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	<title>DG HochN-Wiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-04-22T10:16:46Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Datei:Ma%C3%9Fnahmen_zum_Klimaschutz_in_Hochschulen.png&amp;diff=6606</id>
		<title>Datei:Maßnahmen zum Klimaschutz in Hochschulen.png</title>
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		<updated>2021-01-20T16:58:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: SGietkowski lud eine neue Version von Datei:Maßnahmen zum Klimaschutz in Hochschulen.png hoch&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Datei:Nachhaltiges_Energiemanagement.png&amp;diff=6605</id>
		<title>Datei:Nachhaltiges Energiemanagement.png</title>
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		<updated>2021-01-20T16:52:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: SGietkowski lud eine neue Version von Datei:Nachhaltiges Energiemanagement.png hoch&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Potentielle Energieeinflüsse durch die Hochschule (Grafik von HIS-HE: CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=6347</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Energiemanagement</title>
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		<updated>2021-01-06T16:29:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: /* Hemmnisse und Treiber */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Nachhaltiges Energiemanagement, nachhaltiger Umgang mit Energie =&lt;br /&gt;
===Betroffener Personenkreis===&lt;br /&gt;
Der Beitrag richtet sich an das Fachpersonal im technischen Gebäudemanagement, welches auf der operativen Ebene mit der Bereitstellung von Energie sowie dem Management der Energienutzung betraut ist. Darüber hin-aus werden strukturelle Hinweise gegeben, die für das Leitungspersonal relevant sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Relevanz===&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Gebäudemanagements besteht darin, optimale Bedingungen für die Kernaufgaben der Hoch-schulen zu schaffen. Hierzu zählt auch das Bereitstellen von und der Umgang mit Energie. Vor diesem Hintergrund bewegt sich dieses Handlungsfeld immer in einem besonderen Spannungsfeld, wenn auch ein effizienter, mög-lichst sparsamer Einsatz von Energie erfolgen soll, um CO2 und Kosten einzusparen. Potentielle Zielkonflikte zwi-schen dem Anspruch, bestmögliche Voraussetzungen für Forschung und Lehre zu schaffen und gleichzeitig Ener-gie effizient einzusetzen, sind der Organisation Hochschule immanent.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind gesetzliche Vorgaben (siehe unten) und Kostenaspekte (insb. steigende Energiekosten) Rah-menbedingungen, die dem Thema Energieeinsatz eine Relevanz geben. Die zentrale Facette scheint allerdings der stetig zunehmende öffentliche, gesellschaftliche Druck zum aktiven Klimaschutz zu sein, der insbesondere von Hochschulen und den Mitgliedern ausgeht und sehr stark von den wissenschaftlichen Erkenntnissen und konkre-ten Zielvorgaben gestützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gesetzliche Grundlagen===&lt;br /&gt;
Gesetzliche Vorgaben existieren, um Gebäude nach hohem Energieeffizienzstandard zu errichten bzw. zu sanieren und den energieeffizienten Betrieb bereits in der Phase des Planens zu berücksichtigen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesetzliche Rahmen für bauliche Maßnahmen wurde bisher durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmG) verbindlich festgelegt. Mit dem geplanten Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) &amp;lt;ref&amp;gt;Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz - GEG), Entwurfsstand: 03.07.2020 (nach Zustimmung im Bundesrat).&amp;lt;/ref&amp;gt; ab November 2020 werden die bisherigen Regelungen aus EnEG, EnEV und EEWärmeG in einem Gesetz zusammengefasst. Grundlage der bisherigen nationalen Regelungen sind die Richtlinien der EU, insbesondere als Basis für die o. g. gesetzlichen Regelungen die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen ergeben sich Anforderungen aus den gesetzlichen Regelungen im Rahmen von EnEG, EnEV, EEWärmeG bzw. zukünftig GEG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sanierungs- und Neubaumaßnahmen: Baubezogene Regelungen, Energieausweise für Gebäude, Standards für „Niedrigstenergie-Gebäude“&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
* Betrieb von Gebäuden und technischen Anlagen: Energetische Inspektion (Klimaanlagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der GEG-Einführung sind zunächst keine Verschärfungen der bisherigen Regelungen der EnEV vorgesehen. Eine Überprüfung dieser Standards ist erst für das Jahr 2023 vorgesehen. Neu sind dagegen eine Innovationsklausel und der so genannte Quartiersansatz. Zunächst befristet bis Ende 2023 sind damit Möglichkeiten zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen anstelle des Primärenergieeinsatzes sowie eine gemeinsame Berücksichtigung von Gebäuden an einem zusammenhängenden Standort möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Regelungen aus den EU-Richtlinien werden erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt. Das „Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität“ (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) – kurz: GEIG – gehört dazu und bezieht die in 2018 aktualisierten Regelungen der EU-Gebäuderichtlinie von 2010 ein.  Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat dazu den Gesetzentwurf ausgearbeitet, der für Baumaßnahmen (Neubau und umfassende Sanierungen) ab dem 11. März 2021 relevant werden soll. Bei Nicht-Wohngebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen muss demnach mindestens jeder fünfte Stellplatz entsprechend ausgerüstet und mindestens ein Ladepunkt errichtet werden. Ab 2025 muss jedes (bestehende) nicht zum Wohnen genutzte Gebäude mit mehr als zwanzig Stellplätzen mit mindestens einem Ladepunkt ausgestattet werden &amp;lt;ref&amp;gt;Entwurf eines Gesetzes zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz – GEIG), Stand: 04.03.2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind weitere gesetzliche Regelungen, die im Zusammenhang mit dem Bezug und der Nutzung von Energie stehen für die Hochschulen von Bedeutung. Beispielhaft genannt werden hier &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Service/Gesetzeskarte/gesetzeskarte.html&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das insbesondere die Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien festlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), das die Förderungen für hocheffizienter KWK-Anlagen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das die Rahmenbedingungen für eine „sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Gas“ festlegt und insbesondere für Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze im Rahmen der Versorgung Dritter von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stromsteuergesetz (StromStG), das die Besteuerung von Strom sowie auch die Ermäßigung oder die Befreiung von der Steuer unter bestimmten Voraussetzungen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Treibhausgas-Emissionshandels-Gesetz (TEHG), auf dessen Grundlage der Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen in einem EU-weiten Emissionshandelssystem basiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) zur Regelung der Voraussetzungen für die Einführung und den Betrieb eines Anlagenregisters für Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Grubengas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der übergeordneten Ebene der EU ist weiterhin der „Klima- und energiepolitische Rahmen“ mit den  EU-weiten Zielvorgaben und politischen Zielen für den Zeitraum 2021 bis 2030 zu benennen, an dem sich die nationale Gesetzgebung orientieren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen von Bedeutung dürfte die Herausstellung der „Vorbildfunktion der öffentlichen Hand“ wie aktuell in § 4 des GEG bzw. § 1a EEWärmeG und EnEG § 2a (Niedrigstenergiegebäude) sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: Noch Kundenanlage oder schon Netz? BGH-Urteil liefert konkrete Hinweise, aber keine allgemeingültige Lösung. In: HIS:Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2020, S.3&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091621&amp;amp;hash=ad71f51ce9852bb0df44a036090d20859fd000cc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2020-02_Energierecht.pdf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ziele===&lt;br /&gt;
Für einen nachhaltigen Umgang mit Energie können sich Hochschulen, insbesondere wenn die CO2-Emissionen ein zentraler Indikator sein sollen, bei der Zielsetzung an drei wesentlichen Handlungsfeldern orientieren; diese lauten: Minimieren, substituieren und kompensieren von CO2-Emissionen. Wesentlich dabei ist die Prämisse: Minimierung vor Substitution vor Kompensation.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Minimierung&#039;&#039;&#039; bedeutet, tatsächlich weniger Energie zu verbrauchen, also den Energieverbrauch reduzieren und bei gleichem Energieträger eine Verringerung der CO2-Emissionen erzielen (z. B. technische oder organisatori-sche Maßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Substitution&#039;&#039;&#039; bedeutet, emissionsarme Energieträger einzusetzen. Bei gleichem Energieverbrauch werden damit Energieträger genutzt, die weniger CO2-Emissionen verursachen (z. B. Kauf von Ökostrom).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompensation&#039;&#039;&#039; bedeutet, für selber verursachte CO2-Emissionen an anderer Stelle eine CO2-Senke zu schaffen (z. B. Kauf von Zertifikaten, Organisation eigener Projekte). Gesetzlich sanktionierte Beispiele hierfür finden sich im Immissionsschutzrecht (z. B. §§ 17 ff. BImSchG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hemmnisse und Treiber===&lt;br /&gt;
Ein nachhaltiges Energiemanagement ist eingebettet in die Organisation (Strukturen) und den praktischen Betrieb (operative Handlungsmöglichkeiten) der Hochschule. Auf diesen beiden Ebenen können strukturell folgende Hemmnisse und Treiber für die Umsetzung eines nachhaltigen Umgangs mit Energie identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber (nicht zu verwechseln mit Maßnahmen)&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
Ressourcenmangel&lt;br /&gt;
*fehlende personelle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende Sichtweise auf langfristigere Effekte und die Externalisierung der Kosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsprozess&lt;br /&gt;
*limitierte Zeit für Planungsaufgaben sowie Fehler während der Bauplanung&lt;br /&gt;
*mangelnde Kommunikation zwischen Nutzern, Planern, Betreibern und Bauherren&lt;br /&gt;
*unkoordinierte Inbetriebnahme von neu erstellten Gebäuden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgaben&lt;br /&gt;
*keine Verankerung im Leitbild der Hochschule&lt;br /&gt;
*kein Klimaschutzkonzept mit definierten, priorisierten Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäudebestand&lt;br /&gt;
*unzureichende Messarchitektur&lt;br /&gt;
*hoher Technisierungsgrad bei Neubauten&lt;br /&gt;
*kein strukturiertes Flächenmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschullogik&lt;br /&gt;
*starke Egoismen der Fachbereiche&lt;br /&gt;
*schwere Einflussnahme auf Verhalten von Mitarbeitenden und Studierenden&lt;br /&gt;
*häufig wechselnde Akteure in der Mitgliedschaft der Hochschule&lt;br /&gt;
*fehlende Absprachen der beteiligten Serviceeinheiten der Hochschulen&lt;br /&gt;
*unklare Grenzen zwischen Komfort und Freiheit von Forschung und Lehre&lt;br /&gt;
*Spannungsfeld zwischen dem Ziel Energieeinsparung und energieintensiver Forschung mit Großgeräten&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
Gesetze, Normen, Zertifikate&lt;br /&gt;
*konkrete gesetzliche Vorgaben (insbesondere EnEV bzw. das künftige GEG, EEG, KWKG)&lt;br /&gt;
*AMEV Technisches Monitoring 2017&lt;br /&gt;
*Betrachtung der Lebenszykluskosten von Gebäuden (BNB Zertifikate)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenz&lt;br /&gt;
*Vernetzung und Kompetenzerweiterung des Fachpersonals&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fördermittel&lt;br /&gt;
*Bereitstellung von Fördermitteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Fortschritte&lt;br /&gt;
*Digitalisierung im Gebäudemanagement&lt;br /&gt;
*Einsatz erneuerbarer Energien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerer Druck&lt;br /&gt;
*öffentliche Diskussion zum Klimaschutz&lt;br /&gt;
*Thematisierung in den Zielvereinbarungen und Hochschulentwicklungsplänen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maßnahmen zur Implementierung===&lt;br /&gt;
Für eine Implementierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz kann strukturell zwischen strategischen und operativen unterschieden werden. Hierbei sind die strategischen dadurch charakterisiert, dass sie „gute Rahmenbedingungen“ für die operativen schaffen. Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen benannt und Beispiele für „good practice“ angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Strategisch====&lt;br /&gt;
=====Governancestrukturen schaffen=====&lt;br /&gt;
Governance kann verstanden werden als Aufgabe, die Prozesse für einen erfolgreichen Klimaschutz geordnet zu koordinieren. Für eine Governance, explizit auch zum Klimaschutz bzw. zur Energieeffizenz, kann für den Praxis-betrieb auf die Bereiche Politik, Profession, Organisation, Wissen und Öffentlichkeit aus dem Governance-Regler zurückgegriffen werden, der im Handlungsfeld Governance von HOCHN entwickelt wurde und in der Evaluation der Nachhaltigkeitskonzepte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt einem Praxistest unterzogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessi-schen Landesregierung. HIS-HE:Forum, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeitsgovernance an Hochschulen - BETA, Oktober 2018:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/2-handlungsfelder/01-governance.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Berlin: Nachhaltigkeitsrat.&lt;br /&gt;
Der Nachhaltigkeitsrat wurde im Jahr 2018 Gegründet und besteht aus gewählten Mitgliedern der TU Berlin sowie externen Teilnehmenden. Der Nachhaltigkeitsrat ist darüber hinaus ein offenes Gremium, in dem jede und jeder willkommen ist, der sich für die nachhaltige Entwicklung der TU Berlin interessiert und daran mitwirken möchte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltigkeitsrat.tu-berlin.de/menue/nachhaltigkeitsrat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Runder Tisch zur nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;
Der Runde Tisch „Nachhaltige Entwicklung der HNEE“ wurde 2010 als demokratisches, von allen Interessengrup-pen der Hochschule gemeinsam getragenes und gestaltetes Gremium von der heutigen Nachhaltigkeitsmanage-rin und der Koordinatorin für die familienfreundliche Hochschule ins Leben gerufen. Ziel ist eine gemeinsame, von allen Hochschulgruppen entwickelte, umfassende nachhaltige Entwicklung an der HNEE.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement-an-der-HNEE/Beteiligung-und-Mitmachen/Runder-Tisch-Nachhaltigkeit/Runder-Tisch-zur-nachhaltigen-HNEE-Entwicklung-E6093.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Nachhaltigkeitsleitlinien.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/uni/nachhaltige-hochschule/home/nachhaltigkeitsleitlinien/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Harz: Senatskommission &amp;quot;Nachhaltige Hochschule Harz&amp;quot;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-harz.de/nachhaltige_hs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FU Berlin: Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Controllingkonzept umsetzen=====&lt;br /&gt;
Controlling meint, die Aktivitäten zur Energieeffizienz gezielt zu steuern. Das Controlling fußt damit auf einer quantitativen Grundlage. Dieses kann die zahlenmäßige und graphische Auswertung der monatlichen Verbrauchsdaten (gebäudebezogen) sein, um Veränderungen erkennen zu können und um die Nutzer zu informieren und zu motivieren sowie die gezielte Beobachtung der den konkreten Maßnahmen zugeordneten Zähler. Um die Zielsetzung für das Controlling-Konzept zu erreichen (insb. die Wirksamkeitsmessung), sind folgende Strukturen als Rahmenbedingungen zu schaffen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übergabe der operativen Verantwortung an speziell ausgebildetes Fachpersonal (für Klimaschutz) mit zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
*Gründung eines Klimaschutzbeirats mit Kontroll- und Lenkungsfunktion (dieses kann der Umweltaus-schuss übernehmen).&lt;br /&gt;
*Durchführung regelmäßiger Audits zur Überprüfung des Projektfortschritts und Messbarkeit über ein Kennzahlsystem herstellen (als Elemente im Managementkreislauf: plan (Ziele, Verantwortungen, Ressourcen festlegen), do (Durchführung gemäß Planung), check (Zielerreichung prüfen, Fehler erheben), act (Fehler analysieren, Lösungsmöglichkeiten finden und auswählen).&lt;br /&gt;
*Sicherung der Finanzierung (ggf. über einen Klimaschutz-Etat).&lt;br /&gt;
*Etablieren eines Berichtswesens, auch für die Hochschulleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Hochschulen haben aktuell eine Beteiligung an einem normierten Umweltmanagementsystem nach EMAS:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt: Beteiligung an EMASplus.&lt;br /&gt;
Als erste Universität in Deutschland hat die KU das Zertifikat „EMASplus“ erhalten. Grundlage dafür ist die Etablierung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagements, das Ökologie, Soziales und Ökonomie umfasst. Damit verpflichtet sich die Katholische Universität dazu, ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Wirkungen regelmäßig systematisch überprüfen zu lassen und kontinuierlich zu optimieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.ku.de/kommunikation/presse/pi/einzelansicht/article/ku-erhaelt-als-erste-universitaet-in-deutschland-das-zertifikat-emasplus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 79 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule RheinMain: Klimaschutzkonzept Hochschule RheinMain. Abschlussbericht, Juni 2018, S. 67 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-rm.de/fileadmin/Home/Hochschule/Veroeffentlichungen/Klimaschutz/20180815_Abschlussbericht_KlischKo_HSRM_final.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzkonzept der HNE Eberswalde.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/_obj/67605A07-D2ED-4886-8A7C-BEB532B8044E/outline/Klimaschutzkonzept_HNEE.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaschutzkonzept der Universität Kiel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaschutzkonzept&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Klimaschutzbericht der Hochschule Osnabrück.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/wie-die-hochschule-osnabrueck-ihren-co2-fussabdruck-um-fast-70-prozent-verkleinert-hat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Klimaneutralität formulieren=====&lt;br /&gt;
Klimaneutralität beinhaltet, für einen selbstgesteckten Rahmen (z. B. Gebäudebetrieb, Mobilität, Konsum) die klimarelevanten Emissionen zu beziffern, sie zu minimieren oder substituieren und verbleibende Emissionen auch zu kompensieren. Die Zielsetzung, als Hochschule klimaneutral zu werden, wird auf ein Datum bezogen, z.B. auf das Jahr 2035. Die Zeitspanne bis zur Klimaneutralität und die bis dahin noch emittierten Tonnen CO2 müssen aus den Zielsetzungen zur Eingrenzung der Erderwärmung abgeleitet werden. Die Formulierung einer Klimaneutrali-tät ist somit immer Angelegenheit der Hochschule als Ganzes, also der Hochschulleitung. Formulierte Klimaneut-ralität ist auch ein Aspekt von Governance und hochschulöffentlich. Klimaneutralität ist für Hochschulen realisier-bar, dieses hat eine Studie von HIS-HE belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J., Person, R.-D. (2019): Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus. Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung. HIS-HE:Medium, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golüke, H.: Ökostrom beziehen ist gut - reicht aber nicht! In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen, Nr. 1 ,2019, S. 18 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Die Leuphana Universität Lüneburg hat sich 2007 das Ziel der Klimaneutralität gesetzt und dieses im Jahr 2014 erreicht. Dabei konnten 50 Prozent Primärenergie und 30 Prozent Endenergie eingespart werden. Grundlage der Erreichung der Klimaneutralität ist der effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen in allen Teilbereichen der Universität. Die Themenfelder sind Energieeffizienz, Einsatz regenerativer Energien, Förderung einer klimascho-nenden Mobilität und der nachhaltigen Beschaffung, die in vielen Einzelmaßnahmen sukzessive implementiert und optimiert wurden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
www.leuphana.de/klimaneutral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Düsseldorf: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Hochschule Düsseldorf hat am 19.11.2019 Klimaschutz-Leitlinien beschlossen und dabei die CO2-Klimaneutralität bis 2030 als konkretes Klimaschutz-Ziel festgelegt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-duesseldorf.de/personen/salvagno/klimaschutz?showarrows=1&amp;amp;sid=maysmcrsi1wnydumut54ns5v&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement/Nachhaltige-Hochschule/Klimaneutralitt/Klimaneutralitt-K6435.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaneutrale-universitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Trier, Umweltcampus Birkenfeld: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochschule-trier.de/hochschule/hochschulportraet/drei-campus/umwelt-campus-birkenfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pv-magazine.de/2020/06/09/htw-berlin-bekommt-zwei-photovoltaik-anlagen-mit-zusammen-280-kilowatt-leistung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freie Universität Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2019/fup_19_398-klimanotstand/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Energieflüsse abbilden=====&lt;br /&gt;
Um überhaupt den Umgang mit Energie zum Thema zu machen, ist ein Messsystem erforderlich, welches die Verbräuche erfasst und die Energieflüsse durch die Hochschule abbildet (siehe Abbildung 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nachhaltiges Energiemanagement.png|300px|thumb|Abbildung 1: Potentielle Energieeinflüsse durch die Hochschule (Grafik von HIS-HE: CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür ist eine Messarchitektur erforderlich, die die Hochschule angemessen abbildet und eine routinemäßige Auslesung und Auswertung der Daten ermöglicht. Dieses ist erforderlich, um die Effekte von initiierten Maßnah-men zu erkennen und steuern zu können. Im Umkehrschluss bedeutet das, nur das zu messen, was auch für die Steuerung des Energiemanagements relevant ist. Steuerung benötigt ein Controlling-Konzept. Das Controlling-Konzept stellt einen Kreislauf dar, in dem die durch die Klimaschutzaktivitäten (ggf. Klimaschutzkonzept) definier-ten Maßnahmen zur Umsetzung geführt werden. Durch die ständige Evaluierung und zielgerichtete Anpassung der Maßnahmen wird eine erfolgreiche Umsetzung, im Sinne einer Steuerung, sichergestellt. Diese Steuerung bezieht sich auf das regelmäßige Ermitteln, Vereinbaren, Umsetzen, (Erfolgs-)Messen und ggf. Nachjustieren von Maßnahmen. Dieses ist mehr als reiner (quantitativer) Soll-Ist-Vergleich; denn das Vorgehen schließt eine (quali-tative) Bewertung mit ein. Gerade hierfür sind Ressourcen erforderlich, die insbesondere auf der personellen Ebene das entsprechende Fachwissen garantieren und auf der Sachebene für eine adäquate Verwaltung und Ablage der notwendigen Daten sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: 10 Jahre CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1 (2019). Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 9 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ketelhön, U.: Erarbeitung eines Musterkonzeptes sowie standortbezogener Einzelkonzepte für die Helmholtz-Gemeinschaft. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2017, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092077&amp;amp;hash=0086d0e250079e732f6057fdd4cbaa32680b6f8f&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_02-2017_DRUCK.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V.: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 48 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Budgetierungssystem einführen=====&lt;br /&gt;
Budgetierung bedeutet, die Kosten für den Energieverbrauch den Akteuren oder Organisationseinheiten zuord-nen zu können und diese durch spezifische Modelle daran zu beteiligen. Die Motivlagen, Budgetierungssysteme einzuführen und die Bandbreite der Modelle sind vielschichtig. Sie reichen von freiwilligen Systemen, die aus-schließlich mit Bonuszahlungen arbeiten, bis hin zu hochschulweit verbindlich eingeführten Systemen, in denen die Energiekosten aus den dezentralen Budgets zu begleichen sind. Eine Herausforderung stellt oftmals die Bemes-sung der Budgets dar, aus denen die Einheiten ihre Energiekosten begleichen sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V. (2014): Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS-HE: Mitteilungsblatt, Nr. 4, S. 1 f. https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-4.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit Anreizen zu mehr Klimaschutz: Das Prämiensystem zur Energieeinsparung an der Freien Universität Berlin. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wöhning, C.: Projekt „Entwickeln und Setzen von Anreizsystemen“. In: Magazin für Hochschulentwicklung. The-men-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 12&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.: Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 4, 2014, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092324&amp;amp;hash=cc4bf20988a0950ad784ab9f1b6249f584d3e32d&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-1.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Berlin: Prämiensystem.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Freien Universität Berlin hat Anfang 2007 ein so genanntes Prämiensystem eingeführt, um organisatorische und verhaltensbezogene Einsparpotentiale zu realisieren. Über das Prämienmodell erhalten die Fachbereiche direkte finanzielle Anreize.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/handlungsfelder/campus/energie_klimaschutz/praemiensystem/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Freiburg: Dezentrale Monetäre Anreize zur Energieeinsparung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Anreizmodell der Universität Freiburg will Verhaltensänderungen bei den Gebäudenutzern und minimal in-vestive technische Maßnahmen kombinieren. Dabei wird den Einrichtungen anteilig die Kosten, die gegenüber einer Referenz eingespart wurden, gutgeschrieben. Ein Malus-System, dass ggf. Mehrverbrauch sanktioniert, existiert nicht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltige.uni-freiburg.de/klimaschutz/dezmon-2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Energiekostenbudgetierung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/energiesparen/energiekostenbudgetierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goethe-Universität Frankfurt: Energieeinspardialog.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail/hessen-entwickeln-und-setzen-von-anreizsystemen-zur-energieeinsparung-an-hessischen-hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Bauherrenfunktion nutzen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen Hochschulen befinden sich in einem Reformprozess, der sich unter anderem durch einen Paradig-menwechsel im Hochschulmanagement von einer eher detailgesteuerten zu einer verstärkt eigenverantwortlich geführten Hochschule manifestiert. Vor diesem Hintergrund ist einzelnen Hochschulen auch die Bauherrenfunkti-on übertragen worden. In diesem Kontext muss genau geprüft werden, mit welchen Anforderungen diese Aufga-be verbunden und unter welchen Voraussetzungen dieses Modell erfolgsversprechend ist. Die Zuweisung und Übernahme der Bauherrenfunktion hat daher große Bedeutung, weil Neubau oder Sanierung eines Gebäudes einen großen Einfluss auf die CO2-Emissionen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesetzlichen Vorgaben fordern schon eine entsprechende Energieeinsparung bei Neubau und Sanierung. Diese bezieht sich jedoch lediglich auf gebäudeinduzierte Verbräuche. Einen nicht unwesentlichen Anteil macht der nutzerinduzierte Verbrauch aus, der durch die technischen Geräte der Nutzer beeinflusst wird. Im besten Fall kann die Hochschule als Nutzer, Betreiber und Bauherr die Nutzeranforderungen direkt an die von Ihnen beauf-tragten Fachplaner vermitteln und für die energieeffizienteste Lösung des Betriebs sorgen. Im Fall der Bauher-renvertretung durch die Landesbauverwaltung ist eine Einbeziehung der Hochschule als Nutzer und Betreiber sehr wesentlich. Dieses betrifft die Erarbeitung und Übergabe der Nutzeranforderungen an die und auch die Kommunikation mit den Fachplanern. Diese Anforderung bezieht sich auf den gesamten Planungs- und Baupro-zess, um die energieeffizientesten Lösungen für den Betrieb zu finden.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fokus liegt in erster Linie auf Lösungen zur Energieeinsparung mit Hilfe technischer Anlagen und der Verwen-dung von wärmedämmenden Baustoffen. Ein weiterer Aspekt bezüglich des Energieverbrauchs im Bereich Ge-bäudeinfrastruktur von Hochschulen liegt jedoch in der Errichtung von Gebäuden. Ein nicht unwesentlicher Teil der Energie besteht aus „grauer Energie“, die den Energieverbrauch der Gewinnung von Rohstoffen, der Herstel-lung von Baustoffen, deren Transport und Verarbeitung vor Ort betrachtet. Um diesen Energieverbrauch niedrig zu halten, sind mehrere Möglichkeiten gegeben. Eine den Zielen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit verpflich-tete hochschulweite Ermittlung der Flächenbedarfe stellt den Ausgangspunkt dar, gefolgt von Maßnahmen wie z. B. Sanierung vor Neubau, Recyclen und Wiederverwenden von Baustoffen, Verwendung von Baustoffen mit nied-riger Energiebilanz etc. Hier steht die Forschung jedoch noch sehr am Anfang und Datenbanken, die darüber Auskunft geben (z. B. ökobaudat), werden derzeit hauptsächlich von den Herstellern gefüllt. Eine Unabhängigkeit ist dadurch nicht gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Holzkamm, I.; Stibbe, J.; Stratmann, F.; Tegtmeyer, R.: Orientierungshilfe Bauherrenfunktion durch Hochschu-len. Teil 1: Rahmenbedingungen für die Bauherrenfunktion im Hochschulbau HIS-HE: Forum Hochschule, Nr. 4, 2015&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/orientierungshilfe-bauherrenfunktion-durch-hochschulen-teil-1-rahmenbedingungen-fuer-die-bauherrenfunktion-im-hochschulbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stibbe, J.; Stratmann, F.; Söder-Mahlmann, M.: Verteilung der Zuständigkeiten des Liegenschaftsmanagements für die Universitäten in den Ländern. Sachstandsbericht. HIS-HE: Forum Hochschule, Nr. 9, 2012&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/verteilung-der-zustaendigkeiten-des-liegenschaftsmanagements-fuer-die-universitaeten-in-den-laendern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat: ÖKOBAUDAT.&lt;br /&gt;
Mit der Plattform ÖKOBAUDAT stellt das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) allen Akteuren eine vereinheitlichte Datenbasis für die Ökobilanzierung von Bauwerken zur Verfügung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.oekobaudat.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nutzenvorteile einer dezentralen Bauherrenfunktion der Hochschulen für den nachhaltigen Betrieb&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Lebenszyklus-/Nachhaltigkeitsbetrachtungen in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein wesentliches Argument der Hochschulen für eine Übernahme der Bauherrenfunktion ist, die Gesamtzustän-digkeit für Betrieb und Bau in eine Hand zu legen und dadurch die Wirtschaftlichkeit über die Baumaßnahmen hinaus auf den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes in den Fokus zu rücken. Hintergrund dieser Forderung ist unter anderem, dass derzeit bei den Bauinvestitionen die Baufolgekosten nicht hinlänglich berücksichtigt werden und somit die Hochschulen als Verantwortliche für den Gebäudebetrieb die zum Teil sehr hohen Bewirtschaftungs- und Betriebskosten hinnehmen und tragen müssen. Für ein kostenoptimiertes und nachhaltiges Immobilienma-nagement über den gesamten Lebenszyklus ist daher die zusammenhängende Betrachtung von Investitions- und Bewirtschaftungskosten zielführend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Nutzeranforderungen (Forschung &amp;amp; Lehre) in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Während des Projektstarts hat der Nutzer (Hochschule) die Bauherrenfunktion, die er u. a. durch Vorgabe des Projektziels in den Nutzeranforderungen wahrnimmt. Da in vielen Hochschulen bereits hohe Baufachkunde vor-handen ist, können die spezifischen Anforderungen aus Forschung und Lehre aufgrund der vorhandenen Nähe umfassend in die Nutzeranforderungen eingebracht werden. In der Projektabwicklung (Baumaßnahme) hingegen haben i. d. R. die Landesbaubetriebe bzw. -verwaltungen die Bauherrenfunktion, sodass die spezifischen Nutzeranforderungen hier nicht weiterentwickelt, konkretisiert und verbindlich vorgegeben werden können. Der Nutzer hat hier keine Entscheidungsbefugnisse mehr. Bei einer Übernahme der Bauherrenfunktion sehen die Hochschulen daher die Chance, die Nutzeranforderungen im gesamten Planungs- und Bauprozess besser einbeziehen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Gebäudemanagementkompetenzen (Hochschulverwaltung) in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Gebäudemanagement in den Hochschulverwaltungen verfügt über ein langjährig entwickeltes Erfahrungswissen über die bauliche und technische Infrastruktur. Mit einer Übernahme der Bauherrenfunktion erwarten die Hochschulen, dass ihr Erfahrungsschatz direkter in alle Phasen der Entscheidungs- und Planungsprozesse für Baumaßnahmen eingebracht werden kann. Da sowohl Gebäudemanagement als auch Baumanagement dann Teil der Hochschulverwaltung wären, ist die frühzeitige Einbindung des Gebäudemanagements in den Planungspro-zess automatisch gewährleistet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnittstellen/Verfahrensvereinfachung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die derzeitige Wahrnehmung der Aufgaben Planung/Bau sowie Bedarfsplanung/Nutzung/Betrieb in unterschiedlichen Zuständigkeiten bedingt natürliche Schnittstellen. Diese führen nach Abschluss einer Baumaßnahme ggf. zu unerwünschten Problemen in der Nutzung und dem Betrieb. Darüber hinaus können die Schnittstellen Verzögerungen im Planungs- und Bauverfahren hervorrufen, z. B. durch unterschiedliche Verfahrensweisen, unterschiedliche Prioritätensetzung, Missverständnisse etc. Mit der Zusammenführung der Aufgaben in eine Zuständigkeit versprechen sich die Hochschulen eine Verringerung der Schnittstellen und damit eine Verfahrensbeschleuni-gung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Komplette Bauherrenfunktion unabhängig vom Bauvolumen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hochschulen nehmen bei Bauunterhaltungsmaßnahmen und kleinen Neu-, Um- und Erweiterungsmaßnahmen (KNUE, bis ca. 1 Mio. €, kann in einzelnen Ländern höher sein) die Bauherrenfunktion bereits in einem Großteil der Länder wahr. Bei großen Neu-, Um- und Erweiterungsmaßnahmen (GNUE, ab ca. 1 Mio. €, kann in einzelnen Ländern höher sein) besitzen die Landesbaubetriebe bzw. -verwaltungen i. d. R. die Bauherrenfunktion. Die Bauverantwortung im Hochschulbau ist daher je nach Größe der Baumaßnahme in unterschiedliche Zuständigkeiten aufgeteilt. Eine Zusammenlegung der Bauverantwortung an einer Stelle würde einen umfassenderen Blick auf alle Baumaßnahmen pro Hochschule ermöglichen und nicht nur bis oder ab einer gewissen Wertgrenze. Hierdurch wäre ein übergreifendes Steuern aller Baumaßnahmen pro Hochschule besser möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Finanzierungsrahmen und -bedingungen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einige Hochschulen streben die Übernahme der kompletten Bauverantwortung für den Hochschulbau und das eigenverantwortliche Steuern der Baumaßnahme, über die Wertgrenzen hinaus, an. Zusätzlich besteht der Wunsch nach einem verbindlichen, langfristigen Finanzrahmen in der Landeshaushaltsplanung und optional ein frei zur Verfügung stehendes Baubudget. Dadurch würde sich weniger der Maßnahmenprozess durch die Mittel-freigabe des Parlaments verzögern und wäre, was den zeitlichen Ablauf betrifft, einschätzbarer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übergabe und Nutzung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch eine Zusammenlegung der Betreiber- und Bauherrenfunktion wird die frühzeitige Beteiligung des Gebäudemanagements am Bauplanungsprozess gefördert und die Übergabe des fertiggestellten Gebäudes an den Nutzer erleichtert. Zudem wird das Interesse des Bauherrn erhöht, zwingend erforderliche Revisionsunterlagen mit größerem Druck von Bauauftragnehmern einzufordern und nachdrückliche Mängel zu beseitigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landesbaustandards/Wirtschaftlichkeit:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die von den Landesbaubetrieben bzw. -verwaltungen angewandten Landesbaustandards sind für den Hochschul-bau (meist Sonderbauten) nicht immer zielführend, da sie i. d. R. lediglich einen zur Erfüllung der Bauaufgabe „ausreichenden“ Kostenaufwand berücksichtigen. Um hier nicht im internationalen Wettbewerb abgehängt zu werden, müssen bereits die Gebäude spezifische, wissenschaftsbezogene Anforderungen erfüllen und dürfen nicht auf ein ausreichendes „Standardprogramm“ reduziert werden. Eine Übernahme der Bauherrenfunktion würde diesen Blickwinkel stärker in den Fokus rücken und ihm mehr Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baufachliche Qualität/Bauerfahrung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Hochschulerfahrung mit kleineren Baumaßnahmen und teilweise großen drittmittel-finanzierten Maßnahmen liegen weitreichende Erkenntnisse für Hochschulbaumaßnahmen vor. Diese können bei einer Übernahme der Bauherrenfunktion durch Hochschulen unmittelbar eingebracht werden und somit eine Verbesserung der baufachlichen Qualität ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Management der Flächen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein strategisches Flächenmanagement reduziert den Energieeinsatz pro Nutzer, indem es die Auslastung der Flächen innerhalb der Woche erhöht oder die Inanspruchnahme der Fläche pro Nutzer verringert. Das Flächenmanagement an Hochschulen verfolgt jenseits der globalen Zielsetzung einer sparsamen Flächeninanspruchnahme oftmals drei konkrete Zielsetzungen. Zum einen geht es darum, die von der Hochschulleitung oder beauftragter Bauabteilungen angesteuerten Organisationseinheiten, also z.B. Lehrstühle, Institute oder Fachbereiche genau mit denjenigen Flächen auszustatten, die sie benötigen. Die Definition des Flächenbedarfs orientiert sich zwar an landesseitigen Standards und fachspezifischen Anforderungen. Gleichwohl eröffnen sich Spielräume für hochschuleigene, strategische Flächenmanagementvorgaben, die z.B. die Zielsetzung der Klimaneutralität aufgreifen. Konkret bedeutet dies, dass beispielsweise in Berufungszusagen alte „Erbhöfe“ nachjustiert werden. Oder es geht um die Sicherstellung der Flexibilität von Forschungsflächen. Den dritten bedeutenden Bereich macht die klassische Lehrraumbelegung aus. Hier geht es um die gleichmäßigere und letztendlich höhere Auslastung der Räume innerhalb der gesamten Woche und um das genauere Übereinstimmen (‚matchen‘) der Gruppen- und Raumgrößen (FN: Ruiz, Marcelo (2015): Welche Bedeutung haben Flächen in der Hochschulsteuerung auf Landes- und Hochschulebene? In: Magazin für Hochschulentwicklung (2), S. 12–13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht immer sind dazu hochentwickelte CAFM-Systeme erforderlich. In den zentralen Hochschulverwaltungen ist eine systematische und idealerweise an Landesstandards angepasste Bedarfsplanung erforderlich. Lehrraumma-nagementsysteme sind heutzutage selbstverständlich edv-basiert. Zentral organisierte Lehrraumbelegungssys-teme schneiden hinsichtlich ihrer Flächeneffizienz besser ab als dezentrale oder gemischte Systeme (FN: Fenner, Henrich (2014): Hörsäle und Seminarräume: Bestände besser nutzen. Auslastungsuntersuchungen an Hochschu-len als Basis eines effektiven Lehrraummanagements. In: Wissenschaftsmanagement - Zeitschrift für Innovation (2), S. 54–57).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good Practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Stuttgart:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-stuttgart.de/universitaet/organisation/verwaltung/dez6-flaechenbaumanagement/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Heidelberg:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-heidelberg.de/einrichtungen/verwaltung/bau/flaechenmanagement.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Konstanz:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-konstanz.de/facility-management/gebaeudeservices/raumverwaltung-gaestehaeuser-schluesselverwaltung-veranstaltungsplanung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Finanzierungen prüfen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz und zum Klimaschutz ist grundsätzlich über Förderpro-gramme möglich. Diese existieren z. B. auf Landes- und Bundesebene. Hierbei ist häufig auch ein Eigenbeitrag der Hochschulen zu leisten. Darüber hinaus sind Modelle des Contracting und Intracting möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessischen Landesregierung. HIS-HE: Forum, Nr. 3, 2020, S. 25, S. 32&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bauerfeind-Roßmann, I.: Hochschulen in Hessen leisten ihren Beitrag zur Klimaneutralität des Landes. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 7 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Binnewies, K.: Die novellierte Kommunalrichtlinie der nationalen Klimaschutzinitiative. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knissel, J.: Universität Kassel beschreitet mit dem Intracting-Modell neue Wege bei der Finanzierung von Energiespar-Maßnahmen. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 20 - 21&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good Practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Kassel: Intracting Forschungsprojekt.&lt;br /&gt;
Das Intracting-Prinzip will durch Energiesparmaßnahmen eingesparte Energiekosten einer extra geschaffenen „Intracting-Kostenstelle“ gutschreiben und wieder in neue Energiesparmaßnahmen investieren. Im Hochschulbereich findet dieses Verfahren bisher kaum Anwendung. Das Forschungsprojekt IntrHo will die Realisierungsmöglichkeiten für Intracting an Hochschulen untersuchen. Zielsetzung ist, ein anwendungsorientiertes, übertragbares Finanzierungskonzept für Energiesparmaßnahmen an Hochschulen zu entwickeln und zu erproben. Es gehe darum, das jeweilige hochschulinterne Energiemanagement in die Lage zu versetzen, kontinuierlich die Effizienz seiner Hochschulgebäude zu steigern und vorhandene Energieeinsparpotenziale zu erschließen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-kassel.de/uni/universitaet/profil/profil-umwelt-und-nachhaltigkeit/umwelt-und-nachhaltigkeit/betrieb/intracting/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HAW Hamburg: Einspar-Contracting.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwei Standorte der HAW wiesen verschiedene, veraltete Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik auf, eine ineffiziente Belüftung und Beleuchtung führten zu hohen Instandhaltungs- und Energiekosten. Die Hochschule entschied sich deshalb, die Energieeffizienz ihrer Gebäude zu erhöhen und die Energiekosten von bis zu 27 Prozent mit dem Energiespar-Contracting von Siemens ab 2014 zu reduzieren. Dabei wurden Lüftungs- und Klimaanlagen einschließlich der Luftverteilung ausgetauscht, raumlufttechnische Anlagen und die Heizungsanlagenhydraulik optimiert und das bestehende Gebäudeautomationssystem optimiert. Um die garantierte Einsparung sicherzustellen und künftig weiter zu optimieren, übernimmt Siemens das Energie-Monitoring und -Controlling der umgebauten Anlagen. Das dafür integrierte Messkonzept erfasst kontinuierlich und automatisiert den Verbrauch von Strom, Wärme, Kälte, Wasser, von Volumenströmen in Heizungs-, Lüftungs-, Klima- und Kälteanlagen sowie deren Regelungszonen. Damit werden 27 % der jährlichen Energiekosten gespart.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.energiecontracting.de/4-projekte/projektansicht.php?pid=6083&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Energiespar-Contracting.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://energie.blog/erfolgreiches-energiespar-contracting-an-der-uni-bremen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Operativ====&lt;br /&gt;
Die Sortierung der einzelnen konkreten operativen Maßnahmen kann aus systematischen Aspekten in folgende Kategorien erfolgen (siehe Abb. 2):&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
*technische Maßnahmen&lt;br /&gt;
*organisatorische Maßnahmen &lt;br /&gt;
*verhaltensbedingte Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Maßnahmen zum Klimaschutz in Hochschulen.png|300px|thumb|2020 – Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus, Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den &#039;&#039;&#039;technischen Maßnahme&#039;&#039;&#039;n zählen in erster Linie alle Aktivitäten, die am Gebäudebestand oder den Anlagen ansetzen und in der Regel investiv sind. Klassische Beispiele sind die Wärmedämmung der Gebäudehülle, die Sanierung der Heizungsanlage oder der Lüftungsanlage sowie die Umgestaltung der Beleuchtung. Für den Nachweis der Effekte dieser Maßnahmen ist eine Messarchitektur erforderlich, die valide Daten liefert. Nachgewiesene Einsparungen müssen sich allerdings immer an den Investitionen und den Amortisationszeiten messen lassen. Darüber hinaus haben sehr massive Eingriffe in die ursprüngliche Physik eines Gebäudes oft neue Nebenwirkungen, die nachteilig sein können. &#039;&#039;(Beispiele für technische Maßnahmen siehe unten)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Maßnahmen&#039;&#039;&#039; sind insbesondere alle Aktivitäten, die am Betrieb der Gebäude oder den Anlagen ansetzen und in der Regel nicht investiv sind. Klassische Beispiele sind die temporäre Schließung von Gebäuden, das Herunterfahren von Heizungs- und Lüftungsleistung. Angestrebte Maßnahmen müssen sich allerdings oft am Widerstand der Nutzer messen lassen, wenn eine Diskussion über Erwartungen und Komfort geführt wird. &#039;&#039;(Beispiele für organisatorische Maßnahmen siehe unten)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den &#039;&#039;&#039;verhaltensbedingten Maßnahmen&#039;&#039;&#039; zählen in erster Linie Aktivitäten, die am konkreten (aktiven) Verhalten der Akteure in der Universität ansetzen; diese Maßnahmen sind, entgegen häufiger Meinung auch investiv, denn eine verstetigte Verhaltensveränderung einzelner Akteure bedarf einer kontinuierlichen Information und Motivation. Und auch bei diesen Maßnahmen sollte daher die kritische Prüfung von Aufwand und Ertrag erfolgen. Typische Beispiele sind das Ausschalten des Stand-by-Betriebes oder das richtige Lüften sowie Regulieren der Raumtemperatur. Für den Nachweis der Effekte verhaltensbedingter Maßnahmen im Hochschulbereich existieren Ergebnisse aus zwei Forschungsvorhaben. &#039;&#039;(Beispiele für verhaltensbedingte Maßnahmen siehe unten)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die technische Ausstattung neuer Hochschulgebäude, so die aktuellen Beobachtungen, bedingt, dass die Nutzer nur noch sehr eingeschränkt durch aktives Handeln zur Energieeinsparung beitragen können. Wenn also über Budgetierungsverfahren die Energieeinsparung durch Nutzer belohnt werden soll, bedarf es neuer Formen. Aus diesem Grund erprobt HIS-HE aktuell ein Dialogverfahren in Hochschulen, bei dem die Nutzer dem Energiemanagement und den Serviceeinheiten für die Bereitstellung ihre konkreten Ansprüche für den Betrieb der Gebäude und Räume darstellen. Aus diesem Dialog ergeben sich neue Einsparungspotentiale.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Technik=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wöhning, C.: Projekt &amp;quot;Erkennen und Verringern der Grundlast&amp;quot;. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 13&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
EnEff Campus: blueMAP TU Braunschweig: Für den Campus der Technischen Universität Braunschweig wird ein Integraler Energetischer Masterplan entwickelt. Dabei werden auf Basis einer Bestandsaufnahme Methoden und Werkzeuge zur mittelfristigen Reduzierung des Primärenergieverbrauchs um 40 % und zur langfristigen Versorgung des Campus mit ausschließlich regenerativen Energien erarbeitet (2015).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/igs/forschung/eneffcampus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Lüftung und Klimatisierung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Optimierte Lüftungsschaltung&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://magazin.tu-braunschweig.de/m-post/dank-optimierter-lueftungsschaltung-auf-dem-siegertreppchen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Wärmeversorgung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Berlin: Neue Methode auf dem Campus von TU Berlin und Universität der Künste, um das Wärmewendeziel der Bundesregierung zu erreichen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pressestelle.tu-ber-lin.de/menue/tub_medien/publikationen/medieninformationen/2019/juni_2019/medieninformation_nr_1052019/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Beleuchtung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Umstellung auf LED im Foyer (Audimax).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/energieberatung/led-beleuchtung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Greifswald: Umstellung auf LED in der Universitätsbibliothek.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.gebaeudedigital.de/schwerpunkt/licht-und-schatten/umstellung-auf-led-in-der-universitaetsbibliothek/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Eigenerzeugung Energie&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hochschule Reutlingen: Neue Solaranlage auf dem Dach der Hochschule.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.reutlingen-university.de/news/aktuelles/detail/article/staatssekretaerin-weiht-solaranlage-auf-dem-dach-der-hochschule-ein/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kassel: Universität produziert Solarstrom für den eigenen Verbrauch.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/3-aktuelles/nachrichten/39-umfrage-ap-betrieb.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Für die Stärkung der Versorgung des Gebäudebestands mit regenerativen Energien, installiert die TU Braunschweig neun Photovoltaik-Anlagen auf geeigneten Dächern.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/gb3/energiemanagement/test-neu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Oldenburg: Photovoltaik&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://uol.de/dezernat4/technisches-gebaeudemanagement/pv-anlagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jade Hochschule: Förderbescheid für den Bau einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Haupthauses.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
http://www.wzonline.de/nachrichten/newsdetails-top-thema/artikel/energie-vom-dach-der-jade-hochschule.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Green IT&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Bremen: GreenIT Housing-Center wird durch die Universität betrieben. Die Installation, Administration und der Betrieb der Server bleibt in der Eigenverantwortung der dezentralen Administratoren, die durch ein elektronisches Zugangskontrollsystem jederzeit Zugang zum Gebäude und zu den Ihnen zugeordneten Serverracks bekommen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bremen.de/zfn/weitere-it-dienste/serverhousing-webhosting/green-it-housing-center&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Stuttgart: Auf dem Weg zu nachhaltigen Rechenzentren – Konsortium unter Führung der Universität Stuttgart stellt Handlungsempfehlungen zur Senkung des Energie- und Rohstoffverbrauchs vor.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-stuttgart.de/universitaet/aktuelles/presseinfo/Auf-dem-Weg-zu-nachhaltigen-Rechenzentren/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Organisation=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Temporäre Schließungen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Wärmeabsenkung zwischen Weihnachten und Neujahr.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.leuphana.de/universitaet/organisation/universitaetsverwaltung/gebaeudemanagement/lebenswelt-universitaet/klimaneutrale-universitaet/energieeffizienz.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Bauen und Betreiben&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen: Leitfaden zum Technischen Monitoring von öffentlichen Gebäuden zur Betriebsoptimierung und Effizienzsteigerung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/nachhaltiges_bauen/download/technisches_monitoring/Leitfaden_zum_technischen_Monitoring-2018.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Universität Braunschweig: Anforderungen und Möglichkeiten des technischen Monitorings zur Unterstützung des Planungs- und Inbetriebnahmeprozesses.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Veranstaltungen_Vortraege/2019/Forum_Gebaeudemanagement_2019/6_Plesser_Braunschweig.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Energiemanagement&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung: Energieportal – Hochschulseiten.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/leistungen/energie-und-umwelt/energieeffizienz/energieportal-fuer-hochschulen/energiemanagement-an-hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung: Nachhaltigkeitsportal – Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/klimaneutralitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Göttingen: Das Gebäudemanagement setzt ein 11-Punkte-Programm um, mit dem dem steigenden Energieverbrauch und den Energiekosten begegnet werden soll.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-goettingen.de/de/33522.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Unterstützung einführen (CAFM / EMAS / ISO / Benchmarking)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Goethe-Universität Frankfurt: Energiemanagement nach DIN ISO 50001.&lt;br /&gt;
Das Energiemanagement der Goethe-Universität Frankfurt ist als erstes einer deutschen Universität nach DIN ISO 50001 zertifiziert worden. Zusätzlich wurden Leitlinien für Energiemanagement und Umweltschutz festgelegt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://aktuelles.uni-frankfurt.de/aktuelles/beitrag-der-goethe-universitaet-zur-klimawoche/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benchmarking: CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen.&lt;br /&gt;
HIS-HE erstellt seit 2009 (Bilanzierungsjahr 2008) eine jährliche Bilanz für alle hessischen Hochschulen und dokumentiert diese in einem Bericht. Dieses erfolgt in enger Kooperation mit dem Fachpersonal für Energiemanagement.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail/hessen-co%E2%82%82-bilanz-an-hessischen-hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Verwaltung und Wissenschaft kooperieren&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Darmstadt: EnEff:Stadt Campus Lichtwiese zur energieeffizienten Weiterentwicklung des Campus Lichtwiese durch intelligente Systemvernetzung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.intern.tu-darm-stadt.de/dez_v/versorgung_technik/energiemanagement_1/eneff_stadt_campus_lichtwiese/eneff_stadt_campus_lichtwiese.de.jsp&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.: Nachhaltigkeitsberichterstattung an hessischen Hochschulen. HIS-HE: Medium, Nr. 1 (2019), S. 14&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1597404286&amp;amp;hash=8743ecfcda18a6042469a76bfb2bf277af400afc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Medium/Medium_201901_Nachhaltigkeit.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Verhalten=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Matthies, E.; Wagner, H.-J.: (Hrsg.): Change – Veränderung nachhaltigkeitsrelevanter Routinen in Organisationen. LIT Verlag, Berlin, 2011. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;lr=&amp;amp;id=umQwyFkIp68C&amp;amp;oi=fnd&amp;amp;pg=PA1&amp;amp;dq=verbundprojekt+change+hochschule+verhaltens%C3%A4nderung+energieeinsparung&amp;amp;ots=Ux-yoJY8dk&amp;amp;sig=gnrfO3s0u5L82gNoYtIOORRlPuw#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Klimaschutz und Energieeffizienz. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Nr. 1, 2017, S. 12 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2017&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Ergebnisse aus Forschungsprojekten zum Nutzerverhalten&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Echo: Energieeffizienz und CO2-Einsparungen an Hochschulen erreichen und gestalten ist möglich – Leitfaden zur Umsetzung einer Energiesparkampagne &lt;br /&gt;
https://www.echo-energie.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
change: Veränderung nachhaltigkeitsrelevanter Routinen in Organisationen (change).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
http://www.change-energie.de/&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Good practice – Anreizsysteme und Dialog der Serviceeinheiten&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung: Entwickeln und setzen von Anreizsystemen zur Energieeinsparung an hessischen Hochschulen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail?tx_hishe_hishefe%5Bproject%5D=365&amp;amp;cHash=ef6015979a48ae75ed785cee3c022b8b&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Reine Informationsmaßnahmen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzwoche.&lt;br /&gt;
Bei der Klimaschutzwoche im Jahr 2018 der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde wurden Gäste mit Vorträgen, Diskussionen und Do It Your Self Aktionen über den Klimawandel informiert. Durch initiative Beteiligte konnte ein breitgefächertes und spannendes Programm aufgestellt werden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/Klimaschutzwoche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Film zum Klimaschutz.&lt;br /&gt;
Die Hochschule Osnabrück hat einen Film über den Klimaschutz an der eigenen Hochschule veröffentlicht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/wir/wir-stellen-uns-vor/wir-in-der-gesellschaft/themen/klimaschutz/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bayreuth: Klimaschutzwoche.&lt;br /&gt;
Die Klimaschutzwoche der Fairtrade-Universität Bayreuth wurde vom Studierendenparlament mit Hilfe der Plattform Green Campus organisiert. Diverse Themen rund um den Klimaschutz wurden von Initiativen in unterschiedlichen Formaten vorgestellt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nordbayerischer-kurier.de/inhalt.uni-klimawoche-weil-s-alle-angeht.e0a724b8-d1a7-42bc-8262-43e528b948b1.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Energiespartipps.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.leuphana.de/universitaet/entwicklung/nachhaltigkeit/klimaneutrale-universitaet/energiesparen.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Hochschule Mittelhessen: Der „Energietag“.&lt;br /&gt;
2018 veranstaltete die Technische Hochschule Mittelhessen einen Energietag, an dem praxisnah die Themen Energienutzung und CO2-Einsparung behandelt wurden. Konkret ging es um zukunftsweisende Elektromobilität und die Energieeinsparung bei der Gebäudenutzung. Firmen, Zentren, Fachbereiche und Arbeitsgruppen stellten dabei ihre Projekte und Entwicklungen vor.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.thm.de/site/hochschule/aktuelles/aus-lehre-und-forschung/viel-energie.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Mobilität&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zink, A.: Mobilität und Mobilitätsmanagement in Hochschulen. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2019, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091865&amp;amp;hash=416d648c63e5bebcd68028f68fcce3e593100074&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2019-2.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Leuphana-Campus wird verkehrsberuhigt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.leuphana.de/news/pressemitteilungen/pressemitteilungen-ansicht/datum/2019/09/27/leuphana-campus-wird-verkehrsberuhigt.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Carsharing Projekt mit den Kreiswerken.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Aktuelles/Presseportal/Pressemitteilungen/Verkehrswende-an-der-Hochschule-fr-nachhaltige-Entwicklung-Eberswalde-E10487.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachhochschule Bielefeld: Eine Art „Mehrfachsteckdose“ für das Laden von Elektrofahrzeugen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fh-bielefeld.de/ium/fit2load&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Präsidiumsbeschluss verpflichtet alle Angehörigen der Hochschule Strecken unter 1.000 Kilometer mit Bus oder Bahn anstelle des Flugzeugs zurückzulegen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Aktuelles/Presseportal/Pressemitteilungen/Es-geht-auch-ohne-E10372.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Justus Liebig Universität Gießen: Beschaffung von E-Bikes für Beschäftigte vom Land gefördert.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-giessen.de/ueber-uns/pressestelle/pm/pm172-19&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Bremen: Fahrradmodellquartier wird mit Eröffnung des Repair-Cafés an der Hochschule fertiggestellt.&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
https://weserreport.de/2019/07/bremen/sued/mehr-als-eine-werkstatt/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Heilbronn: Mobilitätsprojekt PendlerRatD will Berufspendler zum Umstieg vom Auto aufs Rad bewegen. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://radmarkt.de/nachrichten/fahrradde-unterstutzt-mobilitats-initiative-pendlerratd&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Testphase für ein neues Pedelec-Verleihsystem für Mitarbeitende der Stadtwerke und der Hochschule.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/stadtwerke-testen-stationsflexibles-pedelec-verleihsystem-erste-phase-in-kooperation-mit-der-hochs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE (DKE): Ladeinfrastruktur Elektromobilität - Der technische Leitfaden für Installation und Betrieb in der Praxis.&lt;br /&gt;
Was ist bei der Planung, Errichtung und dem Betrieb einer Ladeinfrastruktur zu beachten und welche Normen und Vorschriften sind hierbei von Bedeutung? Antworten darauf gibt die dritte Version des technischen Leitfadens für die Ladeinfrastruktur der Elektromobilität – ein Projekt von DKE, BDEW, ZVEH, ZVEI und VDE|FNN. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.dke.de/de/arbeitsfelder/mobility/technischer-leitfaden-ladeinfrastruktur-elektromobilitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Furtwangen: Modellprojekt zur Sicherung der Erreichbarkeit ländlicher Hochschulen mit Hilfe nachhaltiger Mobilitätslösungen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/abschlussveranstaltung-zu-mobilitaetsprojekt-an-hochschule-furtwangen-1/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Elektromobilität auf dem Campus.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/news-einzelansicht/news/detail/News/elektromobilitaet-auf-dem-campus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität des Saarlandes: AStA der Saar-Universität eröffnet Fahrradverleih.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-saarland.de/universitaet/aktuell/artikel/nr/20845.html&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=6303</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Energiemanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=6303"/>
		<updated>2020-12-29T09:12:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: /* Energieflüsse abbilden */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Nachhaltiges Energiemanagement, nachhaltiger Umgang mit Energie =&lt;br /&gt;
===Betroffener Personenkreis===&lt;br /&gt;
Der Beitrag richtet sich an das Fachpersonal im technischen Gebäudemanagement, welches auf der operativen Ebene mit der Bereitstellung von Energie sowie dem Management der Energienutzung betraut ist. Darüber hin-aus werden strukturelle Hinweise gegeben, die für das Leitungspersonal relevant sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Relevanz===&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Gebäudemanagements besteht darin, optimale Bedingungen für die Kernaufgaben der Hoch-schulen zu schaffen. Hierzu zählt auch das Bereitstellen von und der Umgang mit Energie. Vor diesem Hintergrund bewegt sich dieses Handlungsfeld immer in einem besonderen Spannungsfeld, wenn auch ein effizienter, mög-lichst sparsamer Einsatz von Energie erfolgen soll, um CO2 und Kosten einzusparen. Potentielle Zielkonflikte zwi-schen dem Anspruch, bestmögliche Voraussetzungen für Forschung und Lehre zu schaffen und gleichzeitig Ener-gie effizient einzusetzen, sind der Organisation Hochschule immanent.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind gesetzliche Vorgaben (siehe unten) und Kostenaspekte (insb. steigende Energiekosten) Rah-menbedingungen, die dem Thema Energieeinsatz eine Relevanz geben. Die zentrale Facette scheint allerdings der stetig zunehmende öffentliche, gesellschaftliche Druck zum aktiven Klimaschutz zu sein, der insbesondere von Hochschulen und den Mitgliedern ausgeht und sehr stark von den wissenschaftlichen Erkenntnissen und konkre-ten Zielvorgaben gestützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gesetzliche Grundlagen===&lt;br /&gt;
Gesetzliche Vorgaben existieren, um Gebäude nach hohem Energieeffizienzstandard zu errichten bzw. zu sanieren und den energieeffizienten Betrieb bereits in der Phase des Planens zu berücksichtigen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesetzliche Rahmen für bauliche Maßnahmen wurde bisher durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmG) verbindlich festgelegt. Mit dem geplanten Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) &amp;lt;ref&amp;gt;Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz - GEG), Entwurfsstand: 03.07.2020 (nach Zustimmung im Bundesrat).&amp;lt;/ref&amp;gt; ab November 2020 werden die bisherigen Regelungen aus EnEG, EnEV und EEWärmeG in einem Gesetz zusammengefasst. Grundlage der bisherigen nationalen Regelungen sind die Richtlinien der EU, insbesondere als Basis für die o. g. gesetzlichen Regelungen die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen ergeben sich Anforderungen aus den gesetzlichen Regelungen im Rahmen von EnEG, EnEV, EEWärmeG bzw. zukünftig GEG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sanierungs- und Neubaumaßnahmen: Baubezogene Regelungen, Energieausweise für Gebäude, Standards für „Niedrigstenergie-Gebäude“&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
* Betrieb von Gebäuden und technischen Anlagen: Energetische Inspektion (Klimaanlagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der GEG-Einführung sind zunächst keine Verschärfungen der bisherigen Regelungen der EnEV vorgesehen. Eine Überprüfung dieser Standards ist erst für das Jahr 2023 vorgesehen. Neu sind dagegen eine Innovationsklausel und der so genannte Quartiersansatz. Zunächst befristet bis Ende 2023 sind damit Möglichkeiten zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen anstelle des Primärenergieeinsatzes sowie eine gemeinsame Berücksichtigung von Gebäuden an einem zusammenhängenden Standort möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Regelungen aus den EU-Richtlinien werden erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt. Das „Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität“ (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) – kurz: GEIG – gehört dazu und bezieht die in 2018 aktualisierten Regelungen der EU-Gebäuderichtlinie von 2010 ein.  Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat dazu den Gesetzentwurf ausgearbeitet, der für Baumaßnahmen (Neubau und umfassende Sanierungen) ab dem 11. März 2021 relevant werden soll. Bei Nicht-Wohngebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen muss demnach mindestens jeder fünfte Stellplatz entsprechend ausgerüstet und mindestens ein Ladepunkt errichtet werden. Ab 2025 muss jedes (bestehende) nicht zum Wohnen genutzte Gebäude mit mehr als zwanzig Stellplätzen mit mindestens einem Ladepunkt ausgestattet werden &amp;lt;ref&amp;gt;Entwurf eines Gesetzes zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz – GEIG), Stand: 04.03.2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind weitere gesetzliche Regelungen, die im Zusammenhang mit dem Bezug und der Nutzung von Energie stehen für die Hochschulen von Bedeutung. Beispielhaft genannt werden hier &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Service/Gesetzeskarte/gesetzeskarte.html&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das insbesondere die Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien festlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), das die Förderungen für hocheffizienter KWK-Anlagen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das die Rahmenbedingungen für eine „sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Gas“ festlegt und insbesondere für Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze im Rahmen der Versorgung Dritter von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stromsteuergesetz (StromStG), das die Besteuerung von Strom sowie auch die Ermäßigung oder die Befreiung von der Steuer unter bestimmten Voraussetzungen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Treibhausgas-Emissionshandels-Gesetz (TEHG), auf dessen Grundlage der Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen in einem EU-weiten Emissionshandelssystem basiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) zur Regelung der Voraussetzungen für die Einführung und den Betrieb eines Anlagenregisters für Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Grubengas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der übergeordneten Ebene der EU ist weiterhin der „Klima- und energiepolitische Rahmen“ mit den  EU-weiten Zielvorgaben und politischen Zielen für den Zeitraum 2021 bis 2030 zu benennen, an dem sich die nationale Gesetzgebung orientieren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen von Bedeutung dürfte die Herausstellung der „Vorbildfunktion der öffentlichen Hand“ wie aktuell in § 4 des GEG bzw. § 1a EEWärmeG und EnEG § 2a (Niedrigstenergiegebäude) sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: Noch Kundenanlage oder schon Netz? BGH-Urteil liefert konkrete Hinweise, aber keine allgemeingültige Lösung. In: HIS:Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2020, S.3&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091621&amp;amp;hash=ad71f51ce9852bb0df44a036090d20859fd000cc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2020-02_Energierecht.pdf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ziele===&lt;br /&gt;
Für einen nachhaltigen Umgang mit Energie können sich Hochschulen, insbesondere wenn die CO2-Emissionen ein zentraler Indikator sein sollen, bei der Zielsetzung an drei wesentlichen Handlungsfeldern orientieren; diese lauten: Minimieren, substituieren und kompensieren von CO2-Emissionen. Wesentlich dabei ist die Prämisse: Minimierung vor Substitution vor Kompensation.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Minimierung&#039;&#039;&#039; bedeutet, tatsächlich weniger Energie zu verbrauchen, also den Energieverbrauch reduzieren und bei gleichem Energieträger eine Verringerung der CO2-Emissionen erzielen (z. B. technische oder organisatori-sche Maßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Substitution&#039;&#039;&#039; bedeutet, emissionsarme Energieträger einzusetzen. Bei gleichem Energieverbrauch werden damit Energieträger genutzt, die weniger CO2-Emissionen verursachen (z. B. Kauf von Ökostrom).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompensation&#039;&#039;&#039; bedeutet, für selber verursachte CO2-Emissionen an anderer Stelle eine CO2-Senke zu schaffen (z. B. Kauf von Zertifikaten, Organisation eigener Projekte). Gesetzlich sanktionierte Beispiele hierfür finden sich im Immissionsschutzrecht (z. B. §§ 17 ff. BImSchG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hemmnisse und Treiber===&lt;br /&gt;
Ein nachhaltiges Energiemanagement ist eingebettet in die Organisation (Strukturen) und den praktischen Betrieb (operative Handlungsmöglichkeiten) der Hochschule. Auf diesen beiden Ebenen können strukturell folgende Hemmnisse und Treiber für die Umsetzung eines nachhaltigen Umgangs mit Energie identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hemmnisse&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ressourcenmangel&lt;br /&gt;
*fehlende personelle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende Sichtweise auf langfristigere Effekte und die Externalisierung der Kosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsprozess&lt;br /&gt;
*limitierte Zeit für Planungsaufgaben sowie Fehler während der Bauplanung&lt;br /&gt;
*mangelnde Kommunikation zwischen Nutzern, Planern, Betreibern und Bauherren&lt;br /&gt;
*unkoordinierte Inbetriebnahme von neu erstellten Gebäuden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgaben&lt;br /&gt;
*keine Verankerung im Leitbild der Hochschule&lt;br /&gt;
*kein Klimaschutzkonzept mit definierten, priorisierten Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäudebestand&lt;br /&gt;
*unzureichende Messarchitektur&lt;br /&gt;
*hoher Technisierungsgrad bei Neubauten&lt;br /&gt;
*kein strukturiertes Flächenmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschullogik&lt;br /&gt;
*starke Egoismen der Fachbereiche&lt;br /&gt;
*schwere Einflussnahme auf Verhalten von Mitarbeitenden und Studierenden&lt;br /&gt;
*häufig wechselnde Akteure in der Mitgliedschaft der Hochschule&lt;br /&gt;
*fehlende Absprachen der beteiligten Serviceeinheiten der Hochschulen&lt;br /&gt;
*unklare Grenzen zwischen Komfort und Freiheit von Forschung und Lehre&lt;br /&gt;
*Spannungsfeld zwischen dem Ziel Energieeinsparung und energieintensiver Forschung mit Großgeräten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Treiber (nicht zu verwechseln mit Maßnahmen)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesetze, Normen, Zertifikate&lt;br /&gt;
*konkrete gesetzliche Vorgaben (insbesondere EnEV bzw. das künftige GEG, EEG, KWKG)&lt;br /&gt;
*AMEV Technisches Monitoring 2017&lt;br /&gt;
*Betrachtung der Lebenszykluskosten von Gebäuden (BNB Zertifikate)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenz&lt;br /&gt;
*Vernetzung und Kompetenzerweiterung des Fachpersonals&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fördermittel&lt;br /&gt;
*Bereitstellung von Fördermitteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Fortschritte&lt;br /&gt;
*Digitalisierung im Gebäudemanagement&lt;br /&gt;
*Einsatz erneuerbarer Energien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerer Druck&lt;br /&gt;
*öffentliche Diskussion zum Klimaschutz&lt;br /&gt;
*Thematisierung in den Zielvereinbarungen und Hochschulentwicklungsplänen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maßnahmen zur Implementierung===&lt;br /&gt;
Für eine Implementierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz kann strukturell zwischen strategischen und operativen unterschieden werden. Hierbei sind die strategischen dadurch charakterisiert, dass sie „gute Rahmenbedingungen“ für die operativen schaffen. Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen benannt und Beispiele für „good practice“ angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Strategisch====&lt;br /&gt;
=====Governancestrukturen schaffen=====&lt;br /&gt;
Governance kann verstanden werden als Aufgabe, die Prozesse für einen erfolgreichen Klimaschutz geordnet zu koordinieren. Für eine Governance, explizit auch zum Klimaschutz bzw. zur Energieeffizenz, kann für den Praxis-betrieb auf die Bereiche Politik, Profession, Organisation, Wissen und Öffentlichkeit aus dem Governance-Regler zurückgegriffen werden, der im Handlungsfeld Governance von HOCHN entwickelt wurde und in der Evaluation der Nachhaltigkeitskonzepte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt einem Praxistest unterzogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessi-schen Landesregierung. HIS-HE:Forum, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeitsgovernance an Hochschulen - BETA, Oktober 2018:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/2-handlungsfelder/01-governance.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Berlin: Nachhaltigkeitsrat.&lt;br /&gt;
Der Nachhaltigkeitsrat wurde im Jahr 2018 Gegründet und besteht aus gewählten Mitgliedern der TU Berlin sowie externen Teilnehmenden. Der Nachhaltigkeitsrat ist darüber hinaus ein offenes Gremium, in dem jede und jeder willkommen ist, der sich für die nachhaltige Entwicklung der TU Berlin interessiert und daran mitwirken möchte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltigkeitsrat.tu-berlin.de/menue/nachhaltigkeitsrat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Runder Tisch zur nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;
Der Runde Tisch „Nachhaltige Entwicklung der HNEE“ wurde 2010 als demokratisches, von allen Interessengrup-pen der Hochschule gemeinsam getragenes und gestaltetes Gremium von der heutigen Nachhaltigkeitsmanage-rin und der Koordinatorin für die familienfreundliche Hochschule ins Leben gerufen. Ziel ist eine gemeinsame, von allen Hochschulgruppen entwickelte, umfassende nachhaltige Entwicklung an der HNEE.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement-an-der-HNEE/Beteiligung-und-Mitmachen/Runder-Tisch-Nachhaltigkeit/Runder-Tisch-zur-nachhaltigen-HNEE-Entwicklung-E6093.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Nachhaltigkeitsleitlinien.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/uni/nachhaltige-hochschule/home/nachhaltigkeitsleitlinien/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Harz: Senatskommission &amp;quot;Nachhaltige Hochschule Harz&amp;quot;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-harz.de/nachhaltige_hs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FU Berlin: Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Controllingkonzept umsetzen=====&lt;br /&gt;
Controlling meint, die Aktivitäten zur Energieeffizienz gezielt zu steuern. Das Controlling fußt damit auf einer quantitativen Grundlage. Dieses kann die zahlenmäßige und graphische Auswertung der monatlichen Verbrauchsdaten (gebäudebezogen) sein, um Veränderungen erkennen zu können und um die Nutzer zu informieren und zu motivieren sowie die gezielte Beobachtung der den konkreten Maßnahmen zugeordneten Zähler. Um die Zielsetzung für das Controlling-Konzept zu erreichen (insb. die Wirksamkeitsmessung), sind folgende Strukturen als Rahmenbedingungen zu schaffen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übergabe der operativen Verantwortung an speziell ausgebildetes Fachpersonal (für Klimaschutz) mit zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
*Gründung eines Klimaschutzbeirats mit Kontroll- und Lenkungsfunktion (dieses kann der Umweltaus-schuss übernehmen).&lt;br /&gt;
*Durchführung regelmäßiger Audits zur Überprüfung des Projektfortschritts und Messbarkeit über ein Kennzahlsystem herstellen (als Elemente im Managementkreislauf: plan (Ziele, Verantwortungen, Ressourcen festlegen), do (Durchführung gemäß Planung), check (Zielerreichung prüfen, Fehler erheben), act (Fehler analysieren, Lösungsmöglichkeiten finden und auswählen).&lt;br /&gt;
*Sicherung der Finanzierung (ggf. über einen Klimaschutz-Etat).&lt;br /&gt;
*Etablieren eines Berichtswesens, auch für die Hochschulleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Hochschulen haben aktuell eine Beteiligung an einem normierten Umweltmanagementsystem nach EMAS:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt: Beteiligung an EMASplus.&lt;br /&gt;
Als erste Universität in Deutschland hat die KU das Zertifikat „EMASplus“ erhalten. Grundlage dafür ist die Etablierung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagements, das Ökologie, Soziales und Ökonomie umfasst. Damit verpflichtet sich die Katholische Universität dazu, ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Wirkungen regelmäßig systematisch überprüfen zu lassen und kontinuierlich zu optimieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.ku.de/kommunikation/presse/pi/einzelansicht/article/ku-erhaelt-als-erste-universitaet-in-deutschland-das-zertifikat-emasplus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 79 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule RheinMain: Klimaschutzkonzept Hochschule RheinMain. Abschlussbericht, Juni 2018, S. 67 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-rm.de/fileadmin/Home/Hochschule/Veroeffentlichungen/Klimaschutz/20180815_Abschlussbericht_KlischKo_HSRM_final.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzkonzept der HNE Eberswalde.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/_obj/67605A07-D2ED-4886-8A7C-BEB532B8044E/outline/Klimaschutzkonzept_HNEE.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaschutzkonzept der Universität Kiel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaschutzkonzept&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Klimaschutzbericht der Hochschule Osnabrück.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/wie-die-hochschule-osnabrueck-ihren-co2-fussabdruck-um-fast-70-prozent-verkleinert-hat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Klimaneutralität formulieren=====&lt;br /&gt;
Klimaneutralität beinhaltet, für einen selbstgesteckten Rahmen (z. B. Gebäudebetrieb, Mobilität, Konsum) die klimarelevanten Emissionen zu beziffern, sie zu minimieren oder substituieren und verbleibende Emissionen auch zu kompensieren. Die Zielsetzung, als Hochschule klimaneutral zu werden, wird auf ein Datum bezogen, z.B. auf das Jahr 2035. Die Zeitspanne bis zur Klimaneutralität und die bis dahin noch emittierten Tonnen CO2 müssen aus den Zielsetzungen zur Eingrenzung der Erderwärmung abgeleitet werden. Die Formulierung einer Klimaneutrali-tät ist somit immer Angelegenheit der Hochschule als Ganzes, also der Hochschulleitung. Formulierte Klimaneut-ralität ist auch ein Aspekt von Governance und hochschulöffentlich. Klimaneutralität ist für Hochschulen realisier-bar, dieses hat eine Studie von HIS-HE belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J., Person, R.-D. (2019): Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus. Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung. HIS-HE:Medium, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golüke, H.: Ökostrom beziehen ist gut - reicht aber nicht! In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen, Nr. 1 ,2019, S. 18 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Die Leuphana Universität Lüneburg hat sich 2007 das Ziel der Klimaneutralität gesetzt und dieses im Jahr 2014 erreicht. Dabei konnten 50 Prozent Primärenergie und 30 Prozent Endenergie eingespart werden. Grundlage der Erreichung der Klimaneutralität ist der effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen in allen Teilbereichen der Universität. Die Themenfelder sind Energieeffizienz, Einsatz regenerativer Energien, Förderung einer klimascho-nenden Mobilität und der nachhaltigen Beschaffung, die in vielen Einzelmaßnahmen sukzessive implementiert und optimiert wurden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
www.leuphana.de/klimaneutral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Düsseldorf: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Hochschule Düsseldorf hat am 19.11.2019 Klimaschutz-Leitlinien beschlossen und dabei die CO2-Klimaneutralität bis 2030 als konkretes Klimaschutz-Ziel festgelegt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-duesseldorf.de/personen/salvagno/klimaschutz?showarrows=1&amp;amp;sid=maysmcrsi1wnydumut54ns5v&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement/Nachhaltige-Hochschule/Klimaneutralitt/Klimaneutralitt-K6435.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaneutrale-universitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Trier, Umweltcampus Birkenfeld: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochschule-trier.de/hochschule/hochschulportraet/drei-campus/umwelt-campus-birkenfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pv-magazine.de/2020/06/09/htw-berlin-bekommt-zwei-photovoltaik-anlagen-mit-zusammen-280-kilowatt-leistung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freie Universität Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2019/fup_19_398-klimanotstand/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Energieflüsse abbilden=====&lt;br /&gt;
Um überhaupt den Umgang mit Energie zum Thema zu machen, ist ein Messsystem erforderlich, welches die Verbräuche erfasst und die Energieflüsse durch die Hochschule abbildet (siehe Abbildung 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nachhaltiges Energiemanagement.png|300px|thumb|Abbildung 1: Potentielle Energieeinflüsse durch die Hochschule (Grafik von HIS-HE: CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen)|verweis=Special:FilePath/Nachhaltiges_Energiemanagement.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür ist eine Messarchitektur erforderlich, die die Hochschule angemessen abbildet und eine routinemäßige Auslesung und Auswertung der Daten ermöglicht. Dieses ist erforderlich, um die Effekte von initiierten Maßnah-men zu erkennen und steuern zu können. Im Umkehrschluss bedeutet das, nur das zu messen, was auch für die Steuerung des Energiemanagements relevant ist. Steuerung benötigt ein Controlling-Konzept. Das Controlling-Konzept stellt einen Kreislauf dar, in dem die durch die Klimaschutzaktivitäten (ggf. Klimaschutzkonzept) definier-ten Maßnahmen zur Umsetzung geführt werden. Durch die ständige Evaluierung und zielgerichtete Anpassung der Maßnahmen wird eine erfolgreiche Umsetzung, im Sinne einer Steuerung, sichergestellt. Diese Steuerung bezieht sich auf das regelmäßige Ermitteln, Vereinbaren, Umsetzen, (Erfolgs-)Messen und ggf. Nachjustieren von Maßnahmen. Dieses ist mehr als reiner (quantitativer) Soll-Ist-Vergleich; denn das Vorgehen schließt eine (quali-tative) Bewertung mit ein. Gerade hierfür sind Ressourcen erforderlich, die insbesondere auf der personellen Ebene das entsprechende Fachwissen garantieren und auf der Sachebene für eine adäquate Verwaltung und Ablage der notwendigen Daten sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: 10 Jahre CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1 (2019). Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 9 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ketelhön, U.: Erarbeitung eines Musterkonzeptes sowie standortbezogener Einzelkonzepte für die Helmholtz-Gemeinschaft. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2017, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092077&amp;amp;hash=0086d0e250079e732f6057fdd4cbaa32680b6f8f&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_02-2017_DRUCK.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V.: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 48 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Budgetierungssystem einführen=====&lt;br /&gt;
Budgetierung bedeutet, die Kosten für den Energieverbrauch den Akteuren oder Organisationseinheiten zuord-nen zu können und diese durch spezifische Modelle daran zu beteiligen. Die Motivlagen, Budgetierungssysteme einzuführen und die Bandbreite der Modelle sind vielschichtig. Sie reichen von freiwilligen Systemen, die aus-schließlich mit Bonuszahlungen arbeiten, bis hin zu hochschulweit verbindlich eingeführten Systemen, in denen die Energiekosten aus den dezentralen Budgets zu begleichen sind. Eine Herausforderung stellt oftmals die Bemes-sung der Budgets dar, aus denen die Einheiten ihre Energiekosten begleichen sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V. (2014): Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS-HE: Mitteilungsblatt, Nr. 4, S. 1 f. https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-4.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit Anreizen zu mehr Klimaschutz: Das Prämiensystem zur Energieeinsparung an der Freien Universität Berlin. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wöhning, C.: Projekt „Entwickeln und Setzen von Anreizsystemen“. In: Magazin für Hochschulentwicklung. The-men-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 12&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.: Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 4, 2014, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092324&amp;amp;hash=cc4bf20988a0950ad784ab9f1b6249f584d3e32d&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-1.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Berlin: Prämiensystem.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Freien Universität Berlin hat Anfang 2007 ein so genanntes Prämiensystem eingeführt, um organisatorische und verhaltensbezogene Einsparpotentiale zu realisieren. Über das Prämienmodell erhalten die Fachbereiche direkte finanzielle Anreize.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/handlungsfelder/campus/energie_klimaschutz/praemiensystem/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Freiburg: Dezentrale Monetäre Anreize zur Energieeinsparung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Anreizmodell der Universität Freiburg will Verhaltensänderungen bei den Gebäudenutzern und minimal in-vestive technische Maßnahmen kombinieren. Dabei wird den Einrichtungen anteilig die Kosten, die gegenüber einer Referenz eingespart wurden, gutgeschrieben. Ein Malus-System, dass ggf. Mehrverbrauch sanktioniert, existiert nicht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltige.uni-freiburg.de/klimaschutz/dezmon-2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Energiekostenbudgetierung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/energiesparen/energiekostenbudgetierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goethe-Universität Frankfurt: Energieeinspardialog.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail/hessen-entwickeln-und-setzen-von-anreizsystemen-zur-energieeinsparung-an-hessischen-hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Bauherrenfunktion nutzen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen Hochschulen befinden sich in einem Reformprozess, der sich unter anderem durch einen Paradig-menwechsel im Hochschulmanagement von einer eher detailgesteuerten zu einer verstärkt eigenverantwortlich geführten Hochschule manifestiert. Vor diesem Hintergrund ist einzelnen Hochschulen auch die Bauherrenfunkti-on übertragen worden. In diesem Kontext muss genau geprüft werden, mit welchen Anforderungen diese Aufga-be verbunden und unter welchen Voraussetzungen dieses Modell erfolgsversprechend ist. Die Zuweisung und Übernahme der Bauherrenfunktion hat daher große Bedeutung, weil Neubau oder Sanierung eines Gebäudes einen großen Einfluss auf die CO2-Emissionen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesetzlichen Vorgaben fordern schon eine entsprechende Energieeinsparung bei Neubau und Sanierung. Diese bezieht sich jedoch lediglich auf gebäudeinduzierte Verbräuche. Einen nicht unwesentlichen Anteil macht der nutzerinduzierte Verbrauch aus, der durch die technischen Geräte der Nutzer beeinflusst wird. Im besten Fall kann die Hochschule als Nutzer, Betreiber und Bauherr die Nutzeranforderungen direkt an die von Ihnen beauf-tragten Fachplaner vermitteln und für die energieeffizienteste Lösung des Betriebs sorgen. Im Fall der Bauher-renvertretung durch die Landesbauverwaltung ist eine Einbeziehung der Hochschule als Nutzer und Betreiber sehr wesentlich. Dieses betrifft die Erarbeitung und Übergabe der Nutzeranforderungen an die und auch die Kommunikation mit den Fachplanern. Diese Anforderung bezieht sich auf den gesamten Planungs- und Baupro-zess, um die energieeffizientesten Lösungen für den Betrieb zu finden.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fokus liegt in erster Linie auf Lösungen zur Energieeinsparung mit Hilfe technischer Anlagen und der Verwen-dung von wärmedämmenden Baustoffen. Ein weiterer Aspekt bezüglich des Energieverbrauchs im Bereich Ge-bäudeinfrastruktur von Hochschulen liegt jedoch in der Errichtung von Gebäuden. Ein nicht unwesentlicher Teil der Energie besteht aus „grauer Energie“, die den Energieverbrauch der Gewinnung von Rohstoffen, der Herstel-lung von Baustoffen, deren Transport und Verarbeitung vor Ort betrachtet. Um diesen Energieverbrauch niedrig zu halten, sind mehrere Möglichkeiten gegeben. Eine den Zielen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit verpflich-tete hochschulweite Ermittlung der Flächenbedarfe stellt den Ausgangspunkt dar, gefolgt von Maßnahmen wie z. B. Sanierung vor Neubau, Recyclen und Wiederverwenden von Baustoffen, Verwendung von Baustoffen mit nied-riger Energiebilanz etc. Hier steht die Forschung jedoch noch sehr am Anfang und Datenbanken, die darüber Auskunft geben (z. B. ökobaudat), werden derzeit hauptsächlich von den Herstellern gefüllt. Eine Unabhängigkeit ist dadurch nicht gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Holzkamm, I.; Stibbe, J.; Stratmann, F.; Tegtmeyer, R.: Orientierungshilfe Bauherrenfunktion durch Hochschu-len. Teil 1: Rahmenbedingungen für die Bauherrenfunktion im Hochschulbau HIS-HE: Forum Hochschule, Nr. 4, 2015&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/orientierungshilfe-bauherrenfunktion-durch-hochschulen-teil-1-rahmenbedingungen-fuer-die-bauherrenfunktion-im-hochschulbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stibbe, J.; Stratmann, F.; Söder-Mahlmann, M.: Verteilung der Zuständigkeiten des Liegenschaftsmanagements für die Universitäten in den Ländern. Sachstandsbericht. HIS-HE: Forum Hochschule, Nr. 9, 2012&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/verteilung-der-zustaendigkeiten-des-liegenschaftsmanagements-fuer-die-universitaeten-in-den-laendern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat: ÖKOBAUDAT.&lt;br /&gt;
Mit der Plattform ÖKOBAUDAT stellt das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) allen Akteuren eine vereinheitlichte Datenbasis für die Ökobilanzierung von Bauwerken zur Verfügung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.oekobaudat.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nutzenvorteile einer dezentralen Bauherrenfunktion der Hochschulen für den nachhaltigen Betrieb&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Lebenszyklus-/Nachhaltigkeitsbetrachtungen in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein wesentliches Argument der Hochschulen für eine Übernahme der Bauherrenfunktion ist, die Gesamtzustän-digkeit für Betrieb und Bau in eine Hand zu legen und dadurch die Wirtschaftlichkeit über die Baumaßnahmen hinaus auf den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes in den Fokus zu rücken. Hintergrund dieser Forderung ist unter anderem, dass derzeit bei den Bauinvestitionen die Baufolgekosten nicht hinlänglich berücksichtigt werden und somit die Hochschulen als Verantwortliche für den Gebäudebetrieb die zum Teil sehr hohen Bewirtschaftungs- und Betriebskosten hinnehmen und tragen müssen. Für ein kostenoptimiertes und nachhaltiges Immobilienma-nagement über den gesamten Lebenszyklus ist daher die zusammenhängende Betrachtung von Investitions- und Bewirtschaftungskosten zielführend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Nutzeranforderungen (Forschung &amp;amp; Lehre) in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Während des Projektstarts hat der Nutzer (Hochschule) die Bauherrenfunktion, die er u. a. durch Vorgabe des Projektziels in den Nutzeranforderungen wahrnimmt. Da in vielen Hochschulen bereits hohe Baufachkunde vor-handen ist, können die spezifischen Anforderungen aus Forschung und Lehre aufgrund der vorhandenen Nähe umfassend in die Nutzeranforderungen eingebracht werden. In der Projektabwicklung (Baumaßnahme) hingegen haben i. d. R. die Landesbaubetriebe bzw. -verwaltungen die Bauherrenfunktion, sodass die spezifischen Nutzeranforderungen hier nicht weiterentwickelt, konkretisiert und verbindlich vorgegeben werden können. Der Nutzer hat hier keine Entscheidungsbefugnisse mehr. Bei einer Übernahme der Bauherrenfunktion sehen die Hochschulen daher die Chance, die Nutzeranforderungen im gesamten Planungs- und Bauprozess besser einbeziehen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Gebäudemanagementkompetenzen (Hochschulverwaltung) in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Gebäudemanagement in den Hochschulverwaltungen verfügt über ein langjährig entwickeltes Erfahrungswissen über die bauliche und technische Infrastruktur. Mit einer Übernahme der Bauherrenfunktion erwarten die Hochschulen, dass ihr Erfahrungsschatz direkter in alle Phasen der Entscheidungs- und Planungsprozesse für Baumaßnahmen eingebracht werden kann. Da sowohl Gebäudemanagement als auch Baumanagement dann Teil der Hochschulverwaltung wären, ist die frühzeitige Einbindung des Gebäudemanagements in den Planungspro-zess automatisch gewährleistet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnittstellen/Verfahrensvereinfachung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die derzeitige Wahrnehmung der Aufgaben Planung/Bau sowie Bedarfsplanung/Nutzung/Betrieb in unterschiedlichen Zuständigkeiten bedingt natürliche Schnittstellen. Diese führen nach Abschluss einer Baumaßnahme ggf. zu unerwünschten Problemen in der Nutzung und dem Betrieb. Darüber hinaus können die Schnittstellen Verzögerungen im Planungs- und Bauverfahren hervorrufen, z. B. durch unterschiedliche Verfahrensweisen, unterschiedliche Prioritätensetzung, Missverständnisse etc. Mit der Zusammenführung der Aufgaben in eine Zuständigkeit versprechen sich die Hochschulen eine Verringerung der Schnittstellen und damit eine Verfahrensbeschleuni-gung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Komplette Bauherrenfunktion unabhängig vom Bauvolumen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hochschulen nehmen bei Bauunterhaltungsmaßnahmen und kleinen Neu-, Um- und Erweiterungsmaßnahmen (KNUE, bis ca. 1 Mio. €, kann in einzelnen Ländern höher sein) die Bauherrenfunktion bereits in einem Großteil der Länder wahr. Bei großen Neu-, Um- und Erweiterungsmaßnahmen (GNUE, ab ca. 1 Mio. €, kann in einzelnen Ländern höher sein) besitzen die Landesbaubetriebe bzw. -verwaltungen i. d. R. die Bauherrenfunktion. Die Bauverantwortung im Hochschulbau ist daher je nach Größe der Baumaßnahme in unterschiedliche Zuständigkeiten aufgeteilt. Eine Zusammenlegung der Bauverantwortung an einer Stelle würde einen umfassenderen Blick auf alle Baumaßnahmen pro Hochschule ermöglichen und nicht nur bis oder ab einer gewissen Wertgrenze. Hierdurch wäre ein übergreifendes Steuern aller Baumaßnahmen pro Hochschule besser möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Finanzierungsrahmen und -bedingungen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einige Hochschulen streben die Übernahme der kompletten Bauverantwortung für den Hochschulbau und das eigenverantwortliche Steuern der Baumaßnahme, über die Wertgrenzen hinaus, an. Zusätzlich besteht der Wunsch nach einem verbindlichen, langfristigen Finanzrahmen in der Landeshaushaltsplanung und optional ein frei zur Verfügung stehendes Baubudget. Dadurch würde sich weniger der Maßnahmenprozess durch die Mittel-freigabe des Parlaments verzögern und wäre, was den zeitlichen Ablauf betrifft, einschätzbarer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übergabe und Nutzung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch eine Zusammenlegung der Betreiber- und Bauherrenfunktion wird die frühzeitige Beteiligung des Gebäudemanagements am Bauplanungsprozess gefördert und die Übergabe des fertiggestellten Gebäudes an den Nutzer erleichtert. Zudem wird das Interesse des Bauherrn erhöht, zwingend erforderliche Revisionsunterlagen mit größerem Druck von Bauauftragnehmern einzufordern und nachdrückliche Mängel zu beseitigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landesbaustandards/Wirtschaftlichkeit:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die von den Landesbaubetrieben bzw. -verwaltungen angewandten Landesbaustandards sind für den Hochschul-bau (meist Sonderbauten) nicht immer zielführend, da sie i. d. R. lediglich einen zur Erfüllung der Bauaufgabe „ausreichenden“ Kostenaufwand berücksichtigen. Um hier nicht im internationalen Wettbewerb abgehängt zu werden, müssen bereits die Gebäude spezifische, wissenschaftsbezogene Anforderungen erfüllen und dürfen nicht auf ein ausreichendes „Standardprogramm“ reduziert werden. Eine Übernahme der Bauherrenfunktion würde diesen Blickwinkel stärker in den Fokus rücken und ihm mehr Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baufachliche Qualität/Bauerfahrung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Hochschulerfahrung mit kleineren Baumaßnahmen und teilweise großen drittmittel-finanzierten Maßnahmen liegen weitreichende Erkenntnisse für Hochschulbaumaßnahmen vor. Diese können bei einer Übernahme der Bauherrenfunktion durch Hochschulen unmittelbar eingebracht werden und somit eine Verbesserung der baufachlichen Qualität ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Management der Flächen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein strategisches Flächenmanagement reduziert den Energieeinsatz pro Nutzer, indem es die Auslastung der Flächen innerhalb der Woche erhöht oder die Inanspruchnahme der Fläche pro Nutzer verringert. Das Flächenmanagement an Hochschulen verfolgt jenseits der globalen Zielsetzung einer sparsamen Flächeninanspruchnahme oftmals drei konkrete Zielsetzungen. Zum einen geht es darum, die von der Hochschulleitung oder beauftragter Bauabteilungen angesteuerten Organisationseinheiten, also z.B. Lehrstühle, Institute oder Fachbereiche genau mit denjenigen Flächen auszustatten, die sie benötigen. Die Definition des Flächenbedarfs orientiert sich zwar an landesseitigen Standards und fachspezifischen Anforderungen. Gleichwohl eröffnen sich Spielräume für hochschuleigene, strategische Flächenmanagementvorgaben, die z.B. die Zielsetzung der Klimaneutralität aufgreifen. Konkret bedeutet dies, dass beispielsweise in Berufungszusagen alte „Erbhöfe“ nachjustiert werden. Oder es geht um die Sicherstellung der Flexibilität von Forschungsflächen. Den dritten bedeutenden Bereich macht die klassische Lehrraumbelegung aus. Hier geht es um die gleichmäßigere und letztendlich höhere Auslastung der Räume innerhalb der gesamten Woche und um das genauere Übereinstimmen (‚matchen‘) der Gruppen- und Raumgrößen (FN: Ruiz, Marcelo (2015): Welche Bedeutung haben Flächen in der Hochschulsteuerung auf Landes- und Hochschulebene? In: Magazin für Hochschulentwicklung (2), S. 12–13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht immer sind dazu hochentwickelte CAFM-Systeme erforderlich. In den zentralen Hochschulverwaltungen ist eine systematische und idealerweise an Landesstandards angepasste Bedarfsplanung erforderlich. Lehrraumma-nagementsysteme sind heutzutage selbstverständlich edv-basiert. Zentral organisierte Lehrraumbelegungssys-teme schneiden hinsichtlich ihrer Flächeneffizienz besser ab als dezentrale oder gemischte Systeme (FN: Fenner, Henrich (2014): Hörsäle und Seminarräume: Bestände besser nutzen. Auslastungsuntersuchungen an Hochschu-len als Basis eines effektiven Lehrraummanagements. In: Wissenschaftsmanagement - Zeitschrift für Innovation (2), S. 54–57).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good Practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Stuttgart:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-stuttgart.de/universitaet/organisation/verwaltung/dez6-flaechenbaumanagement/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Heidelberg:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-heidelberg.de/einrichtungen/verwaltung/bau/flaechenmanagement.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Konstanz:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-konstanz.de/facility-management/gebaeudeservices/raumverwaltung-gaestehaeuser-schluesselverwaltung-veranstaltungsplanung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Finanzierungen prüfen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz und zum Klimaschutz ist grundsätzlich über Förderpro-gramme möglich. Diese existieren z. B. auf Landes- und Bundesebene. Hierbei ist häufig auch ein Eigenbeitrag der Hochschulen zu leisten. Darüber hinaus sind Modelle des Contracting und Intracting möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessischen Landesregierung. HIS-HE: Forum, Nr. 3, 2020, S. 25, S. 32&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bauerfeind-Roßmann, I.: Hochschulen in Hessen leisten ihren Beitrag zur Klimaneutralität des Landes. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 7 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Binnewies, K.: Die novellierte Kommunalrichtlinie der nationalen Klimaschutzinitiative. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knissel, J.: Universität Kassel beschreitet mit dem Intracting-Modell neue Wege bei der Finanzierung von Energiespar-Maßnahmen. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 20 - 21&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good Practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Kassel: Intracting Forschungsprojekt.&lt;br /&gt;
Das Intracting-Prinzip will durch Energiesparmaßnahmen eingesparte Energiekosten einer extra geschaffenen „Intracting-Kostenstelle“ gutschreiben und wieder in neue Energiesparmaßnahmen investieren. Im Hochschulbereich findet dieses Verfahren bisher kaum Anwendung. Das Forschungsprojekt IntrHo will die Realisierungsmöglichkeiten für Intracting an Hochschulen untersuchen. Zielsetzung ist, ein anwendungsorientiertes, übertragbares Finanzierungskonzept für Energiesparmaßnahmen an Hochschulen zu entwickeln und zu erproben. Es gehe darum, das jeweilige hochschulinterne Energiemanagement in die Lage zu versetzen, kontinuierlich die Effizienz seiner Hochschulgebäude zu steigern und vorhandene Energieeinsparpotenziale zu erschließen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-kassel.de/uni/universitaet/profil/profil-umwelt-und-nachhaltigkeit/umwelt-und-nachhaltigkeit/betrieb/intracting/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HAW Hamburg: Einspar-Contracting.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwei Standorte der HAW wiesen verschiedene, veraltete Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik auf, eine ineffiziente Belüftung und Beleuchtung führten zu hohen Instandhaltungs- und Energiekosten. Die Hochschule entschied sich deshalb, die Energieeffizienz ihrer Gebäude zu erhöhen und die Energiekosten von bis zu 27 Prozent mit dem Energiespar-Contracting von Siemens ab 2014 zu reduzieren. Dabei wurden Lüftungs- und Klimaanlagen einschließlich der Luftverteilung ausgetauscht, raumlufttechnische Anlagen und die Heizungsanlagenhydraulik optimiert und das bestehende Gebäudeautomationssystem optimiert. Um die garantierte Einsparung sicherzustellen und künftig weiter zu optimieren, übernimmt Siemens das Energie-Monitoring und -Controlling der umgebauten Anlagen. Das dafür integrierte Messkonzept erfasst kontinuierlich und automatisiert den Verbrauch von Strom, Wärme, Kälte, Wasser, von Volumenströmen in Heizungs-, Lüftungs-, Klima- und Kälteanlagen sowie deren Regelungszonen. Damit werden 27 % der jährlichen Energiekosten gespart.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.energiecontracting.de/4-projekte/projektansicht.php?pid=6083&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Energiespar-Contracting.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://energie.blog/erfolgreiches-energiespar-contracting-an-der-uni-bremen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Operativ====&lt;br /&gt;
Die Sortierung der einzelnen konkreten operativen Maßnahmen kann aus systematischen Aspekten in folgende Kategorien erfolgen (siehe Abb. 2):&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
*technische Maßnahmen&lt;br /&gt;
*organisatorische Maßnahmen &lt;br /&gt;
*verhaltensbedingte Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Maßnahmen zum Klimaschutz in Hochschulen.png|200px|thumb|2020 – Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus, Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung)|verweis=Special:FilePath/Maßnahmen_zum_Klimaschutz_in_Hochschulen.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den &#039;&#039;&#039;technischen Maßnahme&#039;&#039;&#039;n zählen in erster Linie alle Aktivitäten, die am Gebäudebestand oder den Anlagen ansetzen und in der Regel investiv sind. Klassische Beispiele sind die Wärmedämmung der Gebäudehülle, die Sanierung der Heizungsanlage oder der Lüftungsanlage sowie die Umgestaltung der Beleuchtung. Für den Nachweis der Effekte dieser Maßnahmen ist eine Messarchitektur erforderlich, die valide Daten liefert. Nachgewiesene Einsparungen müssen sich allerdings immer an den Investitionen und den Amortisationszeiten messen lassen. Darüber hinaus haben sehr massive Eingriffe in die ursprüngliche Physik eines Gebäudes oft neue Nebenwirkungen, die nachteilig sein können. &#039;&#039;(Beispiele für technische Maßnahmen siehe unten)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Maßnahmen&#039;&#039;&#039; sind insbesondere alle Aktivitäten, die am Betrieb der Gebäude oder den Anlagen ansetzen und in der Regel nicht investiv sind. Klassische Beispiele sind die temporäre Schließung von Gebäuden, das Herunterfahren von Heizungs- und Lüftungsleistung. Angestrebte Maßnahmen müssen sich allerdings oft am Widerstand der Nutzer messen lassen, wenn eine Diskussion über Erwartungen und Komfort geführt wird. &#039;&#039;(Beispiele für organisatorische Maßnahmen siehe unten)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den &#039;&#039;&#039;verhaltensbedingten Maßnahmen&#039;&#039;&#039; zählen in erster Linie Aktivitäten, die am konkreten (aktiven) Verhalten der Akteure in der Universität ansetzen; diese Maßnahmen sind, entgegen häufiger Meinung auch investiv, denn eine verstetigte Verhaltensveränderung einzelner Akteure bedarf einer kontinuierlichen Information und Motivation. Und auch bei diesen Maßnahmen sollte daher die kritische Prüfung von Aufwand und Ertrag erfolgen. Typische Beispiele sind das Ausschalten des Stand-by-Betriebes oder das richtige Lüften sowie Regulieren der Raumtemperatur. Für den Nachweis der Effekte verhaltensbedingter Maßnahmen im Hochschulbereich existieren Ergebnisse aus zwei Forschungsvorhaben. &#039;&#039;(Beispiele für verhaltensbedingte Maßnahmen siehe unten)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die technische Ausstattung neuer Hochschulgebäude, so die aktuellen Beobachtungen, bedingt, dass die Nutzer nur noch sehr eingeschränkt durch aktives Handeln zur Energieeinsparung beitragen können. Wenn also über Budgetierungsverfahren die Energieeinsparung durch Nutzer belohnt werden soll, bedarf es neuer Formen. Aus diesem Grund erprobt HIS-HE aktuell ein Dialogverfahren in Hochschulen, bei dem die Nutzer dem Energiemanagement und den Serviceeinheiten für die Bereitstellung ihre konkreten Ansprüche für den Betrieb der Gebäude und Räume darstellen. Aus diesem Dialog ergeben sich neue Einsparungspotentiale.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Technik=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wöhning, C.: Projekt &amp;quot;Erkennen und Verringern der Grundlast&amp;quot;. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 13&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
EnEff Campus: blueMAP TU Braunschweig: Für den Campus der Technischen Universität Braunschweig wird ein Integraler Energetischer Masterplan entwickelt. Dabei werden auf Basis einer Bestandsaufnahme Methoden und Werkzeuge zur mittelfristigen Reduzierung des Primärenergieverbrauchs um 40 % und zur langfristigen Versorgung des Campus mit ausschließlich regenerativen Energien erarbeitet (2015).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/igs/forschung/eneffcampus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Lüftung und Klimatisierung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Optimierte Lüftungsschaltung&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://magazin.tu-braunschweig.de/m-post/dank-optimierter-lueftungsschaltung-auf-dem-siegertreppchen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Wärmeversorgung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Berlin: Neue Methode auf dem Campus von TU Berlin und Universität der Künste, um das Wärmewendeziel der Bundesregierung zu erreichen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pressestelle.tu-ber-lin.de/menue/tub_medien/publikationen/medieninformationen/2019/juni_2019/medieninformation_nr_1052019/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Beleuchtung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Umstellung auf LED im Foyer (Audimax).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/energieberatung/led-beleuchtung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Greifswald: Umstellung auf LED in der Universitätsbibliothek.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.gebaeudedigital.de/schwerpunkt/licht-und-schatten/umstellung-auf-led-in-der-universitaetsbibliothek/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Eigenerzeugung Energie&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hochschule Reutlingen: Neue Solaranlage auf dem Dach der Hochschule.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.reutlingen-university.de/news/aktuelles/detail/article/staatssekretaerin-weiht-solaranlage-auf-dem-dach-der-hochschule-ein/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kassel: Universität produziert Solarstrom für den eigenen Verbrauch.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/3-aktuelles/nachrichten/39-umfrage-ap-betrieb.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Für die Stärkung der Versorgung des Gebäudebestands mit regenerativen Energien, installiert die TU Braunschweig neun Photovoltaik-Anlagen auf geeigneten Dächern.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/gb3/energiemanagement/test-neu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Oldenburg: Photovoltaik&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://uol.de/dezernat4/technisches-gebaeudemanagement/pv-anlagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jade Hochschule: Förderbescheid für den Bau einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Haupthauses.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
http://www.wzonline.de/nachrichten/newsdetails-top-thema/artikel/energie-vom-dach-der-jade-hochschule.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Green IT&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Bremen: GreenIT Housing-Center wird durch die Universität betrieben. Die Installation, Administration und der Betrieb der Server bleibt in der Eigenverantwortung der dezentralen Administratoren, die durch ein elektronisches Zugangskontrollsystem jederzeit Zugang zum Gebäude und zu den Ihnen zugeordneten Serverracks bekommen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bremen.de/zfn/weitere-it-dienste/serverhousing-webhosting/green-it-housing-center&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Stuttgart: Auf dem Weg zu nachhaltigen Rechenzentren – Konsortium unter Führung der Universität Stuttgart stellt Handlungsempfehlungen zur Senkung des Energie- und Rohstoffverbrauchs vor.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-stuttgart.de/universitaet/aktuelles/presseinfo/Auf-dem-Weg-zu-nachhaltigen-Rechenzentren/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Organisation=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Temporäre Schließungen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Wärmeabsenkung zwischen Weihnachten und Neujahr.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.leuphana.de/universitaet/organisation/universitaetsverwaltung/gebaeudemanagement/lebenswelt-universitaet/klimaneutrale-universitaet/energieeffizienz.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Bauen und Betreiben&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen: Leitfaden zum Technischen Monitoring von öffentlichen Gebäuden zur Betriebsoptimierung und Effizienzsteigerung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/nachhaltiges_bauen/download/technisches_monitoring/Leitfaden_zum_technischen_Monitoring-2018.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Universität Braunschweig: Anforderungen und Möglichkeiten des technischen Monitorings zur Unterstützung des Planungs- und Inbetriebnahmeprozesses.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Veranstaltungen_Vortraege/2019/Forum_Gebaeudemanagement_2019/6_Plesser_Braunschweig.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Energiemanagement&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung: Energieportal – Hochschulseiten.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/leistungen/energie-und-umwelt/energieeffizienz/energieportal-fuer-hochschulen/energiemanagement-an-hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung: Nachhaltigkeitsportal – Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/klimaneutralitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Göttingen: Das Gebäudemanagement setzt ein 11-Punkte-Programm um, mit dem dem steigenden Energieverbrauch und den Energiekosten begegnet werden soll.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-goettingen.de/de/33522.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Unterstützung einführen (CAFM / EMAS / ISO / Benchmarking)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Goethe-Universität Frankfurt: Energiemanagement nach DIN ISO 50001.&lt;br /&gt;
Das Energiemanagement der Goethe-Universität Frankfurt ist als erstes einer deutschen Universität nach DIN ISO 50001 zertifiziert worden. Zusätzlich wurden Leitlinien für Energiemanagement und Umweltschutz festgelegt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://aktuelles.uni-frankfurt.de/aktuelles/beitrag-der-goethe-universitaet-zur-klimawoche/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benchmarking: CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen.&lt;br /&gt;
HIS-HE erstellt seit 2009 (Bilanzierungsjahr 2008) eine jährliche Bilanz für alle hessischen Hochschulen und dokumentiert diese in einem Bericht. Dieses erfolgt in enger Kooperation mit dem Fachpersonal für Energiemanagement.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail/hessen-co%E2%82%82-bilanz-an-hessischen-hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Verwaltung und Wissenschaft kooperieren&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Darmstadt: EnEff:Stadt Campus Lichtwiese zur energieeffizienten Weiterentwicklung des Campus Lichtwiese durch intelligente Systemvernetzung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.intern.tu-darm-stadt.de/dez_v/versorgung_technik/energiemanagement_1/eneff_stadt_campus_lichtwiese/eneff_stadt_campus_lichtwiese.de.jsp&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.: Nachhaltigkeitsberichterstattung an hessischen Hochschulen. HIS-HE: Medium, Nr. 1 (2019), S. 14&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1597404286&amp;amp;hash=8743ecfcda18a6042469a76bfb2bf277af400afc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Medium/Medium_201901_Nachhaltigkeit.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Verhalten=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Matthies, E.; Wagner, H.-J.: (Hrsg.): Change – Veränderung nachhaltigkeitsrelevanter Routinen in Organisationen. LIT Verlag, Berlin, 2011. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;lr=&amp;amp;id=umQwyFkIp68C&amp;amp;oi=fnd&amp;amp;pg=PA1&amp;amp;dq=verbundprojekt+change+hochschule+verhaltens%C3%A4nderung+energieeinsparung&amp;amp;ots=Ux-yoJY8dk&amp;amp;sig=gnrfO3s0u5L82gNoYtIOORRlPuw#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Klimaschutz und Energieeffizienz. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Nr. 1, 2017, S. 12 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2017&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Ergebnisse aus Forschungsprojekten zum Nutzerverhalten&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Echo: Energieeffizienz und CO2-Einsparungen an Hochschulen erreichen und gestalten ist möglich – Leitfaden zur Umsetzung einer Energiesparkampagne &lt;br /&gt;
https://www.echo-energie.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
change: Veränderung nachhaltigkeitsrelevanter Routinen in Organisationen (change).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
http://www.change-energie.de/&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Good practice – Anreizsysteme und Dialog der Serviceeinheiten&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung: Entwickeln und setzen von Anreizsystemen zur Energieeinsparung an hessischen Hochschulen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail?tx_hishe_hishefe%5Bproject%5D=365&amp;amp;cHash=ef6015979a48ae75ed785cee3c022b8b&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Reine Informationsmaßnahmen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzwoche.&lt;br /&gt;
Bei der Klimaschutzwoche im Jahr 2018 der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde wurden Gäste mit Vorträgen, Diskussionen und Do It Your Self Aktionen über den Klimawandel informiert. Durch initiative Beteiligte konnte ein breitgefächertes und spannendes Programm aufgestellt werden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/Klimaschutzwoche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Film zum Klimaschutz.&lt;br /&gt;
Die Hochschule Osnabrück hat einen Film über den Klimaschutz an der eigenen Hochschule veröffentlicht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/wir/wir-stellen-uns-vor/wir-in-der-gesellschaft/themen/klimaschutz/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bayreuth: Klimaschutzwoche.&lt;br /&gt;
Die Klimaschutzwoche der Fairtrade-Universität Bayreuth wurde vom Studierendenparlament mit Hilfe der Plattform Green Campus organisiert. Diverse Themen rund um den Klimaschutz wurden von Initiativen in unterschiedlichen Formaten vorgestellt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nordbayerischer-kurier.de/inhalt.uni-klimawoche-weil-s-alle-angeht.e0a724b8-d1a7-42bc-8262-43e528b948b1.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Energiespartipps.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.leuphana.de/universitaet/entwicklung/nachhaltigkeit/klimaneutrale-universitaet/energiesparen.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Hochschule Mittelhessen: Der „Energietag“.&lt;br /&gt;
2018 veranstaltete die Technische Hochschule Mittelhessen einen Energietag, an dem praxisnah die Themen Energienutzung und CO2-Einsparung behandelt wurden. Konkret ging es um zukunftsweisende Elektromobilität und die Energieeinsparung bei der Gebäudenutzung. Firmen, Zentren, Fachbereiche und Arbeitsgruppen stellten dabei ihre Projekte und Entwicklungen vor.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.thm.de/site/hochschule/aktuelles/aus-lehre-und-forschung/viel-energie.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Mobilität&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zink, A.: Mobilität und Mobilitätsmanagement in Hochschulen. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2019, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091865&amp;amp;hash=416d648c63e5bebcd68028f68fcce3e593100074&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2019-2.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Leuphana-Campus wird verkehrsberuhigt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.leuphana.de/news/pressemitteilungen/pressemitteilungen-ansicht/datum/2019/09/27/leuphana-campus-wird-verkehrsberuhigt.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Carsharing Projekt mit den Kreiswerken.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Aktuelles/Presseportal/Pressemitteilungen/Verkehrswende-an-der-Hochschule-fr-nachhaltige-Entwicklung-Eberswalde-E10487.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachhochschule Bielefeld: Eine Art „Mehrfachsteckdose“ für das Laden von Elektrofahrzeugen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fh-bielefeld.de/ium/fit2load&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Präsidiumsbeschluss verpflichtet alle Angehörigen der Hochschule Strecken unter 1.000 Kilometer mit Bus oder Bahn anstelle des Flugzeugs zurückzulegen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Aktuelles/Presseportal/Pressemitteilungen/Es-geht-auch-ohne-E10372.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Justus Liebig Universität Gießen: Beschaffung von E-Bikes für Beschäftigte vom Land gefördert.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-giessen.de/ueber-uns/pressestelle/pm/pm172-19&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Bremen: Fahrradmodellquartier wird mit Eröffnung des Repair-Cafés an der Hochschule fertiggestellt.&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
https://weserreport.de/2019/07/bremen/sued/mehr-als-eine-werkstatt/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Heilbronn: Mobilitätsprojekt PendlerRatD will Berufspendler zum Umstieg vom Auto aufs Rad bewegen. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://radmarkt.de/nachrichten/fahrradde-unterstutzt-mobilitats-initiative-pendlerratd&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Testphase für ein neues Pedelec-Verleihsystem für Mitarbeitende der Stadtwerke und der Hochschule.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/stadtwerke-testen-stationsflexibles-pedelec-verleihsystem-erste-phase-in-kooperation-mit-der-hochs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE (DKE): Ladeinfrastruktur Elektromobilität - Der technische Leitfaden für Installation und Betrieb in der Praxis.&lt;br /&gt;
Was ist bei der Planung, Errichtung und dem Betrieb einer Ladeinfrastruktur zu beachten und welche Normen und Vorschriften sind hierbei von Bedeutung? Antworten darauf gibt die dritte Version des technischen Leitfadens für die Ladeinfrastruktur der Elektromobilität – ein Projekt von DKE, BDEW, ZVEH, ZVEI und VDE|FNN. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.dke.de/de/arbeitsfelder/mobility/technischer-leitfaden-ladeinfrastruktur-elektromobilitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Furtwangen: Modellprojekt zur Sicherung der Erreichbarkeit ländlicher Hochschulen mit Hilfe nachhaltiger Mobilitätslösungen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/abschlussveranstaltung-zu-mobilitaetsprojekt-an-hochschule-furtwangen-1/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Elektromobilität auf dem Campus.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/news-einzelansicht/news/detail/News/elektromobilitaet-auf-dem-campus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität des Saarlandes: AStA der Saar-Universität eröffnet Fahrradverleih.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-saarland.de/universitaet/aktuell/artikel/nr/20845.html&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=6302</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Energiemanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=6302"/>
		<updated>2020-12-29T09:08:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: /* Operativ */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Nachhaltiges Energiemanagement, nachhaltiger Umgang mit Energie =&lt;br /&gt;
===Betroffener Personenkreis===&lt;br /&gt;
Der Beitrag richtet sich an das Fachpersonal im technischen Gebäudemanagement, welches auf der operativen Ebene mit der Bereitstellung von Energie sowie dem Management der Energienutzung betraut ist. Darüber hin-aus werden strukturelle Hinweise gegeben, die für das Leitungspersonal relevant sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Relevanz===&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Gebäudemanagements besteht darin, optimale Bedingungen für die Kernaufgaben der Hoch-schulen zu schaffen. Hierzu zählt auch das Bereitstellen von und der Umgang mit Energie. Vor diesem Hintergrund bewegt sich dieses Handlungsfeld immer in einem besonderen Spannungsfeld, wenn auch ein effizienter, mög-lichst sparsamer Einsatz von Energie erfolgen soll, um CO2 und Kosten einzusparen. Potentielle Zielkonflikte zwi-schen dem Anspruch, bestmögliche Voraussetzungen für Forschung und Lehre zu schaffen und gleichzeitig Ener-gie effizient einzusetzen, sind der Organisation Hochschule immanent.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind gesetzliche Vorgaben (siehe unten) und Kostenaspekte (insb. steigende Energiekosten) Rah-menbedingungen, die dem Thema Energieeinsatz eine Relevanz geben. Die zentrale Facette scheint allerdings der stetig zunehmende öffentliche, gesellschaftliche Druck zum aktiven Klimaschutz zu sein, der insbesondere von Hochschulen und den Mitgliedern ausgeht und sehr stark von den wissenschaftlichen Erkenntnissen und konkre-ten Zielvorgaben gestützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gesetzliche Grundlagen===&lt;br /&gt;
Gesetzliche Vorgaben existieren, um Gebäude nach hohem Energieeffizienzstandard zu errichten bzw. zu sanieren und den energieeffizienten Betrieb bereits in der Phase des Planens zu berücksichtigen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesetzliche Rahmen für bauliche Maßnahmen wurde bisher durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmG) verbindlich festgelegt. Mit dem geplanten Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) &amp;lt;ref&amp;gt;Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz - GEG), Entwurfsstand: 03.07.2020 (nach Zustimmung im Bundesrat).&amp;lt;/ref&amp;gt; ab November 2020 werden die bisherigen Regelungen aus EnEG, EnEV und EEWärmeG in einem Gesetz zusammengefasst. Grundlage der bisherigen nationalen Regelungen sind die Richtlinien der EU, insbesondere als Basis für die o. g. gesetzlichen Regelungen die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen ergeben sich Anforderungen aus den gesetzlichen Regelungen im Rahmen von EnEG, EnEV, EEWärmeG bzw. zukünftig GEG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sanierungs- und Neubaumaßnahmen: Baubezogene Regelungen, Energieausweise für Gebäude, Standards für „Niedrigstenergie-Gebäude“&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
* Betrieb von Gebäuden und technischen Anlagen: Energetische Inspektion (Klimaanlagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der GEG-Einführung sind zunächst keine Verschärfungen der bisherigen Regelungen der EnEV vorgesehen. Eine Überprüfung dieser Standards ist erst für das Jahr 2023 vorgesehen. Neu sind dagegen eine Innovationsklausel und der so genannte Quartiersansatz. Zunächst befristet bis Ende 2023 sind damit Möglichkeiten zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen anstelle des Primärenergieeinsatzes sowie eine gemeinsame Berücksichtigung von Gebäuden an einem zusammenhängenden Standort möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Regelungen aus den EU-Richtlinien werden erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt. Das „Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität“ (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) – kurz: GEIG – gehört dazu und bezieht die in 2018 aktualisierten Regelungen der EU-Gebäuderichtlinie von 2010 ein.  Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat dazu den Gesetzentwurf ausgearbeitet, der für Baumaßnahmen (Neubau und umfassende Sanierungen) ab dem 11. März 2021 relevant werden soll. Bei Nicht-Wohngebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen muss demnach mindestens jeder fünfte Stellplatz entsprechend ausgerüstet und mindestens ein Ladepunkt errichtet werden. Ab 2025 muss jedes (bestehende) nicht zum Wohnen genutzte Gebäude mit mehr als zwanzig Stellplätzen mit mindestens einem Ladepunkt ausgestattet werden &amp;lt;ref&amp;gt;Entwurf eines Gesetzes zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz – GEIG), Stand: 04.03.2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind weitere gesetzliche Regelungen, die im Zusammenhang mit dem Bezug und der Nutzung von Energie stehen für die Hochschulen von Bedeutung. Beispielhaft genannt werden hier &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Service/Gesetzeskarte/gesetzeskarte.html&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das insbesondere die Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien festlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), das die Förderungen für hocheffizienter KWK-Anlagen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das die Rahmenbedingungen für eine „sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Gas“ festlegt und insbesondere für Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze im Rahmen der Versorgung Dritter von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stromsteuergesetz (StromStG), das die Besteuerung von Strom sowie auch die Ermäßigung oder die Befreiung von der Steuer unter bestimmten Voraussetzungen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Treibhausgas-Emissionshandels-Gesetz (TEHG), auf dessen Grundlage der Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen in einem EU-weiten Emissionshandelssystem basiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) zur Regelung der Voraussetzungen für die Einführung und den Betrieb eines Anlagenregisters für Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Grubengas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der übergeordneten Ebene der EU ist weiterhin der „Klima- und energiepolitische Rahmen“ mit den  EU-weiten Zielvorgaben und politischen Zielen für den Zeitraum 2021 bis 2030 zu benennen, an dem sich die nationale Gesetzgebung orientieren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen von Bedeutung dürfte die Herausstellung der „Vorbildfunktion der öffentlichen Hand“ wie aktuell in § 4 des GEG bzw. § 1a EEWärmeG und EnEG § 2a (Niedrigstenergiegebäude) sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: Noch Kundenanlage oder schon Netz? BGH-Urteil liefert konkrete Hinweise, aber keine allgemeingültige Lösung. In: HIS:Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2020, S.3&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091621&amp;amp;hash=ad71f51ce9852bb0df44a036090d20859fd000cc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2020-02_Energierecht.pdf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ziele===&lt;br /&gt;
Für einen nachhaltigen Umgang mit Energie können sich Hochschulen, insbesondere wenn die CO2-Emissionen ein zentraler Indikator sein sollen, bei der Zielsetzung an drei wesentlichen Handlungsfeldern orientieren; diese lauten: Minimieren, substituieren und kompensieren von CO2-Emissionen. Wesentlich dabei ist die Prämisse: Minimierung vor Substitution vor Kompensation.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Minimierung&#039;&#039;&#039; bedeutet, tatsächlich weniger Energie zu verbrauchen, also den Energieverbrauch reduzieren und bei gleichem Energieträger eine Verringerung der CO2-Emissionen erzielen (z. B. technische oder organisatori-sche Maßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Substitution&#039;&#039;&#039; bedeutet, emissionsarme Energieträger einzusetzen. Bei gleichem Energieverbrauch werden damit Energieträger genutzt, die weniger CO2-Emissionen verursachen (z. B. Kauf von Ökostrom).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompensation&#039;&#039;&#039; bedeutet, für selber verursachte CO2-Emissionen an anderer Stelle eine CO2-Senke zu schaffen (z. B. Kauf von Zertifikaten, Organisation eigener Projekte). Gesetzlich sanktionierte Beispiele hierfür finden sich im Immissionsschutzrecht (z. B. §§ 17 ff. BImSchG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hemmnisse und Treiber===&lt;br /&gt;
Ein nachhaltiges Energiemanagement ist eingebettet in die Organisation (Strukturen) und den praktischen Betrieb (operative Handlungsmöglichkeiten) der Hochschule. Auf diesen beiden Ebenen können strukturell folgende Hemmnisse und Treiber für die Umsetzung eines nachhaltigen Umgangs mit Energie identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hemmnisse&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ressourcenmangel&lt;br /&gt;
*fehlende personelle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende Sichtweise auf langfristigere Effekte und die Externalisierung der Kosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsprozess&lt;br /&gt;
*limitierte Zeit für Planungsaufgaben sowie Fehler während der Bauplanung&lt;br /&gt;
*mangelnde Kommunikation zwischen Nutzern, Planern, Betreibern und Bauherren&lt;br /&gt;
*unkoordinierte Inbetriebnahme von neu erstellten Gebäuden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgaben&lt;br /&gt;
*keine Verankerung im Leitbild der Hochschule&lt;br /&gt;
*kein Klimaschutzkonzept mit definierten, priorisierten Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäudebestand&lt;br /&gt;
*unzureichende Messarchitektur&lt;br /&gt;
*hoher Technisierungsgrad bei Neubauten&lt;br /&gt;
*kein strukturiertes Flächenmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschullogik&lt;br /&gt;
*starke Egoismen der Fachbereiche&lt;br /&gt;
*schwere Einflussnahme auf Verhalten von Mitarbeitenden und Studierenden&lt;br /&gt;
*häufig wechselnde Akteure in der Mitgliedschaft der Hochschule&lt;br /&gt;
*fehlende Absprachen der beteiligten Serviceeinheiten der Hochschulen&lt;br /&gt;
*unklare Grenzen zwischen Komfort und Freiheit von Forschung und Lehre&lt;br /&gt;
*Spannungsfeld zwischen dem Ziel Energieeinsparung und energieintensiver Forschung mit Großgeräten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Treiber (nicht zu verwechseln mit Maßnahmen)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesetze, Normen, Zertifikate&lt;br /&gt;
*konkrete gesetzliche Vorgaben (insbesondere EnEV bzw. das künftige GEG, EEG, KWKG)&lt;br /&gt;
*AMEV Technisches Monitoring 2017&lt;br /&gt;
*Betrachtung der Lebenszykluskosten von Gebäuden (BNB Zertifikate)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenz&lt;br /&gt;
*Vernetzung und Kompetenzerweiterung des Fachpersonals&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fördermittel&lt;br /&gt;
*Bereitstellung von Fördermitteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Fortschritte&lt;br /&gt;
*Digitalisierung im Gebäudemanagement&lt;br /&gt;
*Einsatz erneuerbarer Energien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerer Druck&lt;br /&gt;
*öffentliche Diskussion zum Klimaschutz&lt;br /&gt;
*Thematisierung in den Zielvereinbarungen und Hochschulentwicklungsplänen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maßnahmen zur Implementierung===&lt;br /&gt;
Für eine Implementierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz kann strukturell zwischen strategischen und operativen unterschieden werden. Hierbei sind die strategischen dadurch charakterisiert, dass sie „gute Rahmenbedingungen“ für die operativen schaffen. Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen benannt und Beispiele für „good practice“ angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Strategisch====&lt;br /&gt;
=====Governancestrukturen schaffen=====&lt;br /&gt;
Governance kann verstanden werden als Aufgabe, die Prozesse für einen erfolgreichen Klimaschutz geordnet zu koordinieren. Für eine Governance, explizit auch zum Klimaschutz bzw. zur Energieeffizenz, kann für den Praxis-betrieb auf die Bereiche Politik, Profession, Organisation, Wissen und Öffentlichkeit aus dem Governance-Regler zurückgegriffen werden, der im Handlungsfeld Governance von HOCHN entwickelt wurde und in der Evaluation der Nachhaltigkeitskonzepte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt einem Praxistest unterzogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessi-schen Landesregierung. HIS-HE:Forum, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeitsgovernance an Hochschulen - BETA, Oktober 2018:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/2-handlungsfelder/01-governance.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Berlin: Nachhaltigkeitsrat.&lt;br /&gt;
Der Nachhaltigkeitsrat wurde im Jahr 2018 Gegründet und besteht aus gewählten Mitgliedern der TU Berlin sowie externen Teilnehmenden. Der Nachhaltigkeitsrat ist darüber hinaus ein offenes Gremium, in dem jede und jeder willkommen ist, der sich für die nachhaltige Entwicklung der TU Berlin interessiert und daran mitwirken möchte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltigkeitsrat.tu-berlin.de/menue/nachhaltigkeitsrat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Runder Tisch zur nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;
Der Runde Tisch „Nachhaltige Entwicklung der HNEE“ wurde 2010 als demokratisches, von allen Interessengrup-pen der Hochschule gemeinsam getragenes und gestaltetes Gremium von der heutigen Nachhaltigkeitsmanage-rin und der Koordinatorin für die familienfreundliche Hochschule ins Leben gerufen. Ziel ist eine gemeinsame, von allen Hochschulgruppen entwickelte, umfassende nachhaltige Entwicklung an der HNEE.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement-an-der-HNEE/Beteiligung-und-Mitmachen/Runder-Tisch-Nachhaltigkeit/Runder-Tisch-zur-nachhaltigen-HNEE-Entwicklung-E6093.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Nachhaltigkeitsleitlinien.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/uni/nachhaltige-hochschule/home/nachhaltigkeitsleitlinien/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Harz: Senatskommission &amp;quot;Nachhaltige Hochschule Harz&amp;quot;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-harz.de/nachhaltige_hs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FU Berlin: Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Controllingkonzept umsetzen=====&lt;br /&gt;
Controlling meint, die Aktivitäten zur Energieeffizienz gezielt zu steuern. Das Controlling fußt damit auf einer quantitativen Grundlage. Dieses kann die zahlenmäßige und graphische Auswertung der monatlichen Verbrauchsdaten (gebäudebezogen) sein, um Veränderungen erkennen zu können und um die Nutzer zu informieren und zu motivieren sowie die gezielte Beobachtung der den konkreten Maßnahmen zugeordneten Zähler. Um die Zielsetzung für das Controlling-Konzept zu erreichen (insb. die Wirksamkeitsmessung), sind folgende Strukturen als Rahmenbedingungen zu schaffen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übergabe der operativen Verantwortung an speziell ausgebildetes Fachpersonal (für Klimaschutz) mit zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
*Gründung eines Klimaschutzbeirats mit Kontroll- und Lenkungsfunktion (dieses kann der Umweltaus-schuss übernehmen).&lt;br /&gt;
*Durchführung regelmäßiger Audits zur Überprüfung des Projektfortschritts und Messbarkeit über ein Kennzahlsystem herstellen (als Elemente im Managementkreislauf: plan (Ziele, Verantwortungen, Ressourcen festlegen), do (Durchführung gemäß Planung), check (Zielerreichung prüfen, Fehler erheben), act (Fehler analysieren, Lösungsmöglichkeiten finden und auswählen).&lt;br /&gt;
*Sicherung der Finanzierung (ggf. über einen Klimaschutz-Etat).&lt;br /&gt;
*Etablieren eines Berichtswesens, auch für die Hochschulleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Hochschulen haben aktuell eine Beteiligung an einem normierten Umweltmanagementsystem nach EMAS:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt: Beteiligung an EMASplus.&lt;br /&gt;
Als erste Universität in Deutschland hat die KU das Zertifikat „EMASplus“ erhalten. Grundlage dafür ist die Etablierung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagements, das Ökologie, Soziales und Ökonomie umfasst. Damit verpflichtet sich die Katholische Universität dazu, ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Wirkungen regelmäßig systematisch überprüfen zu lassen und kontinuierlich zu optimieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.ku.de/kommunikation/presse/pi/einzelansicht/article/ku-erhaelt-als-erste-universitaet-in-deutschland-das-zertifikat-emasplus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 79 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule RheinMain: Klimaschutzkonzept Hochschule RheinMain. Abschlussbericht, Juni 2018, S. 67 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-rm.de/fileadmin/Home/Hochschule/Veroeffentlichungen/Klimaschutz/20180815_Abschlussbericht_KlischKo_HSRM_final.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzkonzept der HNE Eberswalde.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/_obj/67605A07-D2ED-4886-8A7C-BEB532B8044E/outline/Klimaschutzkonzept_HNEE.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaschutzkonzept der Universität Kiel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaschutzkonzept&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Klimaschutzbericht der Hochschule Osnabrück.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/wie-die-hochschule-osnabrueck-ihren-co2-fussabdruck-um-fast-70-prozent-verkleinert-hat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Klimaneutralität formulieren=====&lt;br /&gt;
Klimaneutralität beinhaltet, für einen selbstgesteckten Rahmen (z. B. Gebäudebetrieb, Mobilität, Konsum) die klimarelevanten Emissionen zu beziffern, sie zu minimieren oder substituieren und verbleibende Emissionen auch zu kompensieren. Die Zielsetzung, als Hochschule klimaneutral zu werden, wird auf ein Datum bezogen, z.B. auf das Jahr 2035. Die Zeitspanne bis zur Klimaneutralität und die bis dahin noch emittierten Tonnen CO2 müssen aus den Zielsetzungen zur Eingrenzung der Erderwärmung abgeleitet werden. Die Formulierung einer Klimaneutrali-tät ist somit immer Angelegenheit der Hochschule als Ganzes, also der Hochschulleitung. Formulierte Klimaneut-ralität ist auch ein Aspekt von Governance und hochschulöffentlich. Klimaneutralität ist für Hochschulen realisier-bar, dieses hat eine Studie von HIS-HE belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J., Person, R.-D. (2019): Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus. Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung. HIS-HE:Medium, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golüke, H.: Ökostrom beziehen ist gut - reicht aber nicht! In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen, Nr. 1 ,2019, S. 18 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Die Leuphana Universität Lüneburg hat sich 2007 das Ziel der Klimaneutralität gesetzt und dieses im Jahr 2014 erreicht. Dabei konnten 50 Prozent Primärenergie und 30 Prozent Endenergie eingespart werden. Grundlage der Erreichung der Klimaneutralität ist der effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen in allen Teilbereichen der Universität. Die Themenfelder sind Energieeffizienz, Einsatz regenerativer Energien, Förderung einer klimascho-nenden Mobilität und der nachhaltigen Beschaffung, die in vielen Einzelmaßnahmen sukzessive implementiert und optimiert wurden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
www.leuphana.de/klimaneutral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Düsseldorf: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Hochschule Düsseldorf hat am 19.11.2019 Klimaschutz-Leitlinien beschlossen und dabei die CO2-Klimaneutralität bis 2030 als konkretes Klimaschutz-Ziel festgelegt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-duesseldorf.de/personen/salvagno/klimaschutz?showarrows=1&amp;amp;sid=maysmcrsi1wnydumut54ns5v&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement/Nachhaltige-Hochschule/Klimaneutralitt/Klimaneutralitt-K6435.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaneutrale-universitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Trier, Umweltcampus Birkenfeld: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochschule-trier.de/hochschule/hochschulportraet/drei-campus/umwelt-campus-birkenfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pv-magazine.de/2020/06/09/htw-berlin-bekommt-zwei-photovoltaik-anlagen-mit-zusammen-280-kilowatt-leistung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freie Universität Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2019/fup_19_398-klimanotstand/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Energieflüsse abbilden=====&lt;br /&gt;
Um überhaupt den Umgang mit Energie zum Thema zu machen, ist ein Messsystem erforderlich, welches die Verbräuche erfasst und die Energieflüsse durch die Hochschule abbildet (siehe Abbildung 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür ist eine Messarchitektur erforderlich, die die Hochschule angemessen abbildet und eine routinemäßige Auslesung und Auswertung der Daten ermöglicht. Dieses ist erforderlich, um die Effekte von initiierten Maßnah-men zu erkennen und steuern zu können. Im Umkehrschluss bedeutet das, nur das zu messen, was auch für die Steuerung des Energiemanagements relevant ist. Steuerung benötigt ein Controlling-Konzept. Das Controlling-Konzept stellt einen Kreislauf dar, in dem die durch die Klimaschutzaktivitäten (ggf. Klimaschutzkonzept) definier-ten Maßnahmen zur Umsetzung geführt werden. Durch die ständige Evaluierung und zielgerichtete Anpassung der Maßnahmen wird eine erfolgreiche Umsetzung, im Sinne einer Steuerung, sichergestellt. Diese Steuerung bezieht sich auf das regelmäßige Ermitteln, Vereinbaren, Umsetzen, (Erfolgs-)Messen und ggf. Nachjustieren von Maßnahmen. Dieses ist mehr als reiner (quantitativer) Soll-Ist-Vergleich; denn das Vorgehen schließt eine (quali-tative) Bewertung mit ein. Gerade hierfür sind Ressourcen erforderlich, die insbesondere auf der personellen Ebene das entsprechende Fachwissen garantieren und auf der Sachebene für eine adäquate Verwaltung und Ablage der notwendigen Daten sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: 10 Jahre CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1 (2019). Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 9 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ketelhön, U.: Erarbeitung eines Musterkonzeptes sowie standortbezogener Einzelkonzepte für die Helmholtz-Gemeinschaft. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2017, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092077&amp;amp;hash=0086d0e250079e732f6057fdd4cbaa32680b6f8f&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_02-2017_DRUCK.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V.: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 48 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Budgetierungssystem einführen=====&lt;br /&gt;
Budgetierung bedeutet, die Kosten für den Energieverbrauch den Akteuren oder Organisationseinheiten zuord-nen zu können und diese durch spezifische Modelle daran zu beteiligen. Die Motivlagen, Budgetierungssysteme einzuführen und die Bandbreite der Modelle sind vielschichtig. Sie reichen von freiwilligen Systemen, die aus-schließlich mit Bonuszahlungen arbeiten, bis hin zu hochschulweit verbindlich eingeführten Systemen, in denen die Energiekosten aus den dezentralen Budgets zu begleichen sind. Eine Herausforderung stellt oftmals die Bemes-sung der Budgets dar, aus denen die Einheiten ihre Energiekosten begleichen sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V. (2014): Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS-HE: Mitteilungsblatt, Nr. 4, S. 1 f. https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-4.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit Anreizen zu mehr Klimaschutz: Das Prämiensystem zur Energieeinsparung an der Freien Universität Berlin. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wöhning, C.: Projekt „Entwickeln und Setzen von Anreizsystemen“. In: Magazin für Hochschulentwicklung. The-men-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 12&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.: Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 4, 2014, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092324&amp;amp;hash=cc4bf20988a0950ad784ab9f1b6249f584d3e32d&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-1.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Berlin: Prämiensystem.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Freien Universität Berlin hat Anfang 2007 ein so genanntes Prämiensystem eingeführt, um organisatorische und verhaltensbezogene Einsparpotentiale zu realisieren. Über das Prämienmodell erhalten die Fachbereiche direkte finanzielle Anreize.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/handlungsfelder/campus/energie_klimaschutz/praemiensystem/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Freiburg: Dezentrale Monetäre Anreize zur Energieeinsparung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Anreizmodell der Universität Freiburg will Verhaltensänderungen bei den Gebäudenutzern und minimal in-vestive technische Maßnahmen kombinieren. Dabei wird den Einrichtungen anteilig die Kosten, die gegenüber einer Referenz eingespart wurden, gutgeschrieben. Ein Malus-System, dass ggf. Mehrverbrauch sanktioniert, existiert nicht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltige.uni-freiburg.de/klimaschutz/dezmon-2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Energiekostenbudgetierung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/energiesparen/energiekostenbudgetierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goethe-Universität Frankfurt: Energieeinspardialog.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail/hessen-entwickeln-und-setzen-von-anreizsystemen-zur-energieeinsparung-an-hessischen-hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Bauherrenfunktion nutzen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen Hochschulen befinden sich in einem Reformprozess, der sich unter anderem durch einen Paradig-menwechsel im Hochschulmanagement von einer eher detailgesteuerten zu einer verstärkt eigenverantwortlich geführten Hochschule manifestiert. Vor diesem Hintergrund ist einzelnen Hochschulen auch die Bauherrenfunkti-on übertragen worden. In diesem Kontext muss genau geprüft werden, mit welchen Anforderungen diese Aufga-be verbunden und unter welchen Voraussetzungen dieses Modell erfolgsversprechend ist. Die Zuweisung und Übernahme der Bauherrenfunktion hat daher große Bedeutung, weil Neubau oder Sanierung eines Gebäudes einen großen Einfluss auf die CO2-Emissionen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesetzlichen Vorgaben fordern schon eine entsprechende Energieeinsparung bei Neubau und Sanierung. Diese bezieht sich jedoch lediglich auf gebäudeinduzierte Verbräuche. Einen nicht unwesentlichen Anteil macht der nutzerinduzierte Verbrauch aus, der durch die technischen Geräte der Nutzer beeinflusst wird. Im besten Fall kann die Hochschule als Nutzer, Betreiber und Bauherr die Nutzeranforderungen direkt an die von Ihnen beauf-tragten Fachplaner vermitteln und für die energieeffizienteste Lösung des Betriebs sorgen. Im Fall der Bauher-renvertretung durch die Landesbauverwaltung ist eine Einbeziehung der Hochschule als Nutzer und Betreiber sehr wesentlich. Dieses betrifft die Erarbeitung und Übergabe der Nutzeranforderungen an die und auch die Kommunikation mit den Fachplanern. Diese Anforderung bezieht sich auf den gesamten Planungs- und Baupro-zess, um die energieeffizientesten Lösungen für den Betrieb zu finden.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fokus liegt in erster Linie auf Lösungen zur Energieeinsparung mit Hilfe technischer Anlagen und der Verwen-dung von wärmedämmenden Baustoffen. Ein weiterer Aspekt bezüglich des Energieverbrauchs im Bereich Ge-bäudeinfrastruktur von Hochschulen liegt jedoch in der Errichtung von Gebäuden. Ein nicht unwesentlicher Teil der Energie besteht aus „grauer Energie“, die den Energieverbrauch der Gewinnung von Rohstoffen, der Herstel-lung von Baustoffen, deren Transport und Verarbeitung vor Ort betrachtet. Um diesen Energieverbrauch niedrig zu halten, sind mehrere Möglichkeiten gegeben. Eine den Zielen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit verpflich-tete hochschulweite Ermittlung der Flächenbedarfe stellt den Ausgangspunkt dar, gefolgt von Maßnahmen wie z. B. Sanierung vor Neubau, Recyclen und Wiederverwenden von Baustoffen, Verwendung von Baustoffen mit nied-riger Energiebilanz etc. Hier steht die Forschung jedoch noch sehr am Anfang und Datenbanken, die darüber Auskunft geben (z. B. ökobaudat), werden derzeit hauptsächlich von den Herstellern gefüllt. Eine Unabhängigkeit ist dadurch nicht gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Holzkamm, I.; Stibbe, J.; Stratmann, F.; Tegtmeyer, R.: Orientierungshilfe Bauherrenfunktion durch Hochschu-len. Teil 1: Rahmenbedingungen für die Bauherrenfunktion im Hochschulbau HIS-HE: Forum Hochschule, Nr. 4, 2015&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/orientierungshilfe-bauherrenfunktion-durch-hochschulen-teil-1-rahmenbedingungen-fuer-die-bauherrenfunktion-im-hochschulbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stibbe, J.; Stratmann, F.; Söder-Mahlmann, M.: Verteilung der Zuständigkeiten des Liegenschaftsmanagements für die Universitäten in den Ländern. Sachstandsbericht. HIS-HE: Forum Hochschule, Nr. 9, 2012&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/verteilung-der-zustaendigkeiten-des-liegenschaftsmanagements-fuer-die-universitaeten-in-den-laendern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat: ÖKOBAUDAT.&lt;br /&gt;
Mit der Plattform ÖKOBAUDAT stellt das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) allen Akteuren eine vereinheitlichte Datenbasis für die Ökobilanzierung von Bauwerken zur Verfügung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.oekobaudat.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nutzenvorteile einer dezentralen Bauherrenfunktion der Hochschulen für den nachhaltigen Betrieb&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Lebenszyklus-/Nachhaltigkeitsbetrachtungen in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein wesentliches Argument der Hochschulen für eine Übernahme der Bauherrenfunktion ist, die Gesamtzustän-digkeit für Betrieb und Bau in eine Hand zu legen und dadurch die Wirtschaftlichkeit über die Baumaßnahmen hinaus auf den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes in den Fokus zu rücken. Hintergrund dieser Forderung ist unter anderem, dass derzeit bei den Bauinvestitionen die Baufolgekosten nicht hinlänglich berücksichtigt werden und somit die Hochschulen als Verantwortliche für den Gebäudebetrieb die zum Teil sehr hohen Bewirtschaftungs- und Betriebskosten hinnehmen und tragen müssen. Für ein kostenoptimiertes und nachhaltiges Immobilienma-nagement über den gesamten Lebenszyklus ist daher die zusammenhängende Betrachtung von Investitions- und Bewirtschaftungskosten zielführend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Nutzeranforderungen (Forschung &amp;amp; Lehre) in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Während des Projektstarts hat der Nutzer (Hochschule) die Bauherrenfunktion, die er u. a. durch Vorgabe des Projektziels in den Nutzeranforderungen wahrnimmt. Da in vielen Hochschulen bereits hohe Baufachkunde vor-handen ist, können die spezifischen Anforderungen aus Forschung und Lehre aufgrund der vorhandenen Nähe umfassend in die Nutzeranforderungen eingebracht werden. In der Projektabwicklung (Baumaßnahme) hingegen haben i. d. R. die Landesbaubetriebe bzw. -verwaltungen die Bauherrenfunktion, sodass die spezifischen Nutzeranforderungen hier nicht weiterentwickelt, konkretisiert und verbindlich vorgegeben werden können. Der Nutzer hat hier keine Entscheidungsbefugnisse mehr. Bei einer Übernahme der Bauherrenfunktion sehen die Hochschulen daher die Chance, die Nutzeranforderungen im gesamten Planungs- und Bauprozess besser einbeziehen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Gebäudemanagementkompetenzen (Hochschulverwaltung) in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Gebäudemanagement in den Hochschulverwaltungen verfügt über ein langjährig entwickeltes Erfahrungswissen über die bauliche und technische Infrastruktur. Mit einer Übernahme der Bauherrenfunktion erwarten die Hochschulen, dass ihr Erfahrungsschatz direkter in alle Phasen der Entscheidungs- und Planungsprozesse für Baumaßnahmen eingebracht werden kann. Da sowohl Gebäudemanagement als auch Baumanagement dann Teil der Hochschulverwaltung wären, ist die frühzeitige Einbindung des Gebäudemanagements in den Planungspro-zess automatisch gewährleistet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnittstellen/Verfahrensvereinfachung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die derzeitige Wahrnehmung der Aufgaben Planung/Bau sowie Bedarfsplanung/Nutzung/Betrieb in unterschiedlichen Zuständigkeiten bedingt natürliche Schnittstellen. Diese führen nach Abschluss einer Baumaßnahme ggf. zu unerwünschten Problemen in der Nutzung und dem Betrieb. Darüber hinaus können die Schnittstellen Verzögerungen im Planungs- und Bauverfahren hervorrufen, z. B. durch unterschiedliche Verfahrensweisen, unterschiedliche Prioritätensetzung, Missverständnisse etc. Mit der Zusammenführung der Aufgaben in eine Zuständigkeit versprechen sich die Hochschulen eine Verringerung der Schnittstellen und damit eine Verfahrensbeschleuni-gung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Komplette Bauherrenfunktion unabhängig vom Bauvolumen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hochschulen nehmen bei Bauunterhaltungsmaßnahmen und kleinen Neu-, Um- und Erweiterungsmaßnahmen (KNUE, bis ca. 1 Mio. €, kann in einzelnen Ländern höher sein) die Bauherrenfunktion bereits in einem Großteil der Länder wahr. Bei großen Neu-, Um- und Erweiterungsmaßnahmen (GNUE, ab ca. 1 Mio. €, kann in einzelnen Ländern höher sein) besitzen die Landesbaubetriebe bzw. -verwaltungen i. d. R. die Bauherrenfunktion. Die Bauverantwortung im Hochschulbau ist daher je nach Größe der Baumaßnahme in unterschiedliche Zuständigkeiten aufgeteilt. Eine Zusammenlegung der Bauverantwortung an einer Stelle würde einen umfassenderen Blick auf alle Baumaßnahmen pro Hochschule ermöglichen und nicht nur bis oder ab einer gewissen Wertgrenze. Hierdurch wäre ein übergreifendes Steuern aller Baumaßnahmen pro Hochschule besser möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Finanzierungsrahmen und -bedingungen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einige Hochschulen streben die Übernahme der kompletten Bauverantwortung für den Hochschulbau und das eigenverantwortliche Steuern der Baumaßnahme, über die Wertgrenzen hinaus, an. Zusätzlich besteht der Wunsch nach einem verbindlichen, langfristigen Finanzrahmen in der Landeshaushaltsplanung und optional ein frei zur Verfügung stehendes Baubudget. Dadurch würde sich weniger der Maßnahmenprozess durch die Mittel-freigabe des Parlaments verzögern und wäre, was den zeitlichen Ablauf betrifft, einschätzbarer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übergabe und Nutzung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch eine Zusammenlegung der Betreiber- und Bauherrenfunktion wird die frühzeitige Beteiligung des Gebäudemanagements am Bauplanungsprozess gefördert und die Übergabe des fertiggestellten Gebäudes an den Nutzer erleichtert. Zudem wird das Interesse des Bauherrn erhöht, zwingend erforderliche Revisionsunterlagen mit größerem Druck von Bauauftragnehmern einzufordern und nachdrückliche Mängel zu beseitigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landesbaustandards/Wirtschaftlichkeit:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die von den Landesbaubetrieben bzw. -verwaltungen angewandten Landesbaustandards sind für den Hochschul-bau (meist Sonderbauten) nicht immer zielführend, da sie i. d. R. lediglich einen zur Erfüllung der Bauaufgabe „ausreichenden“ Kostenaufwand berücksichtigen. Um hier nicht im internationalen Wettbewerb abgehängt zu werden, müssen bereits die Gebäude spezifische, wissenschaftsbezogene Anforderungen erfüllen und dürfen nicht auf ein ausreichendes „Standardprogramm“ reduziert werden. Eine Übernahme der Bauherrenfunktion würde diesen Blickwinkel stärker in den Fokus rücken und ihm mehr Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baufachliche Qualität/Bauerfahrung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Hochschulerfahrung mit kleineren Baumaßnahmen und teilweise großen drittmittel-finanzierten Maßnahmen liegen weitreichende Erkenntnisse für Hochschulbaumaßnahmen vor. Diese können bei einer Übernahme der Bauherrenfunktion durch Hochschulen unmittelbar eingebracht werden und somit eine Verbesserung der baufachlichen Qualität ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Management der Flächen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein strategisches Flächenmanagement reduziert den Energieeinsatz pro Nutzer, indem es die Auslastung der Flächen innerhalb der Woche erhöht oder die Inanspruchnahme der Fläche pro Nutzer verringert. Das Flächenmanagement an Hochschulen verfolgt jenseits der globalen Zielsetzung einer sparsamen Flächeninanspruchnahme oftmals drei konkrete Zielsetzungen. Zum einen geht es darum, die von der Hochschulleitung oder beauftragter Bauabteilungen angesteuerten Organisationseinheiten, also z.B. Lehrstühle, Institute oder Fachbereiche genau mit denjenigen Flächen auszustatten, die sie benötigen. Die Definition des Flächenbedarfs orientiert sich zwar an landesseitigen Standards und fachspezifischen Anforderungen. Gleichwohl eröffnen sich Spielräume für hochschuleigene, strategische Flächenmanagementvorgaben, die z.B. die Zielsetzung der Klimaneutralität aufgreifen. Konkret bedeutet dies, dass beispielsweise in Berufungszusagen alte „Erbhöfe“ nachjustiert werden. Oder es geht um die Sicherstellung der Flexibilität von Forschungsflächen. Den dritten bedeutenden Bereich macht die klassische Lehrraumbelegung aus. Hier geht es um die gleichmäßigere und letztendlich höhere Auslastung der Räume innerhalb der gesamten Woche und um das genauere Übereinstimmen (‚matchen‘) der Gruppen- und Raumgrößen (FN: Ruiz, Marcelo (2015): Welche Bedeutung haben Flächen in der Hochschulsteuerung auf Landes- und Hochschulebene? In: Magazin für Hochschulentwicklung (2), S. 12–13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht immer sind dazu hochentwickelte CAFM-Systeme erforderlich. In den zentralen Hochschulverwaltungen ist eine systematische und idealerweise an Landesstandards angepasste Bedarfsplanung erforderlich. Lehrraumma-nagementsysteme sind heutzutage selbstverständlich edv-basiert. Zentral organisierte Lehrraumbelegungssys-teme schneiden hinsichtlich ihrer Flächeneffizienz besser ab als dezentrale oder gemischte Systeme (FN: Fenner, Henrich (2014): Hörsäle und Seminarräume: Bestände besser nutzen. Auslastungsuntersuchungen an Hochschu-len als Basis eines effektiven Lehrraummanagements. In: Wissenschaftsmanagement - Zeitschrift für Innovation (2), S. 54–57).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good Practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Stuttgart:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-stuttgart.de/universitaet/organisation/verwaltung/dez6-flaechenbaumanagement/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Heidelberg:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-heidelberg.de/einrichtungen/verwaltung/bau/flaechenmanagement.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Konstanz:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-konstanz.de/facility-management/gebaeudeservices/raumverwaltung-gaestehaeuser-schluesselverwaltung-veranstaltungsplanung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Finanzierungen prüfen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz und zum Klimaschutz ist grundsätzlich über Förderpro-gramme möglich. Diese existieren z. B. auf Landes- und Bundesebene. Hierbei ist häufig auch ein Eigenbeitrag der Hochschulen zu leisten. Darüber hinaus sind Modelle des Contracting und Intracting möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessischen Landesregierung. HIS-HE: Forum, Nr. 3, 2020, S. 25, S. 32&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bauerfeind-Roßmann, I.: Hochschulen in Hessen leisten ihren Beitrag zur Klimaneutralität des Landes. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 7 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Binnewies, K.: Die novellierte Kommunalrichtlinie der nationalen Klimaschutzinitiative. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knissel, J.: Universität Kassel beschreitet mit dem Intracting-Modell neue Wege bei der Finanzierung von Energiespar-Maßnahmen. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 20 - 21&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good Practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Kassel: Intracting Forschungsprojekt.&lt;br /&gt;
Das Intracting-Prinzip will durch Energiesparmaßnahmen eingesparte Energiekosten einer extra geschaffenen „Intracting-Kostenstelle“ gutschreiben und wieder in neue Energiesparmaßnahmen investieren. Im Hochschulbereich findet dieses Verfahren bisher kaum Anwendung. Das Forschungsprojekt IntrHo will die Realisierungsmöglichkeiten für Intracting an Hochschulen untersuchen. Zielsetzung ist, ein anwendungsorientiertes, übertragbares Finanzierungskonzept für Energiesparmaßnahmen an Hochschulen zu entwickeln und zu erproben. Es gehe darum, das jeweilige hochschulinterne Energiemanagement in die Lage zu versetzen, kontinuierlich die Effizienz seiner Hochschulgebäude zu steigern und vorhandene Energieeinsparpotenziale zu erschließen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-kassel.de/uni/universitaet/profil/profil-umwelt-und-nachhaltigkeit/umwelt-und-nachhaltigkeit/betrieb/intracting/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HAW Hamburg: Einspar-Contracting.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwei Standorte der HAW wiesen verschiedene, veraltete Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik auf, eine ineffiziente Belüftung und Beleuchtung führten zu hohen Instandhaltungs- und Energiekosten. Die Hochschule entschied sich deshalb, die Energieeffizienz ihrer Gebäude zu erhöhen und die Energiekosten von bis zu 27 Prozent mit dem Energiespar-Contracting von Siemens ab 2014 zu reduzieren. Dabei wurden Lüftungs- und Klimaanlagen einschließlich der Luftverteilung ausgetauscht, raumlufttechnische Anlagen und die Heizungsanlagenhydraulik optimiert und das bestehende Gebäudeautomationssystem optimiert. Um die garantierte Einsparung sicherzustellen und künftig weiter zu optimieren, übernimmt Siemens das Energie-Monitoring und -Controlling der umgebauten Anlagen. Das dafür integrierte Messkonzept erfasst kontinuierlich und automatisiert den Verbrauch von Strom, Wärme, Kälte, Wasser, von Volumenströmen in Heizungs-, Lüftungs-, Klima- und Kälteanlagen sowie deren Regelungszonen. Damit werden 27 % der jährlichen Energiekosten gespart.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.energiecontracting.de/4-projekte/projektansicht.php?pid=6083&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Energiespar-Contracting.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://energie.blog/erfolgreiches-energiespar-contracting-an-der-uni-bremen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Operativ====&lt;br /&gt;
Die Sortierung der einzelnen konkreten operativen Maßnahmen kann aus systematischen Aspekten in folgende Kategorien erfolgen (siehe Abb. 2):&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
*technische Maßnahmen&lt;br /&gt;
*organisatorische Maßnahmen &lt;br /&gt;
*verhaltensbedingte Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Maßnahmen zum Klimaschutz in Hochschulen.png|200px|thumb|2020 – Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus, Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung)|verweis=Special:FilePath/Maßnahmen_zum_Klimaschutz_in_Hochschulen.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den &#039;&#039;&#039;technischen Maßnahme&#039;&#039;&#039;n zählen in erster Linie alle Aktivitäten, die am Gebäudebestand oder den Anlagen ansetzen und in der Regel investiv sind. Klassische Beispiele sind die Wärmedämmung der Gebäudehülle, die Sanierung der Heizungsanlage oder der Lüftungsanlage sowie die Umgestaltung der Beleuchtung. Für den Nachweis der Effekte dieser Maßnahmen ist eine Messarchitektur erforderlich, die valide Daten liefert. Nachgewiesene Einsparungen müssen sich allerdings immer an den Investitionen und den Amortisationszeiten messen lassen. Darüber hinaus haben sehr massive Eingriffe in die ursprüngliche Physik eines Gebäudes oft neue Nebenwirkungen, die nachteilig sein können. &#039;&#039;(Beispiele für technische Maßnahmen siehe unten)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Maßnahmen&#039;&#039;&#039; sind insbesondere alle Aktivitäten, die am Betrieb der Gebäude oder den Anlagen ansetzen und in der Regel nicht investiv sind. Klassische Beispiele sind die temporäre Schließung von Gebäuden, das Herunterfahren von Heizungs- und Lüftungsleistung. Angestrebte Maßnahmen müssen sich allerdings oft am Widerstand der Nutzer messen lassen, wenn eine Diskussion über Erwartungen und Komfort geführt wird. &#039;&#039;(Beispiele für organisatorische Maßnahmen siehe unten)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den &#039;&#039;&#039;verhaltensbedingten Maßnahmen&#039;&#039;&#039; zählen in erster Linie Aktivitäten, die am konkreten (aktiven) Verhalten der Akteure in der Universität ansetzen; diese Maßnahmen sind, entgegen häufiger Meinung auch investiv, denn eine verstetigte Verhaltensveränderung einzelner Akteure bedarf einer kontinuierlichen Information und Motivation. Und auch bei diesen Maßnahmen sollte daher die kritische Prüfung von Aufwand und Ertrag erfolgen. Typische Beispiele sind das Ausschalten des Stand-by-Betriebes oder das richtige Lüften sowie Regulieren der Raumtemperatur. Für den Nachweis der Effekte verhaltensbedingter Maßnahmen im Hochschulbereich existieren Ergebnisse aus zwei Forschungsvorhaben. &#039;&#039;(Beispiele für verhaltensbedingte Maßnahmen siehe unten)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die technische Ausstattung neuer Hochschulgebäude, so die aktuellen Beobachtungen, bedingt, dass die Nutzer nur noch sehr eingeschränkt durch aktives Handeln zur Energieeinsparung beitragen können. Wenn also über Budgetierungsverfahren die Energieeinsparung durch Nutzer belohnt werden soll, bedarf es neuer Formen. Aus diesem Grund erprobt HIS-HE aktuell ein Dialogverfahren in Hochschulen, bei dem die Nutzer dem Energiemanagement und den Serviceeinheiten für die Bereitstellung ihre konkreten Ansprüche für den Betrieb der Gebäude und Räume darstellen. Aus diesem Dialog ergeben sich neue Einsparungspotentiale.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Technik=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wöhning, C.: Projekt &amp;quot;Erkennen und Verringern der Grundlast&amp;quot;. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 13&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
EnEff Campus: blueMAP TU Braunschweig: Für den Campus der Technischen Universität Braunschweig wird ein Integraler Energetischer Masterplan entwickelt. Dabei werden auf Basis einer Bestandsaufnahme Methoden und Werkzeuge zur mittelfristigen Reduzierung des Primärenergieverbrauchs um 40 % und zur langfristigen Versorgung des Campus mit ausschließlich regenerativen Energien erarbeitet (2015).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/igs/forschung/eneffcampus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Lüftung und Klimatisierung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Optimierte Lüftungsschaltung&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://magazin.tu-braunschweig.de/m-post/dank-optimierter-lueftungsschaltung-auf-dem-siegertreppchen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Wärmeversorgung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Berlin: Neue Methode auf dem Campus von TU Berlin und Universität der Künste, um das Wärmewendeziel der Bundesregierung zu erreichen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pressestelle.tu-ber-lin.de/menue/tub_medien/publikationen/medieninformationen/2019/juni_2019/medieninformation_nr_1052019/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Beleuchtung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Umstellung auf LED im Foyer (Audimax).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/energieberatung/led-beleuchtung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Greifswald: Umstellung auf LED in der Universitätsbibliothek.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.gebaeudedigital.de/schwerpunkt/licht-und-schatten/umstellung-auf-led-in-der-universitaetsbibliothek/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Eigenerzeugung Energie&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hochschule Reutlingen: Neue Solaranlage auf dem Dach der Hochschule.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.reutlingen-university.de/news/aktuelles/detail/article/staatssekretaerin-weiht-solaranlage-auf-dem-dach-der-hochschule-ein/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kassel: Universität produziert Solarstrom für den eigenen Verbrauch.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/3-aktuelles/nachrichten/39-umfrage-ap-betrieb.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Für die Stärkung der Versorgung des Gebäudebestands mit regenerativen Energien, installiert die TU Braunschweig neun Photovoltaik-Anlagen auf geeigneten Dächern.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/gb3/energiemanagement/test-neu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Oldenburg: Photovoltaik&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://uol.de/dezernat4/technisches-gebaeudemanagement/pv-anlagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jade Hochschule: Förderbescheid für den Bau einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Haupthauses.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
http://www.wzonline.de/nachrichten/newsdetails-top-thema/artikel/energie-vom-dach-der-jade-hochschule.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Green IT&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Bremen: GreenIT Housing-Center wird durch die Universität betrieben. Die Installation, Administration und der Betrieb der Server bleibt in der Eigenverantwortung der dezentralen Administratoren, die durch ein elektronisches Zugangskontrollsystem jederzeit Zugang zum Gebäude und zu den Ihnen zugeordneten Serverracks bekommen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bremen.de/zfn/weitere-it-dienste/serverhousing-webhosting/green-it-housing-center&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Stuttgart: Auf dem Weg zu nachhaltigen Rechenzentren – Konsortium unter Führung der Universität Stuttgart stellt Handlungsempfehlungen zur Senkung des Energie- und Rohstoffverbrauchs vor.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-stuttgart.de/universitaet/aktuelles/presseinfo/Auf-dem-Weg-zu-nachhaltigen-Rechenzentren/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Organisation=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Temporäre Schließungen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Wärmeabsenkung zwischen Weihnachten und Neujahr.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.leuphana.de/universitaet/organisation/universitaetsverwaltung/gebaeudemanagement/lebenswelt-universitaet/klimaneutrale-universitaet/energieeffizienz.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Bauen und Betreiben&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen: Leitfaden zum Technischen Monitoring von öffentlichen Gebäuden zur Betriebsoptimierung und Effizienzsteigerung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/nachhaltiges_bauen/download/technisches_monitoring/Leitfaden_zum_technischen_Monitoring-2018.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Universität Braunschweig: Anforderungen und Möglichkeiten des technischen Monitorings zur Unterstützung des Planungs- und Inbetriebnahmeprozesses.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Veranstaltungen_Vortraege/2019/Forum_Gebaeudemanagement_2019/6_Plesser_Braunschweig.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Energiemanagement&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung: Energieportal – Hochschulseiten.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/leistungen/energie-und-umwelt/energieeffizienz/energieportal-fuer-hochschulen/energiemanagement-an-hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung: Nachhaltigkeitsportal – Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/klimaneutralitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Göttingen: Das Gebäudemanagement setzt ein 11-Punkte-Programm um, mit dem dem steigenden Energieverbrauch und den Energiekosten begegnet werden soll.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-goettingen.de/de/33522.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Unterstützung einführen (CAFM / EMAS / ISO / Benchmarking)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Goethe-Universität Frankfurt: Energiemanagement nach DIN ISO 50001.&lt;br /&gt;
Das Energiemanagement der Goethe-Universität Frankfurt ist als erstes einer deutschen Universität nach DIN ISO 50001 zertifiziert worden. Zusätzlich wurden Leitlinien für Energiemanagement und Umweltschutz festgelegt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://aktuelles.uni-frankfurt.de/aktuelles/beitrag-der-goethe-universitaet-zur-klimawoche/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benchmarking: CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen.&lt;br /&gt;
HIS-HE erstellt seit 2009 (Bilanzierungsjahr 2008) eine jährliche Bilanz für alle hessischen Hochschulen und dokumentiert diese in einem Bericht. Dieses erfolgt in enger Kooperation mit dem Fachpersonal für Energiemanagement.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail/hessen-co%E2%82%82-bilanz-an-hessischen-hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Verwaltung und Wissenschaft kooperieren&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Darmstadt: EnEff:Stadt Campus Lichtwiese zur energieeffizienten Weiterentwicklung des Campus Lichtwiese durch intelligente Systemvernetzung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.intern.tu-darm-stadt.de/dez_v/versorgung_technik/energiemanagement_1/eneff_stadt_campus_lichtwiese/eneff_stadt_campus_lichtwiese.de.jsp&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.: Nachhaltigkeitsberichterstattung an hessischen Hochschulen. HIS-HE: Medium, Nr. 1 (2019), S. 14&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1597404286&amp;amp;hash=8743ecfcda18a6042469a76bfb2bf277af400afc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Medium/Medium_201901_Nachhaltigkeit.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Verhalten=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Matthies, E.; Wagner, H.-J.: (Hrsg.): Change – Veränderung nachhaltigkeitsrelevanter Routinen in Organisationen. LIT Verlag, Berlin, 2011. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;lr=&amp;amp;id=umQwyFkIp68C&amp;amp;oi=fnd&amp;amp;pg=PA1&amp;amp;dq=verbundprojekt+change+hochschule+verhaltens%C3%A4nderung+energieeinsparung&amp;amp;ots=Ux-yoJY8dk&amp;amp;sig=gnrfO3s0u5L82gNoYtIOORRlPuw#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Klimaschutz und Energieeffizienz. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Nr. 1, 2017, S. 12 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2017&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Ergebnisse aus Forschungsprojekten zum Nutzerverhalten&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Echo: Energieeffizienz und CO2-Einsparungen an Hochschulen erreichen und gestalten ist möglich – Leitfaden zur Umsetzung einer Energiesparkampagne &lt;br /&gt;
https://www.echo-energie.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
change: Veränderung nachhaltigkeitsrelevanter Routinen in Organisationen (change).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
http://www.change-energie.de/&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Good practice – Anreizsysteme und Dialog der Serviceeinheiten&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung: Entwickeln und setzen von Anreizsystemen zur Energieeinsparung an hessischen Hochschulen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail?tx_hishe_hishefe%5Bproject%5D=365&amp;amp;cHash=ef6015979a48ae75ed785cee3c022b8b&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Reine Informationsmaßnahmen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzwoche.&lt;br /&gt;
Bei der Klimaschutzwoche im Jahr 2018 der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde wurden Gäste mit Vorträgen, Diskussionen und Do It Your Self Aktionen über den Klimawandel informiert. Durch initiative Beteiligte konnte ein breitgefächertes und spannendes Programm aufgestellt werden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/Klimaschutzwoche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Film zum Klimaschutz.&lt;br /&gt;
Die Hochschule Osnabrück hat einen Film über den Klimaschutz an der eigenen Hochschule veröffentlicht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/wir/wir-stellen-uns-vor/wir-in-der-gesellschaft/themen/klimaschutz/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bayreuth: Klimaschutzwoche.&lt;br /&gt;
Die Klimaschutzwoche der Fairtrade-Universität Bayreuth wurde vom Studierendenparlament mit Hilfe der Plattform Green Campus organisiert. Diverse Themen rund um den Klimaschutz wurden von Initiativen in unterschiedlichen Formaten vorgestellt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nordbayerischer-kurier.de/inhalt.uni-klimawoche-weil-s-alle-angeht.e0a724b8-d1a7-42bc-8262-43e528b948b1.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Energiespartipps.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.leuphana.de/universitaet/entwicklung/nachhaltigkeit/klimaneutrale-universitaet/energiesparen.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Hochschule Mittelhessen: Der „Energietag“.&lt;br /&gt;
2018 veranstaltete die Technische Hochschule Mittelhessen einen Energietag, an dem praxisnah die Themen Energienutzung und CO2-Einsparung behandelt wurden. Konkret ging es um zukunftsweisende Elektromobilität und die Energieeinsparung bei der Gebäudenutzung. Firmen, Zentren, Fachbereiche und Arbeitsgruppen stellten dabei ihre Projekte und Entwicklungen vor.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.thm.de/site/hochschule/aktuelles/aus-lehre-und-forschung/viel-energie.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Mobilität&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zink, A.: Mobilität und Mobilitätsmanagement in Hochschulen. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2019, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091865&amp;amp;hash=416d648c63e5bebcd68028f68fcce3e593100074&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2019-2.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Leuphana-Campus wird verkehrsberuhigt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.leuphana.de/news/pressemitteilungen/pressemitteilungen-ansicht/datum/2019/09/27/leuphana-campus-wird-verkehrsberuhigt.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Carsharing Projekt mit den Kreiswerken.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Aktuelles/Presseportal/Pressemitteilungen/Verkehrswende-an-der-Hochschule-fr-nachhaltige-Entwicklung-Eberswalde-E10487.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachhochschule Bielefeld: Eine Art „Mehrfachsteckdose“ für das Laden von Elektrofahrzeugen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fh-bielefeld.de/ium/fit2load&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Präsidiumsbeschluss verpflichtet alle Angehörigen der Hochschule Strecken unter 1.000 Kilometer mit Bus oder Bahn anstelle des Flugzeugs zurückzulegen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Aktuelles/Presseportal/Pressemitteilungen/Es-geht-auch-ohne-E10372.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Justus Liebig Universität Gießen: Beschaffung von E-Bikes für Beschäftigte vom Land gefördert.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-giessen.de/ueber-uns/pressestelle/pm/pm172-19&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Bremen: Fahrradmodellquartier wird mit Eröffnung des Repair-Cafés an der Hochschule fertiggestellt.&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
https://weserreport.de/2019/07/bremen/sued/mehr-als-eine-werkstatt/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Heilbronn: Mobilitätsprojekt PendlerRatD will Berufspendler zum Umstieg vom Auto aufs Rad bewegen. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://radmarkt.de/nachrichten/fahrradde-unterstutzt-mobilitats-initiative-pendlerratd&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Testphase für ein neues Pedelec-Verleihsystem für Mitarbeitende der Stadtwerke und der Hochschule.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/stadtwerke-testen-stationsflexibles-pedelec-verleihsystem-erste-phase-in-kooperation-mit-der-hochs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE (DKE): Ladeinfrastruktur Elektromobilität - Der technische Leitfaden für Installation und Betrieb in der Praxis.&lt;br /&gt;
Was ist bei der Planung, Errichtung und dem Betrieb einer Ladeinfrastruktur zu beachten und welche Normen und Vorschriften sind hierbei von Bedeutung? Antworten darauf gibt die dritte Version des technischen Leitfadens für die Ladeinfrastruktur der Elektromobilität – ein Projekt von DKE, BDEW, ZVEH, ZVEI und VDE|FNN. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.dke.de/de/arbeitsfelder/mobility/technischer-leitfaden-ladeinfrastruktur-elektromobilitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Furtwangen: Modellprojekt zur Sicherung der Erreichbarkeit ländlicher Hochschulen mit Hilfe nachhaltiger Mobilitätslösungen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/abschlussveranstaltung-zu-mobilitaetsprojekt-an-hochschule-furtwangen-1/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Elektromobilität auf dem Campus.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/news-einzelansicht/news/detail/News/elektromobilitaet-auf-dem-campus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität des Saarlandes: AStA der Saar-Universität eröffnet Fahrradverleih.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-saarland.de/universitaet/aktuell/artikel/nr/20845.html&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=6301</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Energiemanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=6301"/>
		<updated>2020-12-29T08:43:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: /* Nachhaltiges Energiemanagement, nachhaltiger Umgang mit Energie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Nachhaltiges Energiemanagement, nachhaltiger Umgang mit Energie =&lt;br /&gt;
===Betroffener Personenkreis===&lt;br /&gt;
Der Beitrag richtet sich an das Fachpersonal im technischen Gebäudemanagement, welches auf der operativen Ebene mit der Bereitstellung von Energie sowie dem Management der Energienutzung betraut ist. Darüber hin-aus werden strukturelle Hinweise gegeben, die für das Leitungspersonal relevant sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Relevanz===&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Gebäudemanagements besteht darin, optimale Bedingungen für die Kernaufgaben der Hoch-schulen zu schaffen. Hierzu zählt auch das Bereitstellen von und der Umgang mit Energie. Vor diesem Hintergrund bewegt sich dieses Handlungsfeld immer in einem besonderen Spannungsfeld, wenn auch ein effizienter, mög-lichst sparsamer Einsatz von Energie erfolgen soll, um CO2 und Kosten einzusparen. Potentielle Zielkonflikte zwi-schen dem Anspruch, bestmögliche Voraussetzungen für Forschung und Lehre zu schaffen und gleichzeitig Ener-gie effizient einzusetzen, sind der Organisation Hochschule immanent.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind gesetzliche Vorgaben (siehe unten) und Kostenaspekte (insb. steigende Energiekosten) Rah-menbedingungen, die dem Thema Energieeinsatz eine Relevanz geben. Die zentrale Facette scheint allerdings der stetig zunehmende öffentliche, gesellschaftliche Druck zum aktiven Klimaschutz zu sein, der insbesondere von Hochschulen und den Mitgliedern ausgeht und sehr stark von den wissenschaftlichen Erkenntnissen und konkre-ten Zielvorgaben gestützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gesetzliche Grundlagen===&lt;br /&gt;
Gesetzliche Vorgaben existieren, um Gebäude nach hohem Energieeffizienzstandard zu errichten bzw. zu sanieren und den energieeffizienten Betrieb bereits in der Phase des Planens zu berücksichtigen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesetzliche Rahmen für bauliche Maßnahmen wurde bisher durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmG) verbindlich festgelegt. Mit dem geplanten Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) &amp;lt;ref&amp;gt;Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz - GEG), Entwurfsstand: 03.07.2020 (nach Zustimmung im Bundesrat).&amp;lt;/ref&amp;gt; ab November 2020 werden die bisherigen Regelungen aus EnEG, EnEV und EEWärmeG in einem Gesetz zusammengefasst. Grundlage der bisherigen nationalen Regelungen sind die Richtlinien der EU, insbesondere als Basis für die o. g. gesetzlichen Regelungen die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen ergeben sich Anforderungen aus den gesetzlichen Regelungen im Rahmen von EnEG, EnEV, EEWärmeG bzw. zukünftig GEG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sanierungs- und Neubaumaßnahmen: Baubezogene Regelungen, Energieausweise für Gebäude, Standards für „Niedrigstenergie-Gebäude“&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
* Betrieb von Gebäuden und technischen Anlagen: Energetische Inspektion (Klimaanlagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der GEG-Einführung sind zunächst keine Verschärfungen der bisherigen Regelungen der EnEV vorgesehen. Eine Überprüfung dieser Standards ist erst für das Jahr 2023 vorgesehen. Neu sind dagegen eine Innovationsklausel und der so genannte Quartiersansatz. Zunächst befristet bis Ende 2023 sind damit Möglichkeiten zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen anstelle des Primärenergieeinsatzes sowie eine gemeinsame Berücksichtigung von Gebäuden an einem zusammenhängenden Standort möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Regelungen aus den EU-Richtlinien werden erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt. Das „Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität“ (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) – kurz: GEIG – gehört dazu und bezieht die in 2018 aktualisierten Regelungen der EU-Gebäuderichtlinie von 2010 ein.  Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat dazu den Gesetzentwurf ausgearbeitet, der für Baumaßnahmen (Neubau und umfassende Sanierungen) ab dem 11. März 2021 relevant werden soll. Bei Nicht-Wohngebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen muss demnach mindestens jeder fünfte Stellplatz entsprechend ausgerüstet und mindestens ein Ladepunkt errichtet werden. Ab 2025 muss jedes (bestehende) nicht zum Wohnen genutzte Gebäude mit mehr als zwanzig Stellplätzen mit mindestens einem Ladepunkt ausgestattet werden &amp;lt;ref&amp;gt;Entwurf eines Gesetzes zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz – GEIG), Stand: 04.03.2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind weitere gesetzliche Regelungen, die im Zusammenhang mit dem Bezug und der Nutzung von Energie stehen für die Hochschulen von Bedeutung. Beispielhaft genannt werden hier &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Service/Gesetzeskarte/gesetzeskarte.html&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das insbesondere die Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien festlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), das die Förderungen für hocheffizienter KWK-Anlagen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das die Rahmenbedingungen für eine „sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Gas“ festlegt und insbesondere für Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze im Rahmen der Versorgung Dritter von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stromsteuergesetz (StromStG), das die Besteuerung von Strom sowie auch die Ermäßigung oder die Befreiung von der Steuer unter bestimmten Voraussetzungen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Treibhausgas-Emissionshandels-Gesetz (TEHG), auf dessen Grundlage der Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen in einem EU-weiten Emissionshandelssystem basiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) zur Regelung der Voraussetzungen für die Einführung und den Betrieb eines Anlagenregisters für Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Grubengas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der übergeordneten Ebene der EU ist weiterhin der „Klima- und energiepolitische Rahmen“ mit den  EU-weiten Zielvorgaben und politischen Zielen für den Zeitraum 2021 bis 2030 zu benennen, an dem sich die nationale Gesetzgebung orientieren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen von Bedeutung dürfte die Herausstellung der „Vorbildfunktion der öffentlichen Hand“ wie aktuell in § 4 des GEG bzw. § 1a EEWärmeG und EnEG § 2a (Niedrigstenergiegebäude) sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: Noch Kundenanlage oder schon Netz? BGH-Urteil liefert konkrete Hinweise, aber keine allgemeingültige Lösung. In: HIS:Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2020, S.3&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091621&amp;amp;hash=ad71f51ce9852bb0df44a036090d20859fd000cc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2020-02_Energierecht.pdf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ziele===&lt;br /&gt;
Für einen nachhaltigen Umgang mit Energie können sich Hochschulen, insbesondere wenn die CO2-Emissionen ein zentraler Indikator sein sollen, bei der Zielsetzung an drei wesentlichen Handlungsfeldern orientieren; diese lauten: Minimieren, substituieren und kompensieren von CO2-Emissionen. Wesentlich dabei ist die Prämisse: Minimierung vor Substitution vor Kompensation.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Minimierung&#039;&#039;&#039; bedeutet, tatsächlich weniger Energie zu verbrauchen, also den Energieverbrauch reduzieren und bei gleichem Energieträger eine Verringerung der CO2-Emissionen erzielen (z. B. technische oder organisatori-sche Maßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Substitution&#039;&#039;&#039; bedeutet, emissionsarme Energieträger einzusetzen. Bei gleichem Energieverbrauch werden damit Energieträger genutzt, die weniger CO2-Emissionen verursachen (z. B. Kauf von Ökostrom).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompensation&#039;&#039;&#039; bedeutet, für selber verursachte CO2-Emissionen an anderer Stelle eine CO2-Senke zu schaffen (z. B. Kauf von Zertifikaten, Organisation eigener Projekte). Gesetzlich sanktionierte Beispiele hierfür finden sich im Immissionsschutzrecht (z. B. §§ 17 ff. BImSchG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hemmnisse und Treiber===&lt;br /&gt;
Ein nachhaltiges Energiemanagement ist eingebettet in die Organisation (Strukturen) und den praktischen Betrieb (operative Handlungsmöglichkeiten) der Hochschule. Auf diesen beiden Ebenen können strukturell folgende Hemmnisse und Treiber für die Umsetzung eines nachhaltigen Umgangs mit Energie identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hemmnisse&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ressourcenmangel&lt;br /&gt;
*fehlende personelle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende Sichtweise auf langfristigere Effekte und die Externalisierung der Kosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsprozess&lt;br /&gt;
*limitierte Zeit für Planungsaufgaben sowie Fehler während der Bauplanung&lt;br /&gt;
*mangelnde Kommunikation zwischen Nutzern, Planern, Betreibern und Bauherren&lt;br /&gt;
*unkoordinierte Inbetriebnahme von neu erstellten Gebäuden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgaben&lt;br /&gt;
*keine Verankerung im Leitbild der Hochschule&lt;br /&gt;
*kein Klimaschutzkonzept mit definierten, priorisierten Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäudebestand&lt;br /&gt;
*unzureichende Messarchitektur&lt;br /&gt;
*hoher Technisierungsgrad bei Neubauten&lt;br /&gt;
*kein strukturiertes Flächenmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschullogik&lt;br /&gt;
*starke Egoismen der Fachbereiche&lt;br /&gt;
*schwere Einflussnahme auf Verhalten von Mitarbeitenden und Studierenden&lt;br /&gt;
*häufig wechselnde Akteure in der Mitgliedschaft der Hochschule&lt;br /&gt;
*fehlende Absprachen der beteiligten Serviceeinheiten der Hochschulen&lt;br /&gt;
*unklare Grenzen zwischen Komfort und Freiheit von Forschung und Lehre&lt;br /&gt;
*Spannungsfeld zwischen dem Ziel Energieeinsparung und energieintensiver Forschung mit Großgeräten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Treiber (nicht zu verwechseln mit Maßnahmen)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesetze, Normen, Zertifikate&lt;br /&gt;
*konkrete gesetzliche Vorgaben (insbesondere EnEV bzw. das künftige GEG, EEG, KWKG)&lt;br /&gt;
*AMEV Technisches Monitoring 2017&lt;br /&gt;
*Betrachtung der Lebenszykluskosten von Gebäuden (BNB Zertifikate)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenz&lt;br /&gt;
*Vernetzung und Kompetenzerweiterung des Fachpersonals&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fördermittel&lt;br /&gt;
*Bereitstellung von Fördermitteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Fortschritte&lt;br /&gt;
*Digitalisierung im Gebäudemanagement&lt;br /&gt;
*Einsatz erneuerbarer Energien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerer Druck&lt;br /&gt;
*öffentliche Diskussion zum Klimaschutz&lt;br /&gt;
*Thematisierung in den Zielvereinbarungen und Hochschulentwicklungsplänen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maßnahmen zur Implementierung===&lt;br /&gt;
Für eine Implementierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz kann strukturell zwischen strategischen und operativen unterschieden werden. Hierbei sind die strategischen dadurch charakterisiert, dass sie „gute Rahmenbedingungen“ für die operativen schaffen. Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen benannt und Beispiele für „good practice“ angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Strategisch====&lt;br /&gt;
=====Governancestrukturen schaffen=====&lt;br /&gt;
Governance kann verstanden werden als Aufgabe, die Prozesse für einen erfolgreichen Klimaschutz geordnet zu koordinieren. Für eine Governance, explizit auch zum Klimaschutz bzw. zur Energieeffizenz, kann für den Praxis-betrieb auf die Bereiche Politik, Profession, Organisation, Wissen und Öffentlichkeit aus dem Governance-Regler zurückgegriffen werden, der im Handlungsfeld Governance von HOCHN entwickelt wurde und in der Evaluation der Nachhaltigkeitskonzepte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt einem Praxistest unterzogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessi-schen Landesregierung. HIS-HE:Forum, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeitsgovernance an Hochschulen - BETA, Oktober 2018:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/2-handlungsfelder/01-governance.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Berlin: Nachhaltigkeitsrat.&lt;br /&gt;
Der Nachhaltigkeitsrat wurde im Jahr 2018 Gegründet und besteht aus gewählten Mitgliedern der TU Berlin sowie externen Teilnehmenden. Der Nachhaltigkeitsrat ist darüber hinaus ein offenes Gremium, in dem jede und jeder willkommen ist, der sich für die nachhaltige Entwicklung der TU Berlin interessiert und daran mitwirken möchte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltigkeitsrat.tu-berlin.de/menue/nachhaltigkeitsrat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Runder Tisch zur nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;
Der Runde Tisch „Nachhaltige Entwicklung der HNEE“ wurde 2010 als demokratisches, von allen Interessengrup-pen der Hochschule gemeinsam getragenes und gestaltetes Gremium von der heutigen Nachhaltigkeitsmanage-rin und der Koordinatorin für die familienfreundliche Hochschule ins Leben gerufen. Ziel ist eine gemeinsame, von allen Hochschulgruppen entwickelte, umfassende nachhaltige Entwicklung an der HNEE.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement-an-der-HNEE/Beteiligung-und-Mitmachen/Runder-Tisch-Nachhaltigkeit/Runder-Tisch-zur-nachhaltigen-HNEE-Entwicklung-E6093.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Nachhaltigkeitsleitlinien.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/uni/nachhaltige-hochschule/home/nachhaltigkeitsleitlinien/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Harz: Senatskommission &amp;quot;Nachhaltige Hochschule Harz&amp;quot;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-harz.de/nachhaltige_hs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FU Berlin: Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Controllingkonzept umsetzen=====&lt;br /&gt;
Controlling meint, die Aktivitäten zur Energieeffizienz gezielt zu steuern. Das Controlling fußt damit auf einer quantitativen Grundlage. Dieses kann die zahlenmäßige und graphische Auswertung der monatlichen Verbrauchsdaten (gebäudebezogen) sein, um Veränderungen erkennen zu können und um die Nutzer zu informieren und zu motivieren sowie die gezielte Beobachtung der den konkreten Maßnahmen zugeordneten Zähler. Um die Zielsetzung für das Controlling-Konzept zu erreichen (insb. die Wirksamkeitsmessung), sind folgende Strukturen als Rahmenbedingungen zu schaffen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übergabe der operativen Verantwortung an speziell ausgebildetes Fachpersonal (für Klimaschutz) mit zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
*Gründung eines Klimaschutzbeirats mit Kontroll- und Lenkungsfunktion (dieses kann der Umweltaus-schuss übernehmen).&lt;br /&gt;
*Durchführung regelmäßiger Audits zur Überprüfung des Projektfortschritts und Messbarkeit über ein Kennzahlsystem herstellen (als Elemente im Managementkreislauf: plan (Ziele, Verantwortungen, Ressourcen festlegen), do (Durchführung gemäß Planung), check (Zielerreichung prüfen, Fehler erheben), act (Fehler analysieren, Lösungsmöglichkeiten finden und auswählen).&lt;br /&gt;
*Sicherung der Finanzierung (ggf. über einen Klimaschutz-Etat).&lt;br /&gt;
*Etablieren eines Berichtswesens, auch für die Hochschulleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Hochschulen haben aktuell eine Beteiligung an einem normierten Umweltmanagementsystem nach EMAS:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt: Beteiligung an EMASplus.&lt;br /&gt;
Als erste Universität in Deutschland hat die KU das Zertifikat „EMASplus“ erhalten. Grundlage dafür ist die Etablierung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagements, das Ökologie, Soziales und Ökonomie umfasst. Damit verpflichtet sich die Katholische Universität dazu, ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Wirkungen regelmäßig systematisch überprüfen zu lassen und kontinuierlich zu optimieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.ku.de/kommunikation/presse/pi/einzelansicht/article/ku-erhaelt-als-erste-universitaet-in-deutschland-das-zertifikat-emasplus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 79 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule RheinMain: Klimaschutzkonzept Hochschule RheinMain. Abschlussbericht, Juni 2018, S. 67 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-rm.de/fileadmin/Home/Hochschule/Veroeffentlichungen/Klimaschutz/20180815_Abschlussbericht_KlischKo_HSRM_final.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzkonzept der HNE Eberswalde.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/_obj/67605A07-D2ED-4886-8A7C-BEB532B8044E/outline/Klimaschutzkonzept_HNEE.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaschutzkonzept der Universität Kiel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaschutzkonzept&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Klimaschutzbericht der Hochschule Osnabrück.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/wie-die-hochschule-osnabrueck-ihren-co2-fussabdruck-um-fast-70-prozent-verkleinert-hat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Klimaneutralität formulieren=====&lt;br /&gt;
Klimaneutralität beinhaltet, für einen selbstgesteckten Rahmen (z. B. Gebäudebetrieb, Mobilität, Konsum) die klimarelevanten Emissionen zu beziffern, sie zu minimieren oder substituieren und verbleibende Emissionen auch zu kompensieren. Die Zielsetzung, als Hochschule klimaneutral zu werden, wird auf ein Datum bezogen, z.B. auf das Jahr 2035. Die Zeitspanne bis zur Klimaneutralität und die bis dahin noch emittierten Tonnen CO2 müssen aus den Zielsetzungen zur Eingrenzung der Erderwärmung abgeleitet werden. Die Formulierung einer Klimaneutrali-tät ist somit immer Angelegenheit der Hochschule als Ganzes, also der Hochschulleitung. Formulierte Klimaneut-ralität ist auch ein Aspekt von Governance und hochschulöffentlich. Klimaneutralität ist für Hochschulen realisier-bar, dieses hat eine Studie von HIS-HE belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J., Person, R.-D. (2019): Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus. Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung. HIS-HE:Medium, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golüke, H.: Ökostrom beziehen ist gut - reicht aber nicht! In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen, Nr. 1 ,2019, S. 18 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Die Leuphana Universität Lüneburg hat sich 2007 das Ziel der Klimaneutralität gesetzt und dieses im Jahr 2014 erreicht. Dabei konnten 50 Prozent Primärenergie und 30 Prozent Endenergie eingespart werden. Grundlage der Erreichung der Klimaneutralität ist der effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen in allen Teilbereichen der Universität. Die Themenfelder sind Energieeffizienz, Einsatz regenerativer Energien, Förderung einer klimascho-nenden Mobilität und der nachhaltigen Beschaffung, die in vielen Einzelmaßnahmen sukzessive implementiert und optimiert wurden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
www.leuphana.de/klimaneutral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Düsseldorf: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Hochschule Düsseldorf hat am 19.11.2019 Klimaschutz-Leitlinien beschlossen und dabei die CO2-Klimaneutralität bis 2030 als konkretes Klimaschutz-Ziel festgelegt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-duesseldorf.de/personen/salvagno/klimaschutz?showarrows=1&amp;amp;sid=maysmcrsi1wnydumut54ns5v&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement/Nachhaltige-Hochschule/Klimaneutralitt/Klimaneutralitt-K6435.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaneutrale-universitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Trier, Umweltcampus Birkenfeld: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochschule-trier.de/hochschule/hochschulportraet/drei-campus/umwelt-campus-birkenfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pv-magazine.de/2020/06/09/htw-berlin-bekommt-zwei-photovoltaik-anlagen-mit-zusammen-280-kilowatt-leistung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freie Universität Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2019/fup_19_398-klimanotstand/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Energieflüsse abbilden=====&lt;br /&gt;
Um überhaupt den Umgang mit Energie zum Thema zu machen, ist ein Messsystem erforderlich, welches die Verbräuche erfasst und die Energieflüsse durch die Hochschule abbildet (siehe Abbildung 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür ist eine Messarchitektur erforderlich, die die Hochschule angemessen abbildet und eine routinemäßige Auslesung und Auswertung der Daten ermöglicht. Dieses ist erforderlich, um die Effekte von initiierten Maßnah-men zu erkennen und steuern zu können. Im Umkehrschluss bedeutet das, nur das zu messen, was auch für die Steuerung des Energiemanagements relevant ist. Steuerung benötigt ein Controlling-Konzept. Das Controlling-Konzept stellt einen Kreislauf dar, in dem die durch die Klimaschutzaktivitäten (ggf. Klimaschutzkonzept) definier-ten Maßnahmen zur Umsetzung geführt werden. Durch die ständige Evaluierung und zielgerichtete Anpassung der Maßnahmen wird eine erfolgreiche Umsetzung, im Sinne einer Steuerung, sichergestellt. Diese Steuerung bezieht sich auf das regelmäßige Ermitteln, Vereinbaren, Umsetzen, (Erfolgs-)Messen und ggf. Nachjustieren von Maßnahmen. Dieses ist mehr als reiner (quantitativer) Soll-Ist-Vergleich; denn das Vorgehen schließt eine (quali-tative) Bewertung mit ein. Gerade hierfür sind Ressourcen erforderlich, die insbesondere auf der personellen Ebene das entsprechende Fachwissen garantieren und auf der Sachebene für eine adäquate Verwaltung und Ablage der notwendigen Daten sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: 10 Jahre CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1 (2019). Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 9 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ketelhön, U.: Erarbeitung eines Musterkonzeptes sowie standortbezogener Einzelkonzepte für die Helmholtz-Gemeinschaft. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2017, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092077&amp;amp;hash=0086d0e250079e732f6057fdd4cbaa32680b6f8f&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_02-2017_DRUCK.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V.: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 48 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Budgetierungssystem einführen=====&lt;br /&gt;
