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Ein kurzer Überblick über die Agenda und den zu besprechenden Inhalt.== Impulsvortrag == [[Datei:Präsentation Naturverbundenheit 7.4.25.pdf|mini|Präsentation, Naturverbundenheit, Ralph Buchner|link=https://wiki.dg-hochn.de/images/0/09/Pr%C3%A4sentation_Naturverbundenheit_7.4.25.pdf]] * Viele der aktuellen globalen Probleme sind Symptome einer tieferliegenden, gemeinsamen Ursache – der '''Krise der Wahrnehmung'''. * Unser Weltbild ist mechanistisch geprägt; es basiert auf Trennung statt auf Verbundenheit. * Menschen empfinden sich getrennt von der Natur, von anderen Menschen und auch von sich selbst. * Diese innere Abspaltung führt dazu, dass wir keinen echten Zugang mehr zu unserem Inneren haben – ein zentrales Merkmal dieser Wahrnehmungskrise. * Aus diesem Bewusstsein der Trennung heraus entstehen die großen Herausforderungen unserer Zeit: ** Die Menschheit verbraucht aktuell 1,7 Erden an Ressourcen – weit über das nachhaltige Maß hinaus. ** 26 der reichsten Menschen der Welt besitzen so viel Vermögen wie 50 % der gesamten Weltbevölkerung – ein drastisches Beispiel für soziale Ungleichheit. * Diese äußeren Krisen sind nicht unabhängig von unserem Inneren – sie sind Ausdruck und Folge der gestörten inneren Beziehung zu uns selbst, zur Natur und zur Gesellschaft. === Hintergrund des Hubs === * Ein interdisziplinäres Team namens '''Connectedness''' hat sich gebildet – bestehend aus Personen von vier verschiedenen Hochschulen. * Leitfragen des Teams: ** Wie kann der Nutzen von Verbundenheit wissenschaftlich fundiert begründet werden? ** Wie lässt sich ein Baukasten gestalten, der Menschen praktisch unterstützt, sich mit sich selbst, der Natur und dem größeren Ganzen zu verbinden? * Der Hub ist ein Bestandteil dieses Baukastens – ein '''Experimentierraum und Praxisfeld'''. === Theoretischer Bezugsrahmen === * Verbundenheit in drei Richtungen: ** zu sich selbst, ** zur Natur, ** zum Höheren bzw. zum großen Ganzen. * Otto Scharmer (Transformationsforscher) beschreibt den Übergang von '''Ego-System-Awareness''' zu '''Eco-System-Awareness'''. ** Ego-System: Dominanz, Konkurrenz, Macht. ** Eco-System: Symbiose, Fürsorge, Ko-Kreativität. * Zwei Kraftfelder: ** Ego-Kraftfeld: ''Was kann ich für mich herausholen?'' ** Eco-Kraftfeld: ''Welchen Platz habe ich im großen Ganzen und was kann ich beitragen?'' * Aus dem ökozentrischen Bewusstsein entstehen neue Methoden und Handlungsansätze im Sinne des Gemeinwohls. == Übung 1 – Fundamentale Naturverbundenheit vorstellen == * Innerliche Vorstellung: Wie fühlt es sich an, auf fundamentale Weise mit der Natur verbunden zu sein? Begleitet von entspannender Musik. * Reflexionsfragen: Was hat das mit dir gemacht? Was hast du dabei empfunden? '''Rückmeldungen:''' * Einstieg und Input wurden als sehr gut empfunden. Starke innere Bilder, deutlich spürbare Erdung. * Neue Informationen und bewusste Körperwahrnehmung wurden als spannend erlebt. * Zuhören mit geschlossenen Augen veränderte die Aufmerksamkeit stark. == Übung 2 – Waldgeräusche hören == * Zwei Minuten konzentriertes Hören von Waldgeräuschen – Ziel: akustisches Eintauchen in die Natur. * Reflexionsfragen: Was hat das mit dir gemacht? Was hast du dabei empfunden? '''Rückmeldungen:''' * Intensive Verbindung zur Natur spürbar. * Zuhören weckte Lust auf Natur, selbst wenn dies gerade nicht möglich war. '''Reflexionsfragen im Anschluss:''' # Wie begegnest du der Natur in deinem Arbeitsalltag? # Wo könntest du ihr begegnen? # Wie kannst du dir bewusst eine Naturpause einbauen? '''Weitere Rückmeldungen:''' * Regelmäßige Wald-Exkursionen, Erfahrungen mit „Wald und Gesundheit“. * Schwierigkeit, Natur in den Arbeitsalltag zu integrieren, aber kleine Pausen helfen. * Naturbilder am Laptop, Pflanzen im Büro, kurze Sonnenpausen – auch am Fenster oder Balkon. * Fester Mittagsspaziergang im Park als Naturpause. == Übung 3 – Haptisches Naturerlebnis == * Auswahl eines Naturartefakts (z.B. Stein, Muschel, Blatt). * Beschreibung des Objekts im Zweierteam (Breakout-Raum), ohne es zu benennen. * Die andere Person zeichnet das beschriebene Objekt. == Meinungen und Feedback == * Wichtigkeit, von der Theorie ins Tun zu kommen – bewusste Zeit für Verbindung und Achtsamkeit. * Wahrnehmung, Fühlen und Visualisieren als Schlüssel für inneres Handeln. * Herausforderung: Übertragbarkeit in die Lehre – je nach Zielgruppe unterschiedliche Offenheit. * Möglichkeiten der unbewussten Vermittlung: Pflanzen, Farbgestaltung der Räume. * Verbindung von Fakten, Selbsterfahrung und emotionalem Zugang wurde als kraftvoll erlebt – funktioniert auch in virtuellen Räumen.
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