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	<title>DG HochN-Wiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-06-03T17:57:36Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltige_Kommunikation&amp;diff=7355</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltige Kommunikation</title>
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		<updated>2021-02-25T11:39:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: /* Case Study - Nutzer*innenverhalten an der HSZG */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{#set:Has parent page=Einzelleitfäden}}&lt;br /&gt;
== Betroffener Personenkreis ==&lt;br /&gt;
Dieser  Beitrag  richtet  sich  an  Hochschulleitungen,  Nachhaltigkeitskoordinatoren  und  Verantwortliche  in den Stellen der Öffentlichkeitsarbeit, die sich mit der Umsetzung einer nachhaltigen Kommunikation an Hochschulen befassen. Zusätzlich müssen Daten durch technische Verwaltungen und administrativ tätige Personenkreise erhoben und bewertet und in geeigneter Form an Angehörige von Hochschulen (intern) und interessierte Kreise (extern) kommuniziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz – allgemein ==&lt;br /&gt;
In den letzten Jahren hat die Umwelt- und Nachhaltigkeitskommunikation für Unternehmen und Organisationen an Bedeutung gewonnen. Auch an Hochschulen ist eine Veränderung zu erkennen. Viele Hochschulen widmen sich den Themen der Nachhaltigkeit und erstellen NH-Berichte, die über ihre NH-Leistung informieren. Dies ist u.a. auf ein öffentliches Interesse und ein staatliches Engagement sowie auf die steigenden Mindestanforderungen durch z. B. EnEV, EEG, usw. zurückzuführen&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. DIN EN ISO 14063:2010&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das hat zur Folge, dass Unternehmen und Organisationen immer häufiger über die ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen ihrer Tätigkeiten, Produkte und Dienstleistungen berichten und darstellen, wie, z. B. schädliche Umweltaspekte reduziert werden&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. DIN EN ISO 14063:2010, S.8 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Hilfe einer nachhaltigen Kommunikationsstrategie können Anspruchsgruppen aktiv einbezogen und nachhaltigkeitsrelevante Themen einer Hochschule gezielt gestreut werden. Im Rahmen eines Kommunikationskonzeptes sind die Schaffung von Bewusstsein und die Sensibilisierung von internen und externen Interessen-kreisen sowie der Einbezug durch partizipative Maßnahmen die Basis eines Transformationsprozesses an Hochschulen. Die Partizipation hat weiterhin die Möglichkeit inter- und transdisziplinäre Inhalte an einer Hochschule zu vermitteln und ist damit handlungsfeldübergreifend einsetzbar.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbesserung, Verstetigung und der Ausbau der Beziehungen zu Anspruchsgruppen, die im engen Zusammenhang  mit  der  Erreichung  der  „Ziele“  einer  Hochschule stehen, sind nur durch eine gezielte und strategisch ausgerichtete NH-Kommunikation zu erreichen. Zusätzlich sind diese Maßnahmen die Basis für Vertrauen, Glaubwürdigkeit und Verständnis und sollten daher stets:&lt;br /&gt;
* aktuell,&lt;br /&gt;
* stimmig und widerspruchsfrei,&lt;br /&gt;
* verständlich und persönlich, sowie&lt;br /&gt;
* fair und (...) fassbar sein&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Renker (2008), S.154&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Grundlage für den Aufbau einer NH-Kommunikation muss sich die Hochschulleitung als oberstes Führungsgremium für den Aufbau und Erhalt verpflichten, Verantwortliche benennen und geeignete Ressourcen zur Verfügung stellen. Zudem müssen die Inhalte einer NH-Kommunikation  in der NH-Politik festgelegt werden. Dabei wird den interessierten Kreisen vermittelt, welche NH-Themen wesentlich sind, wie NH-Aspekte und deren Auswirkungen beeinflusst werden und wie die Hochschule diese Aspekte beeinflussen kann.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Entwicklung einer Strategie wird die Grundlage für die Umsetzung der nachhaltigkeitsbezogenen Kommunikationstätigkeiten gelegt. Dabei müssen Aspekte wie Festlegung von Zielsetzungen und das Identifizieren der interessierten Kreise berücksichtigt werden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das NH-Kommunikationskonzept und das (Umwelt-)Kommunikationskonzept einer Hochschule weisen thematische Schnittstellen auf und sollten aus diesem Grund als integriertes Kommunikationskonzept konzipiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interne Nachhaltigkeitskommunikation ==&lt;br /&gt;
=== Relevanz ===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Verbundprojektes „Hoch&amp;lt;sup&amp;gt;N&amp;lt;/sup&amp;gt;“ werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie Hochschulen Nachhaltigkeitsthemen verbreiten, Informationen streuen und nach außen kommunizieren können. Dazu sind die bestehenden internen und externen Kommunikationswege ein Ansatz um über die Leistungen der Hoch-schule zu berichten.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die interne NH-Kommunikation hat einen hohen Stellenwert, da sich die Angehörigen einer Hochschule mit der eigenen Organisation identifizieren und von einer Hochschulleitung eine transparente und fundierte Informationskultur  erwarten. Die  NH-Kommunikation  bezieht weiterhin Ansichten, Anforderungen und wissenschaftliche Erkenntnisse ein und befasst sich nicht nur mit der Information zur Nachhaltigkeitsleistung der Hochschule, sondern übernimmt eine wichtige Aufgabe eines wechselseitigen Austausches zur Interaktion mit internen Anspruchsgruppen. Durch eine ehrliche, greif-bare und verständliche Interaktion können Angehörige einer Hochschule eine wichtige Rolle als Multiplikatoren nach außen übernehmen um positiv über die Hochschule zu berichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiele für interne Anspruchsgruppen ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Interne Beschäftigte !! Interne Studierende&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  &lt;br /&gt;
* Hochschulleitung&lt;br /&gt;
* Beschäftige der Fakultäten und der Institute&lt;br /&gt;
* externe Dozent*innen&lt;br /&gt;
* Hochschulverwaltung&lt;br /&gt;
* zentrale Einrichtungen&lt;br /&gt;
* Fördervereine der HS&lt;br /&gt;
* Frauen / Männer &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
* Erstsemester / höhere Semester&lt;br /&gt;
* Studierende mit NH-Bezug&lt;br /&gt;
* Studiengänge mit NH-Bezug&lt;br /&gt;
* Bachelor / Master / Diplom&lt;br /&gt;
* KIA / Vollzeit / berufsbegleitend&lt;br /&gt;
* ausländische Studierende&lt;br /&gt;
* Frauen / Männer&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hemmnisse und Treiber ===&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* kein NH-Kommunikationskonzept vorhanden&lt;br /&gt;
* keine belastbaren Informationen (Daten und Maßnahmen ohne Zusammenhang&lt;br /&gt;
* keine Interaktion mit internen Anspruchsgruppen&lt;br /&gt;
* Kommunikation mit internen Anspruchsgruppen beschränkt sich auf Informationen&lt;br /&gt;
* fehlende Angebote zur Motivation und Partizipation&lt;br /&gt;
* mangelnde Akzeptanz für NH-Themen seitens Hochschulleitung und/oder Angehörige&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Verankerung eines NH-Kommunikationskonzeptes&lt;br /&gt;
* Vermittlung von Informationen zur NH-Kommunikation&lt;br /&gt;
* Sensibilisierung der internen Anspruchsgruppen für NH-In-formationen&lt;br /&gt;
* Schaffung von Akzeptanz und Transparenz&lt;br /&gt;
* Angebote zur Interaktion und Partizipation interner Anspruchsgruppen Aufarbeitung und Visualisierung von Daten und Informationen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Externe Nachhaltigkeitskommunikation ==&lt;br /&gt;
=== Relevanz ===&lt;br /&gt;
Die (gelebte) Nachhaltigkeit hat einen entscheidenden Einfluss auf Transparenz, Glaubwürdigkeit und Reputation einer Hochschule. Dabei ist Vertrauen ein Schlüsselfaktor, weil sich externe Anspruchsgruppen nur durch eine ehrliche und kontinuierliche Informationskultur von Maßnahmen für eine Verbesserung der NH-Aspekte überzeugen lassen. Eine weitere Steigerung der Akzeptanz kann durch den aktiven Einbezug und die Interaktion mit externen Anspruchsgruppen erzielt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiele für externe Anspruchsgruppen ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Externe Organisationen !! Externe Personenkreise&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  &lt;br /&gt;
* Partnerhochschulen regional/ überregional&lt;br /&gt;
* Netzwerk mit NH- oder Umweltbezug&lt;br /&gt;
* Unternehmen (Wirtschaft, NGO ́s, etc.)&lt;br /&gt;
* Lieferant*innen &lt;br /&gt;
* Behörden/öffentliche Verwaltung&lt;br /&gt;
* Studierendenwerke (regionale Verwaltungen); regionale Schulen&lt;br /&gt;
* Hochschulnahe regionale Vereine&lt;br /&gt;
* Initiativen und Projekte mit NH-Bezug&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
* Alumni und ehemalige Studierende&lt;br /&gt;
* Zukünftige Studierende regional/ überregional&lt;br /&gt;
* Ehemalige und zukünftige Beschäftigte&lt;br /&gt;
* Anwohner*innen, Nachbar*innen&lt;br /&gt;
* Überregionale Bevölkerung&lt;br /&gt;
* Frauen / Männer&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hemmnisse und Treiber ===&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* kein NH-Kommunikationskonzept vorhanden&lt;br /&gt;
* Informationen und Inhalte sind nicht für Externe relevant&lt;br /&gt;
* Informationen und Inhalte sind nicht für Externe zugänglich&lt;br /&gt;
* kein Konzept zur Interaktion mit Externen&lt;br /&gt;
* mangelndes Engagement auf Leitungsebene für den Einbezug von Externen&lt;br /&gt;
* fehlende Prioritäten in der NH-Berichterstattung (Vorbildfunktion)&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Einbezug von externen Anspruchsgruppen durch einen Stakeholderdialog (Erwartungen an steigende Themenvielfalt&lt;br /&gt;
* NH-Kommunikationskonzept mit Konkreten Inhalten für Externe; Konzept zur zielgruppengerechten Streuung der Informationen&lt;br /&gt;
* Konzept für den Einbezug relevanter Inhalte, Konzepte und Projekte mit NH-Bezug&lt;br /&gt;
* Hochschule als Innovator für Betrieb, Bildung und Forschung und Vorbild für externe Anspruchsgruppen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Eine Hochschule hat die Aufgabe, die Ziele der NH-Kommunikation so zu wählen, dass diese auch erreichbar sind. Dabei sollten Einzelziele mit den Zielen einer Institution übereinstimmen und messbar, realistisch und zeitbezogen sein. Dadurch wird es ermöglicht, Ergebnisse zu bewerten und zu bestimmen und es können konkrete Aussagen getroffen werden, ob Einzelziele erreicht wurden oder weitere Maßnahmen notwendig sind.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Formulierung von Zielen für ein Nachhaltigkeitskommunikationskonzept:&lt;br /&gt;
* Steigerung der Bekanntheit des NH-Kommunikationskonzeptes&lt;br /&gt;
* Umsetzung von gesellschaftlicher Verantwortung,&lt;br /&gt;
* Verbesserung der Nachhaltigkeitsleistung&lt;br /&gt;
* Steigerung der Reputation der Hochschule und der Profilierung innerhalb der Hochschullandschaft&lt;br /&gt;
* gezielte Integration von Anspruchsgruppen• Optimierung von Managementsystemen mit Nachhaltigkeitsbezug&lt;br /&gt;
* Steigerung der Innovationsfähigkeit der Institution,&lt;br /&gt;
* Anbindung an die strategische Ausrichtung der Hochschule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Formulierung von Einzelzielen ist eine operative Aufgabe von Hochschulen und richtet sich nach den Inhalten, die durch die Leitungsebene als relevant eingeschätzt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Checkliste_N_Marketing_Nachhaltigkeitskommunikation_final_Seite_1.png|mini|links|Checkliste Nachhaltigkeitskommunikation|link={{filepath:Checkliste_N_Marketing_Nachhaltigkeitskommunikation_final.pdf}}]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tag der Umwelt (TdU):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
An der Hochschule Zittau/Görlitz wird der Tag der Umwelt jährlich mit wechselnden nachhaltigen und umweltrelevanten Themen organisiert. Die Studierenden können Themenvorschläge einreichen und über relevante und interessante Inhalte abstimmen. Zu der Veranstaltung wird ein Programm aus Referenten mit Gastbeiträgen, Ausstellungen, interaktiven Bereichen zum Mitmachen und Diskussionsrunden zu den Themen-gebieten angeboten. Regionale Vereine und Initiativen können sich mit weiteren Programmpunkte in das Gesamtkonzept einbringen. &lt;br /&gt;
https://www.hszg.de/de/hochschule/managementsysteme/umweltmanagement/mach-mit/tag-der-umwelt-tdu.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gesundheits- und Umwelttage (GUt):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Veranstaltungsreihe wird ebenfalls im jährlichen Turnus an der HSZG durchgeführt und umfasst ein Programm für sieben Tage. Die Themen wechseln jährlich, allerdings werden auch gesundheitsspezifische Inhalte wie Rückenschulen, Rückenscreening und die bewegten Pausen angeboten. Weiterhin gibt es Workshops für Bewegung und richtige Sitzposition am Arbeitsplatz und Lauftreffs. Die Kombination mit dem Hochschulsportfest machen die GUt besonders attraktiv für interne und externe Interessengruppen. Im Rahmen des Hochschul-Firmen-Laufes können regionale Unternehmen und Hochschulangehörige an einer „Lauf-Challenge“ teilnehmen. Ein weiterer Programmpunkt ist die Schrittzähler-Challenge in der die Hochschulmitarbeiter*innen und die Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung aufgerufen sind ein Maximum an Schritten in einer Woche zu erzielen. Durch diese Aktionen können relevante Themenbereiche einer Hochschule intern und extern kommuniziert und eine aktive Partizipation erreicht werden.&lt;br /&gt;
https://www.hszg.de/hochschule/management-systeme/umweltmanagement/mach-mit/gesund-heits-und-umwelttage-gut.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links ==&lt;br /&gt;
* DIN EN ISO 14001:2015 (7.4 Kommunikation) – Umweltmanagementsysteme – Anforderungen mit Anleitungen zur Anwendung&lt;br /&gt;
* DIN EN ISO 14063:2006 (5. Strategie der Umweltkommunikation) – Umweltmanagement – Umweltkommunikation – Anleitungen und Beispiele&lt;br /&gt;
* Integrierter Nachhaltigkeitsbericht an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung  Eberswalde: http://www.hnee.de/_obj/D52210FF-0814-4DD0-B920-BDC1CB95522A/outline/HNEE_Be-richt_2014_2015.pdf&lt;br /&gt;
* Mit dem CO2-Rechner des Umweltbundesamtes kann auf einfache Weise eine persönliche CO2-Bilanz erstellt werden. Der Begriff CO2 wird für die Menschen greifbarer, sie werden für eine zukunftsfähige Lebensweise sensibilisiert. http://www.uba.co2-rechner.de/de_DE/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ALBRECHT P. (2006): Nachhaltigkeitsberichterstattung an Hochschulen. Lüneburg, Online im Internet. http://www.leuphana.de/fileadmin/user_upload/For-schungseinrichtungen/infu/files/infu-reihe/33_06.pdf, April 14, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BOSCH, C., HOFMANN, M. &amp;amp; REJZLIK, W. (2005): Betriebliche  Kommunikations-  strategien  für  nachhaltiges  Wirtschaften. Eine empirische Studie. In: Berichte aus Energie- und Umweltforschung. Österreichisches Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, Wien, 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH): Sei ein Becherheld. https://www.duh.de/becherheld/, April 14, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DIN EN ISO 14001:2015 (7.4 Kommunikation) – Umweltmanagementsysteme – Anforderungen mit Anleitungen zur Anwendung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DIN EN ISO 14063:2006 (5. Strategie der Umweltkommunikation) – Umweltmanagement – Umweltkommunikation – Anleitungen und Beispiele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutscher Nachhaltikeits Kodex: Hochschul- DNK. https://www.deutscher-nachhaltigkeitskodex.de/de/dnk/hochschul-dnk.html, April 14, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HS-DNK: Anwendung des hochschulspezifischen Nachhaltigkeitskodex – ein Weg zur Nachhaltigkeitsberichterstattung an Hochschulen. https://www.deutscher-nachhaltigkeitskodex.de/fileadmin/user_upload/dnk/dok/leitfaden/20180509_Deutscher_Nachhaltigkeitskodex_Hochschulen.pdf, April 14, 2020. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leal Filho, W. et al. (2017). Identifying and overcoming obstacles to the implementation of sustainable development at universities. Journal of IntegratIve envIronmental ScIences. Vol 14, No. 1, 93-108. http://www.tandfonline.com/doi/pdf/10.1080,/1943815X.2017.1362007?needAccess=true, April 14, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RENKER, C. (2008): Kommunikationsmanagement – Grundlage für Entscheider. 3. Aufl., München: IFME-Edition, 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GRI: About sustainability reporting.  https://www.globalreporting.org/information/sustainability-reporting/Pages/default.aspx, April 14, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GRUPE, S. (2011): Public Relations – Ein Wegweiser für die PR-Praxis. Berlin – Heidelberg: Springer Verlag, 2011.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltige_Besch%C3%A4ftigungsverh%C3%A4ltnisse&amp;diff=7344</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltige_Besch%C3%A4ftigungsverh%C3%A4ltnisse&amp;diff=7344"/>
		<updated>2021-02-25T08:00:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: /* Flexibilisierung der Arbeitszeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{#set:Has parent page=Einzelleitfäden}}&lt;br /&gt;
== Betroffener Personenkreis  ==&lt;br /&gt;
Die Inhalte des hier dargelegten Themenfeldes richten sich an Personalverantwortliche aller Leitungsebenen, insbesondere der Professuren, Fakultäten oder Fachbereiche, aber auch der hochschulweiten Personalverwaltung sowie entsprechender Stabstellen und Beauftragter (z.B. Diversity oder Gleichstellung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz ==&lt;br /&gt;
In Zeiten wachsender Konkurrenz um gut ausgebildete Beschäftigte kann die Wahl eines Hochschulstandortes entscheidend von guten Beschäftigungsverhältnissen abhängen. So besteht eine wichtige Aufgabe darin, die Attraktivität wissenschaftlicher Beschäftigungsverhält-nisse an den Bedürfnissen und Lebenswelten wissenschaftlicher Beschäftigter auszurichten. Dies umfasst Maßnahmen, die sowohl auf eine generelle Attraktivitätssteigerung des Arbeitgebers Hochschule abzielen sowie auch spezielle Fördermaßnahmen, etwa zur Stärkung familienfreundlicher Beschäftigungsverhältnisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Mögliche Zieldimensionen, die in Verbindung mit attraktiven Beschäftigungsverhältnissen stehen, umfassen folgende Aspekte:&lt;br /&gt;
* Steigerung der Arbeitszufriedenheit und Führungskultur auf Seiten der Arbeitnehmer&lt;br /&gt;
* Höhere Leistungsbereitschaft, Produktivität und Arbeitsmoral&lt;br /&gt;
* Höhere Identifikation und Loyalität (mit der Organisation &amp;amp; der Beschäftigung) / geringere Fluktuation aufgrund von Unzufriedenheit&lt;br /&gt;
* Verbesserung der Work-Life Balance &amp;amp; Reputation (Verantwortungsvoller Arbeitgeber)&lt;br /&gt;
* Stressreduktion &amp;amp; Burnout-Prävention&lt;br /&gt;
* sinkende Wahrscheinlichkeit von psychischen Problemen (Depression; Angstzustände) bei Beschäftigten&lt;br /&gt;
* Verringerung von (absoluten) Abwesenheitszeiten (infolge von Krankheit, Jobwechsel oder Arbeitsunfällen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
Diese Bedingungen für ein Gelingen können im Kontext attraktiver Beschäftigungsverhältnisse erfolgskritisch wirken:&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* geringe Unterstützung auf Arbeitgeberseite: Mangelndes Verständnis, Misstrauen oder Unwissenheit&lt;br /&gt;
* Wechselkosten für die Einführung/Umstellung; Keine Fördermittel&lt;br /&gt;
* keine Verankerung in der Organisationskultur&lt;br /&gt;
* mangelnde Kommunikation: Bereitstellung alleine ist nicht ausreichend&lt;br /&gt;
* unflexible Arbeitsbelastung und -Zeiten&lt;br /&gt;
* verpflichtende Teilnahme an Maßnahmen&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Verankerung in der Organisationskultur und/oder Normen&lt;br /&gt;
* Unterstützung für Beschäftigte durch Führungskräfte&lt;br /&gt;
* Kommunikation und gemeinsame Zielvereinbarungen&lt;br /&gt;
* Freiwilligkeit der Maßnahmen&lt;br /&gt;
* Fort- &amp;amp; Weiterbildungsangebote für interessierte Beschäftigte&lt;br /&gt;
* interne Vernetzung mit Organisationseinheiten und externen Partnern&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste ==&lt;br /&gt;
Es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die die Arbeitnehmerzufriedenheit des wissenschaftlichen Personals beeinflussen. Die folgenden Handlungsempfehlungen können für eine Umsetzung hilfreiche Hinweise liefern. Die Darstellung unterscheidet in strategische (Leitungsebene) und operative (Handlungsebene) Maßnahmen, wobei das Hauptaugenmerk auf operativen Vorhaben liegt, welche unmittelbar an Fakultäten oder Professuren umgesetzt werden können und keiner Freigabe durch übergeordneter Leitungsebenen bedürfen (Die Befristung von Arbeitsverträgen bleibt in dieser  Betrachtung außen vor). Im Folgenden wird exemplarisch ausgeführt, welche Herausforderungen auftreten und wie diese überwunden werden können, um positive Rahmenbedingungen für eine wissenschaftliche Beschäftigung zu erzielen.Hemmnisse für die Arbeitszufriedenheit auf Ebene des wissenschaftlichen Personals (einschl. Promovierende und Habilitierende) gestalten sich dabei vielschichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Checkliste N Beschäftigungsverhältnisse final2.png|mini|links|Checkliste Beschäftigungsverhältnisse|link={{filepath:Checkliste N Beschäftigungsverhältnisse final2.pdf}}]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der allgemeinen Bedeutsamkeit motivieren-der Faktoren im Kontext wissenschaftlicher Beschäftigungsverhältnisse sollen im Folgenden Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von wissenschaftlicher Tätigkeit und familiärer Verpflichtungen näher beleuchtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arbeitnehmerorientierte, familienfreundliche Beschäftigung umfasst dabei unterstützende Programme oder Tätigkeiten auf strategischer, operativer und organisations-kultureller Ebene, die dazu dienen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen beruflichen und familiären Aufgaben  zu  unterstützen.  Dies  umfasst  Unterstützungsleistungen, wie flexible Arbeit, Pflegeangebote sowie unterstützende Organisations- und Leitungs-strukturen&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Higgins, Duxbury and Lyons, 2008; Kelly et al. 2008&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ein wichtiges Kriterium für die Gestaltung familienfreundlicher Beschäftigungsverhältnisse an Hochschulen ist dabei die Berücksichtigung der demografischen Entwicklung. Künftig müssen dabei Pflegebedarfe Älterer stärker in den Fokus rücken. Eine Flexibilisierung von Arbeits- und Beschäftigungsverhältnissen spielt in diesem Kontext eine entscheidende Rolle. Darunter versteht man die Möglichkeit einer individualisierten Gestaltung von Arbeitsort, -Zeit bzw. Art der Verrichtung&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Hill et al. 2008, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flexibilisierung der Arbeitszeit wird dabei als zukunftsfähiges Modell für die Wahrnehmung wachsender Pflegebedarfe insbesondere im Hinblick auf die Pflege Älterer gesehen. Im Zentrum stehen Arbeitszeitmodelle mit einem angepassten Stundenpensum, welches sich an der persönlichen Situation des Beschäftigten orientiert. Flexible Arbeitszeitgestaltung umfasst Optionen wie Gleitzeit, Jobsharing, Teilzeitarbeit, aber auch Heimarbeit und Elternzeit (für Männer und Frauen) sowie flexible Arbeits(-zeit)pläne&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Grzywacz, Carlson &amp;amp; Shulkin, 2008&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der familienfreundlichen Arbeitsplatzgestaltung gilt es gleichermaßen Anreize für wissenschaftliche Beschäftigte zu setzten, welche über die Pflegeverantwortung von Kindern und/oder Angehörigen hinausgeht. Dies bezieht sich auf Faktoren, die den Arbeits- und Aufgabenkontext einer wissenschaftlichen Beschäftigung betreffen und von der Institution bzw. der ihr zugeordneten Organisationseinheiten aktiv gesteuert und beeinflusst werden können. Kontextfaktoren wie die serielle Befristung bleiben davon unberührt und werden als gesetzte Größe betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flexibilisierung der Arbeitszeit ==&lt;br /&gt;
Die folgende Darstellung zeigt, welche Handlungsfelder im Rahmen einer familienfreundlichen Flexibilisierung von Beschäftigungsverhältnissen bedeutsam sind. Ferner sind diesen Handlungsfeldern konkrete Zielsetzungen zugeordnet, welche schließlich, in Maß-nahmen aufgeschlüsselt, zu Zielerreichung beitragen. Wesentliche gesetzliche Rahmenbedingungen wissen-schaftlicher Beschäftigungsverhältnisse bilden dabei:&lt;br /&gt;
*  Pflegezeitgesetz&lt;br /&gt;
*  Familienpflegezeitgesetz&lt;br /&gt;
* „Gesetz  zur  besseren  Vereinbarkeit  von  Familie,  Pflege und Beruf“&lt;br /&gt;
*  Freistellungsmöglichkeiten nach TV-L&lt;br /&gt;
*  Urlaubsverordnungen der Länder&lt;br /&gt;
*  WissZeitVG&lt;br /&gt;
* Organisationsinterne Regelungen zu Mindestvertragslaufzeiten&lt;br /&gt;
* Organisationsinterne  Regelungen  zu  Teilzeitarbeit, Flexibler Arbeitszeitregelung, Telearbeit und Home-Office&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
Ein Beispiel guter Praxis ist die Beratungsstelle „Familiengerechte Hochschule“ der TU Dresden. Bereits seit dem Jahr 2007 ist die TU Dresden als familien-gerechte Hochschule zertifiziert. Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern, werden an der TU Dresden eine ganze Reihe von Unterstützungsangeboten bereitgestellt. Diese Angebote beziehen sich nicht nur auf die Eltern-Kind-Beziehung, sondern auch auf die Unterstützung von Eltern und Lebenspartnern. Unter die familienfreundlichen Angebote fallen zum Beispiel der Ausbau einer entsprechenden Infrastruktur (Eltern-Kind-Arbeitsräume, Spielmöglichkeiten, Wickelräume), die Unterstützung bei der Kinderbetreuung (Kitaplätze, flexible Kinderbetreuung) und der Pflege von Angehörigen (Freistellungsmöglichkeiten) aber auch diverse Beratungs- und Serviceangebote für alle Hochschulangehörigen. Um hochqualifizierte Mitarbeiter*innen zu gewinnen und an die Hochschule zu bin-den, ist die TU Dresden sehr bestrebt familiengerechte Arbeitsbedingungen zu schaffen. Die Unterstützungsangebote werden kontinuierlich erweitert und die Ziele und Maßnahmen in der Zielvereinbarung zum Audit familiengerechte Hochschule verankert. Nähere Informationen und Erläuterungen finden Sie hier&amp;lt;ref&amp;gt;   https://tu-dresden.de/tu-dresden/chancengleichheit/familienfreundlichkeit &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links ==&lt;br /&gt;
* Effektiv!- Für mehr Familienfreundlichkeit an deutschen Hochschulen&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.familienfreundliche-wissenschaft.org/fileadmin/upload/effektiv/Bro-schuere/cews_p18_Effektiv_Web_barrierefrei.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* BMBF-Familienfreundlichkeit an deutschen Hoch-schulen&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.familienportal.kit.edu/img/BroschuereFamilienfreundlichkeitandeutschenHochschulen.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Erfolgsfaktor Familie&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.erfolgsfaktor-familie.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Audit familiengerechte Hochschule&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.berufundfamilie.de/informationen-fuer/hochschule&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Familie in der Hochschule&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.familie-in-der-hochschule.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Lokale Bündnisse für Familie&amp;lt;ref&amp;gt;https://lokale-buendnisse-fuer-familie.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
Albrecht, G. H. 2003. How Friendly are Family Friendly Policies? Business Ethics Quarterly, 13(2): 177–192.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anderson, D. M., Morgan, B. L., &amp;amp; Wilson, J. B. 2002. Perceptions of Family-Friendly Policies: University Versus Corporate Employees. Journal of Family and Economic Issues, 23(1): 73–92.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bombig, C. 2016. Insecure Work and Well-being: The Experience of Learning Support Officers in the Education Sector. E-Journal of International and Comparative Labour Studies, 5(3). http://ejcls.adapt.it/index.php/ejcls_adapt/article/view/300, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Clark, R. L., &amp;amp; d’Ambrosio, M. B. 2005b. RECRUITMENT, RETENTION, AND RETIREMENT: COMPENSATION AND EMPLOYMENT POLICIES FOR HIGHER EDUCATION. Educational Gerontology, 31(5): 385–403.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Designing and Implementing Family Friendly Policies in Higher Education. http://www.cew.umich.edu/PDFs/designing06.pdf, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feeney, M. K., Bernal, M., &amp;amp; Bowman, L. 2014. Enabling work? Family-friendly policies and academic productivity for men and women scientists. Science and Public Policy, 41(6): 750–764.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferguson, J. C. 1975. Fatty acid and carbohydrate storage in the annual reproductive cyclice of Echinaster. Comparative Biochemistry and Physiology. A, Comparative Physiology, 52(4): 585–590.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferrer, A., &amp;amp; Gagné, L. 2013. Family-friendly benefits? Journal of Management &amp;amp; Organization, 19(06): 721–741.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr, J. L., &amp;amp; Wolfram, C. D. 2012. Work Environment and OPT-out Rates at Motherhood across High-Education Career Paths. ILR Review, 65(4): 928–950.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hollenshead, C. S., Sullivan, B., Smith, G. C., August, L., &amp;amp; Hamilton, S. 2005. Work/family policies in higher education: Survey data and case studies of policy implementation. New Directions for Higher Education, 2005(130): 41–65.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jaoko, J. 2012. An Analysis of Supervisor Support of Policies on Workplace Flexibility. Journal of Social Service Research, 38(4): 541–548.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juhász,  T.  2010. Family-Friendly  Workplaces,  Family-Friendly Organizations. Doctoral Thesis. Győr, Hungary, Széchenyi István University Doctoral School of Regional and Economics Studies, 226, https://rgdi.sze.hu/files/Ertekezesek,%20tezisek/Juhasz%20Timea%20Tezis%20fuzet%20angolul.pdf, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kioko, S. M. 2017. The Effect of Family-Friendly Working Environment on Productivity of the Working Mother. Thesis, United States International University – Africa. http://erepo.usiu.ac.ke:8080/xmlui/handle/11732/3272, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knaflic, T., Nabergoj, A. S., &amp;amp; Pahor, M. 2010. Introdu-cing the Family-Friendly Workplace: An Analysis of its Effects on Organisations. MIC 2010: Social Responsibility, Professional Ethics, and Management; Proceedings of the 11th International Conference, Ankara, 24–27 November 2010 [Selected Papers]: 783–807. University of Primorska, Faculty of Management Koper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mills, D., &amp;amp; Berg, M. L. 2010. Gender, disembodiment and vocation: Exploring the unmentionables of British academic life. Critique of Anthropology, 30(4): 331–353.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Minocha, S., Hristov, D., &amp;amp; Reynolds, M. 2017. From graduate employability to employment: policy and practice in UK higher education: From graduate employability to employment. International Journal of Training and Development, 21(3): 235–248.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Muster, V., &amp;amp; Schrader, U. 2011. Green Work-Life Balance: A New Perspective for Green HRM. Zeitschrift Fuer Personalforschung, (2): 140–156.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nikunen, M. 2012a. Changing university work, freedom, flexibility and family. Studies in Higher Education, 37(6): 713–729.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nikunen, M. 2012b. Changing university work, freedom, flexibility and family. Studies in Higher Education, 37(6): 713–729.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rangel, E. 2004. Policies for Employment and Higher Education in Mexico: an Approach to Human Resource Development as Policy. Advances in Developing Human Resources, 6(3): 374–381.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Snape, E., &amp;amp; Redman, T. 2010. HRM Practices, Organi-zational Citizenship Behaviour, and Performance: A Multi-Level Analysis. Journal of Management Studies. https://doi.org/10.1111/j.1467-6486.2009.00911.x, April 10, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soleiman  Ahmady,  Farin  Tatari,  ShahramYazdani,  &amp;amp;  Seyed Ali Hosseini. 2016. A Comprehensive Approach in Recruitment and Employment Policies for Faculty Members&amp;amp;58; A Critical Review. International Journal of Medical Research and Health Sciences, 5(12): 356–364.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Waters, M. A. 2006. Work-family policies in the context of higher education: Useful or symbolic? Asia Pacific Journal of Human Resources, 44(1): 67–82.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wax, A. L. 2004. Family-Friendly Workplace Reform: Prospects for Change. The ANNALS of the American Academy of Political and Social Science, 596(1): 36–61.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welle-Strand, A. 2002. Continuing Higher Education in the Service University. What Are the Possibilities of Lifelong Learning in a Traditional Norwegian University? European Education, 34(1): 70–87.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wright, D. W., &amp;amp; Wysong, E. 1998. Family Friendly Work-place Benefits: Policy Mirage, Organizational Contexts, and Worker Power. Critical Sociology, 24(3): 244–276.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeytinoglu,U., I., B. Cooke, G., &amp;amp; L. Mann, S. 2010. Em-ployer Offered Family Support Programs, Gender and Voluntary and Involuntary Part-Time Work. Relations industrielles, 65(2): 177.Watanabe, M., &amp;amp; Falci, C. 2017. Workplace Faculty Friendships and Work-Family Culture. Innovative Higher Education, 42(2): 113–125.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Abfallmanagement&amp;diff=7342</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Abfallmanagement</title>
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		<updated>2021-02-25T07:56:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{#set:Has parent page=Einzelleitfäden}}&lt;br /&gt;
== Betroffener Personenkreis ==&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag richtet sich an alle Hochschulangehörigen gleichermaßen, denn jede und jeder kann zur Abfallvermeidung, zum Recycling und damit zur Minderung der Entsorgungsleistung einen Beitrag leisten. Von besonderer Bedeutung bei der nachhaltigen Entsorgung ist der Personenkreis „Abfallbeauftragte“ (häufig in Personalunion mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit (FaSi)).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz ==&lt;br /&gt;
Abfälle sind alle Stoffe oder Gegenstände, derer sich ein Besitzer entledigt, entledigen will oder muss.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 3 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie können nach der Art und der Einstufung ihrer Gefährlichkeit bezeichnet und unterschieden werden.&amp;lt;ref&amp;gt;AVV § 1&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Abfallverzeichnisverordnung (AVV) gibt dazu branchen- bzw. gruppendefinierte zwei-, vier- und sechsstellige Abfallschlüssel mit Abfallbezeichnung an. Hochschulen als Entsorger müssen einer gesetzlichen Registerpflicht über Menge, Art, Ursprung, Sammlungshäufigkeit, Beförderungs- und Verwertungs- oder Beseitigungsart des Abfalls nachkommen.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 49 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Für gefährliche Abfälle, etwa aus Chemielaboratorien, besteht zudem eine Nachweispflicht vor Beginn der Entsorgung und über deren Durchführung sowie ggf. über den Verbleib entsorgter Abfälle.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 50 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Abfallverursacher*in und Entsorger*in müssen Hochschulen und ihre Angehörigen nach dem Vorsorge und Nachhaltigkeitsprinzip und den rechtlichen Vorgaben des § 6 (1); (2) KrWG einen maßgeblichen Beitrag leisten, Abfälle zu vermeiden, zur Wiederverwendung vorzubereiten sowie zu recyceln. Sollten diese Maßnahmen nicht greifen, ist eine energetische Verwertung sicher zu stellen. Grundsätzlich sollen jeweils die Maßnahmen innerhalb der Rangfolge Vorrang haben, die den Schutz von Mensch und Umwelt am besten gewährleisten. Mit dem Vermeidungsgrundsatz geht die Verpflichtung einher, Erzeugnisse zu beschaffen, die&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 45 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=* langlebig, reparaturfreundlich, wiederverwendbar oder verwertbar sind,&lt;br /&gt;
* im Vergleich zu anderen Erzeugnissen zu weniger oder schadstoffärmeren Abfällen führen und&lt;br /&gt;
* durch Vorbereitung zur Wiederverwendung oder Recycling hergestellt wurden.&amp;lt;/big&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Dabei ist es unerlässlich, dass der mit dem Abfallmanagement betroffene Personenkreis einer Hochschule mit dem Bereich „Beschaffung“ vernetzt wird und interagiert. Denn alles was beschafft wird muss nach einer Nutzungsphase, meist stofflich oder energetisch modifiziert, auch entsorgt werden. Indirekt tragen Hochschulen dadurch nicht nur zur Abfallvermeidung bei, sondern ebenso zur Einsparung von Wasser, Energie und Rohstoffen, die andererseits in die Produktions- und Lieferketten geflossen wären. Durch die Abfallvermeidung und -reduktion profitieren Hochschulen bzw. die mit der Abfallentsorgung betrauten länderspezifischen Behörden von der Minimierung ihrer Entsorgungsaufwendungen und -kosten (z. B. durch Register- und Nachweispflicht und Transport).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Kreislaufwirtschaftsgesetz ist für den Bereich der nicht gefährlichen Abfälle die Gewerbeabfallverordnung relevant, die den Umgang mit gewerblichen Siedlungsabfällen sowie Bau- und Abbruchabfällen regelt. Ziel der Gewerbeabfallverordnung ist die Stärkung der Abfallhierarchie. Diese wird durch den Vorrang der stofflichen gegenüber der energetischen Verwertung von Abfällen und der Einschränkung der gemischten Erfassung verankert. Durch die Umsetzung der Trennpflicht nach Gewerbeabfallverordnung für Papier/Kartonagen, Kunststoffe, Glas, Metalle, Holz, Alttextilien und Bioabfällen können auch Hochschulen einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschulen leisten durch geringe Abfallaufkommen zudem einen gesamtgesellschaftlichen Beitrag zur Verringerung der Luft- und Abwasseremissionen bei den Entsorgungsprozessen. Eine nachhaltige Entsorgung an Hochschulen steht demzufolge im Zusammenhang mit dem Schutz von Mensch und Umwelt, mit einer Lebenszyklusbetrachtung von Stoffen und Gegenständen die zu Abfall werden können, sowie mit ressourcenschonenden und emissionsarmen Herstellungs- und Entsorgungsverfahren von der primären bis zur sekundären Rohstoffgewinnung aus Abfall.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 6 (1), (2)&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachhaltigkeit in der Entsorgung an Hochschulen meint – über die Rechtskonformität hinaus – generell die Minimierung vom Stoff- und Energieeinsatz, sodass nach einer möglichst langen Nutzungsphase so wenig wie möglich Abfälle anfallen bzw. eingesetzte Energie „weggeworfen“ wird. Nachhaltige Entsorgung an Hochschulen fördert zudem die Kreislaufwirtschaft, um Abfälle als neue Ressource (Sekundärstoff) für Produkte und Energie zu betrachten und zu nutzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Lexikon der Nachhaltigkeit (2018)&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Umgang mit gefährlichen Abfällen schützt eine nachhaltiges Abfallmanagement Personal und Studierende durch aktive Risikoerkennung und -minimierung und betreibt dadurch Gesundheits- und Entsorgungsprävention.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Für ein nachhaltiges Abfallmanagement können sich Hochschulen bspw. folgende Ziele setzen und diese in spezifischen Richtlinien zum Abfallmanagement niederlegen:&lt;br /&gt;
* Rechtskonformität,&lt;br /&gt;
* Nutzungsoptimierung (z. B. von Chemikalien und Verbrauchsmaterialien),&lt;br /&gt;
* Vermeidung, Trennung/Recycling von Abfällen und Einsparung von Entsorgungsaufwendungen,&lt;br /&gt;
* Einsatz und Beschaffung von langlebigen und reparaturfreundlichen Produkten und damit verbundenen langen Nutzungszeiten anstelle von häufigen Neuanschaffungen in kurzen Zeitintervallen.&lt;br /&gt;
* Einsatz, Nutzung von Abfallstoffen als Sekundärstoffe (Kreislaufwirtschaft) – nur indirekt beeinflussbar&lt;br /&gt;
* transparente rechtskonforme Entsorgungsprozesse/-dienstleistungen als Grundlage für gesundheitspräventiven Umgang mit Abfällen und gefährlichen Abfällen, wie ätzende Chemikalien,&lt;br /&gt;
* (Stoff-) Substitutionsprüfung und Rückkopplung mit „Beschaffung“,&lt;br /&gt;
* zyklische Bewertung der Funktionalität des Abfallmanagements (z. B. im Rahmen von UMS-Audits)&lt;br /&gt;
* eindeutige Festlegung von Zuständigkeiten in Entsorgungslogistik,&lt;br /&gt;
* Risikoerkennung/-minimierung (z. B. Gefährdungsbeurteilungen, Betriebsanweisungen),&lt;br /&gt;
* formale und non-formale Bildung, Bewusstseinsschaffung und -schärfung betroffener Personen,&lt;br /&gt;
* Vorbild- und Multiplikatorenwirkung und&lt;br /&gt;
* Nachhaltigkeitsberichterstattung zum Abfallmanagement.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* strenge rechtliche Forderungen (Arbeitsschutz, Kreislaufwirtschaft) können individuelles Hochschul-Engagement begrenzen („ist doch schon alles geregelt“)&lt;br /&gt;
* teilweise begrenzte Einflussmöglichkeiten aufgrund länderspezifischer Regelungen (zentralisierte Entsorgung)&lt;br /&gt;
* Forschungs- und Lehrbetrieb mit hohem Bedarf an Chemikalien und Gefahrstoffen&lt;br /&gt;
* zusätzlicher Ressourcenbedarf zur Optimierung bestehender Entsorgungssysteme in Bezug auf Nachhaltigkeit&lt;br /&gt;
* Akzeptanzprobleme der Handelnden, des betroffenen Personenkreises (Bewusstsein – Wissen – Handeln)&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Abfall- und Kostenreduzierungspotenziale in Abhängigkeit studiengangsbezogener Ressourcen/Verbrauchsmittel (MINT vs. Geisteswissenschaften)&lt;br /&gt;
* Vermeidungs- und Einsparpotenziale (z. B. Büromaterial)&lt;br /&gt;
* Optimierung des Chemikalien- und Gefahrstoffmanagements&lt;br /&gt;
* Kommunikation, Sensibilisierung und Zusammenarbeit mit allen Hochschulbereichen und Personen, insbesondere der „Beschaffung“&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste nachhaltiges Abfallmanagement ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_Checkliste_Abfallmanagement_Seite_1.png|mini|links|Checkliste Abfallmanagement|link={{filepath:Checkliste N Abfallmanagement final.pdf}}]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
===RUN – ReUse Notebook und Handy-Sammel-Aktion&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill.&amp;lt;/ref&amp;gt;===&lt;br /&gt;
Ist Ihr Mobile-/Smartphone schon wieder veraltet oder das Notebook schon wieder zu langsam oder defekt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn bei den Angehörigen der Hochschule Zittau/Görlitz ein neues Handy, Mobile-/Smartphone oder Notebook angeschafft werden muss, sind die Beschäftigten und Studierenden dazu aufgerufen, ihre alte Technik an den zentralen Sammelpunkten in den Hochschulbibliotheken Zittau und Görlitz abzugeben. Mit dieser Technikspende wird die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Zittau/Görlitz und der SAPOS gGmbH unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Technikspende unterstützt aber vor allem das Recycling, die Wiederverwertung und -verwendung von Handys, Mobile-/Smartphones und Notebooks, bzw. von wertvollen Bestandteilen wie Edelmetalle und Seltene Erden. Außerdem wird die SAPOS gGmbH direkt unterstützt bei der Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen. Diesen wird durch das Zerlegen der Geräte oder durch Kleinreparaturen eine wichtige Aufgabe und ein eigenverantwortliches Leben in der Gesellschaft ermöglicht. [http://reuse-notebook.com/static/de/startseite/index.html?L=1 Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Terracycle – Stifte-Recycling&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill.&amp;lt;/ref&amp;gt;===&lt;br /&gt;
Kugelschreiber und andere Schreibgeräte gibt es an den Hochschulen überall in hoher Anzahl. Genauso schnell wie man so einen Schreibutensil in der Hand hat, wird es wohl auch wieder weggeworfen. Nicht so an der Hochschule Zittau/Görlitz, die über das „Terracycle“ Stifte-Recycling-Programm Kulis &amp;amp; Co. sammelt und recycelt. Der Gewinn daraus unterstützt die Nichtregierungsorganisation (NGO) [http://www.dapaviva.org „DapaViva“] aus Kolumbien. Diese fördert Umweltbildung der lokalen Bevölkerung des Nebelwaldes, um ihn vor der Urbanisierung zu bewahren. Die Sammelstationen befinden sich in mehreren Gebäuden an zentralen Ort sowie in der Hochschulbibliothek. Zudem wurde mit dem Programm die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Zittau und eine Sammelstation im Zittauer Einwohnermeldeamt realisiert. [https://www.terracycle.com/de-DE/about-terracycle?utm_campaign=admittance&amp;amp;utm_medium=menu&amp;amp;utm_source=www.terracycle.com Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reduzierung von gefährlichen Abfällen an der LMU München am Beispiel von Ethidiumbromid-haltigen Abfällen===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Reduzierung von Ethidiumbromid-haltigen Abfällen mittels Absorption von Ethidiumbromid aus Flüssigkeiten mit Absorber-Beuteln an der LMU München&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An forschungsstarken Hochschulen mit Laborbetrieb, wie es auch an der LMU der Fall ist, werden viele gefährliche Abfälle erzeugt, insbesondere viele unterschiedliche Abfallgemische. Im Umgang damit sind Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, die Entsorgung ist kostenintensiv. So wird Ethidiumbromid (EtBr) in der Molekularbiologie zum Anfärben von Nukleinsäuren bei der Gelelektrophorese verwendet. Ethidiumbromid (3,8-Diamino-5-ethyl-6-phenylphenanthridiniumbromid) ist ein organischer Farbstoff, der aufgrund seiner planaren Struktur leicht in die DNA interkalieren kann, EtBr ist ein starkes Mutagen und toxisch. Nach Gebrauch müssen die Lösungen fachgerecht als gefährlicher Abfall entsorgt werden und dürfen keineswegs in die Umwelt gelangen. Die von vielen Herstellern angebotenen Ethidiumbromid-Ersatzstoffe sind laut den Sicherheitsdatenblättern „noch nicht vollständig geprüfte Stoffe“. Da auch diese Stoffe mit der DNA interagieren, sind hinsichtlich der krebserzeugenden, erbgutverändernden oder fortpflanzungsgefährdenden Wirkungen ähnliche Eigenschaften wie bei Ethidiumbromid zu vermuten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ziel der LMU ist es, die zunehmende Menge von gefährlichen Abfällen zu reduzieren. Decon-Bags stellen eine einfache Methode dar, um Ethidiumbromid aus Lösungen zu entfernen. Die Methode ist zuverlässige, sehr einfach anzuwenden, effizient und geeignet für Ethidiumbromid, Propidiumiodid, PicoGreen® und SYBR® Green. Hierzu werden Absorber-Beutel mit der Ethidiumbromidfärbelösung 24 h gerührt. Der Inhalt der Beutel besteht aus einer speziellen Aktivkohle, die effektiv und sicher Ethidiumbromid adsorbiert. Ein Beutel kann 2,5 mg Ethidiumbromid aufnehmen. Mit einem Beutel können 5 Liter einer typischen Färbelösung nach Sambrook et. al mit einer Ethidiumbromidkonzentration von 0,5 mg/l dekontaminiert werden. Die dekontaminierte Lösung kann als Abwasser entsorgt werden, die benutzten Beutel können als verunreinigte Betriebsmittel bzw. mit gefährlichen Stoffen verunreinigte Aufsaug- und Filtermaterialien (Beispiel AVV-Abfallschlüsselnummer 150202*) entsorgt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn die Behandlung einer derartigen Menge zu aufwändig wäre: Bei 1 Tonne möglichem Ethidiumbromid-haltigem Abfall fallen durch die benutzten Absorber-Beutel nur maximal 2 kg gefährlicher Abfall an. Die LMU spart dabei 85% der Kosten bezogen auf eine 1 Gewichtstonne. Die größte Kostenposition ist da die Beschaffung der Absorber-Beutel. Zudem wird eine größere Menge flüssige gefährliche Abfälle, die mit hohem Energieaufwand entsorgt werden müssen, eine geringe Menge fester gefährlicher Abfälle mit Aktivkohle, die mit deutlich geringerem energetischem Aufwand entsorgt werden können. Hierbei werden also sowohl Kosten gespart, als auch die Umwelt entlastet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links == &lt;br /&gt;
* Handys für Hummel, Biene und Co. [https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/aktionen-und-projekte/alte-handys-fuer-die-havel/index.html NABU Handy-Recycling]&lt;br /&gt;
* Kostenlose Abgabe von Brillen an Sehhilfebedürftige in der ganzen Welt [https://brillenweltweit.de/#brillenspenden BrillenWeltweit]&lt;br /&gt;
* Abfallvermeidung fängt bei der [[Nachhaltige Beschaffung|Beschaffung]] an; * [[Nachhaltige Beschaffung#Good Practice|hier]] finden Sie Tipps und Links für eine nachhaltige Beschaffung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(17.7.2017 I 2644). Abfallverzeichnisverordnung – AVV. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(20.7.2017 I 2808). Kreislaufwirtschaftsgesetz – KrWG. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von https://www.hszg.de/hochschule/struktur-und-organisation/managementsysteme/umweltmanagement/nachhaltiger-campus-good-practice.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lexikon der Nachhaltigkeit (2018). Nachhaltigkeit in der Abfallentsorgung. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von https://www.nachhaltigkeit.info/artikel/nachhaltigkeit_bei_der_abfallentsorgung_1795.htm?sid=qdoap21h0pg877osnn67edt0o0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Bedeutung_und_Bezug_der_Nachhaltigkeit_im_Hochschulbetrieb&amp;diff=7341</id>
		<title>HOCH-N:Bedeutung und Bezug der Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb</title>
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		<updated>2021-02-25T07:47:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{#set:Has parent page=Einzelleitfäden}}&lt;br /&gt;
{{Infobox GLF Inhalt HOCHN&lt;br /&gt;
|Seitentyp=Inhalt&lt;br /&gt;
|Kurzbeschreibung=Einführung in betriebliche Nachhaltigkeit&lt;br /&gt;
|Zielgruppe=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Interessierte &amp;amp;Ouml;ffentlichkeit, Politik&lt;br /&gt;
|Schnittstellen=Forschung, Lehre, Transfer, Governance, Nachhaltigkeitsberichterstattung, Betrieb&lt;br /&gt;
|Schwierigkeitsgrad=Niedrig&lt;br /&gt;
|AP-Autorenschaft=HOCH-N AP Betrieb&lt;br /&gt;
|Adresse=Theodor-Körner-Allee 16, 02763, Zittau&lt;br /&gt;
|Themenbezug=Betrieb, Politik, Ressourcen und Finanzierung, Nachhaltigkeit&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{FormularTestAnwendung}}&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb erfährt etwa seit den 1990er Jahren dadurch Relevanz, dass Hochschulen über geltende rechtliche Vorgaben der Europäischen Union (EU), des Bundes und der Länder dazu verpflichtet sind, insbesondere arbeits- und umweltschutzbezogene Themen im Hochschulbetrieb zu berücksichtigen. Dazu zählen beispielsweise die Abfall- und Abwasserentsorgung, der sichere Umgang mit Gefahrstoffen sowie insbesondere der Immissions- und Arbeitsschutz. Zur Erfüllung der damit verknüpften Aufgaben war und ist die Festlegung von Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten, wie hochschulinterne Beauftragte für Arbeits- und Umweltschutz sowie für das Abfallmanagement und für den sicheren Umgang mit Gefahrstoffen von wesentlicher Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Müller, J., 2000, S. 1&amp;lt;/ref&amp;gt; Über die Rechtskonformität hinaus bedeutsam, jedoch wegen häufig fehlender hochschulpolitisch bindender Rahmenbedingungen noch weitgehend freiwillig, sind die Erfassung und Steuerung (Monitoring und Controlling) von Umweltaspekten (beispielsweise Emissions-, Verbrauchs- und Entsorgungsraten), die eng verbunden mit einem ressourcenbewussten, -effizienten, kreislauf- und substitutionsbasierten Betrieb sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Michelsen, G., 2000, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine effiziente Organisation von Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb wurden daraufhin seit 1999 validierte Umweltmanagementsysteme (UMS) nach der Öko-Audit Verordnung der EU und dem Eco-Management and Audit Scheme (EMAS) relevant und erfuhren u. a. an der Hochschule Zittau/Görlitz, an den Universitäten Paderborn, Bielefeld, Lüneburg sowie an den Technischen Universitäten Berlin und Dresden ihre Umsetzung.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Müller, J., 2000, S. 3&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Aktuell setzen 20 deutsche Hochschulen ein UMS nach EMAS oder ISO 14001 um.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Institut für Hochschulentwicklung, 2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Zusätzlich zu ihrer operativen ökologischen Relevanz gewinnen UMS zunehmend auch an strategischer Bedeutung für Entscheidungen  und Prozesse im Rahmen eines nachhaltigen Hochschulbetriebs. Dabei orientieren sie sich am Prozess der kontinuierlichen Verbesserung nach dem Plan-Do-Check-Act (PDCA)-Zyklus, der nach seinem Begründer auch Deming-Zyklus genannt wird (siehe Abbildung 1: PDCA-Zyklus).&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paeger, J., 2010, S. 12&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:PDCA-Zyklus.jpg|gerahmt|zentriert|Abbildung 1: PDCA-Zyklus (Nach Paeger, J., 2010, S. 12; Im Original: Deming, W. E., 1982, S. 88.)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Realisierung von Nachhaltigkeitsprinzipien im Hochschulbetrieb ist demnach bedeutsam, um strategische und operative Ziele, Strukturen und Prozesse, etwa zur Minimierung von Abfall, Abwasser und Emissionen sowie für einen effizienten Material-, Wasser und Energieeinsatz zu etablieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Bayerisches Staatministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, 2005, S. 3, S. 18 ff&amp;lt;/ref&amp;gt; Hervorgehobene Relevanz besitzt die betriebliche Nachhaltigkeit dabei insbesondere für die ökologische Nachhaltigkeitsdimension. Ökologisch motivierte Effizienzmaßnahmen können finanzielle Einsparungen bewirken und somit auch ökonomisch nachhaltige Wirkung entfalten. Ein nachhaltiger Hochschulbetrieb schafft darüber hinaus neue Synergien und Schnittstellen mit anderen Organisationseinheiten der Hochschule, wie etwa der Verwaltung und besitzt gleichermaßen eine integrative Wirkung über alle Bereiche der Hochschule entlang eines partizipativen und ganzheitlichen Nachhaltigkeitsverständnisses.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Delakowitz, B. et. al., 2005, S. 22-23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=&#039;&#039;Ein nachhaltiger Hochschulbetrieb schließt Lehr- und Forschungsaktivitäten sowie Studierende, Lehrende und wissenschaftliche Mitarbeiter*innen ein.&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinzuweisen ist insbesondere auf die Vorbild- und Multiplikatorwirkung, die von einem nachhaltig organisierten Betrieb auch in Lehr- und Forschungsumgebungen wirkt. Positive Erfahrungen von Studierenden während eines Nachhaltigkeits-fokussierten Campuslebens sowie eines Lehr- und Forschungsalltags, in dem Nachhaltigkeitsprinzipien integriert sind, können ebenso bedeutsam für die Stärkung nachhaltigen Denkens und Handelns über das Studium hinaus sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Viebahn, P. &amp;amp; Matthies, M., 2000, S. 3-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gilt es bei der Umsetzung eines ganzheitlichen, institutionellen Ansatzes ([[Whole Institution Approach|Whole Institution Approach – WIA]]) eine Beteiligung von externen Anspruchsgruppen und Hochschulpartner*innen wie Studierendenwerk, Stadt, Kommune, Lieferanten und Dienstleistern zu berücksichtigen. Gemeinsam müssen Hochschulangehörige und externe Partner*innen die Betriebsbereiche ökologisch, sozial und ökonomisch nachhaltig gestalten und kontinuierlich entwickeln.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Kummert, K. et al., 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr bedeutsam für einen nachhaltigen WIA und wirkungsvoller als individuelle Einzelaktionen oder -projekte sind der grundlegende strategische Wille und die Unterstützung der Hochschulleitung durch geeignete „Governance-Strukturen“ (siehe [[Einzelleitfäden#Leitfaden Governance|Leitfaden Governance]]), um eine Verankerung von hochschulspezifischen, betrieblichen Nachhaltigkeitsthemen etwa im Leitbild einer Hochschule, derer Strategien und Ziele zu ermöglichen. Der Nachhaltigkeitsberichterstattung (NHB) kommt dabei die Aufgabe zu, die betriebliche Nachhaltigkeitsleitung einer Hochschule in einem transparenten Format an eine interessierte Öffentlichkeit zu kommunizieren (siehe [[Einzelleitfäden#Leitfaden Nachhaltigkeitsberichterstattung|Leitfaden NHB]]). Die systematische Erfassung und Aufbereitung betriebsrelevanter Daten im Rahmen eines Berichtswesens ermöglicht es Optimierungspotentiale zu identifizieren und schafft damit die Grundlage für Entscheidungsträger steuernd auf den Nachhaltigkeitsprozess einzuwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nachfolgende Tabelle fasst die wesentlichen Aspekte und Maßnahmen, die zur Nachhaltigkeit im Betrieb von Hochschulen einen entscheidenden Beitrag leisten und gleichsam als „Treiber“ angesehen werden können, zusammen. Dem gegenüber werden  Hemmnisse gestellt, die grundsätzlich auch als Herausforderungen und Chancen für Optimierungen angesehen werden können. Die nachstehende Aufzählung bietet dabei einen groben Überblick über potentielle Chancen und Risiken für eine Umsetzung eines nachhaltigen Hochschulbetriebs. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl weiterer Besonderheiten der individuellen Hochschulkontexte, die fördernd oder hindernd auf den Nachhaltigkeitsprozess wirken können. Eine wesentliche Aufgabe ist es, diese Faktoren zu identifizieren und zu nutzen, um geeignete Lösungen für die eigene Hochschule zu finden. Eine einheitliche Vorgehensweise, die gleichermaßen für alle Hochschulen Geltung besitzt, kann und soll es nicht geben.&lt;br /&gt;
Die nachfolgend dargestellten Hemmnisse und Treiber verhalten sich nicht zwangsläufig komplementär: Nicht jeder Erfolgsfaktor bietet Strategien zur Überwindung von Barrieren. Jede Strategie zur Überwindung von Barrieren stellt jedoch einen Erfolgsfaktor dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachhaltiger Hochschulbetrieb – Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
{{Vorlage:TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Leal Filho, W. et al., 2017, S. 93-99; Hemmnisse aus dem Englischen übersetzt, sinngemäß zusammengefasst, ergänzt und angepasst nach den Gegebenheiten an Hochschulen in Deutschland&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&amp;lt;ref&amp;gt;Schön, E., 2018, S. 23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
*fehlende Unterstützung durch Regierung/Behörden&lt;br /&gt;
*fehlende und/oder nicht adäquate rechtliche Vorgaben von Bund, Land sowie hochschulintern&lt;br /&gt;
*fehlende oder nicht ausreichende Unterstützung durch Leitungs- und Verwaltungsebene(n) der Hochschule&lt;br /&gt;
*Defizite bei Zusammenarbeit/Einigkeit&lt;br /&gt;
*ungenügende personelle und finanzielle Kapazitäten/Ressourcen&lt;br /&gt;
*mangelnde Kontinuität, fehlendes oder nicht ausreichendes Bewusstsein und (Vor-) Wissen&lt;br /&gt;
*unzureichende(s) Engagement, Bemühungen und Akzeptanz&lt;br /&gt;
*mangelnde oder fehlende Kommunikation intern und extern&lt;br /&gt;
*fehlende Kontrollen (-systeme) und Anreize (-systeme)&lt;br /&gt;
*Nichtbeachtung von Energieeffizienz-Technologien (z. B. in Gebäuden)&lt;br /&gt;
*unzureichendes Energieeffizienz-Verhalten (Licht-/Geräte-AUS, Beheizen/Belüften von Räumen)&lt;br /&gt;
*unzureichende(s) Abfallvermeidung bzw. Recycling&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
*Unterstützung und Verpflichtung durch die Hochschulleitung&lt;br /&gt;
*Positionierung und Formulierungen zur nachhaltigen betrieblichen Ausrichtung im Leitbild sowie in Strategien, Programmen, Zielen und Maßnahmen&lt;br /&gt;
*klare Verantwortlichkeiten, Institutionalisierung&lt;br /&gt;
*Umsetzung von Normen und Leitfäden (ISO, EMAS)&lt;br /&gt;
*Schaffung personeller Kapazitäten/Ressourcen zur Umsetzung&lt;br /&gt;
*Weiterbildungen zu betrieblichen Nachhaltigkeitsthemen&lt;br /&gt;
*Hochschulangehörige und externe Partner*innen regelmäßig informieren und partizipativ in den Nachhaltigkeitsprozess einbinden&lt;br /&gt;
*Beschaffung/Ausschreibung von Produkten/Dienstleistungen über (rechtskonforme) Nachhaltigkeitskriterien&lt;br /&gt;
*Nutzung und Etablierung nachhaltiger Mobilität&lt;br /&gt;
*Material-, Energie- und Wassereffizienz, Treibhausgas-, Abwasser- und Abfallvermeidung&lt;br /&gt;
*Förderung der Kreislaufwirtschaft&lt;br /&gt;
*Sensibilisierung und Motivation zum nachhaltigen Verhalten (Abfall vermeiden und trennen, Licht und Technik ausschalten, Beheizen/Belüften von Räumen)&lt;br /&gt;
*Messung/Erfassung der Nachhaltigkeitsleistung (quantitativ über Verbräuche, technische Messung und qualitativ über Zufriedenheit, Umfrage, Befragung)&lt;br /&gt;
*Kennzahlenbildung, Datenerhebung, Bilanzierung von Inputs und Outputs&lt;br /&gt;
*Durchführung von Erfolgskontrollen (z. B. interne Audits)&lt;br /&gt;
*Berücksichtigung von Rückkoppelungen und Vorschlägen in- und externer Partner*innen&lt;br /&gt;
*Nachhaltigkeitsberichterstattung &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Kapitel geben den Leser*innen einen tieferen Einstieg, wie Nachhaltigkeit im Betrieb von Hochschulen&lt;br /&gt;
realisiert werden kann. Auf die einleitend angesprochenen Themenfelder&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschaffung|Beschaffung]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Abfallmanagement|Abfallmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität|Mobilität]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Energiemanagement|Energiemanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Controlling|Controlling]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiger Forschungsbetrieb|Forschungsbetrieb]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement|Veranstaltungsmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse|Beschäftigungsverhältnisse]] und&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Kommunikation|Kommunikation]]&lt;br /&gt;
wird Bezug genommen hinsichtlich&lt;br /&gt;
* betroffenem Personenkreis/Anspruchsgruppen,&lt;br /&gt;
* Relevanz,&lt;br /&gt;
* Ziele,&lt;br /&gt;
* Hemmnisse und Treiber,&lt;br /&gt;
* Maßnahmen und Implementierung (Checklisten),&lt;br /&gt;
* Good Practice sowie&lt;br /&gt;
* weiterführenden Informationen und Links.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bayerisches Staatministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz. (2005). Umweltmanangement an Hochschulen. Abgerufen am 27. April 2018 von http://netzwerk-n.org/wp-content/uploads/2017/04/StMUV-2005-Umweltmanagement-an-Hochschulen.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Delakowitz, B. et. al. (2005). Vom operativen Umweltmanagement zum Leitmotiv „nachhaltige Entwicklung“. Das Beispiel der Hochschule Zittau/Görlitz. In Umweltmanagement an Hochschulen: Nachhaltigkeitsperspektiven, Leal Filho, W. &amp;amp; Delakowitz, B. (Hrsg.). Frankfurt am Main: Peter Lang GmbH.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Institut für Hochschulentwicklung. (2018). Hochschulen in Deutschland mit EMAS oder ISO 14001. Abgerufen am 30. April 2018 von https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kummert, K. et al. (Hrsg.). (2013). Nachhaltiges Facility Management I, Springer-Verlag Berlin Heidelberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leal Filho, W. et al. (2017). Identifying and overcoming obstacles to the implementation of sustainable development at universities. Journal of IntegratIve envIronmental ScIences. Vol 14, No. 1, 93-108. Abgerufen am 15. Januar 2018 von http://www.tandfonline.com/doi/pdf/10.1080/1943815X.2017.1362007?needAccess=true&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michelsen, G. (2000). Nachhaltigkeit als Herausforderung für die Hochschulen. In Michelsen, G. (Hrsg.). Sustainable University, Auf dem Weg zu einem universitären Agendaprozess (Bd. 1). Frankfurt/Main, S. 13-39: VAS – Verlag für akademische Schriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J. (2000). Umweltmanagement in Hochschulen Chancen und Grenzen eines Umweltaudits. Abgerufen am 26. April 2018 von https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Projektberichte_alte_Website/kib200003.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paeger, J. (2010). Umweltmanagementsysteme. Abgerufen am 03. Mai 2018 von http://www.yeenet.eu/images/stories/documets/Publications/General_Publications/EMS_DE_online.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schön, E. (2018). Status Quo Erhebung zur Nachhaltigkeit im Betrieb von Hochschulen. Masterarbeit. Hochschule Zittau/Görlitz. Zittau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viebahn, P. &amp;amp; Matthies, M. (2000). Ökobilanzierung und Umweltmanagement an Hochschulen. Konzept und Umsetzung an der Universität Osnabrück. Bochum: Projekt Verlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltigkeit_im_Hochschulbetrieb&amp;diff=7340</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltigkeit_im_Hochschulbetrieb&amp;diff=7340"/>
		<updated>2021-02-25T07:43:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 100%; border:rgb(5242,200,20) solid 5px; text-align: left&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align: center&amp;quot; | [[Datei:Betrieb pos.png|70px]] Willkommen auf der Seite des Handlungsfelds Betrieb! &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Hochschulen stellen – ebenso wie andere öffentliche Einrichtungen und Unternehmen – Organisationen dar, deren alltäglicher Betrieb direkte und indirekte ökologische, ökonomische und soziale Auswirkungen hat. Dieser Auswirkungen und der daraus resultierenden Verantwortung müssen sich Hochschulen bewusst sein und dementsprechend betriebliche Nachhaltigkeit umsetzen. Der Betrieb staatlicher Hochschulen unterliegt jedoch rechtlichen und finanziellen Restriktionen. Rechtliche Forderungen werden durch die Leitung und die Verwaltung von Hochschulen umgesetzt und beinhalten strenge Anforderungen an Beschaffung, Vergabe von Dienstleistungen, Gebäude- und Energiemanagement, Abfallmanagement, den Umgang mit Chemikalien und Gefahrstoffen, das Personalmanagement sowie den Arbeitsschutz. Haushaltsbudgets als Grundlage für die Bereitstellung personeller und materieller Ressourcen sind in Umfang und Laufzeit häufig an Hochschulentwicklungspläne der Länder geknüpft und basieren zunehmend auf der Erfüllung (kennzahlenbasierter) Vereinbarungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spielräume für die Implementierung von Nachhaltigkeitsaspekten im Betrieb von Hochschulen sowie im Campusleben sind vor diesem Hintergrund nur insoweit möglich, wie Hochschulen sich intern etwa im Rahmen von Strategien und Leitlinien dazu bekennen. Hinzu kommt, dass länderspezifische Regelungen die Autonomie von Hochschulen zusätzlich beschneiden, etwa durch zentralisiertes Immobilien- und Baumanagement einschließlich des dafür notwendigen Betriebs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der benannten Restriktionen wird mit dem [[Einzelleitfäden#Leitfaden Betrieb|Leitfaden]] der Versuch unternommen, im Handlungsfeld Betrieb einerseits Hemmnisse, aber auch Treiber und konkrete Maßnahmen aufzuzeigen, mit denen die Verankerung von Prozessen der Entwicklung, der Implementierung und Etablierung von Nachhaltigkeit an Hochschulen gelingen kann. Hierzu werden für die identifizierten Handlungsfelder (Leistungserbringungen) nachhaltige&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschaffung|Beschaffung]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Abfallmanagement|Abfallmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität|Mobilität]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Energiemanagement|Energiemanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Controlling|Controlling]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiger Forschungsbetrieb|Forschungsbetrieb]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement|Veranstaltungsmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse|Beschäftigungsverhältnisse]] und&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Kommunikation|Kommunikation]]&lt;br /&gt;
zunächst die betroffenen Personenkreise adressiert, die jeweilige Relevanz und sich daraus ergebende Ziele für den Hochschulbetrieb aufgezeigt, Hemmnisse und Treiber sowie Maßnahmen zur Implementierung dargelegt und mit Beispielen aus der Hochschulpraxis untersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zeigt sich, dass ein nachhaltiger Hochschulbetrieb über den kurzfristigen Zeithorizont hinausdenken und etwa bei der Beschaffung und Vergabe, aber auch beim Gebäude- und Energiemanagement lebenswegbasierte Ansätze anstelle von ausschließlich Preis-Leistungsvorgaben berücksichtigen muss. Gesetzliche Rahmenbedingungen stehen einem solchen Ansatz nicht im Wege, sondern befördern ihn partiell sogar. Der Leitfaden zeigt Beispiele auf, die durch den Nachhaltigkeitsbezug zudem mittelfristig Kosteneinsparungen beispielsweise durch Senkung von Energieverbräuchen oder geringere Wartungs- und Reparaturanfälligkeiten erwarten lassen. Das nachhaltige Abfallmanagement setzt die – auch vom Gesetzgeber geforderte – konsequente Umsetzung der Kreislaufwirtschaft voraus, was jedoch in der Lehre und noch mehr in der Forschung teilweise zu Zielkonflikten führen kann, etwa bei sehr stoff- und energieintensiven Versuchsanordnungen. Analoges gilt für den Umgang mit Chemikalien und Gefahrstoffen.&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=&#039;&#039;Große Potentiale für den nachhaltigen Betrieb ergeben sich unter Einbeziehung virtueller Ansätze für die Handlungsfelder Veranstaltungsmanagement und Kommunikation, was im Rahmen des HOCH&amp;lt;sup&amp;gt;N&amp;lt;/sup&amp;gt;-Verbundprojekts bereits erprobt worden ist. Der Leitfaden belegt zudem, konzeptionell und durch Beispiele untersetzt, dass nachhaltige Mobilität an Hochschulen möglich und insbesondere von Studierenden erwünscht ist.&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In nahezu allen Handlungsfeldern wird gezeigt, dass ein großes Hemmnis bei der Umsetzung nachhaltigkeitsbezogenen Handelns in unzureichender Kenntnis der existierenden Möglichkeiten, mangelnder Transparenz in der internen und externen Kommunikation sowie häufig fehlender Akzeptanz der Akteur*innen begründet ist. Hochschulen sind aufgerufen, sich den daraus ergebenden Herausforderungen zu stellen und - z. B. mithilfe der im Leitfaden vorgeschlagenen Implementierungsmaßnahmen - individuelle Hemmnisse abzubauen, zu sensibilisieren und die Motivation der im Hochschulbetrieb Handelnden sowie der externen Partner*innen zu erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{:Portal/AP-Seite|Kompakt zusammengefasst|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beförderungskonzepte]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltig Forschen]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Tagen]]&lt;br /&gt;
* [[Soziale Aspekte des nachhaltigen Hochschulbetriebs]]&lt;br /&gt;
* [[HOCH-N:Betriebliche Nachhaltigkeitskennzahlen|Betriebliche Nachhaltigkeitskennzahlen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{:Portal/AP-Seite|Leitfäden|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Hier geht es zum [[Einzelleitfäden#Leitfaden Betrieb|Leitfaden Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[HIS-HE:Medium - Rahmenbedingungen für einen nachhaltigen Betrieb in Hochschulen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Logo-HIS HE.png|100px|HIS-HE:Medium - Rahmenbedingungen für einen nachhaltigen Betrieb in Hochschulen|link=HIS-HE:Medium - Rahmenbedingungen für einen nachhaltigen Betrieb in Hochschulen]]&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{:Portal/AP-Seite|Checklisten|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschaffung#Checkliste nachhaltige Beschaffung|Checkliste Nachhaltige Beschaffung]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Abfallmanagement#Checkliste nachhaltiges Abfallmanagement|Checkliste Nachhaltiges Abfallmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Fuhrpark - Checkliste|Checkliste Nachhaltige Mobilität - Fuhrpark]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Dienstreisen - Checkliste|Checkliste Nachhaltige Mobilität - Dienstreisen]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Arbeitswege - Checkliste|Checkliste Nachhaltige Mobilität - Arbeitswege]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Controlling#Maßnahmen und Implementierung|Checkliste Nachhaltiges Controlling]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiger Forschungsbetrieb#Checkliste|Checkliste Nachhaltiger Forschungsbetrieb]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement#Checkliste|Checkliste Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse#Checkliste|Checkliste Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Kommunikation#Checkliste|Checkliste Nachhaltige Kommunikation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{:Portal/AP-Seite|Praxisbeispiele|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschaffung#Good Practice|Nachhaltige Beschaffung: Praxisbeispiele der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde und der Hochschule Zittau/Görlitz]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Abfallmanagement#Good Practice|Good Practice Beispiele zum Thema Nachhaltiges Abfallmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Dienstreisen - Good Practice|Nachhaltige Mobilität: Praxisbeispiel Dienstreisen]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Arbeitswege - Good Practice|Nachhaltige Mobilität: Praxisbeispiel Arbeitswege]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Controlling#Good Practice|Nachhaltiges Controlling: Praxisbeispiel Sustainability Balanced Scorecard der Leuphana Universität Lüneburg]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiger Forschungsbetrieb#Good Practice|Nachhaltiger Forschungsbetrieb: Praxisbeispiel &amp;quot;Green Labs Programme&amp;quot; der  Harvard University]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement#Good Practice|Praxisbeispiel Kurzleitfaden für nachhaltige Veranstaltungen der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse#Good Practice|Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse: Praxisbeispiel Beratungsstelle „Familiengerechte Hochschule“ der TU Dresden]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Kommunikation#Good Practice|Nachhaltige Kommunikation: Praxisbeispiele Tag der Umwelt (TdU) und Gesundheits- und Umwelttage (GUt) der Hochschule Zittau/Görlitz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Poster_Betrieb_27102020.JPG|mini|links|Poster AP Betrieb|link={{filepath:&lt;br /&gt;
