Positionspapier Regionale Netzwerke

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Das Dokument "Regionale Netzwerke als Infrastrukturen nachhaltiger Hochschulentwicklung: Positionen und Perspektiven", dessen Inhalte auf dieser Wiki-Seite wiedergegeben werden, wurde durch Menschen erarbeitet, die Koordinationsaufgaben in deutschsprachigen regionalen Netzwerken für Nachhaltigkeit an Hochschulen haben. Zum 15. Juli 2026 haben 126 Erstunterzeichnende dieses Positionspapier durch ihre Unterzeichnung unterstützt. Eine Mitunterzeichnung ist weiterhin möglich (s.u.).

Positionspapier Regionale Netzwerke
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Executive Summary

Regionale Netzwerke als Infrastrukturen nachhaltiger Hochschulentwicklung: Positionen und Perspektiven (PDF)
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Regionale Hochschulnetzwerke für Nachhaltigkeit sind wichtige Akteure der Nachhaltigkeitstransformation im Wissenschaftssystem. Die bundesweit aktuell rund 20 Netzwerke vertiefen Kooperationsbeziehungen zwischen Hochschulen, bündeln Expertise und Erfahrungen im Bereich Nachhaltigkeit, stützen dezentrales Engagement an den Hochschulen und tragen zum regionalen Kompetenzaufbau bei. Die Netzwerke erhöhen damit die Wirksamkeit der an den mitwirkenden Institutionen für Nachhaltigkeit eingesetzten Ressourcen und stützen die nachhaltige Entwicklung auch dort, wo sie aktuell unter Druck gerät. Damit sie ihre Leistungen und die damit verbundenen Hebelwirkungen verlässlich erbringen können, brauchen die Netzwerke geeignete Rahmenbedingungen: die Anerkennung als strategische Partner und regelmäßige Einbindung in Konsultationen durch Hochschulleitungen, Landesrektorenkonferenzen, Landtagsausschüsse und Ministerien, eine dauerhafte Finanzierung jenseits befristeter Projektförderung, personelle und infrastrukturelle Ressourcen einschließlich ausgestatteter Koordinierungsstellen sowie eine geförderte Vernetzung der Netzwerke untereinander.

Entstehungskontext

Das vorliegende Positionspapier geht auf die vom BMBFSFJ geförderte Tagung „Brücken bauen – Netzwerke stärken“ zurück, die vom 19. bis 20. März 2026 in Berlin stattfand. Ausgerichtet wurde die Veranstaltung vom Forum Hochschule der Nationalen Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung (NP BNE) in Kooperation mit der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen e. V. (DG HochN) und dem netzwerk n e. V. An der Tagung nahmen 18 (der rund 20) regionale Hochschulnetzwerke für Nachhaltigkeit in Deutschland teil. Das Papier ist eine Bestandsaufnahme der dort gewonnenen Erkenntnisse zur inhaltlichen und strukturellen Pluralität der Netzwerke, zu ihren Wirkungslogiken und Leistungen, ihren gemeinsamen Herausforderungen und dementsprechenden Bedarfen. Zugleich ist es Auftaktimpuls für eine systematische Weiterentwicklung der Netzwerkarbeit.

Einführung

Nachhaltigkeit ist längst kein Nischenthema mehr an den Hochschulen in Deutschland. Während sich einzelne Hochschulen mit einem starken Nachhaltigkeitsprofil strategisch positioniert haben, ist das Thema inzwischen auch in der Breite der Hochschullandschaft als Querschnittsaufgabe angekommen: Bekenntnisse zur gesellschaftlichen Verantwortung von Hochschulen[1], zur Notwendigkeit von „Kulturen der Nachhaltigkeit“[2] an Hochschulen oder zu den Beiträgen der Hochschulen zum gesellschaftlichen Gemeinwohl[3] sind heute breiter Konsens im Hochschulsystem. Vielerorts ist Nachhaltigkeit inzwischen auch zu einem Profilelement geworden und ist in den Governance-Strukturen abgebildet – über Vizepräsidien und -rektorate mit Nachhaltigkeitsauftrag, Chief Sustainability Officers, Abteilungen, Stabsstellen, Green Offices, Kommissionen oder Arbeitsgruppen. Wie weit diese Entwicklung reicht, unterscheidet sich teilweise erheblich zwischen den Hochschultypen[4] und einzelnen Hochschulen, und auch dort, wo strukturelle Verankerung formell gegeben ist, schlägt sich diese noch nicht unbedingt in den Alltagsentscheidungen und Prozessen der Hochschulen nieder. Dennoch wächst die Zahl der Hochschulen, die sich in Nachhaltigkeitsstrategien mit konkreten Zielen und Maßnahmeplänen dazu verpflichten, Nachhaltigkeit im Sinne eines „Whole Institution Approach“ auf allen Ebenen der Organisation bzw. in allen Handlungsfeldern (Forschung, Lehre, Transfer, Betrieb und Governance) partizipativ und transparent umzusetzen. Die Hochschulen demonstrieren damit auch ein verändertes Selbstverständnis: Sie erheben den Anspruch, einen unmittelbaren Beitrag zum Erreichen der (globalen) Nachhaltigkeitsziele zu leisten – nicht nur über Ergebnisse der Forschung und anspruchsvolle Bildungsangebote, sondern als umfassende „Zukunftswerkstätten der Gesellschaft und Orte der Innovation, Reflexion und Aushandlung von gesellschaftlichem Wandel“[5].

