Blaupause: Flächenentsiegelung: Unterschied zwischen den Versionen

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=== Akteursanalyse ===
=== Akteursanalyse ===
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn eine Status Quo Analyse mit einer Akteur*innenanalyse durchgeführt. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert und direkt kontaktiert werden und das so genannte Transformationsteam aufgenommen werden:
Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn eine [[Status quo Analyse klimarelevanter Bereiche einer Hochschule|Status Quo Analyse mit einer Akteur*innenanalyse]] durchgeführt. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert und direkt kontaktiert werden und das so genannte Transformationsteam aufgenommen werden:


* Verwaltungsmitarbeiter (Dezernat für Zentrale Dienste)
* Verwaltungsmitarbeiter (Dezernat für Zentrale Dienste)
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==== Erkundungsphase ====
==== Erkundungsphase ====


* Trafoteam-Bildung anhand der Akteur*innenanalyse (zum Teil aus dem Hochschulklimarat)
* Trafoteam-Bildung anhand der Akteur*innenanalyse (zum Teil aus dem [[Hochschulklimarat]])
* Aufbau der Kommunikationsstrukturen
* Aufbau der Kommunikationsstrukturen
* Flächenerkundung
* Flächenerkundung
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==== Umsetzungsphase ====
==== Umsetzungsphase ====


* Einbindung eines DGNB-zertifizierter Planungsbüros war leider nicht möglich, da sich die Hochschulleitung und das Dezernat für Technik und Bauplanung gegen eine Teilentsieglung aussprachen, ohne das ein ganzheitliches Konzept für den Campus vorliegt
* Einbindung eines DGNB-zertifizierter Planungsbüros war leider nicht möglich, da sich die Hochschulleitung und das Dezernat für Technik und Bauplanung gegen eine Teilentsieglung aussprachen, ohne dass ein ganzheitliches Konzept für den Campus vorliegt
* Die Ideen für die Umgestaltung einer Pilotflächen wurde nur in Präsentationen konkretisiert, damit diese zu einem späteren Zeitpunkt in der Campusgestaltung berücksichtigt werden können
* Die Ideen für die Umgestaltung einer Pilotflächen wurde nur in Präsentationen konkretisiert, damit diese zu einem späteren Zeitpunkt in der Campusgestaltung berücksichtigt werden können


==== Abschlussphase ====
==== Abschlussphase ====


* Die Ideen wurden dem Nachhaltigkeitsbüro übergaben.  
* Die Ideen wurden dem Nachhaltigkeitsbüro übergeben.


==== Nach Projektende ====
==== Nach Projektende ====


* Einige Monate nach dem Ende des Transferlabors wurde duch die Hochschulleitung eine Arbeitsgemeinschaft zur Campusentwicklung eingesetzt, unter Federführung des Dezernates für Technik und Bauplanung, mit dem Ziel die Flächen am Hauptscampus zu entsiegeln, Pkw Stellplätze zu reduzieren (bzw. an einem anderen Ort hin zu zentralisieren) und die Flächen aufzuwerten. Die Leitung des Nachhaltigkeitsbüro konnte zentrale Aspekte des TrafoTeam in die Planungen der Gruppe integieren.
* Einige Monate nach dem Ende des Transferlabors wurde duch die Hochschulleitung eine Arbeitsgemeinschaft zur Campusentwicklung eingesetzt, unter Federführung des Dezernates für Technik und Bauplanung, mit dem Ziel die Flächen am Hauptscampus zu entsiegeln, PKW-Stellplätze zu reduzieren (bzw. an einem anderen Ort zu zentralisieren) und die Flächen aufzuwerten. Die Leitung des Nachhaltigkeitsbüros konnte zentrale Aspekte des TrafoTeams in die Planungen der Gruppe integieren.