Poster_Betrieb_27102020.pdf &lt;br /&gt;
}}]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltigkeit_im_Hochschulbetrieb&amp;diff=7339</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb</title>
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		<updated>2021-02-25T07:42:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 100%; border:rgb(5242,200,20) solid 5px; text-align: left&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align: center&amp;quot; | [[Datei:Betrieb pos.png|70px]] Willkommen auf der Seite des Handlungsfelds Betrieb! &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Hochschulen stellen – ebenso wie andere öffentliche Einrichtungen und Unternehmen – Organisationen dar, deren alltäglicher Betrieb direkte und indirekte ökologische, ökonomische und soziale Auswirkungen hat. Dieser Auswirkungen und der daraus resultierenden Verantwortung müssen sich Hochschulen bewusst sein und dementsprechend betriebliche Nachhaltigkeit umsetzen. Der Betrieb staatlicher Hochschulen unterliegt jedoch rechtlichen und finanziellen Restriktionen. Rechtliche Forderungen werden durch die Leitung und die Verwaltung von Hochschulen umgesetzt und beinhalten strenge Anforderungen an Beschaffung, Vergabe von Dienstleistungen, Gebäude- und Energiemanagement, Abfallmanagement, den Umgang mit Chemikalien und Gefahrstoffen, das Personalmanagement sowie den Arbeitsschutz. Haushaltsbudgets als Grundlage für die Bereitstellung personeller und materieller Ressourcen sind in Umfang und Laufzeit häufig an Hochschulentwicklungspläne der Länder geknüpft und basieren zunehmend auf der Erfüllung (kennzahlenbasierter) Vereinbarungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spielräume für die Implementierung von Nachhaltigkeitsaspekten im Betrieb von Hochschulen sowie im Campusleben sind vor diesem Hintergrund nur insoweit möglich, wie Hochschulen sich intern etwa im Rahmen von Strategien und Leitlinien dazu bekennen. Hinzu kommt, dass länderspezifische Regelungen die Autonomie von Hochschulen zusätzlich beschneiden, etwa durch zentralisiertes Immobilien- und Baumanagement einschließlich des dafür notwendigen Betriebs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der benannten Restriktionen wird mit dem [[Einzelleitfäden#Leitfaden Betrieb|Leitfaden]] der Versuch unternommen, im Handlungsfeld Betrieb einerseits Hemmnisse, aber auch Treiber und konkrete Maßnahmen aufzuzeigen, mit denen die Verankerung von Prozessen der Entwicklung, der Implementierung und Etablierung von Nachhaltigkeit an Hochschulen gelingen kann. Hierzu werden für die identifizierten Handlungsfelder (Leistungserbringungen) nachhaltige&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschaffung|Beschaffung]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Abfallmanagement|Abfallmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität|Mobilität]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Energiemanagement|Energiemanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Controlling|Controlling]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiger Forschungsbetrieb|Forschungsbetrieb]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement|Veranstaltungsmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse|Beschäftigungsverhältnisse]] und&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Kommunikation|Kommunikation]]&lt;br /&gt;
zunächst die betroffenen Personenkreise adressiert, die jeweilige Relevanz und sich daraus ergebende Ziele für den Hochschulbetrieb aufgezeigt, Hemmnisse und Treiber sowie Maßnahmen zur Implementierung dargelegt und mit Beispielen aus der Hochschulpraxis untersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zeigt sich, dass ein nachhaltiger Hochschulbetrieb über den kurzfristigen Zeithorizont hinausdenken und etwa bei der Beschaffung und Vergabe, aber auch beim Gebäude- und Energiemanagement lebenswegbasierte Ansätze anstelle von ausschließlich Preis-Leistungsvorgaben berücksichtigen muss. Gesetzliche Rahmenbedingungen stehen einem solchen Ansatz nicht im Wege, sondern befördern ihn partiell sogar. Der Leitfaden zeigt Beispiele auf, die durch den Nachhaltigkeitsbezug zudem mittelfristig Kosteneinsparungen beispielsweise durch Senkung von Energieverbräuchen oder geringere Wartungs- und Reparaturanfälligkeiten erwarten lassen. Das nachhaltige Abfallmanagement setzt die – auch vom Gesetzgeber geforderte – konsequente Umsetzung der Kreislaufwirtschaft voraus, was jedoch in der Lehre und noch mehr in der Forschung teilweise zu Zielkonflikten führen kann, etwa bei sehr stoff- und energieintensiven Versuchsanordnungen. Analoges gilt für den Umgang mit Chemikalien und Gefahrstoffen.&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=&#039;&#039;Große Potentiale für den nachhaltigen Betrieb ergeben sich unter Einbeziehung virtueller Ansätze für die Handlungsfelder Veranstaltungsmanagement und Kommunikation, was im Rahmen des HOCH&amp;lt;sup&amp;gt;N&amp;lt;/sup&amp;gt;-Verbundprojekts bereits erprobt worden ist. Der Leitfaden belegt zudem, konzeptionell und durch Beispiele untersetzt, dass nachhaltige Mobilität an Hochschulen möglich und insbesondere von Studierenden erwünscht ist.&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In nahezu allen Handlungsfeldern wird gezeigt, dass ein großes Hemmnis bei der Umsetzung nachhaltigkeitsbezogenen Handelns in unzureichender Kenntnis der existierenden Möglichkeiten, mangelnder Transparenz in der internen und externen Kommunikation sowie häufig fehlender Akzeptanz der Akteur*innen begründet ist. Hochschulen sind aufgerufen, sich den daraus ergebenden Herausforderungen zu stellen und - z. B. mithilfe der im Leitfaden vorgeschlagenen Implementierungsmaßnahmen - individuelle Hemmnisse abzubauen, zu sensibilisieren und die Motivation der im Hochschulbetrieb Handelnden sowie der externen Partner*innen zu erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{:Portal/AP-Seite|Kompakt zusammengefasst|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beförderungskonzepte]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltig Forschen]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Tagen]]&lt;br /&gt;
* [[Soziale Aspekte des nachhaltigen Hochschulbetriebs]]&lt;br /&gt;
* [[HOCH-N:Betriebliche Nachhaltigkeitskennzahlen|Betriebliche Nachhaltigkeitskennzahlen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{:Portal/AP-Seite|Leitfaden Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Hier geht es zum [[Einzelleitfäden#Leitfaden Betrieb|Leitfaden Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[HIS-HE:Medium - Rahmenbedingungen für einen nachhaltigen Betrieb in Hochschulen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Logo-HIS HE.png|100px|HIS-HE:Medium - Rahmenbedingungen für einen nachhaltigen Betrieb in Hochschulen|link=HIS-HE:Medium - Rahmenbedingungen für einen nachhaltigen Betrieb in Hochschulen]]&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{:Portal/AP-Seite|Checklisten|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschaffung#Checkliste nachhaltige Beschaffung|Checkliste Nachhaltige Beschaffung]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Abfallmanagement#Checkliste nachhaltiges Abfallmanagement|Checkliste Nachhaltiges Abfallmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Fuhrpark - Checkliste|Checkliste Nachhaltige Mobilität - Fuhrpark]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Dienstreisen - Checkliste|Checkliste Nachhaltige Mobilität - Dienstreisen]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Arbeitswege - Checkliste|Checkliste Nachhaltige Mobilität - Arbeitswege]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Controlling#Maßnahmen und Implementierung|Checkliste Nachhaltiges Controlling]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiger Forschungsbetrieb#Checkliste|Checkliste Nachhaltiger Forschungsbetrieb]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement#Checkliste|Checkliste Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse#Checkliste|Checkliste Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Kommunikation#Checkliste|Checkliste Nachhaltige Kommunikation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{:Portal/AP-Seite|Praxisbeispiele|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschaffung#Good Practice|Nachhaltige Beschaffung: Praxisbeispiele der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde und der Hochschule Zittau/Görlitz]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Abfallmanagement#Good Practice|Good Practice Beispiele zum Thema Nachhaltiges Abfallmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Dienstreisen - Good Practice|Nachhaltige Mobilität: Praxisbeispiel Dienstreisen]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Arbeitswege - Good Practice|Nachhaltige Mobilität: Praxisbeispiel Arbeitswege]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Controlling#Good Practice|Nachhaltiges Controlling: Praxisbeispiel Sustainability Balanced Scorecard der Leuphana Universität Lüneburg]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiger Forschungsbetrieb#Good Practice|Nachhaltiger Forschungsbetrieb: Praxisbeispiel &amp;quot;Green Labs Programme&amp;quot; der  Harvard University]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement#Good Practice|Praxisbeispiel Kurzleitfaden für nachhaltige Veranstaltungen der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse#Good Practice|Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse: Praxisbeispiel Beratungsstelle „Familiengerechte Hochschule“ der TU Dresden]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Kommunikation#Good Practice|Nachhaltige Kommunikation: Praxisbeispiele Tag der Umwelt (TdU) und Gesundheits- und Umwelttage (GUt) der Hochschule Zittau/Görlitz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Poster_Betrieb_27102020.JPG|mini|links|Poster AP Betrieb|link={{filepath:&lt;br /&gt;
Poster_Betrieb_27102020.pdf &lt;br /&gt;
}}]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Bedeutung_und_Bezug_der_Nachhaltigkeit_im_Hochschulbetrieb&amp;diff=5971</id>
		<title>HOCH-N:Bedeutung und Bezug der Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Bedeutung_und_Bezug_der_Nachhaltigkeit_im_Hochschulbetrieb&amp;diff=5971"/>
		<updated>2020-11-24T10:39:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox GLF Inhalt HOCHN&lt;br /&gt;
|Seitentyp=Inhalt&lt;br /&gt;
|Kurzbeschreibung=Einführung in betriebliche Nachhaltigkeit&lt;br /&gt;
|Zielgruppe=Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Interessierte &amp;amp;Ouml;ffentlichkeit, Politik&lt;br /&gt;
|Schnittstellen=Forschung, Lehre, Transfer, Governance, Nachhaltigkeitsberichterstattung, Betrieb&lt;br /&gt;
|Schwierigkeitsgrad=Niedrig&lt;br /&gt;
|AP-Autorenschaft=HOCH-N AP Betrieb&lt;br /&gt;
|Adresse=Theodor-Körner-Allee 16, 02763, Zittau&lt;br /&gt;
|Themenbezug=Betrieb, Politik, Ressourcen und Finanzierung, Nachhaltigkeit&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{FormularTestAnwendung}}&lt;br /&gt;
Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb erfährt etwa seit den 1990er Jahren dadurch Relevanz, dass Hochschulen über geltende rechtliche Vorgaben der Europäischen Union (EU), des Bundes und der Länder dazu verpflichtet sind, insbesondere arbeits- und umweltschutzbezogene Themen im Hochschulbetrieb zu berücksichtigen. Dazu zählen beispielsweise die Abfall- und Abwasserentsorgung, der sichere Umgang mit Gefahrstoffen sowie insbesondere der Immissions- und Arbeitsschutz. Zur Erfüllung der damit verknüpften Aufgaben war und ist die Festlegung von Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten, wie hochschulinterne Beauftragte für Arbeits- und Umweltschutz sowie für das Abfallmanagement und für den sicheren Umgang mit Gefahrstoffen von wesentlicher Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Müller, J., 2000, S. 1&amp;lt;/ref&amp;gt; Über die Rechtskonformität hinaus bedeutsam, jedoch wegen häufig fehlender hochschulpolitisch bindender Rahmenbedingungen noch weitgehend freiwillig, sind die Erfassung und Steuerung (Monitoring und Controlling) von Umweltaspekten (beispielsweise Emissions-, Verbrauchs- und Entsorgungsraten), die eng verbunden mit einem ressourcenbewussten, -effizienten, kreislauf- und substitutionsbasierten Betrieb sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Michelsen, G., 2000, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine effiziente Organisation von Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb wurden daraufhin seit 1999 validierte Umweltmanagementsysteme (UMS) nach der Öko-Audit Verordnung der EU und dem Eco-Management and Audit Scheme (EMAS) relevant und erfuhren u. a. an der Hochschule Zittau/Görlitz, an den Universitäten Paderborn, Bielefeld, Lüneburg sowie an den Technischen Universitäten Berlin und Dresden ihre Umsetzung.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Müller, J., 2000, S. 3&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Aktuell setzen 20 deutsche Hochschulen ein UMS nach EMAS oder ISO 14001 um.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Institut für Hochschulentwicklung, 2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Zusätzlich zu ihrer operativen ökologischen Relevanz gewinnen UMS zunehmend auch an strategischer Bedeutung für Entscheidungen  und Prozesse im Rahmen eines nachhaltigen Hochschulbetriebs. Dabei orientieren sie sich am Prozess der kontinuierlichen Verbesserung nach dem Plan-Do-Check-Act (PDCA)-Zyklus, der nach seinem Begründer auch Deming-Zyklus genannt wird (siehe Abbildung 1: PDCA-Zyklus).&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paeger, J., 2010, S. 12&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:PDCA-Zyklus.jpg|gerahmt|zentriert|Abbildung 1: PDCA-Zyklus (Nach Paeger, J., 2010, S. 12; Im Original: Deming, W. E., 1982, S. 88.)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Realisierung von Nachhaltigkeitsprinzipien im Hochschulbetrieb ist demnach bedeutsam, um strategische und operative Ziele, Strukturen und Prozesse, etwa zur Minimierung von Abfall, Abwasser und Emissionen sowie für einen effizienten Material-, Wasser und Energieeinsatz zu etablieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Bayerisches Staatministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, 2005, S. 3, S. 18 ff&amp;lt;/ref&amp;gt; Hervorgehobene Relevanz besitzt die betriebliche Nachhaltigkeit dabei insbesondere für die ökologische Nachhaltigkeitsdimension. Ökologisch motivierte Effizienzmaßnahmen können finanzielle Einsparungen bewirken und somit auch ökonomisch nachhaltige Wirkung entfalten. Ein nachhaltiger Hochschulbetrieb schafft darüber hinaus neue Synergien und Schnittstellen mit anderen Organisationseinheiten der Hochschule, wie etwa der Verwaltung und besitzt gleichermaßen eine integrative Wirkung über alle Bereiche der Hochschule entlang eines partizipativen und ganzheitlichen Nachhaltigkeitsverständnisses.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Delakowitz, B. et. al., 2005, S. 22-23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=&#039;&#039;Ein nachhaltiger Hochschulbetrieb schließt Lehr- und Forschungsaktivitäten sowie Studierende, Lehrende und wissenschaftliche Mitarbeiter*innen ein.&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinzuweisen ist insbesondere auf die Vorbild- und Multiplikatorwirkung, die von einem nachhaltig organisierten Betrieb auch in Lehr- und Forschungsumgebungen wirkt. Positive Erfahrungen von Studierenden während eines Nachhaltigkeits-fokussierten Campuslebens sowie eines Lehr- und Forschungsalltags, in dem Nachhaltigkeitsprinzipien integriert sind, können ebenso bedeutsam für die Stärkung nachhaltigen Denkens und Handelns über das Studium hinaus sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Viebahn, P. &amp;amp; Matthies, M., 2000, S. 3-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gilt es bei der Umsetzung eines ganzheitlichen, institutionellen Ansatzes &amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; (Whole Institution Approach – WIA)&amp;lt;/span&amp;gt; eine Beteiligung von externen Anspruchsgruppen und Hochschulpartner*innen wie Studierendenwerk, Stadt, Kommune, Lieferanten und Dienstleistern zu berücksichtigen. Gemeinsam müssen Hochschulangehörige und externe Partner*innen die Betriebsbereiche ökologisch, sozial und ökonomisch nachhaltig gestalten und kontinuierlich entwickeln.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Kummert, K. et al., 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr bedeutsam für einen nachhaltigen WIA und wirkungsvoller als individuelle Einzelaktionen oder -projekte sind der grundlegende strategische Wille und die Unterstützung der Hochschulleitung durch geeignete „Governance-Strukturen“ (siehe [[Einzelleitfäden#Leitfaden Governance|Leitfaden Governance]]), um eine Verankerung von hochschulspezifischen, betrieblichen Nachhaltigkeitsthemen etwa im Leitbild einer Hochschule, derer Strategien und Ziele zu ermöglichen. Der Nachhaltigkeitsberichterstattung (NHB) kommt dabei die Aufgabe zu, die betriebliche Nachhaltigkeitsleitung einer Hochschule in einem transparenten Format an eine interessierte Öffentlichkeit zu kommunizieren (siehe [[Einzelleitfäden#Leitfaden Nachhaltigkeitsberichterstattung|Leitfaden NHB]]). Die systematische Erfassung und Aufbereitung betriebsrelevanter Daten im Rahmen eines Berichtswesens ermöglicht es Optimierungspotentiale zu identifizieren und schafft damit die Grundlage für Entscheidungsträger steuernd auf den Nachhaltigkeitsprozess einzuwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nachfolgende Tabelle fasst die wesentlichen Aspekte und Maßnahmen, die zur Nachhaltigkeit im Betrieb von Hochschulen einen entscheidenden Beitrag leisten und gleichsam als „Treiber“ angesehen werden können, zusammen. Dem gegenüber werden  Hemmnisse gestellt, die grundsätzlich auch als Herausforderungen und Chancen für Optimierungen angesehen werden können. Die nachstehende Aufzählung bietet dabei einen groben Überblick über potentielle Chancen und Risiken für eine Umsetzung eines nachhaltigen Hochschulbetriebs. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl weiterer Besonderheiten der individuellen Hochschulkontexte, die fördernd oder hindernd auf den Nachhaltigkeitsprozess wirken können. Eine wesentliche Aufgabe ist es, diese Faktoren zu identifizieren und zu nutzen, um geeignete Lösungen für die eigene Hochschule zu finden. Eine einheitliche Vorgehensweise, die gleichermaßen für alle Hochschulen Geltung besitzt, kann und soll es nicht geben.&lt;br /&gt;
Die nachfolgend dargestellten Hemmnisse und Treiber verhalten sich nicht zwangsläufig komplementär: Nicht jeder Erfolgsfaktor bietet Strategien zur Überwindung von Barrieren. Jede Strategie zur Überwindung von Barrieren stellt jedoch einen Erfolgsfaktor dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachhaltiger Hochschulbetrieb – Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
{{Vorlage:TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Leal Filho, W. et al., 2017, S. 93-99; Hemmnisse aus dem Englischen übersetzt, sinngemäß zusammengefasst, ergänzt und angepasst nach den Gegebenheiten an Hochschulen in Deutschland&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&amp;lt;ref&amp;gt;Schön, E., 2018, S. 23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
*fehlende Unterstützung durch Regierung/Behörden&lt;br /&gt;
*fehlende und/oder nicht adäquate rechtliche Vorgaben von Bund, Land sowie hochschulintern&lt;br /&gt;
*fehlende oder nicht ausreichende Unterstützung durch Leitungs- und Verwaltungsebene(n) der Hochschule&lt;br /&gt;
*Defizite bei Zusammenarbeit/Einigkeit&lt;br /&gt;
*ungenügende personelle und finanzielle Kapazitäten/Ressourcen&lt;br /&gt;
*mangelnde Kontinuität, fehlendes oder nicht ausreichendes Bewusstsein und (Vor-) Wissen&lt;br /&gt;
*unzureichende(s) Engagement, Bemühungen und Akzeptanz&lt;br /&gt;
*mangelnde oder fehlende Kommunikation intern und extern&lt;br /&gt;
*fehlende Kontrollen (-systeme) und Anreize (-systeme)&lt;br /&gt;
*Nichtbeachtung von Energieeffizienz-Technologien (z. B. in Gebäuden)&lt;br /&gt;
*unzureichendes Energieeffizienz-Verhalten (Licht-/Geräte-AUS, Beheizen/Belüften von Räumen)&lt;br /&gt;
*unzureichende(s) Abfallvermeidung bzw. Recycling&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
*Unterstützung und Verpflichtung durch die Hochschulleitung&lt;br /&gt;
*Positionierung und Formulierungen zur nachhaltigen betrieblichen Ausrichtung im Leitbild sowie in Strategien, Programmen, Zielen und Maßnahmen&lt;br /&gt;
*klare Verantwortlichkeiten, Institutionalisierung&lt;br /&gt;
*Umsetzung von Normen und Leitfäden (ISO, EMAS)&lt;br /&gt;
*Schaffung personeller Kapazitäten/Ressourcen zur Umsetzung&lt;br /&gt;
*Weiterbildungen zu betrieblichen Nachhaltigkeitsthemen&lt;br /&gt;
*Hochschulangehörige und externe Partner*innen regelmäßig informieren und partizipativ in den Nachhaltigkeitsprozess einbinden&lt;br /&gt;
*Beschaffung/Ausschreibung von Produkten/Dienstleistungen über (rechtskonforme) Nachhaltigkeitskriterien&lt;br /&gt;
*Nutzung und Etablierung nachhaltiger Mobilität&lt;br /&gt;
*Material-, Energie- und Wassereffizienz, Treibhausgas-, Abwasser- und Abfallvermeidung&lt;br /&gt;
*Förderung der Kreislaufwirtschaft&lt;br /&gt;
*Sensibilisierung und Motivation zum nachhaltigen Verhalten (Abfall vermeiden und trennen, Licht und Technik ausschalten, Beheizen/Belüften von Räumen)&lt;br /&gt;
*Messung/Erfassung der Nachhaltigkeitsleistung (quantitativ über Verbräuche, technische Messung und qualitativ über Zufriedenheit, Umfrage, Befragung)&lt;br /&gt;
*Kennzahlenbildung, Datenerhebung, Bilanzierung von Inputs und Outputs&lt;br /&gt;
*Durchführung von Erfolgskontrollen (z. B. interne Audits)&lt;br /&gt;
*Berücksichtigung von Rückkoppelungen und Vorschlägen in- und externer Partner*innen&lt;br /&gt;
*Nachhaltigkeitsberichterstattung &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Kapitel geben den Leser*innen einen tieferen Einstieg, wie Nachhaltigkeit im Betrieb von Hochschulen&lt;br /&gt;
realisiert werden kann. Auf die einleitend angesprochenen Themenfelder&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschaffung|Beschaffung]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Abfallmanagement|Abfallmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität|Mobilität]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Gebäude- und Energiemanagement|Gebäude- und Energiemanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Controlling|Controlling]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiger Forschungsbetrieb|Forschungsbetrieb]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement|Veranstaltungsmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse|Beschäftigungsverhältnisse]] und&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Kommunikation|Kommunikation]]&lt;br /&gt;
wird Bezug genommen hinsichtlich&lt;br /&gt;
* betroffenem Personenkreis/Anspruchsgruppen,&lt;br /&gt;
* Relevanz,&lt;br /&gt;
* Ziele,&lt;br /&gt;
* Hemmnisse und Treiber,&lt;br /&gt;
* Maßnahmen und Implementierung (Checklisten),&lt;br /&gt;
* Good Practice sowie&lt;br /&gt;
* weiterführenden Informationen und Links.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bayerisches Staatministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz. (2005). Umweltmanangement an Hochschulen. Abgerufen am 27. April 2018 von http://netzwerk-n.org/wp-content/uploads/2017/04/StMUV-2005-Umweltmanagement-an-Hochschulen.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Delakowitz, B. et. al. (2005). Vom operativen Umweltmanagement zum Leitmotiv „nachhaltige Entwicklung“. Das Beispiel der Hochschule Zittau/Görlitz. In Umweltmanagement an Hochschulen: Nachhaltigkeitsperspektiven, Leal Filho, W. &amp;amp; Delakowitz, B. (Hrsg.). Frankfurt am Main: Peter Lang GmbH.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Institut für Hochschulentwicklung. (2018). Hochschulen in Deutschland mit EMAS oder ISO 14001. Abgerufen am 30. April 2018 von https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kummert, K. et al. (Hrsg.). (2013). Nachhaltiges Facility Management I, Springer-Verlag Berlin Heidelberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leal Filho, W. et al. (2017). Identifying and overcoming obstacles to the implementation of sustainable development at universities. Journal of IntegratIve envIronmental ScIences. Vol 14, No. 1, 93-108. Abgerufen am 15. Januar 2018 von http://www.tandfonline.com/doi/pdf/10.1080/1943815X.2017.1362007?needAccess=true&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michelsen, G. (2000). Nachhaltigkeit als Herausforderung für die Hochschulen. In Michelsen, G. (Hrsg.). Sustainable University, Auf dem Weg zu einem universitären Agendaprozess (Bd. 1). Frankfurt/Main, S. 13-39: VAS – Verlag für akademische Schriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J. (2000). Umweltmanagement in Hochschulen Chancen und Grenzen eines Umweltaudits. Abgerufen am 26. April 2018 von https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Projektberichte_alte_Website/kib200003.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paeger, J. (2010). Umweltmanagementsysteme. Abgerufen am 03. Mai 2018 von http://www.yeenet.eu/images/stories/documets/Publications/General_Publications/EMS_DE_online.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schön, E. (2018). Status Quo Erhebung zur Nachhaltigkeit im Betrieb von Hochschulen. Masterarbeit. Hochschule Zittau/Görlitz. Zittau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viebahn, P. &amp;amp; Matthies, M. (2000). Ökobilanzierung und Umweltmanagement an Hochschulen. Konzept und Umsetzung an der Universität Osnabrück. Bochum: Projekt Verlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Abfallmanagement&amp;diff=5916</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Abfallmanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Abfallmanagement&amp;diff=5916"/>
		<updated>2020-11-13T08:07:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: /* Hemmnisse und Treiber */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Betroffener Personenkreis ==&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag richtet sich an alle Hochschulangehörigen gleichermaßen, denn jede und jeder kann zur Abfallvermeidung, zum Recycling und damit zur Minderung der Entsorgungsleistung einen Beitrag leisten. Von besonderer Bedeutung bei der nachhaltigen Entsorgung ist der Personenkreis „Abfallbeauftragte“ (häufig in Personalunion mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit (FaSi)).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz ==&lt;br /&gt;
Abfälle sind alle Stoffe oder Gegenstände, derer sich ein Besitzer entledigt, entledigen will oder muss.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 3 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie können nach der Art und der Einstufung ihrer Gefährlichkeit bezeichnet und unterschieden werden.&amp;lt;ref&amp;gt;AVV § 1&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Abfallverzeichnisverordnung (AVV) gibt dazu branchen- bzw. gruppendefinierte zwei-, vier- und sechsstellige Abfallschlüssel mit Abfallbezeichnung an. Hochschulen als Entsorger müssen einer gesetzlichen Registerpflicht über Menge, Art, Ursprung, Sammlungshäufigkeit, Beförderungs- und Verwertungs- oder Beseitigungsart des Abfalls nachkommen.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 49 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Für gefährliche Abfälle, etwa aus Chemielaboratorien, besteht zudem eine Nachweispflicht vor Beginn der Entsorgung und über deren Durchführung sowie ggf. über den Verbleib entsorgter Abfälle.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 50 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Abfallverursacher*in und Entsorger*in müssen Hochschulen und ihre Angehörigen nach dem Vorsorge und Nachhaltigkeitsprinzip und den rechtlichen Vorgaben des § 6 (1); (2) KrWG einen maßgeblichen Beitrag leisten, Abfälle zu vermeiden, zur Wiederverwendung vorzubereiten sowie zu recyceln. Sollten diese Maßnahmen nicht greifen, ist eine energetische Verwertung sicher zu stellen. Grundsätzlich sollen jeweils die Maßnahmen innerhalb der Rangfolge Vorrang haben, die den Schutz von Mensch und Umwelt am besten gewährleisten. Mit dem Vermeidungsgrundsatz geht die Verpflichtung einher, Erzeugnisse zu beschaffen, die&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 45 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=* langlebig, reparaturfreundlich, wiederverwendbar oder verwertbar sind,&lt;br /&gt;
* im Vergleich zu anderen Erzeugnissen zu weniger oder schadstoffärmeren Abfällen führen und&lt;br /&gt;
* durch Vorbereitung zur Wiederverwendung oder Recycling hergestellt wurden.&amp;lt;/big&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Dabei ist es unerlässlich, dass der mit dem Abfallmanagement betroffene Personenkreis einer Hochschule mit dem Bereich „Beschaffung“ vernetzt wird und interagiert. Denn alles was beschafft wird muss nach einer Nutzungsphase, meist stofflich oder energetisch modifiziert, auch entsorgt werden. Indirekt tragen Hochschulen dadurch nicht nur zur Abfallvermeidung bei, sondern ebenso zur Einsparung von Wasser, Energie und Rohstoffen, die andererseits in die Produktions- und Lieferketten geflossen wären. Durch die Abfallvermeidung und -reduktion profitieren Hochschulen bzw. die mit der Abfallentsorgung betrauten länderspezifischen Behörden von der Minimierung ihrer Entsorgungsaufwendungen und -kosten (z. B. durch Register- und Nachweispflicht und Transport).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Kreislaufwirtschaftsgesetz ist für den Bereich der nicht gefährlichen Abfälle die Gewerbeabfallverordnung relevant, die den Umgang mit gewerblichen Siedlungsabfällen sowie Bau- und Abbruchabfällen regelt. Ziel der Gewerbeabfallverordnung ist die Stärkung der Abfallhierarchie. Diese wird durch den Vorrang der stofflichen gegenüber der energetischen Verwertung von Abfällen und der Einschränkung der gemischten Erfassung verankert. Durch die Umsetzung der Trennpflicht nach Gewerbeabfallverordnung für Papier/Kartonagen, Kunststoffe, Glas, Metalle, Holz, Alttextilien und Bioabfällen können auch Hochschulen einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschulen leisten durch geringe Abfallaufkommen zudem einen gesamtgesellschaftlichen Beitrag zur Verringerung der Luft- und Abwasseremissionen bei den Entsorgungsprozessen. Eine nachhaltige Entsorgung an Hochschulen steht demzufolge im Zusammenhang mit dem Schutz von Mensch und Umwelt, mit einer Lebenszyklusbetrachtung von Stoffen und Gegenständen die zu Abfall werden können, sowie mit ressourcenschonenden und emissionsarmen Herstellungs- und Entsorgungsverfahren von der primären bis zur sekundären Rohstoffgewinnung aus Abfall.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 6 (1), (2)&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachhaltigkeit in der Entsorgung an Hochschulen meint – über die Rechtskonformität hinaus – generell die Minimierung vom Stoff- und Energieeinsatz, sodass nach einer möglichst langen Nutzungsphase so wenig wie möglich Abfälle anfallen bzw. eingesetzte Energie „weggeworfen“ wird. Nachhaltige Entsorgung an Hochschulen fördert zudem die Kreislaufwirtschaft, um Abfälle als neue Ressource (Sekundärstoff) für Produkte und Energie zu betrachten und zu nutzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Lexikon der Nachhaltigkeit (2018)&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Umgang mit gefährlichen Abfällen schützt eine nachhaltiges Abfallmanagement Personal und Studierende durch aktive Risikoerkennung und -minimierung und betreibt dadurch Gesundheits- und Entsorgungsprävention.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Für ein nachhaltiges Abfallmanagement können sich Hochschulen bspw. folgende Ziele setzen und diese in spezifischen Richtlinien zum Abfallmanagement niederlegen:&lt;br /&gt;
* Rechtskonformität,&lt;br /&gt;
* Nutzungsoptimierung (z. B. von Chemikalien und Verbrauchsmaterialien),&lt;br /&gt;
* Vermeidung, Trennung/Recycling von Abfällen und Einsparung von Entsorgungsaufwendungen,&lt;br /&gt;
* Einsatz und Beschaffung von langlebigen und reparaturfreundlichen Produkten und damit verbundenen langen Nutzungszeiten anstelle von häufigen Neuanschaffungen in kurzen Zeitintervallen.&lt;br /&gt;
* Einsatz, Nutzung von Abfallstoffen als Sekundärstoffe (Kreislaufwirtschaft) – nur indirekt beeinflussbar&lt;br /&gt;
* transparente rechtskonforme Entsorgungsprozesse/-dienstleistungen als Grundlage für gesundheitspräventiven Umgang mit Abfällen und gefährlichen Abfällen, wie ätzende Chemikalien,&lt;br /&gt;
* (Stoff-) Substitutionsprüfung und Rückkopplung mit „Beschaffung“,&lt;br /&gt;
* zyklische Bewertung der Funktionalität des Abfallmanagements (z. B. im Rahmen von UMS-Audits)&lt;br /&gt;
* eindeutige Festlegung von Zuständigkeiten in Entsorgungslogistik,&lt;br /&gt;
* Risikoerkennung/-minimierung (z. B. Gefährdungsbeurteilungen, Betriebsanweisungen),&lt;br /&gt;
* formale und non-formale Bildung, Bewusstseinsschaffung und -schärfung betroffener Personen,&lt;br /&gt;
* Vorbild- und Multiplikatorenwirkung und&lt;br /&gt;
* Nachhaltigkeitsberichterstattung zum Abfallmanagement.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* strenge rechtliche Forderungen (Arbeitsschutz, Kreislaufwirtschaft) können individuelles Hochschul-Engagement begrenzen („ist doch schon alles geregelt“)&lt;br /&gt;
* teilweise begrenzte Einflussmöglichkeiten aufgrund länderspezifischer Regelungen (zentralisierte Entsorgung)&lt;br /&gt;
* Forschungs- und Lehrbetrieb mit hohem Bedarf an Chemikalien und Gefahrstoffen&lt;br /&gt;
* zusätzlicher Ressourcenbedarf zur Optimierung bestehender Entsorgungssysteme in Bezug auf Nachhaltigkeit&lt;br /&gt;
* Akzeptanzprobleme der Handelnden, des betroffenen Personenkreises (Bewusstsein – Wissen – Handeln)&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Abfall- und Kostenreduzierungspotenziale in Abhängigkeit studiengangsbezogener Ressourcen/Verbrauchsmittel (MINT vs. Geisteswissenschaften)&lt;br /&gt;
* Identifizierung von Vermeidungs- und Einsparpotenzialen (z. B. Büromaterial)&lt;br /&gt;
* Optimierung des Chemikalien- und Gefahrstoffmanagements&lt;br /&gt;
* Kommunikation, Sensibilisierung und Zusammenarbeit mit allen Hochschulbereichen und Personen, insbesondere der „Beschaffung“&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste nachhaltiges Abfallmanagement ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_Checkliste_Abfallmanagement_Seite_1.png|mini|links|Checkliste Abfallmanagement|link={{filepath:Checkliste N Abfallmanagement final.pdf}}]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
===RUN – ReUse Notebook und Handy-Sammel-Aktion&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill.&amp;lt;/ref&amp;gt;===&lt;br /&gt;
Ist Ihr Mobile-/Smartphone schon wieder veraltet oder das Notebook schon wieder zu langsam oder defekt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn bei den Angehörigen der Hochschule Zittau/Görlitz ein neues Handy, Mobile-/Smartphone oder Notebook angeschafft werden muss, sind die Beschäftigten und Studierenden dazu aufgerufen, ihre alte Technik an den zentralen Sammelpunkten in den Hochschulbibliotheken Zittau und Görlitz abzugeben. Mit dieser Technikspende wird die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Zittau/Görlitz und der SAPOS gGmbH unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Technikspende unterstützt aber vor allem das Recycling, die Wiederverwertung und -verwendung von Handys, Mobile-/Smartphones und Notebooks, bzw. von wertvollen Bestandteilen wie Edelmetalle und Seltene Erden. Außerdem wird die SAPOS gGmbH direkt unterstützt bei der Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen. Diesen wird durch das Zerlegen der Geräte oder durch Kleinreparaturen eine wichtige Aufgabe und ein eigenverantwortliches Leben in der Gesellschaft ermöglicht. [http://reuse-notebook.com/static/de/startseite/index.html?L=1 Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Terracycle – Stifte-Recycling&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill.&amp;lt;/ref&amp;gt;===&lt;br /&gt;
Kugelschreiber und andere Schreibgeräte gibt es an den Hochschulen überall in hoher Anzahl. Genauso schnell wie man so einen Schreibutensil in der Hand hat, wird es wohl auch wieder weggeworfen. Nicht so an der Hochschule Zittau/Görlitz, die über das „Terracycle“ Stifte-Recycling-Programm Kulis &amp;amp; Co. sammelt und recycelt. Der Gewinn daraus unterstützt die Nichtregierungsorganisation (NGO) [http://www.dapaviva.org „DapaViva“] aus Kolumbien. Diese fördert Umweltbildung der lokalen Bevölkerung des Nebelwaldes, um ihn vor der Urbanisierung zu bewahren. Die Sammelstationen befinden sich in mehreren Gebäuden an zentralen Ort sowie in der Hochschulbibliothek. Zudem wurde mit dem Programm die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Zittau und eine Sammelstation im Zittauer Einwohnermeldeamt realisiert. [https://www.terracycle.com/de-DE/about-terracycle?utm_campaign=admittance&amp;amp;utm_medium=menu&amp;amp;utm_source=www.terracycle.com Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reduzierung von gefährlichen Abfällen an der LMU München am Beispiel von Ethidiumbromid-haltigen Abfällen===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Reduzierung von Ethidiumbromid-haltigen Abfällen mittels Absorption von Ethidiumbromid aus Flüssigkeiten mit Absorber-Beuteln an der LMU München&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An forschungsstarken Hochschulen mit Laborbetrieb, wie es auch an der LMU der Fall ist, werden viele gefährliche Abfälle erzeugt, insbesondere viele unterschiedliche Abfallgemische. Im Umgang damit sind Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, die Entsorgung ist kostenintensiv. So wird Ethidiumbromid (EtBr) in der Molekularbiologie zum Anfärben von Nukleinsäuren bei der Gelelektrophorese verwendet. Ethidiumbromid (3,8-Diamino-5-ethyl-6-phenylphenanthridiniumbromid) ist ein organischer Farbstoff, der aufgrund seiner planaren Struktur leicht in die DNA interkalieren kann, EtBr ist ein starkes Mutagen und toxisch. Nach Gebrauch müssen die Lösungen fachgerecht als gefährlicher Abfall entsorgt werden und dürfen keineswegs in die Umwelt gelangen. Die von vielen Herstellern angebotenen Ethidiumbromid-Ersatzstoffe sind laut den Sicherheitsdatenblättern „noch nicht vollständig geprüfte Stoffe“. Da auch diese Stoffe mit der DNA interagieren, sind hinsichtlich der krebserzeugenden, erbgutverändernden oder fortpflanzungsgefährdenden Wirkungen ähnliche Eigenschaften wie bei Ethidiumbromid zu vermuten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ziel der LMU ist es, die zunehmende Menge von gefährlichen Abfällen zu reduzieren. Decon-Bags stellen eine einfache Methode dar, um Ethidiumbromid aus Lösungen zu entfernen. Die Methode ist zuverlässige, sehr einfach anzuwenden, effizient und geeignet für Ethidiumbromid, Propidiumiodid, PicoGreen® und SYBR® Green. Hierzu werden Absorber-Beutel mit der Ethidiumbromidfärbelösung 24 h gerührt. Der Inhalt der Beutel besteht aus einer speziellen Aktivkohle, die effektiv und sicher Ethidiumbromid adsorbiert. Ein Beutel kann 2,5 mg Ethidiumbromid aufnehmen. Mit einem Beutel können 5 Liter einer typischen Färbelösung nach Sambrook et. al mit einer Ethidiumbromidkonzentration von 0,5 mg/l dekontaminiert werden. Die dekontaminierte Lösung kann als Abwasser entsorgt werden, die benutzten Beutel können als verunreinigte Betriebsmittel bzw. mit gefährlichen Stoffen verunreinigte Aufsaug- und Filtermaterialien (Beispiel AVV-Abfallschlüsselnummer 150202*) entsorgt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn die Behandlung einer derartigen Menge zu aufwändig wäre: Bei 1 Tonne möglichem Ethidiumbromid-haltigem Abfall fallen durch die benutzten Absorber-Beutel nur maximal 2 kg gefährlicher Abfall an. Die LMU spart dabei 85% der Kosten bezogen auf eine 1 Gewichtstonne. Die größte Kostenposition ist da die Beschaffung der Absorber-Beutel. Zudem wird eine größere Menge flüssige gefährliche Abfälle, die mit hohem Energieaufwand entsorgt werden müssen, eine geringe Menge fester gefährlicher Abfälle mit Aktivkohle, die mit deutlich geringerem energetischem Aufwand entsorgt werden können. Hierbei werden also sowohl Kosten gespart, als auch die Umwelt entlastet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; &#039;&#039;&#039;Gerätebörse LMU&#039;&#039;&#039; &amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links == &lt;br /&gt;
* Handys für Hummel, Biene und Co. [https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/aktionen-und-projekte/alte-handys-fuer-die-havel/index.html NABU Handy-Recycling]&lt;br /&gt;
* Kostenlose Abgabe von Brillen an Sehhilfebedürftige in der ganzen Welt [https://brillenweltweit.de/#brillenspenden BrillenWeltweit]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(17.7.2017 I 2644). Abfallverzeichnisverordnung – AVV. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(20.7.2017 I 2808). Kreislaufwirtschaftsgesetz – KrWG. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von https://www.hszg.de/hochschule/struktur-und-organisation/managementsysteme/umweltmanagement/nachhaltiger-campus-good-practice.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lexikon der Nachhaltigkeit (2018). Nachhaltigkeit in der Abfallentsorgung. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von https://www.nachhaltigkeit.info/artikel/nachhaltigkeit_bei_der_abfallentsorgung_1795.htm?sid=qdoap21h0pg877osnn67edt0o0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Abfallmanagement&amp;diff=5912</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Abfallmanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Abfallmanagement&amp;diff=5912"/>
		<updated>2020-11-13T08:01:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Betroffener Personenkreis ==&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag richtet sich an alle Hochschulangehörigen gleichermaßen, denn jede und jeder kann zur Abfallvermeidung, zum Recycling und damit zur Minderung der Entsorgungsleistung einen Beitrag leisten. Von besonderer Bedeutung bei der nachhaltigen Entsorgung ist der Personenkreis „Abfallbeauftragte“ (häufig in Personalunion mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit (FaSi)).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz ==&lt;br /&gt;
Abfälle sind alle Stoffe oder Gegenstände, derer sich ein Besitzer entledigt, entledigen will oder muss.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 3 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie können nach der Art und der Einstufung ihrer Gefährlichkeit bezeichnet und unterschieden werden.&amp;lt;ref&amp;gt;AVV § 1&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Abfallverzeichnisverordnung (AVV) gibt dazu branchen- bzw. gruppendefinierte zwei-, vier- und sechsstellige Abfallschlüssel mit Abfallbezeichnung an. Hochschulen als Entsorger müssen einer gesetzlichen Registerpflicht über Menge, Art, Ursprung, Sammlungshäufigkeit, Beförderungs- und Verwertungs- oder Beseitigungsart des Abfalls nachkommen.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 49 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Für gefährliche Abfälle, etwa aus Chemielaboratorien, besteht zudem eine Nachweispflicht vor Beginn der Entsorgung und über deren Durchführung sowie ggf. über den Verbleib entsorgter Abfälle.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 50 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Abfallverursacher*in und Entsorger*in müssen Hochschulen und ihre Angehörigen nach dem Vorsorge und Nachhaltigkeitsprinzip und den rechtlichen Vorgaben des § 6 (1); (2) KrWG einen maßgeblichen Beitrag leisten, Abfälle zu vermeiden, zur Wiederverwendung vorzubereiten sowie zu recyceln. Sollten diese Maßnahmen nicht greifen, ist eine energetische Verwertung sicher zu stellen. Grundsätzlich sollen jeweils die Maßnahmen innerhalb der Rangfolge Vorrang haben, die den Schutz von Mensch und Umwelt am besten gewährleisten. Mit dem Vermeidungsgrundsatz geht die Verpflichtung einher, Erzeugnisse zu beschaffen, die&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 45 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=* langlebig, reparaturfreundlich, wiederverwendbar oder verwertbar sind,&lt;br /&gt;
* im Vergleich zu anderen Erzeugnissen zu weniger oder schadstoffärmeren Abfällen führen und&lt;br /&gt;
* durch Vorbereitung zur Wiederverwendung oder Recycling hergestellt wurden.&amp;lt;/big&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Dabei ist es unerlässlich, dass der mit dem Abfallmanagement betroffene Personenkreis einer Hochschule mit dem Bereich „Beschaffung“ vernetzt wird und interagiert. Denn alles was beschafft wird muss nach einer Nutzungsphase, meist stofflich oder energetisch modifiziert, auch entsorgt werden. Indirekt tragen Hochschulen dadurch nicht nur zur Abfallvermeidung bei, sondern ebenso zur Einsparung von Wasser, Energie und Rohstoffen, die andererseits in die Produktions- und Lieferketten geflossen wären. Durch die Abfallvermeidung und -reduktion profitieren Hochschulen bzw. die mit der Abfallentsorgung betrauten länderspezifischen Behörden von der Minimierung ihrer Entsorgungsaufwendungen und -kosten (z. B. durch Register- und Nachweispflicht und Transport).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Kreislaufwirtschaftsgesetz ist für den Bereich der nicht gefährlichen Abfälle die Gewerbeabfallverordnung relevant, die den Umgang mit gewerblichen Siedlungsabfällen sowie Bau- und Abbruchabfällen regelt. Ziel der Gewerbeabfallverordnung ist die Stärkung der Abfallhierarchie. Diese wird durch den Vorrang der stofflichen gegenüber der energetischen Verwertung von Abfällen und der Einschränkung der gemischten Erfassung verankert. Durch die Umsetzung der Trennpflicht nach Gewerbeabfallverordnung für Papier/Kartonagen, Kunststoffe, Glas, Metalle, Holz, Alttextilien und Bioabfällen können auch Hochschulen einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschulen leisten durch geringe Abfallaufkommen zudem einen gesamtgesellschaftlichen Beitrag zur Verringerung der Luft- und Abwasseremissionen bei den Entsorgungsprozessen. Eine nachhaltige Entsorgung an Hochschulen steht demzufolge im Zusammenhang mit dem Schutz von Mensch und Umwelt, mit einer Lebenszyklusbetrachtung von Stoffen und Gegenständen die zu Abfall werden können, sowie mit ressourcenschonenden und emissionsarmen Herstellungs- und Entsorgungsverfahren von der primären bis zur sekundären Rohstoffgewinnung aus Abfall.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 6 (1), (2)&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachhaltigkeit in der Entsorgung an Hochschulen meint – über die Rechtskonformität hinaus – generell die Minimierung vom Stoff- und Energieeinsatz, sodass nach einer möglichst langen Nutzungsphase so wenig wie möglich Abfälle anfallen bzw. eingesetzte Energie „weggeworfen“ wird. Nachhaltige Entsorgung an Hochschulen fördert zudem die Kreislaufwirtschaft, um Abfälle als neue Ressource (Sekundärstoff) für Produkte und Energie zu betrachten und zu nutzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Lexikon der Nachhaltigkeit (2018)&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Umgang mit gefährlichen Abfällen schützt eine nachhaltiges Abfallmanagement Personal und Studierende durch aktive Risikoerkennung und -minimierung und betreibt dadurch Gesundheits- und Entsorgungsprävention.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Für ein nachhaltiges Abfallmanagement können sich Hochschulen bspw. folgende Ziele setzen und diese in spezifischen Richtlinien zum Abfallmanagement niederlegen:&lt;br /&gt;
* Rechtskonformität,&lt;br /&gt;
* Nutzungsoptimierung (z. B. von Chemikalien und Verbrauchsmaterialien),&lt;br /&gt;
* Vermeidung, Trennung/Recycling von Abfällen und Einsparung von Entsorgungsaufwendungen,&lt;br /&gt;
* Einsatz und Beschaffung von langlebigen und reparaturfreundlichen Produkten und damit verbundenen langen Nutzungszeiten anstelle von häufigen Neuanschaffungen in kurzen Zeitintervallen.&lt;br /&gt;
* Einsatz, Nutzung von Abfallstoffen als Sekundärstoffe (Kreislaufwirtschaft) – nur indirekt beeinflussbar&lt;br /&gt;
* transparente rechtskonforme Entsorgungsprozesse/-dienstleistungen als Grundlage für gesundheitspräventiven Umgang mit Abfällen und gefährlichen Abfällen, wie ätzende Chemikalien,&lt;br /&gt;
* (Stoff-) Substitutionsprüfung und Rückkopplung mit „Beschaffung“,&lt;br /&gt;
* zyklische Bewertung der Funktionalität des Abfallmanagements (z. B. im Rahmen von UMS-Audits)&lt;br /&gt;
* eindeutige Festlegung von Zuständigkeiten in Entsorgungslogistik,&lt;br /&gt;
* Risikoerkennung/-minimierung (z. B. Gefährdungsbeurteilungen, Betriebsanweisungen),&lt;br /&gt;
* formale und non-formale Bildung, Bewusstseinsschaffung und -schärfung betroffener Personen,&lt;br /&gt;
* Vorbild- und Multiplikatorenwirkung und&lt;br /&gt;
* Nachhaltigkeitsberichterstattung zum Abfallmanagement.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* strenge rechtliche Forderungen (Arbeitsschutz, Kreislaufwirtschaft) können individuelles Hochschul-Engagement begrenzen („ist doch schon alles geregelt“)&lt;br /&gt;
* teilweise begrenzte Einflussmöglichkeiten aufgrund länderspezifischer Regelungen (zentralisierte Entsorgung)&lt;br /&gt;
* Forschungs- und Lehrbetrieb mit hohem Bedarf an Chemikalien und Gefahrstoffen&lt;br /&gt;
* zusätzlicher Ressourcenbedarf zur Optimierung bestehender Entsorgungssysteme in Bezug auf Nachhaltigkeit&lt;br /&gt;
* Akzeptanzprobleme der Handelnden, des betroffenen Personenkreises (Bewusstsein – Wissen – Handeln)&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Identifizierung studiengangsbezogener Ressourcen/Verbrauchsmittel zur Ableitung von Abfall- und Kostenreduzierungspotenzialen (MINT vs. Geisteswissenschaften)&lt;br /&gt;
* Identifizierung von Vermeidungs- und Einsparpotenzialen (z. B. Büromaterial)&lt;br /&gt;
* Optimierung des Chemikalien- und Gefahrstoffmanagements&lt;br /&gt;
* Kommunikation, Sensibilisierung und Zusammenarbeit mit allen Hochschulbereichen und Personen, insbesondere der „Beschaffung“&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste nachhaltiges Abfallmanagement ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_Checkliste_Abfallmanagement_Seite_1.png|mini|links|Checkliste Abfallmanagement|link={{filepath:Checkliste N Abfallmanagement final.pdf}}]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
===RUN – ReUse Notebook und Handy-Sammel-Aktion&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill.&amp;lt;/ref&amp;gt;===&lt;br /&gt;
Ist Ihr Mobile-/Smartphone schon wieder veraltet oder das Notebook schon wieder zu langsam oder defekt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn bei den Angehörigen der Hochschule Zittau/Görlitz ein neues Handy, Mobile-/Smartphone oder Notebook angeschafft werden muss, sind die Beschäftigten und Studierenden dazu aufgerufen, ihre alte Technik an den zentralen Sammelpunkten in den Hochschulbibliotheken Zittau und Görlitz abzugeben. Mit dieser Technikspende wird die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Zittau/Görlitz und der SAPOS gGmbH unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Technikspende unterstützt aber vor allem das Recycling, die Wiederverwertung und -verwendung von Handys, Mobile-/Smartphones und Notebooks, bzw. von wertvollen Bestandteilen wie Edelmetalle und Seltene Erden. Außerdem wird die SAPOS gGmbH direkt unterstützt bei der Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen. Diesen wird durch das Zerlegen der Geräte oder durch Kleinreparaturen eine wichtige Aufgabe und ein eigenverantwortliches Leben in der Gesellschaft ermöglicht. [http://reuse-notebook.com/static/de/startseite/index.html?L=1 Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Terracycle – Stifte-Recycling&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill.&amp;lt;/ref&amp;gt;===&lt;br /&gt;
Kugelschreiber und andere Schreibgeräte gibt es an den Hochschulen überall in hoher Anzahl. Genauso schnell wie man so einen Schreibutensil in der Hand hat, wird es wohl auch wieder weggeworfen. Nicht so an der Hochschule Zittau/Görlitz, die über das „Terracycle“ Stifte-Recycling-Programm Kulis &amp;amp; Co. sammelt und recycelt. Der Gewinn daraus unterstützt die Nichtregierungsorganisation (NGO) [http://www.dapaviva.org „DapaViva“] aus Kolumbien. Diese fördert Umweltbildung der lokalen Bevölkerung des Nebelwaldes, um ihn vor der Urbanisierung zu bewahren. Die Sammelstationen befinden sich in mehreren Gebäuden an zentralen Ort sowie in der Hochschulbibliothek. Zudem wurde mit dem Programm die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Zittau und eine Sammelstation im Zittauer Einwohnermeldeamt realisiert. [https://www.terracycle.com/de-DE/about-terracycle?utm_campaign=admittance&amp;amp;utm_medium=menu&amp;amp;utm_source=www.terracycle.com Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reduzierung von gefährlichen Abfällen an der LMU München am Beispiel von Ethidiumbromid-haltigen Abfällen===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Reduzierung von Ethidiumbromid-haltigen Abfällen mittels Absorption von Ethidiumbromid aus Flüssigkeiten mit Absorber-Beuteln an der LMU München&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An forschungsstarken Hochschulen mit Laborbetrieb, wie es auch an der LMU der Fall ist, werden viele gefährliche Abfälle erzeugt, insbesondere viele unterschiedliche Abfallgemische. Im Umgang damit sind Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, die Entsorgung ist kostenintensiv. So wird Ethidiumbromid (EtBr) in der Molekularbiologie zum Anfärben von Nukleinsäuren bei der Gelelektrophorese verwendet. Ethidiumbromid (3,8-Diamino-5-ethyl-6-phenylphenanthridiniumbromid) ist ein organischer Farbstoff, der aufgrund seiner planaren Struktur leicht in die DNA interkalieren kann, EtBr ist ein starkes Mutagen und toxisch. Nach Gebrauch müssen die Lösungen fachgerecht als gefährlicher Abfall entsorgt werden und dürfen keineswegs in die Umwelt gelangen. Die von vielen Herstellern angebotenen Ethidiumbromid-Ersatzstoffe sind laut den Sicherheitsdatenblättern „noch nicht vollständig geprüfte Stoffe“. Da auch diese Stoffe mit der DNA interagieren, sind hinsichtlich der krebserzeugenden, erbgutverändernden oder fortpflanzungsgefährdenden Wirkungen ähnliche Eigenschaften wie bei Ethidiumbromid zu vermuten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ziel der LMU ist es, die zunehmende Menge von gefährlichen Abfällen zu reduzieren. Decon-Bags stellen eine einfache Methode dar, um Ethidiumbromid aus Lösungen zu entfernen. Die Methode ist zuverlässige, sehr einfach anzuwenden, effizient und geeignet für Ethidiumbromid, Propidiumiodid, PicoGreen® und SYBR® Green. Hierzu werden Absorber-Beutel mit der Ethidiumbromidfärbelösung 24 h gerührt. Der Inhalt der Beutel besteht aus einer speziellen Aktivkohle, die effektiv und sicher Ethidiumbromid adsorbiert. Ein Beutel kann 2,5 mg Ethidiumbromid aufnehmen. Mit einem Beutel können 5 Liter einer typischen Färbelösung nach Sambrook et. al mit einer Ethidiumbromidkonzentration von 0,5 mg/l dekontaminiert werden. Die dekontaminierte Lösung kann als Abwasser entsorgt werden, die benutzten Beutel können als verunreinigte Betriebsmittel bzw. mit gefährlichen Stoffen verunreinigte Aufsaug- und Filtermaterialien (Beispiel AVV-Abfallschlüsselnummer 150202*) entsorgt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn die Behandlung einer derartigen Menge zu aufwändig wäre: Bei 1 Tonne möglichem Ethidiumbromid-haltigem Abfall fallen durch die benutzten Absorber-Beutel nur maximal 2 kg gefährlicher Abfall an. Die LMU spart dabei 85% der Kosten bezogen auf eine 1 Gewichtstonne. Die größte Kostenposition ist da die Beschaffung der Absorber-Beutel. Zudem wird eine größere Menge flüssige gefährliche Abfälle, die mit hohem Energieaufwand entsorgt werden müssen, eine geringe Menge fester gefährlicher Abfälle mit Aktivkohle, die mit deutlich geringerem energetischem Aufwand entsorgt werden können. Hierbei werden also sowohl Kosten gespart, als auch die Umwelt entlastet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; &#039;&#039;&#039;Gerätebörse LMU&#039;&#039;&#039; &amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links == &lt;br /&gt;
* Handys für Hummel, Biene und Co. [https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/aktionen-und-projekte/alte-handys-fuer-die-havel/index.html NABU Handy-Recycling]&lt;br /&gt;
* Kostenlose Abgabe von Brillen an Sehhilfebedürftige in der ganzen Welt [https://brillenweltweit.de/#brillenspenden BrillenWeltweit]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(17.7.2017 I 2644). Abfallverzeichnisverordnung – AVV. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(20.7.2017 I 2808). Kreislaufwirtschaftsgesetz – KrWG. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von https://www.hszg.de/hochschule/struktur-und-organisation/managementsysteme/umweltmanagement/nachhaltiger-campus-good-practice.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lexikon der Nachhaltigkeit (2018). Nachhaltigkeit in der Abfallentsorgung. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von https://www.nachhaltigkeit.info/artikel/nachhaltigkeit_bei_der_abfallentsorgung_1795.htm?sid=qdoap21h0pg877osnn67edt0o0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Bedeutung_und_Bezug_der_Nachhaltigkeit_im_Hochschulbetrieb&amp;diff=5663</id>
		<title>HOCH-N:Bedeutung und Bezug der Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb</title>
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		<updated>2020-10-26T18:52:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb erfährt etwa seit den 1990er Jahren dadurch Relevanz, dass Hochschulen über geltende rechtliche Vorgaben der Europäischen Union (EU), des Bundes und der Länder dazu verpflichtet sind, insbesondere arbeits- und umweltschutzbezogene Themen im Hochschulbetrieb zu berücksichtigen. Dazu zählen beispielsweise die Abfall- und Abwasserentsorgung, der sichere Umgang mit Gefahrstoffen sowie insbesondere der Immissions- und Arbeitsschutz. Zur Erfüllung der damit verknüpften Aufgaben war und ist die Festlegung von Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten, wie hochschulinterne Beauftragte für Arbeits- und Umweltschutz sowie für das Abfallmanagement und für den sicheren Umgang mit Gefahrstoffen von wesentlicher Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Müller, J., 2000, S. 1&amp;lt;/ref&amp;gt; Über die Rechtskonformität hinaus bedeutsam, jedoch wegen häufig fehlender hochschulpolitisch bindender Rahmenbedingungen noch weitgehend freiwillig, sind die Erfassung und Steuerung (Monitoring und Controlling) von Umweltaspekten (beispielsweise Emissions-, Verbrauchs- und Entsorgungsraten), die eng verbunden mit einem ressourcenbewussten, -effizienten, kreislauf- und substitutionsbasierten Betrieb sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Michelsen, G., 2000, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine effiziente Organisation von Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb wurden daraufhin seit 1999 validierte Umweltmanagementsysteme (UMS) nach der Öko-Audit Verordnung der EU und dem Eco-Management and Audit Scheme (EMAS) relevant und erfuhren u. a. an der Hochschule Zittau/Görlitz, an den Universitäten Paderborn, Bielefeld, Lüneburg sowie an den Technischen Universitäten Berlin und Dresden ihre Umsetzung.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Müller, J., 2000, S. 3&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Aktuell setzen 20 deutsche Hochschulen ein UMS nach EMAS oder ISO 14001 um.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Institut für Hochschulentwicklung, 2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Zusätzlich zu ihrer operativen ökologischen Relevanz gewinnen UMS zunehmend auch an strategischer Bedeutung für Entscheidungen  und Prozesse im Rahmen eines nachhaltigen Hochschulbetriebs. Dabei orientieren sie sich am Prozess der kontinuierlichen Verbesserung nach dem Plan-Do-Check-Act (PDCA)-Zyklus, der nach seinem Begründer auch Deming-Zyklus genannt wird (siehe Abbildung 1: PDCA-Zyklus).&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paeger, J., 2010, S. 12&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:PDCA-Zyklus.jpg|gerahmt|zentriert|Abbildung 1: PDCA-Zyklus (Nach Paeger, J., 2010, S. 12; Im Original: Deming, W. E., 1982, S. 88.)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Realisierung von Nachhaltigkeitsprinzipien im Hochschulbetrieb ist demnach bedeutsam, um strategische und operative Ziele, Strukturen und Prozesse, etwa zur Minimierung von Abfall, Abwasser und Emissionen sowie für einen effizienten Material-, Wasser und Energieeinsatz zu etablieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Bayerisches Staatministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, 2005, S. 3, S. 18 ff&amp;lt;/ref&amp;gt; Hervorgehobene Relevanz besitzt die betriebliche Nachhaltigkeit dabei insbesondere für die ökologische Nachhaltigkeitsdimension. Ökologisch motivierte Effizienzmaßnahmen können finanzielle Einsparungen bewirken und somit auch ökonomisch nachhaltige Wirkung entfalten. Ein nachhaltiger Hochschulbetrieb schafft darüber hinaus neue Synergien und Schnittstellen mit anderen Organisationseinheiten der Hochschule, wie etwa der Verwaltung und besitzt gleichermaßen eine integrative Wirkung über alle Bereiche der Hochschule entlang eines partizipativen und ganzheitlichen Nachhaltigkeitsverständnisses.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Delakowitz, B. et. al., 2005, S. 22-23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=&#039;&#039;Ein nachhaltiger Hochschulbetrieb schließt Lehr- und Forschungsaktivitäten sowie Studierende, Lehrende und wissenschaftliche Mitarbeiter*innen ein.&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinzuweisen ist insbesondere auf die Vorbild- und Multiplikatorwirkung, die von einem nachhaltig organisierten Betrieb auch in Lehr- und Forschungsumgebungen wirkt. Positive Erfahrungen von Studierenden während eines Nachhaltigkeits-fokussierten Campuslebens sowie eines Lehr- und Forschungsalltags, in dem Nachhaltigkeitsprinzipien integriert sind, können ebenso bedeutsam für die Stärkung nachhaltigen Denkens und Handelns über das Studium hinaus sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Viebahn, P. &amp;amp; Matthies, M., 2000, S. 3-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gilt es bei der Umsetzung eines ganzheitlichen, institutionellen Ansatzes &amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; (Whole Institution Approach – WIA)&amp;lt;/span&amp;gt; eine Beteiligung von externen Anspruchsgruppen und Hochschulpartner*innen wie Studierendenwerk, Stadt, Kommune, Lieferanten und Dienstleistern zu berücksichtigen. Gemeinsam müssen Hochschulangehörige und externe Partner*innen die Betriebsbereiche ökologisch, sozial und ökonomisch nachhaltig gestalten und kontinuierlich entwickeln.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Kummert, K. et al., 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr bedeutsam für einen nachhaltigen WIA und wirkungsvoller als individuelle Einzelaktionen oder -projekte sind der grundlegende strategische Wille und die Unterstützung der Hochschulleitung durch geeignete „Governance-Strukturen“ (siehe [[Einzelleitfäden#Leitfaden Governance|Leitfaden Governance]]), um eine Verankerung von hochschulspezifischen, betrieblichen Nachhaltigkeitsthemen etwa im Leitbild einer Hochschule, derer Strategien und Ziele zu ermöglichen. Der Nachhaltigkeitsberichterstattung (NHB) kommt dabei die Aufgabe zu, die betriebliche Nachhaltigkeitsleitung einer Hochschule in einem transparenten Format an eine interessierte Öffentlichkeit zu kommunizieren (siehe [[Einzelleitfäden#Leitfaden Nachhaltigkeitsberichterstattung|Leitfaden NHB]]). Die systematische Erfassung und Aufbereitung betriebsrelevanter Daten im Rahmen eines Berichtswesens ermöglicht es Optimierungspotentiale zu identifizieren und schafft damit die Grundlage für Entscheidungsträger steuernd auf den Nachhaltigkeitsprozess einzuwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nachfolgende Tabelle fasst die wesentlichen Aspekte und Maßnahmen, die zur Nachhaltigkeit im Betrieb von Hochschulen einen entscheidenden Beitrag leisten und gleichsam als „Treiber“ angesehen werden können, zusammen. Dem gegenüber werden  Hemmnisse gestellt, die grundsätzlich auch als Herausforderungen und Chancen für Optimierungen angesehen werden können. Die nachstehende Aufzählung bietet dabei einen groben Überblick über potentielle Chancen und Risiken für eine Umsetzung eines nachhaltigen Hochschulbetriebs. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl weiterer Besonderheiten der individuellen Hochschulkontexte, die fördernd oder hindernd auf den Nachhaltigkeitsprozess wirken können. Eine wesentliche Aufgabe ist es, diese Faktoren zu identifizieren und zu nutzen, um geeignete Lösungen für die eigene Hochschule zu finden. Eine einheitliche Vorgehensweise, die gleichermaßen für alle Hochschulen Geltung besitzt, kann und soll es nicht geben.&lt;br /&gt;
Die nachfolgend dargestellten Hemmnisse und Treiber verhalten sich nicht zwangsläufig komplementär: Nicht jeder Erfolgsfaktor bietet Strategien zur Überwindung von Barrieren. Jede Strategie zur Überwindung von Barrieren stellt jedoch einen Erfolgsfaktor dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachhaltiger Hochschulbetrieb – Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
{{Vorlage:TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Leal Filho, W. et al., 2017, S. 93-99; Hemmnisse aus dem Englischen übersetzt, sinngemäß zusammengefasst, ergänzt und angepasst nach den Gegebenheiten an Hochschulen in Deutschland&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&amp;lt;ref&amp;gt;Schön, E., 2018, S. 23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
*fehlende Unterstützung durch Regierung/Behörden&lt;br /&gt;
*fehlende und/oder nicht adäquate rechtliche Vorgaben von Bund, Land sowie hochschulintern&lt;br /&gt;
*fehlende oder nicht ausreichende Unterstützung durch Leitungs- und Verwaltungsebene(n) der Hochschule&lt;br /&gt;
*Defizite bei Zusammenarbeit/Einigkeit&lt;br /&gt;
*ungenügende personelle und finanzielle Kapazitäten/Ressourcen&lt;br /&gt;
*mangelnde Kontinuität, fehlendes oder nicht ausreichendes Bewusstsein und (Vor-) Wissen&lt;br /&gt;
*unzureichende(s) Engagement, Bemühungen und Akzeptanz&lt;br /&gt;
*mangelnde oder fehlende Kommunikation intern und extern&lt;br /&gt;
*fehlende Kontrollen (-systeme) und Anreize (-systeme)&lt;br /&gt;
*Nichtbeachtung von Energieeffizienz-Technologien (z. B. in Gebäuden)&lt;br /&gt;
*unzureichendes Energieeffizienz-Verhalten (Licht-/Geräte-AUS, Beheizen/Belüften von Räumen)&lt;br /&gt;
*unzureichende(s) Abfallvermeidung bzw. Recycling&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
*Unterstützung und Verpflichtung durch die Hochschulleitung&lt;br /&gt;
*Positionierung und Formulierungen zur nachhaltigen betrieblichen Ausrichtung im Leitbild sowie in Strategien, Programmen, Zielen und Maßnahmen&lt;br /&gt;
*klare Verantwortlichkeiten, Institutionalisierung&lt;br /&gt;
*Umsetzung von Normen und Leitfäden (ISO, EMAS)&lt;br /&gt;
*Schaffung personeller Kapazitäten/Ressourcen zur Umsetzung&lt;br /&gt;
*Weiterbildungen zu betrieblichen Nachhaltigkeitsthemen&lt;br /&gt;
*Hochschulangehörige und externe Partner*innen regelmäßig informieren und partizipativ in den Nachhaltigkeitsprozess einbinden&lt;br /&gt;
*Beschaffung/Ausschreibung von Produkten/Dienstleistungen über (rechtskonforme) Nachhaltigkeitskriterien&lt;br /&gt;
*Nutzung und Etablierung nachhaltiger Mobilität&lt;br /&gt;
*Material-, Energie- und Wassereffizienz, Treibhausgas-, Abwasser- und Abfallvermeidung&lt;br /&gt;
*Förderung der Kreislaufwirtschaft&lt;br /&gt;
*Sensibilisierung und Motivation zum nachhaltigen Verhalten (Abfall vermeiden und trennen, Licht und Technik ausschalten, Beheizen/Belüften von Räumen)&lt;br /&gt;
*Messung/Erfassung der Nachhaltigkeitsleistung (quantitativ über Verbräuche, technische Messung und qualitativ über Zufriedenheit, Umfrage, Befragung)&lt;br /&gt;
*Kennzahlenbildung, Datenerhebung, Bilanzierung von Inputs und Outputs&lt;br /&gt;
*Durchführung von Erfolgskontrollen (z. B. interne Audits)&lt;br /&gt;
*Berücksichtigung von Rückkoppelungen und Vorschlägen in- und externer Partner*innen&lt;br /&gt;
*Nachhaltigkeitsberichterstattung &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Kapitel geben den Leser*innen einen tieferen Einstieg, wie Nachhaltigkeit im Betrieb von Hochschulen&lt;br /&gt;
realisiert werden kann. Auf die einleitend angesprochenen Themenfelder&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschaffung|Beschaffung]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Abfallmanagement|Abfallmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität|Mobilität]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Gebäude- und Energiemanagement|Gebäude- und Energiemanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Controlling|Controlling]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiger Forschungsbetrieb|Forschungsbetrieb]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement|Veranstaltungsmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse|Beschäftigungsverhältnisse]] und&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Kommunikation|Kommunikation]]&lt;br /&gt;
wird Bezug genommen hinsichtlich&lt;br /&gt;
* betroffenem Personenkreis/Anspruchsgruppen,&lt;br /&gt;
* Relevanz,&lt;br /&gt;
* Ziele,&lt;br /&gt;
* Hemmnisse und Treiber,&lt;br /&gt;
* Maßnahmen und Implementierung (Checklisten),&lt;br /&gt;
* Good Practice sowie&lt;br /&gt;
* weiterführenden Informationen und Links.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bayerisches Staatministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz. (2005). Umweltmanangement an Hochschulen. Abgerufen am 27. April 2018 von http://netzwerk-n.org/wp-content/uploads/2017/04/StMUV-2005-Umweltmanagement-an-Hochschulen.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Delakowitz, B. et. al. (2005). Vom operativen Umweltmanagement zum Leitmotiv „nachhaltige Entwicklung“. Das Beispiel der Hochschule Zittau/Görlitz. In Umweltmanagement an Hochschulen: Nachhaltigkeitsperspektiven, Leal Filho, W. &amp;amp; Delakowitz, B. (Hrsg.). Frankfurt am Main: Peter Lang GmbH.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Institut für Hochschulentwicklung. (2018). Hochschulen in Deutschland mit EMAS oder ISO 14001. Abgerufen am 30. April 2018 von https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kummert, K. et al. (Hrsg.). (2013). Nachhaltiges Facility Management I, Springer-Verlag Berlin Heidelberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leal Filho, W. et al. (2017). Identifying and overcoming obstacles to the implementation of sustainable development at universities. Journal of IntegratIve envIronmental ScIences. Vol 14, No. 1, 93-108. Abgerufen am 15. Januar 2018 von http://www.tandfonline.com/doi/pdf/10.1080/1943815X.2017.1362007?needAccess=true&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michelsen, G. (2000). Nachhaltigkeit als Herausforderung für die Hochschulen. In Michelsen, G. (Hrsg.). Sustainable University, Auf dem Weg zu einem universitären Agendaprozess (Bd. 1). Frankfurt/Main, S. 13-39: VAS – Verlag für akademische Schriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J. (2000). Umweltmanagement in Hochschulen Chancen und Grenzen eines Umweltaudits. Abgerufen am 26. April 2018 von https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Projektberichte_alte_Website/kib200003.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paeger, J. (2010). Umweltmanagementsysteme. Abgerufen am 03. Mai 2018 von http://www.yeenet.eu/images/stories/documets/Publications/General_Publications/EMS_DE_online.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schön, E. (2018). Status Quo Erhebung zur Nachhaltigkeit im Betrieb von Hochschulen. Masterarbeit. Hochschule Zittau/Görlitz. Zittau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viebahn, P. &amp;amp; Matthies, M. (2000). Ökobilanzierung und Umweltmanagement an Hochschulen. Konzept und Umsetzung an der Universität Osnabrück. Bochum: Projekt Verlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltigkeit_im_Hochschulbetrieb&amp;diff=5598</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb</title>
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		<updated>2020-10-26T12:57:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 100%; border:rgb(5242,200,20) solid 5px; text-align: left&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align: center&amp;quot; | [[Datei:Betrieb pos.png|70px]] Willkommen auf der Seite des Handlungsfelds Betrieb! &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Hochschulen stellen – ebenso wie andere öffentliche Einrichtungen und Unternehmen – Organisationen dar, deren alltäglicher Betrieb direkte und indirekte ökologische, ökonomische und soziale Auswirkungen hat. Dieser Auswirkungen und der daraus resultierenden Verantwortung müssen sich Hochschulen bewusst sein und dementsprechend betriebliche Nachhaltigkeit umsetzen. Der Betrieb staatlicher Hochschulen unterliegt jedoch rechtlichen und finanziellen Restriktionen. Rechtliche Forderungen werden durch die Leitung und die Verwaltung von Hochschulen umgesetzt und beinhalten strenge Anforderungen an Beschaffung, Vergabe von Dienstleistungen, Gebäude- und Energiemanagement, Abfallmanagement, den Umgang mit Chemikalien und Gefahrstoffen, das Personalmanagement sowie den Arbeitsschutz. Haushaltsbudgets als Grundlage für die Bereitstellung personeller und materieller Ressourcen sind in Umfang und Laufzeit häufig an Hochschulentwicklungspläne der Länder geknüpft und basieren zunehmend auf der Erfüllung (kennzahlenbasierter) Vereinbarungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spielräume für die Implementierung von Nachhaltigkeitsaspekten im Betrieb von Hochschulen sowie im Campusleben sind vor diesem Hintergrund nur insoweit möglich, wie Hochschulen sich intern etwa im Rahmen von Strategien und Leitlinien dazu bekennen. Hinzu kommt, dass länderspezifische Regelungen die Autonomie von Hochschulen zusätzlich beschneiden, etwa durch zentralisiertes Immobilien- und Baumanagement einschließlich des dafür notwendigen Betriebs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der benannten Restriktionen wird mit dem [[Einzelleitfäden#Leitfaden Betrieb|Leitfaden]] der Versuch unternommen, im Handlungsfeld Betrieb einerseits Hemmnisse, aber auch Treiber und konkrete Maßnahmen aufzuzeigen, mit denen die Verankerung von Prozessen der Entwicklung, der Implementierung und Etablierung von Nachhaltigkeit an Hochschulen gelingen kann. Hierzu werden für die identifizierten Handlungsfelder (Leistungserbringungen) nachhaltige&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschaffung|Beschaffung]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Abfallmanagement|Abfallmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität|Mobilität]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Gebäude- und Energiemanagement|Gebäude- und Energiemanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Controlling|Controlling]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiger Forschungsbetrieb|Forschungsbetrieb]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement|Veranstaltungsmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse|Beschäftigungsverhältnisse]] und&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Kommunikation|Kommunikation]]&lt;br /&gt;
