - Projektingenieur Hochschulbau&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Technisches Gebäudemanagement - Energiemanager&lt;br /&gt;
*Student (Mathematik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
*Student (Informatik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere (Schlüssel)personen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Im Projekt wurde ein Ideenwettbewerb durchgeführt, der von einer zusammengestellten Jury begleitet wurde. Mitglieder der Jury zur Bewertung der Einreichungen im Ideenwettbewerb wurden aufgrund ihres Bezugs zum Pilotgebäude oder ihrer fachlichen Expertise (z.B. technisch-bauliche Kenntnisse) ausgewählt. Außerdem sollte die Jury eine gewisse Repräsentativität ausstrahlen und verschiedene Mitgliedergruppen vertreten.&lt;br /&gt;
*Mitglieder waren: der Abteilungsleiter Bau und Liegenschaften, die Dekane der im Pilotgebäude vertretenen Fakultäten sowie ein Vertreter des TrafoTeams&lt;br /&gt;
*Ansprechpersonen im Pilotgebäude: Direktor und stellvertretende Direktoren, Sekretariat, Leiter*innen der wissenschaftlichen Arbeitsgruppen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einschätzung zur Zusammensetzung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*hohe Motivation der einzelnen Akteur*innen &lt;br /&gt;
*Unausgewogenes Geschlechterverhältnis (mehr männliche Personen)&lt;br /&gt;
*Fachexpertise aus den Bereichen Kommunikationswissenschaft oder Umweltpsychologie fehlte&lt;br /&gt;
*Zu kleine Gruppe, um Untergruppen für verschiedenen Aufgaben zu bilden&lt;br /&gt;
*Alle hier berichteten Aktivitäten wurden vom TrafoTeam gemeinsam getragen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innensanalyse Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ .png|mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 1: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; - - Auch außerhalb des Projekts zugeordnet)]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Umsetzungsschritte===&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“.png||mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 2: Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“|alternativtext=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen (Details zu Transformationsteams können dem [[Transferlabor|Good-Practice Guide zu Transferlaboren]] entnommen werden)&lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen des Energiemanagers mit ähnlichen Prozessen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Entscheidung im TrafoTeam für ein Zielgebäude unter Beachtung der Indikatoren Energieverbrauch und Energieeinsparpotential. Das Pilotgebäude ist ein Neubau aus dem Jahr 2017 mit moderner Ausstattung inklusive einer relativ hohen Dichte an Messpunkten für Energieverbrauch; 5.400 m² Nutzfläche; 3 Fakultäten vertreten; etwa 250 Mitarbeitende; etwa 65% der Räume sind Labore&lt;br /&gt;
*Konkretisierung der Energiesparziele (2% Einsparung pro Jahr im Zielgebäude, entsprechend dem EnEfG)&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Definition von (Teil)zielen; Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Vorbereitung rund um das Pilotgebäude&#039;&#039;: Identifikation relevanter Zielgruppen sowie Ermittlung von Arbeitsgruppenleitungen und Ansprechpersonen aus den verschiedenen Fakultäten&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Einbindung der Führungsebene:&#039;&#039; Abstimmungsgespräch mit den Direktoren des Pilotgebäudes zur Unterstützung des Vorhabens. Die Teilnahme der Ansprechperson für das Energiemanagement zur Klärung technischer Fragen wird empfohlen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Organisation von &amp;lt;u&amp;gt;Kampagnenmaterial&amp;lt;/u&amp;gt;&#039; und Öffentlichkeitsarbeit:&#039;&#039; Es wurden in Abstimmung mit einer Professorin der Kommunikationswissenschaften geeignete Kommunikationsmittel rund um energiesparendes Verhalten in den Büros, Laboren, etc. des Gebäudes entwickelt. Dabei wurde sowohl Strom als auch Wärme adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring des Strom-, Kälte- und Wärmeverbrauchs auf Gesamtgebäudeebene:&lt;br /&gt;
**Ziel war eine Sensibilisierung für den Energieverbrauch im Gebäude und so letztendlich ein energieeffizientes und energiesparendes Verhalten der Nutzer*innen, wobei ein Effekt durch die Visualisierung erwartet wurde.  &lt;br /&gt;
**Visualisierung des Energieverbrauchs: Der Energieverbrauch im Pilotgebäude wurde über einen öffentlich sichtbaren Monitor im Eingangsbereich transparent gemacht. Dargestellt werden die Daten auf einem Dashboard mit einer Energiemanagement-Software. Die visuelle Aufbereitung der Daten und die Installation des Monitors übernahmen der Energiemanager und das IT-Servicezentrum.&lt;br /&gt;
**Dargestellte Kennzahlen (in Form von Balkendiagrammen):&lt;br /&gt;
***Aktueller Stromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch vor einem Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Energieverbrauch der Kältemaschinen im aktuellen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Stromverbrauch des aktuellen und des vergangenen Jahres in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Wärmeverbrauch im aktuellen und vergangenen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen für die Mitarbeitenden des Pilotgebäudes zum Thema Energiesparen (weitere Informationen unter [[##Dokumentation_und_Nacharbeiten|Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten]])&lt;br /&gt;
**[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/sensibilisierungs-workshop/ Workshops für Mitarbeitende in Laboren.]  Ziel: Der Workshop bot eine Möglichkeit, Methoden zum Energiesparen in Laboren zu erlernen (z.B. shut the sash); Die drei Workshops hatten einen Umfang von jeweils 2 Stunden und es nahmen jeweils zwischen 8 und 18 Personen teil; Material: Präsentationsfolien im Nachgang zur Verfügung gestellt; Leitung des Workshops übernahm eine Referentin für Nachhaltigkeit im Labor (s. Abbildung 1): Empfehlung von Kolleginnen aus der Universität; Kontaktaufnahme per Mail und Telefon; Honorarbasis&lt;br /&gt;
**[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ideenwettbewerb/ Ideenwettbewerb]: Ziel war es die Mitarbeiter*innen-Perspektiven in den Gesamtprozess einzubeziehen, deren Wissen zu ihrem persönlichen Arbeitsplatz zu nutzen sowie ihnen das Transferlabor näher zu bringen; Dauer: etwa 4 Wochen zur Einreichung von Ideen, anschließend etwa 4 Wochen zur Bewertung und Auswahl; Resonanz: 13 Maßnahmen wurden eingereicht. Für die Bewertung legte die Jury festgelegte Kriterien an, um sicherzustellen, dass die ausgewählten Ideen sowohl praktikabel als auch wirkungsvoll sind: Einsparungspotential, Verstetigungspotential, Kosten, Auswirkungen, Hürden für die Umsetzung (&amp;lt;u&amp;gt;s. &#039;&#039;Bewertungsmatrix&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;)&lt;br /&gt;
**Haustürgespräche (Gesprächsangebote vor Ort im Pilotgebäude) mit Nutzer*innen des Gebäudes; Ziel: auf das Transferlabor aufmerksam machen, Raum für Fragen und Kritik bieten; Ort: in den Pausenräumen; vorherige Ankündigung per E-Mail über den Hausverteiler&lt;br /&gt;
*Auswahl der Gewinner*innen des Ideenwettbewerbs durch Jury (&amp;lt;u&amp;gt;s. &#039;&#039;Dokumente Bewertung Jurymitglied; Gesamtbewertung Jury&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;); Beiträge des Ideenwettbewerbs wurden HS-öffentlich zur Verfügung gestellt&lt;br /&gt;
*Begleitung der Maßnahmenumsetzung der bestplatzierten Ideen aus dem Wettbewerb durch das TrafoTeam: Anpassung der Thermostate im Pilotgebäude (Austausch mit regulierbaren Thermostaten) und Tipps zur energiesparenden Nutzung von Ultratiefkühlgeräten (auf Projekt-Website und in jährlichen Belehrungen zum Arbeitsschutz); Kommunikation zur umgesetzten Idee aus dem Wettbewerb mittels Rundmail über den Hausverteiler und auf der Projekt-Website&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum zur Anpassung von Thermostaten, wobei der Umsetzungszeitraum hier außerhalb des Transferlaborzeitraums liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschlussphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Ziele (unter [[Blaupause zum Energiesparen#Beschreibung der Maßnahme|Beschreibung der Maßnahme]]) konnten alle erreicht werden. Das konkrete Ziel der Einsparung von 2% Energie wird vom Energiemanager nach Ablauf eines Jahres geprüft. &lt;br /&gt;
*Abschlussveranstaltung im Pilotgebäude mit Vorstellung der Kampagnenergebnisse durch das TrafoTeam: PowerPoint Präsentation und anschließende Diskussion; Eingeladen waren die Jury des Ideenwettbewerbs, Mitarbeitende und Direktoren des Pilotgebäudes&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe des Monitorings an den Energiemanager zur dauerhaften Implementierung und Nutzung: Verantwortung für technischen Support (z.B. regelmäßige Softwareupdates) und Auswertung der Daten hinsichtlich möglicher Einsparungen und der Erfüllung des 2%-Ziels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dokumentation und Nacharbeiten===&lt;br /&gt;
*[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ Website zum Transferlabor Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen]&lt;br /&gt;
*[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ideenwettbewerb/ Website Ideenwettbewerb]&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Poster zu Projektinfo, Ideenwettbewerb und Workshop&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Ideensammlung&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[https://echo-energie.de Echokampagne] bieten Leitfaden, Checkliste und Infomaterial zum Energiesparen in Zielgebäuden, die genutzt wurden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
===Rahmenbedingungen des Transferlabors===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von neun Monaten. Für eine solide Maßnahmenumsetzung inklusive Verstetigung wäre mehr Zeit notwendig gewesen. Die Empfehlung ist, mindestens 12 Monate einzuplanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung wurden etwa 2.300 € verausgabt. Ursprünglich waren mehr Mittel für technische Anpassungen im Pilotgebäude einkalkuliert. Für den zur Verfügung stehenden zeitlichen und finanziellen Rahmen konnten keine umsetzbaren Anpassungen identifiziert und installiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2.300 € setzten sich aus folgenden Posten zusammen:&lt;br /&gt;
1.500 € Honorar der Referentin für drei Workshops zu Nachhaltigkeit im Labor&lt;br /&gt;
700 € Digital Signage (Visualisierung des Energieverbrauchs): Monitor (40 Zoll), Steuerung (Minicomputer + SD-Karte), Wandhalterung, Montage&lt;br /&gt;
100 € Druckkosten für Informationsmaterial &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für weitere technische Anpassung müsste beispielsweise einkalkuliert werden:&lt;br /&gt;
2.000 € Umbau Thermostate im Zielgebäude in 62 Büroräumen (Material- und Montagekosten der Sanitärfirma).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rahmenbedingungen der Hochschule===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Standorte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Hauptstandort Halle (Saale) gibt es 4 Campi: Universitätsplatz, Steintor-Campus, Franckeschen Stiftungen, Weinberg-Campus mit Campus Heide-Süd. Das Pilotgebäude befand sich am Weinbergcampus. Auf dem Weinberg Campus leben, studieren und arbeiten etwa 15.000 Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität setzt sich aus folgenden HS-Angehörigen zusammen:&lt;br /&gt;
*ca. 19.943 Studierende&lt;br /&gt;
*über 4.027 Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**288 Professor*innen&lt;br /&gt;
**1.478 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen&lt;br /&gt;
**1.091 Wissenschaftsunterstützende Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**1.170 Wissenschaftliche Hilfskräfte (Stand vom 31.12.2023).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unterstützung der Hochschulleitung zur Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung der MLU unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Die Rektorin übernahm die Projektleitung und stellte Mitarbeitende, etwa für die Teilnahme am TrafoTeam, frei. Dieser Umstand unterstützte bei der Argumentation für die Umsetzung der Maßnahme. Mit der Hochschulleitung fand ein regelmäßiger Austausch statt, zudem konnten die Maßnahmen in Kommissionen der Hochschulleitung vorgestellt und diskutiert werden. Dies ermöglichte es, die Maßnahmen im Kontext aktueller Ausrichtungen der Hochschule einzuordnen, Parallelstrukturen zu vermeiden oder Synergien zu knüpfen. Als Hinweis für die Planung weiterer Projekte lässt sich festhalten, dass die zeitlichen Kapazitäten möglicher Leitungspersonen berücksichtigt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es keine*n Nachhaltigkeitsbeauftragten oder eine andere Art der Institutionalisierung in Bezug auf Nachhaltigkeit. Diese mangelnde Institutionalisierung von Nachhaltigkeit gestaltete sich als Herausforderung, gerade in der Verstetigung von Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tätigkeitsbereich des Energiemanagers ist aber für den Bereiche des Klimaschutzes wichtig, z.B. aufgrund des Gesetzes zur Steigerung der Energieeffizienz in Deutschland (EnEfG) oder Energie- (ISO50001) bzw. Umweltmanagementsysteme (ISO140001).&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Weitere Relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Unterstützung durch den Leiter der Abteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement war wesentlich, um die Maßnahme erfolgreich umzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
===Konkrete Empfehlungen===&lt;br /&gt;
*Allgemeine Hinweise zu hemmenden/ fördernden Aspekte im Transferlabor &#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;finden Sie hier&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Einbindung des Energiemanagers war besonders wichtig für die Konkretisierung, Planung sowie Umsetzung der Maßnahme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hinweise zur Kommunikation===&lt;br /&gt;
*Bei der Ansprache von Personen im Pilotgebäude muss darauf geachtet werden Mitarbeitende nicht als „Schuldige“ zu adressieren und Auswahl des Gebäudes rücksichtsvoll zu kommunizieren.&lt;br /&gt;
*Institute mit einem hohen Energieverbrauch können sich schnell an den Pranger gestellt fühlen, stattdessen sollte deren (Transformations-) Potential herausgestellt werden (Perspektiven aufzeigen, Informationen geben, Fortschritte wertschätzen)&lt;br /&gt;
*&amp;quot;Zeigefinger&amp;quot; auf energieintensivste Liegenschaften wie das Pilotgebäude eher kontraproduktiv, moralische Ansprache mit Verweis auf Klimakrise erzeugte vereinzelt bei Mitarbeiter*innen im Zielgebäude Aversion und kollidierte mit der vorhandenen Resignation und Frustration&lt;br /&gt;
*Empfehlenswert ist die Begleitung des Vorhabens mit einer öffentlichkeitswirksamen Kampagne. Hierbei sollten möglichst alle Kommunikationskanäle der Hochschule berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
*Zur verständlichen Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten war eine Kombination aus Top-down und Bottom-up Maßnahmen zielführend (Workshops, Informationsveranstaltungen, Ideenwettbewerb – Details siehe oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=27903</id>
		<title>Blaupause für Maßnahmen zu Dienstreisemobilität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=27903"/>
		<updated>2026-03-04T14:02:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: /* Hinweise zur Kommunikation */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Best Practice&lt;br /&gt;
|beschr=Die Blaupause entstand im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal, innerhalb des zweiten Transferlabors an der MLU, und ist im Handlungsfeld &amp;quot;Nachhaltige Dienstreisemobilität&amp;quot; angesiedelt. &lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Mobilität, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Dienstreisen, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
|org=KlimaPlanReal&lt;br /&gt;
|adresse=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg &amp;lt;br&amp;gt; Universitätsplatz 10 &amp;lt;br&amp;gt; 06108 Halle&lt;br /&gt;
|url=https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_2/&lt;br /&gt;
|projekt=Transformationspfade (traNHSform)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines [[Transferlabor|Transferlabors]] (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltige Mobilität – Nachhaltige Dienstreisemobilität &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“. Sie orientiert sich an der Maßnahme 11 aus dem [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/hochschulklimarat/klimaplan_mlu/ KlimaPlan der MLU]. Ziel dieser Maßnahme ist es, dass Treibhausgase, die im Kontext von Dienstreisen an der MLU entstehen, reduziert bzw. eingespart werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um eine quantitative Wirkung der Maßnahme feststellen zu können, bedarf es statistischer Daten der Treibhausgasemissionen vor und nach der Maßnahme. Diese wiederum können aus Daten zu Dienstreisen ermittelt werden, die sich aus Angaben über getätigte Dienstreisen an der MLU (Start- und Zielort, zurückgelegte Strecke und jeweilige genutzte Verkehrsmittel) ergeben. Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung lagen erste Daten vor, die jedoch keine valide quantitative Datenbasis und Aussagen erlaubten (siehe Ausgangslage). Deswegen wurden qualitative Zielstellungen priorisiert, die insbesondere die Ziele der Sensibilisierung zur Thematik, Kommunikation und Information verfolgten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Maßnahme werden unmittelbar Mitarbeitende der MLU adressiert, die administrativ in der Planung und Organisation von Dienstreisen für andere Beschäftigte tätig sind (u.a. Sekretariate) und die eigenständig Dienstreisen im Rahmen ihrer Beschäftigung und Tätigkeiten an der MLU (Wissenschaft, Verwaltung etc.) planen, organisieren und durchführen. Mittelbar sollen alle Beschäftigten der MLU zum Thema nachhaltige Dienstreisen sensibilisiert werden. Mit der Maßnahme wird ein gesamtuniversitärer Prozess angeregt und das Individualverhalten der Beschäftigten adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Ziele wurden im Transformationsteam verfolgt: &lt;br /&gt;
*Förderung der Reduktion von Treibhausgasemissionen durch Vermeidung von Flugreisen und Individualverkehr&lt;br /&gt;
*Förderung von Bahnreisen bzw. öffentlichen Nah- und Fernverkehr im Allgemeinen&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für die nachhaltige Gestaltung von Dienstreisen ins-besondere in Bezug auf die Wahl des Verkehrsmittels&lt;br /&gt;
*Erarbeitung einer Entscheidungshilfe für nachhaltigere Dienstreisen an der MLU&lt;br /&gt;
*Integration der erarbeiteten Handlungsempfehlungen in das digitale Buchungssystem des Ver-tragsreisebüros der MLU auf der Website der Abteilung für Reisekosten&lt;br /&gt;
*Nachhaltigkeit wird als Querschnittsthema bei der Beantragung, Bearbeitung und Umsetzung von Dienstreisen berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausgangslage ===&lt;br /&gt;
Für die Maßnahme „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“ sind statistische Daten hilfreich, die Dienstreisen mit Start- und Zielort, mögliche Zwischenstopps und die jeweiligen genutzten Verkehrsmittel aller Beschäftigten der Organisation detailliert erfassen. Daraus können die reisebezogenen Treibhausgasemissionen berechnet werden. Das schafft eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und ermöglicht eine Messbarkeit der Wirksamkeit. Es zeigt auch, wo Handlungsschwerpunkte liegen können, sodass bedarfsgerechte Maßnahmen abgeleitet werden können. In der [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/3343046_3385459/3385459_3503977/ Status Quo Analyse der MLU] war eine Bilanzierung der Dienstreisen noch nicht möglich. Die vorhandene Verwaltungssoftware, mit welcher Dienstreisen in der Abteilung Reisekosten abgerechnet werden, ermöglicht keine automatische und detaillierte Erfassung der einzelnen Reisewege und gewählten Verkehrsmittel. Möglich wurde dies durch eine zusätzliche händische Eintragung durch die Mitarbeitenden der Abteilung, welche seit Mitte des Projektes erfolgt. Dadurch hat sich die Datengrundlage grundsätzlich verbessert, sie ermöglicht jedoch keine validen, statistisch abgesicherten Aussagen über das Reiseverhalten der Beschäftigten. Im Bereich der Dienstreisebeantragung und -abrechnung erfolgt an der MLU aktuell eine Digitalisierung, in welche das Projektteam einbezogen werden konnte. Ziel ist es, die vorhandene Verwaltungssoftware so auszugestalten, dass eine detaillierte Erfassung der Dienstreisen und daraus abgeleitet die Erfassung der Emissionen ermöglicht wird. Diese können mit Hilfe von CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rechnern, die wiederum in die Verwaltungssoftware ggfs. integriert werden können, berechnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Akteur*innenanalyse ===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse (Abbildung 1) durchgeführt, die auch den Bereich Mobilität umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert, kontaktiert und in den Prozess involviert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden sowohl strukturell für das Thema Dienstreisen zuständige Personen, als auch interessierte Personen (z.B. aus dem [[Hochschulklimarat]]) angesprochen. Das TrafoTeam setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren sechs Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus dem International Office&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus der Personalabteilung, Bereich Personalentwicklung&lt;br /&gt;
*Doktorandin (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Doktorand (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einschätzung zur Zusammensetzung:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
*Hohe Motivation aller Beteiligten&lt;br /&gt;
*verschiedene Akteur*innen von Einrichtungen und Abteilungen&lt;br /&gt;
*verschiedene Angehörige der MLU (Verwaltung, Wissenschaft, Wissenschaftsunterstützend, Studierende)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem festen Transformationsteam wurden über individuelle Konsultationen bilateral weitere Akteur*innen beratend in den Prozess einbezogen. Dies ermöglichte es, alle Mitgliedergruppen der MLU, trotz begrenzter zeitlicher Ressourcen, punktuell in den Prozess zu involvieren. Zentral war die Zusammenarbeit mit der Abteilung Reisekosten, die sich im weiteren Verlauf intensivierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innenanalyse Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png||mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 1: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; --- Auch außerhalb des Projekts zugeordnet]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umsetzungsschritte ===&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png|mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 2: Zeitplan des Transferlabors „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen. &lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen der TrafoTeam-Mitglieder: an der Universität bestehende Bedarfe, Rahmenbedingungen und gesetzlichen Vorgaben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
*Die Zielgruppen wurden für alle Maßnahmen akquiriert und Ansprechpersonen ausfindig gemacht: u.a. Dienstreisende und Assistenzen; Abteilung Reisekosten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konsultations- und Beratungsgespräche führen: Um diverse Perspektiven in die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe für nachhaltige Dienstreisen einfließen zu lassen, wurden Gespräche mit unterschiedlichen Mitgliedergruppe der MLU geführt: u.a. mit Sekretär*innen, Wissenschaftler*innen und Professor*innen. &lt;br /&gt;
*Vernetzung und strukturelle Verankerung mit anderen Querschnittsthemen wie Familiengerechtigkeit, um die Handlungsempfehlungen lebensphasenorientiert an den Bedarfen der verschiedenen Mitgliedergruppen der MLU auszurichten&lt;br /&gt;
*Formulieren der [https://wcms.itz.uni-halle.de/download.php?down=70957&amp;amp;elem=3632423 Handlungsempfehlungen „Nachhaltigere Dienstreisen für alle Beschäftigten der MLU“] und Diskussion im TrafoTeam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (3-6 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Abstimmung des Dokuments mit ausgewählten Abteilungen und Gremien, z.B. dem Personalrat oder der Abteilung Personal. Die Abstimmung des Entwurfes diente der internen Prüfung, inwiefern die ausgearbeiteten Empfehlungen universitätsinternen Regelungen entspricht, widerspricht und um Ergänzungen aus den jeweiligen Fachexpertisen aufnehmen zu können. Dadurch erfolgt auch eine erste Kommunikation des Entwurfs, die die Basis für eine spätere Umsetzung der Handlungsempfehlungen in der Breite der Universität legt. Der Abstimmungsprozess sollte von Beginn an aufgrund eines möglichen höheren und nicht vorhersehbaren zeitlichen Umfangs mit eingeplant werden.&lt;br /&gt;
*Ableitung einer „Entscheidungshilfe“ aus den Handlungsempfehlungen, welche bei der Integration von Nachhaltigkeitsdimensionen im Kontext von Dienstreisen unterstützen soll. Diese wurde mit Hilfe von erstellten Illustrationen graphisch aufbereitet, sodass sie einen niedrigschwelligen Zugang für alle MLU Reisenden bietet und die Akzeptanz der Empfehlungen sowie eine mögliche Verhaltensveränderung befördert. &lt;br /&gt;
*Einbindung der Führungsebene: Es erfolgte die Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat sowie eine Diskussion in einer Rektoratskommission. Die Handlungsempfehlungen wurden daraufhin angepasst und als „Aspekte zu nachhaltigeren Dienstreisen an der MLU“ auf eine im Rektorat vorgestellte und beschlossene zusätzliche [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_2/dienstreisen_nachhaltig/ Website] eingestellt. &lt;br /&gt;
*Breite Öffentlichkeitsarbeit: Erstellung von Aktions- und Werbe-/Geschenkmaterial (u.a. Klimawaage, Reisetagebuch inkl. Klimaplan und Entscheidungshilfe, nachhaltige Reise-Thermobecher, A4 und A3 Plakate Entscheidungshilfe) und Verwendung bei öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen, Abschlussgesprächen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschlussphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat. Es ist zu empfehlen, die Dokumente durch das Rektorat bestätigen zu lassen. Dies versieht beide Dokumente mit einer höheren Legitimation. &lt;br /&gt;
*Zielgruppenspezifische Kommunikation/ Ansprache unter Berücksichtigung der Herausforderungen des ständigen Aktualisierungsbedarfes, universitärer Diskontinuität und Heterogenität &lt;br /&gt;
**Frühzeitige Einbindung der zuständigen Abteilungen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit zur Abstimmung möglicher Kommunikationsinhalte und -wege (Social media, Newsletter u.a.)&lt;br /&gt;
**Kommunikation der Empfehlungen und Entscheidungshilfe über dezentrale Kommunikationswege in die Fakultäten hinein über u.a. Dekanate, Fakultätsreferent*innen&lt;br /&gt;
**Gestaltung einer [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_2/dienstreisen_nachhaltig/ Website zum Transferlabor &amp;quot;Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten&amp;quot;], die mit der Website der Abteilung Reisekosten sowie dem Buchungstool des Vertragsreisebüros verknüpft ist.&lt;br /&gt;
*Etablierung von Handlungsempfehlungen:&lt;br /&gt;
**Die Abteilung Reisekosten nimmt die Handlungsempfehlungen in ihren Informationsmaterialien auf und veröffentlicht diese auf ihrer [https://haushalt.verwaltung.uni-halle.de/reisekosten/2683742_3540682/ Website].&lt;br /&gt;
**Das Vertragsreisebüro der MLU, das eine Website zur Planung und Buchung von Dienstreisen anbietet, integriert die Handlungsempfehlungen und die Entscheidungshilfe. Prüfung, inwiefern das Buchungstool bereits ein automatisches CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Tracking beinhaltet und auf welcher Berechnungsgrundlage dieses erfolgt.&lt;br /&gt;
*Die Abteilung Reisekosten und das Vertragsreisebüro integrieren in eine vorhandene Liste von Hotels, mit denen die MLU kooperiert, einen Nachweis über deren Nachhaltigkeit.&lt;br /&gt;
*Prüfung, inwiefern das Buchungstool des Vertragsreisebüros bereits Hotels mit Nachhaltigkeitszertifikat beinhaltet und Erarbeitung, welche Inhalte und Anforderungen diese Zertifikate beinhalten.&lt;br /&gt;
*Durchführung eines digitalen Workshops zum Thema „Nachhaltige Dienstreisen an der MLU“ mit einer externen Expertin im Themenbereich. Der digitale Workshop im Umfang von 2h bot eine Möglichkeit, Methoden für nachhaltigere Dienstreisen (u.a. Wahl des Verkehrsmittels) zu erlernen. Er richtete sich an Beschäftigte der MLU, die für sich oder andere Dienstreisen planen, organisieren und umsetzen. Resonanz: 11 Teilnehmende; Die Planung des Workshops umfasste einen größeren zeitlichen Umfang, um den Workshop bedarfsgerechte im Kontext der Rahmenbedingungen der MLU zu planen. &lt;br /&gt;
*Dieses Weiterbildungsangebot wird in den Weiterbildungskatalog als festes Angebot übernommen und von der Abteilung Personalentwicklung nach Projekt regelmäßig durchgeführt.&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Aktionsmaterial für die weitere Sensibilisierung der Angehörigen der MLU in Rahmen von Workshops oder öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen. &lt;br /&gt;
*Die Ziele des Transformationsteams konnten teilweise erreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dokumentation und Nacharbeiten ===&lt;br /&gt;
Die Dokumentation des Transferlaborprozesses erfolgte durch die Erstellung eines [[KlimaPlanReal: Zusatzmaterial zum Download|Transferlabortagebuches]], mittels Ergebnisprotokolle der einzelnen Transferlabortreffen des Transformationsteams sowie Gesprächsprotokolle der zusätzlich bilateral geführten Konsultationen und Gespräche. Um eine nachhaltige Fortsetzung der begonnenen Maßnahme zu ermöglichen, wurden die jeweiligen Prozesse in ihrem Bearbeitungsstand dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Blaupause: Klimafreundliche Dienstreisen an Hochschulen|Transferlabor der OVGU zu Nachhaltigkeit bei Dienstreisen]]&lt;br /&gt;
* Weitere [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/Projektphasen/2_+Transferlabore/OVGU+Magdeburg/Dienstreise+Best+Practice.html Best Practice Beispiele für Nachhaltigkeit bei Dienstreisen an Hochschulen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen des Transferlabors ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von neun Monaten. Für eine solide Maßnahmenumsetzung inklusive Verstetigung ist mehr Zeit notwendig. Die Empfehlung ist, mindestens 12 Monate einzuplanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung des Transferlabors standen 10.000 € zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sensibilisierung und Öffentlichkeitsarbeit: Diese können je nach Anbieter*in variieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Graphische Aufbereitung/Layout, Druck der Entscheidungshilfe: ca. 2.500 €&lt;br /&gt;
* Erstellung von Aktions- und Werbe-/Geschenkmaterial: ca. 4.000 €&lt;br /&gt;
** Klimawaage&lt;br /&gt;
** Reisetagebuch&lt;br /&gt;
** nachhaltige Reise-Thermobecher&lt;br /&gt;
* Intensive Erarbeitung und Durchführung Workshop „Nachhaltige Dienstreisen“: 2.200 €&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen der Hochschule ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Standorte&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Hauptstandort Halle (Saale) gibt es vier Campi: Universitätsplatz, Steintor-Campus, Franckeschen Stiftungen, Weinberg-Campus mit Campus Heide-Süd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität setzt sich aus folgenden HS-Angehörigen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ca. 19.943 Studierende&lt;br /&gt;
* über 4.027 Mitarbeitende&lt;br /&gt;
** 288 Professor*innen&lt;br /&gt;
** 1.478 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen&lt;br /&gt;
** 1.091 Wissenschaftsunterstützende Mitarbeitende&lt;br /&gt;
** 1.170 Wissenschaftliche Hilfskräfte (&#039;&#039;Stand vom 31.12.2023&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unterstützung der Hochschulleitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung der MLU unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Die Rektorin übernahm die Projektleitung und stellte Mitarbeitende, etwa für die Teilnahme am Transferlabor, frei. Dieser Umstand unterstützte bei der Argumentation für die Umsetzung der Maßnahme. Bei der Planung des Projekts sollten die zeitlichen Kapazitäten möglicher Leitungspersonen berücksichtigt werden. Mit der Hochschulleitung fand ein regelmäßiger Austausch statt, zudem konnten die Maßnahmen in Kommissionen der Hochschulleitung vorgestellt und diskutiert werden. Dies ermöglichte es, die Maßnahmen im Kontext aktueller Ausrichtungen der Hochschule einzuordnen, Parallelstrukturen zu vermeiden oder Synergien zu knüpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es keine*n Nachhaltigkeitsbeauftragten oder eine andere Art der Institutionalisierung in Bezug auf Nachhaltigkeit. Diese fehlende Institutionalisierung gestaltete sich als Herausforderung, gerade in der Verstetigung von Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Entwicklung der Handlungsempfehlungen konnte der Prozess der Digitalisierung, welcher an der Universität umgesetzt wird, um das Thema Nachhaltigkeit angereichert werden. Konkret wird die Beantragung und Abrechnung von Dienstreisen digitalisiert. Es ermöglicht den Einbezug von nachhaltigkeitsrelevanten Daten von Beginn an. Hierfür erfolgte eine enge Zusammenarbeit mit der Abteilung Reisekosten. Die Digitalisierung beinhaltete die Umstellung der Verwaltungssoftware auf QIS RKA. Das ermöglicht technisch grundsätzlich die Abfrage klimarelevanter Daten bei der Beantragung und Abrechnung von Dienstreisen sowie die Verknüpfung mit CO2-Rechnern. Für die praktische Umsetzung bedarf es der Abstimmung mit der zuständigen Abteilung (Finanzen) sowie der zentralen Einrichtung der MLU, die diesen Prozess technisch begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konkrete Empfehlungen ===&lt;br /&gt;
Für eine Übertragbarkeit können folgende konkrete Empfehlungen gegeben werden:&lt;br /&gt;
*Die Einbindung der Abteilung Reisekosten war besonders wichtig für die Konkretisierung, der Planung sowie der Umsetzung der Maßnahme. Dies sollte von Beginn an erfolgen, um eine nachhaltige Beachtung von Nachhaltigkeit bei Dienstreisen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
*Individuelle lebensphasenbezogene Bedarfe, wie Sorgeverantwortung, müssen bei der Entwicklung von Handlungsempfehlungen Beachtung finden. &lt;br /&gt;
*Einfache, praxisnahe Tools – z. B. Entscheidungshilfen – müssen bereitgestellt werden, um die Planung nachhaltiger Dienstreisen zu erleichtern.&lt;br /&gt;
*Da die Wirkfähigkeit von Handlungsempfehlungen auf der Ebene der freiwilligen Umsetzung der Hinweise verbleibt, ist zu empfehlen: &lt;br /&gt;
*Die Handlungsempfehlungen durch einen Rektoratsbeschluss in ihrer Legitimation zu stützen oder&lt;br /&gt;
*aus den Empfehlungen gemeinsam mit relevanten Akteur*innen Richtlinien für Dienstreisen zu entwickeln, in denen Nachhaltigkeit als Querschnittsthema integriert ist und die verpflichtend für alle Beschäftigten einer Hochschule gelten&lt;br /&gt;
*Tools für die eigenständige Planung und Umsetzung nachhaltigerer Dienstreisen müssen bereitgestellt werden, um die Niedrigschwelligkeit zu gewährleisten (z.B. THG-Rechner, Smart Travel Tool)&lt;br /&gt;
*Unterstützer*innen und Multiplikator*innen des Vorhabens aus unterschiedlichen Mitgliedergruppen akquirieren&lt;br /&gt;
*Nach Möglichkeit Maßnahmen an vorhandene Strukturen der Universität zum Themas Nachhaltigkeit anbinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hinweise zur Kommunikation ===&lt;br /&gt;
*Verständnis für unterschiedliche Lebensrealitäten und Karrierestufen deutlich machen&lt;br /&gt;
*Bei Sorge vonseiten der Hochschulleitung Selbstverständlichkeiten zu benennen, mit Value-Action-Gap argumentieren&lt;br /&gt;
*Vorteile des Reisens mit der Bahn hervorheben: Arbeiten tlw. möglich, keine zusätzliche Zeit für Sicherheitskontrollen, etc.&lt;br /&gt;
*Kommunikation über verschiedene Kommunikationskanäle universitätsweit nutzen (bspw. der Newsletter der MLU, die Website des Nachhaltigkeitsbüros bzw. des Projektes sowie der Abteilung Reisekosten für die Information und Aufklärung über die Handlungsempfehlungen und den Entscheidungsbaum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=27902</id>
		<title>Blaupause zum Energiesparen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=27902"/>
		<updated>2026-03-04T14:01:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Best Practice&lt;br /&gt;
|beschr=Die Blaupause entstand im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal, innerhalb des ersten Transferlabors an der MLU, und ist im Handlungsfeld &amp;quot;Regenerativer Campus: Energie&amp;quot; angesiedelt. &lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Betrieb, Energie&lt;br /&gt;
|keyw=Energie, Energiesparen, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
|org=KlimaPlanReal&lt;br /&gt;
|adresse=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg &amp;lt;br&amp;gt; Universitätsplatz 10 &amp;lt;br&amp;gt; 06108 Halle&lt;br /&gt;
|url=https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/&lt;br /&gt;
|projekt=Transformationspfade (traNHSform)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines [[Transferlabor|Transferlabors]] (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regenerativer Campus: Energie, Abfall und Wasser – Fokus Energie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“. Diese orientiert sich an der Maßnahme 19 aus dem [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/hochschulklimarat/klimaplan_mlu/ KlimaPlan der MLU]. Folgende Ziele wurden im TrafoTeam formuliert und erfolgreich umgesetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring und zur Visualisierung des Energieverbrauchs (Strom, Wärme, Kälte) einzelner Bereiche in einem Zielgebäude&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen zum Thema Energiesparen&lt;br /&gt;
*Verständliche Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ausgangslage===&lt;br /&gt;
Für die „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ wurden Daten zum Energieverbrauch sowohl der Universität insgesamt (siehe [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/3343046_3385459/3385459_3503977/ Status Quo Analyse der MLU]) als auch der einzelnen Gebäudekomplexe ausgewertet. Dies erfolgte in Kooperation mit dem Energiemanagement. Das ermöglichte eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und half bei der Auswahl eines Pilotgebäudes. Kernindikatoren waren dabei der Strom- und Wärmeverbrauch (in MWh) sowie die Treibhausgasbilanz des jeweiligen Gebäudes. Für das Analysieren des Energie-Einsparpotentials waren im konkreten Fall der MLU die Daten zu den Einsparungen während der Prüfungen von Maßnahmen in Bezug auf die Verordnungen zur Sicherung der Energieversorgung über kurz- und mittelfristige Maßnahmen (EnSiKuMaV) von Vorteil. Der Energiemanager konnte diese auf Gebäudeebene zur Verfügung stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Akteur*innenanalyse===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse an der MLU durchgeführt, die auch den Bereich &#039;&#039;Energie&#039;&#039; umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert und kontaktiert werden. In Abbildung 1 wurden die für das Transferlabor relevanten Akteur*innen dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden formell zuständige Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem [[Hochschulklimarat]]) angesprochen. Das &#039;&#039;&#039;TrafoTeam&#039;&#039;&#039; setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren vier Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Bauangelegenheiten - Projektingenieur Hochschulbau&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Technisches Gebäudemanagement - Energiemanager&lt;br /&gt;
*Student (Mathematik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
*Student (Informatik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere (Schlüssel)personen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Im Projekt wurde ein Ideenwettbewerb durchgeführt, der von einer zusammengestellten Jury begleitet wurde. Mitglieder der Jury zur Bewertung der Einreichungen im Ideenwettbewerb wurden aufgrund ihres Bezugs zum Pilotgebäude oder ihrer fachlichen Expertise (z.B. technisch-bauliche Kenntnisse) ausgewählt. Außerdem sollte die Jury eine gewisse Repräsentativität ausstrahlen und verschiedene Mitgliedergruppen vertreten.&lt;br /&gt;
*Mitglieder waren: der Abteilungsleiter Bau und Liegenschaften, die Dekane der im Pilotgebäude vertretenen Fakultäten sowie ein Vertreter des TrafoTeams&lt;br /&gt;
*Ansprechpersonen im Pilotgebäude: Direktor und stellvertretende Direktoren, Sekretariat, Leiter*innen der wissenschaftlichen Arbeitsgruppen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einschätzung zur Zusammensetzung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*hohe Motivation der einzelnen Akteur*innen &lt;br /&gt;
*Unausgewogenes Geschlechterverhältnis (mehr männliche Personen)&lt;br /&gt;
*Fachexpertise aus den Bereichen Kommunikationswissenschaft oder Umweltpsychologie fehlte&lt;br /&gt;
*Zu kleine Gruppe, um Untergruppen für verschiedenen Aufgaben zu bilden&lt;br /&gt;
*Alle hier berichteten Aktivitäten wurden vom TrafoTeam gemeinsam getragen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innensanalyse Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ .png|mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 1: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; - - Auch außerhalb des Projekts zugeordnet)]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Umsetzungsschritte===&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“.png||mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 2: Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“|alternativtext=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen (Details zu Transformationsteams können dem [[Transferlabor|Good-Practice Guide zu Transferlaboren]] entnommen werden)&lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen des Energiemanagers mit ähnlichen Prozessen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Entscheidung im TrafoTeam für ein Zielgebäude unter Beachtung der Indikatoren Energieverbrauch und Energieeinsparpotential. Das Pilotgebäude ist ein Neubau aus dem Jahr 2017 mit moderner Ausstattung inklusive einer relativ hohen Dichte an Messpunkten für Energieverbrauch; 5.400 m² Nutzfläche; 3 Fakultäten vertreten; etwa 250 Mitarbeitende; etwa 65% der Räume sind Labore&lt;br /&gt;
*Konkretisierung der Energiesparziele (2% Einsparung pro Jahr im Zielgebäude, entsprechend dem EnEfG)&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Definition von (Teil)zielen; Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Vorbereitung rund um das Pilotgebäude&#039;&#039;: Identifikation relevanter Zielgruppen sowie Ermittlung von Arbeitsgruppenleitungen und Ansprechpersonen aus den verschiedenen Fakultäten&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Einbindung der Führungsebene:&#039;&#039; Abstimmungsgespräch mit den Direktoren des Pilotgebäudes zur Unterstützung des Vorhabens. Die Teilnahme der Ansprechperson für das Energiemanagement zur Klärung technischer Fragen wird empfohlen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Organisation von &amp;lt;u&amp;gt;Kampagnenmaterial&amp;lt;/u&amp;gt;&#039; und Öffentlichkeitsarbeit:&#039;&#039; Es wurden in Abstimmung mit einer Professorin der Kommunikationswissenschaften geeignete Kommunikationsmittel rund um energiesparendes Verhalten in den Büros, Laboren, etc. des Gebäudes entwickelt. Dabei wurde sowohl Strom als auch Wärme adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring des Strom-, Kälte- und Wärmeverbrauchs auf Gesamtgebäudeebene:&lt;br /&gt;
**Ziel war eine Sensibilisierung für den Energieverbrauch im Gebäude und so letztendlich ein energieeffizientes und energiesparendes Verhalten der Nutzer*innen, wobei ein Effekt durch die Visualisierung erwartet wurde.  &lt;br /&gt;
**Visualisierung des Energieverbrauchs: Der Energieverbrauch im Pilotgebäude wurde über einen öffentlich sichtbaren Monitor im Eingangsbereich transparent gemacht. Dargestellt werden die Daten auf einem Dashboard mit einer Energiemanagement-Software. Die visuelle Aufbereitung der Daten und die Installation des Monitors übernahmen der Energiemanager und das IT-Servicezentrum.&lt;br /&gt;
**Dargestellte Kennzahlen (in Form von Balkendiagrammen):&lt;br /&gt;
***Aktueller Stromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch vor einem Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Energieverbrauch der Kältemaschinen im aktuellen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Stromverbrauch des aktuellen und des vergangenen Jahres in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Wärmeverbrauch im aktuellen und vergangenen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen für die Mitarbeitenden des Pilotgebäudes zum Thema Energiesparen (weitere Informationen unter [[##Dokumentation_und_Nacharbeiten|Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten]])&lt;br /&gt;
**[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/sensibilisierungs-workshop/ Workshops für Mitarbeitende in Laboren.]  Ziel: Der Workshop bot eine Möglichkeit, Methoden zum Energiesparen in Laboren zu erlernen (z.B. shut the sash); Die drei Workshops hatten einen Umfang von jeweils 2 Stunden und es nahmen jeweils zwischen 8 und 18 Personen teil; Material: Präsentationsfolien im Nachgang zur Verfügung gestellt; Leitung des Workshops übernahm eine Referentin für Nachhaltigkeit im Labor (s. Abbildung 1): Empfehlung von Kolleginnen aus der Universität; Kontaktaufnahme per Mail und Telefon; Honorarbasis&lt;br /&gt;
**[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ideenwettbewerb/ Ideenwettbewerb]: Ziel war es die Mitarbeiter*innen-Perspektiven in den Gesamtprozess einzubeziehen, deren Wissen zu ihrem persönlichen Arbeitsplatz zu nutzen sowie ihnen das Transferlabor näher zu bringen; Dauer: etwa 4 Wochen zur Einreichung von Ideen, anschließend etwa 4 Wochen zur Bewertung und Auswahl; Resonanz: 13 Maßnahmen wurden eingereicht. Für die Bewertung legte die Jury festgelegte Kriterien an, um sicherzustellen, dass die ausgewählten Ideen sowohl praktikabel als auch wirkungsvoll sind: Einsparungspotential, Verstetigungspotential, Kosten, Auswirkungen, Hürden für die Umsetzung (&amp;lt;u&amp;gt;s. &#039;&#039;Bewertungsmatrix&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;)&lt;br /&gt;
**Haustürgespräche (Gesprächsangebote vor Ort im Pilotgebäude) mit Nutzer*innen des Gebäudes; Ziel: auf das Transferlabor aufmerksam machen, Raum für Fragen und Kritik bieten; Ort: in den Pausenräumen; vorherige Ankündigung per E-Mail über den Hausverteiler&lt;br /&gt;
*Auswahl der Gewinner*innen des Ideenwettbewerbs durch Jury (&amp;lt;u&amp;gt;s. &#039;&#039;Dokumente Bewertung Jurymitglied; Gesamtbewertung Jury&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;); Beiträge des Ideenwettbewerbs wurden HS-öffentlich zur Verfügung gestellt&lt;br /&gt;
*Begleitung der Maßnahmenumsetzung der bestplatzierten Ideen aus dem Wettbewerb durch das TrafoTeam: Anpassung der Thermostate im Pilotgebäude (Austausch mit regulierbaren Thermostaten) und Tipps zur energiesparenden Nutzung von Ultratiefkühlgeräten (auf Projekt-Website und in jährlichen Belehrungen zum Arbeitsschutz); Kommunikation zur umgesetzten Idee aus dem Wettbewerb mittels Rundmail über den Hausverteiler und auf der Projekt-Website&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum zur Anpassung von Thermostaten, wobei der Umsetzungszeitraum hier außerhalb des Transferlaborzeitraums liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschlussphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Ziele (unter [[Blaupause zum Energiesparen#Beschreibung der Maßnahme|Beschreibung der Maßnahme]]) konnten alle erreicht werden. Das konkrete Ziel der Einsparung von 2% Energie wird vom Energiemanager nach Ablauf eines Jahres geprüft. &lt;br /&gt;
*Abschlussveranstaltung im Pilotgebäude mit Vorstellung der Kampagnenergebnisse durch das TrafoTeam: PowerPoint Präsentation und anschließende Diskussion; Eingeladen waren die Jury des Ideenwettbewerbs, Mitarbeitende und Direktoren des Pilotgebäudes&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe des Monitorings an den Energiemanager zur dauerhaften Implementierung und Nutzung: Verantwortung für technischen Support (z.B. regelmäßige Softwareupdates) und Auswertung der Daten hinsichtlich möglicher Einsparungen und der Erfüllung des 2%-Ziels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dokumentation und Nacharbeiten===&lt;br /&gt;
