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Ein kurzer Überblick über die Agenda und den zu besprechenden Inhalt.{{#set:Hat Datum=2026-01-23 10:00}} {{#set:Hat Themenschwerpunkt=BNE, Lehre}} {{#set:Thematisch verbunden mit=Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre}} [[Kategorie:Hub – Innovative Lehrformate für BNE]] = TrafoSax – Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Hochschullehre = TrafoSax ist ein sächsisches Verbundprojekt zur Stärkung von Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Hochschullehre. Ziel des Projekts ist es, Lehrende bei der Entwicklung, Umsetzung und Weiterentwicklung von BNE-Lehrformaten zu unterstützen und bestehende Aktivitäten sichtbar zu machen. Dazu vernetzt TrafoSax AkteurInnen aus verschiedenen Hochschulen, bündelt Good-Practice-Beispiele, begleitet Forschung zur Hochschullehre und arbeitet an strukturellen Rahmenbedingungen wie Zertifikatsangeboten. Im Fokus steht die nachhaltige Verankerung von BNE in Studium und Lehre an sächsischen Hochschulen.<blockquote>Beteiligte: Cornelia Grunert (TrafoSax), Kathrin Franke (Hochschuldidaktik Sachsen), Kilian Peisker (Hochschuldidaktik Sachsen)</blockquote> === Hochschuldidaktik Sachsen (HDS) === * Gemeinsame zentrale Einrichtung sächsischer Hochschulen. * Beteiligung von 15 Partnerhochschulen und 2 assoziierten Partnereinrichtungen. * Angebot hochschuldidaktischer Weiterbildungs- und Beratungsformate für Lehrende. * Durchführung von Zertifikatsprogrammen im Bereich Hochschullehre. * Herausgabe des Journals „Perspektiven auf Lehre. Journal for Higher Education and Academic Development“. === Projekt TrafoSax === * Von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre (StiL) gefördertes sächsisches Verbundprojekt. ** Unterstützung von Lehrenden bei der Implementierung von Bildung für nachhaltige Entwicklung. ** Aufbau eines BNE-Zertifikats an sächsischen Verbundhochschulen. ** Sichtbarmachung von Engagement für Bildung für nachhaltige Entwicklung an Hochschulen. === Publikation und Zielsetzung === * Sichtbarmachung von Good Practice Beispielen aus der Hochschullehre. * Möglichkeit zur Vorstellung und Diskussion aktueller Forschungsarbeiten (Zusammenarbeit mit über 53 AutorInnen). * Alle Beiträge haben ein Peer-Review-Verfahren durchlaufen. * Abdeckung aller drei Rubriken des Journals: ** Lehrpraxis mit praxisnahen Good Practice Beispielen aus der Hochschullehre. ** Praxisforschung mit Beiträgen aus dem Scholarship of Teaching and Learning. ** Perspektiven mit Übersichtsartikeln zur Implementierung von BNE in der Hochschullehre. == Vortrag: Together for a Sustainable, Climate-Resilient, and Liveable Green Campus – Education for Sustainable Development at the Hochschule Bonn-Rhein-Sieg – a case study == * Beteiligte: Berenice Fischer und Prof. Dr. Wiltrud Terlau. === Ausgangspunkt und Zielsetzung === * Nutzung des Campus als realer Lernraum für Nachhaltigkeit. * Vermittlung von Nachhaltigkeit nicht abstrakt, sondern anhand konkreter campusbezogener Fragestellungen. * Verständnis von Nachhaltigkeit als institutioneller Aushandlungsprozess. === Didaktischer Rahmen === * Interdisziplinärer Kurs im dritten Semester. * Rahmen: Orientierung an den Sustainable Development Goals und am Thema Klimaanpassung. * Einbettung in die Nachhaltigkeitsstrategie der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und Sankt Augustin. * Einsatz von Problem-Based Learning und Citizen-Science-Ansätzen. === Umsetzung === * Arbeit in studentischen Gruppenprojekten und Einbindung externer Stakeholder in den Arbeitsprozess. * Nutzung digitaler Anwendungen wie Dreckspotz, KlimNet und Hush City. * Durchführung von Messungen mit Thermo-Hygrometern und Dezibelmessungen. * Durchführung von