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Ein kurzer Überblick über die Agenda und den zu besprechenden Inhalt.Campusgestaltung muss aufgrund der Herausforderungen des [https://de.wikipedia.org/wiki/Klimawandel Klimawandel]s und Artensterbens verstärkt auf [https://de.wikipedia.org/wiki/Klimaresilienz Klimaresilienz] und Biodiversität ausgerichtet sein. Dazu gehören unter anderem gezielte Klimaanpassungsmaßnahmen und der Ausbau der blau-grünen Infrastruktur, sowie die Verknüpfung dieser mit Strukturen zur Förderung der Artenvielfalt. Hierfür werden im erstem Hub-Termin Best-Practice-Beispiele vorgestellt, um praxisnahe Einblicke und Anregungen zu bieten. Grundlage dafür bietet hier ein Impuls des Verbundprojektes [[Klima-N - KLIMA-Netzwerk für mehr Nachhaltigkeit in Thüringen|KLIMA-N]]. [[Datei:KLIMA-N+HUB+Blau+Grün+Infra+Version+04C zum verschicken 25 06 03.pdf|mini|link=https://wiki.dg-hochn.de/images/5/5e/KLIMA-N%2BHUB%2BBlau%2BGr%C3%BCn%2BInfra%2BVersion%2B04C_zum_verschicken_25_06_03.pdf|Präsentation Klima-N]] <br clear=all> ==Impuls des Verbunds KLIMA-N== *Good Practice der amerikanischen Wesseley Universität *Klimaresilienz: Hochschulcampus liegen meist innerstädtisch, somit stehen zunächst stadtklimatologische Aspekte im Fokus (Stichwort Wärmeinseln). <br> ** Bebauung vs. Stadtgrün (Bebauung, Versiegelung, etc.) ** Potential Verdunstung (fühlbare Wärme - latente Wärme). Ziel: Verdunstungskühle soll angeregt werden mit Ziel 1:2 Verhältnis fühlbarer zu latenter Wärme ** urban vernetzte blau-grüne Infrastruktur als Ziel *Hochschulen haben diese Aspekte/Infrastruktur bereits häufig als Ziel: denn inzwischen geht der Aspekt der Nachhaltigkeitsziele auch mit in Rankings ein (Motivation, Wettbewerb und eigene Klimaresilienz) *Beispiel Universität Massachussetts: Plan für die Umgestaltung zu einem nachhaltigen Campus (Mobilität, Gebäude, Leben auf dem Campus mit grüner und blauer Infrastruktur) '''Realität auf Campusgeländen, am Beispiel TU-Ilmenau und Entwicklung eines Masterplans für die TU Ilmenau'''<br> Lage: am Rand des Thüringer Waldes, großzügige Grünflächen, Gehölz-Strukturen, Anschlussbiotope Campus-Realität: * hoher Versiegelungsgrad: viele befestigte Flächen, keine Wasserspeicher und Möglichkeit zu Verdunstung, Wärmeinsel-Effekt, erhöhte Beanspruchung der Kanalisation bei Starkregen * System ist ausgelegt darauf Wasser abzuleiten, nicht zu speichern * Ungenutzte Dach- und Fassadenflächen: Wärmespeicherung durch Bebauung, schlechtes Albedo durch dunkle Dachflächen, Aufheizung, verstärkter Einsatz von Klimaanlagen * Strukturarme Grünflächen ohne Regenwasserretention: nach Trockenperioden verschlechterte Wasseraufnahme, Abflussspitzen, Artrückgang, Potenzial von Kleinflächen ungenutzt (Parkflächen), künstliche Bewässerung kann notwendig werden Zusammengefasst: Großer Flächenanteil mit Verbesserungspotenzial: Wie sollten wir diesen Herausforderungen begegnen?<br> * ''bisher:'' Blaue Infrastruktur mit technischen Strukturen, um Regenwasser schnell abzuleiten<br> * ''Ziel:'' um (Campus)Standorten gerecht zu werden: Konzept der blau-grünen Infrastruktur weiterentwickeln mit dem Ziel, Regenwasser in der Stadt/auf dem Campus zu halten (Grundwasserneubildung, Entsiegelung, Fassadenbegründung, etc.)