*[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ Website zum Transferlabor Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen]&lt;br /&gt;
*[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ideenwettbewerb/ Website Ideenwettbewerb]&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Poster zu Projektinfo, Ideenwettbewerb und Workshop&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Ideensammlung&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[https://echo-energie.de Echokampagne] bieten Leitfaden, Checkliste und Infomaterial zum Energiesparen in Zielgebäuden, die genutzt wurden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
===Rahmenbedingungen des Transferlabors===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von neun Monaten. Für eine solide Maßnahmenumsetzung inklusive Verstetigung wäre mehr Zeit notwendig gewesen. Die Empfehlung ist, mindestens 12 Monate einzuplanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung wurden etwa 2.300 € verausgabt. Ursprünglich waren mehr Mittel für technische Anpassungen im Pilotgebäude einkalkuliert. Für den zur Verfügung stehenden zeitlichen und finanziellen Rahmen konnten keine umsetzbaren Anpassungen identifiziert und installiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2.300 € setzten sich aus folgenden Posten zusammen:&lt;br /&gt;
1.500 € Honorar der Referentin für drei Workshops zu Nachhaltigkeit im Labor&lt;br /&gt;
700 € Digital Signage (Visualisierung des Energieverbrauchs): Monitor (40 Zoll), Steuerung (Minicomputer + SD-Karte), Wandhalterung, Montage&lt;br /&gt;
100 € Druckkosten für Informationsmaterial &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für weitere technische Anpassung müsste beispielsweise einkalkuliert werden:&lt;br /&gt;
2.000 € Umbau Thermostate im Zielgebäude in 62 Büroräumen (Material- und Montagekosten der Sanitärfirma).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rahmenbedingungen der Hochschule===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Standorte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Hauptstandort Halle (Saale) gibt es 4 Campi: Universitätsplatz, Steintor-Campus, Franckeschen Stiftungen, Weinberg-Campus mit Campus Heide-Süd. Das Pilotgebäude befand sich am Weinbergcampus. Auf dem Weinberg Campus leben, studieren und arbeiten etwa 15.000 Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität setzt sich aus folgenden HS-Angehörigen zusammen:&lt;br /&gt;
*ca. 19.943 Studierende&lt;br /&gt;
*über 4.027 Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**288 Professor*innen&lt;br /&gt;
**1.478 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen&lt;br /&gt;
**1.091 Wissenschaftsunterstützende Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**1.170 Wissenschaftliche Hilfskräfte (Stand vom 31.12.2023).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unterstützung der Hochschulleitung zur Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung der MLU unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Die Rektorin übernahm die Projektleitung und stellte Mitarbeitende, etwa für die Teilnahme am TrafoTeam, frei. Dieser Umstand unterstützte bei der Argumentation für die Umsetzung der Maßnahme. Mit der Hochschulleitung fand ein regelmäßiger Austausch statt, zudem konnten die Maßnahmen in Kommissionen der Hochschulleitung vorgestellt und diskutiert werden. Dies ermöglichte es, die Maßnahmen im Kontext aktueller Ausrichtungen der Hochschule einzuordnen, Parallelstrukturen zu vermeiden oder Synergien zu knüpfen. Als Hinweis für die Planung weiterer Projekte lässt sich festhalten, dass die zeitlichen Kapazitäten möglicher Leitungspersonen berücksichtigt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es keine*n Nachhaltigkeitsbeauftragten oder eine andere Art der Institutionalisierung in Bezug auf Nachhaltigkeit. Diese mangelnde Institutionalisierung von Nachhaltigkeit gestaltete sich als Herausforderung, gerade in der Verstetigung von Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tätigkeitsbereich des Energiemanagers ist aber für den Bereiche des Klimaschutzes wichtig, z.B. aufgrund des Gesetzes zur Steigerung der Energieeffizienz in Deutschland (EnEfG) oder Energie- (ISO50001) bzw. Umweltmanagementsysteme (ISO140001).&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Weitere Relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Unterstützung durch den Leiter der Abteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement war wesentlich, um die Maßnahme erfolgreich umzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Allgemeine Hinweise zu hemmenden/ fördernden Aspekte im Transferlabor &#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;finden Sie hier&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Einbindung des Energiemanagers war besonders wichtig für die Konkretisierung, Planung sowie Umsetzung der Maßnahme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Bei der Ansprache von Personen im Pilotgebäude muss darauf geachtet werden Mitarbeitende nicht als „Schuldige“ zu adressieren und Auswahl des Gebäudes rücksichtsvoll zu kommunizieren.&lt;br /&gt;
*Institute mit einem hohen Energieverbrauch können sich schnell an den Pranger gestellt fühlen, stattdessen sollte deren (Transformations-) Potential herausgestellt werden (Perspektiven aufzeigen, Informationen geben, Fortschritte wertschätzen)&lt;br /&gt;
*&amp;quot;Zeigefinger&amp;quot; auf energieintensivste Liegenschaften wie das Pilotgebäude eher kontraproduktiv, moralische Ansprache mit Verweis auf Klimakrise erzeugte vereinzelt bei Mitarbeiter*innen im Zielgebäude Aversion und kollidierte mit der vorhandenen Resignation und Frustration&lt;br /&gt;
*Empfehlenswert ist die Begleitung des Vorhabens mit einer öffentlichkeitswirksamen Kampagne. Hierbei sollten möglichst alle Kommunikationskanäle der Hochschule berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
*Zur verständlichen Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten war eine Kombination aus Top-down und Bottom-up Maßnahmen zielführend (Workshops, Informationsveranstaltungen, Ideenwettbewerb – Details siehe oben)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=27901</id>
		<title>Blaupause für Maßnahmen zu Dienstreisemobilität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=27901"/>
		<updated>2026-03-04T14:01:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Best Practice&lt;br /&gt;
|beschr=Die Blaupause entstand im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal, innerhalb des zweiten Transferlabors an der MLU, und ist im Handlungsfeld &amp;quot;Nachhaltige Dienstreisemobilität&amp;quot; angesiedelt. &lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Mobilität, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Dienstreisen, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
|org=KlimaPlanReal&lt;br /&gt;
|adresse=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg &amp;lt;br&amp;gt; Universitätsplatz 10 &amp;lt;br&amp;gt; 06108 Halle&lt;br /&gt;
|url=https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_2/&lt;br /&gt;
|projekt=Transformationspfade (traNHSform)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines [[Transferlabor|Transferlabors]] (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltige Mobilität – Nachhaltige Dienstreisemobilität &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“. Sie orientiert sich an der Maßnahme 11 aus dem [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/hochschulklimarat/klimaplan_mlu/ KlimaPlan der MLU]. Ziel dieser Maßnahme ist es, dass Treibhausgase, die im Kontext von Dienstreisen an der MLU entstehen, reduziert bzw. eingespart werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um eine quantitative Wirkung der Maßnahme feststellen zu können, bedarf es statistischer Daten der Treibhausgasemissionen vor und nach der Maßnahme. Diese wiederum können aus Daten zu Dienstreisen ermittelt werden, die sich aus Angaben über getätigte Dienstreisen an der MLU (Start- und Zielort, zurückgelegte Strecke und jeweilige genutzte Verkehrsmittel) ergeben. Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung lagen erste Daten vor, die jedoch keine valide quantitative Datenbasis und Aussagen erlaubten (siehe Ausgangslage). Deswegen wurden qualitative Zielstellungen priorisiert, die insbesondere die Ziele der Sensibilisierung zur Thematik, Kommunikation und Information verfolgten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Maßnahme werden unmittelbar Mitarbeitende der MLU adressiert, die administrativ in der Planung und Organisation von Dienstreisen für andere Beschäftigte tätig sind (u.a. Sekretariate) und die eigenständig Dienstreisen im Rahmen ihrer Beschäftigung und Tätigkeiten an der MLU (Wissenschaft, Verwaltung etc.) planen, organisieren und durchführen. Mittelbar sollen alle Beschäftigten der MLU zum Thema nachhaltige Dienstreisen sensibilisiert werden. Mit der Maßnahme wird ein gesamtuniversitärer Prozess angeregt und das Individualverhalten der Beschäftigten adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Ziele wurden im Transformationsteam verfolgt: &lt;br /&gt;
*Förderung der Reduktion von Treibhausgasemissionen durch Vermeidung von Flugreisen und Individualverkehr&lt;br /&gt;
*Förderung von Bahnreisen bzw. öffentlichen Nah- und Fernverkehr im Allgemeinen&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für die nachhaltige Gestaltung von Dienstreisen ins-besondere in Bezug auf die Wahl des Verkehrsmittels&lt;br /&gt;
*Erarbeitung einer Entscheidungshilfe für nachhaltigere Dienstreisen an der MLU&lt;br /&gt;
*Integration der erarbeiteten Handlungsempfehlungen in das digitale Buchungssystem des Ver-tragsreisebüros der MLU auf der Website der Abteilung für Reisekosten&lt;br /&gt;
*Nachhaltigkeit wird als Querschnittsthema bei der Beantragung, Bearbeitung und Umsetzung von Dienstreisen berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausgangslage ===&lt;br /&gt;
Für die Maßnahme „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“ sind statistische Daten hilfreich, die Dienstreisen mit Start- und Zielort, mögliche Zwischenstopps und die jeweiligen genutzten Verkehrsmittel aller Beschäftigten der Organisation detailliert erfassen. Daraus können die reisebezogenen Treibhausgasemissionen berechnet werden. Das schafft eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und ermöglicht eine Messbarkeit der Wirksamkeit. Es zeigt auch, wo Handlungsschwerpunkte liegen können, sodass bedarfsgerechte Maßnahmen abgeleitet werden können. In der [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/3343046_3385459/3385459_3503977/ Status Quo Analyse der MLU] war eine Bilanzierung der Dienstreisen noch nicht möglich. Die vorhandene Verwaltungssoftware, mit welcher Dienstreisen in der Abteilung Reisekosten abgerechnet werden, ermöglicht keine automatische und detaillierte Erfassung der einzelnen Reisewege und gewählten Verkehrsmittel. Möglich wurde dies durch eine zusätzliche händische Eintragung durch die Mitarbeitenden der Abteilung, welche seit Mitte des Projektes erfolgt. Dadurch hat sich die Datengrundlage grundsätzlich verbessert, sie ermöglicht jedoch keine validen, statistisch abgesicherten Aussagen über das Reiseverhalten der Beschäftigten. Im Bereich der Dienstreisebeantragung und -abrechnung erfolgt an der MLU aktuell eine Digitalisierung, in welche das Projektteam einbezogen werden konnte. Ziel ist es, die vorhandene Verwaltungssoftware so auszugestalten, dass eine detaillierte Erfassung der Dienstreisen und daraus abgeleitet die Erfassung der Emissionen ermöglicht wird. Diese können mit Hilfe von CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rechnern, die wiederum in die Verwaltungssoftware ggfs. integriert werden können, berechnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Akteur*innenanalyse ===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse (Abbildung 1) durchgeführt, die auch den Bereich Mobilität umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert, kontaktiert und in den Prozess involviert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden sowohl strukturell für das Thema Dienstreisen zuständige Personen, als auch interessierte Personen (z.B. aus dem [[Hochschulklimarat]]) angesprochen. Das TrafoTeam setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren sechs Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus dem International Office&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus der Personalabteilung, Bereich Personalentwicklung&lt;br /&gt;
*Doktorandin (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Doktorand (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einschätzung zur Zusammensetzung:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
*Hohe Motivation aller Beteiligten&lt;br /&gt;
*verschiedene Akteur*innen von Einrichtungen und Abteilungen&lt;br /&gt;
*verschiedene Angehörige der MLU (Verwaltung, Wissenschaft, Wissenschaftsunterstützend, Studierende)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem festen Transformationsteam wurden über individuelle Konsultationen bilateral weitere Akteur*innen beratend in den Prozess einbezogen. Dies ermöglichte es, alle Mitgliedergruppen der MLU, trotz begrenzter zeitlicher Ressourcen, punktuell in den Prozess zu involvieren. Zentral war die Zusammenarbeit mit der Abteilung Reisekosten, die sich im weiteren Verlauf intensivierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innenanalyse Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png||mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 1: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; --- Auch außerhalb des Projekts zugeordnet]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umsetzungsschritte ===&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png|mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 2: Zeitplan des Transferlabors „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen. &lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen der TrafoTeam-Mitglieder: an der Universität bestehende Bedarfe, Rahmenbedingungen und gesetzlichen Vorgaben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
*Die Zielgruppen wurden für alle Maßnahmen akquiriert und Ansprechpersonen ausfindig gemacht: u.a. Dienstreisende und Assistenzen; Abteilung Reisekosten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konsultations- und Beratungsgespräche führen: Um diverse Perspektiven in die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe für nachhaltige Dienstreisen einfließen zu lassen, wurden Gespräche mit unterschiedlichen Mitgliedergruppe der MLU geführt: u.a. mit Sekretär*innen, Wissenschaftler*innen und Professor*innen. &lt;br /&gt;
*Vernetzung und strukturelle Verankerung mit anderen Querschnittsthemen wie Familiengerechtigkeit, um die Handlungsempfehlungen lebensphasenorientiert an den Bedarfen der verschiedenen Mitgliedergruppen der MLU auszurichten&lt;br /&gt;
*Formulieren der [https://wcms.itz.uni-halle.de/download.php?down=70957&amp;amp;elem=3632423 Handlungsempfehlungen „Nachhaltigere Dienstreisen für alle Beschäftigten der MLU“] und Diskussion im TrafoTeam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (3-6 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Abstimmung des Dokuments mit ausgewählten Abteilungen und Gremien, z.B. dem Personalrat oder der Abteilung Personal. Die Abstimmung des Entwurfes diente der internen Prüfung, inwiefern die ausgearbeiteten Empfehlungen universitätsinternen Regelungen entspricht, widerspricht und um Ergänzungen aus den jeweiligen Fachexpertisen aufnehmen zu können. Dadurch erfolgt auch eine erste Kommunikation des Entwurfs, die die Basis für eine spätere Umsetzung der Handlungsempfehlungen in der Breite der Universität legt. Der Abstimmungsprozess sollte von Beginn an aufgrund eines möglichen höheren und nicht vorhersehbaren zeitlichen Umfangs mit eingeplant werden.&lt;br /&gt;
*Ableitung einer „Entscheidungshilfe“ aus den Handlungsempfehlungen, welche bei der Integration von Nachhaltigkeitsdimensionen im Kontext von Dienstreisen unterstützen soll. Diese wurde mit Hilfe von erstellten Illustrationen graphisch aufbereitet, sodass sie einen niedrigschwelligen Zugang für alle MLU Reisenden bietet und die Akzeptanz der Empfehlungen sowie eine mögliche Verhaltensveränderung befördert. &lt;br /&gt;
*Einbindung der Führungsebene: Es erfolgte die Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat sowie eine Diskussion in einer Rektoratskommission. Die Handlungsempfehlungen wurden daraufhin angepasst und als „Aspekte zu nachhaltigeren Dienstreisen an der MLU“ auf eine im Rektorat vorgestellte und beschlossene zusätzliche [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_2/dienstreisen_nachhaltig/ Website] eingestellt. &lt;br /&gt;
*Breite Öffentlichkeitsarbeit: Erstellung von Aktions- und Werbe-/Geschenkmaterial (u.a. Klimawaage, Reisetagebuch inkl. Klimaplan und Entscheidungshilfe, nachhaltige Reise-Thermobecher, A4 und A3 Plakate Entscheidungshilfe) und Verwendung bei öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen, Abschlussgesprächen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschlussphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat. Es ist zu empfehlen, die Dokumente durch das Rektorat bestätigen zu lassen. Dies versieht beide Dokumente mit einer höheren Legitimation. &lt;br /&gt;
*Zielgruppenspezifische Kommunikation/ Ansprache unter Berücksichtigung der Herausforderungen des ständigen Aktualisierungsbedarfes, universitärer Diskontinuität und Heterogenität &lt;br /&gt;
**Frühzeitige Einbindung der zuständigen Abteilungen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit zur Abstimmung möglicher Kommunikationsinhalte und -wege (Social media, Newsletter u.a.)&lt;br /&gt;
**Kommunikation der Empfehlungen und Entscheidungshilfe über dezentrale Kommunikationswege in die Fakultäten hinein über u.a. Dekanate, Fakultätsreferent*innen&lt;br /&gt;
**Gestaltung einer [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_2/dienstreisen_nachhaltig/ Website zum Transferlabor &amp;quot;Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten&amp;quot;], die mit der Website der Abteilung Reisekosten sowie dem Buchungstool des Vertragsreisebüros verknüpft ist.&lt;br /&gt;
*Etablierung von Handlungsempfehlungen:&lt;br /&gt;
**Die Abteilung Reisekosten nimmt die Handlungsempfehlungen in ihren Informationsmaterialien auf und veröffentlicht diese auf ihrer [https://haushalt.verwaltung.uni-halle.de/reisekosten/2683742_3540682/ Website].&lt;br /&gt;
**Das Vertragsreisebüro der MLU, das eine Website zur Planung und Buchung von Dienstreisen anbietet, integriert die Handlungsempfehlungen und die Entscheidungshilfe. Prüfung, inwiefern das Buchungstool bereits ein automatisches CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Tracking beinhaltet und auf welcher Berechnungsgrundlage dieses erfolgt.&lt;br /&gt;
*Die Abteilung Reisekosten und das Vertragsreisebüro integrieren in eine vorhandene Liste von Hotels, mit denen die MLU kooperiert, einen Nachweis über deren Nachhaltigkeit.&lt;br /&gt;
*Prüfung, inwiefern das Buchungstool des Vertragsreisebüros bereits Hotels mit Nachhaltigkeitszertifikat beinhaltet und Erarbeitung, welche Inhalte und Anforderungen diese Zertifikate beinhalten.&lt;br /&gt;
*Durchführung eines digitalen Workshops zum Thema „Nachhaltige Dienstreisen an der MLU“ mit einer externen Expertin im Themenbereich. Der digitale Workshop im Umfang von 2h bot eine Möglichkeit, Methoden für nachhaltigere Dienstreisen (u.a. Wahl des Verkehrsmittels) zu erlernen. Er richtete sich an Beschäftigte der MLU, die für sich oder andere Dienstreisen planen, organisieren und umsetzen. Resonanz: 11 Teilnehmende; Die Planung des Workshops umfasste einen größeren zeitlichen Umfang, um den Workshop bedarfsgerechte im Kontext der Rahmenbedingungen der MLU zu planen. &lt;br /&gt;
*Dieses Weiterbildungsangebot wird in den Weiterbildungskatalog als festes Angebot übernommen und von der Abteilung Personalentwicklung nach Projekt regelmäßig durchgeführt.&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Aktionsmaterial für die weitere Sensibilisierung der Angehörigen der MLU in Rahmen von Workshops oder öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen. &lt;br /&gt;
*Die Ziele des Transformationsteams konnten teilweise erreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dokumentation und Nacharbeiten ===&lt;br /&gt;
Die Dokumentation des Transferlaborprozesses erfolgte durch die Erstellung eines [[KlimaPlanReal: Zusatzmaterial zum Download|Transferlabortagebuches]], mittels Ergebnisprotokolle der einzelnen Transferlabortreffen des Transformationsteams sowie Gesprächsprotokolle der zusätzlich bilateral geführten Konsultationen und Gespräche. Um eine nachhaltige Fortsetzung der begonnenen Maßnahme zu ermöglichen, wurden die jeweiligen Prozesse in ihrem Bearbeitungsstand dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Blaupause: Klimafreundliche Dienstreisen an Hochschulen|Transferlabor der OVGU zu Nachhaltigkeit bei Dienstreisen]]&lt;br /&gt;
* Weitere [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/Projektphasen/2_+Transferlabore/OVGU+Magdeburg/Dienstreise+Best+Practice.html Best Practice Beispiele für Nachhaltigkeit bei Dienstreisen an Hochschulen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen des Transferlabors ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von neun Monaten. Für eine solide Maßnahmenumsetzung inklusive Verstetigung ist mehr Zeit notwendig. Die Empfehlung ist, mindestens 12 Monate einzuplanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung des Transferlabors standen 10.000 € zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sensibilisierung und Öffentlichkeitsarbeit: Diese können je nach Anbieter*in variieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Graphische Aufbereitung/Layout, Druck der Entscheidungshilfe: ca. 2.500 €&lt;br /&gt;
* Erstellung von Aktions- und Werbe-/Geschenkmaterial: ca. 4.000 €&lt;br /&gt;
** Klimawaage&lt;br /&gt;
** Reisetagebuch&lt;br /&gt;
** nachhaltige Reise-Thermobecher&lt;br /&gt;
* Intensive Erarbeitung und Durchführung Workshop „Nachhaltige Dienstreisen“: 2.200 €&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen der Hochschule ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Standorte&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Hauptstandort Halle (Saale) gibt es vier Campi: Universitätsplatz, Steintor-Campus, Franckeschen Stiftungen, Weinberg-Campus mit Campus Heide-Süd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität setzt sich aus folgenden HS-Angehörigen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ca. 19.943 Studierende&lt;br /&gt;
* über 4.027 Mitarbeitende&lt;br /&gt;
** 288 Professor*innen&lt;br /&gt;
** 1.478 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen&lt;br /&gt;
** 1.091 Wissenschaftsunterstützende Mitarbeitende&lt;br /&gt;
** 1.170 Wissenschaftliche Hilfskräfte (&#039;&#039;Stand vom 31.12.2023&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unterstützung der Hochschulleitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung der MLU unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Die Rektorin übernahm die Projektleitung und stellte Mitarbeitende, etwa für die Teilnahme am Transferlabor, frei. Dieser Umstand unterstützte bei der Argumentation für die Umsetzung der Maßnahme. Bei der Planung des Projekts sollten die zeitlichen Kapazitäten möglicher Leitungspersonen berücksichtigt werden. Mit der Hochschulleitung fand ein regelmäßiger Austausch statt, zudem konnten die Maßnahmen in Kommissionen der Hochschulleitung vorgestellt und diskutiert werden. Dies ermöglichte es, die Maßnahmen im Kontext aktueller Ausrichtungen der Hochschule einzuordnen, Parallelstrukturen zu vermeiden oder Synergien zu knüpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es keine*n Nachhaltigkeitsbeauftragten oder eine andere Art der Institutionalisierung in Bezug auf Nachhaltigkeit. Diese fehlende Institutionalisierung gestaltete sich als Herausforderung, gerade in der Verstetigung von Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Entwicklung der Handlungsempfehlungen konnte der Prozess der Digitalisierung, welcher an der Universität umgesetzt wird, um das Thema Nachhaltigkeit angereichert werden. Konkret wird die Beantragung und Abrechnung von Dienstreisen digitalisiert. Es ermöglicht den Einbezug von nachhaltigkeitsrelevanten Daten von Beginn an. Hierfür erfolgte eine enge Zusammenarbeit mit der Abteilung Reisekosten. Die Digitalisierung beinhaltete die Umstellung der Verwaltungssoftware auf QIS RKA. Das ermöglicht technisch grundsätzlich die Abfrage klimarelevanter Daten bei der Beantragung und Abrechnung von Dienstreisen sowie die Verknüpfung mit CO2-Rechnern. Für die praktische Umsetzung bedarf es der Abstimmung mit der zuständigen Abteilung (Finanzen) sowie der zentralen Einrichtung der MLU, die diesen Prozess technisch begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konkrete Empfehlungen ===&lt;br /&gt;
Für eine Übertragbarkeit können folgende konkrete Empfehlungen gegeben werden:&lt;br /&gt;
*Die Einbindung der Abteilung Reisekosten war besonders wichtig für die Konkretisierung, der Planung sowie der Umsetzung der Maßnahme. Dies sollte von Beginn an erfolgen, um eine nachhaltige Beachtung von Nachhaltigkeit bei Dienstreisen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
*Individuelle lebensphasenbezogene Bedarfe, wie Sorgeverantwortung, müssen bei der Entwicklung von Handlungsempfehlungen Beachtung finden. &lt;br /&gt;
*Einfache, praxisnahe Tools – z. B. Entscheidungshilfen – müssen bereitgestellt werden, um die Planung nachhaltiger Dienstreisen zu erleichtern.&lt;br /&gt;
*Da die Wirkfähigkeit von Handlungsempfehlungen auf der Ebene der freiwilligen Umsetzung der Hinweise verbleibt, ist zu empfehlen: &lt;br /&gt;
*Die Handlungsempfehlungen durch einen Rektoratsbeschluss in ihrer Legitimation zu stützen oder&lt;br /&gt;
*aus den Empfehlungen gemeinsam mit relevanten Akteur*innen Richtlinien für Dienstreisen zu entwickeln, in denen Nachhaltigkeit als Querschnittsthema integriert ist und die verpflichtend für alle Beschäftigten einer Hochschule gelten&lt;br /&gt;
*Tools für die eigenständige Planung und Umsetzung nachhaltigerer Dienstreisen müssen bereitgestellt werden, um die Niedrigschwelligkeit zu gewährleisten (z.B. THG-Rechner, Smart Travel Tool)&lt;br /&gt;
*Unterstützer*innen und Multiplikator*innen des Vorhabens aus unterschiedlichen Mitgliedergruppen akquirieren&lt;br /&gt;
*Nach Möglichkeit Maßnahmen an vorhandene Strukturen der Universität zum Themas Nachhaltigkeit anbinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hinweise zur Kommunikation ===&lt;br /&gt;
*Verständnis für unterschiedliche Lebensrealitäten und Karrierestufen deutlich machen&lt;br /&gt;
*Bei Sorge vonseiten der Hochschulleitung Selbstverständlichkeiten zu benennen, mit Value-Action-Gap argumentieren&lt;br /&gt;
*Vorteile des Reisens mit der Bahn hervorheben: Arbeiten tlw. möglich, keine zusätzliche Zeit für Sicherheitskontrollen, etc.&lt;br /&gt;
*Kommunikation über verschiedene Kommunikationskanäle universitätsweit nutzen (bspw. der Newsletter der MLU, die Website des Nachhaltigkeitsbüros bzw. des Projektes sowie der Abteilung Reisekosten für die Information und Aufklärung über die Handlungsempfehlungen und den Entscheidungsbaum)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=27900</id>
		<title>Blaupause zum Energiesparen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=27900"/>
		<updated>2026-03-04T13:57:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: /* Umsetzungsschritte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Best Practice&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Dienstreisen, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
|org=KlimaPlanReal&lt;br /&gt;
|adresse=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg &amp;lt;br&amp;gt; Universitätsplatz 10 &amp;lt;br&amp;gt; 06108 Halle&lt;br /&gt;
|url=https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/&lt;br /&gt;
|projekt=Transformationspfade (traNHSform)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines [[Transferlabor|Transferlabors]] (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regenerativer Campus: Energie, Abfall und Wasser – Fokus Energie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“. Diese orientiert sich an der Maßnahme 19 aus dem [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/hochschulklimarat/klimaplan_mlu/ KlimaPlan der MLU]. Folgende Ziele wurden im TrafoTeam formuliert und erfolgreich umgesetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring und zur Visualisierung des Energieverbrauchs (Strom, Wärme, Kälte) einzelner Bereiche in einem Zielgebäude&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen zum Thema Energiesparen&lt;br /&gt;
*Verständliche Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ausgangslage===&lt;br /&gt;
Für die „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ wurden Daten zum Energieverbrauch sowohl der Universität insgesamt (siehe [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/3343046_3385459/3385459_3503977/ Status Quo Analyse der MLU]) als auch der einzelnen Gebäudekomplexe ausgewertet. Dies erfolgte in Kooperation mit dem Energiemanagement. Das ermöglichte eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und half bei der Auswahl eines Pilotgebäudes. Kernindikatoren waren dabei der Strom- und Wärmeverbrauch (in MWh) sowie die Treibhausgasbilanz des jeweiligen Gebäudes. Für das Analysieren des Energie-Einsparpotentials waren im konkreten Fall der MLU die Daten zu den Einsparungen während der Prüfungen von Maßnahmen in Bezug auf die Verordnungen zur Sicherung der Energieversorgung über kurz- und mittelfristige Maßnahmen (EnSiKuMaV) von Vorteil. Der Energiemanager konnte diese auf Gebäudeebene zur Verfügung stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Akteur*innenanalyse===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse an der MLU durchgeführt, die auch den Bereich &#039;&#039;Energie&#039;&#039; umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert und kontaktiert werden. In Abbildung 1 wurden die für das Transferlabor relevanten Akteur*innen dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden formell zuständige Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem [[Hochschulklimarat]]) angesprochen. Das &#039;&#039;&#039;TrafoTeam&#039;&#039;&#039; setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren vier Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Bauangelegenheiten - Projektingenieur Hochschulbau&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Technisches Gebäudemanagement - Energiemanager&lt;br /&gt;
*Student (Mathematik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
*Student (Informatik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere (Schlüssel)personen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Im Projekt wurde ein Ideenwettbewerb durchgeführt, der von einer zusammengestellten Jury begleitet wurde. Mitglieder der Jury zur Bewertung der Einreichungen im Ideenwettbewerb wurden aufgrund ihres Bezugs zum Pilotgebäude oder ihrer fachlichen Expertise (z.B. technisch-bauliche Kenntnisse) ausgewählt. Außerdem sollte die Jury eine gewisse Repräsentativität ausstrahlen und verschiedene Mitgliedergruppen vertreten.&lt;br /&gt;
*Mitglieder waren: der Abteilungsleiter Bau und Liegenschaften, die Dekane der im Pilotgebäude vertretenen Fakultäten sowie ein Vertreter des TrafoTeams&lt;br /&gt;
*Ansprechpersonen im Pilotgebäude: Direktor und stellvertretende Direktoren, Sekretariat, Leiter*innen der wissenschaftlichen Arbeitsgruppen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einschätzung zur Zusammensetzung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*hohe Motivation der einzelnen Akteur*innen &lt;br /&gt;
*Unausgewogenes Geschlechterverhältnis (mehr männliche Personen)&lt;br /&gt;
*Fachexpertise aus den Bereichen Kommunikationswissenschaft oder Umweltpsychologie fehlte&lt;br /&gt;
*Zu kleine Gruppe, um Untergruppen für verschiedenen Aufgaben zu bilden&lt;br /&gt;
*Alle hier berichteten Aktivitäten wurden vom TrafoTeam gemeinsam getragen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innensanalyse Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ .png|mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 1: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; - - Auch außerhalb des Projekts zugeordnet)]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Umsetzungsschritte===&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“.png||mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 2: Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“|alternativtext=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen (Details zu Transformationsteams können dem [[Transferlabor|Good-Practice Guide zu Transferlaboren]] entnommen werden)&lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen des Energiemanagers mit ähnlichen Prozessen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Entscheidung im TrafoTeam für ein Zielgebäude unter Beachtung der Indikatoren Energieverbrauch und Energieeinsparpotential. Das Pilotgebäude ist ein Neubau aus dem Jahr 2017 mit moderner Ausstattung inklusive einer relativ hohen Dichte an Messpunkten für Energieverbrauch; 5.400 m² Nutzfläche; 3 Fakultäten vertreten; etwa 250 Mitarbeitende; etwa 65% der Räume sind Labore&lt;br /&gt;
*Konkretisierung der Energiesparziele (2% Einsparung pro Jahr im Zielgebäude, entsprechend dem EnEfG)&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Definition von (Teil)zielen; Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Vorbereitung rund um das Pilotgebäude&#039;&#039;: Identifikation relevanter Zielgruppen sowie Ermittlung von Arbeitsgruppenleitungen und Ansprechpersonen aus den verschiedenen Fakultäten&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Einbindung der Führungsebene:&#039;&#039; Abstimmungsgespräch mit den Direktoren des Pilotgebäudes zur Unterstützung des Vorhabens. Die Teilnahme der Ansprechperson für das Energiemanagement zur Klärung technischer Fragen wird empfohlen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Organisation von &amp;lt;u&amp;gt;Kampagnenmaterial&amp;lt;/u&amp;gt;&#039; und Öffentlichkeitsarbeit:&#039;&#039; Es wurden in Abstimmung mit einer Professorin der Kommunikationswissenschaften geeignete Kommunikationsmittel rund um energiesparendes Verhalten in den Büros, Laboren, etc. des Gebäudes entwickelt. Dabei wurde sowohl Strom als auch Wärme adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring des Strom-, Kälte- und Wärmeverbrauchs auf Gesamtgebäudeebene:&lt;br /&gt;
**Ziel war eine Sensibilisierung für den Energieverbrauch im Gebäude und so letztendlich ein energieeffizientes und energiesparendes Verhalten der Nutzer*innen, wobei ein Effekt durch die Visualisierung erwartet wurde.  &lt;br /&gt;
**Visualisierung des Energieverbrauchs: Der Energieverbrauch im Pilotgebäude wurde über einen öffentlich sichtbaren Monitor im Eingangsbereich transparent gemacht. Dargestellt werden die Daten auf einem Dashboard mit einer Energiemanagement-Software. Die visuelle Aufbereitung der Daten und die Installation des Monitors übernahmen der Energiemanager und das IT-Servicezentrum.&lt;br /&gt;
**Dargestellte Kennzahlen (in Form von Balkendiagrammen):&lt;br /&gt;
***Aktueller Stromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch vor einem Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Energieverbrauch der Kältemaschinen im aktuellen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Stromverbrauch des aktuellen und des vergangenen Jahres in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Wärmeverbrauch im aktuellen und vergangenen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen für die Mitarbeitenden des Pilotgebäudes zum Thema Energiesparen (weitere Informationen unter [[##Dokumentation_und_Nacharbeiten|Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten]])&lt;br /&gt;
**[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/sensibilisierungs-workshop/ Workshops für Mitarbeitende in Laboren.]  Ziel: Der Workshop bot eine Möglichkeit, Methoden zum Energiesparen in Laboren zu erlernen (z.B. shut the sash); Die drei Workshops hatten einen Umfang von jeweils 2 Stunden und es nahmen jeweils zwischen 8 und 18 Personen teil; Material: Präsentationsfolien im Nachgang zur Verfügung gestellt; Leitung des Workshops übernahm eine Referentin für Nachhaltigkeit im Labor (s. Abbildung 1): Empfehlung von Kolleginnen aus der Universität; Kontaktaufnahme per Mail und Telefon; Honorarbasis&lt;br /&gt;
**[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ideenwettbewerb/ Ideenwettbewerb]: Ziel war es die Mitarbeiter*innen-Perspektiven in den Gesamtprozess einzubeziehen, deren Wissen zu ihrem persönlichen Arbeitsplatz zu nutzen sowie ihnen das Transferlabor näher zu bringen; Dauer: etwa 4 Wochen zur Einreichung von Ideen, anschließend etwa 4 Wochen zur Bewertung und Auswahl; Resonanz: 13 Maßnahmen wurden eingereicht. Für die Bewertung legte die Jury festgelegte Kriterien an, um sicherzustellen, dass die ausgewählten Ideen sowohl praktikabel als auch wirkungsvoll sind: Einsparungspotential, Verstetigungspotential, Kosten, Auswirkungen, Hürden für die Umsetzung (&amp;lt;u&amp;gt;s. &#039;&#039;Bewertungsmatrix&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;)&lt;br /&gt;
**Haustürgespräche (Gesprächsangebote vor Ort im Pilotgebäude) mit Nutzer*innen des Gebäudes; Ziel: auf das Transferlabor aufmerksam machen, Raum für Fragen und Kritik bieten; Ort: in den Pausenräumen; vorherige Ankündigung per E-Mail über den Hausverteiler&lt;br /&gt;
*Auswahl der Gewinner*innen des Ideenwettbewerbs durch Jury (&amp;lt;u&amp;gt;s. &#039;&#039;Dokumente Bewertung Jurymitglied; Gesamtbewertung Jury&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;); Beiträge des Ideenwettbewerbs wurden HS-öffentlich zur Verfügung gestellt&lt;br /&gt;
*Begleitung der Maßnahmenumsetzung der bestplatzierten Ideen aus dem Wettbewerb durch das TrafoTeam: Anpassung der Thermostate im Pilotgebäude (Austausch mit regulierbaren Thermostaten) und Tipps zur energiesparenden Nutzung von Ultratiefkühlgeräten (auf Projekt-Website und in jährlichen Belehrungen zum Arbeitsschutz); Kommunikation zur umgesetzten Idee aus dem Wettbewerb mittels Rundmail über den Hausverteiler und auf der Projekt-Website&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum zur Anpassung von Thermostaten, wobei der Umsetzungszeitraum hier außerhalb des Transferlaborzeitraums liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschlussphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Ziele (unter [[Blaupause zum Energiesparen#Beschreibung der Maßnahme|Beschreibung der Maßnahme]]) konnten alle erreicht werden. Das konkrete Ziel der Einsparung von 2% Energie wird vom Energiemanager nach Ablauf eines Jahres geprüft. &lt;br /&gt;
*Abschlussveranstaltung im Pilotgebäude mit Vorstellung der Kampagnenergebnisse durch das TrafoTeam: PowerPoint Präsentation und anschließende Diskussion; Eingeladen waren die Jury des Ideenwettbewerbs, Mitarbeitende und Direktoren des Pilotgebäudes&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe des Monitorings an den Energiemanager zur dauerhaften Implementierung und Nutzung: Verantwortung für technischen Support (z.B. regelmäßige Softwareupdates) und Auswertung der Daten hinsichtlich möglicher Einsparungen und der Erfüllung des 2%-Ziels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dokumentation und Nacharbeiten===&lt;br /&gt;
*[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ Website zum Transferlabor Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen]&lt;br /&gt;
*[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ideenwettbewerb/ Website Ideenwettbewerb]&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Poster zu Projektinfo, Ideenwettbewerb und Workshop&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Ideensammlung&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[https://echo-energie.de Echokampagne] bieten Leitfaden, Checkliste und Infomaterial zum Energiesparen in Zielgebäuden, die genutzt wurden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
===Rahmenbedingungen des Transferlabors===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von neun Monaten. Für eine solide Maßnahmenumsetzung inklusive Verstetigung wäre mehr Zeit notwendig gewesen. Die Empfehlung ist, mindestens 12 Monate einzuplanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung wurden etwa 2.300 € verausgabt. Ursprünglich waren mehr Mittel für technische Anpassungen im Pilotgebäude einkalkuliert. Für den zur Verfügung stehenden zeitlichen und finanziellen Rahmen konnten keine umsetzbaren Anpassungen identifiziert und installiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2.300 € setzten sich aus folgenden Posten zusammen:&lt;br /&gt;
1.500 € Honorar der Referentin für drei Workshops zu Nachhaltigkeit im Labor&lt;br /&gt;
700 € Digital Signage (Visualisierung des Energieverbrauchs): Monitor (40 Zoll), Steuerung (Minicomputer + SD-Karte), Wandhalterung, Montage&lt;br /&gt;
100 € Druckkosten für Informationsmaterial &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für weitere technische Anpassung müsste beispielsweise einkalkuliert werden:&lt;br /&gt;
2.000 € Umbau Thermostate im Zielgebäude in 62 Büroräumen (Material- und Montagekosten der Sanitärfirma).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rahmenbedingungen der Hochschule===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Standorte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Hauptstandort Halle (Saale) gibt es 4 Campi: Universitätsplatz, Steintor-Campus, Franckeschen Stiftungen, Weinberg-Campus mit Campus Heide-Süd. Das Pilotgebäude befand sich am Weinbergcampus. Auf dem Weinberg Campus leben, studieren und arbeiten etwa 15.000 Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität setzt sich aus folgenden HS-Angehörigen zusammen:&lt;br /&gt;
*ca. 19.943 Studierende&lt;br /&gt;
*über 4.027 Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**288 Professor*innen&lt;br /&gt;
**1.478 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen&lt;br /&gt;
**1.091 Wissenschaftsunterstützende Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**1.170 Wissenschaftliche Hilfskräfte (Stand vom 31.12.2023).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unterstützung der Hochschulleitung zur Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung der MLU unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Die Rektorin übernahm die Projektleitung und stellte Mitarbeitende, etwa für die Teilnahme am TrafoTeam, frei. Dieser Umstand unterstützte bei der Argumentation für die Umsetzung der Maßnahme. Mit der Hochschulleitung fand ein regelmäßiger Austausch statt, zudem konnten die Maßnahmen in Kommissionen der Hochschulleitung vorgestellt und diskutiert werden. Dies ermöglichte es, die Maßnahmen im Kontext aktueller Ausrichtungen der Hochschule einzuordnen, Parallelstrukturen zu vermeiden oder Synergien zu knüpfen. Als Hinweis für die Planung weiterer Projekte lässt sich festhalten, dass die zeitlichen Kapazitäten möglicher Leitungspersonen berücksichtigt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es keine*n Nachhaltigkeitsbeauftragten oder eine andere Art der Institutionalisierung in Bezug auf Nachhaltigkeit. Diese mangelnde Institutionalisierung von Nachhaltigkeit gestaltete sich als Herausforderung, gerade in der Verstetigung von Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tätigkeitsbereich des Energiemanagers ist aber für den Bereiche des Klimaschutzes wichtig, z.B. aufgrund des Gesetzes zur Steigerung der Energieeffizienz in Deutschland (EnEfG) oder Energie- (ISO50001) bzw. Umweltmanagementsysteme (ISO140001).&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Weitere Relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Unterstützung durch den Leiter der Abteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement war wesentlich, um die Maßnahme erfolgreich umzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Allgemeine Hinweise zu hemmenden/ fördernden Aspekte im Transferlabor &#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;finden Sie hier&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Einbindung des Energiemanagers war besonders wichtig für die Konkretisierung, Planung sowie Umsetzung der Maßnahme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Bei der Ansprache von Personen im Pilotgebäude muss darauf geachtet werden Mitarbeitende nicht als „Schuldige“ zu adressieren und Auswahl des Gebäudes rücksichtsvoll zu kommunizieren.&lt;br /&gt;
*Institute mit einem hohen Energieverbrauch können sich schnell an den Pranger gestellt fühlen, stattdessen sollte deren (Transformations-) Potential herausgestellt werden (Perspektiven aufzeigen, Informationen geben, Fortschritte wertschätzen)&lt;br /&gt;
*&amp;quot;Zeigefinger&amp;quot; auf energieintensivste Liegenschaften wie das Pilotgebäude eher kontraproduktiv, moralische Ansprache mit Verweis auf Klimakrise erzeugte vereinzelt bei Mitarbeiter*innen im Zielgebäude Aversion und kollidierte mit der vorhandenen Resignation und Frustration&lt;br /&gt;
*Empfehlenswert ist die Begleitung des Vorhabens mit einer öffentlichkeitswirksamen Kampagne. Hierbei sollten möglichst alle Kommunikationskanäle der Hochschule berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
*Zur verständlichen Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten war eine Kombination aus Top-down und Bottom-up Maßnahmen zielführend (Workshops, Informationsveranstaltungen, Ideenwettbewerb – Details siehe oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=27899</id>
		<title>Blaupause zum Energiesparen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=27899"/>
		<updated>2026-03-04T13:52:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Best Practice&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Dienstreisen, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
|org=KlimaPlanReal&lt;br /&gt;
|adresse=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg &amp;lt;br&amp;gt; Universitätsplatz 10 &amp;lt;br&amp;gt; 06108 Halle&lt;br /&gt;
|url=https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/&lt;br /&gt;
|projekt=Transformationspfade (traNHSform)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines [[Transferlabor|Transferlabors]] (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regenerativer Campus: Energie, Abfall und Wasser – Fokus Energie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“. Diese orientiert sich an der Maßnahme 19 aus dem [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/hochschulklimarat/klimaplan_mlu/ KlimaPlan der MLU]. Folgende Ziele wurden im TrafoTeam formuliert und erfolgreich umgesetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring und zur Visualisierung des Energieverbrauchs (Strom, Wärme, Kälte) einzelner Bereiche in einem Zielgebäude&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen zum Thema Energiesparen&lt;br /&gt;
*Verständliche Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ausgangslage===&lt;br /&gt;
Für die „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ wurden Daten zum Energieverbrauch sowohl der Universität insgesamt (siehe [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/3343046_3385459/3385459_3503977/ Status Quo Analyse der MLU]) als auch der einzelnen Gebäudekomplexe ausgewertet. Dies erfolgte in Kooperation mit dem Energiemanagement. Das ermöglichte eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und half bei der Auswahl eines Pilotgebäudes. Kernindikatoren waren dabei der Strom- und Wärmeverbrauch (in MWh) sowie die Treibhausgasbilanz des jeweiligen Gebäudes. Für das Analysieren des Energie-Einsparpotentials waren im konkreten Fall der MLU die Daten zu den Einsparungen während der Prüfungen von Maßnahmen in Bezug auf die Verordnungen zur Sicherung der Energieversorgung über kurz- und mittelfristige Maßnahmen (EnSiKuMaV) von Vorteil. Der Energiemanager konnte diese auf Gebäudeebene zur Verfügung stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Akteur*innenanalyse===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse an der MLU durchgeführt, die auch den Bereich &#039;&#039;Energie&#039;&#039; umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert und kontaktiert werden. In Abbildung 1 wurden die für das Transferlabor relevanten Akteur*innen dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden formell zuständige Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem [[Hochschulklimarat]]) angesprochen. Das &#039;&#039;&#039;TrafoTeam&#039;&#039;&#039; setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren vier Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Bauangelegenheiten - Projektingenieur Hochschulbau&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Technisches Gebäudemanagement - Energiemanager&lt;br /&gt;