zunächst die betroffenen Personenkreise adressiert, die jeweilige Relevanz und sich daraus ergebende Ziele für den Hochschulbetrieb aufgezeigt, Hemmnisse und Treiber sowie Maßnahmen zur Implementierung dargelegt und mit Beispielen aus der Hochschulpraxis untersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zeigt sich, dass ein nachhaltiger Hochschulbetrieb über den kurzfristigen Zeithorizont hinausdenken und etwa bei der Beschaffung und Vergabe, aber auch beim Gebäude- und Energiemanagement lebenswegbasierte Ansätze anstelle von ausschließlich Preis-Leistungsvorgaben berücksichtigen muss. Gesetzliche Rahmenbedingungen stehen einem solchen Ansatz nicht im Wege, sondern befördern ihn partiell sogar. Der Leitfaden zeigt Beispiele auf, die durch den Nachhaltigkeitsbezug zudem mittelfristig Kosteneinsparungen beispielsweise durch Senkung von Energieverbräuchen oder geringere Wartungs- und Reparaturanfälligkeiten erwarten lassen. Das nachhaltige Abfallmanagement setzt die – auch vom Gesetzgeber geforderte – konsequente Umsetzung der Kreislaufwirtschaft voraus, was jedoch in der Lehre und noch mehr in der Forschung teilweise zu Zielkonflikten führen kann, etwa bei sehr stoff- und energieintensiven Versuchsanordnungen. Analoges gilt für den Umgang mit Chemikalien und Gefahrstoffen.&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=&#039;&#039;Große Potentiale für den nachhaltigen Betrieb ergeben sich unter Einbeziehung virtueller Ansätze für die Handlungsfelder Veranstaltungsmanagement und Kommunikation, was im Rahmen des HOCH&amp;lt;sup&amp;gt;N&amp;lt;/sup&amp;gt;-Verbundprojekts bereits erprobt worden ist. Der Leitfaden belegt zudem, konzeptionell und durch Beispiele untersetzt, dass nachhaltige Mobilität an Hochschulen möglich und insbesondere von Studierenden erwünscht ist.&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In nahezu allen Handlungsfeldern wird gezeigt, dass ein großes Hemmnis bei der Umsetzung nachhaltigkeitsbezogenen Handelns in unzureichender Kenntnis der existierenden Möglichkeiten, mangelnder Transparenz in der internen und externen Kommunikation sowie häufig fehlender Akzeptanz der Akteur*innen begründet ist. Hochschulen sind aufgerufen, sich den daraus ergebenden Herausforderungen zu stellen und - z. B. mithilfe der im Leitfaden vorgeschlagenen Implementierungsmaßnahmen - individuelle Hemmnisse abzubauen, zu sensibilisieren und die Motivation der im Hochschulbetrieb Handelnden sowie der externen Partner*innen zu erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{:Portal/AP-Seite|Kompakt zusammengefasst|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beförderungskonzepte]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltig Forschen]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Tagen]]&lt;br /&gt;
* [[Soziale Aspekte des nachhaltigen Hochschulbetriebs]]&lt;br /&gt;
* [[Betriebliche Nachhaltigkeitskennzahlen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{:Portal/AP-Seite|Leitfaden Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hier geht es zum [[Einzelleitfäden#Leitfaden Betrieb|Leitfaden Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb Version 2020]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hier geht es zur älteren Version des Leitfadens (2018) im PDF Format&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{:Portal/AP-Seite|Checklisten|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschaffung#Checkliste nachhaltige Beschaffung|Checkliste Nachhaltige Beschaffung]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Abfallmanagement#Checkliste nachhaltiges Abfallmanagement|Checkliste Nachhaltiges Abfallmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Fuhrpark - Checkliste|Checkliste Nachhaltige Mobilität - Fuhrpark]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Dienstreisen - Checkliste|Checkliste Nachhaltige Mobilität - Dienstreisen]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Arbeitswege - Checkliste|Checkliste Nachhaltige Mobilität - Arbeitswege]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Controlling#Maßnahmen und Implementierung|Checkliste Nachhaltiges Controlling]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiger Forschungsbetrieb#Checkliste|Checkliste Nachhaltiger Forschungsbetrieb]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement#Checkliste|Checkliste Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse#Checkliste|Checkliste Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Kommunikation#Checkliste|Checkliste Nachhaltige Kommunikation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
---Kästen sollten gleiche Größe haben---&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{:Portal/AP-Seite|Praxisbeispiele|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschaffung#Good Practice|Nachhaltige Beschaffung: Praxisbeispiele der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde und der Hochschule Zittau/Görlitz]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Abfallmanagement#Good Practice|Good Practice Beispiele zum Thema Nachhaltiges Abfallmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Dienstreisen - Good Practice|Nachhaltige Mobilität: Praxisbeispiel Dienstreisen]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Arbeitswege - Good Practice|Nachhaltige Mobilität: Praxisbeispiel Arbeitswege]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Controlling#Good Practice|Nachhaltiges Controlling: Praxisbeispiel Sustainability Balanced Scorecard der Leuphana Universität Lüneburg]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiger Forschungsbetrieb#Good Practice|Nachhaltiger Forschungsbetrieb: Praxisbeispiel &amp;quot;Green Labs Programme&amp;quot; der  Harvard University]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement#Good Practice|Praxisbeispiel Kurzleitfaden für nachhaltige Veranstaltungen der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse#Good Practice|Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse: Praxisbeispiel Beratungsstelle „Familiengerechte Hochschule“ der TU Dresden]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Kommunikation#Good Practice|Nachhaltige Kommunikation: Praxisbeispiele Tag der Umwelt (TdU) und Gesundheits- und Umwelttage (GUt) der Hochschule Zittau/Görlitz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Poster_Betrieb_27102020.JPG|mini|links|Poster AP Betrieb|link={{filepath:&lt;br /&gt;
Poster_Betrieb_27102020.pdf &lt;br /&gt;
}}]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltigkeit_im_Hochschulbetrieb&amp;diff=5597</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltigkeit_im_Hochschulbetrieb&amp;diff=5597"/>
		<updated>2020-10-26T12:55:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 100%; border:rgb(5242,200,20) solid 5px; text-align: left&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align: center&amp;quot; | [[Datei:Betrieb pos.png|70px]] Willkommen auf der Seite des Handlungsfelds Betrieb! &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; &#039;&#039;kurze Vorstellung/Einführung:&#039;&#039; &amp;lt;/span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Hochschulen stellen – ebenso wie andere öffentliche Einrichtungen und Unternehmen – Organisationen dar, deren alltäglicher Betrieb direkte und indirekte ökologische, ökonomische und soziale Auswirkungen hat. Dieser Auswirkungen und der daraus resultierenden Verantwortung müssen sich Hochschulen bewusst sein und dementsprechend betriebliche Nachhaltigkeit umsetzen. Der Betrieb staatlicher Hochschulen unterliegt jedoch rechtlichen und finanziellen Restriktionen. Rechtliche Forderungen werden durch die Leitung und die Verwaltung von Hochschulen umgesetzt und beinhalten strenge Anforderungen an Beschaffung, Vergabe von Dienstleistungen, Gebäude- und Energiemanagement, Abfallmanagement, den Umgang mit Chemikalien und Gefahrstoffen, das Personalmanagement sowie den Arbeitsschutz. Haushaltsbudgets als Grundlage für die Bereitstellung personeller und materieller Ressourcen sind in Umfang und Laufzeit häufig an Hochschulentwicklungspläne der Länder geknüpft und basieren zunehmend auf der Erfüllung (kennzahlenbasierter) Vereinbarungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spielräume für die Implementierung von Nachhaltigkeitsaspekten im Betrieb von Hochschulen sowie im Campusleben sind vor diesem Hintergrund nur insoweit möglich, wie Hochschulen sich intern etwa im Rahmen von Strategien und Leitlinien dazu bekennen. Hinzu kommt, dass länderspezifische Regelungen die Autonomie von Hochschulen zusätzlich beschneiden, etwa durch zentralisiertes Immobilien- und Baumanagement einschließlich des dafür notwendigen Betriebs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der benannten Restriktionen wird mit dem [[Einzelleitfäden#Leitfaden Betrieb|Leitfaden]] der Versuch unternommen, im Handlungsfeld Betrieb einerseits Hemmnisse, aber auch Treiber und konkrete Maßnahmen aufzuzeigen, mit denen die Verankerung von Prozessen der Entwicklung, der Implementierung und Etablierung von Nachhaltigkeit an Hochschulen gelingen kann. Hierzu werden für die identifizierten Handlungsfelder (Leistungserbringungen) nachhaltige&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschaffung|Beschaffung]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Abfallmanagement|Abfallmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität|Mobilität]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Gebäude- und Energiemanagement|Gebäude- und Energiemanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Controlling|Controlling]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiger Forschungsbetrieb|Forschungsbetrieb]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement|Veranstaltungsmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse|Beschäftigungsverhältnisse]] und&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Kommunikation|Kommunikation]]&lt;br /&gt;
zunächst die betroffenen Personenkreise adressiert, die jeweilige Relevanz und sich daraus ergebende Ziele für den Hochschulbetrieb aufgezeigt, Hemmnisse und Treiber sowie Maßnahmen zur Implementierung dargelegt und mit Beispielen aus der Hochschulpraxis untersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zeigt sich, dass ein nachhaltiger Hochschulbetrieb über den kurzfristigen Zeithorizont hinausdenken und etwa bei der Beschaffung und Vergabe, aber auch beim Gebäude- und Energiemanagement lebenswegbasierte Ansätze anstelle von ausschließlich Preis-Leistungsvorgaben berücksichtigen muss. Gesetzliche Rahmenbedingungen stehen einem solchen Ansatz nicht im Wege, sondern befördern ihn partiell sogar. Der Leitfaden zeigt Beispiele auf, die durch den Nachhaltigkeitsbezug zudem mittelfristig Kosteneinsparungen beispielsweise durch Senkung von Energieverbräuchen oder geringere Wartungs- und Reparaturanfälligkeiten erwarten lassen. Das nachhaltige Abfallmanagement setzt die – auch vom Gesetzgeber geforderte – konsequente Umsetzung der Kreislaufwirtschaft voraus, was jedoch in der Lehre und noch mehr in der Forschung teilweise zu Zielkonflikten führen kann, etwa bei sehr stoff- und energieintensiven Versuchsanordnungen. Analoges gilt für den Umgang mit Chemikalien und Gefahrstoffen.&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=&#039;&#039;Große Potentiale für den nachhaltigen Betrieb ergeben sich unter Einbeziehung virtueller Ansätze für die Handlungsfelder Veranstaltungsmanagement und Kommunikation, was im Rahmen des HOCH&amp;lt;sup&amp;gt;N&amp;lt;/sup&amp;gt;-Verbundprojekts bereits erprobt worden ist. Der Leitfaden belegt zudem, konzeptionell und durch Beispiele untersetzt, dass nachhaltige Mobilität an Hochschulen möglich und insbesondere von Studierenden erwünscht ist.&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In nahezu allen Handlungsfeldern wird gezeigt, dass ein großes Hemmnis bei der Umsetzung nachhaltigkeitsbezogenen Handelns in unzureichender Kenntnis der existierenden Möglichkeiten, mangelnder Transparenz in der internen und externen Kommunikation sowie häufig fehlender Akzeptanz der Akteur*innen begründet ist. Hochschulen sind aufgerufen, sich den daraus ergebenden Herausforderungen zu stellen und - z. B. mithilfe der im Leitfaden vorgeschlagenen Implementierungsmaßnahmen - individuelle Hemmnisse abzubauen, zu sensibilisieren und die Motivation der im Hochschulbetrieb Handelnden sowie der externen Partner*innen zu erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{:Portal/AP-Seite|Kompakt zusammengefasst|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beförderungskonzepte]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltig Forschen]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Tagen]]&lt;br /&gt;
* [[Soziale Aspekte des nachhaltigen Hochschulbetriebs]]&lt;br /&gt;
* [[Betriebliche Nachhaltigkeitskennzahlen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{:Portal/AP-Seite|Leitfaden Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hier geht es zum [[Einzelleitfäden#Leitfaden Betrieb|Leitfaden Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb Version 2020]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hier geht es zur älteren Version des Leitfadens (2018) im PDF Format&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{:Portal/AP-Seite|Checklisten|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschaffung#Checkliste nachhaltige Beschaffung|Checkliste Nachhaltige Beschaffung]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Abfallmanagement#Checkliste nachhaltiges Abfallmanagement|Checkliste Nachhaltiges Abfallmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Fuhrpark - Checkliste|Checkliste Nachhaltige Mobilität - Fuhrpark]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Dienstreisen - Checkliste|Checkliste Nachhaltige Mobilität - Dienstreisen]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Arbeitswege - Checkliste|Checkliste Nachhaltige Mobilität - Arbeitswege]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Controlling#Maßnahmen und Implementierung|Checkliste Nachhaltiges Controlling]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiger Forschungsbetrieb#Checkliste|Checkliste Nachhaltiger Forschungsbetrieb]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement#Checkliste|Checkliste Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse#Checkliste|Checkliste Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Kommunikation#Checkliste|Checkliste Nachhaltige Kommunikation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
---Kästen sollten gleiche Größe haben---&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{:Portal/AP-Seite|Praxisbeispiele|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschaffung#Good Practice|Nachhaltige Beschaffung: Praxisbeispiele der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde und der Hochschule Zittau/Görlitz]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Abfallmanagement#Good Practice|Good Practice Beispiele zum Thema Nachhaltiges Abfallmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Dienstreisen - Good Practice|Nachhaltige Mobilität: Praxisbeispiel Dienstreisen]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Arbeitswege - Good Practice|Nachhaltige Mobilität: Praxisbeispiel Arbeitswege]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Controlling#Good Practice|Nachhaltiges Controlling: Praxisbeispiel Sustainability Balanced Scorecard der Leuphana Universität Lüneburg]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiger Forschungsbetrieb#Good Practice|Nachhaltiger Forschungsbetrieb: Praxisbeispiel &amp;quot;Green Labs Programme&amp;quot; der  Harvard University]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement#Good Practice|Praxisbeispiel Kurzleitfaden für nachhaltige Veranstaltungen der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse#Good Practice|Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse: Praxisbeispiel Beratungsstelle „Familiengerechte Hochschule“ der TU Dresden]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Kommunikation#Good Practice|Nachhaltige Kommunikation: Praxisbeispiele Tag der Umwelt (TdU) und Gesundheits- und Umwelttage (GUt) der Hochschule Zittau/Görlitz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Poster_Betrieb_27102020.JPG|mini|links|Poster AP Betrieb|link={{filepath:&lt;br /&gt;
Poster_Betrieb_27102020.pdf &lt;br /&gt;
}}]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Datei:Poster_Betrieb_27102020.JPG&amp;diff=5596</id>
		<title>Datei:Poster Betrieb 27102020.JPG</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Datei:Poster_Betrieb_27102020.JPG&amp;diff=5596"/>
		<updated>2020-10-26T12:54:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Datei:Poster_Betrieb_27102020.pdf&amp;diff=5595</id>
		<title>Datei:Poster Betrieb 27102020.pdf</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=Datei:Poster_Betrieb_27102020.pdf&amp;diff=5595"/>
		<updated>2020-10-26T12:46:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Bedeutung_und_Bezug_der_Nachhaltigkeit_im_Hochschulbetrieb&amp;diff=5587</id>
		<title>HOCH-N:Bedeutung und Bezug der Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Bedeutung_und_Bezug_der_Nachhaltigkeit_im_Hochschulbetrieb&amp;diff=5587"/>
		<updated>2020-10-26T11:29:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: /* Nachhaltiger Hochschulbetrieb – Hemmnisse und Treiber */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb erfährt etwa seit den 1990er Jahren dadurch Relevanz, dass Hochschulen über geltende rechtliche Vorgaben der Europäischen Union (EU), des Bundes und der Länder dazu verpflichtet sind, insbesondere arbeits- und umweltschutzbezogene Themen im Hochschulbetrieb zu berücksichtigen. Dazu zählen beispielsweise die Abfall- und Abwasserentsorgung, der sichere Umgang mit Gefahrstoffen sowie insbesondere der Immissions- und Arbeitsschutz. Zur Erfüllung der damit verknüpften Aufgaben war und ist die Festlegung von Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten, wie hochschulinterne Beauftragte für Arbeits- und Umweltschutz sowie für das Abfallmanagement und für den sicheren Umgang mit Gefahrstoffen von wesentlicher Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Müller, J., 2000, S. 1&amp;lt;/ref&amp;gt; Über die Rechtskonformität hinaus bedeutsam, jedoch wegen häufig fehlender hochschulpolitisch bindender Rahmenbedingungen noch weitgehend freiwillig, sind die Erfassung und Steuerung (Monitoring und Controlling) von Umweltaspekten (beispielsweise Emissions-, Verbrauchs- und Entsorgungsraten), die eng verbunden mit einem ressourcenbewussten, -effizienten, kreislauf- und substitutionsbasierten Betrieb sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Michelsen, G., 2000, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine effiziente Organisation von Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb wurden daraufhin seit 1999 validierte Umweltmanagementsysteme (UMS) nach der Öko-Audit Verordnung der EU und dem Eco-Management and Audit Scheme (EMAS) relevant und erfuhren u. a. an der Hochschule Zittau/Görlitz, an den Universitäten Paderborn, Bielefeld, Lüneburg sowie an den Technischen Universitäten Berlin und Dresden ihre Umsetzung.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Müller, J., 2000, S. 3&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Aktuell setzen 20 deutsche Hochschulen ein UMS nach EMAS oder ISO 14001 um.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Institut für Hochschulentwicklung, 2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Zusätzlich zu ihrer operativen ökologischen Relevanz gewinnen UMS zunehmend auch an strategischer Bedeutung für Entscheidungen  und Prozesse im Rahmen eines nachhaltigen Hochschulbetriebs. Dabei orientieren sie sich am Prozess der kontinuierlichen Verbesserung nach dem Plan-Do-Check-Act (PDCA)-Zyklus, der nach seinem Begründer auch Deming-Zyklus genannt wird (siehe Abbildung 1: PDCA-Zyklus).&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paeger, J., 2010, S. 12&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:PDCA-Zyklus.jpg|gerahmt|zentriert|Abbildung 1: PDCA-Zyklus (Nach Paeger, J., 2010, S. 12; Im Original: Deming, W. E., 1982, S. 88.)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Realisierung von Nachhaltigkeitsprinzipien im Hochschulbetrieb ist demnach bedeutsam, um strategische und operative Ziele, Strukturen und Prozesse, etwa zur Minimierung von Abfall, Abwasser und Emissionen sowie für einen effizienten Material-, Wasser und Energieeinsatz zu etablieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Bayerisches Staatministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, 2005, S. 3, S. 18 ff&amp;lt;/ref&amp;gt; Hervorgehobene Relevanz besitzt die betriebliche Nachhaltigkeit dabei insbesondere für die ökologische Nachhaltigkeitsdimension. Ökologisch motivierte Effizienzmaßnahmen können finanzielle Einsparungen bewirken und somit auch ökonomisch nachhaltige Wirkung entfalten. Ein nachhaltiger Hochschulbetrieb schafft darüber hinaus neue Synergien und Schnittstellen mit anderen Organisationseinheiten der Hochschule, wie etwa der Verwaltung und besitzt gleichermaßen eine integrative Wirkung über alle Bereiche der Hochschule entlang eines partizipativen und ganzheitlichen Nachhaltigkeitsverständnisses.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Delakowitz, B. et. al., 2005, S. 22-23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=&#039;&#039;Ein nachhaltiger Hochschulbetrieb schließt Lehr- und Forschungsaktivitäten sowie Studierende, Lehrende und wissenschaftliche Mitarbeiter*innen ein.&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinzuweisen ist insbesondere auf die Vorbild- und Multiplikatorwirkung, die von einem nachhaltig organisierten Betrieb auch in Lehr- und Forschungsumgebungen wirkt. Positive Erfahrungen von Studierenden während eines Nachhaltigkeits-fokussierten Campuslebens sowie eines Lehr- und Forschungsalltags, in dem Nachhaltigkeitsprinzipien integriert sind, können ebenso bedeutsam für die Stärkung nachhaltigen Denkens und Handelns über das Studium hinaus sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Viebahn, P. &amp;amp; Matthies, M., 2000, S. 3-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gilt es bei der Umsetzung eines ganzheitlichen, institutionellen Ansatzes &amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; (Whole Institution Approach – WIA)&amp;lt;/span&amp;gt; eine Beteiligung von externen Anspruchsgruppen und Hochschulpartner*innen wie Studierendenwerk, Stadt, Kommune, Lieferanten und Dienstleistern zu berücksichtigen. Gemeinsam müssen Hochschulangehörige und externe Partner*innen die Betriebsbereiche ökologisch, sozial und ökonomisch nachhaltig gestalten und kontinuierlich entwickeln.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Kummert, K. et al., 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr bedeutsam für einen nachhaltigen WIA und wirkungsvoller als individuelle Einzelaktionen oder -projekte sind der grundlegende strategische Wille und die Unterstützung der Hochschulleitung durch geeignete „Governance-Strukturen“ (siehe [[Einzelleitfäden#Leitfaden Governance|Leitfaden Governance]]), um eine Verankerung von hochschulspezifischen, betrieblichen Nachhaltigkeitsthemen etwa im Leitbild einer Hochschule, derer Strategien und Ziele zu ermöglichen. Der Nachhaltigkeitsberichterstattung (NHB) kommt dabei die Aufgabe zu, die betriebliche Nachhaltigkeitsleitung einer Hochschule in einem transparenten Format an eine interessierte Öffentlichkeit zu kommunizieren (siehe[[Einzelleitfäden#Leitfaden Nachhaltigkeitsberichterstattung|Leitfaden NHB). Die systematische Erfassung und Aufbereitung betriebsrelevanter Daten im Rahmen eines Berichtswesens ermöglicht es Optimierungspotentiale zu identifizieren und schafft damit die Grundlage für Entscheidungsträger steuernd auf den Nachhaltigkeitsprozess einzuwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nachfolgende Tabelle fasst die wesentlichen Aspekte und Maßnahmen, die zur Nachhaltigkeit im Betrieb von Hochschulen einen entscheidenden Beitrag leisten und gleichsam als „Treiber“ angesehen werden können, zusammen. Dem gegenüber werden  Hemmnisse gestellt, die grundsätzlich auch als Herausforderungen und Chancen für Optimierungen angesehen werden können. Die nachstehende Aufzählung bietet dabei einen groben Überblick über potentielle Chancen und Risiken für eine Umsetzung eines nachhaltigen Hochschulbetriebs. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl weiterer Besonderheiten der individuellen Hochschulkontexte, die fördernd oder hindernd auf den Nachhaltigkeitsprozess wirken können. Eine wesentliche Aufgabe ist es, diese Faktoren zu identifizieren und zu nutzen, um geeignete Lösungen für die eigene Hochschule zu finden. Eine einheitliche Vorgehensweise, die gleichermaßen für alle Hochschulen Geltung besitzt, kann und soll es nicht geben.&lt;br /&gt;
Die nachfolgend dargestellten Hemmnisse und Treiber verhalten sich nicht zwangsläufig komplementär: Nicht jeder Erfolgsfaktor bietet Strategien zur Überwindung von Barrieren. Jede Strategie zur Überwindung von Barrieren stellt jedoch einen Erfolgsfaktor dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachhaltiger Hochschulbetrieb – Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
{{Vorlage:TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Leal Filho, W. et al., 2017, S. 93-99; Hemmnisse aus dem Englischen übersetzt, sinngemäß zusammengefasst, ergänzt und angepasst nach den Gegebenheiten an Hochschulen in Deutschland&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&amp;lt;ref&amp;gt;Schön, E., 2018, S. 23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
*fehlende Unterstützung durch Regierung/Behörden&lt;br /&gt;
*fehlende und/oder nicht adäquate rechtliche Vorgaben von Bund, Land sowie hochschulintern&lt;br /&gt;
*fehlende oder nicht ausreichende Unterstützung durch Leitungs- und Verwaltungsebene(n) der Hochschule&lt;br /&gt;
*Defizite bei Zusammenarbeit/Einigkeit&lt;br /&gt;
*ungenügende personelle und finanzielle Kapazitäten/Ressourcen&lt;br /&gt;
*mangelnde Kontinuität, fehlendes oder nicht ausreichendes Bewusstsein und (Vor-) Wissen&lt;br /&gt;
*unzureichende(s) Engagement, Bemühungen und Akzeptanz&lt;br /&gt;
*mangelnde oder fehlende Kommunikation intern und extern&lt;br /&gt;
*fehlende Kontrollen (-systeme) und Anreize (-systeme)&lt;br /&gt;
*Nichtbeachtung von Energieeffizienz-Technologien (z. B. in Gebäuden)&lt;br /&gt;
*unzureichendes Energieeffizienz-Verhalten (Licht-/Geräte-AUS, Beheizen/Belüften von Räumen)&lt;br /&gt;
*unzureichende(s) Abfallvermeidung bzw. Recycling&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
*Unterstützung und Verpflichtung durch die Hochschulleitung&lt;br /&gt;
*Positionierung und Formulierungen zur nachhaltigen betrieblichen Ausrichtung im Leitbild sowie in Strategien, Programmen, Zielen und Maßnahmen&lt;br /&gt;
*klare Verantwortlichkeiten, Institutionalisierung&lt;br /&gt;
*Umsetzung von Normen und Leitfäden (ISO, EMAS)&lt;br /&gt;
*Schaffung personeller Kapazitäten/Ressourcen zur Umsetzung&lt;br /&gt;
*Weiterbildungen zu betrieblichen Nachhaltigkeitsthemen&lt;br /&gt;
*Hochschulangehörige und externe Partner*innen regelmäßig informieren und partizipativ in den Nachhaltigkeitsprozess einbinden&lt;br /&gt;
*Beschaffung/Ausschreibung von Produkten/Dienstleistungen über (rechtskonforme) Nachhaltigkeitskriterien&lt;br /&gt;
*Nutzung und Etablierung nachhaltiger Mobilität&lt;br /&gt;
*Material-, Energie- und Wassereffizienz, Treibhausgas-, Abwasser- und Abfallvermeidung&lt;br /&gt;
*Förderung der Kreislaufwirtschaft&lt;br /&gt;
*Sensibilisierung und Motivation zum nachhaltigen Verhalten (Abfall vermeiden und trennen, Licht und Technik ausschalten, Beheizen/Belüften von Räumen)&lt;br /&gt;
*Messung/Erfassung der Nachhaltigkeitsleistung (quantitativ über Verbräuche, technische Messung und qualitativ über Zufriedenheit, Umfrage, Befragung)&lt;br /&gt;
*Kennzahlenbildung, Datenerhebung, Bilanzierung von Inputs und Outputs&lt;br /&gt;
*Durchführung von Erfolgskontrollen (z. B. interne Audits)&lt;br /&gt;
*Berücksichtigung von Rückkoppelungen und Vorschlägen in- und externer Partner*innen&lt;br /&gt;
*Nachhaltigkeitsberichterstattung &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Kapitel geben den Leser*innen einen tieferen Einstieg, wie Nachhaltigkeit im Betrieb von Hochschulen&lt;br /&gt;
realisiert werden kann. Auf die einleitend angesprochenen Themenfelder&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschaffung|Beschaffung]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Abfallmanagement|Abfallmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität|Mobilität]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Gebäude- und Energiemanagement|Gebäude- und Energiemanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Controlling|Controlling]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiger Forschungsbetrieb|Forschungsbetrieb]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement|Veranstaltungsmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse|Beschäftigungsverhältnisse]] und&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Kommunikation|Kommunikation]]&lt;br /&gt;
wird Bezug genommen hinsichtlich&lt;br /&gt;
* betroffenem Personenkreis/Anspruchsgruppen,&lt;br /&gt;
* Relevanz,&lt;br /&gt;
* Ziele,&lt;br /&gt;
* Hemmnisse und Treiber,&lt;br /&gt;
* Maßnahmen und Implementierung (Checklisten),&lt;br /&gt;
* Good Practice sowie&lt;br /&gt;
* weiterführenden Informationen und Links.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bayerisches Staatministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz. (2005). Umweltmanangement an Hochschulen. Abgerufen am 27. April 2018 von http://netzwerk-n.org/wp-content/uploads/2017/04/StMUV-2005-Umweltmanagement-an-Hochschulen.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Delakowitz, B. et. al. (2005). Vom operativen Umweltmanagement zum Leitmotiv „nachhaltige Entwicklung“. Das Beispiel der Hochschule Zittau/Görlitz. In Umweltmanagement an Hochschulen: Nachhaltigkeitsperspektiven, Leal Filho, W. &amp;amp; Delakowitz, B. (Hrsg.). Frankfurt am Main: Peter Lang GmbH.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Institut für Hochschulentwicklung. (2018). Hochschulen in Deutschland mit EMAS oder ISO 14001. Abgerufen am 30. April 2018 von https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kummert, K. et al. (Hrsg.). (2013). Nachhaltiges Facility Management I, Springer-Verlag Berlin Heidelberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leal Filho, W. et al. (2017). Identifying and overcoming obstacles to the implementation of sustainable development at universities. Journal of IntegratIve envIronmental ScIences. Vol 14, No. 1, 93-108. Abgerufen am 15. Januar 2018 von http://www.tandfonline.com/doi/pdf/10.1080/1943815X.2017.1362007?needAccess=true&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michelsen, G. (2000). Nachhaltigkeit als Herausforderung für die Hochschulen. In Michelsen, G. (Hrsg.). Sustainable University, Auf dem Weg zu einem universitären Agendaprozess (Bd. 1). Frankfurt/Main, S. 13-39: VAS – Verlag für akademische Schriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J. (2000). Umweltmanagement in Hochschulen Chancen und Grenzen eines Umweltaudits. Abgerufen am 26. April 2018 von https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Projektberichte_alte_Website/kib200003.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paeger, J. (2010). Umweltmanagementsysteme. Abgerufen am 03. Mai 2018 von http://www.yeenet.eu/images/stories/documets/Publications/General_Publications/EMS_DE_online.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schön, E. (2018). Status Quo Erhebung zur Nachhaltigkeit im Betrieb von Hochschulen. Masterarbeit. Hochschule Zittau/Görlitz. Zittau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viebahn, P. &amp;amp; Matthies, M. (2000). Ökobilanzierung und Umweltmanagement an Hochschulen. Konzept und Umsetzung an der Universität Osnabrück. Bochum: Projekt Verlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Bedeutung_und_Bezug_der_Nachhaltigkeit_im_Hochschulbetrieb&amp;diff=5586</id>
		<title>HOCH-N:Bedeutung und Bezug der Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Bedeutung_und_Bezug_der_Nachhaltigkeit_im_Hochschulbetrieb&amp;diff=5586"/>
		<updated>2020-10-26T11:28:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb erfährt etwa seit den 1990er Jahren dadurch Relevanz, dass Hochschulen über geltende rechtliche Vorgaben der Europäischen Union (EU), des Bundes und der Länder dazu verpflichtet sind, insbesondere arbeits- und umweltschutzbezogene Themen im Hochschulbetrieb zu berücksichtigen. Dazu zählen beispielsweise die Abfall- und Abwasserentsorgung, der sichere Umgang mit Gefahrstoffen sowie insbesondere der Immissions- und Arbeitsschutz. Zur Erfüllung der damit verknüpften Aufgaben war und ist die Festlegung von Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten, wie hochschulinterne Beauftragte für Arbeits- und Umweltschutz sowie für das Abfallmanagement und für den sicheren Umgang mit Gefahrstoffen von wesentlicher Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Müller, J., 2000, S. 1&amp;lt;/ref&amp;gt; Über die Rechtskonformität hinaus bedeutsam, jedoch wegen häufig fehlender hochschulpolitisch bindender Rahmenbedingungen noch weitgehend freiwillig, sind die Erfassung und Steuerung (Monitoring und Controlling) von Umweltaspekten (beispielsweise Emissions-, Verbrauchs- und Entsorgungsraten), die eng verbunden mit einem ressourcenbewussten, -effizienten, kreislauf- und substitutionsbasierten Betrieb sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Michelsen, G., 2000, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine effiziente Organisation von Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb wurden daraufhin seit 1999 validierte Umweltmanagementsysteme (UMS) nach der Öko-Audit Verordnung der EU und dem Eco-Management and Audit Scheme (EMAS) relevant und erfuhren u. a. an der Hochschule Zittau/Görlitz, an den Universitäten Paderborn, Bielefeld, Lüneburg sowie an den Technischen Universitäten Berlin und Dresden ihre Umsetzung.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Müller, J., 2000, S. 3&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Aktuell setzen 20 deutsche Hochschulen ein UMS nach EMAS oder ISO 14001 um.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Institut für Hochschulentwicklung, 2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Zusätzlich zu ihrer operativen ökologischen Relevanz gewinnen UMS zunehmend auch an strategischer Bedeutung für Entscheidungen  und Prozesse im Rahmen eines nachhaltigen Hochschulbetriebs. Dabei orientieren sie sich am Prozess der kontinuierlichen Verbesserung nach dem Plan-Do-Check-Act (PDCA)-Zyklus, der nach seinem Begründer auch Deming-Zyklus genannt wird (siehe Abbildung 1: PDCA-Zyklus).&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paeger, J., 2010, S. 12&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:PDCA-Zyklus.jpg|gerahmt|zentriert|Abbildung 1: PDCA-Zyklus (Nach Paeger, J., 2010, S. 12; Im Original: Deming, W. E., 1982, S. 88.)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Realisierung von Nachhaltigkeitsprinzipien im Hochschulbetrieb ist demnach bedeutsam, um strategische und operative Ziele, Strukturen und Prozesse, etwa zur Minimierung von Abfall, Abwasser und Emissionen sowie für einen effizienten Material-, Wasser und Energieeinsatz zu etablieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Bayerisches Staatministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, 2005, S. 3, S. 18 ff&amp;lt;/ref&amp;gt; Hervorgehobene Relevanz besitzt die betriebliche Nachhaltigkeit dabei insbesondere für die ökologische Nachhaltigkeitsdimension. Ökologisch motivierte Effizienzmaßnahmen können finanzielle Einsparungen bewirken und somit auch ökonomisch nachhaltige Wirkung entfalten. Ein nachhaltiger Hochschulbetrieb schafft darüber hinaus neue Synergien und Schnittstellen mit anderen Organisationseinheiten der Hochschule, wie etwa der Verwaltung und besitzt gleichermaßen eine integrative Wirkung über alle Bereiche der Hochschule entlang eines partizipativen und ganzheitlichen Nachhaltigkeitsverständnisses.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Delakowitz, B. et. al., 2005, S. 22-23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=&#039;&#039;Ein nachhaltiger Hochschulbetrieb schließt Lehr- und Forschungsaktivitäten sowie Studierende, Lehrende und wissenschaftliche Mitarbeiter*innen ein.&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinzuweisen ist insbesondere auf die Vorbild- und Multiplikatorwirkung, die von einem nachhaltig organisierten Betrieb auch in Lehr- und Forschungsumgebungen wirkt. Positive Erfahrungen von Studierenden während eines Nachhaltigkeits-fokussierten Campuslebens sowie eines Lehr- und Forschungsalltags, in dem Nachhaltigkeitsprinzipien integriert sind, können ebenso bedeutsam für die Stärkung nachhaltigen Denkens und Handelns über das Studium hinaus sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Viebahn, P. &amp;amp; Matthies, M., 2000, S. 3-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gilt es bei der Umsetzung eines ganzheitlichen, institutionellen Ansatzes &amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; (Whole Institution Approach – WIA)&amp;lt;/span&amp;gt; eine Beteiligung von externen Anspruchsgruppen und Hochschulpartner*innen wie Studierendenwerk, Stadt, Kommune, Lieferanten und Dienstleistern zu berücksichtigen. Gemeinsam müssen Hochschulangehörige und externe Partner*innen die Betriebsbereiche ökologisch, sozial und ökonomisch nachhaltig gestalten und kontinuierlich entwickeln.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Kummert, K. et al., 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr bedeutsam für einen nachhaltigen WIA und wirkungsvoller als individuelle Einzelaktionen oder -projekte sind der grundlegende strategische Wille und die Unterstützung der Hochschulleitung durch geeignete „Governance-Strukturen“ (siehe [[Einzelleitfäden#Leitfaden Governance|Leitfaden Governance]]), um eine Verankerung von hochschulspezifischen, betrieblichen Nachhaltigkeitsthemen etwa im Leitbild einer Hochschule, derer Strategien und Ziele zu ermöglichen. Der Nachhaltigkeitsberichterstattung (NHB) kommt dabei die Aufgabe zu, die betriebliche Nachhaltigkeitsleitung einer Hochschule in einem transparenten Format an eine interessierte Öffentlichkeit zu kommunizieren (siehe[[Einzelleitfäden#Leitfaden Nachhaltigkeitsberichterstattung|Leitfaden NHB). Die systematische Erfassung und Aufbereitung betriebsrelevanter Daten im Rahmen eines Berichtswesens ermöglicht es Optimierungspotentiale zu identifizieren und schafft damit die Grundlage für Entscheidungsträger steuernd auf den Nachhaltigkeitsprozess einzuwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nachfolgende Tabelle fasst die wesentlichen Aspekte und Maßnahmen, die zur Nachhaltigkeit im Betrieb von Hochschulen einen entscheidenden Beitrag leisten und gleichsam als „Treiber“ angesehen werden können, zusammen. Dem gegenüber werden  Hemmnisse gestellt, die grundsätzlich auch als Herausforderungen und Chancen für Optimierungen angesehen werden können. Die nachstehende Aufzählung bietet dabei einen groben Überblick über potentielle Chancen und Risiken für eine Umsetzung eines nachhaltigen Hochschulbetriebs. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl weiterer Besonderheiten der individuellen Hochschulkontexte, die fördernd oder hindernd auf den Nachhaltigkeitsprozess wirken können. Eine wesentliche Aufgabe ist es, diese Faktoren zu identifizieren und zu nutzen, um geeignete Lösungen für die eigene Hochschule zu finden. Eine einheitliche Vorgehensweise, die gleichermaßen für alle Hochschulen Geltung besitzt, kann und soll es nicht geben.&lt;br /&gt;
Die nachfolgend dargestellten Hemmnisse und Treiber verhalten sich nicht zwangsläufig komplementär: Nicht jeder Erfolgsfaktor bietet Strategien zur Überwindung von Barrieren. Jede Strategie zur Überwindung von Barrieren stellt jedoch einen Erfolgsfaktor dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachhaltiger Hochschulbetrieb – Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
{{Vorlage:TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Leal Filho, W. et al., 2017, S. 93-99; Hemmnisse aus dem Englischen übersetzt, sinngemäß zusammengefasst, ergänzt und angepasst nach den Gegebenheiten an Hochschulen in Deutschland&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&amp;lt;ref&amp;gt;Schön, E., 2018, S. 23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
*fehlende Unterstützung durch Regierung/Behörden&lt;br /&gt;
*fehlende und/oder nicht adäquate rechtliche Vorgaben von Bund, Land sowie hochschulintern&lt;br /&gt;
*fehlende oder nicht ausreichende Unterstützung durch Leitungs- und Verwaltungsebene(n) der Hochschule&lt;br /&gt;
*Defizite bei Zusammenarbeit/Einigkeit&lt;br /&gt;
*ungenügende personelle und finanzielle Kapazitäten/Ressourcen&lt;br /&gt;
*mangelnde Kontinuität, fehlendes oder nicht ausreichendes Bewusstsein und (Vor-) Wissen&lt;br /&gt;
*unzureichende(s) Engagement, Bemühungen und Akzeptanz&lt;br /&gt;
*mangelnde oder fehlende Kommunikation intern und extern&lt;br /&gt;
*fehlende Kontrollen (-systeme) und Anreize (-systeme)&lt;br /&gt;
*Nichtbeachtung von Energieeffizienz-Technologien (z. B. in Gebäuden)&lt;br /&gt;
*unzureichendes Energieeffizienz-Verhalten (Licht-/Geräte-AUS, Beheizen/Belüften von Räumen)&lt;br /&gt;
*unzureichende(s) Abfallvermeidung bzw. Recycling&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
*Unterstützung und Verpflichtung durch die Hochschulleitung&lt;br /&gt;
*Positionierung und Formulierungen zur nachhaltigen betrieblichen Ausrichtung im Leitbild sowie in Strategien, Programmen, Zielen und Maßnahmen&lt;br /&gt;
*klare Verantwortlichkeiten, Institutionalisierung&lt;br /&gt;
*Umsetzung von Normen und Leitfäden (ISO, EMAS)&lt;br /&gt;
*Schaffung personeller Kapazitäten/Ressourcen zur Umsetzung&lt;br /&gt;
*Weiterbildungen zu betrieblichen Nachhaltigkeitsthemen&lt;br /&gt;
*Hochschulangehörige und externe Partner*innen regelmäßig informieren und partizipativ in den Nachhaltigkeitsprozess einbinden&lt;br /&gt;
*Beschaffung/Ausschreibung von Produkten/Dienstleistungen über (rechtskonforme) Nachhaltigkeitskriterien&lt;br /&gt;
*Nutzung und Etablierung nachhaltiger Mobilität&lt;br /&gt;
*Material-, Energie- und Wassereffizienz, Treibhausgas-, Abwasser- und Abfallvermeidung&lt;br /&gt;
*Förderung der Kreislaufwirtschaft&lt;br /&gt;
*Sensibilisierung und Motivation zum nachhaltigen Verhalten (Abfall vermeiden und trennen, Licht und Technik ausschalten, Beheizen/Belüften von Räumen)&lt;br /&gt;
*Messung/Erfassung der Nachhaltigkeitsleistung (quantitativ über Verbräuche, technische Messung und qualitativ über Zufriedenheit, Umfrage, Befragung)&lt;br /&gt;
*Kennzahlenbildung, Datenerhebung, Bilanzierung von Inputs und Outputs&lt;br /&gt;
*Durchführung von Erfolgskontrollen (z. B. interne Audits)&lt;br /&gt;
*Berücksichtigung von Rückkoppelungen und Vorschlägen in- und externer Partner*innen&lt;br /&gt;
*Nachhaltigkeitsberichterstattung &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Kapitel geben den Leser*innen einen tieferen Einstieg, wie Nachhaltigkeit im Betrieb von Hochschulen&lt;br /&gt;
realisiert werden kann. Auf die einleitend angesprochenen Themenfelder&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschaffung|Beschaffung]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Abfallmanagement|Abfallmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität|Mobilität]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Gebäude- und Energiemanagement|Gebäude- und Energiemanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Controlling|Controlling]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiger Forschungsbetrieb|Forschungsbetrieb]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement|Veranstaltungsmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse|Beschäftigungsverhältnisse]] und&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Kommunikation|Kommunikation]]&lt;br /&gt;
wird Bezug genommen hinsichtlich&lt;br /&gt;
* betroffenem Personenkreis/Anspruchsgruppen,&lt;br /&gt;
* Relevanz,&lt;br /&gt;
* Ziele,&lt;br /&gt;
* Hemmnisse und Treiber,&lt;br /&gt;
* Maßnahmen und Implementierung,&lt;br /&gt;
* Good Practice sowie&lt;br /&gt;
* weiterführenden Informationen und Links.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bayerisches Staatministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz. (2005). Umweltmanangement an Hochschulen. Abgerufen am 27. April 2018 von http://netzwerk-n.org/wp-content/uploads/2017/04/StMUV-2005-Umweltmanagement-an-Hochschulen.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Delakowitz, B. et. al. (2005). Vom operativen Umweltmanagement zum Leitmotiv „nachhaltige Entwicklung“. Das Beispiel der Hochschule Zittau/Görlitz. In Umweltmanagement an Hochschulen: Nachhaltigkeitsperspektiven, Leal Filho, W. &amp;amp; Delakowitz, B. (Hrsg.). Frankfurt am Main: Peter Lang GmbH.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Institut für Hochschulentwicklung. (2018). Hochschulen in Deutschland mit EMAS oder ISO 14001. Abgerufen am 30. April 2018 von https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kummert, K. et al. (Hrsg.). (2013). Nachhaltiges Facility Management I, Springer-Verlag Berlin Heidelberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leal Filho, W. et al. (2017). Identifying and overcoming obstacles to the implementation of sustainable development at universities. Journal of IntegratIve envIronmental ScIences. Vol 14, No. 1, 93-108. Abgerufen am 15. Januar 2018 von http://www.tandfonline.com/doi/pdf/10.1080/1943815X.2017.1362007?needAccess=true&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michelsen, G. (2000). Nachhaltigkeit als Herausforderung für die Hochschulen. In Michelsen, G. (Hrsg.). Sustainable University, Auf dem Weg zu einem universitären Agendaprozess (Bd. 1). Frankfurt/Main, S. 13-39: VAS – Verlag für akademische Schriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J. (2000). Umweltmanagement in Hochschulen Chancen und Grenzen eines Umweltaudits. Abgerufen am 26. April 2018 von https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Projektberichte_alte_Website/kib200003.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paeger, J. (2010). Umweltmanagementsysteme. Abgerufen am 03. Mai 2018 von http://www.yeenet.eu/images/stories/documets/Publications/General_Publications/EMS_DE_online.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schön, E. (2018). Status Quo Erhebung zur Nachhaltigkeit im Betrieb von Hochschulen. Masterarbeit. Hochschule Zittau/Görlitz. Zittau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viebahn, P. &amp;amp; Matthies, M. (2000). Ökobilanzierung und Umweltmanagement an Hochschulen. Konzept und Umsetzung an der Universität Osnabrück. Bochum: Projekt Verlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Bedeutung_und_Bezug_der_Nachhaltigkeit_im_Hochschulbetrieb&amp;diff=5585</id>
		<title>HOCH-N:Bedeutung und Bezug der Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb</title>
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		<updated>2020-10-26T11:15:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb erfährt etwa seit den 1990er Jahren dadurch Relevanz, dass Hochschulen über geltende rechtliche Vorgaben der Europäischen Union (EU), des Bundes und der Länder dazu verpflichtet sind, insbesondere arbeits- und umweltschutzbezogene Themen im Hochschulbetrieb zu berücksichtigen. Dazu zählen beispielsweise die Abfall- und Abwasserentsorgung, der sichere Umgang mit Gefahrstoffen sowie insbesondere der Immissions- und Arbeitsschutz. Zur Erfüllung der damit verknüpften Aufgaben war und ist die Festlegung von Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten, wie hochschulinterne Beauftragte für Arbeits- und Umweltschutz sowie für das Abfallmanagement und für den sicheren Umgang mit Gefahrstoffen von wesentlicher Bedeutung. &amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Müller, J., 2000, S. 1&amp;lt;/ref&amp;gt; Über die Rechtskonformität hinaus bedeutsam, jedoch wegen häufig fehlender hochschulpolitisch bindender Rahmenbedingungen noch weitgehend freiwillig, sind die Erfassung und Steuerung (Monitoring und Controlling) von Umweltaspekten (beispielsweise Emissions-, Verbrauchs- und Entsorgungsraten), die eng verbunden mit einem ressourcenbewussten, -effizienten, kreislauf- und substitutionsbasierten Betrieb sind. &amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Michelsen, G., 2000, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine effiziente Organisation von Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb wurden daraufhin seit 1999 validierte Umweltmanagementsysteme (UMS) nach der Öko-Audit Verordnung der EU und dem Eco-Management and Audit Scheme (EMAS) relevant und erfuhren u. a. an der Hochschule Zittau/Görlitz, an den Universitäten Paderborn, Bielefeld, Lüneburg sowie an den Technischen Universitäten Berlin und Dresden ihre Umsetzung. &amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Müller, J., 2000, S. 3&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Aktuell setzen 20 deutsche Hochschulen ein UMS nach EMAS oder ISO 14001 um. &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Institut für Hochschulentwicklung, 2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Zusätzlich zu ihrer operativen ökologischen Relevanz gewinnen UMS zunehmend auch an strategischer Bedeutung für Entscheidungen  und Prozesse im Rahmen eines nachhaltigen Hochschulbetriebs. Dabei orientieren sie sich am Prozess der kontinuierlichen Verbesserung nach dem Plan-Do-Check-Act (PDCA)-Zyklus, der nach seinem Begründer auch Deming-Zyklus genannt wird (siehe Abbildung 1: PDCA-Zyklus). &amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paeger, J., 2010, S. 12&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:PDCA-Zyklus.jpg|gerahmt|zentriert|Abbildung 1: PDCA-Zyklus (Nach Paeger, J., 2010, S. 12; Im Original: Deming, W. E., 1982, S. 88.)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Realisierung von Nachhaltigkeitsprinzipien im Hochschulbetrieb ist demnach bedeutsam, um strategische und operative Ziele, Strukturen und Prozesse, etwa zur Minimierung von Abfall, Abwasser und Emissionen sowie für einen effizienten Material-, Wasser und Energieeinsatz zu etablieren. &amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Bayerisches Staatministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, 2005, S. 3, S. 18 ff&amp;lt;/ref&amp;gt; Hervorgehobene Relevanz besitzt die betriebliche Nachhaltigkeit dabei insbesondere für die ökologische Nachhaltigkeitsdimension. Ökologisch motivierte Effizienzmaßnahmen können finanzielle Einsparungen bewirken und somit auch ökonomisch nachhaltige Wirkung entfalten. Ein nachhaltiger Hochschulbetrieb schafft darüber hinaus neue Synergien und Schnittstellen mit anderen Organisationseinheiten der Hochschule, wie etwa der Verwaltung (Governance) und besitzt gleichermaßen eine integrative Wirkung über alle Bereiche der Hochschule entlang eines partizipativen und ganzheitlichen Nachhaltigkeitsverständnisses. &amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Delakowitz, B. et. al., 2005, S. 22-23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=&#039;&#039;Ein nachhaltiger Hochschulbetrieb schließt Lehr- und Forschungsaktivitäten sowie Studierende, Lehrende und wissenschaftliche Mitarbeiter*innen ein.&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinzuweisen ist insbesondere auf die Vorbild- und Multiplikatorwirkung, die von einem nachhaltig organisierten Betrieb auch in Lehr- und Forschungsumgebungen wirkt. Positive Erfahrungen von Studierenden während eines Nachhaltigkeits-fokussierten Campuslebens sowie eines Lehr- und Forschungsalltags, in dem Nachhaltigkeitsprinzipien integriert sind, können ebenso bedeutsam für die Stärkung nachhaltigen Denkens und Handelns über das Studium hinaus sein. &amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Viebahn, P. &amp;amp; Matthies, M., 2000, S. 3-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gilt es bei der Umsetzung eines ganzheitlichen, institutionellen Ansatzes &amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; (Whole Institution Approach – WIA)&amp;lt;/span&amp;gt; eine Beteiligung von externen Anspruchsgruppen und Hochschulpartner*innen wie Studierendenwerk, Stadt, Kommune, Lieferanten und Dienstleistern zu berücksichtigen. Gemeinsam müssen Hochschulangehörige und externe Partner*innen die Betriebsbereiche ökologisch, sozial und ökonomisch nachhaltig gestalten und kontinuierlich entwickeln. &amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Kummert, K. et al., 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr bedeutsam für einen nachhaltigen WIA und wirkungsvoller als individuelle Einzelaktionen oder -projekte sind der grundlegende strategische Wille und die Unterstützung der Hochschulleitung durch geeignete „Governance-Strukturen“ (siehe [[Einzelleitfäden#Leitfaden Governance|Leitfaden Governance]]), um eine Verankerung von hochschulspezifischen, betrieblichen Nachhaltigkeitsthemen etwa im Leitbild einer Hochschule, derer Strategien und Ziele zu ermöglichen. Der Nachhaltigkeitsberichterstattung kommt dabei die Aufgabe zu, die betriebliche Nachhaltigkeitsleitung einer Hochschule in einem transparenten Format an eine interessierte Öffentlichkeit zu kommunizieren. Die systematische Erfassung und Aufbereitung betriebsrelevanter Daten im Rahmen eines Berichtswesens ermöglicht es Optimierungspotentiale zu identifizieren und schafft damit die Grundlage für Entscheidungsträger steuernd auf den Nachhaltigkeitsprozess einzuwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nachfolgende Tabelle fasst die wesentlichen Aspekte und Maßnahmen, die zur Nachhaltigkeit im Betrieb von Hochschulen einen entscheidenden Beitrag leisten und gleichsam als „Treiber“ angesehen werden können, zusammen. Dem gegenüber werden  Hemmnisse gestellt, die grundsätzlich auch als Herausforderungen und Chancen für Optimierungen angesehen werden können. Die nachstehende Aufzählung bietet dabei einen groben Überblick über potentielle Chancen und Risiken für eine Umsetzung eines nachhaltigen Hochschulbetriebs. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl weiterer Besonderheiten der individuellen Hochschulkontexte, die fördernd oder hindernd auf den Nachhaltigkeitsprozess wirken können. Eine wesentliche Aufgabe ist es, diese Faktoren zu identifizieren und zu nutzen, um geeignete Lösungen für die eigene Hochschule zu finden. Eine einheitliche Vorgehensweise, die gleichermaßen für alle Hochschulen Geltung besitzt, kann und soll es nicht geben.&lt;br /&gt;
Die nachfolgend dargestellten Hemmnisse und Treiber verhalten sich nicht zwangsläufig komplementär: Nicht jeder Erfolgsfaktor bietet Strategien zur Überwindung von Barrieren. Jede Strategie zur Überwindung von Barrieren stellt jedoch einen Erfolgsfaktor dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachhaltiger Hochschulbetrieb – Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
{{Vorlage:TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Leal Filho, W. et al., 2017, S. 93-99; Hemmnisse aus dem Englischen übersetzt, sinngemäß zusammengefasst, ergänzt und angepasst nach den Gegebenheiten an Hochschulen in Deutschland&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=Treiber&amp;lt;ref&amp;gt;Schön, E., 2018, S. 23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*fehlende Unterstützung durch Regierung/Behörden&lt;br /&gt;
*fehlende und/oder nicht adäquate rechtliche Vorgaben von Bund, Land sowie hochschulintern&lt;br /&gt;
*fehlende oder nicht ausreichende Unterstützung durch Leitungs- und Verwaltungsebene(n) der Hochschule&lt;br /&gt;
*Defizite bei Zusammenarbeit/Einigkeit&lt;br /&gt;
*ungenügende personelle und finanzielle Kapazitäten/Ressourcen&lt;br /&gt;
*mangelnde Kontinuität, fehlendes oder nicht ausreichendes Bewusstsein und (Vor-) Wissen&lt;br /&gt;
*unzureichende(s) Engagement, Bemühungen und Akzeptanz&lt;br /&gt;
*mangelnde oder fehlende Kommunikation intern und extern&lt;br /&gt;
*fehlende Kontrollen (-systemen) und Anreize (-systemen)&lt;br /&gt;
*Nichtbeachtung von Energieeffizienz-Technologien (z. B. in Gebäuden)&lt;br /&gt;
*unzureichendes Energieeffizienz-Verhalten (Licht-/Geräte-AUS, Beheizen/Belüften von Räumen)&lt;br /&gt;
*unzureichende(s) Abfallvermeidung bzw. Recycling&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
*Unterstützung und Verpflichtung durch die Hochschulleitung&lt;br /&gt;
*Positionierung und Formulierungen zur nachhaltigen betrieblichen Ausrichtung im Leitbild sowie in Strategien, Programmen, Zielen und Maßnahmen&lt;br /&gt;
*klare Verantwortlichkeiten, Institutionalisierung&lt;br /&gt;
*Umsetzung von Normen und Leitfäden (ISO, EMAS)&lt;br /&gt;
*praktische Anwendung und Umsetzung von Normen und Leitfäden&lt;br /&gt;
*Schaffung personeller Kapazitäten/Ressourcen zur Umsetzung&lt;br /&gt;
*Weiterbildungen zu betrieblichen Nachhaltigkeitsthemen&lt;br /&gt;
*Hochschulangehörige und externe Partner regelmäßig informieren und partizipativ in den Nachhaltigkeitsprozess einbinden&lt;br /&gt;
*Beschaffung/Ausschreibung von Produkten/Dienstleistungen über (rechtskonforme) Nachhaltigkeitskriterien&lt;br /&gt;
*Nutzung und Etablierung nachhaltiger Mobilität&lt;br /&gt;
*Material-, Energie- und Wassereffizienz&lt;br /&gt;
*Treibhausgas-, Abwasser- und Abfallvermeidung&lt;br /&gt;
*Förderung der Kreislaufwirtschaft&lt;br /&gt;
*Sensibilisierung und Motivation zum nachhaltigen Verhalten (Abfall vermeiden und trennen, Licht und Technik ausschalten, Beheizen/Belüften von Räumen)&lt;br /&gt;
*Messung/Erfassung der Nachhaltigkeitsleistung (quantitativ über Verbräuche, technische Messung und qualitativ über Zufriedenheit, Umfrage, Befragung)&lt;br /&gt;
*Kennzahlenbildung, Datenerhebung, Bilanzierung von Inputs und Outputs&lt;br /&gt;
*Durchführung von Erfolgskontrollen (z. B. interne Audits)&lt;br /&gt;
*Berücksichtigung von Rückkoppelungen und Vorschlägen in- und externer Partner&lt;br /&gt;
*Nachhaltigkeitsberichterstattung (nach HS-DNK)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Kapitel geben den Leser*innen einen tieferen Einstieg, wie Nachhaltigkeit im Betrieb von Hochschulen&lt;br /&gt;
realisiert werden kann. Auf die einleitend angesprochenen Themenfelder&lt;br /&gt;
* Beschaffung,&lt;br /&gt;
* Abfallmanagement,&lt;br /&gt;
* Mobilität,&lt;br /&gt;
* Gebäude- und Energiemanagement,&lt;br /&gt;
* Controlling,&lt;br /&gt;
* Forschungsbetrieb,&lt;br /&gt;
* Veranstaltungsmanagement,&lt;br /&gt;
* Beschäftigungsverhältnisse und&lt;br /&gt;
* Kommunikation&lt;br /&gt;
wird Bezug genommen hinsichtlich&lt;br /&gt;
* betroffenem Personenkreis/Anspruchsgruppen,&lt;br /&gt;
* Relevanz,&lt;br /&gt;
* Ziele,&lt;br /&gt;
* Hemmnisse und Treiber,&lt;br /&gt;
* Maßnahmen und Implementierung,&lt;br /&gt;
* Good Practice sowie&lt;br /&gt;
* weiterführenden Informationen und Links.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bayerisches Staatministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz. (2005). Umweltmanangement an Hochschulen. Abgerufen am 27. April 2018 von http://netzwerk-n.org/wp-content/uploads/2017/04/StMUV-2005-Umweltmanagement-an-Hochschulen.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Delakowitz, B. et. al. (2005). Vom operativen Umweltmanagement zum Leitmotiv „nachhaltige Entwicklung“. Das Beispiel der Hochschule Zittau/Görlitz. In Umweltmanagement an Hochschulen: Nachhaltigkeitsperspektiven, Leal Filho, W. &amp;amp; Delakowitz, B. (Hrsg.). Frankfurt am Main: Peter Lang GmbH.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Institut für Hochschulentwicklung. (2018). Hochschulen in Deutschland mit EMAS oder ISO 14001. Abgerufen am 30. April 2018 von https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kummert, K. et al. (Hrsg.). (2013). Nachhaltiges Facility Management I, Springer-Verlag Berlin Heidelberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leal Filho, W. et al. (2017). Identifying and overcoming obstacles to the implementation of sustainable development at universities. Journal of IntegratIve envIronmental ScIences. Vol 14, No. 1, 93-108. Abgerufen am 15. Januar 2018 von http://www.tandfonline.com/doi/pdf/10.1080/1943815X.2017.1362007?needAccess=true&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michelsen, G. (2000). Nachhaltigkeit als Herausforderung für die Hochschulen. In Michelsen, G. (Hrsg.). Sustainable University, Auf dem Weg zu einem universitären Agendaprozess (Bd. 1). Frankfurt/Main, S. 13-39: VAS – Verlag für akademische Schriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J. (2000). Umweltmanagement in Hochschulen Chancen und Grenzen eines Umweltaudits. Abgerufen am 26. April 2018 von https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Projektberichte_alte_Website/kib200003.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paeger, J. (2010). Umweltmanagementsysteme. Abgerufen am 03. Mai 2018 von http://www.yeenet.eu/images/stories/documets/Publications/General_Publications/EMS_DE_online.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schön, E. (2018). Status Quo Erhebung zur Nachhaltigkeit im Betrieb von Hochschulen. Masterarbeit. Hochschule Zittau/Görlitz. Zittau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viebahn, P. &amp;amp; Matthies, M. (2000). Ökobilanzierung und Umweltmanagement an Hochschulen. Konzept und Umsetzung an der Universität Osnabrück. Bochum: Projekt Verlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Bedeutung_und_Bezug_der_Nachhaltigkeit_im_Hochschulbetrieb&amp;diff=5582</id>
		<title>HOCH-N:Bedeutung und Bezug der Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Bedeutung_und_Bezug_der_Nachhaltigkeit_im_Hochschulbetrieb&amp;diff=5582"/>
		<updated>2020-10-26T10:24:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb erfährt etwa seit den 1990er Jahren dadurch Relevanz, dass Hochschulen über geltende rechtliche Vorgaben der Europäischen Union (EU), des Bundes und der Länder dazu verpflichtet sind, insbesondere arbeits- und umweltschutzbezogene Themen im Hochschulbetrieb zu berücksichtigen. Dazu zählen beispielsweise die Abfall- und Abwasserentsorgung, der sichere Umgang mit Gefahrstoffen sowie insbesondere der Immissions- und Arbeitsschutz. Zur Erfüllung der damit verknüpften Aufgaben war und ist die Festlegung von Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten, wie hochschulinterne Beauftragte für Arbeits- und Umweltschutz sowie für das Abfallmanagement und für den sicheren Umgang mit Gefahrstoffen von wesentlicher Bedeutung. &amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Müller, J., 2000, S. 1&amp;lt;/ref&amp;gt; Über die Rechtskonformität hinaus bedeutsam, jedoch wegen häufig fehlender hochschulpolitisch bindenden Rahmenbedingungen noch weitgehend freiwillig, sind die Erfassung und Steuerung (Monitoring und Controlling) von Umweltaspekten (beispielsweise Emissions-, Verbrauchs- und Entsorgungsraten), die eng verbunden mit einem ressourcenbewussten, -effizienten, kreislauf- und substitutionsbasierten Betrieb sind. &amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Michelsen, G., 2000, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine effiziente Organisation von Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb wurden daraufhin seit 1999 validierte Umweltmanagementsysteme (UMS) nach der Öko-Audit Verordnung der EU und dem Eco-Management and Audit Scheme (EMAS) relevant und erfuhren u. a. an der Hochschule Zittau/Görlitz, an den Universitäten Paderborn, Bielefeld, Lüneburg sowie an den Technischen Universitäten Berlin und Dresden ihre Umsetzung. &amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Müller, J., 2000, S. 3&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Aktuell setzen 20 deutsche Hochschulen ein UMS nach EMAS oder ISO 14001 um. &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Institut für Hochschulentwicklung, 2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Zusätzlich zu ihrer operativen ökologischen Relevanz gewinnen UMS zunehmend auch an strategischer Bedeutung für Entscheidungen  und Prozesse im Rahmen eines nachhaltigen Hochschulbetriebs. Dabei orientieren sie sich am Prozess der kontinuierlichen Verbesserung nach dem Plan-Do-Check-Act (PDCA)-Zyklus, der nach seinem Begründer auch Deming-Zyklus genannt wird (siehe Abbildung 1: PDCA-Zyklus). &amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paeger, J., 2010, S. 12&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:PDCA-Zyklus.jpg|gerahmt|zentriert|Abbildung 1: PDCA-Zyklus (Nach Paeger, J., 2010, S. 12; Im Original: Deming, W. E., 1982, S. 88.)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Realisierung von Nachhaltigkeitsprinzipien im Hochschulbetrieb ist demnach bedeutsam, um strategische und operative Ziele, Strukturen und Prozesse, etwa zur Minimierung von Abfall, Abwasser und Emissionen sowie für einen effizienten Material-, Wasser und Energieeinsatz zu etablieren. &amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Bayerisches Staatministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, 2005, S. 3, S. 18 ff&amp;lt;/ref&amp;gt; Hervorgehobene Relevanz besitzt die betriebliche Nachhaltigkeit dabei insbesondere für die ökologische Nachhaltigkeitsdimension. Ökologisch motivierte Effizienzmaßnahmen können finanzielle Einsparungen bewirken und somit auch ökonomisch nachhaltige Wirkung entfalten. Ein nachhaltiger Hochschulbetrieb schafft darüber hinaus neue Synergien und Schnittstellen mit anderen Organisationseinheiten der Hochschule, wie etwa der Verwaltung (Governance) und besitzt gleichermaßen eine integrative Wirkung über alle Bereiche der Hochschule entlang eines partizipativen und ganzheitlichen Nachhaltigkeitsverständnisses. &amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Delakowitz, B. et. al., 2005, S. 22-23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=&#039;&#039;Ein nachhaltiger Hochschulbetrieb schließt Lehr- und Forschungsaktivitäten sowie Studierende, Lehrende und wissenschaftliche Mitarbeiter*innen ein.&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinzuweisen ist insbesondere auf die Vorbild- und Multiplikatorwirkung, die von einem nachhaltig organisierten Betrieb auch in Lehr- und Forschungsumgebungen wirkt. Positive Erfahrungen von Studierenden während eines Nachhaltigkeits-fokussierten Campuslebens sowie eines Lehr- und Forschungsalltags, in dem Nachhaltigkeitsprinzipien integriert sind, können ebenso bedeutsam für die Stärkung nachhaltigen Denkens und Handelns über das Studium hinaus sein. &amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Viebahn, P. &amp;amp; Matthies, M., 2000, S. 3-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gilt es bei der Umsetzung eines ganzheitlichen, institutionellen Ansatzes &amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; (Whole Institution Approach – WIA)&amp;lt;/span&amp;gt; eine Beteiligung von externen Anspruchsgruppen und Hochschulpartner*innen wie Studierendenwerk, Stadt, Kommune, Lieferanten und Dienstleistern zu berücksichtigen. Gemeinsam müssen Hochschulangehörige und externe Partner*innen die Betriebsbereiche ökologisch, sozial und ökonomisch nachhaltig gestalten und kontinuierlich entwickeln. &amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Kummert, K. et al., 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr bedeutsam für einen nachhaltigen WIA und wirkungsvoller als individuelle Einzelaktionen oder -projekte sind der grundlegende strategische Wille und die Unterstützung der Hochschulleitung durch geeignete „Governance-Strukturen“ (siehe [[Einzelleitfäden#Leitfaden Governance|Leitfaden Governance]]), um eine Verankerung von hochschulspezifischen, betrieblichen Nachhaltigkeitsthemen etwa im Leitbild einer Hochschule, derer Strategien und Ziele zu ermöglichen. Der Nachhaltigkeitsberichterstattung kommt dabei die Aufgabe zu, die betriebliche Nachhaltigkeitsleitung einer Hochschule in einem transparenten Format an eine interessierte Öffentlichkeit zu kommunizieren. Die systematische Erfassung und Aufbereitung betriebsrelevanter Daten im Rahmen eines Berichtswesens ermöglicht es Optimierungspotentiale zu identifizieren und schafft damit die Grundlage für Entscheidungsträger steuernd auf den Nachhaltigkeitsprozess einzuwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nachfolgende Tabelle fasst die wesentlichen Aspekte und Maßnahmen, die zur Nachhaltigkeit im Betrieb von Hochschulen einen entscheidenden Beitrag leisten und gleichsam als „Treiber“ angesehen werden können, zusammen. Dem gegenüber werden  Hemmnisse gestellt, die grundsätzlich auch als Herausforderungen und Chancen für Optimierungen angesehen werden können. Die nachstehende Aufzählung bietet dabei einen groben Überblick über potentielle Chancen und Risiken für eine Umsetzung eines nachhaltigen Hochschulbetriebs. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl weiterer Besonderheiten der individuellen Hochschulkontexte, die fördernd oder hindernd auf den Nachhaltigkeitsprozess wirken können. Eine wesentliche Aufgabe ist es, diese Faktoren zu identifizieren und zu nutzen, um geeignete Lösungen für die eigene Hochschule zu finden. Eine einheitliche Vorgehensweise, die gleichermaßen für alle Hochschulen Geltung besitzt, kann und soll es nicht geben.&lt;br /&gt;
Die nachfolgend dargestellten Hemmnisse und Treiber verhalten sich nicht zwangsläufig komplementär: Nicht jeder Erfolgsfaktor bietet Strategien zur Überwindung von Barrieren. Jede Strategie zur Überwindung von Barrieren stellt jedoch einen Erfolgsfaktor dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachhaltiger Hochschulbetrieb – Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
{{Vorlage:TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Leal Filho, W. et al., 2017, S. 93-99; Hemmnisse aus dem Englischen übersetzt, sinngemäß zusammengefasst, ergänzt und angepasst nach den Gegebenheiten an Hochschulen in Deutschland&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=Treiber&amp;lt;ref&amp;gt;Schön, E., 2018, S. 23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*fehlende Unterstützung durch Regierung/Behörden&lt;br /&gt;
*fehlende und/oder nicht adäquate rechtliche Vorgaben von Bund, Land sowie hochschulintern&lt;br /&gt;
*fehlende oder nicht ausreichende Unterstützung durch Leitungs- und Verwaltungsebene(n) der Hochschule&lt;br /&gt;
*Defizite bei Zusammenarbeit/Einigkeit&lt;br /&gt;
*ungenügende personelle und finanzielle Kapazitäten/Ressourcen&lt;br /&gt;
*mangelnde Kontinuität, fehlendes oder nicht ausreichendes Bewusstsein und (Vor-) Wissen&lt;br /&gt;
*unzureichende(s) Engagement, Bemühungen und Akzeptanz&lt;br /&gt;
*mangelnde oder fehlende Kommunikation intern und extern&lt;br /&gt;
*fehlende Kontrollen (-systemen) und Anreize (-systemen)&lt;br /&gt;
*Nichtbeachtung von Energieeffizienz-Technologien (z. B. in Gebäuden)&lt;br /&gt;
*unzureichendes Energieeffizienz-Verhalten (Licht-/Geräte-AUS, Beheizen/Belüften von Räumen)&lt;br /&gt;
*unzureichende(s) Abfallvermeidung bzw. Recycling&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
*Unterstützung und Verpflichtung durch die Hochschulleitung&lt;br /&gt;
*Positionierung und Formulierungen zur nachhaltigen betrieblichen Ausrichtung im Leitbild sowie in Strategien, Programmen, Zielen und Maßnahmen&lt;br /&gt;
*klare Verantwortlichkeiten, Institutionalisierung&lt;br /&gt;
*Umsetzung von Normen und Leitfäden (ISO, EMAS)&lt;br /&gt;
*praktische Anwendung und Umsetzung von Normen und Leitfäden&lt;br /&gt;
*Schaffung personeller Kapazitäten/Ressourcen zur Umsetzung&lt;br /&gt;
*Weiterbildungen zu betrieblichen Nachhaltigkeitsthemen&lt;br /&gt;
*Hochschulangehörige und externe Partner regelmäßig informieren und partizipativ in den Nachhaltigkeitsprozess einbinden&lt;br /&gt;
*Beschaffung/Ausschreibung von Produkten/Dienstleistungen über (rechtskonforme) Nachhaltigkeitskriterien&lt;br /&gt;
*Nutzung und Etablierung nachhaltiger Mobilität&lt;br /&gt;
*Material-, Energie- und Wassereffizienz&lt;br /&gt;
*Treibhausgas-, Abwasser- und Abfallvermeidung&lt;br /&gt;
*Förderung der Kreislaufwirtschaft&lt;br /&gt;
*Sensibilisierung und Motivation zum nachhaltigen Verhalten (Abfall vermeiden und trennen, Licht und Technik ausschalten, Beheizen/Belüften von Räumen)&lt;br /&gt;
*Messung/Erfassung der Nachhaltigkeitsleistung (quantitativ über Verbräuche, technische Messung und qualitativ über Zufriedenheit, Umfrage, Befragung)&lt;br /&gt;
*Kennzahlenbildung, Datenerhebung, Bilanzierung von Inputs und Outputs&lt;br /&gt;
*Durchführung von Erfolgskontrollen (z. B. interne Audits)&lt;br /&gt;
*Berücksichtigung von Rückkoppelungen und Vorschlägen in- und externer Partner&lt;br /&gt;
*Nachhaltigkeitsberichterstattung (nach HS-DNK)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Kapitel geben den Leser*innen einen tieferen Einstieg, wie Nachhaltigkeit im Betrieb von Hochschulen&lt;br /&gt;
realisiert werden kann. Auf die einleitend angesprochenen Themenfelder&lt;br /&gt;
* Beschaffung,&lt;br /&gt;
* Abfallmanagement,&lt;br /&gt;
* Mobilität,&lt;br /&gt;
* Gebäude- und Energiemanagement,&lt;br /&gt;
* Controlling,&lt;br /&gt;
* Forschungsbetrieb,&lt;br /&gt;
* Veranstaltungsmanagement,&lt;br /&gt;
* Beschäftigungsverhältnisse und&lt;br /&gt;
* Kommunikation&lt;br /&gt;
wird Bezug genommen hinsichtlich&lt;br /&gt;
* betroffenem Personenkreis/Anspruchsgruppen,&lt;br /&gt;
* Relevanz,&lt;br /&gt;
* Ziele,&lt;br /&gt;
* Hemmnisse und Treiber,&lt;br /&gt;
* Maßnahmen und Implementierung,&lt;br /&gt;
* Good Practice sowie&lt;br /&gt;