<br> * ''Vorteile:'' Regenwassermanagement, Abkühlung, Biodiversität, Luftqualität, Gesundheit, Bildung, Aufenthaltsqualität<br> * ''Gesamtziel:'' Annäherung an den natürlichen Wasserhaushalt Bausteine: * Vegetationsflächen umgestalten * strukturreiche Vegetation schaffen * Entsiegeln von Flächen * Strauch- und Baumpflanzungen * Verdunstungsbeete und Baumrigolen * Fassadenbegrünung * Dachbegrünung * Regenwasserspeicher * Gewässer und Brunnen Rückfragen: <br> Welche Maßnahmen werden in Ilmenau umgesetzt? <br> Bisher wurde im Kleinen angefangen (z.B. Blühwiesen), jetzt wird großer Plan entwickelt (Nachhaltigkeitsstrategie, Task Force) um dann wieder in kleinen Bausteinen Maßnahmen umzusetzen; Finanzierung: meist nur für Gebäudeinfrastruktur Gibt es Beispiele für denkmalgeschützte oder gemietete Gebäude?<br> * Beispiele in den USA für Denkmal, besser finanziell ausgestattet * gemietete Gebäude: meist nur Gebäudeerhalt * Recherche in Deutschland: Entwicklung noch nicht so weit (unabhängig von Denkmal oder Anmietung) Beispielen von Projekten mit Mitarbeitenden oder Studierenden? * FH Erfurt. Fakultät mit Fach Gartenbau. Einige Ideen können dadurch gut umgesetzt werden (Gärten für eigenen Anbau der Studierenden, Naturgartenprojekt (studentische Hilfskraftstelle dafür eingerichtet), Projektwoche Nachhaltigkeit: Teichstruktur Projektgruppe). * TU Ilmenau: keinen gärtnerischen Versuchsbetrieb - große Herausforderung. Gut funktionieren Gärten für Studierende. Längerfristige Projekte brauchen Koordination, personell eng besetztes Flächenmanagement ohne eigene Gärtner:in sind eine Herausforderung ==Austausch und Diskussion== Was bewegt euch zu Klimaschutzanpassungsmaßnahmen? Welche Maßnahmen/Herausforderungen bestehen an euren Hochschulen?<br> Die 30 Teilnehmenden aus den Verbundprojekten [[Klima-N - KLIMA-Netzwerk für mehr Nachhaltigkeit in Thüringen|KLIMA-N]], [[WaNdel!4 – Wissen für angewandte Nachhaltigkeit an deutschen Hochschulen – Hochschulen als Pioniere der nachhaltigen Transformation|Wandel4!]], [[Senatra – Service Learning und nachhaltige Transformation an Hochschulen|Senatra]], [[SUNriseLab – Nachhaltige Hochschullandschaft Münster: Reallabore als Treiber der Transformation zu nachhaltigen Hochschulen|SUNriseLab]], [[REKLINEU – Regionale Wege zu klimaneutralen Hochschulen|REKLINEU]], [[TraNHSform – Transformationspfade nachhaltiger Hochschulen|traNHSform]] sowie dem Projektträger DLR und weitere Interessierte aus dem DG HochN Netzwerk tauschten sich aus: * großes Interesse an Zusammenstellen von Best Practice Beispielen in Deutschland * Baukasten als Hilfestellung mit Methoden und Maßnahmen * Kooperationen herstellen * Herausforderungen an eigenen Standorten und Hemmnisse: ** Konfliktpunkte mit Flächenmanagement, Verstetigung von Projekten, finanzielle Mittel, Flächenpotenziale die zur Verfügung gestellt werden, fachlicher Bezug zu Klimaanpassung auf dem Campus fehlt * Widersprüchlichkeit von Biodiversität und Klimaanpassung (Beispiel Götterbaum) * studentische Initiativen auf den Weg bringen (Corona als Zäsur?) * Gelingensbedingungen: Ideen sind im Kopf, aber wie bekommt man es auf die Fläche? ==Wie geht es weiter?