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	<title>DG HochN-Wiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-06-03T17:57:05Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=24014</id>
		<title>Blaupause für Maßnahmen zu Dienstreisemobilität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=24014"/>
		<updated>2025-09-17T12:07:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: /* Ist-Zustand */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Best Practice&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Energie, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Energiesparen, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Link zu Best-Practice Guide Transferlabore&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nachhaltige Mobilität – Nachhaltige Dienstreisemobilität &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“. Sie orientiert sich an der Maßnahme 11 aus dem [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/hochschulklimarat/klimaplan_mlu/ KlimaPlan der MLU]. Ziel dieser Maßnahme ist es, dass Treibhausgase, die im Kontext von Dienstreisen an der MLU entstehen, reduziert bzw. eingespart werden. Um eine quantitative Wirkung der Maßnahme feststellen zu können, bedarf es statistischer Daten der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; Produktion vor und nach der Maßnahme. Diese wiederum können aus Daten zu Dienstreisen ermittelt werden, die sich aus Angaben über getätigte Dienstreisen an der MLU (Start- und Zielort, zurückgelegte Strecke und jeweilige genutzte Verkehrsmittel) ergeben. Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung lagen erste Daten vor, die jedoch keine valide quantitative Datenbasis und Aussagen erlaubten (siehe Ist-Zustand). Deswegen wurden qualitative Zielstellungen priorisiert, die insbesondere die Ziele der Sensibilisierung zur Thematik, Kommunikation und Information verfolgten. &lt;br /&gt;
Mit der Maßnahme werden unmittelbar Mitarbeitende der MLU adressiert, die administrativ in der Planung und Organisation von Dienstreisen für andere Beschäftigte tätig sind (u.a. Sekretariate) und die eigenständig Dienstreisen im Rahmen ihrer Beschäftigung und Tätigkeiten an der MLU (Wissenschaft, Verwaltung etc.) planen, organisieren und durchführen. Mittelbar sollen alle Beschäftigten der MLU zum Thema nachhaltige Dienstreisen sensibilisiert werden. Mit der Maßnahme wird ein gesamtuniversitärer Prozess angeregt und das Individualverhalten der Beschäftigten adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Ziele wurden im Transformationsteam verfolgt: &lt;br /&gt;
*Förderung der Reduktion von Treibhausgasemissionen durch Vermeidung von Flugreisen und Individualverkehr&lt;br /&gt;
*Förderung von Bahnreisen bzw. öffentlichen Nah- und Fernverkehr im Allgemeinen&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für die nachhaltige Gestaltung von Dienstreisen ins-besondere in Bezug auf die Wahl des Verkehrsmittels&lt;br /&gt;
*Erarbeitung einer Entscheidungshilfe für nachhaltigere Dienstreisen an der MLU&lt;br /&gt;
*Integration der erarbeiteten Handlungsempfehlungen in das digitale Buchungssystem des Ver-tragsreisebüros der MLU auf der Website der Abteilung für Reisekosten&lt;br /&gt;
*Nachhaltigkeit wird als Querschnittsthema bei der Beantragung, Bearbeitung und Umsetzung von Dienstreisen berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ist-Zustand ===&lt;br /&gt;
Für die Maßnahme „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“ sind statistische Daten hilfreich, die Dienstreisen mit Start- und Zielort, mögliche Zwischenstopps und die jeweiligen genutzten Verkehrsmittel aller Beschäftigten der Organisation detailliert erfassen. Daraus können die reisebezogenen Treibhausgasemissionen berechnet werden. Das schafft eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und ermöglicht eine Messbarkeit der Wirksamkeit. Es zeigt auch, wo Handlungsschwerpunkte liegen können, sodass bedarfsgerechte Maßnahmen abgeleitet werden können. In der [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/3343046_3385459/3385459_3503977/ Status Quo Analyse der MLU] war eine Bilanzierung der Dienstreisen noch nicht möglich. Die vorhandene Verwaltungssoftware, mit welcher Dienstreisen in der Abteilung Reisekosten abgerechnet werden, ermöglicht keine automatische und detaillierte Erfassung der einzelnen Reisewege und gewählten Verkehrsmittel. Möglich wurde dies durch eine zusätzliche händische Eintragung durch die Mitarbeitenden der Abteilung, welche seit Mitte des Projektes erfolgt. Dadurch hat sich die Datengrundlage grundsätzlich verbessert, sie ermöglicht jedoch keine validen, statistisch abgesicherten Aussagen über das Reiseverhalten der Beschäftigten zu treffen. Im Bereich der Dienstreisebeantragung und -abrechnung erfolgt an der MLU aktuell eine Digitalisierung, in welche das Projektteam einbezogen werden konnte. Ziel ist es, die vorhandene Verwaltungssoftware so auszugestalten, dass eine detaillierte Erfassung der Dienstreisen und daraus abgeleitet die Erfassung der Emissionen ermöglicht wird. Diese können mit Hilfe von CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rechnern, die wiederum in die Verwaltungssoftware ggfs. integriert werden können, berechnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Akteur*innenanalyse ===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse (Abbildung 1) durchgeführt, die auch den Bereich Mobilität umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert, kontaktiert und in den Prozess involviert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden strukturell, für das Thema Dienstreisen zuständige, Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem &#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Hochschulklimarat&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;) angesprochen. Das TrafoTeam setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren sechs Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus dem International Office&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus der Personalabteilung, Bereich Personalentwicklung&lt;br /&gt;
*Doktorandin (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Doktorand (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einschätzung zur Zusammensetzung:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
*Hohe Motivation aller Beteiligten&lt;br /&gt;
*verschiedene Akteur*innen von Einrichtungen und Abteilungen&lt;br /&gt;
*verschiedene Angehörige der MLU (Verwaltung, Wissenschaft, Wissenschaftsunterstützend, Studierende)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem festen Transformationsteam wurden über individuelle Konsultationen bilateral weitere Akteur*innen beratend in den Prozess einbezogen. Dies ermöglichte es, alle Mitgliedergruppen der MLU, trotz begrenzter zeitlicher Ressourcen, punktuell in den Prozess zu involvieren. Zentral war die Zusammenarbeit mit der Abteilung Reisekosten, die sich im weiteren Verlauf intensivierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innenanalyse Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png||mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 1: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; --- Auch außerhalb des Projekts zugeordnet]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umsetzungsschritte ===&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png|mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 2: Zeitplan des Transferlabors „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen. &lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen der TrafoTeam-Mitglieder: an der Universität bestehende Bedarfe, Rahmenbedingungen und gesetzlichen Vorgaben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
*Die Zielgruppen wurden für alle Maßnahmen akquiriert und Ansprechpersonen ausfindig gemacht: u.a. Dienstreisende und Assistenzen; Abteilung Reisekosten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konsultations- und Beratungsgespräche führen: Um diverse Perspektiven in die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe für nachhaltige Dienstreisen einfließen zu lassen, wurden Gespräche mit unterschiedlichen Mitgliedergruppe der MLU geführt: u.a. mit Sekretär*innen, Wissenschaftler*innen und Professor*innen. &lt;br /&gt;
*Vernetzung und strukturelle Verankerung mit anderen Querschnittsthemen wie Familiengerechtigkeit, um die Handlungsempfehlungen lebensphasenorientiert an den Bedarfen der verschiedenen Mitgliedergruppen der MLU auszurichten&lt;br /&gt;
*Formulieren der [https://wcms.itz.uni-halle.de/download.php?down=70957&amp;amp;elem=3632423 Handlungsempfehlungen „Nachhaltigere Dienstreisen für alle Beschäftigten der MLU“] und Diskussion im TrafoTeam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (3-6 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Abstimmung des Dokuments mit ausgewählten Abteilungen und Gremien z.B. dem Personalrat oder der Abteilung Personal. Die Abstimmung des Entwurfes diente der internen Prüfung, inwiefern die ausgearbeiteten Empfehlungen universitätsinternen Regelungen entspricht, widerspricht und um Ergänzungen aus den jeweiligen Fachexpertisen aufnehmen zu können. Dadurch erfolgt auch eine erste Kommunikation des Entwurfs, die die Basis für eine spätere Umsetzung der Handlungsempfehlungen in der breite der Universität legt. Der Abstimmungsprozess sollte von Beginn an aufgrund eines möglichen höheren und nicht vorhersehbaren zeitlichen Umfangs mit eingeplant werden.&lt;br /&gt;
*Ableitung einer „Entscheidungshilfe“ aus den Handlungsempfehlungen, welche bei der Integration von Nachhaltigkeitsdimensionen im Kontext von Dienstreisen unterstützen soll. Diese wurde mit Hilfe von erstellten Illustrationen graphisch aufbereitet, sodass sie einen niedrigschwelligen Zugang für alle MLU Reisenden bietet und die Akzeptanz der Empfehlungen sowie eine mögliche Verhaltensveränderung befördert. &lt;br /&gt;
*Einbindung der Führungsebene: Es erfolgte die Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat sowie eine Diskussion in einer Rektoratskommission. Die Handlungsempfehlungen wurden daraufhin angepasst und als „Aspekte zu nachhaltigeren Dienstreisen an der MLU“ auf eine im Rektorat vorgestellte und beschlossene zusätzliche Website eingestellt. &lt;br /&gt;
*Breite Öffentlichkeitsarbeit: Erstellung von Aktions- und Werbe-/Geschenkmaterial (u.a. Klimawaage, Reisetagebuch inkl. Klimaplan und Entscheidungshilfe, nachhaltige Reise-Thermobecher, A4 und A3 Plakate Entscheidungshilfe) und Verwendung bei öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen, Abschlussgesprächen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschlussphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat. Es ist zu empfehlen, die Dokumente durch das Rektorat bestätigen zu lassen. Dies versieht beide Dokumente mit einer höheren Legitimation. &lt;br /&gt;
*Zielgruppenspezifische Kommunikation/ Ansprache unter Berücksichtigung der Herausforderungen des ständigen Aktualisierungsbedarfes, universitärer Diskontinuität und Heterogenität &lt;br /&gt;
**Frühzeitige Einbindung der zuständigen Abteilungen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit zur Abstimmung möglicher Kommunikationsinhalte und -wege (Social media, Newsletter u.a.)&lt;br /&gt;
**Kommunikation der Empfehlungen und Entscheidungshilfe über dezentrale Kommunikationswege in die Fakultäten hinein über u.a. Dekanate, Fakultätsreferent*innen&lt;br /&gt;
**Gestaltung einer [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_2/dienstreisen_nachhaltig/ Website zum Transferlabor &amp;quot;Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten&amp;quot;], die mit der Website der Abteilung Reisekosten sowie dem Buchungstool des Vertragsreisebüros verknüpft ist.&lt;br /&gt;
*Etablierung von Handlungsempfehlungen:&lt;br /&gt;
**Die Abteilung Reisekosten nimmt die Handlungsempfehlungen in ihren Informationsmaterialien auf und veröffentlicht diese auf ihrer Website.&lt;br /&gt;
**Das Vertragsreisebüro der MLU, das eine Website zur Planung und Buchung von Dienstreisen anbietet, integriert die Handlungsempfehlungen und die Entscheidungshilfe. Prüfung, inwiefern das Buchungstool bereits ein automatisches CO2-Tracking beinhaltet und auf welcher Berechnungsgrundlage dieses erfolgt.&lt;br /&gt;
*Die Abteilung Reisekosten und das Vertragsreisebüro integrieren in eine vorhandene Liste von Hotels, mit denen die MLU kooperiert, einen Nachweis über deren Nachhaltigkeit.&lt;br /&gt;
*Prüfung, inwiefern das Buchungstool des Vertragsreisebüros bereits Hotels mit Nachhaltigkeitszertifikat beinhaltet und Erarbeitung, welche Inhalte und Anforderungen diese Zertifikate beinhalten.&lt;br /&gt;
*Durchführung eines digitalen Workshops zum Thema „Nachhaltige Dienstreisen an der MLU“ mit einer externen Expertin im Themenbereich. Der digitale Workshop im Umfang von 2h bot eine Möglichkeit, Methoden für nachhaltigere Dienstreisen (u.a. Wahl des Verkehrsmittels) zu erlernen. Er richtete sich an Beschäftigte der MLU, die für sich oder andere Dienstreisen planen, organisieren und umsetzen. Resonanz: 11 Teilnehmende; Die Planung des Workshops umfasste einen größeren zeitlichen Umfang, um den Workshop bedarfsgerechte im Kontext der Rahmenbedingungen der MLU zu planen. &lt;br /&gt;
*Dieses Weiterbildungsangebot wird in den Weiterbildungskatalog als festes Angebot übernommen und von der Abteilung Personalentwicklung nach Projekt regelmäßig durchgeführt.&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Aktionsmaterial für die weitere Sensibilisierung der Angehörigen der MLU in Rahmen von Workshops oder öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen. &lt;br /&gt;
*Die Maßnahmen konnten teilweise erreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dokumentation und Nacharbeiten ===&lt;br /&gt;
Die Dokumentation des &#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Transferlaborprozesses&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039; erfolgte durch die Erstellung eines Transferlabortagebuches, mittels Ergebnisprotokolle der einzelnen Transferlabortreffen des Transformationsteams sowie Gesprächsprotokolle der zusätzlich bilateral geführten Konsultationen und Gespräche. Um eine nachhaltige Fortsetzung der begonnenen Maßnahme zu ermöglichen, wurden die jeweiligen Prozesse in ihrem Bearbeitungsstand dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Blaupause: Klimafreundliche Dienstreisen an Hochschulen|Transferlabor der OVGU zu Nachhaltigkeit bei Dienstreisen]]&lt;br /&gt;
* Weitere [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/Projektphasen/2_+Transferlabore/OVGU+Magdeburg/Dienstreise+Best+Practice.html Best Practice Beispiele für Nachhaltigkeit bei Dienstreisen an Hochschulen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen des Transferlabors ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von neun Monaten. Für eine solide Maßnahmenumsetzung inklusive Verstetigung ist mehr Zeit notwendig. Die Empfehlung ist, mindestens 12 Monate einzuplanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung des Transferlabors standen 10.000 € zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sensibilisierung und Öffentlichkeitsarbeit: Diese können je nach Anbieter*in variieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Graphische Aufbereitung/Layout, Druck der Entscheidungshilfe: ca. 2.500 €&lt;br /&gt;
* Erstellung von Aktions- und Werbe-/Geschenkmaterial: ca. 4.000 €&lt;br /&gt;
** Klimawaage&lt;br /&gt;
** Reisetagebuch und nachhaltige Reise-Thermobecher&lt;br /&gt;
* Intensive Erarbeitung und Durchführung Workshop „Nachhaltige Dienstreisen“: 2.200 €&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen der Hochschule ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Standorte&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Hauptstandort Halle (Saale) gibt es vier Campi: Universitätsplatz, Steintor-Campus, Franckeschen Stiftungen, Weinberg-Campus mit Campus Heide-Süd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität setzt sich aus folgenden HS-Angehörigen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ca. 19.943 Studierende&lt;br /&gt;
* über 4.027 Mitarbeitende&lt;br /&gt;
** 288 Professor*innen&lt;br /&gt;
** 1.478 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen&lt;br /&gt;
** 1.091 Wissenschaftsunterstützende Mitarbeitende&lt;br /&gt;
** 1.170 Wissenschaftliche Hilfskräfte (&#039;&#039;Stand vom 31.12.2023&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unterstützung der Hochschulleitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung der MLU unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Die Rektorin übernahm die Projektleitung und stellte Mitarbeitende, etwa für die Teilnahme am Transferlabor, frei. Dieser Umstand unterstützte bei der Argumentation für die Umsetzung der Maßnahme. Bei der Planung des Projekts sollten die zeitlichen Kapazitäten möglicher Leitungspersonen berücksichtigt werden. Mit der Hochschulleitung fand ein regelmäßiger Austausch statt, zudem konnten die Maßnahmen in Kommissionen der Hochschulleitung vorgestellt und diskutiert werden. Dies ermöglichte es, die Maßnahmen im Kontext aktueller Ausrichtungen der Hochschule einzuordnen, Parallelstrukturen zu vermeiden oder Synergien zu knüpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es keine*n Nachhaltigkeitsbeauftragten oder eine andere Art der Institutionalisierung in Bezug auf Nachhaltigkeit. Diese fehlende Institutionalisierung gestaltete sich als Herausforderung, gerade in der Verstetigung von Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Entwicklung der Handlungsempfehlungen konnte der Prozess der Digitalisierung, welcher an der Universität umgesetzt wird, um das Thema Nachhaltigkeit angereichert werden. Konkret wird die Beantragung und Abrechnung von Dienstreisen digitalisiert. Es ermöglicht den Einbezug von nachhaltigkeitsrelevanten Daten von Beginn an. Hierfür erfolgte eine enge Zusammenarbeit mit der Abteilung Reisekosten. Die Digitalisierung beinhaltete die Umstellung der Verwaltungssoftware auf QIS RKA. Das ermöglicht technisch grundsätzlich die Abfrage klimarelevanter Daten bei der Beantragung und Abrechnung von Dienstreisen sowie die Verknüpfung mit CO2-Rechnern. Für die praktische Umsetzung bedarf es der Abstimmung mit der zuständigen Abteilung (Finanzen) sowie der zentralen Einrichtung der MLU, die diesen Prozess technisch begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine Übertragbarkeit können folgende konkrete Empfehlungen gegeben werden:&lt;br /&gt;
*Die Einbindung der Abteilung Reisekosten war besonders wichtig für die Konkretisierung, der Planung sowie der Umsetzung der Maßnahme. Dies sollte von Beginn an erfolgen, um eine nachhaltige Beachtung von Nachhaltigkeit bei Dienstreisen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
*Individuelle lebensphasenbezogene Bedarfe, wie Sorgeverantwortung, müssen bei der Entwicklung von Handlungsempfehlungen Beachtung finden. &lt;br /&gt;
*Einfache, praxisnahe Tools – z. B. Entscheidungshilfen – müssen bereitgestellt werden, um die Planung nachhaltiger Dienstreisen zu erleichtern.&lt;br /&gt;
*Da die Wirkfähigkeit von Handlungsempfehlungen auf der Ebene der freiwilligen Umsetzung der Hinweise verbleibt, ist zu empfehlen: &lt;br /&gt;
*Die Handlungsempfehlungen durch einen Rektoratsbeschluss in ihrer Legitimation zu stützen oder&lt;br /&gt;
*aus den Empfehlungen gemeinsam mit relevanten Akteur*innen Richtlinien für Dienstreisen zu entwickeln, in denen Nachhaltigkeit als Querschnittsthema integriert ist und die verpflichtend für alle Beschäftigten einer Hochschule gelten&lt;br /&gt;
*Tools für die eigenständige Planung und Umsetzung nachhaltigerer Dienstreisen müssen bereitgestellt werden, um die Niedrigschwelligkeit zu gewährleisten (z.B. THG-Rechner, Smart Travel Tool)&lt;br /&gt;
*Unterstützer*innen und Multiplikator*innen des Vorhabens aus unterschiedlichen Mitgliedergruppen akquirieren&lt;br /&gt;
*Nach Möglichkeit Maßnahmen an vorhandene Strukturen der Universität zum Themas Nachhaltigkeit anbinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Verständnis für unterschiedliche Lebensrealitäten und Karrierestufen deutlich machen&lt;br /&gt;
*Bei Sorge vonseiten der Hochschulleitung Selbstverständlichkeiten zu benennen, mit Value-Action-Gap argumentieren&lt;br /&gt;
*Vorteile des Reisens mit der Bahn hervorheben: Arbeiten tlw. möglich, keine zusätzliche Zeit für Sicherheitskontrollen, etc.&lt;br /&gt;
*Kommunikation über verschiedene Kommunikationskanäle universitätsweit nutzen (bspw. der Newsletter der MLU, die Website des Nachhaltigkeitsbüros bzw. des Projektes sowie der Abteilung Reisekosten für die Information und Aufklärung über die Handlungsempfehlungen und den Entscheidungsbaum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=24013</id>
		<title>Blaupause für Maßnahmen zu Dienstreisemobilität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=24013"/>
		<updated>2025-09-17T12:02:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: /* Vorwort */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Best Practice&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Energie, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Energiesparen, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Link zu Best-Practice Guide Transferlabore&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nachhaltige Mobilität – Nachhaltige Dienstreisemobilität &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“. Sie orientiert sich an der Maßnahme 11 aus dem [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/hochschulklimarat/klimaplan_mlu/ KlimaPlan der MLU]. Ziel dieser Maßnahme ist es, dass Treibhausgase, die im Kontext von Dienstreisen an der MLU entstehen, reduziert bzw. eingespart werden. Um eine quantitative Wirkung der Maßnahme feststellen zu können, bedarf es statistischer Daten der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; Produktion vor und nach der Maßnahme. Diese wiederum können aus Daten zu Dienstreisen ermittelt werden, die sich aus Angaben über getätigte Dienstreisen an der MLU (Start- und Zielort, zurückgelegte Strecke und jeweilige genutzte Verkehrsmittel) ergeben. Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung lagen erste Daten vor, die jedoch keine valide quantitative Datenbasis und Aussagen erlaubten (siehe Ist-Zustand). Deswegen wurden qualitative Zielstellungen priorisiert, die insbesondere die Ziele der Sensibilisierung zur Thematik, Kommunikation und Information verfolgten. &lt;br /&gt;
Mit der Maßnahme werden unmittelbar Mitarbeitende der MLU adressiert, die administrativ in der Planung und Organisation von Dienstreisen für andere Beschäftigte tätig sind (u.a. Sekretariate) und die eigenständig Dienstreisen im Rahmen ihrer Beschäftigung und Tätigkeiten an der MLU (Wissenschaft, Verwaltung etc.) planen, organisieren und durchführen. Mittelbar sollen alle Beschäftigten der MLU zum Thema nachhaltige Dienstreisen sensibilisiert werden. Mit der Maßnahme wird ein gesamtuniversitärer Prozess angeregt und das Individualverhalten der Beschäftigten adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Ziele wurden im Transformationsteam verfolgt: &lt;br /&gt;
*Förderung der Reduktion von Treibhausgasemissionen durch Vermeidung von Flugreisen und Individualverkehr&lt;br /&gt;
*Förderung von Bahnreisen bzw. öffentlichen Nah- und Fernverkehr im Allgemeinen&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für die nachhaltige Gestaltung von Dienstreisen ins-besondere in Bezug auf die Wahl des Verkehrsmittels&lt;br /&gt;
*Erarbeitung einer Entscheidungshilfe für nachhaltigere Dienstreisen an der MLU&lt;br /&gt;
*Integration der erarbeiteten Handlungsempfehlungen in das digitale Buchungssystem des Ver-tragsreisebüros der MLU auf der Website der Abteilung für Reisekosten&lt;br /&gt;
*Nachhaltigkeit wird als Querschnittsthema bei der Beantragung, Bearbeitung und Umsetzung von Dienstreisen berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ist-Zustand ===&lt;br /&gt;
Für die Maßnahme „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“ sind statistische Daten hilfreich, die Dienstreisen mit Start- und Zielort, mögliche Zwischenstopps und die jeweiligen genutzten Verkehrsmittel aller Beschäftigten der Organisation detailliert erfassen. Daraus können die reisebezogenen Treibhausgasemissionen berechnet werden. Das schafft eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und ermöglicht eine Messbarkeit der Wirksamkeit. Es zeigt auch, wo Handlungsschwerpunkte liegen können, sodass bedarfsgerechte Maßnahmen abgeleitet werden können. In der [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/3343046_3385459/3385459_3503977/ Status Quo Analyse der MLU] war eine Bilanzierung der Dienstreisen noch nicht möglich. Die vorhandene Verwaltungssoftware, mit welcher Dienstreisen in der Abteilung Reisekosten abgerechnet werden, ermöglicht keine automatische und detaillierte Erfassung der einzelnen Reisewege und gewählten Verkehrsmittel. Möglich wurde dies durch eine zusätzliche händische Eintragung durch die Mitarbeitenden der Abteilung, welche seit Mitte des Projektes erfolgt. Dadurch hat sich die Datengrundlage grundsätzlich verbessert, sie ermöglicht jedoch keine validen, statistisch abgesicherten Aussagen über das Reiseverhalten der Beschäftigten zu treffen. Im Bereich der Dienstreisebeantragung und -abrechnung erfolgt an der MLU aktuell eine Digitalisierung, in welche das Projektteam einbezogen werden konnte. Ziel ist es, die vorhandene Verwaltungssoftware so auszugestalten, dass eine detaillierte Erfassung der Dienstreisen und daraus abgeleitet die Erfassung der Emissionen ermöglicht wird. Diese können mit Hilfe von CO2-Rechnern, die wiederum in die Verwaltungssoftware ggfs. integriert werden können, berechnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Akteur*innenanalyse ===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse (Abbildung 1) durchgeführt, die auch den Bereich Mobilität umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert, kontaktiert und in den Prozess involviert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden strukturell, für das Thema Dienstreisen zuständige, Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem &#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Hochschulklimarat&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;) angesprochen. Das TrafoTeam setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren sechs Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus dem International Office&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus der Personalabteilung, Bereich Personalentwicklung&lt;br /&gt;
*Doktorandin (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Doktorand (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einschätzung zur Zusammensetzung:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
*Hohe Motivation aller Beteiligten&lt;br /&gt;
*verschiedene Akteur*innen von Einrichtungen und Abteilungen&lt;br /&gt;
*verschiedene Angehörige der MLU (Verwaltung, Wissenschaft, Wissenschaftsunterstützend, Studierende)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem festen Transformationsteam wurden über individuelle Konsultationen bilateral weitere Akteur*innen beratend in den Prozess einbezogen. Dies ermöglichte es, alle Mitgliedergruppen der MLU, trotz begrenzter zeitlicher Ressourcen, punktuell in den Prozess zu involvieren. Zentral war die Zusammenarbeit mit der Abteilung Reisekosten, die sich im weiteren Verlauf intensivierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innenanalyse Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png||mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 1: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; --- Auch außerhalb des Projekts zugeordnet]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umsetzungsschritte ===&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png|mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 2: Zeitplan des Transferlabors „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen. &lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen der TrafoTeam-Mitglieder: an der Universität bestehende Bedarfe, Rahmenbedingungen und gesetzlichen Vorgaben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
*Die Zielgruppen wurden für alle Maßnahmen akquiriert und Ansprechpersonen ausfindig gemacht: u.a. Dienstreisende und Assistenzen; Abteilung Reisekosten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konsultations- und Beratungsgespräche führen: Um diverse Perspektiven in die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe für nachhaltige Dienstreisen einfließen zu lassen, wurden Gespräche mit unterschiedlichen Mitgliedergruppe der MLU geführt: u.a. mit Sekretär*innen, Wissenschaftler*innen und Professor*innen. &lt;br /&gt;
*Vernetzung und strukturelle Verankerung mit anderen Querschnittsthemen wie Familiengerechtigkeit, um die Handlungsempfehlungen lebensphasenorientiert an den Bedarfen der verschiedenen Mitgliedergruppen der MLU auszurichten&lt;br /&gt;
*Formulieren der [https://wcms.itz.uni-halle.de/download.php?down=70957&amp;amp;elem=3632423 Handlungsempfehlungen „Nachhaltigere Dienstreisen für alle Beschäftigten der MLU“] und Diskussion im TrafoTeam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (3-6 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Abstimmung des Dokuments mit ausgewählten Abteilungen und Gremien z.B. dem Personalrat oder der Abteilung Personal. Die Abstimmung des Entwurfes diente der internen Prüfung, inwiefern die ausgearbeiteten Empfehlungen universitätsinternen Regelungen entspricht, widerspricht und um Ergänzungen aus den jeweiligen Fachexpertisen aufnehmen zu können. Dadurch erfolgt auch eine erste Kommunikation des Entwurfs, die die Basis für eine spätere Umsetzung der Handlungsempfehlungen in der breite der Universität legt. Der Abstimmungsprozess sollte von Beginn an aufgrund eines möglichen höheren und nicht vorhersehbaren zeitlichen Umfangs mit eingeplant werden.&lt;br /&gt;
*Ableitung einer „Entscheidungshilfe“ aus den Handlungsempfehlungen, welche bei der Integration von Nachhaltigkeitsdimensionen im Kontext von Dienstreisen unterstützen soll. Diese wurde mit Hilfe von erstellten Illustrationen graphisch aufbereitet, sodass sie einen niedrigschwelligen Zugang für alle MLU Reisenden bietet und die Akzeptanz der Empfehlungen sowie eine mögliche Verhaltensveränderung befördert. &lt;br /&gt;
*Einbindung der Führungsebene: Es erfolgte die Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat sowie eine Diskussion in einer Rektoratskommission. Die Handlungsempfehlungen wurden daraufhin angepasst und als „Aspekte zu nachhaltigeren Dienstreisen an der MLU“ auf eine im Rektorat vorgestellte und beschlossene zusätzliche Website eingestellt. &lt;br /&gt;
*Breite Öffentlichkeitsarbeit: Erstellung von Aktions- und Werbe-/Geschenkmaterial (u.a. Klimawaage, Reisetagebuch inkl. Klimaplan und Entscheidungshilfe, nachhaltige Reise-Thermobecher, A4 und A3 Plakate Entscheidungshilfe) und Verwendung bei öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen, Abschlussgesprächen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschlussphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat. Es ist zu empfehlen, die Dokumente durch das Rektorat bestätigen zu lassen. Dies versieht beide Dokumente mit einer höheren Legitimation. &lt;br /&gt;
*Zielgruppenspezifische Kommunikation/ Ansprache unter Berücksichtigung der Herausforderungen des ständigen Aktualisierungsbedarfes, universitärer Diskontinuität und Heterogenität &lt;br /&gt;
**Frühzeitige Einbindung der zuständigen Abteilungen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit zur Abstimmung möglicher Kommunikationsinhalte und -wege (Social media, Newsletter u.a.)&lt;br /&gt;
**Kommunikation der Empfehlungen und Entscheidungshilfe über dezentrale Kommunikationswege in die Fakultäten hinein über u.a. Dekanate, Fakultätsreferent*innen&lt;br /&gt;
**Gestaltung einer [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_2/dienstreisen_nachhaltig/ Website zum Transferlabor &amp;quot;Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten&amp;quot;], die mit der Website der Abteilung Reisekosten sowie dem Buchungstool des Vertragsreisebüros verknüpft ist.&lt;br /&gt;
*Etablierung von Handlungsempfehlungen:&lt;br /&gt;
**Die Abteilung Reisekosten nimmt die Handlungsempfehlungen in ihren Informationsmaterialien auf und veröffentlicht diese auf ihrer Website.&lt;br /&gt;
**Das Vertragsreisebüro der MLU, das eine Website zur Planung und Buchung von Dienstreisen anbietet, integriert die Handlungsempfehlungen und die Entscheidungshilfe. Prüfung, inwiefern das Buchungstool bereits ein automatisches CO2-Tracking beinhaltet und auf welcher Berechnungsgrundlage dieses erfolgt.&lt;br /&gt;
*Die Abteilung Reisekosten und das Vertragsreisebüro integrieren in eine vorhandene Liste von Hotels, mit denen die MLU kooperiert, einen Nachweis über deren Nachhaltigkeit.&lt;br /&gt;
*Prüfung, inwiefern das Buchungstool des Vertragsreisebüros bereits Hotels mit Nachhaltigkeitszertifikat beinhaltet und Erarbeitung, welche Inhalte und Anforderungen diese Zertifikate beinhalten.&lt;br /&gt;
*Durchführung eines digitalen Workshops zum Thema „Nachhaltige Dienstreisen an der MLU“ mit einer externen Expertin im Themenbereich. Der digitale Workshop im Umfang von 2h bot eine Möglichkeit, Methoden für nachhaltigere Dienstreisen (u.a. Wahl des Verkehrsmittels) zu erlernen. Er richtete sich an Beschäftigte der MLU, die für sich oder andere Dienstreisen planen, organisieren und umsetzen. Resonanz: 11 Teilnehmende; Die Planung des Workshops umfasste einen größeren zeitlichen Umfang, um den Workshop bedarfsgerechte im Kontext der Rahmenbedingungen der MLU zu planen. &lt;br /&gt;
*Dieses Weiterbildungsangebot wird in den Weiterbildungskatalog als festes Angebot übernommen und von der Abteilung Personalentwicklung nach Projekt regelmäßig durchgeführt.&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Aktionsmaterial für die weitere Sensibilisierung der Angehörigen der MLU in Rahmen von Workshops oder öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen. &lt;br /&gt;
*Die Maßnahmen konnten teilweise erreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dokumentation und Nacharbeiten ===&lt;br /&gt;
Die Dokumentation des &#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Transferlaborprozesses&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039; erfolgte durch die Erstellung eines Transferlabortagebuches, mittels Ergebnisprotokolle der einzelnen Transferlabortreffen des Transformationsteams sowie Gesprächsprotokolle der zusätzlich bilateral geführten Konsultationen und Gespräche. Um eine nachhaltige Fortsetzung der begonnenen Maßnahme zu ermöglichen, wurden die jeweiligen Prozesse in ihrem Bearbeitungsstand dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Blaupause: Klimafreundliche Dienstreisen an Hochschulen|Transferlabor der OVGU zu Nachhaltigkeit bei Dienstreisen]]&lt;br /&gt;
* Weitere [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/Projektphasen/2_+Transferlabore/OVGU+Magdeburg/Dienstreise+Best+Practice.html Best Practice Beispiele für Nachhaltigkeit bei Dienstreisen an Hochschulen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen des Transferlabors ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von neun Monaten. Für eine solide Maßnahmenumsetzung inklusive Verstetigung ist mehr Zeit notwendig. Die Empfehlung ist, mindestens 12 Monate einzuplanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung des Transferlabors standen 10.000 € zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sensibilisierung und Öffentlichkeitsarbeit: Diese können je nach Anbieter*in variieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Graphische Aufbereitung/Layout, Druck der Entscheidungshilfe: ca. 2.500 €&lt;br /&gt;
* Erstellung von Aktions- und Werbe-/Geschenkmaterial: ca. 4.000 €&lt;br /&gt;
** Klimawaage&lt;br /&gt;
** Reisetagebuch und nachhaltige Reise-Thermobecher&lt;br /&gt;
* Intensive Erarbeitung und Durchführung Workshop „Nachhaltige Dienstreisen“: 2.200 €&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen der Hochschule ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Standorte&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Hauptstandort Halle (Saale) gibt es vier Campi: Universitätsplatz, Steintor-Campus, Franckeschen Stiftungen, Weinberg-Campus mit Campus Heide-Süd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität setzt sich aus folgenden HS-Angehörigen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ca. 19.943 Studierende&lt;br /&gt;
* über 4.027 Mitarbeitende&lt;br /&gt;
** 288 Professor*innen&lt;br /&gt;
** 1.478 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen&lt;br /&gt;
** 1.091 Wissenschaftsunterstützende Mitarbeitende&lt;br /&gt;
** 1.170 Wissenschaftliche Hilfskräfte (&#039;&#039;Stand vom 31.12.2023&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unterstützung der Hochschulleitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung der MLU unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Die Rektorin übernahm die Projektleitung und stellte Mitarbeitende, etwa für die Teilnahme am Transferlabor, frei. Dieser Umstand unterstützte bei der Argumentation für die Umsetzung der Maßnahme. Bei der Planung des Projekts sollten die zeitlichen Kapazitäten möglicher Leitungspersonen berücksichtigt werden. Mit der Hochschulleitung fand ein regelmäßiger Austausch statt, zudem konnten die Maßnahmen in Kommissionen der Hochschulleitung vorgestellt und diskutiert werden. Dies ermöglichte es, die Maßnahmen im Kontext aktueller Ausrichtungen der Hochschule einzuordnen, Parallelstrukturen zu vermeiden oder Synergien zu knüpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es keine*n Nachhaltigkeitsbeauftragten oder eine andere Art der Institutionalisierung in Bezug auf Nachhaltigkeit. Diese fehlende Institutionalisierung gestaltete sich als Herausforderung, gerade in der Verstetigung von Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Entwicklung der Handlungsempfehlungen konnte der Prozess der Digitalisierung, welcher an der Universität umgesetzt wird, um das Thema Nachhaltigkeit angereichert werden. Konkret wird die Beantragung und Abrechnung von Dienstreisen digitalisiert. Es ermöglicht den Einbezug von nachhaltigkeitsrelevanten Daten von Beginn an. Hierfür erfolgte eine enge Zusammenarbeit mit der Abteilung Reisekosten. Die Digitalisierung beinhaltete die Umstellung der Verwaltungssoftware auf QIS RKA. Das ermöglicht technisch grundsätzlich die Abfrage klimarelevanter Daten bei der Beantragung und Abrechnung von Dienstreisen sowie die Verknüpfung mit CO2-Rechnern. Für die praktische Umsetzung bedarf es der Abstimmung mit der zuständigen Abteilung (Finanzen) sowie der zentralen Einrichtung der MLU, die diesen Prozess technisch begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine Übertragbarkeit können folgende konkrete Empfehlungen gegeben werden:&lt;br /&gt;
*Die Einbindung der Abteilung Reisekosten war besonders wichtig für die Konkretisierung, der Planung sowie der Umsetzung der Maßnahme. Dies sollte von Beginn an erfolgen, um eine nachhaltige Beachtung von Nachhaltigkeit bei Dienstreisen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
*Individuelle lebensphasenbezogene Bedarfe, wie Sorgeverantwortung, müssen bei der Entwicklung von Handlungsempfehlungen Beachtung finden. &lt;br /&gt;
*Einfache, praxisnahe Tools – z. B. Entscheidungshilfen – müssen bereitgestellt werden, um die Planung nachhaltiger Dienstreisen zu erleichtern.&lt;br /&gt;
*Da die Wirkfähigkeit von Handlungsempfehlungen auf der Ebene der freiwilligen Umsetzung der Hinweise verbleibt, ist zu empfehlen: &lt;br /&gt;
*Die Handlungsempfehlungen durch einen Rektoratsbeschluss in ihrer Legitimation zu stützen oder&lt;br /&gt;
*aus den Empfehlungen gemeinsam mit relevanten Akteur*innen Richtlinien für Dienstreisen zu entwickeln, in denen Nachhaltigkeit als Querschnittsthema integriert ist und die verpflichtend für alle Beschäftigten einer Hochschule gelten&lt;br /&gt;
*Tools für die eigenständige Planung und Umsetzung nachhaltigerer Dienstreisen müssen bereitgestellt werden, um die Niedrigschwelligkeit zu gewährleisten (z.B. THG-Rechner, Smart Travel Tool)&lt;br /&gt;
*Unterstützer*innen und Multiplikator*innen des Vorhabens aus unterschiedlichen Mitgliedergruppen akquirieren&lt;br /&gt;
*Nach Möglichkeit Maßnahmen an vorhandene Strukturen der Universität zum Themas Nachhaltigkeit anbinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Verständnis für unterschiedliche Lebensrealitäten und Karrierestufen deutlich machen&lt;br /&gt;
*Bei Sorge vonseiten der Hochschulleitung Selbstverständlichkeiten zu benennen, mit Value-Action-Gap argumentieren&lt;br /&gt;
*Vorteile des Reisens mit der Bahn hervorheben: Arbeiten tlw. möglich, keine zusätzliche Zeit für Sicherheitskontrollen, etc.&lt;br /&gt;
*Kommunikation über verschiedene Kommunikationskanäle universitätsweit nutzen (bspw. der Newsletter der MLU, die Website des Nachhaltigkeitsbüros bzw. des Projektes sowie der Abteilung Reisekosten für die Information und Aufklärung über die Handlungsempfehlungen und den Entscheidungsbaum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=24012</id>
		<title>Blaupause zum Energiesparen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=24012"/>
		<updated>2025-09-17T12:02:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: /* Vorwort */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Best Practice&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Mobilität, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Dienstreisen, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts [[KlimaPlanReal - Nachhaltige Transformationspfade zur Klimaneutralität mit Planungszellen und Reallaboren|KlimaPlanReal]] erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung. &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Link zu Good-Practice-Guide Transferlabore&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regenerativer Campus: Energie, Abfall und Wasser – Fokus Energie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“. Diese orientiert sich an der Maßnahme 19 aus dem [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/hochschulklimarat/klimaplan_mlu/ KlimaPlan der MLU]. Folgende Ziele wurden im TrafoTeam formuliert und erfolgreich umgesetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring und zur Visualisierung des Energieverbrauchs (Strom, Wärme, Kälte) einzelner Bereiche in einem Zielgebäude&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen zum Thema Energiesparen&lt;br /&gt;
*Verständliche Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ist-Zustand===&lt;br /&gt;
Für die „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ wurden Daten zum Energieverbrauch sowohl der Universität insgesamt (siehe [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/3343046_3385459/3385459_3503977/ Status Quo Analyse der MLU]) als auch der einzelnen Gebäudekomplexe ausgewertet. Dies erfolgte in Kooperation mit dem Energiemanagement. Das ermöglichte eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und half bei der Auswahl eines Pilotgebäudes. Kernindikatoren waren dabei der Strom- und Wärmeverbrauch (in MWh) sowie die Treibhausgasbilanz des jeweiligen Gebäudes. Für das Analysieren des Energie-Einsparpotentials waren im konkreten Fall der MLU die Daten zu den Einsparungen während der Prüfungen von Maßnahmen in Bezug auf die Verordnungen zur Sicherung der Energieversorgung über kurz- und mittelfristige Maßnahmen (EnSiKuMaV) von Vorteil. Der Energiemanager konnte diese auf Gebäudeebene zur Verfügung stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Akteur*innenanalyse===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse an der MLU durchgeführt, die auch den Bereich &#039;&#039;Energie&#039;&#039; umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert und kontaktiert werden. In Abbildung 1 wurden die für das Transferlabor relevanten Akteur*innen dargestellt.&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden formell zuständige Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Hochschulklimarat&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;) angesprochen. Das &#039;&#039;&#039;TrafoTeam&#039;&#039;&#039; setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren vier Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Bauangelegenheiten - Projektingenieur Hochschulbau&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Technisches Gebäudemanagement - Energiemanager&lt;br /&gt;
*Student (Mathematik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
*Student (Informatik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere (Schlüssel)personen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Im Projekt wurde ein Ideenwettbewerb durchgeführt, der von einer zusammengestellten Jury begleitet wurde. Mitglieder der Jury zur Bewertung der Einreichungen im Ideenwettbewerb wurden aufgrund ihres Bezugs zum Pilotgebäude oder ihrer fachlichen Expertise (z.B. technisch-bauliche Kenntnisse) ausgewählt. Außerdem sollte die Jury eine gewisse Repräsentativität ausstrahlen und verschiedene Mitgliedergruppen vertreten.&lt;br /&gt;
*Mitglieder waren: der Abteilungsleiter Bau und Liegenschaften, die Dekane der im Pilotgebäude vertretenen Fakultäten sowie ein Vertreter des TrafoTeams&lt;br /&gt;
*Ansprechpersonen im Pilotgebäude: Direktor und stellvertretende Direktoren, Sekretariat, Leiter*innen der wissenschaftlichen Arbeitsgruppen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einschätzung zur Zusammensetzung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*hohe Motivation der einzelnen Akteur*innen &lt;br /&gt;
*Unausgewogenes Geschlechterverhältnis (mehr männliche Personen)&lt;br /&gt;
*Fachexpertise aus den Bereichen Kommunikationswissenschaft oder Umweltpsychologie fehlte&lt;br /&gt;
*Zu kleine Gruppe, um Untergruppen für verschiedenen Aufgaben zu bilden&lt;br /&gt;
*Alle hier berichteten Aktivitäten wurden vom TrafoTeam gemeinsam getragen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innensanalyse Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ .png|mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 1: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; - - Auch außerhalb des Projekts zugeordnet)]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Umsetzungsschritte===&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“.png||mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 2: Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“|alternativtext=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen (Details zu Transformationsteams können dem &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Good-Practice Guide&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt; entnommen werden)&lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen des Energiemanagers mit ähnlichen Prozessen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Entscheidung im TrafoTeam für ein Zielgebäude unter Beachtung der Indikatoren Energieverbrauch und Energieeinsparpotential. Das Pilotgebäude ist ein Neubau aus dem Jahr 2017 mit moderner Ausstattung inklusive einer relativ hohen Dichte an Messpunkten für Energieverbrauch; 5.400 m² Nutzfläche; 3 Fakultäten vertreten; etwa 250 Mitarbeitende; etwa 65% der Räume sind Labore&lt;br /&gt;
*Konkretisierung der Energiesparziele (2% Einsparung pro Jahr im Zielgebäude, entsprechend dem EnEfG)&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Definition von (Teil)zielen; Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Vorbereitung rund um das Pilotgebäude&#039;&#039;: Identifikation relevanter Zielgruppen sowie Ermittlung von Arbeitsgruppenleitungen und Ansprechpersonen aus den verschiedenen Fakultäten&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Einbindung der Führungsebene:&#039;&#039; Abstimmungsgespräch mit den Direktoren des Pilotgebäudes zur Unterstützung des Vorhabens. Die Teilnahme der Ansprechperson für das Energiemanagement zur Klärung technischer Fragen wird empfohlen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Organisation von &amp;lt;u&amp;gt;Kampagnenmaterial&amp;lt;/u&amp;gt;&#039; und Öffentlichkeitsarbeit:&#039;&#039; Es wurden in Abstimmung mit einer Professorin der Kommunikationswissenschaften geeignete Kommunikationsmittel rund um energiesparendes Verhalten in den Büros, Laboren, etc. des Gebäudes entwickelt. Dabei wurde sowohl Strom als auch Wärme adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring des Strom-, Kälte- und Wärmeverbrauchs auf Gesamtgebäudeebene:&lt;br /&gt;
**Ziel war eine Sensibilisierung für den Energieverbrauch im Gebäude und so letztendlich ein energieeffizientes und energiesparendes Verhalten der Nutzer*innen, wobei ein Effekt durch die Visualisierung erwartet wurde.  &lt;br /&gt;
**Visualisierung des Energieverbrauchs: Der Energieverbrauch im Pilotgebäude wurde über einen öffentlich sichtbaren Monitor im Eingangsbereich transparent gemacht. Dargestellt werden die Daten auf einem Dashboard mit einer Energiemanagement-Software. Die visuelle Aufbereitung der Daten und die Installation des Monitors übernahmen der Energiemanager und das IT-Servicezentrum.&lt;br /&gt;
**Dargestellte Kennzahlen (in Form von Balkendiagrammen):&lt;br /&gt;
***Aktueller Stromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch vor einem Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Energieverbrauch der Kältemaschinen im aktuellen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Stromverbrauch des aktuellen und des vergangenen Jahres in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Wärmeverbrauch im aktuellen und vergangenen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen für die Mitarbeitenden des Pilotgebäudes zum Thema Energiesparen (weitere Informationen unter Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten)&lt;br /&gt;
**Workshops für Mitarbeitende in Laboren. Ziel: Der Workshop bot eine Möglichkeit, Methoden zum Energiesparen in Laboren zu erlernen (z.B. shut the sash); Die drei Workshops hatten einen Umfang von jeweils 2 Stunden und es nahmen jeweils zwischen 8 und 18 Personen teil; Material: Präsentationsfolien im Nachgang zur Verfügung gestellt; Leitung des Workshops übernahm eine Referentin für Nachhaltigkeit im Labor (s. Abbildung 1): Empfehlung von Kolleginnen aus der Universität; Kontaktaufnahme per Mail und Telefon; Honorarbasis&lt;br /&gt;
**Ideenwettbewerb: Ziel war es die Mitarbeiter*innen-Perspektiven in den Gesamtprozess einzubeziehen, deren Wissen zu ihrem persönlichen Arbeitsplatz zu nutzen sowie ihnen das Transferlabor näher zu bringen; Dauer: etwa 4 Wochen zur Einreichung von Ideen, anschließend etwa 4 Wochen zur Bewertung und Auswahl; Resonanz: 13 Maßnahmen wurden eingereicht. Für die Bewertung legte die Jury festgelegte Kriterien an, um sicherzustellen, dass die ausgewählten Ideen sowohl praktikabel als auch wirkungsvoll sind: Einsparungspotential, Verstetigungspotential, Kosten, Auswirkungen, Hürden für die Umsetzung (&amp;lt;u&amp;gt;s. &#039;&#039;Bewertungsmatrix&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;)&lt;br /&gt;
**Haustürgespräche (Gesprächsangebote vor Ort im Pilotgebäude) mit Nutzer*innen des Gebäudes; Ziel: auf das Transferlabor aufmerksam machen, Raum für Fragen und Kritik bieten; Ort: in den Pausenräumen; vorherige Ankündigung per E-Mail über den Hausverteiler&lt;br /&gt;
*Auswahl der Gewinner*innen des Ideenwettbewerbs durch Jury (&amp;lt;u&amp;gt;s. &#039;&#039;Dokumente Bewertung Jurymitglied; Gesamtbewertung Jury&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;); Beiträge des Ideenwettbewerbs wurden HS-öffentlich zur Verfügung gestellt&lt;br /&gt;
*Begleitung der Maßnahmenumsetzung der bestplatzierten Ideen aus dem Wettbewerb durch das TrafoTeam: Anpassung der Thermostate im Pilotgebäude (Austausch mit regulierbaren Thermostaten) und Tipps zur energiesparenden Nutzung von Ultratiefkühlgeräten (auf Projekt-Website und in jährlichen Belehrungen zum Arbeitsschutz); Kommunikation zur umgesetzten Idee aus dem Wettbewerb mittels Rundmail über den Hausverteiler und auf der Projekt-Website&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum zur Anpassung von Thermostaten, wobei der Umsetzungszeitraum hier außerhalb des Transferlaborzeitraums liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschlussphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Ziele (unter Beschreibung der Maßnahme) konnten alle erreicht werden. Das konkrete Ziel der Einsparung von 2 % Energie wird vom Energiemanager nach Ablauf eines Jahres geprüft. &lt;br /&gt;
*Abschlussveranstaltung im Pilotgebäude mit Vorstellung der Kampagnenergebnisse durch das TrafoTeam: PowerPoint Präsentation und anschließende Diskussion; Eingeladen waren die Jury des Ideenwettbewerbs, Mitarbeitende und Direktoren des Pilotgebäudes&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe des Monitorings an den Energiemanager zur dauerhaften Implementierung und Nutzung: Verantwortung für technischen Support (z.B. regelmäßige Softwareupdates) und Auswertung der Daten hinsichtlich möglicher Einsparungen und der Erfüllung des 2%-Ziels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dokumentation und Nacharbeiten===&lt;br /&gt;
*[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ Website zum Transferlabor Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen]&lt;br /&gt;
*[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ideenwettbewerb/ Website Ideenwettbewerb]&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Poster zu Projektinfo, Ideenwettbewerb und Workshop&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Ideensammlung&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[https://echo-energie.de Echokampagne] bieten Leitfaden, Checkliste und Infomaterial zum Energiesparen in Zielgebäuden, die genutzt wurden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
===Rahmenbedingungen des Transferlabors===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von neun Monaten. Für eine solide Maßnahmenumsetzung inklusive Verstetigung wäre mehr Zeit notwendig gewesen. Die Empfehlung ist, mindestens 12 Monate einzuplanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung wurden etwa 2.300 € verausgabt. Ursprünglich waren mehr Mittel für technische Anpassungen im Pilotgebäude einkalkuliert. Für den zur Verfügung stehenden zeitlichen und finanziellen Rahmen konnten keine umsetzbaren Anpassungen identifiziert und installiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2.300 € setzten sich aus folgenden Posten zusammen:&lt;br /&gt;
1.500 € Honorar der Referentin für drei Workshops zu Nachhaltigkeit im Labor&lt;br /&gt;
700 € Digital Signage (Visualisierung des Energieverbrauchs): Monitor (40 Zoll), Steuerung (Minicomputer + SD-Karte), Wandhalterung, Montage&lt;br /&gt;
100 € Druckkosten für Informationsmaterial &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für weitere technische Anpassung müsste beispielsweise einkalkuliert werden:&lt;br /&gt;
2.000 € Umbau Thermostate im Zielgebäude in 62 Büroräumen (Material- und Montagekosten der Sanitärfirma).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rahmenbedingungen der Hochschule===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Standorte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Hauptstandort Halle (Saale) gibt es 4 Campi: Universitätsplatz, Steintor-Campus, Franckeschen Stiftungen, Weinberg-Campus mit Campus Heide-Süd. Das Pilotgebäude befand sich am Weinbergcampus. Auf dem Weinberg Campus leben, studieren und arbeiten etwa 15.000 Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität setzt sich aus folgenden HS-Angehörigen zusammen:&lt;br /&gt;
*ca. 19.943 Studierende&lt;br /&gt;
*über 4.027 Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**288 Professor*innen&lt;br /&gt;
**1.478 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen&lt;br /&gt;
**1.091 Wissenschaftsunterstützende Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**1.170 Wissenschaftliche Hilfskräfte (Stand vom 31.12.2023).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unterstützung der Hochschulleitung zur Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung der MLU unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Die Rektorin übernahm die Projektleitung und stellte Mitarbeitende, etwa für die Teilnahme am TrafoTeam, frei. Dieser Umstand unterstützte bei der Argumentation für die Umsetzung der Maßnahme. Mit der Hochschulleitung fand ein regelmäßiger Austausch statt, zudem konnten die Maßnahmen in Kommissionen der Hochschulleitung vorgestellt und diskutiert werden. Dies ermöglichte es, die Maßnahmen im Kontext aktueller Ausrichtungen der Hochschule einzuordnen, Parallelstrukturen zu vermeiden oder Synergien zu knüpfen. Als Hinweis für die Planung weiterer Projekte lässt sich festhalten, dass die zeitlichen Kapazitäten möglicher Leitungspersonen berücksichtigt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es keine*n Nachhaltigkeitsbeauftragten oder eine andere Art der Institutionalisierung in Bezug auf Nachhaltigkeit. Diese mangelnde Institutionalisierung von Nachhaltigkeit gestaltete sich als Herausforderung, gerade in der Verstetigung von Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tätigkeitsbereich des Energiemanagers ist aber für den Bereiche des Klimaschutzes wichtig, z.B. aufgrund des Gesetzes zur Steigerung der Energieeffizienz in Deutschland (EnEfG) oder Energie- (ISO50001) bzw. Umweltmanagementsysteme (ISO140001).&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Weitere Relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Unterstützung durch den Leiter der Abteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement war wesentlich, um die Maßnahme erfolgreich umzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Allgemeine Hinweise zu hemmenden/ fördernden Aspekte im Transferlabor &#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;finden Sie hier&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Einbindung des Energiemanagers war besonders wichtig für die Konkretisierung, Planung sowie Umsetzung der Maßnahme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Bei der Ansprache von Personen im Pilotgebäude muss darauf geachtet werden Mitarbeitende nicht als „Schuldige“ zu adressieren und Auswahl des Gebäudes rücksichtsvoll zu kommunizieren.&lt;br /&gt;
*Institute mit einem hohen Energieverbrauch können sich schnell an den Pranger gestellt fühlen, stattdessen sollte deren (Transformations-) Potential herausgestellt werden (Perspektiven aufzeigen, Informationen geben, Fortschritte wertschätzen)&lt;br /&gt;
*&amp;quot;Zeigefinger&amp;quot; auf energieintensivste Liegenschaften wie das Pilotgebäude eher kontraproduktiv, moralische Ansprache mit Verweis auf Klimakrise erzeugte vereinzelt bei Mitarbeiter*innen im Zielgebäude Aversion und kollidierte mit der vorhandenen Resignation und Frustration&lt;br /&gt;
*Empfehlenswert ist die Begleitung des Vorhabens mit einer öffentlichkeitswirksamen Kampagne. Hierbei sollten möglichst alle Kommunikationskanäle der Hochschule berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
*Zur verständlichen Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten war eine Kombination aus Top-down und Bottom-up Maßnahmen zielführend (Workshops, Informationsveranstaltungen, Ideenwettbewerb – Details siehe oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=24011</id>
		<title>Blaupause für Maßnahmen zu Dienstreisemobilität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=24011"/>
		<updated>2025-09-17T11:57:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: /* Akteur*innenanalyse */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Best Practice&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Energie, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Energiesparen, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Link zu Best-Practice Guide Transferlabore&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nachhaltige Mobilität – Nachhaltige Dienstreisemobilität &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“. Sie orientiert sich an der Maßnahme 11 aus dem [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/hochschulklimarat/klimaplan_mlu/ KlimaPlan der MLU]. Ziel dieser Maßnahme ist es, dass Treibhausgase, die im Kontext von Dienstreisen an der MLU entstehen, reduziert bzw. eingespart werden. Um eine quantitative Wirkung der Maßnahme feststellen zu können, bedarf es statistischer Daten der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; Produktion vor und nach der Maßnahme. Diese wiederum können aus Daten zu Dienstreisen ermittelt werden, die sich aus Angaben über getätigte Dienstreisen an der MLU (Start- und Zielort, zurückgelegte Strecke und jeweilige genutzte Verkehrsmittel) ergeben. Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung lagen erste Daten vor, die jedoch keine valide quantitative Datenbasis und Aussagen erlaubten (siehe Ist-Zustand). Deswegen wurden qualitative Zielstellungen priorisiert, die insbesondere die Ziele der Sensibilisierung zur Thematik, Kommunikation und Information verfolgten. &lt;br /&gt;
Mit der Maßnahme werden unmittelbar Mitarbeitende der MLU adressiert, die administrativ in der Planung und Organisation von Dienstreisen für andere Beschäftigte tätig sind (u.a. Sekretariate) und die eigenständig Dienstreisen im Rahmen ihrer Beschäftigung und Tätigkeiten an der MLU (Wissenschaft, Verwaltung etc.) planen, organisieren und durchführen. Mittelbar sollen alle Beschäftigten der MLU zum Thema nachhaltige Dienstreisen sensibilisiert werden. Mit der Maßnahme wird ein gesamtuniversitärer Prozess angeregt und das Individualverhalten der Beschäftigten adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Ziele wurden im Transformationsteam verfolgt: &lt;br /&gt;
*Förderung der Reduktion von Treibhausgasemissionen durch Vermeidung von Flugreisen und Individualverkehr&lt;br /&gt;
*Förderung von Bahnreisen bzw. öffentlichen Nah- und Fernverkehr im Allgemeinen&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für die nachhaltige Gestaltung von Dienstreisen ins-besondere in Bezug auf die Wahl des Verkehrsmittels&lt;br /&gt;
*Erarbeitung einer Entscheidungshilfe für nachhaltigere Dienstreisen an der MLU&lt;br /&gt;
*Integration der erarbeiteten Handlungsempfehlungen in das digitale Buchungssystem des Ver-tragsreisebüros der MLU auf der Website der Abteilung für Reisekosten&lt;br /&gt;
*Nachhaltigkeit wird als Querschnittsthema bei der Beantragung, Bearbeitung und Umsetzung von Dienstreisen berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ist-Zustand ===&lt;br /&gt;
Für die Maßnahme „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“ sind statistische Daten hilfreich, die Dienstreisen mit Start- und Zielort, mögliche Zwischenstopps und die jeweiligen genutzten Verkehrsmittel aller Beschäftigten der Organisation detailliert erfassen. Daraus können die reisebezogenen Treibhausgasemissionen berechnet werden. Das schafft eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und ermöglicht eine Messbarkeit der Wirksamkeit. Es zeigt auch, wo Handlungsschwerpunkte liegen können, sodass bedarfsgerechte Maßnahmen abgeleitet werden können. In der [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/3343046_3385459/3385459_3503977/ Status Quo Analyse der MLU] war eine Bilanzierung der Dienstreisen noch nicht möglich. Die vorhandene Verwaltungssoftware, mit welcher Dienstreisen in der Abteilung Reisekosten abgerechnet werden, ermöglicht keine automatische und detaillierte Erfassung der einzelnen Reisewege und gewählten Verkehrsmittel. Möglich wurde dies durch eine zusätzliche händische Eintragung durch die Mitarbeitenden der Abteilung, welche seit Mitte des Projektes erfolgt. Dadurch hat sich die Datengrundlage grundsätzlich verbessert, sie ermöglicht jedoch keine validen, statistisch abgesicherten Aussagen über das Reiseverhalten der Beschäftigten zu treffen. Im Bereich der Dienstreisebeantragung und -abrechnung erfolgt an der MLU aktuell eine Digitalisierung, in welche das Projektteam einbezogen werden konnte. Ziel ist es, die vorhandene Verwaltungssoftware so auszugestalten, dass eine detaillierte Erfassung der Dienstreisen und daraus abgeleitet die Erfassung der Emissionen ermöglicht wird. Diese können mit Hilfe von CO2-Rechnern, die wiederum in die Verwaltungssoftware ggfs. integriert werden können, berechnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Akteur*innenanalyse ===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse (Abbildung 1) durchgeführt, die auch den Bereich Mobilität umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert, kontaktiert und in den Prozess involviert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden strukturell, für das Thema Dienstreisen zuständige, Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem &#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Hochschulklimarat&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;) angesprochen. Das TrafoTeam setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren sechs Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus dem International Office&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus der Personalabteilung, Bereich Personalentwicklung&lt;br /&gt;
*Doktorandin (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Doktorand (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einschätzung zur Zusammensetzung:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
*Hohe Motivation aller Beteiligten&lt;br /&gt;
*verschiedene Akteur*innen von Einrichtungen und Abteilungen&lt;br /&gt;
*verschiedene Angehörige der MLU (Verwaltung, Wissenschaft, Wissenschaftsunterstützend, Studierende)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem festen Transformationsteam wurden über individuelle Konsultationen bilateral weitere Akteur*innen beratend in den Prozess einbezogen. Dies ermöglichte es, alle Mitgliedergruppen der MLU, trotz begrenzter zeitlicher Ressourcen, punktuell in den Prozess zu involvieren. Zentral war die Zusammenarbeit mit der Abteilung Reisekosten, die sich im weiteren Verlauf intensivierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innenanalyse Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png||mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 1: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; --- Auch außerhalb des Projekts zugeordnet]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umsetzungsschritte ===&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png|mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 2: Zeitplan des Transferlabors „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen. &lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen der TrafoTeam-Mitglieder: an der Universität bestehende Bedarfe, Rahmenbedingungen und gesetzlichen Vorgaben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
*Die Zielgruppen wurden für alle Maßnahmen akquiriert und Ansprechpersonen ausfindig gemacht: u.a. Dienstreisende und Assistenzen; Abteilung Reisekosten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konsultations- und Beratungsgespräche führen: Um diverse Perspektiven in die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe für nachhaltige Dienstreisen einfließen zu lassen, wurden Gespräche mit unterschiedlichen Mitgliedergruppe der MLU geführt: u.a. mit Sekretär*innen, Wissenschaftler*innen und Professor*innen. &lt;br /&gt;
*Vernetzung und strukturelle Verankerung mit anderen Querschnittsthemen wie Familiengerechtigkeit, um die Handlungsempfehlungen lebensphasenorientiert an den Bedarfen der verschiedenen Mitgliedergruppen der MLU auszurichten&lt;br /&gt;
*Formulieren der [https://wcms.itz.uni-halle.de/download.php?down=70957&amp;amp;elem=3632423 Handlungsempfehlungen „Nachhaltigere Dienstreisen für alle Beschäftigten der MLU“] und Diskussion im TrafoTeam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (3-6 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Abstimmung des Dokuments mit ausgewählten Abteilungen und Gremien z.B. dem Personalrat oder der Abteilung Personal. Die Abstimmung des Entwurfes diente der internen Prüfung, inwiefern die ausgearbeiteten Empfehlungen universitätsinternen Regelungen entspricht, widerspricht und um Ergänzungen aus den jeweiligen Fachexpertisen aufnehmen zu können. Dadurch erfolgt auch eine erste Kommunikation des Entwurfs, die die Basis für eine spätere Umsetzung der Handlungsempfehlungen in der breite der Universität legt. Der Abstimmungsprozess sollte von Beginn an aufgrund eines möglichen höheren und nicht vorhersehbaren zeitlichen Umfangs mit eingeplant werden.&lt;br /&gt;
*Ableitung einer „Entscheidungshilfe“ aus den Handlungsempfehlungen, welche bei der Integration von Nachhaltigkeitsdimensionen im Kontext von Dienstreisen unterstützen soll. Diese wurde mit Hilfe von erstellten Illustrationen graphisch aufbereitet, sodass sie einen niedrigschwelligen Zugang für alle MLU Reisenden bietet und die Akzeptanz der Empfehlungen sowie eine mögliche Verhaltensveränderung befördert. &lt;br /&gt;
*Einbindung der Führungsebene: Es erfolgte die Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat sowie eine Diskussion in einer Rektoratskommission. Die Handlungsempfehlungen wurden daraufhin angepasst und als „Aspekte zu nachhaltigeren Dienstreisen an der MLU“ auf eine im Rektorat vorgestellte und beschlossene zusätzliche Website eingestellt. &lt;br /&gt;
*Breite Öffentlichkeitsarbeit: Erstellung von Aktions- und Werbe-/Geschenkmaterial (u.a. Klimawaage, Reisetagebuch inkl. Klimaplan und Entscheidungshilfe, nachhaltige Reise-Thermobecher, A4 und A3 Plakate Entscheidungshilfe) und Verwendung bei öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen, Abschlussgesprächen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschlussphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat. Es ist zu empfehlen, die Dokumente durch das Rektorat bestätigen zu lassen. Dies versieht beide Dokumente mit einer höheren Legitimation. &lt;br /&gt;
*Zielgruppenspezifische Kommunikation/ Ansprache unter Berücksichtigung der Herausforderungen des ständigen Aktualisierungsbedarfes, universitärer Diskontinuität und Heterogenität &lt;br /&gt;
**Frühzeitige Einbindung der zuständigen Abteilungen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit zur Abstimmung möglicher Kommunikationsinhalte und -wege (Social media, Newsletter u.a.)&lt;br /&gt;
**Kommunikation der Empfehlungen und Entscheidungshilfe über dezentrale Kommunikationswege in die Fakultäten hinein über u.a. Dekanate, Fakultätsreferent*innen&lt;br /&gt;
**Gestaltung einer [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_2/dienstreisen_nachhaltig/ Website zum Transferlabor &amp;quot;Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten&amp;quot;], die mit der Website der Abteilung Reisekosten sowie dem Buchungstool des Vertragsreisebüros verknüpft ist.&lt;br /&gt;
*Etablierung von Handlungsempfehlungen:&lt;br /&gt;
**Die Abteilung Reisekosten nimmt die Handlungsempfehlungen in ihren Informationsmaterialien auf und veröffentlicht diese auf ihrer Website.&lt;br /&gt;
**Das Vertragsreisebüro der MLU, das eine Website zur Planung und Buchung von Dienstreisen anbietet, integriert die Handlungsempfehlungen und die Entscheidungshilfe. Prüfung, inwiefern das Buchungstool bereits ein automatisches CO2-Tracking beinhaltet und auf welcher Berechnungsgrundlage dieses erfolgt.&lt;br /&gt;
*Die Abteilung Reisekosten und das Vertragsreisebüro integrieren in eine vorhandene Liste von Hotels, mit denen die MLU kooperiert, einen Nachweis über deren Nachhaltigkeit.&lt;br /&gt;
*Prüfung, inwiefern das Buchungstool des Vertragsreisebüros bereits Hotels mit Nachhaltigkeitszertifikat beinhaltet und Erarbeitung, welche Inhalte und Anforderungen diese Zertifikate beinhalten.&lt;br /&gt;
*Durchführung eines digitalen Workshops zum Thema „Nachhaltige Dienstreisen an der MLU“ mit einer externen Expertin im Themenbereich. Der digitale Workshop im Umfang von 2h bot eine Möglichkeit, Methoden für nachhaltigere Dienstreisen (u.a. Wahl des Verkehrsmittels) zu erlernen. Er richtete sich an Beschäftigte der MLU, die für sich oder andere Dienstreisen planen, organisieren und umsetzen. Resonanz: 11 Teilnehmende; Die Planung des Workshops umfasste einen größeren zeitlichen Umfang, um den Workshop bedarfsgerechte im Kontext der Rahmenbedingungen der MLU zu planen. &lt;br /&gt;
*Dieses Weiterbildungsangebot wird in den Weiterbildungskatalog als festes Angebot übernommen und von der Abteilung Personalentwicklung nach Projekt regelmäßig durchgeführt.&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Aktionsmaterial für die weitere Sensibilisierung der Angehörigen der MLU in Rahmen von Workshops oder öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen. &lt;br /&gt;
*Die Maßnahmen konnten teilweise erreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dokumentation und Nacharbeiten ===&lt;br /&gt;
Die Dokumentation des &#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Transferlaborprozesses&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039; erfolgte durch die Erstellung eines Transferlabortagebuches, mittels Ergebnisprotokolle der einzelnen Transferlabortreffen des Transformationsteams sowie Gesprächsprotokolle der zusätzlich bilateral geführten Konsultationen und Gespräche. Um eine nachhaltige Fortsetzung der begonnenen Maßnahme zu ermöglichen, wurden die jeweiligen Prozesse in ihrem Bearbeitungsstand dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Blaupause: Klimafreundliche Dienstreisen an Hochschulen|Transferlabor der OVGU zu Nachhaltigkeit bei Dienstreisen]]&lt;br /&gt;
* Weitere [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/Projektphasen/2_+Transferlabore/OVGU+Magdeburg/Dienstreise+Best+Practice.html Best Practice Beispiele für Nachhaltigkeit bei Dienstreisen an Hochschulen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen des Transferlabors ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von neun Monaten. Für eine solide Maßnahmenumsetzung inklusive Verstetigung ist mehr Zeit notwendig. Die Empfehlung ist, mindestens 12 Monate einzuplanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung des Transferlabors standen 10.000 € zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sensibilisierung und Öffentlichkeitsarbeit: Diese können je nach Anbieter*in variieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Graphische Aufbereitung/Layout, Druck der Entscheidungshilfe: ca. 2.500 €&lt;br /&gt;
* Erstellung von Aktions- und Werbe-/Geschenkmaterial: ca. 4.000 €&lt;br /&gt;
** Klimawaage&lt;br /&gt;
** Reisetagebuch und nachhaltige Reise-Thermobecher&lt;br /&gt;
* Intensive Erarbeitung und Durchführung Workshop „Nachhaltige Dienstreisen“: 2.200 €&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen der Hochschule ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Standorte&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Hauptstandort Halle (Saale) gibt es vier Campi: Universitätsplatz, Steintor-Campus, Franckeschen Stiftungen, Weinberg-Campus mit Campus Heide-Süd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität setzt sich aus folgenden HS-Angehörigen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ca. 19.943 Studierende&lt;br /&gt;
* über 4.027 Mitarbeitende&lt;br /&gt;
** 288 Professor*innen&lt;br /&gt;
** 1.478 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen&lt;br /&gt;
** 1.091 Wissenschaftsunterstützende Mitarbeitende&lt;br /&gt;
** 1.170 Wissenschaftliche Hilfskräfte (&#039;&#039;Stand vom 31.12.2023&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unterstützung der Hochschulleitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung der MLU unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Die Rektorin übernahm die Projektleitung und stellte Mitarbeitende, etwa für die Teilnahme am Transferlabor, frei. Dieser Umstand unterstützte bei der Argumentation für die Umsetzung der Maßnahme. Bei der Planung des Projekts sollten die zeitlichen Kapazitäten möglicher Leitungspersonen berücksichtigt werden. Mit der Hochschulleitung fand ein regelmäßiger Austausch statt, zudem konnten die Maßnahmen in Kommissionen der Hochschulleitung vorgestellt und diskutiert werden. Dies ermöglichte es, die Maßnahmen im Kontext aktueller Ausrichtungen der Hochschule einzuordnen, Parallelstrukturen zu vermeiden oder Synergien zu knüpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es keine*n Nachhaltigkeitsbeauftragten oder eine andere Art der Institutionalisierung in Bezug auf Nachhaltigkeit. Diese fehlende Institutionalisierung gestaltete sich als Herausforderung, gerade in der Verstetigung von Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Entwicklung der Handlungsempfehlungen konnte der Prozess der Digitalisierung, welcher an der Universität umgesetzt wird, um das Thema Nachhaltigkeit angereichert werden. Konkret wird die Beantragung und Abrechnung von Dienstreisen digitalisiert. Es ermöglicht den Einbezug von nachhaltigkeitsrelevanten Daten von Beginn an. Hierfür erfolgte eine enge Zusammenarbeit mit der Abteilung Reisekosten. Die Digitalisierung beinhaltete die Umstellung der Verwaltungssoftware auf QIS RKA. Das ermöglicht technisch grundsätzlich die Abfrage klimarelevanter Daten bei der Beantragung und Abrechnung von Dienstreisen sowie die Verknüpfung mit CO2-Rechnern. Für die praktische Umsetzung bedarf es der Abstimmung mit der zuständigen Abteilung (Finanzen) sowie der zentralen Einrichtung der MLU, die diesen Prozess technisch begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine Übertragbarkeit können folgende konkrete Empfehlungen gegeben werden:&lt;br /&gt;
*Die Einbindung der Abteilung Reisekosten war besonders wichtig für die Konkretisierung, der Planung sowie der Umsetzung der Maßnahme. Dies sollte von Beginn an erfolgen, um eine nachhaltige Beachtung von Nachhaltigkeit bei Dienstreisen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
*Individuelle lebensphasenbezogene Bedarfe, wie Sorgeverantwortung, müssen bei der Entwicklung von Handlungsempfehlungen Beachtung finden. &lt;br /&gt;
*Einfache, praxisnahe Tools – z. B. Entscheidungshilfen – müssen bereitgestellt werden, um die Planung nachhaltiger Dienstreisen zu erleichtern.&lt;br /&gt;
*Da die Wirkfähigkeit von Handlungsempfehlungen auf der Ebene der freiwilligen Umsetzung der Hinweise verbleibt, ist zu empfehlen: &lt;br /&gt;
*Die Handlungsempfehlungen durch einen Rektoratsbeschluss in ihrer Legitimation zu stützen oder&lt;br /&gt;
*aus den Empfehlungen gemeinsam mit relevanten Akteur*innen Richtlinien für Dienstreisen zu entwickeln, in denen Nachhaltigkeit als Querschnittsthema integriert ist und die verpflichtend für alle Beschäftigten einer Hochschule gelten&lt;br /&gt;
*Tools für die eigenständige Planung und Umsetzung nachhaltigerer Dienstreisen müssen bereitgestellt werden, um die Niedrigschwelligkeit zu gewährleisten (z.B. THG-Rechner, Smart Travel Tool)&lt;br /&gt;
*Unterstützer*innen und Multiplikator*innen des Vorhabens aus unterschiedlichen Mitgliedergruppen akquirieren&lt;br /&gt;
*Nach Möglichkeit Maßnahmen an vorhandene Strukturen der Universität zum Themas Nachhaltigkeit anbinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Verständnis für unterschiedliche Lebensrealitäten und Karrierestufen deutlich machen&lt;br /&gt;
*Bei Sorge vonseiten der Hochschulleitung Selbstverständlichkeiten zu benennen, mit Value-Action-Gap argumentieren&lt;br /&gt;
*Vorteile des Reisens mit der Bahn hervorheben: Arbeiten tlw. möglich, keine zusätzliche Zeit für Sicherheitskontrollen, etc.&lt;br /&gt;
*Kommunikation über verschiedene Kommunikationskanäle universitätsweit nutzen (bspw. der Newsletter der MLU, die Website des Nachhaltigkeitsbüros bzw. des Projektes sowie der Abteilung Reisekosten für die Information und Aufklärung über die Handlungsempfehlungen und den Entscheidungsbaum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=24009</id>
		<title>Blaupause zum Energiesparen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=24009"/>
		<updated>2025-09-17T11:56:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: /* Akteur*innenanalyse */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Best Practice&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Mobilität, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Dienstreisen, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung. &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Link zu Good-Practice-Guide Transferlabore&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regenerativer Campus: Energie, Abfall und Wasser – Fokus Energie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“. Diese orientiert sich an der Maßnahme 19 aus dem [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/hochschulklimarat/klimaplan_mlu/ KlimaPlan der MLU]. Folgende Ziele wurden im TrafoTeam formuliert und erfolgreich umgesetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring und zur Visualisierung des Energieverbrauchs (Strom, Wärme, Kälte) einzelner Bereiche in einem Zielgebäude&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen zum Thema Energiesparen&lt;br /&gt;
*Verständliche Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ist-Zustand===&lt;br /&gt;
Für die „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ wurden Daten zum Energieverbrauch sowohl der Universität insgesamt (siehe [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/3343046_3385459/3385459_3503977/ Status Quo Analyse der MLU]) als auch der einzelnen Gebäudekomplexe ausgewertet. Dies erfolgte in Kooperation mit dem Energiemanagement. Das ermöglichte eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und half bei der Auswahl eines Pilotgebäudes. Kernindikatoren waren dabei der Strom- und Wärmeverbrauch (in MWh) sowie die Treibhausgasbilanz des jeweiligen Gebäudes. Für das Analysieren des Energie-Einsparpotentials waren im konkreten Fall der MLU die Daten zu den Einsparungen während der Prüfungen von Maßnahmen in Bezug auf die Verordnungen zur Sicherung der Energieversorgung über kurz- und mittelfristige Maßnahmen (EnSiKuMaV) von Vorteil. Der Energiemanager konnte diese auf Gebäudeebene zur Verfügung stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Akteur*innenanalyse===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse an der MLU durchgeführt, die auch den Bereich &#039;&#039;Energie&#039;&#039; umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert und kontaktiert werden. In Abbildung 1 wurden die für das Transferlabor relevanten Akteur*innen dargestellt.&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden formell zuständige Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Hochschulklimarat&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;) angesprochen. Das &#039;&#039;&#039;TrafoTeam&#039;&#039;&#039; setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren vier Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Bauangelegenheiten - Projektingenieur Hochschulbau&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Technisches Gebäudemanagement - Energiemanager&lt;br /&gt;
*Student (Mathematik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
*Student (Informatik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere (Schlüssel)personen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Im Projekt wurde ein Ideenwettbewerb durchgeführt, der von einer zusammengestellten Jury begleitet wurde. Mitglieder der Jury zur Bewertung der Einreichungen im Ideenwettbewerb wurden aufgrund ihres Bezugs zum Pilotgebäude oder ihrer fachlichen Expertise (z.B. technisch-bauliche Kenntnisse) ausgewählt. Außerdem sollte die Jury eine gewisse Repräsentativität ausstrahlen und verschiedene Mitgliedergruppen vertreten.&lt;br /&gt;
*Mitglieder waren: der Abteilungsleiter Bau und Liegenschaften, die Dekane der im Pilotgebäude vertretenen Fakultäten sowie ein Vertreter des TrafoTeams&lt;br /&gt;
*Ansprechpersonen im Pilotgebäude: Direktor und stellvertretende Direktoren, Sekretariat, Leiter*innen der wissenschaftlichen Arbeitsgruppen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einschätzung zur Zusammensetzung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*hohe Motivation der einzelnen Akteur*innen &lt;br /&gt;
*Unausgewogenes Geschlechterverhältnis (mehr männliche Personen)&lt;br /&gt;
*Fachexpertise aus den Bereichen Kommunikationswissenschaft oder Umweltpsychologie fehlte&lt;br /&gt;
*Zu kleine Gruppe, um Untergruppen für verschiedenen Aufgaben zu bilden&lt;br /&gt;
*Alle hier berichteten Aktivitäten wurden vom TrafoTeam gemeinsam getragen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innensanalyse Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ .png|mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 1: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; - - Auch außerhalb des Projekts zugeordnet)]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Umsetzungsschritte===&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“.png||mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 2: Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“|alternativtext=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen (Details zu Transformationsteams können dem &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Good-Practice Guide&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt; entnommen werden)&lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen des Energiemanagers mit ähnlichen Prozessen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Entscheidung im TrafoTeam für ein Zielgebäude unter Beachtung der Indikatoren Energieverbrauch und Energieeinsparpotential. Das Pilotgebäude ist ein Neubau aus dem Jahr 2017 mit moderner Ausstattung inklusive einer relativ hohen Dichte an Messpunkten für Energieverbrauch; 5.400 m² Nutzfläche; 3 Fakultäten vertreten; etwa 250 Mitarbeitende; etwa 65% der Räume sind Labore&lt;br /&gt;
*Konkretisierung der Energiesparziele (2% Einsparung pro Jahr im Zielgebäude, entsprechend dem EnEfG)&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Definition von (Teil)zielen; Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Vorbereitung rund um das Pilotgebäude&#039;&#039;: Identifikation relevanter Zielgruppen sowie Ermittlung von Arbeitsgruppenleitungen und Ansprechpersonen aus den verschiedenen Fakultäten&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Einbindung der Führungsebene:&#039;&#039; Abstimmungsgespräch mit den Direktoren des Pilotgebäudes zur Unterstützung des Vorhabens. Die Teilnahme der Ansprechperson für das Energiemanagement zur Klärung technischer Fragen wird empfohlen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Organisation von &amp;lt;u&amp;gt;Kampagnenmaterial&amp;lt;/u&amp;gt;&#039; und Öffentlichkeitsarbeit:&#039;&#039; Es wurden in Abstimmung mit einer Professorin der Kommunikationswissenschaften geeignete Kommunikationsmittel rund um energiesparendes Verhalten in den Büros, Laboren, etc. des Gebäudes entwickelt. Dabei wurde sowohl Strom als auch Wärme adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring des Strom-, Kälte- und Wärmeverbrauchs auf Gesamtgebäudeebene:&lt;br /&gt;