Verstärkt wird diese Entwicklung durch Veränderungen im hochschulpolitischen und wirtschaftlichen Umfeld: In den meisten Bundesländern werden Nachhaltigkeit bzw. nachhaltige Entwicklung inzwischen in den Hochschulgesetzen, Rahmenvereinbarungen und Hochschulverträgen bzw. Zielvereinbarungen als Aufgabe der Hochschulen benannt. (siehe Nachhaltigkeit in den Hochschulgesetzen)[6] Zudem stellen Förderorganisationen heute zunehmend Nachhaltigkeitsanforderungen: So fordert bspw. die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) seit 2024, dass bei der Antragstellung ökologische Nachhaltigkeitsaspekte in der Planung von Forschungsvorhaben reflektiert werden.[7] Hinzu kommt die wachsende gesellschaftliche Erwartung, dass Hochschulen mit ihren Angeboten dem steigenden Bedarf an Nachhaltigkeitswissen und Nachhaltigkeitskompetenzen in der Berufspraxis gerecht werden. Vor diesem Hintergrund ist es wenig überraschend, dass die nachhaltige Entwicklung von Hochschulen inzwischen zunehmenden Professionalisierungsanforderungen unterliegt und als Gegenstand der Wissenschafts- und Hochschulforschung selbst untersucht wird.

Regionale Hochschulnetzwerke für Nachhaltigkeit

Parallel zur Verankerung von Nachhaltigkeit auf der Ebene der einzelnen Hochschulen hat sich seit den 2010er-Jahren eine lebendige Netzwerklandschaft herausgebildet. Neben bundesweiten Initiativen wie der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen e. V. (DG HochN)[8] oder dem studentisch geprägten netzwerk n[9] existieren inzwischen etwa 20 regionale hochschulübergreifende Nachhaltigkeitsnetzwerke in fast allen Bundesländern (vgl. Karte auf Netzwerke zu Nachhaltigkeit an Hochschulen[10]).Diese unterscheiden sich teilweise deutlich voneinander:

  • Ausrichtung: von thematisch fokussiert (z. B. BNE, Klimaschutz) bis breit aufgestellt über alle Nachhaltigkeitsdimensionen und Handlungsfelder hinweg
  • Formalisierungsgrad: von eher losen, bottom-up-orientierten Zusammenschlüssen bis hin zu formalisierten Strukturen mit eigenen Geschäftsstellen
  • Mitglieder: institutionelle oder individuelle Mitgliedschaft, hochschultypübergreifend oder nach Hochschultyp getrennt
  • Finanzierung: keine eigenständige Finanzierung, Drittmittel-Projektförderung, Mitgliedsbeiträge, ministerielle Förderung oder Mischformen daraus.

Je nach länderspezifischer Hochschullandschaft sind die Netzwerke unterschiedlich groß und spielen – je nach ihrem Entwicklungspfad – verschiedene Rollen in der Hochschulpolitik der Länder. Ungeachtet dieser Heterogenität stehen sie vor ähnlichen Herausforderungen in einem zunehmend anspruchsvollen Umfeld.

