Blaupause "Grüner Teller klimabewusst mensen"
| Blaupause "Grüner Teller klimabewusst mensen" | |
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| Die Hochschule Magdeburg-Stendal hat im Rahmen des KlimaPlanReal Klima-Kennzeichnungen für Mensa-Gerichte eingeführt.
Gemeinsam mit der Hochschule Harz, der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und dem Studentenwerk Magdeburg wurden angebotene Gerichte des Studentenwerks mit Klimakennzeichen (Klima- und Wasserscore) versehen und auf digitalen Speiseplänen, Monitoren und der Website des Studentenwerks veröffentlicht. | |
| Handlungsfelder | |
Forschung, Transfer, Betrieb
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| Themenbezug | |
| Stichworte | |
Ernährung
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| Zielgruppe | |
Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Forschungsmanagement, Interessierte Öffentlichkeit, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)
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| Richtung | |
| Hochschule | |
| Organisationseinheit | |
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Breitscheidstr. 2 39114 Magdeburg
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Übersicht
Im Transferlabor an der Hochschule Magdeburg-Stendal (h²) im Rahmen des Projekts KlimaPlanRealwurden im Handlungsfeld „Nachhaltige Ernährung und Beschaffung“ Klima-Kennzeichnungen für Mensa-Gerichte eingeführt. Gemeinsam mit der Hochschule Harz (HSH), der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) und dem Studentenwerk Magdeburg wurden angebotenen Gerichte des Studentenwerks mit Klimakennzeichen (Klima- und Wasserscore) versehen und auf digitalen Speiseplänen, Monitoren und der Website des Studentenwerks veröffentlicht.
Die Kennzeichnungen basieren auf der Bewertung von Eaternity: Der Klimascore zeigt die Klimawirkung eines Gerichts in CO₂-Äquivalenten, der Wasserscore gibt den Wasserverbrauch bei der Herstellung an. Flankierende Kommunikationsmaßnahmen (Landingpage, Plakate, Social-Media-Posts, Aktionstage) informierten die Hochschulgemeinschaft. Zudem wurde eine Nutzer:innenbefragung durchgeführt, die Ergebnisse flossen in die Optimierung der externen Kommunikation ein und die Maßnahme wurde auf eine nachhaltige Verstetigung vorbereitet.
Das Ziel war es, die Nachfrage nach klimafreundlichen Gerichten messbar zu erhöhen, das Bewusstsein für Klima- und Umweltwirkungen von Ernährung zu stärken und langfristig die CO₂-Emissionen der Hochschulverpflegung zu senken.

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Einschätzung der Maßnahme
Zur Bewertung von Wirkung und Risiko wurde eine vorab eine SWOT Analyse durchgeführt.

Ablauf der Maßnahme
Das Transferlabor teilte sich in zwei Phasen auf. Hier sind die vom Transformationsteam vorab formulierten Ziele und eine Übersicht der Umsetzung dargestellt.