**Ziel war eine Sensibilisierung für den Energieverbrauch im Gebäude und so letztendlich ein energieeffizientes und energiesparendes Verhalten der Nutzer*innen, wobei ein Effekt durch die Visualisierung erwartet wurde.  &lt;br /&gt;
**Visualisierung des Energieverbrauchs: Der Energieverbrauch im Pilotgebäude wurde über einen öffentlich sichtbaren Monitor im Eingangsbereich transparent gemacht. Dargestellt werden die Daten auf einem Dashboard mit einer Energiemanagement-Software. Die visuelle Aufbereitung der Daten und die Installation des Monitors übernahmen der Energiemanager und das IT-Servicezentrum.&lt;br /&gt;
**Dargestellte Kennzahlen (in Form von Balkendiagrammen):&lt;br /&gt;
***Aktueller Stromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch vor einem Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Energieverbrauch der Kältemaschinen im aktuellen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Stromverbrauch des aktuellen und des vergangenen Jahres in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Wärmeverbrauch im aktuellen und vergangenen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen für die Mitarbeitenden des Pilotgebäudes zum Thema Energiesparen (weitere Informationen unter Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten)&lt;br /&gt;
**Workshops für Mitarbeitende in Laboren. Ziel: Der Workshop bot eine Möglichkeit, Methoden zum Energiesparen in Laboren zu erlernen (z.B. shut the sash); Die drei Workshops hatten einen Umfang von jeweils 2 Stunden und es nahmen jeweils zwischen 8 und 18 Personen teil; Material: Präsentationsfolien im Nachgang zur Verfügung gestellt; Leitung des Workshops übernahm eine Referentin für Nachhaltigkeit im Labor (s. Abbildung 1): Empfehlung von Kolleginnen aus der Universität; Kontaktaufnahme per Mail und Telefon; Honorarbasis&lt;br /&gt;
**Ideenwettbewerb: Ziel war es die Mitarbeiter*innen-Perspektiven in den Gesamtprozess einzubeziehen, deren Wissen zu ihrem persönlichen Arbeitsplatz zu nutzen sowie ihnen das Transferlabor näher zu bringen; Dauer: etwa 4 Wochen zur Einreichung von Ideen, anschließend etwa 4 Wochen zur Bewertung und Auswahl; Resonanz: 13 Maßnahmen wurden eingereicht. Für die Bewertung legte die Jury festgelegte Kriterien an, um sicherzustellen, dass die ausgewählten Ideen sowohl praktikabel als auch wirkungsvoll sind: Einsparungspotential, Verstetigungspotential, Kosten, Auswirkungen, Hürden für die Umsetzung (&amp;lt;u&amp;gt;s. &#039;&#039;Bewertungsmatrix&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;)&lt;br /&gt;
**Haustürgespräche (Gesprächsangebote vor Ort im Pilotgebäude) mit Nutzer*innen des Gebäudes; Ziel: auf das Transferlabor aufmerksam machen, Raum für Fragen und Kritik bieten; Ort: in den Pausenräumen; vorherige Ankündigung per E-Mail über den Hausverteiler&lt;br /&gt;
*Auswahl der Gewinner*innen des Ideenwettbewerbs durch Jury (&amp;lt;u&amp;gt;s. &#039;&#039;Dokumente Bewertung Jurymitglied; Gesamtbewertung Jury&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;); Beiträge des Ideenwettbewerbs wurden HS-öffentlich zur Verfügung gestellt&lt;br /&gt;
*Begleitung der Maßnahmenumsetzung der bestplatzierten Ideen aus dem Wettbewerb durch das TrafoTeam: Anpassung der Thermostate im Pilotgebäude (Austausch mit regulierbaren Thermostaten) und Tipps zur energiesparenden Nutzung von Ultratiefkühlgeräten (auf Projekt-Website und in jährlichen Belehrungen zum Arbeitsschutz); Kommunikation zur umgesetzten Idee aus dem Wettbewerb mittels Rundmail über den Hausverteiler und auf der Projekt-Website&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum zur Anpassung von Thermostaten, wobei der Umsetzungszeitraum hier außerhalb des Transferlaborzeitraums liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschlussphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Ziele (unter Beschreibung der Maßnahme) konnten alle erreicht werden. Das konkrete Ziel der Einsparung von 2 % Energie wird vom Energiemanager nach Ablauf eines Jahres geprüft. &lt;br /&gt;
*Abschlussveranstaltung im Pilotgebäude mit Vorstellung der Kampagnenergebnisse durch das TrafoTeam: PowerPoint Präsentation und anschließende Diskussion; Eingeladen waren die Jury des Ideenwettbewerbs, Mitarbeitende und Direktoren des Pilotgebäudes&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe des Monitorings an den Energiemanager zur dauerhaften Implementierung und Nutzung: Verantwortung für technischen Support (z.B. regelmäßige Softwareupdates) und Auswertung der Daten hinsichtlich möglicher Einsparungen und der Erfüllung des 2%-Ziels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dokumentation und Nacharbeiten===&lt;br /&gt;
*[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ Website zum Transferlabor Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen]&lt;br /&gt;
*[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ideenwettbewerb/ Website Ideenwettbewerb]&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Poster zu Projektinfo, Ideenwettbewerb und Workshop&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Ideensammlung&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[https://echo-energie.de Echokampagne] bieten Leitfaden, Checkliste und Infomaterial zum Energiesparen in Zielgebäuden, die genutzt wurden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
===Rahmenbedingungen des Transferlabors===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von neun Monaten. Für eine solide Maßnahmenumsetzung inklusive Verstetigung wäre mehr Zeit notwendig gewesen. Die Empfehlung ist, mindestens 12 Monate einzuplanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung wurden etwa 2.300 € verausgabt. Ursprünglich waren mehr Mittel für technische Anpassungen im Pilotgebäude einkalkuliert. Für den zur Verfügung stehenden zeitlichen und finanziellen Rahmen konnten keine umsetzbaren Anpassungen identifiziert und installiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2.300 € setzten sich aus folgenden Posten zusammen:&lt;br /&gt;
1.500 € Honorar der Referentin für drei Workshops zu Nachhaltigkeit im Labor&lt;br /&gt;
700 € Digital Signage (Visualisierung des Energieverbrauchs): Monitor (40 Zoll), Steuerung (Minicomputer + SD-Karte), Wandhalterung, Montage&lt;br /&gt;
100 € Druckkosten für Informationsmaterial &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für weitere technische Anpassung müsste beispielsweise einkalkuliert werden:&lt;br /&gt;
2.000 € Umbau Thermostate im Zielgebäude in 62 Büroräumen (Material- und Montagekosten der Sanitärfirma).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rahmenbedingungen der Hochschule===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Standorte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Hauptstandort Halle (Saale) gibt es 4 Campi: Universitätsplatz, Steintor-Campus, Franckeschen Stiftungen, Weinberg-Campus mit Campus Heide-Süd. Das Pilotgebäude befand sich am Weinbergcampus. Auf dem Weinberg Campus leben, studieren und arbeiten etwa 15.000 Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität setzt sich aus folgenden HS-Angehörigen zusammen:&lt;br /&gt;
*ca. 19.943 Studierende&lt;br /&gt;
*über 4.027 Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**288 Professor*innen&lt;br /&gt;
**1.478 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen&lt;br /&gt;
**1.091 Wissenschaftsunterstützende Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**1.170 Wissenschaftliche Hilfskräfte (Stand vom 31.12.2023).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unterstützung der Hochschulleitung zur Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung der MLU unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Die Rektorin übernahm die Projektleitung und stellte Mitarbeitende, etwa für die Teilnahme am TrafoTeam, frei. Dieser Umstand unterstützte bei der Argumentation für die Umsetzung der Maßnahme. Mit der Hochschulleitung fand ein regelmäßiger Austausch statt, zudem konnten die Maßnahmen in Kommissionen der Hochschulleitung vorgestellt und diskutiert werden. Dies ermöglichte es, die Maßnahmen im Kontext aktueller Ausrichtungen der Hochschule einzuordnen, Parallelstrukturen zu vermeiden oder Synergien zu knüpfen. Als Hinweis für die Planung weiterer Projekte lässt sich festhalten, dass die zeitlichen Kapazitäten möglicher Leitungspersonen berücksichtigt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es keine*n Nachhaltigkeitsbeauftragten oder eine andere Art der Institutionalisierung in Bezug auf Nachhaltigkeit. Diese mangelnde Institutionalisierung von Nachhaltigkeit gestaltete sich als Herausforderung, gerade in der Verstetigung von Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tätigkeitsbereich des Energiemanagers ist aber für den Bereiche des Klimaschutzes wichtig, z.B. aufgrund des Gesetzes zur Steigerung der Energieeffizienz in Deutschland (EnEfG) oder Energie- (ISO50001) bzw. Umweltmanagementsysteme (ISO140001).&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Weitere Relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Unterstützung durch den Leiter der Abteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement war wesentlich, um die Maßnahme erfolgreich umzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Allgemeine Hinweise zu hemmenden/ fördernden Aspekte im Transferlabor &#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;finden Sie hier&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Einbindung des Energiemanagers war besonders wichtig für die Konkretisierung, Planung sowie Umsetzung der Maßnahme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Bei der Ansprache von Personen im Pilotgebäude muss darauf geachtet werden Mitarbeitende nicht als „Schuldige“ zu adressieren und Auswahl des Gebäudes rücksichtsvoll zu kommunizieren.&lt;br /&gt;
*Institute mit einem hohen Energieverbrauch können sich schnell an den Pranger gestellt fühlen, stattdessen sollte deren (Transformations-) Potential herausgestellt werden (Perspektiven aufzeigen, Informationen geben, Fortschritte wertschätzen)&lt;br /&gt;
*&amp;quot;Zeigefinger&amp;quot; auf energieintensivste Liegenschaften wie das Pilotgebäude eher kontraproduktiv, moralische Ansprache mit Verweis auf Klimakrise erzeugte vereinzelt bei Mitarbeiter*innen im Zielgebäude Aversion und kollidierte mit der vorhandenen Resignation und Frustration&lt;br /&gt;
*Empfehlenswert ist die Begleitung des Vorhabens mit einer öffentlichkeitswirksamen Kampagne. Hierbei sollten möglichst alle Kommunikationskanäle der Hochschule berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
*Zur verständlichen Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten war eine Kombination aus Top-down und Bottom-up Maßnahmen zielführend (Workshops, Informationsveranstaltungen, Ideenwettbewerb – Details siehe oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=24007</id>
		<title>Blaupause zum Energiesparen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=24007"/>
		<updated>2025-09-17T11:55:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: /* Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Best Practice&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Mobilität, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Dienstreisen, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung. &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Link zu Good-Practice-Guide Transferlabore&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regenerativer Campus: Energie, Abfall und Wasser – Fokus Energie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“. Diese orientiert sich an der Maßnahme 19 aus dem [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/hochschulklimarat/klimaplan_mlu/ KlimaPlan der MLU]. Folgende Ziele wurden im TrafoTeam formuliert und erfolgreich umgesetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring und zur Visualisierung des Energieverbrauchs (Strom, Wärme, Kälte) einzelner Bereiche in einem Zielgebäude&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen zum Thema Energiesparen&lt;br /&gt;
*Verständliche Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ist-Zustand===&lt;br /&gt;
Für die „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ wurden Daten zum Energieverbrauch sowohl der Universität insgesamt (siehe [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/3343046_3385459/3385459_3503977/ Status Quo Analyse der MLU]) als auch der einzelnen Gebäudekomplexe ausgewertet. Dies erfolgte in Kooperation mit dem Energiemanagement. Das ermöglichte eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und half bei der Auswahl eines Pilotgebäudes. Kernindikatoren waren dabei der Strom- und Wärmeverbrauch (in MWh) sowie die Treibhausgasbilanz des jeweiligen Gebäudes. Für das Analysieren des Energie-Einsparpotentials waren im konkreten Fall der MLU die Daten zu den Einsparungen während der Prüfungen von Maßnahmen in Bezug auf die Verordnungen zur Sicherung der Energieversorgung über kurz- und mittelfristige Maßnahmen (EnSiKuMaV) von Vorteil. Der Energiemanager konnte diese auf Gebäudeebene zur Verfügung stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Akteur*innenanalyse===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse an der MLU durchgeführt, die auch den Bereich &#039;&#039;Energie&#039;&#039; umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert und kontaktiert werden. In Abbildung 1 wurden die für das Transferlabor relevanten Akteur*innen dargestellt.&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden formell zuständige Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Hochschulklimarat&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;) angesprochen. Das &#039;&#039;&#039;TrafoTeam&#039;&#039;&#039; setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren vier Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Bauangelegenheiten - Projektingenieur Hochschulbau&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Technisches Gebäudemanagement - Energiemanager&lt;br /&gt;
*Student (Mathematik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
*Student (Informatik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere (Schlüssel)personen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Im Projekt wurde ein Ideenwettbewerb durchgeführt, der von einer zusammengestellten Jury begleitet wurde. Mitglieder der Jury zur Bewertung der Einreichungen im Ideenwettbewerb wurden aufgrund ihres Bezugs zum Pilotgebäude oder ihrer fachlichen Expertise (z.B. technisch-bauliche Kenntnisse) ausgewählt. Außerdem sollte die Jury eine gewisse Repräsentativität ausstrahlen und verschiedene Mitgliedergruppen vertreten.&lt;br /&gt;
*Mitglieder waren: der Abteilungsleiter Bau und Liegenschaften, die Dekane der im Pilotgebäude vertretenen Fakultäten sowie ein Vertreter des TrafoTeams&lt;br /&gt;
*Ansprechpersonen im Pilotgebäude: Direktor und stellvertretende Direktoren, Sekretariat, Leiter*innen der wissenschaftlichen Arbeitsgruppen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einschätzung zur Zusammensetzung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*hohe Motivation der einzelnen Akteur*innen &lt;br /&gt;
*Unausgewogenes Geschlechterverhältnis (mehr männliche Personen)&lt;br /&gt;
*Fachexpertise aus den Bereichen Kommunikationswissenschaft oder Umweltpsychologie fehlte&lt;br /&gt;
*Zu kleine Gruppe, um Untergruppen für verschiedenen Aufgaben zu bilden&lt;br /&gt;
*Alle hier berichteten Aktivitäten wurden vom TrafoTeam gemeinsam getragen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innensanalyse Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ .png|gerahmt|zentriert|Abbildung 1: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; - - Auch außerhalb des Projekts zugeordnet)]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Umsetzungsschritte===&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“.png||mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 2: Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“|alternativtext=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen (Details zu Transformationsteams können dem &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Good-Practice Guide&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt; entnommen werden)&lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen des Energiemanagers mit ähnlichen Prozessen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Entscheidung im TrafoTeam für ein Zielgebäude unter Beachtung der Indikatoren Energieverbrauch und Energieeinsparpotential. Das Pilotgebäude ist ein Neubau aus dem Jahr 2017 mit moderner Ausstattung inklusive einer relativ hohen Dichte an Messpunkten für Energieverbrauch; 5.400 m² Nutzfläche; 3 Fakultäten vertreten; etwa 250 Mitarbeitende; etwa 65% der Räume sind Labore&lt;br /&gt;
*Konkretisierung der Energiesparziele (2% Einsparung pro Jahr im Zielgebäude, entsprechend dem EnEfG)&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Definition von (Teil)zielen; Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Vorbereitung rund um das Pilotgebäude&#039;&#039;: Identifikation relevanter Zielgruppen sowie Ermittlung von Arbeitsgruppenleitungen und Ansprechpersonen aus den verschiedenen Fakultäten&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Einbindung der Führungsebene:&#039;&#039; Abstimmungsgespräch mit den Direktoren des Pilotgebäudes zur Unterstützung des Vorhabens. Die Teilnahme der Ansprechperson für das Energiemanagement zur Klärung technischer Fragen wird empfohlen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Organisation von &amp;lt;u&amp;gt;Kampagnenmaterial&amp;lt;/u&amp;gt;&#039; und Öffentlichkeitsarbeit:&#039;&#039; Es wurden in Abstimmung mit einer Professorin der Kommunikationswissenschaften geeignete Kommunikationsmittel rund um energiesparendes Verhalten in den Büros, Laboren, etc. des Gebäudes entwickelt. Dabei wurde sowohl Strom als auch Wärme adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring des Strom-, Kälte- und Wärmeverbrauchs auf Gesamtgebäudeebene:&lt;br /&gt;
**Ziel war eine Sensibilisierung für den Energieverbrauch im Gebäude und so letztendlich ein energieeffizientes und energiesparendes Verhalten der Nutzer*innen, wobei ein Effekt durch die Visualisierung erwartet wurde.  &lt;br /&gt;
**Visualisierung des Energieverbrauchs: Der Energieverbrauch im Pilotgebäude wurde über einen öffentlich sichtbaren Monitor im Eingangsbereich transparent gemacht. Dargestellt werden die Daten auf einem Dashboard mit einer Energiemanagement-Software. Die visuelle Aufbereitung der Daten und die Installation des Monitors übernahmen der Energiemanager und das IT-Servicezentrum.&lt;br /&gt;
**Dargestellte Kennzahlen (in Form von Balkendiagrammen):&lt;br /&gt;
***Aktueller Stromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch vor einem Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Energieverbrauch der Kältemaschinen im aktuellen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Stromverbrauch des aktuellen und des vergangenen Jahres in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Wärmeverbrauch im aktuellen und vergangenen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen für die Mitarbeitenden des Pilotgebäudes zum Thema Energiesparen (weitere Informationen unter Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten)&lt;br /&gt;
**Workshops für Mitarbeitende in Laboren. Ziel: Der Workshop bot eine Möglichkeit, Methoden zum Energiesparen in Laboren zu erlernen (z.B. shut the sash); Die drei Workshops hatten einen Umfang von jeweils 2 Stunden und es nahmen jeweils zwischen 8 und 18 Personen teil; Material: Präsentationsfolien im Nachgang zur Verfügung gestellt; Leitung des Workshops übernahm eine Referentin für Nachhaltigkeit im Labor (s. Abbildung 1): Empfehlung von Kolleginnen aus der Universität; Kontaktaufnahme per Mail und Telefon; Honorarbasis&lt;br /&gt;
**Ideenwettbewerb: Ziel war es die Mitarbeiter*innen-Perspektiven in den Gesamtprozess einzubeziehen, deren Wissen zu ihrem persönlichen Arbeitsplatz zu nutzen sowie ihnen das Transferlabor näher zu bringen; Dauer: etwa 4 Wochen zur Einreichung von Ideen, anschließend etwa 4 Wochen zur Bewertung und Auswahl; Resonanz: 13 Maßnahmen wurden eingereicht. Für die Bewertung legte die Jury festgelegte Kriterien an, um sicherzustellen, dass die ausgewählten Ideen sowohl praktikabel als auch wirkungsvoll sind: Einsparungspotential, Verstetigungspotential, Kosten, Auswirkungen, Hürden für die Umsetzung (&amp;lt;u&amp;gt;s. &#039;&#039;Bewertungsmatrix&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;)&lt;br /&gt;
**Haustürgespräche (Gesprächsangebote vor Ort im Pilotgebäude) mit Nutzer*innen des Gebäudes; Ziel: auf das Transferlabor aufmerksam machen, Raum für Fragen und Kritik bieten; Ort: in den Pausenräumen; vorherige Ankündigung per E-Mail über den Hausverteiler&lt;br /&gt;
*Auswahl der Gewinner*innen des Ideenwettbewerbs durch Jury (&amp;lt;u&amp;gt;s. &#039;&#039;Dokumente Bewertung Jurymitglied; Gesamtbewertung Jury&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;); Beiträge des Ideenwettbewerbs wurden HS-öffentlich zur Verfügung gestellt&lt;br /&gt;
*Begleitung der Maßnahmenumsetzung der bestplatzierten Ideen aus dem Wettbewerb durch das TrafoTeam: Anpassung der Thermostate im Pilotgebäude (Austausch mit regulierbaren Thermostaten) und Tipps zur energiesparenden Nutzung von Ultratiefkühlgeräten (auf Projekt-Website und in jährlichen Belehrungen zum Arbeitsschutz); Kommunikation zur umgesetzten Idee aus dem Wettbewerb mittels Rundmail über den Hausverteiler und auf der Projekt-Website&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum zur Anpassung von Thermostaten, wobei der Umsetzungszeitraum hier außerhalb des Transferlaborzeitraums liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschlussphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Ziele (unter Beschreibung der Maßnahme) konnten alle erreicht werden. Das konkrete Ziel der Einsparung von 2 % Energie wird vom Energiemanager nach Ablauf eines Jahres geprüft. &lt;br /&gt;
*Abschlussveranstaltung im Pilotgebäude mit Vorstellung der Kampagnenergebnisse durch das TrafoTeam: PowerPoint Präsentation und anschließende Diskussion; Eingeladen waren die Jury des Ideenwettbewerbs, Mitarbeitende und Direktoren des Pilotgebäudes&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe des Monitorings an den Energiemanager zur dauerhaften Implementierung und Nutzung: Verantwortung für technischen Support (z.B. regelmäßige Softwareupdates) und Auswertung der Daten hinsichtlich möglicher Einsparungen und der Erfüllung des 2%-Ziels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dokumentation und Nacharbeiten===&lt;br /&gt;
*[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ Website zum Transferlabor Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen]&lt;br /&gt;
*[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ideenwettbewerb/ Website Ideenwettbewerb]&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Poster zu Projektinfo, Ideenwettbewerb und Workshop&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Ideensammlung&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[https://echo-energie.de Echokampagne] bieten Leitfaden, Checkliste und Infomaterial zum Energiesparen in Zielgebäuden, die genutzt wurden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
===Rahmenbedingungen des Transferlabors===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von neun Monaten. Für eine solide Maßnahmenumsetzung inklusive Verstetigung wäre mehr Zeit notwendig gewesen. Die Empfehlung ist, mindestens 12 Monate einzuplanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung wurden etwa 2.300 € verausgabt. Ursprünglich waren mehr Mittel für technische Anpassungen im Pilotgebäude einkalkuliert. Für den zur Verfügung stehenden zeitlichen und finanziellen Rahmen konnten keine umsetzbaren Anpassungen identifiziert und installiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2.300 € setzten sich aus folgenden Posten zusammen:&lt;br /&gt;
1.500 € Honorar der Referentin für drei Workshops zu Nachhaltigkeit im Labor&lt;br /&gt;
700 € Digital Signage (Visualisierung des Energieverbrauchs): Monitor (40 Zoll), Steuerung (Minicomputer + SD-Karte), Wandhalterung, Montage&lt;br /&gt;
100 € Druckkosten für Informationsmaterial &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für weitere technische Anpassung müsste beispielsweise einkalkuliert werden:&lt;br /&gt;
2.000 € Umbau Thermostate im Zielgebäude in 62 Büroräumen (Material- und Montagekosten der Sanitärfirma).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rahmenbedingungen der Hochschule===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Standorte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Hauptstandort Halle (Saale) gibt es 4 Campi: Universitätsplatz, Steintor-Campus, Franckeschen Stiftungen, Weinberg-Campus mit Campus Heide-Süd. Das Pilotgebäude befand sich am Weinbergcampus. Auf dem Weinberg Campus leben, studieren und arbeiten etwa 15.000 Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität setzt sich aus folgenden HS-Angehörigen zusammen:&lt;br /&gt;
*ca. 19.943 Studierende&lt;br /&gt;
*über 4.027 Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**288 Professor*innen&lt;br /&gt;
**1.478 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen&lt;br /&gt;
**1.091 Wissenschaftsunterstützende Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**1.170 Wissenschaftliche Hilfskräfte (Stand vom 31.12.2023).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unterstützung der Hochschulleitung zur Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung der MLU unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Die Rektorin übernahm die Projektleitung und stellte Mitarbeitende, etwa für die Teilnahme am TrafoTeam, frei. Dieser Umstand unterstützte bei der Argumentation für die Umsetzung der Maßnahme. Mit der Hochschulleitung fand ein regelmäßiger Austausch statt, zudem konnten die Maßnahmen in Kommissionen der Hochschulleitung vorgestellt und diskutiert werden. Dies ermöglichte es, die Maßnahmen im Kontext aktueller Ausrichtungen der Hochschule einzuordnen, Parallelstrukturen zu vermeiden oder Synergien zu knüpfen. Als Hinweis für die Planung weiterer Projekte lässt sich festhalten, dass die zeitlichen Kapazitäten möglicher Leitungspersonen berücksichtigt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es keine*n Nachhaltigkeitsbeauftragten oder eine andere Art der Institutionalisierung in Bezug auf Nachhaltigkeit. Diese mangelnde Institutionalisierung von Nachhaltigkeit gestaltete sich als Herausforderung, gerade in der Verstetigung von Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tätigkeitsbereich des Energiemanagers ist aber für den Bereiche des Klimaschutzes wichtig, z.B. aufgrund des Gesetzes zur Steigerung der Energieeffizienz in Deutschland (EnEfG) oder Energie- (ISO50001) bzw. Umweltmanagementsysteme (ISO140001).&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Weitere Relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Unterstützung durch den Leiter der Abteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement war wesentlich, um die Maßnahme erfolgreich umzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Allgemeine Hinweise zu hemmenden/ fördernden Aspekte im Transferlabor &#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;finden Sie hier&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Einbindung des Energiemanagers war besonders wichtig für die Konkretisierung, Planung sowie Umsetzung der Maßnahme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Bei der Ansprache von Personen im Pilotgebäude muss darauf geachtet werden Mitarbeitende nicht als „Schuldige“ zu adressieren und Auswahl des Gebäudes rücksichtsvoll zu kommunizieren.&lt;br /&gt;
*Institute mit einem hohen Energieverbrauch können sich schnell an den Pranger gestellt fühlen, stattdessen sollte deren (Transformations-) Potential herausgestellt werden (Perspektiven aufzeigen, Informationen geben, Fortschritte wertschätzen)&lt;br /&gt;
*&amp;quot;Zeigefinger&amp;quot; auf energieintensivste Liegenschaften wie das Pilotgebäude eher kontraproduktiv, moralische Ansprache mit Verweis auf Klimakrise erzeugte vereinzelt bei Mitarbeiter*innen im Zielgebäude Aversion und kollidierte mit der vorhandenen Resignation und Frustration&lt;br /&gt;
*Empfehlenswert ist die Begleitung des Vorhabens mit einer öffentlichkeitswirksamen Kampagne. Hierbei sollten möglichst alle Kommunikationskanäle der Hochschule berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
*Zur verständlichen Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten war eine Kombination aus Top-down und Bottom-up Maßnahmen zielführend (Workshops, Informationsveranstaltungen, Ideenwettbewerb – Details siehe oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=24006</id>
		<title>Blaupause für Maßnahmen zu Dienstreisemobilität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=24006"/>
		<updated>2025-09-17T11:54:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: /* Akteur*innen-Analyse */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Best Practice&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Energie, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Energiesparen, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Link zu Best-Practice Guide Transferlabore&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nachhaltige Mobilität – Nachhaltige Dienstreisemobilität &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“. Sie orientiert sich an der Maßnahme 11 aus dem [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/hochschulklimarat/klimaplan_mlu/ KlimaPlan der MLU]. Ziel dieser Maßnahme ist es, dass Treibhausgase, die im Kontext von Dienstreisen an der MLU entstehen, reduziert bzw. eingespart werden. Um eine quantitative Wirkung der Maßnahme feststellen zu können, bedarf es statistischer Daten der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; Produktion vor und nach der Maßnahme. Diese wiederum können aus Daten zu Dienstreisen ermittelt werden, die sich aus Angaben über getätigte Dienstreisen an der MLU (Start- und Zielort, zurückgelegte Strecke und jeweilige genutzte Verkehrsmittel) ergeben. Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung lagen erste Daten vor, die jedoch keine valide quantitative Datenbasis und Aussagen erlaubten (siehe Ist-Zustand). Deswegen wurden qualitative Zielstellungen priorisiert, die insbesondere die Ziele der Sensibilisierung zur Thematik, Kommunikation und Information verfolgten. &lt;br /&gt;
Mit der Maßnahme werden unmittelbar Mitarbeitende der MLU adressiert, die administrativ in der Planung und Organisation von Dienstreisen für andere Beschäftigte tätig sind (u.a. Sekretariate) und die eigenständig Dienstreisen im Rahmen ihrer Beschäftigung und Tätigkeiten an der MLU (Wissenschaft, Verwaltung etc.) planen, organisieren und durchführen. Mittelbar sollen alle Beschäftigten der MLU zum Thema nachhaltige Dienstreisen sensibilisiert werden. Mit der Maßnahme wird ein gesamtuniversitärer Prozess angeregt und das Individualverhalten der Beschäftigten adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Ziele wurden im Transformationsteam verfolgt: &lt;br /&gt;
*Förderung der Reduktion von Treibhausgasemissionen durch Vermeidung von Flugreisen und Individualverkehr&lt;br /&gt;
*Förderung von Bahnreisen bzw. öffentlichen Nah- und Fernverkehr im Allgemeinen&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für die nachhaltige Gestaltung von Dienstreisen ins-besondere in Bezug auf die Wahl des Verkehrsmittels&lt;br /&gt;
*Erarbeitung einer Entscheidungshilfe für nachhaltigere Dienstreisen an der MLU&lt;br /&gt;
*Integration der erarbeiteten Handlungsempfehlungen in das digitale Buchungssystem des Ver-tragsreisebüros der MLU auf der Website der Abteilung für Reisekosten&lt;br /&gt;
*Nachhaltigkeit wird als Querschnittsthema bei der Beantragung, Bearbeitung und Umsetzung von Dienstreisen berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ist-Zustand ===&lt;br /&gt;
Für die Maßnahme „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“ sind statistische Daten hilfreich, die Dienstreisen mit Start- und Zielort, mögliche Zwischenstopps und die jeweiligen genutzten Verkehrsmittel aller Beschäftigten der Organisation detailliert erfassen. Daraus können die reisebezogenen Treibhausgasemissionen berechnet werden. Das schafft eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und ermöglicht eine Messbarkeit der Wirksamkeit. Es zeigt auch, wo Handlungsschwerpunkte liegen können, sodass bedarfsgerechte Maßnahmen abgeleitet werden können. In der [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/3343046_3385459/3385459_3503977/ Status Quo Analyse der MLU] war eine Bilanzierung der Dienstreisen noch nicht möglich. Die vorhandene Verwaltungssoftware, mit welcher Dienstreisen in der Abteilung Reisekosten abgerechnet werden, ermöglicht keine automatische und detaillierte Erfassung der einzelnen Reisewege und gewählten Verkehrsmittel. Möglich wurde dies durch eine zusätzliche händische Eintragung durch die Mitarbeitenden der Abteilung, welche seit Mitte des Projektes erfolgt. Dadurch hat sich die Datengrundlage grundsätzlich verbessert, sie ermöglicht jedoch keine validen, statistisch abgesicherten Aussagen über das Reiseverhalten der Beschäftigten zu treffen. Im Bereich der Dienstreisebeantragung und -abrechnung erfolgt an der MLU aktuell eine Digitalisierung, in welche das Projektteam einbezogen werden konnte. Ziel ist es, die vorhandene Verwaltungssoftware so auszugestalten, dass eine detaillierte Erfassung der Dienstreisen und daraus abgeleitet die Erfassung der Emissionen ermöglicht wird. Diese können mit Hilfe von CO2-Rechnern, die wiederum in die Verwaltungssoftware ggfs. integriert werden können, berechnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Akteur*innenanalyse ===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse (Abbildung 1) durchgeführt, die auch den Bereich Mobilität umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert, kontaktiert und in den Prozess involviert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden strukturell, für das Thema Dienstreisen zuständige, Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem &#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Hochschulklimarat&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;) angesprochen. Das TrafoTeam setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren sechs Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus dem International Office&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus der Personalabteilung, Bereich Personalentwicklung&lt;br /&gt;
*Doktorandin (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Doktorand (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einschätzung zur Zusammensetzung:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
*Hohe Motivation aller Beteiligten&lt;br /&gt;
*verschiedene Akteur*innen von Einrichtungen und Abteilungen&lt;br /&gt;
*verschiedene Angehörige der MLU (Verwaltung, Wissenschaft, Wissenschaftsunterstützend, Studierende)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem festen Transformationsteam wurden über individuelle Konsultationen bilateral weitere Akteur*innen beratend in den Prozess einbezogen. Dies ermöglichte es, alle Mitgliedergruppen der MLU, trotz begrenzter zeitlicher Ressourcen, punktuell in den Prozess zu involvieren. Zentral war die Zusammenarbeit mit der Abteilung Reisekosten, die sich im weiteren Verlauf intensivierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innenanalyse Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png|gerahmt|zentriert|Abbildung 1: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; --- Auch außerhalb des Projekts zugeordnet]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umsetzungsschritte ===&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png|mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 2: Zeitplan des Transferlabors „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen. &lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen der TrafoTeam-Mitglieder: an der Universität bestehende Bedarfe, Rahmenbedingungen und gesetzlichen Vorgaben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
*Die Zielgruppen wurden für alle Maßnahmen akquiriert und Ansprechpersonen ausfindig gemacht: u.a. Dienstreisende und Assistenzen; Abteilung Reisekosten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konsultations- und Beratungsgespräche führen: Um diverse Perspektiven in die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe für nachhaltige Dienstreisen einfließen zu lassen, wurden Gespräche mit unterschiedlichen Mitgliedergruppe der MLU geführt: u.a. mit Sekretär*innen, Wissenschaftler*innen und Professor*innen. &lt;br /&gt;
*Vernetzung und strukturelle Verankerung mit anderen Querschnittsthemen wie Familiengerechtigkeit, um die Handlungsempfehlungen lebensphasenorientiert an den Bedarfen der verschiedenen Mitgliedergruppen der MLU auszurichten&lt;br /&gt;
*Formulieren der [https://wcms.itz.uni-halle.de/download.php?down=70957&amp;amp;elem=3632423 Handlungsempfehlungen „Nachhaltigere Dienstreisen für alle Beschäftigten der MLU“] und Diskussion im TrafoTeam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (3-6 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Abstimmung des Dokuments mit ausgewählten Abteilungen und Gremien z.B. dem Personalrat oder der Abteilung Personal. Die Abstimmung des Entwurfes diente der internen Prüfung, inwiefern die ausgearbeiteten Empfehlungen universitätsinternen Regelungen entspricht, widerspricht und um Ergänzungen aus den jeweiligen Fachexpertisen aufnehmen zu können. Dadurch erfolgt auch eine erste Kommunikation des Entwurfs, die die Basis für eine spätere Umsetzung der Handlungsempfehlungen in der breite der Universität legt. Der Abstimmungsprozess sollte von Beginn an aufgrund eines möglichen höheren und nicht vorhersehbaren zeitlichen Umfangs mit eingeplant werden.&lt;br /&gt;
*Ableitung einer „Entscheidungshilfe“ aus den Handlungsempfehlungen, welche bei der Integration von Nachhaltigkeitsdimensionen im Kontext von Dienstreisen unterstützen soll. Diese wurde mit Hilfe von erstellten Illustrationen graphisch aufbereitet, sodass sie einen niedrigschwelligen Zugang für alle MLU Reisenden bietet und die Akzeptanz der Empfehlungen sowie eine mögliche Verhaltensveränderung befördert. &lt;br /&gt;
*Einbindung der Führungsebene: Es erfolgte die Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat sowie eine Diskussion in einer Rektoratskommission. Die Handlungsempfehlungen wurden daraufhin angepasst und als „Aspekte zu nachhaltigeren Dienstreisen an der MLU“ auf eine im Rektorat vorgestellte und beschlossene zusätzliche Website eingestellt. &lt;br /&gt;
*Breite Öffentlichkeitsarbeit: Erstellung von Aktions- und Werbe-/Geschenkmaterial (u.a. Klimawaage, Reisetagebuch inkl. Klimaplan und Entscheidungshilfe, nachhaltige Reise-Thermobecher, A4 und A3 Plakate Entscheidungshilfe) und Verwendung bei öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen, Abschlussgesprächen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschlussphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat. Es ist zu empfehlen, die Dokumente durch das Rektorat bestätigen zu lassen. Dies versieht beide Dokumente mit einer höheren Legitimation. &lt;br /&gt;
*Zielgruppenspezifische Kommunikation/ Ansprache unter Berücksichtigung der Herausforderungen des ständigen Aktualisierungsbedarfes, universitärer Diskontinuität und Heterogenität &lt;br /&gt;
**Frühzeitige Einbindung der zuständigen Abteilungen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit zur Abstimmung möglicher Kommunikationsinhalte und -wege (Social media, Newsletter u.a.)&lt;br /&gt;
**Kommunikation der Empfehlungen und Entscheidungshilfe über dezentrale Kommunikationswege in die Fakultäten hinein über u.a. Dekanate, Fakultätsreferent*innen&lt;br /&gt;
**Gestaltung einer [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_2/dienstreisen_nachhaltig/ Website zum Transferlabor &amp;quot;Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten&amp;quot;], die mit der Website der Abteilung Reisekosten sowie dem Buchungstool des Vertragsreisebüros verknüpft ist.&lt;br /&gt;
*Etablierung von Handlungsempfehlungen:&lt;br /&gt;
**Die Abteilung Reisekosten nimmt die Handlungsempfehlungen in ihren Informationsmaterialien auf und veröffentlicht diese auf ihrer Website.&lt;br /&gt;
**Das Vertragsreisebüro der MLU, das eine Website zur Planung und Buchung von Dienstreisen anbietet, integriert die Handlungsempfehlungen und die Entscheidungshilfe. Prüfung, inwiefern das Buchungstool bereits ein automatisches CO2-Tracking beinhaltet und auf welcher Berechnungsgrundlage dieses erfolgt.&lt;br /&gt;
*Die Abteilung Reisekosten und das Vertragsreisebüro integrieren in eine vorhandene Liste von Hotels, mit denen die MLU kooperiert, einen Nachweis über deren Nachhaltigkeit.&lt;br /&gt;
*Prüfung, inwiefern das Buchungstool des Vertragsreisebüros bereits Hotels mit Nachhaltigkeitszertifikat beinhaltet und Erarbeitung, welche Inhalte und Anforderungen diese Zertifikate beinhalten.&lt;br /&gt;
*Durchführung eines digitalen Workshops zum Thema „Nachhaltige Dienstreisen an der MLU“ mit einer externen Expertin im Themenbereich. Der digitale Workshop im Umfang von 2h bot eine Möglichkeit, Methoden für nachhaltigere Dienstreisen (u.a. Wahl des Verkehrsmittels) zu erlernen. Er richtete sich an Beschäftigte der MLU, die für sich oder andere Dienstreisen planen, organisieren und umsetzen. Resonanz: 11 Teilnehmende; Die Planung des Workshops umfasste einen größeren zeitlichen Umfang, um den Workshop bedarfsgerechte im Kontext der Rahmenbedingungen der MLU zu planen. &lt;br /&gt;
*Dieses Weiterbildungsangebot wird in den Weiterbildungskatalog als festes Angebot übernommen und von der Abteilung Personalentwicklung nach Projekt regelmäßig durchgeführt.&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Aktionsmaterial für die weitere Sensibilisierung der Angehörigen der MLU in Rahmen von Workshops oder öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen. &lt;br /&gt;
*Die Maßnahmen konnten teilweise erreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dokumentation und Nacharbeiten ===&lt;br /&gt;
Die Dokumentation des &#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Transferlaborprozesses&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039; erfolgte durch die Erstellung eines Transferlabortagebuches, mittels Ergebnisprotokolle der einzelnen Transferlabortreffen des Transformationsteams sowie Gesprächsprotokolle der zusätzlich bilateral geführten Konsultationen und Gespräche. Um eine nachhaltige Fortsetzung der begonnenen Maßnahme zu ermöglichen, wurden die jeweiligen Prozesse in ihrem Bearbeitungsstand dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Blaupause: Klimafreundliche Dienstreisen an Hochschulen|Transferlabor der OVGU zu Nachhaltigkeit bei Dienstreisen]]&lt;br /&gt;
* Weitere [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/Projektphasen/2_+Transferlabore/OVGU+Magdeburg/Dienstreise+Best+Practice.html Best Practice Beispiele für Nachhaltigkeit bei Dienstreisen an Hochschulen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen des Transferlabors ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von neun Monaten. Für eine solide Maßnahmenumsetzung inklusive Verstetigung ist mehr Zeit notwendig. Die Empfehlung ist, mindestens 12 Monate einzuplanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung des Transferlabors standen 10.000 € zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sensibilisierung und Öffentlichkeitsarbeit: Diese können je nach Anbieter*in variieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Graphische Aufbereitung/Layout, Druck der Entscheidungshilfe: ca. 2.500 €&lt;br /&gt;
* Erstellung von Aktions- und Werbe-/Geschenkmaterial: ca. 4.000 €&lt;br /&gt;
** Klimawaage&lt;br /&gt;
** Reisetagebuch und nachhaltige Reise-Thermobecher&lt;br /&gt;
* Intensive Erarbeitung und Durchführung Workshop „Nachhaltige Dienstreisen“: 2.200 €&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen der Hochschule ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Standorte&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Hauptstandort Halle (Saale) gibt es vier Campi: Universitätsplatz, Steintor-Campus, Franckeschen Stiftungen, Weinberg-Campus mit Campus Heide-Süd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität setzt sich aus folgenden HS-Angehörigen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ca. 19.943 Studierende&lt;br /&gt;
* über 4.027 Mitarbeitende&lt;br /&gt;
** 288 Professor*innen&lt;br /&gt;
** 1.478 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen&lt;br /&gt;
** 1.091 Wissenschaftsunterstützende Mitarbeitende&lt;br /&gt;
** 1.170 Wissenschaftliche Hilfskräfte (&#039;&#039;Stand vom 31.12.2023&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unterstützung der Hochschulleitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung der MLU unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Die Rektorin übernahm die Projektleitung und stellte Mitarbeitende, etwa für die Teilnahme am Transferlabor, frei. Dieser Umstand unterstützte bei der Argumentation für die Umsetzung der Maßnahme. Bei der Planung des Projekts sollten die zeitlichen Kapazitäten möglicher Leitungspersonen berücksichtigt werden. Mit der Hochschulleitung fand ein regelmäßiger Austausch statt, zudem konnten die Maßnahmen in Kommissionen der Hochschulleitung vorgestellt und diskutiert werden. Dies ermöglichte es, die Maßnahmen im Kontext aktueller Ausrichtungen der Hochschule einzuordnen, Parallelstrukturen zu vermeiden oder Synergien zu knüpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es keine*n Nachhaltigkeitsbeauftragten oder eine andere Art der Institutionalisierung in Bezug auf Nachhaltigkeit. Diese fehlende Institutionalisierung gestaltete sich als Herausforderung, gerade in der Verstetigung von Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Entwicklung der Handlungsempfehlungen konnte der Prozess der Digitalisierung, welcher an der Universität umgesetzt wird, um das Thema Nachhaltigkeit angereichert werden. Konkret wird die Beantragung und Abrechnung von Dienstreisen digitalisiert. Es ermöglicht den Einbezug von nachhaltigkeitsrelevanten Daten von Beginn an. Hierfür erfolgte eine enge Zusammenarbeit mit der Abteilung Reisekosten. Die Digitalisierung beinhaltete die Umstellung der Verwaltungssoftware auf QIS RKA. Das ermöglicht technisch grundsätzlich die Abfrage klimarelevanter Daten bei der Beantragung und Abrechnung von Dienstreisen sowie die Verknüpfung mit CO2-Rechnern. Für die praktische Umsetzung bedarf es der Abstimmung mit der zuständigen Abteilung (Finanzen) sowie der zentralen Einrichtung der MLU, die diesen Prozess technisch begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine Übertragbarkeit können folgende konkrete Empfehlungen gegeben werden:&lt;br /&gt;
*Die Einbindung der Abteilung Reisekosten war besonders wichtig für die Konkretisierung, der Planung sowie der Umsetzung der Maßnahme. Dies sollte von Beginn an erfolgen, um eine nachhaltige Beachtung von Nachhaltigkeit bei Dienstreisen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
*Individuelle lebensphasenbezogene Bedarfe, wie Sorgeverantwortung, müssen bei der Entwicklung von Handlungsempfehlungen Beachtung finden. &lt;br /&gt;
*Einfache, praxisnahe Tools – z. B. Entscheidungshilfen – müssen bereitgestellt werden, um die Planung nachhaltiger Dienstreisen zu erleichtern.&lt;br /&gt;
*Da die Wirkfähigkeit von Handlungsempfehlungen auf der Ebene der freiwilligen Umsetzung der Hinweise verbleibt, ist zu empfehlen: &lt;br /&gt;
*Die Handlungsempfehlungen durch einen Rektoratsbeschluss in ihrer Legitimation zu stützen oder&lt;br /&gt;
*aus den Empfehlungen gemeinsam mit relevanten Akteur*innen Richtlinien für Dienstreisen zu entwickeln, in denen Nachhaltigkeit als Querschnittsthema integriert ist und die verpflichtend für alle Beschäftigten einer Hochschule gelten&lt;br /&gt;
*Tools für die eigenständige Planung und Umsetzung nachhaltigerer Dienstreisen müssen bereitgestellt werden, um die Niedrigschwelligkeit zu gewährleisten (z.B. THG-Rechner, Smart Travel Tool)&lt;br /&gt;
*Unterstützer*innen und Multiplikator*innen des Vorhabens aus unterschiedlichen Mitgliedergruppen akquirieren&lt;br /&gt;
*Nach Möglichkeit Maßnahmen an vorhandene Strukturen der Universität zum Themas Nachhaltigkeit anbinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Verständnis für unterschiedliche Lebensrealitäten und Karrierestufen deutlich machen&lt;br /&gt;
*Bei Sorge vonseiten der Hochschulleitung Selbstverständlichkeiten zu benennen, mit Value-Action-Gap argumentieren&lt;br /&gt;
*Vorteile des Reisens mit der Bahn hervorheben: Arbeiten tlw. möglich, keine zusätzliche Zeit für Sicherheitskontrollen, etc.&lt;br /&gt;
*Kommunikation über verschiedene Kommunikationskanäle universitätsweit nutzen (bspw. der Newsletter der MLU, die Website des Nachhaltigkeitsbüros bzw. des Projektes sowie der Abteilung Reisekosten für die Information und Aufklärung über die Handlungsempfehlungen und den Entscheidungsbaum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=24005</id>
		<title>Blaupause für Maßnahmen zu Dienstreisemobilität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=24005"/>
		<updated>2025-09-17T11:53:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: /* Umsetzung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Best Practice&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Energie, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Energiesparen, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Link zu Best-Practice Guide Transferlabore&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nachhaltige Mobilität – Nachhaltige Dienstreisemobilität &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“. Sie orientiert sich an der Maßnahme 11 aus dem [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/hochschulklimarat/klimaplan_mlu/ KlimaPlan der MLU]. Ziel dieser Maßnahme ist es, dass Treibhausgase, die im Kontext von Dienstreisen an der MLU entstehen, reduziert bzw. eingespart werden. Um eine quantitative Wirkung der Maßnahme feststellen zu können, bedarf es statistischer Daten der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; Produktion vor und nach der Maßnahme. Diese wiederum können aus Daten zu Dienstreisen ermittelt werden, die sich aus Angaben über getätigte Dienstreisen an der MLU (Start- und Zielort, zurückgelegte Strecke und jeweilige genutzte Verkehrsmittel) ergeben. Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung lagen erste Daten vor, die jedoch keine valide quantitative Datenbasis und Aussagen erlaubten (siehe Ist-Zustand). Deswegen wurden qualitative Zielstellungen priorisiert, die insbesondere die Ziele der Sensibilisierung zur Thematik, Kommunikation und Information verfolgten. &lt;br /&gt;
Mit der Maßnahme werden unmittelbar Mitarbeitende der MLU adressiert, die administrativ in der Planung und Organisation von Dienstreisen für andere Beschäftigte tätig sind (u.a. Sekretariate) und die eigenständig Dienstreisen im Rahmen ihrer Beschäftigung und Tätigkeiten an der MLU (Wissenschaft, Verwaltung etc.) planen, organisieren und durchführen. Mittelbar sollen alle Beschäftigten der MLU zum Thema nachhaltige Dienstreisen sensibilisiert werden. Mit der Maßnahme wird ein gesamtuniversitärer Prozess angeregt und das Individualverhalten der Beschäftigten adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Ziele wurden im Transformationsteam verfolgt: &lt;br /&gt;
*Förderung der Reduktion von Treibhausgasemissionen durch Vermeidung von Flugreisen und Individualverkehr&lt;br /&gt;
*Förderung von Bahnreisen bzw. öffentlichen Nah- und Fernverkehr im Allgemeinen&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für die nachhaltige Gestaltung von Dienstreisen ins-besondere in Bezug auf die Wahl des Verkehrsmittels&lt;br /&gt;
*Erarbeitung einer Entscheidungshilfe für nachhaltigere Dienstreisen an der MLU&lt;br /&gt;
*Integration der erarbeiteten Handlungsempfehlungen in das digitale Buchungssystem des Ver-tragsreisebüros der MLU auf der Website der Abteilung für Reisekosten&lt;br /&gt;
*Nachhaltigkeit wird als Querschnittsthema bei der Beantragung, Bearbeitung und Umsetzung von Dienstreisen berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ist-Zustand ===&lt;br /&gt;
Für die Maßnahme „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“ sind statistische Daten hilfreich, die Dienstreisen mit Start- und Zielort, mögliche Zwischenstopps und die jeweiligen genutzten Verkehrsmittel aller Beschäftigten der Organisation detailliert erfassen. Daraus können die reisebezogenen Treibhausgasemissionen berechnet werden. Das schafft eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und ermöglicht eine Messbarkeit der Wirksamkeit. Es zeigt auch, wo Handlungsschwerpunkte liegen können, sodass bedarfsgerechte Maßnahmen abgeleitet werden können. In der [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/3343046_3385459/3385459_3503977/ Status Quo Analyse der MLU] war eine Bilanzierung der Dienstreisen noch nicht möglich. Die vorhandene Verwaltungssoftware, mit welcher Dienstreisen in der Abteilung Reisekosten abgerechnet werden, ermöglicht keine automatische und detaillierte Erfassung der einzelnen Reisewege und gewählten Verkehrsmittel. Möglich wurde dies durch eine zusätzliche händische Eintragung durch die Mitarbeitenden der Abteilung, welche seit Mitte des Projektes erfolgt. Dadurch hat sich die Datengrundlage grundsätzlich verbessert, sie ermöglicht jedoch keine validen, statistisch abgesicherten Aussagen über das Reiseverhalten der Beschäftigten zu treffen. Im Bereich der Dienstreisebeantragung und -abrechnung erfolgt an der MLU aktuell eine Digitalisierung, in welche das Projektteam einbezogen werden konnte. Ziel ist es, die vorhandene Verwaltungssoftware so auszugestalten, dass eine detaillierte Erfassung der Dienstreisen und daraus abgeleitet die Erfassung der Emissionen ermöglicht wird. Diese können mit Hilfe von CO2-Rechnern, die wiederum in die Verwaltungssoftware ggfs. integriert werden können, berechnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Akteur*innen-Analyse ===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse (Abbildung 1) durchgeführt, die auch den Bereich Mobilität umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert, kontaktiert und in den Prozess involviert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden strukturell, für das Thema Dienstreisen zuständige, Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem &#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Hochschulklimarat&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;) angesprochen. Das TrafoTeam setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren sechs Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus dem International Office&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus der Personalabteilung, Bereich Personalentwicklung&lt;br /&gt;
*Doktorandin (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Doktorand (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einschätzung zur Zusammensetzung:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
*Hohe Motivation aller Beteiligten&lt;br /&gt;
*verschiedene Akteur*innen von Einrichtungen und Abteilungen&lt;br /&gt;
*verschiedene Angehörige der MLU (Verwaltung, Wissenschaft, Wissenschaftsunterstützend, Studierende)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem festen Transformationsteam wurden über individuelle Konsultationen bilateral weitere Akteur*innen beratend in den Prozess einbezogen. Dies ermöglichte es, alle Mitgliedergruppen der MLU, trotz begrenzter zeitlicher Ressourcen, punktuell in den Prozess zu involvieren. Zentral war die Zusammenarbeit mit der Abteilung Reisekosten, die sich im weiteren Verlauf intensivierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innenanalyse Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png|gerahmt|zentriert|Abbildung 1: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; --- Auch außerhalb des Projekts zugeordnet]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umsetzungsschritte ===&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png|mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 2: Zeitplan des Transferlabors „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen. &lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen der TrafoTeam-Mitglieder: an der Universität bestehende Bedarfe, Rahmenbedingungen und gesetzlichen Vorgaben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
*Die Zielgruppen wurden für alle Maßnahmen akquiriert und Ansprechpersonen ausfindig gemacht: u.a. Dienstreisende und Assistenzen; Abteilung Reisekosten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konsultations- und Beratungsgespräche führen: Um diverse Perspektiven in die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe für nachhaltige Dienstreisen einfließen zu lassen, wurden Gespräche mit unterschiedlichen Mitgliedergruppe der MLU geführt: u.a. mit Sekretär*innen, Wissenschaftler*innen und Professor*innen. &lt;br /&gt;
*Vernetzung und strukturelle Verankerung mit anderen Querschnittsthemen wie Familiengerechtigkeit, um die Handlungsempfehlungen lebensphasenorientiert an den Bedarfen der verschiedenen Mitgliedergruppen der MLU auszurichten&lt;br /&gt;
*Formulieren der [https://wcms.itz.uni-halle.de/download.php?down=70957&amp;amp;elem=3632423 Handlungsempfehlungen „Nachhaltigere Dienstreisen für alle Beschäftigten der MLU“] und Diskussion im TrafoTeam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (3-6 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Abstimmung des Dokuments mit ausgewählten Abteilungen und Gremien z.B. dem Personalrat oder der Abteilung Personal. Die Abstimmung des Entwurfes diente der internen Prüfung, inwiefern die ausgearbeiteten Empfehlungen universitätsinternen Regelungen entspricht, widerspricht und um Ergänzungen aus den jeweiligen Fachexpertisen aufnehmen zu können. Dadurch erfolgt auch eine erste Kommunikation des Entwurfs, die die Basis für eine spätere Umsetzung der Handlungsempfehlungen in der breite der Universität legt. Der Abstimmungsprozess sollte von Beginn an aufgrund eines möglichen höheren und nicht vorhersehbaren zeitlichen Umfangs mit eingeplant werden.&lt;br /&gt;
*Ableitung einer „Entscheidungshilfe“ aus den Handlungsempfehlungen, welche bei der Integration von Nachhaltigkeitsdimensionen im Kontext von Dienstreisen unterstützen soll. Diese wurde mit Hilfe von erstellten Illustrationen graphisch aufbereitet, sodass sie einen niedrigschwelligen Zugang für alle MLU Reisenden bietet und die Akzeptanz der Empfehlungen sowie eine mögliche Verhaltensveränderung befördert. &lt;br /&gt;
*Einbindung der Führungsebene: Es erfolgte die Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat sowie eine Diskussion in einer Rektoratskommission. Die Handlungsempfehlungen wurden daraufhin angepasst und als „Aspekte zu nachhaltigeren Dienstreisen an der MLU“ auf eine im Rektorat vorgestellte und beschlossene zusätzliche Website eingestellt. &lt;br /&gt;
*Breite Öffentlichkeitsarbeit: Erstellung von Aktions- und Werbe-/Geschenkmaterial (u.a. Klimawaage, Reisetagebuch inkl. Klimaplan und Entscheidungshilfe, nachhaltige Reise-Thermobecher, A4 und A3 Plakate Entscheidungshilfe) und Verwendung bei öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen, Abschlussgesprächen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschlussphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat. Es ist zu empfehlen, die Dokumente durch das Rektorat bestätigen zu lassen. Dies versieht beide Dokumente mit einer höheren Legitimation. &lt;br /&gt;
*Zielgruppenspezifische Kommunikation/ Ansprache unter Berücksichtigung der Herausforderungen des ständigen Aktualisierungsbedarfes, universitärer Diskontinuität und Heterogenität &lt;br /&gt;
**Frühzeitige Einbindung der zuständigen Abteilungen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit zur Abstimmung möglicher Kommunikationsinhalte und -wege (Social media, Newsletter u.a.)&lt;br /&gt;
**Kommunikation der Empfehlungen und Entscheidungshilfe über dezentrale Kommunikationswege in die Fakultäten hinein über u.a. Dekanate, Fakultätsreferent*innen&lt;br /&gt;
**Gestaltung einer [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_2/dienstreisen_nachhaltig/ Website zum Transferlabor &amp;quot;Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten&amp;quot;], die mit der Website der Abteilung Reisekosten sowie dem Buchungstool des Vertragsreisebüros verknüpft ist.&lt;br /&gt;
*Etablierung von Handlungsempfehlungen:&lt;br /&gt;
**Die Abteilung Reisekosten nimmt die Handlungsempfehlungen in ihren Informationsmaterialien auf und veröffentlicht diese auf ihrer Website.&lt;br /&gt;
**Das Vertragsreisebüro der MLU, das eine Website zur Planung und Buchung von Dienstreisen anbietet, integriert die Handlungsempfehlungen und die Entscheidungshilfe. Prüfung, inwiefern das Buchungstool bereits ein automatisches CO2-Tracking beinhaltet und auf welcher Berechnungsgrundlage dieses erfolgt.&lt;br /&gt;
*Die Abteilung Reisekosten und das Vertragsreisebüro integrieren in eine vorhandene Liste von Hotels, mit denen die MLU kooperiert, einen Nachweis über deren Nachhaltigkeit.&lt;br /&gt;
*Prüfung, inwiefern das Buchungstool des Vertragsreisebüros bereits Hotels mit Nachhaltigkeitszertifikat beinhaltet und Erarbeitung, welche Inhalte und Anforderungen diese Zertifikate beinhalten.&lt;br /&gt;
*Durchführung eines digitalen Workshops zum Thema „Nachhaltige Dienstreisen an der MLU“ mit einer externen Expertin im Themenbereich. Der digitale Workshop im Umfang von 2h bot eine Möglichkeit, Methoden für nachhaltigere Dienstreisen (u.a. Wahl des Verkehrsmittels) zu erlernen. Er richtete sich an Beschäftigte der MLU, die für sich oder andere Dienstreisen planen, organisieren und umsetzen. Resonanz: 11 Teilnehmende; Die Planung des Workshops umfasste einen größeren zeitlichen Umfang, um den Workshop bedarfsgerechte im Kontext der Rahmenbedingungen der MLU zu planen. &lt;br /&gt;
*Dieses Weiterbildungsangebot wird in den Weiterbildungskatalog als festes Angebot übernommen und von der Abteilung Personalentwicklung nach Projekt regelmäßig durchgeführt.&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Aktionsmaterial für die weitere Sensibilisierung der Angehörigen der MLU in Rahmen von Workshops oder öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen. &lt;br /&gt;
*Die Maßnahmen konnten teilweise erreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dokumentation und Nacharbeiten ===&lt;br /&gt;
Die Dokumentation des &#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Transferlaborprozesses&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039; erfolgte durch die Erstellung eines Transferlabortagebuches, mittels Ergebnisprotokolle der einzelnen Transferlabortreffen des Transformationsteams sowie Gesprächsprotokolle der zusätzlich bilateral geführten Konsultationen und Gespräche. Um eine nachhaltige Fortsetzung der begonnenen Maßnahme zu ermöglichen, wurden die jeweiligen Prozesse in ihrem Bearbeitungsstand dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Blaupause: Klimafreundliche Dienstreisen an Hochschulen|Transferlabor der OVGU zu Nachhaltigkeit bei Dienstreisen]]&lt;br /&gt;
* Weitere [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/Projektphasen/2_+Transferlabore/OVGU+Magdeburg/Dienstreise+Best+Practice.html Best Practice Beispiele für Nachhaltigkeit bei Dienstreisen an Hochschulen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen des Transferlabors ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von neun Monaten. Für eine solide Maßnahmenumsetzung inklusive Verstetigung ist mehr Zeit notwendig. Die Empfehlung ist, mindestens 12 Monate einzuplanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung des Transferlabors standen 10.000 € zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sensibilisierung und Öffentlichkeitsarbeit: Diese können je nach Anbieter*in variieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Graphische Aufbereitung/Layout, Druck der Entscheidungshilfe: ca. 2.500 €&lt;br /&gt;
* Erstellung von Aktions- und Werbe-/Geschenkmaterial: ca. 4.000 €&lt;br /&gt;
** Klimawaage&lt;br /&gt;
** Reisetagebuch und nachhaltige Reise-Thermobecher&lt;br /&gt;
* Intensive Erarbeitung und Durchführung Workshop „Nachhaltige Dienstreisen“: 2.200 €&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen der Hochschule ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Standorte&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Hauptstandort Halle (Saale) gibt es vier Campi: Universitätsplatz, Steintor-Campus, Franckeschen Stiftungen, Weinberg-Campus mit Campus Heide-Süd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität setzt sich aus folgenden HS-Angehörigen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ca. 19.943 Studierende&lt;br /&gt;
* über 4.027 Mitarbeitende&lt;br /&gt;
** 288 Professor*innen&lt;br /&gt;
** 1.478 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen&lt;br /&gt;
** 1.091 Wissenschaftsunterstützende Mitarbeitende&lt;br /&gt;
** 1.170 Wissenschaftliche Hilfskräfte (&#039;&#039;Stand vom 31.12.2023&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unterstützung der Hochschulleitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung der MLU unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Die Rektorin übernahm die Projektleitung und stellte Mitarbeitende, etwa für die Teilnahme am Transferlabor, frei. Dieser Umstand unterstützte bei der Argumentation für die Umsetzung der Maßnahme. Bei der Planung des Projekts sollten die zeitlichen Kapazitäten möglicher Leitungspersonen berücksichtigt werden. Mit der Hochschulleitung fand ein regelmäßiger Austausch statt, zudem konnten die Maßnahmen in Kommissionen der Hochschulleitung vorgestellt und diskutiert werden. Dies ermöglichte es, die Maßnahmen im Kontext aktueller Ausrichtungen der Hochschule einzuordnen, Parallelstrukturen zu vermeiden oder Synergien zu knüpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es keine*n Nachhaltigkeitsbeauftragten oder eine andere Art der Institutionalisierung in Bezug auf Nachhaltigkeit. Diese fehlende Institutionalisierung gestaltete sich als Herausforderung, gerade in der Verstetigung von Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Entwicklung der Handlungsempfehlungen konnte der Prozess der Digitalisierung, welcher an der Universität umgesetzt wird, um das Thema Nachhaltigkeit angereichert werden. Konkret wird die Beantragung und Abrechnung von Dienstreisen digitalisiert. Es ermöglicht den Einbezug von nachhaltigkeitsrelevanten Daten von Beginn an. Hierfür erfolgte eine enge Zusammenarbeit mit der Abteilung Reisekosten. Die Digitalisierung beinhaltete die Umstellung der Verwaltungssoftware auf QIS RKA. Das ermöglicht technisch grundsätzlich die Abfrage klimarelevanter Daten bei der Beantragung und Abrechnung von Dienstreisen sowie die Verknüpfung mit CO2-Rechnern. Für die praktische Umsetzung bedarf es der Abstimmung mit der zuständigen Abteilung (Finanzen) sowie der zentralen Einrichtung der MLU, die diesen Prozess technisch begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine Übertragbarkeit können folgende konkrete Empfehlungen gegeben werden:&lt;br /&gt;
*Die Einbindung der Abteilung Reisekosten war besonders wichtig für die Konkretisierung, der Planung sowie der Umsetzung der Maßnahme. Dies sollte von Beginn an erfolgen, um eine nachhaltige Beachtung von Nachhaltigkeit bei Dienstreisen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
*Individuelle lebensphasenbezogene Bedarfe, wie Sorgeverantwortung, müssen bei der Entwicklung von Handlungsempfehlungen Beachtung finden. &lt;br /&gt;
*Einfache, praxisnahe Tools – z. B. Entscheidungshilfen – müssen bereitgestellt werden, um die Planung nachhaltiger Dienstreisen zu erleichtern.&lt;br /&gt;
*Da die Wirkfähigkeit von Handlungsempfehlungen auf der Ebene der freiwilligen Umsetzung der Hinweise verbleibt, ist zu empfehlen: &lt;br /&gt;
*Die Handlungsempfehlungen durch einen Rektoratsbeschluss in ihrer Legitimation zu stützen oder&lt;br /&gt;
*aus den Empfehlungen gemeinsam mit relevanten Akteur*innen Richtlinien für Dienstreisen zu entwickeln, in denen Nachhaltigkeit als Querschnittsthema integriert ist und die verpflichtend für alle Beschäftigten einer Hochschule gelten&lt;br /&gt;
*Tools für die eigenständige Planung und Umsetzung nachhaltigerer Dienstreisen müssen bereitgestellt werden, um die Niedrigschwelligkeit zu gewährleisten (z.B. THG-Rechner, Smart Travel Tool)&lt;br /&gt;
*Unterstützer*innen und Multiplikator*innen des Vorhabens aus unterschiedlichen Mitgliedergruppen akquirieren&lt;br /&gt;
*Nach Möglichkeit Maßnahmen an vorhandene Strukturen der Universität zum Themas Nachhaltigkeit anbinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Verständnis für unterschiedliche Lebensrealitäten und Karrierestufen deutlich machen&lt;br /&gt;
*Bei Sorge vonseiten der Hochschulleitung Selbstverständlichkeiten zu benennen, mit Value-Action-Gap argumentieren&lt;br /&gt;
*Vorteile des Reisens mit der Bahn hervorheben: Arbeiten tlw. möglich, keine zusätzliche Zeit für Sicherheitskontrollen, etc.&lt;br /&gt;
*Kommunikation über verschiedene Kommunikationskanäle universitätsweit nutzen (bspw. der Newsletter der MLU, die Website des Nachhaltigkeitsbüros bzw. des Projektes sowie der Abteilung Reisekosten für die Information und Aufklärung über die Handlungsempfehlungen und den Entscheidungsbaum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=24004</id>
		<title>Blaupause für Maßnahmen zu Dienstreisemobilität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=24004"/>
		<updated>2025-09-17T11:51:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: /* Beschreibung der Maßnahme */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Best Practice&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Energie, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Energiesparen, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Link zu Best-Practice Guide Transferlabore&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nachhaltige Mobilität – Nachhaltige Dienstreisemobilität &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“. Sie orientiert sich an der Maßnahme 11 aus dem [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/hochschulklimarat/klimaplan_mlu/ KlimaPlan der MLU]. Ziel dieser Maßnahme ist es, dass Treibhausgase, die im Kontext von Dienstreisen an der MLU entstehen, reduziert bzw. eingespart werden. Um eine quantitative Wirkung der Maßnahme feststellen zu können, bedarf es statistischer Daten der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; Produktion vor und nach der Maßnahme. Diese wiederum können aus Daten zu Dienstreisen ermittelt werden, die sich aus Angaben über getätigte Dienstreisen an der MLU (Start- und Zielort, zurückgelegte Strecke und jeweilige genutzte Verkehrsmittel) ergeben. Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung lagen erste Daten vor, die jedoch keine valide quantitative Datenbasis und Aussagen erlaubten (siehe Ist-Zustand). Deswegen wurden qualitative Zielstellungen priorisiert, die insbesondere die Ziele der Sensibilisierung zur Thematik, Kommunikation und Information verfolgten. &lt;br /&gt;
Mit der Maßnahme werden unmittelbar Mitarbeitende der MLU adressiert, die administrativ in der Planung und Organisation von Dienstreisen für andere Beschäftigte tätig sind (u.a. Sekretariate) und die eigenständig Dienstreisen im Rahmen ihrer Beschäftigung und Tätigkeiten an der MLU (Wissenschaft, Verwaltung etc.) planen, organisieren und durchführen. Mittelbar sollen alle Beschäftigten der MLU zum Thema nachhaltige Dienstreisen sensibilisiert werden. Mit der Maßnahme wird ein gesamtuniversitärer Prozess angeregt und das Individualverhalten der Beschäftigten adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Ziele wurden im Transformationsteam verfolgt: &lt;br /&gt;
*Förderung der Reduktion von Treibhausgasemissionen durch Vermeidung von Flugreisen und Individualverkehr&lt;br /&gt;
*Förderung von Bahnreisen bzw. öffentlichen Nah- und Fernverkehr im Allgemeinen&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für die nachhaltige Gestaltung von Dienstreisen ins-besondere in Bezug auf die Wahl des Verkehrsmittels&lt;br /&gt;
*Erarbeitung einer Entscheidungshilfe für nachhaltigere Dienstreisen an der MLU&lt;br /&gt;
*Integration der erarbeiteten Handlungsempfehlungen in das digitale Buchungssystem des Ver-tragsreisebüros der MLU auf der Website der Abteilung für Reisekosten&lt;br /&gt;
*Nachhaltigkeit wird als Querschnittsthema bei der Beantragung, Bearbeitung und Umsetzung von Dienstreisen berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ist-Zustand&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Maßnahme „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“ sind statistische Daten hilfreich, die Dienstreisen mit Start- und Zielort, mögliche Zwischenstopps und die jeweiligen genutzten Verkehrsmittel aller Beschäftigten der Organisation detailliert erfassen. Daraus können die reisebezogenen Treibhausgasemissionen berechnet werden. Das schafft eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und ermöglicht eine Messbarkeit der Wirksamkeit. Es zeigt auch, wo Handlungsschwerpunkte liegen können, sodass bedarfsgerechte Maßnahmen abgeleitet werden können. In der [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/3343046_3385459/3385459_3503977/ Status Quo Analyse der MLU] war eine Bilanzierung der Dienstreisen noch nicht möglich. Die vorhandene Verwaltungssoftware, mit welcher Dienstreisen in der Abteilung Reisekosten abgerechnet werden, ermöglicht keine automatische und detaillierte Erfassung der einzelnen Reisewege und gewählten Verkehrsmittel. Möglich wurde dies durch eine zusätzliche händische Eintragung durch die Mitarbeitenden der Abteilung, welche seit Mitte des Projektes erfolgt. Dadurch hat sich die Datengrundlage grundsätzlich verbessert, sie ermöglicht jedoch keine validen, statistisch abgesicherten Aussagen über das Reiseverhalten der Beschäftigten zu treffen. Im Bereich der Dienstreisebeantragung und -abrechnung erfolgt an der MLU aktuell eine Digitalisierung, in welche das Projektteam einbezogen werden konnte. Ziel ist es, die vorhandene Verwaltungssoftware so auszugestalten, dass eine detaillierte Erfassung der Dienstreisen und daraus abgeleitet die Erfassung der Emissionen ermöglicht wird. Diese können mit Hilfe von CO2-Rechnern, die wiederum in die Verwaltungssoftware ggfs. integriert werden können, berechnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Akteur*innen-Analyse&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse (Abbildung 1) durchgeführt, die auch den Bereich Mobilität umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert, kontaktiert und in den Prozess involviert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden strukturell, für das Thema Dienstreisen zuständige, Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem &#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Hochschulklimarat&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;) angesprochen. Das TrafoTeam setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren sechs Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus dem International Office&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus der Personalabteilung, Bereich Personalentwicklung&lt;br /&gt;
*Doktorandin (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Doktorand (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einschätzung zur Zusammensetzung: &lt;br /&gt;
*Hohe Motivation aller Beteiligten&lt;br /&gt;
*verschiedene Akteur*innen von Einrichtungen und Abteilungen&lt;br /&gt;
*verschiedene Angehörige der MLU (Verwaltung, Wissenschaft, Wissenschaftsunterstützend, Studierende)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem festen Transformationsteam wurden über individuelle Konsultationen bilateral weitere Akteur*innen beratend in den Prozess einbezogen. Dies ermöglichte es, alle Mitgliedergruppen der MLU, trotz begrenzter zeitlicher Ressourcen, punktuell in den Prozess zu involvieren. Zentral war die Zusammenarbeit mit der Abteilung Reisekosten, die sich im weiteren Verlauf intensivierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innenanalyse Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png|gerahmt|zentriert|Abbildung 1: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; --- Auch außerhalb des Projekts zugeordnet]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsschritte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png|mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 2: Zeitplan des Transferlabors „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen. &lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen der TrafoTeam-Mitglieder: an der Universität bestehende Bedarfe, Rahmenbedingungen und gesetzlichen Vorgaben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
*Die Zielgruppen wurden für alle Maßnahmen akquiriert und Ansprechpersonen ausfindig gemacht: u.a. Dienstreisende und Assistenzen; Abteilung Reisekosten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konsultations- und Beratungsgespräche führen: Um diverse Perspektiven in die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe für nachhaltige Dienstreisen einfließen zu lassen, wurden Gespräche mit unterschiedlichen Mitgliedergruppe der MLU geführt: u.a. mit Sekretär*innen, Wissenschaftler*innen und Professor*innen. &lt;br /&gt;
*Vernetzung und strukturelle Verankerung mit anderen Querschnittsthemen wie Familiengerechtigkeit, um die Handlungsempfehlungen lebensphasenorientiert an den Bedarfen der verschiedenen Mitgliedergruppen der MLU auszurichten&lt;br /&gt;
*Formulieren der [https://wcms.itz.uni-halle.de/download.php?down=70957&amp;amp;elem=3632423 Handlungsempfehlungen „Nachhaltigere Dienstreisen für alle Beschäftigten der MLU“] und Diskussion im TrafoTeam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (3-6 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Abstimmung des Dokuments mit ausgewählten Abteilungen und Gremien z.B. dem Personalrat oder der Abteilung Personal. Die Abstimmung des Entwurfes diente der internen Prüfung, inwiefern die ausgearbeiteten Empfehlungen universitätsinternen Regelungen entspricht, widerspricht und um Ergänzungen aus den jeweiligen Fachexpertisen aufnehmen zu können. Dadurch erfolgt auch eine erste Kommunikation des Entwurfs, die die Basis für eine spätere Umsetzung der Handlungsempfehlungen in der breite der Universität legt. Der Abstimmungsprozess sollte von Beginn an aufgrund eines möglichen höheren und nicht vorhersehbaren zeitlichen Umfangs mit eingeplant werden.&lt;br /&gt;
*Ableitung einer „Entscheidungshilfe“ aus den Handlungsempfehlungen, welche bei der Integration von Nachhaltigkeitsdimensionen im Kontext von Dienstreisen unterstützen soll. Diese wurde mit Hilfe von erstellten Illustrationen graphisch aufbereitet, sodass sie einen niedrigschwelligen Zugang für alle MLU Reisenden bietet und die Akzeptanz der Empfehlungen sowie eine mögliche Verhaltensveränderung befördert. &lt;br /&gt;
*Einbindung der Führungsebene: Es erfolgte die Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat sowie eine Diskussion in einer Rektoratskommission. Die Handlungsempfehlungen wurden daraufhin angepasst und als „Aspekte zu nachhaltigeren Dienstreisen an der MLU“ auf eine im Rektorat vorgestellte und beschlossene zusätzliche Website eingestellt. &lt;br /&gt;
*Breite Öffentlichkeitsarbeit: Erstellung von Aktions- und Werbe-/Geschenkmaterial (u.a. Klimawaage, Reisetagebuch inkl. Klimaplan und Entscheidungshilfe, nachhaltige Reise-Thermobecher, A4 und A3 Plakate Entscheidungshilfe) und Verwendung bei öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen, Abschlussgesprächen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschlussphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat. Es ist zu empfehlen, die Dokumente durch das Rektorat bestätigen zu lassen. Dies versieht beide Dokumente mit einer höheren Legitimation. &lt;br /&gt;
*Zielgruppenspezifische Kommunikation/ Ansprache unter Berücksichtigung der Herausforderungen des ständigen Aktualisierungsbedarfes, universitärer Diskontinuität und Heterogenität &lt;br /&gt;
**Frühzeitige Einbindung der zuständigen Abteilungen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit zur Abstimmung möglicher Kommunikationsinhalte und -wege (Social media, Newsletter u.a.)&lt;br /&gt;
**Kommunikation der Empfehlungen und Entscheidungshilfe über dezentrale Kommunikationswege in die Fakultäten hinein über u.a. Dekanate, Fakultätsreferent*innen&lt;br /&gt;
**Gestaltung einer [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_2/dienstreisen_nachhaltig/ Website zum Transferlabor &amp;quot;Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten&amp;quot;], die mit der Website der Abteilung Reisekosten sowie dem Buchungstool des Vertragsreisebüros verknüpft ist.&lt;br /&gt;
*Etablierung von Handlungsempfehlungen:&lt;br /&gt;
**Die Abteilung Reisekosten nimmt die Handlungsempfehlungen in ihren Informationsmaterialien auf und veröffentlicht diese auf ihrer Website.&lt;br /&gt;
**Das Vertragsreisebüro der MLU, das eine Website zur Planung und Buchung von Dienstreisen anbietet, integriert die Handlungsempfehlungen und die Entscheidungshilfe. Prüfung, inwiefern das Buchungstool bereits ein automatisches CO2-Tracking beinhaltet und auf welcher Berechnungsgrundlage dieses erfolgt.&lt;br /&gt;
*Die Abteilung Reisekosten und das Vertragsreisebüro integrieren in eine vorhandene Liste von Hotels, mit denen die MLU kooperiert, einen Nachweis über deren Nachhaltigkeit.&lt;br /&gt;
*Prüfung, inwiefern das Buchungstool des Vertragsreisebüros bereits Hotels mit Nachhaltigkeitszertifikat beinhaltet und Erarbeitung, welche Inhalte und Anforderungen diese Zertifikate beinhalten.&lt;br /&gt;
*Durchführung eines digitalen Workshops zum Thema „Nachhaltige Dienstreisen an der MLU“ mit einer externen Expertin im Themenbereich. Der digitale Workshop im Umfang von 2h bot eine Möglichkeit, Methoden für nachhaltigere Dienstreisen (u.a. Wahl des Verkehrsmittels) zu erlernen. Er richtete sich an Beschäftigte der MLU, die für sich oder andere Dienstreisen planen, organisieren und umsetzen. Resonanz: 11 Teilnehmende; Die Planung des Workshops umfasste einen größeren zeitlichen Umfang, um den Workshop bedarfsgerechte im Kontext der Rahmenbedingungen der MLU zu planen. &lt;br /&gt;
*Dieses Weiterbildungsangebot wird in den Weiterbildungskatalog als festes Angebot übernommen und von der Abteilung Personalentwicklung nach Projekt regelmäßig durchgeführt.&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Aktionsmaterial für die weitere Sensibilisierung der Angehörigen der MLU in Rahmen von Workshops oder öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen. &lt;br /&gt;
*Die Maßnahmen konnten teilweise erreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dokumentation und Nacharbeiten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dokumentation des &#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Transferlaborprozesses&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039; erfolgte durch die Erstellung eines Transferlabortagebuches, mittels Ergebnisprotokolle der einzelnen Transferlabortreffen des Transformationsteams sowie Gesprächsprotokolle der zusätzlich bilateral geführten Konsultationen und Gespräche. Um eine nachhaltige Fortsetzung der begonnenen Maßnahme zu ermöglichen, wurden die jeweiligen Prozesse in ihrem Bearbeitungsstand dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Blaupause: Klimafreundliche Dienstreisen an Hochschulen|Transferlabor der OVGU zu Nachhaltigkeit bei Dienstreisen]]&lt;br /&gt;
* Weitere [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/Projektphasen/2_+Transferlabore/OVGU+Magdeburg/Dienstreise+Best+Practice.html Best Practice Beispiele für Nachhaltigkeit bei Dienstreisen an Hochschulen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen des Transferlabors ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von neun Monaten. Für eine solide Maßnahmenumsetzung inklusive Verstetigung ist mehr Zeit notwendig. Die Empfehlung ist, mindestens 12 Monate einzuplanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung des Transferlabors standen 10.000 € zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sensibilisierung und Öffentlichkeitsarbeit: Diese können je nach Anbieter*in variieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Graphische Aufbereitung/Layout, Druck der Entscheidungshilfe: ca. 2.500 €&lt;br /&gt;
* Erstellung von Aktions- und Werbe-/Geschenkmaterial: ca. 4.000 €&lt;br /&gt;
** Klimawaage&lt;br /&gt;
** Reisetagebuch und nachhaltige Reise-Thermobecher&lt;br /&gt;
* Intensive Erarbeitung und Durchführung Workshop „Nachhaltige Dienstreisen“: 2.200 €&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen der Hochschule ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Standorte&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Hauptstandort Halle (Saale) gibt es vier Campi: Universitätsplatz, Steintor-Campus, Franckeschen Stiftungen, Weinberg-Campus mit Campus Heide-Süd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität setzt sich aus folgenden HS-Angehörigen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ca. 19.943 Studierende&lt;br /&gt;
* über 4.027 Mitarbeitende&lt;br /&gt;