Nachhaltigkeit ist weiterhin dringlich

Die nachhaltige Entwicklung von Hochschulen steht heute unter Druck. Nach einem knappen Jahrzehnt, in dem vielerorts ambitionierte Strategien und umfassende Maßnahmenpläne entstanden sind, scheint sich die Transformation der Hochschulen zur Nachhaltigkeit zu verlangsamen. Die Umsetzung von Nachhaltigkeitsstrategien stockt, zuständiges Personal wird reduziert, bei Projekten laufen die Förderzeiträume ersatzlos aus. Nachhaltigkeitsanliegen können sich bei steigender Konkurrenz um Aufmerksamkeit und Ressourcen oft nicht gegen andere Querschnittsthemen wie Digitalisierung und Künstliche Intelligenz oder Internationalisierung durchsetzen. Statt diese Themen im Sinne einer gesamtinstitutionellen Erneuerung strategisch zu verzahnen, werden Ressourcen häufig auf vermeintlich „relevantere“ Bereiche verteilt. So verliert Nachhaltigkeit trotz fortschreitender struktureller Verankerung an vielen Hochschulen an Dynamik.

In gesamtgesellschaftlicher Perspektive fallen diese Entwicklungen in eine Phase, in der die Nachhaltigkeitstransformation an politischer Priorität und gesellschaftlichem Rückhalt verliert. Narrative, die Nachhaltigkeitspolitik grundsätzlich in Frage stellen, sowie eine zunehmende Wissenschaftsskepsis haben in den vergangenen Jahren an Wirkmacht gewonnen, obwohl der wissenschaftliche Konsens zur Dringlichkeit z. B. klimapolitischen Handelns, ungebrochen und eine nachhaltige Entwicklung heute wichtiger denn je ist.

Warum regionale Netzwerke gerade jetzt gebraucht werden

Regionalen Hochschulnetzwerken für Nachhaltigkeit kommt in dieser kritischen Situation eine wichtige Rolle zu. Ihre Bedeutung zeigt sich in verschiedenen Bereichen:

  • Hochschulübergreifende Zusammenarbeit: In regionalen Netzwerken arbeiten Hochschulen dauerhaft organisationsübergreifend zusammen – auch und vor allem in Handlungsfeldern, die bislang selten Gegenstand hochschulübergreifender Kooperation waren. Als kontinuierliche Austauschräume schaffen sie die Voraussetzungen für belastbare Kooperationsbeziehungen auch über Themen der Nachhaltigkeit hinaus. So werden Synergien und die regionale Innovationsfähigkeit gefördert.
  • Ressourcenbündelung und Mittelakquise: Durch netzwerkgestützte hochschulübergreifende Kooperationen können knappe Ressourcen – Personal, Wissen, Infrastruktur – gebündelt und effizienter eingesetzt und Doppelstrukturen vermieden werden. Netzwerke können darüber hinaus als Basis für gemeinsame Drittmittelanträge dienen und so den Zugang zu Fördermitteln verbessern.
  • Professionalisierung und Wissenstransfer: Regionale Netzwerke ermöglichen den systematischen Austausch von Wissen, Good-Practice-Beispielen und Instrumenten und tragen zum Kompetenzaufbau in der Region bei. Als Orte des kollegialen Austauschs bieten sie einen Rahmen, auch Misserfolge und Defizite offen zu thematisieren und für das gemeinsame Lernen nutzbar zu machen. Hochschulen mit unterschiedlichem Entwicklungsstand können so voneinander profitieren und sich gemeinsam im Bereich Nachhaltigkeit weiterentwickeln.
  • Stützung dezentralen Engagements: Nachhaltige Entwicklung lebt an vielen Hochschulen wesentlich vom Engagement einzelner Personen und Teams, die das Thema in ihrem jeweiligen Wirkungsbereich vorantreiben. Die Netzwerke stützen dieses dezentrale Engagement, indem sie Räume für Peer-to-Peer-Austausch und Selbstreflexion schaffen. Die Netzwerke ermöglichen den Beteiligten, sich als Teil einer größeren Gemeinschaft zu begreifen und helfen so, Motivation und Wirksamkeit auch dort aufrechtzuerhalten, wo institutionelle Rahmenbedingungen die Nachhaltigkeitsarbeit erschweren.
  • Zugang zu Expertise: Regionale Hochschulnetzwerke schaffen zentrale Zugänge zu Fach-, Prozess- und Strukturwissen im Nachhaltigkeitsbereich. Insbesondere für (wissenschafts-)politische Akteur:innen sind sie verlässliche strategische Partner und Anlaufstellen für Fragen nachhaltiger Hochschulentwicklung in der Region und können im fachlichen Austausch mit den zuständigen Landesrektorenkonferenzen, Landtagsausschüssen und Ministerien wichtige Expertise einbringen. Die Vernetzung der Netzwerke untereinander führt zu einer weiteren Stärkung der Expertise.
  • Regionale Einbettung: Die länderspezifische Organisationsform ermöglicht es den Netzwerken nach innen, bei ihren Aktivitäten auf die Besonderheiten der jeweiligen Landesgesetzgebung, Förderlandschaft und Hochschulkultur einzugehen. Sie können als Vermittlungsinstanzen zwischen hochschulpolitischen Rahmensetzungen der Länder und der konkreten Umsetzung nachhaltiger Entwicklung an den einzelnen Hochschulen wirken. Nach außen spiegeln sie länderspezifische Entwicklungen in bundesweite Strukturen wie z. B. DG HochN oder HRK und ergänzen damit die stärker hochschulspezifischen Perspektiven in diesen Organisationen.
  • Resilienz: In einem Umfeld, in dem nachhaltigkeitsbezogene Strukturen zunehmend in Frage gestellt werden, erhöht die Verankerung des Themas in regionalen Netzwerken die systemische Widerstandsfähigkeit. Die Einbindung in ein regionales Netzwerk kann nach innen etwa die Sichtbarkeit und Legitimität der Nachhaltigkeitsarbeit in den Mitgliedshochschulen stärken und dazu beitragen, sie gegen Mittelkürzungen abzusichern. Netzwerke bewahren Expertise in der Region unabhängig von Einzelentscheidungen an den Hochschulen. Nach außen können die Netzwerke Aufmerksamkeit auf die Beiträge der Hochschulen zur nachhaltigen Entwicklung in der Region lenken und das Bekenntnis der Hochschulen zum Thema Nachhaltigkeit dokumentieren.