==Übetragbarkeit ==
==Übetragbarkeit ==
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# Identifizierung geeigneter Campusflächen zur Umgestaltung
# Identifizierung geeigneter Campusflächen zur Umgestaltung
# Entwurf eines Neugestaltungskonzepts (intern, partizipativ, feedbackbezogen)
# Entwurf eines Neugestaltungskonzepts (intern, partizipativ, feedbackbezogen)
# Klärung der Verantwortlichkeiten in der Verwaltung (wer kann was beauftragen)
# Klärung der Verantwortlichkeiten in der Verwaltung (Wer kann was beauftragen?)
# Klärung der finanziellen Mittel, für die Umsetzung der Maßnahme
# Klärung der finanziellen Mittel für die Umsetzung der Maßnahme
# Zustimmung zur Umsetzung aus der Verwaltung
# Zustimmung zur Umsetzung aus der Verwaltung
# Entwurf zur Neugestaltung der Flächen (extern, Planungsbüro)
# Entwurf zur Neugestaltung der Flächen (extern, Planungsbüro)
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* '''Laufzeit''': Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von zehn Monaten
* '''Laufzeit''': Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von zehn Monaten
* '''Finanzen''': 10.000 € Projektmittel - Es wurden keien Ausgaben getätigt.
* '''Finanzen''': 10.000 € Projektmittel - Es wurden keine Ausgaben getätigt.


=== Rahmenbedingungen an der Hochschule ===
=== Rahmenbedingungen an der Hochschule ===


* '''Standort''': Die OVGU hat einen Hauptcampus, einen Humanwissenschaftlichen Campus (Zschokkestraße), den Wissenschaftshafen (Joseph-von-Fraunhofer-Str.) und das Universitätsklinikum (Leipziger Straße). Der Fokus lag auf dem Hauptcampus.  
* '''Standort''': Die OVGU hat einen Hauptcampus, einen Humanwissenschaftlichen Campus (Zschokkestraße), den Wissenschaftshafen (Joseph-von-Fraunhofer-Str.) und das Universitätsklinikum (Leipziger Straße). Der Fokus lag auf dem Hauptcampus.  
* '''Hochschulgröße''' (in Vollzeitäquivalente): rund 12.833 Studierende und über 2.672 Mitarbeitende, davon 195 Professor*innen, 1.528 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen, 949 Nichtwissenschaftliche Mitarbeitende (Stand vom 31.12.2023)
* '''Hochschulgröße''' (in Vollzeitäquivalenten): rund 12.833 Studierende und über 2.672 Mitarbeitende, davon 195 Professor*innen, 1.528 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen, 949 Nichtwissenschaftliche Mitarbeitende (Stand vom 31.12.2023)


==== Unterstützung der Hochschulleitung zur Maßnahmenumsetzung ====
==== Unterstützung der Hochschulleitung zur Maßnahmenumsetzung ====
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Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es sowohl ein Nachhaltigkeitsbüro und eine Senatskommission Klima. Darüber hinaus existiert eine [https://www.nachhaltigkeit.ovgu.de/nachhaltigkeit_media/Governance/NHStrategie/Nachhaltigkeitsstrategie+2018.pdf Nachhaltigkeitsstrategie]  sowie ein [https://www.ovgu.de/Beschluss+zur+Klimaneutralit%C3%A4t-p-140792.html?rewrite_engine=fast Senatsbeschluss zur angestrebten Treibhausgasneutralität der OVGU].
Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es sowohl ein Nachhaltigkeitsbüro und eine Senatskommission Klima. Darüber hinaus existiert eine [https://www.nachhaltigkeit.ovgu.de/nachhaltigkeit_media/Governance/NHStrategie/Nachhaltigkeitsstrategie+2018.pdf Nachhaltigkeitsstrategie]  sowie ein [https://www.ovgu.de/Beschluss+zur+Klimaneutralit%C3%A4t-p-140792.html?rewrite_engine=fast Senatsbeschluss zur angestrebten Treibhausgasneutralität der OVGU].


==Weblinks==
== Links, Material, Ansprechpersonen ==
[https://www.klimaplanreal.ovgu.de/ KlimaPlanReal – Homepage Universität Magdeburg]
[https://www.klimaplanreal.ovgu.de/ KlimaPlanReal – Homepage Universität Magdeburg]



Aktuelle Version vom 7. April 2026, 17:06 Uhr

Diese Blaupause beschreibt wie im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) eine Maßnahme zur Flächenentsiegelung geplant wurde und enthält Hinweise zur Umsetzung.