* weiterführenden Informationen und Links.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bayerisches Staatministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz. (2005). Umweltmanangement an Hochschulen. Abgerufen am 27. April 2018 von http://netzwerk-n.org/wp-content/uploads/2017/04/StMUV-2005-Umweltmanagement-an-Hochschulen.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Delakowitz, B. et. al. (2005). Vom operativen Umweltmanagement zum Leitmotiv „nachhaltige Entwicklung“. Das Beispiel der Hochschule Zittau/Görlitz. In Umweltmanagement an Hochschulen: Nachhaltigkeitsperspektiven, Leal Filho, W. &amp;amp; Delakowitz, B. (Hrsg.). Frankfurt am Main: Peter Lang GmbH.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Institut für Hochschulentwicklung. (2018). Hochschulen in Deutschland mit EMAS oder ISO 14001. Abgerufen am 30. April 2018 von https://his-he.de/portale/nachhaltige-entwicklung/emasiso/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kummert, K. et al. (Hrsg.). (2013). Nachhaltiges Facility Management I, Springer-Verlag Berlin Heidelberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leal Filho, W. et al. (2017). Identifying and overcoming obstacles to the implementation of sustainable development at universities. Journal of IntegratIve envIronmental ScIences. Vol 14, No. 1, 93-108. Abgerufen am 15. Januar 2018 von http://www.tandfonline.com/doi/pdf/10.1080/1943815X.2017.1362007?needAccess=true&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michelsen, G. (2000). Nachhaltigkeit als Herausforderung für die Hochschulen. In Michelsen, G. (Hrsg.). Sustainable University, Auf dem Weg zu einem universitären Agendaprozess (Bd. 1). Frankfurt/Main, S. 13-39: VAS – Verlag für akademische Schriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller, J. (2000). Umweltmanagement in Hochschulen Chancen und Grenzen eines Umweltaudits. Abgerufen am 26. April 2018 von https://his-he.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Projektberichte_alte_Website/kib200003.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paeger, J. (2010). Umweltmanagementsysteme. Abgerufen am 03. Mai 2018 von http://www.yeenet.eu/images/stories/documets/Publications/General_Publications/EMS_DE_online.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schön, E. (2018). Status Quo Erhebung zur Nachhaltigkeit im Betrieb von Hochschulen. Masterarbeit. Hochschule Zittau/Görlitz. Zittau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viebahn, P. &amp;amp; Matthies, M. (2000). Ökobilanzierung und Umweltmanagement an Hochschulen. Konzept und Umsetzung an der Universität Osnabrück. Bochum: Projekt Verlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltigkeit_im_Hochschulbetrieb&amp;diff=5336</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltigkeit_im_Hochschulbetrieb&amp;diff=5336"/>
		<updated>2020-10-16T13:32:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 100%; border:rgb(5242,200,20) solid 5px; text-align: left&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align: center&amp;quot; | [[Datei:Betrieb pos.png|70px]] Willkommen auf der Seite des Handlungsfelds Betrieb! &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; &#039;&#039;kurze Vorstellung/Einführung:&#039;&#039; &amp;lt;/span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Hochschulen stellen – ebenso wie andere öffentliche Einrichtungen und Unternehmen – Organisationen dar, deren alltäglicher Betrieb direkte und indirekte ökologische, ökonomische und soziale Auswirkungen hat. Dieser Auswirkungen und der daraus resultierenden Verantwortung müssen sich Hochschulen bewusst sein und dementsprechend betriebliche Nachhaltigkeit umsetzen. Der Betrieb staatlicher Hochschulen unterliegt jedoch rechtlichen und finanziellen Restriktionen. Rechtliche Forderungen werden durch die Leitung und die Verwaltung von Hochschulen umgesetzt und beinhalten strenge Anforderungen an Beschaffung, Vergabe von Dienstleistungen, Gebäude- und Energiemanagement, Abfallmanagement, den Umgang mit Chemikalien und Gefahrstoffen, das Personalmanagement sowie den Arbeitsschutz. Haushaltsbudgets als Grundlage für die Bereitstellung personeller und materieller Ressourcen sind in Umfang und Laufzeit häufig an Hochschulentwicklungspläne der Länder geknüpft und basieren zunehmend auf der Erfüllung (kennzahlenbasierter) Vereinbarungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spielräume für die Implementierung von Nachhaltigkeitsaspekten im Betrieb von Hochschulen sowie im Campusleben sind vor diesem Hintergrund nur insoweit möglich, wie Hochschulen sich intern etwa im Rahmen von Strategien und Leitlinien dazu bekennen. Hinzu kommt, dass länderspezifische Regelungen die Autonomie von Hochschulen zusätzlich beschneiden, etwa durch zentralisiertes Immobilien- und Baumanagement einschließlich des dafür notwendigen Betriebs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der benannten Restriktionen wird mit dem [[Einzelleitfäden#Leitfaden Betrieb|Leitfaden]] der Versuch unternommen, im Handlungsfeld Betrieb einerseits Hemmnisse, aber auch Treiber und konkrete Maßnahmen aufzuzeigen, mit denen die Verankerung von Prozessen der Entwicklung, der Implementierung und Etablierung von Nachhaltigkeit an Hochschulen gelingen kann. Hierzu werden für die identifizierten Handlungsfelder (Leistungserbringungen) nachhaltige&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschaffung|Beschaffung]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Abfallmanagement|Abfallmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität|Mobilität]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Gebäude- und Energiemanagement|Gebäude- und Energiemanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Controlling|Controlling]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiger Forschungsbetrieb|Forschungsbetrieb]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement|Veranstaltungsmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse|Beschäftigungsverhältnisse]] und&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Kommunikation|Kommunikation]]&lt;br /&gt;
zunächst die betroffenen Personenkreise adressiert, die jeweilige Relevanz und sich daraus ergebende Ziele für den Hochschulbetrieb aufgezeigt, Hemmnisse und Treiber sowie Maßnahmen zur Implementierung dargelegt und mit Beispielen aus der Hochschulpraxis untersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zeigt sich, dass ein nachhaltiger Hochschulbetrieb über den kurzfristigen Zeithorizont hinausdenken und etwa bei der Beschaffung und Vergabe, aber auch beim Gebäude- und Energiemanagement lebenswegbasierte Ansätze anstelle von ausschließlich Preis-Leistungsvorgaben berücksichtigen muss. Gesetzliche Rahmenbedingungen stehen einem solchen Ansatz nicht im Wege, sondern befördern ihn partiell sogar. Der Leitfaden zeigt Beispiele auf, die durch den Nachhaltigkeitsbezug zudem mittelfristig Kosteneinsparungen beispielsweise durch Senkung von Energieverbräuchen oder geringere Wartungs- und Reparaturanfälligkeiten erwarten lassen. Das nachhaltige Abfallmanagement setzt die – auch vom Gesetzgeber geforderte – konsequente Umsetzung der Kreislaufwirtschaft voraus, was jedoch in der Lehre und noch mehr in der Forschung teilweise zu Zielkonflikten führen kann, etwa bei sehr stoff- und energieintensiven Versuchsanordnungen. Analoges gilt für den Umgang mit Chemikalien und Gefahrstoffen.&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=&#039;&#039;Große Potentiale für den nachhaltigen Betrieb ergeben sich unter Einbeziehung virtueller Ansätze für die Handlungsfelder Veranstaltungsmanagement und Kommunikation, was im Rahmen des HOCH&amp;lt;sup&amp;gt;N&amp;lt;/sup&amp;gt;-Verbundprojekts bereits erprobt worden ist. Der Leitfaden belegt zudem, konzeptionell und durch Beispiele untersetzt, dass nachhaltige Mobilität an Hochschulen möglich und insbesondere von Studierenden erwünscht ist.&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In nahezu allen Handlungsfeldern wird gezeigt, dass ein großes Hemmnis bei der Umsetzung nachhaltigkeitsbezogenen Handelns in unzureichender Kenntnis der existierenden Möglichkeiten, mangelnder Transparenz in der internen und externen Kommunikation sowie häufig fehlender Akzeptanz der Akteur*innen begründet ist. Hochschulen sind aufgerufen, sich den daraus ergebenden Herausforderungen zu stellen und - z. B. mithilfe der im Leitfaden vorgeschlagenen Implementierungsmaßnahmen - individuelle Hemmnisse abzubauen, zu sensibilisieren und die Motivation der im Hochschulbetrieb Handelnden sowie der externen Partner*innen zu erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{:Portal/AP-Seite|Kompakt zusammengefasst|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beförderungskonzepte]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltig Forschen]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Tagen]]&lt;br /&gt;
* [[Soziale Aspekte des nachhaltigen Hochschulbetriebs]]&lt;br /&gt;
* [[Betriebliche Nachhaltigkeitskennzahlen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{:Portal/AP-Seite|Leitfaden Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hier geht es zum [[Einzelleitfäden#Leitfaden Betrieb|Leitfaden Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb Version 2020]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hier geht es zur älteren Version des Leitfadens (2018) im PDF Format&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{:Portal/AP-Seite|Checklisten|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschaffung#Checkliste nachhaltige Beschaffung|Checkliste Nachhaltige Beschaffung]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Abfallmanagement#Checkliste nachhaltiges Abfallmanagement|Checkliste Nachhaltiges Abfallmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Fuhrpark - Checkliste|Checkliste Nachhaltige Mobilität - Fuhrpark]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Dienstreisen - Checkliste|Checkliste Nachhaltige Mobilität - Dienstreisen]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Arbeitswege - Checkliste|Checkliste Nachhaltige Mobilität - Arbeitswege]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Controlling#Maßnahmen und Implementierung|Checkliste Nachhaltiges Controlling]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiger Forschungsbetrieb#Checkliste|Checkliste Nachhaltiger Forschungsbetrieb]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement#Checkliste|Checkliste Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse#Checkliste|Checkliste Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Kommunikation#Checkliste|Checkliste Nachhaltige Kommunikation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
---Kästen sollten gleiche Größe haben---&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{:Portal/AP-Seite|Praxisbeispiele|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschaffung#Good Practice|Nachhaltige Beschaffung: Praxisbeispiele der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde und der Hochschule Zittau/Görlitz]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Abfallmanagement#Good Practice|Good Practice Beispiele zum Thema Nachhaltiges Abfallmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Dienstreisen - Good Practice|Nachhaltige Mobilität: Praxisbeispiel Dienstreisen]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Arbeitswege - Good Practice|Nachhaltige Mobilität: Praxisbeispiel Arbeitswege]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Controlling#Good Practice|Nachhaltiges Controlling: Praxisbeispiel Sustainability Balanced Scorecard der Leuphana Universität Lüneburg]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiger Forschungsbetrieb#Good Practice|Nachhaltiger Forschungsbetrieb: Praxisbeispiel &amp;quot;Green Labs Programme&amp;quot; der  Harvard University]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement#Good Practice|Praxisbeispiel Kurzleitfaden für nachhaltige Veranstaltungen der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse#Good Practice|Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse: Praxisbeispiel Beratungsstelle „Familiengerechte Hochschule“ der TU Dresden]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Kommunikation#Good Practice|Nachhaltige Kommunikation: Praxisbeispiele Tag der Umwelt (TdU) und Gesundheits- und Umwelttage (GUt) der Hochschule Zittau/Görlitz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltigkeit_im_Hochschulbetrieb&amp;diff=5335</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltigkeit_im_Hochschulbetrieb&amp;diff=5335"/>
		<updated>2020-10-16T13:31:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 100%; border:rgb(5242,200,20) solid 5px; text-align: left&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align: center&amp;quot; | [[Datei:Betrieb pos.png|70px]] Willkommen auf der Seite des Handlungsfelds Betrieb! &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; &#039;&#039;kurze Vorstellung/Einführung:&#039;&#039; &amp;lt;/span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Hochschulen stellen – ebenso wie andere öffentliche Einrichtungen und Unternehmen – Organisationen dar, deren alltäglicher Betrieb direkte und indirekte ökologische, ökonomische und soziale Auswirkungen hat. Dieser Auswirkungen und der daraus resultierenden Verantwortung müssen sich Hochschulen bewusst sein und dementsprechend betriebliche Nachhaltigkeit umsetzen. Der Betrieb staatlicher Hochschulen unterliegt jedoch rechtlichen und finanziellen Restriktionen. Rechtliche Forderungen werden durch die Leitung und die Verwaltung von Hochschulen umgesetzt und beinhalten strenge Anforderungen an Beschaffung, Vergabe von Dienstleistungen, Gebäude- und Energiemanagement, Abfallmanagement, den Umgang mit Chemikalien und Gefahrstoffen, das Personalmanagement sowie den Arbeitsschutz. Haushaltsbudgets als Grundlage für die Bereitstellung personeller und materieller Ressourcen sind in Umfang und Laufzeit häufig an Hochschulentwicklungspläne der Länder geknüpft und basieren zunehmend auf der Erfüllung (kennzahlenbasierter) Vereinbarungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spielräume für die Implementierung von Nachhaltigkeitsaspekten im Betrieb von Hochschulen sowie im Campusleben sind vor diesem Hintergrund nur insoweit möglich, wie Hochschulen sich intern etwa im Rahmen von Strategien und Leitlinien dazu bekennen. Hinzu kommt, dass länderspezifische Regelungen die Autonomie von Hochschulen zusätzlich beschneiden, etwa durch zentralisiertes Immobilien- und Baumanagement einschließlich des dafür notwendigen Betriebs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der benannten Restriktionen wird mit dem [[Einzelleitfäden#Leitfaden Betrieb|Leitfaden]] der Versuch unternommen, im Handlungsfeld Betrieb einerseits Hemmnisse, aber auch Treiber und konkrete Maßnahmen aufzuzeigen, mit denen die Verankerung von Prozessen der Entwicklung, der Implementierung und Etablierung von Nachhaltigkeit an Hochschulen gelingen kann. Hierzu werden für die identifizierten Handlungsfelder (Leistungserbringungen) nachhaltige&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschaffung|Beschaffung]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Abfallmanagement|Abfallmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität|Mobilität]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Gebäude- und Energiemanagement|Gebäude- und Energiemanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Controlling|Controlling]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiger Forschungsbetrieb|Forschungsbetrieb]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement|Veranstaltungsmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse|Beschäftigungsverhältnisse]] und&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Kommunikation|Kommunikation]]&lt;br /&gt;
zunächst die betroffenen Personenkreise adressiert, die jeweilige Relevanz und sich daraus ergebende Ziele für den Hochschulbetrieb aufgezeigt, Hemmnisse und Treiber sowie Maßnahmen zur Implementierung dargelegt und mit Beispielen aus der Hochschulpraxis untersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zeigt sich, dass ein nachhaltiger Hochschulbetrieb über den kurzfristigen Zeithorizont hinausdenken und etwa bei der Beschaffung und Vergabe, aber auch beim Gebäude- und Energiemanagement lebenswegbasierte Ansätze anstelle von ausschließlich Preis-Leistungsvorgaben berücksichtigen muss. Gesetzliche Rahmenbedingungen stehen einem solchen Ansatz nicht im Wege, sondern befördern ihn partiell sogar. Der Leitfaden zeigt Beispiele auf, die durch den Nachhaltigkeitsbezug zudem mittelfristig Kosteneinsparungen beispielsweise durch Senkung von Energieverbräuchen oder geringere Wartungs- und Reparaturanfälligkeiten erwarten lassen. Das nachhaltige Abfallmanagement setzt die – auch vom Gesetzgeber geforderte – konsequente Umsetzung der Kreislaufwirtschaft voraus, was jedoch in der Lehre und noch mehr in der Forschung teilweise zu Zielkonflikten führen kann, etwa bei sehr stoff- und energieintensiven Versuchsanordnungen. Analoges gilt für den Umgang mit Chemikalien und Gefahrstoffen.&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=&#039;&#039;Große Potentiale für den nachhaltigen Betrieb ergeben sich unter Einbeziehung virtueller Ansätze für die Handlungsfelder Veranstaltungsmanagement und Kommunikation, was im Rahmen des HOCH&amp;lt;sup&amp;gt;N&amp;lt;/sup&amp;gt;-Verbundprojekts bereits erprobt worden ist. Der Leitfaden belegt zudem, konzeptionell und durch Beispiele untersetzt, dass nachhaltige Mobilität an Hochschulen möglich und insbesondere von Studierenden erwünscht ist.&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In nahezu allen Handlungsfeldern wird gezeigt, dass ein großes Hemmnis bei der Umsetzung nachhaltigkeitsbezogenen Handelns in unzureichender Kenntnis der existierenden Möglichkeiten, mangelnder Transparenz in der internen und externen Kommunikation sowie häufig fehlender Akzeptanz der Akteur*innen begründet ist. Hochschulen sind aufgerufen, sich den daraus ergebenden Herausforderungen zu stellen und - z. B. mithilfe der im Leitfaden vorgeschlagenen Implementierungsmaßnahmen - individuelle Hemmnisse abzubauen, zu sensibilisieren und die Motivation der im Hochschulbetrieb Handelnden sowie der externen Partner*innen zu erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
 {{:Portal/AP-Seite|Kompakt zusammengefasst|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beförderungskonzepte]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltig Forschen]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Tagen]]&lt;br /&gt;
* [[Soziale Aspekte des nachhaltigen Hochschulbetriebs]]&lt;br /&gt;
* [[Betriebliche Nachhaltigkeitskennzahlen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{:Portal/AP-Seite|Leitfaden Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hier geht es zum [[Einzelleitfäden#Leitfaden Betrieb|Leitfaden Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb Version 2020]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hier geht es zur älteren Version des Leitfadens (2018) im PDF Format&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschaffung#Checkliste nachhaltige Beschaffung|Checkliste Nachhaltige Beschaffung]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Abfallmanagement#Checkliste nachhaltiges Abfallmanagement|Checkliste Nachhaltiges Abfallmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Fuhrpark - Checkliste|Checkliste Nachhaltige Mobilität - Fuhrpark]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Dienstreisen - Checkliste|Checkliste Nachhaltige Mobilität - Dienstreisen]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Arbeitswege - Checkliste|Checkliste Nachhaltige Mobilität - Arbeitswege]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Controlling#Maßnahmen und Implementierung|Checkliste Nachhaltiges Controlling]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiger Forschungsbetrieb#Checkliste|Checkliste Nachhaltiger Forschungsbetrieb]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement#Checkliste|Checkliste Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse#Checkliste|Checkliste Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Kommunikation#Checkliste|Checkliste Nachhaltige Kommunikation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kästen sollten gleiche Größe haben&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{:Portal/AP-Seite|Praxisbeispiele|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschaffung#Good Practice|Nachhaltige Beschaffung: Praxisbeispiele der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde und der Hochschule Zittau/Görlitz]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Abfallmanagement#Good Practice|Good Practice Beispiele zum Thema Nachhaltiges Abfallmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Dienstreisen - Good Practice|Nachhaltige Mobilität: Praxisbeispiel Dienstreisen]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Arbeitswege - Good Practice|Nachhaltige Mobilität: Praxisbeispiel Arbeitswege]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Controlling#Good Practice|Nachhaltiges Controlling: Praxisbeispiel Sustainability Balanced Scorecard der Leuphana Universität Lüneburg]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiger Forschungsbetrieb#Good Practice|Nachhaltiger Forschungsbetrieb: Praxisbeispiel &amp;quot;Green Labs Programme&amp;quot; der  Harvard University]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement#Good Practice|Praxisbeispiel Kurzleitfaden für nachhaltige Veranstaltungen der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse#Good Practice|Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse: Praxisbeispiel Beratungsstelle „Familiengerechte Hochschule“ der TU Dresden]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Kommunikation#Good Practice|Nachhaltige Kommunikation: Praxisbeispiele Tag der Umwelt (TdU) und Gesundheits- und Umwelttage (GUt) der Hochschule Zittau/Görlitz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltigkeit_im_Hochschulbetrieb&amp;diff=5334</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb</title>
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		<updated>2020-10-16T13:30:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: &lt;/p&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Hochschulen stellen – ebenso wie andere öffentliche Einrichtungen und Unternehmen – Organisationen dar, deren alltäglicher Betrieb direkte und indirekte ökologische, ökonomische und soziale Auswirkungen hat. Dieser Auswirkungen und der daraus resultierenden Verantwortung müssen sich Hochschulen bewusst sein und dementsprechend betriebliche Nachhaltigkeit umsetzen. Der Betrieb staatlicher Hochschulen unterliegt jedoch rechtlichen und finanziellen Restriktionen. Rechtliche Forderungen werden durch die Leitung und die Verwaltung von Hochschulen umgesetzt und beinhalten strenge Anforderungen an Beschaffung, Vergabe von Dienstleistungen, Gebäude- und Energiemanagement, Abfallmanagement, den Umgang mit Chemikalien und Gefahrstoffen, das Personalmanagement sowie den Arbeitsschutz. Haushaltsbudgets als Grundlage für die Bereitstellung personeller und materieller Ressourcen sind in Umfang und Laufzeit häufig an Hochschulentwicklungspläne der Länder geknüpft und basieren zunehmend auf der Erfüllung (kennzahlenbasierter) Vereinbarungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spielräume für die Implementierung von Nachhaltigkeitsaspekten im Betrieb von Hochschulen sowie im Campusleben sind vor diesem Hintergrund nur insoweit möglich, wie Hochschulen sich intern etwa im Rahmen von Strategien und Leitlinien dazu bekennen. Hinzu kommt, dass länderspezifische Regelungen die Autonomie von Hochschulen zusätzlich beschneiden, etwa durch zentralisiertes Immobilien- und Baumanagement einschließlich des dafür notwendigen Betriebs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der benannten Restriktionen wird mit dem [[Einzelleitfäden#Leitfaden Betrieb|Leitfaden]] der Versuch unternommen, im Handlungsfeld Betrieb einerseits Hemmnisse, aber auch Treiber und konkrete Maßnahmen aufzuzeigen, mit denen die Verankerung von Prozessen der Entwicklung, der Implementierung und Etablierung von Nachhaltigkeit an Hochschulen gelingen kann. Hierzu werden für die identifizierten Handlungsfelder (Leistungserbringungen) nachhaltige&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschaffung|Beschaffung]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Abfallmanagement|Abfallmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität|Mobilität]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Gebäude- und Energiemanagement|Gebäude- und Energiemanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Controlling|Controlling]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiger Forschungsbetrieb|Forschungsbetrieb]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement|Veranstaltungsmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse|Beschäftigungsverhältnisse]] und&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Kommunikation|Kommunikation]]&lt;br /&gt;
zunächst die betroffenen Personenkreise adressiert, die jeweilige Relevanz und sich daraus ergebende Ziele für den Hochschulbetrieb aufgezeigt, Hemmnisse und Treiber sowie Maßnahmen zur Implementierung dargelegt und mit Beispielen aus der Hochschulpraxis untersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zeigt sich, dass ein nachhaltiger Hochschulbetrieb über den kurzfristigen Zeithorizont hinausdenken und etwa bei der Beschaffung und Vergabe, aber auch beim Gebäude- und Energiemanagement lebenswegbasierte Ansätze anstelle von ausschließlich Preis-Leistungsvorgaben berücksichtigen muss. Gesetzliche Rahmenbedingungen stehen einem solchen Ansatz nicht im Wege, sondern befördern ihn partiell sogar. Der Leitfaden zeigt Beispiele auf, die durch den Nachhaltigkeitsbezug zudem mittelfristig Kosteneinsparungen beispielsweise durch Senkung von Energieverbräuchen oder geringere Wartungs- und Reparaturanfälligkeiten erwarten lassen. Das nachhaltige Abfallmanagement setzt die – auch vom Gesetzgeber geforderte – konsequente Umsetzung der Kreislaufwirtschaft voraus, was jedoch in der Lehre und noch mehr in der Forschung teilweise zu Zielkonflikten führen kann, etwa bei sehr stoff- und energieintensiven Versuchsanordnungen. Analoges gilt für den Umgang mit Chemikalien und Gefahrstoffen.&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=&#039;&#039;Große Potentiale für den nachhaltigen Betrieb ergeben sich unter Einbeziehung virtueller Ansätze für die Handlungsfelder Veranstaltungsmanagement und Kommunikation, was im Rahmen des HOCH&amp;lt;sup&amp;gt;N&amp;lt;/sup&amp;gt;-Verbundprojekts bereits erprobt worden ist. Der Leitfaden belegt zudem, konzeptionell und durch Beispiele untersetzt, dass nachhaltige Mobilität an Hochschulen möglich und insbesondere von Studierenden erwünscht ist.&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In nahezu allen Handlungsfeldern wird gezeigt, dass ein großes Hemmnis bei der Umsetzung nachhaltigkeitsbezogenen Handelns in unzureichender Kenntnis der existierenden Möglichkeiten, mangelnder Transparenz in der internen und externen Kommunikation sowie häufig fehlender Akzeptanz der Akteur*innen begründet ist. Hochschulen sind aufgerufen, sich den daraus ergebenden Herausforderungen zu stellen und - z. B. mithilfe der im Leitfaden vorgeschlagenen Implementierungsmaßnahmen - individuelle Hemmnisse abzubauen, zu sensibilisieren und die Motivation der im Hochschulbetrieb Handelnden sowie der externen Partner*innen zu erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
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 {{:Portal/AP-Seite|Kompakt zusammengefasst|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beförderungskonzepte]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltig Forschen]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Tagen]]&lt;br /&gt;
* [[Soziale Aspekte des nachhaltigen Hochschulbetriebs]]&lt;br /&gt;
* [[Betriebliche Nachhaltigkeitskennzahlen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
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 }}&lt;br /&gt;
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* [[Nachhaltige Beschaffung#Checkliste nachhaltige Beschaffung|Checkliste Nachhaltige Beschaffung]]&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
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 {{:Portal/AP-Seite|Praxisbeispiele|&lt;br /&gt;
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* [[Nachhaltige Beschaffung#Good Practice|Nachhaltige Beschaffung: Praxisbeispiele der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde und der Hochschule Zittau/Görlitz]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Abfallmanagement#Good Practice|Good Practice Beispiele zum Thema Nachhaltiges Abfallmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Dienstreisen - Good Practice|Nachhaltige Mobilität: Praxisbeispiel Dienstreisen]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Arbeitswege - Good Practice|Nachhaltige Mobilität: Praxisbeispiel Arbeitswege]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Controlling#Good Practice|Nachhaltiges Controlling: Praxisbeispiel Sustainability Balanced Scorecard der Leuphana Universität Lüneburg]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiger Forschungsbetrieb#Good Practice|Nachhaltiger Forschungsbetrieb: Praxisbeispiel &amp;quot;Green Labs Programme&amp;quot; der  Harvard University]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement#Good Practice|Praxisbeispiel Kurzleitfaden für nachhaltige Veranstaltungen der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse#Good Practice|Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse: Praxisbeispiel Beratungsstelle „Familiengerechte Hochschule“ der TU Dresden]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Kommunikation#Good Practice|Nachhaltige Kommunikation: Praxisbeispiele Tag der Umwelt (TdU) und Gesundheits- und Umwelttage (GUt) der Hochschule Zittau/Görlitz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltigkeit_im_Hochschulbetrieb&amp;diff=5333</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb</title>
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		<updated>2020-10-16T13:29:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|Hochschulen stellen – ebenso wie andere öffentliche Einrichtungen und Unternehmen – Organisationen dar, deren alltäglicher Betrieb direkte und indirekte ökologische, ökonomische und soziale Auswirkungen hat. Dieser Auswirkungen und der daraus resultierenden Verantwortung müssen sich Hochschulen bewusst sein und dementsprechend betriebliche Nachhaltigkeit umsetzen. Der Betrieb staatlicher Hochschulen unterliegt jedoch rechtlichen und finanziellen Restriktionen. Rechtliche Forderungen werden durch die Leitung und die Verwaltung von Hochschulen umgesetzt und beinhalten strenge Anforderungen an Beschaffung, Vergabe von Dienstleistungen, Gebäude- und Energiemanagement, Abfallmanagement, den Umgang mit Chemikalien und Gefahrstoffen, das Personalmanagement sowie den Arbeitsschutz. Haushaltsbudgets als Grundlage für die Bereitstellung personeller und materieller Ressourcen sind in Umfang und Laufzeit häufig an Hochschulentwicklungspläne der Länder geknüpft und basieren zunehmend auf der Erfüllung (kennzahlenbasierter) Vereinbarungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spielräume für die Implementierung von Nachhaltigkeitsaspekten im Betrieb von Hochschulen sowie im Campusleben sind vor diesem Hintergrund nur insoweit möglich, wie Hochschulen sich intern etwa im Rahmen von Strategien und Leitlinien dazu bekennen. Hinzu kommt, dass länderspezifische Regelungen die Autonomie von Hochschulen zusätzlich beschneiden, etwa durch zentralisiertes Immobilien- und Baumanagement einschließlich des dafür notwendigen Betriebs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der benannten Restriktionen wird mit dem [[Einzelleitfäden#Leitfaden Betrieb|Leitfaden]] der Versuch unternommen, im Handlungsfeld Betrieb einerseits Hemmnisse, aber auch Treiber und konkrete Maßnahmen aufzuzeigen, mit denen die Verankerung von Prozessen der Entwicklung, der Implementierung und Etablierung von Nachhaltigkeit an Hochschulen gelingen kann. Hierzu werden für die identifizierten Handlungsfelder (Leistungserbringungen) nachhaltige&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschaffung|Beschaffung]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Abfallmanagement|Abfallmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität|Mobilität]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Gebäude- und Energiemanagement|Gebäude- und Energiemanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Controlling|Controlling]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiger Forschungsbetrieb|Forschungsbetrieb]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement|Veranstaltungsmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse|Beschäftigungsverhältnisse]] und&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Kommunikation|Kommunikation]]&lt;br /&gt;
zunächst die betroffenen Personenkreise adressiert, die jeweilige Relevanz und sich daraus ergebende Ziele für den Hochschulbetrieb aufgezeigt, Hemmnisse und Treiber sowie Maßnahmen zur Implementierung dargelegt und mit Beispielen aus der Hochschulpraxis untersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zeigt sich, dass ein nachhaltiger Hochschulbetrieb über den kurzfristigen Zeithorizont hinausdenken und etwa bei der Beschaffung und Vergabe, aber auch beim Gebäude- und Energiemanagement lebenswegbasierte Ansätze anstelle von ausschließlich Preis-Leistungsvorgaben berücksichtigen muss. Gesetzliche Rahmenbedingungen stehen einem solchen Ansatz nicht im Wege, sondern befördern ihn partiell sogar. Der Leitfaden zeigt Beispiele auf, die durch den Nachhaltigkeitsbezug zudem mittelfristig Kosteneinsparungen beispielsweise durch Senkung von Energieverbräuchen oder geringere Wartungs- und Reparaturanfälligkeiten erwarten lassen. Das nachhaltige Abfallmanagement setzt die – auch vom Gesetzgeber geforderte – konsequente Umsetzung der Kreislaufwirtschaft voraus, was jedoch in der Lehre und noch mehr in der Forschung teilweise zu Zielkonflikten führen kann, etwa bei sehr stoff- und energieintensiven Versuchsanordnungen. Analoges gilt für den Umgang mit Chemikalien und Gefahrstoffen.&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=&#039;&#039;Große Potentiale für den nachhaltigen Betrieb ergeben sich unter Einbeziehung virtueller Ansätze für die Handlungsfelder Veranstaltungsmanagement und Kommunikation, was im Rahmen des HOCH&amp;lt;sup&amp;gt;N&amp;lt;/sup&amp;gt;-Verbundprojekts bereits erprobt worden ist. Der Leitfaden belegt zudem, konzeptionell und durch Beispiele untersetzt, dass nachhaltige Mobilität an Hochschulen möglich und insbesondere von Studierenden erwünscht ist.&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In nahezu allen Handlungsfeldern wird gezeigt, dass ein großes Hemmnis bei der Umsetzung nachhaltigkeitsbezogenen Handelns in unzureichender Kenntnis der existierenden Möglichkeiten, mangelnder Transparenz in der internen und externen Kommunikation sowie häufig fehlender Akzeptanz der Akteur*innen begründet ist. Hochschulen sind aufgerufen, sich den daraus ergebenden Herausforderungen zu stellen und - z. B. mithilfe der im Leitfaden vorgeschlagenen Implementierungsmaßnahmen - individuelle Hemmnisse abzubauen, zu sensibilisieren und die Motivation der im Hochschulbetrieb Handelnden sowie der externen Partner*innen zu erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{:Portal/AP-Seite|Kompakt zusammengefasst|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beförderungskonzepte]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltig Forschen]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Tagen]]&lt;br /&gt;
* [[Soziale Aspekte des nachhaltigen Hochschulbetriebs]]&lt;br /&gt;
* [[Betriebliche Nachhaltigkeitskennzahlen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{:Portal/AP-Seite|Leitfaden Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hier geht es zum [[Einzelleitfäden#Leitfaden Betrieb|Leitfaden Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb Version 2020]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;Hier geht es zur älteren Version des Leitfadens (2018) im PDF Format&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{:Portal/AP-Seite|Checklisten|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschaffung#Checkliste nachhaltige Beschaffung|Checkliste Nachhaltige Beschaffung]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Abfallmanagement#Checkliste nachhaltiges Abfallmanagement|Checkliste Nachhaltiges Abfallmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Fuhrpark - Checkliste|Checkliste Nachhaltige Mobilität - Fuhrpark]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Dienstreisen - Checkliste|Checkliste Nachhaltige Mobilität - Dienstreisen]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Arbeitswege - Checkliste|Checkliste Nachhaltige Mobilität - Arbeitswege]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Controlling#Maßnahmen und Implementierung|Checkliste Nachhaltiges Controlling]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiger Forschungsbetrieb#Checkliste|Checkliste Nachhaltiger Forschungsbetrieb]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement#Checkliste|Checkliste Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse#Checkliste|Checkliste Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Kommunikation#Checkliste|Checkliste Nachhaltige Kommunikation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kästen sollten gleiche Größe haben&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{:Portal/AP-Seite|Praxisbeispiele|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschaffung#Good Practice|Nachhaltige Beschaffung: Praxisbeispiele der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde und der Hochschule Zittau/Görlitz]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Abfallmanagement#Good Practice|Good Practice Beispiele zum Thema Nachhaltiges Abfallmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Dienstreisen - Good Practice|Nachhaltige Mobilität: Praxisbeispiel Dienstreisen]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Arbeitswege - Good Practice|Nachhaltige Mobilität: Praxisbeispiel Arbeitswege]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Controlling#Good Practice|Nachhaltiges Controlling: Praxisbeispiel Sustainability Balanced Scorecard der Leuphana Universität Lüneburg]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiger Forschungsbetrieb#Good Practice|Nachhaltiger Forschungsbetrieb: Praxisbeispiel &amp;quot;Green Labs Programme&amp;quot; der  Harvard University]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement#Good Practice|Praxisbeispiel Kurzleitfaden für nachhaltige Veranstaltungen der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse#Good Practice|Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse: Praxisbeispiel Beratungsstelle „Familiengerechte Hochschule“ der TU Dresden]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Kommunikation#Good Practice|Nachhaltige Kommunikation: Praxisbeispiele Tag der Umwelt (TdU) und Gesundheits- und Umwelttage (GUt) der Hochschule Zittau/Görlitz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltigkeit_im_Hochschulbetrieb&amp;diff=5332</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltigkeit_im_Hochschulbetrieb&amp;diff=5332"/>
		<updated>2020-10-16T13:21:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 100%; border:rgb(5242,200,20) solid 5px; text-align: left&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align: center&amp;quot; | [[Datei:Betrieb pos.png|70px]] Willkommen auf der Seite des Handlungsfelds Betrieb! &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; &#039;&#039;kurze Vorstellung/Einführung:&#039;&#039; &amp;lt;/span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Hochschulen stellen – ebenso wie andere öffentliche Einrichtungen und Unternehmen – Organisationen dar, deren alltäglicher Betrieb direkte und indirekte ökologische, ökonomische und soziale Auswirkungen hat. Dieser Auswirkungen und der daraus resultierenden Verantwortung müssen sich Hochschulen bewusst sein und dementsprechend betriebliche Nachhaltigkeit umsetzen. Der Betrieb staatlicher Hochschulen unterliegt jedoch rechtlichen und finanziellen Restriktionen. Rechtliche Forderungen werden durch die Leitung und die Verwaltung von Hochschulen umgesetzt und beinhalten strenge Anforderungen an Beschaffung, Vergabe von Dienstleistungen, Gebäude- und Energiemanagement, Abfallmanagement, den Umgang mit Chemikalien und Gefahrstoffen, das Personalmanagement sowie den Arbeitsschutz. Haushaltsbudgets als Grundlage für die Bereitstellung personeller und materieller Ressourcen sind in Umfang und Laufzeit häufig an Hochschulentwicklungspläne der Länder geknüpft und basieren zunehmend auf der Erfüllung (kennzahlenbasierter) Vereinbarungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spielräume für die Implementierung von Nachhaltigkeitsaspekten im Betrieb von Hochschulen sowie im Campusleben sind vor diesem Hintergrund nur insoweit möglich, wie Hochschulen sich intern etwa im Rahmen von Strategien und Leitlinien dazu bekennen. Hinzu kommt, dass länderspezifische Regelungen die Autonomie von Hochschulen zusätzlich beschneiden, etwa durch zentralisiertes Immobilien- und Baumanagement einschließlich des dafür notwendigen Betriebs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der benannten Restriktionen wird mit dem [[Einzelleitfäden#Leitfaden Betrieb|Leitfaden]] der Versuch unternommen, im Handlungsfeld Betrieb einerseits Hemmnisse, aber auch Treiber und konkrete Maßnahmen aufzuzeigen, mit denen die Verankerung von Prozessen der Entwicklung, der Implementierung und Etablierung von Nachhaltigkeit an Hochschulen gelingen kann. Hierzu werden für die identifizierten Handlungsfelder (Leistungserbringungen) nachhaltige&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschaffung|Beschaffung]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Abfallmanagement|Abfallmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität|Mobilität]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Gebäude- und Energiemanagement|Gebäude- und Energiemanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Controlling|Controlling]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiger Forschungsbetrieb|Forschungsbetrieb]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement|Veranstaltungsmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse|Beschäftigungsverhältnisse]] und&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Kommunikation|Kommunikation]]&lt;br /&gt;
zunächst die betroffenen Personenkreise adressiert, die jeweilige Relevanz und sich daraus ergebende Ziele für den Hochschulbetrieb aufgezeigt, Hemmnisse und Treiber sowie Maßnahmen zur Implementierung dargelegt und mit Beispielen aus der Hochschulpraxis untersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zeigt sich, dass ein nachhaltiger Hochschulbetrieb über den kurzfristigen Zeithorizont hinausdenken und etwa bei der Beschaffung und Vergabe, aber auch beim Gebäude- und Energiemanagement lebenswegbasierte Ansätze anstelle von ausschließlich Preis-Leistungsvorgaben berücksichtigen muss. Gesetzliche Rahmenbedingungen stehen einem solchen Ansatz nicht im Wege, sondern befördern ihn partiell sogar. Der Leitfaden zeigt Beispiele auf, die durch den Nachhaltigkeitsbezug zudem mittelfristig Kosteneinsparungen beispielsweise durch Senkung von Energieverbräuchen oder geringere Wartungs- und Reparaturanfälligkeiten erwarten lassen. Das nachhaltige Abfallmanagement setzt die – auch vom Gesetzgeber geforderte – konsequente Umsetzung der Kreislaufwirtschaft voraus, was jedoch in der Lehre und noch mehr in der Forschung teilweise zu Zielkonflikten führen kann, etwa bei sehr stoff- und energieintensiven Versuchsanordnungen. Analoges gilt für den Umgang mit Chemikalien und Gefahrstoffen.&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=&#039;&#039;Große Potentiale für den nachhaltigen Betrieb ergeben sich unter Einbeziehung virtueller Ansätze für die Handlungsfelder Veranstaltungsmanagement und Kommunikation, was im Rahmen des HOCH&amp;lt;sup&amp;gt;N&amp;lt;/sup&amp;gt;-Verbundprojekts bereits erprobt worden ist. Der Leitfaden belegt zudem, konzeptionell und durch Beispiele untersetzt, dass nachhaltige Mobilität an Hochschulen möglich und insbesondere von Studierenden erwünscht ist.&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In nahezu allen Handlungsfeldern wird gezeigt, dass ein großes Hemmnis bei der Umsetzung nachhaltigkeitsbezogenen Handelns in unzureichender Kenntnis der existierenden Möglichkeiten, mangelnder Transparenz in der internen und externen Kommunikation sowie häufig fehlender Akzeptanz der Akteur*innen begründet ist. Hochschulen sind aufgerufen, sich den daraus ergebenden Herausforderungen zu stellen und - z. B. mithilfe der im Leitfaden vorgeschlagenen Implementierungsmaßnahmen - individuelle Hemmnisse abzubauen, zu sensibilisieren und die Motivation der im Hochschulbetrieb Handelnden sowie der externen Partner*innen zu erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{:Portal/AP-Seite|Kompakt zusammengefasst|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beförderungskonzepte]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltig Forschen]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Tagen]]&lt;br /&gt;
* [[Soziale Aspekte des nachhaltigen Hochschulbetriebs]]&lt;br /&gt;
* [[Betriebliche Nachhaltigkeitskennzahlen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{:Portal/AP-Seite|Leitfaden Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hier geht es zum [[Einzelleitfäden#Leitfaden Betrieb|Leitfaden]] }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{:Portal/AP-Seite|Checklisten|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschaffung#Checkliste nachhaltige Beschaffung|Checkliste Nachhaltige Beschaffung]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Abfallmanagement#Checkliste nachhaltiges Abfallmanagement|Checkliste Nachhaltiges Abfallmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Fuhrpark - Checkliste|Checkliste Nachhaltige Mobilität - Fuhrpark]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Dienstreisen - Checkliste|Checkliste Nachhaltige Mobilität - Dienstreisen]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Arbeitswege - Checkliste|Checkliste Nachhaltige Mobilität - Arbeitswege]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Controlling#Maßnahmen und Implementierung|Checkliste Nachhaltiges Controlling]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiger Forschungsbetrieb#Checkliste|Checkliste Nachhaltiger Forschungsbetrieb]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement#Checkliste|Checkliste Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse#Checkliste|Checkliste Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Kommunikation#Checkliste|Checkliste Nachhaltige Kommunikation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{:Portal/AP-Seite|Praxisbeispiele|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschaffung#Good Practice|Nachhaltige Beschaffung: Praxisbeispiele der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde und der Hochschule Zittau/Görlitz]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Abfallmanagement#Good Practice|Good Practice Beispiele zum Thema Nachhaltiges Abfallmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Dienstreisen - Good Practice|Nachhaltige Mobilität: Praxisbeispiel Dienstreisen]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Arbeitswege - Good Practice|Nachhaltige Mobilität: Praxisbeispiel Arbeitswege]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Controlling#Good Practice|Nachhaltiges Controlling: Praxisbeispiel Sustainability Balanced Scorecard der Leuphana Universität Lüneburg]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiger Forschungsbetrieb#Good Practice|Nachhaltiger Forschungsbetrieb: Praxisbeispiel &amp;quot;Green Labs Programme&amp;quot; der  Harvard University]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement#Good Practice|Praxisbeispiel Kurzleitfaden für nachhaltige Veranstaltungen der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse#Good Practice|Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse: Praxisbeispiel Beratungsstelle „Familiengerechte Hochschule“ der TU Dresden]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Kommunikation#Good Practice|Nachhaltige Kommunikation: Praxisbeispiele Tag der Umwelt (TdU) und Gesundheits- und Umwelttage (GUt) der Hochschule Zittau/Görlitz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltige_Kommunikation&amp;diff=5331</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltige Kommunikation</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltige_Kommunikation&amp;diff=5331"/>
		<updated>2020-10-16T13:01:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Betroffener Personenkreis ==&lt;br /&gt;
Dieser  Beitrag  richtet  sich  an  Hochschulleitungen,  Nachhaltigkeitskoordinatoren  und  Verantwortliche  in den Stellen der Öffentlichkeitsarbeit, die sich mit der Umsetzung einer nachhaltigen Kommunikation an Hochschulen befassen. Zusätzlich müssen Daten durch technische Verwaltungen und administrativ tätige Personenkreise erhoben und bewertet und in geeigneter Form an Angehörige von Hochschulen (intern) und interessierte Kreise (extern) kommuniziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz – allgemein ==&lt;br /&gt;
In den letzten Jahren hat die Umwelt- und Nachhaltigkeitskommunikation für Unternehmen und Organisationen an Bedeutung gewonnen. Auch an Hochschulen ist eine Veränderung zu erkennen. Viele Hochschulen widmen sich den Themen der Nachhaltigkeit und erstellen NH-Berichte, die über ihre NH-Leistung informieren. Dies ist u.a. auf ein öffentliches Interesse und ein staatliches Engagement sowie auf die steigenden Mindestanforderungen durch z. B. EnEV, EEG, usw. zurückzuführen&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. DIN EN ISO 14063:2010&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das hat zur Folge, dass Unternehmen und Organisationen immer häufiger über die ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen ihrer Tätigkeiten, Produkte und Dienstleistungen berichten und darstellen, wie, z. B. schädliche Umweltaspekte reduziert werden&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. DIN EN ISO 14063:2010, S.8 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Hilfe einer nachhaltigen Kommunikationsstrategie können Anspruchsgruppen aktiv einbezogen und nachhaltigkeitsrelevante Themen einer Hochschule gezielt gestreut werden. Im Rahmen eines Kommunikationskonzeptes sind die Schaffung von Bewusstsein und die Sensibilisierung von internen und externen Interessen-kreisen sowie der Einbezug durch partizipative Maßnahmen die Basis eines Transformationsprozesses an Hochschulen. Die Partizipation hat weiterhin die Möglichkeit inter- und transdisziplinäre Inhalte an einer Hochschule zu vermitteln und ist damit handlungsfeldübergreifend einsetzbar.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbesserung, Verstetigung und der Ausbau der Beziehungen zu Anspruchsgruppen, die im engen Zusammenhang  mit  der  Erreichung  der  „Ziele“  einer  Hochschule stehen, sind nur durch eine gezielte und strategisch ausgerichtete NH-Kommunikation zu erreichen. Zusätzlich sind diese Maßnahmen die Basis für Vertrauen, Glaubwürdigkeit und Verständnis und sollten daher stets:&lt;br /&gt;
* aktuell,&lt;br /&gt;
* stimmig und widerspruchsfrei,&lt;br /&gt;
* verständlich und persönlich, sowie&lt;br /&gt;
* fair und (...) fassbar sein&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Renker (2008), S.154&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Grundlage für den Aufbau einer NH-Kommunikation muss sich die Hochschulleitung als oberstes Führungsgremium für den Aufbau und Erhalt verpflichten, Verantwortliche benennen und geeignete Ressourcen zur Verfügung stellen. Zudem müssen die Inhalte einer NH-Kommunikation  in der NH-Politik festgelegt werden. Dabei wird den interessierten Kreisen vermittelt, welche NH-Themen wesentlich sind, wie NH-Aspekte und deren Auswirkungen beeinflusst werden und wie die Hochschule diese Aspekte beeinflussen kann.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Entwicklung einer Strategie wird die Grundlage für die Umsetzung der nachhaltigkeitsbezogenen Kommunikationstätigkeiten gelegt. Dabei müssen Aspekte wie Festlegung von Zielsetzungen und das Identifizieren der interessierten Kreise berücksichtigt werden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das NH-Kommunikationskonzept und das (Umwelt-)Kommunikationskonzept einer Hochschule weisen thematische Schnittstellen auf und sollten aus diesem Grund als integriertes Kommunikationskonzept konzipiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interne Nachhaltigkeitskommunikation ==&lt;br /&gt;
=== Relevanz ===&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Verbundprojektes „Hoch&amp;lt;sup&amp;gt;N&amp;lt;/sup&amp;gt;“ werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie Hochschulen Nachhaltigkeitsthemen verbreiten, Informationen streuen und nach außen kommunizieren können. Dazu sind die bestehenden internen und externen Kommunikationswege ein Ansatz um über die Leistungen der Hoch-schule zu berichten.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die interne NH-Kommunikation hat einen hohen Stellenwert, da sich die Angehörigen einer Hochschule mit der eigenen Organisation identifizieren und von einer Hochschulleitung eine transparente und fundierte Informationskultur  erwarten. Die  NH-Kommunikation  bezieht weiterhin Ansichten, Anforderungen und wissenschaftliche Erkenntnisse ein und befasst sich nicht nur mit der Information zur Nachhaltigkeitsleistung der Hochschule, sondern übernimmt eine wichtige Aufgabe eines wechselseitigen Austausches zur Interaktion mit internen Anspruchsgruppen. Durch eine ehrliche, greif-bare und verständliche Interaktion können Angehörige einer Hochschule eine wichtige Rolle als Multiplikatoren nach außen übernehmen um positiv über die Hochschule zu berichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiele für interne Anspruchsgruppen ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Interne Beschäftigte !! Interne Studierende&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  &lt;br /&gt;
* Hochschulleitung&lt;br /&gt;
* Beschäftige der Fakultäten und der Institute&lt;br /&gt;
* externe Dozent*innen&lt;br /&gt;
* Hochschulverwaltung&lt;br /&gt;
* zentrale Einrichtungen&lt;br /&gt;
* Fördervereine der HS&lt;br /&gt;
* Frauen / Männer &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
* Erstsemester / höhere Semester&lt;br /&gt;
* Studierende mit NH-Bezug&lt;br /&gt;
* Studiengänge mit NH-Bezug&lt;br /&gt;
* Bachelor / Master / Diplom&lt;br /&gt;
* KIA / Vollzeit / berufsbegleitend&lt;br /&gt;
* ausländische Studierende&lt;br /&gt;
* Frauen / Männer&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hemmnisse und Treiber ===&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* kein NH-Kommunikationskonzept vorhanden&lt;br /&gt;
* keine belastbaren Informationen (Daten und Maßnahmen ohne Zusammenhang&lt;br /&gt;
* keine Interaktion mit internen Anspruchsgruppen&lt;br /&gt;
* Kommunikation mit internen Anspruchsgruppen beschränkt sich auf Informationen&lt;br /&gt;
* fehlende Angebote zur Motivation und Partizipation&lt;br /&gt;
* mangelnde Akzeptanz für NH-Themen seitens Hochschulleitung und/oder Angehörige&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Verankerung eines NH-Kommunikationskonzeptes&lt;br /&gt;
* Vermittlung von Informationen zur NH-Kommunikation&lt;br /&gt;
* Sensibilisierung der internen Anspruchsgruppen für NH-In-formationen&lt;br /&gt;
* Schaffung von Akzeptanz und Transparenz&lt;br /&gt;
* Angebote zur Interaktion und Partizipation interner Anspruchsgruppen Aufarbeitung und Visualisierung von Daten und Informationen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Externe Nachhaltigkeitskommunikation ==&lt;br /&gt;
=== Relevanz ===&lt;br /&gt;
Die (gelebte) Nachhaltigkeit hat einen entscheidenden Einfluss auf Transparenz, Glaubwürdigkeit und Reputation einer Hochschule. Dabei ist Vertrauen ein Schlüsselfaktor, weil sich externe Anspruchsgruppen nur durch eine ehrliche und kontinuierliche Informationskultur von Maßnahmen für eine Verbesserung der NH-Aspekte überzeugen lassen. Eine weitere Steigerung der Akzeptanz kann durch den aktiven Einbezug und die Interaktion mit externen Anspruchsgruppen erzielt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiele für externe Anspruchsgruppen ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Externe Organisationen !! Externe Personenkreise&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  &lt;br /&gt;
* Partnerhochschulen regional/ überregional&lt;br /&gt;
* Netzwerk mit NH- oder Umweltbezug&lt;br /&gt;
* Unternehmen (Wirtschaft, NGO ́s, etc.)&lt;br /&gt;
* Lieferant*innen &lt;br /&gt;
* Behörden/öffentliche Verwaltung&lt;br /&gt;
* Studierendenwerke (regionale Verwaltungen); regionale Schulen&lt;br /&gt;
* Hochschulnahe regionale Vereine&lt;br /&gt;
* Initiativen und Projekte mit NH-Bezug&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
* Alumni und ehemalige Studierende&lt;br /&gt;
* Zukünftige Studierende regional/ überregional&lt;br /&gt;
* Ehemalige und zukünftige Beschäftigte&lt;br /&gt;
* Anwohner*innen, Nachbar*innen&lt;br /&gt;
* Überregionale Bevölkerung&lt;br /&gt;
* Frauen / Männer&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hemmnisse und Treiber ===&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* kein NH-Kommunikationskonzept vorhanden&lt;br /&gt;
* Informationen und Inhalte sind nicht für Externe relevant&lt;br /&gt;
* Informationen und Inhalte sind nicht für Externe zugänglich&lt;br /&gt;
* kein Konzept zur Interaktion mit Externen&lt;br /&gt;
* mangelndes Engagement auf Leitungsebene für den Einbezug von Externen&lt;br /&gt;
* fehlende Prioritäten in der NH-Berichterstattung (Vorbildfunktion)&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Einbezug von externen Anspruchsgruppen durch einen Stakeholderdialog (Erwartungen an steigende Themenvielfalt&lt;br /&gt;
* NH-Kommunikationskonzept mit Konkreten Inhalten für Externe; Konzept zur zielgruppengerechten Streuung der Informationen&lt;br /&gt;
* Konzept für den Einbezug relevanter Inhalte, Konzepte und Projekte mit NH-Bezug&lt;br /&gt;
* Hochschule als Innovator für Betrieb, Bildung und Forschung und Vorbild für externe Anspruchsgruppen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Eine Hochschule hat die Aufgabe, die Ziele der NH-Kommunikation so zu wählen, dass diese auch erreichbar sind. Dabei sollten Einzelziele mit den Zielen einer Institution übereinstimmen und messbar, realistisch und zeitbezogen sein. Dadurch wird es ermöglicht, Ergebnisse zu bewerten und zu bestimmen und es können konkrete Aussagen getroffen werden, ob Einzelziele erreicht wurden oder weitere Maßnahmen notwendig sind.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Formulierung von Zielen für ein Nachhaltigkeitskommunikationskonzept:&lt;br /&gt;
* Steigerung der Bekanntheit des NH-Kommunikationskonzeptes&lt;br /&gt;
* Umsetzung von gesellschaftlicher Verantwortung,&lt;br /&gt;
* Verbesserung der Nachhaltigkeitsleistung&lt;br /&gt;
* Steigerung der Reputation der Hochschule und der Profilierung innerhalb der Hochschullandschaft&lt;br /&gt;
* gezielte Integration von Anspruchsgruppen• Optimierung von Managementsystemen mit Nachhaltigkeitsbezug&lt;br /&gt;
* Steigerung der Innovationsfähigkeit der Institution,&lt;br /&gt;
* Anbindung an die strategische Ausrichtung der Hochschule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Formulierung von Einzelzielen ist eine operative Aufgabe von Hochschulen und richtet sich nach den Inhalten, die durch die Leitungsebene als relevant eingeschätzt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;Checkliste einfügen&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tag der Umwelt (TdU):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
An der Hochschule Zittau/Görlitz wird der Tag der Umwelt jährlich mit wechselnden nachhaltigen und umweltrelevanten Themen organisiert. Die Studierenden können Themenvorschläge einreichen und über relevante und interessante Inhalte abstimmen. Zu der Veranstaltung wird ein Programm aus Referenten mit Gastbeiträgen, Ausstellungen, interaktiven Bereichen zum Mitmachen und Diskussionsrunden zu den Themen-gebieten angeboten. Regionale Vereine und Initiativen können sich mit weiteren Programmpunkte in das Gesamtkonzept einbringen. &lt;br /&gt;
https://www.hszg.de/de/hochschule/managementsysteme/umweltmanagement/mach-mit/tag-der-umwelt-tdu.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gesundheits- und Umwelttage (GUt):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Diese Veranstaltungsreihe wird ebenfalls im jährlichen Turnus an der HSZG durchgeführt und umfasst ein Programm für sieben Tage. Die Themen wechseln jährlich, allerdings werden auch gesundheitsspezifische Inhalte wie Rückenschulen, Rückenscreening und die bewegten Pausen angeboten. Weiterhin gibt es Workshops für Bewegung und richtige Sitzposition am Arbeitsplatz und Lauftreffs. Die Kombination mit dem Hochschulsportfest machen die GUt besonders attraktiv für interne und externe Interessengruppen. Im Rahmen des Hochschul-Firmen-Laufes können regionale Unternehmen und Hochschulangehörige an einer „Lauf-Challenge“ teilnehmen. Ein weiterer Programmpunkt ist die Schrittzähler-Challenge in der die Hochschulmitarbeiter*innen und die Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung aufgerufen sind ein Maximum an Schritten in einer Woche zu erzielen. Durch diese Aktionen können relevante Themenbereiche einer Hochschule intern und extern kommuniziert und eine aktive Partizipation erreicht werden.&lt;br /&gt;
https://www.hszg.de/hochschule/management-systeme/umweltmanagement/mach-mit/gesund-heits-und-umwelttage-gut.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Case Study - Nutzer*innenverhalten an der HSZG ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; Bearbeitung AB, Prof. BD / einfügen UB &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links ==&lt;br /&gt;
* DIN EN ISO 14001:2015 (7.4 Kommunikation) – Umweltmanagementsysteme – Anforderungen mit Anleitungen zur Anwendung&lt;br /&gt;
* DIN EN ISO 14063:2006 (5. Strategie der Umweltkommunikation) – Umweltmanagement – Umweltkommunikation – Anleitungen und Beispiele&lt;br /&gt;
* Integrierter Nachhaltigkeitsbericht an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung  Eberswalde: http://www.hnee.de/_obj/D52210FF-0814-4DD0-B920-BDC1CB95522A/outline/HNEE_Be-richt_2014_2015.pdf&lt;br /&gt;
* Mit dem CO2-Rechner des Umweltbundesamtes kann auf einfache Weise eine persönliche CO2-Bilanz erstellt werden. Der Begriff CO2 wird für die Menschen greifbarer, sie werden für eine zukunftsfähige Lebensweise sensibilisiert. http://www.uba.co2-rechner.de/de_DE/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ALBRECHT P. (2006): Nachhaltigkeitsberichterstattung an Hochschulen. Lüneburg, Online im Internet. http://www.leuphana.de/fileadmin/user_upload/For-schungseinrichtungen/infu/files/infu-reihe/33_06.pdf, April 14, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BOSCH, C., HOFMANN, M. &amp;amp; REJZLIK, W. (2005): Betriebliche  Kommunikations-  strategien  für  nachhaltiges  Wirtschaften. Eine empirische Studie. In: Berichte aus Energie- und Umweltforschung. Österreichisches Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, Wien, 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH): Sei ein Becherheld. https://www.duh.de/becherheld/, April 14, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DIN EN ISO 14001:2015 (7.4 Kommunikation) – Umweltmanagementsysteme – Anforderungen mit Anleitungen zur Anwendung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DIN EN ISO 14063:2006 (5. Strategie der Umweltkommunikation) – Umweltmanagement – Umweltkommunikation – Anleitungen und Beispiele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutscher Nachhaltikeits Kodex: Hochschul- DNK. https://www.deutscher-nachhaltigkeitskodex.de/de/dnk/hochschul-dnk.html, April 14, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HS-DNK: Anwendung des hochschulspezifischen Nachhaltigkeitskodex – ein Weg zur Nachhaltigkeitsberichterstattung an Hochschulen. https://www.deutscher-nachhaltigkeitskodex.de/fileadmin/user_upload/dnk/dok/leitfaden/20180509_Deutscher_Nachhaltigkeitskodex_Hochschulen.pdf, April 14, 2020. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leal Filho, W. et al. (2017). Identifying and overcoming obstacles to the implementation of sustainable development at universities. Journal of IntegratIve envIronmental ScIences. Vol 14, No. 1, 93-108. http://www.tandfonline.com/doi/pdf/10.1080,/1943815X.2017.1362007?needAccess=true, April 14, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RENKER, C. (2008): Kommunikationsmanagement – Grundlage für Entscheider. 3. Aufl., München: IFME-Edition, 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GRI: About sustainability reporting.  https://www.globalreporting.org/information/sustainability-reporting/Pages/default.aspx, April 14, 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GRUPE, S. (2011): Public Relations – Ein Wegweiser für die PR-Praxis. Berlin – Heidelberg: Springer Verlag, 2011.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltigkeit_im_Hochschulbetrieb&amp;diff=5329</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb</title>
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		<updated>2020-10-16T12:57:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 100%; border:rgb(5242,200,20) solid 5px; text-align: left&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align: center&amp;quot; | [[Datei:Betrieb pos.png|70px]] Willkommen auf der Seite des Handlungsfelds Betrieb! &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; &#039;&#039;kurze Vorstellung/Einführung:&#039;&#039; &amp;lt;/span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Hochschulen stellen – ebenso wie andere öffentliche Einrichtungen und Unternehmen – Organisationen dar, deren alltäglicher Betrieb direkte und indirekte ökologische, ökonomische und soziale Auswirkungen hat. Dieser Auswirkungen und der daraus resultierenden Verantwortung müssen sich Hochschulen bewusst sein und dementsprechend betriebliche Nachhaltigkeit umsetzen. Der Betrieb staatlicher Hochschulen unterliegt jedoch rechtlichen und finanziellen Restriktionen. Rechtliche Forderungen werden durch die Leitung und die Verwaltung von Hochschulen umgesetzt und beinhalten strenge Anforderungen an Beschaffung, Vergabe von Dienstleistungen, Gebäude- und Energiemanagement, Abfallmanagement, den Umgang mit Chemikalien und Gefahrstoffen, das Personalmanagement sowie den Arbeitsschutz. Haushaltsbudgets als Grundlage für die Bereitstellung personeller und materieller Ressourcen sind in Umfang und Laufzeit häufig an Hochschulentwicklungspläne der Länder geknüpft und basieren zunehmend auf der Erfüllung (kennzahlenbasierter) Vereinbarungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spielräume für die Implementierung von Nachhaltigkeitsaspekten im Betrieb von Hochschulen sowie im Campusleben sind vor diesem Hintergrund nur insoweit möglich, wie Hochschulen sich intern etwa im Rahmen von Strategien und Leitlinien dazu bekennen. Hinzu kommt, dass länderspezifische Regelungen die Autonomie von Hochschulen zusätzlich beschneiden, etwa durch zentralisiertes Immobilien- und Baumanagement einschließlich des dafür notwendigen Betriebs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der benannten Restriktionen wird mit dem [[Einzelleitfäden#Leitfaden Betrieb|Leitfaden]] der Versuch unternommen, im Handlungsfeld Betrieb einerseits Hemmnisse, aber auch Treiber und konkrete Maßnahmen aufzuzeigen, mit denen die Verankerung von Prozessen der Entwicklung, der Implementierung und Etablierung von Nachhaltigkeit an Hochschulen gelingen kann. Hierzu werden für die identifizierten Handlungsfelder (Leistungserbringungen) nachhaltige&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschaffung|Beschaffung]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Abfallmanagement|Abfallmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität|Mobilität]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Gebäude- und Energiemanagement|Gebäude- und Energiemanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Controlling|Controlling]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiger Forschungsbetrieb|Forschungsbetrieb]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement|Veranstaltungsmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse|Beschäftigungsverhältnisse]] und&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Kommunikation|Kommunikation]]&lt;br /&gt;
zunächst die betroffenen Personenkreise adressiert, die jeweilige Relevanz und sich daraus ergebende Ziele für den Hochschulbetrieb aufgezeigt, Hemmnisse und Treiber sowie Maßnahmen zur Implementierung dargelegt und mit Beispielen aus der Hochschulpraxis untersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zeigt sich, dass ein nachhaltiger Hochschulbetrieb über den kurzfristigen Zeithorizont hinausdenken und etwa bei der Beschaffung und Vergabe, aber auch beim Gebäude- und Energiemanagement lebenswegbasierte Ansätze anstelle von ausschließlich Preis-Leistungsvorgaben berücksichtigen muss. Gesetzliche Rahmenbedingungen stehen einem solchen Ansatz nicht im Wege, sondern befördern ihn partiell sogar. Der Leitfaden zeigt Beispiele auf, die durch den Nachhaltigkeitsbezug zudem mittelfristig Kosteneinsparungen beispielsweise durch Senkung von Energieverbräuchen oder geringere Wartungs- und Reparaturanfälligkeiten erwarten lassen. Das nachhaltige Abfallmanagement setzt die – auch vom Gesetzgeber geforderte – konsequente Umsetzung der Kreislaufwirtschaft voraus, was jedoch in der Lehre und noch mehr in der Forschung teilweise zu Zielkonflikten führen kann, etwa bei sehr stoff- und energieintensiven Versuchsanordnungen. Analoges gilt für den Umgang mit Chemikalien und Gefahrstoffen.&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=&#039;&#039;Große Potentiale für den nachhaltigen Betrieb ergeben sich unter Einbeziehung virtueller Ansätze für die Handlungsfelder Veranstaltungsmanagement und Kommunikation, was im Rahmen des HOCH&amp;lt;sup&amp;gt;N&amp;lt;/sup&amp;gt;-Verbundprojekts bereits erprobt worden ist. Der Leitfaden belegt zudem, konzeptionell und durch Beispiele untersetzt, dass nachhaltige Mobilität an Hochschulen möglich und insbesondere von Studierenden erwünscht ist.&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In nahezu allen Handlungsfeldern wird gezeigt, dass ein großes Hemmnis bei der Umsetzung nachhaltigkeitsbezogenen Handelns in unzureichender Kenntnis der existierenden Möglichkeiten, mangelnder Transparenz in der internen und externen Kommunikation sowie häufig fehlender Akzeptanz der Akteur*innen begründet ist. Hochschulen sind aufgerufen, sich den daraus ergebenden Herausforderungen zu stellen und - z. B. mithilfe der im Leitfaden vorgeschlagenen Implementierungsmaßnahmen - individuelle Hemmnisse abzubauen, zu sensibilisieren und die Motivation der im Hochschulbetrieb Handelnden sowie der externen Partner*innen zu erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{:Portal/AP-Seite|Kompakt zusammengefasst|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beförderungskonzepte]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltig Forschen]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Tagen]]&lt;br /&gt;
* [[Soziale Aspekte des nachhaltigen Hochschulbetriebs]]&lt;br /&gt;
* [[Betriebliche Nachhaltigkeitskennzahlen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{:Portal/AP-Seite|Leitfaden Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hier geht es zum [[Einzelleitfäden#Leitfaden Betrieb|Leitfaden]] }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{:Portal/AP-Seite|Checklisten|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschaffung#Checkliste nachhaltige Beschaffung|Checkliste Nachhaltige Beschaffung]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Abfallmanagement#Checkliste nachhaltiges Abfallmanagement|Checkliste Nachhaltiges Abfallmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Fuhrpark - Checkliste|Checkliste Nachhaltige Mobilität - Fuhrpark]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Dienstreisen - Checkliste|Checkliste Nachhaltige Mobilität - Dienstreisen]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Arbeitswege - Checkliste|Checkliste Nachhaltige Mobilität - Arbeitswege]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Controlling#Maßnahmen und Implementierung|Checkliste Nachhaltiges Controlling]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiger Forschungsbetrieb#Checkliste|Checkliste Nachhaltiger Forschungsbetrieb]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement#Checkliste|Checkliste Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse#Checkliste|Checkliste Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Kommunikation#Checkliste|Checkliste Nachhaltige Kommunikation]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{:Portal/AP-Seite|Praxisbeispiele|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verlinkungen zu den Abschnitten Good Practice einfügen&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
	<entry>
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		<title>HOCH-N:Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb</title>
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		<updated>2020-10-16T12:54:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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{| style=&amp;quot;width: 100%; border:rgb(5242,200,20) solid 5px; text-align: left&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align: center&amp;quot; | [[Datei:Betrieb pos.png|70px]] Willkommen auf der Seite des Handlungsfelds Betrieb! &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; &#039;&#039;kurze Vorstellung/Einführung:&#039;&#039; &amp;lt;/span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Hochschulen stellen – ebenso wie andere öffentliche Einrichtungen und Unternehmen – Organisationen dar, deren alltäglicher Betrieb direkte und indirekte ökologische, ökonomische und soziale Auswirkungen hat. Dieser Auswirkungen und der daraus resultierenden Verantwortung müssen sich Hochschulen bewusst sein und dementsprechend betriebliche Nachhaltigkeit umsetzen. Der Betrieb staatlicher Hochschulen unterliegt jedoch rechtlichen und finanziellen Restriktionen. Rechtliche Forderungen werden durch die Leitung und die Verwaltung von Hochschulen umgesetzt und beinhalten strenge Anforderungen an Beschaffung, Vergabe von Dienstleistungen, Gebäude- und Energiemanagement, Abfallmanagement, den Umgang mit Chemikalien und Gefahrstoffen, das Personalmanagement sowie den Arbeitsschutz. Haushaltsbudgets als Grundlage für die Bereitstellung personeller und materieller Ressourcen sind in Umfang und Laufzeit häufig an Hochschulentwicklungspläne der Länder geknüpft und basieren zunehmend auf der Erfüllung (kennzahlenbasierter) Vereinbarungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spielräume für die Implementierung von Nachhaltigkeitsaspekten im Betrieb von Hochschulen sowie im Campusleben sind vor diesem Hintergrund nur insoweit möglich, wie Hochschulen sich intern etwa im Rahmen von Strategien und Leitlinien dazu bekennen. Hinzu kommt, dass länderspezifische Regelungen die Autonomie von Hochschulen zusätzlich beschneiden, etwa durch zentralisiertes Immobilien- und Baumanagement einschließlich des dafür notwendigen Betriebs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der benannten Restriktionen wird mit dem [[Einzelleitfäden#Leitfaden Betrieb|Leitfaden]] der Versuch unternommen, im Handlungsfeld Betrieb einerseits Hemmnisse, aber auch Treiber und konkrete Maßnahmen aufzuzeigen, mit denen die Verankerung von Prozessen der Entwicklung, der Implementierung und Etablierung von Nachhaltigkeit an Hochschulen gelingen kann. Hierzu werden für die identifizierten Handlungsfelder (Leistungserbringungen) nachhaltige&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschaffung|Beschaffung]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Abfallmanagement|Abfallmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität|Mobilität]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Gebäude- und Energiemanagement|Gebäude- und Energiemanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Controlling|Controlling]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiger Forschungsbetrieb|Forschungsbetrieb]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement|Veranstaltungsmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse|Beschäftigungsverhältnisse]] und&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Kommunikation|Kommunikation]]&lt;br /&gt;
