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Ein kurzer Überblick über die Agenda und den zu besprechenden Inhalt.Dienstag, 23.04.24, 9:00 bis 10:30 Uhr Moderation: Dr. Bror Giesenbauer 23 Personen, später 15 aktive Teilnehmende in den Breakouts === Ablauf === * Begrüßung und 5-Minuten Breakout zu Dritt (10 Min.) * Kurzimpuls zum Modell der Universität 4.0 (Dr. Bror Giesenbauer) (10 Min.) * Impuls zur Idee, Themenräume zu schaffen (Prof. Dr. Georg Müller-Christ) (10 Min.) * Journaling (10 Min.) * Breakout (15 Min.) * Sammlung der Ergebnisse im Plenum und Diskussion == Journaling-Fragen und Notizen der Teilnehmenden == ''Wenn ich mir die aktuelle Hochschulwelt in Deutschland vorstelle:'' '''1. Was nehme ich darin als besonders belastend und destruktiv wahr?''' * langwierige Gremienwege, Verzögerungen bei Umsetzung von Strategien, rechtliche Absicherung bei Entscheidungen dominant, * langwierige Verwaltungswege * undemokratische Entscheidungen * Dominanz eines Verwaltungsdenkens * schwierige Anreizstrukturen (ExStra & Co) * Effizienz-Druck * Hierarchisches Denken * Sicht von Unterschiedlichkeit als Herausforderung und weniger als Chance * viele Rückschleifen und lange Wege * wenig Lust auf Neues * fehlende Kooperation, jeder für sich, kaum Möglichkeiten zum Austausch * Blockadehaltung, regelrechte Neophobie * Einsparungen, Finanzknappheit * stark kompetitives Umfeld * wenig gemeinsames Vorgehen (viele Einzelkämpfer:innen) * Verwaltung nicht als Teil der Lösung, sondern als "Problem" * Lange Entscheidungsprozesse, oft unklare Kompetenzen oder mangelnde Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen. * - Politik - Präsidium - ständiger Wechsel (Änderung von Strukturen) - zu lange Wege für Entscheidungen (es dauert alles sehr lange) ''Wenn ich mir die aktuelle Hochschulwelt in Deutschland vorstelle:'' '''2. Was gibt mir besonders viel Kraft und Inspiration?''' * sichtbarkeit von best-practice, Wirkung von Projekten als Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung * Freiheit in der Ausgestaltung der Arbeit * Leute, mit denen man sich vernetzen kann (an der eigenen Hochschule und darüber hinaus) * Netzwerke - MitstreiterInnen - Grundlagen aus Wissenschaft und Forschung sind alle schon vorhanden * das Interesse der Studierenden an Veränderungen * Geduld (Wissen, dass Prozesse wie diese viel Zeit brauchen, um alle mitnehmen zu können) * Kollegiales Verhalten * über-institutioneller Austausch * Diskussionen mit Studierenden, * Studierende sind sehr engagiert, viel aktivistisches Potenzial * Freiräume in Bottom-Up-Initiativen ''Wenn ich mir die aktuelle Hochschulwelt in Deutschland vorstelle:'' '''3. Wo haben Hochschulen bereits ein Impact auf die Nachhaltige Entwicklung?''' * durch Lehre und Forschung * durch unsere Absolvent*innen die Kompetenzen erlernen den Wandel zu gestalten * interdisziplinäre Zusammenarbeit bei gesellschaftlichen Problemstellungen * Durch die Erforschung von Zusammenhängen, Lösungen, etc. * Bildung zukünftiger Entscheider * durch gut gestaltete Transfer-Veranstaltungen (Austausch mit Externen) * durch gute Sensibilisierung der HS-Angehörigen * durch Aktionen, die die Beteiligten Selbst-Wirksamkeit entdecken lassen * Ideen weitergeben an andere Akteur*innen (Städte, Politik, Zivilgesellschaft etc.) * Förderung von studentischem Engagement * Bündelung und Sichtbarmachung von Nachhaltigkeitsbestrebungen und -aktionen am Campus ''Wenn ich mir die aktuelle Hochschulwelt in Deutschland vorstelle:'' '''4. Wo entfalten Hochschulen bislang erstaunlich wenig Impact auf NE?''' * Fragen sozialer Nachhaltigkeit (wie sozial durchlässig z.B. sind wissenschaftliche Karrieren) * sie zeigen selbst eigentlich kaum, wie Transformationsprozesse erfolgreich verlaufen können (Beteiligung usw.), sondern sind eher Ausdruck des (gesamtgesellschaftlichen) Problems * als Vorbild voran zu gehen beim Hochschulbetrieb * zu wenig Vorbildfunktion * Liegenschaften * Digitalisierung * innere Nachhaltigkeit ''Wenn ich mir eine nachhaltigere Hochschule vorstelle:'' '''5. Was wäre dann anders?''' * eindeutiges Committment zur Nachhaltigkeit und direkte Umsetzung aller "kostenfreien" Möglichkeiten * stärkeres Committment "wir machen das jetzt" und alle ziehen am gleichen Strang (in die gleiche RIchtung) * Rollenabgrenzungen zwischen Studierenden, Verwaltung, Wissenschaftler:innen usw. wäre nicht so stark, Menschen könnten Ihre Expertise einbringen unabhängig ihrer Rolle * demokratischere Gestaltung der Hochschule (Hochschule als Gemeinschaftsprojekt) * Offenheit für und Neugier auf das, was Menschen mitbringen * Gemeinsamkeit statt Einzelkämper:innen * klare Ausrichtung der gesamten Hochschule * nachhaltiger Campus, z.B. Begrünung, Einsparung