Budgetierung bedeutet, die Kosten für den Energieverbrauch den Akteuren oder Organisationseinheiten zuord-nen zu können und diese durch spezifische Modelle daran zu beteiligen. Die Motivlagen, Budgetierungssysteme einzuführen und die Bandbreite der Modelle sind vielschichtig. Sie reichen von freiwilligen Systemen, die aus-schließlich mit Bonuszahlungen arbeiten, bis hin zu hochschulweit verbindlich eingeführten Systemen, in denen die Energiekosten aus den dezentralen Budgets zu begleichen sind. Eine Herausforderung stellt oftmals die Bemes-sung der Budgets dar, aus denen die Einheiten ihre Energiekosten begleichen sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V. (2014): Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS-HE: Mitteilungsblatt, Nr. 4, S. 1 f. https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-4.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit Anreizen zu mehr Klimaschutz: Das Prämiensystem zur Energieeinsparung an der Freien Universität Berlin. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wöhning, C.: Projekt „Entwickeln und Setzen von Anreizsystemen“. In: Magazin für Hochschulentwicklung. The-men-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 12&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.: Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 4, 2014, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092324&amp;amp;hash=cc4bf20988a0950ad784ab9f1b6249f584d3e32d&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-1.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Berlin: Prämiensystem.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Freien Universität Berlin hat Anfang 2007 ein so genanntes Prämiensystem eingeführt, um organisatorische und verhaltensbezogene Einsparpotentiale zu realisieren. Über das Prämienmodell erhalten die Fachbereiche direkte finanzielle Anreize.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/handlungsfelder/campus/energie_klimaschutz/praemiensystem/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Freiburg: Dezentrale Monetäre Anreize zur Energieeinsparung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Anreizmodell der Universität Freiburg will Verhaltensänderungen bei den Gebäudenutzern und minimal in-vestive technische Maßnahmen kombinieren. Dabei wird den Einrichtungen anteilig die Kosten, die gegenüber einer Referenz eingespart wurden, gutgeschrieben. Ein Malus-System, dass ggf. Mehrverbrauch sanktioniert, existiert nicht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltige.uni-freiburg.de/klimaschutz/dezmon-2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Energiekostenbudgetierung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/energiesparen/energiekostenbudgetierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goethe-Universität Frankfurt: Energieeinspardialog.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail/hessen-entwickeln-und-setzen-von-anreizsystemen-zur-energieeinsparung-an-hessischen-hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Bauherrenfunktion nutzen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen Hochschulen befinden sich in einem Reformprozess, der sich unter anderem durch einen Paradig-menwechsel im Hochschulmanagement von einer eher detailgesteuerten zu einer verstärkt eigenverantwortlich geführten Hochschule manifestiert. Vor diesem Hintergrund ist einzelnen Hochschulen auch die Bauherrenfunkti-on übertragen worden. In diesem Kontext muss genau geprüft werden, mit welchen Anforderungen diese Aufga-be verbunden und unter welchen Voraussetzungen dieses Modell erfolgsversprechend ist. Die Zuweisung und Übernahme der Bauherrenfunktion hat daher große Bedeutung, weil Neubau oder Sanierung eines Gebäudes einen großen Einfluss auf die CO2-Emissionen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesetzlichen Vorgaben fordern schon eine entsprechende Energieeinsparung bei Neubau und Sanierung. Diese bezieht sich jedoch lediglich auf gebäudeinduzierte Verbräuche. Einen nicht unwesentlichen Anteil macht der nutzerinduzierte Verbrauch aus, der durch die technischen Geräte der Nutzer beeinflusst wird. Im besten Fall kann die Hochschule als Nutzer, Betreiber und Bauherr die Nutzeranforderungen direkt an die von Ihnen beauf-tragten Fachplaner vermitteln und für die energieeffizienteste Lösung des Betriebs sorgen. Im Fall der Bauher-renvertretung durch die Landesbauverwaltung ist eine Einbeziehung der Hochschule als Nutzer und Betreiber sehr wesentlich. Dieses betrifft die Erarbeitung und Übergabe der Nutzeranforderungen an die und auch die Kommunikation mit den Fachplanern. Diese Anforderung bezieht sich auf den gesamten Planungs- und Baupro-zess, um die energieeffizientesten Lösungen für den Betrieb zu finden.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fokus liegt in erster Linie auf Lösungen zur Energieeinsparung mit Hilfe technischer Anlagen und der Verwen-dung von wärmedämmenden Baustoffen. Ein weiterer Aspekt bezüglich des Energieverbrauchs im Bereich Ge-bäudeinfrastruktur von Hochschulen liegt jedoch in der Errichtung von Gebäuden. Ein nicht unwesentlicher Teil der Energie besteht aus „grauer Energie“, die den Energieverbrauch der Gewinnung von Rohstoffen, der Herstel-lung von Baustoffen, deren Transport und Verarbeitung vor Ort betrachtet. Um diesen Energieverbrauch niedrig zu halten, sind mehrere Möglichkeiten gegeben. Eine den Zielen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit verpflich-tete hochschulweite Ermittlung der Flächenbedarfe stellt den Ausgangspunkt dar, gefolgt von Maßnahmen wie z. B. Sanierung vor Neubau, Recyclen und Wiederverwenden von Baustoffen, Verwendung von Baustoffen mit nied-riger Energiebilanz etc. Hier steht die Forschung jedoch noch sehr am Anfang und Datenbanken, die darüber Auskunft geben (z. B. ökobaudat), werden derzeit hauptsächlich von den Herstellern gefüllt. Eine Unabhängigkeit ist dadurch nicht gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Holzkamm, I.; Stibbe, J.; Stratmann, F.; Tegtmeyer, R.: Orientierungshilfe Bauherrenfunktion durch Hochschu-len. Teil 1: Rahmenbedingungen für die Bauherrenfunktion im Hochschulbau HIS-HE: Forum Hochschule, Nr. 4, 2015&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/orientierungshilfe-bauherrenfunktion-durch-hochschulen-teil-1-rahmenbedingungen-fuer-die-bauherrenfunktion-im-hochschulbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stibbe, J.; Stratmann, F.; Söder-Mahlmann, M.: Verteilung der Zuständigkeiten des Liegenschaftsmanagements für die Universitäten in den Ländern. Sachstandsbericht. HIS-HE: Forum Hochschule, Nr. 9, 2012&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/verteilung-der-zustaendigkeiten-des-liegenschaftsmanagements-fuer-die-universitaeten-in-den-laendern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat: ÖKOBAUDAT.&lt;br /&gt;
Mit der Plattform ÖKOBAUDAT stellt das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) allen Akteuren eine vereinheitlichte Datenbasis für die Ökobilanzierung von Bauwerken zur Verfügung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.oekobaudat.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nutzenvorteile einer dezentralen Bauherrenfunktion der Hochschulen für den nachhaltigen Betrieb&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Lebenszyklus-/Nachhaltigkeitsbetrachtungen in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein wesentliches Argument der Hochschulen für eine Übernahme der Bauherrenfunktion ist, die Gesamtzustän-digkeit für Betrieb und Bau in eine Hand zu legen und dadurch die Wirtschaftlichkeit über die Baumaßnahmen hinaus auf den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes in den Fokus zu rücken. Hintergrund dieser Forderung ist unter anderem, dass derzeit bei den Bauinvestitionen die Baufolgekosten nicht hinlänglich berücksichtigt werden und somit die Hochschulen als Verantwortliche für den Gebäudebetrieb die zum Teil sehr hohen Bewirtschaftungs- und Betriebskosten hinnehmen und tragen müssen. Für ein kostenoptimiertes und nachhaltiges Immobilienma-nagement über den gesamten Lebenszyklus ist daher die zusammenhängende Betrachtung von Investitions- und Bewirtschaftungskosten zielführend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Nutzeranforderungen (Forschung &amp;amp; Lehre) in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Während des Projektstarts hat der Nutzer (Hochschule) die Bauherrenfunktion, die er u. a. durch Vorgabe des Projektziels in den Nutzeranforderungen wahrnimmt. Da in vielen Hochschulen bereits hohe Baufachkunde vor-handen ist, können die spezifischen Anforderungen aus Forschung und Lehre aufgrund der vorhandenen Nähe umfassend in die Nutzeranforderungen eingebracht werden. In der Projektabwicklung (Baumaßnahme) hingegen haben i. d. R. die Landesbaubetriebe bzw. -verwaltungen die Bauherrenfunktion, sodass die spezifischen Nutzeranforderungen hier nicht weiterentwickelt, konkretisiert und verbindlich vorgegeben werden können. Der Nutzer hat hier keine Entscheidungsbefugnisse mehr. Bei einer Übernahme der Bauherrenfunktion sehen die Hochschulen daher die Chance, die Nutzeranforderungen im gesamten Planungs- und Bauprozess besser einbeziehen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Gebäudemanagementkompetenzen (Hochschulverwaltung) in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Gebäudemanagement in den Hochschulverwaltungen verfügt über ein langjährig entwickeltes Erfahrungswissen über die bauliche und technische Infrastruktur. Mit einer Übernahme der Bauherrenfunktion erwarten die Hochschulen, dass ihr Erfahrungsschatz direkter in alle Phasen der Entscheidungs- und Planungsprozesse für Baumaßnahmen eingebracht werden kann. Da sowohl Gebäudemanagement als auch Baumanagement dann Teil der Hochschulverwaltung wären, ist die frühzeitige Einbindung des Gebäudemanagements in den Planungspro-zess automatisch gewährleistet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnittstellen/Verfahrensvereinfachung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die derzeitige Wahrnehmung der Aufgaben Planung/Bau sowie Bedarfsplanung/Nutzung/Betrieb in unterschiedlichen Zuständigkeiten bedingt natürliche Schnittstellen. Diese führen nach Abschluss einer Baumaßnahme ggf. zu unerwünschten Problemen in der Nutzung und dem Betrieb. Darüber hinaus können die Schnittstellen Verzögerungen im Planungs- und Bauverfahren hervorrufen, z. B. durch unterschiedliche Verfahrensweisen, unterschiedliche Prioritätensetzung, Missverständnisse etc. Mit der Zusammenführung der Aufgaben in eine Zuständigkeit versprechen sich die Hochschulen eine Verringerung der Schnittstellen und damit eine Verfahrensbeschleuni-gung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Komplette Bauherrenfunktion unabhängig vom Bauvolumen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hochschulen nehmen bei Bauunterhaltungsmaßnahmen und kleinen Neu-, Um- und Erweiterungsmaßnahmen (KNUE, bis ca. 1 Mio. €, kann in einzelnen Ländern höher sein) die Bauherrenfunktion bereits in einem Großteil der Länder wahr. Bei großen Neu-, Um- und Erweiterungsmaßnahmen (GNUE, ab ca. 1 Mio. €, kann in einzelnen Ländern höher sein) besitzen die Landesbaubetriebe bzw. -verwaltungen i. d. R. die Bauherrenfunktion. Die Bauverantwortung im Hochschulbau ist daher je nach Größe der Baumaßnahme in unterschiedliche Zuständigkeiten aufgeteilt. Eine Zusammenlegung der Bauverantwortung an einer Stelle würde einen umfassenderen Blick auf alle Baumaßnahmen pro Hochschule ermöglichen und nicht nur bis oder ab einer gewissen Wertgrenze. Hierdurch wäre ein übergreifendes Steuern aller Baumaßnahmen pro Hochschule besser möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Finanzierungsrahmen und -bedingungen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einige Hochschulen streben die Übernahme der kompletten Bauverantwortung für den Hochschulbau und das eigenverantwortliche Steuern der Baumaßnahme, über die Wertgrenzen hinaus, an. Zusätzlich besteht der Wunsch nach einem verbindlichen, langfristigen Finanzrahmen in der Landeshaushaltsplanung und optional ein frei zur Verfügung stehendes Baubudget. Dadurch würde sich weniger der Maßnahmenprozess durch die Mittel-freigabe des Parlaments verzögern und wäre, was den zeitlichen Ablauf betrifft, einschätzbarer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übergabe und Nutzung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch eine Zusammenlegung der Betreiber- und Bauherrenfunktion wird die frühzeitige Beteiligung des Gebäudemanagements am Bauplanungsprozess gefördert und die Übergabe des fertiggestellten Gebäudes an den Nutzer erleichtert. Zudem wird das Interesse des Bauherrn erhöht, zwingend erforderliche Revisionsunterlagen mit größerem Druck von Bauauftragnehmern einzufordern und nachdrückliche Mängel zu beseitigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landesbaustandards/Wirtschaftlichkeit:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die von den Landesbaubetrieben bzw. -verwaltungen angewandten Landesbaustandards sind für den Hochschul-bau (meist Sonderbauten) nicht immer zielführend, da sie i. d. R. lediglich einen zur Erfüllung der Bauaufgabe „ausreichenden“ Kostenaufwand berücksichtigen. Um hier nicht im internationalen Wettbewerb abgehängt zu werden, müssen bereits die Gebäude spezifische, wissenschaftsbezogene Anforderungen erfüllen und dürfen nicht auf ein ausreichendes „Standardprogramm“ reduziert werden. Eine Übernahme der Bauherrenfunktion würde diesen Blickwinkel stärker in den Fokus rücken und ihm mehr Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baufachliche Qualität/Bauerfahrung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Hochschulerfahrung mit kleineren Baumaßnahmen und teilweise großen drittmittel-finanzierten Maßnahmen liegen weitreichende Erkenntnisse für Hochschulbaumaßnahmen vor. Diese können bei einer Übernahme der Bauherrenfunktion durch Hochschulen unmittelbar eingebracht werden und somit eine Verbesserung der baufachlichen Qualität ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Management der Flächen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein strategisches Flächenmanagement reduziert den Energieeinsatz pro Nutzer, indem es die Auslastung der Flächen innerhalb der Woche erhöht oder die Inanspruchnahme der Fläche pro Nutzer verringert. Das Flächenmanagement an Hochschulen verfolgt jenseits der globalen Zielsetzung einer sparsamen Flächeninanspruchnahme oftmals drei konkrete Zielsetzungen. Zum einen geht es darum, die von der Hochschulleitung oder beauftragter Bauabteilungen angesteuerten Organisationseinheiten, also z.B. Lehrstühle, Institute oder Fachbereiche genau mit denjenigen Flächen auszustatten, die sie benötigen. Die Definition des Flächenbedarfs orientiert sich zwar an landesseitigen Standards und fachspezifischen Anforderungen. Gleichwohl eröffnen sich Spielräume für hochschuleigene, strategische Flächenmanagementvorgaben, die z.B. die Zielsetzung der Klimaneutralität aufgreifen. Konkret bedeutet dies, dass beispielsweise in Berufungszusagen alte „Erbhöfe“ nachjustiert werden. Oder es geht um die Sicherstellung der Flexibilität von Forschungsflächen. Den dritten bedeutenden Bereich macht die klassische Lehrraumbelegung aus. Hier geht es um die gleichmäßigere und letztendlich höhere Auslastung der Räume innerhalb der gesamten Woche und um das genauere Übereinstimmen (‚matchen‘) der Gruppen- und Raumgrößen (FN: Ruiz, Marcelo (2015): Welche Bedeutung haben Flächen in der Hochschulsteuerung auf Landes- und Hochschulebene? In: Magazin für Hochschulentwicklung (2), S. 12–13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht immer sind dazu hochentwickelte CAFM-Systeme erforderlich. In den zentralen Hochschulverwaltungen ist eine systematische und idealerweise an Landesstandards angepasste Bedarfsplanung erforderlich. Lehrraumma-nagementsysteme sind heutzutage selbstverständlich edv-basiert. Zentral organisierte Lehrraumbelegungssys-teme schneiden hinsichtlich ihrer Flächeneffizienz besser ab als dezentrale oder gemischte Systeme (FN: Fenner, Henrich (2014): Hörsäle und Seminarräume: Bestände besser nutzen. Auslastungsuntersuchungen an Hochschu-len als Basis eines effektiven Lehrraummanagements. In: Wissenschaftsmanagement - Zeitschrift für Innovation (2), S. 54–57).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good Practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Stuttgart:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-stuttgart.de/universitaet/organisation/verwaltung/dez6-flaechenbaumanagement/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Heidelberg:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-heidelberg.de/einrichtungen/verwaltung/bau/flaechenmanagement.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Konstanz:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-konstanz.de/facility-management/gebaeudeservices/raumverwaltung-gaestehaeuser-schluesselverwaltung-veranstaltungsplanung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Finanzierungen prüfen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz und zum Klimaschutz ist grundsätzlich über Förderpro-gramme möglich. Diese existieren z. B. auf Landes- und Bundesebene. Hierbei ist häufig auch ein Eigenbeitrag der Hochschulen zu leisten. Darüber hinaus sind Modelle des Contracting und Intracting möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessischen Landesregierung. HIS-HE: Forum, Nr. 3, 2020, S. 25, S. 32&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bauerfeind-Roßmann, I.: Hochschulen in Hessen leisten ihren Beitrag zur Klimaneutralität des Landes. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 7 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Binnewies, K.: Die novellierte Kommunalrichtlinie der nationalen Klimaschutzinitiative. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knissel, J.: Universität Kassel beschreitet mit dem Intracting-Modell neue Wege bei der Finanzierung von Energiespar-Maßnahmen. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 20 - 21&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good Practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Kassel: Intracting Forschungsprojekt.&lt;br /&gt;
Das Intracting-Prinzip will durch Energiesparmaßnahmen eingesparte Energiekosten einer extra geschaffenen „Intracting-Kostenstelle“ gutschreiben und wieder in neue Energiesparmaßnahmen investieren. Im Hochschulbereich findet dieses Verfahren bisher kaum Anwendung. Das Forschungsprojekt IntrHo will die Realisierungsmöglichkeiten für Intracting an Hochschulen untersuchen. Zielsetzung ist, ein anwendungsorientiertes, übertragbares Finanzierungskonzept für Energiesparmaßnahmen an Hochschulen zu entwickeln und zu erproben. Es gehe darum, das jeweilige hochschulinterne Energiemanagement in die Lage zu versetzen, kontinuierlich die Effizienz seiner Hochschulgebäude zu steigern und vorhandene Energieeinsparpotenziale zu erschließen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-kassel.de/uni/universitaet/profil/profil-umwelt-und-nachhaltigkeit/umwelt-und-nachhaltigkeit/betrieb/intracting/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HAW Hamburg: Einspar-Contracting.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwei Standorte der HAW wiesen verschiedene, veraltete Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik auf, eine ineffiziente Belüftung und Beleuchtung führten zu hohen Instandhaltungs- und Energiekosten. Die Hochschule entschied sich deshalb, die Energieeffizienz ihrer Gebäude zu erhöhen und die Energiekosten von bis zu 27 Prozent mit dem Energiespar-Contracting von Siemens ab 2014 zu reduzieren. Dabei wurden Lüftungs- und Klimaanlagen einschließlich der Luftverteilung ausgetauscht, raumlufttechnische Anlagen und die Heizungsanlagenhydraulik optimiert und das bestehende Gebäudeautomationssystem optimiert. Um die garantierte Einsparung sicherzustellen und künftig weiter zu optimieren, übernimmt Siemens das Energie-Monitoring und -Controlling der umgebauten Anlagen. Das dafür integrierte Messkonzept erfasst kontinuierlich und automatisiert den Verbrauch von Strom, Wärme, Kälte, Wasser, von Volumenströmen in Heizungs-, Lüftungs-, Klima- und Kälteanlagen sowie deren Regelungszonen. Damit werden 27 % der jährlichen Energiekosten gespart.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.energiecontracting.de/4-projekte/projektansicht.php?pid=6083&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Energiespar-Contracting.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://energie.blog/erfolgreiches-energiespar-contracting-an-der-uni-bremen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Operativ====&lt;br /&gt;
Die Sortierung der einzelnen konkreten operativen Maßnahmen kann aus systematischen Aspekten in folgende Kategorien erfolgen (siehe Abb. 2):&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
*technische Maßnahmen&lt;br /&gt;
*organisatorische Maßnahmen &lt;br /&gt;
*verhaltensbedingte Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den &#039;&#039;&#039;technischen Maßnahme&#039;&#039;&#039;n zählen in erster Linie alle Aktivitäten, die am Gebäudebestand oder den Anlagen ansetzen und in der Regel investiv sind. Klassische Beispiele sind die Wärmedämmung der Gebäudehülle, die Sanierung der Heizungsanlage oder der Lüftungsanlage sowie die Umgestaltung der Beleuchtung. Für den Nachweis der Effekte dieser Maßnahmen ist eine Messarchitektur erforderlich, die valide Daten liefert. Nachgewiesene Einsparungen müssen sich allerdings immer an den Investitionen und den Amortisationszeiten messen lassen. Darüber hinaus haben sehr massive Eingriffe in die ursprüngliche Physik eines Gebäudes oft neue Nebenwirkungen, die nachteilig sein können. &#039;&#039;(Beispiele für technische Maßnahmen siehe unten)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Maßnahmen&#039;&#039;&#039; sind insbesondere alle Aktivitäten, die am Betrieb der Gebäude oder den Anlagen ansetzen und in der Regel nicht investiv sind. Klassische Beispiele sind die temporäre Schließung von Gebäuden, das Herunterfahren von Heizungs- und Lüftungsleistung. Angestrebte Maßnahmen müssen sich allerdings oft am Widerstand der Nutzer messen lassen, wenn eine Diskussion über Erwartungen und Komfort geführt wird. &#039;&#039;(Beispiele für organisatorische Maßnahmen siehe unten)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den &#039;&#039;&#039;verhaltensbedingten Maßnahmen&#039;&#039;&#039; zählen in erster Linie Aktivitäten, die am konkreten (aktiven) Verhalten der Akteure in der Universität ansetzen; diese Maßnahmen sind, entgegen häufiger Meinung auch investiv, denn eine verstetigte Verhaltensveränderung einzelner Akteure bedarf einer kontinuierlichen Information und Motivation. Und auch bei diesen Maßnahmen sollte daher die kritische Prüfung von Aufwand und Ertrag erfolgen. Typische Beispiele sind das Ausschalten des Stand-by-Betriebes oder das richtige Lüften sowie Regulieren der Raumtemperatur. Für den Nachweis der Effekte verhaltensbedingter Maßnahmen im Hochschulbereich existieren Ergebnisse aus zwei Forschungsvorhaben. &#039;&#039;(Beispiele für verhaltensbedingte Maßnahmen siehe unten)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die technische Ausstattung neuer Hochschulgebäude, so die aktuellen Beobachtungen, bedingt, dass die Nutzer nur noch sehr eingeschränkt durch aktives Handeln zur Energieeinsparung beitragen können. Wenn also über Budgetierungsverfahren die Energieeinsparung durch Nutzer belohnt werden soll, bedarf es neuer Formen. Aus diesem Grund erprobt HIS-HE aktuell ein Dialogverfahren in Hochschulen, bei dem die Nutzer dem Energiemanagement und den Serviceeinheiten für die Bereitstellung ihre konkreten Ansprüche für den Betrieb der Gebäude und Räume darstellen. Aus diesem Dialog ergeben sich neue Einsparungspotentiale.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Technik=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wöhning, C.: Projekt &amp;quot;Erkennen und Verringern der Grundlast&amp;quot;. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 13&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
EnEff Campus: blueMAP TU Braunschweig: Für den Campus der Technischen Universität Braunschweig wird ein Integraler Energetischer Masterplan entwickelt. Dabei werden auf Basis einer Bestandsaufnahme Methoden und Werkzeuge zur mittelfristigen Reduzierung des Primärenergieverbrauchs um 40 % und zur langfristigen Versorgung des Campus mit ausschließlich regenerativen Energien erarbeitet (2015).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/igs/forschung/eneffcampus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Lüftung und Klimatisierung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Optimierte Lüftungsschaltung&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://magazin.tu-braunschweig.de/m-post/dank-optimierter-lueftungsschaltung-auf-dem-siegertreppchen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Wärmeversorgung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Berlin: Neue Methode auf dem Campus von TU Berlin und Universität der Künste, um das Wärmewendeziel der Bundesregierung zu erreichen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pressestelle.tu-ber-lin.de/menue/tub_medien/publikationen/medieninformationen/2019/juni_2019/medieninformation_nr_1052019/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Beleuchtung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Umstellung auf LED im Foyer (Audimax).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/energieberatung/led-beleuchtung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Greifswald: Umstellung auf LED in der Universitätsbibliothek.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.gebaeudedigital.de/schwerpunkt/licht-und-schatten/umstellung-auf-led-in-der-universitaetsbibliothek/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Eigenerzeugung Energie&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hochschule Reutlingen: Neue Solaranlage auf dem Dach der Hochschule.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.reutlingen-university.de/news/aktuelles/detail/article/staatssekretaerin-weiht-solaranlage-auf-dem-dach-der-hochschule-ein/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kassel: Universität produziert Solarstrom für den eigenen Verbrauch.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/3-aktuelles/nachrichten/39-umfrage-ap-betrieb.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Für die Stärkung der Versorgung des Gebäudebestands mit regenerativen Energien, installiert die TU Braunschweig neun Photovoltaik-Anlagen auf geeigneten Dächern.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/gb3/energiemanagement/test-neu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Oldenburg: Photovoltaik&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://uol.de/dezernat4/technisches-gebaeudemanagement/pv-anlagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jade Hochschule: Förderbescheid für den Bau einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Haupthauses.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
http://www.wzonline.de/nachrichten/newsdetails-top-thema/artikel/energie-vom-dach-der-jade-hochschule.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Green IT&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Bremen: GreenIT Housing-Center wird durch die Universität betrieben. Die Installation, Administration und der Betrieb der Server bleibt in der Eigenverantwortung der dezentralen Administratoren, die durch ein elektronisches Zugangskontrollsystem jederzeit Zugang zum Gebäude und zu den Ihnen zugeordneten Serverracks bekommen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bremen.de/zfn/weitere-it-dienste/serverhousing-webhosting/green-it-housing-center&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Stuttgart: Auf dem Weg zu nachhaltigen Rechenzentren – Konsortium unter Führung der Universität Stuttgart stellt Handlungsempfehlungen zur Senkung des Energie- und Rohstoffverbrauchs vor.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-stuttgart.de/universitaet/aktuelles/presseinfo/Auf-dem-Weg-zu-nachhaltigen-Rechenzentren/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Organisation=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Temporäre Schließungen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Wärmeabsenkung zwischen Weihnachten und Neujahr.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.leuphana.de/universitaet/organisation/universitaetsverwaltung/gebaeudemanagement/lebenswelt-universitaet/klimaneutrale-universitaet/energieeffizienz.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Bauen und Betreiben&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen: Leitfaden zum Technischen Monitoring von öffentlichen Gebäuden zur Betriebsoptimierung und Effizienzsteigerung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/nachhaltiges_bauen/download/technisches_monitoring/Leitfaden_zum_technischen_Monitoring-2018.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Universität Braunschweig: Anforderungen und Möglichkeiten des technischen Monitorings zur Unterstützung des Planungs- und Inbetriebnahmeprozesses.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Veranstaltungen_Vortraege/2019/Forum_Gebaeudemanagement_2019/6_Plesser_Braunschweig.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Energiemanagement&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung: Energieportal – Hochschulseiten.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/leistungen/energie-und-umwelt/energieeffizienz/energieportal-fuer-hochschulen/energiemanagement-an-hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung: Nachhaltigkeitsportal – Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/klimaneutralitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Göttingen: Das Gebäudemanagement setzt ein 11-Punkte-Programm um, mit dem dem steigenden Energieverbrauch und den Energiekosten begegnet werden soll.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-goettingen.de/de/33522.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Unterstützung einführen (CAFM / EMAS / ISO / Benchmarking)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Goethe-Universität Frankfurt: Energiemanagement nach DIN ISO 50001.&lt;br /&gt;
Das Energiemanagement der Goethe-Universität Frankfurt ist als erstes einer deutschen Universität nach DIN ISO 50001 zertifiziert worden. Zusätzlich wurden Leitlinien für Energiemanagement und Umweltschutz festgelegt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://aktuelles.uni-frankfurt.de/aktuelles/beitrag-der-goethe-universitaet-zur-klimawoche/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benchmarking: CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen.&lt;br /&gt;
HIS-HE erstellt seit 2009 (Bilanzierungsjahr 2008) eine jährliche Bilanz für alle hessischen Hochschulen und dokumentiert diese in einem Bericht. Dieses erfolgt in enger Kooperation mit dem Fachpersonal für Energiemanagement.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail/hessen-co%E2%82%82-bilanz-an-hessischen-hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Verwaltung und Wissenschaft kooperieren&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Darmstadt: EnEff:Stadt Campus Lichtwiese zur energieeffizienten Weiterentwicklung des Campus Lichtwiese durch intelligente Systemvernetzung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.intern.tu-darm-stadt.de/dez_v/versorgung_technik/energiemanagement_1/eneff_stadt_campus_lichtwiese/eneff_stadt_campus_lichtwiese.de.jsp&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.: Nachhaltigkeitsberichterstattung an hessischen Hochschulen. HIS-HE: Medium, Nr. 1 (2019), S. 14&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1597404286&amp;amp;hash=8743ecfcda18a6042469a76bfb2bf277af400afc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Medium/Medium_201901_Nachhaltigkeit.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Verhalten=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Matthies, E.; Wagner, H.-J.: (Hrsg.): Change – Veränderung nachhaltigkeitsrelevanter Routinen in Organisationen. LIT Verlag, Berlin, 2011. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;lr=&amp;amp;id=umQwyFkIp68C&amp;amp;oi=fnd&amp;amp;pg=PA1&amp;amp;dq=verbundprojekt+change+hochschule+verhaltens%C3%A4nderung+energieeinsparung&amp;amp;ots=Ux-yoJY8dk&amp;amp;sig=gnrfO3s0u5L82gNoYtIOORRlPuw#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Klimaschutz und Energieeffizienz. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Nr. 1, 2017, S. 12 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2017&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Ergebnisse aus Forschungsprojekten zum Nutzerverhalten&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Echo: Energieeffizienz und CO2-Einsparungen an Hochschulen erreichen und gestalten ist möglich – Leitfaden zur Umsetzung einer Energiesparkampagne &lt;br /&gt;
https://www.echo-energie.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
change: Veränderung nachhaltigkeitsrelevanter Routinen in Organisationen (change).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
http://www.change-energie.de/&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Good practice – Anreizsysteme und Dialog der Serviceeinheiten&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung: Entwickeln und setzen von Anreizsystemen zur Energieeinsparung an hessischen Hochschulen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail?tx_hishe_hishefe%5Bproject%5D=365&amp;amp;cHash=ef6015979a48ae75ed785cee3c022b8b&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Reine Informationsmaßnahmen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzwoche.&lt;br /&gt;
Bei der Klimaschutzwoche im Jahr 2018 der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde wurden Gäste mit Vorträgen, Diskussionen und Do It Your Self Aktionen über den Klimawandel informiert. Durch initiative Beteiligte konnte ein breitgefächertes und spannendes Programm aufgestellt werden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/Klimaschutzwoche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Film zum Klimaschutz.&lt;br /&gt;
Die Hochschule Osnabrück hat einen Film über den Klimaschutz an der eigenen Hochschule veröffentlicht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/wir/wir-stellen-uns-vor/wir-in-der-gesellschaft/themen/klimaschutz/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bayreuth: Klimaschutzwoche.&lt;br /&gt;
Die Klimaschutzwoche der Fairtrade-Universität Bayreuth wurde vom Studierendenparlament mit Hilfe der Plattform Green Campus organisiert. Diverse Themen rund um den Klimaschutz wurden von Initiativen in unterschiedlichen Formaten vorgestellt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nordbayerischer-kurier.de/inhalt.uni-klimawoche-weil-s-alle-angeht.e0a724b8-d1a7-42bc-8262-43e528b948b1.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Energiespartipps.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.leuphana.de/universitaet/entwicklung/nachhaltigkeit/klimaneutrale-universitaet/energiesparen.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Hochschule Mittelhessen: Der „Energietag“.&lt;br /&gt;
2018 veranstaltete die Technische Hochschule Mittelhessen einen Energietag, an dem praxisnah die Themen Energienutzung und CO2-Einsparung behandelt wurden. Konkret ging es um zukunftsweisende Elektromobilität und die Energieeinsparung bei der Gebäudenutzung. Firmen, Zentren, Fachbereiche und Arbeitsgruppen stellten dabei ihre Projekte und Entwicklungen vor.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.thm.de/site/hochschule/aktuelles/aus-lehre-und-forschung/viel-energie.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Mobilität&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zink, A.: Mobilität und Mobilitätsmanagement in Hochschulen. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2019, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091865&amp;amp;hash=416d648c63e5bebcd68028f68fcce3e593100074&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2019-2.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Leuphana-Campus wird verkehrsberuhigt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.leuphana.de/news/pressemitteilungen/pressemitteilungen-ansicht/datum/2019/09/27/leuphana-campus-wird-verkehrsberuhigt.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Carsharing Projekt mit den Kreiswerken.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Aktuelles/Presseportal/Pressemitteilungen/Verkehrswende-an-der-Hochschule-fr-nachhaltige-Entwicklung-Eberswalde-E10487.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachhochschule Bielefeld: Eine Art „Mehrfachsteckdose“ für das Laden von Elektrofahrzeugen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fh-bielefeld.de/ium/fit2load&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Präsidiumsbeschluss verpflichtet alle Angehörigen der Hochschule Strecken unter 1.000 Kilometer mit Bus oder Bahn anstelle des Flugzeugs zurückzulegen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Aktuelles/Presseportal/Pressemitteilungen/Es-geht-auch-ohne-E10372.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Justus Liebig Universität Gießen: Beschaffung von E-Bikes für Beschäftigte vom Land gefördert.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-giessen.de/ueber-uns/pressestelle/pm/pm172-19&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Bremen: Fahrradmodellquartier wird mit Eröffnung des Repair-Cafés an der Hochschule fertiggestellt.&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
https://weserreport.de/2019/07/bremen/sued/mehr-als-eine-werkstatt/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Heilbronn: Mobilitätsprojekt PendlerRatD will Berufspendler zum Umstieg vom Auto aufs Rad bewegen. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://radmarkt.de/nachrichten/fahrradde-unterstutzt-mobilitats-initiative-pendlerratd&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Testphase für ein neues Pedelec-Verleihsystem für Mitarbeitende der Stadtwerke und der Hochschule.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/stadtwerke-testen-stationsflexibles-pedelec-verleihsystem-erste-phase-in-kooperation-mit-der-hochs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE (DKE): Ladeinfrastruktur Elektromobilität - Der technische Leitfaden für Installation und Betrieb in der Praxis.&lt;br /&gt;
Was ist bei der Planung, Errichtung und dem Betrieb einer Ladeinfrastruktur zu beachten und welche Normen und Vorschriften sind hierbei von Bedeutung? Antworten darauf gibt die dritte Version des technischen Leitfadens für die Ladeinfrastruktur der Elektromobilität – ein Projekt von DKE, BDEW, ZVEH, ZVEI und VDE|FNN. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.dke.de/de/arbeitsfelder/mobility/technischer-leitfaden-ladeinfrastruktur-elektromobilitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Furtwangen: Modellprojekt zur Sicherung der Erreichbarkeit ländlicher Hochschulen mit Hilfe nachhaltiger Mobilitätslösungen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/abschlussveranstaltung-zu-mobilitaetsprojekt-an-hochschule-furtwangen-1/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Elektromobilität auf dem Campus.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/news-einzelansicht/news/detail/News/elektromobilitaet-auf-dem-campus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität des Saarlandes: AStA der Saar-Universität eröffnet Fahrradverleih.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-saarland.de/universitaet/aktuell/artikel/nr/20845.html&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=6300</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Energiemanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=6300"/>
		<updated>2020-12-29T08:31:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: /* Operativ */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Nachhaltiges Energiemanagement, nachhaltiger Umgang mit Energie ==&lt;br /&gt;
===Betroffener Personenkreis===&lt;br /&gt;
Der Beitrag richtet sich an das Fachpersonal im technischen Gebäudemanagement, welches auf der operativen Ebene mit der Bereitstellung von Energie sowie dem Management der Energienutzung betraut ist. Darüber hin-aus werden strukturelle Hinweise gegeben, die für das Leitungspersonal relevant sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Relevanz===&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Gebäudemanagements besteht darin, optimale Bedingungen für die Kernaufgaben der Hoch-schulen zu schaffen. Hierzu zählt auch das Bereitstellen von und der Umgang mit Energie. Vor diesem Hintergrund bewegt sich dieses Handlungsfeld immer in einem besonderen Spannungsfeld, wenn auch ein effizienter, mög-lichst sparsamer Einsatz von Energie erfolgen soll, um CO2 und Kosten einzusparen. Potentielle Zielkonflikte zwi-schen dem Anspruch, bestmögliche Voraussetzungen für Forschung und Lehre zu schaffen und gleichzeitig Ener-gie effizient einzusetzen, sind der Organisation Hochschule immanent.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind gesetzliche Vorgaben (siehe unten) und Kostenaspekte (insb. steigende Energiekosten) Rah-menbedingungen, die dem Thema Energieeinsatz eine Relevanz geben. Die zentrale Facette scheint allerdings der stetig zunehmende öffentliche, gesellschaftliche Druck zum aktiven Klimaschutz zu sein, der insbesondere von Hochschulen und den Mitgliedern ausgeht und sehr stark von den wissenschaftlichen Erkenntnissen und konkre-ten Zielvorgaben gestützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gesetzliche Grundlagen===&lt;br /&gt;
Gesetzliche Vorgaben existieren, um Gebäude nach hohem Energieeffizienzstandard zu errichten bzw. zu sanieren und den energieeffizienten Betrieb bereits in der Phase des Planens zu berücksichtigen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesetzliche Rahmen für bauliche Maßnahmen wurde bisher durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmG) verbindlich festgelegt. Mit dem geplanten Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) &amp;lt;ref&amp;gt;Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz - GEG), Entwurfsstand: 03.07.2020 (nach Zustimmung im Bundesrat).&amp;lt;/ref&amp;gt; ab November 2020 werden die bisherigen Regelungen aus EnEG, EnEV und EEWärmeG in einem Gesetz zusammengefasst. Grundlage der bisherigen nationalen Regelungen sind die Richtlinien der EU, insbesondere als Basis für die o. g. gesetzlichen Regelungen die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen ergeben sich Anforderungen aus den gesetzlichen Regelungen im Rahmen von EnEG, EnEV, EEWärmeG bzw. zukünftig GEG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sanierungs- und Neubaumaßnahmen: Baubezogene Regelungen, Energieausweise für Gebäude, Standards für „Niedrigstenergie-Gebäude“&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
* Betrieb von Gebäuden und technischen Anlagen: Energetische Inspektion (Klimaanlagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der GEG-Einführung sind zunächst keine Verschärfungen der bisherigen Regelungen der EnEV vorgesehen. Eine Überprüfung dieser Standards ist erst für das Jahr 2023 vorgesehen. Neu sind dagegen eine Innovationsklausel und der so genannte Quartiersansatz. Zunächst befristet bis Ende 2023 sind damit Möglichkeiten zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen anstelle des Primärenergieeinsatzes sowie eine gemeinsame Berücksichtigung von Gebäuden an einem zusammenhängenden Standort möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Regelungen aus den EU-Richtlinien werden erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt. Das „Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität“ (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) – kurz: GEIG – gehört dazu und bezieht die in 2018 aktualisierten Regelungen der EU-Gebäuderichtlinie von 2010 ein.  Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat dazu den Gesetzentwurf ausgearbeitet, der für Baumaßnahmen (Neubau und umfassende Sanierungen) ab dem 11. März 2021 relevant werden soll. Bei Nicht-Wohngebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen muss demnach mindestens jeder fünfte Stellplatz entsprechend ausgerüstet und mindestens ein Ladepunkt errichtet werden. Ab 2025 muss jedes (bestehende) nicht zum Wohnen genutzte Gebäude mit mehr als zwanzig Stellplätzen mit mindestens einem Ladepunkt ausgestattet werden &amp;lt;ref&amp;gt;Entwurf eines Gesetzes zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz – GEIG), Stand: 04.03.2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind weitere gesetzliche Regelungen, die im Zusammenhang mit dem Bezug und der Nutzung von Energie stehen für die Hochschulen von Bedeutung. Beispielhaft genannt werden hier &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Service/Gesetzeskarte/gesetzeskarte.html&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das insbesondere die Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien festlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), das die Förderungen für hocheffizienter KWK-Anlagen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das die Rahmenbedingungen für eine „sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Gas“ festlegt und insbesondere für Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze im Rahmen der Versorgung Dritter von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stromsteuergesetz (StromStG), das die Besteuerung von Strom sowie auch die Ermäßigung oder die Befreiung von der Steuer unter bestimmten Voraussetzungen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Treibhausgas-Emissionshandels-Gesetz (TEHG), auf dessen Grundlage der Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen in einem EU-weiten Emissionshandelssystem basiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) zur Regelung der Voraussetzungen für die Einführung und den Betrieb eines Anlagenregisters für Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Grubengas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der übergeordneten Ebene der EU ist weiterhin der „Klima- und energiepolitische Rahmen“ mit den  EU-weiten Zielvorgaben und politischen Zielen für den Zeitraum 2021 bis 2030 zu benennen, an dem sich die nationale Gesetzgebung orientieren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen von Bedeutung dürfte die Herausstellung der „Vorbildfunktion der öffentlichen Hand“ wie aktuell in § 4 des GEG bzw. § 1a EEWärmeG und EnEG § 2a (Niedrigstenergiegebäude) sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: Noch Kundenanlage oder schon Netz? BGH-Urteil liefert konkrete Hinweise, aber keine allgemeingültige Lösung. In: HIS:Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2020, S.3&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091621&amp;amp;hash=ad71f51ce9852bb0df44a036090d20859fd000cc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2020-02_Energierecht.pdf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ziele===&lt;br /&gt;
Für einen nachhaltigen Umgang mit Energie können sich Hochschulen, insbesondere wenn die CO2-Emissionen ein zentraler Indikator sein sollen, bei der Zielsetzung an drei wesentlichen Handlungsfeldern orientieren; diese lauten: Minimieren, substituieren und kompensieren von CO2-Emissionen. Wesentlich dabei ist die Prämisse: Minimierung vor Substitution vor Kompensation.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Minimierung&#039;&#039;&#039; bedeutet, tatsächlich weniger Energie zu verbrauchen, also den Energieverbrauch reduzieren und bei gleichem Energieträger eine Verringerung der CO2-Emissionen erzielen (z. B. technische oder organisatori-sche Maßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Substitution&#039;&#039;&#039; bedeutet, emissionsarme Energieträger einzusetzen. Bei gleichem Energieverbrauch werden damit Energieträger genutzt, die weniger CO2-Emissionen verursachen (z. B. Kauf von Ökostrom).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompensation&#039;&#039;&#039; bedeutet, für selber verursachte CO2-Emissionen an anderer Stelle eine CO2-Senke zu schaffen (z. B. Kauf von Zertifikaten, Organisation eigener Projekte). Gesetzlich sanktionierte Beispiele hierfür finden sich im Immissionsschutzrecht (z. B. §§ 17 ff. BImSchG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hemmnisse und Treiber===&lt;br /&gt;
Ein nachhaltiges Energiemanagement ist eingebettet in die Organisation (Strukturen) und den praktischen Betrieb (operative Handlungsmöglichkeiten) der Hochschule. Auf diesen beiden Ebenen können strukturell folgende Hemmnisse und Treiber für die Umsetzung eines nachhaltigen Umgangs mit Energie identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hemmnisse&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ressourcenmangel&lt;br /&gt;
*fehlende personelle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende Sichtweise auf langfristigere Effekte und die Externalisierung der Kosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsprozess&lt;br /&gt;
*limitierte Zeit für Planungsaufgaben sowie Fehler während der Bauplanung&lt;br /&gt;
*mangelnde Kommunikation zwischen Nutzern, Planern, Betreibern und Bauherren&lt;br /&gt;
*unkoordinierte Inbetriebnahme von neu erstellten Gebäuden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgaben&lt;br /&gt;
*keine Verankerung im Leitbild der Hochschule&lt;br /&gt;
*kein Klimaschutzkonzept mit definierten, priorisierten Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäudebestand&lt;br /&gt;
*unzureichende Messarchitektur&lt;br /&gt;
*hoher Technisierungsgrad bei Neubauten&lt;br /&gt;
*kein strukturiertes Flächenmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschullogik&lt;br /&gt;
*starke Egoismen der Fachbereiche&lt;br /&gt;
*schwere Einflussnahme auf Verhalten von Mitarbeitenden und Studierenden&lt;br /&gt;
*häufig wechselnde Akteure in der Mitgliedschaft der Hochschule&lt;br /&gt;
*fehlende Absprachen der beteiligten Serviceeinheiten der Hochschulen&lt;br /&gt;
*unklare Grenzen zwischen Komfort und Freiheit von Forschung und Lehre&lt;br /&gt;
*Spannungsfeld zwischen dem Ziel Energieeinsparung und energieintensiver Forschung mit Großgeräten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Treiber (nicht zu verwechseln mit Maßnahmen)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesetze, Normen, Zertifikate&lt;br /&gt;
*konkrete gesetzliche Vorgaben (insbesondere EnEV bzw. das künftige GEG, EEG, KWKG)&lt;br /&gt;
*AMEV Technisches Monitoring 2017&lt;br /&gt;
*Betrachtung der Lebenszykluskosten von Gebäuden (BNB Zertifikate)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenz&lt;br /&gt;
*Vernetzung und Kompetenzerweiterung des Fachpersonals&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fördermittel&lt;br /&gt;
*Bereitstellung von Fördermitteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Fortschritte&lt;br /&gt;
*Digitalisierung im Gebäudemanagement&lt;br /&gt;
*Einsatz erneuerbarer Energien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerer Druck&lt;br /&gt;
*öffentliche Diskussion zum Klimaschutz&lt;br /&gt;
*Thematisierung in den Zielvereinbarungen und Hochschulentwicklungsplänen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maßnahmen zur Implementierung===&lt;br /&gt;
Für eine Implementierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz kann strukturell zwischen strategischen und operativen unterschieden werden. Hierbei sind die strategischen dadurch charakterisiert, dass sie „gute Rahmenbedingungen“ für die operativen schaffen. Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen benannt und Beispiele für „good practice“ angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Strategisch====&lt;br /&gt;
=====Governancestrukturen schaffen=====&lt;br /&gt;
Governance kann verstanden werden als Aufgabe, die Prozesse für einen erfolgreichen Klimaschutz geordnet zu koordinieren. Für eine Governance, explizit auch zum Klimaschutz bzw. zur Energieeffizenz, kann für den Praxis-betrieb auf die Bereiche Politik, Profession, Organisation, Wissen und Öffentlichkeit aus dem Governance-Regler zurückgegriffen werden, der im Handlungsfeld Governance von HOCHN entwickelt wurde und in der Evaluation der Nachhaltigkeitskonzepte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt einem Praxistest unterzogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessi-schen Landesregierung. HIS-HE:Forum, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeitsgovernance an Hochschulen - BETA, Oktober 2018:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/2-handlungsfelder/01-governance.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Berlin: Nachhaltigkeitsrat.&lt;br /&gt;
Der Nachhaltigkeitsrat wurde im Jahr 2018 Gegründet und besteht aus gewählten Mitgliedern der TU Berlin sowie externen Teilnehmenden. Der Nachhaltigkeitsrat ist darüber hinaus ein offenes Gremium, in dem jede und jeder willkommen ist, der sich für die nachhaltige Entwicklung der TU Berlin interessiert und daran mitwirken möchte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltigkeitsrat.tu-berlin.de/menue/nachhaltigkeitsrat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Runder Tisch zur nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;
Der Runde Tisch „Nachhaltige Entwicklung der HNEE“ wurde 2010 als demokratisches, von allen Interessengrup-pen der Hochschule gemeinsam getragenes und gestaltetes Gremium von der heutigen Nachhaltigkeitsmanage-rin und der Koordinatorin für die familienfreundliche Hochschule ins Leben gerufen. Ziel ist eine gemeinsame, von allen Hochschulgruppen entwickelte, umfassende nachhaltige Entwicklung an der HNEE.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement-an-der-HNEE/Beteiligung-und-Mitmachen/Runder-Tisch-Nachhaltigkeit/Runder-Tisch-zur-nachhaltigen-HNEE-Entwicklung-E6093.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Nachhaltigkeitsleitlinien.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/uni/nachhaltige-hochschule/home/nachhaltigkeitsleitlinien/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Harz: Senatskommission &amp;quot;Nachhaltige Hochschule Harz&amp;quot;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-harz.de/nachhaltige_hs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FU Berlin: Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Controllingkonzept umsetzen=====&lt;br /&gt;
Controlling meint, die Aktivitäten zur Energieeffizienz gezielt zu steuern. Das Controlling fußt damit auf einer quantitativen Grundlage. Dieses kann die zahlenmäßige und graphische Auswertung der monatlichen Verbrauchsdaten (gebäudebezogen) sein, um Veränderungen erkennen zu können und um die Nutzer zu informieren und zu motivieren sowie die gezielte Beobachtung der den konkreten Maßnahmen zugeordneten Zähler. Um die Zielsetzung für das Controlling-Konzept zu erreichen (insb. die Wirksamkeitsmessung), sind folgende Strukturen als Rahmenbedingungen zu schaffen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übergabe der operativen Verantwortung an speziell ausgebildetes Fachpersonal (für Klimaschutz) mit zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
*Gründung eines Klimaschutzbeirats mit Kontroll- und Lenkungsfunktion (dieses kann der Umweltaus-schuss übernehmen).&lt;br /&gt;
*Durchführung regelmäßiger Audits zur Überprüfung des Projektfortschritts und Messbarkeit über ein Kennzahlsystem herstellen (als Elemente im Managementkreislauf: plan (Ziele, Verantwortungen, Ressourcen festlegen), do (Durchführung gemäß Planung), check (Zielerreichung prüfen, Fehler erheben), act (Fehler analysieren, Lösungsmöglichkeiten finden und auswählen).&lt;br /&gt;
*Sicherung der Finanzierung (ggf. über einen Klimaschutz-Etat).&lt;br /&gt;
*Etablieren eines Berichtswesens, auch für die Hochschulleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Hochschulen haben aktuell eine Beteiligung an einem normierten Umweltmanagementsystem nach EMAS:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt: Beteiligung an EMASplus.&lt;br /&gt;
Als erste Universität in Deutschland hat die KU das Zertifikat „EMASplus“ erhalten. Grundlage dafür ist die Etablierung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagements, das Ökologie, Soziales und Ökonomie umfasst. Damit verpflichtet sich die Katholische Universität dazu, ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Wirkungen regelmäßig systematisch überprüfen zu lassen und kontinuierlich zu optimieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.ku.de/kommunikation/presse/pi/einzelansicht/article/ku-erhaelt-als-erste-universitaet-in-deutschland-das-zertifikat-emasplus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 79 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule RheinMain: Klimaschutzkonzept Hochschule RheinMain. Abschlussbericht, Juni 2018, S. 67 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-rm.de/fileadmin/Home/Hochschule/Veroeffentlichungen/Klimaschutz/20180815_Abschlussbericht_KlischKo_HSRM_final.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzkonzept der HNE Eberswalde.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/_obj/67605A07-D2ED-4886-8A7C-BEB532B8044E/outline/Klimaschutzkonzept_HNEE.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaschutzkonzept der Universität Kiel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaschutzkonzept&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Klimaschutzbericht der Hochschule Osnabrück.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/wie-die-hochschule-osnabrueck-ihren-co2-fussabdruck-um-fast-70-prozent-verkleinert-hat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Klimaneutralität formulieren=====&lt;br /&gt;
Klimaneutralität beinhaltet, für einen selbstgesteckten Rahmen (z. B. Gebäudebetrieb, Mobilität, Konsum) die klimarelevanten Emissionen zu beziffern, sie zu minimieren oder substituieren und verbleibende Emissionen auch zu kompensieren. Die Zielsetzung, als Hochschule klimaneutral zu werden, wird auf ein Datum bezogen, z.B. auf das Jahr 2035. Die Zeitspanne bis zur Klimaneutralität und die bis dahin noch emittierten Tonnen CO2 müssen aus den Zielsetzungen zur Eingrenzung der Erderwärmung abgeleitet werden. Die Formulierung einer Klimaneutrali-tät ist somit immer Angelegenheit der Hochschule als Ganzes, also der Hochschulleitung. Formulierte Klimaneut-ralität ist auch ein Aspekt von Governance und hochschulöffentlich. Klimaneutralität ist für Hochschulen realisier-bar, dieses hat eine Studie von HIS-HE belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J., Person, R.-D. (2019): Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus. Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung. HIS-HE:Medium, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golüke, H.: Ökostrom beziehen ist gut - reicht aber nicht! In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen, Nr. 1 ,2019, S. 18 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Die Leuphana Universität Lüneburg hat sich 2007 das Ziel der Klimaneutralität gesetzt und dieses im Jahr 2014 erreicht. Dabei konnten 50 Prozent Primärenergie und 30 Prozent Endenergie eingespart werden. Grundlage der Erreichung der Klimaneutralität ist der effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen in allen Teilbereichen der Universität. Die Themenfelder sind Energieeffizienz, Einsatz regenerativer Energien, Förderung einer klimascho-nenden Mobilität und der nachhaltigen Beschaffung, die in vielen Einzelmaßnahmen sukzessive implementiert und optimiert wurden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
www.leuphana.de/klimaneutral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Düsseldorf: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Hochschule Düsseldorf hat am 19.11.2019 Klimaschutz-Leitlinien beschlossen und dabei die CO2-Klimaneutralität bis 2030 als konkretes Klimaschutz-Ziel festgelegt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-duesseldorf.de/personen/salvagno/klimaschutz?showarrows=1&amp;amp;sid=maysmcrsi1wnydumut54ns5v&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement/Nachhaltige-Hochschule/Klimaneutralitt/Klimaneutralitt-K6435.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaneutrale-universitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Trier, Umweltcampus Birkenfeld: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochschule-trier.de/hochschule/hochschulportraet/drei-campus/umwelt-campus-birkenfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pv-magazine.de/2020/06/09/htw-berlin-bekommt-zwei-photovoltaik-anlagen-mit-zusammen-280-kilowatt-leistung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freie Universität Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2019/fup_19_398-klimanotstand/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Energieflüsse abbilden=====&lt;br /&gt;
Um überhaupt den Umgang mit Energie zum Thema zu machen, ist ein Messsystem erforderlich, welches die Verbräuche erfasst und die Energieflüsse durch die Hochschule abbildet (siehe Abbildung 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür ist eine Messarchitektur erforderlich, die die Hochschule angemessen abbildet und eine routinemäßige Auslesung und Auswertung der Daten ermöglicht. Dieses ist erforderlich, um die Effekte von initiierten Maßnah-men zu erkennen und steuern zu können. Im Umkehrschluss bedeutet das, nur das zu messen, was auch für die Steuerung des Energiemanagements relevant ist. Steuerung benötigt ein Controlling-Konzept. Das Controlling-Konzept stellt einen Kreislauf dar, in dem die durch die Klimaschutzaktivitäten (ggf. Klimaschutzkonzept) definier-ten Maßnahmen zur Umsetzung geführt werden. Durch die ständige Evaluierung und zielgerichtete Anpassung der Maßnahmen wird eine erfolgreiche Umsetzung, im Sinne einer Steuerung, sichergestellt. Diese Steuerung bezieht sich auf das regelmäßige Ermitteln, Vereinbaren, Umsetzen, (Erfolgs-)Messen und ggf. Nachjustieren von Maßnahmen. Dieses ist mehr als reiner (quantitativer) Soll-Ist-Vergleich; denn das Vorgehen schließt eine (quali-tative) Bewertung mit ein. Gerade hierfür sind Ressourcen erforderlich, die insbesondere auf der personellen Ebene das entsprechende Fachwissen garantieren und auf der Sachebene für eine adäquate Verwaltung und Ablage der notwendigen Daten sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: 10 Jahre CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1 (2019). Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 9 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ketelhön, U.: Erarbeitung eines Musterkonzeptes sowie standortbezogener Einzelkonzepte für die Helmholtz-Gemeinschaft. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2017, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092077&amp;amp;hash=0086d0e250079e732f6057fdd4cbaa32680b6f8f&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_02-2017_DRUCK.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V.: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 48 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Budgetierungssystem einführen=====&lt;br /&gt;
Budgetierung bedeutet, die Kosten für den Energieverbrauch den Akteuren oder Organisationseinheiten zuord-nen zu können und diese durch spezifische Modelle daran zu beteiligen. Die Motivlagen, Budgetierungssysteme einzuführen und die Bandbreite der Modelle sind vielschichtig. Sie reichen von freiwilligen Systemen, die aus-schließlich mit Bonuszahlungen arbeiten, bis hin zu hochschulweit verbindlich eingeführten Systemen, in denen die Energiekosten aus den dezentralen Budgets zu begleichen sind. Eine Herausforderung stellt oftmals die Bemes-sung der Budgets dar, aus denen die Einheiten ihre Energiekosten begleichen sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V. (2014): Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS-HE: Mitteilungsblatt, Nr. 4, S. 1 f. https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-4.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit Anreizen zu mehr Klimaschutz: Das Prämiensystem zur Energieeinsparung an der Freien Universität Berlin. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wöhning, C.: Projekt „Entwickeln und Setzen von Anreizsystemen“. In: Magazin für Hochschulentwicklung. The-men-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 12&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.: Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 4, 2014, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092324&amp;amp;hash=cc4bf20988a0950ad784ab9f1b6249f584d3e32d&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-1.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Berlin: Prämiensystem.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Freien Universität Berlin hat Anfang 2007 ein so genanntes Prämiensystem eingeführt, um organisatorische und verhaltensbezogene Einsparpotentiale zu realisieren. Über das Prämienmodell erhalten die Fachbereiche direkte finanzielle Anreize.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/handlungsfelder/campus/energie_klimaschutz/praemiensystem/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Freiburg: Dezentrale Monetäre Anreize zur Energieeinsparung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Anreizmodell der Universität Freiburg will Verhaltensänderungen bei den Gebäudenutzern und minimal in-vestive technische Maßnahmen kombinieren. Dabei wird den Einrichtungen anteilig die Kosten, die gegenüber einer Referenz eingespart wurden, gutgeschrieben. Ein Malus-System, dass ggf. Mehrverbrauch sanktioniert, existiert nicht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltige.uni-freiburg.de/klimaschutz/dezmon-2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Energiekostenbudgetierung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/energiesparen/energiekostenbudgetierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goethe-Universität Frankfurt: Energieeinspardialog.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail/hessen-entwickeln-und-setzen-von-anreizsystemen-zur-energieeinsparung-an-hessischen-hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Bauherrenfunktion nutzen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen Hochschulen befinden sich in einem Reformprozess, der sich unter anderem durch einen Paradig-menwechsel im Hochschulmanagement von einer eher detailgesteuerten zu einer verstärkt eigenverantwortlich geführten Hochschule manifestiert. Vor diesem Hintergrund ist einzelnen Hochschulen auch die Bauherrenfunkti-on übertragen worden. In diesem Kontext muss genau geprüft werden, mit welchen Anforderungen diese Aufga-be verbunden und unter welchen Voraussetzungen dieses Modell erfolgsversprechend ist. Die Zuweisung und Übernahme der Bauherrenfunktion hat daher große Bedeutung, weil Neubau oder Sanierung eines Gebäudes einen großen Einfluss auf die CO2-Emissionen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesetzlichen Vorgaben fordern schon eine entsprechende Energieeinsparung bei Neubau und Sanierung. Diese bezieht sich jedoch lediglich auf gebäudeinduzierte Verbräuche. Einen nicht unwesentlichen Anteil macht der nutzerinduzierte Verbrauch aus, der durch die technischen Geräte der Nutzer beeinflusst wird. Im besten Fall kann die Hochschule als Nutzer, Betreiber und Bauherr die Nutzeranforderungen direkt an die von Ihnen beauf-tragten Fachplaner vermitteln und für die energieeffizienteste Lösung des Betriebs sorgen. Im Fall der Bauher-renvertretung durch die Landesbauverwaltung ist eine Einbeziehung der Hochschule als Nutzer und Betreiber sehr wesentlich. Dieses betrifft die Erarbeitung und Übergabe der Nutzeranforderungen an die und auch die Kommunikation mit den Fachplanern. Diese Anforderung bezieht sich auf den gesamten Planungs- und Baupro-zess, um die energieeffizientesten Lösungen für den Betrieb zu finden.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fokus liegt in erster Linie auf Lösungen zur Energieeinsparung mit Hilfe technischer Anlagen und der Verwen-dung von wärmedämmenden Baustoffen. Ein weiterer Aspekt bezüglich des Energieverbrauchs im Bereich Ge-bäudeinfrastruktur von Hochschulen liegt jedoch in der Errichtung von Gebäuden. Ein nicht unwesentlicher Teil der Energie besteht aus „grauer Energie“, die den Energieverbrauch der Gewinnung von Rohstoffen, der Herstel-lung von Baustoffen, deren Transport und Verarbeitung vor Ort betrachtet. Um diesen Energieverbrauch niedrig zu halten, sind mehrere Möglichkeiten gegeben. Eine den Zielen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit verpflich-tete hochschulweite Ermittlung der Flächenbedarfe stellt den Ausgangspunkt dar, gefolgt von Maßnahmen wie z. B. Sanierung vor Neubau, Recyclen und Wiederverwenden von Baustoffen, Verwendung von Baustoffen mit nied-riger Energiebilanz etc. Hier steht die Forschung jedoch noch sehr am Anfang und Datenbanken, die darüber Auskunft geben (z. B. ökobaudat), werden derzeit hauptsächlich von den Herstellern gefüllt. Eine Unabhängigkeit ist dadurch nicht gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Holzkamm, I.; Stibbe, J.; Stratmann, F.; Tegtmeyer, R.: Orientierungshilfe Bauherrenfunktion durch Hochschu-len. Teil 1: Rahmenbedingungen für die Bauherrenfunktion im Hochschulbau HIS-HE: Forum Hochschule, Nr. 4, 2015&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/orientierungshilfe-bauherrenfunktion-durch-hochschulen-teil-1-rahmenbedingungen-fuer-die-bauherrenfunktion-im-hochschulbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stibbe, J.; Stratmann, F.; Söder-Mahlmann, M.: Verteilung der Zuständigkeiten des Liegenschaftsmanagements für die Universitäten in den Ländern. Sachstandsbericht. HIS-HE: Forum Hochschule, Nr. 9, 2012&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/verteilung-der-zustaendigkeiten-des-liegenschaftsmanagements-fuer-die-universitaeten-in-den-laendern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat: ÖKOBAUDAT.&lt;br /&gt;
Mit der Plattform ÖKOBAUDAT stellt das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) allen Akteuren eine vereinheitlichte Datenbasis für die Ökobilanzierung von Bauwerken zur Verfügung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.oekobaudat.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nutzenvorteile einer dezentralen Bauherrenfunktion der Hochschulen für den nachhaltigen Betrieb&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Lebenszyklus-/Nachhaltigkeitsbetrachtungen in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein wesentliches Argument der Hochschulen für eine Übernahme der Bauherrenfunktion ist, die Gesamtzustän-digkeit für Betrieb und Bau in eine Hand zu legen und dadurch die Wirtschaftlichkeit über die Baumaßnahmen hinaus auf den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes in den Fokus zu rücken. Hintergrund dieser Forderung ist unter anderem, dass derzeit bei den Bauinvestitionen die Baufolgekosten nicht hinlänglich berücksichtigt werden und somit die Hochschulen als Verantwortliche für den Gebäudebetrieb die zum Teil sehr hohen Bewirtschaftungs- und Betriebskosten hinnehmen und tragen müssen. Für ein kostenoptimiertes und nachhaltiges Immobilienma-nagement über den gesamten Lebenszyklus ist daher die zusammenhängende Betrachtung von Investitions- und Bewirtschaftungskosten zielführend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Nutzeranforderungen (Forschung &amp;amp; Lehre) in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Während des Projektstarts hat der Nutzer (Hochschule) die Bauherrenfunktion, die er u. a. durch Vorgabe des Projektziels in den Nutzeranforderungen wahrnimmt. Da in vielen Hochschulen bereits hohe Baufachkunde vor-handen ist, können die spezifischen Anforderungen aus Forschung und Lehre aufgrund der vorhandenen Nähe umfassend in die Nutzeranforderungen eingebracht werden. In der Projektabwicklung (Baumaßnahme) hingegen haben i. d. R. die Landesbaubetriebe bzw. -verwaltungen die Bauherrenfunktion, sodass die spezifischen Nutzeranforderungen hier nicht weiterentwickelt, konkretisiert und verbindlich vorgegeben werden können. Der Nutzer hat hier keine Entscheidungsbefugnisse mehr. Bei einer Übernahme der Bauherrenfunktion sehen die Hochschulen daher die Chance, die Nutzeranforderungen im gesamten Planungs- und Bauprozess besser einbeziehen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Gebäudemanagementkompetenzen (Hochschulverwaltung) in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Gebäudemanagement in den Hochschulverwaltungen verfügt über ein langjährig entwickeltes Erfahrungswissen über die bauliche und technische Infrastruktur. Mit einer Übernahme der Bauherrenfunktion erwarten die Hochschulen, dass ihr Erfahrungsschatz direkter in alle Phasen der Entscheidungs- und Planungsprozesse für Baumaßnahmen eingebracht werden kann. Da sowohl Gebäudemanagement als auch Baumanagement dann Teil der Hochschulverwaltung wären, ist die frühzeitige Einbindung des Gebäudemanagements in den Planungspro-zess automatisch gewährleistet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnittstellen/Verfahrensvereinfachung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die derzeitige Wahrnehmung der Aufgaben Planung/Bau sowie Bedarfsplanung/Nutzung/Betrieb in unterschiedlichen Zuständigkeiten bedingt natürliche Schnittstellen. Diese führen nach Abschluss einer Baumaßnahme ggf. zu unerwünschten Problemen in der Nutzung und dem Betrieb. Darüber hinaus können die Schnittstellen Verzögerungen im Planungs- und Bauverfahren hervorrufen, z. B. durch unterschiedliche Verfahrensweisen, unterschiedliche Prioritätensetzung, Missverständnisse etc. Mit der Zusammenführung der Aufgaben in eine Zuständigkeit versprechen sich die Hochschulen eine Verringerung der Schnittstellen und damit eine Verfahrensbeschleuni-gung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Komplette Bauherrenfunktion unabhängig vom Bauvolumen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hochschulen nehmen bei Bauunterhaltungsmaßnahmen und kleinen Neu-, Um- und Erweiterungsmaßnahmen (KNUE, bis ca. 1 Mio. €, kann in einzelnen Ländern höher sein) die Bauherrenfunktion bereits in einem Großteil der Länder wahr. Bei großen Neu-, Um- und Erweiterungsmaßnahmen (GNUE, ab ca. 1 Mio. €, kann in einzelnen Ländern höher sein) besitzen die Landesbaubetriebe bzw. -verwaltungen i. d. R. die Bauherrenfunktion. Die Bauverantwortung im Hochschulbau ist daher je nach Größe der Baumaßnahme in unterschiedliche Zuständigkeiten aufgeteilt. Eine Zusammenlegung der Bauverantwortung an einer Stelle würde einen umfassenderen Blick auf alle Baumaßnahmen pro Hochschule ermöglichen und nicht nur bis oder ab einer gewissen Wertgrenze. Hierdurch wäre ein übergreifendes Steuern aller Baumaßnahmen pro Hochschule besser möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Finanzierungsrahmen und -bedingungen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einige Hochschulen streben die Übernahme der kompletten Bauverantwortung für den Hochschulbau und das eigenverantwortliche Steuern der Baumaßnahme, über die Wertgrenzen hinaus, an. Zusätzlich besteht der Wunsch nach einem verbindlichen, langfristigen Finanzrahmen in der Landeshaushaltsplanung und optional ein frei zur Verfügung stehendes Baubudget. Dadurch würde sich weniger der Maßnahmenprozess durch die Mittel-freigabe des Parlaments verzögern und wäre, was den zeitlichen Ablauf betrifft, einschätzbarer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übergabe und Nutzung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch eine Zusammenlegung der Betreiber- und Bauherrenfunktion wird die frühzeitige Beteiligung des Gebäudemanagements am Bauplanungsprozess gefördert und die Übergabe des fertiggestellten Gebäudes an den Nutzer erleichtert. Zudem wird das Interesse des Bauherrn erhöht, zwingend erforderliche Revisionsunterlagen mit größerem Druck von Bauauftragnehmern einzufordern und nachdrückliche Mängel zu beseitigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landesbaustandards/Wirtschaftlichkeit:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die von den Landesbaubetrieben bzw. -verwaltungen angewandten Landesbaustandards sind für den Hochschul-bau (meist Sonderbauten) nicht immer zielführend, da sie i. d. R. lediglich einen zur Erfüllung der Bauaufgabe „ausreichenden“ Kostenaufwand berücksichtigen. Um hier nicht im internationalen Wettbewerb abgehängt zu werden, müssen bereits die Gebäude spezifische, wissenschaftsbezogene Anforderungen erfüllen und dürfen nicht auf ein ausreichendes „Standardprogramm“ reduziert werden. Eine Übernahme der Bauherrenfunktion würde diesen Blickwinkel stärker in den Fokus rücken und ihm mehr Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baufachliche Qualität/Bauerfahrung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Hochschulerfahrung mit kleineren Baumaßnahmen und teilweise großen drittmittel-finanzierten Maßnahmen liegen weitreichende Erkenntnisse für Hochschulbaumaßnahmen vor. Diese können bei einer Übernahme der Bauherrenfunktion durch Hochschulen unmittelbar eingebracht werden und somit eine Verbesserung der baufachlichen Qualität ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Management der Flächen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein strategisches Flächenmanagement reduziert den Energieeinsatz pro Nutzer, indem es die Auslastung der Flächen innerhalb der Woche erhöht oder die Inanspruchnahme der Fläche pro Nutzer verringert. Das Flächenmanagement an Hochschulen verfolgt jenseits der globalen Zielsetzung einer sparsamen Flächeninanspruchnahme oftmals drei konkrete Zielsetzungen. Zum einen geht es darum, die von der Hochschulleitung oder beauftragter Bauabteilungen angesteuerten Organisationseinheiten, also z.B. Lehrstühle, Institute oder Fachbereiche genau mit denjenigen Flächen auszustatten, die sie benötigen. Die Definition des Flächenbedarfs orientiert sich zwar an landesseitigen Standards und fachspezifischen Anforderungen. Gleichwohl eröffnen sich Spielräume für hochschuleigene, strategische Flächenmanagementvorgaben, die z.B. die Zielsetzung der Klimaneutralität aufgreifen. Konkret bedeutet dies, dass beispielsweise in Berufungszusagen alte „Erbhöfe“ nachjustiert werden. Oder es geht um die Sicherstellung der Flexibilität von Forschungsflächen. Den dritten bedeutenden Bereich macht die klassische Lehrraumbelegung aus. Hier geht es um die gleichmäßigere und letztendlich höhere Auslastung der Räume innerhalb der gesamten Woche und um das genauere Übereinstimmen (‚matchen‘) der Gruppen- und Raumgrößen (FN: Ruiz, Marcelo (2015): Welche Bedeutung haben Flächen in der Hochschulsteuerung auf Landes- und Hochschulebene? In: Magazin für Hochschulentwicklung (2), S. 12–13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht immer sind dazu hochentwickelte CAFM-Systeme erforderlich. In den zentralen Hochschulverwaltungen ist eine systematische und idealerweise an Landesstandards angepasste Bedarfsplanung erforderlich. Lehrraumma-nagementsysteme sind heutzutage selbstverständlich edv-basiert. Zentral organisierte Lehrraumbelegungssys-teme schneiden hinsichtlich ihrer Flächeneffizienz besser ab als dezentrale oder gemischte Systeme (FN: Fenner, Henrich (2014): Hörsäle und Seminarräume: Bestände besser nutzen. Auslastungsuntersuchungen an Hochschu-len als Basis eines effektiven Lehrraummanagements. In: Wissenschaftsmanagement - Zeitschrift für Innovation (2), S. 54–57).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good Practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Stuttgart:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-stuttgart.de/universitaet/organisation/verwaltung/dez6-flaechenbaumanagement/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Heidelberg:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-heidelberg.de/einrichtungen/verwaltung/bau/flaechenmanagement.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Konstanz:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-konstanz.de/facility-management/gebaeudeservices/raumverwaltung-gaestehaeuser-schluesselverwaltung-veranstaltungsplanung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Finanzierungen prüfen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz und zum Klimaschutz ist grundsätzlich über Förderpro-gramme möglich. Diese existieren z. B. auf Landes- und Bundesebene. Hierbei ist häufig auch ein Eigenbeitrag der Hochschulen zu leisten. Darüber hinaus sind Modelle des Contracting und Intracting möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessischen Landesregierung. HIS-HE: Forum, Nr. 3, 2020, S. 25, S. 32&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bauerfeind-Roßmann, I.: Hochschulen in Hessen leisten ihren Beitrag zur Klimaneutralität des Landes. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 7 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Binnewies, K.: Die novellierte Kommunalrichtlinie der nationalen Klimaschutzinitiative. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knissel, J.: Universität Kassel beschreitet mit dem Intracting-Modell neue Wege bei der Finanzierung von Energiespar-Maßnahmen. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 20 - 21&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good Practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Kassel: Intracting Forschungsprojekt.&lt;br /&gt;
Das Intracting-Prinzip will durch Energiesparmaßnahmen eingesparte Energiekosten einer extra geschaffenen „Intracting-Kostenstelle“ gutschreiben und wieder in neue Energiesparmaßnahmen investieren. Im Hochschulbereich findet dieses Verfahren bisher kaum Anwendung. Das Forschungsprojekt IntrHo will die Realisierungsmöglichkeiten für Intracting an Hochschulen untersuchen. Zielsetzung ist, ein anwendungsorientiertes, übertragbares Finanzierungskonzept für Energiesparmaßnahmen an Hochschulen zu entwickeln und zu erproben. Es gehe darum, das jeweilige hochschulinterne Energiemanagement in die Lage zu versetzen, kontinuierlich die Effizienz seiner Hochschulgebäude zu steigern und vorhandene Energieeinsparpotenziale zu erschließen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-kassel.de/uni/universitaet/profil/profil-umwelt-und-nachhaltigkeit/umwelt-und-nachhaltigkeit/betrieb/intracting/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HAW Hamburg: Einspar-Contracting.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwei Standorte der HAW wiesen verschiedene, veraltete Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik auf, eine ineffiziente Belüftung und Beleuchtung führten zu hohen Instandhaltungs- und Energiekosten. Die Hochschule entschied sich deshalb, die Energieeffizienz ihrer Gebäude zu erhöhen und die Energiekosten von bis zu 27 Prozent mit dem Energiespar-Contracting von Siemens ab 2014 zu reduzieren. Dabei wurden Lüftungs- und Klimaanlagen einschließlich der Luftverteilung ausgetauscht, raumlufttechnische Anlagen und die Heizungsanlagenhydraulik optimiert und das bestehende Gebäudeautomationssystem optimiert. Um die garantierte Einsparung sicherzustellen und künftig weiter zu optimieren, übernimmt Siemens das Energie-Monitoring und -Controlling der umgebauten Anlagen. Das dafür integrierte Messkonzept erfasst kontinuierlich und automatisiert den Verbrauch von Strom, Wärme, Kälte, Wasser, von Volumenströmen in Heizungs-, Lüftungs-, Klima- und Kälteanlagen sowie deren Regelungszonen. Damit werden 27 % der jährlichen Energiekosten gespart.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.energiecontracting.de/4-projekte/projektansicht.php?pid=6083&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Energiespar-Contracting.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://energie.blog/erfolgreiches-energiespar-contracting-an-der-uni-bremen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Operativ====&lt;br /&gt;
Die Sortierung der einzelnen konkreten operativen Maßnahmen kann aus systematischen Aspekten in folgende Kategorien erfolgen (siehe Abb. 2):&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
*technische Maßnahmen&lt;br /&gt;
*organisatorische Maßnahmen &lt;br /&gt;
*verhaltensbedingte Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den &#039;&#039;&#039;technischen Maßnahme&#039;&#039;&#039;n zählen in erster Linie alle Aktivitäten, die am Gebäudebestand oder den Anlagen ansetzen und in der Regel investiv sind. Klassische Beispiele sind die Wärmedämmung der Gebäudehülle, die Sanierung der Heizungsanlage oder der Lüftungsanlage sowie die Umgestaltung der Beleuchtung. Für den Nachweis der Effekte dieser Maßnahmen ist eine Messarchitektur erforderlich, die valide Daten liefert. Nachgewiesene Einsparungen müssen sich allerdings immer an den Investitionen und den Amortisationszeiten messen lassen. Darüber hinaus haben sehr massive Eingriffe in die ursprüngliche Physik eines Gebäudes oft neue Nebenwirkungen, die nachteilig sein können. &#039;&#039;(Beispiele für technische Maßnahmen siehe unten)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Maßnahmen&#039;&#039;&#039; sind insbesondere alle Aktivitäten, die am Betrieb der Gebäude oder den Anlagen ansetzen und in der Regel nicht investiv sind. Klassische Beispiele sind die temporäre Schließung von Gebäuden, das Herunterfahren von Heizungs- und Lüftungsleistung. Angestrebte Maßnahmen müssen sich allerdings oft am Widerstand der Nutzer messen lassen, wenn eine Diskussion über Erwartungen und Komfort geführt wird. &#039;&#039;(Beispiele für organisatorische Maßnahmen siehe unten)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den &#039;&#039;&#039;verhaltensbedingten Maßnahmen&#039;&#039;&#039; zählen in erster Linie Aktivitäten, die am konkreten (aktiven) Verhalten der Akteure in der Universität ansetzen; diese Maßnahmen sind, entgegen häufiger Meinung auch investiv, denn eine verstetigte Verhaltensveränderung einzelner Akteure bedarf einer kontinuierlichen Information und Motivation. Und auch bei diesen Maßnahmen sollte daher die kritische Prüfung von Aufwand und Ertrag erfolgen. Typische Beispiele sind das Ausschalten des Stand-by-Betriebes oder das richtige Lüften sowie Regulieren der Raumtemperatur. Für den Nachweis der Effekte verhaltensbedingter Maßnahmen im Hochschulbereich existieren Ergebnisse aus zwei Forschungsvorhaben. &#039;&#039;(Beispiele für verhaltensbedingte Maßnahmen siehe unten)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die technische Ausstattung neuer Hochschulgebäude, so die aktuellen Beobachtungen, bedingt, dass die Nutzer nur noch sehr eingeschränkt durch aktives Handeln zur Energieeinsparung beitragen können. Wenn also über Budgetierungsverfahren die Energieeinsparung durch Nutzer belohnt werden soll, bedarf es neuer Formen. Aus diesem Grund erprobt HIS-HE aktuell ein Dialogverfahren in Hochschulen, bei dem die Nutzer dem Energiemanagement und den Serviceeinheiten für die Bereitstellung ihre konkreten Ansprüche für den Betrieb der Gebäude und Räume darstellen. Aus diesem Dialog ergeben sich neue Einsparungspotentiale.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Technik=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wöhning, C.: Projekt &amp;quot;Erkennen und Verringern der Grundlast&amp;quot;. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 13&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
EnEff Campus: blueMAP TU Braunschweig: Für den Campus der Technischen Universität Braunschweig wird ein Integraler Energetischer Masterplan entwickelt. Dabei werden auf Basis einer Bestandsaufnahme Methoden und Werkzeuge zur mittelfristigen Reduzierung des Primärenergieverbrauchs um 40 % und zur langfristigen Versorgung des Campus mit ausschließlich regenerativen Energien erarbeitet (2015).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/igs/forschung/eneffcampus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Lüftung und Klimatisierung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Optimierte Lüftungsschaltung&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://magazin.tu-braunschweig.de/m-post/dank-optimierter-lueftungsschaltung-auf-dem-siegertreppchen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Wärmeversorgung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Berlin: Neue Methode auf dem Campus von TU Berlin und Universität der Künste, um das Wärmewendeziel der Bundesregierung zu erreichen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pressestelle.tu-ber-lin.de/menue/tub_medien/publikationen/medieninformationen/2019/juni_2019/medieninformation_nr_1052019/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Beleuchtung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Umstellung auf LED im Foyer (Audimax).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/energieberatung/led-beleuchtung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Greifswald: Umstellung auf LED in der Universitätsbibliothek.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.gebaeudedigital.de/schwerpunkt/licht-und-schatten/umstellung-auf-led-in-der-universitaetsbibliothek/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Eigenerzeugung Energie&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hochschule Reutlingen: Neue Solaranlage auf dem Dach der Hochschule.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.reutlingen-university.de/news/aktuelles/detail/article/staatssekretaerin-weiht-solaranlage-auf-dem-dach-der-hochschule-ein/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kassel: Universität produziert Solarstrom für den eigenen Verbrauch.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/3-aktuelles/nachrichten/39-umfrage-ap-betrieb.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Für die Stärkung der Versorgung des Gebäudebestands mit regenerativen Energien, installiert die TU Braunschweig neun Photovoltaik-Anlagen auf geeigneten Dächern.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/gb3/energiemanagement/test-neu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Oldenburg: Photovoltaik&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://uol.de/dezernat4/technisches-gebaeudemanagement/pv-anlagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jade Hochschule: Förderbescheid für den Bau einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Haupthauses.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
http://www.wzonline.de/nachrichten/newsdetails-top-thema/artikel/energie-vom-dach-der-jade-hochschule.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Green IT&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Bremen: GreenIT Housing-Center wird durch die Universität betrieben. Die Installation, Administration und der Betrieb der Server bleibt in der Eigenverantwortung der dezentralen Administratoren, die durch ein elektronisches Zugangskontrollsystem jederzeit Zugang zum Gebäude und zu den Ihnen zugeordneten Serverracks bekommen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bremen.de/zfn/weitere-it-dienste/serverhousing-webhosting/green-it-housing-center&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Stuttgart: Auf dem Weg zu nachhaltigen Rechenzentren – Konsortium unter Führung der Universität Stuttgart stellt Handlungsempfehlungen zur Senkung des Energie- und Rohstoffverbrauchs vor.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-stuttgart.de/universitaet/aktuelles/presseinfo/Auf-dem-Weg-zu-nachhaltigen-Rechenzentren/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Organisation=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Temporäre Schließungen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Wärmeabsenkung zwischen Weihnachten und Neujahr.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.leuphana.de/universitaet/organisation/universitaetsverwaltung/gebaeudemanagement/lebenswelt-universitaet/klimaneutrale-universitaet/energieeffizienz.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Bauen und Betreiben&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen: Leitfaden zum Technischen Monitoring von öffentlichen Gebäuden zur Betriebsoptimierung und Effizienzsteigerung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/nachhaltiges_bauen/download/technisches_monitoring/Leitfaden_zum_technischen_Monitoring-2018.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Universität Braunschweig: Anforderungen und Möglichkeiten des technischen Monitorings zur Unterstützung des Planungs- und Inbetriebnahmeprozesses.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Veranstaltungen_Vortraege/2019/Forum_Gebaeudemanagement_2019/6_Plesser_Braunschweig.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Energiemanagement&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung: Energieportal – Hochschulseiten.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/leistungen/energie-und-umwelt/energieeffizienz/energieportal-fuer-hochschulen/energiemanagement-an-hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung: Nachhaltigkeitsportal – Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/klimaneutralitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Göttingen: Das Gebäudemanagement setzt ein 11-Punkte-Programm um, mit dem dem steigenden Energieverbrauch und den Energiekosten begegnet werden soll.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-goettingen.de/de/33522.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Unterstützung einführen (CAFM / EMAS / ISO / Benchmarking)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Goethe-Universität Frankfurt: Energiemanagement nach DIN ISO 50001.&lt;br /&gt;
Das Energiemanagement der Goethe-Universität Frankfurt ist als erstes einer deutschen Universität nach DIN ISO 50001 zertifiziert worden. Zusätzlich wurden Leitlinien für Energiemanagement und Umweltschutz festgelegt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://aktuelles.uni-frankfurt.de/aktuelles/beitrag-der-goethe-universitaet-zur-klimawoche/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benchmarking: CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen.&lt;br /&gt;
HIS-HE erstellt seit 2009 (Bilanzierungsjahr 2008) eine jährliche Bilanz für alle hessischen Hochschulen und dokumentiert diese in einem Bericht. Dieses erfolgt in enger Kooperation mit dem Fachpersonal für Energiemanagement.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail/hessen-co%E2%82%82-bilanz-an-hessischen-hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Verwaltung und Wissenschaft kooperieren&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Darmstadt: EnEff:Stadt Campus Lichtwiese zur energieeffizienten Weiterentwicklung des Campus Lichtwiese durch intelligente Systemvernetzung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.intern.tu-darm-stadt.de/dez_v/versorgung_technik/energiemanagement_1/eneff_stadt_campus_lichtwiese/eneff_stadt_campus_lichtwiese.de.jsp&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.: Nachhaltigkeitsberichterstattung an hessischen Hochschulen. HIS-HE: Medium, Nr. 1 (2019), S. 14&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1597404286&amp;amp;hash=8743ecfcda18a6042469a76bfb2bf277af400afc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Medium/Medium_201901_Nachhaltigkeit.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Verhalten=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Matthies, E.; Wagner, H.-J.: (Hrsg.): Change – Veränderung nachhaltigkeitsrelevanter Routinen in Organisationen. LIT Verlag, Berlin, 2011. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;lr=&amp;amp;id=umQwyFkIp68C&amp;amp;oi=fnd&amp;amp;pg=PA1&amp;amp;dq=verbundprojekt+change+hochschule+verhaltens%C3%A4nderung+energieeinsparung&amp;amp;ots=Ux-yoJY8dk&amp;amp;sig=gnrfO3s0u5L82gNoYtIOORRlPuw#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Klimaschutz und Energieeffizienz. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Nr. 1, 2017, S. 12 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2017&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Ergebnisse aus Forschungsprojekten zum Nutzerverhalten&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Echo: Energieeffizienz und CO2-Einsparungen an Hochschulen erreichen und gestalten ist möglich – Leitfaden zur Umsetzung einer Energiesparkampagne &lt;br /&gt;
https://www.echo-energie.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
change: Veränderung nachhaltigkeitsrelevanter Routinen in Organisationen (change).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
http://www.change-energie.de/&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Good practice – Anreizsysteme und Dialog der Serviceeinheiten&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung: Entwickeln und setzen von Anreizsystemen zur Energieeinsparung an hessischen Hochschulen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail?tx_hishe_hishefe%5Bproject%5D=365&amp;amp;cHash=ef6015979a48ae75ed785cee3c022b8b&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Reine Informationsmaßnahmen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzwoche.&lt;br /&gt;
Bei der Klimaschutzwoche im Jahr 2018 der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde wurden Gäste mit Vorträgen, Diskussionen und Do It Your Self Aktionen über den Klimawandel informiert. Durch initiative Beteiligte konnte ein breitgefächertes und spannendes Programm aufgestellt werden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/Klimaschutzwoche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Film zum Klimaschutz.&lt;br /&gt;
Die Hochschule Osnabrück hat einen Film über den Klimaschutz an der eigenen Hochschule veröffentlicht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/wir/wir-stellen-uns-vor/wir-in-der-gesellschaft/themen/klimaschutz/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bayreuth: Klimaschutzwoche.&lt;br /&gt;
Die Klimaschutzwoche der Fairtrade-Universität Bayreuth wurde vom Studierendenparlament mit Hilfe der Plattform Green Campus organisiert. Diverse Themen rund um den Klimaschutz wurden von Initiativen in unterschiedlichen Formaten vorgestellt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nordbayerischer-kurier.de/inhalt.uni-klimawoche-weil-s-alle-angeht.e0a724b8-d1a7-42bc-8262-43e528b948b1.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Energiespartipps.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.leuphana.de/universitaet/entwicklung/nachhaltigkeit/klimaneutrale-universitaet/energiesparen.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Hochschule Mittelhessen: Der „Energietag“.&lt;br /&gt;
2018 veranstaltete die Technische Hochschule Mittelhessen einen Energietag, an dem praxisnah die Themen Energienutzung und CO2-Einsparung behandelt wurden. Konkret ging es um zukunftsweisende Elektromobilität und die Energieeinsparung bei der Gebäudenutzung. Firmen, Zentren, Fachbereiche und Arbeitsgruppen stellten dabei ihre Projekte und Entwicklungen vor.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.thm.de/site/hochschule/aktuelles/aus-lehre-und-forschung/viel-energie.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Mobilität&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zink, A.: Mobilität und Mobilitätsmanagement in Hochschulen. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2019, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091865&amp;amp;hash=416d648c63e5bebcd68028f68fcce3e593100074&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2019-2.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Leuphana-Campus wird verkehrsberuhigt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.leuphana.de/news/pressemitteilungen/pressemitteilungen-ansicht/datum/2019/09/27/leuphana-campus-wird-verkehrsberuhigt.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Carsharing Projekt mit den Kreiswerken.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Aktuelles/Presseportal/Pressemitteilungen/Verkehrswende-an-der-Hochschule-fr-nachhaltige-Entwicklung-Eberswalde-E10487.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachhochschule Bielefeld: Eine Art „Mehrfachsteckdose“ für das Laden von Elektrofahrzeugen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fh-bielefeld.de/ium/fit2load&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Präsidiumsbeschluss verpflichtet alle Angehörigen der Hochschule Strecken unter 1.000 Kilometer mit Bus oder Bahn anstelle des Flugzeugs zurückzulegen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Aktuelles/Presseportal/Pressemitteilungen/Es-geht-auch-ohne-E10372.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Justus Liebig Universität Gießen: Beschaffung von E-Bikes für Beschäftigte vom Land gefördert.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-giessen.de/ueber-uns/pressestelle/pm/pm172-19&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Bremen: Fahrradmodellquartier wird mit Eröffnung des Repair-Cafés an der Hochschule fertiggestellt.&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
https://weserreport.de/2019/07/bremen/sued/mehr-als-eine-werkstatt/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Heilbronn: Mobilitätsprojekt PendlerRatD will Berufspendler zum Umstieg vom Auto aufs Rad bewegen. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://radmarkt.de/nachrichten/fahrradde-unterstutzt-mobilitats-initiative-pendlerratd&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Testphase für ein neues Pedelec-Verleihsystem für Mitarbeitende der Stadtwerke und der Hochschule.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/stadtwerke-testen-stationsflexibles-pedelec-verleihsystem-erste-phase-in-kooperation-mit-der-hochs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE (DKE): Ladeinfrastruktur Elektromobilität - Der technische Leitfaden für Installation und Betrieb in der Praxis.&lt;br /&gt;
Was ist bei der Planung, Errichtung und dem Betrieb einer Ladeinfrastruktur zu beachten und welche Normen und Vorschriften sind hierbei von Bedeutung? Antworten darauf gibt die dritte Version des technischen Leitfadens für die Ladeinfrastruktur der Elektromobilität – ein Projekt von DKE, BDEW, ZVEH, ZVEI und VDE|FNN. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.dke.de/de/arbeitsfelder/mobility/technischer-leitfaden-ladeinfrastruktur-elektromobilitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Furtwangen: Modellprojekt zur Sicherung der Erreichbarkeit ländlicher Hochschulen mit Hilfe nachhaltiger Mobilitätslösungen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/abschlussveranstaltung-zu-mobilitaetsprojekt-an-hochschule-furtwangen-1/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Elektromobilität auf dem Campus.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/news-einzelansicht/news/detail/News/elektromobilitaet-auf-dem-campus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität des Saarlandes: AStA der Saar-Universität eröffnet Fahrradverleih.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-saarland.de/universitaet/aktuell/artikel/nr/20845.html&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=6299</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Energiemanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=6299"/>
		<updated>2020-12-29T08:30:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: /* Energieflüsse abbilden */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Nachhaltiges Energiemanagement, nachhaltiger Umgang mit Energie ==&lt;br /&gt;
===Betroffener Personenkreis===&lt;br /&gt;
Der Beitrag richtet sich an das Fachpersonal im technischen Gebäudemanagement, welches auf der operativen Ebene mit der Bereitstellung von Energie sowie dem Management der Energienutzung betraut ist. Darüber hin-aus werden strukturelle Hinweise gegeben, die für das Leitungspersonal relevant sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Relevanz===&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Gebäudemanagements besteht darin, optimale Bedingungen für die Kernaufgaben der Hoch-schulen zu schaffen. Hierzu zählt auch das Bereitstellen von und der Umgang mit Energie. Vor diesem Hintergrund bewegt sich dieses Handlungsfeld immer in einem besonderen Spannungsfeld, wenn auch ein effizienter, mög-lichst sparsamer Einsatz von Energie erfolgen soll, um CO2 und Kosten einzusparen. Potentielle Zielkonflikte zwi-schen dem Anspruch, bestmögliche Voraussetzungen für Forschung und Lehre zu schaffen und gleichzeitig Ener-gie effizient einzusetzen, sind der Organisation Hochschule immanent.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind gesetzliche Vorgaben (siehe unten) und Kostenaspekte (insb. steigende Energiekosten) Rah-menbedingungen, die dem Thema Energieeinsatz eine Relevanz geben. Die zentrale Facette scheint allerdings der stetig zunehmende öffentliche, gesellschaftliche Druck zum aktiven Klimaschutz zu sein, der insbesondere von Hochschulen und den Mitgliedern ausgeht und sehr stark von den wissenschaftlichen Erkenntnissen und konkre-ten Zielvorgaben gestützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gesetzliche Grundlagen===&lt;br /&gt;
Gesetzliche Vorgaben existieren, um Gebäude nach hohem Energieeffizienzstandard zu errichten bzw. zu sanieren und den energieeffizienten Betrieb bereits in der Phase des Planens zu berücksichtigen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesetzliche Rahmen für bauliche Maßnahmen wurde bisher durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmG) verbindlich festgelegt. Mit dem geplanten Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) &amp;lt;ref&amp;gt;Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz - GEG), Entwurfsstand: 03.07.2020 (nach Zustimmung im Bundesrat).&amp;lt;/ref&amp;gt; ab November 2020 werden die bisherigen Regelungen aus EnEG, EnEV und EEWärmeG in einem Gesetz zusammengefasst. Grundlage der bisherigen nationalen Regelungen sind die Richtlinien der EU, insbesondere als Basis für die o. g. gesetzlichen Regelungen die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen ergeben sich Anforderungen aus den gesetzlichen Regelungen im Rahmen von EnEG, EnEV, EEWärmeG bzw. zukünftig GEG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sanierungs- und Neubaumaßnahmen: Baubezogene Regelungen, Energieausweise für Gebäude, Standards für „Niedrigstenergie-Gebäude“&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
* Betrieb von Gebäuden und technischen Anlagen: Energetische Inspektion (Klimaanlagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der GEG-Einführung sind zunächst keine Verschärfungen der bisherigen Regelungen der EnEV vorgesehen. Eine Überprüfung dieser Standards ist erst für das Jahr 2023 vorgesehen. Neu sind dagegen eine Innovationsklausel und der so genannte Quartiersansatz. Zunächst befristet bis Ende 2023 sind damit Möglichkeiten zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen anstelle des Primärenergieeinsatzes sowie eine gemeinsame Berücksichtigung von Gebäuden an einem zusammenhängenden Standort möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Regelungen aus den EU-Richtlinien werden erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt. Das „Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität“ (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) – kurz: GEIG – gehört dazu und bezieht die in 2018 aktualisierten Regelungen der EU-Gebäuderichtlinie von 2010 ein.  Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat dazu den Gesetzentwurf ausgearbeitet, der für Baumaßnahmen (Neubau und umfassende Sanierungen) ab dem 11. März 2021 relevant werden soll. Bei Nicht-Wohngebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen muss demnach mindestens jeder fünfte Stellplatz entsprechend ausgerüstet und mindestens ein Ladepunkt errichtet werden. Ab 2025 muss jedes (bestehende) nicht zum Wohnen genutzte Gebäude mit mehr als zwanzig Stellplätzen mit mindestens einem Ladepunkt ausgestattet werden &amp;lt;ref&amp;gt;Entwurf eines Gesetzes zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz – GEIG), Stand: 04.03.2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind weitere gesetzliche Regelungen, die im Zusammenhang mit dem Bezug und der Nutzung von Energie stehen für die Hochschulen von Bedeutung. Beispielhaft genannt werden hier &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Service/Gesetzeskarte/gesetzeskarte.html&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das insbesondere die Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien festlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), das die Förderungen für hocheffizienter KWK-Anlagen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das die Rahmenbedingungen für eine „sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Gas“ festlegt und insbesondere für Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze im Rahmen der Versorgung Dritter von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stromsteuergesetz (StromStG), das die Besteuerung von Strom sowie auch die Ermäßigung oder die Befreiung von der Steuer unter bestimmten Voraussetzungen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Treibhausgas-Emissionshandels-Gesetz (TEHG), auf dessen Grundlage der Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen in einem EU-weiten Emissionshandelssystem basiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) zur Regelung der Voraussetzungen für die Einführung und den Betrieb eines Anlagenregisters für Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Grubengas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der übergeordneten Ebene der EU ist weiterhin der „Klima- und energiepolitische Rahmen“ mit den  EU-weiten Zielvorgaben und politischen Zielen für den Zeitraum 2021 bis 2030 zu benennen, an dem sich die nationale Gesetzgebung orientieren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen von Bedeutung dürfte die Herausstellung der „Vorbildfunktion der öffentlichen Hand“ wie aktuell in § 4 des GEG bzw. § 1a EEWärmeG und EnEG § 2a (Niedrigstenergiegebäude) sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: Noch Kundenanlage oder schon Netz? BGH-Urteil liefert konkrete Hinweise, aber keine allgemeingültige Lösung. In: HIS:Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2020, S.3&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091621&amp;amp;hash=ad71f51ce9852bb0df44a036090d20859fd000cc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2020-02_Energierecht.pdf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ziele===&lt;br /&gt;
Für einen nachhaltigen Umgang mit Energie können sich Hochschulen, insbesondere wenn die CO2-Emissionen ein zentraler Indikator sein sollen, bei der Zielsetzung an drei wesentlichen Handlungsfeldern orientieren; diese lauten: Minimieren, substituieren und kompensieren von CO2-Emissionen. Wesentlich dabei ist die Prämisse: Minimierung vor Substitution vor Kompensation.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Minimierung&#039;&#039;&#039; bedeutet, tatsächlich weniger Energie zu verbrauchen, also den Energieverbrauch reduzieren und bei gleichem Energieträger eine Verringerung der CO2-Emissionen erzielen (z. B. technische oder organisatori-sche Maßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Substitution&#039;&#039;&#039; bedeutet, emissionsarme Energieträger einzusetzen. Bei gleichem Energieverbrauch werden damit Energieträger genutzt, die weniger CO2-Emissionen verursachen (z. B. Kauf von Ökostrom).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompensation&#039;&#039;&#039; bedeutet, für selber verursachte CO2-Emissionen an anderer Stelle eine CO2-Senke zu schaffen (z. B. Kauf von Zertifikaten, Organisation eigener Projekte). Gesetzlich sanktionierte Beispiele hierfür finden sich im Immissionsschutzrecht (z. B. §§ 17 ff. BImSchG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hemmnisse und Treiber===&lt;br /&gt;
Ein nachhaltiges Energiemanagement ist eingebettet in die Organisation (Strukturen) und den praktischen Betrieb (operative Handlungsmöglichkeiten) der Hochschule. Auf diesen beiden Ebenen können strukturell folgende Hemmnisse und Treiber für die Umsetzung eines nachhaltigen Umgangs mit Energie identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hemmnisse&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ressourcenmangel&lt;br /&gt;
*fehlende personelle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende Sichtweise auf langfristigere Effekte und die Externalisierung der Kosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsprozess&lt;br /&gt;
*limitierte Zeit für Planungsaufgaben sowie Fehler während der Bauplanung&lt;br /&gt;
*mangelnde Kommunikation zwischen Nutzern, Planern, Betreibern und Bauherren&lt;br /&gt;
*unkoordinierte Inbetriebnahme von neu erstellten Gebäuden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgaben&lt;br /&gt;
*keine Verankerung im Leitbild der Hochschule&lt;br /&gt;
*kein Klimaschutzkonzept mit definierten, priorisierten Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäudebestand&lt;br /&gt;
*unzureichende Messarchitektur&lt;br /&gt;
*hoher Technisierungsgrad bei Neubauten&lt;br /&gt;
*kein strukturiertes Flächenmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschullogik&lt;br /&gt;
*starke Egoismen der Fachbereiche&lt;br /&gt;
*schwere Einflussnahme auf Verhalten von Mitarbeitenden und Studierenden&lt;br /&gt;
*häufig wechselnde Akteure in der Mitgliedschaft der Hochschule&lt;br /&gt;
*fehlende Absprachen der beteiligten Serviceeinheiten der Hochschulen&lt;br /&gt;
*unklare Grenzen zwischen Komfort und Freiheit von Forschung und Lehre&lt;br /&gt;
*Spannungsfeld zwischen dem Ziel Energieeinsparung und energieintensiver Forschung mit Großgeräten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Treiber (nicht zu verwechseln mit Maßnahmen)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesetze, Normen, Zertifikate&lt;br /&gt;
*konkrete gesetzliche Vorgaben (insbesondere EnEV bzw. das künftige GEG, EEG, KWKG)&lt;br /&gt;
*AMEV Technisches Monitoring 2017&lt;br /&gt;
*Betrachtung der Lebenszykluskosten von Gebäuden (BNB Zertifikate)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenz&lt;br /&gt;
*Vernetzung und Kompetenzerweiterung des Fachpersonals&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fördermittel&lt;br /&gt;
*Bereitstellung von Fördermitteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Fortschritte&lt;br /&gt;
*Digitalisierung im Gebäudemanagement&lt;br /&gt;
*Einsatz erneuerbarer Energien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerer Druck&lt;br /&gt;
*öffentliche Diskussion zum Klimaschutz&lt;br /&gt;
*Thematisierung in den Zielvereinbarungen und Hochschulentwicklungsplänen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maßnahmen zur Implementierung===&lt;br /&gt;
Für eine Implementierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz kann strukturell zwischen strategischen und operativen unterschieden werden. Hierbei sind die strategischen dadurch charakterisiert, dass sie „gute Rahmenbedingungen“ für die operativen schaffen. Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen benannt und Beispiele für „good practice“ angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Strategisch====&lt;br /&gt;
=====Governancestrukturen schaffen=====&lt;br /&gt;
Governance kann verstanden werden als Aufgabe, die Prozesse für einen erfolgreichen Klimaschutz geordnet zu koordinieren. Für eine Governance, explizit auch zum Klimaschutz bzw. zur Energieeffizenz, kann für den Praxis-betrieb auf die Bereiche Politik, Profession, Organisation, Wissen und Öffentlichkeit aus dem Governance-Regler zurückgegriffen werden, der im Handlungsfeld Governance von HOCHN entwickelt wurde und in der Evaluation der Nachhaltigkeitskonzepte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt einem Praxistest unterzogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessi-schen Landesregierung. HIS-HE:Forum, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeitsgovernance an Hochschulen - BETA, Oktober 2018:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/2-handlungsfelder/01-governance.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Berlin: Nachhaltigkeitsrat.&lt;br /&gt;
Der Nachhaltigkeitsrat wurde im Jahr 2018 Gegründet und besteht aus gewählten Mitgliedern der TU Berlin sowie externen Teilnehmenden. Der Nachhaltigkeitsrat ist darüber hinaus ein offenes Gremium, in dem jede und jeder willkommen ist, der sich für die nachhaltige Entwicklung der TU Berlin interessiert und daran mitwirken möchte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltigkeitsrat.tu-berlin.de/menue/nachhaltigkeitsrat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Runder Tisch zur nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;
Der Runde Tisch „Nachhaltige Entwicklung der HNEE“ wurde 2010 als demokratisches, von allen Interessengrup-pen der Hochschule gemeinsam getragenes und gestaltetes Gremium von der heutigen Nachhaltigkeitsmanage-rin und der Koordinatorin für die familienfreundliche Hochschule ins Leben gerufen. Ziel ist eine gemeinsame, von allen Hochschulgruppen entwickelte, umfassende nachhaltige Entwicklung an der HNEE.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement-an-der-HNEE/Beteiligung-und-Mitmachen/Runder-Tisch-Nachhaltigkeit/Runder-Tisch-zur-nachhaltigen-HNEE-Entwicklung-E6093.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Nachhaltigkeitsleitlinien.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/uni/nachhaltige-hochschule/home/nachhaltigkeitsleitlinien/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Harz: Senatskommission &amp;quot;Nachhaltige Hochschule Harz&amp;quot;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-harz.de/nachhaltige_hs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FU Berlin: Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Controllingkonzept umsetzen=====&lt;br /&gt;
Controlling meint, die Aktivitäten zur Energieeffizienz gezielt zu steuern. Das Controlling fußt damit auf einer quantitativen Grundlage. Dieses kann die zahlenmäßige und graphische Auswertung der monatlichen Verbrauchsdaten (gebäudebezogen) sein, um Veränderungen erkennen zu können und um die Nutzer zu informieren und zu motivieren sowie die gezielte Beobachtung der den konkreten Maßnahmen zugeordneten Zähler. Um die Zielsetzung für das Controlling-Konzept zu erreichen (insb. die Wirksamkeitsmessung), sind folgende Strukturen als Rahmenbedingungen zu schaffen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übergabe der operativen Verantwortung an speziell ausgebildetes Fachpersonal (für Klimaschutz) mit zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
*Gründung eines Klimaschutzbeirats mit Kontroll- und Lenkungsfunktion (dieses kann der Umweltaus-schuss übernehmen).&lt;br /&gt;
*Durchführung regelmäßiger Audits zur Überprüfung des Projektfortschritts und Messbarkeit über ein Kennzahlsystem herstellen (als Elemente im Managementkreislauf: plan (Ziele, Verantwortungen, Ressourcen festlegen), do (Durchführung gemäß Planung), check (Zielerreichung prüfen, Fehler erheben), act (Fehler analysieren, Lösungsmöglichkeiten finden und auswählen).&lt;br /&gt;
*Sicherung der Finanzierung (ggf. über einen Klimaschutz-Etat).&lt;br /&gt;
*Etablieren eines Berichtswesens, auch für die Hochschulleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Hochschulen haben aktuell eine Beteiligung an einem normierten Umweltmanagementsystem nach EMAS:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt: Beteiligung an EMASplus.&lt;br /&gt;
Als erste Universität in Deutschland hat die KU das Zertifikat „EMASplus“ erhalten. Grundlage dafür ist die Etablierung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagements, das Ökologie, Soziales und Ökonomie umfasst. Damit verpflichtet sich die Katholische Universität dazu, ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Wirkungen regelmäßig systematisch überprüfen zu lassen und kontinuierlich zu optimieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.ku.de/kommunikation/presse/pi/einzelansicht/article/ku-erhaelt-als-erste-universitaet-in-deutschland-das-zertifikat-emasplus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 79 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule RheinMain: Klimaschutzkonzept Hochschule RheinMain. Abschlussbericht, Juni 2018, S. 67 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-rm.de/fileadmin/Home/Hochschule/Veroeffentlichungen/Klimaschutz/20180815_Abschlussbericht_KlischKo_HSRM_final.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzkonzept der HNE Eberswalde.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/_obj/67605A07-D2ED-4886-8A7C-BEB532B8044E/outline/Klimaschutzkonzept_HNEE.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaschutzkonzept der Universität Kiel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaschutzkonzept&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Klimaschutzbericht der Hochschule Osnabrück.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/wie-die-hochschule-osnabrueck-ihren-co2-fussabdruck-um-fast-70-prozent-verkleinert-hat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Klimaneutralität formulieren=====&lt;br /&gt;
Klimaneutralität beinhaltet, für einen selbstgesteckten Rahmen (z. B. Gebäudebetrieb, Mobilität, Konsum) die klimarelevanten Emissionen zu beziffern, sie zu minimieren oder substituieren und verbleibende Emissionen auch zu kompensieren. Die Zielsetzung, als Hochschule klimaneutral zu werden, wird auf ein Datum bezogen, z.B. auf das Jahr 2035. Die Zeitspanne bis zur Klimaneutralität und die bis dahin noch emittierten Tonnen CO2 müssen aus den Zielsetzungen zur Eingrenzung der Erderwärmung abgeleitet werden. Die Formulierung einer Klimaneutrali-tät ist somit immer Angelegenheit der Hochschule als Ganzes, also der Hochschulleitung. Formulierte Klimaneut-ralität ist auch ein Aspekt von Governance und hochschulöffentlich. Klimaneutralität ist für Hochschulen realisier-bar, dieses hat eine Studie von HIS-HE belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J., Person, R.-D. (2019): Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus. Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung. HIS-HE:Medium, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golüke, H.: Ökostrom beziehen ist gut - reicht aber nicht! In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen, Nr. 1 ,2019, S. 18 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Die Leuphana Universität Lüneburg hat sich 2007 das Ziel der Klimaneutralität gesetzt und dieses im Jahr 2014 erreicht. Dabei konnten 50 Prozent Primärenergie und 30 Prozent Endenergie eingespart werden. Grundlage der Erreichung der Klimaneutralität ist der effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen in allen Teilbereichen der Universität. Die Themenfelder sind Energieeffizienz, Einsatz regenerativer Energien, Förderung einer klimascho-nenden Mobilität und der nachhaltigen Beschaffung, die in vielen Einzelmaßnahmen sukzessive implementiert und optimiert wurden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
www.leuphana.de/klimaneutral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Düsseldorf: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Hochschule Düsseldorf hat am 19.11.2019 Klimaschutz-Leitlinien beschlossen und dabei die CO2-Klimaneutralität bis 2030 als konkretes Klimaschutz-Ziel festgelegt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-duesseldorf.de/personen/salvagno/klimaschutz?showarrows=1&amp;amp;sid=maysmcrsi1wnydumut54ns5v&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement/Nachhaltige-Hochschule/Klimaneutralitt/Klimaneutralitt-K6435.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaneutrale-universitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Trier, Umweltcampus Birkenfeld: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochschule-trier.de/hochschule/hochschulportraet/drei-campus/umwelt-campus-birkenfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pv-magazine.de/2020/06/09/htw-berlin-bekommt-zwei-photovoltaik-anlagen-mit-zusammen-280-kilowatt-leistung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freie Universität Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2019/fup_19_398-klimanotstand/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Energieflüsse abbilden=====&lt;br /&gt;
Um überhaupt den Umgang mit Energie zum Thema zu machen, ist ein Messsystem erforderlich, welches die Verbräuche erfasst und die Energieflüsse durch die Hochschule abbildet (siehe Abbildung 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür ist eine Messarchitektur erforderlich, die die Hochschule angemessen abbildet und eine routinemäßige Auslesung und Auswertung der Daten ermöglicht. Dieses ist erforderlich, um die Effekte von initiierten Maßnah-men zu erkennen und steuern zu können. Im Umkehrschluss bedeutet das, nur das zu messen, was auch für die Steuerung des Energiemanagements relevant ist. Steuerung benötigt ein Controlling-Konzept. Das Controlling-Konzept stellt einen Kreislauf dar, in dem die durch die Klimaschutzaktivitäten (ggf. Klimaschutzkonzept) definier-ten Maßnahmen zur Umsetzung geführt werden. Durch die ständige Evaluierung und zielgerichtete Anpassung der Maßnahmen wird eine erfolgreiche Umsetzung, im Sinne einer Steuerung, sichergestellt. Diese Steuerung bezieht sich auf das regelmäßige Ermitteln, Vereinbaren, Umsetzen, (Erfolgs-)Messen und ggf. Nachjustieren von Maßnahmen. Dieses ist mehr als reiner (quantitativer) Soll-Ist-Vergleich; denn das Vorgehen schließt eine (quali-tative) Bewertung mit ein. Gerade hierfür sind Ressourcen erforderlich, die insbesondere auf der personellen Ebene das entsprechende Fachwissen garantieren und auf der Sachebene für eine adäquate Verwaltung und Ablage der notwendigen Daten sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: 10 Jahre CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1 (2019). Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 9 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ketelhön, U.: Erarbeitung eines Musterkonzeptes sowie standortbezogener Einzelkonzepte für die Helmholtz-Gemeinschaft. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2017, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092077&amp;amp;hash=0086d0e250079e732f6057fdd4cbaa32680b6f8f&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_02-2017_DRUCK.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V.: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 48 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Budgetierungssystem einführen=====&lt;br /&gt;
Budgetierung bedeutet, die Kosten für den Energieverbrauch den Akteuren oder Organisationseinheiten zuord-nen zu können und diese durch spezifische Modelle daran zu beteiligen. Die Motivlagen, Budgetierungssysteme einzuführen und die Bandbreite der Modelle sind vielschichtig. Sie reichen von freiwilligen Systemen, die aus-schließlich mit Bonuszahlungen arbeiten, bis hin zu hochschulweit verbindlich eingeführten Systemen, in denen die Energiekosten aus den dezentralen Budgets zu begleichen sind. Eine Herausforderung stellt oftmals die Bemes-sung der Budgets dar, aus denen die Einheiten ihre Energiekosten begleichen sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V. (2014): Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS-HE: Mitteilungsblatt, Nr. 4, S. 1 f. https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-4.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit Anreizen zu mehr Klimaschutz: Das Prämiensystem zur Energieeinsparung an der Freien Universität Berlin. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wöhning, C.: Projekt „Entwickeln und Setzen von Anreizsystemen“. In: Magazin für Hochschulentwicklung. The-men-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 12&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.: Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 4, 2014, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092324&amp;amp;hash=cc4bf20988a0950ad784ab9f1b6249f584d3e32d&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-1.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Berlin: Prämiensystem.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Freien Universität Berlin hat Anfang 2007 ein so genanntes Prämiensystem eingeführt, um organisatorische und verhaltensbezogene Einsparpotentiale zu realisieren. Über das Prämienmodell erhalten die Fachbereiche direkte finanzielle Anreize.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/handlungsfelder/campus/energie_klimaschutz/praemiensystem/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Freiburg: Dezentrale Monetäre Anreize zur Energieeinsparung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Anreizmodell der Universität Freiburg will Verhaltensänderungen bei den Gebäudenutzern und minimal in-vestive technische Maßnahmen kombinieren. Dabei wird den Einrichtungen anteilig die Kosten, die gegenüber einer Referenz eingespart wurden, gutgeschrieben. Ein Malus-System, dass ggf. Mehrverbrauch sanktioniert, existiert nicht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltige.uni-freiburg.de/klimaschutz/dezmon-2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Energiekostenbudgetierung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/energiesparen/energiekostenbudgetierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goethe-Universität Frankfurt: Energieeinspardialog.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail/hessen-entwickeln-und-setzen-von-anreizsystemen-zur-energieeinsparung-an-hessischen-hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Bauherrenfunktion nutzen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen Hochschulen befinden sich in einem Reformprozess, der sich unter anderem durch einen Paradig-menwechsel im Hochschulmanagement von einer eher detailgesteuerten zu einer verstärkt eigenverantwortlich geführten Hochschule manifestiert. Vor diesem Hintergrund ist einzelnen Hochschulen auch die Bauherrenfunkti-on übertragen worden. In diesem Kontext muss genau geprüft werden, mit welchen Anforderungen diese Aufga-be verbunden und unter welchen Voraussetzungen dieses Modell erfolgsversprechend ist. Die Zuweisung und Übernahme der Bauherrenfunktion hat daher große Bedeutung, weil Neubau oder Sanierung eines Gebäudes einen großen Einfluss auf die CO2-Emissionen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesetzlichen Vorgaben fordern schon eine entsprechende Energieeinsparung bei Neubau und Sanierung. Diese bezieht sich jedoch lediglich auf gebäudeinduzierte Verbräuche. Einen nicht unwesentlichen Anteil macht der nutzerinduzierte Verbrauch aus, der durch die technischen Geräte der Nutzer beeinflusst wird. Im besten Fall kann die Hochschule als Nutzer, Betreiber und Bauherr die Nutzeranforderungen direkt an die von Ihnen beauf-tragten Fachplaner vermitteln und für die energieeffizienteste Lösung des Betriebs sorgen. Im Fall der Bauher-renvertretung durch die Landesbauverwaltung ist eine Einbeziehung der Hochschule als Nutzer und Betreiber sehr wesentlich. Dieses betrifft die Erarbeitung und Übergabe der Nutzeranforderungen an die und auch die Kommunikation mit den Fachplanern. Diese Anforderung bezieht sich auf den gesamten Planungs- und Baupro-zess, um die energieeffizientesten Lösungen für den Betrieb zu finden.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fokus liegt in erster Linie auf Lösungen zur Energieeinsparung mit Hilfe technischer Anlagen und der Verwen-dung von wärmedämmenden Baustoffen. Ein weiterer Aspekt bezüglich des Energieverbrauchs im Bereich Ge-bäudeinfrastruktur von Hochschulen liegt jedoch in der Errichtung von Gebäuden. Ein nicht unwesentlicher Teil der Energie besteht aus „grauer Energie“, die den Energieverbrauch der Gewinnung von Rohstoffen, der Herstel-lung von Baustoffen, deren Transport und Verarbeitung vor Ort betrachtet. Um diesen Energieverbrauch niedrig zu halten, sind mehrere Möglichkeiten gegeben. Eine den Zielen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit verpflich-tete hochschulweite Ermittlung der Flächenbedarfe stellt den Ausgangspunkt dar, gefolgt von Maßnahmen wie z. B. Sanierung vor Neubau, Recyclen und Wiederverwenden von Baustoffen, Verwendung von Baustoffen mit nied-riger Energiebilanz etc. Hier steht die Forschung jedoch noch sehr am Anfang und Datenbanken, die darüber Auskunft geben (z. B. ökobaudat), werden derzeit hauptsächlich von den Herstellern gefüllt. Eine Unabhängigkeit ist dadurch nicht gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Holzkamm, I.; Stibbe, J.; Stratmann, F.; Tegtmeyer, R.: Orientierungshilfe Bauherrenfunktion durch Hochschu-len. Teil 1: Rahmenbedingungen für die Bauherrenfunktion im Hochschulbau HIS-HE: Forum Hochschule, Nr. 4, 2015&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/orientierungshilfe-bauherrenfunktion-durch-hochschulen-teil-1-rahmenbedingungen-fuer-die-bauherrenfunktion-im-hochschulbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stibbe, J.; Stratmann, F.; Söder-Mahlmann, M.: Verteilung der Zuständigkeiten des Liegenschaftsmanagements für die Universitäten in den Ländern. Sachstandsbericht. HIS-HE: Forum Hochschule, Nr. 9, 2012&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/verteilung-der-zustaendigkeiten-des-liegenschaftsmanagements-fuer-die-universitaeten-in-den-laendern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat: ÖKOBAUDAT.&lt;br /&gt;
Mit der Plattform ÖKOBAUDAT stellt das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) allen Akteuren eine vereinheitlichte Datenbasis für die Ökobilanzierung von Bauwerken zur Verfügung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.oekobaudat.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nutzenvorteile einer dezentralen Bauherrenfunktion der Hochschulen für den nachhaltigen Betrieb&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Lebenszyklus-/Nachhaltigkeitsbetrachtungen in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein wesentliches Argument der Hochschulen für eine Übernahme der Bauherrenfunktion ist, die Gesamtzustän-digkeit für Betrieb und Bau in eine Hand zu legen und dadurch die Wirtschaftlichkeit über die Baumaßnahmen hinaus auf den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes in den Fokus zu rücken. Hintergrund dieser Forderung ist unter anderem, dass derzeit bei den Bauinvestitionen die Baufolgekosten nicht hinlänglich berücksichtigt werden und somit die Hochschulen als Verantwortliche für den Gebäudebetrieb die zum Teil sehr hohen Bewirtschaftungs- und Betriebskosten hinnehmen und tragen müssen. Für ein kostenoptimiertes und nachhaltiges Immobilienma-nagement über den gesamten Lebenszyklus ist daher die zusammenhängende Betrachtung von Investitions- und Bewirtschaftungskosten zielführend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Nutzeranforderungen (Forschung &amp;amp; Lehre) in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Während des Projektstarts hat der Nutzer (Hochschule) die Bauherrenfunktion, die er u. a. durch Vorgabe des Projektziels in den Nutzeranforderungen wahrnimmt. Da in vielen Hochschulen bereits hohe Baufachkunde vor-handen ist, können die spezifischen Anforderungen aus Forschung und Lehre aufgrund der vorhandenen Nähe umfassend in die Nutzeranforderungen eingebracht werden. In der Projektabwicklung (Baumaßnahme) hingegen haben i. d. R. die Landesbaubetriebe bzw. -verwaltungen die Bauherrenfunktion, sodass die spezifischen Nutzeranforderungen hier nicht weiterentwickelt, konkretisiert und verbindlich vorgegeben werden können. Der Nutzer hat hier keine Entscheidungsbefugnisse mehr. Bei einer Übernahme der Bauherrenfunktion sehen die Hochschulen daher die Chance, die Nutzeranforderungen im gesamten Planungs- und Bauprozess besser einbeziehen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Gebäudemanagementkompetenzen (Hochschulverwaltung) in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Gebäudemanagement in den Hochschulverwaltungen verfügt über ein langjährig entwickeltes Erfahrungswissen über die bauliche und technische Infrastruktur. Mit einer Übernahme der Bauherrenfunktion erwarten die Hochschulen, dass ihr Erfahrungsschatz direkter in alle Phasen der Entscheidungs- und Planungsprozesse für Baumaßnahmen eingebracht werden kann. Da sowohl Gebäudemanagement als auch Baumanagement dann Teil der Hochschulverwaltung wären, ist die frühzeitige Einbindung des Gebäudemanagements in den Planungspro-zess automatisch gewährleistet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnittstellen/Verfahrensvereinfachung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die derzeitige Wahrnehmung der Aufgaben Planung/Bau sowie Bedarfsplanung/Nutzung/Betrieb in unterschiedlichen Zuständigkeiten bedingt natürliche Schnittstellen. Diese führen nach Abschluss einer Baumaßnahme ggf. zu unerwünschten Problemen in der Nutzung und dem Betrieb. Darüber hinaus können die Schnittstellen Verzögerungen im Planungs- und Bauverfahren hervorrufen, z. B. durch unterschiedliche Verfahrensweisen, unterschiedliche Prioritätensetzung, Missverständnisse etc. Mit der Zusammenführung der Aufgaben in eine Zuständigkeit versprechen sich die Hochschulen eine Verringerung der Schnittstellen und damit eine Verfahrensbeschleuni-gung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Komplette Bauherrenfunktion unabhängig vom Bauvolumen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hochschulen nehmen bei Bauunterhaltungsmaßnahmen und kleinen Neu-, Um- und Erweiterungsmaßnahmen (KNUE, bis ca. 1 Mio. €, kann in einzelnen Ländern höher sein) die Bauherrenfunktion bereits in einem Großteil der Länder wahr. Bei großen Neu-, Um- und Erweiterungsmaßnahmen (GNUE, ab ca. 1 Mio. €, kann in einzelnen Ländern höher sein) besitzen die Landesbaubetriebe bzw. -verwaltungen i. d. R. die Bauherrenfunktion. Die Bauverantwortung im Hochschulbau ist daher je nach Größe der Baumaßnahme in unterschiedliche Zuständigkeiten aufgeteilt. Eine Zusammenlegung der Bauverantwortung an einer Stelle würde einen umfassenderen Blick auf alle Baumaßnahmen pro Hochschule ermöglichen und nicht nur bis oder ab einer gewissen Wertgrenze. Hierdurch wäre ein übergreifendes Steuern aller Baumaßnahmen pro Hochschule besser möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Finanzierungsrahmen und -bedingungen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einige Hochschulen streben die Übernahme der kompletten Bauverantwortung für den Hochschulbau und das eigenverantwortliche Steuern der Baumaßnahme, über die Wertgrenzen hinaus, an. Zusätzlich besteht der Wunsch nach einem verbindlichen, langfristigen Finanzrahmen in der Landeshaushaltsplanung und optional ein frei zur Verfügung stehendes Baubudget. Dadurch würde sich weniger der Maßnahmenprozess durch die Mittel-freigabe des Parlaments verzögern und wäre, was den zeitlichen Ablauf betrifft, einschätzbarer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übergabe und Nutzung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch eine Zusammenlegung der Betreiber- und Bauherrenfunktion wird die frühzeitige Beteiligung des Gebäudemanagements am Bauplanungsprozess gefördert und die Übergabe des fertiggestellten Gebäudes an den Nutzer erleichtert. Zudem wird das Interesse des Bauherrn erhöht, zwingend erforderliche Revisionsunterlagen mit größerem Druck von Bauauftragnehmern einzufordern und nachdrückliche Mängel zu beseitigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landesbaustandards/Wirtschaftlichkeit:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die von den Landesbaubetrieben bzw. -verwaltungen angewandten Landesbaustandards sind für den Hochschul-bau (meist Sonderbauten) nicht immer zielführend, da sie i. d. R. lediglich einen zur Erfüllung der Bauaufgabe „ausreichenden“ Kostenaufwand berücksichtigen. Um hier nicht im internationalen Wettbewerb abgehängt zu werden, müssen bereits die Gebäude spezifische, wissenschaftsbezogene Anforderungen erfüllen und dürfen nicht auf ein ausreichendes „Standardprogramm“ reduziert werden. Eine Übernahme der Bauherrenfunktion würde diesen Blickwinkel stärker in den Fokus rücken und ihm mehr Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baufachliche Qualität/Bauerfahrung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Hochschulerfahrung mit kleineren Baumaßnahmen und teilweise großen drittmittel-finanzierten Maßnahmen liegen weitreichende Erkenntnisse für Hochschulbaumaßnahmen vor. Diese können bei einer Übernahme der Bauherrenfunktion durch Hochschulen unmittelbar eingebracht werden und somit eine Verbesserung der baufachlichen Qualität ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Management der Flächen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein strategisches Flächenmanagement reduziert den Energieeinsatz pro Nutzer, indem es die Auslastung der Flächen innerhalb der Woche erhöht oder die Inanspruchnahme der Fläche pro Nutzer verringert. Das Flächenmanagement an Hochschulen verfolgt jenseits der globalen Zielsetzung einer sparsamen Flächeninanspruchnahme oftmals drei konkrete Zielsetzungen. Zum einen geht es darum, die von der Hochschulleitung oder beauftragter Bauabteilungen angesteuerten Organisationseinheiten, also z.B. Lehrstühle, Institute oder Fachbereiche genau mit denjenigen Flächen auszustatten, die sie benötigen. Die Definition des Flächenbedarfs orientiert sich zwar an landesseitigen Standards und fachspezifischen Anforderungen. Gleichwohl eröffnen sich Spielräume für hochschuleigene, strategische Flächenmanagementvorgaben, die z.B. die Zielsetzung der Klimaneutralität aufgreifen. Konkret bedeutet dies, dass beispielsweise in Berufungszusagen alte „Erbhöfe“ nachjustiert werden. Oder es geht um die Sicherstellung der Flexibilität von Forschungsflächen. Den dritten bedeutenden Bereich macht die klassische Lehrraumbelegung aus. Hier geht es um die gleichmäßigere und letztendlich höhere Auslastung der Räume innerhalb der gesamten Woche und um das genauere Übereinstimmen (‚matchen‘) der Gruppen- und Raumgrößen (FN: Ruiz, Marcelo (2015): Welche Bedeutung haben Flächen in der Hochschulsteuerung auf Landes- und Hochschulebene? In: Magazin für Hochschulentwicklung (2), S. 12–13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht immer sind dazu hochentwickelte CAFM-Systeme erforderlich. In den zentralen Hochschulverwaltungen ist eine systematische und idealerweise an Landesstandards angepasste Bedarfsplanung erforderlich. Lehrraumma-nagementsysteme sind heutzutage selbstverständlich edv-basiert. Zentral organisierte Lehrraumbelegungssys-teme schneiden hinsichtlich ihrer Flächeneffizienz besser ab als dezentrale oder gemischte Systeme (FN: Fenner, Henrich (2014): Hörsäle und Seminarräume: Bestände besser nutzen. Auslastungsuntersuchungen an Hochschu-len als Basis eines effektiven Lehrraummanagements. In: Wissenschaftsmanagement - Zeitschrift für Innovation (2), S. 54–57).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good Practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Stuttgart:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-stuttgart.de/universitaet/organisation/verwaltung/dez6-flaechenbaumanagement/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Heidelberg:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-heidelberg.de/einrichtungen/verwaltung/bau/flaechenmanagement.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Konstanz:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-konstanz.de/facility-management/gebaeudeservices/raumverwaltung-gaestehaeuser-schluesselverwaltung-veranstaltungsplanung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Finanzierungen prüfen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz und zum Klimaschutz ist grundsätzlich über Förderpro-gramme möglich. Diese existieren z. B. auf Landes- und Bundesebene. Hierbei ist häufig auch ein Eigenbeitrag der Hochschulen zu leisten. Darüber hinaus sind Modelle des Contracting und Intracting möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessischen Landesregierung. HIS-HE: Forum, Nr. 3, 2020, S. 25, S. 32&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bauerfeind-Roßmann, I.: Hochschulen in Hessen leisten ihren Beitrag zur Klimaneutralität des Landes. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 7 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Binnewies, K.: Die novellierte Kommunalrichtlinie der nationalen Klimaschutzinitiative. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knissel, J.: Universität Kassel beschreitet mit dem Intracting-Modell neue Wege bei der Finanzierung von Energiespar-Maßnahmen. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 20 - 21&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good Practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Kassel: Intracting Forschungsprojekt.&lt;br /&gt;
Das Intracting-Prinzip will durch Energiesparmaßnahmen eingesparte Energiekosten einer extra geschaffenen „Intracting-Kostenstelle“ gutschreiben und wieder in neue Energiesparmaßnahmen investieren. Im Hochschulbereich findet dieses Verfahren bisher kaum Anwendung. Das Forschungsprojekt IntrHo will die Realisierungsmöglichkeiten für Intracting an Hochschulen untersuchen. Zielsetzung ist, ein anwendungsorientiertes, übertragbares Finanzierungskonzept für Energiesparmaßnahmen an Hochschulen zu entwickeln und zu erproben. Es gehe darum, das jeweilige hochschulinterne Energiemanagement in die Lage zu versetzen, kontinuierlich die Effizienz seiner Hochschulgebäude zu steigern und vorhandene Energieeinsparpotenziale zu erschließen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-kassel.de/uni/universitaet/profil/profil-umwelt-und-nachhaltigkeit/umwelt-und-nachhaltigkeit/betrieb/intracting/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HAW Hamburg: Einspar-Contracting.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwei Standorte der HAW wiesen verschiedene, veraltete Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik auf, eine ineffiziente Belüftung und Beleuchtung führten zu hohen Instandhaltungs- und Energiekosten. Die Hochschule entschied sich deshalb, die Energieeffizienz ihrer Gebäude zu erhöhen und die Energiekosten von bis zu 27 Prozent mit dem Energiespar-Contracting von Siemens ab 2014 zu reduzieren. Dabei wurden Lüftungs- und Klimaanlagen einschließlich der Luftverteilung ausgetauscht, raumlufttechnische Anlagen und die Heizungsanlagenhydraulik optimiert und das bestehende Gebäudeautomationssystem optimiert. Um die garantierte Einsparung sicherzustellen und künftig weiter zu optimieren, übernimmt Siemens das Energie-Monitoring und -Controlling der umgebauten Anlagen. Das dafür integrierte Messkonzept erfasst kontinuierlich und automatisiert den Verbrauch von Strom, Wärme, Kälte, Wasser, von Volumenströmen in Heizungs-, Lüftungs-, Klima- und Kälteanlagen sowie deren Regelungszonen. Damit werden 27 % der jährlichen Energiekosten gespart.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.energiecontracting.de/4-projekte/projektansicht.php?pid=6083&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Energiespar-Contracting.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://energie.blog/erfolgreiches-energiespar-contracting-an-der-uni-bremen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Operativ====&lt;br /&gt;
Die Sortierung der einzelnen konkreten operativen Maßnahmen kann aus systematischen Aspekten in folgende Kategorien erfolgen (siehe Abb. 2):&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
*technische Maßnahmen&lt;br /&gt;
*organisatorische Maßnahmen &lt;br /&gt;
*verhaltensbedingte Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Maßnahmen zum Klimaschutz in Hochschulen.png|850px|thumb|2020 – Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus, Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung)|verweis=Special:FilePath/Maßnahmen_zum_Klimaschutz_in_Hochschulen.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den &#039;&#039;&#039;technischen Maßnahme&#039;&#039;&#039;n zählen in erster Linie alle Aktivitäten, die am Gebäudebestand oder den Anlagen ansetzen und in der Regel investiv sind. Klassische Beispiele sind die Wärmedämmung der Gebäudehülle, die Sanierung der Heizungsanlage oder der Lüftungsanlage sowie die Umgestaltung der Beleuchtung. Für den Nachweis der Effekte dieser Maßnahmen ist eine Messarchitektur erforderlich, die valide Daten liefert. Nachgewiesene Einsparungen müssen sich allerdings immer an den Investitionen und den Amortisationszeiten messen lassen. Darüber hinaus haben sehr massive Eingriffe in die ursprüngliche Physik eines Gebäudes oft neue Nebenwirkungen, die nachteilig sein können. &#039;&#039;(Beispiele für technische Maßnahmen siehe unten)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Maßnahmen&#039;&#039;&#039; sind insbesondere alle Aktivitäten, die am Betrieb der Gebäude oder den Anlagen ansetzen und in der Regel nicht investiv sind. Klassische Beispiele sind die temporäre Schließung von Gebäuden, das Herunterfahren von Heizungs- und Lüftungsleistung. Angestrebte Maßnahmen müssen sich allerdings oft am Widerstand der Nutzer messen lassen, wenn eine Diskussion über Erwartungen und Komfort geführt wird. &#039;&#039;(Beispiele für organisatorische Maßnahmen siehe unten)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den &#039;&#039;&#039;verhaltensbedingten Maßnahmen&#039;&#039;&#039; zählen in erster Linie Aktivitäten, die am konkreten (aktiven) Verhalten der Akteure in der Universität ansetzen; diese Maßnahmen sind, entgegen häufiger Meinung auch investiv, denn eine verstetigte Verhaltensveränderung einzelner Akteure bedarf einer kontinuierlichen Information und Motivation. Und auch bei diesen Maßnahmen sollte daher die kritische Prüfung von Aufwand und Ertrag erfolgen. Typische Beispiele sind das Ausschalten des Stand-by-Betriebes oder das richtige Lüften sowie Regulieren der Raumtemperatur. Für den Nachweis der Effekte verhaltensbedingter Maßnahmen im Hochschulbereich existieren Ergebnisse aus zwei Forschungsvorhaben. &#039;&#039;(Beispiele für verhaltensbedingte Maßnahmen siehe unten)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die technische Ausstattung neuer Hochschulgebäude, so die aktuellen Beobachtungen, bedingt, dass die Nutzer nur noch sehr eingeschränkt durch aktives Handeln zur Energieeinsparung beitragen können. Wenn also über Budgetierungsverfahren die Energieeinsparung durch Nutzer belohnt werden soll, bedarf es neuer Formen. Aus diesem Grund erprobt HIS-HE aktuell ein Dialogverfahren in Hochschulen, bei dem die Nutzer dem Energiemanagement und den Serviceeinheiten für die Bereitstellung ihre konkreten Ansprüche für den Betrieb der Gebäude und Räume darstellen. Aus diesem Dialog ergeben sich neue Einsparungspotentiale.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Technik=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wöhning, C.: Projekt &amp;quot;Erkennen und Verringern der Grundlast&amp;quot;. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 13&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
EnEff Campus: blueMAP TU Braunschweig: Für den Campus der Technischen Universität Braunschweig wird ein Integraler Energetischer Masterplan entwickelt. Dabei werden auf Basis einer Bestandsaufnahme Methoden und Werkzeuge zur mittelfristigen Reduzierung des Primärenergieverbrauchs um 40 % und zur langfristigen Versorgung des Campus mit ausschließlich regenerativen Energien erarbeitet (2015).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/igs/forschung/eneffcampus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Lüftung und Klimatisierung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Optimierte Lüftungsschaltung&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://magazin.tu-braunschweig.de/m-post/dank-optimierter-lueftungsschaltung-auf-dem-siegertreppchen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Wärmeversorgung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Berlin: Neue Methode auf dem Campus von TU Berlin und Universität der Künste, um das Wärmewendeziel der Bundesregierung zu erreichen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pressestelle.tu-ber-lin.de/menue/tub_medien/publikationen/medieninformationen/2019/juni_2019/medieninformation_nr_1052019/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Beleuchtung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Umstellung auf LED im Foyer (Audimax).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/energieberatung/led-beleuchtung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Greifswald: Umstellung auf LED in der Universitätsbibliothek.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.gebaeudedigital.de/schwerpunkt/licht-und-schatten/umstellung-auf-led-in-der-universitaetsbibliothek/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Eigenerzeugung Energie&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hochschule Reutlingen: Neue Solaranlage auf dem Dach der Hochschule.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.reutlingen-university.de/news/aktuelles/detail/article/staatssekretaerin-weiht-solaranlage-auf-dem-dach-der-hochschule-ein/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kassel: Universität produziert Solarstrom für den eigenen Verbrauch.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/3-aktuelles/nachrichten/39-umfrage-ap-betrieb.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Für die Stärkung der Versorgung des Gebäudebestands mit regenerativen Energien, installiert die TU Braunschweig neun Photovoltaik-Anlagen auf geeigneten Dächern.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/gb3/energiemanagement/test-neu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Oldenburg: Photovoltaik&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://uol.de/dezernat4/technisches-gebaeudemanagement/pv-anlagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jade Hochschule: Förderbescheid für den Bau einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Haupthauses.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
http://www.wzonline.de/nachrichten/newsdetails-top-thema/artikel/energie-vom-dach-der-jade-hochschule.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Green IT&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Bremen: GreenIT Housing-Center wird durch die Universität betrieben. Die Installation, Administration und der Betrieb der Server bleibt in der Eigenverantwortung der dezentralen Administratoren, die durch ein elektronisches Zugangskontrollsystem jederzeit Zugang zum Gebäude und zu den Ihnen zugeordneten Serverracks bekommen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bremen.de/zfn/weitere-it-dienste/serverhousing-webhosting/green-it-housing-center&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Stuttgart: Auf dem Weg zu nachhaltigen Rechenzentren – Konsortium unter Führung der Universität Stuttgart stellt Handlungsempfehlungen zur Senkung des Energie- und Rohstoffverbrauchs vor.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-stuttgart.de/universitaet/aktuelles/presseinfo/Auf-dem-Weg-zu-nachhaltigen-Rechenzentren/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Organisation=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Temporäre Schließungen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Wärmeabsenkung zwischen Weihnachten und Neujahr.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.leuphana.de/universitaet/organisation/universitaetsverwaltung/gebaeudemanagement/lebenswelt-universitaet/klimaneutrale-universitaet/energieeffizienz.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Bauen und Betreiben&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen: Leitfaden zum Technischen Monitoring von öffentlichen Gebäuden zur Betriebsoptimierung und Effizienzsteigerung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/nachhaltiges_bauen/download/technisches_monitoring/Leitfaden_zum_technischen_Monitoring-2018.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Universität Braunschweig: Anforderungen und Möglichkeiten des technischen Monitorings zur Unterstützung des Planungs- und Inbetriebnahmeprozesses.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Veranstaltungen_Vortraege/2019/Forum_Gebaeudemanagement_2019/6_Plesser_Braunschweig.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Energiemanagement&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung: Energieportal – Hochschulseiten.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/leistungen/energie-und-umwelt/energieeffizienz/energieportal-fuer-hochschulen/energiemanagement-an-hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung: Nachhaltigkeitsportal – Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/klimaneutralitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Göttingen: Das Gebäudemanagement setzt ein 11-Punkte-Programm um, mit dem dem steigenden Energieverbrauch und den Energiekosten begegnet werden soll.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-goettingen.de/de/33522.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Unterstützung einführen (CAFM / EMAS / ISO / Benchmarking)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Goethe-Universität Frankfurt: Energiemanagement nach DIN ISO 50001.&lt;br /&gt;
Das Energiemanagement der Goethe-Universität Frankfurt ist als erstes einer deutschen Universität nach DIN ISO 50001 zertifiziert worden. Zusätzlich wurden Leitlinien für Energiemanagement und Umweltschutz festgelegt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://aktuelles.uni-frankfurt.de/aktuelles/beitrag-der-goethe-universitaet-zur-klimawoche/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benchmarking: CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen.&lt;br /&gt;
HIS-HE erstellt seit 2009 (Bilanzierungsjahr 2008) eine jährliche Bilanz für alle hessischen Hochschulen und dokumentiert diese in einem Bericht. Dieses erfolgt in enger Kooperation mit dem Fachpersonal für Energiemanagement.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail/hessen-co%E2%82%82-bilanz-an-hessischen-hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Verwaltung und Wissenschaft kooperieren&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Darmstadt: EnEff:Stadt Campus Lichtwiese zur energieeffizienten Weiterentwicklung des Campus Lichtwiese durch intelligente Systemvernetzung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.intern.tu-darm-stadt.de/dez_v/versorgung_technik/energiemanagement_1/eneff_stadt_campus_lichtwiese/eneff_stadt_campus_lichtwiese.de.jsp&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.: Nachhaltigkeitsberichterstattung an hessischen Hochschulen. HIS-HE: Medium, Nr. 1 (2019), S. 14&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1597404286&amp;amp;hash=8743ecfcda18a6042469a76bfb2bf277af400afc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Medium/Medium_201901_Nachhaltigkeit.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Verhalten=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Matthies, E.; Wagner, H.-J.: (Hrsg.): Change – Veränderung nachhaltigkeitsrelevanter Routinen in Organisationen. LIT Verlag, Berlin, 2011. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;lr=&amp;amp;id=umQwyFkIp68C&amp;amp;oi=fnd&amp;amp;pg=PA1&amp;amp;dq=verbundprojekt+change+hochschule+verhaltens%C3%A4nderung+energieeinsparung&amp;amp;ots=Ux-yoJY8dk&amp;amp;sig=gnrfO3s0u5L82gNoYtIOORRlPuw#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Klimaschutz und Energieeffizienz. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Nr. 1, 2017, S. 12 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2017&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Ergebnisse aus Forschungsprojekten zum Nutzerverhalten&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Echo: Energieeffizienz und CO2-Einsparungen an Hochschulen erreichen und gestalten ist möglich – Leitfaden zur Umsetzung einer Energiesparkampagne &lt;br /&gt;
https://www.echo-energie.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
change: Veränderung nachhaltigkeitsrelevanter Routinen in Organisationen (change).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
http://www.change-energie.de/&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Good practice – Anreizsysteme und Dialog der Serviceeinheiten&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung: Entwickeln und setzen von Anreizsystemen zur Energieeinsparung an hessischen Hochschulen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail?tx_hishe_hishefe%5Bproject%5D=365&amp;amp;cHash=ef6015979a48ae75ed785cee3c022b8b&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Reine Informationsmaßnahmen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzwoche.&lt;br /&gt;
Bei der Klimaschutzwoche im Jahr 2018 der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde wurden Gäste mit Vorträgen, Diskussionen und Do It Your Self Aktionen über den Klimawandel informiert. Durch initiative Beteiligte konnte ein breitgefächertes und spannendes Programm aufgestellt werden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/Klimaschutzwoche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Film zum Klimaschutz.&lt;br /&gt;
Die Hochschule Osnabrück hat einen Film über den Klimaschutz an der eigenen Hochschule veröffentlicht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/wir/wir-stellen-uns-vor/wir-in-der-gesellschaft/themen/klimaschutz/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bayreuth: Klimaschutzwoche.&lt;br /&gt;
Die Klimaschutzwoche der Fairtrade-Universität Bayreuth wurde vom Studierendenparlament mit Hilfe der Plattform Green Campus organisiert. Diverse Themen rund um den Klimaschutz wurden von Initiativen in unterschiedlichen Formaten vorgestellt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nordbayerischer-kurier.de/inhalt.uni-klimawoche-weil-s-alle-angeht.e0a724b8-d1a7-42bc-8262-43e528b948b1.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Energiespartipps.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.leuphana.de/universitaet/entwicklung/nachhaltigkeit/klimaneutrale-universitaet/energiesparen.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Hochschule Mittelhessen: Der „Energietag“.&lt;br /&gt;
2018 veranstaltete die Technische Hochschule Mittelhessen einen Energietag, an dem praxisnah die Themen Energienutzung und CO2-Einsparung behandelt wurden. Konkret ging es um zukunftsweisende Elektromobilität und die Energieeinsparung bei der Gebäudenutzung. Firmen, Zentren, Fachbereiche und Arbeitsgruppen stellten dabei ihre Projekte und Entwicklungen vor.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.thm.de/site/hochschule/aktuelles/aus-lehre-und-forschung/viel-energie.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Mobilität&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zink, A.: Mobilität und Mobilitätsmanagement in Hochschulen. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2019, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091865&amp;amp;hash=416d648c63e5bebcd68028f68fcce3e593100074&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2019-2.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Leuphana-Campus wird verkehrsberuhigt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.leuphana.de/news/pressemitteilungen/pressemitteilungen-ansicht/datum/2019/09/27/leuphana-campus-wird-verkehrsberuhigt.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Carsharing Projekt mit den Kreiswerken.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Aktuelles/Presseportal/Pressemitteilungen/Verkehrswende-an-der-Hochschule-fr-nachhaltige-Entwicklung-Eberswalde-E10487.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachhochschule Bielefeld: Eine Art „Mehrfachsteckdose“ für das Laden von Elektrofahrzeugen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fh-bielefeld.de/ium/fit2load&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Präsidiumsbeschluss verpflichtet alle Angehörigen der Hochschule Strecken unter 1.000 Kilometer mit Bus oder Bahn anstelle des Flugzeugs zurückzulegen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Aktuelles/Presseportal/Pressemitteilungen/Es-geht-auch-ohne-E10372.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Justus Liebig Universität Gießen: Beschaffung von E-Bikes für Beschäftigte vom Land gefördert.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-giessen.de/ueber-uns/pressestelle/pm/pm172-19&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Bremen: Fahrradmodellquartier wird mit Eröffnung des Repair-Cafés an der Hochschule fertiggestellt.&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
https://weserreport.de/2019/07/bremen/sued/mehr-als-eine-werkstatt/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Heilbronn: Mobilitätsprojekt PendlerRatD will Berufspendler zum Umstieg vom Auto aufs Rad bewegen. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://radmarkt.de/nachrichten/fahrradde-unterstutzt-mobilitats-initiative-pendlerratd&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Testphase für ein neues Pedelec-Verleihsystem für Mitarbeitende der Stadtwerke und der Hochschule.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/stadtwerke-testen-stationsflexibles-pedelec-verleihsystem-erste-phase-in-kooperation-mit-der-hochs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE (DKE): Ladeinfrastruktur Elektromobilität - Der technische Leitfaden für Installation und Betrieb in der Praxis.&lt;br /&gt;
Was ist bei der Planung, Errichtung und dem Betrieb einer Ladeinfrastruktur zu beachten und welche Normen und Vorschriften sind hierbei von Bedeutung? Antworten darauf gibt die dritte Version des technischen Leitfadens für die Ladeinfrastruktur der Elektromobilität – ein Projekt von DKE, BDEW, ZVEH, ZVEI und VDE|FNN. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.dke.de/de/arbeitsfelder/mobility/technischer-leitfaden-ladeinfrastruktur-elektromobilitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Furtwangen: Modellprojekt zur Sicherung der Erreichbarkeit ländlicher Hochschulen mit Hilfe nachhaltiger Mobilitätslösungen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/abschlussveranstaltung-zu-mobilitaetsprojekt-an-hochschule-furtwangen-1/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Elektromobilität auf dem Campus.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/news-einzelansicht/news/detail/News/elektromobilitaet-auf-dem-campus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität des Saarlandes: AStA der Saar-Universität eröffnet Fahrradverleih.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-saarland.de/universitaet/aktuell/artikel/nr/20845.html&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=6298</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Energiemanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=6298"/>
		<updated>2020-12-29T08:16:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: /* 2. Relevanz */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Nachhaltiges Energiemanagement, nachhaltiger Umgang mit Energie ==&lt;br /&gt;
===Betroffener Personenkreis===&lt;br /&gt;
Der Beitrag richtet sich an das Fachpersonal im technischen Gebäudemanagement, welches auf der operativen Ebene mit der Bereitstellung von Energie sowie dem Management der Energienutzung betraut ist. Darüber hin-aus werden strukturelle Hinweise gegeben, die für das Leitungspersonal relevant sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Relevanz===&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Gebäudemanagements besteht darin, optimale Bedingungen für die Kernaufgaben der Hoch-schulen zu schaffen. Hierzu zählt auch das Bereitstellen von und der Umgang mit Energie. Vor diesem Hintergrund bewegt sich dieses Handlungsfeld immer in einem besonderen Spannungsfeld, wenn auch ein effizienter, mög-lichst sparsamer Einsatz von Energie erfolgen soll, um CO2 und Kosten einzusparen. Potentielle Zielkonflikte zwi-schen dem Anspruch, bestmögliche Voraussetzungen für Forschung und Lehre zu schaffen und gleichzeitig Ener-gie effizient einzusetzen, sind der Organisation Hochschule immanent.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind gesetzliche Vorgaben (siehe unten) und Kostenaspekte (insb. steigende Energiekosten) Rah-menbedingungen, die dem Thema Energieeinsatz eine Relevanz geben. Die zentrale Facette scheint allerdings der stetig zunehmende öffentliche, gesellschaftliche Druck zum aktiven Klimaschutz zu sein, der insbesondere von Hochschulen und den Mitgliedern ausgeht und sehr stark von den wissenschaftlichen Erkenntnissen und konkre-ten Zielvorgaben gestützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gesetzliche Grundlagen===&lt;br /&gt;
Gesetzliche Vorgaben existieren, um Gebäude nach hohem Energieeffizienzstandard zu errichten bzw. zu sanieren und den energieeffizienten Betrieb bereits in der Phase des Planens zu berücksichtigen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesetzliche Rahmen für bauliche Maßnahmen wurde bisher durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmG) verbindlich festgelegt. Mit dem geplanten Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) &amp;lt;ref&amp;gt;Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz - GEG), Entwurfsstand: 03.07.2020 (nach Zustimmung im Bundesrat).&amp;lt;/ref&amp;gt; ab November 2020 werden die bisherigen Regelungen aus EnEG, EnEV und EEWärmeG in einem Gesetz zusammengefasst. Grundlage der bisherigen nationalen Regelungen sind die Richtlinien der EU, insbesondere als Basis für die o. g. gesetzlichen Regelungen die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen ergeben sich Anforderungen aus den gesetzlichen Regelungen im Rahmen von EnEG, EnEV, EEWärmeG bzw. zukünftig GEG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sanierungs- und Neubaumaßnahmen: Baubezogene Regelungen, Energieausweise für Gebäude, Standards für „Niedrigstenergie-Gebäude“&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
* Betrieb von Gebäuden und technischen Anlagen: Energetische Inspektion (Klimaanlagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der GEG-Einführung sind zunächst keine Verschärfungen der bisherigen Regelungen der EnEV vorgesehen. Eine Überprüfung dieser Standards ist erst für das Jahr 2023 vorgesehen. Neu sind dagegen eine Innovationsklausel und der so genannte Quartiersansatz. Zunächst befristet bis Ende 2023 sind damit Möglichkeiten zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen anstelle des Primärenergieeinsatzes sowie eine gemeinsame Berücksichtigung von Gebäuden an einem zusammenhängenden Standort möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Regelungen aus den EU-Richtlinien werden erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt. Das „Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität“ (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) – kurz: GEIG – gehört dazu und bezieht die in 2018 aktualisierten Regelungen der EU-Gebäuderichtlinie von 2010 ein.  Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat dazu den Gesetzentwurf ausgearbeitet, der für Baumaßnahmen (Neubau und umfassende Sanierungen) ab dem 11. März 2021 relevant werden soll. Bei Nicht-Wohngebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen muss demnach mindestens jeder fünfte Stellplatz entsprechend ausgerüstet und mindestens ein Ladepunkt errichtet werden. Ab 2025 muss jedes (bestehende) nicht zum Wohnen genutzte Gebäude mit mehr als zwanzig Stellplätzen mit mindestens einem Ladepunkt ausgestattet werden &amp;lt;ref&amp;gt;Entwurf eines Gesetzes zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz – GEIG), Stand: 04.03.2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind weitere gesetzliche Regelungen, die im Zusammenhang mit dem Bezug und der Nutzung von Energie stehen für die Hochschulen von Bedeutung. Beispielhaft genannt werden hier &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Service/Gesetzeskarte/gesetzeskarte.html&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das insbesondere die Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien festlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), das die Förderungen für hocheffizienter KWK-Anlagen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das die Rahmenbedingungen für eine „sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Gas“ festlegt und insbesondere für Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze im Rahmen der Versorgung Dritter von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stromsteuergesetz (StromStG), das die Besteuerung von Strom sowie auch die Ermäßigung oder die Befreiung von der Steuer unter bestimmten Voraussetzungen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Treibhausgas-Emissionshandels-Gesetz (TEHG), auf dessen Grundlage der Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen in einem EU-weiten Emissionshandelssystem basiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) zur Regelung der Voraussetzungen für die Einführung und den Betrieb eines Anlagenregisters für Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Grubengas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der übergeordneten Ebene der EU ist weiterhin der „Klima- und energiepolitische Rahmen“ mit den  EU-weiten Zielvorgaben und politischen Zielen für den Zeitraum 2021 bis 2030 zu benennen, an dem sich die nationale Gesetzgebung orientieren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen von Bedeutung dürfte die Herausstellung der „Vorbildfunktion der öffentlichen Hand“ wie aktuell in § 4 des GEG bzw. § 1a EEWärmeG und EnEG § 2a (Niedrigstenergiegebäude) sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: Noch Kundenanlage oder schon Netz? BGH-Urteil liefert konkrete Hinweise, aber keine allgemeingültige Lösung. In: HIS:Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2020, S.3&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091621&amp;amp;hash=ad71f51ce9852bb0df44a036090d20859fd000cc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2020-02_Energierecht.pdf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ziele===&lt;br /&gt;
Für einen nachhaltigen Umgang mit Energie können sich Hochschulen, insbesondere wenn die CO2-Emissionen ein zentraler Indikator sein sollen, bei der Zielsetzung an drei wesentlichen Handlungsfeldern orientieren; diese lauten: Minimieren, substituieren und kompensieren von CO2-Emissionen. Wesentlich dabei ist die Prämisse: Minimierung vor Substitution vor Kompensation.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Minimierung&#039;&#039;&#039; bedeutet, tatsächlich weniger Energie zu verbrauchen, also den Energieverbrauch reduzieren und bei gleichem Energieträger eine Verringerung der CO2-Emissionen erzielen (z. B. technische oder organisatori-sche Maßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Substitution&#039;&#039;&#039; bedeutet, emissionsarme Energieträger einzusetzen. Bei gleichem Energieverbrauch werden damit Energieträger genutzt, die weniger CO2-Emissionen verursachen (z. B. Kauf von Ökostrom).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompensation&#039;&#039;&#039; bedeutet, für selber verursachte CO2-Emissionen an anderer Stelle eine CO2-Senke zu schaffen (z. B. Kauf von Zertifikaten, Organisation eigener Projekte). Gesetzlich sanktionierte Beispiele hierfür finden sich im Immissionsschutzrecht (z. B. §§ 17 ff. BImSchG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hemmnisse und Treiber===&lt;br /&gt;
Ein nachhaltiges Energiemanagement ist eingebettet in die Organisation (Strukturen) und den praktischen Betrieb (operative Handlungsmöglichkeiten) der Hochschule. Auf diesen beiden Ebenen können strukturell folgende Hemmnisse und Treiber für die Umsetzung eines nachhaltigen Umgangs mit Energie identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hemmnisse&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ressourcenmangel&lt;br /&gt;
*fehlende personelle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende Sichtweise auf langfristigere Effekte und die Externalisierung der Kosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsprozess&lt;br /&gt;
*limitierte Zeit für Planungsaufgaben sowie Fehler während der Bauplanung&lt;br /&gt;
*mangelnde Kommunikation zwischen Nutzern, Planern, Betreibern und Bauherren&lt;br /&gt;
*unkoordinierte Inbetriebnahme von neu erstellten Gebäuden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgaben&lt;br /&gt;
*keine Verankerung im Leitbild der Hochschule&lt;br /&gt;
*kein Klimaschutzkonzept mit definierten, priorisierten Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäudebestand&lt;br /&gt;
*unzureichende Messarchitektur&lt;br /&gt;
*hoher Technisierungsgrad bei Neubauten&lt;br /&gt;
*kein strukturiertes Flächenmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschullogik&lt;br /&gt;
*starke Egoismen der Fachbereiche&lt;br /&gt;
*schwere Einflussnahme auf Verhalten von Mitarbeitenden und Studierenden&lt;br /&gt;
*häufig wechselnde Akteure in der Mitgliedschaft der Hochschule&lt;br /&gt;
*fehlende Absprachen der beteiligten Serviceeinheiten der Hochschulen&lt;br /&gt;
*unklare Grenzen zwischen Komfort und Freiheit von Forschung und Lehre&lt;br /&gt;
*Spannungsfeld zwischen dem Ziel Energieeinsparung und energieintensiver Forschung mit Großgeräten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Treiber (nicht zu verwechseln mit Maßnahmen)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesetze, Normen, Zertifikate&lt;br /&gt;
*konkrete gesetzliche Vorgaben (insbesondere EnEV bzw. das künftige GEG, EEG, KWKG)&lt;br /&gt;
*AMEV Technisches Monitoring 2017&lt;br /&gt;
*Betrachtung der Lebenszykluskosten von Gebäuden (BNB Zertifikate)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenz&lt;br /&gt;
*Vernetzung und Kompetenzerweiterung des Fachpersonals&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fördermittel&lt;br /&gt;
*Bereitstellung von Fördermitteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Fortschritte&lt;br /&gt;
*Digitalisierung im Gebäudemanagement&lt;br /&gt;
*Einsatz erneuerbarer Energien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerer Druck&lt;br /&gt;
*öffentliche Diskussion zum Klimaschutz&lt;br /&gt;
*Thematisierung in den Zielvereinbarungen und Hochschulentwicklungsplänen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maßnahmen zur Implementierung===&lt;br /&gt;
Für eine Implementierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz kann strukturell zwischen strategischen und operativen unterschieden werden. Hierbei sind die strategischen dadurch charakterisiert, dass sie „gute Rahmenbedingungen“ für die operativen schaffen. Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen benannt und Beispiele für „good practice“ angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Strategisch====&lt;br /&gt;
=====Governancestrukturen schaffen=====&lt;br /&gt;
Governance kann verstanden werden als Aufgabe, die Prozesse für einen erfolgreichen Klimaschutz geordnet zu koordinieren. Für eine Governance, explizit auch zum Klimaschutz bzw. zur Energieeffizenz, kann für den Praxis-betrieb auf die Bereiche Politik, Profession, Organisation, Wissen und Öffentlichkeit aus dem Governance-Regler zurückgegriffen werden, der im Handlungsfeld Governance von HOCHN entwickelt wurde und in der Evaluation der Nachhaltigkeitskonzepte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt einem Praxistest unterzogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessi-schen Landesregierung. HIS-HE:Forum, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeitsgovernance an Hochschulen - BETA, Oktober 2018:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/2-handlungsfelder/01-governance.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Berlin: Nachhaltigkeitsrat.&lt;br /&gt;
Der Nachhaltigkeitsrat wurde im Jahr 2018 Gegründet und besteht aus gewählten Mitgliedern der TU Berlin sowie externen Teilnehmenden. Der Nachhaltigkeitsrat ist darüber hinaus ein offenes Gremium, in dem jede und jeder willkommen ist, der sich für die nachhaltige Entwicklung der TU Berlin interessiert und daran mitwirken möchte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltigkeitsrat.tu-berlin.de/menue/nachhaltigkeitsrat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Runder Tisch zur nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;
Der Runde Tisch „Nachhaltige Entwicklung der HNEE“ wurde 2010 als demokratisches, von allen Interessengrup-pen der Hochschule gemeinsam getragenes und gestaltetes Gremium von der heutigen Nachhaltigkeitsmanage-rin und der Koordinatorin für die familienfreundliche Hochschule ins Leben gerufen. Ziel ist eine gemeinsame, von allen Hochschulgruppen entwickelte, umfassende nachhaltige Entwicklung an der HNEE.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement-an-der-HNEE/Beteiligung-und-Mitmachen/Runder-Tisch-Nachhaltigkeit/Runder-Tisch-zur-nachhaltigen-HNEE-Entwicklung-E6093.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Nachhaltigkeitsleitlinien.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/uni/nachhaltige-hochschule/home/nachhaltigkeitsleitlinien/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Harz: Senatskommission &amp;quot;Nachhaltige Hochschule Harz&amp;quot;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-harz.de/nachhaltige_hs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FU Berlin: Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Controllingkonzept umsetzen=====&lt;br /&gt;
Controlling meint, die Aktivitäten zur Energieeffizienz gezielt zu steuern. Das Controlling fußt damit auf einer quantitativen Grundlage. Dieses kann die zahlenmäßige und graphische Auswertung der monatlichen Verbrauchsdaten (gebäudebezogen) sein, um Veränderungen erkennen zu können und um die Nutzer zu informieren und zu motivieren sowie die gezielte Beobachtung der den konkreten Maßnahmen zugeordneten Zähler. Um die Zielsetzung für das Controlling-Konzept zu erreichen (insb. die Wirksamkeitsmessung), sind folgende Strukturen als Rahmenbedingungen zu schaffen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übergabe der operativen Verantwortung an speziell ausgebildetes Fachpersonal (für Klimaschutz) mit zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
*Gründung eines Klimaschutzbeirats mit Kontroll- und Lenkungsfunktion (dieses kann der Umweltaus-schuss übernehmen).&lt;br /&gt;
*Durchführung regelmäßiger Audits zur Überprüfung des Projektfortschritts und Messbarkeit über ein Kennzahlsystem herstellen (als Elemente im Managementkreislauf: plan (Ziele, Verantwortungen, Ressourcen festlegen), do (Durchführung gemäß Planung), check (Zielerreichung prüfen, Fehler erheben), act (Fehler analysieren, Lösungsmöglichkeiten finden und auswählen).&lt;br /&gt;
*Sicherung der Finanzierung (ggf. über einen Klimaschutz-Etat).&lt;br /&gt;
*Etablieren eines Berichtswesens, auch für die Hochschulleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Hochschulen haben aktuell eine Beteiligung an einem normierten Umweltmanagementsystem nach EMAS:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt: Beteiligung an EMASplus.&lt;br /&gt;
Als erste Universität in Deutschland hat die KU das Zertifikat „EMASplus“ erhalten. Grundlage dafür ist die Etablierung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagements, das Ökologie, Soziales und Ökonomie umfasst. Damit verpflichtet sich die Katholische Universität dazu, ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Wirkungen regelmäßig systematisch überprüfen zu lassen und kontinuierlich zu optimieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.ku.de/kommunikation/presse/pi/einzelansicht/article/ku-erhaelt-als-erste-universitaet-in-deutschland-das-zertifikat-emasplus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 79 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule RheinMain: Klimaschutzkonzept Hochschule RheinMain. Abschlussbericht, Juni 2018, S. 67 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-rm.de/fileadmin/Home/Hochschule/Veroeffentlichungen/Klimaschutz/20180815_Abschlussbericht_KlischKo_HSRM_final.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzkonzept der HNE Eberswalde.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/_obj/67605A07-D2ED-4886-8A7C-BEB532B8044E/outline/Klimaschutzkonzept_HNEE.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaschutzkonzept der Universität Kiel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaschutzkonzept&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Klimaschutzbericht der Hochschule Osnabrück.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/wie-die-hochschule-osnabrueck-ihren-co2-fussabdruck-um-fast-70-prozent-verkleinert-hat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Klimaneutralität formulieren=====&lt;br /&gt;
Klimaneutralität beinhaltet, für einen selbstgesteckten Rahmen (z. B. Gebäudebetrieb, Mobilität, Konsum) die klimarelevanten Emissionen zu beziffern, sie zu minimieren oder substituieren und verbleibende Emissionen auch zu kompensieren. Die Zielsetzung, als Hochschule klimaneutral zu werden, wird auf ein Datum bezogen, z.B. auf das Jahr 2035. Die Zeitspanne bis zur Klimaneutralität und die bis dahin noch emittierten Tonnen CO2 müssen aus den Zielsetzungen zur Eingrenzung der Erderwärmung abgeleitet werden. Die Formulierung einer Klimaneutrali-tät ist somit immer Angelegenheit der Hochschule als Ganzes, also der Hochschulleitung. Formulierte Klimaneut-ralität ist auch ein Aspekt von Governance und hochschulöffentlich. Klimaneutralität ist für Hochschulen realisier-bar, dieses hat eine Studie von HIS-HE belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J., Person, R.-D. (2019): Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus. Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung. HIS-HE:Medium, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golüke, H.: Ökostrom beziehen ist gut - reicht aber nicht! In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen, Nr. 1 ,2019, S. 18 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Die Leuphana Universität Lüneburg hat sich 2007 das Ziel der Klimaneutralität gesetzt und dieses im Jahr 2014 erreicht. Dabei konnten 50 Prozent Primärenergie und 30 Prozent Endenergie eingespart werden. Grundlage der Erreichung der Klimaneutralität ist der effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen in allen Teilbereichen der Universität. Die Themenfelder sind Energieeffizienz, Einsatz regenerativer Energien, Förderung einer klimascho-nenden Mobilität und der nachhaltigen Beschaffung, die in vielen Einzelmaßnahmen sukzessive implementiert und optimiert wurden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
www.leuphana.de/klimaneutral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Düsseldorf: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Hochschule Düsseldorf hat am 19.11.2019 Klimaschutz-Leitlinien beschlossen und dabei die CO2-Klimaneutralität bis 2030 als konkretes Klimaschutz-Ziel festgelegt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-duesseldorf.de/personen/salvagno/klimaschutz?showarrows=1&amp;amp;sid=maysmcrsi1wnydumut54ns5v&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement/Nachhaltige-Hochschule/Klimaneutralitt/Klimaneutralitt-K6435.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaneutrale-universitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Trier, Umweltcampus Birkenfeld: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochschule-trier.de/hochschule/hochschulportraet/drei-campus/umwelt-campus-birkenfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pv-magazine.de/2020/06/09/htw-berlin-bekommt-zwei-photovoltaik-anlagen-mit-zusammen-280-kilowatt-leistung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freie Universität Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2019/fup_19_398-klimanotstand/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Energieflüsse abbilden=====&lt;br /&gt;
Um überhaupt den Umgang mit Energie zum Thema zu machen, ist ein Messsystem erforderlich, welches die Verbräuche erfasst und die Energieflüsse durch die Hochschule abbildet (siehe Abbildung 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nachhaltiges Energiemanagement.png|800px|thumb|Abbildung 1: Potentielle Energieeinflüsse durch die Hochschule (Grafik von HIS-HE: CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen)|verweis=Special:FilePath/Nachhaltiges_Energiemanagement.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür ist eine Messarchitektur erforderlich, die die Hochschule angemessen abbildet und eine routinemäßige Auslesung und Auswertung der Daten ermöglicht. Dieses ist erforderlich, um die Effekte von initiierten Maßnah-men zu erkennen und steuern zu können. Im Umkehrschluss bedeutet das, nur das zu messen, was auch für die Steuerung des Energiemanagements relevant ist. Steuerung benötigt ein Controlling-Konzept. Das Controlling-Konzept stellt einen Kreislauf dar, in dem die durch die Klimaschutzaktivitäten (ggf. Klimaschutzkonzept) definier-ten Maßnahmen zur Umsetzung geführt werden. Durch die ständige Evaluierung und zielgerichtete Anpassung der Maßnahmen wird eine erfolgreiche Umsetzung, im Sinne einer Steuerung, sichergestellt. Diese Steuerung bezieht sich auf das regelmäßige Ermitteln, Vereinbaren, Umsetzen, (Erfolgs-)Messen und ggf. Nachjustieren von Maßnahmen. Dieses ist mehr als reiner (quantitativer) Soll-Ist-Vergleich; denn das Vorgehen schließt eine (quali-tative) Bewertung mit ein. Gerade hierfür sind Ressourcen erforderlich, die insbesondere auf der personellen Ebene das entsprechende Fachwissen garantieren und auf der Sachebene für eine adäquate Verwaltung und Ablage der notwendigen Daten sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: 10 Jahre CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1 (2019). Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 9 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ketelhön, U.: Erarbeitung eines Musterkonzeptes sowie standortbezogener Einzelkonzepte für die Helmholtz-Gemeinschaft. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2017, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092077&amp;amp;hash=0086d0e250079e732f6057fdd4cbaa32680b6f8f&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_02-2017_DRUCK.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V.: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 48 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Budgetierungssystem einführen=====&lt;br /&gt;
Budgetierung bedeutet, die Kosten für den Energieverbrauch den Akteuren oder Organisationseinheiten zuord-nen zu können und diese durch spezifische Modelle daran zu beteiligen. Die Motivlagen, Budgetierungssysteme einzuführen und die Bandbreite der Modelle sind vielschichtig. Sie reichen von freiwilligen Systemen, die aus-schließlich mit Bonuszahlungen arbeiten, bis hin zu hochschulweit verbindlich eingeführten Systemen, in denen die Energiekosten aus den dezentralen Budgets zu begleichen sind. Eine Herausforderung stellt oftmals die Bemes-sung der Budgets dar, aus denen die Einheiten ihre Energiekosten begleichen sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V. (2014): Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS-HE: Mitteilungsblatt, Nr. 4, S. 1 f. https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-4.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit Anreizen zu mehr Klimaschutz: Das Prämiensystem zur Energieeinsparung an der Freien Universität Berlin. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wöhning, C.: Projekt „Entwickeln und Setzen von Anreizsystemen“. In: Magazin für Hochschulentwicklung. The-men-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 12&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.: Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 4, 2014, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092324&amp;amp;hash=cc4bf20988a0950ad784ab9f1b6249f584d3e32d&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-1.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Berlin: Prämiensystem.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Freien Universität Berlin hat Anfang 2007 ein so genanntes Prämiensystem eingeführt, um organisatorische und verhaltensbezogene Einsparpotentiale zu realisieren. Über das Prämienmodell erhalten die Fachbereiche direkte finanzielle Anreize.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/handlungsfelder/campus/energie_klimaschutz/praemiensystem/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Freiburg: Dezentrale Monetäre Anreize zur Energieeinsparung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Anreizmodell der Universität Freiburg will Verhaltensänderungen bei den Gebäudenutzern und minimal in-vestive technische Maßnahmen kombinieren. Dabei wird den Einrichtungen anteilig die Kosten, die gegenüber einer Referenz eingespart wurden, gutgeschrieben. Ein Malus-System, dass ggf. Mehrverbrauch sanktioniert, existiert nicht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltige.uni-freiburg.de/klimaschutz/dezmon-2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Energiekostenbudgetierung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/energiesparen/energiekostenbudgetierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goethe-Universität Frankfurt: Energieeinspardialog.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail/hessen-entwickeln-und-setzen-von-anreizsystemen-zur-energieeinsparung-an-hessischen-hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Bauherrenfunktion nutzen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen Hochschulen befinden sich in einem Reformprozess, der sich unter anderem durch einen Paradig-menwechsel im Hochschulmanagement von einer eher detailgesteuerten zu einer verstärkt eigenverantwortlich geführten Hochschule manifestiert. Vor diesem Hintergrund ist einzelnen Hochschulen auch die Bauherrenfunkti-on übertragen worden. In diesem Kontext muss genau geprüft werden, mit welchen Anforderungen diese Aufga-be verbunden und unter welchen Voraussetzungen dieses Modell erfolgsversprechend ist. Die Zuweisung und Übernahme der Bauherrenfunktion hat daher große Bedeutung, weil Neubau oder Sanierung eines Gebäudes einen großen Einfluss auf die CO2-Emissionen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesetzlichen Vorgaben fordern schon eine entsprechende Energieeinsparung bei Neubau und Sanierung. Diese bezieht sich jedoch lediglich auf gebäudeinduzierte Verbräuche. Einen nicht unwesentlichen Anteil macht der nutzerinduzierte Verbrauch aus, der durch die technischen Geräte der Nutzer beeinflusst wird. Im besten Fall kann die Hochschule als Nutzer, Betreiber und Bauherr die Nutzeranforderungen direkt an die von Ihnen beauf-tragten Fachplaner vermitteln und für die energieeffizienteste Lösung des Betriebs sorgen. Im Fall der Bauher-renvertretung durch die Landesbauverwaltung ist eine Einbeziehung der Hochschule als Nutzer und Betreiber sehr wesentlich. Dieses betrifft die Erarbeitung und Übergabe der Nutzeranforderungen an die und auch die Kommunikation mit den Fachplanern. Diese Anforderung bezieht sich auf den gesamten Planungs- und Baupro-zess, um die energieeffizientesten Lösungen für den Betrieb zu finden.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fokus liegt in erster Linie auf Lösungen zur Energieeinsparung mit Hilfe technischer Anlagen und der Verwen-dung von wärmedämmenden Baustoffen. Ein weiterer Aspekt bezüglich des Energieverbrauchs im Bereich Ge-bäudeinfrastruktur von Hochschulen liegt jedoch in der Errichtung von Gebäuden. Ein nicht unwesentlicher Teil der Energie besteht aus „grauer Energie“, die den Energieverbrauch der Gewinnung von Rohstoffen, der Herstel-lung von Baustoffen, deren Transport und Verarbeitung vor Ort betrachtet. Um diesen Energieverbrauch niedrig zu halten, sind mehrere Möglichkeiten gegeben. Eine den Zielen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit verpflich-tete hochschulweite Ermittlung der Flächenbedarfe stellt den Ausgangspunkt dar, gefolgt von Maßnahmen wie z. B. Sanierung vor Neubau, Recyclen und Wiederverwenden von Baustoffen, Verwendung von Baustoffen mit nied-riger Energiebilanz etc. Hier steht die Forschung jedoch noch sehr am Anfang und Datenbanken, die darüber Auskunft geben (z. B. ökobaudat), werden derzeit hauptsächlich von den Herstellern gefüllt. Eine Unabhängigkeit ist dadurch nicht gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Holzkamm, I.; Stibbe, J.; Stratmann, F.; Tegtmeyer, R.: Orientierungshilfe Bauherrenfunktion durch Hochschu-len. Teil 1: Rahmenbedingungen für die Bauherrenfunktion im Hochschulbau HIS-HE: Forum Hochschule, Nr. 4, 2015&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/orientierungshilfe-bauherrenfunktion-durch-hochschulen-teil-1-rahmenbedingungen-fuer-die-bauherrenfunktion-im-hochschulbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stibbe, J.; Stratmann, F.; Söder-Mahlmann, M.: Verteilung der Zuständigkeiten des Liegenschaftsmanagements für die Universitäten in den Ländern. Sachstandsbericht. HIS-HE: Forum Hochschule, Nr. 9, 2012&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/verteilung-der-zustaendigkeiten-des-liegenschaftsmanagements-fuer-die-universitaeten-in-den-laendern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat: ÖKOBAUDAT.&lt;br /&gt;
Mit der Plattform ÖKOBAUDAT stellt das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) allen Akteuren eine vereinheitlichte Datenbasis für die Ökobilanzierung von Bauwerken zur Verfügung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.oekobaudat.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nutzenvorteile einer dezentralen Bauherrenfunktion der Hochschulen für den nachhaltigen Betrieb&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Lebenszyklus-/Nachhaltigkeitsbetrachtungen in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein wesentliches Argument der Hochschulen für eine Übernahme der Bauherrenfunktion ist, die Gesamtzustän-digkeit für Betrieb und Bau in eine Hand zu legen und dadurch die Wirtschaftlichkeit über die Baumaßnahmen hinaus auf den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes in den Fokus zu rücken. Hintergrund dieser Forderung ist unter anderem, dass derzeit bei den Bauinvestitionen die Baufolgekosten nicht hinlänglich berücksichtigt werden und somit die Hochschulen als Verantwortliche für den Gebäudebetrieb die zum Teil sehr hohen Bewirtschaftungs- und Betriebskosten hinnehmen und tragen müssen. Für ein kostenoptimiertes und nachhaltiges Immobilienma-nagement über den gesamten Lebenszyklus ist daher die zusammenhängende Betrachtung von Investitions- und Bewirtschaftungskosten zielführend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Nutzeranforderungen (Forschung &amp;amp; Lehre) in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Während des Projektstarts hat der Nutzer (Hochschule) die Bauherrenfunktion, die er u. a. durch Vorgabe des Projektziels in den Nutzeranforderungen wahrnimmt. Da in vielen Hochschulen bereits hohe Baufachkunde vor-handen ist, können die spezifischen Anforderungen aus Forschung und Lehre aufgrund der vorhandenen Nähe umfassend in die Nutzeranforderungen eingebracht werden. In der Projektabwicklung (Baumaßnahme) hingegen haben i. d. R. die Landesbaubetriebe bzw. -verwaltungen die Bauherrenfunktion, sodass die spezifischen Nutzeranforderungen hier nicht weiterentwickelt, konkretisiert und verbindlich vorgegeben werden können. Der Nutzer hat hier keine Entscheidungsbefugnisse mehr. Bei einer Übernahme der Bauherrenfunktion sehen die Hochschulen daher die Chance, die Nutzeranforderungen im gesamten Planungs- und Bauprozess besser einbeziehen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Gebäudemanagementkompetenzen (Hochschulverwaltung) in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Gebäudemanagement in den Hochschulverwaltungen verfügt über ein langjährig entwickeltes Erfahrungswissen über die bauliche und technische Infrastruktur. Mit einer Übernahme der Bauherrenfunktion erwarten die Hochschulen, dass ihr Erfahrungsschatz direkter in alle Phasen der Entscheidungs- und Planungsprozesse für Baumaßnahmen eingebracht werden kann. Da sowohl Gebäudemanagement als auch Baumanagement dann Teil der Hochschulverwaltung wären, ist die frühzeitige Einbindung des Gebäudemanagements in den Planungspro-zess automatisch gewährleistet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnittstellen/Verfahrensvereinfachung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die derzeitige Wahrnehmung der Aufgaben Planung/Bau sowie Bedarfsplanung/Nutzung/Betrieb in unterschiedlichen Zuständigkeiten bedingt natürliche Schnittstellen. Diese führen nach Abschluss einer Baumaßnahme ggf. zu unerwünschten Problemen in der Nutzung und dem Betrieb. Darüber hinaus können die Schnittstellen Verzögerungen im Planungs- und Bauverfahren hervorrufen, z. B. durch unterschiedliche Verfahrensweisen, unterschiedliche Prioritätensetzung, Missverständnisse etc. Mit der Zusammenführung der Aufgaben in eine Zuständigkeit versprechen sich die Hochschulen eine Verringerung der Schnittstellen und damit eine Verfahrensbeschleuni-gung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Komplette Bauherrenfunktion unabhängig vom Bauvolumen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hochschulen nehmen bei Bauunterhaltungsmaßnahmen und kleinen Neu-, Um- und Erweiterungsmaßnahmen (KNUE, bis ca. 1 Mio. €, kann in einzelnen Ländern höher sein) die Bauherrenfunktion bereits in einem Großteil der Länder wahr. Bei großen Neu-, Um- und Erweiterungsmaßnahmen (GNUE, ab ca. 1 Mio. €, kann in einzelnen Ländern höher sein) besitzen die Landesbaubetriebe bzw. -verwaltungen i. d. R. die Bauherrenfunktion. Die Bauverantwortung im Hochschulbau ist daher je nach Größe der Baumaßnahme in unterschiedliche Zuständigkeiten aufgeteilt. Eine Zusammenlegung der Bauverantwortung an einer Stelle würde einen umfassenderen Blick auf alle Baumaßnahmen pro Hochschule ermöglichen und nicht nur bis oder ab einer gewissen Wertgrenze. Hierdurch wäre ein übergreifendes Steuern aller Baumaßnahmen pro Hochschule besser möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Finanzierungsrahmen und -bedingungen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einige Hochschulen streben die Übernahme der kompletten Bauverantwortung für den Hochschulbau und das eigenverantwortliche Steuern der Baumaßnahme, über die Wertgrenzen hinaus, an. Zusätzlich besteht der Wunsch nach einem verbindlichen, langfristigen Finanzrahmen in der Landeshaushaltsplanung und optional ein frei zur Verfügung stehendes Baubudget. Dadurch würde sich weniger der Maßnahmenprozess durch die Mittel-freigabe des Parlaments verzögern und wäre, was den zeitlichen Ablauf betrifft, einschätzbarer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übergabe und Nutzung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch eine Zusammenlegung der Betreiber- und Bauherrenfunktion wird die frühzeitige Beteiligung des Gebäudemanagements am Bauplanungsprozess gefördert und die Übergabe des fertiggestellten Gebäudes an den Nutzer erleichtert. Zudem wird das Interesse des Bauherrn erhöht, zwingend erforderliche Revisionsunterlagen mit größerem Druck von Bauauftragnehmern einzufordern und nachdrückliche Mängel zu beseitigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landesbaustandards/Wirtschaftlichkeit:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die von den Landesbaubetrieben bzw. -verwaltungen angewandten Landesbaustandards sind für den Hochschul-bau (meist Sonderbauten) nicht immer zielführend, da sie i. d. R. lediglich einen zur Erfüllung der Bauaufgabe „ausreichenden“ Kostenaufwand berücksichtigen. Um hier nicht im internationalen Wettbewerb abgehängt zu werden, müssen bereits die Gebäude spezifische, wissenschaftsbezogene Anforderungen erfüllen und dürfen nicht auf ein ausreichendes „Standardprogramm“ reduziert werden. Eine Übernahme der Bauherrenfunktion würde diesen Blickwinkel stärker in den Fokus rücken und ihm mehr Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baufachliche Qualität/Bauerfahrung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Hochschulerfahrung mit kleineren Baumaßnahmen und teilweise großen drittmittel-finanzierten Maßnahmen liegen weitreichende Erkenntnisse für Hochschulbaumaßnahmen vor. Diese können bei einer Übernahme der Bauherrenfunktion durch Hochschulen unmittelbar eingebracht werden und somit eine Verbesserung der baufachlichen Qualität ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Management der Flächen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein strategisches Flächenmanagement reduziert den Energieeinsatz pro Nutzer, indem es die Auslastung der Flächen innerhalb der Woche erhöht oder die Inanspruchnahme der Fläche pro Nutzer verringert. Das Flächenmanagement an Hochschulen verfolgt jenseits der globalen Zielsetzung einer sparsamen Flächeninanspruchnahme oftmals drei konkrete Zielsetzungen. Zum einen geht es darum, die von der Hochschulleitung oder beauftragter Bauabteilungen angesteuerten Organisationseinheiten, also z.B. Lehrstühle, Institute oder Fachbereiche genau mit denjenigen Flächen auszustatten, die sie benötigen. Die Definition des Flächenbedarfs orientiert sich zwar an landesseitigen Standards und fachspezifischen Anforderungen. Gleichwohl eröffnen sich Spielräume für hochschuleigene, strategische Flächenmanagementvorgaben, die z.B. die Zielsetzung der Klimaneutralität aufgreifen. Konkret bedeutet dies, dass beispielsweise in Berufungszusagen alte „Erbhöfe“ nachjustiert werden. Oder es geht um die Sicherstellung der Flexibilität von Forschungsflächen. Den dritten bedeutenden Bereich macht die klassische Lehrraumbelegung aus. Hier geht es um die gleichmäßigere und letztendlich höhere Auslastung der Räume innerhalb der gesamten Woche und um das genauere Übereinstimmen (‚matchen‘) der Gruppen- und Raumgrößen (FN: Ruiz, Marcelo (2015): Welche Bedeutung haben Flächen in der Hochschulsteuerung auf Landes- und Hochschulebene? In: Magazin für Hochschulentwicklung (2), S. 12–13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht immer sind dazu hochentwickelte CAFM-Systeme erforderlich. In den zentralen Hochschulverwaltungen ist eine systematische und idealerweise an Landesstandards angepasste Bedarfsplanung erforderlich. Lehrraumma-nagementsysteme sind heutzutage selbstverständlich edv-basiert. Zentral organisierte Lehrraumbelegungssys-teme schneiden hinsichtlich ihrer Flächeneffizienz besser ab als dezentrale oder gemischte Systeme (FN: Fenner, Henrich (2014): Hörsäle und Seminarräume: Bestände besser nutzen. Auslastungsuntersuchungen an Hochschu-len als Basis eines effektiven Lehrraummanagements. In: Wissenschaftsmanagement - Zeitschrift für Innovation (2), S. 54–57).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good Practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Stuttgart:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-stuttgart.de/universitaet/organisation/verwaltung/dez6-flaechenbaumanagement/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Heidelberg:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-heidelberg.de/einrichtungen/verwaltung/bau/flaechenmanagement.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Konstanz:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-konstanz.de/facility-management/gebaeudeservices/raumverwaltung-gaestehaeuser-schluesselverwaltung-veranstaltungsplanung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Finanzierungen prüfen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz und zum Klimaschutz ist grundsätzlich über Förderpro-gramme möglich. Diese existieren z. B. auf Landes- und Bundesebene. Hierbei ist häufig auch ein Eigenbeitrag der Hochschulen zu leisten. Darüber hinaus sind Modelle des Contracting und Intracting möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessischen Landesregierung. HIS-HE: Forum, Nr. 3, 2020, S. 25, S. 32&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bauerfeind-Roßmann, I.: Hochschulen in Hessen leisten ihren Beitrag zur Klimaneutralität des Landes. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 7 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Binnewies, K.: Die novellierte Kommunalrichtlinie der nationalen Klimaschutzinitiative. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knissel, J.: Universität Kassel beschreitet mit dem Intracting-Modell neue Wege bei der Finanzierung von Energiespar-Maßnahmen. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 20 - 21&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good Practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Kassel: Intracting Forschungsprojekt.&lt;br /&gt;
Das Intracting-Prinzip will durch Energiesparmaßnahmen eingesparte Energiekosten einer extra geschaffenen „Intracting-Kostenstelle“ gutschreiben und wieder in neue Energiesparmaßnahmen investieren. Im Hochschulbereich findet dieses Verfahren bisher kaum Anwendung. Das Forschungsprojekt IntrHo will die Realisierungsmöglichkeiten für Intracting an Hochschulen untersuchen. Zielsetzung ist, ein anwendungsorientiertes, übertragbares Finanzierungskonzept für Energiesparmaßnahmen an Hochschulen zu entwickeln und zu erproben. Es gehe darum, das jeweilige hochschulinterne Energiemanagement in die Lage zu versetzen, kontinuierlich die Effizienz seiner Hochschulgebäude zu steigern und vorhandene Energieeinsparpotenziale zu erschließen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-kassel.de/uni/universitaet/profil/profil-umwelt-und-nachhaltigkeit/umwelt-und-nachhaltigkeit/betrieb/intracting/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HAW Hamburg: Einspar-Contracting.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwei Standorte der HAW wiesen verschiedene, veraltete Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik auf, eine ineffiziente Belüftung und Beleuchtung führten zu hohen Instandhaltungs- und Energiekosten. Die Hochschule entschied sich deshalb, die Energieeffizienz ihrer Gebäude zu erhöhen und die Energiekosten von bis zu 27 Prozent mit dem Energiespar-Contracting von Siemens ab 2014 zu reduzieren. Dabei wurden Lüftungs- und Klimaanlagen einschließlich der Luftverteilung ausgetauscht, raumlufttechnische Anlagen und die Heizungsanlagenhydraulik optimiert und das bestehende Gebäudeautomationssystem optimiert. Um die garantierte Einsparung sicherzustellen und künftig weiter zu optimieren, übernimmt Siemens das Energie-Monitoring und -Controlling der umgebauten Anlagen. Das dafür integrierte Messkonzept erfasst kontinuierlich und automatisiert den Verbrauch von Strom, Wärme, Kälte, Wasser, von Volumenströmen in Heizungs-, Lüftungs-, Klima- und Kälteanlagen sowie deren Regelungszonen. Damit werden 27 % der jährlichen Energiekosten gespart.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.energiecontracting.de/4-projekte/projektansicht.php?pid=6083&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Energiespar-Contracting.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://energie.blog/erfolgreiches-energiespar-contracting-an-der-uni-bremen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Operativ====&lt;br /&gt;
Die Sortierung der einzelnen konkreten operativen Maßnahmen kann aus systematischen Aspekten in folgende Kategorien erfolgen (siehe Abb. 2):&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
*technische Maßnahmen&lt;br /&gt;
*organisatorische Maßnahmen &lt;br /&gt;
*verhaltensbedingte Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Maßnahmen zum Klimaschutz in Hochschulen.png|850px|thumb|2020 – Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus, Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung)|verweis=Special:FilePath/Maßnahmen_zum_Klimaschutz_in_Hochschulen.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den &#039;&#039;&#039;technischen Maßnahme&#039;&#039;&#039;n zählen in erster Linie alle Aktivitäten, die am Gebäudebestand oder den Anlagen ansetzen und in der Regel investiv sind. Klassische Beispiele sind die Wärmedämmung der Gebäudehülle, die Sanierung der Heizungsanlage oder der Lüftungsanlage sowie die Umgestaltung der Beleuchtung. Für den Nachweis der Effekte dieser Maßnahmen ist eine Messarchitektur erforderlich, die valide Daten liefert. Nachgewiesene Einsparungen müssen sich allerdings immer an den Investitionen und den Amortisationszeiten messen lassen. Darüber hinaus haben sehr massive Eingriffe in die ursprüngliche Physik eines Gebäudes oft neue Nebenwirkungen, die nachteilig sein können. &#039;&#039;(Beispiele für technische Maßnahmen siehe unten)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Maßnahmen&#039;&#039;&#039; sind insbesondere alle Aktivitäten, die am Betrieb der Gebäude oder den Anlagen ansetzen und in der Regel nicht investiv sind. Klassische Beispiele sind die temporäre Schließung von Gebäuden, das Herunterfahren von Heizungs- und Lüftungsleistung. Angestrebte Maßnahmen müssen sich allerdings oft am Widerstand der Nutzer messen lassen, wenn eine Diskussion über Erwartungen und Komfort geführt wird. &#039;&#039;(Beispiele für organisatorische Maßnahmen siehe unten)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den &#039;&#039;&#039;verhaltensbedingten Maßnahmen&#039;&#039;&#039; zählen in erster Linie Aktivitäten, die am konkreten (aktiven) Verhalten der Akteure in der Universität ansetzen; diese Maßnahmen sind, entgegen häufiger Meinung auch investiv, denn eine verstetigte Verhaltensveränderung einzelner Akteure bedarf einer kontinuierlichen Information und Motivation. Und auch bei diesen Maßnahmen sollte daher die kritische Prüfung von Aufwand und Ertrag erfolgen. Typische Beispiele sind das Ausschalten des Stand-by-Betriebes oder das richtige Lüften sowie Regulieren der Raumtemperatur. Für den Nachweis der Effekte verhaltensbedingter Maßnahmen im Hochschulbereich existieren Ergebnisse aus zwei Forschungsvorhaben. &#039;&#039;(Beispiele für verhaltensbedingte Maßnahmen siehe unten)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die technische Ausstattung neuer Hochschulgebäude, so die aktuellen Beobachtungen, bedingt, dass die Nutzer nur noch sehr eingeschränkt durch aktives Handeln zur Energieeinsparung beitragen können. Wenn also über Budgetierungsverfahren die Energieeinsparung durch Nutzer belohnt werden soll, bedarf es neuer Formen. Aus diesem Grund erprobt HIS-HE aktuell ein Dialogverfahren in Hochschulen, bei dem die Nutzer dem Energiemanagement und den Serviceeinheiten für die Bereitstellung ihre konkreten Ansprüche für den Betrieb der Gebäude und Räume darstellen. Aus diesem Dialog ergeben sich neue Einsparungspotentiale.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Technik=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wöhning, C.: Projekt &amp;quot;Erkennen und Verringern der Grundlast&amp;quot;. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 13&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