*Student (Mathematik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
*Student (Informatik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere (Schlüssel)personen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Im Projekt wurde ein Ideenwettbewerb durchgeführt, der von einer zusammengestellten Jury begleitet wurde. Mitglieder der Jury zur Bewertung der Einreichungen im Ideenwettbewerb wurden aufgrund ihres Bezugs zum Pilotgebäude oder ihrer fachlichen Expertise (z.B. technisch-bauliche Kenntnisse) ausgewählt. Außerdem sollte die Jury eine gewisse Repräsentativität ausstrahlen und verschiedene Mitgliedergruppen vertreten.&lt;br /&gt;
*Mitglieder waren: der Abteilungsleiter Bau und Liegenschaften, die Dekane der im Pilotgebäude vertretenen Fakultäten sowie ein Vertreter des TrafoTeams&lt;br /&gt;
*Ansprechpersonen im Pilotgebäude: Direktor und stellvertretende Direktoren, Sekretariat, Leiter*innen der wissenschaftlichen Arbeitsgruppen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einschätzung zur Zusammensetzung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*hohe Motivation der einzelnen Akteur*innen &lt;br /&gt;
*Unausgewogenes Geschlechterverhältnis (mehr männliche Personen)&lt;br /&gt;
*Fachexpertise aus den Bereichen Kommunikationswissenschaft oder Umweltpsychologie fehlte&lt;br /&gt;
*Zu kleine Gruppe, um Untergruppen für verschiedenen Aufgaben zu bilden&lt;br /&gt;
*Alle hier berichteten Aktivitäten wurden vom TrafoTeam gemeinsam getragen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innensanalyse Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ .png|mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 1: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; - - Auch außerhalb des Projekts zugeordnet)]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Umsetzungsschritte===&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“.png||mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 2: Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“|alternativtext=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen (Details zu Transformationsteams können dem [[Transferlabor|Good-Practice Guide zu Transferlaboren]] entnommen werden)&lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen des Energiemanagers mit ähnlichen Prozessen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Entscheidung im TrafoTeam für ein Zielgebäude unter Beachtung der Indikatoren Energieverbrauch und Energieeinsparpotential. Das Pilotgebäude ist ein Neubau aus dem Jahr 2017 mit moderner Ausstattung inklusive einer relativ hohen Dichte an Messpunkten für Energieverbrauch; 5.400 m² Nutzfläche; 3 Fakultäten vertreten; etwa 250 Mitarbeitende; etwa 65% der Räume sind Labore&lt;br /&gt;
*Konkretisierung der Energiesparziele (2% Einsparung pro Jahr im Zielgebäude, entsprechend dem EnEfG)&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Definition von (Teil)zielen; Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Vorbereitung rund um das Pilotgebäude&#039;&#039;: Identifikation relevanter Zielgruppen sowie Ermittlung von Arbeitsgruppenleitungen und Ansprechpersonen aus den verschiedenen Fakultäten&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Einbindung der Führungsebene:&#039;&#039; Abstimmungsgespräch mit den Direktoren des Pilotgebäudes zur Unterstützung des Vorhabens. Die Teilnahme der Ansprechperson für das Energiemanagement zur Klärung technischer Fragen wird empfohlen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Organisation von &amp;lt;u&amp;gt;Kampagnenmaterial&amp;lt;/u&amp;gt;&#039; und Öffentlichkeitsarbeit:&#039;&#039; Es wurden in Abstimmung mit einer Professorin der Kommunikationswissenschaften geeignete Kommunikationsmittel rund um energiesparendes Verhalten in den Büros, Laboren, etc. des Gebäudes entwickelt. Dabei wurde sowohl Strom als auch Wärme adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring des Strom-, Kälte- und Wärmeverbrauchs auf Gesamtgebäudeebene:&lt;br /&gt;
**Ziel war eine Sensibilisierung für den Energieverbrauch im Gebäude und so letztendlich ein energieeffizientes und energiesparendes Verhalten der Nutzer*innen, wobei ein Effekt durch die Visualisierung erwartet wurde.  &lt;br /&gt;
**Visualisierung des Energieverbrauchs: Der Energieverbrauch im Pilotgebäude wurde über einen öffentlich sichtbaren Monitor im Eingangsbereich transparent gemacht. Dargestellt werden die Daten auf einem Dashboard mit einer Energiemanagement-Software. Die visuelle Aufbereitung der Daten und die Installation des Monitors übernahmen der Energiemanager und das IT-Servicezentrum.&lt;br /&gt;
**Dargestellte Kennzahlen (in Form von Balkendiagrammen):&lt;br /&gt;
***Aktueller Stromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch vor einem Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Energieverbrauch der Kältemaschinen im aktuellen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Stromverbrauch des aktuellen und des vergangenen Jahres in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Wärmeverbrauch im aktuellen und vergangenen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen für die Mitarbeitenden des Pilotgebäudes zum Thema Energiesparen (weitere Informationen unter [[#Dokumentation_&amp;amp;_Nacharbeiten|Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten]])&lt;br /&gt;
**Workshops für Mitarbeitende in Laboren. Ziel: Der Workshop bot eine Möglichkeit, Methoden zum Energiesparen in Laboren zu erlernen (z.B. shut the sash); Die drei Workshops hatten einen Umfang von jeweils 2 Stunden und es nahmen jeweils zwischen 8 und 18 Personen teil; Material: Präsentationsfolien im Nachgang zur Verfügung gestellt; Leitung des Workshops übernahm eine Referentin für Nachhaltigkeit im Labor (s. Abbildung 1): Empfehlung von Kolleginnen aus der Universität; Kontaktaufnahme per Mail und Telefon; Honorarbasis&lt;br /&gt;
**Ideenwettbewerb: Ziel war es die Mitarbeiter*innen-Perspektiven in den Gesamtprozess einzubeziehen, deren Wissen zu ihrem persönlichen Arbeitsplatz zu nutzen sowie ihnen das Transferlabor näher zu bringen; Dauer: etwa 4 Wochen zur Einreichung von Ideen, anschließend etwa 4 Wochen zur Bewertung und Auswahl; Resonanz: 13 Maßnahmen wurden eingereicht. Für die Bewertung legte die Jury festgelegte Kriterien an, um sicherzustellen, dass die ausgewählten Ideen sowohl praktikabel als auch wirkungsvoll sind: Einsparungspotential, Verstetigungspotential, Kosten, Auswirkungen, Hürden für die Umsetzung (&amp;lt;u&amp;gt;s. &#039;&#039;Bewertungsmatrix&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;)&lt;br /&gt;
**Haustürgespräche (Gesprächsangebote vor Ort im Pilotgebäude) mit Nutzer*innen des Gebäudes; Ziel: auf das Transferlabor aufmerksam machen, Raum für Fragen und Kritik bieten; Ort: in den Pausenräumen; vorherige Ankündigung per E-Mail über den Hausverteiler&lt;br /&gt;
*Auswahl der Gewinner*innen des Ideenwettbewerbs durch Jury (&amp;lt;u&amp;gt;s. &#039;&#039;Dokumente Bewertung Jurymitglied; Gesamtbewertung Jury&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;); Beiträge des Ideenwettbewerbs wurden HS-öffentlich zur Verfügung gestellt&lt;br /&gt;
*Begleitung der Maßnahmenumsetzung der bestplatzierten Ideen aus dem Wettbewerb durch das TrafoTeam: Anpassung der Thermostate im Pilotgebäude (Austausch mit regulierbaren Thermostaten) und Tipps zur energiesparenden Nutzung von Ultratiefkühlgeräten (auf Projekt-Website und in jährlichen Belehrungen zum Arbeitsschutz); Kommunikation zur umgesetzten Idee aus dem Wettbewerb mittels Rundmail über den Hausverteiler und auf der Projekt-Website&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum zur Anpassung von Thermostaten, wobei der Umsetzungszeitraum hier außerhalb des Transferlaborzeitraums liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschlussphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Ziele (unter Beschreibung der Maßnahme) konnten alle erreicht werden. Das konkrete Ziel der Einsparung von 2 % Energie wird vom Energiemanager nach Ablauf eines Jahres geprüft. &lt;br /&gt;
*Abschlussveranstaltung im Pilotgebäude mit Vorstellung der Kampagnenergebnisse durch das TrafoTeam: PowerPoint Präsentation und anschließende Diskussion; Eingeladen waren die Jury des Ideenwettbewerbs, Mitarbeitende und Direktoren des Pilotgebäudes&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe des Monitorings an den Energiemanager zur dauerhaften Implementierung und Nutzung: Verantwortung für technischen Support (z.B. regelmäßige Softwareupdates) und Auswertung der Daten hinsichtlich möglicher Einsparungen und der Erfüllung des 2%-Ziels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dokumentation und Nacharbeiten===&lt;br /&gt;
*[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ Website zum Transferlabor Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen]&lt;br /&gt;
*[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ideenwettbewerb/ Website Ideenwettbewerb]&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Poster zu Projektinfo, Ideenwettbewerb und Workshop&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Ideensammlung&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[https://echo-energie.de Echokampagne] bieten Leitfaden, Checkliste und Infomaterial zum Energiesparen in Zielgebäuden, die genutzt wurden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
===Rahmenbedingungen des Transferlabors===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von neun Monaten. Für eine solide Maßnahmenumsetzung inklusive Verstetigung wäre mehr Zeit notwendig gewesen. Die Empfehlung ist, mindestens 12 Monate einzuplanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung wurden etwa 2.300 € verausgabt. Ursprünglich waren mehr Mittel für technische Anpassungen im Pilotgebäude einkalkuliert. Für den zur Verfügung stehenden zeitlichen und finanziellen Rahmen konnten keine umsetzbaren Anpassungen identifiziert und installiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2.300 € setzten sich aus folgenden Posten zusammen:&lt;br /&gt;
1.500 € Honorar der Referentin für drei Workshops zu Nachhaltigkeit im Labor&lt;br /&gt;
700 € Digital Signage (Visualisierung des Energieverbrauchs): Monitor (40 Zoll), Steuerung (Minicomputer + SD-Karte), Wandhalterung, Montage&lt;br /&gt;
100 € Druckkosten für Informationsmaterial &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für weitere technische Anpassung müsste beispielsweise einkalkuliert werden:&lt;br /&gt;
2.000 € Umbau Thermostate im Zielgebäude in 62 Büroräumen (Material- und Montagekosten der Sanitärfirma).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rahmenbedingungen der Hochschule===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Standorte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Hauptstandort Halle (Saale) gibt es 4 Campi: Universitätsplatz, Steintor-Campus, Franckeschen Stiftungen, Weinberg-Campus mit Campus Heide-Süd. Das Pilotgebäude befand sich am Weinbergcampus. Auf dem Weinberg Campus leben, studieren und arbeiten etwa 15.000 Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität setzt sich aus folgenden HS-Angehörigen zusammen:&lt;br /&gt;
*ca. 19.943 Studierende&lt;br /&gt;
*über 4.027 Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**288 Professor*innen&lt;br /&gt;
**1.478 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen&lt;br /&gt;
**1.091 Wissenschaftsunterstützende Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**1.170 Wissenschaftliche Hilfskräfte (Stand vom 31.12.2023).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unterstützung der Hochschulleitung zur Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung der MLU unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Die Rektorin übernahm die Projektleitung und stellte Mitarbeitende, etwa für die Teilnahme am TrafoTeam, frei. Dieser Umstand unterstützte bei der Argumentation für die Umsetzung der Maßnahme. Mit der Hochschulleitung fand ein regelmäßiger Austausch statt, zudem konnten die Maßnahmen in Kommissionen der Hochschulleitung vorgestellt und diskutiert werden. Dies ermöglichte es, die Maßnahmen im Kontext aktueller Ausrichtungen der Hochschule einzuordnen, Parallelstrukturen zu vermeiden oder Synergien zu knüpfen. Als Hinweis für die Planung weiterer Projekte lässt sich festhalten, dass die zeitlichen Kapazitäten möglicher Leitungspersonen berücksichtigt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es keine*n Nachhaltigkeitsbeauftragten oder eine andere Art der Institutionalisierung in Bezug auf Nachhaltigkeit. Diese mangelnde Institutionalisierung von Nachhaltigkeit gestaltete sich als Herausforderung, gerade in der Verstetigung von Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tätigkeitsbereich des Energiemanagers ist aber für den Bereiche des Klimaschutzes wichtig, z.B. aufgrund des Gesetzes zur Steigerung der Energieeffizienz in Deutschland (EnEfG) oder Energie- (ISO50001) bzw. Umweltmanagementsysteme (ISO140001).&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Weitere Relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Unterstützung durch den Leiter der Abteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement war wesentlich, um die Maßnahme erfolgreich umzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Allgemeine Hinweise zu hemmenden/ fördernden Aspekte im Transferlabor &#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;finden Sie hier&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Einbindung des Energiemanagers war besonders wichtig für die Konkretisierung, Planung sowie Umsetzung der Maßnahme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Bei der Ansprache von Personen im Pilotgebäude muss darauf geachtet werden Mitarbeitende nicht als „Schuldige“ zu adressieren und Auswahl des Gebäudes rücksichtsvoll zu kommunizieren.&lt;br /&gt;
*Institute mit einem hohen Energieverbrauch können sich schnell an den Pranger gestellt fühlen, stattdessen sollte deren (Transformations-) Potential herausgestellt werden (Perspektiven aufzeigen, Informationen geben, Fortschritte wertschätzen)&lt;br /&gt;
*&amp;quot;Zeigefinger&amp;quot; auf energieintensivste Liegenschaften wie das Pilotgebäude eher kontraproduktiv, moralische Ansprache mit Verweis auf Klimakrise erzeugte vereinzelt bei Mitarbeiter*innen im Zielgebäude Aversion und kollidierte mit der vorhandenen Resignation und Frustration&lt;br /&gt;
*Empfehlenswert ist die Begleitung des Vorhabens mit einer öffentlichkeitswirksamen Kampagne. Hierbei sollten möglichst alle Kommunikationskanäle der Hochschule berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
*Zur verständlichen Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten war eine Kombination aus Top-down und Bottom-up Maßnahmen zielführend (Workshops, Informationsveranstaltungen, Ideenwettbewerb – Details siehe oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_%E2%80%9EFahrrad_Sharingstation_am_Hauptbahnhof%E2%80%9C&amp;diff=27898</id>
		<title>Blaupause „Fahrrad Sharingstation am Hauptbahnhof“</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_%E2%80%9EFahrrad_Sharingstation_am_Hauptbahnhof%E2%80%9C&amp;diff=27898"/>
		<updated>2026-03-04T13:39:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Best Practice&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Transfer, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Mobilität, Betrieb&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Hochschule Harz&lt;br /&gt;
|org=KlimaPlanReal&lt;br /&gt;
|adresse=Friedrichstraße 57-59 &amp;lt;br&amp;gt; 38855 Wernigerode&lt;br /&gt;
|url=https://www.hs-harz.de/&lt;br /&gt;
|projekt=Transformationspfade (traNHSform)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Blaupause entstand im Rahmen des zweiten [[Good Practice Guide: Transferlabor|Transferlabors]] (angelehnt an die Methode der [[Reallabor|Reallabore]])  an der [https://www.hs-harz.de/ Hochschule Harz] im Rahmen des Projektes [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]]. Das Ziel lag darin, eine Infrastruktur für ein &amp;lt;u&amp;gt;hochschulinternes Fahrrad-Sharing&amp;lt;/u&amp;gt; als Prototyp zwischen dem Campus und dem Hauptbahnhof zu errichten. Es wurde ein Software-Prototyp entwickelt sowie geeignete Fahrräder und digitale Schlösser zur Erprobung beschafft. Allerdings entschied sich die Hochschule aufgrund der Komplexität, nicht als Betreiber in Frage zu kommen. In der vorliegenden Blaupause sind die gewonnenen Erfahrungen zusammengetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Impactrelevantes Transformationsfeld ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Themenbereich: Nachhaltige Pendel- und Geschäftsmobilität&lt;br /&gt;
* Handlungsfeld: Pendelmobilität&lt;br /&gt;
* Maßnahmentitel aus [https://www.hs-harz.de/dokumente/extern/Forschung/Projektwebseiten/KlimaPlanReal/Unser_Klimaplan_fuer_die_Hochschule_Harz.pdf KlimaPlan]: „Fahrradausleih- oder Sharingstation am Hauptbahnhof“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Maßnahmenbeschreibung ====&lt;br /&gt;
Die vom Hochschulklimarat im [https://www.hs-harz.de/dokumente/extern/Forschung/Projektwebseiten/KlimaPlanReal/Unser_Klimaplan_fuer_die_Hochschule_Harz.pdf KlimaPlan] vorgeschlagene Maßnahme „Fahrradausleih- oder Sharingstation am Hauptbahnhof“ soll eine Erleichterung des Pendelns zwischen dem Bahnhof und dem jeweiligen Hochschulstandort durch die Einrichtung von Fahrrad-Sharing-Stationen bewirken. Diese Maßnahme soll die Attraktivität des Pendelns ohne motorisierten Individualverkehr steigern und wurde so mit dem größten prognostizierten Effekt auf die Senkung der Treibhausgasemissionen der Hochschule Harz bewertet. Zudem werden durch die Umsetzung &amp;lt;u&amp;gt;positive gesundheitliche Effekte&amp;lt;/u&amp;gt; und eine &amp;lt;u&amp;gt;hohe Sichtbarkeit erwartet&amp;lt;/u&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Vorrecherchen wurde ersichtlich, dass Anbieter externer Fahrrad-Sharing-Systeme nicht interessiert daran waren, an den Hochschulstandorten in einer Pilotphase das Nutzungsverhalten zu testen. Daher wurde sich für eine &amp;lt;u&amp;gt;hochschulinterne Eigenentwicklung&amp;lt;/u&amp;gt; entschieden.&lt;br /&gt;
Das Transformationsteam hatte sich das Ziel gesetzt, prototypisch eine &#039;&#039;&#039;Infrastruktur für ein Fahrrad-Sharing-System,&#039;&#039;&#039; bestehend aus Software und Leihfahrrädern, zu schaffen.&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ist-Zusand ====&lt;br /&gt;
Es sind keine vollständigen Mobilitätsdaten für die [https://www.hs-harz.de/ Hochschule Harz] vorhanden. Daten aus der Studierendenbefragung liegen zu folgenden Schwerpunkten vor: genutztes Transportmittel (zu Fuß, Fahrrad/Roller, PKW, ÖPNV) zur Hochschule, die Entfernung zur Hochschule und Frequenz der Nutzung des Semestertickets. Das Semesterticket inkludiert entsprechend der Umfrageergebnisse einer Studierendenbefragung an der [https://www.hs-harz.de/ Hochschule Harz] lediglich das Streckennetz der [https://hvb-harz.de/ Harzer Verkehrsbetriebe GmbH] und nicht das D-Ticket.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zusammensetzung des Transformationsteams ====&lt;br /&gt;
Zur Umsetzung wurde ein sogenanntes [[Glossar KlimaPlanReal|Transformationteam]] gebildet, das sich aus allen Mitgliedergruppen der Hochschule zusammensetzte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Dezernentin&#039;&#039;&#039; Liegenschaften/Bau/Technik&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Professor&#039;&#039;&#039; am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Professor&#039;&#039;&#039; am Fachbereich Verwaltungswissenschaften&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Studierendenrat Mitglied&#039;&#039;&#039; (Student Fachbereich Wirtschaftswissenschaften)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wissenschaftlicher Mitarbeiter&#039;&#039;&#039; am Fachbereich Automatisierung und Informatik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich haben drei Studierendenprojekte gemeinsam mit einzelnen Transformationsteammitgliedern Aufgaben übernommen und wurden dabei von diese/r betreut. Dadurch fand eine enge und aktive &amp;lt;u&amp;gt;Einbindung der Lehre&amp;lt;/u&amp;gt; statt. Des Weiteren wurden zwei wissenschaftliche Hilfskräfte für die Erstellung der Softwarelösung eingestellt, da diese mit größerem zeitlichem Aufwand verbunden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Umsetzungsschritte ====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (November 2023 – Januar 2024):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grobe Voranalyse/Recherche: Durch Absagen von bekannten, externen Fahrrad Sharing Anbietern wurde sich entschieden, eine hochschulinterne Lösung zu entwickeln&lt;br /&gt;
* Zusammenstellung des Transformationsteams&lt;br /&gt;
* Einführung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen im Transformationsteam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungsphase (Januar – März 2024):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zielfestlegung mit „Testlauf innerhalb der Projektzeit für Evaluation zu starten“ &amp;amp; Zielgruppe: Hochschulangehörige&lt;br /&gt;
* Positive Gespräche mit den wichtigsten internen und externen Stakeholdern (Rektorat und beteiligte Städte), die Unterstützung in Form von Kommunikationsaufnahme und Fahrradabstellplätzen an Bahnhöfen zusicherten&lt;br /&gt;
* Kontaktaufnahme zu einem Hersteller von digitalen Schlössern für die Programmierung&lt;br /&gt;
* Kontaktaufnahme mit Lehrenden vor dem Semester zu Einbindungsmöglichkeiten der Maßnahmenumsetzung in die Lehre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkretisierungsphase (März – April 2024)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Absprache und Zuteilung der Fahrradabstellplätze (am Bahnhof Wernigerode und Halberstadt; an der Hochschule Harz)&lt;br /&gt;
* Festlegung eines Zeit- und Arbeitsplans mit Verantwortlichkeiten&lt;br /&gt;
* Arbeitspakete für Studierendengruppen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (April – Juni 2024):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Beschaffung der ersten fünf Schlösser für die Softwareentwicklung&lt;br /&gt;
* Erhalt von acht gebrauchten Fahrrädern vom Ordnungsamt, die in einem desaströsen Zustand waren – daher Entscheidung gegen eine Benutzung&lt;br /&gt;
* Abschluss einer Marktanalyse zu der Mobilitätslandschaft zwischen dem Bahnhof und der Hochschule Harz&lt;br /&gt;
* Keine positive Rückmeldung von den Fahrradläden zwecks Wartung und Service&lt;br /&gt;
* Hochschulinterne Entwicklung einer rudimentären Software mit einigen Sicherheitslücken für einen Prototypen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschluss- und Übergangsphase (Juli 2024 – Oktober 2025)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Beurteilung zum Ende der Laufzeit des Transferlabors:&lt;br /&gt;
* Einige Arbeitspakete (u.a. die rechtlichen Perspektive (u.a. Unfallschutz in Form von AGB)) konnten nicht abschließend geklärt werden.&lt;br /&gt;
* Die Komplexität der Umsetzung einer Fahrrad-Sharing-Station stellte sich als wesentlich höher als angenommen heraus.&lt;br /&gt;
* Entscheidung für eine Verstetigung/Weiterführung trotz Transferlaborende mit Studierendenprojekten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fortführung der Maßnahme nach Ende der Laufzeit des Transferlabors (September 2024 – September 2025 ff.)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weiterführung durch zwei Studierendenprojekte für jeweils ein Jahr in den Bereichen&lt;br /&gt;
* Softwareentwicklung&lt;br /&gt;
* Eruierung möglicher Betreibermodelle (Hochschule oder Externe, z.B. Fahrradanbieter)&lt;br /&gt;
* Leistungsausschreibung für Fahrräder, Schlösser, Servicevertrag&lt;br /&gt;
* Beschaffung von neun neuen Fahrrädern und sieben Schlössern&lt;br /&gt;
* Beschreibung der Maßnahme der Fahrrad-Sharing-Station auf der Hochschulwebsite, was dazu führte, dass ein Fahrrad-Sharing-Anbieter Kontakt aufnahm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dokumentation &amp;amp; Nachbearbeiten ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.hs-harz.de/klimaplanreal Webseite KlimaPlanReal Hochschule Harz]&lt;br /&gt;
* &amp;lt;!-- Nachschauen wie pdf´s ergänzt werden können --&amp;gt;Ausschreibungstext Fahrradausleihstation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auswahl an unterschiedlichste Anbieter von Bike Sharing:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.donkey.bike/de Donkey Republic] &lt;br /&gt;
* [https://www.nextbike.net/campusbike/ CAMPUSbike]  von nextbike&lt;br /&gt;
* [https://swapfiets.de/ Swapfiets] &lt;br /&gt;
* [https://www.bahn.de/service/mobile/call-a-bike Call a bike]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterführende Literatur bzw. Übersicht an Bike Sharing Anbieter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Agora Verkehrswende: &amp;quot;[https://www.agora-verkehrswende.de/fileadmin/Projekte/2018/Stationslose_Bikesharing_Systeme/Agora_Verkehrswende_Bikesharing_WEB.pdf Bikesharing im Wandel - Handlungsempfehlungen für deutsche Städte und Gemeinden zum Umgang mit stationslosen Systemen]&amp;quot;, 2018&lt;br /&gt;
* [https://bikesharemap.com/#/6/10.6956/49.7658/ Bikesharemap]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Laufzeit ====&lt;br /&gt;
Die Maßnahme war ursprünglich auf zehn Monate angesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings wurde die Maßnahme der Fahrrad-Sharing-Station anschließend von einem weiterführenden Team betreut und nach knapp zwei Jahren ist die Software bereit zum Testen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Finanzen ====&lt;br /&gt;
Neben Personalkosten für die Projektmitarbeiterin sind folgende Ausgaben getätigt worden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Neun neue Fahrräder:  6.900€&lt;br /&gt;
* Servicevertrag: 1.200€&lt;br /&gt;
* Digitale Fahrradschlösser: 1.800€&lt;br /&gt;
* Einsteckketten: 400€&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rahmenbedingungen an der Hochschule ====&lt;br /&gt;
Standorte &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschule Harz hat einen Standort in &amp;lt;u&amp;gt;Wernigerode (circa. 32.000 Einwohner)&amp;lt;/u&amp;gt; und einen weiteren kleineren in &amp;lt;u&amp;gt;Halberstadt (circa 37.000 Einwohner)&amp;lt;/u&amp;gt;. Die beiden Standorte liegen rund 25 km entfernt und die Umgebung ist &#039;&#039;&#039;ländlich geprägt&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschulgröße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stand 2024:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Studierende: 2.839 (Wernigerode: 2.154, Halberstadt: 685)&lt;br /&gt;
* Mitarbeitende: 336 (Wernigerode: 294, Halberstadt: 42)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterstützung der Hochschulleitung zur Maßnahmenumsetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Unterzeichnung des Letter of Intent für den Projektantrag KlimaPlanReal hat die Leitung der Hochschule Harz die aktive Unterstützung zugesichert. Dadurch war die Teilnahme an den Transferlaboren für die Mitarbeitenden Arbeitszeit. Zum Anfang der Maßnahmenauswahl für das Transferlabor wurde mit dem Rektor, der Kanzlerin und einem Prorektor die Vorgehensweise der Maßnahmenumsetzung besprochen. Die Hochschulleitung nahm daraufhin Kontakt zur Stadt auf und zeigte somit ihre aktive Unterstützung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.hs-harz.de/forschung/ausgewaehlte-forschungsprojekte/klimaschutzkonzept Klimaschutzmanagement] (Drittmittelprojekt) für die Berechnung des Treibhausgasminderungspotentials&lt;br /&gt;
* [https://www.hs-harz.de/nachhaltigkeit/umweltmanagementsystem Umweltmanagement] (feste Stelle mit 75% für EMAS-Zertifizierung) konnte die vorhandenen Mobilitätsdaten bereit stellen &amp;amp; langfristige Evaluation innerhalb des Umweltmanagementsystems&lt;br /&gt;
* [https://www.hs-harz.de/hochschule/organisation/verwaltung/dezernate/liegenschaften-bau-technik/mitarbeiter-1-1 Umweltbeauftragte] ist die Projektleitung; stetige Zusammenarbeit&lt;br /&gt;
* [https://www.hs-harz.de/nachhaltigkeit/kommission-nachhaltige-hs-harz Senatskommission Nachhaltige Hochschule Harz] wurde der jeweilige Projektstand in begleitender und beratender Funktion vorgestellt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zeitaufwand für Entwicklung der Software und der rechtlichen Aspekte (u.a. Unfallschutz in Form von AGB) war sehr viel größer, als zu Beginn eingeschätzt wurde&lt;br /&gt;
* Der Prozess der Kontaktaufnahme zu den Fahrradläden gestaltete sich schwieriger als angenommen.&lt;br /&gt;
* Der Hauptbahnhof ist circa 3 km von dem Campus in Wernigerode entfernt und es gibt eine optimierungsbedürftige Taktung beim Wechsel von Bahn zu Bus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Allgemeine Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nutzergruppen abklären durch Analyse der Mobilitätsdaten der Hochschule&lt;br /&gt;
** Welche Personen bzw. Statusgruppen wollen wann, wofür und wie lange ein Fahrrad nutzen? Gibt es relevante Unterschiede zwischen den Mitgliedergruppen?&lt;br /&gt;
** Ist es (aufgrund von Höhenmeter etc.) notwendig, ein E-Bike anzustreben oder ist ein normales Fahrrad ausreichend?&lt;br /&gt;
** Ist möglicherweise eine kleine Ausleihstation für den individuellen und nicht täglichen Gebrauch durch den Studierendenrat, die Poststelle etc. anstelle eines aufwendig geschaffenen und digital gestützten Systems ausreichend?&lt;br /&gt;
* Relevante Stakeholder einbinden&lt;br /&gt;
** Falls es in der Stadt einen Anbieter für Fahrrad-Sharing-Systeme gibt, diesen bezüglich Stationserweiterungen kontaktieren&lt;br /&gt;
** Kontakt zu dem jeweiligen Verkehrsunternehmen aufnehmen, damit das zusätzliche Fahrrad-Sharing-System als bereichernde Ergänzung und nicht als Konkurrenz zum ÖPNV angesehen wird&lt;br /&gt;
** Unterstützung der Hochschulleitung einholen&lt;br /&gt;
** Holistisch denken: Stadt, Tourismusgesellschaften und andere größere, interessierte Akteure zu einer Beteiligung an der Fahrrad-Sharing-Station befragen&lt;br /&gt;
* Finanzielle Mittel prüfen&lt;br /&gt;
** Eine Kostenabschätzung machen&lt;br /&gt;
** Möglichkeiten für Sponsoring (z.B. Werbung für Kooperationspartner auf dem Fahrrad) zur Senkung der Kosten prüfen&lt;br /&gt;
* Anbieter für Fahrrad-Sharing-Systeme anfragen&lt;br /&gt;
** Diese Option sollte umfassend geprüft werden (auch unter Einbeziehung weiterer möglicher Nutzergruppen außerhalb der Hochschule).&lt;br /&gt;
* Hochschulinterne Fahrrad-Sharing-Station sollte unter Berücksichtigung nur dann durch die Hochschule eingeführt werden, wenn keine externen Betreiber zur Verfügung stehen. Eine hochschulinterne Umsetzung erfordert einen sehr hohen zeitlichen Aufwand mit detaillierten Arbeitspaketen und Zuständigkeiten: Folgende Fachgebiete sollten dafür im Transformationsteam vorhanden sein:&lt;br /&gt;
** IT für die Software-Entwicklung für die Fahrradschlösser&lt;br /&gt;
** Der Quellcode inkl. Dokumentation ist hier zu finden.&amp;lt;!-- Ergänzen! --&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Recht: zur rechtlichen Abklärung zwecks AGB, Unfallschutz etc.&lt;br /&gt;
** Verwaltung: für die Planung des Betreibermodells&lt;br /&gt;
** Fachbereich Liegenschaften/Bau für die Abstellplätze der Fahrräder&lt;br /&gt;
* Eine zentrale, durchgehende Koordinierungsstelle&lt;br /&gt;
* Für Motivation der Trafoteammitglieder sorgen&lt;br /&gt;
** Möglichst instrinsische Motivation erzeugen bzw. direkt entsprechende Personen ins Team holen, damit auch außerhalb der Trafoteamtreffen trotz hoher Arbeitsbelastung weitergewirkt wird&lt;br /&gt;
** Gruppenmotivation hochhalten&lt;br /&gt;
* Gemeinsame Cloudplattform etablieren&lt;br /&gt;
Ansprechpersonen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Projektleitung: [https://www.hs-harz.de/aheilmann/zur-person Prof. Dr. Andrea Heilmann] &amp;amp; [https://www.hs-harz.de/pschaller/zur-person Prof. Dr. Philipp Schaller]&lt;br /&gt;
* Projektmitarbeiter*innen: [https://www.hs-harz.de/forschung/ausgewaehlte-forschungsprojekte/innovative-hochschule/unser-team Anja Klinner] &amp;amp; [https://www.hs-harz.de/hochschule/organisation/verwaltung/dezernate/liegenschaften-bau-technik/mitarbeiter-1-1 Heidi Wilhof]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__INDEXIEREN__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=27897</id>
		<title>Blaupause zum Energiesparen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=27897"/>
		<updated>2026-03-04T13:37:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Best Practice&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Dienstreisen, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
|org=KlimaPlanReal&lt;br /&gt;
|adresse=Martin-Luther-Universität Halle-WittenbergUniversitätsplatz 10 06108 Halle&lt;br /&gt;
|url=https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/&lt;br /&gt;
|projekt=Transformationspfade (traNHSform)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Beschreibung==&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung. &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Link zu Good-Practice-Guide Transferlabore&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regenerativer Campus: Energie, Abfall und Wasser – Fokus Energie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“. Diese orientiert sich an der Maßnahme 19 aus dem [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/hochschulklimarat/klimaplan_mlu/ KlimaPlan der MLU]. Folgende Ziele wurden im TrafoTeam formuliert und erfolgreich umgesetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring und zur Visualisierung des Energieverbrauchs (Strom, Wärme, Kälte) einzelner Bereiche in einem Zielgebäude&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen zum Thema Energiesparen&lt;br /&gt;
*Verständliche Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ist-Zustand===&lt;br /&gt;
Für die „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ wurden Daten zum Energieverbrauch sowohl der Universität insgesamt (siehe [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/3343046_3385459/3385459_3503977/ Status Quo Analyse der MLU]) als auch der einzelnen Gebäudekomplexe ausgewertet. Dies erfolgte in Kooperation mit dem Energiemanagement. Das ermöglichte eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und half bei der Auswahl eines Pilotgebäudes. Kernindikatoren waren dabei der Strom- und Wärmeverbrauch (in MWh) sowie die Treibhausgasbilanz des jeweiligen Gebäudes. Für das Analysieren des Energie-Einsparpotentials waren im konkreten Fall der MLU die Daten zu den Einsparungen während der Prüfungen von Maßnahmen in Bezug auf die Verordnungen zur Sicherung der Energieversorgung über kurz- und mittelfristige Maßnahmen (EnSiKuMaV) von Vorteil. Der Energiemanager konnte diese auf Gebäudeebene zur Verfügung stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Akteur*innenanalyse===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse an der MLU durchgeführt, die auch den Bereich &#039;&#039;Energie&#039;&#039; umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert und kontaktiert werden. In Abbildung 1 wurden die für das Transferlabor relevanten Akteur*innen dargestellt.&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden formell zuständige Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Hochschulklimarat&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;) angesprochen. Das &#039;&#039;&#039;TrafoTeam&#039;&#039;&#039; setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren vier Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Bauangelegenheiten - Projektingenieur Hochschulbau&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Technisches Gebäudemanagement - Energiemanager&lt;br /&gt;
*Student (Mathematik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
*Student (Informatik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere (Schlüssel)personen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Im Projekt wurde ein Ideenwettbewerb durchgeführt, der von einer zusammengestellten Jury begleitet wurde. Mitglieder der Jury zur Bewertung der Einreichungen im Ideenwettbewerb wurden aufgrund ihres Bezugs zum Pilotgebäude oder ihrer fachlichen Expertise (z.B. technisch-bauliche Kenntnisse) ausgewählt. Außerdem sollte die Jury eine gewisse Repräsentativität ausstrahlen und verschiedene Mitgliedergruppen vertreten.&lt;br /&gt;
*Mitglieder waren: der Abteilungsleiter Bau und Liegenschaften, die Dekane der im Pilotgebäude vertretenen Fakultäten sowie ein Vertreter des TrafoTeams&lt;br /&gt;
*Ansprechpersonen im Pilotgebäude: Direktor und stellvertretende Direktoren, Sekretariat, Leiter*innen der wissenschaftlichen Arbeitsgruppen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einschätzung zur Zusammensetzung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*hohe Motivation der einzelnen Akteur*innen &lt;br /&gt;
*Unausgewogenes Geschlechterverhältnis (mehr männliche Personen)&lt;br /&gt;
*Fachexpertise aus den Bereichen Kommunikationswissenschaft oder Umweltpsychologie fehlte&lt;br /&gt;
*Zu kleine Gruppe, um Untergruppen für verschiedenen Aufgaben zu bilden&lt;br /&gt;
*Alle hier berichteten Aktivitäten wurden vom TrafoTeam gemeinsam getragen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innensanalyse Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ .png|mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 1: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; - - Auch außerhalb des Projekts zugeordnet)]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Umsetzungsschritte===&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“.png||mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 2: Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“|alternativtext=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen (Details zu Transformationsteams können dem &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Good-Practice Guide&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt; entnommen werden)&lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen des Energiemanagers mit ähnlichen Prozessen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Entscheidung im TrafoTeam für ein Zielgebäude unter Beachtung der Indikatoren Energieverbrauch und Energieeinsparpotential. Das Pilotgebäude ist ein Neubau aus dem Jahr 2017 mit moderner Ausstattung inklusive einer relativ hohen Dichte an Messpunkten für Energieverbrauch; 5.400 m² Nutzfläche; 3 Fakultäten vertreten; etwa 250 Mitarbeitende; etwa 65% der Räume sind Labore&lt;br /&gt;
*Konkretisierung der Energiesparziele (2% Einsparung pro Jahr im Zielgebäude, entsprechend dem EnEfG)&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Definition von (Teil)zielen; Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Vorbereitung rund um das Pilotgebäude&#039;&#039;: Identifikation relevanter Zielgruppen sowie Ermittlung von Arbeitsgruppenleitungen und Ansprechpersonen aus den verschiedenen Fakultäten&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Einbindung der Führungsebene:&#039;&#039; Abstimmungsgespräch mit den Direktoren des Pilotgebäudes zur Unterstützung des Vorhabens. Die Teilnahme der Ansprechperson für das Energiemanagement zur Klärung technischer Fragen wird empfohlen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Organisation von &amp;lt;u&amp;gt;Kampagnenmaterial&amp;lt;/u&amp;gt;&#039; und Öffentlichkeitsarbeit:&#039;&#039; Es wurden in Abstimmung mit einer Professorin der Kommunikationswissenschaften geeignete Kommunikationsmittel rund um energiesparendes Verhalten in den Büros, Laboren, etc. des Gebäudes entwickelt. Dabei wurde sowohl Strom als auch Wärme adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring des Strom-, Kälte- und Wärmeverbrauchs auf Gesamtgebäudeebene:&lt;br /&gt;
**Ziel war eine Sensibilisierung für den Energieverbrauch im Gebäude und so letztendlich ein energieeffizientes und energiesparendes Verhalten der Nutzer*innen, wobei ein Effekt durch die Visualisierung erwartet wurde.  &lt;br /&gt;
**Visualisierung des Energieverbrauchs: Der Energieverbrauch im Pilotgebäude wurde über einen öffentlich sichtbaren Monitor im Eingangsbereich transparent gemacht. Dargestellt werden die Daten auf einem Dashboard mit einer Energiemanagement-Software. Die visuelle Aufbereitung der Daten und die Installation des Monitors übernahmen der Energiemanager und das IT-Servicezentrum.&lt;br /&gt;
**Dargestellte Kennzahlen (in Form von Balkendiagrammen):&lt;br /&gt;
***Aktueller Stromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch vor einem Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Energieverbrauch der Kältemaschinen im aktuellen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Stromverbrauch des aktuellen und des vergangenen Jahres in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Wärmeverbrauch im aktuellen und vergangenen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen für die Mitarbeitenden des Pilotgebäudes zum Thema Energiesparen (weitere Informationen unter Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten)&lt;br /&gt;
**Workshops für Mitarbeitende in Laboren. Ziel: Der Workshop bot eine Möglichkeit, Methoden zum Energiesparen in Laboren zu erlernen (z.B. shut the sash); Die drei Workshops hatten einen Umfang von jeweils 2 Stunden und es nahmen jeweils zwischen 8 und 18 Personen teil; Material: Präsentationsfolien im Nachgang zur Verfügung gestellt; Leitung des Workshops übernahm eine Referentin für Nachhaltigkeit im Labor (s. Abbildung 1): Empfehlung von Kolleginnen aus der Universität; Kontaktaufnahme per Mail und Telefon; Honorarbasis&lt;br /&gt;
**Ideenwettbewerb: Ziel war es die Mitarbeiter*innen-Perspektiven in den Gesamtprozess einzubeziehen, deren Wissen zu ihrem persönlichen Arbeitsplatz zu nutzen sowie ihnen das Transferlabor näher zu bringen; Dauer: etwa 4 Wochen zur Einreichung von Ideen, anschließend etwa 4 Wochen zur Bewertung und Auswahl; Resonanz: 13 Maßnahmen wurden eingereicht. Für die Bewertung legte die Jury festgelegte Kriterien an, um sicherzustellen, dass die ausgewählten Ideen sowohl praktikabel als auch wirkungsvoll sind: Einsparungspotential, Verstetigungspotential, Kosten, Auswirkungen, Hürden für die Umsetzung (&amp;lt;u&amp;gt;s. &#039;&#039;Bewertungsmatrix&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;)&lt;br /&gt;
**Haustürgespräche (Gesprächsangebote vor Ort im Pilotgebäude) mit Nutzer*innen des Gebäudes; Ziel: auf das Transferlabor aufmerksam machen, Raum für Fragen und Kritik bieten; Ort: in den Pausenräumen; vorherige Ankündigung per E-Mail über den Hausverteiler&lt;br /&gt;
*Auswahl der Gewinner*innen des Ideenwettbewerbs durch Jury (&amp;lt;u&amp;gt;s. &#039;&#039;Dokumente Bewertung Jurymitglied; Gesamtbewertung Jury&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;); Beiträge des Ideenwettbewerbs wurden HS-öffentlich zur Verfügung gestellt&lt;br /&gt;
*Begleitung der Maßnahmenumsetzung der bestplatzierten Ideen aus dem Wettbewerb durch das TrafoTeam: Anpassung der Thermostate im Pilotgebäude (Austausch mit regulierbaren Thermostaten) und Tipps zur energiesparenden Nutzung von Ultratiefkühlgeräten (auf Projekt-Website und in jährlichen Belehrungen zum Arbeitsschutz); Kommunikation zur umgesetzten Idee aus dem Wettbewerb mittels Rundmail über den Hausverteiler und auf der Projekt-Website&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum zur Anpassung von Thermostaten, wobei der Umsetzungszeitraum hier außerhalb des Transferlaborzeitraums liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschlussphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Ziele (unter Beschreibung der Maßnahme) konnten alle erreicht werden. Das konkrete Ziel der Einsparung von 2 % Energie wird vom Energiemanager nach Ablauf eines Jahres geprüft. &lt;br /&gt;
*Abschlussveranstaltung im Pilotgebäude mit Vorstellung der Kampagnenergebnisse durch das TrafoTeam: PowerPoint Präsentation und anschließende Diskussion; Eingeladen waren die Jury des Ideenwettbewerbs, Mitarbeitende und Direktoren des Pilotgebäudes&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe des Monitorings an den Energiemanager zur dauerhaften Implementierung und Nutzung: Verantwortung für technischen Support (z.B. regelmäßige Softwareupdates) und Auswertung der Daten hinsichtlich möglicher Einsparungen und der Erfüllung des 2%-Ziels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dokumentation und Nacharbeiten===&lt;br /&gt;
*[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ Website zum Transferlabor Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen]&lt;br /&gt;
*[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ideenwettbewerb/ Website Ideenwettbewerb]&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Poster zu Projektinfo, Ideenwettbewerb und Workshop&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Ideensammlung&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[https://echo-energie.de Echokampagne] bieten Leitfaden, Checkliste und Infomaterial zum Energiesparen in Zielgebäuden, die genutzt wurden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
===Rahmenbedingungen des Transferlabors===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von neun Monaten. Für eine solide Maßnahmenumsetzung inklusive Verstetigung wäre mehr Zeit notwendig gewesen. Die Empfehlung ist, mindestens 12 Monate einzuplanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung wurden etwa 2.300 € verausgabt. Ursprünglich waren mehr Mittel für technische Anpassungen im Pilotgebäude einkalkuliert. Für den zur Verfügung stehenden zeitlichen und finanziellen Rahmen konnten keine umsetzbaren Anpassungen identifiziert und installiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2.300 € setzten sich aus folgenden Posten zusammen:&lt;br /&gt;
1.500 € Honorar der Referentin für drei Workshops zu Nachhaltigkeit im Labor&lt;br /&gt;
700 € Digital Signage (Visualisierung des Energieverbrauchs): Monitor (40 Zoll), Steuerung (Minicomputer + SD-Karte), Wandhalterung, Montage&lt;br /&gt;
100 € Druckkosten für Informationsmaterial &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für weitere technische Anpassung müsste beispielsweise einkalkuliert werden:&lt;br /&gt;
2.000 € Umbau Thermostate im Zielgebäude in 62 Büroräumen (Material- und Montagekosten der Sanitärfirma).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rahmenbedingungen der Hochschule===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Standorte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Hauptstandort Halle (Saale) gibt es 4 Campi: Universitätsplatz, Steintor-Campus, Franckeschen Stiftungen, Weinberg-Campus mit Campus Heide-Süd. Das Pilotgebäude befand sich am Weinbergcampus. Auf dem Weinberg Campus leben, studieren und arbeiten etwa 15.000 Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität setzt sich aus folgenden HS-Angehörigen zusammen:&lt;br /&gt;
*ca. 19.943 Studierende&lt;br /&gt;
*über 4.027 Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**288 Professor*innen&lt;br /&gt;
**1.478 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen&lt;br /&gt;
**1.091 Wissenschaftsunterstützende Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**1.170 Wissenschaftliche Hilfskräfte (Stand vom 31.12.2023).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unterstützung der Hochschulleitung zur Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung der MLU unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Die Rektorin übernahm die Projektleitung und stellte Mitarbeitende, etwa für die Teilnahme am TrafoTeam, frei. Dieser Umstand unterstützte bei der Argumentation für die Umsetzung der Maßnahme. Mit der Hochschulleitung fand ein regelmäßiger Austausch statt, zudem konnten die Maßnahmen in Kommissionen der Hochschulleitung vorgestellt und diskutiert werden. Dies ermöglichte es, die Maßnahmen im Kontext aktueller Ausrichtungen der Hochschule einzuordnen, Parallelstrukturen zu vermeiden oder Synergien zu knüpfen. Als Hinweis für die Planung weiterer Projekte lässt sich festhalten, dass die zeitlichen Kapazitäten möglicher Leitungspersonen berücksichtigt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es keine*n Nachhaltigkeitsbeauftragten oder eine andere Art der Institutionalisierung in Bezug auf Nachhaltigkeit. Diese mangelnde Institutionalisierung von Nachhaltigkeit gestaltete sich als Herausforderung, gerade in der Verstetigung von Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tätigkeitsbereich des Energiemanagers ist aber für den Bereiche des Klimaschutzes wichtig, z.B. aufgrund des Gesetzes zur Steigerung der Energieeffizienz in Deutschland (EnEfG) oder Energie- (ISO50001) bzw. Umweltmanagementsysteme (ISO140001).&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Weitere Relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Unterstützung durch den Leiter der Abteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement war wesentlich, um die Maßnahme erfolgreich umzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Allgemeine Hinweise zu hemmenden/ fördernden Aspekte im Transferlabor &#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;finden Sie hier&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Einbindung des Energiemanagers war besonders wichtig für die Konkretisierung, Planung sowie Umsetzung der Maßnahme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Bei der Ansprache von Personen im Pilotgebäude muss darauf geachtet werden Mitarbeitende nicht als „Schuldige“ zu adressieren und Auswahl des Gebäudes rücksichtsvoll zu kommunizieren.&lt;br /&gt;
*Institute mit einem hohen Energieverbrauch können sich schnell an den Pranger gestellt fühlen, stattdessen sollte deren (Transformations-) Potential herausgestellt werden (Perspektiven aufzeigen, Informationen geben, Fortschritte wertschätzen)&lt;br /&gt;