** 288 Professor*innen&lt;br /&gt;
** 1.478 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen&lt;br /&gt;
** 1.091 Wissenschaftsunterstützende Mitarbeitende&lt;br /&gt;
** 1.170 Wissenschaftliche Hilfskräfte (&#039;&#039;Stand vom 31.12.2023&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unterstützung der Hochschulleitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung der MLU unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Die Rektorin übernahm die Projektleitung und stellte Mitarbeitende, etwa für die Teilnahme am Transferlabor, frei. Dieser Umstand unterstützte bei der Argumentation für die Umsetzung der Maßnahme. Bei der Planung des Projekts sollten die zeitlichen Kapazitäten möglicher Leitungspersonen berücksichtigt werden. Mit der Hochschulleitung fand ein regelmäßiger Austausch statt, zudem konnten die Maßnahmen in Kommissionen der Hochschulleitung vorgestellt und diskutiert werden. Dies ermöglichte es, die Maßnahmen im Kontext aktueller Ausrichtungen der Hochschule einzuordnen, Parallelstrukturen zu vermeiden oder Synergien zu knüpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es keine*n Nachhaltigkeitsbeauftragten oder eine andere Art der Institutionalisierung in Bezug auf Nachhaltigkeit. Diese fehlende Institutionalisierung gestaltete sich als Herausforderung, gerade in der Verstetigung von Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Entwicklung der Handlungsempfehlungen konnte der Prozess der Digitalisierung, welcher an der Universität umgesetzt wird, um das Thema Nachhaltigkeit angereichert werden. Konkret wird die Beantragung und Abrechnung von Dienstreisen digitalisiert. Es ermöglicht den Einbezug von nachhaltigkeitsrelevanten Daten von Beginn an. Hierfür erfolgte eine enge Zusammenarbeit mit der Abteilung Reisekosten. Die Digitalisierung beinhaltete die Umstellung der Verwaltungssoftware auf QIS RKA. Das ermöglicht technisch grundsätzlich die Abfrage klimarelevanter Daten bei der Beantragung und Abrechnung von Dienstreisen sowie die Verknüpfung mit CO2-Rechnern. Für die praktische Umsetzung bedarf es der Abstimmung mit der zuständigen Abteilung (Finanzen) sowie der zentralen Einrichtung der MLU, die diesen Prozess technisch begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine Übertragbarkeit können folgende konkrete Empfehlungen gegeben werden:&lt;br /&gt;
*Die Einbindung der Abteilung Reisekosten war besonders wichtig für die Konkretisierung, der Planung sowie der Umsetzung der Maßnahme. Dies sollte von Beginn an erfolgen, um eine nachhaltige Beachtung von Nachhaltigkeit bei Dienstreisen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
*Individuelle lebensphasenbezogene Bedarfe, wie Sorgeverantwortung, müssen bei der Entwicklung von Handlungsempfehlungen Beachtung finden. &lt;br /&gt;
*Einfache, praxisnahe Tools – z. B. Entscheidungshilfen – müssen bereitgestellt werden, um die Planung nachhaltiger Dienstreisen zu erleichtern.&lt;br /&gt;
*Da die Wirkfähigkeit von Handlungsempfehlungen auf der Ebene der freiwilligen Umsetzung der Hinweise verbleibt, ist zu empfehlen: &lt;br /&gt;
*Die Handlungsempfehlungen durch einen Rektoratsbeschluss in ihrer Legitimation zu stützen oder&lt;br /&gt;
*aus den Empfehlungen gemeinsam mit relevanten Akteur*innen Richtlinien für Dienstreisen zu entwickeln, in denen Nachhaltigkeit als Querschnittsthema integriert ist und die verpflichtend für alle Beschäftigten einer Hochschule gelten&lt;br /&gt;
*Tools für die eigenständige Planung und Umsetzung nachhaltigerer Dienstreisen müssen bereitgestellt werden, um die Niedrigschwelligkeit zu gewährleisten (z.B. THG-Rechner, Smart Travel Tool)&lt;br /&gt;
*Unterstützer*innen und Multiplikator*innen des Vorhabens aus unterschiedlichen Mitgliedergruppen akquirieren&lt;br /&gt;
*Nach Möglichkeit Maßnahmen an vorhandene Strukturen der Universität zum Themas Nachhaltigkeit anbinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Verständnis für unterschiedliche Lebensrealitäten und Karrierestufen deutlich machen&lt;br /&gt;
*Bei Sorge vonseiten der Hochschulleitung Selbstverständlichkeiten zu benennen, mit Value-Action-Gap argumentieren&lt;br /&gt;
*Vorteile des Reisens mit der Bahn hervorheben: Arbeiten tlw. möglich, keine zusätzliche Zeit für Sicherheitskontrollen, etc.&lt;br /&gt;
*Kommunikation über verschiedene Kommunikationskanäle universitätsweit nutzen (bspw. der Newsletter der MLU, die Website des Nachhaltigkeitsbüros bzw. des Projektes sowie der Abteilung Reisekosten für die Information und Aufklärung über die Handlungsempfehlungen und den Entscheidungsbaum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=24003</id>
		<title>Blaupause zum Energiesparen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=24003"/>
		<updated>2025-09-17T11:51:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Best Practice&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Mobilität, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Dienstreisen, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung. &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Link zu Good-Practice-Guide Transferlabore&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regenerativer Campus: Energie, Abfall und Wasser – Fokus Energie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“. Diese orientiert sich an der Maßnahme 19 aus dem [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/hochschulklimarat/klimaplan_mlu/ KlimaPlan der MLU]. Folgende Ziele wurden im TrafoTeam formuliert und erfolgreich umgesetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring und zur Visualisierung des Energieverbrauchs (Strom, Wärme, Kälte) einzelner Bereiche in einem Zielgebäude&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen zum Thema Energiesparen&lt;br /&gt;
*Verständliche Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ist-Zustand===&lt;br /&gt;
Für die „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ wurden Daten zum Energieverbrauch sowohl der Universität insgesamt (siehe [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/3343046_3385459/3385459_3503977/ Status Quo Analyse der MLU]) als auch der einzelnen Gebäudekomplexe ausgewertet. Dies erfolgte in Kooperation mit dem Energiemanagement. Das ermöglichte eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und half bei der Auswahl eines Pilotgebäudes. Kernindikatoren waren dabei der Strom- und Wärmeverbrauch (in MWh) sowie die Treibhausgasbilanz des jeweiligen Gebäudes. Für das Analysieren des Energie-Einsparpotentials waren im konkreten Fall der MLU die Daten zu den Einsparungen während der Prüfungen von Maßnahmen in Bezug auf die Verordnungen zur Sicherung der Energieversorgung über kurz- und mittelfristige Maßnahmen (EnSiKuMaV) von Vorteil. Der Energiemanager konnte diese auf Gebäudeebene zur Verfügung stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Akteur*innenanalyse===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse an der MLU durchgeführt, die auch den Bereich &#039;&#039;Energie&#039;&#039; umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert und kontaktiert werden. In Abbildung 1 wurden die für das Transferlabor relevanten Akteur*innen dargestellt.&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden formell zuständige Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Hochschulklimarat&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;) angesprochen. Das &#039;&#039;&#039;TrafoTeam&#039;&#039;&#039; setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren vier Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Bauangelegenheiten - Projektingenieur Hochschulbau&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Technisches Gebäudemanagement - Energiemanager&lt;br /&gt;
*Student (Mathematik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
*Student (Informatik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere (Schlüssel)personen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Im Projekt wurde ein Ideenwettbewerb durchgeführt, der von einer zusammengestellten Jury begleitet wurde. Mitglieder der Jury zur Bewertung der Einreichungen im Ideenwettbewerb wurden aufgrund ihres Bezugs zum Pilotgebäude oder ihrer fachlichen Expertise (z.B. technisch-bauliche Kenntnisse) ausgewählt. Außerdem sollte die Jury eine gewisse Repräsentativität ausstrahlen und verschiedene Mitgliedergruppen vertreten.&lt;br /&gt;
*Mitglieder waren: der Abteilungsleiter Bau und Liegenschaften, die Dekane der im Pilotgebäude vertretenen Fakultäten sowie ein Vertreter des TrafoTeams&lt;br /&gt;
*Ansprechpersonen im Pilotgebäude: Direktor und stellvertretende Direktoren, Sekretariat, Leiter*innen der wissenschaftlichen Arbeitsgruppen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einschätzung zur Zusammensetzung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*hohe Motivation der einzelnen Akteur*innen &lt;br /&gt;
*Unausgewogenes Geschlechterverhältnis (mehr männliche Personen)&lt;br /&gt;
*Fachexpertise aus den Bereichen Kommunikationswissenschaft oder Umweltpsychologie fehlte&lt;br /&gt;
*Zu kleine Gruppe, um Untergruppen für verschiedenen Aufgaben zu bilden&lt;br /&gt;
*Alle hier berichteten Aktivitäten wurden vom TrafoTeam gemeinsam getragen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innensanalyse Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ .png|gerahmt|zentriert|Abbildung 1: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; - - Auch außerhalb des Projekts zugeordnet)]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Umsetzungsschritte===&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“.png||mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 2: Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“|alternativtext=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen (Details zu Transformationsteams können dem &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Good-Practice Guide&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt; entnommen werden)&lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen des Energiemanagers mit ähnlichen Prozessen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Entscheidung im TrafoTeam für ein Zielgebäude unter Beachtung der Indikatoren Energieverbrauch und Energieeinsparpotential. Das Pilotgebäude ist ein Neubau aus dem Jahr 2017 mit moderner Ausstattung inklusive einer relativ hohen Dichte an Messpunkten für Energieverbrauch; 5.400 m² Nutzfläche; 3 Fakultäten vertreten; etwa 250 Mitarbeitende; etwa 65% der Räume sind Labore&lt;br /&gt;
*Konkretisierung der Energiesparziele (2% Einsparung pro Jahr im Zielgebäude, entsprechend dem EnEfG)&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Definition von (Teil)zielen; Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Vorbereitung rund um das Pilotgebäude&#039;&#039;: Identifikation relevanter Zielgruppen sowie Ermittlung von Arbeitsgruppenleitungen und Ansprechpersonen aus den verschiedenen Fakultäten&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Einbindung der Führungsebene:&#039;&#039; Abstimmungsgespräch mit den Direktoren des Pilotgebäudes zur Unterstützung des Vorhabens. Die Teilnahme der Ansprechperson für das Energiemanagement zur Klärung technischer Fragen wird empfohlen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Organisation von &amp;lt;u&amp;gt;Kampagnenmaterial&amp;lt;/u&amp;gt;&#039; und Öffentlichkeitsarbeit:&#039;&#039; Es wurden in Abstimmung mit einer Professorin der Kommunikationswissenschaften geeignete Kommunikationsmittel rund um energiesparendes Verhalten in den Büros, Laboren, etc. des Gebäudes entwickelt. Dabei wurde sowohl Strom als auch Wärme adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring des Strom-, Kälte- und Wärmeverbrauchs auf Gesamtgebäudeebene:&lt;br /&gt;
**Ziel war eine Sensibilisierung für den Energieverbrauch im Gebäude und so letztendlich ein energieeffizientes und energiesparendes Verhalten der Nutzer*innen, wobei ein Effekt durch die Visualisierung erwartet wurde.  &lt;br /&gt;
**Visualisierung des Energieverbrauchs: Der Energieverbrauch im Pilotgebäude wurde über einen öffentlich sichtbaren Monitor im Eingangsbereich transparent gemacht. Dargestellt werden die Daten auf einem Dashboard mit einer Energiemanagement-Software. Die visuelle Aufbereitung der Daten und die Installation des Monitors übernahmen der Energiemanager und das IT-Servicezentrum.&lt;br /&gt;
**Dargestellte Kennzahlen (in Form von Balkendiagrammen):&lt;br /&gt;
***Aktueller Stromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch vor einem Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Energieverbrauch der Kältemaschinen im aktuellen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Stromverbrauch des aktuellen und des vergangenen Jahres in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Wärmeverbrauch im aktuellen und vergangenen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen für die Mitarbeitenden des Pilotgebäudes zum Thema Energiesparen (weitere Informationen unter Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten)&lt;br /&gt;
**Workshops für Mitarbeitende in Laboren. Ziel: Der Workshop bot eine Möglichkeit, Methoden zum Energiesparen in Laboren zu erlernen (z.B. shut the sash); Die drei Workshops hatten einen Umfang von jeweils 2 Stunden und es nahmen jeweils zwischen 8 und 18 Personen teil; Material: Präsentationsfolien im Nachgang zur Verfügung gestellt; Leitung des Workshops übernahm eine Referentin für Nachhaltigkeit im Labor (s. Abbildung 1): Empfehlung von Kolleginnen aus der Universität; Kontaktaufnahme per Mail und Telefon; Honorarbasis&lt;br /&gt;
**Ideenwettbewerb: Ziel war es die Mitarbeiter*innen-Perspektiven in den Gesamtprozess einzubeziehen, deren Wissen zu ihrem persönlichen Arbeitsplatz zu nutzen sowie ihnen das Transferlabor näher zu bringen; Dauer: etwa 4 Wochen zur Einreichung von Ideen, anschließend etwa 4 Wochen zur Bewertung und Auswahl; Resonanz: 13 Maßnahmen wurden eingereicht. Für die Bewertung legte die Jury festgelegte Kriterien an, um sicherzustellen, dass die ausgewählten Ideen sowohl praktikabel als auch wirkungsvoll sind: Einsparungspotential, Verstetigungspotential, Kosten, Auswirkungen, Hürden für die Umsetzung (&amp;lt;u&amp;gt;s. &#039;&#039;Bewertungsmatrix&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;)&lt;br /&gt;
**Haustürgespräche (Gesprächsangebote vor Ort im Pilotgebäude) mit Nutzer*innen des Gebäudes; Ziel: auf das Transferlabor aufmerksam machen, Raum für Fragen und Kritik bieten; Ort: in den Pausenräumen; vorherige Ankündigung per E-Mail über den Hausverteiler&lt;br /&gt;
*Auswahl der Gewinner*innen des Ideenwettbewerbs durch Jury (&amp;lt;u&amp;gt;s. &#039;&#039;Dokumente Bewertung Jurymitglied; Gesamtbewertung Jury&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;); Beiträge des Ideenwettbewerbs wurden HS-öffentlich zur Verfügung gestellt&lt;br /&gt;
*Begleitung der Maßnahmenumsetzung der bestplatzierten Ideen aus dem Wettbewerb durch das TrafoTeam: Anpassung der Thermostate im Pilotgebäude (Austausch mit regulierbaren Thermostaten) und Tipps zur energiesparenden Nutzung von Ultratiefkühlgeräten (auf Projekt-Website und in jährlichen Belehrungen zum Arbeitsschutz); Kommunikation zur umgesetzten Idee aus dem Wettbewerb mittels Rundmail über den Hausverteiler und auf der Projekt-Website&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum zur Anpassung von Thermostaten, wobei der Umsetzungszeitraum hier außerhalb des Transferlaborzeitraums liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschlussphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Ziele (unter Beschreibung der Maßnahme) konnten alle erreicht werden. Das konkrete Ziel der Einsparung von 2 % Energie wird vom Energiemanager nach Ablauf eines Jahres geprüft. &lt;br /&gt;
*Abschlussveranstaltung im Pilotgebäude mit Vorstellung der Kampagnenergebnisse durch das TrafoTeam: PowerPoint Präsentation und anschließende Diskussion; Eingeladen waren die Jury des Ideenwettbewerbs, Mitarbeitende und Direktoren des Pilotgebäudes&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe des Monitorings an den Energiemanager zur dauerhaften Implementierung und Nutzung: Verantwortung für technischen Support (z.B. regelmäßige Softwareupdates) und Auswertung der Daten hinsichtlich möglicher Einsparungen und der Erfüllung des 2%-Ziels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten===&lt;br /&gt;
*[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ Website zum Transferlabor Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen]&lt;br /&gt;
*[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ideenwettbewerb/ Website Ideenwettbewerb]&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Poster zu Projektinfo, Ideenwettbewerb und Workshop&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Ideensammlung&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[https://echo-energie.de Echokampagne] bieten Leitfaden, Checkliste und Infomaterial zum Energiesparen in Zielgebäuden, die genutzt wurden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
===Rahmenbedingungen des Transferlabors===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von neun Monaten. Für eine solide Maßnahmenumsetzung inklusive Verstetigung wäre mehr Zeit notwendig gewesen. Die Empfehlung ist, mindestens 12 Monate einzuplanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung wurden etwa 2.300 € verausgabt. Ursprünglich waren mehr Mittel für technische Anpassungen im Pilotgebäude einkalkuliert. Für den zur Verfügung stehenden zeitlichen und finanziellen Rahmen konnten keine umsetzbaren Anpassungen identifiziert und installiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2.300 € setzten sich aus folgenden Posten zusammen:&lt;br /&gt;
1.500 € Honorar der Referentin für drei Workshops zu Nachhaltigkeit im Labor&lt;br /&gt;
700 € Digital Signage (Visualisierung des Energieverbrauchs): Monitor (40 Zoll), Steuerung (Minicomputer + SD-Karte), Wandhalterung, Montage&lt;br /&gt;
100 € Druckkosten für Informationsmaterial &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für weitere technische Anpassung müsste beispielsweise einkalkuliert werden:&lt;br /&gt;
2.000 € Umbau Thermostate im Zielgebäude in 62 Büroräumen (Material- und Montagekosten der Sanitärfirma).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rahmenbedingungen der Hochschule===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Standorte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Hauptstandort Halle (Saale) gibt es 4 Campi: Universitätsplatz, Steintor-Campus, Franckeschen Stiftungen, Weinberg-Campus mit Campus Heide-Süd. Das Pilotgebäude befand sich am Weinbergcampus. Auf dem Weinberg Campus leben, studieren und arbeiten etwa 15.000 Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität setzt sich aus folgenden HS-Angehörigen zusammen:&lt;br /&gt;
*ca. 19.943 Studierende&lt;br /&gt;
*über 4.027 Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**288 Professor*innen&lt;br /&gt;
**1.478 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen&lt;br /&gt;
**1.091 Wissenschaftsunterstützende Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**1.170 Wissenschaftliche Hilfskräfte (Stand vom 31.12.2023).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unterstützung der Hochschulleitung zur Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung der MLU unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Die Rektorin übernahm die Projektleitung und stellte Mitarbeitende, etwa für die Teilnahme am TrafoTeam, frei. Dieser Umstand unterstützte bei der Argumentation für die Umsetzung der Maßnahme. Mit der Hochschulleitung fand ein regelmäßiger Austausch statt, zudem konnten die Maßnahmen in Kommissionen der Hochschulleitung vorgestellt und diskutiert werden. Dies ermöglichte es, die Maßnahmen im Kontext aktueller Ausrichtungen der Hochschule einzuordnen, Parallelstrukturen zu vermeiden oder Synergien zu knüpfen. Als Hinweis für die Planung weiterer Projekte lässt sich festhalten, dass die zeitlichen Kapazitäten möglicher Leitungspersonen berücksichtigt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es keine*n Nachhaltigkeitsbeauftragten oder eine andere Art der Institutionalisierung in Bezug auf Nachhaltigkeit. Diese mangelnde Institutionalisierung von Nachhaltigkeit gestaltete sich als Herausforderung, gerade in der Verstetigung von Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tätigkeitsbereich des Energiemanagers ist aber für den Bereiche des Klimaschutzes wichtig, z.B. aufgrund des Gesetzes zur Steigerung der Energieeffizienz in Deutschland (EnEfG) oder Energie- (ISO50001) bzw. Umweltmanagementsysteme (ISO140001).&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Weitere Relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Unterstützung durch den Leiter der Abteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement war wesentlich, um die Maßnahme erfolgreich umzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Allgemeine Hinweise zu hemmenden/ fördernden Aspekte im Transferlabor &#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;finden Sie hier&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Einbindung des Energiemanagers war besonders wichtig für die Konkretisierung, Planung sowie Umsetzung der Maßnahme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Bei der Ansprache von Personen im Pilotgebäude muss darauf geachtet werden Mitarbeitende nicht als „Schuldige“ zu adressieren und Auswahl des Gebäudes rücksichtsvoll zu kommunizieren.&lt;br /&gt;
*Institute mit einem hohen Energieverbrauch können sich schnell an den Pranger gestellt fühlen, stattdessen sollte deren (Transformations-) Potential herausgestellt werden (Perspektiven aufzeigen, Informationen geben, Fortschritte wertschätzen)&lt;br /&gt;
*&amp;quot;Zeigefinger&amp;quot; auf energieintensivste Liegenschaften wie das Pilotgebäude eher kontraproduktiv, moralische Ansprache mit Verweis auf Klimakrise erzeugte vereinzelt bei Mitarbeiter*innen im Zielgebäude Aversion und kollidierte mit der vorhandenen Resignation und Frustration&lt;br /&gt;
*Empfehlenswert ist die Begleitung des Vorhabens mit einer öffentlichkeitswirksamen Kampagne. Hierbei sollten möglichst alle Kommunikationskanäle der Hochschule berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
*Zur verständlichen Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten war eine Kombination aus Top-down und Bottom-up Maßnahmen zielführend (Workshops, Informationsveranstaltungen, Ideenwettbewerb – Details siehe oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=24001</id>
		<title>Blaupause für Maßnahmen zu Dienstreisemobilität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=24001"/>
		<updated>2025-09-17T11:40:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: /* Umsetzung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Best Practice&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Energie, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Energiesparen, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Link zu Best-Practice Guide Transferlabore&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nachhaltige Mobilität – Nachhaltige Dienstreisemobilität &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“. Sie orientiert sich an der Maßnahme 11 aus dem [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/hochschulklimarat/klimaplan_mlu/ KlimaPlan der MLU]. Ziel dieser Maßnahme ist es, dass Treibhausgase, die im Kontext von Dienstreisen an der MLU entstehen, reduziert bzw. eingespart werden. Um eine quantitative Wirkung der Maßnahme feststellen zu können, bedarf es statistischer Daten der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; Produktion vor und nach der Maßnahme. Diese wiederum können aus Daten zu Dienstreisen ermittelt werden, die sich aus Angaben über getätigte Dienstreisen an der MLU (Start- und Zielort, zurückgelegte Strecke und jeweilige genutzte Verkehrsmittel) ergeben. Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung lagen erste Daten vor, die jedoch keine valide quantitative Datenbasis und Aussagen erlaubten (siehe Ist-Zustand). Deswegen wurden qualitative Zielstellungen priorisiert, die insbesondere die Ziele der Sensibilisierung zur Thematik, Kommunikation und Information verfolgten. &lt;br /&gt;
Mit der Maßnahme werden unmittelbar Mitarbeitende der MLU adressiert, die administrativ in der Planung und Organisation von Dienstreisen für andere Beschäftigte tätig sind (u.a. Sekretariate) und die eigenständig Dienstreisen im Rahmen ihrer Beschäftigung und Tätigkeiten an der MLU (Wissenschaft, Verwaltung etc.) planen, organisieren und durchführen. Mittelbar sollen alle Beschäftigten der MLU zum Thema nachhaltige Dienstreisen sensibilisiert werden. Mit der Maßnahme wird ein gesamtuniversitärer Prozess angeregt und das Individualverhalten der Beschäftigten adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Ziele wurden im Transformationsteam verfolgt: &lt;br /&gt;
*Förderung der Reduktion von Treibhausgasemissionen durch Vermeidung von Flugreisen und Individualverkehr&lt;br /&gt;
*Förderung von Bahnreisen bzw. öffentlichen Nah- und Fernverkehr im Allgemeinen&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für die nachhaltige Gestaltung von Dienstreisen ins-besondere in Bezug auf die Wahl des Verkehrsmittels&lt;br /&gt;
*Erarbeitung einer Entscheidungshilfe für nachhaltigere Dienstreisen an der MLU&lt;br /&gt;
*Integration der erarbeiteten Handlungsempfehlungen in das digitale Buchungssystem des Ver-tragsreisebüros der MLU auf der Website der Abteilung für Reisekosten&lt;br /&gt;
*Nachhaltigkeit wird als Querschnittsthema bei der Beantragung, Bearbeitung und Umsetzung von Dienstreisen berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ist-Zustand&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Maßnahme „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“ sind statistische Daten hilfreich, die Dienstreisen mit Start- und Zielort, mögliche Zwischenstopps und die jeweiligen genutzten Verkehrsmittel aller Beschäftigten der Organisation detailliert erfassen. Daraus können die reisebezogenen Treibhausgasemissionen berechnet werden. Das schafft eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und ermöglicht eine Messbarkeit der Wirksamkeit. Es zeigt auch, wo Handlungsschwerpunkte liegen können, sodass bedarfsgerechte Maßnahmen abgeleitet werden können. In der [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/3343046_3385459/3385459_3503977/ Status Quo Analyse der MLU] war eine Bilanzierung der Dienstreisen noch nicht möglich. Die vorhandene Verwaltungssoftware, mit welcher Dienstreisen in der Abteilung Reisekosten abgerechnet werden, ermöglicht keine automatische und detaillierte Erfassung der einzelnen Reisewege und gewählten Verkehrsmittel. Möglich wurde dies durch eine zusätzliche händische Eintragung durch die Mitarbeitenden der Abteilung, welche seit Mitte des Projektes erfolgt. Dadurch hat sich die Datengrundlage grundsätzlich verbessert, sie ermöglicht jedoch keine validen, statistisch abgesicherten Aussagen über das Reiseverhalten der Beschäftigten zu treffen. Im Bereich der Dienstreisebeantragung und -abrechnung erfolgt an der MLU aktuell eine Digitalisierung, in welche das Projektteam einbezogen werden konnte. Ziel ist es, die vorhandene Verwaltungssoftware so auszugestalten, dass eine detaillierte Erfassung der Dienstreisen und daraus abgeleitet die Erfassung der Emissionen ermöglicht wird. Diese können mit Hilfe von CO2-Rechnern, die wiederum in die Verwaltungssoftware ggfs. integriert werden können, berechnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Akteur*innen-Analyse&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse (Abbildung 1) durchgeführt, die auch den Bereich Mobilität umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert, kontaktiert und in den Prozess involviert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden strukturell, für das Thema Dienstreisen zuständige, Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem &#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Hochschulklimarat&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;) angesprochen. Das TrafoTeam setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren sechs Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus dem International Office&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus der Personalabteilung, Bereich Personalentwicklung&lt;br /&gt;
*Doktorandin (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Doktorand (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einschätzung zur Zusammensetzung: &lt;br /&gt;
*Hohe Motivation aller Beteiligten&lt;br /&gt;
*verschiedene Akteur*innen von Einrichtungen und Abteilungen&lt;br /&gt;
*verschiedene Angehörige der MLU (Verwaltung, Wissenschaft, Wissenschaftsunterstützend, Studierende)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem festen Transformationsteam wurden über individuelle Konsultationen bilateral weitere Akteur*innen beratend in den Prozess einbezogen. Dies ermöglichte es, alle Mitgliedergruppen der MLU, trotz begrenzter zeitlicher Ressourcen, punktuell in den Prozess zu involvieren. Zentral war die Zusammenarbeit mit der Abteilung Reisekosten, die sich im weiteren Verlauf intensivierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innenanalyse Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png|gerahmt|zentriert|Abbildung 1: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; --- Auch außerhalb des Projekts zugeordnet]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsschritte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png|mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 2: Zeitplan des Transferlabors „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen. &lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen der TrafoTeam-Mitglieder: an der Universität bestehende Bedarfe, Rahmenbedingungen und gesetzlichen Vorgaben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
*Die Zielgruppen wurden für alle Maßnahmen akquiriert und Ansprechpersonen ausfindig gemacht: u.a. Dienstreisende und Assistenzen; Abteilung Reisekosten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konsultations- und Beratungsgespräche führen: Um diverse Perspektiven in die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe für nachhaltige Dienstreisen einfließen zu lassen, wurden Gespräche mit unterschiedlichen Mitgliedergruppe der MLU geführt: u.a. mit Sekretär*innen, Wissenschaftler*innen und Professor*innen. &lt;br /&gt;
*Vernetzung und strukturelle Verankerung mit anderen Querschnittsthemen wie Familiengerechtigkeit, um die Handlungsempfehlungen lebensphasenorientiert an den Bedarfen der verschiedenen Mitgliedergruppen der MLU auszurichten&lt;br /&gt;
*Formulieren der [https://wcms.itz.uni-halle.de/download.php?down=70957&amp;amp;elem=3632423 Handlungsempfehlungen „Nachhaltigere Dienstreisen für alle Beschäftigten der MLU“] und Diskussion im TrafoTeam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (3-6 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Abstimmung des Dokuments mit ausgewählten Abteilungen und Gremien z.B. dem Personalrat oder der Abteilung Personal. Die Abstimmung des Entwurfes diente der internen Prüfung, inwiefern die ausgearbeiteten Empfehlungen universitätsinternen Regelungen entspricht, widerspricht und um Ergänzungen aus den jeweiligen Fachexpertisen aufnehmen zu können. Dadurch erfolgt auch eine erste Kommunikation des Entwurfs, die die Basis für eine spätere Umsetzung der Handlungsempfehlungen in der breite der Universität legt. Der Abstimmungsprozess sollte von Beginn an aufgrund eines möglichen höheren und nicht vorhersehbaren zeitlichen Umfangs mit eingeplant werden.&lt;br /&gt;
*Ableitung einer „Entscheidungshilfe“ aus den Handlungsempfehlungen, welche bei der Integration von Nachhaltigkeitsdimensionen im Kontext von Dienstreisen unterstützen soll. Diese wurde mit Hilfe von erstellten Illustrationen graphisch aufbereitet, sodass sie einen niedrigschwelligen Zugang für alle MLU Reisenden bietet und die Akzeptanz der Empfehlungen sowie eine mögliche Verhaltensveränderung befördert. &lt;br /&gt;
*Einbindung der Führungsebene: Es erfolgte die Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat sowie eine Diskussion in einer Rektoratskommission. Die Handlungsempfehlungen wurden daraufhin angepasst und als „Aspekte zu nachhaltigeren Dienstreisen an der MLU“ auf eine im Rektorat vorgestellte und beschlossene zusätzliche Website eingestellt. &lt;br /&gt;
*Breite Öffentlichkeitsarbeit: Erstellung von Aktions- und Werbe-/Geschenkmaterial (u.a. Klimawaage, Reisetagebuch inkl. Klimaplan und Entscheidungshilfe, nachhaltige Reise-Thermobecher, A4 und A3 Plakate Entscheidungshilfe) und Verwendung bei öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen, Abschlussgesprächen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschlussphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat. Es ist zu empfehlen, die Dokumente durch das Rektorat bestätigen zu lassen. Dies versieht beide Dokumente mit einer höheren Legitimation. &lt;br /&gt;
*Zielgruppenspezifische Kommunikation/ Ansprache unter Berücksichtigung der Herausforderungen des ständigen Aktualisierungsbedarfes, universitärer Diskontinuität und Heterogenität &lt;br /&gt;
**Frühzeitige Einbindung der zuständigen Abteilungen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit zur Abstimmung möglicher Kommunikationsinhalte und -wege (Social media, Newsletter u.a.)&lt;br /&gt;
**Kommunikation der Empfehlungen und Entscheidungshilfe über dezentrale Kommunikationswege in die Fakultäten hinein über u.a. Dekanate, Fakultätsreferent*innen&lt;br /&gt;
**Gestaltung einer [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_2/dienstreisen_nachhaltig/ Website zum Transferlabor &amp;quot;Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten&amp;quot;], die mit der Website der Abteilung Reisekosten sowie dem Buchungstool des Vertragsreisebüros verknüpft ist.&lt;br /&gt;
*Etablierung von Handlungsempfehlungen:&lt;br /&gt;
**Die Abteilung Reisekosten nimmt die Handlungsempfehlungen in ihren Informationsmaterialien auf und veröffentlicht diese auf ihrer Website.&lt;br /&gt;
**Das Vertragsreisebüro der MLU, das eine Website zur Planung und Buchung von Dienstreisen anbietet, integriert die Handlungsempfehlungen und die Entscheidungshilfe. Prüfung, inwiefern das Buchungstool bereits ein automatisches CO2-Tracking beinhaltet und auf welcher Berechnungsgrundlage dieses erfolgt.&lt;br /&gt;
*Die Abteilung Reisekosten und das Vertragsreisebüro integrieren in eine vorhandene Liste von Hotels, mit denen die MLU kooperiert, einen Nachweis über deren Nachhaltigkeit.&lt;br /&gt;
*Prüfung, inwiefern das Buchungstool des Vertragsreisebüros bereits Hotels mit Nachhaltigkeitszertifikat beinhaltet und Erarbeitung, welche Inhalte und Anforderungen diese Zertifikate beinhalten.&lt;br /&gt;
*Durchführung eines digitalen Workshops zum Thema „Nachhaltige Dienstreisen an der MLU“ mit einer externen Expertin im Themenbereich. Der digitale Workshop im Umfang von 2h bot eine Möglichkeit, Methoden für nachhaltigere Dienstreisen (u.a. Wahl des Verkehrsmittels) zu erlernen. Er richtete sich an Beschäftigte der MLU, die für sich oder andere Dienstreisen planen, organisieren und umsetzen. Resonanz: 11 Teilnehmende; Die Planung des Workshops umfasste einen größeren zeitlichen Umfang, um den Workshop bedarfsgerechte im Kontext der Rahmenbedingungen der MLU zu planen. &lt;br /&gt;
*Dieses Weiterbildungsangebot wird in den Weiterbildungskatalog als festes Angebot übernommen und von der Abteilung Personalentwicklung nach Projekt regelmäßig durchgeführt.&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Aktionsmaterial für die weitere Sensibilisierung der Angehörigen der MLU in Rahmen von Workshops oder öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen. &lt;br /&gt;
*Die Maßnahmen konnten teilweise erreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dokumentation und Nacharbeiten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dokumentation des &#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Transferlaborprozesses&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039; erfolgte durch die Erstellung eines Transferlabortagebuches, mittels Ergebnisprotokolle der einzelnen Transferlabortreffen des Transformationsteams sowie Gesprächsprotokolle der zusätzlich bilateral geführten Konsultationen und Gespräche. Um eine nachhaltige Fortsetzung der begonnenen Maßnahme zu ermöglichen, wurden die jeweiligen Prozesse in ihrem Bearbeitungsstand dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Blaupause: Klimafreundliche Dienstreisen an Hochschulen|Transferlabor der OVGU zu Nachhaltigkeit bei Dienstreisen]]&lt;br /&gt;
* Weitere [https://www.klimaplanreal.ovgu.de/Projektphasen/2_+Transferlabore/OVGU+Magdeburg/Dienstreise+Best+Practice.html Best Practice Beispiele für Nachhaltigkeit bei Dienstreisen an Hochschulen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen des Transferlabors ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von neun Monaten. Für eine solide Maßnahmenumsetzung inklusive Verstetigung ist mehr Zeit notwendig. Die Empfehlung ist, mindestens 12 Monate einzuplanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung des Transferlabors standen 10.000 € zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sensibilisierung und Öffentlichkeitsarbeit: Diese können je nach Anbieter*in variieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Graphische Aufbereitung/Layout, Druck der Entscheidungshilfe: ca. 2.500 €&lt;br /&gt;
* Erstellung von Aktions- und Werbe-/Geschenkmaterial: ca. 4.000 €&lt;br /&gt;
** Klimawaage&lt;br /&gt;
** Reisetagebuch und nachhaltige Reise-Thermobecher&lt;br /&gt;
* Intensive Erarbeitung und Durchführung Workshop „Nachhaltige Dienstreisen“: 2.200 €&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmenbedingungen der Hochschule ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Standorte&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Hauptstandort Halle (Saale) gibt es vier Campi: Universitätsplatz, Steintor-Campus, Franckeschen Stiftungen, Weinberg-Campus mit Campus Heide-Süd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität setzt sich aus folgenden HS-Angehörigen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ca. 19.943 Studierende&lt;br /&gt;
* über 4.027 Mitarbeitende&lt;br /&gt;
** 288 Professor*innen&lt;br /&gt;
** 1.478 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen&lt;br /&gt;
** 1.091 Wissenschaftsunterstützende Mitarbeitende&lt;br /&gt;
** 1.170 Wissenschaftliche Hilfskräfte (&#039;&#039;Stand vom 31.12.2023&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unterstützung der Hochschulleitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung der MLU unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Die Rektorin übernahm die Projektleitung und stellte Mitarbeitende, etwa für die Teilnahme am Transferlabor, frei. Dieser Umstand unterstützte bei der Argumentation für die Umsetzung der Maßnahme. Bei der Planung des Projekts sollten die zeitlichen Kapazitäten möglicher Leitungspersonen berücksichtigt werden. Mit der Hochschulleitung fand ein regelmäßiger Austausch statt, zudem konnten die Maßnahmen in Kommissionen der Hochschulleitung vorgestellt und diskutiert werden. Dies ermöglichte es, die Maßnahmen im Kontext aktueller Ausrichtungen der Hochschule einzuordnen, Parallelstrukturen zu vermeiden oder Synergien zu knüpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es keine*n Nachhaltigkeitsbeauftragten oder eine andere Art der Institutionalisierung in Bezug auf Nachhaltigkeit. Diese fehlende Institutionalisierung gestaltete sich als Herausforderung, gerade in der Verstetigung von Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Entwicklung der Handlungsempfehlungen konnte der Prozess der Digitalisierung, welcher an der Universität umgesetzt wird, um das Thema Nachhaltigkeit angereichert werden. Konkret wird die Beantragung und Abrechnung von Dienstreisen digitalisiert. Es ermöglicht den Einbezug von nachhaltigkeitsrelevanten Daten von Beginn an. Hierfür erfolgte eine enge Zusammenarbeit mit der Abteilung Reisekosten. Die Digitalisierung beinhaltete die Umstellung der Verwaltungssoftware auf QIS RKA. Das ermöglicht technisch grundsätzlich die Abfrage klimarelevanter Daten bei der Beantragung und Abrechnung von Dienstreisen sowie die Verknüpfung mit CO2-Rechnern. Für die praktische Umsetzung bedarf es der Abstimmung mit der zuständigen Abteilung (Finanzen) sowie der zentralen Einrichtung der MLU, die diesen Prozess technisch begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine Übertragbarkeit können folgende konkrete Empfehlungen gegeben werden:&lt;br /&gt;
*Die Einbindung der Abteilung Reisekosten war besonders wichtig für die Konkretisierung, der Planung sowie der Umsetzung der Maßnahme. Dies sollte von Beginn an erfolgen, um eine nachhaltige Beachtung von Nachhaltigkeit bei Dienstreisen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
*Individuelle lebensphasenbezogene Bedarfe, wie Sorgeverantwortung, müssen bei der Entwicklung von Handlungsempfehlungen Beachtung finden. &lt;br /&gt;
*Einfache, praxisnahe Tools – z. B. Entscheidungshilfen – müssen bereitgestellt werden, um die Planung nachhaltiger Dienstreisen zu erleichtern.&lt;br /&gt;
*Da die Wirkfähigkeit von Handlungsempfehlungen auf der Ebene der freiwilligen Umsetzung der Hinweise verbleibt, ist zu empfehlen: &lt;br /&gt;
*Die Handlungsempfehlungen durch einen Rektoratsbeschluss in ihrer Legitimation zu stützen oder&lt;br /&gt;
*aus den Empfehlungen gemeinsam mit relevanten Akteur*innen Richtlinien für Dienstreisen zu entwickeln, in denen Nachhaltigkeit als Querschnittsthema integriert ist und die verpflichtend für alle Beschäftigten einer Hochschule gelten&lt;br /&gt;
*Tools für die eigenständige Planung und Umsetzung nachhaltigerer Dienstreisen müssen bereitgestellt werden, um die Niedrigschwelligkeit zu gewährleisten (z.B. THG-Rechner, Smart Travel Tool)&lt;br /&gt;
*Unterstützer*innen und Multiplikator*innen des Vorhabens aus unterschiedlichen Mitgliedergruppen akquirieren&lt;br /&gt;
*Nach Möglichkeit Maßnahmen an vorhandene Strukturen der Universität zum Themas Nachhaltigkeit anbinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Verständnis für unterschiedliche Lebensrealitäten und Karrierestufen deutlich machen&lt;br /&gt;
*Bei Sorge vonseiten der Hochschulleitung Selbstverständlichkeiten zu benennen, mit Value-Action-Gap argumentieren&lt;br /&gt;
*Vorteile des Reisens mit der Bahn hervorheben: Arbeiten tlw. möglich, keine zusätzliche Zeit für Sicherheitskontrollen, etc.&lt;br /&gt;
*Kommunikation über verschiedene Kommunikationskanäle universitätsweit nutzen (bspw. der Newsletter der MLU, die Website des Nachhaltigkeitsbüros bzw. des Projektes sowie der Abteilung Reisekosten für die Information und Aufklärung über die Handlungsempfehlungen und den Entscheidungsbaum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=24000</id>
		<title>Blaupause für Maßnahmen zu Dienstreisemobilität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=24000"/>
		<updated>2025-09-17T11:08:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: /* Umsetzung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Best Practice&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Energie, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Energiesparen, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Link zu Best-Practice Guide Transferlabore&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nachhaltige Mobilität – Nachhaltige Dienstreisemobilität &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“. Sie orientiert sich an der Maßnahme 11 aus dem KlimaPlan der MLU. Ziel dieser Maß-nahme ist es, dass Treibhausgase, die im Kontext von Dienstreisen an der MLU entstehen, redu-ziert bzw. eingespart werden. Um eine quantitative Wirkung der Maßnahme feststellen zu können, bedarf es statistischer Daten der CO2 Produktion vor und nach der Maßnahme. Diese wiederum können aus Daten zu Dienstreisen ermittelt werden, die sich aus Angaben über getätigte Dienstrei-sen an der MLU (Start- und Zielort, zurückgelegte Strecke und jeweilige genutzte Verkehrsmittel) ergeben. Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung lagen erste Daten vor, die jedoch keine vali-de quantitative Datenbasis und Aussagen erlaubten (siehe Ist-Zustand). Deswegen wurden qualita-tive Zielstellungen priorisiert, die insbesondere die Ziele der Sensibilisierung zur Thematik, Kom-munikation und Information verfolgten. &lt;br /&gt;
Mit der Maßnahme werden unmittelbar Mitarbeitende der MLU adressiert, die administrativ in der Planung und Organisation von Dienstreisen für andere Beschäftigte tätig sind (u.a. Sekretariate) und die eigenständig Dienstreisen im Rahmen ihrer Beschäftigung und Tätigkeiten an der MLU (Wissenschaft, Verwaltung etc.) planen, organisieren und durchführen. Mittelbar sollen alle Be-schäftigten der MLU zum Thema nachhaltige Dienstreisen sensibilisiert werden. Mit der Maßnah-me wird ein gesamtuniversitärer Prozess angeregt und das Individualverhalten der Beschäftigten adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Ziele wurden im Transformationsteam verfolgt: &lt;br /&gt;
*Förderung der Reduktion von Treibhausgasemissionen durch Vermeidung von Flugreisen und Individualverkehr&lt;br /&gt;
*Förderung von Bahnreisen bzw. öffentlichen Nah- und Fernverkehr im Allgemeinen&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für die nachhaltige Gestaltung von Dienstreisen ins-besondere in Bezug auf die Wahl des Verkehrsmittels&lt;br /&gt;
*Erarbeitung einer Entscheidungshilfe für nachhaltigere Dienstreisen an der MLU&lt;br /&gt;
*Integration der erarbeiteten Handlungsempfehlungen in das digitale Buchungssystem des Ver-tragsreisebüros der MLU auf der Website der Abteilung für Reisekosten&lt;br /&gt;
*Nachhaltigkeit wird als Querschnittsthema bei der Beantragung, Bearbeitung und Umsetzung von Dienstreisen berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ist-Zustand&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Maßnahme „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“ sind statistische Daten hilfreich, die Dienstreisen mit Start- und Zielort, mögliche Zwischenstopps und die jeweiligen genutzten Verkehrsmittel aller Beschäftigten der Organisation detailliert erfassen. Daraus können die reisebezogenen Treibhausgasemissionen berechnet werden. Das schafft eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und ermöglicht eine Messbarkeit der Wirksamkeit. Es zeigt auch, wo Handlungsschwerpunkte liegen können, sodass bedarfsgerechte Maßnahmen abgeleitet werden können. In der Status Quo Analyse der MLU war eine Bilanzierung der Dienstreisen noch nicht möglich. Die vorhandene Verwaltungssoftware, mit welcher Dienstreisen in der Abteilung Reisekosten abgerechnet werden, ermöglicht keine automatische und detaillierte Erfassung der einzelnen Reisewege und gewählten Verkehrsmittel. Möglich wurde dies durch eine zusätzliche händische Eintragung durch die Mitarbeitenden der Abteilung, welche seit Mitte des Projektes erfolgt. Dadurch hat sich die Datengrundlage grundsätzlich verbessert, sie ermöglicht jedoch keine validen, statistisch abgesicherten Aussagen über das Reiseverhalten der Beschäftigten zu treffen. Im Bereich der Dienstreisebeantragung und -abrechnung erfolgt an der MLU aktuell eine Digitalisierung, in welche das Projektteam einbezogen werden konnte. Ziel ist es, die vorhandene Verwaltungssoftware so auszugestalten, dass eine detaillierte Erfassung der Dienstreisen und daraus abgeleitet die Erfassung der Emissionen ermöglicht wird. Diese können mit Hilfe von CO2-Rechnern, die wiederum in die Verwaltungssoftware ggfs. integriert werden können, berechnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Akteur*innen-Analyse&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse (Abbildung 1) durchgeführt, die auch den Bereich Mobilität umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert, kontaktiert und in den Prozess involviert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden strukturell, für das Thema Dienstreisen zuständige, Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem Hochschulklimarat) angesprochen. Das TrafoTeam setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren sechs Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus dem International Office&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus der Personalabteilung, Bereich Personalentwicklung&lt;br /&gt;
*Doktorandin (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Doktorand (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einschätzung zur Zusammensetzung: &lt;br /&gt;
*Hohe Motivation aller Beteiligten&lt;br /&gt;
*verschiedene Akteur*innen von Einrichtungen und Abteilungen&lt;br /&gt;
*verschiedene Angehörige der MLU (Verwaltung, Wissenschaft, Wissenschaftsunterstützend, Studierende)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem festen Transformationsteam wurden über individuelle Konsultationen bilateral weitere Akteur*innen beratend in den Prozess einbezogen. Dies ermöglichte es, alle Mitgliedergruppen der MLU, trotz begrenzter zeitlicher Ressourcen, punktuell in den Prozess zu involvieren. Zentral war die Zusammenarbeit mit der Abteilung Reisekosten, die sich im weiteren Verlauf intensivierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innenanalyse Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png|gerahmt|zentriert|Abbildung 1: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; --- Auch außerhalb des Projekts zugeordnet]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsschritte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png|mini|gerahmt|zentriert|Abbildung 2: Zeitplan des Transferlabors „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen. &lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen der TrafoTeam-Mitglieder: an der Universität bestehende Bedarfe, Rahmenbedingungen und gesetzlichen Vorgaben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
*Die Zielgruppen wurden für alle Maßnahmen akquiriert und Ansprechpersonen ausfindig gemacht: u.a. Dienstreisende und Assistenzen; Abteilung Reisekosten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konsultations- und Beratungsgespräche führen: Um diverse Perspektiven in die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe für nachhaltige Dienstreisen einfließen zu lassen, wurden Gespräche mit unterschiedlichen Mitgliedergruppe der MLU geführt: u.a. mit Sekretär*innen, Wissenschaftler*innen und Professor*innen. &lt;br /&gt;
*Vernetzung und strukturelle Verankerung mit anderen Querschnittsthemen wie Familiengerechtigkeit, um die Handlungsempfehlungen lebensphasenorientiert an den Bedarfen der verschiedenen Mitgliedergruppen der MLU auszurichten&lt;br /&gt;
*Formulieren der Handlungsempfehlungen „Nachhaltigere Dienstreisen für alle Beschäftigten der MLU“ und Diskussion im TrafoTeam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (3-6 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Abstimmung des Dokuments mit ausgewählten Abteilungen und Gremien z.B. dem Personalrat oder der Abteilung Personal. Die Abstimmung des Entwurfes diente der internen Prüfung, inwiefern die ausgearbeiteten Empfehlungen universitätsinternen Regelungen entspricht, widerspricht und um Ergänzungen aus den jeweiligen Fachexpertisen aufnehmen zu können. Dadurch erfolgt auch eine erste Kommunikation des Entwurfs, die die Basis für eine spätere Umsetzung der Handlungsempfehlungen in der breite der Universität legt. Der Abstimmungsprozess sollte von Beginn an aufgrund eines möglichen höheren und nicht vorhersehbaren zeitlichen Umfangs mit eingeplant werden.&lt;br /&gt;
*Ableitung einer „Entscheidungshilfe“ aus den Handlungsempfehlungen, welche bei der Integration von Nachhaltigkeitsdimensionen im Kontext von Dienstreisen unterstützen soll. Diese wurde mit Hilfe von erstellten Illustrationen graphisch aufbereitet, sodass sie einen niedrigschwelligen Zugang für alle MLU Reisenden bietet und die Akzeptanz der Empfehlungen sowie eine mögliche Verhaltensveränderung befördert. &lt;br /&gt;
*Einbindung der Führungsebene: Es erfolgte die Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat sowie eine Diskussion in einer Rektoratskommission. Die Handlungsempfehlungen wurden daraufhin angepasst und als „Aspekte zu nachhaltigeren Dienstreisen an der MLU“ auf eine im Rektorat vorgestellte und beschlossene zusätzliche Website eingestellt. &lt;br /&gt;
*Breite Öffentlichkeitsarbeit: Erstellung von Aktions- und Werbe-/Geschenkmaterial (u.a. Klimawaage, Reisetagebuch inkl. Klimaplan und Entscheidungshilfe, nachhaltige Reise-Thermobecher, A4 und A3 Plakate Entscheidungshilfe) und Verwendung bei öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen, Abschlussgesprächen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschlussphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat. Es ist zu empfehlen, die Dokumente durch das Rektorat bestätigen zu lassen. Dies versieht beide Dokumente mit einer höheren Legitimation. &lt;br /&gt;
*Zielgruppenspezifische Kommunikation/ Ansprache unter Berücksichtigung der Herausforderungen des ständigen Aktualisierungsbedarfes, universitärer Diskontinuität und Heterogenität &lt;br /&gt;
**Frühzeitige Einbindung der zuständigen Abteilungen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit zur Abstimmung möglicher Kommunikationsinhalte und -wege (Social media, Newsletter u.a.)&lt;br /&gt;
**Kommunikation der Empfehlungen und Entscheidungshilfe über dezentrale Kommunikationswege in die Fakultäten hinein über u.a. Dekanate, Fakultätsreferent*innen&lt;br /&gt;
**Gestaltung einer Website zum Transferlabor Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten, die mit der Website der Abteilung Reisekosten sowie dem Buchungstool des Vertragsreisebüros verknüpft ist.&lt;br /&gt;
*Etablierung von Handlungsempfehlungen:&lt;br /&gt;
**Die Abteilung Reisekosten nimmt die Handlungsempfehlungen in ihren Informationsmaterialien auf und veröffentlicht diese auf ihrer Website.&lt;br /&gt;
**Das Vertragsreisebüro der MLU, das eine Website zur Planung und Buchung von Dienstreisen anbietet, integriert die Handlungsempfehlungen und die Entscheidungshilfe. Prüfung, inwiefern das Buchungstool bereits ein automatisches CO2-Tracking beinhaltet und auf welcher Berechnungsgrundlage dieses erfolgt.&lt;br /&gt;
*Die Abteilung Reisekosten und das Vertragsreisebüro integrieren in eine vorhandene Liste von Hotels, mit denen die MLU kooperiert, einen Nachweis über deren Nachhaltigkeit.&lt;br /&gt;
*Prüfung, inwiefern das Buchungstool des Vertragsreisebüros bereits Hotels mit Nachhaltigkeitszertifikat beinhaltet und Erarbeitung, welche Inhalte und Anforderungen diese Zertifikate beinhalten.&lt;br /&gt;
*Durchführung eines digitalen Workshops zum Thema „Nachhaltige Dienstreisen an der MLU“ mit einer externen Expertin im Themenbereich. Der digitale Workshop im Umfang von 2h bot eine Möglichkeit, Methoden für nachhaltigere Dienstreisen (u.a. Wahl des Verkehrsmittels) zu erlernen. Er richtete sich an Beschäftigte der MLU, die für sich oder andere Dienstreisen planen, organisieren und umsetzen. Resonanz: 11 Teilnehmende; Die Planung des Workshops umfasste einen größeren zeitlichen Umfang, um den Workshop bedarfsgerechte im Kontext der Rahmenbedingungen der MLU zu planen. &lt;br /&gt;
*Dieses Weiterbildungsangebot wird in den Weiterbildungskatalog als festes Angebot übernommen und von der Abteilung Personalentwicklung nach Projekt regelmäßig durchgeführt.&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Aktionsmaterial für die weitere Sensibilisierung der Angehörigen der MLU in Rahmen von Workshops oder öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen. &lt;br /&gt;
*Die Maßnahmen konnten teilweise erreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine Übertragbarkeit können folgende konkrete Empfehlungen gegeben werden:&lt;br /&gt;
*Die Einbindung der Abteilung Reisekosten war besonders wichtig für die Konkretisierung, der Planung sowie der Umsetzung der Maßnahme. Dies sollte von Beginn an erfolgen, um eine nachhaltige Beachtung von Nachhaltigkeit bei Dienstreisen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
*Individuelle lebensphasenbezogene Bedarfe, wie Sorgeverantwortung, müssen bei der Entwicklung von Handlungsempfehlungen Beachtung finden. &lt;br /&gt;
*Einfache, praxisnahe Tools – z. B. Entscheidungshilfen – müssen bereitgestellt werden, um die Planung nachhaltiger Dienstreisen zu erleichtern.&lt;br /&gt;
*Da die Wirkfähigkeit von Handlungsempfehlungen auf der Ebene der freiwilligen Umsetzung der Hinweise verbleibt, ist zu empfehlen: &lt;br /&gt;
*Die Handlungsempfehlungen durch einen Rektoratsbeschluss in ihrer Legitimation zu stützen oder&lt;br /&gt;
*aus den Empfehlungen gemeinsam mit relevanten Akteur*innen Richtlinien für Dienstreisen zu entwickeln, in denen Nachhaltigkeit als Querschnittsthema integriert ist und die verpflichtend für alle Beschäftigten einer Hochschule gelten&lt;br /&gt;
*Tools für die eigenständige Planung und Umsetzung nachhaltigerer Dienstreisen müssen bereitgestellt werden, um die Niedrigschwelligkeit zu gewährleisten (z.B. THG-Rechner, Smart Travel Tool)&lt;br /&gt;
*Unterstützer*innen und Multiplikator*innen des Vorhabens aus unterschiedlichen Mitgliedergruppen akquirieren&lt;br /&gt;
*Nach Möglichkeit Maßnahmen an vorhandene Strukturen der Universität zum Themas Nachhaltigkeit anbinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Verständnis für unterschiedliche Lebensrealitäten und Karrierestufen deutlich machen&lt;br /&gt;
*Bei Sorge vonseiten der Hochschulleitung Selbstverständlichkeiten zu benennen, mit Value-Action-Gap argumentieren&lt;br /&gt;
*Vorteile des Reisens mit der Bahn hervorheben: Arbeiten tlw. möglich, keine zusätzliche Zeit für Sicherheitskontrollen, etc.&lt;br /&gt;
*Kommunikation über verschiedene Kommunikationskanäle universitätsweit nutzen (bspw. der Newsletter der MLU, die Website des Nachhaltigkeitsbüros bzw. des Projektes sowie der Abteilung Reisekosten für die Information und Aufklärung über die Handlungsempfehlungen und den Entscheidungsbaum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=23999</id>
		<title>Blaupause für Maßnahmen zu Dienstreisemobilität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=23999"/>
		<updated>2025-09-17T11:08:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: /* Umsetzung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Best Practice&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Energie, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Energiesparen, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Link zu Best-Practice Guide Transferlabore&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nachhaltige Mobilität – Nachhaltige Dienstreisemobilität &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“. Sie orientiert sich an der Maßnahme 11 aus dem KlimaPlan der MLU. Ziel dieser Maß-nahme ist es, dass Treibhausgase, die im Kontext von Dienstreisen an der MLU entstehen, redu-ziert bzw. eingespart werden. Um eine quantitative Wirkung der Maßnahme feststellen zu können, bedarf es statistischer Daten der CO2 Produktion vor und nach der Maßnahme. Diese wiederum können aus Daten zu Dienstreisen ermittelt werden, die sich aus Angaben über getätigte Dienstrei-sen an der MLU (Start- und Zielort, zurückgelegte Strecke und jeweilige genutzte Verkehrsmittel) ergeben. Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung lagen erste Daten vor, die jedoch keine vali-de quantitative Datenbasis und Aussagen erlaubten (siehe Ist-Zustand). Deswegen wurden qualita-tive Zielstellungen priorisiert, die insbesondere die Ziele der Sensibilisierung zur Thematik, Kom-munikation und Information verfolgten. &lt;br /&gt;
Mit der Maßnahme werden unmittelbar Mitarbeitende der MLU adressiert, die administrativ in der Planung und Organisation von Dienstreisen für andere Beschäftigte tätig sind (u.a. Sekretariate) und die eigenständig Dienstreisen im Rahmen ihrer Beschäftigung und Tätigkeiten an der MLU (Wissenschaft, Verwaltung etc.) planen, organisieren und durchführen. Mittelbar sollen alle Be-schäftigten der MLU zum Thema nachhaltige Dienstreisen sensibilisiert werden. Mit der Maßnah-me wird ein gesamtuniversitärer Prozess angeregt und das Individualverhalten der Beschäftigten adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Ziele wurden im Transformationsteam verfolgt: &lt;br /&gt;
*Förderung der Reduktion von Treibhausgasemissionen durch Vermeidung von Flugreisen und Individualverkehr&lt;br /&gt;
*Förderung von Bahnreisen bzw. öffentlichen Nah- und Fernverkehr im Allgemeinen&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für die nachhaltige Gestaltung von Dienstreisen ins-besondere in Bezug auf die Wahl des Verkehrsmittels&lt;br /&gt;
*Erarbeitung einer Entscheidungshilfe für nachhaltigere Dienstreisen an der MLU&lt;br /&gt;
*Integration der erarbeiteten Handlungsempfehlungen in das digitale Buchungssystem des Ver-tragsreisebüros der MLU auf der Website der Abteilung für Reisekosten&lt;br /&gt;
*Nachhaltigkeit wird als Querschnittsthema bei der Beantragung, Bearbeitung und Umsetzung von Dienstreisen berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ist-Zustand&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Maßnahme „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“ sind statistische Daten hilfreich, die Dienstreisen mit Start- und Zielort, mögliche Zwischenstopps und die jeweiligen genutzten Verkehrsmittel aller Beschäftigten der Organisation detailliert erfassen. Daraus können die reisebezogenen Treibhausgasemissionen berechnet werden. Das schafft eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und ermöglicht eine Messbarkeit der Wirksamkeit. Es zeigt auch, wo Handlungsschwerpunkte liegen können, sodass bedarfsgerechte Maßnahmen abgeleitet werden können. In der Status Quo Analyse der MLU war eine Bilanzierung der Dienstreisen noch nicht möglich. Die vorhandene Verwaltungssoftware, mit welcher Dienstreisen in der Abteilung Reisekosten abgerechnet werden, ermöglicht keine automatische und detaillierte Erfassung der einzelnen Reisewege und gewählten Verkehrsmittel. Möglich wurde dies durch eine zusätzliche händische Eintragung durch die Mitarbeitenden der Abteilung, welche seit Mitte des Projektes erfolgt. Dadurch hat sich die Datengrundlage grundsätzlich verbessert, sie ermöglicht jedoch keine validen, statistisch abgesicherten Aussagen über das Reiseverhalten der Beschäftigten zu treffen. Im Bereich der Dienstreisebeantragung und -abrechnung erfolgt an der MLU aktuell eine Digitalisierung, in welche das Projektteam einbezogen werden konnte. Ziel ist es, die vorhandene Verwaltungssoftware so auszugestalten, dass eine detaillierte Erfassung der Dienstreisen und daraus abgeleitet die Erfassung der Emissionen ermöglicht wird. Diese können mit Hilfe von CO2-Rechnern, die wiederum in die Verwaltungssoftware ggfs. integriert werden können, berechnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Akteur*innen-Analyse&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse (Abbildung 1) durchgeführt, die auch den Bereich Mobilität umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert, kontaktiert und in den Prozess involviert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden strukturell, für das Thema Dienstreisen zuständige, Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem Hochschulklimarat) angesprochen. Das TrafoTeam setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren sechs Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus dem International Office&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus der Personalabteilung, Bereich Personalentwicklung&lt;br /&gt;
*Doktorandin (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Doktorand (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einschätzung zur Zusammensetzung: &lt;br /&gt;
*Hohe Motivation aller Beteiligten&lt;br /&gt;
*verschiedene Akteur*innen von Einrichtungen und Abteilungen&lt;br /&gt;
*verschiedene Angehörige der MLU (Verwaltung, Wissenschaft, Wissenschaftsunterstützend, Studierende)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem festen Transformationsteam wurden über individuelle Konsultationen bilateral weitere Akteur*innen beratend in den Prozess einbezogen. Dies ermöglichte es, alle Mitgliedergruppen der MLU, trotz begrenzter zeitlicher Ressourcen, punktuell in den Prozess zu involvieren. Zentral war die Zusammenarbeit mit der Abteilung Reisekosten, die sich im weiteren Verlauf intensivierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innenanalyse Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png|gerahmt|zentriert|Abbildung 1: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; --- Auch außerhalb des Projekts zugeordnet]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsschritte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png|gerahmt|zentriert|mini|Abbildung 2: Zeitplan des Transferlabors „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen. &lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen der TrafoTeam-Mitglieder: an der Universität bestehende Bedarfe, Rahmenbedingungen und gesetzlichen Vorgaben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
*Die Zielgruppen wurden für alle Maßnahmen akquiriert und Ansprechpersonen ausfindig gemacht: u.a. Dienstreisende und Assistenzen; Abteilung Reisekosten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konsultations- und Beratungsgespräche führen: Um diverse Perspektiven in die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe für nachhaltige Dienstreisen einfließen zu lassen, wurden Gespräche mit unterschiedlichen Mitgliedergruppe der MLU geführt: u.a. mit Sekretär*innen, Wissenschaftler*innen und Professor*innen. &lt;br /&gt;
*Vernetzung und strukturelle Verankerung mit anderen Querschnittsthemen wie Familiengerechtigkeit, um die Handlungsempfehlungen lebensphasenorientiert an den Bedarfen der verschiedenen Mitgliedergruppen der MLU auszurichten&lt;br /&gt;
*Formulieren der Handlungsempfehlungen „Nachhaltigere Dienstreisen für alle Beschäftigten der MLU“ und Diskussion im TrafoTeam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (3-6 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Abstimmung des Dokuments mit ausgewählten Abteilungen und Gremien z.B. dem Personalrat oder der Abteilung Personal. Die Abstimmung des Entwurfes diente der internen Prüfung, inwiefern die ausgearbeiteten Empfehlungen universitätsinternen Regelungen entspricht, widerspricht und um Ergänzungen aus den jeweiligen Fachexpertisen aufnehmen zu können. Dadurch erfolgt auch eine erste Kommunikation des Entwurfs, die die Basis für eine spätere Umsetzung der Handlungsempfehlungen in der breite der Universität legt. Der Abstimmungsprozess sollte von Beginn an aufgrund eines möglichen höheren und nicht vorhersehbaren zeitlichen Umfangs mit eingeplant werden.&lt;br /&gt;
*Ableitung einer „Entscheidungshilfe“ aus den Handlungsempfehlungen, welche bei der Integration von Nachhaltigkeitsdimensionen im Kontext von Dienstreisen unterstützen soll. Diese wurde mit Hilfe von erstellten Illustrationen graphisch aufbereitet, sodass sie einen niedrigschwelligen Zugang für alle MLU Reisenden bietet und die Akzeptanz der Empfehlungen sowie eine mögliche Verhaltensveränderung befördert. &lt;br /&gt;
*Einbindung der Führungsebene: Es erfolgte die Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat sowie eine Diskussion in einer Rektoratskommission. Die Handlungsempfehlungen wurden daraufhin angepasst und als „Aspekte zu nachhaltigeren Dienstreisen an der MLU“ auf eine im Rektorat vorgestellte und beschlossene zusätzliche Website eingestellt. &lt;br /&gt;
*Breite Öffentlichkeitsarbeit: Erstellung von Aktions- und Werbe-/Geschenkmaterial (u.a. Klimawaage, Reisetagebuch inkl. Klimaplan und Entscheidungshilfe, nachhaltige Reise-Thermobecher, A4 und A3 Plakate Entscheidungshilfe) und Verwendung bei öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen, Abschlussgesprächen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschlussphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat. Es ist zu empfehlen, die Dokumente durch das Rektorat bestätigen zu lassen. Dies versieht beide Dokumente mit einer höheren Legitimation. &lt;br /&gt;
*Zielgruppenspezifische Kommunikation/ Ansprache unter Berücksichtigung der Herausforderungen des ständigen Aktualisierungsbedarfes, universitärer Diskontinuität und Heterogenität &lt;br /&gt;
**Frühzeitige Einbindung der zuständigen Abteilungen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit zur Abstimmung möglicher Kommunikationsinhalte und -wege (Social media, Newsletter u.a.)&lt;br /&gt;
**Kommunikation der Empfehlungen und Entscheidungshilfe über dezentrale Kommunikationswege in die Fakultäten hinein über u.a. Dekanate, Fakultätsreferent*innen&lt;br /&gt;
**Gestaltung einer Website zum Transferlabor Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten, die mit der Website der Abteilung Reisekosten sowie dem Buchungstool des Vertragsreisebüros verknüpft ist.&lt;br /&gt;
*Etablierung von Handlungsempfehlungen:&lt;br /&gt;
**Die Abteilung Reisekosten nimmt die Handlungsempfehlungen in ihren Informationsmaterialien auf und veröffentlicht diese auf ihrer Website.&lt;br /&gt;
**Das Vertragsreisebüro der MLU, das eine Website zur Planung und Buchung von Dienstreisen anbietet, integriert die Handlungsempfehlungen und die Entscheidungshilfe. Prüfung, inwiefern das Buchungstool bereits ein automatisches CO2-Tracking beinhaltet und auf welcher Berechnungsgrundlage dieses erfolgt.&lt;br /&gt;
*Die Abteilung Reisekosten und das Vertragsreisebüro integrieren in eine vorhandene Liste von Hotels, mit denen die MLU kooperiert, einen Nachweis über deren Nachhaltigkeit.&lt;br /&gt;
*Prüfung, inwiefern das Buchungstool des Vertragsreisebüros bereits Hotels mit Nachhaltigkeitszertifikat beinhaltet und Erarbeitung, welche Inhalte und Anforderungen diese Zertifikate beinhalten.&lt;br /&gt;
*Durchführung eines digitalen Workshops zum Thema „Nachhaltige Dienstreisen an der MLU“ mit einer externen Expertin im Themenbereich. Der digitale Workshop im Umfang von 2h bot eine Möglichkeit, Methoden für nachhaltigere Dienstreisen (u.a. Wahl des Verkehrsmittels) zu erlernen. Er richtete sich an Beschäftigte der MLU, die für sich oder andere Dienstreisen planen, organisieren und umsetzen. Resonanz: 11 Teilnehmende; Die Planung des Workshops umfasste einen größeren zeitlichen Umfang, um den Workshop bedarfsgerechte im Kontext der Rahmenbedingungen der MLU zu planen. &lt;br /&gt;
*Dieses Weiterbildungsangebot wird in den Weiterbildungskatalog als festes Angebot übernommen und von der Abteilung Personalentwicklung nach Projekt regelmäßig durchgeführt.&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Aktionsmaterial für die weitere Sensibilisierung der Angehörigen der MLU in Rahmen von Workshops oder öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen. &lt;br /&gt;
*Die Maßnahmen konnten teilweise erreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine Übertragbarkeit können folgende konkrete Empfehlungen gegeben werden:&lt;br /&gt;
*Die Einbindung der Abteilung Reisekosten war besonders wichtig für die Konkretisierung, der Planung sowie der Umsetzung der Maßnahme. Dies sollte von Beginn an erfolgen, um eine nachhaltige Beachtung von Nachhaltigkeit bei Dienstreisen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
*Individuelle lebensphasenbezogene Bedarfe, wie Sorgeverantwortung, müssen bei der Entwicklung von Handlungsempfehlungen Beachtung finden. &lt;br /&gt;
*Einfache, praxisnahe Tools – z. B. Entscheidungshilfen – müssen bereitgestellt werden, um die Planung nachhaltiger Dienstreisen zu erleichtern.&lt;br /&gt;
*Da die Wirkfähigkeit von Handlungsempfehlungen auf der Ebene der freiwilligen Umsetzung der Hinweise verbleibt, ist zu empfehlen: &lt;br /&gt;
*Die Handlungsempfehlungen durch einen Rektoratsbeschluss in ihrer Legitimation zu stützen oder&lt;br /&gt;
*aus den Empfehlungen gemeinsam mit relevanten Akteur*innen Richtlinien für Dienstreisen zu entwickeln, in denen Nachhaltigkeit als Querschnittsthema integriert ist und die verpflichtend für alle Beschäftigten einer Hochschule gelten&lt;br /&gt;
*Tools für die eigenständige Planung und Umsetzung nachhaltigerer Dienstreisen müssen bereitgestellt werden, um die Niedrigschwelligkeit zu gewährleisten (z.B. THG-Rechner, Smart Travel Tool)&lt;br /&gt;
*Unterstützer*innen und Multiplikator*innen des Vorhabens aus unterschiedlichen Mitgliedergruppen akquirieren&lt;br /&gt;
*Nach Möglichkeit Maßnahmen an vorhandene Strukturen der Universität zum Themas Nachhaltigkeit anbinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Verständnis für unterschiedliche Lebensrealitäten und Karrierestufen deutlich machen&lt;br /&gt;
*Bei Sorge vonseiten der Hochschulleitung Selbstverständlichkeiten zu benennen, mit Value-Action-Gap argumentieren&lt;br /&gt;
*Vorteile des Reisens mit der Bahn hervorheben: Arbeiten tlw. möglich, keine zusätzliche Zeit für Sicherheitskontrollen, etc.&lt;br /&gt;
*Kommunikation über verschiedene Kommunikationskanäle universitätsweit nutzen (bspw. der Newsletter der MLU, die Website des Nachhaltigkeitsbüros bzw. des Projektes sowie der Abteilung Reisekosten für die Information und Aufklärung über die Handlungsempfehlungen und den Entscheidungsbaum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=23998</id>
		<title>Blaupause für Maßnahmen zu Dienstreisemobilität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=23998"/>
		<updated>2025-09-17T11:07:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: /* Umsetzung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Best Practice&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Betrieb&lt;br /&gt;
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|keyw=Energiesparen, Partizipation&lt;br /&gt;
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|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Link zu Best-Practice Guide Transferlabore&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nachhaltige Mobilität – Nachhaltige Dienstreisemobilität &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“. Sie orientiert sich an der Maßnahme 11 aus dem KlimaPlan der MLU. Ziel dieser Maß-nahme ist es, dass Treibhausgase, die im Kontext von Dienstreisen an der MLU entstehen, redu-ziert bzw. eingespart werden. Um eine quantitative Wirkung der Maßnahme feststellen zu können, bedarf es statistischer Daten der CO2 Produktion vor und nach der Maßnahme. Diese wiederum können aus Daten zu Dienstreisen ermittelt werden, die sich aus Angaben über getätigte Dienstrei-sen an der MLU (Start- und Zielort, zurückgelegte Strecke und jeweilige genutzte Verkehrsmittel) ergeben. Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung lagen erste Daten vor, die jedoch keine vali-de quantitative Datenbasis und Aussagen erlaubten (siehe Ist-Zustand). Deswegen wurden qualita-tive Zielstellungen priorisiert, die insbesondere die Ziele der Sensibilisierung zur Thematik, Kom-munikation und Information verfolgten. &lt;br /&gt;
Mit der Maßnahme werden unmittelbar Mitarbeitende der MLU adressiert, die administrativ in der Planung und Organisation von Dienstreisen für andere Beschäftigte tätig sind (u.a. Sekretariate) und die eigenständig Dienstreisen im Rahmen ihrer Beschäftigung und Tätigkeiten an der MLU (Wissenschaft, Verwaltung etc.) planen, organisieren und durchführen. Mittelbar sollen alle Be-schäftigten der MLU zum Thema nachhaltige Dienstreisen sensibilisiert werden. Mit der Maßnah-me wird ein gesamtuniversitärer Prozess angeregt und das Individualverhalten der Beschäftigten adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Ziele wurden im Transformationsteam verfolgt: &lt;br /&gt;
*Förderung der Reduktion von Treibhausgasemissionen durch Vermeidung von Flugreisen und Individualverkehr&lt;br /&gt;
*Förderung von Bahnreisen bzw. öffentlichen Nah- und Fernverkehr im Allgemeinen&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für die nachhaltige Gestaltung von Dienstreisen ins-besondere in Bezug auf die Wahl des Verkehrsmittels&lt;br /&gt;
*Erarbeitung einer Entscheidungshilfe für nachhaltigere Dienstreisen an der MLU&lt;br /&gt;
*Integration der erarbeiteten Handlungsempfehlungen in das digitale Buchungssystem des Ver-tragsreisebüros der MLU auf der Website der Abteilung für Reisekosten&lt;br /&gt;
*Nachhaltigkeit wird als Querschnittsthema bei der Beantragung, Bearbeitung und Umsetzung von Dienstreisen berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ist-Zustand&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Maßnahme „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“ sind statistische Daten hilfreich, die Dienstreisen mit Start- und Zielort, mögliche Zwischenstopps und die jeweiligen genutzten Verkehrsmittel aller Beschäftigten der Organisation detailliert erfassen. Daraus können die reisebezogenen Treibhausgasemissionen berechnet werden. Das schafft eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und ermöglicht eine Messbarkeit der Wirksamkeit. Es zeigt auch, wo Handlungsschwerpunkte liegen können, sodass bedarfsgerechte Maßnahmen abgeleitet werden können. In der Status Quo Analyse der MLU war eine Bilanzierung der Dienstreisen noch nicht möglich. Die vorhandene Verwaltungssoftware, mit welcher Dienstreisen in der Abteilung Reisekosten abgerechnet werden, ermöglicht keine automatische und detaillierte Erfassung der einzelnen Reisewege und gewählten Verkehrsmittel. Möglich wurde dies durch eine zusätzliche händische Eintragung durch die Mitarbeitenden der Abteilung, welche seit Mitte des Projektes erfolgt. Dadurch hat sich die Datengrundlage grundsätzlich verbessert, sie ermöglicht jedoch keine validen, statistisch abgesicherten Aussagen über das Reiseverhalten der Beschäftigten zu treffen. Im Bereich der Dienstreisebeantragung und -abrechnung erfolgt an der MLU aktuell eine Digitalisierung, in welche das Projektteam einbezogen werden konnte. Ziel ist es, die vorhandene Verwaltungssoftware so auszugestalten, dass eine detaillierte Erfassung der Dienstreisen und daraus abgeleitet die Erfassung der Emissionen ermöglicht wird. Diese können mit Hilfe von CO2-Rechnern, die wiederum in die Verwaltungssoftware ggfs. integriert werden können, berechnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Akteur*innen-Analyse&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse (Abbildung 1) durchgeführt, die auch den Bereich Mobilität umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert, kontaktiert und in den Prozess involviert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden strukturell, für das Thema Dienstreisen zuständige, Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem Hochschulklimarat) angesprochen. Das TrafoTeam setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren sechs Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus dem International Office&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus der Personalabteilung, Bereich Personalentwicklung&lt;br /&gt;
*Doktorandin (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Doktorand (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einschätzung zur Zusammensetzung: &lt;br /&gt;
*Hohe Motivation aller Beteiligten&lt;br /&gt;
*verschiedene Akteur*innen von Einrichtungen und Abteilungen&lt;br /&gt;
*verschiedene Angehörige der MLU (Verwaltung, Wissenschaft, Wissenschaftsunterstützend, Studierende)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem festen Transformationsteam wurden über individuelle Konsultationen bilateral weitere Akteur*innen beratend in den Prozess einbezogen. Dies ermöglichte es, alle Mitgliedergruppen der MLU, trotz begrenzter zeitlicher Ressourcen, punktuell in den Prozess zu involvieren. Zentral war die Zusammenarbeit mit der Abteilung Reisekosten, die sich im weiteren Verlauf intensivierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innenanalyse Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png|gerahmt|zentriert|Abbildung 1: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; --- Auch außerhalb des Projekts zugeordnet]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsschritte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png|gerahmt|zentriert|Abbildung 2: Zeitplan des Transferlabors „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen. &lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen der TrafoTeam-Mitglieder: an der Universität bestehende Bedarfe, Rahmenbedingungen und gesetzlichen Vorgaben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
*Die Zielgruppen wurden für alle Maßnahmen akquiriert und Ansprechpersonen ausfindig gemacht: u.a. Dienstreisende und Assistenzen; Abteilung Reisekosten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konsultations- und Beratungsgespräche führen: Um diverse Perspektiven in die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe für nachhaltige Dienstreisen einfließen zu lassen, wurden Gespräche mit unterschiedlichen Mitgliedergruppe der MLU geführt: u.a. mit Sekretär*innen, Wissenschaftler*innen und Professor*innen. &lt;br /&gt;
*Vernetzung und strukturelle Verankerung mit anderen Querschnittsthemen wie Familiengerechtigkeit, um die Handlungsempfehlungen lebensphasenorientiert an den Bedarfen der verschiedenen Mitgliedergruppen der MLU auszurichten&lt;br /&gt;
*Formulieren der Handlungsempfehlungen „Nachhaltigere Dienstreisen für alle Beschäftigten der MLU“ und Diskussion im TrafoTeam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (3-6 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Abstimmung des Dokuments mit ausgewählten Abteilungen und Gremien z.B. dem Personalrat oder der Abteilung Personal. Die Abstimmung des Entwurfes diente der internen Prüfung, inwiefern die ausgearbeiteten Empfehlungen universitätsinternen Regelungen entspricht, widerspricht und um Ergänzungen aus den jeweiligen Fachexpertisen aufnehmen zu können. Dadurch erfolgt auch eine erste Kommunikation des Entwurfs, die die Basis für eine spätere Umsetzung der Handlungsempfehlungen in der breite der Universität legt. Der Abstimmungsprozess sollte von Beginn an aufgrund eines möglichen höheren und nicht vorhersehbaren zeitlichen Umfangs mit eingeplant werden.&lt;br /&gt;
*Ableitung einer „Entscheidungshilfe“ aus den Handlungsempfehlungen, welche bei der Integration von Nachhaltigkeitsdimensionen im Kontext von Dienstreisen unterstützen soll. Diese wurde mit Hilfe von erstellten Illustrationen graphisch aufbereitet, sodass sie einen niedrigschwelligen Zugang für alle MLU Reisenden bietet und die Akzeptanz der Empfehlungen sowie eine mögliche Verhaltensveränderung befördert. &lt;br /&gt;
*Einbindung der Führungsebene: Es erfolgte die Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat sowie eine Diskussion in einer Rektoratskommission. Die Handlungsempfehlungen wurden daraufhin angepasst und als „Aspekte zu nachhaltigeren Dienstreisen an der MLU“ auf eine im Rektorat vorgestellte und beschlossene zusätzliche Website eingestellt. &lt;br /&gt;
*Breite Öffentlichkeitsarbeit: Erstellung von Aktions- und Werbe-/Geschenkmaterial (u.a. Klimawaage, Reisetagebuch inkl. Klimaplan und Entscheidungshilfe, nachhaltige Reise-Thermobecher, A4 und A3 Plakate Entscheidungshilfe) und Verwendung bei öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen, Abschlussgesprächen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschlussphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat. Es ist zu empfehlen, die Dokumente durch das Rektorat bestätigen zu lassen. Dies versieht beide Dokumente mit einer höheren Legitimation. &lt;br /&gt;
*Zielgruppenspezifische Kommunikation/ Ansprache unter Berücksichtigung der Herausforderungen des ständigen Aktualisierungsbedarfes, universitärer Diskontinuität und Heterogenität &lt;br /&gt;
**Frühzeitige Einbindung der zuständigen Abteilungen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit zur Abstimmung möglicher Kommunikationsinhalte und -wege (Social media, Newsletter u.a.)&lt;br /&gt;
**Kommunikation der Empfehlungen und Entscheidungshilfe über dezentrale Kommunikationswege in die Fakultäten hinein über u.a. Dekanate, Fakultätsreferent*innen&lt;br /&gt;
**Gestaltung einer Website zum Transferlabor Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten, die mit der Website der Abteilung Reisekosten sowie dem Buchungstool des Vertragsreisebüros verknüpft ist.&lt;br /&gt;
*Etablierung von Handlungsempfehlungen:&lt;br /&gt;
**Die Abteilung Reisekosten nimmt die Handlungsempfehlungen in ihren Informationsmaterialien auf und veröffentlicht diese auf ihrer Website.&lt;br /&gt;
**Das Vertragsreisebüro der MLU, das eine Website zur Planung und Buchung von Dienstreisen anbietet, integriert die Handlungsempfehlungen und die Entscheidungshilfe. Prüfung, inwiefern das Buchungstool bereits ein automatisches CO2-Tracking beinhaltet und auf welcher Berechnungsgrundlage dieses erfolgt.&lt;br /&gt;
*Die Abteilung Reisekosten und das Vertragsreisebüro integrieren in eine vorhandene Liste von Hotels, mit denen die MLU kooperiert, einen Nachweis über deren Nachhaltigkeit.&lt;br /&gt;
*Prüfung, inwiefern das Buchungstool des Vertragsreisebüros bereits Hotels mit Nachhaltigkeitszertifikat beinhaltet und Erarbeitung, welche Inhalte und Anforderungen diese Zertifikate beinhalten.&lt;br /&gt;
*Durchführung eines digitalen Workshops zum Thema „Nachhaltige Dienstreisen an der MLU“ mit einer externen Expertin im Themenbereich. Der digitale Workshop im Umfang von 2h bot eine Möglichkeit, Methoden für nachhaltigere Dienstreisen (u.a. Wahl des Verkehrsmittels) zu erlernen. Er richtete sich an Beschäftigte der MLU, die für sich oder andere Dienstreisen planen, organisieren und umsetzen. Resonanz: 11 Teilnehmende; Die Planung des Workshops umfasste einen größeren zeitlichen Umfang, um den Workshop bedarfsgerechte im Kontext der Rahmenbedingungen der MLU zu planen. &lt;br /&gt;
*Dieses Weiterbildungsangebot wird in den Weiterbildungskatalog als festes Angebot übernommen und von der Abteilung Personalentwicklung nach Projekt regelmäßig durchgeführt.&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Aktionsmaterial für die weitere Sensibilisierung der Angehörigen der MLU in Rahmen von Workshops oder öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen. &lt;br /&gt;
*Die Maßnahmen konnten teilweise erreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine Übertragbarkeit können folgende konkrete Empfehlungen gegeben werden:&lt;br /&gt;
*Die Einbindung der Abteilung Reisekosten war besonders wichtig für die Konkretisierung, der Planung sowie der Umsetzung der Maßnahme. Dies sollte von Beginn an erfolgen, um eine nachhaltige Beachtung von Nachhaltigkeit bei Dienstreisen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
*Individuelle lebensphasenbezogene Bedarfe, wie Sorgeverantwortung, müssen bei der Entwicklung von Handlungsempfehlungen Beachtung finden. &lt;br /&gt;