EnEff Campus: blueMAP TU Braunschweig: Für den Campus der Technischen Universität Braunschweig wird ein Integraler Energetischer Masterplan entwickelt. Dabei werden auf Basis einer Bestandsaufnahme Methoden und Werkzeuge zur mittelfristigen Reduzierung des Primärenergieverbrauchs um 40 % und zur langfristigen Versorgung des Campus mit ausschließlich regenerativen Energien erarbeitet (2015).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/igs/forschung/eneffcampus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Lüftung und Klimatisierung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Optimierte Lüftungsschaltung&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://magazin.tu-braunschweig.de/m-post/dank-optimierter-lueftungsschaltung-auf-dem-siegertreppchen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Wärmeversorgung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Berlin: Neue Methode auf dem Campus von TU Berlin und Universität der Künste, um das Wärmewendeziel der Bundesregierung zu erreichen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pressestelle.tu-ber-lin.de/menue/tub_medien/publikationen/medieninformationen/2019/juni_2019/medieninformation_nr_1052019/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Beleuchtung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Umstellung auf LED im Foyer (Audimax).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/energieberatung/led-beleuchtung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Greifswald: Umstellung auf LED in der Universitätsbibliothek.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.gebaeudedigital.de/schwerpunkt/licht-und-schatten/umstellung-auf-led-in-der-universitaetsbibliothek/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Eigenerzeugung Energie&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hochschule Reutlingen: Neue Solaranlage auf dem Dach der Hochschule.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.reutlingen-university.de/news/aktuelles/detail/article/staatssekretaerin-weiht-solaranlage-auf-dem-dach-der-hochschule-ein/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kassel: Universität produziert Solarstrom für den eigenen Verbrauch.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/3-aktuelles/nachrichten/39-umfrage-ap-betrieb.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Für die Stärkung der Versorgung des Gebäudebestands mit regenerativen Energien, installiert die TU Braunschweig neun Photovoltaik-Anlagen auf geeigneten Dächern.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/gb3/energiemanagement/test-neu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Oldenburg: Photovoltaik&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://uol.de/dezernat4/technisches-gebaeudemanagement/pv-anlagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jade Hochschule: Förderbescheid für den Bau einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Haupthauses.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
http://www.wzonline.de/nachrichten/newsdetails-top-thema/artikel/energie-vom-dach-der-jade-hochschule.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Green IT&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Bremen: GreenIT Housing-Center wird durch die Universität betrieben. Die Installation, Administration und der Betrieb der Server bleibt in der Eigenverantwortung der dezentralen Administratoren, die durch ein elektronisches Zugangskontrollsystem jederzeit Zugang zum Gebäude und zu den Ihnen zugeordneten Serverracks bekommen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bremen.de/zfn/weitere-it-dienste/serverhousing-webhosting/green-it-housing-center&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Stuttgart: Auf dem Weg zu nachhaltigen Rechenzentren – Konsortium unter Führung der Universität Stuttgart stellt Handlungsempfehlungen zur Senkung des Energie- und Rohstoffverbrauchs vor.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-stuttgart.de/universitaet/aktuelles/presseinfo/Auf-dem-Weg-zu-nachhaltigen-Rechenzentren/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Organisation=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Temporäre Schließungen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Wärmeabsenkung zwischen Weihnachten und Neujahr.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.leuphana.de/universitaet/organisation/universitaetsverwaltung/gebaeudemanagement/lebenswelt-universitaet/klimaneutrale-universitaet/energieeffizienz.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Bauen und Betreiben&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen: Leitfaden zum Technischen Monitoring von öffentlichen Gebäuden zur Betriebsoptimierung und Effizienzsteigerung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/nachhaltiges_bauen/download/technisches_monitoring/Leitfaden_zum_technischen_Monitoring-2018.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Universität Braunschweig: Anforderungen und Möglichkeiten des technischen Monitorings zur Unterstützung des Planungs- und Inbetriebnahmeprozesses.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Veranstaltungen_Vortraege/2019/Forum_Gebaeudemanagement_2019/6_Plesser_Braunschweig.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Energiemanagement&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung: Energieportal – Hochschulseiten.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/leistungen/energie-und-umwelt/energieeffizienz/energieportal-fuer-hochschulen/energiemanagement-an-hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung: Nachhaltigkeitsportal – Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/klimaneutralitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Göttingen: Das Gebäudemanagement setzt ein 11-Punkte-Programm um, mit dem dem steigenden Energieverbrauch und den Energiekosten begegnet werden soll.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-goettingen.de/de/33522.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Unterstützung einführen (CAFM / EMAS / ISO / Benchmarking)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Goethe-Universität Frankfurt: Energiemanagement nach DIN ISO 50001.&lt;br /&gt;
Das Energiemanagement der Goethe-Universität Frankfurt ist als erstes einer deutschen Universität nach DIN ISO 50001 zertifiziert worden. Zusätzlich wurden Leitlinien für Energiemanagement und Umweltschutz festgelegt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://aktuelles.uni-frankfurt.de/aktuelles/beitrag-der-goethe-universitaet-zur-klimawoche/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benchmarking: CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen.&lt;br /&gt;
HIS-HE erstellt seit 2009 (Bilanzierungsjahr 2008) eine jährliche Bilanz für alle hessischen Hochschulen und dokumentiert diese in einem Bericht. Dieses erfolgt in enger Kooperation mit dem Fachpersonal für Energiemanagement.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail/hessen-co%E2%82%82-bilanz-an-hessischen-hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Verwaltung und Wissenschaft kooperieren&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Darmstadt: EnEff:Stadt Campus Lichtwiese zur energieeffizienten Weiterentwicklung des Campus Lichtwiese durch intelligente Systemvernetzung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.intern.tu-darm-stadt.de/dez_v/versorgung_technik/energiemanagement_1/eneff_stadt_campus_lichtwiese/eneff_stadt_campus_lichtwiese.de.jsp&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.: Nachhaltigkeitsberichterstattung an hessischen Hochschulen. HIS-HE: Medium, Nr. 1 (2019), S. 14&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1597404286&amp;amp;hash=8743ecfcda18a6042469a76bfb2bf277af400afc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Medium/Medium_201901_Nachhaltigkeit.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Verhalten=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Matthies, E.; Wagner, H.-J.: (Hrsg.): Change – Veränderung nachhaltigkeitsrelevanter Routinen in Organisationen. LIT Verlag, Berlin, 2011. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;lr=&amp;amp;id=umQwyFkIp68C&amp;amp;oi=fnd&amp;amp;pg=PA1&amp;amp;dq=verbundprojekt+change+hochschule+verhaltens%C3%A4nderung+energieeinsparung&amp;amp;ots=Ux-yoJY8dk&amp;amp;sig=gnrfO3s0u5L82gNoYtIOORRlPuw#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Klimaschutz und Energieeffizienz. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Nr. 1, 2017, S. 12 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2017&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Ergebnisse aus Forschungsprojekten zum Nutzerverhalten&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Echo: Energieeffizienz und CO2-Einsparungen an Hochschulen erreichen und gestalten ist möglich – Leitfaden zur Umsetzung einer Energiesparkampagne &lt;br /&gt;
https://www.echo-energie.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
change: Veränderung nachhaltigkeitsrelevanter Routinen in Organisationen (change).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
http://www.change-energie.de/&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Good practice – Anreizsysteme und Dialog der Serviceeinheiten&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung: Entwickeln und setzen von Anreizsystemen zur Energieeinsparung an hessischen Hochschulen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail?tx_hishe_hishefe%5Bproject%5D=365&amp;amp;cHash=ef6015979a48ae75ed785cee3c022b8b&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Reine Informationsmaßnahmen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzwoche.&lt;br /&gt;
Bei der Klimaschutzwoche im Jahr 2018 der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde wurden Gäste mit Vorträgen, Diskussionen und Do It Your Self Aktionen über den Klimawandel informiert. Durch initiative Beteiligte konnte ein breitgefächertes und spannendes Programm aufgestellt werden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/Klimaschutzwoche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Film zum Klimaschutz.&lt;br /&gt;
Die Hochschule Osnabrück hat einen Film über den Klimaschutz an der eigenen Hochschule veröffentlicht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/wir/wir-stellen-uns-vor/wir-in-der-gesellschaft/themen/klimaschutz/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bayreuth: Klimaschutzwoche.&lt;br /&gt;
Die Klimaschutzwoche der Fairtrade-Universität Bayreuth wurde vom Studierendenparlament mit Hilfe der Plattform Green Campus organisiert. Diverse Themen rund um den Klimaschutz wurden von Initiativen in unterschiedlichen Formaten vorgestellt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nordbayerischer-kurier.de/inhalt.uni-klimawoche-weil-s-alle-angeht.e0a724b8-d1a7-42bc-8262-43e528b948b1.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Energiespartipps.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.leuphana.de/universitaet/entwicklung/nachhaltigkeit/klimaneutrale-universitaet/energiesparen.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Hochschule Mittelhessen: Der „Energietag“.&lt;br /&gt;
2018 veranstaltete die Technische Hochschule Mittelhessen einen Energietag, an dem praxisnah die Themen Energienutzung und CO2-Einsparung behandelt wurden. Konkret ging es um zukunftsweisende Elektromobilität und die Energieeinsparung bei der Gebäudenutzung. Firmen, Zentren, Fachbereiche und Arbeitsgruppen stellten dabei ihre Projekte und Entwicklungen vor.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.thm.de/site/hochschule/aktuelles/aus-lehre-und-forschung/viel-energie.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Mobilität&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zink, A.: Mobilität und Mobilitätsmanagement in Hochschulen. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2019, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091865&amp;amp;hash=416d648c63e5bebcd68028f68fcce3e593100074&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2019-2.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Leuphana-Campus wird verkehrsberuhigt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.leuphana.de/news/pressemitteilungen/pressemitteilungen-ansicht/datum/2019/09/27/leuphana-campus-wird-verkehrsberuhigt.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Carsharing Projekt mit den Kreiswerken.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Aktuelles/Presseportal/Pressemitteilungen/Verkehrswende-an-der-Hochschule-fr-nachhaltige-Entwicklung-Eberswalde-E10487.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachhochschule Bielefeld: Eine Art „Mehrfachsteckdose“ für das Laden von Elektrofahrzeugen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fh-bielefeld.de/ium/fit2load&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Präsidiumsbeschluss verpflichtet alle Angehörigen der Hochschule Strecken unter 1.000 Kilometer mit Bus oder Bahn anstelle des Flugzeugs zurückzulegen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Aktuelles/Presseportal/Pressemitteilungen/Es-geht-auch-ohne-E10372.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Justus Liebig Universität Gießen: Beschaffung von E-Bikes für Beschäftigte vom Land gefördert.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-giessen.de/ueber-uns/pressestelle/pm/pm172-19&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Bremen: Fahrradmodellquartier wird mit Eröffnung des Repair-Cafés an der Hochschule fertiggestellt.&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
https://weserreport.de/2019/07/bremen/sued/mehr-als-eine-werkstatt/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Heilbronn: Mobilitätsprojekt PendlerRatD will Berufspendler zum Umstieg vom Auto aufs Rad bewegen. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://radmarkt.de/nachrichten/fahrradde-unterstutzt-mobilitats-initiative-pendlerratd&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Testphase für ein neues Pedelec-Verleihsystem für Mitarbeitende der Stadtwerke und der Hochschule.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/stadtwerke-testen-stationsflexibles-pedelec-verleihsystem-erste-phase-in-kooperation-mit-der-hochs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE (DKE): Ladeinfrastruktur Elektromobilität - Der technische Leitfaden für Installation und Betrieb in der Praxis.&lt;br /&gt;
Was ist bei der Planung, Errichtung und dem Betrieb einer Ladeinfrastruktur zu beachten und welche Normen und Vorschriften sind hierbei von Bedeutung? Antworten darauf gibt die dritte Version des technischen Leitfadens für die Ladeinfrastruktur der Elektromobilität – ein Projekt von DKE, BDEW, ZVEH, ZVEI und VDE|FNN. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.dke.de/de/arbeitsfelder/mobility/technischer-leitfaden-ladeinfrastruktur-elektromobilitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Furtwangen: Modellprojekt zur Sicherung der Erreichbarkeit ländlicher Hochschulen mit Hilfe nachhaltiger Mobilitätslösungen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/abschlussveranstaltung-zu-mobilitaetsprojekt-an-hochschule-furtwangen-1/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Elektromobilität auf dem Campus.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/news-einzelansicht/news/detail/News/elektromobilitaet-auf-dem-campus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität des Saarlandes: AStA der Saar-Universität eröffnet Fahrradverleih.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-saarland.de/universitaet/aktuell/artikel/nr/20845.html&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=6200</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Energiemanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=6200"/>
		<updated>2020-12-16T09:05:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: /* 1. Betroffener Personenkreis */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Nachhaltiges Energiemanagement, nachhaltiger Umgang mit Energie ==&lt;br /&gt;
===Betroffener Personenkreis===&lt;br /&gt;
Der Beitrag richtet sich an das Fachpersonal im technischen Gebäudemanagement, welches auf der operativen Ebene mit der Bereitstellung von Energie sowie dem Management der Energienutzung betraut ist. Darüber hin-aus werden strukturelle Hinweise gegeben, die für das Leitungspersonal relevant sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2. Relevanz===&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Gebäudemanagements besteht darin, optimale Bedingungen für die Kernaufgaben der Hoch-schulen zu schaffen. Hierzu zählt auch das Bereitstellen von und der Umgang mit Energie. Vor diesem Hintergrund bewegt sich dieses Handlungsfeld immer in einem besonderen Spannungsfeld, wenn auch ein effizienter, mög-lichst sparsamer Einsatz von Energie erfolgen soll, um CO2 und Kosten einzusparen. Potentielle Zielkonflikte zwi-schen dem Anspruch, bestmögliche Voraussetzungen für Forschung und Lehre zu schaffen und gleichzeitig Ener-gie effizient einzusetzen, sind der Organisation Hochschule immanent.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind gesetzliche Vorgaben (siehe unten) und Kostenaspekte (insb. steigende Energiekosten) Rah-menbedingungen, die dem Thema Energieeinsatz eine Relevanz geben. Die zentrale Facette scheint allerdings der stetig zunehmende öffentliche, gesellschaftliche Druck zum aktiven Klimaschutz zu sein, der insbesondere von Hochschulen und den Mitgliedern ausgeht und sehr stark von den wissenschaftlichen Erkenntnissen und konkre-ten Zielvorgaben gestützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3. Gesetzliche Grundlagen===&lt;br /&gt;
Gesetzliche Vorgaben existieren, um Gebäude nach hohem Energieeffizienzstandard zu errichten bzw. zu sanieren und den energieeffizienten Betrieb bereits in der Phase des Planens zu berücksichtigen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesetzliche Rahmen für bauliche Maßnahmen wurde bisher durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmG) verbindlich festgelegt. Mit dem geplanten Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) &amp;lt;ref&amp;gt;Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz - GEG), Entwurfsstand: 03.07.2020 (nach Zustimmung im Bundesrat).&amp;lt;/ref&amp;gt; ab November 2020 werden die bisherigen Regelungen aus EnEG, EnEV und EEWärmeG in einem Gesetz zusammengefasst. Grundlage der bisherigen nationalen Regelungen sind die Richtlinien der EU, insbesondere als Basis für die o. g. gesetzlichen Regelungen die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen ergeben sich Anforderungen aus den gesetzlichen Regelungen im Rahmen von EnEG, EnEV, EEWärmeG bzw. zukünftig GEG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sanierungs- und Neubaumaßnahmen: Baubezogene Regelungen, Energieausweise für Gebäude, Standards für „Niedrigstenergie-Gebäude“&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
* Betrieb von Gebäuden und technischen Anlagen: Energetische Inspektion (Klimaanlagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der GEG-Einführung sind zunächst keine Verschärfungen der bisherigen Regelungen der EnEV vorgesehen. Eine Überprüfung dieser Standards ist erst für das Jahr 2023 vorgesehen. Neu sind dagegen eine Innovationsklausel und der so genannte Quartiersansatz. Zunächst befristet bis Ende 2023 sind damit Möglichkeiten zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen anstelle des Primärenergieeinsatzes sowie eine gemeinsame Berücksichtigung von Gebäuden an einem zusammenhängenden Standort möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Regelungen aus den EU-Richtlinien werden erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt. Das „Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität“ (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) – kurz: GEIG – gehört dazu und bezieht die in 2018 aktualisierten Regelungen der EU-Gebäuderichtlinie von 2010 ein.  Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat dazu den Gesetzentwurf ausgearbeitet, der für Baumaßnahmen (Neubau und umfassende Sanierungen) ab dem 11. März 2021 relevant werden soll. Bei Nicht-Wohngebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen muss demnach mindestens jeder fünfte Stellplatz entsprechend ausgerüstet und mindestens ein Ladepunkt errichtet werden. Ab 2025 muss jedes (bestehende) nicht zum Wohnen genutzte Gebäude mit mehr als zwanzig Stellplätzen mit mindestens einem Ladepunkt ausgestattet werden &amp;lt;ref&amp;gt;Entwurf eines Gesetzes zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz – GEIG), Stand: 04.03.2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind weitere gesetzliche Regelungen, die im Zusammenhang mit dem Bezug und der Nutzung von Energie stehen für die Hochschulen von Bedeutung. Beispielhaft genannt werden hier &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Service/Gesetzeskarte/gesetzeskarte.html&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das insbesondere die Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien festlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), das die Förderungen für hocheffizienter KWK-Anlagen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das die Rahmenbedingungen für eine „sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Gas“ festlegt und insbesondere für Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze im Rahmen der Versorgung Dritter von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stromsteuergesetz (StromStG), das die Besteuerung von Strom sowie auch die Ermäßigung oder die Befreiung von der Steuer unter bestimmten Voraussetzungen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Treibhausgas-Emissionshandels-Gesetz (TEHG), auf dessen Grundlage der Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen in einem EU-weiten Emissionshandelssystem basiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) zur Regelung der Voraussetzungen für die Einführung und den Betrieb eines Anlagenregisters für Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Grubengas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der übergeordneten Ebene der EU ist weiterhin der „Klima- und energiepolitische Rahmen“ mit den  EU-weiten Zielvorgaben und politischen Zielen für den Zeitraum 2021 bis 2030 zu benennen, an dem sich die nationale Gesetzgebung orientieren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen von Bedeutung dürfte die Herausstellung der „Vorbildfunktion der öffentlichen Hand“ wie aktuell in § 4 des GEG bzw. § 1a EEWärmeG und EnEG § 2a (Niedrigstenergiegebäude) sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: Noch Kundenanlage oder schon Netz? BGH-Urteil liefert konkrete Hinweise, aber keine allgemeingültige Lösung. In: HIS:Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2020, S.3&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091621&amp;amp;hash=ad71f51ce9852bb0df44a036090d20859fd000cc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2020-02_Energierecht.pdf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===4. Ziele===&lt;br /&gt;
Für einen nachhaltigen Umgang mit Energie können sich Hochschulen, insbesondere wenn die CO2-Emissionen ein zentraler Indikator sein sollen, bei der Zielsetzung an drei wesentlichen Handlungsfeldern orientieren; diese lauten: Minimieren, substituieren und kompensieren von CO2-Emissionen. Wesentlich dabei ist die Prämisse: Minimierung vor Substitution vor Kompensation.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Minimierung&#039;&#039;&#039; bedeutet, tatsächlich weniger Energie zu verbrauchen, also den Energieverbrauch reduzieren und bei gleichem Energieträger eine Verringerung der CO2-Emissionen erzielen (z. B. technische oder organisatori-sche Maßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Substitution&#039;&#039;&#039; bedeutet, emissionsarme Energieträger einzusetzen. Bei gleichem Energieverbrauch werden damit Energieträger genutzt, die weniger CO2-Emissionen verursachen (z. B. Kauf von Ökostrom).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompensation&#039;&#039;&#039; bedeutet, für selber verursachte CO2-Emissionen an anderer Stelle eine CO2-Senke zu schaffen (z. B. Kauf von Zertifikaten, Organisation eigener Projekte). Gesetzlich sanktionierte Beispiele hierfür finden sich im Immissionsschutzrecht (z. B. §§ 17 ff. BImSchG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===5. Hemmnisse und Treiber===&lt;br /&gt;
Ein nachhaltiges Energiemanagement ist eingebettet in die Organisation (Strukturen) und den praktischen Betrieb (operative Handlungsmöglichkeiten) der Hochschule. Auf diesen beiden Ebenen können strukturell folgende Hemmnisse und Treiber für die Umsetzung eines nachhaltigen Umgangs mit Energie identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hemmnisse&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ressourcenmangel&lt;br /&gt;
*fehlende personelle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende Sichtweise auf langfristigere Effekte und die Externalisierung der Kosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsprozess&lt;br /&gt;
*limitierte Zeit für Planungsaufgaben sowie Fehler während der Bauplanung&lt;br /&gt;
*mangelnde Kommunikation zwischen Nutzern, Planern, Betreibern und Bauherren&lt;br /&gt;
*unkoordinierte Inbetriebnahme von neu erstellten Gebäuden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgaben&lt;br /&gt;
*keine Verankerung im Leitbild der Hochschule&lt;br /&gt;
*kein Klimaschutzkonzept mit definierten, priorisierten Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäudebestand&lt;br /&gt;
*unzureichende Messarchitektur&lt;br /&gt;
*hoher Technisierungsgrad bei Neubauten&lt;br /&gt;
*kein strukturiertes Flächenmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschullogik&lt;br /&gt;
*starke Egoismen der Fachbereiche&lt;br /&gt;
*schwere Einflussnahme auf Verhalten von Mitarbeitenden und Studierenden&lt;br /&gt;
*häufig wechselnde Akteure in der Mitgliedschaft der Hochschule&lt;br /&gt;
*fehlende Absprachen der beteiligten Serviceeinheiten der Hochschulen&lt;br /&gt;
*unklare Grenzen zwischen Komfort und Freiheit von Forschung und Lehre&lt;br /&gt;
*Spannungsfeld zwischen dem Ziel Energieeinsparung und energieintensiver Forschung mit Großgeräten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Treiber (nicht zu verwechseln mit Maßnahmen)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesetze, Normen, Zertifikate&lt;br /&gt;
*konkrete gesetzliche Vorgaben (insbesondere EnEV bzw. das künftige GEG, EEG, KWKG)&lt;br /&gt;
*AMEV Technisches Monitoring 2017&lt;br /&gt;
*Betrachtung der Lebenszykluskosten von Gebäuden (BNB Zertifikate)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenz&lt;br /&gt;
*Vernetzung und Kompetenzerweiterung des Fachpersonals&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fördermittel&lt;br /&gt;
*Bereitstellung von Fördermitteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Fortschritte&lt;br /&gt;
*Digitalisierung im Gebäudemanagement&lt;br /&gt;
*Einsatz erneuerbarer Energien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerer Druck&lt;br /&gt;
*öffentliche Diskussion zum Klimaschutz&lt;br /&gt;
*Thematisierung in den Zielvereinbarungen und Hochschulentwicklungsplänen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===6. Maßnahmen zur Implementierung===&lt;br /&gt;
Für eine Implementierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz kann strukturell zwischen strategischen und operativen unterschieden werden. Hierbei sind die strategischen dadurch charakterisiert, dass sie „gute Rahmenbedingungen“ für die operativen schaffen. Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen benannt und Beispiele für „good practice“ angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====6.1. Strategisch====&lt;br /&gt;
=====6.1.1. Governancestrukturen schaffen=====&lt;br /&gt;
Governance kann verstanden werden als Aufgabe, die Prozesse für einen erfolgreichen Klimaschutz geordnet zu koordinieren. Für eine Governance, explizit auch zum Klimaschutz bzw. zur Energieeffizenz, kann für den Praxis-betrieb auf die Bereiche Politik, Profession, Organisation, Wissen und Öffentlichkeit aus dem Governance-Regler zurückgegriffen werden, der im Handlungsfeld Governance von HOCHN entwickelt wurde und in der Evaluation der Nachhaltigkeitskonzepte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt einem Praxistest unterzogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessi-schen Landesregierung. HIS-HE:Forum, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeitsgovernance an Hochschulen - BETA, Oktober 2018:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/2-handlungsfelder/01-governance.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Berlin: Nachhaltigkeitsrat.&lt;br /&gt;
Der Nachhaltigkeitsrat wurde im Jahr 2018 Gegründet und besteht aus gewählten Mitgliedern der TU Berlin sowie externen Teilnehmenden. Der Nachhaltigkeitsrat ist darüber hinaus ein offenes Gremium, in dem jede und jeder willkommen ist, der sich für die nachhaltige Entwicklung der TU Berlin interessiert und daran mitwirken möchte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltigkeitsrat.tu-berlin.de/menue/nachhaltigkeitsrat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Runder Tisch zur nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;
Der Runde Tisch „Nachhaltige Entwicklung der HNEE“ wurde 2010 als demokratisches, von allen Interessengrup-pen der Hochschule gemeinsam getragenes und gestaltetes Gremium von der heutigen Nachhaltigkeitsmanage-rin und der Koordinatorin für die familienfreundliche Hochschule ins Leben gerufen. Ziel ist eine gemeinsame, von allen Hochschulgruppen entwickelte, umfassende nachhaltige Entwicklung an der HNEE.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement-an-der-HNEE/Beteiligung-und-Mitmachen/Runder-Tisch-Nachhaltigkeit/Runder-Tisch-zur-nachhaltigen-HNEE-Entwicklung-E6093.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Nachhaltigkeitsleitlinien.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/uni/nachhaltige-hochschule/home/nachhaltigkeitsleitlinien/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Harz: Senatskommission &amp;quot;Nachhaltige Hochschule Harz&amp;quot;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-harz.de/nachhaltige_hs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FU Berlin: Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.2. Controllingkonzept umsetzen=====&lt;br /&gt;
Controlling meint, die Aktivitäten zur Energieeffizienz gezielt zu steuern. Das Controlling fußt damit auf einer quantitativen Grundlage. Dieses kann die zahlenmäßige und graphische Auswertung der monatlichen Verbrauchsdaten (gebäudebezogen) sein, um Veränderungen erkennen zu können und um die Nutzer zu informieren und zu motivieren sowie die gezielte Beobachtung der den konkreten Maßnahmen zugeordneten Zähler. Um die Zielsetzung für das Controlling-Konzept zu erreichen (insb. die Wirksamkeitsmessung), sind folgende Strukturen als Rahmenbedingungen zu schaffen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übergabe der operativen Verantwortung an speziell ausgebildetes Fachpersonal (für Klimaschutz) mit zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
*Gründung eines Klimaschutzbeirats mit Kontroll- und Lenkungsfunktion (dieses kann der Umweltaus-schuss übernehmen).&lt;br /&gt;
*Durchführung regelmäßiger Audits zur Überprüfung des Projektfortschritts und Messbarkeit über ein Kennzahlsystem herstellen (als Elemente im Managementkreislauf: plan (Ziele, Verantwortungen, Ressourcen festlegen), do (Durchführung gemäß Planung), check (Zielerreichung prüfen, Fehler erheben), act (Fehler analysieren, Lösungsmöglichkeiten finden und auswählen).&lt;br /&gt;
*Sicherung der Finanzierung (ggf. über einen Klimaschutz-Etat).&lt;br /&gt;
*Etablieren eines Berichtswesens, auch für die Hochschulleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Hochschulen haben aktuell eine Beteiligung an einem normierten Umweltmanagementsystem nach EMAS:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt: Beteiligung an EMASplus.&lt;br /&gt;
Als erste Universität in Deutschland hat die KU das Zertifikat „EMASplus“ erhalten. Grundlage dafür ist die Etablierung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagements, das Ökologie, Soziales und Ökonomie umfasst. Damit verpflichtet sich die Katholische Universität dazu, ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Wirkungen regelmäßig systematisch überprüfen zu lassen und kontinuierlich zu optimieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.ku.de/kommunikation/presse/pi/einzelansicht/article/ku-erhaelt-als-erste-universitaet-in-deutschland-das-zertifikat-emasplus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 79 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule RheinMain: Klimaschutzkonzept Hochschule RheinMain. Abschlussbericht, Juni 2018, S. 67 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-rm.de/fileadmin/Home/Hochschule/Veroeffentlichungen/Klimaschutz/20180815_Abschlussbericht_KlischKo_HSRM_final.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzkonzept der HNE Eberswalde.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/_obj/67605A07-D2ED-4886-8A7C-BEB532B8044E/outline/Klimaschutzkonzept_HNEE.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaschutzkonzept der Universität Kiel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaschutzkonzept&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Klimaschutzbericht der Hochschule Osnabrück.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/wie-die-hochschule-osnabrueck-ihren-co2-fussabdruck-um-fast-70-prozent-verkleinert-hat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.3. Klimaneutralität formulieren=====&lt;br /&gt;
Klimaneutralität beinhaltet, für einen selbstgesteckten Rahmen (z. B. Gebäudebetrieb, Mobilität, Konsum) die klimarelevanten Emissionen zu beziffern, sie zu minimieren oder substituieren und verbleibende Emissionen auch zu kompensieren. Die Zielsetzung, als Hochschule klimaneutral zu werden, wird auf ein Datum bezogen, z.B. auf das Jahr 2035. Die Zeitspanne bis zur Klimaneutralität und die bis dahin noch emittierten Tonnen CO2 müssen aus den Zielsetzungen zur Eingrenzung der Erderwärmung abgeleitet werden. Die Formulierung einer Klimaneutrali-tät ist somit immer Angelegenheit der Hochschule als Ganzes, also der Hochschulleitung. Formulierte Klimaneut-ralität ist auch ein Aspekt von Governance und hochschulöffentlich. Klimaneutralität ist für Hochschulen realisier-bar, dieses hat eine Studie von HIS-HE belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J., Person, R.-D. (2019): Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus. Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung. HIS-HE:Medium, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golüke, H.: Ökostrom beziehen ist gut - reicht aber nicht! In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen, Nr. 1 ,2019, S. 18 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Die Leuphana Universität Lüneburg hat sich 2007 das Ziel der Klimaneutralität gesetzt und dieses im Jahr 2014 erreicht. Dabei konnten 50 Prozent Primärenergie und 30 Prozent Endenergie eingespart werden. Grundlage der Erreichung der Klimaneutralität ist der effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen in allen Teilbereichen der Universität. Die Themenfelder sind Energieeffizienz, Einsatz regenerativer Energien, Förderung einer klimascho-nenden Mobilität und der nachhaltigen Beschaffung, die in vielen Einzelmaßnahmen sukzessive implementiert und optimiert wurden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
www.leuphana.de/klimaneutral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Düsseldorf: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Hochschule Düsseldorf hat am 19.11.2019 Klimaschutz-Leitlinien beschlossen und dabei die CO2-Klimaneutralität bis 2030 als konkretes Klimaschutz-Ziel festgelegt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-duesseldorf.de/personen/salvagno/klimaschutz?showarrows=1&amp;amp;sid=maysmcrsi1wnydumut54ns5v&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement/Nachhaltige-Hochschule/Klimaneutralitt/Klimaneutralitt-K6435.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaneutrale-universitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Trier, Umweltcampus Birkenfeld: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochschule-trier.de/hochschule/hochschulportraet/drei-campus/umwelt-campus-birkenfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pv-magazine.de/2020/06/09/htw-berlin-bekommt-zwei-photovoltaik-anlagen-mit-zusammen-280-kilowatt-leistung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freie Universität Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2019/fup_19_398-klimanotstand/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.4. Energieflüsse abbilden=====&lt;br /&gt;
Um überhaupt den Umgang mit Energie zum Thema zu machen, ist ein Messsystem erforderlich, welches die Verbräuche erfasst und die Energieflüsse durch die Hochschule abbildet (siehe Abbildung 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nachhaltiges Energiemanagement.png|800px|thumb|Abbildung 1: Potentielle Energieeinflüsse durch die Hochschule (Grafik von HIS-HE: CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen)|verweis=Special:FilePath/Nachhaltiges_Energiemanagement.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür ist eine Messarchitektur erforderlich, die die Hochschule angemessen abbildet und eine routinemäßige Auslesung und Auswertung der Daten ermöglicht. Dieses ist erforderlich, um die Effekte von initiierten Maßnah-men zu erkennen und steuern zu können. Im Umkehrschluss bedeutet das, nur das zu messen, was auch für die Steuerung des Energiemanagements relevant ist. Steuerung benötigt ein Controlling-Konzept. Das Controlling-Konzept stellt einen Kreislauf dar, in dem die durch die Klimaschutzaktivitäten (ggf. Klimaschutzkonzept) definier-ten Maßnahmen zur Umsetzung geführt werden. Durch die ständige Evaluierung und zielgerichtete Anpassung der Maßnahmen wird eine erfolgreiche Umsetzung, im Sinne einer Steuerung, sichergestellt. Diese Steuerung bezieht sich auf das regelmäßige Ermitteln, Vereinbaren, Umsetzen, (Erfolgs-)Messen und ggf. Nachjustieren von Maßnahmen. Dieses ist mehr als reiner (quantitativer) Soll-Ist-Vergleich; denn das Vorgehen schließt eine (quali-tative) Bewertung mit ein. Gerade hierfür sind Ressourcen erforderlich, die insbesondere auf der personellen Ebene das entsprechende Fachwissen garantieren und auf der Sachebene für eine adäquate Verwaltung und Ablage der notwendigen Daten sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: 10 Jahre CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1 (2019). Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 9 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ketelhön, U.: Erarbeitung eines Musterkonzeptes sowie standortbezogener Einzelkonzepte für die Helmholtz-Gemeinschaft. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2017, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092077&amp;amp;hash=0086d0e250079e732f6057fdd4cbaa32680b6f8f&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_02-2017_DRUCK.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V.: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 48 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.5. Budgetierungssystem einführen=====&lt;br /&gt;
Budgetierung bedeutet, die Kosten für den Energieverbrauch den Akteuren oder Organisationseinheiten zuord-nen zu können und diese durch spezifische Modelle daran zu beteiligen. Die Motivlagen, Budgetierungssysteme einzuführen und die Bandbreite der Modelle sind vielschichtig. Sie reichen von freiwilligen Systemen, die aus-schließlich mit Bonuszahlungen arbeiten, bis hin zu hochschulweit verbindlich eingeführten Systemen, in denen die Energiekosten aus den dezentralen Budgets zu begleichen sind. Eine Herausforderung stellt oftmals die Bemes-sung der Budgets dar, aus denen die Einheiten ihre Energiekosten begleichen sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V. (2014): Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS-HE: Mitteilungsblatt, Nr. 4, S. 1 f. https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-4.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit Anreizen zu mehr Klimaschutz: Das Prämiensystem zur Energieeinsparung an der Freien Universität Berlin. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wöhning, C.: Projekt „Entwickeln und Setzen von Anreizsystemen“. In: Magazin für Hochschulentwicklung. The-men-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 12&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.: Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 4, 2014, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092324&amp;amp;hash=cc4bf20988a0950ad784ab9f1b6249f584d3e32d&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-1.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Berlin: Prämiensystem.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Freien Universität Berlin hat Anfang 2007 ein so genanntes Prämiensystem eingeführt, um organisatorische und verhaltensbezogene Einsparpotentiale zu realisieren. Über das Prämienmodell erhalten die Fachbereiche direkte finanzielle Anreize.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/handlungsfelder/campus/energie_klimaschutz/praemiensystem/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Freiburg: Dezentrale Monetäre Anreize zur Energieeinsparung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Anreizmodell der Universität Freiburg will Verhaltensänderungen bei den Gebäudenutzern und minimal in-vestive technische Maßnahmen kombinieren. Dabei wird den Einrichtungen anteilig die Kosten, die gegenüber einer Referenz eingespart wurden, gutgeschrieben. Ein Malus-System, dass ggf. Mehrverbrauch sanktioniert, existiert nicht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltige.uni-freiburg.de/klimaschutz/dezmon-2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Energiekostenbudgetierung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/energiesparen/energiekostenbudgetierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goethe-Universität Frankfurt: Energieeinspardialog.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail/hessen-entwickeln-und-setzen-von-anreizsystemen-zur-energieeinsparung-an-hessischen-hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.6. Bauherrenfunktion nutzen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen Hochschulen befinden sich in einem Reformprozess, der sich unter anderem durch einen Paradig-menwechsel im Hochschulmanagement von einer eher detailgesteuerten zu einer verstärkt eigenverantwortlich geführten Hochschule manifestiert. Vor diesem Hintergrund ist einzelnen Hochschulen auch die Bauherrenfunkti-on übertragen worden. In diesem Kontext muss genau geprüft werden, mit welchen Anforderungen diese Aufga-be verbunden und unter welchen Voraussetzungen dieses Modell erfolgsversprechend ist. Die Zuweisung und Übernahme der Bauherrenfunktion hat daher große Bedeutung, weil Neubau oder Sanierung eines Gebäudes einen großen Einfluss auf die CO2-Emissionen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesetzlichen Vorgaben fordern schon eine entsprechende Energieeinsparung bei Neubau und Sanierung. Diese bezieht sich jedoch lediglich auf gebäudeinduzierte Verbräuche. Einen nicht unwesentlichen Anteil macht der nutzerinduzierte Verbrauch aus, der durch die technischen Geräte der Nutzer beeinflusst wird. Im besten Fall kann die Hochschule als Nutzer, Betreiber und Bauherr die Nutzeranforderungen direkt an die von Ihnen beauf-tragten Fachplaner vermitteln und für die energieeffizienteste Lösung des Betriebs sorgen. Im Fall der Bauher-renvertretung durch die Landesbauverwaltung ist eine Einbeziehung der Hochschule als Nutzer und Betreiber sehr wesentlich. Dieses betrifft die Erarbeitung und Übergabe der Nutzeranforderungen an die und auch die Kommunikation mit den Fachplanern. Diese Anforderung bezieht sich auf den gesamten Planungs- und Baupro-zess, um die energieeffizientesten Lösungen für den Betrieb zu finden.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fokus liegt in erster Linie auf Lösungen zur Energieeinsparung mit Hilfe technischer Anlagen und der Verwen-dung von wärmedämmenden Baustoffen. Ein weiterer Aspekt bezüglich des Energieverbrauchs im Bereich Ge-bäudeinfrastruktur von Hochschulen liegt jedoch in der Errichtung von Gebäuden. Ein nicht unwesentlicher Teil der Energie besteht aus „grauer Energie“, die den Energieverbrauch der Gewinnung von Rohstoffen, der Herstel-lung von Baustoffen, deren Transport und Verarbeitung vor Ort betrachtet. Um diesen Energieverbrauch niedrig zu halten, sind mehrere Möglichkeiten gegeben. Eine den Zielen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit verpflich-tete hochschulweite Ermittlung der Flächenbedarfe stellt den Ausgangspunkt dar, gefolgt von Maßnahmen wie z. B. Sanierung vor Neubau, Recyclen und Wiederverwenden von Baustoffen, Verwendung von Baustoffen mit nied-riger Energiebilanz etc. Hier steht die Forschung jedoch noch sehr am Anfang und Datenbanken, die darüber Auskunft geben (z. B. ökobaudat), werden derzeit hauptsächlich von den Herstellern gefüllt. Eine Unabhängigkeit ist dadurch nicht gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Holzkamm, I.; Stibbe, J.; Stratmann, F.; Tegtmeyer, R.: Orientierungshilfe Bauherrenfunktion durch Hochschu-len. Teil 1: Rahmenbedingungen für die Bauherrenfunktion im Hochschulbau HIS-HE: Forum Hochschule, Nr. 4, 2015&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/orientierungshilfe-bauherrenfunktion-durch-hochschulen-teil-1-rahmenbedingungen-fuer-die-bauherrenfunktion-im-hochschulbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stibbe, J.; Stratmann, F.; Söder-Mahlmann, M.: Verteilung der Zuständigkeiten des Liegenschaftsmanagements für die Universitäten in den Ländern. Sachstandsbericht. HIS-HE: Forum Hochschule, Nr. 9, 2012&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/verteilung-der-zustaendigkeiten-des-liegenschaftsmanagements-fuer-die-universitaeten-in-den-laendern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat: ÖKOBAUDAT.&lt;br /&gt;
Mit der Plattform ÖKOBAUDAT stellt das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) allen Akteuren eine vereinheitlichte Datenbasis für die Ökobilanzierung von Bauwerken zur Verfügung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.oekobaudat.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nutzenvorteile einer dezentralen Bauherrenfunktion der Hochschulen für den nachhaltigen Betrieb&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Lebenszyklus-/Nachhaltigkeitsbetrachtungen in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein wesentliches Argument der Hochschulen für eine Übernahme der Bauherrenfunktion ist, die Gesamtzustän-digkeit für Betrieb und Bau in eine Hand zu legen und dadurch die Wirtschaftlichkeit über die Baumaßnahmen hinaus auf den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes in den Fokus zu rücken. Hintergrund dieser Forderung ist unter anderem, dass derzeit bei den Bauinvestitionen die Baufolgekosten nicht hinlänglich berücksichtigt werden und somit die Hochschulen als Verantwortliche für den Gebäudebetrieb die zum Teil sehr hohen Bewirtschaftungs- und Betriebskosten hinnehmen und tragen müssen. Für ein kostenoptimiertes und nachhaltiges Immobilienma-nagement über den gesamten Lebenszyklus ist daher die zusammenhängende Betrachtung von Investitions- und Bewirtschaftungskosten zielführend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Nutzeranforderungen (Forschung &amp;amp; Lehre) in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Während des Projektstarts hat der Nutzer (Hochschule) die Bauherrenfunktion, die er u. a. durch Vorgabe des Projektziels in den Nutzeranforderungen wahrnimmt. Da in vielen Hochschulen bereits hohe Baufachkunde vor-handen ist, können die spezifischen Anforderungen aus Forschung und Lehre aufgrund der vorhandenen Nähe umfassend in die Nutzeranforderungen eingebracht werden. In der Projektabwicklung (Baumaßnahme) hingegen haben i. d. R. die Landesbaubetriebe bzw. -verwaltungen die Bauherrenfunktion, sodass die spezifischen Nutzeranforderungen hier nicht weiterentwickelt, konkretisiert und verbindlich vorgegeben werden können. Der Nutzer hat hier keine Entscheidungsbefugnisse mehr. Bei einer Übernahme der Bauherrenfunktion sehen die Hochschulen daher die Chance, die Nutzeranforderungen im gesamten Planungs- und Bauprozess besser einbeziehen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Gebäudemanagementkompetenzen (Hochschulverwaltung) in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Gebäudemanagement in den Hochschulverwaltungen verfügt über ein langjährig entwickeltes Erfahrungswissen über die bauliche und technische Infrastruktur. Mit einer Übernahme der Bauherrenfunktion erwarten die Hochschulen, dass ihr Erfahrungsschatz direkter in alle Phasen der Entscheidungs- und Planungsprozesse für Baumaßnahmen eingebracht werden kann. Da sowohl Gebäudemanagement als auch Baumanagement dann Teil der Hochschulverwaltung wären, ist die frühzeitige Einbindung des Gebäudemanagements in den Planungspro-zess automatisch gewährleistet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnittstellen/Verfahrensvereinfachung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die derzeitige Wahrnehmung der Aufgaben Planung/Bau sowie Bedarfsplanung/Nutzung/Betrieb in unterschiedlichen Zuständigkeiten bedingt natürliche Schnittstellen. Diese führen nach Abschluss einer Baumaßnahme ggf. zu unerwünschten Problemen in der Nutzung und dem Betrieb. Darüber hinaus können die Schnittstellen Verzögerungen im Planungs- und Bauverfahren hervorrufen, z. B. durch unterschiedliche Verfahrensweisen, unterschiedliche Prioritätensetzung, Missverständnisse etc. Mit der Zusammenführung der Aufgaben in eine Zuständigkeit versprechen sich die Hochschulen eine Verringerung der Schnittstellen und damit eine Verfahrensbeschleuni-gung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Komplette Bauherrenfunktion unabhängig vom Bauvolumen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hochschulen nehmen bei Bauunterhaltungsmaßnahmen und kleinen Neu-, Um- und Erweiterungsmaßnahmen (KNUE, bis ca. 1 Mio. €, kann in einzelnen Ländern höher sein) die Bauherrenfunktion bereits in einem Großteil der Länder wahr. Bei großen Neu-, Um- und Erweiterungsmaßnahmen (GNUE, ab ca. 1 Mio. €, kann in einzelnen Ländern höher sein) besitzen die Landesbaubetriebe bzw. -verwaltungen i. d. R. die Bauherrenfunktion. Die Bauverantwortung im Hochschulbau ist daher je nach Größe der Baumaßnahme in unterschiedliche Zuständigkeiten aufgeteilt. Eine Zusammenlegung der Bauverantwortung an einer Stelle würde einen umfassenderen Blick auf alle Baumaßnahmen pro Hochschule ermöglichen und nicht nur bis oder ab einer gewissen Wertgrenze. Hierdurch wäre ein übergreifendes Steuern aller Baumaßnahmen pro Hochschule besser möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Finanzierungsrahmen und -bedingungen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einige Hochschulen streben die Übernahme der kompletten Bauverantwortung für den Hochschulbau und das eigenverantwortliche Steuern der Baumaßnahme, über die Wertgrenzen hinaus, an. Zusätzlich besteht der Wunsch nach einem verbindlichen, langfristigen Finanzrahmen in der Landeshaushaltsplanung und optional ein frei zur Verfügung stehendes Baubudget. Dadurch würde sich weniger der Maßnahmenprozess durch die Mittel-freigabe des Parlaments verzögern und wäre, was den zeitlichen Ablauf betrifft, einschätzbarer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übergabe und Nutzung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch eine Zusammenlegung der Betreiber- und Bauherrenfunktion wird die frühzeitige Beteiligung des Gebäudemanagements am Bauplanungsprozess gefördert und die Übergabe des fertiggestellten Gebäudes an den Nutzer erleichtert. Zudem wird das Interesse des Bauherrn erhöht, zwingend erforderliche Revisionsunterlagen mit größerem Druck von Bauauftragnehmern einzufordern und nachdrückliche Mängel zu beseitigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landesbaustandards/Wirtschaftlichkeit:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die von den Landesbaubetrieben bzw. -verwaltungen angewandten Landesbaustandards sind für den Hochschul-bau (meist Sonderbauten) nicht immer zielführend, da sie i. d. R. lediglich einen zur Erfüllung der Bauaufgabe „ausreichenden“ Kostenaufwand berücksichtigen. Um hier nicht im internationalen Wettbewerb abgehängt zu werden, müssen bereits die Gebäude spezifische, wissenschaftsbezogene Anforderungen erfüllen und dürfen nicht auf ein ausreichendes „Standardprogramm“ reduziert werden. Eine Übernahme der Bauherrenfunktion würde diesen Blickwinkel stärker in den Fokus rücken und ihm mehr Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baufachliche Qualität/Bauerfahrung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Hochschulerfahrung mit kleineren Baumaßnahmen und teilweise großen drittmittel-finanzierten Maßnahmen liegen weitreichende Erkenntnisse für Hochschulbaumaßnahmen vor. Diese können bei einer Übernahme der Bauherrenfunktion durch Hochschulen unmittelbar eingebracht werden und somit eine Verbesserung der baufachlichen Qualität ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.7. Management der Flächen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein strategisches Flächenmanagement reduziert den Energieeinsatz pro Nutzer, indem es die Auslastung der Flächen innerhalb der Woche erhöht oder die Inanspruchnahme der Fläche pro Nutzer verringert. Das Flächenmanagement an Hochschulen verfolgt jenseits der globalen Zielsetzung einer sparsamen Flächeninanspruchnahme oftmals drei konkrete Zielsetzungen. Zum einen geht es darum, die von der Hochschulleitung oder beauftragter Bauabteilungen angesteuerten Organisationseinheiten, also z.B. Lehrstühle, Institute oder Fachbereiche genau mit denjenigen Flächen auszustatten, die sie benötigen. Die Definition des Flächenbedarfs orientiert sich zwar an landesseitigen Standards und fachspezifischen Anforderungen. Gleichwohl eröffnen sich Spielräume für hochschuleigene, strategische Flächenmanagementvorgaben, die z.B. die Zielsetzung der Klimaneutralität aufgreifen. Konkret bedeutet dies, dass beispielsweise in Berufungszusagen alte „Erbhöfe“ nachjustiert werden. Oder es geht um die Sicherstellung der Flexibilität von Forschungsflächen. Den dritten bedeutenden Bereich macht die klassische Lehrraumbelegung aus. Hier geht es um die gleichmäßigere und letztendlich höhere Auslastung der Räume innerhalb der gesamten Woche und um das genauere Übereinstimmen (‚matchen‘) der Gruppen- und Raumgrößen (FN: Ruiz, Marcelo (2015): Welche Bedeutung haben Flächen in der Hochschulsteuerung auf Landes- und Hochschulebene? In: Magazin für Hochschulentwicklung (2), S. 12–13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht immer sind dazu hochentwickelte CAFM-Systeme erforderlich. In den zentralen Hochschulverwaltungen ist eine systematische und idealerweise an Landesstandards angepasste Bedarfsplanung erforderlich. Lehrraumma-nagementsysteme sind heutzutage selbstverständlich edv-basiert. Zentral organisierte Lehrraumbelegungssys-teme schneiden hinsichtlich ihrer Flächeneffizienz besser ab als dezentrale oder gemischte Systeme (FN: Fenner, Henrich (2014): Hörsäle und Seminarräume: Bestände besser nutzen. Auslastungsuntersuchungen an Hochschu-len als Basis eines effektiven Lehrraummanagements. In: Wissenschaftsmanagement - Zeitschrift für Innovation (2), S. 54–57).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good Practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Stuttgart:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-stuttgart.de/universitaet/organisation/verwaltung/dez6-flaechenbaumanagement/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Heidelberg:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-heidelberg.de/einrichtungen/verwaltung/bau/flaechenmanagement.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Konstanz:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-konstanz.de/facility-management/gebaeudeservices/raumverwaltung-gaestehaeuser-schluesselverwaltung-veranstaltungsplanung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.8. Finanzierungen prüfen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz und zum Klimaschutz ist grundsätzlich über Förderpro-gramme möglich. Diese existieren z. B. auf Landes- und Bundesebene. Hierbei ist häufig auch ein Eigenbeitrag der Hochschulen zu leisten. Darüber hinaus sind Modelle des Contracting und Intracting möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessischen Landesregierung. HIS-HE: Forum, Nr. 3, 2020, S. 25, S. 32&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bauerfeind-Roßmann, I.: Hochschulen in Hessen leisten ihren Beitrag zur Klimaneutralität des Landes. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 7 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Binnewies, K.: Die novellierte Kommunalrichtlinie der nationalen Klimaschutzinitiative. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knissel, J.: Universität Kassel beschreitet mit dem Intracting-Modell neue Wege bei der Finanzierung von Energiespar-Maßnahmen. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 20 - 21&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good Practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Kassel: Intracting Forschungsprojekt.&lt;br /&gt;
Das Intracting-Prinzip will durch Energiesparmaßnahmen eingesparte Energiekosten einer extra geschaffenen „Intracting-Kostenstelle“ gutschreiben und wieder in neue Energiesparmaßnahmen investieren. Im Hochschulbereich findet dieses Verfahren bisher kaum Anwendung. Das Forschungsprojekt IntrHo will die Realisierungsmöglichkeiten für Intracting an Hochschulen untersuchen. Zielsetzung ist, ein anwendungsorientiertes, übertragbares Finanzierungskonzept für Energiesparmaßnahmen an Hochschulen zu entwickeln und zu erproben. Es gehe darum, das jeweilige hochschulinterne Energiemanagement in die Lage zu versetzen, kontinuierlich die Effizienz seiner Hochschulgebäude zu steigern und vorhandene Energieeinsparpotenziale zu erschließen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-kassel.de/uni/universitaet/profil/profil-umwelt-und-nachhaltigkeit/umwelt-und-nachhaltigkeit/betrieb/intracting/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HAW Hamburg: Einspar-Contracting.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwei Standorte der HAW wiesen verschiedene, veraltete Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik auf, eine ineffiziente Belüftung und Beleuchtung führten zu hohen Instandhaltungs- und Energiekosten. Die Hochschule entschied sich deshalb, die Energieeffizienz ihrer Gebäude zu erhöhen und die Energiekosten von bis zu 27 Prozent mit dem Energiespar-Contracting von Siemens ab 2014 zu reduzieren. Dabei wurden Lüftungs- und Klimaanlagen einschließlich der Luftverteilung ausgetauscht, raumlufttechnische Anlagen und die Heizungsanlagenhydraulik optimiert und das bestehende Gebäudeautomationssystem optimiert. Um die garantierte Einsparung sicherzustellen und künftig weiter zu optimieren, übernimmt Siemens das Energie-Monitoring und -Controlling der umgebauten Anlagen. Das dafür integrierte Messkonzept erfasst kontinuierlich und automatisiert den Verbrauch von Strom, Wärme, Kälte, Wasser, von Volumenströmen in Heizungs-, Lüftungs-, Klima- und Kälteanlagen sowie deren Regelungszonen. Damit werden 27 % der jährlichen Energiekosten gespart.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.energiecontracting.de/4-projekte/projektansicht.php?pid=6083&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Energiespar-Contracting.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://energie.blog/erfolgreiches-energiespar-contracting-an-der-uni-bremen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====6.2. Operativ====&lt;br /&gt;
Die Sortierung der einzelnen konkreten operativen Maßnahmen kann aus systematischen Aspekten in folgende Kategorien erfolgen (siehe Abb. 2):&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
*technische Maßnahmen&lt;br /&gt;
*organisatorische Maßnahmen &lt;br /&gt;
*verhaltensbedingte Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Maßnahmen zum Klimaschutz in Hochschulen.png|850px|thumb|2020 – Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus, Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung)|verweis=Special:FilePath/Maßnahmen_zum_Klimaschutz_in_Hochschulen.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den &#039;&#039;&#039;technischen Maßnahme&#039;&#039;&#039;n zählen in erster Linie alle Aktivitäten, die am Gebäudebestand oder den Anlagen ansetzen und in der Regel investiv sind. Klassische Beispiele sind die Wärmedämmung der Gebäudehülle, die Sanierung der Heizungsanlage oder der Lüftungsanlage sowie die Umgestaltung der Beleuchtung. Für den Nachweis der Effekte dieser Maßnahmen ist eine Messarchitektur erforderlich, die valide Daten liefert. Nachgewiesene Einsparungen müssen sich allerdings immer an den Investitionen und den Amortisationszeiten messen lassen. Darüber hinaus haben sehr massive Eingriffe in die ursprüngliche Physik eines Gebäudes oft neue Nebenwirkungen, die nachteilig sein können. &#039;&#039;(Beispiele für technische Maßnahmen siehe unten)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Maßnahmen&#039;&#039;&#039; sind insbesondere alle Aktivitäten, die am Betrieb der Gebäude oder den Anlagen ansetzen und in der Regel nicht investiv sind. Klassische Beispiele sind die temporäre Schließung von Gebäuden, das Herunterfahren von Heizungs- und Lüftungsleistung. Angestrebte Maßnahmen müssen sich allerdings oft am Widerstand der Nutzer messen lassen, wenn eine Diskussion über Erwartungen und Komfort geführt wird. &#039;&#039;(Beispiele für organisatorische Maßnahmen siehe unten)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den &#039;&#039;&#039;verhaltensbedingten Maßnahmen&#039;&#039;&#039; zählen in erster Linie Aktivitäten, die am konkreten (aktiven) Verhalten der Akteure in der Universität ansetzen; diese Maßnahmen sind, entgegen häufiger Meinung auch investiv, denn eine verstetigte Verhaltensveränderung einzelner Akteure bedarf einer kontinuierlichen Information und Motivation. Und auch bei diesen Maßnahmen sollte daher die kritische Prüfung von Aufwand und Ertrag erfolgen. Typische Beispiele sind das Ausschalten des Stand-by-Betriebes oder das richtige Lüften sowie Regulieren der Raumtemperatur. Für den Nachweis der Effekte verhaltensbedingter Maßnahmen im Hochschulbereich existieren Ergebnisse aus zwei Forschungsvorhaben. &#039;&#039;(Beispiele für verhaltensbedingte Maßnahmen siehe unten)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die technische Ausstattung neuer Hochschulgebäude, so die aktuellen Beobachtungen, bedingt, dass die Nutzer nur noch sehr eingeschränkt durch aktives Handeln zur Energieeinsparung beitragen können. Wenn also über Budgetierungsverfahren die Energieeinsparung durch Nutzer belohnt werden soll, bedarf es neuer Formen. Aus diesem Grund erprobt HIS-HE aktuell ein Dialogverfahren in Hochschulen, bei dem die Nutzer dem Energiemanagement und den Serviceeinheiten für die Bereitstellung ihre konkreten Ansprüche für den Betrieb der Gebäude und Räume darstellen. Aus diesem Dialog ergeben sich neue Einsparungspotentiale.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.2.1. Technik=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wöhning, C.: Projekt &amp;quot;Erkennen und Verringern der Grundlast&amp;quot;. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 13&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
EnEff Campus: blueMAP TU Braunschweig: Für den Campus der Technischen Universität Braunschweig wird ein Integraler Energetischer Masterplan entwickelt. Dabei werden auf Basis einer Bestandsaufnahme Methoden und Werkzeuge zur mittelfristigen Reduzierung des Primärenergieverbrauchs um 40 % und zur langfristigen Versorgung des Campus mit ausschließlich regenerativen Energien erarbeitet (2015).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/igs/forschung/eneffcampus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Lüftung und Klimatisierung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Optimierte Lüftungsschaltung&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://magazin.tu-braunschweig.de/m-post/dank-optimierter-lueftungsschaltung-auf-dem-siegertreppchen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Wärmeversorgung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Berlin: Neue Methode auf dem Campus von TU Berlin und Universität der Künste, um das Wärmewendeziel der Bundesregierung zu erreichen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pressestelle.tu-ber-lin.de/menue/tub_medien/publikationen/medieninformationen/2019/juni_2019/medieninformation_nr_1052019/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Beleuchtung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Umstellung auf LED im Foyer (Audimax).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/energieberatung/led-beleuchtung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Greifswald: Umstellung auf LED in der Universitätsbibliothek.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.gebaeudedigital.de/schwerpunkt/licht-und-schatten/umstellung-auf-led-in-der-universitaetsbibliothek/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Eigenerzeugung Energie&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hochschule Reutlingen: Neue Solaranlage auf dem Dach der Hochschule.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.reutlingen-university.de/news/aktuelles/detail/article/staatssekretaerin-weiht-solaranlage-auf-dem-dach-der-hochschule-ein/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kassel: Universität produziert Solarstrom für den eigenen Verbrauch.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/3-aktuelles/nachrichten/39-umfrage-ap-betrieb.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Für die Stärkung der Versorgung des Gebäudebestands mit regenerativen Energien, installiert die TU Braunschweig neun Photovoltaik-Anlagen auf geeigneten Dächern.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/gb3/energiemanagement/test-neu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Oldenburg: Photovoltaik&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://uol.de/dezernat4/technisches-gebaeudemanagement/pv-anlagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jade Hochschule: Förderbescheid für den Bau einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Haupthauses.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
http://www.wzonline.de/nachrichten/newsdetails-top-thema/artikel/energie-vom-dach-der-jade-hochschule.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Green IT&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Bremen: GreenIT Housing-Center wird durch die Universität betrieben. Die Installation, Administration und der Betrieb der Server bleibt in der Eigenverantwortung der dezentralen Administratoren, die durch ein elektronisches Zugangskontrollsystem jederzeit Zugang zum Gebäude und zu den Ihnen zugeordneten Serverracks bekommen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bremen.de/zfn/weitere-it-dienste/serverhousing-webhosting/green-it-housing-center&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Stuttgart: Auf dem Weg zu nachhaltigen Rechenzentren – Konsortium unter Führung der Universität Stuttgart stellt Handlungsempfehlungen zur Senkung des Energie- und Rohstoffverbrauchs vor.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-stuttgart.de/universitaet/aktuelles/presseinfo/Auf-dem-Weg-zu-nachhaltigen-Rechenzentren/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.2.2. Organisation=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Temporäre Schließungen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Wärmeabsenkung zwischen Weihnachten und Neujahr.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.leuphana.de/universitaet/organisation/universitaetsverwaltung/gebaeudemanagement/lebenswelt-universitaet/klimaneutrale-universitaet/energieeffizienz.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Bauen und Betreiben&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen: Leitfaden zum Technischen Monitoring von öffentlichen Gebäuden zur Betriebsoptimierung und Effizienzsteigerung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/nachhaltiges_bauen/download/technisches_monitoring/Leitfaden_zum_technischen_Monitoring-2018.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Universität Braunschweig: Anforderungen und Möglichkeiten des technischen Monitorings zur Unterstützung des Planungs- und Inbetriebnahmeprozesses.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Veranstaltungen_Vortraege/2019/Forum_Gebaeudemanagement_2019/6_Plesser_Braunschweig.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Energiemanagement&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung: Energieportal – Hochschulseiten.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/leistungen/energie-und-umwelt/energieeffizienz/energieportal-fuer-hochschulen/energiemanagement-an-hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung: Nachhaltigkeitsportal – Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/klimaneutralitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Göttingen: Das Gebäudemanagement setzt ein 11-Punkte-Programm um, mit dem dem steigenden Energieverbrauch und den Energiekosten begegnet werden soll.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-goettingen.de/de/33522.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Unterstützung einführen (CAFM / EMAS / ISO / Benchmarking)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Goethe-Universität Frankfurt: Energiemanagement nach DIN ISO 50001.&lt;br /&gt;
Das Energiemanagement der Goethe-Universität Frankfurt ist als erstes einer deutschen Universität nach DIN ISO 50001 zertifiziert worden. Zusätzlich wurden Leitlinien für Energiemanagement und Umweltschutz festgelegt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://aktuelles.uni-frankfurt.de/aktuelles/beitrag-der-goethe-universitaet-zur-klimawoche/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benchmarking: CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen.&lt;br /&gt;
HIS-HE erstellt seit 2009 (Bilanzierungsjahr 2008) eine jährliche Bilanz für alle hessischen Hochschulen und dokumentiert diese in einem Bericht. Dieses erfolgt in enger Kooperation mit dem Fachpersonal für Energiemanagement.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail/hessen-co%E2%82%82-bilanz-an-hessischen-hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Verwaltung und Wissenschaft kooperieren&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Darmstadt: EnEff:Stadt Campus Lichtwiese zur energieeffizienten Weiterentwicklung des Campus Lichtwiese durch intelligente Systemvernetzung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.intern.tu-darm-stadt.de/dez_v/versorgung_technik/energiemanagement_1/eneff_stadt_campus_lichtwiese/eneff_stadt_campus_lichtwiese.de.jsp&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.: Nachhaltigkeitsberichterstattung an hessischen Hochschulen. HIS-HE: Medium, Nr. 1 (2019), S. 14&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1597404286&amp;amp;hash=8743ecfcda18a6042469a76bfb2bf277af400afc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Medium/Medium_201901_Nachhaltigkeit.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.2.3. Verhalten=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Matthies, E.; Wagner, H.-J.: (Hrsg.): Change – Veränderung nachhaltigkeitsrelevanter Routinen in Organisationen. LIT Verlag, Berlin, 2011. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;lr=&amp;amp;id=umQwyFkIp68C&amp;amp;oi=fnd&amp;amp;pg=PA1&amp;amp;dq=verbundprojekt+change+hochschule+verhaltens%C3%A4nderung+energieeinsparung&amp;amp;ots=Ux-yoJY8dk&amp;amp;sig=gnrfO3s0u5L82gNoYtIOORRlPuw#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Klimaschutz und Energieeffizienz. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Nr. 1, 2017, S. 12 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2017&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Ergebnisse aus Forschungsprojekten zum Nutzerverhalten&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Echo: Energieeffizienz und CO2-Einsparungen an Hochschulen erreichen und gestalten ist möglich – Leitfaden zur Umsetzung einer Energiesparkampagne &lt;br /&gt;
https://www.echo-energie.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
change: Veränderung nachhaltigkeitsrelevanter Routinen in Organisationen (change).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
http://www.change-energie.de/&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Good practice – Anreizsysteme und Dialog der Serviceeinheiten&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung: Entwickeln und setzen von Anreizsystemen zur Energieeinsparung an hessischen Hochschulen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail?tx_hishe_hishefe%5Bproject%5D=365&amp;amp;cHash=ef6015979a48ae75ed785cee3c022b8b&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Reine Informationsmaßnahmen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzwoche.&lt;br /&gt;
Bei der Klimaschutzwoche im Jahr 2018 der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde wurden Gäste mit Vorträgen, Diskussionen und Do It Your Self Aktionen über den Klimawandel informiert. Durch initiative Beteiligte konnte ein breitgefächertes und spannendes Programm aufgestellt werden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/Klimaschutzwoche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Film zum Klimaschutz.&lt;br /&gt;
Die Hochschule Osnabrück hat einen Film über den Klimaschutz an der eigenen Hochschule veröffentlicht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/wir/wir-stellen-uns-vor/wir-in-der-gesellschaft/themen/klimaschutz/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bayreuth: Klimaschutzwoche.&lt;br /&gt;
Die Klimaschutzwoche der Fairtrade-Universität Bayreuth wurde vom Studierendenparlament mit Hilfe der Plattform Green Campus organisiert. Diverse Themen rund um den Klimaschutz wurden von Initiativen in unterschiedlichen Formaten vorgestellt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nordbayerischer-kurier.de/inhalt.uni-klimawoche-weil-s-alle-angeht.e0a724b8-d1a7-42bc-8262-43e528b948b1.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Energiespartipps.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.leuphana.de/universitaet/entwicklung/nachhaltigkeit/klimaneutrale-universitaet/energiesparen.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Hochschule Mittelhessen: Der „Energietag“.&lt;br /&gt;
2018 veranstaltete die Technische Hochschule Mittelhessen einen Energietag, an dem praxisnah die Themen Energienutzung und CO2-Einsparung behandelt wurden. Konkret ging es um zukunftsweisende Elektromobilität und die Energieeinsparung bei der Gebäudenutzung. Firmen, Zentren, Fachbereiche und Arbeitsgruppen stellten dabei ihre Projekte und Entwicklungen vor.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.thm.de/site/hochschule/aktuelles/aus-lehre-und-forschung/viel-energie.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Mobilität&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zink, A.: Mobilität und Mobilitätsmanagement in Hochschulen. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2019, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091865&amp;amp;hash=416d648c63e5bebcd68028f68fcce3e593100074&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2019-2.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Leuphana-Campus wird verkehrsberuhigt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.leuphana.de/news/pressemitteilungen/pressemitteilungen-ansicht/datum/2019/09/27/leuphana-campus-wird-verkehrsberuhigt.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Carsharing Projekt mit den Kreiswerken.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Aktuelles/Presseportal/Pressemitteilungen/Verkehrswende-an-der-Hochschule-fr-nachhaltige-Entwicklung-Eberswalde-E10487.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachhochschule Bielefeld: Eine Art „Mehrfachsteckdose“ für das Laden von Elektrofahrzeugen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fh-bielefeld.de/ium/fit2load&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Präsidiumsbeschluss verpflichtet alle Angehörigen der Hochschule Strecken unter 1.000 Kilometer mit Bus oder Bahn anstelle des Flugzeugs zurückzulegen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Aktuelles/Presseportal/Pressemitteilungen/Es-geht-auch-ohne-E10372.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Justus Liebig Universität Gießen: Beschaffung von E-Bikes für Beschäftigte vom Land gefördert.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-giessen.de/ueber-uns/pressestelle/pm/pm172-19&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Bremen: Fahrradmodellquartier wird mit Eröffnung des Repair-Cafés an der Hochschule fertiggestellt.&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
https://weserreport.de/2019/07/bremen/sued/mehr-als-eine-werkstatt/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Heilbronn: Mobilitätsprojekt PendlerRatD will Berufspendler zum Umstieg vom Auto aufs Rad bewegen. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://radmarkt.de/nachrichten/fahrradde-unterstutzt-mobilitats-initiative-pendlerratd&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Testphase für ein neues Pedelec-Verleihsystem für Mitarbeitende der Stadtwerke und der Hochschule.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/stadtwerke-testen-stationsflexibles-pedelec-verleihsystem-erste-phase-in-kooperation-mit-der-hochs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE (DKE): Ladeinfrastruktur Elektromobilität - Der technische Leitfaden für Installation und Betrieb in der Praxis.&lt;br /&gt;
Was ist bei der Planung, Errichtung und dem Betrieb einer Ladeinfrastruktur zu beachten und welche Normen und Vorschriften sind hierbei von Bedeutung? Antworten darauf gibt die dritte Version des technischen Leitfadens für die Ladeinfrastruktur der Elektromobilität – ein Projekt von DKE, BDEW, ZVEH, ZVEI und VDE|FNN. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.dke.de/de/arbeitsfelder/mobility/technischer-leitfaden-ladeinfrastruktur-elektromobilitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Furtwangen: Modellprojekt zur Sicherung der Erreichbarkeit ländlicher Hochschulen mit Hilfe nachhaltiger Mobilitätslösungen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/abschlussveranstaltung-zu-mobilitaetsprojekt-an-hochschule-furtwangen-1/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Elektromobilität auf dem Campus.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/news-einzelansicht/news/detail/News/elektromobilitaet-auf-dem-campus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität des Saarlandes: AStA der Saar-Universität eröffnet Fahrradverleih.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-saarland.de/universitaet/aktuell/artikel/nr/20845.html&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=6010</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Energiemanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=6010"/>
		<updated>2020-11-29T20:59:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: /* 6.1.2. Controllingkonzept umsetzen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Nachhaltiges Energiemanagement, nachhaltiger Umgang mit Energie ==&lt;br /&gt;
===1. Betroffener Personenkreis===&lt;br /&gt;
Der Beitrag richtet sich an das Fachpersonal im technischen Gebäudemanagement, welches auf der operativen Ebene mit der Bereitstellung von Energie sowie dem Management der Energienutzung betraut ist. Darüber hin-aus werden strukturelle Hinweise gegeben, die für das Leitungspersonal relevant sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2. Relevanz===&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Gebäudemanagements besteht darin, optimale Bedingungen für die Kernaufgaben der Hoch-schulen zu schaffen. Hierzu zählt auch das Bereitstellen von und der Umgang mit Energie. Vor diesem Hintergrund bewegt sich dieses Handlungsfeld immer in einem besonderen Spannungsfeld, wenn auch ein effizienter, mög-lichst sparsamer Einsatz von Energie erfolgen soll, um CO2 und Kosten einzusparen. Potentielle Zielkonflikte zwi-schen dem Anspruch, bestmögliche Voraussetzungen für Forschung und Lehre zu schaffen und gleichzeitig Ener-gie effizient einzusetzen, sind der Organisation Hochschule immanent.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind gesetzliche Vorgaben (siehe unten) und Kostenaspekte (insb. steigende Energiekosten) Rah-menbedingungen, die dem Thema Energieeinsatz eine Relevanz geben. Die zentrale Facette scheint allerdings der stetig zunehmende öffentliche, gesellschaftliche Druck zum aktiven Klimaschutz zu sein, der insbesondere von Hochschulen und den Mitgliedern ausgeht und sehr stark von den wissenschaftlichen Erkenntnissen und konkre-ten Zielvorgaben gestützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3. Gesetzliche Grundlagen===&lt;br /&gt;
Gesetzliche Vorgaben existieren, um Gebäude nach hohem Energieeffizienzstandard zu errichten bzw. zu sanieren und den energieeffizienten Betrieb bereits in der Phase des Planens zu berücksichtigen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesetzliche Rahmen für bauliche Maßnahmen wurde bisher durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmG) verbindlich festgelegt. Mit dem geplanten Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) &amp;lt;ref&amp;gt;Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz - GEG), Entwurfsstand: 03.07.2020 (nach Zustimmung im Bundesrat).&amp;lt;/ref&amp;gt; ab November 2020 werden die bisherigen Regelungen aus EnEG, EnEV und EEWärmeG in einem Gesetz zusammengefasst. Grundlage der bisherigen nationalen Regelungen sind die Richtlinien der EU, insbesondere als Basis für die o. g. gesetzlichen Regelungen die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen ergeben sich Anforderungen aus den gesetzlichen Regelungen im Rahmen von EnEG, EnEV, EEWärmeG bzw. zukünftig GEG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sanierungs- und Neubaumaßnahmen: Baubezogene Regelungen, Energieausweise für Gebäude, Standards für „Niedrigstenergie-Gebäude“&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
* Betrieb von Gebäuden und technischen Anlagen: Energetische Inspektion (Klimaanlagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der GEG-Einführung sind zunächst keine Verschärfungen der bisherigen Regelungen der EnEV vorgesehen. Eine Überprüfung dieser Standards ist erst für das Jahr 2023 vorgesehen. Neu sind dagegen eine Innovationsklausel und der so genannte Quartiersansatz. Zunächst befristet bis Ende 2023 sind damit Möglichkeiten zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen anstelle des Primärenergieeinsatzes sowie eine gemeinsame Berücksichtigung von Gebäuden an einem zusammenhängenden Standort möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Regelungen aus den EU-Richtlinien werden erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt. Das „Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität“ (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) – kurz: GEIG – gehört dazu und bezieht die in 2018 aktualisierten Regelungen der EU-Gebäuderichtlinie von 2010 ein.  Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat dazu den Gesetzentwurf ausgearbeitet, der für Baumaßnahmen (Neubau und umfassende Sanierungen) ab dem 11. März 2021 relevant werden soll. Bei Nicht-Wohngebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen muss demnach mindestens jeder fünfte Stellplatz entsprechend ausgerüstet und mindestens ein Ladepunkt errichtet werden. Ab 2025 muss jedes (bestehende) nicht zum Wohnen genutzte Gebäude mit mehr als zwanzig Stellplätzen mit mindestens einem Ladepunkt ausgestattet werden &amp;lt;ref&amp;gt;Entwurf eines Gesetzes zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz – GEIG), Stand: 04.03.2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind weitere gesetzliche Regelungen, die im Zusammenhang mit dem Bezug und der Nutzung von Energie stehen für die Hochschulen von Bedeutung. Beispielhaft genannt werden hier &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Service/Gesetzeskarte/gesetzeskarte.html&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das insbesondere die Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien festlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), das die Förderungen für hocheffizienter KWK-Anlagen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das die Rahmenbedingungen für eine „sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Gas“ festlegt und insbesondere für Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze im Rahmen der Versorgung Dritter von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stromsteuergesetz (StromStG), das die Besteuerung von Strom sowie auch die Ermäßigung oder die Befreiung von der Steuer unter bestimmten Voraussetzungen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Treibhausgas-Emissionshandels-Gesetz (TEHG), auf dessen Grundlage der Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen in einem EU-weiten Emissionshandelssystem basiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) zur Regelung der Voraussetzungen für die Einführung und den Betrieb eines Anlagenregisters für Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Grubengas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der übergeordneten Ebene der EU ist weiterhin der „Klima- und energiepolitische Rahmen“ mit den  EU-weiten Zielvorgaben und politischen Zielen für den Zeitraum 2021 bis 2030 zu benennen, an dem sich die nationale Gesetzgebung orientieren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen von Bedeutung dürfte die Herausstellung der „Vorbildfunktion der öffentlichen Hand“ wie aktuell in § 4 des GEG bzw. § 1a EEWärmeG und EnEG § 2a (Niedrigstenergiegebäude) sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: Noch Kundenanlage oder schon Netz? BGH-Urteil liefert konkrete Hinweise, aber keine allgemeingültige Lösung. In: HIS:Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2020, S.3&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091621&amp;amp;hash=ad71f51ce9852bb0df44a036090d20859fd000cc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2020-02_Energierecht.pdf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===4. Ziele===&lt;br /&gt;
Für einen nachhaltigen Umgang mit Energie können sich Hochschulen, insbesondere wenn die CO2-Emissionen ein zentraler Indikator sein sollen, bei der Zielsetzung an drei wesentlichen Handlungsfeldern orientieren; diese lauten: Minimieren, substituieren und kompensieren von CO2-Emissionen. Wesentlich dabei ist die Prämisse: Minimierung vor Substitution vor Kompensation.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Minimierung&#039;&#039;&#039; bedeutet, tatsächlich weniger Energie zu verbrauchen, also den Energieverbrauch reduzieren und bei gleichem Energieträger eine Verringerung der CO2-Emissionen erzielen (z. B. technische oder organisatori-sche Maßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Substitution&#039;&#039;&#039; bedeutet, emissionsarme Energieträger einzusetzen. Bei gleichem Energieverbrauch werden damit Energieträger genutzt, die weniger CO2-Emissionen verursachen (z. B. Kauf von Ökostrom).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompensation&#039;&#039;&#039; bedeutet, für selber verursachte CO2-Emissionen an anderer Stelle eine CO2-Senke zu schaffen (z. B. Kauf von Zertifikaten, Organisation eigener Projekte). Gesetzlich sanktionierte Beispiele hierfür finden sich im Immissionsschutzrecht (z. B. §§ 17 ff. BImSchG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===5. Hemmnisse und Treiber===&lt;br /&gt;
Ein nachhaltiges Energiemanagement ist eingebettet in die Organisation (Strukturen) und den praktischen Betrieb (operative Handlungsmöglichkeiten) der Hochschule. Auf diesen beiden Ebenen können strukturell folgende Hemmnisse und Treiber für die Umsetzung eines nachhaltigen Umgangs mit Energie identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hemmnisse&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ressourcenmangel&lt;br /&gt;
*fehlende personelle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende Sichtweise auf langfristigere Effekte und die Externalisierung der Kosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsprozess&lt;br /&gt;
*limitierte Zeit für Planungsaufgaben sowie Fehler während der Bauplanung&lt;br /&gt;
*mangelnde Kommunikation zwischen Nutzern, Planern, Betreibern und Bauherren&lt;br /&gt;
*unkoordinierte Inbetriebnahme von neu erstellten Gebäuden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgaben&lt;br /&gt;
*keine Verankerung im Leitbild der Hochschule&lt;br /&gt;
*kein Klimaschutzkonzept mit definierten, priorisierten Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäudebestand&lt;br /&gt;
*unzureichende Messarchitektur&lt;br /&gt;
*hoher Technisierungsgrad bei Neubauten&lt;br /&gt;
*kein strukturiertes Flächenmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschullogik&lt;br /&gt;
*starke Egoismen der Fachbereiche&lt;br /&gt;
*schwere Einflussnahme auf Verhalten von Mitarbeitenden und Studierenden&lt;br /&gt;
*häufig wechselnde Akteure in der Mitgliedschaft der Hochschule&lt;br /&gt;
*fehlende Absprachen der beteiligten Serviceeinheiten der Hochschulen&lt;br /&gt;
*unklare Grenzen zwischen Komfort und Freiheit von Forschung und Lehre&lt;br /&gt;
*Spannungsfeld zwischen dem Ziel Energieeinsparung und energieintensiver Forschung mit Großgeräten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Treiber (nicht zu verwechseln mit Maßnahmen)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesetze, Normen, Zertifikate&lt;br /&gt;
*konkrete gesetzliche Vorgaben (insbesondere EnEV bzw. das künftige GEG, EEG, KWKG)&lt;br /&gt;
*AMEV Technisches Monitoring 2017&lt;br /&gt;
*Betrachtung der Lebenszykluskosten von Gebäuden (BNB Zertifikate)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenz&lt;br /&gt;
*Vernetzung und Kompetenzerweiterung des Fachpersonals&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fördermittel&lt;br /&gt;
*Bereitstellung von Fördermitteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Fortschritte&lt;br /&gt;
*Digitalisierung im Gebäudemanagement&lt;br /&gt;
*Einsatz erneuerbarer Energien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerer Druck&lt;br /&gt;
*öffentliche Diskussion zum Klimaschutz&lt;br /&gt;
*Thematisierung in den Zielvereinbarungen und Hochschulentwicklungsplänen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===6. Maßnahmen zur Implementierung===&lt;br /&gt;
Für eine Implementierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz kann strukturell zwischen strategischen und operativen unterschieden werden. Hierbei sind die strategischen dadurch charakterisiert, dass sie „gute Rahmenbedingungen“ für die operativen schaffen. Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen benannt und Beispiele für „good practice“ angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====6.1. Strategisch====&lt;br /&gt;
=====6.1.1. Governancestrukturen schaffen=====&lt;br /&gt;
Governance kann verstanden werden als Aufgabe, die Prozesse für einen erfolgreichen Klimaschutz geordnet zu koordinieren. Für eine Governance, explizit auch zum Klimaschutz bzw. zur Energieeffizenz, kann für den Praxis-betrieb auf die Bereiche Politik, Profession, Organisation, Wissen und Öffentlichkeit aus dem Governance-Regler zurückgegriffen werden, der im Handlungsfeld Governance von HOCHN entwickelt wurde und in der Evaluation der Nachhaltigkeitskonzepte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt einem Praxistest unterzogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessi-schen Landesregierung. HIS-HE:Forum, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeitsgovernance an Hochschulen - BETA, Oktober 2018:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/2-handlungsfelder/01-governance.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Berlin: Nachhaltigkeitsrat.&lt;br /&gt;
Der Nachhaltigkeitsrat wurde im Jahr 2018 Gegründet und besteht aus gewählten Mitgliedern der TU Berlin sowie externen Teilnehmenden. Der Nachhaltigkeitsrat ist darüber hinaus ein offenes Gremium, in dem jede und jeder willkommen ist, der sich für die nachhaltige Entwicklung der TU Berlin interessiert und daran mitwirken möchte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltigkeitsrat.tu-berlin.de/menue/nachhaltigkeitsrat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Runder Tisch zur nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;
Der Runde Tisch „Nachhaltige Entwicklung der HNEE“ wurde 2010 als demokratisches, von allen Interessengrup-pen der Hochschule gemeinsam getragenes und gestaltetes Gremium von der heutigen Nachhaltigkeitsmanage-rin und der Koordinatorin für die familienfreundliche Hochschule ins Leben gerufen. Ziel ist eine gemeinsame, von allen Hochschulgruppen entwickelte, umfassende nachhaltige Entwicklung an der HNEE.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement-an-der-HNEE/Beteiligung-und-Mitmachen/Runder-Tisch-Nachhaltigkeit/Runder-Tisch-zur-nachhaltigen-HNEE-Entwicklung-E6093.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Nachhaltigkeitsleitlinien.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/uni/nachhaltige-hochschule/home/nachhaltigkeitsleitlinien/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Harz: Senatskommission &amp;quot;Nachhaltige Hochschule Harz&amp;quot;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-harz.de/nachhaltige_hs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FU Berlin: Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.2. Controllingkonzept umsetzen=====&lt;br /&gt;
Controlling meint, die Aktivitäten zur Energieeffizienz gezielt zu steuern. Das Controlling fußt damit auf einer quantitativen Grundlage. Dieses kann die zahlenmäßige und graphische Auswertung der monatlichen Verbrauchsdaten (gebäudebezogen) sein, um Veränderungen erkennen zu können und um die Nutzer zu informieren und zu motivieren sowie die gezielte Beobachtung der den konkreten Maßnahmen zugeordneten Zähler. Um die Zielsetzung für das Controlling-Konzept zu erreichen (insb. die Wirksamkeitsmessung), sind folgende Strukturen als Rahmenbedingungen zu schaffen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übergabe der operativen Verantwortung an speziell ausgebildetes Fachpersonal (für Klimaschutz) mit zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
*Gründung eines Klimaschutzbeirats mit Kontroll- und Lenkungsfunktion (dieses kann der Umweltaus-schuss übernehmen).&lt;br /&gt;
*Durchführung regelmäßiger Audits zur Überprüfung des Projektfortschritts und Messbarkeit über ein Kennzahlsystem herstellen (als Elemente im Managementkreislauf: plan (Ziele, Verantwortungen, Ressourcen festlegen), do (Durchführung gemäß Planung), check (Zielerreichung prüfen, Fehler erheben), act (Fehler analysieren, Lösungsmöglichkeiten finden und auswählen).&lt;br /&gt;
*Sicherung der Finanzierung (ggf. über einen Klimaschutz-Etat).&lt;br /&gt;
*Etablieren eines Berichtswesens, auch für die Hochschulleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Hochschulen haben aktuell eine Beteiligung an einem normierten Umweltmanagementsystem nach EMAS:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt: Beteiligung an EMASplus.&lt;br /&gt;
Als erste Universität in Deutschland hat die KU das Zertifikat „EMASplus“ erhalten. Grundlage dafür ist die Etablierung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagements, das Ökologie, Soziales und Ökonomie umfasst. Damit verpflichtet sich die Katholische Universität dazu, ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Wirkungen regelmäßig systematisch überprüfen zu lassen und kontinuierlich zu optimieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.ku.de/kommunikation/presse/pi/einzelansicht/article/ku-erhaelt-als-erste-universitaet-in-deutschland-das-zertifikat-emasplus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 79 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule RheinMain: Klimaschutzkonzept Hochschule RheinMain. Abschlussbericht, Juni 2018, S. 67 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-rm.de/fileadmin/Home/Hochschule/Veroeffentlichungen/Klimaschutz/20180815_Abschlussbericht_KlischKo_HSRM_final.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzkonzept der HNE Eberswalde.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/_obj/67605A07-D2ED-4886-8A7C-BEB532B8044E/outline/Klimaschutzkonzept_HNEE.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaschutzkonzept der Universität Kiel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaschutzkonzept&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Klimaschutzbericht der Hochschule Osnabrück.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/wie-die-hochschule-osnabrueck-ihren-co2-fussabdruck-um-fast-70-prozent-verkleinert-hat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.3. Klimaneutralität formulieren=====&lt;br /&gt;
Klimaneutralität beinhaltet, für einen selbstgesteckten Rahmen (z. B. Gebäudebetrieb, Mobilität, Konsum) die klimarelevanten Emissionen zu beziffern, sie zu minimieren oder substituieren und verbleibende Emissionen auch zu kompensieren. Die Zielsetzung, als Hochschule klimaneutral zu werden, wird auf ein Datum bezogen, z.B. auf das Jahr 2035. Die Zeitspanne bis zur Klimaneutralität und die bis dahin noch emittierten Tonnen CO2 müssen aus den Zielsetzungen zur Eingrenzung der Erderwärmung abgeleitet werden. Die Formulierung einer Klimaneutrali-tät ist somit immer Angelegenheit der Hochschule als Ganzes, also der Hochschulleitung. Formulierte Klimaneut-ralität ist auch ein Aspekt von Governance und hochschulöffentlich. Klimaneutralität ist für Hochschulen realisier-bar, dieses hat eine Studie von HIS-HE belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J., Person, R.-D. (2019): Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus. Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung. HIS-HE:Medium, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golüke, H.: Ökostrom beziehen ist gut - reicht aber nicht! In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen, Nr. 1 ,2019, S. 18 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Die Leuphana Universität Lüneburg hat sich 2007 das Ziel der Klimaneutralität gesetzt und dieses im Jahr 2014 erreicht. Dabei konnten 50 Prozent Primärenergie und 30 Prozent Endenergie eingespart werden. Grundlage der Erreichung der Klimaneutralität ist der effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen in allen Teilbereichen der Universität. Die Themenfelder sind Energieeffizienz, Einsatz regenerativer Energien, Förderung einer klimascho-nenden Mobilität und der nachhaltigen Beschaffung, die in vielen Einzelmaßnahmen sukzessive implementiert und optimiert wurden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
www.leuphana.de/klimaneutral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Düsseldorf: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Hochschule Düsseldorf hat am 19.11.2019 Klimaschutz-Leitlinien beschlossen und dabei die CO2-Klimaneutralität bis 2030 als konkretes Klimaschutz-Ziel festgelegt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-duesseldorf.de/personen/salvagno/klimaschutz?showarrows=1&amp;amp;sid=maysmcrsi1wnydumut54ns5v&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement/Nachhaltige-Hochschule/Klimaneutralitt/Klimaneutralitt-K6435.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaneutrale-universitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Trier, Umweltcampus Birkenfeld: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochschule-trier.de/hochschule/hochschulportraet/drei-campus/umwelt-campus-birkenfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pv-magazine.de/2020/06/09/htw-berlin-bekommt-zwei-photovoltaik-anlagen-mit-zusammen-280-kilowatt-leistung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freie Universität Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2019/fup_19_398-klimanotstand/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.4. Energieflüsse abbilden=====&lt;br /&gt;
Um überhaupt den Umgang mit Energie zum Thema zu machen, ist ein Messsystem erforderlich, welches die Verbräuche erfasst und die Energieflüsse durch die Hochschule abbildet (siehe Abbildung 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nachhaltiges Energiemanagement.png|800px|thumb|Abbildung 1: Potentielle Energieeinflüsse durch die Hochschule (Grafik von HIS-HE: CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür ist eine Messarchitektur erforderlich, die die Hochschule angemessen abbildet und eine routinemäßige Auslesung und Auswertung der Daten ermöglicht. Dieses ist erforderlich, um die Effekte von initiierten Maßnah-men zu erkennen und steuern zu können. Im Umkehrschluss bedeutet das, nur das zu messen, was auch für die Steuerung des Energiemanagements relevant ist. Steuerung benötigt ein Controlling-Konzept. Das Controlling-Konzept stellt einen Kreislauf dar, in dem die durch die Klimaschutzaktivitäten (ggf. Klimaschutzkonzept) definier-ten Maßnahmen zur Umsetzung geführt werden. Durch die ständige Evaluierung und zielgerichtete Anpassung der Maßnahmen wird eine erfolgreiche Umsetzung, im Sinne einer Steuerung, sichergestellt. Diese Steuerung bezieht sich auf das regelmäßige Ermitteln, Vereinbaren, Umsetzen, (Erfolgs-)Messen und ggf. Nachjustieren von Maßnahmen. Dieses ist mehr als reiner (quantitativer) Soll-Ist-Vergleich; denn das Vorgehen schließt eine (quali-tative) Bewertung mit ein. Gerade hierfür sind Ressourcen erforderlich, die insbesondere auf der personellen Ebene das entsprechende Fachwissen garantieren und auf der Sachebene für eine adäquate Verwaltung und Ablage der notwendigen Daten sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: 10 Jahre CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1 (2019). Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 9 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ketelhön, U.: Erarbeitung eines Musterkonzeptes sowie standortbezogener Einzelkonzepte für die Helmholtz-Gemeinschaft. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2017, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092077&amp;amp;hash=0086d0e250079e732f6057fdd4cbaa32680b6f8f&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_02-2017_DRUCK.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V.: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 48 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.5. Budgetierungssystem einführen=====&lt;br /&gt;
Budgetierung bedeutet, die Kosten für den Energieverbrauch den Akteuren oder Organisationseinheiten zuord-nen zu können und diese durch spezifische Modelle daran zu beteiligen. Die Motivlagen, Budgetierungssysteme einzuführen und die Bandbreite der Modelle sind vielschichtig. Sie reichen von freiwilligen Systemen, die aus-schließlich mit Bonuszahlungen arbeiten, bis hin zu hochschulweit verbindlich eingeführten Systemen, in denen die Energiekosten aus den dezentralen Budgets zu begleichen sind. Eine Herausforderung stellt oftmals die Bemes-sung der Budgets dar, aus denen die Einheiten ihre Energiekosten begleichen sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V. (2014): Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS-HE: Mitteilungsblatt, Nr. 4, S. 1 f. https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-4.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit Anreizen zu mehr Klimaschutz: Das Prämiensystem zur Energieeinsparung an der Freien Universität Berlin. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wöhning, C.: Projekt „Entwickeln und Setzen von Anreizsystemen“. In: Magazin für Hochschulentwicklung. The-men-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 12&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.: Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 4, 2014, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092324&amp;amp;hash=cc4bf20988a0950ad784ab9f1b6249f584d3e32d&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-1.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Berlin: Prämiensystem.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Freien Universität Berlin hat Anfang 2007 ein so genanntes Prämiensystem eingeführt, um organisatorische und verhaltensbezogene Einsparpotentiale zu realisieren. Über das Prämienmodell erhalten die Fachbereiche direkte finanzielle Anreize.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/handlungsfelder/campus/energie_klimaschutz/praemiensystem/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Freiburg: Dezentrale Monetäre Anreize zur Energieeinsparung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Anreizmodell der Universität Freiburg will Verhaltensänderungen bei den Gebäudenutzern und minimal in-vestive technische Maßnahmen kombinieren. Dabei wird den Einrichtungen anteilig die Kosten, die gegenüber einer Referenz eingespart wurden, gutgeschrieben. Ein Malus-System, dass ggf. Mehrverbrauch sanktioniert, existiert nicht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltige.uni-freiburg.de/klimaschutz/dezmon-2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Energiekostenbudgetierung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/energiesparen/energiekostenbudgetierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goethe-Universität Frankfurt: Energieeinspardialog.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail/hessen-entwickeln-und-setzen-von-anreizsystemen-zur-energieeinsparung-an-hessischen-hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.6. Bauherrenfunktion nutzen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen Hochschulen befinden sich in einem Reformprozess, der sich unter anderem durch einen Paradig-menwechsel im Hochschulmanagement von einer eher detailgesteuerten zu einer verstärkt eigenverantwortlich geführten Hochschule manifestiert. Vor diesem Hintergrund ist einzelnen Hochschulen auch die Bauherrenfunkti-on übertragen worden. In diesem Kontext muss genau geprüft werden, mit welchen Anforderungen diese Aufga-be verbunden und unter welchen Voraussetzungen dieses Modell erfolgsversprechend ist. Die Zuweisung und Übernahme der Bauherrenfunktion hat daher große Bedeutung, weil Neubau oder Sanierung eines Gebäudes einen großen Einfluss auf die CO2-Emissionen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesetzlichen Vorgaben fordern schon eine entsprechende Energieeinsparung bei Neubau und Sanierung. Diese bezieht sich jedoch lediglich auf gebäudeinduzierte Verbräuche. Einen nicht unwesentlichen Anteil macht der nutzerinduzierte Verbrauch aus, der durch die technischen Geräte der Nutzer beeinflusst wird. Im besten Fall kann die Hochschule als Nutzer, Betreiber und Bauherr die Nutzeranforderungen direkt an die von Ihnen beauf-tragten Fachplaner vermitteln und für die energieeffizienteste Lösung des Betriebs sorgen. Im Fall der Bauher-renvertretung durch die Landesbauverwaltung ist eine Einbeziehung der Hochschule als Nutzer und Betreiber sehr wesentlich. Dieses betrifft die Erarbeitung und Übergabe der Nutzeranforderungen an die und auch die Kommunikation mit den Fachplanern. Diese Anforderung bezieht sich auf den gesamten Planungs- und Baupro-zess, um die energieeffizientesten Lösungen für den Betrieb zu finden.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fokus liegt in erster Linie auf Lösungen zur Energieeinsparung mit Hilfe technischer Anlagen und der Verwen-dung von wärmedämmenden Baustoffen. Ein weiterer Aspekt bezüglich des Energieverbrauchs im Bereich Ge-bäudeinfrastruktur von Hochschulen liegt jedoch in der Errichtung von Gebäuden. Ein nicht unwesentlicher Teil der Energie besteht aus „grauer Energie“, die den Energieverbrauch der Gewinnung von Rohstoffen, der Herstel-lung von Baustoffen, deren Transport und Verarbeitung vor Ort betrachtet. Um diesen Energieverbrauch niedrig zu halten, sind mehrere Möglichkeiten gegeben. Eine den Zielen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit verpflich-tete hochschulweite Ermittlung der Flächenbedarfe stellt den Ausgangspunkt dar, gefolgt von Maßnahmen wie z. B. Sanierung vor Neubau, Recyclen und Wiederverwenden von Baustoffen, Verwendung von Baustoffen mit nied-riger Energiebilanz etc. Hier steht die Forschung jedoch noch sehr am Anfang und Datenbanken, die darüber Auskunft geben (z. B. ökobaudat), werden derzeit hauptsächlich von den Herstellern gefüllt. Eine Unabhängigkeit ist dadurch nicht gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Holzkamm, I.; Stibbe, J.; Stratmann, F.; Tegtmeyer, R.: Orientierungshilfe Bauherrenfunktion durch Hochschu-len. Teil 1: Rahmenbedingungen für die Bauherrenfunktion im Hochschulbau HIS-HE: Forum Hochschule, Nr. 4, 2015&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/orientierungshilfe-bauherrenfunktion-durch-hochschulen-teil-1-rahmenbedingungen-fuer-die-bauherrenfunktion-im-hochschulbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stibbe, J.; Stratmann, F.; Söder-Mahlmann, M.: Verteilung der Zuständigkeiten des Liegenschaftsmanagements für die Universitäten in den Ländern. Sachstandsbericht. HIS-HE: Forum Hochschule, Nr. 9, 2012&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/verteilung-der-zustaendigkeiten-des-liegenschaftsmanagements-fuer-die-universitaeten-in-den-laendern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat: ÖKOBAUDAT.&lt;br /&gt;
Mit der Plattform ÖKOBAUDAT stellt das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) allen Akteuren eine vereinheitlichte Datenbasis für die Ökobilanzierung von Bauwerken zur Verfügung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.oekobaudat.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nutzenvorteile einer dezentralen Bauherrenfunktion der Hochschulen für den nachhaltigen Betrieb&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Lebenszyklus-/Nachhaltigkeitsbetrachtungen in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein wesentliches Argument der Hochschulen für eine Übernahme der Bauherrenfunktion ist, die Gesamtzustän-digkeit für Betrieb und Bau in eine Hand zu legen und dadurch die Wirtschaftlichkeit über die Baumaßnahmen hinaus auf den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes in den Fokus zu rücken. Hintergrund dieser Forderung ist unter anderem, dass derzeit bei den Bauinvestitionen die Baufolgekosten nicht hinlänglich berücksichtigt werden und somit die Hochschulen als Verantwortliche für den Gebäudebetrieb die zum Teil sehr hohen Bewirtschaftungs- und Betriebskosten hinnehmen und tragen müssen. Für ein kostenoptimiertes und nachhaltiges Immobilienma-nagement über den gesamten Lebenszyklus ist daher die zusammenhängende Betrachtung von Investitions- und Bewirtschaftungskosten zielführend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Nutzeranforderungen (Forschung &amp;amp; Lehre) in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Während des Projektstarts hat der Nutzer (Hochschule) die Bauherrenfunktion, die er u. a. durch Vorgabe des Projektziels in den Nutzeranforderungen wahrnimmt. Da in vielen Hochschulen bereits hohe Baufachkunde vor-handen ist, können die spezifischen Anforderungen aus Forschung und Lehre aufgrund der vorhandenen Nähe umfassend in die Nutzeranforderungen eingebracht werden. In der Projektabwicklung (Baumaßnahme) hingegen haben i. d. R. die Landesbaubetriebe bzw. -verwaltungen die Bauherrenfunktion, sodass die spezifischen Nutzeranforderungen hier nicht weiterentwickelt, konkretisiert und verbindlich vorgegeben werden können. Der Nutzer hat hier keine Entscheidungsbefugnisse mehr. Bei einer Übernahme der Bauherrenfunktion sehen die Hochschulen daher die Chance, die Nutzeranforderungen im gesamten Planungs- und Bauprozess besser einbeziehen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Gebäudemanagementkompetenzen (Hochschulverwaltung) in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Gebäudemanagement in den Hochschulverwaltungen verfügt über ein langjährig entwickeltes Erfahrungswissen über die bauliche und technische Infrastruktur. Mit einer Übernahme der Bauherrenfunktion erwarten die Hochschulen, dass ihr Erfahrungsschatz direkter in alle Phasen der Entscheidungs- und Planungsprozesse für Baumaßnahmen eingebracht werden kann. Da sowohl Gebäudemanagement als auch Baumanagement dann Teil der Hochschulverwaltung wären, ist die frühzeitige Einbindung des Gebäudemanagements in den Planungspro-zess automatisch gewährleistet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnittstellen/Verfahrensvereinfachung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die derzeitige Wahrnehmung der Aufgaben Planung/Bau sowie Bedarfsplanung/Nutzung/Betrieb in unterschiedlichen Zuständigkeiten bedingt natürliche Schnittstellen. Diese führen nach Abschluss einer Baumaßnahme ggf. zu unerwünschten Problemen in der Nutzung und dem Betrieb. Darüber hinaus können die Schnittstellen Verzögerungen im Planungs- und Bauverfahren hervorrufen, z. B. durch unterschiedliche Verfahrensweisen, unterschiedliche Prioritätensetzung, Missverständnisse etc. Mit der Zusammenführung der Aufgaben in eine Zuständigkeit versprechen sich die Hochschulen eine Verringerung der Schnittstellen und damit eine Verfahrensbeschleuni-gung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Komplette Bauherrenfunktion unabhängig vom Bauvolumen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hochschulen nehmen bei Bauunterhaltungsmaßnahmen und kleinen Neu-, Um- und Erweiterungsmaßnahmen (KNUE, bis ca. 1 Mio. €, kann in einzelnen Ländern höher sein) die Bauherrenfunktion bereits in einem Großteil der Länder wahr. Bei großen Neu-, Um- und Erweiterungsmaßnahmen (GNUE, ab ca. 1 Mio. €, kann in einzelnen Ländern höher sein) besitzen die Landesbaubetriebe bzw. -verwaltungen i. d. R. die Bauherrenfunktion. Die Bauverantwortung im Hochschulbau ist daher je nach Größe der Baumaßnahme in unterschiedliche Zuständigkeiten aufgeteilt. Eine Zusammenlegung der Bauverantwortung an einer Stelle würde einen umfassenderen Blick auf alle Baumaßnahmen pro Hochschule ermöglichen und nicht nur bis oder ab einer gewissen Wertgrenze. Hierdurch wäre ein übergreifendes Steuern aller Baumaßnahmen pro Hochschule besser möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Finanzierungsrahmen und -bedingungen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einige Hochschulen streben die Übernahme der kompletten Bauverantwortung für den Hochschulbau und das eigenverantwortliche Steuern der Baumaßnahme, über die Wertgrenzen hinaus, an. Zusätzlich besteht der Wunsch nach einem verbindlichen, langfristigen Finanzrahmen in der Landeshaushaltsplanung und optional ein frei zur Verfügung stehendes Baubudget. Dadurch würde sich weniger der Maßnahmenprozess durch die Mittel-freigabe des Parlaments verzögern und wäre, was den zeitlichen Ablauf betrifft, einschätzbarer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übergabe und Nutzung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch eine Zusammenlegung der Betreiber- und Bauherrenfunktion wird die frühzeitige Beteiligung des Gebäudemanagements am Bauplanungsprozess gefördert und die Übergabe des fertiggestellten Gebäudes an den Nutzer erleichtert. Zudem wird das Interesse des Bauherrn erhöht, zwingend erforderliche Revisionsunterlagen mit größerem Druck von Bauauftragnehmern einzufordern und nachdrückliche Mängel zu beseitigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landesbaustandards/Wirtschaftlichkeit:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die von den Landesbaubetrieben bzw. -verwaltungen angewandten Landesbaustandards sind für den Hochschul-bau (meist Sonderbauten) nicht immer zielführend, da sie i. d. R. lediglich einen zur Erfüllung der Bauaufgabe „ausreichenden“ Kostenaufwand berücksichtigen. Um hier nicht im internationalen Wettbewerb abgehängt zu werden, müssen bereits die Gebäude spezifische, wissenschaftsbezogene Anforderungen erfüllen und dürfen nicht auf ein ausreichendes „Standardprogramm“ reduziert werden. Eine Übernahme der Bauherrenfunktion würde diesen Blickwinkel stärker in den Fokus rücken und ihm mehr Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baufachliche Qualität/Bauerfahrung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Hochschulerfahrung mit kleineren Baumaßnahmen und teilweise großen drittmittel-finanzierten Maßnahmen liegen weitreichende Erkenntnisse für Hochschulbaumaßnahmen vor. Diese können bei einer Übernahme der Bauherrenfunktion durch Hochschulen unmittelbar eingebracht werden und somit eine Verbesserung der baufachlichen Qualität ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.7. Management der Flächen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein strategisches Flächenmanagement reduziert den Energieeinsatz pro Nutzer, indem es die Auslastung der Flächen innerhalb der Woche erhöht oder die Inanspruchnahme der Fläche pro Nutzer verringert. Das Flächenmanagement an Hochschulen verfolgt jenseits der globalen Zielsetzung einer sparsamen Flächeninanspruchnahme oftmals drei konkrete Zielsetzungen. Zum einen geht es darum, die von der Hochschulleitung oder beauftragter Bauabteilungen angesteuerten Organisationseinheiten, also z.B. Lehrstühle, Institute oder Fachbereiche genau mit denjenigen Flächen auszustatten, die sie benötigen. Die Definition des Flächenbedarfs orientiert sich zwar an landesseitigen Standards und fachspezifischen Anforderungen. Gleichwohl eröffnen sich Spielräume für hochschuleigene, strategische Flächenmanagementvorgaben, die z.B. die Zielsetzung der Klimaneutralität aufgreifen. Konkret bedeutet dies, dass beispielsweise in Berufungszusagen alte „Erbhöfe“ nachjustiert werden. Oder es geht um die Sicherstellung der Flexibilität von Forschungsflächen. Den dritten bedeutenden Bereich macht die klassische Lehrraumbelegung aus. Hier geht es um die gleichmäßigere und letztendlich höhere Auslastung der Räume innerhalb der gesamten Woche und um das genauere Übereinstimmen (‚matchen‘) der Gruppen- und Raumgrößen (FN: Ruiz, Marcelo (2015): Welche Bedeutung haben Flächen in der Hochschulsteuerung auf Landes- und Hochschulebene? In: Magazin für Hochschulentwicklung (2), S. 12–13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht immer sind dazu hochentwickelte CAFM-Systeme erforderlich. In den zentralen Hochschulverwaltungen ist eine systematische und idealerweise an Landesstandards angepasste Bedarfsplanung erforderlich. Lehrraumma-nagementsysteme sind heutzutage selbstverständlich edv-basiert. Zentral organisierte Lehrraumbelegungssys-teme schneiden hinsichtlich ihrer Flächeneffizienz besser ab als dezentrale oder gemischte Systeme (FN: Fenner, Henrich (2014): Hörsäle und Seminarräume: Bestände besser nutzen. Auslastungsuntersuchungen an Hochschu-len als Basis eines effektiven Lehrraummanagements. In: Wissenschaftsmanagement - Zeitschrift für Innovation (2), S. 54–57).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good Practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Stuttgart:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-stuttgart.de/universitaet/organisation/verwaltung/dez6-flaechenbaumanagement/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Heidelberg:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-heidelberg.de/einrichtungen/verwaltung/bau/flaechenmanagement.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Konstanz:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-konstanz.de/facility-management/gebaeudeservices/raumverwaltung-gaestehaeuser-schluesselverwaltung-veranstaltungsplanung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.8. Finanzierungen prüfen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz und zum Klimaschutz ist grundsätzlich über Förderpro-gramme möglich. Diese existieren z. B. auf Landes- und Bundesebene. Hierbei ist häufig auch ein Eigenbeitrag der Hochschulen zu leisten. Darüber hinaus sind Modelle des Contracting und Intracting möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessischen Landesregierung. HIS-HE: Forum, Nr. 3, 2020, S. 25, S. 32&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bauerfeind-Roßmann, I.: Hochschulen in Hessen leisten ihren Beitrag zur Klimaneutralität des Landes. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 7 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Binnewies, K.: Die novellierte Kommunalrichtlinie der nationalen Klimaschutzinitiative. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knissel, J.: Universität Kassel beschreitet mit dem Intracting-Modell neue Wege bei der Finanzierung von Energiespar-Maßnahmen. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 20 - 21&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good Practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Kassel: Intracting Forschungsprojekt.&lt;br /&gt;
Das Intracting-Prinzip will durch Energiesparmaßnahmen eingesparte Energiekosten einer extra geschaffenen „Intracting-Kostenstelle“ gutschreiben und wieder in neue Energiesparmaßnahmen investieren. Im Hochschulbereich findet dieses Verfahren bisher kaum Anwendung. Das Forschungsprojekt IntrHo will die Realisierungsmöglichkeiten für Intracting an Hochschulen untersuchen. Zielsetzung ist, ein anwendungsorientiertes, übertragbares Finanzierungskonzept für Energiesparmaßnahmen an Hochschulen zu entwickeln und zu erproben. Es gehe darum, das jeweilige hochschulinterne Energiemanagement in die Lage zu versetzen, kontinuierlich die Effizienz seiner Hochschulgebäude zu steigern und vorhandene Energieeinsparpotenziale zu erschließen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-kassel.de/uni/universitaet/profil/profil-umwelt-und-nachhaltigkeit/umwelt-und-nachhaltigkeit/betrieb/intracting/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HAW Hamburg: Einspar-Contracting.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwei Standorte der HAW wiesen verschiedene, veraltete Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik auf, eine ineffiziente Belüftung und Beleuchtung führten zu hohen Instandhaltungs- und Energiekosten. Die Hochschule entschied sich deshalb, die Energieeffizienz ihrer Gebäude zu erhöhen und die Energiekosten von bis zu 27 Prozent mit dem Energiespar-Contracting von Siemens ab 2014 zu reduzieren. Dabei wurden Lüftungs- und Klimaanlagen einschließlich der Luftverteilung ausgetauscht, raumlufttechnische Anlagen und die Heizungsanlagenhydraulik optimiert und das bestehende Gebäudeautomationssystem optimiert. Um die garantierte Einsparung sicherzustellen und künftig weiter zu optimieren, übernimmt Siemens das Energie-Monitoring und -Controlling der umgebauten Anlagen. Das dafür integrierte Messkonzept erfasst kontinuierlich und automatisiert den Verbrauch von Strom, Wärme, Kälte, Wasser, von Volumenströmen in Heizungs-, Lüftungs-, Klima- und Kälteanlagen sowie deren Regelungszonen. Damit werden 27 % der jährlichen Energiekosten gespart.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.energiecontracting.de/4-projekte/projektansicht.php?pid=6083&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Energiespar-Contracting.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://energie.blog/erfolgreiches-energiespar-contracting-an-der-uni-bremen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====6.2. Operativ====&lt;br /&gt;
Die Sortierung der einzelnen konkreten operativen Maßnahmen kann aus systematischen Aspekten in folgende Kategorien erfolgen (siehe Abb. 2):&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
*technische Maßnahmen&lt;br /&gt;
*organisatorische Maßnahmen &lt;br /&gt;
*verhaltensbedingte Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Maßnahmen zum Klimaschutz in Hochschulen.png|850px|thumb|Abbildung 2: Maßnahmen zum Klimaschutz in Hochschulen, sortiert nach Handlungsfeldern und Kategorien (Grafik von HIS-HE: Forum Hochschulentwicklung 3|2020 – Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus, Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den &#039;&#039;&#039;technischen Maßnahme&#039;&#039;&#039;n zählen in erster Linie alle Aktivitäten, die am Gebäudebestand oder den Anlagen ansetzen und in der Regel investiv sind. Klassische Beispiele sind die Wärmedämmung der Gebäudehülle, die Sanierung der Heizungsanlage oder der Lüftungsanlage sowie die Umgestaltung der Beleuchtung. Für den Nachweis der Effekte dieser Maßnahmen ist eine Messarchitektur erforderlich, die valide Daten liefert. Nachgewiesene Einsparungen müssen sich allerdings immer an den Investitionen und den Amortisationszeiten messen lassen. Darüber hinaus haben sehr massive Eingriffe in die ursprüngliche Physik eines Gebäudes oft neue Nebenwirkungen, die nachteilig sein können. &#039;&#039;(Beispiele für technische Maßnahmen siehe unten)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Maßnahmen&#039;&#039;&#039; sind insbesondere alle Aktivitäten, die am Betrieb der Gebäude oder den Anlagen ansetzen und in der Regel nicht investiv sind. Klassische Beispiele sind die temporäre Schließung von Gebäuden, das Herunterfahren von Heizungs- und Lüftungsleistung. Angestrebte Maßnahmen müssen sich allerdings oft am Widerstand der Nutzer messen lassen, wenn eine Diskussion über Erwartungen und Komfort geführt wird. &#039;&#039;(Beispiele für organisatorische Maßnahmen siehe unten)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den &#039;&#039;&#039;verhaltensbedingten Maßnahmen&#039;&#039;&#039; zählen in erster Linie Aktivitäten, die am konkreten (aktiven) Verhalten der Akteure in der Universität ansetzen; diese Maßnahmen sind, entgegen häufiger Meinung auch investiv, denn eine verstetigte Verhaltensveränderung einzelner Akteure bedarf einer kontinuierlichen Information und Motivation. Und auch bei diesen Maßnahmen sollte daher die kritische Prüfung von Aufwand und Ertrag erfolgen. Typische Beispiele sind das Ausschalten des Stand-by-Betriebes oder das richtige Lüften sowie Regulieren der Raumtemperatur. Für den Nachweis der Effekte verhaltensbedingter Maßnahmen im Hochschulbereich existieren Ergebnisse aus zwei Forschungsvorhaben. &#039;&#039;(Beispiele für verhaltensbedingte Maßnahmen siehe unten)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die technische Ausstattung neuer Hochschulgebäude, so die aktuellen Beobachtungen, bedingt, dass die Nutzer nur noch sehr eingeschränkt durch aktives Handeln zur Energieeinsparung beitragen können. Wenn also über Budgetierungsverfahren die Energieeinsparung durch Nutzer belohnt werden soll, bedarf es neuer Formen. Aus diesem Grund erprobt HIS-HE aktuell ein Dialogverfahren in Hochschulen, bei dem die Nutzer dem Energiemanagement und den Serviceeinheiten für die Bereitstellung ihre konkreten Ansprüche für den Betrieb der Gebäude und Räume darstellen. Aus diesem Dialog ergeben sich neue Einsparungspotentiale.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.2.1. Technik=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wöhning, C.: Projekt &amp;quot;Erkennen und Verringern der Grundlast&amp;quot;. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 13&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
EnEff Campus: blueMAP TU Braunschweig: Für den Campus der Technischen Universität Braunschweig wird ein Integraler Energetischer Masterplan entwickelt. Dabei werden auf Basis einer Bestandsaufnahme Methoden und Werkzeuge zur mittelfristigen Reduzierung des Primärenergieverbrauchs um 40 % und zur langfristigen Versorgung des Campus mit ausschließlich regenerativen Energien erarbeitet (2015).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/igs/forschung/eneffcampus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Lüftung und Klimatisierung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Optimierte Lüftungsschaltung&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://magazin.tu-braunschweig.de/m-post/dank-optimierter-lueftungsschaltung-auf-dem-siegertreppchen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Wärmeversorgung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Berlin: Neue Methode auf dem Campus von TU Berlin und Universität der Künste, um das Wärmewendeziel der Bundesregierung zu erreichen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pressestelle.tu-ber-lin.de/menue/tub_medien/publikationen/medieninformationen/2019/juni_2019/medieninformation_nr_1052019/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Beleuchtung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Umstellung auf LED im Foyer (Audimax).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/energieberatung/led-beleuchtung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Greifswald: Umstellung auf LED in der Universitätsbibliothek.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.gebaeudedigital.de/schwerpunkt/licht-und-schatten/umstellung-auf-led-in-der-universitaetsbibliothek/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Eigenerzeugung Energie&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hochschule Reutlingen: Neue Solaranlage auf dem Dach der Hochschule.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.reutlingen-university.de/news/aktuelles/detail/article/staatssekretaerin-weiht-solaranlage-auf-dem-dach-der-hochschule-ein/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kassel: Universität produziert Solarstrom für den eigenen Verbrauch.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/3-aktuelles/nachrichten/39-umfrage-ap-betrieb.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Für die Stärkung der Versorgung des Gebäudebestands mit regenerativen Energien, installiert die TU Braunschweig neun Photovoltaik-Anlagen auf geeigneten Dächern.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/gb3/energiemanagement/test-neu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Oldenburg: Photovoltaik&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://uol.de/dezernat4/technisches-gebaeudemanagement/pv-anlagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jade Hochschule: Förderbescheid für den Bau einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Haupthauses.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
http://www.wzonline.de/nachrichten/newsdetails-top-thema/artikel/energie-vom-dach-der-jade-hochschule.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Green IT&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Bremen: GreenIT Housing-Center wird durch die Universität betrieben. Die Installation, Administration und der Betrieb der Server bleibt in der Eigenverantwortung der dezentralen Administratoren, die durch ein elektronisches Zugangskontrollsystem jederzeit Zugang zum Gebäude und zu den Ihnen zugeordneten Serverracks bekommen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bremen.de/zfn/weitere-it-dienste/serverhousing-webhosting/green-it-housing-center&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Stuttgart: Auf dem Weg zu nachhaltigen Rechenzentren – Konsortium unter Führung der Universität Stuttgart stellt Handlungsempfehlungen zur Senkung des Energie- und Rohstoffverbrauchs vor.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-stuttgart.de/universitaet/aktuelles/presseinfo/Auf-dem-Weg-zu-nachhaltigen-Rechenzentren/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.2.2. Organisation=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Temporäre Schließungen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Wärmeabsenkung zwischen Weihnachten und Neujahr.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.leuphana.de/universitaet/organisation/universitaetsverwaltung/gebaeudemanagement/lebenswelt-universitaet/klimaneutrale-universitaet/energieeffizienz.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Bauen und Betreiben&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen: Leitfaden zum Technischen Monitoring von öffentlichen Gebäuden zur Betriebsoptimierung und Effizienzsteigerung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/nachhaltiges_bauen/download/technisches_monitoring/Leitfaden_zum_technischen_Monitoring-2018.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Universität Braunschweig: Anforderungen und Möglichkeiten des technischen Monitorings zur Unterstützung des Planungs- und Inbetriebnahmeprozesses.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Veranstaltungen_Vortraege/2019/Forum_Gebaeudemanagement_2019/6_Plesser_Braunschweig.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Energiemanagement&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung: Energieportal – Hochschulseiten.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/leistungen/energie-und-umwelt/energieeffizienz/energieportal-fuer-hochschulen/energiemanagement-an-hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung: Nachhaltigkeitsportal – Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/klimaneutralitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Göttingen: Das Gebäudemanagement setzt ein 11-Punkte-Programm um, mit dem dem steigenden Energieverbrauch und den Energiekosten begegnet werden soll.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-goettingen.de/de/33522.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Unterstützung einführen (CAFM / EMAS / ISO / Benchmarking)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Goethe-Universität Frankfurt: Energiemanagement nach DIN ISO 50001.&lt;br /&gt;
Das Energiemanagement der Goethe-Universität Frankfurt ist als erstes einer deutschen Universität nach DIN ISO 50001 zertifiziert worden. Zusätzlich wurden Leitlinien für Energiemanagement und Umweltschutz festgelegt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://aktuelles.uni-frankfurt.de/aktuelles/beitrag-der-goethe-universitaet-zur-klimawoche/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benchmarking: CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen.&lt;br /&gt;
HIS-HE erstellt seit 2009 (Bilanzierungsjahr 2008) eine jährliche Bilanz für alle hessischen Hochschulen und dokumentiert diese in einem Bericht. Dieses erfolgt in enger Kooperation mit dem Fachpersonal für Energiemanagement.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail/hessen-co%E2%82%82-bilanz-an-hessischen-hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Verwaltung und Wissenschaft kooperieren&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Darmstadt: EnEff:Stadt Campus Lichtwiese zur energieeffizienten Weiterentwicklung des Campus Lichtwiese durch intelligente Systemvernetzung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.intern.tu-darm-stadt.de/dez_v/versorgung_technik/energiemanagement_1/eneff_stadt_campus_lichtwiese/eneff_stadt_campus_lichtwiese.de.jsp&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.: Nachhaltigkeitsberichterstattung an hessischen Hochschulen. HIS-HE: Medium, Nr. 1 (2019), S. 14&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1597404286&amp;amp;hash=8743ecfcda18a6042469a76bfb2bf277af400afc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Medium/Medium_201901_Nachhaltigkeit.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.2.3. Verhalten=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Matthies, E.; Wagner, H.-J.: (Hrsg.): Change – Veränderung nachhaltigkeitsrelevanter Routinen in Organisationen. LIT Verlag, Berlin, 2011. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;lr=&amp;amp;id=umQwyFkIp68C&amp;amp;oi=fnd&amp;amp;pg=PA1&amp;amp;dq=verbundprojekt+change+hochschule+verhaltens%C3%A4nderung+energieeinsparung&amp;amp;ots=Ux-yoJY8dk&amp;amp;sig=gnrfO3s0u5L82gNoYtIOORRlPuw#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Klimaschutz und Energieeffizienz. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Nr. 1, 2017, S. 12 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2017&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Ergebnisse aus Forschungsprojekten zum Nutzerverhalten&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Echo: Energieeffizienz und CO2-Einsparungen an Hochschulen erreichen und gestalten ist möglich – Leitfaden zur Umsetzung einer Energiesparkampagne &lt;br /&gt;
https://www.echo-energie.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
change: Veränderung nachhaltigkeitsrelevanter Routinen in Organisationen (change).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
http://www.change-energie.de/&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Good practice – Anreizsysteme und Dialog der Serviceeinheiten&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung: Entwickeln und setzen von Anreizsystemen zur Energieeinsparung an hessischen Hochschulen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail?tx_hishe_hishefe%5Bproject%5D=365&amp;amp;cHash=ef6015979a48ae75ed785cee3c022b8b&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Reine Informationsmaßnahmen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzwoche.&lt;br /&gt;
Bei der Klimaschutzwoche im Jahr 2018 der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde wurden Gäste mit Vorträgen, Diskussionen und Do It Your Self Aktionen über den Klimawandel informiert. Durch initiative Beteiligte konnte ein breitgefächertes und spannendes Programm aufgestellt werden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/Klimaschutzwoche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Film zum Klimaschutz.&lt;br /&gt;
Die Hochschule Osnabrück hat einen Film über den Klimaschutz an der eigenen Hochschule veröffentlicht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/wir/wir-stellen-uns-vor/wir-in-der-gesellschaft/themen/klimaschutz/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bayreuth: Klimaschutzwoche.&lt;br /&gt;
Die Klimaschutzwoche der Fairtrade-Universität Bayreuth wurde vom Studierendenparlament mit Hilfe der Plattform Green Campus organisiert. Diverse Themen rund um den Klimaschutz wurden von Initiativen in unterschiedlichen Formaten vorgestellt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nordbayerischer-kurier.de/inhalt.uni-klimawoche-weil-s-alle-angeht.e0a724b8-d1a7-42bc-8262-43e528b948b1.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Energiespartipps.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.leuphana.de/universitaet/entwicklung/nachhaltigkeit/klimaneutrale-universitaet/energiesparen.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Hochschule Mittelhessen: Der „Energietag“.&lt;br /&gt;
2018 veranstaltete die Technische Hochschule Mittelhessen einen Energietag, an dem praxisnah die Themen Energienutzung und CO2-Einsparung behandelt wurden. Konkret ging es um zukunftsweisende Elektromobilität und die Energieeinsparung bei der Gebäudenutzung. Firmen, Zentren, Fachbereiche und Arbeitsgruppen stellten dabei ihre Projekte und Entwicklungen vor.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.thm.de/site/hochschule/aktuelles/aus-lehre-und-forschung/viel-energie.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Mobilität&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zink, A.: Mobilität und Mobilitätsmanagement in Hochschulen. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2019, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091865&amp;amp;hash=416d648c63e5bebcd68028f68fcce3e593100074&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2019-2.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Leuphana-Campus wird verkehrsberuhigt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.leuphana.de/news/pressemitteilungen/pressemitteilungen-ansicht/datum/2019/09/27/leuphana-campus-wird-verkehrsberuhigt.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Carsharing Projekt mit den Kreiswerken.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Aktuelles/Presseportal/Pressemitteilungen/Verkehrswende-an-der-Hochschule-fr-nachhaltige-Entwicklung-Eberswalde-E10487.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachhochschule Bielefeld: Eine Art „Mehrfachsteckdose“ für das Laden von Elektrofahrzeugen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fh-bielefeld.de/ium/fit2load&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Präsidiumsbeschluss verpflichtet alle Angehörigen der Hochschule Strecken unter 1.000 Kilometer mit Bus oder Bahn anstelle des Flugzeugs zurückzulegen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Aktuelles/Presseportal/Pressemitteilungen/Es-geht-auch-ohne-E10372.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Justus Liebig Universität Gießen: Beschaffung von E-Bikes für Beschäftigte vom Land gefördert.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-giessen.de/ueber-uns/pressestelle/pm/pm172-19&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Bremen: Fahrradmodellquartier wird mit Eröffnung des Repair-Cafés an der Hochschule fertiggestellt.&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
https://weserreport.de/2019/07/bremen/sued/mehr-als-eine-werkstatt/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Heilbronn: Mobilitätsprojekt PendlerRatD will Berufspendler zum Umstieg vom Auto aufs Rad bewegen. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://radmarkt.de/nachrichten/fahrradde-unterstutzt-mobilitats-initiative-pendlerratd&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Testphase für ein neues Pedelec-Verleihsystem für Mitarbeitende der Stadtwerke und der Hochschule.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/stadtwerke-testen-stationsflexibles-pedelec-verleihsystem-erste-phase-in-kooperation-mit-der-hochs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE (DKE): Ladeinfrastruktur Elektromobilität - Der technische Leitfaden für Installation und Betrieb in der Praxis.&lt;br /&gt;
Was ist bei der Planung, Errichtung und dem Betrieb einer Ladeinfrastruktur zu beachten und welche Normen und Vorschriften sind hierbei von Bedeutung? Antworten darauf gibt die dritte Version des technischen Leitfadens für die Ladeinfrastruktur der Elektromobilität – ein Projekt von DKE, BDEW, ZVEH, ZVEI und VDE|FNN. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.dke.de/de/arbeitsfelder/mobility/technischer-leitfaden-ladeinfrastruktur-elektromobilitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Furtwangen: Modellprojekt zur Sicherung der Erreichbarkeit ländlicher Hochschulen mit Hilfe nachhaltiger Mobilitätslösungen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/abschlussveranstaltung-zu-mobilitaetsprojekt-an-hochschule-furtwangen-1/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Elektromobilität auf dem Campus.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/news-einzelansicht/news/detail/News/elektromobilitaet-auf-dem-campus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität des Saarlandes: AStA der Saar-Universität eröffnet Fahrradverleih.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-saarland.de/universitaet/aktuell/artikel/nr/20845.html&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=6009</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Energiemanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=6009"/>
		<updated>2020-11-29T20:58:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: /* 6.1.2. Controllingkonzept umsetzen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Nachhaltiges Energiemanagement, nachhaltiger Umgang mit Energie ==&lt;br /&gt;
===1. Betroffener Personenkreis===&lt;br /&gt;
Der Beitrag richtet sich an das Fachpersonal im technischen Gebäudemanagement, welches auf der operativen Ebene mit der Bereitstellung von Energie sowie dem Management der Energienutzung betraut ist. Darüber hin-aus werden strukturelle Hinweise gegeben, die für das Leitungspersonal relevant sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2. Relevanz===&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Gebäudemanagements besteht darin, optimale Bedingungen für die Kernaufgaben der Hoch-schulen zu schaffen. Hierzu zählt auch das Bereitstellen von und der Umgang mit Energie. Vor diesem Hintergrund bewegt sich dieses Handlungsfeld immer in einem besonderen Spannungsfeld, wenn auch ein effizienter, mög-lichst sparsamer Einsatz von Energie erfolgen soll, um CO2 und Kosten einzusparen. Potentielle Zielkonflikte zwi-schen dem Anspruch, bestmögliche Voraussetzungen für Forschung und Lehre zu schaffen und gleichzeitig Ener-gie effizient einzusetzen, sind der Organisation Hochschule immanent.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind gesetzliche Vorgaben (siehe unten) und Kostenaspekte (insb. steigende Energiekosten) Rah-menbedingungen, die dem Thema Energieeinsatz eine Relevanz geben. Die zentrale Facette scheint allerdings der stetig zunehmende öffentliche, gesellschaftliche Druck zum aktiven Klimaschutz zu sein, der insbesondere von Hochschulen und den Mitgliedern ausgeht und sehr stark von den wissenschaftlichen Erkenntnissen und konkre-ten Zielvorgaben gestützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3. Gesetzliche Grundlagen===&lt;br /&gt;
Gesetzliche Vorgaben existieren, um Gebäude nach hohem Energieeffizienzstandard zu errichten bzw. zu sanieren und den energieeffizienten Betrieb bereits in der Phase des Planens zu berücksichtigen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesetzliche Rahmen für bauliche Maßnahmen wurde bisher durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmG) verbindlich festgelegt. Mit dem geplanten Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) &amp;lt;ref&amp;gt;Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz - GEG), Entwurfsstand: 03.07.2020 (nach Zustimmung im Bundesrat).&amp;lt;/ref&amp;gt; ab November 2020 werden die bisherigen Regelungen aus EnEG, EnEV und EEWärmeG in einem Gesetz zusammengefasst. Grundlage der bisherigen nationalen Regelungen sind die Richtlinien der EU, insbesondere als Basis für die o. g. gesetzlichen Regelungen die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen ergeben sich Anforderungen aus den gesetzlichen Regelungen im Rahmen von EnEG, EnEV, EEWärmeG bzw. zukünftig GEG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sanierungs- und Neubaumaßnahmen: Baubezogene Regelungen, Energieausweise für Gebäude, Standards für „Niedrigstenergie-Gebäude“&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
* Betrieb von Gebäuden und technischen Anlagen: Energetische Inspektion (Klimaanlagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der GEG-Einführung sind zunächst keine Verschärfungen der bisherigen Regelungen der EnEV vorgesehen. Eine Überprüfung dieser Standards ist erst für das Jahr 2023 vorgesehen. Neu sind dagegen eine Innovationsklausel und der so genannte Quartiersansatz. Zunächst befristet bis Ende 2023 sind damit Möglichkeiten zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen anstelle des Primärenergieeinsatzes sowie eine gemeinsame Berücksichtigung von Gebäuden an einem zusammenhängenden Standort möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Regelungen aus den EU-Richtlinien werden erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt. Das „Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität“ (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) – kurz: GEIG – gehört dazu und bezieht die in 2018 aktualisierten Regelungen der EU-Gebäuderichtlinie von 2010 ein.  Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat dazu den Gesetzentwurf ausgearbeitet, der für Baumaßnahmen (Neubau und umfassende Sanierungen) ab dem 11. März 2021 relevant werden soll. Bei Nicht-Wohngebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen muss demnach mindestens jeder fünfte Stellplatz entsprechend ausgerüstet und mindestens ein Ladepunkt errichtet werden. Ab 2025 muss jedes (bestehende) nicht zum Wohnen genutzte Gebäude mit mehr als zwanzig Stellplätzen mit mindestens einem Ladepunkt ausgestattet werden &amp;lt;ref&amp;gt;Entwurf eines Gesetzes zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz – GEIG), Stand: 04.03.2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind weitere gesetzliche Regelungen, die im Zusammenhang mit dem Bezug und der Nutzung von Energie stehen für die Hochschulen von Bedeutung. Beispielhaft genannt werden hier &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Service/Gesetzeskarte/gesetzeskarte.html&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das insbesondere die Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien festlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), das die Förderungen für hocheffizienter KWK-Anlagen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das die Rahmenbedingungen für eine „sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Gas“ festlegt und insbesondere für Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze im Rahmen der Versorgung Dritter von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stromsteuergesetz (StromStG), das die Besteuerung von Strom sowie auch die Ermäßigung oder die Befreiung von der Steuer unter bestimmten Voraussetzungen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Treibhausgas-Emissionshandels-Gesetz (TEHG), auf dessen Grundlage der Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen in einem EU-weiten Emissionshandelssystem basiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) zur Regelung der Voraussetzungen für die Einführung und den Betrieb eines Anlagenregisters für Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Grubengas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der übergeordneten Ebene der EU ist weiterhin der „Klima- und energiepolitische Rahmen“ mit den  EU-weiten Zielvorgaben und politischen Zielen für den Zeitraum 2021 bis 2030 zu benennen, an dem sich die nationale Gesetzgebung orientieren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen von Bedeutung dürfte die Herausstellung der „Vorbildfunktion der öffentlichen Hand“ wie aktuell in § 4 des GEG bzw. § 1a EEWärmeG und EnEG § 2a (Niedrigstenergiegebäude) sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: Noch Kundenanlage oder schon Netz? BGH-Urteil liefert konkrete Hinweise, aber keine allgemeingültige Lösung. In: HIS:Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2020, S.3&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091621&amp;amp;hash=ad71f51ce9852bb0df44a036090d20859fd000cc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2020-02_Energierecht.pdf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===4. Ziele===&lt;br /&gt;
Für einen nachhaltigen Umgang mit Energie können sich Hochschulen, insbesondere wenn die CO2-Emissionen ein zentraler Indikator sein sollen, bei der Zielsetzung an drei wesentlichen Handlungsfeldern orientieren; diese lauten: Minimieren, substituieren und kompensieren von CO2-Emissionen. Wesentlich dabei ist die Prämisse: Minimierung vor Substitution vor Kompensation.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Minimierung&#039;&#039;&#039; bedeutet, tatsächlich weniger Energie zu verbrauchen, also den Energieverbrauch reduzieren und bei gleichem Energieträger eine Verringerung der CO2-Emissionen erzielen (z. B. technische oder organisatori-sche Maßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Substitution&#039;&#039;&#039; bedeutet, emissionsarme Energieträger einzusetzen. Bei gleichem Energieverbrauch werden damit Energieträger genutzt, die weniger CO2-Emissionen verursachen (z. B. Kauf von Ökostrom).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompensation&#039;&#039;&#039; bedeutet, für selber verursachte CO2-Emissionen an anderer Stelle eine CO2-Senke zu schaffen (z. B. Kauf von Zertifikaten, Organisation eigener Projekte). Gesetzlich sanktionierte Beispiele hierfür finden sich im Immissionsschutzrecht (z. B. §§ 17 ff. BImSchG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===5. Hemmnisse und Treiber===&lt;br /&gt;
Ein nachhaltiges Energiemanagement ist eingebettet in die Organisation (Strukturen) und den praktischen Betrieb (operative Handlungsmöglichkeiten) der Hochschule. Auf diesen beiden Ebenen können strukturell folgende Hemmnisse und Treiber für die Umsetzung eines nachhaltigen Umgangs mit Energie identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hemmnisse&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ressourcenmangel&lt;br /&gt;
*fehlende personelle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende Sichtweise auf langfristigere Effekte und die Externalisierung der Kosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsprozess&lt;br /&gt;
*limitierte Zeit für Planungsaufgaben sowie Fehler während der Bauplanung&lt;br /&gt;
*mangelnde Kommunikation zwischen Nutzern, Planern, Betreibern und Bauherren&lt;br /&gt;
*unkoordinierte Inbetriebnahme von neu erstellten Gebäuden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgaben&lt;br /&gt;
*keine Verankerung im Leitbild der Hochschule&lt;br /&gt;
*kein Klimaschutzkonzept mit definierten, priorisierten Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäudebestand&lt;br /&gt;
*unzureichende Messarchitektur&lt;br /&gt;
*hoher Technisierungsgrad bei Neubauten&lt;br /&gt;
*kein strukturiertes Flächenmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschullogik&lt;br /&gt;
*starke Egoismen der Fachbereiche&lt;br /&gt;
*schwere Einflussnahme auf Verhalten von Mitarbeitenden und Studierenden&lt;br /&gt;
*häufig wechselnde Akteure in der Mitgliedschaft der Hochschule&lt;br /&gt;
*fehlende Absprachen der beteiligten Serviceeinheiten der Hochschulen&lt;br /&gt;
*unklare Grenzen zwischen Komfort und Freiheit von Forschung und Lehre&lt;br /&gt;
*Spannungsfeld zwischen dem Ziel Energieeinsparung und energieintensiver Forschung mit Großgeräten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Treiber (nicht zu verwechseln mit Maßnahmen)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesetze, Normen, Zertifikate&lt;br /&gt;
*konkrete gesetzliche Vorgaben (insbesondere EnEV bzw. das künftige GEG, EEG, KWKG)&lt;br /&gt;
*AMEV Technisches Monitoring 2017&lt;br /&gt;
*Betrachtung der Lebenszykluskosten von Gebäuden (BNB Zertifikate)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenz&lt;br /&gt;
*Vernetzung und Kompetenzerweiterung des Fachpersonals&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fördermittel&lt;br /&gt;
*Bereitstellung von Fördermitteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Fortschritte&lt;br /&gt;
*Digitalisierung im Gebäudemanagement&lt;br /&gt;
*Einsatz erneuerbarer Energien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerer Druck&lt;br /&gt;
*öffentliche Diskussion zum Klimaschutz&lt;br /&gt;
*Thematisierung in den Zielvereinbarungen und Hochschulentwicklungsplänen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===6. Maßnahmen zur Implementierung===&lt;br /&gt;
Für eine Implementierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz kann strukturell zwischen strategischen und operativen unterschieden werden. Hierbei sind die strategischen dadurch charakterisiert, dass sie „gute Rahmenbedingungen“ für die operativen schaffen. Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen benannt und Beispiele für „good practice“ angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====6.1. Strategisch====&lt;br /&gt;
=====6.1.1. Governancestrukturen schaffen=====&lt;br /&gt;
Governance kann verstanden werden als Aufgabe, die Prozesse für einen erfolgreichen Klimaschutz geordnet zu koordinieren. Für eine Governance, explizit auch zum Klimaschutz bzw. zur Energieeffizenz, kann für den Praxis-betrieb auf die Bereiche Politik, Profession, Organisation, Wissen und Öffentlichkeit aus dem Governance-Regler zurückgegriffen werden, der im Handlungsfeld Governance von HOCHN entwickelt wurde und in der Evaluation der Nachhaltigkeitskonzepte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt einem Praxistest unterzogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessi-schen Landesregierung. HIS-HE:Forum, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeitsgovernance an Hochschulen - BETA, Oktober 2018:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/2-handlungsfelder/01-governance.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Berlin: Nachhaltigkeitsrat.&lt;br /&gt;
Der Nachhaltigkeitsrat wurde im Jahr 2018 Gegründet und besteht aus gewählten Mitgliedern der TU Berlin sowie externen Teilnehmenden. Der Nachhaltigkeitsrat ist darüber hinaus ein offenes Gremium, in dem jede und jeder willkommen ist, der sich für die nachhaltige Entwicklung der TU Berlin interessiert und daran mitwirken möchte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltigkeitsrat.tu-berlin.de/menue/nachhaltigkeitsrat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Runder Tisch zur nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;
Der Runde Tisch „Nachhaltige Entwicklung der HNEE“ wurde 2010 als demokratisches, von allen Interessengrup-pen der Hochschule gemeinsam getragenes und gestaltetes Gremium von der heutigen Nachhaltigkeitsmanage-rin und der Koordinatorin für die familienfreundliche Hochschule ins Leben gerufen. Ziel ist eine gemeinsame, von allen Hochschulgruppen entwickelte, umfassende nachhaltige Entwicklung an der HNEE.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement-an-der-HNEE/Beteiligung-und-Mitmachen/Runder-Tisch-Nachhaltigkeit/Runder-Tisch-zur-nachhaltigen-HNEE-Entwicklung-E6093.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Nachhaltigkeitsleitlinien.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/uni/nachhaltige-hochschule/home/nachhaltigkeitsleitlinien/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Harz: Senatskommission &amp;quot;Nachhaltige Hochschule Harz&amp;quot;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-harz.de/nachhaltige_hs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FU Berlin: Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.2. Controllingkonzept umsetzen=====&lt;br /&gt;
Controlling meint, die Aktivitäten zur Energieeffizienz gezielt zu steuern. Das Controlling fußt damit auf einer quantitativen Grundlage. Dieses kann die zahlenmäßige und graphische Auswertung der monatlichen Ver-brauchsdaten (gebäudebezogen) sein, um Veränderungen erkennen zu können und um die Nutzer zu informieren und zu motivieren sowie die gezielte Beobachtung der den konkreten Maßnahmen zugeordneten Zähler. Um die Zielsetzung für das Controlling-Konzept zu erreichen (insb. die Wirksamkeitsmessung), sind folgende Strukturen als Rahmenbedingungen zu schaffen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übergabe der operativen Verantwortung an speziell ausgebildetes Fachpersonal (für Klimaschutz) mit zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
*Gründung eines Klimaschutzbeirats mit Kontroll- und Lenkungsfunktion (dieses kann der Umweltaus-schuss übernehmen).&lt;br /&gt;
*Durchführung regelmäßiger Audits zur Überprüfung des Projektfortschritts und Messbarkeit über ein Kennzahlsystem herstellen (als Elemente im Managementkreislauf: plan (Ziele, Verantwortungen, Res-sourcen festlegen), do (Durchführung gemäß Planung), check (Zielerreichung prüfen, Fehler erheben), act (Fehler analysieren, Lösungsmöglichkeiten finden und auswählen).&lt;br /&gt;
*Sicherung der Finanzierung (ggf. über einen Klimaschutz-Etat).&lt;br /&gt;
*Etablieren eines Berichtswesens, auch für die Hochschulleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Hochschulen haben aktuell eine Beteiligung an einem normierten Umweltmanagementsystem nach EMAS:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt: Beteiligung an EMASplus.&lt;br /&gt;
Als erste Universität in Deutschland hat die KU das Zertifikat „EMASplus“ erhalten. Grundlage dafür ist die Etablierung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagements, das Ökologie, Soziales und Ökonomie umfasst. Damit verpflichtet sich die Katholische Universität dazu, ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Wirkungen re-gelmäßig systematisch überprüfen zu lassen und kontinuierlich zu optimieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.ku.de/kommunikation/presse/pi/einzelansicht/article/ku-erhaelt-als-erste-universitaet-in-deutschland-das-zertifikat-emasplus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 79 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule RheinMain: Klimaschutzkonzept Hochschule RheinMain. Abschlussbericht, Juni 2018, S. 67 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-rm.de/fileadmin/Home/Hochschule/Veroeffentlichungen/Klimaschutz/20180815_Abschlussbericht_KlischKo_HSRM_final.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzkonzept der HNE Eberswalde.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/_obj/67605A07-D2ED-4886-8A7C-BEB532B8044E/outline/Klimaschutzkonzept_HNEE.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaschutzkonzept der Universität Kiel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaschutzkonzept&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Klimaschutzbericht der Hochschule Osnabrück.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/wie-die-hochschule-osnabrueck-ihren-co2-fussabdruck-um-fast-70-prozent-verkleinert-hat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.3. Klimaneutralität formulieren=====&lt;br /&gt;
Klimaneutralität beinhaltet, für einen selbstgesteckten Rahmen (z. B. Gebäudebetrieb, Mobilität, Konsum) die klimarelevanten Emissionen zu beziffern, sie zu minimieren oder substituieren und verbleibende Emissionen auch zu kompensieren. Die Zielsetzung, als Hochschule klimaneutral zu werden, wird auf ein Datum bezogen, z.B. auf das Jahr 2035. Die Zeitspanne bis zur Klimaneutralität und die bis dahin noch emittierten Tonnen CO2 müssen aus den Zielsetzungen zur Eingrenzung der Erderwärmung abgeleitet werden. Die Formulierung einer Klimaneutrali-tät ist somit immer Angelegenheit der Hochschule als Ganzes, also der Hochschulleitung. Formulierte Klimaneut-ralität ist auch ein Aspekt von Governance und hochschulöffentlich. Klimaneutralität ist für Hochschulen realisier-bar, dieses hat eine Studie von HIS-HE belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J., Person, R.-D. (2019): Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus. Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung. HIS-HE:Medium, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golüke, H.: Ökostrom beziehen ist gut - reicht aber nicht! In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen, Nr. 1 ,2019, S. 18 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Die Leuphana Universität Lüneburg hat sich 2007 das Ziel der Klimaneutralität gesetzt und dieses im Jahr 2014 erreicht. Dabei konnten 50 Prozent Primärenergie und 30 Prozent Endenergie eingespart werden. Grundlage der Erreichung der Klimaneutralität ist der effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen in allen Teilbereichen der Universität. Die Themenfelder sind Energieeffizienz, Einsatz regenerativer Energien, Förderung einer klimascho-nenden Mobilität und der nachhaltigen Beschaffung, die in vielen Einzelmaßnahmen sukzessive implementiert und optimiert wurden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
www.leuphana.de/klimaneutral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Düsseldorf: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Hochschule Düsseldorf hat am 19.11.2019 Klimaschutz-Leitlinien beschlossen und dabei die CO2-Klimaneutralität bis 2030 als konkretes Klimaschutz-Ziel festgelegt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-duesseldorf.de/personen/salvagno/klimaschutz?showarrows=1&amp;amp;sid=maysmcrsi1wnydumut54ns5v&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement/Nachhaltige-Hochschule/Klimaneutralitt/Klimaneutralitt-K6435.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaneutrale-universitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Trier, Umweltcampus Birkenfeld: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochschule-trier.de/hochschule/hochschulportraet/drei-campus/umwelt-campus-birkenfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pv-magazine.de/2020/06/09/htw-berlin-bekommt-zwei-photovoltaik-anlagen-mit-zusammen-280-kilowatt-leistung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freie Universität Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2019/fup_19_398-klimanotstand/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.4. Energieflüsse abbilden=====&lt;br /&gt;
Um überhaupt den Umgang mit Energie zum Thema zu machen, ist ein Messsystem erforderlich, welches die Verbräuche erfasst und die Energieflüsse durch die Hochschule abbildet (siehe Abbildung 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nachhaltiges Energiemanagement.png|800px|thumb|Abbildung 1: Potentielle Energieeinflüsse durch die Hochschule (Grafik von HIS-HE: CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür ist eine Messarchitektur erforderlich, die die Hochschule angemessen abbildet und eine routinemäßige Auslesung und Auswertung der Daten ermöglicht. Dieses ist erforderlich, um die Effekte von initiierten Maßnah-men zu erkennen und steuern zu können. Im Umkehrschluss bedeutet das, nur das zu messen, was auch für die Steuerung des Energiemanagements relevant ist. Steuerung benötigt ein Controlling-Konzept. Das Controlling-Konzept stellt einen Kreislauf dar, in dem die durch die Klimaschutzaktivitäten (ggf. Klimaschutzkonzept) definier-ten Maßnahmen zur Umsetzung geführt werden. Durch die ständige Evaluierung und zielgerichtete Anpassung der Maßnahmen wird eine erfolgreiche Umsetzung, im Sinne einer Steuerung, sichergestellt. Diese Steuerung bezieht sich auf das regelmäßige Ermitteln, Vereinbaren, Umsetzen, (Erfolgs-)Messen und ggf. Nachjustieren von Maßnahmen. Dieses ist mehr als reiner (quantitativer) Soll-Ist-Vergleich; denn das Vorgehen schließt eine (quali-tative) Bewertung mit ein. Gerade hierfür sind Ressourcen erforderlich, die insbesondere auf der personellen Ebene das entsprechende Fachwissen garantieren und auf der Sachebene für eine adäquate Verwaltung und Ablage der notwendigen Daten sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: 10 Jahre CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1 (2019). Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 9 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ketelhön, U.: Erarbeitung eines Musterkonzeptes sowie standortbezogener Einzelkonzepte für die Helmholtz-Gemeinschaft. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2017, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092077&amp;amp;hash=0086d0e250079e732f6057fdd4cbaa32680b6f8f&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_02-2017_DRUCK.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V.: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 48 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.5. Budgetierungssystem einführen=====&lt;br /&gt;
Budgetierung bedeutet, die Kosten für den Energieverbrauch den Akteuren oder Organisationseinheiten zuord-nen zu können und diese durch spezifische Modelle daran zu beteiligen. Die Motivlagen, Budgetierungssysteme einzuführen und die Bandbreite der Modelle sind vielschichtig. Sie reichen von freiwilligen Systemen, die aus-schließlich mit Bonuszahlungen arbeiten, bis hin zu hochschulweit verbindlich eingeführten Systemen, in denen die Energiekosten aus den dezentralen Budgets zu begleichen sind. Eine Herausforderung stellt oftmals die Bemes-sung der Budgets dar, aus denen die Einheiten ihre Energiekosten begleichen sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V. (2014): Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS-HE: Mitteilungsblatt, Nr. 4, S. 1 f. https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-4.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit Anreizen zu mehr Klimaschutz: Das Prämiensystem zur Energieeinsparung an der Freien Universität Berlin. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wöhning, C.: Projekt „Entwickeln und Setzen von Anreizsystemen“. In: Magazin für Hochschulentwicklung. The-men-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 12&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.: Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 4, 2014, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092324&amp;amp;hash=cc4bf20988a0950ad784ab9f1b6249f584d3e32d&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-1.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Berlin: Prämiensystem.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Freien Universität Berlin hat Anfang 2007 ein so genanntes Prämiensystem eingeführt, um organisatorische und verhaltensbezogene Einsparpotentiale zu realisieren. Über das Prämienmodell erhalten die Fachbereiche direkte finanzielle Anreize.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/handlungsfelder/campus/energie_klimaschutz/praemiensystem/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Freiburg: Dezentrale Monetäre Anreize zur Energieeinsparung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Anreizmodell der Universität Freiburg will Verhaltensänderungen bei den Gebäudenutzern und minimal in-vestive technische Maßnahmen kombinieren. Dabei wird den Einrichtungen anteilig die Kosten, die gegenüber einer Referenz eingespart wurden, gutgeschrieben. Ein Malus-System, dass ggf. Mehrverbrauch sanktioniert, existiert nicht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltige.uni-freiburg.de/klimaschutz/dezmon-2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Energiekostenbudgetierung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/energiesparen/energiekostenbudgetierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goethe-Universität Frankfurt: Energieeinspardialog.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail/hessen-entwickeln-und-setzen-von-anreizsystemen-zur-energieeinsparung-an-hessischen-hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.6. Bauherrenfunktion nutzen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen Hochschulen befinden sich in einem Reformprozess, der sich unter anderem durch einen Paradig-menwechsel im Hochschulmanagement von einer eher detailgesteuerten zu einer verstärkt eigenverantwortlich geführten Hochschule manifestiert. Vor diesem Hintergrund ist einzelnen Hochschulen auch die Bauherrenfunkti-on übertragen worden. In diesem Kontext muss genau geprüft werden, mit welchen Anforderungen diese Aufga-be verbunden und unter welchen Voraussetzungen dieses Modell erfolgsversprechend ist. Die Zuweisung und Übernahme der Bauherrenfunktion hat daher große Bedeutung, weil Neubau oder Sanierung eines Gebäudes einen großen Einfluss auf die CO2-Emissionen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesetzlichen Vorgaben fordern schon eine entsprechende Energieeinsparung bei Neubau und Sanierung. Diese bezieht sich jedoch lediglich auf gebäudeinduzierte Verbräuche. Einen nicht unwesentlichen Anteil macht der nutzerinduzierte Verbrauch aus, der durch die technischen Geräte der Nutzer beeinflusst wird. Im besten Fall kann die Hochschule als Nutzer, Betreiber und Bauherr die Nutzeranforderungen direkt an die von Ihnen beauf-tragten Fachplaner vermitteln und für die energieeffizienteste Lösung des Betriebs sorgen. Im Fall der Bauher-renvertretung durch die Landesbauverwaltung ist eine Einbeziehung der Hochschule als Nutzer und Betreiber sehr wesentlich. Dieses betrifft die Erarbeitung und Übergabe der Nutzeranforderungen an die und auch die Kommunikation mit den Fachplanern. Diese Anforderung bezieht sich auf den gesamten Planungs- und Baupro-zess, um die energieeffizientesten Lösungen für den Betrieb zu finden.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fokus liegt in erster Linie auf Lösungen zur Energieeinsparung mit Hilfe technischer Anlagen und der Verwen-dung von wärmedämmenden Baustoffen. Ein weiterer Aspekt bezüglich des Energieverbrauchs im Bereich Ge-bäudeinfrastruktur von Hochschulen liegt jedoch in der Errichtung von Gebäuden. Ein nicht unwesentlicher Teil der Energie besteht aus „grauer Energie“, die den Energieverbrauch der Gewinnung von Rohstoffen, der Herstel-lung von Baustoffen, deren Transport und Verarbeitung vor Ort betrachtet. Um diesen Energieverbrauch niedrig zu halten, sind mehrere Möglichkeiten gegeben. Eine den Zielen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit verpflich-tete hochschulweite Ermittlung der Flächenbedarfe stellt den Ausgangspunkt dar, gefolgt von Maßnahmen wie z. B. Sanierung vor Neubau, Recyclen und Wiederverwenden von Baustoffen, Verwendung von Baustoffen mit nied-riger Energiebilanz etc. Hier steht die Forschung jedoch noch sehr am Anfang und Datenbanken, die darüber Auskunft geben (z. B. ökobaudat), werden derzeit hauptsächlich von den Herstellern gefüllt. Eine Unabhängigkeit ist dadurch nicht gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Holzkamm, I.; Stibbe, J.; Stratmann, F.; Tegtmeyer, R.: Orientierungshilfe Bauherrenfunktion durch Hochschu-len. Teil 1: Rahmenbedingungen für die Bauherrenfunktion im Hochschulbau HIS-HE: Forum Hochschule, Nr. 4, 2015&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/orientierungshilfe-bauherrenfunktion-durch-hochschulen-teil-1-rahmenbedingungen-fuer-die-bauherrenfunktion-im-hochschulbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stibbe, J.; Stratmann, F.; Söder-Mahlmann, M.: Verteilung der Zuständigkeiten des Liegenschaftsmanagements für die Universitäten in den Ländern. Sachstandsbericht. HIS-HE: Forum Hochschule, Nr. 9, 2012&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/verteilung-der-zustaendigkeiten-des-liegenschaftsmanagements-fuer-die-universitaeten-in-den-laendern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat: ÖKOBAUDAT.&lt;br /&gt;
Mit der Plattform ÖKOBAUDAT stellt das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) allen Akteuren eine vereinheitlichte Datenbasis für die Ökobilanzierung von Bauwerken zur Verfügung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.oekobaudat.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nutzenvorteile einer dezentralen Bauherrenfunktion der Hochschulen für den nachhaltigen Betrieb&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Lebenszyklus-/Nachhaltigkeitsbetrachtungen in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein wesentliches Argument der Hochschulen für eine Übernahme der Bauherrenfunktion ist, die Gesamtzustän-digkeit für Betrieb und Bau in eine Hand zu legen und dadurch die Wirtschaftlichkeit über die Baumaßnahmen hinaus auf den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes in den Fokus zu rücken. Hintergrund dieser Forderung ist unter anderem, dass derzeit bei den Bauinvestitionen die Baufolgekosten nicht hinlänglich berücksichtigt werden und somit die Hochschulen als Verantwortliche für den Gebäudebetrieb die zum Teil sehr hohen Bewirtschaftungs- und Betriebskosten hinnehmen und tragen müssen. Für ein kostenoptimiertes und nachhaltiges Immobilienma-nagement über den gesamten Lebenszyklus ist daher die zusammenhängende Betrachtung von Investitions- und Bewirtschaftungskosten zielführend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Nutzeranforderungen (Forschung &amp;amp; Lehre) in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Während des Projektstarts hat der Nutzer (Hochschule) die Bauherrenfunktion, die er u. a. durch Vorgabe des Projektziels in den Nutzeranforderungen wahrnimmt. Da in vielen Hochschulen bereits hohe Baufachkunde vor-handen ist, können die spezifischen Anforderungen aus Forschung und Lehre aufgrund der vorhandenen Nähe umfassend in die Nutzeranforderungen eingebracht werden. In der Projektabwicklung (Baumaßnahme) hingegen haben i. d. R. die Landesbaubetriebe bzw. -verwaltungen die Bauherrenfunktion, sodass die spezifischen Nutzeranforderungen hier nicht weiterentwickelt, konkretisiert und verbindlich vorgegeben werden können. Der Nutzer hat hier keine Entscheidungsbefugnisse mehr. Bei einer Übernahme der Bauherrenfunktion sehen die Hochschulen daher die Chance, die Nutzeranforderungen im gesamten Planungs- und Bauprozess besser einbeziehen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Gebäudemanagementkompetenzen (Hochschulverwaltung) in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Gebäudemanagement in den Hochschulverwaltungen verfügt über ein langjährig entwickeltes Erfahrungswissen über die bauliche und technische Infrastruktur. Mit einer Übernahme der Bauherrenfunktion erwarten die Hochschulen, dass ihr Erfahrungsschatz direkter in alle Phasen der Entscheidungs- und Planungsprozesse für Baumaßnahmen eingebracht werden kann. Da sowohl Gebäudemanagement als auch Baumanagement dann Teil der Hochschulverwaltung wären, ist die frühzeitige Einbindung des Gebäudemanagements in den Planungspro-zess automatisch gewährleistet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnittstellen/Verfahrensvereinfachung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die derzeitige Wahrnehmung der Aufgaben Planung/Bau sowie Bedarfsplanung/Nutzung/Betrieb in unterschiedlichen Zuständigkeiten bedingt natürliche Schnittstellen. Diese führen nach Abschluss einer Baumaßnahme ggf. zu unerwünschten Problemen in der Nutzung und dem Betrieb. Darüber hinaus können die Schnittstellen Verzögerungen im Planungs- und Bauverfahren hervorrufen, z. B. durch unterschiedliche Verfahrensweisen, unterschiedliche Prioritätensetzung, Missverständnisse etc. Mit der Zusammenführung der Aufgaben in eine Zuständigkeit versprechen sich die Hochschulen eine Verringerung der Schnittstellen und damit eine Verfahrensbeschleuni-gung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Komplette Bauherrenfunktion unabhängig vom Bauvolumen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hochschulen nehmen bei Bauunterhaltungsmaßnahmen und kleinen Neu-, Um- und Erweiterungsmaßnahmen (KNUE, bis ca. 1 Mio. €, kann in einzelnen Ländern höher sein) die Bauherrenfunktion bereits in einem Großteil der Länder wahr. Bei großen Neu-, Um- und Erweiterungsmaßnahmen (GNUE, ab ca. 1 Mio. €, kann in einzelnen Ländern höher sein) besitzen die Landesbaubetriebe bzw. -verwaltungen i. d. R. die Bauherrenfunktion. Die Bauverantwortung im Hochschulbau ist daher je nach Größe der Baumaßnahme in unterschiedliche Zuständigkeiten aufgeteilt. Eine Zusammenlegung der Bauverantwortung an einer Stelle würde einen umfassenderen Blick auf alle Baumaßnahmen pro Hochschule ermöglichen und nicht nur bis oder ab einer gewissen Wertgrenze. Hierdurch wäre ein übergreifendes Steuern aller Baumaßnahmen pro Hochschule besser möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Finanzierungsrahmen und -bedingungen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einige Hochschulen streben die Übernahme der kompletten Bauverantwortung für den Hochschulbau und das eigenverantwortliche Steuern der Baumaßnahme, über die Wertgrenzen hinaus, an. Zusätzlich besteht der Wunsch nach einem verbindlichen, langfristigen Finanzrahmen in der Landeshaushaltsplanung und optional ein frei zur Verfügung stehendes Baubudget. Dadurch würde sich weniger der Maßnahmenprozess durch die Mittel-freigabe des Parlaments verzögern und wäre, was den zeitlichen Ablauf betrifft, einschätzbarer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übergabe und Nutzung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch eine Zusammenlegung der Betreiber- und Bauherrenfunktion wird die frühzeitige Beteiligung des Gebäudemanagements am Bauplanungsprozess gefördert und die Übergabe des fertiggestellten Gebäudes an den Nutzer erleichtert. Zudem wird das Interesse des Bauherrn erhöht, zwingend erforderliche Revisionsunterlagen mit größerem Druck von Bauauftragnehmern einzufordern und nachdrückliche Mängel zu beseitigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landesbaustandards/Wirtschaftlichkeit:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die von den Landesbaubetrieben bzw. -verwaltungen angewandten Landesbaustandards sind für den Hochschul-bau (meist Sonderbauten) nicht immer zielführend, da sie i. d. R. lediglich einen zur Erfüllung der Bauaufgabe „ausreichenden“ Kostenaufwand berücksichtigen. Um hier nicht im internationalen Wettbewerb abgehängt zu werden, müssen bereits die Gebäude spezifische, wissenschaftsbezogene Anforderungen erfüllen und dürfen nicht auf ein ausreichendes „Standardprogramm“ reduziert werden. Eine Übernahme der Bauherrenfunktion würde diesen Blickwinkel stärker in den Fokus rücken und ihm mehr Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baufachliche Qualität/Bauerfahrung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Hochschulerfahrung mit kleineren Baumaßnahmen und teilweise großen drittmittel-finanzierten Maßnahmen liegen weitreichende Erkenntnisse für Hochschulbaumaßnahmen vor. Diese können bei einer Übernahme der Bauherrenfunktion durch Hochschulen unmittelbar eingebracht werden und somit eine Verbesserung der baufachlichen Qualität ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.7. Management der Flächen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein strategisches Flächenmanagement reduziert den Energieeinsatz pro Nutzer, indem es die Auslastung der Flächen innerhalb der Woche erhöht oder die Inanspruchnahme der Fläche pro Nutzer verringert. Das Flächenmanagement an Hochschulen verfolgt jenseits der globalen Zielsetzung einer sparsamen Flächeninanspruchnahme oftmals drei konkrete Zielsetzungen. Zum einen geht es darum, die von der Hochschulleitung oder beauftragter Bauabteilungen angesteuerten Organisationseinheiten, also z.B. Lehrstühle, Institute oder Fachbereiche genau mit denjenigen Flächen auszustatten, die sie benötigen. Die Definition des Flächenbedarfs orientiert sich zwar an landesseitigen Standards und fachspezifischen Anforderungen. Gleichwohl eröffnen sich Spielräume für hochschuleigene, strategische Flächenmanagementvorgaben, die z.B. die Zielsetzung der Klimaneutralität aufgreifen. Konkret bedeutet dies, dass beispielsweise in Berufungszusagen alte „Erbhöfe“ nachjustiert werden. Oder es geht um die Sicherstellung der Flexibilität von Forschungsflächen. Den dritten bedeutenden Bereich macht die klassische Lehrraumbelegung aus. Hier geht es um die gleichmäßigere und letztendlich höhere Auslastung der Räume innerhalb der gesamten Woche und um das genauere Übereinstimmen (‚matchen‘) der Gruppen- und Raumgrößen (FN: Ruiz, Marcelo (2015): Welche Bedeutung haben Flächen in der Hochschulsteuerung auf Landes- und Hochschulebene? In: Magazin für Hochschulentwicklung (2), S. 12–13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht immer sind dazu hochentwickelte CAFM-Systeme erforderlich. In den zentralen Hochschulverwaltungen ist eine systematische und idealerweise an Landesstandards angepasste Bedarfsplanung erforderlich. Lehrraumma-nagementsysteme sind heutzutage selbstverständlich edv-basiert. Zentral organisierte Lehrraumbelegungssys-teme schneiden hinsichtlich ihrer Flächeneffizienz besser ab als dezentrale oder gemischte Systeme (FN: Fenner, Henrich (2014): Hörsäle und Seminarräume: Bestände besser nutzen. Auslastungsuntersuchungen an Hochschu-len als Basis eines effektiven Lehrraummanagements. In: Wissenschaftsmanagement - Zeitschrift für Innovation (2), S. 54–57).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good Practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Stuttgart:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-stuttgart.de/universitaet/organisation/verwaltung/dez6-flaechenbaumanagement/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Heidelberg:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-heidelberg.de/einrichtungen/verwaltung/bau/flaechenmanagement.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Konstanz:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-konstanz.de/facility-management/gebaeudeservices/raumverwaltung-gaestehaeuser-schluesselverwaltung-veranstaltungsplanung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.8. Finanzierungen prüfen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz und zum Klimaschutz ist grundsätzlich über Förderpro-gramme möglich. Diese existieren z. B. auf Landes- und Bundesebene. Hierbei ist häufig auch ein Eigenbeitrag der Hochschulen zu leisten. Darüber hinaus sind Modelle des Contracting und Intracting möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessischen Landesregierung. HIS-HE: Forum, Nr. 3, 2020, S. 25, S. 32&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bauerfeind-Roßmann, I.: Hochschulen in Hessen leisten ihren Beitrag zur Klimaneutralität des Landes. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 7 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Binnewies, K.: Die novellierte Kommunalrichtlinie der nationalen Klimaschutzinitiative. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knissel, J.: Universität Kassel beschreitet mit dem Intracting-Modell neue Wege bei der Finanzierung von Energiespar-Maßnahmen. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 20 - 21&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good Practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Kassel: Intracting Forschungsprojekt.&lt;br /&gt;
Das Intracting-Prinzip will durch Energiesparmaßnahmen eingesparte Energiekosten einer extra geschaffenen „Intracting-Kostenstelle“ gutschreiben und wieder in neue Energiesparmaßnahmen investieren. Im Hochschulbereich findet dieses Verfahren bisher kaum Anwendung. Das Forschungsprojekt IntrHo will die Realisierungsmöglichkeiten für Intracting an Hochschulen untersuchen. Zielsetzung ist, ein anwendungsorientiertes, übertragbares Finanzierungskonzept für Energiesparmaßnahmen an Hochschulen zu entwickeln und zu erproben. Es gehe darum, das jeweilige hochschulinterne Energiemanagement in die Lage zu versetzen, kontinuierlich die Effizienz seiner Hochschulgebäude zu steigern und vorhandene Energieeinsparpotenziale zu erschließen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-kassel.de/uni/universitaet/profil/profil-umwelt-und-nachhaltigkeit/umwelt-und-nachhaltigkeit/betrieb/intracting/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HAW Hamburg: Einspar-Contracting.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwei Standorte der HAW wiesen verschiedene, veraltete Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik auf, eine ineffiziente Belüftung und Beleuchtung führten zu hohen Instandhaltungs- und Energiekosten. Die Hochschule entschied sich deshalb, die Energieeffizienz ihrer Gebäude zu erhöhen und die Energiekosten von bis zu 27 Prozent mit dem Energiespar-Contracting von Siemens ab 2014 zu reduzieren. Dabei wurden Lüftungs- und Klimaanlagen einschließlich der Luftverteilung ausgetauscht, raumlufttechnische Anlagen und die Heizungsanlagenhydraulik optimiert und das bestehende Gebäudeautomationssystem optimiert. Um die garantierte Einsparung sicherzustellen und künftig weiter zu optimieren, übernimmt Siemens das Energie-Monitoring und -Controlling der umgebauten Anlagen. Das dafür integrierte Messkonzept erfasst kontinuierlich und automatisiert den Verbrauch von Strom, Wärme, Kälte, Wasser, von Volumenströmen in Heizungs-, Lüftungs-, Klima- und Kälteanlagen sowie deren Regelungszonen. Damit werden 27 % der jährlichen Energiekosten gespart.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.energiecontracting.de/4-projekte/projektansicht.php?pid=6083&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Energiespar-Contracting.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://energie.blog/erfolgreiches-energiespar-contracting-an-der-uni-bremen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====6.2. Operativ====&lt;br /&gt;
Die Sortierung der einzelnen konkreten operativen Maßnahmen kann aus systematischen Aspekten in folgende Kategorien erfolgen (siehe Abb. 2):&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
*technische Maßnahmen&lt;br /&gt;
*organisatorische Maßnahmen &lt;br /&gt;
*verhaltensbedingte Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Maßnahmen zum Klimaschutz in Hochschulen.png|850px|thumb|Abbildung 2: Maßnahmen zum Klimaschutz in Hochschulen, sortiert nach Handlungsfeldern und Kategorien (Grafik von HIS-HE: Forum Hochschulentwicklung 3|2020 – Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus, Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den &#039;&#039;&#039;technischen Maßnahme&#039;&#039;&#039;n zählen in erster Linie alle Aktivitäten, die am Gebäudebestand oder den Anlagen ansetzen und in der Regel investiv sind. Klassische Beispiele sind die Wärmedämmung der Gebäudehülle, die Sanierung der Heizungsanlage oder der Lüftungsanlage sowie die Umgestaltung der Beleuchtung. Für den Nachweis der Effekte dieser Maßnahmen ist eine Messarchitektur erforderlich, die valide Daten liefert. Nachgewiesene Einsparungen müssen sich allerdings immer an den Investitionen und den Amortisationszeiten messen lassen. Darüber hinaus haben sehr massive Eingriffe in die ursprüngliche Physik eines Gebäudes oft neue Nebenwirkungen, die nachteilig sein können. &#039;&#039;(Beispiele für technische Maßnahmen siehe unten)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Maßnahmen&#039;&#039;&#039; sind insbesondere alle Aktivitäten, die am Betrieb der Gebäude oder den Anlagen ansetzen und in der Regel nicht investiv sind. Klassische Beispiele sind die temporäre Schließung von Gebäuden, das Herunterfahren von Heizungs- und Lüftungsleistung. Angestrebte Maßnahmen müssen sich allerdings oft am Widerstand der Nutzer messen lassen, wenn eine Diskussion über Erwartungen und Komfort geführt wird. &#039;&#039;(Beispiele für organisatorische Maßnahmen siehe unten)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den &#039;&#039;&#039;verhaltensbedingten Maßnahmen&#039;&#039;&#039; zählen in erster Linie Aktivitäten, die am konkreten (aktiven) Verhalten der Akteure in der Universität ansetzen; diese Maßnahmen sind, entgegen häufiger Meinung auch investiv, denn eine verstetigte Verhaltensveränderung einzelner Akteure bedarf einer kontinuierlichen Information und Motivation. Und auch bei diesen Maßnahmen sollte daher die kritische Prüfung von Aufwand und Ertrag erfolgen. Typische Beispiele sind das Ausschalten des Stand-by-Betriebes oder das richtige Lüften sowie Regulieren der Raumtemperatur. Für den Nachweis der Effekte verhaltensbedingter Maßnahmen im Hochschulbereich existieren Ergebnisse aus zwei Forschungsvorhaben. &#039;&#039;(Beispiele für verhaltensbedingte Maßnahmen siehe unten)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die technische Ausstattung neuer Hochschulgebäude, so die aktuellen Beobachtungen, bedingt, dass die Nutzer nur noch sehr eingeschränkt durch aktives Handeln zur Energieeinsparung beitragen können. Wenn also über Budgetierungsverfahren die Energieeinsparung durch Nutzer belohnt werden soll, bedarf es neuer Formen. Aus diesem Grund erprobt HIS-HE aktuell ein Dialogverfahren in Hochschulen, bei dem die Nutzer dem Energiemanagement und den Serviceeinheiten für die Bereitstellung ihre konkreten Ansprüche für den Betrieb der Gebäude und Räume darstellen. Aus diesem Dialog ergeben sich neue Einsparungspotentiale.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.2.1. Technik=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wöhning, C.: Projekt &amp;quot;Erkennen und Verringern der Grundlast&amp;quot;. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 13&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
EnEff Campus: blueMAP TU Braunschweig: Für den Campus der Technischen Universität Braunschweig wird ein Integraler Energetischer Masterplan entwickelt. Dabei werden auf Basis einer Bestandsaufnahme Methoden und Werkzeuge zur mittelfristigen Reduzierung des Primärenergieverbrauchs um 40 % und zur langfristigen Versorgung des Campus mit ausschließlich regenerativen Energien erarbeitet (2015).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/igs/forschung/eneffcampus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Lüftung und Klimatisierung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Optimierte Lüftungsschaltung&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://magazin.tu-braunschweig.de/m-post/dank-optimierter-lueftungsschaltung-auf-dem-siegertreppchen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Wärmeversorgung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Berlin: Neue Methode auf dem Campus von TU Berlin und Universität der Künste, um das Wärmewendeziel der Bundesregierung zu erreichen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pressestelle.tu-ber-lin.de/menue/tub_medien/publikationen/medieninformationen/2019/juni_2019/medieninformation_nr_1052019/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Beleuchtung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Umstellung auf LED im Foyer (Audimax).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/energieberatung/led-beleuchtung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Greifswald: Umstellung auf LED in der Universitätsbibliothek.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.gebaeudedigital.de/schwerpunkt/licht-und-schatten/umstellung-auf-led-in-der-universitaetsbibliothek/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Eigenerzeugung Energie&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hochschule Reutlingen: Neue Solaranlage auf dem Dach der Hochschule.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.reutlingen-university.de/news/aktuelles/detail/article/staatssekretaerin-weiht-solaranlage-auf-dem-dach-der-hochschule-ein/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kassel: Universität produziert Solarstrom für den eigenen Verbrauch.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/3-aktuelles/nachrichten/39-umfrage-ap-betrieb.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Für die Stärkung der Versorgung des Gebäudebestands mit regenerativen Energien, installiert die TU Braunschweig neun Photovoltaik-Anlagen auf geeigneten Dächern.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/gb3/energiemanagement/test-neu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Oldenburg: Photovoltaik&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://uol.de/dezernat4/technisches-gebaeudemanagement/pv-anlagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jade Hochschule: Förderbescheid für den Bau einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Haupthauses.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
http://www.wzonline.de/nachrichten/newsdetails-top-thema/artikel/energie-vom-dach-der-jade-hochschule.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Green IT&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Bremen: GreenIT Housing-Center wird durch die Universität betrieben. Die Installation, Administration und der Betrieb der Server bleibt in der Eigenverantwortung der dezentralen Administratoren, die durch ein elektronisches Zugangskontrollsystem jederzeit Zugang zum Gebäude und zu den Ihnen zugeordneten Serverracks bekommen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bremen.de/zfn/weitere-it-dienste/serverhousing-webhosting/green-it-housing-center&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Stuttgart: Auf dem Weg zu nachhaltigen Rechenzentren – Konsortium unter Führung der Universität Stuttgart stellt Handlungsempfehlungen zur Senkung des Energie- und Rohstoffverbrauchs vor.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-stuttgart.de/universitaet/aktuelles/presseinfo/Auf-dem-Weg-zu-nachhaltigen-Rechenzentren/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.2.2. Organisation=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Temporäre Schließungen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Wärmeabsenkung zwischen Weihnachten und Neujahr.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.leuphana.de/universitaet/organisation/universitaetsverwaltung/gebaeudemanagement/lebenswelt-universitaet/klimaneutrale-universitaet/energieeffizienz.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Bauen und Betreiben&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen: Leitfaden zum Technischen Monitoring von öffentlichen Gebäuden zur Betriebsoptimierung und Effizienzsteigerung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/nachhaltiges_bauen/download/technisches_monitoring/Leitfaden_zum_technischen_Monitoring-2018.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Universität Braunschweig: Anforderungen und Möglichkeiten des technischen Monitorings zur Unterstützung des Planungs- und Inbetriebnahmeprozesses.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Veranstaltungen_Vortraege/2019/Forum_Gebaeudemanagement_2019/6_Plesser_Braunschweig.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Energiemanagement&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung: Energieportal – Hochschulseiten.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/leistungen/energie-und-umwelt/energieeffizienz/energieportal-fuer-hochschulen/energiemanagement-an-hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung: Nachhaltigkeitsportal – Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/klimaneutralitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Göttingen: Das Gebäudemanagement setzt ein 11-Punkte-Programm um, mit dem dem steigenden Energieverbrauch und den Energiekosten begegnet werden soll.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-goettingen.de/de/33522.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Unterstützung einführen (CAFM / EMAS / ISO / Benchmarking)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Goethe-Universität Frankfurt: Energiemanagement nach DIN ISO 50001.&lt;br /&gt;
Das Energiemanagement der Goethe-Universität Frankfurt ist als erstes einer deutschen Universität nach DIN ISO 50001 zertifiziert worden. Zusätzlich wurden Leitlinien für Energiemanagement und Umweltschutz festgelegt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://aktuelles.uni-frankfurt.de/aktuelles/beitrag-der-goethe-universitaet-zur-klimawoche/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benchmarking: CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen.&lt;br /&gt;
HIS-HE erstellt seit 2009 (Bilanzierungsjahr 2008) eine jährliche Bilanz für alle hessischen Hochschulen und dokumentiert diese in einem Bericht. Dieses erfolgt in enger Kooperation mit dem Fachpersonal für Energiemanagement.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail/hessen-co%E2%82%82-bilanz-an-hessischen-hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Verwaltung und Wissenschaft kooperieren&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Darmstadt: EnEff:Stadt Campus Lichtwiese zur energieeffizienten Weiterentwicklung des Campus Lichtwiese durch intelligente Systemvernetzung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.intern.tu-darm-stadt.de/dez_v/versorgung_technik/energiemanagement_1/eneff_stadt_campus_lichtwiese/eneff_stadt_campus_lichtwiese.de.jsp&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.: Nachhaltigkeitsberichterstattung an hessischen Hochschulen. HIS-HE: Medium, Nr. 1 (2019), S. 14&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1597404286&amp;amp;hash=8743ecfcda18a6042469a76bfb2bf277af400afc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Medium/Medium_201901_Nachhaltigkeit.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.2.3. Verhalten=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Matthies, E.; Wagner, H.-J.: (Hrsg.): Change – Veränderung nachhaltigkeitsrelevanter Routinen in Organisationen. LIT Verlag, Berlin, 2011. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;lr=&amp;amp;id=umQwyFkIp68C&amp;amp;oi=fnd&amp;amp;pg=PA1&amp;amp;dq=verbundprojekt+change+hochschule+verhaltens%C3%A4nderung+energieeinsparung&amp;amp;ots=Ux-yoJY8dk&amp;amp;sig=gnrfO3s0u5L82gNoYtIOORRlPuw#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Klimaschutz und Energieeffizienz. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Nr. 1, 2017, S. 12 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2017&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Ergebnisse aus Forschungsprojekten zum Nutzerverhalten&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Echo: Energieeffizienz und CO2-Einsparungen an Hochschulen erreichen und gestalten ist möglich – Leitfaden zur Umsetzung einer Energiesparkampagne &lt;br /&gt;
https://www.echo-energie.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
change: Veränderung nachhaltigkeitsrelevanter Routinen in Organisationen (change).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
http://www.change-energie.de/&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Good practice – Anreizsysteme und Dialog der Serviceeinheiten&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung: Entwickeln und setzen von Anreizsystemen zur Energieeinsparung an hessischen Hochschulen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail?tx_hishe_hishefe%5Bproject%5D=365&amp;amp;cHash=ef6015979a48ae75ed785cee3c022b8b&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Reine Informationsmaßnahmen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzwoche.&lt;br /&gt;
Bei der Klimaschutzwoche im Jahr 2018 der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde wurden Gäste mit Vorträgen, Diskussionen und Do It Your Self Aktionen über den Klimawandel informiert. Durch initiative Beteiligte konnte ein breitgefächertes und spannendes Programm aufgestellt werden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/Klimaschutzwoche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Film zum Klimaschutz.&lt;br /&gt;
Die Hochschule Osnabrück hat einen Film über den Klimaschutz an der eigenen Hochschule veröffentlicht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/wir/wir-stellen-uns-vor/wir-in-der-gesellschaft/themen/klimaschutz/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bayreuth: Klimaschutzwoche.&lt;br /&gt;
Die Klimaschutzwoche der Fairtrade-Universität Bayreuth wurde vom Studierendenparlament mit Hilfe der Plattform Green Campus organisiert. Diverse Themen rund um den Klimaschutz wurden von Initiativen in unterschiedlichen Formaten vorgestellt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nordbayerischer-kurier.de/inhalt.uni-klimawoche-weil-s-alle-angeht.e0a724b8-d1a7-42bc-8262-43e528b948b1.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Energiespartipps.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.leuphana.de/universitaet/entwicklung/nachhaltigkeit/klimaneutrale-universitaet/energiesparen.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Hochschule Mittelhessen: Der „Energietag“.&lt;br /&gt;
2018 veranstaltete die Technische Hochschule Mittelhessen einen Energietag, an dem praxisnah die Themen Energienutzung und CO2-Einsparung behandelt wurden. Konkret ging es um zukunftsweisende Elektromobilität und die Energieeinsparung bei der Gebäudenutzung. Firmen, Zentren, Fachbereiche und Arbeitsgruppen stellten dabei ihre Projekte und Entwicklungen vor.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.thm.de/site/hochschule/aktuelles/aus-lehre-und-forschung/viel-energie.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Mobilität&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zink, A.: Mobilität und Mobilitätsmanagement in Hochschulen. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2019, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091865&amp;amp;hash=416d648c63e5bebcd68028f68fcce3e593100074&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2019-2.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Leuphana-Campus wird verkehrsberuhigt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.leuphana.de/news/pressemitteilungen/pressemitteilungen-ansicht/datum/2019/09/27/leuphana-campus-wird-verkehrsberuhigt.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Carsharing Projekt mit den Kreiswerken.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Aktuelles/Presseportal/Pressemitteilungen/Verkehrswende-an-der-Hochschule-fr-nachhaltige-Entwicklung-Eberswalde-E10487.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachhochschule Bielefeld: Eine Art „Mehrfachsteckdose“ für das Laden von Elektrofahrzeugen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fh-bielefeld.de/ium/fit2load&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Präsidiumsbeschluss verpflichtet alle Angehörigen der Hochschule Strecken unter 1.000 Kilometer mit Bus oder Bahn anstelle des Flugzeugs zurückzulegen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Aktuelles/Presseportal/Pressemitteilungen/Es-geht-auch-ohne-E10372.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Justus Liebig Universität Gießen: Beschaffung von E-Bikes für Beschäftigte vom Land gefördert.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-giessen.de/ueber-uns/pressestelle/pm/pm172-19&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Bremen: Fahrradmodellquartier wird mit Eröffnung des Repair-Cafés an der Hochschule fertiggestellt.&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
https://weserreport.de/2019/07/bremen/sued/mehr-als-eine-werkstatt/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Heilbronn: Mobilitätsprojekt PendlerRatD will Berufspendler zum Umstieg vom Auto aufs Rad bewegen. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://radmarkt.de/nachrichten/fahrradde-unterstutzt-mobilitats-initiative-pendlerratd&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Testphase für ein neues Pedelec-Verleihsystem für Mitarbeitende der Stadtwerke und der Hochschule.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/stadtwerke-testen-stationsflexibles-pedelec-verleihsystem-erste-phase-in-kooperation-mit-der-hochs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE (DKE): Ladeinfrastruktur Elektromobilität - Der technische Leitfaden für Installation und Betrieb in der Praxis.&lt;br /&gt;
Was ist bei der Planung, Errichtung und dem Betrieb einer Ladeinfrastruktur zu beachten und welche Normen und Vorschriften sind hierbei von Bedeutung? Antworten darauf gibt die dritte Version des technischen Leitfadens für die Ladeinfrastruktur der Elektromobilität – ein Projekt von DKE, BDEW, ZVEH, ZVEI und VDE|FNN. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.dke.de/de/arbeitsfelder/mobility/technischer-leitfaden-ladeinfrastruktur-elektromobilitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Furtwangen: Modellprojekt zur Sicherung der Erreichbarkeit ländlicher Hochschulen mit Hilfe nachhaltiger Mobilitätslösungen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/abschlussveranstaltung-zu-mobilitaetsprojekt-an-hochschule-furtwangen-1/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Elektromobilität auf dem Campus.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/news-einzelansicht/news/detail/News/elektromobilitaet-auf-dem-campus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität des Saarlandes: AStA der Saar-Universität eröffnet Fahrradverleih.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-saarland.de/universitaet/aktuell/artikel/nr/20845.html&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=6008</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Energiemanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=6008"/>
		<updated>2020-11-29T20:57:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: /* 6.2.2. Organisation */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Nachhaltiges Energiemanagement, nachhaltiger Umgang mit Energie ==&lt;br /&gt;
===1. Betroffener Personenkreis===&lt;br /&gt;
Der Beitrag richtet sich an das Fachpersonal im technischen Gebäudemanagement, welches auf der operativen Ebene mit der Bereitstellung von Energie sowie dem Management der Energienutzung betraut ist. Darüber hin-aus werden strukturelle Hinweise gegeben, die für das Leitungspersonal relevant sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2. Relevanz===&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Gebäudemanagements besteht darin, optimale Bedingungen für die Kernaufgaben der Hoch-schulen zu schaffen. Hierzu zählt auch das Bereitstellen von und der Umgang mit Energie. Vor diesem Hintergrund bewegt sich dieses Handlungsfeld immer in einem besonderen Spannungsfeld, wenn auch ein effizienter, mög-lichst sparsamer Einsatz von Energie erfolgen soll, um CO2 und Kosten einzusparen. Potentielle Zielkonflikte zwi-schen dem Anspruch, bestmögliche Voraussetzungen für Forschung und Lehre zu schaffen und gleichzeitig Ener-gie effizient einzusetzen, sind der Organisation Hochschule immanent.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind gesetzliche Vorgaben (siehe unten) und Kostenaspekte (insb. steigende Energiekosten) Rah-menbedingungen, die dem Thema Energieeinsatz eine Relevanz geben. Die zentrale Facette scheint allerdings der stetig zunehmende öffentliche, gesellschaftliche Druck zum aktiven Klimaschutz zu sein, der insbesondere von Hochschulen und den Mitgliedern ausgeht und sehr stark von den wissenschaftlichen Erkenntnissen und konkre-ten Zielvorgaben gestützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3. Gesetzliche Grundlagen===&lt;br /&gt;
Gesetzliche Vorgaben existieren, um Gebäude nach hohem Energieeffizienzstandard zu errichten bzw. zu sanieren und den energieeffizienten Betrieb bereits in der Phase des Planens zu berücksichtigen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesetzliche Rahmen für bauliche Maßnahmen wurde bisher durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmG) verbindlich festgelegt. Mit dem geplanten Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) &amp;lt;ref&amp;gt;Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz - GEG), Entwurfsstand: 03.07.2020 (nach Zustimmung im Bundesrat).&amp;lt;/ref&amp;gt; ab November 2020 werden die bisherigen Regelungen aus EnEG, EnEV und EEWärmeG in einem Gesetz zusammengefasst. Grundlage der bisherigen nationalen Regelungen sind die Richtlinien der EU, insbesondere als Basis für die o. g. gesetzlichen Regelungen die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen ergeben sich Anforderungen aus den gesetzlichen Regelungen im Rahmen von EnEG, EnEV, EEWärmeG bzw. zukünftig GEG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sanierungs- und Neubaumaßnahmen: Baubezogene Regelungen, Energieausweise für Gebäude, Standards für „Niedrigstenergie-Gebäude“&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
* Betrieb von Gebäuden und technischen Anlagen: Energetische Inspektion (Klimaanlagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der GEG-Einführung sind zunächst keine Verschärfungen der bisherigen Regelungen der EnEV vorgesehen. Eine Überprüfung dieser Standards ist erst für das Jahr 2023 vorgesehen. Neu sind dagegen eine Innovationsklausel und der so genannte Quartiersansatz. Zunächst befristet bis Ende 2023 sind damit Möglichkeiten zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen anstelle des Primärenergieeinsatzes sowie eine gemeinsame Berücksichtigung von Gebäuden an einem zusammenhängenden Standort möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Regelungen aus den EU-Richtlinien werden erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt. Das „Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität“ (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) – kurz: GEIG – gehört dazu und bezieht die in 2018 aktualisierten Regelungen der EU-Gebäuderichtlinie von 2010 ein.  Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat dazu den Gesetzentwurf ausgearbeitet, der für Baumaßnahmen (Neubau und umfassende Sanierungen) ab dem 11. März 2021 relevant werden soll. Bei Nicht-Wohngebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen muss demnach mindestens jeder fünfte Stellplatz entsprechend ausgerüstet und mindestens ein Ladepunkt errichtet werden. Ab 2025 muss jedes (bestehende) nicht zum Wohnen genutzte Gebäude mit mehr als zwanzig Stellplätzen mit mindestens einem Ladepunkt ausgestattet werden &amp;lt;ref&amp;gt;Entwurf eines Gesetzes zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz – GEIG), Stand: 04.03.2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind weitere gesetzliche Regelungen, die im Zusammenhang mit dem Bezug und der Nutzung von Energie stehen für die Hochschulen von Bedeutung. Beispielhaft genannt werden hier &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Service/Gesetzeskarte/gesetzeskarte.html&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das insbesondere die Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien festlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), das die Förderungen für hocheffizienter KWK-Anlagen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das die Rahmenbedingungen für eine „sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Gas“ festlegt und insbesondere für Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze im Rahmen der Versorgung Dritter von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stromsteuergesetz (StromStG), das die Besteuerung von Strom sowie auch die Ermäßigung oder die Befreiung von der Steuer unter bestimmten Voraussetzungen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Treibhausgas-Emissionshandels-Gesetz (TEHG), auf dessen Grundlage der Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen in einem EU-weiten Emissionshandelssystem basiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) zur Regelung der Voraussetzungen für die Einführung und den Betrieb eines Anlagenregisters für Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Grubengas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der übergeordneten Ebene der EU ist weiterhin der „Klima- und energiepolitische Rahmen“ mit den  EU-weiten Zielvorgaben und politischen Zielen für den Zeitraum 2021 bis 2030 zu benennen, an dem sich die nationale Gesetzgebung orientieren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen von Bedeutung dürfte die Herausstellung der „Vorbildfunktion der öffentlichen Hand“ wie aktuell in § 4 des GEG bzw. § 1a EEWärmeG und EnEG § 2a (Niedrigstenergiegebäude) sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: Noch Kundenanlage oder schon Netz? BGH-Urteil liefert konkrete Hinweise, aber keine allgemeingültige Lösung. In: HIS:Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2020, S.3&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091621&amp;amp;hash=ad71f51ce9852bb0df44a036090d20859fd000cc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2020-02_Energierecht.pdf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===4. Ziele===&lt;br /&gt;