*&amp;quot;Zeigefinger&amp;quot; auf energieintensivste Liegenschaften wie das Pilotgebäude eher kontraproduktiv, moralische Ansprache mit Verweis auf Klimakrise erzeugte vereinzelt bei Mitarbeiter*innen im Zielgebäude Aversion und kollidierte mit der vorhandenen Resignation und Frustration&lt;br /&gt;
*Empfehlenswert ist die Begleitung des Vorhabens mit einer öffentlichkeitswirksamen Kampagne. Hierbei sollten möglichst alle Kommunikationskanäle der Hochschule berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
*Zur verständlichen Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten war eine Kombination aus Top-down und Bottom-up Maßnahmen zielführend (Workshops, Informationsveranstaltungen, Ideenwettbewerb – Details siehe oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=27896</id>
		<title>Blaupause zum Energiesparen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=27896"/>
		<updated>2026-03-04T13:37:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Best Practice&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Dienstreisen, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
|org=KlimaPlanReal&lt;br /&gt;
|adresse=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Universitätsplatz 10 06108 Halle&lt;br /&gt;
|url=https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/&lt;br /&gt;
|projekt=Transformationspfade (traNHSform)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Beschreibung==&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung. &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Link zu Good-Practice-Guide Transferlabore&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regenerativer Campus: Energie, Abfall und Wasser – Fokus Energie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“. Diese orientiert sich an der Maßnahme 19 aus dem [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/hochschulklimarat/klimaplan_mlu/ KlimaPlan der MLU]. Folgende Ziele wurden im TrafoTeam formuliert und erfolgreich umgesetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring und zur Visualisierung des Energieverbrauchs (Strom, Wärme, Kälte) einzelner Bereiche in einem Zielgebäude&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen zum Thema Energiesparen&lt;br /&gt;
*Verständliche Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ist-Zustand===&lt;br /&gt;
Für die „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ wurden Daten zum Energieverbrauch sowohl der Universität insgesamt (siehe [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/3343046_3385459/3385459_3503977/ Status Quo Analyse der MLU]) als auch der einzelnen Gebäudekomplexe ausgewertet. Dies erfolgte in Kooperation mit dem Energiemanagement. Das ermöglichte eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und half bei der Auswahl eines Pilotgebäudes. Kernindikatoren waren dabei der Strom- und Wärmeverbrauch (in MWh) sowie die Treibhausgasbilanz des jeweiligen Gebäudes. Für das Analysieren des Energie-Einsparpotentials waren im konkreten Fall der MLU die Daten zu den Einsparungen während der Prüfungen von Maßnahmen in Bezug auf die Verordnungen zur Sicherung der Energieversorgung über kurz- und mittelfristige Maßnahmen (EnSiKuMaV) von Vorteil. Der Energiemanager konnte diese auf Gebäudeebene zur Verfügung stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Akteur*innenanalyse===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse an der MLU durchgeführt, die auch den Bereich &#039;&#039;Energie&#039;&#039; umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert und kontaktiert werden. In Abbildung 1 wurden die für das Transferlabor relevanten Akteur*innen dargestellt.&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden formell zuständige Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Hochschulklimarat&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;) angesprochen. Das &#039;&#039;&#039;TrafoTeam&#039;&#039;&#039; setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren vier Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Bauangelegenheiten - Projektingenieur Hochschulbau&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Technisches Gebäudemanagement - Energiemanager&lt;br /&gt;
*Student (Mathematik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
*Student (Informatik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere (Schlüssel)personen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Im Projekt wurde ein Ideenwettbewerb durchgeführt, der von einer zusammengestellten Jury begleitet wurde. Mitglieder der Jury zur Bewertung der Einreichungen im Ideenwettbewerb wurden aufgrund ihres Bezugs zum Pilotgebäude oder ihrer fachlichen Expertise (z.B. technisch-bauliche Kenntnisse) ausgewählt. Außerdem sollte die Jury eine gewisse Repräsentativität ausstrahlen und verschiedene Mitgliedergruppen vertreten.&lt;br /&gt;
*Mitglieder waren: der Abteilungsleiter Bau und Liegenschaften, die Dekane der im Pilotgebäude vertretenen Fakultäten sowie ein Vertreter des TrafoTeams&lt;br /&gt;
*Ansprechpersonen im Pilotgebäude: Direktor und stellvertretende Direktoren, Sekretariat, Leiter*innen der wissenschaftlichen Arbeitsgruppen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einschätzung zur Zusammensetzung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*hohe Motivation der einzelnen Akteur*innen &lt;br /&gt;
*Unausgewogenes Geschlechterverhältnis (mehr männliche Personen)&lt;br /&gt;
*Fachexpertise aus den Bereichen Kommunikationswissenschaft oder Umweltpsychologie fehlte&lt;br /&gt;
*Zu kleine Gruppe, um Untergruppen für verschiedenen Aufgaben zu bilden&lt;br /&gt;
*Alle hier berichteten Aktivitäten wurden vom TrafoTeam gemeinsam getragen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innensanalyse Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ .png|mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 1: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; - - Auch außerhalb des Projekts zugeordnet)]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Umsetzungsschritte===&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“.png||mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 2: Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“|alternativtext=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen (Details zu Transformationsteams können dem &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Good-Practice Guide&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt; entnommen werden)&lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen des Energiemanagers mit ähnlichen Prozessen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Entscheidung im TrafoTeam für ein Zielgebäude unter Beachtung der Indikatoren Energieverbrauch und Energieeinsparpotential. Das Pilotgebäude ist ein Neubau aus dem Jahr 2017 mit moderner Ausstattung inklusive einer relativ hohen Dichte an Messpunkten für Energieverbrauch; 5.400 m² Nutzfläche; 3 Fakultäten vertreten; etwa 250 Mitarbeitende; etwa 65% der Räume sind Labore&lt;br /&gt;
*Konkretisierung der Energiesparziele (2% Einsparung pro Jahr im Zielgebäude, entsprechend dem EnEfG)&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Definition von (Teil)zielen; Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Vorbereitung rund um das Pilotgebäude&#039;&#039;: Identifikation relevanter Zielgruppen sowie Ermittlung von Arbeitsgruppenleitungen und Ansprechpersonen aus den verschiedenen Fakultäten&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Einbindung der Führungsebene:&#039;&#039; Abstimmungsgespräch mit den Direktoren des Pilotgebäudes zur Unterstützung des Vorhabens. Die Teilnahme der Ansprechperson für das Energiemanagement zur Klärung technischer Fragen wird empfohlen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Organisation von &amp;lt;u&amp;gt;Kampagnenmaterial&amp;lt;/u&amp;gt;&#039; und Öffentlichkeitsarbeit:&#039;&#039; Es wurden in Abstimmung mit einer Professorin der Kommunikationswissenschaften geeignete Kommunikationsmittel rund um energiesparendes Verhalten in den Büros, Laboren, etc. des Gebäudes entwickelt. Dabei wurde sowohl Strom als auch Wärme adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring des Strom-, Kälte- und Wärmeverbrauchs auf Gesamtgebäudeebene:&lt;br /&gt;
**Ziel war eine Sensibilisierung für den Energieverbrauch im Gebäude und so letztendlich ein energieeffizientes und energiesparendes Verhalten der Nutzer*innen, wobei ein Effekt durch die Visualisierung erwartet wurde.  &lt;br /&gt;
**Visualisierung des Energieverbrauchs: Der Energieverbrauch im Pilotgebäude wurde über einen öffentlich sichtbaren Monitor im Eingangsbereich transparent gemacht. Dargestellt werden die Daten auf einem Dashboard mit einer Energiemanagement-Software. Die visuelle Aufbereitung der Daten und die Installation des Monitors übernahmen der Energiemanager und das IT-Servicezentrum.&lt;br /&gt;
**Dargestellte Kennzahlen (in Form von Balkendiagrammen):&lt;br /&gt;
***Aktueller Stromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch vor einem Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Energieverbrauch der Kältemaschinen im aktuellen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Stromverbrauch des aktuellen und des vergangenen Jahres in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Wärmeverbrauch im aktuellen und vergangenen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen für die Mitarbeitenden des Pilotgebäudes zum Thema Energiesparen (weitere Informationen unter Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten)&lt;br /&gt;
**Workshops für Mitarbeitende in Laboren. Ziel: Der Workshop bot eine Möglichkeit, Methoden zum Energiesparen in Laboren zu erlernen (z.B. shut the sash); Die drei Workshops hatten einen Umfang von jeweils 2 Stunden und es nahmen jeweils zwischen 8 und 18 Personen teil; Material: Präsentationsfolien im Nachgang zur Verfügung gestellt; Leitung des Workshops übernahm eine Referentin für Nachhaltigkeit im Labor (s. Abbildung 1): Empfehlung von Kolleginnen aus der Universität; Kontaktaufnahme per Mail und Telefon; Honorarbasis&lt;br /&gt;
**Ideenwettbewerb: Ziel war es die Mitarbeiter*innen-Perspektiven in den Gesamtprozess einzubeziehen, deren Wissen zu ihrem persönlichen Arbeitsplatz zu nutzen sowie ihnen das Transferlabor näher zu bringen; Dauer: etwa 4 Wochen zur Einreichung von Ideen, anschließend etwa 4 Wochen zur Bewertung und Auswahl; Resonanz: 13 Maßnahmen wurden eingereicht. Für die Bewertung legte die Jury festgelegte Kriterien an, um sicherzustellen, dass die ausgewählten Ideen sowohl praktikabel als auch wirkungsvoll sind: Einsparungspotential, Verstetigungspotential, Kosten, Auswirkungen, Hürden für die Umsetzung (&amp;lt;u&amp;gt;s. &#039;&#039;Bewertungsmatrix&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;)&lt;br /&gt;
**Haustürgespräche (Gesprächsangebote vor Ort im Pilotgebäude) mit Nutzer*innen des Gebäudes; Ziel: auf das Transferlabor aufmerksam machen, Raum für Fragen und Kritik bieten; Ort: in den Pausenräumen; vorherige Ankündigung per E-Mail über den Hausverteiler&lt;br /&gt;
*Auswahl der Gewinner*innen des Ideenwettbewerbs durch Jury (&amp;lt;u&amp;gt;s. &#039;&#039;Dokumente Bewertung Jurymitglied; Gesamtbewertung Jury&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;); Beiträge des Ideenwettbewerbs wurden HS-öffentlich zur Verfügung gestellt&lt;br /&gt;
*Begleitung der Maßnahmenumsetzung der bestplatzierten Ideen aus dem Wettbewerb durch das TrafoTeam: Anpassung der Thermostate im Pilotgebäude (Austausch mit regulierbaren Thermostaten) und Tipps zur energiesparenden Nutzung von Ultratiefkühlgeräten (auf Projekt-Website und in jährlichen Belehrungen zum Arbeitsschutz); Kommunikation zur umgesetzten Idee aus dem Wettbewerb mittels Rundmail über den Hausverteiler und auf der Projekt-Website&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum zur Anpassung von Thermostaten, wobei der Umsetzungszeitraum hier außerhalb des Transferlaborzeitraums liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschlussphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Ziele (unter Beschreibung der Maßnahme) konnten alle erreicht werden. Das konkrete Ziel der Einsparung von 2 % Energie wird vom Energiemanager nach Ablauf eines Jahres geprüft. &lt;br /&gt;
*Abschlussveranstaltung im Pilotgebäude mit Vorstellung der Kampagnenergebnisse durch das TrafoTeam: PowerPoint Präsentation und anschließende Diskussion; Eingeladen waren die Jury des Ideenwettbewerbs, Mitarbeitende und Direktoren des Pilotgebäudes&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe des Monitorings an den Energiemanager zur dauerhaften Implementierung und Nutzung: Verantwortung für technischen Support (z.B. regelmäßige Softwareupdates) und Auswertung der Daten hinsichtlich möglicher Einsparungen und der Erfüllung des 2%-Ziels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dokumentation und Nacharbeiten===&lt;br /&gt;
*[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ Website zum Transferlabor Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen]&lt;br /&gt;
*[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ideenwettbewerb/ Website Ideenwettbewerb]&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Poster zu Projektinfo, Ideenwettbewerb und Workshop&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Ideensammlung&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[https://echo-energie.de Echokampagne] bieten Leitfaden, Checkliste und Infomaterial zum Energiesparen in Zielgebäuden, die genutzt wurden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
===Rahmenbedingungen des Transferlabors===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von neun Monaten. Für eine solide Maßnahmenumsetzung inklusive Verstetigung wäre mehr Zeit notwendig gewesen. Die Empfehlung ist, mindestens 12 Monate einzuplanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung wurden etwa 2.300 € verausgabt. Ursprünglich waren mehr Mittel für technische Anpassungen im Pilotgebäude einkalkuliert. Für den zur Verfügung stehenden zeitlichen und finanziellen Rahmen konnten keine umsetzbaren Anpassungen identifiziert und installiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2.300 € setzten sich aus folgenden Posten zusammen:&lt;br /&gt;
1.500 € Honorar der Referentin für drei Workshops zu Nachhaltigkeit im Labor&lt;br /&gt;
700 € Digital Signage (Visualisierung des Energieverbrauchs): Monitor (40 Zoll), Steuerung (Minicomputer + SD-Karte), Wandhalterung, Montage&lt;br /&gt;
100 € Druckkosten für Informationsmaterial &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für weitere technische Anpassung müsste beispielsweise einkalkuliert werden:&lt;br /&gt;
2.000 € Umbau Thermostate im Zielgebäude in 62 Büroräumen (Material- und Montagekosten der Sanitärfirma).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rahmenbedingungen der Hochschule===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Standorte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Hauptstandort Halle (Saale) gibt es 4 Campi: Universitätsplatz, Steintor-Campus, Franckeschen Stiftungen, Weinberg-Campus mit Campus Heide-Süd. Das Pilotgebäude befand sich am Weinbergcampus. Auf dem Weinberg Campus leben, studieren und arbeiten etwa 15.000 Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität setzt sich aus folgenden HS-Angehörigen zusammen:&lt;br /&gt;
*ca. 19.943 Studierende&lt;br /&gt;
*über 4.027 Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**288 Professor*innen&lt;br /&gt;
**1.478 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen&lt;br /&gt;
**1.091 Wissenschaftsunterstützende Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**1.170 Wissenschaftliche Hilfskräfte (Stand vom 31.12.2023).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unterstützung der Hochschulleitung zur Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung der MLU unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Die Rektorin übernahm die Projektleitung und stellte Mitarbeitende, etwa für die Teilnahme am TrafoTeam, frei. Dieser Umstand unterstützte bei der Argumentation für die Umsetzung der Maßnahme. Mit der Hochschulleitung fand ein regelmäßiger Austausch statt, zudem konnten die Maßnahmen in Kommissionen der Hochschulleitung vorgestellt und diskutiert werden. Dies ermöglichte es, die Maßnahmen im Kontext aktueller Ausrichtungen der Hochschule einzuordnen, Parallelstrukturen zu vermeiden oder Synergien zu knüpfen. Als Hinweis für die Planung weiterer Projekte lässt sich festhalten, dass die zeitlichen Kapazitäten möglicher Leitungspersonen berücksichtigt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es keine*n Nachhaltigkeitsbeauftragten oder eine andere Art der Institutionalisierung in Bezug auf Nachhaltigkeit. Diese mangelnde Institutionalisierung von Nachhaltigkeit gestaltete sich als Herausforderung, gerade in der Verstetigung von Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tätigkeitsbereich des Energiemanagers ist aber für den Bereiche des Klimaschutzes wichtig, z.B. aufgrund des Gesetzes zur Steigerung der Energieeffizienz in Deutschland (EnEfG) oder Energie- (ISO50001) bzw. Umweltmanagementsysteme (ISO140001).&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Weitere Relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Unterstützung durch den Leiter der Abteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement war wesentlich, um die Maßnahme erfolgreich umzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Allgemeine Hinweise zu hemmenden/ fördernden Aspekte im Transferlabor &#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;finden Sie hier&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Einbindung des Energiemanagers war besonders wichtig für die Konkretisierung, Planung sowie Umsetzung der Maßnahme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Bei der Ansprache von Personen im Pilotgebäude muss darauf geachtet werden Mitarbeitende nicht als „Schuldige“ zu adressieren und Auswahl des Gebäudes rücksichtsvoll zu kommunizieren.&lt;br /&gt;
*Institute mit einem hohen Energieverbrauch können sich schnell an den Pranger gestellt fühlen, stattdessen sollte deren (Transformations-) Potential herausgestellt werden (Perspektiven aufzeigen, Informationen geben, Fortschritte wertschätzen)&lt;br /&gt;
*&amp;quot;Zeigefinger&amp;quot; auf energieintensivste Liegenschaften wie das Pilotgebäude eher kontraproduktiv, moralische Ansprache mit Verweis auf Klimakrise erzeugte vereinzelt bei Mitarbeiter*innen im Zielgebäude Aversion und kollidierte mit der vorhandenen Resignation und Frustration&lt;br /&gt;
*Empfehlenswert ist die Begleitung des Vorhabens mit einer öffentlichkeitswirksamen Kampagne. Hierbei sollten möglichst alle Kommunikationskanäle der Hochschule berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
*Zur verständlichen Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten war eine Kombination aus Top-down und Bottom-up Maßnahmen zielführend (Workshops, Informationsveranstaltungen, Ideenwettbewerb – Details siehe oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=27895</id>
		<title>Blaupause für Maßnahmen zu Dienstreisemobilität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=27895"/>
		<updated>2026-03-04T13:34:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Best Practice&lt;br /&gt;
|beschr=Die Blaupause entstand im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal, innerhalb des zweiten Transferlabors an der MLU, und ist im Handlungsfeld &amp;quot;Nachhaltige Dienstreisemobilität&amp;quot; angesiedelt. &lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Transfer, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Mobilität, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Dienstreisen, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
|org=KlimaPlanReal&lt;br /&gt;
|projekt=Transformationspfade (traNHSform)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines [[Transferlabor|Transferlabors]] (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltige Mobilität – Nachhaltige Dienstreisemobilität &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“. Sie orientiert sich an der Maßnahme 11 aus dem [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/hochschulklimarat/klimaplan_mlu/ KlimaPlan der MLU]. Ziel dieser Maßnahme ist es, dass Treibhausgase, die im Kontext von Dienstreisen an der MLU entstehen, reduziert bzw. eingespart werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um eine quantitative Wirkung der Maßnahme feststellen zu können, bedarf es statistischer Daten der Treibhausgasemissionen vor und nach der Maßnahme. Diese wiederum können aus Daten zu Dienstreisen ermittelt werden, die sich aus Angaben über getätigte Dienstreisen an der MLU (Start- und Zielort, zurückgelegte Strecke und jeweilige genutzte Verkehrsmittel) ergeben. Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung lagen erste Daten vor, die jedoch keine valide quantitative Datenbasis und Aussagen erlaubten (siehe Ausgangslage). Deswegen wurden qualitative Zielstellungen priorisiert, die insbesondere die Ziele der Sensibilisierung zur Thematik, Kommunikation und Information verfolgten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Maßnahme werden unmittelbar Mitarbeitende der MLU adressiert, die administrativ in der Planung und Organisation von Dienstreisen für andere Beschäftigte tätig sind (u.a. Sekretariate) und die eigenständig Dienstreisen im Rahmen ihrer Beschäftigung und Tätigkeiten an der MLU (Wissenschaft, Verwaltung etc.) planen, organisieren und durchführen. Mittelbar sollen alle Beschäftigten der MLU zum Thema nachhaltige Dienstreisen sensibilisiert werden. Mit der Maßnahme wird ein gesamtuniversitärer Prozess angeregt und das Individualverhalten der Beschäftigten adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Ziele wurden im Transformationsteam verfolgt: &lt;br /&gt;
*Förderung der Reduktion von Treibhausgasemissionen durch Vermeidung von Flugreisen und Individualverkehr&lt;br /&gt;
*Förderung von Bahnreisen bzw. öffentlichen Nah- und Fernverkehr im Allgemeinen&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für die nachhaltige Gestaltung von Dienstreisen ins-besondere in Bezug auf die Wahl des Verkehrsmittels&lt;br /&gt;
*Erarbeitung einer Entscheidungshilfe für nachhaltigere Dienstreisen an der MLU&lt;br /&gt;
*Integration der erarbeiteten Handlungsempfehlungen in das digitale Buchungssystem des Ver-tragsreisebüros der MLU auf der Website der Abteilung für Reisekosten&lt;br /&gt;
*Nachhaltigkeit wird als Querschnittsthema bei der Beantragung, Bearbeitung und Umsetzung von Dienstreisen berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausgangslage ===&lt;br /&gt;
Für die Maßnahme „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“ sind statistische Daten hilfreich, die Dienstreisen mit Start- und Zielort, mögliche Zwischenstopps und die jeweiligen genutzten Verkehrsmittel aller Beschäftigten der Organisation detailliert erfassen. Daraus können die reisebezogenen Treibhausgasemissionen berechnet werden. Das schafft eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und ermöglicht eine Messbarkeit der Wirksamkeit. Es zeigt auch, wo Handlungsschwerpunkte liegen können, sodass bedarfsgerechte Maßnahmen abgeleitet werden können. In der [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/3343046_3385459/3385459_3503977/ Status Quo Analyse der MLU] war eine Bilanzierung der Dienstreisen noch nicht möglich. Die vorhandene Verwaltungssoftware, mit welcher Dienstreisen in der Abteilung Reisekosten abgerechnet werden, ermöglicht keine automatische und detaillierte Erfassung der einzelnen Reisewege und gewählten Verkehrsmittel. Möglich wurde dies durch eine zusätzliche händische Eintragung durch die Mitarbeitenden der Abteilung, welche seit Mitte des Projektes erfolgt. Dadurch hat sich die Datengrundlage grundsätzlich verbessert, sie ermöglicht jedoch keine validen, statistisch abgesicherten Aussagen über das Reiseverhalten der Beschäftigten. Im Bereich der Dienstreisebeantragung und -abrechnung erfolgt an der MLU aktuell eine Digitalisierung, in welche das Projektteam einbezogen werden konnte. Ziel ist es, die vorhandene Verwaltungssoftware so auszugestalten, dass eine detaillierte Erfassung der Dienstreisen und daraus abgeleitet die Erfassung der Emissionen ermöglicht wird. Diese können mit Hilfe von CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rechnern, die wiederum in die Verwaltungssoftware ggfs. integriert werden können, berechnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Akteur*innenanalyse ===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse (Abbildung 1) durchgeführt, die auch den Bereich Mobilität umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert, kontaktiert und in den Prozess involviert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden sowohl strukturell für das Thema Dienstreisen zuständige Personen, als auch interessierte Personen (z.B. aus dem [[Hochschulklimarat]]) angesprochen. Das TrafoTeam setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren sechs Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus dem International Office&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus der Personalabteilung, Bereich Personalentwicklung&lt;br /&gt;
*Doktorandin (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Doktorand (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einschätzung zur Zusammensetzung:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
*Hohe Motivation aller Beteiligten&lt;br /&gt;
*verschiedene Akteur*innen von Einrichtungen und Abteilungen&lt;br /&gt;
*verschiedene Angehörige der MLU (Verwaltung, Wissenschaft, Wissenschaftsunterstützend, Studierende)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem festen Transformationsteam wurden über individuelle Konsultationen bilateral weitere Akteur*innen beratend in den Prozess einbezogen. Dies ermöglichte es, alle Mitgliedergruppen der MLU, trotz begrenzter zeitlicher Ressourcen, punktuell in den Prozess zu involvieren. Zentral war die Zusammenarbeit mit der Abteilung Reisekosten, die sich im weiteren Verlauf intensivierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innenanalyse Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png||mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 1: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; --- Auch außerhalb des Projekts zugeordnet]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umsetzungsschritte ===&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png|mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 2: Zeitplan des Transferlabors „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen. &lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen der TrafoTeam-Mitglieder: an der Universität bestehende Bedarfe, Rahmenbedingungen und gesetzlichen Vorgaben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
*Die Zielgruppen wurden für alle Maßnahmen akquiriert und Ansprechpersonen ausfindig gemacht: u.a. Dienstreisende und Assistenzen; Abteilung Reisekosten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konsultations- und Beratungsgespräche führen: Um diverse Perspektiven in die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe für nachhaltige Dienstreisen einfließen zu lassen, wurden Gespräche mit unterschiedlichen Mitgliedergruppe der MLU geführt: u.a. mit Sekretär*innen, Wissenschaftler*innen und Professor*innen. &lt;br /&gt;
*Vernetzung und strukturelle Verankerung mit anderen Querschnittsthemen wie Familiengerechtigkeit, um die Handlungsempfehlungen lebensphasenorientiert an den Bedarfen der verschiedenen Mitgliedergruppen der MLU auszurichten&lt;br /&gt;
*Formulieren der [https://wcms.itz.uni-halle.de/download.php?down=70957&amp;amp;elem=3632423 Handlungsempfehlungen „Nachhaltigere Dienstreisen für alle Beschäftigten der MLU“] und Diskussion im TrafoTeam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (3-6 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Abstimmung des Dokuments mit ausgewählten Abteilungen und Gremien, z.B. dem Personalrat oder der Abteilung Personal. Die Abstimmung des Entwurfes diente der internen Prüfung, inwiefern die ausgearbeiteten Empfehlungen universitätsinternen Regelungen entspricht, widerspricht und um Ergänzungen aus den jeweiligen Fachexpertisen aufnehmen zu können. Dadurch erfolgt auch eine erste Kommunikation des Entwurfs, die die Basis für eine spätere Umsetzung der Handlungsempfehlungen in der Breite der Universität legt. Der Abstimmungsprozess sollte von Beginn an aufgrund eines möglichen höheren und nicht vorhersehbaren zeitlichen Umfangs mit eingeplant werden.&lt;br /&gt;
*Ableitung einer „Entscheidungshilfe“ aus den Handlungsempfehlungen, welche bei der Integration von Nachhaltigkeitsdimensionen im Kontext von Dienstreisen unterstützen soll. Diese wurde mit Hilfe von erstellten Illustrationen graphisch aufbereitet, sodass sie einen niedrigschwelligen Zugang für alle MLU Reisenden bietet und die Akzeptanz der Empfehlungen sowie eine mögliche Verhaltensveränderung befördert. &lt;br /&gt;
*Einbindung der Führungsebene: Es erfolgte die Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat sowie eine Diskussion in einer Rektoratskommission. Die Handlungsempfehlungen wurden daraufhin angepasst und als „Aspekte zu nachhaltigeren Dienstreisen an der MLU“ auf eine im Rektorat vorgestellte und beschlossene zusätzliche [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_2/dienstreisen_nachhaltig/ Website] eingestellt. &lt;br /&gt;
*Breite Öffentlichkeitsarbeit: Erstellung von Aktions- und Werbe-/Geschenkmaterial (u.a. Klimawaage, Reisetagebuch inkl. Klimaplan und Entscheidungshilfe, nachhaltige Reise-Thermobecher, A4 und A3 Plakate Entscheidungshilfe) und Verwendung bei öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen, Abschlussgesprächen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschlussphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat. Es ist zu empfehlen, die Dokumente durch das Rektorat bestätigen zu lassen. Dies versieht beide Dokumente mit einer höheren Legitimation. &lt;br /&gt;
*Zielgruppenspezifische Kommunikation/ Ansprache unter Berücksichtigung der Herausforderungen des ständigen Aktualisierungsbedarfes, universitärer Diskontinuität und Heterogenität &lt;br /&gt;
**Frühzeitige Einbindung der zuständigen Abteilungen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit zur Abstimmung möglicher Kommunikationsinhalte und -wege (Social media, Newsletter u.a.)&lt;br /&gt;
**Kommunikation der Empfehlungen und Entscheidungshilfe über dezentrale Kommunikationswege in die Fakultäten hinein über u.a. Dekanate, Fakultätsreferent*innen&lt;br /&gt;
**Gestaltung einer [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_2/dienstreisen_nachhaltig/ Website zum Transferlabor &amp;quot;Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten&amp;quot;], die mit der Website der Abteilung Reisekosten sowie dem Buchungstool des Vertragsreisebüros verknüpft ist.&lt;br /&gt;
*Etablierung von Handlungsempfehlungen:&lt;br /&gt;
**Die Abteilung Reisekosten nimmt die Handlungsempfehlungen in ihren Informationsmaterialien auf und veröffentlicht diese auf ihrer [https://haushalt.verwaltung.uni-halle.de/reisekosten/2683742_3540682/ Website].&lt;br /&gt;
**Das Vertragsreisebüro der MLU, das eine Website zur Planung und Buchung von Dienstreisen anbietet, integriert die Handlungsempfehlungen und die Entscheidungshilfe. Prüfung, inwiefern das Buchungstool bereits ein automatisches CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Tracking beinhaltet und auf welcher Berechnungsgrundlage dieses erfolgt.&lt;br /&gt;
*Die Abteilung Reisekosten und das Vertragsreisebüro integrieren in eine vorhandene Liste von Hotels, mit denen die MLU kooperiert, einen Nachweis über deren Nachhaltigkeit.&lt;br /&gt;
*Prüfung, inwiefern das Buchungstool des Vertragsreisebüros bereits Hotels mit Nachhaltigkeitszertifikat beinhaltet und Erarbeitung, welche Inhalte und Anforderungen diese Zertifikate beinhalten.&lt;br /&gt;
*Durchführung eines digitalen Workshops zum Thema „Nachhaltige Dienstreisen an der MLU“ mit einer externen Expertin im Themenbereich. Der digitale Workshop im Umfang von 2h bot eine Möglichkeit, Methoden für nachhaltigere Dienstreisen (u.a. Wahl des Verkehrsmittels) zu erlernen. Er richtete sich an Beschäftigte der MLU, die für sich oder andere Dienstreisen planen, organisieren und umsetzen. Resonanz: 11 Teilnehmende; Die Planung des Workshops umfasste einen größeren zeitlichen Umfang, um den Workshop bedarfsgerechte im Kontext der Rahmenbedingungen der MLU zu planen. &lt;br /&gt;
*Dieses Weiterbildungsangebot wird in den Weiterbildungskatalog als festes Angebot übernommen und von der Abteilung Personalentwicklung nach Projekt regelmäßig durchgeführt.&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Aktionsmaterial für die weitere Sensibilisierung der Angehörigen der MLU in Rahmen von Workshops oder öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen. &lt;br /&gt;
*Die Ziele des Transformationsteams konnten teilweise erreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dokumentation und Nacharbeiten ===&lt;br /&gt;
Die Dokumentation des Transferlaborprozesses erfolgte durch die Erstellung eines [[KlimaPlanReal: Zusatzmaterial zum Download|Transferlabortagebuches]], mittels Ergebnisprotokolle der einzelnen Transferlabortreffen des Transformationsteams sowie Gesprächsprotokolle der zusätzlich bilateral geführten Konsultationen und Gespräche. Um eine nachhaltige Fortsetzung der begonnenen Maßnahme zu ermöglichen, wurden die jeweiligen Prozesse in ihrem Bearbeitungsstand dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Blaupause: Klimafreundliche Dienstreisen an Hochschulen|Transferlabor der OVGU zu Nachhaltigkeit bei Dienstreisen]]&lt;br /&gt;
* Weitere [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/Projektphasen/2_+Transferlabore/OVGU+Magdeburg/Dienstreise+Best+Practice.html Best Practice Beispiele für Nachhaltigkeit bei Dienstreisen an Hochschulen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen des Transferlabors ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von neun Monaten. Für eine solide Maßnahmenumsetzung inklusive Verstetigung ist mehr Zeit notwendig. Die Empfehlung ist, mindestens 12 Monate einzuplanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung des Transferlabors standen 10.000 € zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sensibilisierung und Öffentlichkeitsarbeit: Diese können je nach Anbieter*in variieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Graphische Aufbereitung/Layout, Druck der Entscheidungshilfe: ca. 2.500 €&lt;br /&gt;
* Erstellung von Aktions- und Werbe-/Geschenkmaterial: ca. 4.000 €&lt;br /&gt;
** Klimawaage&lt;br /&gt;
** Reisetagebuch&lt;br /&gt;
** nachhaltige Reise-Thermobecher&lt;br /&gt;
* Intensive Erarbeitung und Durchführung Workshop „Nachhaltige Dienstreisen“: 2.200 €&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen der Hochschule ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Standorte&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Hauptstandort Halle (Saale) gibt es vier Campi: Universitätsplatz, Steintor-Campus, Franckeschen Stiftungen, Weinberg-Campus mit Campus Heide-Süd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität setzt sich aus folgenden HS-Angehörigen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ca. 19.943 Studierende&lt;br /&gt;
* über 4.027 Mitarbeitende&lt;br /&gt;
** 288 Professor*innen&lt;br /&gt;
** 1.478 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen&lt;br /&gt;
** 1.091 Wissenschaftsunterstützende Mitarbeitende&lt;br /&gt;
** 1.170 Wissenschaftliche Hilfskräfte (&#039;&#039;Stand vom 31.12.2023&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unterstützung der Hochschulleitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung der MLU unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Die Rektorin übernahm die Projektleitung und stellte Mitarbeitende, etwa für die Teilnahme am Transferlabor, frei. Dieser Umstand unterstützte bei der Argumentation für die Umsetzung der Maßnahme. Bei der Planung des Projekts sollten die zeitlichen Kapazitäten möglicher Leitungspersonen berücksichtigt werden. Mit der Hochschulleitung fand ein regelmäßiger Austausch statt, zudem konnten die Maßnahmen in Kommissionen der Hochschulleitung vorgestellt und diskutiert werden. Dies ermöglichte es, die Maßnahmen im Kontext aktueller Ausrichtungen der Hochschule einzuordnen, Parallelstrukturen zu vermeiden oder Synergien zu knüpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es keine*n Nachhaltigkeitsbeauftragten oder eine andere Art der Institutionalisierung in Bezug auf Nachhaltigkeit. Diese fehlende Institutionalisierung gestaltete sich als Herausforderung, gerade in der Verstetigung von Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Entwicklung der Handlungsempfehlungen konnte der Prozess der Digitalisierung, welcher an der Universität umgesetzt wird, um das Thema Nachhaltigkeit angereichert werden. Konkret wird die Beantragung und Abrechnung von Dienstreisen digitalisiert. Es ermöglicht den Einbezug von nachhaltigkeitsrelevanten Daten von Beginn an. Hierfür erfolgte eine enge Zusammenarbeit mit der Abteilung Reisekosten. Die Digitalisierung beinhaltete die Umstellung der Verwaltungssoftware auf QIS RKA. Das ermöglicht technisch grundsätzlich die Abfrage klimarelevanter Daten bei der Beantragung und Abrechnung von Dienstreisen sowie die Verknüpfung mit CO2-Rechnern. Für die praktische Umsetzung bedarf es der Abstimmung mit der zuständigen Abteilung (Finanzen) sowie der zentralen Einrichtung der MLU, die diesen Prozess technisch begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konkrete Empfehlungen ===&lt;br /&gt;
Für eine Übertragbarkeit können folgende konkrete Empfehlungen gegeben werden:&lt;br /&gt;
*Die Einbindung der Abteilung Reisekosten war besonders wichtig für die Konkretisierung, der Planung sowie der Umsetzung der Maßnahme. Dies sollte von Beginn an erfolgen, um eine nachhaltige Beachtung von Nachhaltigkeit bei Dienstreisen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
*Individuelle lebensphasenbezogene Bedarfe, wie Sorgeverantwortung, müssen bei der Entwicklung von Handlungsempfehlungen Beachtung finden. &lt;br /&gt;
*Einfache, praxisnahe Tools – z. B. Entscheidungshilfen – müssen bereitgestellt werden, um die Planung nachhaltiger Dienstreisen zu erleichtern.&lt;br /&gt;
*Da die Wirkfähigkeit von Handlungsempfehlungen auf der Ebene der freiwilligen Umsetzung der Hinweise verbleibt, ist zu empfehlen: &lt;br /&gt;
*Die Handlungsempfehlungen durch einen Rektoratsbeschluss in ihrer Legitimation zu stützen oder&lt;br /&gt;
*aus den Empfehlungen gemeinsam mit relevanten Akteur*innen Richtlinien für Dienstreisen zu entwickeln, in denen Nachhaltigkeit als Querschnittsthema integriert ist und die verpflichtend für alle Beschäftigten einer Hochschule gelten&lt;br /&gt;
*Tools für die eigenständige Planung und Umsetzung nachhaltigerer Dienstreisen müssen bereitgestellt werden, um die Niedrigschwelligkeit zu gewährleisten (z.B. THG-Rechner, Smart Travel Tool)&lt;br /&gt;
*Unterstützer*innen und Multiplikator*innen des Vorhabens aus unterschiedlichen Mitgliedergruppen akquirieren&lt;br /&gt;
*Nach Möglichkeit Maßnahmen an vorhandene Strukturen der Universität zum Themas Nachhaltigkeit anbinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hinweise zur Kommunikation ===&lt;br /&gt;
*Verständnis für unterschiedliche Lebensrealitäten und Karrierestufen deutlich machen&lt;br /&gt;
*Bei Sorge vonseiten der Hochschulleitung Selbstverständlichkeiten zu benennen, mit Value-Action-Gap argumentieren&lt;br /&gt;
*Vorteile des Reisens mit der Bahn hervorheben: Arbeiten tlw. möglich, keine zusätzliche Zeit für Sicherheitskontrollen, etc.&lt;br /&gt;
*Kommunikation über verschiedene Kommunikationskanäle universitätsweit nutzen (bspw. der Newsletter der MLU, die Website des Nachhaltigkeitsbüros bzw. des Projektes sowie der Abteilung Reisekosten für die Information und Aufklärung über die Handlungsempfehlungen und den Entscheidungsbaum)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=27894</id>
		<title>Blaupause für Maßnahmen zu Dienstreisemobilität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=27894"/>
		<updated>2026-03-04T13:30:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: /* Beschreibung der Maßnahme */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Best Practice&lt;br /&gt;
|beschr=Die Blaupause entstand im Rahmen des KlimaPlanReal Projektes, innerhalb des zweiten Transferlabors an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, und ist im Handlungsfeld &amp;quot;Nachhaltige Dienstreisemobilität&amp;quot; angesiedelt.&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Transfer, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Mobilität, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Energiesparen, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
|org=KlimaPlanReal&lt;br /&gt;
|projekt=Transformationspfade (traNHSform)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines [[Transferlabor|Transferlabors]] (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltige Mobilität – Nachhaltige Dienstreisemobilität &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“. Sie orientiert sich an der Maßnahme 11 aus dem [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/hochschulklimarat/klimaplan_mlu/ KlimaPlan der MLU]. Ziel dieser Maßnahme ist es, dass Treibhausgase, die im Kontext von Dienstreisen an der MLU entstehen, reduziert bzw. eingespart werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um eine quantitative Wirkung der Maßnahme feststellen zu können, bedarf es statistischer Daten der Treibhausgasemissionen vor und nach der Maßnahme. Diese wiederum können aus Daten zu Dienstreisen ermittelt werden, die sich aus Angaben über getätigte Dienstreisen an der MLU (Start- und Zielort, zurückgelegte Strecke und jeweilige genutzte Verkehrsmittel) ergeben. Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung lagen erste Daten vor, die jedoch keine valide quantitative Datenbasis und Aussagen erlaubten (siehe Ausgangslage). Deswegen wurden qualitative Zielstellungen priorisiert, die insbesondere die Ziele der Sensibilisierung zur Thematik, Kommunikation und Information verfolgten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Maßnahme werden unmittelbar Mitarbeitende der MLU adressiert, die administrativ in der Planung und Organisation von Dienstreisen für andere Beschäftigte tätig sind (u.a. Sekretariate) und die eigenständig Dienstreisen im Rahmen ihrer Beschäftigung und Tätigkeiten an der MLU (Wissenschaft, Verwaltung etc.) planen, organisieren und durchführen. Mittelbar sollen alle Beschäftigten der MLU zum Thema nachhaltige Dienstreisen sensibilisiert werden. Mit der Maßnahme wird ein gesamtuniversitärer Prozess angeregt und das Individualverhalten der Beschäftigten adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Ziele wurden im Transformationsteam verfolgt: &lt;br /&gt;
*Förderung der Reduktion von Treibhausgasemissionen durch Vermeidung von Flugreisen und Individualverkehr&lt;br /&gt;
*Förderung von Bahnreisen bzw. öffentlichen Nah- und Fernverkehr im Allgemeinen&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für die nachhaltige Gestaltung von Dienstreisen ins-besondere in Bezug auf die Wahl des Verkehrsmittels&lt;br /&gt;
*Erarbeitung einer Entscheidungshilfe für nachhaltigere Dienstreisen an der MLU&lt;br /&gt;
*Integration der erarbeiteten Handlungsempfehlungen in das digitale Buchungssystem des Ver-tragsreisebüros der MLU auf der Website der Abteilung für Reisekosten&lt;br /&gt;
*Nachhaltigkeit wird als Querschnittsthema bei der Beantragung, Bearbeitung und Umsetzung von Dienstreisen berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausgangslage ===&lt;br /&gt;
Für die Maßnahme „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“ sind statistische Daten hilfreich, die Dienstreisen mit Start- und Zielort, mögliche Zwischenstopps und die jeweiligen genutzten Verkehrsmittel aller Beschäftigten der Organisation detailliert erfassen. Daraus können die reisebezogenen Treibhausgasemissionen berechnet werden. Das schafft eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und ermöglicht eine Messbarkeit der Wirksamkeit. Es zeigt auch, wo Handlungsschwerpunkte liegen können, sodass bedarfsgerechte Maßnahmen abgeleitet werden können. In der [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/3343046_3385459/3385459_3503977/ Status Quo Analyse der MLU] war eine Bilanzierung der Dienstreisen noch nicht möglich. Die vorhandene Verwaltungssoftware, mit welcher Dienstreisen in der Abteilung Reisekosten abgerechnet werden, ermöglicht keine automatische und detaillierte Erfassung der einzelnen Reisewege und gewählten Verkehrsmittel. Möglich wurde dies durch eine zusätzliche händische Eintragung durch die Mitarbeitenden der Abteilung, welche seit Mitte des Projektes erfolgt. Dadurch hat sich die Datengrundlage grundsätzlich verbessert, sie ermöglicht jedoch keine validen, statistisch abgesicherten Aussagen über das Reiseverhalten der Beschäftigten. Im Bereich der Dienstreisebeantragung und -abrechnung erfolgt an der MLU aktuell eine Digitalisierung, in welche das Projektteam einbezogen werden konnte. Ziel ist es, die vorhandene Verwaltungssoftware so auszugestalten, dass eine detaillierte Erfassung der Dienstreisen und daraus abgeleitet die Erfassung der Emissionen ermöglicht wird. Diese können mit Hilfe von CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rechnern, die wiederum in die Verwaltungssoftware ggfs. integriert werden können, berechnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Akteur*innenanalyse ===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse (Abbildung 1) durchgeführt, die auch den Bereich Mobilität umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert, kontaktiert und in den Prozess involviert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden sowohl strukturell für das Thema Dienstreisen zuständige Personen, als auch interessierte Personen (z.B. aus dem [[Hochschulklimarat]]) angesprochen. Das TrafoTeam setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren sechs Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus dem International Office&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus der Personalabteilung, Bereich Personalentwicklung&lt;br /&gt;
*Doktorandin (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Doktorand (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einschätzung zur Zusammensetzung:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
*Hohe Motivation aller Beteiligten&lt;br /&gt;
*verschiedene Akteur*innen von Einrichtungen und Abteilungen&lt;br /&gt;
*verschiedene Angehörige der MLU (Verwaltung, Wissenschaft, Wissenschaftsunterstützend, Studierende)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem festen Transformationsteam wurden über individuelle Konsultationen bilateral weitere Akteur*innen beratend in den Prozess einbezogen. Dies ermöglichte es, alle Mitgliedergruppen der MLU, trotz begrenzter zeitlicher Ressourcen, punktuell in den Prozess zu involvieren. Zentral war die Zusammenarbeit mit der Abteilung Reisekosten, die sich im weiteren Verlauf intensivierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innenanalyse Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png||mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 1: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; --- Auch außerhalb des Projekts zugeordnet]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umsetzungsschritte ===&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png|mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 2: Zeitplan des Transferlabors „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen. &lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen der TrafoTeam-Mitglieder: an der Universität bestehende Bedarfe, Rahmenbedingungen und gesetzlichen Vorgaben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