Interviews und Umfragen sowie Präsentation der Ergebnisse. * Entwicklung von Vorschlägen zu Abfallmanagementsystemen, Begrünung und Beschattung sowie Ruhezonen. * Kompetenzaufbau von der Problemerkennung über Datenerhebung bis zur Entwicklung von Lösungsvorschlägen. === Lernerfahrungen === * Studierende identifizieren eigenständig campusbezogene Nachhaltigkeitsprobleme, die Arbeit in Kleingruppen mit Stakeholdern fördert kooperative Kompetenzen. * Autonomes Arbeiten wird durch Austauschformate und Sprechstunden begleitet. * Studentische Vorschläge waren inhaltlich fundiert, Vorschläge wurden nicht unmittelbar umgesetzt (Gründe liegen in komplexen Verwaltungs- und Gremienprozessen). * Einzelne Ideen wurden aber in hochschulische Prozesse aufgenommen und weiterverfolgt. == Vortrag: Gestaltung von Lernprozessen zu einem integrativen und kritischen Verständnis von nachhaltiger Entwicklung (Erkenntnisse aus einem inter- und transdisziplinären Lehrexperiment zur Verknüpfung von Diversität und Nachhaltigkeit == * Beteiligte: Julia Wiethüchter, Fynn Schmidt, Rebecca Froese, Luise Werland, Lilli Möller. === Leitende Frage === * Wie können Lehrformate einen Bewusstseinszuwachs für inter- und transdisziplinäre Perspektiven auf Nachhaltigkeit sowie die Rolle von Diversität in diesem Kontext anregen? === Aufbau des Lehrformats === * Phase 1: Digging zur Reflexion von Vorwissen und eigener Position in der sozial-ökologischen Transformation. * Phase 2: Sähen mit fünf Sessions mit Input aus jeweils zwei unterschiedlichen Disziplinen (Fokus auf Diversität und Nachhaltigkeit). * Phase 3: Harvesting zur kreativen Reflexion des Gelernten. === Lessons Learned === * Aussagen der Studierenden zeigen einen Kompetenzzuwachs im Bereich nachhaltiger Entwicklung. * Reflexionsbögen und Hausarbeiten machen Kompetenzentwicklungen sichtbar. * Inter- und transdisziplinäre Formate erfordern eine besondere pädagogische Grundhaltung. * Zeitliche und motivationale Ressourcen bei Lehrenden und Studierenden sind erforderlich. === Rückfragen aus der Diskussion === * Frage: Was waren die Zielgruppen und wie hat es mit der interdisziplinarität funktioniert? ** Zielgruppe waren Studierende verschiedener Disziplinen. Aber die Verortung im Bereich Politikwissenschaft führte zu einem Schwerpunkt auf geisteswissenschaftlichen Studiengängen. Die administrative Umsetzung interdisziplinärer Lehre stellte eine Herausforderung dar. * Frage: Wie war die Gegenreaktion auf den Abbau der Hierachiestufen? ** Abbau von Hierarchien wurde von Studierenden angenommen. Irritationen und Überforderung traten punktuell auf und wurden reflektiert. == Vortrag: FuN – Fachdisziplin und Nachhaltigkeit == * Beteiligte: Veronika Thurner und Georg Zollner. * Durchführung an der Hochschule München. === Leitfragen der Lehrveranstaltung === * Reflexion der eigenen Fachdisziplin (was macht meine Disziplin aus?). * Analyse von Stärken und Schwächen der Disziplin sowie Identifikation disziplinärer blinder Flecken. * Beitrag der eigenen Disziplin zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen. * Integration verschiedener Disziplinen in einen ganzheitlichen Lösungsprozess. === Ablauf der Lehrveranstaltung === * Erster halber Tag mit Ankommen, Kennenlernen, fachlicher Verortung und Nachhaltigkeitsverständnis. * Zweiter Tag mit disziplinärem Zugang zu Nachhaltigkeit, fachlichen und nachhaltigkeitsbezogenen Kompetenzen sowie Systemgrenzen. * Dritter halber Tag mit Rückblick und Reflexion persönlicher Werte. * Vierter Tag mit disziplinären Werten, Entwicklung von Zukunftsbildern und Handlungsorientierung. === Übergreifende Inhalte der gesamten Lehrveranstaltung === * Fachliches Nachhaltigkeitsverständnis. * Disziplinärer Zugang zu Nachhaltigkeit. * Kompetenzen