Für einen nachhaltigen Umgang mit Energie können sich Hochschulen, insbesondere wenn die CO2-Emissionen ein zentraler Indikator sein sollen, bei der Zielsetzung an drei wesentlichen Handlungsfeldern orientieren; diese lauten: Minimieren, substituieren und kompensieren von CO2-Emissionen. Wesentlich dabei ist die Prämisse: Minimierung vor Substitution vor Kompensation.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Minimierung&#039;&#039;&#039; bedeutet, tatsächlich weniger Energie zu verbrauchen, also den Energieverbrauch reduzieren und bei gleichem Energieträger eine Verringerung der CO2-Emissionen erzielen (z. B. technische oder organisatori-sche Maßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Substitution&#039;&#039;&#039; bedeutet, emissionsarme Energieträger einzusetzen. Bei gleichem Energieverbrauch werden damit Energieträger genutzt, die weniger CO2-Emissionen verursachen (z. B. Kauf von Ökostrom).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompensation&#039;&#039;&#039; bedeutet, für selber verursachte CO2-Emissionen an anderer Stelle eine CO2-Senke zu schaffen (z. B. Kauf von Zertifikaten, Organisation eigener Projekte). Gesetzlich sanktionierte Beispiele hierfür finden sich im Immissionsschutzrecht (z. B. §§ 17 ff. BImSchG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===5. Hemmnisse und Treiber===&lt;br /&gt;
Ein nachhaltiges Energiemanagement ist eingebettet in die Organisation (Strukturen) und den praktischen Betrieb (operative Handlungsmöglichkeiten) der Hochschule. Auf diesen beiden Ebenen können strukturell folgende Hemmnisse und Treiber für die Umsetzung eines nachhaltigen Umgangs mit Energie identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hemmnisse&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ressourcenmangel&lt;br /&gt;
*fehlende personelle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende Sichtweise auf langfristigere Effekte und die Externalisierung der Kosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsprozess&lt;br /&gt;
*limitierte Zeit für Planungsaufgaben sowie Fehler während der Bauplanung&lt;br /&gt;
*mangelnde Kommunikation zwischen Nutzern, Planern, Betreibern und Bauherren&lt;br /&gt;
*unkoordinierte Inbetriebnahme von neu erstellten Gebäuden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgaben&lt;br /&gt;
*keine Verankerung im Leitbild der Hochschule&lt;br /&gt;
*kein Klimaschutzkonzept mit definierten, priorisierten Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäudebestand&lt;br /&gt;
*unzureichende Messarchitektur&lt;br /&gt;
*hoher Technisierungsgrad bei Neubauten&lt;br /&gt;
*kein strukturiertes Flächenmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschullogik&lt;br /&gt;
*starke Egoismen der Fachbereiche&lt;br /&gt;
*schwere Einflussnahme auf Verhalten von Mitarbeitenden und Studierenden&lt;br /&gt;
*häufig wechselnde Akteure in der Mitgliedschaft der Hochschule&lt;br /&gt;
*fehlende Absprachen der beteiligten Serviceeinheiten der Hochschulen&lt;br /&gt;
*unklare Grenzen zwischen Komfort und Freiheit von Forschung und Lehre&lt;br /&gt;
*Spannungsfeld zwischen dem Ziel Energieeinsparung und energieintensiver Forschung mit Großgeräten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Treiber (nicht zu verwechseln mit Maßnahmen)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesetze, Normen, Zertifikate&lt;br /&gt;
*konkrete gesetzliche Vorgaben (insbesondere EnEV bzw. das künftige GEG, EEG, KWKG)&lt;br /&gt;
*AMEV Technisches Monitoring 2017&lt;br /&gt;
*Betrachtung der Lebenszykluskosten von Gebäuden (BNB Zertifikate)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenz&lt;br /&gt;
*Vernetzung und Kompetenzerweiterung des Fachpersonals&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fördermittel&lt;br /&gt;
*Bereitstellung von Fördermitteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Fortschritte&lt;br /&gt;
*Digitalisierung im Gebäudemanagement&lt;br /&gt;
*Einsatz erneuerbarer Energien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerer Druck&lt;br /&gt;
*öffentliche Diskussion zum Klimaschutz&lt;br /&gt;
*Thematisierung in den Zielvereinbarungen und Hochschulentwicklungsplänen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===6. Maßnahmen zur Implementierung===&lt;br /&gt;
Für eine Implementierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz kann strukturell zwischen strategischen und operativen unterschieden werden. Hierbei sind die strategischen dadurch charakterisiert, dass sie „gute Rahmenbedingungen“ für die operativen schaffen. Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen benannt und Beispiele für „good practice“ angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====6.1. Strategisch====&lt;br /&gt;
=====6.1.1. Governancestrukturen schaffen=====&lt;br /&gt;
Governance kann verstanden werden als Aufgabe, die Prozesse für einen erfolgreichen Klimaschutz geordnet zu koordinieren. Für eine Governance, explizit auch zum Klimaschutz bzw. zur Energieeffizenz, kann für den Praxis-betrieb auf die Bereiche Politik, Profession, Organisation, Wissen und Öffentlichkeit aus dem Governance-Regler zurückgegriffen werden, der im Handlungsfeld Governance von HOCHN entwickelt wurde und in der Evaluation der Nachhaltigkeitskonzepte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt einem Praxistest unterzogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessi-schen Landesregierung. HIS-HE:Forum, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeitsgovernance an Hochschulen - BETA, Oktober 2018:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/2-handlungsfelder/01-governance.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Berlin: Nachhaltigkeitsrat.&lt;br /&gt;
Der Nachhaltigkeitsrat wurde im Jahr 2018 Gegründet und besteht aus gewählten Mitgliedern der TU Berlin sowie externen Teilnehmenden. Der Nachhaltigkeitsrat ist darüber hinaus ein offenes Gremium, in dem jede und jeder willkommen ist, der sich für die nachhaltige Entwicklung der TU Berlin interessiert und daran mitwirken möchte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltigkeitsrat.tu-berlin.de/menue/nachhaltigkeitsrat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Runder Tisch zur nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;
Der Runde Tisch „Nachhaltige Entwicklung der HNEE“ wurde 2010 als demokratisches, von allen Interessengrup-pen der Hochschule gemeinsam getragenes und gestaltetes Gremium von der heutigen Nachhaltigkeitsmanage-rin und der Koordinatorin für die familienfreundliche Hochschule ins Leben gerufen. Ziel ist eine gemeinsame, von allen Hochschulgruppen entwickelte, umfassende nachhaltige Entwicklung an der HNEE.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement-an-der-HNEE/Beteiligung-und-Mitmachen/Runder-Tisch-Nachhaltigkeit/Runder-Tisch-zur-nachhaltigen-HNEE-Entwicklung-E6093.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Nachhaltigkeitsleitlinien.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/uni/nachhaltige-hochschule/home/nachhaltigkeitsleitlinien/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Harz: Senatskommission &amp;quot;Nachhaltige Hochschule Harz&amp;quot;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-harz.de/nachhaltige_hs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FU Berlin: Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.2. Controllingkonzept umsetzen=====&lt;br /&gt;
Controlling meint, die Aktivitäten zur Energieeffizienz gezielt zu steuern. Das Controlling fußt damit auf einer quantitativen Grundlage. Dieses kann die zahlenmäßige und graphische Auswertung der monatlichen Ver-brauchsdaten (gebäudebezogen) sein, um Veränderungen erkennen zu können und um die Nutzer zu informieren und zu motivieren sowie die gezielte Beobachtung der den konkreten Maßnahmen zugeordneten Zähler. Um die Zielsetzung für das Controlling-Konzept zu erreichen (insb. die Wirksamkeitsmessung), sind folgende Strukturen als Rahmenbedingungen zu schaffen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übergabe der operativen Verantwortung an speziell ausgebildetes Fachpersonal (für Klimaschutz) mit zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
*Gründung eines Klimaschutzbeirats mit Kontroll- und Lenkungsfunktion (dieses kann der Umweltaus-schuss übernehmen).&lt;br /&gt;
*Durchführung regelmäßiger Audits zur Überprüfung des Projektfortschritts und Messbarkeit über ein Kennzahlsystem herstellen (als Elemente im Managementkreislauf: plan (Ziele, Verantwortungen, Res-sourcen festlegen), do (Durchführung gemäß Planung), check (Zielerreichung prüfen, Fehler erheben), act (Fehler analysieren, Lösungsmöglichkeiten finden und auswählen).&lt;br /&gt;
*Sicherung der Finanzierung (ggf. über einen Klimaschutz-Etat).&lt;br /&gt;
*Etablieren eines Berichtswesens, auch für die Hochschulleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Hochschulen haben aktuell eine Beteiligung an einem normierten Umweltmanagementsystem nach EMAS:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt: Beteiligung an EMASplus.&lt;br /&gt;
Als erste Universität in Deutschland hat die KU das Zertifikat „EMASplus“ erhalten. Grundlage dafür ist die Etablie-rung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagements, das Ökologie, Soziales und Ökonomie umfasst. Damit verpflichtet sich die Katholische Universität dazu, ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Wirkungen re-gelmäßig systematisch überprüfen zu lassen und kontinuierlich zu optimieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.ku.de/kommunikation/presse/pi/einzelansicht/article/ku-erhaelt-als-erste-universitaet-in-deutschland-das-zertifikat-emasplus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 79 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule RheinMain: Klimaschutzkonzept Hochschule RheinMain. Abschlussbericht, Juni 2018, S. 67 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-rm.de/fileadmin/Home/Hochschule/Veroeffentlichungen/Klimaschutz/20180815_Abschlussbericht_KlischKo_HSRM_final.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzkonzept der HNE Eberswalde.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/_obj/67605A07-D2ED-4886-8A7C-BEB532B8044E/outline/Klimaschutzkonzept_HNEE.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaschutzkonzept der Universität Kiel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaschutzkonzept&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Klimaschutzbericht der Hochschule Osnabrück.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/wie-die-hochschule-osnabrueck-ihren-co2-fussabdruck-um-fast-70-prozent-verkleinert-hat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.3. Klimaneutralität formulieren=====&lt;br /&gt;
Klimaneutralität beinhaltet, für einen selbstgesteckten Rahmen (z. B. Gebäudebetrieb, Mobilität, Konsum) die klimarelevanten Emissionen zu beziffern, sie zu minimieren oder substituieren und verbleibende Emissionen auch zu kompensieren. Die Zielsetzung, als Hochschule klimaneutral zu werden, wird auf ein Datum bezogen, z.B. auf das Jahr 2035. Die Zeitspanne bis zur Klimaneutralität und die bis dahin noch emittierten Tonnen CO2 müssen aus den Zielsetzungen zur Eingrenzung der Erderwärmung abgeleitet werden. Die Formulierung einer Klimaneutrali-tät ist somit immer Angelegenheit der Hochschule als Ganzes, also der Hochschulleitung. Formulierte Klimaneut-ralität ist auch ein Aspekt von Governance und hochschulöffentlich. Klimaneutralität ist für Hochschulen realisier-bar, dieses hat eine Studie von HIS-HE belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J., Person, R.-D. (2019): Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus. Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung. HIS-HE:Medium, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golüke, H.: Ökostrom beziehen ist gut - reicht aber nicht! In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen, Nr. 1 ,2019, S. 18 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Die Leuphana Universität Lüneburg hat sich 2007 das Ziel der Klimaneutralität gesetzt und dieses im Jahr 2014 erreicht. Dabei konnten 50 Prozent Primärenergie und 30 Prozent Endenergie eingespart werden. Grundlage der Erreichung der Klimaneutralität ist der effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen in allen Teilbereichen der Universität. Die Themenfelder sind Energieeffizienz, Einsatz regenerativer Energien, Förderung einer klimascho-nenden Mobilität und der nachhaltigen Beschaffung, die in vielen Einzelmaßnahmen sukzessive implementiert und optimiert wurden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
www.leuphana.de/klimaneutral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Düsseldorf: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Hochschule Düsseldorf hat am 19.11.2019 Klimaschutz-Leitlinien beschlossen und dabei die CO2-Klimaneutralität bis 2030 als konkretes Klimaschutz-Ziel festgelegt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-duesseldorf.de/personen/salvagno/klimaschutz?showarrows=1&amp;amp;sid=maysmcrsi1wnydumut54ns5v&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement/Nachhaltige-Hochschule/Klimaneutralitt/Klimaneutralitt-K6435.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaneutrale-universitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Trier, Umweltcampus Birkenfeld: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochschule-trier.de/hochschule/hochschulportraet/drei-campus/umwelt-campus-birkenfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pv-magazine.de/2020/06/09/htw-berlin-bekommt-zwei-photovoltaik-anlagen-mit-zusammen-280-kilowatt-leistung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freie Universität Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2019/fup_19_398-klimanotstand/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.4. Energieflüsse abbilden=====&lt;br /&gt;
Um überhaupt den Umgang mit Energie zum Thema zu machen, ist ein Messsystem erforderlich, welches die Verbräuche erfasst und die Energieflüsse durch die Hochschule abbildet (siehe Abbildung 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nachhaltiges Energiemanagement.png|800px|thumb|Abbildung 1: Potentielle Energieeinflüsse durch die Hochschule (Grafik von HIS-HE: CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür ist eine Messarchitektur erforderlich, die die Hochschule angemessen abbildet und eine routinemäßige Auslesung und Auswertung der Daten ermöglicht. Dieses ist erforderlich, um die Effekte von initiierten Maßnah-men zu erkennen und steuern zu können. Im Umkehrschluss bedeutet das, nur das zu messen, was auch für die Steuerung des Energiemanagements relevant ist. Steuerung benötigt ein Controlling-Konzept. Das Controlling-Konzept stellt einen Kreislauf dar, in dem die durch die Klimaschutzaktivitäten (ggf. Klimaschutzkonzept) definier-ten Maßnahmen zur Umsetzung geführt werden. Durch die ständige Evaluierung und zielgerichtete Anpassung der Maßnahmen wird eine erfolgreiche Umsetzung, im Sinne einer Steuerung, sichergestellt. Diese Steuerung bezieht sich auf das regelmäßige Ermitteln, Vereinbaren, Umsetzen, (Erfolgs-)Messen und ggf. Nachjustieren von Maßnahmen. Dieses ist mehr als reiner (quantitativer) Soll-Ist-Vergleich; denn das Vorgehen schließt eine (quali-tative) Bewertung mit ein. Gerade hierfür sind Ressourcen erforderlich, die insbesondere auf der personellen Ebene das entsprechende Fachwissen garantieren und auf der Sachebene für eine adäquate Verwaltung und Ablage der notwendigen Daten sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: 10 Jahre CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1 (2019). Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 9 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ketelhön, U.: Erarbeitung eines Musterkonzeptes sowie standortbezogener Einzelkonzepte für die Helmholtz-Gemeinschaft. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2017, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092077&amp;amp;hash=0086d0e250079e732f6057fdd4cbaa32680b6f8f&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_02-2017_DRUCK.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V.: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 48 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.5. Budgetierungssystem einführen=====&lt;br /&gt;
Budgetierung bedeutet, die Kosten für den Energieverbrauch den Akteuren oder Organisationseinheiten zuord-nen zu können und diese durch spezifische Modelle daran zu beteiligen. Die Motivlagen, Budgetierungssysteme einzuführen und die Bandbreite der Modelle sind vielschichtig. Sie reichen von freiwilligen Systemen, die aus-schließlich mit Bonuszahlungen arbeiten, bis hin zu hochschulweit verbindlich eingeführten Systemen, in denen die Energiekosten aus den dezentralen Budgets zu begleichen sind. Eine Herausforderung stellt oftmals die Bemes-sung der Budgets dar, aus denen die Einheiten ihre Energiekosten begleichen sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V. (2014): Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS-HE: Mitteilungsblatt, Nr. 4, S. 1 f. https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-4.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit Anreizen zu mehr Klimaschutz: Das Prämiensystem zur Energieeinsparung an der Freien Universität Berlin. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wöhning, C.: Projekt „Entwickeln und Setzen von Anreizsystemen“. In: Magazin für Hochschulentwicklung. The-men-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 12&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.: Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 4, 2014, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092324&amp;amp;hash=cc4bf20988a0950ad784ab9f1b6249f584d3e32d&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-1.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Berlin: Prämiensystem.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Freien Universität Berlin hat Anfang 2007 ein so genanntes Prämiensystem eingeführt, um organisatorische und verhaltensbezogene Einsparpotentiale zu realisieren. Über das Prämienmodell erhalten die Fachbereiche direkte finanzielle Anreize.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/handlungsfelder/campus/energie_klimaschutz/praemiensystem/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Freiburg: Dezentrale Monetäre Anreize zur Energieeinsparung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Anreizmodell der Universität Freiburg will Verhaltensänderungen bei den Gebäudenutzern und minimal in-vestive technische Maßnahmen kombinieren. Dabei wird den Einrichtungen anteilig die Kosten, die gegenüber einer Referenz eingespart wurden, gutgeschrieben. Ein Malus-System, dass ggf. Mehrverbrauch sanktioniert, existiert nicht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltige.uni-freiburg.de/klimaschutz/dezmon-2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Energiekostenbudgetierung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/energiesparen/energiekostenbudgetierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goethe-Universität Frankfurt: Energieeinspardialog.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail/hessen-entwickeln-und-setzen-von-anreizsystemen-zur-energieeinsparung-an-hessischen-hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.6. Bauherrenfunktion nutzen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen Hochschulen befinden sich in einem Reformprozess, der sich unter anderem durch einen Paradig-menwechsel im Hochschulmanagement von einer eher detailgesteuerten zu einer verstärkt eigenverantwortlich geführten Hochschule manifestiert. Vor diesem Hintergrund ist einzelnen Hochschulen auch die Bauherrenfunkti-on übertragen worden. In diesem Kontext muss genau geprüft werden, mit welchen Anforderungen diese Aufga-be verbunden und unter welchen Voraussetzungen dieses Modell erfolgsversprechend ist. Die Zuweisung und Übernahme der Bauherrenfunktion hat daher große Bedeutung, weil Neubau oder Sanierung eines Gebäudes einen großen Einfluss auf die CO2-Emissionen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesetzlichen Vorgaben fordern schon eine entsprechende Energieeinsparung bei Neubau und Sanierung. Diese bezieht sich jedoch lediglich auf gebäudeinduzierte Verbräuche. Einen nicht unwesentlichen Anteil macht der nutzerinduzierte Verbrauch aus, der durch die technischen Geräte der Nutzer beeinflusst wird. Im besten Fall kann die Hochschule als Nutzer, Betreiber und Bauherr die Nutzeranforderungen direkt an die von Ihnen beauf-tragten Fachplaner vermitteln und für die energieeffizienteste Lösung des Betriebs sorgen. Im Fall der Bauher-renvertretung durch die Landesbauverwaltung ist eine Einbeziehung der Hochschule als Nutzer und Betreiber sehr wesentlich. Dieses betrifft die Erarbeitung und Übergabe der Nutzeranforderungen an die und auch die Kommunikation mit den Fachplanern. Diese Anforderung bezieht sich auf den gesamten Planungs- und Baupro-zess, um die energieeffizientesten Lösungen für den Betrieb zu finden.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fokus liegt in erster Linie auf Lösungen zur Energieeinsparung mit Hilfe technischer Anlagen und der Verwen-dung von wärmedämmenden Baustoffen. Ein weiterer Aspekt bezüglich des Energieverbrauchs im Bereich Ge-bäudeinfrastruktur von Hochschulen liegt jedoch in der Errichtung von Gebäuden. Ein nicht unwesentlicher Teil der Energie besteht aus „grauer Energie“, die den Energieverbrauch der Gewinnung von Rohstoffen, der Herstel-lung von Baustoffen, deren Transport und Verarbeitung vor Ort betrachtet. Um diesen Energieverbrauch niedrig zu halten, sind mehrere Möglichkeiten gegeben. Eine den Zielen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit verpflich-tete hochschulweite Ermittlung der Flächenbedarfe stellt den Ausgangspunkt dar, gefolgt von Maßnahmen wie z. B. Sanierung vor Neubau, Recyclen und Wiederverwenden von Baustoffen, Verwendung von Baustoffen mit nied-riger Energiebilanz etc. Hier steht die Forschung jedoch noch sehr am Anfang und Datenbanken, die darüber Auskunft geben (z. B. ökobaudat), werden derzeit hauptsächlich von den Herstellern gefüllt. Eine Unabhängigkeit ist dadurch nicht gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Holzkamm, I.; Stibbe, J.; Stratmann, F.; Tegtmeyer, R.: Orientierungshilfe Bauherrenfunktion durch Hochschu-len. Teil 1: Rahmenbedingungen für die Bauherrenfunktion im Hochschulbau HIS-HE: Forum Hochschule, Nr. 4, 2015&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/orientierungshilfe-bauherrenfunktion-durch-hochschulen-teil-1-rahmenbedingungen-fuer-die-bauherrenfunktion-im-hochschulbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stibbe, J.; Stratmann, F.; Söder-Mahlmann, M.: Verteilung der Zuständigkeiten des Liegenschaftsmanagements für die Universitäten in den Ländern. Sachstandsbericht. HIS-HE: Forum Hochschule, Nr. 9, 2012&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/verteilung-der-zustaendigkeiten-des-liegenschaftsmanagements-fuer-die-universitaeten-in-den-laendern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat: ÖKOBAUDAT.&lt;br /&gt;
Mit der Plattform ÖKOBAUDAT stellt das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) allen Akteuren eine vereinheitlichte Datenbasis für die Ökobilanzierung von Bauwerken zur Verfügung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.oekobaudat.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nutzenvorteile einer dezentralen Bauherrenfunktion der Hochschulen für den nachhaltigen Betrieb&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Lebenszyklus-/Nachhaltigkeitsbetrachtungen in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein wesentliches Argument der Hochschulen für eine Übernahme der Bauherrenfunktion ist, die Gesamtzustän-digkeit für Betrieb und Bau in eine Hand zu legen und dadurch die Wirtschaftlichkeit über die Baumaßnahmen hinaus auf den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes in den Fokus zu rücken. Hintergrund dieser Forderung ist unter anderem, dass derzeit bei den Bauinvestitionen die Baufolgekosten nicht hinlänglich berücksichtigt werden und somit die Hochschulen als Verantwortliche für den Gebäudebetrieb die zum Teil sehr hohen Bewirtschaftungs- und Betriebskosten hinnehmen und tragen müssen. Für ein kostenoptimiertes und nachhaltiges Immobilienma-nagement über den gesamten Lebenszyklus ist daher die zusammenhängende Betrachtung von Investitions- und Bewirtschaftungskosten zielführend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Nutzeranforderungen (Forschung &amp;amp; Lehre) in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Während des Projektstarts hat der Nutzer (Hochschule) die Bauherrenfunktion, die er u. a. durch Vorgabe des Projektziels in den Nutzeranforderungen wahrnimmt. Da in vielen Hochschulen bereits hohe Baufachkunde vor-handen ist, können die spezifischen Anforderungen aus Forschung und Lehre aufgrund der vorhandenen Nähe umfassend in die Nutzeranforderungen eingebracht werden. In der Projektabwicklung (Baumaßnahme) hingegen haben i. d. R. die Landesbaubetriebe bzw. -verwaltungen die Bauherrenfunktion, sodass die spezifischen Nutzeranforderungen hier nicht weiterentwickelt, konkretisiert und verbindlich vorgegeben werden können. Der Nutzer hat hier keine Entscheidungsbefugnisse mehr. Bei einer Übernahme der Bauherrenfunktion sehen die Hochschulen daher die Chance, die Nutzeranforderungen im gesamten Planungs- und Bauprozess besser einbeziehen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Gebäudemanagementkompetenzen (Hochschulverwaltung) in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Gebäudemanagement in den Hochschulverwaltungen verfügt über ein langjährig entwickeltes Erfahrungswissen über die bauliche und technische Infrastruktur. Mit einer Übernahme der Bauherrenfunktion erwarten die Hochschulen, dass ihr Erfahrungsschatz direkter in alle Phasen der Entscheidungs- und Planungsprozesse für Baumaßnahmen eingebracht werden kann. Da sowohl Gebäudemanagement als auch Baumanagement dann Teil der Hochschulverwaltung wären, ist die frühzeitige Einbindung des Gebäudemanagements in den Planungspro-zess automatisch gewährleistet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnittstellen/Verfahrensvereinfachung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die derzeitige Wahrnehmung der Aufgaben Planung/Bau sowie Bedarfsplanung/Nutzung/Betrieb in unterschiedlichen Zuständigkeiten bedingt natürliche Schnittstellen. Diese führen nach Abschluss einer Baumaßnahme ggf. zu unerwünschten Problemen in der Nutzung und dem Betrieb. Darüber hinaus können die Schnittstellen Verzögerungen im Planungs- und Bauverfahren hervorrufen, z. B. durch unterschiedliche Verfahrensweisen, unterschiedliche Prioritätensetzung, Missverständnisse etc. Mit der Zusammenführung der Aufgaben in eine Zuständigkeit versprechen sich die Hochschulen eine Verringerung der Schnittstellen und damit eine Verfahrensbeschleuni-gung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Komplette Bauherrenfunktion unabhängig vom Bauvolumen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hochschulen nehmen bei Bauunterhaltungsmaßnahmen und kleinen Neu-, Um- und Erweiterungsmaßnahmen (KNUE, bis ca. 1 Mio. €, kann in einzelnen Ländern höher sein) die Bauherrenfunktion bereits in einem Großteil der Länder wahr. Bei großen Neu-, Um- und Erweiterungsmaßnahmen (GNUE, ab ca. 1 Mio. €, kann in einzelnen Ländern höher sein) besitzen die Landesbaubetriebe bzw. -verwaltungen i. d. R. die Bauherrenfunktion. Die Bauverantwortung im Hochschulbau ist daher je nach Größe der Baumaßnahme in unterschiedliche Zuständigkeiten aufgeteilt. Eine Zusammenlegung der Bauverantwortung an einer Stelle würde einen umfassenderen Blick auf alle Baumaßnahmen pro Hochschule ermöglichen und nicht nur bis oder ab einer gewissen Wertgrenze. Hierdurch wäre ein übergreifendes Steuern aller Baumaßnahmen pro Hochschule besser möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Finanzierungsrahmen und -bedingungen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einige Hochschulen streben die Übernahme der kompletten Bauverantwortung für den Hochschulbau und das eigenverantwortliche Steuern der Baumaßnahme, über die Wertgrenzen hinaus, an. Zusätzlich besteht der Wunsch nach einem verbindlichen, langfristigen Finanzrahmen in der Landeshaushaltsplanung und optional ein frei zur Verfügung stehendes Baubudget. Dadurch würde sich weniger der Maßnahmenprozess durch die Mittel-freigabe des Parlaments verzögern und wäre, was den zeitlichen Ablauf betrifft, einschätzbarer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übergabe und Nutzung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch eine Zusammenlegung der Betreiber- und Bauherrenfunktion wird die frühzeitige Beteiligung des Gebäudemanagements am Bauplanungsprozess gefördert und die Übergabe des fertiggestellten Gebäudes an den Nutzer erleichtert. Zudem wird das Interesse des Bauherrn erhöht, zwingend erforderliche Revisionsunterlagen mit größerem Druck von Bauauftragnehmern einzufordern und nachdrückliche Mängel zu beseitigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landesbaustandards/Wirtschaftlichkeit:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die von den Landesbaubetrieben bzw. -verwaltungen angewandten Landesbaustandards sind für den Hochschul-bau (meist Sonderbauten) nicht immer zielführend, da sie i. d. R. lediglich einen zur Erfüllung der Bauaufgabe „ausreichenden“ Kostenaufwand berücksichtigen. Um hier nicht im internationalen Wettbewerb abgehängt zu werden, müssen bereits die Gebäude spezifische, wissenschaftsbezogene Anforderungen erfüllen und dürfen nicht auf ein ausreichendes „Standardprogramm“ reduziert werden. Eine Übernahme der Bauherrenfunktion würde diesen Blickwinkel stärker in den Fokus rücken und ihm mehr Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baufachliche Qualität/Bauerfahrung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Hochschulerfahrung mit kleineren Baumaßnahmen und teilweise großen drittmittel-finanzierten Maßnahmen liegen weitreichende Erkenntnisse für Hochschulbaumaßnahmen vor. Diese können bei einer Übernahme der Bauherrenfunktion durch Hochschulen unmittelbar eingebracht werden und somit eine Verbesserung der baufachlichen Qualität ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.7. Management der Flächen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein strategisches Flächenmanagement reduziert den Energieeinsatz pro Nutzer, indem es die Auslastung der Flächen innerhalb der Woche erhöht oder die Inanspruchnahme der Fläche pro Nutzer verringert. Das Flächenmanagement an Hochschulen verfolgt jenseits der globalen Zielsetzung einer sparsamen Flächeninanspruchnahme oftmals drei konkrete Zielsetzungen. Zum einen geht es darum, die von der Hochschulleitung oder beauftragter Bauabteilungen angesteuerten Organisationseinheiten, also z.B. Lehrstühle, Institute oder Fachbereiche genau mit denjenigen Flächen auszustatten, die sie benötigen. Die Definition des Flächenbedarfs orientiert sich zwar an landesseitigen Standards und fachspezifischen Anforderungen. Gleichwohl eröffnen sich Spielräume für hochschuleigene, strategische Flächenmanagementvorgaben, die z.B. die Zielsetzung der Klimaneutralität aufgreifen. Konkret bedeutet dies, dass beispielsweise in Berufungszusagen alte „Erbhöfe“ nachjustiert werden. Oder es geht um die Sicherstellung der Flexibilität von Forschungsflächen. Den dritten bedeutenden Bereich macht die klassische Lehrraumbelegung aus. Hier geht es um die gleichmäßigere und letztendlich höhere Auslastung der Räume innerhalb der gesamten Woche und um das genauere Übereinstimmen (‚matchen‘) der Gruppen- und Raumgrößen (FN: Ruiz, Marcelo (2015): Welche Bedeutung haben Flächen in der Hochschulsteuerung auf Landes- und Hochschulebene? In: Magazin für Hochschulentwicklung (2), S. 12–13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht immer sind dazu hochentwickelte CAFM-Systeme erforderlich. In den zentralen Hochschulverwaltungen ist eine systematische und idealerweise an Landesstandards angepasste Bedarfsplanung erforderlich. Lehrraumma-nagementsysteme sind heutzutage selbstverständlich edv-basiert. Zentral organisierte Lehrraumbelegungssys-teme schneiden hinsichtlich ihrer Flächeneffizienz besser ab als dezentrale oder gemischte Systeme (FN: Fenner, Henrich (2014): Hörsäle und Seminarräume: Bestände besser nutzen. Auslastungsuntersuchungen an Hochschu-len als Basis eines effektiven Lehrraummanagements. In: Wissenschaftsmanagement - Zeitschrift für Innovation (2), S. 54–57).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good Practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Stuttgart:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-stuttgart.de/universitaet/organisation/verwaltung/dez6-flaechenbaumanagement/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Heidelberg:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-heidelberg.de/einrichtungen/verwaltung/bau/flaechenmanagement.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Konstanz:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-konstanz.de/facility-management/gebaeudeservices/raumverwaltung-gaestehaeuser-schluesselverwaltung-veranstaltungsplanung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.8. Finanzierungen prüfen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz und zum Klimaschutz ist grundsätzlich über Förderpro-gramme möglich. Diese existieren z. B. auf Landes- und Bundesebene. Hierbei ist häufig auch ein Eigenbeitrag der Hochschulen zu leisten. Darüber hinaus sind Modelle des Contracting und Intracting möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessischen Landesregierung. HIS-HE: Forum, Nr. 3, 2020, S. 25, S. 32&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bauerfeind-Roßmann, I.: Hochschulen in Hessen leisten ihren Beitrag zur Klimaneutralität des Landes. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 7 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Binnewies, K.: Die novellierte Kommunalrichtlinie der nationalen Klimaschutzinitiative. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knissel, J.: Universität Kassel beschreitet mit dem Intracting-Modell neue Wege bei der Finanzierung von Energiespar-Maßnahmen. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 20 - 21&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good Practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Kassel: Intracting Forschungsprojekt.&lt;br /&gt;
Das Intracting-Prinzip will durch Energiesparmaßnahmen eingesparte Energiekosten einer extra geschaffenen „Intracting-Kostenstelle“ gutschreiben und wieder in neue Energiesparmaßnahmen investieren. Im Hochschulbereich findet dieses Verfahren bisher kaum Anwendung. Das Forschungsprojekt IntrHo will die Realisierungsmöglichkeiten für Intracting an Hochschulen untersuchen. Zielsetzung ist, ein anwendungsorientiertes, übertragbares Finanzierungskonzept für Energiesparmaßnahmen an Hochschulen zu entwickeln und zu erproben. Es gehe darum, das jeweilige hochschulinterne Energiemanagement in die Lage zu versetzen, kontinuierlich die Effizienz seiner Hochschulgebäude zu steigern und vorhandene Energieeinsparpotenziale zu erschließen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-kassel.de/uni/universitaet/profil/profil-umwelt-und-nachhaltigkeit/umwelt-und-nachhaltigkeit/betrieb/intracting/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HAW Hamburg: Einspar-Contracting.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwei Standorte der HAW wiesen verschiedene, veraltete Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik auf, eine ineffiziente Belüftung und Beleuchtung führten zu hohen Instandhaltungs- und Energiekosten. Die Hochschule entschied sich deshalb, die Energieeffizienz ihrer Gebäude zu erhöhen und die Energiekosten von bis zu 27 Prozent mit dem Energiespar-Contracting von Siemens ab 2014 zu reduzieren. Dabei wurden Lüftungs- und Klimaanlagen einschließlich der Luftverteilung ausgetauscht, raumlufttechnische Anlagen und die Heizungsanlagenhydraulik optimiert und das bestehende Gebäudeautomationssystem optimiert. Um die garantierte Einsparung sicherzustellen und künftig weiter zu optimieren, übernimmt Siemens das Energie-Monitoring und -Controlling der umgebauten Anlagen. Das dafür integrierte Messkonzept erfasst kontinuierlich und automatisiert den Verbrauch von Strom, Wärme, Kälte, Wasser, von Volumenströmen in Heizungs-, Lüftungs-, Klima- und Kälteanlagen sowie deren Regelungszonen. Damit werden 27 % der jährlichen Energiekosten gespart.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.energiecontracting.de/4-projekte/projektansicht.php?pid=6083&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Energiespar-Contracting.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://energie.blog/erfolgreiches-energiespar-contracting-an-der-uni-bremen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====6.2. Operativ====&lt;br /&gt;
Die Sortierung der einzelnen konkreten operativen Maßnahmen kann aus systematischen Aspekten in folgende Kategorien erfolgen (siehe Abb. 2):&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
*technische Maßnahmen&lt;br /&gt;
*organisatorische Maßnahmen &lt;br /&gt;
*verhaltensbedingte Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Maßnahmen zum Klimaschutz in Hochschulen.png|850px|thumb|Abbildung 2: Maßnahmen zum Klimaschutz in Hochschulen, sortiert nach Handlungsfeldern und Kategorien (Grafik von HIS-HE: Forum Hochschulentwicklung 3|2020 – Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus, Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den &#039;&#039;&#039;technischen Maßnahme&#039;&#039;&#039;n zählen in erster Linie alle Aktivitäten, die am Gebäudebestand oder den Anlagen ansetzen und in der Regel investiv sind. Klassische Beispiele sind die Wärmedämmung der Gebäudehülle, die Sanierung der Heizungsanlage oder der Lüftungsanlage sowie die Umgestaltung der Beleuchtung. Für den Nachweis der Effekte dieser Maßnahmen ist eine Messarchitektur erforderlich, die valide Daten liefert. Nachgewiesene Einsparungen müssen sich allerdings immer an den Investitionen und den Amortisationszeiten messen lassen. Darüber hinaus haben sehr massive Eingriffe in die ursprüngliche Physik eines Gebäudes oft neue Nebenwirkungen, die nachteilig sein können. &#039;&#039;(Beispiele für technische Maßnahmen siehe unten)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Maßnahmen&#039;&#039;&#039; sind insbesondere alle Aktivitäten, die am Betrieb der Gebäude oder den Anlagen ansetzen und in der Regel nicht investiv sind. Klassische Beispiele sind die temporäre Schließung von Gebäuden, das Herunterfahren von Heizungs- und Lüftungsleistung. Angestrebte Maßnahmen müssen sich allerdings oft am Widerstand der Nutzer messen lassen, wenn eine Diskussion über Erwartungen und Komfort geführt wird. &#039;&#039;(Beispiele für organisatorische Maßnahmen siehe unten)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den &#039;&#039;&#039;verhaltensbedingten Maßnahmen&#039;&#039;&#039; zählen in erster Linie Aktivitäten, die am konkreten (aktiven) Verhalten der Akteure in der Universität ansetzen; diese Maßnahmen sind, entgegen häufiger Meinung auch investiv, denn eine verstetigte Verhaltensveränderung einzelner Akteure bedarf einer kontinuierlichen Information und Motivation. Und auch bei diesen Maßnahmen sollte daher die kritische Prüfung von Aufwand und Ertrag erfolgen. Typische Beispiele sind das Ausschalten des Stand-by-Betriebes oder das richtige Lüften sowie Regulieren der Raumtemperatur. Für den Nachweis der Effekte verhaltensbedingter Maßnahmen im Hochschulbereich existieren Ergebnisse aus zwei Forschungsvorhaben. &#039;&#039;(Beispiele für verhaltensbedingte Maßnahmen siehe unten)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die technische Ausstattung neuer Hochschulgebäude, so die aktuellen Beobachtungen, bedingt, dass die Nutzer nur noch sehr eingeschränkt durch aktives Handeln zur Energieeinsparung beitragen können. Wenn also über Budgetierungsverfahren die Energieeinsparung durch Nutzer belohnt werden soll, bedarf es neuer Formen. Aus diesem Grund erprobt HIS-HE aktuell ein Dialogverfahren in Hochschulen, bei dem die Nutzer dem Energiemanagement und den Serviceeinheiten für die Bereitstellung ihre konkreten Ansprüche für den Betrieb der Gebäude und Räume darstellen. Aus diesem Dialog ergeben sich neue Einsparungspotentiale.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.2.1. Technik=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wöhning, C.: Projekt &amp;quot;Erkennen und Verringern der Grundlast&amp;quot;. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 13&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
EnEff Campus: blueMAP TU Braunschweig: Für den Campus der Technischen Universität Braunschweig wird ein Integraler Energetischer Masterplan entwickelt. Dabei werden auf Basis einer Bestandsaufnahme Methoden und Werkzeuge zur mittelfristigen Reduzierung des Primärenergieverbrauchs um 40 % und zur langfristigen Versorgung des Campus mit ausschließlich regenerativen Energien erarbeitet (2015).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/igs/forschung/eneffcampus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Lüftung und Klimatisierung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Optimierte Lüftungsschaltung&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://magazin.tu-braunschweig.de/m-post/dank-optimierter-lueftungsschaltung-auf-dem-siegertreppchen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Wärmeversorgung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Berlin: Neue Methode auf dem Campus von TU Berlin und Universität der Künste, um das Wärmewendeziel der Bundesregierung zu erreichen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pressestelle.tu-ber-lin.de/menue/tub_medien/publikationen/medieninformationen/2019/juni_2019/medieninformation_nr_1052019/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Beleuchtung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Umstellung auf LED im Foyer (Audimax).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/energieberatung/led-beleuchtung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Greifswald: Umstellung auf LED in der Universitätsbibliothek.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.gebaeudedigital.de/schwerpunkt/licht-und-schatten/umstellung-auf-led-in-der-universitaetsbibliothek/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Eigenerzeugung Energie&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hochschule Reutlingen: Neue Solaranlage auf dem Dach der Hochschule.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.reutlingen-university.de/news/aktuelles/detail/article/staatssekretaerin-weiht-solaranlage-auf-dem-dach-der-hochschule-ein/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kassel: Universität produziert Solarstrom für den eigenen Verbrauch.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/3-aktuelles/nachrichten/39-umfrage-ap-betrieb.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Für die Stärkung der Versorgung des Gebäudebestands mit regenerativen Energien, installiert die TU Braunschweig neun Photovoltaik-Anlagen auf geeigneten Dächern.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/gb3/energiemanagement/test-neu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Oldenburg: Photovoltaik&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://uol.de/dezernat4/technisches-gebaeudemanagement/pv-anlagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jade Hochschule: Förderbescheid für den Bau einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Haupthauses.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
http://www.wzonline.de/nachrichten/newsdetails-top-thema/artikel/energie-vom-dach-der-jade-hochschule.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Green IT&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Bremen: GreenIT Housing-Center wird durch die Universität betrieben. Die Installation, Administration und der Betrieb der Server bleibt in der Eigenverantwortung der dezentralen Administratoren, die durch ein elektronisches Zugangskontrollsystem jederzeit Zugang zum Gebäude und zu den Ihnen zugeordneten Serverracks bekommen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bremen.de/zfn/weitere-it-dienste/serverhousing-webhosting/green-it-housing-center&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Stuttgart: Auf dem Weg zu nachhaltigen Rechenzentren – Konsortium unter Führung der Universität Stuttgart stellt Handlungsempfehlungen zur Senkung des Energie- und Rohstoffverbrauchs vor.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-stuttgart.de/universitaet/aktuelles/presseinfo/Auf-dem-Weg-zu-nachhaltigen-Rechenzentren/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.2.2. Organisation=====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Temporäre Schließungen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Wärmeabsenkung zwischen Weihnachten und Neujahr.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.leuphana.de/universitaet/organisation/universitaetsverwaltung/gebaeudemanagement/lebenswelt-universitaet/klimaneutrale-universitaet/energieeffizienz.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Bauen und Betreiben&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen: Leitfaden zum Technischen Monitoring von öffentlichen Gebäuden zur Betriebsoptimierung und Effizienzsteigerung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/nachhaltiges_bauen/download/technisches_monitoring/Leitfaden_zum_technischen_Monitoring-2018.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Universität Braunschweig: Anforderungen und Möglichkeiten des technischen Monitorings zur Unterstützung des Planungs- und Inbetriebnahmeprozesses.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Veranstaltungen_Vortraege/2019/Forum_Gebaeudemanagement_2019/6_Plesser_Braunschweig.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Energiemanagement&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung: Energieportal – Hochschulseiten.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/leistungen/energie-und-umwelt/energieeffizienz/energieportal-fuer-hochschulen/energiemanagement-an-hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung: Nachhaltigkeitsportal – Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/klimaneutralitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Göttingen: Das Gebäudemanagement setzt ein 11-Punkte-Programm um, mit dem dem steigenden Energieverbrauch und den Energiekosten begegnet werden soll.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-goettingen.de/de/33522.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Unterstützung einführen (CAFM / EMAS / ISO / Benchmarking)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Goethe-Universität Frankfurt: Energiemanagement nach DIN ISO 50001.&lt;br /&gt;
Das Energiemanagement der Goethe-Universität Frankfurt ist als erstes einer deutschen Universität nach DIN ISO 50001 zertifiziert worden. Zusätzlich wurden Leitlinien für Energiemanagement und Umweltschutz festgelegt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://aktuelles.uni-frankfurt.de/aktuelles/beitrag-der-goethe-universitaet-zur-klimawoche/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benchmarking: CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen.&lt;br /&gt;
HIS-HE erstellt seit 2009 (Bilanzierungsjahr 2008) eine jährliche Bilanz für alle hessischen Hochschulen und dokumentiert diese in einem Bericht. Dieses erfolgt in enger Kooperation mit dem Fachpersonal für Energiemanagement.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail/hessen-co%E2%82%82-bilanz-an-hessischen-hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Verwaltung und Wissenschaft kooperieren&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Darmstadt: EnEff:Stadt Campus Lichtwiese zur energieeffizienten Weiterentwicklung des Campus Lichtwiese durch intelligente Systemvernetzung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.intern.tu-darm-stadt.de/dez_v/versorgung_technik/energiemanagement_1/eneff_stadt_campus_lichtwiese/eneff_stadt_campus_lichtwiese.de.jsp&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.: Nachhaltigkeitsberichterstattung an hessischen Hochschulen. HIS-HE: Medium, Nr. 1 (2019), S. 14&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1597404286&amp;amp;hash=8743ecfcda18a6042469a76bfb2bf277af400afc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Medium/Medium_201901_Nachhaltigkeit.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.2.3. Verhalten=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Matthies, E.; Wagner, H.-J.: (Hrsg.): Change – Veränderung nachhaltigkeitsrelevanter Routinen in Organisationen. LIT Verlag, Berlin, 2011. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;lr=&amp;amp;id=umQwyFkIp68C&amp;amp;oi=fnd&amp;amp;pg=PA1&amp;amp;dq=verbundprojekt+change+hochschule+verhaltens%C3%A4nderung+energieeinsparung&amp;amp;ots=Ux-yoJY8dk&amp;amp;sig=gnrfO3s0u5L82gNoYtIOORRlPuw#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Klimaschutz und Energieeffizienz. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Nr. 1, 2017, S. 12 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2017&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Ergebnisse aus Forschungsprojekten zum Nutzerverhalten&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Echo: Energieeffizienz und CO2-Einsparungen an Hochschulen erreichen und gestalten ist möglich – Leitfaden zur Umsetzung einer Energiesparkampagne &lt;br /&gt;
https://www.echo-energie.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
change: Veränderung nachhaltigkeitsrelevanter Routinen in Organisationen (change).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
http://www.change-energie.de/&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Good practice – Anreizsysteme und Dialog der Serviceeinheiten&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung: Entwickeln und setzen von Anreizsystemen zur Energieeinsparung an hessischen Hochschulen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail?tx_hishe_hishefe%5Bproject%5D=365&amp;amp;cHash=ef6015979a48ae75ed785cee3c022b8b&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Reine Informationsmaßnahmen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzwoche.&lt;br /&gt;
Bei der Klimaschutzwoche im Jahr 2018 der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde wurden Gäste mit Vorträgen, Diskussionen und Do It Your Self Aktionen über den Klimawandel informiert. Durch initiative Beteiligte konnte ein breitgefächertes und spannendes Programm aufgestellt werden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/Klimaschutzwoche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Film zum Klimaschutz.&lt;br /&gt;
Die Hochschule Osnabrück hat einen Film über den Klimaschutz an der eigenen Hochschule veröffentlicht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/wir/wir-stellen-uns-vor/wir-in-der-gesellschaft/themen/klimaschutz/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bayreuth: Klimaschutzwoche.&lt;br /&gt;
Die Klimaschutzwoche der Fairtrade-Universität Bayreuth wurde vom Studierendenparlament mit Hilfe der Plattform Green Campus organisiert. Diverse Themen rund um den Klimaschutz wurden von Initiativen in unterschiedlichen Formaten vorgestellt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nordbayerischer-kurier.de/inhalt.uni-klimawoche-weil-s-alle-angeht.e0a724b8-d1a7-42bc-8262-43e528b948b1.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Energiespartipps.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.leuphana.de/universitaet/entwicklung/nachhaltigkeit/klimaneutrale-universitaet/energiesparen.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Hochschule Mittelhessen: Der „Energietag“.&lt;br /&gt;
2018 veranstaltete die Technische Hochschule Mittelhessen einen Energietag, an dem praxisnah die Themen Energienutzung und CO2-Einsparung behandelt wurden. Konkret ging es um zukunftsweisende Elektromobilität und die Energieeinsparung bei der Gebäudenutzung. Firmen, Zentren, Fachbereiche und Arbeitsgruppen stellten dabei ihre Projekte und Entwicklungen vor.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.thm.de/site/hochschule/aktuelles/aus-lehre-und-forschung/viel-energie.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Mobilität&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zink, A.: Mobilität und Mobilitätsmanagement in Hochschulen. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2019, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091865&amp;amp;hash=416d648c63e5bebcd68028f68fcce3e593100074&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2019-2.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Leuphana-Campus wird verkehrsberuhigt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.leuphana.de/news/pressemitteilungen/pressemitteilungen-ansicht/datum/2019/09/27/leuphana-campus-wird-verkehrsberuhigt.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Carsharing Projekt mit den Kreiswerken.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Aktuelles/Presseportal/Pressemitteilungen/Verkehrswende-an-der-Hochschule-fr-nachhaltige-Entwicklung-Eberswalde-E10487.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachhochschule Bielefeld: Eine Art „Mehrfachsteckdose“ für das Laden von Elektrofahrzeugen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fh-bielefeld.de/ium/fit2load&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Präsidiumsbeschluss verpflichtet alle Angehörigen der Hochschule Strecken unter 1.000 Kilometer mit Bus oder Bahn anstelle des Flugzeugs zurückzulegen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Aktuelles/Presseportal/Pressemitteilungen/Es-geht-auch-ohne-E10372.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Justus Liebig Universität Gießen: Beschaffung von E-Bikes für Beschäftigte vom Land gefördert.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-giessen.de/ueber-uns/pressestelle/pm/pm172-19&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Bremen: Fahrradmodellquartier wird mit Eröffnung des Repair-Cafés an der Hochschule fertiggestellt.&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
https://weserreport.de/2019/07/bremen/sued/mehr-als-eine-werkstatt/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Heilbronn: Mobilitätsprojekt PendlerRatD will Berufspendler zum Umstieg vom Auto aufs Rad bewegen. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://radmarkt.de/nachrichten/fahrradde-unterstutzt-mobilitats-initiative-pendlerratd&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Testphase für ein neues Pedelec-Verleihsystem für Mitarbeitende der Stadtwerke und der Hochschule.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/stadtwerke-testen-stationsflexibles-pedelec-verleihsystem-erste-phase-in-kooperation-mit-der-hochs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE (DKE): Ladeinfrastruktur Elektromobilität - Der technische Leitfaden für Installation und Betrieb in der Praxis.&lt;br /&gt;
Was ist bei der Planung, Errichtung und dem Betrieb einer Ladeinfrastruktur zu beachten und welche Normen und Vorschriften sind hierbei von Bedeutung? Antworten darauf gibt die dritte Version des technischen Leitfadens für die Ladeinfrastruktur der Elektromobilität – ein Projekt von DKE, BDEW, ZVEH, ZVEI und VDE|FNN. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.dke.de/de/arbeitsfelder/mobility/technischer-leitfaden-ladeinfrastruktur-elektromobilitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Furtwangen: Modellprojekt zur Sicherung der Erreichbarkeit ländlicher Hochschulen mit Hilfe nachhaltiger Mobilitätslösungen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/abschlussveranstaltung-zu-mobilitaetsprojekt-an-hochschule-furtwangen-1/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Elektromobilität auf dem Campus.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/news-einzelansicht/news/detail/News/elektromobilitaet-auf-dem-campus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität des Saarlandes: AStA der Saar-Universität eröffnet Fahrradverleih.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-saarland.de/universitaet/aktuell/artikel/nr/20845.html&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=6007</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Energiemanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=6007"/>
		<updated>2020-11-29T20:37:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: /* 6.2. Operativ */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Nachhaltiges Energiemanagement, nachhaltiger Umgang mit Energie ==&lt;br /&gt;
===1. Betroffener Personenkreis===&lt;br /&gt;
Der Beitrag richtet sich an das Fachpersonal im technischen Gebäudemanagement, welches auf der operativen Ebene mit der Bereitstellung von Energie sowie dem Management der Energienutzung betraut ist. Darüber hin-aus werden strukturelle Hinweise gegeben, die für das Leitungspersonal relevant sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2. Relevanz===&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Gebäudemanagements besteht darin, optimale Bedingungen für die Kernaufgaben der Hoch-schulen zu schaffen. Hierzu zählt auch das Bereitstellen von und der Umgang mit Energie. Vor diesem Hintergrund bewegt sich dieses Handlungsfeld immer in einem besonderen Spannungsfeld, wenn auch ein effizienter, mög-lichst sparsamer Einsatz von Energie erfolgen soll, um CO2 und Kosten einzusparen. Potentielle Zielkonflikte zwi-schen dem Anspruch, bestmögliche Voraussetzungen für Forschung und Lehre zu schaffen und gleichzeitig Ener-gie effizient einzusetzen, sind der Organisation Hochschule immanent.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind gesetzliche Vorgaben (siehe unten) und Kostenaspekte (insb. steigende Energiekosten) Rah-menbedingungen, die dem Thema Energieeinsatz eine Relevanz geben. Die zentrale Facette scheint allerdings der stetig zunehmende öffentliche, gesellschaftliche Druck zum aktiven Klimaschutz zu sein, der insbesondere von Hochschulen und den Mitgliedern ausgeht und sehr stark von den wissenschaftlichen Erkenntnissen und konkre-ten Zielvorgaben gestützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3. Gesetzliche Grundlagen===&lt;br /&gt;
Gesetzliche Vorgaben existieren, um Gebäude nach hohem Energieeffizienzstandard zu errichten bzw. zu sanieren und den energieeffizienten Betrieb bereits in der Phase des Planens zu berücksichtigen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesetzliche Rahmen für bauliche Maßnahmen wurde bisher durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmG) verbindlich festgelegt. Mit dem geplanten Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) &amp;lt;ref&amp;gt;Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz - GEG), Entwurfsstand: 03.07.2020 (nach Zustimmung im Bundesrat).&amp;lt;/ref&amp;gt; ab November 2020 werden die bisherigen Regelungen aus EnEG, EnEV und EEWärmeG in einem Gesetz zusammengefasst. Grundlage der bisherigen nationalen Regelungen sind die Richtlinien der EU, insbesondere als Basis für die o. g. gesetzlichen Regelungen die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen ergeben sich Anforderungen aus den gesetzlichen Regelungen im Rahmen von EnEG, EnEV, EEWärmeG bzw. zukünftig GEG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sanierungs- und Neubaumaßnahmen: Baubezogene Regelungen, Energieausweise für Gebäude, Standards für „Niedrigstenergie-Gebäude“&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
* Betrieb von Gebäuden und technischen Anlagen: Energetische Inspektion (Klimaanlagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der GEG-Einführung sind zunächst keine Verschärfungen der bisherigen Regelungen der EnEV vorgesehen. Eine Überprüfung dieser Standards ist erst für das Jahr 2023 vorgesehen. Neu sind dagegen eine Innovationsklausel und der so genannte Quartiersansatz. Zunächst befristet bis Ende 2023 sind damit Möglichkeiten zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen anstelle des Primärenergieeinsatzes sowie eine gemeinsame Berücksichtigung von Gebäuden an einem zusammenhängenden Standort möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Regelungen aus den EU-Richtlinien werden erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt. Das „Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität“ (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) – kurz: GEIG – gehört dazu und bezieht die in 2018 aktualisierten Regelungen der EU-Gebäuderichtlinie von 2010 ein.  Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat dazu den Gesetzentwurf ausgearbeitet, der für Baumaßnahmen (Neubau und umfassende Sanierungen) ab dem 11. März 2021 relevant werden soll. Bei Nicht-Wohngebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen muss demnach mindestens jeder fünfte Stellplatz entsprechend ausgerüstet und mindestens ein Ladepunkt errichtet werden. Ab 2025 muss jedes (bestehende) nicht zum Wohnen genutzte Gebäude mit mehr als zwanzig Stellplätzen mit mindestens einem Ladepunkt ausgestattet werden &amp;lt;ref&amp;gt;Entwurf eines Gesetzes zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz – GEIG), Stand: 04.03.2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind weitere gesetzliche Regelungen, die im Zusammenhang mit dem Bezug und der Nutzung von Energie stehen für die Hochschulen von Bedeutung. Beispielhaft genannt werden hier &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Service/Gesetzeskarte/gesetzeskarte.html&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das insbesondere die Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien festlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), das die Förderungen für hocheffizienter KWK-Anlagen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das die Rahmenbedingungen für eine „sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Gas“ festlegt und insbesondere für Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze im Rahmen der Versorgung Dritter von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stromsteuergesetz (StromStG), das die Besteuerung von Strom sowie auch die Ermäßigung oder die Befreiung von der Steuer unter bestimmten Voraussetzungen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Treibhausgas-Emissionshandels-Gesetz (TEHG), auf dessen Grundlage der Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen in einem EU-weiten Emissionshandelssystem basiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) zur Regelung der Voraussetzungen für die Einführung und den Betrieb eines Anlagenregisters für Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Grubengas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der übergeordneten Ebene der EU ist weiterhin der „Klima- und energiepolitische Rahmen“ mit den  EU-weiten Zielvorgaben und politischen Zielen für den Zeitraum 2021 bis 2030 zu benennen, an dem sich die nationale Gesetzgebung orientieren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen von Bedeutung dürfte die Herausstellung der „Vorbildfunktion der öffentlichen Hand“ wie aktuell in § 4 des GEG bzw. § 1a EEWärmeG und EnEG § 2a (Niedrigstenergiegebäude) sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: Noch Kundenanlage oder schon Netz? BGH-Urteil liefert konkrete Hinweise, aber keine allgemeingültige Lösung. In: HIS:Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2020, S.3&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091621&amp;amp;hash=ad71f51ce9852bb0df44a036090d20859fd000cc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2020-02_Energierecht.pdf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===4. Ziele===&lt;br /&gt;
Für einen nachhaltigen Umgang mit Energie können sich Hochschulen, insbesondere wenn die CO2-Emissionen ein zentraler Indikator sein sollen, bei der Zielsetzung an drei wesentlichen Handlungsfeldern orientieren; diese lauten: Minimieren, substituieren und kompensieren von CO2-Emissionen. Wesentlich dabei ist die Prämisse: Minimierung vor Substitution vor Kompensation.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Minimierung&#039;&#039;&#039; bedeutet, tatsächlich weniger Energie zu verbrauchen, also den Energieverbrauch reduzieren und bei gleichem Energieträger eine Verringerung der CO2-Emissionen erzielen (z. B. technische oder organisatori-sche Maßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Substitution&#039;&#039;&#039; bedeutet, emissionsarme Energieträger einzusetzen. Bei gleichem Energieverbrauch werden damit Energieträger genutzt, die weniger CO2-Emissionen verursachen (z. B. Kauf von Ökostrom).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompensation&#039;&#039;&#039; bedeutet, für selber verursachte CO2-Emissionen an anderer Stelle eine CO2-Senke zu schaffen (z. B. Kauf von Zertifikaten, Organisation eigener Projekte). Gesetzlich sanktionierte Beispiele hierfür finden sich im Immissionsschutzrecht (z. B. §§ 17 ff. BImSchG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===5. Hemmnisse und Treiber===&lt;br /&gt;
Ein nachhaltiges Energiemanagement ist eingebettet in die Organisation (Strukturen) und den praktischen Betrieb (operative Handlungsmöglichkeiten) der Hochschule. Auf diesen beiden Ebenen können strukturell folgende Hemmnisse und Treiber für die Umsetzung eines nachhaltigen Umgangs mit Energie identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hemmnisse&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ressourcenmangel&lt;br /&gt;
*fehlende personelle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende Sichtweise auf langfristigere Effekte und die Externalisierung der Kosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsprozess&lt;br /&gt;
*limitierte Zeit für Planungsaufgaben sowie Fehler während der Bauplanung&lt;br /&gt;
*mangelnde Kommunikation zwischen Nutzern, Planern, Betreibern und Bauherren&lt;br /&gt;
*unkoordinierte Inbetriebnahme von neu erstellten Gebäuden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgaben&lt;br /&gt;
*keine Verankerung im Leitbild der Hochschule&lt;br /&gt;
*kein Klimaschutzkonzept mit definierten, priorisierten Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäudebestand&lt;br /&gt;
*unzureichende Messarchitektur&lt;br /&gt;
*hoher Technisierungsgrad bei Neubauten&lt;br /&gt;
*kein strukturiertes Flächenmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschullogik&lt;br /&gt;
*starke Egoismen der Fachbereiche&lt;br /&gt;
*schwere Einflussnahme auf Verhalten von Mitarbeitenden und Studierenden&lt;br /&gt;
*häufig wechselnde Akteure in der Mitgliedschaft der Hochschule&lt;br /&gt;
*fehlende Absprachen der beteiligten Serviceeinheiten der Hochschulen&lt;br /&gt;
*unklare Grenzen zwischen Komfort und Freiheit von Forschung und Lehre&lt;br /&gt;
*Spannungsfeld zwischen dem Ziel Energieeinsparung und energieintensiver Forschung mit Großgeräten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Treiber (nicht zu verwechseln mit Maßnahmen)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesetze, Normen, Zertifikate&lt;br /&gt;
*konkrete gesetzliche Vorgaben (insbesondere EnEV bzw. das künftige GEG, EEG, KWKG)&lt;br /&gt;
*AMEV Technisches Monitoring 2017&lt;br /&gt;
*Betrachtung der Lebenszykluskosten von Gebäuden (BNB Zertifikate)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenz&lt;br /&gt;
*Vernetzung und Kompetenzerweiterung des Fachpersonals&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fördermittel&lt;br /&gt;
*Bereitstellung von Fördermitteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Fortschritte&lt;br /&gt;
*Digitalisierung im Gebäudemanagement&lt;br /&gt;
*Einsatz erneuerbarer Energien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerer Druck&lt;br /&gt;
*öffentliche Diskussion zum Klimaschutz&lt;br /&gt;
*Thematisierung in den Zielvereinbarungen und Hochschulentwicklungsplänen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===6. Maßnahmen zur Implementierung===&lt;br /&gt;
Für eine Implementierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz kann strukturell zwischen strategischen und operativen unterschieden werden. Hierbei sind die strategischen dadurch charakterisiert, dass sie „gute Rahmenbedingungen“ für die operativen schaffen. Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen benannt und Beispiele für „good practice“ angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====6.1. Strategisch====&lt;br /&gt;
=====6.1.1. Governancestrukturen schaffen=====&lt;br /&gt;
Governance kann verstanden werden als Aufgabe, die Prozesse für einen erfolgreichen Klimaschutz geordnet zu koordinieren. Für eine Governance, explizit auch zum Klimaschutz bzw. zur Energieeffizenz, kann für den Praxis-betrieb auf die Bereiche Politik, Profession, Organisation, Wissen und Öffentlichkeit aus dem Governance-Regler zurückgegriffen werden, der im Handlungsfeld Governance von HOCHN entwickelt wurde und in der Evaluation der Nachhaltigkeitskonzepte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt einem Praxistest unterzogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessi-schen Landesregierung. HIS-HE:Forum, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeitsgovernance an Hochschulen - BETA, Oktober 2018:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/2-handlungsfelder/01-governance.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Berlin: Nachhaltigkeitsrat.&lt;br /&gt;
Der Nachhaltigkeitsrat wurde im Jahr 2018 Gegründet und besteht aus gewählten Mitgliedern der TU Berlin sowie externen Teilnehmenden. Der Nachhaltigkeitsrat ist darüber hinaus ein offenes Gremium, in dem jede und jeder willkommen ist, der sich für die nachhaltige Entwicklung der TU Berlin interessiert und daran mitwirken möchte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltigkeitsrat.tu-berlin.de/menue/nachhaltigkeitsrat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Runder Tisch zur nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;
Der Runde Tisch „Nachhaltige Entwicklung der HNEE“ wurde 2010 als demokratisches, von allen Interessengrup-pen der Hochschule gemeinsam getragenes und gestaltetes Gremium von der heutigen Nachhaltigkeitsmanage-rin und der Koordinatorin für die familienfreundliche Hochschule ins Leben gerufen. Ziel ist eine gemeinsame, von allen Hochschulgruppen entwickelte, umfassende nachhaltige Entwicklung an der HNEE.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement-an-der-HNEE/Beteiligung-und-Mitmachen/Runder-Tisch-Nachhaltigkeit/Runder-Tisch-zur-nachhaltigen-HNEE-Entwicklung-E6093.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Nachhaltigkeitsleitlinien.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/uni/nachhaltige-hochschule/home/nachhaltigkeitsleitlinien/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Harz: Senatskommission &amp;quot;Nachhaltige Hochschule Harz&amp;quot;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-harz.de/nachhaltige_hs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FU Berlin: Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.2. Controllingkonzept umsetzen=====&lt;br /&gt;
Controlling meint, die Aktivitäten zur Energieeffizienz gezielt zu steuern. Das Controlling fußt damit auf einer quantitativen Grundlage. Dieses kann die zahlenmäßige und graphische Auswertung der monatlichen Ver-brauchsdaten (gebäudebezogen) sein, um Veränderungen erkennen zu können und um die Nutzer zu informieren und zu motivieren sowie die gezielte Beobachtung der den konkreten Maßnahmen zugeordneten Zähler. Um die Zielsetzung für das Controlling-Konzept zu erreichen (insb. die Wirksamkeitsmessung), sind folgende Strukturen als Rahmenbedingungen zu schaffen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übergabe der operativen Verantwortung an speziell ausgebildetes Fachpersonal (für Klimaschutz) mit zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
*Gründung eines Klimaschutzbeirats mit Kontroll- und Lenkungsfunktion (dieses kann der Umweltaus-schuss übernehmen).&lt;br /&gt;
*Durchführung regelmäßiger Audits zur Überprüfung des Projektfortschritts und Messbarkeit über ein Kennzahlsystem herstellen (als Elemente im Managementkreislauf: plan (Ziele, Verantwortungen, Res-sourcen festlegen), do (Durchführung gemäß Planung), check (Zielerreichung prüfen, Fehler erheben), act (Fehler analysieren, Lösungsmöglichkeiten finden und auswählen).&lt;br /&gt;
*Sicherung der Finanzierung (ggf. über einen Klimaschutz-Etat).&lt;br /&gt;
*Etablieren eines Berichtswesens, auch für die Hochschulleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Hochschulen haben aktuell eine Beteiligung an einem normierten Umweltmanagementsystem nach EMAS:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt: Beteiligung an EMASplus.&lt;br /&gt;
Als erste Universität in Deutschland hat die KU das Zertifikat „EMASplus“ erhalten. Grundlage dafür ist die Etablie-rung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagements, das Ökologie, Soziales und Ökonomie umfasst. Damit verpflichtet sich die Katholische Universität dazu, ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Wirkungen re-gelmäßig systematisch überprüfen zu lassen und kontinuierlich zu optimieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.ku.de/kommunikation/presse/pi/einzelansicht/article/ku-erhaelt-als-erste-universitaet-in-deutschland-das-zertifikat-emasplus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 79 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule RheinMain: Klimaschutzkonzept Hochschule RheinMain. Abschlussbericht, Juni 2018, S. 67 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-rm.de/fileadmin/Home/Hochschule/Veroeffentlichungen/Klimaschutz/20180815_Abschlussbericht_KlischKo_HSRM_final.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzkonzept der HNE Eberswalde.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/_obj/67605A07-D2ED-4886-8A7C-BEB532B8044E/outline/Klimaschutzkonzept_HNEE.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaschutzkonzept der Universität Kiel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaschutzkonzept&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Klimaschutzbericht der Hochschule Osnabrück.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/wie-die-hochschule-osnabrueck-ihren-co2-fussabdruck-um-fast-70-prozent-verkleinert-hat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.3. Klimaneutralität formulieren=====&lt;br /&gt;
Klimaneutralität beinhaltet, für einen selbstgesteckten Rahmen (z. B. Gebäudebetrieb, Mobilität, Konsum) die klimarelevanten Emissionen zu beziffern, sie zu minimieren oder substituieren und verbleibende Emissionen auch zu kompensieren. Die Zielsetzung, als Hochschule klimaneutral zu werden, wird auf ein Datum bezogen, z.B. auf das Jahr 2035. Die Zeitspanne bis zur Klimaneutralität und die bis dahin noch emittierten Tonnen CO2 müssen aus den Zielsetzungen zur Eingrenzung der Erderwärmung abgeleitet werden. Die Formulierung einer Klimaneutrali-tät ist somit immer Angelegenheit der Hochschule als Ganzes, also der Hochschulleitung. Formulierte Klimaneut-ralität ist auch ein Aspekt von Governance und hochschulöffentlich. Klimaneutralität ist für Hochschulen realisier-bar, dieses hat eine Studie von HIS-HE belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J., Person, R.-D. (2019): Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus. Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung. HIS-HE:Medium, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golüke, H.: Ökostrom beziehen ist gut - reicht aber nicht! In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen, Nr. 1 ,2019, S. 18 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Die Leuphana Universität Lüneburg hat sich 2007 das Ziel der Klimaneutralität gesetzt und dieses im Jahr 2014 erreicht. Dabei konnten 50 Prozent Primärenergie und 30 Prozent Endenergie eingespart werden. Grundlage der Erreichung der Klimaneutralität ist der effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen in allen Teilbereichen der Universität. Die Themenfelder sind Energieeffizienz, Einsatz regenerativer Energien, Förderung einer klimascho-nenden Mobilität und der nachhaltigen Beschaffung, die in vielen Einzelmaßnahmen sukzessive implementiert und optimiert wurden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
www.leuphana.de/klimaneutral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Düsseldorf: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Hochschule Düsseldorf hat am 19.11.2019 Klimaschutz-Leitlinien beschlossen und dabei die CO2-Klimaneutralität bis 2030 als konkretes Klimaschutz-Ziel festgelegt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-duesseldorf.de/personen/salvagno/klimaschutz?showarrows=1&amp;amp;sid=maysmcrsi1wnydumut54ns5v&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement/Nachhaltige-Hochschule/Klimaneutralitt/Klimaneutralitt-K6435.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaneutrale-universitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Trier, Umweltcampus Birkenfeld: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochschule-trier.de/hochschule/hochschulportraet/drei-campus/umwelt-campus-birkenfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pv-magazine.de/2020/06/09/htw-berlin-bekommt-zwei-photovoltaik-anlagen-mit-zusammen-280-kilowatt-leistung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freie Universität Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2019/fup_19_398-klimanotstand/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.4. Energieflüsse abbilden=====&lt;br /&gt;
Um überhaupt den Umgang mit Energie zum Thema zu machen, ist ein Messsystem erforderlich, welches die Verbräuche erfasst und die Energieflüsse durch die Hochschule abbildet (siehe Abbildung 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nachhaltiges Energiemanagement.png|800px|thumb|Abbildung 1: Potentielle Energieeinflüsse durch die Hochschule (Grafik von HIS-HE: CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür ist eine Messarchitektur erforderlich, die die Hochschule angemessen abbildet und eine routinemäßige Auslesung und Auswertung der Daten ermöglicht. Dieses ist erforderlich, um die Effekte von initiierten Maßnah-men zu erkennen und steuern zu können. Im Umkehrschluss bedeutet das, nur das zu messen, was auch für die Steuerung des Energiemanagements relevant ist. Steuerung benötigt ein Controlling-Konzept. Das Controlling-Konzept stellt einen Kreislauf dar, in dem die durch die Klimaschutzaktivitäten (ggf. Klimaschutzkonzept) definier-ten Maßnahmen zur Umsetzung geführt werden. Durch die ständige Evaluierung und zielgerichtete Anpassung der Maßnahmen wird eine erfolgreiche Umsetzung, im Sinne einer Steuerung, sichergestellt. Diese Steuerung bezieht sich auf das regelmäßige Ermitteln, Vereinbaren, Umsetzen, (Erfolgs-)Messen und ggf. Nachjustieren von Maßnahmen. Dieses ist mehr als reiner (quantitativer) Soll-Ist-Vergleich; denn das Vorgehen schließt eine (quali-tative) Bewertung mit ein. Gerade hierfür sind Ressourcen erforderlich, die insbesondere auf der personellen Ebene das entsprechende Fachwissen garantieren und auf der Sachebene für eine adäquate Verwaltung und Ablage der notwendigen Daten sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: 10 Jahre CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1 (2019). Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 9 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ketelhön, U.: Erarbeitung eines Musterkonzeptes sowie standortbezogener Einzelkonzepte für die Helmholtz-Gemeinschaft. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2017, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092077&amp;amp;hash=0086d0e250079e732f6057fdd4cbaa32680b6f8f&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_02-2017_DRUCK.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V.: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 48 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.5. Budgetierungssystem einführen=====&lt;br /&gt;
Budgetierung bedeutet, die Kosten für den Energieverbrauch den Akteuren oder Organisationseinheiten zuord-nen zu können und diese durch spezifische Modelle daran zu beteiligen. Die Motivlagen, Budgetierungssysteme einzuführen und die Bandbreite der Modelle sind vielschichtig. Sie reichen von freiwilligen Systemen, die aus-schließlich mit Bonuszahlungen arbeiten, bis hin zu hochschulweit verbindlich eingeführten Systemen, in denen die Energiekosten aus den dezentralen Budgets zu begleichen sind. Eine Herausforderung stellt oftmals die Bemes-sung der Budgets dar, aus denen die Einheiten ihre Energiekosten begleichen sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V. (2014): Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS-HE: Mitteilungsblatt, Nr. 4, S. 1 f. https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-4.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit Anreizen zu mehr Klimaschutz: Das Prämiensystem zur Energieeinsparung an der Freien Universität Berlin. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wöhning, C.: Projekt „Entwickeln und Setzen von Anreizsystemen“. In: Magazin für Hochschulentwicklung. The-men-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 12&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.: Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 4, 2014, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092324&amp;amp;hash=cc4bf20988a0950ad784ab9f1b6249f584d3e32d&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-1.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Berlin: Prämiensystem.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Freien Universität Berlin hat Anfang 2007 ein so genanntes Prämiensystem eingeführt, um organisatorische und verhaltensbezogene Einsparpotentiale zu realisieren. Über das Prämienmodell erhalten die Fachbereiche direkte finanzielle Anreize.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/handlungsfelder/campus/energie_klimaschutz/praemiensystem/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Freiburg: Dezentrale Monetäre Anreize zur Energieeinsparung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Anreizmodell der Universität Freiburg will Verhaltensänderungen bei den Gebäudenutzern und minimal in-vestive technische Maßnahmen kombinieren. Dabei wird den Einrichtungen anteilig die Kosten, die gegenüber einer Referenz eingespart wurden, gutgeschrieben. Ein Malus-System, dass ggf. Mehrverbrauch sanktioniert, existiert nicht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltige.uni-freiburg.de/klimaschutz/dezmon-2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Energiekostenbudgetierung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/energiesparen/energiekostenbudgetierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goethe-Universität Frankfurt: Energieeinspardialog.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail/hessen-entwickeln-und-setzen-von-anreizsystemen-zur-energieeinsparung-an-hessischen-hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.6. Bauherrenfunktion nutzen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen Hochschulen befinden sich in einem Reformprozess, der sich unter anderem durch einen Paradig-menwechsel im Hochschulmanagement von einer eher detailgesteuerten zu einer verstärkt eigenverantwortlich geführten Hochschule manifestiert. Vor diesem Hintergrund ist einzelnen Hochschulen auch die Bauherrenfunkti-on übertragen worden. In diesem Kontext muss genau geprüft werden, mit welchen Anforderungen diese Aufga-be verbunden und unter welchen Voraussetzungen dieses Modell erfolgsversprechend ist. Die Zuweisung und Übernahme der Bauherrenfunktion hat daher große Bedeutung, weil Neubau oder Sanierung eines Gebäudes einen großen Einfluss auf die CO2-Emissionen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesetzlichen Vorgaben fordern schon eine entsprechende Energieeinsparung bei Neubau und Sanierung. Diese bezieht sich jedoch lediglich auf gebäudeinduzierte Verbräuche. Einen nicht unwesentlichen Anteil macht der nutzerinduzierte Verbrauch aus, der durch die technischen Geräte der Nutzer beeinflusst wird. Im besten Fall kann die Hochschule als Nutzer, Betreiber und Bauherr die Nutzeranforderungen direkt an die von Ihnen beauf-tragten Fachplaner vermitteln und für die energieeffizienteste Lösung des Betriebs sorgen. Im Fall der Bauher-renvertretung durch die Landesbauverwaltung ist eine Einbeziehung der Hochschule als Nutzer und Betreiber sehr wesentlich. Dieses betrifft die Erarbeitung und Übergabe der Nutzeranforderungen an die und auch die Kommunikation mit den Fachplanern. Diese Anforderung bezieht sich auf den gesamten Planungs- und Baupro-zess, um die energieeffizientesten Lösungen für den Betrieb zu finden.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fokus liegt in erster Linie auf Lösungen zur Energieeinsparung mit Hilfe technischer Anlagen und der Verwen-dung von wärmedämmenden Baustoffen. Ein weiterer Aspekt bezüglich des Energieverbrauchs im Bereich Ge-bäudeinfrastruktur von Hochschulen liegt jedoch in der Errichtung von Gebäuden. Ein nicht unwesentlicher Teil der Energie besteht aus „grauer Energie“, die den Energieverbrauch der Gewinnung von Rohstoffen, der Herstel-lung von Baustoffen, deren Transport und Verarbeitung vor Ort betrachtet. Um diesen Energieverbrauch niedrig zu halten, sind mehrere Möglichkeiten gegeben. Eine den Zielen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit verpflich-tete hochschulweite Ermittlung der Flächenbedarfe stellt den Ausgangspunkt dar, gefolgt von Maßnahmen wie z. B. Sanierung vor Neubau, Recyclen und Wiederverwenden von Baustoffen, Verwendung von Baustoffen mit nied-riger Energiebilanz etc. Hier steht die Forschung jedoch noch sehr am Anfang und Datenbanken, die darüber Auskunft geben (z. B. ökobaudat), werden derzeit hauptsächlich von den Herstellern gefüllt. Eine Unabhängigkeit ist dadurch nicht gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Holzkamm, I.; Stibbe, J.; Stratmann, F.; Tegtmeyer, R.: Orientierungshilfe Bauherrenfunktion durch Hochschu-len. Teil 1: Rahmenbedingungen für die Bauherrenfunktion im Hochschulbau HIS-HE: Forum Hochschule, Nr. 4, 2015&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/orientierungshilfe-bauherrenfunktion-durch-hochschulen-teil-1-rahmenbedingungen-fuer-die-bauherrenfunktion-im-hochschulbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stibbe, J.; Stratmann, F.; Söder-Mahlmann, M.: Verteilung der Zuständigkeiten des Liegenschaftsmanagements für die Universitäten in den Ländern. Sachstandsbericht. HIS-HE: Forum Hochschule, Nr. 9, 2012&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/verteilung-der-zustaendigkeiten-des-liegenschaftsmanagements-fuer-die-universitaeten-in-den-laendern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat: ÖKOBAUDAT.&lt;br /&gt;
Mit der Plattform ÖKOBAUDAT stellt das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) allen Akteuren eine vereinheitlichte Datenbasis für die Ökobilanzierung von Bauwerken zur Verfügung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.oekobaudat.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nutzenvorteile einer dezentralen Bauherrenfunktion der Hochschulen für den nachhaltigen Betrieb&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Lebenszyklus-/Nachhaltigkeitsbetrachtungen in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein wesentliches Argument der Hochschulen für eine Übernahme der Bauherrenfunktion ist, die Gesamtzustän-digkeit für Betrieb und Bau in eine Hand zu legen und dadurch die Wirtschaftlichkeit über die Baumaßnahmen hinaus auf den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes in den Fokus zu rücken. Hintergrund dieser Forderung ist unter anderem, dass derzeit bei den Bauinvestitionen die Baufolgekosten nicht hinlänglich berücksichtigt werden und somit die Hochschulen als Verantwortliche für den Gebäudebetrieb die zum Teil sehr hohen Bewirtschaftungs- und Betriebskosten hinnehmen und tragen müssen. Für ein kostenoptimiertes und nachhaltiges Immobilienma-nagement über den gesamten Lebenszyklus ist daher die zusammenhängende Betrachtung von Investitions- und Bewirtschaftungskosten zielführend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Nutzeranforderungen (Forschung &amp;amp; Lehre) in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Während des Projektstarts hat der Nutzer (Hochschule) die Bauherrenfunktion, die er u. a. durch Vorgabe des Projektziels in den Nutzeranforderungen wahrnimmt. Da in vielen Hochschulen bereits hohe Baufachkunde vor-handen ist, können die spezifischen Anforderungen aus Forschung und Lehre aufgrund der vorhandenen Nähe umfassend in die Nutzeranforderungen eingebracht werden. In der Projektabwicklung (Baumaßnahme) hingegen haben i. d. R. die Landesbaubetriebe bzw. -verwaltungen die Bauherrenfunktion, sodass die spezifischen Nutzeranforderungen hier nicht weiterentwickelt, konkretisiert und verbindlich vorgegeben werden können. Der Nutzer hat hier keine Entscheidungsbefugnisse mehr. Bei einer Übernahme der Bauherrenfunktion sehen die Hochschulen daher die Chance, die Nutzeranforderungen im gesamten Planungs- und Bauprozess besser einbeziehen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Gebäudemanagementkompetenzen (Hochschulverwaltung) in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Gebäudemanagement in den Hochschulverwaltungen verfügt über ein langjährig entwickeltes Erfahrungswissen über die bauliche und technische Infrastruktur. Mit einer Übernahme der Bauherrenfunktion erwarten die Hochschulen, dass ihr Erfahrungsschatz direkter in alle Phasen der Entscheidungs- und Planungsprozesse für Baumaßnahmen eingebracht werden kann. Da sowohl Gebäudemanagement als auch Baumanagement dann Teil der Hochschulverwaltung wären, ist die frühzeitige Einbindung des Gebäudemanagements in den Planungspro-zess automatisch gewährleistet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnittstellen/Verfahrensvereinfachung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die derzeitige Wahrnehmung der Aufgaben Planung/Bau sowie Bedarfsplanung/Nutzung/Betrieb in unterschiedlichen Zuständigkeiten bedingt natürliche Schnittstellen. Diese führen nach Abschluss einer Baumaßnahme ggf. zu unerwünschten Problemen in der Nutzung und dem Betrieb. Darüber hinaus können die Schnittstellen Verzögerungen im Planungs- und Bauverfahren hervorrufen, z. B. durch unterschiedliche Verfahrensweisen, unterschiedliche Prioritätensetzung, Missverständnisse etc. Mit der Zusammenführung der Aufgaben in eine Zuständigkeit versprechen sich die Hochschulen eine Verringerung der Schnittstellen und damit eine Verfahrensbeschleuni-gung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Komplette Bauherrenfunktion unabhängig vom Bauvolumen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hochschulen nehmen bei Bauunterhaltungsmaßnahmen und kleinen Neu-, Um- und Erweiterungsmaßnahmen (KNUE, bis ca. 1 Mio. €, kann in einzelnen Ländern höher sein) die Bauherrenfunktion bereits in einem Großteil der Länder wahr. Bei großen Neu-, Um- und Erweiterungsmaßnahmen (GNUE, ab ca. 1 Mio. €, kann in einzelnen Ländern höher sein) besitzen die Landesbaubetriebe bzw. -verwaltungen i. d. R. die Bauherrenfunktion. Die Bauverantwortung im Hochschulbau ist daher je nach Größe der Baumaßnahme in unterschiedliche Zuständigkeiten aufgeteilt. Eine Zusammenlegung der Bauverantwortung an einer Stelle würde einen umfassenderen Blick auf alle Baumaßnahmen pro Hochschule ermöglichen und nicht nur bis oder ab einer gewissen Wertgrenze. Hierdurch wäre ein übergreifendes Steuern aller Baumaßnahmen pro Hochschule besser möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Finanzierungsrahmen und -bedingungen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einige Hochschulen streben die Übernahme der kompletten Bauverantwortung für den Hochschulbau und das eigenverantwortliche Steuern der Baumaßnahme, über die Wertgrenzen hinaus, an. Zusätzlich besteht der Wunsch nach einem verbindlichen, langfristigen Finanzrahmen in der Landeshaushaltsplanung und optional ein frei zur Verfügung stehendes Baubudget. Dadurch würde sich weniger der Maßnahmenprozess durch die Mittel-freigabe des Parlaments verzögern und wäre, was den zeitlichen Ablauf betrifft, einschätzbarer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übergabe und Nutzung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch eine Zusammenlegung der Betreiber- und Bauherrenfunktion wird die frühzeitige Beteiligung des Gebäudemanagements am Bauplanungsprozess gefördert und die Übergabe des fertiggestellten Gebäudes an den Nutzer erleichtert. Zudem wird das Interesse des Bauherrn erhöht, zwingend erforderliche Revisionsunterlagen mit größerem Druck von Bauauftragnehmern einzufordern und nachdrückliche Mängel zu beseitigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landesbaustandards/Wirtschaftlichkeit:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die von den Landesbaubetrieben bzw. -verwaltungen angewandten Landesbaustandards sind für den Hochschul-bau (meist Sonderbauten) nicht immer zielführend, da sie i. d. R. lediglich einen zur Erfüllung der Bauaufgabe „ausreichenden“ Kostenaufwand berücksichtigen. Um hier nicht im internationalen Wettbewerb abgehängt zu werden, müssen bereits die Gebäude spezifische, wissenschaftsbezogene Anforderungen erfüllen und dürfen nicht auf ein ausreichendes „Standardprogramm“ reduziert werden. Eine Übernahme der Bauherrenfunktion würde diesen Blickwinkel stärker in den Fokus rücken und ihm mehr Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baufachliche Qualität/Bauerfahrung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Hochschulerfahrung mit kleineren Baumaßnahmen und teilweise großen drittmittel-finanzierten Maßnahmen liegen weitreichende Erkenntnisse für Hochschulbaumaßnahmen vor. Diese können bei einer Übernahme der Bauherrenfunktion durch Hochschulen unmittelbar eingebracht werden und somit eine Verbesserung der baufachlichen Qualität ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.7. Management der Flächen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein strategisches Flächenmanagement reduziert den Energieeinsatz pro Nutzer, indem es die Auslastung der Flächen innerhalb der Woche erhöht oder die Inanspruchnahme der Fläche pro Nutzer verringert. Das Flächenmanagement an Hochschulen verfolgt jenseits der globalen Zielsetzung einer sparsamen Flächeninanspruchnahme oftmals drei konkrete Zielsetzungen. Zum einen geht es darum, die von der Hochschulleitung oder beauftragter Bauabteilungen angesteuerten Organisationseinheiten, also z.B. Lehrstühle, Institute oder Fachbereiche genau mit denjenigen Flächen auszustatten, die sie benötigen. Die Definition des Flächenbedarfs orientiert sich zwar an landesseitigen Standards und fachspezifischen Anforderungen. Gleichwohl eröffnen sich Spielräume für hochschuleigene, strategische Flächenmanagementvorgaben, die z.B. die Zielsetzung der Klimaneutralität aufgreifen. Konkret bedeutet dies, dass beispielsweise in Berufungszusagen alte „Erbhöfe“ nachjustiert werden. Oder es geht um die Sicherstellung der Flexibilität von Forschungsflächen. Den dritten bedeutenden Bereich macht die klassische Lehrraumbelegung aus. Hier geht es um die gleichmäßigere und letztendlich höhere Auslastung der Räume innerhalb der gesamten Woche und um das genauere Übereinstimmen (‚matchen‘) der Gruppen- und Raumgrößen (FN: Ruiz, Marcelo (2015): Welche Bedeutung haben Flächen in der Hochschulsteuerung auf Landes- und Hochschulebene? In: Magazin für Hochschulentwicklung (2), S. 12–13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht immer sind dazu hochentwickelte CAFM-Systeme erforderlich. In den zentralen Hochschulverwaltungen ist eine systematische und idealerweise an Landesstandards angepasste Bedarfsplanung erforderlich. Lehrraumma-nagementsysteme sind heutzutage selbstverständlich edv-basiert. Zentral organisierte Lehrraumbelegungssys-teme schneiden hinsichtlich ihrer Flächeneffizienz besser ab als dezentrale oder gemischte Systeme (FN: Fenner, Henrich (2014): Hörsäle und Seminarräume: Bestände besser nutzen. Auslastungsuntersuchungen an Hochschu-len als Basis eines effektiven Lehrraummanagements. In: Wissenschaftsmanagement - Zeitschrift für Innovation (2), S. 54–57).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good Practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Stuttgart:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-stuttgart.de/universitaet/organisation/verwaltung/dez6-flaechenbaumanagement/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Heidelberg:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-heidelberg.de/einrichtungen/verwaltung/bau/flaechenmanagement.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Konstanz:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-konstanz.de/facility-management/gebaeudeservices/raumverwaltung-gaestehaeuser-schluesselverwaltung-veranstaltungsplanung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.8. Finanzierungen prüfen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz und zum Klimaschutz ist grundsätzlich über Förderpro-gramme möglich. Diese existieren z. B. auf Landes- und Bundesebene. Hierbei ist häufig auch ein Eigenbeitrag der Hochschulen zu leisten. Darüber hinaus sind Modelle des Contracting und Intracting möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessischen Landesregierung. HIS-HE: Forum, Nr. 3, 2020, S. 25, S. 32&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bauerfeind-Roßmann, I.: Hochschulen in Hessen leisten ihren Beitrag zur Klimaneutralität des Landes. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 7 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Binnewies, K.: Die novellierte Kommunalrichtlinie der nationalen Klimaschutzinitiative. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knissel, J.: Universität Kassel beschreitet mit dem Intracting-Modell neue Wege bei der Finanzierung von Energiespar-Maßnahmen. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 20 - 21&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good Practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Kassel: Intracting Forschungsprojekt.&lt;br /&gt;
Das Intracting-Prinzip will durch Energiesparmaßnahmen eingesparte Energiekosten einer extra geschaffenen „Intracting-Kostenstelle“ gutschreiben und wieder in neue Energiesparmaßnahmen investieren. Im Hochschulbereich findet dieses Verfahren bisher kaum Anwendung. Das Forschungsprojekt IntrHo will die Realisierungsmöglichkeiten für Intracting an Hochschulen untersuchen. Zielsetzung ist, ein anwendungsorientiertes, übertragbares Finanzierungskonzept für Energiesparmaßnahmen an Hochschulen zu entwickeln und zu erproben. Es gehe darum, das jeweilige hochschulinterne Energiemanagement in die Lage zu versetzen, kontinuierlich die Effizienz seiner Hochschulgebäude zu steigern und vorhandene Energieeinsparpotenziale zu erschließen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-kassel.de/uni/universitaet/profil/profil-umwelt-und-nachhaltigkeit/umwelt-und-nachhaltigkeit/betrieb/intracting/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HAW Hamburg: Einspar-Contracting.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwei Standorte der HAW wiesen verschiedene, veraltete Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik auf, eine ineffiziente Belüftung und Beleuchtung führten zu hohen Instandhaltungs- und Energiekosten. Die Hochschule entschied sich deshalb, die Energieeffizienz ihrer Gebäude zu erhöhen und die Energiekosten von bis zu 27 Prozent mit dem Energiespar-Contracting von Siemens ab 2014 zu reduzieren. Dabei wurden Lüftungs- und Klimaanlagen einschließlich der Luftverteilung ausgetauscht, raumlufttechnische Anlagen und die Heizungsanlagenhydraulik optimiert und das bestehende Gebäudeautomationssystem optimiert. Um die garantierte Einsparung sicherzustellen und künftig weiter zu optimieren, übernimmt Siemens das Energie-Monitoring und -Controlling der umgebauten Anlagen. Das dafür integrierte Messkonzept erfasst kontinuierlich und automatisiert den Verbrauch von Strom, Wärme, Kälte, Wasser, von Volumenströmen in Heizungs-, Lüftungs-, Klima- und Kälteanlagen sowie deren Regelungszonen. Damit werden 27 % der jährlichen Energiekosten gespart.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.energiecontracting.de/4-projekte/projektansicht.php?pid=6083&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Energiespar-Contracting.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://energie.blog/erfolgreiches-energiespar-contracting-an-der-uni-bremen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====6.2. Operativ====&lt;br /&gt;
Die Sortierung der einzelnen konkreten operativen Maßnahmen kann aus systematischen Aspekten in folgende Kategorien erfolgen (siehe Abb. 2):&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
*technische Maßnahmen&lt;br /&gt;
*organisatorische Maßnahmen &lt;br /&gt;
*verhaltensbedingte Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Maßnahmen zum Klimaschutz in Hochschulen.png|850px|thumb|Abbildung 2: Maßnahmen zum Klimaschutz in Hochschulen, sortiert nach Handlungsfeldern und Kategorien (Grafik von HIS-HE: Forum Hochschulentwicklung 3|2020 – Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus, Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den &#039;&#039;&#039;technischen Maßnahme&#039;&#039;&#039;n zählen in erster Linie alle Aktivitäten, die am Gebäudebestand oder den Anlagen ansetzen und in der Regel investiv sind. Klassische Beispiele sind die Wärmedämmung der Gebäudehülle, die Sanierung der Heizungsanlage oder der Lüftungsanlage sowie die Umgestaltung der Beleuchtung. Für den Nachweis der Effekte dieser Maßnahmen ist eine Messarchitektur erforderlich, die valide Daten liefert. Nachgewiesene Einsparungen müssen sich allerdings immer an den Investitionen und den Amortisationszeiten messen lassen. Darüber hinaus haben sehr massive Eingriffe in die ursprüngliche Physik eines Gebäudes oft neue Nebenwirkungen, die nachteilig sein können. &#039;&#039;(Beispiele für technische Maßnahmen siehe unten)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisatorische Maßnahmen&#039;&#039;&#039; sind insbesondere alle Aktivitäten, die am Betrieb der Gebäude oder den Anlagen ansetzen und in der Regel nicht investiv sind. Klassische Beispiele sind die temporäre Schließung von Gebäuden, das Herunterfahren von Heizungs- und Lüftungsleistung. Angestrebte Maßnahmen müssen sich allerdings oft am Widerstand der Nutzer messen lassen, wenn eine Diskussion über Erwartungen und Komfort geführt wird. &#039;&#039;(Beispiele für organisatorische Maßnahmen siehe unten)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den &#039;&#039;&#039;verhaltensbedingten Maßnahmen&#039;&#039;&#039; zählen in erster Linie Aktivitäten, die am konkreten (aktiven) Verhalten der Akteure in der Universität ansetzen; diese Maßnahmen sind, entgegen häufiger Meinung auch investiv, denn eine verstetigte Verhaltensveränderung einzelner Akteure bedarf einer kontinuierlichen Information und Motivation. Und auch bei diesen Maßnahmen sollte daher die kritische Prüfung von Aufwand und Ertrag erfolgen. Typische Beispiele sind das Ausschalten des Stand-by-Betriebes oder das richtige Lüften sowie Regulieren der Raumtemperatur. Für den Nachweis der Effekte verhaltensbedingter Maßnahmen im Hochschulbereich existieren Ergebnisse aus zwei Forschungsvorhaben. &#039;&#039;(Beispiele für verhaltensbedingte Maßnahmen siehe unten)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die technische Ausstattung neuer Hochschulgebäude, so die aktuellen Beobachtungen, bedingt, dass die Nutzer nur noch sehr eingeschränkt durch aktives Handeln zur Energieeinsparung beitragen können. Wenn also über Budgetierungsverfahren die Energieeinsparung durch Nutzer belohnt werden soll, bedarf es neuer Formen. Aus diesem Grund erprobt HIS-HE aktuell ein Dialogverfahren in Hochschulen, bei dem die Nutzer dem Energiemanagement und den Serviceeinheiten für die Bereitstellung ihre konkreten Ansprüche für den Betrieb der Gebäude und Räume darstellen. Aus diesem Dialog ergeben sich neue Einsparungspotentiale.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.2.1. Technik=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wöhning, C.: Projekt &amp;quot;Erkennen und Verringern der Grundlast&amp;quot;. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 13&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
EnEff Campus: blueMAP TU Braunschweig: Für den Campus der Technischen Universität Braunschweig wird ein Integraler Energetischer Masterplan entwickelt. Dabei werden auf Basis einer Bestandsaufnahme Methoden und Werkzeuge zur mittelfristigen Reduzierung des Primärenergieverbrauchs um 40 % und zur langfristigen Versorgung des Campus mit ausschließlich regenerativen Energien erarbeitet (2015).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/igs/forschung/eneffcampus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Lüftung und Klimatisierung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Optimierte Lüftungsschaltung&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://magazin.tu-braunschweig.de/m-post/dank-optimierter-lueftungsschaltung-auf-dem-siegertreppchen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Wärmeversorgung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Berlin: Neue Methode auf dem Campus von TU Berlin und Universität der Künste, um das Wärmewendeziel der Bundesregierung zu erreichen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pressestelle.tu-ber-lin.de/menue/tub_medien/publikationen/medieninformationen/2019/juni_2019/medieninformation_nr_1052019/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Beleuchtung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Umstellung auf LED im Foyer (Audimax).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/energieberatung/led-beleuchtung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Greifswald: Umstellung auf LED in der Universitätsbibliothek.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.gebaeudedigital.de/schwerpunkt/licht-und-schatten/umstellung-auf-led-in-der-universitaetsbibliothek/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Eigenerzeugung Energie&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hochschule Reutlingen: Neue Solaranlage auf dem Dach der Hochschule.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.reutlingen-university.de/news/aktuelles/detail/article/staatssekretaerin-weiht-solaranlage-auf-dem-dach-der-hochschule-ein/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kassel: Universität produziert Solarstrom für den eigenen Verbrauch.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/3-aktuelles/nachrichten/39-umfrage-ap-betrieb.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Für die Stärkung der Versorgung des Gebäudebestands mit regenerativen Energien, installiert die TU Braunschweig neun Photovoltaik-Anlagen auf geeigneten Dächern.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/gb3/energiemanagement/test-neu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Oldenburg: Photovoltaik&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://uol.de/dezernat4/technisches-gebaeudemanagement/pv-anlagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jade Hochschule: Förderbescheid für den Bau einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Haupthauses.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
http://www.wzonline.de/nachrichten/newsdetails-top-thema/artikel/energie-vom-dach-der-jade-hochschule.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice – Green IT&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Bremen: GreenIT Housing-Center wird durch die Universität betrieben. Die Installation, Administration und der Betrieb der Server bleibt in der Eigenverantwortung der dezentralen Administratoren, die durch ein elektronisches Zugangskontrollsystem jederzeit Zugang zum Gebäude und zu den Ihnen zugeordneten Serverracks bekommen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bremen.de/zfn/weitere-it-dienste/serverhousing-webhosting/green-it-housing-center&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Stuttgart: Auf dem Weg zu nachhaltigen Rechenzentren – Konsortium unter Führung der Universität Stuttgart stellt Handlungsempfehlungen zur Senkung des Energie- und Rohstoffverbrauchs vor.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-stuttgart.de/universitaet/aktuelles/presseinfo/Auf-dem-Weg-zu-nachhaltigen-Rechenzentren/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.2.2. Organisation=====&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Datei:Ma%C3%9Fnahmen_zum_Klimaschutz_in_Hochschulen.png&amp;diff=6006</id>
		<title>Datei:Maßnahmen zum Klimaschutz in Hochschulen.png</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Datei:Ma%C3%9Fnahmen_zum_Klimaschutz_in_Hochschulen.png&amp;diff=6006"/>
		<updated>2020-11-29T20:25:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=6005</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Energiemanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=6005"/>
		<updated>2020-11-29T20:20:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: /* 6.2. Operativ */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Nachhaltiges Energiemanagement, nachhaltiger Umgang mit Energie ==&lt;br /&gt;
===1. Betroffener Personenkreis===&lt;br /&gt;
Der Beitrag richtet sich an das Fachpersonal im technischen Gebäudemanagement, welches auf der operativen Ebene mit der Bereitstellung von Energie sowie dem Management der Energienutzung betraut ist. Darüber hin-aus werden strukturelle Hinweise gegeben, die für das Leitungspersonal relevant sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2. Relevanz===&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Gebäudemanagements besteht darin, optimale Bedingungen für die Kernaufgaben der Hoch-schulen zu schaffen. Hierzu zählt auch das Bereitstellen von und der Umgang mit Energie. Vor diesem Hintergrund bewegt sich dieses Handlungsfeld immer in einem besonderen Spannungsfeld, wenn auch ein effizienter, mög-lichst sparsamer Einsatz von Energie erfolgen soll, um CO2 und Kosten einzusparen. Potentielle Zielkonflikte zwi-schen dem Anspruch, bestmögliche Voraussetzungen für Forschung und Lehre zu schaffen und gleichzeitig Ener-gie effizient einzusetzen, sind der Organisation Hochschule immanent.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind gesetzliche Vorgaben (siehe unten) und Kostenaspekte (insb. steigende Energiekosten) Rah-menbedingungen, die dem Thema Energieeinsatz eine Relevanz geben. Die zentrale Facette scheint allerdings der stetig zunehmende öffentliche, gesellschaftliche Druck zum aktiven Klimaschutz zu sein, der insbesondere von Hochschulen und den Mitgliedern ausgeht und sehr stark von den wissenschaftlichen Erkenntnissen und konkre-ten Zielvorgaben gestützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3. Gesetzliche Grundlagen===&lt;br /&gt;
Gesetzliche Vorgaben existieren, um Gebäude nach hohem Energieeffizienzstandard zu errichten bzw. zu sanieren und den energieeffizienten Betrieb bereits in der Phase des Planens zu berücksichtigen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesetzliche Rahmen für bauliche Maßnahmen wurde bisher durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmG) verbindlich festgelegt. Mit dem geplanten Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) &amp;lt;ref&amp;gt;Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz - GEG), Entwurfsstand: 03.07.2020 (nach Zustimmung im Bundesrat).&amp;lt;/ref&amp;gt; ab November 2020 werden die bisherigen Regelungen aus EnEG, EnEV und EEWärmeG in einem Gesetz zusammengefasst. Grundlage der bisherigen nationalen Regelungen sind die Richtlinien der EU, insbesondere als Basis für die o. g. gesetzlichen Regelungen die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen ergeben sich Anforderungen aus den gesetzlichen Regelungen im Rahmen von EnEG, EnEV, EEWärmeG bzw. zukünftig GEG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sanierungs- und Neubaumaßnahmen: Baubezogene Regelungen, Energieausweise für Gebäude, Standards für „Niedrigstenergie-Gebäude“&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
* Betrieb von Gebäuden und technischen Anlagen: Energetische Inspektion (Klimaanlagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der GEG-Einführung sind zunächst keine Verschärfungen der bisherigen Regelungen der EnEV vorgesehen. Eine Überprüfung dieser Standards ist erst für das Jahr 2023 vorgesehen. Neu sind dagegen eine Innovationsklausel und der so genannte Quartiersansatz. Zunächst befristet bis Ende 2023 sind damit Möglichkeiten zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen anstelle des Primärenergieeinsatzes sowie eine gemeinsame Berücksichtigung von Gebäuden an einem zusammenhängenden Standort möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Regelungen aus den EU-Richtlinien werden erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt. Das „Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität“ (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) – kurz: GEIG – gehört dazu und bezieht die in 2018 aktualisierten Regelungen der EU-Gebäuderichtlinie von 2010 ein.  Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat dazu den Gesetzentwurf ausgearbeitet, der für Baumaßnahmen (Neubau und umfassende Sanierungen) ab dem 11. März 2021 relevant werden soll. Bei Nicht-Wohngebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen muss demnach mindestens jeder fünfte Stellplatz entsprechend ausgerüstet und mindestens ein Ladepunkt errichtet werden. Ab 2025 muss jedes (bestehende) nicht zum Wohnen genutzte Gebäude mit mehr als zwanzig Stellplätzen mit mindestens einem Ladepunkt ausgestattet werden &amp;lt;ref&amp;gt;Entwurf eines Gesetzes zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz – GEIG), Stand: 04.03.2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind weitere gesetzliche Regelungen, die im Zusammenhang mit dem Bezug und der Nutzung von Energie stehen für die Hochschulen von Bedeutung. Beispielhaft genannt werden hier &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Service/Gesetzeskarte/gesetzeskarte.html&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das insbesondere die Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien festlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), das die Förderungen für hocheffizienter KWK-Anlagen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das die Rahmenbedingungen für eine „sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Gas“ festlegt und insbesondere für Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze im Rahmen der Versorgung Dritter von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stromsteuergesetz (StromStG), das die Besteuerung von Strom sowie auch die Ermäßigung oder die Befreiung von der Steuer unter bestimmten Voraussetzungen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Treibhausgas-Emissionshandels-Gesetz (TEHG), auf dessen Grundlage der Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen in einem EU-weiten Emissionshandelssystem basiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) zur Regelung der Voraussetzungen für die Einführung und den Betrieb eines Anlagenregisters für Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Grubengas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der übergeordneten Ebene der EU ist weiterhin der „Klima- und energiepolitische Rahmen“ mit den  EU-weiten Zielvorgaben und politischen Zielen für den Zeitraum 2021 bis 2030 zu benennen, an dem sich die nationale Gesetzgebung orientieren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen von Bedeutung dürfte die Herausstellung der „Vorbildfunktion der öffentlichen Hand“ wie aktuell in § 4 des GEG bzw. § 1a EEWärmeG und EnEG § 2a (Niedrigstenergiegebäude) sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: Noch Kundenanlage oder schon Netz? BGH-Urteil liefert konkrete Hinweise, aber keine allgemeingültige Lösung. In: HIS:Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2020, S.3&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091621&amp;amp;hash=ad71f51ce9852bb0df44a036090d20859fd000cc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2020-02_Energierecht.pdf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===4. Ziele===&lt;br /&gt;
Für einen nachhaltigen Umgang mit Energie können sich Hochschulen, insbesondere wenn die CO2-Emissionen ein zentraler Indikator sein sollen, bei der Zielsetzung an drei wesentlichen Handlungsfeldern orientieren; diese lauten: Minimieren, substituieren und kompensieren von CO2-Emissionen. Wesentlich dabei ist die Prämisse: Minimierung vor Substitution vor Kompensation.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Minimierung&#039;&#039;&#039; bedeutet, tatsächlich weniger Energie zu verbrauchen, also den Energieverbrauch reduzieren und bei gleichem Energieträger eine Verringerung der CO2-Emissionen erzielen (z. B. technische oder organisatori-sche Maßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Substitution&#039;&#039;&#039; bedeutet, emissionsarme Energieträger einzusetzen. Bei gleichem Energieverbrauch werden damit Energieträger genutzt, die weniger CO2-Emissionen verursachen (z. B. Kauf von Ökostrom).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompensation&#039;&#039;&#039; bedeutet, für selber verursachte CO2-Emissionen an anderer Stelle eine CO2-Senke zu schaffen (z. B. Kauf von Zertifikaten, Organisation eigener Projekte). Gesetzlich sanktionierte Beispiele hierfür finden sich im Immissionsschutzrecht (z. B. §§ 17 ff. BImSchG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===5. Hemmnisse und Treiber===&lt;br /&gt;
Ein nachhaltiges Energiemanagement ist eingebettet in die Organisation (Strukturen) und den praktischen Betrieb (operative Handlungsmöglichkeiten) der Hochschule. Auf diesen beiden Ebenen können strukturell folgende Hemmnisse und Treiber für die Umsetzung eines nachhaltigen Umgangs mit Energie identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hemmnisse&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ressourcenmangel&lt;br /&gt;
*fehlende personelle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende Sichtweise auf langfristigere Effekte und die Externalisierung der Kosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsprozess&lt;br /&gt;
*limitierte Zeit für Planungsaufgaben sowie Fehler während der Bauplanung&lt;br /&gt;
*mangelnde Kommunikation zwischen Nutzern, Planern, Betreibern und Bauherren&lt;br /&gt;
*unkoordinierte Inbetriebnahme von neu erstellten Gebäuden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgaben&lt;br /&gt;
*keine Verankerung im Leitbild der Hochschule&lt;br /&gt;
*kein Klimaschutzkonzept mit definierten, priorisierten Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäudebestand&lt;br /&gt;
*unzureichende Messarchitektur&lt;br /&gt;
*hoher Technisierungsgrad bei Neubauten&lt;br /&gt;
*kein strukturiertes Flächenmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschullogik&lt;br /&gt;
*starke Egoismen der Fachbereiche&lt;br /&gt;
*schwere Einflussnahme auf Verhalten von Mitarbeitenden und Studierenden&lt;br /&gt;
*häufig wechselnde Akteure in der Mitgliedschaft der Hochschule&lt;br /&gt;
*fehlende Absprachen der beteiligten Serviceeinheiten der Hochschulen&lt;br /&gt;
*unklare Grenzen zwischen Komfort und Freiheit von Forschung und Lehre&lt;br /&gt;
*Spannungsfeld zwischen dem Ziel Energieeinsparung und energieintensiver Forschung mit Großgeräten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Treiber (nicht zu verwechseln mit Maßnahmen)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesetze, Normen, Zertifikate&lt;br /&gt;
*konkrete gesetzliche Vorgaben (insbesondere EnEV bzw. das künftige GEG, EEG, KWKG)&lt;br /&gt;
*AMEV Technisches Monitoring 2017&lt;br /&gt;
*Betrachtung der Lebenszykluskosten von Gebäuden (BNB Zertifikate)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenz&lt;br /&gt;
*Vernetzung und Kompetenzerweiterung des Fachpersonals&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fördermittel&lt;br /&gt;
*Bereitstellung von Fördermitteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Fortschritte&lt;br /&gt;
*Digitalisierung im Gebäudemanagement&lt;br /&gt;
*Einsatz erneuerbarer Energien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerer Druck&lt;br /&gt;
*öffentliche Diskussion zum Klimaschutz&lt;br /&gt;
*Thematisierung in den Zielvereinbarungen und Hochschulentwicklungsplänen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===6. Maßnahmen zur Implementierung===&lt;br /&gt;
Für eine Implementierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz kann strukturell zwischen strategischen und operativen unterschieden werden. Hierbei sind die strategischen dadurch charakterisiert, dass sie „gute Rahmenbedingungen“ für die operativen schaffen. Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen benannt und Beispiele für „good practice“ angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====6.1. Strategisch====&lt;br /&gt;
=====6.1.1. Governancestrukturen schaffen=====&lt;br /&gt;
Governance kann verstanden werden als Aufgabe, die Prozesse für einen erfolgreichen Klimaschutz geordnet zu koordinieren. Für eine Governance, explizit auch zum Klimaschutz bzw. zur Energieeffizenz, kann für den Praxis-betrieb auf die Bereiche Politik, Profession, Organisation, Wissen und Öffentlichkeit aus dem Governance-Regler zurückgegriffen werden, der im Handlungsfeld Governance von HOCHN entwickelt wurde und in der Evaluation der Nachhaltigkeitskonzepte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt einem Praxistest unterzogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessi-schen Landesregierung. HIS-HE:Forum, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeitsgovernance an Hochschulen - BETA, Oktober 2018:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/2-handlungsfelder/01-governance.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Berlin: Nachhaltigkeitsrat.&lt;br /&gt;
Der Nachhaltigkeitsrat wurde im Jahr 2018 Gegründet und besteht aus gewählten Mitgliedern der TU Berlin sowie externen Teilnehmenden. Der Nachhaltigkeitsrat ist darüber hinaus ein offenes Gremium, in dem jede und jeder willkommen ist, der sich für die nachhaltige Entwicklung der TU Berlin interessiert und daran mitwirken möchte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltigkeitsrat.tu-berlin.de/menue/nachhaltigkeitsrat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Runder Tisch zur nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;
Der Runde Tisch „Nachhaltige Entwicklung der HNEE“ wurde 2010 als demokratisches, von allen Interessengrup-pen der Hochschule gemeinsam getragenes und gestaltetes Gremium von der heutigen Nachhaltigkeitsmanage-rin und der Koordinatorin für die familienfreundliche Hochschule ins Leben gerufen. Ziel ist eine gemeinsame, von allen Hochschulgruppen entwickelte, umfassende nachhaltige Entwicklung an der HNEE.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement-an-der-HNEE/Beteiligung-und-Mitmachen/Runder-Tisch-Nachhaltigkeit/Runder-Tisch-zur-nachhaltigen-HNEE-Entwicklung-E6093.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Nachhaltigkeitsleitlinien.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/uni/nachhaltige-hochschule/home/nachhaltigkeitsleitlinien/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Harz: Senatskommission &amp;quot;Nachhaltige Hochschule Harz&amp;quot;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-harz.de/nachhaltige_hs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FU Berlin: Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.2. Controllingkonzept umsetzen=====&lt;br /&gt;
Controlling meint, die Aktivitäten zur Energieeffizienz gezielt zu steuern. Das Controlling fußt damit auf einer quantitativen Grundlage. Dieses kann die zahlenmäßige und graphische Auswertung der monatlichen Ver-brauchsdaten (gebäudebezogen) sein, um Veränderungen erkennen zu können und um die Nutzer zu informieren und zu motivieren sowie die gezielte Beobachtung der den konkreten Maßnahmen zugeordneten Zähler. Um die Zielsetzung für das Controlling-Konzept zu erreichen (insb. die Wirksamkeitsmessung), sind folgende Strukturen als Rahmenbedingungen zu schaffen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übergabe der operativen Verantwortung an speziell ausgebildetes Fachpersonal (für Klimaschutz) mit zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
*Gründung eines Klimaschutzbeirats mit Kontroll- und Lenkungsfunktion (dieses kann der Umweltaus-schuss übernehmen).&lt;br /&gt;
*Durchführung regelmäßiger Audits zur Überprüfung des Projektfortschritts und Messbarkeit über ein Kennzahlsystem herstellen (als Elemente im Managementkreislauf: plan (Ziele, Verantwortungen, Res-sourcen festlegen), do (Durchführung gemäß Planung), check (Zielerreichung prüfen, Fehler erheben), act (Fehler analysieren, Lösungsmöglichkeiten finden und auswählen).&lt;br /&gt;
*Sicherung der Finanzierung (ggf. über einen Klimaschutz-Etat).&lt;br /&gt;
*Etablieren eines Berichtswesens, auch für die Hochschulleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Hochschulen haben aktuell eine Beteiligung an einem normierten Umweltmanagementsystem nach EMAS:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt: Beteiligung an EMASplus.&lt;br /&gt;
Als erste Universität in Deutschland hat die KU das Zertifikat „EMASplus“ erhalten. Grundlage dafür ist die Etablie-rung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagements, das Ökologie, Soziales und Ökonomie umfasst. Damit verpflichtet sich die Katholische Universität dazu, ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Wirkungen re-gelmäßig systematisch überprüfen zu lassen und kontinuierlich zu optimieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.ku.de/kommunikation/presse/pi/einzelansicht/article/ku-erhaelt-als-erste-universitaet-in-deutschland-das-zertifikat-emasplus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 79 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule RheinMain: Klimaschutzkonzept Hochschule RheinMain. Abschlussbericht, Juni 2018, S. 67 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-rm.de/fileadmin/Home/Hochschule/Veroeffentlichungen/Klimaschutz/20180815_Abschlussbericht_KlischKo_HSRM_final.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzkonzept der HNE Eberswalde.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/_obj/67605A07-D2ED-4886-8A7C-BEB532B8044E/outline/Klimaschutzkonzept_HNEE.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaschutzkonzept der Universität Kiel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaschutzkonzept&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Klimaschutzbericht der Hochschule Osnabrück.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/wie-die-hochschule-osnabrueck-ihren-co2-fussabdruck-um-fast-70-prozent-verkleinert-hat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.3. Klimaneutralität formulieren=====&lt;br /&gt;
Klimaneutralität beinhaltet, für einen selbstgesteckten Rahmen (z. B. Gebäudebetrieb, Mobilität, Konsum) die klimarelevanten Emissionen zu beziffern, sie zu minimieren oder substituieren und verbleibende Emissionen auch zu kompensieren. Die Zielsetzung, als Hochschule klimaneutral zu werden, wird auf ein Datum bezogen, z.B. auf das Jahr 2035. Die Zeitspanne bis zur Klimaneutralität und die bis dahin noch emittierten Tonnen CO2 müssen aus den Zielsetzungen zur Eingrenzung der Erderwärmung abgeleitet werden. Die Formulierung einer Klimaneutrali-tät ist somit immer Angelegenheit der Hochschule als Ganzes, also der Hochschulleitung. Formulierte Klimaneut-ralität ist auch ein Aspekt von Governance und hochschulöffentlich. Klimaneutralität ist für Hochschulen realisier-bar, dieses hat eine Studie von HIS-HE belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J., Person, R.-D. (2019): Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus. Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung. HIS-HE:Medium, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golüke, H.: Ökostrom beziehen ist gut - reicht aber nicht! In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen, Nr. 1 ,2019, S. 18 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Die Leuphana Universität Lüneburg hat sich 2007 das Ziel der Klimaneutralität gesetzt und dieses im Jahr 2014 erreicht. Dabei konnten 50 Prozent Primärenergie und 30 Prozent Endenergie eingespart werden. Grundlage der Erreichung der Klimaneutralität ist der effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen in allen Teilbereichen der Universität. Die Themenfelder sind Energieeffizienz, Einsatz regenerativer Energien, Förderung einer klimascho-nenden Mobilität und der nachhaltigen Beschaffung, die in vielen Einzelmaßnahmen sukzessive implementiert und optimiert wurden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
www.leuphana.de/klimaneutral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Düsseldorf: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Hochschule Düsseldorf hat am 19.11.2019 Klimaschutz-Leitlinien beschlossen und dabei die CO2-Klimaneutralität bis 2030 als konkretes Klimaschutz-Ziel festgelegt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-duesseldorf.de/personen/salvagno/klimaschutz?showarrows=1&amp;amp;sid=maysmcrsi1wnydumut54ns5v&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement/Nachhaltige-Hochschule/Klimaneutralitt/Klimaneutralitt-K6435.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaneutrale-universitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Trier, Umweltcampus Birkenfeld: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochschule-trier.de/hochschule/hochschulportraet/drei-campus/umwelt-campus-birkenfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pv-magazine.de/2020/06/09/htw-berlin-bekommt-zwei-photovoltaik-anlagen-mit-zusammen-280-kilowatt-leistung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freie Universität Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2019/fup_19_398-klimanotstand/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.4. Energieflüsse abbilden=====&lt;br /&gt;
Um überhaupt den Umgang mit Energie zum Thema zu machen, ist ein Messsystem erforderlich, welches die Verbräuche erfasst und die Energieflüsse durch die Hochschule abbildet (siehe Abbildung 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nachhaltiges Energiemanagement.png|800px|thumb|Abbildung 1: Potentielle Energieeinflüsse durch die Hochschule (Grafik von HIS-HE: CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür ist eine Messarchitektur erforderlich, die die Hochschule angemessen abbildet und eine routinemäßige Auslesung und Auswertung der Daten ermöglicht. Dieses ist erforderlich, um die Effekte von initiierten Maßnah-men zu erkennen und steuern zu können. Im Umkehrschluss bedeutet das, nur das zu messen, was auch für die Steuerung des Energiemanagements relevant ist. Steuerung benötigt ein Controlling-Konzept. Das Controlling-Konzept stellt einen Kreislauf dar, in dem die durch die Klimaschutzaktivitäten (ggf. Klimaschutzkonzept) definier-ten Maßnahmen zur Umsetzung geführt werden. Durch die ständige Evaluierung und zielgerichtete Anpassung der Maßnahmen wird eine erfolgreiche Umsetzung, im Sinne einer Steuerung, sichergestellt. Diese Steuerung bezieht sich auf das regelmäßige Ermitteln, Vereinbaren, Umsetzen, (Erfolgs-)Messen und ggf. Nachjustieren von Maßnahmen. Dieses ist mehr als reiner (quantitativer) Soll-Ist-Vergleich; denn das Vorgehen schließt eine (quali-tative) Bewertung mit ein. Gerade hierfür sind Ressourcen erforderlich, die insbesondere auf der personellen Ebene das entsprechende Fachwissen garantieren und auf der Sachebene für eine adäquate Verwaltung und Ablage der notwendigen Daten sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: 10 Jahre CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1 (2019). Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 9 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ketelhön, U.: Erarbeitung eines Musterkonzeptes sowie standortbezogener Einzelkonzepte für die Helmholtz-Gemeinschaft. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2017, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092077&amp;amp;hash=0086d0e250079e732f6057fdd4cbaa32680b6f8f&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_02-2017_DRUCK.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V.: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 48 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.5. Budgetierungssystem einführen=====&lt;br /&gt;
Budgetierung bedeutet, die Kosten für den Energieverbrauch den Akteuren oder Organisationseinheiten zuord-nen zu können und diese durch spezifische Modelle daran zu beteiligen. Die Motivlagen, Budgetierungssysteme einzuführen und die Bandbreite der Modelle sind vielschichtig. Sie reichen von freiwilligen Systemen, die aus-schließlich mit Bonuszahlungen arbeiten, bis hin zu hochschulweit verbindlich eingeführten Systemen, in denen die Energiekosten aus den dezentralen Budgets zu begleichen sind. Eine Herausforderung stellt oftmals die Bemes-sung der Budgets dar, aus denen die Einheiten ihre Energiekosten begleichen sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V. (2014): Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS-HE: Mitteilungsblatt, Nr. 4, S. 1 f. https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-4.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit Anreizen zu mehr Klimaschutz: Das Prämiensystem zur Energieeinsparung an der Freien Universität Berlin. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wöhning, C.: Projekt „Entwickeln und Setzen von Anreizsystemen“. In: Magazin für Hochschulentwicklung. The-men-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 12&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.: Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 4, 2014, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092324&amp;amp;hash=cc4bf20988a0950ad784ab9f1b6249f584d3e32d&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-1.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Berlin: Prämiensystem.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Freien Universität Berlin hat Anfang 2007 ein so genanntes Prämiensystem eingeführt, um organisatorische und verhaltensbezogene Einsparpotentiale zu realisieren. Über das Prämienmodell erhalten die Fachbereiche direkte finanzielle Anreize.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/handlungsfelder/campus/energie_klimaschutz/praemiensystem/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Freiburg: Dezentrale Monetäre Anreize zur Energieeinsparung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Anreizmodell der Universität Freiburg will Verhaltensänderungen bei den Gebäudenutzern und minimal in-vestive technische Maßnahmen kombinieren. Dabei wird den Einrichtungen anteilig die Kosten, die gegenüber einer Referenz eingespart wurden, gutgeschrieben. Ein Malus-System, dass ggf. Mehrverbrauch sanktioniert, existiert nicht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltige.uni-freiburg.de/klimaschutz/dezmon-2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Energiekostenbudgetierung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/energiesparen/energiekostenbudgetierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goethe-Universität Frankfurt: Energieeinspardialog.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail/hessen-entwickeln-und-setzen-von-anreizsystemen-zur-energieeinsparung-an-hessischen-hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.6. Bauherrenfunktion nutzen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen Hochschulen befinden sich in einem Reformprozess, der sich unter anderem durch einen Paradig-menwechsel im Hochschulmanagement von einer eher detailgesteuerten zu einer verstärkt eigenverantwortlich geführten Hochschule manifestiert. Vor diesem Hintergrund ist einzelnen Hochschulen auch die Bauherrenfunkti-on übertragen worden. In diesem Kontext muss genau geprüft werden, mit welchen Anforderungen diese Aufga-be verbunden und unter welchen Voraussetzungen dieses Modell erfolgsversprechend ist. Die Zuweisung und Übernahme der Bauherrenfunktion hat daher große Bedeutung, weil Neubau oder Sanierung eines Gebäudes einen großen Einfluss auf die CO2-Emissionen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesetzlichen Vorgaben fordern schon eine entsprechende Energieeinsparung bei Neubau und Sanierung. Diese bezieht sich jedoch lediglich auf gebäudeinduzierte Verbräuche. Einen nicht unwesentlichen Anteil macht der nutzerinduzierte Verbrauch aus, der durch die technischen Geräte der Nutzer beeinflusst wird. Im besten Fall kann die Hochschule als Nutzer, Betreiber und Bauherr die Nutzeranforderungen direkt an die von Ihnen beauf-tragten Fachplaner vermitteln und für die energieeffizienteste Lösung des Betriebs sorgen. Im Fall der Bauher-renvertretung durch die Landesbauverwaltung ist eine Einbeziehung der Hochschule als Nutzer und Betreiber sehr wesentlich. Dieses betrifft die Erarbeitung und Übergabe der Nutzeranforderungen an die und auch die Kommunikation mit den Fachplanern. Diese Anforderung bezieht sich auf den gesamten Planungs- und Baupro-zess, um die energieeffizientesten Lösungen für den Betrieb zu finden.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fokus liegt in erster Linie auf Lösungen zur Energieeinsparung mit Hilfe technischer Anlagen und der Verwen-dung von wärmedämmenden Baustoffen. Ein weiterer Aspekt bezüglich des Energieverbrauchs im Bereich Ge-bäudeinfrastruktur von Hochschulen liegt jedoch in der Errichtung von Gebäuden. Ein nicht unwesentlicher Teil der Energie besteht aus „grauer Energie“, die den Energieverbrauch der Gewinnung von Rohstoffen, der Herstel-lung von Baustoffen, deren Transport und Verarbeitung vor Ort betrachtet. Um diesen Energieverbrauch niedrig zu halten, sind mehrere Möglichkeiten gegeben. Eine den Zielen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit verpflich-tete hochschulweite Ermittlung der Flächenbedarfe stellt den Ausgangspunkt dar, gefolgt von Maßnahmen wie z. B. Sanierung vor Neubau, Recyclen und Wiederverwenden von Baustoffen, Verwendung von Baustoffen mit nied-riger Energiebilanz etc. Hier steht die Forschung jedoch noch sehr am Anfang und Datenbanken, die darüber Auskunft geben (z. B. ökobaudat), werden derzeit hauptsächlich von den Herstellern gefüllt. Eine Unabhängigkeit ist dadurch nicht gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Holzkamm, I.; Stibbe, J.; Stratmann, F.; Tegtmeyer, R.: Orientierungshilfe Bauherrenfunktion durch Hochschu-len. Teil 1: Rahmenbedingungen für die Bauherrenfunktion im Hochschulbau HIS-HE: Forum Hochschule, Nr. 4, 2015&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/orientierungshilfe-bauherrenfunktion-durch-hochschulen-teil-1-rahmenbedingungen-fuer-die-bauherrenfunktion-im-hochschulbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stibbe, J.; Stratmann, F.; Söder-Mahlmann, M.: Verteilung der Zuständigkeiten des Liegenschaftsmanagements für die Universitäten in den Ländern. Sachstandsbericht. HIS-HE: Forum Hochschule, Nr. 9, 2012&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/verteilung-der-zustaendigkeiten-des-liegenschaftsmanagements-fuer-die-universitaeten-in-den-laendern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat: ÖKOBAUDAT.&lt;br /&gt;
Mit der Plattform ÖKOBAUDAT stellt das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) allen Akteuren eine vereinheitlichte Datenbasis für die Ökobilanzierung von Bauwerken zur Verfügung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.oekobaudat.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nutzenvorteile einer dezentralen Bauherrenfunktion der Hochschulen für den nachhaltigen Betrieb&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Lebenszyklus-/Nachhaltigkeitsbetrachtungen in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein wesentliches Argument der Hochschulen für eine Übernahme der Bauherrenfunktion ist, die Gesamtzustän-digkeit für Betrieb und Bau in eine Hand zu legen und dadurch die Wirtschaftlichkeit über die Baumaßnahmen hinaus auf den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes in den Fokus zu rücken. Hintergrund dieser Forderung ist unter anderem, dass derzeit bei den Bauinvestitionen die Baufolgekosten nicht hinlänglich berücksichtigt werden und somit die Hochschulen als Verantwortliche für den Gebäudebetrieb die zum Teil sehr hohen Bewirtschaftungs- und Betriebskosten hinnehmen und tragen müssen. Für ein kostenoptimiertes und nachhaltiges Immobilienma-nagement über den gesamten Lebenszyklus ist daher die zusammenhängende Betrachtung von Investitions- und Bewirtschaftungskosten zielführend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Nutzeranforderungen (Forschung &amp;amp; Lehre) in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Während des Projektstarts hat der Nutzer (Hochschule) die Bauherrenfunktion, die er u. a. durch Vorgabe des Projektziels in den Nutzeranforderungen wahrnimmt. Da in vielen Hochschulen bereits hohe Baufachkunde vor-handen ist, können die spezifischen Anforderungen aus Forschung und Lehre aufgrund der vorhandenen Nähe umfassend in die Nutzeranforderungen eingebracht werden. In der Projektabwicklung (Baumaßnahme) hingegen haben i. d. R. die Landesbaubetriebe bzw. -verwaltungen die Bauherrenfunktion, sodass die spezifischen Nutzeranforderungen hier nicht weiterentwickelt, konkretisiert und verbindlich vorgegeben werden können. Der Nutzer hat hier keine Entscheidungsbefugnisse mehr. Bei einer Übernahme der Bauherrenfunktion sehen die Hochschulen daher die Chance, die Nutzeranforderungen im gesamten Planungs- und Bauprozess besser einbeziehen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Gebäudemanagementkompetenzen (Hochschulverwaltung) in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Gebäudemanagement in den Hochschulverwaltungen verfügt über ein langjährig entwickeltes Erfahrungswissen über die bauliche und technische Infrastruktur. Mit einer Übernahme der Bauherrenfunktion erwarten die Hochschulen, dass ihr Erfahrungsschatz direkter in alle Phasen der Entscheidungs- und Planungsprozesse für Baumaßnahmen eingebracht werden kann. Da sowohl Gebäudemanagement als auch Baumanagement dann Teil der Hochschulverwaltung wären, ist die frühzeitige Einbindung des Gebäudemanagements in den Planungspro-zess automatisch gewährleistet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnittstellen/Verfahrensvereinfachung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die derzeitige Wahrnehmung der Aufgaben Planung/Bau sowie Bedarfsplanung/Nutzung/Betrieb in unterschiedlichen Zuständigkeiten bedingt natürliche Schnittstellen. Diese führen nach Abschluss einer Baumaßnahme ggf. zu unerwünschten Problemen in der Nutzung und dem Betrieb. Darüber hinaus können die Schnittstellen Verzögerungen im Planungs- und Bauverfahren hervorrufen, z. B. durch unterschiedliche Verfahrensweisen, unterschiedliche Prioritätensetzung, Missverständnisse etc. Mit der Zusammenführung der Aufgaben in eine Zuständigkeit versprechen sich die Hochschulen eine Verringerung der Schnittstellen und damit eine Verfahrensbeschleuni-gung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Komplette Bauherrenfunktion unabhängig vom Bauvolumen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hochschulen nehmen bei Bauunterhaltungsmaßnahmen und kleinen Neu-, Um- und Erweiterungsmaßnahmen (KNUE, bis ca. 1 Mio. €, kann in einzelnen Ländern höher sein) die Bauherrenfunktion bereits in einem Großteil der Länder wahr. Bei großen Neu-, Um- und Erweiterungsmaßnahmen (GNUE, ab ca. 1 Mio. €, kann in einzelnen Ländern höher sein) besitzen die Landesbaubetriebe bzw. -verwaltungen i. d. R. die Bauherrenfunktion. Die Bauverantwortung im Hochschulbau ist daher je nach Größe der Baumaßnahme in unterschiedliche Zuständigkeiten aufgeteilt. Eine Zusammenlegung der Bauverantwortung an einer Stelle würde einen umfassenderen Blick auf alle Baumaßnahmen pro Hochschule ermöglichen und nicht nur bis oder ab einer gewissen Wertgrenze. Hierdurch wäre ein übergreifendes Steuern aller Baumaßnahmen pro Hochschule besser möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Finanzierungsrahmen und -bedingungen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einige Hochschulen streben die Übernahme der kompletten Bauverantwortung für den Hochschulbau und das eigenverantwortliche Steuern der Baumaßnahme, über die Wertgrenzen hinaus, an. Zusätzlich besteht der Wunsch nach einem verbindlichen, langfristigen Finanzrahmen in der Landeshaushaltsplanung und optional ein frei zur Verfügung stehendes Baubudget. Dadurch würde sich weniger der Maßnahmenprozess durch die Mittel-freigabe des Parlaments verzögern und wäre, was den zeitlichen Ablauf betrifft, einschätzbarer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übergabe und Nutzung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch eine Zusammenlegung der Betreiber- und Bauherrenfunktion wird die frühzeitige Beteiligung des Gebäudemanagements am Bauplanungsprozess gefördert und die Übergabe des fertiggestellten Gebäudes an den Nutzer erleichtert. Zudem wird das Interesse des Bauherrn erhöht, zwingend erforderliche Revisionsunterlagen mit größerem Druck von Bauauftragnehmern einzufordern und nachdrückliche Mängel zu beseitigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landesbaustandards/Wirtschaftlichkeit:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die von den Landesbaubetrieben bzw. -verwaltungen angewandten Landesbaustandards sind für den Hochschul-bau (meist Sonderbauten) nicht immer zielführend, da sie i. d. R. lediglich einen zur Erfüllung der Bauaufgabe „ausreichenden“ Kostenaufwand berücksichtigen. Um hier nicht im internationalen Wettbewerb abgehängt zu werden, müssen bereits die Gebäude spezifische, wissenschaftsbezogene Anforderungen erfüllen und dürfen nicht auf ein ausreichendes „Standardprogramm“ reduziert werden. Eine Übernahme der Bauherrenfunktion würde diesen Blickwinkel stärker in den Fokus rücken und ihm mehr Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baufachliche Qualität/Bauerfahrung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Hochschulerfahrung mit kleineren Baumaßnahmen und teilweise großen drittmittel-finanzierten Maßnahmen liegen weitreichende Erkenntnisse für Hochschulbaumaßnahmen vor. Diese können bei einer Übernahme der Bauherrenfunktion durch Hochschulen unmittelbar eingebracht werden und somit eine Verbesserung der baufachlichen Qualität ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.7. Management der Flächen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein strategisches Flächenmanagement reduziert den Energieeinsatz pro Nutzer, indem es die Auslastung der Flächen innerhalb der Woche erhöht oder die Inanspruchnahme der Fläche pro Nutzer verringert. Das Flächenmanagement an Hochschulen verfolgt jenseits der globalen Zielsetzung einer sparsamen Flächeninanspruchnahme oftmals drei konkrete Zielsetzungen. Zum einen geht es darum, die von der Hochschulleitung oder beauftragter Bauabteilungen angesteuerten Organisationseinheiten, also z.B. Lehrstühle, Institute oder Fachbereiche genau mit denjenigen Flächen auszustatten, die sie benötigen. Die Definition des Flächenbedarfs orientiert sich zwar an landesseitigen Standards und fachspezifischen Anforderungen. Gleichwohl eröffnen sich Spielräume für hochschuleigene, strategische Flächenmanagementvorgaben, die z.B. die Zielsetzung der Klimaneutralität aufgreifen. Konkret bedeutet dies, dass beispielsweise in Berufungszusagen alte „Erbhöfe“ nachjustiert werden. Oder es geht um die Sicherstellung der Flexibilität von Forschungsflächen. Den dritten bedeutenden Bereich macht die klassische Lehrraumbelegung aus. Hier geht es um die gleichmäßigere und letztendlich höhere Auslastung der Räume innerhalb der gesamten Woche und um das genauere Übereinstimmen (‚matchen‘) der Gruppen- und Raumgrößen (FN: Ruiz, Marcelo (2015): Welche Bedeutung haben Flächen in der Hochschulsteuerung auf Landes- und Hochschulebene? In: Magazin für Hochschulentwicklung (2), S. 12–13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht immer sind dazu hochentwickelte CAFM-Systeme erforderlich. In den zentralen Hochschulverwaltungen ist eine systematische und idealerweise an Landesstandards angepasste Bedarfsplanung erforderlich. Lehrraumma-nagementsysteme sind heutzutage selbstverständlich edv-basiert. Zentral organisierte Lehrraumbelegungssys-teme schneiden hinsichtlich ihrer Flächeneffizienz besser ab als dezentrale oder gemischte Systeme (FN: Fenner, Henrich (2014): Hörsäle und Seminarräume: Bestände besser nutzen. Auslastungsuntersuchungen an Hochschu-len als Basis eines effektiven Lehrraummanagements. In: Wissenschaftsmanagement - Zeitschrift für Innovation (2), S. 54–57).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good Practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Stuttgart:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-stuttgart.de/universitaet/organisation/verwaltung/dez6-flaechenbaumanagement/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Heidelberg:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-heidelberg.de/einrichtungen/verwaltung/bau/flaechenmanagement.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Konstanz:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-konstanz.de/facility-management/gebaeudeservices/raumverwaltung-gaestehaeuser-schluesselverwaltung-veranstaltungsplanung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.8. Finanzierungen prüfen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz und zum Klimaschutz ist grundsätzlich über Förderpro-gramme möglich. Diese existieren z. B. auf Landes- und Bundesebene. Hierbei ist häufig auch ein Eigenbeitrag der Hochschulen zu leisten. Darüber hinaus sind Modelle des Contracting und Intracting möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessischen Landesregierung. HIS-HE: Forum, Nr. 3, 2020, S. 25, S. 32&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bauerfeind-Roßmann, I.: Hochschulen in Hessen leisten ihren Beitrag zur Klimaneutralität des Landes. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 7 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Binnewies, K.: Die novellierte Kommunalrichtlinie der nationalen Klimaschutzinitiative. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knissel, J.: Universität Kassel beschreitet mit dem Intracting-Modell neue Wege bei der Finanzierung von Energiespar-Maßnahmen. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 20 - 21&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good Practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Kassel: Intracting Forschungsprojekt.&lt;br /&gt;
Das Intracting-Prinzip will durch Energiesparmaßnahmen eingesparte Energiekosten einer extra geschaffenen „Intracting-Kostenstelle“ gutschreiben und wieder in neue Energiesparmaßnahmen investieren. Im Hochschulbereich findet dieses Verfahren bisher kaum Anwendung. Das Forschungsprojekt IntrHo will die Realisierungsmöglichkeiten für Intracting an Hochschulen untersuchen. Zielsetzung ist, ein anwendungsorientiertes, übertragbares Finanzierungskonzept für Energiesparmaßnahmen an Hochschulen zu entwickeln und zu erproben. Es gehe darum, das jeweilige hochschulinterne Energiemanagement in die Lage zu versetzen, kontinuierlich die Effizienz seiner Hochschulgebäude zu steigern und vorhandene Energieeinsparpotenziale zu erschließen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-kassel.de/uni/universitaet/profil/profil-umwelt-und-nachhaltigkeit/umwelt-und-nachhaltigkeit/betrieb/intracting/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HAW Hamburg: Einspar-Contracting.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwei Standorte der HAW wiesen verschiedene, veraltete Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik auf, eine ineffiziente Belüftung und Beleuchtung führten zu hohen Instandhaltungs- und Energiekosten. Die Hochschule entschied sich deshalb, die Energieeffizienz ihrer Gebäude zu erhöhen und die Energiekosten von bis zu 27 Prozent mit dem Energiespar-Contracting von Siemens ab 2014 zu reduzieren. Dabei wurden Lüftungs- und Klimaanlagen einschließlich der Luftverteilung ausgetauscht, raumlufttechnische Anlagen und die Heizungsanlagenhydraulik optimiert und das bestehende Gebäudeautomationssystem optimiert. Um die garantierte Einsparung sicherzustellen und künftig weiter zu optimieren, übernimmt Siemens das Energie-Monitoring und -Controlling der umgebauten Anlagen. Das dafür integrierte Messkonzept erfasst kontinuierlich und automatisiert den Verbrauch von Strom, Wärme, Kälte, Wasser, von Volumenströmen in Heizungs-, Lüftungs-, Klima- und Kälteanlagen sowie deren Regelungszonen. Damit werden 27 % der jährlichen Energiekosten gespart.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.energiecontracting.de/4-projekte/projektansicht.php?pid=6083&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Energiespar-Contracting.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://energie.blog/erfolgreiches-energiespar-contracting-an-der-uni-bremen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====6.2. Operativ====&lt;br /&gt;
Die Sortierung der einzelnen konkreten operativen Maßnahmen kann aus systematischen Aspekten in folgende Kategorien erfolgen (siehe Abb. 2):&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
*technische Maßnahmen&lt;br /&gt;
*organisatorische Maßnahmen &lt;br /&gt;
*verhaltensbedingte Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Maßnahmen zum Klimaschutz in Hochschulen.png|800px|thumb|Abbildung 2: Maßnahmen zum Klimaschutz in Hochschulen, sortiert nach Handlungsfeldern und Kategorien (Grafik von HIS-HE: Forum Hochschulentwicklung 3|2020 – Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus, Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Datei:Abb_2.png&amp;diff=6004</id>
		<title>Datei:Abb 2.png</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Datei:Abb_2.png&amp;diff=6004"/>
		<updated>2020-11-29T20:17:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: Maßnahmen zum Klimaschutz in Hochschulen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Maßnahmen zum Klimaschutz in Hochschulen&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=6003</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Energiemanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=6003"/>
		<updated>2020-11-29T20:15:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: /* 6.1.8. Finanzierungen prüfen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Nachhaltiges Energiemanagement, nachhaltiger Umgang mit Energie ==&lt;br /&gt;
===1. Betroffener Personenkreis===&lt;br /&gt;
Der Beitrag richtet sich an das Fachpersonal im technischen Gebäudemanagement, welches auf der operativen Ebene mit der Bereitstellung von Energie sowie dem Management der Energienutzung betraut ist. Darüber hin-aus werden strukturelle Hinweise gegeben, die für das Leitungspersonal relevant sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2. Relevanz===&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Gebäudemanagements besteht darin, optimale Bedingungen für die Kernaufgaben der Hoch-schulen zu schaffen. Hierzu zählt auch das Bereitstellen von und der Umgang mit Energie. Vor diesem Hintergrund bewegt sich dieses Handlungsfeld immer in einem besonderen Spannungsfeld, wenn auch ein effizienter, mög-lichst sparsamer Einsatz von Energie erfolgen soll, um CO2 und Kosten einzusparen. Potentielle Zielkonflikte zwi-schen dem Anspruch, bestmögliche Voraussetzungen für Forschung und Lehre zu schaffen und gleichzeitig Ener-gie effizient einzusetzen, sind der Organisation Hochschule immanent.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind gesetzliche Vorgaben (siehe unten) und Kostenaspekte (insb. steigende Energiekosten) Rah-menbedingungen, die dem Thema Energieeinsatz eine Relevanz geben. Die zentrale Facette scheint allerdings der stetig zunehmende öffentliche, gesellschaftliche Druck zum aktiven Klimaschutz zu sein, der insbesondere von Hochschulen und den Mitgliedern ausgeht und sehr stark von den wissenschaftlichen Erkenntnissen und konkre-ten Zielvorgaben gestützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3. Gesetzliche Grundlagen===&lt;br /&gt;
Gesetzliche Vorgaben existieren, um Gebäude nach hohem Energieeffizienzstandard zu errichten bzw. zu sanieren und den energieeffizienten Betrieb bereits in der Phase des Planens zu berücksichtigen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesetzliche Rahmen für bauliche Maßnahmen wurde bisher durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmG) verbindlich festgelegt. Mit dem geplanten Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) &amp;lt;ref&amp;gt;Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz - GEG), Entwurfsstand: 03.07.2020 (nach Zustimmung im Bundesrat).&amp;lt;/ref&amp;gt; ab November 2020 werden die bisherigen Regelungen aus EnEG, EnEV und EEWärmeG in einem Gesetz zusammengefasst. Grundlage der bisherigen nationalen Regelungen sind die Richtlinien der EU, insbesondere als Basis für die o. g. gesetzlichen Regelungen die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen ergeben sich Anforderungen aus den gesetzlichen Regelungen im Rahmen von EnEG, EnEV, EEWärmeG bzw. zukünftig GEG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sanierungs- und Neubaumaßnahmen: Baubezogene Regelungen, Energieausweise für Gebäude, Standards für „Niedrigstenergie-Gebäude“&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
* Betrieb von Gebäuden und technischen Anlagen: Energetische Inspektion (Klimaanlagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der GEG-Einführung sind zunächst keine Verschärfungen der bisherigen Regelungen der EnEV vorgesehen. Eine Überprüfung dieser Standards ist erst für das Jahr 2023 vorgesehen. Neu sind dagegen eine Innovationsklausel und der so genannte Quartiersansatz. Zunächst befristet bis Ende 2023 sind damit Möglichkeiten zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen anstelle des Primärenergieeinsatzes sowie eine gemeinsame Berücksichtigung von Gebäuden an einem zusammenhängenden Standort möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Regelungen aus den EU-Richtlinien werden erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt. Das „Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität“ (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) – kurz: GEIG – gehört dazu und bezieht die in 2018 aktualisierten Regelungen der EU-Gebäuderichtlinie von 2010 ein.  Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat dazu den Gesetzentwurf ausgearbeitet, der für Baumaßnahmen (Neubau und umfassende Sanierungen) ab dem 11. März 2021 relevant werden soll. Bei Nicht-Wohngebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen muss demnach mindestens jeder fünfte Stellplatz entsprechend ausgerüstet und mindestens ein Ladepunkt errichtet werden. Ab 2025 muss jedes (bestehende) nicht zum Wohnen genutzte Gebäude mit mehr als zwanzig Stellplätzen mit mindestens einem Ladepunkt ausgestattet werden &amp;lt;ref&amp;gt;Entwurf eines Gesetzes zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz – GEIG), Stand: 04.03.2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind weitere gesetzliche Regelungen, die im Zusammenhang mit dem Bezug und der Nutzung von Energie stehen für die Hochschulen von Bedeutung. Beispielhaft genannt werden hier &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Service/Gesetzeskarte/gesetzeskarte.html&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das insbesondere die Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien festlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), das die Förderungen für hocheffizienter KWK-Anlagen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das die Rahmenbedingungen für eine „sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Gas“ festlegt und insbesondere für Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze im Rahmen der Versorgung Dritter von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stromsteuergesetz (StromStG), das die Besteuerung von Strom sowie auch die Ermäßigung oder die Befreiung von der Steuer unter bestimmten Voraussetzungen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Treibhausgas-Emissionshandels-Gesetz (TEHG), auf dessen Grundlage der Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen in einem EU-weiten Emissionshandelssystem basiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) zur Regelung der Voraussetzungen für die Einführung und den Betrieb eines Anlagenregisters für Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Grubengas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der übergeordneten Ebene der EU ist weiterhin der „Klima- und energiepolitische Rahmen“ mit den  EU-weiten Zielvorgaben und politischen Zielen für den Zeitraum 2021 bis 2030 zu benennen, an dem sich die nationale Gesetzgebung orientieren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen von Bedeutung dürfte die Herausstellung der „Vorbildfunktion der öffentlichen Hand“ wie aktuell in § 4 des GEG bzw. § 1a EEWärmeG und EnEG § 2a (Niedrigstenergiegebäude) sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: Noch Kundenanlage oder schon Netz? BGH-Urteil liefert konkrete Hinweise, aber keine allgemeingültige Lösung. In: HIS:Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2020, S.3&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091621&amp;amp;hash=ad71f51ce9852bb0df44a036090d20859fd000cc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2020-02_Energierecht.pdf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===4. Ziele===&lt;br /&gt;
Für einen nachhaltigen Umgang mit Energie können sich Hochschulen, insbesondere wenn die CO2-Emissionen ein zentraler Indikator sein sollen, bei der Zielsetzung an drei wesentlichen Handlungsfeldern orientieren; diese lauten: Minimieren, substituieren und kompensieren von CO2-Emissionen. Wesentlich dabei ist die Prämisse: Minimierung vor Substitution vor Kompensation.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Minimierung&#039;&#039;&#039; bedeutet, tatsächlich weniger Energie zu verbrauchen, also den Energieverbrauch reduzieren und bei gleichem Energieträger eine Verringerung der CO2-Emissionen erzielen (z. B. technische oder organisatori-sche Maßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Substitution&#039;&#039;&#039; bedeutet, emissionsarme Energieträger einzusetzen. Bei gleichem Energieverbrauch werden damit Energieträger genutzt, die weniger CO2-Emissionen verursachen (z. B. Kauf von Ökostrom).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompensation&#039;&#039;&#039; bedeutet, für selber verursachte CO2-Emissionen an anderer Stelle eine CO2-Senke zu schaffen (z. B. Kauf von Zertifikaten, Organisation eigener Projekte). Gesetzlich sanktionierte Beispiele hierfür finden sich im Immissionsschutzrecht (z. B. §§ 17 ff. BImSchG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===5. Hemmnisse und Treiber===&lt;br /&gt;
Ein nachhaltiges Energiemanagement ist eingebettet in die Organisation (Strukturen) und den praktischen Betrieb (operative Handlungsmöglichkeiten) der Hochschule. Auf diesen beiden Ebenen können strukturell folgende Hemmnisse und Treiber für die Umsetzung eines nachhaltigen Umgangs mit Energie identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hemmnisse&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ressourcenmangel&lt;br /&gt;
*fehlende personelle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende Sichtweise auf langfristigere Effekte und die Externalisierung der Kosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsprozess&lt;br /&gt;
*limitierte Zeit für Planungsaufgaben sowie Fehler während der Bauplanung&lt;br /&gt;
*mangelnde Kommunikation zwischen Nutzern, Planern, Betreibern und Bauherren&lt;br /&gt;
*unkoordinierte Inbetriebnahme von neu erstellten Gebäuden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgaben&lt;br /&gt;
*keine Verankerung im Leitbild der Hochschule&lt;br /&gt;
*kein Klimaschutzkonzept mit definierten, priorisierten Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäudebestand&lt;br /&gt;
*unzureichende Messarchitektur&lt;br /&gt;
*hoher Technisierungsgrad bei Neubauten&lt;br /&gt;
*kein strukturiertes Flächenmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschullogik&lt;br /&gt;
*starke Egoismen der Fachbereiche&lt;br /&gt;
*schwere Einflussnahme auf Verhalten von Mitarbeitenden und Studierenden&lt;br /&gt;
*häufig wechselnde Akteure in der Mitgliedschaft der Hochschule&lt;br /&gt;
*fehlende Absprachen der beteiligten Serviceeinheiten der Hochschulen&lt;br /&gt;
*unklare Grenzen zwischen Komfort und Freiheit von Forschung und Lehre&lt;br /&gt;
*Spannungsfeld zwischen dem Ziel Energieeinsparung und energieintensiver Forschung mit Großgeräten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Treiber (nicht zu verwechseln mit Maßnahmen)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesetze, Normen, Zertifikate&lt;br /&gt;
*konkrete gesetzliche Vorgaben (insbesondere EnEV bzw. das künftige GEG, EEG, KWKG)&lt;br /&gt;
*AMEV Technisches Monitoring 2017&lt;br /&gt;
*Betrachtung der Lebenszykluskosten von Gebäuden (BNB Zertifikate)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenz&lt;br /&gt;
*Vernetzung und Kompetenzerweiterung des Fachpersonals&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fördermittel&lt;br /&gt;
*Bereitstellung von Fördermitteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Fortschritte&lt;br /&gt;
*Digitalisierung im Gebäudemanagement&lt;br /&gt;
*Einsatz erneuerbarer Energien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerer Druck&lt;br /&gt;
*öffentliche Diskussion zum Klimaschutz&lt;br /&gt;
*Thematisierung in den Zielvereinbarungen und Hochschulentwicklungsplänen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===6. Maßnahmen zur Implementierung===&lt;br /&gt;
Für eine Implementierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz kann strukturell zwischen strategischen und operativen unterschieden werden. Hierbei sind die strategischen dadurch charakterisiert, dass sie „gute Rahmenbedingungen“ für die operativen schaffen. Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen benannt und Beispiele für „good practice“ angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====6.1. Strategisch====&lt;br /&gt;
=====6.1.1. Governancestrukturen schaffen=====&lt;br /&gt;
Governance kann verstanden werden als Aufgabe, die Prozesse für einen erfolgreichen Klimaschutz geordnet zu koordinieren. Für eine Governance, explizit auch zum Klimaschutz bzw. zur Energieeffizenz, kann für den Praxis-betrieb auf die Bereiche Politik, Profession, Organisation, Wissen und Öffentlichkeit aus dem Governance-Regler zurückgegriffen werden, der im Handlungsfeld Governance von HOCHN entwickelt wurde und in der Evaluation der Nachhaltigkeitskonzepte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt einem Praxistest unterzogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessi-schen Landesregierung. HIS-HE:Forum, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeitsgovernance an Hochschulen - BETA, Oktober 2018:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/2-handlungsfelder/01-governance.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Berlin: Nachhaltigkeitsrat.&lt;br /&gt;
Der Nachhaltigkeitsrat wurde im Jahr 2018 Gegründet und besteht aus gewählten Mitgliedern der TU Berlin sowie externen Teilnehmenden. Der Nachhaltigkeitsrat ist darüber hinaus ein offenes Gremium, in dem jede und jeder willkommen ist, der sich für die nachhaltige Entwicklung der TU Berlin interessiert und daran mitwirken möchte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltigkeitsrat.tu-berlin.de/menue/nachhaltigkeitsrat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Runder Tisch zur nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;
Der Runde Tisch „Nachhaltige Entwicklung der HNEE“ wurde 2010 als demokratisches, von allen Interessengrup-pen der Hochschule gemeinsam getragenes und gestaltetes Gremium von der heutigen Nachhaltigkeitsmanage-rin und der Koordinatorin für die familienfreundliche Hochschule ins Leben gerufen. Ziel ist eine gemeinsame, von allen Hochschulgruppen entwickelte, umfassende nachhaltige Entwicklung an der HNEE.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement-an-der-HNEE/Beteiligung-und-Mitmachen/Runder-Tisch-Nachhaltigkeit/Runder-Tisch-zur-nachhaltigen-HNEE-Entwicklung-E6093.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Nachhaltigkeitsleitlinien.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/uni/nachhaltige-hochschule/home/nachhaltigkeitsleitlinien/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Harz: Senatskommission &amp;quot;Nachhaltige Hochschule Harz&amp;quot;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-harz.de/nachhaltige_hs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FU Berlin: Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.2. Controllingkonzept umsetzen=====&lt;br /&gt;
Controlling meint, die Aktivitäten zur Energieeffizienz gezielt zu steuern. Das Controlling fußt damit auf einer quantitativen Grundlage. Dieses kann die zahlenmäßige und graphische Auswertung der monatlichen Ver-brauchsdaten (gebäudebezogen) sein, um Veränderungen erkennen zu können und um die Nutzer zu informieren und zu motivieren sowie die gezielte Beobachtung der den konkreten Maßnahmen zugeordneten Zähler. Um die Zielsetzung für das Controlling-Konzept zu erreichen (insb. die Wirksamkeitsmessung), sind folgende Strukturen als Rahmenbedingungen zu schaffen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übergabe der operativen Verantwortung an speziell ausgebildetes Fachpersonal (für Klimaschutz) mit zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
*Gründung eines Klimaschutzbeirats mit Kontroll- und Lenkungsfunktion (dieses kann der Umweltaus-schuss übernehmen).&lt;br /&gt;
*Durchführung regelmäßiger Audits zur Überprüfung des Projektfortschritts und Messbarkeit über ein Kennzahlsystem herstellen (als Elemente im Managementkreislauf: plan (Ziele, Verantwortungen, Res-sourcen festlegen), do (Durchführung gemäß Planung), check (Zielerreichung prüfen, Fehler erheben), act (Fehler analysieren, Lösungsmöglichkeiten finden und auswählen).&lt;br /&gt;
*Sicherung der Finanzierung (ggf. über einen Klimaschutz-Etat).&lt;br /&gt;
*Etablieren eines Berichtswesens, auch für die Hochschulleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Hochschulen haben aktuell eine Beteiligung an einem normierten Umweltmanagementsystem nach EMAS:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt: Beteiligung an EMASplus.&lt;br /&gt;
Als erste Universität in Deutschland hat die KU das Zertifikat „EMASplus“ erhalten. Grundlage dafür ist die Etablie-rung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagements, das Ökologie, Soziales und Ökonomie umfasst. Damit verpflichtet sich die Katholische Universität dazu, ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Wirkungen re-gelmäßig systematisch überprüfen zu lassen und kontinuierlich zu optimieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.ku.de/kommunikation/presse/pi/einzelansicht/article/ku-erhaelt-als-erste-universitaet-in-deutschland-das-zertifikat-emasplus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 79 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule RheinMain: Klimaschutzkonzept Hochschule RheinMain. Abschlussbericht, Juni 2018, S. 67 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-rm.de/fileadmin/Home/Hochschule/Veroeffentlichungen/Klimaschutz/20180815_Abschlussbericht_KlischKo_HSRM_final.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzkonzept der HNE Eberswalde.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/_obj/67605A07-D2ED-4886-8A7C-BEB532B8044E/outline/Klimaschutzkonzept_HNEE.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaschutzkonzept der Universität Kiel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaschutzkonzept&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Klimaschutzbericht der Hochschule Osnabrück.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/wie-die-hochschule-osnabrueck-ihren-co2-fussabdruck-um-fast-70-prozent-verkleinert-hat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.3. Klimaneutralität formulieren=====&lt;br /&gt;
Klimaneutralität beinhaltet, für einen selbstgesteckten Rahmen (z. B. Gebäudebetrieb, Mobilität, Konsum) die klimarelevanten Emissionen zu beziffern, sie zu minimieren oder substituieren und verbleibende Emissionen auch zu kompensieren. Die Zielsetzung, als Hochschule klimaneutral zu werden, wird auf ein Datum bezogen, z.B. auf das Jahr 2035. Die Zeitspanne bis zur Klimaneutralität und die bis dahin noch emittierten Tonnen CO2 müssen aus den Zielsetzungen zur Eingrenzung der Erderwärmung abgeleitet werden. Die Formulierung einer Klimaneutrali-tät ist somit immer Angelegenheit der Hochschule als Ganzes, also der Hochschulleitung. Formulierte Klimaneut-ralität ist auch ein Aspekt von Governance und hochschulöffentlich. Klimaneutralität ist für Hochschulen realisier-bar, dieses hat eine Studie von HIS-HE belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J., Person, R.-D. (2019): Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus. Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung. HIS-HE:Medium, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golüke, H.: Ökostrom beziehen ist gut - reicht aber nicht! In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen, Nr. 1 ,2019, S. 18 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Die Leuphana Universität Lüneburg hat sich 2007 das Ziel der Klimaneutralität gesetzt und dieses im Jahr 2014 erreicht. Dabei konnten 50 Prozent Primärenergie und 30 Prozent Endenergie eingespart werden. Grundlage der Erreichung der Klimaneutralität ist der effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen in allen Teilbereichen der Universität. Die Themenfelder sind Energieeffizienz, Einsatz regenerativer Energien, Förderung einer klimascho-nenden Mobilität und der nachhaltigen Beschaffung, die in vielen Einzelmaßnahmen sukzessive implementiert und optimiert wurden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
www.leuphana.de/klimaneutral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Düsseldorf: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Hochschule Düsseldorf hat am 19.11.2019 Klimaschutz-Leitlinien beschlossen und dabei die CO2-Klimaneutralität bis 2030 als konkretes Klimaschutz-Ziel festgelegt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-duesseldorf.de/personen/salvagno/klimaschutz?showarrows=1&amp;amp;sid=maysmcrsi1wnydumut54ns5v&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement/Nachhaltige-Hochschule/Klimaneutralitt/Klimaneutralitt-K6435.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaneutrale-universitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Trier, Umweltcampus Birkenfeld: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochschule-trier.de/hochschule/hochschulportraet/drei-campus/umwelt-campus-birkenfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pv-magazine.de/2020/06/09/htw-berlin-bekommt-zwei-photovoltaik-anlagen-mit-zusammen-280-kilowatt-leistung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freie Universität Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2019/fup_19_398-klimanotstand/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.4. Energieflüsse abbilden=====&lt;br /&gt;
Um überhaupt den Umgang mit Energie zum Thema zu machen, ist ein Messsystem erforderlich, welches die Verbräuche erfasst und die Energieflüsse durch die Hochschule abbildet (siehe Abbildung 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nachhaltiges Energiemanagement.png|800px|thumb|Abbildung 1: Potentielle Energieeinflüsse durch die Hochschule (Grafik von HIS-HE: CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür ist eine Messarchitektur erforderlich, die die Hochschule angemessen abbildet und eine routinemäßige Auslesung und Auswertung der Daten ermöglicht. Dieses ist erforderlich, um die Effekte von initiierten Maßnah-men zu erkennen und steuern zu können. Im Umkehrschluss bedeutet das, nur das zu messen, was auch für die Steuerung des Energiemanagements relevant ist. Steuerung benötigt ein Controlling-Konzept. Das Controlling-Konzept stellt einen Kreislauf dar, in dem die durch die Klimaschutzaktivitäten (ggf. Klimaschutzkonzept) definier-ten Maßnahmen zur Umsetzung geführt werden. Durch die ständige Evaluierung und zielgerichtete Anpassung der Maßnahmen wird eine erfolgreiche Umsetzung, im Sinne einer Steuerung, sichergestellt. Diese Steuerung bezieht sich auf das regelmäßige Ermitteln, Vereinbaren, Umsetzen, (Erfolgs-)Messen und ggf. Nachjustieren von Maßnahmen. Dieses ist mehr als reiner (quantitativer) Soll-Ist-Vergleich; denn das Vorgehen schließt eine (quali-tative) Bewertung mit ein. Gerade hierfür sind Ressourcen erforderlich, die insbesondere auf der personellen Ebene das entsprechende Fachwissen garantieren und auf der Sachebene für eine adäquate Verwaltung und Ablage der notwendigen Daten sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: 10 Jahre CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1 (2019). Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 9 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ketelhön, U.: Erarbeitung eines Musterkonzeptes sowie standortbezogener Einzelkonzepte für die Helmholtz-Gemeinschaft. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2017, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092077&amp;amp;hash=0086d0e250079e732f6057fdd4cbaa32680b6f8f&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_02-2017_DRUCK.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V.: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 48 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.5. Budgetierungssystem einführen=====&lt;br /&gt;
Budgetierung bedeutet, die Kosten für den Energieverbrauch den Akteuren oder Organisationseinheiten zuord-nen zu können und diese durch spezifische Modelle daran zu beteiligen. Die Motivlagen, Budgetierungssysteme einzuführen und die Bandbreite der Modelle sind vielschichtig. Sie reichen von freiwilligen Systemen, die aus-schließlich mit Bonuszahlungen arbeiten, bis hin zu hochschulweit verbindlich eingeführten Systemen, in denen die Energiekosten aus den dezentralen Budgets zu begleichen sind. Eine Herausforderung stellt oftmals die Bemes-sung der Budgets dar, aus denen die Einheiten ihre Energiekosten begleichen sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V. (2014): Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS-HE: Mitteilungsblatt, Nr. 4, S. 1 f. https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-4.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit Anreizen zu mehr Klimaschutz: Das Prämiensystem zur Energieeinsparung an der Freien Universität Berlin. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wöhning, C.: Projekt „Entwickeln und Setzen von Anreizsystemen“. In: Magazin für Hochschulentwicklung. The-men-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 12&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.: Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 4, 2014, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092324&amp;amp;hash=cc4bf20988a0950ad784ab9f1b6249f584d3e32d&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-1.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Berlin: Prämiensystem.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Freien Universität Berlin hat Anfang 2007 ein so genanntes Prämiensystem eingeführt, um organisatorische und verhaltensbezogene Einsparpotentiale zu realisieren. Über das Prämienmodell erhalten die Fachbereiche direkte finanzielle Anreize.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/handlungsfelder/campus/energie_klimaschutz/praemiensystem/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Freiburg: Dezentrale Monetäre Anreize zur Energieeinsparung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Anreizmodell der Universität Freiburg will Verhaltensänderungen bei den Gebäudenutzern und minimal in-vestive technische Maßnahmen kombinieren. Dabei wird den Einrichtungen anteilig die Kosten, die gegenüber einer Referenz eingespart wurden, gutgeschrieben. Ein Malus-System, dass ggf. Mehrverbrauch sanktioniert, existiert nicht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltige.uni-freiburg.de/klimaschutz/dezmon-2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Energiekostenbudgetierung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/energiesparen/energiekostenbudgetierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goethe-Universität Frankfurt: Energieeinspardialog.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail/hessen-entwickeln-und-setzen-von-anreizsystemen-zur-energieeinsparung-an-hessischen-hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.6. Bauherrenfunktion nutzen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen Hochschulen befinden sich in einem Reformprozess, der sich unter anderem durch einen Paradig-menwechsel im Hochschulmanagement von einer eher detailgesteuerten zu einer verstärkt eigenverantwortlich geführten Hochschule manifestiert. Vor diesem Hintergrund ist einzelnen Hochschulen auch die Bauherrenfunkti-on übertragen worden. In diesem Kontext muss genau geprüft werden, mit welchen Anforderungen diese Aufga-be verbunden und unter welchen Voraussetzungen dieses Modell erfolgsversprechend ist. Die Zuweisung und Übernahme der Bauherrenfunktion hat daher große Bedeutung, weil Neubau oder Sanierung eines Gebäudes einen großen Einfluss auf die CO2-Emissionen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesetzlichen Vorgaben fordern schon eine entsprechende Energieeinsparung bei Neubau und Sanierung. Diese bezieht sich jedoch lediglich auf gebäudeinduzierte Verbräuche. Einen nicht unwesentlichen Anteil macht der nutzerinduzierte Verbrauch aus, der durch die technischen Geräte der Nutzer beeinflusst wird. Im besten Fall kann die Hochschule als Nutzer, Betreiber und Bauherr die Nutzeranforderungen direkt an die von Ihnen beauf-tragten Fachplaner vermitteln und für die energieeffizienteste Lösung des Betriebs sorgen. Im Fall der Bauher-renvertretung durch die Landesbauverwaltung ist eine Einbeziehung der Hochschule als Nutzer und Betreiber sehr wesentlich. Dieses betrifft die Erarbeitung und Übergabe der Nutzeranforderungen an die und auch die Kommunikation mit den Fachplanern. Diese Anforderung bezieht sich auf den gesamten Planungs- und Baupro-zess, um die energieeffizientesten Lösungen für den Betrieb zu finden.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fokus liegt in erster Linie auf Lösungen zur Energieeinsparung mit Hilfe technischer Anlagen und der Verwen-dung von wärmedämmenden Baustoffen. Ein weiterer Aspekt bezüglich des Energieverbrauchs im Bereich Ge-bäudeinfrastruktur von Hochschulen liegt jedoch in der Errichtung von Gebäuden. Ein nicht unwesentlicher Teil der Energie besteht aus „grauer Energie“, die den Energieverbrauch der Gewinnung von Rohstoffen, der Herstel-lung von Baustoffen, deren Transport und Verarbeitung vor Ort betrachtet. Um diesen Energieverbrauch niedrig zu halten, sind mehrere Möglichkeiten gegeben. Eine den Zielen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit verpflich-tete hochschulweite Ermittlung der Flächenbedarfe stellt den Ausgangspunkt dar, gefolgt von Maßnahmen wie z. B. Sanierung vor Neubau, Recyclen und Wiederverwenden von Baustoffen, Verwendung von Baustoffen mit nied-riger Energiebilanz etc. Hier steht die Forschung jedoch noch sehr am Anfang und Datenbanken, die darüber Auskunft geben (z. B. ökobaudat), werden derzeit hauptsächlich von den Herstellern gefüllt. Eine Unabhängigkeit ist dadurch nicht gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Holzkamm, I.; Stibbe, J.; Stratmann, F.; Tegtmeyer, R.: Orientierungshilfe Bauherrenfunktion durch Hochschu-len. Teil 1: Rahmenbedingungen für die Bauherrenfunktion im Hochschulbau HIS-HE: Forum Hochschule, Nr. 4, 2015&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/orientierungshilfe-bauherrenfunktion-durch-hochschulen-teil-1-rahmenbedingungen-fuer-die-bauherrenfunktion-im-hochschulbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stibbe, J.; Stratmann, F.; Söder-Mahlmann, M.: Verteilung der Zuständigkeiten des Liegenschaftsmanagements für die Universitäten in den Ländern. Sachstandsbericht. HIS-HE: Forum Hochschule, Nr. 9, 2012&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/verteilung-der-zustaendigkeiten-des-liegenschaftsmanagements-fuer-die-universitaeten-in-den-laendern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat: ÖKOBAUDAT.&lt;br /&gt;
Mit der Plattform ÖKOBAUDAT stellt das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) allen Akteuren eine vereinheitlichte Datenbasis für die Ökobilanzierung von Bauwerken zur Verfügung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.oekobaudat.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nutzenvorteile einer dezentralen Bauherrenfunktion der Hochschulen für den nachhaltigen Betrieb&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Lebenszyklus-/Nachhaltigkeitsbetrachtungen in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein wesentliches Argument der Hochschulen für eine Übernahme der Bauherrenfunktion ist, die Gesamtzustän-digkeit für Betrieb und Bau in eine Hand zu legen und dadurch die Wirtschaftlichkeit über die Baumaßnahmen hinaus auf den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes in den Fokus zu rücken. Hintergrund dieser Forderung ist unter anderem, dass derzeit bei den Bauinvestitionen die Baufolgekosten nicht hinlänglich berücksichtigt werden und somit die Hochschulen als Verantwortliche für den Gebäudebetrieb die zum Teil sehr hohen Bewirtschaftungs- und Betriebskosten hinnehmen und tragen müssen. Für ein kostenoptimiertes und nachhaltiges Immobilienma-nagement über den gesamten Lebenszyklus ist daher die zusammenhängende Betrachtung von Investitions- und Bewirtschaftungskosten zielführend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Nutzeranforderungen (Forschung &amp;amp; Lehre) in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Während des Projektstarts hat der Nutzer (Hochschule) die Bauherrenfunktion, die er u. a. durch Vorgabe des Projektziels in den Nutzeranforderungen wahrnimmt. Da in vielen Hochschulen bereits hohe Baufachkunde vor-handen ist, können die spezifischen Anforderungen aus Forschung und Lehre aufgrund der vorhandenen Nähe umfassend in die Nutzeranforderungen eingebracht werden. In der Projektabwicklung (Baumaßnahme) hingegen haben i. d. R. die Landesbaubetriebe bzw. -verwaltungen die Bauherrenfunktion, sodass die spezifischen Nutzeranforderungen hier nicht weiterentwickelt, konkretisiert und verbindlich vorgegeben werden können. Der Nutzer hat hier keine Entscheidungsbefugnisse mehr. Bei einer Übernahme der Bauherrenfunktion sehen die Hochschulen daher die Chance, die Nutzeranforderungen im gesamten Planungs- und Bauprozess besser einbeziehen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Gebäudemanagementkompetenzen (Hochschulverwaltung) in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Gebäudemanagement in den Hochschulverwaltungen verfügt über ein langjährig entwickeltes Erfahrungswissen über die bauliche und technische Infrastruktur. Mit einer Übernahme der Bauherrenfunktion erwarten die Hochschulen, dass ihr Erfahrungsschatz direkter in alle Phasen der Entscheidungs- und Planungsprozesse für Baumaßnahmen eingebracht werden kann. Da sowohl Gebäudemanagement als auch Baumanagement dann Teil der Hochschulverwaltung wären, ist die frühzeitige Einbindung des Gebäudemanagements in den Planungspro-zess automatisch gewährleistet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnittstellen/Verfahrensvereinfachung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die derzeitige Wahrnehmung der Aufgaben Planung/Bau sowie Bedarfsplanung/Nutzung/Betrieb in unterschiedlichen Zuständigkeiten bedingt natürliche Schnittstellen. Diese führen nach Abschluss einer Baumaßnahme ggf. zu unerwünschten Problemen in der Nutzung und dem Betrieb. Darüber hinaus können die Schnittstellen Verzögerungen im Planungs- und Bauverfahren hervorrufen, z. B. durch unterschiedliche Verfahrensweisen, unterschiedliche Prioritätensetzung, Missverständnisse etc. Mit der Zusammenführung der Aufgaben in eine Zuständigkeit versprechen sich die Hochschulen eine Verringerung der Schnittstellen und damit eine Verfahrensbeschleuni-gung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Komplette Bauherrenfunktion unabhängig vom Bauvolumen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hochschulen nehmen bei Bauunterhaltungsmaßnahmen und kleinen Neu-, Um- und Erweiterungsmaßnahmen (KNUE, bis ca. 1 Mio. €, kann in einzelnen Ländern höher sein) die Bauherrenfunktion bereits in einem Großteil der Länder wahr. Bei großen Neu-, Um- und Erweiterungsmaßnahmen (GNUE, ab ca. 1 Mio. €, kann in einzelnen Ländern höher sein) besitzen die Landesbaubetriebe bzw. -verwaltungen i. d. R. die Bauherrenfunktion. Die Bauverantwortung im Hochschulbau ist daher je nach Größe der Baumaßnahme in unterschiedliche Zuständigkeiten aufgeteilt. Eine Zusammenlegung der Bauverantwortung an einer Stelle würde einen umfassenderen Blick auf alle Baumaßnahmen pro Hochschule ermöglichen und nicht nur bis oder ab einer gewissen Wertgrenze. Hierdurch wäre ein übergreifendes Steuern aller Baumaßnahmen pro Hochschule besser möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Finanzierungsrahmen und -bedingungen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einige Hochschulen streben die Übernahme der kompletten Bauverantwortung für den Hochschulbau und das eigenverantwortliche Steuern der Baumaßnahme, über die Wertgrenzen hinaus, an. Zusätzlich besteht der Wunsch nach einem verbindlichen, langfristigen Finanzrahmen in der Landeshaushaltsplanung und optional ein frei zur Verfügung stehendes Baubudget. Dadurch würde sich weniger der Maßnahmenprozess durch die Mittel-freigabe des Parlaments verzögern und wäre, was den zeitlichen Ablauf betrifft, einschätzbarer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übergabe und Nutzung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch eine Zusammenlegung der Betreiber- und Bauherrenfunktion wird die frühzeitige Beteiligung des Gebäudemanagements am Bauplanungsprozess gefördert und die Übergabe des fertiggestellten Gebäudes an den Nutzer erleichtert. Zudem wird das Interesse des Bauherrn erhöht, zwingend erforderliche Revisionsunterlagen mit größerem Druck von Bauauftragnehmern einzufordern und nachdrückliche Mängel zu beseitigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landesbaustandards/Wirtschaftlichkeit:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die von den Landesbaubetrieben bzw. -verwaltungen angewandten Landesbaustandards sind für den Hochschul-bau (meist Sonderbauten) nicht immer zielführend, da sie i. d. R. lediglich einen zur Erfüllung der Bauaufgabe „ausreichenden“ Kostenaufwand berücksichtigen. Um hier nicht im internationalen Wettbewerb abgehängt zu werden, müssen bereits die Gebäude spezifische, wissenschaftsbezogene Anforderungen erfüllen und dürfen nicht auf ein ausreichendes „Standardprogramm“ reduziert werden. Eine Übernahme der Bauherrenfunktion würde diesen Blickwinkel stärker in den Fokus rücken und ihm mehr Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baufachliche Qualität/Bauerfahrung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Hochschulerfahrung mit kleineren Baumaßnahmen und teilweise großen drittmittel-finanzierten Maßnahmen liegen weitreichende Erkenntnisse für Hochschulbaumaßnahmen vor. Diese können bei einer Übernahme der Bauherrenfunktion durch Hochschulen unmittelbar eingebracht werden und somit eine Verbesserung der baufachlichen Qualität ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.7. Management der Flächen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein strategisches Flächenmanagement reduziert den Energieeinsatz pro Nutzer, indem es die Auslastung der Flächen innerhalb der Woche erhöht oder die Inanspruchnahme der Fläche pro Nutzer verringert. Das Flächenmanagement an Hochschulen verfolgt jenseits der globalen Zielsetzung einer sparsamen Flächeninanspruchnahme oftmals drei konkrete Zielsetzungen. Zum einen geht es darum, die von der Hochschulleitung oder beauftragter Bauabteilungen angesteuerten Organisationseinheiten, also z.B. Lehrstühle, Institute oder Fachbereiche genau mit denjenigen Flächen auszustatten, die sie benötigen. Die Definition des Flächenbedarfs orientiert sich zwar an landesseitigen Standards und fachspezifischen Anforderungen. Gleichwohl eröffnen sich Spielräume für hochschuleigene, strategische Flächenmanagementvorgaben, die z.B. die Zielsetzung der Klimaneutralität aufgreifen. Konkret bedeutet dies, dass beispielsweise in Berufungszusagen alte „Erbhöfe“ nachjustiert werden. Oder es geht um die Sicherstellung der Flexibilität von Forschungsflächen. Den dritten bedeutenden Bereich macht die klassische Lehrraumbelegung aus. Hier geht es um die gleichmäßigere und letztendlich höhere Auslastung der Räume innerhalb der gesamten Woche und um das genauere Übereinstimmen (‚matchen‘) der Gruppen- und Raumgrößen (FN: Ruiz, Marcelo (2015): Welche Bedeutung haben Flächen in der Hochschulsteuerung auf Landes- und Hochschulebene? In: Magazin für Hochschulentwicklung (2), S. 12–13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht immer sind dazu hochentwickelte CAFM-Systeme erforderlich. In den zentralen Hochschulverwaltungen ist eine systematische und idealerweise an Landesstandards angepasste Bedarfsplanung erforderlich. Lehrraumma-nagementsysteme sind heutzutage selbstverständlich edv-basiert. Zentral organisierte Lehrraumbelegungssys-teme schneiden hinsichtlich ihrer Flächeneffizienz besser ab als dezentrale oder gemischte Systeme (FN: Fenner, Henrich (2014): Hörsäle und Seminarräume: Bestände besser nutzen. Auslastungsuntersuchungen an Hochschu-len als Basis eines effektiven Lehrraummanagements. In: Wissenschaftsmanagement - Zeitschrift für Innovation (2), S. 54–57).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good Practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Stuttgart:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-stuttgart.de/universitaet/organisation/verwaltung/dez6-flaechenbaumanagement/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Heidelberg:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-heidelberg.de/einrichtungen/verwaltung/bau/flaechenmanagement.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Konstanz:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-konstanz.de/facility-management/gebaeudeservices/raumverwaltung-gaestehaeuser-schluesselverwaltung-veranstaltungsplanung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.8. Finanzierungen prüfen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz und zum Klimaschutz ist grundsätzlich über Förderpro-gramme möglich. Diese existieren z. B. auf Landes- und Bundesebene. Hierbei ist häufig auch ein Eigenbeitrag der Hochschulen zu leisten. Darüber hinaus sind Modelle des Contracting und Intracting möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessischen Landesregierung. HIS-HE: Forum, Nr. 3, 2020, S. 25, S. 32&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bauerfeind-Roßmann, I.: Hochschulen in Hessen leisten ihren Beitrag zur Klimaneutralität des Landes. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 7 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Binnewies, K.: Die novellierte Kommunalrichtlinie der nationalen Klimaschutzinitiative. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knissel, J.: Universität Kassel beschreitet mit dem Intracting-Modell neue Wege bei der Finanzierung von Energiespar-Maßnahmen. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 20 - 21&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good Practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Kassel: Intracting Forschungsprojekt.&lt;br /&gt;
Das Intracting-Prinzip will durch Energiesparmaßnahmen eingesparte Energiekosten einer extra geschaffenen „Intracting-Kostenstelle“ gutschreiben und wieder in neue Energiesparmaßnahmen investieren. Im Hochschulbereich findet dieses Verfahren bisher kaum Anwendung. Das Forschungsprojekt IntrHo will die Realisierungsmöglichkeiten für Intracting an Hochschulen untersuchen. Zielsetzung ist, ein anwendungsorientiertes, übertragbares Finanzierungskonzept für Energiesparmaßnahmen an Hochschulen zu entwickeln und zu erproben. Es gehe darum, das jeweilige hochschulinterne Energiemanagement in die Lage zu versetzen, kontinuierlich die Effizienz seiner Hochschulgebäude zu steigern und vorhandene Energieeinsparpotenziale zu erschließen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-kassel.de/uni/universitaet/profil/profil-umwelt-und-nachhaltigkeit/umwelt-und-nachhaltigkeit/betrieb/intracting/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HAW Hamburg: Einspar-Contracting.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwei Standorte der HAW wiesen verschiedene, veraltete Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik auf, eine ineffiziente Belüftung und Beleuchtung führten zu hohen Instandhaltungs- und Energiekosten. Die Hochschule entschied sich deshalb, die Energieeffizienz ihrer Gebäude zu erhöhen und die Energiekosten von bis zu 27 Prozent mit dem Energiespar-Contracting von Siemens ab 2014 zu reduzieren. Dabei wurden Lüftungs- und Klimaanlagen einschließlich der Luftverteilung ausgetauscht, raumlufttechnische Anlagen und die Heizungsanlagenhydraulik optimiert und das bestehende Gebäudeautomationssystem optimiert. Um die garantierte Einsparung sicherzustellen und künftig weiter zu optimieren, übernimmt Siemens das Energie-Monitoring und -Controlling der umgebauten Anlagen. Das dafür integrierte Messkonzept erfasst kontinuierlich und automatisiert den Verbrauch von Strom, Wärme, Kälte, Wasser, von Volumenströmen in Heizungs-, Lüftungs-, Klima- und Kälteanlagen sowie deren Regelungszonen. Damit werden 27 % der jährlichen Energiekosten gespart.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.energiecontracting.de/4-projekte/projektansicht.php?pid=6083&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Energiespar-Contracting.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://energie.blog/erfolgreiches-energiespar-contracting-an-der-uni-bremen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====6.2. Operativ====&lt;br /&gt;
Die Sortierung der einzelnen konkreten operativen Maßnahmen kann aus systematischen Aspekten in folgende Kategorien erfolgen (siehe Abb. 2):&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
*technische Maßnahmen&lt;br /&gt;
*organisatorische Maßnahmen &lt;br /&gt;
*verhaltensbedingte Maßnahmen&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=6002</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Energiemanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=6002"/>
		<updated>2020-11-29T20:13:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: /* 6.1.8. Finanzierungen prüfen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Nachhaltiges Energiemanagement, nachhaltiger Umgang mit Energie ==&lt;br /&gt;
===1. Betroffener Personenkreis===&lt;br /&gt;
Der Beitrag richtet sich an das Fachpersonal im technischen Gebäudemanagement, welches auf der operativen Ebene mit der Bereitstellung von Energie sowie dem Management der Energienutzung betraut ist. Darüber hin-aus werden strukturelle Hinweise gegeben, die für das Leitungspersonal relevant sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2. Relevanz===&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Gebäudemanagements besteht darin, optimale Bedingungen für die Kernaufgaben der Hoch-schulen zu schaffen. Hierzu zählt auch das Bereitstellen von und der Umgang mit Energie. Vor diesem Hintergrund bewegt sich dieses Handlungsfeld immer in einem besonderen Spannungsfeld, wenn auch ein effizienter, mög-lichst sparsamer Einsatz von Energie erfolgen soll, um CO2 und Kosten einzusparen. Potentielle Zielkonflikte zwi-schen dem Anspruch, bestmögliche Voraussetzungen für Forschung und Lehre zu schaffen und gleichzeitig Ener-gie effizient einzusetzen, sind der Organisation Hochschule immanent.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind gesetzliche Vorgaben (siehe unten) und Kostenaspekte (insb. steigende Energiekosten) Rah-menbedingungen, die dem Thema Energieeinsatz eine Relevanz geben. Die zentrale Facette scheint allerdings der stetig zunehmende öffentliche, gesellschaftliche Druck zum aktiven Klimaschutz zu sein, der insbesondere von Hochschulen und den Mitgliedern ausgeht und sehr stark von den wissenschaftlichen Erkenntnissen und konkre-ten Zielvorgaben gestützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3. Gesetzliche Grundlagen===&lt;br /&gt;
Gesetzliche Vorgaben existieren, um Gebäude nach hohem Energieeffizienzstandard zu errichten bzw. zu sanieren und den energieeffizienten Betrieb bereits in der Phase des Planens zu berücksichtigen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesetzliche Rahmen für bauliche Maßnahmen wurde bisher durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmG) verbindlich festgelegt. Mit dem geplanten Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) &amp;lt;ref&amp;gt;Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz - GEG), Entwurfsstand: 03.07.2020 (nach Zustimmung im Bundesrat).&amp;lt;/ref&amp;gt; ab November 2020 werden die bisherigen Regelungen aus EnEG, EnEV und EEWärmeG in einem Gesetz zusammengefasst. Grundlage der bisherigen nationalen Regelungen sind die Richtlinien der EU, insbesondere als Basis für die o. g. gesetzlichen Regelungen die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen ergeben sich Anforderungen aus den gesetzlichen Regelungen im Rahmen von EnEG, EnEV, EEWärmeG bzw. zukünftig GEG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sanierungs- und Neubaumaßnahmen: Baubezogene Regelungen, Energieausweise für Gebäude, Standards für „Niedrigstenergie-Gebäude“&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
* Betrieb von Gebäuden und technischen Anlagen: Energetische Inspektion (Klimaanlagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der GEG-Einführung sind zunächst keine Verschärfungen der bisherigen Regelungen der EnEV vorgesehen. Eine Überprüfung dieser Standards ist erst für das Jahr 2023 vorgesehen. Neu sind dagegen eine Innovationsklausel und der so genannte Quartiersansatz. Zunächst befristet bis Ende 2023 sind damit Möglichkeiten zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen anstelle des Primärenergieeinsatzes sowie eine gemeinsame Berücksichtigung von Gebäuden an einem zusammenhängenden Standort möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Regelungen aus den EU-Richtlinien werden erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt. Das „Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität“ (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) – kurz: GEIG – gehört dazu und bezieht die in 2018 aktualisierten Regelungen der EU-Gebäuderichtlinie von 2010 ein.  Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat dazu den Gesetzentwurf ausgearbeitet, der für Baumaßnahmen (Neubau und umfassende Sanierungen) ab dem 11. März 2021 relevant werden soll. Bei Nicht-Wohngebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen muss demnach mindestens jeder fünfte Stellplatz entsprechend ausgerüstet und mindestens ein Ladepunkt errichtet werden. Ab 2025 muss jedes (bestehende) nicht zum Wohnen genutzte Gebäude mit mehr als zwanzig Stellplätzen mit mindestens einem Ladepunkt ausgestattet werden &amp;lt;ref&amp;gt;Entwurf eines Gesetzes zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz – GEIG), Stand: 04.03.2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind weitere gesetzliche Regelungen, die im Zusammenhang mit dem Bezug und der Nutzung von Energie stehen für die Hochschulen von Bedeutung. Beispielhaft genannt werden hier &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Service/Gesetzeskarte/gesetzeskarte.html&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das insbesondere die Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien festlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), das die Förderungen für hocheffizienter KWK-Anlagen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das die Rahmenbedingungen für eine „sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Gas“ festlegt und insbesondere für Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze im Rahmen der Versorgung Dritter von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stromsteuergesetz (StromStG), das die Besteuerung von Strom sowie auch die Ermäßigung oder die Befreiung von der Steuer unter bestimmten Voraussetzungen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Treibhausgas-Emissionshandels-Gesetz (TEHG), auf dessen Grundlage der Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen in einem EU-weiten Emissionshandelssystem basiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) zur Regelung der Voraussetzungen für die Einführung und den Betrieb eines Anlagenregisters für Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Grubengas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der übergeordneten Ebene der EU ist weiterhin der „Klima- und energiepolitische Rahmen“ mit den  EU-weiten Zielvorgaben und politischen Zielen für den Zeitraum 2021 bis 2030 zu benennen, an dem sich die nationale Gesetzgebung orientieren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen von Bedeutung dürfte die Herausstellung der „Vorbildfunktion der öffentlichen Hand“ wie aktuell in § 4 des GEG bzw. § 1a EEWärmeG und EnEG § 2a (Niedrigstenergiegebäude) sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: Noch Kundenanlage oder schon Netz? BGH-Urteil liefert konkrete Hinweise, aber keine allgemeingültige Lösung. In: HIS:Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2020, S.3&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091621&amp;amp;hash=ad71f51ce9852bb0df44a036090d20859fd000cc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2020-02_Energierecht.pdf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===4. Ziele===&lt;br /&gt;
Für einen nachhaltigen Umgang mit Energie können sich Hochschulen, insbesondere wenn die CO2-Emissionen ein zentraler Indikator sein sollen, bei der Zielsetzung an drei wesentlichen Handlungsfeldern orientieren; diese lauten: Minimieren, substituieren und kompensieren von CO2-Emissionen. Wesentlich dabei ist die Prämisse: Minimierung vor Substitution vor Kompensation.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Minimierung&#039;&#039;&#039; bedeutet, tatsächlich weniger Energie zu verbrauchen, also den Energieverbrauch reduzieren und bei gleichem Energieträger eine Verringerung der CO2-Emissionen erzielen (z. B. technische oder organisatori-sche Maßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Substitution&#039;&#039;&#039; bedeutet, emissionsarme Energieträger einzusetzen. Bei gleichem Energieverbrauch werden damit Energieträger genutzt, die weniger CO2-Emissionen verursachen (z. B. Kauf von Ökostrom).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompensation&#039;&#039;&#039; bedeutet, für selber verursachte CO2-Emissionen an anderer Stelle eine CO2-Senke zu schaffen (z. B. Kauf von Zertifikaten, Organisation eigener Projekte). Gesetzlich sanktionierte Beispiele hierfür finden sich im Immissionsschutzrecht (z. B. §§ 17 ff. BImSchG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===5. Hemmnisse und Treiber===&lt;br /&gt;
Ein nachhaltiges Energiemanagement ist eingebettet in die Organisation (Strukturen) und den praktischen Betrieb (operative Handlungsmöglichkeiten) der Hochschule. Auf diesen beiden Ebenen können strukturell folgende Hemmnisse und Treiber für die Umsetzung eines nachhaltigen Umgangs mit Energie identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hemmnisse&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ressourcenmangel&lt;br /&gt;
*fehlende personelle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende Sichtweise auf langfristigere Effekte und die Externalisierung der Kosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsprozess&lt;br /&gt;
*limitierte Zeit für Planungsaufgaben sowie Fehler während der Bauplanung&lt;br /&gt;
*mangelnde Kommunikation zwischen Nutzern, Planern, Betreibern und Bauherren&lt;br /&gt;
*unkoordinierte Inbetriebnahme von neu erstellten Gebäuden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgaben&lt;br /&gt;
*keine Verankerung im Leitbild der Hochschule&lt;br /&gt;
*kein Klimaschutzkonzept mit definierten, priorisierten Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäudebestand&lt;br /&gt;
*unzureichende Messarchitektur&lt;br /&gt;
*hoher Technisierungsgrad bei Neubauten&lt;br /&gt;
*kein strukturiertes Flächenmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschullogik&lt;br /&gt;
*starke Egoismen der Fachbereiche&lt;br /&gt;
*schwere Einflussnahme auf Verhalten von Mitarbeitenden und Studierenden&lt;br /&gt;
*häufig wechselnde Akteure in der Mitgliedschaft der Hochschule&lt;br /&gt;
*fehlende Absprachen der beteiligten Serviceeinheiten der Hochschulen&lt;br /&gt;
*unklare Grenzen zwischen Komfort und Freiheit von Forschung und Lehre&lt;br /&gt;
*Spannungsfeld zwischen dem Ziel Energieeinsparung und energieintensiver Forschung mit Großgeräten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Treiber (nicht zu verwechseln mit Maßnahmen)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesetze, Normen, Zertifikate&lt;br /&gt;
*konkrete gesetzliche Vorgaben (insbesondere EnEV bzw. das künftige GEG, EEG, KWKG)&lt;br /&gt;
*AMEV Technisches Monitoring 2017&lt;br /&gt;
*Betrachtung der Lebenszykluskosten von Gebäuden (BNB Zertifikate)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenz&lt;br /&gt;
*Vernetzung und Kompetenzerweiterung des Fachpersonals&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fördermittel&lt;br /&gt;
*Bereitstellung von Fördermitteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Fortschritte&lt;br /&gt;
*Digitalisierung im Gebäudemanagement&lt;br /&gt;
*Einsatz erneuerbarer Energien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerer Druck&lt;br /&gt;
*öffentliche Diskussion zum Klimaschutz&lt;br /&gt;
*Thematisierung in den Zielvereinbarungen und Hochschulentwicklungsplänen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===6. Maßnahmen zur Implementierung===&lt;br /&gt;
Für eine Implementierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz kann strukturell zwischen strategischen und operativen unterschieden werden. Hierbei sind die strategischen dadurch charakterisiert, dass sie „gute Rahmenbedingungen“ für die operativen schaffen. Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen benannt und Beispiele für „good practice“ angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====6.1. Strategisch====&lt;br /&gt;
=====6.1.1. Governancestrukturen schaffen=====&lt;br /&gt;
Governance kann verstanden werden als Aufgabe, die Prozesse für einen erfolgreichen Klimaschutz geordnet zu koordinieren. Für eine Governance, explizit auch zum Klimaschutz bzw. zur Energieeffizenz, kann für den Praxis-betrieb auf die Bereiche Politik, Profession, Organisation, Wissen und Öffentlichkeit aus dem Governance-Regler zurückgegriffen werden, der im Handlungsfeld Governance von HOCHN entwickelt wurde und in der Evaluation der Nachhaltigkeitskonzepte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt einem Praxistest unterzogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessi-schen Landesregierung. HIS-HE:Forum, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeitsgovernance an Hochschulen - BETA, Oktober 2018:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/2-handlungsfelder/01-governance.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Berlin: Nachhaltigkeitsrat.&lt;br /&gt;
Der Nachhaltigkeitsrat wurde im Jahr 2018 Gegründet und besteht aus gewählten Mitgliedern der TU Berlin sowie externen Teilnehmenden. Der Nachhaltigkeitsrat ist darüber hinaus ein offenes Gremium, in dem jede und jeder willkommen ist, der sich für die nachhaltige Entwicklung der TU Berlin interessiert und daran mitwirken möchte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltigkeitsrat.tu-berlin.de/menue/nachhaltigkeitsrat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Runder Tisch zur nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;
Der Runde Tisch „Nachhaltige Entwicklung der HNEE“ wurde 2010 als demokratisches, von allen Interessengrup-pen der Hochschule gemeinsam getragenes und gestaltetes Gremium von der heutigen Nachhaltigkeitsmanage-rin und der Koordinatorin für die familienfreundliche Hochschule ins Leben gerufen. Ziel ist eine gemeinsame, von allen Hochschulgruppen entwickelte, umfassende nachhaltige Entwicklung an der HNEE.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement-an-der-HNEE/Beteiligung-und-Mitmachen/Runder-Tisch-Nachhaltigkeit/Runder-Tisch-zur-nachhaltigen-HNEE-Entwicklung-E6093.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Nachhaltigkeitsleitlinien.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/uni/nachhaltige-hochschule/home/nachhaltigkeitsleitlinien/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Harz: Senatskommission &amp;quot;Nachhaltige Hochschule Harz&amp;quot;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-harz.de/nachhaltige_hs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FU Berlin: Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.2. Controllingkonzept umsetzen=====&lt;br /&gt;
Controlling meint, die Aktivitäten zur Energieeffizienz gezielt zu steuern. Das Controlling fußt damit auf einer quantitativen Grundlage. Dieses kann die zahlenmäßige und graphische Auswertung der monatlichen Ver-brauchsdaten (gebäudebezogen) sein, um Veränderungen erkennen zu können und um die Nutzer zu informieren und zu motivieren sowie die gezielte Beobachtung der den konkreten Maßnahmen zugeordneten Zähler. Um die Zielsetzung für das Controlling-Konzept zu erreichen (insb. die Wirksamkeitsmessung), sind folgende Strukturen als Rahmenbedingungen zu schaffen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übergabe der operativen Verantwortung an speziell ausgebildetes Fachpersonal (für Klimaschutz) mit zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