*Die Zielgruppen wurden für alle Maßnahmen akquiriert und Ansprechpersonen ausfindig gemacht: u.a. Dienstreisende und Assistenzen; Abteilung Reisekosten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konsultations- und Beratungsgespräche führen: Um diverse Perspektiven in die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe für nachhaltige Dienstreisen einfließen zu lassen, wurden Gespräche mit unterschiedlichen Mitgliedergruppe der MLU geführt: u.a. mit Sekretär*innen, Wissenschaftler*innen und Professor*innen. &lt;br /&gt;
*Vernetzung und strukturelle Verankerung mit anderen Querschnittsthemen wie Familiengerechtigkeit, um die Handlungsempfehlungen lebensphasenorientiert an den Bedarfen der verschiedenen Mitgliedergruppen der MLU auszurichten&lt;br /&gt;
*Formulieren der [https://wcms.itz.uni-halle.de/download.php?down=70957&amp;amp;elem=3632423 Handlungsempfehlungen „Nachhaltigere Dienstreisen für alle Beschäftigten der MLU“] und Diskussion im TrafoTeam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (3-6 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Abstimmung des Dokuments mit ausgewählten Abteilungen und Gremien, z.B. dem Personalrat oder der Abteilung Personal. Die Abstimmung des Entwurfes diente der internen Prüfung, inwiefern die ausgearbeiteten Empfehlungen universitätsinternen Regelungen entspricht, widerspricht und um Ergänzungen aus den jeweiligen Fachexpertisen aufnehmen zu können. Dadurch erfolgt auch eine erste Kommunikation des Entwurfs, die die Basis für eine spätere Umsetzung der Handlungsempfehlungen in der Breite der Universität legt. Der Abstimmungsprozess sollte von Beginn an aufgrund eines möglichen höheren und nicht vorhersehbaren zeitlichen Umfangs mit eingeplant werden.&lt;br /&gt;
*Ableitung einer „Entscheidungshilfe“ aus den Handlungsempfehlungen, welche bei der Integration von Nachhaltigkeitsdimensionen im Kontext von Dienstreisen unterstützen soll. Diese wurde mit Hilfe von erstellten Illustrationen graphisch aufbereitet, sodass sie einen niedrigschwelligen Zugang für alle MLU Reisenden bietet und die Akzeptanz der Empfehlungen sowie eine mögliche Verhaltensveränderung befördert. &lt;br /&gt;
*Einbindung der Führungsebene: Es erfolgte die Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat sowie eine Diskussion in einer Rektoratskommission. Die Handlungsempfehlungen wurden daraufhin angepasst und als „Aspekte zu nachhaltigeren Dienstreisen an der MLU“ auf eine im Rektorat vorgestellte und beschlossene zusätzliche [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_2/dienstreisen_nachhaltig/ Website] eingestellt. &lt;br /&gt;
*Breite Öffentlichkeitsarbeit: Erstellung von Aktions- und Werbe-/Geschenkmaterial (u.a. Klimawaage, Reisetagebuch inkl. Klimaplan und Entscheidungshilfe, nachhaltige Reise-Thermobecher, A4 und A3 Plakate Entscheidungshilfe) und Verwendung bei öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen, Abschlussgesprächen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschlussphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat. Es ist zu empfehlen, die Dokumente durch das Rektorat bestätigen zu lassen. Dies versieht beide Dokumente mit einer höheren Legitimation. &lt;br /&gt;
*Zielgruppenspezifische Kommunikation/ Ansprache unter Berücksichtigung der Herausforderungen des ständigen Aktualisierungsbedarfes, universitärer Diskontinuität und Heterogenität &lt;br /&gt;
**Frühzeitige Einbindung der zuständigen Abteilungen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit zur Abstimmung möglicher Kommunikationsinhalte und -wege (Social media, Newsletter u.a.)&lt;br /&gt;
**Kommunikation der Empfehlungen und Entscheidungshilfe über dezentrale Kommunikationswege in die Fakultäten hinein über u.a. Dekanate, Fakultätsreferent*innen&lt;br /&gt;
**Gestaltung einer [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_2/dienstreisen_nachhaltig/ Website zum Transferlabor &amp;quot;Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten&amp;quot;], die mit der Website der Abteilung Reisekosten sowie dem Buchungstool des Vertragsreisebüros verknüpft ist.&lt;br /&gt;
*Etablierung von Handlungsempfehlungen:&lt;br /&gt;
**Die Abteilung Reisekosten nimmt die Handlungsempfehlungen in ihren Informationsmaterialien auf und veröffentlicht diese auf ihrer [https://haushalt.verwaltung.uni-halle.de/reisekosten/2683742_3540682/ Website].&lt;br /&gt;
**Das Vertragsreisebüro der MLU, das eine Website zur Planung und Buchung von Dienstreisen anbietet, integriert die Handlungsempfehlungen und die Entscheidungshilfe. Prüfung, inwiefern das Buchungstool bereits ein automatisches CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Tracking beinhaltet und auf welcher Berechnungsgrundlage dieses erfolgt.&lt;br /&gt;
*Die Abteilung Reisekosten und das Vertragsreisebüro integrieren in eine vorhandene Liste von Hotels, mit denen die MLU kooperiert, einen Nachweis über deren Nachhaltigkeit.&lt;br /&gt;
*Prüfung, inwiefern das Buchungstool des Vertragsreisebüros bereits Hotels mit Nachhaltigkeitszertifikat beinhaltet und Erarbeitung, welche Inhalte und Anforderungen diese Zertifikate beinhalten.&lt;br /&gt;
*Durchführung eines digitalen Workshops zum Thema „Nachhaltige Dienstreisen an der MLU“ mit einer externen Expertin im Themenbereich. Der digitale Workshop im Umfang von 2h bot eine Möglichkeit, Methoden für nachhaltigere Dienstreisen (u.a. Wahl des Verkehrsmittels) zu erlernen. Er richtete sich an Beschäftigte der MLU, die für sich oder andere Dienstreisen planen, organisieren und umsetzen. Resonanz: 11 Teilnehmende; Die Planung des Workshops umfasste einen größeren zeitlichen Umfang, um den Workshop bedarfsgerechte im Kontext der Rahmenbedingungen der MLU zu planen. &lt;br /&gt;
*Dieses Weiterbildungsangebot wird in den Weiterbildungskatalog als festes Angebot übernommen und von der Abteilung Personalentwicklung nach Projekt regelmäßig durchgeführt.&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Aktionsmaterial für die weitere Sensibilisierung der Angehörigen der MLU in Rahmen von Workshops oder öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen. &lt;br /&gt;
*Die Ziele des Transformationsteams konnten teilweise erreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dokumentation und Nacharbeiten ===&lt;br /&gt;
Die Dokumentation des Transferlaborprozesses erfolgte durch die Erstellung eines [[KlimaPlanReal: Zusatzmaterial zum Download|Transferlabortagebuches]], mittels Ergebnisprotokolle der einzelnen Transferlabortreffen des Transformationsteams sowie Gesprächsprotokolle der zusätzlich bilateral geführten Konsultationen und Gespräche. Um eine nachhaltige Fortsetzung der begonnenen Maßnahme zu ermöglichen, wurden die jeweiligen Prozesse in ihrem Bearbeitungsstand dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Blaupause: Klimafreundliche Dienstreisen an Hochschulen|Transferlabor der OVGU zu Nachhaltigkeit bei Dienstreisen]]&lt;br /&gt;
* Weitere [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/Projektphasen/2_+Transferlabore/OVGU+Magdeburg/Dienstreise+Best+Practice.html Best Practice Beispiele für Nachhaltigkeit bei Dienstreisen an Hochschulen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen des Transferlabors ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von neun Monaten. Für eine solide Maßnahmenumsetzung inklusive Verstetigung ist mehr Zeit notwendig. Die Empfehlung ist, mindestens 12 Monate einzuplanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung des Transferlabors standen 10.000 € zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sensibilisierung und Öffentlichkeitsarbeit: Diese können je nach Anbieter*in variieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Graphische Aufbereitung/Layout, Druck der Entscheidungshilfe: ca. 2.500 €&lt;br /&gt;
* Erstellung von Aktions- und Werbe-/Geschenkmaterial: ca. 4.000 €&lt;br /&gt;
** Klimawaage&lt;br /&gt;
** Reisetagebuch&lt;br /&gt;
** nachhaltige Reise-Thermobecher&lt;br /&gt;
* Intensive Erarbeitung und Durchführung Workshop „Nachhaltige Dienstreisen“: 2.200 €&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen der Hochschule ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Standorte&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Hauptstandort Halle (Saale) gibt es vier Campi: Universitätsplatz, Steintor-Campus, Franckeschen Stiftungen, Weinberg-Campus mit Campus Heide-Süd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität setzt sich aus folgenden HS-Angehörigen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ca. 19.943 Studierende&lt;br /&gt;
* über 4.027 Mitarbeitende&lt;br /&gt;
** 288 Professor*innen&lt;br /&gt;
** 1.478 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen&lt;br /&gt;
** 1.091 Wissenschaftsunterstützende Mitarbeitende&lt;br /&gt;
** 1.170 Wissenschaftliche Hilfskräfte (&#039;&#039;Stand vom 31.12.2023&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unterstützung der Hochschulleitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung der MLU unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Die Rektorin übernahm die Projektleitung und stellte Mitarbeitende, etwa für die Teilnahme am Transferlabor, frei. Dieser Umstand unterstützte bei der Argumentation für die Umsetzung der Maßnahme. Bei der Planung des Projekts sollten die zeitlichen Kapazitäten möglicher Leitungspersonen berücksichtigt werden. Mit der Hochschulleitung fand ein regelmäßiger Austausch statt, zudem konnten die Maßnahmen in Kommissionen der Hochschulleitung vorgestellt und diskutiert werden. Dies ermöglichte es, die Maßnahmen im Kontext aktueller Ausrichtungen der Hochschule einzuordnen, Parallelstrukturen zu vermeiden oder Synergien zu knüpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es keine*n Nachhaltigkeitsbeauftragten oder eine andere Art der Institutionalisierung in Bezug auf Nachhaltigkeit. Diese fehlende Institutionalisierung gestaltete sich als Herausforderung, gerade in der Verstetigung von Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Entwicklung der Handlungsempfehlungen konnte der Prozess der Digitalisierung, welcher an der Universität umgesetzt wird, um das Thema Nachhaltigkeit angereichert werden. Konkret wird die Beantragung und Abrechnung von Dienstreisen digitalisiert. Es ermöglicht den Einbezug von nachhaltigkeitsrelevanten Daten von Beginn an. Hierfür erfolgte eine enge Zusammenarbeit mit der Abteilung Reisekosten. Die Digitalisierung beinhaltete die Umstellung der Verwaltungssoftware auf QIS RKA. Das ermöglicht technisch grundsätzlich die Abfrage klimarelevanter Daten bei der Beantragung und Abrechnung von Dienstreisen sowie die Verknüpfung mit CO2-Rechnern. Für die praktische Umsetzung bedarf es der Abstimmung mit der zuständigen Abteilung (Finanzen) sowie der zentralen Einrichtung der MLU, die diesen Prozess technisch begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konkrete Empfehlungen ===&lt;br /&gt;
Für eine Übertragbarkeit können folgende konkrete Empfehlungen gegeben werden:&lt;br /&gt;
*Die Einbindung der Abteilung Reisekosten war besonders wichtig für die Konkretisierung, der Planung sowie der Umsetzung der Maßnahme. Dies sollte von Beginn an erfolgen, um eine nachhaltige Beachtung von Nachhaltigkeit bei Dienstreisen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
*Individuelle lebensphasenbezogene Bedarfe, wie Sorgeverantwortung, müssen bei der Entwicklung von Handlungsempfehlungen Beachtung finden. &lt;br /&gt;
*Einfache, praxisnahe Tools – z. B. Entscheidungshilfen – müssen bereitgestellt werden, um die Planung nachhaltiger Dienstreisen zu erleichtern.&lt;br /&gt;
*Da die Wirkfähigkeit von Handlungsempfehlungen auf der Ebene der freiwilligen Umsetzung der Hinweise verbleibt, ist zu empfehlen: &lt;br /&gt;
*Die Handlungsempfehlungen durch einen Rektoratsbeschluss in ihrer Legitimation zu stützen oder&lt;br /&gt;
*aus den Empfehlungen gemeinsam mit relevanten Akteur*innen Richtlinien für Dienstreisen zu entwickeln, in denen Nachhaltigkeit als Querschnittsthema integriert ist und die verpflichtend für alle Beschäftigten einer Hochschule gelten&lt;br /&gt;
*Tools für die eigenständige Planung und Umsetzung nachhaltigerer Dienstreisen müssen bereitgestellt werden, um die Niedrigschwelligkeit zu gewährleisten (z.B. THG-Rechner, Smart Travel Tool)&lt;br /&gt;
*Unterstützer*innen und Multiplikator*innen des Vorhabens aus unterschiedlichen Mitgliedergruppen akquirieren&lt;br /&gt;
*Nach Möglichkeit Maßnahmen an vorhandene Strukturen der Universität zum Themas Nachhaltigkeit anbinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hinweise zur Kommunikation ===&lt;br /&gt;
*Verständnis für unterschiedliche Lebensrealitäten und Karrierestufen deutlich machen&lt;br /&gt;
*Bei Sorge vonseiten der Hochschulleitung Selbstverständlichkeiten zu benennen, mit Value-Action-Gap argumentieren&lt;br /&gt;
*Vorteile des Reisens mit der Bahn hervorheben: Arbeiten tlw. möglich, keine zusätzliche Zeit für Sicherheitskontrollen, etc.&lt;br /&gt;
*Kommunikation über verschiedene Kommunikationskanäle universitätsweit nutzen (bspw. der Newsletter der MLU, die Website des Nachhaltigkeitsbüros bzw. des Projektes sowie der Abteilung Reisekosten für die Information und Aufklärung über die Handlungsempfehlungen und den Entscheidungsbaum)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=27893</id>
		<title>Blaupause für Maßnahmen zu Dienstreisemobilität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=27893"/>
		<updated>2026-03-04T13:17:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: /* Beschreibung der Maßnahme */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Best Practice&lt;br /&gt;
|beschr=Die Blaupause entstand im Rahmen des KlimaPlanReal Projektes, innerhalb des zweiten Transferlabors an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, und ist im Handlungsfeld &amp;quot;Nachhaltige Dienstreisemobilität&amp;quot; angesiedelt.&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Transfer, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Mobilität, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Energiesparen, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
|org=KlimaPlanReal&lt;br /&gt;
|projekt=Transformationspfade (traNHSform)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Beschreibung==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines [[Transferlabor|Transferlabors]] (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nachhaltige Mobilität – Nachhaltige Dienstreisemobilität &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“. Sie orientiert sich an der Maßnahme 11 aus dem [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/hochschulklimarat/klimaplan_mlu/ KlimaPlan der MLU]. Ziel dieser Maßnahme ist es, dass Treibhausgase, die im Kontext von Dienstreisen an der MLU entstehen, reduziert bzw. eingespart werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um eine quantitative Wirkung der Maßnahme feststellen zu können, bedarf es statistischer Daten der Treibhausgasemissionen vor und nach der Maßnahme. Diese wiederum können aus Daten zu Dienstreisen ermittelt werden, die sich aus Angaben über getätigte Dienstreisen an der MLU (Start- und Zielort, zurückgelegte Strecke und jeweilige genutzte Verkehrsmittel) ergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung lagen erste Daten vor, die jedoch keine valide quantitative Datenbasis und Aussagen erlaubten (siehe Ausgangslage). Deswegen wurden qualitative Zielstellungen priorisiert, die insbesondere die Ziele der Sensibilisierung zur Thematik, Kommunikation und Information verfolgten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Maßnahme werden unmittelbar Mitarbeitende der MLU adressiert, die administrativ in der Planung und Organisation von Dienstreisen für andere Beschäftigte tätig sind (u.a. Sekretariate) und die eigenständig Dienstreisen im Rahmen ihrer Beschäftigung und Tätigkeiten an der MLU (Wissenschaft, Verwaltung etc.) planen, organisieren und durchführen. Mittelbar sollen alle Beschäftigten der MLU zum Thema nachhaltige Dienstreisen sensibilisiert werden. Mit der Maßnahme wird ein gesamtuniversitärer Prozess angeregt und das Individualverhalten der Beschäftigten adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Ziele wurden im Transformationsteam verfolgt: &lt;br /&gt;
*Förderung der Reduktion von Treibhausgasemissionen durch Vermeidung von Flugreisen und Individualverkehr&lt;br /&gt;
*Förderung von Bahnreisen bzw. öffentlichen Nah- und Fernverkehr im Allgemeinen&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für die nachhaltige Gestaltung von Dienstreisen ins-besondere in Bezug auf die Wahl des Verkehrsmittels&lt;br /&gt;
*Erarbeitung einer Entscheidungshilfe für nachhaltigere Dienstreisen an der MLU&lt;br /&gt;
*Integration der erarbeiteten Handlungsempfehlungen in das digitale Buchungssystem des Ver-tragsreisebüros der MLU auf der Website der Abteilung für Reisekosten&lt;br /&gt;
*Nachhaltigkeit wird als Querschnittsthema bei der Beantragung, Bearbeitung und Umsetzung von Dienstreisen berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausgangslage ===&lt;br /&gt;
Für die Maßnahme „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“ sind statistische Daten hilfreich, die Dienstreisen mit Start- und Zielort, mögliche Zwischenstopps und die jeweiligen genutzten Verkehrsmittel aller Beschäftigten der Organisation detailliert erfassen. Daraus können die reisebezogenen Treibhausgasemissionen berechnet werden. Das schafft eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und ermöglicht eine Messbarkeit der Wirksamkeit. Es zeigt auch, wo Handlungsschwerpunkte liegen können, sodass bedarfsgerechte Maßnahmen abgeleitet werden können. In der [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/3343046_3385459/3385459_3503977/ Status Quo Analyse der MLU] war eine Bilanzierung der Dienstreisen noch nicht möglich. Die vorhandene Verwaltungssoftware, mit welcher Dienstreisen in der Abteilung Reisekosten abgerechnet werden, ermöglicht keine automatische und detaillierte Erfassung der einzelnen Reisewege und gewählten Verkehrsmittel. Möglich wurde dies durch eine zusätzliche händische Eintragung durch die Mitarbeitenden der Abteilung, welche seit Mitte des Projektes erfolgt. Dadurch hat sich die Datengrundlage grundsätzlich verbessert, sie ermöglicht jedoch keine validen, statistisch abgesicherten Aussagen über das Reiseverhalten der Beschäftigten. Im Bereich der Dienstreisebeantragung und -abrechnung erfolgt an der MLU aktuell eine Digitalisierung, in welche das Projektteam einbezogen werden konnte. Ziel ist es, die vorhandene Verwaltungssoftware so auszugestalten, dass eine detaillierte Erfassung der Dienstreisen und daraus abgeleitet die Erfassung der Emissionen ermöglicht wird. Diese können mit Hilfe von CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rechnern, die wiederum in die Verwaltungssoftware ggfs. integriert werden können, berechnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Akteur*innenanalyse ===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse (Abbildung 1) durchgeführt, die auch den Bereich Mobilität umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert, kontaktiert und in den Prozess involviert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden sowohl strukturell für das Thema Dienstreisen zuständige Personen, als auch interessierte Personen (z.B. aus dem [[Hochschulklimarat]]) angesprochen. Das TrafoTeam setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren sechs Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus dem International Office&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus der Personalabteilung, Bereich Personalentwicklung&lt;br /&gt;
*Doktorandin (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Doktorand (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einschätzung zur Zusammensetzung:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
*Hohe Motivation aller Beteiligten&lt;br /&gt;
*verschiedene Akteur*innen von Einrichtungen und Abteilungen&lt;br /&gt;
*verschiedene Angehörige der MLU (Verwaltung, Wissenschaft, Wissenschaftsunterstützend, Studierende)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem festen Transformationsteam wurden über individuelle Konsultationen bilateral weitere Akteur*innen beratend in den Prozess einbezogen. Dies ermöglichte es, alle Mitgliedergruppen der MLU, trotz begrenzter zeitlicher Ressourcen, punktuell in den Prozess zu involvieren. Zentral war die Zusammenarbeit mit der Abteilung Reisekosten, die sich im weiteren Verlauf intensivierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innenanalyse Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png||mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 1: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; --- Auch außerhalb des Projekts zugeordnet]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umsetzungsschritte ===&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png|mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 2: Zeitplan des Transferlabors „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen. &lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen der TrafoTeam-Mitglieder: an der Universität bestehende Bedarfe, Rahmenbedingungen und gesetzlichen Vorgaben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
*Die Zielgruppen wurden für alle Maßnahmen akquiriert und Ansprechpersonen ausfindig gemacht: u.a. Dienstreisende und Assistenzen; Abteilung Reisekosten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konsultations- und Beratungsgespräche führen: Um diverse Perspektiven in die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe für nachhaltige Dienstreisen einfließen zu lassen, wurden Gespräche mit unterschiedlichen Mitgliedergruppe der MLU geführt: u.a. mit Sekretär*innen, Wissenschaftler*innen und Professor*innen. &lt;br /&gt;
*Vernetzung und strukturelle Verankerung mit anderen Querschnittsthemen wie Familiengerechtigkeit, um die Handlungsempfehlungen lebensphasenorientiert an den Bedarfen der verschiedenen Mitgliedergruppen der MLU auszurichten&lt;br /&gt;
*Formulieren der [https://wcms.itz.uni-halle.de/download.php?down=70957&amp;amp;elem=3632423 Handlungsempfehlungen „Nachhaltigere Dienstreisen für alle Beschäftigten der MLU“] und Diskussion im TrafoTeam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (3-6 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Abstimmung des Dokuments mit ausgewählten Abteilungen und Gremien, z.B. dem Personalrat oder der Abteilung Personal. Die Abstimmung des Entwurfes diente der internen Prüfung, inwiefern die ausgearbeiteten Empfehlungen universitätsinternen Regelungen entspricht, widerspricht und um Ergänzungen aus den jeweiligen Fachexpertisen aufnehmen zu können. Dadurch erfolgt auch eine erste Kommunikation des Entwurfs, die die Basis für eine spätere Umsetzung der Handlungsempfehlungen in der Breite der Universität legt. Der Abstimmungsprozess sollte von Beginn an aufgrund eines möglichen höheren und nicht vorhersehbaren zeitlichen Umfangs mit eingeplant werden.&lt;br /&gt;
*Ableitung einer „Entscheidungshilfe“ aus den Handlungsempfehlungen, welche bei der Integration von Nachhaltigkeitsdimensionen im Kontext von Dienstreisen unterstützen soll. Diese wurde mit Hilfe von erstellten Illustrationen graphisch aufbereitet, sodass sie einen niedrigschwelligen Zugang für alle MLU Reisenden bietet und die Akzeptanz der Empfehlungen sowie eine mögliche Verhaltensveränderung befördert. &lt;br /&gt;
*Einbindung der Führungsebene: Es erfolgte die Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat sowie eine Diskussion in einer Rektoratskommission. Die Handlungsempfehlungen wurden daraufhin angepasst und als „Aspekte zu nachhaltigeren Dienstreisen an der MLU“ auf eine im Rektorat vorgestellte und beschlossene zusätzliche [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_2/dienstreisen_nachhaltig/ Website] eingestellt. &lt;br /&gt;
*Breite Öffentlichkeitsarbeit: Erstellung von Aktions- und Werbe-/Geschenkmaterial (u.a. Klimawaage, Reisetagebuch inkl. Klimaplan und Entscheidungshilfe, nachhaltige Reise-Thermobecher, A4 und A3 Plakate Entscheidungshilfe) und Verwendung bei öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen, Abschlussgesprächen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschlussphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat. Es ist zu empfehlen, die Dokumente durch das Rektorat bestätigen zu lassen. Dies versieht beide Dokumente mit einer höheren Legitimation. &lt;br /&gt;
*Zielgruppenspezifische Kommunikation/ Ansprache unter Berücksichtigung der Herausforderungen des ständigen Aktualisierungsbedarfes, universitärer Diskontinuität und Heterogenität &lt;br /&gt;
**Frühzeitige Einbindung der zuständigen Abteilungen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit zur Abstimmung möglicher Kommunikationsinhalte und -wege (Social media, Newsletter u.a.)&lt;br /&gt;
**Kommunikation der Empfehlungen und Entscheidungshilfe über dezentrale Kommunikationswege in die Fakultäten hinein über u.a. Dekanate, Fakultätsreferent*innen&lt;br /&gt;
**Gestaltung einer [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_2/dienstreisen_nachhaltig/ Website zum Transferlabor &amp;quot;Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten&amp;quot;], die mit der Website der Abteilung Reisekosten sowie dem Buchungstool des Vertragsreisebüros verknüpft ist.&lt;br /&gt;
*Etablierung von Handlungsempfehlungen:&lt;br /&gt;
**Die Abteilung Reisekosten nimmt die Handlungsempfehlungen in ihren Informationsmaterialien auf und veröffentlicht diese auf ihrer [https://haushalt.verwaltung.uni-halle.de/reisekosten/2683742_3540682/ Website].&lt;br /&gt;
**Das Vertragsreisebüro der MLU, das eine Website zur Planung und Buchung von Dienstreisen anbietet, integriert die Handlungsempfehlungen und die Entscheidungshilfe. Prüfung, inwiefern das Buchungstool bereits ein automatisches CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Tracking beinhaltet und auf welcher Berechnungsgrundlage dieses erfolgt.&lt;br /&gt;
*Die Abteilung Reisekosten und das Vertragsreisebüro integrieren in eine vorhandene Liste von Hotels, mit denen die MLU kooperiert, einen Nachweis über deren Nachhaltigkeit.&lt;br /&gt;
*Prüfung, inwiefern das Buchungstool des Vertragsreisebüros bereits Hotels mit Nachhaltigkeitszertifikat beinhaltet und Erarbeitung, welche Inhalte und Anforderungen diese Zertifikate beinhalten.&lt;br /&gt;
*Durchführung eines digitalen Workshops zum Thema „Nachhaltige Dienstreisen an der MLU“ mit einer externen Expertin im Themenbereich. Der digitale Workshop im Umfang von 2h bot eine Möglichkeit, Methoden für nachhaltigere Dienstreisen (u.a. Wahl des Verkehrsmittels) zu erlernen. Er richtete sich an Beschäftigte der MLU, die für sich oder andere Dienstreisen planen, organisieren und umsetzen. Resonanz: 11 Teilnehmende; Die Planung des Workshops umfasste einen größeren zeitlichen Umfang, um den Workshop bedarfsgerechte im Kontext der Rahmenbedingungen der MLU zu planen. &lt;br /&gt;
*Dieses Weiterbildungsangebot wird in den Weiterbildungskatalog als festes Angebot übernommen und von der Abteilung Personalentwicklung nach Projekt regelmäßig durchgeführt.&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Aktionsmaterial für die weitere Sensibilisierung der Angehörigen der MLU in Rahmen von Workshops oder öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen. &lt;br /&gt;
*Die Ziele des Transformationsteams konnten teilweise erreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dokumentation und Nacharbeiten ===&lt;br /&gt;
Die Dokumentation des Transferlaborprozesses erfolgte durch die Erstellung eines [[KlimaPlanReal: Zusatzmaterial zum Download|Transferlabortagebuches]], mittels Ergebnisprotokolle der einzelnen Transferlabortreffen des Transformationsteams sowie Gesprächsprotokolle der zusätzlich bilateral geführten Konsultationen und Gespräche. Um eine nachhaltige Fortsetzung der begonnenen Maßnahme zu ermöglichen, wurden die jeweiligen Prozesse in ihrem Bearbeitungsstand dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Blaupause: Klimafreundliche Dienstreisen an Hochschulen|Transferlabor der OVGU zu Nachhaltigkeit bei Dienstreisen]]&lt;br /&gt;
* Weitere [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/Projektphasen/2_+Transferlabore/OVGU+Magdeburg/Dienstreise+Best+Practice.html Best Practice Beispiele für Nachhaltigkeit bei Dienstreisen an Hochschulen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen des Transferlabors ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von neun Monaten. Für eine solide Maßnahmenumsetzung inklusive Verstetigung ist mehr Zeit notwendig. Die Empfehlung ist, mindestens 12 Monate einzuplanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung des Transferlabors standen 10.000 € zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sensibilisierung und Öffentlichkeitsarbeit: Diese können je nach Anbieter*in variieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Graphische Aufbereitung/Layout, Druck der Entscheidungshilfe: ca. 2.500 €&lt;br /&gt;
* Erstellung von Aktions- und Werbe-/Geschenkmaterial: ca. 4.000 €&lt;br /&gt;
** Klimawaage&lt;br /&gt;
** Reisetagebuch und nachhaltige Reise-Thermobecher&lt;br /&gt;
* Intensive Erarbeitung und Durchführung Workshop „Nachhaltige Dienstreisen“: 2.200 €&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen der Hochschule ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Standorte&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Hauptstandort Halle (Saale) gibt es vier Campi: Universitätsplatz, Steintor-Campus, Franckeschen Stiftungen, Weinberg-Campus mit Campus Heide-Süd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität setzt sich aus folgenden HS-Angehörigen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ca. 19.943 Studierende&lt;br /&gt;
* über 4.027 Mitarbeitende&lt;br /&gt;
** 288 Professor*innen&lt;br /&gt;
** 1.478 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen&lt;br /&gt;
** 1.091 Wissenschaftsunterstützende Mitarbeitende&lt;br /&gt;
** 1.170 Wissenschaftliche Hilfskräfte (&#039;&#039;Stand vom 31.12.2023&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unterstützung der Hochschulleitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung der MLU unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Die Rektorin übernahm die Projektleitung und stellte Mitarbeitende, etwa für die Teilnahme am Transferlabor, frei. Dieser Umstand unterstützte bei der Argumentation für die Umsetzung der Maßnahme. Bei der Planung des Projekts sollten die zeitlichen Kapazitäten möglicher Leitungspersonen berücksichtigt werden. Mit der Hochschulleitung fand ein regelmäßiger Austausch statt, zudem konnten die Maßnahmen in Kommissionen der Hochschulleitung vorgestellt und diskutiert werden. Dies ermöglichte es, die Maßnahmen im Kontext aktueller Ausrichtungen der Hochschule einzuordnen, Parallelstrukturen zu vermeiden oder Synergien zu knüpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es keine*n Nachhaltigkeitsbeauftragten oder eine andere Art der Institutionalisierung in Bezug auf Nachhaltigkeit. Diese fehlende Institutionalisierung gestaltete sich als Herausforderung, gerade in der Verstetigung von Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Entwicklung der Handlungsempfehlungen konnte der Prozess der Digitalisierung, welcher an der Universität umgesetzt wird, um das Thema Nachhaltigkeit angereichert werden. Konkret wird die Beantragung und Abrechnung von Dienstreisen digitalisiert. Es ermöglicht den Einbezug von nachhaltigkeitsrelevanten Daten von Beginn an. Hierfür erfolgte eine enge Zusammenarbeit mit der Abteilung Reisekosten. Die Digitalisierung beinhaltete die Umstellung der Verwaltungssoftware auf QIS RKA. Das ermöglicht technisch grundsätzlich die Abfrage klimarelevanter Daten bei der Beantragung und Abrechnung von Dienstreisen sowie die Verknüpfung mit CO2-Rechnern. Für die praktische Umsetzung bedarf es der Abstimmung mit der zuständigen Abteilung (Finanzen) sowie der zentralen Einrichtung der MLU, die diesen Prozess technisch begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine Übertragbarkeit können folgende konkrete Empfehlungen gegeben werden:&lt;br /&gt;
*Die Einbindung der Abteilung Reisekosten war besonders wichtig für die Konkretisierung, der Planung sowie der Umsetzung der Maßnahme. Dies sollte von Beginn an erfolgen, um eine nachhaltige Beachtung von Nachhaltigkeit bei Dienstreisen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
*Individuelle lebensphasenbezogene Bedarfe, wie Sorgeverantwortung, müssen bei der Entwicklung von Handlungsempfehlungen Beachtung finden. &lt;br /&gt;
*Einfache, praxisnahe Tools – z. B. Entscheidungshilfen – müssen bereitgestellt werden, um die Planung nachhaltiger Dienstreisen zu erleichtern.&lt;br /&gt;
*Da die Wirkfähigkeit von Handlungsempfehlungen auf der Ebene der freiwilligen Umsetzung der Hinweise verbleibt, ist zu empfehlen: &lt;br /&gt;
*Die Handlungsempfehlungen durch einen Rektoratsbeschluss in ihrer Legitimation zu stützen oder&lt;br /&gt;
*aus den Empfehlungen gemeinsam mit relevanten Akteur*innen Richtlinien für Dienstreisen zu entwickeln, in denen Nachhaltigkeit als Querschnittsthema integriert ist und die verpflichtend für alle Beschäftigten einer Hochschule gelten&lt;br /&gt;
*Tools für die eigenständige Planung und Umsetzung nachhaltigerer Dienstreisen müssen bereitgestellt werden, um die Niedrigschwelligkeit zu gewährleisten (z.B. THG-Rechner, Smart Travel Tool)&lt;br /&gt;
*Unterstützer*innen und Multiplikator*innen des Vorhabens aus unterschiedlichen Mitgliedergruppen akquirieren&lt;br /&gt;
*Nach Möglichkeit Maßnahmen an vorhandene Strukturen der Universität zum Themas Nachhaltigkeit anbinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Verständnis für unterschiedliche Lebensrealitäten und Karrierestufen deutlich machen&lt;br /&gt;
*Bei Sorge vonseiten der Hochschulleitung Selbstverständlichkeiten zu benennen, mit Value-Action-Gap argumentieren&lt;br /&gt;
*Vorteile des Reisens mit der Bahn hervorheben: Arbeiten tlw. möglich, keine zusätzliche Zeit für Sicherheitskontrollen, etc.&lt;br /&gt;
*Kommunikation über verschiedene Kommunikationskanäle universitätsweit nutzen (bspw. der Newsletter der MLU, die Website des Nachhaltigkeitsbüros bzw. des Projektes sowie der Abteilung Reisekosten für die Information und Aufklärung über die Handlungsempfehlungen und den Entscheidungsbaum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betrieb]] [[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_%22Ressourcenkreisel%22_-_Nachhaltige_Beschaffung_/_Kaskadennutzung&amp;diff=27892</id>
		<title>Blaupause &quot;Ressourcenkreisel&quot; - Nachhaltige Beschaffung / Kaskadennutzung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_%22Ressourcenkreisel%22_-_Nachhaltige_Beschaffung_/_Kaskadennutzung&amp;diff=27892"/>
		<updated>2026-03-04T12:59:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Best Practice&lt;br /&gt;
|beschr=Die Blaupause entstand im Rahmen des KlimaPlanReal Projektes, innerhalb des ersten Transferlabors an der Hochschule Anhalt, und ist im Handlungsfeld &amp;quot;Nachhaltige Beschaffung&amp;quot; angesiedelt. Der sogenannte &amp;quot;Ressourcenkreisel&amp;quot; ist eine Verleih- und Weitergabeplattform für hochschuleigene Geräte und Materialien, welcher Mehrfachbeschaffungen und Treibhausgasemissionen an der Hochschule reduzieren soll.&lt;br /&gt;
|hfeld=Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Digitalisierung, Ressourcen und Finanzierung, Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Nachhaltige Beschaffung, Kaskadennutzung, Verleih, Weitergabe&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Interessierte Öffentlichkeit, ProfessorIn, Dozent(in), Dekan(in), Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Hochschule Anhalt&lt;br /&gt;
|adresse=Strenzfelder Allee 28, 06406 Bernburg&lt;br /&gt;
|url=https://www.hs-anhalt.de/nachhaltigkeit/klimaplanreal.html&lt;br /&gt;
|projekt=Transformationspfade (traNHSform)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurzbeschreibung==&lt;br /&gt;
Die Blaupause entstand im Rahmen des ersten Transferlabors (angelehnt an die Methode der [[Reallabor|Reallabore]]) an der Hochschule Anhalt im Projekt [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] und ist im Handlungsfeld &amp;quot;Nachhaltige Beschaffung&amp;quot; angesiedelt. Der sogenannte &amp;quot;[https://www.hs-anhalt.de/landingsites/nachhaltigkeit/pilotprojekte-zur-nachhaltigkeit-an-der-hochschule-anhalt/ressourcenkreisel.html Ressourcenkreisel]&amp;quot; ist eine Verleih- und Weitergabeplattform für hochschuleigene Geräte und Materialien, welcher Mehrfachbeschaffungen und Treibhausgasemissionen an der Hochschule reduzieren soll.&lt;br /&gt;
==Zusammenfassung==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause für die Maßnahme „Ressourcenkreisel“ umfasst den Themenbereich „Nachhaltige Beschaffung &amp;amp; Ernährung“ und wurde auf der Basis eines Transferlabors an der Hochschule Anhalt (HSA) im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal umgesetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „Ressourcenkreisel“ wird die freiwillige Weitergabe und der Verleih von hochschuleigenen Geräten und Gegenständen an der Hochschule über Fachbereichs- sowie Standortgrenzen hinaus organisiert. Dadurch sollen Mehrfachbeschaffungen und Treibhausgasemissionen, die durch den Lebenszyklus der Geräte (Herstellungsprozess, Transport, Entsorgung etc.) verursacht werden, vermindert werden. Die Verleih- und Weitergabeprozesse konnten an der HSA in ein bestehendes IT-System integriert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==SWOT-Analyse (Strength, Weaknesses, Opportunities, Threats)==&lt;br /&gt;
Beurteilung der Rahmenbedingungen für die Maßnahmenumsetzung.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable mw-collapsible mw-collapsed&amp;quot;&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!Stärken&lt;br /&gt;
!Schwächen&lt;br /&gt;
!Chancen&lt;br /&gt;
!Risiken&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|hochschulintern&lt;br /&gt;
|Wenn fachliche Expertise zur Maßnahmenumsetzung vorhanden ist (anlassbezogene Einbindung möglich)&lt;br /&gt;
|Es entsteht ein Mehraufwand durch die Teilnahme im Transferlabor;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prüfaufwand von Vorschriften und Gesetzen, die der Umsetzung und Lösung im Weg stehen können&lt;br /&gt;
|Integration verschiedener Mitgliedergruppen kann vielfältige Perspektiven ermöglichen und die Maßnahme innerhalb der Hochschule bekannt machen;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umsetzung leicht möglich, wenn der Ausbau von personellen Kapazitäten im Bereich Klimaschutz und Nachhaltigkeit angestoßen wird&lt;br /&gt;
|Integration verschiedener Mitgliedergruppen kann Kommunikation und Organisation herausfordernd gestalten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|hochschulextern&lt;br /&gt;
|Umsetzung leicht möglich, wenn externe Dienstleister bereits mit der Betreuung bzw. digitalen Umsetzung von Verleih- und Weitergabeprozesse vertraut sind&lt;br /&gt;
|Projektbedingt limitierte zeitliche und finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
|Entwicklung von Kooperationen mit beauftragten Dienstleistern&lt;br /&gt;
|Abhängigkeit von externen Dienstleistern&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leitfragen zur Umsetzbarkeit==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable mw-collapsible mw-collapsed&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+Anhand der Leitfragen soll die Machbarkeit der Maßnahmenumsetzung eingeschätzt werden, hierzu sollten möglichst alle Fragestellungen positiv beantwortet werden können.&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Leitfrage&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Voraussetzung vorhanden?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Lassen die formalen und rechtlichen  Rahmenbedingungen an der Hochschule den Verleih oder die Weitergabe von  Geräten und Gegenständen zu, bzw. können diese Regelungen angepasst werden (Unterstützung  durch die Hochschule), insbesondere den Verleih und die Weitergabe von  inventarisierten Objekten betreffend?&lt;br /&gt;
|☐&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Gibt es bereits genutzte Plattformen  an der Hochschule (z. B. Bibliothekssystem, Moodle, anny, …), worin die Organisation von Verleih und Weitergabeprozessen  von Geräten und Gegenständen integriert werden kann?&lt;br /&gt;
|☐&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Können bereits genutzte Plattformen  kostenfrei oder kostengünstig erweitert werden? Können alternativ Kosten von  mind. 1.200 EUR/Jahr für die Nutzung einer externen Plattform getragen  werden?&lt;br /&gt;
|☐&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Kann die Administration der  Plattformen durch vorhandenes Personal gewährleistet werden? Besteht  alternativ die Möglichkeit, dass eine neue Stelle bspw. für  Nachhaltigkeitsmanagement etabliert wird?&lt;br /&gt;
|☐&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maßnahmenüberblick ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Impactrelevantes Transformationsfeld ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Themenbereich:&#039;&#039;&#039; Nachhaltige Beschaffung &amp;amp; Ernährung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Handlungsfeld:&#039;&#039;&#039; Nachhaltige Beschaffung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maßnahmenbeschreibung ===&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme basiert auf Vorschlägen des [https://www.hs-anhalt.de/fileadmin/Dateien/Nachhaltigkeit/KlimPlanReal/2023-11-23_Klimaplan_HSA_onlineversion.pdf Klimaplans der HSA]. Die Maßnahme soll über Fachbereichs- sowie Standortgrenzen hinaus die Weitergabe und den Verleih von bereits vorhandenen Ressourcen an der HSA besser organisieren. Nutzer*innen sind Mitarbeitende und Studierende der HSA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ziele ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Aufbau eines Gerätepools zum Verleih bzw. zur Weitergabe von Geräten und Materialien &lt;br /&gt;
* Vermeidung von Mehrfachbeschaffungen&lt;br /&gt;
* Vermeidung von Treibhausgasemissionen, die durch den Lebenszyklus der Geräte (Herstellungsprozess, Transport, Entsorgung etc.) verursacht werden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirkmessung ===&lt;br /&gt;
Die Maßnahme besitzt einen direkten Bezug zum Wirkindikator „Sharing-Konzepte (qualitativ)“ aus der [https://zenodo.org/records/14966175 Liste der externen Wirkindikatoren nach Künzel et al. (2023)]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umsetzung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ist-Zustand ===&lt;br /&gt;
Zur Förderung des Teilens und der Vermeidung von Mehrfachbeschaffungen war an der HSA vorher lediglich eine Großgeräteliste (Gerätedatenbank) für Mitarbeitende verfügbar. Das Teilen sowie die Weitergabe von Geräten und Gegenständen jeglicher Art (z.B. IT-Geräte, Laborequipment, Raumausstattung, etc.) geschah bisher lediglich nach persönlichen Absprachen. Eine Verleih- oder Tauschplattform war nicht vorhanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für weitere Informationen zum Ausgangszustand siehe [https://www.hs-anhalt.de/fileadmin/Dateien/Nachhaltigkeit/KlimPlanReal/KlimaPlanReal_Status_Quo_Bericht_HSA.pdf Status Quo Analyse der HSA].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Akteur*innen-Analyse ===&lt;br /&gt;
Über die Akteur*innen-Analyse während der Status Quo Analyse konnten zentrale Akteur*innen des Handlungsfeldes Nachhaltige Beschaffung identifiziert und kontaktiert werden. Die Gruppenakquise erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Über den gesamten Prozess wurden sowohl formell zuständige als auch informell zuständige Personen angesprochen. Die Gruppe aus 11 Personen, welche für das Transformationsteam gewonnen wurde, setzte sich wie folgt zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verwaltungsmitarbeitende aus den Bereichen der Zentralen Beschaffung, des IT-Service Centers (IT-Management aller HS Standorte, Umsetzung EDV-Technik) und des Energie- und Nachhaltigkeitsmanagements&lt;br /&gt;
* Mitarbeitende zuständig für IT-Administration Server und Netzwerk&lt;br /&gt;
* Mitarbeiter*in für Energiesysteme mit technischer Expertise aus dem Fachbereich für angewandte Biowissenschaften und Prozesstechnik&lt;br /&gt;
* Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in mit Perspektive des Hochschulklimarats in gleichzeitiger Rolle der Facilitation sowie Wissenschaftler*in mit Lehrtätigkeit zu Geoinformationssystemen aus dem Fachbereich Landwirtschaft, Ökotrophologie und Landschaftsentwicklung; &lt;br /&gt;
* Laboringenieur*in aus dem Fachbereich Elektrotechnik, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen&lt;br /&gt;
* Präsidiumsmitarbeiter*in aus dem Bereich Wissenschaftskommunikation&lt;br /&gt;
* Zwei Studierende aus dem Fachbereich Design&lt;br /&gt;
* Konsultativ beratend: Leiterin der Verwaltung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einschätzung zur Zusammensetzung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ideal, bis auf fehlende Perspektive der Professor*innen (Professor*in, Mitglied im Hochschulklimarat und Mitautor*in des Maßnahmenvorschlags „Energieeffizientes Rechenzentrum“ konnte aus terminlichen Gründen nicht teilnehmen)&lt;br /&gt;
* Ausgeglichenes Geschlechterverhältnis&lt;br /&gt;
* Anlassbezogene und dynamische Zusammensetzung ermöglicht zielorientierte Lösungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umsetzungsschritte ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Erkundungsphase (Februar – März)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bildung des Transformationsteams, Aufbau von Organisations- und Kommunikationsstrukturen &lt;br /&gt;
* Erkundung der Ressourcen und Vorerfahrungen&lt;br /&gt;
* Recherche von Best-Practice-Beispielen anderer Hochschulen&lt;br /&gt;
* Recherche der rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen an der HSA (Inventarisierung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Findungsphase (März – April)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Erarbeitung der Transformationsziele mittels Wirkindikator „Sharing-Konzepte (qualitativ)“: Etablierung von zwei Sharing-Angeboten (Plattformen für Weitergabe und Verleih)&lt;br /&gt;
* Entwicklung eines Transformationskonzeptes (Aufgabenplanung, Verantwortlichkeiten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3. Konkretisierungsphase (Mai – Juni)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Definition von Leistungskriterien für Plattform (Was muss die Plattform können?):&lt;br /&gt;
** Zugänglichkeit nur für Hochschulangehörige&lt;br /&gt;
** Möglichst Integration in bereits genutzte Plattformen&lt;br /&gt;
** Kostengünstiger Unterhalt&lt;br /&gt;
** Wartungsarm&lt;br /&gt;
** Funktionalität&lt;br /&gt;
*** Eingabeformular für Einstellung von Angeboten (Gerätespezifikationen, ggf. Foto, Kontaktinformationen)&lt;br /&gt;
*** Angebot mit Ablauffrist von drei Monaten, inkl. Benachrichtigung bei Fristablauf&lt;br /&gt;
*** Prüfung von Angeboten durch Energie- und Nachhaltigkeitsmanagement&lt;br /&gt;
*** Lesen von Angeboten unter Beachtung von Leserechten je nach Statusgruppe&lt;br /&gt;
*** Direkte Reservierungsanfrage bei Anbietenden – keine Bindung von Kapazitäten der Verwaltung&lt;br /&gt;
*** Vordruck für Leih- bzw. Weitergabeformulare&lt;br /&gt;
*** Ggf. Belegungskalender für Geräte&lt;br /&gt;
*** Ggf. Dokumentation der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; Einsparung&lt;br /&gt;
* Definition von Darstellungskriterien der Plattform: &lt;br /&gt;
** Übersichtlich, modern und optisch ansprechend&lt;br /&gt;
** Einfache, intuitive, benutzerfreundliche Bedienung&lt;br /&gt;
*** Sowohl für Anbietende, Nutzende und Instandhaltende der Plattform, damit diese gerne und dauerhaft genutzt werden kann&lt;br /&gt;
* Recherche und Test von geeigneten Programmen und Plattformen unter Berücksichtigung bereits genutzter Plattformen an der HSA (z.B. Nextcloud, Moodle, Intranet, anny, ggf. auch Bibliothekssoftware)&lt;br /&gt;
* Vorstellung des Konzeptes bei Vertretung der Hochschulleitung und Bitte um Unterstützung und Feedback: Ansprache Kanzler*in/Leiter*in der Verwaltung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4. Umsetzungsphase (Juli – September)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Entscheidung für eine digitale Darstellungsform für Verleih und Weitergabe von Geräten (Transformationsteam und Verwaltung)&lt;br /&gt;
* Programmierung der neuen Verleih- und Weitergabeplattform durch die Drittanbieterfirma anny, die bereits beim Hochschulsport-Buchungssystem mit der HSA kooperiert, sowie Testlauf der Plattform&lt;br /&gt;
