KISS in der Nachhaltigkeitslehre, 06.02.2026: Unterschied zwischen den Versionen

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|kurz= Im DG HochN Hub am 17.02.2026 stellte Prof. Dr. Klaus Fischer drei schlanke Tools im Sinne von „Keep it small and simple“ vor. Im Mittelpunkt standen das Sustainability (Pub) Quiz als niedrigschwelliger SDG Einstieg, die Klima Badewanne als anschauliche Analogie für kumulierte CO₂ Emissionen sowie ein CO₂ Versuch nach Eunice Newton Foote, mit dem sich der Treibhauseffekt mit einfachen Mitteln sichtbar machen lässt. || [[Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre]]
|kurz= Im DG HochN Hub am 06.02.2026 stellte Prof. Dr. Klaus Fischer drei schlanke Tools im Sinne von „Keep it small and simple“ vor. Im Mittelpunkt standen das Sustainability (Pub) Quiz als niedrigschwelliger SDG Einstieg, die Klima Badewanne als anschauliche Analogie für kumulierte CO₂ Emissionen sowie ein CO₂ Versuch nach Eunice Newton Foote, mit dem sich der Treibhauseffekt mit einfachen Mitteln sichtbar machen lässt. || [[Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre]]
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[[Kategorie:Hub – Innovative Lehrformate für BNE]]
[[Kategorie:Hub – Innovative Lehrformate für BNE]]
== Hub-Dokumentation ==
* Datum: 06.02.2026
* Referent: Prof. Dr. Klaus Fischer


= Tools mit schlanker Didaktik und Keep it small and simple =
== Überblick über die drei Tools ==
TrafoSax hat im Hub drei schlanke „Lieblings Tools“ vorgestellt, die mit geringem Materialaufwand auskommen und sich flexibel in Lehre, Workshops oder öffentliche Formate integrieren lassen.
[[Datei:Vortrag KISS-BNE Klaus Fischer.pdf|right|300px|link={{filepath:Vortrag KISS-BNE Klaus Fischer.pdf}}|Vortrag KISS-BNE Klaus Fischer (PDF)]]
<blockquote>Beteiligte: Prof. Dr. Klaus Fischer</blockquote>


== Überblick über die drei Tools ==
<div style="text-align:right; font-size:90%;"></div>
* Sustainability (Pub) Quiz als Gruppenquiz in drei Runden mit Fokus auf SDGs, Alltagsbezug und Teambuilding.
* Sustainability (Pub) Quiz als Gruppenquiz in drei Runden mit Fokus auf SDGs, Alltagsbezug und Teambuilding.
* Klima Badewanne als Analogie zur Kumulation von CO₂ Emissionen und zur Diskussion von Klimaneutralität sowie Kompensation.
* Klima Badewanne als Analogie zur Kumulation von CO₂ Emissionen und zur Diskussion von Klimaneutralität sowie Kompensation.
* Den Treibhauseffekt sehen als CO₂ Versuch nach Foote mit Haushaltsgegenständen und historischem Bezug.
* Den Treibhauseffekt sehen als CO₂ Versuch nach Foote


== Sustainability (Pub) Quiz ==
== Sustainability (Pub) Quiz ==
=== Ziele und Inhalte ===
=== Ziele und Inhalte ===
[[Datei:Arbeitsvorlage Sustainability Quiz.pdf|right|300px|link={{filepath:Arbeitsvorlage Sustainability Quiz.pdf}}|Arbeitsvorlage Sustainability Quiz (PDF)]]
* Das Quiz bietet einen einfachen Einstieg in Nachhaltigkeit und eignet sich auch für Teilnehmende ohne Vorwissen zu SDGs.
* Das Quiz bietet einen einfachen Einstieg in Nachhaltigkeit und eignet sich auch für Teilnehmende ohne Vorwissen zu SDGs.
* Es unterstützt dabei, die SDGs kennenzulernen und Nachhaltigkeitspolitik auf globaler Ebene einzuordnen.
* Es unterstützt dabei, die SDGs kennenzulernen und Nachhaltigkeitspolitik auf globaler Ebene einzuordnen.
* Es stellt einen Bezug zur eigenen Institution oder Kommune her, zum Beispiel zur Hochschule.
* Es stellt einen Bezug zur eigenen Institution oder Kommune her, zum Beispiel zur Hochschule.
* Es knüpft an Alltagssituationen und eigenes Verhalten an und setzt Impulse, die in Erinnerung bleiben sollen.
* Anknüpfung an Alltagssituationen und eigenes Verhalten und Impulssetzung, die in Erinnerung bleiben sollen.
* Das Format setzt bewusst auf Spaß und kann je nach Setting auch Kennenlernen und Teambuilding unterstützen.
* Das Format setzt bewusst auf Spaß und kann je nach Setting auch Kennenlernen und Teambuilding unterstützen.


