KISS in der Nachhaltigkeitslehre, 06.02.2026: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 17. Februar 2026, 07:41 Uhr
Im DG HochN Hub stellte Prof. Dr. Klaus Fischer drei schlanke Tools im Sinne von „Keep it small and simple“ vor. Im Mittelpunkt standen das Sustainability (Pub) Quiz als niedrigschwelliger SDG Einstieg, die Klima Badewanne als anschauliche Analogie für kumulierte CO₂ Emissionen sowie ein CO₂ Versuch nach Eunice Newton Foote, mit dem sich der Treibhauseffekt mit einfachen Mitteln sichtbar machen lässt.
| KISS in der Nachhaltigkeitslehre, 06.02.2026 | |
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| Datum | |
Fr 06 Februar 2026 14:00 Uhr
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| Schwerpunkte | |
BNE Lehre Methoden | |
| Bezug Wiki-Themen | |
„Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre“ befindet sich nicht in der Liste (Digitalisierung, Politik, Ressourcen und Finanzierung, Ethik, Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit, Green Office, Kultur/Kreatives, Soziale Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, ...) zulässiger Werte für das Attribut „Thematisch verbunden mit“.
Hub-Dokumentation
- Datum: 2026-02-06
- Referent: Prof. Dr. Klaus Fischer
Überblick über die drei Tools
- Sustainability (Pub) Quiz als Gruppenquiz in drei Runden mit Fokus auf SDGs, Alltagsbezug und Teambuilding.
- Klima Badewanne als Analogie zur Kumulation von CO₂ Emissionen und zur Diskussion von Klimaneutralität sowie Kompensation.
- Den Treibhauseffekt sehen als CO₂ Versuch nach Foote
Sustainability (Pub) Quiz
Ziele und Inhalte
- Das Quiz bietet einen einfachen Einstieg in Nachhaltigkeit und eignet sich auch für Teilnehmende ohne Vorwissen zu SDGs.
- Es unterstützt dabei, die SDGs kennenzulernen und Nachhaltigkeitspolitik auf globaler Ebene einzuordnen.
- Es stellt einen Bezug zur eigenen Institution oder Kommune her, zum Beispiel zur Hochschule.
- Es knüpft an Alltagssituationen und eigenes Verhalten an und setzt Impulse, die in Erinnerung bleiben sollen.
- Das Format setzt bewusst auf Spaß und kann je nach Setting auch Kennenlernen und Teambuilding unterstützen.
Aufbau in drei Runden
- Runde 1 ist ein Team Quiz, das als Gruppenarbeit mit Quizbogen durchgeführt wird.
- Runde 2 ist eine Schnellrate Runde, in der Fakten geschätzt werden und Punkte über Nähe zur richtigen Zahl und Tempo entstehen.
- Runde 3 ist eine pantomimische Runde zu den SDGs, in der die SDGs dargestellt und erraten werden.
Durchführung und Organisation
- Die gleichzeitige Durchführung ist mit 2 bis 4 Gruppen möglich, empfohlen sind 2 bis maximal 5 Teilnehmende pro Gruppe.
- Das Quiz kann auch etappenweise umgesetzt werden, zum Beispiel über einen Einführungstag mit späterer Preisverleihung.
- Für einen Durchlauf wurden mindestens 45 Minuten genannt, die Dauer kann je nach Erzählanteil und Einordnung variieren.
- Als Rollen wurden ein QuizmasterIn für Storytelling und Kontextualisierung sowie idealerweise eine zweite Person zur Unterstützung und Auswertung beschrieben.
- Als mögliche Preise wurden unter anderem eine ausgegebene Runde oder Gutscheine genannt.
Material und Ressourcen
- Ausgedruckte Quizbögen und Stifte werden pro Gruppe benötigt, die Inhalte sollen an das jeweilige Setting angepasst werden.
- Ein Satz mit 17 SDG Karten reicht aus, zum Beispiel als Moderationskarten mit je einem SDG.
- Uhr oder Handy sowie ein Block zur Punkteberechnung wurden genannt, bei vielen Gruppen ist auch ein Excel Sheet möglich.
- Optional können Urkunden oder kleine Preise vorbereitet werden.
Hinweise zur Gestaltung des Fragebogens
- Ein Teil des Fragebogens kann grundlegende Fragen zu Nachhaltigkeit und zum globalen Kontext enthalten und wird gemeinsam in der Gruppe bearbeitet.
- Ein weiterer Teil kann den Bezug zur eigenen Institution aufgreifen und Fragen zur jeweiligen Hochschule oder zum Umfeld integrieren.
- Als Beispiel wurde ein Siegel Teil genannt, in dem Siegel und Aussagen passend zugeordnet werden, um Bekanntheit und Einordnung anzuregen.
- Für die pantomimische SDG Runde wurde empfohlen, beide Gruppen gleichzeitig spielen zu lassen, damit keine Gruppe bei der anderen abschauen kann.
Rückfrage aus der Runde
- Frage: Ob es im Siegel Teil auch Fake oder Joke Siegel gibt.
- Antwort: Bisher sind keine Fake Siegel vorgesehen, es wurde aber als mögliche Idee eingeordnet.
