Hub Klimaanpassung durch partizipative Entsiegelungsaktionen, 12.02.26: Unterschied zwischen den Versionen

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==Abpflastern Wettbewerb==
==Abpflastern Wettbewerb==
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Vorstellung von Prof. Lars Hochmann,  Hochschule für Gesellschaftsgestaltung
Vorstellung von Prof. Lars Hochmann,  Hochschule für Gesellschaftsgestaltung
* gestartet als Bildungsprojekt an der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung
* gestartet als Bildungsprojekt an der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung
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==Praxisbeispiele==
==Praxisbeispiele==


[[Datei:260212 Hub Abpflastern Präsentation Praxisbeispiele.pdf|alternativtext=Präsentation ABpflastern Praxisbeispiele|mini|link=https://wiki.dg-hochn.de/images/1/1c/260212_Hub_Abpflastern_Präsentation_Praxisbeispiele.pdf|Praxisbeispiele an der TU Darmstadt und h_da]]  
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*TU Darmstadt, Clara Brossmann
*TU Darmstadt, Clara Brossmann
**95qm entsiegelt und 9 Beete angelegt
**95qm entsiegelt und 9 Beete angelegt

Version vom 17. Februar 2026, 08:44 Uhr

Versiegelung führen zu Hitzeinseln, Überschwemmungen und verlorenem Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Entsiegelung ist daher ein zentraler Baustein für klimaresiliente und lebendige Städte.

Der Abpflastern Wettbewerb motiviert genau dazu und schafft es, dass Gutes passiert und zusätzlich darüber gesprochen wird. Was dahinter steckt und wie die Teilnahme funktioniert, wurde im Hub berichtet. Anna Breuer (Hochschule Darmstadt) und Clara Brossmann (TU Darmstadt) berichten aus der Praxis: Sie teilen Erfahrungen aus ihren ersten Entsiegelungsaktionen – von der Planung über die Umsetzung bis hin zu Ergebnissen und Herausforderungen. Im Anschluss an den Input fand ein offener Austausch statt, in dem Fragen geklärt und gemeinsam diskutiert wurde. Prof. Dr. Lars Hochmann (Professor für Transformation und Unternehmung, Hochschule für Gesellschaftsgestaltung) ergänzte als Mit-Initiator von "Abpflastern" die Perspektiven.

Hub Klimaanpassung durch partizipative Entsiegelungsaktionen, 12.02.26
Datum
Do 12 Februar 2026 13:30 Uhr
Bezug Wiki-Themen




Agenda

  1. Ankommen & Check-in
  2. Drei Inputs: Input Abpflastern-Wettbewerb + zwei Beispiele aus der Praxis
  3. Fragerunde 1 Plenum
  4. Breakoutsessions: Wo könnte auf dem eignen Campus eine abpflastern Aktion stattfinden. Was braucht es dafür?
  5. Fragerunde 2 Plenum

Abpflastern Wettbewerb

Präsentation Abpflastern Wettbewerb von Lars Hochmann
Präsentation des Abpflastern Wettbewerbs

Vorstellung von Prof. Lars Hochmann, Hochschule für Gesellschaftsgestaltung

  • gestartet als Bildungsprojekt an der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung
  • nach niederländischem Vorbild entstanden
  • Transformation als "Sport" re-framen-> Motive egal, Hauptsache es wird entsiegelt
  • Kampagne: ab dem ersten Stein ist eine Kommune dabei (Ratsbeschluss ist nicht erforderlich)
  • Saison läuft vom 21.03.-31.10.
  • Privatpersonen, Nachbarschaften, Organisationen, Kommunen können teilnehmen
  • Modus: niedrigschwellig: vorher-nachher Fotos, Quadratmeter oder Anzahl der Steine -> ergibt Ranking
  • Ranking: Transformation wird zur "Frage der Ehre"
  • unterschiedliche Ligen (Städte-Liga: klein - mittel - groß); Ziel: auch Team-Ligen (ähnlich "Stadtradeln)
  • Begleitung über Social Media (Instagram Kanal)
  • Saison 2025: 32 Kommunen beteiligt, 1,5 Fußballfelder abgepflastert
  • parallel zum Wettbewerb findet eine Ringvorlesung statt [www.hfgg.de/abpflastern]
  • Finanzierung über eine Online-Foundation mit Graswurzelcharakter