*Einfache, praxisnahe Tools – z. B. Entscheidungshilfen – müssen bereitgestellt werden, um die Planung nachhaltiger Dienstreisen zu erleichtern.&lt;br /&gt;
*Da die Wirkfähigkeit von Handlungsempfehlungen auf der Ebene der freiwilligen Umsetzung der Hinweise verbleibt, ist zu empfehlen: &lt;br /&gt;
*Die Handlungsempfehlungen durch einen Rektoratsbeschluss in ihrer Legitimation zu stützen oder&lt;br /&gt;
*aus den Empfehlungen gemeinsam mit relevanten Akteur*innen Richtlinien für Dienstreisen zu entwickeln, in denen Nachhaltigkeit als Querschnittsthema integriert ist und die verpflichtend für alle Beschäftigten einer Hochschule gelten&lt;br /&gt;
*Tools für die eigenständige Planung und Umsetzung nachhaltigerer Dienstreisen müssen bereitgestellt werden, um die Niedrigschwelligkeit zu gewährleisten (z.B. THG-Rechner, Smart Travel Tool)&lt;br /&gt;
*Unterstützer*innen und Multiplikator*innen des Vorhabens aus unterschiedlichen Mitgliedergruppen akquirieren&lt;br /&gt;
*Nach Möglichkeit Maßnahmen an vorhandene Strukturen der Universität zum Themas Nachhaltigkeit anbinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Verständnis für unterschiedliche Lebensrealitäten und Karrierestufen deutlich machen&lt;br /&gt;
*Bei Sorge vonseiten der Hochschulleitung Selbstverständlichkeiten zu benennen, mit Value-Action-Gap argumentieren&lt;br /&gt;
*Vorteile des Reisens mit der Bahn hervorheben: Arbeiten tlw. möglich, keine zusätzliche Zeit für Sicherheitskontrollen, etc.&lt;br /&gt;
*Kommunikation über verschiedene Kommunikationskanäle universitätsweit nutzen (bspw. der Newsletter der MLU, die Website des Nachhaltigkeitsbüros bzw. des Projektes sowie der Abteilung Reisekosten für die Information und Aufklärung über die Handlungsempfehlungen und den Entscheidungsbaum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=23997</id>
		<title>Blaupause für Maßnahmen zu Dienstreisemobilität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=23997"/>
		<updated>2025-09-17T11:07:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: /* Umsetzung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Best Practice&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Energie, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Energiesparen, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Link zu Best-Practice Guide Transferlabore&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nachhaltige Mobilität – Nachhaltige Dienstreisemobilität &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“. Sie orientiert sich an der Maßnahme 11 aus dem KlimaPlan der MLU. Ziel dieser Maß-nahme ist es, dass Treibhausgase, die im Kontext von Dienstreisen an der MLU entstehen, redu-ziert bzw. eingespart werden. Um eine quantitative Wirkung der Maßnahme feststellen zu können, bedarf es statistischer Daten der CO2 Produktion vor und nach der Maßnahme. Diese wiederum können aus Daten zu Dienstreisen ermittelt werden, die sich aus Angaben über getätigte Dienstrei-sen an der MLU (Start- und Zielort, zurückgelegte Strecke und jeweilige genutzte Verkehrsmittel) ergeben. Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung lagen erste Daten vor, die jedoch keine vali-de quantitative Datenbasis und Aussagen erlaubten (siehe Ist-Zustand). Deswegen wurden qualita-tive Zielstellungen priorisiert, die insbesondere die Ziele der Sensibilisierung zur Thematik, Kom-munikation und Information verfolgten. &lt;br /&gt;
Mit der Maßnahme werden unmittelbar Mitarbeitende der MLU adressiert, die administrativ in der Planung und Organisation von Dienstreisen für andere Beschäftigte tätig sind (u.a. Sekretariate) und die eigenständig Dienstreisen im Rahmen ihrer Beschäftigung und Tätigkeiten an der MLU (Wissenschaft, Verwaltung etc.) planen, organisieren und durchführen. Mittelbar sollen alle Be-schäftigten der MLU zum Thema nachhaltige Dienstreisen sensibilisiert werden. Mit der Maßnah-me wird ein gesamtuniversitärer Prozess angeregt und das Individualverhalten der Beschäftigten adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Ziele wurden im Transformationsteam verfolgt: &lt;br /&gt;
*Förderung der Reduktion von Treibhausgasemissionen durch Vermeidung von Flugreisen und Individualverkehr&lt;br /&gt;
*Förderung von Bahnreisen bzw. öffentlichen Nah- und Fernverkehr im Allgemeinen&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für die nachhaltige Gestaltung von Dienstreisen ins-besondere in Bezug auf die Wahl des Verkehrsmittels&lt;br /&gt;
*Erarbeitung einer Entscheidungshilfe für nachhaltigere Dienstreisen an der MLU&lt;br /&gt;
*Integration der erarbeiteten Handlungsempfehlungen in das digitale Buchungssystem des Ver-tragsreisebüros der MLU auf der Website der Abteilung für Reisekosten&lt;br /&gt;
*Nachhaltigkeit wird als Querschnittsthema bei der Beantragung, Bearbeitung und Umsetzung von Dienstreisen berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ist-Zustand&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Maßnahme „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“ sind statistische Daten hilfreich, die Dienstreisen mit Start- und Zielort, mögliche Zwischenstopps und die jeweiligen genutzten Verkehrsmittel aller Beschäftigten der Organisation detailliert erfassen. Daraus können die reisebezogenen Treibhausgasemissionen berechnet werden. Das schafft eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und ermöglicht eine Messbarkeit der Wirksamkeit. Es zeigt auch, wo Handlungsschwerpunkte liegen können, sodass bedarfsgerechte Maßnahmen abgeleitet werden können. In der Status Quo Analyse der MLU war eine Bilanzierung der Dienstreisen noch nicht möglich. Die vorhandene Verwaltungssoftware, mit welcher Dienstreisen in der Abteilung Reisekosten abgerechnet werden, ermöglicht keine automatische und detaillierte Erfassung der einzelnen Reisewege und gewählten Verkehrsmittel. Möglich wurde dies durch eine zusätzliche händische Eintragung durch die Mitarbeitenden der Abteilung, welche seit Mitte des Projektes erfolgt. Dadurch hat sich die Datengrundlage grundsätzlich verbessert, sie ermöglicht jedoch keine validen, statistisch abgesicherten Aussagen über das Reiseverhalten der Beschäftigten zu treffen. Im Bereich der Dienstreisebeantragung und -abrechnung erfolgt an der MLU aktuell eine Digitalisierung, in welche das Projektteam einbezogen werden konnte. Ziel ist es, die vorhandene Verwaltungssoftware so auszugestalten, dass eine detaillierte Erfassung der Dienstreisen und daraus abgeleitet die Erfassung der Emissionen ermöglicht wird. Diese können mit Hilfe von CO2-Rechnern, die wiederum in die Verwaltungssoftware ggfs. integriert werden können, berechnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Akteur*innen-Analyse&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse (Abbildung 1) durchgeführt, die auch den Bereich Mobilität umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert, kontaktiert und in den Prozess involviert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden strukturell, für das Thema Dienstreisen zuständige, Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem Hochschulklimarat) angesprochen. Das TrafoTeam setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren sechs Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus dem International Office&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus der Personalabteilung, Bereich Personalentwicklung&lt;br /&gt;
*Doktorandin (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Doktorand (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einschätzung zur Zusammensetzung: &lt;br /&gt;
*Hohe Motivation aller Beteiligten&lt;br /&gt;
*verschiedene Akteur*innen von Einrichtungen und Abteilungen&lt;br /&gt;
*verschiedene Angehörige der MLU (Verwaltung, Wissenschaft, Wissenschaftsunterstützend, Studierende)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem festen Transformationsteam wurden über individuelle Konsultationen bilateral weitere Akteur*innen beratend in den Prozess einbezogen. Dies ermöglichte es, alle Mitgliedergruppen der MLU, trotz begrenzter zeitlicher Ressourcen, punktuell in den Prozess zu involvieren. Zentral war die Zusammenarbeit mit der Abteilung Reisekosten, die sich im weiteren Verlauf intensivierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innenanalyse Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png|gerahmt|zentriert|Abbildung 2: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; --- Auch außerhalb des Projekts zugeordnet]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsschritte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png|gerahmt|zentriert|Abbildung 2: Zeitplan des Transferlabors „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen. &lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen der TrafoTeam-Mitglieder: an der Universität bestehende Bedarfe, Rahmenbedingungen und gesetzlichen Vorgaben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
*Die Zielgruppen wurden für alle Maßnahmen akquiriert und Ansprechpersonen ausfindig gemacht: u.a. Dienstreisende und Assistenzen; Abteilung Reisekosten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konsultations- und Beratungsgespräche führen: Um diverse Perspektiven in die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe für nachhaltige Dienstreisen einfließen zu lassen, wurden Gespräche mit unterschiedlichen Mitgliedergruppe der MLU geführt: u.a. mit Sekretär*innen, Wissenschaftler*innen und Professor*innen. &lt;br /&gt;
*Vernetzung und strukturelle Verankerung mit anderen Querschnittsthemen wie Familiengerechtigkeit, um die Handlungsempfehlungen lebensphasenorientiert an den Bedarfen der verschiedenen Mitgliedergruppen der MLU auszurichten&lt;br /&gt;
*Formulieren der Handlungsempfehlungen „Nachhaltigere Dienstreisen für alle Beschäftigten der MLU“ und Diskussion im TrafoTeam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (3-6 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Abstimmung des Dokuments mit ausgewählten Abteilungen und Gremien z.B. dem Personalrat oder der Abteilung Personal. Die Abstimmung des Entwurfes diente der internen Prüfung, inwiefern die ausgearbeiteten Empfehlungen universitätsinternen Regelungen entspricht, widerspricht und um Ergänzungen aus den jeweiligen Fachexpertisen aufnehmen zu können. Dadurch erfolgt auch eine erste Kommunikation des Entwurfs, die die Basis für eine spätere Umsetzung der Handlungsempfehlungen in der breite der Universität legt. Der Abstimmungsprozess sollte von Beginn an aufgrund eines möglichen höheren und nicht vorhersehbaren zeitlichen Umfangs mit eingeplant werden.&lt;br /&gt;
*Ableitung einer „Entscheidungshilfe“ aus den Handlungsempfehlungen, welche bei der Integration von Nachhaltigkeitsdimensionen im Kontext von Dienstreisen unterstützen soll. Diese wurde mit Hilfe von erstellten Illustrationen graphisch aufbereitet, sodass sie einen niedrigschwelligen Zugang für alle MLU Reisenden bietet und die Akzeptanz der Empfehlungen sowie eine mögliche Verhaltensveränderung befördert. &lt;br /&gt;
*Einbindung der Führungsebene: Es erfolgte die Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat sowie eine Diskussion in einer Rektoratskommission. Die Handlungsempfehlungen wurden daraufhin angepasst und als „Aspekte zu nachhaltigeren Dienstreisen an der MLU“ auf eine im Rektorat vorgestellte und beschlossene zusätzliche Website eingestellt. &lt;br /&gt;
*Breite Öffentlichkeitsarbeit: Erstellung von Aktions- und Werbe-/Geschenkmaterial (u.a. Klimawaage, Reisetagebuch inkl. Klimaplan und Entscheidungshilfe, nachhaltige Reise-Thermobecher, A4 und A3 Plakate Entscheidungshilfe) und Verwendung bei öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen, Abschlussgesprächen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschlussphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat. Es ist zu empfehlen, die Dokumente durch das Rektorat bestätigen zu lassen. Dies versieht beide Dokumente mit einer höheren Legitimation. &lt;br /&gt;
*Zielgruppenspezifische Kommunikation/ Ansprache unter Berücksichtigung der Herausforderungen des ständigen Aktualisierungsbedarfes, universitärer Diskontinuität und Heterogenität &lt;br /&gt;
**Frühzeitige Einbindung der zuständigen Abteilungen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit zur Abstimmung möglicher Kommunikationsinhalte und -wege (Social media, Newsletter u.a.)&lt;br /&gt;
**Kommunikation der Empfehlungen und Entscheidungshilfe über dezentrale Kommunikationswege in die Fakultäten hinein über u.a. Dekanate, Fakultätsreferent*innen&lt;br /&gt;
**Gestaltung einer Website zum Transferlabor Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten, die mit der Website der Abteilung Reisekosten sowie dem Buchungstool des Vertragsreisebüros verknüpft ist.&lt;br /&gt;
*Etablierung von Handlungsempfehlungen:&lt;br /&gt;
**Die Abteilung Reisekosten nimmt die Handlungsempfehlungen in ihren Informationsmaterialien auf und veröffentlicht diese auf ihrer Website.&lt;br /&gt;
**Das Vertragsreisebüro der MLU, das eine Website zur Planung und Buchung von Dienstreisen anbietet, integriert die Handlungsempfehlungen und die Entscheidungshilfe. Prüfung, inwiefern das Buchungstool bereits ein automatisches CO2-Tracking beinhaltet und auf welcher Berechnungsgrundlage dieses erfolgt.&lt;br /&gt;
*Die Abteilung Reisekosten und das Vertragsreisebüro integrieren in eine vorhandene Liste von Hotels, mit denen die MLU kooperiert, einen Nachweis über deren Nachhaltigkeit.&lt;br /&gt;
*Prüfung, inwiefern das Buchungstool des Vertragsreisebüros bereits Hotels mit Nachhaltigkeitszertifikat beinhaltet und Erarbeitung, welche Inhalte und Anforderungen diese Zertifikate beinhalten.&lt;br /&gt;
*Durchführung eines digitalen Workshops zum Thema „Nachhaltige Dienstreisen an der MLU“ mit einer externen Expertin im Themenbereich. Der digitale Workshop im Umfang von 2h bot eine Möglichkeit, Methoden für nachhaltigere Dienstreisen (u.a. Wahl des Verkehrsmittels) zu erlernen. Er richtete sich an Beschäftigte der MLU, die für sich oder andere Dienstreisen planen, organisieren und umsetzen. Resonanz: 11 Teilnehmende; Die Planung des Workshops umfasste einen größeren zeitlichen Umfang, um den Workshop bedarfsgerechte im Kontext der Rahmenbedingungen der MLU zu planen. &lt;br /&gt;
*Dieses Weiterbildungsangebot wird in den Weiterbildungskatalog als festes Angebot übernommen und von der Abteilung Personalentwicklung nach Projekt regelmäßig durchgeführt.&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Aktionsmaterial für die weitere Sensibilisierung der Angehörigen der MLU in Rahmen von Workshops oder öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen. &lt;br /&gt;
*Die Maßnahmen konnten teilweise erreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine Übertragbarkeit können folgende konkrete Empfehlungen gegeben werden:&lt;br /&gt;
*Die Einbindung der Abteilung Reisekosten war besonders wichtig für die Konkretisierung, der Planung sowie der Umsetzung der Maßnahme. Dies sollte von Beginn an erfolgen, um eine nachhaltige Beachtung von Nachhaltigkeit bei Dienstreisen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
*Individuelle lebensphasenbezogene Bedarfe, wie Sorgeverantwortung, müssen bei der Entwicklung von Handlungsempfehlungen Beachtung finden. &lt;br /&gt;
*Einfache, praxisnahe Tools – z. B. Entscheidungshilfen – müssen bereitgestellt werden, um die Planung nachhaltiger Dienstreisen zu erleichtern.&lt;br /&gt;
*Da die Wirkfähigkeit von Handlungsempfehlungen auf der Ebene der freiwilligen Umsetzung der Hinweise verbleibt, ist zu empfehlen: &lt;br /&gt;
*Die Handlungsempfehlungen durch einen Rektoratsbeschluss in ihrer Legitimation zu stützen oder&lt;br /&gt;
*aus den Empfehlungen gemeinsam mit relevanten Akteur*innen Richtlinien für Dienstreisen zu entwickeln, in denen Nachhaltigkeit als Querschnittsthema integriert ist und die verpflichtend für alle Beschäftigten einer Hochschule gelten&lt;br /&gt;
*Tools für die eigenständige Planung und Umsetzung nachhaltigerer Dienstreisen müssen bereitgestellt werden, um die Niedrigschwelligkeit zu gewährleisten (z.B. THG-Rechner, Smart Travel Tool)&lt;br /&gt;
*Unterstützer*innen und Multiplikator*innen des Vorhabens aus unterschiedlichen Mitgliedergruppen akquirieren&lt;br /&gt;
*Nach Möglichkeit Maßnahmen an vorhandene Strukturen der Universität zum Themas Nachhaltigkeit anbinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Verständnis für unterschiedliche Lebensrealitäten und Karrierestufen deutlich machen&lt;br /&gt;
*Bei Sorge vonseiten der Hochschulleitung Selbstverständlichkeiten zu benennen, mit Value-Action-Gap argumentieren&lt;br /&gt;
*Vorteile des Reisens mit der Bahn hervorheben: Arbeiten tlw. möglich, keine zusätzliche Zeit für Sicherheitskontrollen, etc.&lt;br /&gt;
*Kommunikation über verschiedene Kommunikationskanäle universitätsweit nutzen (bspw. der Newsletter der MLU, die Website des Nachhaltigkeitsbüros bzw. des Projektes sowie der Abteilung Reisekosten für die Information und Aufklärung über die Handlungsempfehlungen und den Entscheidungsbaum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=23996</id>
		<title>Blaupause für Maßnahmen zu Dienstreisemobilität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=23996"/>
		<updated>2025-09-17T11:06:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: /* Umsetzung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Best Practice&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Energie, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Energiesparen, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Link zu Best-Practice Guide Transferlabore&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nachhaltige Mobilität – Nachhaltige Dienstreisemobilität &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“. Sie orientiert sich an der Maßnahme 11 aus dem KlimaPlan der MLU. Ziel dieser Maß-nahme ist es, dass Treibhausgase, die im Kontext von Dienstreisen an der MLU entstehen, redu-ziert bzw. eingespart werden. Um eine quantitative Wirkung der Maßnahme feststellen zu können, bedarf es statistischer Daten der CO2 Produktion vor und nach der Maßnahme. Diese wiederum können aus Daten zu Dienstreisen ermittelt werden, die sich aus Angaben über getätigte Dienstrei-sen an der MLU (Start- und Zielort, zurückgelegte Strecke und jeweilige genutzte Verkehrsmittel) ergeben. Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung lagen erste Daten vor, die jedoch keine vali-de quantitative Datenbasis und Aussagen erlaubten (siehe Ist-Zustand). Deswegen wurden qualita-tive Zielstellungen priorisiert, die insbesondere die Ziele der Sensibilisierung zur Thematik, Kom-munikation und Information verfolgten. &lt;br /&gt;
Mit der Maßnahme werden unmittelbar Mitarbeitende der MLU adressiert, die administrativ in der Planung und Organisation von Dienstreisen für andere Beschäftigte tätig sind (u.a. Sekretariate) und die eigenständig Dienstreisen im Rahmen ihrer Beschäftigung und Tätigkeiten an der MLU (Wissenschaft, Verwaltung etc.) planen, organisieren und durchführen. Mittelbar sollen alle Be-schäftigten der MLU zum Thema nachhaltige Dienstreisen sensibilisiert werden. Mit der Maßnah-me wird ein gesamtuniversitärer Prozess angeregt und das Individualverhalten der Beschäftigten adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Ziele wurden im Transformationsteam verfolgt: &lt;br /&gt;
*Förderung der Reduktion von Treibhausgasemissionen durch Vermeidung von Flugreisen und Individualverkehr&lt;br /&gt;
*Förderung von Bahnreisen bzw. öffentlichen Nah- und Fernverkehr im Allgemeinen&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für die nachhaltige Gestaltung von Dienstreisen ins-besondere in Bezug auf die Wahl des Verkehrsmittels&lt;br /&gt;
*Erarbeitung einer Entscheidungshilfe für nachhaltigere Dienstreisen an der MLU&lt;br /&gt;
*Integration der erarbeiteten Handlungsempfehlungen in das digitale Buchungssystem des Ver-tragsreisebüros der MLU auf der Website der Abteilung für Reisekosten&lt;br /&gt;
*Nachhaltigkeit wird als Querschnittsthema bei der Beantragung, Bearbeitung und Umsetzung von Dienstreisen berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ist-Zustand&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Maßnahme „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“ sind statistische Daten hilfreich, die Dienstreisen mit Start- und Zielort, mögliche Zwischenstopps und die jeweiligen genutzten Verkehrsmittel aller Beschäftigten der Organisation detailliert erfassen. Daraus können die reisebezogenen Treibhausgasemissionen berechnet werden. Das schafft eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und ermöglicht eine Messbarkeit der Wirksamkeit. Es zeigt auch, wo Handlungsschwerpunkte liegen können, sodass bedarfsgerechte Maßnahmen abgeleitet werden können. In der Status Quo Analyse der MLU war eine Bilanzierung der Dienstreisen noch nicht möglich. Die vorhandene Verwaltungssoftware, mit welcher Dienstreisen in der Abteilung Reisekosten abgerechnet werden, ermöglicht keine automatische und detaillierte Erfassung der einzelnen Reisewege und gewählten Verkehrsmittel. Möglich wurde dies durch eine zusätzliche händische Eintragung durch die Mitarbeitenden der Abteilung, welche seit Mitte des Projektes erfolgt. Dadurch hat sich die Datengrundlage grundsätzlich verbessert, sie ermöglicht jedoch keine validen, statistisch abgesicherten Aussagen über das Reiseverhalten der Beschäftigten zu treffen. Im Bereich der Dienstreisebeantragung und -abrechnung erfolgt an der MLU aktuell eine Digitalisierung, in welche das Projektteam einbezogen werden konnte. Ziel ist es, die vorhandene Verwaltungssoftware so auszugestalten, dass eine detaillierte Erfassung der Dienstreisen und daraus abgeleitet die Erfassung der Emissionen ermöglicht wird. Diese können mit Hilfe von CO2-Rechnern, die wiederum in die Verwaltungssoftware ggfs. integriert werden können, berechnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Akteur*innen-Analyse&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse (Abbildung 1) durchgeführt, die auch den Bereich Mobilität umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert, kontaktiert und in den Prozess involviert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden strukturell, für das Thema Dienstreisen zuständige, Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem Hochschulklimarat) angesprochen. Das TrafoTeam setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren sechs Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus dem International Office&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus der Personalabteilung, Bereich Personalentwicklung&lt;br /&gt;
*Doktorandin (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Doktorand (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einschätzung zur Zusammensetzung: &lt;br /&gt;
*Hohe Motivation aller Beteiligten&lt;br /&gt;
*verschiedene Akteur*innen von Einrichtungen und Abteilungen&lt;br /&gt;
*verschiedene Angehörige der MLU (Verwaltung, Wissenschaft, Wissenschaftsunterstützend, Studierende)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem festen Transformationsteam wurden über individuelle Konsultationen bilateral weitere Akteur*innen beratend in den Prozess einbezogen. Dies ermöglichte es, alle Mitgliedergruppen der MLU, trotz begrenzter zeitlicher Ressourcen, punktuell in den Prozess zu involvieren. Zentral war die Zusammenarbeit mit der Abteilung Reisekosten, die sich im weiteren Verlauf intensivierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innenanalyse Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png|gerahmt|zentriert|⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; --- Auch außerhalb des Projekts zugeordnet]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsschritte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png|gerahmt|zentriert|thumb|Abbildung 2: Zeitplan des Transferlabors „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen. &lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen der TrafoTeam-Mitglieder: an der Universität bestehende Bedarfe, Rahmenbedingungen und gesetzlichen Vorgaben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
*Die Zielgruppen wurden für alle Maßnahmen akquiriert und Ansprechpersonen ausfindig gemacht: u.a. Dienstreisende und Assistenzen; Abteilung Reisekosten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konsultations- und Beratungsgespräche führen: Um diverse Perspektiven in die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe für nachhaltige Dienstreisen einfließen zu lassen, wurden Gespräche mit unterschiedlichen Mitgliedergruppe der MLU geführt: u.a. mit Sekretär*innen, Wissenschaftler*innen und Professor*innen. &lt;br /&gt;
*Vernetzung und strukturelle Verankerung mit anderen Querschnittsthemen wie Familiengerechtigkeit, um die Handlungsempfehlungen lebensphasenorientiert an den Bedarfen der verschiedenen Mitgliedergruppen der MLU auszurichten&lt;br /&gt;
*Formulieren der Handlungsempfehlungen „Nachhaltigere Dienstreisen für alle Beschäftigten der MLU“ und Diskussion im TrafoTeam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (3-6 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Abstimmung des Dokuments mit ausgewählten Abteilungen und Gremien z.B. dem Personalrat oder der Abteilung Personal. Die Abstimmung des Entwurfes diente der internen Prüfung, inwiefern die ausgearbeiteten Empfehlungen universitätsinternen Regelungen entspricht, widerspricht und um Ergänzungen aus den jeweiligen Fachexpertisen aufnehmen zu können. Dadurch erfolgt auch eine erste Kommunikation des Entwurfs, die die Basis für eine spätere Umsetzung der Handlungsempfehlungen in der breite der Universität legt. Der Abstimmungsprozess sollte von Beginn an aufgrund eines möglichen höheren und nicht vorhersehbaren zeitlichen Umfangs mit eingeplant werden.&lt;br /&gt;
*Ableitung einer „Entscheidungshilfe“ aus den Handlungsempfehlungen, welche bei der Integration von Nachhaltigkeitsdimensionen im Kontext von Dienstreisen unterstützen soll. Diese wurde mit Hilfe von erstellten Illustrationen graphisch aufbereitet, sodass sie einen niedrigschwelligen Zugang für alle MLU Reisenden bietet und die Akzeptanz der Empfehlungen sowie eine mögliche Verhaltensveränderung befördert. &lt;br /&gt;
*Einbindung der Führungsebene: Es erfolgte die Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat sowie eine Diskussion in einer Rektoratskommission. Die Handlungsempfehlungen wurden daraufhin angepasst und als „Aspekte zu nachhaltigeren Dienstreisen an der MLU“ auf eine im Rektorat vorgestellte und beschlossene zusätzliche Website eingestellt. &lt;br /&gt;
*Breite Öffentlichkeitsarbeit: Erstellung von Aktions- und Werbe-/Geschenkmaterial (u.a. Klimawaage, Reisetagebuch inkl. Klimaplan und Entscheidungshilfe, nachhaltige Reise-Thermobecher, A4 und A3 Plakate Entscheidungshilfe) und Verwendung bei öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen, Abschlussgesprächen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschlussphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat. Es ist zu empfehlen, die Dokumente durch das Rektorat bestätigen zu lassen. Dies versieht beide Dokumente mit einer höheren Legitimation. &lt;br /&gt;
*Zielgruppenspezifische Kommunikation/ Ansprache unter Berücksichtigung der Herausforderungen des ständigen Aktualisierungsbedarfes, universitärer Diskontinuität und Heterogenität &lt;br /&gt;
**Frühzeitige Einbindung der zuständigen Abteilungen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit zur Abstimmung möglicher Kommunikationsinhalte und -wege (Social media, Newsletter u.a.)&lt;br /&gt;
**Kommunikation der Empfehlungen und Entscheidungshilfe über dezentrale Kommunikationswege in die Fakultäten hinein über u.a. Dekanate, Fakultätsreferent*innen&lt;br /&gt;
**Gestaltung einer Website zum Transferlabor Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten, die mit der Website der Abteilung Reisekosten sowie dem Buchungstool des Vertragsreisebüros verknüpft ist.&lt;br /&gt;
*Etablierung von Handlungsempfehlungen:&lt;br /&gt;
**Die Abteilung Reisekosten nimmt die Handlungsempfehlungen in ihren Informationsmaterialien auf und veröffentlicht diese auf ihrer Website.&lt;br /&gt;
**Das Vertragsreisebüro der MLU, das eine Website zur Planung und Buchung von Dienstreisen anbietet, integriert die Handlungsempfehlungen und die Entscheidungshilfe. Prüfung, inwiefern das Buchungstool bereits ein automatisches CO2-Tracking beinhaltet und auf welcher Berechnungsgrundlage dieses erfolgt.&lt;br /&gt;
*Die Abteilung Reisekosten und das Vertragsreisebüro integrieren in eine vorhandene Liste von Hotels, mit denen die MLU kooperiert, einen Nachweis über deren Nachhaltigkeit.&lt;br /&gt;
*Prüfung, inwiefern das Buchungstool des Vertragsreisebüros bereits Hotels mit Nachhaltigkeitszertifikat beinhaltet und Erarbeitung, welche Inhalte und Anforderungen diese Zertifikate beinhalten.&lt;br /&gt;
*Durchführung eines digitalen Workshops zum Thema „Nachhaltige Dienstreisen an der MLU“ mit einer externen Expertin im Themenbereich. Der digitale Workshop im Umfang von 2h bot eine Möglichkeit, Methoden für nachhaltigere Dienstreisen (u.a. Wahl des Verkehrsmittels) zu erlernen. Er richtete sich an Beschäftigte der MLU, die für sich oder andere Dienstreisen planen, organisieren und umsetzen. Resonanz: 11 Teilnehmende; Die Planung des Workshops umfasste einen größeren zeitlichen Umfang, um den Workshop bedarfsgerechte im Kontext der Rahmenbedingungen der MLU zu planen. &lt;br /&gt;
*Dieses Weiterbildungsangebot wird in den Weiterbildungskatalog als festes Angebot übernommen und von der Abteilung Personalentwicklung nach Projekt regelmäßig durchgeführt.&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Aktionsmaterial für die weitere Sensibilisierung der Angehörigen der MLU in Rahmen von Workshops oder öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen. &lt;br /&gt;
*Die Maßnahmen konnten teilweise erreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine Übertragbarkeit können folgende konkrete Empfehlungen gegeben werden:&lt;br /&gt;
*Die Einbindung der Abteilung Reisekosten war besonders wichtig für die Konkretisierung, der Planung sowie der Umsetzung der Maßnahme. Dies sollte von Beginn an erfolgen, um eine nachhaltige Beachtung von Nachhaltigkeit bei Dienstreisen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
*Individuelle lebensphasenbezogene Bedarfe, wie Sorgeverantwortung, müssen bei der Entwicklung von Handlungsempfehlungen Beachtung finden. &lt;br /&gt;
*Einfache, praxisnahe Tools – z. B. Entscheidungshilfen – müssen bereitgestellt werden, um die Planung nachhaltiger Dienstreisen zu erleichtern.&lt;br /&gt;
*Da die Wirkfähigkeit von Handlungsempfehlungen auf der Ebene der freiwilligen Umsetzung der Hinweise verbleibt, ist zu empfehlen: &lt;br /&gt;
*Die Handlungsempfehlungen durch einen Rektoratsbeschluss in ihrer Legitimation zu stützen oder&lt;br /&gt;
*aus den Empfehlungen gemeinsam mit relevanten Akteur*innen Richtlinien für Dienstreisen zu entwickeln, in denen Nachhaltigkeit als Querschnittsthema integriert ist und die verpflichtend für alle Beschäftigten einer Hochschule gelten&lt;br /&gt;
*Tools für die eigenständige Planung und Umsetzung nachhaltigerer Dienstreisen müssen bereitgestellt werden, um die Niedrigschwelligkeit zu gewährleisten (z.B. THG-Rechner, Smart Travel Tool)&lt;br /&gt;
*Unterstützer*innen und Multiplikator*innen des Vorhabens aus unterschiedlichen Mitgliedergruppen akquirieren&lt;br /&gt;
*Nach Möglichkeit Maßnahmen an vorhandene Strukturen der Universität zum Themas Nachhaltigkeit anbinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Verständnis für unterschiedliche Lebensrealitäten und Karrierestufen deutlich machen&lt;br /&gt;
*Bei Sorge vonseiten der Hochschulleitung Selbstverständlichkeiten zu benennen, mit Value-Action-Gap argumentieren&lt;br /&gt;
*Vorteile des Reisens mit der Bahn hervorheben: Arbeiten tlw. möglich, keine zusätzliche Zeit für Sicherheitskontrollen, etc.&lt;br /&gt;
*Kommunikation über verschiedene Kommunikationskanäle universitätsweit nutzen (bspw. der Newsletter der MLU, die Website des Nachhaltigkeitsbüros bzw. des Projektes sowie der Abteilung Reisekosten für die Information und Aufklärung über die Handlungsempfehlungen und den Entscheidungsbaum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=23995</id>
		<title>Blaupause für Maßnahmen zu Dienstreisemobilität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=23995"/>
		<updated>2025-09-17T11:03:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: /* Umsetzung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Best Practice&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Energie, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Energiesparen, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Link zu Best-Practice Guide Transferlabore&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nachhaltige Mobilität – Nachhaltige Dienstreisemobilität &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“. Sie orientiert sich an der Maßnahme 11 aus dem KlimaPlan der MLU. Ziel dieser Maß-nahme ist es, dass Treibhausgase, die im Kontext von Dienstreisen an der MLU entstehen, redu-ziert bzw. eingespart werden. Um eine quantitative Wirkung der Maßnahme feststellen zu können, bedarf es statistischer Daten der CO2 Produktion vor und nach der Maßnahme. Diese wiederum können aus Daten zu Dienstreisen ermittelt werden, die sich aus Angaben über getätigte Dienstrei-sen an der MLU (Start- und Zielort, zurückgelegte Strecke und jeweilige genutzte Verkehrsmittel) ergeben. Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung lagen erste Daten vor, die jedoch keine vali-de quantitative Datenbasis und Aussagen erlaubten (siehe Ist-Zustand). Deswegen wurden qualita-tive Zielstellungen priorisiert, die insbesondere die Ziele der Sensibilisierung zur Thematik, Kom-munikation und Information verfolgten. &lt;br /&gt;
Mit der Maßnahme werden unmittelbar Mitarbeitende der MLU adressiert, die administrativ in der Planung und Organisation von Dienstreisen für andere Beschäftigte tätig sind (u.a. Sekretariate) und die eigenständig Dienstreisen im Rahmen ihrer Beschäftigung und Tätigkeiten an der MLU (Wissenschaft, Verwaltung etc.) planen, organisieren und durchführen. Mittelbar sollen alle Be-schäftigten der MLU zum Thema nachhaltige Dienstreisen sensibilisiert werden. Mit der Maßnah-me wird ein gesamtuniversitärer Prozess angeregt und das Individualverhalten der Beschäftigten adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Ziele wurden im Transformationsteam verfolgt: &lt;br /&gt;
*Förderung der Reduktion von Treibhausgasemissionen durch Vermeidung von Flugreisen und Individualverkehr&lt;br /&gt;
*Förderung von Bahnreisen bzw. öffentlichen Nah- und Fernverkehr im Allgemeinen&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für die nachhaltige Gestaltung von Dienstreisen ins-besondere in Bezug auf die Wahl des Verkehrsmittels&lt;br /&gt;
*Erarbeitung einer Entscheidungshilfe für nachhaltigere Dienstreisen an der MLU&lt;br /&gt;
*Integration der erarbeiteten Handlungsempfehlungen in das digitale Buchungssystem des Ver-tragsreisebüros der MLU auf der Website der Abteilung für Reisekosten&lt;br /&gt;
*Nachhaltigkeit wird als Querschnittsthema bei der Beantragung, Bearbeitung und Umsetzung von Dienstreisen berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ist-Zustand&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Maßnahme „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“ sind statistische Daten hilfreich, die Dienstreisen mit Start- und Zielort, mögliche Zwischenstopps und die jeweiligen genutzten Verkehrsmittel aller Beschäftigten der Organisation detailliert erfassen. Daraus können die reisebezogenen Treibhausgasemissionen berechnet werden. Das schafft eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und ermöglicht eine Messbarkeit der Wirksamkeit. Es zeigt auch, wo Handlungsschwerpunkte liegen können, sodass bedarfsgerechte Maßnahmen abgeleitet werden können. In der Status Quo Analyse der MLU war eine Bilanzierung der Dienstreisen noch nicht möglich. Die vorhandene Verwaltungssoftware, mit welcher Dienstreisen in der Abteilung Reisekosten abgerechnet werden, ermöglicht keine automatische und detaillierte Erfassung der einzelnen Reisewege und gewählten Verkehrsmittel. Möglich wurde dies durch eine zusätzliche händische Eintragung durch die Mitarbeitenden der Abteilung, welche seit Mitte des Projektes erfolgt. Dadurch hat sich die Datengrundlage grundsätzlich verbessert, sie ermöglicht jedoch keine validen, statistisch abgesicherten Aussagen über das Reiseverhalten der Beschäftigten zu treffen. Im Bereich der Dienstreisebeantragung und -abrechnung erfolgt an der MLU aktuell eine Digitalisierung, in welche das Projektteam einbezogen werden konnte. Ziel ist es, die vorhandene Verwaltungssoftware so auszugestalten, dass eine detaillierte Erfassung der Dienstreisen und daraus abgeleitet die Erfassung der Emissionen ermöglicht wird. Diese können mit Hilfe von CO2-Rechnern, die wiederum in die Verwaltungssoftware ggfs. integriert werden können, berechnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Akteur*innen-Analyse&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse (Abbildung 1) durchgeführt, die auch den Bereich Mobilität umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert, kontaktiert und in den Prozess involviert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden strukturell, für das Thema Dienstreisen zuständige, Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem Hochschulklimarat) angesprochen. Das TrafoTeam setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren sechs Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus dem International Office&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus der Personalabteilung, Bereich Personalentwicklung&lt;br /&gt;
*Doktorandin (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Doktorand (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einschätzung zur Zusammensetzung: &lt;br /&gt;
*Hohe Motivation aller Beteiligten&lt;br /&gt;
*verschiedene Akteur*innen von Einrichtungen und Abteilungen&lt;br /&gt;
*verschiedene Angehörige der MLU (Verwaltung, Wissenschaft, Wissenschaftsunterstützend, Studierende)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem festen Transformationsteam wurden über individuelle Konsultationen bilateral weitere Akteur*innen beratend in den Prozess einbezogen. Dies ermöglichte es, alle Mitgliedergruppen der MLU, trotz begrenzter zeitlicher Ressourcen, punktuell in den Prozess zu involvieren. Zentral war die Zusammenarbeit mit der Abteilung Reisekosten, die sich im weiteren Verlauf intensivierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Akteur*innenanalyse Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png|gerahmt|zentriert|⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; --- Auch außerhalb des Projekts zugeordnet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsschritte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben:&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png|gerahmt|zentriert|small|Abbildung 2: Zeitplan des Transferlabors „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen. &lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen der TrafoTeam-Mitglieder: an der Universität bestehende Bedarfe, Rahmenbedingungen und gesetzlichen Vorgaben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
*Die Zielgruppen wurden für alle Maßnahmen akquiriert und Ansprechpersonen ausfindig gemacht: u.a. Dienstreisende und Assistenzen; Abteilung Reisekosten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konsultations- und Beratungsgespräche führen: Um diverse Perspektiven in die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe für nachhaltige Dienstreisen einfließen zu lassen, wurden Gespräche mit unterschiedlichen Mitgliedergruppe der MLU geführt: u.a. mit Sekretär*innen, Wissenschaftler*innen und Professor*innen. &lt;br /&gt;
*Vernetzung und strukturelle Verankerung mit anderen Querschnittsthemen wie Familiengerechtigkeit, um die Handlungsempfehlungen lebensphasenorientiert an den Bedarfen der verschiedenen Mitgliedergruppen der MLU auszurichten&lt;br /&gt;
*Formulieren der Handlungsempfehlungen „Nachhaltigere Dienstreisen für alle Beschäftigten der MLU“ und Diskussion im TrafoTeam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (3-6 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Abstimmung des Dokuments mit ausgewählten Abteilungen und Gremien z.B. dem Personalrat oder der Abteilung Personal. Die Abstimmung des Entwurfes diente der internen Prüfung, inwiefern die ausgearbeiteten Empfehlungen universitätsinternen Regelungen entspricht, widerspricht und um Ergänzungen aus den jeweiligen Fachexpertisen aufnehmen zu können. Dadurch erfolgt auch eine erste Kommunikation des Entwurfs, die die Basis für eine spätere Umsetzung der Handlungsempfehlungen in der breite der Universität legt. Der Abstimmungsprozess sollte von Beginn an aufgrund eines möglichen höheren und nicht vorhersehbaren zeitlichen Umfangs mit eingeplant werden.&lt;br /&gt;
*Ableitung einer „Entscheidungshilfe“ aus den Handlungsempfehlungen, welche bei der Integration von Nachhaltigkeitsdimensionen im Kontext von Dienstreisen unterstützen soll. Diese wurde mit Hilfe von erstellten Illustrationen graphisch aufbereitet, sodass sie einen niedrigschwelligen Zugang für alle MLU Reisenden bietet und die Akzeptanz der Empfehlungen sowie eine mögliche Verhaltensveränderung befördert. &lt;br /&gt;
*Einbindung der Führungsebene: Es erfolgte die Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat sowie eine Diskussion in einer Rektoratskommission. Die Handlungsempfehlungen wurden daraufhin angepasst und als „Aspekte zu nachhaltigeren Dienstreisen an der MLU“ auf eine im Rektorat vorgestellte und beschlossene zusätzliche Website eingestellt. &lt;br /&gt;
*Breite Öffentlichkeitsarbeit: Erstellung von Aktions- und Werbe-/Geschenkmaterial (u.a. Klimawaage, Reisetagebuch inkl. Klimaplan und Entscheidungshilfe, nachhaltige Reise-Thermobecher, A4 und A3 Plakate Entscheidungshilfe) und Verwendung bei öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen, Abschlussgesprächen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschlussphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat. Es ist zu empfehlen, die Dokumente durch das Rektorat bestätigen zu lassen. Dies versieht beide Dokumente mit einer höheren Legitimation. &lt;br /&gt;
*Zielgruppenspezifische Kommunikation/ Ansprache unter Berücksichtigung der Herausforderungen des ständigen Aktualisierungsbedarfes, universitärer Diskontinuität und Heterogenität &lt;br /&gt;
**Frühzeitige Einbindung der zuständigen Abteilungen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit zur Abstimmung möglicher Kommunikationsinhalte und -wege (Social media, Newsletter u.a.)&lt;br /&gt;
**Kommunikation der Empfehlungen und Entscheidungshilfe über dezentrale Kommunikationswege in die Fakultäten hinein über u.a. Dekanate, Fakultätsreferent*innen&lt;br /&gt;
**Gestaltung einer Website zum Transferlabor Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten, die mit der Website der Abteilung Reisekosten sowie dem Buchungstool des Vertragsreisebüros verknüpft ist.&lt;br /&gt;
*Etablierung von Handlungsempfehlungen:&lt;br /&gt;
**Die Abteilung Reisekosten nimmt die Handlungsempfehlungen in ihren Informationsmaterialien auf und veröffentlicht diese auf ihrer Website.&lt;br /&gt;
**Das Vertragsreisebüro der MLU, das eine Website zur Planung und Buchung von Dienstreisen anbietet, integriert die Handlungsempfehlungen und die Entscheidungshilfe. Prüfung, inwiefern das Buchungstool bereits ein automatisches CO2-Tracking beinhaltet und auf welcher Berechnungsgrundlage dieses erfolgt.&lt;br /&gt;
*Die Abteilung Reisekosten und das Vertragsreisebüro integrieren in eine vorhandene Liste von Hotels, mit denen die MLU kooperiert, einen Nachweis über deren Nachhaltigkeit.&lt;br /&gt;
*Prüfung, inwiefern das Buchungstool des Vertragsreisebüros bereits Hotels mit Nachhaltigkeitszertifikat beinhaltet und Erarbeitung, welche Inhalte und Anforderungen diese Zertifikate beinhalten.&lt;br /&gt;
*Durchführung eines digitalen Workshops zum Thema „Nachhaltige Dienstreisen an der MLU“ mit einer externen Expertin im Themenbereich. Der digitale Workshop im Umfang von 2h bot eine Möglichkeit, Methoden für nachhaltigere Dienstreisen (u.a. Wahl des Verkehrsmittels) zu erlernen. Er richtete sich an Beschäftigte der MLU, die für sich oder andere Dienstreisen planen, organisieren und umsetzen. Resonanz: 11 Teilnehmende; Die Planung des Workshops umfasste einen größeren zeitlichen Umfang, um den Workshop bedarfsgerechte im Kontext der Rahmenbedingungen der MLU zu planen. &lt;br /&gt;
*Dieses Weiterbildungsangebot wird in den Weiterbildungskatalog als festes Angebot übernommen und von der Abteilung Personalentwicklung nach Projekt regelmäßig durchgeführt.&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Aktionsmaterial für die weitere Sensibilisierung der Angehörigen der MLU in Rahmen von Workshops oder öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen. &lt;br /&gt;
*Die Maßnahmen konnten teilweise erreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine Übertragbarkeit können folgende konkrete Empfehlungen gegeben werden:&lt;br /&gt;
*Die Einbindung der Abteilung Reisekosten war besonders wichtig für die Konkretisierung, der Planung sowie der Umsetzung der Maßnahme. Dies sollte von Beginn an erfolgen, um eine nachhaltige Beachtung von Nachhaltigkeit bei Dienstreisen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
*Individuelle lebensphasenbezogene Bedarfe, wie Sorgeverantwortung, müssen bei der Entwicklung von Handlungsempfehlungen Beachtung finden. &lt;br /&gt;
*Einfache, praxisnahe Tools – z. B. Entscheidungshilfen – müssen bereitgestellt werden, um die Planung nachhaltiger Dienstreisen zu erleichtern.&lt;br /&gt;
*Da die Wirkfähigkeit von Handlungsempfehlungen auf der Ebene der freiwilligen Umsetzung der Hinweise verbleibt, ist zu empfehlen: &lt;br /&gt;
*Die Handlungsempfehlungen durch einen Rektoratsbeschluss in ihrer Legitimation zu stützen oder&lt;br /&gt;
*aus den Empfehlungen gemeinsam mit relevanten Akteur*innen Richtlinien für Dienstreisen zu entwickeln, in denen Nachhaltigkeit als Querschnittsthema integriert ist und die verpflichtend für alle Beschäftigten einer Hochschule gelten&lt;br /&gt;
*Tools für die eigenständige Planung und Umsetzung nachhaltigerer Dienstreisen müssen bereitgestellt werden, um die Niedrigschwelligkeit zu gewährleisten (z.B. THG-Rechner, Smart Travel Tool)&lt;br /&gt;
*Unterstützer*innen und Multiplikator*innen des Vorhabens aus unterschiedlichen Mitgliedergruppen akquirieren&lt;br /&gt;
*Nach Möglichkeit Maßnahmen an vorhandene Strukturen der Universität zum Themas Nachhaltigkeit anbinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Verständnis für unterschiedliche Lebensrealitäten und Karrierestufen deutlich machen&lt;br /&gt;
*Bei Sorge vonseiten der Hochschulleitung Selbstverständlichkeiten zu benennen, mit Value-Action-Gap argumentieren&lt;br /&gt;
*Vorteile des Reisens mit der Bahn hervorheben: Arbeiten tlw. möglich, keine zusätzliche Zeit für Sicherheitskontrollen, etc.&lt;br /&gt;
*Kommunikation über verschiedene Kommunikationskanäle universitätsweit nutzen (bspw. der Newsletter der MLU, die Website des Nachhaltigkeitsbüros bzw. des Projektes sowie der Abteilung Reisekosten für die Information und Aufklärung über die Handlungsempfehlungen und den Entscheidungsbaum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=23994</id>
		<title>Blaupause für Maßnahmen zu Dienstreisemobilität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=23994"/>
		<updated>2025-09-17T11:03:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: /* Umsetzung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Best Practice&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Energie, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Energiesparen, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Link zu Best-Practice Guide Transferlabore&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nachhaltige Mobilität – Nachhaltige Dienstreisemobilität &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“. Sie orientiert sich an der Maßnahme 11 aus dem KlimaPlan der MLU. Ziel dieser Maß-nahme ist es, dass Treibhausgase, die im Kontext von Dienstreisen an der MLU entstehen, redu-ziert bzw. eingespart werden. Um eine quantitative Wirkung der Maßnahme feststellen zu können, bedarf es statistischer Daten der CO2 Produktion vor und nach der Maßnahme. Diese wiederum können aus Daten zu Dienstreisen ermittelt werden, die sich aus Angaben über getätigte Dienstrei-sen an der MLU (Start- und Zielort, zurückgelegte Strecke und jeweilige genutzte Verkehrsmittel) ergeben. Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung lagen erste Daten vor, die jedoch keine vali-de quantitative Datenbasis und Aussagen erlaubten (siehe Ist-Zustand). Deswegen wurden qualita-tive Zielstellungen priorisiert, die insbesondere die Ziele der Sensibilisierung zur Thematik, Kom-munikation und Information verfolgten. &lt;br /&gt;
Mit der Maßnahme werden unmittelbar Mitarbeitende der MLU adressiert, die administrativ in der Planung und Organisation von Dienstreisen für andere Beschäftigte tätig sind (u.a. Sekretariate) und die eigenständig Dienstreisen im Rahmen ihrer Beschäftigung und Tätigkeiten an der MLU (Wissenschaft, Verwaltung etc.) planen, organisieren und durchführen. Mittelbar sollen alle Be-schäftigten der MLU zum Thema nachhaltige Dienstreisen sensibilisiert werden. Mit der Maßnah-me wird ein gesamtuniversitärer Prozess angeregt und das Individualverhalten der Beschäftigten adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Ziele wurden im Transformationsteam verfolgt: &lt;br /&gt;
*Förderung der Reduktion von Treibhausgasemissionen durch Vermeidung von Flugreisen und Individualverkehr&lt;br /&gt;
*Förderung von Bahnreisen bzw. öffentlichen Nah- und Fernverkehr im Allgemeinen&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für die nachhaltige Gestaltung von Dienstreisen ins-besondere in Bezug auf die Wahl des Verkehrsmittels&lt;br /&gt;
*Erarbeitung einer Entscheidungshilfe für nachhaltigere Dienstreisen an der MLU&lt;br /&gt;
*Integration der erarbeiteten Handlungsempfehlungen in das digitale Buchungssystem des Ver-tragsreisebüros der MLU auf der Website der Abteilung für Reisekosten&lt;br /&gt;
*Nachhaltigkeit wird als Querschnittsthema bei der Beantragung, Bearbeitung und Umsetzung von Dienstreisen berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ist-Zustand&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Maßnahme „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“ sind statistische Daten hilfreich, die Dienstreisen mit Start- und Zielort, mögliche Zwischenstopps und die jeweiligen genutzten Verkehrsmittel aller Beschäftigten der Organisation detailliert erfassen. Daraus können die reisebezogenen Treibhausgasemissionen berechnet werden. Das schafft eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und ermöglicht eine Messbarkeit der Wirksamkeit. Es zeigt auch, wo Handlungsschwerpunkte liegen können, sodass bedarfsgerechte Maßnahmen abgeleitet werden können. In der Status Quo Analyse der MLU war eine Bilanzierung der Dienstreisen noch nicht möglich. Die vorhandene Verwaltungssoftware, mit welcher Dienstreisen in der Abteilung Reisekosten abgerechnet werden, ermöglicht keine automatische und detaillierte Erfassung der einzelnen Reisewege und gewählten Verkehrsmittel. Möglich wurde dies durch eine zusätzliche händische Eintragung durch die Mitarbeitenden der Abteilung, welche seit Mitte des Projektes erfolgt. Dadurch hat sich die Datengrundlage grundsätzlich verbessert, sie ermöglicht jedoch keine validen, statistisch abgesicherten Aussagen über das Reiseverhalten der Beschäftigten zu treffen. Im Bereich der Dienstreisebeantragung und -abrechnung erfolgt an der MLU aktuell eine Digitalisierung, in welche das Projektteam einbezogen werden konnte. Ziel ist es, die vorhandene Verwaltungssoftware so auszugestalten, dass eine detaillierte Erfassung der Dienstreisen und daraus abgeleitet die Erfassung der Emissionen ermöglicht wird. Diese können mit Hilfe von CO2-Rechnern, die wiederum in die Verwaltungssoftware ggfs. integriert werden können, berechnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Akteur*innen-Analyse&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse (Abbildung 1) durchgeführt, die auch den Bereich Mobilität umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert, kontaktiert und in den Prozess involviert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden strukturell, für das Thema Dienstreisen zuständige, Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem Hochschulklimarat) angesprochen. Das TrafoTeam setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren sechs Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus dem International Office&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus der Personalabteilung, Bereich Personalentwicklung&lt;br /&gt;
*Doktorandin (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Doktorand (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einschätzung zur Zusammensetzung: &lt;br /&gt;
*Hohe Motivation aller Beteiligten&lt;br /&gt;
*verschiedene Akteur*innen von Einrichtungen und Abteilungen&lt;br /&gt;
*verschiedene Angehörige der MLU (Verwaltung, Wissenschaft, Wissenschaftsunterstützend, Studierende)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem festen Transformationsteam wurden über individuelle Konsultationen bilateral weitere Akteur*innen beratend in den Prozess einbezogen. Dies ermöglichte es, alle Mitgliedergruppen der MLU, trotz begrenzter zeitlicher Ressourcen, punktuell in den Prozess zu involvieren. Zentral war die Zusammenarbeit mit der Abteilung Reisekosten, die sich im weiteren Verlauf intensivierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Akteur*innenanalyse Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png|gerahmt|zentriert|⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; --- Auch außerhalb des Projekts zugeordnet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsschritte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben:&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png|gerahmt|zentriert|Abbildung 2: Zeitplan des Transferlabors „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen. &lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen der TrafoTeam-Mitglieder: an der Universität bestehende Bedarfe, Rahmenbedingungen und gesetzlichen Vorgaben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
*Die Zielgruppen wurden für alle Maßnahmen akquiriert und Ansprechpersonen ausfindig gemacht: u.a. Dienstreisende und Assistenzen; Abteilung Reisekosten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konsultations- und Beratungsgespräche führen: Um diverse Perspektiven in die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe für nachhaltige Dienstreisen einfließen zu lassen, wurden Gespräche mit unterschiedlichen Mitgliedergruppe der MLU geführt: u.a. mit Sekretär*innen, Wissenschaftler*innen und Professor*innen. &lt;br /&gt;
*Vernetzung und strukturelle Verankerung mit anderen Querschnittsthemen wie Familiengerechtigkeit, um die Handlungsempfehlungen lebensphasenorientiert an den Bedarfen der verschiedenen Mitgliedergruppen der MLU auszurichten&lt;br /&gt;
*Formulieren der Handlungsempfehlungen „Nachhaltigere Dienstreisen für alle Beschäftigten der MLU“ und Diskussion im TrafoTeam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (3-6 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Abstimmung des Dokuments mit ausgewählten Abteilungen und Gremien z.B. dem Personalrat oder der Abteilung Personal. Die Abstimmung des Entwurfes diente der internen Prüfung, inwiefern die ausgearbeiteten Empfehlungen universitätsinternen Regelungen entspricht, widerspricht und um Ergänzungen aus den jeweiligen Fachexpertisen aufnehmen zu können. Dadurch erfolgt auch eine erste Kommunikation des Entwurfs, die die Basis für eine spätere Umsetzung der Handlungsempfehlungen in der breite der Universität legt. Der Abstimmungsprozess sollte von Beginn an aufgrund eines möglichen höheren und nicht vorhersehbaren zeitlichen Umfangs mit eingeplant werden.&lt;br /&gt;
*Ableitung einer „Entscheidungshilfe“ aus den Handlungsempfehlungen, welche bei der Integration von Nachhaltigkeitsdimensionen im Kontext von Dienstreisen unterstützen soll. Diese wurde mit Hilfe von erstellten Illustrationen graphisch aufbereitet, sodass sie einen niedrigschwelligen Zugang für alle MLU Reisenden bietet und die Akzeptanz der Empfehlungen sowie eine mögliche Verhaltensveränderung befördert. &lt;br /&gt;
*Einbindung der Führungsebene: Es erfolgte die Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat sowie eine Diskussion in einer Rektoratskommission. Die Handlungsempfehlungen wurden daraufhin angepasst und als „Aspekte zu nachhaltigeren Dienstreisen an der MLU“ auf eine im Rektorat vorgestellte und beschlossene zusätzliche Website eingestellt. &lt;br /&gt;
*Breite Öffentlichkeitsarbeit: Erstellung von Aktions- und Werbe-/Geschenkmaterial (u.a. Klimawaage, Reisetagebuch inkl. Klimaplan und Entscheidungshilfe, nachhaltige Reise-Thermobecher, A4 und A3 Plakate Entscheidungshilfe) und Verwendung bei öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen, Abschlussgesprächen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschlussphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat. Es ist zu empfehlen, die Dokumente durch das Rektorat bestätigen zu lassen. Dies versieht beide Dokumente mit einer höheren Legitimation. &lt;br /&gt;
*Zielgruppenspezifische Kommunikation/ Ansprache unter Berücksichtigung der Herausforderungen des ständigen Aktualisierungsbedarfes, universitärer Diskontinuität und Heterogenität &lt;br /&gt;
**Frühzeitige Einbindung der zuständigen Abteilungen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit zur Abstimmung möglicher Kommunikationsinhalte und -wege (Social media, Newsletter u.a.)&lt;br /&gt;
**Kommunikation der Empfehlungen und Entscheidungshilfe über dezentrale Kommunikationswege in die Fakultäten hinein über u.a. Dekanate, Fakultätsreferent*innen&lt;br /&gt;
**Gestaltung einer Website zum Transferlabor Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten, die mit der Website der Abteilung Reisekosten sowie dem Buchungstool des Vertragsreisebüros verknüpft ist.&lt;br /&gt;
*Etablierung von Handlungsempfehlungen:&lt;br /&gt;
**Die Abteilung Reisekosten nimmt die Handlungsempfehlungen in ihren Informationsmaterialien auf und veröffentlicht diese auf ihrer Website.&lt;br /&gt;
**Das Vertragsreisebüro der MLU, das eine Website zur Planung und Buchung von Dienstreisen anbietet, integriert die Handlungsempfehlungen und die Entscheidungshilfe. Prüfung, inwiefern das Buchungstool bereits ein automatisches CO2-Tracking beinhaltet und auf welcher Berechnungsgrundlage dieses erfolgt.&lt;br /&gt;
*Die Abteilung Reisekosten und das Vertragsreisebüro integrieren in eine vorhandene Liste von Hotels, mit denen die MLU kooperiert, einen Nachweis über deren Nachhaltigkeit.&lt;br /&gt;
*Prüfung, inwiefern das Buchungstool des Vertragsreisebüros bereits Hotels mit Nachhaltigkeitszertifikat beinhaltet und Erarbeitung, welche Inhalte und Anforderungen diese Zertifikate beinhalten.&lt;br /&gt;
*Durchführung eines digitalen Workshops zum Thema „Nachhaltige Dienstreisen an der MLU“ mit einer externen Expertin im Themenbereich. Der digitale Workshop im Umfang von 2h bot eine Möglichkeit, Methoden für nachhaltigere Dienstreisen (u.a. Wahl des Verkehrsmittels) zu erlernen. Er richtete sich an Beschäftigte der MLU, die für sich oder andere Dienstreisen planen, organisieren und umsetzen. Resonanz: 11 Teilnehmende; Die Planung des Workshops umfasste einen größeren zeitlichen Umfang, um den Workshop bedarfsgerechte im Kontext der Rahmenbedingungen der MLU zu planen. &lt;br /&gt;
*Dieses Weiterbildungsangebot wird in den Weiterbildungskatalog als festes Angebot übernommen und von der Abteilung Personalentwicklung nach Projekt regelmäßig durchgeführt.&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Aktionsmaterial für die weitere Sensibilisierung der Angehörigen der MLU in Rahmen von Workshops oder öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen. &lt;br /&gt;
*Die Maßnahmen konnten teilweise erreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine Übertragbarkeit können folgende konkrete Empfehlungen gegeben werden:&lt;br /&gt;
*Die Einbindung der Abteilung Reisekosten war besonders wichtig für die Konkretisierung, der Planung sowie der Umsetzung der Maßnahme. Dies sollte von Beginn an erfolgen, um eine nachhaltige Beachtung von Nachhaltigkeit bei Dienstreisen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
*Individuelle lebensphasenbezogene Bedarfe, wie Sorgeverantwortung, müssen bei der Entwicklung von Handlungsempfehlungen Beachtung finden. &lt;br /&gt;
*Einfache, praxisnahe Tools – z. B. Entscheidungshilfen – müssen bereitgestellt werden, um die Planung nachhaltiger Dienstreisen zu erleichtern.&lt;br /&gt;
*Da die Wirkfähigkeit von Handlungsempfehlungen auf der Ebene der freiwilligen Umsetzung der Hinweise verbleibt, ist zu empfehlen: &lt;br /&gt;
*Die Handlungsempfehlungen durch einen Rektoratsbeschluss in ihrer Legitimation zu stützen oder&lt;br /&gt;
*aus den Empfehlungen gemeinsam mit relevanten Akteur*innen Richtlinien für Dienstreisen zu entwickeln, in denen Nachhaltigkeit als Querschnittsthema integriert ist und die verpflichtend für alle Beschäftigten einer Hochschule gelten&lt;br /&gt;
*Tools für die eigenständige Planung und Umsetzung nachhaltigerer Dienstreisen müssen bereitgestellt werden, um die Niedrigschwelligkeit zu gewährleisten (z.B. THG-Rechner, Smart Travel Tool)&lt;br /&gt;
*Unterstützer*innen und Multiplikator*innen des Vorhabens aus unterschiedlichen Mitgliedergruppen akquirieren&lt;br /&gt;
*Nach Möglichkeit Maßnahmen an vorhandene Strukturen der Universität zum Themas Nachhaltigkeit anbinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Verständnis für unterschiedliche Lebensrealitäten und Karrierestufen deutlich machen&lt;br /&gt;
*Bei Sorge vonseiten der Hochschulleitung Selbstverständlichkeiten zu benennen, mit Value-Action-Gap argumentieren&lt;br /&gt;
*Vorteile des Reisens mit der Bahn hervorheben: Arbeiten tlw. möglich, keine zusätzliche Zeit für Sicherheitskontrollen, etc.&lt;br /&gt;
*Kommunikation über verschiedene Kommunikationskanäle universitätsweit nutzen (bspw. der Newsletter der MLU, die Website des Nachhaltigkeitsbüros bzw. des Projektes sowie der Abteilung Reisekosten für die Information und Aufklärung über die Handlungsempfehlungen und den Entscheidungsbaum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=23993</id>
		<title>Blaupause für Maßnahmen zu Dienstreisemobilität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=23993"/>
		<updated>2025-09-17T10:57:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: /* Umsetzung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Best Practice&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Energie, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Energiesparen, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Link zu Best-Practice Guide Transferlabore&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nachhaltige Mobilität – Nachhaltige Dienstreisemobilität &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“. Sie orientiert sich an der Maßnahme 11 aus dem KlimaPlan der MLU. Ziel dieser Maß-nahme ist es, dass Treibhausgase, die im Kontext von Dienstreisen an der MLU entstehen, redu-ziert bzw. eingespart werden. Um eine quantitative Wirkung der Maßnahme feststellen zu können, bedarf es statistischer Daten der CO2 Produktion vor und nach der Maßnahme. Diese wiederum können aus Daten zu Dienstreisen ermittelt werden, die sich aus Angaben über getätigte Dienstrei-sen an der MLU (Start- und Zielort, zurückgelegte Strecke und jeweilige genutzte Verkehrsmittel) ergeben. Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung lagen erste Daten vor, die jedoch keine vali-de quantitative Datenbasis und Aussagen erlaubten (siehe Ist-Zustand). Deswegen wurden qualita-tive Zielstellungen priorisiert, die insbesondere die Ziele der Sensibilisierung zur Thematik, Kom-munikation und Information verfolgten. &lt;br /&gt;
Mit der Maßnahme werden unmittelbar Mitarbeitende der MLU adressiert, die administrativ in der Planung und Organisation von Dienstreisen für andere Beschäftigte tätig sind (u.a. Sekretariate) und die eigenständig Dienstreisen im Rahmen ihrer Beschäftigung und Tätigkeiten an der MLU (Wissenschaft, Verwaltung etc.) planen, organisieren und durchführen. Mittelbar sollen alle Be-schäftigten der MLU zum Thema nachhaltige Dienstreisen sensibilisiert werden. Mit der Maßnah-me wird ein gesamtuniversitärer Prozess angeregt und das Individualverhalten der Beschäftigten adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Ziele wurden im Transformationsteam verfolgt: &lt;br /&gt;
*Förderung der Reduktion von Treibhausgasemissionen durch Vermeidung von Flugreisen und Individualverkehr&lt;br /&gt;
*Förderung von Bahnreisen bzw. öffentlichen Nah- und Fernverkehr im Allgemeinen&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für die nachhaltige Gestaltung von Dienstreisen ins-besondere in Bezug auf die Wahl des Verkehrsmittels&lt;br /&gt;
*Erarbeitung einer Entscheidungshilfe für nachhaltigere Dienstreisen an der MLU&lt;br /&gt;
*Integration der erarbeiteten Handlungsempfehlungen in das digitale Buchungssystem des Ver-tragsreisebüros der MLU auf der Website der Abteilung für Reisekosten&lt;br /&gt;
*Nachhaltigkeit wird als Querschnittsthema bei der Beantragung, Bearbeitung und Umsetzung von Dienstreisen berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ist-Zustand&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Maßnahme „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“ sind statistische Daten hilfreich, die Dienstreisen mit Start- und Zielort, mögliche Zwischenstopps und die jeweiligen genutzten Verkehrsmittel aller Beschäftigten der Organisation detailliert erfassen. Daraus können die reisebezogenen Treibhausgasemissionen berechnet werden. Das schafft eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und ermöglicht eine Messbarkeit der Wirksamkeit. Es zeigt auch, wo Handlungsschwerpunkte liegen können, sodass bedarfsgerechte Maßnahmen abgeleitet werden können. In der Status Quo Analyse der MLU war eine Bilanzierung der Dienstreisen noch nicht möglich. Die vorhandene Verwaltungssoftware, mit welcher Dienstreisen in der Abteilung Reisekosten abgerechnet werden, ermöglicht keine automatische und detaillierte Erfassung der einzelnen Reisewege und gewählten Verkehrsmittel. Möglich wurde dies durch eine zusätzliche händische Eintragung durch die Mitarbeitenden der Abteilung, welche seit Mitte des Projektes erfolgt. Dadurch hat sich die Datengrundlage grundsätzlich verbessert, sie ermöglicht jedoch keine validen, statistisch abgesicherten Aussagen über das Reiseverhalten der Beschäftigten zu treffen. Im Bereich der Dienstreisebeantragung und -abrechnung erfolgt an der MLU aktuell eine Digitalisierung, in welche das Projektteam einbezogen werden konnte. Ziel ist es, die vorhandene Verwaltungssoftware so auszugestalten, dass eine detaillierte Erfassung der Dienstreisen und daraus abgeleitet die Erfassung der Emissionen ermöglicht wird. Diese können mit Hilfe von CO2-Rechnern, die wiederum in die Verwaltungssoftware ggfs. integriert werden können, berechnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Akteur*innen-Analyse&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse (Abbildung 1) durchgeführt, die auch den Bereich Mobilität umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert, kontaktiert und in den Prozess involviert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden strukturell, für das Thema Dienstreisen zuständige, Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem Hochschulklimarat) angesprochen. Das TrafoTeam setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren sechs Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus dem International Office&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus der Personalabteilung, Bereich Personalentwicklung&lt;br /&gt;
*Doktorandin (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Doktorand (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einschätzung zur Zusammensetzung: &lt;br /&gt;
*Hohe Motivation aller Beteiligten&lt;br /&gt;
*verschiedene Akteur*innen von Einrichtungen und Abteilungen&lt;br /&gt;
*verschiedene Angehörige der MLU (Verwaltung, Wissenschaft, Wissenschaftsunterstützend, Studierende)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem festen Transformationsteam wurden über individuelle Konsultationen bilateral weitere Akteur*innen beratend in den Prozess einbezogen. Dies ermöglichte es, alle Mitgliedergruppen der MLU, trotz begrenzter zeitlicher Ressourcen, punktuell in den Prozess zu involvieren. Zentral war die Zusammenarbeit mit der Abteilung Reisekosten, die sich im weiteren Verlauf intensivierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Akteur*innenanalyse Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png|gerahmt|zentriert|⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; --- Auch außerhalb des Projekts zugeordnet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsschritte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben:&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png|gerahmt|zentriert|Abbildung 2: Zeitplan des Transferlabors „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abbildung 2: Zeitplan des Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen. &lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen der TrafoTeam-Mitglieder: an der Universität bestehende Bedarfe, Rahmenbedingungen und gesetzlichen Vorgaben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungsphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
*Die Zielgruppen wurden für alle Maßnahmen akquiriert und Ansprechpersonen ausfindig gemacht: u.a. Dienstreisende und Assistenzen; Abteilung Reisekosten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Konsultations- und Beratungsgespräche führen: Um diverse Perspektiven in die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe für nachhaltige Dienstreisen einfließen zu lassen, wurden Gespräche mit unterschiedlichen Mitgliedergruppe der MLU geführt: u.a. mit Sekretär*innen, Wissenschaftler*innen und Professor*innen. &lt;br /&gt;
*Vernetzung und strukturelle Verankerung mit anderen Querschnittsthemen wie Familiengerechtigkeit, um die Handlungsempfehlungen lebensphasenorientiert an den Bedarfen der verschiedenen Mitgliedergruppen der MLU auszurichten&lt;br /&gt;
*Formulieren der Handlungsempfehlungen „Nachhaltigere Dienstreisen für alle Beschäftigten der MLU“ und Diskussion im TrafoTeam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (3-6 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Abstimmung des Dokuments mit ausgewählten Abteilungen und Gremien z.B. dem Personalrat oder der Abteilung Personal. Die Abstimmung des Entwurfes diente der internen Prüfung, inwiefern die ausgearbeiteten Empfehlungen universitätsinternen Regelungen entspricht, widerspricht und um Ergänzungen aus den jeweiligen Fachexpertisen aufnehmen zu können. Dadurch erfolgt auch eine erste Kommunikation des Entwurfs, die die Basis für eine spätere Umsetzung der Handlungsempfehlungen in der breite der Universität legt. Der Abstimmungsprozess sollte von Beginn an aufgrund eines möglichen höheren und nicht vorhersehbaren zeitlichen Umfangs mit eingeplant werden.&lt;br /&gt;
*Ableitung einer „Entscheidungshilfe“ aus den Handlungsempfehlungen, welche bei der Integration von Nachhaltigkeitsdimensionen im Kontext von Dienstreisen unterstützen soll. Diese wurde mit Hilfe von erstellten Illustrationen graphisch aufbereitet, sodass sie einen niedrigschwelligen Zugang für alle MLU Reisenden bietet und die Akzeptanz der Empfehlungen sowie eine mögliche Verhaltensveränderung befördert. &lt;br /&gt;
*Einbindung der Führungsebene: Es erfolgte die Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat sowie eine Diskussion in einer Rektoratskommission. Die Handlungsempfehlungen wurden daraufhin angepasst und als „Aspekte zu nachhaltigeren Dienstreisen an der MLU“ auf eine im Rektorat vorgestellte und beschlossene zusätzliche Website eingestellt. &lt;br /&gt;
*Breite Öffentlichkeitsarbeit: Erstellung von Aktions- und Werbe-/Geschenkmaterial (u.a. Klimawaage, Reisetagebuch inkl. Klimaplan und Entscheidungshilfe, nachhaltige Reise-Thermobecher, A4 und A3 Plakate Entscheidungshilfe) und Verwendung bei öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen, Abschlussgesprächen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschlussphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe der Handlungsempfehlungen und der Entscheidungshilfe an das Rektorat. Es ist zu empfehlen, die Dokumente durch das Rektorat bestätigen zu lassen. Dies versieht beide Dokumente mit einer höheren Legitimation. &lt;br /&gt;
*Zielgruppenspezifische Kommunikation/ Ansprache unter Berücksichtigung der Herausforderungen des ständigen Aktualisierungsbedarfes, universitärer Diskontinuität und Heterogenität &lt;br /&gt;
**Frühzeitige Einbindung der zuständigen Abteilungen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit zur Abstimmung möglicher Kommunikationsinhalte und -wege (Social media, Newsletter u.a.)&lt;br /&gt;
**Kommunikation der Empfehlungen und Entscheidungshilfe über dezentrale Kommunikationswege in die Fakultäten hinein über u.a. Dekanate, Fakultätsreferent*innen&lt;br /&gt;
**Gestaltung einer Website zum Transferlabor Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten, die mit der Website der Abteilung Reisekosten sowie dem Buchungstool des Vertragsreisebüros verknüpft ist.&lt;br /&gt;
*Etablierung von Handlungsempfehlungen:&lt;br /&gt;
**Die Abteilung Reisekosten nimmt die Handlungsempfehlungen in ihren Informationsmaterialien auf und veröffentlicht diese auf ihrer Website.&lt;br /&gt;
**Das Vertragsreisebüro der MLU, das eine Website zur Planung und Buchung von Dienstreisen anbietet, integriert die Handlungsempfehlungen und die Entscheidungshilfe. Prüfung, inwiefern das Buchungstool bereits ein automatisches CO2-Tracking beinhaltet und auf welcher Berechnungsgrundlage dieses erfolgt.&lt;br /&gt;
*Die Abteilung Reisekosten und das Vertragsreisebüro integrieren in eine vorhandene Liste von Hotels, mit denen die MLU kooperiert, einen Nachweis über deren Nachhaltigkeit.&lt;br /&gt;
*Prüfung, inwiefern das Buchungstool des Vertragsreisebüros bereits Hotels mit Nachhaltigkeitszertifikat beinhaltet und Erarbeitung, welche Inhalte und Anforderungen diese Zertifikate beinhalten.&lt;br /&gt;
*Durchführung eines digitalen Workshops zum Thema „Nachhaltige Dienstreisen an der MLU“ mit einer externen Expertin im Themenbereich. Der digitale Workshop im Umfang von 2h bot eine Möglichkeit, Methoden für nachhaltigere Dienstreisen (u.a. Wahl des Verkehrsmittels) zu erlernen. Er richtete sich an Beschäftigte der MLU, die für sich oder andere Dienstreisen planen, organisieren und umsetzen. Resonanz: 11 Teilnehmende; Die Planung des Workshops umfasste einen größeren zeitlichen Umfang, um den Workshop bedarfsgerechte im Kontext der Rahmenbedingungen der MLU zu planen. &lt;br /&gt;
*Dieses Weiterbildungsangebot wird in den Weiterbildungskatalog als festes Angebot übernommen und von der Abteilung Personalentwicklung nach Projekt regelmäßig durchgeführt.&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Aktionsmaterial für die weitere Sensibilisierung der Angehörigen der MLU in Rahmen von Workshops oder öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen. &lt;br /&gt;
*Die Maßnahmen konnten teilweise erreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine Übertragbarkeit können folgende konkrete Empfehlungen gegeben werden:&lt;br /&gt;
*Die Einbindung der Abteilung Reisekosten war besonders wichtig für die Konkretisierung, der Planung sowie der Umsetzung der Maßnahme. Dies sollte von Beginn an erfolgen, um eine nachhaltige Beachtung von Nachhaltigkeit bei Dienstreisen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
*Individuelle lebensphasenbezogene Bedarfe, wie Sorgeverantwortung, müssen bei der Entwicklung von Handlungsempfehlungen Beachtung finden. &lt;br /&gt;
*Einfache, praxisnahe Tools – z. B. Entscheidungshilfen – müssen bereitgestellt werden, um die Planung nachhaltiger Dienstreisen zu erleichtern.&lt;br /&gt;
*Da die Wirkfähigkeit von Handlungsempfehlungen auf der Ebene der freiwilligen Umsetzung der Hinweise verbleibt, ist zu empfehlen: &lt;br /&gt;
*Die Handlungsempfehlungen durch einen Rektoratsbeschluss in ihrer Legitimation zu stützen oder&lt;br /&gt;
*aus den Empfehlungen gemeinsam mit relevanten Akteur*innen Richtlinien für Dienstreisen zu entwickeln, in denen Nachhaltigkeit als Querschnittsthema integriert ist und die verpflichtend für alle Beschäftigten einer Hochschule gelten&lt;br /&gt;
*Tools für die eigenständige Planung und Umsetzung nachhaltigerer Dienstreisen müssen bereitgestellt werden, um die Niedrigschwelligkeit zu gewährleisten (z.B. THG-Rechner, Smart Travel Tool)&lt;br /&gt;
*Unterstützer*innen und Multiplikator*innen des Vorhabens aus unterschiedlichen Mitgliedergruppen akquirieren&lt;br /&gt;
*Nach Möglichkeit Maßnahmen an vorhandene Strukturen der Universität zum Themas Nachhaltigkeit anbinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Verständnis für unterschiedliche Lebensrealitäten und Karrierestufen deutlich machen&lt;br /&gt;
*Bei Sorge vonseiten der Hochschulleitung Selbstverständlichkeiten zu benennen, mit Value-Action-Gap argumentieren&lt;br /&gt;
*Vorteile des Reisens mit der Bahn hervorheben: Arbeiten tlw. möglich, keine zusätzliche Zeit für Sicherheitskontrollen, etc.&lt;br /&gt;
*Kommunikation über verschiedene Kommunikationskanäle universitätsweit nutzen (bspw. der Newsletter der MLU, die Website des Nachhaltigkeitsbüros bzw. des Projektes sowie der Abteilung Reisekosten für die Information und Aufklärung über die Handlungsempfehlungen und den Entscheidungsbaum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=23992</id>
		<title>Blaupause für Maßnahmen zu Dienstreisemobilität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=23992"/>
		<updated>2025-09-17T10:54:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: /* Beschreibung der Maßnahme */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Best Practice&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Energie, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Energiesparen, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Link zu Best-Practice Guide Transferlabore&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nachhaltige Mobilität – Nachhaltige Dienstreisemobilität &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“. Sie orientiert sich an der Maßnahme 11 aus dem KlimaPlan der MLU. Ziel dieser Maß-nahme ist es, dass Treibhausgase, die im Kontext von Dienstreisen an der MLU entstehen, redu-ziert bzw. eingespart werden. Um eine quantitative Wirkung der Maßnahme feststellen zu können, bedarf es statistischer Daten der CO2 Produktion vor und nach der Maßnahme. Diese wiederum können aus Daten zu Dienstreisen ermittelt werden, die sich aus Angaben über getätigte Dienstrei-sen an der MLU (Start- und Zielort, zurückgelegte Strecke und jeweilige genutzte Verkehrsmittel) ergeben. Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung lagen erste Daten vor, die jedoch keine vali-de quantitative Datenbasis und Aussagen erlaubten (siehe Ist-Zustand). Deswegen wurden qualita-tive Zielstellungen priorisiert, die insbesondere die Ziele der Sensibilisierung zur Thematik, Kom-munikation und Information verfolgten. &lt;br /&gt;
Mit der Maßnahme werden unmittelbar Mitarbeitende der MLU adressiert, die administrativ in der Planung und Organisation von Dienstreisen für andere Beschäftigte tätig sind (u.a. Sekretariate) und die eigenständig Dienstreisen im Rahmen ihrer Beschäftigung und Tätigkeiten an der MLU (Wissenschaft, Verwaltung etc.) planen, organisieren und durchführen. Mittelbar sollen alle Be-schäftigten der MLU zum Thema nachhaltige Dienstreisen sensibilisiert werden. Mit der Maßnah-me wird ein gesamtuniversitärer Prozess angeregt und das Individualverhalten der Beschäftigten adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Ziele wurden im Transformationsteam verfolgt: &lt;br /&gt;
*Förderung der Reduktion von Treibhausgasemissionen durch Vermeidung von Flugreisen und Individualverkehr&lt;br /&gt;
*Förderung von Bahnreisen bzw. öffentlichen Nah- und Fernverkehr im Allgemeinen&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für die nachhaltige Gestaltung von Dienstreisen ins-besondere in Bezug auf die Wahl des Verkehrsmittels&lt;br /&gt;
*Erarbeitung einer Entscheidungshilfe für nachhaltigere Dienstreisen an der MLU&lt;br /&gt;
*Integration der erarbeiteten Handlungsempfehlungen in das digitale Buchungssystem des Ver-tragsreisebüros der MLU auf der Website der Abteilung für Reisekosten&lt;br /&gt;
*Nachhaltigkeit wird als Querschnittsthema bei der Beantragung, Bearbeitung und Umsetzung von Dienstreisen berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ist-Zustand&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Maßnahme „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“ sind statistische Daten hilfreich, die Dienstreisen mit Start- und Zielort, mögliche Zwischenstopps und die jeweiligen genutzten Verkehrsmittel aller Beschäftigten der Organisation detailliert erfassen. Daraus können die reisebezogenen Treibhausgasemissionen berechnet werden. Das schafft eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und ermöglicht eine Messbarkeit der Wirksamkeit. Es zeigt auch, wo Handlungsschwerpunkte liegen können, sodass bedarfsgerechte Maßnahmen abgeleitet werden können. In der Status Quo Analyse der MLU war eine Bilanzierung der Dienstreisen noch nicht möglich. Die vorhandene Verwaltungssoftware, mit welcher Dienstreisen in der Abteilung Reisekosten abgerechnet werden, ermöglicht keine automatische und detaillierte Erfassung der einzelnen Reisewege und gewählten Verkehrsmittel. Möglich wurde dies durch eine zusätzliche händische Eintragung durch die Mitarbeitenden der Abteilung, welche seit Mitte des Projektes erfolgt. Dadurch hat sich die Datengrundlage grundsätzlich verbessert, sie ermöglicht jedoch keine validen, statistisch abgesicherten Aussagen über das Reiseverhalten der Beschäftigten zu treffen. Im Bereich der Dienstreisebeantragung und -abrechnung erfolgt an der MLU aktuell eine Digitalisierung, in welche das Projektteam einbezogen werden konnte. Ziel ist es, die vorhandene Verwaltungssoftware so auszugestalten, dass eine detaillierte Erfassung der Dienstreisen und daraus abgeleitet die Erfassung der Emissionen ermöglicht wird. Diese können mit Hilfe von CO2-Rechnern, die wiederum in die Verwaltungssoftware ggfs. integriert werden können, berechnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Akteur*innen-Analyse&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse (Abbildung 1) durchgeführt, die auch den Bereich Mobilität umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert, kontaktiert und in den Prozess involviert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden strukturell, für das Thema Dienstreisen zuständige, Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem Hochschulklimarat) angesprochen. Das TrafoTeam setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren sechs Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus dem International Office&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus der Personalabteilung, Bereich Personalentwicklung&lt;br /&gt;
*Doktorandin (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Doktorand (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einschätzung zur Zusammensetzung: &lt;br /&gt;
*Hohe Motivation aller Beteiligten&lt;br /&gt;
*verschiedene Akteur*innen von Einrichtungen und Abteilungen&lt;br /&gt;
*verschiedene Angehörige der MLU (Verwaltung, Wissenschaft, Wissenschaftsunterstützend, Studierende)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem festen Transformationsteam wurden über individuelle Konsultationen bilateral weitere Akteur*innen beratend in den Prozess einbezogen. Dies ermöglichte es, alle Mitgliedergruppen der MLU, trotz begrenzter zeitlicher Ressourcen, punktuell in den Prozess zu involvieren. Zentral war die Zusammenarbeit mit der Abteilung Reisekosten, die sich im weiteren Verlauf intensivierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Akteur*innenanalyse Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png|gerahmt|zentriert|⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; --- Auch außerhalb des Projekts zugeordnet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsschritte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben:&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png|gerahmt|zentriert|Abbildung 2: Zeitplan des Transferlabors „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine Übertragbarkeit können folgende konkrete Empfehlungen gegeben werden:&lt;br /&gt;
*Die Einbindung der Abteilung Reisekosten war besonders wichtig für die Konkretisierung, der Planung sowie der Umsetzung der Maßnahme. Dies sollte von Beginn an erfolgen, um eine nachhaltige Beachtung von Nachhaltigkeit bei Dienstreisen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
*Individuelle lebensphasenbezogene Bedarfe, wie Sorgeverantwortung, müssen bei der Entwicklung von Handlungsempfehlungen Beachtung finden. &lt;br /&gt;
*Einfache, praxisnahe Tools – z. B. Entscheidungshilfen – müssen bereitgestellt werden, um die Planung nachhaltiger Dienstreisen zu erleichtern.&lt;br /&gt;
*Da die Wirkfähigkeit von Handlungsempfehlungen auf der Ebene der freiwilligen Umsetzung der Hinweise verbleibt, ist zu empfehlen: &lt;br /&gt;
*Die Handlungsempfehlungen durch einen Rektoratsbeschluss in ihrer Legitimation zu stützen oder&lt;br /&gt;
*aus den Empfehlungen gemeinsam mit relevanten Akteur*innen Richtlinien für Dienstreisen zu entwickeln, in denen Nachhaltigkeit als Querschnittsthema integriert ist und die verpflichtend für alle Beschäftigten einer Hochschule gelten&lt;br /&gt;
*Tools für die eigenständige Planung und Umsetzung nachhaltigerer Dienstreisen müssen bereitgestellt werden, um die Niedrigschwelligkeit zu gewährleisten (z.B. THG-Rechner, Smart Travel Tool)&lt;br /&gt;