zunächst die betroffenen Personenkreise adressiert, die jeweilige Relevanz und sich daraus ergebende Ziele für den Hochschulbetrieb aufgezeigt, Hemmnisse und Treiber sowie Maßnahmen zur Implementierung dargelegt und mit Beispielen aus der Hochschulpraxis untersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zeigt sich, dass ein nachhaltiger Hochschulbetrieb über den kurzfristigen Zeithorizont hinausdenken und etwa bei der Beschaffung und Vergabe, aber auch beim Gebäude- und Energiemanagement lebenswegbasierte Ansätze anstelle von ausschließlich Preis-Leistungsvorgaben berücksichtigen muss. Gesetzliche Rahmenbedingungen stehen einem solchen Ansatz nicht im Wege, sondern befördern ihn partiell sogar. Der Leitfaden zeigt Beispiele auf, die durch den Nachhaltigkeitsbezug zudem mittelfristig Kosteneinsparungen beispielsweise durch Senkung von Energieverbräuchen oder geringere Wartungs- und Reparaturanfälligkeiten erwarten lassen. Das nachhaltige Abfallmanagement setzt die – auch vom Gesetzgeber geforderte – konsequente Umsetzung der Kreislaufwirtschaft voraus, was jedoch in der Lehre und noch mehr in der Forschung teilweise zu Zielkonflikten führen kann, etwa bei sehr stoff- und energieintensiven Versuchsanordnungen. Analoges gilt für den Umgang mit Chemikalien und Gefahrstoffen.&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=&#039;&#039;Große Potentiale für den nachhaltigen Betrieb ergeben sich unter Einbeziehung virtueller Ansätze für die Handlungsfelder Veranstaltungsmanagement und Kommunikation, was im Rahmen des HOCH&amp;lt;sup&amp;gt;N&amp;lt;/sup&amp;gt;-Verbundprojekts bereits erprobt worden ist.&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Leitfaden belegt zudem, konzeptionell und durch Beispiele untersetzt, dass nachhaltige Mobilität an Hochschulen möglich und insbesondere von Studierenden erwünscht ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In nahezu allen Handlungsfeldern wird gezeigt, dass ein großes Hemmnis bei der Umsetzung nachhaltigkeitsbezogenen Handelns in unzureichender Kenntnis der existierenden Möglichkeiten, mangelnder Transparenz in der internen und externen Kommunikation sowie häufig fehlender Akzeptanz der Akteur*innen begründet ist. Hochschulen sind aufgerufen, sich den daraus ergebenden Herausforderungen zu stellen und - z. B. mithilfe der im Leitfaden vorgeschlagenen Implementierungsmaßnahmen - individuelle Hemmnisse abzubauen, zu sensibilisieren und die Motivation der im Hochschulbetrieb Handelnden sowie der externen Partner*innen zu erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{:Portal/AP-Seite|Kompakt zusammengefasst|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beförderungskonzepte]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltig Forschen]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Tagen]]&lt;br /&gt;
* [[Soziale Aspekte des nachhaltigen Hochschulbetriebs]]&lt;br /&gt;
* [[Betriebliche Nachhaltigkeitskennzahlen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{:Portal/AP-Seite|Leitfaden Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hier geht es zum [[Einzelleitfäden#Leitfaden Betrieb|Leitfaden]] }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{:Portal/AP-Seite|Checklisten|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschaffung#Checkliste nachhaltige Beschaffung|Checkliste Nachhaltige Beschaffung]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Abfallmanagement#Checkliste nachhaltiges Abfallmanagement|Checkliste Nachhaltiges Abfallmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Fuhrpark - Checkliste|Checkliste Nachhaltige Mobilität - Fuhrpark]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Dienstreisen - Checkliste|Checkliste Nachhaltige Mobilität - Dienstreisen]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Arbeitswege - Checkliste|Checkliste Nachhaltige Mobilität - Arbeitswege]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Controlling#Maßnahmen und Implementierung|Checkliste Nachhaltiges Controlling]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiger Forschungsbetrieb#Checkliste|Checkliste Nachhaltiger Forschungsbetrieb]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement#Checkliste|Checkliste Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse#Checkliste|Checkliste Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Kommunikation#Checkliste|Checkliste Nachhaltige Kommunikation]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{:Portal/AP-Seite|Praxisbeispiele|&lt;br /&gt;
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&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; Verlinkungen zu den Abschnitten Good Practice einfügen &amp;lt;/span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
	<entry>
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		<title>HOCH-N:Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb</title>
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		<updated>2020-10-16T12:52:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 100%; border:rgb(5242,200,20) solid 5px; text-align: left&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align: center&amp;quot; | [[Datei:Betrieb pos.png|70px]] Willkommen auf der Seite des Handlungsfelds Betrieb! &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; &#039;&#039;hier Text einfügen!&#039;&#039; &amp;lt;/span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; kurze Vorstellung/Einführung:&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Hochschulen stellen – ebenso wie andere öffentliche Einrichtungen und Unternehmen – Organisationen dar, deren alltäglicher Betrieb direkte und indirekte ökologische, ökonomische und soziale Auswirkungen hat. Dieser Auswirkungen und der daraus resultierenden Verantwortung müssen sich Hochschulen bewusst sein und dementsprechend betriebliche Nachhaltigkeit umsetzen. Der Betrieb staatlicher Hochschulen unterliegt jedoch rechtlichen und finanziellen Restriktionen. Rechtliche Forderungen werden durch die Leitung und die Verwaltung von Hochschulen umgesetzt und beinhalten strenge Anforderungen an Beschaffung, Vergabe von Dienstleistungen, Gebäude- und Energiemanagement, Abfallmanagement, den Umgang mit Chemikalien und Gefahrstoffen, das Personalmanagement sowie den Arbeitsschutz. Haushaltsbudgets als Grundlage für die Bereitstellung personeller und materieller Ressourcen sind in Umfang und Laufzeit häufig an Hochschulentwicklungspläne der Länder geknüpft und basieren zunehmend auf der Erfüllung (kennzahlenbasierter) Vereinbarungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spielräume für die Implementierung von Nachhaltigkeitsaspekten im Betrieb von Hochschulen sowie im Campusleben sind vor diesem Hintergrund nur insoweit möglich, wie Hochschulen sich intern etwa im Rahmen von Strategien und Leitlinien dazu bekennen. Hinzu kommt, dass länderspezifische Regelungen die Autonomie von Hochschulen zusätzlich beschneiden, etwa durch zentralisiertes Immobilien- und Baumanagement einschließlich des dafür notwendigen Betriebs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der benannten Restriktionen wird mit dem [[Einzelleitfäden#Leitfaden Betrieb|Leitfaden]] der Versuch unternommen, im Handlungsfeld Betrieb einerseits Hemmnisse, aber auch Treiber und konkrete Maßnahmen aufzuzeigen, mit denen die Verankerung von Prozessen der Entwicklung, der Implementierung und Etablierung von Nachhaltigkeit an Hochschulen gelingen kann. Hierzu werden für die identifizierten Handlungsfelder (Leistungserbringungen) nachhaltige&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschaffung|Beschaffung]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Abfallmanagement|Abfallmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität|Mobilität]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Gebäude- und Energiemanagement|Gebäude- und Energiemanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Controlling|Controlling]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiger Forschungsbetrieb|Forschungsbetrieb]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement|Veranstaltungsmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse|Beschäftigungsverhältnisse]] und&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Kommunikation|Kommunikation]]&lt;br /&gt;
zunächst die betroffenen Personenkreise adressiert, die jeweilige Relevanz und sich daraus ergebende Ziele für den Hochschulbetrieb aufgezeigt, Hemmnisse und Treiber sowie Maßnahmen zur Implementierung dargelegt und mit Beispielen aus der Hochschulpraxis untersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zeigt sich, dass ein nachhaltiger Hochschulbetrieb über den kurzfristigen Zeithorizont hinausdenken und etwa bei der Beschaffung und Vergabe, aber auch beim Gebäude- und Energiemanagement lebenswegbasierte Ansätze anstelle von ausschließlich Preis-Leistungsvorgaben berücksichtigen muss. Gesetzliche Rahmenbedingungen stehen einem solchen Ansatz nicht im Wege, sondern befördern ihn partiell sogar. Der Leitfaden zeigt Beispiele auf, die durch den Nachhaltigkeitsbezug zudem mittelfristig Kosteneinsparungen beispielsweise durch Senkung von Energieverbräuchen oder geringere Wartungs- und Reparaturanfälligkeiten erwarten lassen. Das nachhaltige Abfallmanagement setzt die – auch vom Gesetzgeber geforderte – konsequente Umsetzung der Kreislaufwirtschaft voraus, was jedoch in der Lehre und noch mehr in der Forschung teilweise zu Zielkonflikten führen kann, etwa bei sehr stoff- und energieintensiven Versuchsanordnungen. Analoges gilt für den Umgang mit Chemikalien und Gefahrstoffen.&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=&#039;&#039;Große Potentiale für den nachhaltigen Betrieb ergeben sich unter Einbeziehung virtueller Ansätze für die Handlungsfelder Veranstaltungsmanagement und Kommunikation, was im Rahmen des HOCH&amp;lt;sup&amp;gt;N&amp;lt;/sup&amp;gt;-Verbundprojekts bereits erprobt worden ist.&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Leitfaden belegt zudem, konzeptionell und durch Beispiele untersetzt, dass nachhaltige Mobilität an Hochschulen möglich und insbesondere von Studierenden erwünscht ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In nahezu allen Handlungsfeldern wird gezeigt, dass ein großes Hemmnis bei der Umsetzung nachhaltigkeitsbezogenen Handelns in unzureichender Kenntnis der existierenden Möglichkeiten, mangelnder Transparenz in der internen und externen Kommunikation sowie häufig fehlender Akzeptanz der Akteur*innen begründet ist. Hochschulen sind aufgerufen, sich den daraus ergebenden Herausforderungen zu stellen und - z. B. mithilfe der im Leitfaden vorgeschlagenen Implementierungsmaßnahmen - individuelle Hemmnisse abzubauen, zu sensibilisieren und die Motivation der im Hochschulbetrieb Handelnden sowie der externen Partner*innen zu erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{:Portal/AP-Seite|Kompakt zusammengefasst|&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beförderungskonzepte]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltig Forschen]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Tagen]]&lt;br /&gt;
* [[Soziale Aspekte des nachhaltigen Hochschulbetriebs]]&lt;br /&gt;
* [[Betriebliche Nachhaltigkeitskennzahlen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{:Portal/AP-Seite|Leitfaden Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hier geht es zum [[Einzelleitfäden#Leitfaden Betrieb|Leitfaden]] }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{:Portal/AP-Seite|Checklisten|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschaffung#Checkliste nachhaltige Beschaffung|Checkliste Nachhaltige Beschaffung]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Abfallmanagement#Checkliste nachhaltiges Abfallmanagement|Checkliste Nachhaltiges Abfallmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Fuhrpark - Checkliste|Checkliste Nachhaltige Mobilität - Fuhrpark]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Dienstreisen - Checkliste|Checkliste Nachhaltige Mobilität - Dienstreisen]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität#Arbeitswege - Checkliste|Checkliste Nachhaltige Mobilität - Arbeitswege]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Controlling#Maßnahmen und Implementierung|Checkliste Nachhaltiges Controlling]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiger Forschungsbetrieb#Checkliste|Checkliste Nachhaltiger Forschungsbetrieb]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement#Checkliste|Checkliste Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse#Checkliste|Checkliste Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Kommunikation#Checkliste|Checkliste Nachhaltige Kommunikation]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{:Portal/AP-Seite|Praxisbeispiele|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verlinkungen zu den Abschnitten Good Practice möglich?}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Controlling&amp;diff=5326</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Controlling</title>
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		<updated>2020-10-16T12:43:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Betroffener Personenkreis==&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag richtet sich an Steuerungsverantwortliche an Hochschulen sowie operativ Tätige, die mit betrieblichen Kennzahlen arbeiten. Ferner richten sich die hier ausgeführten Hinweise an Nutzer und Betreiber hochschulischer Einrichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz==&lt;br /&gt;
Das kennzahlengestützte Controlling spielt im Rahmen eines nachhaltigen Betriebs von Hochschulen eine hervorgehobene Rolle. Durch die Erhebung relevanter Messgrößen lassen sich Rückschlüsse auf Optimierungspotentiale ziehen und relevante Prozesse steuern. Hierbei zeigt sich gleichermaßen eine ausgesprochene Schnittstellenfunktion, welche insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeitsberichterstattung eine gewichtige Funktion besitzt und die Perspektive des Hochschulbetriebes holistisch im institutionellen Kontext einbettet. Insbesondere auf Leitungsebene ist die Implementierung und (Erfolgs-)Kontrolle einer nachhaltigen Entwicklung im Rahmen betrieblicher Prozesse eine wichtige Steuerungsfunktion.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
== Ziele==&lt;br /&gt;
Die Kennzahlendarstellung im Bereich Controlling zielt darauf ab ein umfassendes Bild der relevanten Prozesse des Hochschulbetriebes zu zeichnen. Kern der Abbildung ist es Prozesse darzustellen, die wesentlich für den Betrieb von Hochschulen sind. Die Leserinnen und Leser sollen einen Überblick über die wichtigsten Messgrößen erhalten, wobei sich diese bei reduzierter Komplexität auf die wesentlichen Prozesse eines hochschulischen Betriebs beschränken: &lt;br /&gt;
* Beschaffung &lt;br /&gt;
* Liegenschaftenmanagement &lt;br /&gt;
* Entsorgung &lt;br /&gt;
* Forschungsbetrieb &lt;br /&gt;
* Marketing &lt;br /&gt;
* Mobilität &lt;br /&gt;
* Beschäftigungsverhältnisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemmnisse und Treiber==&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* Kurzfristige Planung&lt;br /&gt;
* Bürokratische Verwaltungsprozesse und unklare Zuständigkeiten&lt;br /&gt;
* Mangelnde Sensibilität für Nachhaltigkeit auf Leitungsebene&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Unterstützung auf der Leitungsebene&lt;br /&gt;
* Verfügbarkeit von Ressourcen zur Erfassung von Emissionen und Verbräuchen&lt;br /&gt;
* Verankerung Nachhaltiger Entwicklung in der Strategie&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maßnahmen und Implementierung ==&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden konkrete Handlungsfelder auf den Wertschöpfungsstufen definiert, welche für den hochschulischen Kontext besonders relevant sind. Ferner werden den Handlungsfeldern grundlegende Kennzahlen zugeordnet. Bei den hier aufgeführten Messgrößen sind eine möglichst reduzierte Komplexität sowie einfache Umsetzbarkeit maßgebliche Kriterien. Ferner ermöglichen die hier genannten Größen eine unmittelbare Anknüpfbarkeit an Kennzahlensysteme, wie den Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) oder auch die Global Reporting Initiative Guidelines (GRI G4).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;Checkliste einfügen&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice==&lt;br /&gt;
Ein gelungenes Beispiel für die Umsetzung eines Nachhaltigkeitsorientierten Controllings an Hochschulen bietet die Sustainability Balanced Scorecard der Leuphana Universität Lüneburg, welche es erlaubt Nachhaltigkeitsprozesse an Hochschulen umfassend abzubilden. Dies ermöglicht es nicht zuletzt die Nachhaltigkeitsleistung an Hochschulen sichtbar (kontrollierbar) und schließlich steuerbar zu machen. Nähere Informationen und weiterführende Erläuterungen finden Sie hier&amp;lt;ref&amp;gt;http://www2.leuphana.de/umanagement/csm/content/nama/downloads/download_publikationen/10-8downloadversion.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links==&lt;br /&gt;
* Baukastensystem Nachhaltiger Campus (BNC)&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.hszg.de/hochschule/managementsysteme/umweltmanagement/baukastensystem-nachhaltiger-campus.html&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
* GRI G4&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.globalreporting.org/Pages/default.aspx&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
* Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK) sowie der spezifische Hochschul-DNK&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.deutscher-nachhaltigkeitskodex.de/fileadmin/user_upload/dnk/dok/160530_HS-DNK_Beta-Version_dt.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
* Die Sustainability Balanced Scorecard: Wertorientiertes Nachhaltigkeitsmanagement mit der Balanced Scorecard&amp;lt;ref&amp;gt;http://www2.leuphana.de/umanagement/csm/content/nama/downloads/download_publikationen/10-8downloadversion.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen==&lt;br /&gt;
Adomßent, M., Fischer, D., Godemann, J., Herzig, C., Otte, I., et al. 2014. Emerging areas in research on higher education for sustainable development – management education, sustainable consumption and perspectives from Central and Eastern Europe. Journal of Cleaner Production, 62: 1–7.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Arroyo, P. 2017. A new taxonomy for examining the multi-role of campus sustainability assessments in organizational change. Journal of Cleaner Production, 140: 1763–1774.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Borowski, P. F. 2014. Strategy of adaptation in the management system at the Egyptian Universities after Arab Spring Uprising – revolution and aftermath. Management, 18(2). https://doi.org/10.2478/manment-2014-0042.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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Cho, C. H., Patten, D. M., &amp;amp; Roberts, R. W. 2006. Corporate Political Strategy: An Examination of the Relation between Political Expenditures, Environmental Performance, and Environmental Disclosure. Journal of Business Ethics, 67(2): 139–154.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
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Peters, M. A. 2013. Managerialism and the neoliberal university: Prospects for new forms of “open management” in higher education, 5: 11–26.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Taylor, J., &amp;amp; Taylor, R. 2003. Performance Indicators in Academia: An X-Efficiency Approach? Australian Journal of Public Administration, 62(2): 71–82.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teeroovengadum, V., Kamalanabhan, T. J., &amp;amp; Keshwar Seebaluck, A. 2016. Measuring service quality in higher education. Quality Assurance in Education, 24: 244–258.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Yakhou, M., &amp;amp; Dorweiler, V. P. 2002. Environmental Accounting Coverage in the Accounting Curriculum: A Survey of U.S. Universities and Colleges. Journal of Education for Business, 78(1): 23–27.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Abfallmanagement&amp;diff=5325</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Abfallmanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Abfallmanagement&amp;diff=5325"/>
		<updated>2020-10-16T12:35:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Betroffener Personenkreis ==&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag richtet sich an alle Hochschulangehörigen gleichermaßen, denn jede und jeder kann zur Abfallvermeidung, zum Recycling und damit zur Minderung der Entsorgungsleistung einen Beitrag leisten. Von besonderer Bedeutung bei der nachhaltigen Entsorgung ist der Personenkreis „Abfallbeauftragte“ (häufig in Personalunion mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit (FaSi)).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz ==&lt;br /&gt;
Abfälle sind alle Stoffe oder Gegenstände, derer sich ein Besitzer entledigt, entledigen will oder muss.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 3 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie können nach der Art und der Einstufung ihrer Gefährlichkeit bezeichnet und unterschieden werden.&amp;lt;ref&amp;gt;AVV § 1&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Abfallverzeichnisverordnung (AVV) gibt dazu branchen- bzw. gruppendefinierte zwei-, vier- und sechsstellige Abfallschlüssel mit Abfallbezeichnung an. Hochschulen als Entsorger müssen einer gesetzlichen Registerpflicht über Menge, Art, Ursprung, Sammlungshäufigkeit, Beförderungs- und Verwertungs- oder Beseitigungsart des Abfalls nachkommen.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 49 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Für gefährliche Abfälle, etwa aus Chemielaboratorien, besteht zudem eine Nachweispflicht vor Beginn der Entsorgung und über deren Durchführung sowie ggf. über den Verbleib entsorgter Abfälle.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 50 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Abfallverursacher*in und Entsorger*in müssen Hochschulen und ihre Angehörigen nach dem Vorsorge und Nachhaltigkeitsprinzip und den rechtlichen Vorgaben des § 6 (1); (2) KrWG einen maßgeblichen Beitrag leisten, Abfälle zu vermeiden, zur Wiederverwendung vorzubereiten sowie zu recyceln. Sollten diese Maßnahmen nicht greifen, ist eine energetische Verwertung sicher zu stellen. Grundsätzlich sollen jeweils die Maßnahmen innerhalb der Rangfolge Vorrang haben, die den Schutz von Mensch und Umwelt am besten gewährleisten. Mit dem Vermeidungsgrundsatz geht die Verpflichtung einher, Erzeugnisse zu beschaffen, die&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 45 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=* langlebig, reparaturfreundlich, wiederverwendbar oder verwertbar sind,&lt;br /&gt;
* im Vergleich zu anderen Erzeugnissen zu weniger oder schadstoffärmeren Abfällen führen und&lt;br /&gt;
* durch Vorbereitung zur Wiederverwendung oder Recycling hergestellt wurden.&amp;lt;/big&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Neben dem Kreislaufwirtschaftsgesetz ist für den Bereich der nicht gefährlichen Abfälle die Gewerbeabfallverordnung relevant, die den Umgang mit gewerblichen Siedlungsabfällen sowie Bau- und Abbruchabfällen regelt. Ziel der Gewerbeabfallverordnung ist die Stärkung der Abfallhierarchie. Diese wird durch den Vorrang der stofflichen gegenüber der energetischen Verwertung von Abfällen und der Einschränkung der gemischten Erfassung verankert. Durch die Umsetzung der Trennpflicht nach Gewerbeabfallverordnung für Papier/Kartonagen, Kunststoffe, Glas, Metalle, Holz, Alttextilien und Bioabfällen können auch Hochschulen einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ist es unerlässlich, dass der mit dem Abfallmanagement betroffene Personenkreis einer Hochschule mit dem Bereich „Beschaffung“ vernetzt wird und interagiert. Denn alles was beschafft wird muss nach einer Nutzungsphase, meist stofflich oder energetisch modifiziert, auch entsorgt werden. Indirekt tragen Hochschulen dadurch nicht nur zur Abfallvermeidung bei, sondern ebenso zur Einsparung von Wasser, Energie und Rohstoffen, die andererseits in die Produktions- und Lieferketten geflossen wären. Durch die Abfallvermeidung und -reduktion profitieren Hochschulen bzw. die mit der Abfallentsorgung betrauten länderspezifischen Behörden von der Minimierung ihrer Entsorgungsaufwendungen und -kosten (z. B. durch Register- und Nachweispflicht und Transport).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschulen leisten durch geringe Abfallaufkommen zudem einen gesamtgesellschaftlichen Beitrag zur Verringerung der Luft- und Abwasseremissionen bei den Entsorgungsprozessen. Eine nachhaltige Entsorgung an Hochschulen steht demzufolge im Zusammenhang mit dem Schutz von Mensch und Umwelt, mit einer Lebenszyklusbetrachtung von Stoffen und Gegenständen die zu Abfall werden können, sowie mit ressourcenschonenden und emissionsarmen Herstellungs- und Entsorgungsverfahren von der primären bis zur sekundären Rohstoffgewinnung aus Abfall.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 6 (1), (2)&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachhaltigkeit in der Entsorgung an Hochschulen meint – über die Rechtskonformität hinaus – generell die Minimierung vom Stoff- und Energieeinsatz, sodass nach einer möglichst langen Nutzungsphase so wenig wie möglich Abfälle anfallen bzw. eingesetzte Energie „weggeworfen“ wird. Nachhaltige Entsorgung an Hochschulen fördert zudem die Kreislaufwirtschaft, um Abfälle als neue Ressource (Sekundärstoff) für Produkte und Energie zu betrachten und zu nutzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Lexikon der Nachhaltigkeit (2018)&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Umgang mit gefährlichen Abfällen schützt eine nachhaltiges Abfallmanagement Personal und Studierende durch aktive Risikoerkennung und -minimierung und betreibt dadurch Gesundheits- und Entsorgungsprävention.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Für ein nachhaltiges Abfallmanagement können sich Hochschulen bspw. folgende Ziele setzen und diese in spezifischen Richtlinien zum Abfallmanagement niederlegen:&lt;br /&gt;
* Rechtskonformität,&lt;br /&gt;
* Nutzungsoptimierung (z. B. von Chemikalien und Verbrauchsmaterialien),&lt;br /&gt;
* Vermeidung, Trennung/Recycling von Abfällen und Einsparung von Entsorgungsaufwendungen,&lt;br /&gt;
* Einsatz und Beschaffung von langlebigen und reparaturfreundlichen Produkten und damit verbundenen langen Nutzungszeiten anstelle von häufigen Neuanschaffungen in kurzen Zeitintervallen.&lt;br /&gt;
* Einsatz, Nutzung von Abfallstoffen als Sekundärstoffe (Kreislaufwirtschaft) – nur indirekt beeinflussbar&lt;br /&gt;
* transparente rechtskonforme Entsorgungsprozesse/-dienstleistungen als Grundlage für gesundheitspräventiven Umgang mit Abfällen und gefährlichen Abfällen, wie ätzende Chemikalien,&lt;br /&gt;
* (Stoff-) Substitutionsprüfung und Rückkopplung mit „Beschaffung“,&lt;br /&gt;
* zyklische Bewertung der Funktionalität des Abfallmanagements (z. B. im Rahmen von UMS-Audits)&lt;br /&gt;
* eindeutige Festlegung von Zuständigkeiten in Entsorgungslogistik,&lt;br /&gt;
* Risikoerkennung/-minimierung (z. B. Gefährdungsbeurteilungen, Betriebsanweisungen),&lt;br /&gt;
* formale und non-formale Bildung, Bewusstseinsschaffung und -schärfung betroffener Personen,&lt;br /&gt;
* Vorbild- und Multiplikatorenwirkung und&lt;br /&gt;
* Nachhaltigkeitsberichterstattung zum Abfallmanagement.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* strenge rechtliche Forderungen (Arbeitsschutz, Kreislaufwirtschaft) können individuelles Hochschul-Engagement begrenzen („ist doch schon alles geregelt“)&lt;br /&gt;
* teilweise begrenzte Einflussmöglichkeiten aufgrund länderspezifischer Regelungen (zentralisierte Entsorgung)&lt;br /&gt;
* Forschungs- und Lehrbetrieb mit hohem Bedarf an Chemikalien und Gefahrstoffen&lt;br /&gt;
* zusätzlicher Ressourcenbedarf zur Optimierung bestehender Entsorgungssysteme in Bezug auf Nachhaltigkeit&lt;br /&gt;
* Akzeptanzprobleme der Handelnden, des betroffenen Personenkreises (Bewusstsein – Wissen – Handeln)&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Identifizierung studiengangsbezogener Ressourcen/Verbrauchsmittel zur Ableitung von Abfall- und Kostenreduzierungspotenzialen (MINT vs. Geisteswissenschaften)&lt;br /&gt;
* Identifizierung von Vermeidungs- und Einsparpotenzialen (z. B. Büromaterial)&lt;br /&gt;
* Optimierung des Chemikalien- und Gefahrstoffmanagements&lt;br /&gt;
* Kommunikation, Sensibilisierung und Zusammenarbeit mit allen Hochschulbereichen und Personen, insbesondere der „Beschaffung“&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste nachhaltiges Abfallmanagement ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_Checkliste_Abfallmanagement_Seite_1.png|mini|links|Checkliste Abfallmanagement|link={{filepath:Checkliste N Abfallmanagement final.pdf}}]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
===RUN – ReUse Notebook und Handy-Sammel-Aktion&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill.&amp;lt;/ref&amp;gt;===&lt;br /&gt;
Ist Ihr Mobile-/Smartphone schon wieder veraltet oder das Notebook schon wieder zu langsam oder defekt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn bei den Angehörigen der Hochschule Zittau/Görlitz ein neues Handy, Mobile-/Smartphone oder Notebook angeschafft werden muss, sind die Beschäftigten und Studierenden dazu aufgerufen, ihre alte Technik an den zentralen Sammelpunkten in den Hochschulbibliotheken Zittau und Görlitz abzugeben. Mit dieser Technikspende wird die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Zittau/Görlitz und der SAPOS gGmbH unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Technikspende unterstützt aber vor allem das Recycling, die Wiederverwertung und -verwendung von Handys, Mobile-/Smartphones und Notebooks, bzw. von wertvollen Bestandteilen wie Edelmetalle und Seltene Erden. Außerdem wird die SAPOS gGmbH direkt unterstützt bei der Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen. Diesen wird durch das Zerlegen der Geräte oder durch Kleinreparaturen eine wichtige Aufgabe und ein eigenverantwortliches Leben in der Gesellschaft ermöglicht. [http://reuse-notebook.com/static/de/startseite/index.html?L=1 Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Terracycle – Stifte-Recycling&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill.&amp;lt;/ref&amp;gt;===&lt;br /&gt;
Kugelschreiber und andere Schreibgeräte gibt es an den Hochschulen überall in hoher Anzahl. Genauso schnell wie man so einen Schreibutensil in der Hand hat, wird es wohl auch wieder weggeworfen. Nicht so an der Hochschule Zittau/Görlitz, die über das „Terracycle“ Stifte-Recycling-Programm Kulis &amp;amp; Co. sammelt und recycelt. Der Gewinn daraus unterstützt die Nichtregierungsorganisation (NGO) [http://www.dapaviva.org „DapaViva“] aus Kolumbien. Diese fördert Umweltbildung der lokalen Bevölkerung des Nebelwaldes, um ihn vor der Urbanisierung zu bewahren. Die Sammelstationen befinden sich in mehreren Gebäuden an zentralen Ort sowie in der Hochschulbibliothek. Zudem wurde mit dem Programm die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Zittau und eine Sammelstation im Zittauer Einwohnermeldeamt realisiert. [https://www.terracycle.com/de-DE/about-terracycle?utm_campaign=admittance&amp;amp;utm_medium=menu&amp;amp;utm_source=www.terracycle.com Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reduzierung von gefährlichen Abfällen an der LMU München am Beispiel von Ethidiumbromid-haltigen Abfällen===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Reduzierung von Ethidiumbromid-haltigen Abfällen mittels Absorption von Ethidiumbromid aus Flüssigkeiten mit Absorber-Beuteln an der LMU München&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An forschungsstarken Hochschulen mit Laborbetrieb, wie es auch an der LMU der Fall ist, werden viele gefährliche Abfälle erzeugt, insbesondere viele unterschiedliche Abfallgemische. Im Umgang damit sind Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, die Entsorgung ist kostenintensiv. So wird Ethidiumbromid (EtBr) in der Molekularbiologie zum Anfärben von Nukleinsäuren bei der Gelelektrophorese verwendet. Ethidiumbromid (3,8-Diamino-5-ethyl-6-phenylphenanthridiniumbromid) ist ein organischer Farbstoff, der aufgrund seiner planaren Struktur leicht in die DNA interkalieren kann, EtBr ist ein starkes Mutagen und toxisch. Nach Gebrauch müssen die Lösungen fachgerecht als gefährlicher Abfall entsorgt werden und dürfen keineswegs in die Umwelt gelangen. Die von vielen Herstellern angebotenen Ethidiumbromid-Ersatzstoffe sind laut den Sicherheitsdatenblättern „noch nicht vollständig geprüfte Stoffe“. Da auch diese Stoffe mit der DNA interagieren, sind hinsichtlich der krebserzeugenden, erbgutverändernden oder fortpflanzungsgefährdenden Wirkungen ähnliche Eigenschaften wie bei Ethidiumbromid zu vermuten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ziel der LMU ist es, die zunehmende Menge von gefährlichen Abfällen zu reduzieren. Decon-Bags stellen eine einfache Methode dar, um Ethidiumbromid aus Lösungen zu entfernen. Die Methode ist zuverlässige, sehr einfach anzuwenden, effizient und geeignet für Ethidiumbromid, Propidiumiodid, PicoGreen® und SYBR® Green. Hierzu werden Absorber-Beutel mit der Ethidiumbromidfärbelösung 24 h gerührt. Der Inhalt der Beutel besteht aus einer speziellen Aktivkohle, die effektiv und sicher Ethidiumbromid adsorbiert. Ein Beutel kann 2,5 mg Ethidiumbromid aufnehmen. Mit einem Beutel können 5 Liter einer typischen Färbelösung nach Sambrook et. al mit einer Ethidiumbromidkonzentration von 0,5 mg/l dekontaminiert werden. Die dekontaminierte Lösung kann als Abwasser entsorgt werden, die benutzten Beutel können als verunreinigte Betriebsmittel bzw. mit gefährlichen Stoffen verunreinigte Aufsaug- und Filtermaterialien (Beispiel AVV-Abfallschlüsselnummer 150202*) entsorgt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn die Behandlung einer derartigen Menge zu aufwändig wäre: Bei 1 Tonne möglichem Ethidiumbromid-haltigem Abfall fallen durch die benutzten Absorber-Beutel nur maximal 2 kg gefährlicher Abfall an. Die LMU spart dabei 85% der Kosten bezogen auf eine 1 Gewichtstonne. Die größte Kostenposition ist da die Beschaffung der Absorber-Beutel. Zudem wird eine größere Menge flüssige gefährliche Abfälle, die mit hohem Energieaufwand entsorgt werden müssen, eine geringe Menge fester gefährlicher Abfälle mit Aktivkohle, die mit deutlich geringerem energetischem Aufwand entsorgt werden können. Hierbei werden also sowohl Kosten gespart, als auch die Umwelt entlastet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; &#039;&#039;&#039;Gerätebörse LMU&#039;&#039;&#039; &amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links == &lt;br /&gt;
* Handys für Hummel, Biene und Co. [https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/aktionen-und-projekte/alte-handys-fuer-die-havel/index.html NABU Handy-Recycling]&lt;br /&gt;
* Kostenlose Abgabe von Brillen an Sehhilfebedürftige in der ganzen Welt [https://brillenweltweit.de/#brillenspenden BrillenWeltweit]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(17.7.2017 I 2644). Abfallverzeichnisverordnung – AVV. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(20.7.2017 I 2808). Kreislaufwirtschaftsgesetz – KrWG. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von https://www.hszg.de/hochschule/struktur-und-organisation/managementsysteme/umweltmanagement/nachhaltiger-campus-good-practice.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lexikon der Nachhaltigkeit (2018). Nachhaltigkeit in der Abfallentsorgung. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von https://www.nachhaltigkeit.info/artikel/nachhaltigkeit_bei_der_abfallentsorgung_1795.htm?sid=qdoap21h0pg877osnn67edt0o0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltigkeit_im_Hochschulbetrieb&amp;diff=5323</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltigkeit_im_Hochschulbetrieb&amp;diff=5323"/>
		<updated>2020-10-16T12:20:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 100%; border:rgb(5242,200,20) solid 5px; text-align: left&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align: center&amp;quot; | [[Datei:Betrieb pos.png|70px]] Willkommen auf der Seite des Handlungsfelds Betrieb! &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; &#039;&#039;hier Text einfügen!&#039;&#039; &amp;lt;/span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; kurze Vorstellung/Einführung:&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Hochschulen stellen – ebenso wie andere öffentliche Einrichtungen und Unternehmen – Organisationen dar, deren alltäglicher Betrieb direkte und indirekte ökologische, ökonomische und soziale Auswirkungen hat. Dieser Auswirkungen und der daraus resultierenden Verantwortung müssen sich Hochschulen bewusst sein und dementsprechend betriebliche Nachhaltigkeit umsetzen. Der Betrieb staatlicher Hochschulen unterliegt jedoch rechtlichen und finanziellen Restriktionen. Rechtliche Forderungen werden durch die Leitung und die Verwaltung von Hochschulen umgesetzt und beinhalten strenge Anforderungen an Beschaffung, Vergabe von Dienstleistungen, Gebäude- und Energiemanagement, Abfallmanagement, den Umgang mit Chemikalien und Gefahrstoffen, das Personalmanagement sowie den Arbeitsschutz. Haushaltsbudgets als Grundlage für die Bereitstellung personeller und materieller Ressourcen sind in Umfang und Laufzeit häufig an Hochschulentwicklungspläne der Länder geknüpft und basieren zunehmend auf der Erfüllung (kennzahlenbasierter) Vereinbarungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spielräume für die Implementierung von Nachhaltigkeitsaspekten im Betrieb von Hochschulen sowie im Campusleben sind vor diesem Hintergrund nur insoweit möglich, wie Hochschulen sich intern etwa im Rahmen von Strategien und Leitlinien dazu bekennen. Hinzu kommt, dass länderspezifische Regelungen die Autonomie von Hochschulen zusätzlich beschneiden, etwa durch zentralisiertes Immobilien- und Baumanagement einschließlich des dafür notwendigen Betriebs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der benannten Restriktionen wird mit dem [[Einzelleitfäden#Leitfaden Betrieb|Leitfaden]] der Versuch unternommen, im Handlungsfeld Betrieb einerseits Hemmnisse, aber auch Treiber und konkrete Maßnahmen aufzuzeigen, mit denen die Verankerung von Prozessen der Entwicklung, der Implementierung und Etablierung von Nachhaltigkeit an Hochschulen gelingen kann. Hierzu werden für die identifizierten Handlungsfelder (Leistungserbringungen) nachhaltige&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschaffung|Beschaffung]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Abfallmanagement|Abfallmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Mobilität|Mobilität]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Gebäude- und Energiemanagement|Gebäude- und Energiemanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Controlling|Controlling]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiger Forschungsbetrieb|Forschungsbetrieb]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement|Veranstaltungsmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse|Beschäftigungsverhältnisse]] und&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Kommunikation|Kommunikation]]&lt;br /&gt;
zunächst die betroffenen Personenkreise adressiert, die jeweilige Relevanz und sich daraus ergebende Ziele für den Hochschulbetrieb aufgezeigt, Hemmnisse und Treiber sowie Maßnahmen zur Implementierung dargelegt und mit Beispielen aus der Hochschulpraxis untersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zeigt sich, dass ein nachhaltiger Hochschulbetrieb über den kurzfristigen Zeithorizont hinausdenken und etwa bei der Beschaffung und Vergabe, aber auch beim Gebäude- und Energiemanagement lebenswegbasierte Ansätze anstelle von ausschließlich Preis-Leistungsvorgaben berücksichtigen muss. Gesetzliche Rahmenbedingungen stehen einem solchen Ansatz nicht im Wege, sondern befördern ihn partiell sogar. Der Leitfaden zeigt Beispiele auf, die durch den Nachhaltigkeitsbezug zudem mittelfristig Kosteneinsparungen beispielsweise durch Senkung von Energieverbräuchen oder geringere Wartungs- und Reparaturanfälligkeiten erwarten lassen. Das nachhaltige Abfallmanagement setzt die – auch vom Gesetzgeber geforderte – konsequente Umsetzung der Kreislaufwirtschaft voraus, was jedoch in der Lehre und noch mehr in der Forschung teilweise zu Zielkonflikten führen kann, etwa bei sehr stoff- und energieintensiven Versuchsanordnungen. Analoges gilt für den Umgang mit Chemikalien und Gefahrstoffen.&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=&#039;&#039;Große Potentiale für den nachhaltigen Betrieb ergeben sich unter Einbeziehung virtueller Ansätze für die Handlungsfelder Veranstaltungsmanagement und Kommunikation, was im Rahmen des HOCH&amp;lt;sup&amp;gt;N&amp;lt;/sup&amp;gt;-Verbundprojekts bereits erprobt worden ist.&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Leitfaden belegt zudem, konzeptionell und durch Beispiele untersetzt, dass nachhaltige Mobilität an Hochschulen möglich und insbesondere von Studierenden erwünscht ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In nahezu allen Handlungsfeldern wird gezeigt, dass ein großes Hemmnis bei der Umsetzung nachhaltigkeitsbezogenen Handelns in unzureichender Kenntnis der existierenden Möglichkeiten, mangelnder Transparenz in der internen und externen Kommunikation sowie häufig fehlender Akzeptanz der Akteur*innen begründet ist. Hochschulen sind aufgerufen, sich den daraus ergebenden Herausforderungen zu stellen und - z. B. mithilfe der im Leitfaden vorgeschlagenen Implementierungsmaßnahmen - individuelle Hemmnisse abzubauen, zu sensibilisieren und die Motivation der im Hochschulbetrieb Handelnden sowie der externen Partner*innen zu erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{:Portal/AP-Seite|Kompakt zusammengefasst|&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beförderungskonzepte]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltig Forschen]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Tagen]]&lt;br /&gt;
* [[Soziale Aspekte des nachhaltigen Hochschulbetriebs]]&lt;br /&gt;
* [[Betriebliche Nachhaltigkeitskennzahlen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{:Portal/AP-Seite|Leitfaden Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hier geht es zum [[Einzelleitfäden#Leitfaden Betrieb|Leitfaden]] }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{:Portal/AP-Seite|Checklisten|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verlinkungen zu den Checklisten möglich oder müssen diese hier erneut eingefügt werden?}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{:Portal/AP-Seite|Praxisbeispiele|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verlinkungen zu den Abschnitten Good Practice möglich?}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltigkeit_im_Hochschulbetrieb&amp;diff=5322</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb</title>
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		<updated>2020-10-16T12:15:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 100%; border:rgb(5242,200,20) solid 5px; text-align: left&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align: center&amp;quot; | [[Datei:Betrieb pos.png|70px]] Willkommen auf der Seite des Handlungsfelds Betrieb! &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; &#039;&#039;hier Text einfügen!&#039;&#039; &amp;lt;/span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; kurze Vorstellung/Einführung:&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Hochschulen stellen – ebenso wie andere öffentliche Einrichtungen und Unternehmen – Organisationen dar, deren alltäglicher Betrieb direkte und indirekte ökologische, ökonomische und soziale Auswirkungen hat. Dieser Auswirkungen und der daraus resultierenden Verantwortung müssen sich Hochschulen bewusst sein und dementsprechend betriebliche Nachhaltigkeit umsetzen. Der Betrieb staatlicher Hochschulen unterliegt jedoch rechtlichen und finanziellen Restriktionen. Rechtliche Forderungen werden durch die Leitung und die Verwaltung von Hochschulen umgesetzt und beinhalten strenge Anforderungen an Beschaffung, Vergabe von Dienstleistungen, Gebäude- und Energiemanagement, Abfallmanagement, den Umgang mit Chemikalien und Gefahrstoffen, das Personalmanagement sowie den Arbeitsschutz. Haushaltsbudgets als Grundlage für die Bereitstellung personeller und materieller Ressourcen sind in Umfang und Laufzeit häufig an Hochschulentwicklungspläne der Länder geknüpft und basieren zunehmend auf der Erfüllung (kennzahlenbasierter) Vereinbarungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spielräume für die Implementierung von Nachhaltigkeitsaspekten im Betrieb von Hochschulen sowie im Campusleben sind vor diesem Hintergrund nur insoweit möglich, wie Hochschulen sich intern etwa im Rahmen von Strategien und Leitlinien dazu bekennen. Hinzu kommt, dass länderspezifische Regelungen die Autonomie von Hochschulen zusätzlich beschneiden, etwa durch zentralisiertes Immobilien- und Baumanagement einschließlich des dafür notwendigen Betriebs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der benannten Restriktionen wird mit dem [[Einzelleitfäden#Leitfaden Betrieb|Leitfaden]] der Versuch unternommen, im Handlungsfeld Betrieb einerseits Hemmnisse, aber auch Treiber und konkrete Maßnahmen aufzuzeigen, mit denen die Verankerung von Prozessen der Entwicklung, der Implementierung und Etablierung von Nachhaltigkeit an Hochschulen gelingen kann. Hierzu werden für die identifizierten Handlungsfelder (Leistungserbringungen) nachhaltige&lt;br /&gt;
* [[Einzelleitfäden#Leitfaden Betrieb|Beschaffung]]&lt;br /&gt;
* [[Einzelleitfäden#Leitfaden Betrieb|Abfallmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Einzelleitfäden#Leitfaden Betrieb|Mobilität]]&lt;br /&gt;
* [[Einzelleitfäden#Leitfaden Betrieb|Gebäude- und Energiemanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Einzelleitfäden#Leitfaden Betrieb|Controlling]]&lt;br /&gt;
* [[Einzelleitfäden#Leitfaden Betrieb|Forschungsbetrieb]]&lt;br /&gt;
* [[Einzelleitfäden#Leitfaden Betrieb|Veranstaltungsmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Einzelleitfäden#Leitfaden Betrieb|Beschäftigungsverhältnisse]] und&lt;br /&gt;
* [[Einzelleitfäden#Leitfaden Betrieb|Kommunikation]]&lt;br /&gt;
zunächst die betroffenen Personenkreise adressiert, die jeweilige Relevanz und sich daraus ergebende Ziele für den Hochschulbetrieb aufgezeigt, Hemmnisse und Treiber sowie Maßnahmen zur Implementierung dargelegt und mit Beispielen aus der Hochschulpraxis untersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zeigt sich, dass ein nachhaltiger Hochschulbetrieb über den kurzfristigen Zeithorizont hinausdenken und etwa bei der Beschaffung und Vergabe, aber auch beim Gebäude- und Energiemanagement lebenswegbasierte Ansätze anstelle von ausschließlich Preis-Leistungsvorgaben berücksichtigen muss. Gesetzliche Rahmenbedingungen stehen einem solchen Ansatz nicht im Wege, sondern befördern ihn partiell sogar. Der Leitfaden zeigt Beispiele auf, die durch den Nachhaltigkeitsbezug zudem mittelfristig Kosteneinsparungen beispielsweise durch Senkung von Energieverbräuchen oder geringere Wartungs- und Reparaturanfälligkeiten erwarten lassen. Das nachhaltige Abfallmanagement setzt die – auch vom Gesetzgeber geforderte – konsequente Umsetzung der Kreislaufwirtschaft voraus, was jedoch in der Lehre und noch mehr in der Forschung teilweise zu Zielkonflikten führen kann, etwa bei sehr stoff- und energieintensiven Versuchsanordnungen. Analoges gilt für den Umgang mit Chemikalien und Gefahrstoffen.&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=&#039;&#039;Große Potentiale für den nachhaltigen Betrieb ergeben sich unter Einbeziehung virtueller Ansätze für die Handlungsfelder Veranstaltungsmanagement und Kommunikation, was im Rahmen des HOCH&amp;lt;sup&amp;gt;N&amp;lt;/sup&amp;gt;-Verbundprojekts bereits erprobt worden ist.&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Leitfaden belegt zudem, konzeptionell und durch Beispiele untersetzt, dass nachhaltige Mobilität an Hochschulen möglich und insbesondere von Studierenden erwünscht ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In nahezu allen Handlungsfeldern wird gezeigt, dass ein großes Hemmnis bei der Umsetzung nachhaltigkeitsbezogenen Handelns in unzureichender Kenntnis der existierenden Möglichkeiten, mangelnder Transparenz in der internen und externen Kommunikation sowie häufig fehlender Akzeptanz der Akteur*innen begründet ist. Hochschulen sind aufgerufen, sich den daraus ergebenden Herausforderungen zu stellen und - z. B. mithilfe der im Leitfaden vorgeschlagenen Implementierungsmaßnahmen - individuelle Hemmnisse abzubauen, zu sensibilisieren und die Motivation der im Hochschulbetrieb Handelnden sowie der externen Partner*innen zu erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{:Portal/AP-Seite|Kompakt zusammengefasst|&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beförderungskonzepte]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltig Forschen]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Tagen]]&lt;br /&gt;
* [[Soziale Aspekte des nachhaltigen Hochschulbetriebs]]&lt;br /&gt;
* [[Betriebliche Nachhaltigkeitskennzahlen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{:Portal/AP-Seite|Leitfaden Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hier geht es zum [[Einzelleitfäden#Leitfaden Betrieb|Leitfaden]] }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{:Portal/AP-Seite|Checklisten|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verlinkungen zu den Checklisten möglich oder müssen diese hier erneut eingefügt werden?}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{:Portal/AP-Seite|Praxisbeispiele|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verlinkungen zu den Abschnitten Good Practice möglich?}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltigkeit_im_Hochschulbetrieb&amp;diff=5302</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltigkeit_im_Hochschulbetrieb&amp;diff=5302"/>
		<updated>2020-10-15T16:44:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 100%; border:rgb(5242,200,20) solid 5px; text-align: left&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align: center&amp;quot; | [[Datei:Betrieb pos.png|70px]] Willkommen auf der Seite des Handlungsfelds Betrieb! &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; &#039;&#039;hier Text einfügen!&#039;&#039; &amp;lt;/span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; kurze Vorstellung/Einführung:&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Kurze Zusammenfassung der zentralen Themen, Hauptaufgaben, und inhaltlicher Schwerpunkte, etc.&lt;br /&gt;
* Wichtigste Punkte für Einsteiger*innen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{:Portal/AP-Seite|Kompakt zusammengefasst|&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beförderungskonzepte]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltig Forschen]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Tagen]]&lt;br /&gt;
* [[Soziale Aspekte des nachhaltigen Hochschulbetriebs]]&lt;br /&gt;
* [[Betriebliche Nachhaltigkeitskennzahlen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{:Portal/AP-Seite|Leitfaden Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hier geht es zum [[Einzelleitfäden#Leitfaden Betrieb|Leitfaden]] }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{:Portal/AP-Seite|Checklisten|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verlinkungen zu den Checklisten möglich oder müssen diese hier erneut eingefügt werden?}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{:Portal/AP-Seite|Praxisbeispiele|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verlinkungen zu den Abschnitten Good Practice möglich?}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltigkeit_im_Hochschulbetrieb&amp;diff=5301</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltigkeit_im_Hochschulbetrieb&amp;diff=5301"/>
		<updated>2020-10-15T16:43:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width: 100%; border:rgb(5242,200,20) solid 5px; text-align: left&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align: center&amp;quot; | [[Datei:Betrieb pos.png|70px]] Willkommen auf der Seite des Handlungsfelds Betrieb! &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; &#039;&#039;hier Text einfügen!&#039;&#039; &amp;lt;/span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; kurze Vorstellung/Einführung:&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Kurze Zusammenfassung der zentralen Themen, Hauptaufgaben, und inhaltlicher Schwerpunkte, etc.&lt;br /&gt;
* Wichtigste Punkte für Einsteiger*innen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{:Portal/AP-Seite|Kompakt zusammengefasst|&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltige Beförderungskonzepte]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltig Forschen]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Tagen]]&lt;br /&gt;
* [[Soziale Aspekte des nachhaltigen Hochschulbetriebs]]&lt;br /&gt;
* [[Betriebliche Nachhaltigkeitskennzahlen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hier geht es zum [[Einzelleitfäden#Leitfaden Betrieb|Leitfaden]] }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verlinkungen zu den Checklisten möglich?}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{:Portal/AP-Seite|Praxisbeispiele|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Praxisbeispiel des Monats: }}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltigkeit_im_Hochschulbetrieb&amp;diff=5300</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltigkeit im Hochschulbetrieb</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltigkeit_im_Hochschulbetrieb&amp;diff=5300"/>
		<updated>2020-10-15T16:41:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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{| style=&amp;quot;width: 100%; border:rgb(5242,200,20) solid 5px; text-align: left&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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* Kurze Zusammenfassung der zentralen Themen, Hauptaufgaben, und inhaltlicher Schwerpunkte, etc.&lt;br /&gt;
* Wichtigste Punkte für Einsteiger*innen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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* [[Nachhaltige Beförderungskonzepte]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltig Forschen]]&lt;br /&gt;
* [[Nachhaltiges Tagen]]&lt;br /&gt;
* [[Soziale Aspekte des nachhaltigen Hochschulbetriebs]]&lt;br /&gt;
* [[Betriebliche Nachhaltigkeitskennzahlen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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* [[Einzelleitfäden#Leitfaden Betrieb|Leitfaden]] }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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Verlinkungen zu den Checklisten möglich?}}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Praxisbeispiel des Monats: }}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Abfallmanagement&amp;diff=5200</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Abfallmanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Abfallmanagement&amp;diff=5200"/>
		<updated>2020-10-09T08:52:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Betroffener Personenkreis ==&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag richtet sich an alle Hochschulangehörigen gleichermaßen, denn jede und jeder kann zur Abfallvermeidung, zum Recycling und damit zur Minderung der Entsorgungsleistung einen Beitrag leisten. Von besonderer Bedeutung bei der nachhaltigen Entsorgung ist der Personenkreis „Abfallbeauftragte“ (häufig in Personalunion mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit (FaSi)).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz ==&lt;br /&gt;
Abfälle sind alle Stoffe oder Gegenstände, derer sich ein Besitzer entledigt, entledigen will oder muss.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 3 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie können nach der Art und der Einstufung ihrer Gefährlichkeit bezeichnet und unterschieden werden.&amp;lt;ref&amp;gt;AVV § 1&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Abfallverzeichnisverordnung (AVV) gibt dazu branchen- bzw. gruppendefinierte zwei-, vier- und sechsstellige Abfallschlüssel mit Abfallbezeichnung an. Hochschulen als Entsorger müssen einer gesetzlichen Registerpflicht über Menge, Art, Ursprung, Sammlungshäufigkeit, Beförderungs- und Verwertungs- oder Beseitigungsart des Abfalls nachkommen.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 49 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Für gefährliche Abfälle, etwa aus Chemielaboratorien, besteht zudem eine Nachweispflicht vor Beginn der Entsorgung und über deren Durchführung sowie ggf. über den Verbleib entsorgter Abfälle.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 50 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Abfallverursacher*in und Entsorger*in müssen Hochschulen und ihre Angehörigen nach dem Vorsorge und Nachhaltigkeitsprinzip und den rechtlichen Vorgaben des § 6 (1); (2) KrWG einen maßgeblichen Beitrag leisten, Abfälle zu vermeiden, zur Wiederverwendung vorzubereiten sowie zu recyceln. Sollten diese Maßnahmen nicht greifen, ist eine energetische Verwertung sicher zu stellen. Grundsätzlich sollen jeweils die Maßnahmen innerhalb der Rangfolge Vorrang haben, die den Schutz von Mensch und Umwelt am besten gewährleisten. Mit dem Vermeidungsgrundsatz geht die Verpflichtung einher, Erzeugnisse zu beschaffen, die&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 45 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=* langlebig, reparaturfreundlich, wiederverwendbar oder verwertbar sind,&lt;br /&gt;
* im Vergleich zu anderen Erzeugnissen zu weniger oder schadstoffärmeren Abfällen führen und&lt;br /&gt;
* durch Vorbereitung zur Wiederverwendung oder Recycling hergestellt wurden.&amp;lt;/big&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Neben dem Kreislaufwirtschaftsgesetz ist für den Bereich der nicht gefährlichen Abfälle die Gewerbeabfallverordnung relevant, die den Umgang mit gewerblichen Siedlungsabfällen sowie Bau- und Abbruchabfällen regelt. Ziel der Gewerbeabfallverordnung ist die Stärkung der Abfallhierarchie. Diese wird durch den Vorrang der stofflichen gegenüber der energetischen Verwertung von Abfällen und der Einschränkung der gemischten Erfassung verankert. Durch die Umsetzung der Trennpflicht nach Gewerbeabfallverordnung für Papier/Kartonagen, Kunststoffe, Glas, Metalle, Holz, Alttextilien und Bioabfällen können auch Hochschulen einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ist es unerlässlich, dass der mit dem Abfallmanagement betroffene Personenkreis einer Hochschule mit dem Bereich „Beschaffung“ vernetzt wird und interagiert. Denn alles was beschafft wird muss nach einer Nutzungsphase, meist stofflich oder energetisch modifiziert, auch entsorgt werden. Indirekt tragen Hochschulen dadurch nicht nur zur Abfallvermeidung bei, sondern ebenso zur Einsparung von Wasser, Energie und Rohstoffen, die andererseits in die Produktions- und Lieferketten geflossen wären. Durch die Abfallvermeidung und -reduktion profitieren Hochschulen bzw. die mit der Abfallentsorgung betrauten länderspezifischen Behörden von der Minimierung ihrer Entsorgungsaufwendungen und -kosten (z. B. durch Register- und Nachweispflicht und Transport).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschulen leisten durch geringe Abfallaufkommen zudem einen gesamtgesellschaftlichen Beitrag zur Verringerung der Luft- und Abwasseremissionen bei den Entsorgungsprozessen. Eine nachhaltige Entsorgung an Hochschulen steht demzufolge im Zusammenhang mit dem Schutz von Mensch und Umwelt, mit einer Lebenszyklusbetrachtung von Stoffen und Gegenständen die zu Abfall werden können, sowie mit ressourcenschonenden und emissionsarmen Herstellungs- und Entsorgungsverfahren von der primären bis zur sekundären Rohstoffgewinnung aus Abfall.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 6 (1), (2)&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachhaltigkeit in der Entsorgung an Hochschulen meint – über die Rechtskonformität hinaus – generell die Minimierung vom Stoff- und Energieeinsatz, sodass nach einer möglichst langen Nutzungsphase so wenig wie möglich Abfälle anfallen bzw. eingesetzte Energie „weggeworfen“ wird. Nachhaltige Entsorgung an Hochschulen fördert zudem die Kreislaufwirtschaft, um Abfälle als neue Ressource (Sekundärstoff) für Produkte und Energie zu betrachten und zu nutzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Lexikon der Nachhaltigkeit (2018)&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Umgang mit gefährlichen Abfällen schützt eine nachhaltiges Abfallmanagement Personal und Studierende durch aktive Risikoerkennung und -minimierung und betreibt dadurch Gesundheits- und Entsorgungsprävention.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Für ein nachhaltiges Abfallmanagement können sich Hochschulen bspw. folgende Ziele setzen und diese in spezifischen Richtlinien zum Abfallmanagement niederlegen:&lt;br /&gt;
* Rechtskonformität,&lt;br /&gt;
* Nutzungsoptimierung (z. B. von Chemikalien und Verbrauchsmaterialien),&lt;br /&gt;
* Vermeidung, Trennung/Recycling von Abfällen und Einsparung von Entsorgungsaufwendungen,&lt;br /&gt;
* Einsatz und Beschaffung von langlebigen und reparaturfreundlichen Produkten und damit verbundenen langen Nutzungszeiten anstelle von häufigen Neuanschaffungen in kurzen Zeitintervallen.&lt;br /&gt;
* Einsatz, Nutzung von Abfallstoffen als Sekundärstoffe (Kreislaufwirtschaft) – nur indirekt beeinflussbar&lt;br /&gt;
* transparente rechtskonforme Entsorgungsprozesse/-dienstleistungen als Grundlage für gesundheitspräventiven Umgang mit Abfällen und gefährlichen Abfällen, wie ätzende Chemikalien,&lt;br /&gt;
* (Stoff-) Substitutionsprüfung und Rückkopplung mit „Beschaffung“,&lt;br /&gt;
* zyklische Bewertung der Funktionalität des Abfallmanagements (z. B. im Rahmen von UMS-Audits)&lt;br /&gt;
* eindeutige Festlegung von Zuständigkeiten in Entsorgungslogistik,&lt;br /&gt;
* Risikoerkennung/-minimierung (z. B. Gefährdungsbeurteilungen, Betriebsanweisungen),&lt;br /&gt;
* formale und non-formale Bildung, Bewusstseinsschaffung und -schärfung betroffener Personen,&lt;br /&gt;
* Vorbild- und Multiplikatorenwirkung und&lt;br /&gt;
* Nachhaltigkeitsberichterstattung zum Abfallmanagement.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* strenge rechtliche Forderungen (Arbeitsschutz, Kreislaufwirtschaft) können individuelles Hochschul-Engagement begrenzen („ist doch schon alles geregelt“)&lt;br /&gt;
* teilweise begrenzte Einflussmöglichkeiten aufgrund länderspezifischer Regelungen (zentralisierte Entsorgung)&lt;br /&gt;
* Forschungs- und Lehrbetrieb mit hohem Bedarf an Chemikalien und Gefahrstoffen&lt;br /&gt;
* zusätzlicher Ressourcenbedarf zur Optimierung bestehender Entsorgungssysteme in Bezug auf Nachhaltigkeit&lt;br /&gt;
* Akzeptanzprobleme der Handelnden, des betroffenen Personenkreises (Bewusstsein – Wissen – Handeln)&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Identifizierung studiengangsbezogener Ressourcen/Verbrauchsmittel zur Ableitung von Abfall- und Kostenreduzierungspotenzialen (MINT vs. Geisteswissenschaften)&lt;br /&gt;
* Identifizierung von Vermeidungs- und Einsparpotenzialen (z. B. Büromaterial)&lt;br /&gt;
* Optimierung des Chemikalien- und Gefahrstoffmanagements&lt;br /&gt;
* Kommunikation, Sensibilisierung und Zusammenarbeit mit allen Hochschulbereichen und Personen, insbesondere der „Beschaffung“&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste nachhaltiges Abfallmanagement ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_Checkliste_Abfallmanagement_Seite_1.png|mini|links|Checkliste Abfallmanagement|link={{filepath:Checkliste N Abfallmanagement final.pdf}}]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
===„RUN – ReUse Notebook“ und „Handy-Sammel-Aktion“&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill.&amp;lt;/ref&amp;gt;===&lt;br /&gt;
Ist Ihr Mobile-/Smartphone schon wieder veraltet oder das Notebook schon wieder zu langsam oder defekt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn bei den Angehörigen der Hochschule Zittau/Görlitz ein neues Handy, Mobile-/Smartphone oder Notebook angeschafft werden muss, sind die Beschäftigten und Studierenden dazu aufgerufen, ihre alte Technik an den zentralen Sammelpunkten in den Hochschulbibliotheken Zittau und Görlitz abzugeben. Mit dieser Technikspende wird die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Zittau/Görlitz und der SAPOS gGmbH unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Technikspende unterstützt aber vor allem das Recycling, die Wiederverwertung und -verwendung von Handys, Mobile-/Smartphones und Notebooks, bzw. von wertvollen Bestandteilen wie Edelmetalle und Seltene Erden. Außerdem wird die SAPOS gGmbH direkt unterstützt bei der Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen. Diesen wird durch das Zerlegen der Geräte oder durch Kleinreparaturen eine wichtige Aufgabe und ein eigenverantwortliches Leben in der Gesellschaft ermöglicht. [http://reuse-notebook.com/static/de/startseite/index.html?L=1 Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===„Terracycle – Stifte-Recycling“&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill.&amp;lt;/ref&amp;gt;===&lt;br /&gt;
Kugelschreiber und andere Schreibgeräte gibt es an den Hochschulen überall in hoher Anzahl. Genauso schnell wie man so einen Schreibutensil in der Hand hat, wird es wohl auch wieder weggeworfen. Nicht so an der Hochschule Zittau/Görlitz, die über das „Terracycle“ Stifte-Recycling-Programm Kulis &amp;amp; Co. sammelt und recycelt. Der Gewinn daraus unterstützt die Nichtregierungsorganisation (NGO) [http://www.dapaviva.org „DapaViva“] aus Kolumbien. Diese fördert Umweltbildung der lokalen Bevölkerung des Nebelwaldes, um ihn vor der Urbanisierung zu bewahren. Die Sammelstationen befinden sich in mehreren Gebäuden an zentralen Ort sowie in der Hochschulbibliothek. Zudem wurde mit dem Programm die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Zittau und eine Sammelstation im Zittauer Einwohnermeldeamt realisiert. [https://www.terracycle.com/de-DE/about-terracycle?utm_campaign=admittance&amp;amp;utm_medium=menu&amp;amp;utm_source=www.terracycle.com Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===&amp;quot;Reduzierung von Ethidiumbromid-haltigen Abfällen mittels Absorption von Ethidiumbromid aus Flüssigkeiten mit Absorber-Beuteln an der LMU München&amp;quot;===&lt;br /&gt;
An forschungsstarken Hochschulen mit Laborbetrieb, wie es auch an der LMU der Fall ist, werden viele gefährliche Abfälle erzeugt, insbesondere viele unterschiedliche Abfallgemische. Im Umgang damit sind Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, die Entsorgung ist kostenintensiv. So wird Ethidiumbromid (EtBr) in der Molekularbiologie zum Anfärben von Nukleinsäuren bei der Gelelektrophorese verwendet. Ethidiumbromid (3,8-Diamino-5-ethyl-6-phenylphenanthridiniumbromid) ist ein organischer Farbstoff, der aufgrund seiner planaren Struktur leicht in die DNA interkalieren kann, EtBr ist ein starkes Mutagen und toxisch. Nach Gebrauch müssen die Lösungen fachgerecht als gefährlicher Abfall entsorgt werden und dürfen keineswegs in die Umwelt gelangen. Die von vielen Herstellern angebotenen Ethidiumbromid-Ersatzstoffe sind laut den Sicherheitsdatenblättern „noch nicht vollständig geprüfte Stoffe“. Da auch diese Stoffe mit der DNA interagieren, sind hinsichtlich der krebserzeugenden, erbgutverändernden oder fortpflanzungsgefährdenden Wirkungen ähnliche Eigenschaften wie bei Ethidiumbromid zu vermuten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ziel der LMU ist es, die zunehmende Menge von gefährlichen Abfällen zu reduzieren. Decon-Bags stellen eine einfache Methode dar, um Ethidiumbromid aus Lösungen zu entfernen. Die Methode ist zuverlässige, sehr einfach anzuwenden, effizient und geeignet für Ethidiumbromid, Propidiumiodid, PicoGreen® und SYBR® Green. Hierzu werden Absorber-Beutel mit der Ethidiumbromidfärbelösung 24 h gerührt. Der Inhalt der Beutel besteht aus einer speziellen Aktivkohle, die effektiv und sicher Ethidiumbromid adsorbiert. Ein Beutel kann 2,5 mg Ethidiumbromid aufnehmen. Mit einem Beutel können 5 Liter einer typischen Färbelösung nach Sambrook et. al mit einer Ethidiumbromidkonzentration von 0,5 mg/l dekontaminiert werden. Die dekontaminierte Lösung kann als Abwasser entsorgt werden, die benutzten Beutel können als verunreinigte Betriebsmittel bzw. mit gefährlichen Stoffen verunreinigte Aufsaug- und Filtermaterialien (Beispiel AVV-Abfallschlüsselnummer 150202*) entsorgt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn die Behandlung einer derartigen Menge zu aufwändig wäre: Bei 1 Tonne möglichem Ethidiumbromid-haltigem Abfall fallen durch die benutzten Absorber-Beutel nur maximal 2 kg gefährlicher Abfall an. Die LMU spart dabei 85% der Kosten bezogen auf eine 1 Gewichtstonne. Die größte Kostenposition ist da die Beschaffung der Absorber-Beutel. Zudem wird eine größere Menge flüssige gefährliche Abfälle, die mit hohem Energieaufwand entsorgt werden müssen, eine geringe Menge fester gefährlicher Abfälle mit Aktivkohle, die mit deutlich geringerem energetischem Aufwand entsorgt werden können. Hierbei werden also sowohl Kosten gespart, als auch die Umwelt entlastet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gerätebörse LMU&#039;&#039;&#039; &amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; Ulla u. Jens - Beispiel erarbeiten &amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links == &lt;br /&gt;
* Handys für Hummel, Biene und Co. [https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/aktionen-und-projekte/alte-handys-fuer-die-havel/index.html NABU Handy-Recycling]&lt;br /&gt;
* Kostenlose Abgabe von Brillen an Sehhilfebedürftige in der ganzen Welt [https://brillenweltweit.de/#brillenspenden BrillenWeltweit]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(17.7.2017 I 2644). Abfallverzeichnisverordnung – AVV. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(20.7.2017 I 2808). Kreislaufwirtschaftsgesetz – KrWG. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von https://www.hszg.de/hochschule/struktur-und-organisation/managementsysteme/umweltmanagement/nachhaltiger-campus-good-practice.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lexikon der Nachhaltigkeit (2018). Nachhaltigkeit in der Abfallentsorgung. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von https://www.nachhaltigkeit.info/artikel/nachhaltigkeit_bei_der_abfallentsorgung_1795.htm?sid=qdoap21h0pg877osnn67edt0o0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Abfallmanagement&amp;diff=5199</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Abfallmanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Abfallmanagement&amp;diff=5199"/>
		<updated>2020-10-09T08:52:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Betroffener Personenkreis ==&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag richtet sich an alle Hochschulangehörigen gleichermaßen, denn jede und jeder kann zur Abfallvermeidung, zum Recycling und damit zur Minderung der Entsorgungsleistung einen Beitrag leisten. Von besonderer Bedeutung bei der nachhaltigen Entsorgung ist der Personenkreis „Abfallbeauftragte“ (häufig in Personalunion mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit (FaSi)).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz ==&lt;br /&gt;
Abfälle sind alle Stoffe oder Gegenstände, derer sich ein Besitzer entledigt, entledigen will oder muss.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 3 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie können nach der Art und der Einstufung ihrer Gefährlichkeit bezeichnet und unterschieden werden.&amp;lt;ref&amp;gt;AVV § 1&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Abfallverzeichnisverordnung (AVV) gibt dazu branchen- bzw. gruppendefinierte zwei-, vier- und sechsstellige Abfallschlüssel mit Abfallbezeichnung an. Hochschulen als Entsorger müssen einer gesetzlichen Registerpflicht über Menge, Art, Ursprung, Sammlungshäufigkeit, Beförderungs- und Verwertungs- oder Beseitigungsart des Abfalls nachkommen.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 49 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Für gefährliche Abfälle, etwa aus Chemielaboratorien, besteht zudem eine Nachweispflicht vor Beginn der Entsorgung und über deren Durchführung sowie ggf. über den Verbleib entsorgter Abfälle.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 50 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Abfallverursacher*in und Entsorger*in müssen Hochschulen und ihre Angehörigen nach dem Vorsorge und Nachhaltigkeitsprinzip und den rechtlichen Vorgaben des § 6 (1); (2) KrWG einen maßgeblichen Beitrag leisten, Abfälle zu vermeiden, zur Wiederverwendung vorzubereiten sowie zu recyceln. Sollten diese Maßnahmen nicht greifen, ist eine energetische Verwertung sicher zu stellen. Grundsätzlich sollen jeweils die Maßnahmen innerhalb der Rangfolge Vorrang haben, die den Schutz von Mensch und Umwelt am besten gewährleisten. Mit dem Vermeidungsgrundsatz geht die Verpflichtung einher, Erzeugnisse zu beschaffen, die&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 45 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=* langlebig, reparaturfreundlich, wiederverwendbar oder verwertbar sind,&lt;br /&gt;
* im Vergleich zu anderen Erzeugnissen zu weniger oder schadstoffärmeren Abfällen führen und&lt;br /&gt;