* Verstetigung und dauerhafte Zuständigkeiten klären im Weitergabe-/Verleihprozess (an der HSA durch Einbindung der neuen Personalstelle Energie- und Nachhaltigkeitsmanagement)&lt;br /&gt;
* Erarbeitung eines Übergabeprotokolls für den Verleih-/Weitergabe von Geräten und inhaltliche Abstimmung mit Zentraler Beschaffung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5. Abschlussphase (Oktober – Dezember)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Aktivierung der Plattformen und Verlinkungen auf der Nachhaltigkeitsseite der HSA&lt;br /&gt;
* Erstellung und Versand von Informationsmaterialien zur Bewerbung und Nutzung der Plattform (digital per Rundmail an alle Hochschulangehörigen, Bewerbung auf Informationsmonitoren und in Form von Postern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gelingensbedingungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konkrete Empfehlungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Klarheit über Rahmenbedingungen:&#039;&#039;&#039; Welche formalen und rechtlichen Rahmen-bedingungen gelten an der Hochschule, die bei Verleih- oder Weitergabeprozessen beachtet werden müssen, z. B. die Weitergabe von inventarisierten Objekten betreffend? Wir empfehlen, die Prozesse so direkt wie möglich einrichten, damit nicht unnötig Dritte mit einem Verleihprozess belastet werden. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Nutzen evtl. vorhandener Online-Strukturen&#039;&#039;&#039;: Die Nutzung vorhandener Plattformen fördert den Erfolg der Maßnahme, da Personal für Pflege der Plattformen als auch Nutzer*innen mit dem Tool bereits vertraut sind. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Verstetigung und Verantwortlichkeiten&#039;&#039;&#039;: Die Klärung und Festlegung langfristiger Zuständig- und Verantwortlichkeiten ist essentiell für die nachhaltige Wirksamkeit der Maßnahme. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Unterstützung von Entscheidungstragenden:&#039;&#039;&#039; Es ist unerlässlich, dass Entscheidungs-tragende der Hochschule die Maßnahme befürworten oder sich sogar aktiv unterstützend am Prozess beteiligen. Dies gewährleistet meist nicht nur den Zugriff auf notwendige Ressourcen, sondern fördert auch das gemeinsame Engagement und erhöht die Erfolgsaussichten des Vorhabens insgesamt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Öffentlichkeitsarbeit:&#039;&#039;&#039; Es ist sehr wichtig, dass Informationen dazu leicht für das Zielpublikum zugänglich sind und regelmäßig aktiv auf die Plattform aufmerksam gemacht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Optionale Hinweise ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kommunikation sollte regelmäßig, offen und über mehrere Kanäle organisiert sein, wobei die Nutzung cloudbasierter digitaler Formate (Webex/Zoom, Miro, usw.) zu empfehlen ist&lt;br /&gt;
* Kombination aus Top-down und Bottom-up Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rahmenbedingungen an der Hochschule ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen des Transferlabors ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Laufzeit ====&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von elf Monaten (Februar bis Dezember 2024). Für die Maßnahmenumsetzung war diese Zeit angemessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Finanzen ====&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung des Transferlabors waren keine finanziellen Mittel notwendig, da ein bereits an der HSA vorhandenes Online-System der Hochschulbibliothek eines Drittanbieters dafür genutzt werden konnte. Lediglich für die Bewerbung des Ressourcenkreisels wurden Poster gedruckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Kosten für die Einrichtung und den Betrieb des externen Online-Systems sowie unbegrenzten Support betragen ca. 1.200 EUR/Jahr&lt;br /&gt;
* A2 Poster auf Recyclingpapier: ca. 3,60 EUR/Poster (inkl. MwSt. und Lieferung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen an der HSA ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Drei Standorte:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Köthen, Dessau, Bernburg (Saale)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039; (Stand 12.06.2025):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Insgesamt 7.536 Angehörige: 6.355 Studierende, 1.181 Mitarbeitende (150 Professor*innen, 282 Wissenschaftliche Mitarbeitende, 482 wissenschaftsunterstützendes Personal, 267 Wissenschaftliche Hilfskräfte)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterstützung der Hochschulleitung zur Maßnahmenumsetzung ====&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Die Vizepräsidentin für Forschung, Transfer und Nachhaltigkeit übernahm die Projektleitung. Die Leiterin der Verwaltung, welche ebenfalls Teil der Hochschulleitung ist, unterstützte die Arbeit des Hochschulklimarates vor Ort, sowie die Arbeit des Transformationsteams bei der Maßnahmenumsetzung aktiv, u.a. durch Teilnahme an Planungstreffen und Zugriff auf notwendige Ressourcen. Die konsequente Unterstützung und Priorisierung des Vorhabens durch die Hochschulleitung waren zentral für den Erfolg der Maßnahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Einrichtung einer [https://www.hs-anhalt.de/hochschule-anhalt/profil/praesidium.html Vizepräsidentschaft für Nachhaltigkeit] (seit 2021)&lt;br /&gt;
* Beteiligung der HSA an der [https://www.nachhaltigkeit.ovgu.de/AGNHKLSA.html AG Nachhaltige Hochschulen Sachsen-Anhalt] (seit März 2021)&lt;br /&gt;
* Gründung einer [https://www.hs-anhalt.de/nachhaltigkeit/arbeitsgruppe.html AG-Nachhaltigkeit] an der HSA (April 2021)&lt;br /&gt;
* Erarbeitung einer [https://www.hs-anhalt.de/fileadmin/Dateien/Praesidium/Nachhaltigkeitsstrategie_der_Hochschule_Anhalt.pdf Nachhaltigkeitsstrategie] zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der UN-Agenda 2030 (Senatsbeschluss im Juli 2022)&lt;br /&gt;
* Beteiligung am Verbundprojekt [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] (Oktober 2022 bis September 2025) &lt;br /&gt;
* Integration von weiteren realisierbaren Maßnahmenvorschlägen aus dem, während des KlimaPlanReal-Projekts erarbeiteten, [https://www.hs-anhalt.de/fileadmin/Dateien/Nachhaltigkeit/KlimPlanReal/2023-11-23_Klimaplan_HSA_onlineversion.pdf Klimaplans] in den [https://www.hs-anhalt.de/fileadmin/Dateien/Nachhaltigkeit/Strategie/Massnahmenplan_hsa.pdf Maßnahmenplan] zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie der HSA&lt;br /&gt;
* Schaffung und Besetzung einer Stelle für Energie- und Nachhaltigkeitsmanagement (Februar 2024)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Voraussetzungen an der Hochschule ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vorhandene fachliche Expertise der Verwaltungsmitarbeitenden aus der Zentralen Beschaffung&lt;br /&gt;
* Bereits an der HSA vorhandene Online-Plattform der Hochschulbibliothek, welche um die benötigten Ressourcen ergänzt werden konnte&lt;br /&gt;
* Personalstelle für Energie- und Nachhaltigkeitsmanagement, welche die Umsetzung der Maßnahme von Beginn an begleitet hat und den „Ressourcenkreisel“ über Projektlaufzeit hinaus betreut&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Links, Material, Ansprechpersonen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.hs-anhalt.de/landingsites/nachhaltigkeit/pilotprojekte-zur-nachhaltigkeit-an-der-hochschule-anhalt/ressourcenkreisel.html Website zum Transferlabor „Ressourcenkreisel“]&lt;br /&gt;
* [https://www.hs-anhalt.de/fileadmin/Dateien/Nachhaltigkeit/Pilotprojekte/energiesparen/Ressourcenkreisel_A2.pdf Poster] zur Bewerbung des Ressourcenkreisels&lt;br /&gt;
* [https://www.hs-anhalt.de/securedl/sdl-eyJ0eXAiOiJKV1QiLCJhbGciOiJIUzI1NiJ9.eyJpYXQiOjE3NDk4MTU0NjAsImV4cCI6MjA2NTI2MTg2MCwidXNlciI6MCwiZ3JvdXBzIjpbMCwtMV0sImZpbGUiOiJmaWxlYWRtaW4vRGF0ZWllbi9zZWN1cmVkL2ludGVybmVfRm9ybXVsYXJlLzIwMjQtMDctMjRfVUViZXJnYWJlcHJvdG9rb2xsX0xlaWhnZXJhZXRlX0hvY2hzY2h1bGVfQW5oYWx0LnBkZiIsInBhZ2UiOjEyMTEzfQ.T3nunKwbHNNX-RfevGIAbIMCGfcQ6bmeg3oEl0SVQBE/2024-07-24_UEbergabeprotokoll_Leihgeraete_Hochschule_Anhalt.pdf Übergabeprotokoll zum Verleih von Geräten an der HSA]&lt;br /&gt;
* Good Practice Beispiel der Stadt Halle an der Saale: [https://m.stadtbibliothek-halle.de/stadtbibliothek/Anmeldung-Benutzung/Medienangebote/Bibliothek-der-Dinge/ „Bibliothek der Dinge“]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kontaktadresse für Rückfragen:&#039;&#039;&#039; ressourcenkreisel@hs-anhalt.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_%22Ressourcenkreisel%22_-_Nachhaltige_Beschaffung_/_Kaskadennutzung&amp;diff=27891</id>
		<title>Blaupause &quot;Ressourcenkreisel&quot; - Nachhaltige Beschaffung / Kaskadennutzung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_%22Ressourcenkreisel%22_-_Nachhaltige_Beschaffung_/_Kaskadennutzung&amp;diff=27891"/>
		<updated>2026-03-04T12:59:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Best Practice&lt;br /&gt;
|beschr=Die Blaupause entstand im Rahmen des KlimaPlanReal Projektes, innerhalb des ersten Transferlabors an der Hochschule Anhalt, und ist im Handlungsfeld &amp;quot;Nachhaltige Beschaffung&amp;quot; angesiedelt. Der sogenannte &amp;quot;Ressourcenkreisel&amp;quot; ist eine Verleih- und Weitergabeplattform für hochschuleigene Geräte und Materialien, welcher Mehrfachbeschaffungen und Treibhausgasemissionen an der Hochschule reduzieren soll.&lt;br /&gt;
|hfeld=Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Digitalisierung, Ressourcen und Finanzierung, Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Nachhaltige Beschaffung, Kaskadennutzung, Verleih, Weitergabe&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Interessierte Öffentlichkeit, ProfessorIn, Dozent(in), Dekan(in), Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Hochschule Anhalt&lt;br /&gt;
|adresse=Strenzfelder Allee 28, 06406 Bernburg&lt;br /&gt;
|url=https://www.hs-anhalt.de/nachhaltigkeit/klimaplanreal.html&lt;br /&gt;
|projekt=Transformationspfade (traNHSform)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Beschreibung==&lt;br /&gt;
==Kurzbeschreibung==&lt;br /&gt;
Die Blaupause entstand im Rahmen des ersten Transferlabors (angelehnt an die Methode der [[Reallabor|Reallabore]]) an der Hochschule Anhalt im Projekt [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] und ist im Handlungsfeld &amp;quot;Nachhaltige Beschaffung&amp;quot; angesiedelt. Der sogenannte &amp;quot;[https://www.hs-anhalt.de/landingsites/nachhaltigkeit/pilotprojekte-zur-nachhaltigkeit-an-der-hochschule-anhalt/ressourcenkreisel.html Ressourcenkreisel]&amp;quot; ist eine Verleih- und Weitergabeplattform für hochschuleigene Geräte und Materialien, welcher Mehrfachbeschaffungen und Treibhausgasemissionen an der Hochschule reduzieren soll.&lt;br /&gt;
==Zusammenfassung==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause für die Maßnahme „Ressourcenkreisel“ umfasst den Themenbereich „Nachhaltige Beschaffung &amp;amp; Ernährung“ und wurde auf der Basis eines Transferlabors an der Hochschule Anhalt (HSA) im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal umgesetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „Ressourcenkreisel“ wird die freiwillige Weitergabe und der Verleih von hochschuleigenen Geräten und Gegenständen an der Hochschule über Fachbereichs- sowie Standortgrenzen hinaus organisiert. Dadurch sollen Mehrfachbeschaffungen und Treibhausgasemissionen, die durch den Lebenszyklus der Geräte (Herstellungsprozess, Transport, Entsorgung etc.) verursacht werden, vermindert werden. Die Verleih- und Weitergabeprozesse konnten an der HSA in ein bestehendes IT-System integriert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==SWOT-Analyse (Strength, Weaknesses, Opportunities, Threats)==&lt;br /&gt;
Beurteilung der Rahmenbedingungen für die Maßnahmenumsetzung.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable mw-collapsible mw-collapsed&amp;quot;&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!Stärken&lt;br /&gt;
!Schwächen&lt;br /&gt;
!Chancen&lt;br /&gt;
!Risiken&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|hochschulintern&lt;br /&gt;
|Wenn fachliche Expertise zur Maßnahmenumsetzung vorhanden ist (anlassbezogene Einbindung möglich)&lt;br /&gt;
|Es entsteht ein Mehraufwand durch die Teilnahme im Transferlabor;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prüfaufwand von Vorschriften und Gesetzen, die der Umsetzung und Lösung im Weg stehen können&lt;br /&gt;
|Integration verschiedener Mitgliedergruppen kann vielfältige Perspektiven ermöglichen und die Maßnahme innerhalb der Hochschule bekannt machen;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umsetzung leicht möglich, wenn der Ausbau von personellen Kapazitäten im Bereich Klimaschutz und Nachhaltigkeit angestoßen wird&lt;br /&gt;
|Integration verschiedener Mitgliedergruppen kann Kommunikation und Organisation herausfordernd gestalten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|hochschulextern&lt;br /&gt;
|Umsetzung leicht möglich, wenn externe Dienstleister bereits mit der Betreuung bzw. digitalen Umsetzung von Verleih- und Weitergabeprozesse vertraut sind&lt;br /&gt;
|Projektbedingt limitierte zeitliche und finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
|Entwicklung von Kooperationen mit beauftragten Dienstleistern&lt;br /&gt;
|Abhängigkeit von externen Dienstleistern&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leitfragen zur Umsetzbarkeit==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable mw-collapsible mw-collapsed&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+Anhand der Leitfragen soll die Machbarkeit der Maßnahmenumsetzung eingeschätzt werden, hierzu sollten möglichst alle Fragestellungen positiv beantwortet werden können.&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Leitfrage&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Voraussetzung vorhanden?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Lassen die formalen und rechtlichen  Rahmenbedingungen an der Hochschule den Verleih oder die Weitergabe von  Geräten und Gegenständen zu, bzw. können diese Regelungen angepasst werden (Unterstützung  durch die Hochschule), insbesondere den Verleih und die Weitergabe von  inventarisierten Objekten betreffend?&lt;br /&gt;
|☐&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Gibt es bereits genutzte Plattformen  an der Hochschule (z. B. Bibliothekssystem, Moodle, anny, …), worin die Organisation von Verleih und Weitergabeprozessen  von Geräten und Gegenständen integriert werden kann?&lt;br /&gt;
|☐&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Können bereits genutzte Plattformen  kostenfrei oder kostengünstig erweitert werden? Können alternativ Kosten von  mind. 1.200 EUR/Jahr für die Nutzung einer externen Plattform getragen  werden?&lt;br /&gt;
|☐&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Kann die Administration der  Plattformen durch vorhandenes Personal gewährleistet werden? Besteht  alternativ die Möglichkeit, dass eine neue Stelle bspw. für  Nachhaltigkeitsmanagement etabliert wird?&lt;br /&gt;
|☐&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maßnahmenüberblick ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Impactrelevantes Transformationsfeld ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Themenbereich:&#039;&#039;&#039; Nachhaltige Beschaffung &amp;amp; Ernährung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Handlungsfeld:&#039;&#039;&#039; Nachhaltige Beschaffung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maßnahmenbeschreibung ===&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme basiert auf Vorschlägen des [https://www.hs-anhalt.de/fileadmin/Dateien/Nachhaltigkeit/KlimPlanReal/2023-11-23_Klimaplan_HSA_onlineversion.pdf Klimaplans der HSA]. Die Maßnahme soll über Fachbereichs- sowie Standortgrenzen hinaus die Weitergabe und den Verleih von bereits vorhandenen Ressourcen an der HSA besser organisieren. Nutzer*innen sind Mitarbeitende und Studierende der HSA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ziele ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Aufbau eines Gerätepools zum Verleih bzw. zur Weitergabe von Geräten und Materialien &lt;br /&gt;
* Vermeidung von Mehrfachbeschaffungen&lt;br /&gt;
* Vermeidung von Treibhausgasemissionen, die durch den Lebenszyklus der Geräte (Herstellungsprozess, Transport, Entsorgung etc.) verursacht werden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirkmessung ===&lt;br /&gt;
Die Maßnahme besitzt einen direkten Bezug zum Wirkindikator „Sharing-Konzepte (qualitativ)“ aus der [https://zenodo.org/records/14966175 Liste der externen Wirkindikatoren nach Künzel et al. (2023)]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umsetzung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ist-Zustand ===&lt;br /&gt;
Zur Förderung des Teilens und der Vermeidung von Mehrfachbeschaffungen war an der HSA vorher lediglich eine Großgeräteliste (Gerätedatenbank) für Mitarbeitende verfügbar. Das Teilen sowie die Weitergabe von Geräten und Gegenständen jeglicher Art (z.B. IT-Geräte, Laborequipment, Raumausstattung, etc.) geschah bisher lediglich nach persönlichen Absprachen. Eine Verleih- oder Tauschplattform war nicht vorhanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für weitere Informationen zum Ausgangszustand siehe [https://www.hs-anhalt.de/fileadmin/Dateien/Nachhaltigkeit/KlimPlanReal/KlimaPlanReal_Status_Quo_Bericht_HSA.pdf Status Quo Analyse der HSA].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Akteur*innen-Analyse ===&lt;br /&gt;
Über die Akteur*innen-Analyse während der Status Quo Analyse konnten zentrale Akteur*innen des Handlungsfeldes Nachhaltige Beschaffung identifiziert und kontaktiert werden. Die Gruppenakquise erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Über den gesamten Prozess wurden sowohl formell zuständige als auch informell zuständige Personen angesprochen. Die Gruppe aus 11 Personen, welche für das Transformationsteam gewonnen wurde, setzte sich wie folgt zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verwaltungsmitarbeitende aus den Bereichen der Zentralen Beschaffung, des IT-Service Centers (IT-Management aller HS Standorte, Umsetzung EDV-Technik) und des Energie- und Nachhaltigkeitsmanagements&lt;br /&gt;
* Mitarbeitende zuständig für IT-Administration Server und Netzwerk&lt;br /&gt;
* Mitarbeiter*in für Energiesysteme mit technischer Expertise aus dem Fachbereich für angewandte Biowissenschaften und Prozesstechnik&lt;br /&gt;
* Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in mit Perspektive des Hochschulklimarats in gleichzeitiger Rolle der Facilitation sowie Wissenschaftler*in mit Lehrtätigkeit zu Geoinformationssystemen aus dem Fachbereich Landwirtschaft, Ökotrophologie und Landschaftsentwicklung; &lt;br /&gt;
* Laboringenieur*in aus dem Fachbereich Elektrotechnik, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen&lt;br /&gt;
* Präsidiumsmitarbeiter*in aus dem Bereich Wissenschaftskommunikation&lt;br /&gt;
* Zwei Studierende aus dem Fachbereich Design&lt;br /&gt;
* Konsultativ beratend: Leiterin der Verwaltung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einschätzung zur Zusammensetzung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ideal, bis auf fehlende Perspektive der Professor*innen (Professor*in, Mitglied im Hochschulklimarat und Mitautor*in des Maßnahmenvorschlags „Energieeffizientes Rechenzentrum“ konnte aus terminlichen Gründen nicht teilnehmen)&lt;br /&gt;
* Ausgeglichenes Geschlechterverhältnis&lt;br /&gt;
* Anlassbezogene und dynamische Zusammensetzung ermöglicht zielorientierte Lösungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umsetzungsschritte ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Erkundungsphase (Februar – März)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bildung des Transformationsteams, Aufbau von Organisations- und Kommunikationsstrukturen &lt;br /&gt;
* Erkundung der Ressourcen und Vorerfahrungen&lt;br /&gt;
* Recherche von Best-Practice-Beispielen anderer Hochschulen&lt;br /&gt;
* Recherche der rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen an der HSA (Inventarisierung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Findungsphase (März – April)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Erarbeitung der Transformationsziele mittels Wirkindikator „Sharing-Konzepte (qualitativ)“: Etablierung von zwei Sharing-Angeboten (Plattformen für Weitergabe und Verleih)&lt;br /&gt;
* Entwicklung eines Transformationskonzeptes (Aufgabenplanung, Verantwortlichkeiten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3. Konkretisierungsphase (Mai – Juni)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Definition von Leistungskriterien für Plattform (Was muss die Plattform können?):&lt;br /&gt;
** Zugänglichkeit nur für Hochschulangehörige&lt;br /&gt;
** Möglichst Integration in bereits genutzte Plattformen&lt;br /&gt;
** Kostengünstiger Unterhalt&lt;br /&gt;
** Wartungsarm&lt;br /&gt;
** Funktionalität&lt;br /&gt;
*** Eingabeformular für Einstellung von Angeboten (Gerätespezifikationen, ggf. Foto, Kontaktinformationen)&lt;br /&gt;
*** Angebot mit Ablauffrist von drei Monaten, inkl. Benachrichtigung bei Fristablauf&lt;br /&gt;
*** Prüfung von Angeboten durch Energie- und Nachhaltigkeitsmanagement&lt;br /&gt;
*** Lesen von Angeboten unter Beachtung von Leserechten je nach Statusgruppe&lt;br /&gt;
*** Direkte Reservierungsanfrage bei Anbietenden – keine Bindung von Kapazitäten der Verwaltung&lt;br /&gt;
*** Vordruck für Leih- bzw. Weitergabeformulare&lt;br /&gt;
*** Ggf. Belegungskalender für Geräte&lt;br /&gt;
*** Ggf. Dokumentation der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; Einsparung&lt;br /&gt;
* Definition von Darstellungskriterien der Plattform: &lt;br /&gt;
** Übersichtlich, modern und optisch ansprechend&lt;br /&gt;
** Einfache, intuitive, benutzerfreundliche Bedienung&lt;br /&gt;
*** Sowohl für Anbietende, Nutzende und Instandhaltende der Plattform, damit diese gerne und dauerhaft genutzt werden kann&lt;br /&gt;
* Recherche und Test von geeigneten Programmen und Plattformen unter Berücksichtigung bereits genutzter Plattformen an der HSA (z.B. Nextcloud, Moodle, Intranet, anny, ggf. auch Bibliothekssoftware)&lt;br /&gt;
* Vorstellung des Konzeptes bei Vertretung der Hochschulleitung und Bitte um Unterstützung und Feedback: Ansprache Kanzler*in/Leiter*in der Verwaltung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4. Umsetzungsphase (Juli – September)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Entscheidung für eine digitale Darstellungsform für Verleih und Weitergabe von Geräten (Transformationsteam und Verwaltung)&lt;br /&gt;
* Programmierung der neuen Verleih- und Weitergabeplattform durch die Drittanbieterfirma anny, die bereits beim Hochschulsport-Buchungssystem mit der HSA kooperiert, sowie Testlauf der Plattform&lt;br /&gt;
* Verstetigung und dauerhafte Zuständigkeiten klären im Weitergabe-/Verleihprozess (an der HSA durch Einbindung der neuen Personalstelle Energie- und Nachhaltigkeitsmanagement)&lt;br /&gt;
* Erarbeitung eines Übergabeprotokolls für den Verleih-/Weitergabe von Geräten und inhaltliche Abstimmung mit Zentraler Beschaffung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5. Abschlussphase (Oktober – Dezember)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Aktivierung der Plattformen und Verlinkungen auf der Nachhaltigkeitsseite der HSA&lt;br /&gt;
* Erstellung und Versand von Informationsmaterialien zur Bewerbung und Nutzung der Plattform (digital per Rundmail an alle Hochschulangehörigen, Bewerbung auf Informationsmonitoren und in Form von Postern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gelingensbedingungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konkrete Empfehlungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Klarheit über Rahmenbedingungen:&#039;&#039;&#039; Welche formalen und rechtlichen Rahmen-bedingungen gelten an der Hochschule, die bei Verleih- oder Weitergabeprozessen beachtet werden müssen, z. B. die Weitergabe von inventarisierten Objekten betreffend? Wir empfehlen, die Prozesse so direkt wie möglich einrichten, damit nicht unnötig Dritte mit einem Verleihprozess belastet werden. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Nutzen evtl. vorhandener Online-Strukturen&#039;&#039;&#039;: Die Nutzung vorhandener Plattformen fördert den Erfolg der Maßnahme, da Personal für Pflege der Plattformen als auch Nutzer*innen mit dem Tool bereits vertraut sind. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Verstetigung und Verantwortlichkeiten&#039;&#039;&#039;: Die Klärung und Festlegung langfristiger Zuständig- und Verantwortlichkeiten ist essentiell für die nachhaltige Wirksamkeit der Maßnahme. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Unterstützung von Entscheidungstragenden:&#039;&#039;&#039; Es ist unerlässlich, dass Entscheidungs-tragende der Hochschule die Maßnahme befürworten oder sich sogar aktiv unterstützend am Prozess beteiligen. Dies gewährleistet meist nicht nur den Zugriff auf notwendige Ressourcen, sondern fördert auch das gemeinsame Engagement und erhöht die Erfolgsaussichten des Vorhabens insgesamt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Öffentlichkeitsarbeit:&#039;&#039;&#039; Es ist sehr wichtig, dass Informationen dazu leicht für das Zielpublikum zugänglich sind und regelmäßig aktiv auf die Plattform aufmerksam gemacht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Optionale Hinweise ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kommunikation sollte regelmäßig, offen und über mehrere Kanäle organisiert sein, wobei die Nutzung cloudbasierter digitaler Formate (Webex/Zoom, Miro, usw.) zu empfehlen ist&lt;br /&gt;
* Kombination aus Top-down und Bottom-up Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rahmenbedingungen an der Hochschule ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen des Transferlabors ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Laufzeit ====&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von elf Monaten (Februar bis Dezember 2024). Für die Maßnahmenumsetzung war diese Zeit angemessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Finanzen ====&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung des Transferlabors waren keine finanziellen Mittel notwendig, da ein bereits an der HSA vorhandenes Online-System der Hochschulbibliothek eines Drittanbieters dafür genutzt werden konnte. Lediglich für die Bewerbung des Ressourcenkreisels wurden Poster gedruckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Kosten für die Einrichtung und den Betrieb des externen Online-Systems sowie unbegrenzten Support betragen ca. 1.200 EUR/Jahr&lt;br /&gt;
* A2 Poster auf Recyclingpapier: ca. 3,60 EUR/Poster (inkl. MwSt. und Lieferung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen an der HSA ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Drei Standorte:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Köthen, Dessau, Bernburg (Saale)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039; (Stand 12.06.2025):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Insgesamt 7.536 Angehörige: 6.355 Studierende, 1.181 Mitarbeitende (150 Professor*innen, 282 Wissenschaftliche Mitarbeitende, 482 wissenschaftsunterstützendes Personal, 267 Wissenschaftliche Hilfskräfte)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterstützung der Hochschulleitung zur Maßnahmenumsetzung ====&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Die Vizepräsidentin für Forschung, Transfer und Nachhaltigkeit übernahm die Projektleitung. Die Leiterin der Verwaltung, welche ebenfalls Teil der Hochschulleitung ist, unterstützte die Arbeit des Hochschulklimarates vor Ort, sowie die Arbeit des Transformationsteams bei der Maßnahmenumsetzung aktiv, u.a. durch Teilnahme an Planungstreffen und Zugriff auf notwendige Ressourcen. Die konsequente Unterstützung und Priorisierung des Vorhabens durch die Hochschulleitung waren zentral für den Erfolg der Maßnahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Einrichtung einer [https://www.hs-anhalt.de/hochschule-anhalt/profil/praesidium.html Vizepräsidentschaft für Nachhaltigkeit] (seit 2021)&lt;br /&gt;
* Beteiligung der HSA an der [https://www.nachhaltigkeit.ovgu.de/AGNHKLSA.html AG Nachhaltige Hochschulen Sachsen-Anhalt] (seit März 2021)&lt;br /&gt;
* Gründung einer [https://www.hs-anhalt.de/nachhaltigkeit/arbeitsgruppe.html AG-Nachhaltigkeit] an der HSA (April 2021)&lt;br /&gt;
* Erarbeitung einer [https://www.hs-anhalt.de/fileadmin/Dateien/Praesidium/Nachhaltigkeitsstrategie_der_Hochschule_Anhalt.pdf Nachhaltigkeitsstrategie] zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der UN-Agenda 2030 (Senatsbeschluss im Juli 2022)&lt;br /&gt;
* Beteiligung am Verbundprojekt [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] (Oktober 2022 bis September 2025) &lt;br /&gt;
* Integration von weiteren realisierbaren Maßnahmenvorschlägen aus dem, während des KlimaPlanReal-Projekts erarbeiteten, [https://www.hs-anhalt.de/fileadmin/Dateien/Nachhaltigkeit/KlimPlanReal/2023-11-23_Klimaplan_HSA_onlineversion.pdf Klimaplans] in den [https://www.hs-anhalt.de/fileadmin/Dateien/Nachhaltigkeit/Strategie/Massnahmenplan_hsa.pdf Maßnahmenplan] zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie der HSA&lt;br /&gt;
* Schaffung und Besetzung einer Stelle für Energie- und Nachhaltigkeitsmanagement (Februar 2024)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Voraussetzungen an der Hochschule ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vorhandene fachliche Expertise der Verwaltungsmitarbeitenden aus der Zentralen Beschaffung&lt;br /&gt;
* Bereits an der HSA vorhandene Online-Plattform der Hochschulbibliothek, welche um die benötigten Ressourcen ergänzt werden konnte&lt;br /&gt;
* Personalstelle für Energie- und Nachhaltigkeitsmanagement, welche die Umsetzung der Maßnahme von Beginn an begleitet hat und den „Ressourcenkreisel“ über Projektlaufzeit hinaus betreut&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Links, Material, Ansprechpersonen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.hs-anhalt.de/landingsites/nachhaltigkeit/pilotprojekte-zur-nachhaltigkeit-an-der-hochschule-anhalt/ressourcenkreisel.html Website zum Transferlabor „Ressourcenkreisel“]&lt;br /&gt;
* [https://www.hs-anhalt.de/fileadmin/Dateien/Nachhaltigkeit/Pilotprojekte/energiesparen/Ressourcenkreisel_A2.pdf Poster] zur Bewerbung des Ressourcenkreisels&lt;br /&gt;
* [https://www.hs-anhalt.de/securedl/sdl-eyJ0eXAiOiJKV1QiLCJhbGciOiJIUzI1NiJ9.eyJpYXQiOjE3NDk4MTU0NjAsImV4cCI6MjA2NTI2MTg2MCwidXNlciI6MCwiZ3JvdXBzIjpbMCwtMV0sImZpbGUiOiJmaWxlYWRtaW4vRGF0ZWllbi9zZWN1cmVkL2ludGVybmVfRm9ybXVsYXJlLzIwMjQtMDctMjRfVUViZXJnYWJlcHJvdG9rb2xsX0xlaWhnZXJhZXRlX0hvY2hzY2h1bGVfQW5oYWx0LnBkZiIsInBhZ2UiOjEyMTEzfQ.T3nunKwbHNNX-RfevGIAbIMCGfcQ6bmeg3oEl0SVQBE/2024-07-24_UEbergabeprotokoll_Leihgeraete_Hochschule_Anhalt.pdf Übergabeprotokoll zum Verleih von Geräten an der HSA]&lt;br /&gt;
* Good Practice Beispiel der Stadt Halle an der Saale: [https://m.stadtbibliothek-halle.de/stadtbibliothek/Anmeldung-Benutzung/Medienangebote/Bibliothek-der-Dinge/ „Bibliothek der Dinge“]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kontaktadresse für Rückfragen:&#039;&#039;&#039; ressourcenkreisel@hs-anhalt.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=27890</id>
		<title>Blaupause für Maßnahmen zu Dienstreisemobilität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=27890"/>
		<updated>2026-03-04T12:58:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Best Practice&lt;br /&gt;
|beschr=Die Blaupause entstand im Rahmen des KlimaPlanReal Projektes, innerhalb des zweiten Transferlabors an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, und ist im Handlungsfeld &amp;quot;Nachhaltige Dienstreisemobilität&amp;quot; angesiedelt.&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Transfer, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Mobilität, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Energiesparen, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
|org=KlimaPlanReal&lt;br /&gt;
|projekt=Transformationspfade (traNHSform)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Beschreibung==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines [[Transferlabor|Transferlabors]] (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nachhaltige Mobilität – Nachhaltige Dienstreisemobilität &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“. Sie orientiert sich an der Maßnahme 11 aus dem [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/hochschulklimarat/klimaplan_mlu/ KlimaPlan der MLU]. Ziel dieser Maßnahme ist es, dass Treibhausgase, die im Kontext von Dienstreisen an der MLU entstehen, reduziert bzw. eingespart werden. Um eine quantitative Wirkung der Maßnahme feststellen zu können, bedarf es statistischer Daten der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; Produktion vor und nach der Maßnahme. Diese wiederum können aus Daten zu Dienstreisen ermittelt werden, die sich aus Angaben über getätigte Dienstreisen an der MLU (Start- und Zielort, zurückgelegte Strecke und jeweilige genutzte Verkehrsmittel) ergeben. Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung lagen erste Daten vor, die jedoch keine valide quantitative Datenbasis und Aussagen erlaubten (siehe Ist-Zustand). Deswegen wurden qualitative Zielstellungen priorisiert, die insbesondere die Ziele der Sensibilisierung zur Thematik, Kommunikation und Information verfolgten. &lt;br /&gt;
Mit der Maßnahme werden unmittelbar Mitarbeitende der MLU adressiert, die administrativ in der Planung und Organisation von Dienstreisen für andere Beschäftigte tätig sind (u.a. Sekretariate) und die eigenständig Dienstreisen im Rahmen ihrer Beschäftigung und Tätigkeiten an der MLU (Wissenschaft, Verwaltung etc.) planen, organisieren und durchführen. Mittelbar sollen alle Beschäftigten der MLU zum Thema nachhaltige Dienstreisen sensibilisiert werden. Mit der Maßnahme wird ein gesamtuniversitärer Prozess angeregt und das Individualverhalten der Beschäftigten adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Ziele wurden im Transformationsteam verfolgt: &lt;br /&gt;
*Förderung der Reduktion von Treibhausgasemissionen durch Vermeidung von Flugreisen und Individualverkehr&lt;br /&gt;
*Förderung von Bahnreisen bzw. öffentlichen Nah- und Fernverkehr im Allgemeinen&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für die nachhaltige Gestaltung von Dienstreisen ins-besondere in Bezug auf die Wahl des Verkehrsmittels&lt;br /&gt;
*Erarbeitung einer Entscheidungshilfe für nachhaltigere Dienstreisen an der MLU&lt;br /&gt;
*Integration der erarbeiteten Handlungsempfehlungen in das digitale Buchungssystem des Ver-tragsreisebüros der MLU auf der Website der Abteilung für Reisekosten&lt;br /&gt;
*Nachhaltigkeit wird als Querschnittsthema bei der Beantragung, Bearbeitung und Umsetzung von Dienstreisen berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ist-Zustand ===&lt;br /&gt;
Für die Maßnahme „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“ sind statistische Daten hilfreich, die Dienstreisen mit Start- und Zielort, mögliche Zwischenstopps und die jeweiligen genutzten Verkehrsmittel aller Beschäftigten der Organisation detailliert erfassen. Daraus können die reisebezogenen Treibhausgasemissionen berechnet werden. Das schafft eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und ermöglicht eine Messbarkeit der Wirksamkeit. Es zeigt auch, wo Handlungsschwerpunkte liegen können, sodass bedarfsgerechte Maßnahmen abgeleitet werden können. In der [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/3343046_3385459/3385459_3503977/ Status Quo Analyse der MLU] war eine Bilanzierung der Dienstreisen noch nicht möglich. Die vorhandene Verwaltungssoftware, mit welcher Dienstreisen in der Abteilung Reisekosten abgerechnet werden, ermöglicht keine automatische und detaillierte Erfassung der einzelnen Reisewege und gewählten Verkehrsmittel. Möglich wurde dies durch eine zusätzliche händische Eintragung durch die Mitarbeitenden der Abteilung, welche seit Mitte des Projektes erfolgt. Dadurch hat sich die Datengrundlage grundsätzlich verbessert, sie ermöglicht jedoch keine validen, statistisch abgesicherten Aussagen über das Reiseverhalten der Beschäftigten zu treffen. Im Bereich der Dienstreisebeantragung und -abrechnung erfolgt an der MLU aktuell eine Digitalisierung, in welche das Projektteam einbezogen werden konnte. Ziel ist es, die vorhandene Verwaltungssoftware so auszugestalten, dass eine detaillierte Erfassung der Dienstreisen und daraus abgeleitet die Erfassung der Emissionen ermöglicht wird. Diese können mit Hilfe von CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rechnern, die wiederum in die Verwaltungssoftware ggfs. integriert werden können, berechnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Akteur*innenanalyse ===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse (Abbildung 1) durchgeführt, die auch den Bereich Mobilität umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert, kontaktiert und in den Prozess involviert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden strukturell, für das Thema Dienstreisen zuständige, Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem &#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Hochschulklimarat&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;) angesprochen. Das TrafoTeam setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren sechs Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus dem International Office&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus der Personalabteilung, Bereich Personalentwicklung&lt;br /&gt;
*Doktorandin (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Doktorand (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einschätzung zur Zusammensetzung:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
*Hohe Motivation aller Beteiligten&lt;br /&gt;
*verschiedene Akteur*innen von Einrichtungen und Abteilungen&lt;br /&gt;
*verschiedene Angehörige der MLU (Verwaltung, Wissenschaft, Wissenschaftsunterstützend, Studierende)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem festen Transformationsteam wurden über individuelle Konsultationen bilateral weitere Akteur*innen beratend in den Prozess einbezogen. Dies ermöglichte es, alle Mitgliedergruppen der MLU, trotz begrenzter zeitlicher Ressourcen, punktuell in den Prozess zu involvieren. Zentral war die Zusammenarbeit mit der Abteilung Reisekosten, die sich im weiteren Verlauf intensivierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innenanalyse Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png||mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 1: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; --- Auch außerhalb des Projekts zugeordnet]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umsetzungsschritte ===&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png|mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 2: Zeitplan des Transferlabors „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen. &lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen der TrafoTeam-Mitglieder: an der Universität bestehende Bedarfe, Rahmenbedingungen und gesetzlichen Vorgaben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
*Die Zielgruppen wurden für alle Maßnahmen akquiriert und Ansprechpersonen ausfindig gemacht: u.a. Dienstreisende und Assistenzen; Abteilung Reisekosten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konsultations- und Beratungsgespräche führen: Um diverse Perspektiven in die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe für nachhaltige Dienstreisen einfließen zu lassen, wurden Gespräche mit unterschiedlichen Mitgliedergruppe der MLU geführt: u.a. mit Sekretär*innen, Wissenschaftler*innen und Professor*innen. &lt;br /&gt;
*Vernetzung und strukturelle Verankerung mit anderen Querschnittsthemen wie Familiengerechtigkeit, um die Handlungsempfehlungen lebensphasenorientiert an den Bedarfen der verschiedenen Mitgliedergruppen der MLU auszurichten&lt;br /&gt;
*Formulieren der [https://wcms.itz.uni-halle.de/download.php?down=70957&amp;amp;elem=3632423 Handlungsempfehlungen „Nachhaltigere Dienstreisen für alle Beschäftigten der MLU“] und Diskussion im TrafoTeam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (3-6 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Abstimmung des Dokuments mit ausgewählten Abteilungen und Gremien z.B. dem Personalrat oder der Abteilung Personal. Die Abstimmung des Entwurfes diente der internen Prüfung, inwiefern die ausgearbeiteten Empfehlungen universitätsinternen Regelungen entspricht, widerspricht und um Ergänzungen aus den jeweiligen Fachexpertisen aufnehmen zu können. Dadurch erfolgt auch eine erste Kommunikation des Entwurfs, die die Basis für eine spätere Umsetzung der Handlungsempfehlungen in der breite der Universität legt. Der Abstimmungsprozess sollte von Beginn an aufgrund eines möglichen höheren und nicht vorhersehbaren zeitlichen Umfangs mit eingeplant werden.&lt;br /&gt;
*Ableitung einer „Entscheidungshilfe“ aus den Handlungsempfehlungen, welche bei der Integration von Nachhaltigkeitsdimensionen im Kontext von Dienstreisen unterstützen soll. Diese wurde mit Hilfe von erstellten Illustrationen graphisch aufbereitet, sodass sie einen niedrigschwelligen Zugang für alle MLU Reisenden bietet und die Akzeptanz der Empfehlungen sowie eine mögliche Verhaltensveränderung befördert. &lt;br /&gt;
*Einbindung der Führungsebene: Es erfolgte die Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat sowie eine Diskussion in einer Rektoratskommission. Die Handlungsempfehlungen wurden daraufhin angepasst und als „Aspekte zu nachhaltigeren Dienstreisen an der MLU“ auf eine im Rektorat vorgestellte und beschlossene zusätzliche Website eingestellt. &lt;br /&gt;
*Breite Öffentlichkeitsarbeit: Erstellung von Aktions- und Werbe-/Geschenkmaterial (u.a. Klimawaage, Reisetagebuch inkl. Klimaplan und Entscheidungshilfe, nachhaltige Reise-Thermobecher, A4 und A3 Plakate Entscheidungshilfe) und Verwendung bei öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen, Abschlussgesprächen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschlussphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat. Es ist zu empfehlen, die Dokumente durch das Rektorat bestätigen zu lassen. Dies versieht beide Dokumente mit einer höheren Legitimation. &lt;br /&gt;
*Zielgruppenspezifische Kommunikation/ Ansprache unter Berücksichtigung der Herausforderungen des ständigen Aktualisierungsbedarfes, universitärer Diskontinuität und Heterogenität &lt;br /&gt;
**Frühzeitige Einbindung der zuständigen Abteilungen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit zur Abstimmung möglicher Kommunikationsinhalte und -wege (Social media, Newsletter u.a.)&lt;br /&gt;
**Kommunikation der Empfehlungen und Entscheidungshilfe über dezentrale Kommunikationswege in die Fakultäten hinein über u.a. Dekanate, Fakultätsreferent*innen&lt;br /&gt;
**Gestaltung einer [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_2/dienstreisen_nachhaltig/ Website zum Transferlabor &amp;quot;Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten&amp;quot;], die mit der Website der Abteilung Reisekosten sowie dem Buchungstool des Vertragsreisebüros verknüpft ist.&lt;br /&gt;
*Etablierung von Handlungsempfehlungen:&lt;br /&gt;
**Die Abteilung Reisekosten nimmt die Handlungsempfehlungen in ihren Informationsmaterialien auf und veröffentlicht diese auf ihrer Website.&lt;br /&gt;
**Das Vertragsreisebüro der MLU, das eine Website zur Planung und Buchung von Dienstreisen anbietet, integriert die Handlungsempfehlungen und die Entscheidungshilfe. Prüfung, inwiefern das Buchungstool bereits ein automatisches CO2-Tracking beinhaltet und auf welcher Berechnungsgrundlage dieses erfolgt.&lt;br /&gt;
*Die Abteilung Reisekosten und das Vertragsreisebüro integrieren in eine vorhandene Liste von Hotels, mit denen die MLU kooperiert, einen Nachweis über deren Nachhaltigkeit.&lt;br /&gt;
*Prüfung, inwiefern das Buchungstool des Vertragsreisebüros bereits Hotels mit Nachhaltigkeitszertifikat beinhaltet und Erarbeitung, welche Inhalte und Anforderungen diese Zertifikate beinhalten.&lt;br /&gt;
*Durchführung eines digitalen Workshops zum Thema „Nachhaltige Dienstreisen an der MLU“ mit einer externen Expertin im Themenbereich. Der digitale Workshop im Umfang von 2h bot eine Möglichkeit, Methoden für nachhaltigere Dienstreisen (u.a. Wahl des Verkehrsmittels) zu erlernen. Er richtete sich an Beschäftigte der MLU, die für sich oder andere Dienstreisen planen, organisieren und umsetzen. Resonanz: 11 Teilnehmende; Die Planung des Workshops umfasste einen größeren zeitlichen Umfang, um den Workshop bedarfsgerechte im Kontext der Rahmenbedingungen der MLU zu planen. &lt;br /&gt;
*Dieses Weiterbildungsangebot wird in den Weiterbildungskatalog als festes Angebot übernommen und von der Abteilung Personalentwicklung nach Projekt regelmäßig durchgeführt.&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Aktionsmaterial für die weitere Sensibilisierung der Angehörigen der MLU in Rahmen von Workshops oder öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen. &lt;br /&gt;
*Die Maßnahmen konnten teilweise erreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dokumentation und Nacharbeiten ===&lt;br /&gt;
Die Dokumentation des &#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Transferlaborprozesses&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039; erfolgte durch die Erstellung eines Transferlabortagebuches, mittels Ergebnisprotokolle der einzelnen Transferlabortreffen des Transformationsteams sowie Gesprächsprotokolle der zusätzlich bilateral geführten Konsultationen und Gespräche. Um eine nachhaltige Fortsetzung der begonnenen Maßnahme zu ermöglichen, wurden die jeweiligen Prozesse in ihrem Bearbeitungsstand dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Blaupause: Klimafreundliche Dienstreisen an Hochschulen|Transferlabor der OVGU zu Nachhaltigkeit bei Dienstreisen]]&lt;br /&gt;
* Weitere [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/Projektphasen/2_+Transferlabore/OVGU+Magdeburg/Dienstreise+Best+Practice.html Best Practice Beispiele für Nachhaltigkeit bei Dienstreisen an Hochschulen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen des Transferlabors ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von neun Monaten. Für eine solide Maßnahmenumsetzung inklusive Verstetigung ist mehr Zeit notwendig. Die Empfehlung ist, mindestens 12 Monate einzuplanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung des Transferlabors standen 10.000 € zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sensibilisierung und Öffentlichkeitsarbeit: Diese können je nach Anbieter*in variieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Graphische Aufbereitung/Layout, Druck der Entscheidungshilfe: ca. 2.500 €&lt;br /&gt;
* Erstellung von Aktions- und Werbe-/Geschenkmaterial: ca. 4.000 €&lt;br /&gt;
** Klimawaage&lt;br /&gt;
** Reisetagebuch und nachhaltige Reise-Thermobecher&lt;br /&gt;
* Intensive Erarbeitung und Durchführung Workshop „Nachhaltige Dienstreisen“: 2.200 €&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen der Hochschule ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Standorte&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Hauptstandort Halle (Saale) gibt es vier Campi: Universitätsplatz, Steintor-Campus, Franckeschen Stiftungen, Weinberg-Campus mit Campus Heide-Süd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität setzt sich aus folgenden HS-Angehörigen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ca. 19.943 Studierende&lt;br /&gt;
* über 4.027 Mitarbeitende&lt;br /&gt;