Blaupause: Flächenentsiegelung
Handlungsfelder
Forschung, Betrieb
Themenbezug
Stichworte
Flächenentsiegelung, Partizipation
Zielgruppe
Forschende, Lehrende, Studierende, Verwaltungsmitarbeitende, Hochschulleitung, Nachhaltigkeitsbeauftragte(r), Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in)
Richtung
Hochschule
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Maßnahmenbeschreibung

Impactrelevante Transformationsfelder:

  • Regenerativer Campus - Fokus Biodiversität
  • Nachhaltige Mobilität - Fokus Pendelmobilität

Die Maßnahme war eine Kombination aus „Flächenentsiegelung“ und „Rückbildung von PKW-Parkplätzen (sukzessiv)“ und hat den Ursprung im KlimaPlan der OVGU des vorangegangen partizipativen Schritts des Hochschulklimarats auf Basis des Whole Institution Approachs sowie der zugehörigen Impact-Bewertung der OVGU.

Kernziele des Transformationsteams:

  • Auswahl einer Fläche zur Entsieglung (ideal Parkplatzflächen)
  • Entwicklung von Ideen wie die Fläche aufgewertet werden kann, entweder im Sinne von Aufenthaltsqualität oder Biodiversität
  • Umsetzung der Idee mit dem Dezernat für Technik und Bauplanung

Umsetzung

Ausgangszustand

Akteursanalyse

Im Rahmen des Projektes KlimaPlanReal wurde zu Beginn eine Status Quo Analyse mit einer Akteur*innenanalyse durchgeführt. Damit konnten zentrale Akteur*innen identifiziert und direkt kontaktiert werden und das so genannte Transformationsteam aufgenommen werden:

  • Verwaltungsmitarbeiter (Dezernat für Zentrale Dienste)
  • Verwaltungsmitarbeiter (Dezernat Technik und Bauplanung)
  • Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Management Science)
  • Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Logistik und Mobilität)
  • Professor (Mathematik)
  • Professor (Berufs- und Betriebspädagogik)
  • Studentin (Peace and Conflict Studies)
  • Student (Informatik)

Umsetzungschritte

Erkundungsphase

  • Trafoteam-Bildung anhand der Akteur*innenanalyse (zum Teil aus dem Hochschulklimarat)
  • Aufbau der Kommunikationsstrukturen
  • Flächenerkundung

Findungsphase

  • Campusbegehung und Identifikation von potenziellen Fläche zum Entsiegeln
  • Auswahl der Fläche und Entwicklung von Nachnutzungsideen
  • Konzepterstellung mit Zeit- und Meilensteinplan

Konkretisierungsphase

  • Mitarbeiter aus dem Dezernat Technik und Bauplanung hat das TrafoTeam verlassen, daraufhin wurde versucht nach der Ideenentwicklung die Verwaltungs- und Umsetzungsexpert*innen zu konsultieren, statt sie regelmäßig zu den Treffen zu integrieren
  • Feedbackschleife mit der Hochschulleitung zu den Entwürfen

Umsetzungsphase

  • Einbindung eines DGNB-zertifizierter Planungsbüros war leider nicht möglich, da sich die Hochschulleitung und das Dezernat für Technik und Bauplanung gegen eine Teilentsieglung aussprachen, ohne dass ein ganzheitliches Konzept für den Campus vorliegt
  • Die Ideen für die Umgestaltung einer Pilotflächen wurde nur in Präsentationen konkretisiert, damit diese zu einem späteren Zeitpunkt in der Campusgestaltung berücksichtigt werden können

Abschlussphase

  • Die Ideen wurden dem Nachhaltigkeitsbüro übergeben.

Nach Projektende

  • Einige Monate nach dem Ende des Transferlabors wurde duch die Hochschulleitung eine Arbeitsgemeinschaft zur Campusentwicklung eingesetzt, unter Federführung des Dezernates für Technik und Bauplanung, mit dem Ziel die Flächen am Hauptscampus zu entsiegeln, PKW-Stellplätze zu reduzieren (bzw. an einem anderen Ort zu zentralisieren) und die Flächen aufzuwerten. Die Leitung des Nachhaltigkeitsbüros konnte zentrale Aspekte des TrafoTeams in die Planungen der Gruppe integieren.