* durch Vorbereitung zur Wiederverwendung oder Recycling hergestellt wurden.&amp;lt;/big&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Neben dem Kreislaufwirtschaftsgesetz ist für den Bereich der nicht gefährlichen Abfälle die Gewerbeabfallverordnung relevant, die den Umgang mit gewerblichen Siedlungsabfällen sowie Bau- und Abbruchabfällen regelt. Ziel der Gewerbeabfallverordnung ist die Stärkung der Abfallhierarchie. Diese wird durch den Vorrang der stofflichen gegenüber der energetischen Verwertung von Abfällen und der Einschränkung der gemischten Erfassung verankert. Durch die Umsetzung der Trennpflicht nach Gewerbeabfallverordnung für Papier/Kartonagen, Kunststoffe, Glas, Metalle, Holz, Alttextilien und Bioabfällen können auch Hochschulen einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ist es unerlässlich, dass der mit dem Abfallmanagement betroffene Personenkreis einer Hochschule mit dem Bereich „Beschaffung“ vernetzt wird und interagiert. Denn alles was beschafft wird muss nach einer Nutzungsphase, meist stofflich oder energetisch modifiziert, auch entsorgt werden. Indirekt tragen Hochschulen dadurch nicht nur zur Abfallvermeidung bei, sondern ebenso zur Einsparung von Wasser, Energie und Rohstoffen, die andererseits in die Produktions- und Lieferketten geflossen wären. Durch die Abfallvermeidung und -reduktion profitieren Hochschulen bzw. die mit der Abfallentsorgung betrauten länderspezifischen Behörden von der Minimierung ihrer Entsorgungsaufwendungen und -kosten (z. B. durch Register- und Nachweispflicht und Transport).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschulen leisten durch geringe Abfallaufkommen zudem einen gesamtgesellschaftlichen Beitrag zur Verringerung der Luft- und Abwasseremissionen bei den Entsorgungsprozessen. Eine nachhaltige Entsorgung an Hochschulen steht demzufolge im Zusammenhang mit dem Schutz von Mensch und Umwelt, mit einer Lebenszyklusbetrachtung von Stoffen und Gegenständen die zu Abfall werden können, sowie mit ressourcenschonenden und emissionsarmen Herstellungs- und Entsorgungsverfahren von der primären bis zur sekundären Rohstoffgewinnung aus Abfall.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 6 (1), (2)&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachhaltigkeit in der Entsorgung an Hochschulen meint – über die Rechtskonformität hinaus – generell die Minimierung vom Stoff- und Energieeinsatz, sodass nach einer möglichst langen Nutzungsphase so wenig wie möglich Abfälle anfallen bzw. eingesetzte Energie „weggeworfen“ wird. Nachhaltige Entsorgung an Hochschulen fördert zudem die Kreislaufwirtschaft, um Abfälle als neue Ressource (Sekundärstoff) für Produkte und Energie zu betrachten und zu nutzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Lexikon der Nachhaltigkeit (2018)&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Umgang mit gefährlichen Abfällen schützt eine nachhaltiges Abfallmanagement Personal und Studierende durch aktive Risikoerkennung und -minimierung und betreibt dadurch Gesundheits- und Entsorgungsprävention.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Für ein nachhaltiges Abfallmanagement können sich Hochschulen bspw. folgende Ziele setzen und diese in spezifischen Richtlinien zum Abfallmanagement niederlegen:&lt;br /&gt;
* Rechtskonformität,&lt;br /&gt;
* Nutzungsoptimierung (z. B. von Chemikalien und Verbrauchsmaterialien),&lt;br /&gt;
* Vermeidung, Trennung/Recycling von Abfällen und Einsparung von Entsorgungsaufwendungen,&lt;br /&gt;
* Einsatz und Beschaffung von langlebigen und reparaturfreundlichen Produkten und damit verbundenen langen Nutzungszeiten anstelle von häufigen Neuanschaffungen in kurzen Zeitintervallen.&lt;br /&gt;
* Einsatz, Nutzung von Abfallstoffen als Sekundärstoffe (Kreislaufwirtschaft) – nur indirekt beeinflussbar&lt;br /&gt;
* transparente rechtskonforme Entsorgungsprozesse/-dienstleistungen als Grundlage für gesundheitspräventiven Umgang mit Abfällen und gefährlichen Abfällen, wie ätzende Chemikalien,&lt;br /&gt;
* (Stoff-) Substitutionsprüfung und Rückkopplung mit „Beschaffung“,&lt;br /&gt;
* zyklische Bewertung der Funktionalität des Abfallmanagements (z. B. im Rahmen von UMS-Audits)&lt;br /&gt;
* eindeutige Festlegung von Zuständigkeiten in Entsorgungslogistik,&lt;br /&gt;
* Risikoerkennung/-minimierung (z. B. Gefährdungsbeurteilungen, Betriebsanweisungen),&lt;br /&gt;
* formale und non-formale Bildung, Bewusstseinsschaffung und -schärfung betroffener Personen,&lt;br /&gt;
* Vorbild- und Multiplikatorenwirkung und&lt;br /&gt;
* Nachhaltigkeitsberichterstattung zum Abfallmanagement.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* strenge rechtliche Forderungen (Arbeitsschutz, Kreislaufwirtschaft) können individuelles Hochschul-Engagement begrenzen („ist doch schon alles geregelt“)&lt;br /&gt;
* teilweise begrenzte Einflussmöglichkeiten aufgrund länderspezifischer Regelungen (zentralisierte Entsorgung)&lt;br /&gt;
* Forschungs- und Lehrbetrieb mit hohem Bedarf an Chemikalien und Gefahrstoffen&lt;br /&gt;
* zusätzlicher Ressourcenbedarf zur Optimierung bestehender Entsorgungssysteme in Bezug auf Nachhaltigkeit&lt;br /&gt;
* Akzeptanzprobleme der Handelnden, des betroffenen Personenkreises (Bewusstsein – Wissen – Handeln)&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Identifizierung studiengangsbezogener Ressourcen/Verbrauchsmittel zur Ableitung von Abfall- und Kostenreduzierungspotenzialen (MINT vs. Geisteswissenschaften)&lt;br /&gt;
* Identifizierung von Vermeidungs- und Einsparpotenzialen (z. B. Büromaterial)&lt;br /&gt;
* Optimierung des Chemikalien- und Gefahrstoffmanagements&lt;br /&gt;
* Kommunikation, Sensibilisierung und Zusammenarbeit mit allen Hochschulbereichen und Personen, insbesondere der „Beschaffung“&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste nachhaltiges Abfallmanagement ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_Checkliste_Abfallmanagement_Seite_1.png|mini|links|Checkliste Abfallmanagement|link={{filepath:Checkliste N Abfallmanagement final.pdf}}]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
===„RUN – ReUse Notebook“ und „Handy-Sammel-Aktion“&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill.&amp;lt;/ref&amp;gt;===&lt;br /&gt;
Ist Ihr Mobile-/Smartphone schon wieder veraltet oder das Notebook schon wieder zu langsam oder defekt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn bei den Angehörigen der Hochschule Zittau/Görlitz ein neues Handy, Mobile-/Smartphone oder Notebook angeschafft werden muss, sind die Beschäftigten und Studierenden dazu aufgerufen, ihre alte Technik an den zentralen Sammelpunkten in den Hochschulbibliotheken Zittau und Görlitz abzugeben. Mit dieser Technikspende wird die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Zittau/Görlitz und der SAPOS gGmbH unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Technikspende unterstützt aber vor allem das Recycling, die Wiederverwertung und -verwendung von Handys, Mobile-/Smartphones und Notebooks, bzw. von wertvollen Bestandteilen wie Edelmetalle und Seltene Erden. Außerdem wird die SAPOS gGmbH direkt unterstützt bei der Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen. Diesen wird durch das Zerlegen der Geräte oder durch Kleinreparaturen eine wichtige Aufgabe und ein eigenverantwortliches Leben in der Gesellschaft ermöglicht. [http://reuse-notebook.com/static/de/startseite/index.html?L=1 Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===„Terracycle – Stifte-Recycling“&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill.&amp;lt;/ref&amp;gt;===&lt;br /&gt;
Kugelschreiber und andere Schreibgeräte gibt es an den Hochschulen überall in hoher Anzahl. Genauso schnell wie man so einen Schreibutensil in der Hand hat, wird es wohl auch wieder weggeworfen. Nicht so an der Hochschule Zittau/Görlitz, die über das „Terracycle“ Stifte-Recycling-Programm Kulis &amp;amp; Co. sammelt und recycelt. Der Gewinn daraus unterstützt die Nichtregierungsorganisation (NGO) [http://www.dapaviva.org „DapaViva“] aus Kolumbien. Diese fördert Umweltbildung der lokalen Bevölkerung des Nebelwaldes, um ihn vor der Urbanisierung zu bewahren. Die Sammelstationen befinden sich in mehreren Gebäuden an zentralen Ort sowie in der Hochschulbibliothek. Zudem wurde mit dem Programm die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Zittau und eine Sammelstation im Zittauer Einwohnermeldeamt realisiert. [https://www.terracycle.com/de-DE/about-terracycle?utm_campaign=admittance&amp;amp;utm_medium=menu&amp;amp;utm_source=www.terracycle.com Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===&amp;quot;Reduzierung von Ethidiumbromid-haltigen Abfällen mittels Absorption von Ethidiumbromid aus Flüssigkeiten mit Absorber-Beuteln an der LMU München&amp;quot;===&lt;br /&gt;
An forschungsstarken Hochschulen mit Laborbetrieb, wie es auch an der LMU der Fall ist, werden viele gefährliche Abfälle erzeugt, insbesondere viele unterschiedliche Abfallgemische. Im Umgang damit sind Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, die Entsorgung ist kostenintensiv. So wird Ethidiumbromid (EtBr) in der Molekularbiologie zum Anfärben von Nukleinsäuren bei der Gelelektrophorese verwendet. Ethidiumbromid (3,8-Diamino-5-ethyl-6-phenylphenanthridiniumbromid) ist ein organischer Farbstoff, der aufgrund seiner planaren Struktur leicht in die DNA interkalieren kann, EtBr ist ein starkes Mutagen und toxisch. Nach Gebrauch müssen die Lösungen fachgerecht als gefährlicher Abfall entsorgt werden und dürfen keineswegs in die Umwelt gelangen. Die von vielen Herstellern angebotenen Ethidiumbromid-Ersatzstoffe sind laut den Sicherheitsdatenblättern „noch nicht vollständig geprüfte Stoffe“. Da auch diese Stoffe mit der DNA interagieren, sind hinsichtlich der krebserzeugenden, erbgutverändernden oder fortpflanzungsgefährdenden Wirkungen ähnliche Eigenschaften wie bei Ethidiumbromid zu vermuten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ziel der LMU ist es, die zunehmende Menge von gefährlichen Abfällen zu reduzieren. Decon-Bags stellen eine einfache Methode dar, um Ethidiumbromid aus Lösungen zu entfernen. Die Methode ist zuverlässige, sehr einfach anzuwenden, effizient und geeignet für Ethidiumbromid, Propidiumiodid, PicoGreen® und SYBR® Green. Hierzu werden Absorber-Beutel mit der Ethidiumbromidfärbelösung 24 h gerührt. Der Inhalt der Beutel besteht aus einer speziellen Aktivkohle, die effektiv und sicher Ethidiumbromid adsorbiert. Ein Beutel kann 2,5 mg Ethidiumbromid aufnehmen. Mit einem Beutel können 5 Liter einer typischen Färbelösung nach Sambrook et. al mit einer Ethidiumbromidkonzentration von 0,5 mg/l dekontaminiert werden. Die dekontaminierte Lösung kann als Abwasser entsorgt werden, die benutzten Beutel können als verunreinigte Betriebsmittel bzw. mit gefährlichen Stoffen verunreinigte Aufsaug- und Filtermaterialien (Beispiel AVV-Abfallschlüsselnummer 150202*) entsorgt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn die Behandlung einer derartigen Menge zu aufwändig wäre: Bei 1 Tonne möglichem Ethidiumbromid-haltigem Abfall fallen durch die benutzten Absorber-Beutel nur maximal 2 kg gefährlicher Abfall an. Die LMU spart dabei 85% der Kosten bezogen auf eine 1 Gewichtstonne. Die größte Kostenposition ist da die Beschaffung der Absorber-Beutel. Zudem wird eine größere Menge flüssige gefährliche Abfälle, die mit hohem Energieaufwand entsorgt werden müssen, eine geringe Menge fester gefährlicher Abfälle mit Aktivkohle, die mit deutlich geringerem energetischem Aufwand entsorgt werden können. Hierbei werden also sowohl Kosten gespart, als auch die Umwelt entlastet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tauschbörse LMU&#039;&#039;&#039; &amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; Ulla u. Jens - Beispiel erarbeiten &amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links == &lt;br /&gt;
* Handys für Hummel, Biene und Co. [https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/aktionen-und-projekte/alte-handys-fuer-die-havel/index.html NABU Handy-Recycling]&lt;br /&gt;
* Kostenlose Abgabe von Brillen an Sehhilfebedürftige in der ganzen Welt [https://brillenweltweit.de/#brillenspenden BrillenWeltweit]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(17.7.2017 I 2644). Abfallverzeichnisverordnung – AVV. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(20.7.2017 I 2808). Kreislaufwirtschaftsgesetz – KrWG. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von https://www.hszg.de/hochschule/struktur-und-organisation/managementsysteme/umweltmanagement/nachhaltiger-campus-good-practice.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lexikon der Nachhaltigkeit (2018). Nachhaltigkeit in der Abfallentsorgung. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von https://www.nachhaltigkeit.info/artikel/nachhaltigkeit_bei_der_abfallentsorgung_1795.htm?sid=qdoap21h0pg877osnn67edt0o0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltige_Beschaffung&amp;diff=5198</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltige Beschaffung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltige_Beschaffung&amp;diff=5198"/>
		<updated>2020-10-09T08:51:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Betroffener Personenkreis ==&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag richtet sich an zentrale und dezentrale Beschaffer*innen, Einkäufer*innen, bspw. Sekretär*innen und Personen, die im Rahmen ihrer Hochschulangehörigkeit und -tätigkeit Produkte, Waren und Dienstleistungen ausschreiben und beschaffen. Angesprochen sind auch Mitarbeiter*innen der akademischen Verwaltung im Zuständigkeitsbereich der Mittelvergabe wie etwa Dekanatsrät*innen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz ==&lt;br /&gt;
Bei der Beschaffung von Materialien, Produkten und Dienstleistungen berücksichtigen nachhaltigkeitsorientierte Hochschulen zunehmend umweltbezogene, soziale und ethische Aspekte als wichtige Entscheidungskriterien.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, 2011, S. 6-8 &amp;lt;/ref&amp;gt; Waren und Leistungen sollten demnach die folgenden Eigenschaften aufweisen: umwelt- und sozialverträglich, langlebig, abfallarm, rezykliert und/oder rezyklierbar, aus nachwachsenden Rohstoffen, energieeffizient, klimaneutral, möglichst regional und/oder biologisch erzeugt und fair gehandelt bzw. transportiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (Hrsg.), 2017, S. 6; 19&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Relevant&#039;&#039;&#039; ist die nachhaltige Beschaffung an Hochschulen durch das damit einhergehende Finanz- und Nachfragevolumen. Eine konsequente Nachfrage von nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen trägt zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen bei und wirkt als Innovationsmotor für ebendiese Güter bzw. Leistungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft (Hrsg.),&lt;br /&gt;
2016, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nachhaltige Beschaffung kann aber auch ein Auslöser für ein gesamtheitliches Umdenken mit dem Ziel des nachhaltigen Campus sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rechtliche Relevanz&#039;&#039;&#039; hat eine nachhaltige Beschaffung und die damit verbundene Einhaltung von Umwelt- und Energieeffizienzkriterien sowie Grenzwerten insbesondere bei energieverbrauchsrelevanten Produkten und Dienstleistungen sowie bei Stoffen und Gemischen, die im Sinne des Chemikalienrechts als gefährlich eingestuft sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 26; 27&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, 18.7.2017 I 2745, VgV,§ 67&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachhaltige Beschaffung an Hochschulen muss nach rechtlicher Relevanz außerdem mit den Forderungen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes, insbesondere § 45 („Pflichten der öffentlichen Hand“) einhergehen und die Langlebigkeit, Reparaturfreundlichkeit und Wiederverwendbarkeit oder Verwertbarkeit von Produkten berücksichtigen. Außerdem fordert eine rechtskonforme Beschaffung Produkte und Dienstleistungen, die im Vergleich zu anderen Erzeugnissen weniger oder schadstoffärmere Abfälle erzeugen.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, 20.7.2017 I 2808, KrWG,&lt;br /&gt;
§ 45&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Vergabeverordnung (VgV) ist darüber hinaus seit 2016 geregelt, dass in den Leistungs- und Funktionsanforderungen umweltbezogene Aspekte als Auftragsgegenstand Berücksichtigung finden sollten. Es ist anzumerken, dass die Umweltkriterien mit dem Auftragsgegenstand in Verbindung stehen und verhältnismäßig zum Auftragswert und Beschaffungsziel sind, wodurch wiederum durch den Kostenaspekt eine Relativierung erfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umweltbezogene Anforderungen&#039;&#039;&#039; dürfen und sollten auch an den Herstellungsprozess sowie den Lebenszyklus (Produktions- und Lieferkette) gestellt werden. Die Anforderungen an Nachhaltigkeit müssen sich dabei nicht in materiellen Eigenschaften vom Auftragsgegenstand niederschlagen und können mit definierten Produktkriterien und -zertifikaten in Verbindung stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2017, S. 19&amp;lt;/ref&amp;gt; Hochschulen sollten daher in Prozessen der Bedarfsermittlung und -planung sowie für Ausschreibungen und Auftragsvergaben Kriterien für eine nachhaltige Beschaffung definieren und diese bspw. in einer internen Beschaffungsrichtlinie festschreiben. Denn vergaberechtlich wird nur geregelt, wie das Verwaltungsverfahren einer Beschaffung ablaufen muss und nicht welche Produkte und Leistungen beschafft werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ökonomisch relevant&#039;&#039;&#039; kann nachhaltige Beschaffung sein, wenn in den Leistungsbeschreibungen und Zuschlagskriterien konkrete Nachhaltigkeitskriterien definiert sind und demzufolge ausschließlich Angebote eingehen, die diese Kriterien erfüllen. Auch wenn daraufhin das kostengünstigste Angebot den Zuschlag erhält, wird der Anspruch an die Nachhaltigkeit erfüllt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (Hrsg.), 2017, S. 16; 91&amp;lt;/ref&amp;gt; Werden dennoch konventionelle mit nachhaltigen Erzeugnissen/Dienstleistungen verglichen, können letztere gegenüber ersteren zunächst teurer sein. Das Mehr an Nachhaltigkeitsleistung kann aber partiell die Mehrkosten rechtfertigen. Höhere Kosten können bei materiellen und technischen Produkten zumeist einmalig bei der Erstanschaffung entstehen. In der Nutzungsphase sind die Verbrauchskosten von nachhaltigen Erzeugnissen oftmals geringer, da sich dann Einsparpotentiale z. B. von Energie, Abfall und Verbrauchsmitteln bemerkbar machen. Durch nachhaltige Beschaffung lassen sich in der Nutzungsphase weitere unmittelbare Preisvorteile erzielen, zum Beispiel durch Recyclingpapiere, Nachfüllpackungen oder wiederaufbereitete Tinten- und Tonerkartuschen.&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=Durch die Langlebigkeit nachhaltiger, hochwertiger Materialien kann zudem die Nutzungsphase verlängert werden, wodurch sich Kosten für kurzfristigere Neuanschaffungen reduzieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 13-14&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Die Vermittlung dieser kausalen Beziehungen ist für die in der Beschaffung handelnden Personen einer Hochschule von außerordentlicher Bedeutung und wurde bzw. wird vielfach unterschätzt und vernachlässigt. Sehr häufig sind die Prämissen der ausschließlichen „Kostengünstigkeit“ und/oder auf Erfahrung basierender Funktionalität und Praktikabilität tief verwurzelt und erschweren eine Neuausrichtung im Sinne der Nachhaltigkeit. Das Ziel der nachhaltigen Beschaffung wird daher nicht zwingend erreicht, indem ein top-down gesteuertes Verfahren etwa durch Modifikation von Beschaffungsrichtlinien oder im Hochschulbetriebssystem etabliert wird. Vielmehr müssen den an der Beschaffung beteiligten Personen im Rahmen eines kommunikativen und kontinuierlichen Austauschprozesses die vorstehend genannten Zusammenhänge argumentativ nachvollziehbar erläutert werden, um dadurch einen Prozess des Umdenkens und der Motivation anzustoßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass nachhaltige Produkte über den Lebenszyklus betrachtet kostengünstiger sein können als konventionelle Varianten, belegt auch eine von der Stadt Berlin veröffentlichte Studie bei 10 von 15 Produktgruppen. Dazu gehörten u. a. Bürobeleuchtung, Computer, Gebäude, Kopier- und Druckpapier, Multifunktionsgeräte und Reinigungsmittel.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (Hrsg.), 2017, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine hohe Relevanz sollten nachhaltig beschaffende Hochschulen laut Bundesministerium des Inneren (BMI) zudem auf folgende Produktgruppen legen, die unter Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien (wie dem Blauen Engel, Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft (FSC)) eingekauft werden können: &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Bundesministerium des Inneren – Beschaffungsamt – Kompetenzstelle für nachhaltige&lt;br /&gt;
Beschaffung, 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bekleidung und Textilien (z. B. Arbeitsbekleidung für technisches Personal) &lt;br /&gt;
* Beleuchtung (z. B. LED-Leuchtmittel im Innen- und Außenbereich) &lt;br /&gt;
* Betriebsmittel (z. B. Schmierstoffe, Lösemittel) &lt;br /&gt;
* Bürobedarf (z. B. Stifte etc.) &lt;br /&gt;
* Büroeinrichtung (z. B. Tische, Stühle, Schränke, Regale) &lt;br /&gt;
* Bürogeräte (z. B. Drucker, Kopierer und Zubehör) &lt;br /&gt;
* Fuhrpark (z. B. Dienst-Kfz) &lt;br /&gt;
* Gartenbaugeräte und -maschinen &lt;br /&gt;
* Gas (z. B. zur Wärmeversorgung) &lt;br /&gt;
* Händetrocknungssysteme &lt;br /&gt;
* Hygiene- und Reinigungsartikel (z. B. Seifen, Toilettenpapiere etc.) &lt;br /&gt;
* Informations- und Rechnertechnik (z. B. Computer, Monitore, Notebooks) &lt;br /&gt;
* Lacke, Farben, Klebstoffe &lt;br /&gt;
* Lebensmittel und Catering (z. B. Kaffee, Tee, Milch, Snacks)&lt;br /&gt;
* Papierprodukte (z. B. Druck-, Kopier-, Pressepapier u. -erzeugnisse) &lt;br /&gt;
* Schädlingsbekämpfung (z. B. Pestizide, Herbizide) &lt;br /&gt;
* Streumittel &lt;br /&gt;
* Strom.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gesundheitlich relevant&#039;&#039;&#039; kann nachhaltige Beschaffung sein, da bspw. durch emissionsarme Drucker und Kopierer das Raumklima verbessert und die Gesundheit von Beschäftigten geschont wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 13-14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sozial und gesellschaftlich relevant&#039;&#039;&#039; ist eine nachhaltige Beschaffung, da gerade Hochschulen eine wichtige Vorbildfunktion für ihre Angehörigen und für die Gesellschaft insgesamt einnehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt; Informierte und beteiligte Studierende, Beschäftigte und externe Partner*innen sind außerdem wichtige Multiplikator*innen innerhalb einer Hochschule und darüber hinaus im privaten, beruflichen und gesamtgesellschaftlichen Leben. Schließlich kann das Image und Eigenmarketing einer Hochschule gestärkt werden, was z. B. Standortvorteile und stabile Studierendenzahlen mit sich bringen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S.13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine nachhaltige Beschaffung unter Berücksichtigung von Lebenszykluskosten von Materialien, Produkten und (Dienst-) Leistungen, kann zusammenfassend mittel- und unmittelbar für die Umweltauswirkungen, Gesundheit und Wirtschaftlichkeit einer Hochschule relevant sein. Wenn Hochschulen ihre nachhaltige Beschaffung steigern und dadurch einen mengenmäßigen Absatz, d. h. die Nachfrage, von nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen erhöhen, könnten dadurch Preise sinken, die bisher wegen geringen Absatzes höher waren als bei stark nachgefragten konventionellen Waren und Leistungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 13-14&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine verstärkte Nachfrage der Hochschulen nach nachhaltigen Erzeugnissen und Dienstleistungen trägt somit dazu bei, mittel- und langfristige Produktions- und Konsumtrends nachhaltig zu ändern.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Europäische Kommission, 2011, S. 38&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Festzuhalten ist aber auch, dass viele Hochschulen bei der Beschaffung eingeschränkte Gestaltungs- und Entscheidungsspielräume haben, da in mehreren Bundesländern die Beschaffung und/oder die Vergabe von Dienstleistungen insbesondere im Bereich Liegenschaften und Gebäudemanagement (teilweise) zentralisiert und die diesbezügliche Hochschulautonomie daher beschränkt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Für eine nachhaltige Beschaffung können sich Hochschulen unter Einbeziehung der handelnden Personen in Abstimmung mit der Leitungsebene beispielsweise folgende Ziele setzen und diese in spezifischen Beschaffungsrichtlinien niederlegen.&lt;br /&gt;
* Beschaffung und Nutzung von&lt;br /&gt;
** langlebigen und reparaturfreundlichen Produkten und damit verbundenen langen Nutzungszeiten anstelle von häufigen Neuanschaffungen in kurzen Zeitintervallen,  &lt;br /&gt;
** Produkten und Dienstleistungen, die umwelt- oder sozialverträglich, abfallarm, recycelt, aus nachwachsenden Rohstoffen, energieeffizient, klimaneutral, fair und/oder regional gehandelt oder biologisch erzeugt sind,  &lt;br /&gt;
** von Produkten die im Vergleich zu anderen Erzeugnissen zu weniger oder schadstoffärmeren Abfällen führen, &lt;br /&gt;
* regionale Wertschöpfung, &lt;br /&gt;
* Analyse und Erfassung der Beschaffungssituation, &lt;br /&gt;
* Steuerung und Verbesserung der Beschaffungssituation, &lt;br /&gt;
* Schulung von Beschaffer*innen, &lt;br /&gt;
* formale und non-formale Bildung, Bewusstseinsschaffung und -schärfung, &lt;br /&gt;
* Vorbild- und Multiplikatorenwirkung und &lt;br /&gt;
* Nachhaltigkeitsberichterstattung zur Beschaffung, &lt;br /&gt;
* Rechtskonformität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
{{Vorlage:TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
*zentrale Beschaffung von Produkten/Dienstleistungen durch länderzentrale Behörden (in Sachsen z. B. SIB)&lt;br /&gt;
*beschränkte Handlungs- und Entscheidungsspielräume der Hochschulen bei interner sowie insbesondere bei zentraler Beschaffung&lt;br /&gt;
*Fokussierung auf Anschaffungskosten anstelle von Lebenszykluskosten&lt;br /&gt;
*zeitlich-personeller Mehraufwand bei nachhaltigkeitsorientierter Beschaffung&lt;br /&gt;
*fehlende oder unzureichende Akzeptanz neuer Kriterien mit Nachhaltigkeitsbezug, Regelungen (interne Beschaffungsrichtlinien) durch betroffenen Personenkreis&lt;br /&gt;
*Unkenntnis im betroffenen Personenkreis&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
*Berücksichtigung rechtlicher Rahmenbedingungen (z.B. § 45 KrWG, VOL, VHB, interne Vergaberichtlinien, EU-Vorgaben)&lt;br /&gt;
*Kosteneinsparung bei langlebigen sowie abfall- und wartungsarmen Erzeugnissen&lt;br /&gt;
*Energieeffizienz bei Beschaffung von energieverbrauchseffizienten Geräten&lt;br /&gt;
*Definition und Integration qualitativer und quantitativer NH-Kriterien in (rechtskonformen) internen Beschaffungsrichtlinien&lt;br /&gt;
*Gestaltung des Beschaffungsprozesses gemeinsam mit betroffenem Personenkreis (einschließlich Fakultäten/Fachbereiche), Lieferanten, Dienstleistern und Behörden&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste nachhaltige Beschaffung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Checkliste_Beschaffung.PNG|mini|links|Checkliste Beschaffung|link={{filepath:Checkliste_N_Beschaffung_final.pdf}}]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Richtlinie zur nachhaltigen Beschaffung an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit dieser Richtlinie hat sich die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) strengen, auf nachhaltige Kriterien ausgerichteten Grundsätzen gestellt. Grundsätzlich gilt, dass zu beschaffende Produkte und Dienstleistungen von der Produktion bis zur Entsorgung unter Berücksichtigung von sozialen, ökologischen und ökonomischen Aspekten hergestellt werden. Darunter berücksichtigt die HNEE zehn Produktgruppen, die mit genauen Produkten untersetzt sind, bspw. Kopierer, Computer und Zubehör, EDV-Verbrauchsmaterialien für Drucker/Multifunktionsgeräten. Mehr Info: http://www.hnee.de/de/Hochschule/Leitung/Amtliche-Mitteilungen-Gesetzestexte/Amtliche-Mitteilungen-Gesetzestexte-K879.htm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Case Study - nachhaltige Beschaffung an der HSZG ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;in Arbeit&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links ==&lt;br /&gt;
* [https://kompass-nachhaltigkeit.de/ Kompass Nachhaltigkeit] - Dieses Webportal bietet umfangreiche Informationen zur nachhaltigen öffentlichen Beschaffung.&lt;br /&gt;
* [http://www.nachhaltige-beschaffung.info/DE/Home/ home_node.html Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung] - Das Internetportal vom Bundesministerium des Innern informiert über Gesetze, Regelungen, Leitfäden, Beispiele, Termine und Schulungen zur nachhaltigen Beschaffung. &lt;br /&gt;
*[https://www.die-nachwachsende-produktwelt.de/ Nachhaltige Produkte finden] - Hier finden Einkäufer*innen Informationen zur nachhaltigen biobasierten Beschaffung zu verschiedensten Produktgruppen und gelistete Produktbeschreibung, Umweltgütezeichen sowie Preisen und Produktlinks. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beschlüsse und Leitlinien zum nachhaltigen Einkauf und umweltorientiertem Verwaltungshandeln&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Leitfaden für eine umweltverträgliche [https://www.hamburg.de/contentblob/12418146/2c01ee26be5da2bd4496ad98d263ce3e/data/d-umweltleitfaden-2019.pdf Beschaffung in Hamburg]&lt;br /&gt;
* [https://www.berlin.de/senuvk/service/gesetzestexte/de/beschaffung/vorschrift.shtml Verwaltungsvorschrift „Beschaffung und Umwelt“ der Stadt Berlin]&lt;br /&gt;
* [https://www.google.com/url?sa=t&amp;amp;rct=j&amp;amp;q=&amp;amp;esrc=s&amp;amp;source=web&amp;amp;cd=&amp;amp;ved=2ahUKEwibyIeb0pXsAhVNqaQKHefwBxcQFjAAegQIBBAC&amp;amp;url=https%3A%2F%2Fwww.epn-hessen.de%2Fwp-content%2Fuploads%2F160811_LF_Buerobedarf_Broschuere_ueberarbeitet.pdf&amp;amp;usg=AOvVaw0wN_eGD43goJ4TjH01ImYi Leitfaden zur nachhaltigen Beschaffung von Bürobedarf in Hessen]&lt;br /&gt;
* [https://www.google.com/url?sa=t&amp;amp;rct=j&amp;amp;q=&amp;amp;esrc=s&amp;amp;source=web&amp;amp;cd=&amp;amp;ved=2ahUKEwja5rvb0pXsAhVIm6QKHaInDMoQFjAEegQIBhAC&amp;amp;url=https%3A%2F%2Fwww.bmwi.de%2FRedaktion%2FDE%2FDownloads%2FA%2Favv-eneff.pdf%3F__blob%3DpublicationFile%26v%3D8&amp;amp;usg=AOvVaw3A429h5ZVS_RLmmduracuj Leitfaden zu Beschaffung energieeffizienter Produkte und Dienstleistungen] &lt;br /&gt;
* [https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Publikationen/Wirtschaft/koinno-innovative-oeffentliche-beschaffung.html Leitfaden innovative öffentliche Beschaffung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leistungsbeschreibungen und Ausschreibungen&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* [https://beschaffung.fnr.de/service/arbeits-und-formulierungshilfen/bedarfsbeschreibung-fuer-ein-buerogebaeude-beispiel/  Bedarfsbeschreibung für ein Bürogebäude]&lt;br /&gt;
* [https://beschaffung.fnr.de/service/arbeits-und-formulierungshilfen/formulierungshilfen-fuer-produkt-ausschreibungen/ Formulierungshilfen für (Produkt-) Ausschreibungen]&lt;br /&gt;
* [https://www.natureplus.org/index.php?id=14 Ausschreibungshilfen von „natureplus“]&lt;br /&gt;
* [https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/umweltfreundliche-beschaffung/empfehlungen-fuer-ihre-ausschreibung Ausschreibungshilfen vom Umweltbundesamt]&lt;br /&gt;
* [https://beschaffung.fnr.de/service/ausschreibungsempfehlungen/ Ausschreibungsempfehlungen von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe]&lt;br /&gt;
* [https://www.das-nachwachsende-buero.de/service/die-broschuere/ Broschüre: das nachwachsende Büro]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schulungsskripte „Umweltfreundliche Beschaffung“ vom Umweltbundesamt (UBA)&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Das UBA hat 2010 erstmalig Schulungsskripte veröffentlicht, die einen praxisnahen Einblick in die umweltfreundliche Beschaffung in 6 Themenbereiche gegliedert anbieten. Die aktuellen und überarbeiten Versionen gibt es seit 2019. Schulungsskripte &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.umweltbundesamt.de/themen/schulungsskripte-fuer-umweltfreundliche-beschaffung&amp;lt;/ref&amp;gt;: &lt;br /&gt;
# Grundlagen der umweltfreundlichen Beschaffung &lt;br /&gt;
# Rechtliche Grundlagen der umweltfreundlichen Beschaffung &lt;br /&gt;
# Einführung in die Verwendung von Produktkriterien aus Umweltzeichen &lt;br /&gt;
# Strategische Marktbeobachtung und -analyse &lt;br /&gt;
# Einführung in die Berechnung von Lebenszykluskosten und deren Nutzung im Beschaffungsprozess&lt;br /&gt;
# Hemmnisanalyse für eine umweltfreundliche Beschaffung mittels Selbstevaluations-Tool&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Berechnung der Lebenszykluskosten – Tool-Picker&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.koinno-bmwi.de/informationen/toolbox/detail/lebenszyklus-tool-picker-1/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit dem [https://www.koinno-bmwi.de/informationen/toolbox/detail/lebenszyklus-tool-picker-1/ Lebenszykluskosten-Tool-Picker] vom Kompetenzzentrum für innovative Beschaffung (KOINNO) steht auch Hochschulen ein Instrument zur Verfügung, das bei der Berechnung von Lebenszykluskosten von Produkten Unterstützung leisten kann. Den Anwender*innen stehen dabei warengruppenspezifische und bedarfsgerechte Möglichkeiten zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umweltzeichen, -siegel und Label:&lt;br /&gt;
* https://label-online.de/ - gibt einen Überblick über eine Vielzahl an Siegeln und Labeln, was sie bedeuten und welche Qualität sie auszeichnen&lt;br /&gt;
* https://www.siegelklarheit.de - unterstützt beim nachhaltigen Einkauf und analysiert die Bereiche Wasser, Boden, Energie, Klima, Chemikalien, Abfall, Luftverschmutzung, Biodiversität, Ökosysteme, Umweltmanagement, Materialeinsatz und Qualität&lt;br /&gt;
* https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/umweltfreundliche-beschaffung/datenbank-umweltkriterien - Das Umweltbundesamt hat u.a. für die Bereiche Bauwesen, Bürogeräte, Büroverbrauchsmaterialien, Fahrzeuge, Gebäude, Lebensmittel und Catering, Möbel, Rechenzentren, Reinigung/Hygiene, Textilien, Entsorgung, Strom- und Wärmeversorgung sowie für &amp;quot;Weiße Ware&amp;quot; Umweltzeichen zusammengestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(20.7.2017 I 2808). Kreislaufwirtschaftsgesetz – KrWG. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(18.7.2017 I 2745). Vergabeverordnung – VgV. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.gesetze-im-internet.de/vgv_2016/__67.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium des Inneren – Beschaffungsamt – Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung. (2018). Portal für nachhaltige Beschaffung, Produktgruppen. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.nachhaltige-beschaffung.info/DE/Produktgruppen/produktgruppen_node.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium für Arbeit und Soziales. (2011). Die DIN ISO 26000 „Leitfaden zur gesellschaftlichen Verantwortung von Organisationen“ – Ein Überblick –. Abgerufen am 04. Mai 2018 von https://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Publikationen/a395-csr-din-26000.pdf?__blob=publicationFile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Europäische Kommission. (2011). Grünbuch über die Modernisierung der europäischen Politik im Bereich des öffentlichen Auftragswesens. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:52011DC0015&amp;amp;from=DE&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (Hrsg.). (2017). Nachwachsende Rohstoffe im Einkauf, Themenheft III: Büro – Einrichtung, Material, Gestaltung. Abgerufen am 04. Mai 2018 von https://www.fnr.de/fileadmin/beschaffung/pdf/Themenheft_Buero_web__V05.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft (Hrsg.). (2016). fact sheet Nachhaltige Beschaffung in der Nutzungsphase. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.nachhaltig-forschen.de/fileadmin/user_upload/factsheets/LeNa_FactSheet_Nachhaltige_Beschaffung_Nutzung_fin.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umweltbundesamt (Hrsg.). (2016). Rechtliche Grundlagen der umweltfreundlichen öffentlichen Beschaffung / Schulungsskript 2. Abgerufen am 07. 06 2018 von https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/377/publikationen/170123_uba_ratgeber_schulungsskript2_bf_0.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umweltbundesamt (Hrsg.). (2016). Umweltfreundliche Beschaffung, Schulungsskript 1. Abgerufen am 04. Mai 2018 von https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/377/publikationen/170127_uba_ratgeber_schulungsskript1_bf.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Abfallmanagement&amp;diff=5197</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Abfallmanagement</title>
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		<updated>2020-10-09T08:31:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Betroffener Personenkreis ==&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag richtet sich an alle Hochschulangehörigen gleichermaßen, denn jede und jeder kann zur Abfallvermeidung, zum Recycling und damit zur Minderung der Entsorgungsleistung einen Beitrag leisten. Von besonderer Bedeutung bei der nachhaltigen Entsorgung ist der Personenkreis „Abfallbeauftragte“ (häufig in Personalunion mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit (FaSi)).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz ==&lt;br /&gt;
Abfälle sind alle Stoffe oder Gegenstände, derer sich ein Besitzer entledigt, entledigen will oder muss.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 3 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie können nach der Art und der Einstufung ihrer Gefährlichkeit bezeichnet und unterschieden werden.&amp;lt;ref&amp;gt;AVV § 1&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Abfallverzeichnisverordnung (AVV) gibt dazu branchen- bzw. gruppendefinierte zwei-, vier- und sechsstellige Abfallschlüssel mit Abfallbezeichnung an. Hochschulen als Entsorger müssen einer gesetzlichen Registerpflicht über Menge, Art, Ursprung, Sammlungshäufigkeit, Beförderungs- und Verwertungs- oder Beseitigungsart des Abfalls nachkommen.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 49 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Für gefährliche Abfälle, etwa aus Chemielaboratorien, besteht zudem eine Nachweispflicht vor Beginn der Entsorgung und über deren Durchführung sowie ggf. über den Verbleib entsorgter Abfälle.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 50 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Abfallverursacher*in und Entsorger*in müssen Hochschulen und ihre Angehörigen nach dem Vorsorge und Nachhaltigkeitsprinzip und den rechtlichen Vorgaben des § 6 (1); (2) KrWG einen maßgeblichen Beitrag leisten, Abfälle zu vermeiden, zur Wiederverwendung vorzubereiten sowie zu recyceln. Sollten diese Maßnahmen nicht greifen, ist eine energetische Verwertung sicher zu stellen. Grundsätzlich sollen jeweils die Maßnahmen innerhalb der Rangfolge Vorrang haben, die den Schutz von Mensch und Umwelt am besten gewährleisten. Mit dem Vermeidungsgrundsatz geht die Verpflichtung einher, Erzeugnisse zu beschaffen, die&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 45 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=* langlebig, reparaturfreundlich, wiederverwendbar oder verwertbar sind,&lt;br /&gt;
* im Vergleich zu anderen Erzeugnissen zu weniger oder schadstoffärmeren Abfällen führen und&lt;br /&gt;
* durch Vorbereitung zur Wiederverwendung oder Recycling hergestellt wurden.&amp;lt;/big&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Neben dem Kreislaufwirtschaftsgesetz ist für den Bereich der nicht gefährlichen Abfälle die Gewerbeabfallverordnung relevant, die den Umgang mit gewerblichen Siedlungsabfällen sowie Bau- und Abbruchabfällen regelt. Ziel der Gewerbeabfallverordnung ist die Stärkung der Abfallhierarchie. Diese wird durch den Vorrang der stofflichen gegenüber der energetischen Verwertung von Abfällen und der Einschränkung der gemischten Erfassung verankert. Durch die Umsetzung der Trennpflicht nach Gewerbeabfallverordnung für Papier/Kartonagen, Kunststoffe, Glas, Metalle, Holz, Alttextilien und Bioabfällen können auch Hochschulen einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ist es unerlässlich, dass der mit dem Abfallmanagement betroffene Personenkreis einer Hochschule mit dem Bereich „Beschaffung“ vernetzt wird und interagiert. Denn alles was beschafft wird muss nach einer Nutzungsphase, meist stofflich oder energetisch modifiziert, auch entsorgt werden. Indirekt tragen Hochschulen dadurch nicht nur zur Abfallvermeidung bei, sondern ebenso zur Einsparung von Wasser, Energie und Rohstoffen, die andererseits in die Produktions- und Lieferketten geflossen wären. Durch die Abfallvermeidung und -reduktion profitieren Hochschulen bzw. die mit der Abfallentsorgung betrauten länderspezifischen Behörden von der Minimierung ihrer Entsorgungsaufwendungen und -kosten (z. B. durch Register- und Nachweispflicht und Transport).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschulen leisten durch geringe Abfallaufkommen zudem einen gesamtgesellschaftlichen Beitrag zur Verringerung der Luft- und Abwasseremissionen bei den Entsorgungsprozessen. Eine nachhaltige Entsorgung an Hochschulen steht demzufolge im Zusammenhang mit dem Schutz von Mensch und Umwelt, mit einer Lebenszyklusbetrachtung von Stoffen und Gegenständen die zu Abfall werden können, sowie mit ressourcenschonenden und emissionsarmen Herstellungs- und Entsorgungsverfahren von der primären bis zur sekundären Rohstoffgewinnung aus Abfall.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 6 (1), (2)&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachhaltigkeit in der Entsorgung an Hochschulen meint – über die Rechtskonformität hinaus – generell die Minimierung vom Stoff- und Energieeinsatz, sodass nach einer möglichst langen Nutzungsphase so wenig wie möglich Abfälle anfallen bzw. eingesetzte Energie „weggeworfen“ wird. Nachhaltige Entsorgung an Hochschulen fördert zudem die Kreislaufwirtschaft, um Abfälle als neue Ressource (Sekundärstoff) für Produkte und Energie zu betrachten und zu nutzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Lexikon der Nachhaltigkeit (2018)&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Umgang mit gefährlichen Abfällen schützt eine nachhaltiges Abfallmanagement Personal und Studierende durch aktive Risikoerkennung und -minimierung und betreibt dadurch Gesundheits- und Entsorgungsprävention.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Für ein nachhaltiges Abfallmanagement können sich Hochschulen bspw. folgende Ziele setzen und diese in spezifischen Richtlinien zum Abfallmanagement niederlegen:&lt;br /&gt;
* Rechtskonformität,&lt;br /&gt;
* Nutzungsoptimierung (z. B. von Chemikalien und Verbrauchsmaterialien),&lt;br /&gt;
* Vermeidung, Trennung/Recycling von Abfällen und Einsparung von Entsorgungsaufwendungen,&lt;br /&gt;
* Einsatz und Beschaffung von langlebigen und reparaturfreundlichen Produkten und damit verbundenen langen Nutzungszeiten anstelle von häufigen Neuanschaffungen in kurzen Zeitintervallen.&lt;br /&gt;
* Einsatz, Nutzung von Abfallstoffen als Sekundärstoffe (Kreislaufwirtschaft) – nur indirekt beeinflussbar&lt;br /&gt;
* transparente rechtskonforme Entsorgungsprozesse/-dienstleistungen als Grundlage für gesundheitspräventiven Umgang mit Abfällen und gefährlichen Abfällen, wie ätzende Chemikalien,&lt;br /&gt;
* (Stoff-) Substitutionsprüfung und Rückkopplung mit „Beschaffung“,&lt;br /&gt;
* zyklische Bewertung der Funktionalität des Abfallmanagements (z. B. im Rahmen von UMS-Audits)&lt;br /&gt;
* eindeutige Festlegung von Zuständigkeiten in Entsorgungslogistik,&lt;br /&gt;
* Risikoerkennung/-minimierung (z. B. Gefährdungsbeurteilungen, Betriebsanweisungen),&lt;br /&gt;
* formale und non-formale Bildung, Bewusstseinsschaffung und -schärfung betroffener Personen,&lt;br /&gt;
* Vorbild- und Multiplikatorenwirkung und&lt;br /&gt;
* Nachhaltigkeitsberichterstattung zum Abfallmanagement.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* strenge rechtliche Forderungen (Arbeitsschutz, Kreislaufwirtschaft) können individuelles Hochschul-Engagement begrenzen („ist doch schon alles geregelt“)&lt;br /&gt;
* teilweise begrenzte Einflussmöglichkeiten aufgrund länderspezifischer Regelungen (zentralisierte Entsorgung)&lt;br /&gt;
* Forschungs- und Lehrbetrieb mit hohem Bedarf an Chemikalien und Gefahrstoffen&lt;br /&gt;
* zusätzlicher Ressourcenbedarf zur Optimierung bestehender Entsorgungssysteme in Bezug auf Nachhaltigkeit&lt;br /&gt;
* Akzeptanzprobleme der Handelnden, des betroffenen Personenkreises (Bewusstsein – Wissen – Handeln)&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Identifizierung studiengangsbezogener Ressourcen/Verbrauchsmittel zur Ableitung von Abfall- und Kostenreduzierungspotenzialen (MINT vs. Geisteswissenschaften)&lt;br /&gt;
* Identifizierung von Vermeidungs- und Einsparpotenzialen (z. B. Büromaterial)&lt;br /&gt;
* Optimierung des Chemikalien- und Gefahrstoffmanagements&lt;br /&gt;
* Kommunikation, Sensibilisierung und Zusammenarbeit mit allen Hochschulbereichen und Personen, insbesondere der „Beschaffung“&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste nachhaltiges Abfallmanagement ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_Checkliste_Abfallmanagement_Seite_1.png|mini|links|Checkliste Abfallmanagement|link={{filepath:Checkliste N Abfallmanagement final.pdf}}]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
===„RUN – ReUse Notebook“ und „Handy-Sammel-Aktion“&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill.&amp;lt;/ref&amp;gt;===&lt;br /&gt;
Ist Ihr Mobile-/Smartphone schon wieder veraltet oder das Notebook schon wieder zu langsam oder defekt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn bei den Angehörigen der Hochschule Zittau/Görlitz ein neues Handy, Mobile-/Smartphone oder Notebook angeschafft werden muss, sind die Beschäftigten und Studierenden dazu aufgerufen, ihre alte Technik an den zentralen Sammelpunkten in den Hochschulbibliotheken Zittau und Görlitz abzugeben. Mit dieser Technikspende wird die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Zittau/Görlitz und der SAPOS gGmbH unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Technikspende unterstützt aber vor allem das Recycling, die Wiederverwertung und -verwendung von Handys, Mobile-/Smartphones und Notebooks, bzw. von wertvollen Bestandteilen wie Edelmetalle und Seltene Erden. Außerdem wird die SAPOS gGmbH direkt unterstützt bei der Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen. Diesen wird durch das Zerlegen der Geräte oder durch Kleinreparaturen eine wichtige Aufgabe und ein eigenverantwortliches Leben in der Gesellschaft ermöglicht. [http://reuse-notebook.com/static/de/startseite/index.html?L=1 Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===„Terracycle – Stifte-Recycling“&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill.&amp;lt;/ref&amp;gt;===&lt;br /&gt;
Kugelschreiber und andere Schreibgeräte gibt es an den Hochschulen überall in hoher Anzahl. Genauso schnell wie man so einen Schreibutensil in der Hand hat, wird es wohl auch wieder weggeworfen. Nicht so an der Hochschule Zittau/Görlitz, die über das „Terracycle“ Stifte-Recycling-Programm Kulis &amp;amp; Co. sammelt und recycelt. Der Gewinn daraus unterstützt die Nichtregierungsorganisation (NGO) [http://www.dapaviva.org „DapaViva“] aus Kolumbien. Diese fördert Umweltbildung der lokalen Bevölkerung des Nebelwaldes, um ihn vor der Urbanisierung zu bewahren. Die Sammelstationen befinden sich in mehreren Gebäuden an zentralen Ort sowie in der Hochschulbibliothek. Zudem wurde mit dem Programm die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Zittau und eine Sammelstation im Zittauer Einwohnermeldeamt realisiert. [https://www.terracycle.com/de-DE/about-terracycle?utm_campaign=admittance&amp;amp;utm_medium=menu&amp;amp;utm_source=www.terracycle.com Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===&amp;quot;Reduzierung von Ethidiumbromid-haltigen Abfällen mittels Absorption von Ethidiumbromid aus Flüssigkeiten mit Absorber-Beuteln an der LMU München&amp;quot;===&lt;br /&gt;
An forschungsstarken Hochschulen mit Laborbetrieb, wie es auch an der LMU der Fall ist, werden viele gefährliche Abfälle erzeugt, insbesondere viele unterschiedliche Abfallgemische. Im Umgang damit sind Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, die Entsorgung ist kostenintensiv. So wird Ethidiumbromid (EtBr) in der Molekularbiologie zum Anfärben von Nukleinsäuren bei der Gelelektrophorese verwendet. Ethidiumbromid (3,8-Diamino-5-ethyl-6-phenylphenanthridiniumbromid) ist ein organischer Farbstoff, der aufgrund seiner planaren Struktur leicht in die DNA interkalieren kann, EtBr ist ein starkes Mutagen und toxisch. Nach Gebrauch müssen die Lösungen fachgerecht als gefährlicher Abfall entsorgt werden und dürfen keineswegs in die Umwelt gelangen. Die von vielen Herstellern angebotenen Ethidiumbromid-Ersatzstoffe sind laut den Sicherheitsdatenblättern „noch nicht vollständig geprüfte Stoffe“. Da auch diese Stoffe mit der DNA interagieren, sind hinsichtlich der krebserzeugenden, erbgutverändernden oder fortpflanzungsgefährdenden Wirkungen ähnliche Eigenschaften wie bei Ethidiumbromid zu vermuten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ziel der LMU ist es, die zunehmende Menge von gefährlichen Abfällen zu reduzieren. Decon-Bags stellen eine einfache Methode dar, um Ethidiumbromid aus Lösungen zu entfernen. Die Methode ist zuverlässige, sehr einfach anzuwenden, effizient und geeignet für Ethidiumbromid, Propidiumiodid, PicoGreen® und SYBR® Green. Hierzu werden Absorber-Beutel mit der Ethidiumbromidfärbelösung 24 h gerührt. Der Inhalt der Beutel besteht aus einer speziellen Aktivkohle, die effektiv und sicher Ethidiumbromid adsorbiert. Ein Beutel kann 2,5 mg Ethidiumbromid aufnehmen. Mit einem Beutel können 5 Liter einer typischen Färbelösung nach Sambrook et. al mit einer Ethidiumbromidkonzentration von 0,5 mg/l dekontaminiert werden. Die dekontaminierte Lösung kann als Abwasser entsorgt werden, die benutzten Beutel können als verunreinigte Betriebsmittel bzw. mit gefährlichen Stoffen verunreinigte Aufsaug- und Filtermaterialien (Beispiel AVV-Abfallschlüsselnummer 150202*) entsorgt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn die Behandlung einer derartigen Menge zu aufwändig wäre: Bei 1 Tonne möglichem Ethidiumbromid-haltigem Abfall fallen durch die benutzten Absorber-Beutel nur maximal 2 kg gefährlicher Abfall an. Die LMU spart dabei 85% der Kosten bezogen auf eine 1 Gewichtstonne. Die größte Kostenposition ist da die Beschaffung der Absorber-Beutel. Zudem wird eine größere Menge flüssige gefährliche Abfälle, die mit hohem Energieaufwand entsorgt werden müssen, eine geringe Menge fester gefährlicher Abfälle mit Aktivkohle, die mit deutlich geringerem energetischem Aufwand entsorgt werden können. Hierbei werden also sowohl Kosten gespart, als auch die Umwelt entlastet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links == &lt;br /&gt;
* Handys für Hummel, Biene und Co. [https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/aktionen-und-projekte/alte-handys-fuer-die-havel/index.html NABU Handy-Recycling]&lt;br /&gt;
* Kostenlose Abgabe von Brillen an Sehhilfebedürftige in der ganzen Welt [https://brillenweltweit.de/#brillenspenden BrillenWeltweit]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(17.7.2017 I 2644). Abfallverzeichnisverordnung – AVV. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(20.7.2017 I 2808). Kreislaufwirtschaftsgesetz – KrWG. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von https://www.hszg.de/hochschule/struktur-und-organisation/managementsysteme/umweltmanagement/nachhaltiger-campus-good-practice.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lexikon der Nachhaltigkeit (2018). Nachhaltigkeit in der Abfallentsorgung. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von https://www.nachhaltigkeit.info/artikel/nachhaltigkeit_bei_der_abfallentsorgung_1795.htm?sid=qdoap21h0pg877osnn67edt0o0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltige_Beschaffung&amp;diff=5148</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltige Beschaffung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltige_Beschaffung&amp;diff=5148"/>
		<updated>2020-10-08T10:47:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: /* Relevanz */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Betroffener Personenkreis ==&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag richtet sich an zentrale und dezentrale Beschaffer*innen, Einkäufer*innen, bspw. Sekretär*innen und Personen, die im Rahmen ihrer Hochschulangehörigkeit und -tätigkeit Produkte, Waren und Dienstleistungen ausschreiben und beschaffen. Angesprochen sind auch Mitarbeiter*innen der akademischen Verwaltung im Zuständigkeitsbereich der Mittelvergabe wie etwa Dekanatsrät*innen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz ==&lt;br /&gt;
Bei der Beschaffung von Materialien, Produkten und Dienstleistungen berücksichtigen nachhaltigkeitsorientierte Hochschulen zunehmend umweltbezogene, soziale und ethische Aspekte als wichtige Entscheidungskriterien.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, 2011, S. 6-8 &amp;lt;/ref&amp;gt; Waren und Leistungen sollten demnach die folgenden Eigenschaften aufweisen: umwelt- und sozialverträglich, langlebig, abfallarm, rezykliert und/oder rezyklierbar, aus nachwachsenden Rohstoffen, energieeffizient, klimaneutral, möglichst regional und/oder biologisch erzeugt und fair gehandelt bzw. transportiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (Hrsg.), 2017, S. 6; 19&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Relevant&#039;&#039;&#039; ist die nachhaltige Beschaffung an Hochschulen durch das damit einhergehende Finanz- und Nachfragevolumen. Eine konsequente Nachfrage von nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen trägt zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen bei und wirkt als Innovationsmotor für ebendiese Güter bzw. Leistungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft (Hrsg.),&lt;br /&gt;
2016, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nachhaltige Beschaffung kann aber auch ein Auslöser für ein gesamtheitliches Umdenken mit dem Ziel des nachhaltigen Campus sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rechtliche Relevanz&#039;&#039;&#039; hat eine nachhaltige Beschaffung und die damit verbundene Einhaltung von Umwelt- und Energieeffizienzkriterien sowie Grenzwerten insbesondere bei energieverbrauchsrelevanten Produkten und Dienstleistungen sowie bei Stoffen und Gemischen, die im Sinne des Chemikalienrechts als gefährlich eingestuft sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 26; 27&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, 18.7.2017 I 2745, VgV,§ 67&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachhaltige Beschaffung an Hochschulen muss nach rechtlicher Relevanz außerdem mit den Forderungen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes, insbesondere § 45 („Pflichten der öffentlichen Hand“) einhergehen und die Langlebigkeit, Reparaturfreundlichkeit und Wiederverwendbarkeit oder Verwertbarkeit von Produkten berücksichtigen. Außerdem fordert eine rechtskonforme Beschaffung Produkte und Dienstleistungen, die im Vergleich zu anderen Erzeugnissen weniger oder schadstoffärmere Abfälle erzeugen.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, 20.7.2017 I 2808, KrWG,&lt;br /&gt;
§ 45&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Vergabeverordnung (VgV) ist darüber hinaus seit 2016 geregelt, dass in den Leistungs- und Funktionsanforderungen umweltbezogene Aspekte als Auftragsgegenstand Berücksichtigung finden sollten. Es ist anzumerken, dass die Umweltkriterien mit dem Auftragsgegenstand in Verbindung stehen und verhältnismäßig zum Auftragswert und Beschaffungsziel sind, wodurch wiederum durch den Kostenaspekt eine Relativierung erfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umweltbezogene Anforderungen&#039;&#039;&#039; dürfen und sollten auch an den Herstellungsprozess sowie den Lebenszyklus (Produktions- und Lieferkette) gestellt werden. Die Anforderungen an Nachhaltigkeit müssen sich dabei nicht in materiellen Eigenschaften vom Auftragsgegenstand niederschlagen und können mit definierten Produktkriterien und -zertifikaten in Verbindung stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2017, S. 19&amp;lt;/ref&amp;gt; Hochschulen sollten daher in Prozessen der Bedarfsermittlung und -planung sowie für Ausschreibungen und Auftragsvergaben Kriterien für eine nachhaltige Beschaffung definieren und diese bspw. in einer internen Beschaffungsrichtlinie festschreiben. Denn vergaberechtlich wird nur geregelt, wie das Verwaltungsverfahren einer Beschaffung ablaufen muss und nicht welche Produkte und Leistungen beschafft werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ökonomisch relevant&#039;&#039;&#039; kann nachhaltige Beschaffung sein, wenn in den Leistungsbeschreibungen und Zuschlagskriterien konkrete Nachhaltigkeitskriterien definiert sind und demzufolge ausschließlich Angebote eingehen, die diese Kriterien erfüllen. Auch wenn daraufhin das kostengünstigste Angebot den Zuschlag erhält, wird der Anspruch an die Nachhaltigkeit erfüllt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (Hrsg.), 2017, S. 16; 91&amp;lt;/ref&amp;gt; Werden dennoch konventionelle mit nachhaltigen Erzeugnissen/Dienstleistungen verglichen, können letztere gegenüber ersteren zunächst teurer sein. Das Mehr an Nachhaltigkeitsleistung kann aber partiell die Mehrkosten rechtfertigen. Höhere Kosten können bei materiellen und technischen Produkten zumeist einmalig bei der Erstanschaffung entstehen. In der Nutzungsphase sind die Verbrauchskosten von nachhaltigen Erzeugnissen oftmals geringer, da sich dann Einsparpotentiale z. B. von Energie, Abfall und Verbrauchsmitteln bemerkbar machen. Durch nachhaltige Beschaffung lassen sich in der Nutzungsphase weitere unmittelbare Preisvorteile erzielen, zum Beispiel durch Recyclingpapiere, Nachfüllpackungen oder wiederaufbereitete Tinten- und Tonerkartuschen.&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=Durch die Langlebigkeit nachhaltiger, hochwertiger Materialien kann zudem die Nutzungsphase verlängert werden, wodurch sich Kosten für kurzfristigere Neuanschaffungen reduzieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 13-14&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Die Vermittlung dieser kausalen Beziehungen ist für die in der Beschaffung handelnden Personen einer Hochschule von außerordentlicher Bedeutung und wurde bzw. wird vielfach unterschätzt und vernachlässigt. Sehr häufig sind die Prämissen der ausschließlichen „Kostengünstigkeit“ und/oder auf Erfahrung basierender Funktionalität und Praktikabilität tief verwurzelt und erschweren eine Neuausrichtung im Sinne der Nachhaltigkeit. Das Ziel der nachhaltigen Beschaffung wird daher nicht zwingend erreicht, indem ein top-down gesteuertes Verfahren etwa durch Modifikation von Beschaffungsrichtlinien oder im Hochschulbetriebssystem etabliert wird. Vielmehr müssen den an der Beschaffung beteiligten Personen im Rahmen eines kommunikativen und kontinuierlichen Austauschprozesses die vorstehend genannten Zusammenhänge argumentativ nachvollziehbar erläutert werden, um dadurch einen Prozess des Umdenkens und der Motivation anzustoßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass nachhaltige Produkte über den Lebenszyklus betrachtet kostengünstiger sein können als konventionelle Varianten, belegt auch eine von der Stadt Berlin veröffentlichte Studie bei 10 von 15 Produktgruppen. Dazu gehörten u. a. Bürobeleuchtung, Computer, Gebäude, Kopier- und Druckpapier, Multifunktionsgeräte und Reinigungsmittel.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (Hrsg.), 2017, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine hohe Relevanz sollten nachhaltig beschaffende Hochschulen laut Bundesministerium des Inneren (BMI) zudem auf folgende Produktgruppen legen, die unter Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien (wie dem Blauen Engel, Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft (FSC)) eingekauft werden können: &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Bundesministerium des Inneren – Beschaffungsamt – Kompetenzstelle für nachhaltige&lt;br /&gt;
Beschaffung, 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bekleidung und Textilien (z. B. Arbeitsbekleidung für technisches Personal) &lt;br /&gt;
* Beleuchtung (z. B. LED-Leuchtmittel im Innen- und Außenbereich) &lt;br /&gt;
* Betriebsmittel (z. B. Schmierstoffe, Lösemittel) &lt;br /&gt;
* Bürobedarf (z. B. Stifte etc.) &lt;br /&gt;
* Büroeinrichtung (z. B. Tische, Stühle, Schränke, Regale) &lt;br /&gt;
* Bürogeräte (z. B. Drucker, Kopierer und Zubehör) &lt;br /&gt;
* Fuhrpark (z. B. Dienst-Kfz) &lt;br /&gt;
* Gartenbaugeräte und -maschinen &lt;br /&gt;
* Gas (z. B. zur Wärmeversorgung) &lt;br /&gt;
* Händetrocknungssysteme &lt;br /&gt;
* Hygiene- und Reinigungsartikel (z. B. Seifen, Toilettenpapiere etc.) &lt;br /&gt;
* Informations- und Rechnertechnik (z. B. Computer, Monitore, Notebooks) &lt;br /&gt;
* Lacke, Farben, Klebstoffe &lt;br /&gt;
* Lebensmittel und Catering (z. B. Kaffee, Tee, Milch, Snacks)&lt;br /&gt;
* Papierprodukte (z. B. Druck-, Kopier-, Pressepapier u. -erzeugnisse) &lt;br /&gt;
* Schädlingsbekämpfung (z. B. Pestizide, Herbizide) &lt;br /&gt;
* Streumittel &lt;br /&gt;
* Strom.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gesundheitlich relevant&#039;&#039;&#039; kann nachhaltige Beschaffung sein, da bspw. durch emissionsarme Drucker und Kopierer das Raumklima verbessert und die Gesundheit von Beschäftigten geschont wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 13-14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sozial und gesellschaftlich relevant&#039;&#039;&#039; ist eine nachhaltige Beschaffung, da gerade Hochschulen eine wichtige Vorbildfunktion für ihre Angehörigen und für die Gesellschaft insgesamt einnehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt; Informierte und beteiligte Studierende, Beschäftigte und externe Partner*innen sind außerdem wichtige Multiplikator*innen innerhalb einer Hochschule und darüber hinaus im privaten, beruflichen und gesamtgesellschaftlichen Leben. Schließlich kann das Image und Eigenmarketing einer Hochschule gestärkt werden, was z. B. Standortvorteile und stabile Studierendenzahlen mit sich bringen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S.13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine nachhaltige Beschaffung unter Berücksichtigung von Lebenszykluskosten von Materialien, Produkten und (Dienst-) Leistungen, kann zusammenfassend mittel- und unmittelbar für die Umweltauswirkungen, Gesundheit und Wirtschaftlichkeit einer Hochschule relevant sein. Wenn Hochschulen ihre nachhaltige Beschaffung steigern und dadurch einen mengenmäßigen Absatz, d. h. die Nachfrage, von nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen erhöhen, könnten dadurch Preise sinken, die bisher wegen geringen Absatzes höher waren als bei stark nachgefragten konventionellen Waren und Leistungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.), 2016, S. 13-14&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine verstärkte Nachfrage der Hochschulen nach nachhaltigen Erzeugnissen und Dienstleistungen trägt somit dazu bei, mittel- und langfristige Produktions- und Konsumtrends nachhaltig zu ändern.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Europäische Kommission, 2011, S. 38&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Festzuhalten ist aber auch, dass viele Hochschulen bei der Beschaffung eingeschränkte Gestaltungs- und Entscheidungsspielräume haben, da in mehreren Bundesländern die Beschaffung und/oder die Vergabe von Dienstleistungen insbesondere im Bereich Liegenschaften und Gebäudemanagement (teilweise) zentralisiert und die diesbezügliche Hochschulautonomie daher beschränkt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Für eine nachhaltige Beschaffung können sich Hochschulen unter Einbeziehung der handelnden Personen in Abstimmung mit der Leitungsebene beispielsweise folgende Ziele setzen und diese in spezifischen Beschaffungsrichtlinien niederlegen.&lt;br /&gt;
* Beschaffung und Nutzung von&lt;br /&gt;
** langlebigen und reparaturfreundlichen Produkten und damit verbundenen langen Nutzungszeiten anstelle von häufigen Neuanschaffungen in kurzen Zeitintervallen,  &lt;br /&gt;
** Produkten und Dienstleistungen, die umwelt- oder sozialverträglich, abfallarm, recycelt, aus nachwachsenden Rohstoffen, energieeffizient, klimaneutral, fair und/oder regional gehandelt oder biologisch erzeugt sind,  &lt;br /&gt;
** von Produkten die im Vergleich zu anderen Erzeugnissen zu weniger oder schadstoffärmeren Abfällen führen, &lt;br /&gt;
* regionale Wertschöpfung, &lt;br /&gt;
* Analyse und Erfassung der Beschaffungssituation, &lt;br /&gt;
* Steuerung und Verbesserung der Beschaffungssituation, &lt;br /&gt;
* Schulung von Beschaffer*innen, &lt;br /&gt;
* formale und non-formale Bildung, Bewusstseinsschaffung und -schärfung, &lt;br /&gt;
* Vorbild- und Multiplikatorenwirkung und &lt;br /&gt;
* Nachhaltigkeitsberichterstattung zur Beschaffung, &lt;br /&gt;
* Rechtskonformität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
{{Vorlage:TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
*zentrale Beschaffung von Produkten/Dienstleistungen durch länderzentrale Behörden (in Sachsen z. B. SIB)&lt;br /&gt;
*beschränkte Handlungs- und Entscheidungsspielräume der Hochschulen bei interner sowie insbesondere bei zentraler Beschaffung&lt;br /&gt;
*Fokussierung auf Anschaffungskosten anstelle von Lebenszykluskosten&lt;br /&gt;
*zeitlich-personeller Mehraufwand bei nachhaltigkeitsorientierter Beschaffung&lt;br /&gt;
*fehlende oder unzureichende Akzeptanz neuer Kriterien mit Nachhaltigkeitsbezug, Regelungen (interne Beschaffungsrichtlinien) durch betroffenen Personenkreis&lt;br /&gt;
*Unkenntnis im betroffenen Personenkreis&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
*Berücksichtigung rechtlicher Rahmenbedingungen (z.B. § 45 KrWG, VOL, VHB, interne Vergaberichtlinien, EU-Vorgaben)&lt;br /&gt;
*Kosteneinsparung bei langlebigen sowie abfall- und wartungsarmen Erzeugnissen&lt;br /&gt;
*Energieeffizienz bei Beschaffung von energieverbrauchseffizienten Geräten&lt;br /&gt;
*Definition und Integration qualitativer und quantitativer NH-Kriterien in (rechtskonformen) internen Beschaffungsrichtlinien&lt;br /&gt;
*Gestaltung des Beschaffungsprozesses gemeinsam mit betroffenem Personenkreis (einschließlich Fakultäten/Fachbereiche), Lieferanten, Dienstleistern und Behörden&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste nachhaltige Beschaffung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Checkliste_Beschaffung.PNG|mini|links|Checkliste Beschaffung|link={{filepath:Checkliste_N_Beschaffung_final.pdf}}]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Richtlinie zur nachhaltigen Beschaffung an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde&#039;&#039;&#039; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit dieser Richtlinie hat sich die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) strengen, auf nachhaltige Kriterien ausgerichteten Grundsätzen gestellt. Grundsätzlich gilt, dass zu beschaffende Produkte und Dienstleistungen von der Produktion bis zur Entsorgung unter Berücksichtigung von sozialen, ökologischen und ökonomischen Aspekten hergestellt werden. Darunter berücksichtigt die HNEE zehn Produktgruppen, die mit genauen Produkten untersetzt sind, bspw. Kopierer, Computer und Zubehör, EDV-Verbrauchsmaterialien für Drucker/Multifunktionsgeräten. Mehr Info: http://www.hnee.de/de/Hochschule/Leitung/Amtliche-Mitteilungen-Gesetzestexte/Amtliche-Mitteilungen-Gesetzestexte-K879.htm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tauschbörse LMU&#039;&#039;&#039; &amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt; Ulla u. Jens - Beispiel erarbeiten &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Case Study - nachhaltige Beschaffung an der HSZG ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;in Arbeit&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links ==&lt;br /&gt;
* [https://kompass-nachhaltigkeit.de/ Kompass Nachhaltigkeit] - Dieses Webportal bietet umfangreiche Informationen zur nachhaltigen öffentlichen Beschaffung.&lt;br /&gt;
* [http://www.nachhaltige-beschaffung.info/DE/Home/ home_node.html Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung] - Das Internetportal vom Bundesministerium des Innern informiert über Gesetze, Regelungen, Leitfäden, Beispiele, Termine und Schulungen zur nachhaltigen Beschaffung. &lt;br /&gt;
*[https://www.die-nachwachsende-produktwelt.de/ Nachhaltige Produkte finden] - Hier finden Einkäufer*innen Informationen zur nachhaltigen biobasierten Beschaffung zu verschiedensten Produktgruppen und gelistete Produktbeschreibung, Umweltgütezeichen sowie Preisen und Produktlinks. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beschlüsse und Leitlinien zum nachhaltigen Einkauf und umweltorientiertem Verwaltungshandeln&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Leitfaden für eine umweltverträgliche [https://www.hamburg.de/contentblob/12418146/2c01ee26be5da2bd4496ad98d263ce3e/data/d-umweltleitfaden-2019.pdf Beschaffung in Hamburg]&lt;br /&gt;
* [https://www.berlin.de/senuvk/service/gesetzestexte/de/beschaffung/vorschrift.shtml Verwaltungsvorschrift „Beschaffung und Umwelt“ der Stadt Berlin]&lt;br /&gt;
* [https://www.google.com/url?sa=t&amp;amp;rct=j&amp;amp;q=&amp;amp;esrc=s&amp;amp;source=web&amp;amp;cd=&amp;amp;ved=2ahUKEwibyIeb0pXsAhVNqaQKHefwBxcQFjAAegQIBBAC&amp;amp;url=https%3A%2F%2Fwww.epn-hessen.de%2Fwp-content%2Fuploads%2F160811_LF_Buerobedarf_Broschuere_ueberarbeitet.pdf&amp;amp;usg=AOvVaw0wN_eGD43goJ4TjH01ImYi Leitfaden zur nachhaltigen Beschaffung von Bürobedarf in Hessen]&lt;br /&gt;
* [https://www.google.com/url?sa=t&amp;amp;rct=j&amp;amp;q=&amp;amp;esrc=s&amp;amp;source=web&amp;amp;cd=&amp;amp;ved=2ahUKEwja5rvb0pXsAhVIm6QKHaInDMoQFjAEegQIBhAC&amp;amp;url=https%3A%2F%2Fwww.bmwi.de%2FRedaktion%2FDE%2FDownloads%2FA%2Favv-eneff.pdf%3F__blob%3DpublicationFile%26v%3D8&amp;amp;usg=AOvVaw3A429h5ZVS_RLmmduracuj Leitfaden zu Beschaffung energieeffizienter Produkte und Dienstleistungen] &lt;br /&gt;
* [https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Publikationen/Wirtschaft/koinno-innovative-oeffentliche-beschaffung.html Leitfaden innovative öffentliche Beschaffung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leistungsbeschreibungen und Ausschreibungen&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* [https://beschaffung.fnr.de/service/arbeits-und-formulierungshilfen/bedarfsbeschreibung-fuer-ein-buerogebaeude-beispiel/  Bedarfsbeschreibung für ein Bürogebäude]&lt;br /&gt;
* [https://beschaffung.fnr.de/service/arbeits-und-formulierungshilfen/formulierungshilfen-fuer-produkt-ausschreibungen/ Formulierungshilfen für (Produkt-) Ausschreibungen]&lt;br /&gt;
* [https://www.natureplus.org/index.php?id=14 Ausschreibungshilfen von „natureplus“]&lt;br /&gt;
* [https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/umweltfreundliche-beschaffung/empfehlungen-fuer-ihre-ausschreibung Ausschreibungshilfen vom Umweltbundesamt]&lt;br /&gt;
* [https://beschaffung.fnr.de/service/ausschreibungsempfehlungen/ Ausschreibungsempfehlungen von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe]&lt;br /&gt;
* [https://www.das-nachwachsende-buero.de/service/die-broschuere/ Broschüre: das nachwachsende Büro]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schulungsskripte „Umweltfreundliche Beschaffung“ vom Umweltbundesamt (UBA)&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Das UBA hat 2010 erstmalig Schulungsskripte veröffentlicht, die einen praxisnahen Einblick in die umweltfreundliche Beschaffung in 6 Themenbereiche gegliedert anbieten. Die aktuellen und überarbeiten Versionen gibt es seit 2019. Schulungsskripte &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.umweltbundesamt.de/themen/schulungsskripte-fuer-umweltfreundliche-beschaffung&amp;lt;/ref&amp;gt;: &lt;br /&gt;
# Grundlagen der umweltfreundlichen Beschaffung &lt;br /&gt;
# Rechtliche Grundlagen der umweltfreundlichen Beschaffung &lt;br /&gt;
# Einführung in die Verwendung von Produktkriterien aus Umweltzeichen &lt;br /&gt;
# Strategische Marktbeobachtung und -analyse &lt;br /&gt;
# Einführung in die Berechnung von Lebenszykluskosten und deren Nutzung im Beschaffungsprozess&lt;br /&gt;
# Hemmnisanalyse für eine umweltfreundliche Beschaffung mittels Selbstevaluations-Tool&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Berechnung der Lebenszykluskosten – Tool-Picker&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.koinno-bmwi.de/informationen/toolbox/detail/lebenszyklus-tool-picker-1/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit dem [https://www.koinno-bmwi.de/informationen/toolbox/detail/lebenszyklus-tool-picker-1/ Lebenszykluskosten-Tool-Picker] vom Kompetenzzentrum für innovative Beschaffung (KOINNO) steht auch Hochschulen ein Instrument zur Verfügung, das bei der Berechnung von Lebenszykluskosten von Produkten Unterstützung leisten kann. Den Anwender*innen stehen dabei warengruppenspezifische und bedarfsgerechte Möglichkeiten zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umweltzeichen, -siegel und Label:&lt;br /&gt;
* https://label-online.de/ - gibt einen Überblick über eine Vielzahl an Siegeln und Labeln, was sie bedeuten und welche Qualität sie auszeichnen&lt;br /&gt;
* https://www.siegelklarheit.de - unterstützt beim nachhaltigen Einkauf und analysiert die Bereiche Wasser, Boden, Energie, Klima, Chemikalien, Abfall, Luftverschmutzung, Biodiversität, Ökosysteme, Umweltmanagement, Materialeinsatz und Qualität&lt;br /&gt;
* https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/umweltfreundliche-beschaffung/datenbank-umweltkriterien - Das Umweltbundesamt hat u.a. für die Bereiche Bauwesen, Bürogeräte, Büroverbrauchsmaterialien, Fahrzeuge, Gebäude, Lebensmittel und Catering, Möbel, Rechenzentren, Reinigung/Hygiene, Textilien, Entsorgung, Strom- und Wärmeversorgung sowie für &amp;quot;Weiße Ware&amp;quot; Umweltzeichen zusammengestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(20.7.2017 I 2808). Kreislaufwirtschaftsgesetz – KrWG. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(18.7.2017 I 2745). Vergabeverordnung – VgV. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.gesetze-im-internet.de/vgv_2016/__67.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium des Inneren – Beschaffungsamt – Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung. (2018). Portal für nachhaltige Beschaffung, Produktgruppen. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.nachhaltige-beschaffung.info/DE/Produktgruppen/produktgruppen_node.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium für Arbeit und Soziales. (2011). Die DIN ISO 26000 „Leitfaden zur gesellschaftlichen Verantwortung von Organisationen“ – Ein Überblick –. Abgerufen am 04. Mai 2018 von https://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Publikationen/a395-csr-din-26000.pdf?__blob=publicationFile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Europäische Kommission. (2011). Grünbuch über die Modernisierung der europäischen Politik im Bereich des öffentlichen Auftragswesens. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:52011DC0015&amp;amp;from=DE&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (Hrsg.). (2017). Nachwachsende Rohstoffe im Einkauf, Themenheft III: Büro – Einrichtung, Material, Gestaltung. Abgerufen am 04. Mai 2018 von https://www.fnr.de/fileadmin/beschaffung/pdf/Themenheft_Buero_web__V05.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft (Hrsg.). (2016). fact sheet Nachhaltige Beschaffung in der Nutzungsphase. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.nachhaltig-forschen.de/fileadmin/user_upload/factsheets/LeNa_FactSheet_Nachhaltige_Beschaffung_Nutzung_fin.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umweltbundesamt (Hrsg.). (2016). Rechtliche Grundlagen der umweltfreundlichen öffentlichen Beschaffung / Schulungsskript 2. Abgerufen am 07. 06 2018 von https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/377/publikationen/170123_uba_ratgeber_schulungsskript2_bf_0.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umweltbundesamt (Hrsg.). (2016). Umweltfreundliche Beschaffung, Schulungsskript 1. Abgerufen am 04. Mai 2018 von https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/377/publikationen/170127_uba_ratgeber_schulungsskript1_bf.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Abfallmanagement&amp;diff=5108</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Abfallmanagement</title>