Mit diesen Leistungen erhöhen die regionalen Hochschulnetzwerke für Nachhaltigkeit nicht nur die Wirksamkeit der an den Mitgliedshochschulen eingesetzten Ressourcen, sondern werden auch für bundesweite Stakeholder (bspw. Sachverständigenräte, Abgeordnete, Wissenschaftsorganisationen) zu zunehmend relevanten Partnern.

Handlungsempfehlungen

Damit die regionalen Hochschulnetzwerke für Nachhaltigkeit ihre Leistungen auch künftig wirksam erbringen und zur Beschleunigung nachhaltiger Hochschulentwicklung beitragen können, bedarf es politischer Unterstützung. Während einige Netzwerke bereits institutionell verankert sind und über gesicherte Strukturen und Ressourcen verfügen, arbeiten andere im Rahmen der Hochschultätigkeit oder noch weitgehend auf Basis ehrenamtlichen Engagements ihrer zentralen Akteur:innen. Dementsprechend adressieren die folgenden Handlungsempfehlungen unterschiedliche Bedarfe und müssen – unter Berücksichtigung der länder- und netzwerkspezifischen Ausgangslagen und bereits umgesetzter Maßnahmen – unterschiedlich gewichtet werden.

Netzwerkarbeit als strategische Aufgabe anerkennen

Mit ihrer gebündelten Expertise können die regionalen Netzwerke Agendasetter und wichtige strategische Partner für nachhaltige Hochschulentwicklung in den Ländern sein. Sie sollten von Hochschulleitungen, Landesrektorenkonferenzen und Ministerien als solche adressiert und regelmäßig in Konsultationen eingebunden werden. Es sollte geprüft werden, ob die Zusammenarbeit in regionalen Nachhaltigkeitsnetzwerken als strategisches Ziel in den Landeshochschulgesetzen oder in den Rahmen- und Zielvereinbarungen mit den Hochschulen verankert werden kann.

Dauerhafte Finanzierung und Verstetigung der Netzwerkarbeit sicherstellen

Kontinuität in der Netzwerkarbeit ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass die Netzwerke ihre Wirkung entfalten können. Die Arbeit der regionalen Netzwerke sollte daher nicht primär auf freiwilligem Engagement oder befristeter Projektförderung beruhen. Um ihre Leistungen verlässlich erbringen zu können, sollten die Netzwerke über eine adäquate Grundfinanzierung verfügen. Hierzu sind geeignete Finanzierungsinstrumente zu nutzen oder zu entwickeln – auch mit Blick darauf, dass netzwerkgestützte Kooperation redundante Strukturen vermeiden und den Mitteleinsatz insgesamt effizienter gestalten kann.