** 288 Professor*innen&lt;br /&gt;
** 1.478 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen&lt;br /&gt;
** 1.091 Wissenschaftsunterstützende Mitarbeitende&lt;br /&gt;
** 1.170 Wissenschaftliche Hilfskräfte (&#039;&#039;Stand vom 31.12.2023&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unterstützung der Hochschulleitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung der MLU unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Die Rektorin übernahm die Projektleitung und stellte Mitarbeitende, etwa für die Teilnahme am Transferlabor, frei. Dieser Umstand unterstützte bei der Argumentation für die Umsetzung der Maßnahme. Bei der Planung des Projekts sollten die zeitlichen Kapazitäten möglicher Leitungspersonen berücksichtigt werden. Mit der Hochschulleitung fand ein regelmäßiger Austausch statt, zudem konnten die Maßnahmen in Kommissionen der Hochschulleitung vorgestellt und diskutiert werden. Dies ermöglichte es, die Maßnahmen im Kontext aktueller Ausrichtungen der Hochschule einzuordnen, Parallelstrukturen zu vermeiden oder Synergien zu knüpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es keine*n Nachhaltigkeitsbeauftragten oder eine andere Art der Institutionalisierung in Bezug auf Nachhaltigkeit. Diese fehlende Institutionalisierung gestaltete sich als Herausforderung, gerade in der Verstetigung von Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Entwicklung der Handlungsempfehlungen konnte der Prozess der Digitalisierung, welcher an der Universität umgesetzt wird, um das Thema Nachhaltigkeit angereichert werden. Konkret wird die Beantragung und Abrechnung von Dienstreisen digitalisiert. Es ermöglicht den Einbezug von nachhaltigkeitsrelevanten Daten von Beginn an. Hierfür erfolgte eine enge Zusammenarbeit mit der Abteilung Reisekosten. Die Digitalisierung beinhaltete die Umstellung der Verwaltungssoftware auf QIS RKA. Das ermöglicht technisch grundsätzlich die Abfrage klimarelevanter Daten bei der Beantragung und Abrechnung von Dienstreisen sowie die Verknüpfung mit CO2-Rechnern. Für die praktische Umsetzung bedarf es der Abstimmung mit der zuständigen Abteilung (Finanzen) sowie der zentralen Einrichtung der MLU, die diesen Prozess technisch begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine Übertragbarkeit können folgende konkrete Empfehlungen gegeben werden:&lt;br /&gt;
*Die Einbindung der Abteilung Reisekosten war besonders wichtig für die Konkretisierung, der Planung sowie der Umsetzung der Maßnahme. Dies sollte von Beginn an erfolgen, um eine nachhaltige Beachtung von Nachhaltigkeit bei Dienstreisen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
*Individuelle lebensphasenbezogene Bedarfe, wie Sorgeverantwortung, müssen bei der Entwicklung von Handlungsempfehlungen Beachtung finden. &lt;br /&gt;
*Einfache, praxisnahe Tools – z. B. Entscheidungshilfen – müssen bereitgestellt werden, um die Planung nachhaltiger Dienstreisen zu erleichtern.&lt;br /&gt;
*Da die Wirkfähigkeit von Handlungsempfehlungen auf der Ebene der freiwilligen Umsetzung der Hinweise verbleibt, ist zu empfehlen: &lt;br /&gt;
*Die Handlungsempfehlungen durch einen Rektoratsbeschluss in ihrer Legitimation zu stützen oder&lt;br /&gt;
*aus den Empfehlungen gemeinsam mit relevanten Akteur*innen Richtlinien für Dienstreisen zu entwickeln, in denen Nachhaltigkeit als Querschnittsthema integriert ist und die verpflichtend für alle Beschäftigten einer Hochschule gelten&lt;br /&gt;
*Tools für die eigenständige Planung und Umsetzung nachhaltigerer Dienstreisen müssen bereitgestellt werden, um die Niedrigschwelligkeit zu gewährleisten (z.B. THG-Rechner, Smart Travel Tool)&lt;br /&gt;
*Unterstützer*innen und Multiplikator*innen des Vorhabens aus unterschiedlichen Mitgliedergruppen akquirieren&lt;br /&gt;
*Nach Möglichkeit Maßnahmen an vorhandene Strukturen der Universität zum Themas Nachhaltigkeit anbinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Verständnis für unterschiedliche Lebensrealitäten und Karrierestufen deutlich machen&lt;br /&gt;
*Bei Sorge vonseiten der Hochschulleitung Selbstverständlichkeiten zu benennen, mit Value-Action-Gap argumentieren&lt;br /&gt;
*Vorteile des Reisens mit der Bahn hervorheben: Arbeiten tlw. möglich, keine zusätzliche Zeit für Sicherheitskontrollen, etc.&lt;br /&gt;
*Kommunikation über verschiedene Kommunikationskanäle universitätsweit nutzen (bspw. der Newsletter der MLU, die Website des Nachhaltigkeitsbüros bzw. des Projektes sowie der Abteilung Reisekosten für die Information und Aufklärung über die Handlungsempfehlungen und den Entscheidungsbaum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betrieb]] [[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=27889</id>
		<title>Blaupause für Maßnahmen zu Dienstreisemobilität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=27889"/>
		<updated>2026-03-04T12:56:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Best Practice&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Transfer, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Mobilität, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Energiesparen, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
|org=KlimaPlanReal&lt;br /&gt;
|projekt=Transformationspfade (traNHSform)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Beschreibung==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines [[Transferlabor|Transferlabors]] (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nachhaltige Mobilität – Nachhaltige Dienstreisemobilität &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“. Sie orientiert sich an der Maßnahme 11 aus dem [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/hochschulklimarat/klimaplan_mlu/ KlimaPlan der MLU]. Ziel dieser Maßnahme ist es, dass Treibhausgase, die im Kontext von Dienstreisen an der MLU entstehen, reduziert bzw. eingespart werden. Um eine quantitative Wirkung der Maßnahme feststellen zu können, bedarf es statistischer Daten der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; Produktion vor und nach der Maßnahme. Diese wiederum können aus Daten zu Dienstreisen ermittelt werden, die sich aus Angaben über getätigte Dienstreisen an der MLU (Start- und Zielort, zurückgelegte Strecke und jeweilige genutzte Verkehrsmittel) ergeben. Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung lagen erste Daten vor, die jedoch keine valide quantitative Datenbasis und Aussagen erlaubten (siehe Ist-Zustand). Deswegen wurden qualitative Zielstellungen priorisiert, die insbesondere die Ziele der Sensibilisierung zur Thematik, Kommunikation und Information verfolgten. &lt;br /&gt;
Mit der Maßnahme werden unmittelbar Mitarbeitende der MLU adressiert, die administrativ in der Planung und Organisation von Dienstreisen für andere Beschäftigte tätig sind (u.a. Sekretariate) und die eigenständig Dienstreisen im Rahmen ihrer Beschäftigung und Tätigkeiten an der MLU (Wissenschaft, Verwaltung etc.) planen, organisieren und durchführen. Mittelbar sollen alle Beschäftigten der MLU zum Thema nachhaltige Dienstreisen sensibilisiert werden. Mit der Maßnahme wird ein gesamtuniversitärer Prozess angeregt und das Individualverhalten der Beschäftigten adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Ziele wurden im Transformationsteam verfolgt: &lt;br /&gt;
*Förderung der Reduktion von Treibhausgasemissionen durch Vermeidung von Flugreisen und Individualverkehr&lt;br /&gt;
*Förderung von Bahnreisen bzw. öffentlichen Nah- und Fernverkehr im Allgemeinen&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für die nachhaltige Gestaltung von Dienstreisen ins-besondere in Bezug auf die Wahl des Verkehrsmittels&lt;br /&gt;
*Erarbeitung einer Entscheidungshilfe für nachhaltigere Dienstreisen an der MLU&lt;br /&gt;
*Integration der erarbeiteten Handlungsempfehlungen in das digitale Buchungssystem des Ver-tragsreisebüros der MLU auf der Website der Abteilung für Reisekosten&lt;br /&gt;
*Nachhaltigkeit wird als Querschnittsthema bei der Beantragung, Bearbeitung und Umsetzung von Dienstreisen berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ist-Zustand ===&lt;br /&gt;
Für die Maßnahme „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“ sind statistische Daten hilfreich, die Dienstreisen mit Start- und Zielort, mögliche Zwischenstopps und die jeweiligen genutzten Verkehrsmittel aller Beschäftigten der Organisation detailliert erfassen. Daraus können die reisebezogenen Treibhausgasemissionen berechnet werden. Das schafft eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und ermöglicht eine Messbarkeit der Wirksamkeit. Es zeigt auch, wo Handlungsschwerpunkte liegen können, sodass bedarfsgerechte Maßnahmen abgeleitet werden können. In der [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/3343046_3385459/3385459_3503977/ Status Quo Analyse der MLU] war eine Bilanzierung der Dienstreisen noch nicht möglich. Die vorhandene Verwaltungssoftware, mit welcher Dienstreisen in der Abteilung Reisekosten abgerechnet werden, ermöglicht keine automatische und detaillierte Erfassung der einzelnen Reisewege und gewählten Verkehrsmittel. Möglich wurde dies durch eine zusätzliche händische Eintragung durch die Mitarbeitenden der Abteilung, welche seit Mitte des Projektes erfolgt. Dadurch hat sich die Datengrundlage grundsätzlich verbessert, sie ermöglicht jedoch keine validen, statistisch abgesicherten Aussagen über das Reiseverhalten der Beschäftigten zu treffen. Im Bereich der Dienstreisebeantragung und -abrechnung erfolgt an der MLU aktuell eine Digitalisierung, in welche das Projektteam einbezogen werden konnte. Ziel ist es, die vorhandene Verwaltungssoftware so auszugestalten, dass eine detaillierte Erfassung der Dienstreisen und daraus abgeleitet die Erfassung der Emissionen ermöglicht wird. Diese können mit Hilfe von CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rechnern, die wiederum in die Verwaltungssoftware ggfs. integriert werden können, berechnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Akteur*innenanalyse ===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse (Abbildung 1) durchgeführt, die auch den Bereich Mobilität umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert, kontaktiert und in den Prozess involviert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden strukturell, für das Thema Dienstreisen zuständige, Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem &#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Hochschulklimarat&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;) angesprochen. Das TrafoTeam setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren sechs Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus dem International Office&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus der Personalabteilung, Bereich Personalentwicklung&lt;br /&gt;
*Doktorandin (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Doktorand (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einschätzung zur Zusammensetzung:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
*Hohe Motivation aller Beteiligten&lt;br /&gt;
*verschiedene Akteur*innen von Einrichtungen und Abteilungen&lt;br /&gt;
*verschiedene Angehörige der MLU (Verwaltung, Wissenschaft, Wissenschaftsunterstützend, Studierende)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem festen Transformationsteam wurden über individuelle Konsultationen bilateral weitere Akteur*innen beratend in den Prozess einbezogen. Dies ermöglichte es, alle Mitgliedergruppen der MLU, trotz begrenzter zeitlicher Ressourcen, punktuell in den Prozess zu involvieren. Zentral war die Zusammenarbeit mit der Abteilung Reisekosten, die sich im weiteren Verlauf intensivierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innenanalyse Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png||mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 1: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; --- Auch außerhalb des Projekts zugeordnet]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umsetzungsschritte ===&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png|mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 2: Zeitplan des Transferlabors „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen. &lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen der TrafoTeam-Mitglieder: an der Universität bestehende Bedarfe, Rahmenbedingungen und gesetzlichen Vorgaben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
*Die Zielgruppen wurden für alle Maßnahmen akquiriert und Ansprechpersonen ausfindig gemacht: u.a. Dienstreisende und Assistenzen; Abteilung Reisekosten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konsultations- und Beratungsgespräche führen: Um diverse Perspektiven in die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe für nachhaltige Dienstreisen einfließen zu lassen, wurden Gespräche mit unterschiedlichen Mitgliedergruppe der MLU geführt: u.a. mit Sekretär*innen, Wissenschaftler*innen und Professor*innen. &lt;br /&gt;
*Vernetzung und strukturelle Verankerung mit anderen Querschnittsthemen wie Familiengerechtigkeit, um die Handlungsempfehlungen lebensphasenorientiert an den Bedarfen der verschiedenen Mitgliedergruppen der MLU auszurichten&lt;br /&gt;
*Formulieren der [https://wcms.itz.uni-halle.de/download.php?down=70957&amp;amp;elem=3632423 Handlungsempfehlungen „Nachhaltigere Dienstreisen für alle Beschäftigten der MLU“] und Diskussion im TrafoTeam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (3-6 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Abstimmung des Dokuments mit ausgewählten Abteilungen und Gremien z.B. dem Personalrat oder der Abteilung Personal. Die Abstimmung des Entwurfes diente der internen Prüfung, inwiefern die ausgearbeiteten Empfehlungen universitätsinternen Regelungen entspricht, widerspricht und um Ergänzungen aus den jeweiligen Fachexpertisen aufnehmen zu können. Dadurch erfolgt auch eine erste Kommunikation des Entwurfs, die die Basis für eine spätere Umsetzung der Handlungsempfehlungen in der breite der Universität legt. Der Abstimmungsprozess sollte von Beginn an aufgrund eines möglichen höheren und nicht vorhersehbaren zeitlichen Umfangs mit eingeplant werden.&lt;br /&gt;
*Ableitung einer „Entscheidungshilfe“ aus den Handlungsempfehlungen, welche bei der Integration von Nachhaltigkeitsdimensionen im Kontext von Dienstreisen unterstützen soll. Diese wurde mit Hilfe von erstellten Illustrationen graphisch aufbereitet, sodass sie einen niedrigschwelligen Zugang für alle MLU Reisenden bietet und die Akzeptanz der Empfehlungen sowie eine mögliche Verhaltensveränderung befördert. &lt;br /&gt;
*Einbindung der Führungsebene: Es erfolgte die Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat sowie eine Diskussion in einer Rektoratskommission. Die Handlungsempfehlungen wurden daraufhin angepasst und als „Aspekte zu nachhaltigeren Dienstreisen an der MLU“ auf eine im Rektorat vorgestellte und beschlossene zusätzliche Website eingestellt. &lt;br /&gt;
*Breite Öffentlichkeitsarbeit: Erstellung von Aktions- und Werbe-/Geschenkmaterial (u.a. Klimawaage, Reisetagebuch inkl. Klimaplan und Entscheidungshilfe, nachhaltige Reise-Thermobecher, A4 und A3 Plakate Entscheidungshilfe) und Verwendung bei öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen, Abschlussgesprächen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschlussphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat. Es ist zu empfehlen, die Dokumente durch das Rektorat bestätigen zu lassen. Dies versieht beide Dokumente mit einer höheren Legitimation. &lt;br /&gt;
*Zielgruppenspezifische Kommunikation/ Ansprache unter Berücksichtigung der Herausforderungen des ständigen Aktualisierungsbedarfes, universitärer Diskontinuität und Heterogenität &lt;br /&gt;
**Frühzeitige Einbindung der zuständigen Abteilungen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit zur Abstimmung möglicher Kommunikationsinhalte und -wege (Social media, Newsletter u.a.)&lt;br /&gt;
**Kommunikation der Empfehlungen und Entscheidungshilfe über dezentrale Kommunikationswege in die Fakultäten hinein über u.a. Dekanate, Fakultätsreferent*innen&lt;br /&gt;
**Gestaltung einer [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_2/dienstreisen_nachhaltig/ Website zum Transferlabor &amp;quot;Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten&amp;quot;], die mit der Website der Abteilung Reisekosten sowie dem Buchungstool des Vertragsreisebüros verknüpft ist.&lt;br /&gt;
*Etablierung von Handlungsempfehlungen:&lt;br /&gt;
**Die Abteilung Reisekosten nimmt die Handlungsempfehlungen in ihren Informationsmaterialien auf und veröffentlicht diese auf ihrer Website.&lt;br /&gt;
**Das Vertragsreisebüro der MLU, das eine Website zur Planung und Buchung von Dienstreisen anbietet, integriert die Handlungsempfehlungen und die Entscheidungshilfe. Prüfung, inwiefern das Buchungstool bereits ein automatisches CO2-Tracking beinhaltet und auf welcher Berechnungsgrundlage dieses erfolgt.&lt;br /&gt;
*Die Abteilung Reisekosten und das Vertragsreisebüro integrieren in eine vorhandene Liste von Hotels, mit denen die MLU kooperiert, einen Nachweis über deren Nachhaltigkeit.&lt;br /&gt;
*Prüfung, inwiefern das Buchungstool des Vertragsreisebüros bereits Hotels mit Nachhaltigkeitszertifikat beinhaltet und Erarbeitung, welche Inhalte und Anforderungen diese Zertifikate beinhalten.&lt;br /&gt;
*Durchführung eines digitalen Workshops zum Thema „Nachhaltige Dienstreisen an der MLU“ mit einer externen Expertin im Themenbereich. Der digitale Workshop im Umfang von 2h bot eine Möglichkeit, Methoden für nachhaltigere Dienstreisen (u.a. Wahl des Verkehrsmittels) zu erlernen. Er richtete sich an Beschäftigte der MLU, die für sich oder andere Dienstreisen planen, organisieren und umsetzen. Resonanz: 11 Teilnehmende; Die Planung des Workshops umfasste einen größeren zeitlichen Umfang, um den Workshop bedarfsgerechte im Kontext der Rahmenbedingungen der MLU zu planen. &lt;br /&gt;
*Dieses Weiterbildungsangebot wird in den Weiterbildungskatalog als festes Angebot übernommen und von der Abteilung Personalentwicklung nach Projekt regelmäßig durchgeführt.&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Aktionsmaterial für die weitere Sensibilisierung der Angehörigen der MLU in Rahmen von Workshops oder öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen. &lt;br /&gt;
*Die Maßnahmen konnten teilweise erreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dokumentation und Nacharbeiten ===&lt;br /&gt;
Die Dokumentation des &#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Transferlaborprozesses&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039; erfolgte durch die Erstellung eines Transferlabortagebuches, mittels Ergebnisprotokolle der einzelnen Transferlabortreffen des Transformationsteams sowie Gesprächsprotokolle der zusätzlich bilateral geführten Konsultationen und Gespräche. Um eine nachhaltige Fortsetzung der begonnenen Maßnahme zu ermöglichen, wurden die jeweiligen Prozesse in ihrem Bearbeitungsstand dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Blaupause: Klimafreundliche Dienstreisen an Hochschulen|Transferlabor der OVGU zu Nachhaltigkeit bei Dienstreisen]]&lt;br /&gt;
* Weitere [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/Projektphasen/2_+Transferlabore/OVGU+Magdeburg/Dienstreise+Best+Practice.html Best Practice Beispiele für Nachhaltigkeit bei Dienstreisen an Hochschulen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen des Transferlabors ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von neun Monaten. Für eine solide Maßnahmenumsetzung inklusive Verstetigung ist mehr Zeit notwendig. Die Empfehlung ist, mindestens 12 Monate einzuplanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung des Transferlabors standen 10.000 € zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sensibilisierung und Öffentlichkeitsarbeit: Diese können je nach Anbieter*in variieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Graphische Aufbereitung/Layout, Druck der Entscheidungshilfe: ca. 2.500 €&lt;br /&gt;
* Erstellung von Aktions- und Werbe-/Geschenkmaterial: ca. 4.000 €&lt;br /&gt;
** Klimawaage&lt;br /&gt;
** Reisetagebuch und nachhaltige Reise-Thermobecher&lt;br /&gt;
* Intensive Erarbeitung und Durchführung Workshop „Nachhaltige Dienstreisen“: 2.200 €&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen der Hochschule ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Standorte&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Hauptstandort Halle (Saale) gibt es vier Campi: Universitätsplatz, Steintor-Campus, Franckeschen Stiftungen, Weinberg-Campus mit Campus Heide-Süd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität setzt sich aus folgenden HS-Angehörigen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ca. 19.943 Studierende&lt;br /&gt;
* über 4.027 Mitarbeitende&lt;br /&gt;
** 288 Professor*innen&lt;br /&gt;
** 1.478 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen&lt;br /&gt;
** 1.091 Wissenschaftsunterstützende Mitarbeitende&lt;br /&gt;
** 1.170 Wissenschaftliche Hilfskräfte (&#039;&#039;Stand vom 31.12.2023&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unterstützung der Hochschulleitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung der MLU unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Die Rektorin übernahm die Projektleitung und stellte Mitarbeitende, etwa für die Teilnahme am Transferlabor, frei. Dieser Umstand unterstützte bei der Argumentation für die Umsetzung der Maßnahme. Bei der Planung des Projekts sollten die zeitlichen Kapazitäten möglicher Leitungspersonen berücksichtigt werden. Mit der Hochschulleitung fand ein regelmäßiger Austausch statt, zudem konnten die Maßnahmen in Kommissionen der Hochschulleitung vorgestellt und diskutiert werden. Dies ermöglichte es, die Maßnahmen im Kontext aktueller Ausrichtungen der Hochschule einzuordnen, Parallelstrukturen zu vermeiden oder Synergien zu knüpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es keine*n Nachhaltigkeitsbeauftragten oder eine andere Art der Institutionalisierung in Bezug auf Nachhaltigkeit. Diese fehlende Institutionalisierung gestaltete sich als Herausforderung, gerade in der Verstetigung von Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Entwicklung der Handlungsempfehlungen konnte der Prozess der Digitalisierung, welcher an der Universität umgesetzt wird, um das Thema Nachhaltigkeit angereichert werden. Konkret wird die Beantragung und Abrechnung von Dienstreisen digitalisiert. Es ermöglicht den Einbezug von nachhaltigkeitsrelevanten Daten von Beginn an. Hierfür erfolgte eine enge Zusammenarbeit mit der Abteilung Reisekosten. Die Digitalisierung beinhaltete die Umstellung der Verwaltungssoftware auf QIS RKA. Das ermöglicht technisch grundsätzlich die Abfrage klimarelevanter Daten bei der Beantragung und Abrechnung von Dienstreisen sowie die Verknüpfung mit CO2-Rechnern. Für die praktische Umsetzung bedarf es der Abstimmung mit der zuständigen Abteilung (Finanzen) sowie der zentralen Einrichtung der MLU, die diesen Prozess technisch begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine Übertragbarkeit können folgende konkrete Empfehlungen gegeben werden:&lt;br /&gt;
*Die Einbindung der Abteilung Reisekosten war besonders wichtig für die Konkretisierung, der Planung sowie der Umsetzung der Maßnahme. Dies sollte von Beginn an erfolgen, um eine nachhaltige Beachtung von Nachhaltigkeit bei Dienstreisen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
*Individuelle lebensphasenbezogene Bedarfe, wie Sorgeverantwortung, müssen bei der Entwicklung von Handlungsempfehlungen Beachtung finden. &lt;br /&gt;
*Einfache, praxisnahe Tools – z. B. Entscheidungshilfen – müssen bereitgestellt werden, um die Planung nachhaltiger Dienstreisen zu erleichtern.&lt;br /&gt;
*Da die Wirkfähigkeit von Handlungsempfehlungen auf der Ebene der freiwilligen Umsetzung der Hinweise verbleibt, ist zu empfehlen: &lt;br /&gt;
*Die Handlungsempfehlungen durch einen Rektoratsbeschluss in ihrer Legitimation zu stützen oder&lt;br /&gt;
*aus den Empfehlungen gemeinsam mit relevanten Akteur*innen Richtlinien für Dienstreisen zu entwickeln, in denen Nachhaltigkeit als Querschnittsthema integriert ist und die verpflichtend für alle Beschäftigten einer Hochschule gelten&lt;br /&gt;
*Tools für die eigenständige Planung und Umsetzung nachhaltigerer Dienstreisen müssen bereitgestellt werden, um die Niedrigschwelligkeit zu gewährleisten (z.B. THG-Rechner, Smart Travel Tool)&lt;br /&gt;
*Unterstützer*innen und Multiplikator*innen des Vorhabens aus unterschiedlichen Mitgliedergruppen akquirieren&lt;br /&gt;
*Nach Möglichkeit Maßnahmen an vorhandene Strukturen der Universität zum Themas Nachhaltigkeit anbinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Verständnis für unterschiedliche Lebensrealitäten und Karrierestufen deutlich machen&lt;br /&gt;
*Bei Sorge vonseiten der Hochschulleitung Selbstverständlichkeiten zu benennen, mit Value-Action-Gap argumentieren&lt;br /&gt;
*Vorteile des Reisens mit der Bahn hervorheben: Arbeiten tlw. möglich, keine zusätzliche Zeit für Sicherheitskontrollen, etc.&lt;br /&gt;
*Kommunikation über verschiedene Kommunikationskanäle universitätsweit nutzen (bspw. der Newsletter der MLU, die Website des Nachhaltigkeitsbüros bzw. des Projektes sowie der Abteilung Reisekosten für die Information und Aufklärung über die Handlungsempfehlungen und den Entscheidungsbaum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betrieb]] [[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=27888</id>
		<title>Blaupause für Maßnahmen zu Dienstreisemobilität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=27888"/>
		<updated>2026-03-04T12:51:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: /* Vorwort */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Best Practice&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Energie, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Energiesparen, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines [[Transferlabor|Transferlabors]] (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nachhaltige Mobilität – Nachhaltige Dienstreisemobilität &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“. Sie orientiert sich an der Maßnahme 11 aus dem [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/hochschulklimarat/klimaplan_mlu/ KlimaPlan der MLU]. Ziel dieser Maßnahme ist es, dass Treibhausgase, die im Kontext von Dienstreisen an der MLU entstehen, reduziert bzw. eingespart werden. Um eine quantitative Wirkung der Maßnahme feststellen zu können, bedarf es statistischer Daten der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; Produktion vor und nach der Maßnahme. Diese wiederum können aus Daten zu Dienstreisen ermittelt werden, die sich aus Angaben über getätigte Dienstreisen an der MLU (Start- und Zielort, zurückgelegte Strecke und jeweilige genutzte Verkehrsmittel) ergeben. Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung lagen erste Daten vor, die jedoch keine valide quantitative Datenbasis und Aussagen erlaubten (siehe Ist-Zustand). Deswegen wurden qualitative Zielstellungen priorisiert, die insbesondere die Ziele der Sensibilisierung zur Thematik, Kommunikation und Information verfolgten. &lt;br /&gt;
Mit der Maßnahme werden unmittelbar Mitarbeitende der MLU adressiert, die administrativ in der Planung und Organisation von Dienstreisen für andere Beschäftigte tätig sind (u.a. Sekretariate) und die eigenständig Dienstreisen im Rahmen ihrer Beschäftigung und Tätigkeiten an der MLU (Wissenschaft, Verwaltung etc.) planen, organisieren und durchführen. Mittelbar sollen alle Beschäftigten der MLU zum Thema nachhaltige Dienstreisen sensibilisiert werden. Mit der Maßnahme wird ein gesamtuniversitärer Prozess angeregt und das Individualverhalten der Beschäftigten adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Ziele wurden im Transformationsteam verfolgt: &lt;br /&gt;
*Förderung der Reduktion von Treibhausgasemissionen durch Vermeidung von Flugreisen und Individualverkehr&lt;br /&gt;
*Förderung von Bahnreisen bzw. öffentlichen Nah- und Fernverkehr im Allgemeinen&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für die nachhaltige Gestaltung von Dienstreisen ins-besondere in Bezug auf die Wahl des Verkehrsmittels&lt;br /&gt;
*Erarbeitung einer Entscheidungshilfe für nachhaltigere Dienstreisen an der MLU&lt;br /&gt;
*Integration der erarbeiteten Handlungsempfehlungen in das digitale Buchungssystem des Ver-tragsreisebüros der MLU auf der Website der Abteilung für Reisekosten&lt;br /&gt;
*Nachhaltigkeit wird als Querschnittsthema bei der Beantragung, Bearbeitung und Umsetzung von Dienstreisen berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ist-Zustand ===&lt;br /&gt;
Für die Maßnahme „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“ sind statistische Daten hilfreich, die Dienstreisen mit Start- und Zielort, mögliche Zwischenstopps und die jeweiligen genutzten Verkehrsmittel aller Beschäftigten der Organisation detailliert erfassen. Daraus können die reisebezogenen Treibhausgasemissionen berechnet werden. Das schafft eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und ermöglicht eine Messbarkeit der Wirksamkeit. Es zeigt auch, wo Handlungsschwerpunkte liegen können, sodass bedarfsgerechte Maßnahmen abgeleitet werden können. In der [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/3343046_3385459/3385459_3503977/ Status Quo Analyse der MLU] war eine Bilanzierung der Dienstreisen noch nicht möglich. Die vorhandene Verwaltungssoftware, mit welcher Dienstreisen in der Abteilung Reisekosten abgerechnet werden, ermöglicht keine automatische und detaillierte Erfassung der einzelnen Reisewege und gewählten Verkehrsmittel. Möglich wurde dies durch eine zusätzliche händische Eintragung durch die Mitarbeitenden der Abteilung, welche seit Mitte des Projektes erfolgt. Dadurch hat sich die Datengrundlage grundsätzlich verbessert, sie ermöglicht jedoch keine validen, statistisch abgesicherten Aussagen über das Reiseverhalten der Beschäftigten zu treffen. Im Bereich der Dienstreisebeantragung und -abrechnung erfolgt an der MLU aktuell eine Digitalisierung, in welche das Projektteam einbezogen werden konnte. Ziel ist es, die vorhandene Verwaltungssoftware so auszugestalten, dass eine detaillierte Erfassung der Dienstreisen und daraus abgeleitet die Erfassung der Emissionen ermöglicht wird. Diese können mit Hilfe von CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rechnern, die wiederum in die Verwaltungssoftware ggfs. integriert werden können, berechnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Akteur*innenanalyse ===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse (Abbildung 1) durchgeführt, die auch den Bereich Mobilität umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert, kontaktiert und in den Prozess involviert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden strukturell, für das Thema Dienstreisen zuständige, Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem &#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Hochschulklimarat&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;) angesprochen. Das TrafoTeam setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren sechs Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus dem International Office&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus der Personalabteilung, Bereich Personalentwicklung&lt;br /&gt;
*Doktorandin (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Doktorand (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einschätzung zur Zusammensetzung:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
*Hohe Motivation aller Beteiligten&lt;br /&gt;
*verschiedene Akteur*innen von Einrichtungen und Abteilungen&lt;br /&gt;
*verschiedene Angehörige der MLU (Verwaltung, Wissenschaft, Wissenschaftsunterstützend, Studierende)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem festen Transformationsteam wurden über individuelle Konsultationen bilateral weitere Akteur*innen beratend in den Prozess einbezogen. Dies ermöglichte es, alle Mitgliedergruppen der MLU, trotz begrenzter zeitlicher Ressourcen, punktuell in den Prozess zu involvieren. Zentral war die Zusammenarbeit mit der Abteilung Reisekosten, die sich im weiteren Verlauf intensivierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innenanalyse Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png||mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 1: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; --- Auch außerhalb des Projekts zugeordnet]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umsetzungsschritte ===&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png|mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 2: Zeitplan des Transferlabors „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen. &lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen der TrafoTeam-Mitglieder: an der Universität bestehende Bedarfe, Rahmenbedingungen und gesetzlichen Vorgaben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
*Die Zielgruppen wurden für alle Maßnahmen akquiriert und Ansprechpersonen ausfindig gemacht: u.a. Dienstreisende und Assistenzen; Abteilung Reisekosten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konsultations- und Beratungsgespräche führen: Um diverse Perspektiven in die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe für nachhaltige Dienstreisen einfließen zu lassen, wurden Gespräche mit unterschiedlichen Mitgliedergruppe der MLU geführt: u.a. mit Sekretär*innen, Wissenschaftler*innen und Professor*innen. &lt;br /&gt;
*Vernetzung und strukturelle Verankerung mit anderen Querschnittsthemen wie Familiengerechtigkeit, um die Handlungsempfehlungen lebensphasenorientiert an den Bedarfen der verschiedenen Mitgliedergruppen der MLU auszurichten&lt;br /&gt;
*Formulieren der [https://wcms.itz.uni-halle.de/download.php?down=70957&amp;amp;elem=3632423 Handlungsempfehlungen „Nachhaltigere Dienstreisen für alle Beschäftigten der MLU“] und Diskussion im TrafoTeam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (3-6 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Abstimmung des Dokuments mit ausgewählten Abteilungen und Gremien z.B. dem Personalrat oder der Abteilung Personal. Die Abstimmung des Entwurfes diente der internen Prüfung, inwiefern die ausgearbeiteten Empfehlungen universitätsinternen Regelungen entspricht, widerspricht und um Ergänzungen aus den jeweiligen Fachexpertisen aufnehmen zu können. Dadurch erfolgt auch eine erste Kommunikation des Entwurfs, die die Basis für eine spätere Umsetzung der Handlungsempfehlungen in der breite der Universität legt. Der Abstimmungsprozess sollte von Beginn an aufgrund eines möglichen höheren und nicht vorhersehbaren zeitlichen Umfangs mit eingeplant werden.&lt;br /&gt;
*Ableitung einer „Entscheidungshilfe“ aus den Handlungsempfehlungen, welche bei der Integration von Nachhaltigkeitsdimensionen im Kontext von Dienstreisen unterstützen soll. Diese wurde mit Hilfe von erstellten Illustrationen graphisch aufbereitet, sodass sie einen niedrigschwelligen Zugang für alle MLU Reisenden bietet und die Akzeptanz der Empfehlungen sowie eine mögliche Verhaltensveränderung befördert. &lt;br /&gt;
*Einbindung der Führungsebene: Es erfolgte die Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat sowie eine Diskussion in einer Rektoratskommission. Die Handlungsempfehlungen wurden daraufhin angepasst und als „Aspekte zu nachhaltigeren Dienstreisen an der MLU“ auf eine im Rektorat vorgestellte und beschlossene zusätzliche Website eingestellt. &lt;br /&gt;
*Breite Öffentlichkeitsarbeit: Erstellung von Aktions- und Werbe-/Geschenkmaterial (u.a. Klimawaage, Reisetagebuch inkl. Klimaplan und Entscheidungshilfe, nachhaltige Reise-Thermobecher, A4 und A3 Plakate Entscheidungshilfe) und Verwendung bei öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen, Abschlussgesprächen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschlussphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat. Es ist zu empfehlen, die Dokumente durch das Rektorat bestätigen zu lassen. Dies versieht beide Dokumente mit einer höheren Legitimation. &lt;br /&gt;
*Zielgruppenspezifische Kommunikation/ Ansprache unter Berücksichtigung der Herausforderungen des ständigen Aktualisierungsbedarfes, universitärer Diskontinuität und Heterogenität &lt;br /&gt;
**Frühzeitige Einbindung der zuständigen Abteilungen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit zur Abstimmung möglicher Kommunikationsinhalte und -wege (Social media, Newsletter u.a.)&lt;br /&gt;
**Kommunikation der Empfehlungen und Entscheidungshilfe über dezentrale Kommunikationswege in die Fakultäten hinein über u.a. Dekanate, Fakultätsreferent*innen&lt;br /&gt;
**Gestaltung einer [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_2/dienstreisen_nachhaltig/ Website zum Transferlabor &amp;quot;Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten&amp;quot;], die mit der Website der Abteilung Reisekosten sowie dem Buchungstool des Vertragsreisebüros verknüpft ist.&lt;br /&gt;
*Etablierung von Handlungsempfehlungen:&lt;br /&gt;
**Die Abteilung Reisekosten nimmt die Handlungsempfehlungen in ihren Informationsmaterialien auf und veröffentlicht diese auf ihrer Website.&lt;br /&gt;
**Das Vertragsreisebüro der MLU, das eine Website zur Planung und Buchung von Dienstreisen anbietet, integriert die Handlungsempfehlungen und die Entscheidungshilfe. Prüfung, inwiefern das Buchungstool bereits ein automatisches CO2-Tracking beinhaltet und auf welcher Berechnungsgrundlage dieses erfolgt.&lt;br /&gt;
*Die Abteilung Reisekosten und das Vertragsreisebüro integrieren in eine vorhandene Liste von Hotels, mit denen die MLU kooperiert, einen Nachweis über deren Nachhaltigkeit.&lt;br /&gt;
*Prüfung, inwiefern das Buchungstool des Vertragsreisebüros bereits Hotels mit Nachhaltigkeitszertifikat beinhaltet und Erarbeitung, welche Inhalte und Anforderungen diese Zertifikate beinhalten.&lt;br /&gt;
*Durchführung eines digitalen Workshops zum Thema „Nachhaltige Dienstreisen an der MLU“ mit einer externen Expertin im Themenbereich. Der digitale Workshop im Umfang von 2h bot eine Möglichkeit, Methoden für nachhaltigere Dienstreisen (u.a. Wahl des Verkehrsmittels) zu erlernen. Er richtete sich an Beschäftigte der MLU, die für sich oder andere Dienstreisen planen, organisieren und umsetzen. Resonanz: 11 Teilnehmende; Die Planung des Workshops umfasste einen größeren zeitlichen Umfang, um den Workshop bedarfsgerechte im Kontext der Rahmenbedingungen der MLU zu planen. &lt;br /&gt;
*Dieses Weiterbildungsangebot wird in den Weiterbildungskatalog als festes Angebot übernommen und von der Abteilung Personalentwicklung nach Projekt regelmäßig durchgeführt.&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Aktionsmaterial für die weitere Sensibilisierung der Angehörigen der MLU in Rahmen von Workshops oder öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen. &lt;br /&gt;
*Die Maßnahmen konnten teilweise erreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dokumentation und Nacharbeiten ===&lt;br /&gt;
Die Dokumentation des &#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Transferlaborprozesses&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039; erfolgte durch die Erstellung eines Transferlabortagebuches, mittels Ergebnisprotokolle der einzelnen Transferlabortreffen des Transformationsteams sowie Gesprächsprotokolle der zusätzlich bilateral geführten Konsultationen und Gespräche. Um eine nachhaltige Fortsetzung der begonnenen Maßnahme zu ermöglichen, wurden die jeweiligen Prozesse in ihrem Bearbeitungsstand dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Blaupause: Klimafreundliche Dienstreisen an Hochschulen|Transferlabor der OVGU zu Nachhaltigkeit bei Dienstreisen]]&lt;br /&gt;
* Weitere [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/Projektphasen/2_+Transferlabore/OVGU+Magdeburg/Dienstreise+Best+Practice.html Best Practice Beispiele für Nachhaltigkeit bei Dienstreisen an Hochschulen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen des Transferlabors ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von neun Monaten. Für eine solide Maßnahmenumsetzung inklusive Verstetigung ist mehr Zeit notwendig. Die Empfehlung ist, mindestens 12 Monate einzuplanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung des Transferlabors standen 10.000 € zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sensibilisierung und Öffentlichkeitsarbeit: Diese können je nach Anbieter*in variieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Graphische Aufbereitung/Layout, Druck der Entscheidungshilfe: ca. 2.500 €&lt;br /&gt;
* Erstellung von Aktions- und Werbe-/Geschenkmaterial: ca. 4.000 €&lt;br /&gt;
** Klimawaage&lt;br /&gt;
** Reisetagebuch und nachhaltige Reise-Thermobecher&lt;br /&gt;
* Intensive Erarbeitung und Durchführung Workshop „Nachhaltige Dienstreisen“: 2.200 €&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen der Hochschule ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Standorte&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Hauptstandort Halle (Saale) gibt es vier Campi: Universitätsplatz, Steintor-Campus, Franckeschen Stiftungen, Weinberg-Campus mit Campus Heide-Süd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität setzt sich aus folgenden HS-Angehörigen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ca. 19.943 Studierende&lt;br /&gt;
* über 4.027 Mitarbeitende&lt;br /&gt;
** 288 Professor*innen&lt;br /&gt;
** 1.478 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen&lt;br /&gt;
** 1.091 Wissenschaftsunterstützende Mitarbeitende&lt;br /&gt;
** 1.170 Wissenschaftliche Hilfskräfte (&#039;&#039;Stand vom 31.12.2023&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unterstützung der Hochschulleitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung der MLU unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Die Rektorin übernahm die Projektleitung und stellte Mitarbeitende, etwa für die Teilnahme am Transferlabor, frei. Dieser Umstand unterstützte bei der Argumentation für die Umsetzung der Maßnahme. Bei der Planung des Projekts sollten die zeitlichen Kapazitäten möglicher Leitungspersonen berücksichtigt werden. Mit der Hochschulleitung fand ein regelmäßiger Austausch statt, zudem konnten die Maßnahmen in Kommissionen der Hochschulleitung vorgestellt und diskutiert werden. Dies ermöglichte es, die Maßnahmen im Kontext aktueller Ausrichtungen der Hochschule einzuordnen, Parallelstrukturen zu vermeiden oder Synergien zu knüpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es keine*n Nachhaltigkeitsbeauftragten oder eine andere Art der Institutionalisierung in Bezug auf Nachhaltigkeit. Diese fehlende Institutionalisierung gestaltete sich als Herausforderung, gerade in der Verstetigung von Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Entwicklung der Handlungsempfehlungen konnte der Prozess der Digitalisierung, welcher an der Universität umgesetzt wird, um das Thema Nachhaltigkeit angereichert werden. Konkret wird die Beantragung und Abrechnung von Dienstreisen digitalisiert. Es ermöglicht den Einbezug von nachhaltigkeitsrelevanten Daten von Beginn an. Hierfür erfolgte eine enge Zusammenarbeit mit der Abteilung Reisekosten. Die Digitalisierung beinhaltete die Umstellung der Verwaltungssoftware auf QIS RKA. Das ermöglicht technisch grundsätzlich die Abfrage klimarelevanter Daten bei der Beantragung und Abrechnung von Dienstreisen sowie die Verknüpfung mit CO2-Rechnern. Für die praktische Umsetzung bedarf es der Abstimmung mit der zuständigen Abteilung (Finanzen) sowie der zentralen Einrichtung der MLU, die diesen Prozess technisch begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine Übertragbarkeit können folgende konkrete Empfehlungen gegeben werden:&lt;br /&gt;
*Die Einbindung der Abteilung Reisekosten war besonders wichtig für die Konkretisierung, der Planung sowie der Umsetzung der Maßnahme. Dies sollte von Beginn an erfolgen, um eine nachhaltige Beachtung von Nachhaltigkeit bei Dienstreisen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
*Individuelle lebensphasenbezogene Bedarfe, wie Sorgeverantwortung, müssen bei der Entwicklung von Handlungsempfehlungen Beachtung finden. &lt;br /&gt;
*Einfache, praxisnahe Tools – z. B. Entscheidungshilfen – müssen bereitgestellt werden, um die Planung nachhaltiger Dienstreisen zu erleichtern.&lt;br /&gt;
*Da die Wirkfähigkeit von Handlungsempfehlungen auf der Ebene der freiwilligen Umsetzung der Hinweise verbleibt, ist zu empfehlen: &lt;br /&gt;
*Die Handlungsempfehlungen durch einen Rektoratsbeschluss in ihrer Legitimation zu stützen oder&lt;br /&gt;
*aus den Empfehlungen gemeinsam mit relevanten Akteur*innen Richtlinien für Dienstreisen zu entwickeln, in denen Nachhaltigkeit als Querschnittsthema integriert ist und die verpflichtend für alle Beschäftigten einer Hochschule gelten&lt;br /&gt;
*Tools für die eigenständige Planung und Umsetzung nachhaltigerer Dienstreisen müssen bereitgestellt werden, um die Niedrigschwelligkeit zu gewährleisten (z.B. THG-Rechner, Smart Travel Tool)&lt;br /&gt;
*Unterstützer*innen und Multiplikator*innen des Vorhabens aus unterschiedlichen Mitgliedergruppen akquirieren&lt;br /&gt;
*Nach Möglichkeit Maßnahmen an vorhandene Strukturen der Universität zum Themas Nachhaltigkeit anbinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Verständnis für unterschiedliche Lebensrealitäten und Karrierestufen deutlich machen&lt;br /&gt;
*Bei Sorge vonseiten der Hochschulleitung Selbstverständlichkeiten zu benennen, mit Value-Action-Gap argumentieren&lt;br /&gt;
*Vorteile des Reisens mit der Bahn hervorheben: Arbeiten tlw. möglich, keine zusätzliche Zeit für Sicherheitskontrollen, etc.&lt;br /&gt;
*Kommunikation über verschiedene Kommunikationskanäle universitätsweit nutzen (bspw. der Newsletter der MLU, die Website des Nachhaltigkeitsbüros bzw. des Projektes sowie der Abteilung Reisekosten für die Information und Aufklärung über die Handlungsempfehlungen und den Entscheidungsbaum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betrieb]] [[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=KlimaPlanReal_-_Nachhaltige_Transformationspfade_zur_Klimaneutralit%C3%A4t_mit_Planungszellen_und_Reallaboren&amp;diff=27618</id>
		<title>KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=KlimaPlanReal_-_Nachhaltige_Transformationspfade_zur_Klimaneutralit%C3%A4t_mit_Planungszellen_und_Reallaboren&amp;diff=27618"/>
		<updated>2026-02-17T10:46:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: /* Aktivitäten */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__TOC__{{#set:Has parent page=Transformationspfade für nachhaltige Hochschulen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktuelles Projekt: KlimaPlanReal - intensified ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;KlimaPlanReal geht weiter - jetzt noch intensiver! &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktuelle Infos zum Projekt sind auf unserer [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/ Website] zu finden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dokumentation KlimaPlanReal (Laufzeit 2022 - 2025) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausgangssituation und Forschungsfragen ===&lt;br /&gt;
Bund und Länder haben sich ambitionierte Nachhaltigkeitsziele gesetzt, etwa mit der [[Agenda 2030]] und&lt;br /&gt;
der Klimaneutralität bis 2045. Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts im Frühjahr 2021 hat nicht nur gezeigt, dass diese Klimaziele kurzfristig noch viel ambitionierter sein müssen als bisher gedacht. Sie lenkt auch nachdrücklich den Blick auf die Generationengerechtigkeit beim Klimaschutz. Dies macht es noch wichtiger, Klimaschutzziele frühzeitig auch an den Hochschulen (HS) zu erreichen.&lt;br /&gt;
Im Projekt KlimaPlanReal wurden neue Formen der Initiierung und Unterstützung von Transformationsprozessen an Hochschulen eingesetzt und untersucht. Es gibt bereits vielfältige Empfehlungen und Good Practices, die Klimaneutralität thematisieren (netzwerk n, [[HOCH-N]] Projekt), dennoch vollzieht sich der Wandel nur langsam an den Hochschulen, auch an denen des Projektverbundes aus Sachsen-Anhalt. Bisher scheitern gute Ideen häufig am System, etwa an Systemgrenzen, wie politischen beziehungsweise landesspezifischen Rahmenbedingungen, oder an dadurch verstärkten Konfliktlinien innerhalb der Hochschule und zwischen den Statusgruppen. Es stellt sich die Frage: &#039;&#039;&#039;Durch welche Maßnahmen kann die Motivation aller Hochschulangehörigen so freigesetzt werden, dass sich an Hochschulen selbsttragende Transformationspfade entwickeln können?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Projektansatz und Vorgehen ===&lt;br /&gt;
