Hub Klimaanpassung durch partizipative Entsiegelungsaktionen, 12.02.26
Versiegelung führen zu Hitzeinseln, Überschwemmungen und verlorenem Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Entsiegelung ist daher ein zentraler Baustein für klimaresiliente und lebendige Städte.
Der Abpflastern Wettbewerb motiviert genau dazu und schafft es, dass Gutes passiert und zusätzlich darüber gesprochen wird. Was dahinter steckt und wie die Teilnahme funktioniert, erfahrt ihr in unserem Hub. Anna Breuer (Hochschule Darmstadt) und Clara Brossmann (TU Darmstadt) berichten aus der Praxis: Sie teilen Erfahrungen aus ihren ersten Entsiegelungsaktionen – von der Planung über die Umsetzung bis hin zu Ergebnissen und Herausforderungen. Im Anschluss an den Input wünschen wir uns ein offener Austausch, in dem Fragen geklärt werden und wir gemeinsam diskutieren. Prof. Dr. Lars Hochmann (Professor für Transformation und Unternehmung, Hochschule für Gesellschaftsgestaltung) wird als Mit-Initiator die Perspektiven ergänzen.
| Hub Klimaanpassung durch partizipative Entsiegelungsaktionen, 12.02.26 | |
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Do 12 Februar 2026 13:30 Uhr
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| Bezug Wiki-Themen | |
Agenda und Informationen
Abpflastern Wettbewerb
- gestartet als Bildungsprojekt an der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung
- nach niederländischem Vorbild entstanden: www.nktegelwippen.nl
- Transformation als "Sport" re-framen-> Motive egal, Hauptsache es wird entsiegelt
- Kampagne: ab dem ersten Stein ist eine Kommune dabei (Ratsbeschluss ist nicht erforderlich)
- Saison läuft vom 21.03.-31.10.
- Privatpersonen, Nachbarschaften, Organisationen, Organisationen können teilnehmen
- Modus: niedrigschwellig: Fotos, Quadratmeter oder Anzahl der Steine -> ergibt Ranking
- Ranking: Transformation wird zur "Frage der Ehre"
- unterschiedliche Ligen (Städte-Liga: klein - mittel - groß); Ziel: auch Team-Ligen (ähnlich "Stadtradeln)
- Begleitung über Social Media (Instagram Kanal:
- Saison 2025: 32 Kommunen beteiligt, 1,5 Fußballfelder
- parallel zum Wettbewerb findet eine Ringvorlesung statt (www.hfgg.de/abpflastern)
- Finanzierung über eine Online-Foundation im Graswurzelcharakter: bcause.com/@abpflastern
Praxisbeispiele
- TU Darmstadt
- 95qm entsiegelt und 9 Beete angelegt
- 3 Nachmittage
- 10-15 Personen pro Schicht (á 2 Stunden) mit Anmeldung
- Ablauf: Kies entfernt, Beete angelegt, Substrat eingefüllt, Stauden eingesetzt, Schotterrasen gesät
- Vorbereitung: Vorlauf ca. 6 Monate, intensive Planung ca. 2 Monate vorher
- Unterstützung: studentische Mitarbeiter:innen (u.a. Pflanzplanung in Abstimmung mit Gärtner:innen) -> Jät-Aktionen mitgeplant, was für gute Akzeptanz mit Gärtner:innen sorgt
- Zusammenarbeit: intern mit Baumanagement und technischem Betrieb, Gärtnerinnen; extern mit Studierendenwerk (Verpflegung) und lokalem Biohof (Entsorgung der Steine für Feldwege)
- Kosten: ca. 8400 EUR - Substrat 3500 EUR, Stauden 2000 EUR, Steine 1800 EUR, weitere kleine Posten
- Learnings: mehr Puffer einplanen (Wetter!), eine Aktion kann den Anstoß für weitere geben, wichtig ist für gute Stimmung zu sorgen und Wertschätzung, positive Resonanz und viele Unterstützer:innen, auf Arbeitsschutz achten (Schuhe)
- weitere Infos auf der website: Freshup für den Kirschbaumplatz
- Hochschule Darmstadt
- 30qm entsiegelt durch GaLaBauer 2,5 Tage
- ein Vormittag Pflanzaktion mit Freiwilligen und in Zusammenarbeit mit Gärtner:innen
- mehr Infos auf nachhaltigkeitsbloghda
- Ablauf: Fläche finden (keine Nutzungskonkurrenz, keine geplanten Baustellen, keine Leitungen, keine Feuerwehraufstellflächen), Anfrage an Bauabteilung, GaLa Bauer finden, Pflanzplan machen, Pflanzaktion bewerben, Pflanzaktion durchführen
- Herausforderung: GaLa Bauer finden, der Zeit hat
- Kosten: GaLa Bauer ca. 10.000 EUR, Pflanzen 1.300 EUR
- Learning: städtischer Untergrund ist überraschend, Leistungsbeschreibung GaLa Bauer sehr genau festhalten, genug Zeit für Pflanzplanung und -bestellung einplanen (mind. 4 Wochen), Pflanzen einen Tag vorab liefern lassen, mit Anmeldung gearbeitet (25 Anmeldungen, nur 6 Personen gekommen) -> mehr Werbung auch in Person und Schilder am Ort, nicht nur online, positives Feedback, auch Bauabteilung hat Augenmerk jetzt mehr darauf
Austauschrunde
- wie viel Kosten sollte man einplanen, wenn man keine Fördergelder mehr übrig hat - sehr individuell, abhängig von Untergrund, welches Material wird eingefüllt - um ein Gefühl für Kosten zu erhalten: Angebot einholen bei örtlichem Entsorger für Abholung und Substrat, Pflanzen eher geringe Kosten (z.B. einsäen statt Stauden)
- wie viel bringt Entsiegelung, wenn unter 30 Zentimeter Beton ist: Fläche wird weniger erhitzt, speichert trotzdem besser Wasser, geeignete Pflanzen für wenig Erdvolumen; ggf. Probebuddeln für Zeiteinschätzung (wie lange braucht man für 1 Quadratmeter)
- Biodiversität /invasive Arten berücksichtigt? -> DB Natura, Pflanzplan mit PowerPoint - maßstabsgetreuer Plan aber wichtig, Zwiebelblüher mit berücksichtigen
- wie wurde öffentlichkeitswirksam begleitet: Website + Social Media (Green Office Kanal), E-Mail an alle Hochschulangehörigen (aber nur sehr dosiert), Verteiler gestartet, Stand, Werbung auf Bildschirmen, Anmeldemaske,
Weiterführende Links
- DBNatura