Hub, Studentische Partizipation als Schlüssel nachhaltiger Hochschulentwicklung, 27.11.25

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Mit dem Ziel sich über wirksame und gerechte Partizipationsstrukturen für Studierende auszutauschen, stellten die Mitglieder des Forums Hochschule der Nationalen Plattform BNE im Hub ihr Positionspapier zu dem Thema vor und luden zum Austausch über Freiräume, Ermöglichungsstrukturen und gute Praxisbeispiele ein.

Hub, Studentische Partizipation als Schlüssel nachhaltiger Hochschulentwicklung, 27.11.25
Datum
Do 27 November 2025 14:00 Uhr
Verantwortlich
Dateien
Schwerpunkte

Hochschulentwicklung Partizipation
Bezug Wiki-Themen



Agenda und Informationen

Studierende können Hochschulen aktiv mitgestalten, wenn sie strukturell verankerte Mitwirkungsmöglichkeiten und reale Entscheidungsspielräume erhalten. Erforderlich sind klare Strukturen und ausreichende Freiräume, damit Partizipation nicht ein bloßes Schlagwort bleibt, sondern als gelebte Praxis verankert wird. Die Mitglieder des Forums Hochschule der Nationalen Plattform BNE rufen die Hochschulen in Deutschland dazu auf, wirksame, gerechte und attraktive Partizipationsstrukturen für Studierende zu schaffen.

Im Hub wurde das erarbeitete Positionspapier kurz vorgestellt (siehe Link unter Dateien). In einem zweiten Schritt wurden Erfahrungen zu Freiräumen und Ermöglichungsstrukturen geteilt und Beispiele zusammentragen (siehe unten).

Ergebnisse der Gruppe auf dem Miro-Board

Ermöglichungsstrukturen und Freiräume

Partizipationskultur
  • gewollte Teilhabe
  • Partizipation wird eingefordert, muss aber nicht von Studierenden organisiert werden
    • Hierbei muss immer bedacht werden, wie und wobei Studierende partizipieren sollen, welche Formate genutzt werden und welche wirkliche Entscheidungsmacht dabei vorhanden ist oder ob es sich um Scheinbeteiligung handelt. Die meisten alteingesessenen Formate an Hochschulen funktionieren nicht mehr so gut mit den Bedürfnissen der aktuellen Studierenden und der Entwicklung der Verschulung von Studium
  • Wissen um Partizipationsstufen und welche davon auch wirklich umgesetzt werden möchten an HS
Partizipation in der Lehre
Partizipation unterstützen
  • direkte Ansprechpartner*innen
  • Strukturiertes Onboarding neuer stud. Vertretungen in verschiedenen Gremien und zu Amtsübergaben
  • Vor- und Nachbereitung/Begleitung durch betreuende Mitarbeitende (ähnlich wie bei schulischer Beteiligung auf Konferenzen)
  • Professionalisierung der Gremienarbeit , Weiterbildung für Vorsitzende in Moderation und Kommunikation, oder Moderation ist nicht stimmberechtigtes Mitglied des Gremiums
  • Budgets für studentische Projekte, aber auch für HiWi-Stellen
    • Partizipation als Hiwi-Job? Evtl. ist eine Vergütung der Partizpation eine gute Idee (wir werden auch dafür bezahlt)
      • Frage: ist es dann noch freiwilliges Engagement?
      • Antwort: Hier geht es darum Anreize zu schaffen, überhaupt Studierende zu erreichen und diese angestellten Hiwis dann als Multiplikator*innen dienen können
      • Außerdem können Vergütungen von Ehrenamt dazu beitragen, dass mehr Menschen die Zeit einbringen können, sich zu engagieren – viele Studierende arbeiten nebenher, um sich das Studium finanzieren zu können, da bleibt für freiwilliges Engagement ohne Gegenleistung wenig Zeit/Kapazität
  • echte Einbindung in Prozesse (Treffen/ Partizipationsrunden)
  • Schaffung oder Unterstützung (manchmal auch Duldung) von studentischen Räumen, wie selbstorganisierten Cafes, Studi-Clubs etc. Hier entehen oft informell Ideen, die dann zu Partizipation führen
  • Anreizsysteme/benefit und Wirkungsorientierung
Aufsuchende Partizipation
  • jegliche Formate nur für und mit Student*innen. Hierarchien unterbinden
  • Studentische Themen außerhalb der Uni in studentischen Räumen behandeln > keine Machtverhältnisse wie in Seminarräumen + informeller/Räume der Studierenden
    • Studentische Räume nutzen (wirklich Räumlich) für Workshops und Entscheidungen für Governance etc.
Partizipation wertschätzen
  • Preis für studentisches Engagement
  • Vertrauensvorschuss für studentische Hochschulgruppen in der Nutzung von Räumlichkeiten oder allgemeiner Infrastruktur
  • Ergebnisse von Partizipationsformaten auch in Entscheidungen einfließen lassen (und nicht nur sammeln und folgenlos versanden lassen)

Beispiele gelebter Partizipation

  • Einführung anonymer Abstimmung in Kommission
  • Studiengangsworkshops und -konferenzen
  • Studienkommission, die über Qualitätsverbesserungsmittel (NRW) entscheidet: Studierende haben die meisten Stimmen (Rahmen: Akademische Selbstverwaltung) – in Hessen gibt es dies auch, allerdings mit paritätischer Besetzung
  • Green Office - aktive Partizipation an gelebter Nachhaltigkeit z.B: Orga von Events
  • (thematische) Referate des StuRa
  • Engagement in Hochschulgruppen
    • Studentische Projekte durch Micro-Finanzierung realisieren
  • Studierende nicht einladen, sondern in deren Gremien gehen und dort Themen besprechen
  • Runde Tische zu bestimmeten Themen
Projekte zum Angucke

Nächste Schritte

  • Austausch in weiteren Hubs fortführen
  • ggf. gemeinsame Aktivitäten ins Leben rufen, um das Positionspapier in die Umsetzung zu bekommen.
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