=== Aufbau in drei Runden ===
=== Aufbau in drei Runden ===
* Runde 1 ist ein Team Quiz, das als Gruppenarbeit mit Quizbogen durchgeführt wird.
* Runde 1 ist ein Team Quiz, das als Gruppenarbeit mit Quizbogen durchgeführt wird.
* Runde 2 ist eine Schnellrate Runde, in der Fakten geschätzt werden und Punkte über Nähe zur richtigen Zahl und Tempo entstehen.
* Runde 2 ist eine Schnellrate-Runde, in der Fakten geschätzt werden und Punkte über Nähe zur richtigen Zahl und Tempo entstehen.
* Runde 3 ist eine pantomimische Runde zu den SDGs, in der die SDGs dargestellt und erraten werden.
* Runde 3 ist eine pantomimische Runde zu den SDGs, in der die SDGs dargestellt und erraten werden (hierbei darauf achten, dass die Runden gleichzeitig stattfinden und nicht nacheinander. So verringert an das Risiko, dass die Gruppen voneinander abschauen und die Bewegungen kopieren).


=== Durchführung und Organisation ===
=== Durchführung und Organisation ===
* Die gleichzeitige Durchführung ist mit 2 bis 4 Gruppen möglich, empfohlen sind 2 bis maximal 5 Teilnehmende pro Gruppe.
* Die gleichzeitige Durchführung ist mit 2 bis 4 Gruppen möglich, empfohlen sind 2 bis maximal 5 Teilnehmende pro Gruppe.
* Das Quiz kann auch etappenweise umgesetzt werden, zum Beispiel über einen Einführungstag mit späterer Preisverleihung.
* Der Ort und Anlass der Durchführung ist flexibel, genau wie die Zielgruppe. Es kann in gewöhnlichen Vorlesungen angewandt werden oder auch bei Veranstaltungen, in einem Pub...  
* Für einen Durchlauf wurden mindestens 45 Minuten genannt, die Dauer kann je nach Erzählanteil und Einordnung variieren.
* Zeitaufwand: ein Durchlauf dauert etwa 45 Minuten.
* Als Rollen wurden ein QuizmasterIn für Storytelling und Kontextualisierung sowie idealerweise eine zweite Person zur Unterstützung und Auswertung beschrieben.
* Als mögliche Preise wurden unter anderem eine ausgegebene Runde oder Gutscheine genannt.


=== Material und Ressourcen ===
=== Material und Ressourcen ===
* Ausgedruckte Quizbögen und Stifte werden pro Gruppe benötigt, die Inhalte sollen an das jeweilige Setting angepasst werden.
* Ausgedruckte Quizbögen und Stifte werden pro Gruppe benötigt, die Inhalte sollen an das jeweilige Setting angepasst werden.
* Ein Satz mit 17 SDG Karten reicht aus, zum Beispiel als Moderationskarten mit je einem SDG.
* 17 SDG Karten reichen aus, zum Beispiel als Moderationskarten mit je einem SDG.
* Uhr oder Handy sowie ein Block zur Punkteberechnung wurden genannt, bei vielen Gruppen ist auch ein Excel Sheet möglich.
* Uhr oder Handy sowie ein Block zur Punkteberechnung (alternativ eine Excel-Tabelle).
* Optional können Urkunden oder kleine Preise vorbereitet werden.
* Es gibt eine Person, die als "Quizmaster" die Runde anleitet und eine Person, die bei der Durchführung und Auswertung unterstützt.
 