- Anmerkung: Als Beispiel wurde bei Papier das Siegel „ohne Tropenholz“ genannt, das als problematisch eingeordnet wurde, weil der Tropenholzanteil bei der RC Papierherstellung sehr gering ist.
Klima Badewanne
Ziele und Inhalte
- Die Klima Badewanne soll anschaulich verdeutlichen, dass CO₂ Emissionen in der Atmosphäre kumulieren.
- Sie unterstützt den Vergleich historischer Emissionen und die Einordnung von Anteilen Deutschlands sowie von Industrienationen.
- Sie kann zur Diskussion über Planetary Boundaries, Klima Kipppunkte und Kosten von Klimawandelschäden hinführen.
- Sie klärt Begrifflichkeiten und Prinzipien rund um Klimaneutralität.
- Sie unterstützt die Diskussion zur Reihenfolge bei Kompensation und CDR Maßnahmen.
Badewannen Analogie
- Die Badewanne steht für die Atmosphäre, in der sich Emissionen wie Wasser ansammeln.
- Der Wasserhahn steht für den Zufluss, der über lange Zeit mehr Wasser in die Wanne bringt als abfließen kann.
- Der Abfluss steht für Abbau und Senken, wobei die Analogie auch einen zunehmend eingeschränkten Abfluss aufgreift.
- Als Einstieg wurde ein Szenario „Sie kommen ins Badezimmer“ genutzt, um Ideen zur Schadensbegrenzung zu sammeln.
- Die Analogie kann genutzt werden, um „Wasser“ als Emissionsmenge zu veranschaulichen und Mengen miteinander zu vergleichen.
Genannte Datenquellen
- Our World in Data wurde als weiterführende Quelle genannt.
- Global Carbon Budget wurde als weitere Quelle genannt.
- Climate Change Tracker wurde als weitere Quelle genannt.
Den Treibhauseffekt sehen: CO₂ Versuch nach Foote
Ziele und Inhalte
- Der Versuch ordnet Klimaforschung historisch ein und vermittelt Grundwissen zum Treibhauseffekt.
- Der Ansatz macht die Geschichte der Forschung sichtbar und kann auch aus feministischer Perspektive eingeordnet werden.
- Der Treibhauseffekt wird mit einfachen Haushaltsmitteln praktisch sichtbar gemacht.
Material und Ressourcen
- Ein Wärmestrahler wurde genannt, zum Beispiel eine Halogenleuchte.
- Als CO₂ Quelle wurde ein Sodasprudler genannt, alternativ Backpulver plus Essig.
- Zwei Thermometer werden benötigt.
- Zwei Vorratsgläser und zwei schwarze Kartons wurden als Material genannt.
Historische Einbettung: Eunice Newton Foote
- Foote führte Versuche mit Glaskolben durch, die mit unterschiedlichen Gasen gefüllt waren.
- Bei einem Kolben mit CO₂ stieg die Temperatur in der Sonne stärker an.
- Die Ergebnisse wurden 1856 durch Joseph Henry auf einer wissenschaftlichen Konferenz vorgestellt.
- Es wurde genannt, dass die Entdeckung lange wenig beachtet war und 2010 wieder stärker aufgegriffen wurde.
Bildhinweise
- Als Bildquellen wurden newindianexpress.com und vitalsigns.edf.org genannt.
Fragen und Antworten
- Frage: Ob die verwendeten Zahlen bei Emissionen nur innerhalb von Landesgrenzen gelten und Konsum und ausgelagerte Produktion dadurch nicht sichtbar werden.
- Antwort: Die Frage wurde als wichtiger Hinweis auf die Perspektive von territorialen Emissionen eingeordnet und als Anschluss für weitere Einordnung markiert.
- Frage: Ob die Akzeptanz unterschiedlich ist, wenn ein Vortrag an der eigenen Hochschule gehalten wird oder wenn man als externer Experte an anderen Hochschulen spricht.
- Antwort: Es wurde beschrieben, dass die Expertenrolle extern anders wirken kann und dass an der eigenen Hochschule Zielgruppe und Kontext einen Unterschied machen können.
Weitere Anmerkungen aus der Diskussion
- Es wurde angemerkt, dass die Umsetzung solcher Tools manchmal daran scheitert, dass Wissen oder Sicherheit in der Durchführung fehlen.
- Als Idee wurde genannt, Fortbildungen oder ein spielbereites Set zu ermöglichen, sofern dafür Fördermittel verfügbar wären.
- Zum Quiz wurde betont, dass Fragen so ausgewählt und angepasst werden können, dass sie gut erzählbar sind und eine passende Einordnung erlauben.
- Als weiteres Format wurde ein Privilegien Bingo genannt, das dabei helfen kann, eigene Privilegien bewusster wahrzunehmen.
- Es wurde angemerkt, dass Teilwissen zu SDGs allein nicht automatisch zu nachhaltigem Verhalten führt und Handlungsoptionen sichtbarer gemacht werden sollten.
Weitere Materialien und Verweise
- Als Hinweis wurden Materialien auf der BtE Website genannt.
- Als weiterer Verweis wurde „Das Weltspiel“ genannt.