*Unterstützer*innen und Multiplikator*innen des Vorhabens aus unterschiedlichen Mitgliedergruppen akquirieren&lt;br /&gt;
*Nach Möglichkeit Maßnahmen an vorhandene Strukturen der Universität zum Themas Nachhaltigkeit anbinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Verständnis für unterschiedliche Lebensrealitäten und Karrierestufen deutlich machen&lt;br /&gt;
*Bei Sorge vonseiten der Hochschulleitung Selbstverständlichkeiten zu benennen, mit Value-Action-Gap argumentieren&lt;br /&gt;
*Vorteile des Reisens mit der Bahn hervorheben: Arbeiten tlw. möglich, keine zusätzliche Zeit für Sicherheitskontrollen, etc.&lt;br /&gt;
*Kommunikation über verschiedene Kommunikationskanäle universitätsweit nutzen (bspw. der Newsletter der MLU, die Website des Nachhaltigkeitsbüros bzw. des Projektes sowie der Abteilung Reisekosten für die Information und Aufklärung über die Handlungsempfehlungen und den Entscheidungsbaum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=23991</id>
		<title>Blaupause für Maßnahmen zu Dienstreisemobilität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=23991"/>
		<updated>2025-09-17T10:54:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: /* Umsetzung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Best Practice&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Energie, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Energiesparen, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Link zu Best-Practice Guide Transferlabore&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nachhaltige Mobilität – Nachhaltige Dienstreisemobilität &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“. Sie orientiert sich an der Maßnahme 11 aus dem KlimaPlan der MLU. Ziel dieser Maß-nahme ist es, dass Treibhausgase, die im Kontext von Dienstreisen an der MLU entstehen, redu-ziert bzw. eingespart werden. Um eine quantitative Wirkung der Maßnahme feststellen zu können, bedarf es statistischer Daten der CO2 Produktion vor und nach der Maßnahme. Diese wiederum können aus Daten zu Dienstreisen ermittelt werden, die sich aus Angaben über getätigte Dienstrei-sen an der MLU (Start- und Zielort, zurückgelegte Strecke und jeweilige genutzte Verkehrsmittel) ergeben. Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung lagen erste Daten vor, die jedoch keine vali-de quantitative Datenbasis und Aussagen erlaubten (siehe Ist-Zustand). Deswegen wurden qualita-tive Zielstellungen priorisiert, die insbesondere die Ziele der Sensibilisierung zur Thematik, Kom-munikation und Information verfolgten. &lt;br /&gt;
Mit der Maßnahme werden unmittelbar Mitarbeitende der MLU adressiert, die administrativ in der Planung und Organisation von Dienstreisen für andere Beschäftigte tätig sind (u.a. Sekretariate) und die eigenständig Dienstreisen im Rahmen ihrer Beschäftigung und Tätigkeiten an der MLU (Wissenschaft, Verwaltung etc.) planen, organisieren und durchführen. Mittelbar sollen alle Be-schäftigten der MLU zum Thema nachhaltige Dienstreisen sensibilisiert werden. Mit der Maßnah-me wird ein gesamtuniversitärer Prozess angeregt und das Individualverhalten der Beschäftigten adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Ziele wurden im Transformationsteam verfolgt: &lt;br /&gt;
*Förderung der Reduktion von Treibhausgasemissionen durch Vermeidung von Flugreisen und Individualverkehr&lt;br /&gt;
*Förderung von Bahnreisen bzw. öffentlichen Nah- und Fernverkehr im Allgemeinen&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für die nachhaltige Gestaltung von Dienstreisen ins-besondere in Bezug auf die Wahl des Verkehrsmittels&lt;br /&gt;
*Erarbeitung einer Entscheidungshilfe für nachhaltigere Dienstreisen an der MLU&lt;br /&gt;
*Integration der erarbeiteten Handlungsempfehlungen in das digitale Buchungssystem des Ver-tragsreisebüros der MLU auf der Website der Abteilung für Reisekosten&lt;br /&gt;
*Nachhaltigkeit wird als Querschnittsthema bei der Beantragung, Bearbeitung und Umsetzung von Dienstreisen berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ist-Zustand&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Maßnahme „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“ sind statistische Daten hilfreich, die Dienstreisen mit Start- und Zielort, mögliche Zwischenstopps und die jeweiligen genutzten Verkehrsmittel aller Beschäftigten der Organisation detailliert erfassen. Daraus können die reisebezogenen Treibhausgasemissionen berechnet werden. Das schafft eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und ermöglicht eine Messbarkeit der Wirksamkeit. Es zeigt auch, wo Handlungsschwerpunkte liegen können, sodass bedarfsgerechte Maßnahmen abgeleitet werden können. In der Status Quo Analyse der MLU war eine Bilanzierung der Dienstreisen noch nicht möglich. Die vorhandene Verwaltungssoftware, mit welcher Dienstreisen in der Abteilung Reisekosten abgerechnet werden, ermöglicht keine automatische und detaillierte Erfassung der einzelnen Reisewege und gewählten Verkehrsmittel. Möglich wurde dies durch eine zusätzliche händische Eintragung durch die Mitarbeitenden der Abteilung, welche seit Mitte des Projektes erfolgt. Dadurch hat sich die Datengrundlage grundsätzlich verbessert, sie ermöglicht jedoch keine validen, statistisch abgesicherten Aussagen über das Reiseverhalten der Beschäftigten zu treffen. Im Bereich der Dienstreisebeantragung und -abrechnung erfolgt an der MLU aktuell eine Digitalisierung, in welche das Projektteam einbezogen werden konnte. Ziel ist es, die vorhandene Verwaltungssoftware so auszugestalten, dass eine detaillierte Erfassung der Dienstreisen und daraus abgeleitet die Erfassung der Emissionen ermöglicht wird. Diese können mit Hilfe von CO2-Rechnern, die wiederum in die Verwaltungssoftware ggfs. integriert werden können, berechnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Akteur*innen-Analyse&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse (Abbildung 1) durchgeführt, die auch den Bereich Mobilität umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert, kontaktiert und in den Prozess involviert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden strukturell, für das Thema Dienstreisen zuständige, Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem Hochschulklimarat) angesprochen. Das TrafoTeam setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren sechs Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus dem International Office&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus der Personalabteilung, Bereich Personalentwicklung&lt;br /&gt;
*Doktorandin (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Doktorand (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einschätzung zur Zusammensetzung: &lt;br /&gt;
*Hohe Motivation aller Beteiligten&lt;br /&gt;
*verschiedene Akteur*innen von Einrichtungen und Abteilungen&lt;br /&gt;
*verschiedene Angehörige der MLU (Verwaltung, Wissenschaft, Wissenschaftsunterstützend, Studierende)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem festen Transformationsteam wurden über individuelle Konsultationen bilateral weitere Akteur*innen beratend in den Prozess einbezogen. Dies ermöglichte es, alle Mitgliedergruppen der MLU, trotz begrenzter zeitlicher Ressourcen, punktuell in den Prozess zu involvieren. Zentral war die Zusammenarbeit mit der Abteilung Reisekosten, die sich im weiteren Verlauf intensivierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Akteur*innenanalyse Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png|gerahmt|zentriert|⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; --- Auch außerhalb des Projekts zugeordnet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsschritte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben:&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png|gerahmt|zentriert|Abbildung 2: Zeitplan des Transferlabors „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine Übertragbarkeit können folgende konkrete Empfehlungen gegeben werden:&lt;br /&gt;
*Die Einbindung der Abteilung Reisekosten war besonders wichtig für die Konkretisierung, der Planung sowie der Umsetzung der Maßnahme. Dies sollte von Beginn an erfolgen, um eine nachhaltige Beachtung von Nachhaltigkeit bei Dienstreisen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
*Individuelle lebensphasenbezogene Bedarfe, wie Sorgeverantwortung, müssen bei der Entwicklung von Handlungsempfehlungen Beachtung finden. &lt;br /&gt;
*Einfache, praxisnahe Tools – z. B. Entscheidungshilfen – müssen bereitgestellt werden, um die Planung nachhaltiger Dienstreisen zu erleichtern.&lt;br /&gt;
*Da die Wirkfähigkeit von Handlungsempfehlungen auf der Ebene der freiwilligen Umsetzung der Hinweise verbleibt, ist zu empfehlen: &lt;br /&gt;
*Die Handlungsempfehlungen durch einen Rektoratsbeschluss in ihrer Legitimation zu stützen oder&lt;br /&gt;
*aus den Empfehlungen gemeinsam mit relevanten Akteur*innen Richtlinien für Dienstreisen zu entwickeln, in denen Nachhaltigkeit als Querschnittsthema integriert ist und die verpflichtend für alle Beschäftigten einer Hochschule gelten&lt;br /&gt;
*Tools für die eigenständige Planung und Umsetzung nachhaltigerer Dienstreisen müssen bereitgestellt werden, um die Niedrigschwelligkeit zu gewährleisten (z.B. THG-Rechner, Smart Travel Tool)&lt;br /&gt;
*Unterstützer*innen und Multiplikator*innen des Vorhabens aus unterschiedlichen Mitgliedergruppen akquirieren&lt;br /&gt;
*Nach Möglichkeit Maßnahmen an vorhandene Strukturen der Universität zum Themas Nachhaltigkeit anbinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Verständnis für unterschiedliche Lebensrealitäten und Karrierestufen deutlich machen&lt;br /&gt;
*Bei Sorge vonseiten der Hochschulleitung Selbstverständlichkeiten zu benennen, mit Value-Action-Gap argumentieren&lt;br /&gt;
*Vorteile des Reisens mit der Bahn hervorheben: Arbeiten tlw. möglich, keine zusätzliche Zeit für Sicherheitskontrollen, etc.&lt;br /&gt;
*Kommunikation über verschiedene Kommunikationskanäle universitätsweit nutzen (bspw. der Newsletter der MLU, die Website des Nachhaltigkeitsbüros bzw. des Projektes sowie der Abteilung Reisekosten für die Information und Aufklärung über die Handlungsempfehlungen und den Entscheidungsbaum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Datei:Zeitplan_des_Transferlabor_%E2%80%9EFlugreisen_reduzieren_und_Dienstreisen_nachhaltiger_gestalten%E2%80%9C.png&amp;diff=23990</id>
		<title>Datei:Zeitplan des Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Datei:Zeitplan_des_Transferlabor_%E2%80%9EFlugreisen_reduzieren_und_Dienstreisen_nachhaltiger_gestalten%E2%80%9C.png&amp;diff=23990"/>
		<updated>2025-09-17T10:53:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Zeitplan des Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=23989</id>
		<title>Blaupause für Maßnahmen zu Dienstreisemobilität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=23989"/>
		<updated>2025-09-17T10:50:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: /* Umsetzung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Best Practice&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Energie, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Energiesparen, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Link zu Best-Practice Guide Transferlabore&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nachhaltige Mobilität – Nachhaltige Dienstreisemobilität &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“. Sie orientiert sich an der Maßnahme 11 aus dem KlimaPlan der MLU. Ziel dieser Maß-nahme ist es, dass Treibhausgase, die im Kontext von Dienstreisen an der MLU entstehen, redu-ziert bzw. eingespart werden. Um eine quantitative Wirkung der Maßnahme feststellen zu können, bedarf es statistischer Daten der CO2 Produktion vor und nach der Maßnahme. Diese wiederum können aus Daten zu Dienstreisen ermittelt werden, die sich aus Angaben über getätigte Dienstrei-sen an der MLU (Start- und Zielort, zurückgelegte Strecke und jeweilige genutzte Verkehrsmittel) ergeben. Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung lagen erste Daten vor, die jedoch keine vali-de quantitative Datenbasis und Aussagen erlaubten (siehe Ist-Zustand). Deswegen wurden qualita-tive Zielstellungen priorisiert, die insbesondere die Ziele der Sensibilisierung zur Thematik, Kom-munikation und Information verfolgten. &lt;br /&gt;
Mit der Maßnahme werden unmittelbar Mitarbeitende der MLU adressiert, die administrativ in der Planung und Organisation von Dienstreisen für andere Beschäftigte tätig sind (u.a. Sekretariate) und die eigenständig Dienstreisen im Rahmen ihrer Beschäftigung und Tätigkeiten an der MLU (Wissenschaft, Verwaltung etc.) planen, organisieren und durchführen. Mittelbar sollen alle Be-schäftigten der MLU zum Thema nachhaltige Dienstreisen sensibilisiert werden. Mit der Maßnah-me wird ein gesamtuniversitärer Prozess angeregt und das Individualverhalten der Beschäftigten adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Ziele wurden im Transformationsteam verfolgt: &lt;br /&gt;
*Förderung der Reduktion von Treibhausgasemissionen durch Vermeidung von Flugreisen und Individualverkehr&lt;br /&gt;
*Förderung von Bahnreisen bzw. öffentlichen Nah- und Fernverkehr im Allgemeinen&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für die nachhaltige Gestaltung von Dienstreisen ins-besondere in Bezug auf die Wahl des Verkehrsmittels&lt;br /&gt;
*Erarbeitung einer Entscheidungshilfe für nachhaltigere Dienstreisen an der MLU&lt;br /&gt;
*Integration der erarbeiteten Handlungsempfehlungen in das digitale Buchungssystem des Ver-tragsreisebüros der MLU auf der Website der Abteilung für Reisekosten&lt;br /&gt;
*Nachhaltigkeit wird als Querschnittsthema bei der Beantragung, Bearbeitung und Umsetzung von Dienstreisen berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ist-Zustand&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Maßnahme „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“ sind statistische Daten hilfreich, die Dienstreisen mit Start- und Zielort, mögliche Zwischenstopps und die jeweiligen genutzten Verkehrsmittel aller Beschäftigten der Organisation detailliert erfassen. Daraus können die reisebezogenen Treibhausgasemissionen berechnet werden. Das schafft eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und ermöglicht eine Messbarkeit der Wirksamkeit. Es zeigt auch, wo Handlungsschwerpunkte liegen können, sodass bedarfsgerechte Maßnahmen abgeleitet werden können. In der Status Quo Analyse der MLU war eine Bilanzierung der Dienstreisen noch nicht möglich. Die vorhandene Verwaltungssoftware, mit welcher Dienstreisen in der Abteilung Reisekosten abgerechnet werden, ermöglicht keine automatische und detaillierte Erfassung der einzelnen Reisewege und gewählten Verkehrsmittel. Möglich wurde dies durch eine zusätzliche händische Eintragung durch die Mitarbeitenden der Abteilung, welche seit Mitte des Projektes erfolgt. Dadurch hat sich die Datengrundlage grundsätzlich verbessert, sie ermöglicht jedoch keine validen, statistisch abgesicherten Aussagen über das Reiseverhalten der Beschäftigten zu treffen. Im Bereich der Dienstreisebeantragung und -abrechnung erfolgt an der MLU aktuell eine Digitalisierung, in welche das Projektteam einbezogen werden konnte. Ziel ist es, die vorhandene Verwaltungssoftware so auszugestalten, dass eine detaillierte Erfassung der Dienstreisen und daraus abgeleitet die Erfassung der Emissionen ermöglicht wird. Diese können mit Hilfe von CO2-Rechnern, die wiederum in die Verwaltungssoftware ggfs. integriert werden können, berechnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Akteur*innen-Analyse&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse (Abbildung 1) durchgeführt, die auch den Bereich Mobilität umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert, kontaktiert und in den Prozess involviert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden strukturell, für das Thema Dienstreisen zuständige, Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem Hochschulklimarat) angesprochen. Das TrafoTeam setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren sechs Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus dem International Office&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus der Personalabteilung, Bereich Personalentwicklung&lt;br /&gt;
*Doktorandin (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Doktorand (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einschätzung zur Zusammensetzung: &lt;br /&gt;
*Hohe Motivation aller Beteiligten&lt;br /&gt;
*verschiedene Akteur*innen von Einrichtungen und Abteilungen&lt;br /&gt;
*verschiedene Angehörige der MLU (Verwaltung, Wissenschaft, Wissenschaftsunterstützend, Studierende)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem festen Transformationsteam wurden über individuelle Konsultationen bilateral weitere Akteur*innen beratend in den Prozess einbezogen. Dies ermöglichte es, alle Mitgliedergruppen der MLU, trotz begrenzter zeitlicher Ressourcen, punktuell in den Prozess zu involvieren. Zentral war die Zusammenarbeit mit der Abteilung Reisekosten, die sich im weiteren Verlauf intensivierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Akteur*innenanalyse Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png|gerahmt|zentriert|⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; --- Auch außerhalb des Projekts zugeordnet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine Übertragbarkeit können folgende konkrete Empfehlungen gegeben werden:&lt;br /&gt;
*Die Einbindung der Abteilung Reisekosten war besonders wichtig für die Konkretisierung, der Planung sowie der Umsetzung der Maßnahme. Dies sollte von Beginn an erfolgen, um eine nachhaltige Beachtung von Nachhaltigkeit bei Dienstreisen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
*Individuelle lebensphasenbezogene Bedarfe, wie Sorgeverantwortung, müssen bei der Entwicklung von Handlungsempfehlungen Beachtung finden. &lt;br /&gt;
*Einfache, praxisnahe Tools – z. B. Entscheidungshilfen – müssen bereitgestellt werden, um die Planung nachhaltiger Dienstreisen zu erleichtern.&lt;br /&gt;
*Da die Wirkfähigkeit von Handlungsempfehlungen auf der Ebene der freiwilligen Umsetzung der Hinweise verbleibt, ist zu empfehlen: &lt;br /&gt;
*Die Handlungsempfehlungen durch einen Rektoratsbeschluss in ihrer Legitimation zu stützen oder&lt;br /&gt;
*aus den Empfehlungen gemeinsam mit relevanten Akteur*innen Richtlinien für Dienstreisen zu entwickeln, in denen Nachhaltigkeit als Querschnittsthema integriert ist und die verpflichtend für alle Beschäftigten einer Hochschule gelten&lt;br /&gt;
*Tools für die eigenständige Planung und Umsetzung nachhaltigerer Dienstreisen müssen bereitgestellt werden, um die Niedrigschwelligkeit zu gewährleisten (z.B. THG-Rechner, Smart Travel Tool)&lt;br /&gt;
*Unterstützer*innen und Multiplikator*innen des Vorhabens aus unterschiedlichen Mitgliedergruppen akquirieren&lt;br /&gt;
*Nach Möglichkeit Maßnahmen an vorhandene Strukturen der Universität zum Themas Nachhaltigkeit anbinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Verständnis für unterschiedliche Lebensrealitäten und Karrierestufen deutlich machen&lt;br /&gt;
*Bei Sorge vonseiten der Hochschulleitung Selbstverständlichkeiten zu benennen, mit Value-Action-Gap argumentieren&lt;br /&gt;
*Vorteile des Reisens mit der Bahn hervorheben: Arbeiten tlw. möglich, keine zusätzliche Zeit für Sicherheitskontrollen, etc.&lt;br /&gt;
*Kommunikation über verschiedene Kommunikationskanäle universitätsweit nutzen (bspw. der Newsletter der MLU, die Website des Nachhaltigkeitsbüros bzw. des Projektes sowie der Abteilung Reisekosten für die Information und Aufklärung über die Handlungsempfehlungen und den Entscheidungsbaum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=23988</id>
		<title>Blaupause für Maßnahmen zu Dienstreisemobilität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=23988"/>
		<updated>2025-09-17T10:49:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: /* Umsetzung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Best Practice&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Energie, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Energiesparen, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Link zu Best-Practice Guide Transferlabore&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nachhaltige Mobilität – Nachhaltige Dienstreisemobilität &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“. Sie orientiert sich an der Maßnahme 11 aus dem KlimaPlan der MLU. Ziel dieser Maß-nahme ist es, dass Treibhausgase, die im Kontext von Dienstreisen an der MLU entstehen, redu-ziert bzw. eingespart werden. Um eine quantitative Wirkung der Maßnahme feststellen zu können, bedarf es statistischer Daten der CO2 Produktion vor und nach der Maßnahme. Diese wiederum können aus Daten zu Dienstreisen ermittelt werden, die sich aus Angaben über getätigte Dienstrei-sen an der MLU (Start- und Zielort, zurückgelegte Strecke und jeweilige genutzte Verkehrsmittel) ergeben. Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung lagen erste Daten vor, die jedoch keine vali-de quantitative Datenbasis und Aussagen erlaubten (siehe Ist-Zustand). Deswegen wurden qualita-tive Zielstellungen priorisiert, die insbesondere die Ziele der Sensibilisierung zur Thematik, Kom-munikation und Information verfolgten. &lt;br /&gt;
Mit der Maßnahme werden unmittelbar Mitarbeitende der MLU adressiert, die administrativ in der Planung und Organisation von Dienstreisen für andere Beschäftigte tätig sind (u.a. Sekretariate) und die eigenständig Dienstreisen im Rahmen ihrer Beschäftigung und Tätigkeiten an der MLU (Wissenschaft, Verwaltung etc.) planen, organisieren und durchführen. Mittelbar sollen alle Be-schäftigten der MLU zum Thema nachhaltige Dienstreisen sensibilisiert werden. Mit der Maßnah-me wird ein gesamtuniversitärer Prozess angeregt und das Individualverhalten der Beschäftigten adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Ziele wurden im Transformationsteam verfolgt: &lt;br /&gt;
*Förderung der Reduktion von Treibhausgasemissionen durch Vermeidung von Flugreisen und Individualverkehr&lt;br /&gt;
*Förderung von Bahnreisen bzw. öffentlichen Nah- und Fernverkehr im Allgemeinen&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für die nachhaltige Gestaltung von Dienstreisen ins-besondere in Bezug auf die Wahl des Verkehrsmittels&lt;br /&gt;
*Erarbeitung einer Entscheidungshilfe für nachhaltigere Dienstreisen an der MLU&lt;br /&gt;
*Integration der erarbeiteten Handlungsempfehlungen in das digitale Buchungssystem des Ver-tragsreisebüros der MLU auf der Website der Abteilung für Reisekosten&lt;br /&gt;
*Nachhaltigkeit wird als Querschnittsthema bei der Beantragung, Bearbeitung und Umsetzung von Dienstreisen berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ist-Zustand&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Maßnahme „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“ sind statistische Daten hilfreich, die Dienstreisen mit Start- und Zielort, mögliche Zwischenstopps und die jeweiligen genutzten Verkehrsmittel aller Beschäftigten der Organisation detailliert erfassen. Daraus können die reisebezogenen Treibhausgasemissionen berechnet werden. Das schafft eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und ermöglicht eine Messbarkeit der Wirksamkeit. Es zeigt auch, wo Handlungsschwerpunkte liegen können, sodass bedarfsgerechte Maßnahmen abgeleitet werden können. In der Status Quo Analyse der MLU war eine Bilanzierung der Dienstreisen noch nicht möglich. Die vorhandene Verwaltungssoftware, mit welcher Dienstreisen in der Abteilung Reisekosten abgerechnet werden, ermöglicht keine automatische und detaillierte Erfassung der einzelnen Reisewege und gewählten Verkehrsmittel. Möglich wurde dies durch eine zusätzliche händische Eintragung durch die Mitarbeitenden der Abteilung, welche seit Mitte des Projektes erfolgt. Dadurch hat sich die Datengrundlage grundsätzlich verbessert, sie ermöglicht jedoch keine validen, statistisch abgesicherten Aussagen über das Reiseverhalten der Beschäftigten zu treffen. Im Bereich der Dienstreisebeantragung und -abrechnung erfolgt an der MLU aktuell eine Digitalisierung, in welche das Projektteam einbezogen werden konnte. Ziel ist es, die vorhandene Verwaltungssoftware so auszugestalten, dass eine detaillierte Erfassung der Dienstreisen und daraus abgeleitet die Erfassung der Emissionen ermöglicht wird. Diese können mit Hilfe von CO2-Rechnern, die wiederum in die Verwaltungssoftware ggfs. integriert werden können, berechnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Akteur*innen-Analyse&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse (Abbildung 1) durchgeführt, die auch den Bereich Mobilität umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert, kontaktiert und in den Prozess involviert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden strukturell, für das Thema Dienstreisen zuständige, Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem Hochschulklimarat) angesprochen. Das TrafoTeam setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren sechs Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus dem International Office&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiterin aus der Personalabteilung, Bereich Personalentwicklung&lt;br /&gt;
*Doktorandin (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Doktorand (Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
*Studentin (Biodiversity Sciences, Naturwissenschaftliche Fakultät I)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einschätzung zur Zusammensetzung: &lt;br /&gt;
*Hohe Motivation aller Beteiligten&lt;br /&gt;
*verschiedene Akteur*innen von Einrichtungen und Abteilungen&lt;br /&gt;
*verschiedene Angehörige der MLU (Verwaltung, Wissenschaft, Wissenschaftsunterstützend, Studierende)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem festen Transformationsteam wurden über individuelle Konsultationen bilateral weitere Akteur*innen beratend in den Prozess einbezogen. Dies ermöglichte es, alle Mitgliedergruppen der MLU, trotz begrenzter zeitlicher Ressourcen, punktuell in den Prozess zu involvieren. Zentral war die Zusammenarbeit mit der Abteilung Reisekosten, die sich im weiteren Verlauf intensivierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Akteur*innenanalyse Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png|gerahmt|zentriert|⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; --- Auch außerhalb des Projekts zugeordnet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine Übertragbarkeit können folgende konkrete Empfehlungen gegeben werden:&lt;br /&gt;
*Die Einbindung der Abteilung Reisekosten war besonders wichtig für die Konkretisierung, der Planung sowie der Umsetzung der Maßnahme. Dies sollte von Beginn an erfolgen, um eine nachhaltige Beachtung von Nachhaltigkeit bei Dienstreisen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
*Individuelle lebensphasenbezogene Bedarfe, wie Sorgeverantwortung, müssen bei der Entwicklung von Handlungsempfehlungen Beachtung finden. &lt;br /&gt;
*Einfache, praxisnahe Tools – z. B. Entscheidungshilfen – müssen bereitgestellt werden, um die Planung nachhaltiger Dienstreisen zu erleichtern.&lt;br /&gt;
*Da die Wirkfähigkeit von Handlungsempfehlungen auf der Ebene der freiwilligen Umsetzung der Hinweise verbleibt, ist zu empfehlen: &lt;br /&gt;
*Die Handlungsempfehlungen durch einen Rektoratsbeschluss in ihrer Legitimation zu stützen oder&lt;br /&gt;
*aus den Empfehlungen gemeinsam mit relevanten Akteur*innen Richtlinien für Dienstreisen zu entwickeln, in denen Nachhaltigkeit als Querschnittsthema integriert ist und die verpflichtend für alle Beschäftigten einer Hochschule gelten&lt;br /&gt;
*Tools für die eigenständige Planung und Umsetzung nachhaltigerer Dienstreisen müssen bereitgestellt werden, um die Niedrigschwelligkeit zu gewährleisten (z.B. THG-Rechner, Smart Travel Tool)&lt;br /&gt;
*Unterstützer*innen und Multiplikator*innen des Vorhabens aus unterschiedlichen Mitgliedergruppen akquirieren&lt;br /&gt;
*Nach Möglichkeit Maßnahmen an vorhandene Strukturen der Universität zum Themas Nachhaltigkeit anbinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Verständnis für unterschiedliche Lebensrealitäten und Karrierestufen deutlich machen&lt;br /&gt;
*Bei Sorge vonseiten der Hochschulleitung Selbstverständlichkeiten zu benennen, mit Value-Action-Gap argumentieren&lt;br /&gt;
*Vorteile des Reisens mit der Bahn hervorheben: Arbeiten tlw. möglich, keine zusätzliche Zeit für Sicherheitskontrollen, etc.&lt;br /&gt;
*Kommunikation über verschiedene Kommunikationskanäle universitätsweit nutzen (bspw. der Newsletter der MLU, die Website des Nachhaltigkeitsbüros bzw. des Projektes sowie der Abteilung Reisekosten für die Information und Aufklärung über die Handlungsempfehlungen und den Entscheidungsbaum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Datei:Akteur*innenanalyse_Transferlabor_%E2%80%9EFlugreisen_reduzieren_und_Dienstreisen_nachhaltiger_gestalten%E2%80%9C.png&amp;diff=23987</id>
		<title>Datei:Akteur*innenanalyse Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“.png</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Datei:Akteur*innenanalyse_Transferlabor_%E2%80%9EFlugreisen_reduzieren_und_Dienstreisen_nachhaltiger_gestalten%E2%80%9C.png&amp;diff=23987"/>
		<updated>2025-09-17T10:49:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Akteur*innenanalyse Transferlabor „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=23986</id>
		<title>Blaupause für Maßnahmen zu Dienstreisemobilität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=23986"/>
		<updated>2025-09-17T10:46:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: /* Beschreibung der Maßnahme */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Best Practice&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Energie, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Energiesparen, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Link zu Best-Practice Guide Transferlabore&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nachhaltige Mobilität – Nachhaltige Dienstreisemobilität &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“. Sie orientiert sich an der Maßnahme 11 aus dem KlimaPlan der MLU. Ziel dieser Maß-nahme ist es, dass Treibhausgase, die im Kontext von Dienstreisen an der MLU entstehen, redu-ziert bzw. eingespart werden. Um eine quantitative Wirkung der Maßnahme feststellen zu können, bedarf es statistischer Daten der CO2 Produktion vor und nach der Maßnahme. Diese wiederum können aus Daten zu Dienstreisen ermittelt werden, die sich aus Angaben über getätigte Dienstrei-sen an der MLU (Start- und Zielort, zurückgelegte Strecke und jeweilige genutzte Verkehrsmittel) ergeben. Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung lagen erste Daten vor, die jedoch keine vali-de quantitative Datenbasis und Aussagen erlaubten (siehe Ist-Zustand). Deswegen wurden qualita-tive Zielstellungen priorisiert, die insbesondere die Ziele der Sensibilisierung zur Thematik, Kom-munikation und Information verfolgten. &lt;br /&gt;
Mit der Maßnahme werden unmittelbar Mitarbeitende der MLU adressiert, die administrativ in der Planung und Organisation von Dienstreisen für andere Beschäftigte tätig sind (u.a. Sekretariate) und die eigenständig Dienstreisen im Rahmen ihrer Beschäftigung und Tätigkeiten an der MLU (Wissenschaft, Verwaltung etc.) planen, organisieren und durchführen. Mittelbar sollen alle Be-schäftigten der MLU zum Thema nachhaltige Dienstreisen sensibilisiert werden. Mit der Maßnah-me wird ein gesamtuniversitärer Prozess angeregt und das Individualverhalten der Beschäftigten adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Ziele wurden im Transformationsteam verfolgt: &lt;br /&gt;
*Förderung der Reduktion von Treibhausgasemissionen durch Vermeidung von Flugreisen und Individualverkehr&lt;br /&gt;
*Förderung von Bahnreisen bzw. öffentlichen Nah- und Fernverkehr im Allgemeinen&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für die nachhaltige Gestaltung von Dienstreisen ins-besondere in Bezug auf die Wahl des Verkehrsmittels&lt;br /&gt;
*Erarbeitung einer Entscheidungshilfe für nachhaltigere Dienstreisen an der MLU&lt;br /&gt;
*Integration der erarbeiteten Handlungsempfehlungen in das digitale Buchungssystem des Ver-tragsreisebüros der MLU auf der Website der Abteilung für Reisekosten&lt;br /&gt;
*Nachhaltigkeit wird als Querschnittsthema bei der Beantragung, Bearbeitung und Umsetzung von Dienstreisen berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine Übertragbarkeit können folgende konkrete Empfehlungen gegeben werden:&lt;br /&gt;
*Die Einbindung der Abteilung Reisekosten war besonders wichtig für die Konkretisierung, der Planung sowie der Umsetzung der Maßnahme. Dies sollte von Beginn an erfolgen, um eine nachhaltige Beachtung von Nachhaltigkeit bei Dienstreisen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
*Individuelle lebensphasenbezogene Bedarfe, wie Sorgeverantwortung, müssen bei der Entwicklung von Handlungsempfehlungen Beachtung finden. &lt;br /&gt;
*Einfache, praxisnahe Tools – z. B. Entscheidungshilfen – müssen bereitgestellt werden, um die Planung nachhaltiger Dienstreisen zu erleichtern.&lt;br /&gt;
*Da die Wirkfähigkeit von Handlungsempfehlungen auf der Ebene der freiwilligen Umsetzung der Hinweise verbleibt, ist zu empfehlen: &lt;br /&gt;
*Die Handlungsempfehlungen durch einen Rektoratsbeschluss in ihrer Legitimation zu stützen oder&lt;br /&gt;
*aus den Empfehlungen gemeinsam mit relevanten Akteur*innen Richtlinien für Dienstreisen zu entwickeln, in denen Nachhaltigkeit als Querschnittsthema integriert ist und die verpflichtend für alle Beschäftigten einer Hochschule gelten&lt;br /&gt;
*Tools für die eigenständige Planung und Umsetzung nachhaltigerer Dienstreisen müssen bereitgestellt werden, um die Niedrigschwelligkeit zu gewährleisten (z.B. THG-Rechner, Smart Travel Tool)&lt;br /&gt;
*Unterstützer*innen und Multiplikator*innen des Vorhabens aus unterschiedlichen Mitgliedergruppen akquirieren&lt;br /&gt;
*Nach Möglichkeit Maßnahmen an vorhandene Strukturen der Universität zum Themas Nachhaltigkeit anbinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Verständnis für unterschiedliche Lebensrealitäten und Karrierestufen deutlich machen&lt;br /&gt;
*Bei Sorge vonseiten der Hochschulleitung Selbstverständlichkeiten zu benennen, mit Value-Action-Gap argumentieren&lt;br /&gt;
*Vorteile des Reisens mit der Bahn hervorheben: Arbeiten tlw. möglich, keine zusätzliche Zeit für Sicherheitskontrollen, etc.&lt;br /&gt;
*Kommunikation über verschiedene Kommunikationskanäle universitätsweit nutzen (bspw. der Newsletter der MLU, die Website des Nachhaltigkeitsbüros bzw. des Projektes sowie der Abteilung Reisekosten für die Information und Aufklärung über die Handlungsempfehlungen und den Entscheidungsbaum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=23985</id>
		<title>Blaupause für Maßnahmen zu Dienstreisemobilität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=23985"/>
		<updated>2025-09-17T10:44:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: /* Beschreibung der Maßnahme */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Best Practice&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Energie, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Energiesparen, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Link zu Best-Practice Guide Transferlabore&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Nachhaltige Mobilität – Nachhaltige Dienstreisemobilität &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Flugreisen reduzieren und Dienstreisen nachhaltiger gestalten“. Sie orientiert sich an der Maßnahme 11 aus dem KlimaPlan der MLU. Ziel dieser Maß-nahme ist es, dass Treibhausgase, die im Kontext von Dienstreisen an der MLU entstehen, redu-ziert bzw. eingespart werden. Um eine quantitative Wirkung der Maßnahme feststellen zu können, bedarf es statistischer Daten der CO2 Produktion vor und nach der Maßnahme. Diese wiederum können aus Daten zu Dienstreisen ermittelt werden, die sich aus Angaben über getätigte Dienstrei-sen an der MLU (Start- und Zielort, zurückgelegte Strecke und jeweilige genutzte Verkehrsmittel) ergeben. Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung lagen erste Daten vor, die jedoch keine vali-de quantitative Datenbasis und Aussagen erlaubten (siehe Ist-Zustand). Deswegen wurden qualita-tive Zielstellungen priorisiert, die insbesondere die Ziele der Sensibilisierung zur Thematik, Kom-munikation und Information verfolgten. &lt;br /&gt;
Mit der Maßnahme werden unmittelbar Mitarbeitende der MLU adressiert, die administrativ in der Planung und Organisation von Dienstreisen für andere Beschäftigte tätig sind (u.a. Sekretariate) und die eigenständig Dienstreisen im Rahmen ihrer Beschäftigung und Tätigkeiten an der MLU (Wissenschaft, Verwaltung etc.) planen, organisieren und durchführen. Mittelbar sollen alle Be-schäftigten der MLU zum Thema nachhaltige Dienstreisen sensibilisiert werden. Mit der Maßnah-me wird ein gesamtuniversitärer Prozess angeregt und das Individualverhalten der Beschäftigten adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Ziele wurden im Transformationsteam verfolgt: &lt;br /&gt;
*Förderung der Reduktion von Treibhausgasemissionen durch Vermeidung von Flugreisen und Individualverkehr&lt;br /&gt;
*Förderung von Bahnreisen bzw. öffentlichen Nah- und Fernverkehr im Allgemeinen&lt;br /&gt;
*Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für die nachhaltige Gestaltung von Dienstreisen ins-besondere in Bezug auf die Wahl des Verkehrsmittels&lt;br /&gt;
*Erarbeitung einer Entscheidungshilfe für nachhaltigere Dienstreisen an der MLU&lt;br /&gt;
*Integration der erarbeiteten Handlungsempfehlungen in das digitale Buchungssystem des Ver-tragsreisebüros der MLU auf der Website der Abteilung für Reisekosten&lt;br /&gt;
*Nachhaltigkeit wird als Querschnittsthema bei der Beantragung, Bearbeitung und Umsetzung von Dienstreisen berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine Übertragbarkeit können folgende konkrete Empfehlungen gegeben werden:&lt;br /&gt;
*Die Einbindung der Abteilung Reisekosten war besonders wichtig für die Konkretisierung, der Planung sowie der Umsetzung der Maßnahme. Dies sollte von Beginn an erfolgen, um eine nachhaltige Beachtung von Nachhaltigkeit bei Dienstreisen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
*Individuelle lebensphasenbezogene Bedarfe, wie Sorgeverantwortung, müssen bei der Entwicklung von Handlungsempfehlungen Beachtung finden. &lt;br /&gt;
*Einfache, praxisnahe Tools – z. B. Entscheidungshilfen – müssen bereitgestellt werden, um die Planung nachhaltiger Dienstreisen zu erleichtern.&lt;br /&gt;
*Da die Wirkfähigkeit von Handlungsempfehlungen auf der Ebene der freiwilligen Umsetzung der Hinweise verbleibt, ist zu empfehlen: &lt;br /&gt;
*Die Handlungsempfehlungen durch einen Rektoratsbeschluss in ihrer Legitimation zu stützen oder&lt;br /&gt;
*aus den Empfehlungen gemeinsam mit relevanten Akteur*innen Richtlinien für Dienstreisen zu entwickeln, in denen Nachhaltigkeit als Querschnittsthema integriert ist und die verpflichtend für alle Beschäftigten einer Hochschule gelten&lt;br /&gt;
*Tools für die eigenständige Planung und Umsetzung nachhaltigerer Dienstreisen müssen bereitgestellt werden, um die Niedrigschwelligkeit zu gewährleisten (z.B. THG-Rechner, Smart Travel Tool)&lt;br /&gt;
*Unterstützer*innen und Multiplikator*innen des Vorhabens aus unterschiedlichen Mitgliedergruppen akquirieren&lt;br /&gt;
*Nach Möglichkeit Maßnahmen an vorhandene Strukturen der Universität zum Themas Nachhaltigkeit anbinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Verständnis für unterschiedliche Lebensrealitäten und Karrierestufen deutlich machen&lt;br /&gt;
*Bei Sorge vonseiten der Hochschulleitung Selbstverständlichkeiten zu benennen, mit Value-Action-Gap argumentieren&lt;br /&gt;
*Vorteile des Reisens mit der Bahn hervorheben: Arbeiten tlw. möglich, keine zusätzliche Zeit für Sicherheitskontrollen, etc.&lt;br /&gt;
*Kommunikation über verschiedene Kommunikationskanäle universitätsweit nutzen (bspw. der Newsletter der MLU, die Website des Nachhaltigkeitsbüros bzw. des Projektes sowie der Abteilung Reisekosten für die Information und Aufklärung über die Handlungsempfehlungen und den Entscheidungsbaum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=23982</id>
		<title>Blaupause für Maßnahmen zu Dienstreisemobilität</title>
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		<updated>2025-09-17T10:12:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Best Practice&lt;br /&gt;
|hfeld=Forschung, Betrieb&lt;br /&gt;
|thema=Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Energie, Betrieb&lt;br /&gt;
|keyw=Energiesparen, Partizipation&lt;br /&gt;
|zielgr=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)&lt;br /&gt;
|richt=BottomUp&lt;br /&gt;
|hochsch=Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Link zu Best-Practice Guide Transferlabore&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine Übertragbarkeit können folgende konkrete Empfehlungen gegeben werden:&lt;br /&gt;
*Die Einbindung der Abteilung Reisekosten war besonders wichtig für die Konkretisierung, der Planung sowie der Umsetzung der Maßnahme. Dies sollte von Beginn an erfolgen, um eine nachhaltige Beachtung von Nachhaltigkeit bei Dienstreisen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
*Individuelle lebensphasenbezogene Bedarfe, wie Sorgeverantwortung, müssen bei der Entwicklung von Handlungsempfehlungen Beachtung finden. &lt;br /&gt;
*Einfache, praxisnahe Tools – z. B. Entscheidungshilfen – müssen bereitgestellt werden, um die Planung nachhaltiger Dienstreisen zu erleichtern.&lt;br /&gt;
*Da die Wirkfähigkeit von Handlungsempfehlungen auf der Ebene der freiwilligen Umsetzung der Hinweise verbleibt, ist zu empfehlen: &lt;br /&gt;
*Die Handlungsempfehlungen durch einen Rektoratsbeschluss in ihrer Legitimation zu stützen oder&lt;br /&gt;
*aus den Empfehlungen gemeinsam mit relevanten Akteur*innen Richtlinien für Dienstreisen zu entwickeln, in denen Nachhaltigkeit als Querschnittsthema integriert ist und die verpflichtend für alle Beschäftigten einer Hochschule gelten&lt;br /&gt;
*Tools für die eigenständige Planung und Umsetzung nachhaltigerer Dienstreisen müssen bereitgestellt werden, um die Niedrigschwelligkeit zu gewährleisten (z.B. THG-Rechner, Smart Travel Tool)&lt;br /&gt;
*Unterstützer*innen und Multiplikator*innen des Vorhabens aus unterschiedlichen Mitgliedergruppen akquirieren&lt;br /&gt;
*Nach Möglichkeit Maßnahmen an vorhandene Strukturen der Universität zum Themas Nachhaltigkeit anbinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Verständnis für unterschiedliche Lebensrealitäten und Karrierestufen deutlich machen&lt;br /&gt;
*Bei Sorge vonseiten der Hochschulleitung Selbstverständlichkeiten zu benennen, mit Value-Action-Gap argumentieren&lt;br /&gt;
*Vorteile des Reisens mit der Bahn hervorheben: Arbeiten tlw. möglich, keine zusätzliche Zeit für Sicherheitskontrollen, etc.&lt;br /&gt;
*Kommunikation über verschiedene Kommunikationskanäle universitätsweit nutzen (bspw. der Newsletter der MLU, die Website des Nachhaltigkeitsbüros bzw. des Projektes sowie der Abteilung Reisekosten für die Information und Aufklärung über die Handlungsempfehlungen und den Entscheidungsbaum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=23972</id>
		<title>Blaupause zum Energiesparen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=23972"/>
		<updated>2025-09-17T08:50:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: /* Rahmenbedingungen der Hochschule */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung. &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Link zu Good-Practice-Guide Transferlabore&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regenerativer Campus: Energie, Abfall und Wasser – Fokus Energie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“. Diese orientiert sich an der Maßnahme 19 aus dem [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/hochschulklimarat/klimaplan_mlu/ KlimaPlan der MLU]. Folgende Ziele wurden im TrafoTeam formuliert und erfolgreich umgesetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring und zur Visualisierung des Energieverbrauchs (Strom, Wärme, Kälte) einzelner Bereiche in einem Zielgebäude&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen zum Thema Energiesparen&lt;br /&gt;
*Verständliche Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ist-Zustand===&lt;br /&gt;
Für die „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ wurden Daten zum Energieverbrauch sowohl der Universität insgesamt (siehe [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/3343046_3385459/3385459_3503977/ Status Quo Analyse der MLU]) als auch der einzelnen Gebäudekomplexe ausgewertet. Dies erfolgte in Kooperation mit dem Energiemanagement. Das ermöglichte eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und half bei der Auswahl eines Pilotgebäudes. Kernindikatoren waren dabei der Strom- und Wärmeverbrauch (in MWh) sowie die Treibhausgasbilanz des jeweiligen Gebäudes. Für das Analysieren des Energie-Einsparpotentials waren im konkreten Fall der MLU die Daten zu den Einsparungen während der Prüfungen von Maßnahmen in Bezug auf die Verordnungen zur Sicherung der Energieversorgung über kurz- und mittelfristige Maßnahmen (EnSiKuMaV) von Vorteil. Der Energiemanager konnte diese auf Gebäudeebene zur Verfügung stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Akteur*innenanalyse===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse an der MLU durchgeführt, die auch den Bereich &#039;&#039;Energie&#039;&#039; umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert und kontaktiert werden. In Abbildung 1 wurden die für das Transferlabor relevanten Akteur*innen dargestellt.&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden formell zuständige Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Hochschulklimarat&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;) angesprochen. Das &#039;&#039;&#039;TrafoTeam&#039;&#039;&#039; setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren vier Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Bauangelegenheiten - Projektingenieur Hochschulbau&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Technisches Gebäudemanagement - Energiemanager&lt;br /&gt;
*Student (Mathematik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
*Student (Informatik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere (Schlüssel)personen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Im Projekt wurde ein Ideenwettbewerb durchgeführt, der von einer zusammengestellten Jury begleitet wurde. Mitglieder der Jury zur Bewertung der Einreichungen im Ideenwettbewerb wurden aufgrund ihres Bezugs zum Pilotgebäude oder ihrer fachlichen Expertise (z.B. technisch-bauliche Kenntnisse) ausgewählt. Außerdem sollte die Jury eine gewisse Repräsentativität ausstrahlen und verschiedene Mitgliedergruppen vertreten.&lt;br /&gt;
*Mitglieder waren: der Abteilungsleiter Bau und Liegenschaften, die Dekane der im Pilotgebäude vertretenen Fakultäten sowie ein Vertreter des TrafoTeams&lt;br /&gt;
*Ansprechpersonen im Pilotgebäude: Direktor und stellvertretende Direktoren, Sekretariat, Leiter*innen der wissenschaftlichen Arbeitsgruppen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einschätzung zur Zusammensetzung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*hohe Motivation der einzelnen Akteur*innen &lt;br /&gt;
*Unausgewogenes Geschlechterverhältnis (mehr männliche Personen)&lt;br /&gt;
*Fachexpertise aus den Bereichen Kommunikationswissenschaft oder Umweltpsychologie fehlte&lt;br /&gt;
*Zu kleine Gruppe, um Untergruppen für verschiedenen Aufgaben zu bilden&lt;br /&gt;
*Alle hier berichteten Aktivitäten wurden vom TrafoTeam gemeinsam getragen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innensanalyse Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ .png|Akteur*innensanalyse Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ (Legende: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; - - Auch außerhalb des Projekts zugeordnet)]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Umsetzungsschritte===&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“.png|Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“|alternativtext=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen (Details zu Transformationsteams können dem &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Good-Practice Guide&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt; entnommen werden)&lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen des Energiemanagers mit ähnlichen Prozessen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Entscheidung im TrafoTeam für ein Zielgebäude unter Beachtung der Indikatoren Energieverbrauch und Energieeinsparpotential. Das Pilotgebäude ist ein Neubau aus dem Jahr 2017 mit moderner Ausstattung inklusive einer relativ hohen Dichte an Messpunkten für Energieverbrauch; 5.400 m² Nutzfläche; 3 Fakultäten vertreten; etwa 250 Mitarbeitende; etwa 65% der Räume sind Labore&lt;br /&gt;
*Konkretisierung der Energiesparziele (2% Einsparung pro Jahr im Zielgebäude, entsprechend dem EnEfG)&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Definition von (Teil)zielen; Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Vorbereitung rund um das Pilotgebäude&#039;&#039;: Identifikation relevanter Zielgruppen sowie Ermittlung von Arbeitsgruppenleitungen und Ansprechpersonen aus den verschiedenen Fakultäten&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Einbindung der Führungsebene:&#039;&#039; Abstimmungsgespräch mit den Direktoren des Pilotgebäudes zur Unterstützung des Vorhabens. Die Teilnahme der Ansprechperson für das Energiemanagement zur Klärung technischer Fragen wird empfohlen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Organisation von &amp;lt;u&amp;gt;Kampagnenmaterial&amp;lt;/u&amp;gt;&#039; und Öffentlichkeitsarbeit:&#039;&#039; Es wurden in Abstimmung mit einer Professorin der Kommunikationswissenschaften geeignete Kommunikationsmittel rund um energiesparendes Verhalten in den Büros, Laboren, etc. des Gebäudes entwickelt. Dabei wurde sowohl Strom als auch Wärme adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring des Strom-, Kälte- und Wärmeverbrauchs auf Gesamtgebäudeebene:&lt;br /&gt;
**Ziel war eine Sensibilisierung für den Energieverbrauch im Gebäude und so letztendlich ein energieeffizientes und energiesparendes Verhalten der Nutzer*innen, wobei ein Effekt durch die Visualisierung erwartet wurde.  &lt;br /&gt;
**Visualisierung des Energieverbrauchs: Der Energieverbrauch im Pilotgebäude wurde über einen öffentlich sichtbaren Monitor im Eingangsbereich transparent gemacht. Dargestellt werden die Daten auf einem Dashboard mit einer Energiemanagement-Software. Die visuelle Aufbereitung der Daten und die Installation des Monitors übernahmen der Energiemanager und das IT-Servicezentrum.&lt;br /&gt;
**Dargestellte Kennzahlen (in Form von Balkendiagrammen):&lt;br /&gt;
***Aktueller Stromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch vor einem Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Energieverbrauch der Kältemaschinen im aktuellen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Stromverbrauch des aktuellen und des vergangenen Jahres in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Wärmeverbrauch im aktuellen und vergangenen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen für die Mitarbeitenden des Pilotgebäudes zum Thema Energiesparen (weitere Informationen unter Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten)&lt;br /&gt;
**Workshops für Mitarbeitende in Laboren. Ziel: Der Workshop bot eine Möglichkeit, Methoden zum Energiesparen in Laboren zu erlernen (z.B. shut the sash); Die drei Workshops hatten einen Umfang von jeweils 2 Stunden und es nahmen jeweils zwischen 8 und 18 Personen teil; Material: Präsentationsfolien im Nachgang zur Verfügung gestellt; Leitung des Workshops übernahm eine Referentin für Nachhaltigkeit im Labor (s. Abbildung 1): Empfehlung von Kolleginnen aus der Universität; Kontaktaufnahme per Mail und Telefon; Honorarbasis&lt;br /&gt;
**Ideenwettbewerb: Ziel war es die Mitarbeiter*innen-Perspektiven in den Gesamtprozess einzubeziehen, deren Wissen zu ihrem persönlichen Arbeitsplatz zu nutzen sowie ihnen das Transferlabor näher zu bringen; Dauer: etwa 4 Wochen zur Einreichung von Ideen, anschließend etwa 4 Wochen zur Bewertung und Auswahl; Resonanz: 13 Maßnahmen wurden eingereicht. Für die Bewertung legte die Jury festgelegte Kriterien an, um sicherzustellen, dass die ausgewählten Ideen sowohl praktikabel als auch wirkungsvoll sind: Einsparungspotential, Verstetigungspotential, Kosten, Auswirkungen, Hürden für die Umsetzung (&amp;lt;u&amp;gt;s. &#039;&#039;Bewertungsmatrix&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;)&lt;br /&gt;
**Haustürgespräche (Gesprächsangebote vor Ort im Pilotgebäude) mit Nutzer*innen des Gebäudes; Ziel: auf das Transferlabor aufmerksam machen, Raum für Fragen und Kritik bieten; Ort: in den Pausenräumen; vorherige Ankündigung per E-Mail über den Hausverteiler&lt;br /&gt;
*Auswahl der Gewinner*innen des Ideenwettbewerbs durch Jury (&amp;lt;u&amp;gt;s. &#039;&#039;Dokumente Bewertung Jurymitglied; Gesamtbewertung Jury&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;); Beiträge des Ideenwettbewerbs wurden HS-öffentlich zur Verfügung gestellt&lt;br /&gt;
*Begleitung der Maßnahmenumsetzung der bestplatzierten Ideen aus dem Wettbewerb durch das TrafoTeam: Anpassung der Thermostate im Pilotgebäude (Austausch mit regulierbaren Thermostaten) und Tipps zur energiesparenden Nutzung von Ultratiefkühlgeräten (auf Projekt-Website und in jährlichen Belehrungen zum Arbeitsschutz); Kommunikation zur umgesetzten Idee aus dem Wettbewerb mittels Rundmail über den Hausverteiler und auf der Projekt-Website&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum zur Anpassung von Thermostaten, wobei der Umsetzungszeitraum hier außerhalb des Transferlaborzeitraums liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschlussphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Ziele (unter Beschreibung der Maßnahme) konnten alle erreicht werden. Das konkrete Ziel der Einsparung von 2 % Energie wird vom Energiemanager nach Ablauf eines Jahres geprüft. &lt;br /&gt;
*Abschlussveranstaltung im Pilotgebäude mit Vorstellung der Kampagnenergebnisse durch das TrafoTeam: PowerPoint Präsentation und anschließende Diskussion; Eingeladen waren die Jury des Ideenwettbewerbs, Mitarbeitende und Direktoren des Pilotgebäudes&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe des Monitorings an den Energiemanager zur dauerhaften Implementierung und Nutzung: Verantwortung für technischen Support (z.B. regelmäßige Softwareupdates) und Auswertung der Daten hinsichtlich möglicher Einsparungen und der Erfüllung des 2%-Ziels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten===&lt;br /&gt;
*[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ Website zum Transferlabor Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen]&lt;br /&gt;
*[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ideenwettbewerb/ Website Ideenwettbewerb]&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Poster zu Projektinfo, Ideenwettbewerb und Workshop&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Ideensammlung&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[https://echo-energie.de Echokampagne] bieten Leitfaden, Checkliste und Infomaterial zum Energiesparen in Zielgebäuden, die genutzt wurden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
===Rahmenbedingungen des Transferlabors===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von neun Monaten. Für eine solide Maßnahmenumsetzung inklusive Verstetigung wäre mehr Zeit notwendig gewesen. Die Empfehlung ist, mindestens 12 Monate einzuplanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung wurden etwa 2.300 € verausgabt. Ursprünglich waren mehr Mittel für technische Anpassungen im Pilotgebäude einkalkuliert. Für den zur Verfügung stehenden zeitlichen und finanziellen Rahmen konnten keine umsetzbaren Anpassungen identifiziert und installiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2.300 € setzten sich aus folgenden Posten zusammen:&lt;br /&gt;
1.500 € Honorar der Referentin für drei Workshops zu Nachhaltigkeit im Labor&lt;br /&gt;
700 € Digital Signage (Visualisierung des Energieverbrauchs): Monitor (40 Zoll), Steuerung (Minicomputer + SD-Karte), Wandhalterung, Montage&lt;br /&gt;
100 € Druckkosten für Informationsmaterial &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für weitere technische Anpassung müsste beispielsweise einkalkuliert werden:&lt;br /&gt;
2.000 € Umbau Thermostate im Zielgebäude in 62 Büroräumen (Material- und Montagekosten der Sanitärfirma).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rahmenbedingungen der Hochschule===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Standorte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Hauptstandort Halle (Saale) gibt es 4 Campi: Universitätsplatz, Steintor-Campus, Franckeschen Stiftungen, Weinberg-Campus mit Campus Heide-Süd. Das Pilotgebäude befand sich am Weinbergcampus. Auf dem Weinberg Campus leben, studieren und arbeiten etwa 15.000 Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität setzt sich aus folgenden HS-Angehörigen zusammen:&lt;br /&gt;
*ca. 19.943 Studierende&lt;br /&gt;
*über 4.027 Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**288 Professor*innen&lt;br /&gt;
**1.478 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen&lt;br /&gt;
**1.091 Wissenschaftsunterstützende Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**1.170 Wissenschaftliche Hilfskräfte (Stand vom 31.12.2023).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unterstützung der Hochschulleitung zur Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung der MLU unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Die Rektorin übernahm die Projektleitung und stellte Mitarbeitende, etwa für die Teilnahme am TrafoTeam, frei. Dieser Umstand unterstützte bei der Argumentation für die Umsetzung der Maßnahme. Mit der Hochschulleitung fand ein regelmäßiger Austausch statt, zudem konnten die Maßnahmen in Kommissionen der Hochschulleitung vorgestellt und diskutiert werden. Dies ermöglichte es, die Maßnahmen im Kontext aktueller Ausrichtungen der Hochschule einzuordnen, Parallelstrukturen zu vermeiden oder Synergien zu knüpfen. Als Hinweis für die Planung weiterer Projekte lässt sich festhalten, dass die zeitlichen Kapazitäten möglicher Leitungspersonen berücksichtigt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es keine*n Nachhaltigkeitsbeauftragten oder eine andere Art der Institutionalisierung in Bezug auf Nachhaltigkeit. Diese mangelnde Institutionalisierung von Nachhaltigkeit gestaltete sich als Herausforderung, gerade in der Verstetigung von Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tätigkeitsbereich des Energiemanagers ist aber für den Bereiche des Klimaschutzes wichtig, z.B. aufgrund des Gesetzes zur Steigerung der Energieeffizienz in Deutschland (EnEfG) oder Energie- (ISO50001) bzw. Umweltmanagementsysteme (ISO140001).&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Weitere Relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Unterstützung durch den Leiter der Abteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement war wesentlich, um die Maßnahme erfolgreich umzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Allgemeine Hinweise zu hemmenden/ fördernden Aspekte im Transferlabor &#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;finden Sie hier&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Einbindung des Energiemanagers war besonders wichtig für die Konkretisierung, Planung sowie Umsetzung der Maßnahme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Bei der Ansprache von Personen im Pilotgebäude muss darauf geachtet werden Mitarbeitende nicht als „Schuldige“ zu adressieren und Auswahl des Gebäudes rücksichtsvoll zu kommunizieren.&lt;br /&gt;
*Institute mit einem hohen Energieverbrauch können sich schnell an den Pranger gestellt fühlen, stattdessen sollte deren (Transformations-) Potential herausgestellt werden (Perspektiven aufzeigen, Informationen geben, Fortschritte wertschätzen)&lt;br /&gt;
*&amp;quot;Zeigefinger&amp;quot; auf energieintensivste Liegenschaften wie das Pilotgebäude eher kontraproduktiv, moralische Ansprache mit Verweis auf Klimakrise erzeugte vereinzelt bei Mitarbeiter*innen im Zielgebäude Aversion und kollidierte mit der vorhandenen Resignation und Frustration&lt;br /&gt;
*Empfehlenswert ist die Begleitung des Vorhabens mit einer öffentlichkeitswirksamen Kampagne. Hierbei sollten möglichst alle Kommunikationskanäle der Hochschule berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
*Zur verständlichen Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten war eine Kombination aus Top-down und Bottom-up Maßnahmen zielführend (Workshops, Informationsveranstaltungen, Ideenwettbewerb – Details siehe oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=23971</id>
		<title>Blaupause zum Energiesparen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=23971"/>
		<updated>2025-09-17T08:48:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: /* Umsetzung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung. &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Link zu Good-Practice-Guide Transferlabore&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regenerativer Campus: Energie, Abfall und Wasser – Fokus Energie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“. Diese orientiert sich an der Maßnahme 19 aus dem [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/hochschulklimarat/klimaplan_mlu/ KlimaPlan der MLU]. Folgende Ziele wurden im TrafoTeam formuliert und erfolgreich umgesetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring und zur Visualisierung des Energieverbrauchs (Strom, Wärme, Kälte) einzelner Bereiche in einem Zielgebäude&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen zum Thema Energiesparen&lt;br /&gt;
*Verständliche Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ist-Zustand===&lt;br /&gt;
Für die „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ wurden Daten zum Energieverbrauch sowohl der Universität insgesamt (siehe [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/3343046_3385459/3385459_3503977/ Status Quo Analyse der MLU]) als auch der einzelnen Gebäudekomplexe ausgewertet. Dies erfolgte in Kooperation mit dem Energiemanagement. Das ermöglichte eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und half bei der Auswahl eines Pilotgebäudes. Kernindikatoren waren dabei der Strom- und Wärmeverbrauch (in MWh) sowie die Treibhausgasbilanz des jeweiligen Gebäudes. Für das Analysieren des Energie-Einsparpotentials waren im konkreten Fall der MLU die Daten zu den Einsparungen während der Prüfungen von Maßnahmen in Bezug auf die Verordnungen zur Sicherung der Energieversorgung über kurz- und mittelfristige Maßnahmen (EnSiKuMaV) von Vorteil. Der Energiemanager konnte diese auf Gebäudeebene zur Verfügung stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Akteur*innenanalyse===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse an der MLU durchgeführt, die auch den Bereich &#039;&#039;Energie&#039;&#039; umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert und kontaktiert werden. In Abbildung 1 wurden die für das Transferlabor relevanten Akteur*innen dargestellt.&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden formell zuständige Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Hochschulklimarat&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;) angesprochen. Das &#039;&#039;&#039;TrafoTeam&#039;&#039;&#039; setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren vier Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Bauangelegenheiten - Projektingenieur Hochschulbau&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Technisches Gebäudemanagement - Energiemanager&lt;br /&gt;
*Student (Mathematik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
*Student (Informatik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere (Schlüssel)personen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Im Projekt wurde ein Ideenwettbewerb durchgeführt, der von einer zusammengestellten Jury begleitet wurde. Mitglieder der Jury zur Bewertung der Einreichungen im Ideenwettbewerb wurden aufgrund ihres Bezugs zum Pilotgebäude oder ihrer fachlichen Expertise (z.B. technisch-bauliche Kenntnisse) ausgewählt. Außerdem sollte die Jury eine gewisse Repräsentativität ausstrahlen und verschiedene Mitgliedergruppen vertreten.&lt;br /&gt;
*Mitglieder waren: der Abteilungsleiter Bau und Liegenschaften, die Dekane der im Pilotgebäude vertretenen Fakultäten sowie ein Vertreter des TrafoTeams&lt;br /&gt;
*Ansprechpersonen im Pilotgebäude: Direktor und stellvertretende Direktoren, Sekretariat, Leiter*innen der wissenschaftlichen Arbeitsgruppen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einschätzung zur Zusammensetzung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*hohe Motivation der einzelnen Akteur*innen &lt;br /&gt;
*Unausgewogenes Geschlechterverhältnis (mehr männliche Personen)&lt;br /&gt;
*Fachexpertise aus den Bereichen Kommunikationswissenschaft oder Umweltpsychologie fehlte&lt;br /&gt;
*Zu kleine Gruppe, um Untergruppen für verschiedenen Aufgaben zu bilden&lt;br /&gt;
*Alle hier berichteten Aktivitäten wurden vom TrafoTeam gemeinsam getragen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innensanalyse Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ .png|Akteur*innensanalyse Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ (Legende: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; - - Auch außerhalb des Projekts zugeordnet)]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Umsetzungsschritte===&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“.png|Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“|alternativtext=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen (Details zu Transformationsteams können dem &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Good-Practice Guide&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt; entnommen werden)&lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen des Energiemanagers mit ähnlichen Prozessen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Entscheidung im TrafoTeam für ein Zielgebäude unter Beachtung der Indikatoren Energieverbrauch und Energieeinsparpotential. Das Pilotgebäude ist ein Neubau aus dem Jahr 2017 mit moderner Ausstattung inklusive einer relativ hohen Dichte an Messpunkten für Energieverbrauch; 5.400 m² Nutzfläche; 3 Fakultäten vertreten; etwa 250 Mitarbeitende; etwa 65% der Räume sind Labore&lt;br /&gt;
*Konkretisierung der Energiesparziele (2% Einsparung pro Jahr im Zielgebäude, entsprechend dem EnEfG)&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Definition von (Teil)zielen; Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Vorbereitung rund um das Pilotgebäude&#039;&#039;: Identifikation relevanter Zielgruppen sowie Ermittlung von Arbeitsgruppenleitungen und Ansprechpersonen aus den verschiedenen Fakultäten&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Einbindung der Führungsebene:&#039;&#039; Abstimmungsgespräch mit den Direktoren des Pilotgebäudes zur Unterstützung des Vorhabens. Die Teilnahme der Ansprechperson für das Energiemanagement zur Klärung technischer Fragen wird empfohlen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Organisation von &amp;lt;u&amp;gt;Kampagnenmaterial&amp;lt;/u&amp;gt;&#039; und Öffentlichkeitsarbeit:&#039;&#039; Es wurden in Abstimmung mit einer Professorin der Kommunikationswissenschaften geeignete Kommunikationsmittel rund um energiesparendes Verhalten in den Büros, Laboren, etc. des Gebäudes entwickelt. Dabei wurde sowohl Strom als auch Wärme adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring des Strom-, Kälte- und Wärmeverbrauchs auf Gesamtgebäudeebene:&lt;br /&gt;
**Ziel war eine Sensibilisierung für den Energieverbrauch im Gebäude und so letztendlich ein energieeffizientes und energiesparendes Verhalten der Nutzer*innen, wobei ein Effekt durch die Visualisierung erwartet wurde.  &lt;br /&gt;
**Visualisierung des Energieverbrauchs: Der Energieverbrauch im Pilotgebäude wurde über einen öffentlich sichtbaren Monitor im Eingangsbereich transparent gemacht. Dargestellt werden die Daten auf einem Dashboard mit einer Energiemanagement-Software. Die visuelle Aufbereitung der Daten und die Installation des Monitors übernahmen der Energiemanager und das IT-Servicezentrum.&lt;br /&gt;
**Dargestellte Kennzahlen (in Form von Balkendiagrammen):&lt;br /&gt;
***Aktueller Stromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch vor einem Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Energieverbrauch der Kältemaschinen im aktuellen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Stromverbrauch des aktuellen und des vergangenen Jahres in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Wärmeverbrauch im aktuellen und vergangenen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen für die Mitarbeitenden des Pilotgebäudes zum Thema Energiesparen (weitere Informationen unter Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten)&lt;br /&gt;
**Workshops für Mitarbeitende in Laboren. Ziel: Der Workshop bot eine Möglichkeit, Methoden zum Energiesparen in Laboren zu erlernen (z.B. shut the sash); Die drei Workshops hatten einen Umfang von jeweils 2 Stunden und es nahmen jeweils zwischen 8 und 18 Personen teil; Material: Präsentationsfolien im Nachgang zur Verfügung gestellt; Leitung des Workshops übernahm eine Referentin für Nachhaltigkeit im Labor (s. Abbildung 1): Empfehlung von Kolleginnen aus der Universität; Kontaktaufnahme per Mail und Telefon; Honorarbasis&lt;br /&gt;
**Ideenwettbewerb: Ziel war es die Mitarbeiter*innen-Perspektiven in den Gesamtprozess einzubeziehen, deren Wissen zu ihrem persönlichen Arbeitsplatz zu nutzen sowie ihnen das Transferlabor näher zu bringen; Dauer: etwa 4 Wochen zur Einreichung von Ideen, anschließend etwa 4 Wochen zur Bewertung und Auswahl; Resonanz: 13 Maßnahmen wurden eingereicht. Für die Bewertung legte die Jury festgelegte Kriterien an, um sicherzustellen, dass die ausgewählten Ideen sowohl praktikabel als auch wirkungsvoll sind: Einsparungspotential, Verstetigungspotential, Kosten, Auswirkungen, Hürden für die Umsetzung (&amp;lt;u&amp;gt;s. &#039;&#039;Bewertungsmatrix&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;)&lt;br /&gt;
**Haustürgespräche (Gesprächsangebote vor Ort im Pilotgebäude) mit Nutzer*innen des Gebäudes; Ziel: auf das Transferlabor aufmerksam machen, Raum für Fragen und Kritik bieten; Ort: in den Pausenräumen; vorherige Ankündigung per E-Mail über den Hausverteiler&lt;br /&gt;
*Auswahl der Gewinner*innen des Ideenwettbewerbs durch Jury (&amp;lt;u&amp;gt;s. &#039;&#039;Dokumente Bewertung Jurymitglied; Gesamtbewertung Jury&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;); Beiträge des Ideenwettbewerbs wurden HS-öffentlich zur Verfügung gestellt&lt;br /&gt;
*Begleitung der Maßnahmenumsetzung der bestplatzierten Ideen aus dem Wettbewerb durch das TrafoTeam: Anpassung der Thermostate im Pilotgebäude (Austausch mit regulierbaren Thermostaten) und Tipps zur energiesparenden Nutzung von Ultratiefkühlgeräten (auf Projekt-Website und in jährlichen Belehrungen zum Arbeitsschutz); Kommunikation zur umgesetzten Idee aus dem Wettbewerb mittels Rundmail über den Hausverteiler und auf der Projekt-Website&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum zur Anpassung von Thermostaten, wobei der Umsetzungszeitraum hier außerhalb des Transferlaborzeitraums liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschlussphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Ziele (unter Beschreibung der Maßnahme) konnten alle erreicht werden. Das konkrete Ziel der Einsparung von 2 % Energie wird vom Energiemanager nach Ablauf eines Jahres geprüft. &lt;br /&gt;
*Abschlussveranstaltung im Pilotgebäude mit Vorstellung der Kampagnenergebnisse durch das TrafoTeam: PowerPoint Präsentation und anschließende Diskussion; Eingeladen waren die Jury des Ideenwettbewerbs, Mitarbeitende und Direktoren des Pilotgebäudes&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe des Monitorings an den Energiemanager zur dauerhaften Implementierung und Nutzung: Verantwortung für technischen Support (z.B. regelmäßige Softwareupdates) und Auswertung der Daten hinsichtlich möglicher Einsparungen und der Erfüllung des 2%-Ziels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten===&lt;br /&gt;
*[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ Website zum Transferlabor Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen]&lt;br /&gt;
*[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ideenwettbewerb/ Website Ideenwettbewerb]&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Poster zu Projektinfo, Ideenwettbewerb und Workshop&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Ideensammlung&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[https://echo-energie.de Echokampagne] bieten Leitfaden, Checkliste und Infomaterial zum Energiesparen in Zielgebäuden, die genutzt wurden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
===Rahmenbedingungen des Transferlabors===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von neun Monaten. Für eine solide Maßnahmenumsetzung inklusive Verstetigung wäre mehr Zeit notwendig gewesen. Die Empfehlung ist, mindestens 12 Monate einzuplanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung wurden etwa 2.300 € verausgabt. Ursprünglich waren mehr Mittel für technische Anpassungen im Pilotgebäude einkalkuliert. Für den zur Verfügung stehenden zeitlichen und finanziellen Rahmen konnten keine umsetzbaren Anpassungen identifiziert und installiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2.300 € setzten sich aus folgenden Posten zusammen:&lt;br /&gt;
1.500 € Honorar der Referentin für drei Workshops zu Nachhaltigkeit im Labor&lt;br /&gt;
700 € Digital Signage (Visualisierung des Energieverbrauchs): Monitor (40 Zoll), Steuerung (Minicomputer + SD-Karte), Wandhalterung, Montage&lt;br /&gt;
100 € Druckkosten für Informationsmaterial &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für weitere technische Anpassung müsste beispielsweise einkalkuliert werden:&lt;br /&gt;
2.000 € Umbau Thermostate im Zielgebäude in 62 Büroräumen (Material- und Montagekosten der Sanitärfirma)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rahmenbedingungen der Hochschule===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Standorte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Am Hauptstandort Halle (Saale) gibt es 4 Campi: Universitätsplatz, Steintor-Campus, Franckeschen Stiftungen, Weinberg-Campus mit Campus Heide-Süd. Das Pilotgebäude befand sich am Weinbergcampus. Auf dem Weinberg Campus leben, studieren und arbeiten etwa 15.000 Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität setzt sich aus folgenden HS-Angehörigen zusammen:&lt;br /&gt;
*ca. 19.943 Studierende&lt;br /&gt;
*über 4.027 Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**288 Professor*innen&lt;br /&gt;
**1.478 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen&lt;br /&gt;
**1.091 Wissenschaftsunterstützende Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**1.170 Wissenschaftliche Hilfskräfte (Stand vom 31.12.2023).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unterstützung der Hochschulleitung zur Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung der MLU unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Die Rektorin übernahm die Projektleitung und stellte Mitarbeitende, etwa für die Teilnahme am TrafoTeam, frei. Dieser Umstand unterstützte bei der Argumentation für die Umsetzung der Maßnahme. Mit der Hochschulleitung fand ein regelmäßiger Austausch statt, zudem konnten die Maßnahmen in Kommissionen der Hochschulleitung vorgestellt und diskutiert werden. Dies ermöglichte es, die Maßnahmen im Kontext aktueller Ausrichtungen der Hochschule einzuordnen, Parallelstrukturen zu vermeiden oder Synergien zu knüpfen. Als Hinweis für die Planung weiterer Projekte lässt sich festhalten, dass die zeitlichen Kapazitäten möglicher Leitungspersonen berücksichtigt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es keine*n Nachhaltigkeitsbeauftragten oder eine andere Art der Institutionalisierung in Bezug auf Nachhaltigkeit. Diese mangelnde Institutionalisierung von Nachhaltigkeit gestaltete sich als Herausforderung, gerade in der Verstetigung von Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tätigkeitsbereich des Energiemanagers ist aber für den Bereiche des Klimaschutzes wichtig, z.B. aufgrund des Gesetzes zur Steigerung der Energieeffizienz in Deutschland (EnEfG) oder Energie- (ISO50001) bzw. Umweltmanagementsysteme (ISO140001).&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Weitere Relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Unterstützung durch den Leiter der Abteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement war wesentlich, um die Maßnahme erfolgreich umzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Allgemeine Hinweise zu hemmenden/ fördernden Aspekte im Transferlabor &#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;finden Sie hier&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Einbindung des Energiemanagers war besonders wichtig für die Konkretisierung, Planung sowie Umsetzung der Maßnahme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Bei der Ansprache von Personen im Pilotgebäude muss darauf geachtet werden Mitarbeitende nicht als „Schuldige“ zu adressieren und Auswahl des Gebäudes rücksichtsvoll zu kommunizieren.&lt;br /&gt;
*Institute mit einem hohen Energieverbrauch können sich schnell an den Pranger gestellt fühlen, stattdessen sollte deren (Transformations-) Potential herausgestellt werden (Perspektiven aufzeigen, Informationen geben, Fortschritte wertschätzen)&lt;br /&gt;
*&amp;quot;Zeigefinger&amp;quot; auf energieintensivste Liegenschaften wie das Pilotgebäude eher kontraproduktiv, moralische Ansprache mit Verweis auf Klimakrise erzeugte vereinzelt bei Mitarbeiter*innen im Zielgebäude Aversion und kollidierte mit der vorhandenen Resignation und Frustration&lt;br /&gt;
*Empfehlenswert ist die Begleitung des Vorhabens mit einer öffentlichkeitswirksamen Kampagne. Hierbei sollten möglichst alle Kommunikationskanäle der Hochschule berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
*Zur verständlichen Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten war eine Kombination aus Top-down und Bottom-up Maßnahmen zielführend (Workshops, Informationsveranstaltungen, Ideenwettbewerb – Details siehe oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=23970</id>
		<title>Blaupause zum Energiesparen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=23970"/>
		<updated>2025-09-17T08:38:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: /* Akteur*innenanalyse */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung. &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Link zu Good-Practice-Guide Transferlabore&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regenerativer Campus: Energie, Abfall und Wasser – Fokus Energie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“. Diese orientiert sich an der Maßnahme 19 aus dem [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/hochschulklimarat/klimaplan_mlu/ KlimaPlan der MLU]. Folgende Ziele wurden im TrafoTeam formuliert und erfolgreich umgesetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring und zur Visualisierung des Energieverbrauchs (Strom, Wärme, Kälte) einzelner Bereiche in einem Zielgebäude&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen zum Thema Energiesparen&lt;br /&gt;
*Verständliche Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ist-Zustand===&lt;br /&gt;
Für die „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ wurden Daten zum Energieverbrauch sowohl der Universität insgesamt (siehe [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/3343046_3385459/3385459_3503977/ Status Quo Analyse der MLU]) als auch der einzelnen Gebäudekomplexe ausgewertet. Dies erfolgte in Kooperation mit dem Energiemanagement. Das ermöglichte eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und half bei der Auswahl eines Pilotgebäudes. Kernindikatoren waren dabei der Strom- und Wärmeverbrauch (in MWh) sowie die Treibhausgasbilanz des jeweiligen Gebäudes. Für das Analysieren des Energie-Einsparpotentials waren im konkreten Fall der MLU die Daten zu den Einsparungen während der Prüfungen von Maßnahmen in Bezug auf die Verordnungen zur Sicherung der Energieversorgung über kurz- und mittelfristige Maßnahmen (EnSiKuMaV) von Vorteil. Der Energiemanager konnte diese auf Gebäudeebene zur Verfügung stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Akteur*innenanalyse===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse an der MLU durchgeführt, die auch den Bereich &#039;&#039;Energie&#039;&#039; umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert und kontaktiert werden. In Abbildung 1 wurden die für das Transferlabor relevanten Akteur*innen dargestellt.&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden formell zuständige Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Hochschulklimarat&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;) angesprochen. Das &#039;&#039;&#039;TrafoTeam&#039;&#039;&#039; setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren vier Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Bauangelegenheiten - Projektingenieur Hochschulbau&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Technisches Gebäudemanagement - Energiemanager&lt;br /&gt;
*Student (Mathematik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
*Student (Informatik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere (Schlüssel)personen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Im Projekt wurde ein Ideenwettbewerb durchgeführt, der von einer zusammengestellten Jury begleitet wurde. Mitglieder der Jury zur Bewertung der Einreichungen im Ideenwettbewerb wurden aufgrund ihres Bezugs zum Pilotgebäude oder ihrer fachlichen Expertise (z.B. technisch-bauliche Kenntnisse) ausgewählt. Außerdem sollte die Jury eine gewisse Repräsentativität ausstrahlen und verschiedene Mitgliedergruppen vertreten.&lt;br /&gt;
*Mitglieder waren: der Abteilungsleiter Bau und Liegenschaften, die Dekane der im Pilotgebäude vertretenen Fakultäten sowie ein Vertreter des TrafoTeams&lt;br /&gt;
*Ansprechpersonen im Pilotgebäude: Direktor und stellvertretende Direktoren, Sekretariat, Leiter*innen der wissenschaftlichen Arbeitsgruppen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einschätzung zur Zusammensetzung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*hohe Motivation der einzelnen Akteur*innen &lt;br /&gt;
*Unausgewogenes Geschlechterverhältnis (mehr männliche Personen)&lt;br /&gt;
*Fachexpertise aus den Bereichen Kommunikationswissenschaft oder Umweltpsychologie fehlte&lt;br /&gt;
*Zu kleine Gruppe, um Untergruppen für verschiedenen Aufgaben zu bilden&lt;br /&gt;
*Alle hier berichteten Aktivitäten wurden vom TrafoTeam gemeinsam getragen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innensanalyse Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ .png|Akteur*innensanalyse Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ (Legende: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; - - Auch außerhalb des Projekts zugeordnet)]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Umsetzungsschritte===&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“.png|Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“|alternativtext=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen (Details zu Transformationsteams können dem &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Good-Practice Guide&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt; entnommen werden)&lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen des Energiemanagers mit ähnlichen Prozessen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Entscheidung im TrafoTeam für ein Zielgebäude unter Beachtung der Indikatoren Energieverbrauch und Energieeinsparpotential. Das Pilotgebäude ist ein Neubau aus dem Jahr 2017 mit moderner Ausstattung inklusive einer relativ hohen Dichte an Messpunkten für Energieverbrauch; 5.400 m² Nutzfläche; 3 Fakultäten vertreten; etwa 250 Mitarbeitende; etwa 65% der Räume sind Labore&lt;br /&gt;
*Konkretisierung der Energiesparziele (2% Einsparung pro Jahr im Zielgebäude, entsprechend dem EnEfG)&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Definition von (Teil)zielen; Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Vorbereitung rund um das Pilotgebäude&#039;&#039;: Identifikation relevanter Zielgruppen sowie Ermittlung von Arbeitsgruppenleitungen und Ansprechpersonen aus den verschiedenen Fakultäten&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Einbindung der Führungsebene:&#039;&#039; Abstimmungsgespräch mit den Direktoren des Pilotgebäudes zur Unterstützung des Vorhabens. Die Teilnahme der Ansprechperson für das Energiemanagement zur Klärung technischer Fragen wird empfohlen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Organisation von &amp;lt;u&amp;gt;Kampagnenmaterial&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt; und Öffentlichkeitsarbeit:&#039;&#039; Es wurden in Abstimmung mit einer Professorin der Kommunikationswissenschaften geeignete Kommunikationsmittel rund um energiesparendes Verhalten in den Büros, Laboren, etc. des Gebäudes entwickelt. Dabei wurde sowohl Strom als auch Wärme adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring des Strom-, Kälte- und Wärmeverbrauchs auf Gesamtgebäudeebene:&lt;br /&gt;