* Optional können Urkunden oder kleine Preise vorbereitet werden (Gutscheine etc.)
=== Hinweise zur Gestaltung des Fragebogens ===
* Ein Teil des Fragebogens kann grundlegende Fragen zu Nachhaltigkeit und zum globalen Kontext enthalten und wird gemeinsam in der Gruppe bearbeitet.
* Ein weiterer Teil kann den Bezug zur eigenen Institution aufgreifen und Fragen zur jeweiligen Hochschule oder zum Umfeld integrieren.
* Als Beispiel wurde ein Siegel Teil genannt, in dem Siegel und Aussagen passend zugeordnet werden, um Bekanntheit und Einordnung anzuregen.
* Für die pantomimische SDG Runde wurde empfohlen, beide Gruppen gleichzeitig spielen zu lassen, damit keine Gruppe bei der anderen abschauen kann.
 
=== Rückfrage aus der Runde ===
* Frage: Ob es im Siegel Teil auch Fake oder Joke Siegel gibt.
* Antwort: Bisher sind keine Fake Siegel vorgesehen, es wurde aber als mögliche Idee eingeordnet.
* Anmerkung: Als Beispiel wurde bei Papier das Siegel „ohne Tropenholz“ genannt, das als problematisch eingeordnet wurde, weil der Tropenholzanteil bei der RC Papierherstellung sehr gering ist.


== Klima Badewanne ==
== Klima Badewanne ==
=== Ziele und Inhalte ===
=== Ziele und Inhalte ===
* Die Klima Badewanne soll anschaulich verdeutlichen, dass CO₂ Emissionen in der Atmosphäre kumulieren.
* Die Klima Badewanne soll bildlich verdeutlichen, dass CO₂ Emissionen in der Atmosphäre kumulieren.
* Die Klima-Badewanne kann flexibel eingesetzt werden, z.B.  bei Vorträgen, Diskussionen oder auch Vorlesungen.
* Sie unterstützt den Vergleich historischer Emissionen und die Einordnung von Anteilen Deutschlands sowie von Industrienationen.
* Sie unterstützt den Vergleich historischer Emissionen und die Einordnung von Anteilen Deutschlands sowie von Industrienationen.
* Sie kann zur Diskussion über Planetary Boundaries, Klima Kipppunkte und Kosten von Klimawandelschäden hinführen.
* Ziel ist es, zu einer Diskussion über Planetary Boundaries, Klima Kipppunkte und Kosten von Klimawandelschäden anzuregen.
* Sie klärt Begrifflichkeiten und Prinzipien rund um Klimaneutralität.
* Sie klärt Begriffe und Fakten rund um Klimaneutralität und regt die Diskussion über eine "richtige Reihenfolge" bei Kompensation- und CDR Maßnahmen an.
* Sie unterstützt die Diskussion zur Reihenfolge bei Kompensation und CDR Maßnahmen.


=== Badewannen Analogie ===
=== Badewannen Analogie ===
* Die Badewanne steht für die Atmosphäre, in der sich Emissionen wie Wasser ansammeln.
* Die Badewanne steht für die Atmosphäre, in der sich Emissionen ansammeln (das Wasser).
* Der Wasserhahn steht für den Zufluss, der über lange Zeit mehr Wasser in die Wanne bringt als abfließen kann.
* Das durch den Wasserhahn laufende Wasser stellt die menschlichen CO2-Emissionen dar.  
* Der Abfluss steht für Abbau und Senken, wobei die Analogie auch einen zunehmend eingeschränkten Abfluss aufgreift.
* Der Abfluss der Wanne verstopft zunehmend, das Wasser sammelt sich an.  
* Als Einstieg wurde ein Szenario „Sie kommen ins Badezimmer“ genutzt, um Ideen zur Schadensbegrenzung zu sammeln.
* Die Teilnehmenden sollen sich vorstellen, dass sie ins Badezimmer kommen, und die Badewanne immer weiter Vollaufen sehen. Dann wird die Frage gestellt: "Was würden sie tun, um den Schaden zu begrenzen?".
* Die Analogie kann genutzt werden, um „Wasser“ als Emissionsmenge zu veranschaulichen und Mengen miteinander zu vergleichen.
 
=== Genannte Datenquellen ===
* Our World in Data wurde als weiterführende Quelle genannt.
* Global Carbon Budget wurde als weitere Quelle genannt.
* Climate Change Tracker wurde als weitere Quelle genannt.