Personelle und infrastrukturelle Ressourcen für die Netzwerkarbeit bereitstellen

Effektive Netzwerkarbeit setzt geeignete Rahmenbedingungen voraus. Insbesondere zur Netzwerkkoordination braucht es entsprechend ausgestattete Koordinierungsstellen. Den Netzwerken sollten darüber hinaus digitale Infrastrukturen für Kommunikation und Zusammenarbeit zur Verfügung stehen (z. B. Plattformen, Server/Datenspeicher), aber auch Zugang zu Räumlichkeiten (physische Veranstaltungs- und Begegnungsorte) und Veranstaltungstechnik und -materialien. Darüber hinaus sollten in den Mitgliedshochschulen Ansprechpersonen benannt werden, für die Netzwerktätigkeiten als legitimer Teil ihrer beruflichen Aufgaben anerkannt und in Stellenbeschreibungen entsprechend verankert sind – einschließlich ausreichender zeitlicher Kapazitäten.

Vernetzung der Netzwerke fördern und Vielfalt anerkennen

Die regionalen Netzwerke unterscheiden sich in Ausrichtung, Größe und Formalisierungsgrad – diese Vielfalt ist eine Stärke, die jedoch nur dann voll zum Tragen kommt, wenn die Netzwerke ihre unterschiedlichen Erfahrungen und Ansätze bundesweit systematisch untereinander austauschen und wechselseitig nutzbar machen. Daher sollte die bundesweite Vernetzung der regionalen Netzwerke ermöglicht, finanziert und gestärkt werden.

Ausblick

Mit angemessenen Rahmenbedingungen können die regionalen Hochschulnetzwerke ihre Rolle als wirksame Strukturen der nachhaltigen Entwicklung und effiziente Hebel in transformativen Prozessen des Hochschulsystems weiterentwickeln. Sie verfügen über das Potenzial, sich in den kommenden Jahren zu zentralen regionalen Anlaufstellen für nachhaltigkeitsbezogene Fragen im Hochschulkontext zu entwickeln und – im Verbund untereinander – auch in bundesweiten (wissenschafts-)politischen Diskussionen eine eigenständige Stimme der Hochschulen einzubringen. Als Infrastrukturen nachhaltiger Hochschulentwicklung können sie einen wichtigen Beitrag zur Stärkung von Vielfalt und Resilienz des Wissenschaftssystems leisten.

Mitunterzeichnende ab 16. Juli 2026

Es ist nach wie vor möglich, das Positionspapier mit zu unterzeichnen. Dies erfolgt über den ersten untenstehenden Link in der Cloud der DG HochN. Die dort eingetragenen Daten werden turnusmäßig in die unter dem zweiten Link einsehbare, schreibgeschützte Datei übernommen.

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Erstunterzeichnende zum 15. Juli 2026

Folgende Personen unterstützen dieses Positionspapier als Erstunterzeichner:innen (Stand 15. 07. 2026):