**Ziel war eine Sensibilisierung für den Energieverbrauch im Gebäude und so letztendlich ein energieeffizientes und energiesparendes Verhalten der Nutzer*innen, wobei ein Effekt durch die Visualisierung erwartet wurde.  &lt;br /&gt;
**Visualisierung des Energieverbrauchs: Der Energieverbrauch im Pilotgebäude wurde über einen öffentlich sichtbaren Monitor im Eingangsbereich transparent gemacht. Dargestellt werden die Daten auf einem Dashboard mit einer Energiemanagement-Software. Die visuelle Aufbereitung der Daten und die Installation des Monitors übernahmen der Energiemanager und das IT-Servicezentrum.&lt;br /&gt;
**Dargestellte Kennzahlen (in Form von Balkendiagrammen):&lt;br /&gt;
***Aktueller Stromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch vor einem Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Energieverbrauch der Kältemaschinen im aktuellen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Stromverbrauch des aktuellen und des vergangenen Jahres in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Wärmeverbrauch im aktuellen und vergangenen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen für die Mitarbeitenden des Pilotgebäudes zum Thema Energiesparen (weitere Informationen unter Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten)&lt;br /&gt;
**Workshops für Mitarbeitende in Laboren. Ziel: Der Workshop bot eine Möglichkeit, Methoden zum Energiesparen in Laboren zu erlernen (z.B. shut the sash); Die drei Workshops hatten einen Umfang von jeweils 2 Stunden und es nahmen jeweils zwischen 8 und 18 Personen teil; Material: Präsentationsfolien im Nachgang zur Verfügung gestellt; Leitung des Workshops übernahm eine Referentin für Nachhaltigkeit im Labor (s. Abbildung 1): Empfehlung von Kolleginnen aus der Universität; Kontaktaufnahme per Mail und Telefon; Honorarbasis&lt;br /&gt;
**Ideenwettbewerb: Ziel war es die Mitarbeiter*innen-Perspektiven in den Gesamtprozess einzubeziehen, deren Wissen zu ihrem persönlichen Arbeitsplatz zu nutzen sowie ihnen das Transferlabor näher zu bringen; Dauer: etwa 4 Wochen zur Einreichung von Ideen, anschließend etwa 4 Wochen zur Bewertung und Auswahl; Resonanz: 13 Maßnahmen wurden eingereicht. Für die Bewertung legte die Jury festgelegte Kriterien an, um sicherzustellen, dass die ausgewählten Ideen sowohl praktikabel als auch wirkungsvoll sind: Einsparungspotential, Verstetigungspotential, Kosten, Auswirkungen, Hürden für die Umsetzung (&amp;lt;u&amp;gt;s. &#039;&#039;Bewertungsmatrix&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;)&lt;br /&gt;
**Haustürgespräche (Gesprächsangebote vor Ort im Pilotgebäude) mit Nutzer*innen des Gebäudes; Ziel: auf das Transferlabor aufmerksam machen, Raum für Fragen und Kritik bieten; Ort: in den Pausenräumen; vorherige Ankündigung per E-Mail über den Hausverteiler&lt;br /&gt;
*Auswahl der Gewinner*innen des Ideenwettbewerbs durch Jury (&amp;lt;u&amp;gt;s. &#039;&#039;Dokumente Bewertung Jurymitglied; Gesamtbewertung Jury&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;); Beiträge des Ideenwettbewerbs wurden HS-öffentlich zur Verfügung gestellt&lt;br /&gt;
*Begleitung der Maßnahmenumsetzung der bestplatzierten Ideen aus dem Wettbewerb durch das TrafoTeam: Anpassung der Thermostate im Pilotgebäude (Austausch mit regulierbaren Thermostaten) und Tipps zur energiesparenden Nutzung von Ultratiefkühlgeräten (auf Projekt-Website und in jährlichen Belehrungen zum Arbeitsschutz); Kommunikation zur umgesetzten Idee aus dem Wettbewerb mittels Rundmail über den Hausverteiler und auf der Projekt-Website&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum zur Anpassung von Thermostaten, wobei der Umsetzungszeitraum hier außerhalb des Transferlaborzeitraums liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschlussphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Ziele (unter Beschreibung der Maßnahme) konnten alle erreicht werden. Das konkrete Ziel der Einsparung von 2 % Energie wird vom Energiemanager nach Ablauf eines Jahres geprüft. &lt;br /&gt;
*Abschlussveranstaltung im Pilotgebäude mit Vorstellung der Kampagnenergebnisse durch das TrafoTeam: PowerPoint Präsentation und anschließende Diskussion; Eingeladen waren die Jury des Ideenwettbewerbs, Mitarbeitende und Direktoren des Pilotgebäudes&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe des Monitorings an den Energiemanager zur dauerhaften Implementierung und Nutzung: Verantwortung für technischen Support (z.B. regelmäßige Softwareupdates) und Auswertung der Daten hinsichtlich möglicher Einsparungen und der Erfüllung des 2%-Ziels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten===&lt;br /&gt;
*[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ Website zum Transferlabor Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen]&lt;br /&gt;
*[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ideenwettbewerb/ Website Ideenwettbewerb]&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Poster zu Projektinfo, Ideenwettbewerb und Workshop&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Ideensammlung&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[https://echo-energie.de Echokampagne] bieten Leitfaden, Checkliste und Infomaterial zum Energiesparen in Zielgebäuden, die genutzt wurden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
===Rahmenbedingungen des Transferlabors===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von neun Monaten. Für eine solide Maßnahmenumsetzung inklusive Verstetigung wäre mehr Zeit notwendig gewesen. Die Empfehlung ist, mindestens 12 Monate einzuplanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung wurden etwa 2.300 € verausgabt. Ursprünglich waren mehr Mittel für technische Anpassungen im Pilotgebäude einkalkuliert. Für den zur Verfügung stehenden zeitlichen und finanziellen Rahmen konnten keine umsetzbaren Anpassungen identifiziert und installiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2.300 € setzten sich aus folgenden Posten zusammen:&lt;br /&gt;
1.500 € Honorar der Referentin für drei Workshops zu Nachhaltigkeit im Labor&lt;br /&gt;
700 € Digital Signage (Visualisierung des Energieverbrauchs): Monitor (40 Zoll), Steuerung (Minicomputer + SD-Karte), Wandhalterung, Montage&lt;br /&gt;
100 € Druckkosten für Informationsmaterial &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für weitere technische Anpassung müsste beispielsweise einkalkuliert werden:&lt;br /&gt;
2.000 € Umbau Thermostate im Zielgebäude in 62 Büroräumen (Material- und Montagekosten der Sanitärfirma)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rahmenbedingungen der Hochschule===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Standorte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Am Hauptstandort Halle (Saale) gibt es 4 Campi: Universitätsplatz, Steintor-Campus, Franckeschen Stiftungen, Weinberg-Campus mit Campus Heide-Süd. Das Pilotgebäude befand sich am Weinbergcampus. Auf dem Weinberg Campus leben, studieren und arbeiten etwa 15.000 Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität setzt sich aus folgenden HS-Angehörigen zusammen:&lt;br /&gt;
*ca. 19.943 Studierende&lt;br /&gt;
*über 4.027 Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**288 Professor*innen&lt;br /&gt;
**1.478 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen&lt;br /&gt;
**1.091 Wissenschaftsunterstützende Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**1.170 Wissenschaftliche Hilfskräfte (Stand vom 31.12.2023).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unterstützung der Hochschulleitung zur Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung der MLU unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Die Rektorin übernahm die Projektleitung und stellte Mitarbeitende, etwa für die Teilnahme am TrafoTeam, frei. Dieser Umstand unterstützte bei der Argumentation für die Umsetzung der Maßnahme. Mit der Hochschulleitung fand ein regelmäßiger Austausch statt, zudem konnten die Maßnahmen in Kommissionen der Hochschulleitung vorgestellt und diskutiert werden. Dies ermöglichte es, die Maßnahmen im Kontext aktueller Ausrichtungen der Hochschule einzuordnen, Parallelstrukturen zu vermeiden oder Synergien zu knüpfen. Als Hinweis für die Planung weiterer Projekte lässt sich festhalten, dass die zeitlichen Kapazitäten möglicher Leitungspersonen berücksichtigt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es keine*n Nachhaltigkeitsbeauftragten oder eine andere Art der Institutionalisierung in Bezug auf Nachhaltigkeit. Diese mangelnde Institutionalisierung von Nachhaltigkeit gestaltete sich als Herausforderung, gerade in der Verstetigung von Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tätigkeitsbereich des Energiemanagers ist aber für den Bereiche des Klimaschutzes wichtig, z.B. aufgrund des Gesetzes zur Steigerung der Energieeffizienz in Deutschland (EnEfG) oder Energie- (ISO50001) bzw. Umweltmanagementsysteme (ISO140001).&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Weitere Relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Unterstützung durch den Leiter der Abteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement war wesentlich, um die Maßnahme erfolgreich umzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Allgemeine Hinweise zu hemmenden/ fördernden Aspekte im Transferlabor &#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;finden Sie hier&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Einbindung des Energiemanagers war besonders wichtig für die Konkretisierung, Planung sowie Umsetzung der Maßnahme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Bei der Ansprache von Personen im Pilotgebäude muss darauf geachtet werden Mitarbeitende nicht als „Schuldige“ zu adressieren und Auswahl des Gebäudes rücksichtsvoll zu kommunizieren.&lt;br /&gt;
*Institute mit einem hohen Energieverbrauch können sich schnell an den Pranger gestellt fühlen, stattdessen sollte deren (Transformations-) Potential herausgestellt werden (Perspektiven aufzeigen, Informationen geben, Fortschritte wertschätzen)&lt;br /&gt;
*&amp;quot;Zeigefinger&amp;quot; auf energieintensivste Liegenschaften wie das Pilotgebäude eher kontraproduktiv, moralische Ansprache mit Verweis auf Klimakrise erzeugte vereinzelt bei Mitarbeiter*innen im Zielgebäude Aversion und kollidierte mit der vorhandenen Resignation und Frustration&lt;br /&gt;
*Empfehlenswert ist die Begleitung des Vorhabens mit einer öffentlichkeitswirksamen Kampagne. Hierbei sollten möglichst alle Kommunikationskanäle der Hochschule berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
*Zur verständlichen Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten war eine Kombination aus Top-down und Bottom-up Maßnahmen zielführend (Workshops, Informationsveranstaltungen, Ideenwettbewerb – Details siehe oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=23969</id>
		<title>Blaupause zum Energiesparen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=23969"/>
		<updated>2025-09-17T08:35:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: /* Umsetzungsschritte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung. &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Link zu Good-Practice-Guide Transferlabore&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regenerativer Campus: Energie, Abfall und Wasser – Fokus Energie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“. Diese orientiert sich an der Maßnahme 19 aus dem [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/hochschulklimarat/klimaplan_mlu/ KlimaPlan der MLU]. Folgende Ziele wurden im TrafoTeam formuliert und erfolgreich umgesetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring und zur Visualisierung des Energieverbrauchs (Strom, Wärme, Kälte) einzelner Bereiche in einem Zielgebäude&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen zum Thema Energiesparen&lt;br /&gt;
*Verständliche Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ist-Zustand===&lt;br /&gt;
Für die „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ wurden Daten zum Energieverbrauch sowohl der Universität insgesamt (siehe [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/3343046_3385459/3385459_3503977/ Status Quo Analyse der MLU]) als auch der einzelnen Gebäudekomplexe ausgewertet. Dies erfolgte in Kooperation mit dem Energiemanagement. Das ermöglichte eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und half bei der Auswahl eines Pilotgebäudes. Kernindikatoren waren dabei der Strom- und Wärmeverbrauch (in MWh) sowie die Treibhausgasbilanz des jeweiligen Gebäudes. Für das Analysieren des Energie-Einsparpotentials waren im konkreten Fall der MLU die Daten zu den Einsparungen während der Prüfungen von Maßnahmen in Bezug auf die Verordnungen zur Sicherung der Energieversorgung über kurz- und mittelfristige Maßnahmen (EnSiKuMaV) von Vorteil. Der Energiemanager konnte diese auf Gebäudeebene zur Verfügung stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Akteur*innenanalyse===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse an der MLU durchgeführt, die auch den Bereich &#039;&#039;Energie&#039;&#039; umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert und kontaktiert werden. In Abbildung 1 wurden die für das Transferlabor relevanten Akteur*innen dargestellt.&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden formell zuständige Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Hochschulklimarat&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;) angesprochen. Das TrafoTeam setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren vier Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Bauangelegenheiten - Projektingenieur Hochschulbau&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Technisches Gebäudemanagement - Energiemanager&lt;br /&gt;
*Student (Mathematik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
*Student (Informatik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere (Schlüssel)personen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Im Projekt wurde ein Ideenwettbewerb durchgeführt, der von einer zusammengestellten Jury begleitet wurde. Mitglieder der Jury zur Bewertung der Einreichungen im Ideenwettbewerb wurden aufgrund ihres Bezugs zum Pilotgebäude oder ihrer fachlichen Expertise (z.B. technisch-bauliche Kenntnisse) ausgewählt. Außerdem sollte die Jury eine gewisse Repräsentativität ausstrahlen und verschiedene Mitgliedergruppen vertreten.&lt;br /&gt;
*Mitglieder waren: der Abteilungsleiter Bau und Liegenschaften, die Dekane der im Pilotgebäude vertretenen Fakultäten sowie ein Vertreter des TrafoTeams&lt;br /&gt;
*Ansprechpersonen im Pilotgebäude: Direktor und stellvertretende Direktoren, Sekretariat, Leiter*innen der wissenschaftlichen Arbeitsgruppen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einschätzung zur Zusammensetzung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*hohe Motivation der einzelnen Akteur*innen &lt;br /&gt;
*Unausgewogenes Geschlechterverhältnis (mehr männliche Personen)&lt;br /&gt;
*Fachexpertise aus den Bereichen Kommunikationswissenschaft oder Umweltpsychologie fehlte&lt;br /&gt;
*Zu kleine Gruppe, um Untergruppen für verschiedenen Aufgaben zu bilden&lt;br /&gt;
*Alle hier berichteten Aktivitäten wurden vom TrafoTeam gemeinsam getragen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innensanalyse Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ .png|Akteur*innensanalyse Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ (Legende: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; - - Auch außerhalb des Projekts zugeordnet)]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Umsetzungsschritte===&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“.png|Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“|alternativtext=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen (Details zu Transformationsteams können dem &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Good-Practice Guide&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt; entnommen werden)&lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen des Energiemanagers mit ähnlichen Prozessen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Entscheidung im TrafoTeam für ein Zielgebäude unter Beachtung der Indikatoren Energieverbrauch und Energieeinsparpotential. Das Pilotgebäude ist ein Neubau aus dem Jahr 2017 mit moderner Ausstattung inklusive einer relativ hohen Dichte an Messpunkten für Energieverbrauch; 5.400 m² Nutzfläche; 3 Fakultäten vertreten; etwa 250 Mitarbeitende; etwa 65% der Räume sind Labore&lt;br /&gt;
*Konkretisierung der Energiesparziele (2% Einsparung pro Jahr im Zielgebäude, entsprechend dem EnEfG)&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Definition von (Teil)zielen; Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Vorbereitung rund um das Pilotgebäude&#039;&#039;: Identifikation relevanter Zielgruppen sowie Ermittlung von Arbeitsgruppenleitungen und Ansprechpersonen aus den verschiedenen Fakultäten&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Einbindung der Führungsebene:&#039;&#039; Abstimmungsgespräch mit den Direktoren des Pilotgebäudes zur Unterstützung des Vorhabens. Die Teilnahme der Ansprechperson für das Energiemanagement zur Klärung technischer Fragen wird empfohlen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Organisation von &amp;lt;u&amp;gt;Kampagnenmaterial&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt; und Öffentlichkeitsarbeit:&#039;&#039; Es wurden in Abstimmung mit einer Professorin der Kommunikationswissenschaften geeignete Kommunikationsmittel rund um energiesparendes Verhalten in den Büros, Laboren, etc. des Gebäudes entwickelt. Dabei wurde sowohl Strom als auch Wärme adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring des Strom-, Kälte- und Wärmeverbrauchs auf Gesamtgebäudeebene:&lt;br /&gt;
**Ziel war eine Sensibilisierung für den Energieverbrauch im Gebäude und so letztendlich ein energieeffizientes und energiesparendes Verhalten der Nutzer*innen, wobei ein Effekt durch die Visualisierung erwartet wurde.  &lt;br /&gt;
**Visualisierung des Energieverbrauchs: Der Energieverbrauch im Pilotgebäude wurde über einen öffentlich sichtbaren Monitor im Eingangsbereich transparent gemacht. Dargestellt werden die Daten auf einem Dashboard mit einer Energiemanagement-Software. Die visuelle Aufbereitung der Daten und die Installation des Monitors übernahmen der Energiemanager und das IT-Servicezentrum.&lt;br /&gt;
**Dargestellte Kennzahlen (in Form von Balkendiagrammen):&lt;br /&gt;
***Aktueller Stromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch vor einem Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Energieverbrauch der Kältemaschinen im aktuellen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Stromverbrauch des aktuellen und des vergangenen Jahres in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Wärmeverbrauch im aktuellen und vergangenen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen für die Mitarbeitenden des Pilotgebäudes zum Thema Energiesparen (weitere Informationen unter Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten)&lt;br /&gt;
**Workshops für Mitarbeitende in Laboren. Ziel: Der Workshop bot eine Möglichkeit, Methoden zum Energiesparen in Laboren zu erlernen (z.B. shut the sash); Die drei Workshops hatten einen Umfang von jeweils 2 Stunden und es nahmen jeweils zwischen 8 und 18 Personen teil; Material: Präsentationsfolien im Nachgang zur Verfügung gestellt; Leitung des Workshops übernahm eine Referentin für Nachhaltigkeit im Labor (s. Abbildung 1): Empfehlung von Kolleginnen aus der Universität; Kontaktaufnahme per Mail und Telefon; Honorarbasis&lt;br /&gt;
**Ideenwettbewerb: Ziel war es die Mitarbeiter*innen-Perspektiven in den Gesamtprozess einzubeziehen, deren Wissen zu ihrem persönlichen Arbeitsplatz zu nutzen sowie ihnen das Transferlabor näher zu bringen; Dauer: etwa 4 Wochen zur Einreichung von Ideen, anschließend etwa 4 Wochen zur Bewertung und Auswahl; Resonanz: 13 Maßnahmen wurden eingereicht. Für die Bewertung legte die Jury festgelegte Kriterien an, um sicherzustellen, dass die ausgewählten Ideen sowohl praktikabel als auch wirkungsvoll sind: Einsparungspotential, Verstetigungspotential, Kosten, Auswirkungen, Hürden für die Umsetzung (&amp;lt;u&amp;gt;s. &#039;&#039;Bewertungsmatrix&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;)&lt;br /&gt;
**Haustürgespräche (Gesprächsangebote vor Ort im Pilotgebäude) mit Nutzer*innen des Gebäudes; Ziel: auf das Transferlabor aufmerksam machen, Raum für Fragen und Kritik bieten; Ort: in den Pausenräumen; vorherige Ankündigung per E-Mail über den Hausverteiler&lt;br /&gt;
*Auswahl der Gewinner*innen des Ideenwettbewerbs durch Jury (&amp;lt;u&amp;gt;s. &#039;&#039;Dokumente Bewertung Jurymitglied; Gesamtbewertung Jury&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;); Beiträge des Ideenwettbewerbs wurden HS-öffentlich zur Verfügung gestellt&lt;br /&gt;
*Begleitung der Maßnahmenumsetzung der bestplatzierten Ideen aus dem Wettbewerb durch das TrafoTeam: Anpassung der Thermostate im Pilotgebäude (Austausch mit regulierbaren Thermostaten) und Tipps zur energiesparenden Nutzung von Ultratiefkühlgeräten (auf Projekt-Website und in jährlichen Belehrungen zum Arbeitsschutz); Kommunikation zur umgesetzten Idee aus dem Wettbewerb mittels Rundmail über den Hausverteiler und auf der Projekt-Website&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum zur Anpassung von Thermostaten, wobei der Umsetzungszeitraum hier außerhalb des Transferlaborzeitraums liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschlussphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Ziele (unter Beschreibung der Maßnahme) konnten alle erreicht werden. Das konkrete Ziel der Einsparung von 2 % Energie wird vom Energiemanager nach Ablauf eines Jahres geprüft. &lt;br /&gt;
*Abschlussveranstaltung im Pilotgebäude mit Vorstellung der Kampagnenergebnisse durch das TrafoTeam: PowerPoint Präsentation und anschließende Diskussion; Eingeladen waren die Jury des Ideenwettbewerbs, Mitarbeitende und Direktoren des Pilotgebäudes&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe des Monitorings an den Energiemanager zur dauerhaften Implementierung und Nutzung: Verantwortung für technischen Support (z.B. regelmäßige Softwareupdates) und Auswertung der Daten hinsichtlich möglicher Einsparungen und der Erfüllung des 2%-Ziels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten===&lt;br /&gt;
*[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ Website zum Transferlabor Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen]&lt;br /&gt;
*[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ideenwettbewerb/ Website Ideenwettbewerb]&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Poster zu Projektinfo, Ideenwettbewerb und Workshop&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Ideensammlung&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[https://echo-energie.de Echokampagne] bieten Leitfaden, Checkliste und Infomaterial zum Energiesparen in Zielgebäuden, die genutzt wurden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
===Rahmenbedingungen des Transferlabors===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von neun Monaten. Für eine solide Maßnahmenumsetzung inklusive Verstetigung wäre mehr Zeit notwendig gewesen. Die Empfehlung ist, mindestens 12 Monate einzuplanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung wurden etwa 2.300 € verausgabt. Ursprünglich waren mehr Mittel für technische Anpassungen im Pilotgebäude einkalkuliert. Für den zur Verfügung stehenden zeitlichen und finanziellen Rahmen konnten keine umsetzbaren Anpassungen identifiziert und installiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2.300 € setzten sich aus folgenden Posten zusammen:&lt;br /&gt;
1.500 € Honorar der Referentin für drei Workshops zu Nachhaltigkeit im Labor&lt;br /&gt;
700 € Digital Signage (Visualisierung des Energieverbrauchs): Monitor (40 Zoll), Steuerung (Minicomputer + SD-Karte), Wandhalterung, Montage&lt;br /&gt;
100 € Druckkosten für Informationsmaterial &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für weitere technische Anpassung müsste beispielsweise einkalkuliert werden:&lt;br /&gt;
2.000 € Umbau Thermostate im Zielgebäude in 62 Büroräumen (Material- und Montagekosten der Sanitärfirma)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rahmenbedingungen der Hochschule===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Standorte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Am Hauptstandort Halle (Saale) gibt es 4 Campi: Universitätsplatz, Steintor-Campus, Franckeschen Stiftungen, Weinberg-Campus mit Campus Heide-Süd. Das Pilotgebäude befand sich am Weinbergcampus. Auf dem Weinberg Campus leben, studieren und arbeiten etwa 15.000 Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität setzt sich aus folgenden HS-Angehörigen zusammen:&lt;br /&gt;
*ca. 19.943 Studierende&lt;br /&gt;
*über 4.027 Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**288 Professor*innen&lt;br /&gt;
**1.478 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen&lt;br /&gt;
**1.091 Wissenschaftsunterstützende Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**1.170 Wissenschaftliche Hilfskräfte (Stand vom 31.12.2023).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unterstützung der Hochschulleitung zur Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung der MLU unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Die Rektorin übernahm die Projektleitung und stellte Mitarbeitende, etwa für die Teilnahme am TrafoTeam, frei. Dieser Umstand unterstützte bei der Argumentation für die Umsetzung der Maßnahme. Mit der Hochschulleitung fand ein regelmäßiger Austausch statt, zudem konnten die Maßnahmen in Kommissionen der Hochschulleitung vorgestellt und diskutiert werden. Dies ermöglichte es, die Maßnahmen im Kontext aktueller Ausrichtungen der Hochschule einzuordnen, Parallelstrukturen zu vermeiden oder Synergien zu knüpfen. Als Hinweis für die Planung weiterer Projekte lässt sich festhalten, dass die zeitlichen Kapazitäten möglicher Leitungspersonen berücksichtigt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es keine*n Nachhaltigkeitsbeauftragten oder eine andere Art der Institutionalisierung in Bezug auf Nachhaltigkeit. Diese mangelnde Institutionalisierung von Nachhaltigkeit gestaltete sich als Herausforderung, gerade in der Verstetigung von Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tätigkeitsbereich des Energiemanagers ist aber für den Bereiche des Klimaschutzes wichtig, z.B. aufgrund des Gesetzes zur Steigerung der Energieeffizienz in Deutschland (EnEfG) oder Energie- (ISO50001) bzw. Umweltmanagementsysteme (ISO140001).&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Weitere Relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Unterstützung durch den Leiter der Abteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement war wesentlich, um die Maßnahme erfolgreich umzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Allgemeine Hinweise zu hemmenden/ fördernden Aspekte im Transferlabor &#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;finden Sie hier&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Einbindung des Energiemanagers war besonders wichtig für die Konkretisierung, Planung sowie Umsetzung der Maßnahme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Bei der Ansprache von Personen im Pilotgebäude muss darauf geachtet werden Mitarbeitende nicht als „Schuldige“ zu adressieren und Auswahl des Gebäudes rücksichtsvoll zu kommunizieren.&lt;br /&gt;
*Institute mit einem hohen Energieverbrauch können sich schnell an den Pranger gestellt fühlen, stattdessen sollte deren (Transformations-) Potential herausgestellt werden (Perspektiven aufzeigen, Informationen geben, Fortschritte wertschätzen)&lt;br /&gt;
*&amp;quot;Zeigefinger&amp;quot; auf energieintensivste Liegenschaften wie das Pilotgebäude eher kontraproduktiv, moralische Ansprache mit Verweis auf Klimakrise erzeugte vereinzelt bei Mitarbeiter*innen im Zielgebäude Aversion und kollidierte mit der vorhandenen Resignation und Frustration&lt;br /&gt;
*Empfehlenswert ist die Begleitung des Vorhabens mit einer öffentlichkeitswirksamen Kampagne. Hierbei sollten möglichst alle Kommunikationskanäle der Hochschule berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
*Zur verständlichen Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten war eine Kombination aus Top-down und Bottom-up Maßnahmen zielführend (Workshops, Informationsveranstaltungen, Ideenwettbewerb – Details siehe oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=23968</id>
		<title>Blaupause zum Energiesparen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=23968"/>
		<updated>2025-09-17T08:35:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: /* Umsetzungsschritte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung. &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Link zu Good-Practice-Guide Transferlabore&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regenerativer Campus: Energie, Abfall und Wasser – Fokus Energie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“. Diese orientiert sich an der Maßnahme 19 aus dem [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/hochschulklimarat/klimaplan_mlu/ KlimaPlan der MLU]. Folgende Ziele wurden im TrafoTeam formuliert und erfolgreich umgesetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring und zur Visualisierung des Energieverbrauchs (Strom, Wärme, Kälte) einzelner Bereiche in einem Zielgebäude&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen zum Thema Energiesparen&lt;br /&gt;
*Verständliche Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ist-Zustand===&lt;br /&gt;
Für die „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ wurden Daten zum Energieverbrauch sowohl der Universität insgesamt (siehe [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/3343046_3385459/3385459_3503977/ Status Quo Analyse der MLU]) als auch der einzelnen Gebäudekomplexe ausgewertet. Dies erfolgte in Kooperation mit dem Energiemanagement. Das ermöglichte eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und half bei der Auswahl eines Pilotgebäudes. Kernindikatoren waren dabei der Strom- und Wärmeverbrauch (in MWh) sowie die Treibhausgasbilanz des jeweiligen Gebäudes. Für das Analysieren des Energie-Einsparpotentials waren im konkreten Fall der MLU die Daten zu den Einsparungen während der Prüfungen von Maßnahmen in Bezug auf die Verordnungen zur Sicherung der Energieversorgung über kurz- und mittelfristige Maßnahmen (EnSiKuMaV) von Vorteil. Der Energiemanager konnte diese auf Gebäudeebene zur Verfügung stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Akteur*innenanalyse===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse an der MLU durchgeführt, die auch den Bereich Energie umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert und kontaktiert werden. In Abbildung 1 wurden die für das Transferlabor relevanten Akteur*innen dargestellt.&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden formell zuständige Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Hochschulklimarat&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;) angesprochen. Das TrafoTeam setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren vier Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Bauangelegenheiten - Projektingenieur Hochschulbau&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Technisches Gebäudemanagement - Energiemanager&lt;br /&gt;
*Student (Mathematik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
*Student (Informatik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere (Schlüssel)personen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Im Projekt wurde ein Ideenwettbewerb durchgeführt, der von einer zusammengestellten Jury begleitet wurde. Mitglieder der Jury zur Bewertung der Einreichungen im Ideenwettbewerb wurden aufgrund ihres Bezugs zum Pilotgebäude oder ihrer fachlichen Expertise (z.B. technisch-bauliche Kenntnisse) ausgewählt. Außerdem sollte die Jury eine gewisse Repräsentativität ausstrahlen und verschiedene Mitgliedergruppen vertreten.&lt;br /&gt;
*Mitglieder waren: der Abteilungsleiter Bau und Liegenschaften, die Dekane der im Pilotgebäude vertretenen Fakultäten sowie ein Vertreter des TrafoTeams&lt;br /&gt;
*Ansprechpersonen im Pilotgebäude: Direktor und stellvertretende Direktoren, Sekretariat, Leiter*innen der wissenschaftlichen Arbeitsgruppen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einschätzung zur Zusammensetzung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*hohe Motivation der einzelnen Akteur*innen &lt;br /&gt;
*Unausgewogenes Geschlechterverhältnis (mehr männliche Personen)&lt;br /&gt;
*Fachexpertise aus den Bereichen Kommunikationswissenschaft oder Umweltpsychologie fehlte&lt;br /&gt;
*Zu kleine Gruppe, um Untergruppen für verschiedenen Aufgaben zu bilden&lt;br /&gt;
*Alle hier berichteten Aktivitäten wurden vom TrafoTeam gemeinsam getragen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innensanalyse Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ .png|Akteur*innensanalyse Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ (Legende: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; - - Auch außerhalb des Projekts zugeordnet)]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Umsetzungsschritte===&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“.png|Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“|alternativtext=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen (Details zu Transformationsteams können dem &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Good-Practice Guide&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt; entnommen werden)&lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen des Energiemanagers mit ähnlichen Prozessen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Entscheidung im TrafoTeam für ein Zielgebäude unter Beachtung der Indikatoren Energieverbrauch und Energieeinsparpotential. Das Pilotgebäude ist ein Neubau aus dem Jahr 2017 mit moderner Ausstattung inklusive einer relativ hohen Dichte an Messpunkten für Energieverbrauch; 5.400 m² Nutzfläche; 3 Fakultäten vertreten; etwa 250 Mitarbeitende; etwa 65% der Räume sind Labore&lt;br /&gt;
*Konkretisierung der Energiesparziele (2% Einsparung pro Jahr im Zielgebäude, entsprechend dem EnEfG)&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Definition von (Teil)zielen; Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Vorbereitung rund um das Pilotgebäude&#039;&#039;: Identifikation relevanter Zielgruppen sowie Ermittlung von Arbeitsgruppenleitungen und Ansprechpersonen aus den verschiedenen Fakultäten&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Einbindung der Führungsebene:&#039;&#039; Abstimmungsgespräch mit den Direktoren des Pilotgebäudes zur Unterstützung des Vorhabens. Die Teilnahme der Ansprechperson für das Energiemanagement zur Klärung technischer Fragen wird empfohlen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Organisation von &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Kampagnenmaterial&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt; und Öffentlichkeitsarbeit:&#039;&#039; Es wurden in Abstimmung mit einer Professorin der Kommunikationswissenschaften geeignete Kommunikationsmittel rund um energiesparendes Verhalten in den Büros, Laboren, etc. des Gebäudes entwickelt. Dabei wurde sowohl Strom als auch Wärme adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring des Strom-, Kälte- und Wärmeverbrauchs auf Gesamtgebäudeebene:&lt;br /&gt;
**Ziel war eine Sensibilisierung für den Energieverbrauch im Gebäude und so letztendlich ein energieeffizientes und energiesparendes Verhalten der Nutzer*innen, wobei ein Effekt durch die Visualisierung erwartet wurde.  &lt;br /&gt;
**Visualisierung des Energieverbrauchs: Der Energieverbrauch im Pilotgebäude wurde über einen öffentlich sichtbaren Monitor im Eingangsbereich transparent gemacht. Dargestellt werden die Daten auf einem Dashboard mit einer Energiemanagement-Software. Die visuelle Aufbereitung der Daten und die Installation des Monitors übernahmen der Energiemanager und das IT-Servicezentrum.&lt;br /&gt;
**Dargestellte Kennzahlen (in Form von Balkendiagrammen):&lt;br /&gt;
***Aktueller Stromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch vor einem Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Energieverbrauch der Kältemaschinen im aktuellen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Stromverbrauch des aktuellen und des vergangenen Jahres in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Wärmeverbrauch im aktuellen und vergangenen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen für die Mitarbeitenden des Pilotgebäudes zum Thema Energiesparen (weitere Informationen unter Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten)&lt;br /&gt;
**Workshops für Mitarbeitende in Laboren. Ziel: Der Workshop bot eine Möglichkeit, Methoden zum Energiesparen in Laboren zu erlernen (z.B. shut the sash); Die drei Workshops hatten einen Umfang von jeweils 2 Stunden und es nahmen jeweils zwischen 8 und 18 Personen teil; Material: Präsentationsfolien im Nachgang zur Verfügung gestellt; Leitung des Workshops übernahm eine Referentin für Nachhaltigkeit im Labor (s. Abbildung 1): Empfehlung von Kolleginnen aus der Universität; Kontaktaufnahme per Mail und Telefon; Honorarbasis&lt;br /&gt;
**Ideenwettbewerb: Ziel war es die Mitarbeiter*innen-Perspektiven in den Gesamtprozess einzubeziehen, deren Wissen zu ihrem persönlichen Arbeitsplatz zu nutzen sowie ihnen das Transferlabor näher zu bringen; Dauer: etwa 4 Wochen zur Einreichung von Ideen, anschließend etwa 4 Wochen zur Bewertung und Auswahl; Resonanz: 13 Maßnahmen wurden eingereicht. Für die Bewertung legte die Jury festgelegte Kriterien an, um sicherzustellen, dass die ausgewählten Ideen sowohl praktikabel als auch wirkungsvoll sind: Einsparungspotential, Verstetigungspotential, Kosten, Auswirkungen, Hürden für die Umsetzung (&amp;lt;u&amp;gt;s. &#039;&#039;Bewertungsmatrix&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;)&lt;br /&gt;
**Haustürgespräche (Gesprächsangebote vor Ort im Pilotgebäude) mit Nutzer*innen des Gebäudes; Ziel: auf das Transferlabor aufmerksam machen, Raum für Fragen und Kritik bieten; Ort: in den Pausenräumen; vorherige Ankündigung per E-Mail über den Hausverteiler&lt;br /&gt;
*Auswahl der Gewinner*innen des Ideenwettbewerbs durch Jury (&amp;lt;u&amp;gt;s. &#039;&#039;Dokumente Bewertung Jurymitglied; Gesamtbewertung Jury&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;); Beiträge des Ideenwettbewerbs wurden HS-öffentlich zur Verfügung gestellt&lt;br /&gt;
*Begleitung der Maßnahmenumsetzung der bestplatzierten Ideen aus dem Wettbewerb durch das TrafoTeam: Anpassung der Thermostate im Pilotgebäude (Austausch mit regulierbaren Thermostaten) und Tipps zur energiesparenden Nutzung von Ultratiefkühlgeräten (auf Projekt-Website und in jährlichen Belehrungen zum Arbeitsschutz); Kommunikation zur umgesetzten Idee aus dem Wettbewerb mittels Rundmail über den Hausverteiler und auf der Projekt-Website&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum zur Anpassung von Thermostaten, wobei der Umsetzungszeitraum hier außerhalb des Transferlaborzeitraums liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschlussphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Ziele (unter Beschreibung der Maßnahme) konnten alle erreicht werden. Das konkrete Ziel der Einsparung von 2 % Energie wird vom Energiemanager nach Ablauf eines Jahres geprüft. &lt;br /&gt;
*Abschlussveranstaltung im Pilotgebäude mit Vorstellung der Kampagnenergebnisse durch das TrafoTeam: PowerPoint Präsentation und anschließende Diskussion; Eingeladen waren die Jury des Ideenwettbewerbs, Mitarbeitende und Direktoren des Pilotgebäudes&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe des Monitorings an den Energiemanager zur dauerhaften Implementierung und Nutzung: Verantwortung für technischen Support (z.B. regelmäßige Softwareupdates) und Auswertung der Daten hinsichtlich möglicher Einsparungen und der Erfüllung des 2%-Ziels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten===&lt;br /&gt;
*[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ Website zum Transferlabor Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen]&lt;br /&gt;
*[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ideenwettbewerb/ Website Ideenwettbewerb]&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Poster zu Projektinfo, Ideenwettbewerb und Workshop&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Ideensammlung&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[https://echo-energie.de Echokampagne] bieten Leitfaden, Checkliste und Infomaterial zum Energiesparen in Zielgebäuden, die genutzt wurden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
===Rahmenbedingungen des Transferlabors===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von neun Monaten. Für eine solide Maßnahmenumsetzung inklusive Verstetigung wäre mehr Zeit notwendig gewesen. Die Empfehlung ist, mindestens 12 Monate einzuplanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung wurden etwa 2.300 € verausgabt. Ursprünglich waren mehr Mittel für technische Anpassungen im Pilotgebäude einkalkuliert. Für den zur Verfügung stehenden zeitlichen und finanziellen Rahmen konnten keine umsetzbaren Anpassungen identifiziert und installiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2.300 € setzten sich aus folgenden Posten zusammen:&lt;br /&gt;
1.500 € Honorar der Referentin für drei Workshops zu Nachhaltigkeit im Labor&lt;br /&gt;
700 € Digital Signage (Visualisierung des Energieverbrauchs): Monitor (40 Zoll), Steuerung (Minicomputer + SD-Karte), Wandhalterung, Montage&lt;br /&gt;
100 € Druckkosten für Informationsmaterial &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für weitere technische Anpassung müsste beispielsweise einkalkuliert werden:&lt;br /&gt;
2.000 € Umbau Thermostate im Zielgebäude in 62 Büroräumen (Material- und Montagekosten der Sanitärfirma)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rahmenbedingungen der Hochschule===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Standorte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Am Hauptstandort Halle (Saale) gibt es 4 Campi: Universitätsplatz, Steintor-Campus, Franckeschen Stiftungen, Weinberg-Campus mit Campus Heide-Süd. Das Pilotgebäude befand sich am Weinbergcampus. Auf dem Weinberg Campus leben, studieren und arbeiten etwa 15.000 Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität setzt sich aus folgenden HS-Angehörigen zusammen:&lt;br /&gt;
*ca. 19.943 Studierende&lt;br /&gt;
*über 4.027 Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**288 Professor*innen&lt;br /&gt;
**1.478 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen&lt;br /&gt;
**1.091 Wissenschaftsunterstützende Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**1.170 Wissenschaftliche Hilfskräfte (Stand vom 31.12.2023).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unterstützung der Hochschulleitung zur Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung der MLU unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Die Rektorin übernahm die Projektleitung und stellte Mitarbeitende, etwa für die Teilnahme am TrafoTeam, frei. Dieser Umstand unterstützte bei der Argumentation für die Umsetzung der Maßnahme. Mit der Hochschulleitung fand ein regelmäßiger Austausch statt, zudem konnten die Maßnahmen in Kommissionen der Hochschulleitung vorgestellt und diskutiert werden. Dies ermöglichte es, die Maßnahmen im Kontext aktueller Ausrichtungen der Hochschule einzuordnen, Parallelstrukturen zu vermeiden oder Synergien zu knüpfen. Als Hinweis für die Planung weiterer Projekte lässt sich festhalten, dass die zeitlichen Kapazitäten möglicher Leitungspersonen berücksichtigt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es keine*n Nachhaltigkeitsbeauftragten oder eine andere Art der Institutionalisierung in Bezug auf Nachhaltigkeit. Diese mangelnde Institutionalisierung von Nachhaltigkeit gestaltete sich als Herausforderung, gerade in der Verstetigung von Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tätigkeitsbereich des Energiemanagers ist aber für den Bereiche des Klimaschutzes wichtig, z.B. aufgrund des Gesetzes zur Steigerung der Energieeffizienz in Deutschland (EnEfG) oder Energie- (ISO50001) bzw. Umweltmanagementsysteme (ISO140001).&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Weitere Relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Unterstützung durch den Leiter der Abteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement war wesentlich, um die Maßnahme erfolgreich umzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Allgemeine Hinweise zu hemmenden/ fördernden Aspekte im Transferlabor &#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;finden Sie hier&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Einbindung des Energiemanagers war besonders wichtig für die Konkretisierung, Planung sowie Umsetzung der Maßnahme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Bei der Ansprache von Personen im Pilotgebäude muss darauf geachtet werden Mitarbeitende nicht als „Schuldige“ zu adressieren und Auswahl des Gebäudes rücksichtsvoll zu kommunizieren.&lt;br /&gt;
*Institute mit einem hohen Energieverbrauch können sich schnell an den Pranger gestellt fühlen, stattdessen sollte deren (Transformations-) Potential herausgestellt werden (Perspektiven aufzeigen, Informationen geben, Fortschritte wertschätzen)&lt;br /&gt;
*&amp;quot;Zeigefinger&amp;quot; auf energieintensivste Liegenschaften wie das Pilotgebäude eher kontraproduktiv, moralische Ansprache mit Verweis auf Klimakrise erzeugte vereinzelt bei Mitarbeiter*innen im Zielgebäude Aversion und kollidierte mit der vorhandenen Resignation und Frustration&lt;br /&gt;
*Empfehlenswert ist die Begleitung des Vorhabens mit einer öffentlichkeitswirksamen Kampagne. Hierbei sollten möglichst alle Kommunikationskanäle der Hochschule berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
*Zur verständlichen Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten war eine Kombination aus Top-down und Bottom-up Maßnahmen zielführend (Workshops, Informationsveranstaltungen, Ideenwettbewerb – Details siehe oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=23967</id>
		<title>Blaupause zum Energiesparen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=23967"/>
		<updated>2025-09-17T08:32:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: /* Umsetzung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung. &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Link zu Good-Practice-Guide Transferlabore&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regenerativer Campus: Energie, Abfall und Wasser – Fokus Energie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“. Diese orientiert sich an der Maßnahme 19 aus dem [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/hochschulklimarat/klimaplan_mlu/ KlimaPlan der MLU]. Folgende Ziele wurden im TrafoTeam formuliert und erfolgreich umgesetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring und zur Visualisierung des Energieverbrauchs (Strom, Wärme, Kälte) einzelner Bereiche in einem Zielgebäude&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen zum Thema Energiesparen&lt;br /&gt;
*Verständliche Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ist-Zustand===&lt;br /&gt;
Für die „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ wurden Daten zum Energieverbrauch sowohl der Universität insgesamt (siehe [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/3343046_3385459/3385459_3503977/ Status Quo Analyse der MLU]) als auch der einzelnen Gebäudekomplexe ausgewertet. Dies erfolgte in Kooperation mit dem Energiemanagement. Das ermöglichte eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und half bei der Auswahl eines Pilotgebäudes. Kernindikatoren waren dabei der Strom- und Wärmeverbrauch (in MWh) sowie die Treibhausgasbilanz des jeweiligen Gebäudes. Für das Analysieren des Energie-Einsparpotentials waren im konkreten Fall der MLU die Daten zu den Einsparungen während der Prüfungen von Maßnahmen in Bezug auf die Verordnungen zur Sicherung der Energieversorgung über kurz- und mittelfristige Maßnahmen (EnSiKuMaV) von Vorteil. Der Energiemanager konnte diese auf Gebäudeebene zur Verfügung stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Akteur*innenanalyse===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse an der MLU durchgeführt, die auch den Bereich Energie umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert und kontaktiert werden. In Abbildung 1 wurden die für das Transferlabor relevanten Akteur*innen dargestellt.&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden formell zuständige Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Hochschulklimarat&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;) angesprochen. Das TrafoTeam setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren vier Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Bauangelegenheiten - Projektingenieur Hochschulbau&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Technisches Gebäudemanagement - Energiemanager&lt;br /&gt;
*Student (Mathematik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
*Student (Informatik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere (Schlüssel)personen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Im Projekt wurde ein Ideenwettbewerb durchgeführt, der von einer zusammengestellten Jury begleitet wurde. Mitglieder der Jury zur Bewertung der Einreichungen im Ideenwettbewerb wurden aufgrund ihres Bezugs zum Pilotgebäude oder ihrer fachlichen Expertise (z.B. technisch-bauliche Kenntnisse) ausgewählt. Außerdem sollte die Jury eine gewisse Repräsentativität ausstrahlen und verschiedene Mitgliedergruppen vertreten.&lt;br /&gt;
*Mitglieder waren: der Abteilungsleiter Bau und Liegenschaften, die Dekane der im Pilotgebäude vertretenen Fakultäten sowie ein Vertreter des TrafoTeams&lt;br /&gt;
*Ansprechpersonen im Pilotgebäude: Direktor und stellvertretende Direktoren, Sekretariat, Leiter*innen der wissenschaftlichen Arbeitsgruppen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einschätzung zur Zusammensetzung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*hohe Motivation der einzelnen Akteur*innen &lt;br /&gt;
*Unausgewogenes Geschlechterverhältnis (mehr männliche Personen)&lt;br /&gt;
*Fachexpertise aus den Bereichen Kommunikationswissenschaft oder Umweltpsychologie fehlte&lt;br /&gt;
*Zu kleine Gruppe, um Untergruppen für verschiedenen Aufgaben zu bilden&lt;br /&gt;
*Alle hier berichteten Aktivitäten wurden vom TrafoTeam gemeinsam getragen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innensanalyse Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ .png|Akteur*innensanalyse Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ (Legende: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; - - Auch außerhalb des Projekts zugeordnet)]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Umsetzungsschritte===&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“.png|Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“|alternativtext=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erkundungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen (Details zu Transformationsteams können dem &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Good-Practice Guide&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt; entnommen werden)&lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen des Energiemanagers mit ähnlichen Prozessen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Findungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Entscheidung im TrafoTeam für ein Zielgebäude unter Beachtung der Indikatoren Energieverbrauch und Energieeinsparpotential. Das Pilotgebäude ist ein Neubau aus dem Jahr 2017 mit moderner Ausstattung inklusive einer relativ hohen Dichte an Messpunkten für Energieverbrauch; 5.400 m² Nutzfläche; 3 Fakultäten vertreten; etwa 250 Mitarbeitende; etwa 65% der Räume sind Labore&lt;br /&gt;
*Konkretisierung der Energiesparziele (2% Einsparung pro Jahr im Zielgebäude, entsprechend dem EnEfG)&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Definition von (Teil)zielen; Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Vorbereitung rund um das Pilotgebäude: Identifikation relevanter Zielgruppen sowie Ermittlung von Arbeitsgruppenleitungen und Ansprechpersonen aus den verschiedenen Fakultäten&lt;br /&gt;
*Einbindung der Führungsebene: Abstimmungsgespräch mit den Direktoren des Pilotgebäudes zur Unterstützung des Vorhabens. Die Teilnahme der Ansprechperson für das Energiemanagement zur Klärung technischer Fragen wird empfohlen.&lt;br /&gt;
*Organisation von &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Kampagnenmaterial&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt; und Öffentlichkeitsarbeit: Es wurden in Abstimmung mit einer Professorin der Kommunikationswissenschaften geeignete Kommunikationsmittel rund um energiesparendes Verhalten in den Büros, Laboren, etc. des Gebäudes entwickelt. Dabei wurde sowohl Strom als auch Wärme adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring des Strom-, Kälte- und Wärmeverbrauchs auf Gesamtgebäudeebene:&lt;br /&gt;
**Ziel war eine Sensibilisierung für den Energieverbrauch im Gebäude und so letztendlich ein energieeffizientes und energiesparendes Verhalten der Nutzer*innen, wobei ein Effekt durch die Visualisierung erwartet wurde.  &lt;br /&gt;
**Visualisierung des Energieverbrauchs: Der Energieverbrauch im Pilotgebäude wurde über einen öffentlich sichtbaren Monitor im Eingangsbereich transparent gemacht. Dargestellt werden die Daten auf einem Dashboard mit einer Energiemanagement-Software. Die visuelle Aufbereitung der Daten und die Installation des Monitors übernahmen der Energiemanager und das IT-Servicezentrum.&lt;br /&gt;
**Dargestellte Kennzahlen (in Form von Balkendiagrammen):&lt;br /&gt;
***Aktueller Stromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch vor einem Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Energieverbrauch der Kältemaschinen im aktuellen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Stromverbrauch des aktuellen und des vergangenen Jahres in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Wärmeverbrauch im aktuellen und vergangenen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen für die Mitarbeitenden des Pilotgebäudes zum Thema Energiesparen (weitere Informationen unter Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten)&lt;br /&gt;
**Workshops für Mitarbeitende in Laboren. Ziel: Der Workshop bot eine Möglichkeit, Methoden zum Energiesparen in Laboren zu erlernen (z.B. shut the sash); Die drei Workshops hatten einen Umfang von jeweils 2 Stunden und es nahmen jeweils zwischen 8 und 18 Personen teil; Material: Präsentationsfolien im Nachgang zur Verfügung gestellt; Leitung des Workshops übernahm eine Referentin für Nachhaltigkeit im Labor (s. Abbildung 1): Empfehlung von Kolleginnen aus der Universität; Kontaktaufnahme per Mail und Telefon; Honorarbasis&lt;br /&gt;
**Ideenwettbewerb: Ziel war es die Mitarbeiter*innen-Perspektiven in den Gesamtprozess einzubeziehen, deren Wissen zu ihrem persönlichen Arbeitsplatz zu nutzen sowie ihnen das Transferlabor näher zu bringen; Dauer: etwa 4 Wochen zur Einreichung von Ideen, anschließend etwa 4 Wochen zur Bewertung und Auswahl; Resonanz: 13 Maßnahmen wurden eingereicht. Für die Bewertung legte die Jury festgelegte Kriterien an, um sicherzustellen, dass die ausgewählten Ideen sowohl praktikabel als auch wirkungsvoll sind: Einsparungspotential, Verstetigungspotential, Kosten, Auswirkungen, Hürden für die Umsetzung (&amp;lt;u&amp;gt;s. &#039;&#039;Bewertungsmatrix&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;)&lt;br /&gt;
**Haustürgespräche (Gesprächsangebote vor Ort im Pilotgebäude) mit Nutzer*innen des Gebäudes; Ziel: auf das Transferlabor aufmerksam machen, Raum für Fragen und Kritik bieten; Ort: in den Pausenräumen; vorherige Ankündigung per E-Mail über den Hausverteiler&lt;br /&gt;
*Auswahl der Gewinner*innen des Ideenwettbewerbs durch Jury (&amp;lt;u&amp;gt;s. &#039;&#039;Dokumente Bewertung Jurymitglied; Gesamtbewertung Jury&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;); Beiträge des Ideenwettbewerbs wurden HS-öffentlich zur Verfügung gestellt&lt;br /&gt;
*Begleitung der Maßnahmenumsetzung der bestplatzierten Ideen aus dem Wettbewerb durch das TrafoTeam: Anpassung der Thermostate im Pilotgebäude (Austausch mit regulierbaren Thermostaten) und Tipps zur energiesparenden Nutzung von Ultratiefkühlgeräten (auf Projekt-Website und in jährlichen Belehrungen zum Arbeitsschutz); Kommunikation zur umgesetzten Idee aus dem Wettbewerb mittels Rundmail über den Hausverteiler und auf der Projekt-Website&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum zur Anpassung von Thermostaten, wobei der Umsetzungszeitraum hier außerhalb des Transferlaborzeitraums liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abschlussphase (1 Monat)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Ziele (unter Beschreibung der Maßnahme) konnten alle erreicht werden. Das konkrete Ziel der Einsparung von 2 % Energie wird vom Energiemanager nach Ablauf eines Jahres geprüft. &lt;br /&gt;
*Abschlussveranstaltung im Pilotgebäude mit Vorstellung der Kampagnenergebnisse durch das TrafoTeam: PowerPoint Präsentation und anschließende Diskussion; Eingeladen waren die Jury des Ideenwettbewerbs, Mitarbeitende und Direktoren des Pilotgebäudes&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe des Monitorings an den Energiemanager zur dauerhaften Implementierung und Nutzung: Verantwortung für technischen Support (z.B. regelmäßige Softwareupdates) und Auswertung der Daten hinsichtlich möglicher Einsparungen und der Erfüllung des 2%-Ziels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten===&lt;br /&gt;
*[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ Website zum Transferlabor Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen]&lt;br /&gt;
*[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ideenwettbewerb/ Website Ideenwettbewerb]&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Poster zu Projektinfo, Ideenwettbewerb und Workshop&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Ideensammlung&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[https://echo-energie.de Echokampagne] bieten Leitfaden, Checkliste und Infomaterial zum Energiesparen in Zielgebäuden, die genutzt wurden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
===Rahmenbedingungen des Transferlabors===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von neun Monaten. Für eine solide Maßnahmenumsetzung inklusive Verstetigung wäre mehr Zeit notwendig gewesen. Die Empfehlung ist, mindestens 12 Monate einzuplanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung wurden etwa 2.300 € verausgabt. Ursprünglich waren mehr Mittel für technische Anpassungen im Pilotgebäude einkalkuliert. Für den zur Verfügung stehenden zeitlichen und finanziellen Rahmen konnten keine umsetzbaren Anpassungen identifiziert und installiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2.300 € setzten sich aus folgenden Posten zusammen:&lt;br /&gt;
1.500 € Honorar der Referentin für drei Workshops zu Nachhaltigkeit im Labor&lt;br /&gt;
700 € Digital Signage (Visualisierung des Energieverbrauchs): Monitor (40 Zoll), Steuerung (Minicomputer + SD-Karte), Wandhalterung, Montage&lt;br /&gt;
100 € Druckkosten für Informationsmaterial &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für weitere technische Anpassung müsste beispielsweise einkalkuliert werden:&lt;br /&gt;
2.000 € Umbau Thermostate im Zielgebäude in 62 Büroräumen (Material- und Montagekosten der Sanitärfirma)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rahmenbedingungen der Hochschule===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Standorte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Am Hauptstandort Halle (Saale) gibt es 4 Campi: Universitätsplatz, Steintor-Campus, Franckeschen Stiftungen, Weinberg-Campus mit Campus Heide-Süd. Das Pilotgebäude befand sich am Weinbergcampus. Auf dem Weinberg Campus leben, studieren und arbeiten etwa 15.000 Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität setzt sich aus folgenden HS-Angehörigen zusammen:&lt;br /&gt;
*ca. 19.943 Studierende&lt;br /&gt;
*über 4.027 Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**288 Professor*innen&lt;br /&gt;
**1.478 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen&lt;br /&gt;
**1.091 Wissenschaftsunterstützende Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**1.170 Wissenschaftliche Hilfskräfte (Stand vom 31.12.2023).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unterstützung der Hochschulleitung zur Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung der MLU unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Die Rektorin übernahm die Projektleitung und stellte Mitarbeitende, etwa für die Teilnahme am TrafoTeam, frei. Dieser Umstand unterstützte bei der Argumentation für die Umsetzung der Maßnahme. Mit der Hochschulleitung fand ein regelmäßiger Austausch statt, zudem konnten die Maßnahmen in Kommissionen der Hochschulleitung vorgestellt und diskutiert werden. Dies ermöglichte es, die Maßnahmen im Kontext aktueller Ausrichtungen der Hochschule einzuordnen, Parallelstrukturen zu vermeiden oder Synergien zu knüpfen. Als Hinweis für die Planung weiterer Projekte lässt sich festhalten, dass die zeitlichen Kapazitäten möglicher Leitungspersonen berücksichtigt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es keine*n Nachhaltigkeitsbeauftragten oder eine andere Art der Institutionalisierung in Bezug auf Nachhaltigkeit. Diese mangelnde Institutionalisierung von Nachhaltigkeit gestaltete sich als Herausforderung, gerade in der Verstetigung von Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tätigkeitsbereich des Energiemanagers ist aber für den Bereiche des Klimaschutzes wichtig, z.B. aufgrund des Gesetzes zur Steigerung der Energieeffizienz in Deutschland (EnEfG) oder Energie- (ISO50001) bzw. Umweltmanagementsysteme (ISO140001).&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Weitere Relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Unterstützung durch den Leiter der Abteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement war wesentlich, um die Maßnahme erfolgreich umzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Allgemeine Hinweise zu hemmenden/ fördernden Aspekte im Transferlabor &#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;finden Sie hier&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Einbindung des Energiemanagers war besonders wichtig für die Konkretisierung, Planung sowie Umsetzung der Maßnahme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Bei der Ansprache von Personen im Pilotgebäude muss darauf geachtet werden Mitarbeitende nicht als „Schuldige“ zu adressieren und Auswahl des Gebäudes rücksichtsvoll zu kommunizieren.&lt;br /&gt;
*Institute mit einem hohen Energieverbrauch können sich schnell an den Pranger gestellt fühlen, stattdessen sollte deren (Transformations-) Potential herausgestellt werden (Perspektiven aufzeigen, Informationen geben, Fortschritte wertschätzen)&lt;br /&gt;
*&amp;quot;Zeigefinger&amp;quot; auf energieintensivste Liegenschaften wie das Pilotgebäude eher kontraproduktiv, moralische Ansprache mit Verweis auf Klimakrise erzeugte vereinzelt bei Mitarbeiter*innen im Zielgebäude Aversion und kollidierte mit der vorhandenen Resignation und Frustration&lt;br /&gt;
*Empfehlenswert ist die Begleitung des Vorhabens mit einer öffentlichkeitswirksamen Kampagne. Hierbei sollten möglichst alle Kommunikationskanäle der Hochschule berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
*Zur verständlichen Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten war eine Kombination aus Top-down und Bottom-up Maßnahmen zielführend (Workshops, Informationsveranstaltungen, Ideenwettbewerb – Details siehe oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=23966</id>
		<title>Blaupause zum Energiesparen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=23966"/>
		<updated>2025-09-17T08:29:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: /* Rahmenbedingungen des Transferlabors */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung. &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Link zu Good-Practice-Guide Transferlabore&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regenerativer Campus: Energie, Abfall und Wasser – Fokus Energie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“. Diese orientiert sich an der Maßnahme 19 aus dem [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/hochschulklimarat/klimaplan_mlu/ KlimaPlan der MLU]. Folgende Ziele wurden im TrafoTeam formuliert und erfolgreich umgesetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring und zur Visualisierung des Energieverbrauchs (Strom, Wärme, Kälte) einzelner Bereiche in einem Zielgebäude&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen zum Thema Energiesparen&lt;br /&gt;
*Verständliche Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ist-Zustand&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ wurden Daten zum Energieverbrauch sowohl der Universität insgesamt (siehe [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/3343046_3385459/3385459_3503977/ Status Quo Analyse der MLU]) als auch der einzelnen Gebäudekomplexe ausgewertet. Dies erfolgte in Kooperation mit dem Energiemanagement. Das ermöglichte eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und half bei der Auswahl eines Pilotgebäudes. Kernindikatoren waren dabei der Strom- und Wärmeverbrauch (in MWh) sowie die Treibhausgasbilanz des jeweiligen Gebäudes. Für das Analysieren des Energie-Einsparpotentials waren im konkreten Fall der MLU die Daten zu den Einsparungen während der Prüfungen von Maßnahmen in Bezug auf die Verordnungen zur Sicherung der Energieversorgung über kurz- und mittelfristige Maßnahmen (EnSiKuMaV) von Vorteil. Der Energiemanager konnte diese auf Gebäudeebene zur Verfügung stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Akteur*innenanalyse&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse an der MLU durchgeführt, die auch den Bereich Energie umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert und kontaktiert werden. In Abbildung 1 wurden die für das Transferlabor relevanten Akteur*innen dargestellt.&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden formell zuständige Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Hochschulklimarat&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;) angesprochen. Das TrafoTeam setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren vier Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Bauangelegenheiten - Projektingenieur Hochschulbau&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Technisches Gebäudemanagement - Energiemanager&lt;br /&gt;
*Student (Mathematik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
*Student (Informatik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere (Schlüssel)personen:&lt;br /&gt;
*Im Projekt wurde ein Ideenwettbewerb durchgeführt, der von einer zusammengestellten Jury begleitet wurde. Mitglieder der Jury zur Bewertung der Einreichungen im Ideenwettbewerb wurden aufgrund ihres Bezugs zum Pilotgebäude oder ihrer fachlichen Expertise (z.B. technisch-bauliche Kenntnisse) ausgewählt. Außerdem sollte die Jury eine gewisse Repräsentativität ausstrahlen und verschiedene Mitgliedergruppen vertreten.&lt;br /&gt;
*Mitglieder waren: der Abteilungsleiter Bau und Liegenschaften, die Dekane der im Pilotgebäude vertretenen Fakultäten sowie ein Vertreter des TrafoTeams&lt;br /&gt;
*Ansprechpersonen im Pilotgebäude: Direktor und stellvertretende Direktoren, Sekretariat, Leiter*innen der wissenschaftlichen Arbeitsgruppen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einschätzung zur Zusammensetzung:&lt;br /&gt;
*hohe Motivation der einzelnen Akteur*innen &lt;br /&gt;
*Unausgewogenes Geschlechterverhältnis (mehr männliche Personen)&lt;br /&gt;
*Fachexpertise aus den Bereichen Kommunikationswissenschaft oder Umweltpsychologie fehlte&lt;br /&gt;
*Zu kleine Gruppe, um Untergruppen für verschiedenen Aufgaben zu bilden&lt;br /&gt;
*Alle hier berichteten Aktivitäten wurden vom TrafoTeam gemeinsam getragen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innensanalyse Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ .png|Akteur*innensanalyse Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ (Legende: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; - - Auch außerhalb des Projekts zugeordnet)]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsschritte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“.png|Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“|alternativtext=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Erkundungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen (Details zu Transformationsteams können dem &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Good-Practice Guide&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt; entnommen werden)&lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen des Energiemanagers mit ähnlichen Prozessen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Findungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Entscheidung im TrafoTeam für ein Zielgebäude unter Beachtung der Indikatoren Energieverbrauch und Energieeinsparpotential. Das Pilotgebäude ist ein Neubau aus dem Jahr 2017 mit moderner Ausstattung inklusive einer relativ hohen Dichte an Messpunkten für Energieverbrauch; 5.400 m² Nutzfläche; 3 Fakultäten vertreten; etwa 250 Mitarbeitende; etwa 65% der Räume sind Labore&lt;br /&gt;
*Konkretisierung der Energiesparziele (2% Einsparung pro Jahr im Zielgebäude, entsprechend dem EnEfG)&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Definition von (Teil)zielen; Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Vorbereitung rund um das Pilotgebäude: Identifikation relevanter Zielgruppen sowie Ermittlung von Arbeitsgruppenleitungen und Ansprechpersonen aus den verschiedenen Fakultäten&lt;br /&gt;
*Einbindung der Führungsebene: Abstimmungsgespräch mit den Direktoren des Pilotgebäudes zur Unterstützung des Vorhabens. Die Teilnahme der Ansprechperson für das Energiemanagement zur Klärung technischer Fragen wird empfohlen.&lt;br /&gt;
*Organisation von &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Kampagnenmaterial&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt; und Öffentlichkeitsarbeit: Es wurden in Abstimmung mit einer Professorin der Kommunikationswissenschaften geeignete Kommunikationsmittel rund um energiesparendes Verhalten in den Büros, Laboren, etc. des Gebäudes entwickelt. Dabei wurde sowohl Strom als auch Wärme adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Umsetzungsphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring des Strom-, Kälte- und Wärmeverbrauchs auf Gesamtgebäudeebene:&lt;br /&gt;
**Ziel war eine Sensibilisierung für den Energieverbrauch im Gebäude und so letztendlich ein energieeffizientes und energiesparendes Verhalten der Nutzer*innen, wobei ein Effekt durch die Visualisierung erwartet wurde.  &lt;br /&gt;
**Visualisierung des Energieverbrauchs: Der Energieverbrauch im Pilotgebäude wurde über einen öffentlich sichtbaren Monitor im Eingangsbereich transparent gemacht. Dargestellt werden die Daten auf einem Dashboard mit einer Energiemanagement-Software. Die visuelle Aufbereitung der Daten und die Installation des Monitors übernahmen der Energiemanager und das IT-Servicezentrum.&lt;br /&gt;
**Dargestellte Kennzahlen (in Form von Balkendiagrammen):&lt;br /&gt;
***Aktueller Stromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch vor einem Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Energieverbrauch der Kältemaschinen im aktuellen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Stromverbrauch des aktuellen und des vergangenen Jahres in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Wärmeverbrauch im aktuellen und vergangenen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen für die Mitarbeitenden des Pilotgebäudes zum Thema Energiesparen (weitere Informationen unter Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten)&lt;br /&gt;
**Workshops für Mitarbeitende in Laboren. Ziel: Der Workshop bot eine Möglichkeit, Methoden zum Energiesparen in Laboren zu erlernen (z.B. shut the sash); Die drei Workshops hatten einen Umfang von jeweils 2 Stunden und es nahmen jeweils zwischen 8 und 18 Personen teil; Material: Präsentationsfolien im Nachgang zur Verfügung gestellt; Leitung des Workshops übernahm eine Referentin für Nachhaltigkeit im Labor (s. Abbildung 1): Empfehlung von Kolleginnen aus der Universität; Kontaktaufnahme per Mail und Telefon; Honorarbasis&lt;br /&gt;
**Ideenwettbewerb: Ziel war es die Mitarbeiter*innen-Perspektiven in den Gesamtprozess einzubeziehen, deren Wissen zu ihrem persönlichen Arbeitsplatz zu nutzen sowie ihnen das Transferlabor näher zu bringen; Dauer: etwa 4 Wochen zur Einreichung von Ideen, anschließend etwa 4 Wochen zur Bewertung und Auswahl; Resonanz: 13 Maßnahmen wurden eingereicht. Für die Bewertung legte die Jury festgelegte Kriterien an, um sicherzustellen, dass die ausgewählten Ideen sowohl praktikabel als auch wirkungsvoll sind: Einsparungspotential, Verstetigungspotential, Kosten, Auswirkungen, Hürden für die Umsetzung (&amp;lt;u&amp;gt;s. &#039;&#039;Bewertungsmatrix&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;)&lt;br /&gt;
**Haustürgespräche (Gesprächsangebote vor Ort im Pilotgebäude) mit Nutzer*innen des Gebäudes; Ziel: auf das Transferlabor aufmerksam machen, Raum für Fragen und Kritik bieten; Ort: in den Pausenräumen; vorherige Ankündigung per E-Mail über den Hausverteiler&lt;br /&gt;
*Auswahl der Gewinner*innen des Ideenwettbewerbs durch Jury (&amp;lt;u&amp;gt;s. &#039;&#039;Dokumente Bewertung Jurymitglied; Gesamtbewertung Jury&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;); Beiträge des Ideenwettbewerbs wurden HS-öffentlich zur Verfügung gestellt&lt;br /&gt;
*Begleitung der Maßnahmenumsetzung der bestplatzierten Ideen aus dem Wettbewerb durch das TrafoTeam: Anpassung der Thermostate im Pilotgebäude (Austausch mit regulierbaren Thermostaten) und Tipps zur energiesparenden Nutzung von Ultratiefkühlgeräten (auf Projekt-Website und in jährlichen Belehrungen zum Arbeitsschutz); Kommunikation zur umgesetzten Idee aus dem Wettbewerb mittels Rundmail über den Hausverteiler und auf der Projekt-Website&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum zur Anpassung von Thermostaten, wobei der Umsetzungszeitraum hier außerhalb des Transferlaborzeitraums liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Abschlussphase (1 Monat)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Ziele (unter Beschreibung der Maßnahme) konnten alle erreicht werden. Das konkrete Ziel der Einsparung von 2 % Energie wird vom Energiemanager nach Ablauf eines Jahres geprüft. &lt;br /&gt;
*Abschlussveranstaltung im Pilotgebäude mit Vorstellung der Kampagnenergebnisse durch das TrafoTeam: PowerPoint Präsentation und anschließende Diskussion; Eingeladen waren die Jury des Ideenwettbewerbs, Mitarbeitende und Direktoren des Pilotgebäudes&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe des Monitorings an den Energiemanager zur dauerhaften Implementierung und Nutzung: Verantwortung für technischen Support (z.B. regelmäßige Softwareupdates) und Auswertung der Daten hinsichtlich möglicher Einsparungen und der Erfüllung des 2%-Ziels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ Website zum Transferlabor Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen]&lt;br /&gt;
*[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ideenwettbewerb/ Website Ideenwettbewerb]&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Poster zu Projektinfo, Ideenwettbewerb und Workshop&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Ideensammlung&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[https://echo-energie.de Echokampagne] bieten Leitfaden, Checkliste und Infomaterial zum Energiesparen in Zielgebäuden, die genutzt wurden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
===Rahmenbedingungen des Transferlabors===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von neun Monaten. Für eine solide Maßnahmenumsetzung inklusive Verstetigung wäre mehr Zeit notwendig gewesen. Die Empfehlung ist, mindestens 12 Monate einzuplanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung wurden etwa 2.300 € verausgabt. Ursprünglich waren mehr Mittel für technische Anpassungen im Pilotgebäude einkalkuliert. Für den zur Verfügung stehenden zeitlichen und finanziellen Rahmen konnten keine umsetzbaren Anpassungen identifiziert und installiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2.300 € setzten sich aus folgenden Posten zusammen:&lt;br /&gt;
1.500 € Honorar der Referentin für drei Workshops zu Nachhaltigkeit im Labor&lt;br /&gt;
700 € Digital Signage (Visualisierung des Energieverbrauchs): Monitor (40 Zoll), Steuerung (Minicomputer + SD-Karte), Wandhalterung, Montage&lt;br /&gt;
100 € Druckkosten für Informationsmaterial &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für weitere technische Anpassung müsste beispielsweise einkalkuliert werden:&lt;br /&gt;
2.000 € Umbau Thermostate im Zielgebäude in 62 Büroräumen (Material- und Montagekosten der Sanitärfirma)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rahmenbedingungen der Hochschule===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Standorte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Am Hauptstandort Halle (Saale) gibt es 4 Campi: Universitätsplatz, Steintor-Campus, Franckeschen Stiftungen, Weinberg-Campus mit Campus Heide-Süd. Das Pilotgebäude befand sich am Weinbergcampus. Auf dem Weinberg Campus leben, studieren und arbeiten etwa 15.000 Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität setzt sich aus folgenden HS-Angehörigen zusammen:&lt;br /&gt;
*ca. 19.943 Studierende&lt;br /&gt;
*über 4.027 Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**288 Professor*innen&lt;br /&gt;
**1.478 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen&lt;br /&gt;
**1.091 Wissenschaftsunterstützende Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**1.170 Wissenschaftliche Hilfskräfte (Stand vom 31.12.2023).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unterstützung der Hochschulleitung zur Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung der MLU unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Die Rektorin übernahm die Projektleitung und stellte Mitarbeitende, etwa für die Teilnahme am TrafoTeam, frei. Dieser Umstand unterstützte bei der Argumentation für die Umsetzung der Maßnahme. Mit der Hochschulleitung fand ein regelmäßiger Austausch statt, zudem konnten die Maßnahmen in Kommissionen der Hochschulleitung vorgestellt und diskutiert werden. Dies ermöglichte es, die Maßnahmen im Kontext aktueller Ausrichtungen der Hochschule einzuordnen, Parallelstrukturen zu vermeiden oder Synergien zu knüpfen. Als Hinweis für die Planung weiterer Projekte lässt sich festhalten, dass die zeitlichen Kapazitäten möglicher Leitungspersonen berücksichtigt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es keine*n Nachhaltigkeitsbeauftragten oder eine andere Art der Institutionalisierung in Bezug auf Nachhaltigkeit. Diese mangelnde Institutionalisierung von Nachhaltigkeit gestaltete sich als Herausforderung, gerade in der Verstetigung von Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tätigkeitsbereich des Energiemanagers ist aber für den Bereiche des Klimaschutzes wichtig, z.B. aufgrund des Gesetzes zur Steigerung der Energieeffizienz in Deutschland (EnEfG) oder Energie- (ISO50001) bzw. Umweltmanagementsysteme (ISO140001).&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Weitere Relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Unterstützung durch den Leiter der Abteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement war wesentlich, um die Maßnahme erfolgreich umzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Allgemeine Hinweise zu hemmenden/ fördernden Aspekte im Transferlabor &#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;finden Sie hier&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Einbindung des Energiemanagers war besonders wichtig für die Konkretisierung, Planung sowie Umsetzung der Maßnahme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Bei der Ansprache von Personen im Pilotgebäude muss darauf geachtet werden Mitarbeitende nicht als „Schuldige“ zu adressieren und Auswahl des Gebäudes rücksichtsvoll zu kommunizieren.&lt;br /&gt;
*Institute mit einem hohen Energieverbrauch können sich schnell an den Pranger gestellt fühlen, stattdessen sollte deren (Transformations-) Potential herausgestellt werden (Perspektiven aufzeigen, Informationen geben, Fortschritte wertschätzen)&lt;br /&gt;
*&amp;quot;Zeigefinger&amp;quot; auf energieintensivste Liegenschaften wie das Pilotgebäude eher kontraproduktiv, moralische Ansprache mit Verweis auf Klimakrise erzeugte vereinzelt bei Mitarbeiter*innen im Zielgebäude Aversion und kollidierte mit der vorhandenen Resignation und Frustration&lt;br /&gt;
*Empfehlenswert ist die Begleitung des Vorhabens mit einer öffentlichkeitswirksamen Kampagne. Hierbei sollten möglichst alle Kommunikationskanäle der Hochschule berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
*Zur verständlichen Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten war eine Kombination aus Top-down und Bottom-up Maßnahmen zielführend (Workshops, Informationsveranstaltungen, Ideenwettbewerb – Details siehe oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=23965</id>
		<title>Blaupause zum Energiesparen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=23965"/>
		<updated>2025-09-17T08:28:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: /* Rahmenbedingungen der Hochschule */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung. &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Link zu Good-Practice-Guide Transferlabore&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regenerativer Campus: Energie, Abfall und Wasser – Fokus Energie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“. Diese orientiert sich an der Maßnahme 19 aus dem [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/hochschulklimarat/klimaplan_mlu/ KlimaPlan der MLU]. Folgende Ziele wurden im TrafoTeam formuliert und erfolgreich umgesetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring und zur Visualisierung des Energieverbrauchs (Strom, Wärme, Kälte) einzelner Bereiche in einem Zielgebäude&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen zum Thema Energiesparen&lt;br /&gt;
*Verständliche Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ist-Zustand&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ wurden Daten zum Energieverbrauch sowohl der Universität insgesamt (siehe [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/3343046_3385459/3385459_3503977/ Status Quo Analyse der MLU]) als auch der einzelnen Gebäudekomplexe ausgewertet. Dies erfolgte in Kooperation mit dem Energiemanagement. Das ermöglichte eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und half bei der Auswahl eines Pilotgebäudes. Kernindikatoren waren dabei der Strom- und Wärmeverbrauch (in MWh) sowie die Treibhausgasbilanz des jeweiligen Gebäudes. Für das Analysieren des Energie-Einsparpotentials waren im konkreten Fall der MLU die Daten zu den Einsparungen während der Prüfungen von Maßnahmen in Bezug auf die Verordnungen zur Sicherung der Energieversorgung über kurz- und mittelfristige Maßnahmen (EnSiKuMaV) von Vorteil. Der Energiemanager konnte diese auf Gebäudeebene zur Verfügung stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Akteur*innenanalyse&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse an der MLU durchgeführt, die auch den Bereich Energie umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert und kontaktiert werden. In Abbildung 1 wurden die für das Transferlabor relevanten Akteur*innen dargestellt.&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden formell zuständige Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Hochschulklimarat&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;) angesprochen. Das TrafoTeam setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren vier Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Bauangelegenheiten - Projektingenieur Hochschulbau&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Technisches Gebäudemanagement - Energiemanager&lt;br /&gt;
*Student (Mathematik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
*Student (Informatik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere (Schlüssel)personen:&lt;br /&gt;
*Im Projekt wurde ein Ideenwettbewerb durchgeführt, der von einer zusammengestellten Jury begleitet wurde. Mitglieder der Jury zur Bewertung der Einreichungen im Ideenwettbewerb wurden aufgrund ihres Bezugs zum Pilotgebäude oder ihrer fachlichen Expertise (z.B. technisch-bauliche Kenntnisse) ausgewählt. Außerdem sollte die Jury eine gewisse Repräsentativität ausstrahlen und verschiedene Mitgliedergruppen vertreten.&lt;br /&gt;
*Mitglieder waren: der Abteilungsleiter Bau und Liegenschaften, die Dekane der im Pilotgebäude vertretenen Fakultäten sowie ein Vertreter des TrafoTeams&lt;br /&gt;
*Ansprechpersonen im Pilotgebäude: Direktor und stellvertretende Direktoren, Sekretariat, Leiter*innen der wissenschaftlichen Arbeitsgruppen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einschätzung zur Zusammensetzung:&lt;br /&gt;
*hohe Motivation der einzelnen Akteur*innen &lt;br /&gt;
*Unausgewogenes Geschlechterverhältnis (mehr männliche Personen)&lt;br /&gt;
*Fachexpertise aus den Bereichen Kommunikationswissenschaft oder Umweltpsychologie fehlte&lt;br /&gt;
*Zu kleine Gruppe, um Untergruppen für verschiedenen Aufgaben zu bilden&lt;br /&gt;
*Alle hier berichteten Aktivitäten wurden vom TrafoTeam gemeinsam getragen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innensanalyse Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ .png|Akteur*innensanalyse Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ (Legende: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; - - Auch außerhalb des Projekts zugeordnet)]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsschritte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“.png|Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“|alternativtext=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Erkundungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen (Details zu Transformationsteams können dem &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Good-Practice Guide&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt; entnommen werden)&lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen des Energiemanagers mit ähnlichen Prozessen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Findungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Entscheidung im TrafoTeam für ein Zielgebäude unter Beachtung der Indikatoren Energieverbrauch und Energieeinsparpotential. Das Pilotgebäude ist ein Neubau aus dem Jahr 2017 mit moderner Ausstattung inklusive einer relativ hohen Dichte an Messpunkten für Energieverbrauch; 5.400 m² Nutzfläche; 3 Fakultäten vertreten; etwa 250 Mitarbeitende; etwa 65% der Räume sind Labore&lt;br /&gt;