*Gründung eines Klimaschutzbeirats mit Kontroll- und Lenkungsfunktion (dieses kann der Umweltaus-schuss übernehmen).&lt;br /&gt;
*Durchführung regelmäßiger Audits zur Überprüfung des Projektfortschritts und Messbarkeit über ein Kennzahlsystem herstellen (als Elemente im Managementkreislauf: plan (Ziele, Verantwortungen, Res-sourcen festlegen), do (Durchführung gemäß Planung), check (Zielerreichung prüfen, Fehler erheben), act (Fehler analysieren, Lösungsmöglichkeiten finden und auswählen).&lt;br /&gt;
*Sicherung der Finanzierung (ggf. über einen Klimaschutz-Etat).&lt;br /&gt;
*Etablieren eines Berichtswesens, auch für die Hochschulleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Hochschulen haben aktuell eine Beteiligung an einem normierten Umweltmanagementsystem nach EMAS:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt: Beteiligung an EMASplus.&lt;br /&gt;
Als erste Universität in Deutschland hat die KU das Zertifikat „EMASplus“ erhalten. Grundlage dafür ist die Etablie-rung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagements, das Ökologie, Soziales und Ökonomie umfasst. Damit verpflichtet sich die Katholische Universität dazu, ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Wirkungen re-gelmäßig systematisch überprüfen zu lassen und kontinuierlich zu optimieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.ku.de/kommunikation/presse/pi/einzelansicht/article/ku-erhaelt-als-erste-universitaet-in-deutschland-das-zertifikat-emasplus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 79 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule RheinMain: Klimaschutzkonzept Hochschule RheinMain. Abschlussbericht, Juni 2018, S. 67 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-rm.de/fileadmin/Home/Hochschule/Veroeffentlichungen/Klimaschutz/20180815_Abschlussbericht_KlischKo_HSRM_final.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzkonzept der HNE Eberswalde.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/_obj/67605A07-D2ED-4886-8A7C-BEB532B8044E/outline/Klimaschutzkonzept_HNEE.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaschutzkonzept der Universität Kiel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaschutzkonzept&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Klimaschutzbericht der Hochschule Osnabrück.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/wie-die-hochschule-osnabrueck-ihren-co2-fussabdruck-um-fast-70-prozent-verkleinert-hat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.3. Klimaneutralität formulieren=====&lt;br /&gt;
Klimaneutralität beinhaltet, für einen selbstgesteckten Rahmen (z. B. Gebäudebetrieb, Mobilität, Konsum) die klimarelevanten Emissionen zu beziffern, sie zu minimieren oder substituieren und verbleibende Emissionen auch zu kompensieren. Die Zielsetzung, als Hochschule klimaneutral zu werden, wird auf ein Datum bezogen, z.B. auf das Jahr 2035. Die Zeitspanne bis zur Klimaneutralität und die bis dahin noch emittierten Tonnen CO2 müssen aus den Zielsetzungen zur Eingrenzung der Erderwärmung abgeleitet werden. Die Formulierung einer Klimaneutrali-tät ist somit immer Angelegenheit der Hochschule als Ganzes, also der Hochschulleitung. Formulierte Klimaneut-ralität ist auch ein Aspekt von Governance und hochschulöffentlich. Klimaneutralität ist für Hochschulen realisier-bar, dieses hat eine Studie von HIS-HE belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J., Person, R.-D. (2019): Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus. Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung. HIS-HE:Medium, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golüke, H.: Ökostrom beziehen ist gut - reicht aber nicht! In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen, Nr. 1 ,2019, S. 18 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Die Leuphana Universität Lüneburg hat sich 2007 das Ziel der Klimaneutralität gesetzt und dieses im Jahr 2014 erreicht. Dabei konnten 50 Prozent Primärenergie und 30 Prozent Endenergie eingespart werden. Grundlage der Erreichung der Klimaneutralität ist der effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen in allen Teilbereichen der Universität. Die Themenfelder sind Energieeffizienz, Einsatz regenerativer Energien, Förderung einer klimascho-nenden Mobilität und der nachhaltigen Beschaffung, die in vielen Einzelmaßnahmen sukzessive implementiert und optimiert wurden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
www.leuphana.de/klimaneutral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Düsseldorf: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Hochschule Düsseldorf hat am 19.11.2019 Klimaschutz-Leitlinien beschlossen und dabei die CO2-Klimaneutralität bis 2030 als konkretes Klimaschutz-Ziel festgelegt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-duesseldorf.de/personen/salvagno/klimaschutz?showarrows=1&amp;amp;sid=maysmcrsi1wnydumut54ns5v&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement/Nachhaltige-Hochschule/Klimaneutralitt/Klimaneutralitt-K6435.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaneutrale-universitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Trier, Umweltcampus Birkenfeld: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochschule-trier.de/hochschule/hochschulportraet/drei-campus/umwelt-campus-birkenfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pv-magazine.de/2020/06/09/htw-berlin-bekommt-zwei-photovoltaik-anlagen-mit-zusammen-280-kilowatt-leistung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freie Universität Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2019/fup_19_398-klimanotstand/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.4. Energieflüsse abbilden=====&lt;br /&gt;
Um überhaupt den Umgang mit Energie zum Thema zu machen, ist ein Messsystem erforderlich, welches die Verbräuche erfasst und die Energieflüsse durch die Hochschule abbildet (siehe Abbildung 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nachhaltiges Energiemanagement.png|800px|thumb|Abbildung 1: Potentielle Energieeinflüsse durch die Hochschule (Grafik von HIS-HE: CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür ist eine Messarchitektur erforderlich, die die Hochschule angemessen abbildet und eine routinemäßige Auslesung und Auswertung der Daten ermöglicht. Dieses ist erforderlich, um die Effekte von initiierten Maßnah-men zu erkennen und steuern zu können. Im Umkehrschluss bedeutet das, nur das zu messen, was auch für die Steuerung des Energiemanagements relevant ist. Steuerung benötigt ein Controlling-Konzept. Das Controlling-Konzept stellt einen Kreislauf dar, in dem die durch die Klimaschutzaktivitäten (ggf. Klimaschutzkonzept) definier-ten Maßnahmen zur Umsetzung geführt werden. Durch die ständige Evaluierung und zielgerichtete Anpassung der Maßnahmen wird eine erfolgreiche Umsetzung, im Sinne einer Steuerung, sichergestellt. Diese Steuerung bezieht sich auf das regelmäßige Ermitteln, Vereinbaren, Umsetzen, (Erfolgs-)Messen und ggf. Nachjustieren von Maßnahmen. Dieses ist mehr als reiner (quantitativer) Soll-Ist-Vergleich; denn das Vorgehen schließt eine (quali-tative) Bewertung mit ein. Gerade hierfür sind Ressourcen erforderlich, die insbesondere auf der personellen Ebene das entsprechende Fachwissen garantieren und auf der Sachebene für eine adäquate Verwaltung und Ablage der notwendigen Daten sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: 10 Jahre CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1 (2019). Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 9 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ketelhön, U.: Erarbeitung eines Musterkonzeptes sowie standortbezogener Einzelkonzepte für die Helmholtz-Gemeinschaft. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2017, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092077&amp;amp;hash=0086d0e250079e732f6057fdd4cbaa32680b6f8f&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_02-2017_DRUCK.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V.: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 48 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.5. Budgetierungssystem einführen=====&lt;br /&gt;
Budgetierung bedeutet, die Kosten für den Energieverbrauch den Akteuren oder Organisationseinheiten zuord-nen zu können und diese durch spezifische Modelle daran zu beteiligen. Die Motivlagen, Budgetierungssysteme einzuführen und die Bandbreite der Modelle sind vielschichtig. Sie reichen von freiwilligen Systemen, die aus-schließlich mit Bonuszahlungen arbeiten, bis hin zu hochschulweit verbindlich eingeführten Systemen, in denen die Energiekosten aus den dezentralen Budgets zu begleichen sind. Eine Herausforderung stellt oftmals die Bemes-sung der Budgets dar, aus denen die Einheiten ihre Energiekosten begleichen sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V. (2014): Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS-HE: Mitteilungsblatt, Nr. 4, S. 1 f. https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-4.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit Anreizen zu mehr Klimaschutz: Das Prämiensystem zur Energieeinsparung an der Freien Universität Berlin. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wöhning, C.: Projekt „Entwickeln und Setzen von Anreizsystemen“. In: Magazin für Hochschulentwicklung. The-men-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 12&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.: Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 4, 2014, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092324&amp;amp;hash=cc4bf20988a0950ad784ab9f1b6249f584d3e32d&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-1.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Berlin: Prämiensystem.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Freien Universität Berlin hat Anfang 2007 ein so genanntes Prämiensystem eingeführt, um organisatorische und verhaltensbezogene Einsparpotentiale zu realisieren. Über das Prämienmodell erhalten die Fachbereiche direkte finanzielle Anreize.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/handlungsfelder/campus/energie_klimaschutz/praemiensystem/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Freiburg: Dezentrale Monetäre Anreize zur Energieeinsparung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Anreizmodell der Universität Freiburg will Verhaltensänderungen bei den Gebäudenutzern und minimal in-vestive technische Maßnahmen kombinieren. Dabei wird den Einrichtungen anteilig die Kosten, die gegenüber einer Referenz eingespart wurden, gutgeschrieben. Ein Malus-System, dass ggf. Mehrverbrauch sanktioniert, existiert nicht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltige.uni-freiburg.de/klimaschutz/dezmon-2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Energiekostenbudgetierung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/energiesparen/energiekostenbudgetierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goethe-Universität Frankfurt: Energieeinspardialog.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail/hessen-entwickeln-und-setzen-von-anreizsystemen-zur-energieeinsparung-an-hessischen-hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.6. Bauherrenfunktion nutzen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen Hochschulen befinden sich in einem Reformprozess, der sich unter anderem durch einen Paradig-menwechsel im Hochschulmanagement von einer eher detailgesteuerten zu einer verstärkt eigenverantwortlich geführten Hochschule manifestiert. Vor diesem Hintergrund ist einzelnen Hochschulen auch die Bauherrenfunkti-on übertragen worden. In diesem Kontext muss genau geprüft werden, mit welchen Anforderungen diese Aufga-be verbunden und unter welchen Voraussetzungen dieses Modell erfolgsversprechend ist. Die Zuweisung und Übernahme der Bauherrenfunktion hat daher große Bedeutung, weil Neubau oder Sanierung eines Gebäudes einen großen Einfluss auf die CO2-Emissionen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesetzlichen Vorgaben fordern schon eine entsprechende Energieeinsparung bei Neubau und Sanierung. Diese bezieht sich jedoch lediglich auf gebäudeinduzierte Verbräuche. Einen nicht unwesentlichen Anteil macht der nutzerinduzierte Verbrauch aus, der durch die technischen Geräte der Nutzer beeinflusst wird. Im besten Fall kann die Hochschule als Nutzer, Betreiber und Bauherr die Nutzeranforderungen direkt an die von Ihnen beauf-tragten Fachplaner vermitteln und für die energieeffizienteste Lösung des Betriebs sorgen. Im Fall der Bauher-renvertretung durch die Landesbauverwaltung ist eine Einbeziehung der Hochschule als Nutzer und Betreiber sehr wesentlich. Dieses betrifft die Erarbeitung und Übergabe der Nutzeranforderungen an die und auch die Kommunikation mit den Fachplanern. Diese Anforderung bezieht sich auf den gesamten Planungs- und Baupro-zess, um die energieeffizientesten Lösungen für den Betrieb zu finden.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fokus liegt in erster Linie auf Lösungen zur Energieeinsparung mit Hilfe technischer Anlagen und der Verwen-dung von wärmedämmenden Baustoffen. Ein weiterer Aspekt bezüglich des Energieverbrauchs im Bereich Ge-bäudeinfrastruktur von Hochschulen liegt jedoch in der Errichtung von Gebäuden. Ein nicht unwesentlicher Teil der Energie besteht aus „grauer Energie“, die den Energieverbrauch der Gewinnung von Rohstoffen, der Herstel-lung von Baustoffen, deren Transport und Verarbeitung vor Ort betrachtet. Um diesen Energieverbrauch niedrig zu halten, sind mehrere Möglichkeiten gegeben. Eine den Zielen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit verpflich-tete hochschulweite Ermittlung der Flächenbedarfe stellt den Ausgangspunkt dar, gefolgt von Maßnahmen wie z. B. Sanierung vor Neubau, Recyclen und Wiederverwenden von Baustoffen, Verwendung von Baustoffen mit nied-riger Energiebilanz etc. Hier steht die Forschung jedoch noch sehr am Anfang und Datenbanken, die darüber Auskunft geben (z. B. ökobaudat), werden derzeit hauptsächlich von den Herstellern gefüllt. Eine Unabhängigkeit ist dadurch nicht gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Holzkamm, I.; Stibbe, J.; Stratmann, F.; Tegtmeyer, R.: Orientierungshilfe Bauherrenfunktion durch Hochschu-len. Teil 1: Rahmenbedingungen für die Bauherrenfunktion im Hochschulbau HIS-HE: Forum Hochschule, Nr. 4, 2015&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/orientierungshilfe-bauherrenfunktion-durch-hochschulen-teil-1-rahmenbedingungen-fuer-die-bauherrenfunktion-im-hochschulbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stibbe, J.; Stratmann, F.; Söder-Mahlmann, M.: Verteilung der Zuständigkeiten des Liegenschaftsmanagements für die Universitäten in den Ländern. Sachstandsbericht. HIS-HE: Forum Hochschule, Nr. 9, 2012&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/verteilung-der-zustaendigkeiten-des-liegenschaftsmanagements-fuer-die-universitaeten-in-den-laendern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat: ÖKOBAUDAT.&lt;br /&gt;
Mit der Plattform ÖKOBAUDAT stellt das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) allen Akteuren eine vereinheitlichte Datenbasis für die Ökobilanzierung von Bauwerken zur Verfügung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.oekobaudat.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nutzenvorteile einer dezentralen Bauherrenfunktion der Hochschulen für den nachhaltigen Betrieb&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Lebenszyklus-/Nachhaltigkeitsbetrachtungen in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein wesentliches Argument der Hochschulen für eine Übernahme der Bauherrenfunktion ist, die Gesamtzustän-digkeit für Betrieb und Bau in eine Hand zu legen und dadurch die Wirtschaftlichkeit über die Baumaßnahmen hinaus auf den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes in den Fokus zu rücken. Hintergrund dieser Forderung ist unter anderem, dass derzeit bei den Bauinvestitionen die Baufolgekosten nicht hinlänglich berücksichtigt werden und somit die Hochschulen als Verantwortliche für den Gebäudebetrieb die zum Teil sehr hohen Bewirtschaftungs- und Betriebskosten hinnehmen und tragen müssen. Für ein kostenoptimiertes und nachhaltiges Immobilienma-nagement über den gesamten Lebenszyklus ist daher die zusammenhängende Betrachtung von Investitions- und Bewirtschaftungskosten zielführend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Nutzeranforderungen (Forschung &amp;amp; Lehre) in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Während des Projektstarts hat der Nutzer (Hochschule) die Bauherrenfunktion, die er u. a. durch Vorgabe des Projektziels in den Nutzeranforderungen wahrnimmt. Da in vielen Hochschulen bereits hohe Baufachkunde vor-handen ist, können die spezifischen Anforderungen aus Forschung und Lehre aufgrund der vorhandenen Nähe umfassend in die Nutzeranforderungen eingebracht werden. In der Projektabwicklung (Baumaßnahme) hingegen haben i. d. R. die Landesbaubetriebe bzw. -verwaltungen die Bauherrenfunktion, sodass die spezifischen Nutzeranforderungen hier nicht weiterentwickelt, konkretisiert und verbindlich vorgegeben werden können. Der Nutzer hat hier keine Entscheidungsbefugnisse mehr. Bei einer Übernahme der Bauherrenfunktion sehen die Hochschulen daher die Chance, die Nutzeranforderungen im gesamten Planungs- und Bauprozess besser einbeziehen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Gebäudemanagementkompetenzen (Hochschulverwaltung) in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Gebäudemanagement in den Hochschulverwaltungen verfügt über ein langjährig entwickeltes Erfahrungswissen über die bauliche und technische Infrastruktur. Mit einer Übernahme der Bauherrenfunktion erwarten die Hochschulen, dass ihr Erfahrungsschatz direkter in alle Phasen der Entscheidungs- und Planungsprozesse für Baumaßnahmen eingebracht werden kann. Da sowohl Gebäudemanagement als auch Baumanagement dann Teil der Hochschulverwaltung wären, ist die frühzeitige Einbindung des Gebäudemanagements in den Planungspro-zess automatisch gewährleistet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnittstellen/Verfahrensvereinfachung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die derzeitige Wahrnehmung der Aufgaben Planung/Bau sowie Bedarfsplanung/Nutzung/Betrieb in unterschiedlichen Zuständigkeiten bedingt natürliche Schnittstellen. Diese führen nach Abschluss einer Baumaßnahme ggf. zu unerwünschten Problemen in der Nutzung und dem Betrieb. Darüber hinaus können die Schnittstellen Verzögerungen im Planungs- und Bauverfahren hervorrufen, z. B. durch unterschiedliche Verfahrensweisen, unterschiedliche Prioritätensetzung, Missverständnisse etc. Mit der Zusammenführung der Aufgaben in eine Zuständigkeit versprechen sich die Hochschulen eine Verringerung der Schnittstellen und damit eine Verfahrensbeschleuni-gung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Komplette Bauherrenfunktion unabhängig vom Bauvolumen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hochschulen nehmen bei Bauunterhaltungsmaßnahmen und kleinen Neu-, Um- und Erweiterungsmaßnahmen (KNUE, bis ca. 1 Mio. €, kann in einzelnen Ländern höher sein) die Bauherrenfunktion bereits in einem Großteil der Länder wahr. Bei großen Neu-, Um- und Erweiterungsmaßnahmen (GNUE, ab ca. 1 Mio. €, kann in einzelnen Ländern höher sein) besitzen die Landesbaubetriebe bzw. -verwaltungen i. d. R. die Bauherrenfunktion. Die Bauverantwortung im Hochschulbau ist daher je nach Größe der Baumaßnahme in unterschiedliche Zuständigkeiten aufgeteilt. Eine Zusammenlegung der Bauverantwortung an einer Stelle würde einen umfassenderen Blick auf alle Baumaßnahmen pro Hochschule ermöglichen und nicht nur bis oder ab einer gewissen Wertgrenze. Hierdurch wäre ein übergreifendes Steuern aller Baumaßnahmen pro Hochschule besser möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Finanzierungsrahmen und -bedingungen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einige Hochschulen streben die Übernahme der kompletten Bauverantwortung für den Hochschulbau und das eigenverantwortliche Steuern der Baumaßnahme, über die Wertgrenzen hinaus, an. Zusätzlich besteht der Wunsch nach einem verbindlichen, langfristigen Finanzrahmen in der Landeshaushaltsplanung und optional ein frei zur Verfügung stehendes Baubudget. Dadurch würde sich weniger der Maßnahmenprozess durch die Mittel-freigabe des Parlaments verzögern und wäre, was den zeitlichen Ablauf betrifft, einschätzbarer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übergabe und Nutzung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch eine Zusammenlegung der Betreiber- und Bauherrenfunktion wird die frühzeitige Beteiligung des Gebäudemanagements am Bauplanungsprozess gefördert und die Übergabe des fertiggestellten Gebäudes an den Nutzer erleichtert. Zudem wird das Interesse des Bauherrn erhöht, zwingend erforderliche Revisionsunterlagen mit größerem Druck von Bauauftragnehmern einzufordern und nachdrückliche Mängel zu beseitigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landesbaustandards/Wirtschaftlichkeit:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die von den Landesbaubetrieben bzw. -verwaltungen angewandten Landesbaustandards sind für den Hochschul-bau (meist Sonderbauten) nicht immer zielführend, da sie i. d. R. lediglich einen zur Erfüllung der Bauaufgabe „ausreichenden“ Kostenaufwand berücksichtigen. Um hier nicht im internationalen Wettbewerb abgehängt zu werden, müssen bereits die Gebäude spezifische, wissenschaftsbezogene Anforderungen erfüllen und dürfen nicht auf ein ausreichendes „Standardprogramm“ reduziert werden. Eine Übernahme der Bauherrenfunktion würde diesen Blickwinkel stärker in den Fokus rücken und ihm mehr Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baufachliche Qualität/Bauerfahrung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Hochschulerfahrung mit kleineren Baumaßnahmen und teilweise großen drittmittel-finanzierten Maßnahmen liegen weitreichende Erkenntnisse für Hochschulbaumaßnahmen vor. Diese können bei einer Übernahme der Bauherrenfunktion durch Hochschulen unmittelbar eingebracht werden und somit eine Verbesserung der baufachlichen Qualität ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.7. Management der Flächen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein strategisches Flächenmanagement reduziert den Energieeinsatz pro Nutzer, indem es die Auslastung der Flächen innerhalb der Woche erhöht oder die Inanspruchnahme der Fläche pro Nutzer verringert. Das Flächenmanagement an Hochschulen verfolgt jenseits der globalen Zielsetzung einer sparsamen Flächeninanspruchnahme oftmals drei konkrete Zielsetzungen. Zum einen geht es darum, die von der Hochschulleitung oder beauftragter Bauabteilungen angesteuerten Organisationseinheiten, also z.B. Lehrstühle, Institute oder Fachbereiche genau mit denjenigen Flächen auszustatten, die sie benötigen. Die Definition des Flächenbedarfs orientiert sich zwar an landesseitigen Standards und fachspezifischen Anforderungen. Gleichwohl eröffnen sich Spielräume für hochschuleigene, strategische Flächenmanagementvorgaben, die z.B. die Zielsetzung der Klimaneutralität aufgreifen. Konkret bedeutet dies, dass beispielsweise in Berufungszusagen alte „Erbhöfe“ nachjustiert werden. Oder es geht um die Sicherstellung der Flexibilität von Forschungsflächen. Den dritten bedeutenden Bereich macht die klassische Lehrraumbelegung aus. Hier geht es um die gleichmäßigere und letztendlich höhere Auslastung der Räume innerhalb der gesamten Woche und um das genauere Übereinstimmen (‚matchen‘) der Gruppen- und Raumgrößen (FN: Ruiz, Marcelo (2015): Welche Bedeutung haben Flächen in der Hochschulsteuerung auf Landes- und Hochschulebene? In: Magazin für Hochschulentwicklung (2), S. 12–13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht immer sind dazu hochentwickelte CAFM-Systeme erforderlich. In den zentralen Hochschulverwaltungen ist eine systematische und idealerweise an Landesstandards angepasste Bedarfsplanung erforderlich. Lehrraumma-nagementsysteme sind heutzutage selbstverständlich edv-basiert. Zentral organisierte Lehrraumbelegungssys-teme schneiden hinsichtlich ihrer Flächeneffizienz besser ab als dezentrale oder gemischte Systeme (FN: Fenner, Henrich (2014): Hörsäle und Seminarräume: Bestände besser nutzen. Auslastungsuntersuchungen an Hochschu-len als Basis eines effektiven Lehrraummanagements. In: Wissenschaftsmanagement - Zeitschrift für Innovation (2), S. 54–57).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good Practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Stuttgart:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-stuttgart.de/universitaet/organisation/verwaltung/dez6-flaechenbaumanagement/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Heidelberg:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-heidelberg.de/einrichtungen/verwaltung/bau/flaechenmanagement.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Konstanz:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-konstanz.de/facility-management/gebaeudeservices/raumverwaltung-gaestehaeuser-schluesselverwaltung-veranstaltungsplanung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.8. Finanzierungen prüfen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz und zum Klimaschutz ist grundsätzlich über Förderpro-gramme möglich. Diese existieren z. B. auf Landes- und Bundesebene. Hierbei ist häufig auch ein Eigenbeitrag der Hochschulen zu leisten. Darüber hinaus sind Modelle des Contracting und Intracting möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessischen Landesregierung. HIS-HE: Forum, Nr. 3, 2020, S. 25, S. 32&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bauerfeind-Roßmann, I.: Hochschulen in Hessen leisten ihren Beitrag zur Klimaneutralität des Landes. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 7 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Binnewies, K.: Die novellierte Kommunalrichtlinie der nationalen Klimaschutzinitiative. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knissel, J.: Universität Kassel beschreitet mit dem Intracting-Modell neue Wege bei der Finanzierung von Energiespar-Maßnahmen. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 20 - 21&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good Practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Kassel: Intracting Forschungsprojekt.&lt;br /&gt;
Das Intracting-Prinzip will durch Energiesparmaßnahmen eingesparte Energiekosten einer extra geschaffenen „Intracting-Kostenstelle“ gutschreiben und wieder in neue Energiesparmaßnahmen investieren. Im Hochschulbereich findet dieses Verfahren bisher kaum Anwendung. Das Forschungsprojekt IntrHo will die Realisierungsmöglichkeiten für Intracting an Hochschulen untersuchen. Zielsetzung ist, ein anwendungsorientiertes, übertragbares Finanzierungskonzept für Energiesparmaßnahmen an Hochschulen zu entwickeln und zu erproben. Es gehe darum, das jeweilige hochschulinterne Energiemanagement in die Lage zu versetzen, kontinuierlich die Effizienz seiner Hochschulgebäude zu steigern und vorhandene Energieeinsparpotenziale zu erschließen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-kassel.de/uni/universitaet/profil/profil-umwelt-und-nachhaltigkeit/umwelt-und-nachhaltigkeit/betrieb/intracting/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HAW Hamburg: Einspar-Contracting.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwei Standorte der HAW wiesen verschiedene, veraltete Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik auf, eine ineffiziente Belüftung und Beleuchtung führten zu hohen Instandhaltungs- und Energiekosten. Die Hochschule entschied sich deshalb, die Energieeffizienz ihrer Gebäude zu erhöhen und die Energiekosten von bis zu 27 Prozent mit dem Energiespar-Contracting von Siemens ab 2014 zu reduzieren. Dabei wurden Lüftungs- und Klimaanlagen einschließlich der Luftverteilung ausgetauscht, raumlufttechnische Anlagen und die Heizungsanlagenhydraulik optimiert und das bestehende Gebäudeautomationssystem optimiert. Um die garantierte Einsparung sicherzustellen und künftig weiter zu optimieren, übernimmt Siemens das Energie-Monitoring und -Controlling der umgebauten Anlagen. Das dafür integrierte Messkonzept erfasst kontinuierlich und automatisiert den Verbrauch von Strom, Wärme, Kälte, Wasser, von Volumenströmen in Heizungs-, Lüftungs-, Klima- und Kälteanlagen sowie deren Regelungszonen. Damit werden 27 % der jährlichen Energiekosten gespart.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.energiecontracting.de/4-projekte/projektansicht.php?pid=6083&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Energiespar-Contracting.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://energie.blog/erfolgreiches-energiespar-contracting-an-der-uni-bremen/&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=6001</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Energiemanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=6001"/>
		<updated>2020-11-29T20:08:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: /* 6.1.5. Budgetierungssystem einführen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Nachhaltiges Energiemanagement, nachhaltiger Umgang mit Energie ==&lt;br /&gt;
===1. Betroffener Personenkreis===&lt;br /&gt;
Der Beitrag richtet sich an das Fachpersonal im technischen Gebäudemanagement, welches auf der operativen Ebene mit der Bereitstellung von Energie sowie dem Management der Energienutzung betraut ist. Darüber hin-aus werden strukturelle Hinweise gegeben, die für das Leitungspersonal relevant sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2. Relevanz===&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Gebäudemanagements besteht darin, optimale Bedingungen für die Kernaufgaben der Hoch-schulen zu schaffen. Hierzu zählt auch das Bereitstellen von und der Umgang mit Energie. Vor diesem Hintergrund bewegt sich dieses Handlungsfeld immer in einem besonderen Spannungsfeld, wenn auch ein effizienter, mög-lichst sparsamer Einsatz von Energie erfolgen soll, um CO2 und Kosten einzusparen. Potentielle Zielkonflikte zwi-schen dem Anspruch, bestmögliche Voraussetzungen für Forschung und Lehre zu schaffen und gleichzeitig Ener-gie effizient einzusetzen, sind der Organisation Hochschule immanent.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind gesetzliche Vorgaben (siehe unten) und Kostenaspekte (insb. steigende Energiekosten) Rah-menbedingungen, die dem Thema Energieeinsatz eine Relevanz geben. Die zentrale Facette scheint allerdings der stetig zunehmende öffentliche, gesellschaftliche Druck zum aktiven Klimaschutz zu sein, der insbesondere von Hochschulen und den Mitgliedern ausgeht und sehr stark von den wissenschaftlichen Erkenntnissen und konkre-ten Zielvorgaben gestützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3. Gesetzliche Grundlagen===&lt;br /&gt;
Gesetzliche Vorgaben existieren, um Gebäude nach hohem Energieeffizienzstandard zu errichten bzw. zu sanieren und den energieeffizienten Betrieb bereits in der Phase des Planens zu berücksichtigen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesetzliche Rahmen für bauliche Maßnahmen wurde bisher durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmG) verbindlich festgelegt. Mit dem geplanten Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) &amp;lt;ref&amp;gt;Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz - GEG), Entwurfsstand: 03.07.2020 (nach Zustimmung im Bundesrat).&amp;lt;/ref&amp;gt; ab November 2020 werden die bisherigen Regelungen aus EnEG, EnEV und EEWärmeG in einem Gesetz zusammengefasst. Grundlage der bisherigen nationalen Regelungen sind die Richtlinien der EU, insbesondere als Basis für die o. g. gesetzlichen Regelungen die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen ergeben sich Anforderungen aus den gesetzlichen Regelungen im Rahmen von EnEG, EnEV, EEWärmeG bzw. zukünftig GEG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sanierungs- und Neubaumaßnahmen: Baubezogene Regelungen, Energieausweise für Gebäude, Standards für „Niedrigstenergie-Gebäude“&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
* Betrieb von Gebäuden und technischen Anlagen: Energetische Inspektion (Klimaanlagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der GEG-Einführung sind zunächst keine Verschärfungen der bisherigen Regelungen der EnEV vorgesehen. Eine Überprüfung dieser Standards ist erst für das Jahr 2023 vorgesehen. Neu sind dagegen eine Innovationsklausel und der so genannte Quartiersansatz. Zunächst befristet bis Ende 2023 sind damit Möglichkeiten zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen anstelle des Primärenergieeinsatzes sowie eine gemeinsame Berücksichtigung von Gebäuden an einem zusammenhängenden Standort möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Regelungen aus den EU-Richtlinien werden erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt. Das „Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität“ (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) – kurz: GEIG – gehört dazu und bezieht die in 2018 aktualisierten Regelungen der EU-Gebäuderichtlinie von 2010 ein.  Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat dazu den Gesetzentwurf ausgearbeitet, der für Baumaßnahmen (Neubau und umfassende Sanierungen) ab dem 11. März 2021 relevant werden soll. Bei Nicht-Wohngebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen muss demnach mindestens jeder fünfte Stellplatz entsprechend ausgerüstet und mindestens ein Ladepunkt errichtet werden. Ab 2025 muss jedes (bestehende) nicht zum Wohnen genutzte Gebäude mit mehr als zwanzig Stellplätzen mit mindestens einem Ladepunkt ausgestattet werden &amp;lt;ref&amp;gt;Entwurf eines Gesetzes zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz – GEIG), Stand: 04.03.2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind weitere gesetzliche Regelungen, die im Zusammenhang mit dem Bezug und der Nutzung von Energie stehen für die Hochschulen von Bedeutung. Beispielhaft genannt werden hier &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Service/Gesetzeskarte/gesetzeskarte.html&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das insbesondere die Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien festlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), das die Förderungen für hocheffizienter KWK-Anlagen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das die Rahmenbedingungen für eine „sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Gas“ festlegt und insbesondere für Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze im Rahmen der Versorgung Dritter von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stromsteuergesetz (StromStG), das die Besteuerung von Strom sowie auch die Ermäßigung oder die Befreiung von der Steuer unter bestimmten Voraussetzungen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Treibhausgas-Emissionshandels-Gesetz (TEHG), auf dessen Grundlage der Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen in einem EU-weiten Emissionshandelssystem basiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) zur Regelung der Voraussetzungen für die Einführung und den Betrieb eines Anlagenregisters für Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Grubengas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der übergeordneten Ebene der EU ist weiterhin der „Klima- und energiepolitische Rahmen“ mit den  EU-weiten Zielvorgaben und politischen Zielen für den Zeitraum 2021 bis 2030 zu benennen, an dem sich die nationale Gesetzgebung orientieren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen von Bedeutung dürfte die Herausstellung der „Vorbildfunktion der öffentlichen Hand“ wie aktuell in § 4 des GEG bzw. § 1a EEWärmeG und EnEG § 2a (Niedrigstenergiegebäude) sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: Noch Kundenanlage oder schon Netz? BGH-Urteil liefert konkrete Hinweise, aber keine allgemeingültige Lösung. In: HIS:Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2020, S.3&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091621&amp;amp;hash=ad71f51ce9852bb0df44a036090d20859fd000cc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2020-02_Energierecht.pdf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===4. Ziele===&lt;br /&gt;
Für einen nachhaltigen Umgang mit Energie können sich Hochschulen, insbesondere wenn die CO2-Emissionen ein zentraler Indikator sein sollen, bei der Zielsetzung an drei wesentlichen Handlungsfeldern orientieren; diese lauten: Minimieren, substituieren und kompensieren von CO2-Emissionen. Wesentlich dabei ist die Prämisse: Minimierung vor Substitution vor Kompensation.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Minimierung&#039;&#039;&#039; bedeutet, tatsächlich weniger Energie zu verbrauchen, also den Energieverbrauch reduzieren und bei gleichem Energieträger eine Verringerung der CO2-Emissionen erzielen (z. B. technische oder organisatori-sche Maßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Substitution&#039;&#039;&#039; bedeutet, emissionsarme Energieträger einzusetzen. Bei gleichem Energieverbrauch werden damit Energieträger genutzt, die weniger CO2-Emissionen verursachen (z. B. Kauf von Ökostrom).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompensation&#039;&#039;&#039; bedeutet, für selber verursachte CO2-Emissionen an anderer Stelle eine CO2-Senke zu schaffen (z. B. Kauf von Zertifikaten, Organisation eigener Projekte). Gesetzlich sanktionierte Beispiele hierfür finden sich im Immissionsschutzrecht (z. B. §§ 17 ff. BImSchG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===5. Hemmnisse und Treiber===&lt;br /&gt;
Ein nachhaltiges Energiemanagement ist eingebettet in die Organisation (Strukturen) und den praktischen Betrieb (operative Handlungsmöglichkeiten) der Hochschule. Auf diesen beiden Ebenen können strukturell folgende Hemmnisse und Treiber für die Umsetzung eines nachhaltigen Umgangs mit Energie identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hemmnisse&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ressourcenmangel&lt;br /&gt;
*fehlende personelle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende Sichtweise auf langfristigere Effekte und die Externalisierung der Kosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsprozess&lt;br /&gt;
*limitierte Zeit für Planungsaufgaben sowie Fehler während der Bauplanung&lt;br /&gt;
*mangelnde Kommunikation zwischen Nutzern, Planern, Betreibern und Bauherren&lt;br /&gt;
*unkoordinierte Inbetriebnahme von neu erstellten Gebäuden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgaben&lt;br /&gt;
*keine Verankerung im Leitbild der Hochschule&lt;br /&gt;
*kein Klimaschutzkonzept mit definierten, priorisierten Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäudebestand&lt;br /&gt;
*unzureichende Messarchitektur&lt;br /&gt;
*hoher Technisierungsgrad bei Neubauten&lt;br /&gt;
*kein strukturiertes Flächenmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschullogik&lt;br /&gt;
*starke Egoismen der Fachbereiche&lt;br /&gt;
*schwere Einflussnahme auf Verhalten von Mitarbeitenden und Studierenden&lt;br /&gt;
*häufig wechselnde Akteure in der Mitgliedschaft der Hochschule&lt;br /&gt;
*fehlende Absprachen der beteiligten Serviceeinheiten der Hochschulen&lt;br /&gt;
*unklare Grenzen zwischen Komfort und Freiheit von Forschung und Lehre&lt;br /&gt;
*Spannungsfeld zwischen dem Ziel Energieeinsparung und energieintensiver Forschung mit Großgeräten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Treiber (nicht zu verwechseln mit Maßnahmen)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesetze, Normen, Zertifikate&lt;br /&gt;
*konkrete gesetzliche Vorgaben (insbesondere EnEV bzw. das künftige GEG, EEG, KWKG)&lt;br /&gt;
*AMEV Technisches Monitoring 2017&lt;br /&gt;
*Betrachtung der Lebenszykluskosten von Gebäuden (BNB Zertifikate)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenz&lt;br /&gt;
*Vernetzung und Kompetenzerweiterung des Fachpersonals&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fördermittel&lt;br /&gt;
*Bereitstellung von Fördermitteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Fortschritte&lt;br /&gt;
*Digitalisierung im Gebäudemanagement&lt;br /&gt;
*Einsatz erneuerbarer Energien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerer Druck&lt;br /&gt;
*öffentliche Diskussion zum Klimaschutz&lt;br /&gt;
*Thematisierung in den Zielvereinbarungen und Hochschulentwicklungsplänen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===6. Maßnahmen zur Implementierung===&lt;br /&gt;
Für eine Implementierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz kann strukturell zwischen strategischen und operativen unterschieden werden. Hierbei sind die strategischen dadurch charakterisiert, dass sie „gute Rahmenbedingungen“ für die operativen schaffen. Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen benannt und Beispiele für „good practice“ angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====6.1. Strategisch====&lt;br /&gt;
=====6.1.1. Governancestrukturen schaffen=====&lt;br /&gt;
Governance kann verstanden werden als Aufgabe, die Prozesse für einen erfolgreichen Klimaschutz geordnet zu koordinieren. Für eine Governance, explizit auch zum Klimaschutz bzw. zur Energieeffizenz, kann für den Praxis-betrieb auf die Bereiche Politik, Profession, Organisation, Wissen und Öffentlichkeit aus dem Governance-Regler zurückgegriffen werden, der im Handlungsfeld Governance von HOCHN entwickelt wurde und in der Evaluation der Nachhaltigkeitskonzepte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt einem Praxistest unterzogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessi-schen Landesregierung. HIS-HE:Forum, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeitsgovernance an Hochschulen - BETA, Oktober 2018:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/2-handlungsfelder/01-governance.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Berlin: Nachhaltigkeitsrat.&lt;br /&gt;
Der Nachhaltigkeitsrat wurde im Jahr 2018 Gegründet und besteht aus gewählten Mitgliedern der TU Berlin sowie externen Teilnehmenden. Der Nachhaltigkeitsrat ist darüber hinaus ein offenes Gremium, in dem jede und jeder willkommen ist, der sich für die nachhaltige Entwicklung der TU Berlin interessiert und daran mitwirken möchte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltigkeitsrat.tu-berlin.de/menue/nachhaltigkeitsrat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Runder Tisch zur nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;
Der Runde Tisch „Nachhaltige Entwicklung der HNEE“ wurde 2010 als demokratisches, von allen Interessengrup-pen der Hochschule gemeinsam getragenes und gestaltetes Gremium von der heutigen Nachhaltigkeitsmanage-rin und der Koordinatorin für die familienfreundliche Hochschule ins Leben gerufen. Ziel ist eine gemeinsame, von allen Hochschulgruppen entwickelte, umfassende nachhaltige Entwicklung an der HNEE.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement-an-der-HNEE/Beteiligung-und-Mitmachen/Runder-Tisch-Nachhaltigkeit/Runder-Tisch-zur-nachhaltigen-HNEE-Entwicklung-E6093.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Nachhaltigkeitsleitlinien.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/uni/nachhaltige-hochschule/home/nachhaltigkeitsleitlinien/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Harz: Senatskommission &amp;quot;Nachhaltige Hochschule Harz&amp;quot;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-harz.de/nachhaltige_hs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FU Berlin: Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.2. Controllingkonzept umsetzen=====&lt;br /&gt;
Controlling meint, die Aktivitäten zur Energieeffizienz gezielt zu steuern. Das Controlling fußt damit auf einer quantitativen Grundlage. Dieses kann die zahlenmäßige und graphische Auswertung der monatlichen Ver-brauchsdaten (gebäudebezogen) sein, um Veränderungen erkennen zu können und um die Nutzer zu informieren und zu motivieren sowie die gezielte Beobachtung der den konkreten Maßnahmen zugeordneten Zähler. Um die Zielsetzung für das Controlling-Konzept zu erreichen (insb. die Wirksamkeitsmessung), sind folgende Strukturen als Rahmenbedingungen zu schaffen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übergabe der operativen Verantwortung an speziell ausgebildetes Fachpersonal (für Klimaschutz) mit zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
*Gründung eines Klimaschutzbeirats mit Kontroll- und Lenkungsfunktion (dieses kann der Umweltaus-schuss übernehmen).&lt;br /&gt;
*Durchführung regelmäßiger Audits zur Überprüfung des Projektfortschritts und Messbarkeit über ein Kennzahlsystem herstellen (als Elemente im Managementkreislauf: plan (Ziele, Verantwortungen, Res-sourcen festlegen), do (Durchführung gemäß Planung), check (Zielerreichung prüfen, Fehler erheben), act (Fehler analysieren, Lösungsmöglichkeiten finden und auswählen).&lt;br /&gt;
*Sicherung der Finanzierung (ggf. über einen Klimaschutz-Etat).&lt;br /&gt;
*Etablieren eines Berichtswesens, auch für die Hochschulleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Hochschulen haben aktuell eine Beteiligung an einem normierten Umweltmanagementsystem nach EMAS:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt: Beteiligung an EMASplus.&lt;br /&gt;
Als erste Universität in Deutschland hat die KU das Zertifikat „EMASplus“ erhalten. Grundlage dafür ist die Etablie-rung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagements, das Ökologie, Soziales und Ökonomie umfasst. Damit verpflichtet sich die Katholische Universität dazu, ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Wirkungen re-gelmäßig systematisch überprüfen zu lassen und kontinuierlich zu optimieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.ku.de/kommunikation/presse/pi/einzelansicht/article/ku-erhaelt-als-erste-universitaet-in-deutschland-das-zertifikat-emasplus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 79 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule RheinMain: Klimaschutzkonzept Hochschule RheinMain. Abschlussbericht, Juni 2018, S. 67 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-rm.de/fileadmin/Home/Hochschule/Veroeffentlichungen/Klimaschutz/20180815_Abschlussbericht_KlischKo_HSRM_final.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzkonzept der HNE Eberswalde.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/_obj/67605A07-D2ED-4886-8A7C-BEB532B8044E/outline/Klimaschutzkonzept_HNEE.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaschutzkonzept der Universität Kiel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaschutzkonzept&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Klimaschutzbericht der Hochschule Osnabrück.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/wie-die-hochschule-osnabrueck-ihren-co2-fussabdruck-um-fast-70-prozent-verkleinert-hat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.3. Klimaneutralität formulieren=====&lt;br /&gt;
Klimaneutralität beinhaltet, für einen selbstgesteckten Rahmen (z. B. Gebäudebetrieb, Mobilität, Konsum) die klimarelevanten Emissionen zu beziffern, sie zu minimieren oder substituieren und verbleibende Emissionen auch zu kompensieren. Die Zielsetzung, als Hochschule klimaneutral zu werden, wird auf ein Datum bezogen, z.B. auf das Jahr 2035. Die Zeitspanne bis zur Klimaneutralität und die bis dahin noch emittierten Tonnen CO2 müssen aus den Zielsetzungen zur Eingrenzung der Erderwärmung abgeleitet werden. Die Formulierung einer Klimaneutrali-tät ist somit immer Angelegenheit der Hochschule als Ganzes, also der Hochschulleitung. Formulierte Klimaneut-ralität ist auch ein Aspekt von Governance und hochschulöffentlich. Klimaneutralität ist für Hochschulen realisier-bar, dieses hat eine Studie von HIS-HE belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J., Person, R.-D. (2019): Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus. Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung. HIS-HE:Medium, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golüke, H.: Ökostrom beziehen ist gut - reicht aber nicht! In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen, Nr. 1 ,2019, S. 18 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Die Leuphana Universität Lüneburg hat sich 2007 das Ziel der Klimaneutralität gesetzt und dieses im Jahr 2014 erreicht. Dabei konnten 50 Prozent Primärenergie und 30 Prozent Endenergie eingespart werden. Grundlage der Erreichung der Klimaneutralität ist der effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen in allen Teilbereichen der Universität. Die Themenfelder sind Energieeffizienz, Einsatz regenerativer Energien, Förderung einer klimascho-nenden Mobilität und der nachhaltigen Beschaffung, die in vielen Einzelmaßnahmen sukzessive implementiert und optimiert wurden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
www.leuphana.de/klimaneutral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Düsseldorf: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Hochschule Düsseldorf hat am 19.11.2019 Klimaschutz-Leitlinien beschlossen und dabei die CO2-Klimaneutralität bis 2030 als konkretes Klimaschutz-Ziel festgelegt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-duesseldorf.de/personen/salvagno/klimaschutz?showarrows=1&amp;amp;sid=maysmcrsi1wnydumut54ns5v&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement/Nachhaltige-Hochschule/Klimaneutralitt/Klimaneutralitt-K6435.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaneutrale-universitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Trier, Umweltcampus Birkenfeld: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochschule-trier.de/hochschule/hochschulportraet/drei-campus/umwelt-campus-birkenfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pv-magazine.de/2020/06/09/htw-berlin-bekommt-zwei-photovoltaik-anlagen-mit-zusammen-280-kilowatt-leistung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freie Universität Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2019/fup_19_398-klimanotstand/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.4. Energieflüsse abbilden=====&lt;br /&gt;
Um überhaupt den Umgang mit Energie zum Thema zu machen, ist ein Messsystem erforderlich, welches die Verbräuche erfasst und die Energieflüsse durch die Hochschule abbildet (siehe Abbildung 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nachhaltiges Energiemanagement.png|800px|thumb|Abbildung 1: Potentielle Energieeinflüsse durch die Hochschule (Grafik von HIS-HE: CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür ist eine Messarchitektur erforderlich, die die Hochschule angemessen abbildet und eine routinemäßige Auslesung und Auswertung der Daten ermöglicht. Dieses ist erforderlich, um die Effekte von initiierten Maßnah-men zu erkennen und steuern zu können. Im Umkehrschluss bedeutet das, nur das zu messen, was auch für die Steuerung des Energiemanagements relevant ist. Steuerung benötigt ein Controlling-Konzept. Das Controlling-Konzept stellt einen Kreislauf dar, in dem die durch die Klimaschutzaktivitäten (ggf. Klimaschutzkonzept) definier-ten Maßnahmen zur Umsetzung geführt werden. Durch die ständige Evaluierung und zielgerichtete Anpassung der Maßnahmen wird eine erfolgreiche Umsetzung, im Sinne einer Steuerung, sichergestellt. Diese Steuerung bezieht sich auf das regelmäßige Ermitteln, Vereinbaren, Umsetzen, (Erfolgs-)Messen und ggf. Nachjustieren von Maßnahmen. Dieses ist mehr als reiner (quantitativer) Soll-Ist-Vergleich; denn das Vorgehen schließt eine (quali-tative) Bewertung mit ein. Gerade hierfür sind Ressourcen erforderlich, die insbesondere auf der personellen Ebene das entsprechende Fachwissen garantieren und auf der Sachebene für eine adäquate Verwaltung und Ablage der notwendigen Daten sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: 10 Jahre CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1 (2019). Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 9 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ketelhön, U.: Erarbeitung eines Musterkonzeptes sowie standortbezogener Einzelkonzepte für die Helmholtz-Gemeinschaft. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2017, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092077&amp;amp;hash=0086d0e250079e732f6057fdd4cbaa32680b6f8f&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_02-2017_DRUCK.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V.: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 48 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.5. Budgetierungssystem einführen=====&lt;br /&gt;
Budgetierung bedeutet, die Kosten für den Energieverbrauch den Akteuren oder Organisationseinheiten zuord-nen zu können und diese durch spezifische Modelle daran zu beteiligen. Die Motivlagen, Budgetierungssysteme einzuführen und die Bandbreite der Modelle sind vielschichtig. Sie reichen von freiwilligen Systemen, die aus-schließlich mit Bonuszahlungen arbeiten, bis hin zu hochschulweit verbindlich eingeführten Systemen, in denen die Energiekosten aus den dezentralen Budgets zu begleichen sind. Eine Herausforderung stellt oftmals die Bemes-sung der Budgets dar, aus denen die Einheiten ihre Energiekosten begleichen sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V. (2014): Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS-HE: Mitteilungsblatt, Nr. 4, S. 1 f. https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-4.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit Anreizen zu mehr Klimaschutz: Das Prämiensystem zur Energieeinsparung an der Freien Universität Berlin. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wöhning, C.: Projekt „Entwickeln und Setzen von Anreizsystemen“. In: Magazin für Hochschulentwicklung. The-men-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 12&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.: Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 4, 2014, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092324&amp;amp;hash=cc4bf20988a0950ad784ab9f1b6249f584d3e32d&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-1.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Berlin: Prämiensystem.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Freien Universität Berlin hat Anfang 2007 ein so genanntes Prämiensystem eingeführt, um organisatorische und verhaltensbezogene Einsparpotentiale zu realisieren. Über das Prämienmodell erhalten die Fachbereiche direkte finanzielle Anreize.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/handlungsfelder/campus/energie_klimaschutz/praemiensystem/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Freiburg: Dezentrale Monetäre Anreize zur Energieeinsparung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Anreizmodell der Universität Freiburg will Verhaltensänderungen bei den Gebäudenutzern und minimal in-vestive technische Maßnahmen kombinieren. Dabei wird den Einrichtungen anteilig die Kosten, die gegenüber einer Referenz eingespart wurden, gutgeschrieben. Ein Malus-System, dass ggf. Mehrverbrauch sanktioniert, existiert nicht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltige.uni-freiburg.de/klimaschutz/dezmon-2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Energiekostenbudgetierung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/energiesparen/energiekostenbudgetierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goethe-Universität Frankfurt: Energieeinspardialog.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail/hessen-entwickeln-und-setzen-von-anreizsystemen-zur-energieeinsparung-an-hessischen-hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.6. Bauherrenfunktion nutzen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen Hochschulen befinden sich in einem Reformprozess, der sich unter anderem durch einen Paradig-menwechsel im Hochschulmanagement von einer eher detailgesteuerten zu einer verstärkt eigenverantwortlich geführten Hochschule manifestiert. Vor diesem Hintergrund ist einzelnen Hochschulen auch die Bauherrenfunkti-on übertragen worden. In diesem Kontext muss genau geprüft werden, mit welchen Anforderungen diese Aufga-be verbunden und unter welchen Voraussetzungen dieses Modell erfolgsversprechend ist. Die Zuweisung und Übernahme der Bauherrenfunktion hat daher große Bedeutung, weil Neubau oder Sanierung eines Gebäudes einen großen Einfluss auf die CO2-Emissionen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesetzlichen Vorgaben fordern schon eine entsprechende Energieeinsparung bei Neubau und Sanierung. Diese bezieht sich jedoch lediglich auf gebäudeinduzierte Verbräuche. Einen nicht unwesentlichen Anteil macht der nutzerinduzierte Verbrauch aus, der durch die technischen Geräte der Nutzer beeinflusst wird. Im besten Fall kann die Hochschule als Nutzer, Betreiber und Bauherr die Nutzeranforderungen direkt an die von Ihnen beauf-tragten Fachplaner vermitteln und für die energieeffizienteste Lösung des Betriebs sorgen. Im Fall der Bauher-renvertretung durch die Landesbauverwaltung ist eine Einbeziehung der Hochschule als Nutzer und Betreiber sehr wesentlich. Dieses betrifft die Erarbeitung und Übergabe der Nutzeranforderungen an die und auch die Kommunikation mit den Fachplanern. Diese Anforderung bezieht sich auf den gesamten Planungs- und Baupro-zess, um die energieeffizientesten Lösungen für den Betrieb zu finden.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fokus liegt in erster Linie auf Lösungen zur Energieeinsparung mit Hilfe technischer Anlagen und der Verwen-dung von wärmedämmenden Baustoffen. Ein weiterer Aspekt bezüglich des Energieverbrauchs im Bereich Ge-bäudeinfrastruktur von Hochschulen liegt jedoch in der Errichtung von Gebäuden. Ein nicht unwesentlicher Teil der Energie besteht aus „grauer Energie“, die den Energieverbrauch der Gewinnung von Rohstoffen, der Herstel-lung von Baustoffen, deren Transport und Verarbeitung vor Ort betrachtet. Um diesen Energieverbrauch niedrig zu halten, sind mehrere Möglichkeiten gegeben. Eine den Zielen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit verpflich-tete hochschulweite Ermittlung der Flächenbedarfe stellt den Ausgangspunkt dar, gefolgt von Maßnahmen wie z. B. Sanierung vor Neubau, Recyclen und Wiederverwenden von Baustoffen, Verwendung von Baustoffen mit nied-riger Energiebilanz etc. Hier steht die Forschung jedoch noch sehr am Anfang und Datenbanken, die darüber Auskunft geben (z. B. ökobaudat), werden derzeit hauptsächlich von den Herstellern gefüllt. Eine Unabhängigkeit ist dadurch nicht gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Holzkamm, I.; Stibbe, J.; Stratmann, F.; Tegtmeyer, R.: Orientierungshilfe Bauherrenfunktion durch Hochschu-len. Teil 1: Rahmenbedingungen für die Bauherrenfunktion im Hochschulbau HIS-HE: Forum Hochschule, Nr. 4, 2015&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/orientierungshilfe-bauherrenfunktion-durch-hochschulen-teil-1-rahmenbedingungen-fuer-die-bauherrenfunktion-im-hochschulbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stibbe, J.; Stratmann, F.; Söder-Mahlmann, M.: Verteilung der Zuständigkeiten des Liegenschaftsmanagements für die Universitäten in den Ländern. Sachstandsbericht. HIS-HE: Forum Hochschule, Nr. 9, 2012&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/verteilung-der-zustaendigkeiten-des-liegenschaftsmanagements-fuer-die-universitaeten-in-den-laendern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat: ÖKOBAUDAT.&lt;br /&gt;
Mit der Plattform ÖKOBAUDAT stellt das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) allen Akteuren eine vereinheitlichte Datenbasis für die Ökobilanzierung von Bauwerken zur Verfügung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.oekobaudat.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nutzenvorteile einer dezentralen Bauherrenfunktion der Hochschulen für den nachhaltigen Betrieb&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Lebenszyklus-/Nachhaltigkeitsbetrachtungen in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein wesentliches Argument der Hochschulen für eine Übernahme der Bauherrenfunktion ist, die Gesamtzustän-digkeit für Betrieb und Bau in eine Hand zu legen und dadurch die Wirtschaftlichkeit über die Baumaßnahmen hinaus auf den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes in den Fokus zu rücken. Hintergrund dieser Forderung ist unter anderem, dass derzeit bei den Bauinvestitionen die Baufolgekosten nicht hinlänglich berücksichtigt werden und somit die Hochschulen als Verantwortliche für den Gebäudebetrieb die zum Teil sehr hohen Bewirtschaftungs- und Betriebskosten hinnehmen und tragen müssen. Für ein kostenoptimiertes und nachhaltiges Immobilienma-nagement über den gesamten Lebenszyklus ist daher die zusammenhängende Betrachtung von Investitions- und Bewirtschaftungskosten zielführend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Nutzeranforderungen (Forschung &amp;amp; Lehre) in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Während des Projektstarts hat der Nutzer (Hochschule) die Bauherrenfunktion, die er u. a. durch Vorgabe des Projektziels in den Nutzeranforderungen wahrnimmt. Da in vielen Hochschulen bereits hohe Baufachkunde vor-handen ist, können die spezifischen Anforderungen aus Forschung und Lehre aufgrund der vorhandenen Nähe umfassend in die Nutzeranforderungen eingebracht werden. In der Projektabwicklung (Baumaßnahme) hingegen haben i. d. R. die Landesbaubetriebe bzw. -verwaltungen die Bauherrenfunktion, sodass die spezifischen Nutzeranforderungen hier nicht weiterentwickelt, konkretisiert und verbindlich vorgegeben werden können. Der Nutzer hat hier keine Entscheidungsbefugnisse mehr. Bei einer Übernahme der Bauherrenfunktion sehen die Hochschulen daher die Chance, die Nutzeranforderungen im gesamten Planungs- und Bauprozess besser einbeziehen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Gebäudemanagementkompetenzen (Hochschulverwaltung) in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Gebäudemanagement in den Hochschulverwaltungen verfügt über ein langjährig entwickeltes Erfahrungswissen über die bauliche und technische Infrastruktur. Mit einer Übernahme der Bauherrenfunktion erwarten die Hochschulen, dass ihr Erfahrungsschatz direkter in alle Phasen der Entscheidungs- und Planungsprozesse für Baumaßnahmen eingebracht werden kann. Da sowohl Gebäudemanagement als auch Baumanagement dann Teil der Hochschulverwaltung wären, ist die frühzeitige Einbindung des Gebäudemanagements in den Planungspro-zess automatisch gewährleistet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnittstellen/Verfahrensvereinfachung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die derzeitige Wahrnehmung der Aufgaben Planung/Bau sowie Bedarfsplanung/Nutzung/Betrieb in unterschiedlichen Zuständigkeiten bedingt natürliche Schnittstellen. Diese führen nach Abschluss einer Baumaßnahme ggf. zu unerwünschten Problemen in der Nutzung und dem Betrieb. Darüber hinaus können die Schnittstellen Verzögerungen im Planungs- und Bauverfahren hervorrufen, z. B. durch unterschiedliche Verfahrensweisen, unterschiedliche Prioritätensetzung, Missverständnisse etc. Mit der Zusammenführung der Aufgaben in eine Zuständigkeit versprechen sich die Hochschulen eine Verringerung der Schnittstellen und damit eine Verfahrensbeschleuni-gung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Komplette Bauherrenfunktion unabhängig vom Bauvolumen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hochschulen nehmen bei Bauunterhaltungsmaßnahmen und kleinen Neu-, Um- und Erweiterungsmaßnahmen (KNUE, bis ca. 1 Mio. €, kann in einzelnen Ländern höher sein) die Bauherrenfunktion bereits in einem Großteil der Länder wahr. Bei großen Neu-, Um- und Erweiterungsmaßnahmen (GNUE, ab ca. 1 Mio. €, kann in einzelnen Ländern höher sein) besitzen die Landesbaubetriebe bzw. -verwaltungen i. d. R. die Bauherrenfunktion. Die Bauverantwortung im Hochschulbau ist daher je nach Größe der Baumaßnahme in unterschiedliche Zuständigkeiten aufgeteilt. Eine Zusammenlegung der Bauverantwortung an einer Stelle würde einen umfassenderen Blick auf alle Baumaßnahmen pro Hochschule ermöglichen und nicht nur bis oder ab einer gewissen Wertgrenze. Hierdurch wäre ein übergreifendes Steuern aller Baumaßnahmen pro Hochschule besser möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Finanzierungsrahmen und -bedingungen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einige Hochschulen streben die Übernahme der kompletten Bauverantwortung für den Hochschulbau und das eigenverantwortliche Steuern der Baumaßnahme, über die Wertgrenzen hinaus, an. Zusätzlich besteht der Wunsch nach einem verbindlichen, langfristigen Finanzrahmen in der Landeshaushaltsplanung und optional ein frei zur Verfügung stehendes Baubudget. Dadurch würde sich weniger der Maßnahmenprozess durch die Mittel-freigabe des Parlaments verzögern und wäre, was den zeitlichen Ablauf betrifft, einschätzbarer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übergabe und Nutzung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch eine Zusammenlegung der Betreiber- und Bauherrenfunktion wird die frühzeitige Beteiligung des Gebäudemanagements am Bauplanungsprozess gefördert und die Übergabe des fertiggestellten Gebäudes an den Nutzer erleichtert. Zudem wird das Interesse des Bauherrn erhöht, zwingend erforderliche Revisionsunterlagen mit größerem Druck von Bauauftragnehmern einzufordern und nachdrückliche Mängel zu beseitigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landesbaustandards/Wirtschaftlichkeit:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die von den Landesbaubetrieben bzw. -verwaltungen angewandten Landesbaustandards sind für den Hochschul-bau (meist Sonderbauten) nicht immer zielführend, da sie i. d. R. lediglich einen zur Erfüllung der Bauaufgabe „ausreichenden“ Kostenaufwand berücksichtigen. Um hier nicht im internationalen Wettbewerb abgehängt zu werden, müssen bereits die Gebäude spezifische, wissenschaftsbezogene Anforderungen erfüllen und dürfen nicht auf ein ausreichendes „Standardprogramm“ reduziert werden. Eine Übernahme der Bauherrenfunktion würde diesen Blickwinkel stärker in den Fokus rücken und ihm mehr Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baufachliche Qualität/Bauerfahrung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Hochschulerfahrung mit kleineren Baumaßnahmen und teilweise großen drittmittel-finanzierten Maßnahmen liegen weitreichende Erkenntnisse für Hochschulbaumaßnahmen vor. Diese können bei einer Übernahme der Bauherrenfunktion durch Hochschulen unmittelbar eingebracht werden und somit eine Verbesserung der baufachlichen Qualität ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.7. Management der Flächen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein strategisches Flächenmanagement reduziert den Energieeinsatz pro Nutzer, indem es die Auslastung der Flächen innerhalb der Woche erhöht oder die Inanspruchnahme der Fläche pro Nutzer verringert. Das Flächenmanagement an Hochschulen verfolgt jenseits der globalen Zielsetzung einer sparsamen Flächeninanspruchnahme oftmals drei konkrete Zielsetzungen. Zum einen geht es darum, die von der Hochschulleitung oder beauftragter Bauabteilungen angesteuerten Organisationseinheiten, also z.B. Lehrstühle, Institute oder Fachbereiche genau mit denjenigen Flächen auszustatten, die sie benötigen. Die Definition des Flächenbedarfs orientiert sich zwar an landesseitigen Standards und fachspezifischen Anforderungen. Gleichwohl eröffnen sich Spielräume für hochschuleigene, strategische Flächenmanagementvorgaben, die z.B. die Zielsetzung der Klimaneutralität aufgreifen. Konkret bedeutet dies, dass beispielsweise in Berufungszusagen alte „Erbhöfe“ nachjustiert werden. Oder es geht um die Sicherstellung der Flexibilität von Forschungsflächen. Den dritten bedeutenden Bereich macht die klassische Lehrraumbelegung aus. Hier geht es um die gleichmäßigere und letztendlich höhere Auslastung der Räume innerhalb der gesamten Woche und um das genauere Übereinstimmen (‚matchen‘) der Gruppen- und Raumgrößen (FN: Ruiz, Marcelo (2015): Welche Bedeutung haben Flächen in der Hochschulsteuerung auf Landes- und Hochschulebene? In: Magazin für Hochschulentwicklung (2), S. 12–13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht immer sind dazu hochentwickelte CAFM-Systeme erforderlich. In den zentralen Hochschulverwaltungen ist eine systematische und idealerweise an Landesstandards angepasste Bedarfsplanung erforderlich. Lehrraumma-nagementsysteme sind heutzutage selbstverständlich edv-basiert. Zentral organisierte Lehrraumbelegungssys-teme schneiden hinsichtlich ihrer Flächeneffizienz besser ab als dezentrale oder gemischte Systeme (FN: Fenner, Henrich (2014): Hörsäle und Seminarräume: Bestände besser nutzen. Auslastungsuntersuchungen an Hochschu-len als Basis eines effektiven Lehrraummanagements. In: Wissenschaftsmanagement - Zeitschrift für Innovation (2), S. 54–57).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good Practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Stuttgart:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-stuttgart.de/universitaet/organisation/verwaltung/dez6-flaechenbaumanagement/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Heidelberg:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-heidelberg.de/einrichtungen/verwaltung/bau/flaechenmanagement.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Konstanz:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-konstanz.de/facility-management/gebaeudeservices/raumverwaltung-gaestehaeuser-schluesselverwaltung-veranstaltungsplanung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.8. Finanzierungen prüfen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz und zum Klimaschutz ist grundsätzlich über Förderpro-gramme möglich. Diese existieren z. B. auf Landes- und Bundesebene. Hierbei ist häufig auch ein Eigenbeitrag der Hochschulen zu leisten. Darüber hinaus sind Modelle des Contracting und Intracting möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessi-schen Landesregierung. HIS-HE: Forum, Nr. 3, 2020, S. 25, S. 32&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bauerfeind-Roßmann, I.: Hochschulen in Hessen leisten ihren Beitrag zur Klimaneutralität des Landes. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 7 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Binnewies, K.: Die novellierte Kommunalrichtlinie der nationalen Klimaschutzinitiative. In: Magazin für Hochschul-entwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knissel, J.: Universität Kassel beschreitet mit dem Intracting-Modell neue Wege bei der Finanzierung von Energie-spar-Maßnahmen. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hoch-schulen. Nr. 1, 2019, S. 20 - 21&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good Practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Kassel: Intracting Forschungsprojekt.&lt;br /&gt;
Das Intracting-Prinzip will durch Energiesparmaßnahmen eingesparte Energiekosten einer extra geschaffenen „Intracting-Kostenstelle“ gutschreiben und wieder in neue Energiesparmaßnahmen investieren. Im Hochschul-bereich findet dieses Verfahren bisher kaum Anwendung. Das Forschungsprojekt IntrHo will die Rea-lisierungsmöglichkeiten für Intracting an Hochschulen unter¬suchen. Zielsetzung ist, ein anwendungsorien¬tiertes, übertragbares Finanzierungskonzept für Energie¬sparmaßnahmen an Hochschulen zu entwickeln und zu erpro-ben. Es gehe darum, das jeweilige hochschulinterne Energiemanagement in die Lage zu versetzen, kontinuierlich die Effizienz seiner Hochschulgebäude zu steigern und vor¬handene Energieeinsparpotenziale zu erschließen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-kassel.de/uni/universitaet/profil/profil-umwelt-und-nachhaltigkeit/umwelt-und-nachhaltigkeit/betrieb/intracting/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HAW Hamburg: Einspar-Contracting.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwei Standorte der HAW wiesen verschiedene, veraltete Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik auf, eine ineffizi-ente Belüftung und Beleuchtung führten zu hohen Instandhaltungs- und Energiekosten. Die Hochschule entschied sich deshalb, die Energieeffizienz ihrer Gebäude zu erhöhen und die Energiekosten von bis zu 27 Prozent mit dem Energiespar-Contracting von Siemens ab 2014 zu reduzieren. Dabei wurden Lüftungs- und Klimaanlagen ein-schließlich der Luftverteilung ausgetauscht, raumlufttechnische Anlagen und die Heizungsanlagenhydraulik opti-miert und das bestehende Gebäudeautomationssystem optimiert. Um die garantierte Einsparung sicherzustellen und künftig weiter zu optimieren, übernimmt Siemens das Energie-Monitoring und -Controlling der umgebauten Anlagen. Das dafür integrierte Messkonzept erfasst kontinuierlich und automatisiert den Verbrauch von Strom, Wärme, Kälte, Wasser, von Volumenströmen in Heizungs-, Lüftungs-, Klima- und Kälteanlagen sowie deren Rege-lungszonen. Damit werden 27 % der jährlichen Energiekosten gespart.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.energiecontracting.de/4-projekte/projektansicht.php?pid=6083&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Energiespar-Contracting.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://energie.blog/erfolgreiches-energiespar-contracting-an-der-uni-bremen/&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=6000</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Energiemanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=6000"/>
		<updated>2020-11-29T20:05:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: /* 6.1.7. Management der Flächen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Nachhaltiges Energiemanagement, nachhaltiger Umgang mit Energie ==&lt;br /&gt;
===1. Betroffener Personenkreis===&lt;br /&gt;
Der Beitrag richtet sich an das Fachpersonal im technischen Gebäudemanagement, welches auf der operativen Ebene mit der Bereitstellung von Energie sowie dem Management der Energienutzung betraut ist. Darüber hin-aus werden strukturelle Hinweise gegeben, die für das Leitungspersonal relevant sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2. Relevanz===&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Gebäudemanagements besteht darin, optimale Bedingungen für die Kernaufgaben der Hoch-schulen zu schaffen. Hierzu zählt auch das Bereitstellen von und der Umgang mit Energie. Vor diesem Hintergrund bewegt sich dieses Handlungsfeld immer in einem besonderen Spannungsfeld, wenn auch ein effizienter, mög-lichst sparsamer Einsatz von Energie erfolgen soll, um CO2 und Kosten einzusparen. Potentielle Zielkonflikte zwi-schen dem Anspruch, bestmögliche Voraussetzungen für Forschung und Lehre zu schaffen und gleichzeitig Ener-gie effizient einzusetzen, sind der Organisation Hochschule immanent.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind gesetzliche Vorgaben (siehe unten) und Kostenaspekte (insb. steigende Energiekosten) Rah-menbedingungen, die dem Thema Energieeinsatz eine Relevanz geben. Die zentrale Facette scheint allerdings der stetig zunehmende öffentliche, gesellschaftliche Druck zum aktiven Klimaschutz zu sein, der insbesondere von Hochschulen und den Mitgliedern ausgeht und sehr stark von den wissenschaftlichen Erkenntnissen und konkre-ten Zielvorgaben gestützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3. Gesetzliche Grundlagen===&lt;br /&gt;
Gesetzliche Vorgaben existieren, um Gebäude nach hohem Energieeffizienzstandard zu errichten bzw. zu sanieren und den energieeffizienten Betrieb bereits in der Phase des Planens zu berücksichtigen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesetzliche Rahmen für bauliche Maßnahmen wurde bisher durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmG) verbindlich festgelegt. Mit dem geplanten Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) &amp;lt;ref&amp;gt;Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz - GEG), Entwurfsstand: 03.07.2020 (nach Zustimmung im Bundesrat).&amp;lt;/ref&amp;gt; ab November 2020 werden die bisherigen Regelungen aus EnEG, EnEV und EEWärmeG in einem Gesetz zusammengefasst. Grundlage der bisherigen nationalen Regelungen sind die Richtlinien der EU, insbesondere als Basis für die o. g. gesetzlichen Regelungen die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen ergeben sich Anforderungen aus den gesetzlichen Regelungen im Rahmen von EnEG, EnEV, EEWärmeG bzw. zukünftig GEG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sanierungs- und Neubaumaßnahmen: Baubezogene Regelungen, Energieausweise für Gebäude, Standards für „Niedrigstenergie-Gebäude“&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
* Betrieb von Gebäuden und technischen Anlagen: Energetische Inspektion (Klimaanlagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der GEG-Einführung sind zunächst keine Verschärfungen der bisherigen Regelungen der EnEV vorgesehen. Eine Überprüfung dieser Standards ist erst für das Jahr 2023 vorgesehen. Neu sind dagegen eine Innovationsklausel und der so genannte Quartiersansatz. Zunächst befristet bis Ende 2023 sind damit Möglichkeiten zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen anstelle des Primärenergieeinsatzes sowie eine gemeinsame Berücksichtigung von Gebäuden an einem zusammenhängenden Standort möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Regelungen aus den EU-Richtlinien werden erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt. Das „Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität“ (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) – kurz: GEIG – gehört dazu und bezieht die in 2018 aktualisierten Regelungen der EU-Gebäuderichtlinie von 2010 ein.  Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat dazu den Gesetzentwurf ausgearbeitet, der für Baumaßnahmen (Neubau und umfassende Sanierungen) ab dem 11. März 2021 relevant werden soll. Bei Nicht-Wohngebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen muss demnach mindestens jeder fünfte Stellplatz entsprechend ausgerüstet und mindestens ein Ladepunkt errichtet werden. Ab 2025 muss jedes (bestehende) nicht zum Wohnen genutzte Gebäude mit mehr als zwanzig Stellplätzen mit mindestens einem Ladepunkt ausgestattet werden &amp;lt;ref&amp;gt;Entwurf eines Gesetzes zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz – GEIG), Stand: 04.03.2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind weitere gesetzliche Regelungen, die im Zusammenhang mit dem Bezug und der Nutzung von Energie stehen für die Hochschulen von Bedeutung. Beispielhaft genannt werden hier &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Service/Gesetzeskarte/gesetzeskarte.html&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das insbesondere die Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien festlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), das die Förderungen für hocheffizienter KWK-Anlagen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das die Rahmenbedingungen für eine „sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Gas“ festlegt und insbesondere für Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze im Rahmen der Versorgung Dritter von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stromsteuergesetz (StromStG), das die Besteuerung von Strom sowie auch die Ermäßigung oder die Befreiung von der Steuer unter bestimmten Voraussetzungen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Treibhausgas-Emissionshandels-Gesetz (TEHG), auf dessen Grundlage der Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen in einem EU-weiten Emissionshandelssystem basiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) zur Regelung der Voraussetzungen für die Einführung und den Betrieb eines Anlagenregisters für Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Grubengas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der übergeordneten Ebene der EU ist weiterhin der „Klima- und energiepolitische Rahmen“ mit den  EU-weiten Zielvorgaben und politischen Zielen für den Zeitraum 2021 bis 2030 zu benennen, an dem sich die nationale Gesetzgebung orientieren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen von Bedeutung dürfte die Herausstellung der „Vorbildfunktion der öffentlichen Hand“ wie aktuell in § 4 des GEG bzw. § 1a EEWärmeG und EnEG § 2a (Niedrigstenergiegebäude) sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: Noch Kundenanlage oder schon Netz? BGH-Urteil liefert konkrete Hinweise, aber keine allgemeingültige Lösung. In: HIS:Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2020, S.3&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091621&amp;amp;hash=ad71f51ce9852bb0df44a036090d20859fd000cc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2020-02_Energierecht.pdf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===4. Ziele===&lt;br /&gt;
Für einen nachhaltigen Umgang mit Energie können sich Hochschulen, insbesondere wenn die CO2-Emissionen ein zentraler Indikator sein sollen, bei der Zielsetzung an drei wesentlichen Handlungsfeldern orientieren; diese lauten: Minimieren, substituieren und kompensieren von CO2-Emissionen. Wesentlich dabei ist die Prämisse: Minimierung vor Substitution vor Kompensation.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Minimierung&#039;&#039;&#039; bedeutet, tatsächlich weniger Energie zu verbrauchen, also den Energieverbrauch reduzieren und bei gleichem Energieträger eine Verringerung der CO2-Emissionen erzielen (z. B. technische oder organisatori-sche Maßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Substitution&#039;&#039;&#039; bedeutet, emissionsarme Energieträger einzusetzen. Bei gleichem Energieverbrauch werden damit Energieträger genutzt, die weniger CO2-Emissionen verursachen (z. B. Kauf von Ökostrom).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompensation&#039;&#039;&#039; bedeutet, für selber verursachte CO2-Emissionen an anderer Stelle eine CO2-Senke zu schaffen (z. B. Kauf von Zertifikaten, Organisation eigener Projekte). Gesetzlich sanktionierte Beispiele hierfür finden sich im Immissionsschutzrecht (z. B. §§ 17 ff. BImSchG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===5. Hemmnisse und Treiber===&lt;br /&gt;
Ein nachhaltiges Energiemanagement ist eingebettet in die Organisation (Strukturen) und den praktischen Betrieb (operative Handlungsmöglichkeiten) der Hochschule. Auf diesen beiden Ebenen können strukturell folgende Hemmnisse und Treiber für die Umsetzung eines nachhaltigen Umgangs mit Energie identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hemmnisse&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ressourcenmangel&lt;br /&gt;
*fehlende personelle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende Sichtweise auf langfristigere Effekte und die Externalisierung der Kosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsprozess&lt;br /&gt;
*limitierte Zeit für Planungsaufgaben sowie Fehler während der Bauplanung&lt;br /&gt;
*mangelnde Kommunikation zwischen Nutzern, Planern, Betreibern und Bauherren&lt;br /&gt;
*unkoordinierte Inbetriebnahme von neu erstellten Gebäuden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgaben&lt;br /&gt;
*keine Verankerung im Leitbild der Hochschule&lt;br /&gt;
*kein Klimaschutzkonzept mit definierten, priorisierten Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäudebestand&lt;br /&gt;
*unzureichende Messarchitektur&lt;br /&gt;
*hoher Technisierungsgrad bei Neubauten&lt;br /&gt;
*kein strukturiertes Flächenmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschullogik&lt;br /&gt;
*starke Egoismen der Fachbereiche&lt;br /&gt;
*schwere Einflussnahme auf Verhalten von Mitarbeitenden und Studierenden&lt;br /&gt;
*häufig wechselnde Akteure in der Mitgliedschaft der Hochschule&lt;br /&gt;
*fehlende Absprachen der beteiligten Serviceeinheiten der Hochschulen&lt;br /&gt;
*unklare Grenzen zwischen Komfort und Freiheit von Forschung und Lehre&lt;br /&gt;
*Spannungsfeld zwischen dem Ziel Energieeinsparung und energieintensiver Forschung mit Großgeräten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Treiber (nicht zu verwechseln mit Maßnahmen)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesetze, Normen, Zertifikate&lt;br /&gt;
*konkrete gesetzliche Vorgaben (insbesondere EnEV bzw. das künftige GEG, EEG, KWKG)&lt;br /&gt;
*AMEV Technisches Monitoring 2017&lt;br /&gt;
*Betrachtung der Lebenszykluskosten von Gebäuden (BNB Zertifikate)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenz&lt;br /&gt;
*Vernetzung und Kompetenzerweiterung des Fachpersonals&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fördermittel&lt;br /&gt;
*Bereitstellung von Fördermitteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Fortschritte&lt;br /&gt;
*Digitalisierung im Gebäudemanagement&lt;br /&gt;
*Einsatz erneuerbarer Energien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerer Druck&lt;br /&gt;
*öffentliche Diskussion zum Klimaschutz&lt;br /&gt;
*Thematisierung in den Zielvereinbarungen und Hochschulentwicklungsplänen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===6. Maßnahmen zur Implementierung===&lt;br /&gt;
Für eine Implementierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz kann strukturell zwischen strategischen und operativen unterschieden werden. Hierbei sind die strategischen dadurch charakterisiert, dass sie „gute Rahmenbedingungen“ für die operativen schaffen. Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen benannt und Beispiele für „good practice“ angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====6.1. Strategisch====&lt;br /&gt;
=====6.1.1. Governancestrukturen schaffen=====&lt;br /&gt;
Governance kann verstanden werden als Aufgabe, die Prozesse für einen erfolgreichen Klimaschutz geordnet zu koordinieren. Für eine Governance, explizit auch zum Klimaschutz bzw. zur Energieeffizenz, kann für den Praxis-betrieb auf die Bereiche Politik, Profession, Organisation, Wissen und Öffentlichkeit aus dem Governance-Regler zurückgegriffen werden, der im Handlungsfeld Governance von HOCHN entwickelt wurde und in der Evaluation der Nachhaltigkeitskonzepte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt einem Praxistest unterzogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessi-schen Landesregierung. HIS-HE:Forum, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeitsgovernance an Hochschulen - BETA, Oktober 2018:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/2-handlungsfelder/01-governance.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Berlin: Nachhaltigkeitsrat.&lt;br /&gt;
Der Nachhaltigkeitsrat wurde im Jahr 2018 Gegründet und besteht aus gewählten Mitgliedern der TU Berlin sowie externen Teilnehmenden. Der Nachhaltigkeitsrat ist darüber hinaus ein offenes Gremium, in dem jede und jeder willkommen ist, der sich für die nachhaltige Entwicklung der TU Berlin interessiert und daran mitwirken möchte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltigkeitsrat.tu-berlin.de/menue/nachhaltigkeitsrat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Runder Tisch zur nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;
Der Runde Tisch „Nachhaltige Entwicklung der HNEE“ wurde 2010 als demokratisches, von allen Interessengrup-pen der Hochschule gemeinsam getragenes und gestaltetes Gremium von der heutigen Nachhaltigkeitsmanage-rin und der Koordinatorin für die familienfreundliche Hochschule ins Leben gerufen. Ziel ist eine gemeinsame, von allen Hochschulgruppen entwickelte, umfassende nachhaltige Entwicklung an der HNEE.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement-an-der-HNEE/Beteiligung-und-Mitmachen/Runder-Tisch-Nachhaltigkeit/Runder-Tisch-zur-nachhaltigen-HNEE-Entwicklung-E6093.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Nachhaltigkeitsleitlinien.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/uni/nachhaltige-hochschule/home/nachhaltigkeitsleitlinien/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Harz: Senatskommission &amp;quot;Nachhaltige Hochschule Harz&amp;quot;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-harz.de/nachhaltige_hs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FU Berlin: Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.2. Controllingkonzept umsetzen=====&lt;br /&gt;
Controlling meint, die Aktivitäten zur Energieeffizienz gezielt zu steuern. Das Controlling fußt damit auf einer quantitativen Grundlage. Dieses kann die zahlenmäßige und graphische Auswertung der monatlichen Ver-brauchsdaten (gebäudebezogen) sein, um Veränderungen erkennen zu können und um die Nutzer zu informieren und zu motivieren sowie die gezielte Beobachtung der den konkreten Maßnahmen zugeordneten Zähler. Um die Zielsetzung für das Controlling-Konzept zu erreichen (insb. die Wirksamkeitsmessung), sind folgende Strukturen als Rahmenbedingungen zu schaffen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übergabe der operativen Verantwortung an speziell ausgebildetes Fachpersonal (für Klimaschutz) mit zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
*Gründung eines Klimaschutzbeirats mit Kontroll- und Lenkungsfunktion (dieses kann der Umweltaus-schuss übernehmen).&lt;br /&gt;
*Durchführung regelmäßiger Audits zur Überprüfung des Projektfortschritts und Messbarkeit über ein Kennzahlsystem herstellen (als Elemente im Managementkreislauf: plan (Ziele, Verantwortungen, Res-sourcen festlegen), do (Durchführung gemäß Planung), check (Zielerreichung prüfen, Fehler erheben), act (Fehler analysieren, Lösungsmöglichkeiten finden und auswählen).&lt;br /&gt;
*Sicherung der Finanzierung (ggf. über einen Klimaschutz-Etat).&lt;br /&gt;
*Etablieren eines Berichtswesens, auch für die Hochschulleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Hochschulen haben aktuell eine Beteiligung an einem normierten Umweltmanagementsystem nach EMAS:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt: Beteiligung an EMASplus.&lt;br /&gt;
Als erste Universität in Deutschland hat die KU das Zertifikat „EMASplus“ erhalten. Grundlage dafür ist die Etablie-rung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagements, das Ökologie, Soziales und Ökonomie umfasst. Damit verpflichtet sich die Katholische Universität dazu, ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Wirkungen re-gelmäßig systematisch überprüfen zu lassen und kontinuierlich zu optimieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.ku.de/kommunikation/presse/pi/einzelansicht/article/ku-erhaelt-als-erste-universitaet-in-deutschland-das-zertifikat-emasplus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 79 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule RheinMain: Klimaschutzkonzept Hochschule RheinMain. Abschlussbericht, Juni 2018, S. 67 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-rm.de/fileadmin/Home/Hochschule/Veroeffentlichungen/Klimaschutz/20180815_Abschlussbericht_KlischKo_HSRM_final.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzkonzept der HNE Eberswalde.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/_obj/67605A07-D2ED-4886-8A7C-BEB532B8044E/outline/Klimaschutzkonzept_HNEE.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaschutzkonzept der Universität Kiel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaschutzkonzept&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Klimaschutzbericht der Hochschule Osnabrück.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/wie-die-hochschule-osnabrueck-ihren-co2-fussabdruck-um-fast-70-prozent-verkleinert-hat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.3. Klimaneutralität formulieren=====&lt;br /&gt;
Klimaneutralität beinhaltet, für einen selbstgesteckten Rahmen (z. B. Gebäudebetrieb, Mobilität, Konsum) die klimarelevanten Emissionen zu beziffern, sie zu minimieren oder substituieren und verbleibende Emissionen auch zu kompensieren. Die Zielsetzung, als Hochschule klimaneutral zu werden, wird auf ein Datum bezogen, z.B. auf das Jahr 2035. Die Zeitspanne bis zur Klimaneutralität und die bis dahin noch emittierten Tonnen CO2 müssen aus den Zielsetzungen zur Eingrenzung der Erderwärmung abgeleitet werden. Die Formulierung einer Klimaneutrali-tät ist somit immer Angelegenheit der Hochschule als Ganzes, also der Hochschulleitung. Formulierte Klimaneut-ralität ist auch ein Aspekt von Governance und hochschulöffentlich. Klimaneutralität ist für Hochschulen realisier-bar, dieses hat eine Studie von HIS-HE belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J., Person, R.-D. (2019): Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus. Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung. HIS-HE:Medium, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golüke, H.: Ökostrom beziehen ist gut - reicht aber nicht! In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen, Nr. 1 ,2019, S. 18 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Die Leuphana Universität Lüneburg hat sich 2007 das Ziel der Klimaneutralität gesetzt und dieses im Jahr 2014 erreicht. Dabei konnten 50 Prozent Primärenergie und 30 Prozent Endenergie eingespart werden. Grundlage der Erreichung der Klimaneutralität ist der effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen in allen Teilbereichen der Universität. Die Themenfelder sind Energieeffizienz, Einsatz regenerativer Energien, Förderung einer klimascho-nenden Mobilität und der nachhaltigen Beschaffung, die in vielen Einzelmaßnahmen sukzessive implementiert und optimiert wurden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
www.leuphana.de/klimaneutral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Düsseldorf: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Hochschule Düsseldorf hat am 19.11.2019 Klimaschutz-Leitlinien beschlossen und dabei die CO2-Klimaneutralität bis 2030 als konkretes Klimaschutz-Ziel festgelegt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-duesseldorf.de/personen/salvagno/klimaschutz?showarrows=1&amp;amp;sid=maysmcrsi1wnydumut54ns5v&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement/Nachhaltige-Hochschule/Klimaneutralitt/Klimaneutralitt-K6435.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaneutrale-universitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Trier, Umweltcampus Birkenfeld: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochschule-trier.de/hochschule/hochschulportraet/drei-campus/umwelt-campus-birkenfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pv-magazine.de/2020/06/09/htw-berlin-bekommt-zwei-photovoltaik-anlagen-mit-zusammen-280-kilowatt-leistung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freie Universität Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2019/fup_19_398-klimanotstand/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.4. Energieflüsse abbilden=====&lt;br /&gt;
Um überhaupt den Umgang mit Energie zum Thema zu machen, ist ein Messsystem erforderlich, welches die Verbräuche erfasst und die Energieflüsse durch die Hochschule abbildet (siehe Abbildung 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nachhaltiges Energiemanagement.png|800px|thumb|Abbildung 1: Potentielle Energieeinflüsse durch die Hochschule (Grafik von HIS-HE: CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür ist eine Messarchitektur erforderlich, die die Hochschule angemessen abbildet und eine routinemäßige Auslesung und Auswertung der Daten ermöglicht. Dieses ist erforderlich, um die Effekte von initiierten Maßnah-men zu erkennen und steuern zu können. Im Umkehrschluss bedeutet das, nur das zu messen, was auch für die Steuerung des Energiemanagements relevant ist. Steuerung benötigt ein Controlling-Konzept. Das Controlling-Konzept stellt einen Kreislauf dar, in dem die durch die Klimaschutzaktivitäten (ggf. Klimaschutzkonzept) definier-ten Maßnahmen zur Umsetzung geführt werden. Durch die ständige Evaluierung und zielgerichtete Anpassung der Maßnahmen wird eine erfolgreiche Umsetzung, im Sinne einer Steuerung, sichergestellt. Diese Steuerung bezieht sich auf das regelmäßige Ermitteln, Vereinbaren, Umsetzen, (Erfolgs-)Messen und ggf. Nachjustieren von Maßnahmen. Dieses ist mehr als reiner (quantitativer) Soll-Ist-Vergleich; denn das Vorgehen schließt eine (quali-tative) Bewertung mit ein. Gerade hierfür sind Ressourcen erforderlich, die insbesondere auf der personellen Ebene das entsprechende Fachwissen garantieren und auf der Sachebene für eine adäquate Verwaltung und Ablage der notwendigen Daten sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: 10 Jahre CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1 (2019). Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 9 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ketelhön, U.: Erarbeitung eines Musterkonzeptes sowie standortbezogener Einzelkonzepte für die Helmholtz-Gemeinschaft. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2017, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092077&amp;amp;hash=0086d0e250079e732f6057fdd4cbaa32680b6f8f&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_02-2017_DRUCK.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V.: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 48 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.5. Budgetierungssystem einführen=====&lt;br /&gt;
Budgetierung bedeutet, die Kosten für den Energieverbrauch den Akteuren oder Organisationseinheiten zuord-nen zu können und diese durch spezifische Modelle daran zu beteiligen. Die Motivlagen, Budgetierungssysteme einzuführen und die Bandbreite der Modelle sind vielschichtig. Sie reichen von freiwilligen Systemen, die aus-schließlich mit Bonuszahlungen arbeiten, bis hin zu hochschulweit verbindlich eingeführten Systemen, in denen die Energiekosten aus den dezentralen Budgets zu begleichen sind. Eine Herausforderung stellt oftmals die Bemes-sung der Budgets dar, aus denen die Einheiten ihre Energiekosten begleichen sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V. (2014): Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS-HE: Mitteilungsblatt, Nr. 4, S. 1 f. https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-4.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit Anreizen zu mehr Klimaschutz: Das Prämiensystem zur Energieeinsparung an der Freien Universität Berlin. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wöhning, C.: Projekt „Entwickeln und Setzen von Anreizsystemen“. In: Magazin für Hochschulentwicklung. The-men-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 12&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.: Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 4, 2014, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092324&amp;amp;hash=cc4bf20988a0950ad784ab9f1b6249f584d3e32d&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-1.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Berlin: Prämiensystem.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Freien Universität Berlin hat Anfang 2007 ein so genanntes Prämiensystem eingeführt, um organisatorische und verhaltensbezogene Einsparpotentiale zu realisieren. Über das Prämienmodell erhalten die Fachbereiche direkte finanzielle Anreize.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/handlungsfelder/campus/energie_klimaschutz/praemiensystem/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Freiburg: Dezentrale Monetäre Anreize zur Energieeinsparung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Anreizmodell der Universität Freiburg will Verhaltensänderungen bei den Gebäudenutzern und minimal in-vestive technische Maßnahmen kombinieren. Dabei wird den Einrichtungen anteilig die Kosten, die gegenüber einer Referenz eingespart wurden, gutgeschrieben. Ein Malus-System, dass ggf. Mehrverbrauch sanktioniert, existiert nicht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltige.uni-freiburg.de/klimaschutz/dezmon-2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Energiekostenbudgetierung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/energiesparen/energiekostenbudgetierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goethe-Universität Frankfurt: Energieeinspardialog.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail/hessen-entwickeln-und-setzen-von-anreizsystemen-zur-energieeinsparung-an-hessischen-hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.6. Bauherrenfunktion nutzen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen Hochschulen befinden sich in einem Reformprozess, der sich unter anderem durch einen Paradig-menwechsel im Hochschulmanagement von einer eher detailgesteuerten zu einer verstärkt eigenverantwortlich geführten Hochschule manifestiert. Vor diesem Hintergrund ist einzelnen Hochschulen auch die Bauherrenfunkti-on übertragen worden. In diesem Kontext muss genau geprüft werden, mit welchen Anforderungen diese Aufga-be verbunden und unter welchen Voraussetzungen dieses Modell erfolgsversprechend ist. Die Zuweisung und Übernahme der Bauherrenfunktion hat daher große Bedeutung, weil Neubau oder Sanierung eines Gebäudes einen großen Einfluss auf die CO2-Emissionen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesetzlichen Vorgaben fordern schon eine entsprechende Energieeinsparung bei Neubau und Sanierung. Diese bezieht sich jedoch lediglich auf gebäudeinduzierte Verbräuche. Einen nicht unwesentlichen Anteil macht der nutzerinduzierte Verbrauch aus, der durch die technischen Geräte der Nutzer beeinflusst wird. Im besten Fall kann die Hochschule als Nutzer, Betreiber und Bauherr die Nutzeranforderungen direkt an die von Ihnen beauf-tragten Fachplaner vermitteln und für die energieeffizienteste Lösung des Betriebs sorgen. Im Fall der Bauher-renvertretung durch die Landesbauverwaltung ist eine Einbeziehung der Hochschule als Nutzer und Betreiber sehr wesentlich. Dieses betrifft die Erarbeitung und Übergabe der Nutzeranforderungen an die und auch die Kommunikation mit den Fachplanern. Diese Anforderung bezieht sich auf den gesamten Planungs- und Baupro-zess, um die energieeffizientesten Lösungen für den Betrieb zu finden.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fokus liegt in erster Linie auf Lösungen zur Energieeinsparung mit Hilfe technischer Anlagen und der Verwen-dung von wärmedämmenden Baustoffen. Ein weiterer Aspekt bezüglich des Energieverbrauchs im Bereich Ge-bäudeinfrastruktur von Hochschulen liegt jedoch in der Errichtung von Gebäuden. Ein nicht unwesentlicher Teil der Energie besteht aus „grauer Energie“, die den Energieverbrauch der Gewinnung von Rohstoffen, der Herstel-lung von Baustoffen, deren Transport und Verarbeitung vor Ort betrachtet. Um diesen Energieverbrauch niedrig zu halten, sind mehrere Möglichkeiten gegeben. Eine den Zielen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit verpflich-tete hochschulweite Ermittlung der Flächenbedarfe stellt den Ausgangspunkt dar, gefolgt von Maßnahmen wie z. B. Sanierung vor Neubau, Recyclen und Wiederverwenden von Baustoffen, Verwendung von Baustoffen mit nied-riger Energiebilanz etc. Hier steht die Forschung jedoch noch sehr am Anfang und Datenbanken, die darüber Auskunft geben (z. B. ökobaudat), werden derzeit hauptsächlich von den Herstellern gefüllt. Eine Unabhängigkeit ist dadurch nicht gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Holzkamm, I.; Stibbe, J.; Stratmann, F.; Tegtmeyer, R.: Orientierungshilfe Bauherrenfunktion durch Hochschu-len. Teil 1: Rahmenbedingungen für die Bauherrenfunktion im Hochschulbau HIS-HE: Forum Hochschule, Nr. 4, 2015&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/orientierungshilfe-bauherrenfunktion-durch-hochschulen-teil-1-rahmenbedingungen-fuer-die-bauherrenfunktion-im-hochschulbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stibbe, J.; Stratmann, F.; Söder-Mahlmann, M.: Verteilung der Zuständigkeiten des Liegenschaftsmanagements für die Universitäten in den Ländern. Sachstandsbericht. HIS-HE: Forum Hochschule, Nr. 9, 2012&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/verteilung-der-zustaendigkeiten-des-liegenschaftsmanagements-fuer-die-universitaeten-in-den-laendern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat: ÖKOBAUDAT.&lt;br /&gt;
Mit der Plattform ÖKOBAUDAT stellt das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) allen Akteuren eine vereinheitlichte Datenbasis für die Ökobilanzierung von Bauwerken zur Verfügung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.oekobaudat.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nutzenvorteile einer dezentralen Bauherrenfunktion der Hochschulen für den nachhaltigen Betrieb&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Lebenszyklus-/Nachhaltigkeitsbetrachtungen in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein wesentliches Argument der Hochschulen für eine Übernahme der Bauherrenfunktion ist, die Gesamtzustän-digkeit für Betrieb und Bau in eine Hand zu legen und dadurch die Wirtschaftlichkeit über die Baumaßnahmen hinaus auf den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes in den Fokus zu rücken. Hintergrund dieser Forderung ist unter anderem, dass derzeit bei den Bauinvestitionen die Baufolgekosten nicht hinlänglich berücksichtigt werden und somit die Hochschulen als Verantwortliche für den Gebäudebetrieb die zum Teil sehr hohen Bewirtschaftungs- und Betriebskosten hinnehmen und tragen müssen. Für ein kostenoptimiertes und nachhaltiges Immobilienma-nagement über den gesamten Lebenszyklus ist daher die zusammenhängende Betrachtung von Investitions- und Bewirtschaftungskosten zielführend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Nutzeranforderungen (Forschung &amp;amp; Lehre) in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Während des Projektstarts hat der Nutzer (Hochschule) die Bauherrenfunktion, die er u. a. durch Vorgabe des Projektziels in den Nutzeranforderungen wahrnimmt. Da in vielen Hochschulen bereits hohe Baufachkunde vor-handen ist, können die spezifischen Anforderungen aus Forschung und Lehre aufgrund der vorhandenen Nähe umfassend in die Nutzeranforderungen eingebracht werden. In der Projektabwicklung (Baumaßnahme) hingegen haben i. d. R. die Landesbaubetriebe bzw. -verwaltungen die Bauherrenfunktion, sodass die spezifischen Nutzeranforderungen hier nicht weiterentwickelt, konkretisiert und verbindlich vorgegeben werden können. Der Nutzer hat hier keine Entscheidungsbefugnisse mehr. Bei einer Übernahme der Bauherrenfunktion sehen die Hochschulen daher die Chance, die Nutzeranforderungen im gesamten Planungs- und Bauprozess besser einbeziehen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Gebäudemanagementkompetenzen (Hochschulverwaltung) in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Gebäudemanagement in den Hochschulverwaltungen verfügt über ein langjährig entwickeltes Erfahrungswissen über die bauliche und technische Infrastruktur. Mit einer Übernahme der Bauherrenfunktion erwarten die Hochschulen, dass ihr Erfahrungsschatz direkter in alle Phasen der Entscheidungs- und Planungsprozesse für Baumaßnahmen eingebracht werden kann. Da sowohl Gebäudemanagement als auch Baumanagement dann Teil der Hochschulverwaltung wären, ist die frühzeitige Einbindung des Gebäudemanagements in den Planungspro-zess automatisch gewährleistet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnittstellen/Verfahrensvereinfachung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die derzeitige Wahrnehmung der Aufgaben Planung/Bau sowie Bedarfsplanung/Nutzung/Betrieb in unterschiedlichen Zuständigkeiten bedingt natürliche Schnittstellen. Diese führen nach Abschluss einer Baumaßnahme ggf. zu unerwünschten Problemen in der Nutzung und dem Betrieb. Darüber hinaus können die Schnittstellen Verzögerungen im Planungs- und Bauverfahren hervorrufen, z. B. durch unterschiedliche Verfahrensweisen, unterschiedliche Prioritätensetzung, Missverständnisse etc. Mit der Zusammenführung der Aufgaben in eine Zuständigkeit versprechen sich die Hochschulen eine Verringerung der Schnittstellen und damit eine Verfahrensbeschleuni-gung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Komplette Bauherrenfunktion unabhängig vom Bauvolumen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hochschulen nehmen bei Bauunterhaltungsmaßnahmen und kleinen Neu-, Um- und Erweiterungsmaßnahmen (KNUE, bis ca. 1 Mio. €, kann in einzelnen Ländern höher sein) die Bauherrenfunktion bereits in einem Großteil der Länder wahr. Bei großen Neu-, Um- und Erweiterungsmaßnahmen (GNUE, ab ca. 1 Mio. €, kann in einzelnen Ländern höher sein) besitzen die Landesbaubetriebe bzw. -verwaltungen i. d. R. die Bauherrenfunktion. Die Bauverantwortung im Hochschulbau ist daher je nach Größe der Baumaßnahme in unterschiedliche Zuständigkeiten aufgeteilt. Eine Zusammenlegung der Bauverantwortung an einer Stelle würde einen umfassenderen Blick auf alle Baumaßnahmen pro Hochschule ermöglichen und nicht nur bis oder ab einer gewissen Wertgrenze. Hierdurch wäre ein übergreifendes Steuern aller Baumaßnahmen pro Hochschule besser möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Finanzierungsrahmen und -bedingungen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einige Hochschulen streben die Übernahme der kompletten Bauverantwortung für den Hochschulbau und das eigenverantwortliche Steuern der Baumaßnahme, über die Wertgrenzen hinaus, an. Zusätzlich besteht der Wunsch nach einem verbindlichen, langfristigen Finanzrahmen in der Landeshaushaltsplanung und optional ein frei zur Verfügung stehendes Baubudget. Dadurch würde sich weniger der Maßnahmenprozess durch die Mittel-freigabe des Parlaments verzögern und wäre, was den zeitlichen Ablauf betrifft, einschätzbarer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übergabe und Nutzung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch eine Zusammenlegung der Betreiber- und Bauherrenfunktion wird die frühzeitige Beteiligung des Gebäudemanagements am Bauplanungsprozess gefördert und die Übergabe des fertiggestellten Gebäudes an den Nutzer erleichtert. Zudem wird das Interesse des Bauherrn erhöht, zwingend erforderliche Revisionsunterlagen mit größerem Druck von Bauauftragnehmern einzufordern und nachdrückliche Mängel zu beseitigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landesbaustandards/Wirtschaftlichkeit:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die von den Landesbaubetrieben bzw. -verwaltungen angewandten Landesbaustandards sind für den Hochschul-bau (meist Sonderbauten) nicht immer zielführend, da sie i. d. R. lediglich einen zur Erfüllung der Bauaufgabe „ausreichenden“ Kostenaufwand berücksichtigen. Um hier nicht im internationalen Wettbewerb abgehängt zu werden, müssen bereits die Gebäude spezifische, wissenschaftsbezogene Anforderungen erfüllen und dürfen nicht auf ein ausreichendes „Standardprogramm“ reduziert werden. Eine Übernahme der Bauherrenfunktion würde diesen Blickwinkel stärker in den Fokus rücken und ihm mehr Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baufachliche Qualität/Bauerfahrung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Hochschulerfahrung mit kleineren Baumaßnahmen und teilweise großen drittmittel-finanzierten Maßnahmen liegen weitreichende Erkenntnisse für Hochschulbaumaßnahmen vor. Diese können bei einer Übernahme der Bauherrenfunktion durch Hochschulen unmittelbar eingebracht werden und somit eine Verbesserung der baufachlichen Qualität ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.7. Management der Flächen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein strategisches Flächenmanagement reduziert den Energieeinsatz pro Nutzer, indem es die Auslastung der Flächen innerhalb der Woche erhöht oder die Inanspruchnahme der Fläche pro Nutzer verringert. Das Flächenmanagement an Hochschulen verfolgt jenseits der globalen Zielsetzung einer sparsamen Flächeninanspruchnahme oftmals drei konkrete Zielsetzungen. Zum einen geht es darum, die von der Hochschulleitung oder beauftragter Bauabteilungen angesteuerten Organisationseinheiten, also z.B. Lehrstühle, Institute oder Fachbereiche genau mit denjenigen Flächen auszustatten, die sie benötigen. Die Definition des Flächenbedarfs orientiert sich zwar an landesseitigen Standards und fachspezifischen Anforderungen. Gleichwohl eröffnen sich Spielräume für hochschuleigene, strategische Flächenmanagementvorgaben, die z.B. die Zielsetzung der Klimaneutralität aufgreifen. Konkret bedeutet dies, dass beispielsweise in Berufungszusagen alte „Erbhöfe“ nachjustiert werden. Oder es geht um die Sicherstellung der Flexibilität von Forschungsflächen. Den dritten bedeutenden Bereich macht die klassische Lehrraumbelegung aus. Hier geht es um die gleichmäßigere und letztendlich höhere Auslastung der Räume innerhalb der gesamten Woche und um das genauere Übereinstimmen (‚matchen‘) der Gruppen- und Raumgrößen (FN: Ruiz, Marcelo (2015): Welche Bedeutung haben Flächen in der Hochschulsteuerung auf Landes- und Hochschulebene? In: Magazin für Hochschulentwicklung (2), S. 12–13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht immer sind dazu hochentwickelte CAFM-Systeme erforderlich. In den zentralen Hochschulverwaltungen ist eine systematische und idealerweise an Landesstandards angepasste Bedarfsplanung erforderlich. Lehrraumma-nagementsysteme sind heutzutage selbstverständlich edv-basiert. Zentral organisierte Lehrraumbelegungssys-teme schneiden hinsichtlich ihrer Flächeneffizienz besser ab als dezentrale oder gemischte Systeme (FN: Fenner, Henrich (2014): Hörsäle und Seminarräume: Bestände besser nutzen. Auslastungsuntersuchungen an Hochschu-len als Basis eines effektiven Lehrraummanagements. In: Wissenschaftsmanagement - Zeitschrift für Innovation (2), S. 54–57).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good Practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Stuttgart:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-stuttgart.de/universitaet/organisation/verwaltung/dez6-flaechenbaumanagement/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Heidelberg:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-heidelberg.de/einrichtungen/verwaltung/bau/flaechenmanagement.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Konstanz:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-konstanz.de/facility-management/gebaeudeservices/raumverwaltung-gaestehaeuser-schluesselverwaltung-veranstaltungsplanung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.8. Finanzierungen prüfen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz und zum Klimaschutz ist grundsätzlich über Förderpro-gramme möglich. Diese existieren z. B. auf Landes- und Bundesebene. Hierbei ist häufig auch ein Eigenbeitrag der Hochschulen zu leisten. Darüber hinaus sind Modelle des Contracting und Intracting möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessi-schen Landesregierung. HIS-HE: Forum, Nr. 3, 2020, S. 25, S. 32&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bauerfeind-Roßmann, I.: Hochschulen in Hessen leisten ihren Beitrag zur Klimaneutralität des Landes. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 7 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Binnewies, K.: Die novellierte Kommunalrichtlinie der nationalen Klimaschutzinitiative. In: Magazin für Hochschul-entwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knissel, J.: Universität Kassel beschreitet mit dem Intracting-Modell neue Wege bei der Finanzierung von Energie-spar-Maßnahmen. In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hoch-schulen. Nr. 1, 2019, S. 20 - 21&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good Practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Kassel: Intracting Forschungsprojekt.&lt;br /&gt;
Das Intracting-Prinzip will durch Energiesparmaßnahmen eingesparte Energiekosten einer extra geschaffenen „Intracting-Kostenstelle“ gutschreiben und wieder in neue Energiesparmaßnahmen investieren. Im Hochschul-bereich findet dieses Verfahren bisher kaum Anwendung. Das Forschungsprojekt IntrHo will die Rea-lisierungsmöglichkeiten für Intracting an Hochschulen unter¬suchen. Zielsetzung ist, ein anwendungsorien¬tiertes, übertragbares Finanzierungskonzept für Energie¬sparmaßnahmen an Hochschulen zu entwickeln und zu erpro-ben. Es gehe darum, das jeweilige hochschulinterne Energiemanagement in die Lage zu versetzen, kontinuierlich die Effizienz seiner Hochschulgebäude zu steigern und vor¬handene Energieeinsparpotenziale zu erschließen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-kassel.de/uni/universitaet/profil/profil-umwelt-und-nachhaltigkeit/umwelt-und-nachhaltigkeit/betrieb/intracting/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HAW Hamburg: Einspar-Contracting.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwei Standorte der HAW wiesen verschiedene, veraltete Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik auf, eine ineffizi-ente Belüftung und Beleuchtung führten zu hohen Instandhaltungs- und Energiekosten. Die Hochschule entschied sich deshalb, die Energieeffizienz ihrer Gebäude zu erhöhen und die Energiekosten von bis zu 27 Prozent mit dem Energiespar-Contracting von Siemens ab 2014 zu reduzieren. Dabei wurden Lüftungs- und Klimaanlagen ein-schließlich der Luftverteilung ausgetauscht, raumlufttechnische Anlagen und die Heizungsanlagenhydraulik opti-miert und das bestehende Gebäudeautomationssystem optimiert. Um die garantierte Einsparung sicherzustellen und künftig weiter zu optimieren, übernimmt Siemens das Energie-Monitoring und -Controlling der umgebauten Anlagen. Das dafür integrierte Messkonzept erfasst kontinuierlich und automatisiert den Verbrauch von Strom, Wärme, Kälte, Wasser, von Volumenströmen in Heizungs-, Lüftungs-, Klima- und Kälteanlagen sowie deren Rege-lungszonen. Damit werden 27 % der jährlichen Energiekosten gespart.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.energiecontracting.de/4-projekte/projektansicht.php?pid=6083&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Energiespar-Contracting.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://energie.blog/erfolgreiches-energiespar-contracting-an-der-uni-bremen/&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5999</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Energiemanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5999"/>
		<updated>2020-11-29T20:00:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: /* 6.1.7. Management der Flächen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Nachhaltiges Energiemanagement, nachhaltiger Umgang mit Energie ==&lt;br /&gt;
===1. Betroffener Personenkreis===&lt;br /&gt;
Der Beitrag richtet sich an das Fachpersonal im technischen Gebäudemanagement, welches auf der operativen Ebene mit der Bereitstellung von Energie sowie dem Management der Energienutzung betraut ist. Darüber hin-aus werden strukturelle Hinweise gegeben, die für das Leitungspersonal relevant sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2. Relevanz===&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Gebäudemanagements besteht darin, optimale Bedingungen für die Kernaufgaben der Hoch-schulen zu schaffen. Hierzu zählt auch das Bereitstellen von und der Umgang mit Energie. Vor diesem Hintergrund bewegt sich dieses Handlungsfeld immer in einem besonderen Spannungsfeld, wenn auch ein effizienter, mög-lichst sparsamer Einsatz von Energie erfolgen soll, um CO2 und Kosten einzusparen. Potentielle Zielkonflikte zwi-schen dem Anspruch, bestmögliche Voraussetzungen für Forschung und Lehre zu schaffen und gleichzeitig Ener-gie effizient einzusetzen, sind der Organisation Hochschule immanent.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind gesetzliche Vorgaben (siehe unten) und Kostenaspekte (insb. steigende Energiekosten) Rah-menbedingungen, die dem Thema Energieeinsatz eine Relevanz geben. Die zentrale Facette scheint allerdings der stetig zunehmende öffentliche, gesellschaftliche Druck zum aktiven Klimaschutz zu sein, der insbesondere von Hochschulen und den Mitgliedern ausgeht und sehr stark von den wissenschaftlichen Erkenntnissen und konkre-ten Zielvorgaben gestützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3. Gesetzliche Grundlagen===&lt;br /&gt;
Gesetzliche Vorgaben existieren, um Gebäude nach hohem Energieeffizienzstandard zu errichten bzw. zu sanieren und den energieeffizienten Betrieb bereits in der Phase des Planens zu berücksichtigen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesetzliche Rahmen für bauliche Maßnahmen wurde bisher durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmG) verbindlich festgelegt. Mit dem geplanten Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) &amp;lt;ref&amp;gt;Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz - GEG), Entwurfsstand: 03.07.2020 (nach Zustimmung im Bundesrat).&amp;lt;/ref&amp;gt; ab November 2020 werden die bisherigen Regelungen aus EnEG, EnEV und EEWärmeG in einem Gesetz zusammengefasst. Grundlage der bisherigen nationalen Regelungen sind die Richtlinien der EU, insbesondere als Basis für die o. g. gesetzlichen Regelungen die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen ergeben sich Anforderungen aus den gesetzlichen Regelungen im Rahmen von EnEG, EnEV, EEWärmeG bzw. zukünftig GEG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sanierungs- und Neubaumaßnahmen: Baubezogene Regelungen, Energieausweise für Gebäude, Standards für „Niedrigstenergie-Gebäude“&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
* Betrieb von Gebäuden und technischen Anlagen: Energetische Inspektion (Klimaanlagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der GEG-Einführung sind zunächst keine Verschärfungen der bisherigen Regelungen der EnEV vorgesehen. Eine Überprüfung dieser Standards ist erst für das Jahr 2023 vorgesehen. Neu sind dagegen eine Innovationsklausel und der so genannte Quartiersansatz. Zunächst befristet bis Ende 2023 sind damit Möglichkeiten zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen anstelle des Primärenergieeinsatzes sowie eine gemeinsame Berücksichtigung von Gebäuden an einem zusammenhängenden Standort möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Regelungen aus den EU-Richtlinien werden erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt. Das „Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität“ (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) – kurz: GEIG – gehört dazu und bezieht die in 2018 aktualisierten Regelungen der EU-Gebäuderichtlinie von 2010 ein.  Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat dazu den Gesetzentwurf ausgearbeitet, der für Baumaßnahmen (Neubau und umfassende Sanierungen) ab dem 11. März 2021 relevant werden soll. Bei Nicht-Wohngebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen muss demnach mindestens jeder fünfte Stellplatz entsprechend ausgerüstet und mindestens ein Ladepunkt errichtet werden. Ab 2025 muss jedes (bestehende) nicht zum Wohnen genutzte Gebäude mit mehr als zwanzig Stellplätzen mit mindestens einem Ladepunkt ausgestattet werden &amp;lt;ref&amp;gt;Entwurf eines Gesetzes zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz – GEIG), Stand: 04.03.2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind weitere gesetzliche Regelungen, die im Zusammenhang mit dem Bezug und der Nutzung von Energie stehen für die Hochschulen von Bedeutung. Beispielhaft genannt werden hier &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Service/Gesetzeskarte/gesetzeskarte.html&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das insbesondere die Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien festlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), das die Förderungen für hocheffizienter KWK-Anlagen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das die Rahmenbedingungen für eine „sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Gas“ festlegt und insbesondere für Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze im Rahmen der Versorgung Dritter von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stromsteuergesetz (StromStG), das die Besteuerung von Strom sowie auch die Ermäßigung oder die Befreiung von der Steuer unter bestimmten Voraussetzungen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Treibhausgas-Emissionshandels-Gesetz (TEHG), auf dessen Grundlage der Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen in einem EU-weiten Emissionshandelssystem basiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) zur Regelung der Voraussetzungen für die Einführung und den Betrieb eines Anlagenregisters für Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Grubengas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der übergeordneten Ebene der EU ist weiterhin der „Klima- und energiepolitische Rahmen“ mit den  EU-weiten Zielvorgaben und politischen Zielen für den Zeitraum 2021 bis 2030 zu benennen, an dem sich die nationale Gesetzgebung orientieren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen von Bedeutung dürfte die Herausstellung der „Vorbildfunktion der öffentlichen Hand“ wie aktuell in § 4 des GEG bzw. § 1a EEWärmeG und EnEG § 2a (Niedrigstenergiegebäude) sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: Noch Kundenanlage oder schon Netz? BGH-Urteil liefert konkrete Hinweise, aber keine allgemeingültige Lösung. In: HIS:Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2020, S.3&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091621&amp;amp;hash=ad71f51ce9852bb0df44a036090d20859fd000cc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2020-02_Energierecht.pdf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===4. Ziele===&lt;br /&gt;
Für einen nachhaltigen Umgang mit Energie können sich Hochschulen, insbesondere wenn die CO2-Emissionen ein zentraler Indikator sein sollen, bei der Zielsetzung an drei wesentlichen Handlungsfeldern orientieren; diese lauten: Minimieren, substituieren und kompensieren von CO2-Emissionen. Wesentlich dabei ist die Prämisse: Minimierung vor Substitution vor Kompensation.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Minimierung&#039;&#039;&#039; bedeutet, tatsächlich weniger Energie zu verbrauchen, also den Energieverbrauch reduzieren und bei gleichem Energieträger eine Verringerung der CO2-Emissionen erzielen (z. B. technische oder organisatori-sche Maßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Substitution&#039;&#039;&#039; bedeutet, emissionsarme Energieträger einzusetzen. Bei gleichem Energieverbrauch werden damit Energieträger genutzt, die weniger CO2-Emissionen verursachen (z. B. Kauf von Ökostrom).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompensation&#039;&#039;&#039; bedeutet, für selber verursachte CO2-Emissionen an anderer Stelle eine CO2-Senke zu schaffen (z. B. Kauf von Zertifikaten, Organisation eigener Projekte). Gesetzlich sanktionierte Beispiele hierfür finden sich im Immissionsschutzrecht (z. B. §§ 17 ff. BImSchG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===5. Hemmnisse und Treiber===&lt;br /&gt;
Ein nachhaltiges Energiemanagement ist eingebettet in die Organisation (Strukturen) und den praktischen Betrieb (operative Handlungsmöglichkeiten) der Hochschule. Auf diesen beiden Ebenen können strukturell folgende Hemmnisse und Treiber für die Umsetzung eines nachhaltigen Umgangs mit Energie identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hemmnisse&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ressourcenmangel&lt;br /&gt;
*fehlende personelle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende Sichtweise auf langfristigere Effekte und die Externalisierung der Kosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsprozess&lt;br /&gt;
*limitierte Zeit für Planungsaufgaben sowie Fehler während der Bauplanung&lt;br /&gt;
*mangelnde Kommunikation zwischen Nutzern, Planern, Betreibern und Bauherren&lt;br /&gt;
*unkoordinierte Inbetriebnahme von neu erstellten Gebäuden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgaben&lt;br /&gt;
*keine Verankerung im Leitbild der Hochschule&lt;br /&gt;
*kein Klimaschutzkonzept mit definierten, priorisierten Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäudebestand&lt;br /&gt;
*unzureichende Messarchitektur&lt;br /&gt;
*hoher Technisierungsgrad bei Neubauten&lt;br /&gt;
*kein strukturiertes Flächenmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschullogik&lt;br /&gt;
*starke Egoismen der Fachbereiche&lt;br /&gt;
*schwere Einflussnahme auf Verhalten von Mitarbeitenden und Studierenden&lt;br /&gt;
*häufig wechselnde Akteure in der Mitgliedschaft der Hochschule&lt;br /&gt;
*fehlende Absprachen der beteiligten Serviceeinheiten der Hochschulen&lt;br /&gt;
*unklare Grenzen zwischen Komfort und Freiheit von Forschung und Lehre&lt;br /&gt;
*Spannungsfeld zwischen dem Ziel Energieeinsparung und energieintensiver Forschung mit Großgeräten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Treiber (nicht zu verwechseln mit Maßnahmen)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesetze, Normen, Zertifikate&lt;br /&gt;
*konkrete gesetzliche Vorgaben (insbesondere EnEV bzw. das künftige GEG, EEG, KWKG)&lt;br /&gt;
*AMEV Technisches Monitoring 2017&lt;br /&gt;
*Betrachtung der Lebenszykluskosten von Gebäuden (BNB Zertifikate)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenz&lt;br /&gt;
*Vernetzung und Kompetenzerweiterung des Fachpersonals&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fördermittel&lt;br /&gt;
*Bereitstellung von Fördermitteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Fortschritte&lt;br /&gt;
*Digitalisierung im Gebäudemanagement&lt;br /&gt;
*Einsatz erneuerbarer Energien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerer Druck&lt;br /&gt;
*öffentliche Diskussion zum Klimaschutz&lt;br /&gt;
*Thematisierung in den Zielvereinbarungen und Hochschulentwicklungsplänen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===6. Maßnahmen zur Implementierung===&lt;br /&gt;
Für eine Implementierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz kann strukturell zwischen strategischen und operativen unterschieden werden. Hierbei sind die strategischen dadurch charakterisiert, dass sie „gute Rahmenbedingungen“ für die operativen schaffen. Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen benannt und Beispiele für „good practice“ angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====6.1. Strategisch====&lt;br /&gt;
=====6.1.1. Governancestrukturen schaffen=====&lt;br /&gt;
Governance kann verstanden werden als Aufgabe, die Prozesse für einen erfolgreichen Klimaschutz geordnet zu koordinieren. Für eine Governance, explizit auch zum Klimaschutz bzw. zur Energieeffizenz, kann für den Praxis-betrieb auf die Bereiche Politik, Profession, Organisation, Wissen und Öffentlichkeit aus dem Governance-Regler zurückgegriffen werden, der im Handlungsfeld Governance von HOCHN entwickelt wurde und in der Evaluation der Nachhaltigkeitskonzepte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt einem Praxistest unterzogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessi-schen Landesregierung. HIS-HE:Forum, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeitsgovernance an Hochschulen - BETA, Oktober 2018:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/2-handlungsfelder/01-governance.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Berlin: Nachhaltigkeitsrat.&lt;br /&gt;
Der Nachhaltigkeitsrat wurde im Jahr 2018 Gegründet und besteht aus gewählten Mitgliedern der TU Berlin sowie externen Teilnehmenden. Der Nachhaltigkeitsrat ist darüber hinaus ein offenes Gremium, in dem jede und jeder willkommen ist, der sich für die nachhaltige Entwicklung der TU Berlin interessiert und daran mitwirken möchte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltigkeitsrat.tu-berlin.de/menue/nachhaltigkeitsrat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Runder Tisch zur nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;
Der Runde Tisch „Nachhaltige Entwicklung der HNEE“ wurde 2010 als demokratisches, von allen Interessengrup-pen der Hochschule gemeinsam getragenes und gestaltetes Gremium von der heutigen Nachhaltigkeitsmanage-rin und der Koordinatorin für die familienfreundliche Hochschule ins Leben gerufen. Ziel ist eine gemeinsame, von allen Hochschulgruppen entwickelte, umfassende nachhaltige Entwicklung an der HNEE.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement-an-der-HNEE/Beteiligung-und-Mitmachen/Runder-Tisch-Nachhaltigkeit/Runder-Tisch-zur-nachhaltigen-HNEE-Entwicklung-E6093.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Nachhaltigkeitsleitlinien.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/uni/nachhaltige-hochschule/home/nachhaltigkeitsleitlinien/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Harz: Senatskommission &amp;quot;Nachhaltige Hochschule Harz&amp;quot;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-harz.de/nachhaltige_hs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FU Berlin: Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.2. Controllingkonzept umsetzen=====&lt;br /&gt;
Controlling meint, die Aktivitäten zur Energieeffizienz gezielt zu steuern. Das Controlling fußt damit auf einer quantitativen Grundlage. Dieses kann die zahlenmäßige und graphische Auswertung der monatlichen Ver-brauchsdaten (gebäudebezogen) sein, um Veränderungen erkennen zu können und um die Nutzer zu informieren und zu motivieren sowie die gezielte Beobachtung der den konkreten Maßnahmen zugeordneten Zähler. Um die Zielsetzung für das Controlling-Konzept zu erreichen (insb. die Wirksamkeitsmessung), sind folgende Strukturen als Rahmenbedingungen zu schaffen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übergabe der operativen Verantwortung an speziell ausgebildetes Fachpersonal (für Klimaschutz) mit zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
*Gründung eines Klimaschutzbeirats mit Kontroll- und Lenkungsfunktion (dieses kann der Umweltaus-schuss übernehmen).&lt;br /&gt;
*Durchführung regelmäßiger Audits zur Überprüfung des Projektfortschritts und Messbarkeit über ein Kennzahlsystem herstellen (als Elemente im Managementkreislauf: plan (Ziele, Verantwortungen, Res-sourcen festlegen), do (Durchführung gemäß Planung), check (Zielerreichung prüfen, Fehler erheben), act (Fehler analysieren, Lösungsmöglichkeiten finden und auswählen).&lt;br /&gt;
*Sicherung der Finanzierung (ggf. über einen Klimaschutz-Etat).&lt;br /&gt;
*Etablieren eines Berichtswesens, auch für die Hochschulleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Hochschulen haben aktuell eine Beteiligung an einem normierten Umweltmanagementsystem nach EMAS:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt: Beteiligung an EMASplus.&lt;br /&gt;
Als erste Universität in Deutschland hat die KU das Zertifikat „EMASplus“ erhalten. Grundlage dafür ist die Etablie-rung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagements, das Ökologie, Soziales und Ökonomie umfasst. Damit verpflichtet sich die Katholische Universität dazu, ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Wirkungen re-gelmäßig systematisch überprüfen zu lassen und kontinuierlich zu optimieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.ku.de/kommunikation/presse/pi/einzelansicht/article/ku-erhaelt-als-erste-universitaet-in-deutschland-das-zertifikat-emasplus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 79 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule RheinMain: Klimaschutzkonzept Hochschule RheinMain. Abschlussbericht, Juni 2018, S. 67 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-rm.de/fileadmin/Home/Hochschule/Veroeffentlichungen/Klimaschutz/20180815_Abschlussbericht_KlischKo_HSRM_final.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzkonzept der HNE Eberswalde.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/_obj/67605A07-D2ED-4886-8A7C-BEB532B8044E/outline/Klimaschutzkonzept_HNEE.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaschutzkonzept der Universität Kiel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaschutzkonzept&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Klimaschutzbericht der Hochschule Osnabrück.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/wie-die-hochschule-osnabrueck-ihren-co2-fussabdruck-um-fast-70-prozent-verkleinert-hat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.3. Klimaneutralität formulieren=====&lt;br /&gt;
Klimaneutralität beinhaltet, für einen selbstgesteckten Rahmen (z. B. Gebäudebetrieb, Mobilität, Konsum) die klimarelevanten Emissionen zu beziffern, sie zu minimieren oder substituieren und verbleibende Emissionen auch zu kompensieren. Die Zielsetzung, als Hochschule klimaneutral zu werden, wird auf ein Datum bezogen, z.B. auf das Jahr 2035. Die Zeitspanne bis zur Klimaneutralität und die bis dahin noch emittierten Tonnen CO2 müssen aus den Zielsetzungen zur Eingrenzung der Erderwärmung abgeleitet werden. Die Formulierung einer Klimaneutrali-tät ist somit immer Angelegenheit der Hochschule als Ganzes, also der Hochschulleitung. Formulierte Klimaneut-ralität ist auch ein Aspekt von Governance und hochschulöffentlich. Klimaneutralität ist für Hochschulen realisier-bar, dieses hat eine Studie von HIS-HE belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J., Person, R.-D. (2019): Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus. Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung. HIS-HE:Medium, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golüke, H.: Ökostrom beziehen ist gut - reicht aber nicht! In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen, Nr. 1 ,2019, S. 18 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Die Leuphana Universität Lüneburg hat sich 2007 das Ziel der Klimaneutralität gesetzt und dieses im Jahr 2014 erreicht. Dabei konnten 50 Prozent Primärenergie und 30 Prozent Endenergie eingespart werden. Grundlage der Erreichung der Klimaneutralität ist der effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen in allen Teilbereichen der Universität. Die Themenfelder sind Energieeffizienz, Einsatz regenerativer Energien, Förderung einer klimascho-nenden Mobilität und der nachhaltigen Beschaffung, die in vielen Einzelmaßnahmen sukzessive implementiert und optimiert wurden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
www.leuphana.de/klimaneutral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Düsseldorf: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Hochschule Düsseldorf hat am 19.11.2019 Klimaschutz-Leitlinien beschlossen und dabei die CO2-Klimaneutralität bis 2030 als konkretes Klimaschutz-Ziel festgelegt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-duesseldorf.de/personen/salvagno/klimaschutz?showarrows=1&amp;amp;sid=maysmcrsi1wnydumut54ns5v&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement/Nachhaltige-Hochschule/Klimaneutralitt/Klimaneutralitt-K6435.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaneutrale-universitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Trier, Umweltcampus Birkenfeld: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochschule-trier.de/hochschule/hochschulportraet/drei-campus/umwelt-campus-birkenfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pv-magazine.de/2020/06/09/htw-berlin-bekommt-zwei-photovoltaik-anlagen-mit-zusammen-280-kilowatt-leistung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freie Universität Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2019/fup_19_398-klimanotstand/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.4. Energieflüsse abbilden=====&lt;br /&gt;
Um überhaupt den Umgang mit Energie zum Thema zu machen, ist ein Messsystem erforderlich, welches die Verbräuche erfasst und die Energieflüsse durch die Hochschule abbildet (siehe Abbildung 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nachhaltiges Energiemanagement.png|800px|thumb|Abbildung 1: Potentielle Energieeinflüsse durch die Hochschule (Grafik von HIS-HE: CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür ist eine Messarchitektur erforderlich, die die Hochschule angemessen abbildet und eine routinemäßige Auslesung und Auswertung der Daten ermöglicht. Dieses ist erforderlich, um die Effekte von initiierten Maßnah-men zu erkennen und steuern zu können. Im Umkehrschluss bedeutet das, nur das zu messen, was auch für die Steuerung des Energiemanagements relevant ist. Steuerung benötigt ein Controlling-Konzept. Das Controlling-Konzept stellt einen Kreislauf dar, in dem die durch die Klimaschutzaktivitäten (ggf. Klimaschutzkonzept) definier-ten Maßnahmen zur Umsetzung geführt werden. Durch die ständige Evaluierung und zielgerichtete Anpassung der Maßnahmen wird eine erfolgreiche Umsetzung, im Sinne einer Steuerung, sichergestellt. Diese Steuerung bezieht sich auf das regelmäßige Ermitteln, Vereinbaren, Umsetzen, (Erfolgs-)Messen und ggf. Nachjustieren von Maßnahmen. Dieses ist mehr als reiner (quantitativer) Soll-Ist-Vergleich; denn das Vorgehen schließt eine (quali-tative) Bewertung mit ein. Gerade hierfür sind Ressourcen erforderlich, die insbesondere auf der personellen Ebene das entsprechende Fachwissen garantieren und auf der Sachebene für eine adäquate Verwaltung und Ablage der notwendigen Daten sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: 10 Jahre CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1 (2019). Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 9 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ketelhön, U.: Erarbeitung eines Musterkonzeptes sowie standortbezogener Einzelkonzepte für die Helmholtz-Gemeinschaft. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2017, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092077&amp;amp;hash=0086d0e250079e732f6057fdd4cbaa32680b6f8f&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_02-2017_DRUCK.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V.: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 48 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.5. Budgetierungssystem einführen=====&lt;br /&gt;
Budgetierung bedeutet, die Kosten für den Energieverbrauch den Akteuren oder Organisationseinheiten zuord-nen zu können und diese durch spezifische Modelle daran zu beteiligen. Die Motivlagen, Budgetierungssysteme einzuführen und die Bandbreite der Modelle sind vielschichtig. Sie reichen von freiwilligen Systemen, die aus-schließlich mit Bonuszahlungen arbeiten, bis hin zu hochschulweit verbindlich eingeführten Systemen, in denen die Energiekosten aus den dezentralen Budgets zu begleichen sind. Eine Herausforderung stellt oftmals die Bemes-sung der Budgets dar, aus denen die Einheiten ihre Energiekosten begleichen sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V. (2014): Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS-HE: Mitteilungsblatt, Nr. 4, S. 1 f. https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-4.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit Anreizen zu mehr Klimaschutz: Das Prämiensystem zur Energieeinsparung an der Freien Universität Berlin. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wöhning, C.: Projekt „Entwickeln und Setzen von Anreizsystemen“. In: Magazin für Hochschulentwicklung. The-men-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 12&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.: Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 4, 2014, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092324&amp;amp;hash=cc4bf20988a0950ad784ab9f1b6249f584d3e32d&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-1.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Berlin: Prämiensystem.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Freien Universität Berlin hat Anfang 2007 ein so genanntes Prämiensystem eingeführt, um organisatorische und verhaltensbezogene Einsparpotentiale zu realisieren. Über das Prämienmodell erhalten die Fachbereiche direkte finanzielle Anreize.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/handlungsfelder/campus/energie_klimaschutz/praemiensystem/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Freiburg: Dezentrale Monetäre Anreize zur Energieeinsparung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Anreizmodell der Universität Freiburg will Verhaltensänderungen bei den Gebäudenutzern und minimal in-vestive technische Maßnahmen kombinieren. Dabei wird den Einrichtungen anteilig die Kosten, die gegenüber einer Referenz eingespart wurden, gutgeschrieben. Ein Malus-System, dass ggf. Mehrverbrauch sanktioniert, existiert nicht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltige.uni-freiburg.de/klimaschutz/dezmon-2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Energiekostenbudgetierung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/energiesparen/energiekostenbudgetierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goethe-Universität Frankfurt: Energieeinspardialog.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail/hessen-entwickeln-und-setzen-von-anreizsystemen-zur-energieeinsparung-an-hessischen-hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.6. Bauherrenfunktion nutzen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen Hochschulen befinden sich in einem Reformprozess, der sich unter anderem durch einen Paradig-menwechsel im Hochschulmanagement von einer eher detailgesteuerten zu einer verstärkt eigenverantwortlich geführten Hochschule manifestiert. Vor diesem Hintergrund ist einzelnen Hochschulen auch die Bauherrenfunkti-on übertragen worden. In diesem Kontext muss genau geprüft werden, mit welchen Anforderungen diese Aufga-be verbunden und unter welchen Voraussetzungen dieses Modell erfolgsversprechend ist. Die Zuweisung und Übernahme der Bauherrenfunktion hat daher große Bedeutung, weil Neubau oder Sanierung eines Gebäudes einen großen Einfluss auf die CO2-Emissionen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesetzlichen Vorgaben fordern schon eine entsprechende Energieeinsparung bei Neubau und Sanierung. Diese bezieht sich jedoch lediglich auf gebäudeinduzierte Verbräuche. Einen nicht unwesentlichen Anteil macht der nutzerinduzierte Verbrauch aus, der durch die technischen Geräte der Nutzer beeinflusst wird. Im besten Fall kann die Hochschule als Nutzer, Betreiber und Bauherr die Nutzeranforderungen direkt an die von Ihnen beauf-tragten Fachplaner vermitteln und für die energieeffizienteste Lösung des Betriebs sorgen. Im Fall der Bauher-renvertretung durch die Landesbauverwaltung ist eine Einbeziehung der Hochschule als Nutzer und Betreiber sehr wesentlich. Dieses betrifft die Erarbeitung und Übergabe der Nutzeranforderungen an die und auch die Kommunikation mit den Fachplanern. Diese Anforderung bezieht sich auf den gesamten Planungs- und Baupro-zess, um die energieeffizientesten Lösungen für den Betrieb zu finden.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fokus liegt in erster Linie auf Lösungen zur Energieeinsparung mit Hilfe technischer Anlagen und der Verwen-dung von wärmedämmenden Baustoffen. Ein weiterer Aspekt bezüglich des Energieverbrauchs im Bereich Ge-bäudeinfrastruktur von Hochschulen liegt jedoch in der Errichtung von Gebäuden. Ein nicht unwesentlicher Teil der Energie besteht aus „grauer Energie“, die den Energieverbrauch der Gewinnung von Rohstoffen, der Herstel-lung von Baustoffen, deren Transport und Verarbeitung vor Ort betrachtet. Um diesen Energieverbrauch niedrig zu halten, sind mehrere Möglichkeiten gegeben. Eine den Zielen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit verpflich-tete hochschulweite Ermittlung der Flächenbedarfe stellt den Ausgangspunkt dar, gefolgt von Maßnahmen wie z. B. Sanierung vor Neubau, Recyclen und Wiederverwenden von Baustoffen, Verwendung von Baustoffen mit nied-riger Energiebilanz etc. Hier steht die Forschung jedoch noch sehr am Anfang und Datenbanken, die darüber Auskunft geben (z. B. ökobaudat), werden derzeit hauptsächlich von den Herstellern gefüllt. Eine Unabhängigkeit ist dadurch nicht gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Holzkamm, I.; Stibbe, J.; Stratmann, F.; Tegtmeyer, R.: Orientierungshilfe Bauherrenfunktion durch Hochschu-len. Teil 1: Rahmenbedingungen für die Bauherrenfunktion im Hochschulbau HIS-HE: Forum Hochschule, Nr. 4, 2015&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/orientierungshilfe-bauherrenfunktion-durch-hochschulen-teil-1-rahmenbedingungen-fuer-die-bauherrenfunktion-im-hochschulbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stibbe, J.; Stratmann, F.; Söder-Mahlmann, M.: Verteilung der Zuständigkeiten des Liegenschaftsmanagements für die Universitäten in den Ländern. Sachstandsbericht. HIS-HE: Forum Hochschule, Nr. 9, 2012&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/verteilung-der-zustaendigkeiten-des-liegenschaftsmanagements-fuer-die-universitaeten-in-den-laendern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat: ÖKOBAUDAT.&lt;br /&gt;
Mit der Plattform ÖKOBAUDAT stellt das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) allen Akteuren eine vereinheitlichte Datenbasis für die Ökobilanzierung von Bauwerken zur Verfügung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.oekobaudat.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nutzenvorteile einer dezentralen Bauherrenfunktion der Hochschulen für den nachhaltigen Betrieb&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Lebenszyklus-/Nachhaltigkeitsbetrachtungen in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein wesentliches Argument der Hochschulen für eine Übernahme der Bauherrenfunktion ist, die Gesamtzustän-digkeit für Betrieb und Bau in eine Hand zu legen und dadurch die Wirtschaftlichkeit über die Baumaßnahmen hinaus auf den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes in den Fokus zu rücken. Hintergrund dieser Forderung ist unter anderem, dass derzeit bei den Bauinvestitionen die Baufolgekosten nicht hinlänglich berücksichtigt werden und somit die Hochschulen als Verantwortliche für den Gebäudebetrieb die zum Teil sehr hohen Bewirtschaftungs- und Betriebskosten hinnehmen und tragen müssen. Für ein kostenoptimiertes und nachhaltiges Immobilienma-nagement über den gesamten Lebenszyklus ist daher die zusammenhängende Betrachtung von Investitions- und Bewirtschaftungskosten zielführend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Nutzeranforderungen (Forschung &amp;amp; Lehre) in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Während des Projektstarts hat der Nutzer (Hochschule) die Bauherrenfunktion, die er u. a. durch Vorgabe des Projektziels in den Nutzeranforderungen wahrnimmt. Da in vielen Hochschulen bereits hohe Baufachkunde vor-handen ist, können die spezifischen Anforderungen aus Forschung und Lehre aufgrund der vorhandenen Nähe umfassend in die Nutzeranforderungen eingebracht werden. In der Projektabwicklung (Baumaßnahme) hingegen haben i. d. R. die Landesbaubetriebe bzw. -verwaltungen die Bauherrenfunktion, sodass die spezifischen Nutzeranforderungen hier nicht weiterentwickelt, konkretisiert und verbindlich vorgegeben werden können. Der Nutzer hat hier keine Entscheidungsbefugnisse mehr. Bei einer Übernahme der Bauherrenfunktion sehen die Hochschulen daher die Chance, die Nutzeranforderungen im gesamten Planungs- und Bauprozess besser einbeziehen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Gebäudemanagementkompetenzen (Hochschulverwaltung) in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Gebäudemanagement in den Hochschulverwaltungen verfügt über ein langjährig entwickeltes Erfahrungswissen über die bauliche und technische Infrastruktur. Mit einer Übernahme der Bauherrenfunktion erwarten die Hochschulen, dass ihr Erfahrungsschatz direkter in alle Phasen der Entscheidungs- und Planungsprozesse für Baumaßnahmen eingebracht werden kann. Da sowohl Gebäudemanagement als auch Baumanagement dann Teil der Hochschulverwaltung wären, ist die frühzeitige Einbindung des Gebäudemanagements in den Planungspro-zess automatisch gewährleistet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnittstellen/Verfahrensvereinfachung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die derzeitige Wahrnehmung der Aufgaben Planung/Bau sowie Bedarfsplanung/Nutzung/Betrieb in unterschiedlichen Zuständigkeiten bedingt natürliche Schnittstellen. Diese führen nach Abschluss einer Baumaßnahme ggf. zu unerwünschten Problemen in der Nutzung und dem Betrieb. Darüber hinaus können die Schnittstellen Verzögerungen im Planungs- und Bauverfahren hervorrufen, z. B. durch unterschiedliche Verfahrensweisen, unterschiedliche Prioritätensetzung, Missverständnisse etc. Mit der Zusammenführung der Aufgaben in eine Zuständigkeit versprechen sich die Hochschulen eine Verringerung der Schnittstellen und damit eine Verfahrensbeschleuni-gung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Komplette Bauherrenfunktion unabhängig vom Bauvolumen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hochschulen nehmen bei Bauunterhaltungsmaßnahmen und kleinen Neu-, Um- und Erweiterungsmaßnahmen (KNUE, bis ca. 1 Mio. €, kann in einzelnen Ländern höher sein) die Bauherrenfunktion bereits in einem Großteil der Länder wahr. Bei großen Neu-, Um- und Erweiterungsmaßnahmen (GNUE, ab ca. 1 Mio. €, kann in einzelnen Ländern höher sein) besitzen die Landesbaubetriebe bzw. -verwaltungen i. d. R. die Bauherrenfunktion. Die Bauverantwortung im Hochschulbau ist daher je nach Größe der Baumaßnahme in unterschiedliche Zuständigkeiten aufgeteilt. Eine Zusammenlegung der Bauverantwortung an einer Stelle würde einen umfassenderen Blick auf alle Baumaßnahmen pro Hochschule ermöglichen und nicht nur bis oder ab einer gewissen Wertgrenze. Hierdurch wäre ein übergreifendes Steuern aller Baumaßnahmen pro Hochschule besser möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Finanzierungsrahmen und -bedingungen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einige Hochschulen streben die Übernahme der kompletten Bauverantwortung für den Hochschulbau und das eigenverantwortliche Steuern der Baumaßnahme, über die Wertgrenzen hinaus, an. Zusätzlich besteht der Wunsch nach einem verbindlichen, langfristigen Finanzrahmen in der Landeshaushaltsplanung und optional ein frei zur Verfügung stehendes Baubudget. Dadurch würde sich weniger der Maßnahmenprozess durch die Mittel-freigabe des Parlaments verzögern und wäre, was den zeitlichen Ablauf betrifft, einschätzbarer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übergabe und Nutzung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch eine Zusammenlegung der Betreiber- und Bauherrenfunktion wird die frühzeitige Beteiligung des Gebäudemanagements am Bauplanungsprozess gefördert und die Übergabe des fertiggestellten Gebäudes an den Nutzer erleichtert. Zudem wird das Interesse des Bauherrn erhöht, zwingend erforderliche Revisionsunterlagen mit größerem Druck von Bauauftragnehmern einzufordern und nachdrückliche Mängel zu beseitigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landesbaustandards/Wirtschaftlichkeit:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die von den Landesbaubetrieben bzw. -verwaltungen angewandten Landesbaustandards sind für den Hochschul-bau (meist Sonderbauten) nicht immer zielführend, da sie i. d. R. lediglich einen zur Erfüllung der Bauaufgabe „ausreichenden“ Kostenaufwand berücksichtigen. Um hier nicht im internationalen Wettbewerb abgehängt zu werden, müssen bereits die Gebäude spezifische, wissenschaftsbezogene Anforderungen erfüllen und dürfen nicht auf ein ausreichendes „Standardprogramm“ reduziert werden. Eine Übernahme der Bauherrenfunktion würde diesen Blickwinkel stärker in den Fokus rücken und ihm mehr Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baufachliche Qualität/Bauerfahrung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Hochschulerfahrung mit kleineren Baumaßnahmen und teilweise großen drittmittel-finanzierten Maßnahmen liegen weitreichende Erkenntnisse für Hochschulbaumaßnahmen vor. Diese können bei einer Übernahme der Bauherrenfunktion durch Hochschulen unmittelbar eingebracht werden und somit eine Verbesserung der baufachlichen Qualität ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.7. Management der Flächen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein strategisches Flächenmanagement reduziert den Energieeinsatz pro Nutzer, indem es die Auslastung der Flächen innerhalb der Woche erhöht oder die Inanspruchnahme der Fläche pro Nutzer verringert. Das Flächenmanagement an Hochschulen verfolgt jenseits der globalen Zielsetzung einer sparsamen Flächeninanspruchnahme oftmals drei konkrete Zielsetzungen. Zum einen geht es darum, die von der Hochschulleitung oder beauftragter Bauabteilungen angesteuerten Organisationseinheiten, also z.B. Lehrstühle, Institute oder Fachbereiche genau mit denjenigen Flächen auszustatten, die sie benötigen. Die Definition des Flächenbedarfs orientiert sich zwar an landesseitigen Standards und fachspezifischen Anforderungen. Gleichwohl eröffnen sich Spielräume für hochschuleigene, strategische Flächenmanagementvorgaben, die z.B. die Zielsetzung der Klimaneutralität aufgreifen. Konkret bedeutet dies, dass beispielsweise in Berufungszusagen alte „Erbhöfe“ nachjustiert werden. Oder es geht um die Sicherstellung der Flexibilität von Forschungsflächen. Den dritten bedeutenden Bereich macht die klassische Lehrraumbelegung aus. Hier geht es um die gleichmäßigere und letztendlich höhere Auslastung der Räume innerhalb der gesamten Woche und um das genauere Übereinstimmen (‚matchen‘) der Gruppen- und Raumgrößen (FN: Ruiz, Marcelo (2015): Welche Bedeutung haben Flächen in der Hochschulsteuerung auf Landes- und Hochschulebene? In: Magazin für Hochschulentwicklung (2), S. 12–13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht immer sind dazu hochentwickelte CAFM-Systeme erforderlich. In den zentralen Hochschulverwaltungen ist eine systematische und idealerweise an Landesstandards angepasste Bedarfsplanung erforderlich. Lehrraumma-nagementsysteme sind heutzutage selbstverständlich edv-basiert. Zentral organisierte Lehrraumbelegungssys-teme schneiden hinsichtlich ihrer Flächeneffizienz besser ab als dezentrale oder gemischte Systeme (FN: Fenner, Henrich (2014): Hörsäle und Seminarräume: Bestände besser nutzen. Auslastungsuntersuchungen an Hochschu-len als Basis eines effektiven Lehrraummanagements. In: Wissenschaftsmanagement - Zeitschrift für Innovation (2), S. 54–57).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good Practice&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Stuttgart:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-stuttgart.de/universitaet/organisation/verwaltung/dez6-flaechenbaumanagement/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Heidelberg:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-heidelberg.de/einrichtungen/verwaltung/bau/flaechenmanagement.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Konstanz:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-konstanz.de/facility-management/gebaeudeservices/raumverwaltung-gaestehaeuser-schluesselverwaltung-veranstaltungsplanung/&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5997</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Energiemanagement</title>
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		<updated>2020-11-25T21:26:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: /* 6.1.4. Energieflüsse abbilden */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Nachhaltiges Energiemanagement, nachhaltiger Umgang mit Energie ==&lt;br /&gt;
===1. Betroffener Personenkreis===&lt;br /&gt;
Der Beitrag richtet sich an das Fachpersonal im technischen Gebäudemanagement, welches auf der operativen Ebene mit der Bereitstellung von Energie sowie dem Management der Energienutzung betraut ist. Darüber hin-aus werden strukturelle Hinweise gegeben, die für das Leitungspersonal relevant sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2. Relevanz===&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Gebäudemanagements besteht darin, optimale Bedingungen für die Kernaufgaben der Hoch-schulen zu schaffen. Hierzu zählt auch das Bereitstellen von und der Umgang mit Energie. Vor diesem Hintergrund bewegt sich dieses Handlungsfeld immer in einem besonderen Spannungsfeld, wenn auch ein effizienter, mög-lichst sparsamer Einsatz von Energie erfolgen soll, um CO2 und Kosten einzusparen. Potentielle Zielkonflikte zwi-schen dem Anspruch, bestmögliche Voraussetzungen für Forschung und Lehre zu schaffen und gleichzeitig Ener-gie effizient einzusetzen, sind der Organisation Hochschule immanent.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind gesetzliche Vorgaben (siehe unten) und Kostenaspekte (insb. steigende Energiekosten) Rah-menbedingungen, die dem Thema Energieeinsatz eine Relevanz geben. Die zentrale Facette scheint allerdings der stetig zunehmende öffentliche, gesellschaftliche Druck zum aktiven Klimaschutz zu sein, der insbesondere von Hochschulen und den Mitgliedern ausgeht und sehr stark von den wissenschaftlichen Erkenntnissen und konkre-ten Zielvorgaben gestützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3. Gesetzliche Grundlagen===&lt;br /&gt;
Gesetzliche Vorgaben existieren, um Gebäude nach hohem Energieeffizienzstandard zu errichten bzw. zu sanieren und den energieeffizienten Betrieb bereits in der Phase des Planens zu berücksichtigen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesetzliche Rahmen für bauliche Maßnahmen wurde bisher durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmG) verbindlich festgelegt. Mit dem geplanten Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) &amp;lt;ref&amp;gt;Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz - GEG), Entwurfsstand: 03.07.2020 (nach Zustimmung im Bundesrat).&amp;lt;/ref&amp;gt; ab November 2020 werden die bisherigen Regelungen aus EnEG, EnEV und EEWärmeG in einem Gesetz zusammengefasst. Grundlage der bisherigen nationalen Regelungen sind die Richtlinien der EU, insbesondere als Basis für die o. g. gesetzlichen Regelungen die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen ergeben sich Anforderungen aus den gesetzlichen Regelungen im Rahmen von EnEG, EnEV, EEWärmeG bzw. zukünftig GEG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sanierungs- und Neubaumaßnahmen: Baubezogene Regelungen, Energieausweise für Gebäude, Standards für „Niedrigstenergie-Gebäude“&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
* Betrieb von Gebäuden und technischen Anlagen: Energetische Inspektion (Klimaanlagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der GEG-Einführung sind zunächst keine Verschärfungen der bisherigen Regelungen der EnEV vorgesehen. Eine Überprüfung dieser Standards ist erst für das Jahr 2023 vorgesehen. Neu sind dagegen eine Innovationsklausel und der so genannte Quartiersansatz. Zunächst befristet bis Ende 2023 sind damit Möglichkeiten zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen anstelle des Primärenergieeinsatzes sowie eine gemeinsame Berücksichtigung von Gebäuden an einem zusammenhängenden Standort möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Regelungen aus den EU-Richtlinien werden erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt. Das „Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität“ (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) – kurz: GEIG – gehört dazu und bezieht die in 2018 aktualisierten Regelungen der EU-Gebäuderichtlinie von 2010 ein.  Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat dazu den Gesetzentwurf ausgearbeitet, der für Baumaßnahmen (Neubau und umfassende Sanierungen) ab dem 11. März 2021 relevant werden soll. Bei Nicht-Wohngebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen muss demnach mindestens jeder fünfte Stellplatz entsprechend ausgerüstet und mindestens ein Ladepunkt errichtet werden. Ab 2025 muss jedes (bestehende) nicht zum Wohnen genutzte Gebäude mit mehr als zwanzig Stellplätzen mit mindestens einem Ladepunkt ausgestattet werden &amp;lt;ref&amp;gt;Entwurf eines Gesetzes zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz – GEIG), Stand: 04.03.2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind weitere gesetzliche Regelungen, die im Zusammenhang mit dem Bezug und der Nutzung von Energie stehen für die Hochschulen von Bedeutung. Beispielhaft genannt werden hier &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Service/Gesetzeskarte/gesetzeskarte.html&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das insbesondere die Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien festlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), das die Förderungen für hocheffizienter KWK-Anlagen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das die Rahmenbedingungen für eine „sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Gas“ festlegt und insbesondere für Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze im Rahmen der Versorgung Dritter von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stromsteuergesetz (StromStG), das die Besteuerung von Strom sowie auch die Ermäßigung oder die Befreiung von der Steuer unter bestimmten Voraussetzungen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Treibhausgas-Emissionshandels-Gesetz (TEHG), auf dessen Grundlage der Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen in einem EU-weiten Emissionshandelssystem basiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) zur Regelung der Voraussetzungen für die Einführung und den Betrieb eines Anlagenregisters für Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Grubengas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der übergeordneten Ebene der EU ist weiterhin der „Klima- und energiepolitische Rahmen“ mit den  EU-weiten Zielvorgaben und politischen Zielen für den Zeitraum 2021 bis 2030 zu benennen, an dem sich die nationale Gesetzgebung orientieren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen von Bedeutung dürfte die Herausstellung der „Vorbildfunktion der öffentlichen Hand“ wie aktuell in § 4 des GEG bzw. § 1a EEWärmeG und EnEG § 2a (Niedrigstenergiegebäude) sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: Noch Kundenanlage oder schon Netz? BGH-Urteil liefert konkrete Hinweise, aber keine allgemeingültige Lösung. In: HIS:Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2020, S.3&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091621&amp;amp;hash=ad71f51ce9852bb0df44a036090d20859fd000cc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2020-02_Energierecht.pdf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===4. Ziele===&lt;br /&gt;
Für einen nachhaltigen Umgang mit Energie können sich Hochschulen, insbesondere wenn die CO2-Emissionen ein zentraler Indikator sein sollen, bei der Zielsetzung an drei wesentlichen Handlungsfeldern orientieren; diese lauten: Minimieren, substituieren und kompensieren von CO2-Emissionen. Wesentlich dabei ist die Prämisse: Minimierung vor Substitution vor Kompensation.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Minimierung&#039;&#039;&#039; bedeutet, tatsächlich weniger Energie zu verbrauchen, also den Energieverbrauch reduzieren und bei gleichem Energieträger eine Verringerung der CO2-Emissionen erzielen (z. B. technische oder organisatori-sche Maßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Substitution&#039;&#039;&#039; bedeutet, emissionsarme Energieträger einzusetzen. Bei gleichem Energieverbrauch werden damit Energieträger genutzt, die weniger CO2-Emissionen verursachen (z. B. Kauf von Ökostrom).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompensation&#039;&#039;&#039; bedeutet, für selber verursachte CO2-Emissionen an anderer Stelle eine CO2-Senke zu schaffen (z. B. Kauf von Zertifikaten, Organisation eigener Projekte). Gesetzlich sanktionierte Beispiele hierfür finden sich im Immissionsschutzrecht (z. B. §§ 17 ff. BImSchG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===5. Hemmnisse und Treiber===&lt;br /&gt;
Ein nachhaltiges Energiemanagement ist eingebettet in die Organisation (Strukturen) und den praktischen Betrieb (operative Handlungsmöglichkeiten) der Hochschule. Auf diesen beiden Ebenen können strukturell folgende Hemmnisse und Treiber für die Umsetzung eines nachhaltigen Umgangs mit Energie identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hemmnisse&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ressourcenmangel&lt;br /&gt;
*fehlende personelle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende Sichtweise auf langfristigere Effekte und die Externalisierung der Kosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsprozess&lt;br /&gt;
*limitierte Zeit für Planungsaufgaben sowie Fehler während der Bauplanung&lt;br /&gt;
*mangelnde Kommunikation zwischen Nutzern, Planern, Betreibern und Bauherren&lt;br /&gt;
*unkoordinierte Inbetriebnahme von neu erstellten Gebäuden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgaben&lt;br /&gt;
*keine Verankerung im Leitbild der Hochschule&lt;br /&gt;
*kein Klimaschutzkonzept mit definierten, priorisierten Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäudebestand&lt;br /&gt;
*unzureichende Messarchitektur&lt;br /&gt;
*hoher Technisierungsgrad bei Neubauten&lt;br /&gt;
*kein strukturiertes Flächenmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschullogik&lt;br /&gt;
*starke Egoismen der Fachbereiche&lt;br /&gt;
*schwere Einflussnahme auf Verhalten von Mitarbeitenden und Studierenden&lt;br /&gt;
*häufig wechselnde Akteure in der Mitgliedschaft der Hochschule&lt;br /&gt;
*fehlende Absprachen der beteiligten Serviceeinheiten der Hochschulen&lt;br /&gt;
*unklare Grenzen zwischen Komfort und Freiheit von Forschung und Lehre&lt;br /&gt;
*Spannungsfeld zwischen dem Ziel Energieeinsparung und energieintensiver Forschung mit Großgeräten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Treiber (nicht zu verwechseln mit Maßnahmen)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesetze, Normen, Zertifikate&lt;br /&gt;
*konkrete gesetzliche Vorgaben (insbesondere EnEV bzw. das künftige GEG, EEG, KWKG)&lt;br /&gt;
*AMEV Technisches Monitoring 2017&lt;br /&gt;
*Betrachtung der Lebenszykluskosten von Gebäuden (BNB Zertifikate)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenz&lt;br /&gt;
*Vernetzung und Kompetenzerweiterung des Fachpersonals&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fördermittel&lt;br /&gt;
*Bereitstellung von Fördermitteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Fortschritte&lt;br /&gt;
*Digitalisierung im Gebäudemanagement&lt;br /&gt;
*Einsatz erneuerbarer Energien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerer Druck&lt;br /&gt;
*öffentliche Diskussion zum Klimaschutz&lt;br /&gt;
*Thematisierung in den Zielvereinbarungen und Hochschulentwicklungsplänen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===6. Maßnahmen zur Implementierung===&lt;br /&gt;
Für eine Implementierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz kann strukturell zwischen strategischen und operativen unterschieden werden. Hierbei sind die strategischen dadurch charakterisiert, dass sie „gute Rahmenbedingungen“ für die operativen schaffen. Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen benannt und Beispiele für „good practice“ angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====6.1. Strategisch====&lt;br /&gt;
=====6.1.1. Governancestrukturen schaffen=====&lt;br /&gt;
Governance kann verstanden werden als Aufgabe, die Prozesse für einen erfolgreichen Klimaschutz geordnet zu koordinieren. Für eine Governance, explizit auch zum Klimaschutz bzw. zur Energieeffizenz, kann für den Praxis-betrieb auf die Bereiche Politik, Profession, Organisation, Wissen und Öffentlichkeit aus dem Governance-Regler zurückgegriffen werden, der im Handlungsfeld Governance von HOCHN entwickelt wurde und in der Evaluation der Nachhaltigkeitskonzepte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt einem Praxistest unterzogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessi-schen Landesregierung. HIS-HE:Forum, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeitsgovernance an Hochschulen - BETA, Oktober 2018:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/2-handlungsfelder/01-governance.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Berlin: Nachhaltigkeitsrat.&lt;br /&gt;
Der Nachhaltigkeitsrat wurde im Jahr 2018 Gegründet und besteht aus gewählten Mitgliedern der TU Berlin sowie externen Teilnehmenden. Der Nachhaltigkeitsrat ist darüber hinaus ein offenes Gremium, in dem jede und jeder willkommen ist, der sich für die nachhaltige Entwicklung der TU Berlin interessiert und daran mitwirken möchte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltigkeitsrat.tu-berlin.de/menue/nachhaltigkeitsrat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Runder Tisch zur nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;
Der Runde Tisch „Nachhaltige Entwicklung der HNEE“ wurde 2010 als demokratisches, von allen Interessengrup-pen der Hochschule gemeinsam getragenes und gestaltetes Gremium von der heutigen Nachhaltigkeitsmanage-rin und der Koordinatorin für die familienfreundliche Hochschule ins Leben gerufen. Ziel ist eine gemeinsame, von allen Hochschulgruppen entwickelte, umfassende nachhaltige Entwicklung an der HNEE.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement-an-der-HNEE/Beteiligung-und-Mitmachen/Runder-Tisch-Nachhaltigkeit/Runder-Tisch-zur-nachhaltigen-HNEE-Entwicklung-E6093.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Nachhaltigkeitsleitlinien.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/uni/nachhaltige-hochschule/home/nachhaltigkeitsleitlinien/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Harz: Senatskommission &amp;quot;Nachhaltige Hochschule Harz&amp;quot;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-harz.de/nachhaltige_hs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FU Berlin: Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.2. Controllingkonzept umsetzen=====&lt;br /&gt;
Controlling meint, die Aktivitäten zur Energieeffizienz gezielt zu steuern. Das Controlling fußt damit auf einer quantitativen Grundlage. Dieses kann die zahlenmäßige und graphische Auswertung der monatlichen Ver-brauchsdaten (gebäudebezogen) sein, um Veränderungen erkennen zu können und um die Nutzer zu informieren und zu motivieren sowie die gezielte Beobachtung der den konkreten Maßnahmen zugeordneten Zähler. Um die Zielsetzung für das Controlling-Konzept zu erreichen (insb. die Wirksamkeitsmessung), sind folgende Strukturen als Rahmenbedingungen zu schaffen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übergabe der operativen Verantwortung an speziell ausgebildetes Fachpersonal (für Klimaschutz) mit zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
*Gründung eines Klimaschutzbeirats mit Kontroll- und Lenkungsfunktion (dieses kann der Umweltaus-schuss übernehmen).&lt;br /&gt;
*Durchführung regelmäßiger Audits zur Überprüfung des Projektfortschritts und Messbarkeit über ein Kennzahlsystem herstellen (als Elemente im Managementkreislauf: plan (Ziele, Verantwortungen, Res-sourcen festlegen), do (Durchführung gemäß Planung), check (Zielerreichung prüfen, Fehler erheben), act (Fehler analysieren, Lösungsmöglichkeiten finden und auswählen).&lt;br /&gt;
*Sicherung der Finanzierung (ggf. über einen Klimaschutz-Etat).&lt;br /&gt;
*Etablieren eines Berichtswesens, auch für die Hochschulleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Hochschulen haben aktuell eine Beteiligung an einem normierten Umweltmanagementsystem nach EMAS:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt: Beteiligung an EMASplus.&lt;br /&gt;
Als erste Universität in Deutschland hat die KU das Zertifikat „EMASplus“ erhalten. Grundlage dafür ist die Etablie-rung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagements, das Ökologie, Soziales und Ökonomie umfasst. Damit verpflichtet sich die Katholische Universität dazu, ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Wirkungen re-gelmäßig systematisch überprüfen zu lassen und kontinuierlich zu optimieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.ku.de/kommunikation/presse/pi/einzelansicht/article/ku-erhaelt-als-erste-universitaet-in-deutschland-das-zertifikat-emasplus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 79 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule RheinMain: Klimaschutzkonzept Hochschule RheinMain. Abschlussbericht, Juni 2018, S. 67 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-rm.de/fileadmin/Home/Hochschule/Veroeffentlichungen/Klimaschutz/20180815_Abschlussbericht_KlischKo_HSRM_final.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzkonzept der HNE Eberswalde.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/_obj/67605A07-D2ED-4886-8A7C-BEB532B8044E/outline/Klimaschutzkonzept_HNEE.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaschutzkonzept der Universität Kiel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaschutzkonzept&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Klimaschutzbericht der Hochschule Osnabrück.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/wie-die-hochschule-osnabrueck-ihren-co2-fussabdruck-um-fast-70-prozent-verkleinert-hat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.3. Klimaneutralität formulieren=====&lt;br /&gt;
Klimaneutralität beinhaltet, für einen selbstgesteckten Rahmen (z. B. Gebäudebetrieb, Mobilität, Konsum) die klimarelevanten Emissionen zu beziffern, sie zu minimieren oder substituieren und verbleibende Emissionen auch zu kompensieren. Die Zielsetzung, als Hochschule klimaneutral zu werden, wird auf ein Datum bezogen, z.B. auf das Jahr 2035. Die Zeitspanne bis zur Klimaneutralität und die bis dahin noch emittierten Tonnen CO2 müssen aus den Zielsetzungen zur Eingrenzung der Erderwärmung abgeleitet werden. Die Formulierung einer Klimaneutrali-tät ist somit immer Angelegenheit der Hochschule als Ganzes, also der Hochschulleitung. Formulierte Klimaneut-ralität ist auch ein Aspekt von Governance und hochschulöffentlich. Klimaneutralität ist für Hochschulen realisier-bar, dieses hat eine Studie von HIS-HE belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J., Person, R.-D. (2019): Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus. Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung. HIS-HE:Medium, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golüke, H.: Ökostrom beziehen ist gut - reicht aber nicht! In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen, Nr. 1 ,2019, S. 18 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Die Leuphana Universität Lüneburg hat sich 2007 das Ziel der Klimaneutralität gesetzt und dieses im Jahr 2014 erreicht. Dabei konnten 50 Prozent Primärenergie und 30 Prozent Endenergie eingespart werden. Grundlage der Erreichung der Klimaneutralität ist der effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen in allen Teilbereichen der Universität. Die Themenfelder sind Energieeffizienz, Einsatz regenerativer Energien, Förderung einer klimascho-nenden Mobilität und der nachhaltigen Beschaffung, die in vielen Einzelmaßnahmen sukzessive implementiert und optimiert wurden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
www.leuphana.de/klimaneutral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Düsseldorf: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Hochschule Düsseldorf hat am 19.11.2019 Klimaschutz-Leitlinien beschlossen und dabei die CO2-Klimaneutralität bis 2030 als konkretes Klimaschutz-Ziel festgelegt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-duesseldorf.de/personen/salvagno/klimaschutz?showarrows=1&amp;amp;sid=maysmcrsi1wnydumut54ns5v&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement/Nachhaltige-Hochschule/Klimaneutralitt/Klimaneutralitt-K6435.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaneutrale-universitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Trier, Umweltcampus Birkenfeld: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochschule-trier.de/hochschule/hochschulportraet/drei-campus/umwelt-campus-birkenfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pv-magazine.de/2020/06/09/htw-berlin-bekommt-zwei-photovoltaik-anlagen-mit-zusammen-280-kilowatt-leistung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freie Universität Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2019/fup_19_398-klimanotstand/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.4. Energieflüsse abbilden=====&lt;br /&gt;
Um überhaupt den Umgang mit Energie zum Thema zu machen, ist ein Messsystem erforderlich, welches die Verbräuche erfasst und die Energieflüsse durch die Hochschule abbildet (siehe Abbildung 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nachhaltiges Energiemanagement.png|800px|thumb|Abbildung 1: Potentielle Energieeinflüsse durch die Hochschule (Grafik von HIS-HE: CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür ist eine Messarchitektur erforderlich, die die Hochschule angemessen abbildet und eine routinemäßige Auslesung und Auswertung der Daten ermöglicht. Dieses ist erforderlich, um die Effekte von initiierten Maßnah-men zu erkennen und steuern zu können. Im Umkehrschluss bedeutet das, nur das zu messen, was auch für die Steuerung des Energiemanagements relevant ist. Steuerung benötigt ein Controlling-Konzept. Das Controlling-Konzept stellt einen Kreislauf dar, in dem die durch die Klimaschutzaktivitäten (ggf. Klimaschutzkonzept) definier-ten Maßnahmen zur Umsetzung geführt werden. Durch die ständige Evaluierung und zielgerichtete Anpassung der Maßnahmen wird eine erfolgreiche Umsetzung, im Sinne einer Steuerung, sichergestellt. Diese Steuerung bezieht sich auf das regelmäßige Ermitteln, Vereinbaren, Umsetzen, (Erfolgs-)Messen und ggf. Nachjustieren von Maßnahmen. Dieses ist mehr als reiner (quantitativer) Soll-Ist-Vergleich; denn das Vorgehen schließt eine (quali-tative) Bewertung mit ein. Gerade hierfür sind Ressourcen erforderlich, die insbesondere auf der personellen Ebene das entsprechende Fachwissen garantieren und auf der Sachebene für eine adäquate Verwaltung und Ablage der notwendigen Daten sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: 10 Jahre CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1 (2019). Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 9 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ketelhön, U.: Erarbeitung eines Musterkonzeptes sowie standortbezogener Einzelkonzepte für die Helmholtz-Gemeinschaft. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2017, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092077&amp;amp;hash=0086d0e250079e732f6057fdd4cbaa32680b6f8f&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_02-2017_DRUCK.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V.: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 48 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.5. Budgetierungssystem einführen=====&lt;br /&gt;
Budgetierung bedeutet, die Kosten für den Energieverbrauch den Akteuren oder Organisationseinheiten zuord-nen zu können und diese durch spezifische Modelle daran zu beteiligen. Die Motivlagen, Budgetierungssysteme einzuführen und die Bandbreite der Modelle sind vielschichtig. Sie reichen von freiwilligen Systemen, die aus-schließlich mit Bonuszahlungen arbeiten, bis hin zu hochschulweit verbindlich eingeführten Systemen, in denen die Energiekosten aus den dezentralen Budgets zu begleichen sind. Eine Herausforderung stellt oftmals die Bemes-sung der Budgets dar, aus denen die Einheiten ihre Energiekosten begleichen sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V. (2014): Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS-HE: Mitteilungsblatt, Nr. 4, S. 1 f. https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-4.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit Anreizen zu mehr Klimaschutz: Das Prämiensystem zur Energieeinsparung an der Freien Universität Berlin. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wöhning, C.: Projekt „Entwickeln und Setzen von Anreizsystemen“. In: Magazin für Hochschulentwicklung. The-men-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 12&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.: Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 4, 2014, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092324&amp;amp;hash=cc4bf20988a0950ad784ab9f1b6249f584d3e32d&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-1.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Berlin: Prämiensystem.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Freien Universität Berlin hat Anfang 2007 ein so genanntes Prämiensystem eingeführt, um organisatorische und verhaltensbezogene Einsparpotentiale zu realisieren. Über das Prämienmodell erhalten die Fachbereiche direkte finanzielle Anreize.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/handlungsfelder/campus/energie_klimaschutz/praemiensystem/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Freiburg: Dezentrale Monetäre Anreize zur Energieeinsparung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Anreizmodell der Universität Freiburg will Verhaltensänderungen bei den Gebäudenutzern und minimal in-vestive technische Maßnahmen kombinieren. Dabei wird den Einrichtungen anteilig die Kosten, die gegenüber einer Referenz eingespart wurden, gutgeschrieben. Ein Malus-System, dass ggf. Mehrverbrauch sanktioniert, existiert nicht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltige.uni-freiburg.de/klimaschutz/dezmon-2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Energiekostenbudgetierung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/energiesparen/energiekostenbudgetierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goethe-Universität Frankfurt: Energieeinspardialog.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail/hessen-entwickeln-und-setzen-von-anreizsystemen-zur-energieeinsparung-an-hessischen-hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.6. Bauherrenfunktion nutzen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen Hochschulen befinden sich in einem Reformprozess, der sich unter anderem durch einen Paradig-menwechsel im Hochschulmanagement von einer eher detailgesteuerten zu einer verstärkt eigenverantwortlich geführten Hochschule manifestiert. Vor diesem Hintergrund ist einzelnen Hochschulen auch die Bauherrenfunkti-on übertragen worden. In diesem Kontext muss genau geprüft werden, mit welchen Anforderungen diese Aufga-be verbunden und unter welchen Voraussetzungen dieses Modell erfolgsversprechend ist. Die Zuweisung und Übernahme der Bauherrenfunktion hat daher große Bedeutung, weil Neubau oder Sanierung eines Gebäudes einen großen Einfluss auf die CO2-Emissionen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesetzlichen Vorgaben fordern schon eine entsprechende Energieeinsparung bei Neubau und Sanierung. Diese bezieht sich jedoch lediglich auf gebäudeinduzierte Verbräuche. Einen nicht unwesentlichen Anteil macht der nutzerinduzierte Verbrauch aus, der durch die technischen Geräte der Nutzer beeinflusst wird. Im besten Fall kann die Hochschule als Nutzer, Betreiber und Bauherr die Nutzeranforderungen direkt an die von Ihnen beauf-tragten Fachplaner vermitteln und für die energieeffizienteste Lösung des Betriebs sorgen. Im Fall der Bauher-renvertretung durch die Landesbauverwaltung ist eine Einbeziehung der Hochschule als Nutzer und Betreiber sehr wesentlich. Dieses betrifft die Erarbeitung und Übergabe der Nutzeranforderungen an die und auch die Kommunikation mit den Fachplanern. Diese Anforderung bezieht sich auf den gesamten Planungs- und Baupro-zess, um die energieeffizientesten Lösungen für den Betrieb zu finden.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fokus liegt in erster Linie auf Lösungen zur Energieeinsparung mit Hilfe technischer Anlagen und der Verwen-dung von wärmedämmenden Baustoffen. Ein weiterer Aspekt bezüglich des Energieverbrauchs im Bereich Ge-bäudeinfrastruktur von Hochschulen liegt jedoch in der Errichtung von Gebäuden. Ein nicht unwesentlicher Teil der Energie besteht aus „grauer Energie“, die den Energieverbrauch der Gewinnung von Rohstoffen, der Herstel-lung von Baustoffen, deren Transport und Verarbeitung vor Ort betrachtet. Um diesen Energieverbrauch niedrig zu halten, sind mehrere Möglichkeiten gegeben. Eine den Zielen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit verpflich-tete hochschulweite Ermittlung der Flächenbedarfe stellt den Ausgangspunkt dar, gefolgt von Maßnahmen wie z. B. Sanierung vor Neubau, Recyclen und Wiederverwenden von Baustoffen, Verwendung von Baustoffen mit nied-riger Energiebilanz etc. Hier steht die Forschung jedoch noch sehr am Anfang und Datenbanken, die darüber Auskunft geben (z. B. ökobaudat), werden derzeit hauptsächlich von den Herstellern gefüllt. Eine Unabhängigkeit ist dadurch nicht gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Holzkamm, I.; Stibbe, J.; Stratmann, F.; Tegtmeyer, R.: Orientierungshilfe Bauherrenfunktion durch Hochschu-len. Teil 1: Rahmenbedingungen für die Bauherrenfunktion im Hochschulbau HIS-HE: Forum Hochschule, Nr. 4, 2015&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/orientierungshilfe-bauherrenfunktion-durch-hochschulen-teil-1-rahmenbedingungen-fuer-die-bauherrenfunktion-im-hochschulbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stibbe, J.; Stratmann, F.; Söder-Mahlmann, M.: Verteilung der Zuständigkeiten des Liegenschaftsmanagements für die Universitäten in den Ländern. Sachstandsbericht. HIS-HE: Forum Hochschule, Nr. 9, 2012&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/verteilung-der-zustaendigkeiten-des-liegenschaftsmanagements-fuer-die-universitaeten-in-den-laendern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat: ÖKOBAUDAT.&lt;br /&gt;
Mit der Plattform ÖKOBAUDAT stellt das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) allen Akteuren eine vereinheitlichte Datenbasis für die Ökobilanzierung von Bauwerken zur Verfügung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.oekobaudat.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nutzenvorteile einer dezentralen Bauherrenfunktion der Hochschulen für den nachhaltigen Betrieb&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Lebenszyklus-/Nachhaltigkeitsbetrachtungen in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein wesentliches Argument der Hochschulen für eine Übernahme der Bauherrenfunktion ist, die Gesamtzustän-digkeit für Betrieb und Bau in eine Hand zu legen und dadurch die Wirtschaftlichkeit über die Baumaßnahmen hinaus auf den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes in den Fokus zu rücken. Hintergrund dieser Forderung ist unter anderem, dass derzeit bei den Bauinvestitionen die Baufolgekosten nicht hinlänglich berücksichtigt werden und somit die Hochschulen als Verantwortliche für den Gebäudebetrieb die zum Teil sehr hohen Bewirtschaftungs- und Betriebskosten hinnehmen und tragen müssen. Für ein kostenoptimiertes und nachhaltiges Immobilienma-nagement über den gesamten Lebenszyklus ist daher die zusammenhängende Betrachtung von Investitions- und Bewirtschaftungskosten zielführend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Nutzeranforderungen (Forschung &amp;amp; Lehre) in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Während des Projektstarts hat der Nutzer (Hochschule) die Bauherrenfunktion, die er u. a. durch Vorgabe des Projektziels in den Nutzeranforderungen wahrnimmt. Da in vielen Hochschulen bereits hohe Baufachkunde vor-handen ist, können die spezifischen Anforderungen aus Forschung und Lehre aufgrund der vorhandenen Nähe umfassend in die Nutzeranforderungen eingebracht werden. In der Projektabwicklung (Baumaßnahme) hingegen haben i. d. R. die Landesbaubetriebe bzw. -verwaltungen die Bauherrenfunktion, sodass die spezifischen Nutzeranforderungen hier nicht weiterentwickelt, konkretisiert und verbindlich vorgegeben werden können. Der Nutzer hat hier keine Entscheidungsbefugnisse mehr. Bei einer Übernahme der Bauherrenfunktion sehen die Hochschulen daher die Chance, die Nutzeranforderungen im gesamten Planungs- und Bauprozess besser einbeziehen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Gebäudemanagementkompetenzen (Hochschulverwaltung) in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Gebäudemanagement in den Hochschulverwaltungen verfügt über ein langjährig entwickeltes Erfahrungswissen über die bauliche und technische Infrastruktur. Mit einer Übernahme der Bauherrenfunktion erwarten die Hochschulen, dass ihr Erfahrungsschatz direkter in alle Phasen der Entscheidungs- und Planungsprozesse für Baumaßnahmen eingebracht werden kann. Da sowohl Gebäudemanagement als auch Baumanagement dann Teil der Hochschulverwaltung wären, ist die frühzeitige Einbindung des Gebäudemanagements in den Planungspro-zess automatisch gewährleistet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnittstellen/Verfahrensvereinfachung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die derzeitige Wahrnehmung der Aufgaben Planung/Bau sowie Bedarfsplanung/Nutzung/Betrieb in unterschiedlichen Zuständigkeiten bedingt natürliche Schnittstellen. Diese führen nach Abschluss einer Baumaßnahme ggf. zu unerwünschten Problemen in der Nutzung und dem Betrieb. Darüber hinaus können die Schnittstellen Verzögerungen im Planungs- und Bauverfahren hervorrufen, z. B. durch unterschiedliche Verfahrensweisen, unterschiedliche Prioritätensetzung, Missverständnisse etc. Mit der Zusammenführung der Aufgaben in eine Zuständigkeit versprechen sich die Hochschulen eine Verringerung der Schnittstellen und damit eine Verfahrensbeschleuni-gung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Komplette Bauherrenfunktion unabhängig vom Bauvolumen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hochschulen nehmen bei Bauunterhaltungsmaßnahmen und kleinen Neu-, Um- und Erweiterungsmaßnahmen (KNUE, bis ca. 1 Mio. €, kann in einzelnen Ländern höher sein) die Bauherrenfunktion bereits in einem Großteil der Länder wahr. Bei großen Neu-, Um- und Erweiterungsmaßnahmen (GNUE, ab ca. 1 Mio. €, kann in einzelnen Ländern höher sein) besitzen die Landesbaubetriebe bzw. -verwaltungen i. d. R. die Bauherrenfunktion. Die Bauverantwortung im Hochschulbau ist daher je nach Größe der Baumaßnahme in unterschiedliche Zuständigkeiten aufgeteilt. Eine Zusammenlegung der Bauverantwortung an einer Stelle würde einen umfassenderen Blick auf alle Baumaßnahmen pro Hochschule ermöglichen und nicht nur bis oder ab einer gewissen Wertgrenze. Hierdurch wäre ein übergreifendes Steuern aller Baumaßnahmen pro Hochschule besser möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Finanzierungsrahmen und -bedingungen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einige Hochschulen streben die Übernahme der kompletten Bauverantwortung für den Hochschulbau und das eigenverantwortliche Steuern der Baumaßnahme, über die Wertgrenzen hinaus, an. Zusätzlich besteht der Wunsch nach einem verbindlichen, langfristigen Finanzrahmen in der Landeshaushaltsplanung und optional ein frei zur Verfügung stehendes Baubudget. Dadurch würde sich weniger der Maßnahmenprozess durch die Mittel-freigabe des Parlaments verzögern und wäre, was den zeitlichen Ablauf betrifft, einschätzbarer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übergabe und Nutzung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch eine Zusammenlegung der Betreiber- und Bauherrenfunktion wird die frühzeitige Beteiligung des Gebäudemanagements am Bauplanungsprozess gefördert und die Übergabe des fertiggestellten Gebäudes an den Nutzer erleichtert. Zudem wird das Interesse des Bauherrn erhöht, zwingend erforderliche Revisionsunterlagen mit größerem Druck von Bauauftragnehmern einzufordern und nachdrückliche Mängel zu beseitigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landesbaustandards/Wirtschaftlichkeit:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die von den Landesbaubetrieben bzw. -verwaltungen angewandten Landesbaustandards sind für den Hochschul-bau (meist Sonderbauten) nicht immer zielführend, da sie i. d. R. lediglich einen zur Erfüllung der Bauaufgabe „ausreichenden“ Kostenaufwand berücksichtigen. Um hier nicht im internationalen Wettbewerb abgehängt zu werden, müssen bereits die Gebäude spezifische, wissenschaftsbezogene Anforderungen erfüllen und dürfen nicht auf ein ausreichendes „Standardprogramm“ reduziert werden. Eine Übernahme der Bauherrenfunktion würde diesen Blickwinkel stärker in den Fokus rücken und ihm mehr Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baufachliche Qualität/Bauerfahrung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Hochschulerfahrung mit kleineren Baumaßnahmen und teilweise großen drittmittel-finanzierten Maßnahmen liegen weitreichende Erkenntnisse für Hochschulbaumaßnahmen vor. Diese können bei einer Übernahme der Bauherrenfunktion durch Hochschulen unmittelbar eingebracht werden und somit eine Verbesserung der baufachlichen Qualität ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.7. Management der Flächen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein strategisches Flächenmanagement reduziert den Energieeinsatz pro Nutzer, indem es die Auslastung der Flächen innerhalb der Woche erhöht oder die Inanspruchnahme der Fläche pro Nutzer verringert. Das Flächenmanagement an Hochschulen verfolgt jenseits der globalen Zielsetzung einer sparsamen Flächeninanspruchnahme oftmals drei konkrete Zielsetzungen. Zum einen geht es darum, die von der Hochschulleitung oder beauftragter Bauabteilungen angesteuerten Organisationseinheiten, also z.B. Lehrstühle, Institute oder Fachbereiche genau mit denjenigen Flächen auszustatten, die sie benötigen. Die Definition des Flächenbedarfs orientiert sich zwar an landesseitigen Standards und fachspezifischen Anforderungen. Gleichwohl eröffnen sich Spielräume für hochschuleigene, strategische Flächenmanagementvorgaben, die z.B. die Zielsetzung der Klimaneutralität aufgreifen. Konkret bedeutet dies, dass beispielsweise in Berufungszusagen alte „Erbhöfe“ nachjustiert werden. Oder es geht um die Sicherstellung der Flexibilität von Forschungsflächen. Den dritten bedeutenden Bereich macht die klassische Lehrraumbelegung aus. Hier geht es um die gleichmäßigere und letztendlich höhere Auslastung der Räume innerhalb der gesamten Woche und um das genauere Übereinstimmen (‚matchen‘) der Gruppen- und Raumgrößen (FN: Ruiz, Marcelo (2015): Welche Bedeutung haben Flächen in der Hochschulsteuerung auf Landes- und Hochschulebene? In: Magazin für Hochschulentwicklung (2), S. 12–13).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5996</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Energiemanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5996"/>
		<updated>2020-11-25T21:26:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: /* 6.1.4. Energieflüsse abbilden */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Nachhaltiges Energiemanagement, nachhaltiger Umgang mit Energie ==&lt;br /&gt;
===1. Betroffener Personenkreis===&lt;br /&gt;
Der Beitrag richtet sich an das Fachpersonal im technischen Gebäudemanagement, welches auf der operativen Ebene mit der Bereitstellung von Energie sowie dem Management der Energienutzung betraut ist. Darüber hin-aus werden strukturelle Hinweise gegeben, die für das Leitungspersonal relevant sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2. Relevanz===&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Gebäudemanagements besteht darin, optimale Bedingungen für die Kernaufgaben der Hoch-schulen zu schaffen. Hierzu zählt auch das Bereitstellen von und der Umgang mit Energie. Vor diesem Hintergrund bewegt sich dieses Handlungsfeld immer in einem besonderen Spannungsfeld, wenn auch ein effizienter, mög-lichst sparsamer Einsatz von Energie erfolgen soll, um CO2 und Kosten einzusparen. Potentielle Zielkonflikte zwi-schen dem Anspruch, bestmögliche Voraussetzungen für Forschung und Lehre zu schaffen und gleichzeitig Ener-gie effizient einzusetzen, sind der Organisation Hochschule immanent.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind gesetzliche Vorgaben (siehe unten) und Kostenaspekte (insb. steigende Energiekosten) Rah-menbedingungen, die dem Thema Energieeinsatz eine Relevanz geben. Die zentrale Facette scheint allerdings der stetig zunehmende öffentliche, gesellschaftliche Druck zum aktiven Klimaschutz zu sein, der insbesondere von Hochschulen und den Mitgliedern ausgeht und sehr stark von den wissenschaftlichen Erkenntnissen und konkre-ten Zielvorgaben gestützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3. Gesetzliche Grundlagen===&lt;br /&gt;
Gesetzliche Vorgaben existieren, um Gebäude nach hohem Energieeffizienzstandard zu errichten bzw. zu sanieren und den energieeffizienten Betrieb bereits in der Phase des Planens zu berücksichtigen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesetzliche Rahmen für bauliche Maßnahmen wurde bisher durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmG) verbindlich festgelegt. Mit dem geplanten Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) &amp;lt;ref&amp;gt;Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz - GEG), Entwurfsstand: 03.07.2020 (nach Zustimmung im Bundesrat).&amp;lt;/ref&amp;gt; ab November 2020 werden die bisherigen Regelungen aus EnEG, EnEV und EEWärmeG in einem Gesetz zusammengefasst. Grundlage der bisherigen nationalen Regelungen sind die Richtlinien der EU, insbesondere als Basis für die o. g. gesetzlichen Regelungen die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen ergeben sich Anforderungen aus den gesetzlichen Regelungen im Rahmen von EnEG, EnEV, EEWärmeG bzw. zukünftig GEG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sanierungs- und Neubaumaßnahmen: Baubezogene Regelungen, Energieausweise für Gebäude, Standards für „Niedrigstenergie-Gebäude“&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
* Betrieb von Gebäuden und technischen Anlagen: Energetische Inspektion (Klimaanlagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der GEG-Einführung sind zunächst keine Verschärfungen der bisherigen Regelungen der EnEV vorgesehen. Eine Überprüfung dieser Standards ist erst für das Jahr 2023 vorgesehen. Neu sind dagegen eine Innovationsklausel und der so genannte Quartiersansatz. Zunächst befristet bis Ende 2023 sind damit Möglichkeiten zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen anstelle des Primärenergieeinsatzes sowie eine gemeinsame Berücksichtigung von Gebäuden an einem zusammenhängenden Standort möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Regelungen aus den EU-Richtlinien werden erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt. Das „Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität“ (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) – kurz: GEIG – gehört dazu und bezieht die in 2018 aktualisierten Regelungen der EU-Gebäuderichtlinie von 2010 ein.  Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat dazu den Gesetzentwurf ausgearbeitet, der für Baumaßnahmen (Neubau und umfassende Sanierungen) ab dem 11. März 2021 relevant werden soll. Bei Nicht-Wohngebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen muss demnach mindestens jeder fünfte Stellplatz entsprechend ausgerüstet und mindestens ein Ladepunkt errichtet werden. Ab 2025 muss jedes (bestehende) nicht zum Wohnen genutzte Gebäude mit mehr als zwanzig Stellplätzen mit mindestens einem Ladepunkt ausgestattet werden &amp;lt;ref&amp;gt;Entwurf eines Gesetzes zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz – GEIG), Stand: 04.03.2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind weitere gesetzliche Regelungen, die im Zusammenhang mit dem Bezug und der Nutzung von Energie stehen für die Hochschulen von Bedeutung. Beispielhaft genannt werden hier &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Service/Gesetzeskarte/gesetzeskarte.html&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das insbesondere die Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien festlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), das die Förderungen für hocheffizienter KWK-Anlagen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das die Rahmenbedingungen für eine „sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Gas“ festlegt und insbesondere für Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze im Rahmen der Versorgung Dritter von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stromsteuergesetz (StromStG), das die Besteuerung von Strom sowie auch die Ermäßigung oder die Befreiung von der Steuer unter bestimmten Voraussetzungen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Treibhausgas-Emissionshandels-Gesetz (TEHG), auf dessen Grundlage der Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen in einem EU-weiten Emissionshandelssystem basiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) zur Regelung der Voraussetzungen für die Einführung und den Betrieb eines Anlagenregisters für Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Grubengas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der übergeordneten Ebene der EU ist weiterhin der „Klima- und energiepolitische Rahmen“ mit den  EU-weiten Zielvorgaben und politischen Zielen für den Zeitraum 2021 bis 2030 zu benennen, an dem sich die nationale Gesetzgebung orientieren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen von Bedeutung dürfte die Herausstellung der „Vorbildfunktion der öffentlichen Hand“ wie aktuell in § 4 des GEG bzw. § 1a EEWärmeG und EnEG § 2a (Niedrigstenergiegebäude) sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: Noch Kundenanlage oder schon Netz? BGH-Urteil liefert konkrete Hinweise, aber keine allgemeingültige Lösung. In: HIS:Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2020, S.3&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091621&amp;amp;hash=ad71f51ce9852bb0df44a036090d20859fd000cc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2020-02_Energierecht.pdf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===4. Ziele===&lt;br /&gt;
Für einen nachhaltigen Umgang mit Energie können sich Hochschulen, insbesondere wenn die CO2-Emissionen ein zentraler Indikator sein sollen, bei der Zielsetzung an drei wesentlichen Handlungsfeldern orientieren; diese lauten: Minimieren, substituieren und kompensieren von CO2-Emissionen. Wesentlich dabei ist die Prämisse: Minimierung vor Substitution vor Kompensation.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Minimierung&#039;&#039;&#039; bedeutet, tatsächlich weniger Energie zu verbrauchen, also den Energieverbrauch reduzieren und bei gleichem Energieträger eine Verringerung der CO2-Emissionen erzielen (z. B. technische oder organisatori-sche Maßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Substitution&#039;&#039;&#039; bedeutet, emissionsarme Energieträger einzusetzen. Bei gleichem Energieverbrauch werden damit Energieträger genutzt, die weniger CO2-Emissionen verursachen (z. B. Kauf von Ökostrom).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompensation&#039;&#039;&#039; bedeutet, für selber verursachte CO2-Emissionen an anderer Stelle eine CO2-Senke zu schaffen (z. B. Kauf von Zertifikaten, Organisation eigener Projekte). Gesetzlich sanktionierte Beispiele hierfür finden sich im Immissionsschutzrecht (z. B. §§ 17 ff. BImSchG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===5. Hemmnisse und Treiber===&lt;br /&gt;
Ein nachhaltiges Energiemanagement ist eingebettet in die Organisation (Strukturen) und den praktischen Betrieb (operative Handlungsmöglichkeiten) der Hochschule. Auf diesen beiden Ebenen können strukturell folgende Hemmnisse und Treiber für die Umsetzung eines nachhaltigen Umgangs mit Energie identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hemmnisse&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ressourcenmangel&lt;br /&gt;
*fehlende personelle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende Sichtweise auf langfristigere Effekte und die Externalisierung der Kosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsprozess&lt;br /&gt;
*limitierte Zeit für Planungsaufgaben sowie Fehler während der Bauplanung&lt;br /&gt;
*mangelnde Kommunikation zwischen Nutzern, Planern, Betreibern und Bauherren&lt;br /&gt;
*unkoordinierte Inbetriebnahme von neu erstellten Gebäuden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgaben&lt;br /&gt;
*keine Verankerung im Leitbild der Hochschule&lt;br /&gt;
*kein Klimaschutzkonzept mit definierten, priorisierten Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäudebestand&lt;br /&gt;
*unzureichende Messarchitektur&lt;br /&gt;
*hoher Technisierungsgrad bei Neubauten&lt;br /&gt;
*kein strukturiertes Flächenmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschullogik&lt;br /&gt;
*starke Egoismen der Fachbereiche&lt;br /&gt;
*schwere Einflussnahme auf Verhalten von Mitarbeitenden und Studierenden&lt;br /&gt;
*häufig wechselnde Akteure in der Mitgliedschaft der Hochschule&lt;br /&gt;
*fehlende Absprachen der beteiligten Serviceeinheiten der Hochschulen&lt;br /&gt;
*unklare Grenzen zwischen Komfort und Freiheit von Forschung und Lehre&lt;br /&gt;
*Spannungsfeld zwischen dem Ziel Energieeinsparung und energieintensiver Forschung mit Großgeräten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Treiber (nicht zu verwechseln mit Maßnahmen)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesetze, Normen, Zertifikate&lt;br /&gt;
*konkrete gesetzliche Vorgaben (insbesondere EnEV bzw. das künftige GEG, EEG, KWKG)&lt;br /&gt;
*AMEV Technisches Monitoring 2017&lt;br /&gt;
*Betrachtung der Lebenszykluskosten von Gebäuden (BNB Zertifikate)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenz&lt;br /&gt;
*Vernetzung und Kompetenzerweiterung des Fachpersonals&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fördermittel&lt;br /&gt;
*Bereitstellung von Fördermitteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Fortschritte&lt;br /&gt;
*Digitalisierung im Gebäudemanagement&lt;br /&gt;
*Einsatz erneuerbarer Energien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerer Druck&lt;br /&gt;
*öffentliche Diskussion zum Klimaschutz&lt;br /&gt;
*Thematisierung in den Zielvereinbarungen und Hochschulentwicklungsplänen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===6. Maßnahmen zur Implementierung===&lt;br /&gt;
Für eine Implementierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz kann strukturell zwischen strategischen und operativen unterschieden werden. Hierbei sind die strategischen dadurch charakterisiert, dass sie „gute Rahmenbedingungen“ für die operativen schaffen. Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen benannt und Beispiele für „good practice“ angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====6.1. Strategisch====&lt;br /&gt;
=====6.1.1. Governancestrukturen schaffen=====&lt;br /&gt;
Governance kann verstanden werden als Aufgabe, die Prozesse für einen erfolgreichen Klimaschutz geordnet zu koordinieren. Für eine Governance, explizit auch zum Klimaschutz bzw. zur Energieeffizenz, kann für den Praxis-betrieb auf die Bereiche Politik, Profession, Organisation, Wissen und Öffentlichkeit aus dem Governance-Regler zurückgegriffen werden, der im Handlungsfeld Governance von HOCHN entwickelt wurde und in der Evaluation der Nachhaltigkeitskonzepte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt einem Praxistest unterzogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessi-schen Landesregierung. HIS-HE:Forum, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeitsgovernance an Hochschulen - BETA, Oktober 2018:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/2-handlungsfelder/01-governance.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Berlin: Nachhaltigkeitsrat.&lt;br /&gt;
Der Nachhaltigkeitsrat wurde im Jahr 2018 Gegründet und besteht aus gewählten Mitgliedern der TU Berlin sowie externen Teilnehmenden. Der Nachhaltigkeitsrat ist darüber hinaus ein offenes Gremium, in dem jede und jeder willkommen ist, der sich für die nachhaltige Entwicklung der TU Berlin interessiert und daran mitwirken möchte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltigkeitsrat.tu-berlin.de/menue/nachhaltigkeitsrat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Runder Tisch zur nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;
Der Runde Tisch „Nachhaltige Entwicklung der HNEE“ wurde 2010 als demokratisches, von allen Interessengrup-pen der Hochschule gemeinsam getragenes und gestaltetes Gremium von der heutigen Nachhaltigkeitsmanage-rin und der Koordinatorin für die familienfreundliche Hochschule ins Leben gerufen. Ziel ist eine gemeinsame, von allen Hochschulgruppen entwickelte, umfassende nachhaltige Entwicklung an der HNEE.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement-an-der-HNEE/Beteiligung-und-Mitmachen/Runder-Tisch-Nachhaltigkeit/Runder-Tisch-zur-nachhaltigen-HNEE-Entwicklung-E6093.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Nachhaltigkeitsleitlinien.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/uni/nachhaltige-hochschule/home/nachhaltigkeitsleitlinien/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Harz: Senatskommission &amp;quot;Nachhaltige Hochschule Harz&amp;quot;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-harz.de/nachhaltige_hs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FU Berlin: Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.2. Controllingkonzept umsetzen=====&lt;br /&gt;
Controlling meint, die Aktivitäten zur Energieeffizienz gezielt zu steuern. Das Controlling fußt damit auf einer quantitativen Grundlage. Dieses kann die zahlenmäßige und graphische Auswertung der monatlichen Ver-brauchsdaten (gebäudebezogen) sein, um Veränderungen erkennen zu können und um die Nutzer zu informieren und zu motivieren sowie die gezielte Beobachtung der den konkreten Maßnahmen zugeordneten Zähler. Um die Zielsetzung für das Controlling-Konzept zu erreichen (insb. die Wirksamkeitsmessung), sind folgende Strukturen als Rahmenbedingungen zu schaffen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übergabe der operativen Verantwortung an speziell ausgebildetes Fachpersonal (für Klimaschutz) mit zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
*Gründung eines Klimaschutzbeirats mit Kontroll- und Lenkungsfunktion (dieses kann der Umweltaus-schuss übernehmen).&lt;br /&gt;
*Durchführung regelmäßiger Audits zur Überprüfung des Projektfortschritts und Messbarkeit über ein Kennzahlsystem herstellen (als Elemente im Managementkreislauf: plan (Ziele, Verantwortungen, Res-sourcen festlegen), do (Durchführung gemäß Planung), check (Zielerreichung prüfen, Fehler erheben), act (Fehler analysieren, Lösungsmöglichkeiten finden und auswählen).&lt;br /&gt;
*Sicherung der Finanzierung (ggf. über einen Klimaschutz-Etat).&lt;br /&gt;
*Etablieren eines Berichtswesens, auch für die Hochschulleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Hochschulen haben aktuell eine Beteiligung an einem normierten Umweltmanagementsystem nach EMAS:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt: Beteiligung an EMASplus.&lt;br /&gt;