Praxisbeispiele

Präsentation Abpflastern Praxisbeispiele
Präsentation der Praxisbeispiele an der TU Darmstadt und h_da
  • TU Darmstadt, Clara Brossmann
    • 95qm entsiegelt und 9 Beete angelegt
    • 3 Nachmittage
    • 10-15 Personen pro Schicht (á 2 Stunden) mit Anmeldung
    • Ablauf: Kies entfernt, Beete angelegt, Substrat eingefüllt, Stauden eingesetzt, Schotterrasen gesät
    • Vorbereitung: Vorlauf ca. 6 Monate, intensive Planung ca. 2 Monate vorher
    • Unterstützung: studentische Mitarbeiter:innen (u.a. Pflanzplanung in Abstimmung mit Gärtner:innen) -> Jät-Aktionen mitgeplant, was für gute Akzeptanz bei Gärtner:innen sorgt
    • Zusammenarbeit: intern mit Baumanagement und technischem Betrieb, Gärtnerinnen; extern mit Studierendenwerk (Verpflegung) und lokalem Biohof (Entsorgung der Steine für Feldwege)
    • Kosten: ca. 8400 EUR -> Substrat 3500 EUR, Stauden 2000 EUR, Steine 1800 EUR, weitere kleine Posten
    • Learnings: mehr Puffer einplanen (Wetter!), eine Aktion kann den Anstoß für weitere geben, wichtig ist bei Frewilligen für gute Stimmung zu sorgen und Wertschätzung zu zeigen, positive Resonanz und viele Unterstützer:innen, auf Arbeitsschutz achten (Schuhe)
    • weitere Infos auf der Website
  • Hochschule Darmstadt, Anna Breuer
    • 30qm entsiegelt durch GaLaBauer 2,5 Tage
    • ein Vormittag Pflanzaktion mit Freiwilligen und in Zusammenarbeit mit Gärtner:innen
    • mehr Infos auf Nachhaltigkeitsblog der h_da
    • Ablauf: Fläche finden (keine Nutzungskonkurrenz, keine geplanten Baustellen, keine Leitungen, keine Feuerwehraufstellflächen), Anfrage an Bauabteilung, GaLa Bauer finden, Pflanzplan machen, Pflanzaktion bewerben, Pflanzaktion durchführen
    • Herausforderung: GaLa Bauer finden, der Zeit hat
    • Kosten: GaLa Bauer ca. 10.000 EUR, Pflanzen 1.300 EUR
    • Learning: städtischer Untergrund ist überraschend, Leistungsbeschreibung GaLa Bauer sehr genau festhalten, genug Zeit für Pflanzplanung und -bestellung einplanen (mind. 4 Wochen), Pflanzen einen Tag vorab liefern lassen, mit Anmeldung gearbeitet (25 Anmeldungen, nur 6 Personen gekommen) -> mehr Werbung auch in Person und Schilder am Ort, nicht nur online, positives Feedback, auch Bauabteilung hat Augenmerk jetzt mehr darauf

Zentrale Punkte und Antworten des Austauschs im Plenum

Frage 1:Welche Kosten entstehen bei Beauftragung von Firmen (z.B. Garten- und Landschaftsbauer:innen oder Entsorgungsunternehmen)? ?

Antwort 1: Transportkosten z. B. ca. 400 €, ansonsten stark abhängig vom Untergrund und vom Entsorgungsaufwand.

Angebote einholen; Kosten über m³ Schutt/Entsorgungsmenge und Pflanzbestellmengen kalkulierbar.

Hinweis aus der Runde: Kantsteine neu legen ist oft schwierig (Beton nötig etc.). Eher zusammenhängende Flächen abpflastern, weil Übergänge sonst problematisch werden.


Frage 2: Wenn unter den Steinen Beton ist, wie viel bringt abflastern dann überhaupt?

Antwort 2: Es bringt dennoch etwas (Vergleich: Dachbegrünung). Es gibt Pflanzen, die weniger Erdvolumen/-tiefe benötigen. Vorgehen: zuerst entsiegeln, dann Untergrund prüfen, danach Pflanzen bestellen und setzen.


Frage 3/Impuls: „Probebuddeln“ ist zu empfehlen, z. B. 30 Minuten testen: Was bringt es? Wie viel schaffen wir? Wie verdichtet ist Kies darunter?

Rückmeldungen: Test hilft bei Aufwandsschätzung (Verdichtung/Material). Je nach Befund: Pflanzen einsetzen oder Saatgut nutzen.

Hinweis: Pflanzenauswahl/Planung kann online gut vorbereitet werden (Auswahlhilfen).


Frage 4: Pflanzenwahl/Planung (klimaresilient, heimisch etc.) und Standortbezug?

Antwort: Pflanzen bei NaturaDB bestellt; Pflanzenplanung in PowerPoint erstellt.

Insgesamt lässt sich feststellen: Weniger Pflanzenarten = einfachere Planung (ähnliche Eigenschaften, weniger Komplexität).


Frage 5: Technische Begleitung/Mobilisierung

Antwort: Social Media, Sammelmail an Hochschulangehörige; später eigener Verteiler; Uni-Screens; Internetauftritt/Webseite; eigene Anmeldemaske; Veranstaltung zur Erstsemesterbegrüßung; Plakate auf dem Campus, Infostand eine Woche vorher auf dem Campus.


Frage 6: Gab es Bedenken von Uni/Stadt wegen „illegalem Aktivismus“ (Steine rausnehmen etc.)?

Antwort: Eher nicht. Kam so nicht vor; Steine sind ohnehin nicht leicht zu entfernen.

Beispiel: Studierende hatten ein Jahr zuvor Guerilla-Hochbeete aufgestellt als Signal, dass Grünes benötigt wird. Dies wirkte motivierend/anschiebend.

Frage 7/Impuls: Kooperationen zwischen den Hochschulen, Kooperation Stadt-Hochschule wichtig

Hinweis auf die Veranstaltungsseite des Abpflastern Wettbewerbs

Action Planung

In einer kurzen Gedankenreise haben sich die Teilnehmer:innen Gedanken gemacht, welche Flächen an der eigenen Hochschule entsiegelt werden können und sich im Anschluss in Break-out Räumen dazu ausgetauscht. Dabei ging es um Themen wie: Pflege vorher klären: Zuständigkeiten, Bewässerung, Nachsaat/Nachpflanzung, Umgang mit Ausfällen.

Weiterführende Links

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