*Konkretisierung der Energiesparziele (2% Einsparung pro Jahr im Zielgebäude, entsprechend dem EnEfG)&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Definition von (Teil)zielen; Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Vorbereitung rund um das Pilotgebäude: Identifikation relevanter Zielgruppen sowie Ermittlung von Arbeitsgruppenleitungen und Ansprechpersonen aus den verschiedenen Fakultäten&lt;br /&gt;
*Einbindung der Führungsebene: Abstimmungsgespräch mit den Direktoren des Pilotgebäudes zur Unterstützung des Vorhabens. Die Teilnahme der Ansprechperson für das Energiemanagement zur Klärung technischer Fragen wird empfohlen.&lt;br /&gt;
*Organisation von &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Kampagnenmaterial&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt; und Öffentlichkeitsarbeit: Es wurden in Abstimmung mit einer Professorin der Kommunikationswissenschaften geeignete Kommunikationsmittel rund um energiesparendes Verhalten in den Büros, Laboren, etc. des Gebäudes entwickelt. Dabei wurde sowohl Strom als auch Wärme adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Umsetzungsphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring des Strom-, Kälte- und Wärmeverbrauchs auf Gesamtgebäudeebene:&lt;br /&gt;
**Ziel war eine Sensibilisierung für den Energieverbrauch im Gebäude und so letztendlich ein energieeffizientes und energiesparendes Verhalten der Nutzer*innen, wobei ein Effekt durch die Visualisierung erwartet wurde.  &lt;br /&gt;
**Visualisierung des Energieverbrauchs: Der Energieverbrauch im Pilotgebäude wurde über einen öffentlich sichtbaren Monitor im Eingangsbereich transparent gemacht. Dargestellt werden die Daten auf einem Dashboard mit einer Energiemanagement-Software. Die visuelle Aufbereitung der Daten und die Installation des Monitors übernahmen der Energiemanager und das IT-Servicezentrum.&lt;br /&gt;
**Dargestellte Kennzahlen (in Form von Balkendiagrammen):&lt;br /&gt;
***Aktueller Stromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch vor einem Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Energieverbrauch der Kältemaschinen im aktuellen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Stromverbrauch des aktuellen und des vergangenen Jahres in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Wärmeverbrauch im aktuellen und vergangenen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen für die Mitarbeitenden des Pilotgebäudes zum Thema Energiesparen (weitere Informationen unter Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten)&lt;br /&gt;
**Workshops für Mitarbeitende in Laboren. Ziel: Der Workshop bot eine Möglichkeit, Methoden zum Energiesparen in Laboren zu erlernen (z.B. shut the sash); Die drei Workshops hatten einen Umfang von jeweils 2 Stunden und es nahmen jeweils zwischen 8 und 18 Personen teil; Material: Präsentationsfolien im Nachgang zur Verfügung gestellt; Leitung des Workshops übernahm eine Referentin für Nachhaltigkeit im Labor (s. Abbildung 1): Empfehlung von Kolleginnen aus der Universität; Kontaktaufnahme per Mail und Telefon; Honorarbasis&lt;br /&gt;
**Ideenwettbewerb: Ziel war es die Mitarbeiter*innen-Perspektiven in den Gesamtprozess einzubeziehen, deren Wissen zu ihrem persönlichen Arbeitsplatz zu nutzen sowie ihnen das Transferlabor näher zu bringen; Dauer: etwa 4 Wochen zur Einreichung von Ideen, anschließend etwa 4 Wochen zur Bewertung und Auswahl; Resonanz: 13 Maßnahmen wurden eingereicht. Für die Bewertung legte die Jury festgelegte Kriterien an, um sicherzustellen, dass die ausgewählten Ideen sowohl praktikabel als auch wirkungsvoll sind: Einsparungspotential, Verstetigungspotential, Kosten, Auswirkungen, Hürden für die Umsetzung (&amp;lt;u&amp;gt;s. &#039;&#039;Bewertungsmatrix&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;)&lt;br /&gt;
**Haustürgespräche (Gesprächsangebote vor Ort im Pilotgebäude) mit Nutzer*innen des Gebäudes; Ziel: auf das Transferlabor aufmerksam machen, Raum für Fragen und Kritik bieten; Ort: in den Pausenräumen; vorherige Ankündigung per E-Mail über den Hausverteiler&lt;br /&gt;
*Auswahl der Gewinner*innen des Ideenwettbewerbs durch Jury (&amp;lt;u&amp;gt;s. &#039;&#039;Dokumente Bewertung Jurymitglied; Gesamtbewertung Jury&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;); Beiträge des Ideenwettbewerbs wurden HS-öffentlich zur Verfügung gestellt&lt;br /&gt;
*Begleitung der Maßnahmenumsetzung der bestplatzierten Ideen aus dem Wettbewerb durch das TrafoTeam: Anpassung der Thermostate im Pilotgebäude (Austausch mit regulierbaren Thermostaten) und Tipps zur energiesparenden Nutzung von Ultratiefkühlgeräten (auf Projekt-Website und in jährlichen Belehrungen zum Arbeitsschutz); Kommunikation zur umgesetzten Idee aus dem Wettbewerb mittels Rundmail über den Hausverteiler und auf der Projekt-Website&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum zur Anpassung von Thermostaten, wobei der Umsetzungszeitraum hier außerhalb des Transferlaborzeitraums liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Abschlussphase (1 Monat)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Ziele (unter Beschreibung der Maßnahme) konnten alle erreicht werden. Das konkrete Ziel der Einsparung von 2 % Energie wird vom Energiemanager nach Ablauf eines Jahres geprüft. &lt;br /&gt;
*Abschlussveranstaltung im Pilotgebäude mit Vorstellung der Kampagnenergebnisse durch das TrafoTeam: PowerPoint Präsentation und anschließende Diskussion; Eingeladen waren die Jury des Ideenwettbewerbs, Mitarbeitende und Direktoren des Pilotgebäudes&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe des Monitorings an den Energiemanager zur dauerhaften Implementierung und Nutzung: Verantwortung für technischen Support (z.B. regelmäßige Softwareupdates) und Auswertung der Daten hinsichtlich möglicher Einsparungen und der Erfüllung des 2%-Ziels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ Website zum Transferlabor Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen]&lt;br /&gt;
*[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ideenwettbewerb/ Website Ideenwettbewerb]&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Poster zu Projektinfo, Ideenwettbewerb und Workshop&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Ideensammlung&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[https://echo-energie.de Echokampagne] bieten Leitfaden, Checkliste und Infomaterial zum Energiesparen in Zielgebäuden, die genutzt wurden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
===Rahmenbedingungen des Transferlabors===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von neun Monaten. Für eine solide Maßnahmenumsetzung inklusive Verstetigung wäre mehr Zeit notwendig gewesen. Die Empfehlung ist, mindestens 12 Monate einzuplanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung wurden etwa 2.300 € verausgabt. Ursprünglich waren mehr Mittel für technische Anpassungen im Pilotgebäude einkalkuliert. Für den zur Verfügung stehenden zeitlichen und finanziellen Rahmen konnten keine umsetzbaren Anpassungen identifiziert und installiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2.300 € setzten sich aus folgenden Posten zusammen:&lt;br /&gt;
1.500 € Honorar der Referentin für drei Workshops zu Nachhaltigkeit im Labor&lt;br /&gt;
700 € Digital Signage (Visualisierung des Energieverbrauchs): Monitor (40 Zoll), Steuerung (Minicomputer + SD-Karte), Wandhalterung, Montage&lt;br /&gt;
100 € Druckkosten für Informationsmaterial &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für weitere technische Anpassung müsste beispielsweise einkalkuliert werden:&lt;br /&gt;
2.000 € Umbau Thermostate im Zielgebäude in 62 Büroräumen (Material- und Montagekosten der Sanitärfirma)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rahmenbedingungen der Hochschule===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Standorte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Am Hauptstandort Halle (Saale) gibt es 4 Campi: Universitätsplatz, Steintor-Campus, Franckeschen Stiftungen, Weinberg-Campus mit Campus Heide-Süd. Das Pilotgebäude befand sich am Weinbergcampus. Auf dem Weinberg Campus leben, studieren und arbeiten etwa 15.000 Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Universität setzt sich aus folgenden HS-Angehörigen zusammen:&lt;br /&gt;
*ca. 19.943 Studierende&lt;br /&gt;
*über 4.027 Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**288 Professor*innen&lt;br /&gt;
**1.478 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen&lt;br /&gt;
**1.091 Wissenschaftsunterstützende Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**1.170 Wissenschaftliche Hilfskräfte (Stand vom 31.12.2023).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unterstützung der Hochschulleitung zur Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung der MLU unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Die Rektorin übernahm die Projektleitung und stellte Mitarbeitende, etwa für die Teilnahme am TrafoTeam, frei. Dieser Umstand unterstützte bei der Argumentation für die Umsetzung der Maßnahme. Mit der Hochschulleitung fand ein regelmäßiger Austausch statt, zudem konnten die Maßnahmen in Kommissionen der Hochschulleitung vorgestellt und diskutiert werden. Dies ermöglichte es, die Maßnahmen im Kontext aktueller Ausrichtungen der Hochschule einzuordnen, Parallelstrukturen zu vermeiden oder Synergien zu knüpfen. Als Hinweis für die Planung weiterer Projekte lässt sich festhalten, dass die zeitlichen Kapazitäten möglicher Leitungspersonen berücksichtigt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es keine*n Nachhaltigkeitsbeauftragten oder eine andere Art der Institutionalisierung in Bezug auf Nachhaltigkeit. Diese mangelnde Institutionalisierung von Nachhaltigkeit gestaltete sich als Herausforderung, gerade in der Verstetigung von Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tätigkeitsbereich des Energiemanagers ist aber für den Bereiche des Klimaschutzes wichtig, z.B. aufgrund des Gesetzes zur Steigerung der Energieeffizienz in Deutschland (EnEfG) oder Energie- (ISO50001) bzw. Umweltmanagementsysteme (ISO140001).&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Weitere Relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Unterstützung durch den Leiter der Abteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement war wesentlich, um die Maßnahme erfolgreich umzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Allgemeine Hinweise zu hemmenden/ fördernden Aspekte im Transferlabor &#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;finden Sie hier&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Einbindung des Energiemanagers war besonders wichtig für die Konkretisierung, Planung sowie Umsetzung der Maßnahme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Bei der Ansprache von Personen im Pilotgebäude muss darauf geachtet werden Mitarbeitende nicht als „Schuldige“ zu adressieren und Auswahl des Gebäudes rücksichtsvoll zu kommunizieren.&lt;br /&gt;
*Institute mit einem hohen Energieverbrauch können sich schnell an den Pranger gestellt fühlen, stattdessen sollte deren (Transformations-) Potential herausgestellt werden (Perspektiven aufzeigen, Informationen geben, Fortschritte wertschätzen)&lt;br /&gt;
*&amp;quot;Zeigefinger&amp;quot; auf energieintensivste Liegenschaften wie das Pilotgebäude eher kontraproduktiv, moralische Ansprache mit Verweis auf Klimakrise erzeugte vereinzelt bei Mitarbeiter*innen im Zielgebäude Aversion und kollidierte mit der vorhandenen Resignation und Frustration&lt;br /&gt;
*Empfehlenswert ist die Begleitung des Vorhabens mit einer öffentlichkeitswirksamen Kampagne. Hierbei sollten möglichst alle Kommunikationskanäle der Hochschule berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
*Zur verständlichen Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten war eine Kombination aus Top-down und Bottom-up Maßnahmen zielführend (Workshops, Informationsveranstaltungen, Ideenwettbewerb – Details siehe oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=23964</id>
		<title>Blaupause zum Energiesparen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=23964"/>
		<updated>2025-09-17T08:28:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: /* Rahmenbedingungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung. &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Link zu Good-Practice-Guide Transferlabore&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regenerativer Campus: Energie, Abfall und Wasser – Fokus Energie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“. Diese orientiert sich an der Maßnahme 19 aus dem [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/hochschulklimarat/klimaplan_mlu/ KlimaPlan der MLU]. Folgende Ziele wurden im TrafoTeam formuliert und erfolgreich umgesetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring und zur Visualisierung des Energieverbrauchs (Strom, Wärme, Kälte) einzelner Bereiche in einem Zielgebäude&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen zum Thema Energiesparen&lt;br /&gt;
*Verständliche Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ist-Zustand&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ wurden Daten zum Energieverbrauch sowohl der Universität insgesamt (siehe [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/3343046_3385459/3385459_3503977/ Status Quo Analyse der MLU]) als auch der einzelnen Gebäudekomplexe ausgewertet. Dies erfolgte in Kooperation mit dem Energiemanagement. Das ermöglichte eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und half bei der Auswahl eines Pilotgebäudes. Kernindikatoren waren dabei der Strom- und Wärmeverbrauch (in MWh) sowie die Treibhausgasbilanz des jeweiligen Gebäudes. Für das Analysieren des Energie-Einsparpotentials waren im konkreten Fall der MLU die Daten zu den Einsparungen während der Prüfungen von Maßnahmen in Bezug auf die Verordnungen zur Sicherung der Energieversorgung über kurz- und mittelfristige Maßnahmen (EnSiKuMaV) von Vorteil. Der Energiemanager konnte diese auf Gebäudeebene zur Verfügung stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Akteur*innenanalyse&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse an der MLU durchgeführt, die auch den Bereich Energie umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert und kontaktiert werden. In Abbildung 1 wurden die für das Transferlabor relevanten Akteur*innen dargestellt.&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden formell zuständige Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Hochschulklimarat&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;) angesprochen. Das TrafoTeam setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren vier Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Bauangelegenheiten - Projektingenieur Hochschulbau&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Technisches Gebäudemanagement - Energiemanager&lt;br /&gt;
*Student (Mathematik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
*Student (Informatik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere (Schlüssel)personen:&lt;br /&gt;
*Im Projekt wurde ein Ideenwettbewerb durchgeführt, der von einer zusammengestellten Jury begleitet wurde. Mitglieder der Jury zur Bewertung der Einreichungen im Ideenwettbewerb wurden aufgrund ihres Bezugs zum Pilotgebäude oder ihrer fachlichen Expertise (z.B. technisch-bauliche Kenntnisse) ausgewählt. Außerdem sollte die Jury eine gewisse Repräsentativität ausstrahlen und verschiedene Mitgliedergruppen vertreten.&lt;br /&gt;
*Mitglieder waren: der Abteilungsleiter Bau und Liegenschaften, die Dekane der im Pilotgebäude vertretenen Fakultäten sowie ein Vertreter des TrafoTeams&lt;br /&gt;
*Ansprechpersonen im Pilotgebäude: Direktor und stellvertretende Direktoren, Sekretariat, Leiter*innen der wissenschaftlichen Arbeitsgruppen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einschätzung zur Zusammensetzung:&lt;br /&gt;
*hohe Motivation der einzelnen Akteur*innen &lt;br /&gt;
*Unausgewogenes Geschlechterverhältnis (mehr männliche Personen)&lt;br /&gt;
*Fachexpertise aus den Bereichen Kommunikationswissenschaft oder Umweltpsychologie fehlte&lt;br /&gt;
*Zu kleine Gruppe, um Untergruppen für verschiedenen Aufgaben zu bilden&lt;br /&gt;
*Alle hier berichteten Aktivitäten wurden vom TrafoTeam gemeinsam getragen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innensanalyse Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ .png|Akteur*innensanalyse Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ (Legende: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; - - Auch außerhalb des Projekts zugeordnet)]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsschritte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“.png|Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“|alternativtext=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Erkundungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen (Details zu Transformationsteams können dem &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Good-Practice Guide&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt; entnommen werden)&lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen des Energiemanagers mit ähnlichen Prozessen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Findungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Entscheidung im TrafoTeam für ein Zielgebäude unter Beachtung der Indikatoren Energieverbrauch und Energieeinsparpotential. Das Pilotgebäude ist ein Neubau aus dem Jahr 2017 mit moderner Ausstattung inklusive einer relativ hohen Dichte an Messpunkten für Energieverbrauch; 5.400 m² Nutzfläche; 3 Fakultäten vertreten; etwa 250 Mitarbeitende; etwa 65% der Räume sind Labore&lt;br /&gt;
*Konkretisierung der Energiesparziele (2% Einsparung pro Jahr im Zielgebäude, entsprechend dem EnEfG)&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Definition von (Teil)zielen; Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Vorbereitung rund um das Pilotgebäude: Identifikation relevanter Zielgruppen sowie Ermittlung von Arbeitsgruppenleitungen und Ansprechpersonen aus den verschiedenen Fakultäten&lt;br /&gt;
*Einbindung der Führungsebene: Abstimmungsgespräch mit den Direktoren des Pilotgebäudes zur Unterstützung des Vorhabens. Die Teilnahme der Ansprechperson für das Energiemanagement zur Klärung technischer Fragen wird empfohlen.&lt;br /&gt;
*Organisation von &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Kampagnenmaterial&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt; und Öffentlichkeitsarbeit: Es wurden in Abstimmung mit einer Professorin der Kommunikationswissenschaften geeignete Kommunikationsmittel rund um energiesparendes Verhalten in den Büros, Laboren, etc. des Gebäudes entwickelt. Dabei wurde sowohl Strom als auch Wärme adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Umsetzungsphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring des Strom-, Kälte- und Wärmeverbrauchs auf Gesamtgebäudeebene:&lt;br /&gt;
**Ziel war eine Sensibilisierung für den Energieverbrauch im Gebäude und so letztendlich ein energieeffizientes und energiesparendes Verhalten der Nutzer*innen, wobei ein Effekt durch die Visualisierung erwartet wurde.  &lt;br /&gt;
**Visualisierung des Energieverbrauchs: Der Energieverbrauch im Pilotgebäude wurde über einen öffentlich sichtbaren Monitor im Eingangsbereich transparent gemacht. Dargestellt werden die Daten auf einem Dashboard mit einer Energiemanagement-Software. Die visuelle Aufbereitung der Daten und die Installation des Monitors übernahmen der Energiemanager und das IT-Servicezentrum.&lt;br /&gt;
**Dargestellte Kennzahlen (in Form von Balkendiagrammen):&lt;br /&gt;
***Aktueller Stromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch vor einem Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Energieverbrauch der Kältemaschinen im aktuellen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Stromverbrauch des aktuellen und des vergangenen Jahres in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Wärmeverbrauch im aktuellen und vergangenen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen für die Mitarbeitenden des Pilotgebäudes zum Thema Energiesparen (weitere Informationen unter Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten)&lt;br /&gt;
**Workshops für Mitarbeitende in Laboren. Ziel: Der Workshop bot eine Möglichkeit, Methoden zum Energiesparen in Laboren zu erlernen (z.B. shut the sash); Die drei Workshops hatten einen Umfang von jeweils 2 Stunden und es nahmen jeweils zwischen 8 und 18 Personen teil; Material: Präsentationsfolien im Nachgang zur Verfügung gestellt; Leitung des Workshops übernahm eine Referentin für Nachhaltigkeit im Labor (s. Abbildung 1): Empfehlung von Kolleginnen aus der Universität; Kontaktaufnahme per Mail und Telefon; Honorarbasis&lt;br /&gt;
**Ideenwettbewerb: Ziel war es die Mitarbeiter*innen-Perspektiven in den Gesamtprozess einzubeziehen, deren Wissen zu ihrem persönlichen Arbeitsplatz zu nutzen sowie ihnen das Transferlabor näher zu bringen; Dauer: etwa 4 Wochen zur Einreichung von Ideen, anschließend etwa 4 Wochen zur Bewertung und Auswahl; Resonanz: 13 Maßnahmen wurden eingereicht. Für die Bewertung legte die Jury festgelegte Kriterien an, um sicherzustellen, dass die ausgewählten Ideen sowohl praktikabel als auch wirkungsvoll sind: Einsparungspotential, Verstetigungspotential, Kosten, Auswirkungen, Hürden für die Umsetzung (&amp;lt;u&amp;gt;s. &#039;&#039;Bewertungsmatrix&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;)&lt;br /&gt;
**Haustürgespräche (Gesprächsangebote vor Ort im Pilotgebäude) mit Nutzer*innen des Gebäudes; Ziel: auf das Transferlabor aufmerksam machen, Raum für Fragen und Kritik bieten; Ort: in den Pausenräumen; vorherige Ankündigung per E-Mail über den Hausverteiler&lt;br /&gt;
*Auswahl der Gewinner*innen des Ideenwettbewerbs durch Jury (&amp;lt;u&amp;gt;s. &#039;&#039;Dokumente Bewertung Jurymitglied; Gesamtbewertung Jury&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;); Beiträge des Ideenwettbewerbs wurden HS-öffentlich zur Verfügung gestellt&lt;br /&gt;
*Begleitung der Maßnahmenumsetzung der bestplatzierten Ideen aus dem Wettbewerb durch das TrafoTeam: Anpassung der Thermostate im Pilotgebäude (Austausch mit regulierbaren Thermostaten) und Tipps zur energiesparenden Nutzung von Ultratiefkühlgeräten (auf Projekt-Website und in jährlichen Belehrungen zum Arbeitsschutz); Kommunikation zur umgesetzten Idee aus dem Wettbewerb mittels Rundmail über den Hausverteiler und auf der Projekt-Website&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum zur Anpassung von Thermostaten, wobei der Umsetzungszeitraum hier außerhalb des Transferlaborzeitraums liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Abschlussphase (1 Monat)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Ziele (unter Beschreibung der Maßnahme) konnten alle erreicht werden. Das konkrete Ziel der Einsparung von 2 % Energie wird vom Energiemanager nach Ablauf eines Jahres geprüft. &lt;br /&gt;
*Abschlussveranstaltung im Pilotgebäude mit Vorstellung der Kampagnenergebnisse durch das TrafoTeam: PowerPoint Präsentation und anschließende Diskussion; Eingeladen waren die Jury des Ideenwettbewerbs, Mitarbeitende und Direktoren des Pilotgebäudes&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe des Monitorings an den Energiemanager zur dauerhaften Implementierung und Nutzung: Verantwortung für technischen Support (z.B. regelmäßige Softwareupdates) und Auswertung der Daten hinsichtlich möglicher Einsparungen und der Erfüllung des 2%-Ziels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ Website zum Transferlabor Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen]&lt;br /&gt;
*[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ideenwettbewerb/ Website Ideenwettbewerb]&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Poster zu Projektinfo, Ideenwettbewerb und Workshop&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Ideensammlung&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[https://echo-energie.de Echokampagne] bieten Leitfaden, Checkliste und Infomaterial zum Energiesparen in Zielgebäuden, die genutzt wurden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
===Rahmenbedingungen des Transferlabors===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von neun Monaten. Für eine solide Maßnahmenumsetzung inklusive Verstetigung wäre mehr Zeit notwendig gewesen. Die Empfehlung ist, mindestens 12 Monate einzuplanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung wurden etwa 2.300 € verausgabt. Ursprünglich waren mehr Mittel für technische Anpassungen im Pilotgebäude einkalkuliert. Für den zur Verfügung stehenden zeitlichen und finanziellen Rahmen konnten keine umsetzbaren Anpassungen identifiziert und installiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2.300 € setzten sich aus folgenden Posten zusammen:&lt;br /&gt;
1.500 € Honorar der Referentin für drei Workshops zu Nachhaltigkeit im Labor&lt;br /&gt;
700 € Digital Signage (Visualisierung des Energieverbrauchs): Monitor (40 Zoll), Steuerung (Minicomputer + SD-Karte), Wandhalterung, Montage&lt;br /&gt;
100 € Druckkosten für Informationsmaterial &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für weitere technische Anpassung müsste beispielsweise einkalkuliert werden:&lt;br /&gt;
2.000 € Umbau Thermostate im Zielgebäude in 62 Büroräumen (Material- und Montagekosten der Sanitärfirma)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rahmenbedingungen der Hochschule===&lt;br /&gt;
{{Expander|Rahmenbedingungen der Hochschule|Dieser Text soll expandiert werden}} &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Standorte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Am Hauptstandort Halle (Saale) gibt es 4 Campi: Universitätsplatz, Steintor-Campus, Franckeschen Stiftungen, Weinberg-Campus mit Campus Heide-Süd. Das Pilotgebäude befand sich am Weinbergcampus. Auf dem Weinberg Campus leben, studieren und arbeiten etwa 15.000 Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Universität setzt sich aus folgenden HS-Angehörigen zusammen:&lt;br /&gt;
*ca. 19.943 Studierende&lt;br /&gt;
*über 4.027 Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**288 Professor*innen&lt;br /&gt;
**1.478 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen&lt;br /&gt;
**1.091 Wissenschaftsunterstützende Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**1.170 Wissenschaftliche Hilfskräfte (Stand vom 31.12.2023).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unterstützung der Hochschulleitung zur Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung der MLU unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Die Rektorin übernahm die Projektleitung und stellte Mitarbeitende, etwa für die Teilnahme am TrafoTeam, frei. Dieser Umstand unterstützte bei der Argumentation für die Umsetzung der Maßnahme. Mit der Hochschulleitung fand ein regelmäßiger Austausch statt, zudem konnten die Maßnahmen in Kommissionen der Hochschulleitung vorgestellt und diskutiert werden. Dies ermöglichte es, die Maßnahmen im Kontext aktueller Ausrichtungen der Hochschule einzuordnen, Parallelstrukturen zu vermeiden oder Synergien zu knüpfen. Als Hinweis für die Planung weiterer Projekte lässt sich festhalten, dass die zeitlichen Kapazitäten möglicher Leitungspersonen berücksichtigt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es keine*n Nachhaltigkeitsbeauftragten oder eine andere Art der Institutionalisierung in Bezug auf Nachhaltigkeit. Diese mangelnde Institutionalisierung von Nachhaltigkeit gestaltete sich als Herausforderung, gerade in der Verstetigung von Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tätigkeitsbereich des Energiemanagers ist aber für den Bereiche des Klimaschutzes wichtig, z.B. aufgrund des Gesetzes zur Steigerung der Energieeffizienz in Deutschland (EnEfG) oder Energie- (ISO50001) bzw. Umweltmanagementsysteme (ISO140001).&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Weitere Relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Unterstützung durch den Leiter der Abteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement war wesentlich, um die Maßnahme erfolgreich umzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Allgemeine Hinweise zu hemmenden/ fördernden Aspekte im Transferlabor &#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;finden Sie hier&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Einbindung des Energiemanagers war besonders wichtig für die Konkretisierung, Planung sowie Umsetzung der Maßnahme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Bei der Ansprache von Personen im Pilotgebäude muss darauf geachtet werden Mitarbeitende nicht als „Schuldige“ zu adressieren und Auswahl des Gebäudes rücksichtsvoll zu kommunizieren.&lt;br /&gt;
*Institute mit einem hohen Energieverbrauch können sich schnell an den Pranger gestellt fühlen, stattdessen sollte deren (Transformations-) Potential herausgestellt werden (Perspektiven aufzeigen, Informationen geben, Fortschritte wertschätzen)&lt;br /&gt;
*&amp;quot;Zeigefinger&amp;quot; auf energieintensivste Liegenschaften wie das Pilotgebäude eher kontraproduktiv, moralische Ansprache mit Verweis auf Klimakrise erzeugte vereinzelt bei Mitarbeiter*innen im Zielgebäude Aversion und kollidierte mit der vorhandenen Resignation und Frustration&lt;br /&gt;
*Empfehlenswert ist die Begleitung des Vorhabens mit einer öffentlichkeitswirksamen Kampagne. Hierbei sollten möglichst alle Kommunikationskanäle der Hochschule berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
*Zur verständlichen Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten war eine Kombination aus Top-down und Bottom-up Maßnahmen zielführend (Workshops, Informationsveranstaltungen, Ideenwettbewerb – Details siehe oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=23963</id>
		<title>Blaupause für Maßnahmen zu Dienstreisemobilität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=23963"/>
		<updated>2025-09-17T08:27:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: /* Vorwort */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Link zu Best-Practice Guide Transferlabore&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine Übertragbarkeit können folgende konkrete Empfehlungen gegeben werden:&lt;br /&gt;
*Die Einbindung der Abteilung Reisekosten war besonders wichtig für die Konkretisierung, der Planung sowie der Umsetzung der Maßnahme. Dies sollte von Beginn an erfolgen, um eine nachhaltige Beachtung von Nachhaltigkeit bei Dienstreisen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
*Individuelle lebensphasenbezogene Bedarfe, wie Sorgeverantwortung, müssen bei der Entwicklung von Handlungsempfehlungen Beachtung finden. &lt;br /&gt;
*Einfache, praxisnahe Tools – z. B. Entscheidungshilfen – müssen bereitgestellt werden, um die Planung nachhaltiger Dienstreisen zu erleichtern.&lt;br /&gt;
*Da die Wirkfähigkeit von Handlungsempfehlungen auf der Ebene der freiwilligen Umsetzung der Hinweise verbleibt, ist zu empfehlen: &lt;br /&gt;
*Die Handlungsempfehlungen durch einen Rektoratsbeschluss in ihrer Legitimation zu stützen oder&lt;br /&gt;
*aus den Empfehlungen gemeinsam mit relevanten Akteur*innen Richtlinien für Dienstreisen zu entwickeln, in denen Nachhaltigkeit als Querschnittsthema integriert ist und die verpflichtend für alle Beschäftigten einer Hochschule gelten&lt;br /&gt;
*Tools für die eigenständige Planung und Umsetzung nachhaltigerer Dienstreisen müssen bereitgestellt werden, um die Niedrigschwelligkeit zu gewährleisten (z.B. THG-Rechner, Smart Travel Tool)&lt;br /&gt;
*Unterstützer*innen und Multiplikator*innen des Vorhabens aus unterschiedlichen Mitgliedergruppen akquirieren&lt;br /&gt;
*Nach Möglichkeit Maßnahmen an vorhandene Strukturen der Universität zum Themas Nachhaltigkeit anbinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Verständnis für unterschiedliche Lebensrealitäten und Karrierestufen deutlich machen&lt;br /&gt;
*Bei Sorge vonseiten der Hochschulleitung Selbstverständlichkeiten zu benennen, mit Value-Action-Gap argumentieren&lt;br /&gt;
*Vorteile des Reisens mit der Bahn hervorheben: Arbeiten tlw. möglich, keine zusätzliche Zeit für Sicherheitskontrollen, etc.&lt;br /&gt;
*Kommunikation über verschiedene Kommunikationskanäle universitätsweit nutzen (bspw. der Newsletter der MLU, die Website des Nachhaltigkeitsbüros bzw. des Projektes sowie der Abteilung Reisekosten für die Information und Aufklärung über die Handlungsempfehlungen und den Entscheidungsbaum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=23962</id>
		<title>Blaupause zum Energiesparen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=23962"/>
		<updated>2025-09-17T08:26:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: /* Umsetzung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal erstellt und enthält Hinweise zur Umsetzung. &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Link zu Good-Practice-Guide Transferlabore&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regenerativer Campus: Energie, Abfall und Wasser – Fokus Energie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“. Diese orientiert sich an der Maßnahme 19 aus dem [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/hochschulklimarat/klimaplan_mlu/ KlimaPlan der MLU]. Folgende Ziele wurden im TrafoTeam formuliert und erfolgreich umgesetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring und zur Visualisierung des Energieverbrauchs (Strom, Wärme, Kälte) einzelner Bereiche in einem Zielgebäude&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen zum Thema Energiesparen&lt;br /&gt;
*Verständliche Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ist-Zustand&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ wurden Daten zum Energieverbrauch sowohl der Universität insgesamt (siehe [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/3343046_3385459/3385459_3503977/ Status Quo Analyse der MLU]) als auch der einzelnen Gebäudekomplexe ausgewertet. Dies erfolgte in Kooperation mit dem Energiemanagement. Das ermöglichte eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und half bei der Auswahl eines Pilotgebäudes. Kernindikatoren waren dabei der Strom- und Wärmeverbrauch (in MWh) sowie die Treibhausgasbilanz des jeweiligen Gebäudes. Für das Analysieren des Energie-Einsparpotentials waren im konkreten Fall der MLU die Daten zu den Einsparungen während der Prüfungen von Maßnahmen in Bezug auf die Verordnungen zur Sicherung der Energieversorgung über kurz- und mittelfristige Maßnahmen (EnSiKuMaV) von Vorteil. Der Energiemanager konnte diese auf Gebäudeebene zur Verfügung stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Akteur*innenanalyse&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse an der MLU durchgeführt, die auch den Bereich Energie umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert und kontaktiert werden. In Abbildung 1 wurden die für das Transferlabor relevanten Akteur*innen dargestellt.&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden formell zuständige Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Hochschulklimarat&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;) angesprochen. Das TrafoTeam setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren vier Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Bauangelegenheiten - Projektingenieur Hochschulbau&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Technisches Gebäudemanagement - Energiemanager&lt;br /&gt;
*Student (Mathematik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
*Student (Informatik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere (Schlüssel)personen:&lt;br /&gt;
*Im Projekt wurde ein Ideenwettbewerb durchgeführt, der von einer zusammengestellten Jury begleitet wurde. Mitglieder der Jury zur Bewertung der Einreichungen im Ideenwettbewerb wurden aufgrund ihres Bezugs zum Pilotgebäude oder ihrer fachlichen Expertise (z.B. technisch-bauliche Kenntnisse) ausgewählt. Außerdem sollte die Jury eine gewisse Repräsentativität ausstrahlen und verschiedene Mitgliedergruppen vertreten.&lt;br /&gt;
*Mitglieder waren: der Abteilungsleiter Bau und Liegenschaften, die Dekane der im Pilotgebäude vertretenen Fakultäten sowie ein Vertreter des TrafoTeams&lt;br /&gt;
*Ansprechpersonen im Pilotgebäude: Direktor und stellvertretende Direktoren, Sekretariat, Leiter*innen der wissenschaftlichen Arbeitsgruppen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einschätzung zur Zusammensetzung:&lt;br /&gt;
*hohe Motivation der einzelnen Akteur*innen &lt;br /&gt;
*Unausgewogenes Geschlechterverhältnis (mehr männliche Personen)&lt;br /&gt;
*Fachexpertise aus den Bereichen Kommunikationswissenschaft oder Umweltpsychologie fehlte&lt;br /&gt;
*Zu kleine Gruppe, um Untergruppen für verschiedenen Aufgaben zu bilden&lt;br /&gt;
*Alle hier berichteten Aktivitäten wurden vom TrafoTeam gemeinsam getragen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innensanalyse Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ .png|Akteur*innensanalyse Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ (Legende: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; - - Auch außerhalb des Projekts zugeordnet)]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsschritte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“.png|Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“|alternativtext=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Erkundungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen (Details zu Transformationsteams können dem &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Good-Practice Guide&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt; entnommen werden)&lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen des Energiemanagers mit ähnlichen Prozessen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Findungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Entscheidung im TrafoTeam für ein Zielgebäude unter Beachtung der Indikatoren Energieverbrauch und Energieeinsparpotential. Das Pilotgebäude ist ein Neubau aus dem Jahr 2017 mit moderner Ausstattung inklusive einer relativ hohen Dichte an Messpunkten für Energieverbrauch; 5.400 m² Nutzfläche; 3 Fakultäten vertreten; etwa 250 Mitarbeitende; etwa 65% der Räume sind Labore&lt;br /&gt;
*Konkretisierung der Energiesparziele (2% Einsparung pro Jahr im Zielgebäude, entsprechend dem EnEfG)&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Definition von (Teil)zielen; Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Vorbereitung rund um das Pilotgebäude: Identifikation relevanter Zielgruppen sowie Ermittlung von Arbeitsgruppenleitungen und Ansprechpersonen aus den verschiedenen Fakultäten&lt;br /&gt;
*Einbindung der Führungsebene: Abstimmungsgespräch mit den Direktoren des Pilotgebäudes zur Unterstützung des Vorhabens. Die Teilnahme der Ansprechperson für das Energiemanagement zur Klärung technischer Fragen wird empfohlen.&lt;br /&gt;
*Organisation von &amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Kampagnenmaterial&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt; und Öffentlichkeitsarbeit: Es wurden in Abstimmung mit einer Professorin der Kommunikationswissenschaften geeignete Kommunikationsmittel rund um energiesparendes Verhalten in den Büros, Laboren, etc. des Gebäudes entwickelt. Dabei wurde sowohl Strom als auch Wärme adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Umsetzungsphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring des Strom-, Kälte- und Wärmeverbrauchs auf Gesamtgebäudeebene:&lt;br /&gt;
**Ziel war eine Sensibilisierung für den Energieverbrauch im Gebäude und so letztendlich ein energieeffizientes und energiesparendes Verhalten der Nutzer*innen, wobei ein Effekt durch die Visualisierung erwartet wurde.  &lt;br /&gt;
**Visualisierung des Energieverbrauchs: Der Energieverbrauch im Pilotgebäude wurde über einen öffentlich sichtbaren Monitor im Eingangsbereich transparent gemacht. Dargestellt werden die Daten auf einem Dashboard mit einer Energiemanagement-Software. Die visuelle Aufbereitung der Daten und die Installation des Monitors übernahmen der Energiemanager und das IT-Servicezentrum.&lt;br /&gt;
**Dargestellte Kennzahlen (in Form von Balkendiagrammen):&lt;br /&gt;
***Aktueller Stromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch vor einem Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Energieverbrauch der Kältemaschinen im aktuellen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Stromverbrauch des aktuellen und des vergangenen Jahres in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Wärmeverbrauch im aktuellen und vergangenen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen für die Mitarbeitenden des Pilotgebäudes zum Thema Energiesparen (weitere Informationen unter Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten)&lt;br /&gt;
**Workshops für Mitarbeitende in Laboren. Ziel: Der Workshop bot eine Möglichkeit, Methoden zum Energiesparen in Laboren zu erlernen (z.B. shut the sash); Die drei Workshops hatten einen Umfang von jeweils 2 Stunden und es nahmen jeweils zwischen 8 und 18 Personen teil; Material: Präsentationsfolien im Nachgang zur Verfügung gestellt; Leitung des Workshops übernahm eine Referentin für Nachhaltigkeit im Labor (s. Abbildung 1): Empfehlung von Kolleginnen aus der Universität; Kontaktaufnahme per Mail und Telefon; Honorarbasis&lt;br /&gt;
**Ideenwettbewerb: Ziel war es die Mitarbeiter*innen-Perspektiven in den Gesamtprozess einzubeziehen, deren Wissen zu ihrem persönlichen Arbeitsplatz zu nutzen sowie ihnen das Transferlabor näher zu bringen; Dauer: etwa 4 Wochen zur Einreichung von Ideen, anschließend etwa 4 Wochen zur Bewertung und Auswahl; Resonanz: 13 Maßnahmen wurden eingereicht. Für die Bewertung legte die Jury festgelegte Kriterien an, um sicherzustellen, dass die ausgewählten Ideen sowohl praktikabel als auch wirkungsvoll sind: Einsparungspotential, Verstetigungspotential, Kosten, Auswirkungen, Hürden für die Umsetzung (&amp;lt;u&amp;gt;s. &#039;&#039;Bewertungsmatrix&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;)&lt;br /&gt;
**Haustürgespräche (Gesprächsangebote vor Ort im Pilotgebäude) mit Nutzer*innen des Gebäudes; Ziel: auf das Transferlabor aufmerksam machen, Raum für Fragen und Kritik bieten; Ort: in den Pausenräumen; vorherige Ankündigung per E-Mail über den Hausverteiler&lt;br /&gt;
*Auswahl der Gewinner*innen des Ideenwettbewerbs durch Jury (&amp;lt;u&amp;gt;s. &#039;&#039;Dokumente Bewertung Jurymitglied; Gesamtbewertung Jury&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;); Beiträge des Ideenwettbewerbs wurden HS-öffentlich zur Verfügung gestellt&lt;br /&gt;
*Begleitung der Maßnahmenumsetzung der bestplatzierten Ideen aus dem Wettbewerb durch das TrafoTeam: Anpassung der Thermostate im Pilotgebäude (Austausch mit regulierbaren Thermostaten) und Tipps zur energiesparenden Nutzung von Ultratiefkühlgeräten (auf Projekt-Website und in jährlichen Belehrungen zum Arbeitsschutz); Kommunikation zur umgesetzten Idee aus dem Wettbewerb mittels Rundmail über den Hausverteiler und auf der Projekt-Website&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum zur Anpassung von Thermostaten, wobei der Umsetzungszeitraum hier außerhalb des Transferlaborzeitraums liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Abschlussphase (1 Monat)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Ziele (unter Beschreibung der Maßnahme) konnten alle erreicht werden. Das konkrete Ziel der Einsparung von 2 % Energie wird vom Energiemanager nach Ablauf eines Jahres geprüft. &lt;br /&gt;
*Abschlussveranstaltung im Pilotgebäude mit Vorstellung der Kampagnenergebnisse durch das TrafoTeam: PowerPoint Präsentation und anschließende Diskussion; Eingeladen waren die Jury des Ideenwettbewerbs, Mitarbeitende und Direktoren des Pilotgebäudes&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe des Monitorings an den Energiemanager zur dauerhaften Implementierung und Nutzung: Verantwortung für technischen Support (z.B. regelmäßige Softwareupdates) und Auswertung der Daten hinsichtlich möglicher Einsparungen und der Erfüllung des 2%-Ziels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ Website zum Transferlabor Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen]&lt;br /&gt;
*[https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/_transferlabore/transferlabor_1/ideenwettbewerb/ Website Ideenwettbewerb]&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Poster zu Projektinfo, Ideenwettbewerb und Workshop&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Ideensammlung&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[https://echo-energie.de Echokampagne] bieten Leitfaden, Checkliste und Infomaterial zum Energiesparen in Zielgebäuden, die genutzt wurden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
Rahmenbedingungen des Transferlabors&lt;br /&gt;
{{Expander|Rahmenbedingungen des Transferlabors|Dieser Text soll expandiert werden}} &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von neun Monaten. Für eine solide Maßnahmenumsetzung inklusive Verstetigung wäre mehr Zeit notwendig gewesen. Die Empfehlung ist, mindestens 12 Monate einzuplanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung wurden etwa 2.300 € verausgabt. Ursprünglich waren mehr Mittel für technische Anpassungen im Pilotgebäude einkalkuliert. Für den zur Verfügung stehenden zeitlichen und finanziellen Rahmen konnten keine umsetzbaren Anpassungen identifiziert und installiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2.300 € setzten sich aus folgenden Posten zusammen:&lt;br /&gt;
1.500 € Honorar der Referentin für drei Workshops zu Nachhaltigkeit im Labor&lt;br /&gt;
700 € Digital Signage (Visualisierung des Energieverbrauchs): Monitor (40 Zoll), Steuerung (Minicomputer + SD-Karte), Wandhalterung, Montage&lt;br /&gt;
100 € Druckkosten für Informationsmaterial &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für weitere technische Anpassung müsste beispielsweise einkalkuliert werden:&lt;br /&gt;
2.000 € Umbau Thermostate im Zielgebäude in 62 Büroräumen (Material- und Montagekosten der Sanitärfirma)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rahmenbedingungen der Hochschule&lt;br /&gt;
{{Expander|Rahmenbedingungen der Hochschule|Dieser Text soll expandiert werden}} &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Standorte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Am Hauptstandort Halle (Saale) gibt es 4 Campi: Universitätsplatz, Steintor-Campus, Franckeschen Stiftungen, Weinberg-Campus mit Campus Heide-Süd. Das Pilotgebäude befand sich am Weinbergcampus. Auf dem Weinberg Campus leben, studieren und arbeiten etwa 15.000 Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Universität setzt sich aus folgenden HS-Angehörigen zusammen:&lt;br /&gt;
*ca. 19.943 Studierende&lt;br /&gt;
*über 4.027 Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**288 Professor*innen&lt;br /&gt;
**1.478 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen&lt;br /&gt;
**1.091 Wissenschaftsunterstützende Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**1.170 Wissenschaftliche Hilfskräfte (Stand vom 31.12.2023).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unterstützung der Hochschulleitung zur Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung der MLU unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Die Rektorin übernahm die Projektleitung und stellte Mitarbeitende, etwa für die Teilnahme am TrafoTeam, frei. Dieser Umstand unterstützte bei der Argumentation für die Umsetzung der Maßnahme. Mit der Hochschulleitung fand ein regelmäßiger Austausch statt, zudem konnten die Maßnahmen in Kommissionen der Hochschulleitung vorgestellt und diskutiert werden. Dies ermöglichte es, die Maßnahmen im Kontext aktueller Ausrichtungen der Hochschule einzuordnen, Parallelstrukturen zu vermeiden oder Synergien zu knüpfen. Als Hinweis für die Planung weiterer Projekte lässt sich festhalten, dass die zeitlichen Kapazitäten möglicher Leitungspersonen berücksichtigt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es keine*n Nachhaltigkeitsbeauftragten oder eine andere Art der Institutionalisierung in Bezug auf Nachhaltigkeit. Diese mangelnde Institutionalisierung von Nachhaltigkeit gestaltete sich als Herausforderung, gerade in der Verstetigung von Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tätigkeitsbereich des Energiemanagers ist aber für den Bereiche des Klimaschutzes wichtig, z.B. aufgrund des Gesetzes zur Steigerung der Energieeffizienz in Deutschland (EnEfG) oder Energie- (ISO50001) bzw. Umweltmanagementsysteme (ISO140001).&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Weitere Relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Unterstützung durch den Leiter der Abteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement war wesentlich, um die Maßnahme erfolgreich umzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Allgemeine Hinweise zu hemmenden/ fördernden Aspekte im Transferlabor &#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;finden Sie hier&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Einbindung des Energiemanagers war besonders wichtig für die Konkretisierung, Planung sowie Umsetzung der Maßnahme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Bei der Ansprache von Personen im Pilotgebäude muss darauf geachtet werden Mitarbeitende nicht als „Schuldige“ zu adressieren und Auswahl des Gebäudes rücksichtsvoll zu kommunizieren.&lt;br /&gt;
*Institute mit einem hohen Energieverbrauch können sich schnell an den Pranger gestellt fühlen, stattdessen sollte deren (Transformations-) Potential herausgestellt werden (Perspektiven aufzeigen, Informationen geben, Fortschritte wertschätzen)&lt;br /&gt;
*&amp;quot;Zeigefinger&amp;quot; auf energieintensivste Liegenschaften wie das Pilotgebäude eher kontraproduktiv, moralische Ansprache mit Verweis auf Klimakrise erzeugte vereinzelt bei Mitarbeiter*innen im Zielgebäude Aversion und kollidierte mit der vorhandenen Resignation und Frustration&lt;br /&gt;
*Empfehlenswert ist die Begleitung des Vorhabens mit einer öffentlichkeitswirksamen Kampagne. Hierbei sollten möglichst alle Kommunikationskanäle der Hochschule berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
*Zur verständlichen Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten war eine Kombination aus Top-down und Bottom-up Maßnahmen zielführend (Workshops, Informationsveranstaltungen, Ideenwettbewerb – Details siehe oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=23961</id>
		<title>Blaupause zum Energiesparen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=23961"/>
		<updated>2025-09-17T08:12:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: /* Übertragbarkeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal erstellt. &amp;lt;u&amp;gt;Link zu Good-Practice-Guide Transferlabore&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regenerativer Campus: Energie, Abfall und Wasser – Fokus Energie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“. Diese orientiert sich an der Maßnahme 19 aus dem [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/hochschulklimarat/klimaplan_mlu/ KlimaPlan der MLU]. Folgende Ziele wurden im TrafoTeam formuliert und erfolgreich umgesetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring und zur Visualisierung des Energieverbrauchs (Strom, Wärme, Kälte) einzelner Bereiche in einem Zielgebäude&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen zum Thema Energiesparen&lt;br /&gt;
*Verständliche Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ist-Zustand&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ wurden Daten zum Energieverbrauch sowohl der Universität insgesamt (siehe [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/3343046_3385459/3385459_3503977/ Status Quo Analyse der MLU]) als auch der einzelnen Gebäudekomplexe ausgewertet. Dies erfolgte in Kooperation mit dem Energiemanagement. Das ermöglichte eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und half bei der Auswahl eines Pilotgebäudes. Kernindikatoren waren dabei der Strom- und Wärmeverbrauch (in MWh) sowie die Treibhausgasbilanz des jeweiligen Gebäudes. Für das Analysieren des Energie-Einsparpotentials waren im konkreten Fall der MLU die Daten zu den Einsparungen während der Prüfungen von Maßnahmen in Bezug auf die Verordnungen zur Sicherung der Energieversorgung über kurz- und mittelfristige Maßnahmen (EnSiKuMaV) von Vorteil. Der Energiemanager konnte diese auf Gebäudeebene zur Verfügung stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Akteur*innenanalyse&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse an der MLU durchgeführt, die auch den Bereich Energie umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert und kontaktiert werden. In Abbildung 1 wurden die für das Transferlabor relevanten Akteur*innen dargestellt.&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden formell zuständige Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem &amp;lt;u&amp;gt;Hochschulklimarat&amp;lt;/u&amp;gt;) angesprochen. Das TrafoTeam setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren vier Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Bauangelegenheiten - Projektingenieur Hochschulbau&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Technisches Gebäudemanagement - Energiemanager&lt;br /&gt;
*Student (Mathematik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
*Student (Informatik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere (Schlüssel)personen:&lt;br /&gt;
*Im Projekt wurde ein Ideenwettbewerb durchgeführt, der von einer zusammengestellten Jury begleitet wurde. Mitglieder der Jury zur Bewertung der Einreichungen im Ideenwettbewerb wurden aufgrund ihres Bezugs zum Pilotgebäude oder ihrer fachlichen Expertise (z.B. technisch-bauliche Kenntnisse) ausgewählt. Außerdem sollte die Jury eine gewisse Repräsentativität ausstrahlen und verschiedene Mitgliedergruppen vertreten.&lt;br /&gt;
*Mitglieder waren: der Abteilungsleiter Bau und Liegenschaften, die Dekane der im Pilotgebäude vertretenen Fakultäten sowie ein Vertreter des TrafoTeams&lt;br /&gt;
*Ansprechpersonen im Pilotgebäude: Direktor und stellvertretende Direktoren, Sekretariat, Leiter*innen der wissenschaftlichen Arbeitsgruppen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einschätzung zur Zusammensetzung:&lt;br /&gt;
*hohe Motivation der einzelnen Akteur*innen &lt;br /&gt;
*Unausgewogenes Geschlechterverhältnis (mehr männliche Personen)&lt;br /&gt;
*Fachexpertise aus den Bereichen Kommunikationswissenschaft oder Umweltpsychologie fehlte&lt;br /&gt;
*Zu kleine Gruppe, um Untergruppen für verschiedenen Aufgaben zu bilden&lt;br /&gt;
*Alle hier berichteten Aktivitäten wurden vom TrafoTeam gemeinsam getragen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innensanalyse Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ .png|Akteur*innensanalyse Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ (Legende: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; - - Auch außerhalb des Projekts zugeordnet)]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsschritte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“.png|Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“|alternativtext=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Erkundungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen (Details zu Transformationsteams können dem &amp;lt;u&amp;gt;Good-Practice Guide&amp;lt;/u&amp;gt; entnommen werden)&lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen des Energiemanagers mit ähnlichen Prozessen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Findungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Entscheidung im TrafoTeam für ein Zielgebäude unter Beachtung der Indikatoren Energieverbrauch und Energieeinsparpotential. Das Pilotgebäude ist ein Neubau aus dem Jahr 2017 mit moderner Ausstattung inklusive einer relativ hohen Dichte an Messpunkten für Energieverbrauch; 5.400 m² Nutzfläche; 3 Fakultäten vertreten; etwa 250 Mitarbeitende; etwa 65% der Räume sind Labore&lt;br /&gt;
*Konkretisierung der Energiesparziele (2% Einsparung pro Jahr im Zielgebäude, entsprechend dem EnEfG)&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Definition von (Teil)zielen; Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Vorbereitung rund um das Pilotgebäude: Identifikation relevanter Zielgruppen sowie Ermittlung von Arbeitsgruppenleitungen und Ansprechpersonen aus den verschiedenen Fakultäten&lt;br /&gt;
*Einbindung der Führungsebene: Abstimmungsgespräch mit den Direktoren des Pilotgebäudes zur Unterstützung des Vorhabens. Die Teilnahme der Ansprechperson für das Energiemanagement zur Klärung technischer Fragen wird empfohlen.&lt;br /&gt;
*Organisation von &amp;lt;u&amp;gt;Kampagnenmaterial&amp;lt;/u&amp;gt; und Öffentlichkeitsarbeit: Es wurden in Abstimmung mit einer Professorin der Kommunikationswissenschaften geeignete Kommunikationsmittel rund um energiesparendes Verhalten in den Büros, Laboren, etc. des Gebäudes entwickelt. Dabei wurde sowohl Strom als auch Wärme adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Umsetzungsphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring des Strom-, Kälte- und Wärmeverbrauchs auf Gesamtgebäudeebene:&lt;br /&gt;
**Ziel war eine Sensibilisierung für den Energieverbrauch im Gebäude und so letztendlich ein energieeffizientes und energiesparendes Verhalten der Nutzer*innen, wobei ein Effekt durch die Visualisierung erwartet wurde.  &lt;br /&gt;
**Visualisierung des Energieverbrauchs: Der Energieverbrauch im Pilotgebäude wurde über einen öffentlich sichtbaren Monitor im Eingangsbereich transparent gemacht. Dargestellt werden die Daten auf einem Dashboard mit einer Energiemanagement-Software. Die visuelle Aufbereitung der Daten und die Installation des Monitors übernahmen der Energiemanager und das IT-Servicezentrum.&lt;br /&gt;
**Dargestellte Kennzahlen (in Form von Balkendiagrammen):&lt;br /&gt;
***Aktueller Stromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch vor einem Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Energieverbrauch der Kältemaschinen im aktuellen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Stromverbrauch des aktuellen und des vergangenen Jahres in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Wärmeverbrauch im aktuellen und vergangenen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen für die Mitarbeitenden des Pilotgebäudes zum Thema Energiesparen (weitere Informationen unter Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten)&lt;br /&gt;
**Workshops für Mitarbeitende in Laboren. Ziel: Der Workshop bot eine Möglichkeit, Methoden zum Energiesparen in Laboren zu erlernen (z.B. shut the sash); Die drei Workshops hatten einen Umfang von jeweils 2 Stunden und es nahmen jeweils zwischen 8 und 18 Personen teil; Material: Präsentationsfolien im Nachgang zur Verfügung gestellt; Leitung des Workshops übernahm eine Referentin für Nachhaltigkeit im Labor (s. Abbildung 1): Empfehlung von Kolleginnen aus der Universität; Kontaktaufnahme per Mail und Telefon; Honorarbasis&lt;br /&gt;
**Ideenwettbewerb: Ziel war es die Mitarbeiter*innen-Perspektiven in den Gesamtprozess einzubeziehen, deren Wissen zu ihrem persönlichen Arbeitsplatz zu nutzen sowie ihnen das Transferlabor näher zu bringen; Dauer: etwa 4 Wochen zur Einreichung von Ideen, anschließend etwa 4 Wochen zur Bewertung und Auswahl; Resonanz: 13 Maßnahmen wurden eingereicht. Für die Bewertung legte die Jury festgelegte Kriterien an, um sicherzustellen, dass die ausgewählten Ideen sowohl praktikabel als auch wirkungsvoll sind: Einsparungspotential, Verstetigungspotential, Kosten, Auswirkungen, Hürden für die Umsetzung (s. Bewertungsmatrix)&lt;br /&gt;
**Haustürgespräche (Gesprächsangebote vor Ort im Pilotgebäude) mit Nutzer*innen des Gebäudes; Ziel: auf das Transferlabor aufmerksam machen, Raum für Fragen und Kritik bieten; Ort: in den Pausenräumen; vorherige Ankündigung per E-Mail über den Hausverteiler&lt;br /&gt;
*Auswahl der Gewinner*innen des Ideenwettbewerbs durch Jury (s. Dokumente Bewertung Jurymitglied; Gesamtbewertung Jury); Beiträge des Ideenwettbewerbs wurden HS-öffentlich zur Verfügung gestellt&lt;br /&gt;
*Begleitung der Maßnahmenumsetzung der bestplatzierten Ideen aus dem Wettbewerb durch das TrafoTeam: Anpassung der Thermostate im Pilotgebäude (Austausch mit regulierbaren Thermostaten) und Tipps zur energiesparenden Nutzung von Ultratiefkühlgeräten (auf Projekt-Website und in jährlichen Belehrungen zum Arbeitsschutz); Kommunikation zur umgesetzten Idee aus dem Wettbewerb mittels Rundmail über den Hausverteiler und auf der Projekt-Website&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum zur Anpassung von Thermostaten, wobei der Umsetzungszeitraum hier außerhalb des Transferlaborzeitraums liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Abschlussphase (1 Monat)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Ziele (unter Beschreibung der Maßnahme) konnten alle erreicht werden. Das konkrete Ziel der Einsparung von 2 % Energie wird vom Energiemanager nach Ablauf eines Jahres geprüft. &lt;br /&gt;
*Abschlussveranstaltung im Pilotgebäude mit Vorstellung der Kampagnenergebnisse durch das TrafoTeam: PowerPoint Präsentation und anschließende Diskussion; Eingeladen waren die Jury des Ideenwettbewerbs, Mitarbeitende und Direktoren des Pilotgebäudes&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe des Monitorings an den Energiemanager zur dauerhaften Implementierung und Nutzung: Verantwortung für technischen Support (z.B. regelmäßige Softwareupdates) und Auswertung der Daten hinsichtlich möglicher Einsparungen und der Erfüllung des 2%-Ziels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Website zum Transferlabor Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen&lt;br /&gt;
*Website Ideenwettbewerb&lt;br /&gt;
*Poster zu Projektinfo, Ideenwettbewerb und Workshop&lt;br /&gt;
*Ideensammlung&lt;br /&gt;
*Echokampagne bieten Leitfaden, Checkliste und Infomaterial zum Energiesparen in Zielgebäuden, die genutzt wurden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
Rahmenbedingungen des Transferlabors&lt;br /&gt;
{{Expander|Rahmenbedingungen des Transferlabors|Dieser Text soll expandiert werden}} &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von neun Monaten. Für eine solide Maßnahmenumsetzung inklusive Verstetigung wäre mehr Zeit notwendig gewesen. Die Empfehlung ist, mindestens 12 Monate einzuplanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung wurden etwa 2.300 € verausgabt. Ursprünglich waren mehr Mittel für technische Anpassungen im Pilotgebäude einkalkuliert. Für den zur Verfügung stehenden zeitlichen und finanziellen Rahmen konnten keine umsetzbaren Anpassungen identifiziert und installiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2.300 € setzten sich aus folgenden Posten zusammen:&lt;br /&gt;
1.500 € Honorar der Referentin für drei Workshops zu Nachhaltigkeit im Labor&lt;br /&gt;
700 € Digital Signage (Visualisierung des Energieverbrauchs): Monitor (40 Zoll), Steuerung (Minicomputer + SD-Karte), Wandhalterung, Montage&lt;br /&gt;
100 € Druckkosten für Informationsmaterial &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für weitere technische Anpassung müsste beispielsweise einkalkuliert werden:&lt;br /&gt;
2.000 € Umbau Thermostate im Zielgebäude in 62 Büroräumen (Material- und Montagekosten der Sanitärfirma)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rahmenbedingungen der Hochschule&lt;br /&gt;
{{Expander|Rahmenbedingungen der Hochschule|Dieser Text soll expandiert werden}} &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Standorte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Am Hauptstandort Halle (Saale) gibt es 4 Campi: Universitätsplatz, Steintor-Campus, Franckeschen Stiftungen, Weinberg-Campus mit Campus Heide-Süd. Das Pilotgebäude befand sich am Weinbergcampus. Auf dem Weinberg Campus leben, studieren und arbeiten etwa 15.000 Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Universität setzt sich aus folgenden HS-Angehörigen zusammen:&lt;br /&gt;
*ca. 19.943 Studierende&lt;br /&gt;
*über 4.027 Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**288 Professor*innen&lt;br /&gt;
**1.478 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen&lt;br /&gt;
**1.091 Wissenschaftsunterstützende Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**1.170 Wissenschaftliche Hilfskräfte (Stand vom 31.12.2023).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unterstützung der Hochschulleitung zur Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung der MLU unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Die Rektorin übernahm die Projektleitung und stellte Mitarbeitende, etwa für die Teilnahme am TrafoTeam, frei. Dieser Umstand unterstützte bei der Argumentation für die Umsetzung der Maßnahme. Mit der Hochschulleitung fand ein regelmäßiger Austausch statt, zudem konnten die Maßnahmen in Kommissionen der Hochschulleitung vorgestellt und diskutiert werden. Dies ermöglichte es, die Maßnahmen im Kontext aktueller Ausrichtungen der Hochschule einzuordnen, Parallelstrukturen zu vermeiden oder Synergien zu knüpfen. Als Hinweis für die Planung weiterer Projekte lässt sich festhalten, dass die zeitlichen Kapazitäten möglicher Leitungspersonen berücksichtigt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es keine*n Nachhaltigkeitsbeauftragten oder eine andere Art der Institutionalisierung in Bezug auf Nachhaltigkeit. Diese mangelnde Institutionalisierung von Nachhaltigkeit gestaltete sich als Herausforderung, gerade in der Verstetigung von Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tätigkeitsbereich des Energiemanagers ist aber für den Bereiche des Klimaschutzes wichtig, z.B. aufgrund des Gesetzes zur Steigerung der Energieeffizienz in Deutschland (EnEfG) oder Energie- (ISO50001) bzw. Umweltmanagementsysteme (ISO140001).&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Weitere Relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Unterstützung durch den Leiter der Abteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement war wesentlich, um die Maßnahme erfolgreich umzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Allgemeine Hinweise zu hemmenden/ fördernden Aspekte im Transferlabor &#039;&#039;finden Sie hier&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Einbindung des Energiemanagers war besonders wichtig für die Konkretisierung, Planung sowie Umsetzung der Maßnahme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Bei der Ansprache von Personen im Pilotgebäude muss darauf geachtet werden Mitarbeitende nicht als „Schuldige“ zu adressieren und Auswahl des Gebäudes rücksichtsvoll zu kommunizieren.&lt;br /&gt;
*Institute mit einem hohen Energieverbrauch können sich schnell an den Pranger gestellt fühlen, stattdessen sollte deren (Transformations-) Potential herausgestellt werden (Perspektiven aufzeigen, Informationen geben, Fortschritte wertschätzen)&lt;br /&gt;
*&amp;quot;Zeigefinger&amp;quot; auf energieintensivste Liegenschaften wie das Pilotgebäude eher kontraproduktiv, moralische Ansprache mit Verweis auf Klimakrise erzeugte vereinzelt bei Mitarbeiter*innen im Zielgebäude Aversion und kollidierte mit der vorhandenen Resignation und Frustration&lt;br /&gt;
*Empfehlenswert ist die Begleitung des Vorhabens mit einer öffentlichkeitswirksamen Kampagne. Hierbei sollten möglichst alle Kommunikationskanäle der Hochschule berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
*Zur verständlichen Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten war eine Kombination aus Top-down und Bottom-up Maßnahmen zielführend (Workshops, Informationsveranstaltungen, Ideenwettbewerb – Details siehe oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=23960</id>
		<title>Blaupause für Maßnahmen zu Dienstreisemobilität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=23960"/>
		<updated>2025-09-17T08:12:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: /* Übertragbarkeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal erstellt.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Link zu Best-Practice Guide Transferlabore&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine Übertragbarkeit können folgende konkrete Empfehlungen gegeben werden:&lt;br /&gt;
*Die Einbindung der Abteilung Reisekosten war besonders wichtig für die Konkretisierung, der Planung sowie der Umsetzung der Maßnahme. Dies sollte von Beginn an erfolgen, um eine nachhaltige Beachtung von Nachhaltigkeit bei Dienstreisen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
*Individuelle lebensphasenbezogene Bedarfe, wie Sorgeverantwortung, müssen bei der Entwicklung von Handlungsempfehlungen Beachtung finden. &lt;br /&gt;
*Einfache, praxisnahe Tools – z. B. Entscheidungshilfen – müssen bereitgestellt werden, um die Planung nachhaltiger Dienstreisen zu erleichtern.&lt;br /&gt;
*Da die Wirkfähigkeit von Handlungsempfehlungen auf der Ebene der freiwilligen Umsetzung der Hinweise verbleibt, ist zu empfehlen: &lt;br /&gt;
*Die Handlungsempfehlungen durch einen Rektoratsbeschluss in ihrer Legitimation zu stützen oder&lt;br /&gt;
*aus den Empfehlungen gemeinsam mit relevanten Akteur*innen Richtlinien für Dienstreisen zu entwickeln, in denen Nachhaltigkeit als Querschnittsthema integriert ist und die verpflichtend für alle Beschäftigten einer Hochschule gelten&lt;br /&gt;
*Tools für die eigenständige Planung und Umsetzung nachhaltigerer Dienstreisen müssen bereitgestellt werden, um die Niedrigschwelligkeit zu gewährleisten (z.B. THG-Rechner, Smart Travel Tool)&lt;br /&gt;
*Unterstützer*innen und Multiplikator*innen des Vorhabens aus unterschiedlichen Mitgliedergruppen akquirieren&lt;br /&gt;
*Nach Möglichkeit Maßnahmen an vorhandene Strukturen der Universität zum Themas Nachhaltigkeit anbinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Verständnis für unterschiedliche Lebensrealitäten und Karrierestufen deutlich machen&lt;br /&gt;
*Bei Sorge vonseiten der Hochschulleitung Selbstverständlichkeiten zu benennen, mit Value-Action-Gap argumentieren&lt;br /&gt;
*Vorteile des Reisens mit der Bahn hervorheben: Arbeiten tlw. möglich, keine zusätzliche Zeit für Sicherheitskontrollen, etc.&lt;br /&gt;
*Kommunikation über verschiedene Kommunikationskanäle universitätsweit nutzen (bspw. der Newsletter der MLU, die Website des Nachhaltigkeitsbüros bzw. des Projektes sowie der Abteilung Reisekosten für die Information und Aufklärung über die Handlungsempfehlungen und den Entscheidungsbaum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=23959</id>
		<title>Blaupause für Maßnahmen zu Dienstreisemobilität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=23959"/>
		<updated>2025-09-17T08:11:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: /* Übertragbarkeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal erstellt.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Link zu Best-Practice Guide Transferlabore&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für eine Übertragbarkeit können folgende konkrete Empfehlungen gegeben werden:&lt;br /&gt;
*Die Einbindung der Abteilung Reisekosten war besonders wichtig für die Konkretisierung, der Planung sowie der Umsetzung der Maßnahme. Dies sollte von Beginn an erfolgen, um eine nachhaltige Beachtung von Nachhaltigkeit bei Dienstreisen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
*Individuelle lebensphasenbezogene Bedarfe, wie Sorgeverantwortung, müssen bei der Entwicklung von Handlungsempfehlungen Beachtung finden. &lt;br /&gt;
*Einfache, praxisnahe Tools – z. B. Entscheidungshilfen – müssen bereitgestellt werden, um die Planung nachhaltiger Dienstreisen zu erleichtern.&lt;br /&gt;
*Da die Wirkfähigkeit von Handlungsempfehlungen auf der Ebene der freiwilligen Umsetzung der Hinweise verbleibt, ist zu empfehlen: &lt;br /&gt;
*Die Handlungsempfehlungen durch einen Rektoratsbeschluss in ihrer Legitimation zu stützen oder&lt;br /&gt;
*aus den Empfehlungen gemeinsam mit relevanten Akteur*innen Richtlinien für Dienstreisen zu entwickeln, in denen Nachhaltigkeit als Querschnittsthema integriert ist und die verpflichtend für alle Beschäftigten einer Hochschule gelten&lt;br /&gt;
*Tools für die eigenständige Planung und Umsetzung nachhaltigerer Dienstreisen müssen bereitgestellt werden, um die Niedrigschwelligkeit zu gewährleisten (z.B. THG-Rechner, Smart Travel Tool)&lt;br /&gt;
*Unterstützer*innen und Multiplikator*innen des Vorhabens aus unterschiedlichen Mitgliedergruppen akquirieren&lt;br /&gt;
*Nach Möglichkeit Maßnahmen an vorhandene Strukturen der Universität zum Themas Nachhaltigkeit anbinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Verständnis für unterschiedliche Lebensrealitäten und Karrierestufen deutlich machen&lt;br /&gt;
*Bei Sorge vonseiten der Hochschulleitung Selbstverständlichkeiten zu benennen, mit Value-Action-Gap argumentieren&lt;br /&gt;
*Vorteile des Reisens mit der Bahn hervorheben: Arbeiten tlw. möglich, keine zusätzliche Zeit für Sicherheitskontrollen, etc.&lt;br /&gt;
*Kommunikation über verschiedene Kommunikationskanäle universitätsweit nutzen (bspw. der Newsletter der MLU, die Website des Nachhaltigkeitsbüros bzw. des Projektes sowie der Abteilung Reisekosten für die Information und Aufklärung über die Handlungsempfehlungen und den Entscheidungsbaum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=23958</id>
		<title>Blaupause für Maßnahmen zu Dienstreisemobilität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_f%C3%BCr_Ma%C3%9Fnahmen_zu_Dienstreisemobilit%C3%A4t&amp;diff=23958"/>
		<updated>2025-09-17T08:10:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal erstellt.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal erstellt.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Link zu Best-Practice Guide Transferlabore&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für eine Übertragbarkeit können folgende konkrete Empfehlungen gegeben werden:&lt;br /&gt;
*Die Einbindung der Abteilung Reisekosten war besonders wichtig für die Konkretisierung, der Planung sowie der Umsetzung der Maßnahme. Dies sollte von Beginn an erfolgen, um eine nachhaltige Beachtung von Nachhaltigkeit bei Dienstreisen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
*Individuelle lebensphasenbezogene Bedarfe, wie Sorgeverantwortung, müssen bei der Entwicklung von Handlungsempfehlungen Beachtung finden. &lt;br /&gt;
*Einfache, praxisnahe Tools – z. B. Entscheidungshilfen – müssen bereitgestellt werden, um die Planung nachhaltiger Dienstreisen zu erleichtern.&lt;br /&gt;
*Da die Wirkfähigkeit von Handlungsempfehlungen auf der Ebene der freiwilligen Umsetzung der Hinweise verbleibt, ist zu empfehlen: &lt;br /&gt;
*Die Handlungsempfehlungen durch einen Rektoratsbeschluss in ihrer Legitimation zu stützen oder&lt;br /&gt;
*aus den Empfehlungen gemeinsam mit relevanten Akteur*innen Richtlinien für Dienstreisen zu entwickeln, in denen Nachhaltigkeit als Querschnittsthema integriert ist und die verpflichtend für alle Beschäftigten einer Hochschule gelten&lt;br /&gt;
*Tools für die eigenständige Planung und Umsetzung nachhaltigerer Dienstreisen müssen bereitgestellt werden, um die Niedrigschwelligkeit zu gewährleisten (z.B. THG-Rechner, Smart Travel Tool)&lt;br /&gt;
*Unterstützer*innen und Multiplikator*innen des Vorhabens aus unterschiedlichen Mitgliedergruppen akquirieren&lt;br /&gt;
*Nach Möglichkeit Maßnahmen an vorhandene Strukturen der Universität zum Themas Nachhaltigkeit anbinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=23940</id>
		<title>Blaupause zum Energiesparen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=23940"/>
		<updated>2025-09-16T14:03:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: /* Vorwort */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal erstellt. &amp;lt;u&amp;gt;Link zu Good-Practice-Guide Transferlabore&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regenerativer Campus: Energie, Abfall und Wasser – Fokus Energie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“. Diese orientiert sich an der Maßnahme 19 aus dem [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/klimaplanreal/hochschulklimarat/klimaplan_mlu/ KlimaPlan der MLU]. Folgende Ziele wurden im TrafoTeam formuliert und erfolgreich umgesetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring und zur Visualisierung des Energieverbrauchs (Strom, Wärme, Kälte) einzelner Bereiche in einem Zielgebäude&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen zum Thema Energiesparen&lt;br /&gt;
*Verständliche Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ist-Zustand&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ wurden Daten zum Energieverbrauch sowohl der Universität insgesamt (siehe [https://www.rektorin.uni-halle.de/stabsstellen/vielfalt-chancengleichheit/nachhaltigkeit/3343046_3385459/3385459_3503977/ Status Quo Analyse der MLU]) als auch der einzelnen Gebäudekomplexe ausgewertet. Dies erfolgte in Kooperation mit dem Energiemanagement. Das ermöglichte eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und half bei der Auswahl eines Pilotgebäudes. Kernindikatoren waren dabei der Strom- und Wärmeverbrauch (in MWh) sowie die Treibhausgasbilanz des jeweiligen Gebäudes. Für das Analysieren des Energie-Einsparpotentials waren im konkreten Fall der MLU die Daten zu den Einsparungen während der Prüfungen von Maßnahmen in Bezug auf die Verordnungen zur Sicherung der Energieversorgung über kurz- und mittelfristige Maßnahmen (EnSiKuMaV) von Vorteil. Der Energiemanager konnte diese auf Gebäudeebene zur Verfügung stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Akteur*innenanalyse&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse an der MLU durchgeführt, die auch den Bereich Energie umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert und kontaktiert werden. In Abbildung 1 wurden die für das Transferlabor relevanten Akteur*innen dargestellt.&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden formell zuständige Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem &amp;lt;u&amp;gt;Hochschulklimarat&amp;lt;/u&amp;gt;) angesprochen. Das TrafoTeam setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren vier Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Bauangelegenheiten - Projektingenieur Hochschulbau&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Technisches Gebäudemanagement - Energiemanager&lt;br /&gt;
*Student (Mathematik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
*Student (Informatik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere (Schlüssel)personen:&lt;br /&gt;
*Im Projekt wurde ein Ideenwettbewerb durchgeführt, der von einer zusammengestellten Jury begleitet wurde. Mitglieder der Jury zur Bewertung der Einreichungen im Ideenwettbewerb wurden aufgrund ihres Bezugs zum Pilotgebäude oder ihrer fachlichen Expertise (z.B. technisch-bauliche Kenntnisse) ausgewählt. Außerdem sollte die Jury eine gewisse Repräsentativität ausstrahlen und verschiedene Mitgliedergruppen vertreten.&lt;br /&gt;
*Mitglieder waren: der Abteilungsleiter Bau und Liegenschaften, die Dekane der im Pilotgebäude vertretenen Fakultäten sowie ein Vertreter des TrafoTeams&lt;br /&gt;
*Ansprechpersonen im Pilotgebäude: Direktor und stellvertretende Direktoren, Sekretariat, Leiter*innen der wissenschaftlichen Arbeitsgruppen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einschätzung zur Zusammensetzung:&lt;br /&gt;
*hohe Motivation der einzelnen Akteur*innen &lt;br /&gt;
*Unausgewogenes Geschlechterverhältnis (mehr männliche Personen)&lt;br /&gt;
*Fachexpertise aus den Bereichen Kommunikationswissenschaft oder Umweltpsychologie fehlte&lt;br /&gt;
*Zu kleine Gruppe, um Untergruppen für verschiedenen Aufgaben zu bilden&lt;br /&gt;
*Alle hier berichteten Aktivitäten wurden vom TrafoTeam gemeinsam getragen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innensanalyse Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ .png|Akteur*innensanalyse Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ (Legende: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; - - Auch außerhalb des Projekts zugeordnet)]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsschritte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“.png|Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“|alternativtext=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Erkundungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen (Details zu Transformationsteams können dem &amp;lt;u&amp;gt;Good-Practice Guide&amp;lt;/u&amp;gt; entnommen werden)&lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen des Energiemanagers mit ähnlichen Prozessen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Findungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Entscheidung im TrafoTeam für ein Zielgebäude unter Beachtung der Indikatoren Energieverbrauch und Energieeinsparpotential. Das Pilotgebäude ist ein Neubau aus dem Jahr 2017 mit moderner Ausstattung inklusive einer relativ hohen Dichte an Messpunkten für Energieverbrauch; 5.400 m² Nutzfläche; 3 Fakultäten vertreten; etwa 250 Mitarbeitende; etwa 65% der Räume sind Labore&lt;br /&gt;
*Konkretisierung der Energiesparziele (2% Einsparung pro Jahr im Zielgebäude, entsprechend dem EnEfG)&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Definition von (Teil)zielen; Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Vorbereitung rund um das Pilotgebäude: Identifikation relevanter Zielgruppen sowie Ermittlung von Arbeitsgruppenleitungen und Ansprechpersonen aus den verschiedenen Fakultäten&lt;br /&gt;
*Einbindung der Führungsebene: Abstimmungsgespräch mit den Direktoren des Pilotgebäudes zur Unterstützung des Vorhabens. Die Teilnahme der Ansprechperson für das Energiemanagement zur Klärung technischer Fragen wird empfohlen.&lt;br /&gt;
*Organisation von &amp;lt;u&amp;gt;Kampagnenmaterial&amp;lt;/u&amp;gt; und Öffentlichkeitsarbeit: Es wurden in Abstimmung mit einer Professorin der Kommunikationswissenschaften geeignete Kommunikationsmittel rund um energiesparendes Verhalten in den Büros, Laboren, etc. des Gebäudes entwickelt. Dabei wurde sowohl Strom als auch Wärme adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Umsetzungsphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring des Strom-, Kälte- und Wärmeverbrauchs auf Gesamtgebäudeebene:&lt;br /&gt;
**Ziel war eine Sensibilisierung für den Energieverbrauch im Gebäude und so letztendlich ein energieeffizientes und energiesparendes Verhalten der Nutzer*innen, wobei ein Effekt durch die Visualisierung erwartet wurde.  &lt;br /&gt;
**Visualisierung des Energieverbrauchs: Der Energieverbrauch im Pilotgebäude wurde über einen öffentlich sichtbaren Monitor im Eingangsbereich transparent gemacht. Dargestellt werden die Daten auf einem Dashboard mit einer Energiemanagement-Software. Die visuelle Aufbereitung der Daten und die Installation des Monitors übernahmen der Energiemanager und das IT-Servicezentrum.&lt;br /&gt;
**Dargestellte Kennzahlen (in Form von Balkendiagrammen):&lt;br /&gt;
***Aktueller Stromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
***Tagesstromverbrauch vor einem Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Energieverbrauch der Kältemaschinen im aktuellen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Stromverbrauch des aktuellen und des vergangenen Jahres in kWh&lt;br /&gt;
***Monatlicher Wärmeverbrauch im aktuellen und vergangenen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen für die Mitarbeitenden des Pilotgebäudes zum Thema Energiesparen (weitere Informationen unter Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten)&lt;br /&gt;
**Workshops für Mitarbeitende in Laboren. Ziel: Der Workshop bot eine Möglichkeit, Methoden zum Energiesparen in Laboren zu erlernen (z.B. shut the sash); Die drei Workshops hatten einen Umfang von jeweils 2 Stunden und es nahmen jeweils zwischen 8 und 18 Personen teil; Material: Präsentationsfolien im Nachgang zur Verfügung gestellt; Leitung des Workshops übernahm eine Referentin für Nachhaltigkeit im Labor (s. Abbildung 1): Empfehlung von Kolleginnen aus der Universität; Kontaktaufnahme per Mail und Telefon; Honorarbasis&lt;br /&gt;
**Ideenwettbewerb: Ziel war es die Mitarbeiter*innen-Perspektiven in den Gesamtprozess einzubeziehen, deren Wissen zu ihrem persönlichen Arbeitsplatz zu nutzen sowie ihnen das Transferlabor näher zu bringen; Dauer: etwa 4 Wochen zur Einreichung von Ideen, anschließend etwa 4 Wochen zur Bewertung und Auswahl; Resonanz: 13 Maßnahmen wurden eingereicht. Für die Bewertung legte die Jury festgelegte Kriterien an, um sicherzustellen, dass die ausgewählten Ideen sowohl praktikabel als auch wirkungsvoll sind: Einsparungspotential, Verstetigungspotential, Kosten, Auswirkungen, Hürden für die Umsetzung (s. Bewertungsmatrix)&lt;br /&gt;
**Haustürgespräche (Gesprächsangebote vor Ort im Pilotgebäude) mit Nutzer*innen des Gebäudes; Ziel: auf das Transferlabor aufmerksam machen, Raum für Fragen und Kritik bieten; Ort: in den Pausenräumen; vorherige Ankündigung per E-Mail über den Hausverteiler&lt;br /&gt;
*Auswahl der Gewinner*innen des Ideenwettbewerbs durch Jury (s. Dokumente Bewertung Jurymitglied; Gesamtbewertung Jury); Beiträge des Ideenwettbewerbs wurden HS-öffentlich zur Verfügung gestellt&lt;br /&gt;
*Begleitung der Maßnahmenumsetzung der bestplatzierten Ideen aus dem Wettbewerb durch das TrafoTeam: Anpassung der Thermostate im Pilotgebäude (Austausch mit regulierbaren Thermostaten) und Tipps zur energiesparenden Nutzung von Ultratiefkühlgeräten (auf Projekt-Website und in jährlichen Belehrungen zum Arbeitsschutz); Kommunikation zur umgesetzten Idee aus dem Wettbewerb mittels Rundmail über den Hausverteiler und auf der Projekt-Website&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum zur Anpassung von Thermostaten, wobei der Umsetzungszeitraum hier außerhalb des Transferlaborzeitraums liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Abschlussphase (1 Monat)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Ziele (unter Beschreibung der Maßnahme) konnten alle erreicht werden. Das konkrete Ziel der Einsparung von 2 % Energie wird vom Energiemanager nach Ablauf eines Jahres geprüft. &lt;br /&gt;