Titel Vorname Nachname Institution/Ort Funktion
Robina Aslam-Lanz Hochschule RheinMain, Wiesbaden Leitung Nachhaltigkeitsbüro
Dr. Christine Avenarius Technische Hochschule Wildau Nachhaltigkeitsmanagerin
Anna Bauer Mainz
Emily Bauske OVGU Magdeburg
Prof. Dr. Claudia Bergmüller-Hauptmann Pädagogische Hochschule Weingarten
Nora Berndt FH Erfurt Dezernat Finanzen und Beschaffung
Daniel Birr Universität Potsdam Stabsstelle Sonderaufgaben, Energie, Klimaschutz und Liegenschaftsaufgaben
Gretha Boor Mainz
Dr. Ann-Kathrin Bremer KU Eichstätt-Ingolstadt Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Dr. Silke Brodersen Universität Potsdam Stell. Leitung International Office
Clara Brossmann TU Darmstadt Büro für Nachhaltigkeit
Dr. Katja Brundiers Universität Freiburg
Prof. Dr. Silke Bustamente Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Nadine Chrubasik Universität Kassel Projektmitarbeiterin
Prof. Dr. Jana Costa Universität Hildesheim
Selena Dami HNEE Eberswalde Wissenschaftliche Mitarbeiterin Koordinationsstelle Nachhaltigkeit
Sofie Decker Karlsruhe Institute für Technologie
Tabea Dietrich Hochschule Geisenheim University Leitung der Abteilung Strategische Hochschulentwicklung und Nachhaltigkeit
Christian Einsiedel TH Ostwestfalen-Lippe Nachhaltigkeits-Management
Tobias Engelmann TH Mittelhessen
Prof. Dr. Nicole Fabisch ISM International School of Management, Hamburg Professor of Marketing & Sustainability Management
Prof. Dr. Daniel Fischer Universität Lüneburg Professur für BNE und Sachunterricht/UNESCO-Lehrstuhl Hochschulbildung für nachhaltige Entwicklung
Lea Fischer HNEE Eberswalde Wissenschaftliche Mitarbeiterin Koordinationsstelle Nachhaltigkeit
Mareike Friedrich Universität Potsdam Leitung Klimaschutzmanagement
Prof. Dr. Torsten Füg FH Dortmund Professur für elektrische Energiewirtschaft
Dr. Karsten Gäbler Universität Jena (Koordination)
Prof. Dr. Werner Gamerith Universität Passau Professur für Regionale Geographie, Nachhaltigkeitsbeauftragter der Universität
Prof. Dr. Claudia Gärtner TU Dortmund Universitätsprofessorin für Praktische Theologie
M.Sc.Ing. Myriam S. Gerike Hochschule Magdeburg-Stendal Klimaschutzmanagerin
Dr. Susanne Gerstberger Karlsruhe Institute für Technologie
Dr. Bror Giesenbauer Universität Bremen
Timo Graffe Mainz
Patrizia Hartmann KU Eichstätt-Ingolstadt Nachhaltigkeitskoordination
Prof. Dr. Andrea Heilmann Hochschule Harz Umweltbeauftragte der Hochschule Harz; Vorsitz Senatskommission Nachhaltige Hochschule
Prof. Dr. Stephan Heinzel Dortmund
Prof. Dr. Christiane Hellbach Hochschule Amberg-Weiden Vizepräsidentin
Prof. Dr. i.R. Ingrid Hemmer KU Eichstätt-Ingolstadt Professur für Didaktik der Geographie (Koordination)
Alexander Hergt Fachhochschule Erfurt Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Dr. Juliana Hilf OVGU Magdeburg Lehrstuhl für Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Nachhaltige Entwicklung
Dipl.-Biol. Kai Hillebrecht Ostfalia-Hochschule für angewandte Wissenschaften Leitung Wissens- und Technologie- transfer und International Relations Office
Prof. Dr. Jan Hiller KU Eichstätt-Ingolstadt Professur für Geographiedidaktik und BNE
Prof. Dr. Christian Holler Hochschule München
apl. Prof. Dr. Bettina Hollstein Universität Erfurt Nachhaltigkeitsbeauftragte des Präsidiums
Eva-Maria Hugo KU Eichstätt-Ingolstadt Chief Sustainability Officer
Claudia Hutten Hochschule München Co-Leitung Nachhaltigkeitsmanagement
Dr. Johanna Imiela HAW Hamburg Referentin für Nachhaltigkeit des Präsidiums
Prof. Dr. Angelika Iser Hochschule München
Gretha Jäckel Hochschule Merseburg
Moritz Kästner Fachhochschule Erfurt Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Prof. Dr. Lydia Kater-Wettstädt Universität Koblenz Professorin für Grundschulpädagogik mit dem Schwerpunkt Sachunterricht
JProf. Dr. Jeanine Kirchner-Krath Universität Koblenz Juniorprofessorin für Digitalisierung und nachhaltiges Wirtschaften
Lea Klöppel Hochschule Osnabrück Referentin für Nachhaltigkeit
Dr. Jennifer Krah HNEE Eberswalde Leitung der Koordinationsstelle Nachhaltigkeit
Anna Sarah Krämer Universität Oldenburg Referentin für Klimaschutzmanagement
M.A. Sebastian Kreimer Fachhochschule Dortmund
Prof. Dr. Miriam Kuckuck Universität Wuppertal Professorin für Didaktik des Sachunterrichts
Katalin Kuse Stiftung Universität Hildesheim Referentin für Nachhaltigkeit und Klimaschutz
Maria Lang Hochschule München
Prof. Dr. Werner Lang TUM, München Vice President Sustainable Transformation
Marco Lange Universität Göttingen Leiter Green Office und Koordinator Nachhaltigkeit