== Den Treibhauseffekt sehen: CO₂ Versuch nach Foote ==
== Den Treibhauseffekt sehen: CO₂ Versuch nach Foote ==
=== Ziele und Inhalte ===
=== Ziele und Inhalte ===
* Der Versuch ordnet Klimaforschung historisch ein und vermittelt Grundwissen zum Treibhauseffekt.
* Der Versuch ordnet Klimaforschung historisch ein und vermittelt Grundwissen zum Treibhauseffekt.
* Der Ansatz macht die Geschichte der Forschung sichtbar und kann auch aus feministischer Perspektive eingeordnet werden.
* Der CO₂-Versuch kann mit normalen Haushaltsgegeständen durchgeführt werden und den Treibhauseffekt so einfach sichtbar machen.
* Der Treibhauseffekt wird mit einfachen Haushaltsmitteln praktisch sichtbar gemacht.
* Einfach gesagt: das Gefäß, in welches CO₂ gegeben wird, erwärmt sich durch den Wärmestrahler stärker, als das Gefäß, in welches kein CO₂ gegeben wird.
 
=== Historischer Kontext: Eunice Newton Foote und strukturelle Benachteiligung von Frauen in der Wissenschaft ===
* Eunice Newton Foote wies 1856 nach, dass CO₂ in der Sonne stärker erwärmt als normale Luft. Sie war die erste Person, die somit erkannte, dass es einen Zusammenhang zwischen Kohlenstoffdioxid in der Luft und der Erderwärmung gibt.
* Foote wurde es, da sie eine Frau war, untersagt, ihre bahnbrechende Arbeit bei der ''American Association for the Advancement of Science'' (AAAS) ''Tagung'' in Albany selbst vorzutragen. Der Vortrag wurde von einem Forscher übernommen und Footes Erkenntnis somit die Stimme eines Mannes verliehen.
* Aufgrund der strukturellen Ausgrenzung von Frauen durch den männlich dominierten Wissenschaftsbetrieb blieben Footes Erkenntnisse weitgehend unbeachtet, während ähnliche Befunde Jahre später vor allem männlichen Forschern zugeschrieben und öffentlich als wissenschaftliche Leistung anerkannt wurden.
* Der Fall macht sichtbar, dass Wissenschaftlerinnen historisch systematisch benachteiligt wurden, indem ihre Beiträge nicht gehört, kaum zitiert und bei der Zuschreibung von Erkenntnissen regelmäßig übergangen wurden, und er steht damit stellvertretend für viele vergleichbare Biografien.


=== Material und Ressourcen ===
=== Material und Ressourcen ===
* Ein Wärmestrahler wurde genannt, zum Beispiel eine Halogenleuchte.
* Man benötigt einen Wärmestrahler, zum Beispiel eine Halogenleuchte.
* Als CO₂ Quelle wurde ein Sodasprudler genannt, alternativ Backpulver plus Essig.
* Eine CO₂ Quelle (z.B. ein Sodasprudler, alternativ Backpulver plus Essig).
* Zwei Thermometer werden benötigt.
* Zwei Thermometer werden benötigt.
* Zwei Vorratsgläser und zwei schwarze Kartons wurden als Material genannt.
* Zwei Vorratsgläser und zwei schwarze Kartons.


=== Historische Einbettung: Eunice Newton Foote ===
== Fragen & Antworten aus der Diskussion ==
* Foote führte Versuche mit Glaskolben durch, die mit unterschiedlichen Gasen gefüllt waren.
* '''Unterscheidet sich die Akzeptanz, wenn der Vortrag an der eigenen Hochschule gehalten wird, im Vergleich zu einem Auftritt als externer Experte an anderen Hochschulen?'''
* Bei einem Kolben mit CO₂ stieg die Temperatur in der Sonne stärker an.
** Antwort: Extern kann die Person stärker als Expert:in wahrgenommen werden, während an der eigenen Hochschule vor allem Zielgruppe und Kontext beeinflussen, wie der Vortrag aufgenommen wird.
* Die Ergebnisse wurden 1856 durch Joseph Henry auf einer wissenschaftlichen Konferenz vorgestellt.
* Es wurde genannt, dass die Entdeckung lange wenig beachtet war und 2010 wieder stärker aufgegriffen wurde.


