Dienstreisepolicy: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 17. Februar 2026, 13:34 Uhr


Hochschulbetrieb

A - Dienstreisepolicy

Ziele

Internationale Austausche sind angesichts aktueller Multi-Krisen und internationalen Spannungen wichtiger denn je. Die Frage ist nur, wie Austausche im Sinne nachhaltiger Entwicklung erfolgen können. Ein Zuwachs an mehrtägigen Summer Schools und Kurzzeitprogrammen im Ausland können nicht die Lösung für steigende Aufenthaltskosten sein. Ziel einer solchen Policy ist es, Mitarbeitende und Studierende für das Thema Nachhaltige Mobilität zu sensibilisieren und zur Entwicklung eigener Strategien anzuregen, um eine gemeinsame Vermeidung, Reduktion und Kompensation von CO2-Emissionen zu erreichen.

Lösungsstrategien

Strategie 1: Orientierung und Transparenz schaffen

Ziel: Gemeinsames Verständnis dafür, wann und warum Dienstreisen – insbesondere Flugreisen gerechtfertig sind.

Maßnahmen:

  • Klare Definition von essenziell vs. Vermeidbar (z.B. Feldforschung, strategische Meetings, auch Entfernung als Kriterium
  • Festlegung einer Zug-Zeit-Grenze (z.B. > 12 Stunden laut Fahrplan – Flug möglich)
  • Entwicklung fairer, transparenter Kriterien für die Zuteilung von Dienstreisen
  • Frühzeitige interne Kommunikation der geplanten Richtlinien
  • Abstimmung mit Fakultäten / Dekanaten / Fachbereichen (regionale Unterschiede berücksichtigen)
Strategie 2: Klare Regeln & Leitlinien etablieren (Governance und Policy)

Ziel: Verbindliche, rechtssichere Rahmenbedingungen statt freiwilliger Einzelentscheidungen.

Maßnahmen:

  • Entwicklung einer internen Dienstreisepolicy mit klaren Entscheidungskriterien klaren Kriterien und Anreizen zur Nutzung nachhaltiger Verkehrsmittel
  • Erstellung einer „Grünen Dienstreise-Leitlinie“ (inkl. Priorisierung von Bahn, virtuellen Meetings, Rail+Fly)
  • Nutzung vorhandener rechtlicher Ermessensspielräume (≠ reine Selbstverpflichtung)
  • Prüfung / Anpassung des Dienstreisekostengesetzes → Ermöglichung längerer, aber klimafreundlicher Reisezeiten
  • Klare Regelungen zur Vermeidung innereuropäischer Kurzflüge (z. B. unter 500–1000 km)
Strategie 3: Anreize und Alternativen stärken (Umsetzung im Alltag)

Ziel: Nachhaltiges Reisen zur einfachsten und attraktivsten Option machen.

Maßnahmen:

  • Anreize zur Nutzung von Bahn, Veranstaltungstickets der DG und Rail+Fly
  • Systematische Förderung von virtuellen Meetings als Standardoption
  • Klare Vorgaben zur Nutzung nachhaltiger Verkehrsmittel bei Dienstreisen
  • Drittmittelgebende Institutionen müssen Standards setzen, z.B. per default Klimakompensation für Reisen
Strategie 4: Verbindlichkeit & Verantwortung verankern (Leadership und Commitment)

Ziel: Nachhaltige Dienstreisen als institutionellen Standard festschreiben.

Maßnahmen:

  • Festlegung verbindlicher Reduktionsziele für Flugreisen
  • Selbstverpflichtungserklärung von Flugreisen durch Hochschulleitung aufsetzen
  • Dokument von Fakultäten / Dekanaten / Fachbereichen / Einzelperson zeichnen lassen -> online veröffentlichen
  • Öffentliche Dokumentation der Selbstverpflichtungen (z. B. online)
  • Aktive Prozesssteuerung durch die Hochschulleitung
Strategie 5: Monitoring, Visualisierung & Weiterentwicklung

Ziel: Wirkung sichtbar machen und kontinuierlich verbessern.

Maßnahmen:

  • Fußabdruck von Dienstreisen visualisieren (FlyingLess Tool)
  • Regelmäßige Auswertung der Reisedaten (Flüge, Bahn, virtuell)
  • Transparente Berichterstattung über Zielerreichung
  • Ableitung von Anpassungen für Richtlinien & Anreizsysteme

Best Practices

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