== In einem nächsten Hub-Termin wollen wir uns intensiver mit einzelnen der angesprochenen Themen beschäftigen. Interesse der Teilnehmenden besteht an: *Übertragbarkeit des Baukastens (KLIMA-N) auf viele Hochschulen *Best-Practice-Beispiele in Deutschland sammeln *Kooperation mit Biodiversitäts-Hub zum Thema Pflanzenverwendung und Klimaanpassung *Linksammlung zu Arten und Pflanzenverwendung (erste Links s.u.) ==Weitere Informationen, Beispiele und Links== {{Boxtranhsform| '''Sommersemester 2024: Ringvorlesung aus dem Projekt''' [[REKLINEU – Regionale Wege zu klimaneutralen Hochschulen|REKLINEU]]<br> REKLINEU und des Wuelab an der JMU Würzburg laden ein: hybride Ringvorlesung '''"Campus nachhaltig gestalten"'''.<br> Im Fokus stehen best-practice Beispiele deutscher Universitäten. Mehr Informationen [https://www.phil.uni-wuerzburg.de/eevk/forschung-projekte/reklineu/campus-nachhaltig-gestalten/ hier]<br> Herzliche Einladung zur Teilnahme per Zoom (jeweils ab 10:15 Uhr): Gäste von fünf Universitäten berichten über Kulturen der Nachhaltigkeit an ihren Campus: * 07.05. "Lebenswelt Campus", Irmhild Brüggen / Leuphana Universität Lüneburg * 04.06. "Für eine Kultur der Nachhaltigkeit auf dem Campus", Thomas Potthast / Universität Tübingen * 11.06. "Partizipation an der TU Dresden", Ulrike Seiler / TU Dresden * 25.06. "Naturnahe Grünpflege", Jens Soentgen / Universität Augsburg * 02.07. "Roundtable: Lebendiger Campus und Campusgarten Würzburg", Pascal Bunk, Sarah Redlich, Johannes Spaethe / JMU Würzburg }} '''Weitere Good Practice und Informationen von den Teilnehmenden''' <br> * Biodiversität Strategieprozess (Beispiel FU Berlin) mit partizipativem Studierendenprozess https://www.fu-berlin.de/themen/biodiversitaet/strategie/prozess/index.html * NABU Umfeldberatung https://www.nabu.de/spenden-und-mitmachen/fuer-unternehmen/29696.html *Good Practice: der Universität Vechta https://www.uni-vechta.de/science-shop/projekte/terrifica/klima-eck * Toolbox „Multifunktionale Straßenraumgestaltung urbaner Quartiere“ https://www.fona.de/de/online-launch-der-toolbox-vom-resz-projekt-bluegreenstreets- *invasive gebietsfremde Arten: https://www.bmuv.de/themen/artenschutz/nationaler-artenschutz/invasive-gebietsfremde-arten/ueberblick-invasive-gebietsfremde-arten * [https://www.uni-leipzig.de/newsdetail/artikel/conservation-gardening-gruenflaechen-in-deutschland-koennten-deutlich-groesseren-beitrag-zum-erhalt-der-artenvielfalt-leisten-2023-09-04 Universität Leipzig, Conservation Gardening] '''Sammlung von Listen zur Pflanzenverwendung:''' * https://www.floraweb.de/ * https://www.naturadb.de/ * https://conservation-gardening.shinyapps.io/app-de/ '''Biodiversitätsmanagement-Hub:'''<br> Bei Interesse zum Thema Biodiversitätsmanagement an Hochschulen, nehmen Sie gerne am [[Hub – Biodiversitätsmanagement an Hochschulen|Hub der DG HochN]] teil. Auf der Seite finden Sie die dokumentierten Termine (inkl. Videos) und die anstehenden Hub-Termine.
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