=== Bildhinweise ===
== Weitere Anmerkungen aus der Diskussion ==
* Als Bildquellen wurden newindianexpress.com und vitalsigns.edf.org genannt.
*Wenn Wissen oder Routine fehlen, lassen sich die Spiele nicht immer sicher umsetzen.
* Fortbildungen können helfen, damit Personen fit für die Durchführung werden, sofern dafür Fördermittel verfügbar sind.
* Ein spielbereites Set mit Materialien wäre ebenfalls hilfreich, wenn die Umsetzung sonst an fehlender Vorbereitung scheitert.
* Beim Quiz ist wichtig, Fragen so anzupassen, dass man dazu gut erzählen und Inhalte sinnvoll einordnen kann.
* Ein Privilegien Bingo kann sehr direkt sichtbar machen, welche Privilegien im Alltag oft als selbstverständlich gelten, zum Beispiel Krankenversicherung oder ein sicheres Dach über dem Kopf.
* Teilwissen zu SDGs ist relevant, führt aber nicht automatisch zu nachhaltigem Verhalten.
* Handlungsoptionen werden greifbarer, wenn sie in Kategorien geordnet werden, damit sichtbar wird, wie ein nachhaltigeres Leben konkret aussehen kann.
 
== Materialien von Maria Fronz (FSU Jena, ThüLeNa) ==
 
* Die folgenden Materialien wurden uns freundlicherweise im Nachgang von Frau Maria Fronz zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!
* Weitere Materialien können bei Bedarf mit in diese Sammlung aufgenommen werden.
 
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|-
| style="width:33%; text-align:center; vertical-align:top;" |
[[Datei:Aktivierung_Bingo+Soziogramm.pdf|120px|link={{filepath:Aktivierung_Bingo+Soziogramm.pdf}}]]
<br/>[{{filepath:Aktivierung_Bingo+Soziogramm.pdf}} Bingo und Soziogramm (PDF)]
| style="width:33%; text-align:center; vertical-align:top;" |
[[Datei:Methoden-Vorlage Nachhaltigkeits-Bingo.pdf|120px|link={{filepath:Methoden-Vorlage Nachhaltigkeits-Bingo.pdf}}]]
<br/>[{{filepath:Methoden-Vorlage Nachhaltigkeits-Bingo.pdf}} Methoden-Vorlage Nachhaltigkeits-Bingo (PDF)]
| style="width:33%; text-align:center; vertical-align:top;" |
[[Datei:Methoden-Vorlage SDG Match.pdf|120px|link={{filepath:Methoden-Vorlage SDG Match.pdf}}]]
<br/>[{{filepath:Methoden-Vorlage SDG Match.pdf}} Methoden-Vorlage SDG-Match (PDF)]
|-
| style="width:33%; text-align:center; vertical-align:top;" |
[[Datei:Methoden-Vorlage studentische Viertelstunde.pdf|120px|link={{filepath:Methoden-Vorlage studentische Viertelstunde.pdf}}]]
<br/>[{{filepath:Methoden-Vorlage studentische Viertelstunde.pdf}} Methoden-Vorlage studentische Viertelstunde (PDF)]
| style="width:33%; text-align:center; vertical-align:top;" |
[[Datei:epiz-weltspiel-broschüre-r-barrierefrei.pdf|120px|link={{filepath:epiz-weltspiel-broschüre-r-barrierefrei.pdf}}]]
<br/>[{{filepath:epiz-weltspiel-broschüre-r-barrierefrei.pdf}} Weltspiel Broschüre (PDF)]
| style="width:33%; text-align:center; vertical-align:top;" |
|}


== Fragen und Antworten ==
== Weiterführende Links & Informationen ==
* Frage: Ob die verwendeten Zahlen bei Emissionen nur innerhalb von Landesgrenzen gelten und Konsum und ausgelagerte Produktion dadurch nicht sichtbar werden.
* [https://ourworldindata.org/ Our World in Data]
* Antwort: Die Frage wurde als wichtiger Hinweis auf die Perspektive von territorialen Emissionen eingeordnet und als Anschluss für weitere Einordnung markiert.
* [https://www.globalcarbonbudget.org/ Global Carbon Budget]
* Frage: Ob die Akzeptanz unterschiedlich ist, wenn ein Vortrag an der eigenen Hochschule gehalten wird oder wenn man als externer Experte an anderen Hochschulen spricht.
* [https://climatechangetracker.org/ Climate Change Tracker]
* Antwort: Es wurde beschrieben, dass die Expertenrolle extern anders wirken kann und dass an der eigenen Hochschule Zielgruppe und Kontext einen Unterschied machen können.
* [https://www.bildung-trifft-entwicklung.de/de/materialien.html Bildung trifft Entwicklung - BtE Website]
* [https://www.das-weltspiel.com/de/ Das Weltspiel]