Prof. Dr. Magdalène Lévy-Tödter Hamburg
Prof. Dr. Anne-Kathrin Lindau Universität Halle-Wittenberg
Laura Lopes Lange Universität Freiburg
Susanne Lutz TH Wildau Hochschuldidaktik und wiss. Weiterbildung
Prof. Dr. Björn Machalett Fachhochschule Erfurt Fachgebiet abiotischer Ressourcenschutz
Prof. Dr. Frederike Masemann HAW Hamburg VP Studium und Lehre/Ansprechpartnerin Nachhaltigkeit
Prof. Dr. Rainer Mehren Universität Münster Professur für Didaktik der Geographie
Prof. Dipl.-Ing. Dirk Metzger TH Mittelhessen Vizepräsident
Dr. Henning Moldenhauer Dortmund
Prof. Dr. Heike Molitor HNEE Eberswalde Professur für Umweltbildung/BNE
Maria Moosdorf Hochschule Merseburg
Kirsten Moriggl-Neynaber Frankfurt University of Applied Sciences Referentin Nachhaltigkeit
Maik Mory OVGU Magdeburg
Dr. Asja Mrotzek-Blöß TU Clausthal Leiterin Green Office und Stabsstelle Nachhaltigkeit
Prof. Dr. Hendrik Müller Hochschule Fresenius Hamburg Studiendekan
Berit Müller Jade Hochschule Wilhelmshaven Oldenburg Elsfleth Nachhaltigkeitskoordinatorin und Klimaschutzbeauftragte
Prof. Dr. Georg Müller-Christ Universität Bremen
Mark Müller-Geers Universität zu Kiel Referat Lehrentwicklung und Wissenschaftliche Weiterbildung
Prof. Dr. Stefan Müller-Teusler Euro-FH Hamburg Professur für Soziale Arbeit
Dipl.-Ing. Barbara Münch TU Berlin Leiterin Energiemanagement
Marvin Olbrich Hochschule Anhalt Klimaschutzmanager
Meike Ortmanns FH Potsdam Referentin für Nachhaltigkeitsmanagement
Clarissa Plendl Hochschule Fulda Beauftragte für Nachhaltigkeit
Dr. Marion Plien Mainz
Prof. Dr. Thomas Potthast Universität Tübingen Leiter des Kompetenzzentrums für Nachhaltige Entwicklung
Dr. Lars Radtke TH Wildau EMAS-Vertreter für FB Ingenieurs- und Naturwissenschaften
Prof. Dr. Marco Rieckmann Universität Vechta Nachhaltigkeitsbeauftragter
Marina Ringwald Frankfurt University of Applied Science Leitung Stabsstelle Nachhaltigkeit
Manuel Rist Universität Leipzig Nachhaltigkeitsmanager
Prof. Dipl-Ing. Holger Rohn TH Mittelhessen Nachhaltigkeitsbeauftragter
Dr. Jörg Romanski TU Berlin Umweltbeauftragter
Manuel Röschinger Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt Leitung Finanzen/stellv. NH-Beauftragter
Prof. Dr. Daniel Rottke Hochschule Neubrandenburg
Dr. Silke Rühmland OVGU Magdeburg Leitung Nachhaltigkeitsbüro
Prof. Dr. Remmer Sassen TU Dresden
Prof. Dr. Christian Schachtner Hochschule RheinMain, Wiesbaden Vizepräsident Bildung und Nachhaltigkeit
Dr. Maria Magdalena Schaefer Georg-August-Universität Göttingen Umweltschutzbeauftragte
Eva Schäfer Hochschule Darmstadt Ressort FN - Forschung, Transfer und Nachhaltige Entwicklung / Kompetenzzentrum Nachhaltige Entwicklung
Dr. Eike Schallehn OVGU Magdeburg Wissenschaftlicher Mitarbeiter
David Scherer Universität Koblenz Studentische Hilfskraft im Green Office
Moritz Schmid Bayerischer Landesstudierendenrat Sprecher
Prof. Dr. Markus Schmitt Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut Leitung des Masterstudiengangs „Nachhaltigkeit und Transformation“
Dr. Jann Schrod Hochschule Darmstadt Klimaschutzmanager
Kora Schuhmann Fachhochschule Erfurt Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Gernolf Schulz Universität Potsdam Bau- und Facilitymanagement
Prof. Dr. Alexander Siegmund PH Heidelberg Professur für Physische Geographie und ihre Didaktik
Georg Sprung Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung (ANU) Rheinland-Pfalz Vorsitzender
Philipp Stasswender Hochschule München
Felix Steeger Stadt Magdeburg Amt für Immobilien- und Baumanagement
Prof. Dr. Uta Steinhardt HNEE Eberswalde VP für Studium und Lehre
Stefanie Steinwender Hochschule Harz Klimaschutzmanagerin
Barbara Sterzenbach Universität Koblenz Wissenschaftliche Mitarbeiterin/Green Office
Prof. Dr. Klaus Stüwe KU Eichstätt-Ingolstadt Vizepräsident für Internationales und Profilentwicklung
Michaela Teuffel von Birkensee Hochschule Osnabrück Sustainability Managerin
Prof. Dr. Ingela Tietze Hochschule Pforzheim
Joline Tillmann HNEE Eberswalde Wiss. Hilfskraft
Dr. Johanna Umbach KU Eichstätt-Ingolstadt Kooperation Lernorte Nachhaltigkeit
Prof. Dr. Maren Urner FH Münster
Prof. Dr. Markus Vogt LMU München
Prof. Dr. Arnim Wiek Universität Freiburg
Dr. Jana Winter Universität Kassel Nachhaltigkeitsmanagerin
Frank Wistuba FernUniversität, Hagen
Prof. Dr. Anja Wollesen FH Westküste Präsidentin
Prof. Dr. Jens Wolling TU Ilmenau Leiter der Task Group Nachhaltigkeit
Christoph Wolter OVGU Magdeburg Nachhaltigkeitsbüro
Julia M. Zigann Hochschule Magdeburg-Stendal