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		<updated>2020-10-08T08:54:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: /* Good Practice */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Betroffener Personenkreis ==&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag richtet sich an alle Hochschulangehörigen gleichermaßen, denn jede und jeder kann zur Abfallvermeidung, zum Recycling und damit zur Minderung der Entsorgungsleistung einen Beitrag leisten. Von besonderer Bedeutung bei der nachhaltigen Entsorgung ist der Personenkreis „Abfallbeauftragte“ (häufig in Personalunion mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit (FaSi)).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz ==&lt;br /&gt;
Abfälle sind alle Stoffe oder Gegenstände, derer sich ein Besitzer entledigt, entledigen will oder muss.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 3 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie können nach der Art und der Einstufung ihrer Gefährlichkeit bezeichnet und unterschieden werden.&amp;lt;ref&amp;gt;AVV § 1&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Abfallverzeichnisverordnung (AVV) gibt dazu branchen- bzw. gruppendefinierte zwei-, vier- und sechsstellige Abfallschlüssel mit Abfallbezeichnung an. Hochschulen als Entsorger müssen einer gesetzlichen Registerpflicht über Menge, Art, Ursprung, Sammlungshäufigkeit, Beförderungs- und Verwertungs- oder Beseitigungsart des Abfalls nachkommen.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 49 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Für gefährliche Abfälle, etwa aus Chemielaboratorien, besteht zudem eine Nachweispflicht vor Beginn der Entsorgung und über deren Durchführung sowie ggf. über den Verbleib entsorgter Abfälle.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 50 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Abfallverursacher*in und Entsorger*in müssen Hochschulen und ihre Angehörigen nach dem Vorsorge und Nachhaltigkeitsprinzip und den rechtlichen Vorgaben des § 6 (1); (2) KrWG einen maßgeblichen Beitrag leisten, Abfälle zu vermeiden, zur Wiederverwendung vorzubereiten sowie zu recyceln. Sollten diese Maßnahmen nicht greifen, ist eine energetische Verwertung sicher zu stellen. Grundsätzlich sollen jeweils die Maßnahmen innerhalb der Rangfolge Vorrang haben, die den Schutz von Mensch und Umwelt am besten gewährleisten. Mit dem Vermeidungsgrundsatz geht die Verpflichtung einher, Erzeugnisse zu beschaffen, die&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 45 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=* langlebig, reparaturfreundlich, wiederverwendbar oder verwertbar sind,&lt;br /&gt;
* im Vergleich zu anderen Erzeugnissen zu weniger oder schadstoffärmeren Abfällen führen und&lt;br /&gt;
* durch Vorbereitung zur Wiederverwendung oder Recycling hergestellt wurden.&amp;lt;/big&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Neben dem Kreislaufwirtschaftsgesetz ist für den Bereich der nicht gefährlichen Abfälle die Gewerbeabfallverordnung relevant, die den Umgang mit gewerblichen Siedlungsabfällen sowie Bau- und Abbruchabfällen regelt. Ziel der Gewerbeabfallverordnung ist die Stärkung der Abfallhierarchie. Diese wird durch den Vorrang der stofflichen gegenüber der energetischen Verwertung von Abfällen und der Einschränkung der gemischten Erfassung verankert. Durch die Umsetzung der Trennpflicht nach Gewerbeabfallverordnung für Papier/Kartonagen, Kunststoffe, Glas, Metalle, Holz, Alttextilien und Bioabfällen können auch Hochschulen einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ist es unerlässlich, dass der mit dem Abfallmanagement betroffene Personenkreis einer Hochschule mit dem Bereich „Beschaffung“ vernetzt wird und interagiert. Denn alles was beschafft wird muss nach einer Nutzungsphase, meist stofflich oder energetisch modifiziert, auch entsorgt werden. Indirekt tragen Hochschulen dadurch nicht nur zur Abfallvermeidung bei, sondern ebenso zur Einsparung von Wasser, Energie und Rohstoffen, die andererseits in die Produktions- und Lieferketten geflossen wären. Durch die Abfallvermeidung und -reduktion profitieren Hochschulen bzw. die mit der Abfallentsorgung betrauten länderspezifischen Behörden von der Minimierung ihrer Entsorgungsaufwendungen und -kosten (z.B. durch Register- und Nachweispflicht und Transport).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschulen leisten durch geringe Abfallaufkommen zudem einen gesamtgesellschaftlichen Beitrag zur Verringerung der Luft- und Abwasseremissionen bei den Entsorgungsprozessen. Eine nachhaltige Entsorgung an Hochschulen steht demzufolge im Zusammenhang mit dem Schutz von Mensch und Umwelt, mit einer Lebenszyklusbetrachtung von Stoffen und Gegenständen die zu Abfall werden können, sowie mit ressourcenschonenden und emissionsarmen Herstellungs- und Entsorgungsverfahren von der primären bis zur sekundären Rohstoffgewinnung aus Abfall.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 6 (1), (2)&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachhaltigkeit in der Entsorgung an Hochschulen meint – über die Rechtskonformität hinaus – generell die Minimierung vom Stoff- und Energieeinsatz, sodass nach einer möglichst langen Nutzungsphase so wenig wie möglich Abfälle anfallen bzw. eingesetzte Energie „weggeworfen“ wird. Nachhaltige Entsorgung an Hochschulen fördert zudem die Kreislaufwirtschaft, um Abfälle als neue Ressource (Sekundärstoff) für Produkte und Energie zu betrachten und zu nutzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Lexikon der Nachhaltigkeit (2018)&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Umgang mit gefährlichen Abfällen schützt eine nachhaltiges Abfallmanagement Personal und Studierende durch aktive Risikoerkennung und -minimierung und betreibt dadurch Gesundheits- und Entsorgungsprävention.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Für ein nachhaltiges Abfallmanagement können sich Hochschulen bspw. folgende Ziele setzen und diese in spezifischen Richtlinien zum Abfallmanagement niederlegen:&lt;br /&gt;
* Rechtskonformität,&lt;br /&gt;
* Nutzungsoptimierung (z. B. von Chemikalien und Verbrauchsmaterialien),&lt;br /&gt;
* Vermeidung, Trennung/Recycling von Abfällen und Einsparung von Entsorgungsaufwendungen,&lt;br /&gt;
* Einsatz und Beschaffung von langlebigen und reparaturfreundlichen Produkten und damit verbundenen langen Nutzungszeiten anstelle von häufigen Neuanschaffungen in kurzen Zeitintervallen.&lt;br /&gt;
* Einsatz, Nutzung von Abfallstoffen als Sekundärstoffe (Kreislaufwirtschaft) – nur indirekt beeinflussbar&lt;br /&gt;
* transparente rechtskonforme Entsorgungsprozesse/-dienstleistungen als Grundlage für gesundheitspräventiven Umgang mit Abfällen und gefährlichen Abfällen, wie ätzende Chemikalien,&lt;br /&gt;
* (Stoff-) Substitutionsprüfung und Rückkopplung mit „Beschaffung“,&lt;br /&gt;
* zyklische Bewertung der Funktionalität des Abfallmanagements (z. B. im Rahmen von UMS-Audits)&lt;br /&gt;
* eindeutige Festlegung von Zuständigkeiten in Entsorgungslogistik,&lt;br /&gt;
* Risikoerkennung/-minimierung (z. B. Gefährdungsbeurteilungen, Betriebsanweisungen),&lt;br /&gt;
* formale und non-formale Bildung, Bewusstseinsschaffung und -schärfung betroffener Personen,&lt;br /&gt;
* Vorbild- und Multiplikatorenwirkung und&lt;br /&gt;
* Nachhaltigkeitsberichterstattung zum Abfallmanagement.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* strenge rechtliche Forderungen (Arbeitsschutz, Kreislaufwirtschaft) können individuelles Hochschul-Engagement begrenzen („ist doch schon alles geregelt“)&lt;br /&gt;
* teilweise begrenzte Einflussmöglichkeiten aufgrund länderspezifischer Regelungen (zentralisierte Entsorgung)&lt;br /&gt;
* Forschungs- und Lehrbetrieb mit hohem Bedarf an Chemikalien und Gefahrstoffen&lt;br /&gt;
* zusätzlicher Ressourcenbedarf zur Optimierung bestehender Entsorgungssysteme in Bezug auf Nachhaltigkeit&lt;br /&gt;
* Akzeptanzprobleme der Handelnden, des betroffenen Personenkreises (Bewusstsein – Wissen – Handeln)&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Identifizierung studiengangsbezogener Ressourcen/Verbrauchsmittel zur Ableitung von Abfall- und Kostenreduzierungspotenzialen (MINT vs. Geisteswissenschaften)&lt;br /&gt;
* Identifizierung von Vermeidungs- und Einsparpotenzialen (z. B. Büromaterial)&lt;br /&gt;
* Optimierung des Chemikalien- und Gefahrstoffmanagements&lt;br /&gt;
* Kommunikation, Sensibilisierung und Zusammenarbeit mit allen Hochschulbereichen und Personen, insbesondere der „Beschaffung“&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste nachhaltiges Abfallmanagement ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;Checkliste einfügen!&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
===„RUN – ReUse Notebook“ und „Handy-Sammel-Aktion“&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill.&amp;lt;/ref&amp;gt;===&lt;br /&gt;
Ist Ihr Mobile-/Smartphone schon wieder veraltet oder das Notebook schon wieder zu langsam oder defekt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn bei den Angehörigen der Hochschule Zittau/Görlitz ein neues Handy, Mobile-/Smartphone oder Notebook angeschafft werden muss, sind die Beschäftigten und Studierenden dazu aufgerufen, ihre alte Technik an den zentralen Sammelpunkten in den Hochschulbibliotheken Zittau und Görlitz abzugeben. Mit dieser Technikspende wird die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Zittau/Görlitz und der SAPOS gGmbH unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Technikspende unterstützt aber vor allem das Recycling, die Wiederverwertung und -verwendung von Handys, Mobile-/Smartphones und Notebooks, bzw. von wertvollen Bestandteilen wie Edelmetalle und Seltene Erden. Außerdem wird die SAPOS gGmbH direkt unterstützt bei der Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen. Diesen wird durch das Zerlegen der Geräte oder durch Kleinreparaturen eine wichtige Aufgabe und ein eigenverantwortliches Leben in der Gesellschaft ermöglicht. [http://reuse-notebook.com/static/de/startseite/index.html?L=1 Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===„Terracycle – Stifte-Recycling“&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill.&amp;lt;/ref&amp;gt;===&lt;br /&gt;
Kugelschreiber und andere Schreibgeräte gibt es an den Hochschulen überall in hoher Anzahl. Genauso schnell wie man so einen Schreibutensil in der Hand hat, wird es wohl auch wieder weggeworfen. Nicht so an der Hochschule Zittau/Görlitz, die über das „Terracycle“ Stifte-Recycling-Programm Kulis &amp;amp; Co. sammelt und recycelt. Der Gewinn daraus unterstützt die Nichtregierungsorganisation (NGO) [http://www.dapaviva.org „DapaViva“] aus Kolumbien. Diese fördert Umweltbildung der lokalen Bevölkerung des Nebelwaldes, um ihn vor der Urbanisierung zu bewahren. Die Sammelstationen befinden sich in mehreren Gebäuden an zentralen Ort sowie in der Hochschulbibliothek. Zudem wurde mit dem Programm die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Zittau und eine Sammelstation im Zittauer Einwohnermeldeamt realisiert. [https://www.terracycle.com/de-DE/about-terracycle?utm_campaign=admittance&amp;amp;utm_medium=menu&amp;amp;utm_source=www.terracycle.com Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===&amp;quot;Reduzierung von Ethidiumbromid-haltigen Abfällen mittels Absorption von Ethidiumbromid aus Flüssigkeiten mit Absorber-Beuteln an der LMU München&amp;quot;===&lt;br /&gt;
An forschungsstarken Hochschulen mit Laborbetrieb, wie es auch an der LMU der Fall ist, werden viele gefährliche Abfälle erzeugt, insbesondere viele unterschiedliche Abfallgemische. Im Umgang damit sind Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, die Entsorgung ist kostenintensiv. So wird Ethidiumbromid (EtBr) in der Molekularbiologie zum Anfärben von Nukleinsäuren bei der Gelelektrophorese verwendet. Ethidiumbromid (3,8-Diamino-5-ethyl-6-phenylphenanthridiniumbromid) ist ein organischer Farbstoff, der aufgrund seiner planaren Struktur leicht in die DNA interkalieren kann, EtBr ist ein starkes Mutagen und toxisch. Nach Gebrauch müssen die Lösungen fachgerecht als gefährlicher Abfall entsorgt werden und dürfen keineswegs in die Umwelt gelangen. Die von vielen Herstellern angebotenen Ethidiumbromid-Ersatzstoffe sind laut den Sicherheitsdatenblättern „noch nicht vollständig geprüfte Stoffe“. Da auch diese Stoffe mit der DNA interagieren, sind hinsichtlich der krebserzeugenden, erbgutverändernden oder fortpflanzungsgefährdenden Wirkungen ähnliche Eigenschaften wie bei Ethidiumbromid zu vermuten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ziel der LMU ist es, die zunehmende Menge von gefährlichen Abfällen zu reduzieren. Decon-Bags stellen eine einfache Methode dar, um Ethidiumbromid aus Lösungen zu entfernen. Die Methode ist zuverlässige, sehr einfach anzuwenden, effizient und geeignet für Ethidiumbromid, Propidiumiodid, PicoGreen® und SYBR® Green. Hierzu werden Absorber-Beutel mit der Ethidiumbromidfärbelösung 24 h gerührt. Der Inhalt der Beutel besteht aus einer speziellen Aktivkohle, die effektiv und sicher Ethidiumbromid adsorbiert. Ein Beutel kann 2,5 mg Ethidiumbromid aufnehmen. Mit einem Beutel können 5 Liter einer typischen Färbelösung nach Sambrook et. al mit einer Ethidiumbromidkonzentration von 0,5 mg/l dekontaminiert werden. Die dekontaminierte Lösung kann als Abwasser entsorgt werden, die benutzten Beutel können als verunreinigte Betriebsmittel bzw. mit gefährlichen Stoffen verunreinigte Aufsaug- und Filtermaterialien (Beispiel AVV-Abfallschlüsselnummer 150202*) entsorgt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn die Behandlung einer derartigen Menge zu aufwändig wäre: Bei 1 Tonne möglichem Ethidiumbromid-haltigem Abfall fallen durch die benutzten Absorber-Beutel nur maximal 2 kg gefährlicher Abfall an. Die LMU spart dabei 85% der Kosten bezogen auf eine 1 Gewichtstonne. Die größte Kostenposition ist da die Beschaffung der Absorber-Beutel. Zudem wird eine größere Menge flüssige gefährliche Abfälle, die mit hohem Energieaufwand entsorgt werden müssen, eine geringe Menge fester gefährlicher Abfälle mit Aktivkohle, die mit deutlich geringerem energetischem Aufwand entsorgt werden können. Hierbei werden also sowohl Kosten gespart, als auch die Umwelt entlastet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links == &lt;br /&gt;
* Handys für Hummel, Biene und Co. [https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/aktionen-und-projekte/alte-handys-fuer-die-havel/index.html NABU Handy-Recycling]&lt;br /&gt;
* Kostenlose Abgabe von Brillen an Sehhilfebedürftige in der ganzen Welt [https://brillenweltweit.de/#brillenspenden BrillenWeltweit]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(17.7.2017 I 2644). Abfallverzeichnisverordnung – AVV. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(20.7.2017 I 2808). Kreislaufwirtschaftsgesetz – KrWG. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von https://www.hszg.de/hochschule/struktur-und-organisation/managementsysteme/umweltmanagement/nachhaltiger-campus-good-practice.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lexikon der Nachhaltigkeit (2018). Nachhaltigkeit in der Abfallentsorgung. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von https://www.nachhaltigkeit.info/artikel/nachhaltigkeit_bei_der_abfallentsorgung_1795.htm?sid=qdoap21h0pg877osnn67edt0o0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Abfallmanagement&amp;diff=5106</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Abfallmanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Abfallmanagement&amp;diff=5106"/>
		<updated>2020-10-08T08:52:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: /* Good Practice */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Betroffener Personenkreis ==&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag richtet sich an alle Hochschulangehörigen gleichermaßen, denn jede und jeder kann zur Abfallvermeidung, zum Recycling und damit zur Minderung der Entsorgungsleistung einen Beitrag leisten. Von besonderer Bedeutung bei der nachhaltigen Entsorgung ist der Personenkreis „Abfallbeauftragte“ (häufig in Personalunion mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit (FaSi)).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz ==&lt;br /&gt;
Abfälle sind alle Stoffe oder Gegenstände, derer sich ein Besitzer entledigt, entledigen will oder muss.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 3 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie können nach der Art und der Einstufung ihrer Gefährlichkeit bezeichnet und unterschieden werden.&amp;lt;ref&amp;gt;AVV § 1&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Abfallverzeichnisverordnung (AVV) gibt dazu branchen- bzw. gruppendefinierte zwei-, vier- und sechsstellige Abfallschlüssel mit Abfallbezeichnung an. Hochschulen als Entsorger müssen einer gesetzlichen Registerpflicht über Menge, Art, Ursprung, Sammlungshäufigkeit, Beförderungs- und Verwertungs- oder Beseitigungsart des Abfalls nachkommen.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 49 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Für gefährliche Abfälle, etwa aus Chemielaboratorien, besteht zudem eine Nachweispflicht vor Beginn der Entsorgung und über deren Durchführung sowie ggf. über den Verbleib entsorgter Abfälle.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 50 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Abfallverursacher*in und Entsorger*in müssen Hochschulen und ihre Angehörigen nach dem Vorsorge und Nachhaltigkeitsprinzip und den rechtlichen Vorgaben des § 6 (1); (2) KrWG einen maßgeblichen Beitrag leisten, Abfälle zu vermeiden, zur Wiederverwendung vorzubereiten sowie zu recyceln. Sollten diese Maßnahmen nicht greifen, ist eine energetische Verwertung sicher zu stellen. Grundsätzlich sollen jeweils die Maßnahmen innerhalb der Rangfolge Vorrang haben, die den Schutz von Mensch und Umwelt am besten gewährleisten. Mit dem Vermeidungsgrundsatz geht die Verpflichtung einher, Erzeugnisse zu beschaffen, die&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 45 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=* langlebig, reparaturfreundlich, wiederverwendbar oder verwertbar sind,&lt;br /&gt;
* im Vergleich zu anderen Erzeugnissen zu weniger oder schadstoffärmeren Abfällen führen und&lt;br /&gt;
* durch Vorbereitung zur Wiederverwendung oder Recycling hergestellt wurden.&amp;lt;/big&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Neben dem Kreislaufwirtschaftsgesetz ist für den Bereich der nicht gefährlichen Abfälle die Gewerbeabfallverordnung relevant, die den Umgang mit gewerblichen Siedlungsabfällen sowie Bau- und Abbruchabfällen regelt. Ziel der Gewerbeabfallverordnung ist die Stärkung der Abfallhierarchie. Diese wird durch den Vorrang der stofflichen gegenüber der energetischen Verwertung von Abfällen und der Einschränkung der gemischten Erfassung verankert. Durch die Umsetzung der Trennpflicht nach Gewerbeabfallverordnung für Papier/Kartonagen, Kunststoffe, Glas, Metalle, Holz, Alttextilien und Bioabfällen können auch Hochschulen einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ist es unerlässlich, dass der mit dem Abfallmanagement betroffene Personenkreis einer Hochschule mit dem Bereich „Beschaffung“ vernetzt wird und interagiert. Denn alles was beschafft wird muss nach einer Nutzungsphase, meist stofflich oder energetisch modifiziert, auch entsorgt werden. Indirekt tragen Hochschulen dadurch nicht nur zur Abfallvermeidung bei, sondern ebenso zur Einsparung von Wasser, Energie und Rohstoffen, die andererseits in die Produktions- und Lieferketten geflossen wären. Durch die Abfallvermeidung und -reduktion profitieren Hochschulen bzw. die mit der Abfallentsorgung betrauten länderspezifischen Behörden von der Minimierung ihrer Entsorgungsaufwendungen und -kosten (z.B. durch Register- und Nachweispflicht und Transport).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschulen leisten durch geringe Abfallaufkommen zudem einen gesamtgesellschaftlichen Beitrag zur Verringerung der Luft- und Abwasseremissionen bei den Entsorgungsprozessen. Eine nachhaltige Entsorgung an Hochschulen steht demzufolge im Zusammenhang mit dem Schutz von Mensch und Umwelt, mit einer Lebenszyklusbetrachtung von Stoffen und Gegenständen die zu Abfall werden können, sowie mit ressourcenschonenden und emissionsarmen Herstellungs- und Entsorgungsverfahren von der primären bis zur sekundären Rohstoffgewinnung aus Abfall.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 6 (1), (2)&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachhaltigkeit in der Entsorgung an Hochschulen meint – über die Rechtskonformität hinaus – generell die Minimierung vom Stoff- und Energieeinsatz, sodass nach einer möglichst langen Nutzungsphase so wenig wie möglich Abfälle anfallen bzw. eingesetzte Energie „weggeworfen“ wird. Nachhaltige Entsorgung an Hochschulen fördert zudem die Kreislaufwirtschaft, um Abfälle als neue Ressource (Sekundärstoff) für Produkte und Energie zu betrachten und zu nutzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Lexikon der Nachhaltigkeit (2018)&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Umgang mit gefährlichen Abfällen schützt eine nachhaltiges Abfallmanagement Personal und Studierende durch aktive Risikoerkennung und -minimierung und betreibt dadurch Gesundheits- und Entsorgungsprävention.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Für ein nachhaltiges Abfallmanagement können sich Hochschulen bspw. folgende Ziele setzen und diese in spezifischen Richtlinien zum Abfallmanagement niederlegen:&lt;br /&gt;
* Rechtskonformität,&lt;br /&gt;
* Nutzungsoptimierung (z. B. von Chemikalien und Verbrauchsmaterialien),&lt;br /&gt;
* Vermeidung, Trennung/Recycling von Abfällen und Einsparung von Entsorgungsaufwendungen,&lt;br /&gt;
* Einsatz und Beschaffung von langlebigen und reparaturfreundlichen Produkten und damit verbundenen langen Nutzungszeiten anstelle von häufigen Neuanschaffungen in kurzen Zeitintervallen.&lt;br /&gt;
* Einsatz, Nutzung von Abfallstoffen als Sekundärstoffe (Kreislaufwirtschaft) – nur indirekt beeinflussbar&lt;br /&gt;
* transparente rechtskonforme Entsorgungsprozesse/-dienstleistungen als Grundlage für gesundheitspräventiven Umgang mit Abfällen und gefährlichen Abfällen, wie ätzende Chemikalien,&lt;br /&gt;
* (Stoff-) Substitutionsprüfung und Rückkopplung mit „Beschaffung“,&lt;br /&gt;
* zyklische Bewertung der Funktionalität des Abfallmanagements (z. B. im Rahmen von UMS-Audits)&lt;br /&gt;
* eindeutige Festlegung von Zuständigkeiten in Entsorgungslogistik,&lt;br /&gt;
* Risikoerkennung/-minimierung (z. B. Gefährdungsbeurteilungen, Betriebsanweisungen),&lt;br /&gt;
* formale und non-formale Bildung, Bewusstseinsschaffung und -schärfung betroffener Personen,&lt;br /&gt;
* Vorbild- und Multiplikatorenwirkung und&lt;br /&gt;
* Nachhaltigkeitsberichterstattung zum Abfallmanagement.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* strenge rechtliche Forderungen (Arbeitsschutz, Kreislaufwirtschaft) können individuelles Hochschul-Engagement begrenzen („ist doch schon alles geregelt“)&lt;br /&gt;
* teilweise begrenzte Einflussmöglichkeiten aufgrund länderspezifischer Regelungen (zentralisierte Entsorgung)&lt;br /&gt;
* Forschungs- und Lehrbetrieb mit hohem Bedarf an Chemikalien und Gefahrstoffen&lt;br /&gt;
* zusätzlicher Ressourcenbedarf zur Optimierung bestehender Entsorgungssysteme in Bezug auf Nachhaltigkeit&lt;br /&gt;
* Akzeptanzprobleme der Handelnden, des betroffenen Personenkreises (Bewusstsein – Wissen – Handeln)&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Identifizierung studiengangsbezogener Ressourcen/Verbrauchsmittel zur Ableitung von Abfall- und Kostenreduzierungspotenzialen (MINT vs. Geisteswissenschaften)&lt;br /&gt;
* Identifizierung von Vermeidungs- und Einsparpotenzialen (z. B. Büromaterial)&lt;br /&gt;
* Optimierung des Chemikalien- und Gefahrstoffmanagements&lt;br /&gt;
* Kommunikation, Sensibilisierung und Zusammenarbeit mit allen Hochschulbereichen und Personen, insbesondere der „Beschaffung“&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste nachhaltiges Abfallmanagement ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;Checkliste einfügen!&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
=== &#039;&#039;&#039;„RUN – ReUse Notebook“ und „Handy-Sammel-Aktion“&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill.&amp;lt;/ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
Ist Ihr Mobile-/Smartphone schon wieder veraltet oder das Notebook schon wieder zu langsam oder defekt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn bei den Angehörigen der Hochschule Zittau/Görlitz ein neues Handy, Mobile-/Smartphone oder Notebook angeschafft werden muss, sind die Beschäftigten und Studierenden dazu aufgerufen, ihre alte Technik an den zentralen Sammelpunkten in den Hochschulbibliotheken Zittau und Görlitz abzugeben. Mit dieser Technikspende wird die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Zittau/Görlitz und der SAPOS gGmbH unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Technikspende unterstützt aber vor allem das Recycling, die Wiederverwertung und -verwendung von Handys, Mobile-/Smartphones und Notebooks, bzw. von wertvollen Bestandteilen wie Edelmetalle und Seltene Erden. Außerdem wird die SAPOS gGmbH direkt unterstützt bei der Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen. Diesen wird durch das Zerlegen der Geräte oder durch Kleinreparaturen eine wichtige Aufgabe und ein eigenverantwortliches Leben in der Gesellschaft ermöglicht. [http://reuse-notebook.com/static/de/startseite/index.html?L=1 Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &#039;&#039;&#039;„Terracycle – Stifte-Recycling“&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill.&amp;lt;/ref&amp;gt;&#039;&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
Kugelschreiber und andere Schreibgeräte gibt es an den Hochschulen überall in hoher Anzahl. Genauso schnell wie man so einen Schreibutensil in der Hand hat, wird es wohl auch wieder weggeworfen. Nicht so an der Hochschule Zittau/Görlitz, die über das „Terracycle“ Stifte-Recycling-Programm Kulis &amp;amp; Co. sammelt und recycelt. Der Gewinn daraus unterstützt die Nichtregierungsorganisation (NGO) [http://www.dapaviva.org „DapaViva“] aus Kolumbien. Diese fördert Umweltbildung der lokalen Bevölkerung des Nebelwaldes, um ihn vor der Urbanisierung zu bewahren. Die Sammelstationen befinden sich in mehreren Gebäuden an zentralen Ort sowie in der Hochschulbibliothek. Zudem wurde mit dem Programm die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Zittau und eine Sammelstation im Zittauer Einwohnermeldeamt realisiert. [https://www.terracycle.com/de-DE/about-terracycle?utm_campaign=admittance&amp;amp;utm_medium=menu&amp;amp;utm_source=www.terracycle.com Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Reduzierung von Ethidiumbromid-haltigen Abfällen mittels Absorption von Ethidiumbromid aus Flüssigkeiten mit Absorber-Beuteln an der LMU München&amp;quot;&#039;&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
An forschungsstarken Hochschulen mit Laborbetrieb, wie es auch an der LMU der Fall ist, werden viele gefährliche Abfälle erzeugt, insbesondere viele unterschiedliche Abfallgemische. Im Umgang damit sind Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, die Entsorgung ist kostenintensiv. So wird Ethidiumbromid (EtBr) in der Molekularbiologie zum Anfärben von Nukleinsäuren bei der Gelelektrophorese verwendet. Ethidiumbromid (3,8-Diamino-5-ethyl-6-phenylphenanthridiniumbromid) ist ein organischer Farbstoff, der aufgrund seiner planaren Struktur leicht in die DNA interkalieren kann, EtBr ist ein starkes Mutagen und toxisch. Nach Gebrauch müssen die Lösungen fachgerecht als gefährlicher Abfall entsorgt werden und dürfen keineswegs in die Umwelt gelangen. Die von vielen Herstellern angebotenen Ethidiumbromid-Ersatzstoffe sind laut den Sicherheitsdatenblättern „noch nicht vollständig geprüfte Stoffe“. Da auch diese Stoffe mit der DNA interagieren, sind hinsichtlich der krebserzeugenden, erbgutverändernden oder fortpflanzungsgefährdenden Wirkungen ähnliche Eigenschaften wie bei Ethidiumbromid zu vermuten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ziel der LMU ist es, die zunehmende Menge von gefährlichen Abfällen zu reduzieren. Decon-Bags stellen eine einfache Methode dar, um Ethidiumbromid aus Lösungen zu entfernen. Die Methode ist zuverlässige, sehr einfach anzuwenden, effizient und geeignet für Ethidiumbromid, Propidiumiodid, PicoGreen® und SYBR® Green. Hierzu werden Absorber-Beutel mit der Ethidiumbromidfärbelösung 24 h gerührt. Der Inhalt der Beutel besteht aus einer speziellen Aktivkohle, die effektiv und sicher Ethidiumbromid adsorbiert. Ein Beutel kann 2,5 mg Ethidiumbromid aufnehmen. Mit einem Beutel können 5 Liter einer typischen Färbelösung nach Sambrook et. al mit einer Ethidiumbromidkonzentration von 0,5 mg/l dekontaminiert werden. Die dekontaminierte Lösung kann als Abwasser entsorgt werden, die benutzten Beutel können als verunreinigte Betriebsmittel bzw. mit gefährlichen Stoffen verunreinigte Aufsaug- und Filtermaterialien (Beispiel AVV-Abfallschlüsselnummer 150202*) entsorgt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn die Behandlung einer derartigen Menge zu aufwändig wäre: Bei 1 Tonne möglichem Ethidiumbromid-haltigem Abfall fallen durch die benutzten Absorber-Beutel nur maximal 2 kg gefährlicher Abfall an. Die LMU spart dabei 85% der Kosten bezogen auf eine 1 Gewichtstonne. Die größte Kostenposition ist da die Beschaffung der Absorber-Beutel. Zudem wird eine größere Menge flüssige gefährliche Abfälle, die mit hohem Energieaufwand entsorgt werden müssen, eine geringe Menge fester gefährlicher Abfälle mit Aktivkohle, die mit deutlich geringerem energetischem Aufwand entsorgt werden können. Hierbei werden also sowohl Kosten gespart, als auch die Umwelt entlastet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links == &lt;br /&gt;
* Handys für Hummel, Biene und Co. [https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/aktionen-und-projekte/alte-handys-fuer-die-havel/index.html NABU Handy-Recycling]&lt;br /&gt;
* Kostenlose Abgabe von Brillen an Sehhilfebedürftige in der ganzen Welt [https://brillenweltweit.de/#brillenspenden BrillenWeltweit]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(17.7.2017 I 2644). Abfallverzeichnisverordnung – AVV. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(20.7.2017 I 2808). Kreislaufwirtschaftsgesetz – KrWG. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von https://www.hszg.de/hochschule/struktur-und-organisation/managementsysteme/umweltmanagement/nachhaltiger-campus-good-practice.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lexikon der Nachhaltigkeit (2018). Nachhaltigkeit in der Abfallentsorgung. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von https://www.nachhaltigkeit.info/artikel/nachhaltigkeit_bei_der_abfallentsorgung_1795.htm?sid=qdoap21h0pg877osnn67edt0o0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Abfallmanagement&amp;diff=5104</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Abfallmanagement</title>
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		<updated>2020-10-08T08:49:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: /* Good Practice */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Betroffener Personenkreis ==&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag richtet sich an alle Hochschulangehörigen gleichermaßen, denn jede und jeder kann zur Abfallvermeidung, zum Recycling und damit zur Minderung der Entsorgungsleistung einen Beitrag leisten. Von besonderer Bedeutung bei der nachhaltigen Entsorgung ist der Personenkreis „Abfallbeauftragte“ (häufig in Personalunion mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit (FaSi)).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz ==&lt;br /&gt;
Abfälle sind alle Stoffe oder Gegenstände, derer sich ein Besitzer entledigt, entledigen will oder muss.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 3 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie können nach der Art und der Einstufung ihrer Gefährlichkeit bezeichnet und unterschieden werden.&amp;lt;ref&amp;gt;AVV § 1&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Abfallverzeichnisverordnung (AVV) gibt dazu branchen- bzw. gruppendefinierte zwei-, vier- und sechsstellige Abfallschlüssel mit Abfallbezeichnung an. Hochschulen als Entsorger müssen einer gesetzlichen Registerpflicht über Menge, Art, Ursprung, Sammlungshäufigkeit, Beförderungs- und Verwertungs- oder Beseitigungsart des Abfalls nachkommen.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 49 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Für gefährliche Abfälle, etwa aus Chemielaboratorien, besteht zudem eine Nachweispflicht vor Beginn der Entsorgung und über deren Durchführung sowie ggf. über den Verbleib entsorgter Abfälle.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 50 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Abfallverursacher*in und Entsorger*in müssen Hochschulen und ihre Angehörigen nach dem Vorsorge und Nachhaltigkeitsprinzip und den rechtlichen Vorgaben des § 6 (1); (2) KrWG einen maßgeblichen Beitrag leisten, Abfälle zu vermeiden, zur Wiederverwendung vorzubereiten sowie zu recyceln. Sollten diese Maßnahmen nicht greifen, ist eine energetische Verwertung sicher zu stellen. Grundsätzlich sollen jeweils die Maßnahmen innerhalb der Rangfolge Vorrang haben, die den Schutz von Mensch und Umwelt am besten gewährleisten. Mit dem Vermeidungsgrundsatz geht die Verpflichtung einher, Erzeugnisse zu beschaffen, die&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 45 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=* langlebig, reparaturfreundlich, wiederverwendbar oder verwertbar sind,&lt;br /&gt;
* im Vergleich zu anderen Erzeugnissen zu weniger oder schadstoffärmeren Abfällen führen und&lt;br /&gt;
* durch Vorbereitung zur Wiederverwendung oder Recycling hergestellt wurden.&amp;lt;/big&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Neben dem Kreislaufwirtschaftsgesetz ist für den Bereich der nicht gefährlichen Abfälle die Gewerbeabfallverordnung relevant, die den Umgang mit gewerblichen Siedlungsabfällen sowie Bau- und Abbruchabfällen regelt. Ziel der Gewerbeabfallverordnung ist die Stärkung der Abfallhierarchie. Diese wird durch den Vorrang der stofflichen gegenüber der energetischen Verwertung von Abfällen und der Einschränkung der gemischten Erfassung verankert. Durch die Umsetzung der Trennpflicht nach Gewerbeabfallverordnung für Papier/Kartonagen, Kunststoffe, Glas, Metalle, Holz, Alttextilien und Bioabfällen können auch Hochschulen einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ist es unerlässlich, dass der mit dem Abfallmanagement betroffene Personenkreis einer Hochschule mit dem Bereich „Beschaffung“ vernetzt wird und interagiert. Denn alles was beschafft wird muss nach einer Nutzungsphase, meist stofflich oder energetisch modifiziert, auch entsorgt werden. Indirekt tragen Hochschulen dadurch nicht nur zur Abfallvermeidung bei, sondern ebenso zur Einsparung von Wasser, Energie und Rohstoffen, die andererseits in die Produktions- und Lieferketten geflossen wären. Durch die Abfallvermeidung und -reduktion profitieren Hochschulen bzw. die mit der Abfallentsorgung betrauten länderspezifischen Behörden von der Minimierung ihrer Entsorgungsaufwendungen und -kosten (z.B. durch Register- und Nachweispflicht und Transport).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschulen leisten durch geringe Abfallaufkommen zudem einen gesamtgesellschaftlichen Beitrag zur Verringerung der Luft- und Abwasseremissionen bei den Entsorgungsprozessen. Eine nachhaltige Entsorgung an Hochschulen steht demzufolge im Zusammenhang mit dem Schutz von Mensch und Umwelt, mit einer Lebenszyklusbetrachtung von Stoffen und Gegenständen die zu Abfall werden können, sowie mit ressourcenschonenden und emissionsarmen Herstellungs- und Entsorgungsverfahren von der primären bis zur sekundären Rohstoffgewinnung aus Abfall.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 6 (1), (2)&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachhaltigkeit in der Entsorgung an Hochschulen meint – über die Rechtskonformität hinaus – generell die Minimierung vom Stoff- und Energieeinsatz, sodass nach einer möglichst langen Nutzungsphase so wenig wie möglich Abfälle anfallen bzw. eingesetzte Energie „weggeworfen“ wird. Nachhaltige Entsorgung an Hochschulen fördert zudem die Kreislaufwirtschaft, um Abfälle als neue Ressource (Sekundärstoff) für Produkte und Energie zu betrachten und zu nutzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Lexikon der Nachhaltigkeit (2018)&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Umgang mit gefährlichen Abfällen schützt eine nachhaltiges Abfallmanagement Personal und Studierende durch aktive Risikoerkennung und -minimierung und betreibt dadurch Gesundheits- und Entsorgungsprävention.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Für ein nachhaltiges Abfallmanagement können sich Hochschulen bspw. folgende Ziele setzen und diese in spezifischen Richtlinien zum Abfallmanagement niederlegen:&lt;br /&gt;
* Rechtskonformität,&lt;br /&gt;
* Nutzungsoptimierung (z. B. von Chemikalien und Verbrauchsmaterialien),&lt;br /&gt;
* Vermeidung, Trennung/Recycling von Abfällen und Einsparung von Entsorgungsaufwendungen,&lt;br /&gt;
* Einsatz und Beschaffung von langlebigen und reparaturfreundlichen Produkten und damit verbundenen langen Nutzungszeiten anstelle von häufigen Neuanschaffungen in kurzen Zeitintervallen.&lt;br /&gt;
* Einsatz, Nutzung von Abfallstoffen als Sekundärstoffe (Kreislaufwirtschaft) – nur indirekt beeinflussbar&lt;br /&gt;
* transparente rechtskonforme Entsorgungsprozesse/-dienstleistungen als Grundlage für gesundheitspräventiven Umgang mit Abfällen und gefährlichen Abfällen, wie ätzende Chemikalien,&lt;br /&gt;
* (Stoff-) Substitutionsprüfung und Rückkopplung mit „Beschaffung“,&lt;br /&gt;
* zyklische Bewertung der Funktionalität des Abfallmanagements (z. B. im Rahmen von UMS-Audits)&lt;br /&gt;
* eindeutige Festlegung von Zuständigkeiten in Entsorgungslogistik,&lt;br /&gt;
* Risikoerkennung/-minimierung (z. B. Gefährdungsbeurteilungen, Betriebsanweisungen),&lt;br /&gt;
* formale und non-formale Bildung, Bewusstseinsschaffung und -schärfung betroffener Personen,&lt;br /&gt;
* Vorbild- und Multiplikatorenwirkung und&lt;br /&gt;
* Nachhaltigkeitsberichterstattung zum Abfallmanagement.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* strenge rechtliche Forderungen (Arbeitsschutz, Kreislaufwirtschaft) können individuelles Hochschul-Engagement begrenzen („ist doch schon alles geregelt“)&lt;br /&gt;
* teilweise begrenzte Einflussmöglichkeiten aufgrund länderspezifischer Regelungen (zentralisierte Entsorgung)&lt;br /&gt;
* Forschungs- und Lehrbetrieb mit hohem Bedarf an Chemikalien und Gefahrstoffen&lt;br /&gt;
* zusätzlicher Ressourcenbedarf zur Optimierung bestehender Entsorgungssysteme in Bezug auf Nachhaltigkeit&lt;br /&gt;
* Akzeptanzprobleme der Handelnden, des betroffenen Personenkreises (Bewusstsein – Wissen – Handeln)&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Identifizierung studiengangsbezogener Ressourcen/Verbrauchsmittel zur Ableitung von Abfall- und Kostenreduzierungspotenzialen (MINT vs. Geisteswissenschaften)&lt;br /&gt;
* Identifizierung von Vermeidungs- und Einsparpotenzialen (z. B. Büromaterial)&lt;br /&gt;
* Optimierung des Chemikalien- und Gefahrstoffmanagements&lt;br /&gt;
* Kommunikation, Sensibilisierung und Zusammenarbeit mit allen Hochschulbereichen und Personen, insbesondere der „Beschaffung“&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste nachhaltiges Abfallmanagement ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;Checkliste einfügen!&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
=== &#039;&#039;&#039;„RUN – ReUse Notebook“ und „Handy-Sammel-Aktion“&#039;&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ist Ihr Mobile-/Smartphone schon wieder veraltet oder das Notebook schon wieder zu langsam oder defekt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn bei den Angehörigen der Hochschule Zittau/Görlitz ein neues Handy, Mobile-/Smartphone oder Notebook angeschafft werden muss, sind die Beschäftigten und Studierenden dazu aufgerufen, ihre alte Technik an den zentralen Sammelpunkten in den Hochschulbibliotheken Zittau und Görlitz abzugeben. Mit dieser Technikspende wird die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Zittau/Görlitz und der SAPOS gGmbH unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Technikspende unterstützt aber vor allem das Recycling, die Wiederverwertung und -verwendung von Handys, Mobile-/Smartphones und Notebooks, bzw. von wertvollen Bestandteilen wie Edelmetalle und Seltene Erden. Außerdem wird die SAPOS gGmbH direkt unterstützt bei der Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen. Diesen wird durch das Zerlegen der Geräte oder durch Kleinreparaturen eine wichtige Aufgabe und ein eigenverantwortliches Leben in der Gesellschaft ermöglicht. [http://reuse-notebook.com/static/de/startseite/index.html?L=1 Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &#039;&#039;&#039;„Terracycle – Stifte-Recycling“&#039;&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kugelschreiber und andere Schreibgeräte gibt es an den Hochschulen überall in hoher Anzahl. Genauso schnell wie man so einen Schreibutensil in der Hand hat, wird es wohl auch wieder weggeworfen. Nicht so an der Hochschule Zittau/Görlitz, die über das „Terracycle“ Stifte-Recycling-Programm Kulis &amp;amp; Co. sammelt und recycelt. Der Gewinn daraus unterstützt die Nichtregierungsorganisation (NGO) [http://www.dapaviva.org „DapaViva“] aus Kolumbien. Diese fördert Umweltbildung der lokalen Bevölkerung des Nebelwaldes, um ihn vor der Urbanisierung zu bewahren. Die Sammelstationen befinden sich in mehreren Gebäuden an zentralen Ort sowie in der Hochschulbibliothek. Zudem wurde mit dem Programm die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Zittau und eine Sammelstation im Zittauer Einwohnermeldeamt realisiert. [https://www.terracycle.com/de-DE/about-terracycle?utm_campaign=admittance&amp;amp;utm_medium=menu&amp;amp;utm_source=www.terracycle.com Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Reduzierung von Ethidiumbromid-haltigen Abfällen mittels Absorption von Ethidiumbromid aus Flüssigkeiten mit Absorber-Beuteln an der LMU München&amp;quot;&#039;&#039;&#039; ===&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
An forschungsstarken Hochschulen mit Laborbetrieb, wie es auch an der LMU der Fall ist, werden viele gefährliche Abfälle erzeugt, insbesondere viele unterschiedliche Abfallgemische. Im Umgang damit sind Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, die Entsorgung ist kostenintensiv. So wird Ethidiumbromid (EtBr) in der Molekularbiologie zum Anfärben von Nukleinsäuren bei der Gelelektrophorese verwendet. Ethidiumbromid (3,8-Diamino-5-ethyl-6-phenylphenanthridiniumbromid) ist ein organischer Farbstoff, der aufgrund seiner planaren Struktur leicht in die DNA interkalieren kann, EtBr ist ein starkes Mutagen und toxisch. Nach Gebrauch müssen die Lösungen fachgerecht als gefährlicher Abfall entsorgt werden und dürfen keineswegs in die Umwelt gelangen. Die von vielen Herstellern angebotenen Ethidiumbromid-Ersatzstoffe sind laut den Sicherheitsdatenblättern „noch nicht vollständig geprüfte Stoffe“. Da auch diese Stoffe mit der DNA interagieren, sind hinsichtlich der krebserzeugenden, erbgutverändernden oder fortpflanzungsgefährdenden Wirkungen ähnliche Eigenschaften wie bei Ethidiumbromid zu vermuten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ziel der LMU ist es, die zunehmende Menge von gefährlichen Abfällen zu reduzieren. Decon-Bags stellen eine einfache Methode dar, um Ethidiumbromid aus Lösungen zu entfernen. Die Methode ist zuverlässige, sehr einfach anzuwenden, effizient und geeignet für Ethidiumbromid, Propidiumiodid, PicoGreen® und SYBR® Green. Hierzu werden Absorber-Beutel mit der Ethidiumbromidfärbelösung 24 h gerührt. Der Inhalt der Beutel besteht aus einer speziellen Aktivkohle, die effektiv und sicher Ethidiumbromid adsorbiert. Ein Beutel kann 2,5 mg Ethidiumbromid aufnehmen. Mit einem Beutel können 5 Liter einer typischen Färbelösung nach Sambrook et. al mit einer Ethidiumbromidkonzentration von 0,5 mg/l dekontaminiert werden. Die dekontaminierte Lösung kann als Abwasser entsorgt werden, die benutzten Beutel können als verunreinigte Betriebsmittel bzw. mit gefährlichen Stoffen verunreinigte Aufsaug- und Filtermaterialien (Beispiel AVV-Abfallschlüsselnummer 150202*) entsorgt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn die Behandlung einer derartigen Menge zu aufwändig wäre: Bei 1 Tonne möglichem Ethidiumbromid-haltigem Abfall fallen durch die benutzten Absorber-Beutel nur maximal 2 kg gefährlicher Abfall an. Die LMU spart dabei 85% der Kosten bezogen auf eine 1 Gewichtstonne. Die größte Kostenposition ist da die Beschaffung der Absorber-Beutel. Zudem wird eine größere Menge flüssige gefährliche Abfälle, die mit hohem Energieaufwand entsorgt werden müssen, eine geringe Menge fester gefährlicher Abfälle mit Aktivkohle, die mit deutlich geringerem energetischem Aufwand entsorgt werden können. Hierbei werden also sowohl Kosten gespart, als auch die Umwelt entlastet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links == &lt;br /&gt;
* Handys für Hummel, Biene und Co. [https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/aktionen-und-projekte/alte-handys-fuer-die-havel/index.html NABU Handy-Recycling]&lt;br /&gt;
* Kostenlose Abgabe von Brillen an Sehhilfebedürftige in der ganzen Welt [https://brillenweltweit.de/#brillenspenden BrillenWeltweit]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(17.7.2017 I 2644). Abfallverzeichnisverordnung – AVV. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(20.7.2017 I 2808). Kreislaufwirtschaftsgesetz – KrWG. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von https://www.hszg.de/hochschule/struktur-und-organisation/managementsysteme/umweltmanagement/nachhaltiger-campus-good-practice.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lexikon der Nachhaltigkeit (2018). Nachhaltigkeit in der Abfallentsorgung. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von https://www.nachhaltigkeit.info/artikel/nachhaltigkeit_bei_der_abfallentsorgung_1795.htm?sid=qdoap21h0pg877osnn67edt0o0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Abfallmanagement&amp;diff=5103</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Abfallmanagement</title>
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		<updated>2020-10-08T08:47:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: /* Good Practice */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Betroffener Personenkreis ==&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag richtet sich an alle Hochschulangehörigen gleichermaßen, denn jede und jeder kann zur Abfallvermeidung, zum Recycling und damit zur Minderung der Entsorgungsleistung einen Beitrag leisten. Von besonderer Bedeutung bei der nachhaltigen Entsorgung ist der Personenkreis „Abfallbeauftragte“ (häufig in Personalunion mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit (FaSi)).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz ==&lt;br /&gt;
Abfälle sind alle Stoffe oder Gegenstände, derer sich ein Besitzer entledigt, entledigen will oder muss.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 3 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie können nach der Art und der Einstufung ihrer Gefährlichkeit bezeichnet und unterschieden werden.&amp;lt;ref&amp;gt;AVV § 1&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Abfallverzeichnisverordnung (AVV) gibt dazu branchen- bzw. gruppendefinierte zwei-, vier- und sechsstellige Abfallschlüssel mit Abfallbezeichnung an. Hochschulen als Entsorger müssen einer gesetzlichen Registerpflicht über Menge, Art, Ursprung, Sammlungshäufigkeit, Beförderungs- und Verwertungs- oder Beseitigungsart des Abfalls nachkommen.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 49 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Für gefährliche Abfälle, etwa aus Chemielaboratorien, besteht zudem eine Nachweispflicht vor Beginn der Entsorgung und über deren Durchführung sowie ggf. über den Verbleib entsorgter Abfälle.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 50 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Abfallverursacher*in und Entsorger*in müssen Hochschulen und ihre Angehörigen nach dem Vorsorge und Nachhaltigkeitsprinzip und den rechtlichen Vorgaben des § 6 (1); (2) KrWG einen maßgeblichen Beitrag leisten, Abfälle zu vermeiden, zur Wiederverwendung vorzubereiten sowie zu recyceln. Sollten diese Maßnahmen nicht greifen, ist eine energetische Verwertung sicher zu stellen. Grundsätzlich sollen jeweils die Maßnahmen innerhalb der Rangfolge Vorrang haben, die den Schutz von Mensch und Umwelt am besten gewährleisten. Mit dem Vermeidungsgrundsatz geht die Verpflichtung einher, Erzeugnisse zu beschaffen, die&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 45 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=* langlebig, reparaturfreundlich, wiederverwendbar oder verwertbar sind,&lt;br /&gt;
* im Vergleich zu anderen Erzeugnissen zu weniger oder schadstoffärmeren Abfällen führen und&lt;br /&gt;
* durch Vorbereitung zur Wiederverwendung oder Recycling hergestellt wurden.&amp;lt;/big&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Neben dem Kreislaufwirtschaftsgesetz ist für den Bereich der nicht gefährlichen Abfälle die Gewerbeabfallverordnung relevant, die den Umgang mit gewerblichen Siedlungsabfällen sowie Bau- und Abbruchabfällen regelt. Ziel der Gewerbeabfallverordnung ist die Stärkung der Abfallhierarchie. Diese wird durch den Vorrang der stofflichen gegenüber der energetischen Verwertung von Abfällen und der Einschränkung der gemischten Erfassung verankert. Durch die Umsetzung der Trennpflicht nach Gewerbeabfallverordnung für Papier/Kartonagen, Kunststoffe, Glas, Metalle, Holz, Alttextilien und Bioabfällen können auch Hochschulen einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ist es unerlässlich, dass der mit dem Abfallmanagement betroffene Personenkreis einer Hochschule mit dem Bereich „Beschaffung“ vernetzt wird und interagiert. Denn alles was beschafft wird muss nach einer Nutzungsphase, meist stofflich oder energetisch modifiziert, auch entsorgt werden. Indirekt tragen Hochschulen dadurch nicht nur zur Abfallvermeidung bei, sondern ebenso zur Einsparung von Wasser, Energie und Rohstoffen, die andererseits in die Produktions- und Lieferketten geflossen wären. Durch die Abfallvermeidung und -reduktion profitieren Hochschulen bzw. die mit der Abfallentsorgung betrauten länderspezifischen Behörden von der Minimierung ihrer Entsorgungsaufwendungen und -kosten (z.B. durch Register- und Nachweispflicht und Transport).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschulen leisten durch geringe Abfallaufkommen zudem einen gesamtgesellschaftlichen Beitrag zur Verringerung der Luft- und Abwasseremissionen bei den Entsorgungsprozessen. Eine nachhaltige Entsorgung an Hochschulen steht demzufolge im Zusammenhang mit dem Schutz von Mensch und Umwelt, mit einer Lebenszyklusbetrachtung von Stoffen und Gegenständen die zu Abfall werden können, sowie mit ressourcenschonenden und emissionsarmen Herstellungs- und Entsorgungsverfahren von der primären bis zur sekundären Rohstoffgewinnung aus Abfall.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 6 (1), (2)&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachhaltigkeit in der Entsorgung an Hochschulen meint – über die Rechtskonformität hinaus – generell die Minimierung vom Stoff- und Energieeinsatz, sodass nach einer möglichst langen Nutzungsphase so wenig wie möglich Abfälle anfallen bzw. eingesetzte Energie „weggeworfen“ wird. Nachhaltige Entsorgung an Hochschulen fördert zudem die Kreislaufwirtschaft, um Abfälle als neue Ressource (Sekundärstoff) für Produkte und Energie zu betrachten und zu nutzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Lexikon der Nachhaltigkeit (2018)&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Umgang mit gefährlichen Abfällen schützt eine nachhaltiges Abfallmanagement Personal und Studierende durch aktive Risikoerkennung und -minimierung und betreibt dadurch Gesundheits- und Entsorgungsprävention.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Für ein nachhaltiges Abfallmanagement können sich Hochschulen bspw. folgende Ziele setzen und diese in spezifischen Richtlinien zum Abfallmanagement niederlegen:&lt;br /&gt;
* Rechtskonformität,&lt;br /&gt;
* Nutzungsoptimierung (z. B. von Chemikalien und Verbrauchsmaterialien),&lt;br /&gt;
* Vermeidung, Trennung/Recycling von Abfällen und Einsparung von Entsorgungsaufwendungen,&lt;br /&gt;
* Einsatz und Beschaffung von langlebigen und reparaturfreundlichen Produkten und damit verbundenen langen Nutzungszeiten anstelle von häufigen Neuanschaffungen in kurzen Zeitintervallen.&lt;br /&gt;
* Einsatz, Nutzung von Abfallstoffen als Sekundärstoffe (Kreislaufwirtschaft) – nur indirekt beeinflussbar&lt;br /&gt;
* transparente rechtskonforme Entsorgungsprozesse/-dienstleistungen als Grundlage für gesundheitspräventiven Umgang mit Abfällen und gefährlichen Abfällen, wie ätzende Chemikalien,&lt;br /&gt;
* (Stoff-) Substitutionsprüfung und Rückkopplung mit „Beschaffung“,&lt;br /&gt;
* zyklische Bewertung der Funktionalität des Abfallmanagements (z. B. im Rahmen von UMS-Audits)&lt;br /&gt;
* eindeutige Festlegung von Zuständigkeiten in Entsorgungslogistik,&lt;br /&gt;
* Risikoerkennung/-minimierung (z. B. Gefährdungsbeurteilungen, Betriebsanweisungen),&lt;br /&gt;
* formale und non-formale Bildung, Bewusstseinsschaffung und -schärfung betroffener Personen,&lt;br /&gt;
* Vorbild- und Multiplikatorenwirkung und&lt;br /&gt;
* Nachhaltigkeitsberichterstattung zum Abfallmanagement.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* strenge rechtliche Forderungen (Arbeitsschutz, Kreislaufwirtschaft) können individuelles Hochschul-Engagement begrenzen („ist doch schon alles geregelt“)&lt;br /&gt;
* teilweise begrenzte Einflussmöglichkeiten aufgrund länderspezifischer Regelungen (zentralisierte Entsorgung)&lt;br /&gt;
* Forschungs- und Lehrbetrieb mit hohem Bedarf an Chemikalien und Gefahrstoffen&lt;br /&gt;
* zusätzlicher Ressourcenbedarf zur Optimierung bestehender Entsorgungssysteme in Bezug auf Nachhaltigkeit&lt;br /&gt;
* Akzeptanzprobleme der Handelnden, des betroffenen Personenkreises (Bewusstsein – Wissen – Handeln)&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Identifizierung studiengangsbezogener Ressourcen/Verbrauchsmittel zur Ableitung von Abfall- und Kostenreduzierungspotenzialen (MINT vs. Geisteswissenschaften)&lt;br /&gt;
* Identifizierung von Vermeidungs- und Einsparpotenzialen (z. B. Büromaterial)&lt;br /&gt;
* Optimierung des Chemikalien- und Gefahrstoffmanagements&lt;br /&gt;
* Kommunikation, Sensibilisierung und Zusammenarbeit mit allen Hochschulbereichen und Personen, insbesondere der „Beschaffung“&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste nachhaltiges Abfallmanagement ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;Checkliste einfügen!&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;„RUN – ReUse Notebook“ und „Handy-Sammel-Aktion“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ist Ihr Mobile-/Smartphone schon wieder veraltet oder das Notebook schon wieder zu langsam oder defekt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn bei den Angehörigen der Hochschule Zittau/Görlitz ein neues Handy, Mobile-/Smartphone oder Notebook angeschafft werden muss, sind die Beschäftigten und Studierenden dazu aufgerufen, ihre alte Technik an den zentralen Sammelpunkten in den Hochschulbibliotheken Zittau und Görlitz abzugeben. Mit dieser Technikspende wird die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Zittau/Görlitz und der SAPOS gGmbH unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Technikspende unterstützt aber vor allem das Recycling, die Wiederverwertung und -verwendung von Handys, Mobile-/Smartphones und Notebooks, bzw. von wertvollen Bestandteilen wie Edelmetalle und Seltene Erden. Außerdem wird die SAPOS gGmbH direkt unterstützt bei der Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen. Diesen wird durch das Zerlegen der Geräte oder durch Kleinreparaturen eine wichtige Aufgabe und ein eigenverantwortliches Leben in der Gesellschaft ermöglicht. [http://reuse-notebook.com/static/de/startseite/index.html?L=1 Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;„Terracycle – Stifte-Recycling“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kugelschreiber und andere Schreibgeräte gibt es an den Hochschulen überall in hoher Anzahl. Genauso schnell wie man so einen Schreibutensil in der Hand hat, wird es wohl auch wieder weggeworfen. Nicht so an der Hochschule Zittau/Görlitz, die über das „Terracycle“ Stifte-Recycling-Programm Kulis &amp;amp; Co. sammelt und recycelt. Der Gewinn daraus unterstützt die Nichtregierungsorganisation (NGO) [http://www.dapaviva.org „DapaViva“] aus Kolumbien. Diese fördert Umweltbildung der lokalen Bevölkerung des Nebelwaldes, um ihn vor der Urbanisierung zu bewahren. Die Sammelstationen befinden sich in mehreren Gebäuden an zentralen Ort sowie in der Hochschulbibliothek. Zudem wurde mit dem Programm die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Zittau und eine Sammelstation im Zittauer Einwohnermeldeamt realisiert. [https://www.terracycle.com/de-DE/about-terracycle?utm_campaign=admittance&amp;amp;utm_medium=menu&amp;amp;utm_source=www.terracycle.com Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Reduzierung von Ethidiumbromid-haltigen Abfällen mittels Absorption von Ethidiumbromid aus Flüssigkeiten mit Absorber-Beuteln an der LMU München&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
An forschungsstarken Hochschulen mit Laborbetrieb, wie es auch an der LMU der Fall ist, werden viele gefährliche Abfälle erzeugt, insbesondere viele unterschiedliche Abfallgemische. Im Umgang damit sind Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, die Entsorgung ist kostenintensiv. So wird Ethidiumbromid (EtBr) in der Molekularbiologie zum Anfärben von Nukleinsäuren bei der Gelelektrophorese verwendet. Ethidiumbromid (3,8-Diamino-5-ethyl-6-phenylphenanthridiniumbromid) ist ein organischer Farbstoff, der aufgrund seiner planaren Struktur leicht in die DNA interkalieren kann, EtBr ist ein starkes Mutagen und toxisch. Nach Gebrauch müssen die Lösungen fachgerecht als gefährlicher Abfall entsorgt werden und dürfen keineswegs in die Umwelt gelangen. Die von vielen Herstellern angebotenen Ethidiumbromid-Ersatzstoffe sind laut den Sicherheitsdatenblättern „noch nicht vollständig geprüfte Stoffe“. Da auch diese Stoffe mit der DNA interagieren, sind hinsichtlich der krebserzeugenden, erbgutverändernden oder fortpflanzungsgefährdenden Wirkungen ähnliche Eigenschaften wie bei Ethidiumbromid zu vermuten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ziel der LMU ist es, die zunehmende Menge von gefährlichen Abfällen zu reduzieren. Decon-Bags stellen eine einfache Methode dar, um Ethidiumbromid aus Lösungen zu entfernen. Die Methode ist zuverlässige, sehr einfach anzuwenden, effizient und geeignet für Ethidiumbromid, Propidiumiodid, PicoGreen® und SYBR® Green. Hierzu werden Absorber-Beutel mit der Ethidiumbromidfärbelösung 24 h gerührt. Der Inhalt der Beutel besteht aus einer speziellen Aktivkohle, die effektiv und sicher Ethidiumbromid adsorbiert. Ein Beutel kann 2,5 mg Ethidiumbromid aufnehmen. Mit einem Beutel können 5 Liter einer typischen Färbelösung nach Sambrook et. al mit einer Ethidiumbromidkonzentration von 0,5 mg/l dekontaminiert werden. Die dekontaminierte Lösung kann als Abwasser entsorgt werden, die benutzten Beutel können als verunreinigte Betriebsmittel bzw. mit gefährlichen Stoffen verunreinigte Aufsaug- und Filtermaterialien (Beispiel AVV-Abfallschlüsselnummer 150202*) entsorgt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn die Behandlung einer derartigen Menge zu aufwändig wäre: Bei 1 Tonne möglichem Ethidiumbromid-haltigem Abfall fallen durch die benutzten Absorber-Beutel nur maximal 2 kg gefährlicher Abfall an. Die LMU spart dabei 85% der Kosten bezogen auf eine 1 Gewichtstonne. Die größte Kostenposition ist da die Beschaffung der Absorber-Beutel. Zudem wird eine größere Menge flüssige gefährliche Abfälle, die mit hohem Energieaufwand entsorgt werden müssen, eine geringe Menge fester gefährlicher Abfälle mit Aktivkohle, die mit deutlich geringerem energetischem Aufwand entsorgt werden können. Hierbei werden also sowohl Kosten gespart, als auch die Umwelt entlastet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links == &lt;br /&gt;
* Handys für Hummel, Biene und Co. [https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/aktionen-und-projekte/alte-handys-fuer-die-havel/index.html NABU Handy-Recycling]&lt;br /&gt;
* Kostenlose Abgabe von Brillen an Sehhilfebedürftige in der ganzen Welt [https://brillenweltweit.de/#brillenspenden BrillenWeltweit]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(17.7.2017 I 2644). Abfallverzeichnisverordnung – AVV. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(20.7.2017 I 2808). Kreislaufwirtschaftsgesetz – KrWG. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von https://www.hszg.de/hochschule/struktur-und-organisation/managementsysteme/umweltmanagement/nachhaltiger-campus-good-practice.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lexikon der Nachhaltigkeit (2018). Nachhaltigkeit in der Abfallentsorgung. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von https://www.nachhaltigkeit.info/artikel/nachhaltigkeit_bei_der_abfallentsorgung_1795.htm?sid=qdoap21h0pg877osnn67edt0o0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Abfallmanagement&amp;diff=5102</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Abfallmanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Abfallmanagement&amp;diff=5102"/>
		<updated>2020-10-08T08:45:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: /* Good Practice */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Betroffener Personenkreis ==&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag richtet sich an alle Hochschulangehörigen gleichermaßen, denn jede und jeder kann zur Abfallvermeidung, zum Recycling und damit zur Minderung der Entsorgungsleistung einen Beitrag leisten. Von besonderer Bedeutung bei der nachhaltigen Entsorgung ist der Personenkreis „Abfallbeauftragte“ (häufig in Personalunion mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit (FaSi)).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz ==&lt;br /&gt;
Abfälle sind alle Stoffe oder Gegenstände, derer sich ein Besitzer entledigt, entledigen will oder muss.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 3 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie können nach der Art und der Einstufung ihrer Gefährlichkeit bezeichnet und unterschieden werden.&amp;lt;ref&amp;gt;AVV § 1&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Abfallverzeichnisverordnung (AVV) gibt dazu branchen- bzw. gruppendefinierte zwei-, vier- und sechsstellige Abfallschlüssel mit Abfallbezeichnung an. Hochschulen als Entsorger müssen einer gesetzlichen Registerpflicht über Menge, Art, Ursprung, Sammlungshäufigkeit, Beförderungs- und Verwertungs- oder Beseitigungsart des Abfalls nachkommen.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 49 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Für gefährliche Abfälle, etwa aus Chemielaboratorien, besteht zudem eine Nachweispflicht vor Beginn der Entsorgung und über deren Durchführung sowie ggf. über den Verbleib entsorgter Abfälle.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 50 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Abfallverursacher*in und Entsorger*in müssen Hochschulen und ihre Angehörigen nach dem Vorsorge und Nachhaltigkeitsprinzip und den rechtlichen Vorgaben des § 6 (1); (2) KrWG einen maßgeblichen Beitrag leisten, Abfälle zu vermeiden, zur Wiederverwendung vorzubereiten sowie zu recyceln. Sollten diese Maßnahmen nicht greifen, ist eine energetische Verwertung sicher zu stellen. Grundsätzlich sollen jeweils die Maßnahmen innerhalb der Rangfolge Vorrang haben, die den Schutz von Mensch und Umwelt am besten gewährleisten. Mit dem Vermeidungsgrundsatz geht die Verpflichtung einher, Erzeugnisse zu beschaffen, die&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 45 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=* langlebig, reparaturfreundlich, wiederverwendbar oder verwertbar sind,&lt;br /&gt;
* im Vergleich zu anderen Erzeugnissen zu weniger oder schadstoffärmeren Abfällen führen und&lt;br /&gt;
* durch Vorbereitung zur Wiederverwendung oder Recycling hergestellt wurden.&amp;lt;/big&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Neben dem Kreislaufwirtschaftsgesetz ist für den Bereich der nicht gefährlichen Abfälle die Gewerbeabfallverordnung relevant, die den Umgang mit gewerblichen Siedlungsabfällen sowie Bau- und Abbruchabfällen regelt. Ziel der Gewerbeabfallverordnung ist die Stärkung der Abfallhierarchie. Diese wird durch den Vorrang der stofflichen gegenüber der energetischen Verwertung von Abfällen und der Einschränkung der gemischten Erfassung verankert. Durch die Umsetzung der Trennpflicht nach Gewerbeabfallverordnung für Papier/Kartonagen, Kunststoffe, Glas, Metalle, Holz, Alttextilien und Bioabfällen können auch Hochschulen einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ist es unerlässlich, dass der mit dem Abfallmanagement betroffene Personenkreis einer Hochschule mit dem Bereich „Beschaffung“ vernetzt wird und interagiert. Denn alles was beschafft wird muss nach einer Nutzungsphase, meist stofflich oder energetisch modifiziert, auch entsorgt werden. Indirekt tragen Hochschulen dadurch nicht nur zur Abfallvermeidung bei, sondern ebenso zur Einsparung von Wasser, Energie und Rohstoffen, die andererseits in die Produktions- und Lieferketten geflossen wären. Durch die Abfallvermeidung und -reduktion profitieren Hochschulen bzw. die mit der Abfallentsorgung betrauten länderspezifischen Behörden von der Minimierung ihrer Entsorgungsaufwendungen und -kosten (z.B. durch Register- und Nachweispflicht und Transport).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschulen leisten durch geringe Abfallaufkommen zudem einen gesamtgesellschaftlichen Beitrag zur Verringerung der Luft- und Abwasseremissionen bei den Entsorgungsprozessen. Eine nachhaltige Entsorgung an Hochschulen steht demzufolge im Zusammenhang mit dem Schutz von Mensch und Umwelt, mit einer Lebenszyklusbetrachtung von Stoffen und Gegenständen die zu Abfall werden können, sowie mit ressourcenschonenden und emissionsarmen Herstellungs- und Entsorgungsverfahren von der primären bis zur sekundären Rohstoffgewinnung aus Abfall.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 6 (1), (2)&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachhaltigkeit in der Entsorgung an Hochschulen meint – über die Rechtskonformität hinaus – generell die Minimierung vom Stoff- und Energieeinsatz, sodass nach einer möglichst langen Nutzungsphase so wenig wie möglich Abfälle anfallen bzw. eingesetzte Energie „weggeworfen“ wird. Nachhaltige Entsorgung an Hochschulen fördert zudem die Kreislaufwirtschaft, um Abfälle als neue Ressource (Sekundärstoff) für Produkte und Energie zu betrachten und zu nutzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Lexikon der Nachhaltigkeit (2018)&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Umgang mit gefährlichen Abfällen schützt eine nachhaltiges Abfallmanagement Personal und Studierende durch aktive Risikoerkennung und -minimierung und betreibt dadurch Gesundheits- und Entsorgungsprävention.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Für ein nachhaltiges Abfallmanagement können sich Hochschulen bspw. folgende Ziele setzen und diese in spezifischen Richtlinien zum Abfallmanagement niederlegen:&lt;br /&gt;
* Rechtskonformität,&lt;br /&gt;
* Nutzungsoptimierung (z. B. von Chemikalien und Verbrauchsmaterialien),&lt;br /&gt;
* Vermeidung, Trennung/Recycling von Abfällen und Einsparung von Entsorgungsaufwendungen,&lt;br /&gt;
* Einsatz und Beschaffung von langlebigen und reparaturfreundlichen Produkten und damit verbundenen langen Nutzungszeiten anstelle von häufigen Neuanschaffungen in kurzen Zeitintervallen.&lt;br /&gt;
* Einsatz, Nutzung von Abfallstoffen als Sekundärstoffe (Kreislaufwirtschaft) – nur indirekt beeinflussbar&lt;br /&gt;
* transparente rechtskonforme Entsorgungsprozesse/-dienstleistungen als Grundlage für gesundheitspräventiven Umgang mit Abfällen und gefährlichen Abfällen, wie ätzende Chemikalien,&lt;br /&gt;
* (Stoff-) Substitutionsprüfung und Rückkopplung mit „Beschaffung“,&lt;br /&gt;
* zyklische Bewertung der Funktionalität des Abfallmanagements (z. B. im Rahmen von UMS-Audits)&lt;br /&gt;
* eindeutige Festlegung von Zuständigkeiten in Entsorgungslogistik,&lt;br /&gt;
* Risikoerkennung/-minimierung (z. B. Gefährdungsbeurteilungen, Betriebsanweisungen),&lt;br /&gt;
* formale und non-formale Bildung, Bewusstseinsschaffung und -schärfung betroffener Personen,&lt;br /&gt;
* Vorbild- und Multiplikatorenwirkung und&lt;br /&gt;
* Nachhaltigkeitsberichterstattung zum Abfallmanagement.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* strenge rechtliche Forderungen (Arbeitsschutz, Kreislaufwirtschaft) können individuelles Hochschul-Engagement begrenzen („ist doch schon alles geregelt“)&lt;br /&gt;
* teilweise begrenzte Einflussmöglichkeiten aufgrund länderspezifischer Regelungen (zentralisierte Entsorgung)&lt;br /&gt;
* Forschungs- und Lehrbetrieb mit hohem Bedarf an Chemikalien und Gefahrstoffen&lt;br /&gt;
* zusätzlicher Ressourcenbedarf zur Optimierung bestehender Entsorgungssysteme in Bezug auf Nachhaltigkeit&lt;br /&gt;
* Akzeptanzprobleme der Handelnden, des betroffenen Personenkreises (Bewusstsein – Wissen – Handeln)&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Identifizierung studiengangsbezogener Ressourcen/Verbrauchsmittel zur Ableitung von Abfall- und Kostenreduzierungspotenzialen (MINT vs. Geisteswissenschaften)&lt;br /&gt;
* Identifizierung von Vermeidungs- und Einsparpotenzialen (z. B. Büromaterial)&lt;br /&gt;
* Optimierung des Chemikalien- und Gefahrstoffmanagements&lt;br /&gt;
* Kommunikation, Sensibilisierung und Zusammenarbeit mit allen Hochschulbereichen und Personen, insbesondere der „Beschaffung“&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste nachhaltiges Abfallmanagement ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;Checkliste einfügen!&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;„RUN – ReUse Notebook“ und „Handy-Sammel-Aktion“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ist Ihr Mobile-/Smartphone schon wieder veraltet oder das Notebook schon wieder zu langsam oder defekt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn bei den Angehörigen der Hochschule Zittau/Görlitz ein neues Handy, Mobile-/Smartphone oder Notebook angeschafft werden muss, sind die Beschäftigten und Studierenden dazu aufgerufen, ihre alte Technik an den zentralen Sammelpunkten in den Hochschulbibliotheken Zittau und Görlitz abzugeben. Mit dieser Technikspende wird die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Zittau/Görlitz und der SAPOS gGmbH unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Technikspende unterstützt aber vor allem das Recycling, die Wiederverwertung und -verwendung von Handys, Mobile-/Smartphones und Notebooks, bzw. von wertvollen Bestandteilen wie Edelmetalle und Seltene Erden. Außerdem wird die SAPOS gGmbH direkt unterstützt bei der Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen. Diesen wird durch das Zerlegen der Geräte oder durch Kleinreparaturen eine wichtige Aufgabe und ein eigenverantwortliches Leben in der Gesellschaft ermöglicht. [http://reuse-notebook.com/static/de/startseite/index.html?L=1 Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;„Terracycle – Stifte-Recycling“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kugelschreiber und andere Schreibgeräte gibt es an den Hochschulen überall in hoher Anzahl. Genauso schnell wie man so einen Schreibutensil in der Hand hat, wird es wohl auch wieder weggeworfen. Nicht so an der Hochschule Zittau/Görlitz, die über das „Terracycle“ Stifte-Recycling-Programm Kulis &amp;amp; Co. sammelt und recycelt. Der Gewinn daraus unterstützt die Nichtregierungsorganisation (NGO) [http://www.dapaviva.org „DapaViva“] aus Kolumbien. Diese fördert Umweltbildung der lokalen Bevölkerung des Nebelwaldes, um ihn vor der Urbanisierung zu bewahren. Die Sammelstationen befinden sich in mehreren Gebäuden an zentralen Ort sowie in der Hochschulbibliothek. Zudem wurde mit dem Programm die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Zittau und eine Sammelstation im Zittauer Einwohnermeldeamt realisiert. [https://www.terracycle.com/de-DE/about-terracycle?utm_campaign=admittance&amp;amp;utm_medium=menu&amp;amp;utm_source=www.terracycle.com Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Case Study Reduzierung gefährlicher Abfall&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links == &lt;br /&gt;
* Handys für Hummel, Biene und Co. [https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/aktionen-und-projekte/alte-handys-fuer-die-havel/index.html NABU Handy-Recycling]&lt;br /&gt;
* Kostenlose Abgabe von Brillen an Sehhilfebedürftige in der ganzen Welt [https://brillenweltweit.de/#brillenspenden BrillenWeltweit]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(17.7.2017 I 2644). Abfallverzeichnisverordnung – AVV. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(20.7.2017 I 2808). Kreislaufwirtschaftsgesetz – KrWG. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von https://www.hszg.de/hochschule/struktur-und-organisation/managementsysteme/umweltmanagement/nachhaltiger-campus-good-practice.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lexikon der Nachhaltigkeit (2018). Nachhaltigkeit in der Abfallentsorgung. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von https://www.nachhaltigkeit.info/artikel/nachhaltigkeit_bei_der_abfallentsorgung_1795.htm?sid=qdoap21h0pg877osnn67edt0o0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Abfallmanagement&amp;diff=5101</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Abfallmanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Abfallmanagement&amp;diff=5101"/>