für Nachhaltigkeit. * Persönliche Werte. * Disziplinäre Werte. === Lehr- und Lernmethoden === * Bewusster Umgang mit Heterogenität und Homogenität: ** Gezielte Homogenisierung zur Schaffung gemeinsamer Ausgangspunkte. ** Gezielte Heterogenisierung zur Förderung von Perspektivenwechseln. * Visualisierung disziplinärer Unterschiede und Systemgrenzen. * Reflexion dessen, was innerhalb und außerhalb des fachlichen Blicks liegt. * Kurze Einzel- und Gruppendiskussionen mit anschließender Plenumsphase. * Ziel ist Bewusstseinsbildung, nicht Bewertung. === Kompetenzentwicklung === * Wahrnehmung eines deutlichen Kompetenzzuwachses bei Studierenden (Rückmeldungen auch von Lehrenden). * Kompetenzzuwächse basieren auf Selbsteinschätzungen (Vergleich von Ausgangs- und Zielpunkten ermöglicht Reflexion, keine formale Kompetenzmessung). == Vortrag: Bildung für nachhaltige Entwicklung Entwicklung einer BNE-Toolbox – Reflexion zur Entwicklung einer Toolbox zur Transformation von Lehre und Studium == * Beteiligte: Stefanie Preiml, Andrea Bernhard, Elfriede Neuhold und Franz Rauch. * Vortrag mit Fokus auf institutionelle Lern- und Transformationsprozesse im Kontext der Lehrkräftebildung an Hochschulen. === Kontext und Ziele === * Kontext: Projekt UniNETZ (Entwicklung von SDG-bezogenen Handlungsoptionen und Aufbau einer hochschulübergreifenden Arbeitsgruppe) * Ziel war die Umsetzung eines Studium Generale an österreichischen Universitäten. * Transformationsprozesse sind komplex, der Mehrwert wird als hoch eingeschätzt. * Entwicklung einer Toolbox für unterschiedliche Stakeholdergruppen. === Weitere Informationen === * Toolbox-Website: https://bne-toolbox.aau.at/. * Materialien sind verfügbar. Es gibt ein Angebot für Co-Working-Sessions. * Bei Interesse gerne melden! Kontakt: bne-toolbox@aau.at. == Vortrag: „Not everything can be taught.“ Learning through a whole institution ESD Process in University Teacher Education == Beteiligte: Rachel Bowden und Maria Kondratjuk === Lern- und Arbeitsprozess === * Verschiedene Mitarbeitende haben sich regelmäßig getroffen. Zu Beginn wurde gemeinsam reflektiert, was Bildung für nachhaltige Entwicklung bedeutet, die Auseinandersetzung bezog sich auf unterschiedliche Ebenen: ** Reflexion auf der persönlichen Ebene als Mensch. ** Reflexion auf Ebene der eigenen Abteilung. ** Reflexion auf Ebene des Instituts. * Über einen Zeitraum von etwa einem Jahr wurden weitere Lernräume aufgebaut. * Der Prozess wurde wissenschaftlich begleitet und beraten, es wurden Fokusgruppen mit unterschiedlichen Abteilungen durchgeführt. * In den Fokusgruppen wurden Erfahrungen, Verständnisse und Deutungen zu Nachhaltigkeit und BNE gesammelt. === Erkenntnisse aus Fokusgruppen === * In den Fokusgruppen zeigte sich ein Bedarf, Nachhaltigkeit und Bildung für nachhaltige Entwicklung sowohl getrennt als auch gemeinsam zu definieren. * Die Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeit und BNE wurde im Verlauf der Diskussionen zunehmend komplexer. * Der Umgang mit dieser wachsenden Komplexität wurde von den Beteiligten als emotional herausfordernd beschrieben. * Es bestand ein deutlicher Bedarf an konkreten, relevanten und praxisnahen Maßnahmen. * Bestehende Politiken und etablierte Praktiken wurden kritisch hinterfragt. * Es wurde der Wunsch geäußert, bestehende Verständnisse und Handlungsweisen weiterzuentwickeln. === Zentrale Lernerfahrungen === * Instrumentelle und emanzipatorische Ansätze von Bildung für nachhaltige Entwicklung wurden gleichermaßen als sinnvoll eingeschätzt. * Nachhaltigkeit sollte nicht vollständig vorgegeben werden. * Die eigenständige Reflexion von Nachhaltigkeit im eigenen Arbeitskontext wurde selbst als BNE-Praxis verstanden. * Konfrontierende und teilweise