Phase 1 (03/2024 – 03/2025)
- Einführung einer CO₂-Kennzeichnung für mindestens 80 % der angebotenen Mensagerichte auf digitalen Informationsbildschirmen, der Menüseite des Studentenwerks sowie der Campus-App. ➔ Ziel erreicht
- Implementierung eines Gesundheitskennzeichens, um die gesundheitliche Bewertung der Speisen transparent zu machen. Aufgrund systemischer Grenzen konnte dieses Kennzeichen nicht umgesetzt werden; stattdessen wurde ein Kennzeichen zum Wasserfußabdruck zusätzlich zum CO₂-Kennzeichen eingeführt. ➔ Teilweise umgesetzt / Ziel nicht erreicht
- Förderung der Nachfrage nach nachhaltigeren Speisen durch transparente Kennzeichnung, mit dem Ziel einer messbaren Absatzsteigerung vegetarischer und veganer Angebote. Vor Beginn der Maßnahme waren etwas 40 % der verkauften Gerichte vegan oder vegetarisch. Im Laufe der ersten Phase stieg der Anteil auf 50 % und nach fünf Monaten Einführung der Kennzeichnung erhöhte sich der Anteil je nach Monat und Semesterzeit auf 55–65 %. ➔ Ziel erreicht
Phase 2 (04/2025 – 09/2025)
- Evaluation der eingeführten Kennzeichnungssysteme mit Hilfe einer Umfrage und dem Ziel, die Verständlichkeit, Akzeptanz und Wirkung der Kennzeichen zu prüfen und Optimierungen abzuleiten. ➔ Ziel erreicht
- Weiterentwicklung der Kennzeichnungssysteme, insbesondere Anpassung von Kommunikation und Informationsformaten, um die Nutzer:innenakzeptanz zu erhöhen. ➔ Ziel erreicht, siehe Landingpage des Studentenwerks
- Wirkungsmonitoring und Verstetigung, um den Anteil nachhaltiger gewählter Gerichte weiter zu steigern und die Maßnahme dauerhaft im Mensabetrieb zu etablieren. ➔ Ziel erreicht, siehe Phase 1
Umsetzung
| 3.1 Ist-Zustand (vor dem Projekt) |
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Das Studentenwerk Magdeburg verfolgte bereits erste Ansätze zur Förderung einer klimagerechten Ernährung in seinen Einrichtungen. Die Analyse des Mensabetriebs zeigte, dass Potenziale in der gezielten Kommunikation klimagerechter Speisen, der transparenten Darstellung von Klima- und Gesundheitswirkungen sowie in der Nutzer:inneninformation insgesamt bestanden. Ein Vergleich mit anderen Studentenwerken deutete darauf hin, dass durch zusätzliche Kommunikationsmaßnahmen die Sichtbarkeit und Akzeptanz klimafreundlicher Gerichte weiter gesteigert werden könnte. Zudem herrschte zu diesem Zeitpunkt eine gewisse Zurückhaltung im Studentenwerk: Die Verantwortlichen äußerten die Sorge, durch eine stärkere pflanzliche Anpassung des Ernährungsangebots wirtschaftliche Einbußen zu riskieren. Das Studentenwerk hatte bereits vorab mit der Idee gespielt, Klimakennzeichen einzuführen, hatte dies jedoch aufgrund der finanziellen Aufwände und personellen Ressourcen zurückgestellt. Vor dem Start des Transferlabors fehlte ein klarer Überblick über Gewinne und Verluste bei vegetarischen und veganen Gerichten im Vergleich zu omnivoren Mahlzeiten. Eine interne Evaluation des Studentenwerks im Zeitraum von Januar bis März 2024 ergab, dass durchschnittlich 40 % der verkauften Gerichte vegan/vegetarischen Ursprungs waren. Dieser Wert bildete eine solide Grundlage für die weitere nachhaltige Transformation des Verpflegungsangebots. |
| 3.3 Umsetzungsschritte |
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Die Arbeitsphasen waren wie in der folgenden Abbildung gestaltet und werden darunter genauer beschrieben. |
| 3.4 Projektphase 1 | |
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Wichtige Ergebnisse:
• Die CO₂- und Wasser-Kennzeichen wurden erfolgreich in allen digitalen Speiseplänen, auf Monitoranzeigen in den Mensen sowie auf der Website und in der Campus-App implementiert.
• Ein Monitoring-System wurde innerhalb des Studentenwerks etabliert, um die verkauften Mengen vegan/vegetarischer Gerichte zu erfassen und deren Einfluss auf Absatz, Umsatz und Gewinn des Studentenwerks nachzuvollziehen.
• Die erhobenen Daten bildeten die Grundlage für die Auswertung der Nachfrage nach klimafreundlichen Gerichten und die Bewertung der wirtschaftlichen Auswirkungen auf den Mensabetrieb. Der Anteil vegan/vegetarischer Gerichte stieg von 40% (vor der Maßnahme) auf 50% (während der Maßnahme).
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| 3.5 Projektphase 2 | |
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Wichtige Ergebnisse:
*Evaluation der Kennzeichen: Die Nutzer:innenbefragung zeigte, dass Layout und Gestaltung der Klima-und Wasserkennzeichen gut verständlich waren, während die Bewertungsskala teilweise unklar wahrgenommen wurde. Diese Erkenntnisse bildeten die Grundlage für die Erstellung ergänzender Informationsmaterialien und Anpassungen in der Kommunikation.