== Weitere Anmerkungen aus der Diskussion ==
== Quellen zu Eunice Newton Foote ==
* Es wurde angemerkt, dass die Umsetzung solcher Tools manchmal daran scheitert, dass Wissen oder Sicherheit in der Durchführung fehlen.
[https://www.mpg.de/19066746/Eunice-Newton-Foote?utm_source=chatgpt.com https://www.mpg.de/19066746/Eunice-Newton-Foote]
* Als Idee wurde genannt, Fortbildungen oder ein spielbereites Set zu ermöglichen, sofern dafür Fördermittel verfügbar wären.
 
* Zum Quiz wurde betont, dass Fragen so ausgewählt und angepasst werden können, dass sie gut erzählbar sind und eine passende Einordnung erlauben.
https://frauenmediaturm.de/uncategorized/eunice-newton-foote/
* Als weiteres Format wurde ein Privilegien Bingo genannt, das dabei helfen kann, eigene Privilegien bewusster wahrzunehmen.
* Es wurde angemerkt, dass Teilwissen zu SDGs allein nicht automatisch zu nachhaltigem Verhalten führt und Handlungsoptionen sichtbarer gemacht werden sollten.


== Weitere Materialien und Verweise ==
https://taz.de/Entdeckerin-des-Treibhauseffekts/!5646043/
* Als Hinweis wurden Materialien auf der BtE Website genannt.
* Als weiterer Verweis wurde „Das Weltspiel“ genannt.

Aktuelle Version vom 17. Februar 2026, 11:34 Uhr

Im DG HochN Hub am 06.02.2026 stellte Prof. Dr. Klaus Fischer drei schlanke Tools im Sinne von „Keep it small and simple“ vor. Im Mittelpunkt standen das Sustainability (Pub) Quiz als niedrigschwelliger SDG Einstieg, die Klima Badewanne als anschauliche Analogie für kumulierte CO₂ Emissionen sowie ein CO₂ Versuch nach Eunice Newton Foote, mit dem sich der Treibhauseffekt mit einfachen Mitteln sichtbar machen lässt.

KISS in der Nachhaltigkeitslehre, 06.02.2026
Datum
Fr 06 Februar 2026 14:00 Uhr
Schwerpunkte

BNE

Lehre

Methoden
Bezug Wiki-Themen





„Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre“ befindet sich nicht in der Liste (Digitalisierung, Politik, Ressourcen und Finanzierung, Ethik, Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit, Green Office, Kultur/Kreatives, Soziale Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, ...) zulässiger Werte für das Attribut „Thematisch verbunden mit“.

Hub-Dokumentation

  • Datum: 06.02.2026
  • Referent: Prof. Dr. Klaus Fischer

Überblick über die drei Tools

Vortrag KISS-BNE Klaus Fischer (PDF)
Vortrag KISS-BNE Klaus Fischer (PDF)
  • Sustainability (Pub) Quiz als Gruppenquiz in drei Runden mit Fokus auf SDGs, Alltagsbezug und Teambuilding.
  • Klima Badewanne als Analogie zur Kumulation von CO₂ Emissionen und zur Diskussion von Klimaneutralität sowie Kompensation.
  • Den Treibhauseffekt sehen als CO₂ Versuch nach Foote

Sustainability (Pub) Quiz

Ziele und Inhalte

Arbeitsvorlage Sustainability Quiz (PDF)
Arbeitsvorlage Sustainability Quiz (PDF)
  • Das Quiz bietet einen einfachen Einstieg in Nachhaltigkeit und eignet sich auch für Teilnehmende ohne Vorwissen zu SDGs.
  • Es unterstützt dabei, die SDGs kennenzulernen und Nachhaltigkeitspolitik auf globaler Ebene einzuordnen.
  • Es stellt einen Bezug zur eigenen Institution oder Kommune her, zum Beispiel zur Hochschule.
  • Anknüpfung an Alltagssituationen und eigenes Verhalten und Impulssetzung, die in Erinnerung bleiben sollen.
  • Das Format setzt bewusst auf Spaß und kann je nach Setting auch Kennenlernen und Teambuilding unterstützen.