Als erste Universität in Deutschland hat die KU das Zertifikat „EMASplus“ erhalten. Grundlage dafür ist die Etablie-rung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagements, das Ökologie, Soziales und Ökonomie umfasst. Damit verpflichtet sich die Katholische Universität dazu, ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Wirkungen re-gelmäßig systematisch überprüfen zu lassen und kontinuierlich zu optimieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.ku.de/kommunikation/presse/pi/einzelansicht/article/ku-erhaelt-als-erste-universitaet-in-deutschland-das-zertifikat-emasplus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 79 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule RheinMain: Klimaschutzkonzept Hochschule RheinMain. Abschlussbericht, Juni 2018, S. 67 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-rm.de/fileadmin/Home/Hochschule/Veroeffentlichungen/Klimaschutz/20180815_Abschlussbericht_KlischKo_HSRM_final.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzkonzept der HNE Eberswalde.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/_obj/67605A07-D2ED-4886-8A7C-BEB532B8044E/outline/Klimaschutzkonzept_HNEE.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaschutzkonzept der Universität Kiel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaschutzkonzept&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Klimaschutzbericht der Hochschule Osnabrück.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/wie-die-hochschule-osnabrueck-ihren-co2-fussabdruck-um-fast-70-prozent-verkleinert-hat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.3. Klimaneutralität formulieren=====&lt;br /&gt;
Klimaneutralität beinhaltet, für einen selbstgesteckten Rahmen (z. B. Gebäudebetrieb, Mobilität, Konsum) die klimarelevanten Emissionen zu beziffern, sie zu minimieren oder substituieren und verbleibende Emissionen auch zu kompensieren. Die Zielsetzung, als Hochschule klimaneutral zu werden, wird auf ein Datum bezogen, z.B. auf das Jahr 2035. Die Zeitspanne bis zur Klimaneutralität und die bis dahin noch emittierten Tonnen CO2 müssen aus den Zielsetzungen zur Eingrenzung der Erderwärmung abgeleitet werden. Die Formulierung einer Klimaneutrali-tät ist somit immer Angelegenheit der Hochschule als Ganzes, also der Hochschulleitung. Formulierte Klimaneut-ralität ist auch ein Aspekt von Governance und hochschulöffentlich. Klimaneutralität ist für Hochschulen realisier-bar, dieses hat eine Studie von HIS-HE belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J., Person, R.-D. (2019): Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus. Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung. HIS-HE:Medium, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golüke, H.: Ökostrom beziehen ist gut - reicht aber nicht! In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen, Nr. 1 ,2019, S. 18 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Die Leuphana Universität Lüneburg hat sich 2007 das Ziel der Klimaneutralität gesetzt und dieses im Jahr 2014 erreicht. Dabei konnten 50 Prozent Primärenergie und 30 Prozent Endenergie eingespart werden. Grundlage der Erreichung der Klimaneutralität ist der effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen in allen Teilbereichen der Universität. Die Themenfelder sind Energieeffizienz, Einsatz regenerativer Energien, Förderung einer klimascho-nenden Mobilität und der nachhaltigen Beschaffung, die in vielen Einzelmaßnahmen sukzessive implementiert und optimiert wurden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
www.leuphana.de/klimaneutral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Düsseldorf: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Hochschule Düsseldorf hat am 19.11.2019 Klimaschutz-Leitlinien beschlossen und dabei die CO2-Klimaneutralität bis 2030 als konkretes Klimaschutz-Ziel festgelegt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-duesseldorf.de/personen/salvagno/klimaschutz?showarrows=1&amp;amp;sid=maysmcrsi1wnydumut54ns5v&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement/Nachhaltige-Hochschule/Klimaneutralitt/Klimaneutralitt-K6435.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaneutrale-universitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Trier, Umweltcampus Birkenfeld: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochschule-trier.de/hochschule/hochschulportraet/drei-campus/umwelt-campus-birkenfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pv-magazine.de/2020/06/09/htw-berlin-bekommt-zwei-photovoltaik-anlagen-mit-zusammen-280-kilowatt-leistung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freie Universität Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2019/fup_19_398-klimanotstand/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.4. Energieflüsse abbilden=====&lt;br /&gt;
Um überhaupt den Umgang mit Energie zum Thema zu machen, ist ein Messsystem erforderlich, welches die Verbräuche erfasst und die Energieflüsse durch die Hochschule abbildet (siehe Abbildung 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nachhaltiges Energiemanagement.png|1000px|thumb|Abbildung 1: Potentielle Energieeinflüsse durch die Hochschule (Grafik von HIS-HE: CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür ist eine Messarchitektur erforderlich, die die Hochschule angemessen abbildet und eine routinemäßige Auslesung und Auswertung der Daten ermöglicht. Dieses ist erforderlich, um die Effekte von initiierten Maßnah-men zu erkennen und steuern zu können. Im Umkehrschluss bedeutet das, nur das zu messen, was auch für die Steuerung des Energiemanagements relevant ist. Steuerung benötigt ein Controlling-Konzept. Das Controlling-Konzept stellt einen Kreislauf dar, in dem die durch die Klimaschutzaktivitäten (ggf. Klimaschutzkonzept) definier-ten Maßnahmen zur Umsetzung geführt werden. Durch die ständige Evaluierung und zielgerichtete Anpassung der Maßnahmen wird eine erfolgreiche Umsetzung, im Sinne einer Steuerung, sichergestellt. Diese Steuerung bezieht sich auf das regelmäßige Ermitteln, Vereinbaren, Umsetzen, (Erfolgs-)Messen und ggf. Nachjustieren von Maßnahmen. Dieses ist mehr als reiner (quantitativer) Soll-Ist-Vergleich; denn das Vorgehen schließt eine (quali-tative) Bewertung mit ein. Gerade hierfür sind Ressourcen erforderlich, die insbesondere auf der personellen Ebene das entsprechende Fachwissen garantieren und auf der Sachebene für eine adäquate Verwaltung und Ablage der notwendigen Daten sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: 10 Jahre CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1 (2019). Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 9 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ketelhön, U.: Erarbeitung eines Musterkonzeptes sowie standortbezogener Einzelkonzepte für die Helmholtz-Gemeinschaft. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2017, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092077&amp;amp;hash=0086d0e250079e732f6057fdd4cbaa32680b6f8f&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_02-2017_DRUCK.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V.: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 48 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.5. Budgetierungssystem einführen=====&lt;br /&gt;
Budgetierung bedeutet, die Kosten für den Energieverbrauch den Akteuren oder Organisationseinheiten zuord-nen zu können und diese durch spezifische Modelle daran zu beteiligen. Die Motivlagen, Budgetierungssysteme einzuführen und die Bandbreite der Modelle sind vielschichtig. Sie reichen von freiwilligen Systemen, die aus-schließlich mit Bonuszahlungen arbeiten, bis hin zu hochschulweit verbindlich eingeführten Systemen, in denen die Energiekosten aus den dezentralen Budgets zu begleichen sind. Eine Herausforderung stellt oftmals die Bemes-sung der Budgets dar, aus denen die Einheiten ihre Energiekosten begleichen sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V. (2014): Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS-HE: Mitteilungsblatt, Nr. 4, S. 1 f. https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-4.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit Anreizen zu mehr Klimaschutz: Das Prämiensystem zur Energieeinsparung an der Freien Universität Berlin. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wöhning, C.: Projekt „Entwickeln und Setzen von Anreizsystemen“. In: Magazin für Hochschulentwicklung. The-men-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 12&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.: Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 4, 2014, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092324&amp;amp;hash=cc4bf20988a0950ad784ab9f1b6249f584d3e32d&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-1.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Berlin: Prämiensystem.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Freien Universität Berlin hat Anfang 2007 ein so genanntes Prämiensystem eingeführt, um organisatorische und verhaltensbezogene Einsparpotentiale zu realisieren. Über das Prämienmodell erhalten die Fachbereiche direkte finanzielle Anreize.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/handlungsfelder/campus/energie_klimaschutz/praemiensystem/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Freiburg: Dezentrale Monetäre Anreize zur Energieeinsparung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Anreizmodell der Universität Freiburg will Verhaltensänderungen bei den Gebäudenutzern und minimal in-vestive technische Maßnahmen kombinieren. Dabei wird den Einrichtungen anteilig die Kosten, die gegenüber einer Referenz eingespart wurden, gutgeschrieben. Ein Malus-System, dass ggf. Mehrverbrauch sanktioniert, existiert nicht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltige.uni-freiburg.de/klimaschutz/dezmon-2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Energiekostenbudgetierung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/energiesparen/energiekostenbudgetierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goethe-Universität Frankfurt: Energieeinspardialog.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail/hessen-entwickeln-und-setzen-von-anreizsystemen-zur-energieeinsparung-an-hessischen-hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.6. Bauherrenfunktion nutzen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen Hochschulen befinden sich in einem Reformprozess, der sich unter anderem durch einen Paradig-menwechsel im Hochschulmanagement von einer eher detailgesteuerten zu einer verstärkt eigenverantwortlich geführten Hochschule manifestiert. Vor diesem Hintergrund ist einzelnen Hochschulen auch die Bauherrenfunkti-on übertragen worden. In diesem Kontext muss genau geprüft werden, mit welchen Anforderungen diese Aufga-be verbunden und unter welchen Voraussetzungen dieses Modell erfolgsversprechend ist. Die Zuweisung und Übernahme der Bauherrenfunktion hat daher große Bedeutung, weil Neubau oder Sanierung eines Gebäudes einen großen Einfluss auf die CO2-Emissionen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesetzlichen Vorgaben fordern schon eine entsprechende Energieeinsparung bei Neubau und Sanierung. Diese bezieht sich jedoch lediglich auf gebäudeinduzierte Verbräuche. Einen nicht unwesentlichen Anteil macht der nutzerinduzierte Verbrauch aus, der durch die technischen Geräte der Nutzer beeinflusst wird. Im besten Fall kann die Hochschule als Nutzer, Betreiber und Bauherr die Nutzeranforderungen direkt an die von Ihnen beauf-tragten Fachplaner vermitteln und für die energieeffizienteste Lösung des Betriebs sorgen. Im Fall der Bauher-renvertretung durch die Landesbauverwaltung ist eine Einbeziehung der Hochschule als Nutzer und Betreiber sehr wesentlich. Dieses betrifft die Erarbeitung und Übergabe der Nutzeranforderungen an die und auch die Kommunikation mit den Fachplanern. Diese Anforderung bezieht sich auf den gesamten Planungs- und Baupro-zess, um die energieeffizientesten Lösungen für den Betrieb zu finden.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fokus liegt in erster Linie auf Lösungen zur Energieeinsparung mit Hilfe technischer Anlagen und der Verwen-dung von wärmedämmenden Baustoffen. Ein weiterer Aspekt bezüglich des Energieverbrauchs im Bereich Ge-bäudeinfrastruktur von Hochschulen liegt jedoch in der Errichtung von Gebäuden. Ein nicht unwesentlicher Teil der Energie besteht aus „grauer Energie“, die den Energieverbrauch der Gewinnung von Rohstoffen, der Herstel-lung von Baustoffen, deren Transport und Verarbeitung vor Ort betrachtet. Um diesen Energieverbrauch niedrig zu halten, sind mehrere Möglichkeiten gegeben. Eine den Zielen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit verpflich-tete hochschulweite Ermittlung der Flächenbedarfe stellt den Ausgangspunkt dar, gefolgt von Maßnahmen wie z. B. Sanierung vor Neubau, Recyclen und Wiederverwenden von Baustoffen, Verwendung von Baustoffen mit nied-riger Energiebilanz etc. Hier steht die Forschung jedoch noch sehr am Anfang und Datenbanken, die darüber Auskunft geben (z. B. ökobaudat), werden derzeit hauptsächlich von den Herstellern gefüllt. Eine Unabhängigkeit ist dadurch nicht gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Holzkamm, I.; Stibbe, J.; Stratmann, F.; Tegtmeyer, R.: Orientierungshilfe Bauherrenfunktion durch Hochschu-len. Teil 1: Rahmenbedingungen für die Bauherrenfunktion im Hochschulbau HIS-HE: Forum Hochschule, Nr. 4, 2015&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/orientierungshilfe-bauherrenfunktion-durch-hochschulen-teil-1-rahmenbedingungen-fuer-die-bauherrenfunktion-im-hochschulbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stibbe, J.; Stratmann, F.; Söder-Mahlmann, M.: Verteilung der Zuständigkeiten des Liegenschaftsmanagements für die Universitäten in den Ländern. Sachstandsbericht. HIS-HE: Forum Hochschule, Nr. 9, 2012&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/verteilung-der-zustaendigkeiten-des-liegenschaftsmanagements-fuer-die-universitaeten-in-den-laendern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat: ÖKOBAUDAT.&lt;br /&gt;
Mit der Plattform ÖKOBAUDAT stellt das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) allen Akteuren eine vereinheitlichte Datenbasis für die Ökobilanzierung von Bauwerken zur Verfügung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.oekobaudat.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nutzenvorteile einer dezentralen Bauherrenfunktion der Hochschulen für den nachhaltigen Betrieb&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Lebenszyklus-/Nachhaltigkeitsbetrachtungen in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein wesentliches Argument der Hochschulen für eine Übernahme der Bauherrenfunktion ist, die Gesamtzustän-digkeit für Betrieb und Bau in eine Hand zu legen und dadurch die Wirtschaftlichkeit über die Baumaßnahmen hinaus auf den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes in den Fokus zu rücken. Hintergrund dieser Forderung ist unter anderem, dass derzeit bei den Bauinvestitionen die Baufolgekosten nicht hinlänglich berücksichtigt werden und somit die Hochschulen als Verantwortliche für den Gebäudebetrieb die zum Teil sehr hohen Bewirtschaftungs- und Betriebskosten hinnehmen und tragen müssen. Für ein kostenoptimiertes und nachhaltiges Immobilienma-nagement über den gesamten Lebenszyklus ist daher die zusammenhängende Betrachtung von Investitions- und Bewirtschaftungskosten zielführend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Nutzeranforderungen (Forschung &amp;amp; Lehre) in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Während des Projektstarts hat der Nutzer (Hochschule) die Bauherrenfunktion, die er u. a. durch Vorgabe des Projektziels in den Nutzeranforderungen wahrnimmt. Da in vielen Hochschulen bereits hohe Baufachkunde vor-handen ist, können die spezifischen Anforderungen aus Forschung und Lehre aufgrund der vorhandenen Nähe umfassend in die Nutzeranforderungen eingebracht werden. In der Projektabwicklung (Baumaßnahme) hingegen haben i. d. R. die Landesbaubetriebe bzw. -verwaltungen die Bauherrenfunktion, sodass die spezifischen Nutzeranforderungen hier nicht weiterentwickelt, konkretisiert und verbindlich vorgegeben werden können. Der Nutzer hat hier keine Entscheidungsbefugnisse mehr. Bei einer Übernahme der Bauherrenfunktion sehen die Hochschulen daher die Chance, die Nutzeranforderungen im gesamten Planungs- und Bauprozess besser einbeziehen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Gebäudemanagementkompetenzen (Hochschulverwaltung) in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Gebäudemanagement in den Hochschulverwaltungen verfügt über ein langjährig entwickeltes Erfahrungswissen über die bauliche und technische Infrastruktur. Mit einer Übernahme der Bauherrenfunktion erwarten die Hochschulen, dass ihr Erfahrungsschatz direkter in alle Phasen der Entscheidungs- und Planungsprozesse für Baumaßnahmen eingebracht werden kann. Da sowohl Gebäudemanagement als auch Baumanagement dann Teil der Hochschulverwaltung wären, ist die frühzeitige Einbindung des Gebäudemanagements in den Planungspro-zess automatisch gewährleistet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnittstellen/Verfahrensvereinfachung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die derzeitige Wahrnehmung der Aufgaben Planung/Bau sowie Bedarfsplanung/Nutzung/Betrieb in unterschiedlichen Zuständigkeiten bedingt natürliche Schnittstellen. Diese führen nach Abschluss einer Baumaßnahme ggf. zu unerwünschten Problemen in der Nutzung und dem Betrieb. Darüber hinaus können die Schnittstellen Verzögerungen im Planungs- und Bauverfahren hervorrufen, z. B. durch unterschiedliche Verfahrensweisen, unterschiedliche Prioritätensetzung, Missverständnisse etc. Mit der Zusammenführung der Aufgaben in eine Zuständigkeit versprechen sich die Hochschulen eine Verringerung der Schnittstellen und damit eine Verfahrensbeschleuni-gung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Komplette Bauherrenfunktion unabhängig vom Bauvolumen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hochschulen nehmen bei Bauunterhaltungsmaßnahmen und kleinen Neu-, Um- und Erweiterungsmaßnahmen (KNUE, bis ca. 1 Mio. €, kann in einzelnen Ländern höher sein) die Bauherrenfunktion bereits in einem Großteil der Länder wahr. Bei großen Neu-, Um- und Erweiterungsmaßnahmen (GNUE, ab ca. 1 Mio. €, kann in einzelnen Ländern höher sein) besitzen die Landesbaubetriebe bzw. -verwaltungen i. d. R. die Bauherrenfunktion. Die Bauverantwortung im Hochschulbau ist daher je nach Größe der Baumaßnahme in unterschiedliche Zuständigkeiten aufgeteilt. Eine Zusammenlegung der Bauverantwortung an einer Stelle würde einen umfassenderen Blick auf alle Baumaßnahmen pro Hochschule ermöglichen und nicht nur bis oder ab einer gewissen Wertgrenze. Hierdurch wäre ein übergreifendes Steuern aller Baumaßnahmen pro Hochschule besser möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Finanzierungsrahmen und -bedingungen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einige Hochschulen streben die Übernahme der kompletten Bauverantwortung für den Hochschulbau und das eigenverantwortliche Steuern der Baumaßnahme, über die Wertgrenzen hinaus, an. Zusätzlich besteht der Wunsch nach einem verbindlichen, langfristigen Finanzrahmen in der Landeshaushaltsplanung und optional ein frei zur Verfügung stehendes Baubudget. Dadurch würde sich weniger der Maßnahmenprozess durch die Mittel-freigabe des Parlaments verzögern und wäre, was den zeitlichen Ablauf betrifft, einschätzbarer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übergabe und Nutzung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch eine Zusammenlegung der Betreiber- und Bauherrenfunktion wird die frühzeitige Beteiligung des Gebäudemanagements am Bauplanungsprozess gefördert und die Übergabe des fertiggestellten Gebäudes an den Nutzer erleichtert. Zudem wird das Interesse des Bauherrn erhöht, zwingend erforderliche Revisionsunterlagen mit größerem Druck von Bauauftragnehmern einzufordern und nachdrückliche Mängel zu beseitigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landesbaustandards/Wirtschaftlichkeit:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die von den Landesbaubetrieben bzw. -verwaltungen angewandten Landesbaustandards sind für den Hochschul-bau (meist Sonderbauten) nicht immer zielführend, da sie i. d. R. lediglich einen zur Erfüllung der Bauaufgabe „ausreichenden“ Kostenaufwand berücksichtigen. Um hier nicht im internationalen Wettbewerb abgehängt zu werden, müssen bereits die Gebäude spezifische, wissenschaftsbezogene Anforderungen erfüllen und dürfen nicht auf ein ausreichendes „Standardprogramm“ reduziert werden. Eine Übernahme der Bauherrenfunktion würde diesen Blickwinkel stärker in den Fokus rücken und ihm mehr Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baufachliche Qualität/Bauerfahrung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Hochschulerfahrung mit kleineren Baumaßnahmen und teilweise großen drittmittel-finanzierten Maßnahmen liegen weitreichende Erkenntnisse für Hochschulbaumaßnahmen vor. Diese können bei einer Übernahme der Bauherrenfunktion durch Hochschulen unmittelbar eingebracht werden und somit eine Verbesserung der baufachlichen Qualität ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.7. Management der Flächen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein strategisches Flächenmanagement reduziert den Energieeinsatz pro Nutzer, indem es die Auslastung der Flächen innerhalb der Woche erhöht oder die Inanspruchnahme der Fläche pro Nutzer verringert. Das Flächenmanagement an Hochschulen verfolgt jenseits der globalen Zielsetzung einer sparsamen Flächeninanspruchnahme oftmals drei konkrete Zielsetzungen. Zum einen geht es darum, die von der Hochschulleitung oder beauftragter Bauabteilungen angesteuerten Organisationseinheiten, also z.B. Lehrstühle, Institute oder Fachbereiche genau mit denjenigen Flächen auszustatten, die sie benötigen. Die Definition des Flächenbedarfs orientiert sich zwar an landesseitigen Standards und fachspezifischen Anforderungen. Gleichwohl eröffnen sich Spielräume für hochschuleigene, strategische Flächenmanagementvorgaben, die z.B. die Zielsetzung der Klimaneutralität aufgreifen. Konkret bedeutet dies, dass beispielsweise in Berufungszusagen alte „Erbhöfe“ nachjustiert werden. Oder es geht um die Sicherstellung der Flexibilität von Forschungsflächen. Den dritten bedeutenden Bereich macht die klassische Lehrraumbelegung aus. Hier geht es um die gleichmäßigere und letztendlich höhere Auslastung der Räume innerhalb der gesamten Woche und um das genauere Übereinstimmen (‚matchen‘) der Gruppen- und Raumgrößen (FN: Ruiz, Marcelo (2015): Welche Bedeutung haben Flächen in der Hochschulsteuerung auf Landes- und Hochschulebene? In: Magazin für Hochschulentwicklung (2), S. 12–13).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5995</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Energiemanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5995"/>
		<updated>2020-11-25T21:23:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: /* 6.1.6. Bauherrenfunktion nutzen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Nachhaltiges Energiemanagement, nachhaltiger Umgang mit Energie ==&lt;br /&gt;
===1. Betroffener Personenkreis===&lt;br /&gt;
Der Beitrag richtet sich an das Fachpersonal im technischen Gebäudemanagement, welches auf der operativen Ebene mit der Bereitstellung von Energie sowie dem Management der Energienutzung betraut ist. Darüber hin-aus werden strukturelle Hinweise gegeben, die für das Leitungspersonal relevant sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2. Relevanz===&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Gebäudemanagements besteht darin, optimale Bedingungen für die Kernaufgaben der Hoch-schulen zu schaffen. Hierzu zählt auch das Bereitstellen von und der Umgang mit Energie. Vor diesem Hintergrund bewegt sich dieses Handlungsfeld immer in einem besonderen Spannungsfeld, wenn auch ein effizienter, mög-lichst sparsamer Einsatz von Energie erfolgen soll, um CO2 und Kosten einzusparen. Potentielle Zielkonflikte zwi-schen dem Anspruch, bestmögliche Voraussetzungen für Forschung und Lehre zu schaffen und gleichzeitig Ener-gie effizient einzusetzen, sind der Organisation Hochschule immanent.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind gesetzliche Vorgaben (siehe unten) und Kostenaspekte (insb. steigende Energiekosten) Rah-menbedingungen, die dem Thema Energieeinsatz eine Relevanz geben. Die zentrale Facette scheint allerdings der stetig zunehmende öffentliche, gesellschaftliche Druck zum aktiven Klimaschutz zu sein, der insbesondere von Hochschulen und den Mitgliedern ausgeht und sehr stark von den wissenschaftlichen Erkenntnissen und konkre-ten Zielvorgaben gestützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3. Gesetzliche Grundlagen===&lt;br /&gt;
Gesetzliche Vorgaben existieren, um Gebäude nach hohem Energieeffizienzstandard zu errichten bzw. zu sanieren und den energieeffizienten Betrieb bereits in der Phase des Planens zu berücksichtigen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesetzliche Rahmen für bauliche Maßnahmen wurde bisher durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmG) verbindlich festgelegt. Mit dem geplanten Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) &amp;lt;ref&amp;gt;Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz - GEG), Entwurfsstand: 03.07.2020 (nach Zustimmung im Bundesrat).&amp;lt;/ref&amp;gt; ab November 2020 werden die bisherigen Regelungen aus EnEG, EnEV und EEWärmeG in einem Gesetz zusammengefasst. Grundlage der bisherigen nationalen Regelungen sind die Richtlinien der EU, insbesondere als Basis für die o. g. gesetzlichen Regelungen die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen ergeben sich Anforderungen aus den gesetzlichen Regelungen im Rahmen von EnEG, EnEV, EEWärmeG bzw. zukünftig GEG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sanierungs- und Neubaumaßnahmen: Baubezogene Regelungen, Energieausweise für Gebäude, Standards für „Niedrigstenergie-Gebäude“&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
* Betrieb von Gebäuden und technischen Anlagen: Energetische Inspektion (Klimaanlagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der GEG-Einführung sind zunächst keine Verschärfungen der bisherigen Regelungen der EnEV vorgesehen. Eine Überprüfung dieser Standards ist erst für das Jahr 2023 vorgesehen. Neu sind dagegen eine Innovationsklausel und der so genannte Quartiersansatz. Zunächst befristet bis Ende 2023 sind damit Möglichkeiten zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen anstelle des Primärenergieeinsatzes sowie eine gemeinsame Berücksichtigung von Gebäuden an einem zusammenhängenden Standort möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Regelungen aus den EU-Richtlinien werden erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt. Das „Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität“ (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) – kurz: GEIG – gehört dazu und bezieht die in 2018 aktualisierten Regelungen der EU-Gebäuderichtlinie von 2010 ein.  Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat dazu den Gesetzentwurf ausgearbeitet, der für Baumaßnahmen (Neubau und umfassende Sanierungen) ab dem 11. März 2021 relevant werden soll. Bei Nicht-Wohngebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen muss demnach mindestens jeder fünfte Stellplatz entsprechend ausgerüstet und mindestens ein Ladepunkt errichtet werden. Ab 2025 muss jedes (bestehende) nicht zum Wohnen genutzte Gebäude mit mehr als zwanzig Stellplätzen mit mindestens einem Ladepunkt ausgestattet werden &amp;lt;ref&amp;gt;Entwurf eines Gesetzes zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz – GEIG), Stand: 04.03.2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind weitere gesetzliche Regelungen, die im Zusammenhang mit dem Bezug und der Nutzung von Energie stehen für die Hochschulen von Bedeutung. Beispielhaft genannt werden hier &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Service/Gesetzeskarte/gesetzeskarte.html&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das insbesondere die Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien festlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), das die Förderungen für hocheffizienter KWK-Anlagen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das die Rahmenbedingungen für eine „sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Gas“ festlegt und insbesondere für Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze im Rahmen der Versorgung Dritter von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stromsteuergesetz (StromStG), das die Besteuerung von Strom sowie auch die Ermäßigung oder die Befreiung von der Steuer unter bestimmten Voraussetzungen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Treibhausgas-Emissionshandels-Gesetz (TEHG), auf dessen Grundlage der Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen in einem EU-weiten Emissionshandelssystem basiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) zur Regelung der Voraussetzungen für die Einführung und den Betrieb eines Anlagenregisters für Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Grubengas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der übergeordneten Ebene der EU ist weiterhin der „Klima- und energiepolitische Rahmen“ mit den  EU-weiten Zielvorgaben und politischen Zielen für den Zeitraum 2021 bis 2030 zu benennen, an dem sich die nationale Gesetzgebung orientieren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen von Bedeutung dürfte die Herausstellung der „Vorbildfunktion der öffentlichen Hand“ wie aktuell in § 4 des GEG bzw. § 1a EEWärmeG und EnEG § 2a (Niedrigstenergiegebäude) sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: Noch Kundenanlage oder schon Netz? BGH-Urteil liefert konkrete Hinweise, aber keine allgemeingültige Lösung. In: HIS:Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2020, S.3&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091621&amp;amp;hash=ad71f51ce9852bb0df44a036090d20859fd000cc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2020-02_Energierecht.pdf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===4. Ziele===&lt;br /&gt;
Für einen nachhaltigen Umgang mit Energie können sich Hochschulen, insbesondere wenn die CO2-Emissionen ein zentraler Indikator sein sollen, bei der Zielsetzung an drei wesentlichen Handlungsfeldern orientieren; diese lauten: Minimieren, substituieren und kompensieren von CO2-Emissionen. Wesentlich dabei ist die Prämisse: Minimierung vor Substitution vor Kompensation.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Minimierung&#039;&#039;&#039; bedeutet, tatsächlich weniger Energie zu verbrauchen, also den Energieverbrauch reduzieren und bei gleichem Energieträger eine Verringerung der CO2-Emissionen erzielen (z. B. technische oder organisatori-sche Maßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Substitution&#039;&#039;&#039; bedeutet, emissionsarme Energieträger einzusetzen. Bei gleichem Energieverbrauch werden damit Energieträger genutzt, die weniger CO2-Emissionen verursachen (z. B. Kauf von Ökostrom).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompensation&#039;&#039;&#039; bedeutet, für selber verursachte CO2-Emissionen an anderer Stelle eine CO2-Senke zu schaffen (z. B. Kauf von Zertifikaten, Organisation eigener Projekte). Gesetzlich sanktionierte Beispiele hierfür finden sich im Immissionsschutzrecht (z. B. §§ 17 ff. BImSchG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===5. Hemmnisse und Treiber===&lt;br /&gt;
Ein nachhaltiges Energiemanagement ist eingebettet in die Organisation (Strukturen) und den praktischen Betrieb (operative Handlungsmöglichkeiten) der Hochschule. Auf diesen beiden Ebenen können strukturell folgende Hemmnisse und Treiber für die Umsetzung eines nachhaltigen Umgangs mit Energie identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hemmnisse&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ressourcenmangel&lt;br /&gt;
*fehlende personelle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende Sichtweise auf langfristigere Effekte und die Externalisierung der Kosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsprozess&lt;br /&gt;
*limitierte Zeit für Planungsaufgaben sowie Fehler während der Bauplanung&lt;br /&gt;
*mangelnde Kommunikation zwischen Nutzern, Planern, Betreibern und Bauherren&lt;br /&gt;
*unkoordinierte Inbetriebnahme von neu erstellten Gebäuden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgaben&lt;br /&gt;
*keine Verankerung im Leitbild der Hochschule&lt;br /&gt;
*kein Klimaschutzkonzept mit definierten, priorisierten Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäudebestand&lt;br /&gt;
*unzureichende Messarchitektur&lt;br /&gt;
*hoher Technisierungsgrad bei Neubauten&lt;br /&gt;
*kein strukturiertes Flächenmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschullogik&lt;br /&gt;
*starke Egoismen der Fachbereiche&lt;br /&gt;
*schwere Einflussnahme auf Verhalten von Mitarbeitenden und Studierenden&lt;br /&gt;
*häufig wechselnde Akteure in der Mitgliedschaft der Hochschule&lt;br /&gt;
*fehlende Absprachen der beteiligten Serviceeinheiten der Hochschulen&lt;br /&gt;
*unklare Grenzen zwischen Komfort und Freiheit von Forschung und Lehre&lt;br /&gt;
*Spannungsfeld zwischen dem Ziel Energieeinsparung und energieintensiver Forschung mit Großgeräten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Treiber (nicht zu verwechseln mit Maßnahmen)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesetze, Normen, Zertifikate&lt;br /&gt;
*konkrete gesetzliche Vorgaben (insbesondere EnEV bzw. das künftige GEG, EEG, KWKG)&lt;br /&gt;
*AMEV Technisches Monitoring 2017&lt;br /&gt;
*Betrachtung der Lebenszykluskosten von Gebäuden (BNB Zertifikate)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenz&lt;br /&gt;
*Vernetzung und Kompetenzerweiterung des Fachpersonals&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fördermittel&lt;br /&gt;
*Bereitstellung von Fördermitteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Fortschritte&lt;br /&gt;
*Digitalisierung im Gebäudemanagement&lt;br /&gt;
*Einsatz erneuerbarer Energien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerer Druck&lt;br /&gt;
*öffentliche Diskussion zum Klimaschutz&lt;br /&gt;
*Thematisierung in den Zielvereinbarungen und Hochschulentwicklungsplänen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===6. Maßnahmen zur Implementierung===&lt;br /&gt;
Für eine Implementierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz kann strukturell zwischen strategischen und operativen unterschieden werden. Hierbei sind die strategischen dadurch charakterisiert, dass sie „gute Rahmenbedingungen“ für die operativen schaffen. Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen benannt und Beispiele für „good practice“ angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====6.1. Strategisch====&lt;br /&gt;
=====6.1.1. Governancestrukturen schaffen=====&lt;br /&gt;
Governance kann verstanden werden als Aufgabe, die Prozesse für einen erfolgreichen Klimaschutz geordnet zu koordinieren. Für eine Governance, explizit auch zum Klimaschutz bzw. zur Energieeffizenz, kann für den Praxis-betrieb auf die Bereiche Politik, Profession, Organisation, Wissen und Öffentlichkeit aus dem Governance-Regler zurückgegriffen werden, der im Handlungsfeld Governance von HOCHN entwickelt wurde und in der Evaluation der Nachhaltigkeitskonzepte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt einem Praxistest unterzogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessi-schen Landesregierung. HIS-HE:Forum, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeitsgovernance an Hochschulen - BETA, Oktober 2018:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/2-handlungsfelder/01-governance.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Berlin: Nachhaltigkeitsrat.&lt;br /&gt;
Der Nachhaltigkeitsrat wurde im Jahr 2018 Gegründet und besteht aus gewählten Mitgliedern der TU Berlin sowie externen Teilnehmenden. Der Nachhaltigkeitsrat ist darüber hinaus ein offenes Gremium, in dem jede und jeder willkommen ist, der sich für die nachhaltige Entwicklung der TU Berlin interessiert und daran mitwirken möchte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltigkeitsrat.tu-berlin.de/menue/nachhaltigkeitsrat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Runder Tisch zur nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;
Der Runde Tisch „Nachhaltige Entwicklung der HNEE“ wurde 2010 als demokratisches, von allen Interessengrup-pen der Hochschule gemeinsam getragenes und gestaltetes Gremium von der heutigen Nachhaltigkeitsmanage-rin und der Koordinatorin für die familienfreundliche Hochschule ins Leben gerufen. Ziel ist eine gemeinsame, von allen Hochschulgruppen entwickelte, umfassende nachhaltige Entwicklung an der HNEE.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement-an-der-HNEE/Beteiligung-und-Mitmachen/Runder-Tisch-Nachhaltigkeit/Runder-Tisch-zur-nachhaltigen-HNEE-Entwicklung-E6093.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Nachhaltigkeitsleitlinien.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/uni/nachhaltige-hochschule/home/nachhaltigkeitsleitlinien/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Harz: Senatskommission &amp;quot;Nachhaltige Hochschule Harz&amp;quot;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-harz.de/nachhaltige_hs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FU Berlin: Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.2. Controllingkonzept umsetzen=====&lt;br /&gt;
Controlling meint, die Aktivitäten zur Energieeffizienz gezielt zu steuern. Das Controlling fußt damit auf einer quantitativen Grundlage. Dieses kann die zahlenmäßige und graphische Auswertung der monatlichen Ver-brauchsdaten (gebäudebezogen) sein, um Veränderungen erkennen zu können und um die Nutzer zu informieren und zu motivieren sowie die gezielte Beobachtung der den konkreten Maßnahmen zugeordneten Zähler. Um die Zielsetzung für das Controlling-Konzept zu erreichen (insb. die Wirksamkeitsmessung), sind folgende Strukturen als Rahmenbedingungen zu schaffen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übergabe der operativen Verantwortung an speziell ausgebildetes Fachpersonal (für Klimaschutz) mit zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
*Gründung eines Klimaschutzbeirats mit Kontroll- und Lenkungsfunktion (dieses kann der Umweltaus-schuss übernehmen).&lt;br /&gt;
*Durchführung regelmäßiger Audits zur Überprüfung des Projektfortschritts und Messbarkeit über ein Kennzahlsystem herstellen (als Elemente im Managementkreislauf: plan (Ziele, Verantwortungen, Res-sourcen festlegen), do (Durchführung gemäß Planung), check (Zielerreichung prüfen, Fehler erheben), act (Fehler analysieren, Lösungsmöglichkeiten finden und auswählen).&lt;br /&gt;
*Sicherung der Finanzierung (ggf. über einen Klimaschutz-Etat).&lt;br /&gt;
*Etablieren eines Berichtswesens, auch für die Hochschulleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Hochschulen haben aktuell eine Beteiligung an einem normierten Umweltmanagementsystem nach EMAS:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt: Beteiligung an EMASplus.&lt;br /&gt;
Als erste Universität in Deutschland hat die KU das Zertifikat „EMASplus“ erhalten. Grundlage dafür ist die Etablie-rung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagements, das Ökologie, Soziales und Ökonomie umfasst. Damit verpflichtet sich die Katholische Universität dazu, ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Wirkungen re-gelmäßig systematisch überprüfen zu lassen und kontinuierlich zu optimieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.ku.de/kommunikation/presse/pi/einzelansicht/article/ku-erhaelt-als-erste-universitaet-in-deutschland-das-zertifikat-emasplus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 79 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule RheinMain: Klimaschutzkonzept Hochschule RheinMain. Abschlussbericht, Juni 2018, S. 67 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-rm.de/fileadmin/Home/Hochschule/Veroeffentlichungen/Klimaschutz/20180815_Abschlussbericht_KlischKo_HSRM_final.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzkonzept der HNE Eberswalde.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/_obj/67605A07-D2ED-4886-8A7C-BEB532B8044E/outline/Klimaschutzkonzept_HNEE.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaschutzkonzept der Universität Kiel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaschutzkonzept&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Klimaschutzbericht der Hochschule Osnabrück.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/wie-die-hochschule-osnabrueck-ihren-co2-fussabdruck-um-fast-70-prozent-verkleinert-hat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.3. Klimaneutralität formulieren=====&lt;br /&gt;
Klimaneutralität beinhaltet, für einen selbstgesteckten Rahmen (z. B. Gebäudebetrieb, Mobilität, Konsum) die klimarelevanten Emissionen zu beziffern, sie zu minimieren oder substituieren und verbleibende Emissionen auch zu kompensieren. Die Zielsetzung, als Hochschule klimaneutral zu werden, wird auf ein Datum bezogen, z.B. auf das Jahr 2035. Die Zeitspanne bis zur Klimaneutralität und die bis dahin noch emittierten Tonnen CO2 müssen aus den Zielsetzungen zur Eingrenzung der Erderwärmung abgeleitet werden. Die Formulierung einer Klimaneutrali-tät ist somit immer Angelegenheit der Hochschule als Ganzes, also der Hochschulleitung. Formulierte Klimaneut-ralität ist auch ein Aspekt von Governance und hochschulöffentlich. Klimaneutralität ist für Hochschulen realisier-bar, dieses hat eine Studie von HIS-HE belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J., Person, R.-D. (2019): Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus. Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung. HIS-HE:Medium, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golüke, H.: Ökostrom beziehen ist gut - reicht aber nicht! In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen, Nr. 1 ,2019, S. 18 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Die Leuphana Universität Lüneburg hat sich 2007 das Ziel der Klimaneutralität gesetzt und dieses im Jahr 2014 erreicht. Dabei konnten 50 Prozent Primärenergie und 30 Prozent Endenergie eingespart werden. Grundlage der Erreichung der Klimaneutralität ist der effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen in allen Teilbereichen der Universität. Die Themenfelder sind Energieeffizienz, Einsatz regenerativer Energien, Förderung einer klimascho-nenden Mobilität und der nachhaltigen Beschaffung, die in vielen Einzelmaßnahmen sukzessive implementiert und optimiert wurden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
www.leuphana.de/klimaneutral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Düsseldorf: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Hochschule Düsseldorf hat am 19.11.2019 Klimaschutz-Leitlinien beschlossen und dabei die CO2-Klimaneutralität bis 2030 als konkretes Klimaschutz-Ziel festgelegt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-duesseldorf.de/personen/salvagno/klimaschutz?showarrows=1&amp;amp;sid=maysmcrsi1wnydumut54ns5v&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement/Nachhaltige-Hochschule/Klimaneutralitt/Klimaneutralitt-K6435.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaneutrale-universitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Trier, Umweltcampus Birkenfeld: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochschule-trier.de/hochschule/hochschulportraet/drei-campus/umwelt-campus-birkenfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pv-magazine.de/2020/06/09/htw-berlin-bekommt-zwei-photovoltaik-anlagen-mit-zusammen-280-kilowatt-leistung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freie Universität Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2019/fup_19_398-klimanotstand/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.4. Energieflüsse abbilden=====&lt;br /&gt;
Um überhaupt den Umgang mit Energie zum Thema zu machen, ist ein Messsystem erforderlich, welches die Verbräuche erfasst und die Energieflüsse durch die Hochschule abbildet (siehe Abbildung 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nachhaltiges Energiemanagement.png|500px|thumb|Abbildung 1: Potentielle Energieeinflüsse durch die Hochschule (Grafik von HIS-HE: CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür ist eine Messarchitektur erforderlich, die die Hochschule angemessen abbildet und eine routinemäßige Auslesung und Auswertung der Daten ermöglicht. Dieses ist erforderlich, um die Effekte von initiierten Maßnah-men zu erkennen und steuern zu können. Im Umkehrschluss bedeutet das, nur das zu messen, was auch für die Steuerung des Energiemanagements relevant ist. Steuerung benötigt ein Controlling-Konzept. Das Controlling-Konzept stellt einen Kreislauf dar, in dem die durch die Klimaschutzaktivitäten (ggf. Klimaschutzkonzept) definier-ten Maßnahmen zur Umsetzung geführt werden. Durch die ständige Evaluierung und zielgerichtete Anpassung der Maßnahmen wird eine erfolgreiche Umsetzung, im Sinne einer Steuerung, sichergestellt. Diese Steuerung bezieht sich auf das regelmäßige Ermitteln, Vereinbaren, Umsetzen, (Erfolgs-)Messen und ggf. Nachjustieren von Maßnahmen. Dieses ist mehr als reiner (quantitativer) Soll-Ist-Vergleich; denn das Vorgehen schließt eine (quali-tative) Bewertung mit ein. Gerade hierfür sind Ressourcen erforderlich, die insbesondere auf der personellen Ebene das entsprechende Fachwissen garantieren und auf der Sachebene für eine adäquate Verwaltung und Ablage der notwendigen Daten sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: 10 Jahre CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1 (2019). Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 9 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ketelhön, U.: Erarbeitung eines Musterkonzeptes sowie standortbezogener Einzelkonzepte für die Helmholtz-Gemeinschaft. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2017, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092077&amp;amp;hash=0086d0e250079e732f6057fdd4cbaa32680b6f8f&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_02-2017_DRUCK.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V.: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 48 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.5. Budgetierungssystem einführen=====&lt;br /&gt;
Budgetierung bedeutet, die Kosten für den Energieverbrauch den Akteuren oder Organisationseinheiten zuord-nen zu können und diese durch spezifische Modelle daran zu beteiligen. Die Motivlagen, Budgetierungssysteme einzuführen und die Bandbreite der Modelle sind vielschichtig. Sie reichen von freiwilligen Systemen, die aus-schließlich mit Bonuszahlungen arbeiten, bis hin zu hochschulweit verbindlich eingeführten Systemen, in denen die Energiekosten aus den dezentralen Budgets zu begleichen sind. Eine Herausforderung stellt oftmals die Bemes-sung der Budgets dar, aus denen die Einheiten ihre Energiekosten begleichen sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V. (2014): Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS-HE: Mitteilungsblatt, Nr. 4, S. 1 f. https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-4.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit Anreizen zu mehr Klimaschutz: Das Prämiensystem zur Energieeinsparung an der Freien Universität Berlin. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wöhning, C.: Projekt „Entwickeln und Setzen von Anreizsystemen“. In: Magazin für Hochschulentwicklung. The-men-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 12&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.: Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 4, 2014, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092324&amp;amp;hash=cc4bf20988a0950ad784ab9f1b6249f584d3e32d&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-1.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Berlin: Prämiensystem.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Freien Universität Berlin hat Anfang 2007 ein so genanntes Prämiensystem eingeführt, um organisatorische und verhaltensbezogene Einsparpotentiale zu realisieren. Über das Prämienmodell erhalten die Fachbereiche direkte finanzielle Anreize.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/handlungsfelder/campus/energie_klimaschutz/praemiensystem/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Freiburg: Dezentrale Monetäre Anreize zur Energieeinsparung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Anreizmodell der Universität Freiburg will Verhaltensänderungen bei den Gebäudenutzern und minimal in-vestive technische Maßnahmen kombinieren. Dabei wird den Einrichtungen anteilig die Kosten, die gegenüber einer Referenz eingespart wurden, gutgeschrieben. Ein Malus-System, dass ggf. Mehrverbrauch sanktioniert, existiert nicht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltige.uni-freiburg.de/klimaschutz/dezmon-2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Energiekostenbudgetierung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/energiesparen/energiekostenbudgetierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goethe-Universität Frankfurt: Energieeinspardialog.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail/hessen-entwickeln-und-setzen-von-anreizsystemen-zur-energieeinsparung-an-hessischen-hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.6. Bauherrenfunktion nutzen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen Hochschulen befinden sich in einem Reformprozess, der sich unter anderem durch einen Paradig-menwechsel im Hochschulmanagement von einer eher detailgesteuerten zu einer verstärkt eigenverantwortlich geführten Hochschule manifestiert. Vor diesem Hintergrund ist einzelnen Hochschulen auch die Bauherrenfunkti-on übertragen worden. In diesem Kontext muss genau geprüft werden, mit welchen Anforderungen diese Aufga-be verbunden und unter welchen Voraussetzungen dieses Modell erfolgsversprechend ist. Die Zuweisung und Übernahme der Bauherrenfunktion hat daher große Bedeutung, weil Neubau oder Sanierung eines Gebäudes einen großen Einfluss auf die CO2-Emissionen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesetzlichen Vorgaben fordern schon eine entsprechende Energieeinsparung bei Neubau und Sanierung. Diese bezieht sich jedoch lediglich auf gebäudeinduzierte Verbräuche. Einen nicht unwesentlichen Anteil macht der nutzerinduzierte Verbrauch aus, der durch die technischen Geräte der Nutzer beeinflusst wird. Im besten Fall kann die Hochschule als Nutzer, Betreiber und Bauherr die Nutzeranforderungen direkt an die von Ihnen beauf-tragten Fachplaner vermitteln und für die energieeffizienteste Lösung des Betriebs sorgen. Im Fall der Bauher-renvertretung durch die Landesbauverwaltung ist eine Einbeziehung der Hochschule als Nutzer und Betreiber sehr wesentlich. Dieses betrifft die Erarbeitung und Übergabe der Nutzeranforderungen an die und auch die Kommunikation mit den Fachplanern. Diese Anforderung bezieht sich auf den gesamten Planungs- und Baupro-zess, um die energieeffizientesten Lösungen für den Betrieb zu finden.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fokus liegt in erster Linie auf Lösungen zur Energieeinsparung mit Hilfe technischer Anlagen und der Verwen-dung von wärmedämmenden Baustoffen. Ein weiterer Aspekt bezüglich des Energieverbrauchs im Bereich Ge-bäudeinfrastruktur von Hochschulen liegt jedoch in der Errichtung von Gebäuden. Ein nicht unwesentlicher Teil der Energie besteht aus „grauer Energie“, die den Energieverbrauch der Gewinnung von Rohstoffen, der Herstel-lung von Baustoffen, deren Transport und Verarbeitung vor Ort betrachtet. Um diesen Energieverbrauch niedrig zu halten, sind mehrere Möglichkeiten gegeben. Eine den Zielen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit verpflich-tete hochschulweite Ermittlung der Flächenbedarfe stellt den Ausgangspunkt dar, gefolgt von Maßnahmen wie z. B. Sanierung vor Neubau, Recyclen und Wiederverwenden von Baustoffen, Verwendung von Baustoffen mit nied-riger Energiebilanz etc. Hier steht die Forschung jedoch noch sehr am Anfang und Datenbanken, die darüber Auskunft geben (z. B. ökobaudat), werden derzeit hauptsächlich von den Herstellern gefüllt. Eine Unabhängigkeit ist dadurch nicht gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Holzkamm, I.; Stibbe, J.; Stratmann, F.; Tegtmeyer, R.: Orientierungshilfe Bauherrenfunktion durch Hochschu-len. Teil 1: Rahmenbedingungen für die Bauherrenfunktion im Hochschulbau HIS-HE: Forum Hochschule, Nr. 4, 2015&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/orientierungshilfe-bauherrenfunktion-durch-hochschulen-teil-1-rahmenbedingungen-fuer-die-bauherrenfunktion-im-hochschulbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stibbe, J.; Stratmann, F.; Söder-Mahlmann, M.: Verteilung der Zuständigkeiten des Liegenschaftsmanagements für die Universitäten in den Ländern. Sachstandsbericht. HIS-HE: Forum Hochschule, Nr. 9, 2012&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/verteilung-der-zustaendigkeiten-des-liegenschaftsmanagements-fuer-die-universitaeten-in-den-laendern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat: ÖKOBAUDAT.&lt;br /&gt;
Mit der Plattform ÖKOBAUDAT stellt das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) allen Akteuren eine vereinheitlichte Datenbasis für die Ökobilanzierung von Bauwerken zur Verfügung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.oekobaudat.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nutzenvorteile einer dezentralen Bauherrenfunktion der Hochschulen für den nachhaltigen Betrieb&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Lebenszyklus-/Nachhaltigkeitsbetrachtungen in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein wesentliches Argument der Hochschulen für eine Übernahme der Bauherrenfunktion ist, die Gesamtzustän-digkeit für Betrieb und Bau in eine Hand zu legen und dadurch die Wirtschaftlichkeit über die Baumaßnahmen hinaus auf den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes in den Fokus zu rücken. Hintergrund dieser Forderung ist unter anderem, dass derzeit bei den Bauinvestitionen die Baufolgekosten nicht hinlänglich berücksichtigt werden und somit die Hochschulen als Verantwortliche für den Gebäudebetrieb die zum Teil sehr hohen Bewirtschaftungs- und Betriebskosten hinnehmen und tragen müssen. Für ein kostenoptimiertes und nachhaltiges Immobilienma-nagement über den gesamten Lebenszyklus ist daher die zusammenhängende Betrachtung von Investitions- und Bewirtschaftungskosten zielführend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Nutzeranforderungen (Forschung &amp;amp; Lehre) in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Während des Projektstarts hat der Nutzer (Hochschule) die Bauherrenfunktion, die er u. a. durch Vorgabe des Projektziels in den Nutzeranforderungen wahrnimmt. Da in vielen Hochschulen bereits hohe Baufachkunde vor-handen ist, können die spezifischen Anforderungen aus Forschung und Lehre aufgrund der vorhandenen Nähe umfassend in die Nutzeranforderungen eingebracht werden. In der Projektabwicklung (Baumaßnahme) hingegen haben i. d. R. die Landesbaubetriebe bzw. -verwaltungen die Bauherrenfunktion, sodass die spezifischen Nutzeranforderungen hier nicht weiterentwickelt, konkretisiert und verbindlich vorgegeben werden können. Der Nutzer hat hier keine Entscheidungsbefugnisse mehr. Bei einer Übernahme der Bauherrenfunktion sehen die Hochschulen daher die Chance, die Nutzeranforderungen im gesamten Planungs- und Bauprozess besser einbeziehen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Gebäudemanagementkompetenzen (Hochschulverwaltung) in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Gebäudemanagement in den Hochschulverwaltungen verfügt über ein langjährig entwickeltes Erfahrungswissen über die bauliche und technische Infrastruktur. Mit einer Übernahme der Bauherrenfunktion erwarten die Hochschulen, dass ihr Erfahrungsschatz direkter in alle Phasen der Entscheidungs- und Planungsprozesse für Baumaßnahmen eingebracht werden kann. Da sowohl Gebäudemanagement als auch Baumanagement dann Teil der Hochschulverwaltung wären, ist die frühzeitige Einbindung des Gebäudemanagements in den Planungspro-zess automatisch gewährleistet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnittstellen/Verfahrensvereinfachung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die derzeitige Wahrnehmung der Aufgaben Planung/Bau sowie Bedarfsplanung/Nutzung/Betrieb in unterschiedlichen Zuständigkeiten bedingt natürliche Schnittstellen. Diese führen nach Abschluss einer Baumaßnahme ggf. zu unerwünschten Problemen in der Nutzung und dem Betrieb. Darüber hinaus können die Schnittstellen Verzögerungen im Planungs- und Bauverfahren hervorrufen, z. B. durch unterschiedliche Verfahrensweisen, unterschiedliche Prioritätensetzung, Missverständnisse etc. Mit der Zusammenführung der Aufgaben in eine Zuständigkeit versprechen sich die Hochschulen eine Verringerung der Schnittstellen und damit eine Verfahrensbeschleuni-gung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Komplette Bauherrenfunktion unabhängig vom Bauvolumen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hochschulen nehmen bei Bauunterhaltungsmaßnahmen und kleinen Neu-, Um- und Erweiterungsmaßnahmen (KNUE, bis ca. 1 Mio. €, kann in einzelnen Ländern höher sein) die Bauherrenfunktion bereits in einem Großteil der Länder wahr. Bei großen Neu-, Um- und Erweiterungsmaßnahmen (GNUE, ab ca. 1 Mio. €, kann in einzelnen Ländern höher sein) besitzen die Landesbaubetriebe bzw. -verwaltungen i. d. R. die Bauherrenfunktion. Die Bauverantwortung im Hochschulbau ist daher je nach Größe der Baumaßnahme in unterschiedliche Zuständigkeiten aufgeteilt. Eine Zusammenlegung der Bauverantwortung an einer Stelle würde einen umfassenderen Blick auf alle Baumaßnahmen pro Hochschule ermöglichen und nicht nur bis oder ab einer gewissen Wertgrenze. Hierdurch wäre ein übergreifendes Steuern aller Baumaßnahmen pro Hochschule besser möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Finanzierungsrahmen und -bedingungen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einige Hochschulen streben die Übernahme der kompletten Bauverantwortung für den Hochschulbau und das eigenverantwortliche Steuern der Baumaßnahme, über die Wertgrenzen hinaus, an. Zusätzlich besteht der Wunsch nach einem verbindlichen, langfristigen Finanzrahmen in der Landeshaushaltsplanung und optional ein frei zur Verfügung stehendes Baubudget. Dadurch würde sich weniger der Maßnahmenprozess durch die Mittel-freigabe des Parlaments verzögern und wäre, was den zeitlichen Ablauf betrifft, einschätzbarer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übergabe und Nutzung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch eine Zusammenlegung der Betreiber- und Bauherrenfunktion wird die frühzeitige Beteiligung des Gebäudemanagements am Bauplanungsprozess gefördert und die Übergabe des fertiggestellten Gebäudes an den Nutzer erleichtert. Zudem wird das Interesse des Bauherrn erhöht, zwingend erforderliche Revisionsunterlagen mit größerem Druck von Bauauftragnehmern einzufordern und nachdrückliche Mängel zu beseitigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landesbaustandards/Wirtschaftlichkeit:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die von den Landesbaubetrieben bzw. -verwaltungen angewandten Landesbaustandards sind für den Hochschul-bau (meist Sonderbauten) nicht immer zielführend, da sie i. d. R. lediglich einen zur Erfüllung der Bauaufgabe „ausreichenden“ Kostenaufwand berücksichtigen. Um hier nicht im internationalen Wettbewerb abgehängt zu werden, müssen bereits die Gebäude spezifische, wissenschaftsbezogene Anforderungen erfüllen und dürfen nicht auf ein ausreichendes „Standardprogramm“ reduziert werden. Eine Übernahme der Bauherrenfunktion würde diesen Blickwinkel stärker in den Fokus rücken und ihm mehr Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baufachliche Qualität/Bauerfahrung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Hochschulerfahrung mit kleineren Baumaßnahmen und teilweise großen drittmittel-finanzierten Maßnahmen liegen weitreichende Erkenntnisse für Hochschulbaumaßnahmen vor. Diese können bei einer Übernahme der Bauherrenfunktion durch Hochschulen unmittelbar eingebracht werden und somit eine Verbesserung der baufachlichen Qualität ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.7. Management der Flächen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein strategisches Flächenmanagement reduziert den Energieeinsatz pro Nutzer, indem es die Auslastung der Flächen innerhalb der Woche erhöht oder die Inanspruchnahme der Fläche pro Nutzer verringert. Das Flächenmanagement an Hochschulen verfolgt jenseits der globalen Zielsetzung einer sparsamen Flächeninanspruchnahme oftmals drei konkrete Zielsetzungen. Zum einen geht es darum, die von der Hochschulleitung oder beauftragter Bauabteilungen angesteuerten Organisationseinheiten, also z.B. Lehrstühle, Institute oder Fachbereiche genau mit denjenigen Flächen auszustatten, die sie benötigen. Die Definition des Flächenbedarfs orientiert sich zwar an landesseitigen Standards und fachspezifischen Anforderungen. Gleichwohl eröffnen sich Spielräume für hochschuleigene, strategische Flächenmanagementvorgaben, die z.B. die Zielsetzung der Klimaneutralität aufgreifen. Konkret bedeutet dies, dass beispielsweise in Berufungszusagen alte „Erbhöfe“ nachjustiert werden. Oder es geht um die Sicherstellung der Flexibilität von Forschungsflächen. Den dritten bedeutenden Bereich macht die klassische Lehrraumbelegung aus. Hier geht es um die gleichmäßigere und letztendlich höhere Auslastung der Räume innerhalb der gesamten Woche und um das genauere Übereinstimmen (‚matchen‘) der Gruppen- und Raumgrößen (FN: Ruiz, Marcelo (2015): Welche Bedeutung haben Flächen in der Hochschulsteuerung auf Landes- und Hochschulebene? In: Magazin für Hochschulentwicklung (2), S. 12–13).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5994</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Energiemanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5994"/>
		<updated>2020-11-25T21:19:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: /* 6.1.5. Budgetierungssystem einführen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Nachhaltiges Energiemanagement, nachhaltiger Umgang mit Energie ==&lt;br /&gt;
===1. Betroffener Personenkreis===&lt;br /&gt;
Der Beitrag richtet sich an das Fachpersonal im technischen Gebäudemanagement, welches auf der operativen Ebene mit der Bereitstellung von Energie sowie dem Management der Energienutzung betraut ist. Darüber hin-aus werden strukturelle Hinweise gegeben, die für das Leitungspersonal relevant sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2. Relevanz===&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Gebäudemanagements besteht darin, optimale Bedingungen für die Kernaufgaben der Hoch-schulen zu schaffen. Hierzu zählt auch das Bereitstellen von und der Umgang mit Energie. Vor diesem Hintergrund bewegt sich dieses Handlungsfeld immer in einem besonderen Spannungsfeld, wenn auch ein effizienter, mög-lichst sparsamer Einsatz von Energie erfolgen soll, um CO2 und Kosten einzusparen. Potentielle Zielkonflikte zwi-schen dem Anspruch, bestmögliche Voraussetzungen für Forschung und Lehre zu schaffen und gleichzeitig Ener-gie effizient einzusetzen, sind der Organisation Hochschule immanent.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind gesetzliche Vorgaben (siehe unten) und Kostenaspekte (insb. steigende Energiekosten) Rah-menbedingungen, die dem Thema Energieeinsatz eine Relevanz geben. Die zentrale Facette scheint allerdings der stetig zunehmende öffentliche, gesellschaftliche Druck zum aktiven Klimaschutz zu sein, der insbesondere von Hochschulen und den Mitgliedern ausgeht und sehr stark von den wissenschaftlichen Erkenntnissen und konkre-ten Zielvorgaben gestützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3. Gesetzliche Grundlagen===&lt;br /&gt;
Gesetzliche Vorgaben existieren, um Gebäude nach hohem Energieeffizienzstandard zu errichten bzw. zu sanieren und den energieeffizienten Betrieb bereits in der Phase des Planens zu berücksichtigen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesetzliche Rahmen für bauliche Maßnahmen wurde bisher durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmG) verbindlich festgelegt. Mit dem geplanten Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) &amp;lt;ref&amp;gt;Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz - GEG), Entwurfsstand: 03.07.2020 (nach Zustimmung im Bundesrat).&amp;lt;/ref&amp;gt; ab November 2020 werden die bisherigen Regelungen aus EnEG, EnEV und EEWärmeG in einem Gesetz zusammengefasst. Grundlage der bisherigen nationalen Regelungen sind die Richtlinien der EU, insbesondere als Basis für die o. g. gesetzlichen Regelungen die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen ergeben sich Anforderungen aus den gesetzlichen Regelungen im Rahmen von EnEG, EnEV, EEWärmeG bzw. zukünftig GEG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sanierungs- und Neubaumaßnahmen: Baubezogene Regelungen, Energieausweise für Gebäude, Standards für „Niedrigstenergie-Gebäude“&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
* Betrieb von Gebäuden und technischen Anlagen: Energetische Inspektion (Klimaanlagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der GEG-Einführung sind zunächst keine Verschärfungen der bisherigen Regelungen der EnEV vorgesehen. Eine Überprüfung dieser Standards ist erst für das Jahr 2023 vorgesehen. Neu sind dagegen eine Innovationsklausel und der so genannte Quartiersansatz. Zunächst befristet bis Ende 2023 sind damit Möglichkeiten zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen anstelle des Primärenergieeinsatzes sowie eine gemeinsame Berücksichtigung von Gebäuden an einem zusammenhängenden Standort möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Regelungen aus den EU-Richtlinien werden erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt. Das „Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität“ (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) – kurz: GEIG – gehört dazu und bezieht die in 2018 aktualisierten Regelungen der EU-Gebäuderichtlinie von 2010 ein.  Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat dazu den Gesetzentwurf ausgearbeitet, der für Baumaßnahmen (Neubau und umfassende Sanierungen) ab dem 11. März 2021 relevant werden soll. Bei Nicht-Wohngebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen muss demnach mindestens jeder fünfte Stellplatz entsprechend ausgerüstet und mindestens ein Ladepunkt errichtet werden. Ab 2025 muss jedes (bestehende) nicht zum Wohnen genutzte Gebäude mit mehr als zwanzig Stellplätzen mit mindestens einem Ladepunkt ausgestattet werden &amp;lt;ref&amp;gt;Entwurf eines Gesetzes zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz – GEIG), Stand: 04.03.2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind weitere gesetzliche Regelungen, die im Zusammenhang mit dem Bezug und der Nutzung von Energie stehen für die Hochschulen von Bedeutung. Beispielhaft genannt werden hier &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Service/Gesetzeskarte/gesetzeskarte.html&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das insbesondere die Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien festlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), das die Förderungen für hocheffizienter KWK-Anlagen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das die Rahmenbedingungen für eine „sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Gas“ festlegt und insbesondere für Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze im Rahmen der Versorgung Dritter von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stromsteuergesetz (StromStG), das die Besteuerung von Strom sowie auch die Ermäßigung oder die Befreiung von der Steuer unter bestimmten Voraussetzungen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Treibhausgas-Emissionshandels-Gesetz (TEHG), auf dessen Grundlage der Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen in einem EU-weiten Emissionshandelssystem basiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) zur Regelung der Voraussetzungen für die Einführung und den Betrieb eines Anlagenregisters für Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Grubengas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der übergeordneten Ebene der EU ist weiterhin der „Klima- und energiepolitische Rahmen“ mit den  EU-weiten Zielvorgaben und politischen Zielen für den Zeitraum 2021 bis 2030 zu benennen, an dem sich die nationale Gesetzgebung orientieren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen von Bedeutung dürfte die Herausstellung der „Vorbildfunktion der öffentlichen Hand“ wie aktuell in § 4 des GEG bzw. § 1a EEWärmeG und EnEG § 2a (Niedrigstenergiegebäude) sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: Noch Kundenanlage oder schon Netz? BGH-Urteil liefert konkrete Hinweise, aber keine allgemeingültige Lösung. In: HIS:Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2020, S.3&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091621&amp;amp;hash=ad71f51ce9852bb0df44a036090d20859fd000cc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2020-02_Energierecht.pdf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===4. Ziele===&lt;br /&gt;
Für einen nachhaltigen Umgang mit Energie können sich Hochschulen, insbesondere wenn die CO2-Emissionen ein zentraler Indikator sein sollen, bei der Zielsetzung an drei wesentlichen Handlungsfeldern orientieren; diese lauten: Minimieren, substituieren und kompensieren von CO2-Emissionen. Wesentlich dabei ist die Prämisse: Minimierung vor Substitution vor Kompensation.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Minimierung&#039;&#039;&#039; bedeutet, tatsächlich weniger Energie zu verbrauchen, also den Energieverbrauch reduzieren und bei gleichem Energieträger eine Verringerung der CO2-Emissionen erzielen (z. B. technische oder organisatori-sche Maßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Substitution&#039;&#039;&#039; bedeutet, emissionsarme Energieträger einzusetzen. Bei gleichem Energieverbrauch werden damit Energieträger genutzt, die weniger CO2-Emissionen verursachen (z. B. Kauf von Ökostrom).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompensation&#039;&#039;&#039; bedeutet, für selber verursachte CO2-Emissionen an anderer Stelle eine CO2-Senke zu schaffen (z. B. Kauf von Zertifikaten, Organisation eigener Projekte). Gesetzlich sanktionierte Beispiele hierfür finden sich im Immissionsschutzrecht (z. B. §§ 17 ff. BImSchG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===5. Hemmnisse und Treiber===&lt;br /&gt;
Ein nachhaltiges Energiemanagement ist eingebettet in die Organisation (Strukturen) und den praktischen Betrieb (operative Handlungsmöglichkeiten) der Hochschule. Auf diesen beiden Ebenen können strukturell folgende Hemmnisse und Treiber für die Umsetzung eines nachhaltigen Umgangs mit Energie identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hemmnisse&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ressourcenmangel&lt;br /&gt;
*fehlende personelle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende Sichtweise auf langfristigere Effekte und die Externalisierung der Kosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsprozess&lt;br /&gt;
*limitierte Zeit für Planungsaufgaben sowie Fehler während der Bauplanung&lt;br /&gt;
*mangelnde Kommunikation zwischen Nutzern, Planern, Betreibern und Bauherren&lt;br /&gt;
*unkoordinierte Inbetriebnahme von neu erstellten Gebäuden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgaben&lt;br /&gt;
*keine Verankerung im Leitbild der Hochschule&lt;br /&gt;
*kein Klimaschutzkonzept mit definierten, priorisierten Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäudebestand&lt;br /&gt;
*unzureichende Messarchitektur&lt;br /&gt;
*hoher Technisierungsgrad bei Neubauten&lt;br /&gt;
*kein strukturiertes Flächenmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschullogik&lt;br /&gt;
*starke Egoismen der Fachbereiche&lt;br /&gt;
*schwere Einflussnahme auf Verhalten von Mitarbeitenden und Studierenden&lt;br /&gt;
*häufig wechselnde Akteure in der Mitgliedschaft der Hochschule&lt;br /&gt;
*fehlende Absprachen der beteiligten Serviceeinheiten der Hochschulen&lt;br /&gt;
*unklare Grenzen zwischen Komfort und Freiheit von Forschung und Lehre&lt;br /&gt;
*Spannungsfeld zwischen dem Ziel Energieeinsparung und energieintensiver Forschung mit Großgeräten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Treiber (nicht zu verwechseln mit Maßnahmen)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesetze, Normen, Zertifikate&lt;br /&gt;
*konkrete gesetzliche Vorgaben (insbesondere EnEV bzw. das künftige GEG, EEG, KWKG)&lt;br /&gt;
*AMEV Technisches Monitoring 2017&lt;br /&gt;
*Betrachtung der Lebenszykluskosten von Gebäuden (BNB Zertifikate)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenz&lt;br /&gt;
*Vernetzung und Kompetenzerweiterung des Fachpersonals&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fördermittel&lt;br /&gt;
*Bereitstellung von Fördermitteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Fortschritte&lt;br /&gt;
*Digitalisierung im Gebäudemanagement&lt;br /&gt;
*Einsatz erneuerbarer Energien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerer Druck&lt;br /&gt;
*öffentliche Diskussion zum Klimaschutz&lt;br /&gt;
*Thematisierung in den Zielvereinbarungen und Hochschulentwicklungsplänen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===6. Maßnahmen zur Implementierung===&lt;br /&gt;
Für eine Implementierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz kann strukturell zwischen strategischen und operativen unterschieden werden. Hierbei sind die strategischen dadurch charakterisiert, dass sie „gute Rahmenbedingungen“ für die operativen schaffen. Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen benannt und Beispiele für „good practice“ angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====6.1. Strategisch====&lt;br /&gt;
=====6.1.1. Governancestrukturen schaffen=====&lt;br /&gt;
Governance kann verstanden werden als Aufgabe, die Prozesse für einen erfolgreichen Klimaschutz geordnet zu koordinieren. Für eine Governance, explizit auch zum Klimaschutz bzw. zur Energieeffizenz, kann für den Praxis-betrieb auf die Bereiche Politik, Profession, Organisation, Wissen und Öffentlichkeit aus dem Governance-Regler zurückgegriffen werden, der im Handlungsfeld Governance von HOCHN entwickelt wurde und in der Evaluation der Nachhaltigkeitskonzepte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt einem Praxistest unterzogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessi-schen Landesregierung. HIS-HE:Forum, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeitsgovernance an Hochschulen - BETA, Oktober 2018:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/2-handlungsfelder/01-governance.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Berlin: Nachhaltigkeitsrat.&lt;br /&gt;
Der Nachhaltigkeitsrat wurde im Jahr 2018 Gegründet und besteht aus gewählten Mitgliedern der TU Berlin sowie externen Teilnehmenden. Der Nachhaltigkeitsrat ist darüber hinaus ein offenes Gremium, in dem jede und jeder willkommen ist, der sich für die nachhaltige Entwicklung der TU Berlin interessiert und daran mitwirken möchte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltigkeitsrat.tu-berlin.de/menue/nachhaltigkeitsrat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Runder Tisch zur nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;
Der Runde Tisch „Nachhaltige Entwicklung der HNEE“ wurde 2010 als demokratisches, von allen Interessengrup-pen der Hochschule gemeinsam getragenes und gestaltetes Gremium von der heutigen Nachhaltigkeitsmanage-rin und der Koordinatorin für die familienfreundliche Hochschule ins Leben gerufen. Ziel ist eine gemeinsame, von allen Hochschulgruppen entwickelte, umfassende nachhaltige Entwicklung an der HNEE.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement-an-der-HNEE/Beteiligung-und-Mitmachen/Runder-Tisch-Nachhaltigkeit/Runder-Tisch-zur-nachhaltigen-HNEE-Entwicklung-E6093.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Nachhaltigkeitsleitlinien.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/uni/nachhaltige-hochschule/home/nachhaltigkeitsleitlinien/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Harz: Senatskommission &amp;quot;Nachhaltige Hochschule Harz&amp;quot;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-harz.de/nachhaltige_hs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FU Berlin: Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.2. Controllingkonzept umsetzen=====&lt;br /&gt;
Controlling meint, die Aktivitäten zur Energieeffizienz gezielt zu steuern. Das Controlling fußt damit auf einer quantitativen Grundlage. Dieses kann die zahlenmäßige und graphische Auswertung der monatlichen Ver-brauchsdaten (gebäudebezogen) sein, um Veränderungen erkennen zu können und um die Nutzer zu informieren und zu motivieren sowie die gezielte Beobachtung der den konkreten Maßnahmen zugeordneten Zähler. Um die Zielsetzung für das Controlling-Konzept zu erreichen (insb. die Wirksamkeitsmessung), sind folgende Strukturen als Rahmenbedingungen zu schaffen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übergabe der operativen Verantwortung an speziell ausgebildetes Fachpersonal (für Klimaschutz) mit zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
*Gründung eines Klimaschutzbeirats mit Kontroll- und Lenkungsfunktion (dieses kann der Umweltaus-schuss übernehmen).&lt;br /&gt;
*Durchführung regelmäßiger Audits zur Überprüfung des Projektfortschritts und Messbarkeit über ein Kennzahlsystem herstellen (als Elemente im Managementkreislauf: plan (Ziele, Verantwortungen, Res-sourcen festlegen), do (Durchführung gemäß Planung), check (Zielerreichung prüfen, Fehler erheben), act (Fehler analysieren, Lösungsmöglichkeiten finden und auswählen).&lt;br /&gt;
*Sicherung der Finanzierung (ggf. über einen Klimaschutz-Etat).&lt;br /&gt;
*Etablieren eines Berichtswesens, auch für die Hochschulleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Hochschulen haben aktuell eine Beteiligung an einem normierten Umweltmanagementsystem nach EMAS:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt: Beteiligung an EMASplus.&lt;br /&gt;
Als erste Universität in Deutschland hat die KU das Zertifikat „EMASplus“ erhalten. Grundlage dafür ist die Etablie-rung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagements, das Ökologie, Soziales und Ökonomie umfasst. Damit verpflichtet sich die Katholische Universität dazu, ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Wirkungen re-gelmäßig systematisch überprüfen zu lassen und kontinuierlich zu optimieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.ku.de/kommunikation/presse/pi/einzelansicht/article/ku-erhaelt-als-erste-universitaet-in-deutschland-das-zertifikat-emasplus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 79 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule RheinMain: Klimaschutzkonzept Hochschule RheinMain. Abschlussbericht, Juni 2018, S. 67 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-rm.de/fileadmin/Home/Hochschule/Veroeffentlichungen/Klimaschutz/20180815_Abschlussbericht_KlischKo_HSRM_final.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzkonzept der HNE Eberswalde.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/_obj/67605A07-D2ED-4886-8A7C-BEB532B8044E/outline/Klimaschutzkonzept_HNEE.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaschutzkonzept der Universität Kiel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaschutzkonzept&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Klimaschutzbericht der Hochschule Osnabrück.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/wie-die-hochschule-osnabrueck-ihren-co2-fussabdruck-um-fast-70-prozent-verkleinert-hat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.3. Klimaneutralität formulieren=====&lt;br /&gt;
Klimaneutralität beinhaltet, für einen selbstgesteckten Rahmen (z. B. Gebäudebetrieb, Mobilität, Konsum) die klimarelevanten Emissionen zu beziffern, sie zu minimieren oder substituieren und verbleibende Emissionen auch zu kompensieren. Die Zielsetzung, als Hochschule klimaneutral zu werden, wird auf ein Datum bezogen, z.B. auf das Jahr 2035. Die Zeitspanne bis zur Klimaneutralität und die bis dahin noch emittierten Tonnen CO2 müssen aus den Zielsetzungen zur Eingrenzung der Erderwärmung abgeleitet werden. Die Formulierung einer Klimaneutrali-tät ist somit immer Angelegenheit der Hochschule als Ganzes, also der Hochschulleitung. Formulierte Klimaneut-ralität ist auch ein Aspekt von Governance und hochschulöffentlich. Klimaneutralität ist für Hochschulen realisier-bar, dieses hat eine Studie von HIS-HE belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J., Person, R.-D. (2019): Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus. Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung. HIS-HE:Medium, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golüke, H.: Ökostrom beziehen ist gut - reicht aber nicht! In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen, Nr. 1 ,2019, S. 18 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Die Leuphana Universität Lüneburg hat sich 2007 das Ziel der Klimaneutralität gesetzt und dieses im Jahr 2014 erreicht. Dabei konnten 50 Prozent Primärenergie und 30 Prozent Endenergie eingespart werden. Grundlage der Erreichung der Klimaneutralität ist der effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen in allen Teilbereichen der Universität. Die Themenfelder sind Energieeffizienz, Einsatz regenerativer Energien, Förderung einer klimascho-nenden Mobilität und der nachhaltigen Beschaffung, die in vielen Einzelmaßnahmen sukzessive implementiert und optimiert wurden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
www.leuphana.de/klimaneutral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Düsseldorf: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Hochschule Düsseldorf hat am 19.11.2019 Klimaschutz-Leitlinien beschlossen und dabei die CO2-Klimaneutralität bis 2030 als konkretes Klimaschutz-Ziel festgelegt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-duesseldorf.de/personen/salvagno/klimaschutz?showarrows=1&amp;amp;sid=maysmcrsi1wnydumut54ns5v&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement/Nachhaltige-Hochschule/Klimaneutralitt/Klimaneutralitt-K6435.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaneutrale-universitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Trier, Umweltcampus Birkenfeld: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochschule-trier.de/hochschule/hochschulportraet/drei-campus/umwelt-campus-birkenfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pv-magazine.de/2020/06/09/htw-berlin-bekommt-zwei-photovoltaik-anlagen-mit-zusammen-280-kilowatt-leistung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freie Universität Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2019/fup_19_398-klimanotstand/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.4. Energieflüsse abbilden=====&lt;br /&gt;
Um überhaupt den Umgang mit Energie zum Thema zu machen, ist ein Messsystem erforderlich, welches die Verbräuche erfasst und die Energieflüsse durch die Hochschule abbildet (siehe Abbildung 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nachhaltiges Energiemanagement.png|500px|thumb|Abbildung 1: Potentielle Energieeinflüsse durch die Hochschule (Grafik von HIS-HE: CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür ist eine Messarchitektur erforderlich, die die Hochschule angemessen abbildet und eine routinemäßige Auslesung und Auswertung der Daten ermöglicht. Dieses ist erforderlich, um die Effekte von initiierten Maßnah-men zu erkennen und steuern zu können. Im Umkehrschluss bedeutet das, nur das zu messen, was auch für die Steuerung des Energiemanagements relevant ist. Steuerung benötigt ein Controlling-Konzept. Das Controlling-Konzept stellt einen Kreislauf dar, in dem die durch die Klimaschutzaktivitäten (ggf. Klimaschutzkonzept) definier-ten Maßnahmen zur Umsetzung geführt werden. Durch die ständige Evaluierung und zielgerichtete Anpassung der Maßnahmen wird eine erfolgreiche Umsetzung, im Sinne einer Steuerung, sichergestellt. Diese Steuerung bezieht sich auf das regelmäßige Ermitteln, Vereinbaren, Umsetzen, (Erfolgs-)Messen und ggf. Nachjustieren von Maßnahmen. Dieses ist mehr als reiner (quantitativer) Soll-Ist-Vergleich; denn das Vorgehen schließt eine (quali-tative) Bewertung mit ein. Gerade hierfür sind Ressourcen erforderlich, die insbesondere auf der personellen Ebene das entsprechende Fachwissen garantieren und auf der Sachebene für eine adäquate Verwaltung und Ablage der notwendigen Daten sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: 10 Jahre CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1 (2019). Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 9 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ketelhön, U.: Erarbeitung eines Musterkonzeptes sowie standortbezogener Einzelkonzepte für die Helmholtz-Gemeinschaft. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2017, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092077&amp;amp;hash=0086d0e250079e732f6057fdd4cbaa32680b6f8f&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_02-2017_DRUCK.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V.: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 48 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.5. Budgetierungssystem einführen=====&lt;br /&gt;
Budgetierung bedeutet, die Kosten für den Energieverbrauch den Akteuren oder Organisationseinheiten zuord-nen zu können und diese durch spezifische Modelle daran zu beteiligen. Die Motivlagen, Budgetierungssysteme einzuführen und die Bandbreite der Modelle sind vielschichtig. Sie reichen von freiwilligen Systemen, die aus-schließlich mit Bonuszahlungen arbeiten, bis hin zu hochschulweit verbindlich eingeführten Systemen, in denen die Energiekosten aus den dezentralen Budgets zu begleichen sind. Eine Herausforderung stellt oftmals die Bemes-sung der Budgets dar, aus denen die Einheiten ihre Energiekosten begleichen sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V. (2014): Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS-HE: Mitteilungsblatt, Nr. 4, S. 1 f. https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-4.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit Anreizen zu mehr Klimaschutz: Das Prämiensystem zur Energieeinsparung an der Freien Universität Berlin. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wöhning, C.: Projekt „Entwickeln und Setzen von Anreizsystemen“. In: Magazin für Hochschulentwicklung. The-men-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 12&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.: Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 4, 2014, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092324&amp;amp;hash=cc4bf20988a0950ad784ab9f1b6249f584d3e32d&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-1.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Berlin: Prämiensystem.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Freien Universität Berlin hat Anfang 2007 ein so genanntes Prämiensystem eingeführt, um organisatorische und verhaltensbezogene Einsparpotentiale zu realisieren. Über das Prämienmodell erhalten die Fachbereiche direkte finanzielle Anreize.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/handlungsfelder/campus/energie_klimaschutz/praemiensystem/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Freiburg: Dezentrale Monetäre Anreize zur Energieeinsparung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Anreizmodell der Universität Freiburg will Verhaltensänderungen bei den Gebäudenutzern und minimal in-vestive technische Maßnahmen kombinieren. Dabei wird den Einrichtungen anteilig die Kosten, die gegenüber einer Referenz eingespart wurden, gutgeschrieben. Ein Malus-System, dass ggf. Mehrverbrauch sanktioniert, existiert nicht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltige.uni-freiburg.de/klimaschutz/dezmon-2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Energiekostenbudgetierung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/energiesparen/energiekostenbudgetierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goethe-Universität Frankfurt: Energieeinspardialog.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail/hessen-entwickeln-und-setzen-von-anreizsystemen-zur-energieeinsparung-an-hessischen-hochschulen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.6. Bauherrenfunktion nutzen=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen Hochschulen befinden sich in einem Reformprozess, der sich unter anderem durch einen Paradig-menwechsel im Hochschulmanagement von einer eher detailgesteuerten zu einer verstärkt eigenverantwortlich geführten Hochschule manifestiert. Vor diesem Hintergrund ist einzelnen Hochschulen auch die Bauherrenfunkti-on übertragen worden. In diesem Kontext muss genau geprüft werden, mit welchen Anforderungen diese Aufga-be verbunden und unter welchen Voraussetzungen dieses Modell erfolgsversprechend ist. Die Zuweisung und Übernahme der Bauherrenfunktion hat daher große Bedeutung, weil Neubau oder Sanierung eines Gebäudes einen großen Einfluss auf die CO2-Emissionen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesetzlichen Vorgaben fordern schon eine entsprechende Energieeinsparung bei Neubau und Sanierung. Diese bezieht sich jedoch lediglich auf gebäudeinduzierte Verbräuche. Einen nicht unwesentlichen Anteil macht der nutzerinduzierte Verbrauch aus, der durch die technischen Geräte der Nutzer beeinflusst wird. Im besten Fall kann die Hochschule als Nutzer, Betreiber und Bauherr die Nutzeranforderungen direkt an die von Ihnen beauf-tragten Fachplaner vermitteln und für die energieeffizienteste Lösung des Betriebs sorgen. Im Fall der Bauher-renvertretung durch die Landesbauverwaltung ist eine Einbeziehung der Hochschule als Nutzer und Betreiber sehr wesentlich. Dieses betrifft die Erarbeitung und Übergabe der Nutzeranforderungen an die und auch die Kommunikation mit den Fachplanern. Diese Anforderung bezieht sich auf den gesamten Planungs- und Baupro-zess, um die energieeffizientesten Lösungen für den Betrieb zu finden.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fokus liegt in erster Linie auf Lösungen zur Energieeinsparung mit Hilfe technischer Anlagen und der Verwen-dung von wärmedämmenden Baustoffen. Ein weiterer Aspekt bezüglich des Energieverbrauchs im Bereich Ge-bäudeinfrastruktur von Hochschulen liegt jedoch in der Errichtung von Gebäuden. Ein nicht unwesentlicher Teil der Energie besteht aus „grauer Energie“, die den Energieverbrauch der Gewinnung von Rohstoffen, der Herstel-lung von Baustoffen, deren Transport und Verarbeitung vor Ort betrachtet. Um diesen Energieverbrauch niedrig zu halten, sind mehrere Möglichkeiten gegeben. Eine den Zielen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit verpflich-tete hochschulweite Ermittlung der Flächenbedarfe stellt den Ausgangspunkt dar, gefolgt von Maßnahmen wie z. B. Sanierung vor Neubau, Recyclen und Wiederverwenden von Baustoffen, Verwendung von Baustoffen mit nied-riger Energiebilanz etc. Hier steht die Forschung jedoch noch sehr am Anfang und Datenbanken, die darüber Auskunft geben (z. B. ökobaudat), werden derzeit hauptsächlich von den Herstellern gefüllt. Eine Unabhängigkeit ist dadurch nicht gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Holzkamm, I.; Stibbe, J.; Stratmann, F.; Tegtmeyer, R.: Orientierungshilfe Bauherrenfunktion durch Hochschu-len. Teil 1: Rahmenbedingungen für die Bauherrenfunktion im Hochschulbau HIS-HE: Forum Hochschule, Nr. 4, 2015&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/orientierungshilfe-bauherrenfunktion-durch-hochschulen-teil-1-rahmenbedingungen-fuer-die-bauherrenfunktion-im-hochschulbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stibbe, J.; Stratmann, F.; Söder-Mahlmann, M.: Verteilung der Zuständigkeiten des Liegenschaftsmanagements für die Universitäten in den Ländern. Sachstandsbericht. HIS-HE: Forum Hochschule, Nr. 9, 2012&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/verteilung-der-zustaendigkeiten-des-liegenschaftsmanagements-fuer-die-universitaeten-in-den-laendern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat: ÖKOBAUDAT.&lt;br /&gt;
Mit der Plattform ÖKOBAUDAT stellt das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) allen Akteuren eine vereinheitlichte Datenbasis für die Ökobilanzierung von Bauwerken zur Verfügung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.oekobaudat.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nutzenvorteile einer dezentralen Bauherrenfunktion der Hochschulen für den nachhaltigen Betrieb&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Lebenszyklus-/Nachhaltigkeitsbetrachtungen in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein wesentliches Argument der Hochschulen für eine Übernahme der Bauherrenfunktion ist, die Gesamtzustän-digkeit für Betrieb und Bau in eine Hand zu legen und dadurch die Wirtschaftlichkeit über die Baumaßnahmen hinaus auf den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes in den Fokus zu rücken. Hintergrund dieser Forderung ist unter anderem, dass derzeit bei den Bauinvestitionen die Baufolgekosten nicht hinlänglich berücksichtigt werden und somit die Hochschulen als Verantwortliche für den Gebäudebetrieb die zum Teil sehr hohen Bewirtschaftungs- und Betriebskosten hinnehmen und tragen müssen. Für ein kostenoptimiertes und nachhaltiges Immobilienma-nagement über den gesamten Lebenszyklus ist daher die zusammenhängende Betrachtung von Investitions- und Bewirtschaftungskosten zielführend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Nutzeranforderungen (Forschung &amp;amp; Lehre) in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Während des Projektstarts hat der Nutzer (Hochschule) die Bauherrenfunktion, die er u. a. durch Vorgabe des Projektziels in den Nutzeranforderungen wahrnimmt. Da in vielen Hochschulen bereits hohe Baufachkunde vor-handen ist, können die spezifischen Anforderungen aus Forschung und Lehre aufgrund der vorhandenen Nähe umfassend in die Nutzeranforderungen eingebracht werden. In der Projektabwicklung (Baumaßnahme) hingegen haben i. d. R. die Landesbaubetriebe bzw. -verwaltungen die Bauherrenfunktion, sodass die spezifischen Nutzeranforderungen hier nicht weiterentwickelt, konkretisiert und verbindlich vorgegeben werden können. Der Nutzer hat hier keine Entscheidungsbefugnisse mehr. Bei einer Übernahme der Bauherrenfunktion sehen die Hochschulen daher die Chance, die Nutzeranforderungen im gesamten Planungs- und Bauprozess besser einbeziehen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einbeziehung von Gebäudemanagementkompetenzen (Hochschulverwaltung) in die Planungs- und Bauphase:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Gebäudemanagement in den Hochschulverwaltungen verfügt über ein langjährig entwickeltes Erfahrungswissen über die bauliche und technische Infrastruktur. Mit einer Übernahme der Bauherrenfunktion erwarten die Hochschulen, dass ihr Erfahrungsschatz direkter in alle Phasen der Entscheidungs- und Planungsprozesse für Baumaßnahmen eingebracht werden kann. Da sowohl Gebäudemanagement als auch Baumanagement dann Teil der Hochschulverwaltung wären, ist die frühzeitige Einbindung des Gebäudemanagements in den Planungspro-zess automatisch gewährleistet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnittstellen/Verfahrensvereinfachung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die derzeitige Wahrnehmung der Aufgaben Planung/Bau sowie Bedarfsplanung/Nutzung/Betrieb in unterschiedlichen Zuständigkeiten bedingt natürliche Schnittstellen. Diese führen nach Abschluss einer Baumaßnahme ggf. zu unerwünschten Problemen in der Nutzung und dem Betrieb. Darüber hinaus können die Schnittstellen Verzögerungen im Planungs- und Bauverfahren hervorrufen, z. B. durch unterschiedliche Verfahrensweisen, unterschiedliche Prioritätensetzung, Missverständnisse etc. Mit der Zusammenführung der Aufgaben in eine Zuständigkeit versprechen sich die Hochschulen eine Verringerung der Schnittstellen und damit eine Verfahrensbeschleuni-gung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Komplette Bauherrenfunktion unabhängig vom Bauvolumen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hochschulen nehmen bei Bauunterhaltungsmaßnahmen und kleinen Neu-, Um- und Erweiterungsmaßnahmen (KNUE, bis ca. 1 Mio. €, kann in einzelnen Ländern höher sein) die Bauherrenfunktion bereits in einem Großteil der Länder wahr. Bei großen Neu-, Um- und Erweiterungsmaßnahmen (GNUE, ab ca. 1 Mio. €, kann in einzelnen Ländern höher sein) besitzen die Landesbaubetriebe bzw. -verwaltungen i. d. R. die Bauherrenfunktion. Die Bauverantwortung im Hochschulbau ist daher je nach Größe der Baumaßnahme in unterschiedliche Zuständigkeiten aufgeteilt. Eine Zusammenlegung der Bauverantwortung an einer Stelle würde einen umfassenderen Blick auf alle Baumaßnahmen pro Hochschule ermöglichen und nicht nur bis oder ab einer gewissen Wertgrenze. Hierdurch wäre ein übergreifendes Steuern aller Baumaßnahmen pro Hochschule besser möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Finanzierungsrahmen und -bedingungen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einige Hochschulen streben die Übernahme der kompletten Bauverantwortung für den Hochschulbau und das eigenverantwortliche Steuern der Baumaßnahme, über die Wertgrenzen hinaus, an. Zusätzlich besteht der Wunsch nach einem verbindlichen, langfristigen Finanzrahmen in der Landeshaushaltsplanung und optional ein frei zur Verfügung stehendes Baubudget. Dadurch würde sich weniger der Maßnahmenprozess durch die Mittel-freigabe des Parlaments verzögern und wäre, was den zeitlichen Ablauf betrifft, einschätzbarer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übergabe und Nutzung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch eine Zusammenlegung der Betreiber- und Bauherrenfunktion wird die frühzeitige Beteiligung des Gebäudemanagements am Bauplanungsprozess gefördert und die Übergabe des fertiggestellten Gebäudes an den Nutzer erleichtert. Zudem wird das Interesse des Bauherrn erhöht, zwingend erforderliche Revisionsunterlagen mit größerem Druck von Bauauftragnehmern einzufordern und nachdrückliche Mängel zu beseitigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landesbaustandards/Wirtschaftlichkeit:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die von den Landesbaubetrieben bzw. -verwaltungen angewandten Landesbaustandards sind für den Hochschul-bau (meist Sonderbauten) nicht immer zielführend, da sie i. d. R. lediglich einen zur Erfüllung der Bauaufgabe „ausreichenden“ Kostenaufwand berücksichtigen. Um hier nicht im internationalen Wettbewerb abgehängt zu werden, müssen bereits die Gebäude spezifische, wissenschaftsbezogene Anforderungen erfüllen und dürfen nicht auf ein ausreichendes „Standardprogramm“ reduziert werden. Eine Übernahme der Bauherrenfunktion würde diesen Blickwinkel stärker in den Fokus rücken und ihm mehr Bedeutung beimessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baufachliche Qualität/Bauerfahrung:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Hochschulerfahrung mit kleineren Baumaßnahmen und teilweise großen drittmittel-finanzierten Maßnahmen liegen weitreichende Erkenntnisse für Hochschulbaumaßnahmen vor. Diese können bei einer Übernahme der Bauherrenfunktion durch Hochschulen unmittelbar eingebracht werden und somit eine Verbesserung der baufachlichen Qualität ermöglichen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5993</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Energiemanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5993"/>
		<updated>2020-11-25T21:11:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: /* 5. Hemmnisse und Treiber */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Nachhaltiges Energiemanagement, nachhaltiger Umgang mit Energie ==&lt;br /&gt;
===1. Betroffener Personenkreis===&lt;br /&gt;
Der Beitrag richtet sich an das Fachpersonal im technischen Gebäudemanagement, welches auf der operativen Ebene mit der Bereitstellung von Energie sowie dem Management der Energienutzung betraut ist. Darüber hin-aus werden strukturelle Hinweise gegeben, die für das Leitungspersonal relevant sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2. Relevanz===&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Gebäudemanagements besteht darin, optimale Bedingungen für die Kernaufgaben der Hoch-schulen zu schaffen. Hierzu zählt auch das Bereitstellen von und der Umgang mit Energie. Vor diesem Hintergrund bewegt sich dieses Handlungsfeld immer in einem besonderen Spannungsfeld, wenn auch ein effizienter, mög-lichst sparsamer Einsatz von Energie erfolgen soll, um CO2 und Kosten einzusparen. Potentielle Zielkonflikte zwi-schen dem Anspruch, bestmögliche Voraussetzungen für Forschung und Lehre zu schaffen und gleichzeitig Ener-gie effizient einzusetzen, sind der Organisation Hochschule immanent.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind gesetzliche Vorgaben (siehe unten) und Kostenaspekte (insb. steigende Energiekosten) Rah-menbedingungen, die dem Thema Energieeinsatz eine Relevanz geben. Die zentrale Facette scheint allerdings der stetig zunehmende öffentliche, gesellschaftliche Druck zum aktiven Klimaschutz zu sein, der insbesondere von Hochschulen und den Mitgliedern ausgeht und sehr stark von den wissenschaftlichen Erkenntnissen und konkre-ten Zielvorgaben gestützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3. Gesetzliche Grundlagen===&lt;br /&gt;
Gesetzliche Vorgaben existieren, um Gebäude nach hohem Energieeffizienzstandard zu errichten bzw. zu sanieren und den energieeffizienten Betrieb bereits in der Phase des Planens zu berücksichtigen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesetzliche Rahmen für bauliche Maßnahmen wurde bisher durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmG) verbindlich festgelegt. Mit dem geplanten Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) &amp;lt;ref&amp;gt;Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz - GEG), Entwurfsstand: 03.07.2020 (nach Zustimmung im Bundesrat).&amp;lt;/ref&amp;gt; ab November 2020 werden die bisherigen Regelungen aus EnEG, EnEV und EEWärmeG in einem Gesetz zusammengefasst. Grundlage der bisherigen nationalen Regelungen sind die Richtlinien der EU, insbesondere als Basis für die o. g. gesetzlichen Regelungen die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen ergeben sich Anforderungen aus den gesetzlichen Regelungen im Rahmen von EnEG, EnEV, EEWärmeG bzw. zukünftig GEG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sanierungs- und Neubaumaßnahmen: Baubezogene Regelungen, Energieausweise für Gebäude, Standards für „Niedrigstenergie-Gebäude“&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
* Betrieb von Gebäuden und technischen Anlagen: Energetische Inspektion (Klimaanlagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der GEG-Einführung sind zunächst keine Verschärfungen der bisherigen Regelungen der EnEV vorgesehen. Eine Überprüfung dieser Standards ist erst für das Jahr 2023 vorgesehen. Neu sind dagegen eine Innovationsklausel und der so genannte Quartiersansatz. Zunächst befristet bis Ende 2023 sind damit Möglichkeiten zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen anstelle des Primärenergieeinsatzes sowie eine gemeinsame Berücksichtigung von Gebäuden an einem zusammenhängenden Standort möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Regelungen aus den EU-Richtlinien werden erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt. Das „Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität“ (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) – kurz: GEIG – gehört dazu und bezieht die in 2018 aktualisierten Regelungen der EU-Gebäuderichtlinie von 2010 ein.  Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat dazu den Gesetzentwurf ausgearbeitet, der für Baumaßnahmen (Neubau und umfassende Sanierungen) ab dem 11. März 2021 relevant werden soll. Bei Nicht-Wohngebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen muss demnach mindestens jeder fünfte Stellplatz entsprechend ausgerüstet und mindestens ein Ladepunkt errichtet werden. Ab 2025 muss jedes (bestehende) nicht zum Wohnen genutzte Gebäude mit mehr als zwanzig Stellplätzen mit mindestens einem Ladepunkt ausgestattet werden &amp;lt;ref&amp;gt;Entwurf eines Gesetzes zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz – GEIG), Stand: 04.03.2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind weitere gesetzliche Regelungen, die im Zusammenhang mit dem Bezug und der Nutzung von Energie stehen für die Hochschulen von Bedeutung. Beispielhaft genannt werden hier &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Service/Gesetzeskarte/gesetzeskarte.html&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das insbesondere die Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien festlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), das die Förderungen für hocheffizienter KWK-Anlagen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das die Rahmenbedingungen für eine „sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Gas“ festlegt und insbesondere für Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze im Rahmen der Versorgung Dritter von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stromsteuergesetz (StromStG), das die Besteuerung von Strom sowie auch die Ermäßigung oder die Befreiung von der Steuer unter bestimmten Voraussetzungen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Treibhausgas-Emissionshandels-Gesetz (TEHG), auf dessen Grundlage der Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen in einem EU-weiten Emissionshandelssystem basiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) zur Regelung der Voraussetzungen für die Einführung und den Betrieb eines Anlagenregisters für Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Grubengas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der übergeordneten Ebene der EU ist weiterhin der „Klima- und energiepolitische Rahmen“ mit den  EU-weiten Zielvorgaben und politischen Zielen für den Zeitraum 2021 bis 2030 zu benennen, an dem sich die nationale Gesetzgebung orientieren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen von Bedeutung dürfte die Herausstellung der „Vorbildfunktion der öffentlichen Hand“ wie aktuell in § 4 des GEG bzw. § 1a EEWärmeG und EnEG § 2a (Niedrigstenergiegebäude) sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: Noch Kundenanlage oder schon Netz? BGH-Urteil liefert konkrete Hinweise, aber keine allgemeingültige Lösung. In: HIS:Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2020, S.3&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091621&amp;amp;hash=ad71f51ce9852bb0df44a036090d20859fd000cc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2020-02_Energierecht.pdf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===4. Ziele===&lt;br /&gt;
Für einen nachhaltigen Umgang mit Energie können sich Hochschulen, insbesondere wenn die CO2-Emissionen ein zentraler Indikator sein sollen, bei der Zielsetzung an drei wesentlichen Handlungsfeldern orientieren; diese lauten: Minimieren, substituieren und kompensieren von CO2-Emissionen. Wesentlich dabei ist die Prämisse: Minimierung vor Substitution vor Kompensation.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Minimierung&#039;&#039;&#039; bedeutet, tatsächlich weniger Energie zu verbrauchen, also den Energieverbrauch reduzieren und bei gleichem Energieträger eine Verringerung der CO2-Emissionen erzielen (z. B. technische oder organisatori-sche Maßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Substitution&#039;&#039;&#039; bedeutet, emissionsarme Energieträger einzusetzen. Bei gleichem Energieverbrauch werden damit Energieträger genutzt, die weniger CO2-Emissionen verursachen (z. B. Kauf von Ökostrom).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompensation&#039;&#039;&#039; bedeutet, für selber verursachte CO2-Emissionen an anderer Stelle eine CO2-Senke zu schaffen (z. B. Kauf von Zertifikaten, Organisation eigener Projekte). Gesetzlich sanktionierte Beispiele hierfür finden sich im Immissionsschutzrecht (z. B. §§ 17 ff. BImSchG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===5. Hemmnisse und Treiber===&lt;br /&gt;
Ein nachhaltiges Energiemanagement ist eingebettet in die Organisation (Strukturen) und den praktischen Betrieb (operative Handlungsmöglichkeiten) der Hochschule. Auf diesen beiden Ebenen können strukturell folgende Hemmnisse und Treiber für die Umsetzung eines nachhaltigen Umgangs mit Energie identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hemmnisse&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ressourcenmangel&lt;br /&gt;
*fehlende personelle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende Sichtweise auf langfristigere Effekte und die Externalisierung der Kosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsprozess&lt;br /&gt;
*limitierte Zeit für Planungsaufgaben sowie Fehler während der Bauplanung&lt;br /&gt;
*mangelnde Kommunikation zwischen Nutzern, Planern, Betreibern und Bauherren&lt;br /&gt;
*unkoordinierte Inbetriebnahme von neu erstellten Gebäuden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgaben&lt;br /&gt;
*keine Verankerung im Leitbild der Hochschule&lt;br /&gt;
*kein Klimaschutzkonzept mit definierten, priorisierten Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäudebestand&lt;br /&gt;
*unzureichende Messarchitektur&lt;br /&gt;
*hoher Technisierungsgrad bei Neubauten&lt;br /&gt;
*kein strukturiertes Flächenmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschullogik&lt;br /&gt;
*starke Egoismen der Fachbereiche&lt;br /&gt;
*schwere Einflussnahme auf Verhalten von Mitarbeitenden und Studierenden&lt;br /&gt;
*häufig wechselnde Akteure in der Mitgliedschaft der Hochschule&lt;br /&gt;
*fehlende Absprachen der beteiligten Serviceeinheiten der Hochschulen&lt;br /&gt;
*unklare Grenzen zwischen Komfort und Freiheit von Forschung und Lehre&lt;br /&gt;
*Spannungsfeld zwischen dem Ziel Energieeinsparung und energieintensiver Forschung mit Großgeräten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Treiber (nicht zu verwechseln mit Maßnahmen)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesetze, Normen, Zertifikate&lt;br /&gt;
*konkrete gesetzliche Vorgaben (insbesondere EnEV bzw. das künftige GEG, EEG, KWKG)&lt;br /&gt;
*AMEV Technisches Monitoring 2017&lt;br /&gt;
*Betrachtung der Lebenszykluskosten von Gebäuden (BNB Zertifikate)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenz&lt;br /&gt;
*Vernetzung und Kompetenzerweiterung des Fachpersonals&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fördermittel&lt;br /&gt;
*Bereitstellung von Fördermitteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Fortschritte&lt;br /&gt;
*Digitalisierung im Gebäudemanagement&lt;br /&gt;
*Einsatz erneuerbarer Energien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerer Druck&lt;br /&gt;
*öffentliche Diskussion zum Klimaschutz&lt;br /&gt;
*Thematisierung in den Zielvereinbarungen und Hochschulentwicklungsplänen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===6. Maßnahmen zur Implementierung===&lt;br /&gt;
Für eine Implementierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz kann strukturell zwischen strategischen und operativen unterschieden werden. Hierbei sind die strategischen dadurch charakterisiert, dass sie „gute Rahmenbedingungen“ für die operativen schaffen. Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen benannt und Beispiele für „good practice“ angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====6.1. Strategisch====&lt;br /&gt;
=====6.1.1. Governancestrukturen schaffen=====&lt;br /&gt;
Governance kann verstanden werden als Aufgabe, die Prozesse für einen erfolgreichen Klimaschutz geordnet zu koordinieren. Für eine Governance, explizit auch zum Klimaschutz bzw. zur Energieeffizenz, kann für den Praxis-betrieb auf die Bereiche Politik, Profession, Organisation, Wissen und Öffentlichkeit aus dem Governance-Regler zurückgegriffen werden, der im Handlungsfeld Governance von HOCHN entwickelt wurde und in der Evaluation der Nachhaltigkeitskonzepte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt einem Praxistest unterzogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessi-schen Landesregierung. HIS-HE:Forum, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeitsgovernance an Hochschulen - BETA, Oktober 2018:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/2-handlungsfelder/01-governance.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Berlin: Nachhaltigkeitsrat.&lt;br /&gt;
Der Nachhaltigkeitsrat wurde im Jahr 2018 Gegründet und besteht aus gewählten Mitgliedern der TU Berlin sowie externen Teilnehmenden. Der Nachhaltigkeitsrat ist darüber hinaus ein offenes Gremium, in dem jede und jeder willkommen ist, der sich für die nachhaltige Entwicklung der TU Berlin interessiert und daran mitwirken möchte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltigkeitsrat.tu-berlin.de/menue/nachhaltigkeitsrat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Runder Tisch zur nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;
Der Runde Tisch „Nachhaltige Entwicklung der HNEE“ wurde 2010 als demokratisches, von allen Interessengrup-pen der Hochschule gemeinsam getragenes und gestaltetes Gremium von der heutigen Nachhaltigkeitsmanage-rin und der Koordinatorin für die familienfreundliche Hochschule ins Leben gerufen. Ziel ist eine gemeinsame, von allen Hochschulgruppen entwickelte, umfassende nachhaltige Entwicklung an der HNEE.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement-an-der-HNEE/Beteiligung-und-Mitmachen/Runder-Tisch-Nachhaltigkeit/Runder-Tisch-zur-nachhaltigen-HNEE-Entwicklung-E6093.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Nachhaltigkeitsleitlinien.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/uni/nachhaltige-hochschule/home/nachhaltigkeitsleitlinien/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Harz: Senatskommission &amp;quot;Nachhaltige Hochschule Harz&amp;quot;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-harz.de/nachhaltige_hs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FU Berlin: Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.2. Controllingkonzept umsetzen=====&lt;br /&gt;
Controlling meint, die Aktivitäten zur Energieeffizienz gezielt zu steuern. Das Controlling fußt damit auf einer quantitativen Grundlage. Dieses kann die zahlenmäßige und graphische Auswertung der monatlichen Ver-brauchsdaten (gebäudebezogen) sein, um Veränderungen erkennen zu können und um die Nutzer zu informieren und zu motivieren sowie die gezielte Beobachtung der den konkreten Maßnahmen zugeordneten Zähler. Um die Zielsetzung für das Controlling-Konzept zu erreichen (insb. die Wirksamkeitsmessung), sind folgende Strukturen als Rahmenbedingungen zu schaffen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übergabe der operativen Verantwortung an speziell ausgebildetes Fachpersonal (für Klimaschutz) mit zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
*Gründung eines Klimaschutzbeirats mit Kontroll- und Lenkungsfunktion (dieses kann der Umweltaus-schuss übernehmen).&lt;br /&gt;
*Durchführung regelmäßiger Audits zur Überprüfung des Projektfortschritts und Messbarkeit über ein Kennzahlsystem herstellen (als Elemente im Managementkreislauf: plan (Ziele, Verantwortungen, Res-sourcen festlegen), do (Durchführung gemäß Planung), check (Zielerreichung prüfen, Fehler erheben), act (Fehler analysieren, Lösungsmöglichkeiten finden und auswählen).&lt;br /&gt;
*Sicherung der Finanzierung (ggf. über einen Klimaschutz-Etat).&lt;br /&gt;
*Etablieren eines Berichtswesens, auch für die Hochschulleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Hochschulen haben aktuell eine Beteiligung an einem normierten Umweltmanagementsystem nach EMAS:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt: Beteiligung an EMASplus.&lt;br /&gt;
Als erste Universität in Deutschland hat die KU das Zertifikat „EMASplus“ erhalten. Grundlage dafür ist die Etablie-rung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagements, das Ökologie, Soziales und Ökonomie umfasst. Damit verpflichtet sich die Katholische Universität dazu, ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Wirkungen re-gelmäßig systematisch überprüfen zu lassen und kontinuierlich zu optimieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.ku.de/kommunikation/presse/pi/einzelansicht/article/ku-erhaelt-als-erste-universitaet-in-deutschland-das-zertifikat-emasplus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 79 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule RheinMain: Klimaschutzkonzept Hochschule RheinMain. Abschlussbericht, Juni 2018, S. 67 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-rm.de/fileadmin/Home/Hochschule/Veroeffentlichungen/Klimaschutz/20180815_Abschlussbericht_KlischKo_HSRM_final.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzkonzept der HNE Eberswalde.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/_obj/67605A07-D2ED-4886-8A7C-BEB532B8044E/outline/Klimaschutzkonzept_HNEE.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaschutzkonzept der Universität Kiel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaschutzkonzept&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Klimaschutzbericht der Hochschule Osnabrück.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/wie-die-hochschule-osnabrueck-ihren-co2-fussabdruck-um-fast-70-prozent-verkleinert-hat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.3. Klimaneutralität formulieren=====&lt;br /&gt;
Klimaneutralität beinhaltet, für einen selbstgesteckten Rahmen (z. B. Gebäudebetrieb, Mobilität, Konsum) die klimarelevanten Emissionen zu beziffern, sie zu minimieren oder substituieren und verbleibende Emissionen auch zu kompensieren. Die Zielsetzung, als Hochschule klimaneutral zu werden, wird auf ein Datum bezogen, z.B. auf das Jahr 2035. Die Zeitspanne bis zur Klimaneutralität und die bis dahin noch emittierten Tonnen CO2 müssen aus den Zielsetzungen zur Eingrenzung der Erderwärmung abgeleitet werden. Die Formulierung einer Klimaneutrali-tät ist somit immer Angelegenheit der Hochschule als Ganzes, also der Hochschulleitung. Formulierte Klimaneut-ralität ist auch ein Aspekt von Governance und hochschulöffentlich. Klimaneutralität ist für Hochschulen realisier-bar, dieses hat eine Studie von HIS-HE belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J., Person, R.-D. (2019): Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus. Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung. HIS-HE:Medium, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golüke, H.: Ökostrom beziehen ist gut - reicht aber nicht! In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen, Nr. 1 ,2019, S. 18 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Die Leuphana Universität Lüneburg hat sich 2007 das Ziel der Klimaneutralität gesetzt und dieses im Jahr 2014 erreicht. Dabei konnten 50 Prozent Primärenergie und 30 Prozent Endenergie eingespart werden. Grundlage der Erreichung der Klimaneutralität ist der effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen in allen Teilbereichen der Universität. Die Themenfelder sind Energieeffizienz, Einsatz regenerativer Energien, Förderung einer klimascho-nenden Mobilität und der nachhaltigen Beschaffung, die in vielen Einzelmaßnahmen sukzessive implementiert und optimiert wurden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
www.leuphana.de/klimaneutral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Düsseldorf: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Hochschule Düsseldorf hat am 19.11.2019 Klimaschutz-Leitlinien beschlossen und dabei die CO2-Klimaneutralität bis 2030 als konkretes Klimaschutz-Ziel festgelegt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-duesseldorf.de/personen/salvagno/klimaschutz?showarrows=1&amp;amp;sid=maysmcrsi1wnydumut54ns5v&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement/Nachhaltige-Hochschule/Klimaneutralitt/Klimaneutralitt-K6435.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaneutrale-universitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Trier, Umweltcampus Birkenfeld: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochschule-trier.de/hochschule/hochschulportraet/drei-campus/umwelt-campus-birkenfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pv-magazine.de/2020/06/09/htw-berlin-bekommt-zwei-photovoltaik-anlagen-mit-zusammen-280-kilowatt-leistung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freie Universität Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2019/fup_19_398-klimanotstand/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.4. Energieflüsse abbilden=====&lt;br /&gt;
Um überhaupt den Umgang mit Energie zum Thema zu machen, ist ein Messsystem erforderlich, welches die Verbräuche erfasst und die Energieflüsse durch die Hochschule abbildet (siehe Abbildung 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nachhaltiges Energiemanagement.png|500px|thumb|Abbildung 1: Potentielle Energieeinflüsse durch die Hochschule (Grafik von HIS-HE: CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür ist eine Messarchitektur erforderlich, die die Hochschule angemessen abbildet und eine routinemäßige Auslesung und Auswertung der Daten ermöglicht. Dieses ist erforderlich, um die Effekte von initiierten Maßnah-men zu erkennen und steuern zu können. Im Umkehrschluss bedeutet das, nur das zu messen, was auch für die Steuerung des Energiemanagements relevant ist. Steuerung benötigt ein Controlling-Konzept. Das Controlling-Konzept stellt einen Kreislauf dar, in dem die durch die Klimaschutzaktivitäten (ggf. Klimaschutzkonzept) definier-ten Maßnahmen zur Umsetzung geführt werden. Durch die ständige Evaluierung und zielgerichtete Anpassung der Maßnahmen wird eine erfolgreiche Umsetzung, im Sinne einer Steuerung, sichergestellt. Diese Steuerung bezieht sich auf das regelmäßige Ermitteln, Vereinbaren, Umsetzen, (Erfolgs-)Messen und ggf. Nachjustieren von Maßnahmen. Dieses ist mehr als reiner (quantitativer) Soll-Ist-Vergleich; denn das Vorgehen schließt eine (quali-tative) Bewertung mit ein. Gerade hierfür sind Ressourcen erforderlich, die insbesondere auf der personellen Ebene das entsprechende Fachwissen garantieren und auf der Sachebene für eine adäquate Verwaltung und Ablage der notwendigen Daten sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: 10 Jahre CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1 (2019). Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 9 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ketelhön, U.: Erarbeitung eines Musterkonzeptes sowie standortbezogener Einzelkonzepte für die Helmholtz-Gemeinschaft. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2017, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092077&amp;amp;hash=0086d0e250079e732f6057fdd4cbaa32680b6f8f&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_02-2017_DRUCK.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V.: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 48 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.5. Budgetierungssystem einführen=====&lt;br /&gt;
Budgetierung bedeutet, die Kosten für den Energieverbrauch den Akteuren oder Organisationseinheiten zuord-nen zu können und diese durch spezifische Modelle daran zu beteiligen. Die Motivlagen, Budgetierungssysteme einzuführen und die Bandbreite der Modelle sind vielschichtig. Sie reichen von freiwilligen Systemen, die aus-schließlich mit Bonuszahlungen arbeiten, bis hin zu hochschulweit verbindlich eingeführten Systemen, in denen die Energiekosten aus den dezentralen Budgets zu begleichen sind. Eine Herausforderung stellt oftmals die Bemes-sung der Budgets dar, aus denen die Einheiten ihre Energiekosten begleichen sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V. (2014): Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS-HE: Mitteilungsblatt, Nr. 4, S. 1 f. https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-4.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit Anreizen zu mehr Klimaschutz: Das Prämiensystem zur Energieeinsparung an der Freien Universität Berlin. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wöhning, C.: Projekt „Entwickeln und Setzen von Anreizsystemen“. In: Magazin für Hochschulentwicklung. The-men-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 12&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.: Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 4, 2014, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092324&amp;amp;hash=cc4bf20988a0950ad784ab9f1b6249f584d3e32d&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-1.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Berlin: Prämiensystem.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Freien Universität Berlin hat Anfang 2007 ein so genanntes Prämiensystem eingeführt, um organisatorische und verhaltensbezogene Einsparpotentiale zu realisieren. Über das Prämienmodell erhalten die Fachbereiche direkte finanzielle Anreize.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/handlungsfelder/campus/energie_klimaschutz/praemiensystem/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Freiburg: Dezentrale Monetäre Anreize zur Energieeinsparung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Anreizmodell der Universität Freiburg will Verhaltensänderungen bei den Gebäudenutzern und minimal in-vestive technische Maßnahmen kombinieren. Dabei wird den Einrichtungen anteilig die Kosten, die gegenüber einer Referenz eingespart wurden, gutgeschrieben. Ein Malus-System, dass ggf. Mehrverbrauch sanktioniert, existiert nicht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltige.uni-freiburg.de/klimaschutz/dezmon-2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Energiekostenbudgetierung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/energiesparen/energiekostenbudgetierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goethe-Universität Frankfurt: Energieeinspardialog.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail/hessen-entwickeln-und-setzen-von-anreizsystemen-zur-energieeinsparung-an-hessischen-hochschulen&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5992</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Energiemanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5992"/>
		<updated>2020-11-25T21:10:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: /* 3. Gesetzliche Grundlagen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Nachhaltiges Energiemanagement, nachhaltiger Umgang mit Energie ==&lt;br /&gt;
===1. Betroffener Personenkreis===&lt;br /&gt;
Der Beitrag richtet sich an das Fachpersonal im technischen Gebäudemanagement, welches auf der operativen Ebene mit der Bereitstellung von Energie sowie dem Management der Energienutzung betraut ist. Darüber hin-aus werden strukturelle Hinweise gegeben, die für das Leitungspersonal relevant sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2. Relevanz===&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Gebäudemanagements besteht darin, optimale Bedingungen für die Kernaufgaben der Hoch-schulen zu schaffen. Hierzu zählt auch das Bereitstellen von und der Umgang mit Energie. Vor diesem Hintergrund bewegt sich dieses Handlungsfeld immer in einem besonderen Spannungsfeld, wenn auch ein effizienter, mög-lichst sparsamer Einsatz von Energie erfolgen soll, um CO2 und Kosten einzusparen. Potentielle Zielkonflikte zwi-schen dem Anspruch, bestmögliche Voraussetzungen für Forschung und Lehre zu schaffen und gleichzeitig Ener-gie effizient einzusetzen, sind der Organisation Hochschule immanent.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind gesetzliche Vorgaben (siehe unten) und Kostenaspekte (insb. steigende Energiekosten) Rah-menbedingungen, die dem Thema Energieeinsatz eine Relevanz geben. Die zentrale Facette scheint allerdings der stetig zunehmende öffentliche, gesellschaftliche Druck zum aktiven Klimaschutz zu sein, der insbesondere von Hochschulen und den Mitgliedern ausgeht und sehr stark von den wissenschaftlichen Erkenntnissen und konkre-ten Zielvorgaben gestützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3. Gesetzliche Grundlagen===&lt;br /&gt;
Gesetzliche Vorgaben existieren, um Gebäude nach hohem Energieeffizienzstandard zu errichten bzw. zu sanieren und den energieeffizienten Betrieb bereits in der Phase des Planens zu berücksichtigen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesetzliche Rahmen für bauliche Maßnahmen wurde bisher durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmG) verbindlich festgelegt. Mit dem geplanten Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) &amp;lt;ref&amp;gt;Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz - GEG), Entwurfsstand: 03.07.2020 (nach Zustimmung im Bundesrat).&amp;lt;/ref&amp;gt; ab November 2020 werden die bisherigen Regelungen aus EnEG, EnEV und EEWärmeG in einem Gesetz zusammengefasst. Grundlage der bisherigen nationalen Regelungen sind die Richtlinien der EU, insbesondere als Basis für die o. g. gesetzlichen Regelungen die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen ergeben sich Anforderungen aus den gesetzlichen Regelungen im Rahmen von EnEG, EnEV, EEWärmeG bzw. zukünftig GEG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sanierungs- und Neubaumaßnahmen: Baubezogene Regelungen, Energieausweise für Gebäude, Standards für „Niedrigstenergie-Gebäude“&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
* Betrieb von Gebäuden und technischen Anlagen: Energetische Inspektion (Klimaanlagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der GEG-Einführung sind zunächst keine Verschärfungen der bisherigen Regelungen der EnEV vorgesehen. Eine Überprüfung dieser Standards ist erst für das Jahr 2023 vorgesehen. Neu sind dagegen eine Innovationsklausel und der so genannte Quartiersansatz. Zunächst befristet bis Ende 2023 sind damit Möglichkeiten zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen anstelle des Primärenergieeinsatzes sowie eine gemeinsame Berücksichtigung von Gebäuden an einem zusammenhängenden Standort möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Regelungen aus den EU-Richtlinien werden erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt. Das „Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität“ (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) – kurz: GEIG – gehört dazu und bezieht die in 2018 aktualisierten Regelungen der EU-Gebäuderichtlinie von 2010 ein.  Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat dazu den Gesetzentwurf ausgearbeitet, der für Baumaßnahmen (Neubau und umfassende Sanierungen) ab dem 11. März 2021 relevant werden soll. Bei Nicht-Wohngebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen muss demnach mindestens jeder fünfte Stellplatz entsprechend ausgerüstet und mindestens ein Ladepunkt errichtet werden. Ab 2025 muss jedes (bestehende) nicht zum Wohnen genutzte Gebäude mit mehr als zwanzig Stellplätzen mit mindestens einem Ladepunkt ausgestattet werden &amp;lt;ref&amp;gt;Entwurf eines Gesetzes zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz – GEIG), Stand: 04.03.2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind weitere gesetzliche Regelungen, die im Zusammenhang mit dem Bezug und der Nutzung von Energie stehen für die Hochschulen von Bedeutung. Beispielhaft genannt werden hier &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Service/Gesetzeskarte/gesetzeskarte.html&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das insbesondere die Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien festlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), das die Förderungen für hocheffizienter KWK-Anlagen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das die Rahmenbedingungen für eine „sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Gas“ festlegt und insbesondere für Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze im Rahmen der Versorgung Dritter von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stromsteuergesetz (StromStG), das die Besteuerung von Strom sowie auch die Ermäßigung oder die Befreiung von der Steuer unter bestimmten Voraussetzungen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Treibhausgas-Emissionshandels-Gesetz (TEHG), auf dessen Grundlage der Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen in einem EU-weiten Emissionshandelssystem basiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) zur Regelung der Voraussetzungen für die Einführung und den Betrieb eines Anlagenregisters für Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Grubengas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der übergeordneten Ebene der EU ist weiterhin der „Klima- und energiepolitische Rahmen“ mit den  EU-weiten Zielvorgaben und politischen Zielen für den Zeitraum 2021 bis 2030 zu benennen, an dem sich die nationale Gesetzgebung orientieren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen von Bedeutung dürfte die Herausstellung der „Vorbildfunktion der öffentlichen Hand“ wie aktuell in § 4 des GEG bzw. § 1a EEWärmeG und EnEG § 2a (Niedrigstenergiegebäude) sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: Noch Kundenanlage oder schon Netz? BGH-Urteil liefert konkrete Hinweise, aber keine allgemeingültige Lösung. In: HIS:Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2020, S.3&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091621&amp;amp;hash=ad71f51ce9852bb0df44a036090d20859fd000cc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2020-02_Energierecht.pdf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===4. Ziele===&lt;br /&gt;
Für einen nachhaltigen Umgang mit Energie können sich Hochschulen, insbesondere wenn die CO2-Emissionen ein zentraler Indikator sein sollen, bei der Zielsetzung an drei wesentlichen Handlungsfeldern orientieren; diese lauten: Minimieren, substituieren und kompensieren von CO2-Emissionen. Wesentlich dabei ist die Prämisse: Minimierung vor Substitution vor Kompensation.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Minimierung&#039;&#039;&#039; bedeutet, tatsächlich weniger Energie zu verbrauchen, also den Energieverbrauch reduzieren und bei gleichem Energieträger eine Verringerung der CO2-Emissionen erzielen (z. B. technische oder organisatori-sche Maßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Substitution&#039;&#039;&#039; bedeutet, emissionsarme Energieträger einzusetzen. Bei gleichem Energieverbrauch werden damit Energieträger genutzt, die weniger CO2-Emissionen verursachen (z. B. Kauf von Ökostrom).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompensation&#039;&#039;&#039; bedeutet, für selber verursachte CO2-Emissionen an anderer Stelle eine CO2-Senke zu schaffen (z. B. Kauf von Zertifikaten, Organisation eigener Projekte). Gesetzlich sanktionierte Beispiele hierfür finden sich im Immissionsschutzrecht (z. B. §§ 17 ff. BImSchG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===5. Hemmnisse und Treiber===&lt;br /&gt;
Ein nachhaltiges Energiemanagement ist eingebettet in die Organisation (Strukturen) und den praktischen Betrieb (operative Handlungsmöglichkeiten) der Hochschule. Auf diesen beiden Ebenen können strukturell folgende Hemmnisse und Treiber für die Umsetzung eines nachhaltigen Umgangs mit Energie identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hemmnisse&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ressourcenmangel&lt;br /&gt;
*fehlende personelle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende Sichtweise auf langfristigere Effekte und die Externalisierung der Kosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsprozess&lt;br /&gt;
*limitierte Zeit für Planungsaufgaben sowie Fehler während der Bauplanung&lt;br /&gt;
*mangelnde Kommunikation zwischen Nutzern, Planern, Betreibern und Bauherren&lt;br /&gt;
*unkoordinierte Inbetriebnahme von neu erstellten Gebäuden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgaben&lt;br /&gt;
*keine Verankerung im Leitbild der Hochschule&lt;br /&gt;
*kein Klimaschutzkonzept mit definierten, priorisierten Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäudebestand&lt;br /&gt;
*unzureichende Messarchitektur&lt;br /&gt;
*hoher Technisierungsgrad bei Neubauten&lt;br /&gt;
*kein strukturiertes Flächenmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschullogik&lt;br /&gt;
*starke Egoismen der Fachbereiche&lt;br /&gt;
*schwere Einflussnahme auf Verhalten von Mitarbeitenden und Studierenden&lt;br /&gt;
*häufig wechselnde Akteure in der Mitgliedschaft der Hochschule&lt;br /&gt;
*fehlende Absprachen der beteiligten Serviceeinheiten der Hochschulen&lt;br /&gt;
*unklare Grenzen zwischen Komfort und Freiheit von Forschung und Lehre&lt;br /&gt;
*Spannungsfeld zwischen dem Ziel Energieeinsparung und energieintensiver Forschung mit Großgeräten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Treiber (nicht zu verwechseln mit Maßnahmen)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesetze, Normen, Zertifikate&lt;br /&gt;
*konkrete gesetzliche Vorgaben (insbesondere EnEV bzw. das künftige GEG, EEG, KWKG)&lt;br /&gt;
*AMEV Technisches Monitoring 2017&lt;br /&gt;
*Betrachtung der Lebenszykluskosten von Gebäuden (BNB Zertifikate)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenz&lt;br /&gt;
*Vernetzung und Kompetenzerweiterung des Fachpersonals&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fördermittel&lt;br /&gt;
*Bereitstellung von Fördermitteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Fortschritte&lt;br /&gt;
*Digitalisierung im Gebäudemanagement&lt;br /&gt;
*Einsatz erneuerbarer Energien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerer Druck&lt;br /&gt;
*öffentliche Diskussion zum Klimaschutz&lt;br /&gt;
*Thematisierung in den Zielvereinbarungen und Hochschulentwicklungsplänen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===6. Maßnahmen zur Implementierung===&lt;br /&gt;
Für eine Implementierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz kann strukturell zwischen strategischen und operativen unterschieden werden. Hierbei sind die strategischen dadurch charakterisiert, dass sie „gute Rahmenbedingungen“ für die operativen schaffen. Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen benannt und Beispiele für „good practice“ angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====6.1. Strategisch====&lt;br /&gt;
=====6.1.1. Governancestrukturen schaffen=====&lt;br /&gt;
Governance kann verstanden werden als Aufgabe, die Prozesse für einen erfolgreichen Klimaschutz geordnet zu koordinieren. Für eine Governance, explizit auch zum Klimaschutz bzw. zur Energieeffizenz, kann für den Praxis-betrieb auf die Bereiche Politik, Profession, Organisation, Wissen und Öffentlichkeit aus dem Governance-Regler zurückgegriffen werden, der im Handlungsfeld Governance von HOCHN entwickelt wurde und in der Evaluation der Nachhaltigkeitskonzepte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt einem Praxistest unterzogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessi-schen Landesregierung. HIS-HE:Forum, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeitsgovernance an Hochschulen - BETA, Oktober 2018:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/2-handlungsfelder/01-governance.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Berlin: Nachhaltigkeitsrat.&lt;br /&gt;
Der Nachhaltigkeitsrat wurde im Jahr 2018 Gegründet und besteht aus gewählten Mitgliedern der TU Berlin sowie externen Teilnehmenden. Der Nachhaltigkeitsrat ist darüber hinaus ein offenes Gremium, in dem jede und jeder willkommen ist, der sich für die nachhaltige Entwicklung der TU Berlin interessiert und daran mitwirken möchte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltigkeitsrat.tu-berlin.de/menue/nachhaltigkeitsrat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Runder Tisch zur nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;
Der Runde Tisch „Nachhaltige Entwicklung der HNEE“ wurde 2010 als demokratisches, von allen Interessengrup-pen der Hochschule gemeinsam getragenes und gestaltetes Gremium von der heutigen Nachhaltigkeitsmanage-rin und der Koordinatorin für die familienfreundliche Hochschule ins Leben gerufen. Ziel ist eine gemeinsame, von allen Hochschulgruppen entwickelte, umfassende nachhaltige Entwicklung an der HNEE.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement-an-der-HNEE/Beteiligung-und-Mitmachen/Runder-Tisch-Nachhaltigkeit/Runder-Tisch-zur-nachhaltigen-HNEE-Entwicklung-E6093.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Nachhaltigkeitsleitlinien.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/uni/nachhaltige-hochschule/home/nachhaltigkeitsleitlinien/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Harz: Senatskommission &amp;quot;Nachhaltige Hochschule Harz&amp;quot;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-harz.de/nachhaltige_hs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FU Berlin: Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.2. Controllingkonzept umsetzen=====&lt;br /&gt;
Controlling meint, die Aktivitäten zur Energieeffizienz gezielt zu steuern. Das Controlling fußt damit auf einer quantitativen Grundlage. Dieses kann die zahlenmäßige und graphische Auswertung der monatlichen Ver-brauchsdaten (gebäudebezogen) sein, um Veränderungen erkennen zu können und um die Nutzer zu informieren und zu motivieren sowie die gezielte Beobachtung der den konkreten Maßnahmen zugeordneten Zähler. Um die Zielsetzung für das Controlling-Konzept zu erreichen (insb. die Wirksamkeitsmessung), sind folgende Strukturen als Rahmenbedingungen zu schaffen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übergabe der operativen Verantwortung an speziell ausgebildetes Fachpersonal (für Klimaschutz) mit zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
*Gründung eines Klimaschutzbeirats mit Kontroll- und Lenkungsfunktion (dieses kann der Umweltaus-schuss übernehmen).&lt;br /&gt;
*Durchführung regelmäßiger Audits zur Überprüfung des Projektfortschritts und Messbarkeit über ein Kennzahlsystem herstellen (als Elemente im Managementkreislauf: plan (Ziele, Verantwortungen, Res-sourcen festlegen), do (Durchführung gemäß Planung), check (Zielerreichung prüfen, Fehler erheben), act (Fehler analysieren, Lösungsmöglichkeiten finden und auswählen).&lt;br /&gt;
*Sicherung der Finanzierung (ggf. über einen Klimaschutz-Etat).&lt;br /&gt;
*Etablieren eines Berichtswesens, auch für die Hochschulleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Hochschulen haben aktuell eine Beteiligung an einem normierten Umweltmanagementsystem nach EMAS:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt: Beteiligung an EMASplus.&lt;br /&gt;
Als erste Universität in Deutschland hat die KU das Zertifikat „EMASplus“ erhalten. Grundlage dafür ist die Etablie-rung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagements, das Ökologie, Soziales und Ökonomie umfasst. Damit verpflichtet sich die Katholische Universität dazu, ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Wirkungen re-gelmäßig systematisch überprüfen zu lassen und kontinuierlich zu optimieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.ku.de/kommunikation/presse/pi/einzelansicht/article/ku-erhaelt-als-erste-universitaet-in-deutschland-das-zertifikat-emasplus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 79 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule RheinMain: Klimaschutzkonzept Hochschule RheinMain. Abschlussbericht, Juni 2018, S. 67 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-rm.de/fileadmin/Home/Hochschule/Veroeffentlichungen/Klimaschutz/20180815_Abschlussbericht_KlischKo_HSRM_final.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzkonzept der HNE Eberswalde.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/_obj/67605A07-D2ED-4886-8A7C-BEB532B8044E/outline/Klimaschutzkonzept_HNEE.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaschutzkonzept der Universität Kiel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaschutzkonzept&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Klimaschutzbericht der Hochschule Osnabrück.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/wie-die-hochschule-osnabrueck-ihren-co2-fussabdruck-um-fast-70-prozent-verkleinert-hat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.3. Klimaneutralität formulieren=====&lt;br /&gt;
Klimaneutralität beinhaltet, für einen selbstgesteckten Rahmen (z. B. Gebäudebetrieb, Mobilität, Konsum) die klimarelevanten Emissionen zu beziffern, sie zu minimieren oder substituieren und verbleibende Emissionen auch zu kompensieren. Die Zielsetzung, als Hochschule klimaneutral zu werden, wird auf ein Datum bezogen, z.B. auf das Jahr 2035. Die Zeitspanne bis zur Klimaneutralität und die bis dahin noch emittierten Tonnen CO2 müssen aus den Zielsetzungen zur Eingrenzung der Erderwärmung abgeleitet werden. Die Formulierung einer Klimaneutrali-tät ist somit immer Angelegenheit der Hochschule als Ganzes, also der Hochschulleitung. Formulierte Klimaneut-ralität ist auch ein Aspekt von Governance und hochschulöffentlich. Klimaneutralität ist für Hochschulen realisier-bar, dieses hat eine Studie von HIS-HE belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J., Person, R.-D. (2019): Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus. Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung. HIS-HE:Medium, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golüke, H.: Ökostrom beziehen ist gut - reicht aber nicht! In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen, Nr. 1 ,2019, S. 18 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Die Leuphana Universität Lüneburg hat sich 2007 das Ziel der Klimaneutralität gesetzt und dieses im Jahr 2014 erreicht. Dabei konnten 50 Prozent Primärenergie und 30 Prozent Endenergie eingespart werden. Grundlage der Erreichung der Klimaneutralität ist der effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen in allen Teilbereichen der Universität. Die Themenfelder sind Energieeffizienz, Einsatz regenerativer Energien, Förderung einer klimascho-nenden Mobilität und der nachhaltigen Beschaffung, die in vielen Einzelmaßnahmen sukzessive implementiert und optimiert wurden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
www.leuphana.de/klimaneutral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Düsseldorf: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Hochschule Düsseldorf hat am 19.11.2019 Klimaschutz-Leitlinien beschlossen und dabei die CO2-Klimaneutralität bis 2030 als konkretes Klimaschutz-Ziel festgelegt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-duesseldorf.de/personen/salvagno/klimaschutz?showarrows=1&amp;amp;sid=maysmcrsi1wnydumut54ns5v&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement/Nachhaltige-Hochschule/Klimaneutralitt/Klimaneutralitt-K6435.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaneutrale-universitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Trier, Umweltcampus Birkenfeld: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochschule-trier.de/hochschule/hochschulportraet/drei-campus/umwelt-campus-birkenfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pv-magazine.de/2020/06/09/htw-berlin-bekommt-zwei-photovoltaik-anlagen-mit-zusammen-280-kilowatt-leistung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freie Universität Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2019/fup_19_398-klimanotstand/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.4. Energieflüsse abbilden=====&lt;br /&gt;
Um überhaupt den Umgang mit Energie zum Thema zu machen, ist ein Messsystem erforderlich, welches die Verbräuche erfasst und die Energieflüsse durch die Hochschule abbildet (siehe Abbildung 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nachhaltiges Energiemanagement.png|500px|thumb|Abbildung 1: Potentielle Energieeinflüsse durch die Hochschule (Grafik von HIS-HE: CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür ist eine Messarchitektur erforderlich, die die Hochschule angemessen abbildet und eine routinemäßige Auslesung und Auswertung der Daten ermöglicht. Dieses ist erforderlich, um die Effekte von initiierten Maßnah-men zu erkennen und steuern zu können. Im Umkehrschluss bedeutet das, nur das zu messen, was auch für die Steuerung des Energiemanagements relevant ist. Steuerung benötigt ein Controlling-Konzept. Das Controlling-Konzept stellt einen Kreislauf dar, in dem die durch die Klimaschutzaktivitäten (ggf. Klimaschutzkonzept) definier-ten Maßnahmen zur Umsetzung geführt werden. Durch die ständige Evaluierung und zielgerichtete Anpassung der Maßnahmen wird eine erfolgreiche Umsetzung, im Sinne einer Steuerung, sichergestellt. Diese Steuerung bezieht sich auf das regelmäßige Ermitteln, Vereinbaren, Umsetzen, (Erfolgs-)Messen und ggf. Nachjustieren von Maßnahmen. Dieses ist mehr als reiner (quantitativer) Soll-Ist-Vergleich; denn das Vorgehen schließt eine (quali-tative) Bewertung mit ein. Gerade hierfür sind Ressourcen erforderlich, die insbesondere auf der personellen Ebene das entsprechende Fachwissen garantieren und auf der Sachebene für eine adäquate Verwaltung und Ablage der notwendigen Daten sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: 10 Jahre CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1 (2019). Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 9 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ketelhön, U.: Erarbeitung eines Musterkonzeptes sowie standortbezogener Einzelkonzepte für die Helmholtz-Gemeinschaft. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2017, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092077&amp;amp;hash=0086d0e250079e732f6057fdd4cbaa32680b6f8f&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_02-2017_DRUCK.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V.: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 48 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.5. Budgetierungssystem einführen=====&lt;br /&gt;
Budgetierung bedeutet, die Kosten für den Energieverbrauch den Akteuren oder Organisationseinheiten zuord-nen zu können und diese durch spezifische Modelle daran zu beteiligen. Die Motivlagen, Budgetierungssysteme einzuführen und die Bandbreite der Modelle sind vielschichtig. Sie reichen von freiwilligen Systemen, die aus-schließlich mit Bonuszahlungen arbeiten, bis hin zu hochschulweit verbindlich eingeführten Systemen, in denen die Energiekosten aus den dezentralen Budgets zu begleichen sind. Eine Herausforderung stellt oftmals die Bemes-sung der Budgets dar, aus denen die Einheiten ihre Energiekosten begleichen sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V. (2014): Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS-HE: Mitteilungsblatt, Nr. 4, S. 1 f. https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-4.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit Anreizen zu mehr Klimaschutz: Das Prämiensystem zur Energieeinsparung an der Freien Universität Berlin. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wöhning, C.: Projekt „Entwickeln und Setzen von Anreizsystemen“. In: Magazin für Hochschulentwicklung. The-men-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 12&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.: Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 4, 2014, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092324&amp;amp;hash=cc4bf20988a0950ad784ab9f1b6249f584d3e32d&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-1.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Berlin: Prämiensystem.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Freien Universität Berlin hat Anfang 2007 ein so genanntes Prämiensystem eingeführt, um organisatorische und verhaltensbezogene Einsparpotentiale zu realisieren. Über das Prämienmodell erhalten die Fachbereiche direkte finanzielle Anreize.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/handlungsfelder/campus/energie_klimaschutz/praemiensystem/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Freiburg: Dezentrale Monetäre Anreize zur Energieeinsparung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Anreizmodell der Universität Freiburg will Verhaltensänderungen bei den Gebäudenutzern und minimal in-vestive technische Maßnahmen kombinieren. Dabei wird den Einrichtungen anteilig die Kosten, die gegenüber einer Referenz eingespart wurden, gutgeschrieben. Ein Malus-System, dass ggf. Mehrverbrauch sanktioniert, existiert nicht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltige.uni-freiburg.de/klimaschutz/dezmon-2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Energiekostenbudgetierung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/energiesparen/energiekostenbudgetierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goethe-Universität Frankfurt: Energieeinspardialog.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail/hessen-entwickeln-und-setzen-von-anreizsystemen-zur-energieeinsparung-an-hessischen-hochschulen&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5991</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Energiemanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5991"/>
		<updated>2020-11-25T21:09:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: /* 6.1.1. Governancestrukturen schaffen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Nachhaltiges Energiemanagement, nachhaltiger Umgang mit Energie ==&lt;br /&gt;
===1. Betroffener Personenkreis===&lt;br /&gt;
Der Beitrag richtet sich an das Fachpersonal im technischen Gebäudemanagement, welches auf der operativen Ebene mit der Bereitstellung von Energie sowie dem Management der Energienutzung betraut ist. Darüber hin-aus werden strukturelle Hinweise gegeben, die für das Leitungspersonal relevant sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2. Relevanz===&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Gebäudemanagements besteht darin, optimale Bedingungen für die Kernaufgaben der Hoch-schulen zu schaffen. Hierzu zählt auch das Bereitstellen von und der Umgang mit Energie. Vor diesem Hintergrund bewegt sich dieses Handlungsfeld immer in einem besonderen Spannungsfeld, wenn auch ein effizienter, mög-lichst sparsamer Einsatz von Energie erfolgen soll, um CO2 und Kosten einzusparen. Potentielle Zielkonflikte zwi-schen dem Anspruch, bestmögliche Voraussetzungen für Forschung und Lehre zu schaffen und gleichzeitig Ener-gie effizient einzusetzen, sind der Organisation Hochschule immanent.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind gesetzliche Vorgaben (siehe unten) und Kostenaspekte (insb. steigende Energiekosten) Rah-menbedingungen, die dem Thema Energieeinsatz eine Relevanz geben. Die zentrale Facette scheint allerdings der stetig zunehmende öffentliche, gesellschaftliche Druck zum aktiven Klimaschutz zu sein, der insbesondere von Hochschulen und den Mitgliedern ausgeht und sehr stark von den wissenschaftlichen Erkenntnissen und konkre-ten Zielvorgaben gestützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3. Gesetzliche Grundlagen===&lt;br /&gt;
Gesetzliche Vorgaben existieren, um Gebäude nach hohem Energieeffizienzstandard zu errichten bzw. zu sanieren und den energieeffizienten Betrieb bereits in der Phase des Planens zu berücksichtigen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesetzliche Rahmen für bauliche Maßnahmen wurde bisher durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmG) verbindlich festgelegt. Mit dem geplanten Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) &amp;lt;ref&amp;gt;Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz - GEG), Entwurfsstand: 03.07.2020 (nach Zustimmung im Bundesrat).&amp;lt;/ref&amp;gt; ab November 2020 werden die bisherigen Regelungen aus EnEG, EnEV und EEWärmeG in einem Gesetz zusammengefasst. Grundlage der bisherigen nationalen Regelungen sind die Richtlinien der EU, insbesondere als Basis für die o. g. gesetzlichen Regelungen die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen ergeben sich Anforderungen aus den gesetzlichen Regelungen im Rahmen von EnEG, EnEV, EEWärmeG bzw. zukünftig GEG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sanierungs- und Neubaumaßnahmen: Baubezogene Regelungen, Energieausweise für Gebäude, Standards für „Niedrigstenergie-Gebäude“&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
* Betrieb von Gebäuden und technischen Anlagen: Energetische Inspektion (Klimaanlagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der GEG-Einführung sind zunächst keine Verschärfungen der bisherigen Regelungen der EnEV vorgesehen. Eine Überprüfung dieser Standards ist erst für das Jahr 2023 vorgesehen. Neu sind dagegen eine Innovationsklausel und der so genannte Quartiersansatz. Zunächst befristet bis Ende 2023 sind damit Möglichkeiten zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen anstelle des Primärenergieeinsatzes sowie eine gemeinsame Berücksichtigung von Gebäuden an einem zusammenhängenden Standort möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Regelungen aus den EU-Richtlinien werden erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt. Das „Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität“ (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) – kurz: GEIG – gehört dazu und bezieht die in 2018 aktualisierten Regelungen der EU-Gebäuderichtlinie von 2010 ein.  Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat dazu den Gesetzentwurf ausgearbeitet, der für Baumaßnahmen (Neubau und umfassende Sanierungen) ab dem 11. März 2021 relevant werden soll. Bei Nicht-Wohngebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen muss demnach mindestens jeder fünfte Stellplatz entsprechend ausgerüstet und mindestens ein Ladepunkt errichtet werden. Ab 2025 muss jedes (bestehende) nicht zum Wohnen genutzte Gebäude mit mehr als zwanzig Stellplätzen mit mindestens einem Ladepunkt ausgestattet werden &amp;lt;ref&amp;gt;Entwurf eines Gesetzes zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz – GEIG), Stand: 04.03.2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind weitere gesetzliche Regelungen, die im Zusammenhang mit dem Bezug und der Nutzung von Energie stehen für die Hochschulen von Bedeutung. Beispielhaft genannt werden hier &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Service/Gesetzeskarte/gesetzeskarte.html&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das insbesondere die Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien festlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), das die Förderungen für hocheffizienter KWK-Anlagen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das die Rahmenbedingungen für eine „sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Gas“ festlegt und insbesondere für Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze im Rahmen der Versorgung Dritter von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stromsteuergesetz (StromStG), das die Besteuerung von Strom sowie auch die Ermäßigung oder die Befreiung von der Steuer unter bestimmten Voraussetzungen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Treibhausgas-Emissionshandels-Gesetz (TEHG), auf dessen Grundlage der Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen in einem EU-weiten Emissionshandelssystem basiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) zur Regelung der Voraussetzungen für die Einführung und den Betrieb eines Anlagenregisters für Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Grubengas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der übergeordneten Ebene der EU ist weiterhin der „Klima- und energiepolitische Rahmen“ mit den  EU-weiten Zielvorgaben und politischen Zielen für den Zeitraum 2021 bis 2030 zu benennen, an dem sich die nationale Gesetzgebung orientieren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen von Bedeutung dürfte die Herausstellung der „Vorbildfunktion der öffentlichen Hand“ wie aktuell in § 4 des GEG bzw. § 1a EEWärmeG und EnEG § 2a (Niedrigstenergiegebäude) sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: Noch Kundenanlage oder schon Netz? BGH-Urteil liefert konkrete Hinweise, aber keine allgemeingültige Lösung. In: HIS:Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2020, S.3&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091621&amp;amp;hash=ad71f51ce9852bb0df44a036090d20859fd000cc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2020-02_Energierecht.pdf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===4. Ziele===&lt;br /&gt;
Für einen nachhaltigen Umgang mit Energie können sich Hochschulen, insbesondere wenn die CO2-Emissionen ein zentraler Indikator sein sollen, bei der Zielsetzung an drei wesentlichen Handlungsfeldern orientieren; diese lauten: Minimieren, substituieren und kompensieren von CO2-Emissionen. Wesentlich dabei ist die Prämisse: Minimierung vor Substitution vor Kompensation.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Minimierung&#039;&#039;&#039; bedeutet, tatsächlich weniger Energie zu verbrauchen, also den Energieverbrauch reduzieren und bei gleichem Energieträger eine Verringerung der CO2-Emissionen erzielen (z. B. technische oder organisatori-sche Maßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Substitution&#039;&#039;&#039; bedeutet, emissionsarme Energieträger einzusetzen. Bei gleichem Energieverbrauch werden damit Energieträger genutzt, die weniger CO2-Emissionen verursachen (z. B. Kauf von Ökostrom).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompensation&#039;&#039;&#039; bedeutet, für selber verursachte CO2-Emissionen an anderer Stelle eine CO2-Senke zu schaffen (z. B. Kauf von Zertifikaten, Organisation eigener Projekte). Gesetzlich sanktionierte Beispiele hierfür finden sich im Immissionsschutzrecht (z. B. §§ 17 ff. BImSchG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===5. Hemmnisse und Treiber===&lt;br /&gt;
Ein nachhaltiges Energiemanagement ist eingebettet in die Organisation (Strukturen) und den praktischen Betrieb (operative Handlungsmöglichkeiten) der Hochschule. Auf diesen beiden Ebenen können strukturell folgende Hemmnisse und Treiber für die Umsetzung eines nachhaltigen Umgangs mit Energie identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hemmnisse&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ressourcenmangel&lt;br /&gt;
*fehlende personelle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende Sichtweise auf langfristigere Effekte und die Externalisierung der Kosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsprozess&lt;br /&gt;
*limitierte Zeit für Planungsaufgaben sowie Fehler während der Bauplanung&lt;br /&gt;
*mangelnde Kommunikation zwischen Nutzern, Planern, Betreibern und Bauherren&lt;br /&gt;
*unkoordinierte Inbetriebnahme von neu erstellten Gebäuden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgaben&lt;br /&gt;
*keine Verankerung im Leitbild der Hochschule&lt;br /&gt;
*kein Klimaschutzkonzept mit definierten, priorisierten Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäudebestand&lt;br /&gt;
*unzureichende Messarchitektur&lt;br /&gt;
*hoher Technisierungsgrad bei Neubauten&lt;br /&gt;
*kein strukturiertes Flächenmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschullogik&lt;br /&gt;
*starke Egoismen der Fachbereiche&lt;br /&gt;
*schwere Einflussnahme auf Verhalten von Mitarbeitenden und Studierenden&lt;br /&gt;
*häufig wechselnde Akteure in der Mitgliedschaft der Hochschule&lt;br /&gt;
*fehlende Absprachen der beteiligten Serviceeinheiten der Hochschulen&lt;br /&gt;
*unklare Grenzen zwischen Komfort und Freiheit von Forschung und Lehre&lt;br /&gt;
*Spannungsfeld zwischen dem Ziel Energieeinsparung und energieintensiver Forschung mit Großgeräten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Treiber (nicht zu verwechseln mit Maßnahmen)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesetze, Normen, Zertifikate&lt;br /&gt;
*konkrete gesetzliche Vorgaben (insbesondere EnEV bzw. das künftige GEG, EEG, KWKG)&lt;br /&gt;
*AMEV Technisches Monitoring 2017&lt;br /&gt;
*Betrachtung der Lebenszykluskosten von Gebäuden (BNB Zertifikate)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenz&lt;br /&gt;
*Vernetzung und Kompetenzerweiterung des Fachpersonals&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fördermittel&lt;br /&gt;
*Bereitstellung von Fördermitteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Fortschritte&lt;br /&gt;
*Digitalisierung im Gebäudemanagement&lt;br /&gt;
*Einsatz erneuerbarer Energien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerer Druck&lt;br /&gt;
*öffentliche Diskussion zum Klimaschutz&lt;br /&gt;
*Thematisierung in den Zielvereinbarungen und Hochschulentwicklungsplänen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===6. Maßnahmen zur Implementierung===&lt;br /&gt;
Für eine Implementierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz kann strukturell zwischen strategischen und operativen unterschieden werden. Hierbei sind die strategischen dadurch charakterisiert, dass sie „gute Rahmenbedingungen“ für die operativen schaffen. Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen benannt und Beispiele für „good practice“ angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====6.1. Strategisch====&lt;br /&gt;
=====6.1.1. Governancestrukturen schaffen=====&lt;br /&gt;
Governance kann verstanden werden als Aufgabe, die Prozesse für einen erfolgreichen Klimaschutz geordnet zu koordinieren. Für eine Governance, explizit auch zum Klimaschutz bzw. zur Energieeffizenz, kann für den Praxis-betrieb auf die Bereiche Politik, Profession, Organisation, Wissen und Öffentlichkeit aus dem Governance-Regler zurückgegriffen werden, der im Handlungsfeld Governance von HOCHN entwickelt wurde und in der Evaluation der Nachhaltigkeitskonzepte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt einem Praxistest unterzogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessi-schen Landesregierung. HIS-HE:Forum, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeitsgovernance an Hochschulen - BETA, Oktober 2018:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/2-handlungsfelder/01-governance.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
TU Berlin: Nachhaltigkeitsrat.&lt;br /&gt;
Der Nachhaltigkeitsrat wurde im Jahr 2018 Gegründet und besteht aus gewählten Mitgliedern der TU Berlin sowie externen Teilnehmenden. Der Nachhaltigkeitsrat ist darüber hinaus ein offenes Gremium, in dem jede und jeder willkommen ist, der sich für die nachhaltige Entwicklung der TU Berlin interessiert und daran mitwirken möchte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltigkeitsrat.tu-berlin.de/menue/nachhaltigkeitsrat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Runder Tisch zur nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;
Der Runde Tisch „Nachhaltige Entwicklung der HNEE“ wurde 2010 als demokratisches, von allen Interessengrup-pen der Hochschule gemeinsam getragenes und gestaltetes Gremium von der heutigen Nachhaltigkeitsmanage-rin und der Koordinatorin für die familienfreundliche Hochschule ins Leben gerufen. Ziel ist eine gemeinsame, von allen Hochschulgruppen entwickelte, umfassende nachhaltige Entwicklung an der HNEE.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement-an-der-HNEE/Beteiligung-und-Mitmachen/Runder-Tisch-Nachhaltigkeit/Runder-Tisch-zur-nachhaltigen-HNEE-Entwicklung-E6093.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Nachhaltigkeitsleitlinien.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/uni/nachhaltige-hochschule/home/nachhaltigkeitsleitlinien/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Harz: Senatskommission &amp;quot;Nachhaltige Hochschule Harz&amp;quot;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-harz.de/nachhaltige_hs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FU Berlin: Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.2. Controllingkonzept umsetzen=====&lt;br /&gt;
Controlling meint, die Aktivitäten zur Energieeffizienz gezielt zu steuern. Das Controlling fußt damit auf einer quantitativen Grundlage. Dieses kann die zahlenmäßige und graphische Auswertung der monatlichen Ver-brauchsdaten (gebäudebezogen) sein, um Veränderungen erkennen zu können und um die Nutzer zu informieren und zu motivieren sowie die gezielte Beobachtung der den konkreten Maßnahmen zugeordneten Zähler. Um die Zielsetzung für das Controlling-Konzept zu erreichen (insb. die Wirksamkeitsmessung), sind folgende Strukturen als Rahmenbedingungen zu schaffen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übergabe der operativen Verantwortung an speziell ausgebildetes Fachpersonal (für Klimaschutz) mit zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
*Gründung eines Klimaschutzbeirats mit Kontroll- und Lenkungsfunktion (dieses kann der Umweltaus-schuss übernehmen).&lt;br /&gt;
*Durchführung regelmäßiger Audits zur Überprüfung des Projektfortschritts und Messbarkeit über ein Kennzahlsystem herstellen (als Elemente im Managementkreislauf: plan (Ziele, Verantwortungen, Res-sourcen festlegen), do (Durchführung gemäß Planung), check (Zielerreichung prüfen, Fehler erheben), act (Fehler analysieren, Lösungsmöglichkeiten finden und auswählen).&lt;br /&gt;
*Sicherung der Finanzierung (ggf. über einen Klimaschutz-Etat).&lt;br /&gt;
*Etablieren eines Berichtswesens, auch für die Hochschulleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Hochschulen haben aktuell eine Beteiligung an einem normierten Umweltmanagementsystem nach EMAS:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt: Beteiligung an EMASplus.&lt;br /&gt;
Als erste Universität in Deutschland hat die KU das Zertifikat „EMASplus“ erhalten. Grundlage dafür ist die Etablie-rung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagements, das Ökologie, Soziales und Ökonomie umfasst. Damit verpflichtet sich die Katholische Universität dazu, ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Wirkungen re-gelmäßig systematisch überprüfen zu lassen und kontinuierlich zu optimieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.ku.de/kommunikation/presse/pi/einzelansicht/article/ku-erhaelt-als-erste-universitaet-in-deutschland-das-zertifikat-emasplus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 79 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule RheinMain: Klimaschutzkonzept Hochschule RheinMain. Abschlussbericht, Juni 2018, S. 67 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-rm.de/fileadmin/Home/Hochschule/Veroeffentlichungen/Klimaschutz/20180815_Abschlussbericht_KlischKo_HSRM_final.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzkonzept der HNE Eberswalde.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/_obj/67605A07-D2ED-4886-8A7C-BEB532B8044E/outline/Klimaschutzkonzept_HNEE.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaschutzkonzept der Universität Kiel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaschutzkonzept&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Klimaschutzbericht der Hochschule Osnabrück.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/wie-die-hochschule-osnabrueck-ihren-co2-fussabdruck-um-fast-70-prozent-verkleinert-hat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.3. Klimaneutralität formulieren=====&lt;br /&gt;
Klimaneutralität beinhaltet, für einen selbstgesteckten Rahmen (z. B. Gebäudebetrieb, Mobilität, Konsum) die klimarelevanten Emissionen zu beziffern, sie zu minimieren oder substituieren und verbleibende Emissionen auch zu kompensieren. Die Zielsetzung, als Hochschule klimaneutral zu werden, wird auf ein Datum bezogen, z.B. auf das Jahr 2035. Die Zeitspanne bis zur Klimaneutralität und die bis dahin noch emittierten Tonnen CO2 müssen aus den Zielsetzungen zur Eingrenzung der Erderwärmung abgeleitet werden. Die Formulierung einer Klimaneutrali-tät ist somit immer Angelegenheit der Hochschule als Ganzes, also der Hochschulleitung. Formulierte Klimaneut-ralität ist auch ein Aspekt von Governance und hochschulöffentlich. Klimaneutralität ist für Hochschulen realisier-bar, dieses hat eine Studie von HIS-HE belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J., Person, R.-D. (2019): Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus. Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung. HIS-HE:Medium, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golüke, H.: Ökostrom beziehen ist gut - reicht aber nicht! In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen, Nr. 1 ,2019, S. 18 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Die Leuphana Universität Lüneburg hat sich 2007 das Ziel der Klimaneutralität gesetzt und dieses im Jahr 2014 erreicht. Dabei konnten 50 Prozent Primärenergie und 30 Prozent Endenergie eingespart werden. Grundlage der Erreichung der Klimaneutralität ist der effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen in allen Teilbereichen der Universität. Die Themenfelder sind Energieeffizienz, Einsatz regenerativer Energien, Förderung einer klimascho-nenden Mobilität und der nachhaltigen Beschaffung, die in vielen Einzelmaßnahmen sukzessive implementiert und optimiert wurden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
www.leuphana.de/klimaneutral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Düsseldorf: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Hochschule Düsseldorf hat am 19.11.2019 Klimaschutz-Leitlinien beschlossen und dabei die CO2-Klimaneutralität bis 2030 als konkretes Klimaschutz-Ziel festgelegt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-duesseldorf.de/personen/salvagno/klimaschutz?showarrows=1&amp;amp;sid=maysmcrsi1wnydumut54ns5v&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement/Nachhaltige-Hochschule/Klimaneutralitt/Klimaneutralitt-K6435.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaneutrale-universitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Trier, Umweltcampus Birkenfeld: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochschule-trier.de/hochschule/hochschulportraet/drei-campus/umwelt-campus-birkenfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pv-magazine.de/2020/06/09/htw-berlin-bekommt-zwei-photovoltaik-anlagen-mit-zusammen-280-kilowatt-leistung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freie Universität Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2019/fup_19_398-klimanotstand/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.4. Energieflüsse abbilden=====&lt;br /&gt;
Um überhaupt den Umgang mit Energie zum Thema zu machen, ist ein Messsystem erforderlich, welches die Verbräuche erfasst und die Energieflüsse durch die Hochschule abbildet (siehe Abbildung 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nachhaltiges Energiemanagement.png|500px|thumb|Abbildung 1: Potentielle Energieeinflüsse durch die Hochschule (Grafik von HIS-HE: CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür ist eine Messarchitektur erforderlich, die die Hochschule angemessen abbildet und eine routinemäßige Auslesung und Auswertung der Daten ermöglicht. Dieses ist erforderlich, um die Effekte von initiierten Maßnah-men zu erkennen und steuern zu können. Im Umkehrschluss bedeutet das, nur das zu messen, was auch für die Steuerung des Energiemanagements relevant ist. Steuerung benötigt ein Controlling-Konzept. Das Controlling-Konzept stellt einen Kreislauf dar, in dem die durch die Klimaschutzaktivitäten (ggf. Klimaschutzkonzept) definier-ten Maßnahmen zur Umsetzung geführt werden. Durch die ständige Evaluierung und zielgerichtete Anpassung der Maßnahmen wird eine erfolgreiche Umsetzung, im Sinne einer Steuerung, sichergestellt. Diese Steuerung bezieht sich auf das regelmäßige Ermitteln, Vereinbaren, Umsetzen, (Erfolgs-)Messen und ggf. Nachjustieren von Maßnahmen. Dieses ist mehr als reiner (quantitativer) Soll-Ist-Vergleich; denn das Vorgehen schließt eine (quali-tative) Bewertung mit ein. Gerade hierfür sind Ressourcen erforderlich, die insbesondere auf der personellen Ebene das entsprechende Fachwissen garantieren und auf der Sachebene für eine adäquate Verwaltung und Ablage der notwendigen Daten sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: 10 Jahre CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1 (2019). Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 9 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ketelhön, U.: Erarbeitung eines Musterkonzeptes sowie standortbezogener Einzelkonzepte für die Helmholtz-Gemeinschaft. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2017, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092077&amp;amp;hash=0086d0e250079e732f6057fdd4cbaa32680b6f8f&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_02-2017_DRUCK.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V.: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 48 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.5. Budgetierungssystem einführen=====&lt;br /&gt;
Budgetierung bedeutet, die Kosten für den Energieverbrauch den Akteuren oder Organisationseinheiten zuord-nen zu können und diese durch spezifische Modelle daran zu beteiligen. Die Motivlagen, Budgetierungssysteme einzuführen und die Bandbreite der Modelle sind vielschichtig. Sie reichen von freiwilligen Systemen, die aus-schließlich mit Bonuszahlungen arbeiten, bis hin zu hochschulweit verbindlich eingeführten Systemen, in denen die Energiekosten aus den dezentralen Budgets zu begleichen sind. Eine Herausforderung stellt oftmals die Bemes-sung der Budgets dar, aus denen die Einheiten ihre Energiekosten begleichen sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V. (2014): Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS-HE: Mitteilungsblatt, Nr. 4, S. 1 f. https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-4.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit Anreizen zu mehr Klimaschutz: Das Prämiensystem zur Energieeinsparung an der Freien Universität Berlin. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wöhning, C.: Projekt „Entwickeln und Setzen von Anreizsystemen“. In: Magazin für Hochschulentwicklung. The-men-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 12&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.: Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 4, 2014, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092324&amp;amp;hash=cc4bf20988a0950ad784ab9f1b6249f584d3e32d&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-1.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Berlin: Prämiensystem.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Freien Universität Berlin hat Anfang 2007 ein so genanntes Prämiensystem eingeführt, um organisatorische und verhaltensbezogene Einsparpotentiale zu realisieren. Über das Prämienmodell erhalten die Fachbereiche direkte finanzielle Anreize.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/handlungsfelder/campus/energie_klimaschutz/praemiensystem/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Freiburg: Dezentrale Monetäre Anreize zur Energieeinsparung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Anreizmodell der Universität Freiburg will Verhaltensänderungen bei den Gebäudenutzern und minimal in-vestive technische Maßnahmen kombinieren. Dabei wird den Einrichtungen anteilig die Kosten, die gegenüber einer Referenz eingespart wurden, gutgeschrieben. Ein Malus-System, dass ggf. Mehrverbrauch sanktioniert, existiert nicht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltige.uni-freiburg.de/klimaschutz/dezmon-2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Energiekostenbudgetierung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/energiesparen/energiekostenbudgetierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goethe-Universität Frankfurt: Energieeinspardialog.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail/hessen-entwickeln-und-setzen-von-anreizsystemen-zur-energieeinsparung-an-hessischen-hochschulen&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5990</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Energiemanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5990"/>
		<updated>2020-11-25T21:09:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: /* 6.1.2. Controllingkonzept umsetzen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Nachhaltiges Energiemanagement, nachhaltiger Umgang mit Energie ==&lt;br /&gt;
===1. Betroffener Personenkreis===&lt;br /&gt;
Der Beitrag richtet sich an das Fachpersonal im technischen Gebäudemanagement, welches auf der operativen Ebene mit der Bereitstellung von Energie sowie dem Management der Energienutzung betraut ist. Darüber hin-aus werden strukturelle Hinweise gegeben, die für das Leitungspersonal relevant sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2. Relevanz===&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Gebäudemanagements besteht darin, optimale Bedingungen für die Kernaufgaben der Hoch-schulen zu schaffen. Hierzu zählt auch das Bereitstellen von und der Umgang mit Energie. Vor diesem Hintergrund bewegt sich dieses Handlungsfeld immer in einem besonderen Spannungsfeld, wenn auch ein effizienter, mög-lichst sparsamer Einsatz von Energie erfolgen soll, um CO2 und Kosten einzusparen. Potentielle Zielkonflikte zwi-schen dem Anspruch, bestmögliche Voraussetzungen für Forschung und Lehre zu schaffen und gleichzeitig Ener-gie effizient einzusetzen, sind der Organisation Hochschule immanent.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind gesetzliche Vorgaben (siehe unten) und Kostenaspekte (insb. steigende Energiekosten) Rah-menbedingungen, die dem Thema Energieeinsatz eine Relevanz geben. Die zentrale Facette scheint allerdings der stetig zunehmende öffentliche, gesellschaftliche Druck zum aktiven Klimaschutz zu sein, der insbesondere von Hochschulen und den Mitgliedern ausgeht und sehr stark von den wissenschaftlichen Erkenntnissen und konkre-ten Zielvorgaben gestützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3. Gesetzliche Grundlagen===&lt;br /&gt;
Gesetzliche Vorgaben existieren, um Gebäude nach hohem Energieeffizienzstandard zu errichten bzw. zu sanieren und den energieeffizienten Betrieb bereits in der Phase des Planens zu berücksichtigen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesetzliche Rahmen für bauliche Maßnahmen wurde bisher durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmG) verbindlich festgelegt. Mit dem geplanten Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) &amp;lt;ref&amp;gt;Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz - GEG), Entwurfsstand: 03.07.2020 (nach Zustimmung im Bundesrat).&amp;lt;/ref&amp;gt; ab November 2020 werden die bisherigen Regelungen aus EnEG, EnEV und EEWärmeG in einem Gesetz zusammengefasst. Grundlage der bisherigen nationalen Regelungen sind die Richtlinien der EU, insbesondere als Basis für die o. g. gesetzlichen Regelungen die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen ergeben sich Anforderungen aus den gesetzlichen Regelungen im Rahmen von EnEG, EnEV, EEWärmeG bzw. zukünftig GEG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sanierungs- und Neubaumaßnahmen: Baubezogene Regelungen, Energieausweise für Gebäude, Standards für „Niedrigstenergie-Gebäude“&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
* Betrieb von Gebäuden und technischen Anlagen: Energetische Inspektion (Klimaanlagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der GEG-Einführung sind zunächst keine Verschärfungen der bisherigen Regelungen der EnEV vorgesehen. Eine Überprüfung dieser Standards ist erst für das Jahr 2023 vorgesehen. Neu sind dagegen eine Innovationsklausel und der so genannte Quartiersansatz. Zunächst befristet bis Ende 2023 sind damit Möglichkeiten zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen anstelle des Primärenergieeinsatzes sowie eine gemeinsame Berücksichtigung von Gebäuden an einem zusammenhängenden Standort möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Regelungen aus den EU-Richtlinien werden erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt. Das „Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität“ (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) – kurz: GEIG – gehört dazu und bezieht die in 2018 aktualisierten Regelungen der EU-Gebäuderichtlinie von 2010 ein.  Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat dazu den Gesetzentwurf ausgearbeitet, der für Baumaßnahmen (Neubau und umfassende Sanierungen) ab dem 11. März 2021 relevant werden soll. Bei Nicht-Wohngebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen muss demnach mindestens jeder fünfte Stellplatz entsprechend ausgerüstet und mindestens ein Ladepunkt errichtet werden. Ab 2025 muss jedes (bestehende) nicht zum Wohnen genutzte Gebäude mit mehr als zwanzig Stellplätzen mit mindestens einem Ladepunkt ausgestattet werden &amp;lt;ref&amp;gt;Entwurf eines Gesetzes zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz – GEIG), Stand: 04.03.2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind weitere gesetzliche Regelungen, die im Zusammenhang mit dem Bezug und der Nutzung von Energie stehen für die Hochschulen von Bedeutung. Beispielhaft genannt werden hier &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Service/Gesetzeskarte/gesetzeskarte.html&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das insbesondere die Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien festlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), das die Förderungen für hocheffizienter KWK-Anlagen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das die Rahmenbedingungen für eine „sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Gas“ festlegt und insbesondere für Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze im Rahmen der Versorgung Dritter von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stromsteuergesetz (StromStG), das die Besteuerung von Strom sowie auch die Ermäßigung oder die Befreiung von der Steuer unter bestimmten Voraussetzungen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Treibhausgas-Emissionshandels-Gesetz (TEHG), auf dessen Grundlage der Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen in einem EU-weiten Emissionshandelssystem basiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) zur Regelung der Voraussetzungen für die Einführung und den Betrieb eines Anlagenregisters für Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Grubengas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der übergeordneten Ebene der EU ist weiterhin der „Klima- und energiepolitische Rahmen“ mit den  EU-weiten Zielvorgaben und politischen Zielen für den Zeitraum 2021 bis 2030 zu benennen, an dem sich die nationale Gesetzgebung orientieren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen von Bedeutung dürfte die Herausstellung der „Vorbildfunktion der öffentlichen Hand“ wie aktuell in § 4 des GEG bzw. § 1a EEWärmeG und EnEG § 2a (Niedrigstenergiegebäude) sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: Noch Kundenanlage oder schon Netz? BGH-Urteil liefert konkrete Hinweise, aber keine allgemeingültige Lösung. In: HIS:Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2020, S.3&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091621&amp;amp;hash=ad71f51ce9852bb0df44a036090d20859fd000cc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2020-02_Energierecht.pdf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===4. Ziele===&lt;br /&gt;
Für einen nachhaltigen Umgang mit Energie können sich Hochschulen, insbesondere wenn die CO2-Emissionen ein zentraler Indikator sein sollen, bei der Zielsetzung an drei wesentlichen Handlungsfeldern orientieren; diese lauten: Minimieren, substituieren und kompensieren von CO2-Emissionen. Wesentlich dabei ist die Prämisse: Minimierung vor Substitution vor Kompensation.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Minimierung&#039;&#039;&#039; bedeutet, tatsächlich weniger Energie zu verbrauchen, also den Energieverbrauch reduzieren und bei gleichem Energieträger eine Verringerung der CO2-Emissionen erzielen (z. B. technische oder organisatori-sche Maßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Substitution&#039;&#039;&#039; bedeutet, emissionsarme Energieträger einzusetzen. Bei gleichem Energieverbrauch werden damit Energieträger genutzt, die weniger CO2-Emissionen verursachen (z. B. Kauf von Ökostrom).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompensation&#039;&#039;&#039; bedeutet, für selber verursachte CO2-Emissionen an anderer Stelle eine CO2-Senke zu schaffen (z. B. Kauf von Zertifikaten, Organisation eigener Projekte). Gesetzlich sanktionierte Beispiele hierfür finden sich im Immissionsschutzrecht (z. B. §§ 17 ff. BImSchG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===5. Hemmnisse und Treiber===&lt;br /&gt;
Ein nachhaltiges Energiemanagement ist eingebettet in die Organisation (Strukturen) und den praktischen Betrieb (operative Handlungsmöglichkeiten) der Hochschule. Auf diesen beiden Ebenen können strukturell folgende Hemmnisse und Treiber für die Umsetzung eines nachhaltigen Umgangs mit Energie identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hemmnisse&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ressourcenmangel&lt;br /&gt;
*fehlende personelle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende Sichtweise auf langfristigere Effekte und die Externalisierung der Kosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsprozess&lt;br /&gt;
*limitierte Zeit für Planungsaufgaben sowie Fehler während der Bauplanung&lt;br /&gt;
*mangelnde Kommunikation zwischen Nutzern, Planern, Betreibern und Bauherren&lt;br /&gt;
*unkoordinierte Inbetriebnahme von neu erstellten Gebäuden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgaben&lt;br /&gt;
*keine Verankerung im Leitbild der Hochschule&lt;br /&gt;
*kein Klimaschutzkonzept mit definierten, priorisierten Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäudebestand&lt;br /&gt;
*unzureichende Messarchitektur&lt;br /&gt;
*hoher Technisierungsgrad bei Neubauten&lt;br /&gt;
*kein strukturiertes Flächenmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschullogik&lt;br /&gt;
*starke Egoismen der Fachbereiche&lt;br /&gt;
*schwere Einflussnahme auf Verhalten von Mitarbeitenden und Studierenden&lt;br /&gt;
*häufig wechselnde Akteure in der Mitgliedschaft der Hochschule&lt;br /&gt;
*fehlende Absprachen der beteiligten Serviceeinheiten der Hochschulen&lt;br /&gt;
*unklare Grenzen zwischen Komfort und Freiheit von Forschung und Lehre&lt;br /&gt;
*Spannungsfeld zwischen dem Ziel Energieeinsparung und energieintensiver Forschung mit Großgeräten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Treiber (nicht zu verwechseln mit Maßnahmen)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesetze, Normen, Zertifikate&lt;br /&gt;
*konkrete gesetzliche Vorgaben (insbesondere EnEV bzw. das künftige GEG, EEG, KWKG)&lt;br /&gt;
*AMEV Technisches Monitoring 2017&lt;br /&gt;
*Betrachtung der Lebenszykluskosten von Gebäuden (BNB Zertifikate)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenz&lt;br /&gt;
*Vernetzung und Kompetenzerweiterung des Fachpersonals&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fördermittel&lt;br /&gt;
*Bereitstellung von Fördermitteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Fortschritte&lt;br /&gt;
*Digitalisierung im Gebäudemanagement&lt;br /&gt;
*Einsatz erneuerbarer Energien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerer Druck&lt;br /&gt;
*öffentliche Diskussion zum Klimaschutz&lt;br /&gt;
*Thematisierung in den Zielvereinbarungen und Hochschulentwicklungsplänen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===6. Maßnahmen zur Implementierung===&lt;br /&gt;
Für eine Implementierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz kann strukturell zwischen strategischen und operativen unterschieden werden. Hierbei sind die strategischen dadurch charakterisiert, dass sie „gute Rahmenbedingungen“ für die operativen schaffen. Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen benannt und Beispiele für „good practice“ angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====6.1. Strategisch====&lt;br /&gt;
=====6.1.1. Governancestrukturen schaffen=====&lt;br /&gt;
Governance kann verstanden werden als Aufgabe, die Prozesse für einen erfolgreichen Klimaschutz geordnet zu koordinieren. Für eine Governance, explizit auch zum Klimaschutz bzw. zur Energieeffizenz, kann für den Praxis-betrieb auf die Bereiche Politik, Profession, Organisation, Wissen und Öffentlichkeit aus dem Governance-Regler zurückgegriffen werden, der im Handlungsfeld Governance von HOCHN entwickelt wurde und in der Evaluation der Nachhaltigkeitskonzepte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt einem Praxistest unterzogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessi-schen Landesregierung. HIS-HE:Forum, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeitsgovernance an Hochschulen - BETA, Oktober 2018:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/2-handlungsfelder/01-governance.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Berlin: Nachhaltigkeitsrat.&lt;br /&gt;
Der Nachhaltigkeitsrat wurde im Jahr 2018 Gegründet und besteht aus gewählten Mitgliedern der TU Berlin sowie externen Teilnehmenden. Der Nachhaltigkeitsrat ist darüber hinaus ein offenes Gremium, in dem jede und jeder willkommen ist, der sich für die nachhaltige Entwicklung der TU Berlin interessiert und daran mitwirken möchte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltigkeitsrat.tu-berlin.de/menue/nachhaltigkeitsrat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Runder Tisch zur nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;
Der Runde Tisch „Nachhaltige Entwicklung der HNEE“ wurde 2010 als demokratisches, von allen Interessengrup-pen der Hochschule gemeinsam getragenes und gestaltetes Gremium von der heutigen Nachhaltigkeitsmanage-rin und der Koordinatorin für die familienfreundliche Hochschule ins Leben gerufen. Ziel ist eine gemeinsame, von allen Hochschulgruppen entwickelte, umfassende nachhaltige Entwicklung an der HNEE.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement-an-der-HNEE/Beteiligung-und-Mitmachen/Runder-Tisch-Nachhaltigkeit/Runder-Tisch-zur-nachhaltigen-HNEE-Entwicklung-E6093.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Nachhaltigkeitsleitlinien.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/uni/nachhaltige-hochschule/home/nachhaltigkeitsleitlinien/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Harz: Senatskommission &amp;quot;Nachhaltige Hochschule Harz&amp;quot;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-harz.de/nachhaltige_hs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FU Berlin: Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.2. Controllingkonzept umsetzen=====&lt;br /&gt;
Controlling meint, die Aktivitäten zur Energieeffizienz gezielt zu steuern. Das Controlling fußt damit auf einer quantitativen Grundlage. Dieses kann die zahlenmäßige und graphische Auswertung der monatlichen Ver-brauchsdaten (gebäudebezogen) sein, um Veränderungen erkennen zu können und um die Nutzer zu informieren und zu motivieren sowie die gezielte Beobachtung der den konkreten Maßnahmen zugeordneten Zähler. Um die Zielsetzung für das Controlling-Konzept zu erreichen (insb. die Wirksamkeitsmessung), sind folgende Strukturen als Rahmenbedingungen zu schaffen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übergabe der operativen Verantwortung an speziell ausgebildetes Fachpersonal (für Klimaschutz) mit zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
*Gründung eines Klimaschutzbeirats mit Kontroll- und Lenkungsfunktion (dieses kann der Umweltaus-schuss übernehmen).&lt;br /&gt;
*Durchführung regelmäßiger Audits zur Überprüfung des Projektfortschritts und Messbarkeit über ein Kennzahlsystem herstellen (als Elemente im Managementkreislauf: plan (Ziele, Verantwortungen, Res-sourcen festlegen), do (Durchführung gemäß Planung), check (Zielerreichung prüfen, Fehler erheben), act (Fehler analysieren, Lösungsmöglichkeiten finden und auswählen).&lt;br /&gt;
*Sicherung der Finanzierung (ggf. über einen Klimaschutz-Etat).&lt;br /&gt;
*Etablieren eines Berichtswesens, auch für die Hochschulleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Hochschulen haben aktuell eine Beteiligung an einem normierten Umweltmanagementsystem nach EMAS:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt: Beteiligung an EMASplus.&lt;br /&gt;
Als erste Universität in Deutschland hat die KU das Zertifikat „EMASplus“ erhalten. Grundlage dafür ist die Etablie-rung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagements, das Ökologie, Soziales und Ökonomie umfasst. Damit verpflichtet sich die Katholische Universität dazu, ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Wirkungen re-gelmäßig systematisch überprüfen zu lassen und kontinuierlich zu optimieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.ku.de/kommunikation/presse/pi/einzelansicht/article/ku-erhaelt-als-erste-universitaet-in-deutschland-das-zertifikat-emasplus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 79 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule RheinMain: Klimaschutzkonzept Hochschule RheinMain. Abschlussbericht, Juni 2018, S. 67 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-rm.de/fileadmin/Home/Hochschule/Veroeffentlichungen/Klimaschutz/20180815_Abschlussbericht_KlischKo_HSRM_final.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzkonzept der HNE Eberswalde.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/_obj/67605A07-D2ED-4886-8A7C-BEB532B8044E/outline/Klimaschutzkonzept_HNEE.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaschutzkonzept der Universität Kiel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaschutzkonzept&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Klimaschutzbericht der Hochschule Osnabrück.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/wie-die-hochschule-osnabrueck-ihren-co2-fussabdruck-um-fast-70-prozent-verkleinert-hat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.3. Klimaneutralität formulieren=====&lt;br /&gt;
Klimaneutralität beinhaltet, für einen selbstgesteckten Rahmen (z. B. Gebäudebetrieb, Mobilität, Konsum) die klimarelevanten Emissionen zu beziffern, sie zu minimieren oder substituieren und verbleibende Emissionen auch zu kompensieren. Die Zielsetzung, als Hochschule klimaneutral zu werden, wird auf ein Datum bezogen, z.B. auf das Jahr 2035. Die Zeitspanne bis zur Klimaneutralität und die bis dahin noch emittierten Tonnen CO2 müssen aus den Zielsetzungen zur Eingrenzung der Erderwärmung abgeleitet werden. Die Formulierung einer Klimaneutrali-tät ist somit immer Angelegenheit der Hochschule als Ganzes, also der Hochschulleitung. Formulierte Klimaneut-ralität ist auch ein Aspekt von Governance und hochschulöffentlich. Klimaneutralität ist für Hochschulen realisier-bar, dieses hat eine Studie von HIS-HE belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J., Person, R.-D. (2019): Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus. Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung. HIS-HE:Medium, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golüke, H.: Ökostrom beziehen ist gut - reicht aber nicht! In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen, Nr. 1 ,2019, S. 18 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Die Leuphana Universität Lüneburg hat sich 2007 das Ziel der Klimaneutralität gesetzt und dieses im Jahr 2014 erreicht. Dabei konnten 50 Prozent Primärenergie und 30 Prozent Endenergie eingespart werden. Grundlage der Erreichung der Klimaneutralität ist der effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen in allen Teilbereichen der Universität. Die Themenfelder sind Energieeffizienz, Einsatz regenerativer Energien, Förderung einer klimascho-nenden Mobilität und der nachhaltigen Beschaffung, die in vielen Einzelmaßnahmen sukzessive implementiert und optimiert wurden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
www.leuphana.de/klimaneutral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Düsseldorf: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Hochschule Düsseldorf hat am 19.11.2019 Klimaschutz-Leitlinien beschlossen und dabei die CO2-Klimaneutralität bis 2030 als konkretes Klimaschutz-Ziel festgelegt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-duesseldorf.de/personen/salvagno/klimaschutz?showarrows=1&amp;amp;sid=maysmcrsi1wnydumut54ns5v&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement/Nachhaltige-Hochschule/Klimaneutralitt/Klimaneutralitt-K6435.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaneutrale-universitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Trier, Umweltcampus Birkenfeld: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochschule-trier.de/hochschule/hochschulportraet/drei-campus/umwelt-campus-birkenfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pv-magazine.de/2020/06/09/htw-berlin-bekommt-zwei-photovoltaik-anlagen-mit-zusammen-280-kilowatt-leistung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freie Universität Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2019/fup_19_398-klimanotstand/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.4. Energieflüsse abbilden=====&lt;br /&gt;
Um überhaupt den Umgang mit Energie zum Thema zu machen, ist ein Messsystem erforderlich, welches die Verbräuche erfasst und die Energieflüsse durch die Hochschule abbildet (siehe Abbildung 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nachhaltiges Energiemanagement.png|500px|thumb|Abbildung 1: Potentielle Energieeinflüsse durch die Hochschule (Grafik von HIS-HE: CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür ist eine Messarchitektur erforderlich, die die Hochschule angemessen abbildet und eine routinemäßige Auslesung und Auswertung der Daten ermöglicht. Dieses ist erforderlich, um die Effekte von initiierten Maßnah-men zu erkennen und steuern zu können. Im Umkehrschluss bedeutet das, nur das zu messen, was auch für die Steuerung des Energiemanagements relevant ist. Steuerung benötigt ein Controlling-Konzept. Das Controlling-Konzept stellt einen Kreislauf dar, in dem die durch die Klimaschutzaktivitäten (ggf. Klimaschutzkonzept) definier-ten Maßnahmen zur Umsetzung geführt werden. Durch die ständige Evaluierung und zielgerichtete Anpassung der Maßnahmen wird eine erfolgreiche Umsetzung, im Sinne einer Steuerung, sichergestellt. Diese Steuerung bezieht sich auf das regelmäßige Ermitteln, Vereinbaren, Umsetzen, (Erfolgs-)Messen und ggf. Nachjustieren von Maßnahmen. Dieses ist mehr als reiner (quantitativer) Soll-Ist-Vergleich; denn das Vorgehen schließt eine (quali-tative) Bewertung mit ein. Gerade hierfür sind Ressourcen erforderlich, die insbesondere auf der personellen Ebene das entsprechende Fachwissen garantieren und auf der Sachebene für eine adäquate Verwaltung und Ablage der notwendigen Daten sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: 10 Jahre CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1 (2019). Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 9 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ketelhön, U.: Erarbeitung eines Musterkonzeptes sowie standortbezogener Einzelkonzepte für die Helmholtz-Gemeinschaft. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2017, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092077&amp;amp;hash=0086d0e250079e732f6057fdd4cbaa32680b6f8f&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_02-2017_DRUCK.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V.: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 48 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.5. Budgetierungssystem einführen=====&lt;br /&gt;
Budgetierung bedeutet, die Kosten für den Energieverbrauch den Akteuren oder Organisationseinheiten zuord-nen zu können und diese durch spezifische Modelle daran zu beteiligen. Die Motivlagen, Budgetierungssysteme einzuführen und die Bandbreite der Modelle sind vielschichtig. Sie reichen von freiwilligen Systemen, die aus-schließlich mit Bonuszahlungen arbeiten, bis hin zu hochschulweit verbindlich eingeführten Systemen, in denen die Energiekosten aus den dezentralen Budgets zu begleichen sind. Eine Herausforderung stellt oftmals die Bemes-sung der Budgets dar, aus denen die Einheiten ihre Energiekosten begleichen sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V. (2014): Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS-HE: Mitteilungsblatt, Nr. 4, S. 1 f. https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-4.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit Anreizen zu mehr Klimaschutz: Das Prämiensystem zur Energieeinsparung an der Freien Universität Berlin. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wöhning, C.: Projekt „Entwickeln und Setzen von Anreizsystemen“. In: Magazin für Hochschulentwicklung. The-men-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 12&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.: Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 4, 2014, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092324&amp;amp;hash=cc4bf20988a0950ad784ab9f1b6249f584d3e32d&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-1.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Berlin: Prämiensystem.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Freien Universität Berlin hat Anfang 2007 ein so genanntes Prämiensystem eingeführt, um organisatorische und verhaltensbezogene Einsparpotentiale zu realisieren. Über das Prämienmodell erhalten die Fachbereiche direkte finanzielle Anreize.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/handlungsfelder/campus/energie_klimaschutz/praemiensystem/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Freiburg: Dezentrale Monetäre Anreize zur Energieeinsparung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Anreizmodell der Universität Freiburg will Verhaltensänderungen bei den Gebäudenutzern und minimal in-vestive technische Maßnahmen kombinieren. Dabei wird den Einrichtungen anteilig die Kosten, die gegenüber einer Referenz eingespart wurden, gutgeschrieben. Ein Malus-System, dass ggf. Mehrverbrauch sanktioniert, existiert nicht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltige.uni-freiburg.de/klimaschutz/dezmon-2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Energiekostenbudgetierung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/energiesparen/energiekostenbudgetierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goethe-Universität Frankfurt: Energieeinspardialog.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail/hessen-entwickeln-und-setzen-von-anreizsystemen-zur-energieeinsparung-an-hessischen-hochschulen&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5989</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Energiemanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5989"/>
		<updated>2020-11-25T21:09:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: /* 6.1.3. Klimaneutralität formulieren */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Nachhaltiges Energiemanagement, nachhaltiger Umgang mit Energie ==&lt;br /&gt;
===1. Betroffener Personenkreis===&lt;br /&gt;
Der Beitrag richtet sich an das Fachpersonal im technischen Gebäudemanagement, welches auf der operativen Ebene mit der Bereitstellung von Energie sowie dem Management der Energienutzung betraut ist. Darüber hin-aus werden strukturelle Hinweise gegeben, die für das Leitungspersonal relevant sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2. Relevanz===&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Gebäudemanagements besteht darin, optimale Bedingungen für die Kernaufgaben der Hoch-schulen zu schaffen. Hierzu zählt auch das Bereitstellen von und der Umgang mit Energie. Vor diesem Hintergrund bewegt sich dieses Handlungsfeld immer in einem besonderen Spannungsfeld, wenn auch ein effizienter, mög-lichst sparsamer Einsatz von Energie erfolgen soll, um CO2 und Kosten einzusparen. Potentielle Zielkonflikte zwi-schen dem Anspruch, bestmögliche Voraussetzungen für Forschung und Lehre zu schaffen und gleichzeitig Ener-gie effizient einzusetzen, sind der Organisation Hochschule immanent.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind gesetzliche Vorgaben (siehe unten) und Kostenaspekte (insb. steigende Energiekosten) Rah-menbedingungen, die dem Thema Energieeinsatz eine Relevanz geben. Die zentrale Facette scheint allerdings der stetig zunehmende öffentliche, gesellschaftliche Druck zum aktiven Klimaschutz zu sein, der insbesondere von Hochschulen und den Mitgliedern ausgeht und sehr stark von den wissenschaftlichen Erkenntnissen und konkre-ten Zielvorgaben gestützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3. Gesetzliche Grundlagen===&lt;br /&gt;
Gesetzliche Vorgaben existieren, um Gebäude nach hohem Energieeffizienzstandard zu errichten bzw. zu sanieren und den energieeffizienten Betrieb bereits in der Phase des Planens zu berücksichtigen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesetzliche Rahmen für bauliche Maßnahmen wurde bisher durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmG) verbindlich festgelegt. Mit dem geplanten Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) &amp;lt;ref&amp;gt;Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz - GEG), Entwurfsstand: 03.07.2020 (nach Zustimmung im Bundesrat).&amp;lt;/ref&amp;gt; ab November 2020 werden die bisherigen Regelungen aus EnEG, EnEV und EEWärmeG in einem Gesetz zusammengefasst. Grundlage der bisherigen nationalen Regelungen sind die Richtlinien der EU, insbesondere als Basis für die o. g. gesetzlichen Regelungen die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen ergeben sich Anforderungen aus den gesetzlichen Regelungen im Rahmen von EnEG, EnEV, EEWärmeG bzw. zukünftig GEG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sanierungs- und Neubaumaßnahmen: Baubezogene Regelungen, Energieausweise für Gebäude, Standards für „Niedrigstenergie-Gebäude“&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
* Betrieb von Gebäuden und technischen Anlagen: Energetische Inspektion (Klimaanlagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der GEG-Einführung sind zunächst keine Verschärfungen der bisherigen Regelungen der EnEV vorgesehen. Eine Überprüfung dieser Standards ist erst für das Jahr 2023 vorgesehen. Neu sind dagegen eine Innovationsklausel und der so genannte Quartiersansatz. Zunächst befristet bis Ende 2023 sind damit Möglichkeiten zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen anstelle des Primärenergieeinsatzes sowie eine gemeinsame Berücksichtigung von Gebäuden an einem zusammenhängenden Standort möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Regelungen aus den EU-Richtlinien werden erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt. Das „Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität“ (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) – kurz: GEIG – gehört dazu und bezieht die in 2018 aktualisierten Regelungen der EU-Gebäuderichtlinie von 2010 ein.  Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat dazu den Gesetzentwurf ausgearbeitet, der für Baumaßnahmen (Neubau und umfassende Sanierungen) ab dem 11. März 2021 relevant werden soll. Bei Nicht-Wohngebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen muss demnach mindestens jeder fünfte Stellplatz entsprechend ausgerüstet und mindestens ein Ladepunkt errichtet werden. Ab 2025 muss jedes (bestehende) nicht zum Wohnen genutzte Gebäude mit mehr als zwanzig Stellplätzen mit mindestens einem Ladepunkt ausgestattet werden &amp;lt;ref&amp;gt;Entwurf eines Gesetzes zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz – GEIG), Stand: 04.03.2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind weitere gesetzliche Regelungen, die im Zusammenhang mit dem Bezug und der Nutzung von Energie stehen für die Hochschulen von Bedeutung. Beispielhaft genannt werden hier &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Service/Gesetzeskarte/gesetzeskarte.html&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das insbesondere die Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien festlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), das die Förderungen für hocheffizienter KWK-Anlagen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das die Rahmenbedingungen für eine „sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Gas“ festlegt und insbesondere für Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze im Rahmen der Versorgung Dritter von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stromsteuergesetz (StromStG), das die Besteuerung von Strom sowie auch die Ermäßigung oder die Befreiung von der Steuer unter bestimmten Voraussetzungen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Treibhausgas-Emissionshandels-Gesetz (TEHG), auf dessen Grundlage der Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen in einem EU-weiten Emissionshandelssystem basiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) zur Regelung der Voraussetzungen für die Einführung und den Betrieb eines Anlagenregisters für Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Grubengas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der übergeordneten Ebene der EU ist weiterhin der „Klima- und energiepolitische Rahmen“ mit den  EU-weiten Zielvorgaben und politischen Zielen für den Zeitraum 2021 bis 2030 zu benennen, an dem sich die nationale Gesetzgebung orientieren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen von Bedeutung dürfte die Herausstellung der „Vorbildfunktion der öffentlichen Hand“ wie aktuell in § 4 des GEG bzw. § 1a EEWärmeG und EnEG § 2a (Niedrigstenergiegebäude) sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: Noch Kundenanlage oder schon Netz? BGH-Urteil liefert konkrete Hinweise, aber keine allgemeingültige Lösung. In: HIS:Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2020, S.3&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091621&amp;amp;hash=ad71f51ce9852bb0df44a036090d20859fd000cc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2020-02_Energierecht.pdf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===4. Ziele===&lt;br /&gt;