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Rahmenbedingungen
| Bereich | Details |
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| Laufzeit | Das Transferlabor war in zwei Phasen mit einer Gesamtlaufzeit von 19 Monaten unterteilt. Die ursprünglich geplante erste Phase war nicht innerhalb des vorgesehenen Zeitraums (März bis Oktober 2024) von acht Monaten realisierbar. Grund dafür war ein deutlich höherer Abstimmungsbedarf mit allen beteiligten Schnittstellen (Eaternity, Stundentenwerk, externer Dienstleister für die Mensamonitore). Die inhaltlichen Ziele konnten dennoch innerhalb der Gesamtlaufzeit realisiert werden. Abweichungen ergaben sich beim Ziel, neben dem Klimakennzeichen auch ein Gesundheitskennzeichen einzuführen. Aufgrund systemischer Einschränkungen sowie unzureichender Absprachen mit dem externen Partner Eaternity konnte dieses Vorhaben nicht mehr kostenneutral umgesetzt werden. Stattdessen wurde bereits zu Projektbeginn der Wasserscore zur Darstellung des Wasserfußabdrucks integriert. |
| Finanzen | Der Finanzbedarf betrug 14.000 Euro für die Etablierung der Schnittstellen für die Kennzeichen und die Finanzierung von dem externen Dienstleister (Eaternity) zur Berechnung des Klima- und Wasserscores für die ersten zwei Jahre. |
| Standorte | Hauptstandort für das Projekt: Hochschule Magdeburg-Stendal (h2)
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU)
Magdeburg Hochschule Harz (HSH)
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| Hochschulgröße der h2 |
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| Unterstützung & Strategie | Die Hochschulleitung der h2 unterzeichnete einen Letter of Intent zur aktiven Unterstützung. Die Maßnahme wurde als besonders bedeutsame Impact-Maßnahme priorisiert. Die Rektorin der h2 eröffnete persönlich das Transferlabor. |
| Institutionalisierung von Nachhaltigkeit & Klimaschutz | Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es ein drittmittelfinanziertes Klimaschutzmanagement an der h2, mit einem in Umsetzung befindlichem Klimaschutzkonzept (von 2022). |
| Weitere Relevante Aspekte | Die Zustimmung des Studentenwerks sowie die aktive Kooperation war maßgebend für dir Umsetzung der Maßnahme. |
Dokumentation & Nacharbeiten
- Webseite der Hochschule Magdeburg-Stendal - Grüner Teller
- Landingpage Studentenwerk zu den Kennzeichen
- Aufklärungsplakat zu den Kennzeichen
- Material des externen Kooperationspartners Eaternity zur Bewerbung der Kennzeichen
Übertragbarkeit
A. Kooperation und institutionelle Verankerung
- Kooperation mit dem Studentenwerk als zentrale Voraussetzung
- Die enge Zusammenarbeit mit dem Studentenwerk Magdeburg war essenziell für die Umsetzung der Maßnahme, da dieses als Betreiber aller relevanten Mensen an den Standorten eine Schlüsselrolle einnimmt. Ebenso war die Einbindung des Verwaltungsrats der Hochschule(n) sowie der Hochschulleitung der h2 wichtig, um Rückhalt und Legitimation in den hochschulischen Entscheidungsstrukturen zu sichern.
- Sichtbarkeit und Legitimation durch hochschulische Rückendeckung
- Die Priorisierung der Maßnahme durch die Hochschulleitungen, insbesondere die Eröffnung durch die Rektorin, verlieh dem Projekt hohe Sichtbarkeit und interne Legitimität. Dies erleichterte auch die Zusammenarbeit mit anderen Bereichen (z. B. Nachhaltigkeitsmanagement, Gesundheitsförderung).