von Abfall, Mobilität zum Campus und auf dem Campus überdenken * Diskussionen auf Augenhöhe mit Menschen jeglichen Bildungsstands * mehr Respekt für die Sicht der Jüngeren * Die unterschiedlichen Disziplinen würden sich wertfrei(er) und auf Augenhöhe begegnen und versuchen komplexe Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen. * Die Gebäude können/dürfen trotz Denkmalschutz-Auflagen saniert werden. * Regenerative Energien können umgesetzt werden.Der Performance-Druck und Effizienzgedanke steht nicht mehr so sehr im Fokus. * Anders wären die Kulturen. Weniger Konkurrenzdenken, mehr Miteinander. Nicht festhalten an Strukturen (und Gebäuden, usw..) ''Wenn ich mir eine nachhaltigere Hochschule vorstelle:'' '''6. Wer interagiert darin wie mit wem?''' * Jede/r mit jedem/jeder - gutes Beispiel gerade von Georg zu den "Räumen" * Die Hochschulen mit der Öffentlichkeit * Sichtbarkeit durch Kommunikationskonzept entlang einer N-Strategie, weniger einzelne Projektdarstellungen als bspw. "tolles Internationalisierungsprojekt" sondern dient der Umsetzung der N-Strategie * Neue Partnerschaft zwischen Verwaltung/nicht-wiss. Personal und Wissenschaft & Studierenden (Hierarchiefrei/er) * mehr Kommunikation von außen nach innen (mehr Zuhören der HS) == Notizen aus den Breakouts: Was ist beim Journaling entstanden? == '''Wovon möchte ich weniger?''' * Hierarchie, Lethargie "das haben wir immer schon so gemacht", Festhalten an Strukturen und Vorgaben, Gebäuden, Claims * Angst vor Neuem * weniger Silodenken und -verhalten * weniger Hürden sehen '''Wovon möchte ich mehr?''' * Agilität * Demokratische Mitgestaltung * Freiheit und Flexibilität im eigenen Rollenverständnis - think out of the box * Übergreifendes Hochschulverständnis, Interdisziplinarität, Agilität, * Anreizsysteme sich über das bisherige Aufgabengebiet hinaus zu engagieren * Fokus auf das Wesentliche (kein Verlieren in Nebensächlichkeiten) * Mehr Chancen sehen * Mehr Diskurs * mehr Kreativität * Mehr Mut der HLs und Verantwortlichen * mehr Ressourcen, oder mehr Fokus =>Mehr Reflektion * mehr Kompetenz, solche Prozess anzuleiten * höherer Fehlertoleranz * mehr Offenheit und Toleranz '''Welche konkreten Bilder einer nachhaltigeren Hochschule habe ich bereits?''' * Hochschulen sind keine fest definierten, stabilen Orte, sondern das, was Menschen mit bestimmten Interessen, Kompetenzen, Visionen usw. zu einem gegebenen Zeitpunkt daraus machen (alle "machen" Hochschule). * Reflexionsfokussiertere wirkungsorientierte Transfer-Hochschule * KOOPERATION * Reallabore, erlebbare, begehbare z.B. Biodiversität * Leuchtturmprojekte der Zusammenarbeit über die Stakeholdergruppen hinweg * Runder Tisch vs gemeinsames Tun * Haltung, Freude, Motivation, ... .weniger konkrete Bilder => Bilder da, um Gefühl zu erzeugen, wie konkret müssen die Bilder sein? * Neue Interaktionsqualität an Hochschulen. Studierende lernen so einen anderen Umgang. * Studierende lernen zu improvisieren und umzusetzen und relevante Frage zu erkennen == Notizen aus dem Plenum == * Inwiefern werden Hochschulen in Zukunft verschmelzen? * Transdisziplinär, transfakultativ, transuniversitär, auch mit anderen Stakeholdern * Hochschulen sind derzeit sehr ausdifferenziert, inhaltlich und räumlich. Wie geht Entdifferenzierung? * Wofür hat man Bilder? Drücken die nicht nur Emotionen aus und darum geht es? * Das Vorläufige einführen... Experimente im Zentrum... und nicht nur Delegation an eine "promovierte Wissenschaftlerin mit einer 50% Stelle am Rande des Systems" * Andere Entscheidungsprozesse: Nicht nur Ja/Nein, sondern auch Bedenken würdigen * Idee: Keine feste Hochschule mit festem Profil, sondern Hochschule ist eben das, was durch die passiert, die gerade da sind. '''Welches Bild einer nachhaltigeren Hochschule hat sich für mich heute geschärft?''' * Räume für Themen schaffen. (Bezug zum Impuls von Georg Müller-Christ) * Neue Interaktionsqualität und Fehlerkultur in zentralen Prozessen * Weniger Profil/Profilierung, Der Pudding der sich nicht an die Wand nageln lässt. Weil immer die Summe derer, die gerade da sind und Räume/Bedeutungen/Themen neu verhandeln. * Einfach machen, ausprobieren und Puzzleteile eines großen Zukunftsbildes erleben lassen => vor allem das Ausprobieren und Freude dabei haben selbst. Dialog- und Relexionräume dazu schaffen * dynamische Hochschule durch Reflexion eigener Erfahrungen bei der Weiterentwicklung * Hochschulen, die sich nicht als Leuchttürme ferner Ideale verstehen, sondern als Feuerlöscher, Litfaßsäulen, Aufzüge, Gehhilfen, Spiegel u.v.m., also als mitten in die Gesellschaft integrierte Hilfsmittel für einen gesellschaftlichen Wandel
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