Aufbau in drei Runden

  • Runde 1 ist ein Team Quiz, das als Gruppenarbeit mit Quizbogen durchgeführt wird.
  • Runde 2 ist eine Schnellrate-Runde, in der Fakten geschätzt werden und Punkte über Nähe zur richtigen Zahl und Tempo entstehen.
  • Runde 3 ist eine pantomimische Runde zu den SDGs, in der die SDGs dargestellt und erraten werden (hierbei darauf achten, dass die Runden gleichzeitig stattfinden und nicht nacheinander. So verringert an das Risiko, dass die Gruppen voneinander abschauen und die Bewegungen kopieren).

Durchführung und Organisation

  • Die gleichzeitige Durchführung ist mit 2 bis 4 Gruppen möglich, empfohlen sind 2 bis maximal 5 Teilnehmende pro Gruppe.
  • Der Ort und Anlass der Durchführung ist flexibel, genau wie die Zielgruppe. Es kann in gewöhnlichen Vorlesungen angewandt werden oder auch bei Veranstaltungen, in einem Pub...
  • Zeitaufwand: ein Durchlauf dauert etwa 45 Minuten.

Material und Ressourcen

  • Ausgedruckte Quizbögen und Stifte werden pro Gruppe benötigt, die Inhalte sollen an das jeweilige Setting angepasst werden.
  • 17 SDG Karten reichen aus, zum Beispiel als Moderationskarten mit je einem SDG.
  • Uhr oder Handy sowie ein Block zur Punkteberechnung (alternativ eine Excel-Tabelle).
  • Es gibt eine Person, die als "Quizmaster" die Runde anleitet und eine Person, die bei der Durchführung und Auswertung unterstützt.
  • Optional können Urkunden oder kleine Preise vorbereitet werden (Gutscheine etc.)

Klima Badewanne

Ziele und Inhalte

  • Die Klima Badewanne soll bildlich verdeutlichen, dass CO₂ Emissionen in der Atmosphäre kumulieren.
  • Die Klima-Badewanne kann flexibel eingesetzt werden, z.B. bei Vorträgen, Diskussionen oder auch Vorlesungen.
  • Sie unterstützt den Vergleich historischer Emissionen und die Einordnung von Anteilen Deutschlands sowie von Industrienationen.
  • Ziel ist es, zu einer Diskussion über Planetary Boundaries, Klima Kipppunkte und Kosten von Klimawandelschäden anzuregen.
  • Sie klärt Begriffe und Fakten rund um Klimaneutralität und regt die Diskussion über eine "richtige Reihenfolge" bei Kompensation- und CDR Maßnahmen an.

Badewannen Analogie

  • Die Badewanne steht für die Atmosphäre, in der sich Emissionen ansammeln (das Wasser).
  • Das durch den Wasserhahn laufende Wasser stellt die menschlichen CO2-Emissionen dar.
  • Der Abfluss der Wanne verstopft zunehmend, das Wasser sammelt sich an.
  • Die Teilnehmenden sollen sich vorstellen, dass sie ins Badezimmer kommen, und die Badewanne immer weiter Vollaufen sehen. Dann wird die Frage gestellt: "Was würden sie tun, um den Schaden zu begrenzen?".

Den Treibhauseffekt sehen: CO₂ Versuch nach Foote

Ziele und Inhalte

  • Der Versuch ordnet Klimaforschung historisch ein und vermittelt Grundwissen zum Treibhauseffekt.
  • Der CO₂-Versuch kann mit normalen Haushaltsgegeständen durchgeführt werden und den Treibhauseffekt so einfach sichtbar machen.
  • Einfach gesagt: das Gefäß, in welches CO₂ gegeben wird, erwärmt sich durch den Wärmestrahler stärker, als das Gefäß, in welches kein CO₂ gegeben wird.