B. Rollen, Ressourcen und Zusammenarbeit im Trafoteam
- Herausforderungen in hochschulübergreifenden Teams
- Die Arbeit in einem standortübergreifenden Trafoteam brachte erhebliche logistische Herausforderungen mit sich. Aufgrund unterschiedlicher Verfügbarkeiten und geografischer Distanzen war nur ein monatlicher Sitzungsturnus im Gesamtteam realistisch, jedoch stellenweise nicht ausreichend für eine kontinuierliche Zusammenarbeit. Zwar erwies sich die Aufteilung in kleinere, thematisch fokussierte Untergruppen grundsätzlich als zielführend, doch zeigte sich, dass der lediglich monatliche Austausch in Präsenz die Abstimmung erschwerte und Prozesse verlangsamte.
- Für zukünftige Projekte erscheint es daher sinnvoller, ein kleineres Kernteam zu etablieren, das sich in kürzeren Abständen und möglichst regelmäßig in Präsenz trifft. Eine klare Aufgabenverteilung innerhalb dieses engeren Kreises würde die Handlungsfähigkeit erhöhen, die Verbindlichkeit der Zusammenarbeit stärken und durch die räumliche Nähe sowohl die Erreichbarkeit als auch den direkten Zugang erleichtern und die Motivation steigern.
- Klare Rollenverteilung als Erfolgsfaktor
- Eine präzise definierte Rollenverteilung innerhalb des Teams ist entscheidend, um Co-Design-Prozesse effektiv und effizient zu gestalten. Ohne klare Verantwortlichkeiten besteht die Gefahr von Abstimmungsverlusten und einem unproduktiven Verlauf der Zusammenarbeit.
- Im vorliegenden Projekt war die Rollenbalance allerdings insofern eingeschränkt, als dass das Studentenwerk als Hauptumsetzungspartner und „Abnehmer“ der Maßnahme über einen deutlich größeren Handlungsspielraum verfügte und maßgeblich die inhaltlichen Prioritäten bestimmte. Dadurch war der Co-Design-Prozess weniger flexibel, als es in einem Realexperiment typischerweise angestrebt wird.
- Trotzdem bemühte sich das Trafoteam kontinuierlich, sich aktiv einzubringen und die Maßnahme mitzugestalten. Aufgrund begrenzter zeitlicher Ressourcen konnten die Teammitglieder jedoch nur in eingeschränktem Umfang operative Aufgaben übernehmen.
- Frühzeitige Einbindung zentraler Schnittstellen
- Insbesondere auf Seiten des Studentenwerks (z. B. IT, Grafik, Öffentlichkeitsarbeit, Küchenleitung) war eine frühzeitige Einbindung zentral, um technische und organisatorische Prozesse – etwa die Implementierung der Kennzeichnungssysteme – realistisch planen und umsetzen zu können.
- Verzögerungen traten insbesondere dort auf, wo Abstimmungsprozesse nicht rechtzeitig initiiert oder parallelisiert wurden. Ein wesentlicher Grund hierfür lag in den begrenzten zeitlichen Ressourcen der beteiligten Mitarbeiter:innen des Studentenwerks, die ihre Mitwirkung im Transformationsteam zusätzlich zu ihrem regulären Arbeitsalltag leisten mussten. Dennoch haben sie sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten sehr engagiert und durch flexible Beiträge entscheidend zum Fortschritt des Projekts beigetragen.
- Interdisziplinarität als Stärke, aber auch Herausforderung
- Die Breite der Fachrichtungen (Gesundheit, Nachhaltigkeit, Kommunikation, Statistik, Verwaltung) im Trafoteams ermöglichte vielfältige Perspektiven. Gleichzeitig mussten Zeit für gemeinsamen Wissensaufbau und die Entwicklung einer gemeinsamen Sprache eingeplant werden, um Verständigungsprobleme zu vermeiden.
C. Projektmanagement und Kommunikation
- Flexibilität im Projektmanagement
- Die Maßnahme musste mehrfach an veränderte Rahmenbedingungen angepasst werden, z. B. bei der Laufzeit einzelner Projektphasen oder durch längere Rückkopplungsschleifen mit Stakeholdern. Ein agiler Projektansatz mit iterativer Planung und regelmäßigem Review war hilfreich.