		<updated>2020-10-08T08:43:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: /* Quellen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Betroffener Personenkreis ==&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag richtet sich an alle Hochschulangehörigen gleichermaßen, denn jede und jeder kann zur Abfallvermeidung, zum Recycling und damit zur Minderung der Entsorgungsleistung einen Beitrag leisten. Von besonderer Bedeutung bei der nachhaltigen Entsorgung ist der Personenkreis „Abfallbeauftragte“ (häufig in Personalunion mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit (FaSi)).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz ==&lt;br /&gt;
Abfälle sind alle Stoffe oder Gegenstände, derer sich ein Besitzer entledigt, entledigen will oder muss.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 3 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie können nach der Art und der Einstufung ihrer Gefährlichkeit bezeichnet und unterschieden werden.&amp;lt;ref&amp;gt;AVV § 1&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Abfallverzeichnisverordnung (AVV) gibt dazu branchen- bzw. gruppendefinierte zwei-, vier- und sechsstellige Abfallschlüssel mit Abfallbezeichnung an. Hochschulen als Entsorger müssen einer gesetzlichen Registerpflicht über Menge, Art, Ursprung, Sammlungshäufigkeit, Beförderungs- und Verwertungs- oder Beseitigungsart des Abfalls nachkommen.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 49 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Für gefährliche Abfälle, etwa aus Chemielaboratorien, besteht zudem eine Nachweispflicht vor Beginn der Entsorgung und über deren Durchführung sowie ggf. über den Verbleib entsorgter Abfälle.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 50 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Abfallverursacher*in und Entsorger*in müssen Hochschulen und ihre Angehörigen nach dem Vorsorge und Nachhaltigkeitsprinzip und den rechtlichen Vorgaben des § 6 (1); (2) KrWG einen maßgeblichen Beitrag leisten, Abfälle zu vermeiden, zur Wiederverwendung vorzubereiten sowie zu recyceln. Sollten diese Maßnahmen nicht greifen, ist eine energetische Verwertung sicher zu stellen. Grundsätzlich sollen jeweils die Maßnahmen innerhalb der Rangfolge Vorrang haben, die den Schutz von Mensch und Umwelt am besten gewährleisten. Mit dem Vermeidungsgrundsatz geht die Verpflichtung einher, Erzeugnisse zu beschaffen, die&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 45 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=* langlebig, reparaturfreundlich, wiederverwendbar oder verwertbar sind,&lt;br /&gt;
* im Vergleich zu anderen Erzeugnissen zu weniger oder schadstoffärmeren Abfällen führen und&lt;br /&gt;
* durch Vorbereitung zur Wiederverwendung oder Recycling hergestellt wurden.&amp;lt;/big&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Neben dem Kreislaufwirtschaftsgesetz ist für den Bereich der nicht gefährlichen Abfälle die Gewerbeabfallverordnung relevant, die den Umgang mit gewerblichen Siedlungsabfällen sowie Bau- und Abbruchabfällen regelt. Ziel der Gewerbeabfallverordnung ist die Stärkung der Abfallhierarchie. Diese wird durch den Vorrang der stofflichen gegenüber der energetischen Verwertung von Abfällen und der Einschränkung der gemischten Erfassung verankert. Durch die Umsetzung der Trennpflicht nach Gewerbeabfallverordnung für Papier/Kartonagen, Kunststoffe, Glas, Metalle, Holz, Alttextilien und Bioabfällen können auch Hochschulen einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ist es unerlässlich, dass der mit dem Abfallmanagement betroffene Personenkreis einer Hochschule mit dem Bereich „Beschaffung“ vernetzt wird und interagiert. Denn alles was beschafft wird muss nach einer Nutzungsphase, meist stofflich oder energetisch modifiziert, auch entsorgt werden. Indirekt tragen Hochschulen dadurch nicht nur zur Abfallvermeidung bei, sondern ebenso zur Einsparung von Wasser, Energie und Rohstoffen, die andererseits in die Produktions- und Lieferketten geflossen wären. Durch die Abfallvermeidung und -reduktion profitieren Hochschulen bzw. die mit der Abfallentsorgung betrauten länderspezifischen Behörden von der Minimierung ihrer Entsorgungsaufwendungen und -kosten (z.B. durch Register- und Nachweispflicht und Transport).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschulen leisten durch geringe Abfallaufkommen zudem einen gesamtgesellschaftlichen Beitrag zur Verringerung der Luft- und Abwasseremissionen bei den Entsorgungsprozessen. Eine nachhaltige Entsorgung an Hochschulen steht demzufolge im Zusammenhang mit dem Schutz von Mensch und Umwelt, mit einer Lebenszyklusbetrachtung von Stoffen und Gegenständen die zu Abfall werden können, sowie mit ressourcenschonenden und emissionsarmen Herstellungs- und Entsorgungsverfahren von der primären bis zur sekundären Rohstoffgewinnung aus Abfall.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 6 (1), (2)&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachhaltigkeit in der Entsorgung an Hochschulen meint – über die Rechtskonformität hinaus – generell die Minimierung vom Stoff- und Energieeinsatz, sodass nach einer möglichst langen Nutzungsphase so wenig wie möglich Abfälle anfallen bzw. eingesetzte Energie „weggeworfen“ wird. Nachhaltige Entsorgung an Hochschulen fördert zudem die Kreislaufwirtschaft, um Abfälle als neue Ressource (Sekundärstoff) für Produkte und Energie zu betrachten und zu nutzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Lexikon der Nachhaltigkeit (2018)&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Umgang mit gefährlichen Abfällen schützt eine nachhaltiges Abfallmanagement Personal und Studierende durch aktive Risikoerkennung und -minimierung und betreibt dadurch Gesundheits- und Entsorgungsprävention.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Für ein nachhaltiges Abfallmanagement können sich Hochschulen bspw. folgende Ziele setzen und diese in spezifischen Richtlinien zum Abfallmanagement niederlegen:&lt;br /&gt;
* Rechtskonformität,&lt;br /&gt;
* Nutzungsoptimierung (z. B. von Chemikalien und Verbrauchsmaterialien),&lt;br /&gt;
* Vermeidung, Trennung/Recycling von Abfällen und Einsparung von Entsorgungsaufwendungen,&lt;br /&gt;
* Einsatz und Beschaffung von langlebigen und reparaturfreundlichen Produkten und damit verbundenen langen Nutzungszeiten anstelle von häufigen Neuanschaffungen in kurzen Zeitintervallen.&lt;br /&gt;
* Einsatz, Nutzung von Abfallstoffen als Sekundärstoffe (Kreislaufwirtschaft) – nur indirekt beeinflussbar&lt;br /&gt;
* transparente rechtskonforme Entsorgungsprozesse/-dienstleistungen als Grundlage für gesundheitspräventiven Umgang mit Abfällen und gefährlichen Abfällen, wie ätzende Chemikalien,&lt;br /&gt;
* (Stoff-) Substitutionsprüfung und Rückkopplung mit „Beschaffung“,&lt;br /&gt;
* zyklische Bewertung der Funktionalität des Abfallmanagements (z. B. im Rahmen von UMS-Audits)&lt;br /&gt;
* eindeutige Festlegung von Zuständigkeiten in Entsorgungslogistik,&lt;br /&gt;
* Risikoerkennung/-minimierung (z. B. Gefährdungsbeurteilungen, Betriebsanweisungen),&lt;br /&gt;
* formale und non-formale Bildung, Bewusstseinsschaffung und -schärfung betroffener Personen,&lt;br /&gt;
* Vorbild- und Multiplikatorenwirkung und&lt;br /&gt;
* Nachhaltigkeitsberichterstattung zum Abfallmanagement.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* strenge rechtliche Forderungen (Arbeitsschutz, Kreislaufwirtschaft) können individuelles Hochschul-Engagement begrenzen („ist doch schon alles geregelt“)&lt;br /&gt;
* teilweise begrenzte Einflussmöglichkeiten aufgrund länderspezifischer Regelungen (zentralisierte Entsorgung)&lt;br /&gt;
* Forschungs- und Lehrbetrieb mit hohem Bedarf an Chemikalien und Gefahrstoffen&lt;br /&gt;
* zusätzlicher Ressourcenbedarf zur Optimierung bestehender Entsorgungssysteme in Bezug auf Nachhaltigkeit&lt;br /&gt;
* Akzeptanzprobleme der Handelnden, des betroffenen Personenkreises (Bewusstsein – Wissen – Handeln)&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Identifizierung studiengangsbezogener Ressourcen/Verbrauchsmittel zur Ableitung von Abfall- und Kostenreduzierungspotenzialen (MINT vs. Geisteswissenschaften)&lt;br /&gt;
* Identifizierung von Vermeidungs- und Einsparpotenzialen (z. B. Büromaterial)&lt;br /&gt;
* Optimierung des Chemikalien- und Gefahrstoffmanagements&lt;br /&gt;
* Kommunikation, Sensibilisierung und Zusammenarbeit mit allen Hochschulbereichen und Personen, insbesondere der „Beschaffung“&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste nachhaltiges Abfallmanagement ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;Checkliste einfügen!&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;„RUN – ReUse Notebook“ und „Handy-Sammel-Aktion“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz, ReUse, ReCycle, Refill, 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ist Ihr Mobile-/Smartphone schon wieder veraltet oder das Notebook schon wieder zu langsam oder defekt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn bei den Angehörigen der Hochschule Zittau/Görlitz ein neues Handy, Mobile-/Smartphone oder Notebook angeschafft werden muss, sind die Beschäftigten und Studierenden dazu aufgerufen, ihre alte Technik an den zentralen Sammelpunkten in den Hochschulbibliotheken Zittau und Görlitz abzugeben. Mit dieser Technikspende wird die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Zittau/Görlitz und der SAPOS gGmbH unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Technikspende unterstützt aber vor allem das Recycling, die Wiederverwertung und -verwendung von Handys, Mobile-/Smartphones und Notebooks, bzw. von wertvollen Bestandteilen wie Edelmetalle und Seltene Erden. Außerdem wird die SAPOS gGmbH direkt unterstützt bei der Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen. Diesen wird durch das Zerlegen der Geräte oder durch Kleinreparaturen eine wichtige Aufgabe und ein eigenverantwortliches Leben in der Gesellschaft ermöglicht. [http://reuse-notebook.com/static/de/startseite/index.html?L=1 Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;„Terracycle – Stifte-Recycling“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz, ReUse, ReCycle, Refill, 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kugelschreiber und andere Schreibgeräte gibt es an den Hochschulen überall in hoher Anzahl. Genauso schnell wie man so einen Schreibutensil in der Hand hat, wird es wohl auch wieder weggeworfen. Nicht so an der Hochschule Zittau/Görlitz, die über das „Terracycle“ Stifte-Recycling-Programm Kulis &amp;amp; Co. sammelt und recycelt. Der Gewinn daraus unterstützt die Nichtregierungsorganisation (NGO) [http://www.dapaviva.org „DapaViva“] aus Kolumbien. Diese fördert Umweltbildung der lokalen Bevölkerung des Nebelwaldes, um ihn vor der Urbanisierung zu bewahren. Die Sammelstationen befinden sich in mehreren Gebäuden an zentralen Ort sowie in der Hochschulbibliothek. Zudem wurde mit dem Programm die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Zittau und eine Sammelstation im Zittauer Einwohnermeldeamt realisiert. [https://www.terracycle.com/de-DE/about-terracycle?utm_campaign=admittance&amp;amp;utm_medium=menu&amp;amp;utm_source=www.terracycle.com Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Case Study Reduzierung gefährlicher Abfall&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links == &lt;br /&gt;
* Handys für Hummel, Biene und Co. [https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/aktionen-und-projekte/alte-handys-fuer-die-havel/index.html NABU Handy-Recycling]&lt;br /&gt;
* Kostenlose Abgabe von Brillen an Sehhilfebedürftige in der ganzen Welt [https://brillenweltweit.de/#brillenspenden BrillenWeltweit]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(17.7.2017 I 2644). Abfallverzeichnisverordnung – AVV. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(20.7.2017 I 2808). Kreislaufwirtschaftsgesetz – KrWG. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Zittau/Görlitz (2020). Nachhaltiger Campus: ReUse, ReCycle, Refill. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von https://www.hszg.de/hochschule/struktur-und-organisation/managementsysteme/umweltmanagement/nachhaltiger-campus-good-practice.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lexikon der Nachhaltigkeit (2018). Nachhaltigkeit in der Abfallentsorgung. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von https://www.nachhaltigkeit.info/artikel/nachhaltigkeit_bei_der_abfallentsorgung_1795.htm?sid=qdoap21h0pg877osnn67edt0o0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Abfallmanagement&amp;diff=5100</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Abfallmanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Abfallmanagement&amp;diff=5100"/>
		<updated>2020-10-08T08:40:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: /* Quellen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Betroffener Personenkreis ==&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag richtet sich an alle Hochschulangehörigen gleichermaßen, denn jede und jeder kann zur Abfallvermeidung, zum Recycling und damit zur Minderung der Entsorgungsleistung einen Beitrag leisten. Von besonderer Bedeutung bei der nachhaltigen Entsorgung ist der Personenkreis „Abfallbeauftragte“ (häufig in Personalunion mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit (FaSi)).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz ==&lt;br /&gt;
Abfälle sind alle Stoffe oder Gegenstände, derer sich ein Besitzer entledigt, entledigen will oder muss.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 3 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie können nach der Art und der Einstufung ihrer Gefährlichkeit bezeichnet und unterschieden werden.&amp;lt;ref&amp;gt;AVV § 1&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Abfallverzeichnisverordnung (AVV) gibt dazu branchen- bzw. gruppendefinierte zwei-, vier- und sechsstellige Abfallschlüssel mit Abfallbezeichnung an. Hochschulen als Entsorger müssen einer gesetzlichen Registerpflicht über Menge, Art, Ursprung, Sammlungshäufigkeit, Beförderungs- und Verwertungs- oder Beseitigungsart des Abfalls nachkommen.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 49 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Für gefährliche Abfälle, etwa aus Chemielaboratorien, besteht zudem eine Nachweispflicht vor Beginn der Entsorgung und über deren Durchführung sowie ggf. über den Verbleib entsorgter Abfälle.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 50 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Abfallverursacher*in und Entsorger*in müssen Hochschulen und ihre Angehörigen nach dem Vorsorge und Nachhaltigkeitsprinzip und den rechtlichen Vorgaben des § 6 (1); (2) KrWG einen maßgeblichen Beitrag leisten, Abfälle zu vermeiden, zur Wiederverwendung vorzubereiten sowie zu recyceln. Sollten diese Maßnahmen nicht greifen, ist eine energetische Verwertung sicher zu stellen. Grundsätzlich sollen jeweils die Maßnahmen innerhalb der Rangfolge Vorrang haben, die den Schutz von Mensch und Umwelt am besten gewährleisten. Mit dem Vermeidungsgrundsatz geht die Verpflichtung einher, Erzeugnisse zu beschaffen, die&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 45 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=* langlebig, reparaturfreundlich, wiederverwendbar oder verwertbar sind,&lt;br /&gt;
* im Vergleich zu anderen Erzeugnissen zu weniger oder schadstoffärmeren Abfällen führen und&lt;br /&gt;
* durch Vorbereitung zur Wiederverwendung oder Recycling hergestellt wurden.&amp;lt;/big&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Neben dem Kreislaufwirtschaftsgesetz ist für den Bereich der nicht gefährlichen Abfälle die Gewerbeabfallverordnung relevant, die den Umgang mit gewerblichen Siedlungsabfällen sowie Bau- und Abbruchabfällen regelt. Ziel der Gewerbeabfallverordnung ist die Stärkung der Abfallhierarchie. Diese wird durch den Vorrang der stofflichen gegenüber der energetischen Verwertung von Abfällen und der Einschränkung der gemischten Erfassung verankert. Durch die Umsetzung der Trennpflicht nach Gewerbeabfallverordnung für Papier/Kartonagen, Kunststoffe, Glas, Metalle, Holz, Alttextilien und Bioabfällen können auch Hochschulen einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ist es unerlässlich, dass der mit dem Abfallmanagement betroffene Personenkreis einer Hochschule mit dem Bereich „Beschaffung“ vernetzt wird und interagiert. Denn alles was beschafft wird muss nach einer Nutzungsphase, meist stofflich oder energetisch modifiziert, auch entsorgt werden. Indirekt tragen Hochschulen dadurch nicht nur zur Abfallvermeidung bei, sondern ebenso zur Einsparung von Wasser, Energie und Rohstoffen, die andererseits in die Produktions- und Lieferketten geflossen wären. Durch die Abfallvermeidung und -reduktion profitieren Hochschulen bzw. die mit der Abfallentsorgung betrauten länderspezifischen Behörden von der Minimierung ihrer Entsorgungsaufwendungen und -kosten (z.B. durch Register- und Nachweispflicht und Transport).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschulen leisten durch geringe Abfallaufkommen zudem einen gesamtgesellschaftlichen Beitrag zur Verringerung der Luft- und Abwasseremissionen bei den Entsorgungsprozessen. Eine nachhaltige Entsorgung an Hochschulen steht demzufolge im Zusammenhang mit dem Schutz von Mensch und Umwelt, mit einer Lebenszyklusbetrachtung von Stoffen und Gegenständen die zu Abfall werden können, sowie mit ressourcenschonenden und emissionsarmen Herstellungs- und Entsorgungsverfahren von der primären bis zur sekundären Rohstoffgewinnung aus Abfall.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 6 (1), (2)&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachhaltigkeit in der Entsorgung an Hochschulen meint – über die Rechtskonformität hinaus – generell die Minimierung vom Stoff- und Energieeinsatz, sodass nach einer möglichst langen Nutzungsphase so wenig wie möglich Abfälle anfallen bzw. eingesetzte Energie „weggeworfen“ wird. Nachhaltige Entsorgung an Hochschulen fördert zudem die Kreislaufwirtschaft, um Abfälle als neue Ressource (Sekundärstoff) für Produkte und Energie zu betrachten und zu nutzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Lexikon der Nachhaltigkeit (2018)&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Umgang mit gefährlichen Abfällen schützt eine nachhaltiges Abfallmanagement Personal und Studierende durch aktive Risikoerkennung und -minimierung und betreibt dadurch Gesundheits- und Entsorgungsprävention.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Für ein nachhaltiges Abfallmanagement können sich Hochschulen bspw. folgende Ziele setzen und diese in spezifischen Richtlinien zum Abfallmanagement niederlegen:&lt;br /&gt;
* Rechtskonformität,&lt;br /&gt;
* Nutzungsoptimierung (z. B. von Chemikalien und Verbrauchsmaterialien),&lt;br /&gt;
* Vermeidung, Trennung/Recycling von Abfällen und Einsparung von Entsorgungsaufwendungen,&lt;br /&gt;
* Einsatz und Beschaffung von langlebigen und reparaturfreundlichen Produkten und damit verbundenen langen Nutzungszeiten anstelle von häufigen Neuanschaffungen in kurzen Zeitintervallen.&lt;br /&gt;
* Einsatz, Nutzung von Abfallstoffen als Sekundärstoffe (Kreislaufwirtschaft) – nur indirekt beeinflussbar&lt;br /&gt;
* transparente rechtskonforme Entsorgungsprozesse/-dienstleistungen als Grundlage für gesundheitspräventiven Umgang mit Abfällen und gefährlichen Abfällen, wie ätzende Chemikalien,&lt;br /&gt;
* (Stoff-) Substitutionsprüfung und Rückkopplung mit „Beschaffung“,&lt;br /&gt;
* zyklische Bewertung der Funktionalität des Abfallmanagements (z. B. im Rahmen von UMS-Audits)&lt;br /&gt;
* eindeutige Festlegung von Zuständigkeiten in Entsorgungslogistik,&lt;br /&gt;
* Risikoerkennung/-minimierung (z. B. Gefährdungsbeurteilungen, Betriebsanweisungen),&lt;br /&gt;
* formale und non-formale Bildung, Bewusstseinsschaffung und -schärfung betroffener Personen,&lt;br /&gt;
* Vorbild- und Multiplikatorenwirkung und&lt;br /&gt;
* Nachhaltigkeitsberichterstattung zum Abfallmanagement.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* strenge rechtliche Forderungen (Arbeitsschutz, Kreislaufwirtschaft) können individuelles Hochschul-Engagement begrenzen („ist doch schon alles geregelt“)&lt;br /&gt;
* teilweise begrenzte Einflussmöglichkeiten aufgrund länderspezifischer Regelungen (zentralisierte Entsorgung)&lt;br /&gt;
* Forschungs- und Lehrbetrieb mit hohem Bedarf an Chemikalien und Gefahrstoffen&lt;br /&gt;
* zusätzlicher Ressourcenbedarf zur Optimierung bestehender Entsorgungssysteme in Bezug auf Nachhaltigkeit&lt;br /&gt;
* Akzeptanzprobleme der Handelnden, des betroffenen Personenkreises (Bewusstsein – Wissen – Handeln)&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Identifizierung studiengangsbezogener Ressourcen/Verbrauchsmittel zur Ableitung von Abfall- und Kostenreduzierungspotenzialen (MINT vs. Geisteswissenschaften)&lt;br /&gt;
* Identifizierung von Vermeidungs- und Einsparpotenzialen (z. B. Büromaterial)&lt;br /&gt;
* Optimierung des Chemikalien- und Gefahrstoffmanagements&lt;br /&gt;
* Kommunikation, Sensibilisierung und Zusammenarbeit mit allen Hochschulbereichen und Personen, insbesondere der „Beschaffung“&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste nachhaltiges Abfallmanagement ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;Checkliste einfügen!&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;„RUN – ReUse Notebook“ und „Handy-Sammel-Aktion“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz, ReUse, ReCycle, Refill, 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ist Ihr Mobile-/Smartphone schon wieder veraltet oder das Notebook schon wieder zu langsam oder defekt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn bei den Angehörigen der Hochschule Zittau/Görlitz ein neues Handy, Mobile-/Smartphone oder Notebook angeschafft werden muss, sind die Beschäftigten und Studierenden dazu aufgerufen, ihre alte Technik an den zentralen Sammelpunkten in den Hochschulbibliotheken Zittau und Görlitz abzugeben. Mit dieser Technikspende wird die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Zittau/Görlitz und der SAPOS gGmbH unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Technikspende unterstützt aber vor allem das Recycling, die Wiederverwertung und -verwendung von Handys, Mobile-/Smartphones und Notebooks, bzw. von wertvollen Bestandteilen wie Edelmetalle und Seltene Erden. Außerdem wird die SAPOS gGmbH direkt unterstützt bei der Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen. Diesen wird durch das Zerlegen der Geräte oder durch Kleinreparaturen eine wichtige Aufgabe und ein eigenverantwortliches Leben in der Gesellschaft ermöglicht. [http://reuse-notebook.com/static/de/startseite/index.html?L=1 Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;„Terracycle – Stifte-Recycling“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz, ReUse, ReCycle, Refill, 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kugelschreiber und andere Schreibgeräte gibt es an den Hochschulen überall in hoher Anzahl. Genauso schnell wie man so einen Schreibutensil in der Hand hat, wird es wohl auch wieder weggeworfen. Nicht so an der Hochschule Zittau/Görlitz, die über das „Terracycle“ Stifte-Recycling-Programm Kulis &amp;amp; Co. sammelt und recycelt. Der Gewinn daraus unterstützt die Nichtregierungsorganisation (NGO) [http://www.dapaviva.org „DapaViva“] aus Kolumbien. Diese fördert Umweltbildung der lokalen Bevölkerung des Nebelwaldes, um ihn vor der Urbanisierung zu bewahren. Die Sammelstationen befinden sich in mehreren Gebäuden an zentralen Ort sowie in der Hochschulbibliothek. Zudem wurde mit dem Programm die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Zittau und eine Sammelstation im Zittauer Einwohnermeldeamt realisiert. [https://www.terracycle.com/de-DE/about-terracycle?utm_campaign=admittance&amp;amp;utm_medium=menu&amp;amp;utm_source=www.terracycle.com Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Case Study Reduzierung gefährlicher Abfall&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links == &lt;br /&gt;
* Handys für Hummel, Biene und Co. [https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/aktionen-und-projekte/alte-handys-fuer-die-havel/index.html NABU Handy-Recycling]&lt;br /&gt;
* Kostenlose Abgabe von Brillen an Sehhilfebedürftige in der ganzen Welt [https://brillenweltweit.de/#brillenspenden BrillenWeltweit]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(17.7.2017 I 2644). Abfallverzeichnisverordnung – AVV. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(20.7.2017 I 2808). Kreislaufwirtschaftsgesetz – KrWG. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Zittau/Görlitz (2018). ReUse, ReCycle, Refill. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von https://www.hszg.de/hochschule/struktur-und-organisation/managementsysteme/umweltmanagement/nachhaltiger-campus-good-practice.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lexikon der Nachhaltigkeit (2018). Nachhaltigkeit in der Abfallentsorgung. Abgerufen am 08. Oktober 2020 von https://www.nachhaltigkeit.info/artikel/nachhaltigkeit_bei_der_abfallentsorgung_1795.htm?sid=qdoap21h0pg877osnn67edt0o0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
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	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Abfallmanagement&amp;diff=5099</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Abfallmanagement</title>
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		<updated>2020-10-08T08:33:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: /* Weiterführende Informationen und Links */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Betroffener Personenkreis ==&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag richtet sich an alle Hochschulangehörigen gleichermaßen, denn jede und jeder kann zur Abfallvermeidung, zum Recycling und damit zur Minderung der Entsorgungsleistung einen Beitrag leisten. Von besonderer Bedeutung bei der nachhaltigen Entsorgung ist der Personenkreis „Abfallbeauftragte“ (häufig in Personalunion mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit (FaSi)).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz ==&lt;br /&gt;
Abfälle sind alle Stoffe oder Gegenstände, derer sich ein Besitzer entledigt, entledigen will oder muss.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 3 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie können nach der Art und der Einstufung ihrer Gefährlichkeit bezeichnet und unterschieden werden.&amp;lt;ref&amp;gt;AVV § 1&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Abfallverzeichnisverordnung (AVV) gibt dazu branchen- bzw. gruppendefinierte zwei-, vier- und sechsstellige Abfallschlüssel mit Abfallbezeichnung an. Hochschulen als Entsorger müssen einer gesetzlichen Registerpflicht über Menge, Art, Ursprung, Sammlungshäufigkeit, Beförderungs- und Verwertungs- oder Beseitigungsart des Abfalls nachkommen.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 49 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Für gefährliche Abfälle, etwa aus Chemielaboratorien, besteht zudem eine Nachweispflicht vor Beginn der Entsorgung und über deren Durchführung sowie ggf. über den Verbleib entsorgter Abfälle.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 50 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Abfallverursacher*in und Entsorger*in müssen Hochschulen und ihre Angehörigen nach dem Vorsorge und Nachhaltigkeitsprinzip und den rechtlichen Vorgaben des § 6 (1); (2) KrWG einen maßgeblichen Beitrag leisten, Abfälle zu vermeiden, zur Wiederverwendung vorzubereiten sowie zu recyceln. Sollten diese Maßnahmen nicht greifen, ist eine energetische Verwertung sicher zu stellen. Grundsätzlich sollen jeweils die Maßnahmen innerhalb der Rangfolge Vorrang haben, die den Schutz von Mensch und Umwelt am besten gewährleisten. Mit dem Vermeidungsgrundsatz geht die Verpflichtung einher, Erzeugnisse zu beschaffen, die&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 45 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=* langlebig, reparaturfreundlich, wiederverwendbar oder verwertbar sind,&lt;br /&gt;
* im Vergleich zu anderen Erzeugnissen zu weniger oder schadstoffärmeren Abfällen führen und&lt;br /&gt;
* durch Vorbereitung zur Wiederverwendung oder Recycling hergestellt wurden.&amp;lt;/big&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Neben dem Kreislaufwirtschaftsgesetz ist für den Bereich der nicht gefährlichen Abfälle die Gewerbeabfallverordnung relevant, die den Umgang mit gewerblichen Siedlungsabfällen sowie Bau- und Abbruchabfällen regelt. Ziel der Gewerbeabfallverordnung ist die Stärkung der Abfallhierarchie. Diese wird durch den Vorrang der stofflichen gegenüber der energetischen Verwertung von Abfällen und der Einschränkung der gemischten Erfassung verankert. Durch die Umsetzung der Trennpflicht nach Gewerbeabfallverordnung für Papier/Kartonagen, Kunststoffe, Glas, Metalle, Holz, Alttextilien und Bioabfällen können auch Hochschulen einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ist es unerlässlich, dass der mit dem Abfallmanagement betroffene Personenkreis einer Hochschule mit dem Bereich „Beschaffung“ vernetzt wird und interagiert. Denn alles was beschafft wird muss nach einer Nutzungsphase, meist stofflich oder energetisch modifiziert, auch entsorgt werden. Indirekt tragen Hochschulen dadurch nicht nur zur Abfallvermeidung bei, sondern ebenso zur Einsparung von Wasser, Energie und Rohstoffen, die andererseits in die Produktions- und Lieferketten geflossen wären. Durch die Abfallvermeidung und -reduktion profitieren Hochschulen bzw. die mit der Abfallentsorgung betrauten länderspezifischen Behörden von der Minimierung ihrer Entsorgungsaufwendungen und -kosten (z.B. durch Register- und Nachweispflicht und Transport).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschulen leisten durch geringe Abfallaufkommen zudem einen gesamtgesellschaftlichen Beitrag zur Verringerung der Luft- und Abwasseremissionen bei den Entsorgungsprozessen. Eine nachhaltige Entsorgung an Hochschulen steht demzufolge im Zusammenhang mit dem Schutz von Mensch und Umwelt, mit einer Lebenszyklusbetrachtung von Stoffen und Gegenständen die zu Abfall werden können, sowie mit ressourcenschonenden und emissionsarmen Herstellungs- und Entsorgungsverfahren von der primären bis zur sekundären Rohstoffgewinnung aus Abfall.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 6 (1), (2)&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachhaltigkeit in der Entsorgung an Hochschulen meint – über die Rechtskonformität hinaus – generell die Minimierung vom Stoff- und Energieeinsatz, sodass nach einer möglichst langen Nutzungsphase so wenig wie möglich Abfälle anfallen bzw. eingesetzte Energie „weggeworfen“ wird. Nachhaltige Entsorgung an Hochschulen fördert zudem die Kreislaufwirtschaft, um Abfälle als neue Ressource (Sekundärstoff) für Produkte und Energie zu betrachten und zu nutzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Lexikon der Nachhaltigkeit (2018)&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Umgang mit gefährlichen Abfällen schützt eine nachhaltiges Abfallmanagement Personal und Studierende durch aktive Risikoerkennung und -minimierung und betreibt dadurch Gesundheits- und Entsorgungsprävention.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Für ein nachhaltiges Abfallmanagement können sich Hochschulen bspw. folgende Ziele setzen und diese in spezifischen Richtlinien zum Abfallmanagement niederlegen:&lt;br /&gt;
* Rechtskonformität,&lt;br /&gt;
* Nutzungsoptimierung (z. B. von Chemikalien und Verbrauchsmaterialien),&lt;br /&gt;
* Vermeidung, Trennung/Recycling von Abfällen und Einsparung von Entsorgungsaufwendungen,&lt;br /&gt;
* Einsatz und Beschaffung von langlebigen und reparaturfreundlichen Produkten und damit verbundenen langen Nutzungszeiten anstelle von häufigen Neuanschaffungen in kurzen Zeitintervallen.&lt;br /&gt;
* Einsatz, Nutzung von Abfallstoffen als Sekundärstoffe (Kreislaufwirtschaft) – nur indirekt beeinflussbar&lt;br /&gt;
* transparente rechtskonforme Entsorgungsprozesse/-dienstleistungen als Grundlage für gesundheitspräventiven Umgang mit Abfällen und gefährlichen Abfällen, wie ätzende Chemikalien,&lt;br /&gt;
* (Stoff-) Substitutionsprüfung und Rückkopplung mit „Beschaffung“,&lt;br /&gt;
* zyklische Bewertung der Funktionalität des Abfallmanagements (z. B. im Rahmen von UMS-Audits)&lt;br /&gt;
* eindeutige Festlegung von Zuständigkeiten in Entsorgungslogistik,&lt;br /&gt;
* Risikoerkennung/-minimierung (z. B. Gefährdungsbeurteilungen, Betriebsanweisungen),&lt;br /&gt;
* formale und non-formale Bildung, Bewusstseinsschaffung und -schärfung betroffener Personen,&lt;br /&gt;
* Vorbild- und Multiplikatorenwirkung und&lt;br /&gt;
* Nachhaltigkeitsberichterstattung zum Abfallmanagement.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* strenge rechtliche Forderungen (Arbeitsschutz, Kreislaufwirtschaft) können individuelles Hochschul-Engagement begrenzen („ist doch schon alles geregelt“)&lt;br /&gt;
* teilweise begrenzte Einflussmöglichkeiten aufgrund länderspezifischer Regelungen (zentralisierte Entsorgung)&lt;br /&gt;
* Forschungs- und Lehrbetrieb mit hohem Bedarf an Chemikalien und Gefahrstoffen&lt;br /&gt;
* zusätzlicher Ressourcenbedarf zur Optimierung bestehender Entsorgungssysteme in Bezug auf Nachhaltigkeit&lt;br /&gt;
* Akzeptanzprobleme der Handelnden, des betroffenen Personenkreises (Bewusstsein – Wissen – Handeln)&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Identifizierung studiengangsbezogener Ressourcen/Verbrauchsmittel zur Ableitung von Abfall- und Kostenreduzierungspotenzialen (MINT vs. Geisteswissenschaften)&lt;br /&gt;
* Identifizierung von Vermeidungs- und Einsparpotenzialen (z. B. Büromaterial)&lt;br /&gt;
* Optimierung des Chemikalien- und Gefahrstoffmanagements&lt;br /&gt;
* Kommunikation, Sensibilisierung und Zusammenarbeit mit allen Hochschulbereichen und Personen, insbesondere der „Beschaffung“&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste nachhaltiges Abfallmanagement ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;Checkliste einfügen!&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;„RUN – ReUse Notebook“ und „Handy-Sammel-Aktion“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz, ReUse, ReCycle, Refill, 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ist Ihr Mobile-/Smartphone schon wieder veraltet oder das Notebook schon wieder zu langsam oder defekt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn bei den Angehörigen der Hochschule Zittau/Görlitz ein neues Handy, Mobile-/Smartphone oder Notebook angeschafft werden muss, sind die Beschäftigten und Studierenden dazu aufgerufen, ihre alte Technik an den zentralen Sammelpunkten in den Hochschulbibliotheken Zittau und Görlitz abzugeben. Mit dieser Technikspende wird die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Zittau/Görlitz und der SAPOS gGmbH unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Technikspende unterstützt aber vor allem das Recycling, die Wiederverwertung und -verwendung von Handys, Mobile-/Smartphones und Notebooks, bzw. von wertvollen Bestandteilen wie Edelmetalle und Seltene Erden. Außerdem wird die SAPOS gGmbH direkt unterstützt bei der Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen. Diesen wird durch das Zerlegen der Geräte oder durch Kleinreparaturen eine wichtige Aufgabe und ein eigenverantwortliches Leben in der Gesellschaft ermöglicht. [http://reuse-notebook.com/static/de/startseite/index.html?L=1 Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;„Terracycle – Stifte-Recycling“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz, ReUse, ReCycle, Refill, 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kugelschreiber und andere Schreibgeräte gibt es an den Hochschulen überall in hoher Anzahl. Genauso schnell wie man so einen Schreibutensil in der Hand hat, wird es wohl auch wieder weggeworfen. Nicht so an der Hochschule Zittau/Görlitz, die über das „Terracycle“ Stifte-Recycling-Programm Kulis &amp;amp; Co. sammelt und recycelt. Der Gewinn daraus unterstützt die Nichtregierungsorganisation (NGO) [http://www.dapaviva.org „DapaViva“] aus Kolumbien. Diese fördert Umweltbildung der lokalen Bevölkerung des Nebelwaldes, um ihn vor der Urbanisierung zu bewahren. Die Sammelstationen befinden sich in mehreren Gebäuden an zentralen Ort sowie in der Hochschulbibliothek. Zudem wurde mit dem Programm die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Zittau und eine Sammelstation im Zittauer Einwohnermeldeamt realisiert. [https://www.terracycle.com/de-DE/about-terracycle?utm_campaign=admittance&amp;amp;utm_medium=menu&amp;amp;utm_source=www.terracycle.com Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Case Study Reduzierung gefährlicher Abfall&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links == &lt;br /&gt;
* Handys für Hummel, Biene und Co. [https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/aktionen-und-projekte/alte-handys-fuer-die-havel/index.html NABU Handy-Recycling]&lt;br /&gt;
* Kostenlose Abgabe von Brillen an Sehhilfebedürftige in der ganzen Welt [https://brillenweltweit.de/#brillenspenden BrillenWeltweit]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(17.7.2017 I 2644). Abfallverzeichnisverordnung – AVV. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(20.7.2017 I 2808). Kreislaufwirtschaftsgesetz – KrWG. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Zittau/Görlitz (2018). ReUse, ReCycle, Refill. Abgerufen am 21. August 2018 von https://www.hszg.de/hochschule/managementsysteme/umweltmanagement/mach-mit/recycle-reuse-refill.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lexikon der Nachhaltigkeit (2018). Nachhaltigkeit in der Abfallentsorgung. Abgerufen am 04. Mai 2018 von https://www.nachhaltigkeit.info/artikel/nachhaltigkeit_bei_der_abfallentsorgung_1795.htm?sid=qdoap21h0pg877osnn67edt0o0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Abfallmanagement&amp;diff=5098</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Abfallmanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Abfallmanagement&amp;diff=5098"/>
		<updated>2020-10-08T08:31:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: /* Weiterführende Informationen und Links */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Betroffener Personenkreis ==&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag richtet sich an alle Hochschulangehörigen gleichermaßen, denn jede und jeder kann zur Abfallvermeidung, zum Recycling und damit zur Minderung der Entsorgungsleistung einen Beitrag leisten. Von besonderer Bedeutung bei der nachhaltigen Entsorgung ist der Personenkreis „Abfallbeauftragte“ (häufig in Personalunion mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit (FaSi)).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz ==&lt;br /&gt;
Abfälle sind alle Stoffe oder Gegenstände, derer sich ein Besitzer entledigt, entledigen will oder muss.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 3 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie können nach der Art und der Einstufung ihrer Gefährlichkeit bezeichnet und unterschieden werden.&amp;lt;ref&amp;gt;AVV § 1&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Abfallverzeichnisverordnung (AVV) gibt dazu branchen- bzw. gruppendefinierte zwei-, vier- und sechsstellige Abfallschlüssel mit Abfallbezeichnung an. Hochschulen als Entsorger müssen einer gesetzlichen Registerpflicht über Menge, Art, Ursprung, Sammlungshäufigkeit, Beförderungs- und Verwertungs- oder Beseitigungsart des Abfalls nachkommen.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 49 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Für gefährliche Abfälle, etwa aus Chemielaboratorien, besteht zudem eine Nachweispflicht vor Beginn der Entsorgung und über deren Durchführung sowie ggf. über den Verbleib entsorgter Abfälle.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 50 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Abfallverursacher*in und Entsorger*in müssen Hochschulen und ihre Angehörigen nach dem Vorsorge und Nachhaltigkeitsprinzip und den rechtlichen Vorgaben des § 6 (1); (2) KrWG einen maßgeblichen Beitrag leisten, Abfälle zu vermeiden, zur Wiederverwendung vorzubereiten sowie zu recyceln. Sollten diese Maßnahmen nicht greifen, ist eine energetische Verwertung sicher zu stellen. Grundsätzlich sollen jeweils die Maßnahmen innerhalb der Rangfolge Vorrang haben, die den Schutz von Mensch und Umwelt am besten gewährleisten. Mit dem Vermeidungsgrundsatz geht die Verpflichtung einher, Erzeugnisse zu beschaffen, die&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 45 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=* langlebig, reparaturfreundlich, wiederverwendbar oder verwertbar sind,&lt;br /&gt;
* im Vergleich zu anderen Erzeugnissen zu weniger oder schadstoffärmeren Abfällen führen und&lt;br /&gt;
* durch Vorbereitung zur Wiederverwendung oder Recycling hergestellt wurden.&amp;lt;/big&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Neben dem Kreislaufwirtschaftsgesetz ist für den Bereich der nicht gefährlichen Abfälle die Gewerbeabfallverordnung relevant, die den Umgang mit gewerblichen Siedlungsabfällen sowie Bau- und Abbruchabfällen regelt. Ziel der Gewerbeabfallverordnung ist die Stärkung der Abfallhierarchie. Diese wird durch den Vorrang der stofflichen gegenüber der energetischen Verwertung von Abfällen und der Einschränkung der gemischten Erfassung verankert. Durch die Umsetzung der Trennpflicht nach Gewerbeabfallverordnung für Papier/Kartonagen, Kunststoffe, Glas, Metalle, Holz, Alttextilien und Bioabfällen können auch Hochschulen einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ist es unerlässlich, dass der mit dem Abfallmanagement betroffene Personenkreis einer Hochschule mit dem Bereich „Beschaffung“ vernetzt wird und interagiert. Denn alles was beschafft wird muss nach einer Nutzungsphase, meist stofflich oder energetisch modifiziert, auch entsorgt werden. Indirekt tragen Hochschulen dadurch nicht nur zur Abfallvermeidung bei, sondern ebenso zur Einsparung von Wasser, Energie und Rohstoffen, die andererseits in die Produktions- und Lieferketten geflossen wären. Durch die Abfallvermeidung und -reduktion profitieren Hochschulen bzw. die mit der Abfallentsorgung betrauten länderspezifischen Behörden von der Minimierung ihrer Entsorgungsaufwendungen und -kosten (z.B. durch Register- und Nachweispflicht und Transport).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschulen leisten durch geringe Abfallaufkommen zudem einen gesamtgesellschaftlichen Beitrag zur Verringerung der Luft- und Abwasseremissionen bei den Entsorgungsprozessen. Eine nachhaltige Entsorgung an Hochschulen steht demzufolge im Zusammenhang mit dem Schutz von Mensch und Umwelt, mit einer Lebenszyklusbetrachtung von Stoffen und Gegenständen die zu Abfall werden können, sowie mit ressourcenschonenden und emissionsarmen Herstellungs- und Entsorgungsverfahren von der primären bis zur sekundären Rohstoffgewinnung aus Abfall.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 6 (1), (2)&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachhaltigkeit in der Entsorgung an Hochschulen meint – über die Rechtskonformität hinaus – generell die Minimierung vom Stoff- und Energieeinsatz, sodass nach einer möglichst langen Nutzungsphase so wenig wie möglich Abfälle anfallen bzw. eingesetzte Energie „weggeworfen“ wird. Nachhaltige Entsorgung an Hochschulen fördert zudem die Kreislaufwirtschaft, um Abfälle als neue Ressource (Sekundärstoff) für Produkte und Energie zu betrachten und zu nutzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Lexikon der Nachhaltigkeit (2018)&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Umgang mit gefährlichen Abfällen schützt eine nachhaltiges Abfallmanagement Personal und Studierende durch aktive Risikoerkennung und -minimierung und betreibt dadurch Gesundheits- und Entsorgungsprävention.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Für ein nachhaltiges Abfallmanagement können sich Hochschulen bspw. folgende Ziele setzen und diese in spezifischen Richtlinien zum Abfallmanagement niederlegen:&lt;br /&gt;
* Rechtskonformität,&lt;br /&gt;
* Nutzungsoptimierung (z. B. von Chemikalien und Verbrauchsmaterialien),&lt;br /&gt;
* Vermeidung, Trennung/Recycling von Abfällen und Einsparung von Entsorgungsaufwendungen,&lt;br /&gt;
* Einsatz und Beschaffung von langlebigen und reparaturfreundlichen Produkten und damit verbundenen langen Nutzungszeiten anstelle von häufigen Neuanschaffungen in kurzen Zeitintervallen.&lt;br /&gt;
* Einsatz, Nutzung von Abfallstoffen als Sekundärstoffe (Kreislaufwirtschaft) – nur indirekt beeinflussbar&lt;br /&gt;
* transparente rechtskonforme Entsorgungsprozesse/-dienstleistungen als Grundlage für gesundheitspräventiven Umgang mit Abfällen und gefährlichen Abfällen, wie ätzende Chemikalien,&lt;br /&gt;
* (Stoff-) Substitutionsprüfung und Rückkopplung mit „Beschaffung“,&lt;br /&gt;
* zyklische Bewertung der Funktionalität des Abfallmanagements (z. B. im Rahmen von UMS-Audits)&lt;br /&gt;
* eindeutige Festlegung von Zuständigkeiten in Entsorgungslogistik,&lt;br /&gt;
* Risikoerkennung/-minimierung (z. B. Gefährdungsbeurteilungen, Betriebsanweisungen),&lt;br /&gt;
* formale und non-formale Bildung, Bewusstseinsschaffung und -schärfung betroffener Personen,&lt;br /&gt;
* Vorbild- und Multiplikatorenwirkung und&lt;br /&gt;
* Nachhaltigkeitsberichterstattung zum Abfallmanagement.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* strenge rechtliche Forderungen (Arbeitsschutz, Kreislaufwirtschaft) können individuelles Hochschul-Engagement begrenzen („ist doch schon alles geregelt“)&lt;br /&gt;
* teilweise begrenzte Einflussmöglichkeiten aufgrund länderspezifischer Regelungen (zentralisierte Entsorgung)&lt;br /&gt;
* Forschungs- und Lehrbetrieb mit hohem Bedarf an Chemikalien und Gefahrstoffen&lt;br /&gt;
* zusätzlicher Ressourcenbedarf zur Optimierung bestehender Entsorgungssysteme in Bezug auf Nachhaltigkeit&lt;br /&gt;
* Akzeptanzprobleme der Handelnden, des betroffenen Personenkreises (Bewusstsein – Wissen – Handeln)&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Identifizierung studiengangsbezogener Ressourcen/Verbrauchsmittel zur Ableitung von Abfall- und Kostenreduzierungspotenzialen (MINT vs. Geisteswissenschaften)&lt;br /&gt;
* Identifizierung von Vermeidungs- und Einsparpotenzialen (z. B. Büromaterial)&lt;br /&gt;
* Optimierung des Chemikalien- und Gefahrstoffmanagements&lt;br /&gt;
* Kommunikation, Sensibilisierung und Zusammenarbeit mit allen Hochschulbereichen und Personen, insbesondere der „Beschaffung“&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste nachhaltiges Abfallmanagement ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;Checkliste einfügen!&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;„RUN – ReUse Notebook“ und „Handy-Sammel-Aktion“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz, ReUse, ReCycle, Refill, 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ist Ihr Mobile-/Smartphone schon wieder veraltet oder das Notebook schon wieder zu langsam oder defekt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn bei den Angehörigen der Hochschule Zittau/Görlitz ein neues Handy, Mobile-/Smartphone oder Notebook angeschafft werden muss, sind die Beschäftigten und Studierenden dazu aufgerufen, ihre alte Technik an den zentralen Sammelpunkten in den Hochschulbibliotheken Zittau und Görlitz abzugeben. Mit dieser Technikspende wird die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Zittau/Görlitz und der SAPOS gGmbH unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Technikspende unterstützt aber vor allem das Recycling, die Wiederverwertung und -verwendung von Handys, Mobile-/Smartphones und Notebooks, bzw. von wertvollen Bestandteilen wie Edelmetalle und Seltene Erden. Außerdem wird die SAPOS gGmbH direkt unterstützt bei der Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen. Diesen wird durch das Zerlegen der Geräte oder durch Kleinreparaturen eine wichtige Aufgabe und ein eigenverantwortliches Leben in der Gesellschaft ermöglicht. [http://reuse-notebook.com/static/de/startseite/index.html?L=1 Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;„Terracycle – Stifte-Recycling“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz, ReUse, ReCycle, Refill, 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kugelschreiber und andere Schreibgeräte gibt es an den Hochschulen überall in hoher Anzahl. Genauso schnell wie man so einen Schreibutensil in der Hand hat, wird es wohl auch wieder weggeworfen. Nicht so an der Hochschule Zittau/Görlitz, die über das „Terracycle“ Stifte-Recycling-Programm Kulis &amp;amp; Co. sammelt und recycelt. Der Gewinn daraus unterstützt die Nichtregierungsorganisation (NGO) [http://www.dapaviva.org „DapaViva“] aus Kolumbien. Diese fördert Umweltbildung der lokalen Bevölkerung des Nebelwaldes, um ihn vor der Urbanisierung zu bewahren. Die Sammelstationen befinden sich in mehreren Gebäuden an zentralen Ort sowie in der Hochschulbibliothek. Zudem wurde mit dem Programm die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Zittau und eine Sammelstation im Zittauer Einwohnermeldeamt realisiert. [https://www.terracycle.com/de-DE/about-terracycle?utm_campaign=admittance&amp;amp;utm_medium=menu&amp;amp;utm_source=www.terracycle.com Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Case Study Reduzierung gefährlicher Abfall&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links == &lt;br /&gt;
* Handys für Hummel, Biene und Co. [https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/aktionen-und-projekte/alte-handys-fuer-die-havel/index.html NABU Handy-Recycling]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(17.7.2017 I 2644). Abfallverzeichnisverordnung – AVV. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(20.7.2017 I 2808). Kreislaufwirtschaftsgesetz – KrWG. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Zittau/Görlitz (2018). ReUse, ReCycle, Refill. Abgerufen am 21. August 2018 von https://www.hszg.de/hochschule/managementsysteme/umweltmanagement/mach-mit/recycle-reuse-refill.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lexikon der Nachhaltigkeit (2018). Nachhaltigkeit in der Abfallentsorgung. Abgerufen am 04. Mai 2018 von https://www.nachhaltigkeit.info/artikel/nachhaltigkeit_bei_der_abfallentsorgung_1795.htm?sid=qdoap21h0pg877osnn67edt0o0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Abfallmanagement&amp;diff=5097</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Abfallmanagement</title>
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		<updated>2020-10-08T08:24:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: /* Good Practice */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Betroffener Personenkreis ==&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag richtet sich an alle Hochschulangehörigen gleichermaßen, denn jede und jeder kann zur Abfallvermeidung, zum Recycling und damit zur Minderung der Entsorgungsleistung einen Beitrag leisten. Von besonderer Bedeutung bei der nachhaltigen Entsorgung ist der Personenkreis „Abfallbeauftragte“ (häufig in Personalunion mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit (FaSi)).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz ==&lt;br /&gt;
Abfälle sind alle Stoffe oder Gegenstände, derer sich ein Besitzer entledigt, entledigen will oder muss.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 3 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie können nach der Art und der Einstufung ihrer Gefährlichkeit bezeichnet und unterschieden werden.&amp;lt;ref&amp;gt;AVV § 1&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Abfallverzeichnisverordnung (AVV) gibt dazu branchen- bzw. gruppendefinierte zwei-, vier- und sechsstellige Abfallschlüssel mit Abfallbezeichnung an. Hochschulen als Entsorger müssen einer gesetzlichen Registerpflicht über Menge, Art, Ursprung, Sammlungshäufigkeit, Beförderungs- und Verwertungs- oder Beseitigungsart des Abfalls nachkommen.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 49 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Für gefährliche Abfälle, etwa aus Chemielaboratorien, besteht zudem eine Nachweispflicht vor Beginn der Entsorgung und über deren Durchführung sowie ggf. über den Verbleib entsorgter Abfälle.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 50 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Abfallverursacher*in und Entsorger*in müssen Hochschulen und ihre Angehörigen nach dem Vorsorge und Nachhaltigkeitsprinzip und den rechtlichen Vorgaben des § 6 (1); (2) KrWG einen maßgeblichen Beitrag leisten, Abfälle zu vermeiden, zur Wiederverwendung vorzubereiten sowie zu recyceln. Sollten diese Maßnahmen nicht greifen, ist eine energetische Verwertung sicher zu stellen. Grundsätzlich sollen jeweils die Maßnahmen innerhalb der Rangfolge Vorrang haben, die den Schutz von Mensch und Umwelt am besten gewährleisten. Mit dem Vermeidungsgrundsatz geht die Verpflichtung einher, Erzeugnisse zu beschaffen, die&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 45 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=* langlebig, reparaturfreundlich, wiederverwendbar oder verwertbar sind,&lt;br /&gt;
* im Vergleich zu anderen Erzeugnissen zu weniger oder schadstoffärmeren Abfällen führen und&lt;br /&gt;
* durch Vorbereitung zur Wiederverwendung oder Recycling hergestellt wurden.&amp;lt;/big&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Neben dem Kreislaufwirtschaftsgesetz ist für den Bereich der nicht gefährlichen Abfälle die Gewerbeabfallverordnung relevant, die den Umgang mit gewerblichen Siedlungsabfällen sowie Bau- und Abbruchabfällen regelt. Ziel der Gewerbeabfallverordnung ist die Stärkung der Abfallhierarchie. Diese wird durch den Vorrang der stofflichen gegenüber der energetischen Verwertung von Abfällen und der Einschränkung der gemischten Erfassung verankert. Durch die Umsetzung der Trennpflicht nach Gewerbeabfallverordnung für Papier/Kartonagen, Kunststoffe, Glas, Metalle, Holz, Alttextilien und Bioabfällen können auch Hochschulen einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ist es unerlässlich, dass der mit dem Abfallmanagement betroffene Personenkreis einer Hochschule mit dem Bereich „Beschaffung“ vernetzt wird und interagiert. Denn alles was beschafft wird muss nach einer Nutzungsphase, meist stofflich oder energetisch modifiziert, auch entsorgt werden. Indirekt tragen Hochschulen dadurch nicht nur zur Abfallvermeidung bei, sondern ebenso zur Einsparung von Wasser, Energie und Rohstoffen, die andererseits in die Produktions- und Lieferketten geflossen wären. Durch die Abfallvermeidung und -reduktion profitieren Hochschulen bzw. die mit der Abfallentsorgung betrauten länderspezifischen Behörden von der Minimierung ihrer Entsorgungsaufwendungen und -kosten (z.B. durch Register- und Nachweispflicht und Transport).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschulen leisten durch geringe Abfallaufkommen zudem einen gesamtgesellschaftlichen Beitrag zur Verringerung der Luft- und Abwasseremissionen bei den Entsorgungsprozessen. Eine nachhaltige Entsorgung an Hochschulen steht demzufolge im Zusammenhang mit dem Schutz von Mensch und Umwelt, mit einer Lebenszyklusbetrachtung von Stoffen und Gegenständen die zu Abfall werden können, sowie mit ressourcenschonenden und emissionsarmen Herstellungs- und Entsorgungsverfahren von der primären bis zur sekundären Rohstoffgewinnung aus Abfall.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 6 (1), (2)&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachhaltigkeit in der Entsorgung an Hochschulen meint – über die Rechtskonformität hinaus – generell die Minimierung vom Stoff- und Energieeinsatz, sodass nach einer möglichst langen Nutzungsphase so wenig wie möglich Abfälle anfallen bzw. eingesetzte Energie „weggeworfen“ wird. Nachhaltige Entsorgung an Hochschulen fördert zudem die Kreislaufwirtschaft, um Abfälle als neue Ressource (Sekundärstoff) für Produkte und Energie zu betrachten und zu nutzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Lexikon der Nachhaltigkeit (2018)&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Umgang mit gefährlichen Abfällen schützt eine nachhaltiges Abfallmanagement Personal und Studierende durch aktive Risikoerkennung und -minimierung und betreibt dadurch Gesundheits- und Entsorgungsprävention.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Für ein nachhaltiges Abfallmanagement können sich Hochschulen bspw. folgende Ziele setzen und diese in spezifischen Richtlinien zum Abfallmanagement niederlegen:&lt;br /&gt;
* Rechtskonformität,&lt;br /&gt;
* Nutzungsoptimierung (z. B. von Chemikalien und Verbrauchsmaterialien),&lt;br /&gt;
* Vermeidung, Trennung/Recycling von Abfällen und Einsparung von Entsorgungsaufwendungen,&lt;br /&gt;
* Einsatz und Beschaffung von langlebigen und reparaturfreundlichen Produkten und damit verbundenen langen Nutzungszeiten anstelle von häufigen Neuanschaffungen in kurzen Zeitintervallen.&lt;br /&gt;
* Einsatz, Nutzung von Abfallstoffen als Sekundärstoffe (Kreislaufwirtschaft) – nur indirekt beeinflussbar&lt;br /&gt;
* transparente rechtskonforme Entsorgungsprozesse/-dienstleistungen als Grundlage für gesundheitspräventiven Umgang mit Abfällen und gefährlichen Abfällen, wie ätzende Chemikalien,&lt;br /&gt;
* (Stoff-) Substitutionsprüfung und Rückkopplung mit „Beschaffung“,&lt;br /&gt;
* zyklische Bewertung der Funktionalität des Abfallmanagements (z. B. im Rahmen von UMS-Audits)&lt;br /&gt;
* eindeutige Festlegung von Zuständigkeiten in Entsorgungslogistik,&lt;br /&gt;
* Risikoerkennung/-minimierung (z. B. Gefährdungsbeurteilungen, Betriebsanweisungen),&lt;br /&gt;
* formale und non-formale Bildung, Bewusstseinsschaffung und -schärfung betroffener Personen,&lt;br /&gt;
* Vorbild- und Multiplikatorenwirkung und&lt;br /&gt;
* Nachhaltigkeitsberichterstattung zum Abfallmanagement.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* strenge rechtliche Forderungen (Arbeitsschutz, Kreislaufwirtschaft) können individuelles Hochschul-Engagement begrenzen („ist doch schon alles geregelt“)&lt;br /&gt;
* teilweise begrenzte Einflussmöglichkeiten aufgrund länderspezifischer Regelungen (zentralisierte Entsorgung)&lt;br /&gt;
* Forschungs- und Lehrbetrieb mit hohem Bedarf an Chemikalien und Gefahrstoffen&lt;br /&gt;
* zusätzlicher Ressourcenbedarf zur Optimierung bestehender Entsorgungssysteme in Bezug auf Nachhaltigkeit&lt;br /&gt;
* Akzeptanzprobleme der Handelnden, des betroffenen Personenkreises (Bewusstsein – Wissen – Handeln)&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Identifizierung studiengangsbezogener Ressourcen/Verbrauchsmittel zur Ableitung von Abfall- und Kostenreduzierungspotenzialen (MINT vs. Geisteswissenschaften)&lt;br /&gt;
* Identifizierung von Vermeidungs- und Einsparpotenzialen (z. B. Büromaterial)&lt;br /&gt;
* Optimierung des Chemikalien- und Gefahrstoffmanagements&lt;br /&gt;
* Kommunikation, Sensibilisierung und Zusammenarbeit mit allen Hochschulbereichen und Personen, insbesondere der „Beschaffung“&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste nachhaltiges Abfallmanagement ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;Checkliste einfügen!&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;„RUN – ReUse Notebook“ und „Handy-Sammel-Aktion“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz, ReUse, ReCycle, Refill, 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ist Ihr Mobile-/Smartphone schon wieder veraltet oder das Notebook schon wieder zu langsam oder defekt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn bei den Angehörigen der Hochschule Zittau/Görlitz ein neues Handy, Mobile-/Smartphone oder Notebook angeschafft werden muss, sind die Beschäftigten und Studierenden dazu aufgerufen, ihre alte Technik an den zentralen Sammelpunkten in den Hochschulbibliotheken Zittau und Görlitz abzugeben. Mit dieser Technikspende wird die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Zittau/Görlitz und der SAPOS gGmbH unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Technikspende unterstützt aber vor allem das Recycling, die Wiederverwertung und -verwendung von Handys, Mobile-/Smartphones und Notebooks, bzw. von wertvollen Bestandteilen wie Edelmetalle und Seltene Erden. Außerdem wird die SAPOS gGmbH direkt unterstützt bei der Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen. Diesen wird durch das Zerlegen der Geräte oder durch Kleinreparaturen eine wichtige Aufgabe und ein eigenverantwortliches Leben in der Gesellschaft ermöglicht. [http://reuse-notebook.com/static/de/startseite/index.html?L=1 Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;„Terracycle – Stifte-Recycling“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz, ReUse, ReCycle, Refill, 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kugelschreiber und andere Schreibgeräte gibt es an den Hochschulen überall in hoher Anzahl. Genauso schnell wie man so einen Schreibutensil in der Hand hat, wird es wohl auch wieder weggeworfen. Nicht so an der Hochschule Zittau/Görlitz, die über das „Terracycle“ Stifte-Recycling-Programm Kulis &amp;amp; Co. sammelt und recycelt. Der Gewinn daraus unterstützt die Nichtregierungsorganisation (NGO) [http://www.dapaviva.org „DapaViva“] aus Kolumbien. Diese fördert Umweltbildung der lokalen Bevölkerung des Nebelwaldes, um ihn vor der Urbanisierung zu bewahren. Die Sammelstationen befinden sich in mehreren Gebäuden an zentralen Ort sowie in der Hochschulbibliothek. Zudem wurde mit dem Programm die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Zittau und eine Sammelstation im Zittauer Einwohnermeldeamt realisiert. [https://www.terracycle.com/de-DE/about-terracycle?utm_campaign=admittance&amp;amp;utm_medium=menu&amp;amp;utm_source=www.terracycle.com Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Case Study Reduzierung gefährlicher Abfall&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links == &lt;br /&gt;
[https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/aktionen-und-projekte/alte-handys-fuer-die-havel/index.html NABU Handy-Recycling]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(17.7.2017 I 2644). Abfallverzeichnisverordnung – AVV. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(20.7.2017 I 2808). Kreislaufwirtschaftsgesetz – KrWG. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Zittau/Görlitz (2018). ReUse, ReCycle, Refill. Abgerufen am 21. August 2018 von https://www.hszg.de/hochschule/managementsysteme/umweltmanagement/mach-mit/recycle-reuse-refill.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lexikon der Nachhaltigkeit (2018). Nachhaltigkeit in der Abfallentsorgung. Abgerufen am 04. Mai 2018 von https://www.nachhaltigkeit.info/artikel/nachhaltigkeit_bei_der_abfallentsorgung_1795.htm?sid=qdoap21h0pg877osnn67edt0o0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Abfallmanagement&amp;diff=5096</id>
		<title>HOCH-N:Nachhaltiges Abfallmanagement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.dg-hochn.de/index.php?title=HOCH-N:Nachhaltiges_Abfallmanagement&amp;diff=5096"/>
		<updated>2020-10-08T08:22:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UBobek: /* Ziele */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Betroffener Personenkreis ==&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag richtet sich an alle Hochschulangehörigen gleichermaßen, denn jede und jeder kann zur Abfallvermeidung, zum Recycling und damit zur Minderung der Entsorgungsleistung einen Beitrag leisten. Von besonderer Bedeutung bei der nachhaltigen Entsorgung ist der Personenkreis „Abfallbeauftragte“ (häufig in Personalunion mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit (FaSi)).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz ==&lt;br /&gt;
Abfälle sind alle Stoffe oder Gegenstände, derer sich ein Besitzer entledigt, entledigen will oder muss.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 3 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie können nach der Art und der Einstufung ihrer Gefährlichkeit bezeichnet und unterschieden werden.&amp;lt;ref&amp;gt;AVV § 1&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Abfallverzeichnisverordnung (AVV) gibt dazu branchen- bzw. gruppendefinierte zwei-, vier- und sechsstellige Abfallschlüssel mit Abfallbezeichnung an. Hochschulen als Entsorger müssen einer gesetzlichen Registerpflicht über Menge, Art, Ursprung, Sammlungshäufigkeit, Beförderungs- und Verwertungs- oder Beseitigungsart des Abfalls nachkommen.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 49 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Für gefährliche Abfälle, etwa aus Chemielaboratorien, besteht zudem eine Nachweispflicht vor Beginn der Entsorgung und über deren Durchführung sowie ggf. über den Verbleib entsorgter Abfälle.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 50 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Abfallverursacher*in und Entsorger*in müssen Hochschulen und ihre Angehörigen nach dem Vorsorge und Nachhaltigkeitsprinzip und den rechtlichen Vorgaben des § 6 (1); (2) KrWG einen maßgeblichen Beitrag leisten, Abfälle zu vermeiden, zur Wiederverwendung vorzubereiten sowie zu recyceln. Sollten diese Maßnahmen nicht greifen, ist eine energetische Verwertung sicher zu stellen. Grundsätzlich sollen jeweils die Maßnahmen innerhalb der Rangfolge Vorrang haben, die den Schutz von Mensch und Umwelt am besten gewährleisten. Mit dem Vermeidungsgrundsatz geht die Verpflichtung einher, Erzeugnisse zu beschaffen, die&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 45 (1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{These&lt;br /&gt;
|detail=* langlebig, reparaturfreundlich, wiederverwendbar oder verwertbar sind,&lt;br /&gt;
* im Vergleich zu anderen Erzeugnissen zu weniger oder schadstoffärmeren Abfällen führen und&lt;br /&gt;
* durch Vorbereitung zur Wiederverwendung oder Recycling hergestellt wurden.&amp;lt;/big&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Neben dem Kreislaufwirtschaftsgesetz ist für den Bereich der nicht gefährlichen Abfälle die Gewerbeabfallverordnung relevant, die den Umgang mit gewerblichen Siedlungsabfällen sowie Bau- und Abbruchabfällen regelt. Ziel der Gewerbeabfallverordnung ist die Stärkung der Abfallhierarchie. Diese wird durch den Vorrang der stofflichen gegenüber der energetischen Verwertung von Abfällen und der Einschränkung der gemischten Erfassung verankert. Durch die Umsetzung der Trennpflicht nach Gewerbeabfallverordnung für Papier/Kartonagen, Kunststoffe, Glas, Metalle, Holz, Alttextilien und Bioabfällen können auch Hochschulen einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ist es unerlässlich, dass der mit dem Abfallmanagement betroffene Personenkreis einer Hochschule mit dem Bereich „Beschaffung“ vernetzt wird und interagiert. Denn alles was beschafft wird muss nach einer Nutzungsphase, meist stofflich oder energetisch modifiziert, auch entsorgt werden. Indirekt tragen Hochschulen dadurch nicht nur zur Abfallvermeidung bei, sondern ebenso zur Einsparung von Wasser, Energie und Rohstoffen, die andererseits in die Produktions- und Lieferketten geflossen wären. Durch die Abfallvermeidung und -reduktion profitieren Hochschulen bzw. die mit der Abfallentsorgung betrauten länderspezifischen Behörden von der Minimierung ihrer Entsorgungsaufwendungen und -kosten (z.B. durch Register- und Nachweispflicht und Transport).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschulen leisten durch geringe Abfallaufkommen zudem einen gesamtgesellschaftlichen Beitrag zur Verringerung der Luft- und Abwasseremissionen bei den Entsorgungsprozessen. Eine nachhaltige Entsorgung an Hochschulen steht demzufolge im Zusammenhang mit dem Schutz von Mensch und Umwelt, mit einer Lebenszyklusbetrachtung von Stoffen und Gegenständen die zu Abfall werden können, sowie mit ressourcenschonenden und emissionsarmen Herstellungs- und Entsorgungsverfahren von der primären bis zur sekundären Rohstoffgewinnung aus Abfall.&amp;lt;ref&amp;gt;KrWG § 6 (1), (2)&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachhaltigkeit in der Entsorgung an Hochschulen meint – über die Rechtskonformität hinaus – generell die Minimierung vom Stoff- und Energieeinsatz, sodass nach einer möglichst langen Nutzungsphase so wenig wie möglich Abfälle anfallen bzw. eingesetzte Energie „weggeworfen“ wird. Nachhaltige Entsorgung an Hochschulen fördert zudem die Kreislaufwirtschaft, um Abfälle als neue Ressource (Sekundärstoff) für Produkte und Energie zu betrachten und zu nutzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Lexikon der Nachhaltigkeit (2018)&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Umgang mit gefährlichen Abfällen schützt eine nachhaltiges Abfallmanagement Personal und Studierende durch aktive Risikoerkennung und -minimierung und betreibt dadurch Gesundheits- und Entsorgungsprävention.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Für ein nachhaltiges Abfallmanagement können sich Hochschulen bspw. folgende Ziele setzen und diese in spezifischen Richtlinien zum Abfallmanagement niederlegen:&lt;br /&gt;
* Rechtskonformität,&lt;br /&gt;
* Nutzungsoptimierung (z. B. von Chemikalien und Verbrauchsmaterialien),&lt;br /&gt;
* Vermeidung, Trennung/Recycling von Abfällen und Einsparung von Entsorgungsaufwendungen,&lt;br /&gt;
* Einsatz und Beschaffung von langlebigen und reparaturfreundlichen Produkten und damit verbundenen langen Nutzungszeiten anstelle von häufigen Neuanschaffungen in kurzen Zeitintervallen.&lt;br /&gt;
* Einsatz, Nutzung von Abfallstoffen als Sekundärstoffe (Kreislaufwirtschaft) – nur indirekt beeinflussbar&lt;br /&gt;
* transparente rechtskonforme Entsorgungsprozesse/-dienstleistungen als Grundlage für gesundheitspräventiven Umgang mit Abfällen und gefährlichen Abfällen, wie ätzende Chemikalien,&lt;br /&gt;
* (Stoff-) Substitutionsprüfung und Rückkopplung mit „Beschaffung“,&lt;br /&gt;
* zyklische Bewertung der Funktionalität des Abfallmanagements (z. B. im Rahmen von UMS-Audits)&lt;br /&gt;
* eindeutige Festlegung von Zuständigkeiten in Entsorgungslogistik,&lt;br /&gt;
* Risikoerkennung/-minimierung (z. B. Gefährdungsbeurteilungen, Betriebsanweisungen),&lt;br /&gt;
* formale und non-formale Bildung, Bewusstseinsschaffung und -schärfung betroffener Personen,&lt;br /&gt;
* Vorbild- und Multiplikatorenwirkung und&lt;br /&gt;
* Nachhaltigkeitsberichterstattung zum Abfallmanagement.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hemmnisse und Treiber ==&lt;br /&gt;
{{TabelleZweiFarben&lt;br /&gt;
|Spalte1=Hemmnisse&lt;br /&gt;
|Spalte2=Treiber&lt;br /&gt;
|Text1=&lt;br /&gt;
* strenge rechtliche Forderungen (Arbeitsschutz, Kreislaufwirtschaft) können individuelles Hochschul-Engagement begrenzen („ist doch schon alles geregelt“)&lt;br /&gt;
* teilweise begrenzte Einflussmöglichkeiten aufgrund länderspezifischer Regelungen (zentralisierte Entsorgung)&lt;br /&gt;
* Forschungs- und Lehrbetrieb mit hohem Bedarf an Chemikalien und Gefahrstoffen&lt;br /&gt;
* zusätzlicher Ressourcenbedarf zur Optimierung bestehender Entsorgungssysteme in Bezug auf Nachhaltigkeit&lt;br /&gt;
* Akzeptanzprobleme der Handelnden, des betroffenen Personenkreises (Bewusstsein – Wissen – Handeln)&lt;br /&gt;
|Text2=&lt;br /&gt;
* Identifizierung studiengangsbezogener Ressourcen/Verbrauchsmittel zur Ableitung von Abfall- und Kostenreduzierungspotenzialen (MINT vs. Geisteswissenschaften)&lt;br /&gt;
* Identifizierung von Vermeidungs- und Einsparpotenzialen (z. B. Büromaterial)&lt;br /&gt;
* Optimierung des Chemikalien- und Gefahrstoffmanagements&lt;br /&gt;
* Kommunikation, Sensibilisierung und Zusammenarbeit mit allen Hochschulbereichen und Personen, insbesondere der „Beschaffung“&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Checkliste nachhaltiges Abfallmanagement ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;Checkliste einfügen!&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Good Practice ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;„RUN – ReUse Notebook“ und „Handy-Sammel-Aktion“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz, ReUse, ReCycle, Refill, 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ist Ihr Mobile-/Smartphone schon wieder veraltet oder das Notebook schon wieder zu langsam oder defekt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn bei den Angehörigen der Hochschule Zittau/Görlitz ein neues Handy, Mobile-/Smartphone oder Notebook angeschafft werden muss, sind die Beschäftigten und Studierenden dazu aufgerufen, ihre alte Technik an den zentralen Sammelpunkten in den Hochschulbibliotheken Zittau und Görlitz abzugeben. Mit dieser Technikspende wird die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Zittau/Görlitz und der SAPOS gGmbH unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Technikspende unterstützt aber vor allem das Recycling, die Wiederverwertung und -verwendung von Handys, Mobile-/Smartphones und Notebooks, bzw. von wertvollen Bestandteilen wie Edelmetalle und Seltene Erden. Außerdem wird die SAPOS gGmbH direkt unterstützt bei der Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen. Diesen wird durch das Zerlegen der Geräte oder durch Kleinreparaturen eine wichtige Aufgabe und ein eigenverantwortliches Leben in der Gesellschaft ermöglicht. [http://reuse-notebook.com/static/de/startseite/index.html?L=1 Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;„Terracycle – Stifte-Recycling“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Hochschule Zittau/Görlitz, ReUse, ReCycle, Refill, 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kugelschreiber und andere Schreibgeräte gibt es an den Hochschulen überall in hoher Anzahl. Genauso schnell wie man so einen Schreibutensil in der Hand hat, wird es wohl auch wieder weggeworfen. Nicht so an der Hochschule Zittau/Görlitz, die über das „Terracycle“ Stifte-Recycling-Programm Kulis &amp;amp; Co. sammelt und recycelt. Der Gewinn daraus unterstützt die Nichtregierungsorganisation (NGO) [http://www.dapaviva.org „DapaViva“] aus Kolumbien. Diese fördert Umweltbildung der lokalen Bevölkerung des Nebelwaldes, um ihn vor der Urbanisierung zu bewahren. Die Sammelstationen befinden sich in mehreren Gebäuden an zentralen Ort sowie in der Hochschulbibliothek. Zudem wurde mit dem Programm die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Zittau und eine Sammelstation im Zittauer Einwohnermeldeamt realisiert. [https://www.terracycle.de/de-%20DE/ Weitere Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;background:yellow&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Case Study Reduzierung gefährlicher Abfall&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Informationen und Links == &lt;br /&gt;
[https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/aktionen-und-projekte/alte-handys-fuer-die-havel/index.html NABU Handy-Recycling]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(17.7.2017 I 2644). Abfallverzeichnisverordnung – AVV. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.(20.7.2017 I 2808). Kreislaufwirtschaftsgesetz – KrWG. Abgerufen am 04. Mai 2018 von http://www.gesetze-im-internet.de/krwg/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochschule Zittau/Görlitz (2018). ReUse, ReCycle, Refill. Abgerufen am 21. August 2018 von https://www.hszg.de/hochschule/managementsysteme/umweltmanagement/mach-mit/recycle-reuse-refill.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lexikon der Nachhaltigkeit (2018). Nachhaltigkeit in der Abfallentsorgung. Abgerufen am 04. Mai 2018 von https://www.nachhaltigkeit.info/artikel/nachhaltigkeit_bei_der_abfallentsorgung_1795.htm?sid=qdoap21h0pg877osnn67edt0o0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;Einzelnachweise&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>UBobek</name></author>
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