*Abschlussveranstaltung im Pilotgebäude mit Vorstellung der Kampagnenergebnisse durch das TrafoTeam: PowerPoint Präsentation und anschließende Diskussion; Eingeladen waren die Jury des Ideenwettbewerbs, Mitarbeitende und Direktoren des Pilotgebäudes&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe des Monitorings an den Energiemanager zur dauerhaften Implementierung und Nutzung: Verantwortung für technischen Support (z.B. regelmäßige Softwareupdates) und Auswertung der Daten hinsichtlich möglicher Einsparungen und der Erfüllung des 2%-Ziels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Website zum Transferlabor Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen&lt;br /&gt;
*Website Ideenwettbewerb&lt;br /&gt;
*Poster zu Projektinfo, Ideenwettbewerb und Workshop&lt;br /&gt;
*Ideensammlung&lt;br /&gt;
*Echokampagne bieten Leitfaden, Checkliste und Infomaterial zum Energiesparen in Zielgebäuden, die genutzt wurden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
Rahmenbedingungen des Transferlabors&lt;br /&gt;
{{Expander|Rahmenbedingungen des Transferlabors|Dieser Text soll expandiert werden}} &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von neun Monaten. Für eine solide Maßnahmenumsetzung inklusive Verstetigung wäre mehr Zeit notwendig gewesen. Die Empfehlung ist, mindestens 12 Monate einzuplanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung wurden etwa 2.300 € verausgabt. Ursprünglich waren mehr Mittel für technische Anpassungen im Pilotgebäude einkalkuliert. Für den zur Verfügung stehenden zeitlichen und finanziellen Rahmen konnten keine umsetzbaren Anpassungen identifiziert und installiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2.300 € setzten sich aus folgenden Posten zusammen:&lt;br /&gt;
1.500 € Honorar der Referentin für drei Workshops zu Nachhaltigkeit im Labor&lt;br /&gt;
700 € Digital Signage (Visualisierung des Energieverbrauchs): Monitor (40 Zoll), Steuerung (Minicomputer + SD-Karte), Wandhalterung, Montage&lt;br /&gt;
100 € Druckkosten für Informationsmaterial &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für weitere technische Anpassung müsste beispielsweise einkalkuliert werden:&lt;br /&gt;
2.000 € Umbau Thermostate im Zielgebäude in 62 Büroräumen (Material- und Montagekosten der Sanitärfirma)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rahmenbedingungen der Hochschule&lt;br /&gt;
{{Expander|Rahmenbedingungen der Hochschule|Dieser Text soll expandiert werden}} &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Standorte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Am Hauptstandort Halle (Saale) gibt es 4 Campi: Universitätsplatz, Steintor-Campus, Franckeschen Stiftungen, Weinberg-Campus mit Campus Heide-Süd. Das Pilotgebäude befand sich am Weinbergcampus. Auf dem Weinberg Campus leben, studieren und arbeiten etwa 15.000 Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Universität setzt sich aus folgenden HS-Angehörigen zusammen:&lt;br /&gt;
*ca. 19.943 Studierende&lt;br /&gt;
*über 4.027 Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**288 Professor*innen&lt;br /&gt;
**1.478 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen&lt;br /&gt;
**1.091 Wissenschaftsunterstützende Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**1.170 Wissenschaftliche Hilfskräfte (Stand vom 31.12.2023).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unterstützung der Hochschulleitung zur Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung der MLU unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Die Rektorin übernahm die Projektleitung und stellte Mitarbeitende, etwa für die Teilnahme am TrafoTeam, frei. Dieser Umstand unterstützte bei der Argumentation für die Umsetzung der Maßnahme. Mit der Hochschulleitung fand ein regelmäßiger Austausch statt, zudem konnten die Maßnahmen in Kommissionen der Hochschulleitung vorgestellt und diskutiert werden. Dies ermöglichte es, die Maßnahmen im Kontext aktueller Ausrichtungen der Hochschule einzuordnen, Parallelstrukturen zu vermeiden oder Synergien zu knüpfen. Als Hinweis für die Planung weiterer Projekte lässt sich festhalten, dass die zeitlichen Kapazitäten möglicher Leitungspersonen berücksichtigt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es keine*n Nachhaltigkeitsbeauftragten oder eine andere Art der Institutionalisierung in Bezug auf Nachhaltigkeit. Diese mangelnde Institutionalisierung von Nachhaltigkeit gestaltete sich als Herausforderung, gerade in der Verstetigung von Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tätigkeitsbereich des Energiemanagers ist aber für den Bereiche des Klimaschutzes wichtig, z.B. aufgrund des Gesetzes zur Steigerung der Energieeffizienz in Deutschland (EnEfG) oder Energie- (ISO50001) bzw. Umweltmanagementsysteme (ISO140001).&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Weitere Relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Unterstützung durch den Leiter der Abteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement war wesentlich, um die Maßnahme erfolgreich umzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Allgemeine Hinweise zu hemmenden/ fördernden Aspekte im Transferlabor finden Sie hier&lt;br /&gt;
*Die Einbindung des Energiemanagers war besonders wichtig für die Konkretisierung, Planung sowie Umsetzung der Maßnahme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Bei der Ansprache von Personen im Pilotgebäude muss darauf geachtet werden Mitarbeitende nicht als „Schuldige“ zu adressieren und Auswahl des Gebäudes rücksichtsvoll zu kommunizieren.&lt;br /&gt;
*Institute mit einem hohen Energieverbrauch können sich schnell an den Pranger gestellt fühlen, stattdessen sollte deren (Transformations-) Potential herausgestellt werden (Perspektiven aufzeigen, Informationen geben, Fortschritte wertschätzen)&lt;br /&gt;
*&amp;quot;Zeigefinger&amp;quot; auf energieintensivste Liegenschaften wie das Pilotgebäude eher kontraproduktiv, moralische Ansprache mit Verweis auf Klimakrise erzeugte vereinzelt bei Mitarbeiter*innen im Zielgebäude Aversion und kollidierte mit der vorhandenen Resignation und Frustration&lt;br /&gt;
*Empfehlenswert ist die Begleitung des Vorhabens mit einer öffentlichkeitswirksamen Kampagne. Hierbei sollten möglichst alle Kommunikationskanäle der Hochschule berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
*Zur verständlichen Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten war eine Kombination aus Top-down und Bottom-up Maßnahmen zielführend (Workshops, Informationsveranstaltungen, Ideenwettbewerb – Details siehe oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=23939</id>
		<title>Blaupause zum Energiesparen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=23939"/>
		<updated>2025-09-16T13:53:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: /* Übertragbarkeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal erstellt. Link zu Good-Practice-Guide Transferlabore&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regenerativer Campus: Energie, Abfall und Wasser – Fokus Energie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“. Diese orientiert sich an der Maßnahme 19 aus dem KlimaPlan der MLU. Folgende Ziele wurden im TrafoTeam formuliert und erfolgreich umgesetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring und zur Visualisierung des Energieverbrauchs (Strom, Wärme, Kälte) einzelner Bereiche in einem Zielgebäude&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen zum Thema Energiesparen&lt;br /&gt;
*Verständliche Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ist-Zustand&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ wurden Daten zum Energieverbrauch sowohl der Universität insgesamt (siehe Status Quo Analyse der MLU) als auch der einzelnen Gebäudekomplexe ausgewertet. Dies erfolgte in Kooperation mit dem Energiemanagement. Das ermöglichte eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und half bei der Auswahl eines Pilotgebäudes. Kernindikatoren waren dabei der Strom- und Wärmeverbrauch (in MWh) sowie die Treibhausgasbilanz des jeweiligen Gebäudes. Für das Analysieren des Energie-Einsparpotentials waren im konkreten Fall der MLU die Daten zu den Einsparungen während der Prüfungen von Maßnahmen in Bezug auf die Verordnungen zur Sicherung der Energieversorgung über kurz- und mittelfristige Maßnahmen (EnSiKuMaV) von Vorteil. Der Energiemanager konnte diese auf Gebäudeebene zur Verfügung stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Akteur*innenanalyse&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse an der MLU durchgeführt, die auch den Bereich Energie umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert und kontaktiert werden. In Abbildung 1 wurden die für das Transferlabor relevanten Akteur*innen dargestellt.&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden formell zuständige Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem Hochschulklimarat) angesprochen. Das TrafoTeam setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren vier Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Bauangelegenheiten - Projektingenieur Hochschulbau&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Technisches Gebäudemanagement - Energiemanager&lt;br /&gt;
*Student (Mathematik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
*Student (Informatik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere (Schlüssel)personen:&lt;br /&gt;
*Im Projekt wurde ein Ideenwettbewerb durchgeführt, der von einer zusammengestellten Jury begleitet wurde. Mitglieder der Jury zur Bewertung der Einreichungen im Ideenwettbewerb wurden aufgrund ihres Bezugs zum Pilotgebäude oder ihrer fachlichen Expertise (z.B. technisch-bauliche Kenntnisse) ausgewählt. Außerdem sollte die Jury eine gewisse Repräsentativität ausstrahlen und verschiedene Mitgliedergruppen vertreten.&lt;br /&gt;
*Mitglieder waren: der Abteilungsleiter Bau und Liegenschaften, die Dekane der im Pilotgebäude vertretenen Fakultäten sowie ein Vertreter des TrafoTeams&lt;br /&gt;
*Ansprechpersonen im Pilotgebäude: Direktor und stellvertretende Direktoren, Sekretariat, Leiter*innen der wissenschaftlichen Arbeitsgruppen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einschätzung zur Zusammensetzung:&lt;br /&gt;
*hohe Motivation der einzelnen Akteur*innen &lt;br /&gt;
*Unausgewogenes Geschlechterverhältnis (mehr männliche Personen)&lt;br /&gt;
*Fachexpertise aus den Bereichen Kommunikationswissenschaft oder Umweltpsychologie fehlte&lt;br /&gt;
*Zu kleine Gruppe, um Untergruppen für verschiedenen Aufgaben zu bilden&lt;br /&gt;
*Alle hier berichteten Aktivitäten wurden vom TrafoTeam gemeinsam getragen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innensanalyse Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ .png|Akteur*innensanalyse Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ (Legende: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; - - Auch außerhalb des Projekts zugeordnet)]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsschritte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“.png|Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“|alternativtext=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Erkundungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen (Details zu Transformationsteams können dem Good-Practice Guide entnommen werden)&lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen des Energiemanagers mit ähnlichen Prozessen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Findungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Entscheidung im TrafoTeam für ein Zielgebäude unter Beachtung der Indikatoren Energieverbrauch und Energieeinsparpotential. Das Pilotgebäude ist ein Neubau aus dem Jahr 2017 mit moderner Ausstattung inklusive einer relativ hohen Dichte an Messpunkten für Energieverbrauch; 5.400 m² Nutzfläche; 3 Fakultäten vertreten; etwa 250 Mitarbeitende; etwa 65% der Räume sind Labore&lt;br /&gt;
*Konkretisierung der Energiesparziele (2% Einsparung pro Jahr im Zielgebäude, entsprechend dem EnEfG)&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Definition von (Teil)zielen; Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Vorbereitung rund um das Pilotgebäude: Identifikation relevanter Zielgruppen sowie Ermittlung von Arbeitsgruppenleitungen und Ansprechpersonen aus den verschiedenen Fakultäten&lt;br /&gt;
*Einbindung der Führungsebene: Abstimmungsgespräch mit den Direktoren des Pilotgebäudes zur Unterstützung des Vorhabens. Die Teilnahme der Ansprechperson für das Energiemanagement zur Klärung technischer Fragen wird empfohlen.&lt;br /&gt;
*Organisation von Kampagnenmaterial und Öffentlichkeitsarbeit: Es wurden in Abstimmung mit einer Professorin der Kommunikationswissenschaften geeignete Kommunikationsmittel rund um energiesparendes Verhalten in den Büros, Laboren, etc. des Gebäudes entwickelt. Dabei wurde sowohl Strom als auch Wärme adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Umsetzungsphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring des Strom-, Kälte- und Wärmeverbrauchs auf Gesamtgebäudeebene:&lt;br /&gt;
*Ziel war eine Sensibilisierung für den Energieverbrauch im Gebäude und so letztendlich ein energieeffizientes und energiesparendes Verhalten der Nutzer*innen, wobei ein Effekt durch die Visualisierung erwartet wurde.  &lt;br /&gt;
*Visualisierung des Energieverbrauchs: Der Energieverbrauch im Pilotgebäude wurde über einen öffentlich sichtbaren Monitor im Eingangsbereich transparent gemacht. Dargestellt werden die Daten auf einem Dashboard mit einer Energiemanagement-Software. Die visuelle Aufbereitung der Daten und die Installation des Monitors übernahmen der Energiemanager und das IT-Servicezentrum.&lt;br /&gt;
*Dargestellte Kennzahlen (in Form von Balkendiagrammen):&lt;br /&gt;
*Aktueller Stromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
*Tagesstromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
*Tagesstromverbrauch vor einem Jahr in kWh&lt;br /&gt;
*Energieverbrauch der Kältemaschinen im aktuellen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
*Monatlicher Stromverbrauch des aktuellen und des vergangenen Jahres in kWh&lt;br /&gt;
*Monatlicher Wärmeverbrauch im aktuellen und vergangenen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen für die Mitarbeitenden des Pilotgebäudes zum Thema Energiesparen (weitere Informationen unter Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten)&lt;br /&gt;
*Workshops für Mitarbeitende in Laboren. Ziel: Der Workshop bot eine Möglichkeit, Methoden zum Energiesparen in Laboren zu erlernen (z.B. shut the sash); Die drei Workshops hatten einen Umfang von jeweils 2 Stunden und es nahmen jeweils zwischen 8 und 18 Personen teil; Material: Präsentationsfolien im Nachgang zur Verfügung gestellt; Leitung des Workshops übernahm eine Referentin für Nachhaltigkeit im Labor (s. Abbildung 1): Empfehlung von Kolleginnen aus der Universität; Kontaktaufnahme per Mail und Telefon; Honorarbasis&lt;br /&gt;
*Ideenwettbewerb: Ziel war es die Mitarbeiter*innen-Perspektiven in den Gesamtprozess einzubeziehen, deren Wissen zu ihrem persönlichen Arbeitsplatz zu nutzen sowie ihnen das Transferlabor näher zu bringen; Dauer: etwa 4 Wochen zur Einreichung von Ideen, anschließend etwa 4 Wochen zur Bewertung und Auswahl; Resonanz: 13 Maßnahmen wurden eingereicht. Für die Bewertung legte die Jury festgelegte Kriterien an, um sicherzustellen, dass die ausgewählten Ideen sowohl praktikabel als auch wirkungsvoll sind: Einsparungspotential, Verstetigungspotential, Kosten, Auswirkungen, Hürden für die Umsetzung (s. Bewertungsmatrix)&lt;br /&gt;
*Haustürgespräche (Gesprächsangebote vor Ort im Pilotgebäude) mit Nutzer*innen des Gebäudes; Ziel: auf das Transferlabor aufmerksam machen, Raum für Fragen und Kritik bieten; Ort: in den Pausenräumen; vorherige Ankündigung per E-Mail über den Hausverteiler&lt;br /&gt;
*Auswahl der Gewinner*innen des Ideenwettbewerbs durch Jury (s. Dokumente Bewertung Jurymitglied; Gesamtbewertung Jury); Beiträge des Ideenwettbewerbs wurden HS-öffentlich zur Verfügung gestellt&lt;br /&gt;
*Begleitung der Maßnahmenumsetzung der bestplatzierten Ideen aus dem Wettbewerb durch das TrafoTeam: Anpassung der Thermostate im Pilotgebäude (Austausch mit regulierbaren Thermostaten) und Tipps zur energiesparenden Nutzung von Ultratiefkühlgeräten (auf Projekt-Website und in jährlichen Belehrungen zum Arbeitsschutz); Kommunikation zur umgesetzten Idee aus dem Wettbewerb mittels Rundmail über den Hausverteiler und auf der Projekt-Website&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum zur Anpassung von Thermostaten, wobei der Umsetzungszeitraum hier außerhalb des Transferlaborzeitraums liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Abschlussphase (1 Monat)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Ziele (unter Beschreibung der Maßnahme) konnten alle erreicht werden. Das konkrete Ziel der Einsparung von 2 % Energie wird vom Energiemanager nach Ablauf eines Jahres geprüft. &lt;br /&gt;
*Abschlussveranstaltung im Pilotgebäude mit Vorstellung der Kampagnenergebnisse durch das TrafoTeam: PowerPoint Präsentation und anschließende Diskussion; Eingeladen waren die Jury des Ideenwettbewerbs, Mitarbeitende und Direktoren des Pilotgebäudes&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe des Monitorings an den Energiemanager zur dauerhaften Implementierung und Nutzung: Verantwortung für technischen Support (z.B. regelmäßige Softwareupdates) und Auswertung der Daten hinsichtlich möglicher Einsparungen und der Erfüllung des 2%-Ziels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Website zum Transferlabor Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen&lt;br /&gt;
*Website Ideenwettbewerb&lt;br /&gt;
*Poster zu Projektinfo, Ideenwettbewerb und Workshop&lt;br /&gt;
*Ideensammlung&lt;br /&gt;
*Echokampagne bieten Leitfaden, Checkliste und Infomaterial zum Energiesparen in Zielgebäuden, die genutzt wurden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
Rahmenbedingungen des Transferlabors&lt;br /&gt;
{{Expander|Rahmenbedingungen des Transferlabors|Dieser Text soll expandiert werden}} &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von neun Monaten. Für eine solide Maßnahmenumsetzung inklusive Verstetigung wäre mehr Zeit notwendig gewesen. Die Empfehlung ist, mindestens 12 Monate einzuplanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung wurden etwa 2.300 € verausgabt. Ursprünglich waren mehr Mittel für technische Anpassungen im Pilotgebäude einkalkuliert. Für den zur Verfügung stehenden zeitlichen und finanziellen Rahmen konnten keine umsetzbaren Anpassungen identifiziert und installiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2.300 € setzten sich aus folgenden Posten zusammen:&lt;br /&gt;
1.500 € Honorar der Referentin für drei Workshops zu Nachhaltigkeit im Labor&lt;br /&gt;
700 € Digital Signage (Visualisierung des Energieverbrauchs): Monitor (40 Zoll), Steuerung (Minicomputer + SD-Karte), Wandhalterung, Montage&lt;br /&gt;
100 € Druckkosten für Informationsmaterial &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für weitere technische Anpassung müsste beispielsweise einkalkuliert werden:&lt;br /&gt;
2.000 € Umbau Thermostate im Zielgebäude in 62 Büroräumen (Material- und Montagekosten der Sanitärfirma)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rahmenbedingungen der Hochschule&lt;br /&gt;
{{Expander|Rahmenbedingungen der Hochschule|Dieser Text soll expandiert werden}} &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Standorte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Am Hauptstandort Halle (Saale) gibt es 4 Campi: Universitätsplatz, Steintor-Campus, Franckeschen Stiftungen, Weinberg-Campus mit Campus Heide-Süd. Das Pilotgebäude befand sich am Weinbergcampus. Auf dem Weinberg Campus leben, studieren und arbeiten etwa 15.000 Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Universität setzt sich aus folgenden HS-Angehörigen zusammen:&lt;br /&gt;
*ca. 19.943 Studierende&lt;br /&gt;
*über 4.027 Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**288 Professor*innen&lt;br /&gt;
**1.478 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen&lt;br /&gt;
**1.091 Wissenschaftsunterstützende Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**1.170 Wissenschaftliche Hilfskräfte (Stand vom 31.12.2023).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unterstützung der Hochschulleitung zur Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung der MLU unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Die Rektorin übernahm die Projektleitung und stellte Mitarbeitende, etwa für die Teilnahme am TrafoTeam, frei. Dieser Umstand unterstützte bei der Argumentation für die Umsetzung der Maßnahme. Mit der Hochschulleitung fand ein regelmäßiger Austausch statt, zudem konnten die Maßnahmen in Kommissionen der Hochschulleitung vorgestellt und diskutiert werden. Dies ermöglichte es, die Maßnahmen im Kontext aktueller Ausrichtungen der Hochschule einzuordnen, Parallelstrukturen zu vermeiden oder Synergien zu knüpfen. Als Hinweis für die Planung weiterer Projekte lässt sich festhalten, dass die zeitlichen Kapazitäten möglicher Leitungspersonen berücksichtigt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es keine*n Nachhaltigkeitsbeauftragten oder eine andere Art der Institutionalisierung in Bezug auf Nachhaltigkeit. Diese mangelnde Institutionalisierung von Nachhaltigkeit gestaltete sich als Herausforderung, gerade in der Verstetigung von Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tätigkeitsbereich des Energiemanagers ist aber für den Bereiche des Klimaschutzes wichtig, z.B. aufgrund des Gesetzes zur Steigerung der Energieeffizienz in Deutschland (EnEfG) oder Energie- (ISO50001) bzw. Umweltmanagementsysteme (ISO140001).&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Weitere Relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Unterstützung durch den Leiter der Abteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement war wesentlich, um die Maßnahme erfolgreich umzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkrete Empfehlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Allgemeine Hinweise zu hemmenden/ fördernden Aspekte im Transferlabor finden Sie hier&lt;br /&gt;
*Die Einbindung des Energiemanagers war besonders wichtig für die Konkretisierung, Planung sowie Umsetzung der Maßnahme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hinweise zur Kommunikation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Bei der Ansprache von Personen im Pilotgebäude muss darauf geachtet werden Mitarbeitende nicht als „Schuldige“ zu adressieren und Auswahl des Gebäudes rücksichtsvoll zu kommunizieren.&lt;br /&gt;
*Institute mit einem hohen Energieverbrauch können sich schnell an den Pranger gestellt fühlen, stattdessen sollte deren (Transformations-) Potential herausgestellt werden (Perspektiven aufzeigen, Informationen geben, Fortschritte wertschätzen)&lt;br /&gt;
*&amp;quot;Zeigefinger&amp;quot; auf energieintensivste Liegenschaften wie das Pilotgebäude eher kontraproduktiv, moralische Ansprache mit Verweis auf Klimakrise erzeugte vereinzelt bei Mitarbeiter*innen im Zielgebäude Aversion und kollidierte mit der vorhandenen Resignation und Frustration&lt;br /&gt;
*Empfehlenswert ist die Begleitung des Vorhabens mit einer öffentlichkeitswirksamen Kampagne. Hierbei sollten möglichst alle Kommunikationskanäle der Hochschule berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
*Zur verständlichen Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten war eine Kombination aus Top-down und Bottom-up Maßnahmen zielführend (Workshops, Informationsveranstaltungen, Ideenwettbewerb – Details siehe oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=23938</id>
		<title>Blaupause zum Energiesparen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=23938"/>
		<updated>2025-09-16T13:52:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: /* Rahmenbedingungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal erstellt. Link zu Good-Practice-Guide Transferlabore&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regenerativer Campus: Energie, Abfall und Wasser – Fokus Energie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“. Diese orientiert sich an der Maßnahme 19 aus dem KlimaPlan der MLU. Folgende Ziele wurden im TrafoTeam formuliert und erfolgreich umgesetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring und zur Visualisierung des Energieverbrauchs (Strom, Wärme, Kälte) einzelner Bereiche in einem Zielgebäude&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen zum Thema Energiesparen&lt;br /&gt;
*Verständliche Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ist-Zustand&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ wurden Daten zum Energieverbrauch sowohl der Universität insgesamt (siehe Status Quo Analyse der MLU) als auch der einzelnen Gebäudekomplexe ausgewertet. Dies erfolgte in Kooperation mit dem Energiemanagement. Das ermöglichte eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und half bei der Auswahl eines Pilotgebäudes. Kernindikatoren waren dabei der Strom- und Wärmeverbrauch (in MWh) sowie die Treibhausgasbilanz des jeweiligen Gebäudes. Für das Analysieren des Energie-Einsparpotentials waren im konkreten Fall der MLU die Daten zu den Einsparungen während der Prüfungen von Maßnahmen in Bezug auf die Verordnungen zur Sicherung der Energieversorgung über kurz- und mittelfristige Maßnahmen (EnSiKuMaV) von Vorteil. Der Energiemanager konnte diese auf Gebäudeebene zur Verfügung stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Akteur*innenanalyse&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse an der MLU durchgeführt, die auch den Bereich Energie umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert und kontaktiert werden. In Abbildung 1 wurden die für das Transferlabor relevanten Akteur*innen dargestellt.&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden formell zuständige Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem Hochschulklimarat) angesprochen. Das TrafoTeam setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren vier Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Bauangelegenheiten - Projektingenieur Hochschulbau&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Technisches Gebäudemanagement - Energiemanager&lt;br /&gt;
*Student (Mathematik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
*Student (Informatik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere (Schlüssel)personen:&lt;br /&gt;
*Im Projekt wurde ein Ideenwettbewerb durchgeführt, der von einer zusammengestellten Jury begleitet wurde. Mitglieder der Jury zur Bewertung der Einreichungen im Ideenwettbewerb wurden aufgrund ihres Bezugs zum Pilotgebäude oder ihrer fachlichen Expertise (z.B. technisch-bauliche Kenntnisse) ausgewählt. Außerdem sollte die Jury eine gewisse Repräsentativität ausstrahlen und verschiedene Mitgliedergruppen vertreten.&lt;br /&gt;
*Mitglieder waren: der Abteilungsleiter Bau und Liegenschaften, die Dekane der im Pilotgebäude vertretenen Fakultäten sowie ein Vertreter des TrafoTeams&lt;br /&gt;
*Ansprechpersonen im Pilotgebäude: Direktor und stellvertretende Direktoren, Sekretariat, Leiter*innen der wissenschaftlichen Arbeitsgruppen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einschätzung zur Zusammensetzung:&lt;br /&gt;
*hohe Motivation der einzelnen Akteur*innen &lt;br /&gt;
*Unausgewogenes Geschlechterverhältnis (mehr männliche Personen)&lt;br /&gt;
*Fachexpertise aus den Bereichen Kommunikationswissenschaft oder Umweltpsychologie fehlte&lt;br /&gt;
*Zu kleine Gruppe, um Untergruppen für verschiedenen Aufgaben zu bilden&lt;br /&gt;
*Alle hier berichteten Aktivitäten wurden vom TrafoTeam gemeinsam getragen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innensanalyse Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ .png|Akteur*innensanalyse Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ (Legende: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; - - Auch außerhalb des Projekts zugeordnet)]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsschritte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“.png|Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“|alternativtext=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Erkundungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen (Details zu Transformationsteams können dem Good-Practice Guide entnommen werden)&lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen des Energiemanagers mit ähnlichen Prozessen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Findungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Entscheidung im TrafoTeam für ein Zielgebäude unter Beachtung der Indikatoren Energieverbrauch und Energieeinsparpotential. Das Pilotgebäude ist ein Neubau aus dem Jahr 2017 mit moderner Ausstattung inklusive einer relativ hohen Dichte an Messpunkten für Energieverbrauch; 5.400 m² Nutzfläche; 3 Fakultäten vertreten; etwa 250 Mitarbeitende; etwa 65% der Räume sind Labore&lt;br /&gt;
*Konkretisierung der Energiesparziele (2% Einsparung pro Jahr im Zielgebäude, entsprechend dem EnEfG)&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Definition von (Teil)zielen; Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Vorbereitung rund um das Pilotgebäude: Identifikation relevanter Zielgruppen sowie Ermittlung von Arbeitsgruppenleitungen und Ansprechpersonen aus den verschiedenen Fakultäten&lt;br /&gt;
*Einbindung der Führungsebene: Abstimmungsgespräch mit den Direktoren des Pilotgebäudes zur Unterstützung des Vorhabens. Die Teilnahme der Ansprechperson für das Energiemanagement zur Klärung technischer Fragen wird empfohlen.&lt;br /&gt;
*Organisation von Kampagnenmaterial und Öffentlichkeitsarbeit: Es wurden in Abstimmung mit einer Professorin der Kommunikationswissenschaften geeignete Kommunikationsmittel rund um energiesparendes Verhalten in den Büros, Laboren, etc. des Gebäudes entwickelt. Dabei wurde sowohl Strom als auch Wärme adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Umsetzungsphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring des Strom-, Kälte- und Wärmeverbrauchs auf Gesamtgebäudeebene:&lt;br /&gt;
*Ziel war eine Sensibilisierung für den Energieverbrauch im Gebäude und so letztendlich ein energieeffizientes und energiesparendes Verhalten der Nutzer*innen, wobei ein Effekt durch die Visualisierung erwartet wurde.  &lt;br /&gt;
*Visualisierung des Energieverbrauchs: Der Energieverbrauch im Pilotgebäude wurde über einen öffentlich sichtbaren Monitor im Eingangsbereich transparent gemacht. Dargestellt werden die Daten auf einem Dashboard mit einer Energiemanagement-Software. Die visuelle Aufbereitung der Daten und die Installation des Monitors übernahmen der Energiemanager und das IT-Servicezentrum.&lt;br /&gt;
*Dargestellte Kennzahlen (in Form von Balkendiagrammen):&lt;br /&gt;
*Aktueller Stromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
*Tagesstromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
*Tagesstromverbrauch vor einem Jahr in kWh&lt;br /&gt;
*Energieverbrauch der Kältemaschinen im aktuellen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
*Monatlicher Stromverbrauch des aktuellen und des vergangenen Jahres in kWh&lt;br /&gt;
*Monatlicher Wärmeverbrauch im aktuellen und vergangenen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen für die Mitarbeitenden des Pilotgebäudes zum Thema Energiesparen (weitere Informationen unter Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten)&lt;br /&gt;
*Workshops für Mitarbeitende in Laboren. Ziel: Der Workshop bot eine Möglichkeit, Methoden zum Energiesparen in Laboren zu erlernen (z.B. shut the sash); Die drei Workshops hatten einen Umfang von jeweils 2 Stunden und es nahmen jeweils zwischen 8 und 18 Personen teil; Material: Präsentationsfolien im Nachgang zur Verfügung gestellt; Leitung des Workshops übernahm eine Referentin für Nachhaltigkeit im Labor (s. Abbildung 1): Empfehlung von Kolleginnen aus der Universität; Kontaktaufnahme per Mail und Telefon; Honorarbasis&lt;br /&gt;
*Ideenwettbewerb: Ziel war es die Mitarbeiter*innen-Perspektiven in den Gesamtprozess einzubeziehen, deren Wissen zu ihrem persönlichen Arbeitsplatz zu nutzen sowie ihnen das Transferlabor näher zu bringen; Dauer: etwa 4 Wochen zur Einreichung von Ideen, anschließend etwa 4 Wochen zur Bewertung und Auswahl; Resonanz: 13 Maßnahmen wurden eingereicht. Für die Bewertung legte die Jury festgelegte Kriterien an, um sicherzustellen, dass die ausgewählten Ideen sowohl praktikabel als auch wirkungsvoll sind: Einsparungspotential, Verstetigungspotential, Kosten, Auswirkungen, Hürden für die Umsetzung (s. Bewertungsmatrix)&lt;br /&gt;
*Haustürgespräche (Gesprächsangebote vor Ort im Pilotgebäude) mit Nutzer*innen des Gebäudes; Ziel: auf das Transferlabor aufmerksam machen, Raum für Fragen und Kritik bieten; Ort: in den Pausenräumen; vorherige Ankündigung per E-Mail über den Hausverteiler&lt;br /&gt;
*Auswahl der Gewinner*innen des Ideenwettbewerbs durch Jury (s. Dokumente Bewertung Jurymitglied; Gesamtbewertung Jury); Beiträge des Ideenwettbewerbs wurden HS-öffentlich zur Verfügung gestellt&lt;br /&gt;
*Begleitung der Maßnahmenumsetzung der bestplatzierten Ideen aus dem Wettbewerb durch das TrafoTeam: Anpassung der Thermostate im Pilotgebäude (Austausch mit regulierbaren Thermostaten) und Tipps zur energiesparenden Nutzung von Ultratiefkühlgeräten (auf Projekt-Website und in jährlichen Belehrungen zum Arbeitsschutz); Kommunikation zur umgesetzten Idee aus dem Wettbewerb mittels Rundmail über den Hausverteiler und auf der Projekt-Website&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum zur Anpassung von Thermostaten, wobei der Umsetzungszeitraum hier außerhalb des Transferlaborzeitraums liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Abschlussphase (1 Monat)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Ziele (unter Beschreibung der Maßnahme) konnten alle erreicht werden. Das konkrete Ziel der Einsparung von 2 % Energie wird vom Energiemanager nach Ablauf eines Jahres geprüft. &lt;br /&gt;
*Abschlussveranstaltung im Pilotgebäude mit Vorstellung der Kampagnenergebnisse durch das TrafoTeam: PowerPoint Präsentation und anschließende Diskussion; Eingeladen waren die Jury des Ideenwettbewerbs, Mitarbeitende und Direktoren des Pilotgebäudes&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe des Monitorings an den Energiemanager zur dauerhaften Implementierung und Nutzung: Verantwortung für technischen Support (z.B. regelmäßige Softwareupdates) und Auswertung der Daten hinsichtlich möglicher Einsparungen und der Erfüllung des 2%-Ziels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Website zum Transferlabor Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen&lt;br /&gt;
*Website Ideenwettbewerb&lt;br /&gt;
*Poster zu Projektinfo, Ideenwettbewerb und Workshop&lt;br /&gt;
*Ideensammlung&lt;br /&gt;
*Echokampagne bieten Leitfaden, Checkliste und Infomaterial zum Energiesparen in Zielgebäuden, die genutzt wurden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
Rahmenbedingungen des Transferlabors&lt;br /&gt;
{{Expander|Rahmenbedingungen des Transferlabors|Dieser Text soll expandiert werden}} &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Laufzeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von neun Monaten. Für eine solide Maßnahmenumsetzung inklusive Verstetigung wäre mehr Zeit notwendig gewesen. Die Empfehlung ist, mindestens 12 Monate einzuplanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Finanzen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die Umsetzung wurden etwa 2.300 € verausgabt. Ursprünglich waren mehr Mittel für technische Anpassungen im Pilotgebäude einkalkuliert. Für den zur Verfügung stehenden zeitlichen und finanziellen Rahmen konnten keine umsetzbaren Anpassungen identifiziert und installiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2.300 € setzten sich aus folgenden Posten zusammen:&lt;br /&gt;
1.500 € Honorar der Referentin für drei Workshops zu Nachhaltigkeit im Labor&lt;br /&gt;
700 € Digital Signage (Visualisierung des Energieverbrauchs): Monitor (40 Zoll), Steuerung (Minicomputer + SD-Karte), Wandhalterung, Montage&lt;br /&gt;
100 € Druckkosten für Informationsmaterial &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für weitere technische Anpassung müsste beispielsweise einkalkuliert werden:&lt;br /&gt;
2.000 € Umbau Thermostate im Zielgebäude in 62 Büroräumen (Material- und Montagekosten der Sanitärfirma)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rahmenbedingungen der Hochschule&lt;br /&gt;
{{Expander|Rahmenbedingungen der Hochschule|Dieser Text soll expandiert werden}} &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Standorte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Am Hauptstandort Halle (Saale) gibt es 4 Campi: Universitätsplatz, Steintor-Campus, Franckeschen Stiftungen, Weinberg-Campus mit Campus Heide-Süd. Das Pilotgebäude befand sich am Weinbergcampus. Auf dem Weinberg Campus leben, studieren und arbeiten etwa 15.000 Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hochschulgröße&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Universität setzt sich aus folgenden HS-Angehörigen zusammen:&lt;br /&gt;
*ca. 19.943 Studierende&lt;br /&gt;
*über 4.027 Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**288 Professor*innen&lt;br /&gt;
**1.478 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen&lt;br /&gt;
**1.091 Wissenschaftsunterstützende Mitarbeitende&lt;br /&gt;
**1.170 Wissenschaftliche Hilfskräfte (Stand vom 31.12.2023).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unterstützung der Hochschulleitung zur Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Hochschulleitung der MLU unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Die Rektorin übernahm die Projektleitung und stellte Mitarbeitende, etwa für die Teilnahme am TrafoTeam, frei. Dieser Umstand unterstützte bei der Argumentation für die Umsetzung der Maßnahme. Mit der Hochschulleitung fand ein regelmäßiger Austausch statt, zudem konnten die Maßnahmen in Kommissionen der Hochschulleitung vorgestellt und diskutiert werden. Dies ermöglichte es, die Maßnahmen im Kontext aktueller Ausrichtungen der Hochschule einzuordnen, Parallelstrukturen zu vermeiden oder Synergien zu knüpfen. Als Hinweis für die Planung weiterer Projekte lässt sich festhalten, dass die zeitlichen Kapazitäten möglicher Leitungspersonen berücksichtigt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Institutionalisierung von Nachhaltigkeit &amp;amp; Klimaschutz&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es keine*n Nachhaltigkeitsbeauftragten oder eine andere Art der Institutionalisierung in Bezug auf Nachhaltigkeit. Diese mangelnde Institutionalisierung von Nachhaltigkeit gestaltete sich als Herausforderung, gerade in der Verstetigung von Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tätigkeitsbereich des Energiemanagers ist aber für den Bereiche des Klimaschutzes wichtig, z.B. aufgrund des Gesetzes zur Steigerung der Energieeffizienz in Deutschland (EnEfG) oder Energie- (ISO50001) bzw. Umweltmanagementsysteme (ISO140001).&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Weitere Relevante Aspekte der Hochschule bzgl. der Maßnahmenumsetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Unterstützung durch den Leiter der Abteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement war wesentlich, um die Maßnahme erfolgreich umzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=23937</id>
		<title>Blaupause zum Energiesparen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=23937"/>
		<updated>2025-09-16T13:42:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: /* Umsetzung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal erstellt. Link zu Good-Practice-Guide Transferlabore&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regenerativer Campus: Energie, Abfall und Wasser – Fokus Energie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“. Diese orientiert sich an der Maßnahme 19 aus dem KlimaPlan der MLU. Folgende Ziele wurden im TrafoTeam formuliert und erfolgreich umgesetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring und zur Visualisierung des Energieverbrauchs (Strom, Wärme, Kälte) einzelner Bereiche in einem Zielgebäude&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen zum Thema Energiesparen&lt;br /&gt;
*Verständliche Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ist-Zustand&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ wurden Daten zum Energieverbrauch sowohl der Universität insgesamt (siehe Status Quo Analyse der MLU) als auch der einzelnen Gebäudekomplexe ausgewertet. Dies erfolgte in Kooperation mit dem Energiemanagement. Das ermöglichte eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und half bei der Auswahl eines Pilotgebäudes. Kernindikatoren waren dabei der Strom- und Wärmeverbrauch (in MWh) sowie die Treibhausgasbilanz des jeweiligen Gebäudes. Für das Analysieren des Energie-Einsparpotentials waren im konkreten Fall der MLU die Daten zu den Einsparungen während der Prüfungen von Maßnahmen in Bezug auf die Verordnungen zur Sicherung der Energieversorgung über kurz- und mittelfristige Maßnahmen (EnSiKuMaV) von Vorteil. Der Energiemanager konnte diese auf Gebäudeebene zur Verfügung stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Akteur*innenanalyse&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse an der MLU durchgeführt, die auch den Bereich Energie umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert und kontaktiert werden. In Abbildung 1 wurden die für das Transferlabor relevanten Akteur*innen dargestellt.&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden formell zuständige Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem Hochschulklimarat) angesprochen. Das TrafoTeam setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren vier Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Bauangelegenheiten - Projektingenieur Hochschulbau&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Technisches Gebäudemanagement - Energiemanager&lt;br /&gt;
*Student (Mathematik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
*Student (Informatik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere (Schlüssel)personen:&lt;br /&gt;
*Im Projekt wurde ein Ideenwettbewerb durchgeführt, der von einer zusammengestellten Jury begleitet wurde. Mitglieder der Jury zur Bewertung der Einreichungen im Ideenwettbewerb wurden aufgrund ihres Bezugs zum Pilotgebäude oder ihrer fachlichen Expertise (z.B. technisch-bauliche Kenntnisse) ausgewählt. Außerdem sollte die Jury eine gewisse Repräsentativität ausstrahlen und verschiedene Mitgliedergruppen vertreten.&lt;br /&gt;
*Mitglieder waren: der Abteilungsleiter Bau und Liegenschaften, die Dekane der im Pilotgebäude vertretenen Fakultäten sowie ein Vertreter des TrafoTeams&lt;br /&gt;
*Ansprechpersonen im Pilotgebäude: Direktor und stellvertretende Direktoren, Sekretariat, Leiter*innen der wissenschaftlichen Arbeitsgruppen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einschätzung zur Zusammensetzung:&lt;br /&gt;
*hohe Motivation der einzelnen Akteur*innen &lt;br /&gt;
*Unausgewogenes Geschlechterverhältnis (mehr männliche Personen)&lt;br /&gt;
*Fachexpertise aus den Bereichen Kommunikationswissenschaft oder Umweltpsychologie fehlte&lt;br /&gt;
*Zu kleine Gruppe, um Untergruppen für verschiedenen Aufgaben zu bilden&lt;br /&gt;
*Alle hier berichteten Aktivitäten wurden vom TrafoTeam gemeinsam getragen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innensanalyse Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ .png|Akteur*innensanalyse Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ (Legende: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; - - Auch außerhalb des Projekts zugeordnet)]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsschritte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“.png|Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“|alternativtext=]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Erkundungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen (Details zu Transformationsteams können dem Good-Practice Guide entnommen werden)&lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen des Energiemanagers mit ähnlichen Prozessen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Findungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Entscheidung im TrafoTeam für ein Zielgebäude unter Beachtung der Indikatoren Energieverbrauch und Energieeinsparpotential. Das Pilotgebäude ist ein Neubau aus dem Jahr 2017 mit moderner Ausstattung inklusive einer relativ hohen Dichte an Messpunkten für Energieverbrauch; 5.400 m² Nutzfläche; 3 Fakultäten vertreten; etwa 250 Mitarbeitende; etwa 65% der Räume sind Labore&lt;br /&gt;
*Konkretisierung der Energiesparziele (2% Einsparung pro Jahr im Zielgebäude, entsprechend dem EnEfG)&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Definition von (Teil)zielen; Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Vorbereitung rund um das Pilotgebäude: Identifikation relevanter Zielgruppen sowie Ermittlung von Arbeitsgruppenleitungen und Ansprechpersonen aus den verschiedenen Fakultäten&lt;br /&gt;
*Einbindung der Führungsebene: Abstimmungsgespräch mit den Direktoren des Pilotgebäudes zur Unterstützung des Vorhabens. Die Teilnahme der Ansprechperson für das Energiemanagement zur Klärung technischer Fragen wird empfohlen.&lt;br /&gt;
*Organisation von Kampagnenmaterial und Öffentlichkeitsarbeit: Es wurden in Abstimmung mit einer Professorin der Kommunikationswissenschaften geeignete Kommunikationsmittel rund um energiesparendes Verhalten in den Büros, Laboren, etc. des Gebäudes entwickelt. Dabei wurde sowohl Strom als auch Wärme adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Umsetzungsphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring des Strom-, Kälte- und Wärmeverbrauchs auf Gesamtgebäudeebene:&lt;br /&gt;
*Ziel war eine Sensibilisierung für den Energieverbrauch im Gebäude und so letztendlich ein energieeffizientes und energiesparendes Verhalten der Nutzer*innen, wobei ein Effekt durch die Visualisierung erwartet wurde.  &lt;br /&gt;
*Visualisierung des Energieverbrauchs: Der Energieverbrauch im Pilotgebäude wurde über einen öffentlich sichtbaren Monitor im Eingangsbereich transparent gemacht. Dargestellt werden die Daten auf einem Dashboard mit einer Energiemanagement-Software. Die visuelle Aufbereitung der Daten und die Installation des Monitors übernahmen der Energiemanager und das IT-Servicezentrum.&lt;br /&gt;
*Dargestellte Kennzahlen (in Form von Balkendiagrammen):&lt;br /&gt;
*Aktueller Stromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
*Tagesstromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
*Tagesstromverbrauch vor einem Jahr in kWh&lt;br /&gt;
*Energieverbrauch der Kältemaschinen im aktuellen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
*Monatlicher Stromverbrauch des aktuellen und des vergangenen Jahres in kWh&lt;br /&gt;
*Monatlicher Wärmeverbrauch im aktuellen und vergangenen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen für die Mitarbeitenden des Pilotgebäudes zum Thema Energiesparen (weitere Informationen unter Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten)&lt;br /&gt;
*Workshops für Mitarbeitende in Laboren. Ziel: Der Workshop bot eine Möglichkeit, Methoden zum Energiesparen in Laboren zu erlernen (z.B. shut the sash); Die drei Workshops hatten einen Umfang von jeweils 2 Stunden und es nahmen jeweils zwischen 8 und 18 Personen teil; Material: Präsentationsfolien im Nachgang zur Verfügung gestellt; Leitung des Workshops übernahm eine Referentin für Nachhaltigkeit im Labor (s. Abbildung 1): Empfehlung von Kolleginnen aus der Universität; Kontaktaufnahme per Mail und Telefon; Honorarbasis&lt;br /&gt;
*Ideenwettbewerb: Ziel war es die Mitarbeiter*innen-Perspektiven in den Gesamtprozess einzubeziehen, deren Wissen zu ihrem persönlichen Arbeitsplatz zu nutzen sowie ihnen das Transferlabor näher zu bringen; Dauer: etwa 4 Wochen zur Einreichung von Ideen, anschließend etwa 4 Wochen zur Bewertung und Auswahl; Resonanz: 13 Maßnahmen wurden eingereicht. Für die Bewertung legte die Jury festgelegte Kriterien an, um sicherzustellen, dass die ausgewählten Ideen sowohl praktikabel als auch wirkungsvoll sind: Einsparungspotential, Verstetigungspotential, Kosten, Auswirkungen, Hürden für die Umsetzung (s. Bewertungsmatrix)&lt;br /&gt;
*Haustürgespräche (Gesprächsangebote vor Ort im Pilotgebäude) mit Nutzer*innen des Gebäudes; Ziel: auf das Transferlabor aufmerksam machen, Raum für Fragen und Kritik bieten; Ort: in den Pausenräumen; vorherige Ankündigung per E-Mail über den Hausverteiler&lt;br /&gt;
*Auswahl der Gewinner*innen des Ideenwettbewerbs durch Jury (s. Dokumente Bewertung Jurymitglied; Gesamtbewertung Jury); Beiträge des Ideenwettbewerbs wurden HS-öffentlich zur Verfügung gestellt&lt;br /&gt;
*Begleitung der Maßnahmenumsetzung der bestplatzierten Ideen aus dem Wettbewerb durch das TrafoTeam: Anpassung der Thermostate im Pilotgebäude (Austausch mit regulierbaren Thermostaten) und Tipps zur energiesparenden Nutzung von Ultratiefkühlgeräten (auf Projekt-Website und in jährlichen Belehrungen zum Arbeitsschutz); Kommunikation zur umgesetzten Idee aus dem Wettbewerb mittels Rundmail über den Hausverteiler und auf der Projekt-Website&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum zur Anpassung von Thermostaten, wobei der Umsetzungszeitraum hier außerhalb des Transferlaborzeitraums liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Abschlussphase (1 Monat)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Ziele (unter Beschreibung der Maßnahme) konnten alle erreicht werden. Das konkrete Ziel der Einsparung von 2 % Energie wird vom Energiemanager nach Ablauf eines Jahres geprüft. &lt;br /&gt;
*Abschlussveranstaltung im Pilotgebäude mit Vorstellung der Kampagnenergebnisse durch das TrafoTeam: PowerPoint Präsentation und anschließende Diskussion; Eingeladen waren die Jury des Ideenwettbewerbs, Mitarbeitende und Direktoren des Pilotgebäudes&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe des Monitorings an den Energiemanager zur dauerhaften Implementierung und Nutzung: Verantwortung für technischen Support (z.B. regelmäßige Softwareupdates) und Auswertung der Daten hinsichtlich möglicher Einsparungen und der Erfüllung des 2%-Ziels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Website zum Transferlabor Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen&lt;br /&gt;
*Website Ideenwettbewerb&lt;br /&gt;
*Poster zu Projektinfo, Ideenwettbewerb und Workshop&lt;br /&gt;
*Ideensammlung&lt;br /&gt;
*Echokampagne bieten Leitfaden, Checkliste und Infomaterial zum Energiesparen in Zielgebäuden, die genutzt wurden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=23936</id>
		<title>Blaupause zum Energiesparen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=23936"/>
		<updated>2025-09-16T13:41:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: /* Umsetzung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal erstellt. Link zu Good-Practice-Guide Transferlabore&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regenerativer Campus: Energie, Abfall und Wasser – Fokus Energie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“. Diese orientiert sich an der Maßnahme 19 aus dem KlimaPlan der MLU. Folgende Ziele wurden im TrafoTeam formuliert und erfolgreich umgesetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring und zur Visualisierung des Energieverbrauchs (Strom, Wärme, Kälte) einzelner Bereiche in einem Zielgebäude&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen zum Thema Energiesparen&lt;br /&gt;
*Verständliche Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ist-Zustand&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ wurden Daten zum Energieverbrauch sowohl der Universität insgesamt (siehe Status Quo Analyse der MLU) als auch der einzelnen Gebäudekomplexe ausgewertet. Dies erfolgte in Kooperation mit dem Energiemanagement. Das ermöglichte eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und half bei der Auswahl eines Pilotgebäudes. Kernindikatoren waren dabei der Strom- und Wärmeverbrauch (in MWh) sowie die Treibhausgasbilanz des jeweiligen Gebäudes. Für das Analysieren des Energie-Einsparpotentials waren im konkreten Fall der MLU die Daten zu den Einsparungen während der Prüfungen von Maßnahmen in Bezug auf die Verordnungen zur Sicherung der Energieversorgung über kurz- und mittelfristige Maßnahmen (EnSiKuMaV) von Vorteil. Der Energiemanager konnte diese auf Gebäudeebene zur Verfügung stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Akteur*innenanalyse&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse an der MLU durchgeführt, die auch den Bereich Energie umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert und kontaktiert werden. In Abbildung 1 wurden die für das Transferlabor relevanten Akteur*innen dargestellt.&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden formell zuständige Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem Hochschulklimarat) angesprochen. Das TrafoTeam setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren vier Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Bauangelegenheiten - Projektingenieur Hochschulbau&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Technisches Gebäudemanagement - Energiemanager&lt;br /&gt;
*Student (Mathematik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
*Student (Informatik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere (Schlüssel)personen:&lt;br /&gt;
*Im Projekt wurde ein Ideenwettbewerb durchgeführt, der von einer zusammengestellten Jury begleitet wurde. Mitglieder der Jury zur Bewertung der Einreichungen im Ideenwettbewerb wurden aufgrund ihres Bezugs zum Pilotgebäude oder ihrer fachlichen Expertise (z.B. technisch-bauliche Kenntnisse) ausgewählt. Außerdem sollte die Jury eine gewisse Repräsentativität ausstrahlen und verschiedene Mitgliedergruppen vertreten.&lt;br /&gt;
*Mitglieder waren: der Abteilungsleiter Bau und Liegenschaften, die Dekane der im Pilotgebäude vertretenen Fakultäten sowie ein Vertreter des TrafoTeams&lt;br /&gt;
*Ansprechpersonen im Pilotgebäude: Direktor und stellvertretende Direktoren, Sekretariat, Leiter*innen der wissenschaftlichen Arbeitsgruppen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einschätzung zur Zusammensetzung:&lt;br /&gt;
*hohe Motivation der einzelnen Akteur*innen &lt;br /&gt;
*Unausgewogenes Geschlechterverhältnis (mehr männliche Personen)&lt;br /&gt;
*Fachexpertise aus den Bereichen Kommunikationswissenschaft oder Umweltpsychologie fehlte&lt;br /&gt;
*Zu kleine Gruppe, um Untergruppen für verschiedenen Aufgaben zu bilden&lt;br /&gt;
*Alle hier berichteten Aktivitäten wurden vom TrafoTeam gemeinsam getragen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innensanalyse Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ .png|Akteur*innensanalyse Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ (Legende: ⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; - - Auch außerhalb des Projekts zugeordnet)]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsschritte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“.png|Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Erkundungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen (Details zu Transformationsteams können dem Good-Practice Guide entnommen werden)&lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen des Energiemanagers mit ähnlichen Prozessen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Findungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Entscheidung im TrafoTeam für ein Zielgebäude unter Beachtung der Indikatoren Energieverbrauch und Energieeinsparpotential. Das Pilotgebäude ist ein Neubau aus dem Jahr 2017 mit moderner Ausstattung inklusive einer relativ hohen Dichte an Messpunkten für Energieverbrauch; 5.400 m² Nutzfläche; 3 Fakultäten vertreten; etwa 250 Mitarbeitende; etwa 65% der Räume sind Labore&lt;br /&gt;
*Konkretisierung der Energiesparziele (2% Einsparung pro Jahr im Zielgebäude, entsprechend dem EnEfG)&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Definition von (Teil)zielen; Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Vorbereitung rund um das Pilotgebäude: Identifikation relevanter Zielgruppen sowie Ermittlung von Arbeitsgruppenleitungen und Ansprechpersonen aus den verschiedenen Fakultäten&lt;br /&gt;
*Einbindung der Führungsebene: Abstimmungsgespräch mit den Direktoren des Pilotgebäudes zur Unterstützung des Vorhabens. Die Teilnahme der Ansprechperson für das Energiemanagement zur Klärung technischer Fragen wird empfohlen.&lt;br /&gt;
*Organisation von Kampagnenmaterial und Öffentlichkeitsarbeit: Es wurden in Abstimmung mit einer Professorin der Kommunikationswissenschaften geeignete Kommunikationsmittel rund um energiesparendes Verhalten in den Büros, Laboren, etc. des Gebäudes entwickelt. Dabei wurde sowohl Strom als auch Wärme adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Umsetzungsphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring des Strom-, Kälte- und Wärmeverbrauchs auf Gesamtgebäudeebene:&lt;br /&gt;
*Ziel war eine Sensibilisierung für den Energieverbrauch im Gebäude und so letztendlich ein energieeffizientes und energiesparendes Verhalten der Nutzer*innen, wobei ein Effekt durch die Visualisierung erwartet wurde.  &lt;br /&gt;
*Visualisierung des Energieverbrauchs: Der Energieverbrauch im Pilotgebäude wurde über einen öffentlich sichtbaren Monitor im Eingangsbereich transparent gemacht. Dargestellt werden die Daten auf einem Dashboard mit einer Energiemanagement-Software. Die visuelle Aufbereitung der Daten und die Installation des Monitors übernahmen der Energiemanager und das IT-Servicezentrum.&lt;br /&gt;
*Dargestellte Kennzahlen (in Form von Balkendiagrammen):&lt;br /&gt;
*Aktueller Stromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
*Tagesstromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
*Tagesstromverbrauch vor einem Jahr in kWh&lt;br /&gt;
*Energieverbrauch der Kältemaschinen im aktuellen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
*Monatlicher Stromverbrauch des aktuellen und des vergangenen Jahres in kWh&lt;br /&gt;
*Monatlicher Wärmeverbrauch im aktuellen und vergangenen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen für die Mitarbeitenden des Pilotgebäudes zum Thema Energiesparen (weitere Informationen unter Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten)&lt;br /&gt;
*Workshops für Mitarbeitende in Laboren. Ziel: Der Workshop bot eine Möglichkeit, Methoden zum Energiesparen in Laboren zu erlernen (z.B. shut the sash); Die drei Workshops hatten einen Umfang von jeweils 2 Stunden und es nahmen jeweils zwischen 8 und 18 Personen teil; Material: Präsentationsfolien im Nachgang zur Verfügung gestellt; Leitung des Workshops übernahm eine Referentin für Nachhaltigkeit im Labor (s. Abbildung 1): Empfehlung von Kolleginnen aus der Universität; Kontaktaufnahme per Mail und Telefon; Honorarbasis&lt;br /&gt;
*Ideenwettbewerb: Ziel war es die Mitarbeiter*innen-Perspektiven in den Gesamtprozess einzubeziehen, deren Wissen zu ihrem persönlichen Arbeitsplatz zu nutzen sowie ihnen das Transferlabor näher zu bringen; Dauer: etwa 4 Wochen zur Einreichung von Ideen, anschließend etwa 4 Wochen zur Bewertung und Auswahl; Resonanz: 13 Maßnahmen wurden eingereicht. Für die Bewertung legte die Jury festgelegte Kriterien an, um sicherzustellen, dass die ausgewählten Ideen sowohl praktikabel als auch wirkungsvoll sind: Einsparungspotential, Verstetigungspotential, Kosten, Auswirkungen, Hürden für die Umsetzung (s. Bewertungsmatrix)&lt;br /&gt;
*Haustürgespräche (Gesprächsangebote vor Ort im Pilotgebäude) mit Nutzer*innen des Gebäudes; Ziel: auf das Transferlabor aufmerksam machen, Raum für Fragen und Kritik bieten; Ort: in den Pausenräumen; vorherige Ankündigung per E-Mail über den Hausverteiler&lt;br /&gt;
*Auswahl der Gewinner*innen des Ideenwettbewerbs durch Jury (s. Dokumente Bewertung Jurymitglied; Gesamtbewertung Jury); Beiträge des Ideenwettbewerbs wurden HS-öffentlich zur Verfügung gestellt&lt;br /&gt;
*Begleitung der Maßnahmenumsetzung der bestplatzierten Ideen aus dem Wettbewerb durch das TrafoTeam: Anpassung der Thermostate im Pilotgebäude (Austausch mit regulierbaren Thermostaten) und Tipps zur energiesparenden Nutzung von Ultratiefkühlgeräten (auf Projekt-Website und in jährlichen Belehrungen zum Arbeitsschutz); Kommunikation zur umgesetzten Idee aus dem Wettbewerb mittels Rundmail über den Hausverteiler und auf der Projekt-Website&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum zur Anpassung von Thermostaten, wobei der Umsetzungszeitraum hier außerhalb des Transferlaborzeitraums liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Abschlussphase (1 Monat)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Ziele (unter Beschreibung der Maßnahme) konnten alle erreicht werden. Das konkrete Ziel der Einsparung von 2 % Energie wird vom Energiemanager nach Ablauf eines Jahres geprüft. &lt;br /&gt;
*Abschlussveranstaltung im Pilotgebäude mit Vorstellung der Kampagnenergebnisse durch das TrafoTeam: PowerPoint Präsentation und anschließende Diskussion; Eingeladen waren die Jury des Ideenwettbewerbs, Mitarbeitende und Direktoren des Pilotgebäudes&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe des Monitorings an den Energiemanager zur dauerhaften Implementierung und Nutzung: Verantwortung für technischen Support (z.B. regelmäßige Softwareupdates) und Auswertung der Daten hinsichtlich möglicher Einsparungen und der Erfüllung des 2%-Ziels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Website zum Transferlabor Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen&lt;br /&gt;
*Website Ideenwettbewerb&lt;br /&gt;
*Poster zu Projektinfo, Ideenwettbewerb und Workshop&lt;br /&gt;
*Ideensammlung&lt;br /&gt;
*Echokampagne bieten Leitfaden, Checkliste und Infomaterial zum Energiesparen in Zielgebäuden, die genutzt wurden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=23935</id>
		<title>Blaupause zum Energiesparen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=23935"/>
		<updated>2025-09-16T13:40:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: /* Umsetzung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal erstellt. Link zu Good-Practice-Guide Transferlabore&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regenerativer Campus: Energie, Abfall und Wasser – Fokus Energie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“. Diese orientiert sich an der Maßnahme 19 aus dem KlimaPlan der MLU. Folgende Ziele wurden im TrafoTeam formuliert und erfolgreich umgesetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring und zur Visualisierung des Energieverbrauchs (Strom, Wärme, Kälte) einzelner Bereiche in einem Zielgebäude&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen zum Thema Energiesparen&lt;br /&gt;
*Verständliche Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ist-Zustand&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ wurden Daten zum Energieverbrauch sowohl der Universität insgesamt (siehe Status Quo Analyse der MLU) als auch der einzelnen Gebäudekomplexe ausgewertet. Dies erfolgte in Kooperation mit dem Energiemanagement. Das ermöglichte eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und half bei der Auswahl eines Pilotgebäudes. Kernindikatoren waren dabei der Strom- und Wärmeverbrauch (in MWh) sowie die Treibhausgasbilanz des jeweiligen Gebäudes. Für das Analysieren des Energie-Einsparpotentials waren im konkreten Fall der MLU die Daten zu den Einsparungen während der Prüfungen von Maßnahmen in Bezug auf die Verordnungen zur Sicherung der Energieversorgung über kurz- und mittelfristige Maßnahmen (EnSiKuMaV) von Vorteil. Der Energiemanager konnte diese auf Gebäudeebene zur Verfügung stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Akteur*innenanalyse&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse an der MLU durchgeführt, die auch den Bereich Energie umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert und kontaktiert werden. In Abbildung 1 wurden die für das Transferlabor relevanten Akteur*innen dargestellt.&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden formell zuständige Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem Hochschulklimarat) angesprochen. Das TrafoTeam setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren vier Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Bauangelegenheiten - Projektingenieur Hochschulbau&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Technisches Gebäudemanagement - Energiemanager&lt;br /&gt;
*Student (Mathematik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
*Student (Informatik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere (Schlüssel)personen:&lt;br /&gt;
*Im Projekt wurde ein Ideenwettbewerb durchgeführt, der von einer zusammengestellten Jury begleitet wurde. Mitglieder der Jury zur Bewertung der Einreichungen im Ideenwettbewerb wurden aufgrund ihres Bezugs zum Pilotgebäude oder ihrer fachlichen Expertise (z.B. technisch-bauliche Kenntnisse) ausgewählt. Außerdem sollte die Jury eine gewisse Repräsentativität ausstrahlen und verschiedene Mitgliedergruppen vertreten.&lt;br /&gt;
*Mitglieder waren: der Abteilungsleiter Bau und Liegenschaften, die Dekane der im Pilotgebäude vertretenen Fakultäten sowie ein Vertreter des TrafoTeams&lt;br /&gt;
*Ansprechpersonen im Pilotgebäude: Direktor und stellvertretende Direktoren, Sekretariat, Leiter*innen der wissenschaftlichen Arbeitsgruppen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einschätzung zur Zusammensetzung:&lt;br /&gt;
*hohe Motivation der einzelnen Akteur*innen &lt;br /&gt;
*Unausgewogenes Geschlechterverhältnis (mehr männliche Personen)&lt;br /&gt;
*Fachexpertise aus den Bereichen Kommunikationswissenschaft oder Umweltpsychologie fehlte&lt;br /&gt;
*Zu kleine Gruppe, um Untergruppen für verschiedenen Aufgaben zu bilden&lt;br /&gt;
*Alle hier berichteten Aktivitäten wurden vom TrafoTeam gemeinsam getragen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innensanalyse Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ .png|⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; -- Auch außerhalb des Projekts zugeordnet]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsschritte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“.png]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Erkundungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen (Details zu Transformationsteams können dem Good-Practice Guide entnommen werden)&lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen des Energiemanagers mit ähnlichen Prozessen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Findungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Entscheidung im TrafoTeam für ein Zielgebäude unter Beachtung der Indikatoren Energieverbrauch und Energieeinsparpotential. Das Pilotgebäude ist ein Neubau aus dem Jahr 2017 mit moderner Ausstattung inklusive einer relativ hohen Dichte an Messpunkten für Energieverbrauch; 5.400 m² Nutzfläche; 3 Fakultäten vertreten; etwa 250 Mitarbeitende; etwa 65% der Räume sind Labore&lt;br /&gt;
*Konkretisierung der Energiesparziele (2% Einsparung pro Jahr im Zielgebäude, entsprechend dem EnEfG)&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Definition von (Teil)zielen; Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Vorbereitung rund um das Pilotgebäude: Identifikation relevanter Zielgruppen sowie Ermittlung von Arbeitsgruppenleitungen und Ansprechpersonen aus den verschiedenen Fakultäten&lt;br /&gt;
*Einbindung der Führungsebene: Abstimmungsgespräch mit den Direktoren des Pilotgebäudes zur Unterstützung des Vorhabens. Die Teilnahme der Ansprechperson für das Energiemanagement zur Klärung technischer Fragen wird empfohlen.&lt;br /&gt;
*Organisation von Kampagnenmaterial und Öffentlichkeitsarbeit: Es wurden in Abstimmung mit einer Professorin der Kommunikationswissenschaften geeignete Kommunikationsmittel rund um energiesparendes Verhalten in den Büros, Laboren, etc. des Gebäudes entwickelt. Dabei wurde sowohl Strom als auch Wärme adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Umsetzungsphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring des Strom-, Kälte- und Wärmeverbrauchs auf Gesamtgebäudeebene:&lt;br /&gt;
*Ziel war eine Sensibilisierung für den Energieverbrauch im Gebäude und so letztendlich ein energieeffizientes und energiesparendes Verhalten der Nutzer*innen, wobei ein Effekt durch die Visualisierung erwartet wurde.  &lt;br /&gt;
*Visualisierung des Energieverbrauchs: Der Energieverbrauch im Pilotgebäude wurde über einen öffentlich sichtbaren Monitor im Eingangsbereich transparent gemacht. Dargestellt werden die Daten auf einem Dashboard mit einer Energiemanagement-Software. Die visuelle Aufbereitung der Daten und die Installation des Monitors übernahmen der Energiemanager und das IT-Servicezentrum.&lt;br /&gt;
*Dargestellte Kennzahlen (in Form von Balkendiagrammen):&lt;br /&gt;
*Aktueller Stromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
*Tagesstromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
*Tagesstromverbrauch vor einem Jahr in kWh&lt;br /&gt;
*Energieverbrauch der Kältemaschinen im aktuellen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
*Monatlicher Stromverbrauch des aktuellen und des vergangenen Jahres in kWh&lt;br /&gt;
*Monatlicher Wärmeverbrauch im aktuellen und vergangenen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen für die Mitarbeitenden des Pilotgebäudes zum Thema Energiesparen (weitere Informationen unter Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten)&lt;br /&gt;
*Workshops für Mitarbeitende in Laboren. Ziel: Der Workshop bot eine Möglichkeit, Methoden zum Energiesparen in Laboren zu erlernen (z.B. shut the sash); Die drei Workshops hatten einen Umfang von jeweils 2 Stunden und es nahmen jeweils zwischen 8 und 18 Personen teil; Material: Präsentationsfolien im Nachgang zur Verfügung gestellt; Leitung des Workshops übernahm eine Referentin für Nachhaltigkeit im Labor (s. Abbildung 1): Empfehlung von Kolleginnen aus der Universität; Kontaktaufnahme per Mail und Telefon; Honorarbasis&lt;br /&gt;
*Ideenwettbewerb: Ziel war es die Mitarbeiter*innen-Perspektiven in den Gesamtprozess einzubeziehen, deren Wissen zu ihrem persönlichen Arbeitsplatz zu nutzen sowie ihnen das Transferlabor näher zu bringen; Dauer: etwa 4 Wochen zur Einreichung von Ideen, anschließend etwa 4 Wochen zur Bewertung und Auswahl; Resonanz: 13 Maßnahmen wurden eingereicht. Für die Bewertung legte die Jury festgelegte Kriterien an, um sicherzustellen, dass die ausgewählten Ideen sowohl praktikabel als auch wirkungsvoll sind: Einsparungspotential, Verstetigungspotential, Kosten, Auswirkungen, Hürden für die Umsetzung (s. Bewertungsmatrix)&lt;br /&gt;
*Haustürgespräche (Gesprächsangebote vor Ort im Pilotgebäude) mit Nutzer*innen des Gebäudes; Ziel: auf das Transferlabor aufmerksam machen, Raum für Fragen und Kritik bieten; Ort: in den Pausenräumen; vorherige Ankündigung per E-Mail über den Hausverteiler&lt;br /&gt;
*Auswahl der Gewinner*innen des Ideenwettbewerbs durch Jury (s. Dokumente Bewertung Jurymitglied; Gesamtbewertung Jury); Beiträge des Ideenwettbewerbs wurden HS-öffentlich zur Verfügung gestellt&lt;br /&gt;
*Begleitung der Maßnahmenumsetzung der bestplatzierten Ideen aus dem Wettbewerb durch das TrafoTeam: Anpassung der Thermostate im Pilotgebäude (Austausch mit regulierbaren Thermostaten) und Tipps zur energiesparenden Nutzung von Ultratiefkühlgeräten (auf Projekt-Website und in jährlichen Belehrungen zum Arbeitsschutz); Kommunikation zur umgesetzten Idee aus dem Wettbewerb mittels Rundmail über den Hausverteiler und auf der Projekt-Website&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum zur Anpassung von Thermostaten, wobei der Umsetzungszeitraum hier außerhalb des Transferlaborzeitraums liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Abschlussphase (1 Monat)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Ziele (unter Beschreibung der Maßnahme) konnten alle erreicht werden. Das konkrete Ziel der Einsparung von 2 % Energie wird vom Energiemanager nach Ablauf eines Jahres geprüft. &lt;br /&gt;
*Abschlussveranstaltung im Pilotgebäude mit Vorstellung der Kampagnenergebnisse durch das TrafoTeam: PowerPoint Präsentation und anschließende Diskussion; Eingeladen waren die Jury des Ideenwettbewerbs, Mitarbeitende und Direktoren des Pilotgebäudes&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe des Monitorings an den Energiemanager zur dauerhaften Implementierung und Nutzung: Verantwortung für technischen Support (z.B. regelmäßige Softwareupdates) und Auswertung der Daten hinsichtlich möglicher Einsparungen und der Erfüllung des 2%-Ziels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Website zum Transferlabor Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen&lt;br /&gt;
*Website Ideenwettbewerb&lt;br /&gt;
*Poster zu Projektinfo, Ideenwettbewerb und Workshop&lt;br /&gt;
*Ideensammlung&lt;br /&gt;
*Echokampagne bieten Leitfaden, Checkliste und Infomaterial zum Energiesparen in Zielgebäuden, die genutzt wurden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=23934</id>
		<title>Blaupause zum Energiesparen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Blaupause_zum_Energiesparen&amp;diff=23934"/>
		<updated>2025-09-16T13:38:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MLU: /* Umsetzung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Jede neue Seite wird automatisch der Kategorie &#039;Draft&#039; hinzugefügt, wodurch sie für Websitebesucher gesperrt ist. Wenn Sie die Seite direkt veröffentlichen wollen, entfernen Sie sie einfach aus der Kategorie.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
Diese Blaupause wurde auf der Basis eines Transferlabors (angelehnt an den Reallaboransatz) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Rahmen des Projekts KlimaPlanReal erstellt. Link zu Good-Practice-Guide Transferlabore&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung der Maßnahme==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Impactrelevantes Transformationsfeld&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regenerativer Campus: Energie, Abfall und Wasser – Fokus Energie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Maßnahmenbeschreibung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgesetzte Maßnahme trägt den Titel „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“. Diese orientiert sich an der Maßnahme 19 aus dem KlimaPlan der MLU. Folgende Ziele wurden im TrafoTeam formuliert und erfolgreich umgesetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring und zur Visualisierung des Energieverbrauchs (Strom, Wärme, Kälte) einzelner Bereiche in einem Zielgebäude&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen zum Thema Energiesparen&lt;br /&gt;
*Verständliche Kommunikation von Informationen zum Energieverbrauch des Zielgebäudes und Einsparmöglichkeiten&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ist-Zustand&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Für die „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ wurden Daten zum Energieverbrauch sowohl der Universität insgesamt (siehe Status Quo Analyse der MLU) als auch der einzelnen Gebäudekomplexe ausgewertet. Dies erfolgte in Kooperation mit dem Energiemanagement. Das ermöglichte eine Argumentationsgrundlage für die Notwendigkeit der Maßnahme und half bei der Auswahl eines Pilotgebäudes. Kernindikatoren waren dabei der Strom- und Wärmeverbrauch (in MWh) sowie die Treibhausgasbilanz des jeweiligen Gebäudes. Für das Analysieren des Energie-Einsparpotentials waren im konkreten Fall der MLU die Daten zu den Einsparungen während der Prüfungen von Maßnahmen in Bezug auf die Verordnungen zur Sicherung der Energieversorgung über kurz- und mittelfristige Maßnahmen (EnSiKuMaV) von Vorteil. Der Energiemanager konnte diese auf Gebäudeebene zur Verfügung stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Akteur*innenanalyse&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn des Projektes eine Akteur*innenanalyse an der MLU durchgeführt, die auch den Bereich Energie umfasste. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert und kontaktiert werden. In Abbildung 1 wurden die für das Transferlabor relevanten Akteur*innen dargestellt.&lt;br /&gt;
Die Gruppenakquise für das Transformationsteam (TrafoTeam) erfolgte größtenteils durch die direkte Ansprache. Dabei wurden formell zuständige Personen als auch interessierte Personen (z.B. aus dem Hochschulklimarat) angesprochen. Das TrafoTeam setzte sich neben den beiden Projektmitarbeitenden aus weiteren vier Personen zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Bauangelegenheiten - Projektingenieur Hochschulbau&lt;br /&gt;
*Verwaltungsmitarbeiter der Fachabteilung Bau, Liegenschaften und Gebäudemanagement, Referat Technisches Gebäudemanagement - Energiemanager&lt;br /&gt;
*Student (Mathematik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
*Student (Informatik, Naturwissenschaftliche Fakultät III)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere (Schlüssel)personen:&lt;br /&gt;
*Im Projekt wurde ein Ideenwettbewerb durchgeführt, der von einer zusammengestellten Jury begleitet wurde. Mitglieder der Jury zur Bewertung der Einreichungen im Ideenwettbewerb wurden aufgrund ihres Bezugs zum Pilotgebäude oder ihrer fachlichen Expertise (z.B. technisch-bauliche Kenntnisse) ausgewählt. Außerdem sollte die Jury eine gewisse Repräsentativität ausstrahlen und verschiedene Mitgliedergruppen vertreten.&lt;br /&gt;
*Mitglieder waren: der Abteilungsleiter Bau und Liegenschaften, die Dekane der im Pilotgebäude vertretenen Fakultäten sowie ein Vertreter des TrafoTeams&lt;br /&gt;
*Ansprechpersonen im Pilotgebäude: Direktor und stellvertretende Direktoren, Sekretariat, Leiter*innen der wissenschaftlichen Arbeitsgruppen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einschätzung zur Zusammensetzung:&lt;br /&gt;
*hohe Motivation der einzelnen Akteur*innen &lt;br /&gt;
*Unausgewogenes Geschlechterverhältnis (mehr männliche Personen)&lt;br /&gt;
*Fachexpertise aus den Bereichen Kommunikationswissenschaft oder Umweltpsychologie fehlte&lt;br /&gt;
*Zu kleine Gruppe, um Untergruppen für verschiedenen Aufgaben zu bilden&lt;br /&gt;
*Alle hier berichteten Aktivitäten wurden vom TrafoTeam gemeinsam getragen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Akteur*innensanalyse Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“ .png|thumb|⟷ Im Austausch; − Zugehörig im Rahmen des Projekts; -- Auch außerhalb des Projekts zugeordnet]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umsetzungsschritte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung 2 gestaltet und werden anschließend genauer beschrieben.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;res-img&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Zeitplan des Transferlabor „Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen“.png]]&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Erkundungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aufbau des TrafoTeams sowie Etablierung von Organisations- und Kommunikationsstrukturen (Details zu Transformationsteams können dem Good-Practice Guide entnommen werden)&lt;br /&gt;
*Erkundung von vorhandenen und nötigen Ressourcen und Vorerfahrungen des Energiemanagers mit ähnlichen Prozessen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Findungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Entscheidung im TrafoTeam für ein Zielgebäude unter Beachtung der Indikatoren Energieverbrauch und Energieeinsparpotential. Das Pilotgebäude ist ein Neubau aus dem Jahr 2017 mit moderner Ausstattung inklusive einer relativ hohen Dichte an Messpunkten für Energieverbrauch; 5.400 m² Nutzfläche; 3 Fakultäten vertreten; etwa 250 Mitarbeitende; etwa 65% der Räume sind Labore&lt;br /&gt;
*Konkretisierung der Energiesparziele (2% Einsparung pro Jahr im Zielgebäude, entsprechend dem EnEfG)&lt;br /&gt;
*Konzeptentwicklung: Definition von (Teil)zielen; Aufstellung eines Zeit- und Arbeitsplans&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Konkretisierungsphase (1-2 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Vorbereitung rund um das Pilotgebäude: Identifikation relevanter Zielgruppen sowie Ermittlung von Arbeitsgruppenleitungen und Ansprechpersonen aus den verschiedenen Fakultäten&lt;br /&gt;
*Einbindung der Führungsebene: Abstimmungsgespräch mit den Direktoren des Pilotgebäudes zur Unterstützung des Vorhabens. Die Teilnahme der Ansprechperson für das Energiemanagement zur Klärung technischer Fragen wird empfohlen.&lt;br /&gt;
*Organisation von Kampagnenmaterial und Öffentlichkeitsarbeit: Es wurden in Abstimmung mit einer Professorin der Kommunikationswissenschaften geeignete Kommunikationsmittel rund um energiesparendes Verhalten in den Büros, Laboren, etc. des Gebäudes entwickelt. Dabei wurde sowohl Strom als auch Wärme adressiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Umsetzungsphase (ca. 3 Monate)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Implementierung eines Systems zum Monitoring des Strom-, Kälte- und Wärmeverbrauchs auf Gesamtgebäudeebene:&lt;br /&gt;
*Ziel war eine Sensibilisierung für den Energieverbrauch im Gebäude und so letztendlich ein energieeffizientes und energiesparendes Verhalten der Nutzer*innen, wobei ein Effekt durch die Visualisierung erwartet wurde.  &lt;br /&gt;
*Visualisierung des Energieverbrauchs: Der Energieverbrauch im Pilotgebäude wurde über einen öffentlich sichtbaren Monitor im Eingangsbereich transparent gemacht. Dargestellt werden die Daten auf einem Dashboard mit einer Energiemanagement-Software. Die visuelle Aufbereitung der Daten und die Installation des Monitors übernahmen der Energiemanager und das IT-Servicezentrum.&lt;br /&gt;
*Dargestellte Kennzahlen (in Form von Balkendiagrammen):&lt;br /&gt;
*Aktueller Stromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
*Tagesstromverbrauch in kWh&lt;br /&gt;
*Tagesstromverbrauch vor einem Jahr in kWh&lt;br /&gt;
*Energieverbrauch der Kältemaschinen im aktuellen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
*Monatlicher Stromverbrauch des aktuellen und des vergangenen Jahres in kWh&lt;br /&gt;
*Monatlicher Wärmeverbrauch im aktuellen und vergangenen Jahr in kWh&lt;br /&gt;
*Durchführung von sensibilisierenden Maßnahmen für die Mitarbeitenden des Pilotgebäudes zum Thema Energiesparen (weitere Informationen unter Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten)&lt;br /&gt;
*Workshops für Mitarbeitende in Laboren. Ziel: Der Workshop bot eine Möglichkeit, Methoden zum Energiesparen in Laboren zu erlernen (z.B. shut the sash); Die drei Workshops hatten einen Umfang von jeweils 2 Stunden und es nahmen jeweils zwischen 8 und 18 Personen teil; Material: Präsentationsfolien im Nachgang zur Verfügung gestellt; Leitung des Workshops übernahm eine Referentin für Nachhaltigkeit im Labor (s. Abbildung 1): Empfehlung von Kolleginnen aus der Universität; Kontaktaufnahme per Mail und Telefon; Honorarbasis&lt;br /&gt;
*Ideenwettbewerb: Ziel war es die Mitarbeiter*innen-Perspektiven in den Gesamtprozess einzubeziehen, deren Wissen zu ihrem persönlichen Arbeitsplatz zu nutzen sowie ihnen das Transferlabor näher zu bringen; Dauer: etwa 4 Wochen zur Einreichung von Ideen, anschließend etwa 4 Wochen zur Bewertung und Auswahl; Resonanz: 13 Maßnahmen wurden eingereicht. Für die Bewertung legte die Jury festgelegte Kriterien an, um sicherzustellen, dass die ausgewählten Ideen sowohl praktikabel als auch wirkungsvoll sind: Einsparungspotential, Verstetigungspotential, Kosten, Auswirkungen, Hürden für die Umsetzung (s. Bewertungsmatrix)&lt;br /&gt;
*Haustürgespräche (Gesprächsangebote vor Ort im Pilotgebäude) mit Nutzer*innen des Gebäudes; Ziel: auf das Transferlabor aufmerksam machen, Raum für Fragen und Kritik bieten; Ort: in den Pausenräumen; vorherige Ankündigung per E-Mail über den Hausverteiler&lt;br /&gt;
*Auswahl der Gewinner*innen des Ideenwettbewerbs durch Jury (s. Dokumente Bewertung Jurymitglied; Gesamtbewertung Jury); Beiträge des Ideenwettbewerbs wurden HS-öffentlich zur Verfügung gestellt&lt;br /&gt;
*Begleitung der Maßnahmenumsetzung der bestplatzierten Ideen aus dem Wettbewerb durch das TrafoTeam: Anpassung der Thermostate im Pilotgebäude (Austausch mit regulierbaren Thermostaten) und Tipps zur energiesparenden Nutzung von Ultratiefkühlgeräten (auf Projekt-Website und in jährlichen Belehrungen zum Arbeitsschutz); Kommunikation zur umgesetzten Idee aus dem Wettbewerb mittels Rundmail über den Hausverteiler und auf der Projekt-Website&lt;br /&gt;
*Entwicklung eines Plans zur Umsetzung ergänzender technischer Maßnahmen inkl. Finanzierung und Umsetzungszeitraum zur Anpassung von Thermostaten, wobei der Umsetzungszeitraum hier außerhalb des Transferlaborzeitraums liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Abschlussphase (1 Monat)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die Ziele (unter Beschreibung der Maßnahme) konnten alle erreicht werden. Das konkrete Ziel der Einsparung von 2 % Energie wird vom Energiemanager nach Ablauf eines Jahres geprüft. &lt;br /&gt;
*Abschlussveranstaltung im Pilotgebäude mit Vorstellung der Kampagnenergebnisse durch das TrafoTeam: PowerPoint Präsentation und anschließende Diskussion; Eingeladen waren die Jury des Ideenwettbewerbs, Mitarbeitende und Direktoren des Pilotgebäudes&lt;br /&gt;
*Finale Übergabe des Monitorings an den Energiemanager zur dauerhaften Implementierung und Nutzung: Verantwortung für technischen Support (z.B. regelmäßige Softwareupdates) und Auswertung der Daten hinsichtlich möglicher Einsparungen und der Erfüllung des 2%-Ziels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dokumentation &amp;amp; Nacharbeiten&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Website zum Transferlabor Kampagne Energieeffizienz und Energiesparen&lt;br /&gt;
*Website Ideenwettbewerb&lt;br /&gt;
*Poster zu Projektinfo, Ideenwettbewerb und Workshop&lt;br /&gt;
*Ideensammlung&lt;br /&gt;
*Echokampagne bieten Leitfaden, Checkliste und Infomaterial zum Energiesparen in Zielgebäuden, die genutzt wurden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rahmenbedingungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertragbarkeit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Draft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MLU</name></author>
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