Übetragbarkeit

Hilfreich zu haben

Hilfreich für die Arbeit im TrafoTeam waren konkrete themenbezogene Datenerhebungen, verwaltungstechnische Vorarbeiten sowie die Unterstützung der Leitungsebene. Dabei können folgende Punkte als Orientierungshilfen nützlich sein:

  • Erfassung aller versiegelten Flächen auf dem Campus (z.B. GIS-gestützte Kartierung)
  • Identifikation von Flächen mit Entsiegelungspotenzial (z.B. wenig genutzte Parkplätze)
  • Festlegung von Zielgrößen (z.B. X m² bis Jahr Y entsiegeln)
  • Rechtzeitige Einbindung relevanter Akteur*innen (u.a. Facility Management, Studierende, Verwaltung, Nachhaltigkeitsbeauftragte)

Konkrete Empfehlungen

Leider kam es an der OVGU nicht zur Entsiegelung der Pilotfläche. Dennoch konnte das Team aus seinen Erfahrungen konkrete Zwischenziele für den Transformationsprozess zur Flächenentsiegelung ableiten:

  1. Identifizierung geeigneter Campusflächen zur Umgestaltung
  2. Entwurf eines Neugestaltungskonzepts (intern, partizipativ, feedbackbezogen)
  3. Klärung der Verantwortlichkeiten in der Verwaltung (Wer kann was beauftragen?)
  4. Klärung der finanziellen Mittel für die Umsetzung der Maßnahme
  5. Zustimmung zur Umsetzung aus der Verwaltung
  6. Entwurf zur Neugestaltung der Flächen (extern, Planungsbüro)
  7. Rektorats-/ Senatsbeschluss und Freigabe von Mitteln zur Umgestaltung
  8. Ausschreibung der Neugestaltung
  9. Auswahl der Firmen für die Neugestaltung und Auftragserteilung
  10. Umgestaltung (extern)
  11. Erfolg feiern! - Einweihung
  12. ggf. Wirkungsevaluation zur Nutzung der Fläche
  13. Dokumentation über digitale interne/ externe (soziale) Medien (Newsletter, Websites)

Rahmenbedingungen der OVGU

Rahmenbedingungen des Transferlabors

  • Laufzeit: Das Transferlabor hatte eine Laufzeit von zehn Monaten
  • Finanzen: 10.000 € Projektmittel - Es wurden keine Ausgaben getätigt.

Rahmenbedingungen an der Hochschule

  • Standort: Die OVGU hat einen Hauptcampus, einen Humanwissenschaftlichen Campus (Zschokkestraße), den Wissenschaftshafen (Joseph-von-Fraunhofer-Str.) und das Universitätsklinikum (Leipziger Straße). Der Fokus lag auf dem Hauptcampus.
  • Hochschulgröße (in Vollzeitäquivalenten): rund 12.833 Studierende und über 2.672 Mitarbeitende, davon 195 Professor*innen, 1.528 Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen, 949 Nichtwissenschaftliche Mitarbeitende (Stand vom 31.12.2023)

Unterstützung der Hochschulleitung zur Maßnahmenumsetzung

Die Hochschulleitung unterzeichnete für den Projektantrag einen Letter of Intent, in welchem die Unterstützung zugesichert wurde. Rektor und Kanzlerin wurden konsequent neben der Auswahl der Maßnahme vor Beginn des Transferlabors und während der stetigen Transferphase informiert und in Feedbackschleifen einbezogen. Die Kanzlerin war zum Auftakttreffens des TrafoTeam anwesend.

Institutionalisierung von Nachhaltigkeit & Klimaschutz

Zum Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung gab es sowohl ein Nachhaltigkeitsbüro und eine Senatskommission Klima. Darüber hinaus existiert eine Nachhaltigkeitsstrategie sowie ein Senatsbeschluss zur angestrebten Treibhausgasneutralität der OVGU.

Links, Material, Ansprechpersonen

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