Referenzen

  1. Hochschulnetzwerk Bildung durch Verantwortung (2021): Memorandum: Gesellschaftliche Verantwortung an Hochschulen. https://netzwerk-bdv.de/wp-content/uploads/2023/08/2021-11-29-Memorandum-MV-aktuell.pdf [Letzter Zugriff 11.06.2026]
  2. Hochschulrektorenkonferenz (2025): Kulturen der Nachhaltigkeit – Hochschulen als Zukunftswerkstätten der nachhaltigen Entwicklung stärken. Empfehlung der 41. Mitgliederversammlung der HRK am 4.11.2025 in Osnabrück. https://www.hrk.de/fileadmin/redaktion/hrk/02-Dokumente/02-01-Beschluesse/2025-11-04_HRK-MV_Empfehlung_Kulturen-der-Nachhaltigkeit.pdf [Letzter Zugriff 11.06.2026]
  3. Wissenschaftsrat (2026): Wissenschaft in Deutschland – Perspektiven bis 2040. S. 6 https://www.wissenschaftsrat.de/download/2026/3014-26.pdf?__blob=publicationFile&v=13 [Letzter Zugriff 11.06.2026]
  4. Vgl. CHE Centrum für Hochschulentwicklung (2026): Strukturelle Verankerung von Nachhaltigkeit an deutschen Hochschulen. DatenCHECK 3/2026. https://hochschuldaten.che.de/strukturelle-verankerung-von-nachhaltigkeit-an-deutschen-hochschulen/ [Letzter Zugriff 11.06.2026]
  5. Vgl. Hochschulrektorenkonferenz (2025): Kulturen der Nachhaltigkeit – Hochschulen als Zukunftswerkstätten der nachhaltigen Entwicklung stärken. Empfehlung der 41. Mitgliederversammlung der HRK am 4.11.2025 in Osnabrück. S. 2 https://www.hrk.de/fileadmin/redaktion/hrk/02-Dokumente/02-01-Beschluesse/2025-11-04_HRK-MV_Empfehlung_Kulturen-der-Nachhaltigkeit.pdf [Letzter Zugriff 11.06.2026]
  6. Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen e. V. (2025): Nachhaltigkeit in den Hochschulgesetzen. https://wiki.dg-hochn.de/wiki/Nachhaltigkeit_in_den_Hochschulgesetzen [Letzter Zugriff 11.06.2026]
  7. Deutsche Forschungsgemeinschaft (2025): Nachhaltigkeit im Forschungsprozess. https://www.dfg.de/de/grundlagen-themen/grundlagen-und-prinzipien-der-foerderung/nachhaltigkeit-foschungsprozess [Letzter Zugriff 11.06.2026]
  8. https://www.dg-hochn.de/ [Letzter Zugriff 11.06.2026]
  9. https://netzwerk-n.org/ [Letzter Zugriff 11.06.2026]
  10. Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen e. V. (2026): Netzwerke zu Nachhaltigkeit an Hochschulen. https://wiki.dg-hochn.de/wiki/Netzwerke_zu_Nachhaltigkeit_an_Hochschulen [Letzter Zugriff 11.06.2026]
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