unangenehme Auseinandersetzungen wurden als notwendig für tatsächliche Umsetzung beschrieben. * Der Bedarf an Zeit, finanziellen Ressourcen und personeller Unterstützung wurde deutlich. * Der bewusste Umgang mit Unsicherheiten und moralischen Spannungen wurde als zentral benannt. * Die systematische Dokumentation und Weitergabe von Ergebnissen wurde als notwendig hervorgehoben. * Für die Umsetzung von Maßnahmen sind unterstützende Strukturen erforderlich. == Vortrag: Zwischen Vorgaben und Autonomie – Beitrag zu Hürden bei der Implementierung von BNE in der Hochschullehre aus Sicht von Multiplikator:innen. == * Beteiligte: Johanna Weselek, Teresa Ruckelshauß und Alexander Siegmund. * Fokus auf die Frage, welche Bedingungen Multiplikator:innen benötigen, um wirksam arbeiten zu können. * Gleichzeitig Analyse der aktuellen Verankerung von BNE an Hochschulen. === Methodisches Vorgehen === * Durchführung von zehn leitfadengestützten Interviews. * Bewusst heterogene Auswahl der interviewten Personen. * Auswertung mithilfe rekonstruktiver Verfahren und Anwendung der dokumentarischen Methode. === Zentrale Ergebnisse === * Viele Multiplikator:innen möchten andere für BNE gewinnen und begeistern, gleichzeitig wurde betont, dass keine missionierende Rolle eingenommen werden soll. * Es besteht ein Wunsch nach klaren Vorgaben zur Orientierung, aber es wurde auch die Bedeutung eigener Handlungsspielräume hervorgehoben. * Partizipation auf unterschiedlichen Ebenen wurde als wichtig angesehen. * Eigene Werte und Überzeugungen wirken als Motivation für BNE-Engagement, Teilnehmende wählen aber auch die wissensbasierte Motivation als Grund. * Die Offenlegung der eigenen Standortgebundenheit wurde als notwendig beschrieben. * Die Kommunikation hochschulischer Nachhaltigkeitsstrategien wurde als relevant eingeschätzt. === Rückfragen aus der Disussion: === * Frage: Ob und wieweit beeinflussen diese Widersprüche die weitere Forschungsarbeit? ** Die Referierenden betonten, dass diese Widersprüche bewusst sichtbar gemacht werden sollen. ** Ziel ist eine transparente Auseinandersetzung statt einer schnellen Auflösung. ** Der Prozess wurde als fortlaufender Lernprozess beschrieben. == Abschlussrunde des Hubs: == * In der Abschlussrunde wurde die Bedeutung von Green Offices hervorgehoben, eine strategische Vernetzung dieser Strukturen wurde als sinnvoll erachtet. * Die Notwendigkeit personeller und finanzieller Absicherung wurde betont. * Man ist mit seinen Problemen und Hürden nicht allein, vor allem durch Hubs und Austauschrunden wie diese kann man erkennen, dass viele Personen ähnliche Probleme haben. * Die kritische Reflexion der eigenen Fachdisziplin wurde als wichtiger Impuls beschrieben.<br /> == Folien zum Hub == [[Datei:HDS - ESD Trafosax 1-26.pdf|mini|links|Neue Perspektiven auf das Thema BNE in der Hochschullehre]] == Weitere Informationen == * Journal: https://www.hd-sachsen.de/veroeffentlichungen/journal. * Aktuelle Ausgabe als Download: https://jfhead.publia.org/jfhead/index. * KlimNet: [https://www.geographie.ruhr-uni-bochum.de/projekte/00209-klimnet.html.de Stadt und Land im Fluss – Netzwerk zur Gestaltung einer nachhaltigen Klimalandschaft] * [http://klimnet.geographie.ruhr-uni-bochum.de/webgis/?st=&l=2017%20-%20Landsat%207%2F8%20Klassifikation%2CNRW%2CKreise%2CGemeinden&bl=web_grau&t=KlimNetWebGIS&e=143103%3B5585241%3B651103%3B5817744 QGIS Web Client 2] * [https://www.bne.nrw/hochschule/bne-hochschulnetzwerk-nrw/ BNE-Hochschulnetzwerk NRW] * Wer auch am Austausch über BNE im Kontext hochschulischer Wirtschaftsbildung, Qualitätsmanagement und studentischer Beteiligugung interessiert ist, gerne melden bei: moritz.schulz2@tu-dresden.de
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