- Verlässliche Kommunikation und Dokumentation
- Da viele Beteiligte nur punktuell involviert waren (z. B. externe Kooperationspartner, Beiratsmitglieder), war eine strukturierte und kontinuierliche Kommunikation entscheidend (durch den/die Facilitator:in). Ein zentrales digitales Ablagesystem und regelmäßige Protokolle unterstützten die Transparenz.
D. Wirkung und Lernerfahrungen
- Einbindung fachlicher Expertise
- Die Beteiligung von Expert:innen an der Schnittstelle von Klimaschutz, Gesundheit und Ernährung war von hoher Bedeutung für die inhaltliche Fundierung der Maßnahme.
- Studierende als Schlüsselakteure
- Studierende wirkten nicht nur aktiv an der Entwicklung der Maßnahme mit, sondern fungierten auch als wichtige Multiplikator:innen in die Breite der Studentenschaft. Ihre Beteiligung stärkte die Praxisrelevanz und die kommunikative Reichweite der Initiative. Sie haben Recherchearbeiten übernommen, den Zugang zur Studierendenschaft hergestellt, deren Interessen vertreten und ein Meinungsbild eingebracht.
- Transformationswirkung auf das Studentenwerk
- Das Projekt führte zu einer deutlichen Weiterentwicklung innerhalb des Studentenwerks: Das Klimaengagement und die Bereitschaft, pflanzliche Gerichte stärker in den Fokus zu rücken, nahmen spürbar zu. Dies zeigte sich unter anderem durch:
- die aktive Mitwirkung des Studentenwerks an Aktionstagen,
- die Organisation einer Weiterbildung für Küchenmitarbeitende zum Thema pflanzliche Gerichte,
- die kontinuierliche und verlässliche Unterstützung des Transformationsteams.
- Damit wurde ein nachhaltiger Veränderungsprozess angestoßen, der über die Projektlaufzeit hinaus Wirkung entfalten kann.
- Erfahrungen mit externen Partnern (Eaternity)
- Herausfordernd verlief die Zusammenarbeit mit dem externen Anbieter Eaternity. Die ursprünglich vereinbarte Kennzeichnung erwies sich als problematisch:
- Es sollte genügend Zeit für die Kommunikation zur Verfügung stehen, da verschiedenen Stellen innerhalb der Organisation sich miteinander absprechen müssen und damit die Kommunikation unerwartet lang dauern kann.
- Die Bewertungssystematik der Gerichte führte zu irritierenden Ergebnissen: Omnivore Gerichte wurden teilweise besser bewertet als pflanzliche. Ursache hierfür war die von Eaternity verwendete Normalisierung an der „Daily Food Unit“ (Sättigungsindex). Zwar führt Eaternity nachvollziehbare Gründe für diese Normalisierung an (LINK), jedoch ist diese Normalisierung den Endkonsument:innen meist nicht bewusst. So kann bei den Endkonsument:innen fälschlicherweise die Botschaft ankommen, tierische Produkte seien besonders klimafreundlich.
- Eaternity verwendet eine 5-stufige Skala, bei der die beste Kategorie jedoch sehr breit ist. Dies führt bei der Anwendung in den Mensen des Studentenwerks Magdeburg dazu, dass fast alle Gerichte die beste oder zweitbeste Bewertung erhalten und ist wenig informativ für die Endkonsument:innen.
- Flankierende Maßnahmen wie Informationskampagnen waren notwendig, um die Bedeutung der Labels zu erklären. Aktionstage und gezielte Weiterbildungen in Zusammenarbeit mit dem Studentenwerk sind nach unserer Einschätzung wirksam, um eine nachhaltige Veränderung des Konsumverhaltens in den Mensen zu erreichen.
Übersicht der Kernempfehlungen
| Handlungsfeld | Kernempfehlungen |
|---|---|
| A. Kooperation |
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| B. Rollen & Team |
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| C. Projektmanagement |
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| D. Wirkung |
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Hinweise zur Kommunikation
- Kommunikation mit Hochschulleitung, Studentenwerk und allen in Abbildung 1 genannten Akteur*innen
- Aktionstage und einzelne Informationsveranstaltungen
- Landingpage, Printmedien
- Handout