Für einen nachhaltigen Umgang mit Energie können sich Hochschulen, insbesondere wenn die CO2-Emissionen ein zentraler Indikator sein sollen, bei der Zielsetzung an drei wesentlichen Handlungsfeldern orientieren; diese lauten: Minimieren, substituieren und kompensieren von CO2-Emissionen. Wesentlich dabei ist die Prämisse: Minimierung vor Substitution vor Kompensation.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Minimierung&#039;&#039;&#039; bedeutet, tatsächlich weniger Energie zu verbrauchen, also den Energieverbrauch reduzieren und bei gleichem Energieträger eine Verringerung der CO2-Emissionen erzielen (z. B. technische oder organisatori-sche Maßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Substitution&#039;&#039;&#039; bedeutet, emissionsarme Energieträger einzusetzen. Bei gleichem Energieverbrauch werden damit Energieträger genutzt, die weniger CO2-Emissionen verursachen (z. B. Kauf von Ökostrom).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompensation&#039;&#039;&#039; bedeutet, für selber verursachte CO2-Emissionen an anderer Stelle eine CO2-Senke zu schaffen (z. B. Kauf von Zertifikaten, Organisation eigener Projekte). Gesetzlich sanktionierte Beispiele hierfür finden sich im Immissionsschutzrecht (z. B. §§ 17 ff. BImSchG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===5. Hemmnisse und Treiber===&lt;br /&gt;
Ein nachhaltiges Energiemanagement ist eingebettet in die Organisation (Strukturen) und den praktischen Betrieb (operative Handlungsmöglichkeiten) der Hochschule. Auf diesen beiden Ebenen können strukturell folgende Hemmnisse und Treiber für die Umsetzung eines nachhaltigen Umgangs mit Energie identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hemmnisse&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ressourcenmangel&lt;br /&gt;
*fehlende personelle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende Sichtweise auf langfristigere Effekte und die Externalisierung der Kosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsprozess&lt;br /&gt;
*limitierte Zeit für Planungsaufgaben sowie Fehler während der Bauplanung&lt;br /&gt;
*mangelnde Kommunikation zwischen Nutzern, Planern, Betreibern und Bauherren&lt;br /&gt;
*unkoordinierte Inbetriebnahme von neu erstellten Gebäuden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgaben&lt;br /&gt;
*keine Verankerung im Leitbild der Hochschule&lt;br /&gt;
*kein Klimaschutzkonzept mit definierten, priorisierten Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäudebestand&lt;br /&gt;
*unzureichende Messarchitektur&lt;br /&gt;
*hoher Technisierungsgrad bei Neubauten&lt;br /&gt;
*kein strukturiertes Flächenmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschullogik&lt;br /&gt;
*starke Egoismen der Fachbereiche&lt;br /&gt;
*schwere Einflussnahme auf Verhalten von Mitarbeitenden und Studierenden&lt;br /&gt;
*häufig wechselnde Akteure in der Mitgliedschaft der Hochschule&lt;br /&gt;
*fehlende Absprachen der beteiligten Serviceeinheiten der Hochschulen&lt;br /&gt;
*unklare Grenzen zwischen Komfort und Freiheit von Forschung und Lehre&lt;br /&gt;
*Spannungsfeld zwischen dem Ziel Energieeinsparung und energieintensiver Forschung mit Großgeräten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Treiber (nicht zu verwechseln mit Maßnahmen)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesetze, Normen, Zertifikate&lt;br /&gt;
*konkrete gesetzliche Vorgaben (insbesondere EnEV bzw. das künftige GEG, EEG, KWKG)&lt;br /&gt;
*AMEV Technisches Monitoring 2017&lt;br /&gt;
*Betrachtung der Lebenszykluskosten von Gebäuden (BNB Zertifikate)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenz&lt;br /&gt;
*Vernetzung und Kompetenzerweiterung des Fachpersonals&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fördermittel&lt;br /&gt;
*Bereitstellung von Fördermitteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Fortschritte&lt;br /&gt;
*Digitalisierung im Gebäudemanagement&lt;br /&gt;
*Einsatz erneuerbarer Energien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerer Druck&lt;br /&gt;
*öffentliche Diskussion zum Klimaschutz&lt;br /&gt;
*Thematisierung in den Zielvereinbarungen und Hochschulentwicklungsplänen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===6. Maßnahmen zur Implementierung===&lt;br /&gt;
Für eine Implementierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz kann strukturell zwischen strategischen und operativen unterschieden werden. Hierbei sind die strategischen dadurch charakterisiert, dass sie „gute Rahmenbedingungen“ für die operativen schaffen. Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen benannt und Beispiele für „good practice“ angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====6.1. Strategisch====&lt;br /&gt;
=====6.1.1. Governancestrukturen schaffen=====&lt;br /&gt;
Governance kann verstanden werden als Aufgabe, die Prozesse für einen erfolgreichen Klimaschutz geordnet zu koordinieren. Für eine Governance, explizit auch zum Klimaschutz bzw. zur Energieeffizenz, kann für den Praxis-betrieb auf die Bereiche Politik, Profession, Organisation, Wissen und Öffentlichkeit aus dem Governance-Regler zurückgegriffen werden, der im Handlungsfeld Governance von HOCHN entwickelt wurde und in der Evaluation der Nachhaltigkeitskonzepte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt einem Praxistest unterzogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessi-schen Landesregierung. HIS-HE:Forum, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeitsgovernance an Hochschulen - BETA, Oktober 2018:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/2-handlungsfelder/01-governance.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Berlin: Nachhaltigkeitsrat.&lt;br /&gt;
Der Nachhaltigkeitsrat wurde im Jahr 2018 Gegründet und besteht aus gewählten Mitgliedern der TU Berlin sowie externen Teilnehmenden. Der Nachhaltigkeitsrat ist darüber hinaus ein offenes Gremium, in dem jede und jeder willkommen ist, der sich für die nachhaltige Entwicklung der TU Berlin interessiert und daran mitwirken möchte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltigkeitsrat.tu-berlin.de/menue/nachhaltigkeitsrat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Runder Tisch zur nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;
Der Runde Tisch „Nachhaltige Entwicklung der HNEE“ wurde 2010 als demokratisches, von allen Interessengrup-pen der Hochschule gemeinsam getragenes und gestaltetes Gremium von der heutigen Nachhaltigkeitsmanage-rin und der Koordinatorin für die familienfreundliche Hochschule ins Leben gerufen. Ziel ist eine gemeinsame, von allen Hochschulgruppen entwickelte, umfassende nachhaltige Entwicklung an der HNEE.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement-an-der-HNEE/Beteiligung-und-Mitmachen/Runder-Tisch-Nachhaltigkeit/Runder-Tisch-zur-nachhaltigen-HNEE-Entwicklung-E6093.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Nachhaltigkeitsleitlinien.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/uni/nachhaltige-hochschule/home/nachhaltigkeitsleitlinien/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Harz: Senatskommission &amp;quot;Nachhaltige Hochschule Harz&amp;quot;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-harz.de/nachhaltige_hs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FU Berlin: Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.2. Controllingkonzept umsetzen=====&lt;br /&gt;
Controlling meint, die Aktivitäten zur Energieeffizienz gezielt zu steuern. Das Controlling fußt damit auf einer quantitativen Grundlage. Dieses kann die zahlenmäßige und graphische Auswertung der monatlichen Ver-brauchsdaten (gebäudebezogen) sein, um Veränderungen erkennen zu können und um die Nutzer zu informieren und zu motivieren sowie die gezielte Beobachtung der den konkreten Maßnahmen zugeordneten Zähler. Um die Zielsetzung für das Controlling-Konzept zu erreichen (insb. die Wirksamkeitsmessung), sind folgende Strukturen als Rahmenbedingungen zu schaffen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übergabe der operativen Verantwortung an speziell ausgebildetes Fachpersonal (für Klimaschutz) mit zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
*Gründung eines Klimaschutzbeirats mit Kontroll- und Lenkungsfunktion (dieses kann der Umweltaus-schuss übernehmen).&lt;br /&gt;
*Durchführung regelmäßiger Audits zur Überprüfung des Projektfortschritts und Messbarkeit über ein Kennzahlsystem herstellen (als Elemente im Managementkreislauf: plan (Ziele, Verantwortungen, Res-sourcen festlegen), do (Durchführung gemäß Planung), check (Zielerreichung prüfen, Fehler erheben), act (Fehler analysieren, Lösungsmöglichkeiten finden und auswählen).&lt;br /&gt;
*Sicherung der Finanzierung (ggf. über einen Klimaschutz-Etat).&lt;br /&gt;
*Etablieren eines Berichtswesens, auch für die Hochschulleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Hochschulen haben aktuell eine Beteiligung an einem normierten Umweltmanagementsystem nach EMAS:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt: Beteiligung an EMASplus.&lt;br /&gt;
Als erste Universität in Deutschland hat die KU das Zertifikat „EMASplus“ erhalten. Grundlage dafür ist die Etablie-rung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagements, das Ökologie, Soziales und Ökonomie umfasst. Damit verpflichtet sich die Katholische Universität dazu, ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Wirkungen re-gelmäßig systematisch überprüfen zu lassen und kontinuierlich zu optimieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.ku.de/kommunikation/presse/pi/einzelansicht/article/ku-erhaelt-als-erste-universitaet-in-deutschland-das-zertifikat-emasplus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 79 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule RheinMain: Klimaschutzkonzept Hochschule RheinMain. Abschlussbericht, Juni 2018, S. 67 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-rm.de/fileadmin/Home/Hochschule/Veroeffentlichungen/Klimaschutz/20180815_Abschlussbericht_KlischKo_HSRM_final.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzkonzept der HNE Eberswalde.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/_obj/67605A07-D2ED-4886-8A7C-BEB532B8044E/outline/Klimaschutzkonzept_HNEE.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaschutzkonzept der Universität Kiel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaschutzkonzept&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Klimaschutzbericht der Hochschule Osnabrück.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/wie-die-hochschule-osnabrueck-ihren-co2-fussabdruck-um-fast-70-prozent-verkleinert-hat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.3. Klimaneutralität formulieren=====&lt;br /&gt;
Klimaneutralität beinhaltet, für einen selbstgesteckten Rahmen (z. B. Gebäudebetrieb, Mobilität, Konsum) die klimarelevanten Emissionen zu beziffern, sie zu minimieren oder substituieren und verbleibende Emissionen auch zu kompensieren. Die Zielsetzung, als Hochschule klimaneutral zu werden, wird auf ein Datum bezogen, z.B. auf das Jahr 2035. Die Zeitspanne bis zur Klimaneutralität und die bis dahin noch emittierten Tonnen CO2 müssen aus den Zielsetzungen zur Eingrenzung der Erderwärmung abgeleitet werden. Die Formulierung einer Klimaneutrali-tät ist somit immer Angelegenheit der Hochschule als Ganzes, also der Hochschulleitung. Formulierte Klimaneut-ralität ist auch ein Aspekt von Governance und hochschulöffentlich. Klimaneutralität ist für Hochschulen realisier-bar, dieses hat eine Studie von HIS-HE belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Müller, J., Person, R.-D. (2019): Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus. Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung. HIS-HE:Medium, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golüke, H.: Ökostrom beziehen ist gut - reicht aber nicht! In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen, Nr. 1 ,2019, S. 18 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Die Leuphana Universität Lüneburg hat sich 2007 das Ziel der Klimaneutralität gesetzt und dieses im Jahr 2014 erreicht. Dabei konnten 50 Prozent Primärenergie und 30 Prozent Endenergie eingespart werden. Grundlage der Erreichung der Klimaneutralität ist der effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen in allen Teilbereichen der Universität. Die Themenfelder sind Energieeffizienz, Einsatz regenerativer Energien, Förderung einer klimascho-nenden Mobilität und der nachhaltigen Beschaffung, die in vielen Einzelmaßnahmen sukzessive implementiert und optimiert wurden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
www.leuphana.de/klimaneutral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Düsseldorf: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Hochschule Düsseldorf hat am 19.11.2019 Klimaschutz-Leitlinien beschlossen und dabei die CO2-Klimaneutralität bis 2030 als konkretes Klimaschutz-Ziel festgelegt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-duesseldorf.de/personen/salvagno/klimaschutz?showarrows=1&amp;amp;sid=maysmcrsi1wnydumut54ns5v&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement/Nachhaltige-Hochschule/Klimaneutralitt/Klimaneutralitt-K6435.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaneutrale-universitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Trier, Umweltcampus Birkenfeld: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochschule-trier.de/hochschule/hochschulportraet/drei-campus/umwelt-campus-birkenfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pv-magazine.de/2020/06/09/htw-berlin-bekommt-zwei-photovoltaik-anlagen-mit-zusammen-280-kilowatt-leistung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freie Universität Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2019/fup_19_398-klimanotstand/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.4. Energieflüsse abbilden=====&lt;br /&gt;
Um überhaupt den Umgang mit Energie zum Thema zu machen, ist ein Messsystem erforderlich, welches die Verbräuche erfasst und die Energieflüsse durch die Hochschule abbildet (siehe Abbildung 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nachhaltiges Energiemanagement.png|500px|thumb|Abbildung 1: Potentielle Energieeinflüsse durch die Hochschule (Grafik von HIS-HE: CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür ist eine Messarchitektur erforderlich, die die Hochschule angemessen abbildet und eine routinemäßige Auslesung und Auswertung der Daten ermöglicht. Dieses ist erforderlich, um die Effekte von initiierten Maßnah-men zu erkennen und steuern zu können. Im Umkehrschluss bedeutet das, nur das zu messen, was auch für die Steuerung des Energiemanagements relevant ist. Steuerung benötigt ein Controlling-Konzept. Das Controlling-Konzept stellt einen Kreislauf dar, in dem die durch die Klimaschutzaktivitäten (ggf. Klimaschutzkonzept) definier-ten Maßnahmen zur Umsetzung geführt werden. Durch die ständige Evaluierung und zielgerichtete Anpassung der Maßnahmen wird eine erfolgreiche Umsetzung, im Sinne einer Steuerung, sichergestellt. Diese Steuerung bezieht sich auf das regelmäßige Ermitteln, Vereinbaren, Umsetzen, (Erfolgs-)Messen und ggf. Nachjustieren von Maßnahmen. Dieses ist mehr als reiner (quantitativer) Soll-Ist-Vergleich; denn das Vorgehen schließt eine (quali-tative) Bewertung mit ein. Gerade hierfür sind Ressourcen erforderlich, die insbesondere auf der personellen Ebene das entsprechende Fachwissen garantieren und auf der Sachebene für eine adäquate Verwaltung und Ablage der notwendigen Daten sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: 10 Jahre CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1 (2019). Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 9 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ketelhön, U.: Erarbeitung eines Musterkonzeptes sowie standortbezogener Einzelkonzepte für die Helmholtz-Gemeinschaft. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2017, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092077&amp;amp;hash=0086d0e250079e732f6057fdd4cbaa32680b6f8f&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_02-2017_DRUCK.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V.: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 48 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.5. Budgetierungssystem einführen=====&lt;br /&gt;
Budgetierung bedeutet, die Kosten für den Energieverbrauch den Akteuren oder Organisationseinheiten zuord-nen zu können und diese durch spezifische Modelle daran zu beteiligen. Die Motivlagen, Budgetierungssysteme einzuführen und die Bandbreite der Modelle sind vielschichtig. Sie reichen von freiwilligen Systemen, die aus-schließlich mit Bonuszahlungen arbeiten, bis hin zu hochschulweit verbindlich eingeführten Systemen, in denen die Energiekosten aus den dezentralen Budgets zu begleichen sind. Eine Herausforderung stellt oftmals die Bemes-sung der Budgets dar, aus denen die Einheiten ihre Energiekosten begleichen sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V. (2014): Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS-HE: Mitteilungsblatt, Nr. 4, S. 1 f. https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-4.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit Anreizen zu mehr Klimaschutz: Das Prämiensystem zur Energieeinsparung an der Freien Universität Berlin. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wöhning, C.: Projekt „Entwickeln und Setzen von Anreizsystemen“. In: Magazin für Hochschulentwicklung. The-men-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 12&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.: Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 4, 2014, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092324&amp;amp;hash=cc4bf20988a0950ad784ab9f1b6249f584d3e32d&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-1.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Berlin: Prämiensystem.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Freien Universität Berlin hat Anfang 2007 ein so genanntes Prämiensystem eingeführt, um organisatorische und verhaltensbezogene Einsparpotentiale zu realisieren. Über das Prämienmodell erhalten die Fachbereiche direkte finanzielle Anreize.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/handlungsfelder/campus/energie_klimaschutz/praemiensystem/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Freiburg: Dezentrale Monetäre Anreize zur Energieeinsparung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Anreizmodell der Universität Freiburg will Verhaltensänderungen bei den Gebäudenutzern und minimal in-vestive technische Maßnahmen kombinieren. Dabei wird den Einrichtungen anteilig die Kosten, die gegenüber einer Referenz eingespart wurden, gutgeschrieben. Ein Malus-System, dass ggf. Mehrverbrauch sanktioniert, existiert nicht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltige.uni-freiburg.de/klimaschutz/dezmon-2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Energiekostenbudgetierung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/energiesparen/energiekostenbudgetierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goethe-Universität Frankfurt: Energieeinspardialog.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail/hessen-entwickeln-und-setzen-von-anreizsystemen-zur-energieeinsparung-an-hessischen-hochschulen&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5988</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Energiemanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5988"/>
		<updated>2020-11-25T21:08:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: /* 6.1.4. Energieflüsse abbilden */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Nachhaltiges Energiemanagement, nachhaltiger Umgang mit Energie ==&lt;br /&gt;
===1. Betroffener Personenkreis===&lt;br /&gt;
Der Beitrag richtet sich an das Fachpersonal im technischen Gebäudemanagement, welches auf der operativen Ebene mit der Bereitstellung von Energie sowie dem Management der Energienutzung betraut ist. Darüber hin-aus werden strukturelle Hinweise gegeben, die für das Leitungspersonal relevant sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2. Relevanz===&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Gebäudemanagements besteht darin, optimale Bedingungen für die Kernaufgaben der Hoch-schulen zu schaffen. Hierzu zählt auch das Bereitstellen von und der Umgang mit Energie. Vor diesem Hintergrund bewegt sich dieses Handlungsfeld immer in einem besonderen Spannungsfeld, wenn auch ein effizienter, mög-lichst sparsamer Einsatz von Energie erfolgen soll, um CO2 und Kosten einzusparen. Potentielle Zielkonflikte zwi-schen dem Anspruch, bestmögliche Voraussetzungen für Forschung und Lehre zu schaffen und gleichzeitig Ener-gie effizient einzusetzen, sind der Organisation Hochschule immanent.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind gesetzliche Vorgaben (siehe unten) und Kostenaspekte (insb. steigende Energiekosten) Rah-menbedingungen, die dem Thema Energieeinsatz eine Relevanz geben. Die zentrale Facette scheint allerdings der stetig zunehmende öffentliche, gesellschaftliche Druck zum aktiven Klimaschutz zu sein, der insbesondere von Hochschulen und den Mitgliedern ausgeht und sehr stark von den wissenschaftlichen Erkenntnissen und konkre-ten Zielvorgaben gestützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3. Gesetzliche Grundlagen===&lt;br /&gt;
Gesetzliche Vorgaben existieren, um Gebäude nach hohem Energieeffizienzstandard zu errichten bzw. zu sanieren und den energieeffizienten Betrieb bereits in der Phase des Planens zu berücksichtigen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesetzliche Rahmen für bauliche Maßnahmen wurde bisher durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmG) verbindlich festgelegt. Mit dem geplanten Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) &amp;lt;ref&amp;gt;Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz - GEG), Entwurfsstand: 03.07.2020 (nach Zustimmung im Bundesrat).&amp;lt;/ref&amp;gt; ab November 2020 werden die bisherigen Regelungen aus EnEG, EnEV und EEWärmeG in einem Gesetz zusammengefasst. Grundlage der bisherigen nationalen Regelungen sind die Richtlinien der EU, insbesondere als Basis für die o. g. gesetzlichen Regelungen die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen ergeben sich Anforderungen aus den gesetzlichen Regelungen im Rahmen von EnEG, EnEV, EEWärmeG bzw. zukünftig GEG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sanierungs- und Neubaumaßnahmen: Baubezogene Regelungen, Energieausweise für Gebäude, Standards für „Niedrigstenergie-Gebäude“&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
* Betrieb von Gebäuden und technischen Anlagen: Energetische Inspektion (Klimaanlagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der GEG-Einführung sind zunächst keine Verschärfungen der bisherigen Regelungen der EnEV vorgesehen. Eine Überprüfung dieser Standards ist erst für das Jahr 2023 vorgesehen. Neu sind dagegen eine Innovationsklausel und der so genannte Quartiersansatz. Zunächst befristet bis Ende 2023 sind damit Möglichkeiten zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen anstelle des Primärenergieeinsatzes sowie eine gemeinsame Berücksichtigung von Gebäuden an einem zusammenhängenden Standort möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Regelungen aus den EU-Richtlinien werden erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt. Das „Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität“ (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) – kurz: GEIG – gehört dazu und bezieht die in 2018 aktualisierten Regelungen der EU-Gebäuderichtlinie von 2010 ein.  Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat dazu den Gesetzentwurf ausgearbeitet, der für Baumaßnahmen (Neubau und umfassende Sanierungen) ab dem 11. März 2021 relevant werden soll. Bei Nicht-Wohngebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen muss demnach mindestens jeder fünfte Stellplatz entsprechend ausgerüstet und mindestens ein Ladepunkt errichtet werden. Ab 2025 muss jedes (bestehende) nicht zum Wohnen genutzte Gebäude mit mehr als zwanzig Stellplätzen mit mindestens einem Ladepunkt ausgestattet werden &amp;lt;ref&amp;gt;Entwurf eines Gesetzes zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz – GEIG), Stand: 04.03.2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind weitere gesetzliche Regelungen, die im Zusammenhang mit dem Bezug und der Nutzung von Energie stehen für die Hochschulen von Bedeutung. Beispielhaft genannt werden hier &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Service/Gesetzeskarte/gesetzeskarte.html&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das insbesondere die Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien festlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), das die Förderungen für hocheffizienter KWK-Anlagen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das die Rahmenbedingungen für eine „sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Gas“ festlegt und insbesondere für Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze im Rahmen der Versorgung Dritter von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stromsteuergesetz (StromStG), das die Besteuerung von Strom sowie auch die Ermäßigung oder die Befreiung von der Steuer unter bestimmten Voraussetzungen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Treibhausgas-Emissionshandels-Gesetz (TEHG), auf dessen Grundlage der Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen in einem EU-weiten Emissionshandelssystem basiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) zur Regelung der Voraussetzungen für die Einführung und den Betrieb eines Anlagenregisters für Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Grubengas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der übergeordneten Ebene der EU ist weiterhin der „Klima- und energiepolitische Rahmen“ mit den  EU-weiten Zielvorgaben und politischen Zielen für den Zeitraum 2021 bis 2030 zu benennen, an dem sich die nationale Gesetzgebung orientieren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen von Bedeutung dürfte die Herausstellung der „Vorbildfunktion der öffentlichen Hand“ wie aktuell in § 4 des GEG bzw. § 1a EEWärmeG und EnEG § 2a (Niedrigstenergiegebäude) sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: Noch Kundenanlage oder schon Netz? BGH-Urteil liefert konkrete Hinweise, aber keine allgemeingültige Lösung. In: HIS:Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2020, S.3&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091621&amp;amp;hash=ad71f51ce9852bb0df44a036090d20859fd000cc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2020-02_Energierecht.pdf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===4. Ziele===&lt;br /&gt;
Für einen nachhaltigen Umgang mit Energie können sich Hochschulen, insbesondere wenn die CO2-Emissionen ein zentraler Indikator sein sollen, bei der Zielsetzung an drei wesentlichen Handlungsfeldern orientieren; diese lauten: Minimieren, substituieren und kompensieren von CO2-Emissionen. Wesentlich dabei ist die Prämisse: Minimierung vor Substitution vor Kompensation.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Minimierung&#039;&#039;&#039; bedeutet, tatsächlich weniger Energie zu verbrauchen, also den Energieverbrauch reduzieren und bei gleichem Energieträger eine Verringerung der CO2-Emissionen erzielen (z. B. technische oder organisatori-sche Maßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Substitution&#039;&#039;&#039; bedeutet, emissionsarme Energieträger einzusetzen. Bei gleichem Energieverbrauch werden damit Energieträger genutzt, die weniger CO2-Emissionen verursachen (z. B. Kauf von Ökostrom).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompensation&#039;&#039;&#039; bedeutet, für selber verursachte CO2-Emissionen an anderer Stelle eine CO2-Senke zu schaffen (z. B. Kauf von Zertifikaten, Organisation eigener Projekte). Gesetzlich sanktionierte Beispiele hierfür finden sich im Immissionsschutzrecht (z. B. §§ 17 ff. BImSchG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===5. Hemmnisse und Treiber===&lt;br /&gt;
Ein nachhaltiges Energiemanagement ist eingebettet in die Organisation (Strukturen) und den praktischen Betrieb (operative Handlungsmöglichkeiten) der Hochschule. Auf diesen beiden Ebenen können strukturell folgende Hemmnisse und Treiber für die Umsetzung eines nachhaltigen Umgangs mit Energie identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hemmnisse&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ressourcenmangel&lt;br /&gt;
*fehlende personelle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende Sichtweise auf langfristigere Effekte und die Externalisierung der Kosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsprozess&lt;br /&gt;
*limitierte Zeit für Planungsaufgaben sowie Fehler während der Bauplanung&lt;br /&gt;
*mangelnde Kommunikation zwischen Nutzern, Planern, Betreibern und Bauherren&lt;br /&gt;
*unkoordinierte Inbetriebnahme von neu erstellten Gebäuden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgaben&lt;br /&gt;
*keine Verankerung im Leitbild der Hochschule&lt;br /&gt;
*kein Klimaschutzkonzept mit definierten, priorisierten Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäudebestand&lt;br /&gt;
*unzureichende Messarchitektur&lt;br /&gt;
*hoher Technisierungsgrad bei Neubauten&lt;br /&gt;
*kein strukturiertes Flächenmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschullogik&lt;br /&gt;
*starke Egoismen der Fachbereiche&lt;br /&gt;
*schwere Einflussnahme auf Verhalten von Mitarbeitenden und Studierenden&lt;br /&gt;
*häufig wechselnde Akteure in der Mitgliedschaft der Hochschule&lt;br /&gt;
*fehlende Absprachen der beteiligten Serviceeinheiten der Hochschulen&lt;br /&gt;
*unklare Grenzen zwischen Komfort und Freiheit von Forschung und Lehre&lt;br /&gt;
*Spannungsfeld zwischen dem Ziel Energieeinsparung und energieintensiver Forschung mit Großgeräten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Treiber (nicht zu verwechseln mit Maßnahmen)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesetze, Normen, Zertifikate&lt;br /&gt;
*konkrete gesetzliche Vorgaben (insbesondere EnEV bzw. das künftige GEG, EEG, KWKG)&lt;br /&gt;
*AMEV Technisches Monitoring 2017&lt;br /&gt;
*Betrachtung der Lebenszykluskosten von Gebäuden (BNB Zertifikate)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenz&lt;br /&gt;
*Vernetzung und Kompetenzerweiterung des Fachpersonals&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fördermittel&lt;br /&gt;
*Bereitstellung von Fördermitteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Fortschritte&lt;br /&gt;
*Digitalisierung im Gebäudemanagement&lt;br /&gt;
*Einsatz erneuerbarer Energien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerer Druck&lt;br /&gt;
*öffentliche Diskussion zum Klimaschutz&lt;br /&gt;
*Thematisierung in den Zielvereinbarungen und Hochschulentwicklungsplänen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===6. Maßnahmen zur Implementierung===&lt;br /&gt;
Für eine Implementierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz kann strukturell zwischen strategischen und operativen unterschieden werden. Hierbei sind die strategischen dadurch charakterisiert, dass sie „gute Rahmenbedingungen“ für die operativen schaffen. Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen benannt und Beispiele für „good practice“ angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====6.1. Strategisch====&lt;br /&gt;
=====6.1.1. Governancestrukturen schaffen=====&lt;br /&gt;
Governance kann verstanden werden als Aufgabe, die Prozesse für einen erfolgreichen Klimaschutz geordnet zu koordinieren. Für eine Governance, explizit auch zum Klimaschutz bzw. zur Energieeffizenz, kann für den Praxis-betrieb auf die Bereiche Politik, Profession, Organisation, Wissen und Öffentlichkeit aus dem Governance-Regler zurückgegriffen werden, der im Handlungsfeld Governance von HOCHN entwickelt wurde und in der Evaluation der Nachhaltigkeitskonzepte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt einem Praxistest unterzogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessi-schen Landesregierung. HIS-HE:Forum, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeitsgovernance an Hochschulen - BETA, Oktober 2018:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/2-handlungsfelder/01-governance.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Berlin: Nachhaltigkeitsrat.&lt;br /&gt;
Der Nachhaltigkeitsrat wurde im Jahr 2018 Gegründet und besteht aus gewählten Mitgliedern der TU Berlin sowie externen Teilnehmenden. Der Nachhaltigkeitsrat ist darüber hinaus ein offenes Gremium, in dem jede und jeder willkommen ist, der sich für die nachhaltige Entwicklung der TU Berlin interessiert und daran mitwirken möchte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltigkeitsrat.tu-berlin.de/menue/nachhaltigkeitsrat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Runder Tisch zur nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;
Der Runde Tisch „Nachhaltige Entwicklung der HNEE“ wurde 2010 als demokratisches, von allen Interessengrup-pen der Hochschule gemeinsam getragenes und gestaltetes Gremium von der heutigen Nachhaltigkeitsmanage-rin und der Koordinatorin für die familienfreundliche Hochschule ins Leben gerufen. Ziel ist eine gemeinsame, von allen Hochschulgruppen entwickelte, umfassende nachhaltige Entwicklung an der HNEE.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement-an-der-HNEE/Beteiligung-und-Mitmachen/Runder-Tisch-Nachhaltigkeit/Runder-Tisch-zur-nachhaltigen-HNEE-Entwicklung-E6093.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Nachhaltigkeitsleitlinien.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/uni/nachhaltige-hochschule/home/nachhaltigkeitsleitlinien/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Harz: Senatskommission &amp;quot;Nachhaltige Hochschule Harz&amp;quot;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-harz.de/nachhaltige_hs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FU Berlin: Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.2. Controllingkonzept umsetzen=====&lt;br /&gt;
Controlling meint, die Aktivitäten zur Energieeffizienz gezielt zu steuern. Das Controlling fußt damit auf einer quantitativen Grundlage. Dieses kann die zahlenmäßige und graphische Auswertung der monatlichen Ver-brauchsdaten (gebäudebezogen) sein, um Veränderungen erkennen zu können und um die Nutzer zu informieren und zu motivieren sowie die gezielte Beobachtung der den konkreten Maßnahmen zugeordneten Zähler. Um die Zielsetzung für das Controlling-Konzept zu erreichen (insb. die Wirksamkeitsmessung), sind folgende Strukturen als Rahmenbedingungen zu schaffen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übergabe der operativen Verantwortung an speziell ausgebildetes Fachpersonal (für Klimaschutz) mit zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
*Gründung eines Klimaschutzbeirats mit Kontroll- und Lenkungsfunktion (dieses kann der Umweltaus-schuss übernehmen).&lt;br /&gt;
*Durchführung regelmäßiger Audits zur Überprüfung des Projektfortschritts und Messbarkeit über ein Kennzahlsystem herstellen (als Elemente im Managementkreislauf: plan (Ziele, Verantwortungen, Res-sourcen festlegen), do (Durchführung gemäß Planung), check (Zielerreichung prüfen, Fehler erheben), act (Fehler analysieren, Lösungsmöglichkeiten finden und auswählen).&lt;br /&gt;
*Sicherung der Finanzierung (ggf. über einen Klimaschutz-Etat).&lt;br /&gt;
*Etablieren eines Berichtswesens, auch für die Hochschulleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Hochschulen haben aktuell eine Beteiligung an einem normierten Umweltmanagementsystem nach EMAS:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt: Beteiligung an EMASplus.&lt;br /&gt;
Als erste Universität in Deutschland hat die KU das Zertifikat „EMASplus“ erhalten. Grundlage dafür ist die Etablie-rung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagements, das Ökologie, Soziales und Ökonomie umfasst. Damit verpflichtet sich die Katholische Universität dazu, ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Wirkungen re-gelmäßig systematisch überprüfen zu lassen und kontinuierlich zu optimieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.ku.de/kommunikation/presse/pi/einzelansicht/article/ku-erhaelt-als-erste-universitaet-in-deutschland-das-zertifikat-emasplus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 79 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule RheinMain: Klimaschutzkonzept Hochschule RheinMain. Abschlussbericht, Juni 2018, S. 67 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-rm.de/fileadmin/Home/Hochschule/Veroeffentlichungen/Klimaschutz/20180815_Abschlussbericht_KlischKo_HSRM_final.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzkonzept der HNE Eberswalde.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/_obj/67605A07-D2ED-4886-8A7C-BEB532B8044E/outline/Klimaschutzkonzept_HNEE.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaschutzkonzept der Universität Kiel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaschutzkonzept&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Klimaschutzbericht der Hochschule Osnabrück.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/wie-die-hochschule-osnabrueck-ihren-co2-fussabdruck-um-fast-70-prozent-verkleinert-hat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.3. Klimaneutralität formulieren=====&lt;br /&gt;
Klimaneutralität beinhaltet, für einen selbstgesteckten Rahmen (z. B. Gebäudebetrieb, Mobilität, Konsum) die klimarelevanten Emissionen zu beziffern, sie zu minimieren oder substituieren und verbleibende Emissionen auch zu kompensieren. Die Zielsetzung, als Hochschule klimaneutral zu werden, wird auf ein Datum bezogen, z.B. auf das Jahr 2035. Die Zeitspanne bis zur Klimaneutralität und die bis dahin noch emittierten Tonnen CO2 müssen aus den Zielsetzungen zur Eingrenzung der Erderwärmung abgeleitet werden. Die Formulierung einer Klimaneutrali-tät ist somit immer Angelegenheit der Hochschule als Ganzes, also der Hochschulleitung. Formulierte Klimaneut-ralität ist auch ein Aspekt von Governance und hochschulöffentlich. Klimaneutralität ist für Hochschulen realisier-bar, dieses hat eine Studie von HIS-HE belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J., Person, R.-D. (2019): Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus. Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung. HIS-HE:Medium, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golüke, H.: Ökostrom beziehen ist gut - reicht aber nicht! In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen, Nr. 1 ,2019, S. 18 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Die Leuphana Universität Lüneburg hat sich 2007 das Ziel der Klimaneutralität gesetzt und dieses im Jahr 2014 erreicht. Dabei konnten 50 Prozent Primärenergie und 30 Prozent Endenergie eingespart werden. Grundlage der Erreichung der Klimaneutralität ist der effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen in allen Teilbereichen der Universität. Die Themenfelder sind Energieeffizienz, Einsatz regenerativer Energien, Förderung einer klimascho-nenden Mobilität und der nachhaltigen Beschaffung, die in vielen Einzelmaßnahmen sukzessive implementiert und optimiert wurden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
www.leuphana.de/klimaneutral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Düsseldorf: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Hochschule Düsseldorf hat am 19.11.2019 Klimaschutz-Leitlinien beschlossen und dabei die CO2-Klimaneutralität bis 2030 als konkretes Klimaschutz-Ziel festgelegt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-duesseldorf.de/personen/salvagno/klimaschutz?showarrows=1&amp;amp;sid=maysmcrsi1wnydumut54ns5v&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement/Nachhaltige-Hochschule/Klimaneutralitt/Klimaneutralitt-K6435.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaneutrale-universitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Trier, Umweltcampus Birkenfeld: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochschule-trier.de/hochschule/hochschulportraet/drei-campus/umwelt-campus-birkenfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pv-magazine.de/2020/06/09/htw-berlin-bekommt-zwei-photovoltaik-anlagen-mit-zusammen-280-kilowatt-leistung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freie Universität Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2019/fup_19_398-klimanotstand/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.4. Energieflüsse abbilden=====&lt;br /&gt;
Um überhaupt den Umgang mit Energie zum Thema zu machen, ist ein Messsystem erforderlich, welches die Verbräuche erfasst und die Energieflüsse durch die Hochschule abbildet (siehe Abbildung 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nachhaltiges Energiemanagement.png|500px|thumb|Abbildung 1: Potentielle Energieeinflüsse durch die Hochschule (Grafik von HIS-HE: CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür ist eine Messarchitektur erforderlich, die die Hochschule angemessen abbildet und eine routinemäßige Auslesung und Auswertung der Daten ermöglicht. Dieses ist erforderlich, um die Effekte von initiierten Maßnah-men zu erkennen und steuern zu können. Im Umkehrschluss bedeutet das, nur das zu messen, was auch für die Steuerung des Energiemanagements relevant ist. Steuerung benötigt ein Controlling-Konzept. Das Controlling-Konzept stellt einen Kreislauf dar, in dem die durch die Klimaschutzaktivitäten (ggf. Klimaschutzkonzept) definier-ten Maßnahmen zur Umsetzung geführt werden. Durch die ständige Evaluierung und zielgerichtete Anpassung der Maßnahmen wird eine erfolgreiche Umsetzung, im Sinne einer Steuerung, sichergestellt. Diese Steuerung bezieht sich auf das regelmäßige Ermitteln, Vereinbaren, Umsetzen, (Erfolgs-)Messen und ggf. Nachjustieren von Maßnahmen. Dieses ist mehr als reiner (quantitativer) Soll-Ist-Vergleich; denn das Vorgehen schließt eine (quali-tative) Bewertung mit ein. Gerade hierfür sind Ressourcen erforderlich, die insbesondere auf der personellen Ebene das entsprechende Fachwissen garantieren und auf der Sachebene für eine adäquate Verwaltung und Ablage der notwendigen Daten sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: 10 Jahre CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1 (2019). Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 9 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ketelhön, U.: Erarbeitung eines Musterkonzeptes sowie standortbezogener Einzelkonzepte für die Helmholtz-Gemeinschaft. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2017, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092077&amp;amp;hash=0086d0e250079e732f6057fdd4cbaa32680b6f8f&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_02-2017_DRUCK.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V.: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 48 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.5. Budgetierungssystem einführen=====&lt;br /&gt;
Budgetierung bedeutet, die Kosten für den Energieverbrauch den Akteuren oder Organisationseinheiten zuord-nen zu können und diese durch spezifische Modelle daran zu beteiligen. Die Motivlagen, Budgetierungssysteme einzuführen und die Bandbreite der Modelle sind vielschichtig. Sie reichen von freiwilligen Systemen, die aus-schließlich mit Bonuszahlungen arbeiten, bis hin zu hochschulweit verbindlich eingeführten Systemen, in denen die Energiekosten aus den dezentralen Budgets zu begleichen sind. Eine Herausforderung stellt oftmals die Bemes-sung der Budgets dar, aus denen die Einheiten ihre Energiekosten begleichen sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V. (2014): Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS-HE: Mitteilungsblatt, Nr. 4, S. 1 f. https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-4.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit Anreizen zu mehr Klimaschutz: Das Prämiensystem zur Energieeinsparung an der Freien Universität Berlin. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wöhning, C.: Projekt „Entwickeln und Setzen von Anreizsystemen“. In: Magazin für Hochschulentwicklung. The-men-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 12&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.: Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 4, 2014, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092324&amp;amp;hash=cc4bf20988a0950ad784ab9f1b6249f584d3e32d&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-1.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Berlin: Prämiensystem.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Freien Universität Berlin hat Anfang 2007 ein so genanntes Prämiensystem eingeführt, um organisatorische und verhaltensbezogene Einsparpotentiale zu realisieren. Über das Prämienmodell erhalten die Fachbereiche direkte finanzielle Anreize.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/handlungsfelder/campus/energie_klimaschutz/praemiensystem/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Freiburg: Dezentrale Monetäre Anreize zur Energieeinsparung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Anreizmodell der Universität Freiburg will Verhaltensänderungen bei den Gebäudenutzern und minimal in-vestive technische Maßnahmen kombinieren. Dabei wird den Einrichtungen anteilig die Kosten, die gegenüber einer Referenz eingespart wurden, gutgeschrieben. Ein Malus-System, dass ggf. Mehrverbrauch sanktioniert, existiert nicht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltige.uni-freiburg.de/klimaschutz/dezmon-2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Energiekostenbudgetierung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/energiesparen/energiekostenbudgetierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goethe-Universität Frankfurt: Energieeinspardialog.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail/hessen-entwickeln-und-setzen-von-anreizsystemen-zur-energieeinsparung-an-hessischen-hochschulen&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5987</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Energiemanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5987"/>
		<updated>2020-11-25T21:08:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: /* 6.1.5. Budgetierungssystem einführen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Nachhaltiges Energiemanagement, nachhaltiger Umgang mit Energie ==&lt;br /&gt;
===1. Betroffener Personenkreis===&lt;br /&gt;
Der Beitrag richtet sich an das Fachpersonal im technischen Gebäudemanagement, welches auf der operativen Ebene mit der Bereitstellung von Energie sowie dem Management der Energienutzung betraut ist. Darüber hin-aus werden strukturelle Hinweise gegeben, die für das Leitungspersonal relevant sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2. Relevanz===&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Gebäudemanagements besteht darin, optimale Bedingungen für die Kernaufgaben der Hoch-schulen zu schaffen. Hierzu zählt auch das Bereitstellen von und der Umgang mit Energie. Vor diesem Hintergrund bewegt sich dieses Handlungsfeld immer in einem besonderen Spannungsfeld, wenn auch ein effizienter, mög-lichst sparsamer Einsatz von Energie erfolgen soll, um CO2 und Kosten einzusparen. Potentielle Zielkonflikte zwi-schen dem Anspruch, bestmögliche Voraussetzungen für Forschung und Lehre zu schaffen und gleichzeitig Ener-gie effizient einzusetzen, sind der Organisation Hochschule immanent.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind gesetzliche Vorgaben (siehe unten) und Kostenaspekte (insb. steigende Energiekosten) Rah-menbedingungen, die dem Thema Energieeinsatz eine Relevanz geben. Die zentrale Facette scheint allerdings der stetig zunehmende öffentliche, gesellschaftliche Druck zum aktiven Klimaschutz zu sein, der insbesondere von Hochschulen und den Mitgliedern ausgeht und sehr stark von den wissenschaftlichen Erkenntnissen und konkre-ten Zielvorgaben gestützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3. Gesetzliche Grundlagen===&lt;br /&gt;
Gesetzliche Vorgaben existieren, um Gebäude nach hohem Energieeffizienzstandard zu errichten bzw. zu sanieren und den energieeffizienten Betrieb bereits in der Phase des Planens zu berücksichtigen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesetzliche Rahmen für bauliche Maßnahmen wurde bisher durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmG) verbindlich festgelegt. Mit dem geplanten Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) &amp;lt;ref&amp;gt;Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz - GEG), Entwurfsstand: 03.07.2020 (nach Zustimmung im Bundesrat).&amp;lt;/ref&amp;gt; ab November 2020 werden die bisherigen Regelungen aus EnEG, EnEV und EEWärmeG in einem Gesetz zusammengefasst. Grundlage der bisherigen nationalen Regelungen sind die Richtlinien der EU, insbesondere als Basis für die o. g. gesetzlichen Regelungen die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen ergeben sich Anforderungen aus den gesetzlichen Regelungen im Rahmen von EnEG, EnEV, EEWärmeG bzw. zukünftig GEG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sanierungs- und Neubaumaßnahmen: Baubezogene Regelungen, Energieausweise für Gebäude, Standards für „Niedrigstenergie-Gebäude“&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
* Betrieb von Gebäuden und technischen Anlagen: Energetische Inspektion (Klimaanlagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der GEG-Einführung sind zunächst keine Verschärfungen der bisherigen Regelungen der EnEV vorgesehen. Eine Überprüfung dieser Standards ist erst für das Jahr 2023 vorgesehen. Neu sind dagegen eine Innovationsklausel und der so genannte Quartiersansatz. Zunächst befristet bis Ende 2023 sind damit Möglichkeiten zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen anstelle des Primärenergieeinsatzes sowie eine gemeinsame Berücksichtigung von Gebäuden an einem zusammenhängenden Standort möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Regelungen aus den EU-Richtlinien werden erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt. Das „Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität“ (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) – kurz: GEIG – gehört dazu und bezieht die in 2018 aktualisierten Regelungen der EU-Gebäuderichtlinie von 2010 ein.  Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat dazu den Gesetzentwurf ausgearbeitet, der für Baumaßnahmen (Neubau und umfassende Sanierungen) ab dem 11. März 2021 relevant werden soll. Bei Nicht-Wohngebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen muss demnach mindestens jeder fünfte Stellplatz entsprechend ausgerüstet und mindestens ein Ladepunkt errichtet werden. Ab 2025 muss jedes (bestehende) nicht zum Wohnen genutzte Gebäude mit mehr als zwanzig Stellplätzen mit mindestens einem Ladepunkt ausgestattet werden &amp;lt;ref&amp;gt;Entwurf eines Gesetzes zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz – GEIG), Stand: 04.03.2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind weitere gesetzliche Regelungen, die im Zusammenhang mit dem Bezug und der Nutzung von Energie stehen für die Hochschulen von Bedeutung. Beispielhaft genannt werden hier &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Service/Gesetzeskarte/gesetzeskarte.html&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das insbesondere die Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien festlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), das die Förderungen für hocheffizienter KWK-Anlagen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das die Rahmenbedingungen für eine „sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Gas“ festlegt und insbesondere für Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze im Rahmen der Versorgung Dritter von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stromsteuergesetz (StromStG), das die Besteuerung von Strom sowie auch die Ermäßigung oder die Befreiung von der Steuer unter bestimmten Voraussetzungen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Treibhausgas-Emissionshandels-Gesetz (TEHG), auf dessen Grundlage der Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen in einem EU-weiten Emissionshandelssystem basiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) zur Regelung der Voraussetzungen für die Einführung und den Betrieb eines Anlagenregisters für Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Grubengas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der übergeordneten Ebene der EU ist weiterhin der „Klima- und energiepolitische Rahmen“ mit den  EU-weiten Zielvorgaben und politischen Zielen für den Zeitraum 2021 bis 2030 zu benennen, an dem sich die nationale Gesetzgebung orientieren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen von Bedeutung dürfte die Herausstellung der „Vorbildfunktion der öffentlichen Hand“ wie aktuell in § 4 des GEG bzw. § 1a EEWärmeG und EnEG § 2a (Niedrigstenergiegebäude) sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: Noch Kundenanlage oder schon Netz? BGH-Urteil liefert konkrete Hinweise, aber keine allgemeingültige Lösung. In: HIS:Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2020, S.3&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091621&amp;amp;hash=ad71f51ce9852bb0df44a036090d20859fd000cc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2020-02_Energierecht.pdf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===4. Ziele===&lt;br /&gt;
Für einen nachhaltigen Umgang mit Energie können sich Hochschulen, insbesondere wenn die CO2-Emissionen ein zentraler Indikator sein sollen, bei der Zielsetzung an drei wesentlichen Handlungsfeldern orientieren; diese lauten: Minimieren, substituieren und kompensieren von CO2-Emissionen. Wesentlich dabei ist die Prämisse: Minimierung vor Substitution vor Kompensation.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Minimierung&#039;&#039;&#039; bedeutet, tatsächlich weniger Energie zu verbrauchen, also den Energieverbrauch reduzieren und bei gleichem Energieträger eine Verringerung der CO2-Emissionen erzielen (z. B. technische oder organisatori-sche Maßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Substitution&#039;&#039;&#039; bedeutet, emissionsarme Energieträger einzusetzen. Bei gleichem Energieverbrauch werden damit Energieträger genutzt, die weniger CO2-Emissionen verursachen (z. B. Kauf von Ökostrom).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompensation&#039;&#039;&#039; bedeutet, für selber verursachte CO2-Emissionen an anderer Stelle eine CO2-Senke zu schaffen (z. B. Kauf von Zertifikaten, Organisation eigener Projekte). Gesetzlich sanktionierte Beispiele hierfür finden sich im Immissionsschutzrecht (z. B. §§ 17 ff. BImSchG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===5. Hemmnisse und Treiber===&lt;br /&gt;
Ein nachhaltiges Energiemanagement ist eingebettet in die Organisation (Strukturen) und den praktischen Betrieb (operative Handlungsmöglichkeiten) der Hochschule. Auf diesen beiden Ebenen können strukturell folgende Hemmnisse und Treiber für die Umsetzung eines nachhaltigen Umgangs mit Energie identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hemmnisse&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ressourcenmangel&lt;br /&gt;
*fehlende personelle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende Sichtweise auf langfristigere Effekte und die Externalisierung der Kosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsprozess&lt;br /&gt;
*limitierte Zeit für Planungsaufgaben sowie Fehler während der Bauplanung&lt;br /&gt;
*mangelnde Kommunikation zwischen Nutzern, Planern, Betreibern und Bauherren&lt;br /&gt;
*unkoordinierte Inbetriebnahme von neu erstellten Gebäuden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgaben&lt;br /&gt;
*keine Verankerung im Leitbild der Hochschule&lt;br /&gt;
*kein Klimaschutzkonzept mit definierten, priorisierten Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäudebestand&lt;br /&gt;
*unzureichende Messarchitektur&lt;br /&gt;
*hoher Technisierungsgrad bei Neubauten&lt;br /&gt;
*kein strukturiertes Flächenmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschullogik&lt;br /&gt;
*starke Egoismen der Fachbereiche&lt;br /&gt;
*schwere Einflussnahme auf Verhalten von Mitarbeitenden und Studierenden&lt;br /&gt;
*häufig wechselnde Akteure in der Mitgliedschaft der Hochschule&lt;br /&gt;
*fehlende Absprachen der beteiligten Serviceeinheiten der Hochschulen&lt;br /&gt;
*unklare Grenzen zwischen Komfort und Freiheit von Forschung und Lehre&lt;br /&gt;
*Spannungsfeld zwischen dem Ziel Energieeinsparung und energieintensiver Forschung mit Großgeräten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Treiber (nicht zu verwechseln mit Maßnahmen)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesetze, Normen, Zertifikate&lt;br /&gt;
*konkrete gesetzliche Vorgaben (insbesondere EnEV bzw. das künftige GEG, EEG, KWKG)&lt;br /&gt;
*AMEV Technisches Monitoring 2017&lt;br /&gt;
*Betrachtung der Lebenszykluskosten von Gebäuden (BNB Zertifikate)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenz&lt;br /&gt;
*Vernetzung und Kompetenzerweiterung des Fachpersonals&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fördermittel&lt;br /&gt;
*Bereitstellung von Fördermitteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Fortschritte&lt;br /&gt;
*Digitalisierung im Gebäudemanagement&lt;br /&gt;
*Einsatz erneuerbarer Energien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerer Druck&lt;br /&gt;
*öffentliche Diskussion zum Klimaschutz&lt;br /&gt;
*Thematisierung in den Zielvereinbarungen und Hochschulentwicklungsplänen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===6. Maßnahmen zur Implementierung===&lt;br /&gt;
Für eine Implementierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz kann strukturell zwischen strategischen und operativen unterschieden werden. Hierbei sind die strategischen dadurch charakterisiert, dass sie „gute Rahmenbedingungen“ für die operativen schaffen. Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen benannt und Beispiele für „good practice“ angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====6.1. Strategisch====&lt;br /&gt;
=====6.1.1. Governancestrukturen schaffen=====&lt;br /&gt;
Governance kann verstanden werden als Aufgabe, die Prozesse für einen erfolgreichen Klimaschutz geordnet zu koordinieren. Für eine Governance, explizit auch zum Klimaschutz bzw. zur Energieeffizenz, kann für den Praxis-betrieb auf die Bereiche Politik, Profession, Organisation, Wissen und Öffentlichkeit aus dem Governance-Regler zurückgegriffen werden, der im Handlungsfeld Governance von HOCHN entwickelt wurde und in der Evaluation der Nachhaltigkeitskonzepte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt einem Praxistest unterzogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessi-schen Landesregierung. HIS-HE:Forum, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeitsgovernance an Hochschulen - BETA, Oktober 2018:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/2-handlungsfelder/01-governance.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Berlin: Nachhaltigkeitsrat.&lt;br /&gt;
Der Nachhaltigkeitsrat wurde im Jahr 2018 Gegründet und besteht aus gewählten Mitgliedern der TU Berlin sowie externen Teilnehmenden. Der Nachhaltigkeitsrat ist darüber hinaus ein offenes Gremium, in dem jede und jeder willkommen ist, der sich für die nachhaltige Entwicklung der TU Berlin interessiert und daran mitwirken möchte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltigkeitsrat.tu-berlin.de/menue/nachhaltigkeitsrat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Runder Tisch zur nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;
Der Runde Tisch „Nachhaltige Entwicklung der HNEE“ wurde 2010 als demokratisches, von allen Interessengrup-pen der Hochschule gemeinsam getragenes und gestaltetes Gremium von der heutigen Nachhaltigkeitsmanage-rin und der Koordinatorin für die familienfreundliche Hochschule ins Leben gerufen. Ziel ist eine gemeinsame, von allen Hochschulgruppen entwickelte, umfassende nachhaltige Entwicklung an der HNEE.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement-an-der-HNEE/Beteiligung-und-Mitmachen/Runder-Tisch-Nachhaltigkeit/Runder-Tisch-zur-nachhaltigen-HNEE-Entwicklung-E6093.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Nachhaltigkeitsleitlinien.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/uni/nachhaltige-hochschule/home/nachhaltigkeitsleitlinien/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Harz: Senatskommission &amp;quot;Nachhaltige Hochschule Harz&amp;quot;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-harz.de/nachhaltige_hs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FU Berlin: Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.2. Controllingkonzept umsetzen=====&lt;br /&gt;
Controlling meint, die Aktivitäten zur Energieeffizienz gezielt zu steuern. Das Controlling fußt damit auf einer quantitativen Grundlage. Dieses kann die zahlenmäßige und graphische Auswertung der monatlichen Ver-brauchsdaten (gebäudebezogen) sein, um Veränderungen erkennen zu können und um die Nutzer zu informieren und zu motivieren sowie die gezielte Beobachtung der den konkreten Maßnahmen zugeordneten Zähler. Um die Zielsetzung für das Controlling-Konzept zu erreichen (insb. die Wirksamkeitsmessung), sind folgende Strukturen als Rahmenbedingungen zu schaffen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übergabe der operativen Verantwortung an speziell ausgebildetes Fachpersonal (für Klimaschutz) mit zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
*Gründung eines Klimaschutzbeirats mit Kontroll- und Lenkungsfunktion (dieses kann der Umweltaus-schuss übernehmen).&lt;br /&gt;
*Durchführung regelmäßiger Audits zur Überprüfung des Projektfortschritts und Messbarkeit über ein Kennzahlsystem herstellen (als Elemente im Managementkreislauf: plan (Ziele, Verantwortungen, Res-sourcen festlegen), do (Durchführung gemäß Planung), check (Zielerreichung prüfen, Fehler erheben), act (Fehler analysieren, Lösungsmöglichkeiten finden und auswählen).&lt;br /&gt;
*Sicherung der Finanzierung (ggf. über einen Klimaschutz-Etat).&lt;br /&gt;
*Etablieren eines Berichtswesens, auch für die Hochschulleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Hochschulen haben aktuell eine Beteiligung an einem normierten Umweltmanagementsystem nach EMAS:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt: Beteiligung an EMASplus.&lt;br /&gt;
Als erste Universität in Deutschland hat die KU das Zertifikat „EMASplus“ erhalten. Grundlage dafür ist die Etablie-rung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagements, das Ökologie, Soziales und Ökonomie umfasst. Damit verpflichtet sich die Katholische Universität dazu, ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Wirkungen re-gelmäßig systematisch überprüfen zu lassen und kontinuierlich zu optimieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.ku.de/kommunikation/presse/pi/einzelansicht/article/ku-erhaelt-als-erste-universitaet-in-deutschland-das-zertifikat-emasplus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 79 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule RheinMain: Klimaschutzkonzept Hochschule RheinMain. Abschlussbericht, Juni 2018, S. 67 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-rm.de/fileadmin/Home/Hochschule/Veroeffentlichungen/Klimaschutz/20180815_Abschlussbericht_KlischKo_HSRM_final.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzkonzept der HNE Eberswalde.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/_obj/67605A07-D2ED-4886-8A7C-BEB532B8044E/outline/Klimaschutzkonzept_HNEE.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaschutzkonzept der Universität Kiel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaschutzkonzept&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Klimaschutzbericht der Hochschule Osnabrück.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/wie-die-hochschule-osnabrueck-ihren-co2-fussabdruck-um-fast-70-prozent-verkleinert-hat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.3. Klimaneutralität formulieren=====&lt;br /&gt;
Klimaneutralität beinhaltet, für einen selbstgesteckten Rahmen (z. B. Gebäudebetrieb, Mobilität, Konsum) die klimarelevanten Emissionen zu beziffern, sie zu minimieren oder substituieren und verbleibende Emissionen auch zu kompensieren. Die Zielsetzung, als Hochschule klimaneutral zu werden, wird auf ein Datum bezogen, z.B. auf das Jahr 2035. Die Zeitspanne bis zur Klimaneutralität und die bis dahin noch emittierten Tonnen CO2 müssen aus den Zielsetzungen zur Eingrenzung der Erderwärmung abgeleitet werden. Die Formulierung einer Klimaneutrali-tät ist somit immer Angelegenheit der Hochschule als Ganzes, also der Hochschulleitung. Formulierte Klimaneut-ralität ist auch ein Aspekt von Governance und hochschulöffentlich. Klimaneutralität ist für Hochschulen realisier-bar, dieses hat eine Studie von HIS-HE belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J., Person, R.-D. (2019): Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus. Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung. HIS-HE:Medium, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golüke, H.: Ökostrom beziehen ist gut - reicht aber nicht! In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen, Nr. 1 ,2019, S. 18 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Die Leuphana Universität Lüneburg hat sich 2007 das Ziel der Klimaneutralität gesetzt und dieses im Jahr 2014 erreicht. Dabei konnten 50 Prozent Primärenergie und 30 Prozent Endenergie eingespart werden. Grundlage der Erreichung der Klimaneutralität ist der effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen in allen Teilbereichen der Universität. Die Themenfelder sind Energieeffizienz, Einsatz regenerativer Energien, Förderung einer klimascho-nenden Mobilität und der nachhaltigen Beschaffung, die in vielen Einzelmaßnahmen sukzessive implementiert und optimiert wurden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
www.leuphana.de/klimaneutral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Düsseldorf: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Hochschule Düsseldorf hat am 19.11.2019 Klimaschutz-Leitlinien beschlossen und dabei die CO2-Klimaneutralität bis 2030 als konkretes Klimaschutz-Ziel festgelegt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-duesseldorf.de/personen/salvagno/klimaschutz?showarrows=1&amp;amp;sid=maysmcrsi1wnydumut54ns5v&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement/Nachhaltige-Hochschule/Klimaneutralitt/Klimaneutralitt-K6435.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaneutrale-universitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Trier, Umweltcampus Birkenfeld: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochschule-trier.de/hochschule/hochschulportraet/drei-campus/umwelt-campus-birkenfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pv-magazine.de/2020/06/09/htw-berlin-bekommt-zwei-photovoltaik-anlagen-mit-zusammen-280-kilowatt-leistung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freie Universität Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2019/fup_19_398-klimanotstand/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.4. Energieflüsse abbilden=====&lt;br /&gt;
Um überhaupt den Umgang mit Energie zum Thema zu machen, ist ein Messsystem erforderlich, welches die Verbräuche erfasst und die Energieflüsse durch die Hochschule abbildet (siehe Abbildung 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nachhaltiges Energiemanagement.png|500px|thumb|Abbildung 1: Potentielle Energieeinflüsse durch die Hochschule (Grafik von HIS-HE: CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür ist eine Messarchitektur erforderlich, die die Hochschule angemessen abbildet und eine routinemäßige Auslesung und Auswertung der Daten ermöglicht. Dieses ist erforderlich, um die Effekte von initiierten Maßnah-men zu erkennen und steuern zu können. Im Umkehrschluss bedeutet das, nur das zu messen, was auch für die Steuerung des Energiemanagements relevant ist. Steuerung benötigt ein Controlling-Konzept. Das Controlling-Konzept stellt einen Kreislauf dar, in dem die durch die Klimaschutzaktivitäten (ggf. Klimaschutzkonzept) definier-ten Maßnahmen zur Umsetzung geführt werden. Durch die ständige Evaluierung und zielgerichtete Anpassung der Maßnahmen wird eine erfolgreiche Umsetzung, im Sinne einer Steuerung, sichergestellt. Diese Steuerung bezieht sich auf das regelmäßige Ermitteln, Vereinbaren, Umsetzen, (Erfolgs-)Messen und ggf. Nachjustieren von Maßnahmen. Dieses ist mehr als reiner (quantitativer) Soll-Ist-Vergleich; denn das Vorgehen schließt eine (quali-tative) Bewertung mit ein. Gerade hierfür sind Ressourcen erforderlich, die insbesondere auf der personellen Ebene das entsprechende Fachwissen garantieren und auf der Sachebene für eine adäquate Verwaltung und Ablage der notwendigen Daten sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: 10 Jahre CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1 (2019). Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 9 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ketelhön, U.: Erarbeitung eines Musterkonzeptes sowie standortbezogener Einzelkonzepte für die Helmholtz-Gemeinschaft. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2017, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092077&amp;amp;hash=0086d0e250079e732f6057fdd4cbaa32680b6f8f&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_02-2017_DRUCK.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V.: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 48 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.5. Budgetierungssystem einführen=====&lt;br /&gt;
Budgetierung bedeutet, die Kosten für den Energieverbrauch den Akteuren oder Organisationseinheiten zuord-nen zu können und diese durch spezifische Modelle daran zu beteiligen. Die Motivlagen, Budgetierungssysteme einzuführen und die Bandbreite der Modelle sind vielschichtig. Sie reichen von freiwilligen Systemen, die aus-schließlich mit Bonuszahlungen arbeiten, bis hin zu hochschulweit verbindlich eingeführten Systemen, in denen die Energiekosten aus den dezentralen Budgets zu begleichen sind. Eine Herausforderung stellt oftmals die Bemes-sung der Budgets dar, aus denen die Einheiten ihre Energiekosten begleichen sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V. (2014): Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS-HE: Mitteilungsblatt, Nr. 4, S. 1 f. https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-4.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit Anreizen zu mehr Klimaschutz: Das Prämiensystem zur Energieeinsparung an der Freien Universität Berlin. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wöhning, C.: Projekt „Entwickeln und Setzen von Anreizsystemen“. In: Magazin für Hochschulentwicklung. The-men-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 12&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.: Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 4, 2014, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092324&amp;amp;hash=cc4bf20988a0950ad784ab9f1b6249f584d3e32d&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-1.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Universität Berlin: Prämiensystem.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Freien Universität Berlin hat Anfang 2007 ein so genanntes Prämiensystem eingeführt, um organisatorische und verhaltensbezogene Einsparpotentiale zu realisieren. Über das Prämienmodell erhalten die Fachbereiche direkte finanzielle Anreize.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/handlungsfelder/campus/energie_klimaschutz/praemiensystem/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Freiburg: Dezentrale Monetäre Anreize zur Energieeinsparung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Anreizmodell der Universität Freiburg will Verhaltensänderungen bei den Gebäudenutzern und minimal in-vestive technische Maßnahmen kombinieren. Dabei wird den Einrichtungen anteilig die Kosten, die gegenüber einer Referenz eingespart wurden, gutgeschrieben. Ein Malus-System, dass ggf. Mehrverbrauch sanktioniert, existiert nicht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltige.uni-freiburg.de/klimaschutz/dezmon-2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Energiekostenbudgetierung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/energiesparen/energiekostenbudgetierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goethe-Universität Frankfurt: Energieeinspardialog.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail/hessen-entwickeln-und-setzen-von-anreizsystemen-zur-energieeinsparung-an-hessischen-hochschulen&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5986</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Energiemanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5986"/>
		<updated>2020-11-25T21:07:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: /* 6.1.5. Budgetierungssystem einführen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Nachhaltiges Energiemanagement, nachhaltiger Umgang mit Energie ==&lt;br /&gt;
===1. Betroffener Personenkreis===&lt;br /&gt;
Der Beitrag richtet sich an das Fachpersonal im technischen Gebäudemanagement, welches auf der operativen Ebene mit der Bereitstellung von Energie sowie dem Management der Energienutzung betraut ist. Darüber hin-aus werden strukturelle Hinweise gegeben, die für das Leitungspersonal relevant sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2. Relevanz===&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Gebäudemanagements besteht darin, optimale Bedingungen für die Kernaufgaben der Hoch-schulen zu schaffen. Hierzu zählt auch das Bereitstellen von und der Umgang mit Energie. Vor diesem Hintergrund bewegt sich dieses Handlungsfeld immer in einem besonderen Spannungsfeld, wenn auch ein effizienter, mög-lichst sparsamer Einsatz von Energie erfolgen soll, um CO2 und Kosten einzusparen. Potentielle Zielkonflikte zwi-schen dem Anspruch, bestmögliche Voraussetzungen für Forschung und Lehre zu schaffen und gleichzeitig Ener-gie effizient einzusetzen, sind der Organisation Hochschule immanent.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind gesetzliche Vorgaben (siehe unten) und Kostenaspekte (insb. steigende Energiekosten) Rah-menbedingungen, die dem Thema Energieeinsatz eine Relevanz geben. Die zentrale Facette scheint allerdings der stetig zunehmende öffentliche, gesellschaftliche Druck zum aktiven Klimaschutz zu sein, der insbesondere von Hochschulen und den Mitgliedern ausgeht und sehr stark von den wissenschaftlichen Erkenntnissen und konkre-ten Zielvorgaben gestützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3. Gesetzliche Grundlagen===&lt;br /&gt;
Gesetzliche Vorgaben existieren, um Gebäude nach hohem Energieeffizienzstandard zu errichten bzw. zu sanieren und den energieeffizienten Betrieb bereits in der Phase des Planens zu berücksichtigen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesetzliche Rahmen für bauliche Maßnahmen wurde bisher durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmG) verbindlich festgelegt. Mit dem geplanten Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) &amp;lt;ref&amp;gt;Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz - GEG), Entwurfsstand: 03.07.2020 (nach Zustimmung im Bundesrat).&amp;lt;/ref&amp;gt; ab November 2020 werden die bisherigen Regelungen aus EnEG, EnEV und EEWärmeG in einem Gesetz zusammengefasst. Grundlage der bisherigen nationalen Regelungen sind die Richtlinien der EU, insbesondere als Basis für die o. g. gesetzlichen Regelungen die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen ergeben sich Anforderungen aus den gesetzlichen Regelungen im Rahmen von EnEG, EnEV, EEWärmeG bzw. zukünftig GEG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sanierungs- und Neubaumaßnahmen: Baubezogene Regelungen, Energieausweise für Gebäude, Standards für „Niedrigstenergie-Gebäude“&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
* Betrieb von Gebäuden und technischen Anlagen: Energetische Inspektion (Klimaanlagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der GEG-Einführung sind zunächst keine Verschärfungen der bisherigen Regelungen der EnEV vorgesehen. Eine Überprüfung dieser Standards ist erst für das Jahr 2023 vorgesehen. Neu sind dagegen eine Innovationsklausel und der so genannte Quartiersansatz. Zunächst befristet bis Ende 2023 sind damit Möglichkeiten zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen anstelle des Primärenergieeinsatzes sowie eine gemeinsame Berücksichtigung von Gebäuden an einem zusammenhängenden Standort möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Regelungen aus den EU-Richtlinien werden erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt. Das „Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität“ (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) – kurz: GEIG – gehört dazu und bezieht die in 2018 aktualisierten Regelungen der EU-Gebäuderichtlinie von 2010 ein.  Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat dazu den Gesetzentwurf ausgearbeitet, der für Baumaßnahmen (Neubau und umfassende Sanierungen) ab dem 11. März 2021 relevant werden soll. Bei Nicht-Wohngebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen muss demnach mindestens jeder fünfte Stellplatz entsprechend ausgerüstet und mindestens ein Ladepunkt errichtet werden. Ab 2025 muss jedes (bestehende) nicht zum Wohnen genutzte Gebäude mit mehr als zwanzig Stellplätzen mit mindestens einem Ladepunkt ausgestattet werden &amp;lt;ref&amp;gt;Entwurf eines Gesetzes zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz – GEIG), Stand: 04.03.2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind weitere gesetzliche Regelungen, die im Zusammenhang mit dem Bezug und der Nutzung von Energie stehen für die Hochschulen von Bedeutung. Beispielhaft genannt werden hier &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Service/Gesetzeskarte/gesetzeskarte.html&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das insbesondere die Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien festlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), das die Förderungen für hocheffizienter KWK-Anlagen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das die Rahmenbedingungen für eine „sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Gas“ festlegt und insbesondere für Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze im Rahmen der Versorgung Dritter von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stromsteuergesetz (StromStG), das die Besteuerung von Strom sowie auch die Ermäßigung oder die Befreiung von der Steuer unter bestimmten Voraussetzungen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Treibhausgas-Emissionshandels-Gesetz (TEHG), auf dessen Grundlage der Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen in einem EU-weiten Emissionshandelssystem basiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) zur Regelung der Voraussetzungen für die Einführung und den Betrieb eines Anlagenregisters für Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Grubengas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der übergeordneten Ebene der EU ist weiterhin der „Klima- und energiepolitische Rahmen“ mit den  EU-weiten Zielvorgaben und politischen Zielen für den Zeitraum 2021 bis 2030 zu benennen, an dem sich die nationale Gesetzgebung orientieren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen von Bedeutung dürfte die Herausstellung der „Vorbildfunktion der öffentlichen Hand“ wie aktuell in § 4 des GEG bzw. § 1a EEWärmeG und EnEG § 2a (Niedrigstenergiegebäude) sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: Noch Kundenanlage oder schon Netz? BGH-Urteil liefert konkrete Hinweise, aber keine allgemeingültige Lösung. In: HIS:Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2020, S.3&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091621&amp;amp;hash=ad71f51ce9852bb0df44a036090d20859fd000cc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2020-02_Energierecht.pdf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===4. Ziele===&lt;br /&gt;
Für einen nachhaltigen Umgang mit Energie können sich Hochschulen, insbesondere wenn die CO2-Emissionen ein zentraler Indikator sein sollen, bei der Zielsetzung an drei wesentlichen Handlungsfeldern orientieren; diese lauten: Minimieren, substituieren und kompensieren von CO2-Emissionen. Wesentlich dabei ist die Prämisse: Minimierung vor Substitution vor Kompensation.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Minimierung&#039;&#039;&#039; bedeutet, tatsächlich weniger Energie zu verbrauchen, also den Energieverbrauch reduzieren und bei gleichem Energieträger eine Verringerung der CO2-Emissionen erzielen (z. B. technische oder organisatori-sche Maßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Substitution&#039;&#039;&#039; bedeutet, emissionsarme Energieträger einzusetzen. Bei gleichem Energieverbrauch werden damit Energieträger genutzt, die weniger CO2-Emissionen verursachen (z. B. Kauf von Ökostrom).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompensation&#039;&#039;&#039; bedeutet, für selber verursachte CO2-Emissionen an anderer Stelle eine CO2-Senke zu schaffen (z. B. Kauf von Zertifikaten, Organisation eigener Projekte). Gesetzlich sanktionierte Beispiele hierfür finden sich im Immissionsschutzrecht (z. B. §§ 17 ff. BImSchG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===5. Hemmnisse und Treiber===&lt;br /&gt;
Ein nachhaltiges Energiemanagement ist eingebettet in die Organisation (Strukturen) und den praktischen Betrieb (operative Handlungsmöglichkeiten) der Hochschule. Auf diesen beiden Ebenen können strukturell folgende Hemmnisse und Treiber für die Umsetzung eines nachhaltigen Umgangs mit Energie identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hemmnisse&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ressourcenmangel&lt;br /&gt;
*fehlende personelle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende Sichtweise auf langfristigere Effekte und die Externalisierung der Kosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsprozess&lt;br /&gt;
*limitierte Zeit für Planungsaufgaben sowie Fehler während der Bauplanung&lt;br /&gt;
*mangelnde Kommunikation zwischen Nutzern, Planern, Betreibern und Bauherren&lt;br /&gt;
*unkoordinierte Inbetriebnahme von neu erstellten Gebäuden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgaben&lt;br /&gt;
*keine Verankerung im Leitbild der Hochschule&lt;br /&gt;
*kein Klimaschutzkonzept mit definierten, priorisierten Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäudebestand&lt;br /&gt;
*unzureichende Messarchitektur&lt;br /&gt;
*hoher Technisierungsgrad bei Neubauten&lt;br /&gt;
*kein strukturiertes Flächenmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschullogik&lt;br /&gt;
*starke Egoismen der Fachbereiche&lt;br /&gt;
*schwere Einflussnahme auf Verhalten von Mitarbeitenden und Studierenden&lt;br /&gt;
*häufig wechselnde Akteure in der Mitgliedschaft der Hochschule&lt;br /&gt;
*fehlende Absprachen der beteiligten Serviceeinheiten der Hochschulen&lt;br /&gt;
*unklare Grenzen zwischen Komfort und Freiheit von Forschung und Lehre&lt;br /&gt;
*Spannungsfeld zwischen dem Ziel Energieeinsparung und energieintensiver Forschung mit Großgeräten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Treiber (nicht zu verwechseln mit Maßnahmen)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesetze, Normen, Zertifikate&lt;br /&gt;
*konkrete gesetzliche Vorgaben (insbesondere EnEV bzw. das künftige GEG, EEG, KWKG)&lt;br /&gt;
*AMEV Technisches Monitoring 2017&lt;br /&gt;
*Betrachtung der Lebenszykluskosten von Gebäuden (BNB Zertifikate)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenz&lt;br /&gt;
*Vernetzung und Kompetenzerweiterung des Fachpersonals&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fördermittel&lt;br /&gt;
*Bereitstellung von Fördermitteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Fortschritte&lt;br /&gt;
*Digitalisierung im Gebäudemanagement&lt;br /&gt;
*Einsatz erneuerbarer Energien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerer Druck&lt;br /&gt;
*öffentliche Diskussion zum Klimaschutz&lt;br /&gt;
*Thematisierung in den Zielvereinbarungen und Hochschulentwicklungsplänen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===6. Maßnahmen zur Implementierung===&lt;br /&gt;
Für eine Implementierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz kann strukturell zwischen strategischen und operativen unterschieden werden. Hierbei sind die strategischen dadurch charakterisiert, dass sie „gute Rahmenbedingungen“ für die operativen schaffen. Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen benannt und Beispiele für „good practice“ angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====6.1. Strategisch====&lt;br /&gt;
=====6.1.1. Governancestrukturen schaffen=====&lt;br /&gt;
Governance kann verstanden werden als Aufgabe, die Prozesse für einen erfolgreichen Klimaschutz geordnet zu koordinieren. Für eine Governance, explizit auch zum Klimaschutz bzw. zur Energieeffizenz, kann für den Praxis-betrieb auf die Bereiche Politik, Profession, Organisation, Wissen und Öffentlichkeit aus dem Governance-Regler zurückgegriffen werden, der im Handlungsfeld Governance von HOCHN entwickelt wurde und in der Evaluation der Nachhaltigkeitskonzepte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt einem Praxistest unterzogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessi-schen Landesregierung. HIS-HE:Forum, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeitsgovernance an Hochschulen - BETA, Oktober 2018:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/2-handlungsfelder/01-governance.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Berlin: Nachhaltigkeitsrat.&lt;br /&gt;
Der Nachhaltigkeitsrat wurde im Jahr 2018 Gegründet und besteht aus gewählten Mitgliedern der TU Berlin sowie externen Teilnehmenden. Der Nachhaltigkeitsrat ist darüber hinaus ein offenes Gremium, in dem jede und jeder willkommen ist, der sich für die nachhaltige Entwicklung der TU Berlin interessiert und daran mitwirken möchte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltigkeitsrat.tu-berlin.de/menue/nachhaltigkeitsrat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Runder Tisch zur nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;
Der Runde Tisch „Nachhaltige Entwicklung der HNEE“ wurde 2010 als demokratisches, von allen Interessengrup-pen der Hochschule gemeinsam getragenes und gestaltetes Gremium von der heutigen Nachhaltigkeitsmanage-rin und der Koordinatorin für die familienfreundliche Hochschule ins Leben gerufen. Ziel ist eine gemeinsame, von allen Hochschulgruppen entwickelte, umfassende nachhaltige Entwicklung an der HNEE.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement-an-der-HNEE/Beteiligung-und-Mitmachen/Runder-Tisch-Nachhaltigkeit/Runder-Tisch-zur-nachhaltigen-HNEE-Entwicklung-E6093.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Nachhaltigkeitsleitlinien.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/uni/nachhaltige-hochschule/home/nachhaltigkeitsleitlinien/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Harz: Senatskommission &amp;quot;Nachhaltige Hochschule Harz&amp;quot;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-harz.de/nachhaltige_hs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FU Berlin: Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.2. Controllingkonzept umsetzen=====&lt;br /&gt;
Controlling meint, die Aktivitäten zur Energieeffizienz gezielt zu steuern. Das Controlling fußt damit auf einer quantitativen Grundlage. Dieses kann die zahlenmäßige und graphische Auswertung der monatlichen Ver-brauchsdaten (gebäudebezogen) sein, um Veränderungen erkennen zu können und um die Nutzer zu informieren und zu motivieren sowie die gezielte Beobachtung der den konkreten Maßnahmen zugeordneten Zähler. Um die Zielsetzung für das Controlling-Konzept zu erreichen (insb. die Wirksamkeitsmessung), sind folgende Strukturen als Rahmenbedingungen zu schaffen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übergabe der operativen Verantwortung an speziell ausgebildetes Fachpersonal (für Klimaschutz) mit zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
*Gründung eines Klimaschutzbeirats mit Kontroll- und Lenkungsfunktion (dieses kann der Umweltaus-schuss übernehmen).&lt;br /&gt;
*Durchführung regelmäßiger Audits zur Überprüfung des Projektfortschritts und Messbarkeit über ein Kennzahlsystem herstellen (als Elemente im Managementkreislauf: plan (Ziele, Verantwortungen, Res-sourcen festlegen), do (Durchführung gemäß Planung), check (Zielerreichung prüfen, Fehler erheben), act (Fehler analysieren, Lösungsmöglichkeiten finden und auswählen).&lt;br /&gt;
*Sicherung der Finanzierung (ggf. über einen Klimaschutz-Etat).&lt;br /&gt;
*Etablieren eines Berichtswesens, auch für die Hochschulleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Hochschulen haben aktuell eine Beteiligung an einem normierten Umweltmanagementsystem nach EMAS:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt: Beteiligung an EMASplus.&lt;br /&gt;
Als erste Universität in Deutschland hat die KU das Zertifikat „EMASplus“ erhalten. Grundlage dafür ist die Etablie-rung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagements, das Ökologie, Soziales und Ökonomie umfasst. Damit verpflichtet sich die Katholische Universität dazu, ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Wirkungen re-gelmäßig systematisch überprüfen zu lassen und kontinuierlich zu optimieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.ku.de/kommunikation/presse/pi/einzelansicht/article/ku-erhaelt-als-erste-universitaet-in-deutschland-das-zertifikat-emasplus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 79 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule RheinMain: Klimaschutzkonzept Hochschule RheinMain. Abschlussbericht, Juni 2018, S. 67 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-rm.de/fileadmin/Home/Hochschule/Veroeffentlichungen/Klimaschutz/20180815_Abschlussbericht_KlischKo_HSRM_final.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzkonzept der HNE Eberswalde.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/_obj/67605A07-D2ED-4886-8A7C-BEB532B8044E/outline/Klimaschutzkonzept_HNEE.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaschutzkonzept der Universität Kiel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaschutzkonzept&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Klimaschutzbericht der Hochschule Osnabrück.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/wie-die-hochschule-osnabrueck-ihren-co2-fussabdruck-um-fast-70-prozent-verkleinert-hat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.3. Klimaneutralität formulieren=====&lt;br /&gt;
Klimaneutralität beinhaltet, für einen selbstgesteckten Rahmen (z. B. Gebäudebetrieb, Mobilität, Konsum) die klimarelevanten Emissionen zu beziffern, sie zu minimieren oder substituieren und verbleibende Emissionen auch zu kompensieren. Die Zielsetzung, als Hochschule klimaneutral zu werden, wird auf ein Datum bezogen, z.B. auf das Jahr 2035. Die Zeitspanne bis zur Klimaneutralität und die bis dahin noch emittierten Tonnen CO2 müssen aus den Zielsetzungen zur Eingrenzung der Erderwärmung abgeleitet werden. Die Formulierung einer Klimaneutrali-tät ist somit immer Angelegenheit der Hochschule als Ganzes, also der Hochschulleitung. Formulierte Klimaneut-ralität ist auch ein Aspekt von Governance und hochschulöffentlich. Klimaneutralität ist für Hochschulen realisier-bar, dieses hat eine Studie von HIS-HE belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J., Person, R.-D. (2019): Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus. Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung. HIS-HE:Medium, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golüke, H.: Ökostrom beziehen ist gut - reicht aber nicht! In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen, Nr. 1 ,2019, S. 18 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Die Leuphana Universität Lüneburg hat sich 2007 das Ziel der Klimaneutralität gesetzt und dieses im Jahr 2014 erreicht. Dabei konnten 50 Prozent Primärenergie und 30 Prozent Endenergie eingespart werden. Grundlage der Erreichung der Klimaneutralität ist der effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen in allen Teilbereichen der Universität. Die Themenfelder sind Energieeffizienz, Einsatz regenerativer Energien, Förderung einer klimascho-nenden Mobilität und der nachhaltigen Beschaffung, die in vielen Einzelmaßnahmen sukzessive implementiert und optimiert wurden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
www.leuphana.de/klimaneutral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Düsseldorf: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Hochschule Düsseldorf hat am 19.11.2019 Klimaschutz-Leitlinien beschlossen und dabei die CO2-Klimaneutralität bis 2030 als konkretes Klimaschutz-Ziel festgelegt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-duesseldorf.de/personen/salvagno/klimaschutz?showarrows=1&amp;amp;sid=maysmcrsi1wnydumut54ns5v&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement/Nachhaltige-Hochschule/Klimaneutralitt/Klimaneutralitt-K6435.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaneutrale-universitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Trier, Umweltcampus Birkenfeld: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochschule-trier.de/hochschule/hochschulportraet/drei-campus/umwelt-campus-birkenfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pv-magazine.de/2020/06/09/htw-berlin-bekommt-zwei-photovoltaik-anlagen-mit-zusammen-280-kilowatt-leistung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freie Universität Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2019/fup_19_398-klimanotstand/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.4. Energieflüsse abbilden=====&lt;br /&gt;
Um überhaupt den Umgang mit Energie zum Thema zu machen, ist ein Messsystem erforderlich, welches die Verbräuche erfasst und die Energieflüsse durch die Hochschule abbildet (siehe Abbildung 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nachhaltiges Energiemanagement.png|500px|thumb|Abbildung 1: Potentielle Energieeinflüsse durch die Hochschule (Grafik von HIS-HE: CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür ist eine Messarchitektur erforderlich, die die Hochschule angemessen abbildet und eine routinemäßige Auslesung und Auswertung der Daten ermöglicht. Dieses ist erforderlich, um die Effekte von initiierten Maßnah-men zu erkennen und steuern zu können. Im Umkehrschluss bedeutet das, nur das zu messen, was auch für die Steuerung des Energiemanagements relevant ist. Steuerung benötigt ein Controlling-Konzept. Das Controlling-Konzept stellt einen Kreislauf dar, in dem die durch die Klimaschutzaktivitäten (ggf. Klimaschutzkonzept) definier-ten Maßnahmen zur Umsetzung geführt werden. Durch die ständige Evaluierung und zielgerichtete Anpassung der Maßnahmen wird eine erfolgreiche Umsetzung, im Sinne einer Steuerung, sichergestellt. Diese Steuerung bezieht sich auf das regelmäßige Ermitteln, Vereinbaren, Umsetzen, (Erfolgs-)Messen und ggf. Nachjustieren von Maßnahmen. Dieses ist mehr als reiner (quantitativer) Soll-Ist-Vergleich; denn das Vorgehen schließt eine (quali-tative) Bewertung mit ein. Gerade hierfür sind Ressourcen erforderlich, die insbesondere auf der personellen Ebene das entsprechende Fachwissen garantieren und auf der Sachebene für eine adäquate Verwaltung und Ablage der notwendigen Daten sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: 10 Jahre CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1 (2019). Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 9 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ketelhön, U.: Erarbeitung eines Musterkonzeptes sowie standortbezogener Einzelkonzepte für die Helmholtz-Gemeinschaft. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2017, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092077&amp;amp;hash=0086d0e250079e732f6057fdd4cbaa32680b6f8f&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_02-2017_DRUCK.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V.: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 48 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.5. Budgetierungssystem einführen=====&lt;br /&gt;
Budgetierung bedeutet, die Kosten für den Energieverbrauch den Akteuren oder Organisationseinheiten zuord-nen zu können und diese durch spezifische Modelle daran zu beteiligen. Die Motivlagen, Budgetierungssysteme einzuführen und die Bandbreite der Modelle sind vielschichtig. Sie reichen von freiwilligen Systemen, die aus-schließlich mit Bonuszahlungen arbeiten, bis hin zu hochschulweit verbindlich eingeführten Systemen, in denen die Energiekosten aus den dezentralen Budgets zu begleichen sind. Eine Herausforderung stellt oftmals die Bemes-sung der Budgets dar, aus denen die Einheiten ihre Energiekosten begleichen sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V. (2014): Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS-HE: Mitteilungsblatt, Nr. 4, S. 1 f. https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-4.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Anreizen zu mehr Klimaschutz: Das Prämiensystem zur Energieeinsparung an der Freien Universität Berlin. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1, 2019, S. 22 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wöhning, C.: Projekt „Entwickeln und Setzen von Anreizsystemen“. In: Magazin für Hochschulentwicklung. The-men-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 12&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.: Energiekostenbudgetierung an der TU Braunschweig. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 4, 2014, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092324&amp;amp;hash=cc4bf20988a0950ad784ab9f1b6249f584d3e32d&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL14-1.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Berlin: Prämiensystem.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Freien Universität Berlin hat Anfang 2007 ein so genanntes Prämiensystem eingeführt, um organisatorische und verhaltensbezogene Einsparpotentiale zu realisieren. Über das Prämienmodell erhalten die Fachbereiche direkte finanzielle Anreize.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/handlungsfelder/campus/energie_klimaschutz/praemiensystem/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Freiburg: Dezentrale Monetäre Anreize zur Energieeinsparung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Anreizmodell der Universität Freiburg will Verhaltensänderungen bei den Gebäudenutzern und minimal in-vestive technische Maßnahmen kombinieren. Dabei wird den Einrichtungen anteilig die Kosten, die gegenüber einer Referenz eingespart wurden, gutgeschrieben. Ein Malus-System, dass ggf. Mehrverbrauch sanktioniert, existiert nicht.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltige.uni-freiburg.de/klimaschutz/dezmon-2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Braunschweig: Energiekostenbudgetierung.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.tu-braunschweig.de/energiesparen/energiekostenbudgetierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goethe-Universität Frankfurt: Energieeinspardialog.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/projekte/detail/hessen-entwickeln-und-setzen-von-anreizsystemen-zur-energieeinsparung-an-hessischen-hochschulen&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5985</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Energiemanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5985"/>
		<updated>2020-11-25T21:02:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: /* 6.1.4. Energieflüsse abbilden */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Nachhaltiges Energiemanagement, nachhaltiger Umgang mit Energie ==&lt;br /&gt;
===1. Betroffener Personenkreis===&lt;br /&gt;
Der Beitrag richtet sich an das Fachpersonal im technischen Gebäudemanagement, welches auf der operativen Ebene mit der Bereitstellung von Energie sowie dem Management der Energienutzung betraut ist. Darüber hin-aus werden strukturelle Hinweise gegeben, die für das Leitungspersonal relevant sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2. Relevanz===&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Gebäudemanagements besteht darin, optimale Bedingungen für die Kernaufgaben der Hoch-schulen zu schaffen. Hierzu zählt auch das Bereitstellen von und der Umgang mit Energie. Vor diesem Hintergrund bewegt sich dieses Handlungsfeld immer in einem besonderen Spannungsfeld, wenn auch ein effizienter, mög-lichst sparsamer Einsatz von Energie erfolgen soll, um CO2 und Kosten einzusparen. Potentielle Zielkonflikte zwi-schen dem Anspruch, bestmögliche Voraussetzungen für Forschung und Lehre zu schaffen und gleichzeitig Ener-gie effizient einzusetzen, sind der Organisation Hochschule immanent.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind gesetzliche Vorgaben (siehe unten) und Kostenaspekte (insb. steigende Energiekosten) Rah-menbedingungen, die dem Thema Energieeinsatz eine Relevanz geben. Die zentrale Facette scheint allerdings der stetig zunehmende öffentliche, gesellschaftliche Druck zum aktiven Klimaschutz zu sein, der insbesondere von Hochschulen und den Mitgliedern ausgeht und sehr stark von den wissenschaftlichen Erkenntnissen und konkre-ten Zielvorgaben gestützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3. Gesetzliche Grundlagen===&lt;br /&gt;
Gesetzliche Vorgaben existieren, um Gebäude nach hohem Energieeffizienzstandard zu errichten bzw. zu sanieren und den energieeffizienten Betrieb bereits in der Phase des Planens zu berücksichtigen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesetzliche Rahmen für bauliche Maßnahmen wurde bisher durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmG) verbindlich festgelegt. Mit dem geplanten Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) &amp;lt;ref&amp;gt;Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz - GEG), Entwurfsstand: 03.07.2020 (nach Zustimmung im Bundesrat).&amp;lt;/ref&amp;gt; ab November 2020 werden die bisherigen Regelungen aus EnEG, EnEV und EEWärmeG in einem Gesetz zusammengefasst. Grundlage der bisherigen nationalen Regelungen sind die Richtlinien der EU, insbesondere als Basis für die o. g. gesetzlichen Regelungen die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen ergeben sich Anforderungen aus den gesetzlichen Regelungen im Rahmen von EnEG, EnEV, EEWärmeG bzw. zukünftig GEG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sanierungs- und Neubaumaßnahmen: Baubezogene Regelungen, Energieausweise für Gebäude, Standards für „Niedrigstenergie-Gebäude“&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
* Betrieb von Gebäuden und technischen Anlagen: Energetische Inspektion (Klimaanlagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der GEG-Einführung sind zunächst keine Verschärfungen der bisherigen Regelungen der EnEV vorgesehen. Eine Überprüfung dieser Standards ist erst für das Jahr 2023 vorgesehen. Neu sind dagegen eine Innovationsklausel und der so genannte Quartiersansatz. Zunächst befristet bis Ende 2023 sind damit Möglichkeiten zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen anstelle des Primärenergieeinsatzes sowie eine gemeinsame Berücksichtigung von Gebäuden an einem zusammenhängenden Standort möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Regelungen aus den EU-Richtlinien werden erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt. Das „Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität“ (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) – kurz: GEIG – gehört dazu und bezieht die in 2018 aktualisierten Regelungen der EU-Gebäuderichtlinie von 2010 ein.  Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat dazu den Gesetzentwurf ausgearbeitet, der für Baumaßnahmen (Neubau und umfassende Sanierungen) ab dem 11. März 2021 relevant werden soll. Bei Nicht-Wohngebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen muss demnach mindestens jeder fünfte Stellplatz entsprechend ausgerüstet und mindestens ein Ladepunkt errichtet werden. Ab 2025 muss jedes (bestehende) nicht zum Wohnen genutzte Gebäude mit mehr als zwanzig Stellplätzen mit mindestens einem Ladepunkt ausgestattet werden &amp;lt;ref&amp;gt;Entwurf eines Gesetzes zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz – GEIG), Stand: 04.03.2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind weitere gesetzliche Regelungen, die im Zusammenhang mit dem Bezug und der Nutzung von Energie stehen für die Hochschulen von Bedeutung. Beispielhaft genannt werden hier &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Service/Gesetzeskarte/gesetzeskarte.html&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das insbesondere die Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien festlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), das die Förderungen für hocheffizienter KWK-Anlagen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das die Rahmenbedingungen für eine „sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Gas“ festlegt und insbesondere für Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze im Rahmen der Versorgung Dritter von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stromsteuergesetz (StromStG), das die Besteuerung von Strom sowie auch die Ermäßigung oder die Befreiung von der Steuer unter bestimmten Voraussetzungen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Treibhausgas-Emissionshandels-Gesetz (TEHG), auf dessen Grundlage der Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen in einem EU-weiten Emissionshandelssystem basiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) zur Regelung der Voraussetzungen für die Einführung und den Betrieb eines Anlagenregisters für Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Grubengas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der übergeordneten Ebene der EU ist weiterhin der „Klima- und energiepolitische Rahmen“ mit den  EU-weiten Zielvorgaben und politischen Zielen für den Zeitraum 2021 bis 2030 zu benennen, an dem sich die nationale Gesetzgebung orientieren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen von Bedeutung dürfte die Herausstellung der „Vorbildfunktion der öffentlichen Hand“ wie aktuell in § 4 des GEG bzw. § 1a EEWärmeG und EnEG § 2a (Niedrigstenergiegebäude) sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: Noch Kundenanlage oder schon Netz? BGH-Urteil liefert konkrete Hinweise, aber keine allgemeingültige Lösung. In: HIS:Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2020, S.3&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091621&amp;amp;hash=ad71f51ce9852bb0df44a036090d20859fd000cc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2020-02_Energierecht.pdf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===4. Ziele===&lt;br /&gt;
Für einen nachhaltigen Umgang mit Energie können sich Hochschulen, insbesondere wenn die CO2-Emissionen ein zentraler Indikator sein sollen, bei der Zielsetzung an drei wesentlichen Handlungsfeldern orientieren; diese lauten: Minimieren, substituieren und kompensieren von CO2-Emissionen. Wesentlich dabei ist die Prämisse: Minimierung vor Substitution vor Kompensation.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Minimierung&#039;&#039;&#039; bedeutet, tatsächlich weniger Energie zu verbrauchen, also den Energieverbrauch reduzieren und bei gleichem Energieträger eine Verringerung der CO2-Emissionen erzielen (z. B. technische oder organisatori-sche Maßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Substitution&#039;&#039;&#039; bedeutet, emissionsarme Energieträger einzusetzen. Bei gleichem Energieverbrauch werden damit Energieträger genutzt, die weniger CO2-Emissionen verursachen (z. B. Kauf von Ökostrom).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompensation&#039;&#039;&#039; bedeutet, für selber verursachte CO2-Emissionen an anderer Stelle eine CO2-Senke zu schaffen (z. B. Kauf von Zertifikaten, Organisation eigener Projekte). Gesetzlich sanktionierte Beispiele hierfür finden sich im Immissionsschutzrecht (z. B. §§ 17 ff. BImSchG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===5. Hemmnisse und Treiber===&lt;br /&gt;
Ein nachhaltiges Energiemanagement ist eingebettet in die Organisation (Strukturen) und den praktischen Betrieb (operative Handlungsmöglichkeiten) der Hochschule. Auf diesen beiden Ebenen können strukturell folgende Hemmnisse und Treiber für die Umsetzung eines nachhaltigen Umgangs mit Energie identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hemmnisse&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ressourcenmangel&lt;br /&gt;
*fehlende personelle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende Sichtweise auf langfristigere Effekte und die Externalisierung der Kosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsprozess&lt;br /&gt;
*limitierte Zeit für Planungsaufgaben sowie Fehler während der Bauplanung&lt;br /&gt;
*mangelnde Kommunikation zwischen Nutzern, Planern, Betreibern und Bauherren&lt;br /&gt;
*unkoordinierte Inbetriebnahme von neu erstellten Gebäuden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgaben&lt;br /&gt;
*keine Verankerung im Leitbild der Hochschule&lt;br /&gt;
*kein Klimaschutzkonzept mit definierten, priorisierten Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäudebestand&lt;br /&gt;
*unzureichende Messarchitektur&lt;br /&gt;
*hoher Technisierungsgrad bei Neubauten&lt;br /&gt;
*kein strukturiertes Flächenmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschullogik&lt;br /&gt;
*starke Egoismen der Fachbereiche&lt;br /&gt;
*schwere Einflussnahme auf Verhalten von Mitarbeitenden und Studierenden&lt;br /&gt;
*häufig wechselnde Akteure in der Mitgliedschaft der Hochschule&lt;br /&gt;
*fehlende Absprachen der beteiligten Serviceeinheiten der Hochschulen&lt;br /&gt;
*unklare Grenzen zwischen Komfort und Freiheit von Forschung und Lehre&lt;br /&gt;
*Spannungsfeld zwischen dem Ziel Energieeinsparung und energieintensiver Forschung mit Großgeräten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Treiber (nicht zu verwechseln mit Maßnahmen)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesetze, Normen, Zertifikate&lt;br /&gt;
*konkrete gesetzliche Vorgaben (insbesondere EnEV bzw. das künftige GEG, EEG, KWKG)&lt;br /&gt;
*AMEV Technisches Monitoring 2017&lt;br /&gt;
*Betrachtung der Lebenszykluskosten von Gebäuden (BNB Zertifikate)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenz&lt;br /&gt;
*Vernetzung und Kompetenzerweiterung des Fachpersonals&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fördermittel&lt;br /&gt;
*Bereitstellung von Fördermitteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Fortschritte&lt;br /&gt;
*Digitalisierung im Gebäudemanagement&lt;br /&gt;
*Einsatz erneuerbarer Energien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerer Druck&lt;br /&gt;
*öffentliche Diskussion zum Klimaschutz&lt;br /&gt;
*Thematisierung in den Zielvereinbarungen und Hochschulentwicklungsplänen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===6. Maßnahmen zur Implementierung===&lt;br /&gt;
Für eine Implementierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz kann strukturell zwischen strategischen und operativen unterschieden werden. Hierbei sind die strategischen dadurch charakterisiert, dass sie „gute Rahmenbedingungen“ für die operativen schaffen. Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen benannt und Beispiele für „good practice“ angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====6.1. Strategisch====&lt;br /&gt;
=====6.1.1. Governancestrukturen schaffen=====&lt;br /&gt;
Governance kann verstanden werden als Aufgabe, die Prozesse für einen erfolgreichen Klimaschutz geordnet zu koordinieren. Für eine Governance, explizit auch zum Klimaschutz bzw. zur Energieeffizenz, kann für den Praxis-betrieb auf die Bereiche Politik, Profession, Organisation, Wissen und Öffentlichkeit aus dem Governance-Regler zurückgegriffen werden, der im Handlungsfeld Governance von HOCHN entwickelt wurde und in der Evaluation der Nachhaltigkeitskonzepte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt einem Praxistest unterzogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessi-schen Landesregierung. HIS-HE:Forum, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeitsgovernance an Hochschulen - BETA, Oktober 2018:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/2-handlungsfelder/01-governance.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Berlin: Nachhaltigkeitsrat.&lt;br /&gt;
Der Nachhaltigkeitsrat wurde im Jahr 2018 Gegründet und besteht aus gewählten Mitgliedern der TU Berlin sowie externen Teilnehmenden. Der Nachhaltigkeitsrat ist darüber hinaus ein offenes Gremium, in dem jede und jeder willkommen ist, der sich für die nachhaltige Entwicklung der TU Berlin interessiert und daran mitwirken möchte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltigkeitsrat.tu-berlin.de/menue/nachhaltigkeitsrat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Runder Tisch zur nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;
Der Runde Tisch „Nachhaltige Entwicklung der HNEE“ wurde 2010 als demokratisches, von allen Interessengrup-pen der Hochschule gemeinsam getragenes und gestaltetes Gremium von der heutigen Nachhaltigkeitsmanage-rin und der Koordinatorin für die familienfreundliche Hochschule ins Leben gerufen. Ziel ist eine gemeinsame, von allen Hochschulgruppen entwickelte, umfassende nachhaltige Entwicklung an der HNEE.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement-an-der-HNEE/Beteiligung-und-Mitmachen/Runder-Tisch-Nachhaltigkeit/Runder-Tisch-zur-nachhaltigen-HNEE-Entwicklung-E6093.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Nachhaltigkeitsleitlinien.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/uni/nachhaltige-hochschule/home/nachhaltigkeitsleitlinien/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Harz: Senatskommission &amp;quot;Nachhaltige Hochschule Harz&amp;quot;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-harz.de/nachhaltige_hs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FU Berlin: Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.2. Controllingkonzept umsetzen=====&lt;br /&gt;
Controlling meint, die Aktivitäten zur Energieeffizienz gezielt zu steuern. Das Controlling fußt damit auf einer quantitativen Grundlage. Dieses kann die zahlenmäßige und graphische Auswertung der monatlichen Ver-brauchsdaten (gebäudebezogen) sein, um Veränderungen erkennen zu können und um die Nutzer zu informieren und zu motivieren sowie die gezielte Beobachtung der den konkreten Maßnahmen zugeordneten Zähler. Um die Zielsetzung für das Controlling-Konzept zu erreichen (insb. die Wirksamkeitsmessung), sind folgende Strukturen als Rahmenbedingungen zu schaffen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übergabe der operativen Verantwortung an speziell ausgebildetes Fachpersonal (für Klimaschutz) mit zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
*Gründung eines Klimaschutzbeirats mit Kontroll- und Lenkungsfunktion (dieses kann der Umweltaus-schuss übernehmen).&lt;br /&gt;
*Durchführung regelmäßiger Audits zur Überprüfung des Projektfortschritts und Messbarkeit über ein Kennzahlsystem herstellen (als Elemente im Managementkreislauf: plan (Ziele, Verantwortungen, Res-sourcen festlegen), do (Durchführung gemäß Planung), check (Zielerreichung prüfen, Fehler erheben), act (Fehler analysieren, Lösungsmöglichkeiten finden und auswählen).&lt;br /&gt;
*Sicherung der Finanzierung (ggf. über einen Klimaschutz-Etat).&lt;br /&gt;
*Etablieren eines Berichtswesens, auch für die Hochschulleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Hochschulen haben aktuell eine Beteiligung an einem normierten Umweltmanagementsystem nach EMAS:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt: Beteiligung an EMASplus.&lt;br /&gt;
Als erste Universität in Deutschland hat die KU das Zertifikat „EMASplus“ erhalten. Grundlage dafür ist die Etablie-rung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagements, das Ökologie, Soziales und Ökonomie umfasst. Damit verpflichtet sich die Katholische Universität dazu, ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Wirkungen re-gelmäßig systematisch überprüfen zu lassen und kontinuierlich zu optimieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.ku.de/kommunikation/presse/pi/einzelansicht/article/ku-erhaelt-als-erste-universitaet-in-deutschland-das-zertifikat-emasplus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 79 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule RheinMain: Klimaschutzkonzept Hochschule RheinMain. Abschlussbericht, Juni 2018, S. 67 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-rm.de/fileadmin/Home/Hochschule/Veroeffentlichungen/Klimaschutz/20180815_Abschlussbericht_KlischKo_HSRM_final.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzkonzept der HNE Eberswalde.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/_obj/67605A07-D2ED-4886-8A7C-BEB532B8044E/outline/Klimaschutzkonzept_HNEE.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaschutzkonzept der Universität Kiel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaschutzkonzept&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Klimaschutzbericht der Hochschule Osnabrück.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/wie-die-hochschule-osnabrueck-ihren-co2-fussabdruck-um-fast-70-prozent-verkleinert-hat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.3. Klimaneutralität formulieren=====&lt;br /&gt;
Klimaneutralität beinhaltet, für einen selbstgesteckten Rahmen (z. B. Gebäudebetrieb, Mobilität, Konsum) die klimarelevanten Emissionen zu beziffern, sie zu minimieren oder substituieren und verbleibende Emissionen auch zu kompensieren. Die Zielsetzung, als Hochschule klimaneutral zu werden, wird auf ein Datum bezogen, z.B. auf das Jahr 2035. Die Zeitspanne bis zur Klimaneutralität und die bis dahin noch emittierten Tonnen CO2 müssen aus den Zielsetzungen zur Eingrenzung der Erderwärmung abgeleitet werden. Die Formulierung einer Klimaneutrali-tät ist somit immer Angelegenheit der Hochschule als Ganzes, also der Hochschulleitung. Formulierte Klimaneut-ralität ist auch ein Aspekt von Governance und hochschulöffentlich. Klimaneutralität ist für Hochschulen realisier-bar, dieses hat eine Studie von HIS-HE belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J., Person, R.-D. (2019): Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus. Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung. HIS-HE:Medium, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golüke, H.: Ökostrom beziehen ist gut - reicht aber nicht! In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen, Nr. 1 ,2019, S. 18 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Die Leuphana Universität Lüneburg hat sich 2007 das Ziel der Klimaneutralität gesetzt und dieses im Jahr 2014 erreicht. Dabei konnten 50 Prozent Primärenergie und 30 Prozent Endenergie eingespart werden. Grundlage der Erreichung der Klimaneutralität ist der effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen in allen Teilbereichen der Universität. Die Themenfelder sind Energieeffizienz, Einsatz regenerativer Energien, Förderung einer klimascho-nenden Mobilität und der nachhaltigen Beschaffung, die in vielen Einzelmaßnahmen sukzessive implementiert und optimiert wurden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
www.leuphana.de/klimaneutral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Düsseldorf: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Hochschule Düsseldorf hat am 19.11.2019 Klimaschutz-Leitlinien beschlossen und dabei die CO2-Klimaneutralität bis 2030 als konkretes Klimaschutz-Ziel festgelegt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-duesseldorf.de/personen/salvagno/klimaschutz?showarrows=1&amp;amp;sid=maysmcrsi1wnydumut54ns5v&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement/Nachhaltige-Hochschule/Klimaneutralitt/Klimaneutralitt-K6435.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaneutrale-universitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Trier, Umweltcampus Birkenfeld: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochschule-trier.de/hochschule/hochschulportraet/drei-campus/umwelt-campus-birkenfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pv-magazine.de/2020/06/09/htw-berlin-bekommt-zwei-photovoltaik-anlagen-mit-zusammen-280-kilowatt-leistung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freie Universität Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2019/fup_19_398-klimanotstand/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.4. Energieflüsse abbilden=====&lt;br /&gt;
Um überhaupt den Umgang mit Energie zum Thema zu machen, ist ein Messsystem erforderlich, welches die Verbräuche erfasst und die Energieflüsse durch die Hochschule abbildet (siehe Abbildung 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nachhaltiges Energiemanagement.png|500px|thumb|Abbildung 1: Potentielle Energieeinflüsse durch die Hochschule (Grafik von HIS-HE: CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür ist eine Messarchitektur erforderlich, die die Hochschule angemessen abbildet und eine routinemäßige Auslesung und Auswertung der Daten ermöglicht. Dieses ist erforderlich, um die Effekte von initiierten Maßnah-men zu erkennen und steuern zu können. Im Umkehrschluss bedeutet das, nur das zu messen, was auch für die Steuerung des Energiemanagements relevant ist. Steuerung benötigt ein Controlling-Konzept. Das Controlling-Konzept stellt einen Kreislauf dar, in dem die durch die Klimaschutzaktivitäten (ggf. Klimaschutzkonzept) definier-ten Maßnahmen zur Umsetzung geführt werden. Durch die ständige Evaluierung und zielgerichtete Anpassung der Maßnahmen wird eine erfolgreiche Umsetzung, im Sinne einer Steuerung, sichergestellt. Diese Steuerung bezieht sich auf das regelmäßige Ermitteln, Vereinbaren, Umsetzen, (Erfolgs-)Messen und ggf. Nachjustieren von Maßnahmen. Dieses ist mehr als reiner (quantitativer) Soll-Ist-Vergleich; denn das Vorgehen schließt eine (quali-tative) Bewertung mit ein. Gerade hierfür sind Ressourcen erforderlich, die insbesondere auf der personellen Ebene das entsprechende Fachwissen garantieren und auf der Sachebene für eine adäquate Verwaltung und Ablage der notwendigen Daten sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: 10 Jahre CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen. In: Magazin für Hochschulentwicklung Nr. 1 (2019). Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen. Nr. 1, 2019, S. 9 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ketelhön, U.: Erarbeitung eines Musterkonzeptes sowie standortbezogener Einzelkonzepte für die Helmholtz-Gemeinschaft. In: HIS: Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2017, S. 1 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596092077&amp;amp;hash=0086d0e250079e732f6057fdd4cbaa32680b6f8f&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_02-2017_DRUCK.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V.: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 48 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.5. Budgetierungssystem einführen=====&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5984</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Energiemanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5984"/>
		<updated>2020-11-25T20:59:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: /* 6.1.4. Energieflüsse abbilden */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Nachhaltiges Energiemanagement, nachhaltiger Umgang mit Energie ==&lt;br /&gt;
===1. Betroffener Personenkreis===&lt;br /&gt;
Der Beitrag richtet sich an das Fachpersonal im technischen Gebäudemanagement, welches auf der operativen Ebene mit der Bereitstellung von Energie sowie dem Management der Energienutzung betraut ist. Darüber hin-aus werden strukturelle Hinweise gegeben, die für das Leitungspersonal relevant sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2. Relevanz===&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Gebäudemanagements besteht darin, optimale Bedingungen für die Kernaufgaben der Hoch-schulen zu schaffen. Hierzu zählt auch das Bereitstellen von und der Umgang mit Energie. Vor diesem Hintergrund bewegt sich dieses Handlungsfeld immer in einem besonderen Spannungsfeld, wenn auch ein effizienter, mög-lichst sparsamer Einsatz von Energie erfolgen soll, um CO2 und Kosten einzusparen. Potentielle Zielkonflikte zwi-schen dem Anspruch, bestmögliche Voraussetzungen für Forschung und Lehre zu schaffen und gleichzeitig Ener-gie effizient einzusetzen, sind der Organisation Hochschule immanent.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind gesetzliche Vorgaben (siehe unten) und Kostenaspekte (insb. steigende Energiekosten) Rah-menbedingungen, die dem Thema Energieeinsatz eine Relevanz geben. Die zentrale Facette scheint allerdings der stetig zunehmende öffentliche, gesellschaftliche Druck zum aktiven Klimaschutz zu sein, der insbesondere von Hochschulen und den Mitgliedern ausgeht und sehr stark von den wissenschaftlichen Erkenntnissen und konkre-ten Zielvorgaben gestützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3. Gesetzliche Grundlagen===&lt;br /&gt;
Gesetzliche Vorgaben existieren, um Gebäude nach hohem Energieeffizienzstandard zu errichten bzw. zu sanieren und den energieeffizienten Betrieb bereits in der Phase des Planens zu berücksichtigen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesetzliche Rahmen für bauliche Maßnahmen wurde bisher durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmG) verbindlich festgelegt. Mit dem geplanten Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) &amp;lt;ref&amp;gt;Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz - GEG), Entwurfsstand: 03.07.2020 (nach Zustimmung im Bundesrat).&amp;lt;/ref&amp;gt; ab November 2020 werden die bisherigen Regelungen aus EnEG, EnEV und EEWärmeG in einem Gesetz zusammengefasst. Grundlage der bisherigen nationalen Regelungen sind die Richtlinien der EU, insbesondere als Basis für die o. g. gesetzlichen Regelungen die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen ergeben sich Anforderungen aus den gesetzlichen Regelungen im Rahmen von EnEG, EnEV, EEWärmeG bzw. zukünftig GEG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sanierungs- und Neubaumaßnahmen: Baubezogene Regelungen, Energieausweise für Gebäude, Standards für „Niedrigstenergie-Gebäude“&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
* Betrieb von Gebäuden und technischen Anlagen: Energetische Inspektion (Klimaanlagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der GEG-Einführung sind zunächst keine Verschärfungen der bisherigen Regelungen der EnEV vorgesehen. Eine Überprüfung dieser Standards ist erst für das Jahr 2023 vorgesehen. Neu sind dagegen eine Innovationsklausel und der so genannte Quartiersansatz. Zunächst befristet bis Ende 2023 sind damit Möglichkeiten zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen anstelle des Primärenergieeinsatzes sowie eine gemeinsame Berücksichtigung von Gebäuden an einem zusammenhängenden Standort möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Regelungen aus den EU-Richtlinien werden erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt. Das „Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität“ (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) – kurz: GEIG – gehört dazu und bezieht die in 2018 aktualisierten Regelungen der EU-Gebäuderichtlinie von 2010 ein.  Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat dazu den Gesetzentwurf ausgearbeitet, der für Baumaßnahmen (Neubau und umfassende Sanierungen) ab dem 11. März 2021 relevant werden soll. Bei Nicht-Wohngebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen muss demnach mindestens jeder fünfte Stellplatz entsprechend ausgerüstet und mindestens ein Ladepunkt errichtet werden. Ab 2025 muss jedes (bestehende) nicht zum Wohnen genutzte Gebäude mit mehr als zwanzig Stellplätzen mit mindestens einem Ladepunkt ausgestattet werden &amp;lt;ref&amp;gt;Entwurf eines Gesetzes zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz – GEIG), Stand: 04.03.2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind weitere gesetzliche Regelungen, die im Zusammenhang mit dem Bezug und der Nutzung von Energie stehen für die Hochschulen von Bedeutung. Beispielhaft genannt werden hier &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Service/Gesetzeskarte/gesetzeskarte.html&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das insbesondere die Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien festlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), das die Förderungen für hocheffizienter KWK-Anlagen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das die Rahmenbedingungen für eine „sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Gas“ festlegt und insbesondere für Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze im Rahmen der Versorgung Dritter von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stromsteuergesetz (StromStG), das die Besteuerung von Strom sowie auch die Ermäßigung oder die Befreiung von der Steuer unter bestimmten Voraussetzungen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Treibhausgas-Emissionshandels-Gesetz (TEHG), auf dessen Grundlage der Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen in einem EU-weiten Emissionshandelssystem basiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) zur Regelung der Voraussetzungen für die Einführung und den Betrieb eines Anlagenregisters für Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Grubengas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der übergeordneten Ebene der EU ist weiterhin der „Klima- und energiepolitische Rahmen“ mit den  EU-weiten Zielvorgaben und politischen Zielen für den Zeitraum 2021 bis 2030 zu benennen, an dem sich die nationale Gesetzgebung orientieren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen von Bedeutung dürfte die Herausstellung der „Vorbildfunktion der öffentlichen Hand“ wie aktuell in § 4 des GEG bzw. § 1a EEWärmeG und EnEG § 2a (Niedrigstenergiegebäude) sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: Noch Kundenanlage oder schon Netz? BGH-Urteil liefert konkrete Hinweise, aber keine allgemeingültige Lösung. In: HIS:Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2020, S.3&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091621&amp;amp;hash=ad71f51ce9852bb0df44a036090d20859fd000cc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2020-02_Energierecht.pdf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===4. Ziele===&lt;br /&gt;
Für einen nachhaltigen Umgang mit Energie können sich Hochschulen, insbesondere wenn die CO2-Emissionen ein zentraler Indikator sein sollen, bei der Zielsetzung an drei wesentlichen Handlungsfeldern orientieren; diese lauten: Minimieren, substituieren und kompensieren von CO2-Emissionen. Wesentlich dabei ist die Prämisse: Minimierung vor Substitution vor Kompensation.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Minimierung&#039;&#039;&#039; bedeutet, tatsächlich weniger Energie zu verbrauchen, also den Energieverbrauch reduzieren und bei gleichem Energieträger eine Verringerung der CO2-Emissionen erzielen (z. B. technische oder organisatori-sche Maßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Substitution&#039;&#039;&#039; bedeutet, emissionsarme Energieträger einzusetzen. Bei gleichem Energieverbrauch werden damit Energieträger genutzt, die weniger CO2-Emissionen verursachen (z. B. Kauf von Ökostrom).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompensation&#039;&#039;&#039; bedeutet, für selber verursachte CO2-Emissionen an anderer Stelle eine CO2-Senke zu schaffen (z. B. Kauf von Zertifikaten, Organisation eigener Projekte). Gesetzlich sanktionierte Beispiele hierfür finden sich im Immissionsschutzrecht (z. B. §§ 17 ff. BImSchG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===5. Hemmnisse und Treiber===&lt;br /&gt;
Ein nachhaltiges Energiemanagement ist eingebettet in die Organisation (Strukturen) und den praktischen Betrieb (operative Handlungsmöglichkeiten) der Hochschule. Auf diesen beiden Ebenen können strukturell folgende Hemmnisse und Treiber für die Umsetzung eines nachhaltigen Umgangs mit Energie identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hemmnisse&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ressourcenmangel&lt;br /&gt;
*fehlende personelle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende Sichtweise auf langfristigere Effekte und die Externalisierung der Kosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsprozess&lt;br /&gt;
*limitierte Zeit für Planungsaufgaben sowie Fehler während der Bauplanung&lt;br /&gt;
*mangelnde Kommunikation zwischen Nutzern, Planern, Betreibern und Bauherren&lt;br /&gt;
*unkoordinierte Inbetriebnahme von neu erstellten Gebäuden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgaben&lt;br /&gt;
*keine Verankerung im Leitbild der Hochschule&lt;br /&gt;
*kein Klimaschutzkonzept mit definierten, priorisierten Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäudebestand&lt;br /&gt;
*unzureichende Messarchitektur&lt;br /&gt;
*hoher Technisierungsgrad bei Neubauten&lt;br /&gt;
*kein strukturiertes Flächenmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschullogik&lt;br /&gt;
*starke Egoismen der Fachbereiche&lt;br /&gt;
*schwere Einflussnahme auf Verhalten von Mitarbeitenden und Studierenden&lt;br /&gt;
*häufig wechselnde Akteure in der Mitgliedschaft der Hochschule&lt;br /&gt;
*fehlende Absprachen der beteiligten Serviceeinheiten der Hochschulen&lt;br /&gt;
*unklare Grenzen zwischen Komfort und Freiheit von Forschung und Lehre&lt;br /&gt;
*Spannungsfeld zwischen dem Ziel Energieeinsparung und energieintensiver Forschung mit Großgeräten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Treiber (nicht zu verwechseln mit Maßnahmen)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesetze, Normen, Zertifikate&lt;br /&gt;
*konkrete gesetzliche Vorgaben (insbesondere EnEV bzw. das künftige GEG, EEG, KWKG)&lt;br /&gt;
*AMEV Technisches Monitoring 2017&lt;br /&gt;
*Betrachtung der Lebenszykluskosten von Gebäuden (BNB Zertifikate)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenz&lt;br /&gt;
*Vernetzung und Kompetenzerweiterung des Fachpersonals&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fördermittel&lt;br /&gt;
*Bereitstellung von Fördermitteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Fortschritte&lt;br /&gt;
*Digitalisierung im Gebäudemanagement&lt;br /&gt;
*Einsatz erneuerbarer Energien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerer Druck&lt;br /&gt;
*öffentliche Diskussion zum Klimaschutz&lt;br /&gt;
*Thematisierung in den Zielvereinbarungen und Hochschulentwicklungsplänen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===6. Maßnahmen zur Implementierung===&lt;br /&gt;
Für eine Implementierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz kann strukturell zwischen strategischen und operativen unterschieden werden. Hierbei sind die strategischen dadurch charakterisiert, dass sie „gute Rahmenbedingungen“ für die operativen schaffen. Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen benannt und Beispiele für „good practice“ angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====6.1. Strategisch====&lt;br /&gt;
=====6.1.1. Governancestrukturen schaffen=====&lt;br /&gt;
Governance kann verstanden werden als Aufgabe, die Prozesse für einen erfolgreichen Klimaschutz geordnet zu koordinieren. Für eine Governance, explizit auch zum Klimaschutz bzw. zur Energieeffizenz, kann für den Praxis-betrieb auf die Bereiche Politik, Profession, Organisation, Wissen und Öffentlichkeit aus dem Governance-Regler zurückgegriffen werden, der im Handlungsfeld Governance von HOCHN entwickelt wurde und in der Evaluation der Nachhaltigkeitskonzepte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt einem Praxistest unterzogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessi-schen Landesregierung. HIS-HE:Forum, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeitsgovernance an Hochschulen - BETA, Oktober 2018:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/2-handlungsfelder/01-governance.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Berlin: Nachhaltigkeitsrat.&lt;br /&gt;
Der Nachhaltigkeitsrat wurde im Jahr 2018 Gegründet und besteht aus gewählten Mitgliedern der TU Berlin sowie externen Teilnehmenden. Der Nachhaltigkeitsrat ist darüber hinaus ein offenes Gremium, in dem jede und jeder willkommen ist, der sich für die nachhaltige Entwicklung der TU Berlin interessiert und daran mitwirken möchte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltigkeitsrat.tu-berlin.de/menue/nachhaltigkeitsrat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Runder Tisch zur nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;
Der Runde Tisch „Nachhaltige Entwicklung der HNEE“ wurde 2010 als demokratisches, von allen Interessengrup-pen der Hochschule gemeinsam getragenes und gestaltetes Gremium von der heutigen Nachhaltigkeitsmanage-rin und der Koordinatorin für die familienfreundliche Hochschule ins Leben gerufen. Ziel ist eine gemeinsame, von allen Hochschulgruppen entwickelte, umfassende nachhaltige Entwicklung an der HNEE.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement-an-der-HNEE/Beteiligung-und-Mitmachen/Runder-Tisch-Nachhaltigkeit/Runder-Tisch-zur-nachhaltigen-HNEE-Entwicklung-E6093.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Nachhaltigkeitsleitlinien.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/uni/nachhaltige-hochschule/home/nachhaltigkeitsleitlinien/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Harz: Senatskommission &amp;quot;Nachhaltige Hochschule Harz&amp;quot;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-harz.de/nachhaltige_hs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FU Berlin: Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.2. Controllingkonzept umsetzen=====&lt;br /&gt;
Controlling meint, die Aktivitäten zur Energieeffizienz gezielt zu steuern. Das Controlling fußt damit auf einer quantitativen Grundlage. Dieses kann die zahlenmäßige und graphische Auswertung der monatlichen Ver-brauchsdaten (gebäudebezogen) sein, um Veränderungen erkennen zu können und um die Nutzer zu informieren und zu motivieren sowie die gezielte Beobachtung der den konkreten Maßnahmen zugeordneten Zähler. Um die Zielsetzung für das Controlling-Konzept zu erreichen (insb. die Wirksamkeitsmessung), sind folgende Strukturen als Rahmenbedingungen zu schaffen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übergabe der operativen Verantwortung an speziell ausgebildetes Fachpersonal (für Klimaschutz) mit zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
*Gründung eines Klimaschutzbeirats mit Kontroll- und Lenkungsfunktion (dieses kann der Umweltaus-schuss übernehmen).&lt;br /&gt;
*Durchführung regelmäßiger Audits zur Überprüfung des Projektfortschritts und Messbarkeit über ein Kennzahlsystem herstellen (als Elemente im Managementkreislauf: plan (Ziele, Verantwortungen, Res-sourcen festlegen), do (Durchführung gemäß Planung), check (Zielerreichung prüfen, Fehler erheben), act (Fehler analysieren, Lösungsmöglichkeiten finden und auswählen).&lt;br /&gt;
*Sicherung der Finanzierung (ggf. über einen Klimaschutz-Etat).&lt;br /&gt;
*Etablieren eines Berichtswesens, auch für die Hochschulleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Hochschulen haben aktuell eine Beteiligung an einem normierten Umweltmanagementsystem nach EMAS:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt: Beteiligung an EMASplus.&lt;br /&gt;
Als erste Universität in Deutschland hat die KU das Zertifikat „EMASplus“ erhalten. Grundlage dafür ist die Etablie-rung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagements, das Ökologie, Soziales und Ökonomie umfasst. Damit verpflichtet sich die Katholische Universität dazu, ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Wirkungen re-gelmäßig systematisch überprüfen zu lassen und kontinuierlich zu optimieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.ku.de/kommunikation/presse/pi/einzelansicht/article/ku-erhaelt-als-erste-universitaet-in-deutschland-das-zertifikat-emasplus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 79 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule RheinMain: Klimaschutzkonzept Hochschule RheinMain. Abschlussbericht, Juni 2018, S. 67 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-rm.de/fileadmin/Home/Hochschule/Veroeffentlichungen/Klimaschutz/20180815_Abschlussbericht_KlischKo_HSRM_final.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzkonzept der HNE Eberswalde.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/_obj/67605A07-D2ED-4886-8A7C-BEB532B8044E/outline/Klimaschutzkonzept_HNEE.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaschutzkonzept der Universität Kiel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaschutzkonzept&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Klimaschutzbericht der Hochschule Osnabrück.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/wie-die-hochschule-osnabrueck-ihren-co2-fussabdruck-um-fast-70-prozent-verkleinert-hat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.3. Klimaneutralität formulieren=====&lt;br /&gt;
Klimaneutralität beinhaltet, für einen selbstgesteckten Rahmen (z. B. Gebäudebetrieb, Mobilität, Konsum) die klimarelevanten Emissionen zu beziffern, sie zu minimieren oder substituieren und verbleibende Emissionen auch zu kompensieren. Die Zielsetzung, als Hochschule klimaneutral zu werden, wird auf ein Datum bezogen, z.B. auf das Jahr 2035. Die Zeitspanne bis zur Klimaneutralität und die bis dahin noch emittierten Tonnen CO2 müssen aus den Zielsetzungen zur Eingrenzung der Erderwärmung abgeleitet werden. Die Formulierung einer Klimaneutrali-tät ist somit immer Angelegenheit der Hochschule als Ganzes, also der Hochschulleitung. Formulierte Klimaneut-ralität ist auch ein Aspekt von Governance und hochschulöffentlich. Klimaneutralität ist für Hochschulen realisier-bar, dieses hat eine Studie von HIS-HE belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J., Person, R.-D. (2019): Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus. Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung. HIS-HE:Medium, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golüke, H.: Ökostrom beziehen ist gut - reicht aber nicht! In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen, Nr. 1 ,2019, S. 18 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Die Leuphana Universität Lüneburg hat sich 2007 das Ziel der Klimaneutralität gesetzt und dieses im Jahr 2014 erreicht. Dabei konnten 50 Prozent Primärenergie und 30 Prozent Endenergie eingespart werden. Grundlage der Erreichung der Klimaneutralität ist der effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen in allen Teilbereichen der Universität. Die Themenfelder sind Energieeffizienz, Einsatz regenerativer Energien, Förderung einer klimascho-nenden Mobilität und der nachhaltigen Beschaffung, die in vielen Einzelmaßnahmen sukzessive implementiert und optimiert wurden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
www.leuphana.de/klimaneutral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Düsseldorf: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Hochschule Düsseldorf hat am 19.11.2019 Klimaschutz-Leitlinien beschlossen und dabei die CO2-Klimaneutralität bis 2030 als konkretes Klimaschutz-Ziel festgelegt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-duesseldorf.de/personen/salvagno/klimaschutz?showarrows=1&amp;amp;sid=maysmcrsi1wnydumut54ns5v&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement/Nachhaltige-Hochschule/Klimaneutralitt/Klimaneutralitt-K6435.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaneutrale-universitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Trier, Umweltcampus Birkenfeld: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochschule-trier.de/hochschule/hochschulportraet/drei-campus/umwelt-campus-birkenfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pv-magazine.de/2020/06/09/htw-berlin-bekommt-zwei-photovoltaik-anlagen-mit-zusammen-280-kilowatt-leistung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freie Universität Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2019/fup_19_398-klimanotstand/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.4. Energieflüsse abbilden=====&lt;br /&gt;
Um überhaupt den Umgang mit Energie zum Thema zu machen, ist ein Messsystem erforderlich, welches die Verbräuche erfasst und die Energieflüsse durch die Hochschule abbildet (siehe Abbildung 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nachhaltiges Energiemanagement.png|500px|thumb|Abbildung 1: Potentielle Energieeinflüsse durch die Hochschule (Grafik von HIS-HE: CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür ist eine Messarchitektur erforderlich, die die Hochschule angemessen abbildet und eine routinemäßige Auslesung und Auswertung der Daten ermöglicht. Dieses ist erforderlich, um die Effekte von initiierten Maßnah-men zu erkennen und steuern zu können. Im Umkehrschluss bedeutet das, nur das zu messen, was auch für die Steuerung des Energiemanagements relevant ist. Steuerung benötigt ein Controlling-Konzept. Das Controlling-Konzept stellt einen Kreislauf dar, in dem die durch die Klimaschutzaktivitäten (ggf. Klimaschutzkonzept) definier-ten Maßnahmen zur Umsetzung geführt werden. Durch die ständige Evaluierung und zielgerichtete Anpassung der Maßnahmen wird eine erfolgreiche Umsetzung, im Sinne einer Steuerung, sichergestellt. Diese Steuerung bezieht sich auf das regelmäßige Ermitteln, Vereinbaren, Umsetzen, (Erfolgs-)Messen und ggf. Nachjustieren von Maßnahmen. Dieses ist mehr als reiner (quantitativer) Soll-Ist-Vergleich; denn das Vorgehen schließt eine (quali-tative) Bewertung mit ein. Gerade hierfür sind Ressourcen erforderlich, die insbesondere auf der personellen Ebene das entsprechende Fachwissen garantieren und auf der Sachebene für eine adäquate Verwaltung und Ablage der notwendigen Daten sorgen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5983</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Energiemanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5983"/>
		<updated>2020-11-25T20:55:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: /* 6.1.4. Energieflüsse abbilden */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Nachhaltiges Energiemanagement, nachhaltiger Umgang mit Energie ==&lt;br /&gt;
===1. Betroffener Personenkreis===&lt;br /&gt;
Der Beitrag richtet sich an das Fachpersonal im technischen Gebäudemanagement, welches auf der operativen Ebene mit der Bereitstellung von Energie sowie dem Management der Energienutzung betraut ist. Darüber hin-aus werden strukturelle Hinweise gegeben, die für das Leitungspersonal relevant sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2. Relevanz===&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Gebäudemanagements besteht darin, optimale Bedingungen für die Kernaufgaben der Hoch-schulen zu schaffen. Hierzu zählt auch das Bereitstellen von und der Umgang mit Energie. Vor diesem Hintergrund bewegt sich dieses Handlungsfeld immer in einem besonderen Spannungsfeld, wenn auch ein effizienter, mög-lichst sparsamer Einsatz von Energie erfolgen soll, um CO2 und Kosten einzusparen. Potentielle Zielkonflikte zwi-schen dem Anspruch, bestmögliche Voraussetzungen für Forschung und Lehre zu schaffen und gleichzeitig Ener-gie effizient einzusetzen, sind der Organisation Hochschule immanent.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind gesetzliche Vorgaben (siehe unten) und Kostenaspekte (insb. steigende Energiekosten) Rah-menbedingungen, die dem Thema Energieeinsatz eine Relevanz geben. Die zentrale Facette scheint allerdings der stetig zunehmende öffentliche, gesellschaftliche Druck zum aktiven Klimaschutz zu sein, der insbesondere von Hochschulen und den Mitgliedern ausgeht und sehr stark von den wissenschaftlichen Erkenntnissen und konkre-ten Zielvorgaben gestützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3. Gesetzliche Grundlagen===&lt;br /&gt;
Gesetzliche Vorgaben existieren, um Gebäude nach hohem Energieeffizienzstandard zu errichten bzw. zu sanieren und den energieeffizienten Betrieb bereits in der Phase des Planens zu berücksichtigen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesetzliche Rahmen für bauliche Maßnahmen wurde bisher durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmG) verbindlich festgelegt. Mit dem geplanten Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) &amp;lt;ref&amp;gt;Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz - GEG), Entwurfsstand: 03.07.2020 (nach Zustimmung im Bundesrat).&amp;lt;/ref&amp;gt; ab November 2020 werden die bisherigen Regelungen aus EnEG, EnEV und EEWärmeG in einem Gesetz zusammengefasst. Grundlage der bisherigen nationalen Regelungen sind die Richtlinien der EU, insbesondere als Basis für die o. g. gesetzlichen Regelungen die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen ergeben sich Anforderungen aus den gesetzlichen Regelungen im Rahmen von EnEG, EnEV, EEWärmeG bzw. zukünftig GEG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sanierungs- und Neubaumaßnahmen: Baubezogene Regelungen, Energieausweise für Gebäude, Standards für „Niedrigstenergie-Gebäude“&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
* Betrieb von Gebäuden und technischen Anlagen: Energetische Inspektion (Klimaanlagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der GEG-Einführung sind zunächst keine Verschärfungen der bisherigen Regelungen der EnEV vorgesehen. Eine Überprüfung dieser Standards ist erst für das Jahr 2023 vorgesehen. Neu sind dagegen eine Innovationsklausel und der so genannte Quartiersansatz. Zunächst befristet bis Ende 2023 sind damit Möglichkeiten zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen anstelle des Primärenergieeinsatzes sowie eine gemeinsame Berücksichtigung von Gebäuden an einem zusammenhängenden Standort möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Regelungen aus den EU-Richtlinien werden erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt. Das „Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität“ (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) – kurz: GEIG – gehört dazu und bezieht die in 2018 aktualisierten Regelungen der EU-Gebäuderichtlinie von 2010 ein.  Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat dazu den Gesetzentwurf ausgearbeitet, der für Baumaßnahmen (Neubau und umfassende Sanierungen) ab dem 11. März 2021 relevant werden soll. Bei Nicht-Wohngebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen muss demnach mindestens jeder fünfte Stellplatz entsprechend ausgerüstet und mindestens ein Ladepunkt errichtet werden. Ab 2025 muss jedes (bestehende) nicht zum Wohnen genutzte Gebäude mit mehr als zwanzig Stellplätzen mit mindestens einem Ladepunkt ausgestattet werden &amp;lt;ref&amp;gt;Entwurf eines Gesetzes zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz – GEIG), Stand: 04.03.2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind weitere gesetzliche Regelungen, die im Zusammenhang mit dem Bezug und der Nutzung von Energie stehen für die Hochschulen von Bedeutung. Beispielhaft genannt werden hier &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Service/Gesetzeskarte/gesetzeskarte.html&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das insbesondere die Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien festlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), das die Förderungen für hocheffizienter KWK-Anlagen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das die Rahmenbedingungen für eine „sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Gas“ festlegt und insbesondere für Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze im Rahmen der Versorgung Dritter von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stromsteuergesetz (StromStG), das die Besteuerung von Strom sowie auch die Ermäßigung oder die Befreiung von der Steuer unter bestimmten Voraussetzungen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Treibhausgas-Emissionshandels-Gesetz (TEHG), auf dessen Grundlage der Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen in einem EU-weiten Emissionshandelssystem basiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) zur Regelung der Voraussetzungen für die Einführung und den Betrieb eines Anlagenregisters für Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Grubengas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der übergeordneten Ebene der EU ist weiterhin der „Klima- und energiepolitische Rahmen“ mit den  EU-weiten Zielvorgaben und politischen Zielen für den Zeitraum 2021 bis 2030 zu benennen, an dem sich die nationale Gesetzgebung orientieren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen von Bedeutung dürfte die Herausstellung der „Vorbildfunktion der öffentlichen Hand“ wie aktuell in § 4 des GEG bzw. § 1a EEWärmeG und EnEG § 2a (Niedrigstenergiegebäude) sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: Noch Kundenanlage oder schon Netz? BGH-Urteil liefert konkrete Hinweise, aber keine allgemeingültige Lösung. In: HIS:Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2020, S.3&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091621&amp;amp;hash=ad71f51ce9852bb0df44a036090d20859fd000cc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2020-02_Energierecht.pdf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===4. Ziele===&lt;br /&gt;
Für einen nachhaltigen Umgang mit Energie können sich Hochschulen, insbesondere wenn die CO2-Emissionen ein zentraler Indikator sein sollen, bei der Zielsetzung an drei wesentlichen Handlungsfeldern orientieren; diese lauten: Minimieren, substituieren und kompensieren von CO2-Emissionen. Wesentlich dabei ist die Prämisse: Minimierung vor Substitution vor Kompensation.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Minimierung&#039;&#039;&#039; bedeutet, tatsächlich weniger Energie zu verbrauchen, also den Energieverbrauch reduzieren und bei gleichem Energieträger eine Verringerung der CO2-Emissionen erzielen (z. B. technische oder organisatori-sche Maßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Substitution&#039;&#039;&#039; bedeutet, emissionsarme Energieträger einzusetzen. Bei gleichem Energieverbrauch werden damit Energieträger genutzt, die weniger CO2-Emissionen verursachen (z. B. Kauf von Ökostrom).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompensation&#039;&#039;&#039; bedeutet, für selber verursachte CO2-Emissionen an anderer Stelle eine CO2-Senke zu schaffen (z. B. Kauf von Zertifikaten, Organisation eigener Projekte). Gesetzlich sanktionierte Beispiele hierfür finden sich im Immissionsschutzrecht (z. B. §§ 17 ff. BImSchG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===5. Hemmnisse und Treiber===&lt;br /&gt;
Ein nachhaltiges Energiemanagement ist eingebettet in die Organisation (Strukturen) und den praktischen Betrieb (operative Handlungsmöglichkeiten) der Hochschule. Auf diesen beiden Ebenen können strukturell folgende Hemmnisse und Treiber für die Umsetzung eines nachhaltigen Umgangs mit Energie identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hemmnisse&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ressourcenmangel&lt;br /&gt;
*fehlende personelle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende Sichtweise auf langfristigere Effekte und die Externalisierung der Kosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsprozess&lt;br /&gt;
*limitierte Zeit für Planungsaufgaben sowie Fehler während der Bauplanung&lt;br /&gt;
*mangelnde Kommunikation zwischen Nutzern, Planern, Betreibern und Bauherren&lt;br /&gt;
*unkoordinierte Inbetriebnahme von neu erstellten Gebäuden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgaben&lt;br /&gt;
*keine Verankerung im Leitbild der Hochschule&lt;br /&gt;
*kein Klimaschutzkonzept mit definierten, priorisierten Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäudebestand&lt;br /&gt;
*unzureichende Messarchitektur&lt;br /&gt;
*hoher Technisierungsgrad bei Neubauten&lt;br /&gt;
*kein strukturiertes Flächenmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschullogik&lt;br /&gt;
*starke Egoismen der Fachbereiche&lt;br /&gt;
*schwere Einflussnahme auf Verhalten von Mitarbeitenden und Studierenden&lt;br /&gt;
*häufig wechselnde Akteure in der Mitgliedschaft der Hochschule&lt;br /&gt;
*fehlende Absprachen der beteiligten Serviceeinheiten der Hochschulen&lt;br /&gt;
*unklare Grenzen zwischen Komfort und Freiheit von Forschung und Lehre&lt;br /&gt;
*Spannungsfeld zwischen dem Ziel Energieeinsparung und energieintensiver Forschung mit Großgeräten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Treiber (nicht zu verwechseln mit Maßnahmen)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesetze, Normen, Zertifikate&lt;br /&gt;
*konkrete gesetzliche Vorgaben (insbesondere EnEV bzw. das künftige GEG, EEG, KWKG)&lt;br /&gt;
*AMEV Technisches Monitoring 2017&lt;br /&gt;
*Betrachtung der Lebenszykluskosten von Gebäuden (BNB Zertifikate)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenz&lt;br /&gt;
*Vernetzung und Kompetenzerweiterung des Fachpersonals&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fördermittel&lt;br /&gt;
*Bereitstellung von Fördermitteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Fortschritte&lt;br /&gt;
*Digitalisierung im Gebäudemanagement&lt;br /&gt;
*Einsatz erneuerbarer Energien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerer Druck&lt;br /&gt;
*öffentliche Diskussion zum Klimaschutz&lt;br /&gt;
*Thematisierung in den Zielvereinbarungen und Hochschulentwicklungsplänen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===6. Maßnahmen zur Implementierung===&lt;br /&gt;
Für eine Implementierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz kann strukturell zwischen strategischen und operativen unterschieden werden. Hierbei sind die strategischen dadurch charakterisiert, dass sie „gute Rahmenbedingungen“ für die operativen schaffen. Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen benannt und Beispiele für „good practice“ angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====6.1. Strategisch====&lt;br /&gt;
=====6.1.1. Governancestrukturen schaffen=====&lt;br /&gt;
Governance kann verstanden werden als Aufgabe, die Prozesse für einen erfolgreichen Klimaschutz geordnet zu koordinieren. Für eine Governance, explizit auch zum Klimaschutz bzw. zur Energieeffizenz, kann für den Praxis-betrieb auf die Bereiche Politik, Profession, Organisation, Wissen und Öffentlichkeit aus dem Governance-Regler zurückgegriffen werden, der im Handlungsfeld Governance von HOCHN entwickelt wurde und in der Evaluation der Nachhaltigkeitskonzepte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt einem Praxistest unterzogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessi-schen Landesregierung. HIS-HE:Forum, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeitsgovernance an Hochschulen - BETA, Oktober 2018:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/2-handlungsfelder/01-governance.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Berlin: Nachhaltigkeitsrat.&lt;br /&gt;
Der Nachhaltigkeitsrat wurde im Jahr 2018 Gegründet und besteht aus gewählten Mitgliedern der TU Berlin sowie externen Teilnehmenden. Der Nachhaltigkeitsrat ist darüber hinaus ein offenes Gremium, in dem jede und jeder willkommen ist, der sich für die nachhaltige Entwicklung der TU Berlin interessiert und daran mitwirken möchte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltigkeitsrat.tu-berlin.de/menue/nachhaltigkeitsrat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Runder Tisch zur nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;
Der Runde Tisch „Nachhaltige Entwicklung der HNEE“ wurde 2010 als demokratisches, von allen Interessengrup-pen der Hochschule gemeinsam getragenes und gestaltetes Gremium von der heutigen Nachhaltigkeitsmanage-rin und der Koordinatorin für die familienfreundliche Hochschule ins Leben gerufen. Ziel ist eine gemeinsame, von allen Hochschulgruppen entwickelte, umfassende nachhaltige Entwicklung an der HNEE.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement-an-der-HNEE/Beteiligung-und-Mitmachen/Runder-Tisch-Nachhaltigkeit/Runder-Tisch-zur-nachhaltigen-HNEE-Entwicklung-E6093.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Nachhaltigkeitsleitlinien.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/uni/nachhaltige-hochschule/home/nachhaltigkeitsleitlinien/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Harz: Senatskommission &amp;quot;Nachhaltige Hochschule Harz&amp;quot;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-harz.de/nachhaltige_hs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FU Berlin: Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.2. Controllingkonzept umsetzen=====&lt;br /&gt;
Controlling meint, die Aktivitäten zur Energieeffizienz gezielt zu steuern. Das Controlling fußt damit auf einer quantitativen Grundlage. Dieses kann die zahlenmäßige und graphische Auswertung der monatlichen Ver-brauchsdaten (gebäudebezogen) sein, um Veränderungen erkennen zu können und um die Nutzer zu informieren und zu motivieren sowie die gezielte Beobachtung der den konkreten Maßnahmen zugeordneten Zähler. Um die Zielsetzung für das Controlling-Konzept zu erreichen (insb. die Wirksamkeitsmessung), sind folgende Strukturen als Rahmenbedingungen zu schaffen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übergabe der operativen Verantwortung an speziell ausgebildetes Fachpersonal (für Klimaschutz) mit zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
*Gründung eines Klimaschutzbeirats mit Kontroll- und Lenkungsfunktion (dieses kann der Umweltaus-schuss übernehmen).&lt;br /&gt;
*Durchführung regelmäßiger Audits zur Überprüfung des Projektfortschritts und Messbarkeit über ein Kennzahlsystem herstellen (als Elemente im Managementkreislauf: plan (Ziele, Verantwortungen, Res-sourcen festlegen), do (Durchführung gemäß Planung), check (Zielerreichung prüfen, Fehler erheben), act (Fehler analysieren, Lösungsmöglichkeiten finden und auswählen).&lt;br /&gt;
*Sicherung der Finanzierung (ggf. über einen Klimaschutz-Etat).&lt;br /&gt;
*Etablieren eines Berichtswesens, auch für die Hochschulleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Hochschulen haben aktuell eine Beteiligung an einem normierten Umweltmanagementsystem nach EMAS:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt: Beteiligung an EMASplus.&lt;br /&gt;
Als erste Universität in Deutschland hat die KU das Zertifikat „EMASplus“ erhalten. Grundlage dafür ist die Etablie-rung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagements, das Ökologie, Soziales und Ökonomie umfasst. Damit verpflichtet sich die Katholische Universität dazu, ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Wirkungen re-gelmäßig systematisch überprüfen zu lassen und kontinuierlich zu optimieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.ku.de/kommunikation/presse/pi/einzelansicht/article/ku-erhaelt-als-erste-universitaet-in-deutschland-das-zertifikat-emasplus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 79 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule RheinMain: Klimaschutzkonzept Hochschule RheinMain. Abschlussbericht, Juni 2018, S. 67 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-rm.de/fileadmin/Home/Hochschule/Veroeffentlichungen/Klimaschutz/20180815_Abschlussbericht_KlischKo_HSRM_final.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzkonzept der HNE Eberswalde.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/_obj/67605A07-D2ED-4886-8A7C-BEB532B8044E/outline/Klimaschutzkonzept_HNEE.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaschutzkonzept der Universität Kiel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaschutzkonzept&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Klimaschutzbericht der Hochschule Osnabrück.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/wie-die-hochschule-osnabrueck-ihren-co2-fussabdruck-um-fast-70-prozent-verkleinert-hat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.3. Klimaneutralität formulieren=====&lt;br /&gt;
Klimaneutralität beinhaltet, für einen selbstgesteckten Rahmen (z. B. Gebäudebetrieb, Mobilität, Konsum) die klimarelevanten Emissionen zu beziffern, sie zu minimieren oder substituieren und verbleibende Emissionen auch zu kompensieren. Die Zielsetzung, als Hochschule klimaneutral zu werden, wird auf ein Datum bezogen, z.B. auf das Jahr 2035. Die Zeitspanne bis zur Klimaneutralität und die bis dahin noch emittierten Tonnen CO2 müssen aus den Zielsetzungen zur Eingrenzung der Erderwärmung abgeleitet werden. Die Formulierung einer Klimaneutrali-tät ist somit immer Angelegenheit der Hochschule als Ganzes, also der Hochschulleitung. Formulierte Klimaneut-ralität ist auch ein Aspekt von Governance und hochschulöffentlich. Klimaneutralität ist für Hochschulen realisier-bar, dieses hat eine Studie von HIS-HE belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J., Person, R.-D. (2019): Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus. Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung. HIS-HE:Medium, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golüke, H.: Ökostrom beziehen ist gut - reicht aber nicht! In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen, Nr. 1 ,2019, S. 18 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Die Leuphana Universität Lüneburg hat sich 2007 das Ziel der Klimaneutralität gesetzt und dieses im Jahr 2014 erreicht. Dabei konnten 50 Prozent Primärenergie und 30 Prozent Endenergie eingespart werden. Grundlage der Erreichung der Klimaneutralität ist der effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen in allen Teilbereichen der Universität. Die Themenfelder sind Energieeffizienz, Einsatz regenerativer Energien, Förderung einer klimascho-nenden Mobilität und der nachhaltigen Beschaffung, die in vielen Einzelmaßnahmen sukzessive implementiert und optimiert wurden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
www.leuphana.de/klimaneutral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Düsseldorf: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Hochschule Düsseldorf hat am 19.11.2019 Klimaschutz-Leitlinien beschlossen und dabei die CO2-Klimaneutralität bis 2030 als konkretes Klimaschutz-Ziel festgelegt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-duesseldorf.de/personen/salvagno/klimaschutz?showarrows=1&amp;amp;sid=maysmcrsi1wnydumut54ns5v&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement/Nachhaltige-Hochschule/Klimaneutralitt/Klimaneutralitt-K6435.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaneutrale-universitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Trier, Umweltcampus Birkenfeld: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochschule-trier.de/hochschule/hochschulportraet/drei-campus/umwelt-campus-birkenfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pv-magazine.de/2020/06/09/htw-berlin-bekommt-zwei-photovoltaik-anlagen-mit-zusammen-280-kilowatt-leistung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freie Universität Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2019/fup_19_398-klimanotstand/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.4. Energieflüsse abbilden=====&lt;br /&gt;
Um überhaupt den Umgang mit Energie zum Thema zu machen, ist ein Messsystem erforderlich, welches die Verbräuche erfasst und die Energieflüsse durch die Hochschule abbildet (siehe Abbildung 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nachhaltiges Energiemanagement.png|500px|thumb|Abbildung 1: Potentielle Energieeinflüsse durch die Hochschule (Grafik von HIS-HE: CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5982</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Energiemanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5982"/>
		<updated>2020-11-25T20:53:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: /* 6.1.4. Energieflüsse abbilden */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Nachhaltiges Energiemanagement, nachhaltiger Umgang mit Energie ==&lt;br /&gt;
===1. Betroffener Personenkreis===&lt;br /&gt;
Der Beitrag richtet sich an das Fachpersonal im technischen Gebäudemanagement, welches auf der operativen Ebene mit der Bereitstellung von Energie sowie dem Management der Energienutzung betraut ist. Darüber hin-aus werden strukturelle Hinweise gegeben, die für das Leitungspersonal relevant sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2. Relevanz===&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Gebäudemanagements besteht darin, optimale Bedingungen für die Kernaufgaben der Hoch-schulen zu schaffen. Hierzu zählt auch das Bereitstellen von und der Umgang mit Energie. Vor diesem Hintergrund bewegt sich dieses Handlungsfeld immer in einem besonderen Spannungsfeld, wenn auch ein effizienter, mög-lichst sparsamer Einsatz von Energie erfolgen soll, um CO2 und Kosten einzusparen. Potentielle Zielkonflikte zwi-schen dem Anspruch, bestmögliche Voraussetzungen für Forschung und Lehre zu schaffen und gleichzeitig Ener-gie effizient einzusetzen, sind der Organisation Hochschule immanent.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind gesetzliche Vorgaben (siehe unten) und Kostenaspekte (insb. steigende Energiekosten) Rah-menbedingungen, die dem Thema Energieeinsatz eine Relevanz geben. Die zentrale Facette scheint allerdings der stetig zunehmende öffentliche, gesellschaftliche Druck zum aktiven Klimaschutz zu sein, der insbesondere von Hochschulen und den Mitgliedern ausgeht und sehr stark von den wissenschaftlichen Erkenntnissen und konkre-ten Zielvorgaben gestützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3. Gesetzliche Grundlagen===&lt;br /&gt;
Gesetzliche Vorgaben existieren, um Gebäude nach hohem Energieeffizienzstandard zu errichten bzw. zu sanieren und den energieeffizienten Betrieb bereits in der Phase des Planens zu berücksichtigen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesetzliche Rahmen für bauliche Maßnahmen wurde bisher durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmG) verbindlich festgelegt. Mit dem geplanten Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) &amp;lt;ref&amp;gt;Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz - GEG), Entwurfsstand: 03.07.2020 (nach Zustimmung im Bundesrat).&amp;lt;/ref&amp;gt; ab November 2020 werden die bisherigen Regelungen aus EnEG, EnEV und EEWärmeG in einem Gesetz zusammengefasst. Grundlage der bisherigen nationalen Regelungen sind die Richtlinien der EU, insbesondere als Basis für die o. g. gesetzlichen Regelungen die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen ergeben sich Anforderungen aus den gesetzlichen Regelungen im Rahmen von EnEG, EnEV, EEWärmeG bzw. zukünftig GEG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sanierungs- und Neubaumaßnahmen: Baubezogene Regelungen, Energieausweise für Gebäude, Standards für „Niedrigstenergie-Gebäude“&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
* Betrieb von Gebäuden und technischen Anlagen: Energetische Inspektion (Klimaanlagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der GEG-Einführung sind zunächst keine Verschärfungen der bisherigen Regelungen der EnEV vorgesehen. Eine Überprüfung dieser Standards ist erst für das Jahr 2023 vorgesehen. Neu sind dagegen eine Innovationsklausel und der so genannte Quartiersansatz. Zunächst befristet bis Ende 2023 sind damit Möglichkeiten zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen anstelle des Primärenergieeinsatzes sowie eine gemeinsame Berücksichtigung von Gebäuden an einem zusammenhängenden Standort möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Regelungen aus den EU-Richtlinien werden erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt. Das „Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität“ (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) – kurz: GEIG – gehört dazu und bezieht die in 2018 aktualisierten Regelungen der EU-Gebäuderichtlinie von 2010 ein.  Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat dazu den Gesetzentwurf ausgearbeitet, der für Baumaßnahmen (Neubau und umfassende Sanierungen) ab dem 11. März 2021 relevant werden soll. Bei Nicht-Wohngebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen muss demnach mindestens jeder fünfte Stellplatz entsprechend ausgerüstet und mindestens ein Ladepunkt errichtet werden. Ab 2025 muss jedes (bestehende) nicht zum Wohnen genutzte Gebäude mit mehr als zwanzig Stellplätzen mit mindestens einem Ladepunkt ausgestattet werden &amp;lt;ref&amp;gt;Entwurf eines Gesetzes zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz – GEIG), Stand: 04.03.2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind weitere gesetzliche Regelungen, die im Zusammenhang mit dem Bezug und der Nutzung von Energie stehen für die Hochschulen von Bedeutung. Beispielhaft genannt werden hier &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Service/Gesetzeskarte/gesetzeskarte.html&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das insbesondere die Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien festlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), das die Förderungen für hocheffizienter KWK-Anlagen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das die Rahmenbedingungen für eine „sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Gas“ festlegt und insbesondere für Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze im Rahmen der Versorgung Dritter von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stromsteuergesetz (StromStG), das die Besteuerung von Strom sowie auch die Ermäßigung oder die Befreiung von der Steuer unter bestimmten Voraussetzungen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Treibhausgas-Emissionshandels-Gesetz (TEHG), auf dessen Grundlage der Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen in einem EU-weiten Emissionshandelssystem basiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) zur Regelung der Voraussetzungen für die Einführung und den Betrieb eines Anlagenregisters für Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Grubengas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der übergeordneten Ebene der EU ist weiterhin der „Klima- und energiepolitische Rahmen“ mit den  EU-weiten Zielvorgaben und politischen Zielen für den Zeitraum 2021 bis 2030 zu benennen, an dem sich die nationale Gesetzgebung orientieren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen von Bedeutung dürfte die Herausstellung der „Vorbildfunktion der öffentlichen Hand“ wie aktuell in § 4 des GEG bzw. § 1a EEWärmeG und EnEG § 2a (Niedrigstenergiegebäude) sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: Noch Kundenanlage oder schon Netz? BGH-Urteil liefert konkrete Hinweise, aber keine allgemeingültige Lösung. In: HIS:Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2020, S.3&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091621&amp;amp;hash=ad71f51ce9852bb0df44a036090d20859fd000cc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2020-02_Energierecht.pdf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===4. Ziele===&lt;br /&gt;
Für einen nachhaltigen Umgang mit Energie können sich Hochschulen, insbesondere wenn die CO2-Emissionen ein zentraler Indikator sein sollen, bei der Zielsetzung an drei wesentlichen Handlungsfeldern orientieren; diese lauten: Minimieren, substituieren und kompensieren von CO2-Emissionen. Wesentlich dabei ist die Prämisse: Minimierung vor Substitution vor Kompensation.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Minimierung&#039;&#039;&#039; bedeutet, tatsächlich weniger Energie zu verbrauchen, also den Energieverbrauch reduzieren und bei gleichem Energieträger eine Verringerung der CO2-Emissionen erzielen (z. B. technische oder organisatori-sche Maßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Substitution&#039;&#039;&#039; bedeutet, emissionsarme Energieträger einzusetzen. Bei gleichem Energieverbrauch werden damit Energieträger genutzt, die weniger CO2-Emissionen verursachen (z. B. Kauf von Ökostrom).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompensation&#039;&#039;&#039; bedeutet, für selber verursachte CO2-Emissionen an anderer Stelle eine CO2-Senke zu schaffen (z. B. Kauf von Zertifikaten, Organisation eigener Projekte). Gesetzlich sanktionierte Beispiele hierfür finden sich im Immissionsschutzrecht (z. B. §§ 17 ff. BImSchG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===5. Hemmnisse und Treiber===&lt;br /&gt;
Ein nachhaltiges Energiemanagement ist eingebettet in die Organisation (Strukturen) und den praktischen Betrieb (operative Handlungsmöglichkeiten) der Hochschule. Auf diesen beiden Ebenen können strukturell folgende Hemmnisse und Treiber für die Umsetzung eines nachhaltigen Umgangs mit Energie identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hemmnisse&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ressourcenmangel&lt;br /&gt;
*fehlende personelle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende Sichtweise auf langfristigere Effekte und die Externalisierung der Kosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsprozess&lt;br /&gt;
*limitierte Zeit für Planungsaufgaben sowie Fehler während der Bauplanung&lt;br /&gt;
*mangelnde Kommunikation zwischen Nutzern, Planern, Betreibern und Bauherren&lt;br /&gt;
*unkoordinierte Inbetriebnahme von neu erstellten Gebäuden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgaben&lt;br /&gt;
*keine Verankerung im Leitbild der Hochschule&lt;br /&gt;
*kein Klimaschutzkonzept mit definierten, priorisierten Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäudebestand&lt;br /&gt;
*unzureichende Messarchitektur&lt;br /&gt;
*hoher Technisierungsgrad bei Neubauten&lt;br /&gt;
*kein strukturiertes Flächenmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschullogik&lt;br /&gt;
*starke Egoismen der Fachbereiche&lt;br /&gt;
*schwere Einflussnahme auf Verhalten von Mitarbeitenden und Studierenden&lt;br /&gt;
*häufig wechselnde Akteure in der Mitgliedschaft der Hochschule&lt;br /&gt;
*fehlende Absprachen der beteiligten Serviceeinheiten der Hochschulen&lt;br /&gt;
*unklare Grenzen zwischen Komfort und Freiheit von Forschung und Lehre&lt;br /&gt;
*Spannungsfeld zwischen dem Ziel Energieeinsparung und energieintensiver Forschung mit Großgeräten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Treiber (nicht zu verwechseln mit Maßnahmen)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesetze, Normen, Zertifikate&lt;br /&gt;
*konkrete gesetzliche Vorgaben (insbesondere EnEV bzw. das künftige GEG, EEG, KWKG)&lt;br /&gt;
*AMEV Technisches Monitoring 2017&lt;br /&gt;
*Betrachtung der Lebenszykluskosten von Gebäuden (BNB Zertifikate)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenz&lt;br /&gt;
*Vernetzung und Kompetenzerweiterung des Fachpersonals&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fördermittel&lt;br /&gt;
*Bereitstellung von Fördermitteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Fortschritte&lt;br /&gt;
*Digitalisierung im Gebäudemanagement&lt;br /&gt;
*Einsatz erneuerbarer Energien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerer Druck&lt;br /&gt;
*öffentliche Diskussion zum Klimaschutz&lt;br /&gt;
*Thematisierung in den Zielvereinbarungen und Hochschulentwicklungsplänen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===6. Maßnahmen zur Implementierung===&lt;br /&gt;
Für eine Implementierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz kann strukturell zwischen strategischen und operativen unterschieden werden. Hierbei sind die strategischen dadurch charakterisiert, dass sie „gute Rahmenbedingungen“ für die operativen schaffen. Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen benannt und Beispiele für „good practice“ angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====6.1. Strategisch====&lt;br /&gt;
=====6.1.1. Governancestrukturen schaffen=====&lt;br /&gt;
Governance kann verstanden werden als Aufgabe, die Prozesse für einen erfolgreichen Klimaschutz geordnet zu koordinieren. Für eine Governance, explizit auch zum Klimaschutz bzw. zur Energieeffizenz, kann für den Praxis-betrieb auf die Bereiche Politik, Profession, Organisation, Wissen und Öffentlichkeit aus dem Governance-Regler zurückgegriffen werden, der im Handlungsfeld Governance von HOCHN entwickelt wurde und in der Evaluation der Nachhaltigkeitskonzepte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt einem Praxistest unterzogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessi-schen Landesregierung. HIS-HE:Forum, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeitsgovernance an Hochschulen - BETA, Oktober 2018:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/2-handlungsfelder/01-governance.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Berlin: Nachhaltigkeitsrat.&lt;br /&gt;
Der Nachhaltigkeitsrat wurde im Jahr 2018 Gegründet und besteht aus gewählten Mitgliedern der TU Berlin sowie externen Teilnehmenden. Der Nachhaltigkeitsrat ist darüber hinaus ein offenes Gremium, in dem jede und jeder willkommen ist, der sich für die nachhaltige Entwicklung der TU Berlin interessiert und daran mitwirken möchte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltigkeitsrat.tu-berlin.de/menue/nachhaltigkeitsrat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Runder Tisch zur nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;
Der Runde Tisch „Nachhaltige Entwicklung der HNEE“ wurde 2010 als demokratisches, von allen Interessengrup-pen der Hochschule gemeinsam getragenes und gestaltetes Gremium von der heutigen Nachhaltigkeitsmanage-rin und der Koordinatorin für die familienfreundliche Hochschule ins Leben gerufen. Ziel ist eine gemeinsame, von allen Hochschulgruppen entwickelte, umfassende nachhaltige Entwicklung an der HNEE.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement-an-der-HNEE/Beteiligung-und-Mitmachen/Runder-Tisch-Nachhaltigkeit/Runder-Tisch-zur-nachhaltigen-HNEE-Entwicklung-E6093.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Nachhaltigkeitsleitlinien.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/uni/nachhaltige-hochschule/home/nachhaltigkeitsleitlinien/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Harz: Senatskommission &amp;quot;Nachhaltige Hochschule Harz&amp;quot;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-harz.de/nachhaltige_hs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FU Berlin: Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.2. Controllingkonzept umsetzen=====&lt;br /&gt;
Controlling meint, die Aktivitäten zur Energieeffizienz gezielt zu steuern. Das Controlling fußt damit auf einer quantitativen Grundlage. Dieses kann die zahlenmäßige und graphische Auswertung der monatlichen Ver-brauchsdaten (gebäudebezogen) sein, um Veränderungen erkennen zu können und um die Nutzer zu informieren und zu motivieren sowie die gezielte Beobachtung der den konkreten Maßnahmen zugeordneten Zähler. Um die Zielsetzung für das Controlling-Konzept zu erreichen (insb. die Wirksamkeitsmessung), sind folgende Strukturen als Rahmenbedingungen zu schaffen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übergabe der operativen Verantwortung an speziell ausgebildetes Fachpersonal (für Klimaschutz) mit zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
*Gründung eines Klimaschutzbeirats mit Kontroll- und Lenkungsfunktion (dieses kann der Umweltaus-schuss übernehmen).&lt;br /&gt;
*Durchführung regelmäßiger Audits zur Überprüfung des Projektfortschritts und Messbarkeit über ein Kennzahlsystem herstellen (als Elemente im Managementkreislauf: plan (Ziele, Verantwortungen, Res-sourcen festlegen), do (Durchführung gemäß Planung), check (Zielerreichung prüfen, Fehler erheben), act (Fehler analysieren, Lösungsmöglichkeiten finden und auswählen).&lt;br /&gt;
*Sicherung der Finanzierung (ggf. über einen Klimaschutz-Etat).&lt;br /&gt;
*Etablieren eines Berichtswesens, auch für die Hochschulleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Hochschulen haben aktuell eine Beteiligung an einem normierten Umweltmanagementsystem nach EMAS:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt: Beteiligung an EMASplus.&lt;br /&gt;
Als erste Universität in Deutschland hat die KU das Zertifikat „EMASplus“ erhalten. Grundlage dafür ist die Etablie-rung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagements, das Ökologie, Soziales und Ökonomie umfasst. Damit verpflichtet sich die Katholische Universität dazu, ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Wirkungen re-gelmäßig systematisch überprüfen zu lassen und kontinuierlich zu optimieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.ku.de/kommunikation/presse/pi/einzelansicht/article/ku-erhaelt-als-erste-universitaet-in-deutschland-das-zertifikat-emasplus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 79 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule RheinMain: Klimaschutzkonzept Hochschule RheinMain. Abschlussbericht, Juni 2018, S. 67 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-rm.de/fileadmin/Home/Hochschule/Veroeffentlichungen/Klimaschutz/20180815_Abschlussbericht_KlischKo_HSRM_final.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzkonzept der HNE Eberswalde.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/_obj/67605A07-D2ED-4886-8A7C-BEB532B8044E/outline/Klimaschutzkonzept_HNEE.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaschutzkonzept der Universität Kiel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaschutzkonzept&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Klimaschutzbericht der Hochschule Osnabrück.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/wie-die-hochschule-osnabrueck-ihren-co2-fussabdruck-um-fast-70-prozent-verkleinert-hat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.3. Klimaneutralität formulieren=====&lt;br /&gt;
Klimaneutralität beinhaltet, für einen selbstgesteckten Rahmen (z. B. Gebäudebetrieb, Mobilität, Konsum) die klimarelevanten Emissionen zu beziffern, sie zu minimieren oder substituieren und verbleibende Emissionen auch zu kompensieren. Die Zielsetzung, als Hochschule klimaneutral zu werden, wird auf ein Datum bezogen, z.B. auf das Jahr 2035. Die Zeitspanne bis zur Klimaneutralität und die bis dahin noch emittierten Tonnen CO2 müssen aus den Zielsetzungen zur Eingrenzung der Erderwärmung abgeleitet werden. Die Formulierung einer Klimaneutrali-tät ist somit immer Angelegenheit der Hochschule als Ganzes, also der Hochschulleitung. Formulierte Klimaneut-ralität ist auch ein Aspekt von Governance und hochschulöffentlich. Klimaneutralität ist für Hochschulen realisier-bar, dieses hat eine Studie von HIS-HE belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J., Person, R.-D. (2019): Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus. Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung. HIS-HE:Medium, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golüke, H.: Ökostrom beziehen ist gut - reicht aber nicht! In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen, Nr. 1 ,2019, S. 18 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Die Leuphana Universität Lüneburg hat sich 2007 das Ziel der Klimaneutralität gesetzt und dieses im Jahr 2014 erreicht. Dabei konnten 50 Prozent Primärenergie und 30 Prozent Endenergie eingespart werden. Grundlage der Erreichung der Klimaneutralität ist der effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen in allen Teilbereichen der Universität. Die Themenfelder sind Energieeffizienz, Einsatz regenerativer Energien, Förderung einer klimascho-nenden Mobilität und der nachhaltigen Beschaffung, die in vielen Einzelmaßnahmen sukzessive implementiert und optimiert wurden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
www.leuphana.de/klimaneutral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Düsseldorf: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Hochschule Düsseldorf hat am 19.11.2019 Klimaschutz-Leitlinien beschlossen und dabei die CO2-Klimaneutralität bis 2030 als konkretes Klimaschutz-Ziel festgelegt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-duesseldorf.de/personen/salvagno/klimaschutz?showarrows=1&amp;amp;sid=maysmcrsi1wnydumut54ns5v&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement/Nachhaltige-Hochschule/Klimaneutralitt/Klimaneutralitt-K6435.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaneutrale-universitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Trier, Umweltcampus Birkenfeld: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochschule-trier.de/hochschule/hochschulportraet/drei-campus/umwelt-campus-birkenfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pv-magazine.de/2020/06/09/htw-berlin-bekommt-zwei-photovoltaik-anlagen-mit-zusammen-280-kilowatt-leistung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freie Universität Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2019/fup_19_398-klimanotstand/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.4. Energieflüsse abbilden=====&lt;br /&gt;
Um überhaupt den Umgang mit Energie zum Thema zu machen, ist ein Messsystem erforderlich, welches die Verbräuche erfasst und die Energieflüsse durch die Hochschule abbildet (siehe Abbildung 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nachhaltiges Energiemanagement.png]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Datei:Nachhaltiges_Energiemanagement.png&amp;diff=5981</id>
		<title>Datei:Nachhaltiges Energiemanagement.png</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Datei:Nachhaltiges_Energiemanagement.png&amp;diff=5981"/>
		<updated>2020-11-25T20:45:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: Potentielle Energieeinflüsse durch die Hochschule (Grafik von HIS-HE: CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Potentielle Energieeinflüsse durch die Hochschule (Grafik von HIS-HE: CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5980</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Energiemanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5980"/>
		<updated>2020-11-25T20:35:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: /* 6.1.2. Controllingkonzept umsetzen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Nachhaltiges Energiemanagement, nachhaltiger Umgang mit Energie ==&lt;br /&gt;
===1. Betroffener Personenkreis===&lt;br /&gt;
Der Beitrag richtet sich an das Fachpersonal im technischen Gebäudemanagement, welches auf der operativen Ebene mit der Bereitstellung von Energie sowie dem Management der Energienutzung betraut ist. Darüber hin-aus werden strukturelle Hinweise gegeben, die für das Leitungspersonal relevant sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2. Relevanz===&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Gebäudemanagements besteht darin, optimale Bedingungen für die Kernaufgaben der Hoch-schulen zu schaffen. Hierzu zählt auch das Bereitstellen von und der Umgang mit Energie. Vor diesem Hintergrund bewegt sich dieses Handlungsfeld immer in einem besonderen Spannungsfeld, wenn auch ein effizienter, mög-lichst sparsamer Einsatz von Energie erfolgen soll, um CO2 und Kosten einzusparen. Potentielle Zielkonflikte zwi-schen dem Anspruch, bestmögliche Voraussetzungen für Forschung und Lehre zu schaffen und gleichzeitig Ener-gie effizient einzusetzen, sind der Organisation Hochschule immanent.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind gesetzliche Vorgaben (siehe unten) und Kostenaspekte (insb. steigende Energiekosten) Rah-menbedingungen, die dem Thema Energieeinsatz eine Relevanz geben. Die zentrale Facette scheint allerdings der stetig zunehmende öffentliche, gesellschaftliche Druck zum aktiven Klimaschutz zu sein, der insbesondere von Hochschulen und den Mitgliedern ausgeht und sehr stark von den wissenschaftlichen Erkenntnissen und konkre-ten Zielvorgaben gestützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3. Gesetzliche Grundlagen===&lt;br /&gt;
Gesetzliche Vorgaben existieren, um Gebäude nach hohem Energieeffizienzstandard zu errichten bzw. zu sanieren und den energieeffizienten Betrieb bereits in der Phase des Planens zu berücksichtigen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesetzliche Rahmen für bauliche Maßnahmen wurde bisher durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmG) verbindlich festgelegt. Mit dem geplanten Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) &amp;lt;ref&amp;gt;Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz - GEG), Entwurfsstand: 03.07.2020 (nach Zustimmung im Bundesrat).&amp;lt;/ref&amp;gt; ab November 2020 werden die bisherigen Regelungen aus EnEG, EnEV und EEWärmeG in einem Gesetz zusammengefasst. Grundlage der bisherigen nationalen Regelungen sind die Richtlinien der EU, insbesondere als Basis für die o. g. gesetzlichen Regelungen die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen ergeben sich Anforderungen aus den gesetzlichen Regelungen im Rahmen von EnEG, EnEV, EEWärmeG bzw. zukünftig GEG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sanierungs- und Neubaumaßnahmen: Baubezogene Regelungen, Energieausweise für Gebäude, Standards für „Niedrigstenergie-Gebäude“&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
* Betrieb von Gebäuden und technischen Anlagen: Energetische Inspektion (Klimaanlagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der GEG-Einführung sind zunächst keine Verschärfungen der bisherigen Regelungen der EnEV vorgesehen. Eine Überprüfung dieser Standards ist erst für das Jahr 2023 vorgesehen. Neu sind dagegen eine Innovationsklausel und der so genannte Quartiersansatz. Zunächst befristet bis Ende 2023 sind damit Möglichkeiten zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen anstelle des Primärenergieeinsatzes sowie eine gemeinsame Berücksichtigung von Gebäuden an einem zusammenhängenden Standort möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Regelungen aus den EU-Richtlinien werden erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt. Das „Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität“ (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) – kurz: GEIG – gehört dazu und bezieht die in 2018 aktualisierten Regelungen der EU-Gebäuderichtlinie von 2010 ein.  Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat dazu den Gesetzentwurf ausgearbeitet, der für Baumaßnahmen (Neubau und umfassende Sanierungen) ab dem 11. März 2021 relevant werden soll. Bei Nicht-Wohngebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen muss demnach mindestens jeder fünfte Stellplatz entsprechend ausgerüstet und mindestens ein Ladepunkt errichtet werden. Ab 2025 muss jedes (bestehende) nicht zum Wohnen genutzte Gebäude mit mehr als zwanzig Stellplätzen mit mindestens einem Ladepunkt ausgestattet werden &amp;lt;ref&amp;gt;Entwurf eines Gesetzes zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz – GEIG), Stand: 04.03.2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind weitere gesetzliche Regelungen, die im Zusammenhang mit dem Bezug und der Nutzung von Energie stehen für die Hochschulen von Bedeutung. Beispielhaft genannt werden hier &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Service/Gesetzeskarte/gesetzeskarte.html&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das insbesondere die Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien festlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), das die Förderungen für hocheffizienter KWK-Anlagen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das die Rahmenbedingungen für eine „sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Gas“ festlegt und insbesondere für Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze im Rahmen der Versorgung Dritter von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stromsteuergesetz (StromStG), das die Besteuerung von Strom sowie auch die Ermäßigung oder die Befreiung von der Steuer unter bestimmten Voraussetzungen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Treibhausgas-Emissionshandels-Gesetz (TEHG), auf dessen Grundlage der Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen in einem EU-weiten Emissionshandelssystem basiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) zur Regelung der Voraussetzungen für die Einführung und den Betrieb eines Anlagenregisters für Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Grubengas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der übergeordneten Ebene der EU ist weiterhin der „Klima- und energiepolitische Rahmen“ mit den  EU-weiten Zielvorgaben und politischen Zielen für den Zeitraum 2021 bis 2030 zu benennen, an dem sich die nationale Gesetzgebung orientieren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen von Bedeutung dürfte die Herausstellung der „Vorbildfunktion der öffentlichen Hand“ wie aktuell in § 4 des GEG bzw. § 1a EEWärmeG und EnEG § 2a (Niedrigstenergiegebäude) sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: Noch Kundenanlage oder schon Netz? BGH-Urteil liefert konkrete Hinweise, aber keine allgemeingültige Lösung. In: HIS:Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2020, S.3&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091621&amp;amp;hash=ad71f51ce9852bb0df44a036090d20859fd000cc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2020-02_Energierecht.pdf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===4. Ziele===&lt;br /&gt;
Für einen nachhaltigen Umgang mit Energie können sich Hochschulen, insbesondere wenn die CO2-Emissionen ein zentraler Indikator sein sollen, bei der Zielsetzung an drei wesentlichen Handlungsfeldern orientieren; diese lauten: Minimieren, substituieren und kompensieren von CO2-Emissionen. Wesentlich dabei ist die Prämisse: Minimierung vor Substitution vor Kompensation.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Minimierung&#039;&#039;&#039; bedeutet, tatsächlich weniger Energie zu verbrauchen, also den Energieverbrauch reduzieren und bei gleichem Energieträger eine Verringerung der CO2-Emissionen erzielen (z. B. technische oder organisatori-sche Maßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Substitution&#039;&#039;&#039; bedeutet, emissionsarme Energieträger einzusetzen. Bei gleichem Energieverbrauch werden damit Energieträger genutzt, die weniger CO2-Emissionen verursachen (z. B. Kauf von Ökostrom).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompensation&#039;&#039;&#039; bedeutet, für selber verursachte CO2-Emissionen an anderer Stelle eine CO2-Senke zu schaffen (z. B. Kauf von Zertifikaten, Organisation eigener Projekte). Gesetzlich sanktionierte Beispiele hierfür finden sich im Immissionsschutzrecht (z. B. §§ 17 ff. BImSchG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===5. Hemmnisse und Treiber===&lt;br /&gt;
Ein nachhaltiges Energiemanagement ist eingebettet in die Organisation (Strukturen) und den praktischen Betrieb (operative Handlungsmöglichkeiten) der Hochschule. Auf diesen beiden Ebenen können strukturell folgende Hemmnisse und Treiber für die Umsetzung eines nachhaltigen Umgangs mit Energie identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hemmnisse&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ressourcenmangel&lt;br /&gt;
*fehlende personelle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende Sichtweise auf langfristigere Effekte und die Externalisierung der Kosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsprozess&lt;br /&gt;
*limitierte Zeit für Planungsaufgaben sowie Fehler während der Bauplanung&lt;br /&gt;
*mangelnde Kommunikation zwischen Nutzern, Planern, Betreibern und Bauherren&lt;br /&gt;
*unkoordinierte Inbetriebnahme von neu erstellten Gebäuden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgaben&lt;br /&gt;
*keine Verankerung im Leitbild der Hochschule&lt;br /&gt;
*kein Klimaschutzkonzept mit definierten, priorisierten Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäudebestand&lt;br /&gt;
*unzureichende Messarchitektur&lt;br /&gt;
*hoher Technisierungsgrad bei Neubauten&lt;br /&gt;
*kein strukturiertes Flächenmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschullogik&lt;br /&gt;
*starke Egoismen der Fachbereiche&lt;br /&gt;
*schwere Einflussnahme auf Verhalten von Mitarbeitenden und Studierenden&lt;br /&gt;
*häufig wechselnde Akteure in der Mitgliedschaft der Hochschule&lt;br /&gt;
*fehlende Absprachen der beteiligten Serviceeinheiten der Hochschulen&lt;br /&gt;
*unklare Grenzen zwischen Komfort und Freiheit von Forschung und Lehre&lt;br /&gt;
*Spannungsfeld zwischen dem Ziel Energieeinsparung und energieintensiver Forschung mit Großgeräten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Treiber (nicht zu verwechseln mit Maßnahmen)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesetze, Normen, Zertifikate&lt;br /&gt;
*konkrete gesetzliche Vorgaben (insbesondere EnEV bzw. das künftige GEG, EEG, KWKG)&lt;br /&gt;
*AMEV Technisches Monitoring 2017&lt;br /&gt;
*Betrachtung der Lebenszykluskosten von Gebäuden (BNB Zertifikate)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenz&lt;br /&gt;
*Vernetzung und Kompetenzerweiterung des Fachpersonals&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fördermittel&lt;br /&gt;
*Bereitstellung von Fördermitteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Fortschritte&lt;br /&gt;
*Digitalisierung im Gebäudemanagement&lt;br /&gt;
*Einsatz erneuerbarer Energien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerer Druck&lt;br /&gt;
*öffentliche Diskussion zum Klimaschutz&lt;br /&gt;
*Thematisierung in den Zielvereinbarungen und Hochschulentwicklungsplänen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===6. Maßnahmen zur Implementierung===&lt;br /&gt;
Für eine Implementierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz kann strukturell zwischen strategischen und operativen unterschieden werden. Hierbei sind die strategischen dadurch charakterisiert, dass sie „gute Rahmenbedingungen“ für die operativen schaffen. Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen benannt und Beispiele für „good practice“ angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====6.1. Strategisch====&lt;br /&gt;
=====6.1.1. Governancestrukturen schaffen=====&lt;br /&gt;
Governance kann verstanden werden als Aufgabe, die Prozesse für einen erfolgreichen Klimaschutz geordnet zu koordinieren. Für eine Governance, explizit auch zum Klimaschutz bzw. zur Energieeffizenz, kann für den Praxis-betrieb auf die Bereiche Politik, Profession, Organisation, Wissen und Öffentlichkeit aus dem Governance-Regler zurückgegriffen werden, der im Handlungsfeld Governance von HOCHN entwickelt wurde und in der Evaluation der Nachhaltigkeitskonzepte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt einem Praxistest unterzogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessi-schen Landesregierung. HIS-HE:Forum, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeitsgovernance an Hochschulen - BETA, Oktober 2018:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/2-handlungsfelder/01-governance.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Berlin: Nachhaltigkeitsrat.&lt;br /&gt;
Der Nachhaltigkeitsrat wurde im Jahr 2018 Gegründet und besteht aus gewählten Mitgliedern der TU Berlin sowie externen Teilnehmenden. Der Nachhaltigkeitsrat ist darüber hinaus ein offenes Gremium, in dem jede und jeder willkommen ist, der sich für die nachhaltige Entwicklung der TU Berlin interessiert und daran mitwirken möchte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltigkeitsrat.tu-berlin.de/menue/nachhaltigkeitsrat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Runder Tisch zur nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;
Der Runde Tisch „Nachhaltige Entwicklung der HNEE“ wurde 2010 als demokratisches, von allen Interessengrup-pen der Hochschule gemeinsam getragenes und gestaltetes Gremium von der heutigen Nachhaltigkeitsmanage-rin und der Koordinatorin für die familienfreundliche Hochschule ins Leben gerufen. Ziel ist eine gemeinsame, von allen Hochschulgruppen entwickelte, umfassende nachhaltige Entwicklung an der HNEE.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement-an-der-HNEE/Beteiligung-und-Mitmachen/Runder-Tisch-Nachhaltigkeit/Runder-Tisch-zur-nachhaltigen-HNEE-Entwicklung-E6093.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Nachhaltigkeitsleitlinien.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/uni/nachhaltige-hochschule/home/nachhaltigkeitsleitlinien/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Harz: Senatskommission &amp;quot;Nachhaltige Hochschule Harz&amp;quot;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-harz.de/nachhaltige_hs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FU Berlin: Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.2. Controllingkonzept umsetzen=====&lt;br /&gt;
Controlling meint, die Aktivitäten zur Energieeffizienz gezielt zu steuern. Das Controlling fußt damit auf einer quantitativen Grundlage. Dieses kann die zahlenmäßige und graphische Auswertung der monatlichen Ver-brauchsdaten (gebäudebezogen) sein, um Veränderungen erkennen zu können und um die Nutzer zu informieren und zu motivieren sowie die gezielte Beobachtung der den konkreten Maßnahmen zugeordneten Zähler. Um die Zielsetzung für das Controlling-Konzept zu erreichen (insb. die Wirksamkeitsmessung), sind folgende Strukturen als Rahmenbedingungen zu schaffen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übergabe der operativen Verantwortung an speziell ausgebildetes Fachpersonal (für Klimaschutz) mit zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
*Gründung eines Klimaschutzbeirats mit Kontroll- und Lenkungsfunktion (dieses kann der Umweltaus-schuss übernehmen).&lt;br /&gt;
*Durchführung regelmäßiger Audits zur Überprüfung des Projektfortschritts und Messbarkeit über ein Kennzahlsystem herstellen (als Elemente im Managementkreislauf: plan (Ziele, Verantwortungen, Res-sourcen festlegen), do (Durchführung gemäß Planung), check (Zielerreichung prüfen, Fehler erheben), act (Fehler analysieren, Lösungsmöglichkeiten finden und auswählen).&lt;br /&gt;
*Sicherung der Finanzierung (ggf. über einen Klimaschutz-Etat).&lt;br /&gt;
*Etablieren eines Berichtswesens, auch für die Hochschulleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Hochschulen haben aktuell eine Beteiligung an einem normierten Umweltmanagementsystem nach EMAS:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt: Beteiligung an EMASplus.&lt;br /&gt;
Als erste Universität in Deutschland hat die KU das Zertifikat „EMASplus“ erhalten. Grundlage dafür ist die Etablie-rung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagements, das Ökologie, Soziales und Ökonomie umfasst. Damit verpflichtet sich die Katholische Universität dazu, ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Wirkungen re-gelmäßig systematisch überprüfen zu lassen und kontinuierlich zu optimieren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.ku.de/kommunikation/presse/pi/einzelansicht/article/ku-erhaelt-als-erste-universitaet-in-deutschland-das-zertifikat-emasplus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 79 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule RheinMain: Klimaschutzkonzept Hochschule RheinMain. Abschlussbericht, Juni 2018, S. 67 ff.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-rm.de/fileadmin/Home/Hochschule/Veroeffentlichungen/Klimaschutz/20180815_Abschlussbericht_KlischKo_HSRM_final.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzkonzept der HNE Eberswalde.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/_obj/67605A07-D2ED-4886-8A7C-BEB532B8044E/outline/Klimaschutzkonzept_HNEE.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaschutzkonzept der Universität Kiel.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaschutzkonzept&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Klimaschutzbericht der Hochschule Osnabrück.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/wie-die-hochschule-osnabrueck-ihren-co2-fussabdruck-um-fast-70-prozent-verkleinert-hat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.3. Klimaneutralität formulieren=====&lt;br /&gt;
Klimaneutralität beinhaltet, für einen selbstgesteckten Rahmen (z. B. Gebäudebetrieb, Mobilität, Konsum) die klimarelevanten Emissionen zu beziffern, sie zu minimieren oder substituieren und verbleibende Emissionen auch zu kompensieren. Die Zielsetzung, als Hochschule klimaneutral zu werden, wird auf ein Datum bezogen, z.B. auf das Jahr 2035. Die Zeitspanne bis zur Klimaneutralität und die bis dahin noch emittierten Tonnen CO2 müssen aus den Zielsetzungen zur Eingrenzung der Erderwärmung abgeleitet werden. Die Formulierung einer Klimaneutrali-tät ist somit immer Angelegenheit der Hochschule als Ganzes, also der Hochschulleitung. Formulierte Klimaneut-ralität ist auch ein Aspekt von Governance und hochschulöffentlich. Klimaneutralität ist für Hochschulen realisier-bar, dieses hat eine Studie von HIS-HE belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J., Person, R.-D. (2019): Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus. Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung. HIS-HE:Medium, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golüke, H.: Ökostrom beziehen ist gut - reicht aber nicht! In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen, Nr. 1 ,2019, S. 18 f.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Die Leuphana Universität Lüneburg hat sich 2007 das Ziel der Klimaneutralität gesetzt und dieses im Jahr 2014 erreicht. Dabei konnten 50 Prozent Primärenergie und 30 Prozent Endenergie eingespart werden. Grundlage der Erreichung der Klimaneutralität ist der effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen in allen Teilbereichen der Universität. Die Themenfelder sind Energieeffizienz, Einsatz regenerativer Energien, Förderung einer klimascho-nenden Mobilität und der nachhaltigen Beschaffung, die in vielen Einzelmaßnahmen sukzessive implementiert und optimiert wurden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
www.leuphana.de/klimaneutral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Düsseldorf: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Hochschule Düsseldorf hat am 19.11.2019 Klimaschutz-Leitlinien beschlossen und dabei die CO2-Klimaneutralität bis 2030 als konkretes Klimaschutz-Ziel festgelegt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-duesseldorf.de/personen/salvagno/klimaschutz?showarrows=1&amp;amp;sid=maysmcrsi1wnydumut54ns5v&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement/Nachhaltige-Hochschule/Klimaneutralitt/Klimaneutralitt-K6435.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaneutrale-universitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Trier, Umweltcampus Birkenfeld: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochschule-trier.de/hochschule/hochschulportraet/drei-campus/umwelt-campus-birkenfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.pv-magazine.de/2020/06/09/htw-berlin-bekommt-zwei-photovoltaik-anlagen-mit-zusammen-280-kilowatt-leistung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freie Universität Berlin: Klimaneutralität.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2019/fup_19_398-klimanotstand/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.4. Energieflüsse abbilden=====&lt;br /&gt;
Um überhaupt den Umgang mit Energie zum Thema zu machen, ist ein Messsystem erforderlich, welches die Verbräuche erfasst und die Energieflüsse durch die Hochschule abbildet (siehe Abbildung 1).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5979</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Energiemanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5979"/>
		<updated>2020-11-25T20:30:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: /* 6.1.1. Governancestrukturen schaffen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Nachhaltiges Energiemanagement, nachhaltiger Umgang mit Energie ==&lt;br /&gt;
===1. Betroffener Personenkreis===&lt;br /&gt;
Der Beitrag richtet sich an das Fachpersonal im technischen Gebäudemanagement, welches auf der operativen Ebene mit der Bereitstellung von Energie sowie dem Management der Energienutzung betraut ist. Darüber hin-aus werden strukturelle Hinweise gegeben, die für das Leitungspersonal relevant sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2. Relevanz===&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Gebäudemanagements besteht darin, optimale Bedingungen für die Kernaufgaben der Hoch-schulen zu schaffen. Hierzu zählt auch das Bereitstellen von und der Umgang mit Energie. Vor diesem Hintergrund bewegt sich dieses Handlungsfeld immer in einem besonderen Spannungsfeld, wenn auch ein effizienter, mög-lichst sparsamer Einsatz von Energie erfolgen soll, um CO2 und Kosten einzusparen. Potentielle Zielkonflikte zwi-schen dem Anspruch, bestmögliche Voraussetzungen für Forschung und Lehre zu schaffen und gleichzeitig Ener-gie effizient einzusetzen, sind der Organisation Hochschule immanent.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind gesetzliche Vorgaben (siehe unten) und Kostenaspekte (insb. steigende Energiekosten) Rah-menbedingungen, die dem Thema Energieeinsatz eine Relevanz geben. Die zentrale Facette scheint allerdings der stetig zunehmende öffentliche, gesellschaftliche Druck zum aktiven Klimaschutz zu sein, der insbesondere von Hochschulen und den Mitgliedern ausgeht und sehr stark von den wissenschaftlichen Erkenntnissen und konkre-ten Zielvorgaben gestützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3. Gesetzliche Grundlagen===&lt;br /&gt;
Gesetzliche Vorgaben existieren, um Gebäude nach hohem Energieeffizienzstandard zu errichten bzw. zu sanieren und den energieeffizienten Betrieb bereits in der Phase des Planens zu berücksichtigen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesetzliche Rahmen für bauliche Maßnahmen wurde bisher durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmG) verbindlich festgelegt. Mit dem geplanten Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) &amp;lt;ref&amp;gt;Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz - GEG), Entwurfsstand: 03.07.2020 (nach Zustimmung im Bundesrat).&amp;lt;/ref&amp;gt; ab November 2020 werden die bisherigen Regelungen aus EnEG, EnEV und EEWärmeG in einem Gesetz zusammengefasst. Grundlage der bisherigen nationalen Regelungen sind die Richtlinien der EU, insbesondere als Basis für die o. g. gesetzlichen Regelungen die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen ergeben sich Anforderungen aus den gesetzlichen Regelungen im Rahmen von EnEG, EnEV, EEWärmeG bzw. zukünftig GEG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sanierungs- und Neubaumaßnahmen: Baubezogene Regelungen, Energieausweise für Gebäude, Standards für „Niedrigstenergie-Gebäude“&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