Mit dem Ansatz des doppelt partizipatorischen Prozesses – erst deliberativ in Form von [[Hochschulklimarat|Hochschulklimaräten]] (Planungszellen), dann mit [[Transferlabor|Transferlaboren]] (Reallaboraktivitäten) hat KlimaPlanReal innovative Grundlagen für die partizipative Gestaltung von Transformationsprozessen zu klimafreundlichen Hochschulen geschaffen. Mit dem [[Hochschulklimarat]] knüpfte KlimaPlanReal an das bestehende Konzept der Planungszelle (Dienel, 1997)&amp;lt;ref&amp;gt;Dienel, C. D. (1997). &#039;&#039;Die Planungszelle: Der Bürger plant seine Umwelt. Eine Alternative zur Establishment-Demokratie.&#039;&#039; Westdeutscher Verlag.&amp;lt;/ref&amp;gt; bzw. [https://buergerrat-klima.de/ Klimabürger*innenräte] an. Neuartig war die Implementierung dessen an der Hochschule, bzw. an vier Hochschulen simultan.Mit den [[Transferlabor|Transferlaboren]] knüpfte KlimaPlanReal an das Konzept der [[Reallabor|Reallabore]] (z. B. Rose et al., 2019; Parodi &amp;amp; Steglich, 2021) an und wendete dieses auf den Hochschulkontext an. In diesem Zusammenhang wurden Akteur*innen aus allen Mitgliedergruppen zusammengebracht, um auf Augenhöhe in Co-Design, Co-Produktion und Co-Evaluation Maßnahmen hin zur klimaneutralen Hochschule umzusetzen, zu reflektieren und damit Transformationsprozesse anzustoßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Projektphasen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Projektablauf KPR bunt.png|zentriert|mini|Projektverlauf KlimaPlanReal]]Das Projekt lief in vier Phasen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &#039;&#039;&#039;Phase 1&#039;&#039;&#039; erfolgte die &#039;&#039;&#039;[[Status quo Analyse klimarelevanter Bereiche einer Hochschule|Status quo Analyse]].&#039;&#039;&#039; Hierbei erarbeiteten die beteiligten Hochschulen den qualitativen und quantitativen Ist-Zustand in den drei identifizierten &#039;&#039;&#039;impactrelevanten Transformationsfeldern&#039;&#039;&#039; (ITF; Nachhaltige Pendel- und Geschäftsmobilität, Regenerativer Campus, Nachhaltige Ernährung und Beschaffung) auf Basis selbst definierter impactrelevanter [https://doi.org/10.5281/ZENODO.14966175 Wirkindikatoren]. Die &#039;&#039;&#039;qualitative Analyse&#039;&#039;&#039; beinhaltete eine Beschreibung und Bewertung bisheriger Klimaschutzmaßnahmen sowie eine &#039;&#039;&#039;Akteur*innenanalyse&#039;&#039;&#039; mit Differenzierung von formellen (laut Arbeitsvertrag) und informellen (freiwillig, zusätzlich) Aktiven sowie die Berücksichtigung von bereits bestehender Kommunikation hinsichtlich Klimaschutzaktivitäten. Die &#039;&#039;&#039;quantitative Analyse&#039;&#039;&#039; beinhaltete die Erfassung der Treibhausgasemissionen nach anerkannten Standards (GHG Protocol) in den ITF.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &#039;&#039;&#039;Phase 2&#039;&#039;&#039; wurden &#039;&#039;&#039;[[Hochschulklimarat|Hochschulklimaräte]]&#039;&#039;&#039; an den beteiligten Hochschulen organisiert und durchgeführt. Ein Hochschulklimarat ist ein zeitlich befristetes deliberatives Partizipationsverfahren (vgl. [https://www.buergerrat.de/ Bürger*innenrat]) zur Erarbeitung von Klimaschutzmaßnahmen für die Hochschule. An den Klimaräten nahmen 28 bis 36 Personen je Hochschule teil. Diese bildeten alle Mitgliedergruppen der Hochschule ab (dabei 50% Studierende) und waren im Idealfall durch ein Losverfahren ausgewählt. Die Hochschulklimaräte waren 1,5-tägige Workshops, die durch eine professionelle, neutrale Prozessmoderation geleitet wurden. Die Maßnahmenempfehlungen wurden anschließend im hochschulspezifischen &#039;&#039;&#039;[https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplan.html KlimaPlan]&#039;&#039;&#039; aufbereitet und der Hochschulleitung überreicht. Aus den Maßnahmen des KlimaPlans wurden anschließend anhand einer &#039;&#039;&#039;[https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplan.html Impact-Bewertung] (z.B. Betrag der Treibhausgasreduktion)&#039;&#039;&#039; durch das jeweilige Projektteam geeignete Pilotmaßnahmen für die [[Transferlabor|Transferlabore]] ausgewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &#039;&#039;&#039;Phase 3 und 4&#039;&#039;&#039; wurde die Umsetzung der ausgewählten Pilotmaßnahmen im Rahmen von zwei aufeinanderfolgenden &#039;&#039;&#039;[[Transferlabor|Transferlaboren]]&#039;&#039;&#039; begonnen bzw. final umgesetzt. Jede Hochschule verfolgte dabei eigene Maßnahmen, entsprechend der Impact-Bewertung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Projektziele und Besonderheiten ===&lt;br /&gt;
Das Besondere am Ansatz von KlimaPlanReal ist der gezielte und systematische Einsatz von partizipatorischen Instrumenten, die den Dialog zwischen den verschiedenen Mitgliedergruppen befördern und somit alle aktiv in den Transformationsprozess einbeziehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschulklimaräte wurden hochschulübergreifend vergleichend erforscht und evaluiert. In einer empirischen Mehrwellenerhebung ging das Projekt KlimaPlanReal insbesondere der Frage nach, inwieweit partizipatorische Prozesse an der Hochschule die kollektive Wirksamkeitserwartung der Hochschulmitglieder verändert (hochschulübergreifende Transformationsforschung). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt hat KlimaPlanReal eine hohe Relevanz für die praktische Umsetzung einer Transformation in Richtung Nachhaltigkeit (NHK), weil Transformationswissen (Planungszellen- und Reallaboransatz &amp;amp; Erforschung der Wirkungen) und transformatives Wissen (Umsetzungsprozesse in Reallaboren) zum sozial-ökologischen Wandel generiert werden. Zudem deckt das Projekt generelle Hemmnisse bei der Umsetzung auf, entwickelt praktische Umsetzungs- und Transferhinweise als Blaupausen und identifiziert systemische Barrieren für die Hochschulen im Land Sachsen-Anhalt  sowie Lösungsmöglichkeiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ergebnisse ==&lt;br /&gt;
Alle Aktivitäten aus dem Projekt KlimaPlanReal wurden so aufbereitet, dass weitere Hochschulen sie im Sinne des „Best follower“-Prinzips nutzen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== {{Boxtranhsform|Good Practices}} ===&lt;br /&gt;
In drei Good Practice Guides werden die Methoden der drei Projektphasen von KlimaPlanReal dargestellt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Phase 1: [[Status quo Analyse klimarelevanter Bereiche einer Hochschule|Status quo Analyse]]&lt;br /&gt;
* Phase 2: [[Hochschulklimarat|Hochschulklimarat mit anschließender Impact-Bewertung der Maßnahmenvorschläge]]&lt;br /&gt;
* Phase 3: [[Transferlabor]] zur Umsetzung von Maßnahmen&lt;br /&gt;
* [[KlimaPlanReal: Zusatzmaterial zum Download|Zusatzmaterial]]: Vorlagen zum Download für die Erstellung eines Transferlabor-Konzepts, Transferlabor-Tagebuchs und Tabelle zur Impact-Bewertung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== {{Boxtranhsform|Thematische Blaupausen}} ===&lt;br /&gt;
Die thematischen Blaupausen sind kurze Erfahrungsberichte aus den Transferlaboren. Die konkreten Umsetzungsschritte und Rahmenbedingungen werden dargestellt, um eine Übertragbarkeit auf andere Hochschulen einschätzen und ggf. umsetzen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Blaupause: Flächenentsiegelung|Flächenentsiegelung  und Rückbildung von PKW-Parkplätzen]] (OVGU)&lt;br /&gt;
* [[Blaupause: Klimafreundliche Dienstreisen an Hochschulen|Klimafreundliche Dienstreisen]] (OVGU)&lt;br /&gt;
* [[Blaupause zum Energiesparen|Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen]] (MLU)&lt;br /&gt;
* [[Blaupause für Maßnahmen zu Dienstreisemobilität|Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten]] (MLU)&lt;br /&gt;
* [[Blaupause &amp;quot;Grüner Teller klimabewusst mensen&amp;quot;|Grüner  Teller – lieber klimabewusst mensen gehen?!]] (h2)&lt;br /&gt;
* [[Blaupause „Fahrrad Sharingstation am Hauptbahnhof“|Fahrrad-Sharingstation am Hauptbahnhof]] (HSH)&lt;br /&gt;
* [[Blaupause &amp;quot;Grüner Teller complemented&amp;quot;|Grüner Teller complemented]] (HSH)&lt;br /&gt;
* [[Blaupause &amp;quot;Ressourcenkreisel&amp;quot; - Nachhaltige Beschaffung / Kaskadennutzung|Ressourcenkreisel: Weitergabe/Verleih von Geräten an Studierende und Mitarbeitende]] (HSA)&lt;br /&gt;
* [[Blaupause: Grüner Campus - Förderung der Biodiversität|Maßnahmen im  Handlungsfeld Biodiversität: Mehr artenreiche Blühwiesen und  Flächenpflanzungen sowie Installation von maßnahmenbegleitenden  Strukturelementen]] (HSA)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktivitäten ==&lt;br /&gt;
Hier werden alle Aktivitäten des Verbundprojektes in einer Übersicht zusammengestellt. Sollten Aktivitäten fehlen, dürfen diese gerne eigenständig ergänzt werden. Alternativ schicken Sie eine Mail an {{support}}mit Ihrem Anliegen. Wir ergänzen dann die gewünschte Aktivität.&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Cardheader&lt;br /&gt;
  |header=&#039;&#039;&#039;Projekt-Website&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
  |bg-color=#DABADA&lt;br /&gt;
  |headalign=&lt;br /&gt;
  |content=Mehr zum aktuellen Projektstand unter [https://klimaplanreal.ovgu.de klimaplanreal.ovgu.de]&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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  |bg-color=#DABADA&lt;br /&gt;
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  |header=&#039;&#039;&#039;KlimaPlanReal im Podcast der DG HochN:&#039;&#039;&#039; Klimaneutralität mit System? Hochschulen im Wandel.&lt;br /&gt;
  |content=Ellen Matthies, Silke Rühmland und Christian Künzel aus dem Projektteam der OVGU erzählen im Podcast &amp;quot;Re: Nachhaltige Hochschulen&amp;quot; von DG HochN über das Projekt KlimaPlanReal. [https://www.podcast.de/episode/693048093/folge-15-klimaplanreal-klimaneutralitaet-mit-system-hochschulen-im-wandel &#039;&#039;&#039;Hier hören.&#039;&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Cardheader&lt;br /&gt;
  |bg-color=#DABADA&lt;br /&gt;
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  |header=&#039;&#039;&#039;KlimaPlanReal im Podcast der Uni Magdeburg.&#039;&#039;&#039; #1 Weniger Parkplätze und mehr Grünflächen auf dem Campus .  |content= Die Folge bietet einen Einblick in das Geschehen rund um das Projekt KlimaPlanReal. Zu Gast ist Dr. Christian Künzel (Projektkoordination). [https://open.spotify.com/episode/4jsShW4ToOKvXHL9nlQe5i?si=hBTFJyYAQKGGR3sFSwoj4w &#039;&#039;&#039;Auf Spotify anhören.&#039;&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Cardheader&lt;br /&gt;
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  |header=&#039;&#039;&#039;KlimaPläne&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
  |content= Die veröffentlichten KlimaPläne der beteiligten Hochschulen sind [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplan.html hier] zu finden.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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  |header=&#039;&#039;&#039;Status Quo Berichte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
  |content= Die veröffentlichten Status Quo Berichte der beteiligten Hochschulen sind [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplan.html hier] zu finden.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Publikationen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Literaturhinweis|&lt;br /&gt;
Künzel, C., Rühmland, S., Kastner, K., Simon, C. E., &amp;amp; Matthies, E. (2025). Partizipative und innovative Ansätze zur Förderung der Klimaneutralität an Hochschulen: Das Projekt KlimaPlanReal als Modell für die DACH-Region. In W. Leal Filho (Hrsg.), &#039;&#039;Innovative Ansätze für die Nachhaltigkeitslehre und Forschung in der Hochschulbildung&#039;&#039; (S. 457–474). Springer Berlin Heidelberg. https://doi.org/10.1007/978-3-662-71601-4_26&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Literaturhinweis|&lt;br /&gt;
Künzel, C., &amp;amp; Rühmland, S. (2025). Klimaschutzmaßnahmen effektiv an Hochschulen initiieren und steuern: Ein Praxisbeispiel des Transformationsprojekts KlimaPlanReal. In W. L. Filho &amp;amp; V. Scherenberg (Hrsg.), &#039;&#039;SDG 13: Maßnahmen zum Klimaschutz&#039;&#039; (S. 111–131). Springer Berlin Heidelberg. https://doi.org/10.1007/978-3-662-70588-9_7&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Literaturhinweis|&lt;br /&gt;
Pfitzner, B., Klinner, A., Heilmann, A., &amp;amp; Schaller, P. (2024). &#039;&#039;Die Planungszelle als Instrument nachhaltiger Transformation an Hochschulen – Erkenntnisse aus dem Klimarat der Hochschule Harz: Wissenschaftliche Berichte / Scientific reports&#039;&#039; https://doi.org/10.48446/OPUS-15388|&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Literaturhinweis|&lt;br /&gt;
Künzel, C., Rühmland, S., Kastner, K., Zigann, J., Dullau, S., Pfitzner, B., Klinner, A., Bub, F., Döhle, F., &amp;amp; Hensen, H. (2023). &#039;&#039;Indikatoren für den Klimaimpact an Hochschulen&#039;&#039;. https://doi.org/10.5281/ZENODO.14966175&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auf einen Blick ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fördermaßnahme&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Transformationspfade für nachhaltige Hochschulen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Projekttitel&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren (KlimaPlanReal)&amp;lt;br&amp;gt;(Förderkennzeichen: 01UN2203)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;01.10.2022 – 30.09.2025&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Verbundkoordination&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Magdeburg&amp;lt;br&amp;gt;Dr. Silke Rühmland&amp;lt;br&amp;gt;Tel.: 0391/67 - 57095 (57445)&amp;lt;br&amp;gt;[mailto:klimaplanreal@ovgu.de E-Mail]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Projektpartner&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Hochschule Anhalt, Bernburg&lt;br /&gt;
*Hochschule Harz, Wernigerode&lt;br /&gt;
*Hochschule Magdeburg-Stendal, Magdeburg&lt;br /&gt;
*Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kontakt im DLR Projektträger&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Dr. Ralph Wilhelm, [mailto:ralph.wilhelm@dlr.de E-Mail]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesministerium für Bildung und Forschung (2023): Projektblätter: BMBF-Fördermaßnahme „Transformationspfade für nachhaltige Hochschulen“ https://www.fona.de/medien/pdf/Projektblaetter_TnHs_web.pdf (Zugriff: 01.06.2023)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
[https://www.klimaplanreal.ovgu.de/ KlimaPlanReal – Universität Magdeburg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.h2.de/hochschule/portrait/nachhaltigkeit-und-klimaschutz/projekt-klimaplanreal.html KlimaPlanReal – Hochschule Magdeburg/Stendal]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.hs-anhalt.de/nachhaltigkeit/klimaplanreal.html KlimaPlanReal – Hochschule Anhalt]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/ KlimaPlanReal – Univesität  Halle/Wittenberg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.hs-harz.de/klimaplanreal KlimaPlanReal – Hochschule Harz]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Projekt]][[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=KlimaPlanReal_-_Nachhaltige_Transformationspfade_zur_Klimaneutralit%C3%A4t_mit_Planungszellen_und_Reallaboren&amp;diff=27617</id>
		<title>KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=KlimaPlanReal_-_Nachhaltige_Transformationspfade_zur_Klimaneutralit%C3%A4t_mit_Planungszellen_und_Reallaboren&amp;diff=27617"/>
		<updated>2026-02-17T10:45:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: /* Aktivitäten */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__TOC__{{#set:Has parent page=Transformationspfade für nachhaltige Hochschulen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktuelles Projekt: KlimaPlanReal - intensified ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;KlimaPlanReal geht weiter - jetzt noch intensiver! &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktuelle Infos zum Projekt sind auf unserer [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/ Website] zu finden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dokumentation KlimaPlanReal (Laufzeit 2022 - 2025) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausgangssituation und Forschungsfragen ===&lt;br /&gt;
Bund und Länder haben sich ambitionierte Nachhaltigkeitsziele gesetzt, etwa mit der [[Agenda 2030]] und&lt;br /&gt;
der Klimaneutralität bis 2045. Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts im Frühjahr 2021 hat nicht nur gezeigt, dass diese Klimaziele kurzfristig noch viel ambitionierter sein müssen als bisher gedacht. Sie lenkt auch nachdrücklich den Blick auf die Generationengerechtigkeit beim Klimaschutz. Dies macht es noch wichtiger, Klimaschutzziele frühzeitig auch an den Hochschulen (HS) zu erreichen.&lt;br /&gt;
Im Projekt KlimaPlanReal wurden neue Formen der Initiierung und Unterstützung von Transformationsprozessen an Hochschulen eingesetzt und untersucht. Es gibt bereits vielfältige Empfehlungen und Good Practices, die Klimaneutralität thematisieren (netzwerk n, [[HOCH-N]] Projekt), dennoch vollzieht sich der Wandel nur langsam an den Hochschulen, auch an denen des Projektverbundes aus Sachsen-Anhalt. Bisher scheitern gute Ideen häufig am System, etwa an Systemgrenzen, wie politischen beziehungsweise landesspezifischen Rahmenbedingungen, oder an dadurch verstärkten Konfliktlinien innerhalb der Hochschule und zwischen den Statusgruppen. Es stellt sich die Frage: &#039;&#039;&#039;Durch welche Maßnahmen kann die Motivation aller Hochschulangehörigen so freigesetzt werden, dass sich an Hochschulen selbsttragende Transformationspfade entwickeln können?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Projektansatz und Vorgehen ===&lt;br /&gt;
Mit dem Ansatz des doppelt partizipatorischen Prozesses – erst deliberativ in Form von [[Hochschulklimarat|Hochschulklimaräten]] (Planungszellen), dann mit [[Transferlabor|Transferlaboren]] (Reallaboraktivitäten) hat KlimaPlanReal innovative Grundlagen für die partizipative Gestaltung von Transformationsprozessen zu klimafreundlichen Hochschulen geschaffen. Mit dem [[Hochschulklimarat]] knüpfte KlimaPlanReal an das bestehende Konzept der Planungszelle (Dienel, 1997)&amp;lt;ref&amp;gt;Dienel, C. D. (1997). &#039;&#039;Die Planungszelle: Der Bürger plant seine Umwelt. Eine Alternative zur Establishment-Demokratie.&#039;&#039; Westdeutscher Verlag.&amp;lt;/ref&amp;gt; bzw. [https://buergerrat-klima.de/ Klimabürger*innenräte] an. Neuartig war die Implementierung dessen an der Hochschule, bzw. an vier Hochschulen simultan.Mit den [[Transferlabor|Transferlaboren]] knüpfte KlimaPlanReal an das Konzept der [[Reallabor|Reallabore]] (z. B. Rose et al., 2019; Parodi &amp;amp; Steglich, 2021) an und wendete dieses auf den Hochschulkontext an. In diesem Zusammenhang wurden Akteur*innen aus allen Mitgliedergruppen zusammengebracht, um auf Augenhöhe in Co-Design, Co-Produktion und Co-Evaluation Maßnahmen hin zur klimaneutralen Hochschule umzusetzen, zu reflektieren und damit Transformationsprozesse anzustoßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Projektphasen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Projektablauf KPR bunt.png|zentriert|mini|Projektverlauf KlimaPlanReal]]Das Projekt lief in vier Phasen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &#039;&#039;&#039;Phase 1&#039;&#039;&#039; erfolgte die &#039;&#039;&#039;[[Status quo Analyse klimarelevanter Bereiche einer Hochschule|Status quo Analyse]].&#039;&#039;&#039; Hierbei erarbeiteten die beteiligten Hochschulen den qualitativen und quantitativen Ist-Zustand in den drei identifizierten &#039;&#039;&#039;impactrelevanten Transformationsfeldern&#039;&#039;&#039; (ITF; Nachhaltige Pendel- und Geschäftsmobilität, Regenerativer Campus, Nachhaltige Ernährung und Beschaffung) auf Basis selbst definierter impactrelevanter [https://doi.org/10.5281/ZENODO.14966175 Wirkindikatoren]. Die &#039;&#039;&#039;qualitative Analyse&#039;&#039;&#039; beinhaltete eine Beschreibung und Bewertung bisheriger Klimaschutzmaßnahmen sowie eine &#039;&#039;&#039;Akteur*innenanalyse&#039;&#039;&#039; mit Differenzierung von formellen (laut Arbeitsvertrag) und informellen (freiwillig, zusätzlich) Aktiven sowie die Berücksichtigung von bereits bestehender Kommunikation hinsichtlich Klimaschutzaktivitäten. Die &#039;&#039;&#039;quantitative Analyse&#039;&#039;&#039; beinhaltete die Erfassung der Treibhausgasemissionen nach anerkannten Standards (GHG Protocol) in den ITF.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &#039;&#039;&#039;Phase 2&#039;&#039;&#039; wurden &#039;&#039;&#039;[[Hochschulklimarat|Hochschulklimaräte]]&#039;&#039;&#039; an den beteiligten Hochschulen organisiert und durchgeführt. Ein Hochschulklimarat ist ein zeitlich befristetes deliberatives Partizipationsverfahren (vgl. [https://www.buergerrat.de/ Bürger*innenrat]) zur Erarbeitung von Klimaschutzmaßnahmen für die Hochschule. An den Klimaräten nahmen 28 bis 36 Personen je Hochschule teil. Diese bildeten alle Mitgliedergruppen der Hochschule ab (dabei 50% Studierende) und waren im Idealfall durch ein Losverfahren ausgewählt. Die Hochschulklimaräte waren 1,5-tägige Workshops, die durch eine professionelle, neutrale Prozessmoderation geleitet wurden. Die Maßnahmenempfehlungen wurden anschließend im hochschulspezifischen &#039;&#039;&#039;[https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplan.html KlimaPlan]&#039;&#039;&#039; aufbereitet und der Hochschulleitung überreicht. Aus den Maßnahmen des KlimaPlans wurden anschließend anhand einer &#039;&#039;&#039;[https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplan.html Impact-Bewertung] (z.B. Betrag der Treibhausgasreduktion)&#039;&#039;&#039; durch das jeweilige Projektteam geeignete Pilotmaßnahmen für die [[Transferlabor|Transferlabore]] ausgewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &#039;&#039;&#039;Phase 3 und 4&#039;&#039;&#039; wurde die Umsetzung der ausgewählten Pilotmaßnahmen im Rahmen von zwei aufeinanderfolgenden &#039;&#039;&#039;[[Transferlabor|Transferlaboren]]&#039;&#039;&#039; begonnen bzw. final umgesetzt. Jede Hochschule verfolgte dabei eigene Maßnahmen, entsprechend der Impact-Bewertung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Projektziele und Besonderheiten ===&lt;br /&gt;
Das Besondere am Ansatz von KlimaPlanReal ist der gezielte und systematische Einsatz von partizipatorischen Instrumenten, die den Dialog zwischen den verschiedenen Mitgliedergruppen befördern und somit alle aktiv in den Transformationsprozess einbeziehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschulklimaräte wurden hochschulübergreifend vergleichend erforscht und evaluiert. In einer empirischen Mehrwellenerhebung ging das Projekt KlimaPlanReal insbesondere der Frage nach, inwieweit partizipatorische Prozesse an der Hochschule die kollektive Wirksamkeitserwartung der Hochschulmitglieder verändert (hochschulübergreifende Transformationsforschung). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt hat KlimaPlanReal eine hohe Relevanz für die praktische Umsetzung einer Transformation in Richtung Nachhaltigkeit (NHK), weil Transformationswissen (Planungszellen- und Reallaboransatz &amp;amp; Erforschung der Wirkungen) und transformatives Wissen (Umsetzungsprozesse in Reallaboren) zum sozial-ökologischen Wandel generiert werden. Zudem deckt das Projekt generelle Hemmnisse bei der Umsetzung auf, entwickelt praktische Umsetzungs- und Transferhinweise als Blaupausen und identifiziert systemische Barrieren für die Hochschulen im Land Sachsen-Anhalt  sowie Lösungsmöglichkeiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ergebnisse ==&lt;br /&gt;
Alle Aktivitäten aus dem Projekt KlimaPlanReal wurden so aufbereitet, dass weitere Hochschulen sie im Sinne des „Best follower“-Prinzips nutzen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== {{Boxtranhsform|Good Practices}} ===&lt;br /&gt;
In drei Good Practice Guides werden die Methoden der drei Projektphasen von KlimaPlanReal dargestellt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Phase 1: [[Status quo Analyse klimarelevanter Bereiche einer Hochschule|Status quo Analyse]]&lt;br /&gt;
* Phase 2: [[Hochschulklimarat|Hochschulklimarat mit anschließender Impact-Bewertung der Maßnahmenvorschläge]]&lt;br /&gt;
* Phase 3: [[Transferlabor]] zur Umsetzung von Maßnahmen&lt;br /&gt;
* [[KlimaPlanReal: Zusatzmaterial zum Download|Zusatzmaterial]]: Vorlagen zum Download für die Erstellung eines Transferlabor-Konzepts, Transferlabor-Tagebuchs und Tabelle zur Impact-Bewertung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== {{Boxtranhsform|Thematische Blaupausen}} ===&lt;br /&gt;
Die thematischen Blaupausen sind kurze Erfahrungsberichte aus den Transferlaboren. Die konkreten Umsetzungsschritte und Rahmenbedingungen werden dargestellt, um eine Übertragbarkeit auf andere Hochschulen einschätzen und ggf. umsetzen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Blaupause: Flächenentsiegelung|Flächenentsiegelung  und Rückbildung von PKW-Parkplätzen]] (OVGU)&lt;br /&gt;
* [[Blaupause: Klimafreundliche Dienstreisen an Hochschulen|Klimafreundliche Dienstreisen]] (OVGU)&lt;br /&gt;
* [[Blaupause zum Energiesparen|Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen]] (MLU)&lt;br /&gt;
* [[Blaupause für Maßnahmen zu Dienstreisemobilität|Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten]] (MLU)&lt;br /&gt;
* [[Blaupause &amp;quot;Grüner Teller klimabewusst mensen&amp;quot;|Grüner  Teller – lieber klimabewusst mensen gehen?!]] (h2)&lt;br /&gt;
* [[Blaupause „Fahrrad Sharingstation am Hauptbahnhof“|Fahrrad-Sharingstation am Hauptbahnhof]] (HSH)&lt;br /&gt;
* [[Blaupause &amp;quot;Grüner Teller complemented&amp;quot;|Grüner Teller complemented]] (HSH)&lt;br /&gt;
* [[Blaupause &amp;quot;Ressourcenkreisel&amp;quot; - Nachhaltige Beschaffung / Kaskadennutzung|Ressourcenkreisel: Weitergabe/Verleih von Geräten an Studierende und Mitarbeitende]] (HSA)&lt;br /&gt;
* [[Blaupause: Grüner Campus - Förderung der Biodiversität|Maßnahmen im  Handlungsfeld Biodiversität: Mehr artenreiche Blühwiesen und  Flächenpflanzungen sowie Installation von maßnahmenbegleitenden  Strukturelementen]] (HSA)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktivitäten ==&lt;br /&gt;
Hier werden alle Aktivitäten des Verbundprojektes in einer Übersicht zusammengestellt. Sollten Aktivitäten fehlen, dürfen diese gerne eigenständig ergänzt werden. Alternativ schicken Sie eine Mail an {{support}}mit Ihrem Anliegen. Wir ergänzen dann die gewünschte Aktivität.&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Cardheader&lt;br /&gt;
  |header=&#039;&#039;&#039;Projekt-Website&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
  |bg-color=#DABADA&lt;br /&gt;
  |headalign=&lt;br /&gt;
  |content=Mehr zum aktuellen Projektstand unter [https://klimaplanreal.ovgu.de klimaplanreal.ovgu.de]&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Cardheader&lt;br /&gt;
  |bg-color=#DABADA&lt;br /&gt;
  |header=&#039;&#039;&#039;KlimaPlanReal im Podcast der DG HochN:&#039;&#039;&#039; Klimaneutralität mit System? Hochschulen im Wandel.&lt;br /&gt;
  |content=Ellen Matthies, Silke Rühmland und Christian Künzel aus dem Projektteam der OVGU erzählen im Podcast &amp;quot;Re: Nachhaltige Hochschulen&amp;quot; von DG HochN über das Projekt KlimaPlanReal. [https://www.podcast.de/episode/693048093/folge-15-klimaplanreal-klimaneutralitaet-mit-system-hochschulen-im-wandel &#039;&#039;&#039;Hier hören.&#039;&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Cardheader&lt;br /&gt;
  |bg-color=#DABADA&lt;br /&gt;
  |header=&#039;&#039;&#039;KlimaPlanReal im Podcast der Uni Magdeburg.&#039;&#039;&#039; #1 Weniger Parkplätze und mehr Grünflächen auf dem Campus .&lt;br /&gt;
  |content= Die Folge bietet einen Einblick in das Geschehen rund um das Projekt KlimaPlanReal. Zu Gast ist Dr. Christian Künzel (Projektkoordination). ([https://open.spotify.com/episode/4jsShW4ToOKvXHL9nlQe5i?si=hBTFJyYAQKGGR3sFSwoj4w &#039;&#039;&#039;Auf Spotify anhören.&#039;&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Cardheader&lt;br /&gt;
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  |header=&#039;&#039;&#039;KlimaPläne&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
  |content= Die veröffentlichten KlimaPläne der beteiligten Hochschulen sind [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplan.html hier] zu finden.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Cardheader&lt;br /&gt;
  |bg-color=#DABADA&lt;br /&gt;
  |header=&#039;&#039;&#039;Status Quo Berichte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
  |content= Die veröffentlichten Status Quo Berichte der beteiligten Hochschulen sind [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplan.html hier] zu finden.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Cardheader&lt;br /&gt;
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  |content=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Publikationen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Literaturhinweis|&lt;br /&gt;
Künzel, C., Rühmland, S., Kastner, K., Simon, C. E., &amp;amp; Matthies, E. (2025). Partizipative und innovative Ansätze zur Förderung der Klimaneutralität an Hochschulen: Das Projekt KlimaPlanReal als Modell für die DACH-Region. In W. Leal Filho (Hrsg.), &#039;&#039;Innovative Ansätze für die Nachhaltigkeitslehre und Forschung in der Hochschulbildung&#039;&#039; (S. 457–474). Springer Berlin Heidelberg. https://doi.org/10.1007/978-3-662-71601-4_26&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Literaturhinweis|&lt;br /&gt;
Künzel, C., &amp;amp; Rühmland, S. (2025). Klimaschutzmaßnahmen effektiv an Hochschulen initiieren und steuern: Ein Praxisbeispiel des Transformationsprojekts KlimaPlanReal. In W. L. Filho &amp;amp; V. Scherenberg (Hrsg.), &#039;&#039;SDG 13: Maßnahmen zum Klimaschutz&#039;&#039; (S. 111–131). Springer Berlin Heidelberg. https://doi.org/10.1007/978-3-662-70588-9_7&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Literaturhinweis|&lt;br /&gt;
Pfitzner, B., Klinner, A., Heilmann, A., &amp;amp; Schaller, P. (2024). &#039;&#039;Die Planungszelle als Instrument nachhaltiger Transformation an Hochschulen – Erkenntnisse aus dem Klimarat der Hochschule Harz: Wissenschaftliche Berichte / Scientific reports&#039;&#039; https://doi.org/10.48446/OPUS-15388|&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Literaturhinweis|&lt;br /&gt;
Künzel, C., Rühmland, S., Kastner, K., Zigann, J., Dullau, S., Pfitzner, B., Klinner, A., Bub, F., Döhle, F., &amp;amp; Hensen, H. (2023). &#039;&#039;Indikatoren für den Klimaimpact an Hochschulen&#039;&#039;. https://doi.org/10.5281/ZENODO.14966175&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auf einen Blick ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fördermaßnahme&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Transformationspfade für nachhaltige Hochschulen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Projekttitel&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren (KlimaPlanReal)&amp;lt;br&amp;gt;(Förderkennzeichen: 01UN2203)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;01.10.2022 – 30.09.2025&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Verbundkoordination&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Magdeburg&amp;lt;br&amp;gt;Dr. Silke Rühmland&amp;lt;br&amp;gt;Tel.: 0391/67 - 57095 (57445)&amp;lt;br&amp;gt;[mailto:klimaplanreal@ovgu.de E-Mail]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Projektpartner&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Hochschule Anhalt, Bernburg&lt;br /&gt;
*Hochschule Harz, Wernigerode&lt;br /&gt;
*Hochschule Magdeburg-Stendal, Magdeburg&lt;br /&gt;
*Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kontakt im DLR Projektträger&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Dr. Ralph Wilhelm, [mailto:ralph.wilhelm@dlr.de E-Mail]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesministerium für Bildung und Forschung (2023): Projektblätter: BMBF-Fördermaßnahme „Transformationspfade für nachhaltige Hochschulen“ https://www.fona.de/medien/pdf/Projektblaetter_TnHs_web.pdf (Zugriff: 01.06.2023)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
[https://www.klimaplanreal.ovgu.de/ KlimaPlanReal – Universität Magdeburg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.h2.de/hochschule/portrait/nachhaltigkeit-und-klimaschutz/projekt-klimaplanreal.html KlimaPlanReal – Hochschule Magdeburg/Stendal]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.hs-anhalt.de/nachhaltigkeit/klimaplanreal.html KlimaPlanReal – Hochschule Anhalt]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/ KlimaPlanReal – Univesität  Halle/Wittenberg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.hs-harz.de/klimaplanreal KlimaPlanReal – Hochschule Harz]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Projekt]][[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=KlimaPlanReal_-_Nachhaltige_Transformationspfade_zur_Klimaneutralit%C3%A4t_mit_Planungszellen_und_Reallaboren&amp;diff=27616</id>
		<title>KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=KlimaPlanReal_-_Nachhaltige_Transformationspfade_zur_Klimaneutralit%C3%A4t_mit_Planungszellen_und_Reallaboren&amp;diff=27616"/>
		<updated>2026-02-17T10:42:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;KlimaPlanReal: /* Aktivitäten */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__TOC__{{#set:Has parent page=Transformationspfade für nachhaltige Hochschulen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktuelles Projekt: KlimaPlanReal - intensified ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;KlimaPlanReal geht weiter - jetzt noch intensiver! &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktuelle Infos zum Projekt sind auf unserer [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/ Website] zu finden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dokumentation KlimaPlanReal (Laufzeit 2022 - 2025) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausgangssituation und Forschungsfragen ===&lt;br /&gt;
Bund und Länder haben sich ambitionierte Nachhaltigkeitsziele gesetzt, etwa mit der [[Agenda 2030]] und&lt;br /&gt;
der Klimaneutralität bis 2045. Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts im Frühjahr 2021 hat nicht nur gezeigt, dass diese Klimaziele kurzfristig noch viel ambitionierter sein müssen als bisher gedacht. Sie lenkt auch nachdrücklich den Blick auf die Generationengerechtigkeit beim Klimaschutz. Dies macht es noch wichtiger, Klimaschutzziele frühzeitig auch an den Hochschulen (HS) zu erreichen.&lt;br /&gt;
Im Projekt KlimaPlanReal wurden neue Formen der Initiierung und Unterstützung von Transformationsprozessen an Hochschulen eingesetzt und untersucht. Es gibt bereits vielfältige Empfehlungen und Good Practices, die Klimaneutralität thematisieren (netzwerk n, [[HOCH-N]] Projekt), dennoch vollzieht sich der Wandel nur langsam an den Hochschulen, auch an denen des Projektverbundes aus Sachsen-Anhalt. Bisher scheitern gute Ideen häufig am System, etwa an Systemgrenzen, wie politischen beziehungsweise landesspezifischen Rahmenbedingungen, oder an dadurch verstärkten Konfliktlinien innerhalb der Hochschule und zwischen den Statusgruppen. Es stellt sich die Frage: &#039;&#039;&#039;Durch welche Maßnahmen kann die Motivation aller Hochschulangehörigen so freigesetzt werden, dass sich an Hochschulen selbsttragende Transformationspfade entwickeln können?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Projektansatz und Vorgehen ===&lt;br /&gt;
Mit dem Ansatz des doppelt partizipatorischen Prozesses – erst deliberativ in Form von [[Hochschulklimarat|Hochschulklimaräten]] (Planungszellen), dann mit [[Transferlabor|Transferlaboren]] (Reallaboraktivitäten) hat KlimaPlanReal innovative Grundlagen für die partizipative Gestaltung von Transformationsprozessen zu klimafreundlichen Hochschulen geschaffen. Mit dem [[Hochschulklimarat]] knüpfte KlimaPlanReal an das bestehende Konzept der Planungszelle (Dienel, 1997)&amp;lt;ref&amp;gt;Dienel, C. D. (1997). &#039;&#039;Die Planungszelle: Der Bürger plant seine Umwelt. Eine Alternative zur Establishment-Demokratie.&#039;&#039; Westdeutscher Verlag.&amp;lt;/ref&amp;gt; bzw. [https://buergerrat-klima.de/ Klimabürger*innenräte] an. Neuartig war die Implementierung dessen an der Hochschule, bzw. an vier Hochschulen simultan.Mit den [[Transferlabor|Transferlaboren]] knüpfte KlimaPlanReal an das Konzept der [[Reallabor|Reallabore]] (z. B. Rose et al., 2019; Parodi &amp;amp; Steglich, 2021) an und wendete dieses auf den Hochschulkontext an. In diesem Zusammenhang wurden Akteur*innen aus allen Mitgliedergruppen zusammengebracht, um auf Augenhöhe in Co-Design, Co-Produktion und Co-Evaluation Maßnahmen hin zur klimaneutralen Hochschule umzusetzen, zu reflektieren und damit Transformationsprozesse anzustoßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Projektphasen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Projektablauf KPR bunt.png|zentriert|mini|Projektverlauf KlimaPlanReal]]Das Projekt lief in vier Phasen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &#039;&#039;&#039;Phase 1&#039;&#039;&#039; erfolgte die &#039;&#039;&#039;[[Status quo Analyse klimarelevanter Bereiche einer Hochschule|Status quo Analyse]].&#039;&#039;&#039; Hierbei erarbeiteten die beteiligten Hochschulen den qualitativen und quantitativen Ist-Zustand in den drei identifizierten &#039;&#039;&#039;impactrelevanten Transformationsfeldern&#039;&#039;&#039; (ITF; Nachhaltige Pendel- und Geschäftsmobilität, Regenerativer Campus, Nachhaltige Ernährung und Beschaffung) auf Basis selbst definierter impactrelevanter [https://doi.org/10.5281/ZENODO.14966175 Wirkindikatoren]. Die &#039;&#039;&#039;qualitative Analyse&#039;&#039;&#039; beinhaltete eine Beschreibung und Bewertung bisheriger Klimaschutzmaßnahmen sowie eine &#039;&#039;&#039;Akteur*innenanalyse&#039;&#039;&#039; mit Differenzierung von formellen (laut Arbeitsvertrag) und informellen (freiwillig, zusätzlich) Aktiven sowie die Berücksichtigung von bereits bestehender Kommunikation hinsichtlich Klimaschutzaktivitäten. Die &#039;&#039;&#039;quantitative Analyse&#039;&#039;&#039; beinhaltete die Erfassung der Treibhausgasemissionen nach anerkannten Standards (GHG Protocol) in den ITF.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &#039;&#039;&#039;Phase 2&#039;&#039;&#039; wurden &#039;&#039;&#039;[[Hochschulklimarat|Hochschulklimaräte]]&#039;&#039;&#039; an den beteiligten Hochschulen organisiert und durchgeführt. Ein Hochschulklimarat ist ein zeitlich befristetes deliberatives Partizipationsverfahren (vgl. [https://www.buergerrat.de/ Bürger*innenrat]) zur Erarbeitung von Klimaschutzmaßnahmen für die Hochschule. An den Klimaräten nahmen 28 bis 36 Personen je Hochschule teil. Diese bildeten alle Mitgliedergruppen der Hochschule ab (dabei 50% Studierende) und waren im Idealfall durch ein Losverfahren ausgewählt. Die Hochschulklimaräte waren 1,5-tägige Workshops, die durch eine professionelle, neutrale Prozessmoderation geleitet wurden. Die Maßnahmenempfehlungen wurden anschließend im hochschulspezifischen &#039;&#039;&#039;[https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplan.html KlimaPlan]&#039;&#039;&#039; aufbereitet und der Hochschulleitung überreicht. Aus den Maßnahmen des KlimaPlans wurden anschließend anhand einer &#039;&#039;&#039;[https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplan.html Impact-Bewertung] (z.B. Betrag der Treibhausgasreduktion)&#039;&#039;&#039; durch das jeweilige Projektteam geeignete Pilotmaßnahmen für die [[Transferlabor|Transferlabore]] ausgewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &#039;&#039;&#039;Phase 3 und 4&#039;&#039;&#039; wurde die Umsetzung der ausgewählten Pilotmaßnahmen im Rahmen von zwei aufeinanderfolgenden &#039;&#039;&#039;[[Transferlabor|Transferlaboren]]&#039;&#039;&#039; begonnen bzw. final umgesetzt. Jede Hochschule verfolgte dabei eigene Maßnahmen, entsprechend der Impact-Bewertung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Projektziele und Besonderheiten ===&lt;br /&gt;
Das Besondere am Ansatz von KlimaPlanReal ist der gezielte und systematische Einsatz von partizipatorischen Instrumenten, die den Dialog zwischen den verschiedenen Mitgliedergruppen befördern und somit alle aktiv in den Transformationsprozess einbeziehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschulklimaräte wurden hochschulübergreifend vergleichend erforscht und evaluiert. In einer empirischen Mehrwellenerhebung ging das Projekt KlimaPlanReal insbesondere der Frage nach, inwieweit partizipatorische Prozesse an der Hochschule die kollektive Wirksamkeitserwartung der Hochschulmitglieder verändert (hochschulübergreifende Transformationsforschung). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt hat KlimaPlanReal eine hohe Relevanz für die praktische Umsetzung einer Transformation in Richtung Nachhaltigkeit (NHK), weil Transformationswissen (Planungszellen- und Reallaboransatz &amp;amp; Erforschung der Wirkungen) und transformatives Wissen (Umsetzungsprozesse in Reallaboren) zum sozial-ökologischen Wandel generiert werden. Zudem deckt das Projekt generelle Hemmnisse bei der Umsetzung auf, entwickelt praktische Umsetzungs- und Transferhinweise als Blaupausen und identifiziert systemische Barrieren für die Hochschulen im Land Sachsen-Anhalt  sowie Lösungsmöglichkeiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ergebnisse ==&lt;br /&gt;
Alle Aktivitäten aus dem Projekt KlimaPlanReal wurden so aufbereitet, dass weitere Hochschulen sie im Sinne des „Best follower“-Prinzips nutzen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== {{Boxtranhsform|Good Practices}} ===&lt;br /&gt;
In drei Good Practice Guides werden die Methoden der drei Projektphasen von KlimaPlanReal dargestellt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Phase 1: [[Status quo Analyse klimarelevanter Bereiche einer Hochschule|Status quo Analyse]]&lt;br /&gt;
* Phase 2: [[Hochschulklimarat|Hochschulklimarat mit anschließender Impact-Bewertung der Maßnahmenvorschläge]]&lt;br /&gt;
* Phase 3: [[Transferlabor]] zur Umsetzung von Maßnahmen&lt;br /&gt;
* [[KlimaPlanReal: Zusatzmaterial zum Download|Zusatzmaterial]]: Vorlagen zum Download für die Erstellung eines Transferlabor-Konzepts, Transferlabor-Tagebuchs und Tabelle zur Impact-Bewertung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== {{Boxtranhsform|Thematische Blaupausen}} ===&lt;br /&gt;
Die thematischen Blaupausen sind kurze Erfahrungsberichte aus den Transferlaboren. Die konkreten Umsetzungsschritte und Rahmenbedingungen werden dargestellt, um eine Übertragbarkeit auf andere Hochschulen einschätzen und ggf. umsetzen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Blaupause: Flächenentsiegelung|Flächenentsiegelung  und Rückbildung von PKW-Parkplätzen]] (OVGU)&lt;br /&gt;
* [[Blaupause: Klimafreundliche Dienstreisen an Hochschulen|Klimafreundliche Dienstreisen]] (OVGU)&lt;br /&gt;
* [[Blaupause zum Energiesparen|Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen]] (MLU)&lt;br /&gt;
* [[Blaupause für Maßnahmen zu Dienstreisemobilität|Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten]] (MLU)&lt;br /&gt;
* [[Blaupause &amp;quot;Grüner Teller klimabewusst mensen&amp;quot;|Grüner  Teller – lieber klimabewusst mensen gehen?!]] (h2)&lt;br /&gt;
* [[Blaupause „Fahrrad Sharingstation am Hauptbahnhof“|Fahrrad-Sharingstation am Hauptbahnhof]] (HSH)&lt;br /&gt;
* [[Blaupause &amp;quot;Grüner Teller complemented&amp;quot;|Grüner Teller complemented]] (HSH)&lt;br /&gt;
* [[Blaupause &amp;quot;Ressourcenkreisel&amp;quot; - Nachhaltige Beschaffung / Kaskadennutzung|Ressourcenkreisel: Weitergabe/Verleih von Geräten an Studierende und Mitarbeitende]] (HSA)&lt;br /&gt;
* [[Blaupause: Grüner Campus - Förderung der Biodiversität|Maßnahmen im  Handlungsfeld Biodiversität: Mehr artenreiche Blühwiesen und  Flächenpflanzungen sowie Installation von maßnahmenbegleitenden  Strukturelementen]] (HSA)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktivitäten ==&lt;br /&gt;
Hier werden alle Aktivitäten des Verbundprojektes in einer Übersicht zusammengestellt. Sollten Aktivitäten fehlen, dürfen diese gerne eigenständig ergänzt werden. Alternativ schicken Sie eine Mail an {{support}}mit Ihrem Anliegen. Wir ergänzen dann die gewünschte Aktivität.&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Cardheader&lt;br /&gt;
  |header=&#039;&#039;&#039;Projekt-Website&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
  |bg-color=#DABADA&lt;br /&gt;
  |headalign=&lt;br /&gt;
  |content=Mehr zum aktuellen Projektstand unter [https://klimaplanreal.ovgu.de klimaplanreal.ovgu.de]&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Cardheader&lt;br /&gt;
  |bg-color=#DABADA&lt;br /&gt;
  |header=&#039;&#039;&#039;KlimaPlanReal im Podcast der DG HochN:&#039;&#039;&#039; Klimaneutralität mit System? Hochschulen im Wandel.&lt;br /&gt;
  |content=Ellen Matthies, Silke Rühmland und Christian Künzel aus dem Projektteam der OVGU erzählen im Podcast &amp;quot;Re: Nachhaltige Hochschulen&amp;quot; von DG HochN über das Projekt KlimaPlanReal. [https://www.podcast.de/episode/693048093/folge-15-klimaplanreal-klimaneutralitaet-mit-system-hochschulen-im-wandel Hier hören.]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Cardheader&lt;br /&gt;
  |bg-color=#DABADA&lt;br /&gt;
  |header=&#039;&#039;&#039;KlimaPlanReal im Podcast der Uni Magdeburg.&#039;&#039;&#039; #1 Weniger Parkplätze und mehr Grünflächen auf dem Campus .&lt;br /&gt;
  |content= Die Folge bietet einen Einblick in das Geschehen rund um das Projekt KlimaPlanReal. Zu Gast ist Dr. Christian Künzel (Projektkoordination). ([https://open.spotify.com/episode/4jsShW4ToOKvXHL9nlQe5i?si=hBTFJyYAQKGGR3sFSwoj4w Auf Spotify anhören.])&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Cardheader&lt;br /&gt;
  |bg-color=#DABADA&lt;br /&gt;
  |header=&#039;&#039;&#039;KlimaPläne&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
  |content= Die veröffentlichten KlimaPläne der beteiligten Hochschulen sind [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/klimaplan.html hier] zu finden.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Cardheader&lt;br /&gt;
  |bg-color=#DABADA&lt;br /&gt;
  |header=&lt;br /&gt;
  |content=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Publikationen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Literaturhinweis|&lt;br /&gt;
Künzel, C., Rühmland, S., Kastner, K., Simon, C. E., &amp;amp; Matthies, E. (2025). Partizipative und innovative Ansätze zur Förderung der Klimaneutralität an Hochschulen: Das Projekt KlimaPlanReal als Modell für die DACH-Region. In W. Leal Filho (Hrsg.), &#039;&#039;Innovative Ansätze für die Nachhaltigkeitslehre und Forschung in der Hochschulbildung&#039;&#039; (S. 457–474). Springer Berlin Heidelberg. https://doi.org/10.1007/978-3-662-71601-4_26&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Literaturhinweis|&lt;br /&gt;
Künzel, C., &amp;amp; Rühmland, S. (2025). Klimaschutzmaßnahmen effektiv an Hochschulen initiieren und steuern: Ein Praxisbeispiel des Transformationsprojekts KlimaPlanReal. In W. L. Filho &amp;amp; V. Scherenberg (Hrsg.), &#039;&#039;SDG 13: Maßnahmen zum Klimaschutz&#039;&#039; (S. 111–131). Springer Berlin Heidelberg. https://doi.org/10.1007/978-3-662-70588-9_7&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Literaturhinweis|&lt;br /&gt;
Pfitzner, B., Klinner, A., Heilmann, A., &amp;amp; Schaller, P. (2024). &#039;&#039;Die Planungszelle als Instrument nachhaltiger Transformation an Hochschulen – Erkenntnisse aus dem Klimarat der Hochschule Harz: Wissenschaftliche Berichte / Scientific reports&#039;&#039; https://doi.org/10.48446/OPUS-15388|&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Literaturhinweis|&lt;br /&gt;
Künzel, C., Rühmland, S., Kastner, K., Zigann, J., Dullau, S., Pfitzner, B., Klinner, A., Bub, F., Döhle, F., &amp;amp; Hensen, H. (2023). &#039;&#039;Indikatoren für den Klimaimpact an Hochschulen&#039;&#039;. https://doi.org/10.5281/ZENODO.14966175&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auf einen Blick ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fördermaßnahme&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Transformationspfade für nachhaltige Hochschulen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Projekttitel&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren (KlimaPlanReal)&amp;lt;br&amp;gt;(Förderkennzeichen: 01UN2203)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;01.10.2022 – 30.09.2025&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Verbundkoordination&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Magdeburg&amp;lt;br&amp;gt;Dr. Silke Rühmland&amp;lt;br&amp;gt;Tel.: 0391/67 - 57095 (57445)&amp;lt;br&amp;gt;[mailto:klimaplanreal@ovgu.de E-Mail]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Projektpartner&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Hochschule Anhalt, Bernburg&lt;br /&gt;
*Hochschule Harz, Wernigerode&lt;br /&gt;
*Hochschule Magdeburg-Stendal, Magdeburg&lt;br /&gt;
*Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kontakt im DLR Projektträger&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;Dr. Ralph Wilhelm, [mailto:ralph.wilhelm@dlr.de E-Mail]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesministerium für Bildung und Forschung (2023): Projektblätter: BMBF-Fördermaßnahme „Transformationspfade für nachhaltige Hochschulen“ https://www.fona.de/medien/pdf/Projektblaetter_TnHs_web.pdf (Zugriff: 01.06.2023)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
[https://www.klimaplanreal.ovgu.de/ KlimaPlanReal – Universität Magdeburg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.h2.de/hochschule/portrait/nachhaltigkeit-und-klimaschutz/projekt-klimaplanreal.html KlimaPlanReal – Hochschule Magdeburg/Stendal]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.hs-anhalt.de/nachhaltigkeit/klimaplanreal.html KlimaPlanReal – Hochschule Anhalt]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/ KlimaPlanReal – Univesität  Halle/Wittenberg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.hs-harz.de/klimaplanreal KlimaPlanReal – Hochschule Harz]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Projekt]][[Kategorie:Transformationspfade]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>KlimaPlanReal</name></author>
	</entry>
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