Historischer Kontext: Eunice Newton Foote und strukturelle Benachteiligung von Frauen in der Wissenschaft

  • Eunice Newton Foote wies 1856 nach, dass CO₂ in der Sonne stärker erwärmt als normale Luft. Sie war die erste Person, die somit erkannte, dass es einen Zusammenhang zwischen Kohlenstoffdioxid in der Luft und der Erderwärmung gibt.
  • Foote wurde es, da sie eine Frau war, untersagt, ihre bahnbrechende Arbeit bei der American Association for the Advancement of Science (AAAS) Tagung in Albany selbst vorzutragen. Der Vortrag wurde von einem Forscher übernommen und Footes Erkenntnis somit die Stimme eines Mannes verliehen.
  • Aufgrund der strukturellen Ausgrenzung von Frauen durch den männlich dominierten Wissenschaftsbetrieb blieben Footes Erkenntnisse weitgehend unbeachtet, während ähnliche Befunde Jahre später vor allem männlichen Forschern zugeschrieben und öffentlich als wissenschaftliche Leistung anerkannt wurden.
  • Der Fall macht sichtbar, dass Wissenschaftlerinnen historisch systematisch benachteiligt wurden, indem ihre Beiträge nicht gehört, kaum zitiert und bei der Zuschreibung von Erkenntnissen regelmäßig übergangen wurden, und er steht damit stellvertretend für viele vergleichbare Biografien.

Material und Ressourcen

  • Man benötigt einen Wärmestrahler, zum Beispiel eine Halogenleuchte.
  • Eine CO₂ Quelle (z.B. ein Sodasprudler, alternativ Backpulver plus Essig).
  • Zwei Thermometer werden benötigt.
  • Zwei Vorratsgläser und zwei schwarze Kartons.

Fragen & Antworten aus der Diskussion

  • Unterscheidet sich die Akzeptanz, wenn der Vortrag an der eigenen Hochschule gehalten wird, im Vergleich zu einem Auftritt als externer Experte an anderen Hochschulen?
    • Antwort: Extern kann die Person stärker als Expert:in wahrgenommen werden, während an der eigenen Hochschule vor allem Zielgruppe und Kontext beeinflussen, wie der Vortrag aufgenommen wird.

Weitere Anmerkungen aus der Diskussion

  • Wenn Wissen oder Routine fehlen, lassen sich die Spiele nicht immer sicher umsetzen.
  • Fortbildungen können helfen, damit Personen fit für die Durchführung werden, sofern dafür Fördermittel verfügbar sind.
  • Ein spielbereites Set mit Materialien wäre ebenfalls hilfreich, wenn die Umsetzung sonst an fehlender Vorbereitung scheitert.
  • Beim Quiz ist wichtig, Fragen so anzupassen, dass man dazu gut erzählen und Inhalte sinnvoll einordnen kann.
  • Ein Privilegien Bingo kann sehr direkt sichtbar machen, welche Privilegien im Alltag oft als selbstverständlich gelten, zum Beispiel Krankenversicherung oder ein sicheres Dach über dem Kopf.
  • Teilwissen zu SDGs ist relevant, führt aber nicht automatisch zu nachhaltigem Verhalten.
  • Handlungsoptionen werden greifbarer, wenn sie in Kategorien geordnet werden, damit sichtbar wird, wie ein nachhaltigeres Leben konkret aussehen kann.

Materialien von Maria Fronz (FSU Jena, ThüLeNa)

  • Die folgenden Materialien wurden uns freundlicherweise im Nachgang von Frau Maria Fronz zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!
  • Weitere Materialien können bei Bedarf mit in diese Sammlung aufgenommen werden.


Bingo und Soziogramm (PDF)


Methoden-Vorlage Nachhaltigkeits-Bingo (PDF)


Methoden-Vorlage SDG-Match (PDF)


Methoden-Vorlage studentische Viertelstunde (PDF)


Weltspiel Broschüre (PDF)

Weiterführende Links & Informationen

Quellen zu Eunice Newton Foote

https://www.mpg.de/19066746/Eunice-Newton-Foote

https://frauenmediaturm.de/uncategorized/eunice-newton-foote/

https://taz.de/Entdeckerin-des-Treibhauseffekts/!5646043/

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