* Betrieb von Gebäuden und technischen Anlagen: Energetische Inspektion (Klimaanlagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der GEG-Einführung sind zunächst keine Verschärfungen der bisherigen Regelungen der EnEV vorgesehen. Eine Überprüfung dieser Standards ist erst für das Jahr 2023 vorgesehen. Neu sind dagegen eine Innovationsklausel und der so genannte Quartiersansatz. Zunächst befristet bis Ende 2023 sind damit Möglichkeiten zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen anstelle des Primärenergieeinsatzes sowie eine gemeinsame Berücksichtigung von Gebäuden an einem zusammenhängenden Standort möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Regelungen aus den EU-Richtlinien werden erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt. Das „Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität“ (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) – kurz: GEIG – gehört dazu und bezieht die in 2018 aktualisierten Regelungen der EU-Gebäuderichtlinie von 2010 ein.  Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat dazu den Gesetzentwurf ausgearbeitet, der für Baumaßnahmen (Neubau und umfassende Sanierungen) ab dem 11. März 2021 relevant werden soll. Bei Nicht-Wohngebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen muss demnach mindestens jeder fünfte Stellplatz entsprechend ausgerüstet und mindestens ein Ladepunkt errichtet werden. Ab 2025 muss jedes (bestehende) nicht zum Wohnen genutzte Gebäude mit mehr als zwanzig Stellplätzen mit mindestens einem Ladepunkt ausgestattet werden &amp;lt;ref&amp;gt;Entwurf eines Gesetzes zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz – GEIG), Stand: 04.03.2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind weitere gesetzliche Regelungen, die im Zusammenhang mit dem Bezug und der Nutzung von Energie stehen für die Hochschulen von Bedeutung. Beispielhaft genannt werden hier &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Service/Gesetzeskarte/gesetzeskarte.html&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das insbesondere die Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien festlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), das die Förderungen für hocheffizienter KWK-Anlagen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das die Rahmenbedingungen für eine „sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Gas“ festlegt und insbesondere für Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze im Rahmen der Versorgung Dritter von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stromsteuergesetz (StromStG), das die Besteuerung von Strom sowie auch die Ermäßigung oder die Befreiung von der Steuer unter bestimmten Voraussetzungen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Treibhausgas-Emissionshandels-Gesetz (TEHG), auf dessen Grundlage der Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen in einem EU-weiten Emissionshandelssystem basiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) zur Regelung der Voraussetzungen für die Einführung und den Betrieb eines Anlagenregisters für Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Grubengas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der übergeordneten Ebene der EU ist weiterhin der „Klima- und energiepolitische Rahmen“ mit den  EU-weiten Zielvorgaben und politischen Zielen für den Zeitraum 2021 bis 2030 zu benennen, an dem sich die nationale Gesetzgebung orientieren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen von Bedeutung dürfte die Herausstellung der „Vorbildfunktion der öffentlichen Hand“ wie aktuell in § 4 des GEG bzw. § 1a EEWärmeG und EnEG § 2a (Niedrigstenergiegebäude) sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: Noch Kundenanlage oder schon Netz? BGH-Urteil liefert konkrete Hinweise, aber keine allgemeingültige Lösung. In: HIS:Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2020, S.3&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091621&amp;amp;hash=ad71f51ce9852bb0df44a036090d20859fd000cc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2020-02_Energierecht.pdf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===4. Ziele===&lt;br /&gt;
Für einen nachhaltigen Umgang mit Energie können sich Hochschulen, insbesondere wenn die CO2-Emissionen ein zentraler Indikator sein sollen, bei der Zielsetzung an drei wesentlichen Handlungsfeldern orientieren; diese lauten: Minimieren, substituieren und kompensieren von CO2-Emissionen. Wesentlich dabei ist die Prämisse: Minimierung vor Substitution vor Kompensation.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Minimierung&#039;&#039;&#039; bedeutet, tatsächlich weniger Energie zu verbrauchen, also den Energieverbrauch reduzieren und bei gleichem Energieträger eine Verringerung der CO2-Emissionen erzielen (z. B. technische oder organisatori-sche Maßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Substitution&#039;&#039;&#039; bedeutet, emissionsarme Energieträger einzusetzen. Bei gleichem Energieverbrauch werden damit Energieträger genutzt, die weniger CO2-Emissionen verursachen (z. B. Kauf von Ökostrom).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompensation&#039;&#039;&#039; bedeutet, für selber verursachte CO2-Emissionen an anderer Stelle eine CO2-Senke zu schaffen (z. B. Kauf von Zertifikaten, Organisation eigener Projekte). Gesetzlich sanktionierte Beispiele hierfür finden sich im Immissionsschutzrecht (z. B. §§ 17 ff. BImSchG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===5. Hemmnisse und Treiber===&lt;br /&gt;
Ein nachhaltiges Energiemanagement ist eingebettet in die Organisation (Strukturen) und den praktischen Betrieb (operative Handlungsmöglichkeiten) der Hochschule. Auf diesen beiden Ebenen können strukturell folgende Hemmnisse und Treiber für die Umsetzung eines nachhaltigen Umgangs mit Energie identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hemmnisse&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ressourcenmangel&lt;br /&gt;
*fehlende personelle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende Sichtweise auf langfristigere Effekte und die Externalisierung der Kosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsprozess&lt;br /&gt;
*limitierte Zeit für Planungsaufgaben sowie Fehler während der Bauplanung&lt;br /&gt;
*mangelnde Kommunikation zwischen Nutzern, Planern, Betreibern und Bauherren&lt;br /&gt;
*unkoordinierte Inbetriebnahme von neu erstellten Gebäuden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgaben&lt;br /&gt;
*keine Verankerung im Leitbild der Hochschule&lt;br /&gt;
*kein Klimaschutzkonzept mit definierten, priorisierten Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäudebestand&lt;br /&gt;
*unzureichende Messarchitektur&lt;br /&gt;
*hoher Technisierungsgrad bei Neubauten&lt;br /&gt;
*kein strukturiertes Flächenmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschullogik&lt;br /&gt;
*starke Egoismen der Fachbereiche&lt;br /&gt;
*schwere Einflussnahme auf Verhalten von Mitarbeitenden und Studierenden&lt;br /&gt;
*häufig wechselnde Akteure in der Mitgliedschaft der Hochschule&lt;br /&gt;
*fehlende Absprachen der beteiligten Serviceeinheiten der Hochschulen&lt;br /&gt;
*unklare Grenzen zwischen Komfort und Freiheit von Forschung und Lehre&lt;br /&gt;
*Spannungsfeld zwischen dem Ziel Energieeinsparung und energieintensiver Forschung mit Großgeräten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Treiber (nicht zu verwechseln mit Maßnahmen)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesetze, Normen, Zertifikate&lt;br /&gt;
*konkrete gesetzliche Vorgaben (insbesondere EnEV bzw. das künftige GEG, EEG, KWKG)&lt;br /&gt;
*AMEV Technisches Monitoring 2017&lt;br /&gt;
*Betrachtung der Lebenszykluskosten von Gebäuden (BNB Zertifikate)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenz&lt;br /&gt;
*Vernetzung und Kompetenzerweiterung des Fachpersonals&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fördermittel&lt;br /&gt;
*Bereitstellung von Fördermitteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Fortschritte&lt;br /&gt;
*Digitalisierung im Gebäudemanagement&lt;br /&gt;
*Einsatz erneuerbarer Energien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerer Druck&lt;br /&gt;
*öffentliche Diskussion zum Klimaschutz&lt;br /&gt;
*Thematisierung in den Zielvereinbarungen und Hochschulentwicklungsplänen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===6. Maßnahmen zur Implementierung===&lt;br /&gt;
Für eine Implementierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz kann strukturell zwischen strategischen und operativen unterschieden werden. Hierbei sind die strategischen dadurch charakterisiert, dass sie „gute Rahmenbedingungen“ für die operativen schaffen. Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen benannt und Beispiele für „good practice“ angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====6.1. Strategisch====&lt;br /&gt;
=====6.1.1. Governancestrukturen schaffen=====&lt;br /&gt;
Governance kann verstanden werden als Aufgabe, die Prozesse für einen erfolgreichen Klimaschutz geordnet zu koordinieren. Für eine Governance, explizit auch zum Klimaschutz bzw. zur Energieeffizenz, kann für den Praxis-betrieb auf die Bereiche Politik, Profession, Organisation, Wissen und Öffentlichkeit aus dem Governance-Regler zurückgegriffen werden, der im Handlungsfeld Governance von HOCHN entwickelt wurde und in der Evaluation der Nachhaltigkeitskonzepte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt einem Praxistest unterzogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessi-schen Landesregierung. HIS-HE:Forum, Nr. 3, 2020&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeitsgovernance an Hochschulen - BETA, Oktober 2018:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/2-handlungsfelder/01-governance.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Berlin: Nachhaltigkeitsrat.&lt;br /&gt;
Der Nachhaltigkeitsrat wurde im Jahr 2018 Gegründet und besteht aus gewählten Mitgliedern der TU Berlin sowie externen Teilnehmenden. Der Nachhaltigkeitsrat ist darüber hinaus ein offenes Gremium, in dem jede und jeder willkommen ist, der sich für die nachhaltige Entwicklung der TU Berlin interessiert und daran mitwirken möchte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.nachhaltigkeitsrat.tu-berlin.de/menue/nachhaltigkeitsrat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Runder Tisch zur nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;
Der Runde Tisch „Nachhaltige Entwicklung der HNEE“ wurde 2010 als demokratisches, von allen Interessengrup-pen der Hochschule gemeinsam getragenes und gestaltetes Gremium von der heutigen Nachhaltigkeitsmanage-rin und der Koordinatorin für die familienfreundliche Hochschule ins Leben gerufen. Ziel ist eine gemeinsame, von allen Hochschulgruppen entwickelte, umfassende nachhaltige Entwicklung an der HNEE.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement-an-der-HNEE/Beteiligung-und-Mitmachen/Runder-Tisch-Nachhaltigkeit/Runder-Tisch-zur-nachhaltigen-HNEE-Entwicklung-E6093.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Nachhaltigkeitsleitlinien.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/uni/nachhaltige-hochschule/home/nachhaltigkeitsleitlinien/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Harz: Senatskommission &amp;quot;Nachhaltige Hochschule Harz&amp;quot;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.hs-harz.de/nachhaltige_hs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FU Berlin: Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.2. Controllingkonzept umsetzen=====&lt;br /&gt;
Controlling meint, die Aktivitäten zur Energieeffizienz gezielt zu steuern. Das Controlling fußt damit auf einer quantitativen Grundlage. Dieses kann die zahlenmäßige und graphische Auswertung der monatlichen Ver-brauchsdaten (gebäudebezogen) sein, um Veränderungen erkennen zu können und um die Nutzer zu informieren und zu motivieren sowie die gezielte Beobachtung der den konkreten Maßnahmen zugeordneten Zähler. Um die Zielsetzung für das Controlling-Konzept zu erreichen (insb. die Wirksamkeitsmessung), sind folgende Strukturen als Rahmenbedingungen zu schaffen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übergabe der operativen Verantwortung an speziell ausgebildetes Fachpersonal (für Klimaschutz) mit zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
•	Gründung eines Klimaschutzbeirats mit Kontroll- und Lenkungsfunktion (dieses kann der Umweltaus-schuss übernehmen).&lt;br /&gt;
•	Durchführung regelmäßiger Audits zur Überprüfung des Projektfortschritts und Messbarkeit über ein Kennzahlsystem herstellen (als Elemente im Managementkreislauf: plan (Ziele, Verantwortungen, Res-sourcen festlegen), do (Durchführung gemäß Planung), check (Zielerreichung prüfen, Fehler erheben), act (Fehler analysieren, Lösungsmöglichkeiten finden und auswählen).&lt;br /&gt;
•	Sicherung der Finanzierung (ggf. über einen Klimaschutz-Etat).&lt;br /&gt;
•	Etablieren eines Berichtswesens, auch für die Hochschulleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Hochschulen haben aktuell eine Beteiligung an einem normierten Umweltmanagementsystem nach EMAS:&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Good practice&lt;br /&gt;
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt: Beteiligung an EMASplus.&lt;br /&gt;
Als erste Universität in Deutschland hat die KU das Zertifikat „EMASplus“ erhalten. Grundlage dafür ist die Etablie-rung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagements, das Ökologie, Soziales und Ökonomie umfasst. Damit verpflichtet sich die Katholische Universität dazu, ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Wirkungen re-gelmäßig systematisch überprüfen zu lassen und kontinuierlich zu optimieren. &lt;br /&gt;
https://www.ku.de/kommunikation/presse/pi/einzelansicht/article/ku-erhaelt-als-erste-universitaet-in-deutschland-das-zertifikat-emasplus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 79 ff. &lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule RheinMain: Klimaschutzkonzept Hochschule RheinMain. Abschlussbericht, Juni 2018, S. 67 ff.&lt;br /&gt;
https://www.hs-rm.de/fileadmin/Home/Hochschule/Veroeffentlichungen/Klimaschutz/20180815_Abschlussbericht_KlischKo_HSRM_final.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzkonzept der HNE Eberswalde.&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/_obj/67605A07-D2ED-4886-8A7C-BEB532B8044E/outline/Klimaschutzkonzept_HNEE.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaschutzkonzept der Universität Kiel.&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaschutzkonzept&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Klimaschutzbericht der Hochschule Osnabrück.&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/wie-die-hochschule-osnabrueck-ihren-co2-fussabdruck-um-fast-70-prozent-verkleinert-hat/&lt;br /&gt;
6.1.3.	Klimaneutralität formulieren&lt;br /&gt;
Klimaneutralität beinhaltet, für einen selbstgesteckten Rahmen (z. B. Gebäudebetrieb, Mobilität, Konsum) die klimarelevanten Emissionen zu beziffern, sie zu minimieren oder substituieren und verbleibende Emissionen auch zu kompensieren. Die Zielsetzung, als Hochschule klimaneutral zu werden, wird auf ein Datum bezogen, z.B. auf das Jahr 2035. Die Zeitspanne bis zur Klimaneutralität und die bis dahin noch emittierten Tonnen CO2 müssen aus den Zielsetzungen zur Eingrenzung der Erderwärmung abgeleitet werden. Die Formulierung einer Klimaneutrali-tät ist somit immer Angelegenheit der Hochschule als Ganzes, also der Hochschulleitung. Formulierte Klimaneut-ralität ist auch ein Aspekt von Governance und hochschulöffentlich. Klimaneutralität ist für Hochschulen realisier-bar, dieses hat eine Studie von HIS-HE belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Literatur&lt;br /&gt;
Müller, J., Person, R.-D. (2019): Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus. Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung. HIS-HE:Medium, Nr. 3, 2020&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golüke, H.: Ökostrom beziehen ist gut - reicht aber nicht! In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen, Nr. 1 ,2019, S. 18 f.&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Good practice&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Die Leuphana Universität Lüneburg hat sich 2007 das Ziel der Klimaneutralität gesetzt und dieses im Jahr 2014 erreicht. Dabei konnten 50 Prozent Primärenergie und 30 Prozent Endenergie eingespart werden. Grundlage der Erreichung der Klimaneutralität ist der effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen in allen Teilbereichen der Universität. Die Themenfelder sind Energieeffizienz, Einsatz regenerativer Energien, Förderung einer klimascho-nenden Mobilität und der nachhaltigen Beschaffung, die in vielen Einzelmaßnahmen sukzessive implementiert und optimiert wurden. &lt;br /&gt;
www.leuphana.de/klimaneutral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Düsseldorf: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Hochschule Düsseldorf hat am 19.11.2019 Klimaschutz-Leitlinien beschlossen und dabei die CO2-Klimaneutralität bis 2030 als konkretes Klimaschutz-Ziel festgelegt. &lt;br /&gt;
https://www.hs-duesseldorf.de/personen/salvagno/klimaschutz?showarrows=1&amp;amp;sid=maysmcrsi1wnydumut54ns5v&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement/Nachhaltige-Hochschule/Klimaneutralitt/Klimaneutralitt-K6435.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaneutrale-universitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Trier, Umweltcampus Birkenfeld: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
https://www.hochschule-trier.de/hochschule/hochschulportraet/drei-campus/umwelt-campus-birkenfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
https://www.pv-magazine.de/2020/06/09/htw-berlin-bekommt-zwei-photovoltaik-anlagen-mit-zusammen-280-kilowatt-leistung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freie Universität Berlin: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2019/fup_19_398-klimanotstand/index.html&lt;br /&gt;
6.1.4.	Energieflüsse abbilden&lt;br /&gt;
Um überhaupt den Umgang mit Energie zum Thema zu machen, ist ein Messsystem erforderlich, welches die Verbräuche erfasst und die Energieflüsse durch die Hochschule abbildet (siehe Abbildung 1).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5978</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Energiemanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5978"/>
		<updated>2020-11-25T20:26:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: /* 6.1.1. Governancestrukturen schaffen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Nachhaltiges Energiemanagement, nachhaltiger Umgang mit Energie ==&lt;br /&gt;
===1. Betroffener Personenkreis===&lt;br /&gt;
Der Beitrag richtet sich an das Fachpersonal im technischen Gebäudemanagement, welches auf der operativen Ebene mit der Bereitstellung von Energie sowie dem Management der Energienutzung betraut ist. Darüber hin-aus werden strukturelle Hinweise gegeben, die für das Leitungspersonal relevant sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2. Relevanz===&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Gebäudemanagements besteht darin, optimale Bedingungen für die Kernaufgaben der Hoch-schulen zu schaffen. Hierzu zählt auch das Bereitstellen von und der Umgang mit Energie. Vor diesem Hintergrund bewegt sich dieses Handlungsfeld immer in einem besonderen Spannungsfeld, wenn auch ein effizienter, mög-lichst sparsamer Einsatz von Energie erfolgen soll, um CO2 und Kosten einzusparen. Potentielle Zielkonflikte zwi-schen dem Anspruch, bestmögliche Voraussetzungen für Forschung und Lehre zu schaffen und gleichzeitig Ener-gie effizient einzusetzen, sind der Organisation Hochschule immanent.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind gesetzliche Vorgaben (siehe unten) und Kostenaspekte (insb. steigende Energiekosten) Rah-menbedingungen, die dem Thema Energieeinsatz eine Relevanz geben. Die zentrale Facette scheint allerdings der stetig zunehmende öffentliche, gesellschaftliche Druck zum aktiven Klimaschutz zu sein, der insbesondere von Hochschulen und den Mitgliedern ausgeht und sehr stark von den wissenschaftlichen Erkenntnissen und konkre-ten Zielvorgaben gestützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3. Gesetzliche Grundlagen===&lt;br /&gt;
Gesetzliche Vorgaben existieren, um Gebäude nach hohem Energieeffizienzstandard zu errichten bzw. zu sanieren und den energieeffizienten Betrieb bereits in der Phase des Planens zu berücksichtigen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesetzliche Rahmen für bauliche Maßnahmen wurde bisher durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmG) verbindlich festgelegt. Mit dem geplanten Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) &amp;lt;ref&amp;gt;Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz - GEG), Entwurfsstand: 03.07.2020 (nach Zustimmung im Bundesrat).&amp;lt;/ref&amp;gt; ab November 2020 werden die bisherigen Regelungen aus EnEG, EnEV und EEWärmeG in einem Gesetz zusammengefasst. Grundlage der bisherigen nationalen Regelungen sind die Richtlinien der EU, insbesondere als Basis für die o. g. gesetzlichen Regelungen die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen ergeben sich Anforderungen aus den gesetzlichen Regelungen im Rahmen von EnEG, EnEV, EEWärmeG bzw. zukünftig GEG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sanierungs- und Neubaumaßnahmen: Baubezogene Regelungen, Energieausweise für Gebäude, Standards für „Niedrigstenergie-Gebäude“&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
* Betrieb von Gebäuden und technischen Anlagen: Energetische Inspektion (Klimaanlagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der GEG-Einführung sind zunächst keine Verschärfungen der bisherigen Regelungen der EnEV vorgesehen. Eine Überprüfung dieser Standards ist erst für das Jahr 2023 vorgesehen. Neu sind dagegen eine Innovationsklausel und der so genannte Quartiersansatz. Zunächst befristet bis Ende 2023 sind damit Möglichkeiten zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen anstelle des Primärenergieeinsatzes sowie eine gemeinsame Berücksichtigung von Gebäuden an einem zusammenhängenden Standort möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Regelungen aus den EU-Richtlinien werden erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt. Das „Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität“ (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) – kurz: GEIG – gehört dazu und bezieht die in 2018 aktualisierten Regelungen der EU-Gebäuderichtlinie von 2010 ein.  Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat dazu den Gesetzentwurf ausgearbeitet, der für Baumaßnahmen (Neubau und umfassende Sanierungen) ab dem 11. März 2021 relevant werden soll. Bei Nicht-Wohngebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen muss demnach mindestens jeder fünfte Stellplatz entsprechend ausgerüstet und mindestens ein Ladepunkt errichtet werden. Ab 2025 muss jedes (bestehende) nicht zum Wohnen genutzte Gebäude mit mehr als zwanzig Stellplätzen mit mindestens einem Ladepunkt ausgestattet werden &amp;lt;ref&amp;gt;Entwurf eines Gesetzes zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz – GEIG), Stand: 04.03.2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind weitere gesetzliche Regelungen, die im Zusammenhang mit dem Bezug und der Nutzung von Energie stehen für die Hochschulen von Bedeutung. Beispielhaft genannt werden hier &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Service/Gesetzeskarte/gesetzeskarte.html&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das insbesondere die Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien festlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), das die Förderungen für hocheffizienter KWK-Anlagen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das die Rahmenbedingungen für eine „sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Gas“ festlegt und insbesondere für Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze im Rahmen der Versorgung Dritter von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stromsteuergesetz (StromStG), das die Besteuerung von Strom sowie auch die Ermäßigung oder die Befreiung von der Steuer unter bestimmten Voraussetzungen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Treibhausgas-Emissionshandels-Gesetz (TEHG), auf dessen Grundlage der Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen in einem EU-weiten Emissionshandelssystem basiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) zur Regelung der Voraussetzungen für die Einführung und den Betrieb eines Anlagenregisters für Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Grubengas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der übergeordneten Ebene der EU ist weiterhin der „Klima- und energiepolitische Rahmen“ mit den  EU-weiten Zielvorgaben und politischen Zielen für den Zeitraum 2021 bis 2030 zu benennen, an dem sich die nationale Gesetzgebung orientieren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen von Bedeutung dürfte die Herausstellung der „Vorbildfunktion der öffentlichen Hand“ wie aktuell in § 4 des GEG bzw. § 1a EEWärmeG und EnEG § 2a (Niedrigstenergiegebäude) sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: Noch Kundenanlage oder schon Netz? BGH-Urteil liefert konkrete Hinweise, aber keine allgemeingültige Lösung. In: HIS:Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2020, S.3&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091621&amp;amp;hash=ad71f51ce9852bb0df44a036090d20859fd000cc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2020-02_Energierecht.pdf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===4. Ziele===&lt;br /&gt;
Für einen nachhaltigen Umgang mit Energie können sich Hochschulen, insbesondere wenn die CO2-Emissionen ein zentraler Indikator sein sollen, bei der Zielsetzung an drei wesentlichen Handlungsfeldern orientieren; diese lauten: Minimieren, substituieren und kompensieren von CO2-Emissionen. Wesentlich dabei ist die Prämisse: Minimierung vor Substitution vor Kompensation.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Minimierung&#039;&#039;&#039; bedeutet, tatsächlich weniger Energie zu verbrauchen, also den Energieverbrauch reduzieren und bei gleichem Energieträger eine Verringerung der CO2-Emissionen erzielen (z. B. technische oder organisatori-sche Maßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Substitution&#039;&#039;&#039; bedeutet, emissionsarme Energieträger einzusetzen. Bei gleichem Energieverbrauch werden damit Energieträger genutzt, die weniger CO2-Emissionen verursachen (z. B. Kauf von Ökostrom).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompensation&#039;&#039;&#039; bedeutet, für selber verursachte CO2-Emissionen an anderer Stelle eine CO2-Senke zu schaffen (z. B. Kauf von Zertifikaten, Organisation eigener Projekte). Gesetzlich sanktionierte Beispiele hierfür finden sich im Immissionsschutzrecht (z. B. §§ 17 ff. BImSchG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===5. Hemmnisse und Treiber===&lt;br /&gt;
Ein nachhaltiges Energiemanagement ist eingebettet in die Organisation (Strukturen) und den praktischen Betrieb (operative Handlungsmöglichkeiten) der Hochschule. Auf diesen beiden Ebenen können strukturell folgende Hemmnisse und Treiber für die Umsetzung eines nachhaltigen Umgangs mit Energie identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hemmnisse&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ressourcenmangel&lt;br /&gt;
*fehlende personelle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende Sichtweise auf langfristigere Effekte und die Externalisierung der Kosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsprozess&lt;br /&gt;
*limitierte Zeit für Planungsaufgaben sowie Fehler während der Bauplanung&lt;br /&gt;
*mangelnde Kommunikation zwischen Nutzern, Planern, Betreibern und Bauherren&lt;br /&gt;
*unkoordinierte Inbetriebnahme von neu erstellten Gebäuden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgaben&lt;br /&gt;
*keine Verankerung im Leitbild der Hochschule&lt;br /&gt;
*kein Klimaschutzkonzept mit definierten, priorisierten Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäudebestand&lt;br /&gt;
*unzureichende Messarchitektur&lt;br /&gt;
*hoher Technisierungsgrad bei Neubauten&lt;br /&gt;
*kein strukturiertes Flächenmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschullogik&lt;br /&gt;
*starke Egoismen der Fachbereiche&lt;br /&gt;
*schwere Einflussnahme auf Verhalten von Mitarbeitenden und Studierenden&lt;br /&gt;
*häufig wechselnde Akteure in der Mitgliedschaft der Hochschule&lt;br /&gt;
*fehlende Absprachen der beteiligten Serviceeinheiten der Hochschulen&lt;br /&gt;
*unklare Grenzen zwischen Komfort und Freiheit von Forschung und Lehre&lt;br /&gt;
*Spannungsfeld zwischen dem Ziel Energieeinsparung und energieintensiver Forschung mit Großgeräten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Treiber (nicht zu verwechseln mit Maßnahmen)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesetze, Normen, Zertifikate&lt;br /&gt;
*konkrete gesetzliche Vorgaben (insbesondere EnEV bzw. das künftige GEG, EEG, KWKG)&lt;br /&gt;
*AMEV Technisches Monitoring 2017&lt;br /&gt;
*Betrachtung der Lebenszykluskosten von Gebäuden (BNB Zertifikate)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenz&lt;br /&gt;
*Vernetzung und Kompetenzerweiterung des Fachpersonals&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fördermittel&lt;br /&gt;
*Bereitstellung von Fördermitteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Fortschritte&lt;br /&gt;
*Digitalisierung im Gebäudemanagement&lt;br /&gt;
*Einsatz erneuerbarer Energien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerer Druck&lt;br /&gt;
*öffentliche Diskussion zum Klimaschutz&lt;br /&gt;
*Thematisierung in den Zielvereinbarungen und Hochschulentwicklungsplänen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===6. Maßnahmen zur Implementierung===&lt;br /&gt;
Für eine Implementierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz kann strukturell zwischen strategischen und operativen unterschieden werden. Hierbei sind die strategischen dadurch charakterisiert, dass sie „gute Rahmenbedingungen“ für die operativen schaffen. Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen benannt und Beispiele für „good practice“ angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====6.1. Strategisch====&lt;br /&gt;
=====6.1.1. Governancestrukturen schaffen=====&lt;br /&gt;
Governance kann verstanden werden als Aufgabe, die Prozesse für einen erfolgreichen Klimaschutz geordnet zu koordinieren. Für eine Governance, explizit auch zum Klimaschutz bzw. zur Energieeffizenz, kann für den Praxis-betrieb auf die Bereiche Politik, Profession, Organisation, Wissen und Öffentlichkeit aus dem Governance-Regler zurückgegriffen werden, der im Handlungsfeld Governance von HOCHN entwickelt wurde und in der Evaluation der Nachhaltigkeitskonzepte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt einem Praxistest unterzogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessi-schen Landesregierung. HIS-HE:Forum, Nr. 3, 2020&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeitsgovernance an Hochschulen - BETA, Oktober 2018: &lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/2-handlungsfelder/01-governance.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Good practice&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TU Berlin: Nachhaltigkeitsrat.&lt;br /&gt;
Der Nachhaltigkeitsrat wurde im Jahr 2018 Gegründet und besteht aus gewählten Mitgliedern der TU Berlin sowie externen Teilnehmenden. Der Nachhaltigkeitsrat ist darüber hinaus ein offenes Gremium, in dem jede und jeder willkommen ist, der sich für die nachhaltige Entwicklung der TU Berlin interessiert und daran mitwirken möchte. &lt;br /&gt;
https://www.nachhaltigkeitsrat.tu-berlin.de/menue/nachhaltigkeitsrat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Runder Tisch zur nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;
Der Runde Tisch „Nachhaltige Entwicklung der HNEE“ wurde 2010 als demokratisches, von allen Interessengrup-pen der Hochschule gemeinsam getragenes und gestaltetes Gremium von der heutigen Nachhaltigkeitsmanage-rin und der Koordinatorin für die familienfreundliche Hochschule ins Leben gerufen. Ziel ist eine gemeinsame, von allen Hochschulgruppen entwickelte, umfassende nachhaltige Entwicklung an der HNEE.&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement-an-der-HNEE/Beteiligung-und-Mitmachen/Runder-Tisch-Nachhaltigkeit/Runder-Tisch-zur-nachhaltigen-HNEE-Entwicklung-E6093.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Nachhaltigkeitsleitlinien.&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/uni/nachhaltige-hochschule/home/nachhaltigkeitsleitlinien/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Harz: Senatskommission &amp;quot;Nachhaltige Hochschule Harz&amp;quot;.&lt;br /&gt;
https://www.hs-harz.de/nachhaltige_hs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FU Berlin: Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie.&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/index.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====6.1.2. Controllingkonzept umsetzen=====&lt;br /&gt;
Controlling meint, die Aktivitäten zur Energieeffizienz gezielt zu steuern. Das Controlling fußt damit auf einer quantitativen Grundlage. Dieses kann die zahlenmäßige und graphische Auswertung der monatlichen Ver-brauchsdaten (gebäudebezogen) sein, um Veränderungen erkennen zu können und um die Nutzer zu informieren und zu motivieren sowie die gezielte Beobachtung der den konkreten Maßnahmen zugeordneten Zähler. Um die Zielsetzung für das Controlling-Konzept zu erreichen (insb. die Wirksamkeitsmessung), sind folgende Strukturen als Rahmenbedingungen zu schaffen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übergabe der operativen Verantwortung an speziell ausgebildetes Fachpersonal (für Klimaschutz) mit zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
•	Gründung eines Klimaschutzbeirats mit Kontroll- und Lenkungsfunktion (dieses kann der Umweltaus-schuss übernehmen).&lt;br /&gt;
•	Durchführung regelmäßiger Audits zur Überprüfung des Projektfortschritts und Messbarkeit über ein Kennzahlsystem herstellen (als Elemente im Managementkreislauf: plan (Ziele, Verantwortungen, Res-sourcen festlegen), do (Durchführung gemäß Planung), check (Zielerreichung prüfen, Fehler erheben), act (Fehler analysieren, Lösungsmöglichkeiten finden und auswählen).&lt;br /&gt;
•	Sicherung der Finanzierung (ggf. über einen Klimaschutz-Etat).&lt;br /&gt;
•	Etablieren eines Berichtswesens, auch für die Hochschulleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Hochschulen haben aktuell eine Beteiligung an einem normierten Umweltmanagementsystem nach EMAS:&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Good practice&lt;br /&gt;
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt: Beteiligung an EMASplus.&lt;br /&gt;
Als erste Universität in Deutschland hat die KU das Zertifikat „EMASplus“ erhalten. Grundlage dafür ist die Etablie-rung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagements, das Ökologie, Soziales und Ökonomie umfasst. Damit verpflichtet sich die Katholische Universität dazu, ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Wirkungen re-gelmäßig systematisch überprüfen zu lassen und kontinuierlich zu optimieren. &lt;br /&gt;
https://www.ku.de/kommunikation/presse/pi/einzelansicht/article/ku-erhaelt-als-erste-universitaet-in-deutschland-das-zertifikat-emasplus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 79 ff. &lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule RheinMain: Klimaschutzkonzept Hochschule RheinMain. Abschlussbericht, Juni 2018, S. 67 ff.&lt;br /&gt;
https://www.hs-rm.de/fileadmin/Home/Hochschule/Veroeffentlichungen/Klimaschutz/20180815_Abschlussbericht_KlischKo_HSRM_final.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzkonzept der HNE Eberswalde.&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/_obj/67605A07-D2ED-4886-8A7C-BEB532B8044E/outline/Klimaschutzkonzept_HNEE.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaschutzkonzept der Universität Kiel.&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaschutzkonzept&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Klimaschutzbericht der Hochschule Osnabrück.&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/wie-die-hochschule-osnabrueck-ihren-co2-fussabdruck-um-fast-70-prozent-verkleinert-hat/&lt;br /&gt;
6.1.3.	Klimaneutralität formulieren&lt;br /&gt;
Klimaneutralität beinhaltet, für einen selbstgesteckten Rahmen (z. B. Gebäudebetrieb, Mobilität, Konsum) die klimarelevanten Emissionen zu beziffern, sie zu minimieren oder substituieren und verbleibende Emissionen auch zu kompensieren. Die Zielsetzung, als Hochschule klimaneutral zu werden, wird auf ein Datum bezogen, z.B. auf das Jahr 2035. Die Zeitspanne bis zur Klimaneutralität und die bis dahin noch emittierten Tonnen CO2 müssen aus den Zielsetzungen zur Eingrenzung der Erderwärmung abgeleitet werden. Die Formulierung einer Klimaneutrali-tät ist somit immer Angelegenheit der Hochschule als Ganzes, also der Hochschulleitung. Formulierte Klimaneut-ralität ist auch ein Aspekt von Governance und hochschulöffentlich. Klimaneutralität ist für Hochschulen realisier-bar, dieses hat eine Studie von HIS-HE belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Literatur&lt;br /&gt;
Müller, J., Person, R.-D. (2019): Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus. Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung. HIS-HE:Medium, Nr. 3, 2020&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golüke, H.: Ökostrom beziehen ist gut - reicht aber nicht! In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen, Nr. 1 ,2019, S. 18 f.&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Good practice&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Die Leuphana Universität Lüneburg hat sich 2007 das Ziel der Klimaneutralität gesetzt und dieses im Jahr 2014 erreicht. Dabei konnten 50 Prozent Primärenergie und 30 Prozent Endenergie eingespart werden. Grundlage der Erreichung der Klimaneutralität ist der effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen in allen Teilbereichen der Universität. Die Themenfelder sind Energieeffizienz, Einsatz regenerativer Energien, Förderung einer klimascho-nenden Mobilität und der nachhaltigen Beschaffung, die in vielen Einzelmaßnahmen sukzessive implementiert und optimiert wurden. &lt;br /&gt;
www.leuphana.de/klimaneutral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Düsseldorf: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Hochschule Düsseldorf hat am 19.11.2019 Klimaschutz-Leitlinien beschlossen und dabei die CO2-Klimaneutralität bis 2030 als konkretes Klimaschutz-Ziel festgelegt. &lt;br /&gt;
https://www.hs-duesseldorf.de/personen/salvagno/klimaschutz?showarrows=1&amp;amp;sid=maysmcrsi1wnydumut54ns5v&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement/Nachhaltige-Hochschule/Klimaneutralitt/Klimaneutralitt-K6435.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaneutrale-universitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Trier, Umweltcampus Birkenfeld: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
https://www.hochschule-trier.de/hochschule/hochschulportraet/drei-campus/umwelt-campus-birkenfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
https://www.pv-magazine.de/2020/06/09/htw-berlin-bekommt-zwei-photovoltaik-anlagen-mit-zusammen-280-kilowatt-leistung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freie Universität Berlin: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2019/fup_19_398-klimanotstand/index.html&lt;br /&gt;
6.1.4.	Energieflüsse abbilden&lt;br /&gt;
Um überhaupt den Umgang mit Energie zum Thema zu machen, ist ein Messsystem erforderlich, welches die Verbräuche erfasst und die Energieflüsse durch die Hochschule abbildet (siehe Abbildung 1).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5977</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Energiemanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5977"/>
		<updated>2020-11-25T20:24:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: /* 5. Hemmnisse und Treiber */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Nachhaltiges Energiemanagement, nachhaltiger Umgang mit Energie ==&lt;br /&gt;
===1. Betroffener Personenkreis===&lt;br /&gt;
Der Beitrag richtet sich an das Fachpersonal im technischen Gebäudemanagement, welches auf der operativen Ebene mit der Bereitstellung von Energie sowie dem Management der Energienutzung betraut ist. Darüber hin-aus werden strukturelle Hinweise gegeben, die für das Leitungspersonal relevant sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2. Relevanz===&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Gebäudemanagements besteht darin, optimale Bedingungen für die Kernaufgaben der Hoch-schulen zu schaffen. Hierzu zählt auch das Bereitstellen von und der Umgang mit Energie. Vor diesem Hintergrund bewegt sich dieses Handlungsfeld immer in einem besonderen Spannungsfeld, wenn auch ein effizienter, mög-lichst sparsamer Einsatz von Energie erfolgen soll, um CO2 und Kosten einzusparen. Potentielle Zielkonflikte zwi-schen dem Anspruch, bestmögliche Voraussetzungen für Forschung und Lehre zu schaffen und gleichzeitig Ener-gie effizient einzusetzen, sind der Organisation Hochschule immanent.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind gesetzliche Vorgaben (siehe unten) und Kostenaspekte (insb. steigende Energiekosten) Rah-menbedingungen, die dem Thema Energieeinsatz eine Relevanz geben. Die zentrale Facette scheint allerdings der stetig zunehmende öffentliche, gesellschaftliche Druck zum aktiven Klimaschutz zu sein, der insbesondere von Hochschulen und den Mitgliedern ausgeht und sehr stark von den wissenschaftlichen Erkenntnissen und konkre-ten Zielvorgaben gestützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3. Gesetzliche Grundlagen===&lt;br /&gt;
Gesetzliche Vorgaben existieren, um Gebäude nach hohem Energieeffizienzstandard zu errichten bzw. zu sanieren und den energieeffizienten Betrieb bereits in der Phase des Planens zu berücksichtigen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesetzliche Rahmen für bauliche Maßnahmen wurde bisher durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmG) verbindlich festgelegt. Mit dem geplanten Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) &amp;lt;ref&amp;gt;Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz - GEG), Entwurfsstand: 03.07.2020 (nach Zustimmung im Bundesrat).&amp;lt;/ref&amp;gt; ab November 2020 werden die bisherigen Regelungen aus EnEG, EnEV und EEWärmeG in einem Gesetz zusammengefasst. Grundlage der bisherigen nationalen Regelungen sind die Richtlinien der EU, insbesondere als Basis für die o. g. gesetzlichen Regelungen die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen ergeben sich Anforderungen aus den gesetzlichen Regelungen im Rahmen von EnEG, EnEV, EEWärmeG bzw. zukünftig GEG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sanierungs- und Neubaumaßnahmen: Baubezogene Regelungen, Energieausweise für Gebäude, Standards für „Niedrigstenergie-Gebäude“&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
* Betrieb von Gebäuden und technischen Anlagen: Energetische Inspektion (Klimaanlagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der GEG-Einführung sind zunächst keine Verschärfungen der bisherigen Regelungen der EnEV vorgesehen. Eine Überprüfung dieser Standards ist erst für das Jahr 2023 vorgesehen. Neu sind dagegen eine Innovationsklausel und der so genannte Quartiersansatz. Zunächst befristet bis Ende 2023 sind damit Möglichkeiten zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen anstelle des Primärenergieeinsatzes sowie eine gemeinsame Berücksichtigung von Gebäuden an einem zusammenhängenden Standort möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Regelungen aus den EU-Richtlinien werden erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt. Das „Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität“ (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) – kurz: GEIG – gehört dazu und bezieht die in 2018 aktualisierten Regelungen der EU-Gebäuderichtlinie von 2010 ein.  Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat dazu den Gesetzentwurf ausgearbeitet, der für Baumaßnahmen (Neubau und umfassende Sanierungen) ab dem 11. März 2021 relevant werden soll. Bei Nicht-Wohngebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen muss demnach mindestens jeder fünfte Stellplatz entsprechend ausgerüstet und mindestens ein Ladepunkt errichtet werden. Ab 2025 muss jedes (bestehende) nicht zum Wohnen genutzte Gebäude mit mehr als zwanzig Stellplätzen mit mindestens einem Ladepunkt ausgestattet werden &amp;lt;ref&amp;gt;Entwurf eines Gesetzes zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz – GEIG), Stand: 04.03.2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind weitere gesetzliche Regelungen, die im Zusammenhang mit dem Bezug und der Nutzung von Energie stehen für die Hochschulen von Bedeutung. Beispielhaft genannt werden hier &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Service/Gesetzeskarte/gesetzeskarte.html&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das insbesondere die Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien festlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), das die Förderungen für hocheffizienter KWK-Anlagen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das die Rahmenbedingungen für eine „sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Gas“ festlegt und insbesondere für Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze im Rahmen der Versorgung Dritter von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stromsteuergesetz (StromStG), das die Besteuerung von Strom sowie auch die Ermäßigung oder die Befreiung von der Steuer unter bestimmten Voraussetzungen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Treibhausgas-Emissionshandels-Gesetz (TEHG), auf dessen Grundlage der Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen in einem EU-weiten Emissionshandelssystem basiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) zur Regelung der Voraussetzungen für die Einführung und den Betrieb eines Anlagenregisters für Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Grubengas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der übergeordneten Ebene der EU ist weiterhin der „Klima- und energiepolitische Rahmen“ mit den  EU-weiten Zielvorgaben und politischen Zielen für den Zeitraum 2021 bis 2030 zu benennen, an dem sich die nationale Gesetzgebung orientieren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen von Bedeutung dürfte die Herausstellung der „Vorbildfunktion der öffentlichen Hand“ wie aktuell in § 4 des GEG bzw. § 1a EEWärmeG und EnEG § 2a (Niedrigstenergiegebäude) sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: Noch Kundenanlage oder schon Netz? BGH-Urteil liefert konkrete Hinweise, aber keine allgemeingültige Lösung. In: HIS:Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2020, S.3&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091621&amp;amp;hash=ad71f51ce9852bb0df44a036090d20859fd000cc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2020-02_Energierecht.pdf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===4. Ziele===&lt;br /&gt;
Für einen nachhaltigen Umgang mit Energie können sich Hochschulen, insbesondere wenn die CO2-Emissionen ein zentraler Indikator sein sollen, bei der Zielsetzung an drei wesentlichen Handlungsfeldern orientieren; diese lauten: Minimieren, substituieren und kompensieren von CO2-Emissionen. Wesentlich dabei ist die Prämisse: Minimierung vor Substitution vor Kompensation.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Minimierung&#039;&#039;&#039; bedeutet, tatsächlich weniger Energie zu verbrauchen, also den Energieverbrauch reduzieren und bei gleichem Energieträger eine Verringerung der CO2-Emissionen erzielen (z. B. technische oder organisatori-sche Maßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Substitution&#039;&#039;&#039; bedeutet, emissionsarme Energieträger einzusetzen. Bei gleichem Energieverbrauch werden damit Energieträger genutzt, die weniger CO2-Emissionen verursachen (z. B. Kauf von Ökostrom).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompensation&#039;&#039;&#039; bedeutet, für selber verursachte CO2-Emissionen an anderer Stelle eine CO2-Senke zu schaffen (z. B. Kauf von Zertifikaten, Organisation eigener Projekte). Gesetzlich sanktionierte Beispiele hierfür finden sich im Immissionsschutzrecht (z. B. §§ 17 ff. BImSchG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===5. Hemmnisse und Treiber===&lt;br /&gt;
Ein nachhaltiges Energiemanagement ist eingebettet in die Organisation (Strukturen) und den praktischen Betrieb (operative Handlungsmöglichkeiten) der Hochschule. Auf diesen beiden Ebenen können strukturell folgende Hemmnisse und Treiber für die Umsetzung eines nachhaltigen Umgangs mit Energie identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hemmnisse&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ressourcenmangel&lt;br /&gt;
*fehlende personelle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
*fehlende Sichtweise auf langfristigere Effekte und die Externalisierung der Kosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsprozess&lt;br /&gt;
*limitierte Zeit für Planungsaufgaben sowie Fehler während der Bauplanung&lt;br /&gt;
*mangelnde Kommunikation zwischen Nutzern, Planern, Betreibern und Bauherren&lt;br /&gt;
*unkoordinierte Inbetriebnahme von neu erstellten Gebäuden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgaben&lt;br /&gt;
*keine Verankerung im Leitbild der Hochschule&lt;br /&gt;
*kein Klimaschutzkonzept mit definierten, priorisierten Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäudebestand&lt;br /&gt;
*unzureichende Messarchitektur&lt;br /&gt;
*hoher Technisierungsgrad bei Neubauten&lt;br /&gt;
*kein strukturiertes Flächenmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschullogik&lt;br /&gt;
*starke Egoismen der Fachbereiche&lt;br /&gt;
*schwere Einflussnahme auf Verhalten von Mitarbeitenden und Studierenden&lt;br /&gt;
*häufig wechselnde Akteure in der Mitgliedschaft der Hochschule&lt;br /&gt;
*fehlende Absprachen der beteiligten Serviceeinheiten der Hochschulen&lt;br /&gt;
*unklare Grenzen zwischen Komfort und Freiheit von Forschung und Lehre&lt;br /&gt;
*Spannungsfeld zwischen dem Ziel Energieeinsparung und energieintensiver Forschung mit Großgeräten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Treiber (nicht zu verwechseln mit Maßnahmen)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesetze, Normen, Zertifikate&lt;br /&gt;
*konkrete gesetzliche Vorgaben (insbesondere EnEV bzw. das künftige GEG, EEG, KWKG)&lt;br /&gt;
*AMEV Technisches Monitoring 2017&lt;br /&gt;
*Betrachtung der Lebenszykluskosten von Gebäuden (BNB Zertifikate)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenz&lt;br /&gt;
*Vernetzung und Kompetenzerweiterung des Fachpersonals&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fördermittel&lt;br /&gt;
*Bereitstellung von Fördermitteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Fortschritte&lt;br /&gt;
*Digitalisierung im Gebäudemanagement&lt;br /&gt;
*Einsatz erneuerbarer Energien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerer Druck&lt;br /&gt;
*öffentliche Diskussion zum Klimaschutz&lt;br /&gt;
*Thematisierung in den Zielvereinbarungen und Hochschulentwicklungsplänen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===6. Maßnahmen zur Implementierung===&lt;br /&gt;
Für eine Implementierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz kann strukturell zwischen strategischen und operativen unterschieden werden. Hierbei sind die strategischen dadurch charakterisiert, dass sie „gute Rahmenbedingungen“ für die operativen schaffen. Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen benannt und Beispiele für „good practice“ angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====6.1. Strategisch====&lt;br /&gt;
=====6.1.1. Governancestrukturen schaffen=====&lt;br /&gt;
Governance kann verstanden werden als Aufgabe, die Prozesse für einen erfolgreichen Klimaschutz geordnet zu koordinieren. Für eine Governance, explizit auch zum Klimaschutz bzw. zur Energieeffizenz, kann für den Praxis-betrieb auf die Bereiche Politik, Profession, Organisation, Wissen und Öffentlichkeit aus dem Governance-Regler zurückgegriffen werden, der im Handlungsfeld Governance von HOCHN entwickelt wurde und in der Evaluation der Nachhaltigkeitskonzepte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt einem Praxistest unterzogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Literatur&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessi-schen Landesregierung. HIS-HE:Forum, Nr. 3, 2020&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeitsgovernance an Hochschulen - BETA, Oktober 2018: &lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/2-handlungsfelder/01-governance.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Good practice&lt;br /&gt;
TU Berlin: Nachhaltigkeitsrat.&lt;br /&gt;
Der Nachhaltigkeitsrat wurde im Jahr 2018 Gegründet und besteht aus gewählten Mitgliedern der TU Berlin sowie externen Teilnehmenden. Der Nachhaltigkeitsrat ist darüber hinaus ein offenes Gremium, in dem jede und jeder willkommen ist, der sich für die nachhaltige Entwicklung der TU Berlin interessiert und daran mitwirken möchte. &lt;br /&gt;
https://www.nachhaltigkeitsrat.tu-berlin.de/menue/nachhaltigkeitsrat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Runder Tisch zur nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;
Der Runde Tisch „Nachhaltige Entwicklung der HNEE“ wurde 2010 als demokratisches, von allen Interessengrup-pen der Hochschule gemeinsam getragenes und gestaltetes Gremium von der heutigen Nachhaltigkeitsmanage-rin und der Koordinatorin für die familienfreundliche Hochschule ins Leben gerufen. Ziel ist eine gemeinsame, von allen Hochschulgruppen entwickelte, umfassende nachhaltige Entwicklung an der HNEE.&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement-an-der-HNEE/Beteiligung-und-Mitmachen/Runder-Tisch-Nachhaltigkeit/Runder-Tisch-zur-nachhaltigen-HNEE-Entwicklung-E6093.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Nachhaltigkeitsleitlinien.&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/uni/nachhaltige-hochschule/home/nachhaltigkeitsleitlinien/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Harz: Senatskommission &amp;quot;Nachhaltige Hochschule Harz&amp;quot;.&lt;br /&gt;
https://www.hs-harz.de/nachhaltige_hs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FU Berlin: Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie.&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/index.html&lt;br /&gt;
6.1.2.	Controllingkonzept umsetzen&lt;br /&gt;
Controlling meint, die Aktivitäten zur Energieeffizienz gezielt zu steuern. Das Controlling fußt damit auf einer quantitativen Grundlage. Dieses kann die zahlenmäßige und graphische Auswertung der monatlichen Ver-brauchsdaten (gebäudebezogen) sein, um Veränderungen erkennen zu können und um die Nutzer zu informieren und zu motivieren sowie die gezielte Beobachtung der den konkreten Maßnahmen zugeordneten Zähler. Um die Zielsetzung für das Controlling-Konzept zu erreichen (insb. die Wirksamkeitsmessung), sind folgende Strukturen als Rahmenbedingungen zu schaffen:&lt;br /&gt;
•	Übergabe der operativen Verantwortung an speziell ausgebildetes Fachpersonal (für Klimaschutz) mit zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
•	Gründung eines Klimaschutzbeirats mit Kontroll- und Lenkungsfunktion (dieses kann der Umweltaus-schuss übernehmen).&lt;br /&gt;
•	Durchführung regelmäßiger Audits zur Überprüfung des Projektfortschritts und Messbarkeit über ein Kennzahlsystem herstellen (als Elemente im Managementkreislauf: plan (Ziele, Verantwortungen, Res-sourcen festlegen), do (Durchführung gemäß Planung), check (Zielerreichung prüfen, Fehler erheben), act (Fehler analysieren, Lösungsmöglichkeiten finden und auswählen).&lt;br /&gt;
•	Sicherung der Finanzierung (ggf. über einen Klimaschutz-Etat).&lt;br /&gt;
•	Etablieren eines Berichtswesens, auch für die Hochschulleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Hochschulen haben aktuell eine Beteiligung an einem normierten Umweltmanagementsystem nach EMAS:&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Good practice&lt;br /&gt;
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt: Beteiligung an EMASplus.&lt;br /&gt;
Als erste Universität in Deutschland hat die KU das Zertifikat „EMASplus“ erhalten. Grundlage dafür ist die Etablie-rung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagements, das Ökologie, Soziales und Ökonomie umfasst. Damit verpflichtet sich die Katholische Universität dazu, ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Wirkungen re-gelmäßig systematisch überprüfen zu lassen und kontinuierlich zu optimieren. &lt;br /&gt;
https://www.ku.de/kommunikation/presse/pi/einzelansicht/article/ku-erhaelt-als-erste-universitaet-in-deutschland-das-zertifikat-emasplus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 79 ff. &lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule RheinMain: Klimaschutzkonzept Hochschule RheinMain. Abschlussbericht, Juni 2018, S. 67 ff.&lt;br /&gt;
https://www.hs-rm.de/fileadmin/Home/Hochschule/Veroeffentlichungen/Klimaschutz/20180815_Abschlussbericht_KlischKo_HSRM_final.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzkonzept der HNE Eberswalde.&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/_obj/67605A07-D2ED-4886-8A7C-BEB532B8044E/outline/Klimaschutzkonzept_HNEE.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaschutzkonzept der Universität Kiel.&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaschutzkonzept&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Klimaschutzbericht der Hochschule Osnabrück.&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/wie-die-hochschule-osnabrueck-ihren-co2-fussabdruck-um-fast-70-prozent-verkleinert-hat/&lt;br /&gt;
6.1.3.	Klimaneutralität formulieren&lt;br /&gt;
Klimaneutralität beinhaltet, für einen selbstgesteckten Rahmen (z. B. Gebäudebetrieb, Mobilität, Konsum) die klimarelevanten Emissionen zu beziffern, sie zu minimieren oder substituieren und verbleibende Emissionen auch zu kompensieren. Die Zielsetzung, als Hochschule klimaneutral zu werden, wird auf ein Datum bezogen, z.B. auf das Jahr 2035. Die Zeitspanne bis zur Klimaneutralität und die bis dahin noch emittierten Tonnen CO2 müssen aus den Zielsetzungen zur Eingrenzung der Erderwärmung abgeleitet werden. Die Formulierung einer Klimaneutrali-tät ist somit immer Angelegenheit der Hochschule als Ganzes, also der Hochschulleitung. Formulierte Klimaneut-ralität ist auch ein Aspekt von Governance und hochschulöffentlich. Klimaneutralität ist für Hochschulen realisier-bar, dieses hat eine Studie von HIS-HE belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Literatur&lt;br /&gt;
Müller, J., Person, R.-D. (2019): Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus. Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung. HIS-HE:Medium, Nr. 3, 2020&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golüke, H.: Ökostrom beziehen ist gut - reicht aber nicht! In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen, Nr. 1 ,2019, S. 18 f.&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Good practice&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Die Leuphana Universität Lüneburg hat sich 2007 das Ziel der Klimaneutralität gesetzt und dieses im Jahr 2014 erreicht. Dabei konnten 50 Prozent Primärenergie und 30 Prozent Endenergie eingespart werden. Grundlage der Erreichung der Klimaneutralität ist der effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen in allen Teilbereichen der Universität. Die Themenfelder sind Energieeffizienz, Einsatz regenerativer Energien, Förderung einer klimascho-nenden Mobilität und der nachhaltigen Beschaffung, die in vielen Einzelmaßnahmen sukzessive implementiert und optimiert wurden. &lt;br /&gt;
www.leuphana.de/klimaneutral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Düsseldorf: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Hochschule Düsseldorf hat am 19.11.2019 Klimaschutz-Leitlinien beschlossen und dabei die CO2-Klimaneutralität bis 2030 als konkretes Klimaschutz-Ziel festgelegt. &lt;br /&gt;
https://www.hs-duesseldorf.de/personen/salvagno/klimaschutz?showarrows=1&amp;amp;sid=maysmcrsi1wnydumut54ns5v&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement/Nachhaltige-Hochschule/Klimaneutralitt/Klimaneutralitt-K6435.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaneutrale-universitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Trier, Umweltcampus Birkenfeld: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
https://www.hochschule-trier.de/hochschule/hochschulportraet/drei-campus/umwelt-campus-birkenfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
https://www.pv-magazine.de/2020/06/09/htw-berlin-bekommt-zwei-photovoltaik-anlagen-mit-zusammen-280-kilowatt-leistung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freie Universität Berlin: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2019/fup_19_398-klimanotstand/index.html&lt;br /&gt;
6.1.4.	Energieflüsse abbilden&lt;br /&gt;
Um überhaupt den Umgang mit Energie zum Thema zu machen, ist ein Messsystem erforderlich, welches die Verbräuche erfasst und die Energieflüsse durch die Hochschule abbildet (siehe Abbildung 1).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5976</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Energiemanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5976"/>
		<updated>2020-11-25T20:16:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: /* 3. Gesetzliche Grundlagen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Nachhaltiges Energiemanagement, nachhaltiger Umgang mit Energie ==&lt;br /&gt;
===1. Betroffener Personenkreis===&lt;br /&gt;
Der Beitrag richtet sich an das Fachpersonal im technischen Gebäudemanagement, welches auf der operativen Ebene mit der Bereitstellung von Energie sowie dem Management der Energienutzung betraut ist. Darüber hin-aus werden strukturelle Hinweise gegeben, die für das Leitungspersonal relevant sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2. Relevanz===&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Gebäudemanagements besteht darin, optimale Bedingungen für die Kernaufgaben der Hoch-schulen zu schaffen. Hierzu zählt auch das Bereitstellen von und der Umgang mit Energie. Vor diesem Hintergrund bewegt sich dieses Handlungsfeld immer in einem besonderen Spannungsfeld, wenn auch ein effizienter, mög-lichst sparsamer Einsatz von Energie erfolgen soll, um CO2 und Kosten einzusparen. Potentielle Zielkonflikte zwi-schen dem Anspruch, bestmögliche Voraussetzungen für Forschung und Lehre zu schaffen und gleichzeitig Ener-gie effizient einzusetzen, sind der Organisation Hochschule immanent.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind gesetzliche Vorgaben (siehe unten) und Kostenaspekte (insb. steigende Energiekosten) Rah-menbedingungen, die dem Thema Energieeinsatz eine Relevanz geben. Die zentrale Facette scheint allerdings der stetig zunehmende öffentliche, gesellschaftliche Druck zum aktiven Klimaschutz zu sein, der insbesondere von Hochschulen und den Mitgliedern ausgeht und sehr stark von den wissenschaftlichen Erkenntnissen und konkre-ten Zielvorgaben gestützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3. Gesetzliche Grundlagen===&lt;br /&gt;
Gesetzliche Vorgaben existieren, um Gebäude nach hohem Energieeffizienzstandard zu errichten bzw. zu sanieren und den energieeffizienten Betrieb bereits in der Phase des Planens zu berücksichtigen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesetzliche Rahmen für bauliche Maßnahmen wurde bisher durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmG) verbindlich festgelegt. Mit dem geplanten Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) &amp;lt;ref&amp;gt;Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz - GEG), Entwurfsstand: 03.07.2020 (nach Zustimmung im Bundesrat).&amp;lt;/ref&amp;gt; ab November 2020 werden die bisherigen Regelungen aus EnEG, EnEV und EEWärmeG in einem Gesetz zusammengefasst. Grundlage der bisherigen nationalen Regelungen sind die Richtlinien der EU, insbesondere als Basis für die o. g. gesetzlichen Regelungen die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen ergeben sich Anforderungen aus den gesetzlichen Regelungen im Rahmen von EnEG, EnEV, EEWärmeG bzw. zukünftig GEG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sanierungs- und Neubaumaßnahmen: Baubezogene Regelungen, Energieausweise für Gebäude, Standards für „Niedrigstenergie-Gebäude“&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
* Betrieb von Gebäuden und technischen Anlagen: Energetische Inspektion (Klimaanlagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der GEG-Einführung sind zunächst keine Verschärfungen der bisherigen Regelungen der EnEV vorgesehen. Eine Überprüfung dieser Standards ist erst für das Jahr 2023 vorgesehen. Neu sind dagegen eine Innovationsklausel und der so genannte Quartiersansatz. Zunächst befristet bis Ende 2023 sind damit Möglichkeiten zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen anstelle des Primärenergieeinsatzes sowie eine gemeinsame Berücksichtigung von Gebäuden an einem zusammenhängenden Standort möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Regelungen aus den EU-Richtlinien werden erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt. Das „Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität“ (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) – kurz: GEIG – gehört dazu und bezieht die in 2018 aktualisierten Regelungen der EU-Gebäuderichtlinie von 2010 ein.  Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat dazu den Gesetzentwurf ausgearbeitet, der für Baumaßnahmen (Neubau und umfassende Sanierungen) ab dem 11. März 2021 relevant werden soll. Bei Nicht-Wohngebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen muss demnach mindestens jeder fünfte Stellplatz entsprechend ausgerüstet und mindestens ein Ladepunkt errichtet werden. Ab 2025 muss jedes (bestehende) nicht zum Wohnen genutzte Gebäude mit mehr als zwanzig Stellplätzen mit mindestens einem Ladepunkt ausgestattet werden &amp;lt;ref&amp;gt;Entwurf eines Gesetzes zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz – GEIG), Stand: 04.03.2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind weitere gesetzliche Regelungen, die im Zusammenhang mit dem Bezug und der Nutzung von Energie stehen für die Hochschulen von Bedeutung. Beispielhaft genannt werden hier &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Service/Gesetzeskarte/gesetzeskarte.html&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das insbesondere die Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien festlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), das die Förderungen für hocheffizienter KWK-Anlagen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das die Rahmenbedingungen für eine „sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Gas“ festlegt und insbesondere für Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze im Rahmen der Versorgung Dritter von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stromsteuergesetz (StromStG), das die Besteuerung von Strom sowie auch die Ermäßigung oder die Befreiung von der Steuer unter bestimmten Voraussetzungen regelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Treibhausgas-Emissionshandels-Gesetz (TEHG), auf dessen Grundlage der Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen in einem EU-weiten Emissionshandelssystem basiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) zur Regelung der Voraussetzungen für die Einführung und den Betrieb eines Anlagenregisters für Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Grubengas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der übergeordneten Ebene der EU ist weiterhin der „Klima- und energiepolitische Rahmen“ mit den  EU-weiten Zielvorgaben und politischen Zielen für den Zeitraum 2021 bis 2030 zu benennen, an dem sich die nationale Gesetzgebung orientieren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen von Bedeutung dürfte die Herausstellung der „Vorbildfunktion der öffentlichen Hand“ wie aktuell in § 4 des GEG bzw. § 1a EEWärmeG und EnEG § 2a (Niedrigstenergiegebäude) sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: Noch Kundenanlage oder schon Netz? BGH-Urteil liefert konkrete Hinweise, aber keine allgemeingültige Lösung. In: HIS:Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2020, S.3&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091621&amp;amp;hash=ad71f51ce9852bb0df44a036090d20859fd000cc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2020-02_Energierecht.pdf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===4. Ziele===&lt;br /&gt;
Für einen nachhaltigen Umgang mit Energie können sich Hochschulen, insbesondere wenn die CO2-Emissionen ein zentraler Indikator sein sollen, bei der Zielsetzung an drei wesentlichen Handlungsfeldern orientieren; diese lauten: Minimieren, substituieren und kompensieren von CO2-Emissionen. Wesentlich dabei ist die Prämisse: Minimierung vor Substitution vor Kompensation.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Minimierung&#039;&#039;&#039; bedeutet, tatsächlich weniger Energie zu verbrauchen, also den Energieverbrauch reduzieren und bei gleichem Energieträger eine Verringerung der CO2-Emissionen erzielen (z. B. technische oder organisatori-sche Maßnahmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Substitution&#039;&#039;&#039; bedeutet, emissionsarme Energieträger einzusetzen. Bei gleichem Energieverbrauch werden damit Energieträger genutzt, die weniger CO2-Emissionen verursachen (z. B. Kauf von Ökostrom).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kompensation&#039;&#039;&#039; bedeutet, für selber verursachte CO2-Emissionen an anderer Stelle eine CO2-Senke zu schaffen (z. B. Kauf von Zertifikaten, Organisation eigener Projekte). Gesetzlich sanktionierte Beispiele hierfür finden sich im Immissionsschutzrecht (z. B. §§ 17 ff. BImSchG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===5. Hemmnisse und Treiber===&lt;br /&gt;
Ein nachhaltiges Energiemanagement ist eingebettet in die Organisation (Strukturen) und den praktischen Betrieb (operative Handlungsmöglichkeiten) der Hochschule. Auf diesen beiden Ebenen können strukturell folgende Hemmnisse und Treiber für die Umsetzung eines nachhaltigen Umgangs mit Energie identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hemmnisse&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Ressourcenmangel&lt;br /&gt;
•	fehlende personelle Ressourcen&lt;br /&gt;
•	fehlende finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
•	fehlende Sichtweise auf langfristigere Effekte und die Externalisierung der Kosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsprozess&lt;br /&gt;
•	limitierte Zeit für Planungsaufgaben sowie Fehler während der Bauplanung&lt;br /&gt;
•	mangelnde Kommunikation zwischen Nutzern, Planern, Betreibern und Bauherren&lt;br /&gt;
•	unkoordinierte Inbetriebnahme von neu erstellten Gebäuden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgaben&lt;br /&gt;
•	keine Verankerung im Leitbild der Hochschule&lt;br /&gt;
•	kein Klimaschutzkonzept mit definierten, priorisierten Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäudebestand&lt;br /&gt;
•	unzureichende Messarchitektur&lt;br /&gt;
•	hoher Technisierungsgrad bei Neubauten&lt;br /&gt;
•	kein strukturiertes Flächenmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschullogik&lt;br /&gt;
•	starke Egoismen der Fachbereiche&lt;br /&gt;
•	schwere Einflussnahme auf Verhalten von Mitarbeitenden und Studierenden&lt;br /&gt;
•	häufig wechselnde Akteure in der Mitgliedschaft der Hochschule&lt;br /&gt;
•	fehlende Absprachen der beteiligten Serviceeinheiten der Hochschulen&lt;br /&gt;
•	unklare Grenzen zwischen Komfort und Freiheit von Forschung und Lehre&lt;br /&gt;
•	Spannungsfeld zwischen dem Ziel Energieeinsparung und energieintensiver Forschung mit Großgeräten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Treiber (nicht zu verwechseln mit Maßnahmen)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Gesetze, Normen, Zertifikate&lt;br /&gt;
•	konkrete gesetzliche Vorgaben (insbesondere EnEV bzw. das künftige GEG, EEG, KWKG)&lt;br /&gt;
•	AMEV Technisches Monitoring 2017&lt;br /&gt;
•	Betrachtung der Lebenszykluskosten von Gebäuden (BNB Zertifikate)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenz&lt;br /&gt;
•	Vernetzung und Kompetenzerweiterung des Fachpersonals&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fördermittel&lt;br /&gt;
•	Bereitstellung von Fördermitteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Fortschritte&lt;br /&gt;
•	Digitalisierung im Gebäudemanagement&lt;br /&gt;
•	Einsatz erneuerbarer Energien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerer Druck&lt;br /&gt;
•	öffentliche Diskussion zum Klimaschutz&lt;br /&gt;
•	Thematisierung in den Zielvereinbarungen und Hochschulentwicklungsplänen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===6. Maßnahmen zur Implementierung===&lt;br /&gt;
Für eine Implementierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz kann strukturell zwischen strategischen und operativen unterschieden werden. Hierbei sind die strategischen dadurch charakterisiert, dass sie „gute Rahmenbedingungen“ für die operativen schaffen. Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen benannt und Beispiele für „good practice“ angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====6.1. Strategisch====&lt;br /&gt;
=====6.1.1. Governancestrukturen schaffen=====&lt;br /&gt;
Governance kann verstanden werden als Aufgabe, die Prozesse für einen erfolgreichen Klimaschutz geordnet zu koordinieren. Für eine Governance, explizit auch zum Klimaschutz bzw. zur Energieeffizenz, kann für den Praxis-betrieb auf die Bereiche Politik, Profession, Organisation, Wissen und Öffentlichkeit aus dem Governance-Regler zurückgegriffen werden, der im Handlungsfeld Governance von HOCHN entwickelt wurde und in der Evaluation der Nachhaltigkeitskonzepte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt einem Praxistest unterzogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Literatur&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessi-schen Landesregierung. HIS-HE:Forum, Nr. 3, 2020&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeitsgovernance an Hochschulen - BETA, Oktober 2018: &lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/2-handlungsfelder/01-governance.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Good practice&lt;br /&gt;
TU Berlin: Nachhaltigkeitsrat.&lt;br /&gt;
Der Nachhaltigkeitsrat wurde im Jahr 2018 Gegründet und besteht aus gewählten Mitgliedern der TU Berlin sowie externen Teilnehmenden. Der Nachhaltigkeitsrat ist darüber hinaus ein offenes Gremium, in dem jede und jeder willkommen ist, der sich für die nachhaltige Entwicklung der TU Berlin interessiert und daran mitwirken möchte. &lt;br /&gt;
https://www.nachhaltigkeitsrat.tu-berlin.de/menue/nachhaltigkeitsrat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Runder Tisch zur nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;
Der Runde Tisch „Nachhaltige Entwicklung der HNEE“ wurde 2010 als demokratisches, von allen Interessengrup-pen der Hochschule gemeinsam getragenes und gestaltetes Gremium von der heutigen Nachhaltigkeitsmanage-rin und der Koordinatorin für die familienfreundliche Hochschule ins Leben gerufen. Ziel ist eine gemeinsame, von allen Hochschulgruppen entwickelte, umfassende nachhaltige Entwicklung an der HNEE.&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement-an-der-HNEE/Beteiligung-und-Mitmachen/Runder-Tisch-Nachhaltigkeit/Runder-Tisch-zur-nachhaltigen-HNEE-Entwicklung-E6093.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Nachhaltigkeitsleitlinien.&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/uni/nachhaltige-hochschule/home/nachhaltigkeitsleitlinien/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Harz: Senatskommission &amp;quot;Nachhaltige Hochschule Harz&amp;quot;.&lt;br /&gt;
https://www.hs-harz.de/nachhaltige_hs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FU Berlin: Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie.&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/index.html&lt;br /&gt;
6.1.2.	Controllingkonzept umsetzen&lt;br /&gt;
Controlling meint, die Aktivitäten zur Energieeffizienz gezielt zu steuern. Das Controlling fußt damit auf einer quantitativen Grundlage. Dieses kann die zahlenmäßige und graphische Auswertung der monatlichen Ver-brauchsdaten (gebäudebezogen) sein, um Veränderungen erkennen zu können und um die Nutzer zu informieren und zu motivieren sowie die gezielte Beobachtung der den konkreten Maßnahmen zugeordneten Zähler. Um die Zielsetzung für das Controlling-Konzept zu erreichen (insb. die Wirksamkeitsmessung), sind folgende Strukturen als Rahmenbedingungen zu schaffen:&lt;br /&gt;
•	Übergabe der operativen Verantwortung an speziell ausgebildetes Fachpersonal (für Klimaschutz) mit zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
•	Gründung eines Klimaschutzbeirats mit Kontroll- und Lenkungsfunktion (dieses kann der Umweltaus-schuss übernehmen).&lt;br /&gt;
•	Durchführung regelmäßiger Audits zur Überprüfung des Projektfortschritts und Messbarkeit über ein Kennzahlsystem herstellen (als Elemente im Managementkreislauf: plan (Ziele, Verantwortungen, Res-sourcen festlegen), do (Durchführung gemäß Planung), check (Zielerreichung prüfen, Fehler erheben), act (Fehler analysieren, Lösungsmöglichkeiten finden und auswählen).&lt;br /&gt;
•	Sicherung der Finanzierung (ggf. über einen Klimaschutz-Etat).&lt;br /&gt;
•	Etablieren eines Berichtswesens, auch für die Hochschulleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Hochschulen haben aktuell eine Beteiligung an einem normierten Umweltmanagementsystem nach EMAS:&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Good practice&lt;br /&gt;
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt: Beteiligung an EMASplus.&lt;br /&gt;
Als erste Universität in Deutschland hat die KU das Zertifikat „EMASplus“ erhalten. Grundlage dafür ist die Etablie-rung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagements, das Ökologie, Soziales und Ökonomie umfasst. Damit verpflichtet sich die Katholische Universität dazu, ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Wirkungen re-gelmäßig systematisch überprüfen zu lassen und kontinuierlich zu optimieren. &lt;br /&gt;
https://www.ku.de/kommunikation/presse/pi/einzelansicht/article/ku-erhaelt-als-erste-universitaet-in-deutschland-das-zertifikat-emasplus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 79 ff. &lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule RheinMain: Klimaschutzkonzept Hochschule RheinMain. Abschlussbericht, Juni 2018, S. 67 ff.&lt;br /&gt;
https://www.hs-rm.de/fileadmin/Home/Hochschule/Veroeffentlichungen/Klimaschutz/20180815_Abschlussbericht_KlischKo_HSRM_final.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzkonzept der HNE Eberswalde.&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/_obj/67605A07-D2ED-4886-8A7C-BEB532B8044E/outline/Klimaschutzkonzept_HNEE.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaschutzkonzept der Universität Kiel.&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaschutzkonzept&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Klimaschutzbericht der Hochschule Osnabrück.&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/wie-die-hochschule-osnabrueck-ihren-co2-fussabdruck-um-fast-70-prozent-verkleinert-hat/&lt;br /&gt;
6.1.3.	Klimaneutralität formulieren&lt;br /&gt;
Klimaneutralität beinhaltet, für einen selbstgesteckten Rahmen (z. B. Gebäudebetrieb, Mobilität, Konsum) die klimarelevanten Emissionen zu beziffern, sie zu minimieren oder substituieren und verbleibende Emissionen auch zu kompensieren. Die Zielsetzung, als Hochschule klimaneutral zu werden, wird auf ein Datum bezogen, z.B. auf das Jahr 2035. Die Zeitspanne bis zur Klimaneutralität und die bis dahin noch emittierten Tonnen CO2 müssen aus den Zielsetzungen zur Eingrenzung der Erderwärmung abgeleitet werden. Die Formulierung einer Klimaneutrali-tät ist somit immer Angelegenheit der Hochschule als Ganzes, also der Hochschulleitung. Formulierte Klimaneut-ralität ist auch ein Aspekt von Governance und hochschulöffentlich. Klimaneutralität ist für Hochschulen realisier-bar, dieses hat eine Studie von HIS-HE belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Literatur&lt;br /&gt;
Müller, J., Person, R.-D. (2019): Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus. Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung. HIS-HE:Medium, Nr. 3, 2020&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golüke, H.: Ökostrom beziehen ist gut - reicht aber nicht! In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen, Nr. 1 ,2019, S. 18 f.&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Good practice&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Die Leuphana Universität Lüneburg hat sich 2007 das Ziel der Klimaneutralität gesetzt und dieses im Jahr 2014 erreicht. Dabei konnten 50 Prozent Primärenergie und 30 Prozent Endenergie eingespart werden. Grundlage der Erreichung der Klimaneutralität ist der effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen in allen Teilbereichen der Universität. Die Themenfelder sind Energieeffizienz, Einsatz regenerativer Energien, Förderung einer klimascho-nenden Mobilität und der nachhaltigen Beschaffung, die in vielen Einzelmaßnahmen sukzessive implementiert und optimiert wurden. &lt;br /&gt;
www.leuphana.de/klimaneutral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Düsseldorf: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Hochschule Düsseldorf hat am 19.11.2019 Klimaschutz-Leitlinien beschlossen und dabei die CO2-Klimaneutralität bis 2030 als konkretes Klimaschutz-Ziel festgelegt. &lt;br /&gt;
https://www.hs-duesseldorf.de/personen/salvagno/klimaschutz?showarrows=1&amp;amp;sid=maysmcrsi1wnydumut54ns5v&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement/Nachhaltige-Hochschule/Klimaneutralitt/Klimaneutralitt-K6435.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaneutrale-universitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Trier, Umweltcampus Birkenfeld: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
https://www.hochschule-trier.de/hochschule/hochschulportraet/drei-campus/umwelt-campus-birkenfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
https://www.pv-magazine.de/2020/06/09/htw-berlin-bekommt-zwei-photovoltaik-anlagen-mit-zusammen-280-kilowatt-leistung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freie Universität Berlin: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2019/fup_19_398-klimanotstand/index.html&lt;br /&gt;
6.1.4.	Energieflüsse abbilden&lt;br /&gt;
Um überhaupt den Umgang mit Energie zum Thema zu machen, ist ein Messsystem erforderlich, welches die Verbräuche erfasst und die Energieflüsse durch die Hochschule abbildet (siehe Abbildung 1).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5975</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Energiemanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5975"/>
		<updated>2020-11-25T20:02:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Nachhaltiges Energiemanagement, nachhaltiger Umgang mit Energie ==&lt;br /&gt;
===1. Betroffener Personenkreis===&lt;br /&gt;
Der Beitrag richtet sich an das Fachpersonal im technischen Gebäudemanagement, welches auf der operativen Ebene mit der Bereitstellung von Energie sowie dem Management der Energienutzung betraut ist. Darüber hin-aus werden strukturelle Hinweise gegeben, die für das Leitungspersonal relevant sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2. Relevanz===&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Gebäudemanagements besteht darin, optimale Bedingungen für die Kernaufgaben der Hoch-schulen zu schaffen. Hierzu zählt auch das Bereitstellen von und der Umgang mit Energie. Vor diesem Hintergrund bewegt sich dieses Handlungsfeld immer in einem besonderen Spannungsfeld, wenn auch ein effizienter, mög-lichst sparsamer Einsatz von Energie erfolgen soll, um CO2 und Kosten einzusparen. Potentielle Zielkonflikte zwi-schen dem Anspruch, bestmögliche Voraussetzungen für Forschung und Lehre zu schaffen und gleichzeitig Ener-gie effizient einzusetzen, sind der Organisation Hochschule immanent.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind gesetzliche Vorgaben (siehe unten) und Kostenaspekte (insb. steigende Energiekosten) Rah-menbedingungen, die dem Thema Energieeinsatz eine Relevanz geben. Die zentrale Facette scheint allerdings der stetig zunehmende öffentliche, gesellschaftliche Druck zum aktiven Klimaschutz zu sein, der insbesondere von Hochschulen und den Mitgliedern ausgeht und sehr stark von den wissenschaftlichen Erkenntnissen und konkre-ten Zielvorgaben gestützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3. Gesetzliche Grundlagen===&lt;br /&gt;
Gesetzliche Vorgaben existieren, um Gebäude nach hohem Energieeffizienzstandard zu errichten bzw. zu sanie-ren und den energieeffizienten Betrieb bereits in der Phase des Planens zu berücksichtigen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesetzliche Rahmen für bauliche Maßnahmen wurde bisher durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmG) verbindlich festge-legt. Mit dem geplanten Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) &amp;lt;ref&amp;gt;Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz - GEG), Entwurfsstand: 03.07.2020 (nach Zustimmung im Bundesrat).&amp;lt;/ref&amp;gt; ab November 2020 werden die bishe-rigen Regelungen aus EnEG, EnEV und EEWärmeG in einem Gesetz zusammengefasst. Grundlage der bisherigen nationalen Regelungen sind die Richtlinien der EU, insbesondere als Basis für die o. g. gesetzlichen Regelungen die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen ergeben sich Anforderungen aus den gesetzlichen Regelungen im Rahmen von EnEG, EnEV, EEWärmeG bzw. zukünftig GEG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sanierungs- und Neubaumaßnahmen: Baubezogene Regelungen, Energieausweise für Gebäude, Stan-dards für „Niedrigstenergie-Gebäude“&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
* Betrieb von Gebäuden und technischen Anlagen: Energetische Inspektion (Klimaanlagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der GEG-Einführung sind zunächst keine Verschärfungen der bisherigen Regelungen der EnEV vorge-sehen. Eine Überprüfung dieser Standards ist erst für das Jahr 2023 vorgesehen. Neu sind dagegen eine Innova-tionsklausel und der so genannte Quartiersansatz. Zunächst befristet bis Ende 2023 sind damit Möglichkeiten zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen anstelle des Primärenergieeinsatzes sowie eine gemeinsame Berück-sichtigung von Gebäuden an einem zusammenhängenden Standort möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Regelungen aus den EU-Richtlinien werden erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt. Das „Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität“ (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) – kurz: GEIG – gehört dazu und bezieht die in 2018 aktualisierten Regelun-gen der EU-Gebäuderichtlinie von 2010 ein.  Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat dazu den Gesetzent-wurf ausgearbeitet, der für Baumaßnahmen (Neubau und umfassende Sanierungen) ab dem 11. März 2021 rele-vant werden soll. Bei Nicht-Wohngebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen muss demnach mindestens jeder fünfte Stellplatz entsprechend ausgerüstet und mindestens ein Ladepunkt errichtet werden. Ab 2025 muss jedes (beste-hende) nicht zum Wohnen genutzte Gebäude mit mehr als zwanzig Stellplätzen mit mindestens einem Ladepunkt ausgestattet werden &amp;lt;ref&amp;gt;Entwurf eines Gesetzes zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektro-mobilität (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz – GEIG), Stand: 04.03.2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind weitere gesetzliche Regelungen, die im Zusammenhang mit dem Bezug und der Nutzung von Energie stehen für die Hochschulen von Bedeutung. Beispielhaft genannt werden hier &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Service/Gesetzeskarte/gesetzeskarte.html&amp;lt;/ref&amp;gt; : &lt;br /&gt;
•	Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das insbesondere die Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien festlegt.&lt;br /&gt;
•	Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), das die Förderungen für hocheffizienter KWK-Anlagen regelt&lt;br /&gt;
•	Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das die Rahmenbedingungen für eine „sichere, preisgünstige, ver-braucherfreundliche und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Gas“ festlegt und insbesondere für Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze im Rahmen der Versorgung Dritter von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
•	Stromsteuergesetz (StromStG), das die Besteuerung von Strom sowie auch die Ermäßigung oder die Be-freiung von der Steuer unter bestimmten Voraussetzungen regelt&lt;br /&gt;
•	Treibhausgas-Emissionshandels-Gesetz (TEHG), auf dessen Grundlage der Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen in einem EU-weiten Emissionshandelssystem basiert&lt;br /&gt;
•	Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) zur Regelung der Voraussetzungen für die Einführung und den Betrieb eines Anlagenregisters für Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Gru-bengas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der übergeordneten Ebene der EU ist weiterhin der „Klima- und energiepolitische Rahmen“ mit den  EU-weiten Zielvorgaben und politischen Zielen für den Zeitraum 2021 bis 2030 zu benennen, an dem sich die nationale Gesetzgebung orientieren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen von Bedeutung dürfte die Herausstellung der „Vorbildfunktion der öffentlichen Hand“ wie aktuell in § 4 des GEG bzw. § 1a EEWärmeG und EnEG § 2a (Niedrigstenergiegebäude) sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Literatur&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: Noch Kundenanlage oder schon Netz? BGH-Urteil liefert konkrete Hinweise, aber keine allgemein-gültige Lösung. In: HIS:Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2020, S.3&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091621&amp;amp;hash=ad71f51ce9852bb0df44a036090d20859fd000cc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2020-02_Energierecht.pdf&lt;br /&gt;
4.	Ziele&lt;br /&gt;
Für einen nachhaltigen Umgang mit Energie können sich Hochschulen, insbesondere wenn die CO2-Emissionen ein zentraler Indikator sein sollen, bei der Zielsetzung an drei wesentlichen Handlungsfeldern orientieren; diese lau-ten: Minimieren, substituieren und kompensieren von CO2-Emissionen. Wesentlich dabei ist die Prämisse: Mini-mierung vor Substitution vor Kompensation. &lt;br /&gt;
Minimierung bedeutet, tatsächlich weniger Energie zu verbrauchen, also den Energieverbrauch reduzieren und bei gleichem Energieträger eine Verringerung der CO2-Emissionen erzielen (z. B. technische oder organisatori-sche Maßnahmen).&lt;br /&gt;
Substitution bedeutet, emissionsarme Energieträger einzusetzen. Bei gleichem Energieverbrauch werden damit Energieträger genutzt, die weniger CO2-Emissionen verursachen (z. B. Kauf von Ökostrom). &lt;br /&gt;
Kompensation bedeutet, für selber verursachte CO2-Emissionen an anderer Stelle eine CO2-Senke zu schaffen (z. B. Kauf von Zertifikaten, Organisation eigener Projekte). Gesetzlich sanktionierte Beispiele hierfür finden sich im Immissionsschutzrecht (z. B. §§ 17 ff. BImSchG).&lt;br /&gt;
5.	Hemmnisse und Treiber&lt;br /&gt;
Ein nachhaltiges Energiemanagement ist eingebettet in die Organisation (Strukturen) und den praktischen Betrieb (operative Handlungsmöglichkeiten) der Hochschule. Auf diesen beiden Ebenen können strukturell folgende Hemmnisse und Treiber für die Umsetzung eines nachhaltigen Umgangs mit Energie identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hemmnisse&lt;br /&gt;
Ressourcenmangel&lt;br /&gt;
•	fehlende personelle Ressourcen&lt;br /&gt;
•	fehlende finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
•	fehlende Sichtweise auf langfristigere Effekte und die Externalisierung der Kosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsprozess&lt;br /&gt;
•	limitierte Zeit für Planungsaufgaben sowie Fehler während der Bauplanung&lt;br /&gt;
•	mangelnde Kommunikation zwischen Nutzern, Planern, Betreibern und Bauherren&lt;br /&gt;
•	unkoordinierte Inbetriebnahme von neu erstellten Gebäuden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgaben&lt;br /&gt;
•	keine Verankerung im Leitbild der Hochschule&lt;br /&gt;
•	kein Klimaschutzkonzept mit definierten, priorisierten Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäudebestand&lt;br /&gt;
•	unzureichende Messarchitektur&lt;br /&gt;
•	hoher Technisierungsgrad bei Neubauten&lt;br /&gt;
•	kein strukturiertes Flächenmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschullogik&lt;br /&gt;
•	starke Egoismen der Fachbereiche&lt;br /&gt;
•	schwere Einflussnahme auf Verhalten von Mitarbeitenden und Studierenden&lt;br /&gt;
•	häufig wechselnde Akteure in der Mitgliedschaft der Hochschule&lt;br /&gt;
•	fehlende Absprachen der beteiligten Serviceeinheiten der Hochschulen&lt;br /&gt;
•	unklare Grenzen zwischen Komfort und Freiheit von Forschung und Lehre&lt;br /&gt;
•	Spannungsfeld zwischen dem Ziel Energieeinsparung und energieintensiver Forschung mit Großgeräten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Treiber (nicht zu verwechseln mit Maßnahmen)&lt;br /&gt;
Gesetze, Normen, Zertifikate&lt;br /&gt;
•	konkrete gesetzliche Vorgaben (insbesondere EnEV bzw. das künftige GEG, EEG, KWKG)&lt;br /&gt;
•	AMEV Technisches Monitoring 2017&lt;br /&gt;
•	Betrachtung der Lebenszykluskosten von Gebäuden (BNB Zertifikate)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenz&lt;br /&gt;
•	Vernetzung und Kompetenzerweiterung des Fachpersonals&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fördermittel&lt;br /&gt;
•	Bereitstellung von Fördermitteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Fortschritte&lt;br /&gt;
•	Digitalisierung im Gebäudemanagement&lt;br /&gt;
•	Einsatz erneuerbarer Energien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerer Druck&lt;br /&gt;
•	öffentliche Diskussion zum Klimaschutz&lt;br /&gt;
•	Thematisierung in den Zielvereinbarungen und Hochschulentwicklungsplänen&lt;br /&gt;
6.	Maßnahmen zur Implementierung&lt;br /&gt;
Für eine Implementierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz kann strukturell zwischen strategischen und operativen unterschieden werden. Hierbei sind die strategischen dadurch charakterisiert, dass sie „gute Rah-menbedingungen“ für die operativen schaffen. Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen benannt und Beispiele für „good practice“ angeführt.&lt;br /&gt;
6.1.	Strategisch&lt;br /&gt;
6.1.1.	Governancestrukturen schaffen&lt;br /&gt;
Governance kann verstanden werden als Aufgabe, die Prozesse für einen erfolgreichen Klimaschutz geordnet zu koordinieren. Für eine Governance, explizit auch zum Klimaschutz bzw. zur Energieeffizenz, kann für den Praxis-betrieb auf die Bereiche Politik, Profession, Organisation, Wissen und Öffentlichkeit aus dem Governance-Regler zurückgegriffen werden, der im Handlungsfeld Governance von HOCHN entwickelt wurde und in der Evaluation der Nachhaltigkeitskonzepte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt einem Praxistest unterzogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Literatur&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessi-schen Landesregierung. HIS-HE:Forum, Nr. 3, 2020&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeitsgovernance an Hochschulen - BETA, Oktober 2018: &lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/2-handlungsfelder/01-governance.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Good practice&lt;br /&gt;
TU Berlin: Nachhaltigkeitsrat.&lt;br /&gt;
Der Nachhaltigkeitsrat wurde im Jahr 2018 Gegründet und besteht aus gewählten Mitgliedern der TU Berlin sowie externen Teilnehmenden. Der Nachhaltigkeitsrat ist darüber hinaus ein offenes Gremium, in dem jede und jeder willkommen ist, der sich für die nachhaltige Entwicklung der TU Berlin interessiert und daran mitwirken möchte. &lt;br /&gt;
https://www.nachhaltigkeitsrat.tu-berlin.de/menue/nachhaltigkeitsrat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Runder Tisch zur nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;
Der Runde Tisch „Nachhaltige Entwicklung der HNEE“ wurde 2010 als demokratisches, von allen Interessengrup-pen der Hochschule gemeinsam getragenes und gestaltetes Gremium von der heutigen Nachhaltigkeitsmanage-rin und der Koordinatorin für die familienfreundliche Hochschule ins Leben gerufen. Ziel ist eine gemeinsame, von allen Hochschulgruppen entwickelte, umfassende nachhaltige Entwicklung an der HNEE.&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement-an-der-HNEE/Beteiligung-und-Mitmachen/Runder-Tisch-Nachhaltigkeit/Runder-Tisch-zur-nachhaltigen-HNEE-Entwicklung-E6093.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Nachhaltigkeitsleitlinien.&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/uni/nachhaltige-hochschule/home/nachhaltigkeitsleitlinien/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Harz: Senatskommission &amp;quot;Nachhaltige Hochschule Harz&amp;quot;.&lt;br /&gt;
https://www.hs-harz.de/nachhaltige_hs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FU Berlin: Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie.&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/index.html&lt;br /&gt;
6.1.2.	Controllingkonzept umsetzen&lt;br /&gt;
Controlling meint, die Aktivitäten zur Energieeffizienz gezielt zu steuern. Das Controlling fußt damit auf einer quantitativen Grundlage. Dieses kann die zahlenmäßige und graphische Auswertung der monatlichen Ver-brauchsdaten (gebäudebezogen) sein, um Veränderungen erkennen zu können und um die Nutzer zu informieren und zu motivieren sowie die gezielte Beobachtung der den konkreten Maßnahmen zugeordneten Zähler. Um die Zielsetzung für das Controlling-Konzept zu erreichen (insb. die Wirksamkeitsmessung), sind folgende Strukturen als Rahmenbedingungen zu schaffen:&lt;br /&gt;
•	Übergabe der operativen Verantwortung an speziell ausgebildetes Fachpersonal (für Klimaschutz) mit zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
•	Gründung eines Klimaschutzbeirats mit Kontroll- und Lenkungsfunktion (dieses kann der Umweltaus-schuss übernehmen).&lt;br /&gt;
•	Durchführung regelmäßiger Audits zur Überprüfung des Projektfortschritts und Messbarkeit über ein Kennzahlsystem herstellen (als Elemente im Managementkreislauf: plan (Ziele, Verantwortungen, Res-sourcen festlegen), do (Durchführung gemäß Planung), check (Zielerreichung prüfen, Fehler erheben), act (Fehler analysieren, Lösungsmöglichkeiten finden und auswählen).&lt;br /&gt;
•	Sicherung der Finanzierung (ggf. über einen Klimaschutz-Etat).&lt;br /&gt;
•	Etablieren eines Berichtswesens, auch für die Hochschulleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Hochschulen haben aktuell eine Beteiligung an einem normierten Umweltmanagementsystem nach EMAS:&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Good practice&lt;br /&gt;
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt: Beteiligung an EMASplus.&lt;br /&gt;
Als erste Universität in Deutschland hat die KU das Zertifikat „EMASplus“ erhalten. Grundlage dafür ist die Etablie-rung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagements, das Ökologie, Soziales und Ökonomie umfasst. Damit verpflichtet sich die Katholische Universität dazu, ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Wirkungen re-gelmäßig systematisch überprüfen zu lassen und kontinuierlich zu optimieren. &lt;br /&gt;
https://www.ku.de/kommunikation/presse/pi/einzelansicht/article/ku-erhaelt-als-erste-universitaet-in-deutschland-das-zertifikat-emasplus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 79 ff. &lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule RheinMain: Klimaschutzkonzept Hochschule RheinMain. Abschlussbericht, Juni 2018, S. 67 ff.&lt;br /&gt;
https://www.hs-rm.de/fileadmin/Home/Hochschule/Veroeffentlichungen/Klimaschutz/20180815_Abschlussbericht_KlischKo_HSRM_final.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzkonzept der HNE Eberswalde.&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/_obj/67605A07-D2ED-4886-8A7C-BEB532B8044E/outline/Klimaschutzkonzept_HNEE.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaschutzkonzept der Universität Kiel.&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaschutzkonzept&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Klimaschutzbericht der Hochschule Osnabrück.&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/wie-die-hochschule-osnabrueck-ihren-co2-fussabdruck-um-fast-70-prozent-verkleinert-hat/&lt;br /&gt;
6.1.3.	Klimaneutralität formulieren&lt;br /&gt;
Klimaneutralität beinhaltet, für einen selbstgesteckten Rahmen (z. B. Gebäudebetrieb, Mobilität, Konsum) die klimarelevanten Emissionen zu beziffern, sie zu minimieren oder substituieren und verbleibende Emissionen auch zu kompensieren. Die Zielsetzung, als Hochschule klimaneutral zu werden, wird auf ein Datum bezogen, z.B. auf das Jahr 2035. Die Zeitspanne bis zur Klimaneutralität und die bis dahin noch emittierten Tonnen CO2 müssen aus den Zielsetzungen zur Eingrenzung der Erderwärmung abgeleitet werden. Die Formulierung einer Klimaneutrali-tät ist somit immer Angelegenheit der Hochschule als Ganzes, also der Hochschulleitung. Formulierte Klimaneut-ralität ist auch ein Aspekt von Governance und hochschulöffentlich. Klimaneutralität ist für Hochschulen realisier-bar, dieses hat eine Studie von HIS-HE belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Literatur&lt;br /&gt;
Müller, J., Person, R.-D. (2019): Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus. Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung. HIS-HE:Medium, Nr. 3, 2020&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golüke, H.: Ökostrom beziehen ist gut - reicht aber nicht! In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen, Nr. 1 ,2019, S. 18 f.&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Good practice&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Die Leuphana Universität Lüneburg hat sich 2007 das Ziel der Klimaneutralität gesetzt und dieses im Jahr 2014 erreicht. Dabei konnten 50 Prozent Primärenergie und 30 Prozent Endenergie eingespart werden. Grundlage der Erreichung der Klimaneutralität ist der effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen in allen Teilbereichen der Universität. Die Themenfelder sind Energieeffizienz, Einsatz regenerativer Energien, Förderung einer klimascho-nenden Mobilität und der nachhaltigen Beschaffung, die in vielen Einzelmaßnahmen sukzessive implementiert und optimiert wurden. &lt;br /&gt;
www.leuphana.de/klimaneutral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Düsseldorf: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Hochschule Düsseldorf hat am 19.11.2019 Klimaschutz-Leitlinien beschlossen und dabei die CO2-Klimaneutralität bis 2030 als konkretes Klimaschutz-Ziel festgelegt. &lt;br /&gt;
https://www.hs-duesseldorf.de/personen/salvagno/klimaschutz?showarrows=1&amp;amp;sid=maysmcrsi1wnydumut54ns5v&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement/Nachhaltige-Hochschule/Klimaneutralitt/Klimaneutralitt-K6435.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaneutrale-universitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Trier, Umweltcampus Birkenfeld: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
https://www.hochschule-trier.de/hochschule/hochschulportraet/drei-campus/umwelt-campus-birkenfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
https://www.pv-magazine.de/2020/06/09/htw-berlin-bekommt-zwei-photovoltaik-anlagen-mit-zusammen-280-kilowatt-leistung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freie Universität Berlin: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2019/fup_19_398-klimanotstand/index.html&lt;br /&gt;
6.1.4.	Energieflüsse abbilden&lt;br /&gt;
Um überhaupt den Umgang mit Energie zum Thema zu machen, ist ein Messsystem erforderlich, welches die Verbräuche erfasst und die Energieflüsse durch die Hochschule abbildet (siehe Abbildung 1).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5974</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Energiemanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5974"/>
		<updated>2020-11-25T19:55:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: /* Betroffener Personenkreis */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Nachhaltiges Energiemanagement, nachhaltiger Umgang mit Energie ==&lt;br /&gt;
===1. Betroffener Personenkreis===&lt;br /&gt;
Der Beitrag richtet sich an das Fachpersonal im technischen Gebäudemanagement, welches auf der operativen Ebene mit der Bereitstellung von Energie sowie dem Management der Energienutzung betraut ist. Darüber hin-aus werden strukturelle Hinweise gegeben, die für das Leitungspersonal relevant sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2. Relevanz===&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Gebäudemanagements besteht darin, optimale Bedingungen für die Kernaufgaben der Hoch-schulen zu schaffen. Hierzu zählt auch das Bereitstellen von und der Umgang mit Energie. Vor diesem Hintergrund bewegt sich dieses Handlungsfeld immer in einem besonderen Spannungsfeld, wenn auch ein effizienter, mög-lichst sparsamer Einsatz von Energie erfolgen soll, um CO2 und Kosten einzusparen. Potentielle Zielkonflikte zwi-schen dem Anspruch, bestmögliche Voraussetzungen für Forschung und Lehre zu schaffen und gleichzeitig Ener-gie effizient einzusetzen, sind der Organisation Hochschule immanent.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind gesetzliche Vorgaben (siehe unten) und Kostenaspekte (insb. steigende Energiekosten) Rah-menbedingungen, die dem Thema Energieeinsatz eine Relevanz geben. Die zentrale Facette scheint allerdings der stetig zunehmende öffentliche, gesellschaftliche Druck zum aktiven Klimaschutz zu sein, der insbesondere von Hochschulen und den Mitgliedern ausgeht und sehr stark von den wissenschaftlichen Erkenntnissen und konkre-ten Zielvorgaben gestützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3. Gesetzliche Grundlagen===&lt;br /&gt;
Gesetzliche Vorgaben existieren, um Gebäude nach hohem Energieeffizienzstandard zu errichten bzw. zu sanie-ren und den energieeffizienten Betrieb bereits in der Phase des Planens zu berücksichtigen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der gesetzliche Rahmen für bauliche Maßnahmen wurde bisher durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmG) verbindlich festge-legt. Mit dem geplanten Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG)  ab November 2020 werden die bishe-rigen Regelungen aus EnEG, EnEV und EEWärmeG in einem Gesetz zusammengefasst. Grundlage der bisherigen nationalen Regelungen sind die Richtlinien der EU, insbesondere als Basis für die o. g. gesetzlichen Regelungen die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen ergeben sich Anforderungen aus den gesetzlichen Regelungen im Rahmen von EnEG, EnEV, EEWärmeG bzw. zukünftig GEG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sanierungs- und Neubaumaßnahmen: Baubezogene Regelungen, Energieausweise für Gebäude, Stan-dards für „Niedrigstenergie-Gebäude“&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
* Betrieb von Gebäuden und technischen Anlagen: Energetische Inspektion (Klimaanlagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der GEG-Einführung sind zunächst keine Verschärfungen der bisherigen Regelungen der EnEV vorge-sehen. Eine Überprüfung dieser Standards ist erst für das Jahr 2023 vorgesehen. Neu sind dagegen eine Innova-tionsklausel und der so genannte Quartiersansatz. Zunächst befristet bis Ende 2023 sind damit Möglichkeiten zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen anstelle des Primärenergieeinsatzes sowie eine gemeinsame Berück-sichtigung von Gebäuden an einem zusammenhängenden Standort möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Regelungen aus den EU-Richtlinien werden erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt. Das „Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität“ (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) – kurz: GEIG – gehört dazu und bezieht die in 2018 aktualisierten Regelun-gen der EU-Gebäuderichtlinie von 2010 ein.  Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat dazu den Gesetzent-wurf ausgearbeitet, der für Baumaßnahmen (Neubau und umfassende Sanierungen) ab dem 11. März 2021 rele-vant werden soll. Bei Nicht-Wohngebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen muss demnach mindestens jeder fünfte Stellplatz entsprechend ausgerüstet und mindestens ein Ladepunkt errichtet werden. Ab 2025 muss jedes (beste-hende) nicht zum Wohnen genutzte Gebäude mit mehr als zwanzig Stellplätzen mit mindestens einem Ladepunkt ausgestattet werden .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind weitere gesetzliche Regelungen, die im Zusammenhang mit dem Bezug und der Nutzung von Energie stehen für die Hochschulen von Bedeutung. Beispielhaft genannt werden hier : &lt;br /&gt;
•	Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das insbesondere die Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien festlegt.&lt;br /&gt;
•	Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), das die Förderungen für hocheffizienter KWK-Anlagen regelt&lt;br /&gt;
•	Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das die Rahmenbedingungen für eine „sichere, preisgünstige, ver-braucherfreundliche und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Gas“ festlegt und insbesondere für Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze im Rahmen der Versorgung Dritter von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
•	Stromsteuergesetz (StromStG), das die Besteuerung von Strom sowie auch die Ermäßigung oder die Be-freiung von der Steuer unter bestimmten Voraussetzungen regelt&lt;br /&gt;
•	Treibhausgas-Emissionshandels-Gesetz (TEHG), auf dessen Grundlage der Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen in einem EU-weiten Emissionshandelssystem basiert&lt;br /&gt;
•	Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) zur Regelung der Voraussetzungen für die Einführung und den Betrieb eines Anlagenregisters für Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Gru-bengas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der übergeordneten Ebene der EU ist weiterhin der „Klima- und energiepolitische Rahmen“ mit den  EU-weiten Zielvorgaben und politischen Zielen für den Zeitraum 2021 bis 2030 zu benennen, an dem sich die nationale Gesetzgebung orientieren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen von Bedeutung dürfte die Herausstellung der „Vorbildfunktion der öffentlichen Hand“ wie aktuell in § 4 des GEG bzw. § 1a EEWärmeG und EnEG § 2a (Niedrigstenergiegebäude) sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Literatur&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: Noch Kundenanlage oder schon Netz? BGH-Urteil liefert konkrete Hinweise, aber keine allgemein-gültige Lösung. In: HIS:Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2020, S.3&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091621&amp;amp;hash=ad71f51ce9852bb0df44a036090d20859fd000cc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2020-02_Energierecht.pdf&lt;br /&gt;
4.	Ziele&lt;br /&gt;
Für einen nachhaltigen Umgang mit Energie können sich Hochschulen, insbesondere wenn die CO2-Emissionen ein zentraler Indikator sein sollen, bei der Zielsetzung an drei wesentlichen Handlungsfeldern orientieren; diese lau-ten: Minimieren, substituieren und kompensieren von CO2-Emissionen. Wesentlich dabei ist die Prämisse: Mini-mierung vor Substitution vor Kompensation. &lt;br /&gt;
Minimierung bedeutet, tatsächlich weniger Energie zu verbrauchen, also den Energieverbrauch reduzieren und bei gleichem Energieträger eine Verringerung der CO2-Emissionen erzielen (z. B. technische oder organisatori-sche Maßnahmen).&lt;br /&gt;
Substitution bedeutet, emissionsarme Energieträger einzusetzen. Bei gleichem Energieverbrauch werden damit Energieträger genutzt, die weniger CO2-Emissionen verursachen (z. B. Kauf von Ökostrom). &lt;br /&gt;
Kompensation bedeutet, für selber verursachte CO2-Emissionen an anderer Stelle eine CO2-Senke zu schaffen (z. B. Kauf von Zertifikaten, Organisation eigener Projekte). Gesetzlich sanktionierte Beispiele hierfür finden sich im Immissionsschutzrecht (z. B. §§ 17 ff. BImSchG).&lt;br /&gt;
5.	Hemmnisse und Treiber&lt;br /&gt;
Ein nachhaltiges Energiemanagement ist eingebettet in die Organisation (Strukturen) und den praktischen Betrieb (operative Handlungsmöglichkeiten) der Hochschule. Auf diesen beiden Ebenen können strukturell folgende Hemmnisse und Treiber für die Umsetzung eines nachhaltigen Umgangs mit Energie identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hemmnisse&lt;br /&gt;
Ressourcenmangel&lt;br /&gt;
•	fehlende personelle Ressourcen&lt;br /&gt;
•	fehlende finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
•	fehlende Sichtweise auf langfristigere Effekte und die Externalisierung der Kosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsprozess&lt;br /&gt;
•	limitierte Zeit für Planungsaufgaben sowie Fehler während der Bauplanung&lt;br /&gt;
•	mangelnde Kommunikation zwischen Nutzern, Planern, Betreibern und Bauherren&lt;br /&gt;
•	unkoordinierte Inbetriebnahme von neu erstellten Gebäuden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgaben&lt;br /&gt;
•	keine Verankerung im Leitbild der Hochschule&lt;br /&gt;
•	kein Klimaschutzkonzept mit definierten, priorisierten Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäudebestand&lt;br /&gt;
•	unzureichende Messarchitektur&lt;br /&gt;
•	hoher Technisierungsgrad bei Neubauten&lt;br /&gt;
•	kein strukturiertes Flächenmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschullogik&lt;br /&gt;
•	starke Egoismen der Fachbereiche&lt;br /&gt;
•	schwere Einflussnahme auf Verhalten von Mitarbeitenden und Studierenden&lt;br /&gt;
•	häufig wechselnde Akteure in der Mitgliedschaft der Hochschule&lt;br /&gt;
•	fehlende Absprachen der beteiligten Serviceeinheiten der Hochschulen&lt;br /&gt;
•	unklare Grenzen zwischen Komfort und Freiheit von Forschung und Lehre&lt;br /&gt;
•	Spannungsfeld zwischen dem Ziel Energieeinsparung und energieintensiver Forschung mit Großgeräten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Treiber (nicht zu verwechseln mit Maßnahmen)&lt;br /&gt;
Gesetze, Normen, Zertifikate&lt;br /&gt;
•	konkrete gesetzliche Vorgaben (insbesondere EnEV bzw. das künftige GEG, EEG, KWKG)&lt;br /&gt;
•	AMEV Technisches Monitoring 2017&lt;br /&gt;
•	Betrachtung der Lebenszykluskosten von Gebäuden (BNB Zertifikate)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenz&lt;br /&gt;
•	Vernetzung und Kompetenzerweiterung des Fachpersonals&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fördermittel&lt;br /&gt;
•	Bereitstellung von Fördermitteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Fortschritte&lt;br /&gt;
•	Digitalisierung im Gebäudemanagement&lt;br /&gt;
•	Einsatz erneuerbarer Energien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerer Druck&lt;br /&gt;
•	öffentliche Diskussion zum Klimaschutz&lt;br /&gt;
•	Thematisierung in den Zielvereinbarungen und Hochschulentwicklungsplänen&lt;br /&gt;
6.	Maßnahmen zur Implementierung&lt;br /&gt;
Für eine Implementierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz kann strukturell zwischen strategischen und operativen unterschieden werden. Hierbei sind die strategischen dadurch charakterisiert, dass sie „gute Rah-menbedingungen“ für die operativen schaffen. Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen benannt und Beispiele für „good practice“ angeführt.&lt;br /&gt;
6.1.	Strategisch&lt;br /&gt;
6.1.1.	Governancestrukturen schaffen&lt;br /&gt;
Governance kann verstanden werden als Aufgabe, die Prozesse für einen erfolgreichen Klimaschutz geordnet zu koordinieren. Für eine Governance, explizit auch zum Klimaschutz bzw. zur Energieeffizenz, kann für den Praxis-betrieb auf die Bereiche Politik, Profession, Organisation, Wissen und Öffentlichkeit aus dem Governance-Regler zurückgegriffen werden, der im Handlungsfeld Governance von HOCHN entwickelt wurde und in der Evaluation der Nachhaltigkeitskonzepte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt einem Praxistest unterzogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Literatur&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessi-schen Landesregierung. HIS-HE:Forum, Nr. 3, 2020&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeitsgovernance an Hochschulen - BETA, Oktober 2018: &lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/2-handlungsfelder/01-governance.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Good practice&lt;br /&gt;
TU Berlin: Nachhaltigkeitsrat.&lt;br /&gt;
Der Nachhaltigkeitsrat wurde im Jahr 2018 Gegründet und besteht aus gewählten Mitgliedern der TU Berlin sowie externen Teilnehmenden. Der Nachhaltigkeitsrat ist darüber hinaus ein offenes Gremium, in dem jede und jeder willkommen ist, der sich für die nachhaltige Entwicklung der TU Berlin interessiert und daran mitwirken möchte. &lt;br /&gt;
https://www.nachhaltigkeitsrat.tu-berlin.de/menue/nachhaltigkeitsrat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Runder Tisch zur nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;
Der Runde Tisch „Nachhaltige Entwicklung der HNEE“ wurde 2010 als demokratisches, von allen Interessengrup-pen der Hochschule gemeinsam getragenes und gestaltetes Gremium von der heutigen Nachhaltigkeitsmanage-rin und der Koordinatorin für die familienfreundliche Hochschule ins Leben gerufen. Ziel ist eine gemeinsame, von allen Hochschulgruppen entwickelte, umfassende nachhaltige Entwicklung an der HNEE.&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement-an-der-HNEE/Beteiligung-und-Mitmachen/Runder-Tisch-Nachhaltigkeit/Runder-Tisch-zur-nachhaltigen-HNEE-Entwicklung-E6093.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Nachhaltigkeitsleitlinien.&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/uni/nachhaltige-hochschule/home/nachhaltigkeitsleitlinien/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Harz: Senatskommission &amp;quot;Nachhaltige Hochschule Harz&amp;quot;.&lt;br /&gt;
https://www.hs-harz.de/nachhaltige_hs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FU Berlin: Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie.&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/index.html&lt;br /&gt;
6.1.2.	Controllingkonzept umsetzen&lt;br /&gt;
Controlling meint, die Aktivitäten zur Energieeffizienz gezielt zu steuern. Das Controlling fußt damit auf einer quantitativen Grundlage. Dieses kann die zahlenmäßige und graphische Auswertung der monatlichen Ver-brauchsdaten (gebäudebezogen) sein, um Veränderungen erkennen zu können und um die Nutzer zu informieren und zu motivieren sowie die gezielte Beobachtung der den konkreten Maßnahmen zugeordneten Zähler. Um die Zielsetzung für das Controlling-Konzept zu erreichen (insb. die Wirksamkeitsmessung), sind folgende Strukturen als Rahmenbedingungen zu schaffen:&lt;br /&gt;
•	Übergabe der operativen Verantwortung an speziell ausgebildetes Fachpersonal (für Klimaschutz) mit zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
•	Gründung eines Klimaschutzbeirats mit Kontroll- und Lenkungsfunktion (dieses kann der Umweltaus-schuss übernehmen).&lt;br /&gt;
•	Durchführung regelmäßiger Audits zur Überprüfung des Projektfortschritts und Messbarkeit über ein Kennzahlsystem herstellen (als Elemente im Managementkreislauf: plan (Ziele, Verantwortungen, Res-sourcen festlegen), do (Durchführung gemäß Planung), check (Zielerreichung prüfen, Fehler erheben), act (Fehler analysieren, Lösungsmöglichkeiten finden und auswählen).&lt;br /&gt;
•	Sicherung der Finanzierung (ggf. über einen Klimaschutz-Etat).&lt;br /&gt;
•	Etablieren eines Berichtswesens, auch für die Hochschulleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Hochschulen haben aktuell eine Beteiligung an einem normierten Umweltmanagementsystem nach EMAS:&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Good practice&lt;br /&gt;
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt: Beteiligung an EMASplus.&lt;br /&gt;
Als erste Universität in Deutschland hat die KU das Zertifikat „EMASplus“ erhalten. Grundlage dafür ist die Etablie-rung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagements, das Ökologie, Soziales und Ökonomie umfasst. Damit verpflichtet sich die Katholische Universität dazu, ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Wirkungen re-gelmäßig systematisch überprüfen zu lassen und kontinuierlich zu optimieren. &lt;br /&gt;
https://www.ku.de/kommunikation/presse/pi/einzelansicht/article/ku-erhaelt-als-erste-universitaet-in-deutschland-das-zertifikat-emasplus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 79 ff. &lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule RheinMain: Klimaschutzkonzept Hochschule RheinMain. Abschlussbericht, Juni 2018, S. 67 ff.&lt;br /&gt;
https://www.hs-rm.de/fileadmin/Home/Hochschule/Veroeffentlichungen/Klimaschutz/20180815_Abschlussbericht_KlischKo_HSRM_final.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzkonzept der HNE Eberswalde.&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/_obj/67605A07-D2ED-4886-8A7C-BEB532B8044E/outline/Klimaschutzkonzept_HNEE.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaschutzkonzept der Universität Kiel.&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaschutzkonzept&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Klimaschutzbericht der Hochschule Osnabrück.&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/wie-die-hochschule-osnabrueck-ihren-co2-fussabdruck-um-fast-70-prozent-verkleinert-hat/&lt;br /&gt;
6.1.3.	Klimaneutralität formulieren&lt;br /&gt;
Klimaneutralität beinhaltet, für einen selbstgesteckten Rahmen (z. B. Gebäudebetrieb, Mobilität, Konsum) die klimarelevanten Emissionen zu beziffern, sie zu minimieren oder substituieren und verbleibende Emissionen auch zu kompensieren. Die Zielsetzung, als Hochschule klimaneutral zu werden, wird auf ein Datum bezogen, z.B. auf das Jahr 2035. Die Zeitspanne bis zur Klimaneutralität und die bis dahin noch emittierten Tonnen CO2 müssen aus den Zielsetzungen zur Eingrenzung der Erderwärmung abgeleitet werden. Die Formulierung einer Klimaneutrali-tät ist somit immer Angelegenheit der Hochschule als Ganzes, also der Hochschulleitung. Formulierte Klimaneut-ralität ist auch ein Aspekt von Governance und hochschulöffentlich. Klimaneutralität ist für Hochschulen realisier-bar, dieses hat eine Studie von HIS-HE belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Literatur&lt;br /&gt;
Müller, J., Person, R.-D. (2019): Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus. Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung. HIS-HE:Medium, Nr. 3, 2020&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golüke, H.: Ökostrom beziehen ist gut - reicht aber nicht! In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen, Nr. 1 ,2019, S. 18 f.&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Good practice&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Die Leuphana Universität Lüneburg hat sich 2007 das Ziel der Klimaneutralität gesetzt und dieses im Jahr 2014 erreicht. Dabei konnten 50 Prozent Primärenergie und 30 Prozent Endenergie eingespart werden. Grundlage der Erreichung der Klimaneutralität ist der effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen in allen Teilbereichen der Universität. Die Themenfelder sind Energieeffizienz, Einsatz regenerativer Energien, Förderung einer klimascho-nenden Mobilität und der nachhaltigen Beschaffung, die in vielen Einzelmaßnahmen sukzessive implementiert und optimiert wurden. &lt;br /&gt;
www.leuphana.de/klimaneutral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Düsseldorf: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Hochschule Düsseldorf hat am 19.11.2019 Klimaschutz-Leitlinien beschlossen und dabei die CO2-Klimaneutralität bis 2030 als konkretes Klimaschutz-Ziel festgelegt. &lt;br /&gt;
https://www.hs-duesseldorf.de/personen/salvagno/klimaschutz?showarrows=1&amp;amp;sid=maysmcrsi1wnydumut54ns5v&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement/Nachhaltige-Hochschule/Klimaneutralitt/Klimaneutralitt-K6435.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaneutrale-universitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Trier, Umweltcampus Birkenfeld: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
https://www.hochschule-trier.de/hochschule/hochschulportraet/drei-campus/umwelt-campus-birkenfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
https://www.pv-magazine.de/2020/06/09/htw-berlin-bekommt-zwei-photovoltaik-anlagen-mit-zusammen-280-kilowatt-leistung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freie Universität Berlin: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2019/fup_19_398-klimanotstand/index.html&lt;br /&gt;
6.1.4.	Energieflüsse abbilden&lt;br /&gt;
Um überhaupt den Umgang mit Energie zum Thema zu machen, ist ein Messsystem erforderlich, welches die Verbräuche erfasst und die Energieflüsse durch die Hochschule abbildet (siehe Abbildung 1).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5973</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Energiemanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5973"/>
		<updated>2020-11-25T19:51:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: /* Nachhaltiges Energiemanagement, nachhaltiger Umgang mit Energie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Nachhaltiges Energiemanagement, nachhaltiger Umgang mit Energie ==&lt;br /&gt;
===Betroffener Personenkreis===&lt;br /&gt;
Der Beitrag richtet sich an das Fachpersonal im technischen Gebäudemanagement, welches auf der operativen Ebene mit der Bereitstellung von Energie sowie dem Management der Energienutzung betraut ist. Darüber hin-aus werden strukturelle Hinweise gegeben, die für das Leitungspersonal relevant sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Relevanz &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Gebäudemanagements besteht darin, optimale Bedingungen für die Kernaufgaben der Hoch-schulen zu schaffen. Hierzu zählt auch das Bereitstellen von und der Umgang mit Energie. Vor diesem Hintergrund bewegt sich dieses Handlungsfeld immer in einem besonderen Spannungsfeld, wenn auch ein effizienter, mög-lichst sparsamer Einsatz von Energie erfolgen soll, um CO2 und Kosten einzusparen. Potentielle Zielkonflikte zwi-schen dem Anspruch, bestmögliche Voraussetzungen für Forschung und Lehre zu schaffen und gleichzeitig Ener-gie effizient einzusetzen, sind der Organisation Hochschule immanent.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind gesetzliche Vorgaben (siehe unten) und Kostenaspekte (insb. steigende Energiekosten) Rah-menbedingungen, die dem Thema Energieeinsatz eine Relevanz geben. Die zentrale Facette scheint allerdings der stetig zunehmende öffentliche, gesellschaftliche Druck zum aktiven Klimaschutz zu sein, der insbesondere von Hochschulen und den Mitgliedern ausgeht und sehr stark von den wissenschaftlichen Erkenntnissen und konkre-ten Zielvorgaben gestützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Gesetzliche Grundlagen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesetzliche Vorgaben existieren, um Gebäude nach hohem Energieeffizienzstandard zu errichten bzw. zu sanie-ren und den energieeffizienten Betrieb bereits in der Phase des Planens zu berücksichtigen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der gesetzliche Rahmen für bauliche Maßnahmen wurde bisher durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmG) verbindlich festge-legt. Mit dem geplanten Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG)  ab November 2020 werden die bishe-rigen Regelungen aus EnEG, EnEV und EEWärmeG in einem Gesetz zusammengefasst. Grundlage der bisherigen nationalen Regelungen sind die Richtlinien der EU, insbesondere als Basis für die o. g. gesetzlichen Regelungen die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen ergeben sich Anforderungen aus den gesetzlichen Regelungen im Rahmen von EnEG, EnEV, EEWärmeG bzw. zukünftig GEG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sanierungs- und Neubaumaßnahmen: Baubezogene Regelungen, Energieausweise für Gebäude, Stan-dards für „Niedrigstenergie-Gebäude“&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
* Betrieb von Gebäuden und technischen Anlagen: Energetische Inspektion (Klimaanlagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der GEG-Einführung sind zunächst keine Verschärfungen der bisherigen Regelungen der EnEV vorge-sehen. Eine Überprüfung dieser Standards ist erst für das Jahr 2023 vorgesehen. Neu sind dagegen eine Innova-tionsklausel und der so genannte Quartiersansatz. Zunächst befristet bis Ende 2023 sind damit Möglichkeiten zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen anstelle des Primärenergieeinsatzes sowie eine gemeinsame Berück-sichtigung von Gebäuden an einem zusammenhängenden Standort möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Regelungen aus den EU-Richtlinien werden erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt. Das „Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität“ (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) – kurz: GEIG – gehört dazu und bezieht die in 2018 aktualisierten Regelun-gen der EU-Gebäuderichtlinie von 2010 ein.  Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat dazu den Gesetzent-wurf ausgearbeitet, der für Baumaßnahmen (Neubau und umfassende Sanierungen) ab dem 11. März 2021 rele-vant werden soll. Bei Nicht-Wohngebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen muss demnach mindestens jeder fünfte Stellplatz entsprechend ausgerüstet und mindestens ein Ladepunkt errichtet werden. Ab 2025 muss jedes (beste-hende) nicht zum Wohnen genutzte Gebäude mit mehr als zwanzig Stellplätzen mit mindestens einem Ladepunkt ausgestattet werden .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind weitere gesetzliche Regelungen, die im Zusammenhang mit dem Bezug und der Nutzung von Energie stehen für die Hochschulen von Bedeutung. Beispielhaft genannt werden hier : &lt;br /&gt;
•	Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das insbesondere die Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien festlegt.&lt;br /&gt;
•	Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), das die Förderungen für hocheffizienter KWK-Anlagen regelt&lt;br /&gt;
•	Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das die Rahmenbedingungen für eine „sichere, preisgünstige, ver-braucherfreundliche und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Gas“ festlegt und insbesondere für Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze im Rahmen der Versorgung Dritter von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
•	Stromsteuergesetz (StromStG), das die Besteuerung von Strom sowie auch die Ermäßigung oder die Be-freiung von der Steuer unter bestimmten Voraussetzungen regelt&lt;br /&gt;
•	Treibhausgas-Emissionshandels-Gesetz (TEHG), auf dessen Grundlage der Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen in einem EU-weiten Emissionshandelssystem basiert&lt;br /&gt;
•	Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) zur Regelung der Voraussetzungen für die Einführung und den Betrieb eines Anlagenregisters für Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Gru-bengas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der übergeordneten Ebene der EU ist weiterhin der „Klima- und energiepolitische Rahmen“ mit den  EU-weiten Zielvorgaben und politischen Zielen für den Zeitraum 2021 bis 2030 zu benennen, an dem sich die nationale Gesetzgebung orientieren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen von Bedeutung dürfte die Herausstellung der „Vorbildfunktion der öffentlichen Hand“ wie aktuell in § 4 des GEG bzw. § 1a EEWärmeG und EnEG § 2a (Niedrigstenergiegebäude) sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Literatur&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: Noch Kundenanlage oder schon Netz? BGH-Urteil liefert konkrete Hinweise, aber keine allgemein-gültige Lösung. In: HIS:Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2020, S.3&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091621&amp;amp;hash=ad71f51ce9852bb0df44a036090d20859fd000cc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2020-02_Energierecht.pdf&lt;br /&gt;
4.	Ziele&lt;br /&gt;
Für einen nachhaltigen Umgang mit Energie können sich Hochschulen, insbesondere wenn die CO2-Emissionen ein zentraler Indikator sein sollen, bei der Zielsetzung an drei wesentlichen Handlungsfeldern orientieren; diese lau-ten: Minimieren, substituieren und kompensieren von CO2-Emissionen. Wesentlich dabei ist die Prämisse: Mini-mierung vor Substitution vor Kompensation. &lt;br /&gt;
Minimierung bedeutet, tatsächlich weniger Energie zu verbrauchen, also den Energieverbrauch reduzieren und bei gleichem Energieträger eine Verringerung der CO2-Emissionen erzielen (z. B. technische oder organisatori-sche Maßnahmen).&lt;br /&gt;
Substitution bedeutet, emissionsarme Energieträger einzusetzen. Bei gleichem Energieverbrauch werden damit Energieträger genutzt, die weniger CO2-Emissionen verursachen (z. B. Kauf von Ökostrom). &lt;br /&gt;
Kompensation bedeutet, für selber verursachte CO2-Emissionen an anderer Stelle eine CO2-Senke zu schaffen (z. B. Kauf von Zertifikaten, Organisation eigener Projekte). Gesetzlich sanktionierte Beispiele hierfür finden sich im Immissionsschutzrecht (z. B. §§ 17 ff. BImSchG).&lt;br /&gt;
5.	Hemmnisse und Treiber&lt;br /&gt;
Ein nachhaltiges Energiemanagement ist eingebettet in die Organisation (Strukturen) und den praktischen Betrieb (operative Handlungsmöglichkeiten) der Hochschule. Auf diesen beiden Ebenen können strukturell folgende Hemmnisse und Treiber für die Umsetzung eines nachhaltigen Umgangs mit Energie identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hemmnisse&lt;br /&gt;
Ressourcenmangel&lt;br /&gt;
•	fehlende personelle Ressourcen&lt;br /&gt;
•	fehlende finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
•	fehlende Sichtweise auf langfristigere Effekte und die Externalisierung der Kosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsprozess&lt;br /&gt;
•	limitierte Zeit für Planungsaufgaben sowie Fehler während der Bauplanung&lt;br /&gt;
•	mangelnde Kommunikation zwischen Nutzern, Planern, Betreibern und Bauherren&lt;br /&gt;
•	unkoordinierte Inbetriebnahme von neu erstellten Gebäuden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgaben&lt;br /&gt;
•	keine Verankerung im Leitbild der Hochschule&lt;br /&gt;
•	kein Klimaschutzkonzept mit definierten, priorisierten Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäudebestand&lt;br /&gt;
•	unzureichende Messarchitektur&lt;br /&gt;
•	hoher Technisierungsgrad bei Neubauten&lt;br /&gt;
•	kein strukturiertes Flächenmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschullogik&lt;br /&gt;
•	starke Egoismen der Fachbereiche&lt;br /&gt;
•	schwere Einflussnahme auf Verhalten von Mitarbeitenden und Studierenden&lt;br /&gt;
•	häufig wechselnde Akteure in der Mitgliedschaft der Hochschule&lt;br /&gt;
•	fehlende Absprachen der beteiligten Serviceeinheiten der Hochschulen&lt;br /&gt;
•	unklare Grenzen zwischen Komfort und Freiheit von Forschung und Lehre&lt;br /&gt;
•	Spannungsfeld zwischen dem Ziel Energieeinsparung und energieintensiver Forschung mit Großgeräten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Treiber (nicht zu verwechseln mit Maßnahmen)&lt;br /&gt;
Gesetze, Normen, Zertifikate&lt;br /&gt;
•	konkrete gesetzliche Vorgaben (insbesondere EnEV bzw. das künftige GEG, EEG, KWKG)&lt;br /&gt;
•	AMEV Technisches Monitoring 2017&lt;br /&gt;
•	Betrachtung der Lebenszykluskosten von Gebäuden (BNB Zertifikate)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenz&lt;br /&gt;
•	Vernetzung und Kompetenzerweiterung des Fachpersonals&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fördermittel&lt;br /&gt;
•	Bereitstellung von Fördermitteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Fortschritte&lt;br /&gt;
•	Digitalisierung im Gebäudemanagement&lt;br /&gt;
•	Einsatz erneuerbarer Energien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerer Druck&lt;br /&gt;
•	öffentliche Diskussion zum Klimaschutz&lt;br /&gt;
•	Thematisierung in den Zielvereinbarungen und Hochschulentwicklungsplänen&lt;br /&gt;
6.	Maßnahmen zur Implementierung&lt;br /&gt;
Für eine Implementierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz kann strukturell zwischen strategischen und operativen unterschieden werden. Hierbei sind die strategischen dadurch charakterisiert, dass sie „gute Rah-menbedingungen“ für die operativen schaffen. Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen benannt und Beispiele für „good practice“ angeführt.&lt;br /&gt;
6.1.	Strategisch&lt;br /&gt;
6.1.1.	Governancestrukturen schaffen&lt;br /&gt;
Governance kann verstanden werden als Aufgabe, die Prozesse für einen erfolgreichen Klimaschutz geordnet zu koordinieren. Für eine Governance, explizit auch zum Klimaschutz bzw. zur Energieeffizenz, kann für den Praxis-betrieb auf die Bereiche Politik, Profession, Organisation, Wissen und Öffentlichkeit aus dem Governance-Regler zurückgegriffen werden, der im Handlungsfeld Governance von HOCHN entwickelt wurde und in der Evaluation der Nachhaltigkeitskonzepte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt einem Praxistest unterzogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Literatur&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessi-schen Landesregierung. HIS-HE:Forum, Nr. 3, 2020&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeitsgovernance an Hochschulen - BETA, Oktober 2018: &lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/2-handlungsfelder/01-governance.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Good practice&lt;br /&gt;
TU Berlin: Nachhaltigkeitsrat.&lt;br /&gt;
Der Nachhaltigkeitsrat wurde im Jahr 2018 Gegründet und besteht aus gewählten Mitgliedern der TU Berlin sowie externen Teilnehmenden. Der Nachhaltigkeitsrat ist darüber hinaus ein offenes Gremium, in dem jede und jeder willkommen ist, der sich für die nachhaltige Entwicklung der TU Berlin interessiert und daran mitwirken möchte. &lt;br /&gt;
https://www.nachhaltigkeitsrat.tu-berlin.de/menue/nachhaltigkeitsrat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Runder Tisch zur nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;
Der Runde Tisch „Nachhaltige Entwicklung der HNEE“ wurde 2010 als demokratisches, von allen Interessengrup-pen der Hochschule gemeinsam getragenes und gestaltetes Gremium von der heutigen Nachhaltigkeitsmanage-rin und der Koordinatorin für die familienfreundliche Hochschule ins Leben gerufen. Ziel ist eine gemeinsame, von allen Hochschulgruppen entwickelte, umfassende nachhaltige Entwicklung an der HNEE.&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement-an-der-HNEE/Beteiligung-und-Mitmachen/Runder-Tisch-Nachhaltigkeit/Runder-Tisch-zur-nachhaltigen-HNEE-Entwicklung-E6093.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Nachhaltigkeitsleitlinien.&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/uni/nachhaltige-hochschule/home/nachhaltigkeitsleitlinien/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Harz: Senatskommission &amp;quot;Nachhaltige Hochschule Harz&amp;quot;.&lt;br /&gt;
https://www.hs-harz.de/nachhaltige_hs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FU Berlin: Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie.&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/index.html&lt;br /&gt;
6.1.2.	Controllingkonzept umsetzen&lt;br /&gt;
Controlling meint, die Aktivitäten zur Energieeffizienz gezielt zu steuern. Das Controlling fußt damit auf einer quantitativen Grundlage. Dieses kann die zahlenmäßige und graphische Auswertung der monatlichen Ver-brauchsdaten (gebäudebezogen) sein, um Veränderungen erkennen zu können und um die Nutzer zu informieren und zu motivieren sowie die gezielte Beobachtung der den konkreten Maßnahmen zugeordneten Zähler. Um die Zielsetzung für das Controlling-Konzept zu erreichen (insb. die Wirksamkeitsmessung), sind folgende Strukturen als Rahmenbedingungen zu schaffen:&lt;br /&gt;
•	Übergabe der operativen Verantwortung an speziell ausgebildetes Fachpersonal (für Klimaschutz) mit zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
•	Gründung eines Klimaschutzbeirats mit Kontroll- und Lenkungsfunktion (dieses kann der Umweltaus-schuss übernehmen).&lt;br /&gt;
•	Durchführung regelmäßiger Audits zur Überprüfung des Projektfortschritts und Messbarkeit über ein Kennzahlsystem herstellen (als Elemente im Managementkreislauf: plan (Ziele, Verantwortungen, Res-sourcen festlegen), do (Durchführung gemäß Planung), check (Zielerreichung prüfen, Fehler erheben), act (Fehler analysieren, Lösungsmöglichkeiten finden und auswählen).&lt;br /&gt;
•	Sicherung der Finanzierung (ggf. über einen Klimaschutz-Etat).&lt;br /&gt;
•	Etablieren eines Berichtswesens, auch für die Hochschulleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Hochschulen haben aktuell eine Beteiligung an einem normierten Umweltmanagementsystem nach EMAS:&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Good practice&lt;br /&gt;
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt: Beteiligung an EMASplus.&lt;br /&gt;
Als erste Universität in Deutschland hat die KU das Zertifikat „EMASplus“ erhalten. Grundlage dafür ist die Etablie-rung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagements, das Ökologie, Soziales und Ökonomie umfasst. Damit verpflichtet sich die Katholische Universität dazu, ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Wirkungen re-gelmäßig systematisch überprüfen zu lassen und kontinuierlich zu optimieren. &lt;br /&gt;
https://www.ku.de/kommunikation/presse/pi/einzelansicht/article/ku-erhaelt-als-erste-universitaet-in-deutschland-das-zertifikat-emasplus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 79 ff. &lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule RheinMain: Klimaschutzkonzept Hochschule RheinMain. Abschlussbericht, Juni 2018, S. 67 ff.&lt;br /&gt;
https://www.hs-rm.de/fileadmin/Home/Hochschule/Veroeffentlichungen/Klimaschutz/20180815_Abschlussbericht_KlischKo_HSRM_final.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzkonzept der HNE Eberswalde.&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/_obj/67605A07-D2ED-4886-8A7C-BEB532B8044E/outline/Klimaschutzkonzept_HNEE.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaschutzkonzept der Universität Kiel.&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaschutzkonzept&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Klimaschutzbericht der Hochschule Osnabrück.&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/wie-die-hochschule-osnabrueck-ihren-co2-fussabdruck-um-fast-70-prozent-verkleinert-hat/&lt;br /&gt;
6.1.3.	Klimaneutralität formulieren&lt;br /&gt;
Klimaneutralität beinhaltet, für einen selbstgesteckten Rahmen (z. B. Gebäudebetrieb, Mobilität, Konsum) die klimarelevanten Emissionen zu beziffern, sie zu minimieren oder substituieren und verbleibende Emissionen auch zu kompensieren. Die Zielsetzung, als Hochschule klimaneutral zu werden, wird auf ein Datum bezogen, z.B. auf das Jahr 2035. Die Zeitspanne bis zur Klimaneutralität und die bis dahin noch emittierten Tonnen CO2 müssen aus den Zielsetzungen zur Eingrenzung der Erderwärmung abgeleitet werden. Die Formulierung einer Klimaneutrali-tät ist somit immer Angelegenheit der Hochschule als Ganzes, also der Hochschulleitung. Formulierte Klimaneut-ralität ist auch ein Aspekt von Governance und hochschulöffentlich. Klimaneutralität ist für Hochschulen realisier-bar, dieses hat eine Studie von HIS-HE belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Literatur&lt;br /&gt;
Müller, J., Person, R.-D. (2019): Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus. Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung. HIS-HE:Medium, Nr. 3, 2020&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golüke, H.: Ökostrom beziehen ist gut - reicht aber nicht! In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen, Nr. 1 ,2019, S. 18 f.&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Good practice&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Die Leuphana Universität Lüneburg hat sich 2007 das Ziel der Klimaneutralität gesetzt und dieses im Jahr 2014 erreicht. Dabei konnten 50 Prozent Primärenergie und 30 Prozent Endenergie eingespart werden. Grundlage der Erreichung der Klimaneutralität ist der effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen in allen Teilbereichen der Universität. Die Themenfelder sind Energieeffizienz, Einsatz regenerativer Energien, Förderung einer klimascho-nenden Mobilität und der nachhaltigen Beschaffung, die in vielen Einzelmaßnahmen sukzessive implementiert und optimiert wurden. &lt;br /&gt;
www.leuphana.de/klimaneutral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Düsseldorf: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Hochschule Düsseldorf hat am 19.11.2019 Klimaschutz-Leitlinien beschlossen und dabei die CO2-Klimaneutralität bis 2030 als konkretes Klimaschutz-Ziel festgelegt. &lt;br /&gt;
https://www.hs-duesseldorf.de/personen/salvagno/klimaschutz?showarrows=1&amp;amp;sid=maysmcrsi1wnydumut54ns5v&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement/Nachhaltige-Hochschule/Klimaneutralitt/Klimaneutralitt-K6435.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaneutrale-universitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Trier, Umweltcampus Birkenfeld: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
https://www.hochschule-trier.de/hochschule/hochschulportraet/drei-campus/umwelt-campus-birkenfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
https://www.pv-magazine.de/2020/06/09/htw-berlin-bekommt-zwei-photovoltaik-anlagen-mit-zusammen-280-kilowatt-leistung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freie Universität Berlin: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2019/fup_19_398-klimanotstand/index.html&lt;br /&gt;
6.1.4.	Energieflüsse abbilden&lt;br /&gt;
Um überhaupt den Umgang mit Energie zum Thema zu machen, ist ein Messsystem erforderlich, welches die Verbräuche erfasst und die Energieflüsse durch die Hochschule abbildet (siehe Abbildung 1).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5972</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Energiemanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Energiemanagement&amp;diff=5972"/>
		<updated>2020-11-25T19:48:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: Die Seite wurde neu angelegt: „== Nachhaltiges Energiemanagement, nachhaltiger Umgang mit Energie ==  # Betroffener Personenkreis&amp;lt;br&amp;gt; Der Beitrag richtet sich an das Fachpersonal im technisc…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Nachhaltiges Energiemanagement, nachhaltiger Umgang mit Energie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Betroffener Personenkreis&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Beitrag richtet sich an das Fachpersonal im technischen Gebäudemanagement, welches auf der operativen Ebene mit der Bereitstellung von Energie sowie dem Management der Energienutzung betraut ist. Darüber hin-aus werden strukturelle Hinweise gegeben, die für das Leitungspersonal relevant sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Relevanz &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Gebäudemanagements besteht darin, optimale Bedingungen für die Kernaufgaben der Hoch-schulen zu schaffen. Hierzu zählt auch das Bereitstellen von und der Umgang mit Energie. Vor diesem Hintergrund bewegt sich dieses Handlungsfeld immer in einem besonderen Spannungsfeld, wenn auch ein effizienter, mög-lichst sparsamer Einsatz von Energie erfolgen soll, um CO2 und Kosten einzusparen. Potentielle Zielkonflikte zwi-schen dem Anspruch, bestmögliche Voraussetzungen für Forschung und Lehre zu schaffen und gleichzeitig Ener-gie effizient einzusetzen, sind der Organisation Hochschule immanent.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind gesetzliche Vorgaben (siehe unten) und Kostenaspekte (insb. steigende Energiekosten) Rah-menbedingungen, die dem Thema Energieeinsatz eine Relevanz geben. Die zentrale Facette scheint allerdings der stetig zunehmende öffentliche, gesellschaftliche Druck zum aktiven Klimaschutz zu sein, der insbesondere von Hochschulen und den Mitgliedern ausgeht und sehr stark von den wissenschaftlichen Erkenntnissen und konkre-ten Zielvorgaben gestützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Gesetzliche Grundlagen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesetzliche Vorgaben existieren, um Gebäude nach hohem Energieeffizienzstandard zu errichten bzw. zu sanie-ren und den energieeffizienten Betrieb bereits in der Phase des Planens zu berücksichtigen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der gesetzliche Rahmen für bauliche Maßnahmen wurde bisher durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmG) verbindlich festge-legt. Mit dem geplanten Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG)  ab November 2020 werden die bishe-rigen Regelungen aus EnEG, EnEV und EEWärmeG in einem Gesetz zusammengefasst. Grundlage der bisherigen nationalen Regelungen sind die Richtlinien der EU, insbesondere als Basis für die o. g. gesetzlichen Regelungen die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen ergeben sich Anforderungen aus den gesetzlichen Regelungen im Rahmen von EnEG, EnEV, EEWärmeG bzw. zukünftig GEG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sanierungs- und Neubaumaßnahmen: Baubezogene Regelungen, Energieausweise für Gebäude, Stan-dards für „Niedrigstenergie-Gebäude“&lt;br /&gt;
 	&lt;br /&gt;
* Betrieb von Gebäuden und technischen Anlagen: Energetische Inspektion (Klimaanlagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der GEG-Einführung sind zunächst keine Verschärfungen der bisherigen Regelungen der EnEV vorge-sehen. Eine Überprüfung dieser Standards ist erst für das Jahr 2023 vorgesehen. Neu sind dagegen eine Innova-tionsklausel und der so genannte Quartiersansatz. Zunächst befristet bis Ende 2023 sind damit Möglichkeiten zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen anstelle des Primärenergieeinsatzes sowie eine gemeinsame Berück-sichtigung von Gebäuden an einem zusammenhängenden Standort möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Regelungen aus den EU-Richtlinien werden erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt. Das „Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität“ (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz) – kurz: GEIG – gehört dazu und bezieht die in 2018 aktualisierten Regelun-gen der EU-Gebäuderichtlinie von 2010 ein.  Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat dazu den Gesetzent-wurf ausgearbeitet, der für Baumaßnahmen (Neubau und umfassende Sanierungen) ab dem 11. März 2021 rele-vant werden soll. Bei Nicht-Wohngebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen muss demnach mindestens jeder fünfte Stellplatz entsprechend ausgerüstet und mindestens ein Ladepunkt errichtet werden. Ab 2025 muss jedes (beste-hende) nicht zum Wohnen genutzte Gebäude mit mehr als zwanzig Stellplätzen mit mindestens einem Ladepunkt ausgestattet werden .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind weitere gesetzliche Regelungen, die im Zusammenhang mit dem Bezug und der Nutzung von Energie stehen für die Hochschulen von Bedeutung. Beispielhaft genannt werden hier : &lt;br /&gt;
•	Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das insbesondere die Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien festlegt.&lt;br /&gt;
•	Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), das die Förderungen für hocheffizienter KWK-Anlagen regelt&lt;br /&gt;
•	Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das die Rahmenbedingungen für eine „sichere, preisgünstige, ver-braucherfreundliche und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Gas“ festlegt und insbesondere für Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze im Rahmen der Versorgung Dritter von Bedeutung ist.&lt;br /&gt;
•	Stromsteuergesetz (StromStG), das die Besteuerung von Strom sowie auch die Ermäßigung oder die Be-freiung von der Steuer unter bestimmten Voraussetzungen regelt&lt;br /&gt;
•	Treibhausgas-Emissionshandels-Gesetz (TEHG), auf dessen Grundlage der Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen in einem EU-weiten Emissionshandelssystem basiert&lt;br /&gt;
•	Anlagenregisterverordnung (AnlRegV) zur Regelung der Voraussetzungen für die Einführung und den Betrieb eines Anlagenregisters für Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Gru-bengas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der übergeordneten Ebene der EU ist weiterhin der „Klima- und energiepolitische Rahmen“ mit den  EU-weiten Zielvorgaben und politischen Zielen für den Zeitraum 2021 bis 2030 zu benennen, an dem sich die nationale Gesetzgebung orientieren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Hochschulen von Bedeutung dürfte die Herausstellung der „Vorbildfunktion der öffentlichen Hand“ wie aktuell in § 4 des GEG bzw. § 1a EEWärmeG und EnEG § 2a (Niedrigstenergiegebäude) sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Literatur&lt;br /&gt;
Person, R.-D.: Noch Kundenanlage oder schon Netz? BGH-Urteil liefert konkrete Hinweise, aber keine allgemein-gültige Lösung. In: HIS:Mitteilungsblatt Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Nr. 2, 2020, S.3&lt;br /&gt;
https://his-he.de/index.php?eID=tx_securedownloads&amp;amp;p=131&amp;amp;u=0&amp;amp;g=0&amp;amp;t=1596091621&amp;amp;hash=ad71f51ce9852bb0df44a036090d20859fd000cc&amp;amp;file=/fileadmin/user_upload/Publikationen/Mitteilungsblatt/MBL_2020-02_Energierecht.pdf&lt;br /&gt;
4.	Ziele&lt;br /&gt;
Für einen nachhaltigen Umgang mit Energie können sich Hochschulen, insbesondere wenn die CO2-Emissionen ein zentraler Indikator sein sollen, bei der Zielsetzung an drei wesentlichen Handlungsfeldern orientieren; diese lau-ten: Minimieren, substituieren und kompensieren von CO2-Emissionen. Wesentlich dabei ist die Prämisse: Mini-mierung vor Substitution vor Kompensation. &lt;br /&gt;
Minimierung bedeutet, tatsächlich weniger Energie zu verbrauchen, also den Energieverbrauch reduzieren und bei gleichem Energieträger eine Verringerung der CO2-Emissionen erzielen (z. B. technische oder organisatori-sche Maßnahmen).&lt;br /&gt;
Substitution bedeutet, emissionsarme Energieträger einzusetzen. Bei gleichem Energieverbrauch werden damit Energieträger genutzt, die weniger CO2-Emissionen verursachen (z. B. Kauf von Ökostrom). &lt;br /&gt;
Kompensation bedeutet, für selber verursachte CO2-Emissionen an anderer Stelle eine CO2-Senke zu schaffen (z. B. Kauf von Zertifikaten, Organisation eigener Projekte). Gesetzlich sanktionierte Beispiele hierfür finden sich im Immissionsschutzrecht (z. B. §§ 17 ff. BImSchG).&lt;br /&gt;
5.	Hemmnisse und Treiber&lt;br /&gt;
Ein nachhaltiges Energiemanagement ist eingebettet in die Organisation (Strukturen) und den praktischen Betrieb (operative Handlungsmöglichkeiten) der Hochschule. Auf diesen beiden Ebenen können strukturell folgende Hemmnisse und Treiber für die Umsetzung eines nachhaltigen Umgangs mit Energie identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hemmnisse&lt;br /&gt;
Ressourcenmangel&lt;br /&gt;
•	fehlende personelle Ressourcen&lt;br /&gt;
•	fehlende finanzielle Ressourcen&lt;br /&gt;
•	fehlende Sichtweise auf langfristigere Effekte und die Externalisierung der Kosten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planungsprozess&lt;br /&gt;
•	limitierte Zeit für Planungsaufgaben sowie Fehler während der Bauplanung&lt;br /&gt;
•	mangelnde Kommunikation zwischen Nutzern, Planern, Betreibern und Bauherren&lt;br /&gt;
•	unkoordinierte Inbetriebnahme von neu erstellten Gebäuden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgaben&lt;br /&gt;
•	keine Verankerung im Leitbild der Hochschule&lt;br /&gt;
•	kein Klimaschutzkonzept mit definierten, priorisierten Maßnahmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebäudebestand&lt;br /&gt;
•	unzureichende Messarchitektur&lt;br /&gt;
•	hoher Technisierungsgrad bei Neubauten&lt;br /&gt;
•	kein strukturiertes Flächenmanagement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschullogik&lt;br /&gt;
•	starke Egoismen der Fachbereiche&lt;br /&gt;
•	schwere Einflussnahme auf Verhalten von Mitarbeitenden und Studierenden&lt;br /&gt;
•	häufig wechselnde Akteure in der Mitgliedschaft der Hochschule&lt;br /&gt;
•	fehlende Absprachen der beteiligten Serviceeinheiten der Hochschulen&lt;br /&gt;
•	unklare Grenzen zwischen Komfort und Freiheit von Forschung und Lehre&lt;br /&gt;
•	Spannungsfeld zwischen dem Ziel Energieeinsparung und energieintensiver Forschung mit Großgeräten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Treiber (nicht zu verwechseln mit Maßnahmen)&lt;br /&gt;
Gesetze, Normen, Zertifikate&lt;br /&gt;
•	konkrete gesetzliche Vorgaben (insbesondere EnEV bzw. das künftige GEG, EEG, KWKG)&lt;br /&gt;
•	AMEV Technisches Monitoring 2017&lt;br /&gt;
•	Betrachtung der Lebenszykluskosten von Gebäuden (BNB Zertifikate)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompetenz&lt;br /&gt;
•	Vernetzung und Kompetenzerweiterung des Fachpersonals&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fördermittel&lt;br /&gt;
•	Bereitstellung von Fördermitteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische Fortschritte&lt;br /&gt;
•	Digitalisierung im Gebäudemanagement&lt;br /&gt;
•	Einsatz erneuerbarer Energien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerer Druck&lt;br /&gt;
•	öffentliche Diskussion zum Klimaschutz&lt;br /&gt;
•	Thematisierung in den Zielvereinbarungen und Hochschulentwicklungsplänen&lt;br /&gt;
6.	Maßnahmen zur Implementierung&lt;br /&gt;
Für eine Implementierung von Maßnahmen zur Energieeffizienz kann strukturell zwischen strategischen und operativen unterschieden werden. Hierbei sind die strategischen dadurch charakterisiert, dass sie „gute Rah-menbedingungen“ für die operativen schaffen. Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen benannt und Beispiele für „good practice“ angeführt.&lt;br /&gt;
6.1.	Strategisch&lt;br /&gt;
6.1.1.	Governancestrukturen schaffen&lt;br /&gt;
Governance kann verstanden werden als Aufgabe, die Prozesse für einen erfolgreichen Klimaschutz geordnet zu koordinieren. Für eine Governance, explizit auch zum Klimaschutz bzw. zur Energieeffizenz, kann für den Praxis-betrieb auf die Bereiche Politik, Profession, Organisation, Wissen und Öffentlichkeit aus dem Governance-Regler zurückgegriffen werden, der im Handlungsfeld Governance von HOCHN entwickelt wurde und in der Evaluation der Nachhaltigkeitskonzepte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt einem Praxistest unterzogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Literatur&lt;br /&gt;
Müller, J.; Person, R.-D.: Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus erschienen. Analyse im Auftrag der hessi-schen Landesregierung. HIS-HE:Forum, Nr. 3, 2020&lt;br /&gt;
https://his-he.de/meta/presse/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeitsgovernance an Hochschulen - BETA, Oktober 2018: &lt;br /&gt;
https://www.hochn.uni-hamburg.de/2-handlungsfelder/01-governance.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Good practice&lt;br /&gt;
TU Berlin: Nachhaltigkeitsrat.&lt;br /&gt;
Der Nachhaltigkeitsrat wurde im Jahr 2018 Gegründet und besteht aus gewählten Mitgliedern der TU Berlin sowie externen Teilnehmenden. Der Nachhaltigkeitsrat ist darüber hinaus ein offenes Gremium, in dem jede und jeder willkommen ist, der sich für die nachhaltige Entwicklung der TU Berlin interessiert und daran mitwirken möchte. &lt;br /&gt;
https://www.nachhaltigkeitsrat.tu-berlin.de/menue/nachhaltigkeitsrat/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Runder Tisch zur nachhaltigen Entwicklung.&lt;br /&gt;
Der Runde Tisch „Nachhaltige Entwicklung der HNEE“ wurde 2010 als demokratisches, von allen Interessengrup-pen der Hochschule gemeinsam getragenes und gestaltetes Gremium von der heutigen Nachhaltigkeitsmanage-rin und der Koordinatorin für die familienfreundliche Hochschule ins Leben gerufen. Ziel ist eine gemeinsame, von allen Hochschulgruppen entwickelte, umfassende nachhaltige Entwicklung an der HNEE.&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement-an-der-HNEE/Beteiligung-und-Mitmachen/Runder-Tisch-Nachhaltigkeit/Runder-Tisch-zur-nachhaltigen-HNEE-Entwicklung-E6093.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Vechta: Nachhaltigkeitsleitlinien.&lt;br /&gt;
https://www.uni-vechta.de/uni/nachhaltige-hochschule/home/nachhaltigkeitsleitlinien/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Harz: Senatskommission &amp;quot;Nachhaltige Hochschule Harz&amp;quot;.&lt;br /&gt;
https://www.hs-harz.de/nachhaltige_hs/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FU Berlin: Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie.&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/sites/nachhaltigkeit/stabsstelle/index.html&lt;br /&gt;
6.1.2.	Controllingkonzept umsetzen&lt;br /&gt;
Controlling meint, die Aktivitäten zur Energieeffizienz gezielt zu steuern. Das Controlling fußt damit auf einer quantitativen Grundlage. Dieses kann die zahlenmäßige und graphische Auswertung der monatlichen Ver-brauchsdaten (gebäudebezogen) sein, um Veränderungen erkennen zu können und um die Nutzer zu informieren und zu motivieren sowie die gezielte Beobachtung der den konkreten Maßnahmen zugeordneten Zähler. Um die Zielsetzung für das Controlling-Konzept zu erreichen (insb. die Wirksamkeitsmessung), sind folgende Strukturen als Rahmenbedingungen zu schaffen:&lt;br /&gt;
•	Übergabe der operativen Verantwortung an speziell ausgebildetes Fachpersonal (für Klimaschutz) mit zeitlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
•	Gründung eines Klimaschutzbeirats mit Kontroll- und Lenkungsfunktion (dieses kann der Umweltaus-schuss übernehmen).&lt;br /&gt;
•	Durchführung regelmäßiger Audits zur Überprüfung des Projektfortschritts und Messbarkeit über ein Kennzahlsystem herstellen (als Elemente im Managementkreislauf: plan (Ziele, Verantwortungen, Res-sourcen festlegen), do (Durchführung gemäß Planung), check (Zielerreichung prüfen, Fehler erheben), act (Fehler analysieren, Lösungsmöglichkeiten finden und auswählen).&lt;br /&gt;
•	Sicherung der Finanzierung (ggf. über einen Klimaschutz-Etat).&lt;br /&gt;
•	Etablieren eines Berichtswesens, auch für die Hochschulleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Hochschulen haben aktuell eine Beteiligung an einem normierten Umweltmanagementsystem nach EMAS:&lt;br /&gt;
https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Good practice&lt;br /&gt;
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt: Beteiligung an EMASplus.&lt;br /&gt;
Als erste Universität in Deutschland hat die KU das Zertifikat „EMASplus“ erhalten. Grundlage dafür ist die Etablie-rung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagements, das Ökologie, Soziales und Ökonomie umfasst. Damit verpflichtet sich die Katholische Universität dazu, ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Wirkungen re-gelmäßig systematisch überprüfen zu lassen und kontinuierlich zu optimieren. &lt;br /&gt;
https://www.ku.de/kommunikation/presse/pi/einzelansicht/article/ku-erhaelt-als-erste-universitaet-in-deutschland-das-zertifikat-emasplus/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Bremen: Klimaschutzkonzept Universität Bremen. Abschlussbericht, Juni 2015, S. 79 ff. &lt;br /&gt;
https://www.uni-bre-men.de/fileadmin/user_upload/sites/umweltmanagementsystem/Dokumente/Endfassung_Abschlussbericht_Uni-Bremen_2015-06-23_A.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule RheinMain: Klimaschutzkonzept Hochschule RheinMain. Abschlussbericht, Juni 2018, S. 67 ff.&lt;br /&gt;
https://www.hs-rm.de/fileadmin/Home/Hochschule/Veroeffentlichungen/Klimaschutz/20180815_Abschlussbericht_KlischKo_HSRM_final.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HNE Eberswalde: Klimaschutzkonzept der HNE Eberswalde.&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/_obj/67605A07-D2ED-4886-8A7C-BEB532B8044E/outline/Klimaschutzkonzept_HNEE.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaschutzkonzept der Universität Kiel.&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaschutzkonzept&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Osnabrück: Klimaschutzbericht der Hochschule Osnabrück.&lt;br /&gt;
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/06/wie-die-hochschule-osnabrueck-ihren-co2-fussabdruck-um-fast-70-prozent-verkleinert-hat/&lt;br /&gt;
6.1.3.	Klimaneutralität formulieren&lt;br /&gt;
Klimaneutralität beinhaltet, für einen selbstgesteckten Rahmen (z. B. Gebäudebetrieb, Mobilität, Konsum) die klimarelevanten Emissionen zu beziffern, sie zu minimieren oder substituieren und verbleibende Emissionen auch zu kompensieren. Die Zielsetzung, als Hochschule klimaneutral zu werden, wird auf ein Datum bezogen, z.B. auf das Jahr 2035. Die Zeitspanne bis zur Klimaneutralität und die bis dahin noch emittierten Tonnen CO2 müssen aus den Zielsetzungen zur Eingrenzung der Erderwärmung abgeleitet werden. Die Formulierung einer Klimaneutrali-tät ist somit immer Angelegenheit der Hochschule als Ganzes, also der Hochschulleitung. Formulierte Klimaneut-ralität ist auch ein Aspekt von Governance und hochschulöffentlich. Klimaneutralität ist für Hochschulen realisier-bar, dieses hat eine Studie von HIS-HE belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Literatur&lt;br /&gt;
Müller, J., Person, R.-D. (2019): Machbarkeitsstudie klimaneutraler Campus. Analyse im Auftrag der Hessischen Landesregierung. HIS-HE:Medium, Nr. 3, 2020&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/machbarkeitsstudie-klimaneutraler-campus-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golüke, H.: Ökostrom beziehen ist gut - reicht aber nicht! In: Magazin für Hochschulentwicklung. Themen-Special: Energie und Klimaschutz an Hochschulen, Nr. 1 ,2019, S. 18 f.&lt;br /&gt;
https://his-he.de/publikationen/detail/magazin-fuer-hochschulentwicklung-1-2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Good practice&lt;br /&gt;
Leuphana Universität Lüneburg: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Die Leuphana Universität Lüneburg hat sich 2007 das Ziel der Klimaneutralität gesetzt und dieses im Jahr 2014 erreicht. Dabei konnten 50 Prozent Primärenergie und 30 Prozent Endenergie eingespart werden. Grundlage der Erreichung der Klimaneutralität ist der effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen in allen Teilbereichen der Universität. Die Themenfelder sind Energieeffizienz, Einsatz regenerativer Energien, Förderung einer klimascho-nenden Mobilität und der nachhaltigen Beschaffung, die in vielen Einzelmaßnahmen sukzessive implementiert und optimiert wurden. &lt;br /&gt;
www.leuphana.de/klimaneutral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Düsseldorf: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
Das Präsidium der Hochschule Düsseldorf hat am 19.11.2019 Klimaschutz-Leitlinien beschlossen und dabei die CO2-Klimaneutralität bis 2030 als konkretes Klimaschutz-Ziel festgelegt. &lt;br /&gt;
https://www.hs-duesseldorf.de/personen/salvagno/klimaschutz?showarrows=1&amp;amp;sid=maysmcrsi1wnydumut54ns5v&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
https://www.hnee.de/de/Hochschule/Nachhaltige-Entwicklung/Nachhaltigkeitsmanagement/Nachhaltige-Hochschule/Klimaneutralitt/Klimaneutralitt-K6435.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universität Kiel: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
https://www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet/klimaneutrale-universitaet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Trier, Umweltcampus Birkenfeld: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
https://www.hochschule-trier.de/hochschule/hochschulportraet/drei-campus/umwelt-campus-birkenfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
https://www.pv-magazine.de/2020/06/09/htw-berlin-bekommt-zwei-photovoltaik-anlagen-mit-zusammen-280-kilowatt-leistung/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freie Universität Berlin: Klimaneutralität.&lt;br /&gt;
https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2019/fup_19_398-klimanotstand/index.html&lt;br /&gt;
6.1.4.	Energieflüsse abbilden&lt;br /&gt;
Um überhaupt den Umgang mit Energie zum Thema zu machen, ist ein Messsystem erforderlich, welches die Verbräuche erfasst und die Energieflüsse durch die Hochschule abbildet (siehe Abbildung 1).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltigkeitsverst%C3%A4ndnis&amp;diff=5947</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltigkeitsverständnis</title>
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		<updated>2020-11-18T19:01:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Version vom 16. Januar 2020&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Präambel==&lt;br /&gt;
Gesamtziel des Vorhabens Nachhaltigkeit an Hochschulen ({{Hn}}) ist die Förderung nachhaltiger Entwicklung an Hochschulen in Deutschland sowie die Konzeption von hierfür geeigneten Maßnahmen und Leitfäden. Eine wichtige Basis dafür ist die Entwicklung eines gemeinsamen Nachhaltigkeitsverständnisses – wir verwenden im Folgenden die Begriffe Nachhaltigkeit und nachhaltige Entwicklung synonym – unter Berücksichtig seiner transformativen Aspekte für eine zukunftsfähige Hochschullandschaft in Deutschland. {{Hn}} wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Unter [http://www.hoch-n.org www.hoch-n.org] finden sich nähere Informationen zum Projekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zum Entstehungsprozess===&lt;br /&gt;
Das vorliegende Nachhaltigkeitsverständnis des Verbundprojekts {{Hn}} entstand in einem partizipatorischen und konsultativen Prozess der elf Verbundhochschulen über die Projektdauer November 2016 bis Oktober 2020. Der nachfolgende Text basiert auf den Zielformulierungen bzw. den Nachhaltigkeitsverständnissen der einzelnen Partner*innen des Verbundprojekts (Freie Universität Berlin, Universität Bremen, Technische Universität Dresden, Universität Duisburg-Essen, Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, Universität Hamburg, Leuphana Universität Lüneburg, Ludwig- Maximilians-Universität München, Eberhard Karls Universität Tübingen, Universität Vechta und Hochschule Zittau/Görlitz) sowie auf der Auswertung der im Literaturverzeichnis ersichtlichen Texte. Das Nachhaltigkeitsverständnis ist auf konzeptionelle Kohärenz angelegt und arbeitet insbesondere die normativen Implikationen von Nachhaltigkeit heraus. Die Erarbeitung des Nachhaltigkeitsverständnisses des {{Hn}}-Verbunds fand unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Markus Vogt (LMU München) statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Intention des Nachhaltigkeitsverständnisses im Kontext Hochschule===&lt;br /&gt;
Viele Akteur*innen an deutschen Hochschulen befassen sich in Wissenschaft, Lehre und Betriebspraxis mit dem Themenfeld Nachhaltigkeit. Bislang besteht jedoch kein hinreichender Konsens darüber, wie der aus gesellschaftlicher Verantwortung begründete Anspruch von Nachhaltigkeit im Kontext von Hochschulen verstanden, ausgestaltet und umgesetzt werden soll. Dies zeigt sich beispielsweise in der aktuellen Debatte um die Verhältnisbestimmung von Freiheit und nachhaltigkeitsbezogener Verantwortung der Wissenschaft. Auch aus diesem Grund hat es sich der Verbund {{Hn}} zum Ziel gesetzt, ein gemeinsames, hochschulspezifisches Nachhaltigkeitsverständnis zu entwickeln, das eine gesellschaftliche Transformation unterstützen soll. Das Nachhaltigkeitsverständnis basiert dabei auf vielfältigen bereits in (internationalen) Beschlüssen verankerten Grundverständnissen von Nachhaltigkeit sowie auf wissenschaftlicher Literatur zum Nachhaltigkeitsprinzip.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem vorliegenden Text handelt es sich nicht um einen fixierten Standard, sondern um einen Orientierungsrahmen zur gesamtinstitutionellen Integration und Umsetzung von Nachhaltigkeit als ethisches Prinzip an Hochschulen in Deutschland (insbesondere in den Handlungsfeldern Forschung, Lehre, Betrieb, Governance und Transfer). Dieser muss kontinuierlich an die sich ändernden Erkenntnisse und Rahmenbedingungen angepasst werden. Das Nachhaltigkeitsverständnis innerhalb des {{Hn}}-Verbunds schließt keineswegs aus, dass einzelne Hochschulen mit ihren unterschiedlichen Zugängen, Schwerpunktsetzungen und Praktiken innerhalb dieses Rahmens je eigene Akzente setzen. Vielmehr betrachten wir die Vielfalt unterschiedlicher Nachhaltigkeitsverständnisse als Gewinn, da Nachhaltigkeit idealerweise auf die jeweiligen Kontexte und Rahmenbedingungen der Hochschulen und auf ihre AkteurInnen Bezug nehmen sollte. Gerade weil es unterschiedliche Akzente gibt, erfüllt eine begrifflich-konzeptionelle Klärung jedoch die wichtige Funktion, Interpretationsspielräume zu klären, offene Fragen für weitere Diskussion und Forschung zu benennen sowie Gemeinsamkeiten trotz kontextuell unterschiedlicher Umsetzungen nicht aus dem Blick zu verlieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung dürfen keine abstrakten Begrifflichkeiten und Konzepte ohne klaren Handlungsbezug bleiben, die sich nach beliebigen Interessenlagen instrumentalisieren lassen. Daher soll das vorliegende Nachhaltigkeitsverständnis Gesprächs- und Kooperationsprozesse stärken. Darüber hinaus liefert es die Basis für eine langfristige und substantielle Umsetzung von Maßnahmen an Hochschulen, die für eine große gesellschaftliche Transformation &amp;lt;ref&amp;gt;WBGU – Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (2011): Welt im&lt;br /&gt;
Wandel: Gesellschaftsvertrag für eine große Transformation, Berlin.&amp;lt;/ref&amp;gt; zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele unerlässlich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei können mehrere Ebenen unterschieden werden, die für die Entwicklung eines Nachhaltigkeitsverständnisses für Hochschulen von Bedeutung sind (Systeme, Gruppen und Individuen):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) &amp;lt;u&amp;gt;Makroebene:&amp;lt;/u&amp;gt; Diese umfasst den übergeordneten gesellschaftlichen Rahmen und funktionale gesellschaftliche Teilsysteme (politische, wirtschaftliche, (sozio-)kulturelle, technologische, ökologische, rechtliche Einflussfaktoren) mit den dazugehörigen Diskursen. Kernfrage: Wie wird Nachhaltigkeit in der Gesellschaft verhandelt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) &amp;lt;u&amp;gt;Mesoebene:&amp;lt;/u&amp;gt; Sie nimmt die Hochschule als Organisation sowie deren Einheiten (beispielsweise Fakultäten, Institute, Gremien, Abteilungen, Kooperationskonsortien, Teams etc.) in den Blick. Kernfrage: Welches auf die jeweilige Hochschule ausdifferenzierte Nachhaltigkeitsverständnis findet für die Hochschule im Sinne eines Whole Institution Approach bzw. für deren Organisationsteile Anwendung?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) &amp;lt;u&amp;gt;Mikroebene:&amp;lt;/u&amp;gt; Diese bezieht sich auf Einzelpersonen (die Hochschulangehörigen und Individuen aus den Anspruchsgruppen) mit ihrem je individuellen Nachhaltigkeitsverständnis. Es ist von persönlichen, individuellen Annahmen und Interpretationen, je nach Vorwissen, Statusgruppe, Werten und Einstellungen, sozialer Einbettung etc. geprägt. Um eine nachhaltige Entwicklung langfristig institutionalisieren und zugleich Individuen zu nachhaltigkeitsorientiertem Handeln befähigen zu können, sind auch diese individuellen Verständnisse von Bedeutung. Es gilt, sie in gegenseitiger Durchdringung mit den jeweiligen Meso- und Makroebenen rückzukoppeln. Kernfrage: Was bedeutet nachhaltige Entwicklung für mein Handeln, auch im Austausch mit und in Abhängigkeit von anderen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei geht es um die Reflexion des eigenen Handelns auf allen Ebenen mit Bezug zum ethischen, konzeptionellen und transformativen Anspruch der Nachhaltigkeit. Die Freiheit von Forschung und Lehre realisiert sich nur dann in verantwortlicher Weise, wenn die Hochschulen selber ihre Potenziale für eine Große Transformation der Gesellschaft reflektieren und ihre Erkenntnisse gesamtinstitutionell entsprechend umsetzen. Der Prozess (Kommunikation und strategische Steuerung, um aufeinander abgestimmtes Handeln zu ermöglichen) und das Ergebnis (Schaffung von Strukturen und konkrete Umsetzung auf der Basis eines gemeinsamen Nachhaltigkeitsverständnisses) sind für alle Ebenen gleichermaßen relevant. Dabei muss auf eine möglichst hohe Kohärenz Wert gelegt werden, um Missverständnisse abzuwenden und sich gegenseitig aufhebende Effekte von Nachhaltigkeitsstrategien zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nachfolgende Text dient einerseits der Verständigung innerhalb des Verbundes {{Hn}}, andererseits als Instrument der Kommunikation nach außen, um Unterstützung, Kooperation und weitere AkteurInnen für den offenen, kreativen, selbstreflexiven und emergenten Prozess nachhaltiger Entwicklung in und durch Hochschulen zu gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zielgruppe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Abb1 Anspruchsgruppen der Hochschulen.png|500px|thumb|Abbildung 1: Übersicht der unterschiedlichen Ebenen von Anspruchsgruppen der Hochschulen in Deutschland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Text richtet sich in erster Linie an Hochschulangehörige, insbesondere an diejenigen, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen und Veränderungsprozesse gestalten wollen. Zu den internen Anspruchsgruppen gehören demnach die Studierenden, die Hochschulleitungen, Wissenschaftler*innen und Lehrende, Verwaltungsmitarbeitende und Nachhaltigkeitsbeauftragte. Hervorgehoben sind dabei die Change Agents, die sowohl hochschulintern als auch -extern Umstrukturierungsprozesse vorantreiben wollen. Change Agents finden sich dabei hierarchisch auf allen Ebenen. Dies wird in der Praxis dadurch deutlich, dass Veränderungsprozesse hin zu einer nachhaltigen Entwicklung von Hochschulen sowohl top-down als auch bottom-up initiiert erfolgen können, aber zur erfolgreichen Umsetzung die jeweils andere Ebene benötigen. Als hochschulexterne Anspruchsgruppen sind, neben den Change Agents, z.B. Vertreter*innen von zuständigen Landes- und Bundesministerien, Politik, Zivilgesellschaft, Unternehmen, der Hochschulrektorenkonferenz, der Kultusministerkonferenz und der deutschen UNESCO-Kommission zu nennen. Verbindende Elemente zwischen den internen und externen Anspruchsgruppen, die die Wechselwirkungen zwischen den Akteur*innen symbolisieren sollen, sind die Kommunikation, der Austausch und das voneinander Lernen (vgl. Abbildung 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Grundverständnis von Nachhaltigkeit und Ethik im Kontext von Hochschulen==&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeit ist als normatives Prinzip der Maßstab einer globalen und intergenerationellen Gerechtigkeit, die vom gegenwärtigen Wandel des Erdsystems stark herausgefordert wird. Ethisch-politisch ist nachhaltige Entwicklung kein von außen vorgegebenes und festgelegtes Ziel, sondern ein offener Suchprozess mit vielfältigen Zielkomponenten, der sich von daher plural und kulturvariabel gestaltet. Ihr Anliegen ist es, die langfristige Verantwortung, die ökologische Tragfähigkeit, die soziale Gerechtigkeit und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu sichern. Hierzu zielt sie auf die Stärkung kultureller Kompetenzen der Mitgestaltung des gesellschaftlichen Lebens ab. Mit ihrer systemisch integrierten Umsetzung wird der Anspruch einer umfassenden gesellschaftlichen Transformation verbunden. Kern ist die Transformation des Verhältnisses des Menschen zur Natur. Die Aufgabe der Hochschulen besteht darin, sich theoretisch-konzeptionell, methodisch und reflexiv mit den Prozessen und Bedingungen der gesellschaftlichen Transformation auseinanderzusetzen. Gleichzeitig geht es auch darum, wie die ethische Dimension in der Wissenschaft (in den Handlungsfeldern Forschung, Lehre und Betrieb) berücksichtigt und umgesetzt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeklärte Wissenschaft bedarf einer methodisch-kritischen Reflexion zum Stellenwert normativer Perspektiven. Deshalb analysiert Ethik die vielfältigen Gründe, Ziele, Motivationen und Widerstände guten und gerechten Handelns. Dabei erschöpft sie sich nicht darin, rezeptartig fertige Lösungen vorzugeben. Vielmehr will sie zunächst zum Nachdenken anregen und dadurch zur Freiheit befähigen. Die Freiheit der Wissenschaft ist von daher stets als Auftrag zur eigenverantwortlichen Reflexion ihrer Ziele im Dienst einer zukunftsfähigen Gesellschaft zu interpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bedarf an ethischer Reflexion und Orientierung ergibt sich vor allem in Umbruchsituationen. Eine solche liegt heute angesichts des tiefgreifenden Wertewandels sowie der globalen, nationalen und regionalen Herausforderungen nachhaltiger Entwicklung (wie z.B. Klimawandel) vor. Von daher versteht es das Nachhaltigkeitsprinzip sowohl als ökosoziale und ökonomische Herausforderung wie auch als Kulturaufgabe, die natürlichen Lebensgrundlagen für alle Menschen weltweit einschließlich der nachfolgenden Generationen zu erhalten (vgl. Brundtland-Kommission; Art. 20a GG; SDGs) und die Natur in ihrem Eigenwert mit ihrer biologischen Vielfalt zu achten und zu schützen (vgl. Bundesnaturschutzgesetz §1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschulen als zentrale Akteurinnen des gesellschaftlichen Diskurses widmen sich dieser Thematik an zentraler Stelle. In diesem Kontext, und in Anlehnung an die gemeinsame Erklärung der HRK/DUK „Hochschulen für nachhaltige Entwicklung“ &amp;lt;ref&amp;gt;HRK / DUK – Hochschulrektorenkonferenz / Deutsche UNESCO-Kommission (2010): Hochschulen für nach- haltige Entwicklung (= Entschließung der 7. Mitgliederversammlung am 24.11.2009 / Entschließung des DUK-Vorstands am 22. Januar 2010), https://www.hrk.de/positionen/beschluss/detail/hochschulen-fuer-nachhaltige-entwicklung/ (Zugriff: 10.07.2018).&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie die Empfehlung der HRK (2018) „Für eine Kultur der Nachhaltigkeit an Hochschulen“ &amp;lt;ref&amp;gt;HRK – Hochschulrektorenkonferenz (2018): Für eine Kultur der Nachhaltigkeit (= Empfehlung der 25. HRK- Mitgliederversammlung vom 6.11.2018), https://www.hrk.de/positionen/beschluss/detail/fuer-eine-kultur-der-nachhaltigkeit/ (Zugriff: 14.11.2019).&amp;lt;/ref&amp;gt; fassen die AkteurInnen des Verbundprojekts {{Hn}} Nachhaltigkeit als profilstiftende und verbindende Leitidee auf. Mit diesem gemeinsamen Ziel können die Hochschulen ihren je eigenen Beitrag zu einer zukunftsfähigen Gestaltung der Gesellschaft und zum verantwortungsvollen Umgang mit den Gemeingütern des Planeten Erde leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Hochschulen kommt aufgrund ihrer ethischen und gesellschaftspolitischen Verantwortung eine undelegierbare Reflexionsaufgabe und Impulsfunktion für eine solche gesellschaftliche Transformation hin zu mehr Nachhaltigkeit zu. Hochschulen können dabei empirisches und theoretisches Wissen, Methodenkompetenz und Reflexionsfähigkeit als besondere Stärken einbringen. Dem normativen Gehalt von Nachhaltigkeit gerecht zu werden bedeutet zum einen, methodisch über Problemstellungen in den Gesellschaften nachzudenken und sich relevanten Fragen hinsichtlich des Verhältnisses von Mensch und Natur zu stellen. Zum anderen ist in sektorübergreifenden Zusammenhängen zu denken und konkret zu handeln. Es geht darum, wie tragfähige Lösungen zum Umgang mit den großen Herausforderungen unserer Zeit global, national und regional gefunden, umgesetzt und dauerhaft institutionell implementiert werden können. Dabei ist es für die Ethik konstitutiv, auch Hemmnisse auf dem Weg zur Nachhaltigkeit systemisch in den Blick zu nehmen. Auf dieser Weise kann sie nicht nur Zielwissen generieren, sondern auch Transformationswissen vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 100%; border: black solid 2px; text-align: left&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Die Akteur*innen des Verbundprojekts sind bestrebt, Nachhaltigkeit in den Handlungsfeldern Forschung, Lehre, Betrieb, Governance sowie Transfer in ihren eigenen Hochschulen zu verankern. Damit leisten sie einen Beitrag zur praktischen Umsetzung der oben genannten Ziele, regen einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess an und versuchen eine glaubwürdige Vorbildfunktion einzunehmen. Nachhaltige Hochschulentwicklung wird dabei als offener, reflexiver Prozess verstanden, in dem sich die Freiheit der Wissenschaft und ihre gesellschaftliche Verantwortung wechselseitig bedingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Akteur*innen des Verbundprojekts verpflichten sich, das Verständnis und die Umsetzung von Nachhaltigkeit zu fördern. So leisten die Hochschulen ihren Beitrag zum fünfjährigen Weltaktionsprogramm „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ der Vereinten Nationen (2015-2019, WAP), zu dem sich auch Deutschland mit dem Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (Nationale Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung 2017) verpflichtet hat. Dadurch tragen die Hochschulen zur Wahrnehmung der Sustainable Development Goals der UN (SDGs) sowie zu deren strategischen Weiterentwicklung und Ergänzung bei. Dies ist sinnvoll, da die SDGs u.a. auf zentrale globale Herausforderungen (wie z.B. steigender Ressourcenverbrauch und Bevölkerungswachstum, Externalisierung ökosozialer Kosten oder Zielkonflikte zwischen Wirtschaftswachstum und ökologischen Grenzen) unzureichend eingehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochschulen bemühen sich, eine angemessene in- und externe Transparenz sicherzustellen, kontinuierliche, offene und reflexive Verbesserungsprozesse zu fördern, den Dialog mit den verschiedenen Anspruchsgruppen der Hochschulen zu unterstützen und den Austausch mit der Gesellschaft zu erleichtern. Hierfür kann es sich als zielführend erweisen, den Status Quo zu analysieren, transparente und regelmäßige Informationen zu ihren Nachhaltigkeitsaktivitäten bereitzustellen und zu kommunizieren. Eine so gestaltete Nachhaltigkeitsberichterstattung trägt dazu bei, das Nachhaltigkeitsverständnis einer Hochschule mit ihren konkreten Zielen und Maßnahmen zu reflektieren und darüber in Austausch mit den Anspruchsgruppen zu treten.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1. Forschung===&lt;br /&gt;
Bei Nachhaltigkeit handelt es sich um ein disziplinübergreifendes, normatives und gesellschaftsrelevantes Prinzip. Daher sind neue Formen der problemdiagnostizierenden und lösungsorientierten Forschung in Form einer Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Fachdisziplinen (interdisziplinär) sowie zwischen Hochschulen und weiteren Teilen der Gesellschaft (transdisziplinär, auch in Bezug auf Transformation) erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben disziplinspezifischen Ergebnissen der Wissenschaften stehen daher fächerübergreifende Forschungserkenntnisse im Vordergrund, da gerade diese aufgrund der Komplexität und Multikausalität gesellschaftlicher Herausforderungen von großer Bedeutung sind. Wissenschaft braucht innovative, inter- und transdisziplinäre Forschung in und zwischen Geistes- und Kulturwissenschaften, Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie Natur- und Ingenieurswissenschaften und Medizin. Dabei wird die methodisch differenzierte Spezialisierung der Fachdisziplinen nicht aufgehoben. Wissenschaft lebt auch von Spezialisierungen. Forschung für nachhaltige Entwicklung kann daher auch unter zentralen Teilaspekten wie beispielsweise Klimawissenschaften, Bioökonomie oder Transformationsforschung stattfinden. Allerdings dürfen die Querschnittszusammenhänge ebenso wenig aus dem Blick geraten wie eine konkrete Lösungsorientierung für gesellschaftliche Herausforderungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reichweite und die Grenzen der jeweils vorausgesetzten wissenschaftstheoretischen Modelle bedürfen einer kritischen ethischen Reflexion. Auf dieser Grundlage sollen die jeweiligen Anschlussstellen zu anderen wissenschaftlichen Disziplinen und anderen Kulturen diskutiert und so ein Austausch ermöglicht werden. Zur effektiven Ausgestaltung der Zusammenarbeit zwischen den Disziplinen sowie zwischen Wissenschaft und weiteren gesellschaftlichen Akteur*innen sind zusätzliche erkenntnistheoretische und methodische Ansätze erforderlich, die über die Disziplingrenzen hinausgehen. Nur auf diese Weise kann den komplexen Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt angemessen Rechnung getragen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit können durch die Generierung von Systemwissen (Wissen über Zusammenhänge und Mecha- nismen in ökologischen und sozioökonomischen Systemen), Zielwissen (Wissen über wünschenswerte Systemzustände) und Transformationswissen (Wissen zur Auslösung und Ausgestaltung konkreter Veränderungsprozesse) Beiträge zu einer nachhaltigen Entwicklung geleistet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei alledem sollten Forscher*innen auf die Differenzierung zwischen nachhaltigkeitsorientierter Forschung und Forschen in gesellschaftlicher Verantwortung (Explikation von LeNa) &amp;lt;ref&amp;gt;Fraunhofer-Gesellschaft / Helmholtz-Gemeinschaft / Leibniz-Gemeinschaft (Hg.) (2015): Explikation zum BMBF-Verbundvorhaben. Leitfaden Nachhaltigkeitsmanagement »LeNa Management«, München.&amp;lt;/ref&amp;gt; achten. Erstere fragt, inwieweit Forschung sich in ihrer Konzeption, Durchführung und Wirkungserwartung an globalen Herausforderungen für die Gesellschaft ausrichten und explizit zu ihren Lösungen beitragen kann. Letztere konzentriert sich auf eine ethische und systemische Reflexion der Forschungsprozesse allgemein. Forschungsfragen, Methoden, Ergebnisse und deren Kommunikation sollten hinsichtlich ihrer Wirkungen und Umsetzung kritisch reflektiert werden. Wie im LeNa Reflexionsrahmen für die außeruniversitären Forschungseinrichtungen &amp;lt;ref&amp;gt;Ferretti, J. / Daedlow, K. / Kopfmüller, J. / Winkelmann, M. / Podhora, A. / Walz, R. / Bertling, J. / Helming, K. (2016): Reflexionsrahmen für Forschen in gesellschaftlicher Verantwortung. BMBF-Projekt „LeNa – Nachhaltigkeitsmanagement in außeruniversitären Forschungsorganisationen“, Berlin.&amp;lt;/ref&amp;gt; postuliert, stehen Forscher*innen auch an Hochschulen in der Verantwortung, sich bei ihren wissenschaftlichen Arbeiten mit ethischen Fragen der eigenen Forschung auseinanderzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 100%; border: black solid 2px; text-align: left&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Die Akteur*innen des Verbundprojekts {{Hn}} verfolgen das Ziel, Forschungsvorhaben zu nachhaltigkeitsrelevanten Fragestellungen in Form von disziplinärer, inter- und transdisziplinärer Forschung zu unterstützen. Sie stellen sich die Aufgabe, die verschiedenen disziplinären Forschungsfelder unter dem Dachbegriff der Nachhaltigkeit inter- und transdisziplinär zu bündeln. Eine ethische und systematische Reflexion der Forschungsprozesse wird von den Akteur*innen als notwendige Voraussetzung für Forschung in gesellschaftlicher Verantwortung angesehen. Bestehende Anreizsysteme sind zu hinterfragen und gegebenenfalls anzupassen.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2. Lehre===&lt;br /&gt;
Es ist Aufgabe der Hochschulen anhand von disziplinärer, inter- und transdisziplinärer Lehre Wissen und Kompetenzen zu fördern, die es Studierenden ermöglichen, sowohl konzeptionelle als auch praktische Beiträge zu einer nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft zu leisten. Hochschulbildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) bedeutet, Nachhaltigkeit mit all ihren Facetten zu erfassen und Herausforderungen nachhaltiger Entwicklung zu erkennen und zu beurteilen, um im Lebens- und Berufsumfeld verantwortlich und zukunftsorientiert handeln zu können. Die akademische Lehre für BNE sollte vielfältige Erscheinungsformen haben, um die vielschichtigen Anforderungen bedarfsgerecht bearbeiten zu können und ein möglichst breites Band zwischen den einzelnen Anspruchsgruppen in diesem Lehr-Lern-Prozess zu spannen. Dabei müssen sich Fachwissen mit Gestaltungskompetenzen für partizipative Entscheidungs- und Problemlösefähigkeit sowie personalen Kompetenzen verbinden. Ein entscheidender Aspekt ist die Einübung von Reflexionsfähigkeit im Umgang mit Komplexität und Unsicherheit. Zentrale Bedeutung kommt der Verknüpfung von Forschung und Lehre sowie mit disziplinär, inter- und transdisziplinär angelegten Studienangeboten zu, um Gestaltungskompetenz für eine resiliente Entwicklung der Gesellschaft zu fördern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BNE – verstanden als Bildungskonzept – eröffnet in vielen Disziplinen neue Perspektiven auf Inhalte und ist zugleich ein Impuls für eine methodische Weiterentwicklung der Lehre. Sie verknüpft auf diese Weise Grundlagen-, Orientierungs- und Anwendungswissen, zielt auf aktive Teilhabe, Mitgestaltung und Handlungskompetenz der Lernenden. Darüber hinaus befähigt sie zu kritisch-reflexivem und systemisch-vernetztem Denken und fördert interkulturelles Lernen. Darüber hinaus umfasst sie sowohl Urteils- als auch Gestaltungs- und Transformationskompetenz und berücksichtigt lebenslanges Lernen. Voraussetzung dafür ist die Entwicklung von Wissen und Kompetenzen zu Nachhaltigkeit und zur BNE bei Lehrenden und MultiplikatorInnen (vgl. „Prioritäre Handlungsfelder“ 2 und 3 des BNE-Weltaktionsprogramms, WAP) sowie die Bereitstellung der erforderlichen Ressourcen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 100%; border: black solid 2px; text-align: left&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Die Akteur*innen des Verbundprojekts {{Hn}} setzen sich für ein ganzheitliches Bildungskonzept für nachhaltige Entwicklung ein, das die Transformation der Lern- und Lehrumgebung einschließt, die Verankerung von Nachhaltigkeitsprinzipien und Lehrinhalten in sämtlichen Bildungskontexten von Hochschulen gewährleistet und sich in den Studien- und Prüfungsordnungen der Hochschulen widerspiegelt. Die Weiterbildung von Lehrenden und Multiplikatoren bildet die hierfür nötige Grundlage.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3. Betrieb===&lt;br /&gt;
Im Betrieb sind langfristig wirksame Rahmenbedingungen zu schaffen, um der Vorbildfunktion für nachhaltigkeitsorientiertes Handeln sowohl gegenüber den Studierenden und Beschäftigten als auch gegenüber der Öffentlichkeit gerecht zu werden. Hierbei ist die ressourcenschonende und sozialverantwortliche Ausgestaltung beispielsweise des Betriebs von Laboren, Technika und Gebäuden, sowie der Verwaltungsprozesse und des Campusmanagements der Hochschulen wesentlicher Bestandteil einer nachhaltigen Entwicklung von Hochschulen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch gezielte Maßnahmen in strategischen Organisationsbereichen wie dem Finanz-, Personal-, Gesundheits-, Beschaffungs- und Entsorgungs-, Mobilitäts- und Weiterbildungsmanagement sowie der Ernährung, des Tierschutzes und der baulichen und technischen Infrastruktur sollen modellhaft ökologisch und sozial verträgliche Lösungen entwickelt werden, die schrittweise einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess erzielen. Diese Aufgabe hat nicht nur eine technische, organisatorische und verhaltensbezogene Dimension, sondern ist auch als sozialer und dialogischer Prozess im Zusammenspiel von Forschung, Lehre und Verwaltung zu verstehen, dessen Gelingen ein faires und respektvolles Miteinander zur Grundlage hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ein verantwortungsvoller Umgang der Hochschulleitungen und der jeweils Zuständigen mit allen Beschäftigten und Studierenden (beispielsweise durch familienfreundliche Arbeits- und Studienbedingungen sowie adäquate Mitbestimmung) ist essentieller Bestandteil eines nachhaltigen Campusmanagements. Der Campus kann als Reallabor für Nachhaltigkeit gestaltet werden, um gesamtinstitutionelle Lernprozesse in der Verknüpfung von Forschung, Lehre und Praxis anzustoßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 100%; border: black solid 2px; text-align: left&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Die Akteur*innen des Verbundprojekts {{Hn}} setzen sich für die Umsetzung eines umfassenden Nachhaltigkeitsverständnisses im Betriebsmanagement ein. Es kann sich als hilfreich erweisen, ein Nachhaltigkeits-, Umwelt- oder Klimaschutzprogramm zu erstellen, in dem die Zielsetzungen und Maßnahmen aufgeführt und kommuniziert werden. Darüber hinaus kann es sinnvoll sein, Stabsstellen und Nachhaltigkeitskommissionen einzurichten, die für die Koordination und Umsetzung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen verantwortlich sind.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===4. Governance===&lt;br /&gt;
Die vielfältigen und komplexen Aufgaben der Governance im Kontext von Hochschulen erfordern ein Verständnis sowie eine Verankerung von Nachhaltigkeit in den jeweiligen Hochschulstrukturen. Die Hochschulkultur definiert sich durch ein Werteverständnis, das sich im Leitbild der Hochschule widerspiegelt und von den Hochschulangehörigen gelebt wird. Grundlage dafür ist, dass möglichst alle Anspruchsgruppen in den Prozess einer nachhaltigen Entwicklung der Hochschule eingebunden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies geschieht u.a. durch die hochschuleigene Reflexion von Nachhaltigkeit und die Formulierung einer Nachhaltigkeitsstrategie. Weitere Elemente sind Selbstverpflichtungen, die Benennung personeller Verantwortlichkeiten, die Partizipation an internen und externen Nachhaltigkeitsprozessen sowie die Anerkennung für das Engagement der AkteurInnen bei der Gestaltung einer Hochschullandschaft, die sich an den Grundsätzen einer nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft orientiert. Nicht zuletzt ist eine kritische Selbstreflexion der Akteur*innen für den gesamten Prozess der Implementation von Nachhaltigkeit an den Hochschulen wesentlich. Berichterstattung kann ein wichtiges Instrument der Selbstreflexion, der Optimierung von Governance-Prozessen sowie der Kommunikation nach innen und außen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachhaltige Entwicklung wird als ein lernendes Konzept aufgefasst, das die Vielfalt unterschiedlicher Perspektiven und Zugänge begreift. Die aktive Beteiligung der Studierenden gibt dafür wichtige Impulse. Gerade diese Pluralität der verschiedenen hochschulischen Anspruchsgruppen sowie deren Vorstellungen zum Nachhaltigkeitsprozess ist eine Herausforderung für den Dialog sowie für eine strategische Bündelung der vorhandenen Potentiale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 100%; border: black solid 2px; text-align: left&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Die Akteur*innen des Verbundprojekts {{Hn}} setzen sich dafür ein, ihr hochschuleigenes Verständnis von Nachhaltigkeit weiterzuentwickeln und zu einer Hochschulkultur beizutragen, die auf einem entsprechenden Werteverständnis basiert. Dazu zählt auch, sich mit Strategien, Strukturen und Verantwortlichkeiten für die gesamtinstitutionelle Umsetzung von Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen, unter Einbindung aller Anspruchsgruppen der Hochschule und mit Blick auf einen Whole Institution Approach.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===5. Transfer===&lt;br /&gt;
Hochschulen stehen in besonderer Mitverantwortung für die Gestaltung der vielschichtigen Transformationsprozesse auf der lokalen bis hin zur globalen Ebene. Ihre Aufgabe ist es, Impulse zu einer nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft zu setzen und durch Transfer aktiv daran mitzuwirken. Dieser Transfer ist gekennzeichnet durch einen dialogischen, partnerschaftlichen Austausch von Wissen, Ideen, Technologien und Erfahrungen zwischen Hochschulen und externen PartnerInnen aller gesellschaftlichen Gruppen. Ein solcher gemeinsamer Lern- und Gestaltungsprozess auf Augenhöhe hat zum Ziel, die Handlungs- und Problemlösungsfähigkeit der Beteiligten für Nachhaltigkeit zu stärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Transfer knüpft an den Kernaufgaben der Hochschulen an: In der Forschung ist Nachhaltigkeitstransfer gekennzeichnet durch eine gemeinsame Wissensproduktion mit außenstehenden Akteur*innen im Sinne transdisziplinärer Forschung. Dabei wird die Lösung von Nachhaltigkeitsproblemen angestrebt, was eine praktische Umsetzung einschließt. Nachhaltigkeitstransfer in der Lehre orientiert sich an Bildung für nachhaltige Entwicklung und erfolgt im Praxiskontext als gegenseitiger Lernprozess zwischen Studierenden, Lehrenden und Transferpartner*innen. So erwerben Studierende und Praxisakteur*innen Gestaltungskompetenz für nachhaltige Entwicklung in der realitätsnahen Auseinandersetzung mit der Lebenswelt. Umgekehrt erhalten Lehrende neue Impulse zu gesellschaftlich relevanten Fragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt entwickeln Hochschulen Nachhaltigkeitskompetenzen mittels wechselseitiger Wissensgenerierung als Third Mission: Sie regen gesellschaftliche Diskurse und Lernprozesse an, stellen ihre Reflexionsprozesse – wo dies inhaltlich angemessen erscheint – in gesellschaftlich relevante Praxiskontexte und gestalten diese gemeinsam mit außeruniversitären Akteur*innen.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Um die Hochschulangehörigen für die Ziele einer nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft zu sensibilisieren und zu einer gerechteren, ökosozialen sowie technisch-ökonomischen Transformation zu befähigen, sind Wissenschaftskommunikation, Engagement für Politikberatung sowie eine Zusammenarbeit mit Unternehmen, zivilgesellschaftlichen Gruppen und Medien wichtig. Dabei ist auf Unabhängigkeit der Wissenschaft und Transparenz hinsichtlich möglicher Abhängigkeiten zu achten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 100%; border: black solid 2px; text-align: left&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Die Akteur*innen des Verbundprojekts {{Hn}} initiieren und unterstützen öffentliche Diskurse sowie einen Erfahrungsaustausch zur nachhaltigen Entwicklung und zu gesellschaftlichen Herausforderungen. Sie wollen durch den Wissenstranstransfer praktische Umsetzungen nachhaltiger Entwicklung fördern und selbst von gesellschaftlichem Erfahrungs- und Implementationswissen lernen. Die Akteur*innen von {{Hn}} fördern eine breite Beteiligung der Anspruchsgruppen am universitären Nachhaltigkeitsprozess. Sie stärken Eigeninitiativen und Engagement in diesem Prozess und tragen so zu einem lebendigen Austausch mit Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft im Blick auf die Lösung von Nachhaltigkeitsproblemen bei.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwendete Literatur==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ávila, L. / Filho, W. / Brandli, L. / Macgregor, C. / Molthan-Hill, P. / Gokcin Ozuyar, P. / Moreira, R. (2017):&#039;&#039;&#039; Barriers to Innovation and Sustainability at Universities Around the World. Journal of Cleaner Production, 164.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Barth, M. / Rieckmann, M. (2016):&#039;&#039;&#039; State of the Art in Research on Higher Education for Sustainable Development, in: Barth, M./ Michelsen, G./ Rieckmann, M./ Thomas, I. (Hg.): Routledge Handbook of Higher Education for Sustainable Development, London, 100-113.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Deutsche UNESCO-Kommission e. V. (Hg.) (2014):&#039;&#039;&#039; UNESCO Roadmap zur Umsetzung des Weltaktionsprogramms „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Deutsche Übersetzung, Bonn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Bundesregierung (Hg.) (2016):&#039;&#039;&#039; Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie. Neuauflage 2016, Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Düwell, M. / Hübenthal, C. / Werner, M. H. (Hg.) (2011):&#039;&#039;&#039; Handbuch Ethik, Stuttgart / Weimar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fraunhofer-Gesellschaft / Helmholtz-Gemeinschaft / Leibniz-Gemeinschaft (Hg.) (2016):&#039;&#039;&#039; Nachhaltigkeitsmanagement in außeruniversitären Forschungsorganisationen. [LeNa] Handreichung, München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Helming, K. / Ferretti, J. / Daedlow, K. / Podhora, A. / Kopfmüller, J. / Winkelmann, M. / Bertling, J. / Walz, R. (2016):&#039;&#039;&#039; Forschen für nachhaltige Entwicklung: Kriterien für gesellschaftlich verantwortliche Forschungsprozesse, in: GAIA - Ecological Perspectives for Science and Society 25, Issue 3, 161-165.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Henke, J. / Pasternack, P. / Schmid, S. (2016):&#039;&#039;&#039; Third Mission bilanzieren. Die dritte Aufgabe der Hochschulen und ihre öffentliche Kommunikation (= HoF-Handreichungen 8, Beiheft zu „die hochschule“ 2016), Halle- Wittenberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Jones, P. / Selby, D. / Sterling, S. (Hg.) (2010):&#039;&#039;&#039; Sustainability Education: Perspectives and Practice across Higher Education, Earthscan Ltd., London.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Jörissen, J. / Kopfmüller, J. / Brandl, V. / Paetau, M. (1999):&#039;&#039;&#039; Ein integratives Konzept nachhaltiger Entwicklung, Karlsruhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Krainer, L. / Winiwarter, V. (2016):&#039;&#039;&#039; Die Universität als Akteurin der transformativen Wissenschaft: Konsequenzen für die Messung der Qualität transdisziplinärer Forschung, in: GAIA - Ecological Perspectives for Sci- ence and Society 25, Issue 2, 110-116.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leal Filho, W. / Wu, Y. / Londero Brandli, L. / Veiga Avila, L. / Azeiteiro, U. / Caeiro, S. / Rejane da Rosa Gama Madruga, L. (2017):&#039;&#039;&#039; Identifying and overcoming obstacles to the implementation of sustainable development at universities, Journal of Integrative Environmental Sciences, 14:1, 93-108.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesch, H. / Kamphausen, K. (2018):&#039;&#039;&#039; Die Menschheit schafft sich ab: Die Erde im Griff des Anthropozän, München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lessenich, S. (2016):&#039;&#039;&#039; Neben uns die Sintflut. Die Externalisierungsgesellschaft und ihr Preis, Preis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lozano, R. (2006):&#039;&#039;&#039; Incorporation and institutionalization of sustainable development into universities: breaking through barriers to change, Journal of Cleaner Production, 14, 787-796.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lütke-Spatz, L. (2012):&#039;&#039;&#039; Strategic Change Towards Sustainability: Securing Senior-Executive Buy-in to Sustainability - The case of Munich University of Applied Sciences. Cambridge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Müller-Christ, G. (2017):&#039;&#039;&#039; Nachhaltigkeitsforschung in einer transzendenten Entwicklung des Hochschulsystems – ein Ordnungsangebot für Innovativität, in: Leal, W. (Hg.): Innovationen in der Nachhaltigkeitsforschung – ein Beitrag zur Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele. Heidelberg, 161-180.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Müller-Christ, G. / Sterling, S. / van Dam-Mieras, R. / Adomßent, M. / Fischer, D. / Rieckmann, M. (2014):&#039;&#039;&#039; The Role of Campus, Curriculum, and Community in Higher Education for Sustainable Development – a Conference Report, in: Journal of Cleaner Production, Volume 62, 1 January 2014, 134–137.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nationalkomitee der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (Hg.) (2011):&#039;&#039;&#039; UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ 2005-2014. Nationaler Aktionsplan für Deutschland 2011, Bonn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;netzwerk n e.V. / sneep e.V. / Bundesverband Studenteninitiative Weitblick e.V. / Was bildet ihr uns ein? e.V. (2017):&#039;&#039;&#039; Positions- und Forderungspapier Nachhaltigkeit und Ethik an Hochschulen. Initiative für Nachhaltigkeit und Ethik an Hochschulen, Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Niedlich, S. / Kummer, B. / Bormann, I. / Rieckmann, M. / Bauer, M. (2017):&#039;&#039;&#039; Governance-Regler als Heuristik für die Analyse von Nachhaltigkeitsgovernance an Hochschulen. AP Gov. Arbeitspapier No. 2. https://www.hochn.uni-hamburg.de/-downloads/ap2-governance-regler.pdf (Zugriff: 31.07.2018).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ott, K. / Döring, R. (2004):&#039;&#039;&#039; Theorie und Praxis starker Nachhaltigkeit, Marburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rieckmann, M. (2016):&#039;&#039;&#039; Bildung für nachhaltige Entwicklung – Konzeptionelle Grundlagen und Stand der Implementierung, in: Schweer, M. (Hg.): Bildung für nachhaltige Entwicklung in pädagogischen Handlungsfeldern – Grundlagen, Verankerung und Methodik in ausgewählten Lehr-Lern-Kontexten, Frankfurt am Main, 11-32.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rockström, J. / Klum, M. (2012):&#039;&#039;&#039; Big World Small Planet. Prospering within planetary boundaries, Stockholm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rockström, J. et al. (2009):&#039;&#039;&#039; Planetary boundaries: exploring the safe operating space for humanity. In: Ecology and Society. Band 14, Nr. 2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schmieg, G. / Meyer, E. / Schrickel, I. / Herberg, J. / Caniglia, G. / Vilsmaier, U. / Laubichler, M. / Hörl, E. / Lang, D. (2017):&#039;&#039;&#039; Modeling normativity in sustainability: a comparison of the sustainable development goals, the Paris agreement, and the papal encyclical, Sustainability Science 13, 1-12.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schneidewind, U. (2015):&#039;&#039;&#039; Transformative Wissenschaft – Motor für gute Wissenschaft und lebendige Demokratie, in: GAIA - Ecological Perspectives for Science and Society 24, Issue 2, 88-91.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schneidewind, U. (2018):&#039;&#039;&#039; Die Große Transformation – Eine Einführung in die Kunst gesellschaftlichen Wandels, Frankfurt am Main.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Steelman, T. / Nichols, E. G. / James, A. / Bradford, L. / Ebersöhn, L. / Scherman, V. / Omidire, F. / Bunn, D. N. / Twine, W. / McHale, M. R. (2015):&#039;&#039;&#039; Practicing the science of sustainability: the challenges of transdisciplinarity in a developing world context, in: Sustainability Science 10, Issue 4, 581-599.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sterling, S. / Glasser, H. / Rieckmann, M. / Warwick, P. (2017):&#039;&#039;&#039; &amp;quot;More Than Scaling Up&amp;quot;: A Critical and Practical Inquiry Into Operationalising Sustainability Competencies, in: Corcoran, P. B. / Weakland, J. / Wals, A. E. J. (Hg.): Envisioning Futures for Environmental and Sustainabilty Education, Wageningen, 153-168, DOI: http://dx.doi.org/10.3920/978-90-8686-846-9_10 (Zugriff: 31.07.2018).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Strohschneider, P. (2014):&#039;&#039;&#039; Zur Politik der transformativen Wissenschaft, in: Brodocz, A. et al. (Hg.): Die Verfassung des Politischen, Wiesbaden, 175-192.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;UNESCO – United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization (Hg.) (2017):&#039;&#039;&#039; Leitlinien für Wissenschaft für nachhaltige Entwicklung in Forschung und Lehre. (Nicht abschließend abgestimmte) Arbeitsübersetzung der Deutschen UNESCO-Kommission, Paris.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vogt, M. (2009):&#039;&#039;&#039; Prinzip Nachhaltigkeit. Ein Entwurf aus theologisch-ethischer Perspektive, München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vogt, M. (2018):&#039;&#039;&#039; Grenzen der Harmonie. Zur Spannung zwischen Freiheit und Verantwortung in der Wissenschaft, in: Homepage Verbundprojekt HOCH-N, https://www.hochn.uni-hamburg.de/-downloads/180717-vortrag-vogt-freiheit-und-verantwortung.pdf (Zugriff 27.08.2019).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vogt, M. (2019):&#039;&#039;&#039; Ethik des Wissens. Freiheit und Verantwortung der Wissenschaft in Zeiten des Klimawandels, München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wissenschaftsplattform Nachhaltigkeit (Hg.) (2017):&#039;&#039;&#039; Wissen für nachhaltigen Wandel erarbeiten, vermitteln, nutzen. Was die Wissenschaftsplattform Nachhaltigkeit 2030 erreichen will, Potsdam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;World Commission on Environment and Development (1987):&#039;&#039;&#039; Report &amp;quot;Our Common Future&amp;quot;. U.N. General Assembly, 42nd Session, A/42/427, 4 Aug 1987, New York.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
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		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Benutzer:SGietkowski&amp;diff=5946</id>
		<title>Benutzer:SGietkowski</title>
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		<updated>2020-11-18T18:57:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;SGietkowski: /* Nutzerseite Silvia */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Nutzerseite Silvia ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;To do&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Quellen Nachhaltigkeitsverständnis ergänzen - fertig&lt;br /&gt;
* Seite zu Energiemanagement anlegen&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>SGietkowski</name></author>
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